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EnviTec Biogas AG

Earnings Release Sep 30, 2014

5391_10-q_2014-09-30_5f1580d3-bb98-4e6b-8bb6-e37a69223b0e.pdf

Earnings Release

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Halbjahres-Bericht

3 2

EnviTec Biogas Zwischenbericht H1/2014 Vorwort Konzern-Zwischenlagebericht Konzern-Zwischenabschluss Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Zwischenbericht Geschäftsjahr 2014

der EnviTec Biogas AG für den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2014 EnviTec Biogas Zwischenbericht H1/2014 Vorwort Konzern-Zwischenlagebericht Konzern-Zwischenabschluss Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Konzernzwischenlagebericht

Kennzahlenüberblick 04
Vorwort 06
Konzernzwischenlagebericht
1. Grundlagen des Konzerns 10
2. Wirtschaftsbericht 10
3. Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 11
4. Ertragslage 12
5. Vermögenslage 13
6. Finanzlage 13
7. Liquiditätslage 14
8. EnviTec-Aktie 14
9. Chancen- und Risikobericht 15
10. Nachtragsbericht 16
11. Prognosebericht 16
Konzernzwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 18
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 19
Konzernbilanz 20
Eigenkapitalveränderungsrechnung 22
Konzernkapitalflussrechnung 24
Konzern-Anhang 27
Impressum 39

Konzernzwischenabschluss

Inhalt

Kennzahlenüberblick

(Mio. Euro) H1 2014 H1 2013 Entwicklung
Umsatzerlöse 75,3 68,7 6,6
Rohergebnis 31,7 26,9 4,8
EBITDA 12,3 6,7 5,6
EBIT 5,3 -1,7 7
Konzernergebnis 3,8 -1,4 5,2
Mitarbeiter (Anzahl) 345 359 -14
Auftragsbestand 55,7 98,8 -43,1
davon Eigenbetrieb 3,6 6,1 -2,5
davon Ausland 34,1 30,5 3,6
Auftragseingänge 24,4 23,9 0,5
davon Ausland 18,6 10,4 8,2
Auftragsstornierungen 11,2 3,4 7,8
Abgearbeitete Aufträge 25,1 10,7 14,4

EnviTec Biogas Zwischenbericht H1/2014 Vorwort Konzern-Zwischenlagebericht Konzern-Zwischenabschluss Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Auf Basis der sehr erfreulichen operativen Entwicklung im ersten Halbjahr 2014 bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr. Der Konzernumsatz sollte 2014 zwischen 145 Mio. Euro und 165 Mio. Euro liegen. Das EBIT sollte weiterhin positiv sein. Im Jahr 2015 sollte sich das Umsatz- und Ergebniswachstum weiter fortsetzen.

Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink CEO CTO

Jörg Fischer Roel Slotman CFO CCO

wir freuen uns Ihnen über ein starkes erstes Halbjahr 2014 berichten zu können. Trotz eines schwierigen Marktumfelds haben wir den Turnaround beim Gewinn auf allen Ebenen geschafft. Von Januar bis Juni hat EnviTec Biogas einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 5,3 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahreszeitraum mussten wir noch einen Verlust von 1,7 Mio. Euro verbuchen. Der Halbjahresgewinn nach Steuern erreichte 3,8 Mio. Euro, nach einem Verlust von 1,4 Mio. Euro im Vorjahr. Diese sehr erfreuliche Entwicklung sollte sich im weiteren Jahresverlauf – obwohl der für die Biogasbranche bisher so wichtige deutsche Markt zum erliegen kommen wird – fortsetzen. EnviTec hat rechtzeitig die nötigen Maßnahmen getroffen, um optimistisch in die Zukunft schauen zu können.

Die erfreuliche Entwicklung ist zum einen auf unser starkes Kerngeschäft zurückzuführen: den Eigenbetrieb. Wir haben inzwischen 57 Megawatt am Netz und damit einen sehr soliden Ertrags- und Cashflowlieferanten. Dies hat sich auch im ersten Halbjahr 2014 bestätigt. Bei einem Umsatz von 31,5 Mio. Euro haben wir das EBIT um 5,6 % auf 4,9 Mio. Euro gesteigert.

Zum anderen haben wir im vergangenen Jahr frühzeitig auf die sich abzeichnende Entwicklung in Deutschland reagiert und unsere Unternehmensstruktur insbesondere im Anlagenbau angepasst. Dort haben wir nach einem Segmentverlust (EBIT) von 5,2 Mio. Euro im Vorjahr wieder einen Gewinn von 0,6 Mio. Euro erzielt. Auch wenn wir in der Zukunft kein Neugeschäft mehr in Deutschland erwarten, wollen wir die gute Entwicklung des ersten Halbjahres fortsetzen.

Ziel von EnviTec Biogas ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und vor allem Ergebnisentwicklung zu erzielen. Dazu haben wir frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und profitieren heute davon. Ende Juni hatten wir Aufträge im Volumen von 34,1 Mio. Euro von internationalen Kunden vorliegen. Im Vergleich zum Jahresanfang entspricht dies einer Steigerung von 55,7 %. Mit 11,7 Mio. Euro hatte China den größten Anteil am internationalen Auftragsbestand, gefolgt von Frankreich mit 10,5 Mio. Euro. Neben den derzeit attraktiven Märkten Großbritannien, Frankreich und China zeigen erste Aufträge aus Japan und den Philippinen, dass das Potenzial von Biogas weltweit anerkannt wird – auch wenn leider nicht mehr in Deutschland.

Verehrte Aktionäre, liebe Freunde der EnviTec Biogas AG,

Konzernzwischenlagebericht

für den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. Juni 2014 der EnviTec Biogas AG

1. Grundlagen des Konzerns

Der EnviTec Biogas Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab – von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem Service. Wir bieten Biogasanlagenbetreibern das Know-how und den notwendigen Anlagenpool, um eine optimale Vermarktung Ihres Stromes zu gewährleisten. Zusätzlich betreibt EnviTec eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogasproduzenten in Deutschland.

Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profi tabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros in 16 Ländern vertreten.

Unsere hohen Qualitätsstandards sind nicht nur durch zufriedene Kunden und die hohe Effi zienz der von uns betreuten Anlagen belegt, sondern auch durch international anerkannte Zertifi zierungen. Unser Qualitätsmanagementsystem nach der DIN EN ISO 9001:2008 setzen wir bereits in der EnviTec Biogas AG und in der EnviTec Service GmbH & Co. KG um.

Konzernstruktur und Geschäftsbereiche

Die Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Geschäftsbereich Anlagenbau entfällt im Wesentlichen auf die Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG. Dieser, und die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland, bestimmen maßgeblich die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Weiterer Gesellschaftszweck der Muttergesellschaft ist darüber hinaus das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffi nanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften.

Der Konsolidierungskreis für den Halbjahresabschluss 2014 umfasst 147 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 16 Gesellschaften mehr als zum 31. Dezember 2013.

2. wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Für die gesamte Eurozone prognostiziert (Stand Juli 2014) der Internationale Währungsfonds (IWF) in 2014 ein Wirtschaftswachstum von moderaten 1,2 %. Deutschlands Wachstumsprognose fällt mit einem erwarteten Plus von 1,7 % für das Gesamtjahr deutlich positiver aus. Damit haben die Experten ihre bisherige Schätzung im Jahresverlauf angehoben. Der IWF lobte insbesondere die Zunahme der deutschen Binnennachfrage. Für das Wachstum der Weltwirtschaft liegt die Schätzung des Ifo-Instituts bei 2,9 %. Wachstumsmotor sind erneut China mit 7,3 % und die Schwellenländer insgesamt mit 4,8 %.

Entwicklung der Biogasbranche

Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Trotz des bestehenden EEG 2012 war der deutsche Biogasmarkt im ersten Halbjahr 2014 von großer Unsicherheit geprägt. Die anhaltende Diskussion um die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und mögliche rückwirkende Eingriffe in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen, sorgt für große Verunsicherung bei allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung über die Finanzierung bis hin zum Bau und dem Anlagenbetrieb.

Fazit: Aufgrund der neuen gesetzlichen Regelungen erwartet EnviTec, dass der Markt für den Neubau von Biogasanlagen in Deutschland praktisch zum Erliegen kommt. Chancen sehen wir derzeit insbesondere in Großbritannien, Frankreich und China. Dort haben sich die Rahmenbedingen im ersten Halbjahr 2014 nicht verändert.

3. Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2014 war die Geschäftsentwicklung von EnviTec in einem schwierigen Marktumfeld sehr erfreulich. Den Turnaround beim Gewinn haben wir auf allen Ebenen geschafft und ein operatives Ergebnis von mehr als fünf Mio. Euro erzielt. Dies ist auf eine erfolgreiche Anpassung der Unternehmensstrukturen im Jahr 2013 zurückzuführen. EnviTec ist heute noch fl exibler und schlanker aufgestellt, um den starken Schwankungen, insbesondere im Anlagenbau, zu begegnen. Dennoch können Chancen im Auslandsgeschäft genutzt werden. Zusätzlich liefert das Segment Eigenbetrieb stabile Erlöse und Cashfl ows.

Auftragsbestand im Ausland legt deutlich zu

Die zunehmende Bedeutung des Auslandsgeschäfts für EnviTec Biogas zeigt sich auch in der Entwicklung des Auftragsbestands im ersten Halbjahr 2014. Ende Juni hatten wir Orders im Volumen von 34,1 Mio. Euro von internationalen Kunden vorliegen. Im Vergleich zum Jahresanfang entspricht dies einer Steigerung von 55,7 Prozent (31.12.2013: 21,9 Mio. Euro). Mit 11,7 Mio. Euro hatte China den größten Anteil am internationalen Auftragsbestand, gefolgt von Frankreich mit 10,5 Mio. Euro.

Wie erwartet, ging der Auftragsbestand in Deutschland zurück. Anlagen im Rahmen des alten EEGs werden fertiggestellt. Die Verunsicherung über die künftigen Rahmenbedingungen sorgte jedoch für Stillstand beim Eingang von Neuaufträgen. So lag der Auftragsbestand in Deutschland zum 30. Juni 2014 bei 21,6 Mio. Euro (31.12.2013: 45,7 Mio. Euro).

Insgesamt verfügte EnviTec Biogas damit zum Ende des ersten Halbjahres über einen soliden Auftragsbestand in Höhe von 55,7 Mio. Euro (31.12.2013: 67,6 Mio. Euro). Davon entfi elen auf den Eigenbetrieb 3,6 Mio. Euro.

Mitarbeiter

MITARBEITER 30.06.2013 359 30.06.2014 345

Qualifi zierte und engagierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. EnviTec setzt in Zeiten unsicherer Rahmenbedingungen auf schlanke und fl exible Unternehmensstrukturen, um eine profi table Unternehmensentwicklung sicherzustellen und Chancen nutzen zu können.

EnviTec Biogas beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2014 weltweit 345 Mitarbeiter (Vorjahr: 359). Davon ist mit 260 (Vorjahr: 276) der wesentliche Teil in Deutschland beschäftigt. 85 Mitarbeiter (Vorjahr: 83) sind in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz.

Marge stieg damit von 15,1 Prozent auf 15,5 Prozent. Zudem erhielt EnviTec in den ersten sechs Monaten 2014 aus at-equity bewerteten Beteiligungen einen Gewinn von 0,3 Mio. Euro.

anlagenbau

Trotz der schwierigen Branchensituation in Deutschland haben wir im ersten Halbjahr 2014 den Turnaround im Anlagenbau geschafft. Nach einem operativen Verlust (EBIT) von 5,2 Mio. Euro im Vorjahr erzielte EnviTec Biogas im ersten Halbjahr 2014 einen operativen Gewinn von 0,6 Mio. Euro. Die positive Entwicklung ist das Ergebnis der erfolgreichen Anpassungen der Unternehmensstrukturen im Jahr 2013. Der Segmentumsatz stieg im Berichtszeitraum leicht um 1,7 % auf 21,5 Mio. Euro.

service

Den Umsatz mit Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen hat EnviTec im ersten Halbjahr 2014 von 9,0 Mio. Euro um 11,3 % auf 10,0 Mio. Euro gesteigert. Das operative Segmentergebnis wurde von -1,1 Mio. Euro auf -77 Tsd. Euro verbessert.

energy

Das Segment Energy ist das jüngste Geschäftsfeld im EnviTec Konzern und erst seit dem Jahr 2012 aktiv. Der Segmentumsatz legte in den ersten sechs Monaten 2014 deutlich von 8,1 Mio. Euro um 52,4 % auf 12,3 Mio. Euro zu. Da die Erlöse im Wesentlichen aus dem Handelsgeschäft mit niedrigen Margen stammen, haben wir die Gewinnschwelle in diesem Segment noch nicht ganz erreicht. Das operative Ergebnis lag bei -90 Tsd. Euro (H1 2013: -103 Tsd. Euro).

5. finanzlage

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2014 verfügen wir weiterhin über eine solide Finanzlage und damit über ein starkes Fundament, um die sich bietenden Chancen im weltweiten Biogasmarkt zu nutzen. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital am 30. Juni 2014 bei 173,6 Mio. Euro und damit um 4,3 Mio. Euro höher als zum Jahresanfang. Die Eigenkapitalquote liegt mit 55,4 % weiterhin auf einem sehr hohen Niveau (31.12.2013: 57,4 %)

Die Verbindlichkeiten haben wir im ersten Halbjahr 2014 um 14,0 Mio. Euro auf 139,9 Mio. Euro – davon 104,5 Mio. Euro Finanzverbindlichkeiten – erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Kauf von sieben Biogasanlagen zurückzuführen. Die kurzfristigen Schulden waren mit 48,1 Mio. Euro um 3,6 Mio. Euro höher als zum Jahresanfang (31.12.2013: 44,5 Mio. Euro).

6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat EnviTec zum 30. Juni 2014 gegenüber dem Vorjahresanfang um 18,3 Mio. Euro bzw. 5,8 % auf 313,5 Mio. Euro erhöht. Auf der Aktivseite nahmen die langfristigen Vermögenswerte um 18,4 Mio. Euro auf 194,1 Mio. Euro zu. Während die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen – aufgrund der Übernahme von sieben Biogasanlagen – um 7,1 Mio. Euro bzw. 21,2 Mio. Euro stiegen, nahmen die sonstigen langfristigen Forderungen um 8,2 Mio. Euro ab.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem Jahresanfang nicht verändert. Die Vorräte wurden um 2,5 Mio. Euro reduziert und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,8 Mio. Euro. Dagegen legten die fl üssigen Mittel um 2,9 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro zu.

4. ertragslage

Die Umsatzentwicklung von EnviTec Biogas hat sich im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr erfreulich entwickelt. In den ersten sechs Monaten des Jahres haben wir 75,3 Mio. Euro umgesetzt und damit 9,5 % mehr als im ersten Halbjahr 2013 (H1 2013: 68,7 Mio. Euro). Zu diesem Wachstum haben alle vier Segmente beigetragen. Die Gesamtleistung stieg von 70,9 Mio. Euro um 11,7 % auf 79,2 Mio. Euro.

Im ersten Halbjahr hat EnviTec in Deutschland 60,8 Mio. Euro umgesetzt. Die Erlöse mit internationalen Kunden summierten sich auf 14,4 Mio. Euro.

Aufwandsentwicklung

Mit dem Umsatzwachstum hat auch der Materialaufwand zugenommen. Er stieg von 44,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 47,6 Mio. Euro. Die Materialkostenquote nahm leicht von 64,1 % auf 63,2 % ab. Das Rohergebnis legte von 26,9 Mio. Euro um 18,0 % auf 31,7 Mio. Euro zu.

Aufgrund der Anpassung der Unternehmensstrukturen nahm der Personalaufwand von 10,5 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro ab. Die Personalkostenquote sank von 15,3 % auf 11,4 %. Die Abschreibungen stiegen von 6,8 Mio. Euro um 3,8 % auf 7,0 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, zu denen Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, hat EnviTec von 11,4 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro reduziert.

Ergebnisentwicklung

Im ersten Halbjahr 2014 haben wir beim Gewinn den Turnaround auf allen Ebenen geschafft.

EnviTec Biogas hat von Januar bis Juni ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 5,3 Mio. Euro erzielt, nach -1,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Finanzergebnis ist im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr von -0,5 Mio. Euro auf -0,8 Mio. Euro gesunken. Ertragssteuern in Höhe von 1,4 Mio. Euro führten zu einem Halbjahresergebnis 2014 vor Minderheiten in Höhe von 3,4 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum lag es bei -1,5 Mio. Euro. Nach Minderheiten hat EnviTec einen Periodenüberschuss von 3,8 Mio. Euro erzielt (H1 2013: -1,4 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag im ersten Halbjahr 2014 bei 0,25 Euro (H1 2013: -0,10 Euro).

Segmententwicklung

eigenbetrieb

Im Jahr 2014 konzentriert sich EnviTec im Segment Eigenbetrieb insbesondere auf die Optimierung und das Repowering bestehender Anlagen. Zudem haben wir sieben Anlagen mit einer elektrischen Leistung von rund vier MW zu einem Kaufpreis von 7,1 Mio. Euro gekauft. Ende Juni 2014 hatten wir eigene Anlagen mit einer elektrischen Leistung von rund 57 MW am Netz – davon 35 MW vollkonsolidiert und 22 MW at equity bewertet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt ist dies ein Anstieg um rund fünf MW.

Die Umsatz- und Ertragsentwicklung im Eigenbetrieb war im ersten Halbjahr 2014 gewohnt solide. Der Segmentumsatz lag mit 31,5 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert von 30,6 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 4,6 Mio. Euro um 5,6 % auf 4,9 Mio. Euro. Die EBIT-

9. Chancen- und Risikobericht

Um die Erwartung unserer Aktionäre zu erfüllen, muss der Vorstand die sich bietenden Chancen bestmöglich nutzen, was immer mit einem bestimmten Maß an Risiken verbunden ist. Zwecks Kenntnis und Steuerung dieser Risiken hat der Vorstand ein integriertes Risikomanagementsystem eingerichtet. Es umfasst auch das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gemäß §§ 289 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB. Die Risikosituation der EnviTec Biogas AG wurde im Konzernlagebericht und dem Lagebericht zum 31. Dezember 2013 ausführlich dargestellt. Hierin wurden die Risiken aufgeführt und detailliert erläutert. Aus Sicht des Vorstands bestehen derzeit keine weiteren Risiken und Chancen, die über die Darstellung im zusammengefassten Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2013 hinausgehen. Bestandsgefährdende Risiken bestehen nach Ansicht des Vorstands zur Zeit nicht.

7. Liquiditätslage

EnviTec Biogas verfügt zum Bilanzstichtag über eine sehr solide Liquiditätssituation. Uns standen Ende Juni flüssige Mittel in Höhe von 21,8 Mio. Euro (31.12.2013: 19,0 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 29,3 Mio. Euro (Vorjahr: 26,7 Mio. Euro) zur Verfügung. Deren Summe von 51,1 Mio. Euro übersteigt nicht nur die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 15,4 Mio. Euro deutlich, sondern auch die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 48,1 Mio. Euro. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas am 30. Juni 2014 nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von 22 Mio. Euro zur Verfügung.

8. Die EnviTec-Aktie

Im ersten Quartal 2014 tendierten die nationalen und internationalen Leitindizes überwiegend seitwärts. Erst im zweiten Quartal gewannen sie an Dynamik. Zwar sorgten die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine für Verunsicherung, jedoch standen dem starke US-Arbeitsmarktdaten und die Ankündigung der Europäischen Zentralbank die Niedrigzinspolitik fortzusetzen gegenüber. Daher verzeichneten die Indizes zum Ende des ersten Halbjahres 2014 neue Rekordstände. Der DAX knackte am 9. Juni erstmals die Marke von 10.000 Punkten. Dieses Niveau konnte er jedoch nicht ganz halten und beendete das Halbjahr bei 9.834 Punkten und damit um rund 3,0% höher als zum Jahresbeginn. Der SDAX verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Gewinn von rund 8,7% und schloss am 30. Juni mit 7.385 Punkten.

Die Aktie von EnviTec Biogas startete in das Jahr 2014 mit einem Kurs von 6,41 Euro. Nach einem schnellen Kursanstieg erreichte die Aktie ihr vorläufiges Jahreshoch bei 7,85 Euro. Dieses Niveau konnte sie jedoch nicht halten. In den folgenden Monaten notierte die Aktie in einer engen Spanne zwischen 6,59 Euro und 7,30 Euro. Nach dem Jahrestief am 22. April stieg sie wieder an und beendete das erste Halbjahr 2014 am 30. Juni bei 7,00 Euro. Damit hat der Kurs der EnviTec-Aktie im Berichtszeitraum um 9,2% zugelegt. Neben dem Kurs stieg auch der Handelsumsatz. Insgesamt wurden im Verlauf der sechs Monate 1.029.109 EnviTec-Aktien (XETRA) gehandelt. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Tagesumsatz von 9.801 Stücken (H1 2013: 3.610 Stücken).

Basisdaten zur Aktie
ISIN DE000A0MVLS8
WKN A0MVLS
Börsenkürzel ETG
Anzahl der Aktien 14.850.000 Stückaktien
(zusätzliche 150.000
Stückaktien befinden
sich im Besitz der AG)
Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2014 103,95 Mio. Euro
Jahreshöchstkurs (17. Januar) 7,85 Euro
Jahrestiefstkurs (01. Januar) 6,38 Euro
Kurs am 30. Juni 2014 7,00 Euro
Ergebnis je Aktie im 1. Halbjahr 2014 0,25 Euro

Angaben beziehen sich auf XETRA-Kurse

10. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtages 30. Juni 2014 sind nicht aufgetreten.

11. Prognosebericht

Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft im Jahr 2014 stärker wachsen als im Vorjahr. Allerdings wurde die Schätzung im April von 3,7% auf 3,4 % reduziert. Für Deutschland erhöhte der IWF die Konjunkturprognose auf 1,9%, während die EU um 1,1% wachsen soll. Motor der Weltwirtschaft soll weiterhin China bleiben und um 7,4% zulegen.

Zum 1. August 2014 ist in Deutschland das novellierte Erneuerbare Energien Gesetz in Kraft getreten. Diese neuen Rahmenbedingungen lassen aus Sicht von EnviTec kaum Raum für den Neubau von Biogasanlagen und werden die Branche in Deutschland vor große Herausforderungen stellen. Auch das Repowering von bestehenden Anlagen bietet nur geringes Potenzial, da selbst effizienzfördernden Maßnahmen seitens der Regierung die finanzielle Basis entzogen wurde. In Märkten wie Großbritannien, Frankreich und China sind die Rahmenbedingungen für die Produktion von Biogas – und damit für den Anlagenbau – weiterhin attraktiv.

Wir verfügen über ein starkes technologisches sowie finanzielles Fundament und haben unsere Unternehmensstruktur den Marktbedingungen angepasst. Ziel von EnviTec Biogas ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und vor allem Ergebnisentwicklung zu erzielen.

Auf Basis der erfreulichen operativen Entwicklung im ersten Halbjahr 2014 bestätigen wir unsere Prognose. Der

Konzernumsatz sollte 2014 zwischen 145 Mio. Euro und 165 Mio. Euro liegen. Das EBIT sollte weiterhin positiv sein. Der Eigenbetrieb wird erneut den wesentlichen Teil zum Konzernumsatz und -gewinn beitragen.

Im Jahr 2015 sollte sich das Umsatz- und Ergebniswachstum weiter fortsetzen. Dies wird maßgeblich von der Entwicklung der internationalen Märkte abhängen.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung

01.04.–30.06.2014 01.01.–30.06.2014 01.04.–30.06.2013 01.01.–30.06.2013
1. Umsatzerlöse 41.033.151 75.272.864 35.275.688 68.736.694
2. sonstige betriebliche Erträge 414.100 3.975.130 1.401.059 2.198.807
Gesamtleistung 41.447.251 79.247.994 36.676.748 70.935.502
3. Materialaufwand 23.865.743 47.578.403 21.946.094 44.029.896
rohergebnis 17.581.508 31.669.591 14.730.654 26.905.606
4. Personalaufwand
> Löhne und Gehälter 3.452.129 6.909.946 3.838.053 8.463.389
> soziale Abgaben und Aufwendungen für
Alterversorgung und Unterstützung
843.936 1.670.488 939.143 2.020.484
5. Abschreibungen 3.888.672 7.035.620 3.695.780 6.779.937
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.265.592 10.753.134 6.877.649 11.369.671
operatives/betriebliches ergebnis (ebIt) 3.131.178 5.300.403 -619.971 -1.727.874
7. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 81.468 321.345 145.680 628.056
8. Zinserträge 530.895 1.105.226 662.904 1.307.199
9. Zinsaufwendungen 1.021.913 1.895.541 1.013.608 1.808.970
10. ergebnis vor ertragsteuern 2.721.627 4.831.432 -824.995 -1.601.589
11. Ertragsteuern 605.525 1.442.990 -170.534 -137.179
12. ergebnis vor Minderheitenanteil 2.116.102 3.388.442 -654.461 -1.464.410
13. Minderheitenanteil -250.753 -364.471 95.952 -39.024
14. Periodenüberschuss 2.366.855 3.752.913 -750.413 -1.425.385
ergebnis je aktie in eur
Ergebnis je Aktie in EUR unverwässert 0,16 0,25 -0,05 -0,10
Ergebnis je Aktie in EUR verwässert 0,16 0,25 -0,05 -0,10
gewogener durchschnitt der stückaktien
unverwässert 14.850.000 14.850.000 14.850.000 14.850.000
verwässert 14.850.000 14.850.000 14.850.000 14.850.000
01.01. – 30.06.2014 01.01. – 30.06.2013
Konzernergebnis 3.752.913 -1.425.385
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken
eingesetzten Derivaten
-57.412 90.466
Veränderung des im eigenkapital erfassten betrags (cash fl ow hedges) -57.412 90.466
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechung ausländischer
Tochtergesellschaften
-6.669 -18.981
Veränderung des im eigenkapital erfassten betrags (währungsumrechung) -6.669 -18.981
erfasste erträge und aufwendungen, die möglicherweise zukünftig in den Gewinn und
Verlust umgegleidert werden
-64.081 71.485
summe der im eigenkapital erfassten wertänderungen -64.081 71.485
Konzernergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 3.688.832 -1.353.900
davon Ergebnisanteile Minderheiten -364.471 -39.024
davon Ergebnisanteile Mutterunternehmen 4.053.303 -1.314.875

aktiva

Konzernbilanz Passiva

A. Langfristige Vermögenswerte 30.06.2014 31.12.2013
I. Immaterielle Vermögenswerte 11.898.904 4.777.120
II. Sachanlagen 138.749.310 117.585.787
III. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 9.246.209 11.068.942
IV. Sonstige langfristige Forderungen 30.426.922 38.644.328
V. Latente Steuern 3.777.928 3.625.509
summe langfristige Vermögenswerte 194.099.273 175.701.686
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 27.218.695 29.949.652
II. Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 9.967.272 9.876.330
III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.785.099 33.809.076
IV. Sonstige kurzfristige fi nanzielle Vermögenswerte 29.289.025 26.748.038
V. Ertragsteuererstattungsansprüche 357.640 178.582
VI. Flüssige Mittel 21.811.433 18.956.775
summe kurzfristige Vermögenswerte 119.429.164 119.518.452
Summe Vermögenswerte 313.528.437 295.220.137
A. Eigenkapital 30.06.2014 31.12.2013
I. Gezeichnetes Kapital 14.850.000 14.850.000
II. Kapitalrücklage 132.995.741 132.995.741
III. Gewinnrücklagen
1. Währungsausgleichsposten
2. sonstige Rücklagen (IFRS)
3. andere Gewinnrücklagen
-150.295
335.179
10.000.000
-143.626
392.591
10.000.000
IV. Gewinnvortrag 12.142.300 11.823.288
V. Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsanteile) -344.811 -876.128
VI. Konzernergebnis 3.752.913 319.012
summe eigenkapital 173.581.027 169.360.879
III. Gewinnrücklagen
1. Währungsausgleichsposten
2. sonstige Rücklagen (IFRS)
3. andere Gewinnrücklagen
B. Langfristige Schulden
c. Kurzfristige Schulden
I. Langfristige Rückstellungen 631.000 941.000
II. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 87.548.636 77.552.964
III. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.199.934 1.259.719
IV. Latente Steuern 2.487.280 1.569.170
summe langfristige schulden 91.866.850 81.322.853
I. Kurzfristige Rückstellungen 7.858.584 8.678.494
II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 15.369.443 17.169.809
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.575.109 15.165.806
IV. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 1.784.443 888.551
V. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.307.340 2.483.102
VI. Ertragsteuerschulden 1.185.642 150.645
summe kurzfristige schulden 48.080.561 44.536.406
Summe Eigenkapital und Schulden 313.528.437 295.220.137
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen Rücklage für Währungs
ausgleichsposten
Andere
Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag Jahresüberschuss Summe Eigenkapitalgeber
Mutterunternehmen
Minderheitenanteil Summe
eigenkapital
am 01.01.2014
14.850.000 132.995.741 392.591 -143.626 10.000.000 11.823.288 319.012 170.237.006 -876.128 169.360.879
Umgliederungen
Jahresüberschuss
0 0 0 0 0 319.012 -319.012 0 0 0
Minderheitenanteil
Eigenkapital
0 0 0 0 0 0 0 0 895.788 895.788
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0 3.752.913 3.752.913 -364.471 3.388.442
Summe der im
Eigenkapital erfassten
Wertänderungen
0 0 -57.412 -6.669 0 0 0 -6.669 0 -64.081
eigenkapital
am 30.06.2014
14.850.000 132.995.741 335.179 -150.295 10.000.000 12.142.300 3.752.913 173.925.838 -344.811 173.581.027
eigenkapital
am 01.01.2013
14.850.000 132.995.741 330.707 -79.033 10.000.000 26.047.926 1.181.442 185.326.783 -848.551 184.478.233
Umgliederungen
Jahresüberschuss
0 0 0 0 0 1.181.442 -1.181.442 0 0 0
Minderheitenanteil
Eigenkapital
0 0 0 0 0 0 0 0 -227.431 -227.431
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0 -1.425.385 -1.425.385 -39.024 -1.464.410
Ausschüttung 0 0 0 0 0 -14.850.000 0 -14.850.000 0 -14.850.000
Erfolgsneutrale
Aufstockung
von Anteilen an
Tochtergesellschaften
0 0 0 0 0 -556.080 0 -556.080 556.080 0
Summe der im
Eigenkapital erfassten
Wertänderungen
0 0 90,466 -18.981 0 0 0 71.485 0 71.485
eigenkapital
am 30.06.2013
14.850.000 132.995.741 421.173 -98.014 10.000.000 11.823.288 -1.425.385 168.566.803 -558.927 168.007.877

eigenkapitalveränderungsrechnung

01.01. – 30.06.2014 01.01. – 30.06.2013
Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten 3.388.442 -1.464.410
Ertragsteueraufwand 1.442.990 -137.179
Zinsergebnis 790.315 501.771
Gewinne (-) Verluste (+) aus at-equity-bilanzierten Unternehmen -185.759 -542.697
Gezahlte Ertragsteuern -95.859 -2.468.299
Abschreibungen auf kurz- und langfristige Vermögenswerte 7.035.620 6.779.937
Abnahmen (-) / Zunahme (+)der sonstigen Rückstellungen -1.129.910 -3.316.285
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Anlagenabgängen -36.578 -48.480
brutto cash-fl ow 11.209.261 -695.642
Abnahme der Vorräte 2.730.957 7.146.802
Zu-/Abnahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo -90.942 28.829.911
Zunahme der Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 895.892 522.239
Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.023.977 2.829.875
Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.409.303 -14.491.649
Abnahme der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten -59.785 0
Zu-/Abnahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -3.758.662 1.063.425
Abnahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte 8.217.406 1.132.496
Zu-/Abnahme der aktiven latenten Steuern -152.420 95.164
Zu-/Abnahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 824.238 -2.000.308
Zu-/Abnahme der kurzfristigen Steuerforderungen -179.058 888.509
Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten aus Verkehrsteuern und Steuerabzügen 605.976 -691.495
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 831.705 -155.946
Zinseinnahmen 1.105.226 1.307.199
Zufl uss aus operativer tätigkeit (netto cash-fl ow) 28.613.074 25.780.580
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
Auszahlungen für Investitionen in at-equity-Beteiligungen
Einzahlungen aus Entnahmen at-equity Beteiligungen
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
Zufluss liquide Mittel aufgrund Unternehmenserwerb
Abfluss aus laufender investiver Tätigkeit
Einzahlungen aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bei Kreditinstituten
Zu-/Abnahme der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten
Auszahlung an Gesellschafter
Zu-/Abnahme der sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
Zinsausgaben
Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätgkeit
Zahlungswirksame Veränderungen gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 30.06.
288.049 330.185
-2.246.254 -129.721
-31.162.653 -9.901.776
-220.000 -1.734.500
65.000 290.000
0 -1.500
1.217.675 0
-32.058.183 -11.147.312
5.701.700 14.331.821
-6.341.532 -6.524.980
8.800.614 19.937
0 -14.850.000
34.525 -8.580.770
-1.895.541 -1.808.970
6.299.766 -17.412.962
2.854.658 -2.779.692
18.956.775 20.650.282
21.811.433 17.870.590

Konzernkapitalfl ussrechnung

Konzern-Anhang

zum 30. Juni 2014 der EnviTec Biogas AG, Lohne

1. Grundlagen für die Aufstellung des Zwischenabschlusses

Die EnviTec Biogas AG, Lohne, hat ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 unverändert nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt. Dementsprechend wurde auch dieser verkürzte Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014 in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 aufgestellt.

Der Zwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro angegeben.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

2. Saisoneinflüsse

Mit dem Bau von Biogasanlagen unterliegt die EnviTec Biogas AG witterungsbedingten Saisoneinflüssen. Je nach Dauer und Intensität der Kälteperioden können die Bauaktivitäten nicht oder in nur eingeschränktem Umfang fortgeführt werden. Im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2013 haben sich die Witterungsverhältnisse im ersten Halbjahr 2014 nicht negativ auf die Bauaktivitäten und den Umsatz ausgewirkt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen des Vorjahres wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Konzernabschluss 2013 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2013 veröffentlicht. Dieser kann auch im Internet unter www.envitec-biogas.de abgerufen werden.

Die folgenden, durch die EU übernommenen neuen Standards, Änderungen und Interpretationen sind erstmals ab dem Geschäftsjahr 2014 verpflichtend anzuwenden:

IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen
IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht
finanzielle Vermögenswerte
IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
IAS 32 (Angaben zur) Saldierung von finanzi
ellen Vermögenswerten und finanziellen

Verbindlichkeiten

Zielsetzung des IFRS 10 ist die Festlegung von Grundsätzen zur Aufstellung und Darstellung von Konzernabschlüssen. Insbesondere wird dabei eine einheitliche Definition für den Begriff Beherrschung geschaffen und die damit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Hieraus haben sich für den Konzernabschluss zum 30. Juni 2014 keine Änderungen gegenüber dem 31. Dezember 2013 bei der EnviTec Biogas AG ergeben.

Der IFRS 12 regelt die Angabepflichten für Anteile an anderen Unternehmen. Die neuen Vorschriften sind von untergeordneter Bedeutung für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014.

Durch den IAS 28 werden Vorschriften für die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen festgelegt. Erstmals wird für geplante Teilveräußerungen von Anteilen der Ausweis unter den "zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und aufgegebenen Geschäftsbereichen" vorgeschrieben. Die neuen Vorschriften sind von untergeordneter Bedeutung für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014.

Der IAS 32 regelt die Darstellung von Finanzinstrumenten sowie die Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die neuen Vorschriften sind von untergeordneter Bedeutung für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014.

Mit dem neuen IFRS 11 wird die Bilanzierung von Fällen, in denen Unternehmen gemeinschaftlich geführt oder Tätigkeiten gemeinschaftlich ausgeübt werden, geregelt. Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 30. Juni 2014 sind von untergeordneter Bedeutung. Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Der IAS 36 schreibt Unternehmen die Verfahren vor, nach denen diese zu ermitteln haben, dass Vermögenswerte nicht über dem für sie erzielbaren Betrag bilanziert werden. Die neuen Vorschriften sind von untergeordneter Bedeutung für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014.

IAS 39 stellt Grundsätze für den Ansatz und die Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Verträge zum Kauf und Verkauf nicht finanzieller Vermögenswerte auf. Die neuen Vorschriften sind von untergeordneter Bedeutung für den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014.

4. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 umfasste einschließlich der EnviTec Biogas AG 204 (Vorjahr: 210) Unternehmen, von denen 131 (Vorjahr: 143) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Entwicklung des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2013 wurde ausführlich im Anhang des Konzernabschlusses im Geschäftsbericht 2013 dargestellt.

Am 12. Mai 2014, der gleichzeitig dem Erwerbstichtag entspricht, hat die Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG folgende Anteile des Kommanditkapitals der folgenden Gesellschaften zu einem Kaufpreis von insgesamt TEUR 6.586 erworben:

Anteil
in %
Kommanditkapital
gesamt Euro
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG 65,5 100.000
Biogas Hirl GmbH & Co. KG 64,0 100.000
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG 70,0 97.689
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG 64,8 100.000
Biogas Angern GmbH & Co. KG 87,5 200.000
RePro Beber GmbH & Co. KG 64,6 100.000

Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 1.806. Im Konzernergebnis des ersten Halbjahres 2014 ist ein Überschuss der Gesellschaften von TEUR 105 enthalten. Hätte der Erwerb bereits zum 01. Januar 2014 stattgefunden, so wäre der Umsatz um TEUR 3.676 und das Konzernergebnis um TEUR 304 gestiegen. Da die erstmalige Bilanzierung dieser Unternehmenserwerbe noch nicht abgeschlossen ist, konnten die zum Erwerbszeitpunkt zu bestimmenden Fair Values der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten noch nicht offen gelegt werden. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Buchwert des Eigenkapitals der Gesellschaften wurde vorläufig als Geschäfts- und Firmenwert mit TEUR 4.150 ausgewiesen.

Gem. IFRS 3.67f erfolgt in der folgenden Tabelle die Angabe der für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden vorläufigen Zeitwerte:

Beizulegender vorläufiger Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt TEUR
Langfristige Vermögenswerte 8.895
Kurzfristige Vermögenswerte 4.206
Langfristige Schulden 7.023
Kurzfristige Schulden 3.662

Mit dem Erwerb der Anteile an den Kommanditgesellschaften wurden ebenfalls Anteile in gleicher Höhe an deren sechs Komplementärgesellschaften erworben. Das Stammkapital dieser Gesellschaften beträgt jeweils Euro 25.000. Auswirkungen auf Konzernumsatz und Ergebnis sind von untergeordneter Bedeutung.

Am 12. Mai 2014, der gleichzeitig dem Erwerbsstichtag entspricht, hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG 94% des Kommaditkapitals von TEUR 100 der Biogas Osterburg GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von insgesamt TEUR 686 erworben. Aufgrund des Erwerbs zeitnah zum

Ende der Berichtsperiode konnte die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenserwerbs noch nicht abgeschlossen werden, so dass die zum Erwerbszeitpunkt zu bestimmenden Fair Values der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten noch nicht offen gelegt werden. Durch diesen Kauf erhöhte sich der Konzernumsatz um TEUR 273 und das Konzernergebnis erhöhte sich um TEUR 5. Hätte der Erwerb bereits zum 01. Januar 2014 stattgefunden, so wäre der Umsatz um TEUR 544 und das Konzernergebnis um TEUR 11 gestiegen.

Gem. IFRS 3.67f erfolgt in der folgenden Tabelle die Angabe der für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden vorläufigen Zeitwerte:

Beizulegender vorläufiger Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt TEUR
Langfristige Vermögenswerte 2.454
Kurzfristige Vermögenswerte 511
Langfristige Schulden 1.589
Kurzfristige Schulden 631

Die Unternehmenswerbe wurden zum weiteren Ausbau des Segments Eigenbetrieb vorgenommen. Die Gesellschaften fügen sich aufgrund der eingesetzten Technik nahtlos in das Portfolio des EnviTec Konzerns ein. Im Wesentlichen wurden Sachanlagen und Vorräte erworben.

Im Mai 2014 hat die Zweite Envitec Beteiligungs GmbH & Co. KG weitere 60% der Anteile an der Biogas Forst GmbH & Co. KG und der Biogas Forst Verwaltungs GmbH, beide mit Sitz in Forst, zu einem Kaufpreis von TEUR 3.289 erworben. Damit ist die EnviTec Biogas AG indirekt zu 100% an dieser Gesellschaft beteiligt. Die Gesellschaft wird deshalb zum 30. Juni 2014 erstmalig vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund des Erwerbs zeitnah zum Ende der Berichtsperiode konnte die erstmalige Bilanzierung des

Gem. IFRS 3.67f erfolgt in der folgenden Tabelle die Angabe der für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden vorläufigen Zeitwerte:

Beizulegender vorläufiger Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt TEUR
Langfristige Vermögenswerte 7.779
Kurzfristige Vermögenswerte 1.797
Langfristige Schulden 4.515
Kurzfristige Schulden 502

Unternehmenserwerbs noch nicht abgeschlossen werden, so dass die zum Erwerbszeitpunkt zu bestimmenden Fair Values der identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten noch nicht offen gelegt werden. Auswirkungen auf Konzernumsatz und Ergebnis sind von untergeordneter Bedeutung. Bei den Abgängen handelt es sich um die Biogas Forst GmbH & Co. KG und die Biogas Forst Verwaltungs GmbH, die mit Wirkung zum 30.06.2014 erstmalig vollkonsolidiert worden sind.

Die Entwicklung des Konsolidierungskreises in der Zeit vom 31.12.2013 bis 30.06.2014 wird im Folgenden dargestellt:

Inland Ausland Gesamt
EnviTec Biogas AG und
konsolidierte Unternehmen
31.12.2013 99 32 131
Zugänge-/Abgänge von
Tochterunternehmen
16 0 16
30.06.2014 115 32 147
At-equity bewertete
Unternehmen
31.12.2013 65 8 73
Abgänge von at-equity
bewerteten Unternehmen
2 0 2
30.06.2014 63 8 71
2014 in TEUR 2013 in TEUR
Loans and Receivables (LAR) 109.996 107.336
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC) 121.493 109.889
Held for Trading -49 34
Held for Sale 0 56

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

wird angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert langfristiger Finanzschulden und Finanzforderungen ergibt sich als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Die Beteiligungen umfassen Anteile an einer Gesellschaft, für die keine auf einem aktiven Markt notierten Preise vorliegen. Daher ist keine verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes dieser Instrumente möglich. Es erfolgten im laufenden Geschäftsjahr keine Veräußerungen; ebenso wenig ist ein (teilweiser) Verkauf in absehbarer Zukunft geplant. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Vermögenswerten (ohne derivate Finanzinstrumente) und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund der kurzen Laufzeit angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne derivative Finanzinstrumente) zukünftige Erlöse angenommen. Bei den Aufwendungen wurden Kostensteigerungen berücksichtigt. Der zugrundegelegte WACC beträgt 7,13% (31.12.2013: 7,13%). Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Bilanzansatz und beträgt TEUR 384 (31.12.2013: TEUR 407). Entsprechend der in IFRS 7 vorgegebenen Fair Value Hierarchie handelt es sich hierbei um einen Fair Value der Stufe 3 (Bewertung mithilfe von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren). Die Veränderung des Fair Values seit dem 31.12.2013 in Höhe von TEUR -23 (Vorjahr: TEUR -23) wurde erfolgswirksam in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern betrugen insgesamt TEUR 4.592 (31.12.2013: TEUR 3.896). Sie wurden nach der antizipierten Erwerbsmethode bilanziert.

Der Fair Value der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 384 (31.12.2013: TEUR 407) wurde mittels eines DCF-Verfahrens ermittelt und betrifft die Ausgleichsverpflichtung der atypisch stillen Gesellschafter an der Biogas Nordholz GmbH, Minden. Für die Berechnung wurde als Planungshorizont ein Zeitraum von 13 Jahren in Übereinstimmung mit der Dauer der Betriebsgenehmigung gewählt. Für den Cashflow wurden aufgrund der Vergütungsregelungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) gleich bleibende

Bei dem Fair Value der Devisentermingeschäfte sowie der Zinsswaps handelt es sich um einen Fair Value der Stufe 2 (Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Die Ermittlung des Fair Values erfolgte anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden.

Von den dargestellten finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 2.400 (31.12.2013: 1.682) als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gestellt worden.

5. Angaben zu Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar:

Bewertungskategorie
nach IAS 39
Buchwert
30.06.2014
Fair value
30.06.2014
Buchwert
31.12.2013
Fair value
31.12.2013
Aktiva
Beteiligung Afs 23 n.a. 56 56
Sonstige langfristige Forderungen LAR 30.427 34.011 38.588 40.106
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 30.785 30.785 33.809 33.809
Darlehen an Dritte LAR 3.818 3.818 3.705 3.705
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen LAR 9.503 7.078 7.271 7.271
Zinsansprüche LAR 65 65 84 84
Übrige kurzfristige Forderungen LAR 13.587 13.508 4.922 4.922
Flüssige Mittel LAR 21.811 21.811 18.957 18.957
Derivate HfT 0 0 34 34
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 87.549 79.124 77.553 69.541
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 15.369 15.290 17.170 17.170
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 18.575 18.575 15.166 15.166
Derivate HfT 49 49 0 0
Derivate (Zinsswap) n.a 199 199 119 119

6. Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni:

Die EnviTec Biogas AG ist nach IFRS 8 verpflichtet, eine Segmentberichterstattung in den Konzernanhang aufzunehmen. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Aufgrund der produktorientierten Steuerung des Geschäfts des EnviTec-Konzerns wurden bei der Einteilung der Segmente weiterhin die einzelnen Segmente Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy identifiziert, die auch der internen Berichterstattung dienen. Der Anlagenbau beinhaltet die Projektierung, Genehmigungsplanung und Errichtung von Biogasanlagen, während das Segment Service die technische und biologische Wartung von Biogasanlagen umfasst. In dem Segment Eigenbetrieb werden die selbstbetriebenen Biogasanlagen erfasst. Der Bereich Energy vermarktet EEG Strom und verkauft Wärme.

Überleitungen (EBIT) 2014 2013
Segmentergebnis (EBIT) 5.300 -1.728
Anpassung nicht zugerechneter
Aufwendungen und Erträge
-469 -126
Konzernergebnis vor Steuern 4.831 -1.602
2014 in TEUR Anlagenbau Service Eigenbetrieb Energy Überleitung Konzern
Umsatzerlöse
- Fremdumsatz 21.480 9.979 31.488 12.326 0 75.273
- Innenumsatz 3.631 1.580 4.260 46 -9.517 0
Operatives Ergebnis 580 -77 4.887 -90 0 5.300
Segmentvermögenswerte 198.649 17.393 219.658 5.157 -130.317 310.540
2013 in TEUR Anlagenbau Service Eigenbetrieb Energy Überleitung Konzern
Umsatzerlöse
- Fremdumsatz 21.116 8.967 30.566 8.088 0 68.737
- Innenumsatz 2.505 2.198 4.358 33 -9.094 0
Operatives Ergebnis -5.167 -1.087 4.629 -103 0 -1.728
Segmentvermögenswerte 254.957 14.393 168.372 4.935 -129.670 312.987

7. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7.1. Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich um TEUR 21.164 verändert. Ursache für den Anstieg sind die erworbenen Unternehmen im Bereich des Eigenbetriebs.

7.2. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge zum 30.06.2014 stellen sich wie folgt dar:

Sachanlagen 30.06.2014 31.12.2013
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.905.896 27.954.867
Technische Anlagen und Maschinen 87.487.514 80.125.186
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.569.294 7.094.004
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.786.606 2.411.729
138.749.310 117.585.786
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit aktivischem Saldo 30.06.2014 31.12.2013
Kumulierte angefallene Kosten 24.702.842 22.154.767
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 2.278.812 646.837
Kumulierte erhaltene Anzahlungen einschließlich Teilabrechnungen -17.014.382 -12.925.275
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 9.967.272 9.876.330

Im ersten Halbjahr 2014 wurden Auftragserlöse aus im Bau befindlichen Biogasanlagen mit aktivischem Saldo in Höhe

von 26.982 TEuro (Vorjahr erste Jahreshälfte: 14.079 TEuro) erwirtschaftet.

In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit passivischem Saldo 30.06.2014 31.12.2013
Kumulierte angefallene Kosten 4.546.541 1.378.712
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 680.865 249.837
Kumulierte erhaltene Anzahlungen einschließlich Teilabrechnungen -7.011.849 -2.517.100
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 1.748.443 888.551

7.3. Finanzverbindlichkeiten

Insgesamt setzen sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

Finanzverbindlichkeiten 30.06.2014 31.12.2013
gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.458.390 8.345.374 82.123.678 8.919.218
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.591.846 156.226 4.421.047 150.193
Erhaltene Anzahlungen 5.470.747 5.470.747 6.334.099 6.334.099
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.197.886 1.197.886 1.724.566 1.646.916
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 199.211 199.211 119.383 119.383
102.918.080 15.369.443 94.722.773 17.169.809

Die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo sind seit dem 31. Dezember 2013 um 91 TEuro gestiegen. Die Ursache hierfür liegt in der Abarbeitung der Aufträge sowie der insgesamt

schlechteren Auftragslage. Wir verweisen auf die Erläuterungen im Lagebericht.

Im ersten Halbjahr 2014 wurden Auftragserlöse aus im Bau befindlichen Biogasanlagen mit passivischem Saldo in Höhe von 3.437 TEuro (Vorjahr erste Jahreshälfte: 1.715 TEuro) erwirtschaftet.

7.4. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzerngewinn und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Die Berechnung ist der Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung des Aktienrückkaufprogramms zu entnehmen.

Sachverhalte, die zu einem abweichenden verwässerten Ergebnis je Aktie führen könnten, lagen im Berichtszeitraum nicht vor.

8. Sonstige Erläuterungen

8.1. Vorgänge von besonderer Bedeutung im Berichtszeitraum bzw. nach Ende des Berichtszeitraums

Vorgänge von besonderer Bedeutung lagen nicht vor.

8.2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Bremer Landesbank in Höhe von insgesamt 1.000 TEUR für Verpflichtungen von fünf vollkonsolidierten Tochterunternehmen und einem at-equity bewerteten Tochterunternehmen (Vorjahr 1.000 TEUR). Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Für Verpflichtungen in Höhe von 250 TEUR eines weiteren at-equity bewerteten Unternehmens hat sich der Konzern gegenüber der VR Bank Dinklage-Steinfeld eG verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für ein konzernfremdes Unternehmen hat sich der Konzern zur Sicherung aller Forderungen der Bremer Landesbank in Höhe von 2.500 TEUR verpflichtet. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.

Für Verpflichtungen in Höhe von 125 TEUR eines weiteren at-equity bewerteten Unternehmens hat sich der Konzern gegenüber der Nord LB verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%

Weiterhin hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 200 TEUR) für Verpflichtungen eines at-equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. 8.4. Dividendenzahlung Im 1. Halbjahr 2014 wurde keine Dividende ausgezahlt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Projektierung und dem Bau von Biogasanlagen bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 4.042 (Stand 31.12.2013: 320). Sie haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Weitere sonstige Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen unverändert gegenüber dem Abschluss zum 31.12.2013.

8.3. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Geschäfte, die mit nahe stehenden Personen im Berichtszeitraum getätigt wurden, erfolgten zu marktüblichen Bedingungen. Die EnviTec Biogas AG war an keinen wesentlichen Transaktionen mit für sie nahe stehenden Unternehmen und Personen beteiligt, die in ihrer Beschaffenheit unüblich waren, und beabsichtigt diese auch in Zukunft nicht.

8.5. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im Berichtszeitraum aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Olaf von Lehmden, Lohne Vorstandsvorsitzender (CEO)

Jörg Fischer, Weyhe-Erichshof Vorstand Finanzen (CFO)

Roel Slotman, Enter/Niederlande Vorstand Internationaler Vertrieb (CCO)

Jürgen Tenbrink, Steinfurt Vorstand Technik (CTO)

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

Bernard Ellmann (Vorsitzender)

Hans Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender)

Michael Böging

Lohne, 29. September 2014

Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink

CEO CTO

Jörg Fischer Roel Slotman

CFO CCO

EnviTec Biogas AG Industriering 10 a 49393 Lohne Tel.: +49 (0) 4442 / 8016-8100 Fax: +49 (0) 4442 / 8016-98100 E-Mail: [email protected] www.envitec-biogas.de

I nvestor Relations/

Marketing/Public Relations

Katrin Selzer Tel.: +49 (0) 2574 8888-810 Fax: +49 (0) 2574 8888-100 E-Mail: [email protected]

Konzept, Realisation

Kreutzmann Unternehmenskommunikation, Hamburg

Text

IR.on Aktiengesellschaft, Köln

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