AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

EnviTec Biogas AG

Annual Report Aug 4, 2014

5391_rns_2014-08-04_8d2f3ea6-5860-4452-bdcf-96cb0340f9a9.html

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

EnviTec Biogas AG

Lohne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

GESCHÄFTSBERICHT

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

hinter der EnviTec Biogas AG, wie auch der gesamten deutschen Erneuerbare-Energien-Branche, liegt wie erwartet ein herausforderndes Jahr 2013. Mit einem Umsatz von 148,8 Mio. Euro und einem operativen Gewinn (EBIT) von 2,4 Mio. Euro haben wir vor diesem Hintergrund ein stabiles Ergebnis erreicht. In Deutschland und anderen für uns wichtigen Märkten herrschen keine stabilen Rahmenbedingungen. Darauf hat EnviTec im Jahr 2013 reagiert. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir die Unternehmensstrukturen mit einem klaren Ziel angepasst: EnviTec muss so flexibel aufgestellt sein, um auf der einen Seite in schwierigen Marktphasen profitabel zu sein, aber dennoch attraktive Marktchancen nutzen zu können.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats

Als Aufsichtsrat haben wir im Geschäftsjahr 2013 im Rahmen unserer Tätigkeit alle nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir vom Vorstand unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Ausübung unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Themen unterrichtet. Dazu zählten vor allem die Unternehmensplanung und strategische Weiterentwicklung, der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Auch über den Verlauf der Umstrukturierung wurden wir stets informiert. Nach intensiven Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu.

Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Bildung von Ausschüssen

Aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2013 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat nach eigener Einschätzung der Meinung, dass er effizient arbeitet. Nach § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Aufgabe wird von unserem Mitglied Hans-Joachim Jung wahrgenommen.

Sitzungen und Schwerpunkte der Beratung

Der Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2013 zu vier ordentlichen Sitzungen am 24. April, 26. Juni, 11. September und 10. Dezember zusammen. Bei allen Sitzungen war der Aufsichtsrat in Gesamtheit anwesend. Gegenstand der Sitzungen waren stets die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Investitionsvorhaben sowie die Risikolage und das Risikomanagement von EnviTec Biogas. Darüber hinaus standen im Wesentlichen folgende Themen auf der Tagesordnung, die gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt und erörtert wurden:

Marktsituation im Anlagenbau
Stand der Umstrukturierung und mögliche weitere Anpassungen
Behandlung größerer Einzelrisiken
Vorläufiger Koalitionsvertrag
Strategische Ausrichtung des Konzerns infolge neuer politischer Rahmenbedingungen
Planungen für 2014

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Auf der Hauptversammlung am 27. Juni 2013 wählten die Aktionäre die Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, erneut zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013. Der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte dem Abschlussprüfer nach Einholung der Unabhängigkeitserklärung den Prüfauftrag, traf mit ihm die Honorarvereinbarungen und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die Rödl & Partner GmbH den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG und den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2013, die entsprechenden Lageberichte für die AG und den Konzern. Die Prüfungen ergaben keine Einwendungen, so dass jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk (siehe Seite 100) erteilt wurde. Darüber hinaus wurde der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Abschlüsse, Lageberichte und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in der Aufsichtsratssitzung am 28. April 2014 von uns intensiv geprüft. An der Sitzung nahmen sowohl der Abschlussprüfer der Rödl & Partner GmbH als auch der Vorstand teil, die die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung erläuterten und ergänzende Fragen des Aufsichtsrats beantworteten. Nach der eigenen Prüfung und Gesprächen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich daraufhin dem Prüfungsergebnis der Rödl & Partner GmbH angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2013 aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG ist damit festgestellt. Darüber hinaus haben wir uns nach eingehender Prüfung auf dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die große Einsatzbereitschaft im nicht einfachen Geschäftsjahr 2013. Auch das kommende Jahr wird herausfordernd, jedoch haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um uns in diesem Marktumfeld zu behaupten.

Lohne, den 28. April 2014

Bernard Ellmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

des EnviTec-Konzerns und der EnviTec Biogas AG

Gemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2013 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 zusammengefasst.

Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Der EnviTec Biogas Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogas- und Biomethananlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas und Biomethan ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen in 22 Ländern aktiv.

Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. 2011 hat EnviTec Biogas mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG und deren hundertprozentigen Tochter EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG das Geschäftsfeld um die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Grünstrom- und Regelenergievermarktung erweitert.

Unsere hohen Qualitätsstandards sind nicht nur durch zufriedene Kunden und die beachtliche Effizienz der von uns betreuten Anlagen belegt, sondern auch durch international anerkannte Zertifizierungen. Unser Qualitätsmanagementsystem nach der DIN EN ISO 9001:2008 setzen wir in der EnviTec Biogas AG und der EnviTec Service GmbH & Co. KG um.

Konzernstruktur und Geschäftsbereiche

Die Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Geschäftsbereich Anlagenbau entfällt im Wesentlichen auf die Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG. Weiterer Gesellschaftszweck der Muttergesellschaft ist darüber hinaus das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Sofern im Folgenden daher Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG anzuwenden.

Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2013 umfasst 131 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 12 weniger als im Vorjahr.

Anlagenbau (AG)

Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Investoren. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 100 kWel. Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen projektbezogen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2013 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 354 MW am Netz.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen.

Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau.

Energy

Mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir im Geschäftsbereich Energy Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei verkaufen wir in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW) dezentral erzeugte Wärme aus selbst produziertem Biomethan über langfristige Lieferverträge. Die Käufer wie beispielsweise Industrie- und Gewerbeunternehmen oder Kommunen erhalten langfristig planbare Wärme zu einem attraktiven Preis und setzen die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2 -Bilanz ein. Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG. Sie bündelt die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk, vermarktet den EEG-Strom bedarfsgerecht und bietet ferner Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern an. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der AXPO Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns AXPO Holding AG.

* verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen, Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang S.68 ff., "Liste des Anteilsbesitzes"

Service

Im Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Neben Deutschland haben wir unter anderem auch starke Service-Teams in Italien und Tschechien. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen.

Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits Anlagen in zwölf Ländern errichtet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Für EnviTec sind derzeit die Märkte in Frankreich, China und Großbritannien am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Für unser nachhaltiges Wachstum haben wir folgende Eckpfeiler definiert:

Marktopportunitäten im Anlagenbau schnell nutzen

In den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen in den einzelnen Biogasmärkten immer wieder schnell verändert. Auch in Zukunft wird es voraussichtlich keine nachhaltig verlässlichen Rahmenbedingungen geben. Darauf haben wir im Jahr 2013 reagiert und unsere Unternehmensstrukturen angepasst. Ziel ist es, auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu sein und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können.

Internationale Expansion als Wachstumstreiber

Wir beobachten weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 13 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros und Joint Ventures vertreten. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien sehen wir mittelfristig Chancen in den USA und China. In beiden Ländern baut EnviTec derzeit die ersten Anlagen.

Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs

Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte. Zielsetzung ist es, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. EnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Ende 2013 waren Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 52 MW am Netz. Künftig ist ein weiterer kontinuierlicher Kapazitätsausbau geplant - sofern die gesetzlichen Rahmenbedingungen Investitionsentscheidungen wieder zulassen. Im Jahr 2014 sollen weitere fünf Megawatt errichtet werden.

Stärkung der Innovations- und Technologiekompetenz

Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Zur Stärkung unserer Innovations- und Technologiekompetenz forschen wir auch im Bereich der Biobased Economy. Dabei geht es um mehr als die effiziente Nutzung von Pflanzen für die Biogasproduktion. Es wird vielmehr ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt: Die möglichst hohe Wertschöpfung von Einsatzstoffen beispielsweise einer Pflanze durch die intelligente Kombination verschiedener Verwendungszwecke (u.a. Nahrung, Biogas, Kraftstoff). Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der Saatgutentwicklung.

Unternehmenssteuerung

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität sowie Verschuldungsgrad.

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen.

Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resources Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing.

Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die globale Wirtschaft wuchs im Jahr 2013 langsamer als ursprünglich erwartet. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das weltweite Wachstum im vergangenen Jahr bei 3,0% und damit 0,5 Prozentpunkte unter der ursprünglichen Jahresprognose von Januar 2013. Wichtige Gründe für das schwächere Wachstum waren die andauernde Staatsschuldenkrise vieler Industriestaaten, der Haushaltsstreit in den USA und die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der US-Zentralbank sowie gestiegene Wachstumsrisiken in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier lag das Wachstum im Jahr 2013 mit 4,7% deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 6,2%.

2013 war für die Landwirtschaft weltweit insgesamt ein gutes Erntejahr. Entsprechend sind die Preise für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe im Jahresverlauf gesunken.

Biogasmarkt

Wie erwartet war das Jahr 2013 für den deutschen Biogasmarkt schwierig. Die anhaltende Diskussion um die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und mögliche rückwirkende Eingriffe in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen sorgt für große Verunsicherung bei allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung über die Finanzierung bis hin zum Bau und dem Anlagenbetrieb. Das Ergebnis: Der Zubau neuer Biogasanlagen ist in Deutschland gemäß einer Schätzung des Fachverbandes Biogas (FVB) selbst im Vergleich zu dem schwachen Jahr 2012 weiter zurückgegangen. Laut Prognose des FVB aus November 2013 waren Ende 2013 rund 7.720 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung (inkl. Stromeinspeisung durch Biomethan) von 3.547 MW am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 205 Anlagen und 195 MW. Im Jahr 2012 lag der Zubau noch bei 340 Anlagen und 255 MW. Die drastische Veränderung des deutschen Marktes zeigt sich bei einem Blick auf das Jahr 2011. Damals wurden 1.270 neue Anlagen mit 806 MW errichtet. Insgesamt wurden laut Prognose im Jahr 2013 in Deutschland rund 23,9 Milliarden kWh klimafreundliche Energie aus Biogas produziert - genug um 6,8 Mio. Haushalte zu versorgen. 2012 lag die Stromproduktion bei rund 22,8 Milliarden kWh. Damit liegt der Anteil von Biogas am gesamten deutschen Stromverbrauch inzwischen bei 4,02 Prozent (Vorjahr 3,85 Prozent).

Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz.

Im Laufe des Jahres 2014 wird ein neues EEG in Kraft treten. Während der Erstellung des Geschäftsberichts wurde die neue gesetzliche Grundlage noch nicht verabschiedet. Jedoch deuten die Gesetzentwürfe darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen für Biogas in Deutschland nicht verbessern werden. Daher werden für EnviTec die internationalen Märkte noch weiter an Bedeutung gewinnen.

Der italienische Biogasmarkt wurde im Jahr 2013 von einer neuen gesetzlichen Förderung geprägt. Diese sieht nur noch eine attraktive Förderung von Biogasanlagen unter 300 kW vor. Daher ging die Nachfrage in Italien im vergangenen Jahr deutlich zurück. In den noch jungen Märkten Frankreich und Großbritannien sieht EnviTec eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Biogasanlagen. In Frankreich waren Anfang 2013 weniger als 100 Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 150 und 500 Kilowatt am Netz. Die französische Regierung hat das Ziel, deren Anzahl bis 2020 auf 500 zu erhöhen. Damit soll nicht nur die Energiewende in Frankreich vorangetrieben werden, sondern Landwirte sollen mit dem Gärrest der Biogasproduktion einen Teil ihres Düngemittelbedarfs decken. Sowohl in Frankreich als auch Großbritannien werden vermehrt die positiven Aspekte der Biomethaneinspeisung gewürdigt und durch neue Anreizsysteme die Marktdurchdringung unterstützt. EnviTec ist in diesen Märkten bereits seit Jahren aktiv und hat sich auch dort eine sehr gute Marktstellung erarbeitet.

Mitarbeiter

Bei allen Herausforderungen ist dem Vorstand weiterhin bewusst: Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung unserer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Aufgrund der beschriebenen schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland, dem bisher größten Biogasmarkt der Welt, mussten wir im Jahr 2013 unsere Unternehmensstruktur und Kapazitäten anpassen. Ziel war es, eine Unternehmens- und Kostenstruktur zu etablieren, mit der EnviTec Biogas nachhaltig erfolgreich bestehen kann. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen erfolgte im Bereich der Abwicklung. Kürzungen mussten jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen werden. Insbesondere aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2013 um 24,2% auf 350 (Vorjahr 462). Der wesentliche Teil der Beschäftigten war mit 270 weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr 380). 80 Mitarbeiter (Vorjahr 82) waren zum Stichtag in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz.

Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Wir wollen auch künftig jungen Absolventen die Chance bieten, in einer internationalen Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt.

Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen.

Forschung nicht im Labor, sondern in der Praxis

Zum Stichtag 31. Dezember 2013 betrieb EnviTec Biogas 65 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 52 MW in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben.

EnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neben dem Vorstand Jürgen Tenbrink arbeiten zwei festangestellte Mitarbeiter in der F&E Abteilung. Um möglichst frühzeitig den Bezug zur Praxis herzustellen, werden sie bei Bedarf von Kollegen aus anderen Abteilungen unterstützt. Darüber hinaus werden für unsere Entwicklungsprojekte auch Master- oder Bachelorarbeiten genutzt.

Neue Entwicklungen und Weiterentwicklungen in 2013:

Es wurde eine containerbasierte Anlagentechnik (Anmischcontainer, BHKW-Container, Hygienisierungscontainer) entwickelt. Sie spart Kosten und Zeit. Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen (F&E, Fertigung, Einkauf und Projektplanung) haben hieran gemeinsam gearbeitet.

Zusammen mit dem Systempartner Evonik ist EnviThan weiterentwickelt worden. Dieses Gasaufbereitungsverfahren von EnviTec hat 2012 den Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft erhalten. Die neue Generation hat eine liegende Anordnung der Module im Container. Dadurch hat sich die Modulanzahl pro Container mehr als verdoppelt. Die Entwicklungsdauer lag bei vier Monaten. Nachdem in 2013 zwei EnviThan-Anlagen in Betrieb genommen wurde, ist mit der Errichtung der ersten Anlage der neuen Generation auf Basis des neuen Kartuschensystems von Evonik begonnen worden. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant. Hieran sieht man, dass wir sehr kurze Zeiträume von der Idee, über Entwicklung zur Umsetzung haben. Darüber hinaus haben wir in 2013 innerhalb mehrerer Monate eine EnviThan-Hochdruckvariante für die ausländischen Märkte entwickelt.

Entwicklung des Auftragsbestands

EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 67,6 Mio. Euro (Vorjahr: 93,0 Mio. Euro). Der Rückgang verdeutlicht zum einen die schwierige Situation im ehemaligen Hauptmarkt Deutschland. Dort nahmen die Orders im Stichtagsvergleich von 61,4 Mio. Euro auf 45,7 Mio. Euro ab. Zum anderen haben wir unseren Auftragsbestand hinsichtlich der Umsetzungswahrscheinlichkeiten der einzelnen Positionen regelmäßig überprüft und im Jahresverlauf um insgesamt 34,1 Mio. Euro bereinigt. Allein im letzten Quartal wurden - insbesondere im Hinblick auf das neue EEG - Projekte mit einem Volumen von 28,1 Mio. Euro ausgebucht.

Bei den Aufträgen aus dem Ausland entfallen auf Frankreich 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro). Aus Italien lagen zum Bilanzstichtag Orders im Wert von 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro) vor. Dort hat sich der Markt den neuen Rahmenbedingungen angepasst und die Nachfrage nach Biogasanlagen hat sich auf einem vernünftigen Niveau stabilisiert. Weitere wichtige Märkte sind China mit einem Auftragsbestand von 2,8 Mio. Euro und die USA mit 1,4 Mio. Euro.

EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. 63,7 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 58,4 Prozent). 5,7 Prozent der Aufträge haben wir von Projektentwicklern erhalten (Vorjahr: 13,0 Prozent). Von industriell geprägten Kunden stammen 11,7 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent) und auf den Eigenbetrieb entfielen zum Bilanzstichtag 18,9 Prozent nach 20,1 Prozent zum Vorjahresstichtag.

Entwicklung in den Segmenten

EnviTec Biogas ist in den vier Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy tätig. Die Verschiebung der Umsatzanteile im Vorjahr hat sich auch 2013 fortgesetzt. So hat der Anteil des Geschäftsbereichs Anlagenbau von 65,4 Prozent auf 31,8 Prozent weiter abgenommen und liegt damit erstmals unter 50 Prozent. Im Eigenbetrieb und im Service ist EnviTec gewachsen - entsprechend nahmen die Umsatzanteile im Konzern zu. Mit 41,9 Prozent hat der Eigenbetrieb erstmals den größten Anteil am Konzernumsatz von EnviTec. Der Bereich Energy hat mit 13,3 Prozent zum Konzernumsatz beigetragen. Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt.

Die Entwicklung in den Segmenten entsprach im Wesentlichen den im Vorjahr prognostizierten Erwartungen.

Anlagenbau

Die schwierigen Rahmenbedingungen in den beiden wichtigen Märkten Deutschland und Italien hatten erheblichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung im Anlagenbau im Jahr 2013.

In Deutschland sank der Erlös aus dem Bau von Biogasanlagen von 41,4 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro und in Italien von 47,0 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro. Mit dem Bau von Biogasanlagen in aufstrebenden Märkten wie Frankreich und Großbritannien konnte EnviTec den Einbruch in den beiden bisherigen Hauptmärkten bei weitem noch nicht kompensieren. So ist der internationale Segmentumsatz insgesamt von 83,2 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro gesunken. Somit haben wir im Jahr 2013 im Segment Anlagenbau 47,3 Mio. Euro erlöst nach 124,6 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 62,0 Prozent.

Auch wenn EnviTec auf den Nachfragerückgang mit Anpassungen der Unternehmensstruktur reagiert hat, hat sich der Umsatzrückgang deutlich auf das Segmentergebnis ausgewirkt. So lag das operative Segmentergebnis (EBIT) im Anlagenbau in 2013 bei minus 12,1 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde ein EBIT von minus 4,2 Mio. Euro erzielt. Dabei sind folgende negative Einmaleffekte zu berücksichtigen: Aufträge die aufgrund der EEG-Novelle nicht mehr realisierbar sind, wurden ausgebucht. Für diese entstanden jedoch bereits Aufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Des Weiteren haben die umgesetzten Strukturanpassungen zu Aufwendungen für Abfindungen und Lohnfortzahlungen etc. in Höhe von 1,3 Mio. Euro geführt. Des Weiteren wurden Ausleihungen an ausländische Tochtergesellschaften sowie entsprechende Beteiligungsansätze im Wert berichtigt. Diese Wertberichtigungen hatten einen Umfang von 1,7 Mio. Euro. Davon unabhängig wurden Abschreibungen auf langfristige Darlehen gegen einen ehemaligen Kunden in Höhe von 2,0 Mio. Euro vorgenommen.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugen wir - häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Im Jahr 2013 haben wir 1 Anlage in Betrieb genommen und eine weitere Anlage in Belgien erworben. Damit stieg die Anzahl der eigenen Anlagen zwischenzeitlich auf 72. Die elektrische Leistung nahm so von 52 MW auf 56 MW zu. Zum Jahresende wurden 7 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von rund 4 MW zu einem Kaufpreis von 7,1 Mio. Euro verkauft. Der Gewinn aus dieser Transaktion beläuft sich auf 4,5 Mio. Euro.

Neben dem Bau neuer Anlagen bietet die Bestandsoptimierung bestehender Standorte Umsatz- und Gewinnpotenzial. Diese nutzen wir seit dem Jahr 2012 verstärkt, indem beispielsweise Wärmekonzepte realisiert oder Blockheizkraftwerke ausgetauscht werden. Daher haben auch bestehende Anlagen zur deutlichen Umsatzsteigerung in 2013 beigetragen. Zudem haben die in 2012 errichteten Anlagen einen wichtigen Beitrag zur dynamischen Entwicklung geleistet. Insgesamt hat EnviTec den Umsatz im Eigenbetrieb im Jahr 2013 von 40,8 Mio. Euro um 53,1 Prozent auf 62,5 Mio. Euro gesteigert. Das EBIT des Segments legte von 5,9 Mio. Euro um 161,0 Prozent auf 15,4 Mio. Euro zu. Damit haben wir im Eigenbetrieb eine EBIT-Marge bezogen auf dem Umsatz von 24,6 Prozent (Vorjahr: 14,5 Prozent) erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass neben dem Verkauf von sieben Biogasanlagen auch der Verkauf von Maissilage in Höhe von 2,7 Mio. Euro deutlich zum Ergebnis beigetragen hat.

Service

Auch im Jahr 2013 waren unsere Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen gefragt. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. Wir bieten neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Der Service wird auch vermehrt im Ausland angeboten und folgt damit dem Anlagenbau insbesondere in etablierten Märkten wie Italien und Tschechien, wo es bereits eine Vielzahl von Biogasanlagen gibt.

Ende 2013 haben wir im biologischen Service Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 79 MW (Vorjahr: 63 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 211 MW (Vorjahr: 202 MW) betreut. Im Ausland betreuen wir Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 73 MW im Service (Vorjahr: 68 MW), davon 41 MW (Vorjahr: 38 MW) im technischen und 32 MW (Vorjahr: 30 MW) im biologischen Bereich. Im Jahr 2013 haben wir im Segment Service 19,3 Mio. Euro umgesetzt was im Vergleich zu den 17,4 Mio. Euro im Vorjahr ein Plus von 11,0 Prozent bedeutet. Nach einem ausgeglichenen EBIT in 2012 lag das operative Ergebnis in 2013 bei minus 0,9 Mio. Euro. Der überproportionale Anstieg der Personalkosten ist darauf zurückzuführen, dass wir uns auf den nächsten Wachstumsschritt in diesem Segment - insbesondere im Ausland - vorbereiten und daher zusätzliche Mitarbeiter eingestellt haben.

Energy

Das Segment Energy ist das jüngste Geschäftsfeld im EnviTec Konzern und hat den Umsatz im zweiten Jahr der operativen Tätigkeit deutlich gesteigert. So stieg der Erlös von 7,6 Mio. Euro um 159,2 Prozent auf 19,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis war mit -27 Tsd. Euro annähend ausgeglichen (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Die Umsätze kommen im Wesentlichen aus dem margenengen Handelsgeschäft, so dass sich die deutlichen Umsatzzuwächse noch nicht im Ergebnis niederschlagen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung

Konzern

Wie erwartet war das Jahr 2013 für die Biogasbranche schwierig und insbesondere von einem anhaltenden Nachfragerückgang in Deutschland geprägt. Im Jahr 2013 hat EnviTec 148,8 Mio. Euro umgesetzt, nach 190,5 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 21,9 Prozent. Damit hat das Unternehmen die im Mai reduzierte Umsatzprognose erreicht.

Der wesentliche Grund für den Rückgang war die anhaltende Verunsicherung über die künftigen Rahmenbedingungen für Biogas in Deutschland. Trotzdem stieg der im Inland generierte Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 103,7 Mio. Euro (Vorjahr: 101,8 Mio. Euro). Der italienische - und damit der bisher zweitwichtigste - Markt für EnviTec war aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften schwächer als in 2012. So hat das Unternehmen im Jahr 2013 im Ausland 45,1 Mio. Euro umgesetzt, nach 88,7 Mio. Euro im Vorjahr. In den internationalen Märkten hatte der Anlagenbau in Tschechien den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 8,7 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro. Dieser deutliche Anstieg ist ganz überwiegend auf den Verkauf von Biogasanlagen, Maissilage sowie Erlösen aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen zurückzuführen.

Einzelabschluss

Die EnviTec Biogas AG stellt ihren Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechtes auf. Der Umsatz betrug im Jahr 2013 145,7 Mio. Euro und liegt damit um 30,4 Mio. Euro (-17,3%) unter dem Vorjahresumsatz von 176,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vorjahresvergleich um 1,9 Mio. Euro (-55,8%) von 3,4 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro gesunken. Dabei fehlen insbesondere die im Vorjahr um 1,0 Mio. Euro höheren Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und die, bedingt durch den deutlich geringeren Materialverbrauch, um 0,6 Mio. Euro geringen Rückvergütungen von Lieferanten. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich wie erwartet deutlich um 87,5 Mio. Euro vermindert. Die Bestandsveränderung bei den unfertigen Erzeugnissen betrug im Vorjahr minus 63,5 Mio. Euro. Damit ist die Gesamtleistung der AG im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr von 112,6 Mio. Euro auf 58,2 Mio. Euro gesunken.

Aufwandsentwicklung

Konzern

Der Materialaufwand ist die wesentliche Aufwandsposition von EnviTec Biogas. Mit dem Umsatzrückgang ist dieser im Jahr 2013 von 132,6 Mio. Euro um 24,0 Prozent auf 100,7 Mio. Euro gesunken. Aufgrund des höheren Anteils des margenstärkeren Eigenbetriebs am Konzernumsatz sowie dem beschriebenen deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge legte die Rohertragsmarge bezogen auf den Umsatz von 35,0 Prozent auf 42,9 Prozent zu. Der Personalaufwand lag mit 19,0 Mio. Euro um 14,4 Prozent unter den 22,2 Mio. Euro des Vorjahres. In den 19,0 Mio. Euro sind auch einmalige Kosten für die Personalanpassungen enthalten. Daher lag die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz mit 12,8 Prozent noch über dem Vorjahreswert von 11,7 Prozent.

Der Anstieg der Abschreibungen von 13,2 Mio. Euro auf 16,0 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Darin sind auch Abschreibungen auf langfristige Darlehen gegen einen ehemaligen Kunden in Höhe von 2,0 Mio. Euro enthalten. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, sank im Berichtszeitraum von 29,8 Mio. Euro auf 26,4 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf Kostenanpassungsmaßnahmen zurückzuführen.

Einzelabschluss

Auf Ebene des Einzelabschlusses ist der Materialaufwand der EnviTec Biogas AG um 50,5 Mio. Euro (-61,3%) von 82,4 Mio. Euro auf 31,9 Mio. Euro gesunken. Die Personalaufwendungen haben sich durch die, bereits im letzten Geschäftsbericht angekündigten, Struktur- und Personalanpassungen deutlich um 5,1 Mio. Euro (-43,3%) von 11,8 Mio. Euro auf 6,7 Mio. Euro vermindert. Die aus diesen Anpassungen resultierenden Sondereffekte in Höhe von 1,07 Mio. Euro werden auf Einzelabschlussebene im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Hier werden ebenfalls notwendige Abschreibungen auf die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 0,97 Mio. Euro, bedingt durch die Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ausgewiesen. Insgesamt weist die AG in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss somit ein außerordentliches Ergebnis von - 2,05 Mio. Euro aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr von 17,2 Mio. Euro um 6,3 Mio. Euro (-36,5%) auf 10,9 Mio. Euro vermindert werden. Neben den deutlich geringeren Vertriebskosten, die mit 3,5 Mio. Euro um 3,9 Mio. Euro geringer als im Vorjahr sind, sind die Betriebskosten um 3,5 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro gesunken. Die Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro gestiegen.

Ergebnisentwicklung

Konzern

Im Jahr 2013 hat die starke Ertragsentwicklung von EnviTec im Eigenbetrieb - inklusive den Verkäufen von Anlagen und Maissilage - die Entwicklung auf Konzernebene geprägt und den Gewinneinbruch im Anlagenbau kompensiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 14,5 Mio Euro um 26,9 Prozent auf 18,4 Mio. Euro. Auch nach Abschreibungen legte der Ertrag zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat EnviTec im Jahr 2013 auf 2,4 Mio. Euro annähernd verdoppelt.

Da EnviTec aufgrund der Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren weniger in den Ausbau des Eigenbetriebs in Deutschland investieren wird als bisher geplant, wurde mit Zustimmung der Hauptversammlung durch die Ausschüttung einer Sonderdividende das Eigenkapital und die flüssigen Mittel bewusst reduziert. Daher sanken die Finanzerträge und das Finanzergebnis lag im Jahr bei minus 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sank von 3,0 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag 2013 bei 0,3 Mio. Euro nach 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,02 Euro für das Jahr 2013 (Vorjahr: 0,08 Euro).

Inflations- und Wechselkurseinflüsse mit Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des EnviTec Konzerns sind relativ gering, da die wesentlichen Geschäfte sowohl im Ein- als auch im Verkauf in Euro abgewickelt werden und man nicht in hochinflationären Ländern tätig ist. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,6 Mio. Euro abgeschlossen.

Einzelabschluss

Das Rohergebnis ist von 33,6 Mio. Euro um 5,8 Mio. Euro (-17,3%) auf 27,8 Mio. Euro gesunken. Die EnviTec Biogas AG hat nach handelsrechtlichen Vorschriften auf Ebene des Einzelabschlusses ein operatives Ergebnis (EBIT) von 8,2 Mio. Euro erzielt. Dies liegt mit 6,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss konnte von 5,2 Mio. Euro um 4,6 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro gesteigert werden. Zum Jahresüberschuss hat das Finanzergebnis mit 8,6 Mio. Euro beigetragen. Darin enthalten sind Beteiligungserträge in Höhe von 7,3 Mio. Euro sowie gegenläufige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 4,6 Mio. Euro.

Außerdem haben außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro aus der Wertminderung von unfertigen Erzeugnissen und Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis belastet.

Finanzlage

Konzern

Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 verfügen wir weiterhin über eine solide Finanzlage. Mit den Anpassungen der Unternehmens- und Personalstruktur haben wir die Voraussetzungen geschaffen, diese auch in Zukunft beizubehalten und Chancen zu nutzen. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2013 bei 169,4 Mio. Euro und damit um 15,1 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Ausschüttung der Sonderdividende in Höhe von 14,85 Mio. Euro zurückzuführen. Trotz dieser Ausschüttung lag die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag bei 57,4 Prozent (Vorjahr: 52,3 Prozent) und dokumentiert die solide Kapitalstruktur von EnviTec.

Mit dem Verkauf der bisher zum Eigenbetrieb gehörenden Biogasanlagen wurde das Fremdkapital im Jahr 2013 deutlich reduziert. Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 125,9 Mio. Euro - davon 94,7 Mio. Euro Finanzverbindlichkeiten - und damit 19,4 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 36,5 Mio. Euro auf 44,5 Mio. Euro ab. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die um 15,0 Mio. Euro reduzierten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Darüber hinaus haben wir die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 12,9 Mio. Euro und die sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten um 3,4 Mio. Euro reduziert.

Die Reduzierung der langfristigen Schulden um 6,0 Mio. Euro auf 81,3 Mio. Euro beruht ebenfalls überwiegend auf gesenkten Finanzverbindlichkeiten. Diesen nahmen um 4,4 Mio. Euro auf 77,6 Mio. Euro ab. Darüber hinaus wurden die passiven latenten Steuern in Höhe von 3,8 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro reduziert.

Im Geschäftsjahr 2013 weist der EnviTec Konzern kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) aus. An langfristigen Darlehen werden zum Jahresende 77,6 Mio. Euro (Vorjahr: 81,9 Mio. Euro) ausgewiesen. Davon waren Darlehen in Höhe von 12,0 Mio Euro variabel verzinslich. Diese Darlehen werden mit einem variablen Zins auf Basis 6M-EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,4 Prozent und 5,65 Prozent. Langfristige variable Darlehen bestehen bis auf das oben genannte Darlehen nicht.

Einzelabschluss

Das Eigenkapital der EnviTec Biogas AG ist durch die Ausschüttung in Höhe von 14,85 Mio. Euro in diesem Jahr gesunken. Bedingt durch das gute Jahresergebnis auf Einzelabschlussebene ist der Rückgang mit 5,0 Mio. Euro von 179,2 Mio. Euro auf 174,2 Mio. Euro insgesamt aber gering ausgefallen. Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 43,2 Mio. Euro. Davon bestehen 35,9 Mio. Euro gegenüber Kreditinstituten. Von den Verbindlichkeiten sind 9,1 Mio. Euro innerhalb des nächsten Jahres fällig, 27,9 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von ein bis vier Jahren.

Investitionen

Konzern

Die Investitionen des Konzerns beliefen sich in 2013 auf 18,6 Mio. Euro nach 53,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Im Wesentlichen entfielen die Investitionen mit 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 51,6 Mio. Euro) auf das Segment Eigenbetrieb. Im Jahresverlauf haben wir neue Anlagen mit einer elektrischen Leistung von vier MW in den Bestand aufgenommen, gleichwohl zum Jahresende sieben Anlagen mit einer Leistung von rd. 4 MW veräußert. Für die kommenden Jahre planen wir den Bau weiterer Anlagen mit dem Fokus auf Deutschland und Großbritannien. Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen wird das Investitionsvolumen auf dem Niveau von 2013 bleiben.

Die sonstigen Investitionen betreffen im Umfang von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) den Anlagenbau und im Umfang von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) auf den Service und den Bereich Energy.

Einzelabschluss

Investitionen wurden bei der EnviTec Biogas AG in 2013 vornehmlich in das Finanzanlagevermögen in Form von Ausleihungen an verbundene und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnissen getätigt. In das Finanzanlagevermögen sind so 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 57,4 Mio. Euro) mehr investiert worden als zurück geflossen sind. Darüber hinaus hat es eine Umgliederung von Darlehen aus dem Umlaufvermögen in das langfristige Finanzanlagevermögen in Höhe von 27,4 Mio. Euro gegeben. In das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen sind 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) investiert worden.

Vermögenslage

Konzern

Die Bilanzsumme hat EnviTec zum 31. Dezember 2013 gegenüber dem Vorjahr um 57,6 Mio. Euro auf 295,2 Mio. Euro reduziert. Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 175,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 159,2 Mio. Euro. Während die Sachanlagen aufgrund der gewöhnlichen Abschreibungen auf die Biogasanlagen im Eigenbetrieb um 8,4 Mio. Euro auf 117,6 Mio. Euro sanken, legten die Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um 2,9 Mio. Euro, die sonstigen langfristigen Forderungen um 20,7 Mio. Euro und die latenten Steuern um 1,3 Mio. Euro zu.

Die kurzfristigen Vermögenswerte hat EnviTec im Berichtszeitraum deutlich reduziert: insbesondere die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo um 38,5 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro und die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 29,8 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro; Auch die Vorräte trugen mit 4,4 Mio. Euro zu dem deutlichen Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte bei.

Demgegenüber legten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,1 Mio. Euro zu.

Einzelabschluss

Zum 31.12.2013 hat die EnviTec Biogas AG eine Bilanzsumme von 225,7 Mio. Euro. Die Bilanzsumme hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Mio. Euro verringert. Auf der Aktivseite steht dabei ein Anstieg des Finanzanlagevermögens um 30,7 Mio. Euro von 111,4 Mio. Euro auf 142,1 Mio. Euro einer Verminderung des Umlaufvermögens um 39,2 Mio. Euro von 113,9 Mio. Euro auf 74,7 Mio. Euro entgegen. In den Veränderungen sind Umgliederungen von Darlehen aus dem kurzfristigen in den langfristigen Bereich in Höhe von rund 27,0 Mio. Euro enthalten. Das Anlagevermögen setzt sich aus dem immateriellen und Sachanlagevermögen, dass in Summe 8,8 Mio. Euro ausmacht, sowie dem Finanzanlagevermögen in Höhe von 142,1 Mio. Euro zusammen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 41,7 Mio. Euro sind der größte Posten des Umlaufvermögens.

Liquiditätslage

Konzern

EnviTec Biogas verfügt zum Bilanzstichtag über eine sehr solide Liquiditätssituation. Es standen flüssige Mittel in Höhe von 19,0 Mio. Euro (Vorjahr: 20,7 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 26,7 Mio. Euro (Vorjahr: 56,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 45,7 Mio. Euro übersteigt die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) deutlich. Das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Tilgungen erfolgen durch die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Umlaufvermögen. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von 21,3 Mio. Euro zur Verfügung.

Einzelabschluss

Die EnviTec Biogas AG verfügt mit 4,0 Mio. Euro finanziellen Mitteln über ausreichend Liquidität und konnte diese im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 0,9 Mio. Euro steigern. Darüber hinaus bestehen durch nicht aus genutzte Kreditlinien in Höhe von 21,3 Mio. Euro weitere kurzfristig verfügbare finanzielle Reserven.

Aussage zum Cashflow

Konzern

Die EnviTec konnte ihren Netto Cash-Flow gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Mio. Euro erhöhen. Er beläuft sich auf 37,8 Mio Euro gegenüber 32,5 Mio Euro Vorjahr. Der hohe Netto-Cashflow resultiert insbesondere aus dem Mittelzufluss aus der Abnahme der Fertigungsaufträge und der kurzfristigen Vermögenswerte. Dagegen stehen im Wesentlichen Mittelabflüsse aufgrund der Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit beträgt 20,4 Mio. Euro gegenüber 54,2 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund der Entkonsolidierung von 7 Biogasanlagen sind liquide Mittel in Höhe von 7,1 Mio. Euro zugeflossen.

Bei der Finanzierungstätigkeit ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Abfluss in Höhe von 26,2 Mio. Euro gekommen. Neben den Tilgungen von Darlehen führte die Ausschüttung von 14,9 Mio. Euro zu diesem Abfluss. Im Vorjahr konnte ein Zufluss in Höhe von 28,5 Mio. Euro, insbesondere aufgrund der Aufnahme des Schuldscheindarlehens, verzeichnet werden.

Einzelabschluss

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind der EnviTec Biogas AG im Geschäftsjahr 24,3 Mio. Euro zugeflossen. Besonders das gute Ergebnis vor nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen in Höhe von 6,2 Mio. Euro und der Abbau des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen mit 13,5 Mio. Euro haben zu diesem positiven Ergebnis geführt. Aus Investitionstätigkeit sind liquide Mittel in Höhe von rd. 7,0 Mio. Euro abgeflossen. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein negativer Cashflow in Höhe von 16,4 Mio. Euro. Dieser umfasst die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 14,9 Mio. Euro und den Abbau von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,6 Mio. Euro denen Neuaufnahmen von 2,0 Mio. Euro entgegenstehen. Insgesamt haben sich die liquiden Mittel der EnviTec Biogas AG im Geschäftsjahr noch einmal um 0,9 Mio. Euro erhöht.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Chancen- und Risikobericht

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.

Chancen

Branchenspezifische Chancen

Die weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche Wachstumsperspektiven. Biogas als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, wird auch in Zukunft weltweit an Bedeutung gewinnen. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien sehen wir mittelfristig Chancen in den USA und China.

Unternehmensstrategische Chancen

Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Dazu stehen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Qualitätssicherung sowie die Qualifikation der Mitarbeiter in unserem Fokus.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Leistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion, den Vertrieb bis hin zu Marketing. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität.

Risiken

Risikomanagement

In einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft.

Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen.

Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.

Wir sind ein wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.

Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt folgendes:

das Entwickeln und Umsetzen des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Unternehmenswertsteigerung,
das Behaupten der Technologieführerschaft,
die Sicherstellung der Liquidität.

Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG''). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung.

Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der anhaltenden politischen Diskussion in Deutschland sind die Risiken daraus zum Zeitpunkt dieser Abschlusserstellung nicht im Detail einschätzbar, jedoch kann derzeit nicht mit einem Marktwachstum in Deutschland gerechnet werden. Details zu den Rahmenbedingungen sind im Prognosebericht dargestellt.

Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten.

EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultieren eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück

Auftrags- und Absatzrisiko

Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren.

Im Bereich Energy geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns oder mit erstklassigen Bonitäten gedeckt

Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Mit einem ehemaligen Kunden hat sich EnviTec auf die Beendigung umfangreicher Rechtsstreitigkeiten sowie auf die plangemäße Rückführung offener Forderungen geeinigt. Der ehemalige Kunde hat EnviTec umfassende Besicherungen gewährt. Gleichwohl haben wir, um etwaige Restrisiken abzudecken, höchstvorsorglich eine Einzelwertberichtigung von 2,0 Mio. Euro vorgenommen.

Währungsrisiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können.

Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,6 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen bzw. dem US-amerikanischen Tochterunternehmen abgesichert.

Wettbewerbsrisiken

Bestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt.

Technologische Risiken

Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.

Beschaffungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor.

Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Unternehmenswachstum und interne Risiken

EnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit den volatilen Rahmenbedingungen Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert wurden und in der Organisation umgesetzt sind. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter.

Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontroll Systeme (IKS).

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.

Personalrisiken

Die Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Knowhow durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen.

Risiken aus Finanzierungsinstrumenten

Die EnviTec Biogas AG hat im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben. In diesem Zusammenhang hat sich die EnviTec zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest- Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) und einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung / EBITDA). Die zugesagten Covenants werden von der EnviTec eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde ein Kündigungsrecht der Banken auslösen. Aufgrund von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 12,0 Mio. Euro ist die EnviTec Biogas AG grundsätzlich einem Zinsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko wird durch derivate Finanzinstrumente abgesichert. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtages 31. Dezember 2013 sind nicht aufgetreten.

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl &Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabil

Die Weltwirtschaft hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2013 schneller erholt als in den Prognosen von Herbst letzten Jahres erwartet. Diverse Faktoren, die die Weltkonjunktur in den vergangenen Jahren belasteten, verloren in den letzten Monaten an Bedeutung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet daher gemäß aktueller Prognose einen Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung von 3,7 Prozent für 2014 und 3,9 Prozent für 2015. In den USA ist der Konsolidierungsprozess so weit vorangeschritten, dass die davon ausgehende dämpfende Wirkung auf die Weltwirtschaft spürbar nachlässt. Hier rechnet der IWF mit einem erhöhten Wachstumstempo von 2,8 Prozent im laufenden Jahr. Im Euroraum hat sich das Vertrauen in den Bestand des Währungsgebietes gefestigt, die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat den vorhergesehenen Turnaround gebracht, was einen voraussichtlichen Zuwachs von 1,0 Prozent in 2014 sowie 1,4 Prozent in 2015 generiert. Für Deutschland prognostizieren die Experten ein Wachstum von 1,6 Prozent und 1,4 Prozent. Das verlangsamte Wachstumstempo der Schwellen- und Entwicklungsländer zieht laut der Prognose in 2014 des IWF mit 5,1 Prozent erneut an und wächst in 2015 voraussichtlich um 5,4 Prozent. China wird in 2014 und 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent und 7,3 Prozent der globale Wachstumsmotor bleiben, auch wenn sich das Tempo leicht reduziert.

Branchenentwicklung

Die große Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen für Biogas in Deutschland wird auch das Jahr 2014 prägen. Bis Ende Juli 2014 soll laut heutigem Stand das EEG 2012 gelten. Biogasanlagen, die bis dahin nicht am Netz sind, werden nach einem neuen Gesetz vergütet - wie dieses im Detail aussehen wird, ist weiterhin umstritten. Entsprechend verunsichert sind alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung, über die Finanzierung, bis hin zum Bau und dem Betrieb von Anlagen. Auch ein möglicher rückwirkender Eingriff in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen kann noch nicht ausgeschlossen werden. Der jetzt von der Bundesregierung in den parlamentarischen Prozess eingebrachte Gesetzentwurf sieht eine deutliche Absenkung der Einspeisevergütungen und eine stärkere Förderung für die Nutzung von Abfällen vor. Zudem wird ein Deckel des Neubaus bei 100 MW diskutiert, der allerdings aufgrund der niedrigen Vergütungssätze nach Einschätzung von EnviTec irrelevant wäre, da der Ausbau deutlich unter dieser Grenze liegen würde. Die Prognose des Fachverbands für Biogas von neuen Anlagen mit insgesamt 180 MW wäre auf jeden Fall nicht zu erreichen.

Unabhängig davon wie das neue EEG aussehen wird, werden die ausländischen Märkte für EnviTec weiter an Bedeutung gewinnen. In Italien besteht weiterhin die zum 1. Januar 2013 novellierte gesetzliche Förderung. Diese bietet insbesondere Chancen für Biogasanlagen bis zu 300 kW und teilweise auch für größere Anlagen. EnviTec hat sich darauf frühzeitig eingestellt und bietet seitdem entsprechende Anlagenkonzepte an. Nachdem sich der italienische Markt im Jahr 2013 auf die neuen Rahmenbedingungen erst einstellen musste, sollte sich die Nachfrage im Jahr 2014 stabilisieren. In Märkten wie Frankreich und Großbritannien sind die Rahmenbedingungen für die Produktion von Biogas weiterhin attraktiv. Insbesondere die positiven Aspekte der Biomethaneinspeisung werden hier erkannt und entsprechend gefördert. In den noch jungen Märkten USA und China bietet die Nutzung von Reststoffen zur Produktion von Energie für den Eigenverbrauch Chancen.

Entwicklung von EnviTec Biogas

Das finanzielle Fundament von EnviTec Biogas wird auch in den Jahren 2014 und 2015 solide sein. Es ermöglicht, die schwierige Situation in Deutschland zu überstehen und den Konzern gleichzeitig noch internationaler auszurichten, um die Chancen in ausländischen Märkten zu nutzen. EnviTec Biogas verfügte Ende 2013 über flüssige Mittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 45,7 Mio. Euro. Diese übersteigen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten deutlich. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von mehr als 20 Mio. Euro zur Verfügung. Eine dauerhafte Nutzung dieser Linien ist derzeit nicht geplant. Auch sind derzeit keine Fälligkeiten von Verbindlichkeiten bekannt, die die Liquiditätssituation von EnviTec spürbar belasten würden. Darüber hinaus ist es unser Ziel, den Forderungsbestand im Jahr 2014 weiter zu verringern und damit die Liquiditätssituation nochmals zu verbessern.

Entwicklung in den Segmenten

In den kommenden Jahren muss EnviTec zwei wesentliche Herausforderungen im Anlagenbau begegnen: Internationalisierung und Flexibilität. Der deutsche Markt wird weiter an Bedeutung für unser Neugeschäft verlieren. Wir erwarten nicht, dass der inländische Markt auch nur annähend zum alten Volumen zurückkehren wird. Dies bietet für EnviTec die Chance, dass Wettbewerber ohne ein solides finanzielles Fundament und starkes Auslandsgeschäft den Markt verlassen. Allerdings bleibt die Situation in Deutschland schwierig: Auch wenn es noch kein neues EEG gibt, Biogas als erneuerbare, verlässliche und dezentrale Alternative zu Erdgasimporten und Kohle scheint politisch nicht gewollt zu sein.

EnviTec wird in den kommenden Jahren noch internationaler werden. Es gibt mehrere attraktive Märkte für Biogas und Biomethan. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass sich die Rahmenbedingungen auch im Ausland schnell ändern können. Wir müssen vorhandene Chancen also schnell und konsequent nutzen und die mit dem Auslandsgeschäft verbundenen Risiken - wie etwa unterschiedliche Rechtssysteme, Bauvorschriften und Sprachbarrieren - effizient managen. Dafür haben wir uns im Jahr 2013 fit gemacht und die Unternehmens- und Personalstruktur aber auch die Produktpalette angepasst. Neben Italien sind Frankreich und Großbritannien derzeit die wichtigsten Auslandsmärkte für EnviTec. Darüber hinaus haben wir in den USA und China die ersten Aufträge erhalten und teilweise auch schon realisiert.

EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 67,6 Mio. Euro. Dieser ist eine gute Grundlage für ein stabiles Geschäft in 2014. Aufgrund der Unsicherheit in Deutschland und den sich insgesamt schnell verändernden Rahmenbedingungen ist insbesondere im Anlagenbau eine verlässliche quantifizierte Prognose schwierig - dies gilt insbesondere für den Auftragsbestand, gleichwohl gehen wir von einem Auftragsbestand auf gleichbleibendem Niveau Ende 2014 aus.

Im Jahr 2014 soll der Umsatz im Segment Anlagenbau auf Vorjahresniveau liegen. Dabei ist eine deutliche Verbesserung des Segment-EBIT geplant. Für das Jahr 2015 wird mit dem Halbjahresabschluss 2014 eine Prognose veröffentlicht.

Im Segment Eigenbetrieb sollte sich die stabile Situation von Umsatz, Kosten und Ergebnis im Jahr 2014 und darüber hinaus auch im Jahr 2015 fortsetzen. Derzeit erwarten wir keine signifikanten Preisänderungen für Inputstoffe. In 2014 sollte bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau das EBIT deutlich positiv sein. Wir werden unsere Produktionskapazität von 52 MW Ende 2013 weiter optimieren und gezielt neue Anlagen bauen. Sofern es die Rahmenbedingungen zulassen, soll die Produktionskapazität im Eigenbetrieb in 2014 und in 2015 um jeweils vier MW ausgebaut werden. Im Fokus stehen dabei Deutschland und Großbritannien. Jedoch ist auch der Bau in anderen Ländern nicht ausgeschlossen.

Im Segment Service plant EnviTec im Jahr 2014 weiteres Wachstum. Zur Intensivierung des Vertriebs im In- und Ausland sowie der Verbesserung der Servicequalität haben wir 2013 unsere Mitarbeiterzahl in diesem Segment erhöht. Daher erwarten wir eine leichte Umsatzsteigerung und ein leicht verbessertes EBIT im Jahr 2014. In 2015 sollte sich die positive Entwicklung fortsetzen. In Deutschland ist Wachstum aufgrund der zukünftig - voraussichtlich - deutlich abnehmenden Neuanlagenzahl sehr begrenzt. Im Ausland sehen wir aufgrund des jeweiligen Ausbaus der Anlagenzahl hingegen Chancen.

Die zukünftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Segment Energy ist abhängig von der zukünftigen Ausgestaltung des EEG in Deutschland. Das Geschäft im Segment Energy ist derzeit noch auf Deutschland ausgerichtet. Es ist von einer deutlichen Verschlechterung der Rahmenbedingungen für den Handel mit Biomethan aber auch für das Contracting auf Basis von Biomethan-BHKW's auszugehen. Chancen liegen hingegen im Bereich Direktvermarktung. Vor diesem Hintergrund gehen wir in 2014 von einer Umsatz- und Ertragsentwicklung auf Vorjahresniveau aus.

Auf Konzernebene erwartet EnviTec aufgrund der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten im Jahr 2014 einen stabilen Geschäftsverlauf. Der Konzernumsatz sollte 2014 zwischen 145 Mio. Euro und 165 Mio. Euro liegen. Das EBIT sollte weiterhin positiv sein. Der Eigenbetrieb wird erneut den wesentlichen Teil zum Konzernumsatz und -gewinn beitragen. Die Entwicklung im Jahr 2015 wird maßgeblich von der Entwicklung der internationalen Märkte abhängen. Entsprechend werden wir mit dem Halbjahresbericht 2014 einen Ausblick auf 2015 geben. Derzeit gehen wir für das Geschäftsjahr 2015 von einer weiteren Verbesserung des operativen Ergebnisses aus.

Prognose Einzelabschluss

Im Einzelabschluss wird sich die Verlagerung des Anlagenbaus in die internationalen Märkte bemerkbar machen und nach Einschätzung des Vorstandes zu einem negativen operativen Ergebnis führen, das allerdings durch positive Effekte der Beteiligungen im Finanzergebnis kompensiert wird. Es wird daher in 2014 von einem positiven EBT unter Vorjahresniveau ausgegangen.

Insoweit spiegelt sich die Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich der Entwicklung des Gesamtkonzerns auch im Einzelabschluss für 2014 und 2015 wider.

Die Liquidität wird sich aufgrund eines verbesserten Working Capital Managements, geringerer Investitionstätigkeit sowie der Refinanzierung von bisher aus Eigenmitteln finanzierten Biogasprojekten verbessern. Die erste planmäßige Rückführung des 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehens wird 2015 aus dem laufenden Cash Flow erfolgen.

Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

Insgesamt überwiegen für EnviTec nach dem schwierigen Jahr 2013 die Chancen im Vergleich zu den Risiken. Zahlreiche Länder in Europa - wie auch die jungen Märkte USA und China - bieten der Biogasbranche Chancen. Jedoch wird die mittelfristige Planbarkeit immer schwieriger. Der deutsche Markt wird weiter an Bedeutung verlieren und EnviTec wird noch internationaler werden. Die attraktiven Märkte müssen schnell und effizient bedient werden. Darauf hat sich EnviTec Biogas eingestellt: Wir verfügen über ein starkes technologisches sowie finanzielles Fundament und haben unsere Unternehmensstruktur den volatilen Marktbedingungen angepasst. Ziel ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen.

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

scroll

2013

in EUR
2012

in EUR
Anhang
1. Umsatzerlöse 148.828.206 190.452.055 21.
2. Sonstige betriebliche Erträge 15.712.011 8.700.919 22.
Gesamtleistung 164.540.218 199.152.973
3. Materialaufwand 100.744.244 132.552.862 23.
Rohergebnis 63.795.974 66.600.111
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.353.387 17.793.226
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung 3.644.024 4.431.299 24.
18.997.412 22.224.525
5. Abschreibungen 16.031.391 13.227.951 25.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 26.364.305 29.849.705 26.
Operatives/betriebliches Ergebnis 2.402.866 1.297.930
7. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -318.760 114.051 27.
8. Zinserträge 2.392.127 4.924.875 28.
9. Zinsaufwendungen 3.486.586 3.348.672 29.
Ergebnis vor Ertragsteuern 989.647 2.988.184
10. Ertragsteuern 717.125 1.880.107 30.
11. Ergebnis vor Minderheitenanteil 272.522 1.108.077
12. Minderheitenanteil -46.490 -73.365
13. Konzernergebnis 319.012 1.181.442
Ergebnis je Aktie in EUR
Ergebnis je Aktie in EUR unverwässert 0,02 0,08
Ergebnis je Aktie in EUR verwässert 0,02 0,08 31.
Gewogener Durchschnitt der Stückaktien
unverwässert 14.850.000 14.850.000
verwässert 14.850.000 14.850.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

scroll

31.12.2013

in EUR
31.12.2012

in EUR
Ergebnis vor Minderheitenanteil 272.522 1.108.077
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten 61.884 -147.745
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Cash flow hedges) 61.884 -147.745
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochtergesellschaften -64.593 -4.586
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsumrechung) -64.593 -4.586
Erfasste Erträge und Aufwendungen, die zukünftig in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden -2.709 -152.331
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen -2.709 -152.331
Konzernergebnis und summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 269.813 955.746
davon Ergebnisanteile Minderheiten -46.490 -73.365
davon Ergebnisanteile Mutterunternehmen 316.303 1.029.111

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

scroll

31.12.2013

in EUR
31.12.2012

in EUR
Anhang
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 4.777.120 4.850.048 5.
II. Sachanlagen 117.585.787 126.025.763 5.
III. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 11.068.942 8.124.524 6.
IV. Sonstige langfristige Forderungen 38.644.328 17.901.325 8.
V. Latente Steuern 3.625.509 2.320.094 30.
Summe langfristige Vermögenswerte 175.701.686 159.221.755
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 29.949.652 34.309.425 10.
II. Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 9.876.330 48.387.817 9.
III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.809.076 29.751.203 11.
IV. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26.748.038 56.554.342 12.
V. Ertragsteuererstattungsansprüche 178.582 3.919.222 13.
VI. Flüssige Mittel 18.956.775 20.650.282 32.
Summe kurzfristige Vermögenswerte 119.518.453 193.572.290
Summe Vermögenswerte 295.220.137 352.794.045
Passiva
31.12.2013

in EUR
31.12.2012

in EUR
Anhang
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14.850.000 14.850.000
II. Kapitalrücklage 132.995.741 132.995.741
III. Gewinnrücklagen
1. Währungsausgleichsposten -143.626 -79.033
2. sonstige Rücklagen (IFRS) 392.591 330.707
3. andere Gewinnrücklagen 10.000.000 10.000.000
IV. Gewinnvortrag 11.823.288 26.047.926
V. Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsanteile) -876.128 -848.551
VI. Konzernergebnis 319.012 1.181.442
Summe Eigenkapital 169.360.879 184.478.233 14.
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Rückstellungen 941.000 840.000 15.
II. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 77.552.964 81.984.291 16.
III. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.259.719 655.089 18.
IV. Latente Steuern 1.569.170 3.833.117 30.
Summe langfristige Schulden 81.322.852 87.312.497
C. Kurzfristige Schulden
I. Kurzfristige Rückstellungen 8.678.494 12.331.310 15.
II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 17.169.809 32.165.651 16.
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.165.806 28.088.875 17.
IV. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 888.551 1.647.498 9.
V. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.483.102 5.911.872 18.
VI. Ertragsteuerschulden 150.645 858.108 19.
Summe kurzfristige Schulden 44.536.406 81.003.315
Summe Eigenkapital und Schulden 295.220.137 352.794.045

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

scroll

2013

in EUR
2012

in EUR
Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten 272.522 1.108.077
Ertragsteueraufwand 717.125 1.880.107
Zinsergebnis 1.094.459 -1.576.203
Gewinne (-) Verluste (+) aus at-equity-bilanzierten Unternehmen 318.760 -55.699
Gezahlte Ertragsteuern -3.644.252 -1.132.130
Abschreibungen auf kurz- und langfristige Vermögenswerte 16.031.391 13.227.951
Abnahmen (-) / Zunahme (+) der sonstigen Rückstellungen -2.860.580 3.053.576
Gewinne (-) / Verluste (+) aus Abgängen Endkonsolidierung -4.516.979 0
Gewinne (-) / Verluste (+) aus Anlagenabgängen 40.218 -55.085
Brutto Cashflow 7.452.664 16.450.593
Abnahme der Vorräte 1.719.076 103.524
Abnahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 38.511.487 9.780.524
Abnahme der Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -758.947 -1.997.631
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.840.590 -7.889.908
Ab-/zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -12.550.600 11.517.944
Zunahme der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten 604.630 655.089
Abnahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte 9.809.566 4.065.151
Zunahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte -4.664.241 -4.217.993
Zunahme der aktiven latenten Steuern -1.305.415 -775.691
Ab-/ Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten -1.799.364 2.859.258
Abnahme der kurzfristigen Steuerforderungen 3.464.068 2.879.965
Zu-/Abnahme Verbindlichkeiten aus Verkehrsteuern und Steuerabzügen 307.325 -5.411.493
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge -537.904 -482.729
Zinseinnahmen 2.392.127 4.924.875
Zufluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cash-flow) 37.803.882 32.461.479
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 486.795 422.274
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte -214.805 -2.398.718
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -18.350.029 -51.224.907
Auszahlungen für Investitionen in at-equity-Beteiligungen -2.539.507 -1.917.487
Einzahlungen aus Entnahmen at-equity Beteiligungen 62.556 320.000
Einzahlungen aus dem Verkauf von at-equity Beteiligungen 0 501.182
Zufluss liquide Mittel aufgrund Unternehmenserwerb 125.089 116.256
Abfluss aus laufender investiver Tätigkeit -20.429.900 -54.181.400
Einzahlung für den Abgang von Vermögenswerte und Schulden aus dem Verkauf von vollkonsolidierten Tochterunternehmen 2.592.189 0
Aufpreis für den Verkauf von vollkonsolidierten Tochterunternehmen 4.516.979 0
Zufluss aus Endkonsolidierung 7.109.168 0
Einzahlungen aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten 15.849.706 45.118.226
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bei Kreditinstituten -11.612.908 -28.054.513
Ab-/zunahme der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten -2.299.349 -356.272
Auszahlungen an Gesellschafter -14.850.000 0
Ab-/zunahme der sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (ohne kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) -9.777.520 15.158.380
Zinsausgaben -3.486.586 -3.348.672
Ab-/ Zufluss aus laufender investiver Tätigkeit -26.176.657 28.517.149
Zahlungswirksame Veränderungen gesamt -1.693.507 6.797.227
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 20.650.282 13.853.055
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 18.956.776 20.650.282

Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2013

scroll

in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen Rücklage für Währungsausgleichsposten Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag
Eigenkapital am 01.01.2012 14.850.000 132.995.741 478.452 -74.447 10.000.000 18.497.937
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 7.549.989
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 0 -147.745 -4.586 0 0
Eigenkapital am 31.12.2012 14.850.000 132.995.741 330.707 -79.033 10.000.000 26.047.926
Eigenkapital am 01.01.2013 14.850.000 132.995.741 330.707 -79.033 10.000.000 26.047.926
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 1.181.442
Ausschüttung 0 0 0 0 0 -14.850.000
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutrale Aufstockung von Anteilen an Tochtergesellschaften 0 0 0 0 0 -556.080
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 0 61.884 -64.593 0 0
Eigenkapital am 31.12.2013 14.850.000 132.995.741 392.591 -143.626 10.000.000 11.823.288

scroll

in EUR Jahresüberschuss Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen Minderheitenanteil Summe
Eigenkapital am 01.01.2012 7.549.989 184.297.672 -444.821 183.852.851
Umgliederungen Jahresüberschuss -7.549.989 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 -330.365 -330.365
Konzernergebnis 1.181.442 1.181.442 -73.365 1.108.077
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 -152.331 0 -152.331
Eigenkapital am 31.12.2012 1.181.442 185.326.783 -848.551 184.478.233
Eigenkapital am 01.01.2013 1.181.442 185.326.783 -848.551 184.478.232
Umgliederungen Jahresüberschuss -1.181.442 0 0 0
Ausschüttung 0 -14.850.000 0 -14.850.000
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 -537.167 -537.167
Konzernergebnis 319.012 319.012 -46.490 272.522
Erfolgsneutrale Aufstockung von Anteilen an Tochtergesellschaften 0 -556.080 556.080 0
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 -2.709 0 -2.709
Eigenkapital am 31.12.2013 319.012 170.237.006 -876.128 169.360.879

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2013

1. Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2013 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt worden.

Die EnviTec Biogas AG ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen, dem technischen und biologischen Service sowie der Vermarktung von Strom beschäftigt.

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz im niedersächsischen Lohne (Oldenburg), Industriering 10a, ist Mutterunternehmen des EnviTec-Konzerns und war bis zum Wechsel in den Entry Standard am 29. August 2013 eine börsennotierte Aktiengesellschaft gemäß § 3 Abs. 2 AktG. Der zum 31. Dezember 2013 aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.envitec-biogas.de abrufbar.

Am 28. April 2014 hat der Vorstand der EnviTec Biogas AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Segmentberichterstattung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro angegeben oder auf TEUR gerundet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgte nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie voraussichtlich länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte und Fertigungsaufträge werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

2. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

2.1. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben eine Reihe von Änderungen bestehender International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS und Interpretationen verabschiedet, die für den EnviTec-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2013 erstmals verpflichtend anzuwenden sind, die allerdings keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern hatten. Dabei handelt es sich um:

scroll

IAS 1 "Darstellung einzelner Posten des sonstigen Vermögens"
IAS 12 "Ertragssteuern - Latente Steuern; Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte"
IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer"
IAS 27 "Einzelabschlüsse"
IFRS 7 "Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten"
IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwertes

2.2. Neu veröffentlichte Rechnungslegungsvorschriften, die aber noch nicht angewandt werden

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt. Auf das Wahlrecht zur vorzeitigen freiwilligen Anwendung wurde verzichtet.

Folgende neue Standards, überarbeitete Standards und Interpretationen sind ab 2014 oder später und gegebenenfalls vorbehaltlich eines EU-Endorsement zu berücksichtigen. Die Auswirkungen der Standards und ihre zeitliche Anwendung werden derzeit geprüft.

Im Rahmen des Annual Improvements Process (20092011) wurde eine Vielzahl kleinerer Änderungen vorgenommen, die erstmals für das aktuelle Geschäftsjahr anzuwenden waren. Die Änderungen betreffen die Standards IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34. Für den Konzernabschluss der EnviTec haben sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.

Aus den Annual Improvements Process der Jahre 2010 bis 2013 haben sich weitere kleinere Änderungen ergeben, die erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.

scroll

Standard Regelung Zeitpunkt Erstanwendung EnviTec Konzern Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 Werden zur Zeit noch untersucht
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2014 Werden zur Zeit noch final untersucht. Wir gehen davon aus, dass keine Änderungen zu erwarten sind.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2014 Werden zur Zeit noch final untersucht. Wir gehen davon aus, dass keine Änderungen zu erwarten sind.
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.2014 Werden zur Zeit noch final untersucht. Wir gehen davon aus, dass keine Änderungen zu erwarten sind.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2014 Keine wesentlichen Änderungen
IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte 01.01.2014 Keine wesentlichen Änderungen
IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 01.01.2014 Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 7/IAS 32 (Angaben zur) Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.2013 (gilt für IFRS 7) 01.01.2014 (gilt für IAS 32) Keine wesentlichen Änderungen

3. Grundlagen des Konzernabschlusses

3.1. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert; negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam erfasst.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.

Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-equity Beteiligungen. Ein Werthaltigkeitstest für einen im Beteiligungsansatz enthaltenen Firmenwert wird einmal im Jahr sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt. Der Anteil am sonstigen Ergebnis der assoziierten Unternehmen wird anteilig im sonstigen Ergebnis des EnviTec-Konzerns ausgewiesen.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Zu Veränderungen des Konsolidierungskreises und den einbezogenen Unternehmen wird im nachfolgenden Punkt eingegangen.

3.2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013 wie folgt entwickelt:

scroll

Inland Ausland Gesamt
Envitec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen
31.12.2012 111 32 143
Zugänge von Tochterunternehmen 1 0 1
Abgänge von Tochterunternehmen 13 0 13
31.12.2013 99 32 131

scroll

Inland Ausland Gesamt
At-equity bewertete Unternehmen
31.12.2012 60 7 67
Zugänge von at-equity bewerteten Unternehmen 6 1 7
Abgänge von at-equity bewerteten Unternehmen 1 0 1
31.12.2013 65 8 73

Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 204 (Vorjahr: 210) Unternehmen, von denen 131 (Vorjahr: 143) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen befindet sich unter Pkt. 7. Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Veränderungen bei den vollkonsolidierten Unternehmen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2013 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil

in %
Zugänge
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 75,00
Abgänge
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne 65,60
Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne 65,60
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard 64,00
Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard 64,00
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne 64,60
RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne 64,60
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne 64,80
Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Lohne 64,80
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben 70,00
Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben 70,00
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne 87,60
Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne 87,60
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100,00

Die Veränderungen bei den at-equity bewerteten Unternehmen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2013 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil

in %
Zugänge Inland
EnviTec-Greten Behälterbau GmbH & Co. KG, Lohne 50,00
EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs GmbH, Lohne 50,00
Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst (Lausitz) 40,00
Biogas Forst Verwaltungs GmbH, Forst (Lausitz) 40,00
Biogas Eikeloh GmbH & Co. KG, Erwitte 50,00
Biogas Eikeloh Verwaltungs GmbH, Erwitte 50,00
Zugänge Ausland
Libramont Energies Vertes, Libramont-Chevigny 50,00
Abgänge
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 50,00

Zugänge vollkonsolidierte Unternehmen

Es wurden weitere 25 % der Anteile an der EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne, für einen Kaufpreis in Höhe von TEUR 30 erworben. Damit ist die EnviTec Biogas AG an dieser Gesellschaft indirekt mit 75 % beteiligt. Die Gesellschaft wird deshalb zum 31. Dezember 2013 erstmalig vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen.

Zum Erwerbszeitpunkt ergeben sich die folgenden nach IFRS 3.67f anzugebenen Zeitwerte für die Vermögensgegenstände und Schulden:

scroll

Kurzfristige Vermögenswerte TEUR 135
Kurzfristige Schulden TEUR 55

Abgänge vollkonsolidierter Unternehmen

Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind 13 Beteiligungen an Biogasanlagen und deren Komplementärgesellschaften. Dem Konzern sind aus diesem Verkauf liquide Mittel in Höhe von TEUR 7.109 zugeflossen. Es konnte ein Veräußerungsgewinn von TEUR 4.517 erzielt werden.

Zugänge at-equity bewertete Unternehmen

Die EnviTec Biogas AG hat zusammen mit der Alfons Greten Betonwerk GmbH & Co. KG am 28. März 2013 die EnviTec-Greten Behälterbau GmbH &Co. KG sowie deren Komplementärin, die EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs GmbH, beide mit Sitz in Lohne, gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Gesellschafter jeweils 50% halten, hat den Bau von Behältern zum vorwiegenden Einsatz in der Landwirtschaft zum Unternehmensgegenstand.

Am 2. Dezember 2013 wurden jeweils 40% an der Biogas Forst GmbH &Co. KG (vormals BioFo Asset Besitzgesellschaft mbH &Co. KG) und der Biogas Forst Verwaltungs GmbH (vormals BioFo Asset Verwaltungsgesellschaft mbH), beide mit Sitz in Forst, erworben. Der Kaufpreis für beide Gesellschaften betrug TEUR 2.194. Unternehmensgegenstand ist der Betrieb einer Biogasanlage, die sich derzeit im Bau befindet.

Zum Erwerbszeitpunkt ergeben sich die folgenden nach IFRS 3.67f anzugebenen Zeitwerte für die Vermögensgegenstände und Schulden:

scroll

Zeitwerte Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt

in TEUR
Langfr. Vermögenswerte 4.784
Kurzfr. Vermögenswerte 1.652
davon flüssige Mittel 15
Kurzfristige Schulden 3.956

Weiterhin hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH &Co. KG zum 1. April 2013 50 % der Anteile an der Biogasanlage Biogas Eikeloh GmbH &Co. KG sowie an deren Komplementärin für einen Kaufpreis von TEUR 63 erworben.

Zum Erwerbszeitpunkt ergeben sich die folgenden nach IFRS 3.67f anzugebenen Zeitwerte für die Vermögensgegenstände und Schulden:

scroll

Zeitwerte Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt

in TEUR
Langfr. Vermögenswerte 50
Kurzfr. Vermögenswerte 9
Kurzfristige Schulden 34

In Libramont-Chevigny, Belgien, hat die EnviTec Biogas AG zum 30. Januar 2013 die Libramont Energies Vertes gegründet und ist an der Gesellschaft zu 50% beteiligt. Die Gesellschaft betreibt eine Biogasanlage.

Die Unternehmenswerbe wurden zum weiteren Ausbau des Segments Eigenbetrieb vorgenommen. Die Gesellschaften fügen sich aufgrund der eingesetzten Technik nahtlos in das Portfolio des EnviTec Konzerns ein.

Weitere Veränderungen

Im Februar 2013 hat die EnviTec Biogas AG ihre Anteile an der Biogas Operating Holding S.r.l auf 100 % aufgestockt. Die Aufstockung erfolgte durch den Kauf der restlichen Anteile vom ehemaligen Minderheitsgesellschafter.

Von der EnviTec Beteiligungs GmbH &Co. KG wurde zu einem Kaufpreis von 262.104,47 Euro ein weiterer Anteil von 3,68% erworben. Die EnviTec Biogas AG ist somit nun an der Gesellschaft mit 98,6% beteiligt.

Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2013 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Straußfurt GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne
EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG i.L., Lohne Biogas Weyhausen GmbH & Co. KG. Garrel
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld Biogas Oderaue GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Sondershausen GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Neutrebbin
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Greifswald GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel
EnviTec Energy Contracting GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Topfstedt GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Darmstadt
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt Biogas Elsteraue GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg Erste Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne Dritte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg Vierte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne Fünfte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Zweite Biogas Neese GmbH & Co. KG, Vechta

3.3. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf sieben Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel sowie auf die Gesamtergebnisrechnung. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.

3.4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.

Als grundlegendes Bewertungskonzept wird im Konzernabschluss das Anschaffungskostenprinzip angewendet. Dort, wo die IFRS andere Bewertungskonzepte vorschreiben, werden diese verwendet; in den folgenden Ausführungen zur Bewertung von Aktiv- und Passivposten wird hierauf gesondert hingewiesen.

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von fertiggestellten Biogasanlagen - nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen - werden zum Zeitpunkt der Schlussabnahme der Anlagen realisiert. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für Biogasanlagen, die am Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt oder abgenommen worden sind, werden unter Anwendung der Percentage-of-completion-Methode (POC) ermittelt. Dabei wird einerseits der Anteil der erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Kundenauftrags, andererseits der Gewinn des gesamten Auftrags geschätzt und entsprechend realisiert.

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, sobald die mit dem Eigentum der verkauften Waren verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann. Ist es nicht wahrscheinlich, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird, werden keine Umsätze ausgewiesen. Im Übrigen werden Umsätze unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatte ausgewiesen. Umsätze aus Dienstleistungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Dienstleistung erbracht wird.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung, sowohl der voraussichtlichen Nutzungsdauer als auch der Abschreibungsverläufe, beruht auf Schätzungen in Bezug auf den Zeitraum und die Verteilung der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten im Zeitverlauf.

Entwicklungskosten wurden nicht nach IAS 38 aktiviert, da zum Bilanzstichtag die Voraussetzungen für die Aktivierung nicht vorlagen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben und unterliegen jährlichen Impairment-Tests. Hinsichtlich der Werthaltigkeitstest verweisen wir auf den Pkt. 3.7. Werthaltigkeitsprüfung.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste ("impairment losses").

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen wie z.B. laufende Unterhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:

scroll

Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich in die Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

eingeteilt.

Die Zuweisung eines finanziellen Vermögenswertes zu einer bestimmten Kategorie hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfasst zum einen die dem Handelsbestand zuzurechnenden finanziellen Vermögenswerte (trading) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die von Anfang an durch das Management im Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam zum fair value bewertet werden sollen. Die EnviTec Biogas AG weist im Konzernabschluss 2013 Vermögenswerte dieser Kategorie in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr: -41 TEUR) aus.

Kredite und Forderungen

Bei den Krediten und Forderungen handelt es sich um originäre oder erworbene Darlehen und Forderungen mit feststehenden oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden üblicherweise durch Bereitstellung von Bargeld, durch Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen begründet. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Finanzinstrumente dieser Kategorie werden nach ihrem Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen langfristigen Forderungen enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen, die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugewiesen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Indikatoren zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs liegen insbesondere vor bei mehrjährigen operativen Verlusten einer Gesellschaft, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz oder dem Erfordernis einer finanziellen Sanierung des Schuldners der Forderung. Kredite und Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte zeichnen sich durch feste oder bestimmbare Zahlungen, eine feste Laufzeit sowie die Absicht und Fähigkeit der EnviTec Biogas AG, diese Vermögenswerte tatsächlich bis zur Endfälligkeit zu halten, aus.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Unter diese Kategorie fallen alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen drei Kategorien zuzurechnen sind oder aufgrund einer subjektiven Widmung durch das Management als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gelten. Diese Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, sofern es sich um dauerhafte beziehungsweise wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes beziehungsweise einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Vorräte) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Abwicklung von Fertigungsaufträgen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Liegt der aktuelle Einkaufspreis unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten wird der niedrigere Wert angesetzt, es sei denn, sie gehen in Fertigungserzeugnisse ein, die voraussichtlich zu den Fertigungskosten oder darüber verkauft werden können (IAS 2.32). Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht, weil die Voraussetzungen des IAS 23 nicht erfüllt sind.

Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die anfallen, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu bringen.

Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der für die Teilgewinnrealisierung zugrunde zu legende Fertigstellungsgrad wird nach dem Cost-to-cost-Verfahren ermittelt. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die erhaltenen teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag ausgegangenen Teilabrechnungen die realisierten Erträge übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist und der langfristige Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwerts und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Latente Steuern, Steuerschulden, Steuererstattungsansprüche

Als Ertragsteuern werden die erhobenen Steuern auf das steuerpflichtige Einkommen der Gesellschaften sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 (Ertragsteuern). Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz (Buchwerte) und der Steuerbilanz (Steuerwerte) sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen Steuergesetzen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird, und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u.a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

Weitere Informationen zu Ertragsteuern sind im Anhang Pkt. 30 enthalten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen), mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären.

Etwaige Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden von uns auf Einzelfallbasis geprüft. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre und derivative Verbindlichkeiten.

Die originären Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden.

Langfristige Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Berichtstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten

Abgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

Sicherungsinstrumente

Die Gesellschaft designiert Sicherungsinstrumente im Rahmen der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). Zu Beginn des Hedge Accounting wird die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft gem. den Vorgaben von IAS 39.88 dokumentiert. Weiterhin wird sowohl bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, ob das in die Sicherungsbeziehung einbezogene Sicherungsinstrument gemäß dem abgesicherten Risiko im hohen Maße effektiv ist.

Im Falle eines Cashflow Hedges gilt, dass der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts der im Rahmen eines Cashflow Hedges designierten Derivate im sonstigen Ergebnis erfasst wird. Ineffektive Wertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, in der auch das Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Die bilanzielle Abbildung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Der vollständige zu diesem Zeitpunkt im sonstigen Ergebnis erfasste und im Eigenkapital angesammelte Gewinn oder Verlust verbleibt im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam vereinnahmt, wenn die erwartete Transaktion ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet wird. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, wird der gesamte im Eigenkapital erfasst Erfolg sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

3.5. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

3.6. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Aufgrund der produktorientierten Steuerung des Geschäfts des EnviTec-Konzerns wurden bei der Einteilung der Segmente weiterhin die einzelnen Segmente Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy identifiziert, die auch der internen Berichterstattung dienen. Der Anlagenbau beinhaltet die Projektierung, Genehmigungsplanung und Errichtung von Biogasanlagen, während das Segment Service die technische und biologische Wartung von Biogasanlagen umfasst. In dem Segment Eigenbetrieb werden die selbstbetriebenen Biogasanlagen erfasst. Der Bereich Energy vermarktet EEG Strom und verkauft Wärme.

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

scroll

Umsatzerlöse

in TEUR
Anlagenbau Service Eigenbetrieb Energy Überleitung Konzern
- Fremdumsatz 47.287 19.327 62.477 19.737 0 148.828
- Innenumsatz 3.194 4.648 11.723 81 -19.646 0
Operatives Ergebnis -12.058 -914 15.402 -27 0 2.403
Materialaufwand 36.293 15.855 36.584 26.376 -14.363 100.745
Personalaufwand 11.174 4.364 2.945 515 0 18.998
Sonstige betriebl. Aufwendungen 14.820 1.733 16.788 490 -7.467 26.364
Equity-Ergebnis -994 0 675 0 0 -319
Zinserträge 2.234 26 130 2 0 2.392
Zinsaufwendungen 1.313 14 2.075 85 0 3.487
Ertragsteuern 469 562 -352 38 0 717
Ergebnis nach Steuern -5.063 -1.555 6.587 248 102 319
Segmentvermögen 242.141 17.780 211.185 8.685 -184.571 295.220
Segmentschulden 65.252 9.714 159.150 7.885 -116.142 125.859
Abschreibungen 3.180 170 13.356 117 -792 16.031
Investitionen 466 202 15.689 2.207 0 18.564
Wertminderung auf Fertigungsaufträge 1.374 0 0 0 0 1.374

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

scroll

Umsatzerlöse

in TEUR
Anlagenbau Service Eigenbetrieb Energy Überleitung Konzern
- Fremdumsatz 124.622 17.412 40.794 7.624 0 190.452
- Innenumsatz 6.322 3.459 5.609 19 -15.409 0
Operatives Ergebnis -4.229 25 5.904 -402 0 1.298
Materialaufwand 95.474 13.419 22.920 7.570 -6.830 132.553
Personalaufwand 16.143 3.797 1.940 344 0 22.224
Sonstige betriebl. Aufwendungen 21.570 2.088 11.271 350 -5.429 29.850
Equity-Ergebnis 0 0 114 0 0 114
Zinserträge 4.674 23 202 26 0 4.925
Zinsaufwendungen 986 1 2.361 1 0 3.349
Ertragsteuern 1.938 264 -326 4 0 1.880
Ergebnis nach Steuern 333 1.843 1.321 -363 -1.953 1.181
Segmentvermögen 306.285 13.576 206.185 3.736 -176.988 352.794
Segmentschulden 108.629 7.649 163.387 3.185 -114.534 168.316
Abschreibungen 4.213 128 10.074 9 -1.196 13.228
Investitionen 1.457 220 51.581 365 0 53.623
Wertminderungen auf Fertigungsaufträge 1.014 0 0 0 0 1.014
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Buchwert der Anteile at-equity Beteiligungen 0 0 8.125 0 0 8.125

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den in Pkt. 3.4 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Dies gilt auch für Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten. Bei den Überleitungseffekten handelt es sich um konzerninterne Transaktionen.

Die Länderabgrenzung bei der regionalen Segmentierung erfolgte entsprechend dem Ort der Bautätigkeiten bzw. Dienstleistungen und stellt sich wie folgt dar:

scroll

Deutschland Tschechien Italien sonstiges Ausland Überleitung Konzern
2013
Umsatzerlöse 103.722 8.158 29.761 7.187 0 148.828
langfristiges Segmentvermögen 194.789 748 36.893 179 -56.907 175.702
2012
Umsatzerlöse 101.785 16.278 51.620 20.769 0 190.452
langfristiges Segmentvermögen 169.326 1.484 35.819 706 -48.171 159.164

Von den Umsatzerlösen im Bereich Anlagenbau entfallen 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Weitere Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10% lagen nicht vor.

Die Umsatzerlöse des Segments Eigenbetrieb entfallen mit 12,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,9 Mio. Euro) auf Umsätze mit dem größten Kunden dieses Segments. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 11,9 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro) realisiert. Weitere Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10% lagen nicht vor.

Im Bereich Energy wurden mit dem größten Kunden aus der Stromvermarktung 16,4 Mio. Euro Umsatz erzielt.

Im Bereich Service gibt es keine Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10%.

3.7. Werthaltigkeitsprüfung

Gemäß IFRS 3 im Zusammenhang mit den Standards IAS 36 und IAS 38 unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.

Ist einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen, so ist die Werthaltigkeitsprüfung jener Vermögenswerte jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d.h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen.

In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag (Nutzungswert) ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand vor. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Zahlungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen der EnviTec-Gruppe, dabei wurde bei der Berechnung von einem Planungszeitraum von 12 Jahren ausgegangen, der sich aufgrund der Restlaufzeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ergibt. Die Restlaufzeit resultiert aus der Laufzeit der Betriebsgenehmigungen für die Einheiten.

Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Anklam beträgt zum 31.12.2013 TEUR 7.995 (Vorjahr: TEUR 7.730). Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bützow beträgt zum 31.12.2013 TEUR 9.082 (Vorjahr: TEUR 2.069)

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Für den Cashflow wurden aufgrund der Vergütungsregelungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) gleich bleibende zukünftige Erlöse angenommen.

Bei den Aufwendungen wurden Kostensteigerungen berücksichtigt. Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Zinssatz beträgt 7,77% (Vorjahr: 7,95%) und entspricht den durchschnittlichen Kapitalkosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sog. WACC). Der Zinssatz beruht auf Annahmen und Schätzungen über spezifische Kapitalkosten. Die Risikoadjustierung erfolgt konzernspezifisch anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche. Eine Wachstumsrate wurde bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Bei der Sensitivitätsanalyse wurde eine Minderung der zukünftigen Cashflows und eine Erhöhung der durchschnittlichen Kapitalkosten um jeweils 15% angenommen, da eine Veränderung bis zu dieser Höhe nach vernünftigem Ermessen möglich ist. Aufgrund dieser Annahmen kommt es im Rahmen des Werthaltigkeitstests zu keinem Wertminderungsbedarf.

Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen der EnviTec-Konzern tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Cashflows für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen können.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entfällt in Höhe von TEUR 2.229 (Vorjahr: TEUR 2.229) auf die fünf Biogasanlagen in Anklam sowie in Höhe von TEUR 2.129 (Vorjahr: TEUR 2.129) auf die Biogasanlagen in Bützow. Weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

4. Schätzungsunsicherheiten

Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, in der Bewertung von Fertigungsaufträgen, der Einbringbarkeit von Forderungen und der Bildung für Rückstellungen für Gewährleistungen. Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und deren Folgen somit schwer abzuschätzen sind. Die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Gesellschaft sind in der Anhangangaben Pkt. 3.4 des Konzernabschlusses beschrieben. Nicht alle wichtigen Rechnungslegungsregeln erfordern eine schwierige, subjektive oder komplexe Beurteilung von Sachverhalten. Dennoch können folgende Bilanzierungs- und Bewertungsregeln als bedeutend betrachtet werden:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beruht auf Schätzungen des Zeitraums, in dem die immateriellen Vermögenswerte oder Sachanlagen Mittelzuflüsse generieren.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen sind auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen (Impairmenttest), wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Vermögenswerts eventuell nicht werthaltig ist.

Die Geschäftsführung hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte und die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen. Diese können zu außerplanmäßigen Abschreibungen oder auch Wertaufholungen in der Zukunft führen, falls sich die von der Geschäftsführung erwarteten Entwicklungen umkehren sollten.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns resultieren auch aus Erlösen aus Fertigungsaufträgen im Sinne von IAS 11 (Biogasanlagen). Zur Erfassung der Umsatzerlöse für die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen Aufträge (Projekte) ist es erforderlich, den Gesamtgewinn und den Fertigstellungsgrad zu ermitteln. Zur Ermittlung dieser Größen werden die einzelnen Projektkalkulationen und die Unterlagen aus dem Projektmanagement herangezogen. In diese Unterlagen gehen notwendigerweise Schätzungen ein, da die Größen Gesamtgewinn und Fertigstellungsgrad bei noch nicht abgeschlossenen Projekten von der weiteren Entwicklung der Projekte nach dem Bilanzstichtag abhängig sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen ist.

Erläuterungen zur Bilanz

5. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Grundstücke und Gebäude umfassen insbesondere die Bürogebäude auf eigenen Grundstücken in Saerbeck und in Lohne sowie Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit Biogasanlagen. Die Zugänge 2013 bei den Grundstücken und Gebäuden betreffen im Wesentlichen den Bau diverser Gebäude im Zusammenhang mit der Errichtung von Biogasanlagen. Die technischen Anlagen und Maschinen betreffen im Wesentlichen die eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst im Wesentlichen Betriebsausstattung zum Bau von Biogasanlagen und Kraftfahrzeuge sowie Betriebsausstattung zur Erbringung von Serviceleistungen.

Sachanlagen unterliegen im Umfang von TEUR 57.571 (Vorjahr: TEUR 53.700) Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Die Abgänge von Sachanlagen ergaben sich im Wesentlichen aus der Veräußerung von Vermögenswerten.

Beim Sachanlagevermögen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 407) auf Anlagen im Bau vorgenommen.

6. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen

Die nachstehenden Übersichten zeigen eine Zusammenfassung der aggregierten Finanzangaben (Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Bilanzen) der at-equity bilanzierten Beteiligungen im EnviTec-Konzernabschluss.

Die nach § 313 Abs. 2 Nr. 2,3 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen.

Finanzangaben der at-equity bewerteten Beteiligungen zum 31. Dezember 2013

scroll

Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 28 2013

in EUR
2012

in EUR
Umsatzerlöse 39.001.295 31.126.738
Rohergebnis 23.288.797 18.727.395
Jahresergebnis 2.360.538 436.001
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 1.086.313 156.952

scroll

Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 28 2013

in EUR
2012

in EUR
Langfristige Vermögenswerte 70.581.885 73.737.512
Kurzfristige Vermögenswerte 30.235.608 24.558.563
Langfristige Schulden 53.256.227 49.993.748
Kurzfristige Schulden 37.073.165 34.131.752
Eigenkapital 15.696.530 14.170.575
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 10.893.921 7.476.193

scroll

Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 31 2013

in EUR
2012

in EUR
Umsatzerlöse 3.331.218 155.182
Rohergebnis 686.755 7.511
Jahresergebnis 62.156 -488.306
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -578.975* -4.390

* In dem Ergebnis sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 619 enthalten.

scroll

Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 31 2013

in EUR
2012

in EUR
Langfristige Vermögenswerte 2.187.966 2.107.588
Kurzfristige Vermögenswerte 5.081.879 3.293.512
Langfristige Schulden 4.259 31.980
Kurzfristige Schulden 5.257.535 4.346.595
Eigenkapital 2.008.052 1.022.524
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 175.021 648.330

7. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nachstehend aufgeführte nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen.

Liste des Anteilsbesitzes

Aufstellung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen und des sonstigen Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2013

scroll

I. Tochterunternehmen (vollkonsolidiert) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 6.176.805 4.926.736 1.250.070 1.168.217
EnviTec Service Verwaltung GmbH, Lohne 100 100 -89.971 -89.029 -942 -102.368
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 11.258.598 10.258.812 3.809.787 1.358.186
Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 37.635 35.290 2.345 2.576
ET Agro Trade GmbH i. L., Lohne 100 100 37.399 38.218 -819 98.449
EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter/Niederlande 100 100 -406.245 -418.554 12.310 -63.879
EnviTec Baltic SIA, Riga/Lettland 100 100 -56.533 -33.766 -8.496 535.812
EnviTec Iberica S.L., Bilbao/Spanien 100 100 -592.792 -592.792 0 0
EnviTec Italia GmbH, Lohne 100 100 -440.691 -839.591 398.900 6.168
EnviTec Biogas Italia s.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 1.599.631 2.281.774 -679.573 1.588.247
EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 334.894 436.868 -146.118 -426.074
EnviTec Energy Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 30.889 28.841 2.048 1.561
EWS Biogas Projektentwicklungs- GmbH & Co. KG i.L., Lohne 100 100 6.853 8.367 -1.515 -2.101
EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH i.L., Lohne 100 100 35.685 34.312 1.373 1.108
Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 1.329.238 1.030.549 298.689 209.226
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 93,85 93,85 1.042.153 755.959 286.194 235.953
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 635.767 840.008 295.759 254.914
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 691.712 798.371 293.340 248.239
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 677.938 744.476 283.462 182.601
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 712.198 956.548 155.650 200.166
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 37.830 56.312 -18.482 -39.892
Biogas Topfstedt GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 1.434 5.791 -4.357 -32.247
Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -154.312 -330.005 -165.432 -340.518
Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 65.666 -174.900 55.566 -187.397
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 98,6 94,92 2.691.117 2.354.263 3.411.854 915.438
EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 98,6 95,12 39.189 37.615 1.573 1.638
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg 100 100 385.314 427.551 -42.237 -32.532
Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg 100 100 31.229 29.413 1.815 2.001
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt 91,5 91,5 149.697 264.837 -115.140 -135.467
Biogas Groß Warnow Verwaltungs GmbH, Karstädt 91,5 91,5 30.884 29.455 1.429 1.496
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 11.934.540 11.755.492 120.048 155.494
Biogas Straußfurt GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 110.860 109.968 891 3.077
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 37.161 31.086 -43.924 -10.783
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld 91,5 91,5 74.102 74.202 -100 -23.056
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 809.825 716.723 93.102 152.525
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 -706.690 -657.831 -48.859 -653.689
EnviTec Projektentwicklung GmbH , Lohne 87,5 87,5 441.685 451.526 -9.840 -816.298
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 2.217.246 1.356.833 860.413 631.921
Biogas Greifswald GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 18.294 21.687 -3.392 -6.520
Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel 100 100 513.706 512.847 860 40.301
Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel 100 100 29.615 28.122 1.493 1.535
Biogas Stegelitz GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 117.700 115.776 1.924 3.806
Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne 87,4 87,4 116.289 96.644 19.645 20.222
EnviTec Biogas d.o.o., Zagreb/Kroatien 85 85 -43.162 -41.675 0 0
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen 79 79 144.956 189.450 -44.494 57.727
Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen 79 79 35.285 33.639 1.646 1.714
Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 37.892 -195.293 -36.815 -271.262
Fabrico Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 1.466 73.314 -71.848 -40.008
Rolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 80 80 -6.430 52.502 -15.932 -39.534
Malombra Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 -10.630 72.841 -16.676 -40.259
Latina Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -420 -420 0 0
Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -584.403 -257.060 -567.966 -269.064
Brazzolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -14.656 4.999 -19.655 -285.782
Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna/Italien 100 85 243.550 -321.829 -70.102 -375.423
Pressanna Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -6.539 -27.453 -13.625 -38.919
Urbana Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 16.334 -81.117 6.322 -94.401
Schio Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -49.450 -215.148 -59.303 -225.639
Cona Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -8.100 -19.357 -13.483 -32.153
Foresti Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -7.871 -24.334 -13.520 -34.503
Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -198.258 -307.954 -210.304 -320.307
Merlara Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -189.070 -253.804 -200.267 -267.914
Massa Fiscaglia Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -12.659 -4.339 -13.205 -14.388
A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen 70 70 903.290 986.699 -83.409 -345.963
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen 70 70 -510.426 -140.304 -370.122 -67.782
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 70 70 501.247 407.809 93.438 312.931
Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg/Wümme 70 70 40.172 37.316 2.856 3.042
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 100 100 42.253 129.235 -86.982 38.793
Second Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna/Italien 70 70 647.307 -929.239 -229.119 -1.012.766
Envitec France sarl, Tregueux/Frankreich 65 65 79.057 75.327 3.730 54.251
Envitec Biogas UK Ltd., Rugeley/Großbritannien 60 60 -64.820 240.492 -298.405 379.414
Biogas Nordholz GmbH, Minden 60 60 429.599 368.101 141.498 209.473
EnviTec Biogas SK s.r.o., Levice/Slowakei 100 100 446.456 -104.926 101.493 -109.668
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o., Velké Mezirici/Tschechien 55 55 622.170 128.976 364.105 562.396
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75 75 1.015.149 975.684 39.465 -10.461
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75 75 28.611 27.148 1.463 1.711
Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 96.459 97.163 -703 -369
Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 354.728 356.397 -1.669 -125.208
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 -195.157 35.140 -280.296 -46.264
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang 100 100 200.755 211.633 -10.878 -140.231
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde 100 100 373.285 490.194 -116.909 21.219
Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde 100 100 30.848 29.365 1.482 2.022
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf 100 100 195.036 661.362 -466.826 -466.628
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel 73 73 5.436.389 6.716.809 215.658 -40.958
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Garrel 73 73 25.291 24.880 610 871
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 85 85 -80.904 -13.633 -67.271 -15.466
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 31.113 29.737 1.376 1.412
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 399.725 421.730 -22.005 -29.624
Biogas Brehna Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 29.415 28.035 1.381 1.600
Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 30.230 28.879 1.351 956
Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 -17.153 -10.408 -6.744 -21.429
Biogas Düben Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 29.555 27.779 1.775 1.697
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 619.179 606.874 12.306 37.483
Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 31.814 30.390 1.425 1.515
Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 25.818 25.446 373 404
Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -24.883 -11.190 -13.693 -17.214
Biogas Schönhausen Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 30.257 28.471 1.785 1.966
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 687.740 576.400 111.340 47.190
Biogas Kalbe Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 31.383 30.049 1.334 1.370
Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -27.501 -3.442 -24.060 -11.783
Biogas Glauzig Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 28.890 27.076 1.814 1.696
Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG (vormals Biogas Pinnow GmbH & Co. KG) 88 100 45.656 -1.366 -27.978 -4.923
Vierte EnviTec Verwaltungs GmbH (vormals Biogas Pinnow Verwaltungs-GmbH) 88 100 27.731 26.721 1.011 1.594
Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -60.275 -24.799 -35.476 -20.025
Biogas Dingelstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 29.203 27.403 1.800 1.866
Biogas Oderaue GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 3.161 13.715 -10.554 -5.176
Biogas Oderaue Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 27.389 25.775 1.614 1.422
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 947.902 -5.072 -66.435 -23.409
Biogas Trüstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 27.177 25.748 1.428 1.670
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 2.054.495 856.336 74.125 -412.646
Biogas Neutrebbin Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 28.445 27.210 1.235 1.753
Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 7.509 13.073 -5.564 -5.032
Biogas Mühlengeez Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 28.334 26.618 1.716 1.709
Biogas Weyhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -8.131 13.418 -21.549 -5.312
Biogas Weyhausen Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 27.383 25.592 1.791 1.764
EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester/USA 100 100 -221.928 -47.799 -178.690 14.554
EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG 100 100 50.000 50.000 343.813 53.127
EnviTec Biogas Service Italy s.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 1.153.504 457.394 696.110 389.272
EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley/Großbritannien 60 60 152.491 62.377 93.935 22.967
zweite Biogas Nesse Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 -958.677 67.020 -1.025.697 -63.539
Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 129.354 104.077 25.278 92.872
Erste Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 100 100 -190.057 -254.888 64.831 2.330
Dritte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 54,4 54,4 -297.666 -442.893 145.581 42.632
Vierte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 60,5 60,5 -239.012 -414.169 168.044 114.548
Fünfte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 100 100 98.982 -7.406 106.387 -87.390
EnviTec Biogas Service s.r.o., Velké Mezirici/Tschechien 85 85 511.500 209.725 338.208 171.986
Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Lohne 70 70 65.369 27.891 -2.522 -2.109
Biogas Lampertheim Verwaltungs GmbH, Lohne 70 70 25.998 24.374 1.624 -626
Biogas Elsteraue GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 97.599 93.979 3.620 -1.645
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 75 50 93.198 67.196 26.002 2.074
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 148.080 224.184 -82.223 -112.176

scroll

II. Gemeinschaftsunternehmen (at-equity bewertet) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
EnviTec Biogas kft., Ungarn* 51,14 51,14 -223.704 -233.460 9.756 -233.043
EnviTec Biogas (India) private Limited, Indien 50 50 1.015.513 1.015.513 0 -249.378
ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH, Lohne 50 50 -79.874 -65.423 -14.450 -5.885
Envitec van de Velde Service B.V.B.A., Belgien 50 50 59.316 59.316 0 0
EnviTec-Greten Behälterbau GmbH & Co. KG, Lohne 50 0 266.940 0 66.940 0
EnviTec-Greten Behälterbau Verwaltungs-GmbH, Lohne 50 0 24.910 0 -90 0

* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.

scroll

III. Assoziierte Unternehmen (at-equity bewertet) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 716.213 602.683 473.531 305.758
Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 35.167 33.481 1.686 1.778
Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 347.361 262.120 -14.759 57.480
Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 37.665 35.856 1.809 1.915
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Golzow 48 48 1.059.880 942.237 66.043 -270.525
Biogas Golzow Verwaltungs GmbH, Golzow 48 48 32.601 30.667 1.934 2.101
Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim 46 46 10.833 81.037 -70.205 -187.354
Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim 46 46 32.708 31.056 1.652 1.849
Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar 50 50 583.994 563.650 100.388 116.039
Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar 50 50 32.515 30.861 1.654 2.042
Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 606.375 654.212 48.090 164.222
Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 30.867 29.203 1.664 1.901
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne 44 44 3.878 57.319 -53.441 14.970
Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne 44 44 35.442 33.723 1.718 1.739
Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 986.698 788.472 198.226 248.714
Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 30.217 28.598 1.619 2.023
Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter 49 49 400.311 434.552 -34.241 -198.095
Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter 49 49 31.183 29.639 1.544 1.717
Biowatt Sarl, Frankreich 50 50 818.818 870.074 7.379 14.742
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 134.186 307.220 -173.034 -365.267
Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 30.593 29.408 1.185 1.427
Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf 27,5 27,5 574.370 379.011 195.360 65.709
Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf 27,5 27,5 31.286 29.646 1.641 1.939
Rentech Bioenergas S.A., Athen/Griechenland 21 21 0 0 0 0
Helianthus srl, San Dona di Piave/Italien 50 50 0 0 0 0
Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen 50 50 788.599 591.723 216.876 106.962
Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen 50 50 31.468 29.725 1.743 2.045
Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 12.365 58.115 -45.750 -51.379
Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 30.038 28.343 1.694 1.822
Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach 50 50 10.871 74.294 -63.423 -9.368
Biogas Medebach Verwaltungs GmbH, Medebach 50 50 30.561 28.805 1.755 1.974
Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow 50 50 1.523.803 1.221.427 302.376 215.431
Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow 50 50 30.579 28.843 1.736 2.077
Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal 50 50 1.261.784 486.183 230.363 -26.713
Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal 50 50 28.540 27.338 1.202 1.437
Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde 49 49 314.327 322.913 -8.586 32.378
Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde 49 49 33.302 31.363 1.939 2.096
Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel 50 50 744.080 661.842 82.238 160.976
Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel 50 50 30.689 28.880 1.809 2.011
Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 416.776 298.892 117.884 -34.031
Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 28.485 26.933 1.552 1.215
Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen 50 50 697.999 764.512 113.486 113.556
Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen 50 50 30.570 28.856 1.714 2.015
Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben 49 49 460.633 289.763 170.869 49.645
Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben 49 49 29.643 28.009 1.634 1.678
Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn 50 50 -275.010 108.426 -383.436 -237.440
Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn 50 50 30.438 28.958 1.480 1.992
Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Garrel 50 50 727.614 777.738 -50.124 -16.959
Biogas Meetzen GmbH & Co. KG, Holdorf 49 49 -6.666 3.161 -9.827 -4.334
Biogas Meetzen Verwaltungs GmbH, Holdorf 49 49 28.030 26.607 1.422 1.601
Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Garrel 49 49 29.052 27.633 1.418 1.593
Biogas Talge GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 475.611 560.505 20.823 43.078
Biogas Barby GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 90.566 92.889 -2.323 -2.666
Biogas Barby Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 29.445 27.756 1.689 1.864
Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck 33,33 33,33 974.470 814.929 159.541 55.233
Zweite Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 46,5 46,5 268.766 -410.418 136.099 103.456
Biogas Gallin I GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 62.388 -416.873 354.485 -152.830
Biogas Gallin I Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 26.388 24.997 1.391 -3
Biogas Gallin II GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 653.732 377.521 275.941 -109.078
Biogas Gallin II Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 50 26.481 24.997 1.484 -3
Biogas Woltersdorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 52.915 -1.764 -45.319 -1.764
Biogas Woltersdorf Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 26.344 25.106 1.239 106
Biogas Eikeloh GmbH & Co. KG, Erwitte 50 0 93.796 0 -1.802 0
Biogas Eikeloh Verwaltungs GmbH, Erwitte 50 0 25.000 0 0 0
Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst 40 0 4.605.051 0 -18.575 0
Biogas Forst Verwaltungs GmbH, Forst 40 0 12.500 0 0 0
Libramont Energie Vertes, Libramont-chevigny 40 0 -246.192 0 -346.192 0

Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse.

Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03.

8. Sonstige langfristige Forderungen

Die sonstigen langfristigen Forderungen betreffen vergebene festverzinsliche Darlehen an fremde Dritte und assoziierte Unternehmen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr stammen im Wesentlichen aus Umgliederungen von Darlehen aus dem kurzfristigen Bereich.

9. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge zum 31.12.2013 stellen sich wie folgt dar:

scroll

Fertigungsaufträge 2013

in EUR
2012

in EUR
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit aktivischem Saldo
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse 39.791.226 109.576.433
Kumulierte angefallene Kosten 22.154.767 119.160.832
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 646.837 15.486.071
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -12.925.275 -86.259.086
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 9.876.330 48.387.817
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit passivischem Saldo
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse 4.012.645 4.291.230
Kumulierte angefallene Kosten 1.378.712 4.396.549
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 249.837 749.234
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -2.517.100 -6.793.282
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 888.551 1.647.498

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf nicht werthaltige Fertigungsaufträge in Höhe von TEUR 1.374 vorgenommen.

10. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Vorräte 2013

in EUR
2012

in EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 28.789.137 31.765.668
Geleistete Anzahlungen 1.160.515 2.543.757
29.949.652 34.309.425

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine wesentlichen Wertberichtigungen auf Vorräte (Vorjahr: EUR 862.073) notwendig.

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Die Einzelwertberichtigungen für Forderungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

scroll

Forderungen 2013

in EUR
2012

in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 1.857.341 3.064.470
Zuführung 1.729.133 595.858
Auflösung 947.932 1.802.987
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 2.638.542 1.857.341

Einzelwertberichtigungen wurden auf Forderungen gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt dabei entsprechend der erwarteten Netto-Zahlungsausfälle. Die Wertminderungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand im Konzernergebnis erfasst. Der Buchwert der wertberichtigten Forderungen beträgt zum 31.12.2013 5.096.622 EUR (Vorjahr 1.923.679 EUR).

Die nicht fälligen Forderungen betragen TEUR 28.156 (Vorjahr TEUR: 19.261).

Übersicht der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen in TEUR:

scroll

Forderungsanalyse 2013 2012 2011
31 < 90 Tage 1.140 3.999 2.870
91> 180 Tage 424 2.067 1.418
181 < 360 Tage 1.119 1.646 894
> 360 Tage 5.609 4.636 10.284
Gesamt 8.292 12.348 15.466

Die Sicherung der überfälligen Forderungen erfolgt üblicherweise durch Vertragserfüllungsbürgschaften, die vom Kunden angefordert werden oder durch anderweitige Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. die Abtretung von Forderungen aus der Stromerzeugung oder durch Sicherungsübereignung von Geschäftsanteilen und/oder sonstigen Vermögenswerten. Bezüglich der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen bestehen keine Zweifel an der Bonität der Kunden. Der Betrag der tatsächlichen Forderungsausfälle betrug TEUR 265 (Vorjahr: TEUR 3.219).

12. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2013

in EUR
2012

in EUR
Darlehen an Dritte 3.704.552 19.067.912
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 7.270.809 21.525.848
Zinsansprüche 83.803 65.404
Abgrenzungsposten 2.542.628 1.644.088
Forderungen an Mitarbeiter 33.516 88.983
Erstattung Verkehrssteuern 8.308.731 7.889.647
Lieferantenrückerstattung 183.657 667.500
Ausstehende Gutschriften/ Weiterberechnungen 601.350 4.748.519
Derivate 33.829 4.198
Übrige kurzfristige Forderungen 3.985.163 852.243
Gesamt 26.748.038 56.554.342

Bei den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus der Veräußerung von Biogasanlagen und Maschinen (TEUR 2.013, Vorjahr TEUR 2.564) und Darlehensforderungen. Die Darlehen sind zu Zinssätzen gewährt, die mit durchschnittlichen Marktzinssätzen vergleichbar sind und sind unbesichert. Die Verminderung der Darlehen an Dritte und der Forderungen gegen assoziierte Unternehmen ist im Wesentlichen bedingt durch Umgliederungen in den langfristigen Bereich in Höhe von TEUR 16.102.

Die sonstigen Vermögenswerte lassen sich in finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte, entsprechend der Definitionen des IAS 32, einteilen. Unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind 15.896.679 EUR (Vorjahr 47.020.607 EUR) finanzielle und 10.851.359 EUR (Vorjahr 9.533.735 EUR) nicht finanzielle Vermögenswerte erfasst. Die nicht finanziellen Vermögenswerte umfassen die Abgrenzungsposten und den Anspruch auf Erstattung von Verkehrssteuern.

Die Wertberichtigungen für sonstige kurzfristige Vermögenswerte haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

scroll

2013

in EUR
2012

in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 466.428 387.500
Zuführung 155.527 78.928
Auflösung 78.928 0
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 543.027 466.428

Wertberichtigungen wurden auf kurzfristige Vermögenswerte gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt dabei entsprechend der erwarteten Netto-Zahlungsausfälle.

13. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht von den Finanzbehörden zurückerstattet wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung zu erwarten ist.

14. Eigenkapital

14.1. Eigenkapitalentwicklung

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2012 und 2013 ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 15.000. Es ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.

Am 31. Dezember 2013 befanden sich 150.000 Stückaktien (Vorjahr: 150.000) der EnviTec Biogas AG mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 je Stück im Bestand der EnviTec Biogas AG. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.082 wurden vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Unter Berücksichtigung des Erwerbs der eigenen Aktien befinden sich zum 31. Dezember 2013 insgesamt 14.850.000 Stückaktien im Umlauf. Zur weiteren Entwicklung verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu EUR 4.500.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Kapitalrücklage betrifft im Wesentlichen das Agio anlässlich des Börsengangs vom 12. Juli 2007. Hierdurch hat sich die Kapitalrücklage nach Abzug der Kosten des Börsengangs (TEUR 7.092) gemäß IAS 32.37 um TEUR 133.479 erhöht. Weitere Einzelheiten zur Kapitalrücklage ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurden aus dem Gewinnvortrag EUR 10.000.000,00 in die neu gebildete Gewinnrücklage eingestellt.

Die Fremdwährungsumrechnungsrücklage in Höhe von EUR -143.626 (Vorjahr: EUR -79.033) beinhaltet die Differenz aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen, deren Währung nicht auf Euro lautet. Es handelt sich hierbei um die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien, Kroatien, Lettland und USA. Sie hat sich aufgrund von Umrechnungen ausländischer Tochterunternehmen um 64.593 EUR vermindert

Die Sonstigen Rücklagen umfassen in Höhe TEUR -113 (Vorjahr TEUR -148) die erfolgsneutrale Bewertung des Cashflow Hedges.

Im Eigenkapital zum 31.12.2013 sind Ergebnisse aus dem other comprehensive income in Höhe von EUR -2.709 (Vorjahr: EUR -152.330) enthalten.

Der Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR -876 (Vorjahr TEUR -849) enthält die Anteile von konzernfremden am Eigenkapital von vollkonsolidierten Unternehmen.

14.2. Kapitalmanagement

Die EnviTec Biogas AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu maximieren. Hierzu gehört auch die Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zu Fremdkapital. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital. Das steuerungsrelevante Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen, dem Gewinnvortrag, den Minderheitsanteilen sowie dem Konzernergebnis. Die Finanzverbindlichkeiten betreffen die gesamten Finanzschulden einschließlich der kurzfristigen Finanzschulden und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2013 57,4% (Vorjahr: 52,3%).

Im Rahmen des im September 2012 platzierten Schuldscheindarlehen sind Financial Covenants hinsichtlich der Eigenkapitalquote sowie des Verschuldungsgrads einzuhalten. Zum 31.12.2013 werden die Financial Covenants eingehalten.

Daneben wurde ein Margen Step Up in Höhe von 0,5% p.a. vereinbart, der zu zahlen ist, sofern sich der Verschuldungsgrad in bestimmten Bandbreiten bewegt.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Risikomanagement in unserem Lagebericht.

15. Rückstellungen

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

scroll

Stand 01.01.2013

in EUR
Verbrauch 2013

in EUR
Auflösung 2013

in EUR
Zuführung 2013

in EUR
Stand 31.12.2013

in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 11.441.602 10.912.420 529.182 6.254.417 6.254.417
Davon kurzfristig 11.441.602 10.912.420 529.182 6.254.417 6.254.417
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 1.539.132 699.132 0 865.077 1.705.077
Davon kurzfristig 699.132 699.132 0 764.077 764.077
Übrige Rückstellungen 190.576 190.576 0 1.660.000 1.660.000
Davon kurzfristig 190.576 190.576 0 1.660.000 1.660.000
13.171.310 11.802.128 529.182 8.779.494 9.619.494
Davon kurzfristig 12.331.310 11.802.128 529.182 8.015.417 8.678.494

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:

scroll

Stand 01.01.2012

in EUR
Verbrauch 2012

in EUR
Auflösung 2012

in EUR
Zuführung 2012

in EUR
Stand 31.12.2012

in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 7.408.279 7.408.279 0 11.441.602 11.441.602
Davon kurzfristig 7.408.279 7.408.279 0 11.441.602 11.441.602
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 1.053.081 1.035.185 17.896 1.539.132 1.539.132
Davon kurzfristig 459.081 441.185 17.896 699.132 699.132
Übrige Rückstellungen 1.656.374 1.507.640 148.734 190.576 190.576
Davon kurzfristig 1.656.374 1.507.640 148.734 190.576 190.576
10.117.734 9.951.104 166.630 13.171.310 13.171.310
Davon kurzfristig 9.523.734 9.357.104 166.630 12.331.310 12.331.310

Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2012 und 2013 bilanzierten Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

scroll

Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2013

in EUR
Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2012

in EUR
2014 8.678.491 2013 12.331.310
2015 941.000 2014 840.000
9.619.494 13.171.310

Bei den Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen handelt es sich um ausgeführte Leistungen von Dritten, bei denen die Höhe und der Zeitpunkt der Abrechnung noch unsicher sind.

Die Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen umfassen vertraglich vereinbarte Gewährleistungen aus dem Bau und dem Verkauf von Biogasanlagen. Die Rückstellungen basieren auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des zukünftigen Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung aus Gewährleistungen. Die Einschätzung wurde auf Basis historischer Erfahrungswerte gemacht und kann aufgrund von neuen Materialien und/oder sonstigen Faktoren schwanken. Es erfolgte eine Abzinsung in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 38). Dieser Effekt ist bei der Darstellung der Rückstellung in der Spalte Zuführung enthalten. Die Abzinsung erfolgte unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatzes bei einer Restlaufzeit 2 Jahren betrug er 3,43% (Vorjahr: 3,79%).

16. Finanzverbindlichkeiten

Insgesamt setzen sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

scroll

Gesamt

in EUR
Davon kurzfristig

in EUR
Gesamt

in EUR
Davon kurzfristig

in EUR
31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82.123.678 8.919.218 87.994.797 11.592.660
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 4.421.047 150.193 6.298.525 814.610
Erhaltene Anzahlungen 6.334.099 6.334.099 18.846.961 18.846.961
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.724.566 1.646.916 804.231 705.991
Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 119.383 119.383 205.429 205.429
94.722.773 17.169.809 114.149.943 32.165.651

Die Finanzverbindlichkeiten zeigen insgesamt folgende Fälligkeiten:

scroll

Fälligkeiten im Jahr 31.12.2013

in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2012

in EUR
2014 17.169.809 2013 32.165.651
2015 15.828.299 2014 6.109.918
2016 5.587.961 2015 16.001.741
2017 20.405.823 2016 5.686.863
2018 4.827.056 2017 20.457.449
2019 und später 30.903.825 2018 und später 33.728.321
94.722.773 114.149.943

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen insgesamt EUR 17.169.809 (Vorjahr: EUR 32.165.651). Ihr gewichteter durchschnittlicher Zins lag bei 3,47% (Vorjahr: 3,15%).

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen Kredite zur Finanzierung von Bürogebäuden, Biogasanlagen und von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert.

Im Einzelnen bestanden zum 31.12.2013 folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

scroll

Darlehensgeber Schuld zum 31.12.2013 Schuld zum 31.12.2012 Art der Sicherheit Buchwert der Sicherheit 31.12.2013 Buchwert der Sicherheit 31.12.2012
Landessparkasse zu Oldenburg 3.673.867 4.291.349 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 6.524.012 6.824.116
Landessparkasse zu Oldenburg 1.674.445 1.988.723 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2 Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 1.832.437 2.166.828
Bremer Landesbank 3.648.041 4.257.810 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am Schwarzen Weg Sicherungsübereignung Biogasanlagen Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 5.345.665 5.274.523
Bremer Landesbank 318.175 409.085 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 631.691 719.412
Bremer Landesbank 318.175 409.085 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 624.407 711.118
Bremer Landesbank 318.175 409.085 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 624.383 710.726
Bremer Landesbank 318.175 409.085 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 639.516 727.849
Bremer Landesbank 216.655 361.101 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 748.156 855.399
Bremer Landesbank 1.263.404 1.431.860 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.003.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Willebadessen, Schönthal 25; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.194.393 1.434.623
Volksbank Gelsenkirchen 170.827 184.540 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.111.000,00 Euro am Grundstück Gelsenkirchen; Magdeburger Straße 16a 899.986 931.758
Deutsche Kreditbank 1.760.597 1.882.028 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.400.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Minden, Stemmer Landstraße 151; Sicherungsübereignung der Biogasanlage und Vorräte Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.509.974 1.639.073
Bremer Landesbank 1.781.520 1.933.600 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.030.000,00 EUR an Gemarkung Lüchow Blatt 2055 Flur 4 Flurstück 69/51; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.335.522 2.522.264
Oldenburgische Landesbank AG 1.545.645 1.711.527 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.740.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Kalbe, An der Bahn; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.291.723 2.202.875
Oldenburgische Landesbank AG 1.398.636 1.563.182 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.810.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Salzwedel, Im Dorf; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.924.139 2.085.438
Deutsche Kreditbank 4.992.900 5.409.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 5.609.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Gemarkung Neunaundorf, Sicherungsübereignung der Biogasanlage und Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 3.285.456 3.863.985
Oldenburgische Landesbank AG 1.474.360 1.638.180 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.802.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Sandersdorf-Brehna, Quetzer Weg; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.915.014 2.097.339
Landessparkasse zu Oldenburg 1.689.810 1.828.150 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.160.000 EUR am Blatt 574 des Grundbuches Bötersen, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 1.561.681 1.820.946
Bremer Landesbank 4.132.879 2.000.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 6.269.000 EUR an Gemarkung Groß Rosenburg-Sachsendorf, Blätter 409 und 312; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 4.310.947 4.517.258
Bremer Landesbank 2.179.380 2.036.016 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.436.000 EUR an Gemarkung Schönwalde, Blatt 271, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.584.880 2.325.741
Bremer Landesbank 1.993.840 1.860.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.260.000 EUR an Gemarkung Salzwedel, Blatt 14046 Flur 80, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.725.280 2.742.639
Oldenburgische Landesbank AG 1.762.790 1.895.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.895.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Schenkenhorst, Blatt 201 Flur 248/0; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.911.085 2.146.687
Hypo Alpe-Adria Leasing GmbH 3.023.901 3.432.869 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.160.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Bützow, Blatt 4983 Flur 7 Flurstück 72/18; Sicherungsübereignung der Biogasanlage Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.271.247 2.646.754
Volksbank Dinkklage-Steinfeld eG 685.700 739.000 Sicherungsübereignung des BHKW Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen aus dem Biogasbetrieb der Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG 473.253 779.540
Deutsche Kreditbank 8.781.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 9.055.290,00 EUR an Gemarkung Neutrebbin, Flur 2; Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.461.100,00 EUR an Gemarkung Neutrebbin, Flur 2,Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 9.405.911 0
Bremer Landesbank 999.000 1.249.000 Verpfändung von Anteilen an Kommanditgesellschaften 1.749.001 0

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 155) um kurzfristige Darlehensgewährungen von Minderheitsgesellschaftern im Rahmen des Liquiditätsmanagements der eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Verzinsung erfolgt mit einem Zinssatz von 5%. In Höhe von TEUR 4.271 (Vorjahr: TEUR 5.484) handelt es sich um Abfindungsansprüche von Minderheitsgesellschaftern. Bei den sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 804) handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten, die keine Kreditinstitute oder Minderheitsgesellschafter sind.

17. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

18. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

scroll

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 31.12.2013 gesamt

EUR
31.12.2012 gesamt

EUR
Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung mit den Mitarbeitern 942.036 1.725.428
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 107.984 329.827
Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträge 159.860 111.707
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 233.416 414.545
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.039.806 3.330.365
2.483.102 5.911.872

Bei den Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträgen handelt es sich um am Bilanzstichtag geschuldete und abzuführende Lohn- und Kirchensteuer.

Bei den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Darlehen von Dritten an diverse Tochtergesellschaften, um kreditorische Debitoren sowie um noch nicht abgerechnete Leistungen, bei denen die Höhe aber noch nicht der Zeitpunkt der Abrechnung feststeht. Die Darlehen werden mit 5% p.a. verzinst und dienen dem kurzfristigen Liquiditätsmanagement.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr TEUR 84) um kurzfristige Zuwendungen gemäß IAS 20. Der langfristige Teil dieser Zuschüsse wird unter den sonstigen langfristen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um Tilgungszuschüsse, die über die Restlaufzeit der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst werden. Die Erträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

19. Steuerschulden

Die Steuerschulden betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht an die Finanzbehörden gezahlt wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung erwartet wird.

20. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

20.1. Management von Finanzrisiken

Die EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt.

Die EnviTec Biogas AG hat im Geschäftsjahr 2012 zwei Zinsswaps (Payer-Swaps) mit einem Nominalvolumen von insgesamt 12 Mio. EUR zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der laufenden Zinszahlungen von zwei neu abgeschlossenen variabel verzinslichen Darlehen abgeschlossen. Die Swaps haben die gleiche Laufzeit wie die zugehörigen Darlehen (2015 bzw. 2017. Es waren keine Ineffektivitäten zu verzeichnen. Der Umgliederungsbetrag aus dem other comprehensiv income der Zinsswaps für die gezahlten Beträge betrug in 2013 TEUR 72. Im other comprehensive income werden Wertänderungen aus den Zinsswaps in Höhe von TEUR 62 ausgewiesen.

Für die langfristigen Darlehen existieren überwiegend feste Zinsvereinbarungen, welche einem fair-value-Risiko unterliegen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. Der EnviTec-Konzern versucht seine langfristigen Darlehen in Zeiten des Niedrigzinsniveaus festverzinslich abzuschließen, um eine möglichst hohe Planungssicherheit zu erreichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 weist der EnviTec Konzern keine kurzfristige variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten (Vorjahr: TEUR 5.303) aus. Langfristige variable Finanzverbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 12.000 (Vorjahr: TEUR 12.000).

Sie werden mit einem variablen Zins auf Basis des 6 Monats EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Das Risiko hieraus wird mit den oben genannten Zinsswaps abgesichert.

Bei einer Schwankungsbreite von plus/minus 50 Basispunkten bzw. 0,5% pro Jahr, hätte eine Zinserhöhung im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 60 TEUR, ein Verfall einen erhöhenden Effekt auf das Finanzergebnis von TEUR 60. Entsprechend würde sich das Eigenkapital um TEUR 43 vermindern bzw. erhöhen.

Insgesamt werden langfristigen Darlehen zum Jahresende in Höhe von TEUR 73.204 (Vorjahr: TEUR 76.402) ausgewiesen. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,15% und 6,23%.

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken bestehen hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Derivative Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die durch eine Funktionstrennung gewährleistet wird.

In 2013 wurden Devisentermingeschäfte über insgesamt TCZK 10.624 (Vorjahr: TCZK 52.175) abgeschlossen sowie über TUSD 255 (Vorjahr: TUSD 422) Hierdurch sollen zukünftige Zahlungsströme von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen abgesichert werden. Hierfür wurde kein Hedge Accounting angewendet. Die Wertänderungen wurden entsprechend in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn die Partner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die bilanzielle Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass Geschäftspartner ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Kreditrisiken werden durch eine laufende Überwachung der einzelnen Forderungen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. Bonitätsüberprüfungen durch externe Agenturen und die Vorlage von Finanzierungszusagen durch finanzierende Banken begrenzt. Für ein Darlehen in Höhe von TEUR 8.165 (Vorjahr: TEUR 8.303) wurde ein umfangreiches Sicherheitspaket bestellt. Die tatsächlichen Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit gering. Der EnviTec-Konzern unterhält zum Bilanzstichtag Fest- und Tagesgeldkonten bei deutschen Kreditinstituten, die dem Einlagensicherungsfonds unterliegen. Ein nennenswertes Bonitätsrisiko ist nicht vorhanden.

Liquiditätsrisiken wird durch auftragsbezogene, dem Projektfortschritt angepasste Anzahlungen der Auftraggeber entgegengetreten. Die Finanzierung des Baus der Immobilien an den Standorten Lohne und Saerbeck erfolgte grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen mit festen Zinssätzen. Eine tägliche Meldung des Liquiditätsstatus sowie die monatliche Liquiditätsplanung auf Grundlage der Unternehmensplanung gehören ebenso zu den Maßnahmen der Liquiditätssteuerung wie das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Aufgrund der bestehenden Kreditlinien bestehen keine Liquiditätsrisiken. Die freien Kreditlinien per 31.12.2013 betrugen TEUR 21.261 (Vorjahr: TEUR 24.409). Bei dem in 2012 neu aufgelegten Schuldscheindarlehen sind bestimmte Financial Covenants vereinbart. Diese betreffen zum einen die Eigenkapitalquote und zum anderen den Verschuldungsgrad. Beide Verpflichtungen konnten zum 31.12.2013 eingehalten werden.

Die vereinbarten Zahlungsströme der lang- und kurzfristigen Schulden stellen sich wie folgt dar:

scroll

Fälligkeiten im Jahr 31.12.2013

in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2012

in EUR
2014 46.961.155 2013 84.056.779
2015 18.966.124 2014 9.669.592
2016 7.453.279 2015 18.411.330
2017 22.080.381 2016 7.676.928
2018 5.732.447 2017 22.021.122
2019 und später 35.656.746 2018 und später 41.723.865
136.850.133 183.559.616

Die vereinbarten Zahlungsströme für die Derivate stellen sich wie folgt dar:

scroll

Fälligkeiten im Jahr 31.12.2013

in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2012

in EUR
2014 27.839 2013 101.124
2015 -6.700 2014 43.377
2016 -39.069 2015 13.714
2017 -20.507 2016 -11.693
2018 0 2017 -14.709
-38.437 131.813

20.2. Darstellung der Finanzinstrumente

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

scroll

Finanzinstrumente 2012 und 2013 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert

in TEUR
Fair Value

in TEUR
2013 2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Sonstige langfristige Forderungen LAR LAR 38.588 17.901 40.106 20.907
Beteiligungen Afs Afs 56 0 56 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR LAR 33.809 29.751 33.809 29.751
Darlehen an Dritte LAR LAR 3.705 19.068 3.705 19.068
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen LAR LAR 7.271 21.526 7.271 21.526
Zinsansprüche LAR LAR 84 65 84 65
Übrige kurzfristige Forderungen LAR LAR 4.922 6.357 4.922 6.357
Derivate HfT HfT 34 4 34 4
Flüssige Mittel LAR LAR 18.957 20.650 18.957 20.650

scroll

Finanzinstrumente 2012 und 2013 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert

in TEUR
Fair Value

in TEUR
2013 2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC LAR 77.553 81.984 69.541 76.147
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 17.170 18.847 17.170 18.847
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC FLAC 15.166 28.089 15.166 28.089
Derivate HfT HfT 0 46 0 46
Derivate (Zinsswap) n. a. n. a. 119 205 119 205

Finanzinstrumente 2013

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

scroll

Loans and Receivables (LAR): TEUR 107.336
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC): TEUR 109.889
Held for Trading (HfT) TEUR 34
Available for sale (Afs) TEUR 56

Bei den Finanzinstrumenten der Kategorie Afs handelt es sich um Beteiligungen an GmbH's und GmbH & Co. KG's mit Beteiligungsquoten deutlich unter 20%. Es handelt sich um bis zur Endfälligkeit zu haltende Investitionen für die kein aktuell aktiver Markt vorliegt. Eine Veräußerung der Beteiligungen ist nicht geplant.

Finanzinstrumente 2012

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

scroll

Loans and Receivables (LAR): 115.318 TEUR
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC): 128.920 TEUR
Held for Trading -42 TEUR

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Vermögenswerten (ohne derivate Finanzinstrumente) und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund der kurzen Laufzeit angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne derivative Finanzinstrumente) wird angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert langfristiger Finanzschulden und Finanzforderungen ergibt sich als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Der Fair Value der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 476) wurde mittels eines DCF-Verfahrens ermittelt und betrifft die Ausgleichsverpflichtung der atypisch stillen Gesellschafter an der Biogas Nordholz GmbH, Minden. Für die Berechnung wurde als Planungshorizont ein Zeitraum von 13 Jahren in Übereinstimmung mit der Dauer der Betriebsgenehmigung gewählt. Für den Cashflow wurden aufgrund der Vergütungsregelungen des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) gleich bleibende zukünftige Erlöse angenommen. Bei den Aufwendungen wurden Kostensteigerungen berücksichtigt. Der zugrundegelegte WACC beträgt 7,13% (Vorjahr: 6,55%). Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Bilanzansatz und beträgt TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 476). Bei einer Zinsänderung von 0,1% vermindert/erhöht sich der Anspruch um TEUR 5. Entsprechend der in IFRS 7 vorgegebenen Fair Value Hierarchie handelt es sich hierbei um einen Fair Value der Stufe 3 (Bewertung mithilfe von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren). Die Veränderung des Fair Values in Höhe von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 61) enthält Entnahmen aus dem Anspruch in Höhe von TEUR 48 und wurde erfolgswirksam in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern betrugen insgesamt TEUR 3.896 (Vorjahr: TEUR 5.008). Sie wurden nach der antizipierten Erwerbsmethode bilanziert.

Bei dem Fair Value der Devisentermingeschäfte sowie des Zinsswaps handelt es sich um einen Fair Value der Stufe 2 (Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Die Ermittlung des Fair Values erfolgte anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden.

Von den dargestellten finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 1.682 (Vorjahr: 1.961) als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gestellt worden.

Nettoergebnis und Wertberichtigungen nach Bewertungskategorien:

scroll

TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Nettoergebnis Kredite und Forderungen 1.611 6.053
davon Wertberichtigungen -1.729 -675
davon Zinserträge 2.392 4.925
davon Auflösung Wertberichtigung 948 1.803
Nettoergebnis Verpflichtungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind -3.487 -3.349
davon Zinsaufwendungen -3.487 -3.349
Nettoergebnis Held für trading 76 -83
davon Wertberichtigungen 0 83

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

21. Umsatzerlöse

In 2013 wurden im Konzern erstmalig mehr Umsätze durch den Betrieb als aus dem Verkauf von Biogasanlagen erzielt. Während sich die Erlöse aus Stromeinspeisungen und Wärmelieferungen von TEUR 40.794 auf TEUR 62.477 erhöhten, sanken die konzernfremden Erlöse aus dem Anlagenbau von TEUR 124.622 auf TEUR 47.287. Die Umsatzerlöse im Anlagenbau enthalten dabei auch die Auftragserlöse aus am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekten nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades dieser Projekte. Weiterhin umfassen die Umsatzerlöse Erlöse aus Serviceleistungen in Höhe von TEUR 19.327 (Vorjahr: TEUR 17.412) sowie Erlöse aus der Stromvermarktung TEUR 19.737 (Vorjahr: TEUR 7.624). Die Umsatzerlöse haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
148.828.206 190.452.055 -41.624 -21,9

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen bei Zwischenholdinggesellschaften in Höhe von TEUR 4.517 (Vorjahr: TEUR 0) gestiegen. Erträge aus dem Verkauf von Rohmaterial für Biogasanlagen TEUR 2.655 (Vorjahr TEUR 1.456), verrechnete Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 376), Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen TEUR 948 (Vorjahr: TEUR 1.803), Erträge aus weiterberechneten Kosten TEUR 2.305 (Vorjahr: TEUR 1.279), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 529 (Vorjahr: TEUR 167), Erträge aus Rückvergütung von Lieferanten TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 948), Erträge aus der Weiterberechnung von Dienstleistungen TEUR 844 (Vorjahr: 1.984 TEUR) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 281) sind die weiteren wesentlichen sonstigen betrieblichen Erträge.

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
15.712.011 8.700.919 7.011 80,6

23. Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Materialkosten in Höhe von TEUR 63.603 (Vorjahr: TEUR 105.839) sowie Kosten für Fremdleistungen für den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen TEUR 8.786 (Vorjahr: TEUR 12.018). Daneben sind Aufwendungen für Substrate in Höhe von TEUR 28.355 (Vorjahr: TEUR 14.387) im Materialaufwand enthalten. Der Materialaufwand hat sich insgesamt wie folgt entwickelt:

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
100.744.244 132.552.862 -31.809 -24,0

24. Personalaufwand und Mitarbeiter

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 15.353 (Vorjahr: TEUR 17.793) sowie soziale Aufwendungen und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von TEUR 3.644 (Vorjahr: TEUR 4.431). Beim Personalaufwand haben sich die einzelnen Segmente gegenläufig entwickelt. Im Anlagenbau sind die Personalaufwendungen durch die Strukturanpassungen mit TEUR 11.174 (Vorjahr: TEUR 16.143) deutlich geringer in 2013 ausgefallen. In den Segmenten Eigenbetrieb, Service und Energy sind die Personalaufwendungen dagegen durchweg gestiegen. Insgesamt haben sich die Personalaufwendungen wie folgt im Konzern entwickelt:

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
18.997.412 22.224.525 -3.227 -14,5

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug 2013 durchschnittlich 379 Personen (Vorjahr: 473 Personen) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 19,9% verringert. Von dem durchschnittlichen Personalbestand entfallen Personen auf den Bereich Angestellte 319 und Personen 60 auf den Bereich Arbeiter. Die Mitarbeiter sind überwiegend im Bereich Produktion/Technik beschäftigt.

Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung

Im Personalaufwand sind im Geschäftsjahr Arbeitgeberbeiträge zu Rentenversicherung in Höhe von TEUR 1.041 (Vorjahr: TEUR 1.346) enthalten.

25. Abschreibungen

Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund des Ausbaus des Eigenbetriebs deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht und sich wie folgt entwickelt:

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
16.031.391 13.227.951 2.803 21,2

In den Abschreibungen sind Wertminderungen auf Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 407) sowie Wertminderungen auf sonstige langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 2.066 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Die Wertminderungen sind durch geänderte Markteinschätzungen notwendig geworden. Im Vorjahr waren Abschreibungen über das übliche Maß hinaus auf Vorräte in Höhe von TEUR 1.015 unter den Abschreibungen erfasst. Nähere Details zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich in Betriebskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten unterteilen. Die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch den deutlichen Rückgang der Kosten im Bereich Anlagenbau gesunken. Der Anstieg der Betriebskosten ist im Wesentlichen im Bereich Eigenbetrieb angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt.

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
26.364.305 29.849.705 -3.485 -11,7

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

scroll

2013

in EUR
2012

in EUR
Betriebskosten 16.415.042 14.746.308
Vertriebskosten 4.662.988 9.378.312
Verwaltungskosten 5.286.275 5.725.084
Gesamt 26.364.305 29.849.705

27. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen

Das Ergebnis aus at-equity einbezogenen Beteiligungen beinhaltet die anteiligen Ergebnisse aus 73 (Vorjahr 67) Gesellschaften.

Verluste, die den Anteil an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden gem. IAS 28.37g nicht erfasst, sondern in einer Nebenrechnung fortgeführt und im Falle zukünftiger Gewinne mit diesen verrechnet. Die aufgrund dieser Vorschrift nicht berücksichtigten Verluste betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 349 (Vorjahr TEUR 66) (kumuliert TEUR 450).

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
-318.760 114.051 -433 -379,5

Die Verluste aus 2013 beinhalten eine Abwertung auf eine Beteiligung in Höhe von TEUR 619.

28. Zinserträge

Die Zinserträge waren im Vorjahr so hoch, weil auf Altforderungen Verzugszinsen angefallen waren. Im Geschäftsjahr liegen die Zinserträge leicht über dem Niveau von 2011.

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
2.392.127 4.924.875 -2.533 -51,4

29. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen insbesondere für Bankverbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten zur Liquiditätssteuerung von nahe stehenden Personen. Die übrigen Finanzaufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
3.486.586 3.348.672 138 4,1

Die Zinsaufwendungen entfallen wie folgt auf langfristige Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten:

scroll

2012

in EUR
2011

in EUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 3.223.018 2.686.870
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 77.885 402.222
Sonstige Verbindlichkeiten 185.683 259.580
Gesamt 3.486.586 3.348.672

30. Ertragsteuern

Steueraufwand

Als Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern resultieren im Geschäftsjahr und Vorjahr im Wesentlichen aus zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten der Bilanzposten Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo. Der Steueraufwand hat sich wie folgt entwickelt:

scroll

2013 2012 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
717.125 1.880.107 -1.163 -61,9

Der Steueraufwand lässt sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

scroll

2013

in EUR
2012

in EUR
Latenter Steuerertrag/-aufwand -3.829.073 -3.210.865
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern 4.546.198 5.090.972
Gesamt 717.125 1.880.107

Steuerüberleitungsrechnung

Der tatsächliche Steueraufwand des Jahres 2013 von TEUR 717 (Vorjahr: TEUR 1.880) wich um TEUR 439 (Vorjahr: TEUR 1.041) von dem erwarteten Steueraufwand von TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 839) ab. Der sich bei Anwendung eines Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Unternehmens ergeben würde. Dieser Durchschnittssteuersatz wird aus Körperschaftsteuer (15%) Solidaritätszuschlag (5,5%) und einem Gewerbesteuerhebesatz von 350% ermittelt. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand begründen sich wie folgt:

scroll

2013

in EUR
2012

in EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 989.647 2.988.184
Anzuwendender Steuersatz 28,08% 28,08%
Erwarteter Steueraufwand 277.893 839.082
Nicht nutzbare Verlustvorträge bzw. Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen und Abschreibungen Verlustvorträge -305.359 965.334
Abweichungen zwischen angenommenen und tatsächlichen Gewerbesteuerhebesätzen sowie Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen -477.388 -119.130
Nur steuerlich zurechenbare Gewinne/Verluste 175.743 3.805
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -189.574 1.322
Abweichungen von Steuersätzen bei Tochterunternehmen anderer Rechtskreise -128.610 139.380
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 514.026 257.450
periodenfremde Steuern 343.346 -178.127
Ausländische Steuern 481.145 0
Sonstiges 25.903 -29.009
Tatsächlicher Steueraufwand 717.125 1.880.107

Der Bestand der aktiven und passiven latenten Steuern setzt sich zum 31.12.2013 und 31.12.2012 wie folgt zusammen:

scroll

31.12.2013

in TEUR
31.12.2012

in TEUR
Steuerliche Verlustvorträge 2.086 1.958
Kurzfristige Vermögenswerte 1.298 104
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 241 258
Aktive latente Steuern 3.625 2.320
Sachanlagevermögen 1.350 1.410
Fertigungsaufträge 0 2.151
Kurzfristige Vermögenswerte 8 7
Geschäfts- oder Firmenwert 211 265
Passive latente Steuern 1.569 3.833

Die Veränderung der latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge einzelner ausländischer Tochtergesellschaften sowie auf Gesellschaften des Segments Eigenbetrieb wurden aktive latente Steuern gebildet, da die Gesellschaften mit hinreichender Sicherheit ermitteln können, dass sie diese mit künftigen Gewinnen verrechnen können.

31. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzerngewinn (2013: TEUR 319; 2012: TEUR 1.181) und dem gewichteten Durchschnitt (2013: 14.850.000, 2012: 14.850.000) der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Für das Geschäftsjahr liegt das Ergebnis je Aktie bei 0,02 EUR (Vorjahr: 0,08 EUR).

Die in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu EUR 4.500.000,00 dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung von der EnviTec Biogas AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen einmalig oder mehrmalig begeben werden. Dieses Instrument kann das unverwässerte Ergebnis je Aktie in der Zukunft potentiell verwässern. Es wurde bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses nicht berücksichtigt, da sich daraus noch keine Rechte Dritter auf Aktienbezug ergeben.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des EnviTec-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

32. Zufluss aus operativer Tätigkeit

Der Brutto Cash-flow in Höhe von TEUR 7.453 (Vorjahr: TEUR 16.451) zeigt den betrieblichen Einnahmenüberschuss vor jeglicher Mittelbindung. Im Zufluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cash-flow) von TEUR 37.804 (Vorjahr: TEUR 32.461) wurden die Veränderungen im Working Capital, insbesondere im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im übrigen Netto-Vermögen sowie sonstige nichtzahlungswirksame Vorgänge zusätzlich berücksichtigt.

33. Abfluss aus investiver Tätigkeit

Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind in 2013 Mittel in Höhe von TEUR 20.430 (Vorjahr: TEUR 54.181) insbesondere aufgrund der Investitionen in Sachanlagen (Biogasanlagen) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung geflossen. Aus dem Verkauf vollkonsolidierter Gesellschaften sind in 2013 TEUR 7.109 zugeflossen.

34. Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von TEUR 26.177 abgeflossen (Vorjahr: +28.517 TEUR). Aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten sind liquide in Höhe von TEUR 15.850 (Vorjahr: TEUR 45.118) zugeflossen, TEUR 11.613 sind in die Tilgung von Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten geflossen. In die Tilgung von sonstigen langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind TEUR 12.077 (Vorjahr: TEUR 15.158) geflossen. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind darüber hinaus die Auszahlung an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 14.850 enthalten.

35. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Anlagezeit von bis zu 3 Monaten.

Sonstige Erläuterungen

36. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Bremer Landesbank in Höhe von insgesamt 1.000 TEUR für Verpflichtungen von vier vollkonsolidierten Tochterunternehmen und einem at-equity bewerteten Tochterunternehmen. (Vorjahr TEUR: 1.000). Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Weiterhin hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 200 TEUR) für Verpflichtungen eines at-equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgert. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für Verpflichtungen in Höhe von 250 TEUR eines weiteren at-equity bewerteten Unternehmens hat sich der Konzern gegenüber der VR Bank Dinklage-Steinfeld eG verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für ein konzernfremdes Unternehmen hat sich der Konzern zur Sicherung aller Forderungen der Bremer Landesbank in Höhe von 2.500 TEUR verpflichtet. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

scroll

in EUR Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
aus Mietverträgen 26.837,50 12.350,00 3.800,00 10.687,50
aus Lizenzverträgen 135.312,20 67.656,10 67.656,10 0,00
aus Bestellobligo 320.450,18 320.450,18 0,00 0,00
Gesamt 482.599,88 400.456,28 71.456,10 10.687,50

Darüber hinaus bestehen vereinzelt bei den Eigenbetrieben Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung. An Miete wurde in 2013 insgesamt 42.870,71 EUR (Vorjahr: 25.766,56 EUR) gezahlt.

Finanzierungsleasing

Drei Konzerngesellschaften haben in Vorjahren ihre Biogasanlagen im Rahmen von Sale and buy back Geschäften zu einem Kaufpreis von je 1.620.000 EUR an die Hypo Alpe-Adria Leasing GmbH veräußert und über ein Finanzierungsleasing zurückgekauft. Die Verbindlichkeiten daraus valutieren zum 31.12.2013 mit 3.023.901,41 EUR und werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

Für die Tilgungsraten ergeben sich bei einem Diskontierungssatz von 4,37% folgende Barwerte nach Fälligkeiten aufgeteilt:

scroll

in EUR Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Tilgungsraten 2.560.214 419.874 1.752.889 387.451

37. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen/ Personen

Unternehmen mit gemeinschaftlicher Kontrolle oder wesentlichem Einfluss auf das Unternehmen

Personen oder Unternehmen, die von der EnviTec Biogas AG beeinflusst werden können bzw. einen Einfluss auf die EnviTec Biogas AG haben könnten, werden nach IAS 24 als nahe stehende Personen oder Unternehmen bezeichnet.

Die Gesellschaften von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, Ruhe Verwaltungs GmbH, Lüsche, sowie TS Holding GmbH, Visbek, haben den vom 27. Juni 2007 abgeschlossenen Konsortialvertrag über die Bündelung von Stimmrechten mit Vertrag vom 27. Juni 2013 gekündigt. Den o.g. Gesellschaften waren bis zu diesem Zeitpunkt jeweils 74.90% (Vorjahr: 74,90%) der Stimmrechte der EnviTec Biogas AG zuzurechnen. Transaktionen mit diesem Konsortium sind weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erfolgt. Transaktionen mit einzelnen Gesellschaften des Konsortiums sind weiter unten aufgeführt. Angesichts der Mehrheitsbeteiligung der von Lehmden Beteiligungs GmbH innerhalb des Konsortiums hatte diese bis zur Beendigung des Konsortialvertrages eine Beherrschungsmöglichkeit über die EnviTec Biogas AG, die mit Beendigung des Konsortialvertrages weggefallen ist.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Es wird auf den Abschnitt "Organe der Gesellschaft" verwiesen. Hierunter fallen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. In diesem Zusammenhang werden auch Beziehungen mit Gesellschaften, die von Vorstandsmitgliedern beherrscht werden, dargestellt.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

Es wird auf den Abschnitt zum Konsolidierungskreis und den Konsolidierungsmethoden sowie auf den Anteilsbesitz verwiesen. Salden und Geschäftsvorfälle mit vollkonsolidierten Gesellschaften wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und hier nicht erläutert.

Sonstige nahestehende Parteien:

Zum Kreis der nahestehenden Parteien zählen auch Unternehmen im Sinne von IAS 24.9 (b)(vi), (vii).

Transaktionen mit nahestehenden Parteien:

scroll

Transaktionen mit nahe stehenden Personen Geschäftsvorfall n

EUR
Forderung

in EUR
Schuld

in EUR
in EUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens
von Lehmden Beteiligungs GmbH 4.473.415 1.769 320 726 2.142 664.801
Assoziierte Unternehmen
Kumuliert -4.590.464 8.693.754 18.902.579 17.578.107 1.011.239 422.514
Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen
Schulz Systemtechnik GmbH -4.558.003 -11.963.569 164 0 458.553 1.500.125
Bioenergie Park Forst GmbH 0 0 3.120.000 3.120.000 0 0
Agrico Handelsgesellschaft mbH 595 38.223 3.927.286 3.456.578 0 0
BGF GmbH &Co. KG 116.097 62.573 52.763 10.008 0 12.778
LvL GmbH -134.319 -96.606 0 0 54.484 12.115
MVL Verwaltungs GmbH 0 -28.994 0 -522 0 0

Im Rahmen des operativen Geschäftes bezieht die EnviTec Biogas AG Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich auch solche Unternehmen, die mit Organen oder Aktionären der Gesellschaft in Verbindung stehen.

Unter die nahe stehenden Personen bzw. Unternehmen fallen u. a. die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Gesellschaften. Mit weiteren nahe stehenden Personen wurden im Berichtszeitraum keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen unterhalten. Bei den Geschäftsvorfällen handelt es sich bei den Beträgen mit einem vorangestellten Minuszeichen um Aufwendungen für den EnviTec-Konzern und bei den Geschäftsvorfällen mit positiven Vorzeichen handelt es sich um Erträge des EnviTec-Konzerns.

38. Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Rödl &Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft München, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

scroll

2013

in TEUR
2012

in TEUR
Abschlussprüfungen 204 182
andere Bestätigungsleistungen 31 28
Steuerberatungsleistungen 0 55
Gesamt 235 265

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung des Abschlusses der EnviTec Biogas AG. Die Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen beziehen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses. Bei den Steuerberatungsleistungen handelt es sich um umsatzsteuerliche Beratung im Zusammenhang mit Baustellen im Ausland.

39. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,

Sprecher des Vorstands (CEO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe,

Vorstand Finanzen (CFO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Roel Slotman, Enter/Niederlande,

Vorstand Vertrieb International (CCO)

seit 1. Oktober 2009

Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt

Vorstand Technik (CTO)

seit 1. Juli 2010

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Grundvergütung in Form eines monatlich zu zahlenden Gehalts
Variable Vergütung entsprechend dem operativen Ergebnis des EnviTec Konzerns und persönlichen Zielerreichungen

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2013 folgende Vergütungen an:

scroll

in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstiges Bezüge*
2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 147.097 145.325 0 3.077 15.111 15.111
Jörg Fischer 136.000 134.500 0 2.367 9.917 10.265
Roel Slotman 126.000 124.500 0 2.367 9.636 10.481
Jürgen Tenbrink 124.466 120.665 0 2.367 12.654 13.742

scroll

in EUR Gesamt
2013 2012
--- --- ---
Olaf von Lehmden 162.208 163.513
Jörg Fischer 145.917 147.132
Roel Slotman 135.636 137.348
Jürgen Tenbrink 137.120 136.774

* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D&O Versicherung

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Kaufmann Bernard Ellmann (Vorsitzender)

ehemaliger Group Vice President der Unilever-Gruppe, Rotterdam/London,

Mitglied des Aufsichtsrats der Unilever Deutschland Holding GmbH, Hamburg

Mitglied des Aufsichtsrats der Nordsee GmbH, Hamburg (bis Ende April 2013)

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Finco Signature BV. Losser, Niederlande
Herr Kaufmann Hans-Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender)

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft,
Herr Kaufmann Michael Böging

Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek

Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2013 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von EUR 40.000 (Vorjahr: EUR 40.000).

Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt EUR 24.000 (Vorjahr: EUR 36.000) an.

40. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es lagen keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

Lohne, 28. April 2014

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2013

scroll

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2013 Zugänge 2013 Abgänge 2013 Abgänge Entkonsolidierung 2013 Umbuchungen 2013 Stand 31.12.2013
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.245.657 195.690 0 1.368 0 2.439.979
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.358.457 0 0 0 0 4.358.457
2. Geleistete Anzahlungen 57.098 19.115 0 0 0 76.213
6.661.212 214.805 0 1.368 0 6.874.649
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 33.473.089 3.641.941 56.925 3.484.555 0 33.573.550
2. Technische Anlagen und Maschinen* 86.645.529 12.031.160 0 16.263.199 22.246.732 104.660.223
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.800.156 731.520 2.362.995 678.859 25.020 15.514.841
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.843.785 1.945.408 45.736 1.600 -22.593.066 3.148.791
161.762.560 18.350.029 2.465.656 20.428.213 -321.314 156.897.405
168.423.772 18.564.833 2.465.656 20.429.581 -321.314 163.772.054

scroll

Abschreibungen
Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2013 Zugänge 2013 Abgänge 2013 Abgänge Entkonsolidierung Stand 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.811.164 287.597 0 1.232 2.097.529
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
1.811.164 287.597 0 1.232 2.097.529
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 4.317.204 2.160.573 0 859.095 5.618.683
2. Technische Anlagen und Maschinen* 22.086.693 9.368.926 0 6.920.582 24.535.037
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.925.825 1.818.306 1.938.642 384.652 8.420.837
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 407.073 329.989 0 0 737.062
35.736.796 13.677.794 1.938.642 8.164.329 39.311.620
37.547.960 13.965.391 1.938.642 8.165.561 41.409.149

scroll

Buchwerte
Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2012
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 342.450 434.493
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.358.457 4.358.457
2. Geleistete Anzahlungen 76.213 57.098
4.777.120 4.850.048
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 27.954.867 29.155.885
2. Technische Anlagen und Maschinen* 80.125.186 64.558.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.094.004 8.874.330
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.411.729 23.436.712
117.585.786 126.025.763
122.362.906 130.875.811

* Die in der Spalte Umbuchungen erfassten Werte umfassen auch Umbuchungen in das Umlaufvermögen.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2012

scroll

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2012 Zugänge 2012 Zugänge Erstkonsolidierung 2012 Abgänge 2012 Umbuchungen 2012 Stand 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.033.347 194.807 17.503 0 0 2.245.657
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 0 2.129.310 0 0 4.358.457
2. Geleistete Anzahlungen 0 57.098 0 0 0 57.098
4.262.494 251.904 2.146.814 0 0 6.661.212
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 26.404.665 5.707.074 1.156.474 0 204.877 33.473.089
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.251.545 15.211.321 4.241.733 18.239 6.959.170 86.645.529
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.402.128 2.507.589 55.147 1.164.709 0 17.800.156
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.748.846 22.345.570 0 86.583 -7.164.047 23.843.785
111.807.183 45.771.553 5.453.354 1.269.531 0 161.762.560
116.069.677 46.023.457 7.600.167 1.269.531 0 168.423.772

scroll

Abschreibungen
Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2012 Zugänge 2012 Abgänge 2012 Stand 31.12.2012
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.542.812 268.352 0 1.811.164
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
1.542.812 268.352 0 1.811.164
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 2.776.179 1.541.025 0 4.317.204
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.267.430 7.822.000 2.737 22.086.693
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.802.554 2.022.877 899.605 8.925.825
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 407.073 0 407.073
24.846.162 11.792.975 902.342 35.736.795
26.388.974 12.061.328 902.342 37.547.961

scroll

Buchwerte
Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 31.12.2012
--- ---
Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 434.493
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.358.457
2. Geleistete Anzahlungen 57.098
4.850.048
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 29.155.885
2. Technische Anlagen und Maschinen 64.558.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.874.330
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.436.712
126.025.763
130.875.811

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der EnviTec Biogas AG, Lohne, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der EnviTec Biogas AG zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 28. April 2014

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Joachim Pantze, Wirtschaftsprüfer

GLOSSAR

A

Abbaugeschwindigkeit

Geschwindigkeit der Zersetzung der organischen Substanz. Sie hängt ab von Zustand, Oberfläche und Zusammensetzung der Ausgangsstoffe sowie der Temperatur im Fermenter und der Aktivität der Biologie.

Ablagerung

Sedimentationsvorgang, der besonders bei heterogenen, zur Entmischung neigenden Stoffen auftritt. Mit optimaler Rührwerkstechnik wird diesem bestmöglich entgegen gewirkt.

Adaption

Fähigkeit von Mikroorganismen, sich veränderten Fermenterbedingungen, wie z. B. veränderten Inputstoffen, anzupassen, ohne dass nachhaltig Störungen der Prozessbiologie auftreten.

Anlagensicherheit

Besondere Anforderung an Gefährdungsbereiche durch Explosionsschutzkonzept, Einrichtung von Schutzzonen u. ä.

Anaerobier

Organismen, die zeitweilig oder dauernd ohne freien Sauerstoff leben können und Biomasse in Biogas umwandeln.

Antibiotika

In erster Linie Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Erkrankungen; können in hoher Konzentration die Fermenterbiologie beeinträchtigen.

Ausbreitungsrechnung

Rechnung zur Immissionsprognose von Luftschadstoffen, Schall und Gerüchen. Sie berücksichtigt Windrichtung, Windgeschwindigkeit, vertikale Temperaturschichtung u. a.

B

BauGB

Baugesetzbuch, rechtlicher Rahmen für Bautätigkeit und Zulässigkeit von Bauvorhaben.

Bauleitplanung

Die Bauleitplanung umfasst alle Maßnahmen der Gemeinde zur Regelung der Nutzung von Grund und Boden sowie zur geordneten städtebaulichen Entwicklung des Ortes. Sie wird von den Städten und Gemeinden selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt.

Besiedlungsflächen

Standort/Oberfläche, der Bakterien als Lebensraum dient.

BHKW

> Blockheizkraftwerk

Biogas

Gas, das beim anaeroben Abbau von organischer Substanz entsteht.

Biogasreinigung

Abscheidung von Feuchtigkeit und Schadgasen aus dem Biogas

Biomasse

Energieträger aus organischen Stoffen. Bei der Verbrennung setzt Biomasse lediglich die Menge an CO2 frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen hat. Daher trägt die Stromerzeugung aus Biomasse nicht zum Treibhauseffekt bei.

Blockheizkraftwerk

Motor mit direkt angebautem Generator zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme.

Brennstoffzelle

Wandelt Wasserstoff und Sauerstoff unter Freisetzung von elektrischer Energie und Wärme in Wasser um.

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BimSchG)

Gesetz mit dem Ziel, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre, Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen.

C

Cellulose

Mikrobiell schwer abbaubare Zellwände.

D

Dampferzeugungsanlage

Anlage zur Herstellung von Heißdampf und Prozessdampf.

Desodorierung

Beseitigung von störendem Geruch und geruchsintensiven Stoffen.

Drehkolbenpumpe

Zwangsförderer, der pumpfähiges Material fördert.

Druckwächter für Rohrleitungen

Sicherheitstechnische Einrichtung zur Drucküberwachung.

Düngemittelrecht

Gesetz, das die Verwertung von Düngemitteln regelt.

Düngewert

Qualität des Gärrückstands in Bezug auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kali etc.

Durchsatzleistung

Kapazität einer Anlage oder eines Anlagenteils in t und m3.

DVGW-Richtlinien

Richtlinien, die alle Bereiche des Baus und Betriebs von Gasanlagen umfassen.

E

Eigenstrombedarf

Strombedarf der Anlage, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Eiweiß

> Proteine

Emissionen

Abgabe von Schadstoffen, Staub, Schall oder Gerüchen in die Umwelt.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Gesetz, das die Gebietsmonopole in der Stromversorgung in Deutschland aufhob. Das EnWG trat 1998 in Kraft.

Entschwefelung

Abscheidung von Schwefelwasserstoff aus Biogas.

Erneuerbare Energien

> Regenerative Energiequellen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, Geothermie oder Biomasse.

Essigsäure

Wichtiger Eingangsstoff für die Methanbildung.

F

Fackel

Sicherheitstechnische Einrichtung zur schadlosen Verbrennung überschüssiger Gase

Faulraum

> Fermenter

Faulraumbelastung

Menge der Zugabe an organischer Trockensubstanz pro m3 Fermentervolumen und Tag

Fermentation

Biochemischer Prozess, bei dem durch anaerobe Mikroorganismen organische Substanz umgesetzt wird.

Fermenter

Luftdicht abgeschlossener, beheizter Raum für den anaeroben Abbau von organischer Substanz.

Fermenter-Heizung

Heizsystem im Fermenter zur Regelung der Prozesstemperatur.

Fernwärme

Wärme, die bei der Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken entsteht. Sie wird über eine Fernwärmeleitung externen Wärmeabnehmern als Warmwasser zur Verfügung gestellt.

Feststoffabtrennung

Auftrennung der Gärreste in fester und flüssiger Phase durch Zentrifugen oder Separatoren.

Feuerungswärmeleistung

Thermische Leistung, die bei der Verbrennung entsteht

Flexo-Dach

Foliendachabdeckung für Fermenter und Lagerbehälter mit oder ohne integrierter Gasspeicherblase.

FOS (flüchtige organische Säuren)

Menge der verschiedenen Säuren im Fermenter, gemessen in mg/l

Fossiler Energieträger

Energieträger, die im Gegensatz zu den erneuerbaren Rohstoffen nicht nachwachsen. Zu den fossilen Energieträgern zählen Braun- und Steinkohle, Erdgas und Erdöl.

Fotovoltaik

Stromerzeugung durch Sonnenenergie mit Hilfe von Solarzellen, die Licht in elektrischen Strom umwandeln.

G

Gasmembran

Gasdichte Folie zum Auffangen und Speichern des Biogases

Gasmotor

Kolbenkraftmaschine, die durch ein brennbares Gas angetrieben wird. Er wird u. a. zur Strom- und Wärmegewinnung in Blockheizkraftwerken sowie als Antrieb für Kraftfahrzeuge verwendet und benötigt keine Stützfeuerung.

Gärrestaufbereitung

Aufbereitung der Gärreste in Feststoffe, Düngerkonzentrat und Wasser in speziellen Aufbereitungsanlagen. Bei der Verwertung müssen die Anforderungen des Düngemittelgesetzes (DüngeMG) und der Düngemittelverordung (DüMV) erfüllt werden.

Generationszeiten

Zeitraum der Vermehrung von Bakterienkulturen

Güteüberwachung

Regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Outputstoffe

H

Hammermühle

Maschine zur Aufbereitung von Inputstoffen durch Zerkleinerung des Materials

Heizwert

Energieinhalt von Brenngas; Einheit: Kilowattstunde pro Normkubikmeter trocken

Hemmung

Vorgang, bei dem biologische Prozesse verlangsamt werden, z. B. durch Säuren

Hydrolyse

Biochemischer Teilprozess bei der Vergärung von Biomasse, bei dem feste Bestandteile in Lösung gebracht werden.

Hygienisierung

Pasteurisierung, d. h. Erhitzung des Inputmaterials für eine Stunde auf 70 Grad zur Abtötung von Baktereien und Keimen

I

Inbetriebnahme

Offizieller Start von Anlagen oder Anlagenteilen, in aller Regel Beginn des Gewährleistungszeitraumes

Inputmaterial

Stoffe, die für den Betrieb einer Biogasanlage geeignet sind, wie Gülle, Mist, Bioabfälle, nachwachsende Rohstoffe u. a.

Isolierung

Wärmedämmung von Bauteilen gegen Frost; Schutz vor Wärmeverlusten und Verhinderung von Temperaturspannungen

K

Klärschlammverordnung

Verordnung, die u. a. Grenzwerte für die Belastung des Klärschlamms mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen festlegt.

Kohlendioxid

Gas, das u. a. bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Erdgas entsteht. CO2 ist der Hauptverursacher des klimaverändernden Treibhauseffekts.

Kondensation

Übergang vom gasförmigen in flüssigen Aggregatzustand

Kondensat

Durch Kondensation entstandene Flüssigkeit

Kondensatschacht

Schacht zum Sammeln und Abpumpen des anfallenden Kondensats

Korrosion

Chemische Veränderung im Material an der Oberfläche fester Körper

Kraft-Wärme-Kopplung

Verfahren, bei dem Strom erzeugt und gleichzeitig die Abwärme des BHKWs genutzt wird. KWK-Anlagen reduzieren im Vergleich zu herkömmlichen Technologien die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen um 30 bis 40 Prozent.

L

Lärmemission

Geräuschabsonderung. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens einer Biogasanlage werden auch die voraussichtlichen Lärmimmissionen ermittelt, die bestimmte Werte nicht überschreiten dürfen.

Lärmminderung

Bauliche Maßnahmen zur Schallemissionsbegrenzung, z. B. durch Wahl des Standorts, der Baustoffe und der Ausführung

Liberalisierung des Strommarkts

Einführung marktwirtschaftlicher Bedingungen im ehemals monopolistisch regulierten Strommarkt aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes.

Lignin

Holzstoff; Bestandteil des Holzes, der im anaeroben Prozess nicht abgebaut werden kann.

Luftreinhaltung

Anforderungen vor allem betreffend Geruchs-, Schadstoff- und Staubimmissionen, die im Bundesimmissionsschutzgesetz und in der TA-Luft geregelt sind.

M

Maisannahme

Annahmetechnik zur Vorratshaltung und gleichmäßigen Beschickung einer Biogasanlage mit Maissilage.

Mannloch

Revisionsöffnung in der Behälterwand

Membranverfahren

Filtrationsverfahren mit Porenmembranen zur Reinigung von Abwasser

Methan

Brennbares Gas, das bei der bakteriellen Zersetzung von Biomasse entsteht. Methan ist der energetisch nutzbare Stoff im Biogas. Je höher sein Anteil, desto wertvoller, d. h. energiereicher, ist das Biogas.

Methanbildung

Schritt bei der Entstehung von Biogas.

N

Nachwachsende Rohstoffe

Land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die für die Industrie oder die Erzeugung von Wärme, Strom und andere Energieformen verwendet werden.

Nassvergärungsanlage

Anlage, in der Substrate zu Flüssigkeit vergoren werden.

NawaRo

> nachwachsende Rohstoffe

Neuanlagen

Anlagen, die neu errichtet werden.

Als Neuanlagen gelten im Sinne des EEG auch Altanlagen, die mindestens 50 Prozent der Gesamtinvestition neu errichten.

O

Organic-Rankine-Anlage (ORC)

Anlage zur Nutzung des Abgasstroms eines BHKW zur Erzeugung elektrischer Energie

P

Pasteurisierung

> Hygienisierung

pH-Wert

Maßzahl für die Konzentration der Wasserstoffionen in einer Lösung. Für die Methanbildung ist ein pH-Wert um den Neutralpunkt ideal, darunter und darüber liegende Werte stören die Prozessbiologie.

Pressschneckenseparator

Maschine zur Abtrennen von festen Stoffen aus Suspensionen

Privilegierung

Bestimmte bauplanrechtliche Voraussetzungen, unter denen Biogasanlagen in einer Umgebung errichtet werden dürfen, die nicht von vorhandener baulicher Nutzung geprägt sind.

Propionsäure

Im Prozess nicht erwünschte Säure. Reichert sich in der Regel bei Prozessstörungen an und hemmt den Stoffwechsel zusätzlich.

Proteine

Vorwiegend aus Aminosäuren aufgebaute Eiweißkörper, die neben Fetten und Kohlehydraten zu den wichtigsten Inputstoffen gehören.

R

Raumbelastung

> Faulraumbelastung

Regenerative Energiequellen

Ressourcen, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht erschöpflich sind, z. B. Wasser, Wind, Fotovoltaik und Biomasse. Sie sind zudem klima- und umweltfreundlich.

Regulierungsbehörde

Behörde, die seit dem 01.07.2004 dafür verantwortlich ist, den Stromanbietern einen sicheren Netzzugang zu gewähren und angemessene Netzentgelte festzulegen.

Rezirkulationsschacht

Wärmegedämmter Behälter zur Entnahme von Gärsubstrat aus dem Fermenter. Erforderlich z. B. bei der Nutzung von Gärsubstrat zum Anmischen des Fermenterinputmaterials.

Rohglycerin

Material, das bei der Herstellung von Biodiesel anfällt

Rückkühlung

Abkühlung des in der Hygienisierung erhitzten Materials vor dem Eintrag in den Fermenter

Rührwerk

Maschine zum gleichmäßigen Durchmischen von Materialien in Behältern

S

Sauerstoff

farb-, geschmack- und geruchloses Gas, kommt in freiem zustand als Bestandteil der Luft, in der er zu 20,8 Volumenprozent enthalten ist, in gebundenem zustand im Wasser und in zahlreichen Mineralien vor. Insgesamt ist er zu 49,5 Gewichtsprozent auf der Erdoberfläche vertreten und damit das am häufigsten vorkommende Element.

Säurespiegel

Konzentration an Gesamtsäure im Fermenter. Hohe Raumbelastungen des Fermenters in der Startphase führen zu sehr hohen Säurekonzentrationen.

Schaltwarte

Aufstellungsraum der zentralen Steuerungs- und Leittechnik einer Biogasanlage.

Schwefelwasserstoff

Gas, das bei der Biogasproduktion entsteht und vor der Nutzung durch Entschwefelung vom Biogas getrennt werden muss, da es bei der Verbrennung im Motor zu Korrosionsschäden führen kann.

Sedimentation

> Ablagerung

Stalldesinfektionsmittel

Wirkstoffe, die bei Überdosierung die Biogasproduktion hemmen können.

Störstoffe

Stoffe, die die Funktionsfähigkeit der Anlage beeinträchtigen können und manuell oder mechanisch beseitigt werden.

Stromvergütung

Gesetzlich garantierte Vergütung für die Erzeugung von Strom.

T

TA Lärm

Technische Anleitung zur Ermittlung und Beurteilung von Schallimmissionen

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

Tauchmotorrührwerk

Schnell laufende Propeller, die mit 300-400 U/min. die Inputstoffe gleichmäßig verrühren und variabel im Behälter angebracht werden.

Trockenmasse

Organischer und anorganischer Bestandteil der Inputmaterialien. Nur der organische Anteil der Trockenmasse kann zur Methanproduktion genutzt werden.

Trockenvergärung

Anlage, in der vorwiegend trockene Substrate stichfest und nicht rührfähig vergoren werden. Sie bringt weniger Gasertrag als die Nassvergärung.

U

Umweltverträglichkeitsprüfung

Gesetzlich geregelte Prüfung (UVP), die bei der Behandlung bestimmter Stoffe und Mengen erforderlich ist, z. B. bei der Behandlung von täglich mind. 10 t überwachungsbedürftiger Abfälle

Ultrafiltration

Verfahren zur Gärreststoffaufbereitung. Sie findet in der Regel nach der ersten Fest-/Flüssigtrennung statt und ist die Vorstufe der Umkehrosmose.

V

VDI-Richtlinien

Regelwerk, das den Stand der Technik beschreibt, der bei der Planung einer Anlage zu berücksichtigen ist. Darin geht es u. a. um die Luftreinhaltung sowie um den Biogasertrag und die Optimierung der Einsatzstoffe.

Verdampfungsanlage

Anlage zur Verdampfung von z. B. Wasser, um den Wassergehalt in einem Produkt zu senken.

Vergärung

Prozess zur Umwandlung der Biomasse in Biogas mithilfe von Mikroorganismen.

Vergütungssätze

Durch das EEG garantiertes Entgelt für die in der Biogasanlage erzeugte elektrische Energie.

Vertikalströmung

Vertikal gerichtete Bewegung des Substratstroms in einem Behälter.

Verweilzeit

Zeitraum, in der die Substanz im Fermenter verbleibt und dem organischen Abbau unterliegt.

Vorlauftemperatur

Temperatur im Heizwasser vor dem Entzug der Wärme bei der Wärmenutzung.

W

Wärmetauscher

Apparat zur Übertragung von Wärmeenergie zwischen zwei Heizsystemen.

Wartung

Regelmäßige Überprüfung, Kontrolle, Ersatz und Instandsetzung von Anlagenteilen.

Wasserkraft

Natürliche Energiequelle zur Stromerzeugung. Über 20 Prozent des weltweit erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraftanlagen, dabei werden bisher nur 20 Prozent der weltweit verfügbaren Wasserkraftreserven genutzt.

Watt

Maßeinheit für Stromleistung, nach James Watt (1736-1819), dem Erfinder der Dampfmaschine. 1 kW = 1.000 Watt; 1 Megawatt (MW) = 1.000.000 Watt.

Windkraft

Unerschöpfliche Energiequelle, bei der die natürliche Strömungsenergie des Windes zur Stromgewinnung genutzt wird.

Z

Zerkleinerer

Aufbereitungsmethode mit dem Ziel, grobe Inputstoffe vor der Einbringung zu zerkleinern.

Zündstrahlmotor

Motor auf Basis eines Dieselmotors, der für den Biogaseinsatz umgerüstet wurde. Er benötigt eine Stützfeuerung und ist nicht so langlebig wie ein Gasmotor.

FINANZKALENDER

30. APRIL 2014

BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

31. JULI 2014

HAUPTVERSAMMLUNG

30. SEPTEMBER 2014

BERICHTERSTATTUNG 2. QUARTAL 2014

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

EnviTec Biogas AG

Industriering 10 a

49393 Lohne

Tel.: +49 (0) 4442 / 8016-8100

Fax: +49 (0) 4442 / 8016-98100

E-Mail: [email protected]

www.envitec-biogas.de

INVESTOR RELATIONS MARKETING/PUBLIC RELATIONS

Katrin Selzer

Tel.: +49 (0) 2574 / 8888-810

Fax: +49 (0) 2574 / 8888-100

E-Mail: [email protected]

KONZEPT, REALISATION

Kreutzmann Unternehmenskommunikation, Hamburg

TEXT

IR.on Aktiengesellschaft, Köln

EnviTec Biogas AG

Verwaltung:

Industriering 10 a

D-49393 Lohne

Tel.: +49 4442 8016-8100

Fax: +49 4442 8016-98100

Vertrieb und Abwicklung:

Boschstraße 2

D-48369 Saerbeck

Tel.: +49 2574 8888-0

Fax: +49 2574 8888-800

[email protected]

www.envitec-biogas.com

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.