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ENGIE — Audit Report / Information 2018
Dec 27, 2019
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Audit Report / Information
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Publication
ENGIE Deutschland AG
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die ENGIE Deutschland AG
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGIE Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die in Abschnitt II des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt II des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach §289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Prüfungsurteil
Wir haben die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen erfüllt.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung nach §6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG" sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil hierzu zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt wurden sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Berlin, 2. Oktober 2019
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Diederichs, Wirtschaftsprüfer
Kalkan, Wirtschaftsprüfer
Bilanz zum 31. Dezember 2018
Aktiva
| EUR | EUR | 31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| 1. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1 Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 3 | |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 59.997,10 | 21 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 55 | |
| 59.997,10 | 79 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 169.212,32 | 172 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 168.249,19 | 280 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 9 | |
| 337.461,51 | 461 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 654.492.926,13 | 1.149.629 | |
| 2. Beteiligungen | 194.240.340,15 | 194.240 | |
| 848.733.266,28 | 1.343.869 | ||
| 849.130.724,89 | 1.344.409 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 43.710.232,73 | 44.926 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 147.899.295,16 | 28.388 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 466.260.172,01 | 593.006 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 8.177.375,42 | 3.414 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 21.727.417,70 | 18.908 | |
| 644.064.260,29 | 643.716 | ||
| 687.774.493,02 | 688.642 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 10.959.303,50 | 11.142 | |
| 1.547.864.521,41 | 2.044.193 | ||
| Passiva | |||
| EUR | EUR | 31.12.2017 TEUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.435.500,00 | 5.436 | |
| II. Kapitalrücklage | 1.023.201.889,64 | 1.023.202 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Andere Gewinn rücklag en | 112.881.135,21 | 112.881 | |
| IV. Gewinnvortrag | 49.846.410,53 | 274.628 | |
| V. Jahresfehlbetrag | -158.483.213,30 | -224.782 | |
| 1.032.881.722,08 | 1.191.365 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 456.049,74 | 403 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 24.937.127,04 | 31.551 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 125.617.230,65 | 142.241 | |
| 151.010.407,43 | 174.195 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 4 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20.771.986,76 | 3.045 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 286.308.338,72 | 617.575 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.102.106,64 | 2.126 | |
| 5. Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung | 35.722.290,15 | 39.223 | |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 20.067.669,63 | 16.660 | |
| davon aus Steuern EUR 16.571.112,22 (Vj. TEUR 12.267) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 3.382,21 (Vj. TEUR 1) | |||
| 363.972.391,90 | 678.633 | ||
| 1.547.864.521,41 | 2.044.193 |
Gewinn- und Verlustrechnung für 2018
| EUR | EUR | 2017 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 1.134.905.768,02 | 1.228.614 | |
| abzüglich Energie- und Stromsteueraufwand | -1.110.130,46 | -9 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge, | 34.218.227,78 | 162.781 | |
| davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 234.323,32 (Vj. TEUR 2.147) | |||
| 1.168.013.865,34 | 1.391.386 | ||
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hills- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.089.426.968,05 | -1.197.306 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -62.896.964,56 | -56.400 | |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -2.888.148,31 | -6.029 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, | -658.965,25 | -694 | |
| davon für Altersversorgung EUR -284.199,21 (Vj. TEUR -275) | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -133.958,10 | -149 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen, | -43.145.068,15 | -29.787 | |
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -880.413,61 (Vj. TEUR -2.193) | |||
| -1.199.150.072,42 | -1.290.365 | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen, | 3.368.806,28 | 3.377 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 56.296,28 (Vj. TEUR 65) | |||
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 60.522.706,98 | 30.644 | |
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 0,00 | 3.728 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, | 163.856,61 | 1.178 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 149.841,87 (Vj. TEUR 783) | |||
| 11. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -130.958.000,00 | -14.966 | |
| 12. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -47.996.064,42 | -344.331 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, | -13.424.916,51 | -4.670 | |
| davon an verbundene Unternehmen EUR -10.534.745,60 (Vj. TEUR -441) | |||
| davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR -1.606.604,49 (Vj. TEUR -1.375) | |||
| -128.323.611,06 | -325.040 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 830.464,59 | -76 | |
| 15. Ergebnis nach Steuern | -158.629.353,55 | -224.095 | |
| 16. Sonstige Steuern | 146.140,25 | -687 | |
| 17. Jahresfehlbetrag | -158.483.213,30 | -224.782 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2018
I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS
Der Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.
Der Abschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt.
Bei der EDAG handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang erfolgt.
Registerinformationen
Die EDAG hat ihren Geschäftssitz in der Friedrichstraße 200 in 10117 Berlin und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 140624 B eingetragen.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die nachfolgenden für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben (drei Jahre).
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum von einem bis zu fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.
Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Software & Lizenzen | 3-5 |
| Grundstücksgleiche Rechte | 75 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-10 |
| EDV-Hardware | 3-8 |
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von 800 € werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als 800 € betragen, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§253 Abs. 4 Satzl, 2 HGB). Emissionsrechte sind dem Vorratsvermögen zugeordnet. Dabei werden entgeltlich erworbene CO2-Emissionszertifikate zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Der Bestand an Rohstoffen (Kohle, Heizöl) wurde im Rahmen der vorverlegten Stichtagsinventur gemäß § 241 Abs. 2 HGB ermittelt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB).
Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurden Rechnungszinsen zwischen 3,21 % und 3,29 % (Vorjahr: 3,68 % und 3,74 %) zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angewendet.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet.
Bei der Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung handelt es sich um eine im Rahmen einer Sacheinlage in ein verbundenes Unternehmen übernommene Verpflichtung zur Leistungsvorhaltung aus zwei langfristigen Stromlieferverträgen. Die erstmalige Ermittlung erfolgte aus dem Barwert des prognostizierten Unterschiedsbetrages zwischen Produktions- und Verkaufspreis von Strom. Die Verträge haben Laufzeiten von 2009 bis 2028 bzw. 2016 bis 2035. Der Posten wird über die Laufzeiten der jeweiligen Verträge zeitanteilig ertragswirksam aufgelöst.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken eingesetzt. Soweit möglich, werden Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet. Als Buchungsmethode wird die Einfrierungsmethode genutzt.
Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht; ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht angesetzt.
III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.
Finanzanlagen
Die Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2018 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.
Die Abgänge innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen sowohl die ENGIE Energy Services Deutschland GmbH (vormals: GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH), Köln, durch eine nachträglichen Kaufpreisanpassung in Höhe von 8,3 Mio. € sowie die ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin, durch die Rückführung der Kapitalrücklage in Höhe von 355,0 Mio. €.
Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen innerhalb der Erzeugungssparte in Höhe von 131,0 Mio. € (Vorjahr: 0,00 Mio. €).
Vorräte
Die Vorräte betreffen mit 34,6 Mio. € entgeltlich erworbene CO2-Emissionszertifikate sowie mit 9,1 Mio. € den Rohstoffbestand an Kohle und Heizöl.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit 83,2 Mio. € (Vorjahr: 243,4 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von 383,1 Mio. € (Vorjahr: 349,6 Mio. €).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8,2 Mio. €; Vorjahr: 3,4 Mio. €).
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen von mehr als fünf Jahren (Vorjahr: 0,0 Mio. €).
Die verbleibenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Latente Steuern
Abweichungen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen bei den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen sowie dem Posten "Rückstellungen" und betreffen im Wesentlichen die Drohverlustrückstellungen, Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen sowie die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Darüber hinaus entfallen aktive latente Steuern auf Unterschiede bezüglich eines Aufwandsverteilungspostens nach § 4f EStG und bei den Finanzanlagen. Ferner besteht ein steuerlicher Verlustvortrag, auf den ebenfalls aktive latente Steuern aktiviert werden können, so dass sich insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuer nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird jedoch kein Gebrauch gemacht. Der für die Bewertung genutzte Steuersatz beträgt 30 %.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 5,4 Mio. € und besteht vollständig aus 5.435.500 Inhaberaktien.
Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 158,5 Mio. € (Vorjahr: 224,8 Mio. €) und des Gewinnvortrags in Höhe von 49,8 Mio. € (Vorjahr: 274,6 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von 108,6 Mio. € (Vorjahr Bilanzgewinn: 49,8 Mio. €).
Es besteht eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 139,9 T€ im Zusammenhang mit der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt, wenn die freien Rücklagen zuzüglich Gewinnvortrag diesem Betrag nicht mindestens entsprechen.
Rückstellungen
Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten unter vollständiger Anwendung der Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode i. S. v. IAS 19 unter Annahme von Rechnungszinsen zwischen 3,21 % und 3,29 % (Vorjahr: 3,68 % und 3,74 %), einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Einkommensdynamik von 2,5 % sowie einer ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Rentendynamik von 1,75 %.
Im laufenden Geschäftsjahr ergibt sich wie im Vorjahr per Saldo eine Verpflichtung, die unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen ist (456,0 T€; Vorjahr: 403,6 T€). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt 1.006,9 T€ (Vorjahr: 946,7 T€), die in voller Höhe saldierungspflichtigen Rückdeckungsansprüchen belaufen sich auf 550,9 T€ (Vorjahr: 543,1 T€). Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.
Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Ertragsteuern (19,6 Mio. €; Vorjahr: 22,2 Mio. €), Energiesteuern (1,6 Mio. €; Vorjahr: 5,4 Mio. €) sowie für Grunderwerbsteuern (3,8 Mio. €; Vorjahr: 3,9 Mio. €).
In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 125,6 Mio. € (Vorjahr: 142,2 Mio. €) sind 30,3 Mio. € (Vorjahr: 52,3 Mio. €) Drohverlustrückstellungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit langfristigen Beschaffungsverträgen enthalten.
Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (44,5 Mio. €; Vorjahr: 35,8 Mio. €), Rückstellungen für die Rückgabeverpflichtung für CO2-Emissionsrechte (32,1 Mio. €; Vorjahr: 29,8 Mio. €) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (15,3 Mio. €; Vorjahr: 15,5 Mio. €).
In den sonstigen Rückstellungen werden darüber hinaus langfristige Verpflichtungen für Jubiläen und Sterbegelder in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 286,3 Mio. € (Vorjahr: 617,6 Mio. €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 216,9 Mio. € (Vorjahr: 236,3 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 69,4 Mio. € (Vorjahr: 381,3 Mio. €). In den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verpflichtungen im Zusammenhang mit bestehenden Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 48,0 Mio. € ausgewiesen. Darüber hinaus sind erhaltene Optionsprämien im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb an den Standorten Farge und Zolling (7,0 Mio. €) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,1 Mio. €; Vorjahr: 2,1 Mio.€).
Es bestehen folgende Restlaufzeiten:
| Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Alle Angaben in Mio. € (Vorjahresangaben) | Gesamtbetrag | < 1 Jahr | >1 bis <5 Jahre | >5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | 20,8 | 20,8 | 0,0 | 0,0 |
| und Leistungen | (3,0) | (3,0) | (0,0) | (0,0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | 286,3 | 280,2 | 3,3 | 2,8 |
| Unternehmen | (617,6) | (601,4) | (12,5) | (3,7) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, | 1,1 | 1,1 | 0,0 | 0,0 |
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | (2,1) | (2,1) | (0,0) | (0,0) |
| Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung | 35,7 | 3,5 | 14,0 | 18,2 |
| (39,2) | (3,5) | (14,0) | (21,7) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 20,0 | 20,0 | 0,0 | 0,0 |
| (16,7) | (16,3) | (0,4) | (0,0) | |
| Verbindlichkeiten Gesamt | 363,9 | 325,6 | 17,3 | 21,0 |
| (678,6) | (622,3) | (26,9) | (25,4) |
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| 2018 Mio. € |
2017 Mio. € |
|
|---|---|---|
| Strom | 904,4 | 943,8 |
| Gas | 136,3 | 107,0 |
| Swaps (Vorjahr: Swaps / Optionen) | 11,3 | 106,6 |
| Leistungsbereitstellung | 42,9 | 38,5 |
| Dienstleistungen | 14,8 | 14,3 |
| Wärme | 5,8 | 5,4 |
| Sonstige | 18,3 | 13,0 |
| 1.133,8 | 1.228,6 |
Die in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Erträge aus Sicherungsgeschäften (Swaps / Optionen) stehen vollständig im Zusammenhang mit dem Stromgeschäft und haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich geänderten Ausweis der Erträge aus der Glattstellung von Optionsgeschäften: Im Gegensatz zum Vorjahr wurden in 2018 die damit im Zusammenhang stehenden Erträge von 43,1 Mio. € und Aufwendungen in Höhe von 57,7 Mio. € saldiert. Das Ergebnis von -14,6 Mio. € ist im Materialaufwand ausgewiesen (Vorjahr Bruttoausweis: Umsatzerlöse von 58,5. € und Materialaufwand von 79,0 Mio. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist jeweils darin begründet, dass aufgrund der bevorstehenden Veräußerung der Erzeugungskapazitäten an einen neuen Eigentümer der Umfang der getätigten Optionsgeschäfte signifikant reduziert wurde und keine Absicherung in dieser Form mehr erfolgt.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 33,6 Mio. €, welche überwiegend auf die Auflösung einer Drohverlustrückstellung für einen langfristigen Stromliefervertrag entfallen (13,8 Mio. €). Des Weiteren sind in der Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für diverse Dienstleistungen in Höhe von 7,3 Mio. € enthalten.
Materialaufwand
Die Materialaufwendungen beinhalten die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 1.089,4 Mio. € (Vorjahr: 1.197,3 Mio. €) sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 62,9 Mio. € (Vorjahr: 56,4 Mio. €).
Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden im Geschäftsjahr 2018 Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) ausgewiesen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsumrechnungsdifferenzen von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) enthalten. Auf Devisentermingeschäfte entfallen davon 0,5 T€ (Vorjahr: 2,3 T€).
Zinsergebnis
Das Zinsergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf -13,3 Mio. € (Vorjahr: -3,5 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Verzugszinsen in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) und Zinsen aus verspäteter Zahlung gemäß einem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 10,2 Mio. €.
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Die wesentlichen periodenfremden Sachverhalte im Berichtsjahr betreffen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 18,9 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Der entsprechende Ertrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die wesentlichen periodenfremde Aufwendungen in 2018 in Höhe von 8,3 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) sind im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten.
Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Absatz 2 EnWG
Die EDAG hat mit der ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin (im Folgenden "EKW"), in 2016 eine Vereinbarung zur Erfüllungsübernahme abgeschlossen, nach der die Verpflichtung aus einem langfristigen Stromliefervertrag wirtschaftlich auf die EKW übergeht. Aus diesem Vertrag ergaben sich im Berichtsjahr Erträge von 39,6 Mio. €.
Zwischen der EDAG und der ED GmbH besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regelt. Hierfür erhielt die ED GmbH ein nach Aufwand berechnetes Entgelt von insgesamt 19,2 Mio. €.
Die Gesellschaft hat mit der GETEC Energieversorgungsgesellschaft mbH, Hannover (vormals ENGIE Energielösungen GmbH, Berlin, im Folgenden: "EEL"), Vereinbarungen zur Erbringung verschiedener Dienstleistungen geschlossen. Dafür sind in 2018 insgesamt 3,5 Mio. € Umsatzerlöse erzielt worden, die sich im Wesentlichen auf die folgenden Dienstleistungen beziehen: Kosten der Geschäftsführung, IT-Services, Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie Personalwesen, Finanzen und Rechtsberatung. Der Vertrag wurde zum 31. Dezember 2018 aufgelöst, da die Anteile an der EEL mit Vertrag vom 27. September 2018 an die GETEC Energie GmbH (vormals GETEC Energie AG), Hannover, veräußert wurden.
Weiterhin hat die EDAG mit der ESLL AG einen Rahmenvertrag über die Erbringung verschiedener Dienstleistungen abgeschlossen. Dafür hat die EDAG in 2018 eine Vergütung von insgesamt 1,8 Mio. € erhalten.
Mit der ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg, besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, aus dem sich zum Stichtag Forderungen in Höhe von 308,3 Mio. € (Vorjahr: 284,4 Mio. €) ergeben.
Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust 2018 in Höhe von 108,6 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen.
V. SONSTIGE ANGABEN
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte
Im Rahmen der Beschaffungsverträge für den Einkauf von Strom, Gas, Kohle und CO2-Zertifikaten bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 796,1 Mio. € (Vorjahr: 867,1 Mio. €). Davon entfallen auf die verbundenen Unternehmen insgesamt 722,6 Mio. € (Vorjahr: 845,1 Mio. €).
Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der EDAG bestehen Ergebnisabführungsverträge:
| ― | ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin, |
| ― | ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin, |
| ― | ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA, Berlin, |
| ― | ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA, Berlin, |
| ― | ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Betriebs GmbH & Co. KGaA, Berlin, |
| ― | ENGIE Energy Services Deutschland GmbH (vormals: GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH), Köln. |
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.
Haftungsverhältnisse
Gegenüber folgenden verbundenen Unternehmen hatte die EDAG im Geschäftsjahr 2018 eine Patronatserklärung und zur Vermeidung einer Überschuldung eine Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben:
| ― | Energieversorgung Gera GmbH, Gera, (bis 15,0 Mio. €), |
| ― | EGG Windpark Großaga GmbH, Gera, (bis 50 T€), |
| ― | ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA, Berlin, (bis 50 T€), |
| ― | ENGIE Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven, (bis 50 T€), |
| ― | ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven, (bis 50 T€), |
| ― | ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA, Berlin, (bis 50 T€). |
Die Patronatserklärung gegenüber der Energieversorgung Gera GmbH, Gera, wurde im April 2018 abgegeben. Sie ist bis Ende 2019 befristet und hat ein Volumen von maximal 15,0 Mio. €.
Im Zusammenhang mit dem Untererbbaurechtsvertrag mit der ENGIE Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, haben die EDAG und die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien), eine gesamtschuldnerische Patronatserklärung gegenüber der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, abgegeben (Vertragswert: 10,5 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €)).
Eine Inanspruchnahme der EDAG aus den Patronatserklärungen ist unwahrscheinlich, weil die EDAG die betroffenen Tochtergesellschaften, wie bereits in der Vergangenheit erfolgt, mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde.
Ferner hat die EDAG eine Garantie für ein langfristiges Darlehen der ENGIE CC s.c.r.l., Brüssel (Belgien), an die ESLL AG abgegeben (anteiliger Vertragswert zum 31. Dezember 2018: 14,0 Mio. € (Vorjahr: 15,5 Mio. €)). Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie als gering ein, insbesondere vor dem Hintergrund einer erwarteten stabilen kurzfristigen Geschäftsentwicklung der ESLL AG.
Des Weiteren hat die EDAG Bürgschaften für die ED GmbH in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) übernommen, welche im Zusammenhang mit Bauleistungen stehen, die ED GmbH gegenüber deren Auftraggebern erbringt.
Darüber hinaus liegen keine Risiken und Vorteile aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Zur Absicherung finanzieller Risiken setzt die EDAG derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden mit Hilfe von Rohstoffderivaten zukünftige variable Cashflows abgesichert, insbesondere im Zusammenhang mit Bezugsverträgen für Kohle und CO2-Zertifikate.
Im Bereich unserer Vertriebsaktivitäten wurde für die abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW ERS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzgeschäfte unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i. S. d. § 252 Abs. 2 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet.
Aus den auf Basis von Jahresscheiben für die Jahre 2019 bis 2022 für Strom und für Gas gebildeten Portfolios ergaben sich keine drohenden Verluste.
Derivative Finanzinstrumente
| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | Nominalbetrag | beizulegender Zeitwert | bis 1 Jahr | über 1 Jahr bis 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Optionen | 7,0 | 4,6 | 4,6 | 0,0 |
Bei den angegebenen Geschäften handelt es sich um geschriebene Clean-Dark-Spread Optionen, die zur Kraftwerkssteuerung eingesetzt werden. Die beizulegenden Zeitwerte enthalten, bei Betrachtung von Jahrescheiben, keine negativen Werte.
Die beizulegenden Zeitwerte wurden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt.
Bewertungseinheiten Rohstoffe
| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | einbezogener Betrag | Höhe des abgesicherten Risikos | bis 1 Jahr | über 1 Jahr bis 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kohle | 28,5 | 2,2 | 1,6 | 0,6 |
| Emissionen | 17,2 | 10,3 | 11,9 | -1,6 |
| Summe | 45,7 | 12,5 | 13,5 | -1,0 |
Zur Margensicherung im Erzeugungsportfolio werden Swaps für den Einkauf von Kohle sowie für den Einkauf von CO2-Zertifikaten eingesetzt.
Die Grundgeschäfte, die in die Bewertungseinheiten für Rohstoffe einbezogen werden, sind die prognostizierten CO2-Zertifikate und Kohlemengen, die für die geplante Stromerzeugung benötigt werden. Die Effektivitätsmessung erfolgt anhand der Dollar-Offset Methode.
Durch die Wahl gleichartiger Merkmale der Grund- und Sicherungsgeschäfte und einem ordnungsgemäßen Risikomanagement eignet sich hiermit das Portfoliohedging. Für den unwirksamen Teil einer Bewertungseinheit wäre zum Stichtag eine Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen auszuweisen. Dies war zum Stichtag nicht erforderlich.
Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
Anteilsbesitz
Die EDAG war zum Stichtag an Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Eine Darstellung der Beteiligungen ist in der Anlage 2 zum Anhang angefügt.
Konzernabschluss
Alleinige Gesellschafterin der EDAG ist die GDF International S.A.S., Courbevoie (Frankreich).
ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne der §§ 285 Nr. 14 und 14a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der EDAG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.
Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der EDAG wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offengelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der ENGIE S.A., Cour-bevoie (Frankreich), in den die EDAG einbezogen wird, angegeben.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrates waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:
| ― | Etienne Jacolin (Vorsitzender) ausgeübter Beruf: CEO der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe |
| ― | Paulo Almirante ausgeübter Beruf: Executive Vice President der ENGIE-Gruppe |
| ― | Marleen Delvaux ausgeübter Beruf: Chief Finance, Business Development Oversight and Pro-curement Officer der Sparte North South & Eastem Europe der ENGIE-Gruppe |
| ― | Burkhard Klein ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann |
| ― | Edouard Neviaski ausgeübter Beruf: CEO der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe |
| ― | Han Blokland ausgeübter Beruf: Country Manager ENGIE NL |
| ― | Sabine Murphy (seit dem 1. März 2018) ausgeübter Beruf: Angestellte der ED GmbH |
| ― | Claus Thiemann (seit dem 1. März 2018) ausgeübter Beruf: Angestellter der ED GmbH |
| ― | Andrea Reiter (seit dem 1. März 2018) ausgeübter Beruf: Angestellte der ESLL AG |
| ― | Dietmar Jansen (seit dem 1. März 2018) ausgeübter Beruf: 1. Bevollmächtigter der Gewerkschaft IG Metall Allgäu |
| ― | Stefan Najda (seit dem 1. März 2018) ausgeübter Beruf: Tarifsekretär private Energie- und Abfallwirtschaft bei der Gewerkschaft ver.di (Bundesfachbereich Ver- und Entsorgung) |
| ― | Annette Kofler (vom 1. März 2018 bis zum 1. Februar 2019) ausgeübter Beruf: Chief Legal Officer der ENGIE Deutschland |
| ― | Roland Maag (seit dem 4. April 2019) ausgeübter Beruf: Geschäftsbereichsleiter BUS der ENGIE Deutschland GmbH |
Vorstand
Dem Vorstand gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen an:
| ― | Manfred Schmitz (Vorsitzender) ausgeübter Beruf: Country Manager Deutschland der ENGIE-Gruppe |
| ― | Wim Broos ausgeübter Beruf: Ressortleiter Erzeugung bei der EDAG, Chief Cluster Coal Europe der Sparte Generation der ENGIE-Gruppe sowie Chief Cluster Gas South Europe der Sparte Generation der ENGIE-Gruppe |
| ― | Marian Goetz (bis zum 5. Juni 2019) ausgeübter Beruf: Ressortleiter Energiewirtschaft bei der EDAG sowie Deputy Director Investments & Partnerships der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe |
| ― | Bernd Dinauer (seit dem 11. Juni 2019) ausgeübter Beruf: Leiter Strom, CO2-Handel und Origination in der Business Unit Global Energy Management |
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Vorstands erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.
Für laufende Pensionen ehemaliger Vorstandsmitglieder bestehen Rückstellungen (vor Saldierung mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen) in Höhe von 1,0 Mio. €.
Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 7,5 T€.
Anzahl der Arbeitnehmer
Die EDAG hat im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 36 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzt sich aus 11 Tarifmitarbeitern und 25 außertariflichen Mitarbeitern zusammen. Zum 31. Dezember 2018 waren insgesamt 33 Mitarbeiter beschäftigt.
Nachtragsbericht 2019
Ende April 2019 wurden die Anteile an diversen Gesellschaften der Erzeugungssparte an die Riverstone Holdings LLC, New York City, USA, einer globalen auf Energie spezialisierten Investmentgesellschaft, verkauft. Der entsprechende Vertrag wird im vierten Quartal 2019 nach Erfüllung aller Bedingungen wirksam. Die Veräußerung führt neben der Verringerung der Finanzanlagen um ca. 11,0 % insbesondere zu einem Rückgang des kurzfristig gebundenen Vermögens sowie zu einer Reduzierung des kurzfristigen Fremdkapitals von jeweils zwischen 60,0 Mio. € und 70,0 Mio. €. Da wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung mit dem Erwerber bereits zum Bilanzstichtag verbindlich feststanden, wurden die vom Kaufpreis induzierten Anpassungsmaßnahmen bereits im Jahresabschluss 2018 verarbeitet. So wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf von der Veräußerung betroffene Beteiligungen in Höhe von insgesamt -131,0 Mio. € vorgenommen. Darüber hinaus wirkte sich die Transaktion auch mittelbar mit -48,0 Mio. € über die Verlustübernahme von Tochtergesellschaften innerhalb der Erzeugungssparte negativ aus. Weitere Sondereffekte im Zusammenhang mit der Veräußerung sind in 2019 nicht zu erwarten, vielmehr gehen wir bis zum Zeitpunkt der finalen Veräußerung von einem positiven Gesamtergebnis der Erzeugungssparte im einstelligen Millionenbereich aus.
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.
Berlin, den 1. Oktober 2019
ENGIE Deutschland AG
Der Vorstand
Manfred Schmitz
Wim Broos
Bernd Dinauer
Entwicklung des Anlagevermögens 2018
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2018 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuchungen EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 15.802,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 999.454,42 | 181,25 | 0,00 | 55.317,94 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 55.317,94 | 0,00 | 0,00 | -55.317,94 |
| 1.070.574,61 | 181,25 | 0,00 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 609.775,25 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 782.338,44 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen Im Bau | 9.177,69 | 0,00 | 9.177,69 | 0,00 |
| 1.401.291,38 | 0,00 | 9.177,69 | 0,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.155.528.143,19 | 27.500,00 | 364.205.500,00 | 0,00 |
| 2. Beteiligungen | 253.408.104,09 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.408.936.247,28 | 27.500,00 | 364.205.500,00 | 0,00 | |
| 1.411.408.113,27 | 27.681,25 | 364.214.677,69 | 0,00 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | |
|---|---|---|
| 31.12.2018 EUR |
01.01.2018 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 15.802,25 | 13.168,54 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.054.953,61 | 978.328,88 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 1.070.755,86 | 991.497,42 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 609.775,25 | 437.925,85 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 782.338,44 | 502.029,57 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen Im Bau | 0,00 | 0,00 |
| 1.392.113,69 | 939.955,42 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 791.350.143,19 | 5.899.217,06 |
| 2. Beteiligungen | 253.408.104,09 | 59.167.763,94 |
| 1.044.758.247,28 | 65.066.981,00 | |
| 1.047.221.116,83 | 66.998.433,84 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| Zugänge EUR |
31.12.2018 EUR |
31.12.2018 EUR |
01.01.2018 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.633,71 | 15.802,25 | 0,00 | 3 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 16.627,63 | 994.956,51 | 59.997,10 | 21 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 55 |
| 19.261,34 | 1.010.758,76 | 59.997,10 | 79 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.637,08 | 440.562,93 | 169.212,32 | 172 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 112.059,68 | 614.089,25 | 168.249,19 | 280 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen Im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 9 |
| 114.696,76 | 1.054.652,18 | 337.461,51 | 461 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 130.958.000,00 | 136.857.217,06 | 654.492.926,13 | 1.149.629 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 59.167.763,94 | 194.240.340,15 | 194.240 |
| 130.958.000,00 | 196.024.981,00 | 848.733.266,28 | 1.343.869 | |
| 131.091.958,10 | 198.090.391,94 | 849.130.724,89 | 1.344.409 |
Beteiligungen per 31.12.2018
| Höhe des Anteils am Kapital | Eigenkapital TEUR |
Ergebnis vor Abführung TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | |||
| ENGIE Energy Services Deutschland GmbH (vormals: GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH), Köln (1) | 100,00 % | 141.818 | 37.058 |
| ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Betriebs GmbH & Co. KGaA, Berlin (1) | 100,00 % | 55 | 2.491 |
| ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin (1) | 100,00 % | 298.225 | 3.985 |
| ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin (1) | 100,00 % | 152.014 | 16.982 |
| Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (3) | 51,00 % | 10.294 | 9.717 |
| ENGIE WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin | 51,00 % | 14.017 | 476 |
| ENGIE WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH, Berlin | 51,00 % | 31 | 1 |
| ENGIE Grundstück Wilhelmshaven GmbH &Co. KG, Wilhelmshaven | 67,00 % | 19 | 1 |
| ENGIE Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven | 100,00 % | 31 | 1 |
| ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH &Go. KG, Wilhelmshaven (3) | 52,00 % | 782.202 | 39.069 |
| ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven (3) | 100,00 % | 25 | 1 |
| ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA, Berlin (1) | 100,00 % | 65.758 | -42.863 |
| ENGIE Kraftwerk Farge GmbH &Co. KGaA, Berlin (1) | 100,00 % | 6.928 | -5.537 |
| EGG Windpark Großaga GmbH, Gera (3) | 100,00 % | 4 | -4 |
| N-Allo Deutschland GmbH, Wuppertal (3) | 25,10 % | 36 | 33 |
| Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling (3) | 50,00 % | 18.102 | -367 |
| Emil Energie GmbH, Saarbrücken (3) | 51,00 % | 25 | 30 |
| Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (3) | 51,00 % | 10.280 | 9.713 |
| Solantus Solarpark GmbH, Saarbrücken (3) | 51,00 % | 22 | 0 |
| ENGIE Deutschland GmbH, Köln (3) | 100,00 % | 177.005 | 35.728 |
| ENGIE Réfrigération GmbH, Lindau (3) | 100,00 % | 21.266 | 5.855 |
| H.G.S. GmbH, Stuttgart (3) | 100,00 % | 10.705 | 397 |
| Solarimo GmbH, Berlin (3) | 100,00 % | 2.031 | -1.543 |
| WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal (3) | 50,00 % | 812 | -35 |
| Kraftwerke Gera GmbH, Gera | 100,00 % | 7.471 | -303 |
| Energieversorgung Gera GmbH, Gera (3) | 100,00 % | 38.173 | 8.110 |
| Gera Netz GmbH, Gera (3) | 100,00 % | 500 | -3.469 |
| Tevaro GmbH, Berlin (3) | 100,00 % | 2.481 | -928 |
| Beteiligungen | |||
| WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal | 33,10 % | 352.926 | 58.849 |
| WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal | 25,10 % | 994 | -1.330 |
| WSW Netz GmbH, Wuppertal (3) | 33,10 % | 1.950 | -564 |
| Trocknungsanlage Zolling Verwaltungs GmbH, Zolling (3) | 33,33 % | 26 | 3 |
| Trocknungsanlage Zolling GmbH & Co. KG, Zolling (3) | 33,33 % | 6.144 | -117 |
| Soltecture GmbH i. L., Berlin (2) | 6,48 % | 37.975 | -22.323 |
| GASAG AG, Berlin (3) | 31,58 % | 513.452 | 28.755 |
(1) für diese Gesellschaften liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor
(2) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2010 vor
(3) Vorliegen einer mittelbaren Beteiligung
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018
I. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
Über ihre Beteiligungen ist die ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") einer der deutschlandweit führenden Spezialisten für Technik, Energie und Service und deckt alle Leistungen ab, die für eine nachhaltige Energiezukunft relevant sind: von der ressourcenschonenden Energieerzeugung über die Technik zum Planen, Bauen und Betreiben gebäude- und energietechnischer Systeme bis zur Energiebeschaffung und der Optimierung des Verbrauchs. Mit rund 3.000 Mitarbeitern ist ENGIE Deutschland an fast 30 Standorten deutschlandweit immer nah an ihren Kunden aus Industrie und Gewerbe, Kommunen und privaten Haushalten.
Das Leistungsspektrum der ENGIE Deutschland-Gruppe umfasst insbesondere folgende Aktivitäten:
ENGIE Deutschland ist einer der größten technischen Gebäudeausrüster Deutschlands und beherrscht alle Disziplinen rund um die Technik in Immobilien. Wir übernehmen alle Leistungen der Luft- und Klimatechnik, Wärmetechnik, Kältetechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Gebäudeautomation, Elektrotechnik, im Brandschutz und der Sicherheitstechnik sowie Prüfstandtechnik, Umweltsimulation und sicheren Stromversorgung.
Als Komplett-Dienstleister im Bereich Facility Services bietet ENGIE Deutschland ihren Kunden modulare Leistungspakete - von Service und Wartung über Instandhaltung bis hin zur kompletten Bewirtschaftung komplexer Liegenschaften.
ENGIE Deutschland managt für ihre Kunden die Energie von der Eigenerzeugung bis zum effizienten Energieeinsatz und bietet umfassende Energiedienstleistungen, wie die Bedarfsermittlung, Energieberatung und -analyse, technische und energetische Planung, Erstellung und Betrieb zentraler Energieversorgungsanlagen, einschließlich der Überwachung und Abrechnung, Erneuerung sowie Finanzierung.
Neben der Stromerzeugung aus konventionellen thermischen Kraftwerken konzentrieren wir uns im Wesentlichen auf die ressourcenschonende Energieerzeugung mit Wasserkraft, Onshore Wind und Photovoltaik sowie auf die Stromspeicherung.
Jahrzehntelange strategische Partnerschaften verbinden uns mit lokalen Energieunternehmen, der GASAG (Berlin), der Energieversorgung Gera, der Energie SaarLorLux (Saarbrücken) und der WSW Energie & Wasser (Wuppertal). Mit ihren regionalen Verteilnetzen und ihrer Kundennähe gehören die lokalen Energieunternehmen zu den entscheidenden Akteuren im Wandel der Energieversorgung.
II. WIRTSCHAFTSBERICHT
Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2018 preisbereinigt um 1,4 % gewachsen. Damit fiel das Wirtschaftswachstum schwächer als in den vier vorangegangenen Jahren aus. 1
Sowohl die Konsumausgaben der privaten Haushalte (+1,1 %) als auch die des Staates (+1,0 %) sind gestiegen und auch die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten eine positive Entwicklung (+2,6 %). Das Wachstum fiel aber jeweils schwächer als im vorangegangenen Jahr aus. Auch das Exportwachstum schwächte sich auf 2,0 % (Vorjahr: 4,6 %) ab, ebenso wie das Importwachstum (+ 3,3 %; Vorjahr: 4,8 %). 2
Nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) haben in 2018 die milde Witterung, gestiegene Preise und Fortschritte bei der Energieeffizienz zu einer deutlichen Abnahme des Energieverbrauchs in Deutschland um 3,5 % auf 12.963 Petajoule (PJ) geführt. 3 Die verbrauchssteigernden Effekte des Wachstums und des Bevölkerungszuwachses traten demgegenüber 2018 in den Hintergrund. 4 Bereinigt um den verbrauchssenkenden Einfluss der milden Witterung betrug die Abnahme des Energieverbrauchs 2,4 % gegenüber dem Vorjahr. Von den Verbrauchsrückgängen sind nach Angaben der AGEB alle fossilen Energieträger betroffen, während die erneuerbaren Energien leichte Verbrauchszuwächse von insgesamt 1,1 % erzielten. Die Verbrauchsrückgänge bei den fossilen Energieträgem variierten je nach Energieträger deutlich. Besonders stark gesunken ist der Verbrauch von Steinkohle (-11,2 %) und Mineralöl (-5 %). Der Verbrauch der weiteren fossilen Energieträger Erdgas (-1,6 %), Kernenergie (-0,4 %) und Braunkohle (-2,9 %) sank demgegenüber moderat. 5
Mit einem Anteil am Primärenergieverbrauch von 34,3 % blieb Mineralöl nach wie vor der wichtigste Energieträger, gefolgt von Erdgas, das seinen Anteil gegenüber dem Vorjahr (23,2 %) auf 23,7 % steigerte. An dritter Stelle rangierten die erneuerbaren Energieträger mit einem Anteil von inzwischen 14,0 % - vor der Braun- und Steinkohle mit jeweils 11,3 % und 10,0 %. Der Anteil von Kernenergie stieg 2018 auf 6,4 %. 6
Die gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität ist im Jahr 2018 sprunghaft auf temperaturbereinigt 4,0 % gegenüber den Ursprungswerten angestiegen. 7 Damit liegt die Energieproduktivität deutlich über dem längerfristigen Trend (1990-2017: rund +2 %). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass dieser Anstieg teilweise auf einen statistischen Effekt zurückzuführen ist, bedingt durch die Anwendung der Wirkungsgradmethode bei der Bilanzierung von Energieträgern ohne Heizwerte. 8
Ebenso wie der Primärenergieverbrauch ging auch der Bruttostromverbrauch im Jahr 2018 zurück: Mit einem Rückgang von rund 0,7 % auf 595 Mrd. kWh fiel dieser allerdings deutlich geringer aus. Dabei wurde der bisherige Höchstwert von etwa 622 Mrd. kWh im Jahr 2007 um 4,5 % unterschitten. Die gesamtwirtschaftliche Stromproduktivität, die sich in den Jahren von 1990 bis 2016 im jährlichen Mittel um 1,2 % erhöht hatte, verbesserte sich 2018 mit 2,1 % erheblich. 9
Die Bruttostromerzeugung verminderte sich 2018 um 1,2 % auf rund 646 Mrd. kWh geringfügig stärker als der Bruttostromverbrauch. Spürbar geändert hat sich dagegen die Struktur der Stromerzeugung nach Energieträgern: Während sich die Stromerzeugung auf Basis von Steinkohle (-10,4 %), Erdgas (-3,9 %) und Braunkohle (-1,9 %) weiter verminderte, kam es bei den erneuerbaren Energieträgern zu einem Plus von 4,3 %. 10 Aus erneuerbaren Energiequellen wurden insgesamt 225,7 Mrd. kWh Strom erzeugt. Dies entspricht einem Anteil von 34,9 % an der Bruttostromerzeugung. Wesentliche Anteile hatten darüber hinaus Braunkohle (22,5 %), Steinkohle (12,9 %), Erdgas (12,9 %) und Kernenergie (11,8 %). 11
Wie schon in den vergangenen Jahren hat sich die installierte StromErzeugungsleistung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen weiter erhöht: Sie betrug Ende 2018 rund 118 GW (Vorjahr: 112 GW). Die starke Entwicklung der Kapazität bei Windenergieanlagen an Land schwächte sich allerdings mit einem Zuwachs von nur 2,3 GW (Vorjahr: + 5 GW) auf 52,6 GW ab. Demgegenüber beschleunigte sich im Jahr 2018 der Zubau von Photovoltaik-Kapazität mit 2,9 GW deutlich gegenüber dem Vorjahr (+1,7 GW). Die Kapazität von Windenergieanlagen auf See wuchs um 1,0 GW auf 6,4 GW an. 12
Die Überschüsse beim Stromaustausch mit dem Ausland verminderten sich auf rund 51 Mrd. kWh (2017: 55 Mrd. kWh). Besonders hohe Exportüberschüsse waren im Austausch mit den Niederlanden (20,2 Mrd. kWh), Österreich (12,3 Mrd. kWh) und der Schweiz (12,2 Mrd. kWh) zu verzeichnen. Überschüsse bei den Stromflüssen aus dem Ausland konzentrieren sich traditionell auf Frankreich, wobei sich der Einfuhrüberschuss von 4,1 Mrd. kWh im Jahr 2017 auf rund 8,4 Mrd. kWh im Jahr 2018 mehr als verdoppelte. 13
Die Importpreise für Erdgas und Rohöl zogen im Jahr 2018 weiter an. Im Jahresdurchschnitt verzeichneten die Preise für Rohöl einen Anstieg von 26,3 %, während der Preisanstieg für Erdgas gegenüber dem Vorjahr bei 12,7 % betrug. 14
Für die Elektrizitätswirtschaft wird die Preisentwicklung für CO2-Emissionszertifikate immer bedeutsamer. Bewegten sich die Durchschnittspreise für CO2-Emissionsberechtigungen in Deutschland 2016 noch zwischen 4 und 6 €/t CO2, stiegen die CO2-Zertifikatspreise bereits 2017 um 9 % auf durchschnittlich 5,83 €/t CO2 an. Im letzten Jahresdrittel 2017 übertrafen die CO2-Preise dann die Marke von 7 €/t CO2. 15 Im Jahr 2018 hat sich dieser Trend verstärkt fortgesetzt mit Zertifikatspreisen von teils über 22 €/t CO2. Von Januar bis Anfang März 2019 beliefen sich die Preise auf 22,20 €/t CO2. 16
Die Börsenstrompreise, die bereits 2017 um 21,8 % gegenüber 2016 angestiegen sind, erhöhten sich im Jahr 2018 um weitere 28,6 % gegenüber 2017. Im Vergleich zum bisherigen Höchststand im Jahr 2008 war der Börsenstrompreis 2018 um 39,3 % niedriger. 17
Die Strompreise für Industriekunden nahmen vor allem bedingt durch den Anstieg von Beschaffungskosten 2018 um 5 % zu. 18 Bereits im Vorjahr erhöhten sich die Strompreise für Industriekunden um 11 %.
Insgesamt durchlebte die Branche auch in 2018 einen tiefgreifenden Umbruch mit widersprüchlichen Entwicklungen und großen Unsicherheiten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet weiter voran, aber das Klimaschutzziel für 2020 wird Deutschland verfehlen. Zur Erreichung des nationalen Ziels einer Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % im Vergleich zu 1990 wären in den Jahren 2019 und 2020 nun Emissionsminderungen von jeweils 55 Mio. t CO2-Äquivalenten nötig. Dies ist voraussichtlich nicht zu erreichen. 19
Das Hauptaugenmerk müsste bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen nicht unbedingt auf dem Stromsektor liegen, da nach wie vor ein beträchtlicher Handlungsbedarf für den Gebäudebereich besteht, insbesondere aber für den Verkehrssektor, bei dem keine Minderungstendenzen zu erkennen sind. Dennoch sind im Koalitionsvertrag 20 weitere, Unsicherheit erzeugende regulatorische Eingriffe in den Strommarkt zu erwarten.
Die richtige Balance zwischen den zentralen Zielen Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu finden, gestaltet sich weiterhin schwierig. Das schwierige Marktumfeld, insbesondere induziert durch sinkende Margen, hat auch auf Ebene der EDAG im Jahr 2018 erneut zu einem negativen Jahresergebnis geführt. Zu weiteren Erläuterungen dazu verweisen wir auf die nachfolgenden Abschnitte zum Geschäftsverlauf, der Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie zur Ertragslage.
1 Bundeswirtschaftsministerium, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht Juli 2019, S. 46.
2 Bundeswirtschaftsministerium, Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht Juli 2019, S. 46.
3 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 4.
4 AGEB (2019): Energieverbrauch in Deutschland - Daten für das 1.-4. Quartal 2018, S. 3.
5 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 4.
6 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 4.
7 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 8.
8 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 8.
9 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 2.
10 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 2.
11 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 30.
12 AGEE, Zeitreihen zur Entwicklung Erneuerbarer Energien, 1990-2018, Tabelle 4.
13 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 3.
14 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 19.
15 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2017, Febr. 2018, S. 20.
16 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 37.
17 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 35.
18 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 35.
19 Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2018, Febr. 2019, S. 3.
20 https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2018/03/2018-03-14-koalitionsvertrag.pdf_blob=publicationFile&v=5
Geschäftsverlauf
Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen der weiteren Umsetzung der Strategie der ENGIE-Gruppe, Markführer beim Übergang zur CO2-Neutralität zu sein. Die ENGIE-Gruppe konzentriert sich zukünftig auf Investitionen in Lösungen für Unternehmen und Kommunen, in erneuerbare Energien in großem Maßstab und in die notwendige Anpassung von Strom- und Gasnetzen an die Energiewende.
In diesem Zusammenhang hatte die Gruppe bereits Ende 2015 angekündigt, ihre Kohlekraftwerke sukzessive stillzulegen oder zu veräußern und keine neuen mehr zu bauen. Ende 2017 startete der Verkaufsprozess für die letzten vier europäischen Kohlekraftwerke: das niederländische Kraftwerk in Rotterdam sowie die deutschen Kraftwerke in Farge, Zolling und Wilhelmshaven. Insgesamt verfügen die Kraftwerke über eine Kapazität von 2.345 MW. Die Unterzeichnung des Veräußerungsvertrags über die Anteile an diesen Kraftwerken mit der Riverstone Holdings LLC, New York City, USA, einer globalen auf Energie spezialisierten Investmentgesellschaft, erfolgte am 26. April 2019. Der Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich im viertenvQuartal 2019 erfolgen. Wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung standen jedoch bereits zum Bilanzstichtag verbindlich fest, so dass das Jahresergebnis 2018 der EDAG (-158,5 Mio. €) stark durch vom Kaufpreis induzierte Anpassungsmaßnahmen belastet ist. So wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf von der Veräußerung betroffene Beteiligungen in Höhe von insgesamt -131,0 Mio. € vorgenommen. Darüber hinaus wirkt sich die Transaktion auch mittelbar mit -48,0 Mio. € über die Verlustübernahme von Tochtergesellschaften innerhalb der Erzeugungssparte negativ aus.
Ein weiterer Verkauf wurde im Berichtsjahr abgeschlossen: Nachdem der Vorstand der EDAG mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Dezember 2017 beschlossen hat, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form des reinen Commodity-Vertriebs fortzuführen, wurden die Anteile an der Vertriebsgesellschaft ENGIE Energielösungen GmbH (im Folgenden: "EEL") mit Vertrag vom 27. September 2018 zum 31. Dezember 2018 von der bisherigen 100 %igen Gesellschafterin, der ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden: "ED GmbH"), an die GETEC Energie GmbH (vormals GETEC Energie AG), Hannover, veräußert. Infolge des Verkaufs der EEL an die GETEC und dem einhergehenden, davorliegenden Verkaufsprozess wurden ab Ende 2017 keine Neuverträge mit Kunden über Energielieferungen durch die EEL mehr abgeschlossen. Die gelieferten Mengen und Umsätze aus dem Stromvertrieb sind daher im Geschäftsjahr 2018 deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Erfreulich ist, dass unsere Tochtergesellschaft ED GmbH den positiven Trend der Vorjahre bestätigen und die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) erneut, wenn auch nur leicht, steigern konnte (+0,2 %). Das Betriebsergebnis konnte durch eine deutliche Senkung der Betriebsaufwendungen gar um rd. 36 % im Vergleich zum Vorjahr auf rd. 27 Mio. EUR verbessert werden. Die prognostizierten Umsatzziele wurden im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien erreicht, im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte lagen sie gar deutlich über der Prognosebandbreite. Der Auftragsbestand befindet sich weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau, um für eine bis weit in das Jahr 2019 reichende solide Kapazitätsauslastung zu sorgen.
Die im Zuge der strategischen Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland erfolgte Ausweitung unseres Leistungsspektrums durch geschäftsbereichsübergreifende Projekte mündete im Berichtsjahr in die feierliche Einweihung des ersten Batteriespeichers von ENGIE. Der von den Geschäftsbereichen Building Services und Renewables gemeinsam entwickelte dezentrale Lithium-Ionenspeicher mit einer Leistung von 12,5 MW am Standort der Kraftwerksgruppe Pfreimd ergänzt die bestehende Anlage des Pumpspeicherkraftwerks, das rund 5 % der Regelenergie für das deutsche Netz bzw. 1 % für das westeuropäische Übertragungsnetz liefert. Über ein Pooling beider Anlagen sorgt ENGIE für die nötige Besicherung der Regelenergiekapazitäten. Der Batteriespeicher stellt, ebenso wie die dafür technisch optimierten Pumpspeicher der Kraftwerkegruppe Pfreimd, Primärregelenergie zur Verfügung und trägt damit zur Stabilisierung des Stromnetzes bei. Die innovative Kombination eines Batteriespeichers mit einer Pumpspeicheranlage bietet zahlreiche Vorteile gegenüber den Batteriespeichern im Einzelbetrieb. So können beide Anlagen gepoolt, d. h. ihre erbrachte Primärregelleistung gemeinsam vermarktet werden. Bei einer Kombination mit einer anderen technischen Anlage stellt der Übertragungsnetzbetreiber zudem geringere Anforderungen an die Dimensionierung des Batteriespeichers. Und nicht zuletzt kann der Batteriespeicher durch das Kraftwerk besichert werden. Mit diesem ersten Speicherprojekt können wir unser Know-how bei der Konzeptionierung, der Realisierung und dem Einsatz von Speicherlösungen ausbauen - ein wesentlicher Schritt, um das Leistungsportfolio gegenüber unseren Kunden zu erweitern.
Auch bei den Kooperationen mit lokalen Versorgern können wir erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Neben den teilweise deutlich über Plan liegenden Ergebnissen unserer Stadtwerkebeteiligungen konnten auch im Berichtsjahr wieder vielfältige Themen erfolgreich umgesetzt werden. So konnte die im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Stadtwerke Gera AG (als ehemaliger Muttergesellschaft) im Jahr 2014 seitens der Energieversorgung Gera GmbH (im Folgenden: "EGG") abgeschlossene Sanierungsvereinbarung mit den finanzierenden Banken vertragskonform zum 28. Dezember 2018 erfolgreich beendet werden.
Weiterhin ist hier unser Gemeinschaftsprojekt in Gera zur Neuausrichtung der lokalen Wärmeversorgung zu nennen: Nach der im Vorjahr erfolgten vollständigen Übernahme der EGG und der Kraftwerke Gera GmbH mit dem Ziel, nach der Insolvenz des zweiten Anteilseigners Stadtwerke Gera zu einer stabilen Aktionärsstruktur zurückzukommen, hatten wir zusammen mit der EGG in 2017 begonnen, die Fernwärmeversorgung in Gera zu optimieren und für die Zukunft aufzustellen. In geschäftsbereichsübergreifender Zusammenarbeit wurde eine Lösung entwickelt, mit der sowohl die Erzeugungsanlagen für Strom und Wärme als auch das Fernwärmenetz auf die veränderten lokalen Anforderungen angepasst werden.
Hierfür errichteten wir zwei neue Heizkraftwerke an den Standorten Gera-Lusan und Gera-Tinz mit neun gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) und sechs Gaskesselanlagen mit einer Leistung von insgesamt 145 MW thermisch und 40,5 MW elektrisch, die Strom und Wärme erzeugen. Die EGG nimmt die erzeugte Wärme auf Basis eines Wärmelieferungsvertrages zur Versorgung der Kunden in Gera ab. Die Bauarbeiten für das Großprojekt starteten mit der Errichtung der Heizkraftwerke im Zeitraum von Mai 2017 bis Anfang 2019 und sind nun mit Abschluss der Arbeiten am EGG-Fernwärmenetz erfolgreich und im Zeitplan fertiggestellt worden. Das über 20 Jahre alte Heizkraftwerk Gera-Nord und das Heizwerk Süd der EGG wurden im Januar bzw. Juni 2019 außer Betrieb genommen. ENGIE hat 46 Mio. € in den Neubau der Kraftwerke investiert, die EGG zusätzlich ca. 8 Mio. € in die neue Femwärmenetz-Struktur. Die Energieversorgung der Stadt Gera ist damit für die nächsten Jahre nachhaltig und sicher aufgestellt.
Für unsere Erzeugungsaktivitäten lassen sich die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2018 wie folgt zusammenfassen:
Optimierungsarbeiten und Revision im Kraftwerk Wilhelmshaven:
Das Kraftwerk Wilhelmshaven, an dem auch die Schweizer BKW Energie AG, Bern (Schweiz), sowie die WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal, beteiligt sind, hat eine Leistung von 731 MW und kann bis zu 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht etwa einem Prozent des gesamten in Deutschland produzierten Stroms. Es wird seit der offiziellen Schlussabnahme Ende Oktober 2015 unter der Leitung der ENGIE-Gruppe weitestgehend gemäß den Anforderungen des Marktes eingesetzt, wobei im vergangenen Geschäftsjahr weitere Optimierungen aller technischen Parameter erfolgten.
Im Berichtsjahr wurde ein planmäßiger Revisionsstillstand vom 3. bis zum 20. August 2018 durchgeführt. Dabei investierte das Kraftwerk insgesamt ca. Mio. EUR 2,4 in die Instandhaltung und Wartung. Hierbei ging es vorwiegend um gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen, Kontrollen und Überwachungen sowie fortlaufende Optimierungsmaßnahmen.
Während der 4.321 (Vorjahr: 4.764) Betriebsstunden wurden im Berichtsjahr knapp 2,4 (Vorjahr: 2,7) Terrawattstunden Strom erzeugt. Die Verfügbarkeit betrug 78,5 % (Vorjahr: 74 %), wobei das Kraftwerk neben dem geplanten Revisionsstillstand dann in der Anfahrt nach Revision einen großen Schaden am Luftvorwärmer (LUVO) feststellen musste, was zu einer Nichtverfügbarkeit der Anlage vom 20. August 2018 bis zum 25. September 2018 führte. Ohne diesen Schaden hätte die Anlage eine Verfügbarkeit von 90 % erreicht.
Revisionen im Kraftwerk Farge:
Im Jahr 2018 wurden planmäßig ca. 1,1 Mio. € in die Instandhaltung und Wartung des Kraftwerkes investiert. Hierbei ging es vorwiegend um gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen sowie Kontrollen und Überwachungen. Darüber hinaus wurde eine Revision der Regelventile im Mitteldruckbereich durchgeführt sowie eine Inspektion und Instandsetzung des Elektrofilters.
Während der 4.548 Betriebsstunden wurden im Berichtsjahr knapp 1,4 Terrawattstunden Strom erzeugt. Die Verfügbarkeit des Kraftwerkes betrug 87 % und lag damit vergleichbar auf dem hohen Niveau des Vorjahreswerts von 92 %. Ein weiteres Leistungsmerkmal ist die Erfolgsrate von 98 % für die 129 durchgeführten Startvorgänge. Damit zeichnete sich der Betrieb des Kraftwerks in der Erfüllung der täglichen Fahrpläne als sehr verlässlich aus.
Revision im Kraftwerk Zolling:
In der Zeit vom 21. Juli bis zum 17. September 2018 wurde für den Steinkohlekraftwerksblock in Zolling eine planmäßige, große Revision durchgeführt, welche zwei Wochen länger dauerte als ursprünglich geplant. Dabei investierte die Gesellschaft insgesamt ca. 6.300 T€ in die Instandhaltung und Wartung des Kraftwerkes. Schwerpunkte der Revision lagen im Bereich Rauchgasreinigung, Turbinenventile, Generator mit Nebenanlagen sowie gesetzliche Prüfungen. Darüber hinaus erfolgten weitere Arbeiten in den Bereichen Maschinen-, Umwelt- und Elektrotechnik.
Die Verfügbarkeit des Kraftwerkes ist im Vergleich zum Vorjahr auf 75,9 % (Vorjahr: 91,1 %) gesunken, insbesondere bedingt durch die bereits beschriebene große Revision. Die gesamte Stromeinspeisung lag im Jahresvergleich mit 17,9 % deutlich unter dem Vorjahreswert.
Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr das Projekt zum Bau einer Klärschlammtrocknungsanlage in Zolling zusammen mit den Partnern Stadtwerke Freising und Bayernwerk Natur GmbH fortgesetzt. Im Oktober des Geschäftsjahres erfolgte mit dem offiziellen Spatenstich der Baubeginn und die Hoch- und Tiefbauarbeiten schreiten planmäßig voran. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Oktober 2019 geplant. Insgesamt werden ca. 15 Mio. € am Standort investiert.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand und Aufsichtsrat der EDAG hat die folgenden Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Führungspositionen festgesetzt: Für den Aufsichtsrat beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 20 %. Für den Vorstand beträgt die Zielgröße ebenfalls 20 %, allerdings unter der Voraussetzung, dass mindestens 5 Mitglieder dem Vorstand angehören. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt die Zielgröße jeweils 30 %. Die genannten Zielgrößen sollten jeweils bis spätestens 31. Dezember 2019 erreicht werden.
Die Frauenquote beträgt zum 31. Dezember 2018 im Vorstand - allerdings nur mit drei Mitgliedern - 0 %, im Aufsichtsrat rund 33,33 %, auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 33,33 % und auf der zweiten Ebene 20,00 %.
Diese Abweichungen sind der Neuorganisation der EDAG in 2016 und 2017 geschuldet, in deren Folge viele Führungspositionen in andere Konzerngesellschaften überführt wurden.
Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Umsätze des Geschäftsjahres sind von 1.228,6 Mio. € im Vorjahr auf 1.133,8 Mio. € um 94,8 Mio. € gesunken. Das entspricht einem relativen Rückgang von 7,7 %, der sich aus teilweise unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen ergibt. Während die Umsatzerlöse in dem Segment Gas mengenbedingt um 29,3 Mio. € auf 136,3 Mio. € gesteigert werden konnten (+27,4 %), gingen die Umsatzerlöse in dem Segment Strom um insgesamt 134,8 Mio. € (-12,8 % gegenüber dem Vorjahr) zurück. Hierfür ist allerdings im Wesentlichen der im Vorjahresvergleich geänderte Ausweis der Erträge aus der Glattstellung von Optionsgeschäften maßgeblich: im Gegensatz zum Vorjahr wurden in 2018 die Erträge (43,1 Mio. €; Vorjahr: 58,5 Mio. €) und Aufwendungen (57,7 Mio. €; Vorjahr: 79,0 Mio. €) aus der Glattstellung der Optionen saldiert im Materialaufwand ausgewiesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist jeweils darin begründet, dass aufgrund der Veräußerung der Erzeugungskapazitäten an einen neuen Eigentümer der Umfang der getätigten Optionsgeschäfte signifikant reduziert wurde und keine Absicherung in dieser Form mehr erfolgt.
Ohne Betrachtung der Sicherungsgeschäfte sind die Erlöse in dem Segment Strom um insgesamt 39,5 Mio. € auf 904,4 Mio. € gesunken, dies entspricht einem Rückgang von 4,2 %. Dabei konnten die geringeren Erlöse aus den Stromverkäufen (864,7 Mio. €; Vorjahr: 913,5 Mio. €) nur teilweise durch höhere Erträge im Zusammenhang mit einem Erfüllungsübernahmevertrag (39,6 Mio. €, Vorjahr: 30,3 Mio. €) kompensiert werden.
Die Umsatzerlöse aus dem reinen Stromvertrieb sind im Berichtsjahr weiterhin gesunken: insgesamt haben wir 12,8 TWh Strom verkauft, was einem Rückgang von 1,1 TWh (-8,2 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse verringerten sich von 409,2 Mio. € im Vorjahr um 54,3 Mio. € auf 354,9 Mio. € im Berichtsjahr (Rückgang um 13,3 %). Diese Entwicklung resultiert aus der im Vorjahr getroffenen Entscheidung, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen, und geht mit entsprechend gesunkenen Materialaufwendungen einher.
Die Stromverkäufe im Zusammenhang mit unseren Erzeugungskapazitäten sind dagegen im Vorjahresvergleich mit +1,1 % leicht gestiegen (509,8 Mio. €; Vorjahr: 504,3 Mio. €). Dies ist allerdings im Wesentlichen gestiegenen Strompreisen zu verdanken, da die abgesetzte Menge mit 10,6 TWh deutlich unter dem Niveau des Vorjahres lag (-29,0 %). Erfreulich an dieser Stelle ist, dass wir innerhalb der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien die produzierten und abgesetzten Mengen im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant halten konnten (0,4 TWh).
Produktion/Beschaffung
Die EDAG nutzt und optimiert zur Versorgung ihrer Kunden die gesamte Bandbreite der Beschaffungsmöglichkeiten. Zum einen wird im Rahmen bestehender langfristiger Pachtverträge die Möglichkeit der Stromproduktion in den eigenen Kraftwerksanlagen der Tochtergesellschaften genutzt. Zum anderen werden kurz- und langfristige Bezugsverträge von Strom und Gas im Wesentlichen über konzeminterne Beschaffungskanäle abgeschlossen. Dabei stellt die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien) (im Folgenden: "EBL"), den zentralen Marktzugang für den OTC Markt und für Börsengeschäfte dar.
Die Beschaffung für den Vertrieb erfolgt risikominimierend kongruent zu dem Abschluss der Kundenverträge (back-to-back), so dass sich hier keine offenen Positionen für die Folgejahre ergeben.
Ertragslage
Eine Übersicht zur Entwicklung der Ertragslage im Vorjahresvergleich ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
| T€ | 2018 | 2017 | +/- |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.133.796 | 1.228.604 | -94.808 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 34.218 | 27.977 | 6.241 |
| Betriebsleistung | 1.168.014 | 1.256.581 | -88.567 |
| Materialaufwand | -1.152.324 | -1.253.706 | 101.382 |
| Personalaufwand | -3.547 | -6.723 | 3.176 |
| Abschreibungen | -134 | -149 | 15 |
| Sonst. betr. Aufwendungen | -43.144 | -23.839 | -19.305 |
| Sonstige Steuern | 146 | -687 | 833 |
| Betriebsaufwand | -1.199.003 | -1.285.104 | 86.101 |
| Betriebsergebnis | -30.989 | -28.523 | -2.466 |
| Finanzergebnis | -13.261 | 235 | -13.496 |
| Beteiligungsergebnis/Ergebnisübernahme | 15.895 | -310.309 | 326.204 |
| Neutrales Ergebnis | -130.958 | 113.890 | -244.848 |
| Ertragsteuern | 830 | -75 | 905 |
| Jahresergebnis | -158.483 | -224.782 | 66.299 |
Zu der Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Umsatz- und Auftragsentwicklung.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vorjahresvergleich um 6,2 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahresvergleich höheren Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (außer Drohverlustrückstellungen) (19,8 Mio. €; Vorjahr: 1,6 Mio. €). Dem stehen im Berichtsjahr geringere Erträge aus der teilweisen Auflösung einer Drohverlustrückstellung für einen langfristigen Stromliefervertrag in Höhe von 13,8 Mio. € (Vorjahr: 23,4 Mio. €) gegenüber. Die Erträge im Zusammenhang mit Fremdwährungsdifferenzen gingen um 1,9 Mio. € auf 0,2 Mio. € ebenfalls zurück.
Die Betriebsleistung ist insgesamt um 7,1 % bzw. 88,6 Mio. € auf 1.168,0 Mio. € gesunken. Damit geht ein um 86,1 Mio. € geringerer Betriebsaufwand von 1.199,0 Mio. € einher, der sich mit 6,7 % in etwa proportional zur Gesamtleistung entwickelte. Das Betriebsergebnis lag mit -31,0 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres (-28,5 Mio. €). Das Betriebsergebnis allein ist auf der Ebene der EDAG jedoch keine für die Unternehmenssteuerung relevante Kennzahl, da im Zuge der erfolgten Umstrukturierungen Teile des operativen Geschäftes von der EDAG auf die einzelnen Tochtergesellschaften verlagert wurden. Insofern werden hier insbesondere die Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen herangezogen.
Das Beteiligungsergebnis einschließlich der Erträge und Aufwendungen aus den Ergebnisübernahmeverträgen in Höhe von 15,9 Mio. € (Vorjahr: -310,3 Mio. €) ist allerdings im Berichtsjahr erneut durch Sondereffekte beeinflusst. Einerseits resultiert ein Ertrag aus der Gewinnabführung einer Tochtergesellschaft innerhalb der Erzeugungssparte im Wesentlichen aus der teilweisen Auflösung einer Drohverlustrückstellung und ist somit nicht nachhaltig. Andererseits haben außerplanmäßige Abschreibungen das Ergebnis zweier Tochtergesellschaften innerhalb der Erzeugungssparte stark belastet. Ohne Berücksichtigung dieser Sondereffekte stieg das Beteiligungsergebnis um 12,9 Mio. € auf 46,9 Mio. € und lag damit deutlich über den Erwartungen.
Das Finanzergebnis ist im Berichtsjahr mit -13,3 Mio. € um -13,5 Mio. € schlechter ausgefallen als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Ergebnisabführungen des Vorjahres (10,2 Mio. €; Vorjahr: 0,5 Mio. €) zurückzuführen. Des Weiteren wurde im Vorjahr letztmalig eine Dividende im Zusammenhang mit in 2017 veräußerten Wertpapieren des Anlagevermögens vereinnahmt (3,7 Mio. €).
Im neutralen Ergebnis wurde der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesene Aufwand aus der Wertminderung von mehreren Beteiligungen aus der Erzeugungssparte in Höhe von 131,0 Mio. € ausgewiesen. Die Wertminderung steht im Zusammenhang mit der Veräußerung der deutschen Kraftwerke in Farge, Zolling und Wilhelmshaven und basiert auf dem zukünftigen voraussichtlichen Verkaufspreis; wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf.
Das neutrale Ergebnis des Vorjahres enthielt neben dem Verlust aus der Abwertung unserer Beteiligungen an Stadtwerken in Höhe von insgesamt 14,9 Mio. € im Wesentlichen den Ertrag aus der Wertaufholung der in 2016 vorgenommenen Abwertung einer Beteiligung innerhalb der Erzeugungssparte in Höhe von 126,8 Mio. €; wir verweisen hierzu auf unseren Vorjahresbericht.
Insgesamt schließt das Geschäftsjahr in Folge der oben beschriebenen Sondereffekte mit einem Verlust von -158,5 Mio. € (Vorjahr: -224,8 Mio. €) ab. Für das Geschäftsjahr 2018 hatten wir jedoch ein positives Gesamtergebnis erwartet. Unsere Prognose haben wir somit nicht erreichen können.
Vermögenslage
Die Entwicklung der Aktivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| T€ | 2018 | 2017 | +/- |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 60 | 79 | -19 |
| Sachanlagen | 338 | 461 | -123 |
| Finanzanlagen | 848.733 | 1.343.869 | -495.136 |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 849.131 | 1.344.409 | -495.278 |
| Vorräte | 43.710 | 44.926 | -1.216 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 474.438 | 596.420 | -121.982 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 169.627 | 47.296 | 122.331 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10.959 | 11.142 | -183 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 698.734 | 699.784 | -1.050 |
| Summe Aktiva | 1.547.865 | 2.044.193 | -496.328 |
Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 495,3 Mio. € verringert. Dieser Rückgang resultiert größtenteils aus der Herabsetzung der Kapitalrücklage der ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin, in Höhe von 355,0 Mio. € sowie aus den im Berichtsjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf mehrere Beteiligungen innerhalb der Erzeugungssparte in Höhe von insgesamt 131,0 Mio. €, wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen zur Ertragslage.
Insgesamt hat sich aufgrund der beschriebenen Vorgänge die Anlagenintensität (das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) mit 54,9 % gegenüber dem Vorjahr (65,8 %) signifikant verringert.
Das kurzfristig gebundene Vermögen ging im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,1 Mio. € ebenfalls zurück. Bei den Vorräten gab es einen Rückgang beim Kohlebestand von 5,9 Mio. €, der jedoch teilweise durch einen Zuwachs beim Bestand an entgeltlich erworbenen CO2-Zertifikaten (+4,2 Mio. €) sowie an Heizöl (+0,5 Mio. €) kompensiert werden konnte. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind von 596,4 Mio. € im Vorjahr um 122,0 Mio. € auf 474,4 Mio. € im Berichtsjahr stark gesunken. Demgegenüber stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 122,3 Mio. € auf 169,6 Mio. € an. Hierfür ist insbesondere der im Vergleich zum Vorjahr geänderte Ausweis der Forderungen gegen die EEL maßgeblich. Mit der Veräußerung der Beteiligung an der EEL scheidet diese zum 31. Dezember 2018 aus dem Konzern der ENGIE Gruppe und damit aus dem Kreis der verbundenen Unternehmen aus. Die im Vorjahr insgesamt unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bilanzierten Ansprüche werden zum Bilanzstichtag je nach Charakter unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Strom- und Gaslieferungen: 108,7 Mio. €; Vorjahr: 142,2 Mio. €) bzw. unter den sonstigen Forderungen (Umsatzsteuer im Rahmen der bis zum 31. Dezember 2018 bestehenden Organschaft: 5,5 Mio. €; Vorjahr: 10,2 Mio. €) ausgewiesen. Der Rückgang geht jeweils mit dem Umsatzrückgang einher und resultiert aus der im Vorjahr getroffenen Entscheidung, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen und keine Neuverträge mehr abzuschließen.
Ohne Berücksichtigung der Forderungen gegen die EEL sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, insgesamt um 30,4 Mio. € auf 474,4 Mio. € gestiegen. Hier nahmen insbesondere die Forderungen im Zusammenhang mit den Ergebnisabführungsverträgen (60,5 Mio. €; Vorjahr: 30,6 Mio. €) sowie die Forderungen gegen die ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg, aus dem Cash-Pooling-Vertrag inklusive Festgeldanlagen (308,3 Mio. €; Vorjahr: 284,4 Mio. €) zu. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen gab es demgegenüber einen mengenbedingten Rückgang von 13,3 Mio. € auf 91,4 Mio. €. Der verbleibende Betrag hängt mit der im Berichtsjahr vereinnahmten Zahlung der zum 31. Dezember 2017 bestehenden sonstigen Forderungen im Zusammenhang mit in 2016 erfolgten Ausgliederungen von diversen Teilbetrieben zusammen (10,9 Mio. €).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind, ohne Berücksichtigung der Forderungen gegen die EEL, von 47,3 Mio. € im Vorjahr auf insgesamt 55,4 Mio. € ebenfalls gestiegen. Das ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Strom- und Gaslieferungen für Kunden zurückzuführen, die ehemals über die Vertriebsgesellschaft EEL und nunmehr direkt von der EDAG beliefert werden (11,8 Mio. €; Vorjahr: 0,3 Mio. €).
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (11,0 Mio. €; Vorjahr: 11,1 Mio. €) betrifft im Wesentlichen eine im Vorjahr geleistete Zahlung einer Prämie für einen langfristigen Stromliefervertrag (9,9 Mio. €; Vorjahr: 10,3 Mio. €). Die Auflösung der Position erfolgt über die verbleibende Laufzeit des Stromliefervertrages.
Kapitalstruktur und Finanzlage
Die Entwicklung der Passivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| T€ | 2018 | 2017 | +/- |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 5.436 | 5.436 | 0 |
| Rücklagen | 1.136.083 | 1.136.083 | 0 |
| Gewinnvortrag | 49.846 | 274.628 | -224.782 |
| Jahresergebnis | -158.483 | -224.782 | 66.299 |
| Eigenkapital | 1.032.882 | 1.191.365 | -158.483 |
| Langfristige Rückstellungen | 33.929 | 52.545 | -18.616 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.064 | 16.171 | -10.107 |
| Leistungsbereitstellung (WSW) | 32.230 | 35.731 | -3.501 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 350 | -350 |
| Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital | 72.223 | 104.797 | -32.574 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 117.081 | 121.651 | -4.570 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 281.347 | 603.530 | -322.183 |
| Leistungsbereitstellung (WSW) | 3.492 | 3.492 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 40.840 | 19.358 | 21.482 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 442.760 | 748.031 | -305.271 |
| Summe Passiva | 1.547.865 | 2.044.193 | -496.328 |
Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und zu wesentlichen Beteiligungen von Aktionären verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.
Der Rückgang des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals resultiert im Wesentlichen aus der Abnahme der Drohverlustrückstellungen, deren langfristiger Anteil von 37,5 Mio. € im Vorjahr auf 18,0 Mio. € im Berichtsjahr gesunken ist. Der Rückgang betrifft einen langfristigen Stromliefervertrag. Darüber hinaus sanken die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 10,1 Mio. €. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall einer sonstigen Verbindlichkeit für erhaltene Optionsprämien im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb an den Standorten Farge und Zolling (Vorjahr: 9,4 Mio. €), da aufgrund der Veräußerung der Erzeugungskapazitäten an einen neuen Eigentümer keine über das Jahr 2019 hinausgehende Absicherung in dieser Form mehr erfolgt.
Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 305,3 Mio. € stark gesunken. Dieser Rückgang ist insbesondere auf die Verringerung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 322,2 Mio. € auf 281,3 Mio. € zurückzuführen, was im Wesentlichen an der Verringerung der Verpflichtungen im Zusammenhang mit den bestehenden Ergebnisabführungsverträgen (48,0 Mio. €; Vorjahr: 344,3 Mio. €) liegt. Darüber hinaus hatte die bereits bei der Entwicklung der Forderungen beschriebene Veräußerung der EEL auch innerhalb der Verbindlichkeiten eine Ausweisänderung zur Folge: die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bilanzierten Verpflichtungen (23,5 Mio. €) werden zum Bilanzstichtag unter den kurzfristigen Rückstellungen (5,9 Mio. €) bzw. unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17,9 Mio. €) gezeigt.
Die kurzfristigen Rückstellungen sind, ohne Berücksichtigung der o. g. Verpflichtungen gegenüber der EEL, von 121,7 Mio. € im Vorjahr auf 111,2 Mio. € gesunken. Hierfür ist insbesondere die Auflösung von diversen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von insgesamt 18,9 Mio. € ursächlich. Demgegenüber sind die Rückgabeverpflichtungen für CO2- Emissionsrechte (32,1 Mio. €; Vorjahr: 29,8 Mio. €) sowie die Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Redispatching der Kraftwerke Farge und Zolling (11,2 Mio. €, Vorjahr: 4,2 Mio. €) jeweils mengen- und preisbedingt gestiegen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (20,8 Mio. €, Vorjahr: 3,0 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten (20,1 Mio. €, Vorjahr: 16,3 Mio. €). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus dem geänderten Ausweis der Verpflichtungen gegenüber der EEL (17,9 Mio. €), die im letzten Jahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt wurden. Der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten hängt insbesondere mit den Umsatzsteuer Verbindlichkeiten zusammen, welche um 4,4 Mio. € auf 16,2 Mio. € angewachsen sind.
Kapitalflussrechnung
Die Veränderung der Finanzmittel erklärt sich wie folgt:
| 2018 T€ |
|
|---|---|
| Periodenergebnis | -158.483 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 131.092 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -22.344 |
| Sonst, zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -3.512 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 82.133 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -369.903 |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 9 |
| Zinsaufwendungen/Zinserträge | 11.644 |
| Sonstiger Beteiligungsaufwand | -12.527 |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag | -830 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -342.721 |
| Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 364.205 |
| Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -28 |
| Erhaltene Zinsen | 164 |
| Erhaltene Dividenden | 3.369 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 367.710 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten | -714 |
| Gezahlte Zinsen | -281 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -996 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 23.993 |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -103 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 284.440 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 308.330 |
Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgt auf Grundlage des DRS 21.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde in 2018 negativ durch die Zahlung der Verlustübernahme 2017 an die ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin, in Höhe von 344,3 Mio. € beeinflusst. Demgegenüber steht der Zahlungseingang im Zusammenhang mit der Herabsetzung der Kapitalrücklage dieser Tochtergesellschaft in Höhe von 355,0 Mio. €, der unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt wird.
In den Finanzmitteln sind Forderungen aus dem Cash-Pooling enthalten, welche in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind.
Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den ENGIE-Konzern auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist.
Investitionen/Finanzierung
Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch die vorhandenen Finanzmittel.
Im Zusammenhang mit dem Erwerb des Technik- und Service-Spezialisten OTTO Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG im Jahr 2018 durch die ED GmbH hat die EDAG am 22. Mai 2019 eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von 176.000 T€ in die Kapitalrücklage der ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln, beschlossen. Der zugehörige Zahlungsausgang ist am 28. Mai 2019 erfolgt. Weitere nennenswerte Investitionen sind auf der Ebene der EDAG für das folgende Geschäftsjahr nicht geplant.
Personal- und Sozialbereich
Die Anzahl der Mitarbeiter einschließlich Auszubildenden, Werkstudenten und Praktikanten betrug im Jahresdurchschnitt 36 (Vorjahr: 44). Zum 31. Dezember 2018 waren 33 Mitarbeiter beschäftigt.
Der Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt eine große Bedeutung zu. Schulungsmaßnahmen werden fortlaufend systematisch und individuell geplant und durchgeführt und durch Inhouse-Lehrgänge begleitet.
Die Sicherheit von Mensch und Umwelt steht bei uns im Mittelpunkt. Als Teil der ENGIE-Gruppe engagieren wir uns aktiv in der Gesellschaft im Rahmen der Corporate Social Responsibility, übernehmen soziale Verantwortung und handeln auf Grundlage formulierter Ethikrichtlinien, bei denen die Prinzipien Rechtmäßiges Handeln, Ehrliches Verhalten und Förderung von Integrität sowie Loyalität und Achtung von Mitmenschen im Zentrum stehen.
Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG
Die EDAG erfüllt die Bedingungen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens gemäß § 3 Nr. 38 EnWG. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung bestehen deshalb gemäß § 6b Abs. 3 EnWG besondere Anforderungen an die Zuordnung der buchhalterischen Sachverhalte auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche. Da die Gesellschaft lediglich in den Bereichen "Strom", "Gas" und "Sonstige", nicht jedoch in den in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereichen tätig ist, sind zwar getrennte Konten zu führen, sie muss jedoch keinen Tätigkeitsabschluss aufstellen und veröffentlichen.
III. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Das Risikomanagement ist für die EDAG als Unternehmen der ENGIE-Gruppe verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.
Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Information unserer Gesellschafter. Über diese wird die EDAG von der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.
Das interne Kontrollsystem des internationalen ENGIE S.A.-Konzerns wird als Programm unter dem Namen "INCOME" kontinuierlich weiterentwickelt. Die Einhaltung der INCOME-Regularien wurde im Berichtsjahr durch die Konzernrevision in bestimmten Bereichen, welche für das Unternehmen von Bedeutung sind, stichprobenartig geprüft. Wesentliche Beanstandungen haben sich im Jahre 2018 aus diesen Prüfungen nicht ergeben.
Zusammenfassend bestehen die folgenden Risiken bzw. Chancen, die eine wesentliche Auswirkung auf die EDAG haben:
Wesentliche Risikofaktoren im operativen Bereich sind aus unserer Sicht ungeplante Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen sowie das Preisniveau für Brennstoffe. Ebenso bestehen wetterbedingte Risikofaktoren bei der Vermarktung unserer Windparks und der wärmegeführten Erzeugungsanlagen in unseren Beteiligungen. Das Risiko ungeplanter Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen können wir zwar nicht gänzlich ausschließen, wir versuchen jedoch dieses durch planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Schulung der Mitarbeiter zu minimieren. Darüber hinaus existieren in wirtschaftlich angemessenem Umfang Versicherungen zur Begrenzung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen.
Das Risiko steigender Brennstoff- bzw. sinkender Stromgroßhandelspreise sichert die EDAG - gemäß einem ENGIE gruppenweit festgelegten rollierenden Hedgingfahrplan - durch Portfolio-Hedge-Geschäfte konzernintern ab. Risiken werden kontinuierlich beobachtet, sodass der Sicherungsumfang bei wesentlichen Änderungen angepasst werden kann. Daher rechnen wir insofern mit keiner unerwarteten wesentlichen negativen oder positiven Beeinflussung des Unternehmenswertes für die kommenden Jahre. Die Werthaltigkeit unseres Erzeugungsportfolios wird regelmäßig getestet, so dass wir die Risiken aus Preisentwicklungen auf die Werthaltigkeit frühzeitig erkennen können.
Aufgrund der kongruenten Beschaffung von Strom und Gas für die Versorgung unserer Kunden sehen wir kein Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Auch das Mengenrisiko wird als gering eingestuft, da die EDAG auf das Portfolio des ENGIE-Konzerns zurückgreift. Neue Produkte für unsere Kunden durchlaufen einen unternehmensweiten Produktentwicklungsprozess, der alle potentiellen Risiken für die EDAG identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Begrenzung ergreift.
Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite ebenfalls für gering, da auch hier eine Absicherung durch Hedge-Geschäfte vorgenommen wird.
Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.
Im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag in Schweizer Franken bestehen Währungsrisiken, die wir jedoch aufgrund der weitgehenden Absicherung mittels Devisentermingeschäften für gering halten.
Im Zusammenhang mit dem Betrieb der bestehenden Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, die die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen für die Einsatzstoffe, CO2 und den Stromabsatz) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist, die Entwicklung der langfristigen Rentabilität beinhaltet somit Risiken und in gleichem Maße auch Chancen.
Dies, in Verbindung mit dem Umstand, dass auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Marktdesigns (insb. die Gestaltung möglicher Kapazitätsmärkte) erhebliche Unsicherheit besteht, führt dazu, dass die künftige Wirtschaftlichkeit und langfristige Rentabilität unserer Kraftwerke risikobehaftet bleibt. Gleichzeitig bieten neue rechtliche Rahmenbedingungen auch Chancen für die zusätzliche bzw. erweiterte Vermarktung der Kraftwerkskapazitäten.
Hinsichtlich des Projektgeschäfts besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch den Verkäufer sowie die natürliche Unsicherheit bei der Bestimmung von Unternehmenswerten. Wir versuchen, die hieraus erwachsenden Risiken durch die Einbeziehung von Experten der Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld zu minimieren.
Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.
Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand der EDAG gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage.
Chancen bestehen insbesondere im Bereich emeuerbare Energien aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich aus vier gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die zunehmende Dekarbonisierung in allen Bereichen des Wirtschaftslebens, die Dezentralisierung der Energieerzeugung mit einhergehenden Veränderungen in der Nutzer- und Kundenstruktur, die kundenseitige Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigung der Energieeffizienz sowie die kontinuierlich zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.
Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen und ihre starken Positionen auf ihren respektive lokalen Märkten, das existierende Geschäft im Bereich erneuerbarer Energien als auch die Energiewirtschaftliche Aktivität eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben. Darüber hinaus erwarten wir, dass die im Berichtsjahr fortgesetzte strategische Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland und die damit verbundene Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen weitere Vorteile für unsere Wettbewerbssituation bringen wird.
IV. PROGNOSEBERICHT
Wir werden uns auch im kommenden Jahr auf die weitere Umsetzung der Strategie der ENGIE-Gruppe fokussieren, Markführer beim Übergang zur CO2-Neutralität zu sein. Die Perspektiven im Bereich der technischen Dienstleistungen und Energiedienstleistungen sowie erneuerbarer Energien sind dabei als günstig einzuschätzen, insbesondere der zukünftige Fokus auf kombinierte Angebote aus den Bereichen Energie, Technik und Service wird positiv beurteilt. Vor diesem Hintergrund werden wir für das Jahr 2019 insbesondere die folgenden Ziele verfolgen:
| ― | Weitere Optimierung der Organisation der Aktivitäten der ENGIE-Gruppe in Deutschland und die damit verbundene Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen. |
| ― | Abschluss des Verkaufs unseres Aktivitätsportfolios im Bereich der konventionellen Erzeugung. |
| ― | Weiterer Ausbau unseres Geschäfts in Deutschland im Bereich der technischen Dienstleistungen und Energiedienstleistungen sowie erneuerbaren Energien. |
| ― | Entwicklung und Implementierung von Mehrwert-Lösungen, die Kunden bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unterstützen. |
Die voraussichtlich im 4. Quartal 2019 abgeschlossene Veräußerung der Erzeugungssparte wird einen spürbaren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EDAG haben. Neben dem Abgang der Finanzanlagen von etwa 11,0 % erwarten wir insbesondere einen Rückgang des kurzfristig gebundenen Vermögens sowie eine Reduzierung des kurzfristigen Fremdkapitals von jeweils zwischen 60,0 Mio. € bis 70,0 Mio. €. Da wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung mit dem Erwerber bereits zum Bilanzstichtag verbindlich feststanden und die vom Kaufpreis induzierten Anpassungsmaßnahmen bereits im Jahresabschluss 2018 verarbeitet wurden, erwarten wir in 2019 keine weiteren Sondereffekte im Zusammenhang mit der Transaktion, vielmehr gehen wir bis zum Zeitpunkt der finalen Veräußerung von einem positiven Gesamtergebnis der Erzeugungssparte im einstelligen Millionenbereich aus.
Für das Gesamtergebnis der Gesellschaft, insbesondere unter Einbeziehung der Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen, ist eine Einschätzung für das Jahr 2019 vor dem Hintergrund des weiterhin schwierigen Marktumfeldes im Energiesektor schwierig, wir gehen dennoch von einem positiven Gesamtergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich aus.
V. SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Die EDAG hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Der Vorstand hat die folgende Schlusserklärung abgegeben:
"Die EDAG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Berlin, den 1. Oktober 2019
ENGIE Deutschland AG
Der Vorstand
Manfred Schmitz
Wim Broos
Bernd Dinauer
Die ordentliche Hauptversammlung der ENGIE Deutschland AG, Berlin, vom 24. Oktober 2019 hat beschlossen, den Bilanzverlust für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 108.636.802,77 EUR in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 24. Oktober 2019
ENGIE Deutschland AG
Bericht des Aufsichtsrates vom 24. Oktober 2019
Der Aufsichtsrat hat sich während des Berichtszeitraums 2018 in vier Sitzungen am 7. März 2018, 1. Oktober 2018, 4. Dezember 2018 und 19. Dezember 2018 sowie durch weitere schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes und Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren von der Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und wurde über Maßnahmen von wesentlicher und grundsätzlicher Bedeutung unterrichtet.
Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand in regelmäßigen Kontakten und im Bedarfsfall mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wichtige unternehmenspolitische Entscheidungen eingehend beraten.
Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden zugestimmt.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 ist von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 24. Oktober 2019 den Jahresabschluss 2018 gebilligt; er ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit.
Berlin, den 24. Oktober 2019
ENGIE Deutschland AG Friedrichstralße 200 10117 Berlin
Der Aufsichtsrat
Etienne Jacolin, Aufsichtsratsvorsitzender
Tel. +49 (0)30 72 61 53-500
Fax +49 (0)30 72 61 53-502
www engie.de
Vorsitzendel des Aufsichtsrates: Etienne Jacolin
Vorstand: Manfred Schmitz (Vorsitzender), Wim Broos Bernd Dinauer
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRB 140624
USt-ldNr DE 137 171 652
BNP Paribas Frankfurt am Main BLZ 512 106 00 Konto 9 223 130 015
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