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EnviTec Biogas AG

Annual Report Jun 28, 2012

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Annual Report

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EnviTec Biogas AG

Lohne

Jahresabschluss 2011

EINZELABSCHLUSS 2011

der EnviTec Biogas AG

Lagebericht

Gemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2011 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 zusammengefasst.

Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Konzernstruktur

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir in 18 Ländern vertreten.

Die EnviTec Biogas AG ist die Holding der EnviTec Biogas-Gruppe. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch den Anlagenbau in Deutschland und die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen sie direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2011 umfasst 134 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 13 mehr als im Vorjahr.

Die Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Operativ wird der Bereich Energy erst ab dem Jahr 2012 tätig sein, daher wird er in der Segmentberichterstattung in diesem Abschluss noch nicht berücksichtigt. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG.

Anlagenbau

Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogasanlagen für Kunden. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 kWel . Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2011 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 294 MW am Netz. Weitere 34 MW befanden sich im Bau.

Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist nahezu deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG. Sofern im Folgenden Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss anzuwenden.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb.

EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen.

Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau.

Service

Durch wiederkehrende Umsätze zeichnet sich der Geschäftsbereich Service aus. Dort bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärrest auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an.

Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen.

Neuer Geschäftsbereich Energy

Im Jahr 2011 hat EnviTec Biogas den neuen Geschäftsbereich Energy aufgebaut. Der Geschäftsbetrieb wird in 2012 aufgenommen. Mit der EnviTec Energy GmbH &Co. KG bieten wir Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei plant EnviTec die dezentrale Erzeugung von Wärme aus selbst produziertem Biomethan in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW), die über langfristige Lieferverträge günstig verkauft wird. Damit können Industrie-, Gewerbe- und kommunale Kunden die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2 -Bilanz einsetzen. Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die neue Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH &Co. KG. Sie wird die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenfassen, diesen EEG-Strom bedarfsgerecht vermarkten sowie Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern anbieten. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der EGL Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns EGL AG.

EnviTec Biogas AG

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ANLAGENBAU SERVICE EIGENBETRIEB ENERGY
INLAND UND BELGIEN AUSLAND PROJRKTENTWICKLUNG BESTANDSHALTUNG
--- --- --- --- --- ---
EnviTec Biogas AG EnviTec Nederland BV EnviTec Service GmbH & Co. KG EnviTec Projektentwicklung GmbH EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG* EnviTec Energy GmbH & Co. KG
EnviTec France SARL Second Biogas Operating Holding, S.r.l. EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG* EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG
EnviTec Biogas Italia S.r.l. Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG*
EnviTec UK Ltd. eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG*
EnviTec Iberica S.L.
EnviTec Central Europe s.r.o
EnviTec Biogas SEE Kft (Ungarn)
und weitere Auslandsvertriebsgesellschaften

* verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen, Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang S.75 ff., "Liste des Anteilsbesitzes"

Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche.

Deutschland ist der größte Biogasmarkt der Welt, entsprechend hoch ist dort die Wettbewerbsintensität. Das Wettbewerbsumfeld ist durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. Für die in 2011 in Deutschland neu installierten Biogasanlagen gehört EnviTec, nach eigener Einschätzung, mit einem Marktanteil von ca. 16,7 Prozent zu den beiden größten Anlagenbauern und hat damit Marktanteile hinzugewonnen. Mit einer elektrischen Leistung von 245,3 MW stammen rund neun Prozent aller in Deutschland am Netz befindlichen Biogasanlagen von EnviTec (Gesamtleistung 2.728 MW laut FNR, Vorjahr: 2.291 MW).

Die europäischen Auslandsmärkte für Biogasanlagen sind sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Während einige Märkte, wie Italien, Tschechien und Großbritannien sich aufgrund einer dauerhaft und langfristig angelegten Förderstruktur sehr positiv entwickeln, stagniert die Entwicklung in anderen Märkten wie Spanien, Skandinavien oder Polen. Diese Entwicklungen verfolgen wir sehr eng und reagieren zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen.

Für unser nachhaltiges Wachstum haben wir folgende Eckpfeiler definiert:

Chancen in Deutschland nutzen

Deutschland wird bis auf weiteres der weltweit größte und wichtigste Markt für Biogas bleiben. Aufgrund des neuen EEGs wird sich der deutsche Biogasmarkt im Jahr 2012 verändern und den neuen Rahmenbedingungen anpassen. Insbesondere die bedarfsgerechte Produktion von Strom in Biogasanlagen sowie die Direktvermarktung des generierten Stroms wird an Bedeutung gewinnen, wofür die Marktteilnehmer erst noch Geschäftsmodelle entwickeln und im Markt etablieren müssen. Als führendes Unternehmen der Branche, wollen wir diesen Prozess aktiv mitgestalten und die neuen Chancen der Energie-Vermarktung nutzen. Die Weichen dafür hat EnviTec mit der Gründung des Geschäftsbereichs Energy im Jahr 2011 gestellt. Zusätzlich zur Förderung der Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas wird die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz weiter an Bedeutung gewinnen.

Internationale Expansion als Wachstumstreiber

Weltweit gibt es zahlreiche Länder mit attraktiven Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 17 Ländern vertreten. In diesen Ländern besteht ausreichendes Wachstumspotenzial, um unseren Umsatz dort weiter zu erhöhen und damit die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu reduzieren. Besonders stark ist derzeit die Entwicklung in Italien und Frankreich. Darüber hinaus beobachten wir weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land nachhaltige Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann zeitnah über einen Markteintritt.

Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs

Wir bauen konsequent den Betrieb eigener Anlagen im In- und Ausland aus und konnten alleine in 2011 den Anlagenbestand verdoppeln. Der Fokus liegt weiterhin auf Deutschland und Italien. Der Eigenbetrieb wird auch in Zukunft deutlich zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung beitragen. Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zielsetzung ist es, mit diesem Segment eine Verstetigung der Erlösbeiträge zu erzielen.

Stärkung der Innovations- und Technologiekompetenz

Die Biogasbranche ist noch jung und das Innovationspotenzial entsprechend hoch. Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der Saatgutentwicklung.

Unternehmenssteuerung

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität sowie Verschuldungsgrad.

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen.

Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resources Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing.

Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2011 um 3,8 Prozent zu. Im Vorjahr lag die Steigerung der weltweiten Wirtschaftsleistung noch bei 5,2 Prozent, allerdings basierend auf dem niedrigeren Niveau des Jahres 2009, das unter dem Einfluss der Finanzkrise stand. Wachstumstreiber im Jahr 2011 waren wie in den vergangenen Jahren die Schwellen- und Entwicklungsländer, deren Output um 6,2 Prozent zulegte.

China verbuchte ein Plus von 9,2 Prozent, Indiens Wirtschaft wuchs um 7,4 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnete Europas Wirtschaft 2011 lediglich ein Wachstum von 1,6 Prozent. Auch die amerikanische Wirtschaft konnte die optimistischen Erwartungen zu Beginn des Jahres 2011 nicht erfüllen und wuchs lediglich um gut 1,8 Prozent, wobei das vierte Quartal deutlich stärker ausfiel. Innerhalb Europas war ein großes Wachstumsgefälle zu beobachten. Während die Wirtschaft in Deutschland nach Angaben des IWF ein Wachstum von 3,0 Prozent erzielte, wiesen andere europäische Staaten wie Spanien (+0,7 Prozent) oder Italien (+0,4 Prozent) nur geringe Wachstumsquoten auf. In Portugal und Griechenland schrumpfte die Wirtschaft. Beide Länder leiden unter einer, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, erheblichen Schuldenlast. Insgesamt wird die Lösung der europäischen Schuldenkrise den weiteren Konjunkturverlauf nicht nur im Euroraum, sondern weltweit bestimmen. Analog zur Wirtschaftsleistung hat sich das Wachstum des Welthandels im Vergleich zum starken Vorjahreswert abgeschwächt, blieb aber mit einem Zuwachs gemäß IWF von 6,9 Prozent auf hohem Niveau. Besonders in den westlichen Industrieländern wuchsen die Ausfuhren und das Importvolumen wesentlich schwächer als noch im Jahr 2010. Die Exporte legten um 5,5 Prozent zu nach 12,2 Prozent im Vorjahr.

Energie- und Rohstoffmärkte

Mit der Abschwächung der Weltwirtschaft hat auch die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen nachgelassen. Der Preis für Erdgas entwickelte sich rückläufig, der Preis für Rohöl dagegen erhöhte sich unter anderem wegen der politischen Unruhen im Nahen Osten zu Beginn des Jahres. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg im Jahresverlauf um 15,9 Prozent auf 108,09 US$ je Barrel (Quelle: Energy Information Administration). Der Erdgaspreis ist im Jahresverlauf hingegen leicht zurückgegangen. An der europäischen Energiebörse EXX sank der EGIX (European Gas Index) von 24,45 Euro Anfang 2011 bis zum Jahresende auf 22,60 Euro je Megawattstunde.

Nach dem Ernterückgang im Jahr 2010 wurde nach Schätzungen des HWWI 2011 weltweit wieder eine Rekordernte bei niedriger Qualität erzielt. Nach der anfänglichen Trockenheit im Frühjahr rechneten Marktbeobachter zunächst mit erheblichen Ertragsproblemen, was zu einem starken Preisanstieg führte. Über den Erwartungen liegende Ernten auf der Südhalbkugel ließen den Weizenpreis im zweiten Halbjahr wieder sinken. Unter dem Strich stieg der Agrarrohstoffpreis im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent. Mit dem höheren Preisniveau für Agrarrohstoffe nehmen auch die Kosten für die bei der Biogasproduktion notwendigen Inputstoffe zu. Diese Entwicklung kann EnviTec Biogas in der Entwicklung neuer Biogasprojekte für den Eigenbetrieb negativ beeinflussen. Dies gilt jedoch nicht für bestehende Anlagen, wo der Großteil der Substratsicherung mit langfristigen Verträgen, die Preisobergrenzen beinhalten, unterlegt ist. Grundsätzlich können höhere Inputkosten auch durch die Nutzung des Gärrestes als natürlicher Dünger teilweise kompensiert werden. Im Jahr 2011 hatten die Agrarrohstoffpreise nur unwesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von EnviTec.

Biogasmarkt

Der deutsche Biogasmarkt hat seine Spitzenposition im Jahr 2011 weiter ausgebaut. Laut der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) waren Ende 2011 rund 7.000 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 2.728 MW (Vorjahr: 2.291 MW) am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 1.100 Anlagen (Vorjahr: 920 Anlagen). Insgesamt wurden im Jahr 2011 rund 17,5 Milliarden kWh klimafreundliche Energie aus Biogas produziert. 2010 waren es erst rund 14,5 Milliarden kWh. Damit liegt der Anteil von Biogas an der gesamten deutschen Stromerzeugung inzwischen bei 2,9 Prozent. Innerhalb der Erneuerbaren Energien trägt Biogas mit rund 15 Prozent zur Stromproduktion bei. Mit der Leistung aller Biogasanlagen kann der Strombedarf von etwa 5,1 Millionen Haushalten gedeckt werden. Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch in Deutschland steuerte Biogas in 2011 1,4 Prozent bei - Tendenz steigend. Damit ersetzen die dezentralen Anlagen heute schon mindestens zwei Kernkraftwerke.

Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz.

Im ersten Halbjahr 2011 hat die Bundesregierung die deutsche Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) novelliert. So hat der Gesetzgeber beschlossen den Anlagenbetreibern den Zugang zum Erdgasnetz zu erleichtern und hat die Kostenaufteilung sowie teilweise eine Kostendeckelung zugunsten der Anlagenbetreiber verändert.

Die Novellierung des EEG ist im Sommer 2011 gebilligt worden und zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden den deutschen Biogasmarkt deutlich verändern. Vor-Ort-Verstromungsanlagen bekommen weiterhin eine größenabhängige Grundvergütung. Dazu gibt es eine inputabhängige Einsatzstoffvergütung, die in zwei Einsatzstoffvergütungsklassen eingeteilt ist. Die Einsatzstoffvergütungsklasse I umfasst die eigens für die Biogasproduktion angebauten Pflanzen wie Mais, Zuckerrüben und Ganzpflanzensilage, während die Einsatzstoffvergütungsklasse II u.a. Gülle und Zwischenfrüchte enthält. Die Vergütung, die nach der Bemessungsleistung gestaffelt ist, kann der beigefügten Tabelle entnommen werden.

Biogasanlagen (ohne Bioabfall) und Festbrennstoffanlagen

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Anlagenleistungsäquivalent Grundvergütung4 Einsatzstoff-

vergütung I1
Einsatzstoffvergütung II2 Zusatzvergütung für Biomethaneinspeisung4
kWel ct/kWhel
--- --- --- --- --- ---
≤ 150 14,3 6,0 8,0 ≤ 700 Nm3 /h: 3,0 ≤ 1.000 Nm3 /h: 2,0 ≤ 1.400 Nm3 /h: 1,0
≤ 500 12,3
≤ 750 11,0 5,0 8,0 6,03
≤ 5.000 4,0
≤ 20.000 6,0 - - -

1 Nachwachsende Rohstoffe

2 Zwischenfrüchte

3 Gülle (spezielle Sorten)

4 Jährliche Degression 2%

Insgesamt kann eine 500 kW-Biogasanlage ohne externen Wärmeverkauf eine Vergütung zwischen 19 ct/kWh und 21 ct/kWh erhalten.

Des Weiteren gibt es eine Zusatzvergütung für Biomethaneinspeisung - den sog. Gasaufbereitungsbonus. Anlagen die aufbereitetes Biomethan aus dem Netz entnehmen und verstromen, erhalten in Abhängigkeit von der Größe der Aufbereitungsanlage eine Zusatzvergütung von 1 bis 3 ct/kWh. Dadurch ergibt sich für ein 500 kW-Biomethan-Blockheizkraftwerk eine Vergütungsspanne von ca. 19 bis 24 ct/kWh.

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Neuerungen bzw. Auflagen:

1. Es wurde der sog. Maisdeckel eingeführt, demnach darf Mais nur noch zu 60 Masseprozent eingesetzt werden.

2. Es muss eine Wärmenutzung von 60 Prozent nachgewiesen werden, wobei 25 Prozent pauschal als Eigenverbrauch angesetzt werden.

3. Das sog, Ausschließlichkeitsprinzip der EEG-Vorgänger, d.h. die strikte Trennung in NawaRo- und Kofermente-Anlagen, ist aufgegeben worden und wird künftig über Einsatzstoffvergütungsklassen geregelt. Damit werden Kunden flexibler in Bezug auf die Zusammenstellung ihrer Einsatzstoffe.

4. Anlagen>750 kWel müssen den produzierten Strom ab 1. Januar 2014 über eine Marktprämie direkt vermarkten.

Das Vergütungsmodell des Biogasmarktes wird durch das neue Gesetz deutlich komplexer und anspruchsvoller. Alleine schon dadurch, dass es neben der EEG-Vergütung künftig auch die alternative Inanspruchnahmemöglichkeit einer Marktprämie geben wird. Für EnviTec sind die Auswirkungen durch das novellierte EEG 2012 differenziert zu beurteilen. Die insgesamt gesunkene Vergütung für Vor-Ort-Verstromungsanlagen im Kernsegment von 500 kW ist herausfordernd. Unabhängig von dem Niveau der Vergütung hat sich jedoch durch die Neugestaltung der Vergütungsklassen eine bessere Vergütung für Anlagen>500 kW ergeben, was der EnviTec Biogas entgegenkommt. Der Grund: Das Segment deutlich unter 500 kW - in dem EnviTec nicht aktiv ist - wird durch die erhebliche Absenkung der Vergütung und wenig Möglichkeiten von wirtschaftlichen Wärmekonzepten unattraktiv für Betreiber. Sie werden, sofern möglich, künftig Anlagen>500 kW ordern. Der Bereich der Gasaufbereitung, wo in der Regel Biogasanlagen>1 MW errichtet werden, wurde im EEG 2012 ebenfalls gestärkt. In diesem Segment sind wir bereits aktiv und sehen hier weitere Wachstumschancen. Für den Eigenbetrieb ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen. EnviTec entwickelt nur Biogasanlagen>500 kW. Einige Gasaufbereitungsprojekte wurden in Erwartung einer weiterhin auskömmlichen Vergütung nach 2012 verschoben. Darüber hinaus können verschiedene Altprojekte auf das neue EEG 2012 umprojektiert werden. Der neue Geschäftsbereich Energy profitiert eindeutig vom neuen EEG, da die Direktvermarktung von Strom erstmals über eine Marktprämie überhaupt erst möglich ist und ein neues Geschäftsfeld öffnet, das auch zur Kundenbindung beiträgt. Für den Service ändert sich verhältnismäßig wenig durch das neue EEG.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in dem für EnviTec Biogas wichtigen Markt sind weiterhin attraktiv und bieten Wachstumschancen.

Mitarbeiter

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage für ein erfolgreiches Wachstum der EnviTec Biogas. Wir sind stolz darauf, dass eine Vielzahl der Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren im Konzern tätig ist. Sie sind das Rückgrat und die solide Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Neben der nachhaltigen Personalentwicklung sind wir ebenfalls bestrebt jungen Absolventen die Chance zu bieten, in einer interessanten Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der weiter voranschreitenden Internationalisierung brauchen wir flexible Mitarbeiter die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen.

Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt.

Zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter und zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades liegt dem Unternehmen ein Maßnahmenkatalog vor, der unter anderem die Präsenz von EnviTec auf Fachmessen beinhaltet. Neben den Fachmessen sind ebenfalls Hochschulmessen sowie weitere Maßnahmen innerhalb des Hochschulmarketings wichtige Themen im Bereich der Nachwuchskräfterekrutierung. Wir bieten hierbei Studenten die Möglichkeit interessante Praxissemester zu absolvieren bzw. Bachelor- /Master- und Diplomarbeiten zu den unterschiedlichen und weitreichenden Themen rund um Biogas anzufertigen.

EnviTec-Biogas beschäftigte zum 31. Dezember 2011 weltweit 459 Mitarbeiter (Vorjahr: 416). Davon ist mit 379 (Vorjahr: 334) der wesentliche Teil in Deutschland aktiv. 80 Mitarbeiter (Vorjahr: 82) sind in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr ist auf das Wachstum im In- und Ausland zurückzuführen.

Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen.

Forschung nicht im Labor, sondern in der Praxis

EnviTec Biogas betrieb mehr als 60 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von über 30 MW in 2011. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben.

"Innovationspreis Münsterland" - Technologie "EnviTec Feedcontrol" überzeugt

Im November 2011 hat EnviTec Biogas für ihre innovative Technologie "EnviTec Feedcontrol" den "Innovationspreis Münsterland" des Münsterland e.V. in der Kategorie "Energie-innovativ" gewonnen. Mit dem Innovationspreis, der seit 1993 im Zweijahresrhythmus vergeben wird, motiviert der Münsterland e. V. Unternehmen zur Umsetzung zukunftsweisender Ideen. Insgesamt hatten sich 71 Unternehmen für den Innovationspreis beworben, sieben von ihnen gehören zu den diesjährigen Gewinnern des renommierten Regionalwettbewerbs. Die neu entwickelte Technologie "EnviTec Feedcontrol" trägt beim Einsatz in Biogasanlagen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit bei, indem sie eine kontinuierlich gleichmäßige Gasproduktion ermöglicht. Auf diese Weise kann das Blockheizkraftwerk (BHKW) einer Biogasanlage konstant auf höchster Leistungsstufe Strom und Wärme erzeugen. Die Überwachung der biologischen Aktivität der Bakterien in einer Biogasanlage übernimmt bei "EnviTec Feedcontrol" eine Online-Prozesssonde, die direkt im Fermenter installiert wird. Das System passt die notwendigen Fütterungen der Bakterien dann während des Betriebs der Biogasanlage vollautomatisch an. Bislang finden diese Fütterungen meist in festen Intervallen statt, was in der Praxis jedoch zu Schwankungen in der Biogasproduktion aufgrund von unterschiedlichen Substratqualitäten führen kann. Mit der automatisierten Sensor- und Steuerungstechnik "EnviTec Feedcontrol" können Anlagenbetreiber diese Schwankungen weitestgehend ausschließen.

Kooperation mit Evonik Industries bei der Gasaufbereitungstechnologie

Seit Anfang 2012 statten wir unsere EnviThan-Anlagen zur Aufbereitung von Biogas in Bioerdgas mit Membranmodulen von Evonik Industries aus. Mit den Polymermembranen des Essener Konzerns lässt sich in Biogasanlagen erzeugtes Rohbiogas besonders effizient reinigen, um es als hochreines Biomethan direkt in das Erdgasnetz einzuspeisen. Biogasanlagenbetreiber können mit der neuen Technologie von den Vorteilen profitieren, die das novellierte EEG für aufbereitetes Biogas vorsieht. Bei der Aufbereitung von Bioerdgas sehen wir die Zukunft in der Membrantechnologie, die allen bisherigen Verfahren zur Aufbereitung von Bioerdgas weit überlegen ist. Mit Evonik Industries haben wir einen starken Partner gefunden, der mit den SEPURAN® Green Membranmodulen über eine hervorragende Technologie für unsere Bioerdgasaufbereitung EnviThan verfügt.

Entwicklung des Auftragsbestands

EnviTec Biogas verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2011 über einen Auftragsbestand im Anlagenbau in Höhe von 170,9 Mio. Euro (Vorjahr: 252,6 Mio. Euro). Der Rückgang von 81,7 Mio. Euro ist zum einen auf den hohen Abarbeitungsgrad von 201,0 Mio. Euro (Vorjahr: 116,1 Mio. Euro) und zum anderen auf Auftragsstornierungen in Höhe von 57,7 Mio. Euro (Vorjahr: 95,0 Mio. Euro) zurückzuführen. Mit einem Volumen von 87,2 Mio. Euro bzw. 51,0 Prozent hat das internationale Geschäft erstmals den größeren Anteil am Auftragsbestand gegenüber dem Inland. International hat der italienische Markt weiterhin die größte Bedeutung. Dort lag der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag bei 38,3 Mio. Euro (Vorjahr: 41,7 Mio. Euro). In Deutschland verfügt EnviTec über ein Ordervolumen von 83,7 Mio. Euro (Vorjahr: 161,5 Mio. Euro). Wie prognostiziert, stand für deutsche Kunden zunächst die Errichtung von Anlagen zum Jahresende 2011 bzw. deren Fertigstellung Anfang 2012 im Vordergrund. Neubestellungen sollten im zweiten Quartal 2012 wieder zunehmen, nachdem sich der Markt an das neue EEG angepasst hat.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Auftragsbestandes haben wir nicht nur die Gliederungstiefe bei der Kundensegmentierung erhöht, sondern auch die Umsetzungswahrscheinlichkeiten der einzelnen Positionen des Auftragsbuchs im Jahresverlauf regelmäßig und kritisch überprüft. Aufgrund der konservativen Auftragsbewertung wurden potentielle Orders im Wert von 57,7 Mio. Euro im Berichtsjahr ausgebucht. Bei diesen potentiellen Aufträgen handelt es sich überwiegend um Projekte, die nicht mehr im Jahr 2011 realisiert werden konnten und auf dem EEG 2009 basierten.

EnviTec Biogas ist nicht von einzelnen Großkunden abhängig, sondern verfügt über eine sehr breite Kundenbasis. 52,3 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 57,6 Prozent). 19,7 Prozent der Aufträge haben wir von Projektentwicklern bekommen gegenüber 20,1 Prozent im Vorjahr. 16,6 Prozent stammen von industriell geprägten Kunden (Vorjahr: 13,6 Prozent) und auf den Eigenbetrieb entfielen zum Bilanzstichtag 11,4 Prozent nach 8,6 Prozent zum Vorjahresstichtag.

Entwicklung in den Segmenten

EnviTec Biogas ist in den Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig und hat in allen drei Bereichen den Umsatz im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 64,8 Prozent erhöht. Der Geschäftsbereich Anlagenbau hat derzeit den größten Umsatzanteil. Der Bereich Energy wurde 2011 aufgebaut. Er wird ab dem Jahr 2012 zur Umsatz- und Ertragsentwicklung beitragen.

Anlagenbau

Die operative Entwicklung im Anlagenbau war in 2011 vom Jahresanfang bis Jahresende sehr erfreulich. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wurde an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Insgesamt stieg der Umsatz nach IFRS im Vergleich zu 2010 von 116,1 Mio. Euro um 73,1 Prozent auf 201,0 Mio. Euro. Das deutliche Wachstum machte sich auch beim operativen Ergebnis (EBIT) positiv bemerkbar. So stieg das EBIT auf 7,7 Mio. Euro, nach einem Verlust von 4,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für den Anlagenbau und die hohe Inlandsnachfrage war insbesondere in diesem Jahr der Wachstumsmotor. Der Grund: Anlagen, die auf Basis des alten EEG geplant wurden, mussten noch in 2011 ans Netz gehen. So hat EnviTec im Berichtsjahr Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 72,8 MW in Deutschland errichtet und damit 137,9 Mio. Euro erlöst (Vorjahr: 72,4 Mio. Euro).

Im Ausland konzentriert sich EnviTec Biogas auf die Länder mit den stabilsten Rahmenbedingungen: Klare gesetzliche Vorgaben, Finanzierungsmöglichkeiten und ausreichende lokale Inputstoffversorgung. Diese Strategie hat sich auch im Jahr 2011 ausgezahlt. So stieg der internationale Umsatz im Vergleich zum Jahr 2010 von 43,7 Mio. Euro um 44,4 Prozent auf 63,1 Mio. Euro. Der wichtigste Auslandmarkt ist weiterhin Italien. Dort hat EnviTec Anlagen mit einem Volumen von 26,2 Mio. Euro (Vorjahr: 26,5 Mio. Euro) realisiert. Weitere umsatzstarke Märkte sind Tschechien und Frankreich.

EnviTec Biogas hat im Jahr 2011 in Serbien den ersten Auftrag erhalten. Die Anlage in Serbien mit einer elektrischen Anschlussleistung von 635 kW entsteht in Curug, einem Dorf in der autonomen Provinz Vojvodina. Auftraggeber ist der Betreiber einer Milchviehfarm. Neben der Stromvergütung für den umweltfreundlich erzeugten Strom hat der Kunde noch zwei weitere Vorteile: Erstens kann der Betrieb künftig auf Mineraldünger verzichten, weil sich der Gärrest aus der Biogasanlage als wertvoller Dünger wieder auf die Felder fahren lässt. Zweitens kann mit der Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk (BHKW) das Trinkwasser der Rinder aufgewärmt und das von den Mitarbeitern der Farm genutzte Büro- und Sozialgebäude beheizt werden. Die Bedingungen für den Betrieb einer Biogasanlage sind im nördlichen Teil Serbiens ideal. Der fruchtbare Ackerboden und das gemäßigte Kontinentalklima bringen der Landwirtschaft hohe Ernteerträge. Im Schnitt liegt die Ausbeute bei 60 Tonnen Maissilage pro Hektar Ackerfläche. Zum Vergleich: In Deutschland sind je nach Lage und Witterung 40 bis 50 Tonnen pro Hektar üblich. Ökologisch erzeugter Strom aus Biogas wird in Serbien derzeit mit 15 Cent pro kWh vergütet. Dieser Einspeisetarif gilt für zwölf Jahre.

Das Erfolgsrezept ist wie in Deutschland ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, das den Netzzugang für Strom aus regenerativen Energieanlagen garantiert, langfristige Vergütungen festlegt und Investoren sowie Anlagenbauern auf diese Weise die notwendige Planungssicherheit gibt.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugt EnviTec -häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland.

Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Daher investiert EnviTec kräftig in den Ausbau des Eigenbetriebs. Dabei liegt der regionale Fokus weiterhin auf Deutschland und Italien. In anderen Ländern dienen eigene Anlagen als Referenz und Türöffner für den Anlagenbau.

Allein im Jahr 2011 sind Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 20,5 MW erstmalig ans Netz gegangen. Damit wurde das Ausbauziel von 12 MW deutlich übertroffen. Insgesamt verfügte EnviTec zum Bilanzstichtag über eine Produktionskapazität von rund 42 MW (Vorjahr: 21,5 MW). Bezogen auf die gesamten 42 MW werden 25 MW vollkonsolidiert und 17 MW at equity bilanziert. Rechnerisch und ohne Berücksichtigung der Bilanzierungsmethode entfallen 27 MW auf die EnviTec Biogas AG. Der Bereich wird weiter konsequent ausgebaut.

Den Umsatz im Eigenbetrieb hat EnviTec im Jahr 2011 von 22,1 Mio. Euro um 29,0 Prozent auf 28,6 Mio. Euro gesteigert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Vielzahl von Anlagen erst im Herbst und Winter ans Netz gegangen sind und damit noch keine - oder nur unwesentliche - Erlöse generiert haben. Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr bei zahlreichen Bestandsanlagen turnusmäßige Mehr-Jahres-Wartungen durchgeführt. Das EBIT des Segments sank daher von 5,3 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro. Damit lag die EBIT-Marge im Eigenbetrieb bei 16,1 Prozent (Vorjahr: 24,1 Prozent).

Service

Der Umsatz im Geschäft mit Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen entwickelte sich im Jahr 2011 erfreulich. Die Fachleute von EnviTec kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Ende 2011 hat das Unternehmen im biologischen Service Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt ca. 54 MW (Vorjahr: 45 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 150 MW betreut (Vorjahr: 100 MW) betreut. Der Umsatz stieg in diesem Segment von 9,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 14,4 Mio. Euro. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr sank das operative Segmentergebnis auf -1,6 Mio. Euro. Grund dafür ist unter anderem der überproportionale Anstieg der Personalkosten insbesondere im Zusammenhang mit dem Aus- und Aufbau des internationalen Serviceangebotes.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung

Der Umsatz von EnviTec Biogas im Konzern hat im Jahr 2011 Rekordniveau erreicht. Allein im vierten Quartal wurden 72,1 Mio. Euro erlöst. Insgesamt ist der Umsatz im Jahr 2011 von 148,0 Mio. Euro auf 243,9 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 64,8 Prozent. Zu der dynamischen Entwicklung haben alle Geschäftsbereiche beigetragen.

Wachstumstreiber war der Anlagenbau in Deutschland. Anlagen die auf Basis des alten EEG geplant wurden, mussten noch im Jahr 2011 ans Netz gehen. Daher stieg der im Inland generierte Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr von 101,1 Mio. Euro um 78,9 Prozent auf 180,8 Mio. Euro. Damit wurde der wesentliche Teil der Konzernerlöse im Inland erzielt. Der Auslandsumsatz entwickelte sich ebenfalls erfreulich und legte um 34,3 Prozent auf 63,1 Mio. Euro zu (Vorjahr: 47,0 Mio. Euro).

In den internationalen Märkten hat der Anlagenbau in Italien den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen leicht von 8,9 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro ab. Die Entwicklungen in den einzelnen Segmenten können dem Segmentbericht auf den Seiten 70-71 entnommen werden.

Der nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Umsatz der EnviTec Biogas AG nahm im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent auf 104,7 Mio. Euro zu. Aufgrund der zahlreichen im Bau befindlichen Anlagen zum Bilanzstichtag stieg die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 8,9 Mio. Euro auf 75,9 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von 4,8 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro ab. Damit stieg die Gesamtleistung der AG im Jahr 2011 von 109,3 Mio. Euro auf 183,4 Mio. Euro.

Kostenentwicklung

Die wesentliche Aufwandsposition im EnviTec Biogas-Konzern ist der Materialaufwand. Aufgrund des Umsatzwachstums stieg dieser von 108,8 Mio. Euro um 61,5 Prozent auf 175,7 Mio. Euro. Die leicht unterproportionale Steigerung im Vergleich zum Umsatz ist auf Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen die den Aufwand 2010 erhöht hatten. Die Rohertragsmarge lag bei 31,1 Prozent (Vorjahr: 32,5 Prozent). Der Rückgang der Bruttomarge ist größtenteils damit zu erklären, dass der margenstärkere Eigenbetrieb im Berichtsjahr einen geringeren Anteil am Gesamtumsatz hatte als im Vorjahr. Der Personalaufwand entwickelte sich in 2011 deutlich unterproportional zum Umsatz und stieg von 18,1 Mio. Euro um 18,8 Prozent auf 21,5 Mio. Euro. Entsprechend sank die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz von 12,2 Prozent auf 8,8 Prozent.

Die Erhöhung der Abschreibungen von 7,3 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, stieg im Berichtszeitraum von 21,7 Mio. Euro auf 34,0 Mio. Euro. Die Gründe dafür sind unter anderem höhere Verkaufsprovisionen, Aufwendungen für Leiharbeiter sowie Maschinenmieten und Kraftstoffkosten.

Im Einzelabschluss der AG stieg der Materialaufwand im Berichtsjahr von 85,6 Mio. Euro auf 140,0 Mio. Euro und damit deutlich überproportional zum Umsatz. Dies ist auf die deutliche Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnisse zurückzuführen.

Der Personalaufwand nahm u. a. aufgrund der in 2011 erfolgten Sonderzahlung von 11,1 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro zu. Die Abschreibungen erhöhten sich von 2,2 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 23,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2011 entfallen in Höhe von 3,1 Mio. Euro auf Verwaltungskosten, von 11,8 Mio. Euro auf Vertriebskosten und in Höhe von 8,9 Mio. Euro auf Betriebskosten.

Ergebnisentwicklung

Die kräftige Umsatzsteigerung im EnviTec Biogas-Konzern im Jahr 2011 hat sich auch auf der Ertragsseite positiv bemerkbar gemacht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Eigenbetrieb aufgrund der Mehr-Jahres-Wartungen sowie der Vielzahl der im Bau befindlichen Anlagen nicht die volle Ertragskraft erreicht werden konnte.

Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg dennoch von 8,3 Mio. Euro um 144,6 Prozent auf 20,3 Mio. Euro. Nachdem im Vorjahr beim operativen Ergebnis (EBIT) der Sprung in die Gewinnzone gelungen war, hat EnviTec die positive Ertragsentwicklung fortgesetzt und ein EBIT in Höhe von 10,8 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Aufgrund der hohen Investitionen in den Eigenbetrieb nahmen die liquiden Mittel von EnviTec Biogas ab und das Finanzergebnis sank von 1,5 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) stieg von 2,6 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro. Den Konzernjahresüberschuss hat EnviTec Biogas im Berichtsjahr ebenfalls deutlich erhöht. Er kletterte von 2,3 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,15 Euro auf 0,51 Euro.

Auf Einzelabschlussebene (HGB) stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern in 2011 von 0,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,7 Mio. Euro. Nach Abzug der Ertragsteuern ergibt sich für den Einzelabschluss EnviTec Biogas AG ein Jahresüberschuss von 5,5 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Für das Geschäftsjahr 2011 ist keine Dividendenzahlung geplant. Stattdessen soll der Ausbau des ertragsstarken Eigenbetriebs weiter vorangetrieben werden.

Investitionen

Der kräftige Ausbau des Eigenbetriebs hat im Jahr 2011 die Investitionstätigkeit des Konzerns geprägt. Insgesamt lag das Volumen im Berichtsjahr mit 34,8 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 18,5 Mio. Euro. Im Jahr 2011 hat EnviTec Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 20,5 MW neu in Betrieb genommen.

Die Investitionen im immateriellen Vermögen und im Sachanlagevermögen im Einzelabschluss betrugen im Jahr 2011 rund 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro). Sie betreffen in Höhe von 90.592 Euro Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 1,7 Mio. Euro Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des EnviTec-Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Jahresende 2010 um 57,0 Mio. Euro auf 308,9 Mio. Euro erhöht. Der wesentliche Grund dafür sind die Investitionen in den Eigenbetrieb und damit in einen stabilen und margenstarken Bereich.

Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 111,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 84,2 Mio. Euro. Der Anstieg um 27,7 Mio. Euro beruht ganz wesentlich auf dem Ausbau des Eigenbetriebs. So stiegen die Sachanlagen und Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um insgesamt 27,7 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 29,4 Mio. Euro auf 197,0 Mio. Euro zu. Die zum Bilanzstichtag noch im Bau befindlichen Biogasanlagen und damit die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo lagen mit 58,2 Mio. Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte beruht größtenteils auf der Zunahme der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 16,6 Mio. Euro auf 61,8 Mio. Euro. Zudem stiegen die Vorräte um 9,4 Mio. Euro auf 34,4 Mio. Euro an. Auch die flüssigen Mittel erhöhten sich um 1,1 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG hat sich um 39,0 Mio. Euro auf 230,9 Mio. Euro erhöht. Wesentlich verändert haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Anstieg von 29,6 Mio. Euro (Vorjahr: 48,8 Mio. Euro) sowie der Finanzanlagen mit einem Plus von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: - 14,4 Mio. Euro). Bei den Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen haben sich insbesondere die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 19,6 Mio. Euro auf insgesamt 62,5 Mio. Euro (Vorjahr: 42,8 Mio. Euro) erhöht. Demgegenüber haben sich die Vorräte um 1,0 Mio. Euro auf 40,4 Mio. Euro (Vorjahr: 41,4 Mio. Euro) vermindert.

Finanzlage

EnviTec verfügt weiterhin über eine solide Finanzausstattung und damit die nötige Grundlage für weitere Investitionen in den Eigenbetrieb. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2011 bei 183,9 Mio. Euro und damit um 7,8 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 59,5 Prozent (Vorjahr: 69,9 Prozent).

Das Fremdkapital insgesamt ist von 75,8 Mio. Euro auf 125,1 Mio. Euro gestiegen. Die kurzfristigen Schulden nahmen von 41,9 Mio. Euro auf 71,6 Mio. Euro zu. Der Anstieg beruht unter anderem auf dem Unternehmenswachstum, wodurch der Zwischenfinanzierungsbedarf, zum Beispiel für Vorräte, neue Anlagen im Eigenbetrieb und das Volumen erhaltener Anzahlungen naturgemäß ebenfalls zunimmt. Darüber hinaus wird der Bau eigener Biogasanlagen zunächst zwischenfinanziert bevor er in langfristige und zinsgünstige Projektfinanzierungen umgeschichtet wird. So stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 10,0 Mio. Euro auf 35,5 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 14,4 Mio. Euro auf 16,6 Mio. Euro und die kurzfristigen Rückstellungen von 8,8 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro. Der Anstieg der langfristigen Schulden von 33,9 Mio. Euro auf 53,5 Mio. Euro ist ganz wesentlich auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um die Projektfinanzierungen der Biogasanlagen, die langfristig mit einem marktüblichen festen Zinssatz abgeschlossen worden sind.

Das Eigenkapital im Einzelabschluss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Mio. Euro erhöht. Ausschlaggebend hierfür ist der Bilanzgewinn. Die Erhöhung der Bilanzsumme von 192,0 Mio. Euro auf 230,9 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25,6 Mio. Euro auf 28,8 Mio. Euro zurückzuführen.

Liquiditätslage

Das Eigenkapital des EnviTec Biogas Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr 2010 um 7,8 Mio. Euro erhöht und beträgt nunmehr 183,9 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich um 10,4 Prozent und beträgt zum Bilanzstichtag 59,5 Prozent. Die Veränderung der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Bilanzsumme um 57,0 Mio. Euro zurückzuführen.

Im Berichtsjahr 2011 sind die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 43,5 Mio. Euro auf 82,3 Mio. Euro gestiegen. Diese Veränderung ist sowohl auf die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien in Höhe von rd. 23,0 Mio. als auch auf die Refinanzierung der bestehenden Biogasanlagen zurückzuführen.

Die Auswirkungen einer Veränderung des Zinsniveaus im Bereich der kurzfristigen Darlehen sind aus Sicht der EnviTec Biogas AG als auch auf Konzernebene überschaubar. Im Falle eines Anstiegs oder eines Rückgangs des Zinsniveaus um jeweils 0,5 Prozentpunkte verschlechtert bzw. verbessert sich das Ergebnis um TEUR 119.

Hinsichtlich der Kontokorrentlinien besteht eine Covenants in Höhe einer Eigenkapital-Quote von mindestens 25,0 Prozent.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im EnviTec-Konzern belaufen sich im Berichtsjahr 2011 auf 35,5 Mio. Euro. Hiervon wurden 23,8 Mio. Euro durch Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Die Laufzeit der Kontokorrentlinien ist, bis auf eine Linie in Höhe von 10,0 Mio Euro, die zum Ende des Geschäftsjahres 2012 ausläuft, unbestimmt und wird daher als kurzfristig behandelt. Das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Verzinsung erfolgt auf der Grundlage des EONIA plus einer marktüblichen Marge. Zur nachhaltigen Sicherung der Liquidität hat EnviTec weitere langfristige Kredite in Höhe von 4,3 Mio. Euro in Anspruch genommen. Die Laufzeit der Kreditlinien liegt in einem Intervall zwischen 5-10 Jahren, das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Tilgungen erfolgen durch die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Umlaufvermögen.

Um das internationale Engagement von EnviTec Biogas auf dem italienischen Markt weiter auszubauen, gibt es konkrete Planungen, die Finanzierung der Projekte mittels eines Schuldscheindarlehens zu realisieren. Das angestrebte Volumen beläuft sich auf 35,0 Mio. Euro. Gegenwärtig befinden sich acht 1 MW-Projekte in der Planung, von denen bereits sechs Projekte über eine entsprechende Genehmigung verfügen. Das Gesamtinvestment liegt bei rd. 41,5 Mio. Euro. Die Rahmenbedingungen in Italien haben sich aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation und der Refinanzierungsproblematik der Kreditinstitute massiv verschlechtert. Vor diesem Hintergrund ist es für EnviTec schwer, eine Projektfinanzierung zu akzeptablen Konditionen in Italien zu bekommen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird vom Management der EnviTec Biogas AG unter Berücksichtigung der sich aus dem Konzernabschluss 2011 ergebenden und oben dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie unter Einbeziehung des laufenden Geschäfts 2012 zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts als positiv beurteilt.

Sie ermöglicht die konsequente Umsetzung operativer und strategischer Ziele: Den Ausbau des Eigenbetriebs, den Aufbau des Geschäftsbereichs Energy, die Auslandsexpansion sowie die Erforschung neuer Technologien.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Die EnviTec Biogas AG verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und auf den Rechnungslegungsprozess umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikobericht

Der Vorstand von EnviTec Biogas führt das Unternehmen mit Weitsicht und misst der gesicherten Entwicklung des Unternehmens höchste Priorität bei. Gleichzeitig stellt er durch risikobewusstes Verhalten sicher, dass mit dem Geschäftsmodell nachhaltig Gewinne erwirtschaftet werden. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und unterstützt beim Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. Zudem ist sichergestellt, dass sich die beschriebenen Risiken mit dem Risikomanagementsystems abstimmen lassen.

Entsprechend unserer Unternehmensstrategie gehen wir Risiken nur dann ein, wenn diesen entsprechende Chancen zur Wertschöpfung und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes gegenüberstehen.

Das Risikomanagement

In einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft.

Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen.

Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.

Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologischen Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.

Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt folgendes:

das Entwickeln und Umsetzen des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Ergebnissteigerung ,
das Behaupten der Technologieführerschaft,
das Waren- und Dienstleistungsbeschaffungsmanagement als Grundlage des unternehmerischen Erfolgs,
die Sicherstellung der Liquidität.

Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG''). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung.

Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Derzeit sind keine für uns wesentlichen Änderungen erkennbar.

Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten.

EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert.

Auftrags-, Absatz- und Ausfallrisiko

Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der Offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet.

Von einem ehemaligen Großkunden werden Darlehensforderungen, Forderungen aus Maisverkauf sowie Bauforderungen bestritten. Die von der Gegenseite angeführten Argumente und Gegenforderungen sind haltlos und entbehren nach Einschätzung von EnviTec Biogas jedweder Grundlage. EnviTec sieht daher derzeit keinen Anlass für Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand.

Währungsrisiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und zukünftig in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können.

Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und den USA wurden Devisentermingeschäfts in Höhe von 2,7 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen Tochterunternehmen abgesichert.

Wettbewerbsrisiken

Der Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt.

Technologische Risiken

Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern.

Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.

Beschaffungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor.

Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Bioanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Unternehmenswachstum und interne Risiken

EnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert wurden und in der Organisation umgesetzt sind. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter.

Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des lokalen IKS.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.

Personalrisiken

Das Unternehmenswachstum von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut gebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen, wird auch das Unternehmenswachstum gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtages 31. Dezember 2011 sind nicht aufgetreten.

Sonstige Angaben

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabil

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich nach Angaben der meisten Wirtschaftsforschungsinstitute im Jahr 2012 weiter verlangsamen. Unter dem Eindruck der europäischen Staatsschuldenkrise wurde zuletzt die Mehrzahl der Wirtschaftsprognosen nach unten korrigiert.

Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel reduzierte seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum 2012 auf 3,4 Prozent und warnt vor hohen Konjunkturrisiken. Für die Industrieländer insgesamt erwarten die Experten einen leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukt von 1,4 Prozent. Für den Euroraum sehen sie mit -0,1 Prozent sogar die Möglichkeit einer Rezession. Deutschland wird demnach nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnen. Beeinflusst von der Abkühlung der Konjunktur in den westlichen Industriestaaten, fällt auch die Prognose für die Entwicklungs- und Schwellenländern schwächer als in den Jahren zuvor aus. Dennoch sollten diese Länder ihre Wirtschaftsleistung um mehr als 3,0 Prozent steigern.

Deutscher Biogasmarkt im Wandel

Wie bereits im Kapitel wirtschaftliche Rahmenbedingungen beschrieben, hat das neue EEG 2012 erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Biogasbranche in Deutschland. Der weltgrößte Biogasmarkt wird sich 2012 wandeln. Insbesondere die bedarfsgerechte Produktion von Strom in Biogasanlagen sowie die Direktvermarktung des generierten Stroms wird an Bedeutung gewinnen, wofür die Marktteilnehmer erst noch Geschäftsmodelle entwickeln und im Markt etablieren müssen. Daher erwartet EnviTec Biogas, dass sich das Wachstum des deutschen Biogasmarktes nach dem Ausnahmejahr 2011 in 2012 deutlich abschwächen wird.

Als führendes Unternehmen der Branche, wollen wir den Wandel aktiv mitgestalten und die neuen Chancen der Energie-Vermarktung nutzen. Die Weichen dafür hat EnviTec mit der Gründung des Geschäftsbereichs Energy gestellt. Mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Darüber hinaus wird die neue Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG EEG-Strom bedarfsgerecht vermarkten sowie Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern anbieten. Bei der Vermarktung haben wir mit der EGL Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns EGL AG, einen starken Partner gefunden.

Die Rahmenbedingungen im Bereich der Gasaufbereitung sind weiterhin gut. Diese wurden durch das EEG und die Gasnetzzugangsverordnung gestärkt. In diesem Segment erwartet EnviTec eine steigende Nachfrage. Mit der Anfang 2012 bekannt gegebenen Kooperation mit Evonik Industries haben wir uns technologisch weiterentwickelt und bieten mit der Membrantechnologie das aktuell effizienteste Verfahren an.

Auslandsentwicklung positiv

Das Auslandsgeschäft sollte auch im Jahr 2012 weiter wachsen und einen wichtigen Beitrag zur stabilen Entwicklung von EnviTec Biogas beitragen. So stammten Ende 2011 mit 87,2 Mio. Euro rund 51 Prozent unseres gesamten Auftragsbestandes von internationalen Kunden. Der wichtigste Auslandsmarkt wird weiterhin Italien sein. Daneben werden insbesondere Tschechien und Großbritannien zum internationalen Wachstum beitragen.

Deutliches Umsatz- und Ertragswachstum im Eigenbetrieb

Der kräftige Ausbau der Kapazitäten im Eigenbetrieb wird im Jahr 2012 bei Umsatz und Ertrag deutlich spürbar sein. Ende 2011 waren 42 MW erstmalig am Netz. EnviTec wird den margenstarken Eigenbetrieb weiter konsequent ausbauen. Insgesamt sollen im Jahr 2012 weitere eigene Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mindestens 10 MW errichtet werden. Damit sollte die Kapazität im Eigenbetrieb zum Jahresende 2012 bei mindestens 52 MW liegen.

Umsatzrückgang im Übergangsjahr 2012 erwartet

Das Jahr 2012 wird ein Übergangsjahr für EnviTec sein. Nach dem Ausnahmejahr 2011 wird der Wandel des deutschen Marktes zu einem deutlichen Umsatzrückgang von EnviTec im Anlagenbau in Deutschland führen. Dieser wird teilweise durch das Wachstum im Ausland kompensiert werden können. Für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG bedeutet dies, dass die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgehen wird, das operative Ergebnis allerdings deutlich positiv bleibt. Auch in den Segmenten Eigenbetrieb und Service erwarten wir steigende Erlöse. Das operative Ergebnis wird weiterhin deutlich positiv sein. Sowohl die Umsatz- und Ertragsprognose soll im weiteren Jahresverlauf konkretisiert werden.

Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

EnviTec blickt optimistisch in die Zukunft. Wir verfügen über ein starkes technologisches und finanzielles Fundament, um unsere führende Stellung im Markt zu behaupten. Ziel ist es, die vorhandenen Unternehmensstrukturen zu flexibilisieren, um auf sich ändernde Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern schneller reagieren zu können. Denn Wachstumspotentiale sind weiterhin vorhanden: In Deutschland bietet sowohl das neue EEG als auch der Gaseinspeisemarkt Chancen, die wir nachhaltig nutzen wollen. Darüber hinaus gibt es auch international Wachstumschancen in bestehenden und neuen Märkten. Daher sollte der Konzernumsatz in 2013 im Vergleich zu 2012 wieder steigen. Gleiches gilt auch für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG. Hierbei ist maßgeblich, dass sich der deutsche Markt an die neuen Rahmenbedingungen anpasst und die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Ausland stabil bleiben.

Grundzüge des Vergütungssystems

Die Angaben nach § 315 II Nr. 4 HGB sind im Vergütungsbericht enthalten.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems und der Vorstandsvergütung der einzelnen Mitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er berät und überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Entsprechend dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie dem Corporate Governance Kodex setzt sich die Gesamtvergütung des Vorstands aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung sowie einer variablen Vergütung. Der Aufsichtsrat hat die Vergütung ab 1.1.2011 für alle Vorstandsmitglieder so gestaltet, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen wurde. Grundlage für die Berechnung der variablen Vergütung ist der Konzernjahresgewinn vor Steuern für den 10 Mio. Euro übersteigenden Betrag. Der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden erhält eine variable Vergütung in Höhe von 0,65 Prozent, die übrigen Vorstände in Höhe von 0,5 Prozent auf den so ermittelten Konzern-Vorsteuerjahresgewinn. Die variable Vergütung wird im Folgejahr zu 50 Prozent ausgezahlt. Der verbleibende Vergütungsbetrag wird in den beiden darauf folgenden Jahren zu jeweils 25 Prozent ausgezahlt, sofern im jeweiligen Folgejahr ebenfalls ein Konzernjahresgewinn vor Steuern in Höhe von mindestens 10 Mio. Euro erreicht wird.

Für das Geschäftsjahr 2011 werden variable Vergütungen gezahlt, die der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen sind.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder als Nebenleistungen einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann. Des Weiteren zahlt die EnviTec Biogas AG die Prämien für eine bestehende D&O-Versicherung.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder haben folgende Laufzeiten.

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Olaf von Lehmden 31.12.2016
Jörg Fischer 31.12.2016
Roel Slotman 31.12.2016
Jürgen Tenbrink 30.06.2013

Die Vergütung der einzelnen für das Geschäftsjahr 2011 tätigen Vorstandsmitglieder ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstige Bezüge*
2011 2010 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 141.750 141.750 3.077 0 12.281 5.907
Jörg Fischer 130.000 125.000 2.367 0 7.991 7.748
Roel Slotman 120.000 120.000 2.367 0 8.987 8.602
Jürgen Tenbrink 120.000 60.000 2.367 0 12.904 4.150
Kunibert Ruhe 0 70.875 0 0 0 3.995

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in EUR Gesamt
2011 2010
--- --- ---
Olaf von Lehmden 157.108 147.657
Jörg Fischer 140.358 132.748
Roel Slotman 131.354 128.602
Jürgen Tenbrink 135.271 64.150
Kunibert Ruhe 0 74.870

* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D&O Versicherung

Aufsichtsratsvergütung

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in EUR Fixe Vergütung Variable Vergütung*
2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Bernard Ellmann (Vorsitzender) 20.000 20.000 7.500 7.500
Hans-Joachim Jung (stellv. Vorsitzender) 10.000 10.000 7.500 7.500
Michael Böging 10.000 10.000 7.500 7.500

* Sitzungsgeld

Abweichend vom Corporate Governance Kodex enthält die Aufsichtsratsvergütung keine erfolgsorientierte Komponente. Auch eine höhere Vergütung für den stellvertretenden Vorsitzenden ist nicht vorgesehen.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Bilanzstichtag hielten die Vorstände und Aufsichtsräte Aktien der EnviTec Biogas AG:

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Anzahl Aktien 31.12.2011 31.12.2010
Olaf von Lehmden* 7.288.317 6.645.017
Jörg Fischer 500 500
Roel Slotman 7.000 7.000
Jürgen Tenbrink 1.800 1.800
Bernard Ellmann 0 0
Hans-Joachim Jung 1.000 1.000
Michael Böging 0 0

* mittelbarer Aktienbesitz

Directors' Dealings

Grund der Mitteilungspflicht: Gesellschaft in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben, Mitteilungspflicht auslösende Person:

Olaf von Lehmden (Vorstandsmitglied)

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Datum Börsenplatz Geschäftsart Stückzahl Preis (EUR) Geschäftsvolumen (EUR)
17.01.2011 Außerbörslich Kauf 100.000 11,3873 1.138.731,66
14.03.2011 Außerbörslich Kauf 47.000 10,1604 477.540,56
05.05.2011 Außerbörslich Kauf 84.000 11,0201 925.691,42
08.06.2011 Außerbörslich Kauf 48.000 10,4527 501.727,52
21.07.2011 Außerbörslich Kauf 61.400 10,4152 639.494,89
03.08.2011 Außerbörslich Kauf 27.000 10,2822 277.618,38
12.08.2011 Außerbörslich Kauf 32.500 9,5296 309.680,60
29.08.2011 Außerbörslich Kauf 100.000 9,7841 978.412,50
04.10.2011 Außerbörslich Kauf 22.000 9,7592 214.703,24
07.10.2011 Außerbörslich Kauf 100.000 9,5333 953.325,00
22.12.2011 Außerbörslich Kauf 21.400 8,8308 188.979,12

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme.

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen, die sich nicht bereits aus dem Gesetz ergeben, liegen nicht vor.

Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten:

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2011 2010
Von Lehmden Beteiligungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 48,60 % 44,30 %
TS Holding GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 21,86 % 21,86 %
Ruhe Verwaltungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 12,02 % 11,96 %

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten liegen nicht vor.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine solche Art der Stimmrechtskontrolle besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Gemäß § 76 Abs. 2 AktG und Nr. 6.1. der Satzung der EnviTec Biogas AG kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Gemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Amtszeit. Gemäß Nr. 6.1 der Satzung der EnviTec Biogas AG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, kann der Aufsichtsrat nach § 84 Abs. 2 AktG ein Mitglied zum Vorsitzenden ernennen.

Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen gemäß § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG). Hiervon wurde in Nr. 16.3 der Satzung der EnviTec Biogas AG Gebrauch gemacht, wonach auch für Satzungsänderungen die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausreicht, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Bestimmungen oder der Satzung selbst eine höhere Mehrheit erforderlich ist. Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 7.500.000,00 Euro durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,
zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen,
um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

1. Gemäß Nr. 4.4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Aktien ausgegeben werden, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital I).

2. Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 eigene Aktien mit einem darauf entfallenden anteiligen Betrag in Höhe von bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals über die Börse zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d oder 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der bei Ausübung dieser Ermächtigung von der Gesellschaft gezahlte Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am jeweiligen Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft um nicht mehr als 10 Prozent über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden. Die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien spätestens am 23. Juni 2015.

Der Vorstand ist ermächtigt,

mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten dürfen, und zwar sowohl im Zeitpunkt des Wirksamwerdens als auch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen erforderlich sind, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen oder sonstigen Vermögensgegenständen zu verwenden;
eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, zur Erfüllung von durch die Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen eingeräumten Umtausch- oder Bezugsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen zu verwenden;
die eigenen Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre ist im Vollzug der vorherigen Maßnahmen ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Verwendung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Es bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

befindet sich auf unserer Internetseite unter

WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE.

EINZELABSCHLUSS

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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31.12.2011

in EUR
31.12.2010

in EUR
A. Analgevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.951,00 1.099
2. Geleistete Anzahlungen 26.199,00 0
418.150,00 1.099
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.107.373,93 7.409
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.551,00 104
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.364.120,54 4.340
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.000,00 0
11.564.045,47 11.853
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 25.384.870,06 19.184
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.690.462,00 4.053
3. Beteiligungen 1.231.202,15 616
4. Sonstige Ausleihungen 13.667.051,49 12.714
47.973.585,70 36.567
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.197.199,13 4.483
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 171.314.640,19 95.390
abzüglich erhaltene Anzahlungen -142.945.717,27 -61.942
39.566.122,05 37.931
3. Geleistete Anzahlungen 786.796,27 3.427
40.352.918,32 41.358
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.996.749,85 14.907
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 62.449.643,97 42.807
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhätnis besteht 22.954.536,62 13.201
4. Sonstige Vermögensgegenstände 30.931.375,98 29.791
130.332.306,42 100.706
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 86.665,82 177
C. Rechnungsabgrenzungsposten 203.593,06 213
230.931.264,79 191.973
Passiva
31.12.2011

in EUR
31.12.2010

in EUR
A. Anlagevermögen
I. Gezeichnetes Kapital 15.000.000,00 15.000
Abzüglich Nennebetrag eigener Anteile -150.000,00 -150
Ausgegebenes Kapital 14.850.000,00
II. Kapitalrücklage 139.328.633,67 139.329
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 10.150.000,00 10.150
IV. Bilanzgewinn 9.662.401,80 4.202
173.991.035,47 168.531
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 7.047.641,32 168.531
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.760.339,95 3.159
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.887.887,91 9.892
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.629.462,62 3.470
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. 155.903,28 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.842.494,24 1.299
davon aus Steuern 4.121.829,16 EUR (Vorjahr: 1.106.241,80 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 EUR (Vorjahr: 8.857,66 EUR)
49.276.088 17.082
D. Passive latente Steuern 616.500,00 372
230.931.264,79 191.973

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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2011

in EUR
2010

in EUR
1. Umsatzerlöse 104.712.199,54 95.632
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 75.925.244,02 8.867
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.714.886,14 4.846
Gesamtleistung 183.352.329,70 109.345
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 139.206.606,49 84.290
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 823.530,20 1.277
140.030.136,69 85.567
Rohergebnis 43.322.193,01 23.778
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.653.828,08 9.261
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.019.871,85 1.848
davon für Altersversorgung 34.663,20 34.715,33
12.673.699,93 11.109
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.662.154,63 2.214
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.820.699,98 14.481
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 765
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 437.500,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.260.894,53 4.320
davon aus Abzinsung 28.132,77 23.066,17
davon aus verbundenen Unternehmen 2.370.716,25 1.581.851,13
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.163.334,69 409
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 574.396,17 304
davon an verbundenen Unternehmen 74.369,69 81.931,40
2.523.163,67 4.372
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.688.802,14 346
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.161.236,26 517
davon latente Steuern 244.195,00 372.305,00
14. Sonstige Steuern 67.400,48 63
15. Jahresüberschuss 5.460.165,40 -234
16. Gewinnvortrag 4.202.236,40 4.436
17. Bilanzgewinn 9.662.401,80 4.202

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2011 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechung, ist gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.

2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig -nach der degressiven Methode.

Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 150,01 bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2011 wurden gegenüber dem Vorjahr nur noch nach der linearen Methode abgeschrieben. Unverändert blieben die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäftsbauten, technische Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Verzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten.

Unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigstellungsgrades unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch produktionsbezogene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB.

Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge mit TEUR 13 sowie sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR 10. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 S. 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet. (§ 256 a HGB)

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanz-Stichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz sowie für steuerliche Verlustvorträge, deren Verrechnung mit zu versteuernden Ergebnissen innerhalb von fünf Jahren erwartet wird.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.

3. Angaben und Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

3.1. Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Die in der Position Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2011 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt.

Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 622 auf die Finanzanlagen vorgenommen. Zudem wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 443 vorgenommen. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen.

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2011

Langfristige Vermögenswerte in EUR

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Stand 01.01.2011 Zugänge 2011 Abgänge/Tilgung 2011 Umgliederung 2011 Stand 31.12.2011 Stand 01.01.2011
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.806.453,65 64.393,49 0,00 0,00 1.870.847,14 707.484,65
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 26.199,00 0,00 0,00 26.199,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 8.404.703,12 5.744,00 0,00 0,00 8.410.447,12 995.663,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 211.264,08 6.500,00 0,00 0,00 217.764,08 107.488,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.455.271,66 1.687.063,85 434.780,96 0,00 11.707.554,55 6.115.005,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.000,00 0,00 0,00 6.000,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.457.832,32 6.330.256,09 94.920,00 0,00 25.693.168,41 274.114,27
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.053.200,00 7.690.462,00 4.053.200,00 0,00 7.690.462,00 0,00
3. Beteiligungen 624.831,88 615.000,00 0,00 0,00 1.239.831,88 8.629,73
4. Sonstige Ausleihungen 12.713.613,62 5.844.627,79 4.303.452,17 0,00 14.254.789,24 0,00
57.727.170,33 22.276.246,22 8.886.353,13 0,00 71.117.063,42 8.208.386,25

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Zugänge 2011 Abgänge 2011 Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2010
Abschreibungen Buchwert
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 771.411,49 0,00 1.478.896,14 391.951,00 1.098.969,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 26.199,00 0,00
418.150,00 1.098.969,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 307.409,33 0,00 1.303.073,19 7.107.373,93 7.409.039,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.725,00 0,00 131.213,08 86.551,00 103.776,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.559.608,81 331.180,46 7.343.434,01 4.364.120,54 4.340.266,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 6.000,00 0,00
11.564.045,47 11.853.081,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.184,08 0,00 308.298,35 25.384.870,06 19.183.718,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 7.690.462,00 4.053.200,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 8.629,73 1.231.202,15 616.202,15
4. Sonstige Ausleihungen 587.737,75 0,00 587.737,75 13.667.051,49 12.713.613,62
47.973.585,70 36.566.733,82
3.284.076,46 331.180,46 11.161.282,25 59.955.781,17 49.518.784,08

3.2. Forderungenspiegel

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit

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unter einem Jahr

in EUR
über einem Jahr

in EUR
gesamt

in EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.996.749,85 0,00 13.996.749,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 62.449.643,97 0,00 62.449.643,97
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.954.536,62 0,00 22.954.536,62
4. Sonstige Vermögensgegenstände 30.824.170,92 107.205,06 30.931.375,98
Gesamt 130.225.101,36 107.205,06 130.332.306,42

3.3. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von 1.752.000 EUR ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.

Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu EUR 4.500.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/ oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 7.500.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen
zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen,
um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Entwicklung des Bilanzgewinns

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TEUR
Jahresüberschuss 5.460
Gewinnvortrag zum 1. Januar 2011 4.202
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 9.662

3.4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 4.111, Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 891, Aufwendungen für sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 791, Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten von TEUR 308 und Sonderzahlungen mit TEUR 197 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 750.

3.5 Verbindlichkeitenspiegel

Die Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Laufzeit und Besicherung wie folgt:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit

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unter einem Jahr

in EUR
ein bis fünf Jahre

in EUR
über fünf Jahre

in EUR
insgesamt

in EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.468.989,38 2.291.350,57 2.000.000,00 28.760.339,95
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.887.887,91 0,00 0,00 10.887.887,91
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.629.462,62 0,00 0,00 4.629.462,62
4. Sonstige Vermögensgegenstände 155.903,28 0,00 0,00 155.903,28
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.842.494,24 0,00 0,00 4.842.494,24
Gesamt 44.984.737,43 2.291.350,57 2.000.000,00 49.276.088,00

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft abgesichert.

3.6. Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 2.738.724,90 (Vorjahr: EUR 1.430.585,40).

Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

Bürgschaftsnehmer

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Sicherungszweck Sicherungsbetrag

in EUR
RePro Beber GmbH & Co. KG und / oder Biogas Nieheim GmbH & Co. KG und / oder Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG und/oder Biogas Schönthal GmbH & Co. KG und / oder Biogas Hirl GmbH & Co. KG Sicherung aller bestehenden und künftigen, auch bedingten oder befristeten Forderungen der Bremer Landesbank gegenüber den verbundenen Unternehmen 1.000.000,00
Biogas Nordholz GmbH Auszahlungsvoraussetzungen zu Darlehensverträgen der Deutschen Kreditbank 129.200,00
A3 Water Solutions GmbH Gewährleistungsansprüche der SFPI SwissFarmer-Power Inwil AG 20.524,90
Biogas Elm GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderungen der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde 200.000,00
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG Sicherheitsleistung für Vorleistungen der OST BAU GmbH 100.000,00
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG Zahlungsansprüche der STRABAG AG 796.000,00
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderungen der Landessparkasse zu Oldenburg 257.000,00
Biogas Kruse GmbH & Co. KG Sicherung aller Forderungen der Landessparkasse zu Oldenburg 236.000,00

Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbstständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%.

3.7. Derivative Finanzinstrumente

Zum 31. Dezember 2011 bestehen bei der Bremer Landesbank Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos in Höhe von CZK 64.397.974,00 und USD 678.291,00. Abgesichert werden zukünftige Forderungen, die in der ausländischen Währung lauten. Der für das Devisentermingeschäft in CZK positive beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2011, ermittelt nach der "marking to market - Methode", beträgt EUR 67.346,66. Weiter wurde für die USD-Absicherung zum 31. Dezember 2011 eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von EUR 26.000,00 gebildet.

3.8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Projektierung und dem Bau von Biogasanlagen bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.188 (Vorjahr: TEUR 6.510).

3.9. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2011 entfallen in Höhe von TEUR 67.412 (Vorjahr: TEUR 84.598) auf das Inland, in Höhe von TEUR 37.296 (Vorjahr: TEUR 10.395) auf Lieferungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet sowie in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 639) auf Lieferungen in das Drittlandsgebiet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2011 entfallen im Wesentlichen auf Bonuszahlungen von unseren Lieferanten und belaufen sich auf TEUR 1.675. Der verbleibende Betrag teilt sich auf die Positionen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 165, Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 239, Erlöse aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 228, Sachbezüge in Höhe von TEUR 258 sowie in sonstige Positionen in Höhe von TEUR 150 auf.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2011 entfallen in Höhe von TEUR 3.598 auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 11.796 auf Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 8.968 auf Betriebskosten.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1. Beeinflussung des Jahresergebnisses

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 1.161 belastet.

4.2. Organe der Gesellschaf

Zum Vorstand sind bestellt:

Olaf von Lehmden (Vorsitzender),

Chief Executive Officer, Lohne

Jörg Fischer,

Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof

Roel Slotman,

Chief Customer Officer International,Enter

Jürgen Tenbrink,

Chief Technical Office, Steinfurt,

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 521.928,00.

Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:

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erfolgsunabhängig

in EUR
erfolgsabhängig

in EUR
Olaf von Lehmden 141.750,00 3.077,00
Jörg Fischer 130.000,00 2.367,00
Roel Slotman 120.000,00 2.367,00
Jürgen Tenbrink 120.000,00 2.367,00

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Zum Aufsichtsrat sind bestellt:

Bernard Ellmann (Vorsitzender),

ehemaliger Group Vice President der Unilever Gruppe

Mitglied des Aufsichtsrats der Glidat Strauss Ltd., Israel

Mitglied des Beirats der Müller Gruppe

Hans-Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender),

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft

Michael Böging,

Geschäftführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 62.500,00.

4.3. Aufstellung des Anteilsbesitzes

a) Beteiligungen an Kapitalgesellschaften

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Name Sitz Anteil Eigenkapital

in EUR
Ergebnis 2011

in EUR
EnviTec Service GmbH Lohne 100,00% 3.992.990 890.448
EnviTec Projekt-entwicklung GmbH Lohne 87,50% 1.267.823 -198.777
EnviTec - Biogas SEE kft. Kecskemet/Ungarn 51,14% - 417 33.117
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o. Velké Meziri-ci/Tschechien 55,00% -563.338 1.637.807
EnviTec Biogas (India) Private Lim-ited Bangalore/Indien 50,00% 1.264.891 - 437.781
EnviTec Filtration Technik GmbH Lohne 50,00% -59.538 -7.145
EnviTec Biogas France SARL Tregueux/Frankreich 65,00% 69.561 -15.104
Rentech Bioener-gas S.A Athen/Griechenland 21,00% 0 0
EnviTec UK Ltd. Rugeley/Großbritannien 60,00% -136.768 211.403
EnviTec Biogas Nederland BV Enter/Niederlande 100,00% -354.674 -236.313
EnviTec Biogas Italia GmbH Lohne 100,00% -839.591 -6.168
EnviTec Biogas Italia srl Sommacampagna/Italien 100,00% 693.528 535.515
EnviTec Verwaltungs-GmbH Lohne 95,12% 35.977 1.657
Zweite EnviTec Verwaltungs-GmbH Lohne 100,00% 32.714 3.133
EnviTec Biogas Iberica S.L. Bilbao/Spanien 100,00% -592.792 -147.547
EnviTec Biogas Baltic SIA Riga/Lettland 100,00% -718.024 -181.240
Second Biogas Operating Holding srl Bozen/Italien 66,00% 76.563 -218.839
EnviTec Energy Contracting Verwaltungs GmbH Lohne 100,00% 27.280 663
P. Theunissen Holding B.V. Bergharen/Niederlande 50,00% 0 0
EnviTec Biogas Korea Inc. Seoul/Korea 100,00% 0 0
S.C. EnviTec Biogas Romania S.R.L Arad/Rumänien 100,00% 0 0
Biogasanlagen Coevorden GmbH Lohne 100,00% 13.338 -5.734
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH Friesoythe 50,10% 23.809 1.298
A3 Water Solutions GmbH Gelsenkirchen 70,00% 1.332.662 100.238
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH Gelsenkirchen 70,00% -43.473 -13.911
EnviTec Biogas d.o.o Slatina/Kroatien 85,00% -41.675 -39.607
EnviTec Biogas Polska Sp. z.o.o. Poznan/Polen 100,00% 0 0
Biogas Varazdin d.o.o Slatina/Kroatien 85,00% 0 0
ETBKN Verwaltungs GmbH Lohne 75,00% 25.437 760
Biogas Operating Holding srl Sommacampagna/Italien 85,00% 53.592 -25.961
EnviTec Biogas USA INC. Rochester/USA 100,00% -61.789 -62.044

b) Beteiligungen an Personengesellschaften

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Name Sitz Anteil Eigenkapital

in EUR
Ergebnis 2011

in EUR
Biogas Lüken-Feldmann KG Lohne 50,00% 290.652 130.437
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG Lohne 94,92% 1.438.825 242.882
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG Lohne 100,00% 8.900.626 167.706
EnviTec Energy Contracting GmbH & Co. KG Lohne 100,00% 862.943 -226.640
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG Lohne 91,50% 4.796.719 -539.225
GLC Biogas GmbH & Co. KG Lohne 91,50% 106.891 4.989
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG Friesoythe 61,00% 6.757.768 75.070
ETBKN GmbH & Co. KG Lohne 75,00% 1.986.144 4.941
Saergas GmbH & Co. KG Saerbeck 33,33% 875.051 -69.949

Die EnviTec Biogas AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich.

4.4. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Anzahl der Arbeitnehmer zum 31.12.2011 betrug 244 Personen und teilt sich wie folgt auf:

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2011
Lohnempfänger 83
Gehaltsempfänger 161
244

4.5. Verwendung des Jahresergebnisses

Es wird der Hauptversammlung am 24. Juli 2012 vorgeschlagen, den in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.662.401,80 auf neue Rechnung vorzutragen.

4.6. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Auf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 285 Nr. 17 Halbsatz 2 HGB verzichtet.

4.7. Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 616.500,00 (Vorjahr: EUR 372.305,00) ergeben sich überwiegend aus unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz. Die Bewertung der Differenzen erfolge mit einem Steuersatz von 15,825 %.

4.8. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wird zusammen mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 26. April 2012 abgegeben und wird den Aktionären auf unserer Website dauerhaft zugänglich gemacht werden.

4.9. Mitteilungspflichten gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

1. Der Stimmrechtsanteil der Ruhe Verwaltungs GmbH, Kühlings Kamp 12, D-49456 Ba-kum-Lüsche, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, hat am 12. August 2011 die Schwelle von 75% überschritten und beträgt zu diesem Tag 75,10% (Stimmrechte aus 11.265.607 Stammaktien; die EnviTec Biogas AG hat nur Stammaktien ausgegeben). Davon sind der Ruhe Verwaltungs GmbH insgesamt 63,08% (Stimmrechte aus 9.461.900 Stammaktien) gem. § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen; 41,21% (Stimmrechte aus 6.181.900 Stammaktien) von der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, sowie 21,87% (Stimmrechte aus 3.280.000 Stammaktien) von der TS Holding GmbH, Visbek.

2. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Kunibert Ruhe, Kühlings Kamp 12, D-49456 Bakum-Lüsche, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, hat am 12. August 2011 die Schwelle von 75% überschritten und beträgt zu diesem Tag 75,10% (Stimmrechte aus 11.265.607 Stammaktien; die EnviTec Biogas AG hat nur Stammaktien ausgegeben). Davon sind Herrn Kunibert Ruhe 12,02% (Stimmrechte aus 1.803.707 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über das von ihm beherrschte Tochterunternehmen Ruhe Verwaltungs GmbH zuzurechnen. Weitere 63,08% (Stimmrechte aus 9.461.900 Stammaktien) sind Herrn Kunibert Ruhe gem. § 22 Abs. 2 WpHG über das von ihm beherrschte Tochterunternehmen Ruhe Verwaltungs GmbH zuzurechnen; 41,21% (Stimmrechte aus 6.181.900 Stammaktien) von der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, sowie 21,87% (Stimmrechte aus 3.280.000 Stammaktien) von der TS Holding GmbH, Visbek.

3. Der Stimmrechtsanteil der TS Holding GmbH, Danziger Straße 4, D-49429 Visbek, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, hat am 4. Oktober 2011 die Schwelle von 75% überschritten und beträgt zu diesem Tag 75,07% (Stimmrechte aus 11.260.911 Stammaktien; die EnviTec Biogas AG hat nur Stammaktien ausgegeben). Davon sind der TS Holding GmbH insgesamt 53,21% (Stimmrechte aus 7.980.911 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen; 42,03% (Stimmrechte aus 6.303.900 Stammaktien) von der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, sowie 11,18% (Stimmrechte aus 1.677.011 Stammaktien) von der Ruhe Verwaltungs GmbH, Bakum.

4. Der Stimmrechtsanteil der Tobias Schulz Lebus GmbH & Co. KG, Schneiderkruger Str. 12, D-49429 Visbek, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, hat am 4. Oktober 2011 die Schwelle von 75% überschritten und beträgt zu diesem Tag 75,07% (Stimmrechte aus 11.260.911 Stammaktien; die EnviTec Biogas AG hat nur Stammaktien ausgegeben). Davon sind der Tobias Schulz Lebus GmbH & Co. KG 21,87% (Stimmrechte aus 3.280.000 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über das von ihr beherrschte Tochterunternehmen TS Holding GmbH zuzurechnen. Weitere 53,21% (Stimmrechte aus 7.980.911 Stammaktien) sind der Tobias Schulz Lebus GmbH & Co. KG gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über das von ihr beherrschte Tochterunternehmen TS Holding GmbH zuzurechnen; 42,03% (Stimmrechte aus 6.303.900 Stammaktien) von der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, sowie 11,18% (Stimmrechte aus 1.677.011 Stammaktien) von der Ruhe Verwaltungs GmbH, Bakum.

5. Der Stimmrechtsanteil der Schulz Vermögensverwaltung GmbH, Schneiderkruger Str. 12, D-49429 Visbek, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, hat am 4. Oktober 2011 die Schwelle von 75% überschritten und beträgt zu diesem Tag 75,07% (Stimmrechte aus 11.260.911 Stammaktien; die EnviTec Biogas AG hat nur Stammaktien ausgegeben). Davon sind der Schulz Vermögensverwaltung GmbH 21,87% (Stimmrechte aus 3.280.000 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Tobias Schulz Lebus GmbH & Co. KG und die TS Holding GmbH zuzurechnen. Weitere 53,21% (Stimmrechte aus 7.980.911 Stammaktien) sind der Schulz Vermögensverwaltung GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über das von ihr beherrschte Tochterunternehmen TS Holding GmbH zuzurechnen; 42,03% (Stimmrechte aus 6.303.900 Stammaktien) von der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, sowie 11,18% (Stimmrechte aus 1.677.011 Stammaktien) von der Ruhe Verwaltungs GmbH, Bakum.

6. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Tobias Schulz, Danziger Straße 4, D-49429 Visbek, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, hat am 4. Oktober 2011 die Schwelle von 75% überschritten und beträgt zu diesem Tag 75,07% (Stimmrechte aus 11.260.911 Stammaktien; die EnviTec Biogas AG hat nur Stammaktien ausgegeben). Davon sind Herrn Tobias Schulz 21,87% (Stimmrechte aus 3.280.000 Stammaktien) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Schulz Vermögensverwaltung GmbH, die Tobias Schulz Lebus GmbH & Co. KG und die TS Holding GmbH zuzurechnen. Weitere 53,21% (Stimmrechte aus 7.980.911 Stammaktien) sind Herrn Tobias Schulz gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über das von ihm beherrschte Tochterunternehmen TS Holding GmbH zuzurechnen; 42,03% (Stimmrechte aus 6.303.900 Stammaktien) von der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, sowie 11,18% (Stimmrechte aus 1.677.011 Stammaktien) von der Ruhe Verwaltungs GmbH, Bakum.

7. Wir, Farringdon I (FFI), Luxembourg, Luxembourg, teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, am 7. Oktober 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,68% (401.965 Stimmrechte) beträgt.

8. Wir, Farringdon Capital Management Switzerland SA (FCMS), Geneva, Switzerland, teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, am 7. Oktober 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,68% (401.965 Stimmrechte) beträgt. Davon sind uns 2,68% der Stimmrechte (401.965 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

9. Wir, Farringdon Capital Management SA (FCML), Luxembourg, Luxembourg, teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, am 7. Oktober 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,68% (401.965 Stimmrechte) beträgt. Davon sind uns 2,68% der Stimmrechte (401.965 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Lohne, den 23. April 2012

EnviTec Biogas AG

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 264 Abs. 2 Satz 3, 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der EnviTec Biogas Aktiengesellschaft ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagerbericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Lohne, den 23. April 2012

Der Vorstand

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 23. April 2012

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Prof. Dr. Jordan, Wirtschaftsprüfer

gez. Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer

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