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EnviTec Biogas AG

Annual Report May 23, 2013

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Annual Report

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EnviTec Biogas AG

Lohne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

GESCHÄFTSBERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

der Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG hat die Entwicklung des Konzerns im Jahr 2012 intensiv begleitet. Hinter uns liegt ein herausforderndes Geschäftsjahr, das wir mit einem operativen Ergebnis von 1,3 Mio. Euro und einem Jahresüberschuss von 1,2 Mio. Euro abgeschlossen haben. Nach dem Ausnahmejahr 2011, in dem die Biogasbranche von Vorzieheffekten aufgrund der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes profitierte, war 2012 von einem deutlichen Nachfragerückgang in Deutschland und energiepolitischer Unsicherheit gekennzeichnet. Die gute Entwicklung im Ausland und im Eigenbetrieb konnte diesen Nachfrageeinbruch im deutschen Markt nicht vollständig kompensieren. Leider sind auch im Wahljahr 2013 keine stabilen Rahmenbedingungen für die Biogasbranche in Deutschland zu erwarten. Darauf musste leider auch EnviTec Biogas reagieren und Struktur- und Personalanpassungen im Segment Anlagenbau Anfang 2013 beschließen und Anfang 2013 umsetzen. Diese Maßnahmen sind für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens unabdingbar und werden vom Aufsichtsrat mitgetragen.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Corporate Governance-Kodex obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm beratend zur Seite. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig und detailliert involviert. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Entwicklungen unterrichtet. Die Berichte wurden unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 Abs. 2 AktG erstellt. Nach intensiven Besprechungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu.

Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Bildung von Ausschüssen

Aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2012 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat nach eigener Einschätzung der Meinung, dass er effizient arbeitet. Nach § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Aufgabe wird von unserem Mitglied Hans-Joachim Jung wahrgenommen.

Sitzungen und Schwerpunkte der Beratung

Im Geschäftsjahr 2012 ist der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen Sitzungen und einer konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Bei allen Sitzungen war der Aufsichtsrat in Gesamtheit anwesend. Im Vordergrund unserer Beratungen standen Fragen zur strategischen Unternehmensentwicklung sowie die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung des Konzerns. Darüber hinaus haben wir die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens erörtert und die Entscheidung zum Wechsel des Börsensegments begleitet.

In der Sitzung am 13. April haben wir uns eingehend mit den Auswirkungen der Einigung mit einem ehemaligen Großkunden auf die Finanzlage der EnviTec befasst. Des weiteren wurde die Aufnahme des Schuldscheindarlehens besprochen und die Ausgestaltung des Anlageinstruments diskutiert.

In der Sitzung vom 24. April 2012 wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2011 eingehend geprüft und festgestellt. Ebenso wurde die Emission eines Schuldscheindarlehens zur Wachstumsfinanzierung im Eigenbetrieb diskutiert. Abschließend haben wir uns mit der Festlegung der Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2012 befasst.

In der Sitzung vom 23. Juli wurden dem Aufsichtsrat die Ergebnisse des 1. Quartals der EnviTec Biogas AG ausführlich erörtert. Ebenso gab der Vorstand einen Ausblick auf die Halbjahresergebnisse. Des weiteren stellte Alfred Gayer, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft EnviTec Energy, das Geschäftsmodell und die Zielsetzung des neuen Bereichs detailliert vor.

In einer konstituierten Sitzung des neugewählten Aufsichtsrats am 24. Juli wurden erneut Bernard Ellmann zum Vorsitzenden und Hans-Joachim Jung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats der EnviTec Biogas AG gewählt.

In der Sitzung vom 19. September wurde die durch den Vorstand vorgestellte aktuelle politische Situation hinsichtlich der Vergütung von Biogas in Deutschland bezogen auf die EnviTec Biogas AG intensiv diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns mit dem Status der Investitionen in den Eigenbetrieb in Italien auseinandergesetzt. In der Sitzung wurde auch über den ersten Vertrag zur langfristigen Lieferung von Biomethan an einen Energiedienstleister beraten.

Die letzte Aufsichtsratssitzung im Jahr 2012 am 5. Dezember stand ganz im Zeichen des Wandels: Nach der Ergebnisbesprechung und -analyse des dritten Quartals wurde der Wechsel des Segments an der Frankfurter Wertpapierbörse vom Vorstand vorgestellt und im Anschluss ergebnisoffen diskutiert. Darüber hinaus standen wir im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2013 im intensiven Dialog mit dem Vorstand, die sowohl mögliche Restrukturierungsmaßnahmen im Anlagenbau als auch eine mögliche Optimierung der operativen Kostenstruktur beinhaltete.

Der Aufsichtsrat hat am 28. Dezember im Umlaufverfahren dem Vorstandsbeschluss vom 20. Dezember bezüglich des bereits diskutierten Segmentwechsels vom bisherigen Prime Standard in den Entry Standard der Börse Frankfurt zugestimmt.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2012 mit der Einhaltung und Weiterentwicklung der Corporate Governance bei EnviTec intensiv beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 24. April 2013 gemeinsam eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Der Aufsichtsrat hat vom Abschlussprüfer die Unabhängigkeitserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Über die Prüfungsleistung hinaus war der Abschlussprüfer für die Gesellschaft prüfend und steuerlich beratend im Ausland tätig. Informationen zur Corporate Governance bei EnviTec finden Sie im Corporate Governance-Bericht auf Seite 15 in diesem Geschäftsbericht.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl &Partner GmbH hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der AG, den gemäß § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft. Gegenstand der Prüfung waren zudem gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Maßnahmen des Vorstands zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Erfolg und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Abschlussprüfer, dessen Prüfauftrag entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juli 2012 vergeben wurde, berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung, die zu keinen Einwendungen geführt hatte. Der Jahres- und der Konzernabschluss erhielten den auf Seite 112 zu findenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in Aufsichtsratssitzungen am 24. und 29. April von uns intensiv diskutiert. An der Sitzung nahmen sowohl der Abschlussprüfer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl &Partner GmbH als auch der Vorstand teil, die die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung erläuterten und ergänzende Fragen des Aufsichtsrats beantworteten.

Nach einer intensiven Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss im Wege einer fernmündlichen Abstimmung am 29. April 2013 gebilligt. Damit sind der Jahresabschluss und der Konzernabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen und stimmt dem Dividendenvorschlag des Vorstands, eine Sonderdividende von je 1,00 EUR pro dividendenberechtigter Aktie auszuschütten, zu.

Im Rahmen der Sitzungen am 24. und 29. April 2013 haben wir auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen eingehend geprüft. Diese Prüfung hat zu keiner Beanstandung geführt. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und haben keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die große Einsatzbereitschaft im zurückliegenden Geschäftsjahr. Auch als Marktführer kann sich EnviTec Biogas dem schwierigen Marktumfeld derzeit nicht entziehen, verfügt jedoch über ein solides Fundament, um die sich weiterhin bietenden Chancen zu nutzen.

Lohne, den 29. April 2013

Bernard Ellmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG haben auch im Geschäftsjahr 2012 der Corporate Governance hohe Bedeutung beigemessen und diese weiterverfolgt. Sie bekennen sich zu den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ziel ist dabei eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Sie stärkt das Vertrauen von Mitarbeitern, Anlegern, Kunden und der Öffentlichkeit.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2012 mehrfach mit den Themen der Corporate Governance beschäftigt und am 18. April 2013 gemeinsam die aktualisierte Entsprechenserklärung 2012 gemäß § 161 AktG abgegeben. Demnach wird der aktuellen Fassung des Kodex vom 15. Mai 2012 weitgehend entsprochen. EnviTec weicht Empfehlungen lediglich in sieben begründeten Ausnahmen aufgrund von Größe, Struktur oder unternehmensspezifischen Gegebenheiten ab. Die Erklärung wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

befindet sich auf unserer Internetseite unter WWW.ENVITEC-BIOGAS.PE.

Aktionäre und Hauptversammlung

Jede Stückaktie der EnviTec Biogas AG gewährt eine Stimme. Die Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Rechte auf der mindestens einmal im Jahr stattfindenden Hauptversammlung aus. Das Stimmrecht kann entweder persönlich auf der Hauptversammlung oder mittels eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters der Gesellschaft oder eines bevollmächtigten Vertreters ausgeübt werden. Sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Dokumente und Informationen werden frühzeitig unter www.envitec-biogas.de/investor-relations/hauptversammlung zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die Hauptversammlung werden auf dieser Seite auch die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse veröffentlicht.

Auf der Hauptversammlung am 24. Juli 2012 in Lohne waren rund 85 Prozent des Grundkapitals vertreten. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten zu. So wurden unter anderem der Vorstand und der Aufsichtsrat mit einer Mehrheit von über 99 Prozent entlastet. Auch dem Gewinnverwendungsvorschlag wurde zugestimmt.

Zudem haben die Aktionäre die Aufsichtsräte Bernard Ellmann, Hans-Joachim Jung und Michael Böging für weitere fünf Jahre gewählt.

Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Die EnviTec Biogas AG hat eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Der Vorstand leitet das Unternehmen und wird dabei vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Dies entspricht dem deutschen Aktienrecht. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG verfolgen ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu arbeiten sie eng zusammen und beraten gemeinsam über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Compliance- und Risikomanagement des Unternehmens. Auch darüber hinaus stehen der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig in Kontakt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind, traten im Berichtsjahr nicht ein.

Vorstand

Mit Olaf von Lehmden, Jörg Fischer, Jürgen Tenbrink, Roel Slotman besteht der Vorstand der EnviTec Biogas AG aus vier Mitgliedern. Eine Geschäftsordnung bestimmt die Verantwortungsbereiche der einzelnen Mitglieder und regelt die Zusammenarbeit. Zu den Aufgaben des Vorstands zählt die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. Hierbei ist er an das Unternehmensinteresse gebunden und dem nachhaltigen Unternehmenserfolg verpflichtet. Darüber hinaus trägt der Vorstand die Verantwortung für die Compliance sowie ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.

Die EnviTec Biogas AG verzichtet darauf, gemäß Ziffer 5.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festzulegen. Dies würde den Aufsichtsrat in seiner Auswahl geeigneter Kandidaten einschränken.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG gehören weiterhin Bernard Ellmann, Hans-Joachim Jung und Michael Böging an. Sie wurden von der Hauptversammlung am 24. Juli 2012 für weitere fünf Jahre gewählt.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung entsprechend den Bestimmungen des Aktiengesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung. Er bestellt die Vorstandsmitglieder und plant langfristig deren Nachfolge. In grundlegenden Unternehmensentscheidungen ist das Gremium unmittelbar eingebunden, da sie seiner Zustimmung bedürfen.

Die Mitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt und sind in ihren Entscheidungen ausschließlich den Interessen des EnviTec Biogas-Konzerns verpflichtet. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber offenlegen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung. Einzelheiten seiner Tätigkeit und seiner Entscheidungen im Berichtsjahr informiert der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung auf den Seiten 11 bis 14 in diesem Geschäftsbericht.

Nach § 100 Abs. 5 AktG RegE Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Funktion nimmt Hans-Joachim Jung wahr. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an.

Aufgrund der geringen Mitgliederzahl wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet, da dies nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Bilanzstichtag hielten die Vorstände Aktien der EnviTec Biogas AG:

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Anzahl Aktien 31.12.2012 31.12.2011
von Lehmden Beteiligungsgesellschaft 7.288.317 7.288.317
Jörg Fischer 500 500
Roel Slotman 7.000 7.000
Jürgen Tenbrink 1.800 1.800

Aufsichtsratsmitglied Hans-Joachim Jung hielt zum Bilanzstichtag 1.000 Aktien der EnviTec Biogas AG.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats Bernard Ellmann, und Michael Böging hielten zum Bilanzstichtag keine Aktien der EnviTec Biogas AG.

Director Dealings

Im Jahr 2012 gab es keine meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz.

Transparenz

Mit einer zeitnahen und kontinuierlichen Kommunikation informieren wir unsere Aktionäre, Analysten, die Medien und die interessierte Öffentlichkeit über die aktuelle Geschäftsentwicklung von EnviTec Biogas. Sämtliche Unternehmens- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere kapitalmarktrelevante Publikationen der EnviTec Biogas werden auf unserer Internetseite in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Ein Finanzkalender mit allen wichtigen Terminen wird ebenfalls auf der Homepage www.envitec-biogas.de publiziert und laufend aktualisiert. Im Geschäftsjahr 2012 veröffentlichte die EnviTec Biogas AG eine Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG zum geplanten Wechsel des Börsensegments, keine Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG und auch keine Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Vorstand stellt Konzernzwischenberichte zum 31. März, 30. Juni und 30. September sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) auf. Sämtliche Berichte wurden innerhalb der Fristen des Wertpapierhandelsgesetzes und der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für den Prime Standard veröffentlicht.

Die Prüfung für das Geschäftsjahr 2012 erfolgte durch den von der Hauptversammlung am 24. Juli 2012 gewählten Abschlussprüfer, die Rödl &Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sowie durch den Aufsichtsrat. Vor der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat entsprechend den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex von der Unabhängigkeit des Prüfers überzeugt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.

Lohne, im April 2013

Für den Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG

Bernard Ellmann, Vorsitzender

Für den Vorstand der EnviTec Biogas AG

Olaf von Lehmden, CEO

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Der im Februar 2002 verabschiedete Deutsche Corporate Governance Kodex umfasst Empfehlungen und Anregungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Das deutsche Aktienrecht verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, jährlich zu erklären, welche der Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Kodex wurde zuletzt im Jahr 2012 überarbeitet und liegt in der Fassung vom 15. Mai 2012 vor.

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG geben hiermit die Entsprechenserklärung gem. § 161 Aktiengesetz zur aktuellen Fassung des Kodex ab. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich den Zielen des Kodex verpflichtet und fördern eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle.

Die Gesellschaft ist seit der letzten Entsprechenserklärung vom April 2012 grundsätzlich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt und beabsichtigt, dies auch in Zukunft zu tun. Im Folgenden legen wir die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex dar und begründen diese:

1. Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8, in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu vereinbaren. Ein solcher Selbstbehalt war bisher nicht vereinbart, und es ist auch nicht beabsichtigt, einen solchen in Zukunft zu vereinbaren. Die Gesellschaft verfügt bereits seit mehreren Jahren über eine D&O-Versicherung ohne organspezifischen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Das verantwortungsvolle Handeln des Aufsichtsrates wird nach Ansicht der Gesellschaft durch Vereinbarung eines entsprechenden Selbstbehalts nicht zusätzlich gefördert.

2. Nach Ziffer 4.2.3 Absatz 4 des Kodex soll bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten; eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) soll 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen. Diese Begrenzungen sind in den derzeit geltenden Vorstandsverträgen nicht enthalten. Eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund kann nur einvernehmlich erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder der Verlängerung eines Vorstandsvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist folglich nicht ausgeschlossen, dass anlässlich des Ausscheidens über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird.

3. Ziffern 5.1.2 Absatz 2 und 5.4.1 Absatz 2 des Kodex empfehlen für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats die Festlegung einer Altersgrenze. Es ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht für eine Organtätigkeit in Betracht gezogen werden sollen.

4. Der Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Da auch ein Aufsichtsratsausschuss mindestens drei Mitglieder haben muss, kommt die Gesellschaft der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3 des Kodex, Ausschüsse zu bilden, nicht nach.

5. Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die derzeitige Zusammensetzung des Aufsichtsrats, dessen Mitglieder über langjährige Führungserfahrung in einem internationalen Großkonzern, in der Energieversorgung und in der landwirtschaftlichen Produktion verfügen und nach Einschätzung des Aufsichtsrats ausnahmslos unabhängig im Sinn von Ziffer 5.4.2 des Kodex sind, bildet unseres Erachtens die Tätigkeitsschwerpunkte der EnviTec Biogas AG hervorragend ab. Der Aufsichtsrat steht der weiteren Förderung von Vielfalt im Aufsichtsrat und insbesondere der Berufung von Frauen in den Aufsichtsrat positiv gegenüber, hat aber bisher keine konkreten Ziele formuliert. Die Auswahl von Aufsichtsratskandidaten wird wie bisher ausschließlich anhand der Qualifikation der Kandidaten erfolgen.

6. Entgegen Ziffer 5.4.6 Absatz 1 des Kodex wird bei der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat ebenso wenig berücksichtigt wie - mangels gebildeter Ausschüsse -eine Ausschusstätigkeit. Eine erhöhte Vergütung des stellvertretenden Vorsitzes wird nicht als erforderlich erachtet, solange diese Funktion keine zusätzliche Arbeitsbelastung mit sich bringt.

7. Die Gesellschaft legt in Abweichung zu Ziffer 7.1.2 des Kodex den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende sowie die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums offen, sondern innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fristen.

Lohne, im April 2013

Für den Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG

gez. Bernard Ellmann, Vorsitzender

Für den Vorstand der EnviTec Biogas AG

gez. Olaf von Lehmden, CEO

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT des EnviTec-Konzerns und der EnviTec Biogas AG

Gemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2012 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 zusammengefasst.

Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Konzernstruktur

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir in 20 Ländern vertreten.

Die Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch den Anlagenbau und die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. Der Geschäftsbereich Anlagenbau entfällt dabei im Wesentlichen auf die Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG. Weiterer Gesellschaftszweck der Muttergesellschaft ist darüber hinaus das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Sofern im Folgenden daher Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG anzuwenden.

Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2012 umfasst 143 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 9 mehr als im Vorjahr.

Geschäftsbereich der EnviTec Biogas AG (Anlagenbau)

Im Geschäftsbereich der EnviTec Biogas AG errichten wir Biogasanlagen für Kunden (Geschäftsbereich Anlagenbau). Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 kWel .

Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2012 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 338 MW am Netz. Weitere 11 MW befanden sich im Bau.

Geschäftsbereich Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen.

Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau.

Geschäftsbereich Energy

Anfang 2012 hat der neue Bereich Energy seine Tätigkeit aufgenommen. Mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei plant EnviTec die dezentrale Erzeugung von Wärme aus selbst produziertem Biomethan in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW), die über langfristige Lieferverträge günstig verkauft wird. Damit können Industrie-, Gewerbe- und kommunale Kunden die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2 -Bilanz einsetzen. Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG. Sie bündelt die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet diesen EEG-Strom bedarfsgerecht und bietet ferner Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern an. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der AXPO Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns AXPO Holding AG.

Geschäftsbereich Service

Durch wiederkehrende Umsätze zeichnet sich der Geschäftsbereich Service aus. Dort bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen.

EnviTec Biogas AG

* verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen,

Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang S.78 ff., "Liste des Anteilsbesitzes"

Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen stark beeinflusst.

Deutschland ist der größte Biogasmarkt der Welt, entsprechend hoch ist dort die Wettbewerbsintensität. Das Wettbewerbsumfeld ist durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. Für die in 2012 in Deutschland neu installierten Biogasanlagen von prognostizierten 182 MW (Quelle: Fachverband Biogas, kurz FVB) gehört EnviTec, nach eigener Einschätzung, mit einem Marktanteil von ca. 5,7 Prozent (Vorjahr 16,7 Prozent) weiterhin zu den größeren Anlagenbauern, auch wenn der Marktanteil deutlich abgenommen hat. Mit einer elektrischen Leistung von 255 MW stammen rund acht Prozent aller in Deutschland am Netz befindlichen Biogasanlagen von EnviTec (Gesamtleistung prognostiziert 3.179 MW, 2011: 2.997 MW laut FVB).

Die europäischen Auslandsmärkte für Biogasanlagen sind sehr heterogen, was überwiegend an den deutlich unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Für EnviTec sind derzeit die Märkte in Italien, Frankreich und Großbritannien am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Für unser nachhaltiges Wachstum haben wir folgende Eckpfeiler definiert:

Chancen in Deutschland nutzen

Deutschland ist weiterhin der weltweit größte und wichtigste Markt für Biogas. Das zu Beginn 2012 in Kraft getretene EEG hat zu einem dramatischen Einbruch der Nachfrage in Deutschland geführt. Künftig wird insbesondere die bedarfsgerechte Produktion von Strom in Biogasanlagen sowie die Direktvermarktung des generierten Stroms an Bedeutung gewinnen.

Mit dem neuen Geschäftsbereich Energy haben wir darauf reagiert und wollen die neuen Chancen der Energie-Vermarktung nutzen. Zusätzlich zur Förderung der Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas wird die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz weiter an Bedeutung gewinnen. Wie von EnviTec erwartet, braucht der Markt Zeit, um sich den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Dies wird allerdings länger dauern als angenommen, da die Rahmenbedingungen von der Politik laufend in Frage gestellt werden, so dass es der Branche an politischer und ökonomischer Planungssicherheit fehlt. Wir gehen davon aus, dass wir nach der Bundestagswahl im September diese verlässlichen Rahmenbedingungen vorfinden werden. Soll die Energiewende gelingen, wird der deutsche Biogasmarkt weiterhin Wachstumschancen bieten.

Internationale Expansion als Wachstumstreiber

Weltweit gibt es zahlreiche Länder mit attraktiven Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 19 Ländern vertreten. Besonders attraktiv sind derzeit die Märkte in Italien, Frankreich und Großbritannien. Darüber hinaus beobachten wir weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land nachhaltige Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt.

Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs

Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte.

Zielsetzung ist es, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. EnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Ende 2012 waren Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 52 MW am Netz. Aufgrund der politischen Unsicherheit werden wir uns im Jahr 2013 auf die Optimierung der bestehenden Anlagen konzentrieren. Darüber hinaus sollen neue Anlagen mit mindestens fünf MW hinzukommen. Mittelfristig ist ein weiterer kontinuierlicher Kapazitätsausbau geplant - wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen Investitionsentscheidungen wieder zulassen.

Stärkung der Innovations- und Technologiekompetenz

Die Biogasbranche ist noch jung und das Innovationspotenzial entsprechend hoch. Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der Saatgutentwicklung.

Unternehmenssteuerung

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität sowie Verschuldungsgrad.

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen.

Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resources Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing.

Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr erneut verlangsamt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2012 um 3,2 Prozent zu, verglichen mit 3,9 Prozent im Jahr 2011. Wie in den Jahren zuvor, wurde der Zuwachs im Wesentlichen von den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, deren Wirtschaftsleistung um 5,1 Prozent zunahm.

China verbuchte ein Plus von 7,8 Prozent, Indien wuchs um 4,5 Prozent. Dagegen verbuchten die Industriestaaten lediglich ein Wachstum von 1,3 Prozent im vergangenen Jahr. Die US-amerikanische Wirtschaft erholte sich im Vergleich zum Vorjahr und legte um 2,3 Prozent zu. In der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft nach IWF-Angaben um 0,4 Prozent und wird auch im Jahr 2013 noch nicht auf den Wachstumskurs zurückkehren. Insgesamt bleibt die Lösung der europäischen Schuldenkrise bestimmend für den weiteren weltweiten Konjunkturverlauf. In Frankreich verlangsamte sich das Wachstum im Jahr 2012 auf 0,2 Prozent, in Italien und Großbritannien schrumpfte die Wirtschaft um 2,1 Prozent bzw. 0,2 Prozent. Deutschland blieb mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent trotz der anhaltenden Eurokrise die treibende Wirtschaftskraft innerhalb der Eurozone. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war der Export erneut wichtigster Wachstumsmotor Deutschlands. Im vergangenen Jahr stieg das Außenhandelsvolumen in Deutschland um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die als Einsatzstoff für den Betrieb von Biogas notwendigen Agrarrohstoffe waren in 2012 auf einem unverändert hohen Niveau.

Biogasmarkt

Die Nachfrage nach Biogasanlagen ist in Deutschland gemäß einer Schätzung des Fachverbandes Biogas (FVB) um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Laut FVB waren Ende 2012 rund 7.589 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 3.179 MW am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 269 Anlagen und 182 MW. Im Jahr 2011 lag der Zubau noch bei 1.415 Anlagen und 706 MW. Insgesamt wurden im Jahr 2012 rund 21,9 Milliarden kWh klimafreundliche Energie aus Biogas produziert - genug um 6,3 Mio. Haushalte zu versorgen.

2011 lag die Stromproduktion bei rund 17,5 Milliarden kWh. Damit liegt der Anteil von Biogas am gesamten deutschen Stromverbrauch inzwischen bei 3,6 Prozent (Vorjahr 2,9 Prozent).

Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Zum 1. Januar 2012 ist das neue EEG in Kraft getreten. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben den deutschen Biogasmarkt deutlich verändert. Vor-Ort-Verstromungsanlagen bekommen weiterhin eine größenabhängige Grundvergütung. Dazu gibt es eine inputabhängige Einsatzstoffvergütung, die in zwei Einsatzstoffvergütungsklassen eingeteilt ist.

Das Vergütungsmodell des Biogasmarktes ist durch das neue Gesetz deutlich komplexer und anspruchsvoller. Alleine schon dadurch, dass es neben der EEG-Vergütung auch die alternative Inanspruchnahmemöglichkeit einer Marktprämie gibt. Insgesamt sieht EnviTec auf Basis des neuen EEG weiterhin Chancen im deutschen Biogasmarkt. So wurde unter anderem der Geschäftsbereich Energy aufgebaut, da die Direktvermarktung von Strom erstmals über eine Marktprämie überhaupt möglich ist und ein neues Geschäftsfeld öffnet, das auch zur Kundenbindung beiträgt. Diese neuen Rahmenbedingungen wurden jedoch bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 seitens der Regierung wieder in Frage gestellt. Zahlreiche Vorschläge stehen im Raum, doch verbindliche Entscheidungen wird es voraussichtlich erst nach der Bundestagswahl 2013 geben.

Fazit: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen des EEG 2012 in dem für EnviTec Biogas wichtigen deutschen Markt ermöglichen weiterhin Chancen. Der Markt wird jedoch erst wieder signifikant wachsen, wenn die Rahmenbedingungen von der Politik nicht mehr laufend in Frage gestellt werden und Planungs- und Investitionssicherheit besteht.

In Italien haben sich die Rahmenbedingungen zwar nicht im Jahr 2012 aber zum 1. Januar 2013 verändert und werden im Prognosebericht beschrieben. Der Markt in Frankreich befindet sich noch ganz am Anfang. Anfang 2013 waren dort weniger als 100 Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 150 und 500 Kilowatt am Netz. Die Regierung hat das Ziel, die Anzahl bis 2020 auf 1.000 zu erhöhen. Damit soll nicht nur die Energiewende in Frankreich vorangetrieben werden, sondern Landwirte sollen mit dem Gärrest der Biogasproduktion einen Teil ihres Düngemittelbedarfs decken.

Mitarbeiter

EnviTec-Biogas beschäftigte zum 31. Dezember 2012 weltweit 462 Mitarbeiter (Vorjahr 459). Mit 380 war der wesentliche Teil davon in Deutschland aktiv. 82 Mitarbeiter sind in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz. Für die EnviTec Biogas AG selbst waren im Durchschnitt 234 (Vorjahr 244) tätig.

Die anhaltende politische Diskussion über die künftigen Rahmenbedingungen wird die Nachfrage nach Biogasanlagen in Deutschland weiterhin belasten. Dem muss sich auch EnviTec Biogas anpassen. Daher hat der Vorstand der EnviTec Biogas Anfang 2013 beschlossen, eine nachhaltige Struktur- und Personalanpassung im Segment Anlagenbau vorzunehmen. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung erfolgt. Kürzungen werden bzw. wurden jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen. Darüber hinaus werden im ersten Halbjahr 2013 alle Auslandsniederlassung auf Nachhaltigkeit und Effizienz überprüft. Wir bedauern sehr, dass wir an den beiden Standorten Lohne und Saerbeck insgesamt knapp 70 Stellen reduzieren mussten und dadurch Mitarbeiter verloren haben.

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind aber weiterhin die Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung der EnviTec Biogas. Neben der nachhaltigen Personalentwicklung sind wir bestrebt, jungen Absolventen die Chance zu bieten, in einer interessanten Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiterund Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt.

Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen.

Forschung nicht im Labor, sondern in der Praxis

EnviTec Biogas betreibt zum Stichtag 31. Dezember 2012 70 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 52 MW in Deutschland und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik.

So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben.

Kooperation mit Evonik Industries bei der Gasaufbereitungstechnologie

Seit Anfang 2012 statten wir unsere EnviThan-Anlagen zur Aufbereitung von Biogas in Bioerdgas mit Membranmodulen von Evonik Industries aus. Mit den Membranen des Essener Konzerns lässt sich in Biogasanlagen erzeugtes Rohbiogas besonders effizient reinigen, um es als hochreines Biomethan direkt in das Erdgasnetz einzuspeisen. Biogasanlagenbetreiber können mit der neuen Technologie von den Vorteilen profitieren, die das novellierte EEG für aufbereitetes Biogas vorsieht. Bei der Aufbereitung von Bioerdgas sehen wir die Zukunft in der Membrantechnologie, die allen bisherigen Verfahren zur Aufbereitung von Bioerdgas weit überlegen ist.

Mit Evonik Industries haben wir einen starken Partner gefunden, der mit den SEPURAN® Green Membranmodulen über eine hervorragende Technologie für unsere Bioerdgasaufbereitung EnviThan verfügt. Im Juni erhielt EnviTec den ersten Auftrag zum Bau einer EnviThan-Gasaufbereitungsanlage. Die Bioenergie Köckte GmbH & Co.KG in Sachsen-Anhalt gab den Startschuss für den Bau einer 349 Normkubikmeter großen Anlage.

Entwicklung des Auftragsbestands

Die Unsicherheit über die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von Biogasanlagen spiegelt sich im Auftragsbestand wider. EnviTec Biogas verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2012 über einen Auftragsbestand in Höhe von 93,0 Mio. Euro (Vorjahr 170,9 Mio. Euro). Davon stammen 61,4 Mio. Euro aus Deutschland (Vorjahr 83,7 Mio. Euro) und 31,6 Mio. Euro von internationalen Kunden (Vorjahr 87,2 Mio. Euro). Bei den Aufträgen aus dem Ausland entfallen auf Frankreich 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro). Aus Italien lagen zum Bilanzstichtag Orders im Wert von 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 38,3 Mio. Euro) vor. Dort muss sich die Branche noch auf die neuen Rahmenbedingungen zum 1. Januar 2013 einstellen.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Auftragsbestandes hat EnviTec auch im Jahr 2012 die Umsetzungswahrscheinlichkeiten der einzelnen Positionen des Auftragsbuchs im Jahresverlauf regelmäßig und kritisch überprüft. Aufgrund der konservativen Auftragsbewertung wurden Orders im Wert von 50,0 Mio. Euro im Berichtsjahr ausgebucht.

EnviTec Biogas ist nicht von einzelnen Großkunden abhängig, sondern verfügt über eine sehr breite Kundenbasis. 58,4 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr 52,3 Prozent). 13,0 Prozent der Aufträge haben wir von Projektentwicklern erhalten (Vorjahr 19,7 Prozent). Von industriell geprägten Kunden stammen 8,5 Prozent (Vorjahr 16,6 Prozent) und auf den Eigenbetrieb entfielen zum Bilanzstichtag 20,1 Prozent nach 11,4 Prozent zum Vorjahresstichtag.

Entwicklung in den Segmenten

EnviTec Biogas ist in den vier Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy tätig. Der Umsatz hat sich in diesen vier Bereichen im Berichtsjahr gegenüber dem starken Vorjahr sehr unterschiedlich entwickelt und hat auch zu einer deutlichen Verschiebung der Umsatzanteile im Konzern geführt. Während der Geschäftsbereich Anlagenbau im Geschäftsjahr 2011 noch mehr als 82 Prozent zum Konzernumsatz beitrug, nahm der Anteil in 2012 auf 65,4 Prozent ab. Die beiden anderen Geschäftsbereiche Eigenbetrieb und Service sind in 2012 gegenüber dem Vorjahr beide jeweils beim Umsatz gewachsen und haben ihre Umsatzanteile im Konzern zum Teil deutlich gesteigert. Insbesondere der Eigenbetrieb ist hervorzuheben, dessen Umsatzerlös um 42,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr anstieg und bereits 21,4 Prozent der Konzernerlöse beisteuert.

Anlagenbau

Die Umsatzentwicklung im Anlagenbau wurde im Jahr 2012 von mehreren, teils gegenläufigen Effekten geprägt. Während im ersten Halbjahr eine verhältnismäßig hohe Bauaktivität im deutschen Markt zu verzeichnen war, die durch Restabwicklungen der zum Stichtag 31. Dezember 2011 ans Netz gegangenen Biogasanlagen geprägt war, dominierte im zweiten Halbjahr die Bauaktivität im italienischen Biogasmarkt das Segment. Umsatztreiber in Italien war vor allem der Stichtag 31. Dezember 2012, ab dem sich die Einspeisevergütung insbesondere für die bislang präferierten 999 kW Anlagen verschlechtert. Das führte, wenn auch auf niedrigerem Niveau, zu ähnlichen Vorzieheffekten wie im Jahr zuvor auf dem deutschen Biogasmarkt. Durch diese beiden dominierenden Effekte hat sich in 2012 die saisonale Umsatzverteilung stark nivelliert. Insgesamt haben wir im Jahr 2012 im Segment Anlagenbau 124,6 Mio. Euro erlöst nach 201,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 38,0 Prozent. Diese Entwicklung hat sich auch auf das Segmentergebnis ausgewirkt. In 2012 lag das operative Segmentergebnis (EBIT) bei minus 4,2 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde noch ein EBIT von 7,7 Mio. Euro erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Berichtsjahr zu negativen Einmaleffekten kam. Diesen beliefen sich auf 1,2 Mio. Euro höhere Abschreibungen aufgrund von Wertberichtigungen auf Vorratsvermögen und Finanzanlagen sowie in Höhe von 1,3 Mio. Euro um EBIT Belastungen durch die Beendigung der Rechtsstreitigkeiten mit einem Kunden. Die daraus resultierenden gegenläufigen Effekte in Höhe von 1,5 Mio. Euro spiegeln sich in den gestiegenen Zinserträgen wider.

Die wichtigsten Märkte für den Anlagenbau waren im Jahr 2012 Deutschland und Italien. Aufgrund eines deutlichen Einbruches der Nachfrage und weiterhin intensivem Wettbewerb hat EnviTec im Inland einen Umsatzerlös von nur noch 41,4 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 137,9 Mio. Euro). In Italien haben wir in 2012 47,0 Mio. Euro erlöst (Vorjahr: 26,2 Mio. Euro). Damit hat erstmals ein Auslandsmarkt mehr Erlöse im Anlagenbau erzielt als der deutsche Biogasmarkt. Das Wettbewerbsumfeld ist insbesondere national durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. EnviTec gehört nach eigener Einschätzung mit einem Marktanteil von 5,7 Prozent zu den drei größten Anlagenbauern in der Biogasbranche.

Im Ausland haben wir im Jahr 2009 damit begonnen uns auf die Länder mit den stabilsten Rahmenbedingungen zu konzentrieren. Nur wenn klare gesetzliche Vorgaben, Finanzierungsmöglichkeiten und ausreichende Inputstoffe vorhanden sind, sind Anlagenbetreiber bereit zu investieren. Die Fokussierung hat sich im Jahr 2012 ausgezahlt, auch wenn das Auslandsgeschäft den dramatischen Nachfragerückgang in Deutschland nicht kompensieren konnte. So ist der internationale Umsatz von 63,1 Mio. Euro auf 83,2 Mio. Euro gestiegen. Neben Italien hat sich auch der französische Markt positiv entwickelt und die französische Regierung hat weiterhin ehrgeizige Ausbauziele im Biogasbereich, wie im Prognosebericht dargestellt. Dies zeigt sich auch in unserem Auftragsbestand: Frankreich hat derzeit einen Anteil von 12 Prozent am Gesamtauftragsbestand und ist damit der größte Auslandsmarkt im Orderbuch.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugen wir - häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Wie im Geschäftsbericht 2011 angekündigt, haben wir im Berichtsjahr kräftig in den Ausbau des Eigenbetriebs investiert. Mit Erfolg: Im Jahr 2012 haben wir zwölf Anlagen in Betrieb genommen und damit die Anzahl der eigenen Anlagen auf 70 gesteigert. Die elektrische Leistung legte von 42 MW auf 52 MW zu. Im Eigenbetrieb haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr auch umfassend in die Bestandsoptimierung investiert und an zahlreichen Standorten Wärmekonzepte umgesetzt und damit sowohl die Ausnutzung der Primärenergie erhöht, als auch den Grundstein für eine Erlös- und Ertragswachstum in den nächsten Jahren im Eigenbetrieb gelegt.

Den Umsatz im Eigenbetrieb hat EnviTec im Jahr 2012 von 28,6 Mio. Euro um 42,8 Prozent auf 40,8 Mio. Euro gesteigert. Das EBIT des Segments legte von 4,6 Mio. Euro um 28,3 Prozent auf 5,9 Mio. Euro zu. Damit erzielen wir im Eigenbetrieb eine EBIT-Marge von 14,5 Prozent (Vorjahr: 16,1 Prozent).

Service

Das Geschäft mit Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen entwickelte sich im Jahr 2012 erfreulich. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. Wir bieten neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Der Service wird auch vermehrt im Ausland angeboten und folgt damit dem Anlagenbau insbesondere in Märkte wie Italien, Tschechien und Großbritannien, wo wir auch im Anlagenbau erfolgreich sind.

Ende 2012 haben wir im biologischen Service Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 63 MW (Vorjahr: 54 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 202 MW (Vorjahr: 150 MW) betreut. Im Ausland betreuen wir Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 68 MW im Service, davon 38 MW (Vorjahr: 16 MW) im technischen und 30 MW (Vorjahr: 12 MW) im biologischen Service. Der Umsatz in diesem Segment stieg im Jahr 2012 von 14,4 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro. Mit einem ausgeglichenen EBIT hat das Segment deutlich besser als im Vorjahr, als ein EBIT von -1,6 Mio. Euro erzielt wurde, abgeschlossen.

Energy

Das Segment Energy ist das jüngste Segment im EnviTec Konzern und weist im ersten operativen Jahr bei einem Umsatz von 7,6 Mio. Euro ein operatives Ergebnis von -0,4 Mio. Euro aus. Aufgrund des ersten operativen Jahres können keine Vergleichszahlen des Vorjahres dargestellt werden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung

Konzern

Nach dem Rekordjahr 2011 wurde die Umsatzentwicklung von EnviTec Biogas im Jahr 2012 - wie erwartet - insbesondere von einem deutlichen Nachfragerückgang in Deutschland geprägt. So lag der Konzernumsatz im Jahr 2012 bei 190,5 Mio. Euro nach 243,9 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 21,9 Prozent. Mit einer hohen rund 27%igen Bruttomarge im Anlagenbau erwarten wir keinen zunehmenden Preisdruck.

Der größte Rückgang musste im Anlagenbau in Deutschland verzeichnet werden. Während in 2011 Vorzieheffekte für einen Rekordumsatz gesorgt hatten, musste sich der deutsche Markt auf das neue EEG einstellen. Aufgrund der anhaltenden politischen Diskussionen dauert dies länger als ursprünglich von EnviTec erwartet. Daher sank der im Inland generierte Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 43,7 Prozent auf 101,8 Mio. Euro deutlich. Der Auslandsumsatz entwickelte sich zufriedenstellend und legte um 40,6 Prozent auf 88,7 Mio. Euro zu. In den internationalen Märkten hatte der Anlagenbau in Italien erneut den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 7,6 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro.

Einzelabschluss

Der nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Umsatz der EnviTec Biogas AG stieg im Vergleich zum Vorjahr um 68,2 Prozent auf 176,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen eben falls und zwar von 2,7 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Die Bestandsveränderung bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrug im Jahr 2012 minus 63,5 Mio. Euro im Vorjahr plus 75,9 Mio. Euro. Damit ist die Gesamtleistung der AG im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr von 183,4 Mio. Euro auf 116,0 Mio. Euro gesunken.

Aufwandsentwicklung

Konzern

Die wesentliche Aufwandsposition bei EnviTec Biogas ist der Materialaufwand. Aufgrund des Umsatzrückgangs hat dieser von 175,7 Mio. Euro um 24,5 Prozent auf 132,6 Mio. Euro abgenommen. Aufgrund des höheren Anteils des margenstärkeren Eigenbetriebs am Konzernumsatz legte die Rohertragsmarge bezogen auf den Umsatz von 31,1 Prozent auf 35,0 Prozent zu. Der Personalaufwand lag mit 22,2 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 21,5 Mio. Euro. Entsprechend stieg die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz von 8,8 Prozent auf 11,7 Prozent. Der Vorstand hat hierzu Anfang des Jahres 2013 entsprechend reagiert.

Die Erhöhung der Abschreibungen von 9,5 Mio. Euro auf 13,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Darüber hinaus wurden außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro vorgenommen. So wurden Fertigungsaufträge im Anlagenbau, nicht werthaltige Anlagegegenstände bei Projektgesellschaften in Italien sowie bei einer Anlage in Deutschland abgeschrieben. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, sank im Berichtszeitraum von 34,0 Mio. Euro auf 29,8 Mio. Euro. Dies lag im Wesentlichen an dem Rückgang der Vertriebskosten von 15,1 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro.

Einzelabschluss

Im Einzelabschluss der AG sank der Materialaufwand im Berichtsjahr von 140,0 Mio. Euro auf 82,4 Mio. Euro und damit proportional zur Gesamtleistung. Der Personalaufwand sank von 12,7 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen stiegen leicht von 2,7 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr wurde auf die Unfertigen Erzeugnisse erstmalig eine unübliche Abschreibung in Höhe von 1,0 Mio. Euro vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 17,2 Mio. Euro. (Vorjahr 23,8 Mio Euro). Der Rückgang resultiert insbesondere aus geringeren Vertriebskosten.

Ergebnisentwicklung

Konzern

Der deutliche Umsatzrückgang von EnviTec Biogas im Jahr 2012 hat sich auch deutlich auf die Ertragsentwicklung ausgewirkt. Der Einbruch im Anlagenbau konnte nur teilweise durch den Eigenbetrieb und den Service ausgeglichen werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank von 20,3 Mio. Euro um 28,6 Prozent auf 14,5 Mio. Euro. Aufgrund der höheren Abschreibungen ist das operative Ergebnis (EBIT) von 10,8 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro zurückgegangen. Aufgrund der soliden Kapitalausstattung von EnviTec stieg das Finanzergebnis von 0,2 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sank von 10,9 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss lag 2012 bei 1,2 Mio. Euro nach 7,5 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,08 Euro für das Jahr 2012 (Vorjahr 0,51 Euro).

Inflations- und Wechselkurseinflüsse mit Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des EnviTec Konzerns sind relativ gering, da die wesentlichen Geschäfte sowohl im Ein- als auch im Verkauf in Euro abgewickelt werden und man nicht in hochinflationären Ländern tätig ist.

Einzelabschluss

Der nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Jahresüberschuss der EnviTec Biogas AG sank um 0,2 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro.

Aussage zur Dividende

Aufgrund der zukünftig geplanten geringeren Investitionen, der guten Liquiditätslage und der sehr soliden Eigenkapitalquote von 52 Prozent (per 31. Dezember 2012) werden Aufsichtsrat und Vorstand den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2013 eine Sonderdividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen.

Investitionen

Konzern

Der weiterhin konsequente Ausbau des Eigenbetriebs hat im Jahr 2012 die Investitionstätigkeit von EnviTec Biogas geprägt. Insgesamt lag das Volumen im Berichtsjahr mit 53,6 Mio. Euro nochmals über dem bereits hohen Vorjahreswert von 34,8 Mio. Euro. Im Jahr 2012 hat EnviTec Anlagen mit einer elektrischen Leistung 10 MW neu in den Bestand aufgenommen. Für die Jahre 2012 und 2013 fest eingeplante Investitionen in den Eigenbetrieb wurden aufgrund der schwierigen gesetzlichen Lage in Deutschland bis auf weiteres eingestellt.

Einzelabschluss

Die Investitionen im immateriellen Vermögen und im Sachanlagevermögen im Einzelabschluss betrugen im Jahr 2012 rund 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro).

Vermögenslage

Konzern

Die Bilanzsumme des EnviTec-Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2012 gegenüber dem Jahresende 2011 um 43,9 Mio. Euro auf 352,8 Mio. Euro erhöht. Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 159,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 111,9 Mio. Euro. Der Anstieg um 47,3 Mio. Euro ist im ganz Wesentlichen auf den Ausbau des margenstarken Eigenbetriebs zurückzuführen. Entsprechend stiegen die Sachanlagen und Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um insgesamt 40,2 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen leicht um 3,4 Mio. Euro auf 193,6 Mio. Euro ab. Die zum Bilanzstichtag noch im Bau befindlichen Biogasanlagen und damit die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo lagen aufgrund der veränderten Auftragslage mit 48,4 Mio. Euro um 9,8 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 7,8 Mio. Euro gestiegen. Grund für diesen Anstieg sind die schlussgerechneten Projekte in Italien. Parallel dazu sanken durch die Rückzahlung von Darlehensforderungen die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 5,2 Mio. Euro auf 56,6 Mio. Euro. Die Vorräte lagen mit 34,3 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Zum Bilanzstichtag standen EnviTec Biogas mit 20,7 Mio. Euro deutlich mehr flüssige Mittel zur Verfügung als im Vorjahr (13,9 Mio. Euro). Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Abschnitt zur Liquiditätslage.

Einzelabschluss

Die Bilanzsumme im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG erhöhte sich im Jahr 2012 von 230,9 Mio. Euro auf 236,6 Mio. Euro. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Finanzanlagen aufgrund der Neuklassifizierung ursprünglich kurzfristiger Darlehen in langfristige und der Gewährung weiterer Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen um 63,4 Mio. Euro. Im Gegenzug dazu verringerten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände durch die Umgliederungen sowie Darlehensrückzahlungen um 40,6 Mio. Euro. Resultierend aus dem Auftragsrückgang nahmen die Vorräte um 19,2 Mio. Euro ab.

Finanzlage

Konzern

EnviTec verfügt weiterhin über eine solide Finanzausstattung. Dennoch ist, aufgrund der nicht absehbaren Nachfrageerholung im Anlagenbau, im Jahr 2013 eine nachhaltige Struktur- und Personalanpassung im Segment Anlagenbau nötig. Damit ist weiterhin eine solide Finanzlage von EnviTec gewährleistet, um in der Zukunft Chancen schnell und konsequent nutzen zu können.

Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2012 bei 184,5 Mio. Euro und damit um 0,6 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote von 52,3 Prozent (Vorjahr: 59,5 Prozent) zum Bilanzstichtag dokumentiert die solide Bilanzstruktur von EnviTec.

Das Fremdkapital insgesamt ist im Jahr 2012 von 125,1 Mio. Euro auf 168,3 Mio. Euro - davon 114,1 Mio. Euro Finanzverbindlichkeiten - gestiegen. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 71,6 Mio. Euro auf 81,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere kurzfristige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten zurückzuführen. So stiegen die kurzfristigen Rückstellungen für Gewährleistungen und noch nicht abgerechneter Leistungen der Lieferanten für schlussgerechnete Projekte von 9,5 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere durch die Umsatzentwicklung in Italien von 16,6 Mio. Euro auf 28,1 Mio. angestiegen. Der Anstieg der langfristigen Schulden von 53,5 Mio. Euro auf 87,3 Mio. Euro ist ganz wesentlich auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um die Projektfinanzierungen der Biogasanlagen und ein im September 2012 erfolgreich platziertes Schuldscheindarlehen. Es hat ein Volumen von 30 Mio. Euro und wurde bei deutschen institutionellen Investoren platziert. Der Emissionserlös dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und insbesondere dem Ausbau des margenstarken Eigenbetriebs. Die Bremer Landesbank hat die Transaktion als Sole Mandated Lead Arranger begleitet. Das Emissionsvolumen ist in Tranchen mit fixen und variablen Zinssätzen und Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren eingeteilt, wobei der Schwerpunkt bei der mittleren Laufzeit liegt. Auf Basis des Zinsniveaus zum Emissionszeitpunkt - an dem sich in der Zwischenzeit nichts Wesentliches verändert hat - liegen die Zinssätze bei unter vier Prozent pro Jahr.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 weist der EnviTec Konzern kurzfristige variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 24,4 Mio. Euro) aus. Die langfristig variablen Darlehen werden mit einem variablen Zins auf Basis 6 Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wurde mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 50 Basispunkten bzw. 0,5 Prozent pro Jahr gerechnet. Eine Erhöhung um 50 Basispunkte hätte einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,1 Mio. Euro, ein Verfall einen erhöhenden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,1 Mio. Euro zur Folge. Entsprechend würde sich das Eigenkapital um 0,1 Mio. Euro vermindern bzw. erhöhen. An langfristigen Darlehen werden zum Jahresende 76,4 Mio. Euro (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro) ausgewiesen. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,4 Prozent und 6,23 Prozent. Langfristige variable Darlehen bestehen bis auf das oben genannte Darlehen nicht.

Einzelabschluss

Das Eigenkapital im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG stieg aufgrund des positiven Ergebnisses von 174,0 Mio. Euro auf 179,2 Mio. Euro. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. Dies resultiert aus Zuführungen zu den Rückstellungen für Gewährleistungen und für noch nicht abgerechnete Leistungen der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 8,7 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro. Dabei wurden Kontokorrentverbindlichkeiten abgebaut und durch das bereits im Konzernteil zur Finanzlage genannte 30 Mio. Euro Schuldscheindarlehen abgelöst.

Liquiditätslage

EnviTec Biogas verfügt zum Bilanzstichtag über eine sehr solide Liquiditätssituation. Uns standen flüssige Mittel in Höhe von 20,7 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 56,6 Mio. Euro (Vorjahr: 61,8 Mio. Euro) zur Verfügung. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag bei 32,2 Mio. Euro (Vorjahr: 35,5 Mio. Euro). Davon sind 5,6 Mio. Euro in Anspruch genommene Kontokorrentlinien. Darüber hinaus verfügt EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag über nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von 24,4 Mio. Euro. Das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Tilgungen erfolgen durch die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Umlaufvermögen.

Neben hohen flüssigen Mitteln verfügt EnviTec auch über einen starken Cashflow. Der Brutto-Cashflow lag im Jahr 2012 bei 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,1 Mio. Euro), der Netto-Cash-flow sogar bei 32,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,3 Mio. Euro). Aufgrund der hohen Investitionen in den Eigenbetrieb stieg der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 36,9 Mio. Euro auf 54,2 Mio. Euro. Diese Investitionen werden sich in Zukunft positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Die liquiden Mittel im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG sind um 2,9 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Liquiditätslage ist im Übrigen insbesondere durch die nicht ausgenutzten Kontokorrentlinien in Höhe von 24,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) und durch das positive working capital gekennzeichnet.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der EnviTec Biogas AG wird vom Management unter Berücksichtigung der sich aus dem Konzernabschluss 2012 ergebenden und oben dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie unter Einbeziehung des laufenden Geschäfts 2013 zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts als solide beurteilt.

Zwar ist die Umsatz- und Ertragsentwicklung aufgrund der politischen Unsicherheit derzeit nicht zufriedenstellend, jedoch verfügt EnviTec über eine solide Vermögenslage und hat die notwendig Struktur- und Personalanpassung eingeleitet.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Die EnviTec Biogas verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Chancen- und Risikobericht

Der bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.

Chancen

Branchenspezifische Chancen

Die Biogasbranche befindet sich nach wie vor am Anfang. Die weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche langfristige Wachstumsperspektiven. Biogas als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, wird auch in Zukunft weltweit an Bedeutung gewinnen. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Wichtige Märkte sind derzeit Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien.

Unternehmensstrategische Chancen

Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Dazu stehen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Qualitätssicherung sowie die Qualifikation der Mitarbeiter in unserem Fokus.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Leistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion, den Vertrieb bis hin zum Marketing. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität.

Risiken

Risikomanagement

In einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft.

Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen.

Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.

Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologischen Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.

Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt folgendes:

das Entwickeln und Umsetzen des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Unternehmenswertsteigerung,
das Behaupten der Technologieführerschaft,
das Waren- und Dienstleistungsbeschaffungsmanagement als Grundlage des unternehmerischen Erfolgs,
die Sicherstellung der Liquidität.

Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG''). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung.

Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und emmissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der anhaltenden politischen Diskussion in Deutschland sind die Risiken daraus zum Zeitpunkt dieser Abschlusserstellung nicht einschätzbar. Details zu den Rahmenbedingungen sind im Prognosebericht dargestellt.

Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten.

EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert.

Auftrags- und Absatzrisiko

Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren.

Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der Offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Mit einem ehemaligen Großkunden hat sich EnviTec auf die Beendigung umfangreicher Rechtsstreitigkeiten sowie auf die plangemäße Rückführung offener Forderungen geeinigt. Der ehemalige Großkunde hat EnviTec umfassende Besicherungen gewährt. Daher sehen wir derzeit keinen Anlass für Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand.

Währungsrisiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und zukünftig in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können.

Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 2,4 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen Tochterunternehmen abgesichert.

Wettbewerbsrisiken

Der Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. EnviTec hat auf diese Marktsituation Anfang 2013 reagiert. Diesbezüglich wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.

Technologische Risiken

Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.

Beschaffungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor.

Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Unternehmenswachstum und interne Risiken

EnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert wurden und in der Organisation umgesetzt sind. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter.

Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen IKS.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.

Personalrisiken

Die Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut gebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen.

Risiken aus Finanzierungsinstrumenten

Die EnviTec Biogas AG hat im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben. In diesem Zusammenhang hat sich die EnviTec zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest- Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) und einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung / EBITDA). Die zugesagten Covenants werden von der EnviTec eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde ein Kündigungsrecht der Banken auslösen.

Aufgrund von variabel verzinslichen lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 17.303 ist die EnviTec Biogas AG grundsätzlich einem Zinsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko wird durch derivate Finanzinstrumente abgesichert.

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen.

Nachtragsbericht

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen für die Biogasbranche in Deutschland - aber auch darüber hinaus - wird es nach Ansicht des Vorstands im Jahr 2013 zu einem signifikanten Umsatzrückgang im Segment Anlagenbau von EnviTec Biogas kommen, der durch die Segmente Eigenbetrieb, Service und Energy nicht vollständig kompensiert werden kann. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand im Januar 2013 dazu entschieden, im Segment Anlagenbau nachhaltige Struktur- und Personalanpassungen vorzunehmen. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung zu verzeichnen, Kürzungen werden bzw. wurden jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen. Darüber hinaus werden alle Auslandsniederlassungen auf Nachhaltigkeit und Effizienz überprüft. Die Struktur- und Personalanpassungen werden im ersten Halbjahr 2013 voraussichtlich zu einmaligen Kosten in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro führen.

Sonstige Angaben

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl &Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht erläutert die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2012 und stellt die Struktur und Höhe der den Vorstandsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt gewährten Bezüge dar. Weiterhin sind in diesem Vergütungsbericht die Angaben zur Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 enthalten.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems und der Vorstandsvergütung der einzelnen Mitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er berät und überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Entsprechend dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie dem Corporate Governance Kodex setzt sich die Gesamtvergütung des Vorstands aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung sowie einer variablen Vergütung. Der Aufsichtsrat hat die Vergütung ab 1.1.2011 für alle Vorstandsmitglieder so gestaltet, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen wurde. Grundlage für die Berechnung der variablen Vergütung ist der Konzernjahresgewinn vor Steuern für den 10 Mio. Euro übersteigenden Betrag. Der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden erhält eine variable Vergütung in Höhe von 0,65 Prozent, die übrigen Vorstände in Höhe von 0,5 Prozent auf den so ermittelten Konzerngewinn vor Steuern. Die variable Vergütung wird im Folgejahr zu 50 Prozent ausgezahlt. Der verbleibende Vergütungsbetrag wird in den beiden darauf folgenden Jahren zu jeweils 25 Prozent ausgezahlt, sofern im jeweiligen Folgejahr ebenfalls ein Konzernjahresgewinn vor Steuern in Höhe von 10 Mio. Euro erreicht wird.

Für das Geschäftsjahr 2012 sind variable Vergütungen gezahlt worden, die der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen sind.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder als Nebenleistungen einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann. Des Weiteren zahlt die EnviTec Biogas AG die Prämien für eine bestehende D&O-Versicherung.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder haben folgende Laufzeiten.

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Olaf von Lehmden 31.12.2016
Jörg Fischer 31.12.2016
Roel Slotman 31.12.2016
Jürgen Tenbrink 31.12.2016

Die Vergütung der einzelnen für das Geschäftsjahr 2012 tätigen Vorstandsmitglieder ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

Vorstandsvergütung

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in EUR Grundvergütung Tantieme Sonstige Vergütung*
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 145.325 141.750 3.077 3.077 15.111 12.281
Jörg Fischer 134.500 130.000 2.367 2.367 10.265 7.991
Roel Slotman 124.500 120.000 2.367 2.367 10.481 8.987
Jürgen Tenbrink 120.665 120.000 2.367 2.367 13.742 12.904

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in EUR Gesamt
2012 2011
--- --- ---
Olaf von Lehmden 163.513 157.108
Jörg Fischer 147.132 140.358
Roel Slotman 137.348 131.354
Jürgen Tenbrink 136.774 135.271

* PKW. DV. VL. D&O

Aufsichtsratsvergütung

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in EUR Fixe Vergütung Variable Vergütung*
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Bernard Ellmann (Vorsitzender) 20.000,00 20.000 12.000,00 7.500
Hans-Joachim Jung (stellv. Vorsitzender) 10.000,00 10.000 12.000,00 7.500
Michael Böging 10.000,00 10.000 12.000,00 7.500

* Sitzungsgeld

Abweichend vom Corporate Governance Kodex enthält die Aufsichtsratsvergütung keine erfolgsorientierte Komponente. Auch eine höhere Vergütung für den stellvertretenden Vorsitzenden ist nicht vorgesehen.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabil

Das Wachstum der Weltwirtschaft zieht vorrausichtlich im Jahr 2013 wieder etwas an. In seiner aktuellen Prognose für 2013 stellt der IWF ein Plus von 3,5 Prozent in Aussicht. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Wirtschaftswachstum von 5,5 Prozent, für die Industrieländer dagegen lediglich ein Zuwachs von 1,4 Prozent prognostiziert. Während für die USA eine positive Entwicklung mit einem Wachstum von zwei Prozent vorhergesagt wird, soll die Wirtschaft in der Eurozone im laufenden Jahr weiter unter den Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise leiden. Zwar ist das Vertrauen in die Stabilität der Mitglieder der Euro-Gruppe zuletzt wieder gestiegen, dennoch rechnet der IWF mit einer leichten Abnahme der Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,2 Prozent. Besonders in den südeuropäischen Ländern dauert die rezessive Lage an. Die deutsche Wirtschaft kann sich diesem negativen Trend voraussichtlich nur teilweise entziehen und wird in 2013 nach Schätzungen der Bundesregierung im aktuellen Jahreswirtschaftsbericht nur um 0,6 Prozent zulegen. Zu diesem Wachstum kann vor allem die stabile Binnennachfrage beitragen.

Branchenentwicklung

Trotz des bestehenden EEG 2012 wird der deutsche Biogasmarkt im Jahr 2013 von großer Unsicherheit geprägt sein. Die anhaltende Diskussion um die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und mögliche rückwirkende Eingriffe in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen, sorgt für große Verunsicherung bei allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung, über die Finanzierung, bis hin zum Bau und dem Anlagenbetrieb. Das Ergebnis: Es fehlt an politischer und ökonomischer Planungssicherheit. Daher erwarten wir im Jahr 2013 einen weiteren Umsatzrückgang im Anlagenbau in Deutschland. Wir erwarten auch von der Bundestagswahl im Herbst 2013 keine positiven Signale für den Biogasmarkt. Dennoch wirken wir über Verbände und Eigeninitiative intensiv darauf hin, die Politik kurz- bis mittelfristig wieder zu einer verlässlichen Energiepolitik zu bewegen und sowohl ein klares Bekenntnis zur Energiewende abzugeben, als auch einen klaren und verbindlichen Fahrplan für die Novellierung des EEG zu benennen.

In Italien ist zum 1.1.2013 eine Novellierung der gesetzlichen Förderung von Biogasanlagen in Kraft getreten. Diese bietet Chancen für Biogasanlagen unter 500 kW. EnviTec hat sich darauf frühzeitig eingestellt und bietet seitdem entsprechende Anlagenkonzepte an. Dennoch ist nach dem starken Jahr 2012 in einer Übergangsphase mit einem Nachfragerückgang zu rechnen. In Märkten wie Frankreich und Großbritannien sehen wir hingegen eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Biogasanlagen. Hier werden vermehrt die positiven Aspekte der Biomethaneinspeisung gewürdigt und durch neue Anreizsysteme die Marktdurchdringung unterstützt. EnviTec ist in diesen Märkten bereits seit Jahren aktiv und hat sich auch dort eine gute Marktstellung erarbeitet. Wir gehen davon aus, dass diese Märkte in der Lage sind, den Umsatzrückgang in Deutschland zumindest teilweise zu kompensieren.

Entwicklung von EnviTec Biogas

Entwicklung in den Segmenten

Als Reaktion auf die schwierige Entwicklung im Anlagenbau hat der Vorstand Anfang 2013 entschieden, nachhaltige Struktur- und Personalanpassungen im Segment Anlagenbau vorzunehmen. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung erfolgt, aber auch in der Verwaltung und anderen Bereichen wurden Kürzungen vorgenommen. Darüber hinaus überprüfen wir alle Auslandsniederlassung auf Nachhaltigkeit und Effizienz. Diese Struktur- und Personalanpassungen werden im ersten Halbjahr 2013 zu einmaligen Kosten in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro führen.

Angesichts der anhaltenden politischen Unsicherheit in Deutschland und den neuen Rahmenbedingungen in Italien ist es verfrüht eine eindeutige Prognose abzugeben, wann die Nachfrage nach Biogasanlagen wieder zunehmen wird. Wir erwarten daher ein schwieriges Jahr 2013 im Segment Anlagenbau. Für das Jahr 2014 ist eine verlässliche Prognose aufgrund der politischen Unsicherheit in Deutschland und der noch nicht genau absehbaren Entwicklung in einigen europäischen Ländern momentan nur schwer möglich. Demzufolge stellt sich EnviTec hinsichtlich der Kapazität auch für das Jahr konservativ auf, wird aber die Märkte genau beobachten und die Markteinschätzung im Anlagenbausegment regelmäßig überprüfen.

Im Segment Eigenbetrieb sollte die Umsatz- und die Ergebnisentwicklung im Jahr 2013 und darüber hinaus auch im Jahr 2014 positiv sein. Aufgrund des weiteren Ausbaus der Produktionskapazität auf 52 MW im Jahr 2012 erwarten wir einen Segmentumsatz von rund 55 Mio. Euro und ein deutlich positives Ergebnis in 2013 und 2014. EnviTec wird sich im Jahr 2013 auf die Optimierung der bestehenden Anlagen konzentrieren und darüber hinaus mindestens fünf Megawatt neu installieren. Damit sollte die Produktionskapazität Ende 2013 auf gut 57 MW steigen. Sofern sich die Vergütungssituation in Deutschland oder ausgewählten stabilen europäischen Märkten darüber hinaus vorteilhaft darstellt, werden wir unseren Anlagenbestand im Eigenbetrieb weiter ausbauen, uns aber auch in 2014 weiterhin auf die Bestandsoptimierung fokussieren.

Das Segment Energy wird in den Jahren 2013 und 2014 weiter wachsen. Zum einen werden die bestehenden Geschäftsfelder "BHWK Contracting" und "Direktvermarktung" ausgebaut, zum anderen auch neue Bereiche wie der Direktverkauf von Strom erschlossen. Aufgrund weiterer Strukturaufbaukosten wird es in 2013 und 2014 noch zu keinen signifikanten Ergebnisbeiträgen durch das Segment Energy kommen."

Die positive Umsatzentwicklung im Segment Service wird sich in 2013 weiter fortsetzen, da wir unseren Vertrieb im In- und Ausland intensivieren und die Servicequalität verbessern werden. Diese Entwicklung sollte sich auch in 2014 fortsetzen, hängt jedoch auch von der weiteren Entwicklung des Marktumfeldes in unseren Zielmärkten ab.

Der zu erwartende Umsatzrückgang im Anlagenbau wird im laufenden Geschäftsjahr nicht vollständig durch die Segmente Eigenbetrieb, Service und Energy kompensiert werden können. Daher erwarten wir einen Konzernumsatz von 170 bis 180 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr. Für das Jahr 2014 ist eine verlässliche Umsatzprognose aufgrund der politischen Unsicherheit in Deutschland und der im Detail noch nicht absehbaren Entwicklung in einigen EnviTec-Kernmärkten derzeit zwar noch nicht möglich, wir gehen aktuell jedoch von einem ähnlichen Niveau wie für das Geschäftsjahr 2013 aus.

Beim Ergebnis erwartet der Vorstand trotz der Belastungen aus der Umstrukturierung und dem deutlichen Umsatzrückgang im Anlagenbau für das Gesamtjahr 2013 ein positives operatives Ergebnis. Eine Konkretisierung wird im zweiten Halbjahr erfolgen. Derzeit gehen wir für das Geschäftsjahr 2014 von einem positiven operativen Ergebnis für den EnviTec-Konzern aus und werden auch diese Prognose regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren.

Im Einzelabschluss wird der Umsatzrückgang im Anlagenbau nach Einschätzung des Vorstands zu einem negativen operativen Ergebnis führen, das allerdings durch positive Effekte der Beteiligungen durch das Finanzergebnis kompensiert werden kann. Insoweit spiegelt sich die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der Entwicklung des Gesamtkonzerns auch im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG wieder. Dies gilt auch für 2014.

Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

Die Rahmenbedingungen in Deutschland werden derzeit von der Politik laufend in Frage gestellt und widersprechen klar dem Bekenntnis zur Energiewende. Der Biogasbranche - wie auch den anderen Erneuerbaren Energien - fehlt damit die gesetzliche und ökonomische Planungssicherheit für Investitionen. Um dem Marktumfeld gerecht zu werden und weiterhin profitabel bleiben zu können, sind die vom Vorstand beschlossenen Struktur- und Personalanpassungen unabdingbar. Damit verfügt EnviTec Biogas, neben einem starken technologischen und finanziellen Fundament, über eine schlanke, flexible Struktur. Dies ist die Voraussetzung, um unsere führende Stellung im Markt zu behaupten und diese herausfordernde Phase zu überstehen. Von den mittel- und langfristigen Wachstumschancen in Europa und neuen Märkten, wie beispielsweise den Vereinigten Staaten, sind wir weiterhin überzeugt.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme.

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen, die sich nicht bereits aus dem Gesetz ergeben, liegen nicht vor.

Direkte oder indirekte1 Beteiligungen am Kapital, die 10 vom hundert der Stimmrechte überschreiten zum Stichtag 31.12.2012:

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Beteiligungen am Kapital 2012 2011
Von Lehmden Beteiligungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 48,60 % 48,60 %
TS Holding GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 21,86 % 21,86 %
Ruhe Verwaltungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 13,00 % 12,02 %

1 Es sind im Folgenden auch indirekte Beteiligungen von über 10% anzugeben.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten liegen nicht vor.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine solche Art der Stimmrechtskontrolle besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Gemäß § 76 Abs. 2 AktG und Nr. 6.1. der Satzung der EnviTec Biogas AG kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Gemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Amtszeit. Gemäß Nr. 6.1 der Satzung der EnviTec Biogas AG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, kann der Aufsichtsrat nach § 84 Abs. 2 AktG ein Mitglied zum Vorsitzenden ernennen.

Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen gemäß § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG). Hiervon wurde in Nr. 16.3 der Satzung der EnviTec Biogas AG Gebrauch gemacht, wonach auch für Satzungsänderungen die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausreicht, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Bestimmungen oder der Satzung selbst eine höhere Mehrheit erforderlich ist. Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 7.500.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,
zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen,
um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

1. Gemäß Nr. 4.4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Aktien ausgegeben werden, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital I).

2. Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 eigene Aktien mit einem darauf entfallenden anteiligen Betrag in Höhe von bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals über die Börse zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d oder 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der bei Ausübung dieser Ermächtigung von der Gesellschaft gezahlte Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am jeweiligen Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft um nicht mehr als 10 Prozent über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden. Die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien spätestens am 23. Juni 2015.

Der Vorstand ist ermächtigt,

mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten dürfen, und zwar sowohl im Zeitpunkt des Wirksamwerdens als auch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen erforderlich sind, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen oder sonstigen Vermögensgegenständen zu verwenden;
eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, zur Erfüllung von durch die Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen eingeräumten Umtauschoder Bezugsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen zu verwenden;
die eigenen Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre ist im Vollzug der vorherigen Maßnahmen ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Verwendung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Es bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

befindet sich auf unserer Internetseite unter WWW.ENVITEC-BIOGAS.PE.

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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2012

in EUR
2011

in EUR
Anhang
1. Umsatzerlöse 190.452.055 243.910.084 21.
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.700.919 7.617.709 22.
Gesamtleistung 199.152.973 251.527.793
3. Materialaufwand 132.552.862 175.748.033 23.
Rohergebnis 66.600.111 75.779.760
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.793.226 17.535.814
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung 4.431.299 3.989.948 24.
22.224.525 21.525.762
5. Abschreibungen 13.227.951 9.491.669 25.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.849.705 34.003.386 26.
Operatives/betriebliches Ergebnis 1.297.930 10.758.944
7. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 114.051 -99.447 27.
8. Zinserträge 4.924.875 2.372.293 28.
9. Zinsaufwendungen 3.348.672 2.085.162 29.
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.988.184 10.946.627
10. Ertragsteuern 1.880.107 3.226.421 30.
11. Ergebnis vor Minderheitenanteil 1.108.077 7.720.206
12. Minderheitenanteil -73.365 170.217
13. Konzernergebnis 1.181.442 7.549.989
Ergebnis je Aktie in EUR
Ergebnis je Aktie in EUR unverwässert 0,08 0,51
Ergebnis je Aktie in EUR verwässert 0,08 0,51 31.
Gewogener Durchschnitt der Stückaktien
unverwässert 14.850.000 14.850.000
verwässert 14.850.000 14.850.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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31.12.2012

in EUR
31.12.2011

in EUR
Ergebnis vor Minderheitenanteil 1.108.077 7.720.206
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten -147.745 34.870
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Cash flow hedges) -147.745 34.870
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechung ausländischer Tochtergesellschaften -4.586 -20.009
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsumrechung) -4.586 -20.009
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen -152.331 14.861
Konzernergebnis und Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 955.746 7.735.067
davon Ergebnisanteile Minderheiten -73.365 170.217
davon Ergebnisanteile Mutterunternehmen 1.029.111 7.564.850

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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31.12.2012

in EUR
31.12.2011

in EUR
Anhang
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte 4.850.048 2.719.682 5.
II. Sachanlagen 126.025.763 86.961.021 5.
III. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 8.124.524 6.972.520 6.
IV. Sonstige langfristige Forderungen 17.901.325 13.683.332 8.
V. Latente steuern 2.320.094 1.544.403 30.
Summe langfristige Vermögenswerte 159.221.754 111.880.958
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 34.309.425 34.412.949 10.
II. Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 48.387.817 58.168.341 9.
III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.751.203 21.977.551 11.
IV. sonstige kurzfristige Vermögenswerte 56.554.342 61.786.116 12.
V. Ertragsteuererstattungsansprüche 3.919.222 6.799.187 13.
VI. Flüssige Mittel 20.650.282 13.853.055 32.
Summe kurzfristige Vermögenswerte 193.572.291 196.997.199
Summe Vermögenswerte 352.794.045 308.878.157
Passiva
31.12.2012

in EUR
31.12.2011

in EUR
Anhang
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14.850.000 14.850.000
II. Kapitalrücklage 132.995.741 132.995.741
III. Gewinnrücklagen
1. Währungsausgleichsposten -79.033 -74.447
2. Sonstige Rücklagen (IFRS) 330.707 478.452
3. Andere Gewinnrücklagen 10.000.000 10.000.000
IV. Gewinnvortrag 26.047.926 18.497.937
V. Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsanteile) -848.551 -444.821
VI. Konzernergebnis 1.181.442 7.549.989
Summe Eigenkapital 184.478.233 183.852.851 14.
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Rückstellungen 840.000 594.000 15.
II. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 81.984.291 46.784.594 16.
III. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 655.089 0 18.
IV. Latente Steuern 3.833.117 6.080.516 30.
Summe langfristige Schulden 87.312.497 53.459.110
C. Kurzfristige Schulden
I. Kurzfristige Rückstellungen 12.331.310 9.523.734 15.
II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 32.165.651 35.499.564 16.
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.088.875 16.570.931 17.
IV. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 1.647.498 3.645.129 9.
V. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 5.911.872 3.052.614 18.
VI. Ertragsteuerschulden 858.108 3.274.225 19.
Summe kurzfristige Schulden 81.003.315 71.566.196
Summe Eigenkapital und Schulden 352.794.045 308.878.157

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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2012

in EUR
2011

in EUR
Ergebnis vor Minderheitenanteil 1.108.077 7.720.206
Ertragsteueraufwand 1.880.107 3.226.421
Zinsergebnis -1.576.203 -287.131
Gewinne (-Verluste (+) aus at-equity-bilanzierten Unternehmen -55.699 1.095.962
Gezahlte Ertragsteuern -1.132.130 -3.003.477
Abschreibungen auf kurz- und langfristige Vermögenswerte 13.227.951 9.491.669
Zunahme der sonstigen Rückstellungen 3.053.576 843.435
Gewinne (-Verluste (+) aus Anlagenabgängen -55.085 -27.304
Brutto Cashflow 16.450.593 19.059.781
Ab-/zunahme der Vorräte 103.524 -9.444.432
Ab-/zunahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 9.780.524 -104.533
Ab-/zunahme der Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -1.997.631 312.457
Ab-/zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -7.889.908 145.911
Zunahme der verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.517.944 2.167.211
Zunahme der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten 655.089 0
Ab-/zunahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte 4.065.151 -17.362.369
Zunahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte -4.217.993 -984.106
Zu-/Abnahme der aktiven latenten Steuern -775.691 421.705
Ab-/Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 2.859.258 -727.668
Ab-/Zunahme der kurzfristigen Steuerforderungen 2.879.965 -2.247.851
Ab-/Zunahme verbindlichkeiten aus Verkehrsteuern und Steuerabzügen -5.411.493 2.976.153
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge -482.729 65.596
Zinseinnahmen 4.924.875 2.372.293
Zu-Abfluss aus operativer Tätigkeit (netto Cashflow) 32.461.478 -3.349.852
Einzahlungen aufgrund Entkonsolidierung 0 439.124
Einzahlungen aus dem verkauf von Sachanlagen 422.274 136.180
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte -2.398.718 -131.934
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -51.224.907 -34.662.512
Auszahlungen für Investitionen in at-equity-Beteiligungen -1.917.487 -2.813.324
Einzahlungen aus Entnahmen at-equity Beteiligungen 320.000 105.000
Einzahlungen aus dem verkauf von at-equity Beteiligungen 501.182 0
Zufluss liquide Mittel aufgrund Unternehmenserwerb 116.256 0
Abfluss aus investiver Tätigkeit -54.181.400 -36.927.466
Einzahlungen aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten 45.118.226 46.132.998
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bei Kreditinstituten -28.054.513 -3.808.439
Zunahme der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten -356.272 433.779
Zunahme der sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (ohne kurzfristige verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) 15.158.380 669.588
Zinsausgaben -3.348.672 -2.085.162
Zufluss aus Finanzierungstätigkeit 28.517.149 41.342.764
Zahlungswirksame Veränderungen gesamt 6.797.227 1.065.445
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 13.853.055 12.787.610
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 20.650.282 13.853.055

Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2012

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in EUR Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklagen Sonstige

Rücklagen
Rücklage für

Währungs-

ausgleichsposten
Andere

Gewinnrücklagen
Gewinnvortrag
Eigenkapital am 01.01.2011 14.850.000 132.995.741 443.582 -54.438 10.000.000 16.207.764
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 2.290.173
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 0 34.870 -20.009 0 0
Eigenkapital am 31.12.2011 14.850.000 132.995.741 478.452 -74.447 10.000.000 18.497.937
Eigenkapital am 01.01.2012 14.850.000 132.995.741 478.452 -74.447 10.000.000 18.497.937
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 0 7.549.989
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 0 -147.745 -4.586 0 0
Eigenkapital am 31.12.2012 14.850.000 132.995.741 330.707 -79.033 10.000.000 26.047.926

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in EUR Jahresüberschuss Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen Minderheitenanteil Summe
Eigenkapital am 01.01.2011 2.290.173 176.732.822 -665.773 176.067.049
Umgliederungen Jahresüberschuss -2.290.173 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 50.735 50.735
Konzernergebnis 7.549.989 7.549.989 170.217 7.720.206
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 14.861 0 14.861
Eigenkapital am 31.12.2011 7.549.989 184.297.672 -444.821 183.852.851
Eigenkapital am 01.01.2012 7.549.989 184.297.672 -444.821 183.852.851
Umgliederungen Jahresüberschuss -7.549.989 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 -330.365 -330.365
Konzernergebnis 1.181.442 1.181.442 -73.365 1.108.077
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 0 -152.331 0 -152.331
Eigenkapital am 31.12.2012 1.181.442 185.326.783 -848.551 184.478.233

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2012

1. Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2012 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und den Interpretationen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt worden.

Die EnviTec Biogas AG ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen als wichtigstem Geschäftsbereich über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen und dem technischen und biologischen Service beschäftigt.

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz im niedersächsischen Lohne (Oldenburg), Industriering 10a, ist Mutterunternehmen des EnviTec-Konzerns und seit dem Juli 2007 eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der zum 31. Dezember 2012 aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.envitec-biogas.de abrufbar.

Am 24. April 2013 hat der Vorstand der EnviTec Biogas AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Segmentberichterstattung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro angegeben oder auf TEUR gerundet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgte nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie voraussichtlich länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte und Fertigungsaufträge werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

2. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

2.1. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben eine Reihe von Änderungen bestehender International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS und Interpretationen verabschiedet, die für den EnviTec-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwenden sind, die allerdings keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern hatten. Dabei handelt es sich um:

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IFRS 7 "Finanzinstrumente Angaben" (2010): Übertragung finanzieller Vermögenswerte

2.2. Neu veröffentlichte Rechnunglslegungsvorschriften, die aber noch nicht angewandt

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt.

Auf das Wahlrecht zur vorzeitigen freiwilligen Anwendung wurde verzichtet.

Folgende neue Standards, überarbeitete Standards und Interpretationen sind ab 2013 oder später und vorbehaltlich eines EU-Endorsement zu berücksichtigen. Die Auswirkungen der Standards und ihre zeitliche Anwendung werden derzeit geprüft.

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Standard Regelung Zeitpunkt Erstanwendung Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2015 werden zur zeit noch untersucht
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2014 Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2014 Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.2014 werden zur zeit noch untersucht
IFRS 13 Bemessung des beizulegendem zeitwert 01.01.2013 Keine wesentlichen Änderungen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2014 Keine wesentlichen Änderungen
IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Vermögens 01.01.2013 Keine wesentlichen Änderungen
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013 Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 10-12 Konzernabschlüsse, Gemeinschaftliche Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsvorschriften 01.01.2013 Keine wesentlichen Änderungen
IAS 12 Latente Steuern 01.01.2013 Keine wesentlichen Änderungen
IFRS 7/IAS 32 (Angaben zur) Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 01.01.2013 (gilt für IFRS 7) 01.01.2014 (gilt für IAS 32) Keine wesentlichen Änderungen

Im Rahmen des Annual Improvements Process (20092011) wurden eine Vielzahl kleinerer Änderungen vorgenommen, die erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen betreffen die Standards IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34. Für den Konzernabschluss der EnviTec ergeben sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen.

3. Grundlagen des Konzernabschlusses

3.1. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert; negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam erfasst.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.

Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-equity Beteiligungen. Ein Werthaltigkeitstest für einen im Beteiligungsansatz enthaltenen Firmenwert wird einmal im Jahr sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt. Der Anteil am sonstigen Ergebnis der assoziierten Unternehmen wird anteilig im sonstigen Ergebnis des EnviTec-Konzerns ausgewiesen.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Zu Veränderungen des Konsolidierungskreises und den einbezogenen Unternehmen wird im nachfolgenden Punkt eingegangen.

3.2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012 wie folgt entwickelt:

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Inland Ausland Gesamt
EnviTec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen
31.12.2011 102 32 134
Zugänge von Tochterunternehmen 9 1 10
Abgänge von Tochterunternehmen 0 1 1
31.12.2012 111 32 143

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Inland Ausland Gesamt
At-equity bewertete Unternehmen
31.12.2011 58 7 65
Zugänge von at-equity bewerteten Unternehmen 7 0 7
Abgänge von at-equity bewerteten Unternehmen 5 0 5
31.12.2012 60 7 67

Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 210 (Vorjahr: 199) Unternehmen, von denen 143 (Vorjahr: 134) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen befindet sich unter Pkt. 7. Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Veränderungen bei den vollkonsolidierten Unternehmen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2012 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil

in %
Zugänge Inland
Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Darmstadt 70,00
Biogas Lampertheim Verwaltungs GmbH, Darmstadt 70,00
Biogas Elsteraue GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Erste Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 100,00
Dritte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 54,40
Vierte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 60,50
Fünfte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Dritte EnVitec Verwaltungs GmbH, Lohne 100,00
Zweite Biogas Neese GmbH & Co. KG, Vechta 100,00
Zugänge Ausland
EnVitec Biogas Service s.r.o., Tschechien 85,00
Abgänge
Biogas Varadzin d.o.o., Zagreb/Kroatien 85,00

Zugänge

Durch Neugründungen sind im Laufe des Geschäftsjahres drei inländische Gesellschaften und eine ausländische Gesellschaften neu zum Konsolidierungskreis hinzugekommen. Bei den neugegründeten inländischen Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften des Geschäftsbereiches Eigenbetrieb, wobei Gegenstand der Projektgesellschaften der Betrieb von Biogasanlagen an einem oder teilweise auch an mehreren Standorten ist. Das neu gegründete tschechische Unternehmen gehört zum Bereich Service und hat die Erbringung von Servicedienstleistungen rund um Bioasanlagen zum Gegenstand.

Mit Vertrag vom 25. April 2012 hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG 100% des Kommanditkapitals von TEUR 10 der Biogas Elsteraue GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von TEUR 10 erworben. Dieser Erwerb wurde nicht nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" behandelt, da die Definition eines Geschäftsbetriebs nicht erfüllt ist. Die Erwerbe wurden vielmehr als Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten dargestellt, dabei wurden die Anschaffungskosten der Gruppe den einzelnen identifizierten Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage der beizulegenden Zeitwerte zugeordnet.

Am 8. Juni 2012, der gleichzeitig dem Erwerbstichtag entspricht, hat die EnviTec Biogas AG 100% des Kommanditkapitals von TEUR 400 der Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG erworben. Im Zusammenhang mit dem Kauf der Anteile an der Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG wurden insgesamt 4 weitere Gesellschaften, die zum Teilkonzern Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG zählen, aufgrund des Wechsels der Mehrheitsverhältnisse neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Weiterhin wurde mit dem Kauf der Zweite Biogas Neese Betriebs GmbH & Co. KG ein at-equity bewertetes Unternehmen erworben. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 1.898. Der Konzernjahresüberschuss wurde hierdurch mit TEUR 277 belastet. Hätte sich der Unternehmenserwerb bereits am 1. Januar 2012 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns um ca. TEUR 1.421 höher ausgefallen. Der Konzernüberschuss hätte sich entsprechend den Ergebnissen der Gesellschaft um ca. TEUR 14 vermindert, wenn der Unternehmenszusammenschluss bereits zum 1. Januar 2012 erfolgt wäre.

Der Kaufpreis in Höhe von einer Millionen Euro wurde mit entsprechenden Forderungen gegen den Verkäufer verrechnet. Im Wesentlichen wurden Sachanlagen und Vorräte erworben.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der erworbenen Tochterunternehmen entstand insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.129, der entsprechend IRFS 3.51ff behandelt wurde. Insbesondere die Realisation einer, zum Zeitpunkt des Erwerbs, in der Projektentwicklung befindlichen Anlage sowie die insgesamt ausgereifte Wärmeanbindung führten zu den positiven Zukunftserwartungen, die sich im Goodwill widerspiegeln.

Der Erwerb der 5 Biogasanlagen zuzüglich der Muttergesellschaft wurde zum weiteren Ausbau des Segments Eigenbetrieb vorgenommen. Die Gesellschaften fügen sich aufgrund der eingesetzten Technik nahtlos in das Portfolio des EnviTec Konzerns ein.

Gem. IFRS 3.67f erfolgt in der folgenden Tabelle die Angabe der für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerte:

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in TEUR Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Langfr. Vermögenswerte 5.347
Kurzfr. Vermögenswerte 2.933
davon flüssige Mittel 116
Langfristige schulden 5.178
Kurzfristige schulden 2.517

Der zum Erwerbsstichtag angesetzte Betrag des nicht beherrschenden Anteils beträgt TEUR 212. Er wurde mit dem anteiligen neubewerteten Nettovermögen bewertet.

Am 24. Mai 2012, der gleichzeitig dem Erwerbsstichtag entspricht, hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG jeweils 50% des Kommanditkapitals von TEUR 360 der Biogas Gallin I GmbH & Co. KG sowie der Biogas Gallin II GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von insgesamt TEUR 1.096 erworben. Es wurden im Wesentlichen Sachanlagen und Maisbestände erworben.

Gem. IFRS 3.67f erfolgt in der folgenden Tabelle die Angabe der für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerte:

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in TEUR Beizulegender Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Langfr. Vermögenswerte 2.212
Kurzfr. Vermögenswerte 1.228
Langfristige schulden 2.015
Kurzfristige schulden 911

Die Unternehmenserwerbe wurden zum weiteren Ausbau des Segments Eigenbetrieb vorgenommen. Die Gesellschaften fügen sich aufgrund der eingesetzten Technik nahtlos in das Portfolio des EnviTec Konzerns ein.

Weiterhin konnte ein Zugang aufgrund von Neugründungen von vier at-equity bewerteten Unternehmen verzeichnet werden, die ebenfalls den Betrieb von Biogasanlagen zum Gegenstand haben.

Weitere Veränderungen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die EnviTec Biogas AG weitere 12% des Kommanditkapitals von TEUR 500 der eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co.

KG sowie weitere 12% des Stammkapitals von TEUR 25 der eeMaxx Verwaltungs GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 814 erworben. Durch den Zukauf kam es zu keinem Statuswechsel und wurde als erfolgsneutrale Transaktion zwischen den Kapitalgebern behandelt. Durch den Zukauf hat sich der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter um TEUR 3 vermindert.

Abgänge

Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind drei 50%ige Beteiligungen an Biogasanlagen. In 2012 hat die EnviTec Biogas AG ihre Anteile an den jeweiligen Mitgesellschafter verkauft. Weiterhin hat die EnviTec zwei 44%ige Beteiligungen an den Mehrheitsgesellschafter verkauft. Insgesamt sind dem Konzern aus diesen Transaktionen liquide Mittel in Höhe von TEUR 501 zugeflossen und es konnte ein Gewinn von TEUR 161 erzielt werden. Weiterhin wurde eine 85%ige Tochtergesellschaft in Kroatien liquidiert. Die Gesellschaft war operativ nie tätig geworden.

5 (Vorjahr: 5) Gemeinschaftsunternehmen sowie 62 (Vorjahr: 60) Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von jeweils über 20% werden entsprechend IAS 31 bzw. IAS 28 at-equity konsolidiert. Bei den assoziierten Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von 50% liegt nur maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher und tatsächlicher Gegebenheiten vor.

Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2012 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

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Name und Sitz der Gesellschaft
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/wümme Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Pinnow GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Straußfurt GmbH & Co. KG, Lohne eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas weyhausen GmbH & Co. KG. Garrel
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas oderaue GmbH & Co. KG, Garrel
EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Neutrebbin
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Stegelitz GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde
Biogas Greifswald GmbH & Co. KG, Lohne EnVitec Stromkontor GmbH & Co. KG, Lohne
EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Darmstadt
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Elsteraue GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Topfstedt GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt Dritte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg Vierte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne Fünfte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg Zweite Biogas Neese GmbH & Co. KG, Vechta

3.3. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf sieben Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel sowie auf die Gesamtergebnisrechnung. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.

3.4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.

Als grundlegendes Bewertungskonzept wird im Konzernabschluss das Anschaffungskostenprinzip angewendet. Dort, wo die IFRS andere Bewertungskonzepte vorschreiben, werden diese verwendet; in den folgenden Ausführungen zur Bewertung von Aktiv- und Passivposten wird hierauf gesondert hingewiesen.

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von fertiggestellten Biogasanlagen - nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen - werden zum Zeitpunkt der Schlussabnahme der Anlagen realisiert. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für Biogasanlagen, die am Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt oder abgenommen worden sind, werden unter Anwendung der Percentage-of-completion-Methode (POC) ermittelt. Dabei wird einerseits der Anteil der erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Kundenauftrags, andererseits der Gewinn des gesamten Auftrags geschätzt und entsprechend realisiert.

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, sobald die mit dem Eigentum der verkauften Waren verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind und die Höhe der realisierbaren Umsätze verlässlich ermittelt werden kann.

Ist es nicht wahrscheinlich, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird, werden keine Umsätze ausgewiesen. Im Übrigen werden Umsätze unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatte ausgewiesen. Umsätze aus Dienstleistungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Dienstleistung erbracht wird.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung, sowohl der voraussichtlichen Nutzungsdauer als auch der Abschreibungsverläufe, beruht auf Schätzungen in Bezug auf den Zeitraum und die Verteilung der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten im Zeitverlauf.

Entwicklungskosten wurden nicht nach IAS 38 aktiviert, da zum Bilanzstichtag die Voraussetzungen für die Aktivierung nicht vorlagen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben und unterliegen jährlichen Impairmenttests. Hinsichtlich der Werthaltigkeitstest verweisen wir auf den Pkt. 3.7. Werthaltigkeitsprüfung.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste ("impairment losses").

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen wie z.B. laufende Unterhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:

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Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich in die Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

eingeteilt.

Die Zuweisung eines finanziellen Vermögenswertes zu einer bestimmten Kategorie hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfasst zum einen die dem Handelsbestand zuzurechnenden finanziellen Vermögenswerte (trading) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die von Anfang an durch das Management im Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam zum fair value bewertet werden sollen. Die EnviTec Biogas AG weist im Konzernabschluss 2012 Vermögenswerte dieser Kategorie in Höhe von -41 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR) aus.

Kredite und Forderungen

Bei den Krediten und Forderungen handelt es sich um originäre oder erworbene Darlehen und Forderungen mit feststehenden oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden üblicherweise durch Bereitstellung von Bargeld, durch Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen begründet. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Finanzinstrumente dieser Kategorie werden nach ihrem Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen langfristigen Forderungen enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen, die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugewiesen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Indikatoren zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs liegen insbesondere vor bei mehrjährigen operativen Verlusten einer Gesellschaft, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz oder dem Erfordernis einer finanziellen Sanierung des Schuldners der Forderung. Kredite und Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte zeichnen sich durch feste oder bestimmbare Zahlungen, eine feste Laufzeit sowie die Absicht und Fähigkeit der EnviTec Biogas AG, diese Vermögenswerte tatsächlich bis zur Endfälligkeit zu halten, aus. Die EnviTec Biogas AG weist im Konzernabschluss 2012 keine Vermögenswerte dieser Kategorie aus.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Unter diese Kategorie fallen alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen drei Kategorien zuzurechnen sind oder aufgrund einer subjektiven Widmung durch das Management als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gelten. Diese Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, sofern es sich um dauerhafte beziehungsweise wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes beziehungsweise einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Vorräte) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Abwicklung von Fertigungsaufträgen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Liegt der aktuelle Einkaufspreis unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten wird der niedrigere Wert angesetzt, es sei denn, sie gehen in Fertigungserzeugnisse ein, die voraussichtlich zu den Fertigungskosten oder darüber verkauft werden können (IAS 2.32). Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht, weil die Voraussetzungen des IAS 23 nicht erfüllt sind.

Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die anfallen, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu bringen.

Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der für die Teilgewinnrealisierung zugrunde zu legende Fertigstellungsgrad wird nach dem Cost-to-cost-Verfahren ermittelt. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die erhaltenen teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag ausgegangenen Teilabrechnungen die realisierten Erträge übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist und der langfristige Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwerts und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Latente Steuern, Steuerschulden, Steuererstattungsansprüche

Als Ertragsteuern werden die erhobenen Steuern auf das steuerpflichtige Einkommen der Gesellschaften sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 (Ertragsteuern). Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz (Buchwerte) und der Steuerbilanz (Steuerwerte) aus Konsolidierungsvorgängen ) sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen Steuergesetzen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird, und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u.a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

Weitere Informationen zu Ertragsteuern sind im Anhang Pkt. 30 enthalten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen), mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären.

Etwaige Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden von uns auf Einzelfallbasis geprüft. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre und derivative Verbindlichkeiten.

Die originären Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Berichtstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten

Abgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

Sicherungsinstrumente

Die Gesellschaft designiert Sicherungsinstrumente im Rahmen der Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedges). Zu Beginn des Hedge Accounting wird die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft gem. den Vorgaben von IAS 39.88 dokumentiert. Weiterhin wird sowohl bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, ob das in die Sicherungsbeziehung einbezogene Sicherungsinstrument gemäß dem abgesicherten Risiko im hohen Maße effektiv ist.

Im Falle eines Cashflow Hedges gilt, dass der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts der im Rahmen eines Cashflow Hedges designierten Derivate im sonstigen Ergebnis erfasst wird. Ineffektive Wertänderungen werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, in der auch das Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Die bilanzielle Abbildung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Der vollständige zu diesem Zeitpunkt im sonstigen Ergebnis erfasste und im Eigenkapital angesammelte Gewinn oder Verlust verbleibt im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam vereinnahmt, wenn die erwartete Transaktion ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet wird. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, wird der gesamte im Eigenkapital erfasst Erfolg sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt.

3.5. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

3.6. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Aufgrund der produktorientierten Steuerung des Geschäfts des EnviTec-Konzerns wurden bei der Einteilung der Segmente weiterhin die einzelnen Segmente Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service identifiziert, die auch der internen Berichterstattung dienen. Das Segment Energy wurde neu in die interne Berichterstattung aufgenommen. In diesen Segment erfolgt die Vermarktung von EEG-Strom. Der Anlagenbau beinhaltet die Projektierung, Genehmigungsplanung und Errichtung von Biogasanlagen, während das Segment Service die technische und biologische Wartung von Biogasanlagen umfasst. In dem Segment Eigenbetrieb werden die selbstbetriebenen Biogasanlagen erfasst.

Segmentberichterstattung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember

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in TEUR Anlagenbau 2012 Service 2012 Eigenbetrieb 2012 Energy 2012 Überleitung 2012 Konzern 2012
Umsatzerlöse
- Fremdumsatz 124.622 17.412 40.794 7.624 0 190.452
- Innenumsatz 6.322 3.459 5.609 19 -15.409 0
Operatives Ergebnis -4.229 25 5.904 -402 0 1.298
Materialaufwand 95.474 13.419 22.920 7.570 -6.830 132.553
Personalaufwand 16.143 3.797 1.940 344 0 22.224
Sonstige betriebl. Aufwendungen 21.570 2.088 11.271 350 -5.429 29.850
Equity-Ergebnis 0 0 114 0 0 114
Zinserträge 4.674 23 202 26 0 4.925
Zinsaufwendungen 986 1 2.361 1 0 3.349
Ertragsteuern 1.938 264 -326 4 0 1.880
Ergebnis nach Steuern 333 1.843 1.321 -363 -1.953 1.181
Segmentvermögen 306.285 13.576 206.185 3.736 -176.988 352.794
Segmentschulden 108.629 7.649 163.387 3.185 -114.534 168.316
Abschreibungen 4.213 128 10.074 9 -1.196 13.228
Investitionen 1.457 220 51.581 365 0 53.623
Buchwert der Anteile at-equity Beteiligungen 0 0 8.125 0 0 8.125

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in TEUR Anlagenbau 2011 Service 2011 Eigenbetrieb 2011 Energy 2011 Überleitung 2011 Konzern 2011
Umsatzerlöse
- Fremdumsatz 201.004 14.352 28.554 0 0 243.910
- Innenumsatz 5.208 3.694 4.439 0 -13.341 0
Operatives Ergebnis 7.729 -1.577 4.607 0 0 10.759
Materialaufwand 153.742 12.410 16.257 0 -6.661 175.748
Personalaufwand 17.262 2.828 1.435 0 0 21.525
Sonstige betriebl. Aufwendungen 26.930 1.595 9.535 0 -4.057 34.003
Equity-Ergebnis 0 0 -99 0 0 -99
Zinserträge 2.130 2 240 0 0 2.372
Zinsaufwendungen 635 10 1.440 0 0 2.085
Ertragsteuern 2.477 180 569 0 0 3.226
Ergebnis nach steuern 8.432 -1.728 3.125 0 -2.279 7.550
Segmentvermögen 277.203 11.089 148.970 0 -128.384 308.878
Segmentschulden 85.043 6.826 108.827 0 -75.671 125.025
Abschreibungen 3.682 103 6.051 0 -344 9.492
Investitionen 2.034 261 32.500 0 0 34.795
Wertminderungen 443 0 0 0 0 443
Buchwert der Anteile at-equity Beteiligungen 0 0 6.973 0 0 6.973

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den in Pkt. 3.4 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Dies gilt auch für Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten. Bei den Überleitungseffekten handelt es sich um konzerninterne Transaktionen.

Die Länderabgrenzung bei der regionalen Segmentierung erfolgte entsprechend dem Ort der Bautätigkeiten bzw. Dienstleistungen und stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR Umsatzerlöse Segmentvermögen
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Deutschland 101.785 180.775 169.326 117.002
Tschechien 16.278 16.948 1.484 868
Italien 51.620 26.150 35.819 4.166
sonstiges Ausland 20.769 20.037 706 661
Überleitung 0 0 -48.171 -10.816
Konzern 190.452 243.910 159.164 111.881

Von den Umsatzerlösen im Bereich Anlagenbau entfallen 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,6 Mio. Euro) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 5,6 Mio. Euro (Vorjahr 6,5 Mio. Euro) umgesetzt.

Die Umsatzerlöse des Segments Eigenbetrieb entfallen mit 16,9 Mio. Euro (Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) auf Umsätze mit dem größten Kunden dieses Segments. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 8,5 Mio. Euro) realisiert. Weitere Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10% lagen nicht vor.

3.7. Werthaltigkeitsprüfung

Gemäß IFRS 3 im Zusammenhang mit den Standards IAS 36 und IAS 38 unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.

Ist einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen, so ist die Werthaltigkeitsprüfung jener Vermögenswerte jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d.h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen.

In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag (Nutzungswert) ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand vor. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Zahlungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen der EnviTec-Gruppe, dabei wurde bei der Berechnung von einem Planungszeitraum von 13 Jahren ausgegangen, der sich aufgrund der Restlaufzeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ergibt.

Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Anklam beträgt zum 31.12.2012 TEUR 7.730 (Vorjahr: TEUR 6.963). Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bützow beträgt zum 31.12.2012 TEUR 2.069.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Zinssatz beträgt 7,95% (Vorjahr: 7,65%) und entspricht den durchschnittlichen Kapitalkosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sog. WACC).

Der Zinssatz beruht auf Annahmen und Schätzungen über spezifische Kapitalkosten. Die Risikoadjustierung erfolgt konzernspezifisch anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche. Eine Wachstumsrate wurde bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Bei der Sensitivitätsanalyse wurde eine Minderung der zukünftigen Cashflows und eine Erhöhung der durchschnittlichen Kapitalkosten um jeweils 15% angenommen, da eine Veränderung bis zu dieser Höhe nach vernünftigem Ermessen möglich ist. Aufgrund dieser Annahmen kommt es im Rahmen des Werthaltigkeitstests zu keinem Wertminderungsbedarf.

Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen der EnviTec-Konzern tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Cashflows für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen können.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entfällt in Höhe von TEUR 2.229 (Vorjahr: TEUR 2.229) auf die fünf Biogasanlagen in Anklam sowie in Höhe von TEUR 2.129 auf die neu erworbenen Biogasanlagen in Bützow. Weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

4. Schätzungsunsicherheiten

Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, in der Bewertung von Fertigungsaufträgen, der Einbringbarkeit von Forderungen und der Bildung für Rückstellungen für Gewährleistungen. Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und deren Folgen somit schwer abzuschätzen sind. Die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Gesellschaft sind in der Anhangangabe Pkt. 3.4 des Konzernabschlusses beschrieben. Nicht alle wichtigen Rechnungslegungsregeln erfordern eine schwierige, subjektive oder komplexe Beurteilung von Sachverhalten. Dennoch können folgende Bilanzierungs- und Bewertungsregeln als bedeutend betrachtet werden:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beruht auf Schätzungen des Zeitraums, in dem die immateriellen Vermögenswerte oder Sachanlagen Mittelzuflüsse generieren.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen sind auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen (Impairmenttest), wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Vermögenswerts eventuell nicht werthaltig ist.

Die Geschäftsführung hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte und die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen. Diese können zu außerplanmäßigen Abschreibungen oder auch Wertaufholungen in der Zukunft führen, falls sich die von der Geschäftsführung erwarteten Entwicklungen umkehren sollten.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns resultieren auch aus Erlösen aus Fertigungsaufträgen im Sinne von IAS 11 (Biogasanlagen). Zur Erfassung der Umsatzerlöse für die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen Aufträge (Projekte) ist es erforderlich, den Gesamtgewinn und den Fertigstellungsgrad zu ermitteln. Zur Ermittlung dieser Größen werden die einzelnen Projektkalkulationen und die Unterlagen aus dem Projektmanagement herangezogen. In diese Unterlagen gehen notwendigerweise Schätzungen ein, da die Größen Gesamtgewinn und Fertigstellungsgrad bei noch nicht abgeschlossenen Projekten von der weiteren Entwicklung der Projekte nach dem Bilanzstichtag abhängig sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen ist.

Erläuterungen zur Bilanz

5. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2012 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Grundstücke und Gebäude umfassen insbesondere die Bürogebäude auf eigenen Grundstücken in Saerbeck und in Lohne sowie Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit Biogasanlagen. Die Zugänge 2012 bei den Grundstücken und Gebäuden betreffen im Wesentlichen den Bau diverser Gebäude im Zusammenhang mit der Errichtung von Biogasanlagen. Die technischen Anlagen und Maschinen betreffen im Wesentlichen die eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst im Wesentlichen Betriebsausstattung zum Bau von Biogasanlagen und Kraftfahrzeuge sowie Betriebsausstattung zur Erbringung von Serviceleistungen.

Sachanlagen unterliegen im Umfang von TEUR 53.700 (Vorjahr: TEUR 47.379) Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Die Abgänge von Sachanlagen ergaben sich aus der Veräußerung von Vermögenswerten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr TEUR 443) vorgenommen. Betroffen war im Vorjahr eine Lizenz zum Bau von Gasaufbereitungsanlagen, für die eine Werthaltigkeit nicht mehr gegeben war.

Beim Sachanlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 407 TEUR auf Anlagen im Bau vorgenommen.

6. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen

Die nachstehenden Übersichten zeigen eine Zusammenfassung der aggregierten Finanzangaben (Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Bilanzen) der at-equity bilanzierten Beteiligungen im EnviTec-Konzernabschluss.

Die nach § 313 Abs. 2 Nr. 2,3 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen.

Finanzangaben der at-equity bewerteten Beteiligungen zum 31. Dezember 2012

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Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 28 2012

in EUR
2011

in EUR
Umsatzerlöse 31.126.738 16.232.254
Rohergebnis 18.727.395 10.383.882
Jahresergebnis 436.001 -631.584
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 156.952 100.385

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Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 28 2012

in EUR
2011

in EUR
Langfristige Vermögenswerte 73.737.512 65.974.283
Kurzfristige Vermögenswerte 24.558.563 21.396.538
Langfristige Schulden 49.993.748 36.317.562
Kurzfristige Schulden 34.131.752 37.389.268
Eigenkapital 14.170.575 13.663.991
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 7.476.193 6.319.799

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Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 31 2012

in EUR
2011

in EUR
Umsatzerlöse 155.182 2.365.361
Rohergebnis 7.511 213.003
Jahresergebnis -488.306 -375.190
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -4.390 -199.832

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Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 31 2012

in EUR
2011

in EUR
Langfristige Vermögenswerte 2.107.588 2.121.189
Kurzfristige Vermögenswerte 3.293.512 3.285.878
Langfristige Schulden 31.980 4.259
Kurzfristige Schulden 4.346.595 3.676.027
Eigenkapital 1.022.524 1.726.781
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 648.330 652.721

7. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nachstehend aufgeführte nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen.

Liste des Anteilsbesitzes

Aufstellung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen und des sonstigen Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2012

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I. Tochterunternehmen (vollkonsolidiert) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 4.926.736 3.992.990 1.168.217 890.448
EnviTec Service Verwaltung GmbH, Lohne 100 100 -89.029 13.338 -102.368 -5.734
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 10.258.812 8.900.626 1.358.186 167.706
Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 35.290 32.714 2.576 3.133
ET Agro Trade GmbH, Lohne 100 100 38.218 109.769 98.449 71.648
EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter/Niederlande 100 100 -418.554 -354.675 -63.879 -236.313
EnviTec Baltic SIA, Riga/Lettland 100 100 -33.766 -718.024 535.812 -181.240
EnviTec Iberica S.L., Bilbao/Spanien 100 100 -592.792 -592.792 0 -147.547
EnviTec Italia GmbH, Lohne 100 100 -839.591 -839.591 6.168 6.168
EnviTec Biogas Italia s.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 2.281.774 693.528 1.588.247 535.515
EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 436.868 862.943 -426.074 -226.640
EnviTec Energy Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 28.841 27.280 1.561 663
EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 8.367 70.468 -2.101 1.892
EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 32.614 33.204 1.108 1.698
Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 1.030.549 821.323 209.226 51.195
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 93,85 93,85 755.959 520.006 235.953 161.395
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 840.008 585.094 254.914 192.792
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 798.371 550.132 248.239 209.126
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 744.476 561.875 182.601 190.689
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 956.548 756.382 200.166 121.020
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 56.312 96.204 -39.892 -1.619
Biogas Topfstedt GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 5.791 38.038 -32.247 -2.496
Pieve D'olmi Biogas soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -330.005 10.516 -340.518 -169.711
Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -174.900 12.496 -187.397 -77.639
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 94,92 94,92 2.354.263 1.438.825 915.438 242.882
EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 95,12 95,12 37.615 35.977 1.638 1.657
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg 100 91,5 427.551 460.083 -32.532 -64.845
Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg 100 91,5 29.413 27.413 2.001 1.711
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt 91,5 91,5 264.837 100.303 -135.467 -60.122
Biogas Groß Warnow Verwaltungs GmbH, Karstädt 91,5 91,5 29.455 27.959 1.496 1.602
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 11.755.492 4.796.719 155.494 -539.225
Biogas Straußfurt GmbH & Co. KG, Lohne 100 91,5 109.968 106.891 3.077 4.989
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 31.086 41.869 -10.783 -384.639
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld 91,5 91,5 74.202 97.258 -23.056 -3.954
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 716.723 564.198 152.525 -77.381
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 -657.831 -4.143 -653.689 -206.926
EnviTec Projektentwicklung GmbH, Lohne 87,5 87,5 451.526 1.267.823 -816.298 -198.777
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 1.356.833 724.912 631.921 232.727
Biogas Greifswald GmbH & Co. KG, Lohne 100 87,5 21.687 28.207 -6.520 -33.972
Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel 100 100 512.847 277.646 40.301 -40.450
Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel 100 100 28.122 26.587 1.535 1.006
Biogas Stegelitz GmbH & Co. KG, Lohne 100 87,5 115.776 111.970 3.806 3.999
Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne 87,4 87,4 96.644 76.422 20.222 20.936
EnviTec Biogas d.o.o., Zagreb/Kroatien 85 85 0 -41.675 0 -39.607
Biogas Varadzin d.o.o., Zagreb/Kroatien 0 85 0 0 0 0
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen 79 79 189.450 131.723 57.727 90.796
Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen 79 79 33.639 31.925 1.714 1.663
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne 87,6 87,6 591.810 418.579 373.231 210.175
Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne 87,6 87,6 35.442 33.688 1.754 1.663
Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 -195.293 75.967 -271.262 -54.630
Fabrico Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 73.314 74.797 -40.008 -38.017
Rolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 80 80 52.502 79.296 -39.534 -6.453
Malombra Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 72.841 67.643 -40.259 -8.396
Latina Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -420 -420 0 -4.050
Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -257.060 12.002 -269.064 -128.597
Brazzolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 4.999 9.400 -285.782 -100.649
Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna/Italien 85 85 -321.829 53.592 -375.423 -25.961
Pressanna Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -27.453 11.468 -38.919 -6.542
Urbana Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -81.117 13.282 -94.401 -23.000
Schio Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -215.148 6.492 -225.639 -6.508
Cona Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -19.357 -32.203 -32.153 -42.203
Foresti Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -24.334 -30.329 -34.503 -47.280
Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -307.954 12.351 -320.307 -7.648
Merlara Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -253.804 14.110 -267.914 -18.327
Massa Fiscaglia Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -4.339 9.049 -14.388 -7.435
A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen 70 70 986.699 1.332.662 -345.963 100.238
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen 70 70 -140.304 -43.473 -67.782 -13.911
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Lohne 70 70 324.550 357.238 117.312 83.119
Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben 70 70 33.165 31.539 1.626 1.644
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 70 70 407.809 94.878 312.931 182.342
Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg/Wümme 70 70 37.316 34.275 3.042 2.867
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 100 100 129.235 290.441 38.793 -101.873
Second Biogas Operating Holding s.r.l., Sommacampagna/Italien 70 66 -929.239 76.560 -1.012.766 -218.839
EnVitec France sarl, Tregueux/Frankreich 65 65 75.327 54.457 54.251 15.104
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne 65,6 65,6 -199.702 -275.796 76.094 -83.468
Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne 65,6 65,6 34.034 32.085 1.949 1.785
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne 64,8 64,8 792.719 658.936 133.783 76.739
Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Lohne 64,8 64,8 33.543 31.754 1.789 1.610
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne 64,6 64,6 655.821 340.534 315.286 215.494
RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne 64,6 64,6 34.762 33.007 1.755 1.604
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard 64 64 371.873 244.178 127.695 48.755
Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard 64 64 32.400 30.753 1.647 2.160
EnviTec Biogas UK Ltd., Rugeley/Großbritannien 60 60 240.492 -136.768 379.414 211.403
Biogas Nordholz GmbH, Minden 60 60 368.101 158.629 209.473 26.179
EnviTec Biogas SK s.r.o., Levice/Slowakei 100 100 -104.926 -104.926 -109.668 -109.668
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o., Velké Mezirici/ Tschechien 55 55 128.976 -563.338 562.396 1.637.807
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75 75 975.684 1.986.144 -10.461 4.941
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75 75 27.148 25.437 1.711 760
Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 97.163 97.531 -369 -1.273
Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 356.397 481.605 -125.208 -10.995
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 35.140 81.404 -46.264 13.508
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 688.283 511.040 177.243 -37.852
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang 100 100 211.633 351.863 -140.231 -45.314
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde 100 100 490.194 468.975 21.219 -83.349
Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde 100 100 29.365 27.343 2.022 1.161
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf 100 100 661.362 607.990 -466.628 -426.363
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel 73 61 6.716.809 6.757.768 -40.958 64.822
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Garrel 73 61 24.880 23.809 871 1.298
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 85 85 -13.633 1.833 -15.466 -159.795
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 29.737 28.325 1.412 1.684
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 421.730 392.106 29.624 -131.132
Biogas Brehna Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 28.035 26.435 1.600 1.648
Biogas Kuck Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 28.879 27.923 956 1.451
Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 -10.408 11.021 -21.429 -11.759
Biogas Düben Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 27.779 26.083 1.697 1.790
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 606.874 569.391 37.483 57.492
Biogas Dambeck Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 30.390 28.874 1.515 1.941
Biogas Kruse Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 25.446 25.041 404 1.059
Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -11.190 6.024 -17.214 -16.470
Biogas Schönhausen Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 28.471 26.505 1.966 2.233
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 576.400 529.210 47.190 56.229
Biogas Kalbe Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 30.049 28.680 1.370 1.723
Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -3.442 8.341 -11.783 -15.356
Biogas Glauzig Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 27.076 25.380 1.696 1.355
Biogas Pinnow GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -1.366 3.557 -4.923 -20.142
Biogas Pinnow Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 26.721 25.127 1.594 1.101
Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -24.799 -4.774 -20.025 -26.379
Biogas Dingelstedt Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 27.403 25.538 1.866 1.212
Biogas Oderaue GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 13.715 18.892 -5.176 -6.108
Biogas Oderaue Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 25.775 24.383 1.422 -647
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -5.072 18.337 -23.409 6.663
Biogas Trüstedt Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 25.748 24.079 1.670 -921
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 856.336 1.268.982 -412.646 -76.083
Biogas Neutrebbin Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 27.210 25.457 1.753 457
Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 13.073 18.105 -5.032 -6.895
Biogas Mühlengeez Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 26.618 24.909 1.709 -91
Biogas Weyhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 13.418 18.730 -5.312 -6.270
Biogas Weyhausen Verwaltungs-GmbH, Garrel 100 100 25.592 23.828 1.764 -1.172
EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester/USA 100 100 -47.799 -61.789 14.554 -62.044
EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG 100 100 101.666 48.540 53.127 -1.460
EnviTec Biogas Service Italy s.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 457.394 58.122 389.272 -41.878
EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley/Großbritannien 60 60 62.377 -21.679 22.967 -31.679
Zweite Biogas Nesse Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 100 0 67.020 0 -63.539 0
Dritte EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 0 117.872 0 92.872 0
Erste Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 100 0 -254.888 0 2.330 0
Dritte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 54,4 0 -442.893 0 42.632 0
Vierte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 60,5 0 -414.169 0 114.548 0
Fünfte Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 100 0 -7.406 0 -87.390 0
EnviTec Biogas Service s.r.o., Velke Mezirici/Tschechien 85 0 209.725 0 171.986 0
Biogas Lampertheim GmbH & Co. KG, Lohne 70 0 27.891 0 -2.109 0
Biogas Lampertheim Verwaltungs GmbH, Lohne 70 0 24.374 0 -626 0
Biogas Elsteraue GmbH & Co. KG, Lohne 100 0 93.979 0 -1.645 0

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II. Gemeinschaftsunternehmen (at-equity bewertet) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Biogas kft., Ungarn* 51,14 51,14 -233.460 -417 -233.043 33.117
EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien 50 50 1.015.513 -248.378 -249.378 -437.781
ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH, Lohne 50 50 -65.423 -59.538 -5.885 -7.145
EnviTec van de Velde Service B.V.B.A., Belgien 50 50 59.316 59.316 0 17.559

* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.

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III. Assoziierte Unternehmen (at-equity bewertet) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 50 50 67.196 65.122 2.074 6.785
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 602.683 656.924 305.758 170.428
Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 33.481 31.703 1.778 1.774
Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 262.120 324.639 57.480 107.554
Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 35.856 33.941 1.915 1.800
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Golzow 48 48 942.237 1.212.761 -270.525 -116.507
Biogas Golzow Verwaltungs GmbH, Golzow 48 48 30.667 28.566 2.101 3.121
Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim 46 46 81.037 268.391 -187.354 -116.859
Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim 46 46 31.056 29.207 1.849 1.686
Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar 50 50 563.650 447.611 116.039 -90.849
Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar 50 50 30.861 28.820 2.042 1.665
Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 654.212 489.990 164.222 16.734
Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 29.203 27.302 1.901 1.539
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne 44 44 57.319 42.349 14.970 -15.193
Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne 44 44 33.723 31.984 1.739 1.494
Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 788.472 539.758 248.714 112.806
Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 28.598 26.575 2.023 1.514
Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter 49 49 434.552 632.647 -198.095 -35.576
Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter 49 49 29.639 27.922 1.717 801
Biowatt Sarl, Frankreich 50 50 870.074 853.834 14.742 160.038
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 307.220 672.487 -365.267 -98.775
Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 29.408 27.980 1.427 1.599
Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf 27,5 27,5 379.011 313.302 65.709 29.394
Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf 27,5 27,5 29.646 27.706 1.939 1.866
Rentech Bioenergas V.A., Athen/Griechenland 21 21 0 0 0 0
Helianthus srl, Van Dona di Piave/Italien 50 50 0 0 0 0
Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen 50 50 591.723 484.761 106.962 -77.289
Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen 50 50 29.725 27.680 2.045 1.744
Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 58.115 14.494 -51.379 -76.275
Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 28.343 26.522 1.822 1.474
Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach 50 50 74.294 83.662 -9.368 -12.749
Biogas Medebach Verwaltungs GmbH, Medebach 50 50 28.805 26.831 1.974 1.723
Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow 50 50 1.221.427 295.996 215.431 -116.561
Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow 50 50 28.843 26.766 2.077 1.582
Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal 50 50 486.183 512.896 -26.713 -52.980
Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal 50 50 27.338 25.901 1.437 1.022
Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde 49 49 322.913 290.536 32.378 -82.933
Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde 49 49 31.363 29.267 2.096 2.008
Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel 50 50 661.842 500.866 160.976 -58.726
Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel 50 50 28.880 26.869 2.011 1.834
Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 298.892 332.923 -34.031 -86.832
Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 26.933 25.718 1.215 1.406
Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen 50 50 764.512 650.957 113.556 66.133
Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen 50 50 28.856 26.841 2.015 1.498
Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben 49 49 289.763 240.118 49.645 -18.524
Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben 49 49 28.009 26.331 1.678 1.586
Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn 50 50 108.426 345.866 -237.440 -62.564
Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn 50 50 28.958 26.965 1.992 1.523
Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Garrel 50 50 777.738 794.697 -16.959 -249.981
Biogas Meetzen GmbH & Co. KG, Holdorf 49 49 3.161 7.495 -4.334 -2.505
Biogas Meetzen Verwaltungs GmbH, Holdorf 49 49 26.607 25.007 1.601 7
Biogas Talge Verwaltungs-GmbH, Garrel 49 49 27.633 26.040 1.593 1.798
Biogas Talge GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 560.505 517.426 43.078 -52.034
Biogas Barby GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 92.889 95.555 -2.666 1.962
Biogas Barby Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 27.756 25.892 1.864 717
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 224.184 336.360 -112.176 122.381
Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck 33,33 33,33 875.670 820.437 55.233 -69.949
Zweite Biogas Bützow GmbH & Co. KG, Bützow 46,5 0 -410.418 0 103.456 0
Biogas Gallin I GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 0 -416.873 0 -152.830 0
Biogas Gallin I Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 0 24.997 0 -3 0
Biogas Gallin II GmbH & Co. KG, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 0 377.521 0 -109.078 0
Biogas Gallin II Verwaltungs GmbH, Gallin-Kuppentin, Gallin 50 0 24.997 0 -3 0
Biogas Woltersdorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 0 -1.764 0 -1.764 0
Biogas Woltersdorf Verwaltungs GmbH, Lohne 50 0 25.106 0 106 0

Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse.

Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03.

8. Sonstige langfristige Forderungen

Die sonstigen langfristigen Forderungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich vergebene festverzinsliche Darlehen an fremde Dritte mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

9. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge zum 31.12.2012 stellen sich wie folgt dar:

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Fertigungsaufträge 2012

in EUR
2011

in EUR
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit aktivischem Saldo
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse* 109.576.433 184.941.946
Kumulierte angefallene Kosten 119.160.832 172.687.818
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 15.486.071 21.974.849
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -86.259.086 -136.494.326
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 48.387.817 58.168.341
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit passivischem Saldo
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse* 4.291.230 8.247.552
Kumulierte angefallene Kosten 4.396.549 5.889.360
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 749.234 1.235.816
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -6.793.282 -10.770.305
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 1.647.498 3.645.129

* Die Vorjahreswerte wurden angepasst, da an dieser stelle im Vorjahr ein falscher wert stand. Hierbei handelte es sich um keine fehlerhafte Bilanzierung und hatte somit auch keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

10. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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2012

in EUR
2011

in EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.765.668 30.794.053
Geleistete Anzahlungen 2.543.757 3.618.896
34.309.425 34.412.949

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von EUR 862.073 (Vorjahr: EUR 44.486) notwendig. Der hohe Anstieg ist im Wesentlichen auf die schlechte Ernte in Italien und die damit zusammenhängenden hohen Abwertungen auf den Maisbestand der Eigenbetriebe dort notwendig. Der Buchwert der abgewerteten Vorräte beträgt TEUR 6.474 (Vorjahr: TEUR 3.038)

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Die Einzelwertberichtigungen für Forderungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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Forderungen 2012

in EUR
2011

in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 3.064.470 97.469
Zuführung 595.858 3.045.912
Auflösung 1.802.987 78.911
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 1.857.341 3.064.470

Einzelwertberichtigungen wurden auf Forderungen gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt dabei entsprechend der erwarteten Netto-Zahlungsausfälle. Die Wertminderungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand im Konzernergebnis erfasst. Der Buchwert der wertberichtigten Forderungen beträgt zum 31.12.2012 1.923.679 EUR.

Die nicht fälligen Forderungen betragen TEUR 19.261 (Vorjahr TEUR: 6.511).

Übersicht der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen in TEUR:

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Forderungsanalyse 2012

in TEUR
2011

in TEUR
31 < 90 Tage 3.999 2.870
91> 180 Tage 2.067 1.418
181 < 360 Tage 1.646 894
> 360 Tage 4.636 10.284
Gesamt 12.348 15.466

Die Sicherung der überfälligen Forderungen erfolgt üblicherweise durch Vertragserfüllungsbürgschaften, die vom Kunden angefordert werden oder durch anderweitige Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. die Abtretung von Forderungen aus der Stromerzeugung oder durch Sicherungsübereignung von Geschäftsanteilen und/oder sonstigen Vermögenswerten. Bezüglich der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen bestehen keine Zweifel an der Bonität der Kunden. Der Betrag der tatsächlichen Forderungsausfälle betrug TEUR 3.219 (Vorjahr: TEUR 40).

12. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2012

in EUR
2011

in EUR
Darlehen an Dritte 19.067.912 22.865.734
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 21.525.848 30.663.639
Zinsansprüche 65.404 47.005
Abgrenzungsposten 1.644.088 1.543.022
Forderungen an Mitarbeiter 88.983 101.499
Forderungen gegen Minderheitsgesellschafter 0 362.302
Erstattung Verkehrsteuern 7.889.647 147.190
Lieferantenrückerstattung 667.500 1.675.000
Ausstehende Gutschriften/ Weiterberechnungen 4.748.519 2.481.889
Derivate 4.198 67.347
Übrige kurzfristige Forderungen 852.243 1.831.489
Gesamt 56.554.342 61.786.116

Bei den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus der Veräußerung von Biogasanlagen und Maschinen (TEUR 2.564, Vorjahr TEUR 15.437) und Darlehensforderungen. Die Darlehen sind zu Zinssätzen gewährt, die mit durchschnittlichen Marktzinssätzen vergleichbar sind und sind unbesichert.

Die sonstigen Vermögenswerte lassen sich in finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte, entsprechend der Definitionen des IAS 32, einteilen. Unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind 47.020.607 EUR finanzielle und 9.533.735 EUR nicht finanzielle Vermögenswerte erfasst. Die nicht finanziellen Vermögenswerte umfassen die Abgrenzungsposten und den Anspruch auf Erstattung von Verkehrssteuern.

Die Wertberichtigungen für sonstige kurzfristige Vermögenswerte haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2012

in EUR
2011

in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 387.500 307.785
Zuführung 78.928 79.715
Auflösung 0 0
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 466.428 387.500

Wertberichtigungen wurden auf kurzfristige Vermögenswerte gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt dabei entsprechend der erwarteten Netto-Zahlungsausfälle.

Die Wertminderungen wurden in den Abschreibungen im Konzernergebnis erfasst.

13. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht von den Finanzbehörden zurückerstattet wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung zu erwarten ist.

14. Eigenkapital

14.1. Eigenkapitalentwicklung

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2011 und 2012 ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 15.000. Es ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stück.

Am 31. Dezember 2012 befanden sich 150.000 Stückaktien (Vorjahr: 150.000) der EnviTec Biogas AG mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 Euro je Stück im Bestand der EnviTec Biogas AG. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.082 wurden vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Unter Berücksichtigung des Erwerbs der eigenen Aktien befinden sich zum 31. Dezember 2012 insgesamt 14.850.000 Stückaktien im Umlauf. Zur weiteren Entwicklung verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Kapitalrücklage betrifft im Wesentlichen das Agio anlässlich des Börsengangs vom 12. Juli 2007. Hierdurch hat sich die Kapitalrücklage nach Abzug der Kosten des Börsengangs (TEUR 7.092) gemäß IAS 32.37 um TEUR 133.479 erhöht. Weitere Einzelheiten zur Kapitalrücklage ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurden aus dem Gewinnvortrag 10.000.000,00 EUR in die neu gebildete Gewinnrücklage eingestellt.

Die Fremdwährungsumrechnungsrücklage in Höhe von -79.033 EUR (Vorjahr: -74.447 EUR) beinhaltet die Differenz aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen, deren Währung nicht auf Euro lautet. Es handelt sich hierbei um die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien, Kroatien, Lettland und USA Sie hat sich aufgrund von Umrechnungen ausländischer Tochterunternehmen um 4.586 EUR vermindert.

Die sonstigen Rücklagen umfassen in Höhe TEUR -148 (Vorjahr: TEUR 0) die erfolgsneutrale Bewertung des Cashflow Hedges.

Die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Effekte aus Cashflow Hedges umfassen latente Steuern i.H.v. TEUR 58.

Der Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR -849 (Vorjahr TEUR -445) enthält die Anteile von konzernfremden am Eigenkapital von vollkonsolidierten Unternehmen.

14.2. Kapitalmanagement

Die EnviTec Biogas AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu maximieren. Hierzu gehört auch die Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zu Fremdkapital. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital. Das steuerungsrelevante Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen, dem Gewinnvortrag, den Minderheitsanteilen sowie dem Konzernergebnis. Die Finanzverbindlichkeiten betreffen die gesamten Finanzschulden einschließlich der kurzfristigen Finanzschulden und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2012 52,3% (Vorjahr: 59,5%).

Im Rahmen des im September 2012 platzierten Schuldscheindarlehen sind Financial Covenants hinsichtlich der Eigenkapitalquote sowie des Verschuldungsgrads einzuhalten. Zum 31.12.2012 werden die Financial Covenants eingehalten.

Daneben wurde ein Margen Step Up in Höhe von 0,5% p.a. vereinbart, der zu zahlen ist, sofern sich der Verschuldungsgrad in bestimmten Bandbreiten bewegt.

Weitere externe Mindestkapitalanforderungen liegen für eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 25.000 TEUR vor. Hierfür wurde eine Eigenkapitalquote von mind. 25% vereinbart.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Risikomanagement in unserem Lagebericht.

15. Rückstellungen

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:

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Stand

1.01.2011

in EUR
Verbrauch

2012

in EUR
Auflösung

2011

in EUR
Zuführung

2011

in EUR
Stand

31.12.2011

in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 7.408.279 7.408.279 0 11.441.602 11.441.602
Davon kurzfristig 7.408.279 7.408.279 0 11.441.602 11.441.602
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 1.053.081 1.035.185 17.896 1.539.132 1.539.132
Davon kurzfristig 459.081 441.185 17.896 699.132 699.132
Übrige Rückstellungen 1.656.374 1.507.640 148.734 190.576 190.576
Davon kurzfristig 1.656.374 1.507.640 148.734 190.576 190.576
10.117.734 9.951.104 166.630 13.171.310 13.171.310
Davon kurzfristig 9.523.734 9.357.104 166.630 12.331.310 12.331.310

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

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Stand

1.01.2011

in EUR
Verbrauch

2012

in EUR
Auflösung

2011

in EUR
Zuführung

2011

in EUR
Stand

31.12.2011

in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 7.358.259 7.358.259 0 7.408.279 7.408.279
Davon kurzfristig 7.358.259 7.358.259 0 7.408.279 7.408.279
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 907.241 795.139 112.102 1.053.081 1.053.081
Davon kurzfristig 402.241 290.139 112.102 459.081 459.081
Übrige Rückstellungen 1.008.799 846.439 162.360 1.656.374 1.656.374
Davon kurzfristig 1.008.799 846.439 162.360 1.656.374 1.656.374
9.274.299 8.999.837 274.462 10.117.734 10.117.734
Davon kurzfristig 8.769.299 8.494.837 274.462 9.523.734 9.523.734

Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2011 und 2012 bilanzierten Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

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Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2012

in EUR
2013 12.331.310
2014 840.000
13.171.310

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Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2011

in EUR
2012 9.523.734
2013 594.000
10.117.734

Bei den Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen handelt es sich um ausgeführte Leistungen von Dritten, bei denen die Höhe und der Zeitpunkt der Abrechnung noch unsicher sind.

Die Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen umfassen vertraglich vereinbarte Gewährleistungen aus dem Bau und dem Verkauf von Biogasanlagen. Die Rückstellungen basieren auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des zukünftigen Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung aus Gewährleistungen. Die Einschätzung wurde auf Basis historischer Erfahrungswerte gemacht und kann aufgrund von neuen Materialien und/oder sonstigen Faktoren schwanken. Es erfolgte eine Abzinsung in Höhe von 38 TEUR (Vorjahr: 28 TEUR). Dieser Effekt ist bei der Darstellung der Rückstellung in der Spalte Zuführung enthalten. Die Abzinsung erfolgte unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatzes bei einer Restlaufzeit 2 Jahren betrug er 3,79% (Vorjahr: 3,94%).

16. Finanzverbindlichkeiten

Insgesamt setzen sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

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Gesamt

in EUR
Davon kurzfristig

in EUR
Gesamt

in EUR
Davon kurzfristig

in EUR
31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87.994.797 11.592.660 70.935.469 30.084.953
verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 6.298.525 814.610 5.569.088 158.330
Erhaltene Anzahlungen 18.846.961 18.846.961 5.066.419 5.066.419
sonstige Finanzverbindlichkeiten 804.231 705.991 713.182 189.862
verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 205.429 205.429 0 0
114.149.943 32.165.651 82.284.158 35.499.564

Die Finanzverbindlichkeiten zeigen insgesamt folgende Fälligkeiten:

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2012

in EUR
2013 32.165.651
2014 6.109.918
2015 16.001.741
2016 5.686.863
2017 20.457.449
2018 und später 33.728.321
114.149.943

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2011

in EUR
2012 35.499.564
2013 4.937.537
2014 4.935.191
2015 4.782.646
2016 4.421.128
2017 und später 27.708.092
82.284.158

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen insgesamt 32.165.651 EUR (Vorjahr: 35.499.564 EUR). Ihr gewichteter durchschnittlicher Zins lag bei 3,15% (Vorjahr: 3,42%).

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen Kredite zur Finanzierung von Bürogebäuden, Biogasanlagen und von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert.

Im Einzelnen bestanden zum 31.12.2012 folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

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Darlehensgeber Schuld zum

31.12.2012
Schuld zum

31.12.2011
Art der Sicherheit Buchwert der Sicherheit

31.12.2012
Buchwert der Sicherheit

31.12.2011
Landessparkasse zu Odenburg 181.128 239.243 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 288.030 347.347
Landessparkasse zu Oldenburg 247.537 326.699 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 393.634 474.320
Landessparkasse zu Oldenburg 262.684 333.567 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 417.721 484.291
Landessparkasse zu Oldenburg 3.600.000 4.000.000 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 5.724.731 5.807.417
Landessparkasse zu Oldenburg 295.448 340.904 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 321.908 312.897
Landessparkasse zu Oldenburg 469.767 542.041 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 511.838 497.510
Landessparkasse zu Oldenburg 868.632 992.724 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 946.424 911.168
Landessparkasse zu Oldenburg 318.176 363.632 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 346.671 333.758
Landessparkasse zu Oldenburg 36.700 63.700 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 39.987 58.467
Landessparkasse zu Oldenburg 413.458 568.126 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.100.000,00 EUR am Grundstück Angern, Loitscher weg 5, Sicherungsübereignung Biogasanlage einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 698.063 733.591
Bremer Landesbank 1.557.810 1.972.616 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am schwarzen weg, Sicherungsübereignung Biogasanlagen, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.929.796 1.633.627
Bremer Landesbank 2.700.000 3.000.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am schwarzen weg, Sicherungsübereignung Biogasanlagen, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 3.344.727 2.484.458
Bremer Landesbank 409.085 499.995 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 719.412 761.749
Bremer Landesbank 409.085 499.995 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 711.118 761.749
Bremer Landesbank 409.085 499.995 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 710.726 761.749
Bremer Landesbank 409.085 499.995 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 727.849 770.310
Bremer Landesbank 361.101 505.547 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 855.399 972.992
Oldenburgische Landesbank 1.423.085 1.577.313 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.800.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Wanzleben, Vor dem Schlosstor 2;, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen, sowie diversen Ansprüchen aus dem Betrieb der Biogasanlage 1.507.253 1.742.599
Oldenburgische Landesbank 1.431.818 1.590.909 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.750.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Thomasburg, Hagenweg;, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen, sowie diversen Ansprüchen aus dem Betrieb der Biogasanlage 1.441.477 1.656.953
Bremer Landesbank 1.431.860 1.600.316 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.003.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Willebadessen, Schönthal 25; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.434.623 1.601.097
Bremer Landesbank 1.545.450 1.727.270 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.350.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Meheim, Steinheimer Straße 99; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.969.954 2.237.442
Bremer Landesbank 1.335.270 1.492.362 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.128.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Bresegard, Hauptstraße 42; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.331.740 1.549.022
Volksbank Gelsenkirchen 184.540 201.968 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.111.000,00 Euro am Grundstück Gelsenkirchen; Magdeburger Str. 16a 931.758 952.866
Deutsche Kreditbank 1.882.028 2.062.692 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.400.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Minden, Stemmer Landstraße 151; Sicherungsübereignung der Biogasanlage und Vorräte, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.639.073 2.067.992
Bremer Landesbank 1.481.554 1.926.086 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.726.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Beber, zum Dachtelfeld 29; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.476.516 3.297.892
Bremer Landesbank 1.933.600 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.030.000,00 EUR an Gemarkung Lüchow Blatt 2055 Flur 4 Flurstück 69/51; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.522.264 0
Bremer Landesbank 2.040.000 0 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 2.040.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Beber, zum Dachtelfeld 29; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.033.062 0
Oldenburgische Landesbank AG 1.711.527 1.660.909 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.740.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Kalbe, An der Bahn; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.202.875 2.323.631
Oldenburgische Landesbank AG 1.563.182 1.727.735 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.810.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Salzwedel, Im Dorf; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.085.438 2.302.948
Deutsche Kreditbank 5.409.000 5.409.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 5.609.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Gemarkung Neunaundorf, Sicherungsübereignung der Biogasanlage und, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 3.863.985 4.297.832
Oldenburgische Landesbank AG 1.638.180 1.802.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.802.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Sandersdorf-Brehna, Quetzer weg; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.097.339 2.200.679
Landessparkasse zu Oldenburg 1.828.150 2.013.330 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.160.000 EUR am Blatt 574 des Grundbuches Bötersen,, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 1.820.946 2.161.073
Bremer Landesbank 2.000.000 2.000.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 6.269.000 EUR an Gemarkung Groß Rosenburg-Sachsendorf, Blätter 409 und 312; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 4.517.258 4.469.571
Bremer Landesbank 2.036.016 1.620.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.436.000 EUR an Gemarkung Schönwalde, Blatt 271, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.325.741 2.492.747
Bremer Landesbank 1.860.000 1.590.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.260.000 EUR an Gemarkung Salzwedel, Blatt 14046 Flur 80, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.742.639 2.458.638
Bremer Landesbank 1.949.400 1.964.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.184.000 EUR an Gemarkung Osterburg, Blatt 10359 Flur 5, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.747.832 2.896.490
Oldenburgische Landesbank AG 1.895.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.895.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Schenkenhorst, Blatt 201 Flur 248/0; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.146.687 0
Hypo Alpe-Adria Leasing GmbH 3.432.869 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.160.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Bützow, Blatt 4983 Flur 7 Flurstück 72/18; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.646.754 0
Volksbank Dinkklage-Steinfeld eG 739.000 0 Sicherungsübereignung des BHKW, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen aus dem Biogasbetrieb der Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG 779.540 0
53.700.310 47.214.669 64.952.788 58.816.872

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 158) um kurzfristige Darlehensgewährungen von Minderheitsgesellschaftern im Rahmen des Liquiditätsmanagements der eigenbetriebenen Biogasanlagen und in Höhe von TEUR 660 (Vorjahr TEUR 0) um Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Kauf von Biogasanlagen. Die Verzinsung erfolgt mit einem Zinssatz von 5%. In Höhe von TEUR 5.484 (Vorjahr: TEUR 5.519) handelt es sich um Abfindungsansprüche von Minderheitsgesellschaftern. Bei den sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 748) handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten, die keine Kreditinstitute oder Minderheitsgesellschafter sind.

17. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

18. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

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Sonstige kurzfristige verbindlichkeiten 31.12.2012 gesamt

EUR
31.12.2011 gesamt

EUR
Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung mit den Mitarbeitern 1.725.428 1.451.017
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 329.827 26.309
Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträge 111.707 267.985
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 414.545 362.111
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.330.365 945.192
5.911.872 3.052.614

Bei den Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträgen handelt es sich um am Bilanzstichtag geschuldete Umsatzsteuer und abzuführende Lohn- und Kirchensteuer.

Bei den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Darlehen von Dritten an diverse Tochtergesellschaften, um kreditorische Debitoren sowie um noch nicht abgerechnete Leistungen, bei denen die Höhe aber noch nicht der Zeitpunkt der Abrechnung feststeht. Die Darlehen werden mit 5% p.a. verzinst und dienen dem kurzfristigen Liquiditätsmanagement. Weiterhin ist hier der negative Marktwert des Devisentermingeschäfts in Höhe von TEUR 46 enthalten.

Bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich in Höhe von TEUR 84 um kurzfristige Zuwendungen gemäß IAS 20. Der langfristige Teil dieser Zuschüsse wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um Tilgungszuschüsse, die über die Restlaufzeit der bezuschussten Anlagengegenstände aufgelöst werden. Die Erträge werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

19. Steuerschulden

Die Steuerschulden betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht an die Finanzbehörden gezahlt wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung erwartet wird.

20. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

20.1. Management von Finanzrisiken

Die EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt. Die EnviTec Biogas AG hat im Geschäftsjahr 2012 zwei Zinsswaps (Payer-Swaps) mit einem Nominalvolumen von insgesamt 12 Mio. EUR zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der laufenden Zinszahlungen von zwei neu abgeschlossenen variabel verzinslichen Darlehen abgeschlossen. Die Swaps haben die gleiche Laufzeit wie die zugehörigen Darlehen (2015 bzw. 2017). Es waren keine Ineffektivitäten zu verzeichnen.

Für die langfristigen Darlehen existieren überwiegend feste Zinsvereinbarungen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. Der EnviTec-Konzern versucht seine langfristigen Darlehen in Zeiten des Niedrigzinsniveaus festverzinslich abzuschließen, um eine möglichst hohe Planungssicherheit zu erreichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 weist der EnviTec Konzern kurzfristige variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 5.303 TEUR (Vorjahr: 24.411 TEUR) aus. Langfristige variable Finanzverbindlichkeiten bestehen in Höhe von 12.000 TEUR (Vorjahr: TEUR 0). Sie werden mit einem variablen Zins auf Basis des 6 Monats EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Das Risiko hieraus wird mit den oben genannten Zinsswaps abgesichert.

Bei einer Schwankungsbreite von plus/minus 50 Basispunkten bzw. 0,5% pro Jahr, hätte eine Zinserhöhung im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 87 TEUR, ein Verfall einen erhöhenden Effekt auf das Finanzergebnis von TEUR 87. Entsprechend würde sich das Eigenkapital um TEUR 63 vermindern bzw. erhöhen.

Insgesamt werden langfristigen Darlehen zum Jahresende in Höhe von 76.402 TEUR (Vorjahr: 46.534) ausgewiesen. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,4% und 6,23%.

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken bestehen hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Derivative Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die durch eine Funktionstrennung gewährleistet wird.

In 2012 wurden Devisentermingeschäfte über insgesamt 52.175 TCZK (Vorjahr: 64.398 TCZK) abgeschlossen sowie über 422 TUSD (Vorjahr: 678 TUSD) Hierdurch sollen zukünftige Zahlungsströme von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen abgesichert werden. Hierfür wurde kein Hedge Accounting angewendet. Die Wertänderungen wurden entsprechend in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn die Partner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die bilanzielle Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass Geschäftspartner ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Kreditrisiken werden durch eine laufende Überwachung der einzelnen Forderungen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. Bonitätsüberprüfungen durch externe Agenturen und die Vorlage von Finanzierungszusagen durch finanzierende Banken begrenzt.

Für ein Darlehen in Höhe von TEUR 8.303 (Vorjahr: TEUR 8.875) wurde ein umfangreiches Sicherheitspaket bestellt. Die tatsächlichen Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit gering. Der EnviTec-Konzern unterhält zum Bilanzstichtag Fest- und Tagesgeldkonten bei deutschen Kreditinstituten, die dem Einlagensicherungsfonds unterliegen. Ein nennenswertes Bonitätsrisiko ist nicht vorhanden.

Liquiditätsrisiken wird durch auftragsbezogene, dem Projektfortschritt angepasste Anzahlungen der Auftraggeber entgegengetreten. Die Finanzierung des Baus der Immobilien an den Standorten Lohne und Saerbeck erfolgte grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen mit festen Zinssätzen. Eine tägliche Meldung des Liquiditätsstatus sowie die monatliche Liquiditätsplanung auf Grundlage der Unternehmensplanung gehören ebenso zu den Maßnahmen der Liquiditätssteuerung wie das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Aufgrund der bestehenden Kreditlinien bestehen keine Liquiditätsrisiken. Die freien Kreditlinien per 31.12.2012 betrugen TEUR 24.409 (Vorjahr: TEUR 10.220). Bei dem in 2012 neu aufgelegten Schuldscheindarlehen sind bestimmte Financial Covenants vereinbart. Diese betreffen zum einen die Eigenkapitalquote und zum anderen den Verschuldungsgrad. Beide Verpflichtungen konnten zum 31.12.2012 eingehalten werden.

Die vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2012

in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2011

in EUR
2013 84.056.779 2012 73.410.292
2014 9.669.592 2013 7.151.449
2015 18.411.330 2014 6.346.532
2016 7.676.928 2015 5.986.807
2017 22.021.122 2016 5.446.655
2018 und später 41.723.865 2017 und später 36.462.007
183.559.616 134.803.742

Die vereinbarten Zahlungsströme für die Derivate stellen sich wie folgt dar:

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2012

in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2011

in EUR
2013 101.124 2012 -28.883
2014 43.377 2013 0
2015 13.714 2014 0
2016 -11.693 2015 0
2017 -14.709 2016 0
131.813 -28.883

20.2. Darstellung der Finanzinstrumente

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

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Finanzinstrumente 2011 und 2012 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert

in TEUR
Fair value

in TEUR
2012 2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
sonstige langfristige Forderungen LAR LAR 17.901 13.683 20.907 14.851
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR LAR 29.751 21.978 29.751 21.978
Darlehen an Dritte LAR LAR 19.068 22.866 19.068 22.866
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen LAR LAR 21.526 30.664 21.526 30.664
Zinsansprüche LAR LAR 65 47 65 47
Übrige kurzfristige Forderungen LAR LAR 6.357 6.203 6.357 6.203
Derivate HfT HfT 4 67 4 67
Flüssige Mittel LAR LAR 20.650 13.853 20.650 13.853
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 81.984 46.785 76.147 45.281
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 18.847 35.400 18.847 35.540
verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC FLAC 28.089 16.571 28.089 16.571
Derivate HfT HfT 46 26 46 26
Derivate (Zinsswap) n. a. n. a. 205 n. a. 205 n. a.

Finanzinstrumente 2012

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

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Loans and Receivables (LAR): 115.318 TEUR
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC): 128.920 TEUR
Held for Trading -42 TEUR

Finanzinstrumente 2011

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

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Loans and Receivables (LAR): 109.294 TEUR
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC): 98.756 TEUR
Held for Trading 41 TEUR

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Vermögenswerten (ohne derivate Finanzinstrumente) und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund der kurzen Laufzeit angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne derivative Finanzinstrumente) wird angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert langfristiger Finanzschulden und Finanzforderungen ergibt sich als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Der Fair Value der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 415) wurde mittels eines DCF-Verfahrens ermittelt und betrifft die Ausgleichsverpflichtung der atypisch stillen Gesellschafter an der Biogas Nordholz GmbH, Minden. Der zugrundegelegte WACC beträgt 6,55% (Vorjahr: 5,57%). Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Bilanzansatz und beträgt TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 415). Entsprechend der in IFRS 7 vorgegebenen Fair Value Hierarchie handelt es sich hierbei um einen Fair Value der Stufe 3 (Bewertung mithilfe von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren). Die Veränderung des Fair Values in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 276) wurde erfolgswirksam in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern betrugen insgesamt TEUR 5.008 (Vorjahr: TEUR 5.569). Sie wurden nach der antizipierten Erwerbsmethode bilanziert.

Bei dem Fair Value der Devisentermingeschäfte sowie des Zinsswaps handelt es sich um einen Fair Value der Stufe 2 (Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Die Ermittlung des Fair Values erfolgte anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden.

Von den dargestellten finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 1.961 (Vorjahr: 2.019) als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gestellt worden.

Nettoergebnis und Wertberichtigungen nach Bewertungskategorien:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Nettoergebnis Kredite und Forderungen 6.053 -1.121
davon Wertberichtigungen -675 -3.494
davon Zinserträge 4.925 2.373
davon Auflösung Wertberichtigung 1.803 0
Nettoergebnis Verpflichtungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind -3.349 -2.067
davon Zinsaufwendungen -3.349 -2.067
Nettoergebnis Held für trading -83 0
davon Wertberichtigungen 83 0

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

21. Umsatzerlöse

Umsätze werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Biogasanlagen erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten auch die Auftragserlöse aus am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekten nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades dieser Projekte. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Serviceleistungen in Höhe von 17.412 TEUR (Vorjahr: 14.352 TEUR), Erträge aus Stromeinspeisungen und Wärmelieferung in Höhe von 40.794 TEUR (Vorjahr: 28.554 TEUR) sowie Erlöse aus der Stromvermarktung 7.624 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Die Umsatzerlöse haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
190.452.055 243.910.084 -53.458 -21,9

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Rohmaterial für Biogasanlagen 1.456 TEUR (Vorjahr 1.696 TEUR), verrechnete Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von 376 TEUR (Vorjahr: 343 TEUR), Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen 1.803 TEUR (Vorjahr: 79 TEUR), Erträge aus weiterberechneten Kosten 1.279 TEUR (Vorjahr: 822 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 167 TEUR (Vorjahr: 274 TEUR), Erträge aus Rückvergütung von Lieferanten 948 TEUR (Vorjahr: 1.625 TEUR), Erträge aus der Weiterberechnung von Dienstleistungen 1.984 TEUR (Vorjahr: 1.437 TEUR), Erträge aus der Auflösung Ausgleichsverpflichtungen 0 TEUR (Vorjahr 276 TEUR) Erträge aus Versicherungsentschädigungen 281 TEUR (Vorjahr: 249 TEUR), aus Zuschüssen 247 TEUR (Vorjahr: TEUR 0), Erträge aus der Entkonsolidierung in Höhe von 130 TEUR (Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus Stromsteuererstattungen 30 TEUR (Vorjahr: TEUR 0).

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
8.700.919 7.617.709 1.083 14,22

23. Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Materialkosten (105.839 TEUR, Vorjahr: 161.519 TEUR) sowie Kosten für Fremdleistungen für den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen (12.018 TEUR, Vorjahr: 1.998 TEUR). Daneben sind Projektierungsaufwendungen 309 TEUR (Vorjahr: 824 TEUR) sowie Aufwendungen für Substrate 14.387 TEUR (Vorjahr: 11.407 TEUR) im Materialaufwand enthalten. Der Materialaufwand hat sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
132.552.862 175.748.033 -43.195 -24,58

24. Personalaufwand und Mitarbeiter

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Löhne und Gehälter in Höhe von 17.793 TEUR (Vorjahr: 17.536 TEUR) sowie Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 4.431 TEUR (Vorjahr: 3.990 TEUR). Im Personalaufwand sind Sonderzahlungen in Höhe von 105 TEUR (Vorjahr: 503 TEUR) an die Mitarbeiter enthalten. Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund des Ausbau der internationalen Aktivitäten, des Ausbaus des Segments Service sowie aufgrund geleisteter Mehrarbeit erhöht und sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
22.224.525 21.525.762 699 3,25

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug 2012 durchschnittlich 473 Personen (Vorjahr: 461 Personen) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 2,6% erhöht. Von dem durchschnittlichen Personalbestand entfallen Personen auf den Bereich Angestellte 378 und Personen 95 auf den Bereich Arbeiter. Die Mitarbeiter sind überwiegend im Bereich Produktion/Technik beschäftigt.

Arbeitgeberbeitrag zur Rentenversicherung

Im Personalaufwand sind im Geschäftsjahr Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung in Höhe von 1.346 TEUR (Vorjahr: TEUR 1.311) enthalten.

25. Abschreibungen

Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund des Ausbaus des Eigenbetriebs deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht und sich wie folgt entwickelt:

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
13.227.951 9.491.669 3.736 39,36

In den Abschreibungen sind Abschreibungen über das übliche Maß hinaus auf Fertigungsaufträge in Höhe von 1.015 TEUR sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen im Bau in Höhe von 407 TEUR enthalten. Im Vorjahr haben die Abschreibungen 718 TEUR Wertminderungen auf kurzfristige Vermögensgegenstände sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Lizenzen in Höhe von 443 TEUR enthalten. Nähere Details zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich in Betriebskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten unterteilen. Die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die deutlich geringeren Verkaufsprovisionen (761 TEUR (Vorjahr: 6.326 TEUR)) gesunken. Die Erhöhung der Betriebskosten ist im Wesentlichen auf die Zugänge an vollkonsolidierten Unternehmen im Bereich Eigenbetriebe zurückzuführen. Die Verwaltungskosten haben sich insbesondere aufgrund Wertberichtigungen auf Forderungen um 693 TEUR auf 5.725 TEUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt.

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
29.849.705 34.003.386 -4.154 -12,22

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

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2012

in EUR
2011

in EUR
Betriebskosten 14.746.308 13.856.313
Vertriebskosten 9.378.312 15.115.373
Verwaltungskosten 5.725.084 5.031.700
Gesamt 29.849.705 34.003.386

27. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen

Das Ergebnis aus at-equity einbezogenen Beteiligungen beinhaltet die anteiligen Ergebnisse aus 67 (Vorjahr 65) Gesellschaften.

Verluste, die den Anteil an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden gem. IAS 28.37g nicht erfasst, sondern in einer Nebenrechnung fortgeführt und im Falle zukünftiger Gewinne mit diesen verrechnet. Die aufgrund dieser Vorschrift nicht berücksichtigten Verluste betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 66 (Vorjahr TEUR 25) (kumuliert TEUR 135).

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
114.051 -99.447 214 214,7

28. Zinserträge

Die Zinserträge sind im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen, weil auf Altforderungen Verzugszinsen angefallen sind.

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
4.924.875 2.372.293 2.553 107,6

29. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen insbesondere für Bankverbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten zur Liquiditätssteuerung von nahestehenden Personen. Die übrigen Finanzaufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
3.348.672 2.085.162 1.264 60,6

Die Zinsaufwendungen entfallen wie folgt auf langfristige Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten:

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2012

in EUR
2011

in EUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.686.870 1.778.178
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 402.222 288.578
Sonstige verbindlichkeiten 259.580 18.406
Gesamt 3.348.672 2.085.162

30. Ertragsteuern

Steueraufwand

Als Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern resultieren im Geschäftsjahr und Vorjahr im Wesentlichen aus zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten der Bilanzposten Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo. Der Steueraufwand hat sich wie folgt entwickelt:

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2012 2011 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
1.880.107 3.226.421 -1.346 -41,7

Der Steueraufwand lässt sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

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2012

in EUR
2011

in EUR
Latenter Steuerertrag/-aufwand -3.210.865 1.590.394
Gezahlte bzw. geschuldete steuern 5.090.972 1.636.027
Gesamt 1.880.107 3.226.421

Steuerüberleitungsrechnung

Der tatsächliche Steueraufwand des Jahres 2012 von 1.880 TEUR (Vorjahr: 3.226 TEUR) wich um 1.041 TEUR (Vorjahr: 152 TEUR) von dem erwarteten Steueraufwand von 839 TEUR (Vorjahr: 3.074 TEUR) ab. Der sich bei Anwendung eines Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Unternehmens ergeben würde. Dieser Durchschnittssteuersatz wird aus Körperschaftsteuer (15%) Solidaritätszuschlag (5,5%) und einem Gewerbesteuerhebesatz von 350% ermittelt. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand begründen sich wie folgt:

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2012

in EUR
2011

in EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.988.184 10.946.627
Anzuwendender Steuersatz 28,08% 28,08%
Erwarteter Steueraufwand 839.082 3.073.813
Nicht nutzbare Verlustvorträge bzw. Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen und Wertberichtigungen Verlustvorträge 965.334 840.660
Abweichungen zwischen angenommenen und tatsächlichen Gewerbesteuerhebesätzen -119.130 -259.073
Nur steuerlich zurechenbare Gewinne/Verluste 3.805 25.003
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 1.322 27.925
Abweichungen von Steuersätzen bei Tochterunternehmen anderer Rechtskreise 139.380 -51.178
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 257.450 28.488
Periodenfremde Steuern -178.127 -400.360
Sonstiges -29.009 -58.857
Tatsächlicher Steueraufwand 1.880.107 3.226.421

Der Bestand der aktiven und passiven latenten Steuern setzt sich zum 31.12.2012 und 31.12.2011 wie folgt zusammen:

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31.12.2012

in TEUR
31.12.2011

in TEUR
Steuerliche Verlustvorträge 1.958 1.312
Kurzfristige Vermögenswerte 104 44
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 258 188
Aktive latente Steuern 2.320 1.544
Sachanlagevermögen 1.410 1.450
Fertigungsaufträge 2.151 4.625
Sonstige Rückstellungen 7 6
Geschäfts- oder Firmenwert 265 0
Passive latente Steuern 3.833 6.081

Die Veränderung der latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge einzelner ausländischer Tochtergesellschaften sowie auf Gesellschaften des Segments Eigenbetrieb wurden aktive latente Steuern gebildet, da die Gesellschaften mit hinreichender Sicherheit ermitteln können, dass sie diese mit künftigen Gewinnen verrechnen können.

31. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzerngewinn (2012: 1.181 TEUR, 2011: 7.549 TEUR) und dem gewichteten Durchschnitt (2012: 14.850.000, 2011: 14.850.000) der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.

Die in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 Euro dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung von der EnviTec Biogas AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen einmalig oder mehrmalig begeben werden. Dieses Instrument kann das unverwässerte Ergebnis je Aktie in der Zukunft potentiell verwässern.

Es wurde bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses nicht berücksichtigt, da sich daraus noch keine Rechte Dritter auf Aktienbezug ergeben.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des EnviTec-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

32. Zu-/Abfluss aus operativer Tätigkeit

Der Brutto Cash-flow in Höhe von 16.451 TEUR (Vorjahr: 19.060 TEUR) zeigt den betrieblichen Einnahmenüberschuss vor jeglicher Mittelbindung. Im Abfluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cash-flow) von 32.461 TEUR (Vorjahr Abfluss von -3.350 TEUR) wurden die Veränderungen im Working Capital, insbesondere im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im übrigen Netto-Vermögen sowie sonstige nichtzahlungswirksame Vorgänge zusätzlich berücksichtigt.

33. Abfluss aus investiver Tätigkeit

Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind in 2012 Mittel in Höhe von 54.181 TEUR (Vorjahr: Mittelabfluss 34.663 TEUR) insbesondere aufgrund der Investitionen in Sachanlagen (Biogasanlagen) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung geflossen. 1.917 TEUR wurden in den weiteren Ausbau des Eigenbetriebs investiert (Vorjahr: 2.813 TEUR), indem weitere Projektgesellschaften gegründet oder mit weiterem Kapital ausgestattet wurden.

34. Zufluss aus Finanzierungstätigkeit

Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 28.517 TEUR zugeflossen (Vorjahr: 41.343 TEUR). Den Zuflüssen aufgrund der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten in Höhe von 45.118 TEUR (Vorjahr: 46.133 TEUR) sowie der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 15.158 TEUR (Vorjahr: 670 TEUR) stehen insbesondere Abflüsse aus der der Tilgung von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 28.055 TEUR (Vorjahr: 3.808 TEUR) gegenüber.

35. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Anlagezeit von bis zu 3 Monaten.

Sonstige Erläuterungen

36. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Bremer Landesbank in Höhe von insgesamt 1.000 TEUR für Verpflichtungen von vier vollkonsolidierten Tochterunternehmen und einem at-equity bewerteten Tochterunternehmen. (Vorjahr TEUR: 1.000). Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Weiterhin hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 200 TEUR) für Verpflichtungen eines at-equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgert. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für Verpflichtungen in Höhe von 250 TEUR eines weiteren at-equity bewerteten Unternehmens hat sich der Konzern gegenüber der VR Bank Dinklage-Steinfeld eG verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für ein konzernfremdes Unternehmen hat sich der Konzern zur Sicherung aller Forderungen der Bremer Landesbank in Höhe von 2.500 TEUR verpflichtet. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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in EUR Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
aus Mietverträgen 105.149,97 23.966,37 64.946,88 16.236,72
aus Lizenzverträgen 264.019,65 88.006,55 176.013,10 0,00
aus Bestellobligo 2.315.691,95 2.315.691,95 0,00 0,00
Gesamt 2.684.861,57 2.427.664,87 240.959,98 16.236,72

Darüber hinaus bestehen vereinzelt bei den Eigenbetrieben Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung. An Miete wurde in 2012 insgesamt 25.766,56 EUR (Vorjahr: 12.887,76 EUR) gezahlt.

Finanzierungsleasing

Drei Konzerngesellschaften, die in diesem Jahr erstmalig vollkonsolidiert werden, haben in Vorjahren ihre Biogasanlagen im Rahmen von Sale and buy back Geschäften zu einem Kaufpreis von je 1.620.000 EUR an die Hypo Alpe-Adria Leasing GmbH veräußert und über ein Finanzierungsleasing zurückgekauft. Die Verbindlichkeiten daraus valutieren zum 31.12.2012 mit 3.432.869,10 EUR und werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.

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in EUR Gesamt Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
zukünftige Leasingraten 4.221.653 610.360 3.051.797 559.496

In den zukünftigen Leasingraten ist ein Zinsanteil in Höhe von 788.784 EUR enthalten.

37. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen/ Personen

Unternehmen mit gemeinschaftlicher Kontrolle oder wesentlichem Einfluss auf das Unternehmen

Personen oder Unternehmen, die von der EnviTec Biogas AG beeinflusst werden können bzw. einen Einfluss auf die EnviTec Biogas AG haben könnten, werden nach IAS 24 als nahe stehende Personen oder Unternehmen bezeichnet.

Die Gesellschaften von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, Ruhe Verwaltungs GmbH, Lüsche, sowie TS Holding GmbH, Visbek, haben mit Datum vom 27. Juni 2007 einen Konsortialvertrag über die Bündelung von Stimmrechten abgeschlossen. Danach sind die von den Gesellschaften gehaltenen Anteile an der EnviTec Biogas AG im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Konsortialvertrags sowie solche Stammaktien, die die Konsorten künftig erwerben, den jeweiligen Gesellschaften in voller Höhe zuzurechnen. Ausgeschlossen davon sind alle Stammaktien an der EnviTec Biogas AG, die ein Konsorte an der Börse erwirbt. Somit sind den o.g. Gesellschaften am 31. Dezember 2012 jeweils 74,90% (Vorjahr: 74,90%) der Stimmrechte der EnviTec Biogas AG zuzurechnen. Transaktionen mit diesem Konsortium sind weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erfolgt. Transaktionen mit einzelnen Gesellschaften des Konsortiums sind weiter unten aufgeführt. Als oberstes beherrschendes Unternehmen für EnviTec Biogas AG gilt die von Lehmden Beteiligungs GmbH.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Es wird auf den Abschnitt "Organe der Gesellschaft" verwiesen. Hierunter fallen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. In diesem Zusammenhang werden auch Beziehungen mit Gesellschaften, die von Vorstandsmitgliedern beherrscht werden, dargestellt.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

Es wird auf den Abschnitt zum Konsolidierungskreis und den Konsolidierungsmethoden sowie auf den Anteilsbesitz verwiesen. Salden und Geschäftsvorfälle mit vollkonsolidierten Gesellschaften wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und hier nicht erläutert.

Sonstige nahestehende Parteien:

Zum Kreis der nahestehenden Parteien zählen auch Unternehmen im Sinne von IAS 24.9(b)(vi), (vii).

Transaktionen mit nahestehenden Parteien

Im Rahmen des operativen Geschäftes bezieht die EnviTec Biogas AG Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich auch solche Unternehmen, die mit Organen oder Aktionären der Gesellschaft in Verbindung stehen.

Unter die nahe stehenden Personen bzw. Unternehmen fallen u. a. die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Gesellschaften. Mit weiteren nahe stehenden Personen wurden im Berichtszeitraum keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen unterhalten.

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Transaktionen mit nahe stehenden Personen Geschäftsvorfall

in EUR
Forderung

in EUR
Schuld

in EUR
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens
von Lehmden Beteiligungs GmbH 1.769 -79.075 726 707 664.801 135
Assoziierte Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen
Kumuliert 8.693.754 22.232.411 17.578.107 29.606.598 422.514 24.381
Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen
Schulz Systemtechnik GmbH -11.963.569 -11.936.705 0 0 1.500.125 -248.397
* Bioenergie Park Forst GmbH 0 116.556 3.120.000 3.014.956 0 0
Agrico Handelsgesellschaft mbH 38.223 150.300 3.456.578 3.272.285 0 0
BGF GmbH & Co. KG 62.573 44.160 10.008 5.938 12.778 0
LvL GmbH -96.606 -77.914 0 0 12.115 7.140
MVL Verwaltungs GmbH -28.994 -114.570 -522 0 0 8.711

Bei den Geschäftsvorfällen handelt es sich bei den Beträgen mit einem vorangestellten Minuszeichen um Aufwendungen für den EnviTec-Konzern und bei den Geschäftsvorfällen mit positiven Vorzeichen handelt es sich um Erträge des EnviTec-Konzerns.

* Die gegenüber dem Vorjahr erweiterten Angaben zu nahestehenden Parteien stellen keine fehlerhafte Bilanzierung dar und sind somit ohne weitere Auswirkungen auf den Abschluss.

Bei den zuvor genannten Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des Managements handelt es sich insbesondere um Zinsaufwendungen. Bei den Geschäften mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge sowie Erträge aus der Veräußerung von Biogasanlagen und Maschinen. Die Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit sonstigen nahestehenden Personen resultieren vor allem aus Wareneinkäufen und Dienstleistungen.

38. Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben und auf der Internetseite www.EnviTec-biogas.de/ir/corporate-governance/entsprechenserklärungen dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

39. Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Rödl &Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft München, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2012

in TEUR
2011

in TEUR
Abschlussprüfungen 182 126
Andere Bestätigungsleistungen 28 28
Steuerberatungsleistungen 55 31
Gesamt 265 185

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung des Abschlusses der EnviTec Biogas AG. Die Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen beziehen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses. Bei den Steuerberatungsleistungen handelt es sich um umsatzsteuerliche Beratung im Zusammenhang mit Baustellen im Ausland.

40. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,

Vorsitzender des Vorstands (CEO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe,

Vorstand Finanzen (CFO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Roel Slotman, Enter/Niederlande,

Vorstand Vertrieb International (CCO)

seit 1. Oktober 2009

Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt

Vorstand Technik (CTO)

seit 1. Juli 2010

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Grundvergütung in Form eines monatlich zu zahlenden Gehalts
Variable Vergütung entsprechend dem operativen Ergebnis des EnviTec Konzerns

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2012 folgende Vergütungen an:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung sonstiges Bezüge*
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 145.325 141.750 3.077 3.077 15.111 12.281
Jörg Fischer 134.500 130.000 2.367 2.367 10.265 7.991
Roel Slotman 124.500 120.000 2.367 2.367 10.481 8.987
Jürgen Tenbrink 120.665 120.000 2.367 2.367 13.742 12.904

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in EUR Gesamt
2012 2011
--- --- ---
Olaf von Lehmden 163.513 157.108
Jörg Fischer 147.132 140.358
Roel Slotman 137.348 131.354
Jürgen Tenbrink 136.774 135.271

* sonstige Bezüge enthalten geldwerte vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die vorstände entfallenden Anteile an der D&o-versicherung

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Kaufmann Bernard Ellmann (Vorsitzender)

ehemaliger Group Vice President der Unilever-Gruppe, Rotterdam/London

Mitglied des Aufsichtsrats der Unilever Deutschland Holding GmbH, Hamburg

Beiratsmitglied der Müller Gruppe - Aretsried & Zürich

Mitglied des Aufsichtsrats der Nordsee GmbH, Bremerhaven

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Finco Signature BV. Losser, Niederlande (ab Juni 2012)
Herr Kaufmann Hans-Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender)

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft,
Herr Kaufmann Michael Böging

Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek

Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2012 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von 40.000 EUR (Vorjahr: 40.000 EUR).

Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt 36.000 EUR (Vorjahr: 28.465 EUR) an.

41. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Struktur und Personalanpassungen

Die gesunkene Nachfrage nach Biogasanlagen führt 2013 zu einem signifikanten Umsatzrückgang im Bereich Anlagenbau der EnviTec Biogas AG der durch die Bereiche Eigenbetrieb, Service und Energy nicht vollständig kompensiert werden kann. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand dazu entschieden, im Segment Anlagenbau nachhaltige Struktur- und Personalanpassungen vorzunehmen.

Aufstockung Beteiligung

Im Februar 2013 hat die EnviTec Biogas AG ihre Anteile an der Biogas Operating Holding S.r.l auf 100% aufgestockt. Die Aufstockung erfolgte durch den Kauf der restlichen Anteile vom ehemaligen Minderheitsgesellschafter.

Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG werden den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2013 eine Sonderdividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht unter Berücksichtigung der eigenen Anteile einem Gesamtwert von 14.850 TEUR.

Da die Ausschüttung die Zustimmung der Hauptversammlung voraussetzt, ist eine Verpflichtung hierzu nicht in der Bilanz passiviert worden.

Lohne, 26. April 2013

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec Biogas Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht 2012 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Lohne, 26. April 2013

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2012

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Langfristige Vermögenswerte Stand

01.01.2012
Zugänge

2012
Zugänge

Erstkonsoli-

dierung

2012
Abgänge

2012
Umbuchungen

2012
Stand

31.12.2012
in EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.033.347 194.807 17.503 0 0 2.245.657
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 0 2.129.310 0 0 4.358.457
2. Geleistete Anzahlungen 0 57.098 0 0 0 57.098
4.262.494 251.904 2.146.814 0 0 6.661.212
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 26.404.665 5.707.074 1.156.474 0 204.877 33.473.089
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.251.545 15.211.321 4.241.733 18.239 6.959.170 86.645.529
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.402.128 2.507.589 55.147 1.164.709 0 17.800.156
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.748.846 22.345.570 0 86.583 -7.164.047 23.843.785
111.807.183 45.771.553 5.453.354 1.269.531 0 161.762.560
116.069.677 46.023.457 7.600.167 1.269.531 0 168.423.772

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Langfristige Vermögenswerte Stand

01.01.2012
Zugänge

2012
Abgänge

2012
Stand

31.12.2012
Stand

31.12.2012
in EUR Abschreibungen Buchwerte
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.542.812 268.352 0 1.811.164 434.493
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 4.358.457
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 57.098
1.542.812 268.352 0 1.811.164 4.850.048
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 2.776.179 1.541.025 0 4.317.204 29.155.885
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.267.430 7.822.000 2.737 22.086.693 64.558.836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.802.554 2.022.877 899.605 8.925.825 8.874.330
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 407.073 0 407.073 23.436.712
24.846.162 11.792.975 902.342 35.736.795 126.025.763
26.388.974 12.061.328 902.342 37.547.961 130.875.811

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2011

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Langfristige Vermögenswerte Stand

01.01.2011
Zugänge

2011
Abgänge

2011
Umbuchungen

2011
Stand

31.12.2011
in EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.901.650 131.934 237 0 2.033.347
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 0 0 0 2.229.147
4.130.797 131.934 237 0 4.262.494
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 18.563.544 7.556.235 0 284.886 26.404.665
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.706.697 16.353.954 37.511 3.228.404 60.251.545
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.464.917 3.414.403 484.503 7.310 16.402.128
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.313.013 7.337.920 381.486 -3.520.601 8.748.846
78.048.171 34.662.512 903.500 0 111.807.184
82.178.968 34.794.446 903.737 0 116.069.678

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Langfristige Vermögenswerte Stand

01.01.2011
Zugänge

2011
Abgänge

2011
Stand

31.12.2011
Stand

31.12.2011
in EUR Abschreibungen Buchwerte
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 748.156 794.655 0 1.542.812 490.535
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 2.229.147
748.156 794.655 0 1.542.812 2.719.682
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 1.935.124 841.054 0 2.776.179 23.628.487
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.223.714 5.044.654 938 14.267.430 45.984.115
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.063.973 2.093.380 354.799 7.802.554 8.599.573
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 8.748.846
17.222.811 7.979.088 355.737 24.846.163 86.961.021
17.970.967 8.773.744 355.737 26.388.975 89.680.703

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der EnviTec Biogas AG, Lohne, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der EnviTec Biogas AG zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 26. April 2013

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer

gez. Joachim Pantze, Wirtschaftsprüfer

GLOSSAR

A

Abbaugeschwindigkeit

Geschwindigkeit der Zersetzung der organischen Substanz. sie hängt ab von Zustand, Oberfläche und Zusammensetzung der Ausgangsstoffe sowie der Temperatur im Fermenter und der Aktivität der Biologie.

Ablagerung

Sedimentationsvorgang, der besonders bei heterogenen, zur Entmischung neigenden Stoffen auftritt. Mit optimaler Rührwerkstechnik wird diesem bestmöglich entgegen gewirkt.

Adaption

Fähigkeit von Mikroorganismen, sich veränderten Fermenterbedingungen, wie z. B. veränderten Inputstoffen, anzupassen, ohne dass nachhaltig Störungen der Prozessbiologie auftreten.

Anlagensicherheit

Besondere Anforderung an Gefährdungsbereiche durch Explosionsschutzkonzept, Einrichtung von Schutzzonen u. ä.

Anaerobier

Organismen, die zeitweilig oder dauernd ohne freien Sauerstoff leben können und Biomasse in Biogas umwandeln.

Antibiotika

In erster Linie Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Erkrankungen; können in hoher Konzentration die Fermenterbiologie beeinträchtigen.

Ausbreitungsrechnung

Rechnung zur Immissionsprognose von Luftschadstoffen, Schall und Gerüchen. sie berücksichtigt Windrichtung, Windgeschwindigkeit, vertikale Temperaturschichtung u. a.

B

BauGB

Baugesetzbuch, rechtlicher Rahmen für Bautätigkeit und Zulässigkeit von Bauvorhaben.

Bauleitplanung

Die Bauleitplanung umfasst alle Maßnahmen der Gemeinde zur Regelung der Nutzung von Grund und Boden sowie zur geordneten städtebaulichen Entwicklung des Ortes. Sie wird von den Städten und Gemeinden selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt.

Besiedlungsflächen

Standort/Oberfläche, der Bakterien als Lebensraum dient.

BHKW

→ Blockheizkraftwerk

Biogas

Gas, das beim anaeroben Abbau von organischer Substanz entsteht.

Biogasreinigung

Abscheidung von Feuchtigkeit und Schadgasen aus dem Biogas

Biomasse

Energieträger aus organischen Stoffen. Bei der Verbrennung setzt Biomasse lediglich die Menge an CO2 frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen hat. Daher trägt die Stromerzeugung aus Biomasse nicht zum Treibhauseffekt bei.

Blockheizkraftwerk

Motor mit direkt angebautem Generator zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme.

Brennstoffzelle

Wandelt Wasserstoff und Sauerstoff unter Freisetzung von elektrischer Energie und Wärme in Wasser um.

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImschG)

Gesetz mit dem Ziel, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre, Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen.

C

Cellulose

Mikrobiell schwer abbaubare Zellwände.

D

Dampferzeugungsanlage

Anlage zur Herstellung von Heißdampf und Prozessdampf.

Desodorierung

Beseitigung von störendem Geruch und geruchsintensiven Stoffen.

Drehkolbenpumpe

Zwangsförderer, der pumpfähiges Material fördert.

Druckwächter für Rohrleitungen

sicherheitstechnische Einrichtung zur Drucküberwachung.

Düngemittelrecht

Gesetz, das die Verwertung von Düngemitteln regelt.

Düngewert

Qualität des Gärrückstands in Bezug auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kali etc.

Durchsatzleistung

Kapazität einer Anlage oder eines Anlagenteils in t und m3 .

DVGW-Richtlinien

Richtlinien, die alle Bereiche des Baus und Betriebs von Gasanlagen umfassen.

E

Eigenstrombedarf

strombedarf der Anlage, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Eiweiß

→ Proteine

Emissionen

Abgabe von Schadstoffen, Staub, Schall oder Gerüchen in die Umwelt.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Gesetz, das die Gebietsmonopole in der Stromversorgung in Deutschland aufhob. Das EnWG trat 1998 in Kraft.

Entschwefelung

Abscheidung von Schwefelwasserstoff aus Biogas.

Erneuerbare Energien

→ Regenerative Energiequellen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, Geothermie oder Biomasse.

Essigsäure

Wichtiger Eingangsstoff für die Methanbildung.

F

Fackel

Sicherheitstechnische Einrichtung zur schadlosen Verbrennung überschüssiger Gase

Faulraum

→ Fermenter

Faulraumbelastung

Menge der Zugabe an organischer Trockensubstanz pro m3 Fermentervolumen und Tag

Fermentation

Biochemischer Prozess, bei dem durch anaerobe Mikroorganismen organische Substanz umgesetzt wird.

Fermenter

Luftdicht abgeschlossener, beheizter Raum für den anaeroben Abbau von organischer Substanz.

Fermenter-Heizung

Heizsystem im Fermenter zur Regelung der Prozesstemperatur.

Fernwärme

Wärme, die bei der Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken entsteht. Sie wird über eine Fernwärmeleitung externen Wärmeabnehmern als Warmwasser zur Verfügung gestellt.

Feststoffabtrennung

Auftrennung der Gärreste in fester und flüssiger Phase durch Zentrifugen oder Separatoren.

Feuerungswärmeleistung

Thermische Leistung, die bei der Verbrennung entsteht

Flexo-Dach

Foliendachabdeckung für Fermenter und Lagerbehälter mit oder ohne integrierter Gasspeicherblase.

FOS (flüchtige organische Säuren)

Menge der verschiedenen Säuren im Fermenter, gemessen in mg/l

Fossiler Energieträger

Energieträger, die im Gegensatz zu den erneuerbaren Rohstoffen nicht nachwachsen. Zu den fossilen Energieträgern zählen Braun- und Steinkohle, Erdgas und Erdöl.

Fotovoltaik

Stromerzeugung durch Sonnenenergie mit Hilfe von Solarzellen, die Licht in elektrischen Strom umwandeln.

G

Gasmembran

Gasdichte Folie zum Auffangen und Speichern des Biogases

Gasmotor

Kolbenkraftmaschine, die durch ein brennbares Gas angetrieben wird. Er wird u. a. zur Strom- und Wärmegewinnung in Blockheizkraftwerken sowie als Antrieb für Kraftfahrzeuge verwendet und benötigt keine Stützfeuerung.

Gärrestaufbereitung

Aufbereitung der Gärreste in Feststoffe, Düngerkonzentrat und Wasser in speziellen Aufbereitungsanlagen. Bei der Verwertung müssen die Anforderungen des Düngemittelgesetzes (DüngeMG) und der Düngemittelverordung (DüMV) erfüllt werden.

Generationszeiten

Zeitraum der Vermehrung von Bakterienkulturen

Güteüberwachung

Regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Outputstoffe

H

Hammermühle

Maschine zur Aufbereitung von Inputstoffen durch Zerkleinerung des Materials

Heizwert

Energieinhalt von Brenngas; Einheit: Kilowattstunde pro Normkubikmeter trocken

Hemmung

Vorgang, bei dem biologische Prozesse verlangsamt werden, z. B. durch Säuren

Hydrolyse

Biochemischer Teilprozess bei der Vergärung von Biomasse, bei dem feste Bestandteile in Lösung gebracht werden.

Hygienisierung

Pasteurisierung, d. h. Erhitzung des Inputmaterials für eine Stunde auf 70 Grad zur Abtötung von Bakterien und Keimen

I

Inbetriebnahme

Offizieller Start von Anlagen oder Anlagenteilen, in aller Regel Beginn des Gewährleistungszeitraumes

Inputmaterial

Stoffe, die für den Betrieb einer Biogasanlage geeignet sind, wie Gülle, Mist, Bioabfälle, nachwachsende Rohstoffe u. a.

Isolierung

Wärmedämmung von Bauteilen gegen Frost; Schutz vor Wärmeverlusten und Verhinderung von Temperaturspannungen

K

Klärschlammverordnung

Verordnung, die u. a. Grenzwerte für die Belastung des Klärschlamms mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen festlegt.

Kohlendioxid

Gas, das u. a. bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Erdgas entsteht. CO2 ist der Hauptverursacher des klimaverändernden Treibhauseffekts.

Kondensation

Übergang vom gasförmigen in flüssigen Aggregatzustand

Kondensat

Durch Kondensation entstandene Flüssigkeit

Kondensatschacht

Schacht zum Sammeln und Abpumpen des anfallenden Kondensats

Korrosion

Chemische Veränderung im Material an der Oberfläche fester Körper

Kraft-Wärme-Kopplung

Verfahren, bei dem Strom erzeugt und gleichzeitig die Abwärme des BHKWs genutzt wird. KWK-Anlagen reduzieren im Vergleich zu herkömmlichen Technologien die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen um 30 bis 40 Prozent.

L

Lärmemission

Geräuschabsonderung. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens einer Biogasanlage werden auch die voraussichtlichen Lärmimmissionen ermittelt, die bestimmte Werte nicht überschreiten dürfen.

Lärmminderung

Bauliche Maßnahmen zur Schallemissionsbegrenzung, z. B. durch Wahl des Standorts, der Baustoffe und der Ausführung

Liberalisierung des Strommarkts

Einführung marktwirtschaftlicher Bedingungen im ehemals monopolistisch regulierten Strommarkt aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes.

Lignin

Holzstoff; Bestandteil des Holzes, der im anaeroben Prozess nicht abgebaut werden kann.

Luftreinhaltung

Anforderungen vor allem betreffend Geruchs-, Schadstoff- und Staubimmissionen, die im Bundesimmissionsschutzgesetz und in der TA-Luft geregelt sind.

M

Maisannahme

Annahmetechnik zur Vorratshaltung und gleichmäßigen Beschickung einer Biogasanlage mit Maissilage.

Mannloch

Revisionsöffnung in der Behälterwand

Membranverfahren

Filtrationsverfahren mit Porenmembranen zur Reinigung von Abwasser

Methan

Brennbares Gas, das bei der bakteriellen Zersetzung von Biomasse entsteht. Methan ist der energetisch nutzbare Stoff im Biogas. Je höher sein Anteil, desto wertvoller, d. h. energiereicher, ist das Biogas.

Methanbildung

Schritt bei der Entstehung von Biogas.

N

Nachwachsende Rohstoffe

Land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die für die Industrie oder die Erzeugung von Wärme, Strom und andere Energieformen verwendet werden.

Nassvergärungsanlage

Anlage, in der Substrate zu Flüssigkeit vergoren werden.

NawaRo

→ nachwachsende Rohstoffe

Neuanlagen

Anlagen, die neu errichtet werden.

Als Neuanlagen gelten im Sinne des EEG auch Altanlagen, die mindestens 50 Prozent der Gesamtinvestition neu errichten.

O

Organic-Rankine-Anlage (ORC)

Anlage zur Nutzung des Abgasstroms eines BHKW zur Erzeugung elektrischer Energie

P

Pasteurisierung

→ Hygienisierung

pH-Wert

Maßzahl für die Konzentration der Wasserstoffionen in einer Lösung. Für die Methanbildung ist ein pH-Wert um den Neutralpunkt ideal, darunter und darüber liegende Werte stören die Prozessbiologie.

Pressschneckenseparator

Maschine zur Abtrennen von festen Stoffen aus Suspensionen

Privilegierung

Bestimmte bauplanrechtliche Voraussetzungen, unter denen Biogasanlagen in einer Umgebung errichtet werden dürfen, die nicht von vorhandener baulicher Nutzung geprägt sind.

Propionsäure

Im Prozess nicht erwünschte Säure. Reichert sich in der Regel bei Prozessstörungen an und hemmt den Stoffwechsel zusätzlich.

Proteine

Vorwiegend aus Aminosäuren aufgebaute Eiweißkörper, die neben Fetten und Kohlehydraten zu den wichtigsten Inputstoffen gehören.

R

Raumbelastung

→ Faulraumbelastung

Regenerative Energiequellen

Ressourcen, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht erschöpflich sind, z. B. Wasser, Wind, Fotovoltaik und Biomasse. Sie sind zudem klima- und umweltfreundlich.

Regulierungsbehörde

Behörde, die seit dem 01.07.2004 dafür verantwortlich ist, den Stromanbietern einen sicheren Netzzugang zu gewähren und angemessene Netzentgelte festzulegen.

Rezirkulationsschacht

Wärmegedämmter Behälter zur Entnahme von Gärsubstrat aus dem Fermenter. Erforderlich z. B. bei der Nutzung von Gärsubstrat zum Anmischen des Fermenterinputmaterials.

Rohglycerin

Material, das bei der Herstellung von Biodiesel anfällt

Rückkühlung

Abkühlung des in der Hygienisierung erhitzten Materials vor dem Eintrag in den Fermenter

Rührwerk

Maschine zum gleichmäßigen Durchmischen von Materialien in Behältern

S

Sauerstoff

farb-, geschmack- und geruchloses Gas, kommt in freiem Zustand als Bestandteil der Luft, in der er zu 20,8 Volumenprozent enthalten ist, in gebundenem Zustand im Wasser und in zahlreichen Mineralien vor. Insgesamt ist er zu 49,5 Gewichtsprozent auf der Erdoberfläche vertreten und damit das am häufigsten vorkommende Element.

Säurespiegel

Konzentration an Gesamtsäure im Fermenter. Hohe Raumbelastungen des Fermenters in der Startphase führen zu sehr hohen Säurekonzentrationen.

Schaltwarte

Aufstellungsraum der zentralen Steuerungs- und Leittechnik einer Biogasanlage.

Schwefelwasserstoff

Gas, das bei der Biogasproduktion entsteht und vor der Nutzung durch Entschwefelung vom Biogas getrennt werden muss, da es bei der Verbrennung im Motor zu Korrosionsschäden führen kann.

Sedimentation

→ Ablagerung

Stalldesinfektionsmittel

Wirkstoffe, die bei Überdosierung die Biogasproduktion hemmen können.

Störstoffe

Stoffe, die die Funktionsfähigkeit der Anlage beeinträchtigen können und manuell oder mechanisch beseitigt werden.

Stromvergütung

Gesetzlich garantierte Vergütung für die Erzeugung von Strom.

T

TA Lärm

Technische Anleitung zur Ermittlung und Beurteilung von Schallimmissionen

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

Tauchmotorrührwerk

Schnell laufende Propeller, die mit 300-400 U/min. die Inputstoffe gleichmäßig verrühren und variabel im Behälter angebracht werden.

Trockenmasse

Organischer und anorganischer Bestandteil der Inputmaterialien. Nur der organische Anteil der Trockenmasse kann zur Methanproduktion genutzt werden.

Trockenvergärung

Anlage, in der vorwiegend trockene Substrate stichfest und nicht rührfähig vergoren werden. Sie bringt weniger Gasertrag als die Nassvergärung.

U

Umweltverträglichkeitsprüfung

Gesetzlich geregelte Prüfung (UVP), die bei der Behandlung bestimmter Stoffe und Mengen erforderlich ist, z. B. bei der Behandlung von täglich mind. 10 t überwachungsbedürftiger Abfälle

Ultrafiltration

Verfahren zur Gärreststoffaufbereitung. Sie findet in der Regel nach der ersten Fest-/Flüssigtrennung statt und ist die Vorstufe der Umkehrosmose.

V

VDI-Richtlinien

Regelwerk, das den Stand der Technik beschreibt, der bei der Planung einer Anlage zu berücksichtigen ist. Darin geht es u. a. um die Luftreinhaltung sowie um den Biogasertrag und die Optimierung der Einsatzstoffe.

Verdampfungsanlage

Anlage zur Verdampfung von z. B. Wasser, um den Wassergehalt in einem Produkt zu senken.

Vergärung

Prozess zur Umwandlung der Biomasse in Biogas mithilfe von Mikroorganismen.

Vergütungssätze

Durch das EEG garantiertes Entgelt für die in der Biogasanlage erzeugte elektrische Energie.

Vertikalströmung

Vertikal gerichtete Bewegung des Substratstroms in einem Behälter.

Verweilzeit

Zeitraum, in der die Substanz im Fermenter verbleibt und dem organischen Abbau unterliegt.

Vorlauftemperatur

Temperatur im Heizwasser vor dem Entzug der Wärme bei der Wärmenutzung.

W

Wärmetauscher

Apparat zur Übertragung von Wärmeenergie zwischen zwei Heizsystemen.

Wartung

Regelmäßige Überprüfung, Kontrolle, Ersatz und Instandsetzung von Anlagenteilen.

Wasserkraft

Natürliche Energiequelle zur Stromerzeugung. Über 20 Prozent des weltweit erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraftanlagen, dabei werden bisher nur 20 Prozent der weltweit verfügbaren Wasserkraftreserven genutzt.

Watt

Maßeinheit für Stromleistung, nach James Watt (1736-1819), dem Erfinder der Dampfmaschine. 1 kW = 1.000 Watt; 1 Megawatt (MW) = 1.000.000 Watt.

Windkraft

Unerschöpfliche Energiequelle, bei der die natürliche Strömungsenergie des Windes zur Stromgewinnung genutzt wird.

Z

Zerkleinerer

Aufbereitungsmethode mit dem Ziel, grobe Inputstoffe vor der Einbringung zu zerkleinern.

Zündstrahlmotor

Motor auf Basis eines Dieselmotors, der für den Biogaseinsatz umgerüstet wurde. Er benötigt eine Stützfeuerung und ist nicht so langlebig wie ein Gasmotor.

FINANZKALENDER

30. APRIL 2013

BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2012

29. MAI 2013

BERICHTERSTATTUNG 1. QUARTAL 2013

27. JUNI 2013

HAUPTVERSAMMLUNG

29. AUGUST 2013

BERICHTERSTATTUNG 2. QUARTAL 2013

22. NOVEMBER 2013

ANALYSTENKONFERENZ -EIGENKAPITALFORUM IN FRANKFURT AM MAIN

29. NOVEMBER 2013

BERICHTERSTATTUNG 3. QUARTAL 2013

IMPRESSUM

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