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ENGIE Audit Report / Information 2022

Jan 10, 2024

1286_rns_2024-01-10_075d61d1-0ec3-4d1d-a361-73d8e6efefa6.html

Audit Report / Information

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Publication

ENGIE Deutschland AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENGIE Deutschland AG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGIE Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt II des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Berlin, 18. September 2023

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kausch-Blecken von Schmeling, Wirtschaftsprüfer

Scheppank, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

EUR EUR 31.12.2021

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 11
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 818.475.743,37 759.321
2. Beteiligungen 190.463.340,15 190.463
1.008.939.083,52 949.784
1.008.939.083,52 949.795
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.444.918,28 14.393
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 312.564.226,99 249.697
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.645.330,39 3.830
4. Sonstige Vermögensgegenstände 30.351.650,85 19.684
366.006.126,51 287.604
II. Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0
366.006.126,51 287.604
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.921.848,20 8.783
1.383.867.058,23 1.246.182
Passiva
EUR EUR 31.12.2021

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.435.500,00 5.436
II. Kapitalrücklage 893.201.889,64 893.202
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 112.881.135,21 112.881
IV. Verlustvortrag -43.945.175,27 -152.071
V. Jahresüberschuss 3.789.331,37 108.126
971.362.680,95 967.573
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 715.448,73 680
2. Steuerrückstellungen 6.536.763,20 5.030
3. Sonstige Rückstellungen 161.805.143,03 66.140
169.057.354,96 71.850
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.345.469,69 997
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 206.879.056,92 161.018
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 465.172,21 1.362
4. Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 21.712.049,86 25.212
5. Sonstige Verbindlichkeiten 9.045.273,64 17.994
davon aus Steuern EUR 7.861.846,67 (Vj. TEUR 16.795)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 27.586,63 (Vj. TEUR 0)
243.447.022,32 206.583
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 176
1.383.867.058,23 1.246.182

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

EUR EUR 2021

TEUR
1. Umsatzerlöse 512.756.775,16 305.967
abzüglich Energie- und Stromsteueraufwand -3
2. Sonstige betriebliche Erträge, 29.693.708,02 41.100
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 374.221,80 (Vj. TEUR 156)
542.450.483,18 347.064
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -523.771.494,82 -281.314
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -54.410.252,50 -33.060
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.730.036,16 -4.444.044,94 -2.479
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -714.008,78 -657
davon für Altersversorgung EUR -243.115,78 (Vj. TEUR -253)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens -11.099,83 -11
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen, -16.789.611,36 -7.392
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -482.060,13 (Vj. TEUR -168)
-599.426.503,45 -324.913
7. Erträge aus Beteiligungen, 11.054.364,16 7.457
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 253.912,90 (Vj. TEUR 291)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 50.782.926,02 80.211
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.228.188,61 571
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 434.480,97 (Vj. TEUR 334)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -5.581,53 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.188.931,62 -3.031
davon an verbundene Unternehmen EUR -634.367,15 (Vj. TEUR -333)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR -446.767,34 (Vj. TEUR -519)
63.870.965,64 85.208
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.103.000,00 771
13. Ergebnis nach Steuern 3.791.945,37 108.129
14. Sonstige Steuern -2.614,00 -3
15. Jahresüberschuss 3.789.331,37 108.126

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Amtsgerichts Charlottenburg (HRB 140624 B)

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) wurden beachtet.

Die Gesellschaft ist nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben der Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke weitestgehend im Anhang gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die nachfolgenden für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum von drei bis zu fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von 800 € werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als 800 € betragen, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB).

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurden Rechnungszinsen zwischen 1,78 % und 1,79 % (Vorjahr: 1,87 % und 1,98 %) unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angewendet.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet.

Bei der Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung handelt es sich um eine im Rahmen einer Sacheinlage in ein verbundenes Unternehmen übernommene Verpflichtung zur Leistungsvorhaltung aus zwei langfristigen Stromlieferverträgen. Die erstmalige Ermittlung erfolgte aus dem Barwert des prognostizierten Unterschiedsbetrages zwischen Produktions- und Verkaufspreis von Strom. Die Verträge haben Laufzeiten von 2009 bis 2028 bzw. 2016 bis 2035. Der Posten wird über die Laufzeiten der jeweiligen Verträge zeitanteilig ertragswirksam aufgelöst.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken eingesetzt. Soweit möglich, werden Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet. Als Buchungsmethode wird die Einfrierungsmethode genutzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht; ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht angesetzt.

Einzelangaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2022 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Einzahlung in die Kapitalrücklage der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH, Berlin.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit 142,7 Mio. € (Vorjahr: 50,2 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von 169,9 Mio. € (Vorjahr: 199,5 Mio. €).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5,6 Mio. €; Vorjahr: 3,8 Mio. €).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Abweichungen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen im Wesentlichen wegen eines Aufwandsverteilungspostens nach § 4f EStG sowie bei dem Posten "Rückstellungen" betreffend die Drohverlustrückstellungen, Rückstellungen für Pensionen sowie die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Ferner besteht ein steuerlicher Verlustvortrag, auf den ebenfalls aktive latente Steuern aktiviert werden können, so dass sich insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird jedoch kein Gebrauch gemacht. Der für die Bewertung genutzte Steuersatz beträgt 30,18 %.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 5,4 Mio. € und besteht vollständig aus 5.435.500 Inhaberaktien.

Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 108,1 Mio. €) und des Verlustvortrags in Höhe von 44,0 Mio. € (Vorjahr: Verlustvortrag 152,1 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von 40,2 Mio. € (Vorjahr: 44,0 Mio. €).

Es besteht eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 62,3 T€ im Zusammenhang mit der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt, wenn die freien Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags diesem Betrag nicht mindestens entsprechen.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten unter vollständiger Anwendung der Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode i. S. v. IAS 19 unter Annahme von Rechnungszinsen zwischen 1,78 % und 1,79 % (Vorjahr: 1,87 % und 1,98 %) sowie einer ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Rentendynamik zwischen 1,00 % und 1,75 %.

Im laufenden Geschäftsjahr ergibt sich wie im Vorjahr per Saldo eine Verpflichtung, die unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen ist (715,4 T€; Vorjahr: 679,7 T€). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt 1.281,6 T€ (Vorjahr: 1.248,1 T€), die in voller Höhe saldierungspflichtigen Rückdeckungsansprüche belaufen sich auf 566,1 T€ (Vorjahr: 568,4 T€). Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 161,8 Mio. € (Vorjahr: 66,1 Mio. €) entfallen 72,6 Mio. € (Vorjahr: 15,2 Mio. €) auf eine im Berichtsjahr gebildete strompreisinduzierte Drohverlustrückstellung aus einem langfristigen Stromliefervertrag. Die im Vorjahr aufgrund der gestiegenen Energiepreise im Bereich der Vertriebsaktivitäten gebildete Drohverlustrückstellung für das Gas Portfolio in Höhe von 10,3 Mio. €. wurde im laufenden Jahr vollständig in Anspruch genommen. Eine im Zusammenhang mit einem langfristigen Beschaffungsvertrag für Strom im Vorjahr ausgewiesene Drohverlustrückstellung konnte im laufenden Jahr aufgrund der gestiegenen Preise aufgelöst werden (4,9 Mio. €).

Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (46,9 Mio. €; Vorjahr: 11,5 Mio. €), Rückstellungen für Freistromverpflichtungen (13,0 Mio. €; Vorjahr 12,9 Mio. €) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (19,5 Mio. €; Vorjahr: 17,4 Mio. €).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 206,9 Mio. € (Vorjahr: 161,0 Mio. €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 101,0 Mio. € (Vorjahr: 74,3 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 105,9 Mio. € (Vorjahr: 86,7 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (0,5 Mio. €; Vorjahr: 1,4 Mio. €).

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten
Alle Angaben in Mio. € (Vorjahresangaben) Gesamtbetrag < 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5,3 5,3 0,0 0,0
(1,0) (1,0) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 206,9 118,9 88,0 52,9
(161,0) (84,1) (76,9) (41,0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,5 0,5 0,0 0,0
(1,4) (1,4) (0,0) (0,0)
Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 21,7 3,5 18,2 4,2
(25,2) (3,5) (21,7) (7,7)
Sonstige Verbindlichkeiten 9,0 9,0 0,0 0,0
(18,0) (18,0) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten Gesamt 243,4 137,2 106,2 57,1
(206,6) (105,0) (101,6) (48,6)

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2022

Mio. €
2021

Mio. €
Strom 306,0 190,8
Gas 134,2 77,4
Energiedienstleistungen 26,4 13,6
Sonstige Dienstleistungen 5,0 7,9
Übrige 41,2 16,3
512,8 306,0

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9,7 Mio. € (Vorjahr: 38,7 Mio. €) enthalten. Davon entfallen 4,9 Mio. € auf die Auflösung der Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit einem langfristigen Beschaffungsvertrag für Strom.

Materialaufwendungen

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren beinhalten die im Berichtsjahr gebildete strompreisinduzierte Drohverlustrückstellung aus einem langfristigen Stromliefervertrag in Höhe von 72,6 Mio. €.

Zusätzliche Angaben

Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Absatz 2 EnWG

Zwischen der EDAG und der ED GmbH besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse gegenseitigen Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regelt. Hierfür erhielt die ED GmbH ein nach Aufwand berechnetes Entgelt von insgesamt 6,9 Mio. €, wogegen die EDAG eine Vergütung von 0,4 Mio. € bekam. Die von der ED GmbH erbrachten Dienstleistungen werden teilweise an die EDEG weiterbelastet. Hierfür erhielt die EDAG eine Vergütung in Höhe von 2,7 Mio. €.

Weiterhin hat die EDAG mit der Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden: "ESLL AG"), einen Rahmenvertrag über die Erbringung verschiedener Dienstleistungen abgeschlossen. Dafür hat die EDAG in 2022 eine Vergütung von insgesamt 1,1 Mio. € erhalten.

Mit der Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (im Folgenden: "ESLL GbR"), besteht ein Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich Finanzbuchhaltung. Hierfür hat die ESLL GbR in 2022 eine Vergütung von insgesamt 0,5 Mio. € erhalten.

Darüber hinaus bestehen zwischen der EDAG und der ENGIE Energy Management Solutions GmbH, Köln, mehrere Dienstleistungsverträge, die diverse Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regeln. Hierfür erhielt die EDAG eine Vergütung von insgesamt 0,6 Mio. €.

Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit der Errichtung von Windenergieanlagen hat die EDAG Bürgschaften für ihre mittelbaren Tochtergesellschaften übernommen (Vertragswert zum 31. Dezember 2022: 42,7 Mio. €). Eine Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich, weil die EDAG die betroffenen Tochtergesellschaften bei drohender Überschuldung mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde.

Die EDAG hat ferner eine Garantie für ein langfristiges Darlehen der ENGIE CC s.c.r.l., Brüssel (Belgien), an die ESLL AG abgegeben (anteiliger Vertragswert zum 31. Dezember 2022: 7,6 Mio. €). Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie als gering ein, insbesondere vor dem Hintergrund einer erwarteten stabilen kurzfristigen Geschäftsentwicklung der ESLL AG.

Des Weiteren hat die EDAG Bürgschaften für die ED GmbH in Höhe von 2,3 Mio. € übernommen, welche im Wesentlichen im Zusammenhang mit Bauleistungen stehen, die ED GmbH gegenüber deren Auftraggebern erbringt. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Darüber hinaus liegen keine Risiken und Vorteile aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen der Beschaffungsverträge für den Einkauf von Strom und Gas bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 941,5 Mio. € (Vorjahr: 176,4 Mio. €). Davon entfallen auf die verbundenen Unternehmen insgesamt 789,9 Mio. € (Vorjahr: 174,3 Mio. €).

Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der EDAG bestehen Ergebnisabführungsverträge:

ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin,
ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH, Berlin,
ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln,
ENGIE Contractingprojekte GmbH, Berlin.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die EDAG hat im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 35 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzt sich aus 8 Tarifmitarbeitern und 27 außertariflichen Mitarbeitern zusammen. Zum 31. Dezember 2022 waren insgesamt 34 Mitarbeiter beschäftigt.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates sind / waren:

Herve-Matthieu Ricour-Dumas (seit dem 15. November 2022, Vorsitzender seit dem 21. Dezember 2022)

ausgeübter Beruf: Managing Director der Sparte Energy Solutions Europe der EN-GIE-Gruppe
Sabine Murphy (stellv. Vorsitzende)

ausgeübter Beruf: Konzernbetriebsratsvorsitzende der EDAG
Paulo Almirante

ausgeübter Beruf: Senior Executive Vice President der ENGIE S.A.
Pierre Cheyron

ausgeübter Beruf: Managing Director der Sparte Energy Solutions AMEA der EN-GIE-Gruppe
Sylvie Credot

ausgeübter Beruf: Chief Legal Officer der Sparte Renewables der ENGIE-Gruppe
Christine Climeau

ausgeübter Beruf: Chief Finance Officer der Sparte Energy Solutions Europe der ENGIE-Gruppe
Claus Thiemann

ausgeübter Beruf: Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der ED GmbH
Andrea Reiter

ausgeübter Beruf: stellv. Betriebsratsvorsitzende der ESLL AG
Jasmin Steinert (seit dem 21. April 2022)

ausgeübter Beruf: 2. Bevollmächtigte der Gewerkschaft IG Metall Allgäu
Stefan Najda

ausgeübter Beruf: Gewerkschaftssekretär private Energie- und Abfallwirtschaft bei der Gewerkschaft ver.di (Bundesfachbereich Ver- und Entsorgung)
Roland Maag

ausgeübter Beruf: Geschäftsbereichsleiter Building Technologies der ED GmbH
Anne-Laure De Chammard (bis zum 31. Oktober 2022, Vorsitzende bis zum 31. Oktober 2022)

ausgeübter Beruf: vormals Managing Director der Sparte Energy Solutions Europe der ENGIE-Gruppe
Olivier Bloeyaert (bis zum 23. Mai 2023)

ausgeübter Beruf: vormals Mitglied des Executive Committee der Sparte Global Energy Management & Sales der ENGIE-Gruppe.

Vorstand

Dem Vorstand gehören bzw. gehörten folgende Personen an:

Manfred Schmitz (Vorsitzender bis zum 31. Mai 2023, Co-Vorsitzender seit dem 1. Juni 2023)

ausgeübter Beruf: Geschäftsbereichsleiter der Sparte Energy Solutions Europe in Deutschland
Eric Joseph Stab (seit dem 1. Juni 2023, Co-Vorsitzender seit dem 1. Juni 2023)

ausgeübter Beruf: Country Manager Deutschland der ENGIE-Gruppe
Bernd Dinauer

ausgeübter Beruf: Leiter der Business Platform Germany der Sparte Global Energy Management & Sales der ENGIE-Gruppe
Ralf Schürkamp

ausgeübter Beruf: Geschäftsbereichsleiter der Sparte Renewables in Deutschland
Wim Broos (bis zum 31. Dezember 2022)

ausgeübter Beruf: Managing Director Flex Generation Cluster South Europe der Sparte Flex Generation & Retail der ENGIE-Gruppe.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.

Für laufende Pensionen ehemaliger Vorstandsmitglieder bestehen Rückstellungen (vor Saldierung mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen) in Höhe von 1,3 Mio. €.

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 12,5 T€.

Anteilsbesitz

Die EDAG war zum Stichtag an Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Zudem war sie unbeschränkt haftender Gesellschafter von Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11a HGB. Eine Darstellung der Beteiligungen ist in der Anlage 2 zum Anhang angefügt.

Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin der EDAG ist die GDF International S.A., Courbevoie (Frankreich).

ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne der §§ 285 Nr. 14 und 14a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der EDAG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der EDAG wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offengelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), in den die EDAG einbezogen wird, angegeben.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung finanzieller Risiken setzt die EDAG derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden mit Hilfe von Rohstoffderivaten zukünftige variable Cashflows abgesichert, insbesondere im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag. Weiterhin wurden Devisentermingeschäfte in Schweizer Franken für die Absicherung von zukünftigen Währungsrisiken abgeschlossen.

Im Bereich unserer Vertriebsaktivitäten wurde für die abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW ERS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzgeschäfte unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i. S. d. § 252 Abs. 2 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet.

Aus den auf Basis von Jahresscheiben für die Jahre 2023 bis 2026 für Gas gebildeten Portfolios ergaben sich keine drohenden Verluste.

Bewertungseinheiten Strom, Kohle und Emissionen

Zur Absicherung der Vermarktungserlöse aus einem langfristigen Stromliefervertrag wurden Absicherungsgeschäfte für Strom, Kohle und CO2 -Emissionsrechte für die Jahre 2023 bis 2025 abgeschlossen. Auf Basis von Stichtagspreisen zum 31. Dezember 2022 ergibt sich in Summe ein positiver Portfolioeffekt dieser Sicherungsgeschäfte in Höhe von 54,2 Mio. €.

Die Grundgeschäfte, die hierfür einbezogen werden, sind die prognostizierten Strom- und Kohlemengen sowie CO2 -Emissionsrechte, die für die Erfüllung des Stromliefervertrages benötigt werden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mit der Critical Terms Match-Methode bestimmt. Es wird erwartet, dass Wertänderungen der Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft aufgrund von Preisschwankungen durch gegenläufige Wertänderungen der Sicherungsgeschäfte ausgeglichen werden, da sich wesentliche Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen.

Bewertungseinheiten Fremdwährungsverbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
In Mio. € Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Fremdwährung 0,4 0,5 0,5 0,0

Die EDAG hat Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus einer Fremdwährungsverpflichtung im Rahmen von einem langfristigen Bezugsvertrag abzusichern. Da hierbei eine eindeutige Zuordnung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft besteht, handelt es sich um einen Mikrohedge. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert zum Stichtag.

Die Bewertungseinheit weist eine hohe Wirksamkeit aus, da Betrags-, Risiko- und Fristengleichheit besteht (Critical Terms Match-Methode).

Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust 2022 in Höhe von 40,2 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen.

Berlin, den 23. August 2023

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

gez. Manfred Schmitz

gez. Eric Joseph Stab

gez. Bernd Dinauer

gez. Ralf Schürkamp

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2022

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 892.407,35 0,00 0,00 892.407,35
892.407,35 0,00 0,00 892.407,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 418.037,25 0,00 0,00 418.037,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.758,86 0,00 0,00 5.758,86
423.796,11 0,00 0,00 423.796,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 759.320.743,37 60.973.000,00 1.818.000,00 818.475.743,37
2. Beteiligungen 253.408.104,09 0,00 0,00 253.408.104,09
1.012.728.847,46 60.973.000,00 1.818.000,00 1.071.883.847,46
1.014.045.050,92 60.973.000,00 1.818.000,00 1.073.200.050,92
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022

EUR
Zugänge

EUR
31.12.2022

EUR
31.12.2022

EUR
01.01.2020

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 881.307,52 11.099,83 892.407,35 0,00 11
881.307,52 11.099,83 892.407,35 0,00 11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 418.037,25 0,00 418.037,25 0,00 0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.758,86 0,00 5.758,86 0,00 0
423.796,11 0,00 423.796,11 0,00 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 818.475.743,37 759.321
2. Beteiligungen 62.944.763,94 0,00 62.944.763,94 190.463.340,15 190.463
62.944.763,94 0,00 62.944.763,94 1.008.939.083,52 949.784
64.249.867,57 11.099,83 64.260.967,40 1.008.939.083,52 949.795

Beteiligungen per 31.12.2022

Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital

T€
Ergebnis vor Abführung

T€
Verbundene Unternehmen
Emil Energie GmbH, Saarbrücken (1) 51,00% 25 303
Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (1) 51,00% 10.280 16.208
Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (1) 51,00% 10.294 15.358
Energieversorgung Gera GmbH, Gera (1) 90,00% 38.173 10.646
ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin (2) 100,00% 269.525 16.557
ENGIE Contractingprojekte GmbH, Berlin (2) 100,00% 25 -6
ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH, Berlin (2) 100,00% 69.804 5.610
ENGIE Deutschland GmbH, Köln (1) 100,00% 356.005 33.121
ENGIE Deutschland Solar GmbH, Berlin (1) 100,00% 6.772 -132
ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin (1) 100,00% 56.893 -1.278
ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln (2) 100,00% 320.818 30.772
ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau (1) 100,00% 21.266 5.138
ENGIE Solar SPV GmbH, Berlin (1) 100,00% 24 0
ENGIE Wind 2nd life GmbH, Berlin (1) 100,00% 1.324 -834
ENGIE Windpark Karstädt Repowering GmbH, Berlin (1) 100,00% 12.857 -323
ENGIE Windpark Linda 2 GmbH, Berlin (1) 100,00% 24 -1
ENGIE Windpark Lövenich Repowering GmbH, Berlin (1) 100,00% 5.147 -44
ENGIE Windpark Peckelsheim GmbH, Berlin (1) 100,00% 24 -1
ENGIE Windpark Portfolio 1 GmbH, Berlin (1) 100,00% 9.499 8.855
ENGIE Windpark Portfolio 2 GmbH, Berlin (1) 100,00% 8.021 3.165
ENGIE Windpark Querstedt-Badingen Repowering GmbH, Berlin (1) 100,00% 1.024 -5
ENGIE WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH, Berlin 67,22% (6) 35 1
ENGIE WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin 67,22% (6) 9.634 1.193
GeraNetz GmbH, Gera (1) 90,00% 500 -3.735
H.G.S. GmbH, Krefeld (1) 100,00% 10.705 394
Kraftwerke Gera GmbH, Gera 100,00% 7.931 3
LAURAG SO3 GmbH & Co. KG, Berlin (1) 100,00% -39 -10
LAURAG SO6 GmbH & Co. KG, Berlin (1) 100,00% -39 -9
LAURAG SO15 GmbH & Co. KG, Berlin (1) 100,00% -24 -24
Müller Ingenieurges. für techn. Gebäudeausrüstung mbH, Gießen (1) 100,00% 988 331
Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg (1) 100,00% 27.209 12.443
Otto Engineering Polska Sp.z.o.o., Rzeszów, Polen (1) (5) 100,00% 2.037 543
Quartierswerk Gartenfeld GmbH (1) 65,79% (7) 2.840 -185
Solarimo GmbH, Berlin (1) 100,00% 5.031 -2.742
Windpark Kirchohmfeld GmbH, Berlin (1) 100,00% 24 -1
WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal (1) 66,55% (8) 749 -12
WW Industriemontage GmbH, Oberirsen (1) 52,00% -49 -177
Beteiligungen
GASAG AG, Berlin (1) 31,58% 618.072 62.628
Onyx Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (3) 10,10% 8 -12
Soltecture GmbH i. L., Berlin (4) 6,48% 37.975 -22.323
Windpark Molauer Platte GmbH, Berlin (1) 50,00% 22 -3
Windpark Molauer Platte Repowering GmbH & Co. KG, Berlin (1) 50,00% 31 -123
WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal 49,89% (9) 994 15.184
WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal 33,10% 352.926 75.462
WSW Netz GmbH, Wuppertal (1) 33,10% 1.950 -2.240

(1) Vorliegen einer mittelbaren Beteiligung

(2) für diese Gesellschaften liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor

(3) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2020 vor

(4) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2010 vor

(5) Umrechnungskurs für den Abschluss PLN 1 = EUR 0,22377

(6) davon 16,22% mittelbar

(7) davon 15,79% mittelbar

(8) davon 16,55% mittelbar

(9) davon 24,79% mittelbar

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

ENGIE steht in Deutschland und weltweit für gebündelte Kompetenz beim Übergang zur Klimaneutralität. Schwerpunkte sind erneuerbare Energien ebenso wie effiziente Kundenlösungen. Die ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") deckt insbesondere über ihre Beteiligungen wichtige Leistungen ab, die für eine nachhaltige Energiezukunft relevant sind: von ressourcenschonender Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien über effiziente Technik zum Planen, Bauen und Betreiben gebäude- und energietechnischer Systeme, individuelle Ladeinfrastrukturlösungen für Elektro-Mobilität bis hin zur grünen Energiebeschaffung und Optimierung des Verbrauchs. Zu unseren Kunden zählen Industrie und Gewerbe sowie Kommunen und private Haushalte.

Nicht erst seit der Energiewende setzen wir uns für den Ausbau von erneuerbaren Energien ein. Die installierte Leistung der ENGIE-Gruppe bei den Erneuerbaren soll weltweit von heute 38 GW auf 80 GW in 2030 wachsen und auch Deutschland ist dabei ein wichtiger Markt. Bei ENGIE betrachten wir erneuerbare Energien ganzheitlich: zu unserem Geschäftsfeld zählen alle Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette der Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik, insbesondere das Business Development, die Flächenakquise und die Projektentwicklung sowie das Operational Management & Engineering. Wir entwickeln Projekte selbst, kooperieren mit Projektentwickler:innen, betreiben in Deutschland 14 eigene und zwei Onshore-Windparks für Dritte mit insgesamt rund 300 MW installierter Leistung und sorgen über unsere Handelsabteilung für ihre Vermarktung. Bestehende Standorte nutzen wir durch Weiterbetrieb und Ersatz durch modernere und leistungsfähigere Anlagen (Repowering) nachhaltig und effizient.

Darüber hinaus betreiben wir die Wasserkraftwerksgruppe Pfreimd in der Oberpfalz mit Laufwasser- und Pumpspeicherkraftwerken einschließlich der dazugehörigen Speicher und Talsperren sowie einen Batteriespeicher. Aufgrund von stetigen technischen Optimierungen verfügt das Pumpspeicherkraftwerk Reisach über die notwendige schnelle Reaktionszeit, um alle Arten von Regelenergie zu erbringen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, indem es die volatile Einspeisung von Solar- und Windenergie ausgleicht und damit zur Stabilisierung des deutschen und europäischen Stromnetzes beiträgt.

Das Leistungsspektrum der EDAG einschließlich ihrer Beteiligungen umfasst darüber hinaus insbesondere folgende Aktivitäten:

ENGIE Deutschland (Teilkonzern der EDAG) ist einer der großen technischen Gebäudeausrüster Deutschlands und beherrscht alle Disziplinen rund um die Technik in Immobilien. Wir übernehmen alle Leistungen der Luft- und Klimatechnik, Wärmetechnik, Kältetechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Gebäudeautomation, Elektrotechnik, im Brandschutz und der Sicherheitstechnik sowie Prüfstandtechnik, Umweltsimulation und sicheren Stromversorgung.

Mit integrierten Energieversorgungs- und Bewirtschaftungslösungen begleitet ENGIE Deutschland ihre Kund:innen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Im Geschäftsbereich Energy & Facility Solutions sind sämtliche Kompetenzen rund um Energiewirtschaft und -versorgung, Contracting, Facility Services sowie Service und Wartung von gebäudetechnischen Infrastrukturen gebündelt.

Jahrzehntelange strategische Partnerschaften verbinden uns mit lokalen Energieunternehmen, der GASAG (Berlin), der Energieversorgung Gera, der Energie SaarLorLux (Saarbrücken) und der WSW Energie & Wasser (Wuppertal). Mit ihren regionalen Verteilnetzen und ihrer Kundennähe gehören die lokalen Energieunternehmen zu den entscheidenden Akteuren im Wandel der Energieversorgung.

Wirtschaftsbericht

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Während die Corona-Einschränkungen immer weiter gelockert und mittlerweile vollständig aufgehoben wurden, war das Jahr 2022 seit Ende Februar vor allem durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehende Energie- bzw. Versorgungssicherheitskrise geprägt. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt ("BIP") war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 1,9 Prozent höher als im Vorjahr. Für das kommende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Die weiterhin hohen Energiepreise werden auch 2023 eine große Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung darstellen. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Inflationsentwicklung. Nach einer Inflationsrate von bis zu 10 Prozent in 2022 prognostiziert die Bundesregierung einen leichten Inflationsrückgang auf rund 6 Prozent.1

Der Primärenergieverbrauch 2022 verzeichnete mit -4,7 Prozent einen deutlichen Rückgang im Vorjahresvergleich und erreichte damit nach den Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dies ist auf eine Kombination aus höheren Einsparungen aufgrund der stark erhöhten Energiepreise und den milden Witterungsbedingungen zurückzuführen.2 Zentrales Thema in der Energiewirtschaft war die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und langfristig die Reduzierung der Abhängigkeit von Energieimporten. So wurden zahlreiche Gesetzesänderungen und Verordnungen verabschiedet, die zum Energiesparen anregen und Versorgungsausfälle vermeiden sollten.

Die Anteile der verschiedenen Energieträger im nationalen Energiemix haben sich 2022 deutlich verschoben: Der Anteil von Kernenergie am gesamten Energiemix hat sich aufgrund planmäßiger Abschaltungen mehrerer Kernkraftwerke halbiert. Auch der Erdgasverbrauch ist deutlich, innerhalb der ersten drei Quartale um gut 15 Prozent, gesunken. Dies lässt sich teilweise durch die milde Witterung, vor allem aber durch das außergewöhnlich hohe, kriegsbedingte Preisniveau für Erdgas erklären. Infolgedessen ist auch der Stein- und Braunkohleanteil gestiegen, ebenso ist eine Zunahme der Erneuerbaren am Energiemix, von 15,7 Prozent auf 17,2 Prozent, erfolgt.3

Ebenso wie der Gasmarkt war auch der Strommarkt durch das außergewöhnlich hohe Preisniveau geprägt. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland betrug im Jahr 2022 insgesamt 571,3 Mrd. kWh, wobei Braun- und Steinkohle mit 31,3 Prozent (Anstieg um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) den wichtigsten fossilen Energieträger für die Stromerzeugung darstellt. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger stieg in Summe auf nunmehr 44,0 Prozent (Vorjahr: 39,8 Prozent).4

Der Beitrag erneuerbarer Energien zur Energieversorgung wurde 2022 im Zuge der Debatte um Energieunabhängigkeit und Versorgungssicherheit weiterhin als sehr bedeutsam eingeschätzt. Nach der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (2022) wurde mit 80 Prozent in 2030 ein neues Ausbauziel für die Erneuerbaren Energien festgelegt, welches bereits im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien bestimmt wurde. Bis spätestens 2045 soll die deutsche Energieversorgung vollständig klimaneutral und unabhängig von Importen fossiler Energieträger sein.

Die Gasversorgung in Deutschland hat sich auch ohne den Beitrag russischen Erdgases, vor allem durch gestiegene Importe aus den Niederlanden und Norwegen stabilisiert. Das Preisniveau auf dem Energiemarkt hat sich etwas beruhigt. Insgesamt sank der Gasverbrauch in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr von 1.029.056 GWh um 17,6 Prozent auf 847.470 GWh.5 Im vergangenen Jahr hat sich der Gaspreis nach einem Rekordniveau Ende August 2022 von über 337 Euro/MWh (Futures) ab September 2022 kontinuierlich erholt.6

1 Bundesregierung - Jahreswirtschaftsbericht (2023), S. 18.

2 AG Energiebilanzen - Infografik "Entwicklung des Primärenergieverbrauchs 2022 verzeichnet deutlichen Rückgang".

3 AG Energiebilanzen - Pressemitteilung vom 20.12.2022: "Energieverbrauch fällt 2022 auf niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung".

4 Destatis (2023): Bruttostromerzeugung in Deutschland - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

5 Bundesnetzagentur (2023), Bundesnetzagentur - Rückblick: Gasversorgung im Jahr 2022

6 Bundesnetzagentur (2023), Bundesnetzagentur - Aktuelle Lage Gasversorgung - Gaspreise Großhandel in EUR/MWh "

Geschäftsverlauf

Die Bewältigung der Herausforderungen, die sich aus der Energiekrise vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs ergeben, stand auch für die EDAG im Jahr 2022 im Mittelpunkt. Darüber hinaus lag das Augenmerk aber auch weiterhin in der Umsetzung der Strategie der ENGIE-Gruppe, Marktführer beim Übergang zur CO2 -Neutralität zu sein. Die ENGIE-Gruppe konzentriert sich auf Investitionen in Energielösungen für Unternehmen und Kommunen, in die notwendige Anpassung von Strom- und Gasnetzen an die Energiewende und in erneuerbare Energien in großem Maßstab.

Während die hohen Energiepreise bei unseren Tochtergesellschaften zu sehr erfreulichen Jahresergebnissen über das prognostizierte Maß hinaus sorgten, mussten wir bei der EDAG für einen bestehenden Stromliefervertrag eine Risikovorsorge bilden, die das Jahresergebnis mit rd. 72,6 Mio. € belastete und somit hauptverantwortlich ist für den Ergebnisrückgang von 108,1 Mio. € im Vorjahr auf 3,8 Mio. € im Berichtsjahr. Darüber hinaus enthielt das Beteiligungsergebnis des Vorjahres einen einmaligen Sondereffekt aus einem Veräußerungserlös in Höhe von rd. 41,8 Mio. €.

Im Zuge der Strategieumsetzung wurden im Vorjahr sämtliche Aktivitäten rund um das Thema Erneuerbare Energien in der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH, Berlin (im Folgenden: "EDEG") durch Umstrukturierungen gebündelt und eine neue Struktur von Holding- und Projektgesellschaften für die Bereiche "Wind" und "Solar" unterhalb der EDEG implementiert. Neben der im Berichtsjahr erfolgten Gründung und Akquise von weiteren Projektgesellschaften wurde zudem im Dezember 2022 die bisher von einer niederländischen Konzerngesellschaft gehaltene Beteiligung an der ENGIE Windpark Portfolio 2 GmbH, Berlin, mittelbar über die Holdinggesellschaft ENGIE Deutschland Wind GmbH, Berlin, erworben. Die Gesellschaft betreibt insgesamt 29 Windkraftanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 58 Megawatt und wird bereits seit mehreren Jahren sowohl im Hinblick auf die Ergebnisverantwortung als auch über die technische und kaufmännische Betriebsführung von uns betreut.

Darüber hinaus konnten im Berichtsjahr erneut viele neue Expert:innen im Bereich Wind und Photovoltaik insbesondere Business Development, Projektentwicklung sowie Operational Management & Engineering für die Erreichung der Wachstumsziele der EDEG gewonnen werden. So konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Flächensuche und -sicherung in ausgewählten Zielregionen innerhalb Deutschlands weiter intensiviert und für geeignete Standorte Konzeptionen und Planungen vorangetrieben werden.

Im Bereich von Freiflächen Photovoltaik ist es im Berichtsjahr gelungen, an diversen Standorten Projektrechte mit einer Erzeugungskapazität im Umfang von rd. 500 MW Peak zu sichern.

In der September-Ausschreibung 2022 der Bundesnetzagentur (BNetzA) für Windenergieanlagen an Land hat unser Repowering-Projekt in Querstedt-Badingen in Sachsen-Anhalt den Zuschlag für 17,1 Megawatt erhalten. Die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) wurde im Juli 2022 erteilt. Im Zuge des Repowerings werden elf der Bestandsanlagen durch drei neue Windenergieanlagen ersetzt. Diese werden viermal so viel Strom produzieren wie die elf rückgebauten Anlagen. Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen werden im Sommer 2023 beginnen und bereits 2024 sollen die neuen Anlagen in Betrieb gehen.

Neben dem Standort Querstedt-Badingen setzen wir derzeit zwei weitere Repowering-Projekte um: In der Gemeinde Karstädt, etwa 150 Kilometer nordwestlich von Berlin, wurden 20 Altanlagen mit einer Gesamtleistung von 26 Megawatt bis August 2022 abgebaut, die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der sieben neuen Anlagen mit 43,4 Megawatt laufen. Am Standort Lövenich/Linnich in Nordrhein-Westfalen wurden ebenfalls bis August 2022 vier Altanlagen mit jeweils 1,3 Megawatt abgebaut, die in der Folge durch zwei Anlagen mit jeweils fünf Megawatt ersetzt werden. Damit setzen wir unsere ambitionierten Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland nicht nur durch die Entwicklung neuer Projekte, sondern auch durch die Weiterentwicklung unserer Bestandsanlagen um.

Unsere Tochtergesellschaft ENGIE Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden: "ED GmbH") konnte den positiven Trend der Vorjahre erneut bestätigen und die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) erneut steigern. Die Steigerung lag dabei mit +6,3 % am oberen Rand der prognostizierten Wachstumsrate von 2 - 7 %. Die prognostizierten Umsatzziele wurden im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte nicht erreicht, weil sich geplante Abrechnungen von größeren Projekten stichtagsübergreifend verschoben haben. Dagegen wurden im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen die Umsatzziele übertroffen und lagen - beeinflusst durch Temperatureffekte und nicht geplante Preiseffekte am Energiemarkt - deutlich oberhalb der Prognosebandbreite. Der Auftragsbestand stieg im Vorjahresvergleich um rd. 30,9 % und befindet sich weiterhin auf einem Niveau, um für eine bis weit in das Jahr 2023 reichende solide Kapazitätsauslastung zu sorgen.

Auch im Hinblick auf unsere Kooperationen mit lokalen Versorgern können wir die Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres trotz der vielschichtigen Auswirkungen der Energie- bzw. Versorgungssicherheitskrise erneut als insgesamt erfolgreich bewerten.

Bei unserer Saarbrücker Tochter Energie SaarLorLux AG (im Folgenden "ESLL AG") ergaben sich in der Vertriebssparte durch die im Vorjahresvergleich mildere Witterung und die zugleich von den Kunden umgesetzten Energiesparmaßnahmen Absatzrückgänge. Gegenläufig wirkte sich dagegen die Übernahme von Privatkunden aus, deren bisherige Energielieferanten ihre Geschäftstätigkeit einstellten. Dementsprechend lag das Vertriebsergebnis auf Vorjahresniveau. In der Erzeugungssparte schlugen sich die mit der Inbetriebnahme des Gasmotorenkraftwerks einhergehenden Optimierungen deutlich positiv auf das Ergebnis nieder. Das Ergebnis vor Steuern lag demnach mit 20,1 Mio. € um 7,4 Mio. € über dem Vorjahreswert und übertraf deutlich die Vorjahresprognose.

Hervorzuheben ist, dass die größte Neuinvestition in der Unternehmensgeschichte der ESLL AG, das Anfang 2020 gestartete und von der ED GmbH als Generalunternehmer betreute Projekt neues Gasmotorenkraftwerk Römerbrücke (GAMOR), mit einem Investitionsvolumen von 80 Mio. € Mitte 2022 innerhalb des geplanten Zeit- und Kostenplans ans Netz gegangen ist. Das neue Gasmotorenkraftwerk inklusive Wärmespeicher mit seinen fünf Gasmotoren und einer elektrischen und thermischen Gesamtleistung von 52 MW wird dazu beitragen, die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt Saarbrücken sicherzustellen. Mit ihnen können zukünftig rund 65.000 Haushalte mit Strom und rund 13.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Der Bau des Gasmotorenkraftwerks ermöglicht gleichzeitig den vollständigen Ausstieg aus der Energieerzeugung mit Kohle und senkt den CO2 -Ausstoß in Saarbrücken um rund 60.000 t/Jahr.

Erklärung zur Unternehmensführung

Der Vorstand und Aufsichtsrat der EDAG hat in 2021 die folgenden Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Führungspositionen festgesetzt: Für den Aufsichtsrat beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 40 %. Für den Vorstand beträgt die Zielgröße 25 % unter der Voraussetzung, dass mindestens vier Mitglieder dem Vorstand angehören. Bei fünf Mitglieder im Vorstand beträgt die Zielgröße 40 %. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt die Zielgröße jeweils 25 %, sofern mindestens vier Personen diesen Ebenen angehören. Bei fünf Personen beträgt die Zielgröße 40%.

Die genannten Zielgrößen sollten jeweils bis spätestens 31. Dezember 2025 erreicht werden.

Die Frauenquote im Vorstand beträgt zum 31. Dezember 2022 bei drei Mitgliedern 0 % (Vorjahr: 0 %), im Aufsichtsrat 41,7 % (Vorjahr: 25 %), auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 50 % (Vorjahr: 50 %) und auf der zweiten Ebene 0 % (Vorjahr: 0 %) - nach konzerninternen Wechseln und nur noch einem verbliebenen Mitarbeiter auf dieser Ebene.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze des Geschäftsjahres sind von 306,0 Mio. € im Vorjahr um 206,8 Mio. € auf 512,8 Mio. € deutlich gestiegen. Das entspricht einem relativen Anstieg um 67,6 %, der sich aus unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen ergibt.

Die Umsatzerlöse in dem Segment Strom erhöhten sich bedeutend um insgesamt 115,1 Mio. € (+60,3 % gegenüber dem Vorjahr). Dabei sind insbesondere die Erlöse im Zusammenhang mit dem Energiemanagement und Energiehandel aufgrund der hohen Strompreise von 49,8 Mio. € im Vorjahr um 98,6 Mio. € auf 148,4 Mio. € signifikant gestiegen. Diese Entwicklung ist ausschließlich auf die hohen Strompreise zurückzuführen und geht mit entsprechend gestiegenen Materialaufwendungen einher. Auch die Stromverkäufe im Zusammenhang mit unseren Erzeugungskapazitäten haben sich im Vorjahresvergleich um 27,7 Mio. € deutlich erhöht (68,4 Mio. €; Vorjahr: 40,7 Mio. €). Der Anstieg ist auch hier hauptsächlich auf stark gestiegene Strompreise zurückzuführen; die produzierten und abgesetzten Mengen sind dabei im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück gegangen (452,9 MWh, Vorjahr: 538,1 MWh). Dieser Rückgang liegt allerdings nahezu ausschließlich an der im Vorjahr erfolgten Beendigung der Direktvermarktungsverträge im Zusammenhang mit der Stromerzeugung in unseren Windparks: im Rahmen der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (sog. Redispatch 2.0) wurden die bis dahin mit der EDAG abgeschlossenen Direktvermarktungsverträge zum 1. August 2021 direkt auf die Electrabel S.A., Brüssel, übertragen. Ohne Berücksichtigung der bis zum 31. Juli 2021 bestehenden Direktvermarktung im Windbereich war in 2022 auch bei den abgesetzten Strommengen ein leichter Anstieg zu verzeichnen (452,9 MWh, Vorjahr: 406,5 MWh).

Die Umsatzerlöse aus dem reinen Stromvertrieb sind im Berichtsjahr dagegen wie erwartet weiterhin gesunken: insgesamt haben wir 0,8 TWh Strom verkauft, was einem Rückgang von 1,3 TWh (-61,9 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung resultiert aus der in 2017 getroffenen Entscheidung, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen. Die im Zusammenhang mit dem Stromvertrieb erwirtschafteten Umsatzerlöse verringerten sich dabei von 100,3 Mio. € im Vorjahr nur leicht um 11,1 Mio. € auf 89,1 Mio. € im Berichtsjahr (Rückgang um 11,1 %); der starke Rückgang der abgesetzten Strommengen wurde dabei von den hohen Strompreisen größtenteils kompensiert.

Die Umsatzerlöse in Zusammenhang mit dem Gasvertrieb sind um 56,8 Mio. € auf 134,2 Mio. € dagegen deutlich gestiegen; das entspricht einer Erhöhung um 73,4 %. Dies ist allerdings ausschließlich auf die stark gestiegenen Gaspreise zurückzuführen: bei den abgesetzten Mengen war auch hier ein Rückgang zu verzeichnen (3,0 TWh; Vorjahr: 3,5 TWh). Ähnlich wie bei den Umsatzerlösen aus dem Stromvertrieb resultiert der Rückgang der Mengen aus der in 2017 getroffenen Entscheidung, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen, und geht mit entsprechend gesunkenen Materialaufwendungen einher.

In den übrigen Segmenten war in 2022 ebenfalls ein deutlicher Anstieg der Umsatzerlöse um 34,8 Mio. € auf insgesamt 72,6 Mio. € zu verzeichnen. Dies ist insbesondere auf preisbedingt höhere Umsatzerlöse im Zusammenhang mit Energiedienstleistungen zurückzuführen, die die EDAG als Dienstleister für diverse energiewirtschaftliche Themengebiete für die Electrabel S.A., Brüssel, erbringt. Den höheren Umsatzerlösen stehen an dieser Stelle ebenfalls höhere Materialaufwendungen gegenüber.

Finanzen

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag einen Finanzmittelfonds in Höhe von 104,5 Mio. € (Vorjahr: 102,4 Mio. €) ausgewiesen, der im Berichtsjahr ausschließlich Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pool beinhaltet, im Vorjahr darüber hinaus noch einen geringen Betrag an Bankguthaben enthielt. Das konzerninterne Cash-Pool-Guthaben in Höhe von 104,5 Mio. € (Vorjahr: 102,4 Mio. €) wird in der Bilanz unter dem Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" ausgewiesen.

Die wesentlichen Werte der Kapitalflussrechnung 2022 der EDAG stellen sich wie folgt dar:

Mio. € 2022 2021
Jahresergebnis 3,8 108,1
Veränderung der Rückstellungen sowie sonstige zahlungsunwirksame Erträge 95,4 -27,9
Abnahme (+) / Zunahme (-) des übrigen Working Capital -6,4 17,1
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -2,5 0,0
Sonstige Beteiligungserträge / -aufwendungen -50,8 -80,2
Ertragsteueraufwand/-ertrag 3,1 -0,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +39,1 +16,3
Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1,8 29,2
Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -61,0 -52,3
Erhaltene Zinsen und Dividenden 11,6 7,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -47,5 -15,6
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 20,0 81,2
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -8,8 -0,8
Gezahlte Zinsen -0,7 -0,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +10,5 +80,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds +2,1 +81,1
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode +102,4 +21,3
Finanzmittelfonds am Ende der Periode +104,5 +102,4

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien bei Kreditinstituten. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den Cashpool der ENGIE-Gruppe auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist.

Investitionen

Die Investitionen des Berichtsjahres betreffen mit 61 Mio. € ausschließlich die Erhöhung der Kapitalrücklage bei einer Tochtergesellschaft. Weitere Investitionen sind auf der Ebene der EDAG für das Berichtsjahr nicht erfolgt.

Vermögenslage

Die Entwicklung der Aktivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

T€ 31.12.2022 31.12.2021 +/-
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 11 -11
Finanzanlagen 1.008.939 949.784 59.155
Langfristig gebundenes Vermögen 1.008.939 949.795 59.144
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 318.210 253.527 64.683
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 47.796 34.077 13.719
Rechnungsabgrenzungsposten 8.922 8.783 139
Kurzfristig gebundenes Vermögen 374.928 296.387 78.541
Summe Aktiva 1.383.867 1.246.182 137.685

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr per Saldo um rd. 59,2 Mio. € erhöht; einerseits durch die im Berichtsjahr erfolgten Zuzahlungen in die Kapitalrücklage der EDEG in Höhe von 61,0 Mio. €, andererseits wurde die Kapitalrücklage zweier verbundenen Unternehmen um rd. 1,8 Mio. € herabgesetzt und zurückgezahlt. Die Anlagenintensität (das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) hat sich durch die deutliche Zunahme der Bilanzsumme wegen des starken Anstiegs des kurzfristig gebundenen Vermögens mit 72,9 % gegenüber dem Vorjahr (76,2 %) leicht vermindert.

Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg wie bereits erwähnt im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt rd. 78,5 Mio. € deutlich. Hauptverantwortlich dafür ist der im Vorjahresvergleich starke Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um 64,7 Mio. €. Die wesentlichen Ursachen hierfür liegen zum einen in der deutlichen Steigerung der unter diesem Posten ausgewiesenen Forderungen im Zusammenhang mit dem konzerninternen Verkauf von Strom, Gas und CO2 Zertifikaten um rd. 92,3 Mio. € auf rd. 145,3 Mio. €. Diese Entwicklung spiegelt den preisbedingten Anstieg der Umsatzerlöse aus dem Strom- und Gasvertrieb wider; wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen zur Umsatz- und Auftragsentwicklung. Demgegenüber gingen die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen im Vergleich zum Vorjahr um rd. 29,6 Mio. € auf rd. 50,6 Mio. € zurück.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind ebenfalls von 34,1 Mio. € im Vorjahr um 13,7 Mio. € auf 47,8 Mio. € deutlich gestiegen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich dabei von 14,4 Mio. € im Vorjahr auf 17,4 Mio. € im Berichtsjahr. Darüber hinaus stiegen insbesondere die Forderungen aus Kapitalertragsteuer im Vorjahresvergleich um rd. 7,3 Mio. € sowie die sonstigen Forderungen im Zusammenhang mit einer Insolvenzmasseforderung um 5,6 Mio. €.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (8,9 Mio. €; Vorjahr: 8,8 Mio. €) betrifft im Wesentlichen eine im Jahr 2017 geleistete Zahlung einer Prämie für einen langfristigen Stromliefervertrag (8,4 Mio. €; Vorjahr: 8,7 Mio. €). Die Auflösung der Position erfolgt über die verbleibende Laufzeit des Stromliefervertrages.

Die Entwicklung der Passivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

T€ 31.12.2022 31.12.2021 +/-
Gezeichnetes Kapital 5.435 5.435 0
Rücklagen 1.006.083 1.006.083 0
Verlust-/Gewinnvortrag -43.945 -152.071 108.126
Jahresergebnis 3.789 108.126 -104.337
Eigenkapital 971.362 967.573 3.789
Langfristige Rückstellungen 95.661 34.924 60.737
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 88.025 76.891 11.134
Leistungsbereitstellung (WSW) 18.212 21.703 -3.491
Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital 201.898 133.518 68.380
Kurzfristige Rückstellungen 73.397 36.926 36.471
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 119.319 85.489 33.830
Leistungsbereitstellung (WSW) 3.500 3.509 -9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 14.391 18.991 -4.600
Rechnungsabgrenzungsposten 0 176 -176
Kurzfristiges Fremdkapital 210.608 145.091 65.517
Summe Passiva 1.383.867 1.246.182 137.685

Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und zu wesentlichen Beteiligungen von Aktionären verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Das lang- und mittelfristige Fremdkapital hat sich im Vorjahresvergleich um rd. 68,4 Mio. € erhöht. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Bildung einer strompreisinduzierten Drohverlustrückstellung aus einem langfristigen Stromliefervertrag in Höhe von rd. 63,5 Mio. € sowie der Netto-Zunahme (nach Abzug der geleisteten Tilgungen) an langfristigen Konzerndarlehen um rd. 11,1 Mio. €, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen sind. Im Berichtsjahr wurde ein neues Konzerndarlehen im Zusammenhang mit dem konzerninternen Erwerb einer Windasset-Gesellschaft über 20,0 Mio. € aufgenommen. Darüber hinaus hat sich die Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung zugunsten der WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal, um eine Jahresscheibe (-3,5 Mio. €) verringert.

Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 65,5 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen um rd. 36,5 Mio.€ sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, um 33,8 Mio. € auf 119,3 Mio. € zurückzuführen. Dieser Posten beinhaltet insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber den Konzerngesellschaften Electrabel SA, Brüssel (Belgien), sowie ENGIE Global Markets SAS, Brüssel (Belgien), aus dem Bezug von Gas und Strom in Höhe von insgesamt 78,4 Mio.€, die im Vorjahresvergleich um 37,1 Mio.€ gestiegen sind. Ebenfalls enthalten in diesem Posten sind die Verbindlichkeiten gegenüber der EDEG aus Pacht und Betriebsführung für die Kraftwerksgruppe Pfreimd inkl. Batteriespeicher in Höhe von rd. 5,8 Mio. € (Vorjahr: rd. 5,6 Mio. €) sowie der kurzfristige Teil der Konzerndarlehen über rd. 8,9 Mio. € (Vorjahr rd. 8,8 Mio. €). Demgegenüber sind die Verbindlichkeiten gegenüber der ENGIE Deutschland GmbH im Vorjahresvergleich um rd. 6,0 Mio.€ auf 8,9 Mio.€ gesunken. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind trotz eines Anstiegs der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rd. 4,3 Mio.€ im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken, da die unter diesem Posten ausgewiesenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten um rd. 8,9 Mio. € gesunken sind.

Ertragslage

Eine Übersicht zur Entwicklung der Ertragslage im Vorjahresvergleich ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

T€ 2022 2021 +/-
Umsatzerlöse 512.757 305.964 206.793
Sonstige betriebliche Erträge 29.694 33.523 -3.829
Betriebsleistung 542.451 339.487 202.964
Materialaufwand -578.182 -314.374 -263.808
Personalaufwand -4.444 -3.136 -1.308
Abschreibungen -11 -11 0
Sonst. betr. Aufwendungen -16.478 -6.889 -9.589
Sonstige Steuern -3 -3 0
Betriebsaufwand -599.118 -324.413 -274.705
Betriebsergebnis -56.667 15.074 -71.741
Finanzergebnis 2.039 -2.460 4.499
Beteiligungsergebnis/Ergebnisübernahme 61.832 87.668 -25.836
Neutrales Ergebnis -312 7.074 -7.386
Ertragsteuern -3.103 770 -3.873
Jahresergebnis 3.789 108.126 -104.337

Zu der Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Umsatz- und Auftragsentwicklung.

Die Betriebsleistung ist auf der einen Seite durch die hohen Energiepreise insgesamt deutlich um rd. 59,8 % bzw. 203,0 Mio. € auf 542,5 Mio. € gestiegen. Gleichzeitig stieg aber auf der anderen Seite der Betriebsaufwand um rd. 84,6 % bzw. rd. 274,7 Mio. €, da im Berichtsjahr eine Drohverlustrückstellung für einen langfristigen Stromliefervertrag aufgrund der stark gestiegenen Strompreise in Höhe von rd. 72,6 Mio.€ aufwandswirksam im Materialaufwand gebildet werden musste. Somit sank das Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich von 15,1 Mio. € um -71,7 Mio. € auf -56,7 Mio. €.

Das Betriebsergebnis auf der Ebene der EDAG alleine ist jedoch keine für die Unternehmenssteuerung relevante Kennzahl, da im Zuge der in Vorjahren erfolgten Umstrukturierungen Teile des operativen Geschäftes von der EDAG auf die einzelnen Tochtergesellschaften verlagert wurden. Insofern werden hier insbesondere die Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen herangezogen.

Das Beteiligungsergebnis ist erwartungsgemäß im Berichtsjahr um 25,8 Mio. € auf 61,8 Mio. € im Vorjahresvergleich gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Umstand, dass der Vorjahreswert den von der ED GmbH mittelbar an die EDAG zusätzlich abzuführenden Gewinn aus der Veräußerung der Beteiligung an der EDEG über rd. 41,8 Mio. € enthielt.

Das Finanzergebnis ist im Berichtsjahr mit rd. 2,0 Mio. € um rd. 4,5 Mio. € besser ausgefallen als im Vorjahr. Diese Entwicklung ist zum einen auf den Ertrag aus der Auflösung von Zinsrisiken insbesondere für Ertragsteuern aus Vorjahren zurückzuführen, die das Zinsergebnis im Vorjahresvergleich um rd. 2,6 Mio. € verbessert haben. Darüber hinaus verringerten sich die Zinsaufwendungen im Vorjahresvergleich um rd. 1,8 Mio. €, insbesondere durch geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung sowie Änderung des Rechnungszinses bei langfristigen Rückstellungen (0,5 Mio. €; Vorjahr: 2,7 Mio. €).

Aus Gründen der Klarheit und korrekten Darstellung des operativen Ergebnisses werden auch in diesem Jahr sämtliche mit dem Verkauf der thermischen Erzeugungssparte an die Onyx Power Gruppe per 30. November 2019 im Zusammenhang stehenden nachlaufenden Aufwendungen und Erträge analog den Vorjahren im neutralen Ergebnis gezeigt. Während der Vorjahresausweis einen Ertrag von 7,1 Mio. € aus der Auflösung der verbliebenen Risikovorsorge, saldiert mit sonstigen, direkt mit dem Verkauf im Zusammenhang stehenden Aufwendungen zeigt, betrifft der Ausweis im Berichtsjahr ausschließlich noch angefallene Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf in Höhe von 0,3 Mio. €.

Insgesamt schließt das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 108,1 Mio. €) ab und liegt damit insbesondere wegen der notwendigen Risikovorsorge für einen langfristigen Stromliefervertrag über rd. 72,6 Mio.€ deutlich unter der internen Prognose. Für das Geschäftsjahr 2022 hatten wir ein positives, leicht unter dem Vorjahresergebnis liegendes Gesamtergebnis im oberen zweistelligen Millionenbereich erwartet.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen ihrer Konzernzugehörigkeit zum ENGIE S.A.-Konzern erstellt die EDAG auch Abschlüsse nach IFRS. Sowohl im internationalen ENGIE S.A.-Konzern als auch innerhalb der deutschen ENGIE-Gesellschaften erfolgt die Unternehmenssteuerung daher über IFRS-Kennzahlen. Auf Ebene der EDAG werden die Aktivitäten der ENGIE Gruppe in Deutschland gesteuert, wobei die EDAG eine überwiegende Holdingfunktion einnimmt. Vor diesem Hintergrund werden zur Steuerung der isolierten Aktivitäten der Gesellschaft vorwiegend die Ergebnisbeiträge der Beteiligungen herangezogen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 289 Abs. 3 HGB werden von der EDAG zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage der EDAG insgesamt als zufriedenstellend.

Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG

Die EDAG erfüllt die Bedingungen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens gemäß § 3 Nr. 38 EnWG. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung bestehen deshalb gemäß § 6b Abs. 3 EnWG besondere Anforderungen an die Zuordnung der buchhalterischen Sachverhalte auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche. Da die Gesellschaft lediglich in den Bereichen "Strom", "Gas" und "Sonstige", nicht jedoch in den in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereichen tätig ist, sind zwar getrennte Konten zu führen, sie muss jedoch keinen Tätigkeitsabschluss aufstellen und veröffentlichen.

Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist für die EDAG als Unternehmen der ENGIE-Gruppe verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Information unserer Gesellschafter. Überdies wird die EDAG von der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.

Das interne Kontrollsystem des internationalen ENGIE S.A.-Konzerns wird als Programm unter dem Namen "INCOME" kontinuierlich weiterentwickelt. Die Einhaltung der INCOME-Regularien wurde im Berichtsjahr durch die Innenrevision in bestimmten Bereichen, welche für das Unternehmen von Bedeutung sind, stichprobenartig geprüft. Wesentliche Beanstandungen haben sich im Jahr 2022 aus diesen Prüfungen nicht ergeben.

Die gesteigerten geopolitischen Risiken infolge des Kriegs in der Ukraine machen sich in einer erhöhten Unsicherheit auf den Energiemärkten und einer erhöhten Häufigkeit und Kurzfristigkeit des regulatorischen Eingriffs durch den Gesetzgeber bemerkbar. Die im Jahr 2022 sehr volatilen Märkte für Strom und Gas haben sich zwischenzeitlich zwar wieder etwas beruhigt, es verbleiben allerdings wesentliche Risiken für den Ausblick auf den kommenden Winter 2022/23, eine eventuell wieder zunehmende Volatilität, und die Auswirkungen der hohen Beschaffungspreise des Jahres 2022 auf die Wettbewerbssituation.

Zusammenfassend bestehen die folgenden Risiken bzw. Chancen, die eine wesentliche Auswirkung auf die EDAG haben:

Wesentliche Risikofaktoren im operativen Bereich sind aus unserer Sicht ungeplante Ausfälle der von EDAG betriebenen Kraftwerksanlagen und Stromspeicher. Ebenso bestehen wetterbedingte Risikofaktoren bei der Vermarktung unserer Windparks und der wärmegeführten Erzeugungsanlagen in unseren Beteiligungen. Das Risiko ungeplanter Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen können wir zwar nicht gänzlich ausschließen, wir versuchen jedoch dieses durch planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Schulung der Mitarbeiter zu minimieren. Darüber hinaus existieren in wirtschaftlich angemessenem Umfang Versicherungen zur Begrenzung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen.

Das Risiko steigender Brennstoff- bzw. sinkender Stromgroßhandelspreise sichert die EDAG - gemäß einem ENGIE gruppenweit festgelegten rollierenden Hedgingfahrplan -durch Portfolio-Hedge-Geschäfte konzernintern ab. Risiken werden kontinuierlich beobachtet, sodass der Sicherungsumfang bei wesentlichen Änderungen angepasst werden kann. Daher rechnen wir insofern mit keiner unerwarteten wesentlichen negativen oder positiven Beeinflussung des Unternehmenswertes für die kommenden Jahre. Die Werthaltigkeit unseres Erzeugungsportfolios wird regelmäßig getestet, so dass wir die Risiken aus Preisentwicklungen auf die Werthaltigkeit frühzeitig erkennen können.

Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von weiteren Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite für relevant, betreiben aber auch hier eine Absicherung durch Hedge-Geschäfte.

Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.

Im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag in Schweizer Franken bestehen Währungsrisiken, für die wir aufgrund unserer Markteinschätzung eine Absicherung mittels Devisentermingeschäften vorgenommen haben.

Im Zusammenhang mit dem Betrieb der bestehenden Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, welche die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist, die Entwicklung der langfristigen Rentabilität beinhaltet somit Risiken und in gleichem Maße auch Chancen.

Dies, in Verbindung mit dem Umstand, dass auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung des Marktdesigns (insb. die Gestaltung möglicher Kapazitätsmärkte) erhebliche Unsicherheit besteht, führt dazu, dass die künftige Wirtschaftlichkeit und langfristige Rentabilität unserer Assets risikobehaftet bleibt. Gleichzeitig bieten neue rechtliche Rahmenbedingungen auch Chancen für die zusätzliche bzw. erweiterte Vermarktung.

Hinsichtlich der Weiterentwicklung unseres Geschäfts durch Zukauf von teilweise oder vollständig entwickelten Projekten besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch den Verkäufer sowie die natürliche Unsicherheit bei der Bestimmung von Unternehmenswerten. Wir versuchen, die hieraus erwachsenden Risiken durch die Einbeziehung von Experten der Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld zu minimieren.

Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.

Ausgehend von der COVID-19-Pandemie, fortgeführt durch den Krieg in der Ukraine, und verstärkt durch die zunehmende Inflation und den damit verbundenen Anstieg der Zinssätze entstehen für ENGIE Risiken aus Verzögerungen in Bauabläufen und bei Investitionsentscheidungen. Je nach Dauer der genannten Einflüsse könnten darüber hinaus sinkende Energieverbräuche und -erlöse, insbesondere bei unseren Stadtwerkekooperationen, die Ergebnisse belasten. Wesentliche Forderungsausfälle und Stilllegungen von Baustellen waren bisher nicht zu verzeichnen. Sollte sich die genannten Krisen erneut verschärfen und es temporär zu einer geringeren Auslastung kommen, kann ENGIE dem kurzfristig mit dem Instrument der Kurzarbeit begegnen. Eine kurzfristige Liquiditätssicherung ist für die Gesellschaft durch die Anbindung an den konzerninternen Cash-Pool und eine nicht genutzte Kreditlinie gegeben.

Die bereits Ende des Jahres 2021 erfolgten signifikanten Preiserhöhungen im Gaseinkauf treffen die Gesellschaft nur temporär, da sie verzögert durch Preisgleitklauseln an die Endkunden weitergegeben werden können. Verzögert könnten diese erhöhten Endkundenpreise zu einer schlechteren Wettbewerbsfähigkeit in unseren Stadtwerke

Beteiligungen führen, insbesondere gegenüber neu in den Markt eintretenden Discount Energieversorgern mit sehr kurzfristiger Beschaffung.

Weitere mittelbare Risiken aus der Russland-Ukraine-Krise werden von der Gesellschaft im Rahmen des operativen Risiko-Managements in der folgenden Weise beachtet und bearbeitet:

Störung der internationalen Lieferketten, Preisanstieg bei Rohstoffen oder Vorproduktion (z.B. Stahl) durch verstärkte Zusammenarbeit mit den Einkaufsabteilungen der ENGIE-Gruppe.
Vermeidung von Vertragsstrafen aufgrund nicht eingehaltener Liefertermine durch aktive Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten.
Vermeidung von Zahlungsausfällen wichtiger Kunden oder Lieferanten durch regelmäßiges Monitoring der Kunden und Lieferanten.
Vermeidung zusätzlicher Cyberrisiken durch verstärkte Maßnahmen der ENGIE IT zum sog. "Hardening" der IT Infrastruktur und der begleitenden Maßnahmen zur Schulung und Information der Mitarbeiter.

Kurz- oder mittelfristigen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen für die Energieerzeugung begegnet die ENGIE-Gruppe mit einem kontinuierlichen Monitoring der politischen Diskussionen und einer frühzeitigen Kommunikation in die Gesellschaften.

Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand der ENGIE gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage.

Chancen bestehen insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich aus vier gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die zunehmende Dekarbonisierung in allen Bereichen des Wirtschaftslebens, die Dezentralisierung der Energieerzeugung mit einhergehenden Veränderungen in der Nutzer- und Kundenstruktur, die kundenseitige Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigung der Energieeffizienz sowie die kontinuierlich zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen auf ihren lokalen Märkten, das existierende Geschäft im Bereich erneuerbarer Energien als auch die Energiewirtschaftliche Aktivität eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben. Darüber hinaus erwarten wir, dass die im Berichtsjahr fortgesetzte strategische Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland und die damit verbundene Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen weitere Vorteile für unsere Wettbewerbssituation bringen wird.

Prognosebericht

Auch im kommenden Jahr werden wir uns auf die weitere Umsetzung der Strategie der ENGIE-Gruppe fokussieren, Marktführer beim Übergang zur CO2 -Neutralität zu sein. Es gibt eine zunehmende Anzahl von Industrieunternehmen wie auch von Städten und Gemeinden, die sich eine Selbstverpflichtung gegeben haben, ihren Energieeinsatz, ihre Liegenschaften und ihre Aktivitäten klimafreundlich auszugestalten. Unser Ziel ist es, Kunden einen umfassenden, ganzheitlichen Ansatz zu bieten, ihre Emissionsbasis dauerhaft in Richtung Klimaneutralität zu mindern. ENGIE Deutschland setzt hierbei die eigenen Erfahrungen in den Bereichen Energie, Technik und Service ein und unterstützt Kunden mit vielfältigen technischen Dienstleistungen, Energiedienstleistungen sowie dem Einsatz von erneuerbaren Energien. Die Unterstützung kann entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgestaltet sein, von Konzeption und Planung über Bau und Finanzierung bis zu Betrieb und Service von technischen Anlagen. Die Perspektiven für diesen neuen Ansatz sind als günstig einzuschätzen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien soll seitens der Politik weiter vorangetrieben werden, mit dem Ziel, den Anteil am Gesamtstromverbrauch bis 2030 auf 80 Prozent zu steigern. Das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz bildet den aktualisierten Rahmen für die künftige Förderung von Wind- und Solarprojekten, aus dem sich die Attraktivität von neuen Projekten ableiten lässt und der den politisch-gesellschaftlichen Willen zur weiteren Entwicklung der erneuerbaren Energien bestätigt.

Mit der Bündelung unserer Tätigkeiten rund um das Thema erneuerbare Energien in der EDEG unterstreichen wir die Bedeutung, die Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaneutralität für die ENGIE-Gruppe haben und stellen die Weichen für weiteres Wachstum in Deutschland. Erreichen wollen wir das neben der Weiterentwicklung von eigenen Projekten auch über Kooperationen mit Projektentwicklern bei Wind- und Großflächen-Photovoltaikanlagen. Unser bestehendes Geschäft werden wir weiter optimieren und ausbauen.

Für das Gesamtergebnis der Gesellschaft, insbesondere unter Einbeziehung der Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen, gehen wir für das nächste Geschäftsjahr von einem positiven Jahresergebnis im oberen zweistelligen Millionenbereich aus, welches voraussichtlich deutlich über dem Niveau des durch Sondereffekte beeinflussten Berichtsjahres liegen wird. Dabei werden Umsatzerlöse im unteren dreistelligen Millionenbereich erwartet, die aufgrund des erwarteten Preisrückgangs für Strom und Gas und der in den Vorjahren beschlossenen Beendigung der Vertriebsaktivitäten voraussichtlich deutlich unter dem Niveau von 2022 liegen werden.

Die Auswirkungen des aktuellen Russland-Ukraine-Konflikts sind derzeit schwer einzuschätzen, es deutet sich aber eine Verstärkung der ohnehin schon bestehenden Störungen in den Lieferketten an. Einen Mangel an Ersatzteilen oder sonstigem Verbrauchsmaterial gibt es bislang nicht, dieser kann jedoch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Der Vorstand sieht die EDAG ohne Berücksichtigung möglicher Effekte aus der Ukraine-Krise über das kommende Geschäftsjahr hinaus gut positioniert.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Die EDAG hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Der Vorstand hat die folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die EDAG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Berlin, den 23. August 2023

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

gez. Manfred Schmitz

gez. Eric Joseph Stab

gez. Bernd Dinauer

gez. Ralf Schürkamp

Bericht des Aufsichtsrates vom 18. Oktober 2023

Der Aufsichtsrat hat sich während des Berichtszeitraums 2022 in zwei Sitzungen am 05. April 2022 und 19. Oktober 2022 sowie durch weitere schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes und Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren von der Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und wurde über Maßnahmen von wesentlicher und grundsätzlicher Bedeutung unterrichtet.

Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand in regelmäßigen Kontakten und im Bedarfsfall mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wichtige unternehmenspolitische Entscheidungen eingehend beraten.

Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden zugestimmt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 18. Oktober 2023 den Jahresabschluss 2022 gebilligt; er ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit.

Berlin, den 18. Oktober 2023

Der Aufsichtsrat

Hervé-Matthieu Ricour-Dumas, Aufsichtsratsvorsitzender

Die ordentliche Hauptversammlung der ENGIE Deutschland AG, Berlin, vom 18. Oktober 2023 hat beschlossen, den Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 40.155.843,90 EUR in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Berlin, 18. Oktober 2023

ENGIE Deutschland AG