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EnviTec Biogas AG

Annual Report May 18, 2011

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Annual Report

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EnviTec Biogas AG

Lohne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

BIOGAS +

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+ LANDWIRTSCHAFT WO TRADITION UND FORTSCHRITT ZUSAMMENGEHEN.
+ PRIVATE HAUSHALTE GUT FÜR DIE KASSE, GUT FÜR DAS KLIMA.
+ UMFELD WACHSENDE AUFKLÄRUNG FÜR LAND, LUFT UND LEUTE.
+ ÖFFENTLICHE GEBÄUDE ENERGIE AUS DER REGION FÜR DIE REGION.
+ FORSCHUNG FÜR MEHR ENERGIEEFFIZIENZ.
+ INDUSTRIE WERTSCHÖPFUNG BIS ZUM LETZTEN REST.
+ INVESTMENT MEHR WIRTSCHAFT MIT WEITBLICK.
+ ERDGASNETZ STABIL, IMPORTUNABHÄNGIG UND DEZENTRAL.
+ FINANZPARTNER GEMEINSAM ZUM MODERNEN ENERGIEUNTERNEHMEN.
+ GROSSABNEHMER ENERGIE BEZIEHEN, WO SIE GEBRAUCHT WIRD.
+ KRAFTSTOFF FÜR UMWELTBEWUSSTE RENNFAHRER VON MORGEN.

VORWORT DES VORSTANDS

Verehrte Aktionäre, liebe Kunden, Mitarbeiter und Freunde der EnviTec Biogas AG,

wie der Energiemix der Zukunft aussehen soll, wird derzeit heiß diskutiert. Dass atomare und fossile Energien nicht dazu gehören dürfen, haben uns nicht erst die vergangenen Monate vor Augen geführt. Fossile Quellen sind klimaschädlich und neigen sich dem Ende zu. Um die letzten Vorkommen auszubeuten, sind hohe Risiken nötig, wie die Ölpest im Golf von Mexiko gezeigt hat. Kernenergie ist keine Alternative. Leider scheinen erst die schrecklichen Ereignisse in Japan für ein wirkliches Umdenken zu sorgen und eine schnellere Energiewende einzuläuten. Deutschland kann in diesem Prozess eine Vorreiterrolle übernehmen. Das wäre nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern würde weitere Arbeitsplätze in der Zukunftsbranche Erneuerbare Energie schaffen.

Wir von EnviTec sind davon überzeugt, dass alternative Energien die Lücken füllen können: Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Nachwachsende Rohstoffe, Abfall, Sonne, Wind und Wasser sind ausreichend vorhanden und über die Technologie, daraus saubere Energie zu machen, verfügen wir ebenfalls. Natürlich gibt es keine Blaupause, die global angewendet werden kann, sondern jede Region muss ihren individuellen Mix finden.

Biogas wird einen festen Platz in diesem Mix haben. Das steht für uns außer Frage. Nicht weil EnviTec das führende Unternehmen der Branche ist, sondern weil wir schon heute die Vielseitigkeit von Biogas unter Beweis stellen. In diesem Geschäftsbericht wollen wir Ihnen die Vorteile unserer Technik aufzeigen und Ihnen die EnviTec-Welt näherbringen.

Denn Biogas ist ein Multitalent: Zum Beispiel bei den Einsatzstoffen. Dafür eignen sich grundsätzlich alle organischen Stoffe. Wie derzeit in Wales, wo 100 Prozent Reststoffe aus der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, hat EnviTec schon zahlreiche Biogasanlagen gebaut, die die unterschiedlichsten Einsatzstoffe verwenden. Damit sind wir fit auch für die Novellierung des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Eine Gleichbehandlung aller Einsatzstoffe würde dafür sorgen, dass je nach Region das effizienteste Material eingesetzt wird. Wichtig ist allerdings, dass die neuen Rahmenbedingungen schnell festgezurrt werden - oder eine Übergangsfrist eingeführt wird - um die aufkommende Verunsicherung im Keim zu ersticken. Nur feste Rahmenbedingungen ermöglichen Investitionen und erlauben unserer Branche, ihren Beitrag zur sauberen Energieversorgung von morgen zu leisten.

Das EnviTec-Team arbeitet jeden Tag daran, Biogas noch besser zu machen. Wir testen permanent alternative Inputstoffe auf ihren entscheidenden Faktor: maximale Energie bei geringstmöglicher Ressourcen- und Umweltbelastung. Organische Abfallstoffe erweisen sich als erfolgversprechende Newcomer. Wir werden auch den Flächenbedarf für nachwachsende Rohstoffe erheblich reduzieren. Pflanzen mit höherem Energiegehalt und Technologien, die aus ihnen mehr Energie gewinnen, werden den Flächenbedarf pro Megawattstunde in den kommenden Jahren um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Auch auf der Verbraucherseite ist Biogas so vielseitig wie nur ganz wenige Energieformen. Längst wird es nicht nur ins Stromnetz eingespeist. Durch intelligente Konzepte versorgt die bei der Stromproduktion entstehende Abwärme private Haushalte, Schulen oder Krankenhäuser - kostengünstig und CO2 -neutral. Aufbereitet in Erdgasqualität macht Biogas Deutschland unabhängiger von Gas-Importen und könnte schon bald an vielen Tankstellen für den Einsatz in Erdgasfahrzeugen, beispielsweise für Fahrzeugflotten in der Tageslogistik, eingesetzt werden. Wir werden künftig den Bereich der zielgerechten Vermarktung von Biogas weiter ausbauen und sehen hier ein Geschäftsfeld mit großen Chancen.

Sie merken, die Biogasbranche entwickelt sich weiter. Wie das Jahr 2010 gezeigt hat, ist EnviTec gut darauf vorbereitet, die sich bietenden Chancen zu nutzen: strategisch, personell, technologisch und finanziell. Im vergangenen Jahr haben wir unseren Umsatz um 23,4 Prozent auf 148,0 Mio. Euro gesteigert. Die dynamische Umsatzentwicklung hat sich auch auf der Ertragsseite positiv bemerkbar gemacht. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 1,0 Mio. Euro ist uns der Sprung zurück in die Gewinnzone gelungen. Unterm Strich lag der Jahresüberschuss bei 2,3 Mio. Euro.

Wichtigster Absatzmarkt ist weiterhin Deutschland. Unsere Biogasanlagen entwickeln sich jedoch immer mehr zum Exportschlager. Im Jahr 2010 haben wir schon 31,8 Prozent unserer Umsätze im Ausland erzielt - Tendenz steigend. So stammen 36 Prozent des Auftragsbestands von insgesamt 252,6 Mio. Euro von internationalen Kunden. Dank dieser hohen Nachfrage sind wir für 2011 nahezu ausgelastet und werden Skaleneffekte nutzen, um unsere Profitabilität zu verbessern.

Neben dem Anlagenbau werden wir auch im Eigenbetrieb Gas geben. Allein in Deutschland planen wir in den Jahren 2011 und 2012 jeweils Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von rund zwölf Megawatt in Betrieb zu nehmen und damit unsere Kapazität zu verdoppeln. Darüber hinaus haben wir in Italien die ersten Genehmigungen für eigene Anlagen erhalten. Mit dem Bau erster Anlagen könnte - nach Abschluss der Projektfinanzierungen - noch im Jahresverlauf 2011 begonnen werden.

Schon heute produzieren von EnviTec errichtete Anlagen rund 1,75 Milliarden Kilowattstunden CO2 -neutralen Strom pro Jahr und versorgen damit mehr als eine halbe Million Haushalte. Auch in Zukunft werden wir alles daran setzen unsere Welt ein Stück grüner zu machen und würden uns sehr freuen, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten.

Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Roel Slotman

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir blicken auf ein herausforderndes aber letztlich mit einem Konzernergebnis von 2,3 Mio. Euro noch akzeptables Geschäftsjahr 2010 zurück. Den Umsatz hat EnviTec um 23,4 Prozent gesteigert und beim operativen Ergebnis ist der Sprung zurück in die Gewinnzone gelungen. Wir beschäftigen inzwischen mehr als 400 Mitarbeiter und Biogasanlagen "Made by EnviTec" produzieren in 9 Ländern über 200 Megawatt saubere Energie. Diese Entwicklung hat der Aufsichtsrat auch im vergangenen Jahr intensiv begleitet.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Corporate Governance obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir wurden in alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig eingebunden. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Entwicklungen unterrichtet. Nach eingehenden Beratungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu.

Vor dem Hintergrund des Unternehmenswachstums standen die Beschäftigungssituation, die Finanz- und Investitionsplanung, die Branchensituation, die Ausdehnung des Eigenbetriebes und das Risikomanagement im Mittelpunkt unserer Sitzungen. Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Aufgrund der ausführlichen Berichterstattung durch den Vorstand sind wir von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns überzeugt und sahen uns nicht veranlasst, von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 Aktiengesetz Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Veränderung im Vorstand

Kunibert Ruhe, Gründer sowie Vertriebs- und Technikvorstand von EnviTec Biogas, ist zum 1. Juli 2010 auf eigenen Wunsch aus dem Führungsgremium ausgeschieden. Er wird dem Unternehmen als Aktionär und Berater eng verbunden bleiben. Als neuen Technikvorstand haben wir zum 1. Juli Jürgen Tenbrink berufen. Er ist für die Unternehmensbereiche Projektabwicklung, Forschung und Entwicklung, Einkauf sowie Qualitätssicherung verantwortlich. Die weiteren Aufgaben von Kunibert Ruhe wurden innerhalb des Vorstandes verteilt. Den Bereich Vertrieb Inland hat Olaf von Lehmden übernommen. Im Verantwortungsbereich von Jörg Fischer liegen nun auch die Bereiche Marketing und Lobbyarbeit. Wir möchten an dieser Stelle Herrn Ruhe für seine Verdienste beim Aufbau der EnviTec Biogas AG als Gründer und Vorstand herzlich danken.

Bildung von Ausschüssen

Aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir keine Ausschüsse gebildet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum behandelt. Nach § 100 Abs. 5 AktG RegE Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Funktion nimmt unser Mitglied Hans-Joachim Jung wahr.

Sitzungen und Schwerpunkte der Beratung

Im Geschäftsjahr 2010 ist der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten. Bei allen Sitzungen lag die Präsenz bei 100 Prozent. Gegenstand regelmäßiger Beratungen waren die Umsatz-, Ergebnis-, und Personalentwicklung des Konzerns. Darüber hinaus haben wir kontinuierlich die Finanz- und Risikolage sowie die Compliance kontrolliert.

In der Sitzung am 7. April haben wir uns schwerpunktmäßig mit der strategischen Ausrichtung des Konzerns, der Investitionsplanung für den Ausbau des Eigenbetriebs und der Planung für das Geschäftsjahr 2010 befasst. Die Sitzung am 14. April stand ganz im Zeichen des Jahresabschlusses 2009 und der Hauptversammlung 2010. So haben wir an diesem Tag nach dem Bericht des Abschlussprüfers und einer eingehenden eigenen Prüfung den Jahresabschluss 2009 für die AG und den Konzern festgestellt. Im Anschluss haben wir auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2010 der EnviTec Biogas AG festgelegt. Der Aufsichtsrat hat sich in dieser Sitzung ausführlich mit den Auswirkungen des BilMoG auseinander gesetzt. Auf einer außerordentlichen Sitzung am 10. Juni 2010 haben wir uns für Jürgen Tenbrink als neues Vorstandsmitglied entschieden. Anschließend hat der Aufsichtsrat die Vertretungsberechtigung innerhalb des Vorstands festgelegt. Aufgrund des Vorstandswechsels haben wir auf unserer Sitzung am 23. Juni die Aufgaben innerhalb des Vorstands teilweise neu zugeordnet. Darüber hinaus haben wir die neue Konzernstruktur erörtert. In dieser Sitzung berichtete uns der Vorstand zudem ausführlich über die aktuelle Branchensituation und die Entwicklungen bei Großkunden und -projekten. Am 22. September hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr erörtert und mit den Planzahlen verglichen. In dieser Sitzung haben wir auch intensiv die Chancen und Risiken der Auslandsexpansion diskutiert. Die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Jahr 2010 am 8. Dezember stand ganz im Zeichen der Zukunft: Nachdem uns der Vorstand seine Planung für das Jahr 2011 detailliert vorgestellt hatte, erörterten wir die damit verbundenen Chancen und Risiken ausführlich und haben uns von der Validität der Planzahlen überzeugt.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2010 mit der Einhaltung und Weiterentwicklung der Corporate Governance bei EnviTec intensiv beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 19. April 2011 gemeinsam eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. EnviTec Biogas entspricht allen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der unter der Entsprechenserklärung dargestellten Abweichungen. Der Aufsichtsrat hat vom Abschlussprüfer die Unabhängigkeitserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Über die Prüfungsleistung hinaus war der Abschlussprüfer für die Gesellschaft in steuerlicher Beratung im Ausland tätig. Informationen zur Corporate Governance bei EnviTec finden Sie im Corporate Governance Bericht in diesem Geschäftsbericht.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der AG, den gemäß § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dieser ist auf Seite 102 wiedergegeben. Der Prüfauftrag wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 vergeben. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Informations- und Überwachsungssystem eingerichtet hat, um Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in der Aufsichtsratssitzung am 19. April 2011 von uns intensiv diskutiert. An der Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH, teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Anschließend stand er, genauso wie der Vorstand, für ergänzende Fragen zur Verfügung. Nach einer intensiven Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer am 26. April 2011 im Umlaufverfahren zugestimmt und den Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir geprüft und diesem unter Berücksichtigung der Expansionspläne und der Finanzlage zugestimmt.

Im Rahmen der Sitzung am 19. April 2011 haben wir auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen eingehend geprüft. Diese Prüfung hat zu keiner Beanstandung geführt. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und haben keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für das Engagement im Jahr 2010, in dem EnviTec eine führende Position im Biogasmarkt behauptet hat. Mit unserem hoch motivierten Team und unserer ausgezeichneten Marktstellung im In- und Ausland verfügen wir über beste Voraussetzungen für ein erfolgreiches Jahr 2011. Darauf deutet auch die operative Entwicklung zum Jahresbeginn 2011 hin.

Lohne, den 26. April 2011

Bernard Ellmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance steht bei EnviTec für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Sie fördert das Vertrauen von Mitarbeitern, Anlegern, Kunden und der Öffentlichkeit. Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entspricht EnviTec mit sieben begründeten Ausnahmen.

Transparenz in der Kommunikation

Wir informieren unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit mit einem Höchstmaß an Transparenz. Um dies zu gewährleisten, folgt unsere Unternehmenskommunikation dem Anspruch, alle Zielgruppen gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Im Internet können sich Aktionäre und potenzielle Anleger jederzeit über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Sämtliche Unternehmens- und ad-hoc-Mitteilungen und andere kapitalmarktrelevante Publikationen der EnviTec Biogas AG werden auf unserer Internetseite in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Ein Finanzkalender mit allen wichtigen Terminen wird ebenfalls auf der Homepage www.envitec-biogas.de publiziert und laufend aktualisiert.

Aktionäre und Hauptversammlung

Jede Stückaktie der EnviTec Biogas AG gewährt eine Stimme. Die Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Rechte auf der mindestens einmal im Jahr stattfindenden Hauptversammlung aus. Das Stimmrecht kann entweder persönlich auf der Hauptversammlung oder mittels eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters der Gesellschaft oder eines bevollmächtigten Vertreters ausgeübt werden. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sowie eventuell zugänglich zu machende Gegenanträge und Wahlvorschläge von Aktionären werden unter www.envitec-biogas.de zur Einsicht und zum Download zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die Hauptversammlung werden auf dieser Seite auch die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse veröffentlicht.

Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Die EnviTec Biogas AG hat eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Der Vorstand leitet das Unternehmen und wird dabei vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Dies entspricht dem deutschen Aktienrecht. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG verfolgen ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu arbeiten sie eng zusammen und beraten gemeinsam über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Compliance- und Risikomanagement des Unternehmens. Auch darüber hinaus stehen der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig in Kontakt. Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind, traten im Berichtsjahr nicht auf.

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2010 aus vier Mitgliedern zusammen. Kunibert Ruhe, Gründer sowie Vertriebs- und Technikvorstand von EnviTec Biogas, ist zum 1. Juli 2010 auf eigenen Wunsch aus dem Führungsgremium ausgeschieden. Er wird dem Unternehmen als Aktionär und Berater eng verbunden bleiben. Als neuen Technikvorstand hat der Aufsichtsrat zum 1. Juli 2010 Jürgen Tenbrink berufen.

Dem Aufsichtsrat gehören drei Mitglieder an. Er erfüllt damit die gesetzliche Mindestgrenze. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Nach § 100 Abs. 5 AktG RegE Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Funktion nimmt Hans-Joachim Jung wahr. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an. In diesem Gremium gab es in 2010 keine personellen Veränderungen. Die Amtszeit der amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endet mit der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahr 2012.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems und der Vorstandsvergütung der einzelnen Mitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er berät und überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Entsprechend dem Corporate Governance Kodex setzt sich die Gesamtvergütung des Vorstands aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung sowie einer kurzfristigen variablen Vergütung. Die kurzfristige variable Vergütung besteht für Olaf von Lehmden und Kunibert Ruhe grundsätzlich aus einer jährlichen Bonuszahlung, die hinsichtlich der Höhe im Ermessen des Aufsichtsrats liegt und bei der sowohl die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als auch die persönlichen Leistungen Berücksichtigung finden. Die kurzfristige variable Vergütung für Jörg Fischer und Roel Slotman beträgt 0,25 Prozent des Jahresgewinns vor Steuern für den 15 Mio. Euro übersteigenden Betrag - maximal jedoch 24.000 Euro. Jürgen Tenbrink erhält eine jährliche Tantieme von 0,16 Prozent des Jahresgewinns vor Steuern für den 7,0 Mio. Euro übersteigenden Betrag, max. jedoch 30.000 Euro. Die Tantieme wird im Folgejahr zu 50 Prozent ausgezahlt. Der verbleibende Betrag wird zu jeweils 25 Prozent in den beiden darauffolgenden Jahren bezahlt, sofern in den Folgejahren auch ein Jahresgewinn vor Steuern von mind. 7,0 Mio. Euro erzielt wird.

Für das Geschäftsjahr 2010 wurden keine variablen Vergütungen bezahlt.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder als Nebenleistung einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann. Des Weiteren zahlt die EnviTec Biogas AG die Prämien für eine bestehende D&O-Versicherung. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder haben folgende Laufzeiten:

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Olaf von Lehmden 31.12.2011
Jörg Fischer 31.12.2011
Roel Slotman 31.12.2011
Jürgen Tenbrink 30.06.2013

Die Vergütung der einzelnen im Jahr 2010 tätigen Vorstandsmitglieder ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstiges Bezüge*
2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 141.750 141.750 0 0 5.907 790
Kunibert Ruhe 70.875 141.750 0 0 3.995 7.990
Jörg Fischer 125.000 120.000 0 0 7.748 7.748
Roel Slotman 120.000 30.000 0 0 8.602 2.743
Jürgen Tenbrink 60.000 0 0 0 4.150 0

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in EUR Gesamt
2010 2009
--- --- ---
Olaf von Lehmden 147.657 142.540
Kunibert Ruhe 74.870 149.740
Jörg Fischer 132.748 127.748
Roel Slotman 128.602 32.743
Jürgen Tenbrink 64.150 0

* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D&O Versicherung

Aufsichtsratsvergütung

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Aufsichtsratsmitglied Fixe Vergütung Variable Vergütung*
Bernard Ellmann (Vorsitzender) 20.000,00 EUR 7.500,00 EUR
Hans-Joachim Jung (stellv. Vorsitzender) 10.000,00 EUR 7.500,00 EUR
Michael Böging 10.000,00 EUR 7.500,00 EUR

* Sitzungsgeld

Abweichend vom Corporate Governance Kodex enthält die Aufsichtsratsvergütung keine erfolgsorientierte Komponente. Auch eine höhere Vergütung für den stellvertretenden Vorsitzenden ist nicht vorgesehen.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Bilanzstichtag hielten die Vorstände Aktien der EnviTec Biogas AG:

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Olaf von Lehmden 6.645.017 Aktien
Jörg Fischer 500 Aktien
Roel Slotman 7.000 Aktien
Jürgen Tenbrink 1.800 Aktien

Die Mitglieder des Aufsichtsrats Bernard Ellmann und Michael Böging hielten zum Bilanzstichtag keine Aktien der EnviTec Biogas AG. Das Aufsichtsratsmitglied Hans-Joachim Jung hielt zum Bilanzstichtag 1.000 Aktien der EnviTec Biogas AG.

Directors' Dealings

Grund der Mitteilungspflicht: Gesellschaft in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben, Mitteilungspflicht auslösende Person: Olaf von Lehmden (Vorstandsmitglied)

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Datum Börsenplatz Geschäftsart Stückzahl Preis (EUR) Geschäftsvolumen (EUR)
19.03.2010 Außerbörslich Kauf 20.000 11,6175 232.350,00
10.05.2010 Außerbörslich Kauf 64.500 11,7148 755.601,93
02.06.2010 Außerbörslich Kauf 26.500 11,6536 308.820,40
31.08.2010 Außerbörslich Kauf 42.000 11,3751 477.753,10
28.09.2010 Außerbörslich Kauf 37.000 11,2489 416.210,56
07.10.2010 Außerbörslich Kauf 50.000 11,2268 561.337,83
27.10.2010 Außerbörslich Kauf 61.000 10,3746 632.849,65
09.11.2010 Außerbörslich Kauf 42.000 10,3317 433.932,87
23.11.2010 Außerbörslich Kauf 23.000 10,4071 239.363,25
29.11.2010 Außerbörslich Kauf 29.000 10,5902 307.116,86
14.12.2010 Außerbörslich Kauf 33.000 10,6041 349.934,80

Alle zuvor genannten Informationen sind zusätzlich in einem jährlichen Dokument unter WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE nachzulesen.

Die Mitglieder des Vorstands hielten am 31. Dezember 2010 direkt und indirekt insgesamt 6.654.317 Aktien. Dies entsprach 44,34 Prozent aller Anteilsscheine. Der Aufsichtsrat hielt zu diesem Stichtag direkt oder indirekt insgesamt 1.000 der ausgegebenen Aktien. Die EnviTec Biogas AG verfügt über kein Aktienoptionsprogramm.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Konzernzwischenberichte zum 31. März, 30. Juni und 30. September sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 erfolgten in Übereinstimmung mit den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 wurde von der Hauptversammlung 2010 die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, gewählt. Vor der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat entsprechend den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex von der Unabhängigkeit des Prüfers überzeugt.

Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.

Lohne, im April 2011

Für den Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG Für den Vorstand der EnviTec Biogas AG

Bernard Ellmann (Vorsitzender) Olaf von Lehmden (Vorsitzender)

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG

Der im Februar 2002 verabschiedete Deutsche Corporate Governance Kodex umfasst Empfehlungen und Anregungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Das deutsche Aktienrecht verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, jährlich zu erklären, welche der Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Kodex wurde zuletzt im Jahr 2010 überarbeitet und liegt in der Fassung vom 26. Mai 2010 vor.

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG geben hiermit die Entsprechenserklärung gem. § 161 Aktiengesetz zur aktuellen Fassung des Kodex ab. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich den Zielen des Kodex verpflichtet und fördern eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle.

Die Gesellschaft ist seit der letzten Entsprechenserklärung vom April 2010 grundsätzlich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt und beabsichtigt, dies auch in Zukunft zu tun. Im Folgenden legen wir die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex dar und begründen diese:

1. Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8, in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu vereinbaren. Ein solcher Selbstbehalt war bisher nicht vereinbart, und es ist auch nicht beabsichtigt, einen solchen in Zukunft zu vereinbaren. Die Gesellschaft verfügt bereits seit mehreren Jahren über eine D&O-Versicherung ohne organspezifischen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Das verantwortungsvolle Handeln des Aufsichtsrates wird nach Ansicht der Gesellschaft durch Vereinbarung eines entsprechenden Selbstbehalts nicht zusätzlich gefördert.

2. Entgegen Ziffer 4.2.3 des Kodex liegt in einzelnen Vorstandsverträgen der variablen Vergütung nur eine einjährige Bemessungsgrundlage zugrunde. Bei einer anstehenden Verlängerung und beim Neuabschluss von Vorstandsverträgen soll die variable Vergütung an die neuen Anforderungen angepasst werden.

3. Ziffern 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex empfehlen für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats die Festlegung einer Altersgrenze. Es ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht für eine Organtätigkeit in Betracht gezogen werden sollen.

4. Der Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Da auch ein Aufsichtsratsausschuss mindestens drei Mitglieder haben muss, kommt die Gesellschaft der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3 des Kodex, Ausschüsse zu bilden, nicht nach.

5. Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die derzeitige Zusammensetzung des Aufsichtsrats, dessen Mitglieder über langjährige Führungserfahrung in einem internationalen Großkonzern, in der Energieversorgung und in der landwirtschaftlichen Produktion verfügen, bildet unseres Erachtens die Tätigkeitsschwerpunkte der EnviTec Biogas AG hervorragend ab. Der Aufsichtsrat steht der weiteren Förderung von Vielfalt im Aufsichtsrat und insbesondere der Berufung von Frauen in den Aufsichtsrat positiv gegenüber, hat aber vorerst - auch angesichts der noch bis 2012 laufenden Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder - noch keine konkreten Ziele formuliert. Die Auswahl von Aufsichtsratskandidaten wird wie bisher ausschließlich anhand der Qualifikation der Kandidaten erfolgen.

6. Entgegen Ziffer 5.4.6 des Kodex wird bei der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat ebenso wenig berücksichtigt wie - mangels gebildeter Ausschüsse - eine Ausschusstätigkeit. Eine erhöhte Vergütung des stellvertretenden Vorsitzes wird nicht als erforderlich erachtet, solange diese Funktion keine zusätzliche Arbeitsbelastung mit sich bringt. Des Weiteren wird Ziffer 5.4.6 des Kodex hinsichtlich der erfolgsorientierten Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht entsprochen. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Auffassung, dass eine erfolgsorientierte Vergütung nicht zur weiteren Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats beiträgt.

7. Die Gesellschaft legt in Abweichung zu Ziffer 7.1.2 des Kodex den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende sowie die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums offen, sondern innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fristen.

Lohne, im April 2011

Für den Aufsichtsrat

gez. Bernard Ellmann (Vorsitzender)

Für den Vorstand

gez. Olaf von Lehmden (Vorsitzender)

Zusammengefasster Lagebericht

des EnviTec-Konzerns und der EnviTec Biogas AG

Zusammengefasster Lagebericht

Gemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2010 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 zusammengefasst.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN

Geschäftstätigkeit

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab -von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir in 16 Ländern vertreten.

Die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas ist entsprechend der Segmentberichterstattung im Konzernanhang in drei Bereiche gegliedert, die strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft sind:

Anlagenbau

Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogasanlagen für Dritte. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogasproduktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 KWel . Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2010 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 202 MW am Netz. Weitere 46 MW befanden sich im Bau.

Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist nahezu deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG. Sofern im Folgenden Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss anzuwenden.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Verwaltung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen. Jüngstes Beispiel für den Erfolg dieser Strategie ist Frankreich.

Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und seine Partner. Mit seinen regelmäßigen Cashflows ist der Eigenbetrieb eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau.

Service

Durch wiederkehrende Umsätze zeichnet sich der Geschäftsbereich Service aus. Dort bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärrest auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen.

Konzernstruktur

Die EnviTec Biogas AG ist die Holding der EnviTec Biogas-Gruppe. Die Konzernstruktur ist entsprechend der drei Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service. Alle drei Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG.

Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft EnviTec Biogas alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen sie direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2010 umfasst 121 vollkonsolidierte Gesellschaften. Das sind 47 mehr als im Vorjahr.

Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse ist dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche.

Deutschland ist der größte Biogasmarkt der Welt. Entsprechend hoch ist dort die Wettbewerbsintensität. In den Auslandsmärkten ist Biogas häufig noch weitestgehend unbekannt, dort gilt es vielmehr Behörden und potentielle Kunden von den grundsätzlichen Vorteilen von Biogas zu überzeugen.

Wir haben folgende Eckpfeiler für unser nachhaltiges Wachstum definiert:

Chancen in Deutschland nutzen

Deutschland wird auch bis auf weiteres der weltweit größte Markt für Biogas bleiben. Auch wenn derzeit noch nicht feststeht, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen ab dem Jahr 2012 aussehen werden.

Für EnviTec Biogas ist Deutschland ebenfalls der Markt mit der größten Bedeutung: Wir haben im vergangenen Jahr zahlreiche neue Aufträge im Inland akquiriert. Zusätzlich zur Förderung der Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas wird die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Das Bundeskabinett hat mit Datum vom 2. Februar 2011 beschlossen, die Neuregelung der Biogasförderung im Rahmen der Novellierung des Gesetzes zum 1. Januar 2012 vorzuziehen. Es solle eine angemessene Anpassung der Vergütungssätze für Strom aus Biomasse erfolgen, die sich jedoch ausschließlich auf die Betreiber von Neuanlagen beziehen soll. EnviTec erwartet, dass die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den Einsatz organischer Reststoffe stärker gewichten wird als bisher. Damit würde die Bandbreite möglicher Einsatzstoffe bei der Biomasseverstromung entsprechend steigen. Hiervon wollen wir als Branchenführer profitieren. In Wales bauen wir eine Anlage, die Biogas ausschließlich aus Reststoffen aus der Lebensmittelindustrie produziert. In Belgien haben wir einige größere Biogasanlagen gebaut, die einen Mix aus Substraten und Reststoffen erfolgreich verarbeiten. Der Input für eine Anlage in Saerbeck soll zu rund 90 Prozent durch Gülle gedeckt werden. Die Anlage soll im Jahr 2011 errichtet werden. Dies sind nur drei Beispiele, die die Vielseitigkeit unserer Biogasanlagen zeigen. Damit ist EnviTec Biogas für die kommende Novelle des EEG hervorragend positioniert.

Internationale Expansion als Wachstumstreiber

Weltweit gibt es zahlreiche Länder mit attraktiven Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Marktbesonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 15 Ländern vertreten. In diesen Ländern besteht ausreichendes Wachstumspotenzial, um unseren Umsatz weiter zu erhöhen und damit die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu reduzieren. Besonders stark ist derzeit die Entwicklung in Italien und Frankreich. Darüber hinaus beobachten wir weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land nachhaltige Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt.

Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs

Wir bauen konsequent den Betrieb eigener Anlagen im In- und Ausland aus. Derzeit liegt der Fokus dabei auf Deutschland und Italien. Der Eigenbetrieb wird auch in Zukunft deutlich zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung beitragen. Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte. Zielsetzung ist es, mit diesem Segment eine Verstetigung der Erlösbeiträge zu schaffen.

Stärkung der Innovations- und Technologiekompetenz

Die Biogasbranche ist noch jung und das Innovationspotenzial entsprechend hoch. Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise bei der Optimierung der Erntezeitpunkte und bei der Saatgutentwicklung.

Unternehmenssteuerung

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow und Eigenkapitalrentabilität.

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen gewöhnlich Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden alle 6 bis 8 Wochen Treffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen zu den oben genannten Steuerungsgrößen sowie hinsichtlich der Entwicklung von Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen.

Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing.

Im November 2010 hat EnviTec für das Qualitätsmanagementsystem die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2008 erhalten. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch den biologischen und technischen Service sowie die Projektentwicklung von Eigenanlagen.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 bei 4,8 Prozent. Die Entwicklung unterstreicht die allgemeine Erholung der Weltkonjunktur nach der Rezession des Jahres 2009, allerdings besteht weiterhin Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit des weltweiten Aufschwungs. Die Industrieländer verzeichneten im Jahr 2010 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 2,7 Prozent, wobei die Industrieproduktion noch deutlich unter dem Niveau vor der Krise lag. Der Welthandel kam nach Angaben des IWF von Januar 2011 auf ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wuchs jedoch im zweiten Halbjahr moderater als in der ersten Jahreshälfte 2010. Ursache ist eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die bis zum Frühjahr der Motor des Aufschwungs waren. Dennoch erreichten die aufstrebenden und sich entwickelnden Volkswirtschaften nach Angaben des IWF einen BIP-Anstieg um 7,1 Prozent und erhöhten somit ihren Anteil am gesamten Output der Weltwirtschaft. Vorreiter unter den Wachstumsmärkten sind die sogenannten BRIC-Staaten, von denen China erneut das höchste Wachstum mit 10,3 Prozent verzeichnete und damit das Nachbarland Japan als Nummer 2 der Weltwirtschaft überholte. Indiens Wirtschaft legte ebenfalls zu und erreichte ein kräftiges Wachstum von 9,7 Prozent, gefolgt von Brasilien mit 7,5 Prozent und Russland mit 4,0 Prozent. Die Exporte der Industrieländer erreichten laut IWF ein Plus von 11,4 Prozent in 2010, die Importe der Schwellen- und Entwicklungsländer legten um 13,8 Prozent zu.

Energie- und Rohstoffmärkte

Mit der Erholung der Weltwirtschaft hat auch die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen wieder zugenommen und damit auch ihre Preise. Der durchschnittliche Ölpreis der Sorte Brent stieg im Jahresverlauf um 15 Prozent auf 93,32 US$ je Barrel (Quelle: Energy Information Administration). Der Erdgaspreis hat im Jahresverlauf ebenfalls deutlich zugelegt. An der europäischen Energiebörse EXX kletterte der EGIX (European Gas Index) von 13,70 Euro Anfang 2010 bis zum Jahresende auf 24,52 Euro je Megawattstunde.

Nach den Rekordernten der vergangenen beiden Jahre wurde nach Schätzungen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums 2010 weltweit wieder weniger geerntet. Insbesondere in Russland fiel die Ernte aufgrund von anhaltender Trockenheit deutlich geringer aus, woraufhin die russische Regierung einen Exportstopp verhängte. Insgesamt stiegen die Preise für Weizen und Mais um fast 100 Prozent bis zum Jahresende 2010 an. Mit dem Anstieg der Agrarrohstoffpreise nehmen auch die Kosten für die bei der Biogasproduktion notwendigen Inputstoffe zu. Diese Entwicklung kann EnviTec Biogas im Eigenbetrieb negativ beeinflussen. Dies gilt jedoch nicht für bestehende Anlagen, wo der Großteil der Substratsicherung mit langfristigen Verträgen, die Preisobergrenzen beinhalten, unterlegt ist. Grundsätzlich können höhere Inputkosten auch durch die Nutzung des Gärrestes als natürlicher Dünger teilweise kompensiert werden.

Biogasmarkt

Für Biogasanlagenhersteller- und betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz.

Der deutsche Biogasmarkt hat seine Spitzenposition im Jahr 2010 ausgebaut. Laut dem Bundesverband BioEnergie waren Ende 2010 rund 6.000 Biogasanlagen am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 1.000 Anlagen. Insgesamt wurden im Jahr 2010 rund 20,4 Milliarden Kilowattstunden klimafreundliche Energie aus Biogas produziert. 2009 waren es rund 19,2 Milliarden Kilowattstunden. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in dem für EnviTec Biogas wichtigen Markt sind weiterhin attraktiv und bieten Wachstumschancen. Im ersten Halbjahr 2010 hat die Bundesregierung die deutsche Gasnetzzugangsverordnung novelliert. So hat der Gesetzgeber beschlossen, den Anlagenbetreibern den Zugang zum Erdgasnetz zu erleichtern und hat die Kostenteilung sowie teilweise eine Kostendeckelung zugunsten der Anlagenbetreiber verändert.

Deutschland ist das Vorbild bei der Schaffung klarer Rahmenbedingungen. So bieten inzwischen zahlreiche Länder feste gesetzliche Regeln für den Bau und Betrieb von Biogasanlagen mit entsprechenden Einspeisevergütungen. Die wichtigsten internationalen Märkte für EnviTec Biogas sind derzeit Italien, Tschechien und Frankreich. Mittelfristig bietet daneben insbesondere Großbritannien signifikantes Umsatzpotenzial.

Der italienische Markt hat sich bedingt durch die Ratifizierung des Vergütungssystems mit einem Vergütungssatz von 28 ct je kWh Strom aus Biogasanlagen bis 999 kWel Größe im Jahr 2010 sehr stark entwickelt. Ende 2010 sind in Italien rund 350 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von ca. 245 MWel am Netz. Weitere 275 Anlagen befinden sich derzeit im Bau oder in der Entwicklung. Diese positive Entwicklung wird sich unseres Erachtens auch in den Jahren 2011 und 2012 fortsetzen, wozu auch die Verlängerung der attraktiven Vergütung für erneuerbaren Strom aus Biogas bis Ende 2012 beitragen wird. An diesem positiven Umfeld partizipiert nicht nur das Segment Anlagenbau, sondern auch der Geschäftsbereich Eigenbetrieb. So waren zum Bilanzstichtag 14 eigene Biogasanlagen mit 13,5 MWel im Genehmigungsverfahren.

In Großbritannien gibt es, bedingt durch das Vergütungssystem, einen dualen Markt für eher agrarische Inputstoffe sowie Reststoffe. Insofern sind dort auch die Zielgruppen sehr vielfältig und umfassen neben Landwirten und landwirtschaftlichen Verarbeitungsbetrieben auch Industriekunden, die über verwertbare Reststoffe verfügen, Infrastrukturunternehmen sowie Projektentwickler. Hinsichtlich der Vergütung für die Verstromung gibt es in Großbritannien ein Wahlrecht zwischen einer festen Einspeisevergütung und einem eher marktorientierten Vergütungssystem, wo Zertifikate verdient werden, deren Wert sich teilweise auch am aktuellen Strompreis orientiert. Der Markt für Gasaufbereitungsanlagen ist noch sehr klein. Allerdings tritt vermutlich im Sommer 2011 mit der sog. "Renewable Heat Incentive" der letzte Baustein des Vergütungspakets für Biogas in Kraft. Im Rahmen dieser Bonifizierung erhalten große Biogasanlagen dann eine Vergütung von 6,5p (ca. sieben Cent) für ein Äquivalent von einer Kilowattstunde Bioerdgas. Die Regierung hat zuletzt angekündigt, insbesondere die Vergütung für kleine und mittlere landwirtschaftliche Biogasanlagen aufzubessern, da in diesem Segment bislang nur sehr wenige Biogasanlagen in Großbritannien entstanden sind. Aufgrund der Erfahrungen von EnviTec im landwirtschaftlichen Biogasbereich sowie der Erfahrungen mit größeren Biogasanlagen für Industriekunden sehen wir uns in diesem Markt für die Zukunft gut aufgestellt.

MITARBEITER

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage für ein erfolgreiches Wachstum der EnviTec Biogas. Wir sind stolz darauf, dass eine Vielzahl der Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren im Konzern tätig ist. Sie sind das Rückgrat, die solide Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Neben der nachhaltigen Personalentwicklung sind wir ebenfalls bestrebt jungen Absolventen die Chance zu bieten, in einer interessanten Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der weiter voranschreitenden Internationalisierung brauchen wir flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen.

Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt.

Zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter und zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades liegt dem Unternehmen ein Maßnahmenkatalog vor, der unter anderem die Präsenz von EnviTec auf Fachmessen wie der Messe Zukunftsenergien Nordwest in Bremen bzw. der EuroTier in Hannover beinhaltet. Neben den Fachmessen sind ebenfalls Hochschulmessen sowie weitere Maßnahmen innerhalb des Hochschulmarketings wichtige Themen im Bereich der Nachwuchskräfterekrutierung. Wir bieten hierbei Studenten die Möglichkeit, interessante Praxissemester zu absolvieren bzw. Bachelor/Master- und Diplomarbeiten zu den unterschiedlichen und weitreichenden Themen rund um Biogas anzufertigen.

EnviTec-Biogas beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2010 weltweit 416 Mitarbeiter (Vorjahr: 385). Davon ist mit 334 der wesentliche Teil in Deutschland aktiv. 82 Mitarbeiter sind in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr ist auf das Wachstum im In- und Ausland zurückzuführen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen.

Forschung nicht im Labor, sondern in der Praxis

EnviTec Biogas betreibt mehr als 30 eigene Biogasanlagen. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben.

Technologische Fortschritte

Die aktuellsten Weiterentwicklungen sind eine Rührwerkstechnik und ein Biorieselbettreaktor. Beide sorgen für einen deutlichen Mehrwert bei der Biogasproduktion. Der sogenannte Midsize-Rührer sorgt im Fermenter für die Durchmischung der Substrate. Das neue Modell bringt mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Gleichzeitig führt eine geringere Drehzahl zu weniger Verschleiß und damit zu längeren Wartungsintervallen. Der Grund: Mit einem größeren Durchmesser des Propellers erzielt der Midsize-Rührer bei reduzierter Drehzahl und geringeren Reibungsverlusten einen besseren Wirkungsgrad als herkömmliche Rührer. Auch der Biorieselbettreaktor, eine für die Biogasentschwefelung außerhalb des Fermenters entwickelte Anlage, bringt Anlagenbetreibern Vorteile. Das Gerät reduziert den Schwefelwasserstoffanteil im Biogas um durchschnittlich mehr als 94 Prozent und schützt so den Motor im Blockheizkraftwerk.

Biogas zu 100 Prozent aus Reststoffen der Lebensmittelindustrie

Biogas ist ein Multitalent. Zum einen bei der Energieverwendung als Strom, Wärme, Bioerdgas oder Biotreibstoff. Genauso aber auch bei den möglichen Einsatzstoffen. Dafür eignen sich grundsätzlich alle organischen Stoffe. Ein Projekt mit Vorbildcharakter baut EnviTec Biogas derzeit in Wales. In der Stadt Newport entsteht eine Biogasanlage im Auftrag der InSource Energy. Der Kunde ist auf die energetische Verwertung von Reststoffen aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie spezialisiert. Die Biogasanlage wird in unmittelbarer Nähe zur Fertiggerichtfabrik Rogerstone Park von RF Brooks, einer Tochter des Lebensmittelkonzerns Premier Foods, entstehen. Sie soll dazu dienen Strom und Wärme aus den Lebensmittelabfällen des Unternehmens zu erzeugen. Dafür werden zu 100 % Lebensmittelreste eingesetzt.

TÜV Nord zertifiziert EnviTec Biogas AG

Für unser Qualitätsmanagementsystem haben wir im November 2010 die Zertifizierung gemäß DIN EN ISO 9001:2008 erhalten. Für die Auszeichnung mit dem Zertifikat durchlief EnviTec erfolgreich die Prüfung durch die international anerkannte Zertifizierungsgesellschaft TÜV Nord. Wir haben bereits frühzeitig ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt, das Zuständigkeiten für einzelne Arbeitsprozesse eindeutig festlegt, wiederkehrende Arbeitsabläufe definiert, interne und externe Informationsflüsse organisiert und Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei einzelnen Arbeitsschritten regelt. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an dieses Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch den biologischen und technischen Service des Unternehmens sowie die Projektentwicklung von Eigenanlagen.

Frost & Sullivan Best Practices Award 2010

Im Oktober 2010 wurde EnviTec Biogas mit dem "Frost & Sullivan Best Practices Award 2010" ausgezeichnet. Mit der Verleihung des Preises in der Kategorie "Global Biological Waste-to-Energy Competitive Strategy Leadership" würdigt die weltweit tätige Unternehmensberatung Frost & Sullivan die herausragende Branchenstellung des Biogasanlagenbauers EnviTec in der Umsetzung einer internationalen Wachstumsstrategie in der Erforschung und Entwicklung von effizienzverbessernden Technologien zur Biogasproduktion, in der Realisierung von zukunftsweisenden Großprojekten und in puncto Kundenzufriedenheit.

Energy Contracting

Wir haben Ende 2010 damit begonnen, den Bereich Energy Contracting aufzubauen. Dabei handelt es sich um die Produktion und Vermarktung von Strom und Wärme in Blockheizkraftwerken. Als Energiequelle werden wir unser selbst produziertes Biogas einsetzen, welches auf Erdgasqualität aufbereitet und in das öffentliche Gasnetz eingespeist wird. Die Produktion von Strom und Wärme erfolgt dann in direkter Nähe der Wärmeabnehmer auf Basis der EEG-Vergütung.

ENTWICKLUNG DES AUFTRAGSBESTANDES

Die Auftragslage hat sich über das gesamte Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt und lag zum Ende des Geschäftsjahres auf Rekordniveau. Im Berichtsjahr haben wir neue Aufträge im Wert von 237,8 Mio. Euro akquiriert. Insgesamt lagen zum Stichtag 31. Dezember Bestellungen in Höhe von 252,6 Mio. Euro vor. Mit einem Volumen von 161,5 Mio. Euro bzw. 64 Prozent haben Aufträge aus Deutschland den größten Anteil. Im Auslandsgeschäft hat der italienische Markt die größte Bedeutung. Dort liegt der Auftragsbestand bei 41,7 Mio. Euro. Sehr erfreulich ist auch die Nachfrage in Frankreich. Nachdem in der ersten Jahreshälfte der Markteintritt gelungen ist, verfügen wir dort derzeit über Bestellungen in Höhe von 15,4 Mio. Euro.

Bei der erfreulichen Auftragsentwicklung ist zu berücksichtigen, dass im Jahresverlauf das Auftragsbuch regelmäßig überprüft wurde. So wurden unsichere Orders im Wert von 95,0 Mio. Euro ausgebucht. Hiervon entfielen gut 70 Mio. Euro auf ein Großprojekt sowie einen Rahmenauftrag, weitere 20 Mio. Euro auf Auslandsprojekte und 5 Mio. Euro auf sonstige Einzelprojekte im Inland. Aufgrund von Finanzierungs- und/oder Genehmigungsproblemen wird bei diesen Orders derzeit nicht mit einer mittelfristigen Umsetzung gerechnet.

Neben dem Anstieg des Auftragsbestandes im Jahresverlauf um 24,9 Mio. Euro ist besonders hervorzuheben, dass sich der Trend zum Einzelkunden und weg vom Großkunden verstärkt hat. Dadurch hat sich das Klumpenrisiko reduziert und die Qualität des Auftragsbestandes verbessert. So verteilt sich der Auftragsbestand auf mehr als 200 Einzelkunden. Der größte Kunde hat einen Anteil von 8 Prozent, die fünf größten Kunden zusammen von 31 Prozent des Gesamtauftragsbestands. Die Aufträge aus dem Segment Eigenbetrieb hatten Ende 2010 ein Volumen von 38,1 Mio. Euro erreicht. 70 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich.

ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN

EnviTec Biogas ist in den drei Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig und hat in allen drei Bereichen den Umsatz im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Geschäftsbereich Anlagenbau hat derzeit den größten Umsatzanteil.

Anlagenbau

Die Umsatzentwicklung im Anlagenbau wurde im Jahr 2010 von der hohen Nachfrage in Deutschland und Italien getrieben. Während im ersten Quartal die Bauaktivitäten durch einen harten Winter behindert wurden, legten die Erlöse im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich zu. So hat EnviTec allein im vierten Quartal 38,1 Mio. Euro mit dem Bau von Biogasanlagen im In- und Ausland erlöst. Insgesamt haben wir im Jahr 2010 den Umsatz in diesem Segment von 94,6 Mio. Euro auf 116,1 Mio. Euro gesteigert. Das entspricht einem Anstieg um 22,7 Prozent. Das operative Ergebnis haben wir ebenfalls verbessert. Es wurde jedoch von Einmaleffekten negativ beeinflusst. So musste eine für Forschungszwecke errichtete Erweiterung einer Kundenanlage wieder abgebaut werden. Darüber hinaus konnte eine von EnviTec als Generalunternehmer errichtete Anlage erst später als vereinbart Energie einspeisen. Dafür musste eine Einmalzahlung geleistet werden. Insgesamt beliefen sich die Einmaleffekte im Gesamtjahr auf rund 3,4 Mio. Euro und wurden im Materialaufwand sowie den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verbucht. Insgesamt haben wir ein operatives Segmentergebnis (EBIT) von minus 4,3 Mio. Euro erzielt. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag bei 5,8 Mio. Euro.

Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für den Anlagenbau. Trotz der Marktreife und intensivem Wettbewerb hat EnviTec den Umsatz im Inland bei 72,4 Mio. Euro (Vorjahr: 73,4 Mio. Euro) in etwa halten können. Die Nachfrage nach Biogasanlagen war in 2010 in allen Kundengruppen sehr hoch und eine Marktsättigung war nicht spürbar. Das Wettbewerbsumfeld ist jedoch durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. EnviTec gehört nach eigener Einschätzung mit einem Marktanteil von rund acht Prozent zu den drei größten Anlagenbauern in der Biogasbranche. Den Marktanteil der größten fünf Anbieter in Deutschland schätzen wir auf rund 25 Prozent.

Anlagenbau im Ausland

Im Jahr 2009 haben wir begonnen uns auf die Länder mit den stabilsten Rahmenbedingungen zu konzentrieren. Nur wenn klare gesetzliche Vorgaben, Finanzierungsmöglichkeiten und ausreichende Inputstoffe vorhanden sind, sind Anlagenbetreiber bereit zu investieren. Die Fokussierung hat sich im Jahr 2010 beim Auftragseingang und der Umsatzentwicklung sehr positiv bemerkbar gemacht. So ist der internationale Umsatz von 21,2 Mio. Euro auf 43,7 Mio. Euro gestiegen. Wichtigster Auslandsmarkt ist Italien. Nachdem dort Ende 2009 die Einspeisevergütung auf 28 Cent je Kilowattstunde festgesetzt wurde, ist die Nachfrage deutlich angesprungen und gewinnt weiter an Dynamik. Auch der französische Markt hat sich positiv entwickelt. Nachdem wir in den ersten Monaten des Berichtsjahres die ersten Aufträge erhalten haben, konnten wir dort bis zum Jahresende 2010 bereits 1,2 Mio. Euro umsetzen.

In Lettland haben wir 2010 die ersten Aufträge erhalten und bereits Umsätze generiert. Die ersten zwei Biogasanlagen von EnviTec in Lettland entstehen im westlichen Teil des Landes, nicht weit entfernt von Liepaja, der drittgrößten Stadt Lettlands. Auftraggeber ist der Betreiber einer Schweinefarm. Für ihn baut EnviTec zwei Anlagen mit einer elektrischen Anschlussleistung von jeweils einem Megawatt, in denen als Inputstoffe zur Biogaserzeugung Schweingülle und nachwachsende Rohstoffe zum Einsatz kommen. Die bei der Verstromung des erzeugten Methangases in den Blockheizkraftwerken entstehende Abwärme möchte der Auftraggeber zum Beheizen der Ställe seiner Schweinefarm nutzen. Lettland gehört zu den EU-Ländern, die ihren Strombedarf nicht mit eigenen Kraftwerken decken können. Auch beim Gas ist die baltische Republik von Einfuhren abhängig. Mit einem Ausbau erneuerbarer Energien will das Land in den nächsten Jahren eine eigenständige Versorgung vorantreiben und fördert Biogas daher mit einer Einspeisevergütung von umgerechnet 18 bis 22 Cent je Kilowattstunde.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugen wir - häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Wie im Geschäftsbericht 2009 angekündigt haben wir im Berichtsjahr kräftig in den Ausbau des Eigenbetriebs investiert. Mit Erfolg: Im Jahr 2010 haben wir zwölf Anlagen in Betrieb genommen und damit die Anzahl der eigenen Anlagen auf 31 gesteigert. Die elektrische Leistung legte von 15,2 MW auf 21,5 MW zu. Weitere 15 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 9 MW waren zum Bilanzstichtag im Bau. Der Bereich wird weiter konsequent ausgebaut. Dabei liegt der regionale Fokus derzeit klar auf Deutschland und Italien. In anderen Ländern dienen eigene Anlagen als Referenz und Türöffner für den Anlagenbau.

Den Umsatz im Eigenbetrieb haben wir im Jahr 2010 von 18,6 Mio. Euro um 18,8 Prozent auf 22,1 Mio. Euro gesteigert. Das EBIT des Segments sank leicht von 5,8 Mio. Euro um 8,6 Prozent auf 5,3 Mio. Euro. Damit erzielen wir im Eigenbetrieb eine EBIT-Marge von 24,1 Prozent.

Service

Das Geschäft mit Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen entwickelt sich erfreulich. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. Wir bieten neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Ende 2010 haben wir in diesem Segment im biologischen Service gut 200 Anlagen und im technischen Service gut 100 Anlagen in Deutschland betreut. Der Umsatz stieg in diesem Segment von 6,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 9,8 Mio. Euro. Mit einem EBIT von minus 2 Tsd. Euro hat das Segment die kritische Größe für ein profitables Wachstum erreicht (Vorjahr: minus 0,58 Mio. Euro).

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Umsatzentwicklung

Der Umsatz von EnviTec Biogas hat sich im Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. In jedem Quartal haben wir die Erlöse erhöht und mit 47,7 Mio. Euro im vierten Quartal ein Rekordniveau erreicht. Insgesamt ist der Umsatz im Jahr 2010 von 119,9 Mio. Euro auf 148,0 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 23,4 Prozent. Zu der dynamischen Entwicklung haben alle Geschäftsbereiche beigetragen. Damit haben wir die im November veröffentlichte Prognose von einem Konzernumsatz in Höhe von mindestens 145 Mio. Euro erreicht.

In Deutschland stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 98,8 Mio. Euro um 2,3 Prozent auf 101,1 Mio. Euro. Damit wird weiterhin der wesentliche Anteil im Inland erlöst. Der Auslandsumsatz legte um 121,7 Prozent auf 47,0 Mio. Euro zu (Vorjahr: 21,2 Mio. Euro). An dieser positiven Entwicklung hat der Anlagenbau in Italien den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von 2,6 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro zu.

Der nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Umsatz der EnviTec Biogas AG nahm im Vergleich zum Vorjahr um 20,3 Prozent auf 95,6 Mio. Euro zu. Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen um -1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist fast ausschließlich auf den Verkauf von Maissilage an fremde Dritte zurückzuführen (3,5 Mio. Euro). In gleicher Höhe stiegen die Materialaufwendungen an, da die Bestände zum Einstandspreis veräußert wurden. Damit stieg die Gesamtleistung der AG im Jahr 2010 von 91,2 Mio. Euro auf 109,4 Mio. Euro.

Kostenentwicklung

Die wesentliche Aufwandsposition bei EnviTec Biogas ist der Materialaufwand. Aufgrund des Umsatzwachstums stieg dieser ebenfalls und zwar um 33,3 Prozent auf 108,8 Mio. Euro. Die überproportionale Steigerung im Vergleich zum Umsatz ist zum einen auf höhere Einkaufspreise zurückzuführen. Zum anderen machten sich die im Segmentbericht Anlagenbau beschriebenen Einmaleffekte negativ bemerkbar. Die Rohertragsmarge lag bei 32,5 Prozent (Vorjahr: 34,1 Prozent). Der Rückgang der Bruttomarge ist größtenteils damit zu erklären, dass der margenstärkere Eigenbetrieb im Berichtsjahr einen geringeren Anteil am Gesamtumsatz hatte als im Vorjahr. Der Personalaufwand entwickelte sich in 2010 unterproportional zum Umsatz und stieg von 16,1 Mio. Euro um 12,7 Prozent auf 18,1 Mio. Euro. Entsprechend sank die Personalkostenquote von 13,4 Prozent auf 12,2 Prozent.

Die Erhöhung der Abschreibungen von 5,5 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, stieg im Berichtszeitraum von 20,0 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro. Ganz wesentlich haben dazu die im Segmentbericht beschriebenen Einmaleffekte im Anlagenbau beigetragen.

Im Einzelabschluss der AG stieg der Materialaufwand im Berichtsjahr von 64,6 Mio. Euro auf 85,6 Mio. Euro. Der Materialaufwand stieg damit überproportional zum Umsatzanstieg, wobei hierbei der Effekt aus dem Verkauf von Maissilage zu berücksichtigen ist. Der Personalaufwand nahm insbesondere aufgrund der in 2010 erfolgten Sonderzahlung von 10,8 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro zu. Die Abschreibungen erhöhten sich von 1,9 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 14,5 Mio. Euro, nach 13,1 Mio. Euro im Vorjahr. Insbesondere der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Ausbau des internationalen Geschäfts war hierfür ausschlaggebend.

Ergebnisentwicklung

Die dynamische Umsatzentwicklung von EnviTec im Jahr 2010 hat sich auch auf der Ertragsseite positiv bemerkbar gemacht. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 4,9 Mio. Euro um 68,8 Prozent auf 8,3 Mio. Euro. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 1,0 Mio. Euro ist wieder der Sprung in die Gewinnzone gelungen (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro). Damit wurde die EBIT-Prognose erreicht. Aufgrund der hohen Investitionen in den Eigenbetrieb nahmen die liquiden Mittel von EnviTec Biogas ab und das Finanzergebnis sank von 3,2 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sank leicht von 2,7 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss im Berichtsjahr dagegen stieg aufgrund negativer Minderheitenanteile von 1,3 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,08 Euro auf 0,15 Euro.

Auf Einzelabschlussebene ging das Ergebnis vor Ertragsteuern von 5,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,3 Mio. Euro in 2010 zurück. Wesentlich dafür waren Einmaleffekte durch Wertberichtigungen auf teilfertige Arbeiten. Nach Abzug der Ertragsteuern und passiver latenter Steuern ergibt sich für den Einzelabschluss EnviTec Biogas AG ein Jahresfehlbetrag von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: Jahresüberschuss von 3,4 Mio. Euro).

Für das Geschäftsjahr 2010 ist keine Dividendenzahlung geplant. Stattdessen soll der Ausbau des ertragsstarken Eigenbetriebs weiter vorangetrieben werden.

Investitionen

Das Investitionsvolumen lag im Berichtsjahr mit 22,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 15,0 Mio. Euro. Der Grund hierfür ist vor allem der kräftige Ausbau des Eigenbetriebs: Im Jahr 2010 hat EnviTec zwölf Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 6,3 MW neu in Betrieb genommen. Weitere 15 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von neun MW befanden sich zum Bilanzstichtag im Bau.

Die Investitionen im Einzelabschluss betrugen 3,2 Mio. Euro und betreffen insbesondere die Erweiterung des Gebäudekomplexes (0,6 Mio. Euro) in Lohne sowie die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung (2,0 Mio. Euro).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des EnviTec-Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem Jahresende 2009 um 20,4 Mio. Euro auf 251,9 Mio. Euro erhöht.

Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 84,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 77,1 Mio. Euro. Ursächlich für diese Entwicklung war vor allem der Ausbau des Eigenbetriebs in den Bilanzpositionen Sachanlagen und Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen, der den Rückgang der sonstigen langfristigen Forderungen von 21,0 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro überkompensiert hat. Durch die Investitionen in den Eigenbetrieb stiegen die Sachanlagen um 11,5 Mio. Euro auf 60,8 Mio. Euro und die Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um 3,6 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 15,9 Mio. Euro auf 167,6 Mio. Euro zu. Die Zunahme resultierte zum einen auf die noch im Bau befindlichen Biogasanlagen und damit der Zunahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo um 17,7 Mio. Euro auf 58,1 Mio. Euro. Zum anderen stiegen die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 23,2 Mio. Euro auf 45,1 Mio. Euro. Gegenläufig wirkten sich die Auflösung der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 12,0 Mio. Euro und die Reduzierung der flüssigen Mittel von 41,8 Mio. Euro auf 12,8 Mio. Euro aus.

Die Bilanzsumme im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG hat sich um 3,4 Mio. Euro auf nunmehr 192,0 Mio. Euro erhöht. Wesentlich für den Anstieg waren die um 48,8 Mio. Euro gestiegenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Diesem Anstieg steht insbesondere der Rückgang der Finanzanlagen um 14,4 Mio. Euro auf 36,6 Mio. Euro sowie der Rückgang der liquiden Mittel um 30,6 Mio. gegenüber.

Finanzlage

EnviTec verfügt weiterhin über eine sehr solide Finanzlage. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2010 bei 176,1 Mio. Euro und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 69,9 Prozent (Vorjahr: 75,7 Prozent).

Das Fremdkapital insgesamt ist von 56,3 Mio. Euro auf 75,8 Mio. Euro gestiegen. Die kurzfristigen Schulden nahmen von 28,0 Mio. Euro auf 41,9 Mio. Euro zu. Die Zunahme beruht unter anderem auf dem Unternehmenswachstum, wodurch der Zwischenfinanzierungsbedarf, zum Beispiel für Vorräte, und das Volumen erhaltener Anzahlungen naturgemäß ebenfalls zunimmt. Darüber hinaus wird der Bau eigener Biogasanlagen zunächst zwischenfinanziert, bevor er in langfristige und zinsgünstige Projektfinanzierungen umgeschichtet wird. Daher stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 3,0 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 10,5 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro und die kurzfristigen Rückstellungen von 5,9 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro. Der Anstieg der langfristigen Schulden von 28,3 Mio. Euro auf 33,9 Mio. Euro ist ganz wesentlich auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um die Projektfinanzierungen der Biogasanlagen, die mit einem marktüblichen festen Zinssatz abgeschlossen worden sind.

Das Eigenkapital im Einzelabschluss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. Euro vermindert. Ausschlaggebend hierfür ist die Darstellungsform der erworbenen eigenen Anteile, die sich aufgrund des BilMoG geändert hat. Im Bereich des Fremdkapitals hat sich die wesentliche Veränderung bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergeben, die sich um 4,2 Mio. Euro erhöht haben. Gleichzeitig sind die sonstigen Rückstellungen um 0,6 Mio. Euro zurückgegangen.

Liquiditätslage

Der Brutto Cashflow stieg von 2,3 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro. Der operative Cashflow lag bei -16,0 Mio. Euro (Vorjahr: -1,0 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Fertigungsaufträge, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Im Jahr 2010 betrug der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 19,5 Mio. Euro und beruht ganz überwiegend auf dem Ausbau des Eigenbetriebs. Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 6,5 Mio. Euro zugeflossen (Vorjahr: -0,7 Mio. Euro).

Hinsichtlich der Gesamtfinanzlage verfügt EnviTec zum Jahresende über ausreichende Liquidität. Der Finanzmittelfonds lag bei 12,8 Mio. Euro. Darüber hinaus besteht ein ungenutzter Kreditrahmen bei zwei Finanzinstituten in Höhe von 28 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird vom Management der EnviTec Biogas AG unter Berücksichtigung der sich aus dem Konzernabschluss 2010 ergebenden und oben dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie unter Einbeziehung des laufenden Geschäfts 2011 zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts als positiv beurteilt. Sie ermöglicht die konsequente Umsetzung operativer und strategischer Ziele: Die Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes, den Ausbau des Eigenbetriebs sowie die Erforschung neuer Technologien.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Die EnviTec Biogas verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

RISIKOBERICHT

Der Vorstand von EnviTec Biogas führt das Unternehmen mit Weitsicht und misst der gesicherten Entwicklung des Unternehmens höchste Priorität bei. Gleichzeitig stellt er durch risikobewusstes Verhalten sicher, dass mit dem Geschäftsmodell nachhaltig Gewinne erwirtschaftet werden. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert.

Entsprechend unserer Unternehmensstrategie gehen wir Risiken nur dann ein, wenn diesen entsprechende Chancen zur Wertschöpfung und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes gegenüberstehen.

Das Risikomanagement

In einem Risikomanagement-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.

Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologischen Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.

Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt Folgendes:

das Entwickeln und Umsetzen des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Ergebnissteigerung,
das Behaupten der Technologieführerschaft,
das Waren- und Dienstleistungsbeschaffungsmanagement als Grundlage des unternehmerischen Erfolgs,
die Sicherstellung der Liquidität.

Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG''). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung.

Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken.

Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten.

EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert.

Auftrags- und Absatzrisiko

Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren.

Währungsrisiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und zukünftig in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können.

Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 5,8 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen Tochterunternehmen abgesichert.

Wettbewerbsrisiken

Der Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt.

Technologische Risiken

Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.

Beschaffungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor.

Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- oder Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Bioanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Unternehmenswachstum und interne Risiken

EnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements.

Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.

Personalrisiken

Das Unternehmenswachstum von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut gebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen, wird auch das Unternehmenswachstum gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, sind im Anhang zum Konzernabschluss angegeben.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtages 31. Dezember 2010 sind nicht aufgetreten.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabil

Die im zweiten Halbjahr 2010 verzeichnete Abschwächung der konjunkturellen Erholung ist nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) per Ende Januar 2011 weniger stark ausgefallen als erwartet. Für die Jahre 2011 und 2012 wird mit einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung von 4,4 Prozent respektive 4,5 Prozent gerechnet. Dennoch sieht der IWF eine Reihe von Risiken, die den weltweiten Aufschwung gefährden könnten. Dazu zählen die Ausweitung der Schuldenkrise einiger europäischer Staaten, Inflationsrisiken sowie die Gefahren einer Überhitzung insbesondere in den stark wachsenden Schwellenländern. Insgesamt geht der IWF weiter von einem überdurchschnittlichen Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer aus. Für 2011 und 2012 werden hier durchschnittliche Wachstumsraten von jeweils 6,5 Prozent erwartet, für die Industrieländer liegen die Prognosen bei jeweils 2,5 Prozent.

Das niedrige Zinsniveau macht die Investition in Biogasanlagen weiter attraktiv. In Deutschland bietet eine Vielzahl von Kreditinstituten Projektfinanzierungen an und auch in den noch jungen internationalen Biogasmärkten nimmt das Interesse von Banken zu. EnviTec wird auch weiterhin den Dialog mit den regionalen Finanzinstituten suchen, um unsere Kunden bei der Finanzierung bestmöglich zu unterstützen.

Biogas gehört die Zukunft

Die Produktion von umweltfreundlicher Energie aus nachwachsenden Roh- und Reststoffen gewinnt weltweit an Bedeutung. Sie ersetzt fossile und atomare Energie sauber und klimafreundlich. Gerade Biogas ermöglicht die vorhandenen Ressourcen effizient und vielseitig zu nutzen. Auf der Inputseite steht mit organischen Abfällen, pflanzlichen Reststoffen oder nachwachsenden Rohstoffen eine riesige Bandbreite zur Verfügung. Stetige Innovationen in der Anlagentechnik werden die Effizienz weiter steigern. Auf der Outputseite ist Biogas ebenfalls ein Multitalent: Es ist grund- und spitzenlastfähig, kann Strom und Wärme liefern oder Erdgas ersetzen. Daher sind wir von den Zukunftsperspektiven der Biogasbranche und EnviTec überzeugt. Politik und Anbieter sind in der Verantwortung, diesen noch jungen Markt unter den Gesichtspunkten der ökologischen und ökonomischen Effizienz weiterzuentwickeln.

Die tragischen Ereignisse im März 2011 in Japan haben die deutsche Politik zu einem raschen Umdenken der Energiepolitik gezwungen und die Erneuerbaren Energieträger rücken wieder stärker in den Fokus. Das Bundeskabinett hat am 2. Februar 2011 beschlossen, die Novellierung des EEG bereits zum 1. Januar 2012 in Kraft zu setzen. Obwohl bislang keine Details über die künftige Förderung bekannt sind, gibt es erste Hinweise auf eine stärkere Gewichtung von Reststoffen. Wir sehen uns aufgrund der Vielfalt bereits erfolgreich installierter Inputkonzepte gut gerüstet für ein neues EEG, unabhängig davon, ob der Schwerpunkt im nachwachsenden Rohstoff- und/oder Reststoffbereich liegt. Unserer Auffassung nach ist eine einheitliche Grundvergütung die beste Lösung. So kann je nach Region der effizienteste Einsatzstoff genutzt werden. Aus Sicht von EnviTec muss nun die Neuregelung schnell verabschiedet werden, oder zumindest eine Übergangszeit für die ersten Monate 2012 eingeführt werden. Eine fehlende Planbarkeit wird die Verunsicherung bei Projektentwicklern, Investoren und Finanzierern erhöhen und Investitionen in neue Projekte verzögern.

In den wichtigen Auslandsmärkten Italien, Tschechien, Frankreich und Großbritannien erwarten wir kurzfristig keine signifikanten gesetzlichen Veränderungen.

Anlagenbau 2011 nahezu ausgelastet

Dank des Auftragsbestandes zum Ende des Berichtsjahres in Höhe von 252,6 Mio. Euro sind wir für 2011 nahezu ausgelastet. Damit werden wir weitere Skaleneffekte nutzen und unsere Profitabilität deutlich verbessern. Im laufenden Jahr werden Deutschland und Italien die wichtigsten Absatzmärkte für EnviTec Biogas bleiben. Insbesondere in Italien ist das Interesse an Biogas groß und EnviTec wird als Branchenführer wahrgenommen. Daneben sollte die Nachfrage in Frankreich und Großbritannien an Dynamik gewinnen.

Kapazitätsverdoppelung im Eigenbetrieb bis 2012

EnviTec wird den margenstarken Eigenbetrieb weiter konsequent ausbauen. Allein in Deutschland planen wir in den Jahren 2011 und 2012 jeweils Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von rund zwölf Megawatt in Betrieb zu nehmen und damit unsere Kapazität zu verdoppeln. Zunächst werden verstärkt Verstromungsanlagen ans Netz gehen. Im Jahr 2012 wird der Schwerpunkt dann auf Anlagen zur Produktion von Bio-Erdgas (Gaseinspeiseanlagen) liegen. Darauf bereiten wir uns derzeit mit dem Aufbau des Bereichs Energy Contracting vor (siehe Forschung & Entwicklung).

In Italien hat EnviTec Anfang 2011 die ersten Genehmigungen für eigene Anlagen erhalten. Mit dem Bau erster Anlagen könnte - nach Abschluss der Projektfinanzierungen - noch im Jahresverlauf 2011 begonnen werden.

Umsatz- und Ergebniswachstum in 2011

EnviTec wird im Jahr 2011 den Wachstumsweg weiter gehen. Vor dem Hintergrund des starken Auftragsbestandes und einer positiven Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten planen wir, den Umsatz und das Ergebnis deutlich zu steigern. Dazu werden alle Geschäftsbereiche beitragen. Für 2012 streben wir weiteres Wachstum an. Hierbei ist maßgeblich, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen - insbesondere in Deutschland - stabil bleiben.

Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

EnviTec blickt optimistisch in die Zukunft. Wir sind davon überzeugt, dass Biogas aufgrund seiner Vielseitigkeit im Energiemix des 21. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle spielen wird. Weltweit wird Biogas zunehmend als Energiequelle genutzt, was EnviTec ein nachhaltiges Wachstums- und Ertragspotenzial eröffnet. Wir sind bereits heute international präsent und verfügen über ein starkes technologisches und finanzielles Fundament.

SONSTIGE ANGABEN

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor." Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Grundzüge des Vergütungssystems

Die Angaben nach § 315 II Nr. 4 HGB sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichts auf Seite 10 des Geschäftsberichts enthalten; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der AG und des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme.

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen, die sich nicht bereits aus dem Gesetz ergeben, liegen nicht vor.

Direkte oder indirekte* Beteiligungen am Kapital, die 10 vom hundert der Stimmrechte überschreiten zum Stichtag 31.12.2010:

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Von Lehmden Beteiligungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 44,30 %
TS Holding GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 21,86 %
Ruhe Verwaltungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 11,96 %

* Es sind im Folgenden auch indirekte Beteiligungen von über 10% anzugeben.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten liegen nicht vor.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine solche Art der Stimmrechtskontrolle besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Gemäß § 76 Abs. 2 AktG und Nr. 6.1. der Satzung der EnviTec Biogas AG kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Gemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Amtszeit. Gemäß Nr. 6.1 der Satzung der EnviTec Biogas AG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, kann der Aufsichtsrat nach § 84 Abs. 2 AktG ein Mitglied zum Vorsitzenden ernennen.

Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen gemäß § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG). Hiervon wurde in Nr. 16.3 der Satzung der EnviTec Biogas AG Gebrauch gemacht, wonach auch für Satzungsänderungen die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausreicht, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Bestimmungen oder der Satzung selbst eine höhere Mehrheit erforderlich ist. Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

1. Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 1. Juni 2012 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 6.000.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur zulässig

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Dieser Ausschluss des Bezugsrechts ist jeweils auf insgesamt höchstens 10 Prozent des im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund anderer Ermächtigungen in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben werden,
bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,
zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen,
um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

2. Gemäß Nr. 4.4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Aktien ausgegeben werden, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/ oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital I).

3. Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 eigene Aktien mit einem darauf entfallenden anteiligen Betrag in Höhe von bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals über die Börse zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d oder 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der bei Ausübung dieser Ermächtigung von der Gesellschaft gezahlte Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am jeweiligen Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft um nicht mehr als 10 Prozent über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden. Die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien spätestens am 23. Juni 2015.

Der Vorstand ist ermächtigt,

mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten dürfen, und zwar sowohl im Zeitpunkt des Wirksamwerdens als auch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen erforderlich sind, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, als (Teil-)Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen oder sonstigen Vermögensgegenständen zu verwenden;
eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, zur Erfüllung von durch die Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen eingeräumten Umtausch- oder Bezugsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen zu verwenden;
die eigenen Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre ist im Vollzug der vorherigen Maßnahmen ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Verwendung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Es bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

befindet sich auf unserer Internetseite unter WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE.

Konzernabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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2010

in EUR
2009

in EUR
Anhang
1. Umsatzerlöse 148.015.410 119.922.584 23.
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.891.341 2.632.791 24.
Gesamtleistung 156.906.751 122.555.375
3. Materialaufwand 108.795.131 81.607.234 25.
Rohergebnis 48.111.620 40.948.141
4. Personalaufwand 26.
a) Löhne und Gehälter 14.679.372 13.133.988
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung 3.420.317 2.924.189
18.099.689 16.058.177
5. Abschreibungen 7.254.001 5.464.910 27.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.711.893 19.974.917 28.
Operatives/betriebliches Ergebnis 1.046.037 -549.863
7. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -90.096 261.856 29.
8. Zinserträge 3.465.916 4.165.297 30.
9. Zinsaufwendungen 1.864.626 1.211.966 31.
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.557.231 2.665.325
10. Ertragsteuern 1.186.183 985.926 32.
11. Ergebnis vor Minderheitenanteil 1.371.048 1.679.399
12. Minderheitenanteil -919.125 416.369
13. Konzernergebnis 2.290.173 1.263.030
Ergebnis je Aktie in EUR 33.
Ergebnis je Aktie in EUR unverwässert 0,15 0,08
Ergebnis je Aktie in EUR verwässert 0,15 0,08
Gewogener Durchschnitt der Stückaktien
unverwässert 14.850.000 14.982.402
verwässert 14.850.000 14.982.402

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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31.12.2010

in EUR
31.12.2009

in EUR
Periodenüberschuss 2.290.173 1.263.030
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten -39.380 4.510
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 0
Darauf entfallende Ertragsteuern 0 0
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Cash flow hedges) -39.380 4.510
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren fianziellen Vermögenswerten 0 48.000
in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag -37.034 -9.985
Darauf entfallende Ertragsteuern 0 -981
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) -37.034 37.034
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechung ausländischer Tochtergesellschaften -32.167 -33.346
in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 0
Darauf entfallende Ertragsteuern 0 0
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsumrechung) -32.167 -33.346
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen -108.581 8.198
Summe aus Periodenüberschuss und im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 2.181.592 1.271.228

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2010

Aktiva

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31.12.2010

in EUR
31.12.2009

in EUR
Anhang
A. Langfristige Vermögenswerte
I. immaterielle Vermögenswerte 3.382.640 3.586.579 5.
II. Sachanlagen 60.825.361 49.299.842 5.
III. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 5.360.158 1.734.102 6.
IV. Sonstige langfristige Forderungen 12.699.226 20.980.860 8.
V. Latente Steuern 1.966.108 1.519.226 32.
Summe langfristige Vermögenswerte 84.233.493 77.120.609
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte 24.968.517 14.068.971 10.
II. Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 58.063.808 40.366.235 9.
III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.123.462 18.503.074 11.
IV. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 45.141.672 23.213.728 12.
V. Steuererstattungsansprüche 4.551.336 1.867.430 13.
VI. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 12.000.000 14.
VII. Flüssige Mittel 12.787.610 41.762.343 37.
Summe kurzfristige Vermögenswerte 167.636.405 151.781.781
C. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 2.526.732 15.
Summe Vermögenswerte 251.869.898 231.429.122
Passiva
31.12.2010

in EUR
31.12.2009

in EUR
Anhang
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 14.850.000 14.850.000
II. Kapitalrücklage 132.995.741 132.995.741
III. Gewinnrücklagen
1. Währungsausgleichsposten -54.438 -22.271
2. sonstige Rücklagen (IFRS) 443.582 519.996
3. andere Gewinnrücklagen 10.000.000 10.000.000
IV. Gewinnvortrag 16.207.764 14.944.734
V. Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsanteile) -665.773 572.240
VI. Konzernjahresüberschuss 2.290.173 1.263.030
Summe Eigenkapital 176.067.049 175.123.470 16.
B. Langfristige Schulden
I. Langfristige Rückstellungen 505.000 510.499 17.
II. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 28.861.615 24.036.171 18.
III. Latente steuern 4.540.988 3.758.400 32.
Summe langfristige Schulden 33.907.603 28.305.070
c. Kurzfristige Schulden
I. Kurzfristige Rückstellungen 8.769.299 5.893.369 17.
II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 9.994.616 2.951.905 18.
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.403.720 10.534.165 19.
IV. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 3.332.672 3.818.797 9.
V. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.780.282 1.978.303 20.
VI. Steuerschulden 1.614.657 2.824.043 21.
Summe kurzfristige Schulden 41.895.246 28.000.582
Summe Eigenkapital und Schulden 251.869.898 231.429.122

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2010

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31.12.2010

in EUR
31.12.2009

in EUR
Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten 1.371.048 1.679.399
Ertragsteueraufwand 1.186.183 985.926
Zinsergebnis -1.601.290 -2.953.331
Gewinne (-)/Verluste (+) aus at-equity-bilanzierten Unternehmen 645.284 -16.641
Gezahlte Ertragsteuern -3.929.512 -3.404.420
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 7.254.001 5.464.910
Zunahme der sonstigen Rückstellungen 2.870.431 527.537
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Anlagenabgängen 3.898 15.229
Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang langfristiger Vermögenwerte -456.564 0
Brutto Cashflow 7.343.479 2.298.607
Zunahme der Vorräte -10.899.546 -7.350.689
Zu-/Abnahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo -17.697.573 12.896.292
Ab-/Zunahme der Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo -486.125 2.985.229
Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.620.388 3.289.091
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.869.555 1.145.518
Zunahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -22.297.729 -4.691.328
Ab-/Zunahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte 8.281.634 -20.455.828
Zunahme der aktiven latenten Steuern -446.882 -341.981
Ab-/Zunahme der finanziellen Vermögenswerte 12.000.000 -48.000
Zunahme der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten 3.505.803 1.115.480
Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 1.801.979 -89.911
Zu-/Abnahme der kurzfristigen Steuerforderungen -2.683.906 1.472.478
Zunahme Verbindlichkeiten aus Verkehrsteuern und Steuerabzügen 2.316.532 2.441.880
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge -427.469 195.779
Zinseinnahmen 3.465.916 4.165.297
Abfluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cashflow) -15.974.720 -972.086
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen / Immateriellen Vermögenswerten 307.198 187.852
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte -139.364 -819.760
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -18.377.529 -12.558.061
Auszahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Tochterunternehmen 0 -155.401
Auszahlungen für Investitionen in at-equity-Beteiligungen -4.271.340 -1.514.583
Einzahlungen aus dem Verkauf zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 2.983.295 35.385.000
Ab-/Zufluss aus investiver Tätigkeit -19.497.740 20.525.048
Einzahlungen aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten 6.823.432 11.346.186
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bei Kreditinstituten -2.733.151 -2.264.897
Auszahlungen an Gesellschafter 0 -4.455.000
Auszahlungen eigene Anteile 0 -2.081.540
Zu-/ Abnahme der sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (ohne kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) 4.272.072 -2.054.388
Zinsausgaben -1.864.626 -1.211.966
Ab-/Zufluss aus Finanzierungstätgkeit 6.497.727 -721.606
Zahlungswirksame Veränderungen gesamt -28.974.733 18.831.356
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 41.762.343 22.930.987
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 12.787.610 41.762.343

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2010

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in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen inkl. OCI Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss
Eigenkapital am 01.01.2009 15.000.000 134.927.281 489.527 0 23.625.067 5.774.667
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 5.774.667 -5.774.667
Erwerb eigener Aktien -150.000 -1.931.540 0 0 0 0
Umgliederungen Gewinnvortrag 10.000.000 -10.000.000
Ausschüttung an Gesellschafter 0 0 0 0 -4.455.000 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 0 0 8.198 0 0 1.263.030
Eigenkapital am 31.12.2009 14.850.000 132.995.741 497.725 10.000.000 14.944.734 1.263.030
Eigenkapital am 01.01.2010 14.850.000 132.995.741 497.725 10.000.000 14.944.734 1.263.030
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 1.263.030 -1.263.030
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 0 0 -108.581 0 0 2.290.173
Eigenkapital am 31.12.2010 14.850.000 132.995.741 389.144 10.000.000 16.207.764 2.290.173

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in EUR Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen Minderheitenanteil Summe
Eigenkapital am 01.01.2009 179.816.542 -31.708 179.784.834
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0
Erwerb eigener Aktien -2.081.540 0 -2.081.540
Umgliederungen Gewinnvortrag 0 0
Ausschüttung an Gesellschafter -4.455.000 0 -4.455.000
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 187.579 187.579
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 1.271.228 416.369 1.687.597
Eigenkapital am 31.12.2009 174.551.230 572.240 175.123.470
Eigenkapital am 01.01.2010 174.551.230 572.240 175.123.470
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 -318.888 -318.888
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 2.181.592 -919.125 1.262.467
Eigenkapital am 31.12.2010 176.732.822 -665.773 176.067.049

Anhang zum Konzernabschluss 2010

1. ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2010 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.

Die EnviTec Biogas AG ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen als wichtigstem Geschäftsbereich über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen und dem technischen und biologischen Service beschäftigt.

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz im niedersächsischen Lohne, Industriering 10a, ist Mutterunternehmen des EnviTec-Konzerns und seit Juli 2007 eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der zum 31. Dezember 2010 aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE abrufbar.

Am 19. April 2011 hat der Vorstand der EnviTec Biogas AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Segmentberichterstattung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro angegeben oder auf TEUR gerundet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgte nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie voraussichtlich länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte und Fertigungsaufträge werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

2. AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

2.1. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2010 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Mit Ausnahme des Ausweises der negativen Minderheitenanteile (IAS 27) hatten keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie der laufenden Berichtsperiode. Durch diese Änderungen verminderte sich der Minderheitenanteil um 1.354 TEUR.

In IFRS 3 (2008) "Unternehmenszusammenschlüsse" wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisanteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach der Neuregelung kann die Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum beizulegenden Zeitwert des anteiligen identifizierbaren Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen. Eine Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Die Änderungen des IAS 27 (2008) "Konzern- und Einzelabschlüsse" betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält, sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Bei Minderheitsanteilen ist der Ausweis von Negativsalden zulässig, d.h. Verluste werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet.

Die folgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen waren ebenfalls im Geschäftsjahr 2010 erstmals anzuwenden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Darstellung im Konzernabschluss hatte.

Die Änderungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Geeignete Grundgeschäfte" führen zur Klarstellung zweier Aspekte bei der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen: Zum einen wird die Inflation als sicherbares (Teil-)Risiko genannt, zum anderen die Absicherung mittels Optionen behandelt.

Die Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" führen zwei neue Ausnahmen für Erstanwender in Bezug auf Vermögenswerte der Öl- und Gasbranche und in Bezug auf die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, ein.

Im Juni 2009 hat das IASB Änderungen des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" veröffentlicht, die die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich innerhalb eines Konzernverbunds klarstellen. Die Regelung betrifft dabei diejenigen Fälle, in denen ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen erhalten hat, bei denen aber nicht das Unternehmen selbst, sondern sein Mutterunternehmen oder ein anderes Konzernunternehmen zur Begleichung der Zahlung verpflichtet ist.

Die Änderungen des IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" sehen vor, dass alle Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten einzustufen sind, falls das Mutterunternehmen an einen Verkaufsplan gebunden ist, der den Verlust der Beherrschung des Tochterunternehmens zur Folge hat, unabhängig davon, ob das Mutterunternehmen nach dem Verkauf einen nicht beherrschenden Anteil am Tochterunternehmen behält.

Im November 2006 wurde IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen beim Konzessionsnehmer im Hinblick auf eingegangene Verpflichtungen und erhaltene Rechte.

Im Juli 2008 wurde IFRIC 15 "Immobilienfertigungsaufträge" veröffentlicht. Die Auslegungshilfe enthält Regelungen zur Umsatzrealisierung bei Immobilienbauverträgen aus Sicht des herstellenden Unternehmens.

Ebenfalls im Juli 2008 wurde IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bewertung von Vermögenswerten, die keine Zahlungsmittel sind und die ein Unternehmen als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. Es wird erläutert, wie der Fremdwährungsgewinn oder -verlust aus der Nettoinvestition und dem Sicherungsinstrument zu ermitteln ist.

Die Interpretation IFRIC 17 "Sachausschüttungen an Eigentümer" beinhaltet Leitlinien zur angemessenen bilanziellen Behandlung für Fälle, in denen eine Gesellschaft unbare Sachausschüttungen an Eigentümer vornimmt.

Die Interpretation IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden" enthält Regelungen zu Ansatz und Bewertung von monetären und nicht-monetären Kundenbeiträgen und wie die daraus entstehenden Verpflichtungen bilanziell zu erfassen sind.

Weiterhin wurden im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens (2009) eine Vielzahl kleinerer Änderungen vorgenommen, die zu keinen Auswirkungen auf die dargestellten Werte des Konzernabschlusses geführt haben. Sie betreffen:

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IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung
IFRS 8 Geschäftssegmente
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
IAS 7 Kapitalflussrechnung
IAS 17 Leasingverhältnisse
IAS 18 Erträge
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten
IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung
IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb

2.2. Neu veröffentlichte Rechnungslegungsvorschriften, die aber noch nicht angewandt werden

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt. Auf das Wahlrecht zur vorzeitigen freiwilligen Anwendung wurde verzichtet.

Im Rahmen des sogenannten Annual Improvements Process überarbeitet das IASB bestehende Standards. Im Mai 2010 veröffentlichte das IASB zum dritten Mal einen entsprechenden Sammelstandard. Dieser enthält Änderungen an IFRS sowie den dazugehörigen Grundlagen für Schlussfolgerungen. Die Übernahme des Sammelstandards durch die EU in europäisches Recht ist erfolgt. Danach ergeben sich zwei zeitlich abweichende Erstanwendungszeitpunkte. Die Änderungen sind entweder für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen, oder für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden. Für den EnviTec-Konzern ergeben sich keine wesentlichen Änderungen aus dem Sammelstandard.

Folgende neue Standards, überarbeitete Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2011 oder später zu berücksichtigen. Die Auswirkungen der Standards und ihre zeitliche Anwendung werden derzeit geprüft.

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Regelung Zeitpunkt Erstanwendung
Änderungen an IFRS 1 Begrenzte Ausnahme bzgl. Vergleichsangaben in IFRS für Erstanwender Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen
Änderungen an IFRS 7 Angaben - Übertragung finanzieller Vermögenswerte Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen
IFRS 9 (2010) Finanzinstrumente Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen
IAS 24 (2009) Angabe zu Beziehungen zu nahe stehenden Personen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen
Änderungen an IAS 32 Bilanzierung von Bezugsrechten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen
Änderungen an IFRIC 14 Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen
Änderungen an IAS 12 Latente Steuern - Realisation des Buchwerts eines Vermögenswertes Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen

3. GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

3.1. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert; negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam erfasst.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.

Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangsangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-equity Beteiligungen. Ein Werthaltigkeitstest für einen im Beteiligungsansatz enthaltenen Firmenwert wird einmal im Jahr sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Zu Veränderungen des Konsolidierungskreises und den einbezogenen Unternehmen wird im nachfolgenden Punkt eingegangen.

3.2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010 wie folgt entwickelt:

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Inland Ausland Gesamt
EnviTec Biogas AG und konsolidierte Unternehmen
31.12.2009 54 20 74
Zugänge von Tochterunternehmen 35 13 48
Abgänge von Tochterunternehmen 0 1 1
31.12.2010 89 32 121

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Inland Ausland Gesamt
At-equity bewertete Unternehmen
31.12.2009 29 7 36
Zugänge von at-equity bewerteten Unternehmen 24 0 24
Abgänge von at-equity bewerteten Unternehmen 5 0 5
31.12.2010 48 7 55

Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 176 (Vorjahr: 110) Unternehmen, von denen 121 (Vorjahr: 74) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen befindet sich unter Pkt. 7. Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Veränderungen bei den vollkonsolidierten Unternehmen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2010 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil

in %
Zugänge Inland
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg 100,00
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75,00
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75,00
Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Biogas Kronimus Sachsendorf GmbH, Schwarz 100,00
Biogas Kruse Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe 100,00
Biogas Dambeck Verwaltungs GmbH, Friesoythe 100,00
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 85,00
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 90,00
Biogas Kuck Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Kalbe Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90,00
Biogas Brehna Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Schönhausen Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel 90,00
Biogas Düben Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Schinne GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Schinne Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Glauzig Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Dingelstedt Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel 50,01
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Garrel 50,01
Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Reinsfeld 75,00
Biogas Reinsfeld Verwaltungs GmbH, Reinsfeld 75,00
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang 100,00
Zugänge Ausland
Biogas Operating Holding S.r.l., Italien 100,00
Foresti Biogas Societa Agricola a r.l., Italien 100,00
CONA Biogas Societa Agricola a r.l., Italien 85,00
Schio Biogas Societa Agriciola a r.l., Italien 100,00
Urbana Biogas Societa Agricola a r.l., Italien 75,00
Pressana Biogas Societa Agricola a r.l., Italien 100,00
Caldogno Biogas Societa Agricola a r.l., Italien 75,00
Merlara Biogas Societa Agricola a r.l., Italien 75,00
Massa Fiscaglia Societa Agricola a r.l., Italien 100,00
Brazzolo Biogas Soc. Agricola a r.l., Italien 85,00
Malombra Biogas Soc. Agricola a r.l., Italien 55,00
Latina Biogas Soc. Agricola a r.l., Italien 55,00
Formignana Biogas Soc. Agricola a r.l., Italien 100,00
Abgang
EnviTec Biogaz Ticaret ltd.sti, Türkei 55,00

Zugang durch Neugründungen

Durch Neugründungen sind im Laufe des Geschäftsjahres 23 inländische Gesellschaften und 13 ausländische Gesellschaften neu zum Konsolidierungskreis hinzugekommen. Bei den neugegründeten Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften des Geschäftsbereiches Eigenbetrieb, wobei Gegenstand der Projektgesellschaften der Betrieb von Biogasanlagen an einem oder teilweise auch an mehreren Standorten ist. Weiterhin konnte ein Zugang aufgrund von Neugründungen von 24 at-equity bewerteten Unternehmen verzeichnet werden, die ebenfalls den Betrieb von Biogasanlagen zum Gegenstand haben.

Weitere Zugänge

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 hat die EnviTec Biogas AG weitere 7,6% des Kommanditkapitals von TEUR 500 der eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG sowie weitere 7,6% des Stammkapitals von TEUR 25 der eeMaxx Verwaltungs GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 70 erworben. Gegenstand der Gesellschaften ist der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus Biomasse, insbesondere Biogas, sowie die Beteiligung an gleichartigen Gesellschaften. Es erfolgte somit ein Übergang von der at-equity Bewertung in die Vollkonsolidierung. Auswirkungen auf Konzernumsatz und Konzernergebnis sind unwesentlich und werden daher nicht weiter erläutert.

Im Zusammenhang mit dem Kauf der weiteren Anteile an der eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG wurden insgesamt 8 weitere Gesellschaften, die zum Teilkonzern eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG zählen, aufgrund des Wechsels der Mehrheitsverhältnisse neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 168. Im Berichtsjahr ist ein Fehlbetrag der Gesellschaften in Höhe von TEUR 270 enthalten.

Des Weiteren hat die Biogas Heilemann GmbH & Co. KG mit Vertrag vom 27. Juli 2010 100% der Kommanditanteile in Höhe von TEUR 1 an der Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG zum Kaufpreis von TEUR 1 erworben.

Mit Verträgen vom 7. September 2010 hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG 75% der Kommanditanteile in Höhe von TEUR 75 an der Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG sowie 75% der Anteile des Stammkapitals von TEUR 25 an der Biogas Reinsfeld Verwaltungs GmbH zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 94 erworben.

Diese Erwerbe wurden nicht nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" behandelt, da die Definition eines Geschäftsbetriebs nicht erfüllt ist. Die Erwerbe wurden vielmehr als Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten dargestellt, dabei wurden die Anschaffungskosten der Gruppe den einzelnen identifizierten Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage der beizulegenden Zeitwerte zugeordnet.

5 (Vorjahr: 5) Gemeinschaftsunternehmen sowie 50 (Vorjahr: 31) Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von jeweils über 20% werden entsprechend IAS 31 at-equity konsolidiert.

Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2010 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

Name und Sitz der Gesellschaft

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EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne GLC Biogas GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam
EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Sondershausen GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne (vormals: Biogas Karstädt GmbH & Co. KG) Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Bad Wilsnack GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel
EnviTec Energy Contracting GmbH & Co. KG, Lohne (vormals: EnviTec Green Power GmbH & Co. KG) Biogas Schinne GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel
ETC EnviTec Technologie-Centrum GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne (vormals: EnviTec Service GmbH) Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Reinsfeld
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang
Biogas Kronimus Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne

3.3. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf sieben Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel sowie auf die Gesamtergebnisrechnung. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.

3.4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.

Als grundlegendes Bewertungskonzept wird im Konzernabschluss das Anschaffungskostenprinzip angewendet. Dort, wo die IFRS andere Bewertungskonzepte vorschreibt, werden diese verwendet; in den folgenden Ausführungen zur Bewertung von Aktiv- und Passivposten wird hierauf gesondert hingewiesen.

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von fertiggestellten Biogasanlagen - nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen - werden zum Zeitpunkt der Abnahme der Anlagen realisiert. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für Biogasanlagen, die am Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt oder abgenommen worden sind, werden unter Anwendung der Percentage-of-completion-Methode (POC) ermittelt. Dabei wird einerseits der Anteil der erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Kundenauftrags, andererseits der Gewinn des gesamten Auftrags geschätzt. Umsatzerlöse aus Serviceleistungen sowie aus Eigenbetrieb werden - nach Abzug von Steuern und gegebenenfalls Erlösschmälerungen - im Zeitpunkt der Leistungserbringung und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, dass der entstehende ökonomische Nutzen zufließen wird, realisiert.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung, sowohl der voraussichtlichen Nutzungsdauer als auch der Abschreibungsverläufe, beruht auf Schätzungen im Bezug auf den Zeitraum und die Verteilung der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten im Zeitverlauf.

Entwicklungskosten wurden nicht nach IAS 38 aktiviert, da zum Bilanzstichtag die Voraussetzungen für die Aktivierung nicht vorlagen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben und unterliegen jährlichen Impairmenttests. Hinsichtlich der Werthaltigkeitstests verweisen wir auf den Pkt. 3.7. Werthaltigkeitsprüfung.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste ("impairment losses").

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen wie z.B. laufende Unterhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:

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Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich in die Kategorien:

Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingeteilt.

Die Zuweisung eines finanziellen Vermögenswertes zu einer bestimmten Kategorie hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden.

Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorie der erfolgswirksam zum fair value bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfasst zum einen die dem Handelsbestand zuzurechnenden finanziellen Vermögenswerte (trading) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die von Anfang an durch das Management im Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam zum fair value bewertet werden sollen. Die EnviTec Biogas AG weist im Jahresabschluss 2010 keine Vermögenswerte dieser Kategorie und Derivate mit einem Fair Value von TEUR 1 aus.

Kredite und Forderungen

Bei den Krediten und Forderungen handelt es sich um originäre oder erworbene Darlehen und Forderungen mit feststehenden oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden üblicherweise durch Bereitstellung von Bargeld, durch Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen begründet. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Finanzinstrumente dieser Kategorie werden nach ihrem Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen langfristigen Forderungen enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen, die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugewiesen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Indikatoren zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs liegen insbesondere vor bei mehrjährigen operativen Verlusten einer Gesellschaft, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz oder dem Erfordernis einer finanziellen Sanierung des Schuldners der Forderung. Kredite und Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte

Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte zeichnen sich durch feste oder bestimmbare Zahlungen, eine feste Laufzeit sowie die Absicht und Fähigkeit der EnviTec Biogas AG, diese Vermögenswerte tatsächlich bis zur Endfälligkeit zu halten, aus. Die EnviTec Biogas AG weist im Jahresabschluss 2010 keine Vermögenswerte dieser Kategorie aus.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Unter diese Kategorie fallen alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen drei Kategorien zuzurechnen sind oder aufgrund einer subjektiven Widmung durch das Management als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gelten. Diese Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, sofern es sich um dauerhafte beziehungsweise wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes beziehungsweise einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Vorräte) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Abwicklung von Fertigungsaufträgen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Liegt der aktuelle Einkaufspreis unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten wird der niedrigere Wert angesetzt, es sei denn, sie gehen in Fertigungserzeugnisse ein, die voraussichtlich zu den Fertigungskosten oder darüber verkauft werden können (IAS 2.32). Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht.

Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die anfallen, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu bringen.

Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der für die Teilgewinnrealisierung zugrunde zu legende Fertigstellungsgrad wird nach dem Cost-to-cost-Verfahren ermittelt. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die erhaltenen teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag ausgegangenen Teilabrechnungen die realisierten Erträge übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist und der langfristige Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwerts und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Latente Steuern, Steuerschulden, Steuererstattungsansprüche

Als Ertragsteuern werden die erhobenen Steuern auf das steuerpflichtige Einkommen der Gesellschaften sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 (Ertragsteuern). Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz (Buchwerte) und der Steuerbilanz (Steuerwerte) aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen Steuergesetzen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird, und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u.a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

Weitere Informationen zu Ertragsteuern sind im Anhang Pkt. 32 enthalten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen), mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären.

Etwaige Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden von uns auf Einzelfallbasis geprüft. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre und derivative Verbindlichkeiten.

Die originären Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Berichtstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Bei sechs Devisentermingeschäften wurde von der Möglichkeit des Hedge Accounting Gebrauch gemacht. Es handelt sich um einen sog. Cash Flow Hedge. Cash Flow Hedges dienen der Absicherung gegen das Risiko, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. In diesem Fall werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts im Other Comprehensive Income erfasst. Sie werden erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten

Abgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

3.5. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

3.6. Segmentberichterstattung

Die EnviTec Biogas AG hat IFRS 8 "Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Aufgrund der produktorientierten Steuerung des Geschäfts des EnviTec-Konzerns wurden bei der Einteilung der Segmente weiterhin die einzelnen Segmente Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service identifiziert, die auch der internen Berichterstattung dienen. Der Anlagenbau beinhaltet die Projektierung, Genehmigungsplanung und Errichtung von Biogasanlagen, während das Segment Service die technische und biologische Wartung von Biogasanlagen umfasst. In dem Segment Eigenbetrieb werden die selbstbetriebenen Biogasanlagen erfasst.

Umsatzerlöse

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Anlagenbau Service Eigenbetrieb
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdumsatz 116.074 94.631 9.804 6.661 22.137 18.631
Innenumsatz 5.768 4.381 2.547 1.524 3.347 2.376
Operatives Ergebnis -4.287 -5.809 -2 -579 5.335 5.838
Materialaufwand 96.254 72.591 7.858 5.301 11.656 9.882
Personalaufwand 15.010 13.974 1.989 1.595 1.101 489
Equity-Ergebnis 0 38 0 9 -90 215
Zinsergebnis 2.685 3.521 27 44 -1.111 -611
Ertragsteuern 845 162 185 101 156 723
Ergebnis nach Steuern -2.447 -2.189 -160 -637 3.978 4.505
Segmentvermögen 229.331 205.722 6.711 4.198 113.636 71.831
Segmentschulden 55.152 39.015 3.605 2.613 79.135 51.322
Abschreibungen 2.522 1.937 73 47 4.659 3.481
Investitionen 2.266 7.633 47 87 22.270 10.522
außerplanmäßige Abschreibungen auf Fertigungsaufträge 2.086 1.809 0 0 0 0

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Überleitung Konzern
in TEUR 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- ---
Fremdumsatz 0 0 148.015 119.923
Innenumsatz -11.662 -8.281 0 0
Operatives Ergebnis 0 0 1.046 -550
Materialaufwand -6.973 -6.167 108.795 81.607
Personalaufwand 0 0 18.100 16.058
Equity-Ergebnis 0 0 -90 262
Zinsergebnis 0 0 1.601 2.953
Ertragsteuern 0 0 1.186 986
Ergebnis nach Steuern 0 0 1.371 1.679
Segmentvermögen -97.808 -50.322 251.870 231.429
Segmentschulden -60.269 -36.644 77.623 56.306
Abschreibungen 0 0 7.254 5.465
Investitionen 0 0 24.583 18.242
außerplanmäßige Abschreibungen auf Fertigungsaufträge 0 0 2.086 1.809

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den in Pkt. 3.4 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Dies gilt auch für Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten. Die regionale Segmentierung stellt sich wie folgt dar:

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Deutschland Belgien Tschechien
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 101.056 98.766 0 11.081 12.379 7.141
Segmentvermögen 237.798 224.077 1.571 1.891 8.835 7.500
Anschaffungskosten 17.006 12.968 0 0 56 107

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Italien sonstiges Ausland Überleitung
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 26.505 2.046 8.075 889 0 0
Segmentvermögen 16.829 1.324 13.928 4.803 -27.091 -8.166
Anschaffungskosten 203 68 1.311 344 0 0

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Konzern
in TEUR 2010 2009
--- --- ---
Umsatzerlöse 148.015 119.923
Segmentvermögen 251.870 231.429
Anschaffungskosten 18.576 13.487

Von den Umsatzerlösen im Bereich Anlagenbau entfallen 10,1 Mio. € (Vorjahr: 14,9 Mio. €) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 8,6 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) umgesetzt.

Die Umsatzerlöse des Segments Eigenbetrieb entfallen mit 8,4 Mio. € (Vorjahr: 8,2 Mio. €) auf Umsätze mit dem größten Kunden dieses Segments. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 3,8 Mio € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) realisiert. Weitere Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10% lagen nicht vor.

3.7. Werthaltigkeitsprüfung

Gemäß IFRS 3 im Zusammenhang mit den Standards IAS 36 und IAS 38 unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.

Ist einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen, so ist die Werthaltigkeitsprüfung jener Vermögenswerte jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d.h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen.

In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand vor. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Zahlungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen der EnviTec-Gruppe.

Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Zinssatz beträgt 7,85% und entspricht den durchschnittlichen Kapitalkosten des EnviTec-Konzerns (sog. WACC). Der Zinssatz beruht auf Annahmen und Schätzungen über spezifische Kapitalkosten. Die Risikoadjustierung erfolgt konzernspezifisch anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche.

Bei der Sensitivitätsanalyse wurde eine Minderung der zukünftigen Cashflows und eine Erhöhung der durchschnittlichen Kapitalkosten um jeweils 15% angenommen, da eine Veränderung bis zu dieser Höhe nach vernünftigem Ermessen möglich ist. Aufgrund dieser Annahmen kommt es im Rahmen des Werthaltigkeitstests zu keinem Wertminderungsbedarf.

Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen der EnviTec-Konzern tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Cashflows für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen können.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entfällt in voller Höhe (TEUR 2.229) auf die fünf Biogasanlagen in Anklam. Weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

4. SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN

Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, in der Bewertung von Fertigungsaufträgen, der Einbringbarkeit von Forderungen und der Bildung für Rückstellungen für Gewährleistungen. Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und deren Folgen somit schwer abzuschätzen sind. Die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Gesellschaft sind in der Anhangsangabe Pkt. 3.4 des Konzernabschlusses beschrieben. Nicht alle wichtigen Rechnungslegungsregeln erfordern eine schwierige, subjektive oder komplexe Beurteilung von Sachverhalten. Dennoch können folgende Bilanzierungs- und Bewertungsregeln als bedeutend betrachtet werden:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beruht auf Schätzungen des Zeitraums, in dem die immateriellen Vermögenswerte oder Sachanlagen Mittelzuflüsse generieren.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen sind auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen (Impairmenttest), wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Vermögenswerts eventuell nicht werthaltig ist.

Die Geschäftsführung hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte und die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen. Diese können zu außerplanmäßigen Abschreibungen oder auch Wertaufholungen in der Zukunft führen, falls sich die von der Geschäftsführung erwarteten Entwicklungen umkehren sollten.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns resultieren auch aus Erlösen aus Fertigungsaufträgen im Sinne von IAS 11 (Biogasanlagen). Zur Erfassung der Umsatzerlöse für die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen Aufträge (Projekte) ist es erforderlich, den Gesamtgewinn und den Fertigstellungsgrad zu ermitteln. Zur Ermittlung dieser Größen werden die einzelnen Projektkalkulationen und die Unterlagen aus dem Projektmanagement herangezogen. In diese Unterlagen gehen notwendigerweise Schätzungen ein, da die Größen Gesamtgewinn und Fertigstellungsgrad bei noch nicht abgeschlossenen Projekten von der weiteren Entwicklung der Projekte nach dem Bilanzstichtag abhängig sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen ist.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

5. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2010 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Grundstücke und Gebäude umfassen insbesondere die Bürogebäude auf eigenen Grundstücken in Saerbeck und in Lohne sowie Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit Biogasanlagen. Die Zugänge bei den Grundstücken und Gebäuden betreffen zum einen den Kauf eines bebauten Grundstücks in Saerbeck (TEUR 276) sowie die Herstellungskosten der Büroerweiterung in Lohne (TEUR 617) sowie den Bau diverser Gebäude im Zusammenhang mit der Errichtung von Biogasanlagen. Die technischen Anlagen und Maschinen betreffen im Wesentlichen die eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst im Wesentlichen Betriebsausstattung zum Bau von Biogasanlagen und Kraftfahrzeuge sowie Betriebsausstattung zur Erbringung von Serviceleistungen.

Sachanlagen unterliegen im Umfang von TEUR 26.460 (Vorjahr: TEUR 24.424) Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Die Abgänge von Sachanlagen ergaben sich aus der Veräußerung von Vermögenswerten.

6. ANTEILE AN AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Die Entwicklung der Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen im Geschäftsjahr 2010 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die nachstehenden Übersichten zeigen eine Zusammenfassung der aggregierten Finanzangaben (Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Bilanzen) der at-equity bilanzierten Beteiligungen im EnviTec-Konzernabschluss.

Die nach § 313 Abs. 2 Nr. 2,3 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen.

7. ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

Die nachstehend aufgeführte nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen.

Finanzangaben der at-equity bewerteten Beteiligungen zum 31. Dezember 2010

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Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen 2010

in EUR
2009

in EUR
Umsatzerlöse 12.224.890 13.725.538
Rohergebnis 6.133.289 6.309.360
Jahresergebnis -130.879 416.644
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -90.096 261.856

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Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen 2010

in EUR
2009

in EUR
Langfristige Vermögenswerte 36.114.386 20.437.902
Kurzfristige Vermögenswerte 15.807.869 19.089.727
Langfristige Schulden 16.328.098 15.499.416
Kurzfristige Schulden 25.203.322 13.380.333
Eigenkapital 10.390.837 10.647.877
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 5.360.158 1.734.102

Liste des Anteilsbesitzes

Aufstellung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen und des sonstigen Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2010

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I. Tochterunternehmen (vollkonsolidiert) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 3.449.294 1.726.284
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 8.732.921 50.437
Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100,00 29.581 1.643
Agro Trade GmbH, Lohne 100,00 38.120 76.095
EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter/Niederlande 100,00 -118.504 216.968
EnviTec Baltic SIA, Riga/Lettland 100,00 -624.968 -374.846
EnviTec Iberica S.L., Bilbao/Spanien 100,00 -432.869 -109.109
EnviTec Italia GmbH, Lohne 100,00 -839.591 -6.168
EnviTec Italia S.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 157.167 121.708
EnviTec Energy Contracting GmbH & Co. KG, Lohne (vormals: EnviTec Green Power GmbH & Co. KG) 100,00 1.089.583 47.187
EnviTec Energy Contracting Verwaltungs GmbH, Lohne (vormals: EnviTec Green Power Verwaltungs GmbH) 100,00 26.617 1.546
EWS Biogas Projektentwicklungs- GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 68.577 2.176
EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH, Lohne 100,00 31.506 1.664
Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne 100,00 770.128 274.854
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 93,85 358.611 206.495
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100,00 392.301 216.335
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100,00 341.006 220.567
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100,00 371.186 209.777
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100,00 635.363 199.620
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100,00 97.822 -2.178
Biogasanlage Coevorden GmbH, Lohne 100,00 19.072 -4.417
ETC EnviTec Technologie-Centrum GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 40.534 -55.101
EnviTec Biogas Korea Inc., Seoul/Republik Korea 100,00 -90.166 -138.513
EnviTec Biogas Romania s.r.l., Arad/Rumänien 100,00 -89.328 -99.756
EnviTec Biogas Polska Sp.z o.o., Posen/Polen 100,00 -158.278 -130.820
Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100,00 10.227 -58.734
Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100,00 10.135 -86.827
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 94,92 1.295.943 181.350
EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 95,12 34.321 1454
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg 100,00 524.929 -12.653
Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg 100,00 25.701 1.562
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt 91,50 60.425 -24.881
Biogas Groß Warnow Verwaltungs GmbH, Karstädt 91,50 26.357 1.484
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 91,50 394.944 -516.607
GLC Biogas GmbH & Co. KG, Lohne 91,50 101.902 3.155
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne 91,50 26.508 -512.585
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld 91,50 101.212 2.071
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 97.579 -2.117
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne 91,50 72.784 -119.389
EnviTec Projektentwicklung GmbH , Lohne 87,50 1.466.601 516.276
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne 87,50 492.185 630.109
Biogas Bad Wilsnack GmbH & Co. KG, Lohne 87,50 62.178 -336
Biogas Sondershausen GmbH & Co. KG, Lohne 87,50 107.971 5.147
Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne 87,40 55.487 15.455
EnviTec Biogas d.o.o., Zagreb/Kroatien 85,00 -41.675 -39.607
Biogas Varadzin d.o.o., Zagreb/Kroatien 85,00 0 0
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen 79,00 340.927 81.684
Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen 79,00 30.262 1.584
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne 87,60 608.404 287.201
Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne 87,60 31.000 1.624
Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75,00 63.847 -14.369
Fabrico Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75,00 40.812 -11.155
Rolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 80,00 42.748 -11.219
Malombra Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75,00 9.243 -23.962
Latina Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100,00 3.630 -6.370
Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100,00 10.598 -94.401
Brazzolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100,00 10.048 -107.952
Biogas Operating Holding S.r.l., Sommacampagna/Italien 85,00 -10.447 -20.447
Pressanna Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 11.010 -5.990
Urbana Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 11.285 -14.715
Schio Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 6.264 -3.736
Cona Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 -2.773 -35.273
Foresti Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 -2.685 -35.185
Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 8.214 -1.786
Merlara Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 12.438 -22.562
Massa Fiscaglia Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100,00 10.483 -4.517
A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen 70,00 1.232.424 -122.316
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen 70,00 -29.562 -348.431
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Lohne 70,00 434.119 -146.600
Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben 70,00 29.894 1.709
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 70,00 -387.464 19.909
Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg/Wümme 70,00 31.408 2.177
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg/ Wümme 100,00 -27.686 -115.070
Biogas.it GmbH, Bozen/Italien 66,00 105.401 10.612
EnviTec France SARL, Tregueux/Frankreich 65,00 -503.032 -246.728
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne 65,60 -192.328 -122.571
Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne 65,60 30.300 1.663
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne 64,80 582.196 119.878
Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Lohne 64,80 30.144 1.583
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne 64,60 125.040 63.757
RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne 64,60 31.403 1.497
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard 64,00 195.423 -59.715
Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard 64,00 28.593 1.444
Envitec Biogas UK ltd, Rugeley/Großbritannien 60,00 -459.099 -189.734
Biogas Nordholz GmbH, Minden 60,00 132.450 74.994
EnviTec Biogas SK s.r.o., Levice/Slowakei 55,00 4.742 -258
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o., Tschechien 55,00 44.451 669.687
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75,00 1.981.203 -18.797
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75,00 24.677 -323
Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 98.805 -1.196
Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 92.600 -7.400
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 94.912 -5.088
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne 75,00 731.262 -21.418
Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Lohne 75,00 26.381 1.154
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100,00 98.892 -1.108
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang 100,00 97.177 -2.823
Biogas Sachsendorf Kronimus GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf 100,00 38.154 -60.055
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel 50,10 4.923.112 36.255
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Garrel 50,10 22.511 284
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 85,00 161.628 -34.036
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 26.641 168
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90,00 524.488 -25.512
Biogas Brehna Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 24.787 -213
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 90,00 220.099 -104.658
Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 26.471 -2
Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel 90,00 22.780 -2.220
Biogas Düben Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 24.293 -707
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel 100,00 511.898 -106.193
Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 26.934 495
Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 23.982 -1.316
Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100,00 22.494 -2.506
Biogas Schönhausen Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 24.272 -728
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100,00 336.981 -256.998
Biogas Kalbe Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 26.957 483
Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel 100,00 23.697 -1.303
Biogas Glauzig Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 24.025 -975
Biogas Schinne GmbH & Co. KG, Garrel 100,00 23.699 -1.301
Biogas Schinne Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 24.025 -975
Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100,00 21.605 -3.395
Biogas Dingelstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100,00 24.325 675

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II. Gemeinschaftsunternehmen (at-equity bewertet) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
EnviTec Biogas kft., Ungarn* 51,14 -33.530 39.328
EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien 50,00 1.702.672 340.815
ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH, Lohne 50,00 -17.076 -52.393
P. Theunissen Holding B.V., Niederlande 50,00 -58.204 -76.204
EnviTec van de Velde Service B.V.B.A., Belgien 50,00 59.316 17.559

* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.

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III. Assoziierte Unternehmen (at equity bewertet) Konzernanteil

in %
Eigenkapital

in EUR
Ergebnis

in EUR
Biogas Lüken-Feldmann KG, Harkebrügge 50,00 222.159 142.513
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 50,00 58.337 21.911
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne 50,00 696.497 125.426
Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne 50,00 29.929 2.488
Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne 50,00 217.085 207.218
Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne 50,00 32.140 1.666
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Golzow 48,00 90.868 -6.352
Biogas Golzow Verwaltungs GmbH, Golzow 48,00 25.445 620
Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim 46,00 385.250 -284.252
Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim 46,00 27.521 1.719
Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar 50,00 338.459 -34.304
Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar 50,00 27.155 1.801
Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve 50,00 473.256 -121.624
Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve 50,00 25.763 1.574
Biogas Güntner GmbH & Co. KG, Barßel-Harkebrügge 44,00 -81.197 -53.561
Biogas Güntner Verwaltungs GmbH, Barßel-Harkebrügge 44,00 28.509 1.550
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne 44,00 57.542 -80.928
Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne 44,00 30.490 1.550
Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne 50,00 426.952 -64.176
Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne 50,00 25.061 1.376
Biowatt SARL, Frankreich 50,00 784.451 -42.608
Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf 27,50 283.908 30.770
Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf 27,50 25.841 753
Rentech Bioenergas S.A., Athen/Griechenland 21,00 0 0
Helianthus srl, San Dona di Piave/Italien 50,00 0 0
Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen 50,00 562.051 -21.949
Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen 50,00 25.936 936
Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve 50,00 90.769 -14.231
Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve 50,00 25.048 48
Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach 50,00 96.411 -3.589
Biogas Medebach Verwaltungs GmbH, Medebach 50,00 25.108 108
Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow 50,00 97.557 -2.443
Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow 50,00 25.184 184
Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal 50,00 565.876 -8.887
Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal 50,00 24.879 -121
Biogas Produktion Nonnendorf GmbH & Co. KG, Nonnendorf 50,00 98.282 -1.718
Biogas Produktion Nonnendorf Verwaltungs GmbH, Nonnendorf 50,00 24.818 -182
Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde 49,00 373.469 -306.861
Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde 49,00 27.259 1.699
Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel 50,00 559.592 -15.408
Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel 50,00 25.035 35
Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne 50,00 99.756 -244
Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne 50,00 24.312 -688
Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen 50,00 584.823 -14.665
Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen 50,00 25.343 851
Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn 50,00 408.430 -89.251
Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn 50,00 25.442 1.028
Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Garrel 50,00 1.044.678 -111.304
Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Garrel 49,00 24.241 -759
Biogas Talge GmbH & Co. KG, Garrel 49,00 21.836 -3.164

Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt.

8. SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

Die sonstigen langfristigen Forderungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich vergebene festverzinsliche Darlehen an fremde Dritte mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

9. FERTIGUNGSAUFTRÄGE

Die Fertigungsaufträge zum 31.12.2010 stellen sich wie folgt dar:

Fertigungsaufträge

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2010

in EUR
2009

in EUR
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit aktivischem Saldo
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse 112.493.163 80.017.998
Kumulierte angefallene Kosten 101.703.753 76.083.717
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 15.149.566 11.778.540
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -58.789.511 -47.496.022
Fertigungsaufträge mit aktivischem saldo 58.063.808 40.366.235
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit passivischem Saldo
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse 6.503.682 3.884.727
Kumulierte angefallene Kosten 2.471.635 14.709.682
Kumulierte ausgewiesene Gewinne -437.464 -922.980
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -5.366.843 -17.605.499
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 3.332.672 3.818.797

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf nicht werthaltige Fertigungsaufträge in Höhe von EUR 2.085.683 (Vorjahr: EUR 1.809.628) vorgenommen.

10. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

Vorräte

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2010

in EUR
2009

in EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.088.514 13.227.518
Geleistete Anzahlungen 5.880.003 841.453
24.968.517 14.068.971

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von EUR 25.795 (Vorjahr: EUR 31.083) notwendig.

11. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Die Einzelwertberichtigungen für Forderungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

Forderungen

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2010

in EUR
2009

in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 436.144 105.300
Zuführung 60.500 382.039
Auflösung 399.175 51.195
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 97.469 436.144

Einzelwertberichtigungen wurden auf Forderungen gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Wertminderungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand im Konzernergebnis erfasst.

Die nicht fälligen Forderungen betragen TEUR 6.438 (Vorjahr TEUR: 12.696).

Übersicht der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen:

Forderungsanalyse

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2010

in EUR
2009

in EUR
31 < 90 Tage 3.212 1.083
91> 180 Tage 2.935 326
181 < 360 Tage 5.362 3.093
> 360 Tage 4.176 1.305
Gesamt 15.685 5.807

Die Sicherung der überfälligen Forderungen erfolgt üblicherweise durch Vertragerfüllungsbürgschaften, die vom Kunden angefordert werden oder durch anderweitige Sicherungsmaßnahmen, wie z. B. die Abtretung von Forderungen aus der Stromerzeugung oder durch Sicherungsübereignung von Geschäftsanteilen und/oder sonstigen Vermögenwerten.

12. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

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2010

in EUR
2009

in EUR
Darlehen an Dritte 25.651.998 10.315.911
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 14.548.704 9.633.163
Zinsansprüche 67.126 44.433
Abgrenzungsposten 1.316.691 823.035
Forderungen an Mitarbeiter 79.650 153.600
Forderungen gegen Minderheitsgesellschafter 0 102.000
Erstattung Verkehrsteuern 1.189.916 699.012
Ausstehende Gutschriften/ Weiterberechnungen 1.186.534 791.141
Übrige kurzfristige Forderungen 1.101.053 651.433
Gesamt 45.141.672 23.213.728

13. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Die Steuererstattungsansprüche betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht von den Finanzbehörden zurückerstattet wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung zu erwarten ist.

14. ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte wurde im Vorjahr die Schuldverschreibung der Bremer Landesbank ausgewiesen. Die Schuldverschreibung hatte eine Laufzeit bis zum 21. April 2010.

15. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Im Vorjahr wurde hierunter der beschlossene Verkauf einer 26%igen Tochtergesellschaft des Segments Eigenbetrieb ausgewiesen. Aus dem Verkauf der Gesellschaft hat der EnviTec-Konzern in 2010 einen Gewinn in Höhe von TEUR 457 erzielt, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

16. EIGENKAPITAL

16.1. Eigenkapitalentwicklung

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2009 und 2010 ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 15.000. Es ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € je Stück.

Am 31. Dezember 2010 befanden sich 150.000 Stückaktien der EnviTec Biogas AG mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00€ je Stück im Bestand der EnviTec Biogas AG. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.082 wurden vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Unter Berücksichtigung des Erwerbs der eigenen Aktien befinden sich zum 31. Dezember 2010 insgesamt 14.850.000 Stückaktien im Umlauf. Zur weiteren Entwicklung verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00€ beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Kapitalrücklage betrifft im Wesentlichen das Agio anlässlich des Börsengangs vom 12. Juli 2007. Hierdurch hat sich die Kapitalrücklage nach Abzug der Kosten des Börsengangs (TEUR 7.092) gemäß IAS 32.37 um TEUR 133.479 erhöht. Weitere Einzelheiten zur Kapitalrücklage ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurden aus dem Gewinnvortrag 10.000.000,00 € in die neu gebildete Gewinnrücklage eingestellt.

Die Fremdwährungsumrechnungsrücklage in Höhe von TEUR -54.438 (Vorjahr: TEUR -22.271) beinhaltet im Wesentlichen die Differenz aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen, deren Währung nicht auf Euro lautet. Es handelt sich hierbei um die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien, Kroatien, Rumänien, Lettland, Korea und Polen.

Die Sonstigen Rücklagen umfassen die Effekte aus der Umstellung auf IFRS in Höhe von TEUR 480 zum 01. Januar 2005 und betrifft insbesondere die Aktivierung der Fertigungsaufträge sowie in Höhe von TEUR -39 (Vorjahr: TEUR 40) die erfolgsneutrale Bewertung von "zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte" und der Devisentermingeschäfte.

Der Ausgleichsposten für Minderheitenanteile in Höhe von TEUR -666 (Vorjahr TEUR 572) enthält die Anteile von Konzernfremden am Eigenkapital von vollkonsolidierten Unternehmen.

16.2. Kapitalmanagement

Die EnviTec Biogas AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu maximieren. Hierzu gehört auch die Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zu Fremdkapital. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital. Das steuerungsrelevante Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen, dem Gewinnvortrag, den Minderheitsanteilen sowie dem Konzernergebnis. Die Finanzverbindlichkeiten betreffen die gesamten Finanzschulden einschließlich der kurzfristigen Finanzschulden und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2010 69,9% (Vorjahr: 75,7%).

Die EnviTec Biogas AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

Externe Mindestkapitalanforderungen liegen für eine Rahmenkreditlinie in Höhe von TEUR 25.000 vor. Hierfür wurde eine Eigenkapitalquote von mind. 25% vereinbart.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Risikomanagement in unserem Lagebericht.

17. RÜCKSTELLUNGEN

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:

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Stand 01.01.2010

in EUR
Verbrauch 2010

in EUR
Auflösung 2010

in EUR
Zuführung 2010

in EUR
Stand 31.12.2010

in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 4.719.288 4.719.288 0 7.358.259 7.358.259
Davon kurzfristig 4.719.288 4.719.288 0 7.358.259 7.358.259
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 928.514 928.514 0 907.241 907.241
Davon kurzfristig 426.514 426.514 0 402.241 402.241
Übrige Rückstellungen 756.066 615.817 140.249 1.008.799 1.008.799
Davon kurzfristig 747.567 607.318 140.249 1.008.799 1.008.799
6.403.868 6.263.619 140.249 9.274.299 9.274.299
Davon kurzfristig 5.893.369 5.753.120 140.249 8.769.299 8.769.299

Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2009 und 2010 bilanzierten Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

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Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2010

in EUR
Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2009

in EUR
2010 8.769.299 2009 5.893.369
2011 505.000 2010 510.499
9.274.299 6.403.868

Bei den Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen handelt es sich um ausgeführte Leistungen von Dritten, bei denen die Höhe und/oder der Zeitpunkt der Abrechnung noch unsicher sind.

Die Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen umfassen vertraglich vereinbarte Gewährleistungen aus dem Bau und dem Verkauf von Biogasanlagen. Die Rückstellungen basieren auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des zukünftigen Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung aus Gewährleistungen. Die Einschätzung wurde auf Basis historischer Erfahrungswerte gemacht und kann aufgrund von neuen Materialien und/oder sonstigen Faktoren schwanken. Es erfolgte eine Abzinsung in Höhe von TEUR 21. Die Abzinsung erfolgte unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatzes bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren. Er beträgt 3,9%.

18. FINANZVERBINDLICHKEITEN

Insgesamt setzen sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

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Gesamt

in EUR
Davon kurzfristig

in EUR
Gesamt

in EUR
Davon kurzfristig

in EUR
31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.610.909 5.249.593 24.520.628 2.478.954
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 5.917.438 552.114 1.924.394 154.898
Erhaltene Anzahlungen 3.322.252 3.322.252 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.005.632 870.657 543.054 318.053
38.856.231 9.994.616 26.988.076 2.951.905

Die Finanzverbindlichkeiten zeigen insgesamt folgende Fälligkeiten:

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2010

in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2009

in EUR
2011 9.994.616 2010 2.951.905
2012 3.098.626 2011 2.608.984
2013 2.942.462 2012 2.453.136
2014 2.937.574 2013 2.288.586
2015 2.785.696 2014 2.288.586
2016 und später 17.097.257 2015 und später 14.397.879
38.856.231 26.988.076

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen insgesamt TEUR 9.995 (Vorjahr: TEUR 2.952). Ihr gewichteter durchschnittlicher Zins lag bei 4,4 Prozent.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen Kredite zur Finanzierung von Bürogebäuden, Biogasanlagen und von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert.

Im Einzelnen bestanden zum 31.12.2010 folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

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Darlehensgeber Schuld zum 31.12.2010

in EUR
Art der Sicherheit Buchwert der Sicherheit

in EUR
Bremer Landesbank 287.845 Grundschuld in Höhe von 900.000 EUR am Betriebsobjekt Lohne, Industriering 10a 2.015.635
Landessparkasse zu Oldenburg 295.028 Grundschuld in Höhe von 1.300.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2 1.157.020
Landessparkasse zu Oldenburg 402.687 Grundschuld in Höhe von 1.300.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2 1.579.229
Landessparkasse zu Oldenburg 401.033 Grundschuld in Höhe von 1.300.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2 1.572.743
Landessparkasse zu Oldenburg 386.360 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2; Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 332.406
Landessparkasse zu Oldenburg 614.315 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2; Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 528.528
Landessparkasse zu Oldenburg 56.435 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2; Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 48.554
Landessparkasse zu Oldenburg 1.116.816 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2; Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 960.857
Landessparkasse zu Oldenburg 409.088 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2; Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 351.960
Landessparkasse zu Oldenburg 90.700 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2; Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 78.034
Landessparkasse zu Oldenburg 722.794 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.100.000,00 EUR am Grundstück Angern, Loitscher Weg 5; Sicherungsübereignung Biogasanlage einschließlich Maschinen und Einrichtungen; Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 900.074
Bremer Landesbank 1.271.050 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am Schwarzen Weg; Sicherungsübereignung Biogasanlagen; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.886.652
Bremer Landesbank 782.605 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am Schwarzen Weg; Sicherungsübereignung Biogasanlagen; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.777.356
Bremer Landesbank 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 793.516
Bremer Landesbank 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 143.870
Bremer Landesbank 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 783.276
Bremer Landesbank 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 142.013
Bremer Landesbank 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 782.961
Bremer Landesbank 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 141.956
Bremer Landesbank 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 801.757
Bremer Landesbank 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 145.364
Bremer Landesbank 649.993 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.106.691
Oldenburgische Landesbank 1.800.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.800.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Wanzleben, Vor dem Schlosstor 2; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen, sowie diversen Ansprüchen aus dem Betrieb der Biogasanlage 1.942.639
Oldenburgische Landesbank 1.750.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.750.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Thomasburg, Hagen-weg; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen, sowie diversen Ansprüchen aus dem Betrieb der Biogasanlage 1.957.832
Bremer Landesbank 1.768.772 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.003.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Willebadessen, Schönthal 25; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.754.462
Bremer Landesbank 1.909.090 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.350.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Nieheim, Steinheimer Straße 99; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.506.034
Bremer Landesbank 1.649.454 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.128.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Bresegard, Hauptstraße 42; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.790.436
Volksbank Gelsenkirchen 218.464 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.111.000,00 Euro am Grundstück Gelsenkirchen, Magdeburger Straße 16a 979.302
Deutsche Kreditbank 2.243.356 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.400.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Minden, Stemmer Landstraße 151; Sicherungsübereignung der Biogasanlage und Vorräte; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.205.715
Bremer Landesbank 1.504.362 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.726.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Beber, Zum Dachtelfeld 29; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.056.335
Oldenburgische Landesbank AG 1.740.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.740.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Kalbe, An der Bahn; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.314.835
Oldenburgische Landesbank AG 1.597.500 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.810.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Salzwedel, Im Dorf; Sicherungsübereignung der Biogasanlage; Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.085.601
26.459.907 37.623.643

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 552 um kurzfristige Darlehensgewährungen von Minderheitsgesellschaftern im Rahmen des Liquiditätsmanagements der eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Verzinsung erfolgt mit einem Zinssatz von 5%. In Höhe von TEUR 5.365 handelt es sich um Abfindungsansprüche von Minderheitsgesellschaftern. Bei den sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 543 handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten, die keine Kreditinstitute oder Minderheitsgesellschafter sind.

19. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

20. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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31.12.2010 Gesamt

in EUR
31.12.2009 Gesamt

in EUR
Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung mit den Mitarbeitern 1.004.095 825.157
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 89.815 62.077
Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträge 859.872 222.672
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 172.806 352.679
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.653.694 515.718
3.780.282 1.978.303

Bei den Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträgen handelt es sich um am Bilanzstichtag geschuldete Umsatzsteuer und abzuführende Lohn- und Kirchensteuer.

Bei den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Darlehen von Dritten an diverse Tochtergesellschaften sowie um noch nicht abgerechnete Leistungen, bei denen die Höhe, aber noch nicht der Zeitpunkt der Abrechnung, feststeht. Die Darlehen werden mit 5% p.a. verzinst und dienen dem kurzfristigen Liquiditätsmanagement.

21. STEUERSCHULDEN

Die Steuerschulden betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht an die Finanzbehörden gezahlt wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung erwartet wird.

22. BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

22.1. Management von Finanzrisiken

Die EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt. Für die langfristigen Darlehen existieren feste Zinsvereinbarungen, welche einem fair-value-Risiko unterliegen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellen. Bei einem Darlehen in Höhe von derzeit 696.662 EUR wurde ein variabler Zinssatz auf Basis des EURIBOR abgeschlossen. Hinsichtlich des abgeschlossenen Sicherungsgeschäftes verweisen wir auf Pkt. 22.2. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken bestehen hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Derivative Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die durch eine Funktionstrennung gewährleistet wird.

In 2010 wurden Devisentermingeschäfte über insgesamt TCZK 154.663 abgeschlossen. Hierdurch sollen zukünftige Zahlungsströme von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen abgesichert werden. Der abgesicherte Wechselkurs beträgt durchschnittlich 25,27. Der durchschnittliche Wechselkurs betrug in 2010 25,294. Der beizulegende Zeitwert, bewertet nach der Marking-to-Market Methode betrug am 31.12.2010 TEUR -35. Die zukünftigen Zahlungsströme werden für das Jahr 2011 erwartet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts wurden im Berichtsjahr erfolgsneutral im Other Comprehensive Income erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehungen dar.

Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn die Partner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die bilanzielle Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass Geschäftspartner ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Kreditrisiken werden durch eine laufende Überwachung der einzelnen Forderungen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen begrenzt. Für ein langfristiges Darlehen wurde als Sicherheit eine Verpfändung von Anteilen an Biogasanlagen vorgenommen. Die tatsächlichen Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit gering. Der EnviTec-Konzern unterhält zum Bilanzstichtag Fest- und Tagesgeldkonten bei deutschen Kreditinstituten, die dem Einlagensicherungsfonds unterliegen. Ein nennenswertes Bonitätsrisiko ist nicht vorhanden.

Liquiditätsrisiken wird durch auftragsbezogene, dem Projektfortschritt angepasste Anzahlungen der Auftraggeber entgegengetreten. Die Finanzierung des Baus der Immobilien an den Standorten Lohne und Saerbeck erfolgte grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen mit festen Zinssätzen. Aufgrund der im Rahmen des Börsengangs zugeflossenen liquiden Mittel sowie den bestehenden Kreditlinien in Höhe von TEUR 30.000 bestehen keine Liquiditätsrisiken.

22.2. Wirtschaftliche Sicherung und Hedge Accounting

Zum Jahresende bestand folgendes langfristiges Zins-Cap-Geschäft zur Zinssicherung.

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in EUR Normalwert Positiver Marktwert Negativer Marktwert Laufzeit bis
Zins-Cap 1.100.000 1.158 0 2013

Zahler des variablen Betrages ist die Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg. Zahler des Festbetrages ist Biogas Angern GmbH & Co. KG. Die Berechnung der Festbeträge erfolgt auf Grundlage des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,25%. Zum Bilanzstichtag betrug der Zinssatz 1,96%.

Das Cap-Geschäft dient der Absicherung eines bei der Landessparkasse zu Oldenburg aufgenommenen variabel verzinslichen Darlehens.

Das Zins-Cap-Geschäft stellt wirtschaftlich betrachtet eine Absicherung dar. Von der Möglichkeit des Hedge Accounting wird kein Gebrauch gemacht. Die Fair-Value-Änderung dieses Finanzinstrumentes wird direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst.

22.3. Darstellung der Finanzinstrumente

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

Finanzinstrumente 2010

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Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert

in TEUR
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 in TEUR fortgeführte Anschaffungskosten
2010 2009 31.12.2010 31.12.2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Sonstige langfristige Forderungen LAR LAR 12.699 20.981 12.699 20.981
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR LAR 22.123 18.503 22.123 18.503
Darlehen an Dritte LAR LAR 25.652 10.316 25.652 10.316
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen LAR LAR 14.549 9.633 14.549 9.633
Zinsansprüche LAR LAR 67 44 67 44
Übrige kurzfristige Forderungen LAR LAR 3.479 1.443 3.479 1.443
Sonstige n.a. n.a. 1.397 1.079
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Afs Afs 0 12.000
Flüssige Mittel LAR LAR 12.788 41.762 12.788 41.762
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte n.a. n.a. 0 2.527
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 28.862 24.036 28.171 23.345
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 9.995 2.952 9.995 2.952
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC FLAC 14.404 10.534 14.404 10.534
Verbindlichkeiten Mitarbeiter n.a. n.a. 1.004 825
Steuern n.a. n.a. 860 223
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit n.a. n.a. 90 62
Übrige n.a. n.a. 1.826 868

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39

in TEUR
Wertansatz Bilanz nach anderen Standards

in TEUR
Fair Value

in TEUR
Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
2010 2009 2010 2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Sonstige langfristige Forderungen 12.699 20.981
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.123 18.503
Darlehen an Dritte 25.652 10.316
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 14.549 9.633
Zinsansprüche 67 44
Übrige kurzfristige Forderungen 3.479 1.443
Sonstige 1.397 1.079 1.397 1.079
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 12.000 0 12.000
Flüssige Mittel 12.788 41.762
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 2.527 0 2.527
Passiva
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 691 691 28.862 24.036
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 9.995 2.952
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.404 10.534
Verbindlichkeiten Mitarbeiter 1.004 825 1.004 825
Steuern 860 223 860 223
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 90 62 90 62
Übrige 1.826 868 1.826 868

Der Fair Value der im Vorjahr ausgewiesenen Schuldverschreibung in Höhe von TEUR 12.000 ergab sich aus dem aktuellen Marktpreis zum Bilanztag; Stufe 1 gem. IFRS 7.27a. Der Fair Value der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 691 wurde mittels eines DCF-Verfahrens ermittelt und betrifft die Minderheitenausgleichsverpflichtung der atypisch stillen Gesellschafter an der Biogas Nordholz GmbH, Minden. Der zugrundegelegte WACC beträgt 7,9%; Stufe 3 gem. IFRS 7.27c

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

23. UMSATZERLÖSE

Umsätze werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Biogasanlagen erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten auch die Auftragserlöse aus am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekten nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades dieser Projekte. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Serviceleistungen in Höhe von TEUR 9.804 (Vorjahr: TEUR 6.661) sowie Erträge aus Stromeinspeisungen und Wärmelieferung in Höhe von TEUR 22.137 (Vorjahr: TEUR 18.631) enthalten. Die Umsatzerlöse haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
148.015.410 119.922.584 +28.093 23,4

Die Umsatzerlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Biogasanlagen enthalten fakturierte Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 97.433 (Vorjahr: TEUR 86.819) und Umsatzerlöse aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von TEUR 18.641 (Vorjahr: TEUR 7.812). Der Vertrieb der Anlagen erfolgt sowohl an einzelne Landwirte als auch an industrielle Investoren.

24. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Rohmaterial für Biogasanlagen TEUR 4.918 (Vorjahr TEUR 0), Erträge aus dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 0), verrechnete Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 287), Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 51), Erträge aus weiterberechneten Kosten TEUR 747 (Vorjahr: 617), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 144), Erträge aus Schuldenkonsolidierung TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 787), Gutschriften TEUR 135 (Vorjahr: 58) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen TEUR 632 (Vorjahr: TEUR 194).

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
8.891.341 2.632.791 +6.259 +237,7

25. MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Materialkosten (TEUR 98.909, Vorjahr: TEUR 72.660) sowie Kosten für Fremdleistungen für den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen (TEUR 763, Vorjahr: TEUR 1.088). Daneben sind Projektierungsaufwendungen (TEUR 1.277, Vorjahr: TEUR 1.680) sowie Aufwendungen für Substrate (TEUR 7.846, Vorjahr: TEUR 6.180) im Materialaufwand enthalten. Der Materialaufwand hat sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
108.795.131 81.607.234 +27.188 33,3

26. PERSONALAUFWAND UND MITARBEITER

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Löhne und Gehälter in Höhe von TEUR 14.679 (Vorjahr: TEUR 13.134) sowie Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von TEUR 3.420 (Vorjahr: TEUR 2.924). Im Personalaufwand sind Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 0) an die Mitarbeiter enthalten. Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund des Ausbaus der internationalen Aktivitäten erhöht und sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
18.099.689 16.058.177 +2.042 + 12,7

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug 2010 durchschnittlich 413 Personen (Vorjahr: 373 Personen) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 10,7% erhöht. Von dem durchschnittlichen Personalbestand entfallen 325 Personen auf den Bereich Angestellte und 88 Personen auf den Bereich Arbeiter. Die Mitarbeiter sind überwiegend im Bereich Produktion/Technik beschäftigt.

27. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund des Ausbaus des Eigenbetriebs deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht und sich wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
7.254.001 5.464.910 + 1.789 +32,7

In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 370 enthalten. Nähere Details zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

28. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich in Betriebskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten unterteilen. Die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gesunkenen Verkaufsprovisionen (TEUR 1.172 (Vorjahr: TEUR 3.141)) rückläufig. Dagegen sind die Betriebskosten gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Der Anstieg der Betriebskosten ist insbesondere auf das Segment Eigenbetrieb zurückzuführen, wo die Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind. Die Verwaltungskosten haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Rechts- und Beratungskosten um TEUR 574 auf TEUR 3.690 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt.

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
21.711.893 19.974.917 + 1.737 +8,70

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

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2010

in EUR
2009

in EUR
Betriebskosten 10.918.872 8.496.900
Vertriebskosten 7.103.038 8.361.582
Verwaltungskosten 3.689.983 3.116.435
Gesamt 21.711.893 19.974.917

29. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Das Ergebnis aus at-equity einbezogenen Beteiligungen beinhaltet die anteiligen Ergebnisse aus 55 (Vorjahr 36) Gesellschaften.

Verluste, die den Anteil an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden gem. IAS 28.37g nicht erfasst, sondern in einer Nebenrechnung fortgeführt und im Falle zukünftiger Gewinne mit diesen verrechnet. Die aufgrund dieser Vorschrift nicht berücksichtigten Verluste betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 27 (kumuliert TEUR 111).

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
-90.096 261.856 -352 -134,5

30. ZINSERTRÄGE

Die übrigen Zinserträge betreffen im Wesentlichen Termingeldzinsen. Der Rückgang spiegelt die niedrigeren erzielbaren Zinsen im Geschäftsjahr 2010 sowie den Anstieg der Investitionen wider. Die übrigen Finanzerträge haben sich wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
3.465.916 4.165.297 -699 -16,8

31. ZINSAUFWENDUNGEN

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen insbesondere für Bankverbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten zur Liquiditätssteuerung von nahestehenden Personen. Die übrigen Finanzaufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
1.864.626 1.211.966 +653 +53,9

Die Zinsaufwendungen entfallen wie folgt auf langfristige Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten:

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2010

in EUR
2009

in EUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.545.480 987.542
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 279.643 222.682
Sonstige Verbindlichkeiten 39.503 1.742
Gesamt 1.864.626 1.211.966

32. ERTRAGSTEUERN

Steueraufwand

Als Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern resultieren im Geschäftsjahr und Vorjahr im Wesentlichen aus zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten der Bilanzposten Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo. Der Steueraufwand hat sich wie folgt entwickelt:

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2010 2009 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
--- --- --- ---
1.186.183 985.926 +200 +20,3

Der Steueraufwand lässt sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

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2010

in EUR
2009

in EUR
Latenter Steuerertrag/-aufwand 443.183 -1.027.548
Gezahlte bzw. geschuldete steuern 743.000 2.013.474
Gesamt 1.186.183 985.926

Steuerüberleitungsrechnung

Der tatsächliche Steueraufwand des Jahres 2010 von TEUR 1.186 (Vorjahr: TEUR 986) wich um TEUR 468 (Vorjahr: TEUR 238) von dem erwarteten Steueraufwand von TEUR 718 (Vorjahr: TEUR 748) ab, der sich bei Anwendung eines Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Unternehmens ergeben würde. Dieser Durchschnittssteuersatz wird aus Körperschaftsteuer (15%) Solidaritätszuschlag (5,5%) und einem Gewerbesteuerhebesatz von 350% ermittelt. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand begründen sich wie folgt:

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2010

in EUR
2009

in EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.557.231 2.665.325
Anzuwendender Steuersatz 28,08% 28,08%
Erwarteter Steueraufwand 718.070 748.423
Ergebnisse aus Kapitalkonsolidierung -11.268 51.348
Steuerfreie Einnahmen -128.727 -28.055
Nicht nutzbare Verlustvorträge bzw. Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen und Abschreibungen Verlustvorträge 379.170 42.159
Abweichungen zwischen angenommenen und tatsächlichen Gewerbesteuerhebesätzen -64.309 29.054
Nur steuerlich zurechenbare Gewinne/Verluste 10.745 55.855
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 25.299 -73.529
Abweichungen von Steuersätzen bei Tochterunternehmen anderer Rechtskreise 91.006 90.426
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 114.833 70.511
Periodenfremde Steuern 60.430 0
Sonstiges -9.066 -266
Tatsächlicher Steueraufwand 1.186.183 985.926

Der Bestand der aktiven und passiven latenten Steuern setzt sich zum 31.12.2010 und 31.12.2009 wie folgt zusammen:

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31.12.2010

in TEUR
31.12.2009

in TEUR
Steuerliche Verlustvorträge 1.799 1.360
Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Finanzverbindlichkeiten 12 155 4 155
Aktive latente Steuern 1.966 1.519
Sachanlagevermögen 1.205 917
Fertigungsaufträge 3.303 2.841
Sonstige Rückstellungen 33 0
Passive latente steuern 4.541 3.758

Die Veränderung der latenten Steuern wurde im Wesentlichen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Daneben wurden TEUR 0 (Vorjahr TEUR 13) erfolgsneutral gegen das Eigenkapital gebucht.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge einzelner ausländischer Tochtergesellschaften sowie auf Gesellschaften des Segments Eigenbetrieb wurden aktive latente Steuern gebildet, da die Gesellschaften mit hinreichender Sicherheit ermitteln können, dass sie diese mit künftigen Gewinnen verrechnen können.

33. ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzerngewinn (2010: TEUR 2.290, 2009: TEUR 1.263) und dem gewichteten Durchschnitt (2010: 14.850.000, 2009: 14.982.402) der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.

Die in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 € dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung von der EnviTec Biogas AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Dieses Instrument kann das unverwässerte Ergebnis je Aktie in der Zukunft potentiell verwässern. Es wurde bei der Berechung des verwässerten Ergebnisses nicht berücksichtigt, da sich daraus noch keine Rechte Dritter auf Aktienbezug ergeben.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des EnviTec-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

34. ZU-/ABFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT

Der Brutto Cashflow in Höhe von TEUR 7.343 (Vorjahr: TEUR 2.299) zeigt den betrieblichen Einnahmenüberschuss vor jeglicher Mittelbindung. Im Abfluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cashflow) von TEUR -15.975 (Vorjahr Abfluss von TEUR 972) wurden die Veränderungen im Working Capital, insbesondere im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im übrigen Netto-Vermögen sowie sonstige nichtzahlungswirksame Vorgänge zusätzlich berücksichtigt. Daneben wurde hierbei die alternative Geldanlage in einer Schuldverschreibung dargestellt.

35. ABFLUSS AUS INVESTIVER TÄTIGKEIT

Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind in 2010 Mittel in Höhe von TEUR 18.378 (Vorjahr: Mittelzufluss TEUR 20.525) insbesondere aufgrund der Investitionen in Sachanlagen (Biogasanlagen) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung geflossen. TEUR 4.271 wurden in den weiteren Ausbau des Eigenbetriebs investiert, indem weitere Projektgesellschaften gegründet wurden. Dagegen steht ein Zufluss von TEUR 2.983 aus dem Verkauf einer 26%igen Tochtergesellschaft des Segments Eigenbetrieb. Der im Vorjahr ausgewiesene Mittelzufluss aus investiver Tätigkeit ergab sich aufgrund von Einzahlungen für Finanzinvestitionen. Hierbei handelte es sich um die Geldanlage bei zwei inländischen Geldinstituten, die im Vorvorjahr gem. IAS 7.7 nicht der Definition von Zahlungsmitteläquivalenten entsprach.

36. ZUFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von TEUR 6.498 zugeflossen (Vorjahr: Mittelabfluss TEUR 722). Den Zuflüssen aufgrund der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.506, Kreditaufnahme bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.823 sowie der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.272 stehen insbesondere Abflüsse aus der Tilgung von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten TEUR 2.733 gegenüber.

37. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Anlagezeit von bis zu 3 Monaten.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

38. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Bremer Landesbank in Höhe von insgesamt TEUR 1.000 für Verpflichtungen von fünf vollkonsolidierten Tochterunternehmen und einem at-equity bewerteten Tochterunternehmen. (Vorjahr: TEUR 1.000). Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Weiterhin hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von TEUR 200 für Verpflichtungen eines at-equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Projektierung und dem Bau von Biogasanlagen bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 6.510 (Vorjahr: TEUR 3.261). Sie haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

39. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN/PERSONEN

Unternehmen mit gemeinschaftlicher Kontrolle oder wesentlichem Einfluss auf das Unternehmen

Die Gesellschaften von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, Ruhe Verwaltungs GmbH, Lüsche, sowie TS Holding GmbH, Visbek, haben mit Datum vom 27. Juni 2007 einen Konsortialvertrag über die Bündelung von Stimmrechten abgeschlossen. Danach sind die von den Gesellschaften gehaltenen Anteile an der EnviTec Biogas AG im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Konsortialvertrags sowie solche Stammaktien, die die Konsorten künftig erwerben, den jeweiligen Gesellschaften in voller Höhe zuzurechnen. Ausgeschlossen davon sind alle Stammaktien an der EnviTec Biogas AG, die ein Konsorte an der Börse erwirbt. Somit sind den o.g. Gesellschaften am 31. Dezember 2010 jeweils 70,56% der Stimmrechte der EnviTec Biogas AG zuzurechnen. Transaktionen mit diesem Konsortium sind weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erfolgt. Transaktionen mit einzelnen Gesellschaften des Konsortiums sind weiter unten aufgeführt.

Personen in Schlüsselpositionen

Es wird auf den Abschnitt "Organe der Gesellschaft" verwiesen.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

Es wird auf den Abschnitt zum Konsolidierungskreis und den Konsolidierungsmethoden sowie auf den Anteilsbesitz verwiesen.

Personen oder Unternehmen, die von der EnviTec Biogas AG beeinflusst werden können bzw. einen Einfluss auf die EnviTec Biogas AG haben könnten, werden nach IAS 24 als nahe stehende Personen oder Unternehmen bezeichnet.

Im Rahmen des operativen Geschäftes bezieht die EnviTec Biogas AG Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich auch solche Unternehmen, die mit Organen oder Aktionären der Gesellschaft in Verbindung stehen. Die EnviTec Biogas AG war an keinen für sie oder ihnen nahe stehenden Unternehmen und Personen wesentlichen Transaktionen beteiligt und beabsichtigt dies auch in Zukunft nicht.

Unter die nahe stehenden Personen bzw. Unternehmen fallen u. a. die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Gesellschaften. Mit weiteren nahe stehenden Personen wurden im Berichtszeitraum keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen unterhalten.

Transaktionen mit nahe stehenden Personen

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Geschäftsvorfall

in EUR
Forderung

in EUR
Schuld

in EUR
2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens
Ruhe Verwaltungs GmbH 155 3.223 77 0 0 0
von Lehmden Beteiligungs GmbH -1.738 -7.844 734 1.344 0 893
Assoziierte Unternehmen
Biogas Güntner GmbH & Co. KG 155.225 147.203 248.111 796.872 0 0
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG 111.153 186.429 455.012 445.359 0 0
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG 88.927 171.604 569.816 348.784 0 0
Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen
Schulz Systemtechnik GmbH -8.473.664 -6.276.581 1.152 2.600 807.505 182.474
Agrico Handelsgesellschaft mbH 193.058 397.104 3.093.730 1.272.935 0 0
BGF GmbH & Co. KG 29.129 48.674 0 15.724 2.874 0
LvL GmbH -102.993 -55.718 0 1.490 5.929 5.915
MVL Verwaltungs GmbH -79.716 -90.366 601 0 7.283 15.366

Bei den Geschäftsvorfällen handelt es sich bei den Beträgen mit einem vorangestellten Minuszeichen um Aufwendungen für den EnviTec-Konzern und bei den Geschäftsvorfällen mit positiven Vorzeichen handelt es sich um Erträge des EnviTec-Konzerns.

Bei den zuvor genannten Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des Managements handelt es sich um Berechnungen von Fahrzeugkosten sowie um die Veräußerung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei den Geschäften mit nahe stehenden Personen handelt es sich im wesentlichen um Zinserträge sowie Erträge aus der Veräußerung von Biogasanlagen und Maschinen.

Die Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen resultieren vor allem aus Wareneinkäufen und Dienstleistungen.

40. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben und auf der Internetseite WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

41. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft München, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2010

in TEUR
2009

in TEUR
Abschlussprüfungen 91 88
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 23 20
Steuerberatungsleistungen 28 24
Sonstige Leistungen für die EnviTec Biogas AG oder Tochterunternehmen 0 0
Gesamt 142 132

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung des Abschlusses der EnviTec Biogas AG. Die Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen beziehen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses. Bei den Steuerberatungsleistungen handelt es sich um umsatzsteuerliche Beratung im Zusammenhang mit Baustellen im Ausland.

42. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,

Vorsitzender des Vorstands (CEO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Kunibert Ruhe, Bakum,

Vorstand Technik (CTO)

bis 30. Juni 2010

Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe-Erichshof,

Vorstand Finanzen (CFO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Roel Slotman, Enter/Niederlande,

Vorstand Vertrieb International (CCO)

seit 1. Oktober 2009

Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt

Vorstand Technik (CTO)

seit 1. Juli 2010

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Grundvergütung in Form eines monatlich zu zahlenden Gehalts
Variable Vergütung entsprechend dem operativen Ergebnis des EnviTec Konzerns und persönlichen Zielerreichungen

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2010 folgende Vergütungen an:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstiges Bezüge*
2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Olaf von Lehmden 141.750 141.750 0 0 5.907 790
Kunibert Ruhe 70.875 141.750 0 0 3.995 7.990
Jörg Fischer 125.000 120.000 0 0 7.748 7.748
Roel Slotman 120.000 30.000 0 0 8.602 2.743
Jürgen Tenbrink 60.000 0 0 0 4.150 0

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in EUR Gesamt
2010 2009
--- --- ---
Olaf von Lehmden 147.657 142.540
Kunibert Ruhe 74.870 149.740
Jörg Fischer 132.748 127.748
Roel Slotman 128.602 32.743
Jürgen Tenbrink 64.150 0

* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D&O-Versicherung

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Kaufmann Bernard Ellmann (Vorsitzender)

ehemaliger Business Group President Icecream and Frozen Food Europe der Unilever-Gruppe, Rotterdam,

Mitglied des Aufsichtsrats der Glidat Strauss Ltd., Israel

Beiratsmitglied der Müller Gruppe - Aretsried & Zürich
Herr Kaufmann Hans-Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender)

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft,

Mitglied des Beirats der Kärntner Netz GmbH, Klagenfurt
Herr Kaufmann Michael Böging

Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek

Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2010 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von 40.000 € (Vorjahr: 40.000 €).

Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt 29.117 € (Vorjahr: 34.793 €) an.

42. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es lagen keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

Lohne, 19. April 2011

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec Biogas Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht 2010 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Lohne, 19. April 2010

Der Vorstand

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

ANLAGESPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2010

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Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2010 Zugänge 2010 Zugänge aufgrund Erstkonsolidierung Abgänge 2010 Umbuchungen 2010 Stand 31.12.2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.765.807 139.364 0 3.521 0 1.901.650
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 0 0 0 0 2.229.147
3.994.954 139.364 0 3.521 0 4.130.797
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 15.148.358 3.490.802 0 85.658 10.042 18.563.544
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.772.147 6.956.334 0 21.784 0 40.706.697
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.329.175 2.927.125 0 791.383 0 13.464.917
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319.787 5.003.268 0 0 -10.042 5.313.013
60.569.467 18.377.529 0 898.825 0 78.048.171
III. Finanzanlagen
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 2.443.320 4.744.008 0 472.667 0 6.714.660
2.443.320 4.744.008 0 472.667 0 6.714.660
67.007.741 23.260.900 0 1.375.013 0 88.893.628

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Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010 Stand 31.12.2010
Abschreibungen
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 408.375 340.451 670 748.156
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
408.375 340.451 670 748.156
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 1.281.261 737.049 83.186 1.935.124
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.358.740 3.866.790 1.816 9.223.714
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.629.625 1.939.926 505.578 6.063.973
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
11.269.626 6.543.765 590.580 17.222.811
III. Finanzanlagen
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 709.218 0 -645.284 1.354.502
709.218 0 -645.284 1.354.502
12.387.219 6.884.216 -54.034 19.325.470

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Langfristige Vermögenswerte

in EUR
Stand 01.01.2010 Stand 31.12.2009
Buchwerte
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenwerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.153.493 1.357.432
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 2.229.147
3.382.640 3.586.579
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 16.628.420 13.867.097
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.482.983 28.413.407
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.400.945 6.699.550
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.313.013 319.787
60.825.361 49.299.842
III. Finanzanlagen
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 5.360.158 1.734.102
5.360.158 1.734.102
69.568.159 54.620.523

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der EnviTec Biogas AG, Lohne, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 21. April 2011

**Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

gez. Prof. Dr. Jordan, Wirtschaftsprüfer

gez. Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer

Glossar

A

Abbaugeschwindigkeit

Geschwindigkeit der Zersetzung der organischen Substanz. Sie hängt ab von Zustand, Oberfläche und Zusammensetzung der Ausgangsstoffe sowie der Temperatur im Fermenter und der Aktivität der Biologie.

Ablagerung

Sedimentationsvorgang, der besonders bei heterogenen, zur Entmischung neigenden Stoffen auftritt. Mit optimaler Rührwerkstechnik wird diesem bestmöglich entgegen gewirkt.

Adaption

Fähigkeit von Mikroorganismen, sich veränderten Fermenterbedingungen, wie z. B. veränderten Inputstoffen, anzupassen, ohne dass nachhaltig Störungen der Prozessbiologie auftreten.

Anlagensicherheit

Besondere Anforderung an Gefährdungsbereiche durch Explosionsschutzkonzept, Einrichtung von Schutzzonen u. ä.

Anaerobier

Organismen, die zeitweilig oder dauernd ohne freien Sauerstoff leben können und Biomasse in Biogas umwandeln.

Antibiotika

In erster Linie Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Erkrankungen; können in hoher Konzentration die Fermenterbiologie beeinträchtigen.

Ausbreitungsrechnung

Rechnung zur Immissionsprognose von Luftschadstoffen, Schall und Gerüchen. Sie berücksichtigt Windrichtung, Windgeschwindigkeit, vertikale Temperaturschichtung u. a.

B

BauGB

Baugesetzbuch, rechtlicher Rahmen für Bautätigkeit und Zulässigkeit von Bauvorhaben.

Bauleitplanung

Die Bauleitplanung umfasst alle Maßnahmen der Gemeinde zur Regelung der Nutzung von Grund und Boden sowie zur geordneten städtebaulichen Entwicklung des Ortes. Sie wird von den Städten und Gemeinden selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt.

Besiedlungsflächen

Standort/Oberfläche, der Bakterien als Lebensraum dient.

BHKW

Blockheizkraftwerk

Biogas

Gas, das beim anaeroben Abbau von organischer Substanz entsteht.

Biogasreinigung

Abscheidung von Feuchtigkeit und Schadgasen aus dem Biogas

Biomasse

Energieträger aus organischen Stoffen. Bei der Verbrennung setzt Biomasse lediglich die Menge an CO2 frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen hat. Daher trägt die Stromerzeugung aus Biomasse nicht zum Treibhauseffekt bei.

Blockheizkraftwerk

Motor mit direkt angebautem Generator zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme.

Brennstoffzelle

Wandelt Wasserstoff und Sauerstoff unter Freisetzung von elektrischer Energie und Wärme in Wasser um.

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG)

Gesetz mit dem Ziel, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre, Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen.

C

Cellulose

Mikrobiell schwer abbaubare Zellwände.

D

Dampferzeugungsanlage

Anlage zur Herstellung von Heißdampf und Prozessdampf.

Desodorierung

Beseitigung von störendem Geruch und geruchsintensiven Stoffen.

Drehkolbenpumpe

Zwangsförderer, der pumpfähiges Material fördert.

Druckwächter für Rohrleitungen

Sicherheitstechnische Einrichtung zur Drucküberwachung.

Düngemittelrecht

Gesetz, das die Verwertung von Düngemitteln regelt.

Düngewert

Qualität des Gärrückstands in Bezug auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kali etc.

Durchsatzleistung

Kapazität einer Anlage oder eines Anlagenteils in t und m3 .

DVGW-Richtlinien

Richtlinien, die alle Bereiche des Baus und Betriebs von Gasanlagen umfassen.

E

Eigenstrombedarf

Strombedarf der Anlage, um den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Eiweiß

Proteine

Emissionen

Abgabe von Schadstoffen, Staub, Schall oder Gerüchen in die Umwelt.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Gesetz, das die Gebietsmonopole in der Stromversorgung in Deutschland aufhob. Das EnWG trat 1998 in Kraft.

Entschwefelung

Abscheidung von Schwefelwasserstoff aus Biogas.

Erneuerbare Energien

Regenerative Energiequellen

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, Geothermie oder Biomasse.

Essigsäure

Wichtiger Eingangsstoff für die Methanbildung.

F

Fackel

Sicherheitstechnische Einrichtung zur schadlosen Verbrennung überschüssiger Gase

Faulraum

Fermenter

Faulraumbelastung

Menge der Zugabe an organischer Trockensubstanz pro m3 Fermentervolumen und Tag

Fermentation

Biochemischer Prozess, bei dem durch anaerobe Mikroorganismen organische Substanz umgesetzt wird.

Fermenter

Luftdicht abgeschlossener, beheizter Raum für den anaeroben Abbau von organischer Substanz.

Fermenter-Heizung

Heizsystem im Fermenter zur Regelung der Prozesstemperatur.

Fernwärme

Wärme, die bei der Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken entsteht. Sie wird über eine Fernwärmeleitung externen Wärmeabnehmern als Warmwasser zur Verfügung gestellt.

Feststoffabtrennung

Auftrennung der Gärreste in fester und flüssiger Phase durch Zentrifugen oder Separatoren.

Feuerungswärmeleistung

Thermische Leistung, die bei der Verbrennung entsteht

Flexo-Dach

Foliendachabdeckung für Fermenter und Lagerbehälter mit oder ohne integrierter Gasspeicherblase.

FOS (flüchtige organische Säuren)

Menge der verschiedenen Säuren im Fermenter, gemessen in mg/l

Fossiler Energieträger

Energieträger, die im Gegensatz zu den erneuerbaren Rohstoffen nicht nachwachsen. Zu den fossilen Energieträgern zählen Braun- und Steinkohle, Erdgas und Erdöl.

Fotovoltaik

Stromerzeugung durch Sonnenenergie mit Hilfe von Solarzellen, die Licht in elektrischen Strom umwandeln.

G

Gasmembran

Gasdichte Folie zum Auffangen und Speichern des Biogases

Gasmotor

Kolbenkraftmaschine, die durch ein brennbares Gas angetrieben wird. Er wird u. a. zur Strom- und Wärmegewinnung in Blockheizkraftwerken sowie als Antrieb für Kraftfahrzeuge verwendet und benötigt keine Stützfeuerung.

Gärrestaufbereitung

Aufbereitung der Gärreste in Feststoffe, Düngerkonzentrat und Wasser in speziellen Aufbereitungsanlagen. Bei der Verwertung müssen die Anforderungen des Düngemittelgesetzes (DüngeMG) und der Düngemittelverordung (DüMV) erfüllt werden.

Generationszeiten

Zeitraum der Vermehrung von Bakterienkulturen

Güteüberwachung

Regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Outputstoffe

H

Hammermühle

Maschine zur Aufbereitung von Inputstoffen durch Zerkleinerung des Materials

Heizwert

Energieinhalt von Brenngas; Einheit: Kilowattstunde pro Normkubikmeter trocken

Hemmung

Vorgang, bei dem biologische Prozesse verlangsamt werden, z. B. durch Säuren

Hydrolyse

Biochemischer Teilprozess bei der Vergärung von Biomasse, bei dem feste Bestandteile in Lösung gebracht werden.

Hygienisierung

Pasteurisierung, d. h. Erhitzung des Inputmaterials für eine Stunde auf 70 Grad zur Abtötung von Baktereien und Keimen

I

Inbetriebnahme

Offizieller Start von Anlagen oder Anlagenteilen, in aller Regel Beginn des Gewährleistungszeitraumes

Inputmaterial

Stoffe, die für den Betrieb einer Biogasanlage geeignet sind, wie Gülle, Mist, Bioabfälle, nachwachsende Rohstoffe u. a.

Isolierung

Wärmedämmung von Bauteilen gegen Frost; Schutz vor Wärmeverlusten und Verhinderung von Temperaturspannungen

K

Klärschlammverordnung

Verordnung, die u. a. Grenzwerte für die Belastung des Klärschlamms mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen festlegt.

Kohlendioxid

Gas, das u. a. bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Erdgas entsteht. CO2 ist der Hauptverursacher des klimaverändernden Treibhauseffekts.

Kondensation

Übergang vom gasförmigen in flüssigen Aggregatzustand

Kondensat

Durch Kondensation entstandene Flüssigkeit

Kondensatschacht

Schacht zum Sammeln und Abpumpen des anfallenden Kondensats

Korrosion

Chemische Veränderung im Material an der Oberfläche fester Körper

Kraft-Wärme-Kopplung

Verfahren, bei dem Strom erzeugt und gleichzeitig die Abwärme des BHKWs genutzt wird. KWK-Anlagen reduzieren im Vergleich zu herkömmlichen Technologien die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen um 30 bis 40 Prozent.

L

Lärmemission

Geräuschabsonderung. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens einer Biogasanlage werden auch die voraussichtlichen Lärmimmissionen ermittelt, die bestimmte Werte nicht überschreiten dürfen.

Lärmminderung

Bauliche Maßnahmen zur Schallemissionsbegrenzung, z. B. durch Wahl des Standorts, der Baustoffe und der Ausführung

Liberalisierung des Strommarkts

Einführung marktwirtschaftlicher Bedingungen im ehemals monopolistisch regulierten Strommarkt aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes.

Lignin

Holzstoff; Bestandteil des Holzes, der im anaeroben Prozess nicht abgebaut werden kann.

Luftreinhaltung

Anforderungen vor allem betreffend Geruchs-, Schadstoff- und Staubimmissionen, die im Bundesimmissionsschutzgesetz und in der TA-Luft geregelt sind.

M

Maisannahme

Annahmetechnik zur Vorratshaltung und gleichmäßigen Beschickung einer Biogasanlage mit Maissilage.

Mannloch

Revisionsöffnung in der Behälterwand

Membranverfahren

Filtrationsverfahren mit Porenmembranen zur Reinigung von Abwasser

Methan

Brennbares Gas, das bei der bakteriellen Zersetzung von Biomasse entsteht.

Methan ist der energetisch nutzbare Stoff im Biogas. Je höher sein Anteil, desto wertvoller, d. h. energiereicher, ist das Biogas.

Methanbildung

Schritt bei der Entstehung von Biogas.

N

Nachwachsende Rohstoffe

Land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die für die Industrie oder die Erzeugung von Wärme, Strom und andere Energieformen verwendet werden.

Nassvergärungsanlage

Anlage, in der Substrate zu Flüssigkeit vergoren werden.

NawaRo

nachwachsende Rohstoffe

Neuanlagen

Anlagen, die neu errichtet werden. Als Neuanlagen gelten im Sinne des EEG auch Altanlagen, die mindestens 50 Prozent der Gesamtinvestition neu errichten.

O

Organic-Rankine-Anlage (ORC)

Anlage zur Nutzung des Abgasstroms eines BHKW zur Erzeugung elektrischer Energie

P

Pasteurisierung

Hygienisierung

pH-Wert

Maßzahl für die Konzentration der Wasserstoffionen in einer Lösung. Für die Methanbildung ist ein pH-Wert um den Neutralpunkt ideal, darunter und darüber liegende Werte stören die Prozessbiologie.

Pressschneckenseparator

Maschine zur Abtrennen von festen Stoffen aus Suspensionen

Privilegierun

Bestimmte bauplanrechtliche Voraussetzungen, unter denen Biogasanlagen in einer Umgebung errichtet werden dürfen, die nicht von vorhandener baulicher Nutzung geprägt sind.

Propionsäure

Im Prozess nicht erwünschte Säure. Reichert sich in der Regel bei Prozessstörungen an und hemmt den Stoffwechsel zusätzlich.

Proteine

Vorwiegend aus Aminosäuren aufgebaute Eiweißkörper, die neben Fetten und Kohlehydraten zu den wichtigsten Inputstoffen gehören.

R

Raumbelastung

Faulraumbelastung

Regenerative Energiequellen

Ressourcen, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht erschöpflich sind, z. B. Wasser, Wind, Fotovoltaik und Biomasse. Sie sind zudem klima- und umweltfreundlich.

Regulierungsbehörde

Behörde, die seit dem 01.07.2004 dafür verantwortlich ist, den Stromanbietern einen sicheren Netzzugang zu gewähren und angemessene Netzentgelte festzulegen.

Rezirkulationsschacht

Wärmegedämmter Behälter zur Entnahme von Gärsubstrat aus dem Fermenter. Erforderlich z. B. bei der Nutzung von Gärsubstrat zum Anmischen des Fermenterinputmaterials.

Rohglycerin

Material, das bei der Herstellung von Biodiesel anfällt

Rückkühlung

Abkühlung des in der Hygienisierung erhitzten Materials vor dem Eintrag in den Fermenter

Rührwerk

Maschine zum gleichmäßigen Durchmischen von Materialien in Behältern

S

Sauerstoff

farb-, geschmack- und geruchloses Gas, kommt in freiem zustand als Bestandteil der Luft, in der er zu 20,8 Volumenprozent enthalten ist, in gebundenem zustand im Wasser und in zahlreichen Mineralien vor. insgesamt ist er zu 49,5 Gewichtsprozent auf der Erdoberfläche vertreten und damit das am häufigsten vorkommende Element.

Säurespiegel

Konzentration an Gesamtsäure im Fermenter. Hohe Raumbelastungen des Fermenters in der Startphase führen zu sehr hohen Säurekonzentrationen.

Schaltwarte

Aufstellungsraum der zentralen Steuerungs- und Leittechnik einer Biogasanlage.

Schwefelwasserstoff

Gas, das bei der Biogasproduktion entsteht und vor der Nutzung durch Entschwefelung vom Biogas getrennt werden muss, da es bei der Verbrennung im Motor zu Korrosionsschäden führen kann.

Sedimentation

Ablagerung

Stalldesinfektionsmittel

Wirkstoffe, die bei Überdosierung die Biogasproduktion hemmen können.

Störstoffe

Stoffe, die die Funktionsfähigkeit der Anlage beeinträchtigen können und manuell oder mechanisch beseitigt werden.

Stromvergütung

Gesetzlich garantierte Vergütung für die Erzeugung von Strom.

T

TA Lärm

Technische Anleitung zur Ermittlung und Beurteilung von Schallimmissionen

TA Luft

Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft

Tauchmotorrührwerk

Schnell laufende Propeller, die mit 300-400 U/min. die Inputstoffe gleichmäßig verrühren und variabel im Behälter angebracht werden.

Trockenmasse

Organischer und anorganischer Bestandteil der Inputmaterialien. Nur der organische Anteil der Trockenmasse kann zur Methanproduktion genutzt werden.

Trockenvergärung

Anlage, in der vorwiegend trockene Substrate stichfest und nicht rührfähig vergoren werden. Sie bringt weniger Gasertrag als die Nassvergärung.

U

Umweltverträglichkeitsprüfung

Gesetzlich geregelte Prüfung (UVP), die bei der Behandlung bestimmter Stoffe und Mengen erforderlich ist, z. B. bei der Behandlung von täglich mind. 10 t überwachungsbedürftiger Abfälle

Ultrafiltration

Verfahren zur Gärreststoffaufbereitung. Sie findet in der Regel nach der ersten Fest-/Flüssigtrennung statt und ist die Vorstufe der Umkehrosmose.

V

VDI-Richtlinien

Regelwerk, das den Stand der Technik beschreibt, der bei der Planung einer Anlage zu berücksichtigen ist. Darin geht es u. a. um die Luftreinhaltung sowie um den Biogasertrag und die Optimierung der Einsatzstoffe.

Verdampfungsanlage

Anlage zur Verdampfung von z. B. Wasser, um den Wassergehalt in einem Produkt zu senken.

Vergärung

Prozess zur Umwandlung der Biomasse in Biogas mithilfe von Mikroorganismen.

Vergütungssätze

Durch das EEG garantiertes Entgelt für die in der Biogasanlage erzeugte elektrische Energie.

Vertikalströmung

Vertikal gerichtete Bewegung des Substratstroms in einem Behälter.

Verweilzeit

Zeitraum, in der die Substanz im Fermenter verbleibt und dem organischen Abbau unterliegt.

Vorlauftemperatur

Temperatur im Heizwasser vor dem Entzug der Wärme bei der Wärmenutzung.

W

Wärmetauscher

Apparat zur Übertragung von Wärmeenergie zwischen zwei Heizsystemen.

Wartung

Regelmäßige Überprüfung, Kontrolle, Ersatz und Instandsetzung von Anlagenteilen.

Wasserkraft

Natürliche Energiequelle zur Stromerzeugung. Über 20 Prozent des weltweit erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraftanlagen, dabei werden bisher nur 20 Prozent der weltweit verfügbaren Wasserkraftreserven genutzt.

Watt

Maßeinheit für Stromleistung, nach James Watt (1736-1819), dem Erfinder der Dampfmaschine. 1 kW = 1.000 Watt; 1 Megawatt (MW) = 1.000.000 Watt.

Windkraft

Unerschöpfliche Energiequelle, bei der die natürliche Strömungsenergie des Windes zur Stromgewinnung genutzt wird.

Z

Zerkleinerer

Aufbereitungsmethode mit dem Ziel, grobe Inputstoffe vor der Einbringung zu zerkleinern.

Zündstrahlmotor

Motor auf Basis eines Dieselmotors, der für den Biogaseinsatz umgerüstet wurde. Er benötigt eine Stützfeuerung und ist nicht so langlebig wie ein Gasmotor.

Finanzkalender

27. APRIL 2011

BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

26. MAI 2011

BERICHTERSTATTUNG 1. QUARTAL 2011

07. JULI 2011

HAUPTVERSAMMLUNG

25. AUGUST 2011

BERICHTERSTATTUNG 2. QUARTAL 2011

24. NOVEMBER 2011

BERICHTERSTATTUNG 3. QUARTAL 2011

NOVEMBER 2011

ANALYSTENKONFERENZ - EIGENKAPITALFORUM IN FRANKFURT AM MAIN

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