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EnviTec Biogas AG

Interim / Quarterly Report Sep 30, 2022

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahres-Bericht

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Zwischenbericht Geschäftsjahr 2022

der EnviTec Biogas AG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022

Konzernzwischenlagebericht

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Kennzahlenüberblick 04
Vorwort 06
Konzernzwischenlagebericht
Grundlagen des Konzerns 10
Wirtschaftsbericht 10
Geschäftsverlauf und Segmententwicklung im ersten Halbjahr 2022 14
Ertragslage 17
Vermögens- und Finanzlage 19
Liquiditätslage 19
Chancen- und Risikobericht 20
Prognosebericht 20
Konzernzwischenabschluss
Konzernbilanz 24
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 27
Konzern-Anhang 29
Impressum 40

Konzernzwischenabschluss

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Kennzahlenüberblick

Inhalt

(Mio. Euro) H1 2022 H1 2021 Entwicklung
Umsatzerlöse 144,2 108,3 35,9
Rohergebnis 53,7 37,7 16,0
EBITDA 26,3 15,2 11,1
EBT 20,1 7,9 12,2
Konzernergebnis 17,6 7,3 10,3
Mitarbeiter (Anzahl) 531 509 22
Auftragsbestand 218,6 152,5 66,1
davon Ausland 181,8 152,5 29,3
Auftragseingänge 63,2 33,5 29,7
davon Ausland 47,8 33,5 14,3
Auftragsstornierungen 0 0,3 -0,3
Abgearbeitete Aufträge 14,2 22,7 -8,5

In den Tabellen und Grafiken dieses Geschäftsberichts können aus rechentechnischen Gründen in Einzelfällen Rundungsdifferenzen auftreten.

Deutschland kurzfristig entwickeln, ist EnviTec optimistisch, mit dem Einstieg in den Bio-LNG-Markt ein vielversprechendes Wachstumsfeld erschlossen zu haben. Noch deutlicher sichtbar wird dies ab dem ersten Quartal 2023 werden. Dann startet im BioEnergie Park Güstrow die Herstellung von 9.600 t Bio-LNG (Liquefied Natural Gas) pro Jahr. Zusätzlich hat sich EnviTec mit der Gründung eines Joint-Ventures mit der Leipziger BALANCE Erneuerbare Energien GmbH im Bio-LNG-Markt in eine aussichtsreiche Stellung gebracht. Bereits bestehende Anlagen im Eigenbetrieb werden ebenfalls sukzessive auf die Produktion von Bio-LNG umgerüstet.

am Energiemarkt – ausgelöst durch den Ukraine-Krieg – die Herausforderungen einer Dekarbonisierung nur zusätzlich befeuert haben. Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass die Biogasbranche im Rahmen der Energiewende einen entscheidenden Beitrag zur Grundversorgung leisten kann. Die nun kurzfristig entstandene Krise der Versorgungssicherheit zeigt, wie wichtig es ist, auf rund um die Uhr verfügbare, klimafreundliche, heimische Energiequellen für eine gesicherte Grundversorgung am Standort Deutschland zu setzen. Experten gehen davon aus, dass die Bestandsanlagen in Deutschland bei einer Umstellung auf Gaseinspeisung kurzfristig bis zu 132 TWh Gas im Jahr erzeugen könnten. Mittelfristig seien sogar 160 TWh möglich. Das entspricht etwa einem Drittel der russischen Gasimporte. Bei aktuell diskutierten Themen wie einer Übergewinnsteuer plädiert EnviTec Biogas daher für Ausnahmen, wenn Gewinne in erneuerbare Energien investiert werden, um den dringend notwendigen Ausbau zu finanzieren. Unabhängig davon, wie sich die Rahmenbedingungen in Um mit dem starken Wachstum Schritt zu halten, werden neben dem kontinuierlichen Ausbau der Personalressourcen derzeit auch die Unternehmensstandorte in Lohne und Saerbeck maßgeblich erweitert. In Frankreich wurde zudem im September ein neues Labor für die Betreuung von Anlagen französischer Kunden in Betrieb genommen. Wir sind aller Herausforderungen zum Trotz überzeugt davon, dass sich unser Unternehmen in einer Phase neuen, nachhaltigen Wachstums befindet, das von starken, fundamentalen Faktoren wie dem Klimawandel und der Transformation der Energiemärkte angetrieben wird. Risiken wie hohe Preise für Rohstoffe und Baumaterialien oder schlechte Aussichten für die Weltwirtschaft haben das Potenzial, sich im folgenden Jahr negativ auf unser Geschäft auszuwirken. Wir sind aber zuversichtlich, diese Effekte kompensieren zu können und in den kommenden Geschäftsperioden weiter zu wachsen.

Im Anlagenbau entwickelt sich die Errichtung von Anlagen zur Biogasaufbereitung auf Basis der innovativen Biogasaufbereitungstechnologie EnviThan ebenfalls sehr dynamisch. So konnte der Auftragsbestand im Anlagenbau gegenüber Jahresende um 28,9 % auf 218,6 Mio. Euro per Ende Juni 2022 gesteigert werden. Davon entfällt der Großteil auf die internationalen Biogas-Märkte, im Wesentlichen auf Projekte in Frankreich, Dänemark, den USA und in China.

Mit besten Grüßen Ihr Vorstand der EnviTec Biogas AG

Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink CEO CTO

Jörg Fischer CFO

pünktlich zu unserem 20-jährigen Firmenjubiläum blicken wir auf ein erstes Halbjahr 2022 zurück, das von einer außerordentlich hohen Dynamik geprägt war. Eine Vielzahl von Faktoren hat diese Entwicklung begünstigt. Der wichtigste Treiber ist und bleibt aber der Klimawandel. So ist der weltweite energiebedingte CO2-Ausstoß nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur allein im Jahr 2021 um 6 % auf einen historischen Rekordwert von 36,3 Mrd. t gestiegen (Deutschland: +4,5 %). Die Folgen: ein sich drastisch veränderndes Klima und neue, bisher so nicht gekannte Extremwetterlagen rund um den Globus.

Schritt für Schritt reift bei Regierungen, Wirtschaftsunternehmen und Bürgern endlich die Erkenntnis, dass eine zügige Abkehr von fossilen Brennstoffen alternativlos ist. Die Folgen sind zum einen neue, vorteilhafte Gesetzgebungen, zum anderen staatliche wie unternehmerische Investitionen in erneuerbare Energien.

Wir haben mit der Umstellung auf Biogasaufbereitung und dem Einstieg in die Produktion von Bio-LNG ein starkes Sprungbrett für Wachstum in neuen Geschäftsfeldern geschaffen und profitieren davon bereits heute. So war ein wesentlicher Grund für die in diesem Geschäftsjahr bereits zweimalige Erhöhung unserer Ergebnisprognose die bereits schon jetzt sehr gute

Entwicklung in diesem Bereich. Trotz des laufenden Umbaus des Bioenergie Park Güstrow konnten dort und an weiteren Eigenbetriebsstandorten bereits hohe Mengen an kraftstofffähigem, RED II zertifiziertem Biomethan produziert und daher zu deutlich höheren Preisen verkauft werden. Gerade im Transportsektor steigt der Bedarf für zertifiziertes Biomethan an. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch die seit Anfang Januar 2022 in Deutschland gültige EU-Richtlinie für erneuerbare Energien im Verkehr (RED II). Dies führt zum verstärkten Einsatz gasförmigen (Bio-CNG) oder flüssigen (Bio-LNG) Treibstoffes und erhöhten Absatzpreisen.

Trotzdem finden die Klimaschutzpotenziale fortschrittlicher Bio-Kraftstoffe in Deutschland immer noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit. Vor allem wird gegen das Prinzip der Technologieneutralität gegenüber den verfügbaren erneuerbaren Kraftstoffoptionen und Antriebstechnologien zugunsten der Elektromobilität verstoßen, obwohl Biogas nachweislich die beste Treibhausgasbilanz besitzt. Statt Planungssicherheit zu erhalten, werden Investitionen in den Ausbau fortschrittlicher Technologien durch Diskussionen um zusätzliche Abgaben wie die Gasumlage verhindert. Dadurch konterkariert die aktuelle Regierung ihre eigenen Ziele.

Dabei muss betont werden, dass die aktuellen Verwerfungen

Verehrte Aktionäre, Liebe KUNDEN, MITARBEITER UND FREUNDE der EnviTec Biogas AG,

Konzernzwischenlagebericht

für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 der EnviTec Biogas AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des EnviTec Konzerns

Der EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt als Biogas-Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. EnviTec betreibt außerdem eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogas- und Biomethanproduzenten in Deutschland.

Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen weltweit in 16 Ländern (inkl. Deutschland) vertreten.

Konzernstruktur und Geschäftsbereiche

Die Konzernstruktur gliedert sich entlang der drei Bereiche Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Mutterkonzern fungiert als Holding, die Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im ersten Halbjahr 2022 haben mehrere Ereignisse die im Zuge der Corona-Pandemie bereits geschwächte Weltwirtschaft zusätzlich beeinträchtigt. Die wesentlichen Faktoren waren der Krieg in der Ukraine, hohe Inflationsraten und die Konjunkturabschwächung in China im Zuge der Zero-Covid-Strategie. Daher wird das globale Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) deutlich geringer ausfallen als zunächst angenommen. Der IWF erwartet laut der aktuellen Juli-Prognose, dass sich das globale Wachstum im Gesamtjahr 2022 auf 3,2 % belaufen wird. Noch im April 2022 waren die Konjunkturforscher von einem um 0,4 Prozentpunkte höheren Anstieg ausgegangen.

Für die Industriestaaten rechnet der IWF bis Jahresende mit einem Wachstum von 2,5 %. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 3,6 % zulegen. In den Staaten der Eurozone wird ein Anstieg um 2,6 % prognostiziert. In den für EnviTec besonders wichtigen Märkten wie Deutschland (+1,2 %), Frankreich (+2,3 %) und Großbritannien (+3,2 %) ist die Wirtschaftsentwicklung laut der IWF-Daten ebenfalls deutlich gebremst, wird nach aktuellen Schätzungen für das Gesamtjahr dennoch weiterhin positiv ausfallen.

Entwicklung des Biogasmarkts und Auswirkungen auf den EnviTec Konzern

Technologie

Der aktuell dynamischste Markt für Biogasanlagen ist die Biogasaufbereitung. Das gewonnene Biomethan dient zur Einspeisung in das Erdgasnetz. Zudem kann das Biomethan

als CO2-armer Treibstoff insbesondere im Verkehrssektor eingesetzt werden. Dass dies sinnvoll und notwendig wäre, belegt eine vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES GmbH herausgegebene Untersuchung. Demnach weist Biomethan eindeutig die beste Treibhausgasbilanz auf. Als nachhaltiger gasförmiger (Bio-CNG) oder flüssiger (Bio-LNG) Treibstoff können bereits heute mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart und gleichzeitig fast 100 % der gesundheitsschädigenden Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden. Darüber hinaus ergeben sich für den Einsatz von Biomethan im Mobilitätssektor sogar negative THG-Emissionen, sofern Gutschriften gemäß der europäischen Gesetzgebung (RED II) berücksichtigt werden. Diese Gutschriften resultieren aus der Emissionsvermeidung in der Landwirtschaft durch Nutzung von Reststoffen in der Biogasanlage.

Rohstoffmarkt

raum auf Basis langfristiger Lieferverträge, hoher Lagerbevor-

ratung und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben weiterhin von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe. Aufgrund der großen Trockenheit in Deutschland im Jahr 2022 und eines insgesamt gestiegenen Preisniveaus ist bei einer weiterhin komfortablen Inputversorgung im kommenden Geschäftsjahr mit deutlich erhöhten Einkaufspreisen für EnviTec zu rechnen, die aber voraussichtlich absatzseitig kompensiert werden können.

Die Preise am deutschen Agrarmarkt waren im Berichtszeitraum allen voran von den Auswirkungen des Ukrainekrieges geprägt. So stieg der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) bis Juni auf 207 Punkte und lag damit im Vergleich zum Jahresende 2021 um fast 28 % höher. Dabei hat sich die Preisentwicklung zuletzt etwas abgeschwächt, unter anderem weil Exporte aus der Ukraine wieder aufgenommen werden konnten. Die Preise sind aber weiterhin hoch volatil. Mit Blick auf die Inputversorgung von Biogasanlagen in Deutschland waren insbesondere bei Mais während des ersten Halbjahres 2022 laut dem Erntebericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund extremer Trockenheit weit unterdurchschnittliche Ernteerträge zu verzeichnen. Der Inputstoff Raps konnte dagegen in vielen Regionen profitieren – vor allem wegen ausreichender Niederschläge im Winter. EnviTec profitierte trotz der Preissteigerungen im Berichtszeit-In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Anfang 2021 traten im Rahmen einer EEG-Reform neue Förderbedingungen für Ökostrom in Kraft. Das Ausbauziel 2030 liegt seitdem bei 8,4 GW. Außerdem hat der Gesetzgeber das jährliche Ausschreibungsvolumen auf 600 MW für Biomasse-Anlagen festgelegt, was auch in Deutschland zu neuen Impulsen im Anlagenbau führt. Nach Prognosen des Fachverband Biogas lag der Netto-Zubau im Jahr 2021 bei 60 Biogasanlagen. Insgesamt wurden zum Jahresende 2021 9.692 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Leistung von 5.787 MW (inklusive Überbauung) in Deutschland betrieben. Das entspricht einer Stromproduktion von 33,23 TWh oder 9,49 Mio. mit Biogas versorgten Haushalten. Bei einem weiter deutlich steigenden Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland sank der Anteil von Biogas laut Daten des Statistischen

Geographische Märkte

Der weltweite energiebedingte CO2-Ausstoß ist nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur im Jahr 2021 um 6% auf einen historischen Rekordwert von 36,3 Mrd. t gestiegen (Deutschland: +4,5 %). Diese Entwicklung verdeutlicht, wie bedeutend der Einsatz erneuerbarer Energieträger wie Bioenergie für die Bewältigung des Klimawandels ist. Dafür sind in Deutschland wie international günstige regulatorische Rahmenbedingungen notwendig.

Eine aktuelle Studie zur Umsetzung des REPowerEU-Plans, der durch Gas for Climate (GfC), einem europäischen Verband führender Gastransport und -erzeugungsunternehmen, in Auftrag gegeben wurde, bewertet das europaweite Ausbaupotential (EU-27) von Biomethan auf 2,9 Mrd. m³ im Jahr 2030 und auf 60 Mrd. m³ bis 2050. Zu den fünf Ländern mit dem größten Potential über beide Perioden hinweg gehören dabei konstant Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden und Italien.

Frankreich ist innerhalb Europas bereits heute eines der dynamischsten Länder der Branche. Im Zuge des neuen europäischen Klimagesetzes von 2021, das eine Reduktion der CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent (gegenüber 1990) vorsieht, hat auch die französische Regierung angekündigt, bis Juli 2023 ein neues Klimagesetz zu verabschieden. Dabei wird erwartet, dass Frankreich seine Vorreiterrolle weiter ausfüllen und neue ambitionierte Ausbauziele für die verschiedenen erneuerbaren Energien festlegen wird.

Auch der US-amerikanische Biogasmarkt entwickelt sich positiv und stellt für EnviTec Biogas einen der wichtigsten Märkte dar. Haupttreiber ist die ambitionierte Klimaschutzpolitik der aktuellen Regierung. So enthält ein kürzlich unterzeichnetes Inflationsbekämpfungsgesetz auch ein umfassendes Klimaschutzpaket. Darin ist eine Reduktion des CO2-Ausstoßes von etwa 40 % bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2005 vorgesehen. Insgesamt sollen über zehn Jahre hinweg 375 Mrd. US-Dollar in den Klimaschutz investiert werden.

Die Biogasnutzung in Dänemark hatte im Jahr 2021 bereits einen Anteil von fast 25 % am gesamten Energieverbrauch. Der staatliche Netzbetreiber Energinet rechnet damit, dass Biogas bis 2030 etwa 75 % der Gasproduktion decken wird. 2034 soll die Biogasproduktion dann sogar die gesamte Gasnachfrage Dänemarks decken.

China bietet mit seinem ambitionierten Plan, als weltweit größter CO2-Emittent umweltfreundlicher zu werden, ein enormes Marktpotenzial für erneuerbare Energien. Die chinesische Regierung will den Anteil der nicht-fossilen Stromerzeugung bis 2025 auf 39 % ausbauen. Der Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Energien soll dann bei 33 % des Gesamtverbrauchs liegen. Allerdings sorgt die fortgesetzte strikte Null-Covid-Politik derzeit für wirtschaftliche Unsicherheit im Land.

In Großbritannien plant die Regierung im Rahmen ihrer Net-Zero-Strategie "Build Back Greener" den Anteil fossiler Energien bis 2050 auf null zu setzen. Damit will sie zur Erreichung der Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen beitragen.

Italien ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte für Biomethan in Europa. In einer Erhebung der European Biogas Association gehen Experten davon aus, dass Italien im Bereich Bio-LNG künftig zu einem der führenden Länder in Europa werden könnte.

Bundesamts im ersten Halbjahr 2022 leicht auf 5,7 % (1. Halbjahr 2021: 5,8 %).

Wesentlich vielversprechender als die reine Verstromung von Biogas entwickelt sich auch in Deutschland der Markt für Biomethan z.B. für den Einsatz im Verkehrs- und Wärmesektor. Hier trat im November 2020 das Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude (GEG) in Kraft. Es dient der Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie, die dazu verpflichtet, seit 2021 alle Neubauten als Niedrigstenergiegebäude zu errichten. Demnach muss der Energiebedarf jedes Gebäudes zu wesentlichen Teilen aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Im Verkehrssektor schreibt seit 1. Januar 2022 das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausminderungsquote (THG-Gesetz) ebenfalls eine Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien vor. Mit dem THG-Gesetz hat der deutsche Gesetzgeber die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien im Verkehr (RED II) umgesetzt. Demnach sollen die Emissionen im Verkehrssektor bis 2030 um mindestens 14 % gesenkt werden. In Deutschland will die Regierung die Quote deutlich übertreffen und gibt eine kontinuierliche Steigerung der THG-Minderungspflicht auf 25 % im Jahr 2030 vor.

Die im Bundestag Anfang Juli 2022 verabschiedeten Gesetzesvorlagen des sogenannten Osterpakets sollen zusätzlich zur Beschleunigung der Energiewende beitragen. Der Anteil von Wind-, Solar- und Wasserkraft soll danach bis 2030 auf 80 Prozent des Stromverbrauchs steigen. Für den Biogas-Sektor ist lediglich eine Fokussierung der Biomassenutzung auf hochflexible Spitzenlastkraftwerke vorgesehen. Außerdem soll die Ausschreibungsmenge für Biomasse stufenweise reduziert und die für Biomethan ab 2023 auf 600 MW pro Jahr erhöht werden. Experten gehen davon aus, dass allein die Bestandsanlagen in Deutschland bei einer Umstellung auf Gaseinspeisung kurzfristig bis zu 132 TWh Gas im Jahr erzeugen könnten. Mittelfristig seien sogar 160 TWh möglich. Das entspricht etwa einem Drittel der russischen Gasimporte.

Dennoch geben die aktuellen Regelungen in Deutschland nach Ansicht von EnviTec Biogas der Biogas-Industrie weiterhin keine ausreichende Perspektive, um zur Beschleunigung der Energiewende in Deutschland beizutragen. Eingriffe in bestehende Gesetzgebung, wie jüngst bei konventionellen Biokraftstoffen diskutiert, müssen vermieden werden, um für die Marktakteure Investitions- und Planungssicherheit zu erhalten.

Im Rahmen der aktuell diskutierten sogenannten Übergewinnsteuer setzt sich EnviTec Biogas dafür ein, Ausnahmen festzulegen, wenn Gewinne in Erneuerbare Energien investiert werden. Nur so kann der notwendige Ausbau auch finanziert werden. Ansonsten würde die von der Bundesregierung wiederholt bekräftigte Absicht, mehr Biogas in den Markt zu bringen, sowie die im Koalitionsvertrag festgelegten Ausbauziele für erneuerbare Wärme konterkariert werden.

Auf den internationalen Märkten wird das Potenzial von Treibstoffen auf Biomethanbasis vor allem im Schwerlastbereich bereits wahrgenommen. In verschiedenen europäischen Nachbarstaaten sowie in den USA und China bilden Bio-LNG (Liquefied Natural Gas) und Bio-CNG (Compressed Natural Gas) bereits heute einen strategischen Grundpfeiler der umweltfreundlichen und wettbewerbsfähigen Logistik von morgen.

EnviTec hat frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibilisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt und erwirtschaftet heute in allen Unternehmenssegmenten maßgebliche Umsätze in internationalen Märkten.

Auf gesamteuropäischer Ebene hat die Europäische Kommission im März 2022 ihren REPowerEU-Plan vorstellt. Die neue geopolitische Situation und insbesondere die Lage auf den Energiemärkten erfordern entscheidende Maßnahmen, um die Energiewende zu beschleunigen. Ziel des Plans ist es, möglichst rasch von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig zu werden. Dazu sollen bis zum Jahr 2030 unter anderem 20 % der europäischen Gasimporte aus Russland durch Biomethan substituiert werden.

Mengen Biomethan produziert werden konnten. Zum anderen wirkten sich die höheren Preise für den Einsatz emissionsarmen Biomethans (RED II zertifiziert) im Transportsektor für mittlere und schwere LKW positiv aus. Zusätzlich ergaben sich positive Effekte aus dem in Folge des Ukraine-Krieges anhaltenden Anstieg der Strom- und Gaspreise. Dieser Effekt spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle, was die Bedeutung der beiden anderen Faktoren und die neue Sektordynamik unterstreicht.

Der Segmentumsatz im Eigenbetrieb stieg um 71,0 % auf 107,6 Mio. Euro, die Gesamtleistung erhöhte sich um 70,4 % auf 108,5 Mio. Euro.

Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional um 77,8 % auf 70,8 Mio. Euro. Der maßgebliche Faktor für die Erhöhung war das infolge der gestiegenen Strom- und Gaspreise erhöhte Handelsvolumen im Bereich Energy. Da es sich hier um Handelsgeschäft für externe Kunden handelt, verbleibt nur ein geringerer Teil der Gewinne bei EnviTec. Gestiegene Kosten für den Bezug von Inputstoffen waren dank langfristiger Verträge nur in geringem Umfang zu verbuchen, werden allerdings im kommenden Jahr zum Tragen kommen.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Zuge der expansiven Geschäftstätigkeit um 19,4 % auf 3,5 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen durch Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen bei diversen Eigenbetriebsanlagen sowie durch allgemein gestiegene Kosten aufgrund des expansiven Geschäftsverlaufes im ersten Halbjahr um 15,7 % auf 7,0 Mio. Euro.

Die elektrische Leistung der eigenen Anlagen am Netz betrug zum Bilanzstichtag 77,8 MW (31. Dezember 2021: 77,8 MW) – davon 53,9 MW (31. Dezember 2021: 53,9 MW) vollkonsolidiert und 23,9 MW (31. Dezember 2021: 23,9 MW) at-Equity bewertet. Zum 31. Dezember 2020 hatte die Leistung der Eigenbetriebsanlagen noch bei 63,8 MW, zum 30 Juni 2021 bei 69,9 MW.

Die EBIT-Marge (bezogen auf die Gesamtleistung) erhöhte sich auf 19,0 % (H1 2021: 12,5 %). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 21,6 Mio. Euro (H1 2021: 8,2 Mio. Euro). Die eigenbetriebenen Anlagen konnten somit trotz erheblicher Investitionen und Instandhaltungsaufwendungen den Ergebnisbeitrag deutlich anheben und das finanzielle Fundament der Gruppe weiter festigen.

Service

Im Bereich Service war insbesondere in Deutschland ebenfalls eine positive Geschäftsentwicklung zu verzeichnen.

Zwar sank der Segmentumsatz leicht um 3,1 % auf 19,2 Mio. Euro. Durch einen Bestandsaufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (+2,1 Mio. Euro), im Wesentlichen Repowering- und Umrüstungsprojekte (Biogasaufbereitung), stieg die Gesamtleistung aber um 3,6 % auf 21,3 Mio. Euro.

Neben Deutschland sind die wichtigsten Märkte im Servicesegment weiterhin Italien, Tschechien und Großbritannien sowie Dänemark und Frankreich. Insbesondere in Frankreich ist aufgrund der Dynamik vor Ort ein weiterer Bedeutungszuwachs zu erwarten.

In Deutschland wurden zum 30. Juni 2022 im biologischen Service 170 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 80 MW und 10 MW äquivalent (EnviThan) (31. Dezember 2021: 72 MW / 10 MW) und im

Geschäftsverlauf und Segmententwicklung im ersten Halbjahr 2022

Die EnviTec Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 in allen Unternehmensbereichen eine hervorragende Geschäftsentwicklung, die aus Sicht der Geschäftsführung Ausdruck einer neuen, nachhaltigen Dynamik im Biogassektor ist. Ursächlich dafür sind primär die Notwendigkeiten im Zusammenhang mit der Klimakrise, die auch in neuen regulatorischen Vorgaben ihren Ausdruck finden. Besonders hervorzuheben sind hier die RED II-Regelungen sowie der vielversprechende REPowerEU-Plan. Dabei wurden die Herausforderungen einer Dekarbonisierung des Verkehrssektors und der Stromproduktion durch die aktuellen Verwerfungen am Energiemarkt im Zuge des Ukraine-Krieges nur zusätzlich befeuert. EnviTec hat auf die sich abzeichnende Dynamik frühzeitig reagiert und mit dem Ausbau der Biogasaufbereitung und dem Einstieg in die Produktion von Bio-LNG ein starkes Sprungbrett für Wachstum in neuen Geschäftsfeldern geschaffen.

Das Jahr 2022 markiert zudem das 20-jährige Bestehen der EnviTec Biogas. Die Bilanz kann sich mit über 700 gebauten Biogas- und Gasaufbereitungsanlagen in insgesamt 17 Ländern sehen lassen. Dabei hat sich das Unternehmen trotz oftmals widriger politischer Rahmenbedingungen im Markt der Erneuerbaren behauptet und kann heute die neue Dynamik als etabliertes, erfahrenes und breit auf gestelltes Unternehmen gut wahrnehmen.

Ein wesentlicher Meilenstein bei der Erschließung des Geschäftsfelds fortschrittlicher Biokraftstoffe war der Erwerb des BioEnergie Park Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) im Frühjahr 2021. Die derzeit größte Biogasaufbereitungsanlage Deutschlands wurde bei laufendem Betrieb im ersten Halbjahr 2022 weiter umgebaut. Ab dem ersten Quartal 2023 sollen dann vor Ort 9.600 t Bio-LNG (Liquefied Natural Gas) pro Jahr für den Verkehrssektor produziert werden. Bio-LNG wird vor

allem für mittlere und schwere LKW, die längere Strecken zurücklegen müssen, eingesetzt. Zusätzlich hat sich EnviTec mit der Gründung eines Joint-Ventures mit der Leipziger BALANCE Erneuerbare Energien GmbH im Bio-LNG-Markt in eine aussichtsreiche Stellung gebracht. Auch bestehende Anlagen in Eigenbetrieb sollen sukzessive auf die Produktion von Bio-LNG umgestellt werden.

Im Zuge der Ausweitung der Geschäftstätigkeit werden auch die Unternehmensstandorte in Lohne und Saerbeck erweitert. Am Gründungsstandort in Lohne wird derzeit ein Anbau mit 3000 Quadratmetern zusätzlicher Bürofläche für 30 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 750 Quadratmetern Lager errichtet. Am Saerbecker Standort wird die bestehende Fertigungsfläche für die EnviThan-Gasaufbereitung um 1800 Quadratmeter erweitert und die Anzahl an Fertigungsplätzen von sechs auf zwölf verdoppelt. Die neue Halle umfasst zudem Büroräumlichkeiten, einen Aufenthaltsraum und eine Kundenlounge mit Blick in die Produktion.

Im September 2022 wurde ein neues Labor für die Betreuung von Anlagen französischer Kunden in Compiègne in Betrieb genommen, um so den weiterwachsenden französischen Markt noch schneller und effizienter im Service bedienen zu können.

Entwicklung in den Segmenten

Der EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau tätig. Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen bereinigt.

Eigenbetrieb

Der Eigenbetrieb, das wichtigste Segment des Unternehmens, entwickelte sich im ersten Halbjahr 2022 hervorragend. Wesentliche Treiber hierfür waren zum einen die Entwicklung des BioEnergie Park Güstrow, wo trotz Umbaus erhebliche

technischen Service 404 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 300 MW und 22,6 MW äquivalent (EnviThan) (31. Dezember 2021: 268 MW / 12,6 MW) betreut.

Im Ausland betreute EnviTec im biologischen Service 75 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 60 MW (inkl. EnviThan) (31. Dezember 2021: 50 MW). Im technischen Service betreute EnviTec 203 Kunden bzw. Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 162,5 MW (inkl. EnviThan) (31. Dezember 2021: 150 MW).

Die Materialkosten sanken um 4,6 % auf 16,1 Mio. Euro. Die Personalkosten legten mit 1,5 % leicht auf 4,3 Mio. Euro zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 50,1% auf 1,9 Mio. Euro. Hierfür war ein allgemeiner Anstieg insb. bei Transport- und Reisekosten verantwortlich.

Das operative Segmentergebnis (EBIT) verbesserte sich in den ersten sechs Monaten 2022 auf -1,2 Mio. Euro (H1 2021: -2,0 Mio. Euro). Wie in den Vorperioden ist das negative Segmentergebnis primär durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Eigenbetriebsgesellschaften in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments weiterhin deutlich positiv.

UMSATZ Service H1 2021 19,8 MIO. EUR H1 2022 19,2 MIO. EUR

Anlagenbau (inkl. Holding)

Das Segment Anlagenbau entwickelte sich in den ersten sechs Monaten 2022 dank einer hohen Nachfrage auf den internationalen Biogasmärkten äußerst dynamisch. Wichtigstes Produkt im Anlagenbau ist mittlerweile die Errichtung von Anlagen zur Biogasaufbereitung (Biomethan) auf Basis der innovativen Biogasaufbereitungstechnologie EnviThan.

Die Umsatzerlöse sanken zwar aufgrund einer im Berichtszeitraum geringeren Anzahl schlussgerechneter Projekte um 32,0% auf 17,4 Mio. Euro. Die Gesamtleistung, die auch im Bau befindliche Anlagen über die Bestandsveränderungen berücksichtigt, stieg jedoch erneut deutlich um 27,6 % auf 41,3 Mio. Euro.

Die Materialkosten legten im Zuge der erhöhten Bautätigkeit um 37,8 % auf 30,6 Mio. Euro zu. Ein weiterer Faktor waren hier gestiegene Kosten im Materialeinkauf, die jedoch größtenteils an die Kunden weitergegeben werden konnten. Das Rohergebnis erhöhte sich um 5,3 % auf 10,6 Mio. Euro. Infolge eines substanziellen Personalaufbaus in den vergangenen Berichtsperioden zur Bewältigung des hohen Auftragseingangs stiegen die Personalkosten im Berichtszeitraum um 15,1 % auf 6,0 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank kurzfristig im Zuge der geringeren Schlussrechnung von Bauprojekten auf -0,5 Mio. Euro nach 1,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um das Ergebnis der Holdinggesellschaft EnviTec Biogas AG war das Ergebnis in den ersten sechs Monaten deutlich positiv. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich auf -0,3 Mio. Euro nach 1,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum.

Auftragsbestand im Anlagenbau

Der Auftragsbestand im Anlagenbau summierte sich per Ende Juni 2022 auf 218,6 Mio. Euro. Davon sind 124,2 Mio. Euro bereits im Bau und teilweise in der Bestandsveränderung berücksichtigt. Mit 181,8 Mio. Euro entfällt der Großteil des Auftragsbestands auf die internationalen Biogas-Märkte. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich, Dänemark, den USA und in China. Gegenüber Jahresanfang stieg der Auftragsbestand um 28,9 % (31. Dezember 2021: 169,6 Mio. Euro).

Mitarbeiter

EnviTec Biogas beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2022 durchschnittlich weltweit 531 Mitarbeiter (30. Juni 2021: 509). Davon ist mit 417 (30. Juni 2021: 394) der wesentliche Teil in Deutschland beschäftigt. An den Auslandsstandorten sind 114 Mitarbeiter (30. Juni 2021: 115) für EnviTec Biogas im Einsatz.

Ertragslage

Umsatz und Gesamtleistung

Die Umsatzerlöse der EnviTec Biogas stiegen im ersten Halbjahr 2022 auf Konzernebene um 33,1 % auf 144,2 Mio. Euro. Dabei waren zwei Faktoren im Eigenbetrieb für die gute Umsatzentwicklung ausschlaggebend: zum einen die bereits hohen Produktionsmengen des Bioenergie Park Güstrow als auch an weiteren Eigenbetriebsstandorten bei gleichzeitig höheren Abnahmepreisen für zertifiziertes Biomethan (RED II), zum anderen hohe Stromhandelspreise im Bereich Energy mit Drittkunden oder at-Equity.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 1,3 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro. Dank eines massiven Bestandsaufbaus (+24,5 Mio. Euro), der im Wesentlichen auf die starke Auftragslage im Anlagenbau und zu kleineren Teilen im Segment Service zurückzuführen ist, wuchs die Gesamtleistung um 46,7 % auf 171,1 Mio. Euro.

Den Großteil der Umsätze generierte das Unternehmen mit 74,6 % weiterhin im Segment Eigenbetrieb (63,4 % bezogen auf die Gesamtleistung). Zudem wurden rund 113,6 Mio. Euro und damit 78,8 % der Konzernumsätze in Deutschland erwirtschaftet.

Aufwandsentwicklung

Die Materialkosten, ein wesentlicher Aufwandsposten im Konzern, stiegen im ersten Halbjahr 2022 um 48,9 % auf 117,5 Mio. Euro (H1 2021: 78,9 Mio. Euro). Hierfür waren zum einen das erhöhte Handelsvolumen im Bereich Energy und zum anderen die gestiegene Bautätigkeit im Anlagenbau verantwortlich. Gestiegene Materialkosten für Baumaterialen konnten teilweise an Kunden weitergegeben, Preisanstiege für Roh- bzw. Inputstoffe aufgrund der guten und langfristigen Lieferbeziehungen bisher moderat gehalten werden.

Die Materialkostenquote (bezogen auf die Gesamtleistung) stieg leicht von 67,6 % im Vorjahres- auf 68,6 % im Berichtszeitraum. Das Rohergebnis verbesserte sich deutlich um 42,2% auf 53,7 Mio. Euro.

Infolge eines fortgeführten Personalaufbaus stiegen die Personalkosten in den ersten sechs Monaten 2022 um 11,5% auf 13,8 Mio. Euro (H1 2021: 12,3 Mio. Euro). Die Personalkostenquote, bezogen auf die Gesamtleistung, sank auf 8,0 % (H1 2021: 10,6 %). Bezogen auf den Umsatz sank die Quote von 11,4 % auf 9,5 %.

Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum mit 7,5 Mio. Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (7,6 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, zu denen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zählen, stiegen um 32,7 % auf 13,6 Mio. Euro (H1 2021: 10,2 Mio. Euro). Der Anstieg im Berichtszeitraum lag vor allem am expansiven Ausbau des Geschäfts von EnviTec Biogas sowie den Investitionen in die sich im Umbau befindliche Bio-LNG-Anlage in Güstrow sowie sonstigen Instandhaltungsmaßnahmen im Eigenbetrieb.

Ergebnisentwicklung

Die EnviTec Gruppe verzeichnete im ersten Halbjahr 2022 dank einer dynamischen Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsbereichen eine hohe Profitabilität, ablesbar an einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 26,3 Mio. Euro (H1 2021: 15,2 Mio. Euro).

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 18,9 Mio. Euro (H1 2021: 7,5 Mio. Euro). Das Ergebnis aus Equity-Beteiligungen betrug 1,5 Mio. Euro und das Finanzergebnis betrug per Saldo wie im Vorjahr -0,3 Mio. Euro, woraus ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 20,1 Mio. Euro (H1 2021: 7,9 Mio. Euro) resultierte. Der Konzernperiodenüberschuss kletterte von 7,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 17,6 Mio. Euro nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2022. Das Ergebnis je Aktie legte im Konzern von 0,49 Euro im Vorjahreszeitraum auf 1,19 Euro zu.

Die wesentlichen Ergebnistreiber waren die bereits zuvor genannten Entwicklungen, wie die bereits hohen Produktionsmengen des BioEnergie Park Güstrow als auch an weiteren Eigenbetriebsstandorten, bei gleichzeitig höheren Abnahmepreisen für zertifiziertes Biomethan (RED II) sowie eine insgesamt positive Geschäftsentwicklung in allen Segmenten des Konzerns. Um die nachhaltige Bedeutung der aktuellen Marktdynamik zu unterstreichen, ist hervorzuheben, dass der Ergebnisbeitrag aus dem im Zuge des Ukraine-Krieges ausgelösten Anstiegs der Strom- und Gaspreise nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Vermögens- und Finanzlage

Auf der Aktivseite verringerte sich das Anlagevermögen leicht um 1,0 % auf 117,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 118,9 Mio. Euro). Dabei sanken die immateriellen Vermögenswerte von 8,9 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro. Der Wert der Sachanlagen nahm leicht zu, von 80,2 Mio. Euro auf 81,0 Mio. Euro. Hierzu trug vor allem der im Rahmen des Umbaus des BioEnergie Park Güstrow gestiegene Posten der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau bei, der sich von 2,4 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro erhöhte. Der Wert der Finanzanlagen verringerte sich um 5,4 % auf 28,1 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 29,7 Mio. Euro).

Zum Zwischenbilanzstichtag am 30. Juni 2022 betrug die Bilanzsumme des EnviTec Konzerns 278,5 Mio. Euro. Das entspricht einem Anstieg um 25,7 Mio. Euro im Vergleich zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2021. Euro (31. Dezember 2021: 134,1 Mio. Euro). Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 109,9 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 103,3 Mio. Euro). Insbesondere die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erhöhten sich von 14,5 Mio. Euro auf 32,2 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um 13,6 % auf 41,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 47,8 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen von 19,3 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro zu. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich deutlich um 45,3 % auf 9,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 16,9 Mio. Euro).

Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sank in Folge des üblicherweise saisonal niedrigeren Wareneinkaufs von Substraten für die Eigenanlagen des Konzerns um 12,0 % auf 48,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 54,9 Mio. Euro). Dagegen erhöhten sich die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen abzüglich erhaltener Anzahlungen deutlich von 5,2 Mio. Euro auf 13,7 Mio. Euro.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital in Folge der positiven Geschäftsentwicklung um 12,7 % auf 151,1 Mio.

Das Umlaufvermögen stieg um 19,5 % auf 154,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 129,2 Mio. Euro). Insbesondere der Wert der unfertigen Erzeugnisse stieg erheblich von 57,1 Mio. Euro auf 81,6 Mio. Euro. Hierfür ist neben der gestiegenen Anzahl von Anlagen im Bau auch die im Umbau befindliche Eigenbetriebsanlage in Güstrow ausschlaggebend. Der Wert der erhaltenen Anzahlungen erhöhte sich durch Vorauszahlungen für im Bau befindliche Projekte ebenfalls signifikant. Die liquiden Mittel stiegen von 19,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2021 auf 32,5 Mio. Euro zum Zwischenbilanzstichtag. Zum Zwischenbilanzstichtag standen liquide Mittel in Höhe von 32,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 19,8 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Liquiditätssituation des EnviTec Biogas Konzerns gestaltete sich damit weiterhin sehr solide. Der höhere Cashbestand ist auf den typischerweise im ersten Halbjahr geringeren Wareneinkauf im Segment Eigenbetrieb zurückzuführen, liegt aber – trotz laufend hoher Investitionen – aufgrund der guten Geschäftslage deutlich über dem Niveau zum 30. Juni 2021 von 25,4 Mio. Euro.

Bei einer Bilanzsumme von 278,5 Mio. Euro stieg die Eigenkapitalquote auf 54,3 % zum Zwischenbilanzstichtag (31. Dezember 2021: 53,0 %).

Liquiditätslage

Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf 15,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 16,5 Mio. Euro). Die Summe der kurzfristigen Vermögensgegenstände und der liquiden Mittel in Höhe von 48,2 Mio. Euro übersteigt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 16,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 20,8 Mio. Euro) deutlich. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 20,9 Mio. Euro zur Verfügung.

Aufsichtsrat

Am 5. Juli 2022 wählte die ordentliche Hauptversammlung der EnviTec Biogas AG einen neuen Aufsichtsrat, da die Amtszeit der bisher amtierenden Mitglieder mit Beendigung der Hauptversammlung endete.

Als neue Mitglieder wurden Ulf Hüttmeyer, aktuell Executive Vice President bei der EMP Structured Assets GmbH, sowie Silvia Breher, Mitglied des Deutschen Bundestags, in den Aufsichtsrat gewählt. Michael Böging, der bereits seit 2007 im Aufsichtsrat der Gesellschaft tätig ist, wurde als drittes Mitglied wiedergewählt. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats läuft bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027.

In seiner ersten, konstituierenden Sitzung bestimmte der Aufsichtsrat Ulf Hüttmeyer als Vorsitzenden und Michael Böging als seinen Stellvertreter.

Chancen- und Risikobericht

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.

Die Risikosituation der EnviTec Biogas Gruppe wurde im zusammengefassten Lagebericht des EnviTec Konzerns und der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2021 ausführlich dargestellt. Hierin wurden die Risiken aufgeführt und detailliert erläutert. Aus Sicht des Vorstands bestehen derzeit keine weiteren Risiken und Chancen, die über die im Lagebericht zum 31. Dezember 2021 dargestellten Aspekte hinausgehen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Ansicht des Vorstands zurzeit nicht.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Steigende Konjunkturrisiken durch Ukraine-Krieg und Inflationsentwicklung

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet aufgrund der aktuellen Krisen für das Gesamtjahr 2022 nur noch mit einem leichten Wachstum der Weltwirtschaft von 3,2 %. In den Industriestaaten soll der Zuwachs bei 2,5 % liegen. In den für EnviTec besonders wichtigen Märkten Deutschland (+1,2%), Frankreich (+2,3 %) und Großbritannien (+3,2 %) wird im Vergleich zu den vorangegangenen Prognosen des IWF ebenfalls ein deutlich geringeres Wachstum im Gesamtjahr 2022 erwartet. Die weiteren Aussichten sind dabei nach Ansicht der IWF deutlich nach unten gerichtet. Sowohl die Folgen des Ukraine-Krieges als auch die finanzwirtschaftlichen Folgen der Bekämpfung der aktuellen Inflation könnten zu einer rezessiven Phase der Weltwirtschaft führen. Ebenfalls potenziell negativ beeinflusst wird das künftige globale Wirtschaftsklima durch die Probleme der chinesischen Volkswirtschaft sowie mögliche neue COVID-19-Ausbrüche.

Biogasmarkt: Stärkeres Klimaengagement sorgt für neue globale Dynamik

In den internationalen Märkten sind die Rahmenbedingungen, insbesondere für den Anlagenbau, weiterhin deutlich attraktiver. Länder wie Frankreich oder die USA auf einzelstaatlicher Ebene treiben die Energiewende konsequent voran. Weitere dynamische Märkte sind China, Italien, Dänemark sowie aktuell süd- und osteuropäische Staaten wie Griechenland und Estland.

Auf europäischer Ebene könnte vor allem der REPowerEU-Plan neue Anreize schaffen. Die Europäische Kommission will dadurch Europa deutlich vor 2030 von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig machen und sieht dabei auch eine wichtige Rolle für Biomethan vor.

Die regulatorischen Neuerungen der letzten beiden Jahre haben auch in Deutschland neue Perspektiven für die Biogasbranche eröffnet. Dennoch geben die aktuellen Regelungen in Deutschland nach Ansicht von EnviTec Biogas der Biogas-Industrie weiterhin keine ausreichende Perspektive, um zu einer signifikanten Beschleunigung der Energiewende in Deutschland beizutragen. Eingriffe in bestehende Gesetzgebung wie jüngst bei konventionellen Biokraftstoffen diskutiert, müssen vermieden werden, um für die Marktakteure Investions- und Planungsicherheit zu erhalten. Bei einer eventuellen Übergewinnsteuer plädiert EnviTec Biogas für Ausnahmen, wenn Gewinne in Erneuerbare Energien investiert werden, um den dringend notwendigen Ausbau zu finanzieren. und Verfahren in neuen Geschäftsfeldern außerhalb der dabei der Produktion von Bio-LNG, sowohl im Rahmen von Joint-Ventures und dem Neubau von Verflüssigungsanlagen als auch im Rahmen einer Umrüstung der Anlagen im Eigenneues, vielversprechendes Einsatzfeld. Das Geschäftsjahr 2022 verlief im bisherigen Jahresverlauf in allen Geschäftsbereichen sehr erfolgreich, was nach Ansicht des Managements Ausdruck einer neuen, nachhaltigen Dynamik im Biogassektor ist und neue Opportunitäten eröffnet.

Entwicklung von EnviTec Biogas: Marktdynamik und Geschäftsentwicklung auf einem nachhaltig höheren Niveau

Mittel- bis langfristig will EnviTec Biogas einen wachsenden Anteil des Konzernergebnisses nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Auch Anwendungen Biogasbranche werden verfolgt. Besonderes Augenmerk gilt betrieb. Auch die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen ist ein

Die EnviTec Gruppe hat mit der frühzeitigen internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit strategische Weitsicht bewiesen und kann auf Basis einer gesunden finanziellen Grundlage, ihrer technologischen Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell schnell und effizient Chancen auf den internationalen Biogasmärkten wahrnehmen. Jahren weiter zu wachsen. Im Anlagenbau ergeben sich in Deutschland aktuell punktuelle Chancen aus der Flexibilisierung von Anlagen sowie der Umrüstung von Altanlagen auf Gasaufbereitung. Demgegenüber wird EnviTec auch im laufenden Jahr von

Hauptursache für die neue Marktdynamik ist vor allem die Bekämpfung der immer stärker zu Tage tretenden Klimakrise, die auch in neuen regulatorischen Vorgaben ihren Ausdruck findet. Besonders hervorzuheben sind hier die RED II-Regelungen sowie der vielversprechende REPowerEU-Plan. Dabei wurde die Notwendigkeit einer schnellen Dekarbonisierung aller Energiesegmente (Verkehr, Wärme, Strom) durch die aktuellen Verwerfungen am Energiemarkt im Zuge des Ukraine-Krieges nur zusätzlich befeuert.

Die derzeit hohen Preise für Rohstoffe und Baumaterialien, die insbesondere durch die Störung der internationalen Lieferketten, eine schwache Ernte und die Folgen des Ukraine-Kriegs ausgelöst wurden, haben zwar das Potenzial sich mittelfristig negativ auszuwirken. Gleichzeitig geht EnviTec davon aus, dies im Zuge einer fortgeführt guten Geschäftsentwicklung kompensieren zu können und in den kommenden

Konzernzwischenabschluss

den positiven Rahmenbedingungen auf den internationalen Märkten profitieren. Der Auftragsbestand per Ende Juni 2022 summierte sich auf 218,6 Mio. Euro. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich, Dänemark, den USA und in China. Abhängig von der konkreten Anzahl der bis zum Jahresende schlussgerechneten Projekte wird der Anlagenbau gegenüber dem Vorjahr sowohl bei Umsatz (oder Gesamtleistung) als auch beim Ergebnis (EBT) das Niveau des Vorjahres deutlich übertreffen.

Im Eigenbetrieb liegt der Fokus von EnviTec weiterhin auf der Optimierung und Modernisierung des Anlagenportfolios. Dazu zählt die Ergänzung des Portfolios um neue LNG-Biogasanlagen sowie die Umrüstung bestehender Anlagen auf Biogasaufbereitung oder -verflüssigung. Im laufenden Geschäftsjahr werden aufgrund der hervorragenden Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf die Ergebnisse des Vorjahres deutlich übertroffen werden.

Im Geschäftsfeld Service profitiert EnviTec im laufenden Geschäftsjahr wie erwartet von einem verstärkten Interesse an Repowering- und Umrüstungsmaßnahmen. Daher wird für das Gesamtjahr 2022 im Servicebereich insgesamt eine Gesamtleistung (oder Umsatz) und ein Ergebnis (EBT) auf einem leicht steigenden Niveau prognostiziert.

Konzernprognose – Ursprüngliche Planungen bereits heute weit übertroffen

Die Entwicklung des EnviTec Konzerns lag im bisherigen Jahresverlauf deutlich über den ursprünglichen, konservativen Planungen des Unternehmens. Zunächst hatte das Management für den Berichtszeitraum bei einer steigenden Gesamtleistung (oder Umsatz) ein EBT in der Größenordnung von 27 bis 30 Mio. Euro in Aussicht gestellt. In einer Ad-hoc-Mitteilung vom 5. Juli 2022 wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2022 erstmals angepasst. Nun erwartete der Vorstand auf Konzernebene ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in der Bandbreite von 35 bis 40 Mio. Euro.

Grund für die Erhöhung der Ergebnisprognose war, dass der Eigenbetrieb und insbesondere der BioEnergie Park Güstrow die Erwartungen des Managements übertraf. Darüber hinaus hatte die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt bereits erhebliche Anzahlungen von Kunden erhalten und konnte so preisliche Absicherungen im Einkauf vornehmen, die die in der Planung erwarteten Preisanstiege abfederten.

Am 28. Juli 2022 passte der Vorstand der EnviTec Biogas AG die Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022 erneut an und erwartet auf Konzernebene nunmehr ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in der Bandbreite von 45 bis 50 Mio. Euro. Grund für die erneute Erhöhung der Ergebnisprognose ist der anhaltende Anstieg der Strom- und Gaspreise. Darüber hinaus wirken sich die höheren Preise für den Einsatz von emissionsarmem, RED II zertifiziertem Biomethan im Transportsektor positiv auf das Jahresergebnis aus.

Die höheren Ergebnisse basieren auf einer deutlichen steigenden Gesamtleistung (oder Umsatz). Der Vorstand geht mittlerweile im Konzern von einer Gesamtleistung (oder Umsatz) in einer Bandbreite von 330 bis 370 Mio. Euro für das Jahr 2022 aus.

Wesentliche Unsicherheitsfaktoren, insbesondere im Geschäftsbereich Anlagenbau, bleiben der Ukraine-Krieg und die daraus resultierenden Folgen für den Energiemarkt, Lieferketten und Preisentwicklung.

Aktiva

Konzernbilanz zum 30. Juni 2022

A. Anlagevermögen 30.06.2022 31.12.2021
in EUR in TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
441.749,22 522
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.724.378,54 8.281
3. Geleistete Anzahlungen 455.607,33 139
8.621.735,09 8.942
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
24.370.561,88 25.020
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.435.176,47 43.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.153.273,47 9.406
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.046.988,37 2.385
81.006.000,19 80.241
III. Finanzanlagen
1. Anteile an at-Equity bewerteten Beteiligungen 15.997.233,16 15.130
2. Beteiligungen 465.619,19 466
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.358.840,54 5.987
4. Sonstige Ausleihungen 7.275.464,35 8.123
28.097.157,24 29.706
B. Umlaufvermögen 30.06.2022 31.12.2021
in EUR in TEUR
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.343.284,80 54.907
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 81.628.397,25 57.123
abzüglich erhaltene Anzahlungen -67.972.285,49 - 51.910
13.656.111,76 5.213
3. Fertige Erzeugnisse 6.853.453,62 1.157
4. Geleistete Anzahlungen 5.012.123,50 3.268
73.864.973,69 64.546
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.065.596,83 24.427
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.315.470,36 3.954
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.763.017,62 16.478
48.144.084,81 44.859
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 32.463.062,52 19.813
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 3.857.129,85 2.633
D. Aktive latente Steuern 2.428.231,85 2.026
B. Umlaufvermögen 30.06.2022 31.12.2021
in EUR in TEUR
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.343.284,80 54.907
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 81.628.397,25 57.123
abzüglich erhaltene Anzahlungen -67.972.285,49 - 51.910
13.656.111,76 5.213
3. Fertige Erzeugnisse 6.853.453,62 1.157
4. Geleistete Anzahlungen 5.012.123,50 3.268
73.864.973,69 64.546
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.065.596,83 24.427
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.315.470,36 3.954
3. Sonstige Vermögensgegenstände 15.763.017,62 16.478
48.144.084,81 44.859
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 32.463.062,52 19.813
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 3.857.129,85 2.633
D. Aktive latente Steuern 2.428.231,85 2.026
Summe 278.482.375,24 252.766

Passiva

A. Eigenkapital 30.06.2022 31.12.2021
in EUR in TEUR
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
Abzüglich Nennbetrag eigener Anteile -150.000,00 -150
Ausgegebenes Kapital 14.850.000,00 14.850
II. Kapitalrücklage 4.328.633,67 4.329
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 10.150.000,00 10.150
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -472.772,18 - 288
V. Bilanzgewinn 119.663.061,05 102.416
VI. Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz 2.622.654,78 2.612
151.141.577,32 134.069
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.863.038,10 2.974
2. Sonstige Rückstellungen 9.449.454,78 8.190
13.312.492,88 11.164
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.276.722,23 47.800
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.152.718,39 14.453
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.697.858,24 19.324
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
4.191.619,97 4.505
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 328.792,76 329
6. Sonstige Verbindlichkeiten 9.254.582,26 16.906
109.902.293,85 103.316
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 4.126.011,19 4.217

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022

01.01.-30.06.2022 01.01.-30.06.2021
in EUR in TEUR
1. Umsatzerlöse 144.182.485,39 108.289
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 24.479.168,19 7.046
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.463.465,59 1.276
Gesamtleistung 171.125.119,17 116.611
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 106.156.749,32 66.150
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.305.437,92 12.729
117.462.187,24 78.879
Rohergebnis 53.662.931,93 37.731
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 11.110.195,09 9.970
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung 2.640.215,19 2.365
13.750.410,28 12.335
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
7.483.601,60 7.644
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.573.674,17 10.231
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 18.855.245,88 7.522
8. Ergebnis aus Equity Beteiligungen 1.522.404,72 728
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 185.400,81 230
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 489.153,12 572
Ergebnis vor Steuern (EBT) 20.073.898,29 7.908
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.338.318,40 403
12. Ergebnis nach Steuern 17.735.579,89 7.504
13. Sonstige Steuern 99.509,12 192
14. Konzernhalbjahresüberschuss 17.636.070,77 7.313
15. Konzernfremden zustehender Gewinn 389.125,22 715
16. Konzernbilanzgewinn 17.246.945,55 6.598

Konzern-Anhang

zum 30. Juni 2022 der EnviTec Biogas AG, Lohne

1. Allgemeine Informationen

Die EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, dessen Unternehmenszweck neben dem Bau und Vertrieb von Biogas- und Gasaufbereitungsanlagen über Tochtergesellschaften, auch der Betrieb von eigenen Biogasanlagen, der technische und biologische Service, die Vermarktung von Strom sowie der Kauf und Verkauf von Beteiligungen ist.

Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 30. Juni 2022 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss umfasst das bisherige Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022. Die Vorjahreszahlen der Bilanz beziehen sich auf den Stichtag 31. Dezember 2021, die Vergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung auf den vergleichbaren Geschäftszeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021. Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2022 wurden weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft.

Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Grundlagen des Konzernabschlusses

2.1.Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Sofern erforderlich, werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen an die im Konzern geltenden Methoden angepasst.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Schuldenkonsolidierung

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB gegenseitig aufgerechnet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse gemäß § 304 HGB aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und Entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.

Equity-Bewertung

2.2. Konsolidierungskreis

Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-Equity Beteiligungen. Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 165 (31.12.2021: 163) Unternehmen, von denen 104 (31.12.2021: 104) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Mit Vertrag vom 27. Dezember 2021 sind die Anteile an der Gasaufbereitung Sachsendorf GmbH & Co. KG von der Biogas 31.12.2021 51 8 59 Zugänge von at-Equity bewerteten Unternehmen 2 0 2 Abgänge von at-Equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 30.06.2022 53 8 61

Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022 wie folgt entwickelt:

Sachsendorf GmbH & Co. KG mit Datum 01.01.2022 gekauft worden. Anschließend ist die Gasaufbereitung Sachsendorf GmbH & Co. KG, ebefalls zum 01.01.2022, auf die Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG angewachsen.

Inland Ausland Gesamt
EnviTec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen
31.12.2021 83 21 104
Zugänge von Tochterunter
nehmen
0 0 0
Abgänge von Tochterunter
nehmen
0 0 0
30.06.2022 83 21 104
At-Equity bewertete Unternehmen
31.12.2021 51 8 59
Zugänge von at-Equity
bewerteten Unternehmen
2 0 2
Abgänge von at-Equity
bewerteten Unternehmen
0 0 0
30.06.2022 53 8 61

Mit Gesellschaftsvertrag vom 21. Januar 2022 wurde die Bioenergie Aschersleben GmbH & Co. KG mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Handelsregister Oldenburg HRA 207541, gegründet. Das Kommanditkapital beträgt 200.000,00 Euro und wird wirtschaftlich zu 50% von der EnviTec BioLNG GmbH (vormals Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH) gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung und Verwertung regenativer Energien, insbesondere von Biogasanlagen.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 21. Januar 2022 wurde die Bioenergie Aschersleben Verwaltungs GmbH mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Handelsregister Oldenburg unter der Nummer HRB 217869, gegründet. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 Euro und wird wirtschaftlich zu 50% von der der EnviTec BioLNG GmbH (vormals Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH) gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Bioenergie Aschersleben GmbH & Co. KG. Die Bioenergie Aschersleben Verwaltungs GmbH wurde mit Handelsregistereintrag am 16. September 2022 in Bioenergie Bernburg Ilberstedt Verwaltungs GmbH umbenannt und wird nun unter der Nummer HRB 31852 beim Amtsgericht Stendal geführt.

Aus Wesentlichkeitsgründen wurden gemäß §296 Abs. 2 HGB folgende Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen:

  • EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien
  • LZ Biogas GmbH & Co. KG, Lohne
  • ET Friesoyther Agrar GmbH & Co. KG, Lohne
  • Friesoyther Agrar 2 GmbH & Co. KG, Lohne
  • ET Wesermarsch GmbH & Co. KG, Lohne

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen des Vorjahres wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2021 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2021 veröffentlicht. Dieser kann auch im Internet unter www.envitec-biogas.de abgerufen werden.

Den Zwischenabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungsund Bewertungsmethoden zugrunde.

Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf fünf Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-Equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.

3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen.

3.2. Sachanlagen

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen – mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten – sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste. Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:

Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 7 Jahre

3.3. Finanzanlagevermögen

3.4. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB Stoffe) werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Ge-meinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.

Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt.

3.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet.

3.6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

3.7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.

3.8. Latente Steuern

Latente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet.

3.9. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

3.10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.

3.11. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.

4. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Im Folgenden werden wesentliche Änderungen bei den Posten der Bilanz im Vergleich zu den Bilanzposten zum 31. Dezember 2021 erläutert. Posten die nicht erläutert werden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert bzw. zum Verständnis der Veränderung bedarf es keiner näheren Erläuterung. Deren Zusammensetzung kann dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 entnommen werden.

4.1. Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig abgeschrieben. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 557 vorgenommen.

4.2. Sachanlagen

Der Anstieg der Sachanlagen resultiert im Wesentlichen aus Investitionen, besonders in den Posten geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (TEUR 4.852), Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 1.465) und Technische Anlagen und Maschinen (TEUR 936), welchen planmäßige Abschreibungen entgegenstehen. Die Investitionen resultieren im Wesentlichen aus dem Umbau des Bioenergie Park Güstrow, den Bau einer Lagerhalle in Saerbeck und dem Anbau des Bürogebäudes in Lohne.

4.3. Vorräte

Der Anstieg der Vorräte in Höhe von TEUR 9.319 ist im Wesentlichen auf die Zunahme der unfertigen Erzeugnisse/ unfertige Leistungen aufgrund von nicht schlussgerechneten Projekten in Höhe von TEUR 8.443 zurückzuführen.

4.4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.364 vorgenommen.

4.5. Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt zum 30.06.2022 TEUR 151.142 und ist gegenüber dem 31.12.2021 um TEUR 17.073 angestiegen. Ursächlich waren hierfür im Wesentlichen ein Periodenergebnis in Höhe von TEUR 17.637.

Entwicklung des Bilanzgewinns

TEUR
Konzernhalbjahresüberschuss 17.637
Gewinnvortrag zum 1. Januar 2022 102.416
Konzernfremden zuzurechnender Gewinn -389
Erfolgsneutrale Auf-/Abstockung 0
Konzern-Bilanzgewinn zum 30. Juni 2022 119.663

4.6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:

Verbindlichkeitenspiegel Restlaufzeit
unter 1 Jahr
Restlaufzeit
1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
über 5 Jahre
Summe
30.06.2022 in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.739.907,77 24.536.814,46 0,00 41.276.722,23
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 32.152.718,39 0,00 0,00 32.152.718,39
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.697.858,24 0,00 0,00 22.697.858,24
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4.191.619,97 0,00 0,00 4.191.619,97
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 328.792,76 0,00 0,00 328.792,76
Sonstige Verbindlichkeiten 9.254.582,26 0,00 0,00 9.254.582,26
85.365.479,39 24.536.814,46 0,00 109.902.293,85
davon aus Steuern 5.633.673,88
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 211.113,22
31.12.2021 in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.767.875,44 26.158.712,98 873.096,23 47.799.684,65
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.453.452,43 0,00 0,00 14.453.452,43
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.323.525,34 0,00 0,00 19.323.525,34
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4.504.597,93 0,00 0,00 4.504.597,93
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 328.792,76 0,00 0,00 328.792,76
Sonstige Verbindlichkeiten 16.906.379,42 0,00 0,00 16.906.379,42
76.284.623,32 26.158.712,98 873.096,23 103.316.432,53
davon aus Steuern 6.385.282,48
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 191.104,93

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Im Folgenden werden wesentliche Änderungen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum 1. Januar bis 30. Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 erläutert. Posten, die nicht erläutert werden, haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert bzw. zum Verständnis der Veränderung bedarf es keiner näheren Erläuterung.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:

in TEUR
Anlagenbau 17.376
Service 19.178
Eigenbetrieb 107.628
Summe 144.182

Bestandsveränderungen

Die Erhöhung des Bestands im ersten Halbjahr 2022 resultiert aus im Bau befindlichen Projekten in den Segmenten Anlagenbau (TEUR 22.414) und Service (TEUR 2.065).

Materialaufwand

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um TEUR 38.583 gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus dem Segment Anlagenbau in Höhe von TEUR 8.398, dem Segment Service in Höhe von TEUR -780 sowie dem Segment Eigenbetrieb mit TEUR 30.965.

Abschreibungen

Die Abschreibungen im Konzernhalbjahresabschluss 2022 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 557.

6. Sonstige Erläuterungen

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die zum 31. Dezember 2021 bestanden, bestehen unverändert weiter.

Mitarbeiterzahlen

Bei den Konzerngesellschaften des EnviTec Konzerns waren zum Stichtag 30. Juni 2022 weltweit 531 Mitarbeiter (31. Dezember 2021: 518) beschäftigt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen

sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Für eine genaue Aufstellung der gewährten Sicherheiten und deren Buchwerte wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 verwiesen.

7. Nachtragsbericht

In der Hauptversammlung am 5. Juli 2022 wurde eine Dividendenzahlung in Höhe von EUR 1,00 je Aktie beschlossen. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 8. Juli 2022.

Als neue Mitglieder wurden Ulf Hüttmeyer, aktuell Executive Vice President bei der EMP Structured Assets GmbH, sowie Silvia Breher, Mitglied des Deutschen Bundestags, in den Aufsichtsrat gewählt. Michael Böging, der bereits seit 2007 im Aufsichtsrat der Gesellschaft tätig ist, wurde als drittes Mitglied wiedergewählt. Die Amtszeit des neuen Aufsichtsrats läuft bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2027.

Durch die Invasion Russlands in der Ukraine sind die Stromund Gaspreise nochmals gestiegen, wodurch sich das Handelsvolumen im Energy-Bereich erhöht. Außerdem könnte hierdurch die Nachfrage nach erneuerbaren Energien, wozu auch Biogas zählt steigen.

Gleichzeitig bestehen aufgrund des oben genannten Ereignisses aber auch Risiken hinsichtlich der Beschaffungsketten sowie aufgrund von steigender Inflation.

Für weitere Informationen wird auf den Lagebericht verwiesen.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im Berichtszeitraum aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne, Sprecher des Vorstands (CEO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe, Vorstand Finanzen (CFO) seit 1. Juli 2007

Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt, Vorstand Technik (CTO) seit 1. Juli 2010

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

  • Herr Kaufmann Tobias Schulz (Vorsitzender) Geschäftsführender Gesellschafter von Schulz Systemtechnik, Visbek Aufsichtsratmitglied Boom Software AG, Leibnitz (Österreich)

  • Herr Kaufmann Michael Böging Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek

Herr Kaufmann Franz-Josef Holzenkamp (stellvertretender Vorsitzender)

Landwirtschaftlicher Unternehmer

Aufsichtsratsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG Aufsichtsratsmitglied LVM Krankenversicherungs-AG Aufsichtsratsmitglied LVM Lebensversicherungs-AG Aufsichtsratsmitglied LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G Präsident des Deutschen Raiffeisenverband e.V. (DRV)

Lohne, den 30. September 2022

Olaf von Lehmden CEO

Jörg Fischer CFO

Jürgen Tenbrink CTO

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Lohne, 30. September 2022

Olaf von Lehmden CEO

Jörg Fischer CFO

Jürgen Tenbrink CTO

EnviTec Biogas AG Industriering 10 a 49393 Lohne Tel.: +49 (0) 4442 / 8016-8100 Fax: +49 (0) 4442 / 8016-98100 E-Mail: [email protected] www.envitec-biogas.de

I nvestor Relations/

Marketing/Public Relations

Katrin Hackfort Tel.: +49 (0) 2574 8888-810 Fax: +49 (0) 2574 8888-100 E-Mail: [email protected]

Konzept, Realisation

Kreutzmann Unternehmenskommunikation, Hamburg

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IR.on Aktiengesellschaft, Köln

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