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EnviTec Biogas AG

Annual Report Aug 14, 2017

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Annual Report

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EnviTec Biogas AG

Lohne

Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1.1.2016 bis zum 31.12.2016

der EnviTec Biogas AG

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

im Geschäftsjahr 2016 konnte EnviTec mit seinem breit angelegten, diversifizierten und flexiblen Geschäftsmodell erneut den Unwägbarkeiten der internationalen Biogasmärkte erfolgreich entgegentreten.

Insbesondere in Deutschland galt es zum wiederholten Mal, die Geschäftstätigkeit einschneidenden regulatorischen Veränderungen anzupassen. So führte im Geschäftsbereich Energy eine neue Energie- und Stromsteuergesetzgebung dazu, dass die regionale Vermarktung von in kleinen Biogasanlagen produziertem Strom deutlich an Wirtschaftlichkeit einbüßte. EnviTec hat diese regulatorische Anpassung bereits frühzeitig erkannt und es wurde in enger Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, dieses Geschäftsmodell nicht mehr weiterzuverfolgen. Die verbliebenen Energy-Aktivitäten wurden in das Segment Eigenbetrieb integriert.

Die in 2016 verabschiedete und am 1. Januar 2017 in Kraft getretene fünfte Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bringt einerseits Verbesserungen; so sorgt die Einführung einer Anschlussvergütung für bestehende Anlagen für mehr Investitionssicherheit. Zudem steigt mit der Aussicht auf eine Vergütungsverlängerung für deutsche Betreiber die Attraktivität einer Anlagenflexibilisierung, die meist mit einem Leistungsausbau verbunden ist. Andererseits werden für den Neuanlagenbau erneut keine nachhaltigen Impulse gesetzt und der Stillstand am deutschen Biogasmarkt zementiert. Unser Fokus liegt daher mehr denn je auf den internationalen Biogasmärkten, auf denen wir bereits heute über 25 % unseres Umsatzes generieren, Tendenz steigend. Im Segment Anlagenbau beträgt der Anteil internationaler Kunden am Auftragsbestand aktuell fast 90 %. Gerade in Märkten wie Frankreich, Dänemark oder China sind die Rahmenbedingungen sowohl für den Neubau von Anlagen als auch für den nachgelagerten Ausbau des technischen und biologischen Service weitaus attraktiver.

So konnten wir im Geschäftsjahr 2016 im Bereich Service nicht zuletzt aufgrund der internationalen Expansion unseren Wachstumskurs fortsetzen und den Umsatzbeitrag deutlich steigern. Das Segment Eigenbetrieb (inkl. Energy) entwickelte sich trotz gestiegener Kosten aufgrund eines intensiven Serviceintervalls über den Erwartungen. Auch im Segment Anlagenbau verzeichnete EnviTec in 2016 eine hohe Auslastung. Aber aufgrund einer geringen Anzahl an schlussgerechneten Projekten und der damit verbundenen späteren Gewinnrealisierung entwickelte sich der Geschäftsbereich bilanziell unter Plan. Dadurch sanken die Umsatzerlöse im Konzern um 6,9 % auf 162,9 Mio. Euro (Vorjahr: 174,9 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die den Wert der noch in Bau befindlichen Anlagen enthält, stieg dementsprechend deutlich um 17,3 % auf 204,9 Mio. Euro. Aufgrund der positiven Entwicklung in den anderen Segmenten stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 3,5 Mio. Euro auf 4,2 Mio. Euro.

Die gute Auslastung im Anlagenbau, die fortschreitende Expansion im Servicebereich und die regelmäßigen Cashflows im Eigenbetrieb bilden eine gute Basis für eine kontinuierlich positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren. Gleichzeitig wollen wir die Abhängigkeit von den jeweiligen nationalen Förderbedingungen durch die Entwicklung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte verringern und mittelfristig bis zu 30 % des Unternehmensumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Entscheidend für die Zukunft unserer Gruppe wird sein, weiterhin die technologische und strategische Weitsicht unter Beweis zu stellen und unsere Fähigkeiten in ein breites, risikoarmes und profitables Produkt- und Serviceangebot zu gießen.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats

Als Aufsichtsrat haben wir im Geschäftsjahr 2016 im Rahmen unserer Tätigkeit alle uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir vom Vorstand unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Ausübung unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Themen unterrichtet. Dazu zählten vor allem die Unternehmensplanung und strategische Weiterentwicklung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Nach intensiven Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Bildung von Ausschüssen

Aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2016 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat nach eigener Einschätzung der Meinung, dass er effizient arbeitet. Nach § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Aufgabe wird von unserem Mitglied Hans-Joachim Jung wahrgenommen.

Sitzungen und Schwerpunkte der Beratung

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2016 zu vier ordentlichen Sitzungen am 10. Mai, 28. Juni, 21. September und 7. Dezember zusammen. Bei allen Sitzungen war der Aufsichtsrat in Gesamtheit anwesend. Gegenstand der Sitzungen waren stets die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Investitionsvorhaben sowie die Risikolage und das Risikomanagement von EnviTec Biogas.

Darüber hinaus standen im Wesentlichen folgende Themen auf der Tagesordnung, die gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt und erörtert wurden.

die Abschlussprüfung 2015
die Planungen für das Jahr 2017
die aktuelle Marktsituation im Biogassektor
Wettbewerbssituation
Neuerungen in der Stromvermarktung sowie das Geschäftsmodell der EnviTec Energy
Überblick über die Auslandsaktivitäten des Konzerns
Bericht über F&E Vorhaben / Erschließung neuer Geschäftsfelder

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Auf der Hauptversammlung am 28. Juni 2016 wählten die Aktionäre die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steinfeld, zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016. Der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte dem Abschlussprüfer nach Einholung der Unabhängigkeitserklärung den Prüfauftrag, traf mit ihm die Honorarvereinbarungen und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die Michael Kohl GmbH den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) zum 31. Dezember 2016 aufgestellten Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG und den Konzernlagebericht. Da die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft an zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren die Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB nicht überschritten hat, konnte die EnviTec Biogas AG für das Geschäftsjahr 2016 erstmals die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahrnehmen und auf eine Prüfung des Jahresabschlusses der EnviTec Biogas AG verzichten. Das Unternehmen hat jedoch den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, einer freiwilligen Prüfung unterzogen.

Die Prüfungen ergaben keine Einwendungen, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Darüber hinaus wurde der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben Lagebericht, Abschlüsse und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in den Aufsichtsratssitzungen am 11. April 2017 und am 11. Mai 2017 intensiv von uns geprüft. An den Sitzungen nahm neben dem Vorstand und Aufsichtsrat auch der Abschlussprüfer der Michael Kohl GmbH teil. Der Abschlussprüfer erläuterte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantwortete ergänzende Fragen des Aufsichtsrats. Nach der eigenen Prüfung und Gesprächen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich daraufhin dem Prüfungsergebnis der Michael Kohl GmbH angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2016 aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG ist damit festgestellt. Darüber hinaus haben wir uns nach eingehender Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die große Einsatzbereitschaft im Geschäftsjahr 2016. Auch das kommende Jahr wird herausfordernd, jedoch haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um uns in diesem Marktumfeld zu behaupten.

Lohne, den 11. Mai 2017

Konzernlagebericht

DER ENVITEC BIOGAS AG

Da die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft an zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren die Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB nicht überschritten hat, wird die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft nun als kleine Kapitalgesellschaft eingestuft. Infolgedessen kann die EnviTec Biogas AG gemäß § 326 HGB für das Geschäftsjahr 2016 die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften wahrnehmen. Somit ist das Unternehmen nicht mehr zur Erstellung und Offenlegung eines Lageberichtes verpflichtet. Der Konzernabschluss wird daher künftig keinen zusammengefassten Lagebericht der AG und des Konzerns mehr enthalten, sondern es wird nur auf Konzernebene berichtet.

Grundlagen des Konzerns

Unternehmensbeschreibung

Der EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. Zudem betreibt EnviTec eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogasproduzenten in Deutschland.

Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist neben Deutschland inzwischen in 14 Ländern weltweit vertreten. Mit der EnviTec Energy und deren Tochter EnviTec Stromkontor hat EnviTec Biogas das Geschäftsfeld um die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Grünstrom- und Regelenergievermarktung erweitert.

Unsere hohen Qualitätsstandards sind nicht nur durch zufriedene Kunden und die beachtliche Effizienz der von uns betreuten Anlagen belegt, sondern auch durch international anerkannte Zertifizierungen. Unser Qualitätsmanagementsystem nach der DIN EN ISO 9001:2008 setzen wir in der EnviTec Biogas AG, EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG und der EnviTec Service GmbH & Co. KG um. Im Jahr 2016 wurde das Qualitätsmanagementsystem der EnviTec Gruppe auf Erfüllung der Forderungen der ISO 9001:2015 umgestellt und erfolgreich rezertifiziert.

Konzernstruktur und Geschäftsbereiche

Im Geschäftsbereich Energy führte in 2016, wie erwartet, eine im ersten Halbjahr erfolgte Änderung der Energie- und Stromsteuer-Gesetzgebung dazu, dass die regionale Vermarktung von in kleinen Biogasanlagen mit einer Nennleistung bis 2 MW produziertem Strom deutlich an Wirtschaftlichkeit einbüßt. Daher entschied sich EnviTec dazu, dieses Geschäftsmodell nicht mehr weiterzuverfolgen und die verbliebenen Aktivitäten im Energy-Segment (Regelenergie-, Biomethan- und Stromdirektvermarktung) im Bereich Eigenbetrieb zusammenzufassen.

Die Konzernstruktur gliedert sich nun entlang der drei Bereiche Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Das Mutterunternehmen fungiert als Holding, die Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2016 umfasst 111 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 12 weniger als im Vorjahr (123).

Anlagenbau

Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Investoren. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 75 kW. Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen projektbezogen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: Schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Mit EnviThan verfügen wir über eine hocheffiziente, innovative Technologie zur Biogasaufbereitung. Das Verfahren erhöht den Anteil des energiereichen Methans von ca. 50 auf über 97 Volumenprozent und ist im Vergleich zu anderen Technologien umweltschonender, deutlich energie- und kosteneffizienter und weitaus flexibler. Das aufbereitete Biomethan wird zur Einspeisestation geleitet und dort vom Netzbetreiber weiter behandelt oder direkt in das Erdgasnetz eingespeist. Alternativ kann das hochreine Biomethan als umweltfreundliche Kraftstoffalternative verwendet werden. Neben Großanlagen bietet EnviTec seit 2014 auch ein Kompaktanlagenkonzept an, das unter der Bezeichnung "EnviFarm Compact"-Anlage vermarktet wird. Die Kleinanlagen mit einem Format von 75 bis 450 kW zielen vor allem auf den deutschen und italienischen Markt. Ende 2016 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 384 (Vorjahr: 372 MW) am Netz.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaft zeichnet sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen und den technischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau.

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EnviTec Biogas AG
ANLAGENBAU SERVICE EIGENBETRIEB
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INLAND AUSLAND INLAND AUSLAND INLAND AUSLAND
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EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG EnviTec Nederland BV EnviTec Service GmbH & Co. KG EnviTec Biogas Service UK Ltd. EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG* Second Biogas Operating Holding,S.r.l.
EnviTec France SARL EnviTec Biogas Service Italy s.r.l. EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG* Biogas Operating Holding, S.r.l.
EnviTec Biogas Italia S.r.l. EnviTec Biogas Service s.r.o. Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG*
EnviTec UK Ltd. EnviTec Energy GmbH & Co. KG
EnviTec Biogas USA, Inc. EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG
EnviTec Central Europe s.r.o und weitere Auslandsvertriebsgesellschaften

* verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen,

Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang

Im Zuge der Aufgabe des Regiostrommodells der Energy-Sparte wurde die übrige Geschäftstätigkeit (Regelenergie-, Biomethan- und Stromdirektvermarktung) einschließlich der zuständigen Mitarbeiter in das Segment Eigenbetrieb integriert, da diese Geschäftsmodelle im Wesentlichen im Zusammenhang mit Produkten des Eigenbetriebs stehen.

Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die Tochterfirma EnviTec Stromkontor. Sie bündelt die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet den in Blockheizkraftwerken (BHKW) erzeugten Strom im Auftrag ihrer Kunden direkt an der Strombörse. Außerdem können die Anlagen am Regelenergiemarkt platziert werden, um so zur Stabilität des deutschen Stromnetzes beizutragen. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der AXPO Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns AXPO Holding AG.

Service

Im Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturkostenrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen.

Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits Anlagen in 16 Ländern errichtet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Priorität hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Aktuell sind für EnviTec die Märkte in Frankreich, Dänemark, Großbritannien und Asien (China, Südostasien) am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Mittelfristig wollen wir durch die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte die Abhängigkeit von den jeweiligen Förderbedingungen verringern und bis zu 30 % des Unternehmensumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Folgende Eckpfeiler für unser nachhaltiges Wachstum haben wir definiert:

Internationale Expansion als Wachstumstreiber

Wir beobachten weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 14 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros, strategischen Kooperationen und Joint Ventures vertreten. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 ist der deutsche Markt zum Erliegen gekommen, so dass der Auslandsumsatz die inländischen Erträge im Anlagenbau inzwischen deutlich übersteigt. Auch der nachgelagerte Servicebereich gewinnt im Rahmen der internationalen Expansion weiter an Bedeutung. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien sehen wir mittelfristig die größten Chancen unter anderem in Malaysia, Indonesien, China und den USA. Mit Ausnahme von Malaysia und Indonesien hat EnviTec in diesen Märkten bereits Anlagen errichtet oder im Bau und setzt darauf, dass die dortigen Vorzeigeprojekte weitere Vertriebserfolge nach sich ziehen. Ziel ist es, den Anlagenbau und den nachgelagerten Servicebereich auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu betreiben und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können. Steigende Bedeutung erhalten dabei die Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biomethan und die Verwendung neuer Inputstoffe aus der Reststoff- und Abfallverwertung.

Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs

EnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren ausgebaut und erwirtschaftet heute mit dem Geschäftsbereich den höchsten Umsatzanteil im Konzern. In 2016 hat sich EnviTec von einem Biogaspark mit einer Gesamtleistung von 2,7 MW getrennt, gleichzeitig aber Biogasanlagen mit einer Leistung von rund 2,2 MW erworben, so dass die installierte Kapazität im Eigenbetrieb leicht gesunken ist.

Ende 2016 betrieb EnviTec Biogas in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien 72 eigene Anlagen (Vorjahr: 76) mit einer elektrischen Leistung von 58,7 MW (59,3 MW). In Deutschland setzt EnviTec vor allem auf die Optimierung der Bestandsanlagen. Darüber hinaus werden selektiv neue Märkte für den Eigenbetrieb erschlossen. Mit seinem positiven Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zielsetzung ist es, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. Künftig ist nur ein selektiver weiterer Kapazitätsausbau geplant.

Zudem setzt EnviTec auf den Verkauf von aufbereitetem Biomethan, das ins Gasnetz eingespeist wird. Alternativ kann aufbereitetes Biomethan als umweltfreundliche Kraftstoffalternative eingesetzt werden.

Erweiterung des Angebots im Service

Der Geschäftsbereich Service hat in den vergangenen Jahren für EnviTec deutlich an Bedeutung gewonnen und soll weiter ausgebaut werden. Erklärtes strategisches Ziel ist der internationale Ausbau des biologischen und technischen Service sowie die Erweiterung des Angebots für Fremdanlagen. International rücken neben Italien und Tschechien weitere fortgeschrittene Biogasmärkte wie Großbritannien in den Fokus. Dazu werden Schritt für Schritt technische wie personelle Ressourcen in wachsenden Bereichen und Märkten aufgebaut und nachfolgend positive Umsatz- und Ergebniseffekte erzielt.

Stärkung unserer Innovationsführerschaft

Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung der EnviTec Biogas innerhalb der Branche gefestigt und unser Kernprodukt Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Zur Stärkung unserer Innovations- und Technologiekompetenz forschen wir außerdem verstärkt im Bereich der Biobased Economy. Dabei geht es um mehr als die effiziente Nutzung von Pflanzen für die Biogasproduktion. Es wird vielmehr ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt mit dem Ziel einer möglichst hohen Wertschöpfung von Einsatzstoffen durch die intelligente Kombination verschiedener Verwendungszwecke (u.a. Nahrung, Biogas, Kraftstoff). Ein weiterer, wichtiger Fokus liegt auf der Erprobung alternativer Inputstoffe. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der spezifischen Saatgutentwicklung. Durch die Intensivierung unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten wollen wir eine effizientere Nutzung von Biomasse für die Biogasproduktion erreichen, neue Einsatzbereiche erschließen und so das Produktportfolio auch außerhalb der angestammten Biogasbranche ausweiten.

Unternehmenssteuerung

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und die Eigenkapitalrentabilität ab. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den 14-tägigen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Kosten, Liquidität und Verschuldungsgrad. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing. Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Im Jahr 2016 wurde das Qualitätsmanagementsystem der EnviTec Gruppe auf Erfüllung der Forderungen der ISO 9001:2015 umgestellt und erfolgreich rezertifiziert. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service. Die Rechnungslegung im Konzern und der AG wurde in 2015 von internationalen Bilanzierungsvorschriften (IFRS) auf nationale Regeln gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) umgestellt. Die Maßnahme dient im Wesentlichen der Kosteneinsparung und trägt der primär national geprägten Aktionärsstruktur von EnviTec Biogas Rechnung.

Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Technologien zur Steigerung der Gasausbeute, an der Optimierung unseres Qualitätsmanagements sowie an der Erforschung möglicher alternativer Substrate. Weitere Schwerpunkte unserer F&E Aktivitäten sind die Prozessüberwachung und die Gärrestaufbereitung, die eine noch effizientere Nutzung der Inputstoffe unserer Anlagen gewährleistet.

Einen wichtigen Bestandteil unserer Forschungsarbeit bildet zudem die sogenannte "Biobased economy" - das bedeutet die Produktion von Wertstoffen aus Biomasse mit der Zielsetzung, neue Erlösströme zu generieren. Hier liegt der Fokus unserer Arbeit auf der Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und Erschließung neuer Märkte. So versuchen wir bei Produkten aus der Energieerzeugung bisher ungenutzte Potentiale zu erschließen, um dadurch die Wertschöpfung aus Biomasse zu erhöhen. Dadurch nutzen wir die Rohstoffe mehrfach, intensiver und effizient.

Unser Labor: die Eigenbetriebsanlagen

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 betrieb EnviTec Biogas 72 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 58,7 MW in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. Neue Verfahren und Technologien erproben wir direkt in der Praxis in unseren Eigenbetriebsanlagen oder aber in enger Kooperation mit unseren Kunden. Der Eigenbetrieb gibt unserem Unternehmen die Möglichkeit, technische Innovationen an eigenen Anlagen zu entwickeln. Neben hundertprozentigen Eigenbeteiligungsanlagen bietet sich auch die Möglichkeit, Anlagen in Kooperation zu betreiben und so Forschung aktiv mit zu unterstützen: dieses Modell wird zumeist von Partnern aus der Landwirtschaft oder der örtlichen Industrie, die ihre Anlage eigenverantwortlich mit Hilfe von EnviTec betreiben, genutzt. Beispiele für die Nutzung von Eigenbetriebsanlagen für Forschungszwecke sind die Entwicklung eines neuartigen Wasserstoff-Fermenters, der eine höhere Energieausbeute bewirkt, eine sogenannte Thermodruckhydrolyse für einen höheren Abbaugrad, sowie die Gärrestreduzierung durch das von EnviTec entwickelte EnviStrip-Verfahren.

Ein weiteres Forschungsprojekt war die Entwicklung eines Highgesters, ein neuer Fermentertyp. Der erste Highgester wurde im Dezember 2015 in Betrieb genommen und übertrifft seither die ursprünglichen Erwartungen. So spart der Betreiber der Forschungsanlage in Bakum, Landkreis Vechta, aktuell über zehn Prozent der Inputkosten. Auch die Betriebskosten sind gegenüber einem herkömmlichen Fermenter deutlich geringer, da diese Technologie weniger Strom und Wärme benötigt. Dennoch besitzt das System eine größere Leistungsfähigkeit und erzielt höhere Methangehalte. Neben geringeren Betriebs- und Inputkosten punktet der Highgester zudem mit einer Verringerung der Wartungskosten. Für die Entwicklung dieser Technologie erhält EnviTec Biogas noch bis Anfang 2018 Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Im Rahmen eines sogenannten ZIM-Projektes wird hierbei ein umfangreiches Versuchsprogramm durchlaufen, an dessen Ende ein für verschiedene Betriebsweisen optimiertes System stehen soll. Die dabei gewonnenen Daten werden zu einer betriebswirtschaftlichen Beurteilung genutzt, so dass die anschließenden Verwertungsmöglichkeiten dem Ministerium offengelegt werden können.

Im Bereich der Gasaufbereitung erforschen bzw. erproben wir gemeinsam mit einem Hersteller laufend neue Membrantypen, um die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie zu steigern.

EnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neben dem Vorstand Jürgen Tenbrink arbeiten zwei festangestellte Mitarbeiter in der F&E Abteilung, die insbesondere durch Kollegen aus dem Geschäftsbereich Service unterstützt werden. Darüber hinaus praktizieren wir die Zusammenarbeit mit Hochschulen, auch im Sinne der Nachwuchsförderung. Hier arbeiten wir im Rahmen von Forschungsprojekten, aber auch bei der Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten, eng mit Studierenden und Lehrenden zusammen. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung & Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr auf rund 1 Mio. Euro. Zusätzliche finanzielle Unterstützung erfährt EnviTec derzeit in mehreren geförderten Projekten.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach jüngsten Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von April 2017 wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2016 um 3,1 %. Wie bereits in den vergangenen Jahren leisteten die Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 4,1 % auch in 2016 den größten Beitrag zum weltweiten Wirtschaftswachstum. In den Industriestaaten war in 2016 laut IWF ein moderates Wachstum in Höhe von 1,7 % zu verzeichnen. In den USA nahm die Wachstumsdynamik dabei im Vergleich zum Vorjahr (2,6 %) mit 1,6 % deutlich ab. In Großbritannien wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit 1,8 % leicht überdurchschnittlich, trotz der Befürchtungen um eine nachhaltige Schwächung der britischen Wirtschaft im Zuge des sich abzeichnenden Austritts aus der europäischen Union (Brexit). In der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung um 1,7 %. In Frankreich betrug das Wachstum nach Schätzungen des IWF hingegen nur 1,2 %. In Deutschland war mit einem Zuwachs von 1,8 % eine vergleichsweise starke Dynamik zu verzeichnen.

Die globalen Agrarmärkte sind aufgrund hoher Lagerbestände weiterhin von großem Preisdruck geprägt. In Deutschland verzeichnete der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), der die Preisentwicklung der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarprodukte abbildet, im April 2016 den tiefsten Stand seit Anfang 2010, konnte sich aber in den Folgemonaten auf einem niedrigen Niveau stabilisieren. Insgesamt profitierte EnviTec somit auch in 2016 von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe und erreichte eine komfortable Rohstoffversorgung.

Biogasmarkt

Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Seit der deutlichen Reduzierung der Einspeisevergütungen in der vierten EEG-Novelle von 2014 ist der Anlagenneubau in Deutschland nahezu zum Erliegen gekommen. Am 8. Juli 2016 wurde eine weitere Reform des EEG vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Die endgültige Fassung trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Dabei ist zunächst positiv hervorzuheben, dass erstmals für die Zeit nach dem Auslaufen der bestehenden EEG-Vergütung für Altanlagen eine Anschlussregelung eingeführt wurde, die mehr Investitionssicherheit schafft, wenn auch zu geringeren Vergütungssätzen als bisher. So können sich mit Inkrafttreten der EEG-Novelle 2017 die Betreiber nach Auslaufen der bisherigen, festgeschriebenen Vergütung für eine Anschlussförderung mit einer Prämie in Höhe von 16,9 Cent/kWh für weitere zehn Jahre bewerben. Aus Sicht von EnviTec ist das EEG 2017 als ein positives politisches Signal zu werten. Die neue Anschlussförderung signalisiert den politischen Wunsch, dass der Energieträger Biogas auch in Zukunft eine Rolle im Energiemix in Deutschland einnehmen soll. Mit der Aussicht auf eine Vergütungsverlängerung steigt zudem die Attraktivität einer Anlagenflexibilisierung. Hier wird die am tatsächlichen Bedarf orientierte Einspeisung zum Ausgleich der unsteten Einspeisung aus Wind und Sonne durch vom Gesetzgeber geschaffene Prämien belohnt. Die Flexibilisierung erfolgt zumeist über eine Leistungssteigerung eines Blockheizkraftwerks (BHKW), durch Zubau eines BHKW oder den Austausch eines alten BHKW gegen ein neues mit höherer Leistung, sowie durch die Schaffung von mehr Gasspeichervolumen.

Im Gegensatz dazu wird die Reform der EEG-Vergütung für echte Neuanlagen keine Impulse im Anlagenbau setzen. Die seit Anfang 2017 gültigen Vergütungssätze von maximal 14,88 Cent/kWh für Neuanlagen (bis 500 MW) sind schlichtweg wirtschaftlich nicht attraktiv genug, um dem Biogasanlagenbau in Deutschland neue Marktchancen zu eröffnen. Die Deckelung des Zubaus auf jährlich 150 MW installierte Leistung von 2017 bis 2019 bzw. jährlich 200 MW von 2020 bis 2022 ist daher irrelevant.

Im Jahr 2016 wurden in Deutschland nach vorläufiger Prognose des Fachverbandes Biogas rund 150 neue Biogasanlagen (2015: 150) errichtet. Der Großteil der Neuanlagen waren jedoch Güllekleinanlagen mit einer Leistung von maximal 75 kW. Zusammen mit den getätigten Anlagenerweiterungen und -flexibilisierungen betrug der Leistungszuwachs knapp 150 Megawatt (MW). Da davon nur 10 MW arbeitsrelevante Leistung sind, egalisieren die gleichzeitig vollzogenen Stilllegungen den Zuwachs fast vollständig. Insgesamt waren in Deutschland Ende 2016 rund 9.000 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung (inkl. Stromeinspeisung durch Biomethan) von rund 4.200 MW in Betrieb. Dies entspricht einer Stromproduktion von 29,41 Mrd. kWh oder 8,4 Mio. mit Biogas versorgten Haushalte. Der Anteil von Biomasse an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland lag laut Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen bei 7,0 % (2015: 6,9 %).

EnviTec hat frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibilisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt, hat insbesondere den Anlagenbau zukunftsfähig aufgestellt und kann heute schnell und effizient auf wechselnde Marktgegebenheiten sowie Kundenwünsche reagieren.

Zunehmende Bedeutung im In- und Ausland gewinnt neben der reinen Verstromung von Biogas die Gewinnung und Aufbereitung von Biomethan zur Einspeisung ins Erdgasnetz und zur Verwendung als CO2-neutraler Treibstoff. EnviTec verfügt mit seiner EnviThan Lösung über eine hocheffiziente und flexible Gasaufbereitungstechnologie, die bereits auf verschiedenen Märkten und bei unterschiedlichen Inputstoffen Einsatz findet. Auch das Interesse an Lösungen zur Erzeugung klimafreundlicher Wärme, die bei der Stromerzeugung im BHKW entsteht, steigt.

Auf dem europäischen Markt gestaltet sich der Neubau von Biogasanlagen derzeit in Frankreich, Großbritannien und Dänemark besonders attraktiv. In Frankreich hat das im Juli 2015 verabschiedete Energiewendegesetz bereits positive Auswirkungen auf die Branche gezeigt. Zudem sind seit Anfang 2016 landwirtschaftliche Biogasanlagen dauerhaft steuerbefreit. Besonders ambitionierte Ziele hat die französische Regierung in ihrer mehrjährigen Programmplanung für den Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Gaseinspeisung von Biomethan definiert. Bis 2030 sollen 10 % der Gasversorgung Frankreichs aus nicht-fossilen Ressourcen stammen. In Großbritannien stieg nach Angaben der Anaerobic Digestion and Bioresources Association (ADBA) die Zahl der Biomasseanlagen in 2016 um 116 auf 540 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 708 MW. Darunter sind bereits rund 90 Biomethan-Anlagen, die Gas in das nationale Netz einspeisen. Mittelfristig sind in Großbritannien regulatorische Anpassungen möglich, die dazu führen könnten, dass sich das Wachstum nicht auf dem Niveau der vergangenen Jahre fortsetzen wird. Gleichzeitig geht der britische Biomasse-Verband davon aus, dass mit der entsprechenden staatlichen Unterstützung ein weiterer Zubau von bis zu 250 MW in den kommenden zwei Jahren möglich ist. Dänemark plant, bis 2050 die vollständige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Im Jahr 2020 soll der Anteil an erneuerbarer Energie bereits gut 35 % ausmachen. Die Hälfte davon wird durch Biomasse produziert werden. Bereits seit 2012 werden Biogasanlagen finanziell stärker gefördert und seitdem ist die Anzahl an Investitionsprojekten deutlich gestiegen. Auch in Dänemark ist ein großer Teil der Anlagen auf die Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz ausgelegt.

Außerhalb Europas gewinnt die Energiegewinnung durch Biogas vor allem auf den asiatischen Märkten an Bedeutung. So plant die indonesische Regierung, den nationalen Energieverbrauch bis 2025 zu 23 % durch erneuerbare Energien abzudecken (Stand 2014: 6 %). Da Rückstände aus der land- und plantagenwirtschaftlichen Produktion bisher vielfach ungenutzt bleiben, soll die Energiegewinnung durch Biogas zukünftig an diesen Ausbauzielen einen erheblichen Anteil haben.

Besonders rasant entwickelt sich der chinesische Bioenergie-Sektor. Nach Prognosen des Kölner Beratungsunternehmens ecoprog wird sich China dank günstiger politischer Rahmenbedingungen, der Erwartung attraktiver Einspeisevergütungen und geringer Investitionskosten pro Megawatt zum wichtigsten Wachstumsmarkt für Bioenergie entwickeln. Ablesbar wird dies an einem im November 2016 festgelegten, ambitionierten Ausbauziel von 15.000 MW bis 2020.

In den USA verlief die Marktentwicklung in den letzten Jahren nur schleppend. Nach Angaben des US-Energieministeriums nahm die Zahl der Biogasneuanlagen zwischen 2005 und 2015 lediglich um 3,4 % pro Jahr zu. Für die kommenden Jahre sehen Branchenexperten jedoch zunehmende Geschäftschancen. Der US-Biogas-Verband sieht ausgehend von derzeit rund 2.200 existierenden Biogasanlagen an über 13.000 Standorten Potential für neue Projekte.

Mitarbeiter

Durch die Wertschätzung unserer Mitarbeiter und die Förderung ihrer Fähigkeiten und Potenziale schaffen wir Zukunftsperspektiven für jeden Einzelnen und steigern die Werthaltigkeit der Gruppe als Ganzes. Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital und die Basis für den Erfolg der EnviTec Biogas Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 stieg die Anzahl der Mitarbeiter maßgeblich von 400 auf 439 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2016. Der Anstieg ist im Wesentlichen im Ausbau der Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Service begründet, der mit einer Erhöhung der Personalressourcen einherging. In der Folge stieg die Zahl der Beschäftigten im Service-Segment auf 151 Beschäftigte (Vorjahr 127). Im Anlagenbau beschäftigte EnviTec zum Bilanzstichtag 118 (Vorjahr 109) und im Eigenbetrieb 116 Mitarbeiter (Vorjahr 114). Der wesentliche Teil war mit 349 Beschäftigten weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr 310). An den Auslandsstandorten waren wie im Vorjahr zum Stichtag 90 Mitarbeiter für EnviTec Biogas im Einsatz.

Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Wir wollen auch künftig jungen Absolventen die Chance bieten, in einer internationalen Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt.

Ausdrücklicher Dank von Seiten des Vorstands und Aufsichtsrats gilt allen Mitarbeitern der EnviTec Gruppe. Durch ihr Engagement hat die Gesellschaft ihre wirtschaftlichen Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr im Wesentlichen erreicht und blickt gestärkt auf die zukünftigen Herausforderungen.

Entwicklung des Auftragsbestands im Segment Anlagenbau

EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2016 im Segment Anlagenbau über einen Auftragsbestand in Höhe von 103,3 Mio. Euro (Vorjahr: 77,9 Mio. Euro). Davon sind 77,4 Mio. Euro bereits in Bearbeitung. Der Anstieg beruht hier vor allem auf der positiven Entwicklung in Großbritannien und Dänemark. Im Stichtagsvergleich legte der Bestand an Projekten mit ausländischen Kunden von 70,3 Mio. Euro auf 94,8 Mio. Euro deutlich zu. Bei den Aufträgen aus dem Ausland entfallen die wesentlichen Teile auf Großbritannien, Frankreich und Dänemark. Weitere wichtige Märkte sind China und die USA. EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. 68,0 % der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 75,9 %). Der Auftragsanteil von industriell geprägten Kunden betrug rund 31,8 % (Vorjahr: 23,7 %). Die übrigen Aufträge entfallen auf Projektentwickler und auf den Eigenbetrieb.

Entwicklung in den Segmenten

Der EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig. Das Geschäftssegment Energy wurde im Zuge der Aufgabe des Regiostrommodells aufgelöst und die übrige Geschäftstätigkeit in den Eigenbetrieb integriert. Die im Geschäftsbericht 2015 aufgeführten Resultate des Eigenbetriebs sind daher nicht mit der hier dargestellten Entwicklung vergleichbar, da auch die Vorjahreszahlen inklusive der Erlöse des ehemaligen Energy-Segments aufgeführt werden.

Im Berichtszeitraum lieferte der Eigenbetrieb (inkl. Energy) mit einer Quote von 62,4 % (Vorjahr: 55,8 %) den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anteil des Anlagenbaus sank von 29,3 % auf 18,5 %. Der Anteil des Bereichs Service stieg auf 19,1 % (Vorjahr: 14,9 %). Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt.

Anlagenbau

Die EnviTec Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2016 im Anlagenbau auf den internationalen Biogasmärkten eine starke Nachfrage. Dies betrifft vor allem Großbritannien und Frankreich, die bereits in 2015 zu den wichtigsten Märkten gehörten. So konnte im Herbst 2016 auf dem französischen Markt einerseits der Betriebsstart der sechsten errichteten Anlage, andererseits der Baustart zwei neuer Anlagen vermeldet werden. In China, einem der wichtigsten Zukunftsmärkte, konnte die Vertragsunterzeichnung für das bereits sechste EnviTec-Projekt verkündet werden. In den USA befinden sich derzeit ebenfalls zwei Anlagen im Bau. Hinzu kommen Projekte in Ländern wie Dänemark oder in den Wachstumsmärkten Südostasiens. In Deutschland wurden mehrere Projekte zur Anlagen-Flexibilisierung durchgeführt.

Im Segment Anlagenbau ist zu berücksichtigen, dass gemäß Handelsgesetzbuch (HGB) Umsätze erst nach Fertigstellung realisiert werden. So führte im Geschäftsjahr 2016 eine geringere Zahl von schlussgerechneten Anlagen im Bau zu einer deutlichen Verringerung des Umsatzes (inkl. Holding) von 51,3 Mio. Euro auf 30,2 Mio. Euro. Die insgesamt gute Auslastung und der hohe Anteil noch nicht fertiggestellter Anlagen führte jedoch zu einer Bestandszunahme um 28,0 Mio. Euro (Vorjahr: -12,3 Mio. Euro). Daraus resultierte eine erhebliche Erhöhung der Gesamtleistung von 43,1 Mio. Euro auf 63,3 Mio. Euro. Das operative Segmentergebnis (EBIT) verbesserte sich deutlich von -5,1 Mio. Euro auf -2,8 Mio. Euro. Aufgrund der geringen Anzahl an schlussgerechneten Anlagen und der damit verbundenen späteren Gewinnrealisierung wurde dennoch das ursprüngliche Ziel eines ausgeglichenen Segmentergebnisses verfehlt.

In 2017 verzeichnet EnviTec aktuell eine weiterhin hohe Auslastung und rechnet in diesem Jahr mit einer weiteren Verbesserung der Ertragslage in diesem Segment. Dabei setzt EnviTec vor dem Hintergrund der unattraktiven Marktbedingungen in Deutschland verstärkt auf die Chancen in ausländischen Märkten. Der deutliche Anteil der Auslandsumsätze in Höhe von 27,1 % belegt den Erfolg dieser Strategie. Wichtigste Auslandsmärkte für EnviTec waren in 2016 Großbritannien, Frankreich, Dänemark sowie die USA und China. An Bedeutung zu nimmt außerdem die Region Südostasien. Ziel ist es, den Bereich Anlagenbau in einem herausfordernden Marktumfeld profitabel zu betreiben.

Eigenbetrieb (inkl. Energy)

Der Eigenbetrieb ist das umsatzstärkste Segment im Konzern. Im Jahr 2016 wurden mehrere Altanlagen veräußert. So sank die Zahl der von EnviTec betriebenen Anlagen von 76 auf 72. Da aber gleichzeitig einige leistungsstärkere Anlagen zugekauft wurden, lag die Leistung der Eigenanlagen mit 58,7 MW nur leicht unter dem Wert des Vorjahres von 59,3 MW. Davon waren 34,4 MW vollkonsolidiert (Vorjahr: 35,0 MW) und 24,3 MW at-equity bewertet (Vorjahr: 24,3 MW).

Neun Anlagen mit einer Leistung von 10,7 MW werden im Ausland in Italien, Belgien und Frankreich betrieben. Der Umsatz erhöhte sich in Folge des höheren Anteils vollkonsolidierter Anlagen im Portfolio um 4,2 % auf 101,7 Mio. Euro.

Darüber hinaus war insbesondere das erste Halbjahr 2016 von planmäßigen hohen Wartungsaufwendungen geprägt. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im Berichtszeitraum in Folge der gestiegenen Kosten leicht von 10,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,5 Mio. Euro. In den erhöhten Kosten sind auch Veräußerungsverluste aus dem Verkauf von 4 vollkonsolidierten Unternehmen enthalten. Die EBIT-Marge sank von 11,1 % auf rund 10,4 %. Insgesamt sieht EnviTec in diesem Segment weiteres Umsatz- und Ertragspotenzial durch den selektiven Ausbau des Bestands sowie Bestandsoptimierungen im In- und Ausland. In den ehemaligen Energy-Bereichen wird nach erfolgreicher Integration in 2016 im laufenden Jahr wieder mit einem positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag gerechnet.

Service

Der Bereich Service umfasst Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen, vom Anfahren der Anlage und der fortlaufenden Kontrolle des Betriebs und der biologischen Prozesse bis hin zur regelmäßigen Begehung einer Anlage und der Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec setzte im Geschäftsjahr seinen Wachstumskurs im Service fort. Der Umsatz kletterte um 19,4 % auf 31,0 Mio. Euro.

Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die wachsende Zahl betreuter Biogasanlagen und eine Ausweitung der Aufgaben im Bereich RePowering / Flexibilisierung sowie bei kleineren Anlagenerweiterungen.

Insgesamt wurden in Deutschland im biologischen Service Ende 2016 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 80 MW (Vorjahr: 77 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 240 MW (Vorjahr: 230 MW) betreut.

Im Ausland betreute die EnviTec Gruppe Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 98 MW (Vorjahr: 88 MW), davon 61 MW (Vorjahr: 50 MW) im technischen und 37 MW (Vorjahr: 37 MW) im biologischen Bereich.

Weiteren Auftrieb für den Wachstumskurs im Service-Segment wird das im Februar 2017 eröffnete, zweite EnviTec-Labor geben. Nach dem bereits 2015 erfolgreich in Betrieb genommenen Labor im italienischen Verona bietet EnviTec nun auch am Firmensitz in Lohne biologischen Komplettservice aus einer Hand.

Anfang Januar 2017 konnte EnviTec den Abschluss eines umfassenden Servicevertrags mit dem niederländischen Unternehmen MAN Rollo BV für den tschechischen und slowakischen Markt vermelden. MAN Rollo ist Importeur von Diesel- und Gasmotoren, u.a. für Kraftwärmekopplungsanlagen. EnviTec kann nun als exklusiver Partner dort Service für Bestandsgeräte, Revisionen oder Ersatz und den Verkauf von Ersatzteilen anbieten. Der Vertrag ist ein Meilenstein im Bestreben der EnviTec Biogas, Service-Expertise auch über das Biogas-Geschäft hinaus am Markt anzubieten.

Wichtige Zielmärkte sind außerdem Großbritannien, Frankreich und Dänemark. Dort wurden im Zuge einer wachsenden Nachfrage die Ressourcen in 2016 maßgeblich ausgebaut.

Das operative Segmentergebnis (EBIT) betrug im Berichtszeitraum -3,5 Mio. Euro (Vorjahr: -2,4 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei -11,3 % (Vorjahr: -9,1 %). Wie in den Vorperioden ist das negative Segmentergebnis primär durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Eigenbetriebsgesellschaften in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments weiterhin positiv. Gleichzeitig wirkte sich ein deutlicher Anstieg der Materialaufwendungen um 35,7 % deutlich negativ auf das Betriebsergebnis aus. Ursache ist der im Berichtzeitraum planmäßig erheblich gestiegene Reparatur- und Wartungsaufwand bei den eigenbetriebenen Biogasanlagen. Zudem stiegen die Personalkosten durch den Aufbau zusätzlicher Serviceressourcen insbesondere in Großbritannien um 19,4 %. Im laufenden Geschäftsjahr ist aufgrund deutlich sinkender Materialkosten wieder mit einem Anstieg der Profitabilität und mit einem weiteren Umsatzwachstum zu rechnen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung

Die EnviTec Biogas Gruppe verzeichnete in 2016 eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Zwar sanken die Umsatzerlöse um 6,9 % auf 162,9 Mio. Euro (Vorjahr: 174,9 Mio. Euro). Damit wurde die im Geschäftsbericht 2015 für das Gesamtjahr 2016 aufgestellte Prognose eines leicht steigenden Konzernumsatzes verfehlt. Allerdings ist der Rückgang im Wesentlichen auf die geringere Zahl schlussgerechneter Projekte im Segment Anlagenbau zurückzuführen. Da insbesondere bei größeren Projekten ein konkreter Fertigstellungstermin schwieriger prognostizierbar ist, gilt es stets auch die Entwicklung der Gesamtleistung zu berücksichtigen, die den Wert der noch in Bau befindlichen Anlagen enthält. Hier war in 2016 ein deutlicher Anstieg um 17,3 % auf 204,9 Mio. Euro zu verzeichnen.

Die darin enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge sanken leicht von 12,0 Mio. Euro auf 11,2 Mio. Euro.

Während im Anlagenbau somit bei deutlich gestiegener Gesamtleistung der Umsatz um 41,2 % auf 30,2 Mio. Euro sank, war in den übrigen beiden Segmenten des Konzerns eine positive Umsatzentwicklung zu verzeichnen. Im größten Segment des Konzerns, im Eigenbetrieb, legte der Umsatz um 4,2 % auf 101,7 Mio. Euro zu. Der Servicebereich verbuchte im zweiten Jahr in Folge ein deutlich zweistelliges Wachstum und legte um 19,4 % auf 31,0 Mio. Euro zu.

Die in 2016 in Deutschland erzielten Umsätze betrugen 118,8 Mio. Euro (Vorjahr: 127,8 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz verminderte sich von 47,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 44,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2016. Der Rückgang ist den nicht schlussgerechneten Auslandsprojekten geschuldet. Den größten Anteil an den Auslandsumsätzen hatten Großbritannien und Italien. Die dort realisierten Umsätze betrugen im Berichtszeitraum 8,3 Mio. Euro respektive 19,9 Mio. Euro.

Aufwandsentwicklung

Der Materialaufwand ist der wesentliche Aufwandsposten des EnviTec Biogas Konzerns. Im Geschäftsjahr 2016 stieg der Materialaufwand deutlich um 27,6 % auf 137,8 Mio. Euro (Vorjahr: 108,1 Mio. Euro). Dies ist einerseits auf die hohe Auslastung im Segment Anlagenbau bzw. die hohe Zahl der im Bau befindlichen Anlagen zurückzuführen. Zudem durchliefen die eigenbetriebenen Biogasanlagen im Berichtszeitraum einen planmäßigen, jedoch arbeits- und kostenintensiven Wartungszyklus, der ebenfalls zu einem deutlichen Anstieg der Materialkosten in den Segmenten Service und Eigenbetrieb führte. Aufgrund der gleichzeitig deutlich gestiegen Gesamtleistung erhöhte sich das Rohergebnis dennoch leicht um 0,7 % auf 67,0 Mio. Euro.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % auf 19,8 Mio. Euro, bedingt durch den erhöhten Wartungsaufwand sowie den Ausbau des Servicesegments. Die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz erhöhte sich von 10,8 % auf 12,2 %. Bei den primär durch den Eigenbetrieb induzierten Abschreibungen war ein leichter Zuwachs um 2,6 % auf 18,0 Mio. Euro zu verzeichnen. Der sonstige betriebliche Aufwand, der sich aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammensetzt, sank von 26,7 Mio. Euro im Vorjahr um 6,3 % auf 25,0 Mio. Euro.

Ergebnisentwicklung

Die EnviTec Gruppe konnte das Geschäftsjahr 2016 trotz schwieriger und volatiler Marktbedingungen auf den internationalen Biogasmärkten erneut positiv abschließen. Während im Segment Anlagenbau die verspätete Gewinnrealisierung von laufenden Projekten zu einer Verfehlung der Ergebnisziele führte, entwickelten sich die Bereiche Service und Eigenbetrieb trotz gestiegener Aufwendungen ausgesprochen positiv. Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis vor Abzug von Abschreibungen (EBITDA) von 21,0 Mio. Euro auf 22,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug im Berichtszeitraum 4,2 Mio. Euro nach 3,5 Mio. Euro im Vorjahr. Somit konnte der EnviTec Konzern die für das Geschäftsjahr 2016 in Aussicht gestellte Guideline eines leicht verbesserten operativen Ergebnis (EBIT) erreichen. Die EBIT-Marge erhöhte sich deutlich von 2,0 % auf 2,6 %. EnviTec weist eine für das Branchenumfeld solide Rentabilität aus, die im laufenden Jahr bei sinkendem Wartungsaufwand weiter steigen sollte.

Der Zinsaufwand konnte im Berichtszeitraum um weitere 15,2 % auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) reduziert werden. Aufgrund gesunkener Zinserträge belief sich das Finanzergebnis per Saldo auf -1,3 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro). Der Steueraufwand stieg deutlich von 1,0 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Nach Steuern wurde im EnviTec Konzern ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 1,7 Mio. Euro verzeichnet (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2016 beträgt 0,11 Euro (Vorjahr: 0,10 Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des EnviTec Konzerns verringerte sich zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % auf 284,4 Mio. Euro. Auf der Aktivseite sank der Wert der langfristigen Vermögenswerte von 176,6 Mio. Euro um 6,7 % auf 164,8 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür war ein deutlicher Rückgang der Sachanlagen von 132,8 auf 119,3 Mio. Euro, der auf planmäßige Abschreibungen sowie auf die Veräußerung von Altanlagen zurückzuführen ist. Demgegenüber stand eine Erhöhung der Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen um 62,1 % auf 13,1 Mio. Euro zur Finanzierung von Nachinvestitionen und Substrateinkauf. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 106,2 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 110,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016. Während die Vorräte aufgrund der hohen Auslastung im Anlagenbau um 32,7 % auf 55,8 Mio. Euro stiegen, wurde ein Rückgang des Forderungsbestands um 14,5 % auf 38,3 Mio. Euro verbucht. Insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-14,3 % auf 24,9 Mio. Euro) und die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen (-53,1 % auf 1,9 Mio. Euro) wurden deutlich reduziert.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Auf der Passivseite lag das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 um 10,9 Mio. Euro und damit 6,5 % unter dem Wert des Vorjahres von 168,2 Mio. Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in Folge der in 2016 erfolgten Dividendenausschüttung in Höhe von 11,9 Mio. Euro ein Bilanzverlust in Höhe von 8,1 Mio. Euro, zu verzeichnen war. Mit einer Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag in Höhe von 55,3 % (Vorjahr: 57,4 %) verfügt EnviTec weiterhin über eine sehr solide Kapitalstruktur, die das Fundament für die Wahrnehmung von Wachstumschancen auf den internationalen Biogasmärkten bildet.

Die Rückstellungen sanken leicht von 11,5 Mio. Euro auf 11,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten im Konzern erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 4,0 % auf 113,7 Mio. Euro. Insbesondere bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+26,1 % auf 18,4 Mio. Euro) und den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen (+50,2 % auf 3,5 Mio. Euro) war ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit 75,2 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig wurde ein Teil der Verbindlichkeiten im Konzern auf günstigere Finanzierungen umgeschuldet. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 16,5 Mio. Euro auf 67,7 Mio. Euro zu. Die langfristigen Schulden lagen bei rund 46,0 Mio. Euro. Davon waren rund 44,3 Mio. Euro langfristige Darlehen (Vorjahr: 58,1 Mio. Euro).

Investitionen

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich in 2016 auf 9,0 Mio. Euro nach 14,1 Mio. Euro in 2015. Wie schon in den Jahren zuvor entfielen die Investitionen mit 7,0 Mio. Euro im Wesentlichen auf das Segment Eigenbetrieb inkl. Energy (Vorjahr: 12,3 Mio. Euro). Maßgeblich war zum einen der Erwerb der gesamten Assets einer bestehenden Biogasanlage in Höhe von 2,4 Mio. Euro und zum anderen der Zuerwerb von Anteilen an der italienischen Zwischenholding Second Biogas Operating Holding s.r.l., Verona, wodurch ein Zugang bei den Geschäfts-oder Firmenwerten in Höhe von 1,3 Mio. Euro zu verzeichnen war. Darüber hinaus ergeben sich die Investitionen im Bereich Eigenbetrieb aus umfangreichen Erweiterungen und Repowering Maßnahmen. Demgegenüber standen vier Abgänge mit einer Leistung von 2,1 MW. Die sonstigen Investitionen betreffen im Umfang von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) den Anlagenbau und im Umfang von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) den Bereich Service. Für 2017 rechnet EnviTec mit Investitionen auf Vorjahresniveau.

Liquidität

Das finanzielle Fundament von EnviTec Biogas ist sehr stabil. So verfügte das Unternehmen zum Jahresende 2016 über eine sehr solide Liquiditätslage. Es standen flüssige Mittel in Höhe von 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: 11,8 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 28,1 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 30,9 Mio. Euro (Vorjahr: 17,0 Mio. Euro) fast ab. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 7,9 Mio. Euro zur Verfügung. Nichtsdestotrotz ist es unser Ziel, den Forderungsbestand im Jahr 2017 weiter zu verringern und damit die Liquiditätssituation nochmals zu verbessern.

Aussage zum Cashflow

Der Netto-Cashflow im EnviTec Konzerns sank im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 16,1 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro. Die deutliche Abnahme resultiert im Wesentlichen aus der höheren Kapitalbindung für Substratlager und der höheren Auslastung im Anlagenbau im Umfang von 19,6 Mio. Euro. Gegenläufig wirkt hier die deutliche Reduzierung der Forderungsbestände aus Lieferung und Leistungen mit einem Zufluss von rund 4,7 Mio. Euro. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit sank durch die Verringerung der Investitionen im Eigenbetrieb von 11,6 Mio. Euro auf 7,7 Mio. Euro. Im Wesentlichen bedingt durch die Ausschüttung in Höhe von 11,9 Mio. Euro betrug der Abfluss aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum 20,8 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Chancen- und Risikobericht

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.

Chancen

Branchenspezifische Chancen

Die weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche Wachstumsperspektiven. Biogas als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, wird auch in Zukunft weltweit an Bedeutung gewinnen. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Durch eine gezielte Fortsetzung der Internationalisierung in den für Biogas und Biomethan vielversprechendsten Märkten wird EnviTec in den kommenden Jahren weiter versuchen, seine Marktposition auszubauen und zu stärken. Neben den Chancen in etablierten Märkten wie Frankreich und Großbritannien sehen wir mittelfristig Chancen insbesondere in aufstrebenden asiatischen Märkten wie China, Malaysia und Indonesien sowie in den USA und Dänemark.

In bereits etablierten Märkten bieten sich zusätzliche Chancen, wenn Mitbewerber auf kurzfristige Veränderungen der Rahmenbedingungen nicht adäquat reagieren können oder dem herrschenden Wettbewerb nicht gewachsen sind. Insbesondere in Deutschland wird es aufgrund der schwierigen Branchenentwicklung zu einer weiteren Marktbereinigung kommen. EnviTec eröffnen sich dadurch insbesondere im Bereich Service und im Bereich Eigenbetrieb punktuell Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden und Marktanteile.

Unternehmensstrategische Chancen

Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Dazu stehen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Qualitätssicherung sowie die Qualifikation der Mitarbeiter im Mittelpunkt. Speziell in den Fokus gerückt ist in diesem Zusammenhang der Biobased Economy Ansatz, der sich mit ungenutzten, innovativen Einsatzbereichen von organischen Ressourcen auseinandersetzt. Der ganzheitliche Ansatz einer Biobased Economy verfolgt das Ziel, ein dauerhaft nachhaltiges Wirtschaften auf Basis nachwachsender Rohstoffe und von Abfallstoffen zu erreichen und Alternativen zur erdölbasierten Industrie zu schaffen. EnviTec forscht verstärkt in diesem Bereich und sucht nach neuen Verfahren und Produkten, die dem Unternehmen neue Chancen in neuen Märkten auch außerhalb der Biogasbranche eröffnen könnten.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Leistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Vermarktung. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität.

Risiken

Risikomanagement

In einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.

Wir sind ein international tätiges Unternehmen, das sich in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld bewegt. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.

Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählen:

die Entwicklung und die Umsetzung des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Unternehmenswertsteigerung,
das Behaupten der Technologieführerschaft,
die Sicherstellung der Liquidität.

Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich vor- und nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der Anpassungen des in 2014 verabschiedeten EEG ist der Biogasmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen. EnviTec konzentriert sich im Anlagenbau seither primär auf ausländische Wachstumsmärkte. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen und kontinuierlichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Umfeld- und Branchenrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein.

Auftrags- und Absatzrisiko

Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Bei der Vermarktung und dem Verkauf von aus Biogas erzeugtem Strom und Gas geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns mit erstklassigen Bonitäten gedeckt. Um einem Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit das Auftrags- und Absatzrisiko als strategisches Risiko, dessen Eintritt unwahrscheinlich ist. Zudem werden die potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gering eingeschätzt. Insgesamt sieht EnviTec im Auftrags- und Absatzmanagement keine wesentlichen Risiken.

Währungsrisiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit Geschäften der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien und in den USA entstehen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Großbritannien und den USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 9,0 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge von Tochterunternehmen abgesichert.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Währungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt aufgrund der konservativen Hedgingstrategie unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt moderat wären.

Wettbewerbsrisiken

Bestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Wettbewerbsrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären.

Technologische Risiken

Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit technologische Risiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären.

Beschaffungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert.

Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Beschaffungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt im Eigenbetrieb unwahrscheinlich sowie im Anlagenbau sehr unwahrscheinlich ist. Die potenziellen Auswirkungen auf den Konzern bewertet EnviTec im Eigenbetrieb als moderat und im Anlagenbau als gering.

Unternehmenswachstum und interne Risiken

Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert und in der Organisation umgesetzt wurden. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontroll-Systeme (IKS). Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Risiken aus Unternehmenswachstum sowie die internen Risiken als Risiken, deren Eintritt unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären.

Personalrisiken

Die Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Personalrisiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt als moderat.

Risiken aus Finanzierungsinstrumenten

Die EnviTec Biogas AG hat im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben. In diesem Zusammenhang hat sich die EnviTec zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest-Eigenkapitalquote (wirtschaftliches Eigenkapital / bereinigte Bilanzsumme) und einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettofinanzverschuldung / EBITDA). Die zugesagten Covenants werden von der EnviTec eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde ein Kündigungsrecht der Banken auslösen. Das Schuldscheindarlehen wurde bisher planmäßig (3,5 Mio. Euro) und teilweise aufgrund der guten Liquiditätssituation vorzeitig (12,0 Mio. Euro) auf ein ausstehendes Volumen von 14,5 Mio. Euro getilgt. Die nächste planmäßige Tilgung erfolgt im September 2017.

Auch die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen.

Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Risiken aus den genannten Finanzierungsinstrumenten hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich, die Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt allerdings als moderat.

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor. Die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG und des Konzerns diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Prognosebericht

Verbesserte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen in 2017

Der IWF geht für 2017 von einer deutlichen Zunahme der Wachstumsdynamik aus. Dank steigender Verbraucherpreise und robuster Finanzmärkte sei 2017 mit einem Wachstum von 3,5 % zu rechnen (Vorjahr: 3,1 %). Auch die Wirtschaft des wichtigsten Konjunkturmotors der Weltwirtschaft, China, wird mit 6,6 % in 2017 auf einem hohen Niveau weiter wachsen. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird insgesamt ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 4,5 % in Aussicht gestellt. In den Industriestaaten wird mit einem vergleichsweise deutlichen Plus von 2,0 % gerechnet.

Die Volkswirtschaften der fünf ASEAN-Gründungsmitglieder Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand (ASEAN-5) werden insgesamt um 5,0 % zulegen. In den USA wird die Wirtschaftsleistung um 2,3 % zunehmen. Für den Euroraum prognostiziert der IWF einen voraussichtlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung auf dem Niveau von 2016 (+1,7 %), während sich das Wachstum in Deutschland nach 1,8 % im Vorjahr mit nunmehr 1,6 % leicht eintrüben wird. Die französische Wirtschaft soll um 1,4 % zulegen. In Großbritannien rechnet der IWF mit einem Zuwachs von 2,0 %.

Branchenentwicklung - punktuelle Chancen in Deutschland, international weiterhin breit angelegtes Wachstum

Die zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene EEG-Novelle sieht vor, dass bestehende Anlagen über Ausschreibungen eine Anschlussvergütung für weitere zehn Jahre erhalten können, wodurch die langfristigen Rahmenbedingungen im Anlagenbetrieb verbessert wurden. Zudem wird die Vergütung für Neuanlagen erhöht, jedoch ohne maßgebliche Anreize für den Neubau von Biogasanlagen zu schaffen. Ausgewählte Chancen bieten sich in Deutschland im Service, in der Flexibilisierung von Biogasanlagen und in Bereichen außerhalb der reinen Stromproduktion, so etwa im Wärmemarkt und bei der Aufbereitung von Biogas. Nichtsdestotrotz sind in anderen Märkten wie Großbritannien, Frankreich oder China die Rahmenbedingungen sowohl für den Neubau von Anlagen und den nachgelagerten Ausbau des technischen und biologischen Service weitaus attraktiver.

In Europa sind nach wie vor primär Frankreich, Großbritannien und Dänemark attraktive Biogasmärkte. Durch das in 2015 in Frankreich verabschiedete Energiewendegesetz wurden deutliche Anreize für den Bau neuer Biogasanlagen - insbesondere zur Gasaufbereitung - gesetzt. Auch in Großbritannien ist weiterhin mit vorteilhaften Rahmenbedingungen zu rechnen, mittelfristig könnten sich regulatorische Änderungen zumindest auf den Anlagenbau dämpfend auswirken. In Dänemark ist aufgrund günstiger Rahmenbedingungen mit einem weiteren Zubau zu rechnen. Der dänische Branchenverband für Biogas erwartet bis 2020 den Neubau von mindestens 20 neuen Biogasanlagen.

Die wichtigsten außereuropäischen Wachstumsmärkte sind aus Sicht von EnviTec China, die USA, Indonesien sowie Malaysia. So wird sich China bis 2020 durch einen Zubau von rund 750 MWel pro Jahr zum umsatzstärksten Biomassemarkt der Welt entwickeln. In den USA bieten sich vor allem in Regionen mit hohen Strompreisen oder Metropolregionen mit hohen Umweltauflagen und Restriktionen bei der Verfügbarkeit von Deponieraum günstige Projektvoraussetzungen. EnviTec sieht auf Basis bereits vor Ort realisierter Referenzprojekte wesentliche Chancen, weitere Anlagen an solchen Standorten zu errichten.

Weltweit geht das Beratungsunternehmen ecoprog bis 2025 vom Bau von 2.400 neuen Biogasanlagen mit einer Leistung von 26,5 GWel aus. Hauptgrund hierfür ist die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die mittlerweile in über 140 Ländern etabliert ist.

Entwicklung von EnviTec Biogas

Die EnviTec Gruppe hat mit der frühzeitigen internationalen Ausrichtung des Anlagenbaus strategische Weitsicht bewiesen und kann nun auf Basis einer gesunden finanziellen Grundlage, ihrer technologischen Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell schnell und effizient Chancen auf den internationalen Biogasmärkten wahrnehmen.

Entwicklung in den Segmenten

Im Anlagenbau hat der deutsche Markt aufgrund der unattraktiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Neugeschäft von EnviTec kaum Bedeutung. Auch die Neuregelungen des EEG 2017 setzen keine relevanten, neuen Impulse für den Neubau von Biogasanlagen in Deutschland. Punktuelle Chancen ergeben sich in Deutschland aus der Flexibilisierung von Anlagen, die mit einem Leistungsausbau verbunden ist. Weiterer Fokus in Deutschland sind Umbaumaßnahmen und Bestandsoptimierungen. Gleichzeitig setzt EnviTec seine frühzeitig gestartete Internationalisierung weiter fort und plant, seine starke Position in den für Biogas und Biomethan vielversprechendsten Märkten in den kommenden Jahren auszubauen. Derzeit wichtigster Auslandsmarkt für EnviTec ist Großbritannien gefolgt von Frankreich, Dänemark und China. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass sich die Rahmenbedingungen auch im Ausland schnell ändern können. Daher müssen wir vorhandene Chancen schnell und konsequent nutzen und die mit dem Auslandsgeschäft verbundenen Risiken - wie etwa unterschiedliche Rechtssysteme, Bauvorschriften und Sprachbarrieren - effizient gemanagt werden. Dafür haben wir mit unserer angepassten Unternehmens- und Personalstruktur sowie unserer innovativen Produktpalette in den letzten Jahren die Voraussetzungen geschaffen. Dennoch müssen wir in allen Märkten die regulatorischen Rahmenbedingungen permanent beobachten und jede Veränderung für unser Geschäftsmodell bewerten.

Per Ende 2016 verfügte die EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG über einen Auftragsbestand in Höhe von 103,3 Mio. Euro und hatte auch im bisherigen Jahresverlauf 2017 eine sehr gute Auslastung zu verzeichnen. Der Vorstand der EnviTec Biogas AG ist daher zuversichtlich, dass in 2017 die Gesamtleistung im Anlagenbau weiter deutlich gesteigert werden kann. Auch bei den Umsatzerlösen ist mit einer Erhöhung gegenüber Vorjahr zu rechnen. Dies ist jedoch stets davon abhängig, wie viele Projekte bis zum Bilanzstichtag tatsächlich schlussgerechnet werden können. Es ist zudem geplant, im Anlagenbau ein positives Ergebnis (EBIT) zu erzielen.

Im Segment Eigenbetrieb (inkl. Energy) sieht EnviTec weiteres Umsatz- und Gewinnpotential durch den Bau neuer Anlagen, den Erwerb bestehender Anlagen sowie die Optimierung der eigenen Anlagen. Bieten sich Chancen, dann wird EnviTec in 2017 die Produktionskapazität wieder selektiv ausbauen. Im Fokus stehen dabei Deutschland und Großbritannien. Nach Abschluss des Wartungszyklus in 2016 ist in 2017 zudem mit sinkenden Kosten in diesem Bereich zu rechnen. Daher geht EnviTec Biogas davon aus, im laufenden Geschäftsjahr im Segment Eigenbetrieb weiter leicht steigende Umsatzerlöse sowie ein leicht verbessertes Betriebsergebnis (EBIT) zu erreichen. Dabei werden die vormals zum Energy-Segment gehörigen Bereichen (Regelenergie-, Biomethan- und Stromdirektvermarktung) einen positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern.

Im Segment Service wird EnviTec die Wachstumsdynamik der Vorjahre weiter fortsetzen. Unsere Fachleute sind weiterhin sehr gefragt, wenn es um die biologischen Prozesse und den Betrieb der Anlagen geht. Gespeist wird das Wachstum zum einen durch neue in 2016 und Anfang 2017 im In- und Ausland abgeschlossene Kooperationen. Zum anderen wird der laufende Ausbau der personellen und technischen Kapazitäten Schritt für Schritt positive Umsatz- und Ergebniseffekte nach sich ziehen. Dabei wird der Anteil der Umsätze im Service für Fremdanlagen weiter steigen. Zudem beabsichtigt EnviTec, verstärkt seine Service-Expertise außerhalb des klassischen Biogas-Geschäfts am Markt anzubieten. Für das Geschäftsjahr 2017 prognostiziert der Vorstand im Servicebereich einen leichten Anstieg bei Umsatz und Ergebnis.

Auf Konzernebene erwartet EnviTec aufgrund der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten im Geschäftsjahr 2017 eine leichte Umsatzsteigerung sowie eine leichte Verbesserung des operativen Ergebnis (EBIT). Ausschlaggebend für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele wird der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten des Anlagenbau-Segments sein, insbesondere in Großbritannien, Frankreich, China und den USA. Zudem wird die Umsatzentwicklung wie im Vorjahr davon abhängig sein, wie viele Projekte gemäß HGB zum Jahresende tatsächlich schlussgerechnet werden können.

Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

Dem EnviTec Konzern bieten sich in den kommenden Jahren erhebliche Chancen. Die Zukunft von EnviTec liegt vor allem im Anlagenbau in attraktiven Auslandsmärkten wie Frankreich, Dänemark, den USA, China oder Indonesien.

Hinzu kommen der selektive Ausbau des cashflowstarken Eigenbetriebs und die Forcierung des ergänzenden Geschäftsfelds Service, das insbesondere in reiferen Märkten ausgebaut werden soll. Dabei wird sich Biogas weg von dem klassischen Stromproduzenten hin zu einem flexiblen, multivariablen, klimafreundlichen Energieträger entwickeln, der über das Erdgasnetz eingespeist, als CO2-neutraler Treibstoff eingesetzt und als Wärmelieferant dienen kann.

Entscheidend für die Zukunft wird für die EnviTec Gruppe daher sein, weiterhin ihre technologische und strategische Weitsicht unter Beweis zu stellen. Das Unternehmen wird die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte weiter forcieren. Ziel ist, mittel- bis langfristig bis zu 30 % des Konzernumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich zu generieren. Auch Anwendungen und Verfahren in neuen Geschäftsfeldern und Produkten außerhalb der Biogasbranche werden verfolgt.

Insgesamt sieht EnviTec sich dank eines starken technologischen sowie finanziellen Fundaments gut gerüstet für die Zukunft. Die positive Entwicklung seit 2014 belegt, dass EnviTec den volatilen Marktbedingungen erfolgreich begegnen kann. Ziel ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte und Verfahren zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen.

Konzernabschluss

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2016

in EUR
31.12.2015

in TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.149.924,92 2.779
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.674.141,95 8.742
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 11
9.824.066,87 11.533
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.497.563,84 35.009
2. Technische Anlagen und Maschinen 75.303.941,28 86.022
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.821.041,94 8.431
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.702.524,52 3.386
119.325.071,58 132.848
III. Finanzanlagen
1. Anteile an at-equity Beteiligungen 11.714.070,29 10.966
2. Beteiligungen 22.540,00 23
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.131.433,00 8.101
4. Sonstige Ausleihungen 10.792.802,50 13.080
35.660.845,79 32.169
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 38.010.805,78 35.896
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 47.826.808,03 15.927
abzüglich erhaltene Anzahlungen -35.335.340,69 - 12.108
12.491.467,34 3.819
3. Fertige Erzeugnisse 447.907,87 431
4. Geleistete Anzahlungen 4.873.954,60 1.937
55.824.135,59 42.083
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.894.178,08 29.060
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.881.121,89 4.012
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 38
4. Sonstige Vermögensgegenstände 11.559.625,34 11.751
38.334.925,31 44.860
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.497.532,63 19.284
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.599.678,27 2.506
D. Aktive latente Steuern 6.380.041,54 7.626
284.446.297,58 292.909
Passiva
31.12.2016

in EUR
31.12.2015

in TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
abzüglich eigene Anteile -150.000,00 - 150
Ausgegebenes Kapital 14.850.000,00 14.850
II. Kapitalrücklage 139.328.633,67 139.329
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 10.150.000,00 10.150
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -372.758,88 - 84
V. Konzernbilanzverlust (-gewinn) -8.082.426,39 1.283
VI. Ausgleichsposten für Anteile im Fremdbesitz 1.451.955,89 2.688
157.325.404,29 168.216
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.082.008,08 934
2. Sonstige Rückstellungen 9.882.717,90 10.585
10.964.725,98 11.520
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75.156.817,68 75.108
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.372.312,58 14.566
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.477.841,65 2.316
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 745.853,74 630
5. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: 2.502.093,17 EUR (Vorjahr: 1.815 TEUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 138.483,61 EUR (Vorjahr: 183 TEUR) 15.947.357,65 16.751
113.700.183,30 109.371
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2.455.984,01 3.803
284.446.297,58 292.909

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016

in EUR
2015

in EUR
1. Umsatzerlöse 162.929.984,66 174.911.873,62
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 30.723.831,34 -12.318.998,67
3. Sonstige betriebliche Erträge 11.198.472,26 11.986.927,62
Gesamtleistung 204.852.288,26 174.579.802,57
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 123.105.718,14 98.097.284,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.736.606,15 9.957.226,02
137.842.324,29 108.054.510,25
Rohergebnis 67.009.963,97 66.525.292,32
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.151.672,45 15.220.609,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.654.744,00 3.629.383,69
davon für Altersversorgung: 97.295,05 EUR (Vorjahr: 86.282,33 EUR)
19.806.416,45 18.849.993,03
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.966.330,40 17.510.940,74
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.034.963,90 26.714.287,81
8. Ergebnis aus Equity Beteiligungen 704.595,72 1.183.021,71
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.454.844,35 2.366.147,46
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 1.296.623,73
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.783.524,62 3.282.575,78
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.578.168,67 2.420.040,40
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon latente Steuern: 1.245.834,64 EUR (Vorjahr: - 1.094.899,30 EUR) 1.825.347,05 916.081,99
14. Ergebnis nach Steuern 1.752.821,62 1.503.958,41
15. Sonstige Steuern 93.261,54 85.347,53
16. Konzernjahresüberschuss 1.659.560,08 1.418.610,88
17. Gewinnvortrag 1.282.942,64 5.333.859,01
18. Ausschüttung -11.880.000,00 -5.197.500,00
19. Konzernfremden zuzurechnender Verlust (Vorjahr: Gewinn) -855.070,89 272.027,25
20. Konzernbilanzverlust (-gewinn) -8.082.426,39 1.282.942,64

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016

in EUR
2015

in EUR
Konzernjahresüberschuss 2.514.631 1.146.584
Ertragsteueraufwand 1.825.347 916.082
Zinsergebnis 1.328.680 916.428
Gewinne (-) Verluste (+) aus at-equity-bilanzierten Unternehmen -704.596 -1.009.035
Gezahlte Ertragsteuern -1.829.720 -4.717.649
Abschreibungen des Sachanlagevermögens 17.966.330 17.510.941
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 1.296.624
Abnahmen (-) / Zunahme (+)der Rückstellungen -502.547 1.296.641
Gewinne (-) / Verluste (+) aus Abgängen Endkonsolidierung 1.575.856 0
Gewinne (-) / Verluste (+) aus Anlagenabgängen 977.094 1.043.638
Brutto Cashflow 23.151.076 18.400.253
Zu- / Abnahme der Vorräte -14.004.135 5.635.683
Ab- / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.669.261 -997.790
Zu- / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.079.528 -5.291.009
Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 3.792.491 6.855.833
Abnahme der sonstigen Forderungen sowie anderer Aktiva 330.130 11.893.743
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge -1.014.213 -375.285
Zufluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cashflow) 20.004.139 36.121.429
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 937.792 223.701
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte -1.401.720 -1.689.463
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -7.676.973 -12.444.649
Auszahlungen für Investitionen in at-equity-Beteiligungen -548.500 -117.671
Einzahlung für den Abgang von Vermögenswerten und Schulden aus dem Verkauf von vollkonsolidierten Tochterunternehmen 950.000 0
Einzahlungen aus Entnahmen / Abgang at-equity Beteiligungen 195.292 112.050
Abgeld für den Verkauf vollkonsolidierte Tochterunternehmen -1.575.856 0
Zinseinnahmen 1.454.844 2.366.147
Abfluss aus investiver Tätigkeit -7.665.121 -11.549.885
Einzahlungen aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten 13.297.330 11.580.174
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bei Kreditinstituten -18.874.974 -28.538.117
Auszahlungen an Gesellschafter -11.880.000 -5.197.500
Auszahlungen an Anteile im Fremdbesitz -510.835 0
Zinsausgaben -2.783.525 -3.282.576
Abfluss aus Finanzierungstätigkeit -20.752.003 -25.438.019
Zahlungswirksame Veränderungen gesamt -8.412.985 -866.475
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 19.265.839 20.132.314
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 10.852.854 19.265.839

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand 01.01.2016 Zugänge 2016 Zugänge aufgrund Erstkonsolidierung Abgänge 2016 Abgänge durch Endkonsolidierung Umbuchungen 2016 Stand 31.12.2016
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ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.432.315 138.466 0 130.000 43.900 0 5.396.881
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.835.269 1.263.254 0 0 1.047.960 0 11.050.564
3. Geleistete Anzahlungen 11.088 0 0 11.088 0 0 0
16.278.673 1.401.720 0 141.088 1.091.860 0 16.447.446
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 45.078.855 820.327 0 37.903 2.126.774 483.750 44.218.255
2. Technische Anlagen und Maschinen 135.982.840 3.512.137 0 0 6.373.217 70.972 133.192.732
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.351.724 2.918.310 0 1.044.958 297.528 74.272 21.001.820
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.795.356 277.537 148.662 462.987 17.707 -628.994 3.111.868
204.208.776 7.528.311 148.662 1.545.849 8.815.226 0 201.524.675
III. Finanzanlagen
1. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 11.770.064 1.253.096 0 195.292 309.500 0 12.518.368
2. Beteiligungen 22.540 0 0 0 0 0 22.540
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis* 9.234.248 6.270.000 0 1.176.000 0 -150.000 14.178.248
4. Sonstige Ausleihungen* 17.067.920 0 0 1.666.962 0 -2.084.885 13.316.073
38.094.772 7.523.096 0 3.038.254 309.500 -2.234.885 40.035.228
258.582.221 16.453.127 148.662 4.725.191 10.216.585 -2.234.885 258.007.349

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Abschreibungen
in EUR Stand 01.01.2016 Zugänge 2016 Abgänge 2016 Abgänge durch Endkonsolidierung Umbuchungen 2016 Stand 31.12.2016
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ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.653.146 616.143 0 22.333 0 3.246.956
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.092.831 1.471.687 0 188.095 0 3.376.422
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
4.745.977 2.087.830 0 210.428 0 6.623.378
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.069.478 2.374.809 20.923 702.672 0 11.720.691
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.960.835 11.521.836 0 3.593.880 0 57.888.791
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.921.046 1.981.857 632.559 89.566 0 12.180.778
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 409.343 0 0 0 0 409.343
71.360.702 15.878.501 653.482 4.386.118 0 82.199.604
III. Finanzanlagen
1. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 804.297 0 0 0 0 804.297
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis* 1.132.815 0 86.000 0 0 1.046.815
4. Sonstige Ausleihungen* 3.988.228 0 1.502.695 0 37.738 2.523.271
5.925.340 0 1.588.695 0 37.738 4.374.383
82.032.020 17.966.330 2.242.177 4.596.546 37.738 93.197.365

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Buchwerte
in EUR Stand 31.12.2016 Stand 31.12.2015
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ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.149.925 2.779.169
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.674.142 8.742.439
3. Geleistete Anzahlungen 0 11.088
9.824.067 11.532.696
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.497.564 35.009.377
2. Technische Anlagen und Maschinen 75.303.941 86.022.005
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.821.042 8.430.679
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.702.525 3.386.013
119.325.072 132.848.074
III. Finanzanlagen
1. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 11.714.070 10.965.767
2. Beteiligungen 22.540 22.540
3. Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis* 13.131.433 8.101.433
4. Sonstige Ausleihungen* 10.792.802 13.079.692
35.660.846 32.169.431
164.809.985 176.550.201

* Die in der Spalte Umbuchungen erfassten werte geben Umbuchungen aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen und umgekehrt an.

Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2016

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in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB Kapitalrücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Eigene Anteile
Eigenkapital am 01.01.2015 15.000.000 139.328.634 0 -150.000
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Konzerjahresüberschuss 0 0 0 0
Eigenkapital am 31.12.2015 15.000.000 139.328.634 0 -150.000
Eigenkapital am 01.01.2016 15.000.000 139.328.634 0 -150.000
Minderheiten Eigenkapital 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 28. Juni 2016 50.000.000 -50.000.000 0 0
Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 28. Juni 2016 -50.000.000 0 50.000.000 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Eigenkapital am 31.12.2016 15.000.000 89.328.634 50.000.000 -150.000

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in EUR Rücklage für Währungsausgleichsposten Andere Gewinnrücklagen Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen
Eigenkapital am 01.01.2015 26.902 10.150.000 5.333.859 169.689.395
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0
Übrige Veränderungen -110.417 0 0 -110.417
Ausschüttung 0 0 -5.197.500 -5.197.500
Konzerjahresüberschuss 0 0 1.146.584 1.146.584
Eigenkapital am 31.12.2015 -83.515 10.150.000 1.282.943 165.528.062
Eigenkapital am 01.01.2016 -83.515 10.150.000 1.282.943 165.528.062
Minderheiten Eigenkapital 0 0 0 0
Übrige Veränderungen -289.244 0 0 -289.244
Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 28. Juni 2016 0 0 0 0
Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 28. Juni 2016 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 -11.880.000 -11.880.000
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 2.514.631 2.514.631
Eigenkapital am 31.12.2016 -372.759 10.150.000 -8.082.426 155.873.449

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in EUR Minderheitenanteil Konzerneigenkapital
Eigenkapital am 01.01.2015 3.214.887 172.904.282
Minderheitenanteil Eigenkapital -799.154 -799.154
Übrige Veränderungen 0 -110.417
Ausschüttung 0 -5.197.500
Konzerjahresüberschuss 272.027 1.418.611
Eigenkapital am 31.12.2015 2.687.760 168.215.822
Eigenkapital am 01.01.2016 2.687.760 168.215.822
Minderheiten Eigenkapital -380.733 -380.733
Übrige Veränderungen 0 -289.244
Erhöhung Grundkapital gemäß Beschluss vom 28. Juni 2016 0 0
Ordentliche Kapitalherabsetzung gem. Beschluss vom 28. Juni 2016 0 0
Ausschüttung 0 -11.880.000
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0
Konzernjahresüberschuss -855.071 1.659.560
Eigenkapital am 31.12.2016 1.451.956 157.325.404

Konzern-Anhang 2016

1. Allgemeine Informationen

Die EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen, dem technischen und biologischen Service sowie der Vermarktung von Strom beschäftigt.

Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 31. Dezember 2016 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board (vormals Entry Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt.

Die EnviTec Biogas AG stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten worden.

Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Grundlagen des Konzernabschlusses

2.1. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 wie folgt entwickelt:

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Inland Ausland Gesamt
EnviTec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen
31.12.2015 99 24 123
Zugänge von Tochterunternehmen 2 0 2
Abgänge von Tochterunternehmen 13 1 14
31.12.2016 88 23 111

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Inland Ausland Gesamt
At-equity bewertete Unternehmen
31.12.2015 59 8 67
Zugänge von at-equity bewerteten Unternehmen 2 0 2
Abgänge von at-equity bewerteten Unternehmen 5 0 5
31.12.2016 56 8 64

Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 175 (31.12.2015: 190) Unternehmen, von denen 111 (31.12.2015: 123) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Die Abgänge bei den vollkonsolidierten Unternehmen betreffen den Verkauf der Anteile der Zweiten Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG an den Gesellschaften der Biogas Bützow Gruppe; im Einzelnen:

Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG
Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG
Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG
Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG

Die Gesellschaften wurden zum 31. Mai 2016 verkauft und endkonsolidiert. Der Verkauf der Anteile belastete das Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.576. Der Verkauf führte zu einem Rückgang der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 6.307.

Die weiteren Abgänge bei den vollkonsolidierten Unternehmen sowohl im In- als auch Ausland resultieren aus der Verschmelzung auf diverse Gesellschaften. Es betrifft im Einzelnen:

EnviTec Biogas Ventures Ltd., Großbritannien - Verschmelzung auf die EnviTec Biogas UK Ltd., Großbritannien
ET Energie Leipzig GmbH & Co. KG - Anwachsung auf die EnviTec Energy GmbH & Co. KG
ET Energie Elsteraue GmbH & Co. KG - Anwachsung auf die EnviTec Energy GmbH & Co. KG
ET Energie Lucka GmbH & Co. KG - Anwachsung auf die EnviTec Energy GmbH & Co. KG
ET Energie Quakenbrück GmbH & Co. KG - Anwachsung auf die EnviTec Energy GmbH & Co. KG
Biogas Forst Verwaltungs GmbH - Verschmelzung auf die Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG
Biogas Landscheid Verwaltungs GmbH - Verschmelzung auf die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG
Biogas Kalbe Verwaltungs GmbH - Verschmelzung auf die eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG
Biogas Brehna Verwaltungs GmbH - Verschmelzung auf die eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG
Biogas Neutrebbin Verwaltungs GmbH - Verschmelzung auf die Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG

Im Berichtszeitraum wurden darüber hinaus die restlichen Anteile an der Biogas Medebach GmbH & Co. KG sowie an der Biogas Medebach Verwaltungs GmbH erworben. Diese Gesellschaften werden nunmehr vollkonsolidiert.

Weiterhin wurden alle Anteile an der eeMaxx Wärme GmbH & Co. KG und der eeMaxx Wärme Verwaltungs GmbH sowie die restlichen Anteile an der Biogas Eikeloh GmbH & Co. KG und der Biogas Eikeloh Verwaltungs GmbH in 2016 erworben. Die Gesellschaften wurden in der zweiten Jahreshälfte 2016 auf andere vollkonsolidierte Gesellschaften des EnviTec Konzerns verschmolzen bzw. angewachsen.

Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind von untergeordneter Bedeutung, so dass von einer weiteren Erläuterung abgesehen wird.

Mit Kaufvertrag vom 18. Mai 2016 hat die EnviTec Biogas AG die restlichen 30,00 % der Anteile an der Second Biogas Operating Holding s.r.l., Verona / Italien zu einem Kaufpreis von TEUR 776 erworben. Mit dem Kauf ist die EnviTec Alleingesellschafterin geworden.

Weiterhin hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG 25,00% ihrer Anteile an der Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG veräußert. Die Gesellschaft hält weiterhin 75,00 % der Anteile.

Die Zugänge bei den at-Equity bewerteten Unternehmen betreffen die mit Datum vom 19. Oktober 2016 neu gegründeten Gesellschaften Biogas Passin GmbH & Co. KG sowie Biogas Passin Verwaltungs GmbH. Die EnviTec Biogas AG hält über ihre 100%ige Tochtergesellschaft EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG jeweils 50% der Anteile an den Gesellschaften.

Die Abgänge der at-Equity bewerteten Unternehmen betreffen den Verkauf der Anteile an der Zweite Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG sowie die Anteile an der Biogas Eikeloh GmbH & Co. KG, der Biogas Eikeloh Verwaltungs GmbH, der Biogas Medebach GmbH & Co. KG sowie der Biogas Medebach Verwaltungs GmbH.

Im Berichtszeitraum hat die eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG weitere 15,00% der Anteile an der Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG erworben und ist damit alleinige Gesellschafterin des Unternehmens.

2.2. Vollkonsolidierte und assoziierte Unternehmen sowie Beteiligungen

Folgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

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Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
Name und Sitz der Gesellschaft 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 8.715.899 6.782.684 1.558.214 1.291.658
EnviTec Service Verwaltung GmbH, Lohne 100 100 -9.489 -40.266 31.159 25.891
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 26.282.171 27.196.715 -914.544 486.893
Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 46.346 43.636 2.709 3.035
ET Agro Trade GmbH i.L., Lohne 100 100 41.421 38.664 -2.757 0
EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter / Niederlande 100 100 375.336 -389.947 14.610 13.110
EnviTec Baltic SIA, Riga / Lettland 100 100 116.130 76.703 58.759 100.659
EnviTec Italia GmbH, Lohne 100 100 -839.591 -839.591 0 0
EnviTec Biogas Italia s.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 991.812 1.298.520 -306.708 -919.201
EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 -1.075.084 -638.236 -623.835 -974.587
EnviTec Energy Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 36.406 34.423 1.983 1.543
EWS Biogas Projektentwicklungs- GmbH & Co. KG i.L., Lohne 100 100 0 0 0 0
EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH i.L., Lohne 100 100 36.567 35.997 570 192
Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 1.628.075 1.393.892 234.183 118.480
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 93,85 93,85 494.903 783.220 -208.318 47.659
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 1.731.860 3.238.968 -1.507.107 140.753
Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen / Italien 100 100 1.728.074 1.445.317 302.757 46.143
Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 1.669.849 1.575.080 264.770 193.438
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 98,6 98,6 5.937.502 4.543.041 1.394.462 1.134.138
EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 98,6 98,6 44.056 42.581 1.474 1.691
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg 100 100 174.423 174.754 -332 922
Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg 100 100 58.878 36.730 22.148 3.663
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt 100 100 742.505 854.410 -111.905 -156.590
Biogas Groß Warnow Verwaltungs GmbH, Karstädt 100 100 36.072 34.377 1.695 1.748
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 11.366.397 11.309.350 11.423 -433.440
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 127.675 284.985 -157.310 165.054
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 842.803 946.269 -3.466 114.015
EnviTec Projektentwicklung GmbH, Lohne i.L. 87,5 87,5 84.217 482.676 1.541 14.022
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 5.601.675 4.889.147 1.213.527 1.195.816
Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne 87,4 87,4 151.023 142.607 8.417 8.485
Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel 100 100 894.907 882.436 12.471 58.823
Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel 100 100 34.259 32.771 1.488 1.490
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen 79 79 189.564 89.056 100.507 -44.791
Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen 79 79 40.102 38.520 1.581 1.585
Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen / Italien 75 75 248.898 302.560 39.670 216.513
Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen / Italien 100 100 1.480.540 1.514.148 2.392 65.320
Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna /Italien 100 100 -188.150 11.084 -199.234 -247.829
Urbana Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 -121.241 -121.281 40 -130.613
Schio Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.295.415 1.110.851 118.564 -114.734
Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.396.780 1.433.882 -2.097 54.743
Merlara Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.406.722 1.371.474 115.249 81.016
A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen 70 70 1.382.732 977.797 404.935 49.414
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen 70 70 -230.368 -412.719 182.352 95.631
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg /Wümme 70 70 1.231.673 861.733 369.940 156.469
Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg / Wümme 70 70 48.544 45.869 2.675 2.872
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg / Wümme 100 100 116.138 -41.956 158.094 -1.950
Second Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna / Italien 100 70 -277.086 68.907 -345.994 50.469
Envitec France sarl, Tregueux / Frankreich 100 100 -798.146 171.592 -969.738 90.529
Envitec Biogas UK Ltd., Rugeley / Großbritannien 60 60 1.692.290 412.206 1.307.749 651.292
Biogas Nordholz GmbH, Minden 60 60 649.910 560.937 88.973 100.479
EnviTec Biogas SK s.r.o., Levice / Slowakei 100 100 163.314 187.017 -7.964 -12.220
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o., Velké Mezirici / Tschechien 70 70 -154.378 98.331 -244.655 -124.066
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75 75 995.624 981.339 14.285 22.337
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75 75 23.122 23.262 -140 -141
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 -331.718 -328.386 -3.332 -150.312
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Bördeland 100 100 471.569 588.702 -117.133 44.261
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde 100 100 623.080 647.371 -24.291 46.266
Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde 100 100 36.016 34.369 1.647 1.767
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf 100 100 656.234 602.140 54.094 176.886
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 73 73 4.959.753 5.019.588 -68.477 -285.707
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Lohne 73 73 31.758 26.802 4.957 944
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 100 85 -443.395 -312.381 -101.014 -2.549
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 36.057 34.252 1.805 1.795
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 328.838 351.031 -22.192 8.592
Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 35.148 33.454 1.694 1.711
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 511.539 458.023 53.516 -113.914
Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 37.390 34.870 2.520 1.594
Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 27.464 27.020 444 658
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 493.294 499.322 -6.028 -224.509
Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 84 88 -301.095 -278.203 -28.614 -144.502
Vierte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 88 88 37.797 30.985 6.812 1.617
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 889.648 911.531 -21.883 26.863
Biogas Trüstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 32.600 30.781 1.819 1.866
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 2.520.025 2.513.688 106.337 91.376
EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester / USA 100 100 -1.256.300 -912.982 -299.536 -180.507
EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG 100 100 50.000 50.000 105.194 240.292
EnviTec Biogas Service Italy s.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.255.802 1.125.515 130.287 220.460
EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley / Großbritannien 60 60 123.063 151.950 -7.806 28.188
Dritte EnviTec Beteiligungs-GmbH & Co. KG (vormals: Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG), Lohne 100 100 -1.285.097 -477.157 -807.940 -60.660
Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 94.340 97.089 -2.749 7.129
EnviTec Biogas Service s.r.o., Velké Mezirici / Tschechien 85 85 995.746 806.934 288.821 117.556
Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Lampertheim 70 70 55.680 57.842 -1.509 -6.575
Biogas Lampertheim Verwaltungs GmbH, Lampertheim 70 70 31.174 29.545 1.629 1.598
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 75 75 76.413 36.154 40.258 85.399
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Lohne 70 70 328.776 151.815 176.961 -12.201
Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben 70 70 39.809 38.192 1.617 1.622
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne 90,6 90,6 305.058 95.448 209.610 72.922
Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne 90,6 90,6 40.539 38.998 1.541 1.614
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Nieheim 64,8 64,8 890.365 865.521 24.843 16.736
Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Nieheim 64,8 64,8 40.207 38.584 1.623 1.647
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne 64,6 64,6 1.073.989 1.134.586 339.402 289.095
RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne 64,6 64,6 41.221 39.701 1.520 1.597
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard 94 94 488.996 386.118 102.879 15.997
Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard 94 94 39.370 37.817 1.553 1.557
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 822.955 988.760 73.693 -96.367
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne 87,6 87,6 719.704 652.110 267.594 103.870
Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne 87,6 87,6 42.000 40.435 1.565 1.584
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Reinsfeld 100 100 84.225 426.866 -342.641 -68.475
Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Reinsfeld 100 100 32.958 32.430 528 1.479
Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst 100 100 7.176.465 7.518.477 -342.013 -1.016.385
EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG, Saerbeck 100 100 9.658.330 13.405.183 -3.746.853 -1.907.146
EnviTec Anlagenbau Verwaltungs GmbH, Saerbeck 100 100 29.397 27.836 1.561 1.073
OxFa GmbH, Scheßlitz 51 51 236.956 227.488 9.468 27.488
Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne 75 100 736.024 230.716 505.308 130.716
Biogas Neuburg Steinhausen Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 25.067 23.769 1.298 -1.231
Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach 100 50 -16.159 -8.373 -7.786 -8.546
Biogas Medebach Verwaltungs GmbH, Medebach 100 50 35.755 34.013 1.742 1.703

Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:

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Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
Name und Sitz der Gesellschaft 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Biogas kft., Ungarn* 51,14 51,14 NA -223.704 NA 0
EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien 50 50 NA NA NA NA
ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH i.L., Lohne 50 50 0 -87.273 -1.107 130
Envitec van de Velde Service B.V.B.A., Belgien 50 50 NA NA NA NA
EnviTec-Greten Behälterbau GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 -277.666 -81.842 -195.824 -145.034
EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs-GmbH, Lohne 50 50 27.313 26.508 804 720
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 499.902 282.721 377.181 -32.850
Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 40.485 38.774 1.712 1.722
Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 447.524 542.469 -44.945 133.825
Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 42.189 41.093 1.096 1.782
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Golzow 50 50 1.246.264 1.307.252 89.012 230.398
Biogas Golzow Verwaltungs GmbH, Golzow 50 50 37.776 35.814 1.962 1.179
Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim 50 50 -12.303 -11.267 -1.037 39.219
Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim 50 50 36.707 35.594 1.113 1.151
Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar 50 50 842.787 755.874 166.912 179.734
Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar 50 50 38.013 36.280 1.733 1.791
Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 818.259 688.520 129.739 211.781
Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 35.390 33.896 1.494 1.461
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne 44 44 -286.837 -220.733 -66.105 -108.006
Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne 44 44 40.339 38.746 1.593 1.589
Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 1.249.731 1.080.891 168.841 90.451
Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 33.933 32.513 1.420 1.069
Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter 49 49 234.352 403.781 -169.429 66.577
Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter 49 49 36.069 34.466 1.602 1.565
Biowatt Sarl, Frankreich 50 50 816.642 827.277 258.727 115.634
Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf 30 30 524.212 384.212 140.000 132.005
Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf 30 30 35.827 34.405 1.422 1.469
Rentech Bioenergas S.A., Athen / Griechenland 21 21 0 0 0 0
Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen 50 50 857.340 836.361 70.979 56.215
Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen 50 50 36.847 35.101 1.747 1.857
Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 96.387 60.433 35.954 35.699
Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 35.306 33.557 1.749 1.596
Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow 50 50 1.708.424 1.790.036 -81.612 67.788
Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow 50 50 35.296 33.872 1.424 1.650
Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal 50 50 1.382.000 1.331.228 50.772 -2.632
Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal 50 50 32.335 31.171 1.164 1.330
Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde 49 49 789.206 623.523 165.683 189.184
Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde 49 49 37.892 37.193 699 1.770
Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel 50 50 578.291 607.324 70.967 60.668
Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel 50 50 35.942 34.311 1.631 1.850
Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 745.103 760.686 44.417 101.631
Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 33.158 31.701 1.457 1.516
Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen 50 50 429.645 516.470 -86.825 80.879
Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen 50 50 35.509 34.276 1.233 1.833
Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben 49 49 581.540 582.486 -946 82.268
Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben 49 49 34.821 33.120 1.701 1.699
Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn 50 50 -823.042 -833.987 10.945 -70.790
Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn 50 50 35.219 33.732 1.487 1.595
Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Garrel 50 50 239.596 386.952 -147.356 -177.974
Biogas Horst GmbH & Co. KG, Holdorf 49 49 -157.829 -228.118 70.289 -237.487
Biogas Horst Verwaltungs GmbH, Holdorf 49 49 31.820 30.194 1.626 304
Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Garrel 49 49 33.967 32.275 1.692 1.761
Biogas Talge GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 660.580 678.652 81.928 144.247
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 -94.021 -1.220 -92.801 13.793
Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck 33,33 33,33 NA 1.289.096 NA 267.688
Biogas Gallin I GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 528.361 388.956 239.405 178.722
Biogas Gallin I Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 30.876 29.318 1.558 1.604
Biogas Gallin II GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 760.839 683.237 177.602 140.240
Biogas Gallin II Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 30.495 29.025 1.470 1.437
Libramont Energie Vertes, Libramont-chevigny 50 50 89.333 -49.737 139.070 460.547
Alternativ-Energie Priborn GmbH & Co. KG, Priborn 50 50 318.799 320.223 -1.424 -37.280
Alternativ-Energie Priborn Verwaltungs GmbH, Priborn 50 50 37.937 37.062 875 -258
Biogas Passin GmbH & Co. KG, Klein Belitz 50 0 77.579 0 -22.421 0
Biogas Passin Verwaltungs GmbH, Klein Belitz 50 0 24.558 0 -442 0

* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.

EnviTec hält keine Beteiligungen mit über 20% der Anteile von Gesellschaften, die nicht vollkonsolidiert oder at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machen im Geschäftsjahr 2016 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

Name und Sitz der Gesellschaft

EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne

Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen

Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg / Wümme

Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne

EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne

Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam

Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam

EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG i.L., Lohne

Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne

EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt

Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg

EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg

ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz-Sachsendorf

Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel

Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel

Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel

Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel

eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Bördeland

Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Neutrebbin

Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel

Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel

Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde

EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Lampertheim

Dritte EnviTec Beteiligungs-GmbH & Co. KG (vormals: Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG), Lohne

Biogas Thomasburg GmbH & Co, KG, Lohne

Biogas Hirl GmbH & Co, KG, Bresegard

RePro Beber GmbH & Co, KG, Lohne

Biogas Nieheim GmbH & Co, KG, Nieheim

Biogas Wanzleben GmbH & Co, KG, Wanzleben

Biogas Angern GmbH & Co, KG, Lohne

Biogas Osterburg GmbH & Co, KG, Lohne

EnviTec Anlagenbau GmbH & Co, KG, Saerbeck

Biogas Reinsfeld GmbH & Co, KG, Reinsfeld

Biogas Forst GmbH & Co, KG, Forst

Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne

Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne

Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach

2.3. Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Mit Ausnahme der Envitec Biogas (India) Private Limited, Indien, stellen alle Tochtergesellschaften ihre Einzelabschlüsse auf den 31. Dezember eines Jahres auf.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Schuldenkonsolidierung

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.

Equity-Bewertung

Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Zum 31.12.2016 wurden keine entsprechenden Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Konzernabschluss ist nach den allgemeinen Regelungen der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, den Regelungen für Konzernabschlüsse nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie den at-Equity bewerteten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.

Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf fünf Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-Equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.

3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften, deren Unternehmenszweck der Betrieb von einer oder mehreren Biogasanlagen ist, aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen. Aufgrund der in den entsprechenden Gesetzen festgeschriebenen Förderdauer werden die Geschäfts- oder Firmenwerte über die Restlaufzeit der Förderung (länger als 5 Jahre) abgeschrieben.

3.2. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste.

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten / erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:

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Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 7 Jahre

3.3. Finanzanlagevermögen

Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

3.4. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB Stoffe) werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet.

Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgegrenzt.

3.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet.

3.6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

3.7. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.

3.8 Latente Steuern

Latente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet.

3.9 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

3.10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nicht geändert.

3.11. Angaben zur erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG)

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG mit den Umsatzerlösen des vorherigen Geschäftsjahres nur bedingt vergleichbar. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Umsatzerlösen des vorherigen Geschäftsjahres mit den Umsatzerlösen des vorherigen Geschäftsjahres nach BilRUG beträgt TEUR 1.000 und ergibt sich im Wesentlichen aus der geänderten Zuordnung von Erlösen aus Substratverkäufen (TEUR 859).

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Im Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzernbilanz gemacht.

4.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens entnehmen Sie dem Anlagenspiegel auf S. 48.

4.2. Geschäfts- und Firmenwert

Der Zugang im Geschäftsjahr betrifft den Erwerb der restlichen Anteile an der Second Biogas Operating Holding s.r.l., Verona / Italien. Der Abgang resultiert aus dem Verkauf der Anteile am Biogaspark Bützow. Planmäßige Abschreibungen sind im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 725 vorgenommen worden. Daneben wurden aufgrund des Verkaufs der oben genannten Anteile außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 747 vorgenommen.

Die Abschreibungsdauer des Zugangs in Höhe von 11 Jahren ergibt sich aus dem Lebenszyklus der neu erworbenen Anteile / Gesellschaft.

4.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgestände enthalten Forderungen auf die Erstattung von Vorsteuern und geleisteter Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 5.360 (Vorjahr: TEUR 4.256) die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen.

4.4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Disagien in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 154) ausgewiesen.

Neben Disagien werden im Wesentlichen Zahlungen für Bearbeitungsgebühren von Darlehen, Pacht und Erbbauzins sowie Versicherungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag abgegrenzt.

4.5. Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von zeitlichen Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge.

Der Bewertung wurde der unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28,08% zugrunde gelegt (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25% für die Gewerbesteuer). Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 350%.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden:

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31.12.2016 31.12.2015
Latente Steueransprüche
Steuerliche Verlustvorträge 1.881 1.600
Technische Anlagen und Maschinen 2.838 4.158
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.745 4.583
8.464 10.341
Latente Steuerschulden
Unfertige Erzeugnisse 1.870 2.131
Technische Anlagen und Maschinen 214 584
2.084 2.715

4.6. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000,00 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2016 wurde das Grundkapital um TEUR 50.000 aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) erhöht und die entsprechende Änderung der Satzung in § 4 beschlossen. Das in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2007/I) beträgt nach Erhöhung des Grundkapitals TEUR 19.500.

Die Hauptversammlung vom 28. Juni 2016 hat die Herabsetzung des Grundkapitals um TEUR 50.000 und die entsprechende Änderung der Satzung in § 4 beschlossen. Die Herabsetzung um TEUR 50.000 erfolgte gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes zur ordentlichen Kapitalherabsetzung gemäß § 222 ff. AktG.

Die Beträge aus der Herabsetzung des Grundkapitals werden als freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ausgewiesen.

Weiterhin hat die Hauptversammlung vom 28. Juni 2016 die Änderung der Satzung in § 4 beschlossen. Das in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2007/I) beträgt nach Herabsetzung des Grundkapitals TEUR 4.500.

Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 30. August 2016.

Entwicklung des Bilanzgewinns

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TEUR
Konzernjahresüberschuss 1.660
Gewinnvortrag zum 1. Januar 2016 1.283
Ausschüttung an Gesellschafter -11.880
Erträge aus der Entnahme der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB zur Erhöhung des Grundkapitals 50.000
Aufwendungen aus der Zuführung zur Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus der Herabsetzung des Grundkapitals - 50.000
Konzernfremden zuzurechnender Verlust -855
Konzernbilanzverlust zum 31. Dezember 2016 - 8.082

Gewährte Sicherheiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 53.737 durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Der Buchwert des als Sicherheit gewährten Sachanlagevermögens beträgt TEUR 55.400.

4.7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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Restlaufzeit unter 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
31.12.2016 (EUR)
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 30.880.541,01 31.565.516,23 12.710.760,44 75.156.817,68
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.372.312,58 0,00 0,00 18.372.312,58
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.737.449,32 1.740.392,33 0,00 3.477.841,65
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 745.853,74 0,00 0,00 745.853,74
Sonstige Verbindlichkeiten 15.947.357,65 0,00 0,00 15.947.357,65
67.683.514,30 33.305.908,56 12.710.760,44 113.700.183,30
davon aus Steuern 2.502.093,17
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 138.483,61
31.12.2015 (TEUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.968 41.036 17.104 75.108
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.566 0 0 14.566
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.316 0 0 2.316
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 630 0 0 630
Sonstige Verbindlichkeiten 16.751 0 0 16.751
51.231 41.036 17.104 109.371
davon aus Steuern 1.815
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 183

4.8. Derivate Finanzinstrumente

Zinsswaps

Im September 2012 hat die Gesellschaft fünf Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 30 Mio. Euro aufgenommen. Ein Teilbetrag von TEUR 12.000 bestehend aus zwei Tranchen mit einer Restlaufzeit bis September 2015 bzw. 2017 war variabel verzinslich. Zur Absicherung des bestehenden Zinsänderungsrisikos aus der variablen Verzinsung hatte die Gesellschaft zwei Zinsswaps und einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 12.000 und einer Laufzeit bis 2015 bzw. 2017 abgeschlossen. Das variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen mit einer Restlaufzeit bis 2017 mit einem Nominalvolumen in Höhe von EUR 5.500.000 wurde im März 2015 vorzeitig zurückgezahlt. Der zugehörige Zinsswap, der noch bis September 2017 läuft, hat einen negativen Marktwert in Höhe von EUR 77.917,43. Hierfür wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Währungsrisiken

Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Diese werden zur Absicherung einzelner Forderungen oder Verbindlichkeiten oder für eine Gruppe von Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet. Grundgeschäfte werden betragsmäßig in gleicher Höhe und in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte gesichert. Die einzelnen Hedge Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft.

Zum 31.12.2016 waren Devisentermingeschäfts mit einem Wert von TGBP 3.477 sowie TUSD 371 abgeschlossen.

5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Im Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung gemacht.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich, unter der Berücksichtigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung, folgendermaßen auf Tätigkeitsbereiche und geographische Märkte:

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Tätigkeitsbereiche
in TEUR Anlagenbau Service
--- --- --- --- ---
Geographischer Markt 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Deutschland 8.991 26.271 23.216 19.092
Italien 1.141 669 3.647 3.930
Großbritannien 7.020 15.339 1.287 1.082
Tschechien 289 1.047 2.873 1.880
Frankreich 3.578 5.235 0 0
Japan 0 1.546 0 0
Dänemark 6.335 0 0 0
Übrige 2.838 1.206 0 0
30.192 51.313 31.023 25.984

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Tätigkeitsbereiche
in TEUR Eigenbetrieb* Energy gesamt
--- --- --- --- --- ---
Geographischer Markt 2016 2015 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 86.604 54.953 27.471 118.811 127.787
Italien 15.111 15.191 0 19.899 19.790
Großbritannien 0 0 0 8.307 16.421
Tschechien 0 0 0 3.162 2.927
Frankreich 0 0 0 3.578 5.235
Japan 0 0 0 0 1.546
Dänemark 0 0 0 6.335 0
Übrige 0 0 0 2.838 1.206
101.715 70.144 27.471 162.930 174.912

* Im Jahr 2016 wurde der Bereich Energy in den Bereich Eigenbetrieb integriert.

Abschreibungen

Die Abschreibungen im Konzernabschluss 2016 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 725 sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 747.

Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen wurden nicht vorgenommen.

6. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Finanzmittelfonds zu Beginn und am Ende der Kapitalflussrechnung entsprechen dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (TEUR 16.498) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 5.645).

Erstmalig wurde im Geschäftsjahr 2016 der Finanzmittelfond um die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erweitert. Entsprechend wurde der Finanzmittelfond des Vorjahres um TEUR 18 angepasst.

Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge waren im Geschäftsjahr genauso wie Zugänge an liquiden Mitteln durch Unternehmenserwerbe nicht zu verzeichnen.

Die Auszahlungen von Investitionen in at-Equity Beteiligungen betreffen die Neugründung von 2 at-Equity bewerteten Gesellschaften sowie die Kapitalerhöhung bei einer bereits bestehenden at-Equity Beteiligung. Durch den Verkauf von insgesamt 4 vollkonsolidierten Gesellschaften und einer at-Equity bewerteten Gesellschaft sind dem EnviTec-Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 950 aus der Kaufpreiszahlung zugeflossen. Dagegen stehen Abgänge von Zahlungsmittel aus dem Verkauf der Gesellschaften in Höhe von TEUR 319.

Die Einzahlungen aus Entnahmen at-Equity Beteiligungen betreffen Entnahmen von untergeordneter Bedeutung ohne Auswirkung auf die Beteiligungsstruktur.

Von den liquiden Mitteln unterliegen zum Stichtag 31. Dezember 2016 TEUR 2.991 (Vorjahr: TEUR 3.966) Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich um Reserveguthaben, deren Ansparung sich als Verpflichtung aus diversen Fremdfinanzierungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Bau von Biogasanlagen ergibt.

7. Sonstige Erläuterungen

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Der Konzern hat sich gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 200) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für Verpflichtungen in Höhe von TEUR 250 eines weiteren at-Equity bewerteten Unternehmens hat sich der Konzern gegenüber der VR Bank Dinklage-Steinfeld eG verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für ein konzernfremdes Unternehmen hat sich der Konzern zur Sicherung aller Forderungen der Bremer Landesbank in Höhe von TEUR 2.500 verpflichtet. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.

Weiterhin ist aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Oldenburgische Landesbank AG zu Gunsten von einem at-Equity einbezogenen Unternehmen zu TEUR 700 vergeben worden. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird mit weniger als 50% eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR Restlaufzeit unter 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
aus Mietverträgen 7 4 8 19
aus Lizenzverträgen 77 77 0 154
aus Bestellobligo 2.984 0 0 2.984
aus Leasingverträgen 6 12 0 18
Gesamt 3.074 93 8 3.175

Darüber hinaus bestehen vereinzelt bei den Eigenbetrieben Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung.

Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016, Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2016

in TEUR
Abschlussprüfungen 100
Andere Leistungen 0
Gesamt 100

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Alle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

Mitarbeiterzahlen

Bei den Konzerngesellschaften des EnviTec Konzerns waren durchschnittlich in 2016 weltweit beschäftigt:

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2016 2015
Gewerbliche Arbeiter 75 74
Angestellte 361 324
Gesamt 436 398

Die Vorjahreszahlen sind zum veröffentlichten Konzernabschluss 2015 angepasst worden. In 2015 sind Teilzeitkräfte und Aushilfen nicht pro Kopf, sondern anteilig angegeben worden.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,

Sprecher des Vorstands (CEO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe,

Vorstand Finanzen (CFO)

seit 1. Juli 2007

Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt

Vorstand Technik (CTO)

seit 1. Juli 2010

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Grundvergütung in Form eines monatlich zu zahlenden Gehalts
Variable Vergütung entsprechend dem operativen Ergebnis des EnviTec Konzerns und persönlichen Zielerreichungen

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2016 folgende Vergütungen an:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstige Bezüge* Gesamt
2016 2015 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 150.817 147.097 0 0 2.123 15.611 152.940 162.708
Jörg Fischer 138.833 136.000 0 0 10.297 10.417 149.130 146.417
Roel Slotman 0 63.000 0 0 0 4.818 0 67.818
Jürgen Tenbrink 127.377 124.466 0 0 12.776 12.961 140.153 137.427

* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D&O Versicherung

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Kaufmann Bernard Ellmann, Vorsitzender

ehemaliger Group Vice President der Unilever-Gruppe, Rotterdam / London, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unilever Deutschland Holding GmbH, Hamburg

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Finco Signature BV. Losser, Niederlande
Herr Kaufmann Hans-Joachim Jung, stellvertretender Vorsitzender

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft,
Herr Kaufmann Michael Böging

Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek

Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2016 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von EUR 40.000 (Vorjahr: EUR 40.000).

Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt EUR 18.000 (Vorjahr: EUR 19.500) an.

8. Nachtragsbericht

Zu Beginn des Jahres 2017 hat der EnviTec Konzern die folgenden Gesellschaften zu einem Kaufpreis von TEUR 985 erworben:

Erste Biogas Bützow GmbH & Co. KG

Zweite Biogas Bützow GmbH & Co. KG

Dritte Biogas Bützow GmbH & Co. KG

Vierte Biogas Bützow GmbH & Co. KG

Fünfte Biogas Bützow GmbH & Co. KG

Erworben wurden, bis auf die Zweite Biogas Bützow GmbH & Co. KG, jeweils Anteile über 50% aller Kommanditanteile.

9. Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG werden den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2017 eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht unter Berücksichtigung der eigenen Anteile einem Gesamtwert von TEUR 8.910.

Da die Ausschüttung die Zustimmung der Hauptversammlung voraussetzt, ist eine Verpflichtung hierzu nicht in der Bilanz passiviert worden.

Lohne, den 11. Mai 2017

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der EnviTec Biogas AG, Lohne, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Konzernlageberichts wurden beachtet und der Konzernlagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Steinfeld, den 11. Mai 2017

**MICHAEL KOHL GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss

der Envitec Biogas AG

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2016

in EUR
31.12.2015

in EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.846,00 5.055,00
1.846,00 5.055,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.600.636,93 5.878.446,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.086,00 22.614,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.674,83 543.551,00
6.060.397,76 6.444.611,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 65.932.848,77 63.772.688,33
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 82.415.761,35 79.219.951,75
3. Beteiligungen 722.670,27 347.671,27
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.131.433,00 8.101.433,00
5. Sonstige Ausleihungen 10.773.535,15 13.061.898,19
172.976.248,54 164.503.642,54
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 933.643,37 753.815,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.140.504,21 27.876.748,58
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 955.850,52 1.519.127,07
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.381.556,88 2.369.676,39
32.411.554,98 32.519.367,24
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 997.848,30 2.806.912,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.033,96 59.296,73
212.515.929,54 206.338.886,21
Passiva
31.12.2016

in EUR
31.12.2015

in EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000.000,00
Abzüglich Nennbetrag eigener Anteile -150.000,00 -150.000,00
Ausgegebenes Kapital 14.850.000,00 14.850.000,00
II. Kapitalrücklage 139.328.633,67 139.328.633,67
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 10.150.000,00 10.150.000,00
IV. Bilanzgewinn 9.976.690,78 15.492.532,19
174.305.324,45 179.821.165,86
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 229.871,00 57.175,00
2. Sonstige Rückstellungen 429.567,43 603.211,30
659.438,43 660.386,30
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.775.601,45 23.059.052,82
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 287.566,16 244.682,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.416.429,67 1.586.807,75
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 1.130.078,23 157.817,57
5. Sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: 25.854,23 EUR (Vorjahr: 58.703,84 EUR),
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 480,90 EUR (Vorjahr: 1.303,02 EUR) 56.891,15 128.473,72
35.666.566,66 25.176.834,05
D. Passive latente Steuern 1.884.600,00 680.500,00
212.515.929,54 206.338.886,21

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016

in EUR
2015

in EUR
1. Umsatzerlöse 5.674.817,81 4.583.737,19
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.163.309,34 2.806.316,47
Gesamtleistung 8.838.127,15 7.390.053,66
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 89,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 0,00
0,00 89,27
Rohergebnis 8.838.127,15 7.389.964,39
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.489.858,29 1.557.821,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 228.850,88 296.726,23
davon für Altersversorgung: 9.836,16 EUR (Vorjahr: 12.811,52 EUR)
1.718.709,17 1.854.548,20
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 514.554,68 604.095,67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.886.651,47 5.300.867,70
7. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: 3.249.040,46 EUR (Vorjahr: 3.402.173,91 EUR) 3.271.090,46 3.402.173,91
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen: 4.283.688,21 EUR (Vorjahr: 4.306.232,90 EUR) 5.375.435,98 6.533.511,72
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 111.001,00 1.296.623,73
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundenen Unternehmen: 72.991,10 EUR (Vorjahr: 16.632,59 EUR) 936.779,07 1.229.101,45
11. Verluste aus Gewinnabführung 5.880,93 0,00
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.311.077,27 7.040.413,27
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon latente Steuern: 1.739.700 EUR (Vorjahr: 432.500,0 EUR) 1.920.864,71 1.330.496,55
14. Sonstige Steuern 26.053,97 21.291,51
15. Jahresüberschuss 6.364.158,59 5.688.625,21
16. Gewinnvortrag 3.612.532,19 9.803.906,98
17. Bilanzgewinn 9.976.690,78 15.492.532,19

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Firma: EnviTec Biogas AG

Sitz: Lohne

Registergericht: Amtsgericht Oldenburg

Nummer beim Handelsregister: HRB 201466

Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2016 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. Änderungen gegenüber dem Vorjahr resultieren aus der Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und betreffen den Ausweis bestimmter Umsatzerlöse.

Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

2.1. Allgemeine Angaben

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

2.2. Bilanzierung und Bewertung

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig - nach der degressiven Methode.

Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2016 wurden nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während des Geschäftsjahres wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

Die in dem Posten Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2016 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt.

3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2016

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2016 Zugänge 2016 Abgänge/Tilgung 2016 Umbuchungen 2016 Stand 31.12.2016 Stand 01.01.2016
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 723.527,16 703,36 0,00 0,00 724.230,52 718.472,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.410.447,12 0,00 0,00 0,00 8.410.447,12 2.532.000,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.660,00 0,00 0,00 0,00 59.660,00 37.046,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.697.322,43 174.034,15 184.617,66 0,00 2.686.738,92 2.153.771,43
11.167.429,55 174.034,15 184.617,66 0,00 11.156.846,04 4.722.817,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.339.022,32 2.362.000,00 115.839,56 25.000,00 66.610.182,76 566.333,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen* 79.219.951,75 9.049.140,53 10.352.862,04 4.499.531,11 82.415.761,35 0,00
3. Beteiligungen 1.151.968,72 400.000,00 0,00 -25.000,00 1.526.968,72 804.297,45
4. Ausleihen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht* 9.234.247,65 6.270.000,00 1.176.000,00 -150.000,00 14.178.247,65 1.132.814,65
5. Sonstige Ausleihungen* 17.040.127,53 0,00 1.668.435,63 -2.084.885,01 13.286.806,89 3.978.229,34
170.985.317,97 18.081.140,53 13.313.137,23 2.264.646,10 178.017.967,37 6.481.675,43
182.876.274,68 18.255.878,04 13.497.754,89 2.264.646,10 189.899.043,93 11.922.965,21

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Abschreibungen
Zugänge 2016 Abgänge 2016 Umbuchungen 2016 Stand 31.12.2016
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.912,36 0,00 0,00 722.384,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 277.810,00 0,00 0,00 2.809.810,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.528,00 0,00 0,00 40.574,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.304,32 137.011,66 0,00 2.246.064,09
510.642,32 137.011,66 0,00 5.096.448,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 86.001,00 0,00 24.999,00 677.333,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen* 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 25.000,00 0,00 -24.999,00 804.298,45
4. Ausleihen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht* 0,00 86.000,00 0,00 1.046.814,65
5. Sonstige Ausleihungen* 0,00 1.502.695,35 37.737,75 2.513.271,74
111.001,00 1.588.695,35 37.737,75 5.041.718,83
625.555,68 1.725.707,01 37.737,75 10.860.551,63

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Buchwerte
Stand 31.12.2016 Stand 31.12.2015
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.846,00 5.055,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.600.636,93 5.878.446,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.086,00 22.614,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 440.674,83 543.551,00
6.060.397,76 6.444.611,93
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 65.932.848,77 63.772.688,33
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen* 82.415.761,35 79.219.951,75
3. Beteiligungen 722.670,27 347.671,27
4. Ausleihen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht* 13.131.433,00 8.101.433,00
5. Sonstige Ausleihungen* 10.773.535,15 13.061.898,19
172.976.248,54 164.503.642,54
179.038.492,30 170.953.309,47

* Die in der Spalte Umbuchungen erfassten Werte geben Umbuchungen aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen und umgekehrt an.

3.2. Forderungenspiegel

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Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände per 31.12.2016 mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr

in EUR
über einem Jahr

in EUR
Gesamt

in EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 933.643,37 0,00 933.643,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.140.504,21 0,00 26.140.504,21
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 955.850,52 0,00 955.850,52
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.381.556,88 0,00 4.381.556,88
Gesamt 32.411.554,98 0,00 32.411.554,98

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Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände per 31.12.2015 mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr

in EUR
über einem Jahr

in EUR
Gesamt

in EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 753.815,20 0,00 753.815,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.876.748,58 0,00 27.876.748,58
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.519.127,07 0,00 1.519.127,07
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.369.676,39 0,00 2.369.676,39
Gesamt 32.519.367,24 0,00 32.519.367,24

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus:

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Lieferungs- und Leistungsverkehr 2.354 3.420
Beteiligungserträge 9.348 7.552
Verrechnungskonten 5.672 -927
Darlehensforderungen 8.766 17.832
Gesamt 26.140 27.877

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus:

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Lieferungs- und Leistungsverkehr 132 284
Darlehensforderungen 824 1.235
Gesamt 956 1.519

3.3. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2016 wurde das Grundkapital um TEUR 50.000 aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) erhöht und die entsprechende Änderung der Satzung in § 4 beschlossen. Das in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2007/I) beträgt nach Erhöhung des Grundkapitals TEUR 19.500.

Die Hauptversammlung vom 28. Juni 2016 hat die Herabsetzung des Grundkapitals um TEUR 50.000 und die entsprechende Änderung der Satzung in § 4 beschlossen. Die Herabsetzung um TEUR 50.000 erfolgte gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes zur ordentlichen Kapitalherabsetzung gemäß § 222 ff. AktG.

Die Beträge aus der Herabsetzung des Grundkapitals werden als freie Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ausgewiesen.

Weiterhin hat die Hauptversammlung vom 28. Juni 2016 die Änderung der Satzung in § 4 beschlossen. Das in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2007/I) beträgt nach Herabsetzung des Grundkapitals TEUR 4.500.

Die Eintragung dieser Beschlüsse im Handelsregister erfolgte am 30. August 2016.

Entwicklung des Bilanzgewinns

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TEUR
Jahresüberschuss 6.364
Gewinnvortrag zum 1. Januar 2016 15.493
Ausschüttung an Gesellschafter -11.880
Erträge aus der Entnahme der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB zur Erhöhung des Grundkapitals 50.000
Aufwendungen aus der Zuführung zur Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB aus der Herabsetzung des Grundkapitals -50.000
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 9.977

3.4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 348), sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 94) sowie eine Drohverlustrückstellung über TEUR 78 (Vorjahr: TEUR 136).

3.5. Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit wie folgt:

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Restlaufzeit zum 31.12.2016
unter einem Jahr

in EUR
ein bis fünf Jahre

in EUR
über fünf Jahre

in EUR
Gesamt

in EUR
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.258.945,45 8.933.376,00 583.280,00 29.775.601,45
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 287.566,16 0,00 0,00 287.566,16
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.935.429,67 2.481.000,00 0,00 4.416.429,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.078,23 1.120.000,00 0,00 1.130.078,23
5. sonstige Verbindlichkeiten 56.891,15 0,00 0,00 56.891,15
Gesamt 22.548.910,66 12.534.376,00 583.280,00 35.666.566,66

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Restlaufzeit zum 31.12.2015
unter einem Jahr

in EUR
ein bis fünf Jahre

in EUR
über fünf Jahre

in EUR
Gesamt

in EUR
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.559.052,82 16.100.000,00 400.000,00 23.059.052,82
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 244.682,19 0,00 0,00 244.682,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 135.807,75 1.451.000,00 0,00 1.586.807,75
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 157.817,57 0,00 0,00 157.817,57
5. sonstige Verbindlichkeiten 128.473,72 0,00 0,00 128.473,72
Gesamt 7.225.834,05 17.551.000,00 400.000,00 25.176.834,05

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 11.142.869 (Vorjahr: EUR 2.427.766) durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft in Höhe von TEUR 4.250 abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Lieferungs- und Leistungsverkehr 1.930 136
Verlustübernahme 6 0
Darlehensverbindlichkeiten 2.481 1.451
Gesamt 4.416 1.587

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus:

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31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
Lieferungs- und Leistungsverkehr 10 8
Übrige 1.120 150
Gesamt 1.130 158

3.6. Latente Steuern

Der gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 1.884.600,00 (Vorjahr: EUR 680.500,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz.

3.7. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 6.680.156,25 (Vorjahr: EUR 7.600.000,00).

Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

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Bürgschaftsnehmer Sicherungszweck Sicherungsbetrag

in EUR
Biogas Elm GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderungen der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde 200.000,00
Biogas Talge GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderungen der VR BANK Dinklage-Steinfeld eG 250.000,00
Bioenergie Köckte GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderungen der Bremer Landesbank 2.500.000,00
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG Sicherung bestimmter Forderungen der Oldenburgische Landesbank 350.000,00
EnviTec Service GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderung der Landessparkasse zu Oldenburg 2.653.800,00
Biogas Friedland GmbH & Co. KG Sicherung bestimmter Forderungen der Bremer Landesbank 726.356,25

Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%.

3.8. Derivative Finanzinstrumente

Zinsswaps

Im September 2012 hat die Gesellschaft fünf Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 30 Mio. Euro aufgenommen. Ein Teilbetrag von TEUR 12.000 bestehend aus zwei Tranchen mit einer Restlaufzeit bis September 2015 bzw. 2017 war variabel verzinslich. Zur Absicherung des bestehenden Zinsänderungsrisikos aus der variablen Verzinsung hatte die Gesellschaft zwei Zinsswaps und einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 12.000 und einer Laufzeit bis 2015 bzw. 2017 abgeschlossen. Das variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen mit einer Restlaufzeit bis 2017 mit einem Nominalvolumen in Höhe von EUR 5.500.000 wurde im März 2015 vorzeitig zurückgezahlt. Der zugehörige Zinsswap, der noch bis September 2017 läuft, hat einen negativen Marktwert in Höhe von EUR 77.917,43. Hierfür wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.

3.9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

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Restlaufzeit
Gesamt

in EUR
bis zu 1 Jahr

in EUR
1 bis 5 Jahre

in EUR
mehr als 5 Jahre

in EUR
--- --- --- --- ---
aus Mietverträgen 19 7 4 8
aus Lizenzverträgen 154 77 77 0
aus Leasingverträgen 18 6 12 0
Gesamt 191 90 93 8

3.10. Geschäfte mit nahe stehenden Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

4. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Durch die Anwendung des BilRUG werden Erlöse aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 488 im Geschäftsjahr unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, die im Vorjahr mit TEUR 306 unter die sonstigen betrieblichen Erträge gefallen sind.

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2016 entfallen in Höhe von TEUR 3.793 (Vorjahr: TEUR 4.385) auf das Inland sowie in Höhe von TEUR 1.860 (Vorjahr: TEUR 199) auf Lieferungen und Leistungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet. Lieferungen und Leistungen an und im Drittlandsgebiet sind in 2016 in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 0) erfolgt.

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2016 entfallen im Wesentlichen auf periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.949 (Vorjahr: TEUR 1.242) und der Auflösung von Rückstellungen TEUR 104. Der verbleibende Betrag setzt sich aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr TEUR 63), Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen TEUR 19, Versicherungserstattungen TEUR 13, Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 43) sowie sonstige Positionen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 143) zusammen.

4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2016 entfallen in Höhe von TEUR 1.651 (Vorjahr: TEUR 1.282) auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 3.309 (Vorjahr: TEUR 1.407) auf Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 926 (Vorjahr: TEUR 2.612) auf Betriebskosten.

Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 7).

4.4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 1.921 (Vorjahr: TEUR 1.330) belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererträge für Vorperioden in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: Steuerertrag TEUR 51) enthalten.

5. Sonstige Pflichtangaben

5.1. Organe der Gesellschaft

Zum Vorstand sind bestellt:

Olaf von Lehmden, Vorsitzender, Chief Executive Officer, Lohne

Jörg Fischer, Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof

Jürgen Tenbrink, Chief Technical Officer, Steinfurt,

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

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erfolgsunabhängig

in EUR
erfolgsabhängig

in EUR
Olaf von Lehmden 152.940,00 0,00
Jörg Fischer 149.130,00 0,00
Jürgen Tenbrink 140.153,00 0,00
442.223,00 0,00

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Zum Aufsichtsrat sind bestellt:

Bernard Ellmann, Vorsitzender,

ehemaliger Group Vice President der Unilever Gruppe Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unilever Deutschland Holding GmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats der Finco Signature BV, Losser/Niederlande

Hans-Joachim Jung, stellvertretender Vorsitzender,

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft

Michael Böging,

Geschäftführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 58.000,00.

Die EnviTec Biogas AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich.

Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse.

Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03.

5.2. Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
Name und Sitz der Gesellschaft 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 8.715.899 6.782.684 1.558.214 1.291.658
EnviTec Service Verwaltung GmbH, Lohne 100 100 -9.489 -40.266 31.159 25.891
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 26.282.171 27.196.715 -914.544 486.893
Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 46.346 43.636 2.709 3.035
ET Agro Trade GmbH i.L., Lohne 100 100 41.421 38.664 -2.757 0
EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter / Niederlande 100 100 375.336 -389.947 14.610 13.110
EnviTec Baltic SIA, Riga / Lettland 100 100 116.130 76.703 58.759 100.659
EnviTec Italia GmbH, Lohne 100 100 -839.591 -839.591 0 0
EnviTec Biogas Italia s.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 991.812 1.298.520 -306.708 -919.201
EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 -1.075.084 -638.236 -623.835 -974.587
EnviTec Energy Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 36.406 34.423 1.983 1.543
EWS Biogas Projektentwicklungs- GmbH & Co. KG i.L., Lohne 100 100 0 0 0 0
EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH i.L., Lohne 100 100 36.567 35.997 570 192
Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 1.628.075 1.393.892 234.183 118.480
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 93,85 93,85 494.903 783.220 -208.318 47.659
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 1.731.860 3.238.968 -1.507.107 140.753
Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen / Italien 100 100 1.728.074 1.445.317 302.757 46.143
Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 1.669.849 1.575.080 264.770 193.438
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 98,6 98,6 5.937.502 4.543.041 1.394.462 1.134.138
EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 98,6 98,6 44.056 42.581 1.474 1.691
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg 100 100 174.423 174.754 -332 922
Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg 100 100 58.878 36.730 22.148 3.663
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt 100 100 742.505 854.410 -111.905 -156.590
Biogas Groß Warnow Verwaltungs GmbH, Karstädt 100 100 36.072 34.377 1.695 1.748
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 11.366.397 11.309.350 11.423 -433.440
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 127.675 284.985 -157.310 165.054
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 842.803 946.269 -3.466 114.015
EnviTec Projektentwicklung GmbH, Lohne i.L. 87,5 87,5 84.217 482.676 1.541 14.022
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 5.601.675 4.889.147 1.213.527 1.195.816
Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne 87,4 87,4 151.023 142.607 8.417 8.485
Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel 100 100 894.907 882.436 12.471 58.823
Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel 100 100 34.259 32.771 1.488 1.490
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen 79 79 189.564 89.056 100.507 -44.791
Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen 79 79 40.102 38.520 1.581 1.585
Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen / Italien 75 75 248.898 302.560 39.670 216.513
Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen / Italien 100 100 1.480.540 1.514.148 2.392 65.320
Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna /Italien 100 100 -188.150 11.084 -199.234 -247.829
Urbana Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 -121.241 -121.281 40 -130.613
Schio Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.295.415 1.110.851 118.564 -114.734
Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.396.780 1.433.882 -2.097 54.743
Merlara Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.406.722 1.371.474 115.249 81.016
A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen 70 70 1.382.732 977.797 404.935 49.414
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen 70 70 -230.368 -412.719 182.352 95.631
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg /Wümme 70 70 1.231.673 861.733 369.940 156.469
Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg / Wümme 70 70 48.544 45.869 2.675 2.872
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg / Wümme 100 100 116.138 -41.956 158.094 -1.950
Second Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna / Italien 100 70 -277.086 68.907 -345.994 50.469
Envitec France sarl, Tregueux / Frankreich 100 100 -798.146 171.592 -969.738 90.529
Envitec Biogas UK Ltd., Rugeley / Großbritannien 60 60 1.692.290 412.206 1.307.749 651.292
Biogas Nordholz GmbH, Minden 60 60 649.910 560.937 88.973 100.479
EnviTec Biogas SK s.r.o., Levice / Slowakei 100 100 163.314 187.017 -7.964 -12.220
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o., Velké Mezirici / Tschechien 70 70 -154.378 98.331 -244.655 -124.066
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75 75 995.624 981.339 14.285 22.337
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75 75 23.122 23.262 -140 -141
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 -331.718 -328.386 -3.332 -150.312
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Bördeland 100 100 471.569 588.702 -117.133 44.261
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde 100 100 623.080 647.371 -24.291 46.266
Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde 100 100 36.016 34.369 1.647 1.767
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf 100 100 656.234 602.140 54.094 176.886
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 73 73 4.959.753 5.019.588 -68.477 -285.707
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Lohne 73 73 31.758 26.802 4.957 944
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 100 85 -443.395 -312.381 -101.014 -2.549
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 36.057 34.252 1.805 1.795
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 328.838 351.031 -22.192 8.592
Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 35.148 33.454 1.694 1.711
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 511.539 458.023 53.516 -113.914
Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 37.390 34.870 2.520 1.594
Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 27.464 27.020 444 658
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 493.294 499.322 -6.028 -224.509
Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 84 88 -301.095 -278.203 -28.614 -144.502
Vierte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 88 88 37.797 30.985 6.812 1.617
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 889.648 911.531 -21.883 26.863
Biogas Trüstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 32.600 30.781 1.819 1.866
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 2.520.025 2.513.688 106.337 91.376
EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester / USA 100 100 -1.256.300 -912.982 -299.536 -180.507
EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG 100 100 50.000 50.000 105.194 240.292
EnviTec Biogas Service Italy s.r.l., Sommacampagna / Italien 100 100 1.255.802 1.125.515 130.287 220.460
EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley / Großbritannien 60 60 123.063 151.950 -7.806 28.188
Dritte EnviTec Beteiligungs-GmbH & Co. KG (vormals: Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG), Lohne 100 100 -1.285.097 -477.157 -807.940 -60.660
Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 94.340 97.089 -2.749 7.129
EnviTec Biogas Service s.r.o., Velké Mezirici / Tschechien 85 85 995.746 806.934 288.821 117.556
Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Lampertheim 70 70 55.680 57.842 -1.509 -6.575
Biogas Lampertheim Verwaltungs GmbH, Lampertheim 70 70 31.174 29.545 1.629 1.598
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 75 75 76.413 36.154 40.258 85.399
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Lohne 70 70 328.776 151.815 176.961 -12.201
Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben 70 70 39.809 38.192 1.617 1.622
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne 90,6 90,6 305.058 95.448 209.610 72.922
Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne 90,6 90,6 40.539 38.998 1.541 1.614
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Nieheim 64,8 64,8 890.365 865.521 24.843 16.736
Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Nieheim 64,8 64,8 40.207 38.584 1.623 1.647
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne 64,6 64,6 1.073.989 1.134.586 339.402 289.095
RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne 64,6 64,6 41.221 39.701 1.520 1.597
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard 94 94 488.996 386.118 102.879 15.997
Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard 94 94 39.370 37.817 1.553 1.557
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 822.955 988.760 73.693 -96.367
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne 87,6 87,6 719.704 652.110 267.594 103.870
Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne 87,6 87,6 42.000 40.435 1.565 1.584
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Reinsfeld 100 100 84.225 426.866 -342.641 -68.475
Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Reinsfeld 100 100 32.958 32.430 528 1.479
Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst 100 100 7.176.465 7.518.477 -342.013 -1.016.385
EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG, Saerbeck 100 100 9.658.330 13.405.183 -3.746.853 -1.907.146
EnviTec Anlagenbau Verwaltungs GmbH, Saerbeck 100 100 29.397 27.836 1.561 1.073
OxFa GmbH, Scheßlitz 51 51 236.956 227.488 9.468 27.488
Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne 75 100 736.024 230.716 505.308 130.716
Biogas Neuburg Steinhausen Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 25.067 23.769 1.298 -1.231
Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach 100 50 -16.159 -8.373 -7.786 -8.546
Biogas Medebach Verwaltungs GmbH, Medebach 100 50 35.755 34.013 1.742 1.703

Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:

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Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
Name und Sitz der Gesellschaft 2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Biogas kft., Ungarn* 51,14 51,14 NA -223.704 NA 0
EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien 50 50 NA NA NA NA
ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH i.L., Lohne 50 50 0 -87.273 -1.107 130
Envitec van de Velde Service B.V.B.A., Belgien 50 50 NA NA NA NA
EnviTec-Greten Behälterbau GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 -277.666 -81.842 -195.824 -145.034
EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs-GmbH, Lohne 50 50 27.313 26.508 804 720
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 499.902 282.721 377.181 -32.850
Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 40.485 38.774 1.712 1.722
Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 447.524 542.469 -44.945 133.825
Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 42.189 41.093 1.096 1.782
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Golzow 50 50 1.246.264 1.307.252 89.012 230.398
Biogas Golzow Verwaltungs GmbH, Golzow 50 50 37.776 35.814 1.962 1.179
Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim 50 50 -12.303 -11.267 -1.037 39.219
Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim 50 50 36.707 35.594 1.113 1.151
Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar 50 50 842.787 755.874 166.912 179.734
Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar 50 50 38.013 36.280 1.733 1.791
Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 818.259 688.520 129.739 211.781
Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 35.390 33.896 1.494 1.461
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne 44 44 -286.837 -220.733 -66.105 -108.006
Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne 44 44 40.339 38.746 1.593 1.589
Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 1.249.731 1.080.891 168.841 90.451
Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 33.933 32.513 1.420 1.069
Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter 49 49 234.352 403.781 -169.429 66.577
Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter 49 49 36.069 34.466 1.602 1.565
Biowatt Sarl, Frankreich 50 50 816.642 827.277 258.727 115.634
Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf 30 30 524.212 384.212 140.000 132.005
Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf 30 30 35.827 34.405 1.422 1.469
Rentech Bioenergas S.A., Athen / Griechenland 21 21 0 0 0 0
Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen 50 50 857.340 836.361 70.979 56.215
Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen 50 50 36.847 35.101 1.747 1.857
Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 96.387 60.433 35.954 35.699
Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 35.306 33.557 1.749 1.596
Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow 50 50 1.708.424 1.790.036 -81.612 67.788
Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow 50 50 35.296 33.872 1.424 1.650
Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal 50 50 1.382.000 1.331.228 50.772 -2.632
Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal 50 50 32.335 31.171 1.164 1.330
Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde 49 49 789.206 623.523 165.683 189.184
Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde 49 49 37.892 37.193 699 1.770
Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel 50 50 578.291 607.324 70.967 60.668
Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel 50 50 35.942 34.311 1.631 1.850
Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 745.103 760.686 44.417 101.631
Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 33.158 31.701 1.457 1.516
Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen 50 50 429.645 516.470 -86.825 80.879
Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen 50 50 35.509 34.276 1.233 1.833
Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben 49 49 581.540 582.486 -946 82.268
Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben 49 49 34.821 33.120 1.701 1.699
Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn 50 50 -823.042 -833.987 10.945 -70.790
Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn 50 50 35.219 33.732 1.487 1.595
Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Garrel 50 50 239.596 386.952 -147.356 -177.974
Biogas Horst GmbH & Co. KG, Holdorf 49 49 -157.829 -228.118 70.289 -237.487
Biogas Horst Verwaltungs GmbH, Holdorf 49 49 31.820 30.194 1.626 304
Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Garrel 49 49 33.967 32.275 1.692 1.761
Biogas Talge GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 660.580 678.652 81.928 144.247
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 -94.021 -1.220 -92.801 13.793
Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck 33,33 33,33 NA 1.289.096 NA 267.688
Biogas Gallin I GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 528.361 388.956 239.405 178.722
Biogas Gallin I Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 30.876 29.318 1.558 1.604
Biogas Gallin II GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 760.839 683.237 177.602 140.240
Biogas Gallin II Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 30.495 29.025 1.470 1.437
Libramont Energie Vertes, Libramont-chevigny 50 50 89.333 -49.737 139.070 460.547
Alternativ-Energie Priborn GmbH & Co. KG, Priborn 50 50 318.799 320.223 -1.424 -37.280
Alternativ-Energie Priborn Verwaltungs GmbH, Priborn 50 50 37.937 37.062 875 -258
Biogas Passin GmbH & Co. KG, Klein Belitz 50 0 77.579 0 -22.421 0
Biogas Passin Verwaltungs GmbH, Klein Belitz 50 0 24.558 0 -442 0

* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.

5.3. Anzahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer in 2016 betrug 46 Personen und teilt sich wie folgt auf:

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2016
gewerbliche Mitarbeiter 29
Angestellte 17
Gesamt 46

5.4. Konzernverhältnis

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich.

5.5. Konzernverhältnis

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

5.6. Gewinnverwendung

Es wird der Hauptversammlung am 27. Juni 2017 vorgeschlagen, vom in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.976.690,78 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 8.910.000,00 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttung von 0,60 Euro pro Aktie unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von EUR 150.000,00.

Lohne, 11. Mai 2017

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Steinfeld, den 11. Mai 2017

**MICHAEL KOHL GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 von insgesamt EUR 9.976.690,78 in Höhe von EUR 8.910.000,00 zur Zahlung einer Dividende von 0,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie den Restbetrag in Höhe von EUR 1.066.690,78 auf neue Rechnung vorzutragen.

Lohne, den 27. Juni 2017

Für den Vorstand

gez. Olaf von Lehmden, Vorsitzender

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