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ENGIE Annual Report 2016

Mar 6, 2018

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Annual Report

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Publication

ENGIE Deutschland AG (vormals: GDF SUEZ Energie Deutschland AG)

Berlin

Jahresabschluss zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

EUR EUR 31.12.2015

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schulzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.901,12 13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.596,13 2.809
3. Geleistete Anzahlungen 712.50 14
55.209,75 2.836
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 174.486,48 9.465
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 60.532
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.230,29 4.933
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.642,29 1.652
576.359,06 76.582
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.310.323.892,45 1.338.129
2. Beteiligungen 206.574.340,15 242.608
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 87.719.605,78 87.430
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 74
1.604.617.838,38 1.668.241
1.605.249.407,19 1.747.659
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hills- und Betriebsstoffe 35.337.128,90 50.111
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 163
35.337.128,90 50.274
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.236.656,66 16.722
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 538.162.035,67 561.544
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.542.792,59 2.080
4. Sonstige Vermögensgegenstände 24.269.774.22 13.721
583.211.259,14 594.067
III. Guthaben bei Kreditinstituten 8.173,94 631
618.556.561,98 644.972
C. Rechnungsabgrenzungsposten 744.113,97 1.267
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 1.210
2.224.550.083,14 2.395.108
Passiva
EUR EUR 31.12.2015

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.435.500,00 5.435
II. Kapitalrücklage 1.023.201.889,64 1.023.202
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 112.881.135,21 112.881
IV. Gewinnvortrag 509.017.826,14 608.636
V. Jahresfehlbetrag -234.389.648,59 -99.618
1.416.146.702,40 1.650.536
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 342.573,33 12.970
2. Steuerrückstellungen 25.507.876,83 24.996
3. Sonstige Rückstellungen 156.270.789,21 367.875
182.121.239,37 405.841
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.615.913,84 4.378
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 572.763.280,42 250.788
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.435.727,47 1.521
4. Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 42.714.438,82 46.215
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.752.780,82 23.770
davon aus Steuern EUR 3.277.823,47 (Vj. TEUR 14.019)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. TEUR 1)
626.282.141,37 326.672
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 12.059
2.224.550.083,14 2.395.108

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

EUR EUR 2015

TEUR
1. Umsatzerlöse 1.124.468.014,47 1.342.916
abzüglich Energie- und Stromsteueraufwand -807.214,94 -15
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.256,00 111
3. Sonstige betriebliche Erträge 9.239.211,97 57.626
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 662.869,81 (Vj. TEUR 1.384)
1.132.905.267,50 1.400.638
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.152.710.175,27 -1.320.713
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -89.919.691,24 -37.326
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.783.063,49 -38.737
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.105.334,02 -3.876
davon für Altersversorgung EUR -838.927,78 (Vj. TEUR -1.512)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -287.588,86 -28.297
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -33.806.204,07 -51.511
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -321.194,79 (Vj. TEUR -750)
-1.283.612.056,95 -1.480.460
8. Erträge aus Beteiligungen 7.419.456,62 8.716
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.107.608,63 (Vj. TEUR 2.924)
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 31.797.688,11 19.265
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.727.638,00 4.227
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. TEUR 500)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.930.591,24 2.235
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 783.240,12 (Vj. TEUR 1.191)
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 2.934.757,14 (Vj. TEUR 0)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -143.070.072,60 -49.952
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -13.130.051,17 -7.374
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.153.014,04 -10.787
davon an verbundene Unternehmen EUR -600.774,92 (Vj. TEUR -1.615)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 1.748.481,66 (Vj. TEUR -8.755)
-106.477.763,84 -33.670
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22.826.735,86 14.081
16. Ergebnis nach Steuern -234.357.817,43 -99.411
17. Sonstige Steuern -31.831,16 -207
18. Jahresfehlbetrag -234.389.648,59 -99.618

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften erstmalig unter Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes ("BilRUG") aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Abschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt.

Bei der EDAG handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang erfolgt.

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen im Geschäftsjahr

Die im Jahr 2015 beschlossene Umfirmierung und umfassende Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe unter dem Dach der ENGIE S.A. (vormals GDF SUEZ S.A.), der französischen Konzernmutter, führte im Jahr 2016 zu verschiedenen Anpassungen an der Konzernstruktur der EDAG. Diese orientierte sich an den Tätigkeitsschwerpunkten der auf Gruppenebene neu geschaffenen Organisationseinheiten (Business Units).

So sind die thermischen Erzeugungsanlagen an den Standorten Farge und Zolling nach Ausgliederung mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 in eigenen Gesellschaften angesiedelt, aus denen jeweils die operative technische Betriebsführung erfolgt. Betreiberin der Anlagen ist weiterhin die EDAG auf der Basis von Pachtverträgen.

Zudem wurde das Pumpspeicherkraftwerk Pfreimd in der Oberpfalz mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 über die GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln (im Folgenden "SES"), in die ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden: "ED GmbH"), ausgegliedert, wobei auch hier die Betreibereigenschaft weiterhin bei der EDAG verblieben ist. Die operative technische Betriebsführung erfolgt für diese Kraftwerke durch die ED GmbH.

Weiterhin wurden die Geschäftsaktivitäten der EDAG, die innerhalb des Konzerns der "Business Unit Nord-, Süd- und Osteuropa" (im Folgenden auch BU NECST genannt) zugeordnet sind, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 ebenfalls über die SES in die ED GmbH ausgegliedert.

Registerinformationen

Die EDAG hat ihren Geschäftssitz in der Friedrichstraße 200 in 10117 Berlin und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 140624 B eingetragen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Durch die erstmalige Anwendung der Neuregelungen des BilRUG ändern sich insbesondere die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung und die Zuordnung zu den Umsatzerlösen gemäß der neuen Umsatzerlösdefinition nach § 277 HGB (Art. 75 Abs. 2 EGHGB). Eine entsprechende Anpassung der Vorjahresbeträge ist nicht vorgenommen worden, sie erfolgt nachrichtlich im Anhang unter den Posten Umsatzerlöse und Materialaufwand.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird erstmalig gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre anstelle eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre angewendet.

Darüber hinaus blieben die nachfolgenden für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben (drei Jahre).

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum von einem bis zu fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens werden die

Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen:

Nutzungsdauer in Jahren
Grundstücksgleiche Rechte 75
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13
EDV-Hardware 3-8

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von 410 € werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als 410 € betragen, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen, wobei von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB Gebrauch gemacht wird und Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung berücksichtigt werden.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Emissionsrechte sind dem Vorratsvermögen zugeordnet. Dabei werden entgeltlich erworbene CO2 -Emissionszertifikate zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Der Bestand an Rohstoffen (Kohle, Heizöl) wurde im Rahmen der vorverlegten Stichtagsinventur gemäß § 241 Abs. 2 HGB ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB).

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurden Rechnungszinsen zwischen 4,01 % und 4,06 % (Vorjahr: 3,89 %) zu Grunde gelegt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet.

Bei der Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung handelt es sich um eine im Rahmen einer Sacheinlage in ein verbundenes Unternehmen übernommene Verpflichtung zur Leistungsvorhaltung aus zwei langfristigen Stromlieferverträgen. Die erstmalige Ermittlung erfolgte aus dem Barwert des prognostizierten Unterschiedsbetrages zwischen Produktions- und Verkaufspreis von Strom. Die Verträge haben Laufzeiten von 2009 bis 2028 bzw. 2016 bis 2035. Der Posten wird über die Laufzeiten der jeweiligen Verträge zeitanteilig ertragswirksam aufgelöst.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken eingesetzt. Soweit möglich, werden Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet. Als Buchungsmethode wird die Einfrierungsmethode genutzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht; ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten und unter Punkt I beschriebenen Ausgliederungen teilweise eingeschränkt.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Abgänge innerhalb der Sachanlagen sind ausschließlich auf die zum 1. Januar 2016 zum Buchwert erfolgten Ausgliederungen zurückzuführen und betreffen im Wesentlichen die Kraftwerksanlagen am Standort Zolling (57,1 Mio. €), das Pumpspeicherkraftwerk Pfreimd (9,4 Mio. €) und das Steinkohlekraftwerk Farge (8,0 Mio. €).

Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2016 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge im Rahmen der im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungsvorgänge betreffen mit 65,7 Mio. € die ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA (im Folgenden "KWZ"), mit 6,8 Mio. € die ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA (im Folgenden "KWF") sowie mit 1,4 Mio. € die SES. Die übrigen Zugänge sind im Wesentlichen auf den im November 2016 erfolgten Erwerb der restlichen Anteile an der Energieversorgung Gera GmbH, Gera, und der Kraftwerke Gera GmbH, Gera, zurückzuführen. An beiden Gesellschaften hielt die EDAG seit 2002 insgesamt 49,9 % der Anteile, die nunmehr auf 100 % aufgestockt wurden. In diesem Zusammenhang steht auch die im Anlagenspiegel dargestellte Umbuchung zwischen Beteiligungen und Anteilen an den verbundenen Unternehmen.

Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen innerhalb der Erzeugungssparte in Höhe von 126,8 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €).

Die Abgänge im Zusammenhang mit den Ausgliederungsvorgängen betreffen die 50 %ige Beteiligung an der Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling, die auf die KWZ übertragen wurde. Die übrigen Abgänge betreffen im Wesentlichen die konzerninterne Veräußerung der Anteile an der ENGIE Energielösungen GmbH (im Folgenden: "EEL").

Im Geschäftsjahr erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Stadtwerke-Beteiligungen in Höhe von 16,6 Mio. € (Vorjahr: 39,5 Mio. €).

Aufgrund der positiven Marktpreisentwicklung erfolgten im Berichtsjahr Zuschreibungen auf sonstige Wertpapiere in Höhe von 0,3 Mio. €, welche unter den Erträgen aus anderen Wertpapieren ausgewiesen werden (Vorjahr: Außerplanmäßige Abschreibungen von 10,5 Mio. €, ausgewiesen unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen).

Vorräte

Die Vorräte betreffen mit 20,3 Mio. € entgeltlich erworbene CO2 -Emissionszertifikate sowie mit 15,0 Mio. € den Rohstoffbestand an Kohle und Heizöl. Die im Vorjahr bilanzierten Ersatz- und Reserveteile für die Kraftwerksanlagen Zolling (9,5 Mio. €), Farge (4,9 Mio. €) und Pfreimd (0,1 Mio. €) wurden zum 1. Januar 2016 auf die jeweiligen Tochtergesellschaften ausgegliedert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit 192,6 Mio. € (Vorjahr: 245,1 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von 345,6 Mio. € (Vorjahr: 316,4 Mio. €).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3,5 Mio. €; Vorjahr: 2,1 Mio. €).

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen von mehr als fünf Jahren (Vorjahr: 0,1 Mio. €).

Die verbleibenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der im Vorjahr bilanzierte aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 1,2 Mio. € betraf Rückdeckungsansprüche für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen der im Berichtsjahr ausgegliederten Geschäftsfelder Kraftwerk Farge und Kraftwerk Zolling.

Latente Steuern

Abweichungen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen bei den selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen sowie dem Posten "Rückstellungen" und betreffen im Wesentlichen die Drohverlustrückstellungen, Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen sowie die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Darüber hinaus entfallen aktive latente Steuern auf Unterschiede bezüglich eines Aufwandsverteilungspostens nach § 4f EStG und bei den Finanzanlagen. Ferner besteht ein steuerlicher Verlustvortrag, auf den ebenfalls aktive latente Steuern aktiviert werden können, so dass sich insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuer nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird jedoch kein Gebrauch gemacht. Der für die Bewertung genutzte Steuersatz beträgt 30 %.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 5,4 Mio. € und besteht vollständig aus 5.435.500 Inhaberaktien.

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 234,4 Mio. € (Vorjahr: 99,6 Mio. €) und des Gewinnvortrags in Höhe von 509,0 Mio. € (Vorjahr: 608,6 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 274,6 Mio. € (Vorjahr: 509,0 Mio. €).

Aus der Aktivierung selbst geschaffener Vermögensgegenstände ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 7,9 TEUR. Weiterhin besteht eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 105,3 TEUR im Zusammenhang mit der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt, wenn die freien Rücklagen zuzüglich Gewinnvortrag diesem Betrag nicht mindestens entsprechen.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten unter vollständiger Anwendung der Sterbetafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode i. S. v. IAS 19 unter Annahme von Rechnungszinsen zwischen 4,01 % und 4,06 % (Vorjahr: 3,89 %), einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Einkommensdynamik von 2,5 % sowie einer ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Rentendynamik von 1,75 %.

Der starke Rückgang der Pensionsverpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die im Berichtsjahr vorgenommenen Ausgliederungen zurückzuführen. Die Ausgliederungsvorgänge erfolgten zum Stichtag 1. Januar 2016, so dass zunächst auf der Ebene der EDAG eine Neubewertung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn anstelle der zum 31. Dezember 2015 zugrunde gelegten sieben Jahre erfolgte. Daraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. €, der unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen wird. Von den neubewerteten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 10,0 Mio. € betrafen insgesamt 9,3 Mio. € die ausgegliederten Geschäftsfelder Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling und Kraftwerksgruppe Pfreimd. Zur besseren Vergleichbarkeit betreffen die nachfolgenden Vorjahresangaben im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen lediglich die auf der Ebene der EDAG verbliebenen Pensionszusagen.

Im laufenden Geschäftsjahr ergibt sich wie im Vorjahr per Saldo eine Verpflichtung, die unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen ist (343 T€; Vorjahr 350 T€). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt 878 T€ (Vorjahr: 878 T€), die in voller Höhe saldierungspflichtigen Rückdeckungsansprüchen belaufen sich auf 535 T€ (Vorjahr: 528 T€). Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern (21,5 Mio. €; Vorjahr: 22,5 Mio. €) sowie für Grunderwerbsteuern (4,0 Mio. €; Vorjahr: 2,5 Mio. €).

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 156,3 Mio. € (Vorjahr: 367,9 Mio. €) sind 82,7 Mio. € (Vorjahr: 269,8 Mio. €) Drohverlustrückstellungen im Wesentlichen im Zusammenhang mit langfristigen Beschaffungsverträgen enthalten. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr betrifft die im Geschäftsjahr mit einer Tochtergesellschaft abgeschlossene Vereinbarung, nach der die Drohverlustrückstellung aus einem langfristigen Stromliefervertrag auf eine Tochtergesellschaft übergeht.

Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (27,5 Mio. €; Vorjahr: 31,3 Mio. €), Rückstellungen für die Rückgabeverpflichtung für CO2 -Emissionsrechte (21,0 Mio. €; Vorjahr: 28,2 Mio. €) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (13,2 Mio. €; Vorjahr: 18,6 Mio. €).

In den sonstigen Rückstellungen werden darüber hinaus langfristige Verpflichtungen für Jubiläen und Sterbegelder in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) ausgewiesen; auf die im Berichtsjahr ausgegliederten Teilbetriebe entfiel im Vorjahr eine Rückstellung in Höhe von insgesamt 1,9 Mio. €. Ferner wurden im Vorjahr sonstige Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen bilanziert; diese betrafen jedoch ausschließlich die Geschäftsfelder Kraftwerk Farge und Kraftwerk Zolling und wurden daher auf die jeweiligen Tochtergesellschaften ausgegliedert (0,4 Mio. €).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 572,8 Mio. € (Vorjahr: 250,8 Mio. €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 235,4 Mio. € (Vorjahr: 226,6 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 337,4 Mio. € (Vorjahr: 24,2 Mio. €). Letztere beinhalten insbesondere die an eine Tochtergesellschaft zu zahlende Einmalvergütung im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr erfolgten Abgabe der Verpflichtung aus einem langfristigen Stromliefervertrag mit einem drohenden Verlust zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 252,4 Mio. €. Darüber hinaus sind erhaltene Optionsprämien im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb an den Standorten Farge und Zolling (51,9 Mio. €) in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten, diese waren im Vorjahr als passiver Rechnungsabgrenzungsposten (11,6 Mio. €) ausgewiesen. Außerdem werden in den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verpflichtungen im Zusammenhang mit bestehenden Ergebnisabführungsverträgen ausgewiesen (13,1 Mio. €; Vorjahr: 7,4 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2,4 Mio. €; Vorjahr: 1,5 Mio. €).

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten
Alle Angaben in Mio. € (Vorjahresangaben) Gesamtbetrag < 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,6 1,6 0,0 0,0
(4,4) (4,2) (0,2) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 572,8 545,5 22,8 4,5
(250,8) (242,6) (2,9) (5,3)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2,4 2,4 0,0 0,0
(1,5) (1,5) (0,0) (0,0)
Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 42,7 3,5 14,0 25,2
(46,2) (3,5) (14,0) (28,7)
Sonstige Verbindlichkeiten 6,8 6,1 0,7 0,0
(23,8) (22,7) (1,0) (0,1)
Verbindlichkeiten Gesamt 626,3 559,1 37,5 29,7
(326,7) (274,5) (18,1) (34,1)

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten und unter Punkt I beschriebenen Ausgliederungen teilweise eingeschränkt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst und gliedern sich wie folgt:

2016

Mio. €
2015

Mio. €
Strom 858,0 1.122,6
Gas 113,2 117,7
Swaps 55,9 11,5
Leistungsbereitstellung 49,2 7,2
Dienstleistungen 16,1 0,0
Wärme 5,5 5,5
Kohle 0,2 57,5
Sonstige 25,6 20,9
1.123,7 1.342,9

Die in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Erträge aus Sicherungsgeschäften (Swaps) stehen vollständig im Zusammenhang mit dem Stromgeschäft.

Durch die erstmalige Anwendung des BilRUG und der damit verbundenen Neudefinition des Umsatzbegriffes nach § 277 Abs. 1 HGB werden mehrere Posten, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden, unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Dazu gehören insbesondere Erträge aus dem Verkauf von CO2 -Emissionszertifikaten sowie konzerninterne Dienstleistungen und Erträge aus Personalüberlassungen. Durch diese Umstellung sind im Berichtsjahr 18,4 Mio. € zusätzlich in den Umsatzerlösen enthalten. Bei entsprechender Anwendung hätten sich für das Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von 1.377,6 Mio. € ergeben, da 34,7 Mio. € der sonstigen betrieblichen Erträge in den Umsätzen ausgewiesen worden wären.

Die im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungen der Geschäftsfelder Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling und Kraftwerksgruppe Pfreimd hatten keinen nennenswerten Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse, da die EDAG auch nach den Ausgliederungen die Kontrolle über die Kraftwerke behielt und diese auf eigenes wirtschaftliches Risiko weiter betrieb. Der Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr ist vielmehr unter anderem auf einen geplanten mehrmonatigen Stillstand des Kraftwerks Wilhelmshaven vom März bis November 2016 zurückzuführen, bei dem ein Austausch von technischen Komponenten am Kessel vorgenommen wurde, der die Verfügbarkeit und Flexibilität der Anlage langfristig sichern soll.

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen beinhalten die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 1.152,7 Mio. € (Vorjahr: 1.320,7 Mio. €) sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 89,969,3 Mio. € (Vorjahr: 37,3 Mio. €).

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden seit 2016 erstmalig Kosten für Dienstleistungen, die insbesondere im direkten Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung stehen, aus Gründen einer sachgerechten Erfassung ausgewiesen (13,3 Mio. €). Bei entsprechender Anwendung hätten sich für das Vorjahr Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 38,9 Mio. € ergeben, da 1,6 Mio. € der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Materialaufwand ausgewiesen worden wären. Der Anstieg der von der Ausweisänderung betroffenen Dienstleistungen ist insbesondere auf die in 2016 vorgenommenen Umstrukturierungen zurückzuführen, da die vormals durch das eigene Personal der EDAG erbrachten Leistungen nunmehr von den Tochtergesellschaften eingekauft werden.

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden im Geschäftsjahr 2016 Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) ausgewiesen. Diese sind im Wesentlichen auf Devisentermingeschäfte zurückführen (0,5 Mio. €, Vorjahr: 1,1 Mio. €).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsumrechnungsdifferenzen von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) enthalten. Auf Devisentermingeschäfte entfallen davon 3,9 T€ (Vorjahr: 18,8 T€).

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis werden neben Erträgen aus dem Deckungsvermögen Zinserträge aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn anstelle der zum 31. Dezember 2015 zugrunde gelegten sieben Jahre in Höhe von 3,0 Mio. € ausgewiesen, welche mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 38,2 T€ saldiert wurden.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Im Berichtsjahr fielen periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen in Höhe von 23,1 Mio. € (Vorjahr 27,6 Mio. €) sowie periodenfremde Aufwendungen aus Steuernachzahlungen in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. € (Vorjahr 13,6 Mio. €) an. Diese periodenfremden Ertragsteuererträge und -aufwendungen von insgesamt 22,8 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €) werden unter der Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Des Weiteren wurden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €) aufgelöst. Der entsprechende Ertrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Im Personalaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) enthalten.

Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Absatz 2 EnWG

Zwischen der EDAG und der ED GmbH besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regelt. Hierfür erhielt die ED GmbH ein nach Aufwand berechnetes Entgelt von insgesamt 18,8 Mio. €.

Die Gesellschaft hat mit der EEL Vereinbarungen zur Erbringung verschiedener Dienstleistungen geschlossen. Dafür sind in 2016 insgesamt 4,5 Mio. € Umsatzerlöse erzielt worden, die sich im Wesentlichen auf die folgenden Dienstleistungen beziehen: Kosten der Geschäftsführung, IT-Services, Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie Personalwesen, Finanzen und Rechtsberatung.

Weiterhin hat die EDAG mit der Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden: "ESLL AG") einen Rahmenvertrag über die Erbringung verschiedener Dienstleistungen abgeschlossen. Dafür hat die EDAG in 2016 eine Vergütung von insgesamt 1,8 Mio. € erhalten.

Mit der ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg, besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, aus dem sich zum Stichtag Forderungen in Höhe von 229,1 Mio. € (269,1 Mio. €) ergeben.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn 2016 in Höhe von 274,6 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen der Beschaffungsverträge für den Einkauf von Strom, Gas, Kohle und CO2-Zertifikaten bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 1.035,7 Mio. € (Vorjahr: 1.367,2 Mio. €). Davon entfallen auf die verbundenen Unternehmen insgesamt 1.017,0 Mio. € (Vorjahr: 1.352,2 Mio. €).

Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der EDAG bestehen Ergebnisabführungsverträge:

ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin,
ENGIE Energielösungen GmbH, Berlin (bis zum 31. Dezember 2016),
ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin,
ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA, Berlin (seit 15. Dezember 2016),
ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA, Berlin (seit 15. Dezember 2016),
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Betriebs GmbH & Co. KGaA, Wilhelmshaven (vormals: ENGIE Kraftwerke Betriebs GmbH),
ENGIE Windpark Verwaltung GmbH, Berlin (bis zum 31. Dezember 2016),
GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln (seit 5. Juli 2016).

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber folgenden verbundenen Unternehmen hatte die EDAG im Geschäftsjahr 2016 eine Patronatserklärung und zur Vermeidung einer Überschuldung eine Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben:

EGG Windpark Großaga GmbH, Gera, (bis 50 T€),
ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA, Berlin (vormals EGG Windpark Wernsdorf GmbH, Gera), (bis 50 T€),
ENGIE Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven, (bis 50 T€),
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven, (bis 50 T€),
ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA, Berlin (vormals ENGIE Windpark GmbH), (bis 50 T€)
ENGIE Windpark Betriebs GmbH & Co. KG, Berlin, (bis 70 T€).

Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kohlekraftwerkes durch die ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (vormals: GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG), Wilhelmshaven, gegenüber dem Konsortium Fabricom GTI S.A. - ABB AG, Brüssel (Belgien), (0,5 Mio. €, Vorjahr: 6,0 Mio. €)) sowie der Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Hamburg, (0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €)).

Im Zusammenhang mit dem Untererbbaurechtsvertrag mit der ENGIE Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (vormals: GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG), Wilhelmshaven, haben die EDAG und die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien), eine gesamtschuldnerische Patronatserklärung gegenüber der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, abgegeben (Vertragswert: 10,8 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €)).

Des Weiteren besteht eine Patronatserklärung gegenüber der WSW Energie und Wasser AG, Wuppertal, im Zusammenhang mit den Energielieferungen durch die EEL.

Eine Inanspruchnahme der EDAG aus den Patronatserklärungen ist unwahrscheinlich, weil die EDAG die betroffenen Tochtergesellschaften, wie bereits in der Vergangenheit erfolgt, mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde.

Ferner hat die EDAG eine Garantie für ein langfristiges Darlehen der ENGIE CC s.c.r.l., Brüssel (Belgien), an die ESLL AG abgegeben (anteiliger Vertragswert zum 31. Dezember 2016: 21,1 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €)). Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie als gering ein, insbesondere vor dem Hintergrund einer erwarteten stabilen kurzfristigen Geschäftsentwicklung der ESLL AG.

Darüber hinaus liegen keine Risiken und Vorteile aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung finanzieller Risiken setzt die EDAG derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden mit Hilfe von Rohstoffderivaten zukünftige variable Cashflows abgesichert, insbesondere im Zusammenhang mit Bezugsverträgen für Kohle und CO2 -Zertifikate. Weiterhin wurden Devisentermingeschäfte in Schweizer Franken und US-Dollar für die Absicherung von zukünftigen Währungsrisiken abgeschlossen.

Im Bereich unserer Vertriebsaktivitäten wurde für die abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW ERS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzgeschäfte unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i.S.d. § 252 Abs. 3 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet.

Aus den auf Basis von Jahresscheiben für die Jahre 2017 bis 2021 für Strom bzw. 2017 bis 2021 für Gas gebildeten Portfolios ergaben sich keine drohenden Verluste.

Derivative Finanzinstrumente

davon mit einer Restlaufzeit
In Mio. EUR Nominalbetrag beizulegender Zeitwert bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Optionen 39,0 57,7 29,0 28,7

Bei den angegeben Geschäften handelt es sich um geschriebene Clean-Dark-Spread Optionen, die zur Kraftwerkssteuerung eingesetzt werden. Die beizulegenden Zeitwerte enthalten, bei Betrachtung von Jahrescheiben, keine negativen Werte.

Die beizulegenden Zeitwerte wurden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt.

Bewertungseinheiten Rohstoffe

davon mit einer Restlaufzeit
In Mio. EUR einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Kohle 86,8 32,6 13,7 18,9
Emissionen 71,3 -12,0 -7,6 -4,4
Summe 158,1 20,5 6,1 14,5

Zur Margensicherung im Erzeugungsportfolio werden Swaps für den Einkauf von Kohle sowie für den Einkauf von CO2 -Zertifikaten eingesetzt.

Die Grundgeschäfte, die in die Bewertungseinheiten für Rohstoffe einbezogen werden, sind die prognostizierten CO2 -Zertifikate und Kohlemengen, die für die geplante Stromerzeugung benötigt werden. Die Effektivitätsmessung erfolgt anhand der Dollar-Offset Methode.

Durch die Wahl gleichartiger Merkmale der Grund- und Sicherungsgeschäfte und einem ordnungsgemäßen Risikomanagement eignet sich hiermit das Portfoliohedging. Für den unwirksamen Teil der Bewertungseinheit wird zum Stichtag eine Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Dies war zum Stichtag nicht erforderlich.

Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Bewertungseinheiten Fremdwährungsverbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
In Mio. EUR einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Fremdwährung 4,9 1,9 2,1 -0,2

Die EDAG hat Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus einer Fremdwährungsverpflichtung im Rahmen von Bezugsverträgen abzusichern. Da hierbei eine eindeutige Zuordnung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft besteht, handelt es sich um einen Mikrohedge. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert zum Stichtag.

Auch diese Bewertungseinheit weist eine hohe Wirksamkeit aus, da Betrags-, Risiko- und Fristengleichheit besteht (Critical Terms Match-Methode).

Analog zu den Bewertungseinheiten für Rohstoffe erfolgt auch hier die Bilanzierung über die Einfrierungsmethode.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Anteilsbesitz

Die EDAG war zum Stichtag an Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Zudem war sie unbeschränkt haftender Gesellschafter von Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11a HGB. Eine Darstellung der Beteiligungen ist in der Anlage 2 zum Anhang angefügt.

Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin der EDAG ist die GDF International S.A.S., Courbevoie (Frankreich).

ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne der §§ 285 Nr. 14 und 14a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der EDAG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der EDAG wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offen gelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), in den die EDAG einbezogen wird, angegeben.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Etienne Jacolin (seit dem 22. Juni 2016, Vorsitzender seit dem 30. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: CEO der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe
Paulo Almirante (seit dem 22. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Executive Vice President der ENGIE-Gruppe
Marleen Delvaux (seit dem 22. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Chief Finance, Business Development Oversight and Procurement Officer der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe
Burkhard Klein (seit dem 22. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann
Edouard Neviaski (seit dem 22. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: CEO der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe
Gerhard Jochum (bis zum 30. Juni 2017)

ausgeübter Beruf: Unternehmensberater
Sabine Murphy

ausgeübter Beruf: Angestellte der ED GmbH
Thomas Walter Leopold

ausgeübter Beruf: Angestellter der KWF
Uwe Borck (bis 1. April 2017)

ausgeübter Beruf: Landesbezirksfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung bei ver.di

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg - seit dem 1. Mai 2015 im Ruhestand
Alain Janssens (bis zum 21. Juni 2016, Vorsitzender bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Director International Regulatory Oversight der ENGIE-Gruppe
Bart Boesmans (bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Director Power and Gas Operations der Sparte Africa der ENGIE-Gruppe
Pierre Chatain (bis zum 31. Januar 2016)

ausgeübter Beruf: Managing Director Solutions for B2C
Dr. Eberhard Meiler (bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt
Philippe Vedrenne (bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Chief Gas Supply & Asset Management Officer der Sparte Global Energy Management

sowie CEO von ENGIE Global Markets.

Vorstand

Dem Vorstand gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen an:

Manfred Schmitz (Vorsitzender)

ausgeübter Beruf: Country Manager Deutschland der ENGIE-Gruppe
Wim Broos

ausgeübter Beruf: Ressortleiter Erzeugung bei der EDAG sowie Chief Cluster Coal Europe der Sparte Generation der ENGIE-Gruppe
Marian Goetz

ausgeübter Beruf: Ressortleiter Energiewirtschaft bei der EDAG sowie Deputy Director Investments & Partnerships der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe
Anke Langner (bis zum 29. Februar 2016)

ausgeübter Beruf bis zum Austritt aus dem Unternehmen: Ressortleiterin Unternehmensentwicklung, Vertrieb und strategische Kooperationen bei der EDAG
Michael Stephan (bis zum 31. Mai 2016)

ausgeübter Beruf: CFO der Lahmeyer International GmbH, Bad Vilbel.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge (inkl. Gewinnbeteiligungen und Beiträgen zur betrieblichen Altersvorsorge) des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 belaufen sich auf 0,2 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Des Weiteren wurden im Berichtsjahr insgesamt 18 T€ an ehemalige Vorstandsmitglieder gezahlt. Für laufende Pensionen dieses Personenkreises bestehen Rückstellungen (vor Saldierung mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen) in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €).

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 12 T€ (Vorjahr: 12 T€).

Anzahl der Arbeitnehmer

Die EDAG hat im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 235 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzt sich aus 144 Tarifmitarbeitern, 79 außertariflichen Mitarbeitern und 12 Werkstudenten zusammen. Zum 31. Dezember 2016 waren insgesamt 45 Mitarbeiter beschäftigt. Der deutliche Rückgang der Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die mit rechtlicher Wirkung im September 2016 durchgeführten Ausgliederungen zurückzuführen.

Nachtragsbericht 2017

Die im Berichtsjahr begonnene strategische Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland wurde in 2017 fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurden Wertpapiere des Anlagevermögens, die ein rein finanzielles Engagement darstellten, an einen externen Geschäftspartner verkauft. Die Genehmigung durch das Bundeskartellamt steht noch aus. Der Verkauf führt zu einem Abgang der Finanzanlagen in Höhe von 92,8 Mio. €. Es wird ein Verlust in Höhe von 14,8 Mio. € erwartet.

Des Weiteren hat die EDAG in Januar 2017 ihre gesamte Beteiligung an der Energie SaarLorLux GbR (51 %) mit Sitz in Saarbrücken über die SES in die ED GmbH im Wege einer Sachkapitalerhöhung eingebracht. Die Energie SaarLorLux GbR ist alleinige Gesellschafterin der ESLL AG. Die zum Buchwert erfolgte Transaktion führt lediglich zu einem Aktivtausch innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen. Zukünftige Gewinnanteile werden im Rahmen des mit der SES bestehenden Ergebnisabführungsvertrages vereinnahmt.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

Berlin, den 20. November 2017

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

Manfred Schmitz

Marian Goetz

Wim Broos

Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2016

EUR
Zugänge

EUR
davon aus Ausgliederung

EUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.802,25 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.133.692,85 0,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 112.144.827,24 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 14.233,25 712,50 0,00
120.308.555,59 712,50 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.387.019,14 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 413.785.327,22 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.548.270,70 18.683,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.651.643,60 21.932,14 0,00
513.372.260,66 40.615,14 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.346.990.157,73 75.748.321,14 73.913.336,62
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.500.000,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 299.167.104,09 19.915.247,25 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 142.163.630,40 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 240.410,21 0,00 0,00
1.795.061.302,43 95.663.568,39 73.913.336,62
2.428.742.118,68 95.704.896,03 73.913.336,62
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge

EUR
davon aus Ausgliederung Umbuchungen

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 15.602,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.134.238,43 7.122.238,43 0,00 999.454,42
3. Geschäfts- oder Firmenwert 112.144.827,24 112.144.827,24 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 14.233,25 14.233,25 0,00 712,50
119.293.298,92 119.281.298,92 0,00 1.015.969,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 80.777.243,89 80.777.243,89 0,00 609.775,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 413.785.327,22 413.785.327,22 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.687.269,14 15.887.269,14 41.189,28 720.873,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.561.744,17 1.561.744,17 -41.189,28 70.642,29
512.011.584,42 512.011.564,42 0,00 1.401.291,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.142.380,55 7.973.394,20 64.964.247,25 1.471.560.345,57
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.500.000,00 6.500.000,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 -64.964.247,25 254.118.104,09
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 142.163.630,40
5. Sonstige Ausleihungen 240.410,21 240.410,21 0,00 0,00
22.882.790,76 14.713.804,41 0,00 1.867.842.080,06
654.187.674,10 646.006.687,75 0,00 1.870.259.340,61
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
davon aus Ausgliederung Umbuchungen

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.633,71 5.267,42 0,00 0,00 0,00 7.901,13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.324.663,65 160.941,61 4.552.746,97 4.552.746,97 0,00 952.858,29
3. Geschäfts- oder Firmenwert 112.144.827,24 0,00 112.144.827,24 112.144.827,24 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
117.472.124,60 186.209,03 116.697.574,21 116.697.574,21 0,00 960.759,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.922.495,06 2.637,08 71.489.843,37 71.489.843,37 0,00 435.288,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.253.601,03 0,00 353.253.601,03 353.253.601,03 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.614.756,26 98.742,75 11.323.855,46 11.323.855,46 0,00 389.643,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
436.790.852,35 101.379,83 436.067.299,66 436.067.299,66 0,00 824.932,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.861.453,12 126.801.000,00* 0,00 0,00 25.574.000,00 161.236.453,12
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.500.000,00 0,00 6.500.000,00 6.500.000,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 56.558.763,94 16.559.000,00* 0,00 0,00 -25.574.000,00 47.543.763,94
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 54.733.952,02 -289.927,40** 0,00 0,00 0,00 54.444.024,62
5. Sonstige Ausleihungen 166.000,00 0,00 166.000,00 166.000,00 0,00 0,00
126.820.169,08 143.070.072,60 6.666.000,00 6.666.000,00 0,00 263.224.241,68
681.083.146,03 143.357.661,46 559.430.874,07 559.430.874,07 0,00 265.009.933,42
Buchwerte
31.12.2016

EUR
31.12.2015

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.901,12 13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.596,13 2.609
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
4. Geleistete Anzahlungen 712,50 14
55.209,75 2.836
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 174.486,48 9.464
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 60.532
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.230,29 4.934
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 70.642,29 1.652
576.359,06 76.562
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.310.323.892,45 1.338.129
2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0
3. Beteiligungen 206.574.340,15 242.606
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 87.719.605,78 87.430
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 74
1.604.617.838,38 1.668.241
1.605.249.407,19 1.747.659

* davon außerplanmäßige Abschreibungen EUR 126,6 Mio.

** davon Wertaufholungen EUR EUR 0,3 Mio.

Beteiligung per 31.12.2016

Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital

TEUR
Ergebnis vor Abführung

TEUR
Verbundene Unternehmen
GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln(1) 100,00% 93.726 27.928
ENGIE Energielösungen GmbH, Berlin(1), (4) 100,00% 7.166 -2.203
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Betriebs GmbH & Co. KGaA, Berlin (vormals: ENGIE Kraftwerke Betriebs GmbH)(1) 100,00% 55 2.326
ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin(1) 100,00% 298.225 10.092
ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH)(1) 100,00% 799.399 -409
Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken(5) 51,00% 10.294 5.566
ENGIE WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin (vormals: GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG) 51,00% 16.669 127
ENGIE WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH) 51,00% 28 1
ENGIE Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (vormals GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG), Wilhelmshaven 94,90% 18 1
ENGIE Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven (vormals: GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH) 100,00% 30 0
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (vormals: GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG), Wilhelmshaven(2), (4) 52,00% 1.423.246 10.409
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH (vormals: GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH), Wilhelmshaven(4) 100,00% 24 0
ENGIE Windpark Betriebs GmbH & Co. KG, Berlin 100,00% 2.554 786
ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA, Berlin (vormals: ENGIE Windpark GmbH)(1) 100,00% 65.823 1.153
ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA, Berlin (vormals: EGG Windpark Wernsdorf GmbH, Gera)(1) 100,00% 6.967 550
EGG Windpark Großaga GmbH, Gera 100,00% 13 -5
N-Allo Deutschland GmbH, Wuppertal 25,10% 0 79
Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling 50,00% 11.714 3.308
Emil Energie GmbH, Berlin(4) 100,00% 25 136
Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken(4) 100,00% 10.280 5.930
Solantus Solarpark GmbH, Saarbrücken(4) 100,00% 23 0
ENGIE Deutschland GmbH, Köln(4) 100,00% 128.912 31.308
ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau(4) 100,00% 19.666 9.353
H.G.S. GmbH, Krefeld (vormals: Johannes Haag Energietechnik GmbH)(4) 100,00% 10.705 3.267
ENGIE Windpark Verwaltung GmbH, Berlin (vormals: AXIMA FM GmbH)(1), (4) 100,00% 26 0
WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal(4) 50,00% 871 -28
Beteiligungen
Kraftwerke Gera GmbH, Gera 100,00% 8.076 201
Energieversorgung Gera GmbH, Gera 100,00% 28.955 2.430
WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal 33,10% 214.116 13.958
WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal 25,10% 994 -980
Tevaro GmbH, Berlin 33,33% 720 -685
Soltecture GmbH i. L., Berlin(3) 6,48% 37.975 -22.323
GASAG AG, Berlin(4) 31,58% 492.389 -34.817

(1) für diese Gesellschaften lag für 2016 ein Ergebnisabführungsvertrag vor

(2) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2015 vor

(3) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2010 vor

(4) Vorliegen einer mittelbaren Beteiligung

(5) EDAG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

I. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

Die ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") hat sich seit 1998 zu einem starken Wettbewerber in der deutschen Energielandschaft entwickelt. Die Gesellschaft deckt direkt bzw. über ihre Beteiligungen die gesamte Bandbreite des Energiebereichs ab und bietet Kunden einen erlebbaren Mehrwert, indem globale Stärke mit Präsenz vor Ort verbunden wird. Mit modernen Technologien, Flexibilität und ausgeprägtem Fachwissen trägt die EDAG zur Versorgungssicherheit für die Menschen in Deutschland bei und macht ENGIE zu einem verlässlichen Partner.

Aktiv die Energiezukunft zu gestalten und unsere Kunden immer wieder aufs Neue mit ebenso effizienten wie nachhaltigen Lösungen zu begeistern - für uns bei ENGIE Deutschland haben diese Ziele höchste Priorität. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir uns dafür strategisch neu ausgerichtet: mit unserem neuen Namen ENGIE drückt unsere Gruppe noch stärker ihren Anspruch aus, Vorreiter bei der Energiewende zu sein.

Das Leistungsspektrum der ENGIE Deutschland umfasst die Geschäftsbereiche Building Services sowie Energiedienstleistungen. Unser Angebot deckt alle Leistungen ab, die für eine nachhaltige Energiezukunft relevant sind: von der Energieerzeugung über die Technik zum Planen, Bauen und Betreiben gebäude- und energietechnischer Systeme bis zur Energiebeschaffung und der Optimierung des Verbrauchs.

Neben der Stromerzeugung mit konventionellen, thermischen Kraftwerken konzentrieren wir uns im Wesentlichen auf die ressourcenschonende Energieerzeugung. Hierzu gehören insbesondere unsere Windkraftanlagen. Darüber hinaus betreiben wir Wasserkraftwerke in der Oberpfalz. Hier wird die Kraft des Wassers auf dreifache Weise verwendet: um Energie zu erzeugen, Energie zu speichern und um das Energienetz zu stabilisieren. Letzteres wird immer wichtiger, je mehr kaum kalkulierbare Solar- und Windenergiemengen eingespeist werden.

Jahrzehntelange strategische Partnerschaften verbinden uns mit lokalen Energieunternehmen, der GASAG (Berlin), der Energieversorgung Gera, der Energie SaarLorLux (Saarbrücken) und der WSW Energie & Wasser (Wuppertal). Mit ihren regionalen Verteilnetzen und ihrer Kundennähe gehören die lokalen Energieunternehmen zu den entscheidenden Akteuren im Wandel der Energieversorgung.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nachdem der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts laut Statistischem Bundesamt im Vorjahr 1,7 % (2014: +1,6 %) betrug, zog das Wirtschaftswachstum in 2016 nochmals leicht an und lag mit +1,9 % erneut über dem Jahresdurchschnitt der vergangenen zehn Jahre (+1,2 %). Wie im Vorjahr ist zu bemerken, dass das Wachstum auch von einer stärkeren inländischen Nachfrage getragen wird. Sowohl die Konsumausgaben der privaten Haushalte (+2,0 %) als auch die des Staates (+4,0 %) sind gestiegen und auch die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten eine positive Entwicklung, hier insbesondere die Investitionen in Bauten (+3 % gegenüber 2015). Das Exportwachstum schwächte sich leicht ab (+ 2,6 %; Vorjahr: +5,2 %), ebenso das Importwachstum (+3,7 %; Vorjahr: +5,5 %).

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2016 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) eine Höhe von 13.383 Petajoule (PJ) und stieg damit leicht um 1,1 % an. Nach Einschätzung der AGEB ist der Anstieg des Energieverbrauchs auf eine Summe verschiedener Faktoren zurückzuführen: Neben der bereits erwähnten positiven konjunkturellen Entwicklung führten insbesondere das starke Bevölkerungswachstum Deutschlands im Jahr 2016 um insgesamt 0,8 Mio. Menschen, eine kalte Witterung während der Heizperiode sowie die Tatsache, dass es durch das Schaltjahr einen zusätzlichen "energieverbrauchenden" Tag gab, zum Anstieg des Energieverbrauchs. Diese Entwicklung wirkte sich unterschiedlich bei den Energieträgern aus. Wichtigster Energieträger blieb nach AGEB auch 2016 das Mineralöl mit einem Anteil von rund 34 %. Es folgte das Erdgas mit einem auf 22,6 % gestiegenen Anteil (2015: 20,9 %). Sinkende Anteile gab es bei der Steinkohle (von 13,0 % auf 12,2 %) und bei der Braunkohle (von 11,8 % auf 11,4 %). Deutlicher ist der Anteil der Kernenergie zurückgegangen, und zwar von 7,6 % auf 6,9 %. Die erneuerbaren Energien konnten dagegen abermals ihren Anteil vergrößern, wenn auch nur leicht von 12,4 % auf 12,6 %. In 2016 ist der Bruttostromverbrauch mit rund 595 TWh (-0,1 %) weitgehend konstant geblieben.

Die Bruttostromerzeugung stieg 2016 ganz leicht von 647 auf 648 TWh. Damit ist auch der Stromaustausch mit dem Ausland stabil: Der Exportüberschuss lag bei 54 TWh (Vorjahr: 52 TWh). Im Jahr 2016 wuchs die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen mit 188,3 TWh im Vergleich zum Vorjahr (2015: 187,4 TWh) nach den vorläufigen Zahlen der AGEB nur knapp und der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung blieb mit 29,0 % (2015: 29,0 %) konstant. Nach den aktuell im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG 2017) verankerten Zielen soll der Anteil regenerativ erzeugten Stroms bis zum Jahr 2025 bereits 40 bis 45 %, bis 2035 dann 55 bis 60 % und bis 2050 mindestens 80 % des Bruttostromverbrauchs ausmachen. Der Einsatz von konventionellen und nuklearen Energieträgern ging weiter zurück, nur der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung (12,4 %; Vorjahr 9,6 %) erhöhte sich etwas.

Wie schon in den vergangenen Jahren hat sich die installierte Strom-Erzeugungsleistung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen deutlich erhöht: Sie betrug Ende 2016 rund 104 GW (Vorjahr: 97,3 GW). Bemerkenswert ist dabei die starke Entwicklung der Kapazität bei Windenergieanlagen an Land mit einem Zuwachs von gut 4 GW (Vorjahr: + 6 GW) auf 45,4 GW. Die Kapazität von Windenergieanlagen auf See wuchs um knapp 1 GW auf 4,2 GW an. Der Ausbau der Photovoltaik-Kapazität ist im Gegensatz zu Windenergie an Land wie im Vorjahr mit rund 1,5 GW in 2016 unter den Erwartungen geblieben. Bei den konventionellen Erzeugungskapazitäten war nur bei Erdgas eine Erhöhung der installierten Leistung um 950 MW auf knapp 30 GW zu verzeichnen.

Wie bereits im Vorjahr sanken die Importpreise für Erdgas und Rohöl im Jahr 2016 weiter. Dagegen zogen die Preise für Steinkohle teils deutlich bei insgesamt relativ schwacher europäischer Nachfrage aufgrund von temporären Angebotsstörungen in den beiden bedeutendsten Lieferländern Russland und Kolumbien an.

Die Strompreise für Industriekunden nahmen vor allem bedingt durch den Anstieg von Steuern, Abgaben und Umlagen um 1,5 % zu. Der Anteil der staatlichen Belastungen am Strompreis für Industriekunden von 48 % im Jahr 2015 stieg 2016 wieder auf 50 % (ohne Stromsteuer). Die Strompreise für Haushalte sind leicht um 0,3 % gestiegen.

Der Anteil von Steuern und Abgaben hat sich absolut gesehen seit dem Jahr 1998 fast vervierfacht.

Mit 13,4 % sank der Börsenstrompreis im Jahr 2016 besonders kräftig, nachdem er 2015 auch schon mit 11,8 % deutlich gefallen war. Im Vergleich zum bisherigen Höchststand im Jahr 2008 war der Börsenstrompreis 2016 um 63,3 % niedriger. Der auf Termin- und Spotmarkt ab der zweiten Jahreshälfte einsetzende Preisaufschwung blieb bis Ende 2016 allerdings meist noch unter der Grenze von 40 €/MWh.

Während die Durchschnittspreise für CO2 -Emissionsberechtigungen in Deutschland 2015 auf 7,60 €/t (2014: 5,90 €/t) gestiegen sind, hat sich dieser Trend in 2016 nicht fortgesetzt: Die Preise bewegten sich wieder zwischen 4 und 6 €/t.

Zusammenfassend war das Jahr 2016 wieder ein schwieriges Jahr für die Energiewirtschaft. Die Branche durchlebt einen tiefgreifenden Umbruch mit widersprüchlichen Entwicklungen und großen Unsicherheiten. In dem weiterhin unstrukturierten Nebeneinander von erneuerbaren und konventionellen Energien haben letztere immer mehr Mühe, wenigstens ihre Fixkosten zu decken. Dagegen steht eine starke Entwicklung der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wind- und Solarenergie, und auch die dezentrale Erzeugung nimmt an Bedeutung weiter zu.

Das schwierige Marktumfeld, insbesondere induziert durch sinkende Strompreise, hat auch auf Ebene der EDAG im Jahr 2016 zu deutlich gesunkenen Umsatzerlösen und einem schlechteren Betriebsergebnis geführt. Zu weiteren Erläuterungen dazu verweisen wir auf die nachfolgenden Abschnitte zum Geschäftsverlauf, der Umsatz- und Auftragsentwicklung sowie zur Ertragslage.

Die Großhandelspreise für Strom fallen seit Jahren, aber die Kosten für die Verbraucher steigen weiter. Die richtige Balance zwischen den zentralen Zielen Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu finden, gestaltet sich schwierig. Durch die wettbewerbliche Bestimmung der Förderung Erneuerbarer Energien in Ausschreibungen sinken die Förderkosten für Neuanlagen. Die Netzausbaukosten werden aber in den nächsten Jahren voraussichtlich deutlich steigen, was ein Sinken der Strompreise für Endkunden weiter unwahrscheinlich macht.

Umstrukturierung der ENGIE-Gruppe in Deutschland

Die im Jahr 2015 beschlossene Umfirmierung und umfassende Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe unter dem Dach der ENGIE S.A. (vormals GDF SUEZ S.A.), der französischen Konzernmutter, führte im Jahr 2016 zu verschiedenen Anpassungen an der Konzernstruktur der EDAG. Diese orientierte sich an den Tätigkeitsschwerpunkten der auf Gruppenebene neu geschaffenen Organisationseinheiten (Business Units).

So sind die thermischen Erzeugungsanlagen an den Standorten Farge und Zolling nach Ausgliederung mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 in eigenen Gesellschaften angesiedelt, aus denen jeweils die operative technische Betriebsführung erfolgt. Die Betreiberin der Anlagen ist weiterhin die EDAG auf der Basis von Pachtverträgen.

Zudem wurden die Wasserkraftwerke in der Oberpfalz (Kraftwerksgruppe Pfreimd) mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 über die GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln (im Folgenden "SES"), in die ENGIE Deutschland GmbH (vormals Cofely Deutschland GmbH), Köln (im Folgenden "ED GmbH"), ausgegliedert, wobei auch hier weiterhin die Betreibereigenschaft bei der EDAG verblieben ist. Die operative technische Betriebsführung erfolgt durch die ED GmbH.

Weiterhin wurden die Geschäftsaktivitäten der EDAG, die innerhalb des Konzerns der "Business Unit Nord-, Süd- und Osteuropa" (im Folgenden auch BU NECST genannt) zugeordnet sind, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 ebenfalls über die SES in die ED GmbH ausgegliedert. Die übertragenen Aktivitäten der BU NECST umfassen verschiedene Supportfunktionen und Managementbereiche.

Geschäftsverlauf

Bei der EDAG blicken wir auf ein insgesamt schwieriges Geschäftsjahr zurück. So ist das Jahresergebnis 2016 wie bereits das Vorjahr durch vom Marktumfeld induzierte Anpassungsmaßnahmen und Sondereffekte belastet. Dies ist im Wesentlichen auf die notwendige Nachdotierung von Drohverlustrückstellungen für langfristige Stromlieferverträge sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen zurückzuführen. Letztere wirken sich neben unmittelbaren Abschreibungen auf der Ebene der EDAG auch mittelbar über die Verlustübernahme von einer ihrerseits eine weitere Beteiligung haltenden Tochtergesellschaft aus. Die im Berichtsjahr begonnene strategische Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland hatte dabei erhebliche Auswirkungen auf die für die Unternehmenssteuerung relevanten Kennzahlen der EDAG. Insbesondere wurden Teile des operativen Geschäftes auf die einzelnen Tochtergesellschaften verlagert. Während in der Vergangenheit die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis wichtige Kennzahlen der Unternehmenssteuerung darstellten, ist nun das Gesamtergebnis der Gesellschaft, insbesondere unter Einbeziehung der Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen, entscheidend.

Erfreulich ist, dass unsere Tochtergesellschaft ED GmbH den positiven Trend des Vorjahres bestätigen und die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) erneut steigern konnte. Der Auftragseingang lag bedingt durch die Hereinnahme zweier Großaufträge deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres. Insbesondere im Geschäftsbereich Building Services konnten die prognostizierten Umsatzziele erreicht werden. Das auf der Ebene der EDAG vereinnahmte Beteiligungsergebnis fiel mit 27,9 Mio. € deutlich besser als geplant aus (21,6 Mio. €).

Auch unsere Vertriebstochtergesellschaft ENGIE Energielösungen GmbH, Berlin (im Folgenden: "EEL"), konnte die verkauften Strommengen im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhen, was insbesondere aus Neuverträgen resultierte. Im Gas dagegen hat die EEL es weiterhin mit einem schwierigen und wettbewerbsintensiven Umfeld zu tun. So konnten die Rückgänge durch nicht verlängerte Verträge im Segment der Größtkunden (Giants) nur teilweise durch Zuwächse in anderen Segmenten kompensiert werden. Damit zeigte sich erneut, dass die energiewirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre eine Neuausrichtung unseres Vertriebsgeschäftes unumgänglich machen, was auch im Jahr 2016 konsequent weiterverfolgt wurde. Wir haben im vergangenen Geschäftsjahr neue Produkte und Dienstleistungen wie Flexibilitätsmanagement, Energieeffizienz-Beratung und Eigenversorgungskonzepte entwickelt und erste Vertragsabschlüsse erzielt.

Im Geschäftsfeld strategische Kooperationen konnten im Berichtsjahr ebenfalls vielfältige Themen erfolgreich umgesetzt werden. Am 4. November 2016 hat die EDAG die restlichen Anteile an der Energieversorgung Gera GmbH, Gera (im Folgenden "EGG"), und der Kraftwerke Gera GmbH, Gera (im Folgenden "KWG"), erworben. Seit 2002 waren wir an beiden Unternehmen bereits mit jeweils 49,9 % beteiligt.

Mit dem Erwerb von 100 % an EGG und KWG wollen wir nach der Insolvenz des zweiten Anteilseigners, den Stadtwerken Gera, erneut eine stabile Aktionärsstruktur herstellen. Wir schaffen so die Voraussetzungen, um im nächsten Schritt wieder einen kommunalen Gesellschafter an Bord zu holen. Mit diesem Schritt stehen wir zu unserer Verantwortung für EGG und KWG und stellen sicher, dass sich beide Unternehmen nach der schwierigen Phase, die durch die Insolvenz der Stadtwerke Gera entstanden ist, positiv entwickeln können. Wir wollen langfristig ein starker Partner für Kommunen sein und zeigen - wie in diesem Fall - gern unsere Bereitschaft, im richtigen Moment die volle Verantwortung zu tragen.

Für unsere Erzeugungsaktivitäten lassen sich die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2016 wie folgt zusammenfassen:

Optimierungsarbeiten im Kraftwerk Wilhelmshaven:

Die Schlussabnahme des neuen, im Besitz der ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (vormals GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, im Folgenden: "EKW") stehenden Steinkohle-Kraftwerks auf dem Rüstersieler Groden in Wilhelmshaven erfolgte Ende Oktober 2015. Danach wurde das Kraftwerk weitestgehend gemäß den Anforderungen des Marktes eingesetzt, wobei weitere Optimierungen aller technischen Parameter erfolgten. Insbesondere wurde im Rahmen eines mehrmonatigen Stillstandes vom März bis November 2016 ein Austausch von technischen Komponenten am Kessel vorgenommen. Dadurch soll die Verfügbarkeit und Flexibilität der Anlage langfristig gesichert werden. Das Kraftwerk, an dem auch die Schweizer BKW Energie AG, Bern (Schweiz), sowie die WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal, beteiligt sind, hat eine Leistung von 731 MW und kann bis zu 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht etwa einem Prozent des gesamten in Deutschland produzierten Stroms.

Revision im Kraftwerk Farge:

In der Zeit vom 12. bis zum 25. August 2016 wurde eine planmäßige Revision des Kraftwerkes Farge durchgeführt. Neben gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen lagen die Schwerpunkte der Revision im Bereich Kontrolle des Kessels und der Rauchgasentschwefelungsanlage sowie der Speisewasser- und Kühlwasserpumpen. Darüber hinaus wurde der Verschleiß der Kohlemühlen überprüft. Nach Abschluss der planmäßigen Revision wurde ein Schaden am Generator festgestellt, welcher zu einem ungeplanten Stillstand des Kraftwerkes von vier Monaten führte. Ende Dezember 2016 konnte der Betrieb des Kraftwerkes wieder aufgenommen werden.

Die Verfügbarkeit des Kraftwerkes betrug im Berichtsjahr 62,5 % (Vorjahr: 87,1 %), was im Wesentlichen an dem ungeplanten Stillstand aufgrund der Schäden am Generator lag.

Revision im Kraftwerk Zolling:

In der Zeit vom 16. bis zum 25. Juli 2016 wurde für den Steinkohlekraftwerksblock in Zolling eine planmäßige Revision durchgeführt. Schwerpunkte der Revision lagen im Bereich Kontrolle der Kohlemühlen und Verschleißreparaturen an Transporteinrichtungen. Darüber hinaus erfolgten weitere Arbeiten in den Bereichen Maschinen-, Umwelt-, Elektro- und Leittechnik.

Die Verfügbarkeit des Kraftwerkes konnte im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 90,4 % (Vorjahr: 84,5 %) gesteigert werden, allerdings war das Kraftwerk im Jahr 2015 aufgrund einer großen Revision planmäßig länger nicht verfügbar.

Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2016 am Standort Zolling die höchste Fernwärmeerzeugung der letzten zehn Jahre mit 194.077 MWh verzeichnet. Davon kamen 60,3 % aus dem Steinkohlekraftwerksblock, 28,8 % durch Kraftwärmekopplung aus dem Biomasseheizkraftwerk und 10,9 % entfielen auf die Anfahrkessel und Heizwerke in den Außenanlagen.

Erklärung zur Unternehmensführung

Der Vorstand und Aufsichtsrat der EDAG hat die folgenden Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Führungspositionen festgesetzt: Für den Aufsichtsrat beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 20 %. Für den Vorstand beträgt die Zielgröße ebenfalls 20 %, allerdings unter der Voraussetzung, dass mindestens 5 Mitglieder dem Vorstand angehören. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt die Zielgröße jeweils 30 %. Die genannten Zielgrößen sollten jeweils bis spätestens 30. Juni 2017 erreicht werden.

Die Frauenquote beträgt zum 31. Dezember 2016 im Vorstand - allerdings nur mit drei Mitgliedern - 0 %, im Aufsichtsrat rund 22,22 %, auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 0 % und auf der zweiten Ebene 20,0 %.

Diese Abweichungen sind der Neuorganisation der EDAG geschuldet, in deren Folge viele Führungspositionen in andere Konzerngesellschaften überführt wurden.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze des Geschäftsjahres sind von 1.342,9 Mio. € im Vorjahr auf 1.123,7 Mio. € um 219,2 Mio. € gesunken. Das entspricht einem relativen Rückgang von 16,3 %, der sich aus unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen ergibt. So sind die Umsatzerlöse für Stromverkäufe aus Vertriebs- und Erzeugungskapazitäten im Vergleich zum Vorjahr um 264,6 Mio. € gesunken (23,6 %). Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch Umsatzsteigerungen im Bereich der mit dem Stromgeschäft im Zusammenhang stehenden Sicherungsgeschäfte (Anstieg um 44,4 Mio. € auf 55,9 Mio. €) sowie durch den Anstieg der Umsatzerlöse für die Leistungsbereitstellung von Kraftwerkskapazitäten (Anstieg um 42,0 Mio. € auf 49,2 Mio. €) kompensiert werden.

Die Umsatzerlöse aus dem reinen Stromvertrieb sind im Berichtsjahr weiterhin gesunken, wobei der Trend fallender Preise durch einen moderateren Rückgang der abgesetzten Strommenge teilweise verlangsamt werden konnte. Insgesamt haben wir im Stromvertrieb 13,1 TWh Strom verkauft, was einem Rückgang von 1,3 TWh (9,0 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse verringerten sich von 591,5 Mio. € im Vorjahr um 131,3 Mio. € auf 460,2 Mio. € im Berichtsjahr (Rückgang um 22,2 %). Diese Entwicklung ist dem schwierigen Marktumfeld und dem starken Wettbewerb und gleichzeitig weiter gefallenen Preisen beim Stromabsatz geschuldet und geht mit entsprechend gesunkenen Materialaufwendungen einher.

Die Stromverkäufe im Zusammenhang mit unseren Erzeugungskapazitäten sind im Vergleich zum Vorjahr um 133,2 Mio. € auf 397,8 Mio. € ebenfalls deutlich gesunken (Rückgang um 25,1 %). Die im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungen der Geschäftsfelder Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling und Kraftwerksgruppe Pfreimd hatten dabei keinen nennenswerten Einfluss auf die Höhe der Umsatzerlöse, da die EDAG auch nach den Ausgliederungen die Kontrolle über die Kraftwerke behielt und diese auf eigenes wirtschaftliches Risiko weiter betrieb. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist hier vielmehr insbesondere auf die bereits beschriebenen teilweise ungeplanten Stillstände in den Kraftwerken Wilhelmshaven und Farge zurückzuführen.

Im Gasbereich konnte die EDAG in 2016 insgesamt 5,2 TWh Erdgas verkaufen, was gegenüber dem Vorjahr (4,8 TWh) einen Anstieg um 8,3 % bedeutet. Aufgrund der im Durchschnitt sinkenden Absatzpreise gingen die hierfür erwirtschafteten Umsatzerlöse von 117,7 Mio. € im Vorjahr auf 113,2 Mio. € im Berichtsjahr dennoch leicht zurück (Rückgang um 3,8 %).

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Kohle sind bedingt durch die Beendigung der Testphase des Kraftwerkes in Wilhelmshaven nahezu vollständig weggefallen (0,2 Mio. €, Vorjahr: 57,5 Mio. €). Mit der Ende Oktober 2015 erfolgten kommerziellen Inbetriebnahme des Kraftwerkes trat mit der EKW ein langfristiger Stromliefervertragn mit Kohlebeistellung seitens der EDAG in Kraft, so dass keine Kohleverkäufe mehr getätigt werden.

Im Vorjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2015 prognostiziert. Diese Erwartung wurde aufgrund der beschriebenen Entwicklungen nicht erfüllt.

Produktion/Beschaffung

Die EDAG nutzt und optimiert zur Versorgung ihrer Kunden die gesamte Bandbreite der Beschaffungsmöglichkeiten. Zum einen wird im Rahmen bestehender langfristiger Pachtverträge die Möglichkeit der Stromproduktion in den eigenen Kraftwerksanlagen der Tochtergesellschaften genutzt. Zum anderen werden kurz- und langfristige Bezugsverträge von Strom und Gas im Wesentlichen über konzerninterne Beschaffungskanäle abgeschlossen. Dabei stellt die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien) (im Folgenden: "EBL"), den zentralen Marktzugang für den OTC Markt und für Börsengeschäfte dar.

Wir haben im Berichtsjahr die bereits im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung für zwei langfristige Stromlieferverträge aufgrund von Änderungen der erwarteten zukünftigen Preissteigerungen um 88,5 Mio. € auf 314,5 Mio. € erhöht. Einer der beiden Stromlieferverträge wurde im Rahmen einer im Geschäftsjahr abgeschlossenen Vereinbarung, auch unter Berücksichtigung der Drohverlustrückstellung, von der EDAG auf eine Tochtergesellschaft übertragen, so dass hier in der Zukunft keine weiteren Verluste auf der Ebene der EDAG zu erwarten sind.

Die Beschaffung für den Vertrieb erfolgt risikominimierend kongruent zu dem Abschluss der Kundenverträge (back-to-back), so dass sich hier keine offenen Positionen für die Folgejahre ergeben.

Ertragslage

Eine Übersicht zur Entwicklung der Ertragslage im Vorjahresvergleich ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten zuvor bereits beschriebenen Ausgliederungen ist der Vorjahresvergleich teilweise eingeschränkt.

TEUR 2016 2015 +/-
Umsatzerlöse 1.123.661 1.342.901 -219.240
Andere aktivierte Eigenleistungen 5 111 -106
Übrige betriebliche Erträge 9.239 57.626 -48.387
Betriebsleistung 1.132.905 1.400.638 -267.733
Materialaufwand -1.242.630 -1.358.039 115.409
Personalaufwand -6.888 -42.614 35.726
Abschreibungen -288 -9.154 8.866
Sonst, betr. Aufwendungen -27.578 -51.510 23.932
Sonstige Steuern -32 -207 175
Betriebsaufwand -1.277.416 -1.461.524 184.108
Betriebsergebnis -144.511 -60.886 -83.625
Finanzergebnis 10.795 -14.787 25.582
Beteiligungsergebnis/Ergebnisübernahme 26.087 20.607 5.480
Neutrales Ergebnis -149.588 -58.633 -90.955
Ertragsteuern 22.827 14.081 8.746
Jahresergebnis -234.390 -99.618 -134.772

Die Umsätze des Geschäftsjahres sind um 219,2 Mio. € bzw. 16,3 % auf 1.123,7 Mio. € (Vorjahr: 1.342,9 Mio. €) stark gesunken. Mit einem Umsatzrückgang von insgesamt 178,2 Mio. € war hiervon insbesondere der Strombereich betroffen. Die Abnahme der Umsatzerlöse für Stromverkäufe aus Vertriebs- und Erzeugungskapazitäten (264,6 Mio. €) konnte dabei nur teilweise durch den Anstieg der Erträge aus Sicherungsgeschäften (Swaps) und der Leistungsbereitstellung von Kraftwerkskapazitäten (86,4 Mio. €) kompensiert werden. Hierzu sowie zu der Entwicklung der Umsatzerlöse insgesamt verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Umsatz- und Auftragsentwicklung.

Die Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse ist zudem durch die erstmalige Anwendung des BilRUG beeinflusst: mehrere Posten, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden, werden ab 2016 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Dazu gehören insbesondere Erträge aus dem Verkauf von CO2 -Emissionszertifikaten (1,1 Mio. €; Vorjahr: 14,9 Mio. €) sowie konzerninterne Dienstleistungen und Erträge aus Personalüberlassungen (17,1 Mio. €; Vorjahr: 19,7 Mio. €).

Neben dem Rückgang im Zusammenhang mit der Einführung des BilRUG in Höhe von insgesamt 34,7 Mio. € sind die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahresvergleich um 13,7 Mio. € gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (7,5 Mio. €, Vorjahr: 13,1 Mio. €) sowie aus dem Rückgang der Erträge aus Weiterbelastungen (0,4 Mio. €, Vorjahr: 2,2 Mio. €).

Die Betriebsleistung ging insgesamt um 19,1 % bzw. 267,7 Mio. € auf 1.132,9 Mio. € zurück. Dem steht ein um 184,1 Mio. € geringerer Betriebsaufwand von 1.277,4 Mio. € gegenüber, der sich mit -12,6 % unterproportional zur Gesamtleistung entwickelte und zu einem im Vorjahresvergleich deutlich schlechteren Betriebsergebnis führte. Die negative Entwicklung ist stark beeinflusst durch notwendige Anpassungsmaßnahmen aufgrund des schwierigen Marktumfeldes. So wurde im Berichtsjahr die Erhöhung der Drohverlustrückstellungen für zwei langfristige Stromlieferverträge sowie für einen langfristigen Pachtvertrag in Höhe von insgesamt 109,1 Mio. € berücksichtigt, während im Vorjahr hierfür ein Aufwand von 41,4 Mio. € anfiel. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen hat sich das Betriebsergebnis im Berichtsjahr mit -35,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr um 15,7 Mio. € verschlechtert. Für das Geschäftsjahr 2016 hatten wir jedoch im Vergleich zum Vorjahr ein weitestgehend stabiles Betriebsergebnis erwartet. Unsere Prognose haben wir somit nicht erreichen können.

Hierfür sind teilweise die im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungen der Geschäftsfelder Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling, Kraftwerksgruppe Pfreimd und BU NECST maßgeblich. Lediglich auf die Höhe der Umsatzerlöse hatten die Ausgliederungen keinen nennenswerten Einfluss, da die EDAG weiterhin die Kontrolle über die Erzeugungskapazitäten behielt und diese auf eigenes wirtschaftliches Risiko weiter betrieb. Die übrigen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind jedoch stark von den strukturellen und vertraglichen Anpassungen des Berichtsjahres betroffen und nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Dies betrifft insbesondere Personalaufwendungen, Abschreibungen auf Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen, die im Vorjahr für die ausgegliederten Geschäftsfelder direkt auf der Ebene der EDAG angefallen sind. Vergleichbare Aufwendungen werden im Berichtsjahr auf der Grundlage der entsprechenden Verträge jeweils nur als Pacht-, Betriebsführungs- und Dienstleistungsentgelt unter den Materialaufwendungen bzw. unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Dabei übersteigt das in 2016 von der EDAG zu zahlende Pachtentgelt die im Vorjahr vergleichbaren Abschreibungen auf Sachanlagen um insgesamt 2,2 Mio. €. Darüber hinaus werden die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen der Kraftwerke Farge und Zolling in die Ermittlung des Betriebsführungsentgelts einbezogen, so dass es hier im Vorjahresvergleich zu einer Verschiebung zwischen dem Finanz- und dem Betriebsergebnis kommt (3,3 Mio. €).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 25,6 Mio. € verbessert. Dies ist insbesondere auf die positive Kursentwicklung bei Wertpapieren (2016: +0,3 Mio. €, Vorjahr: -10,5 Mio. €) sowie auf die im Berichtsjahr erhaltenen Zinsen im Zusammenhang mit Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von insgesamt 6,1 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) zurückzuführen. Des Weiteren werden im Zinsergebnis 2016 Erträge aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn anstelle der zum 31. Dezember 2015 zugrunde gelegten sieben Jahre in Höhe von 3,0 Mio. € ausgewiesen. Diese betreffen insbesondere die ausgegliederten Geschäftsfelder Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling und Kraftwerksgruppe Pfreimd, da die Neubewertung bereits zum 1. Januar 2016 auf der Ebene der EDAG erfolgte, die Ausgliederung jedoch erst danach (zum 1. Januar 2016, 24:00 Uhr) stattfand. Da die per 31. Dezember 2015 bilanzierten Pensionsrückstellungen mit 12,6 Mio. € von 13,0 Mio. € im Wesentlichen die ausgegliederten Geschäftsfelder betrafen, sind die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen im Vorjahresvergleich stark gesunken (38,2 T€; Vorjahr: 5,8 Mio. €).

Das Beteiligungsergebnis einschließlich der Erträge und Aufwendungen aus den Ergebnisübernahmeverträgen ist im Vergleich zum Vorjahr um 26,6 % gestiegen. Dabei steht der erstmaligen Vereinnahmung von Erträgen der im Vorjahr erworbenen SES in Höhe von 29,0 Mio. € ein schlechteres, insbesondere durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine Stadtwerke-Beteiligung belastetes Ergebnis der ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin, gegenüber. Während im Vorjahr auf der Ebene der EDAG ein Gewinn in Höhe von 9,0 Mio. € vereinnahmt werden konnte, musste im Berichtsjahr ein Verlust von 10,1 Mio. € ausgeglichen werden. Die Ergebnisbeiträge der sonstigen Beteiligungen lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamtentwicklung des Beteiligungsergebnisses lag aufgrund des beschriebenen Sondereffektes im Zusammenhang mit den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen deutlich unter den prognostizierten Erwartungen.

Im neutralen Ergebnis wurde der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesene Verlust aus der Abwertung unserer Beteiligungen an Stadtwerken sowie innerhalb der Erzeugungssparte in Höhe von insgesamt 143,4 Mio. € (Vorjahr: 39,5 Mio. €) sowie der Buchverlust im Zusammenhang mit dem konzerninternen Verkauf unserer Beteiligung an der EEL in Höhe von 6,2 Mio. € ausgewiesen. Letzterer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Das neutrale Ergebnis des Vorjahres enthielt zudem den Aufwand für außerplanmäßige Abschreibungen auf die im Berichtsjahr ausgegliederten Erzeugungskapazitäten in Höhe von 19,1 Mio. €.

Die Ertragsteuern resultieren aus Steuererstattungen im Zusammenhang mit bereits getroffenen Feststellungen im Rahmen der laufenden Außenprüfung für die Jahre 2010 bis 2013. Die Erträge aus Ertragsteuern im Vorjahr resultierten dagegen hauptsächlich aus Auflösungen von Steuerrückstellungen.

Vermögenslage

Die Entwicklung der Aktivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

TEUR 2016 2015 +/-
Immaterielle Vermögensgegenstände 55 2.836 -2.781
Sachanlagen 576 76.582 -76.006
Finanzanlagen 1.604.618 1.688.241 -63.623
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0 1.210 -1.210
Langfristig gebundenes Vermögen 1.605.249 1.748.869 -143.620
Vorräte 35.337 50.274 -14.937
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 541.705 563.624 -21.919
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 41.507 30.443 11.064
Rechnungsabgrenzungsposten 744 1.267 -523
Kurzfristig gebundenes Vermögen 619.293 645.608 -26.315
Liquide Mittel 8 631 -623
Summe Aktiva 2.224.550 2.395.108 -170.558

Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten und zuvor bereits beschriebenen Ausgliederungen ist der Vorjahresvergleich teilweise eingeschränkt.

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 143,6 Mio. € verringert. Auf die Ausgliederungsvorgänge entfällt dabei ein Rückgang von insgesamt 13,9 Mio. €. Während die auf die ausgegliederten Geschäftsfelder entfallenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sach- und Finanzanlagen in Höhe von insgesamt 86,6 Mio. € in andere Konzerngesellschaften übertragen wurden, erhöhte sich der entsprechende Beteiligungswert um 73,9 Mio. €. Davon entfallen 65,7 Mio. € auf die ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH & Co. KGaA (im Folgenden: "KWZ"), 6,8 Mio. € auf die ENGIE Kraftwerk Farge GmbH & Co. KGaA (im Folgenden: "KWF") und 1,4 Mio. € auf die SES.

Auch der Rückgang des aktiven Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 1,2 Mio. € ist auf die Ausgliederungsvorgänge zurückzuführen: der im Vorjahr bilanzierte Betrag betraf die ausgegliederten Rückdeckungsansprüche für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen der Geschäftsfelder Kraftwerk Farge und Kraftwerk Zolling.

Ohne Berücksichtigung der ausgliederungsbedingten Veränderungen ist das langfristig gebundene Vermögen um 128,5 Mio. € gesunken, was insbesondere auf die im Berichtsjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf unsere Beteiligungen in Höhe von insgesamt 143,4 Mio. € zurückzuführen ist. Demgegenüber stehen Investitionen des Berichtsjahres von insgesamt 21,8 Mio. €, wovon 21,7 Mio. € insbesondere auf das Finanzanlagevermögen entfallen und im Wesentlichen den im November 2016 erfolgten Erwerb der restlichen Anteile an der EGG und KWG betreffen. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr die Beteiligung an der EEL konzernintern verkauft (Abgang in Höhe von 7,2 Mio. €).

Insgesamt hat sich die Anlagenintensität (das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) mit 72,2 % gegenüber dem Vorjahr (73,0 %) leicht verringert.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr per Saldo um 26,3 Mio. € ebenfalls verringert. Der Rückgang der Vorräte betrifft mit 14,5 Mio. € im Wesentlichen die im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungen: die im Vorjahr bilanzierten Ersatz- und Reserveteile für die Kraftwerksanlagen Zolling (9,5 Mio. €), Farge (4,9 Mio. €), und Pfreimd (0,1 Mio. €) wurden zum 1. Januar 2016 auf die jeweiligen Tochtergesellschaften übertragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind von 563,6 Mio. € im Vorjahr auf 541,7 Mio. € im Berichtsjahr ebenfalls gesunken. Hier gingen insbesondere die Forderungen gegen die ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg, aus dem Cash-Pooling-Vertrag inklusive Festgeldanlagen um 40,0 Mio. € auf 229,1 Mio. € zurück. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Zahlung einer Optionsprämie im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb am Standort Zolling für das kommende Geschäftsjahr, die ein aktivierbares Recht darstellt und unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird (12,8 Mio. €; Vorjahr 0,0 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind von 30,4 Mio. € im Vorjahr auf insgesamt 41,5 Mio. € gestiegen. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen im Zusammenhang mit Ertragsteuern zurückzuführen (22,5 Mio. €, Vorjahr: 13,0 Mio. €).

Kapitalstruktur und Finanzlage

Die Entwicklung der Passivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

TEUR 2016 2015 +/-
Gezeichnetes Kapital 5.435 5.435 0
Rücklagen 1.136.083 1.136.083 0
Gewinnvortrag 509.018 608.636 -99.618
Jahresergebnis -234.390 -99.618 -134.772
Eigenkapital 1.416.146 1.650.536 -234.390
Langfristige Rückstellungen 82.205 252.594 -170.389
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.356 8.208 19.148
Leistungsbereitstellung (WSW) 39.214 42.715 -3.501
Langfristige Verbindlichkeiten 700 1.256 -556
Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital 149.475 304.773 -155.298
Kurzfristige Rückstellungen 99.917 153.247 53.330
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 547.843 244.101 303.742
Leistungsbereitstellung (WSW) 3.500 3.500 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7.669 26.892 -19.223
Rechnungsabgrenzungsposten 0 12.059 -12.059
Kurzfristiges Fremdkapital 658.929 439.799 219.130
Summe Passiva 2.224.550 2.395.108 -170.558

Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten und zuvor bereits beschriebenen Ausgliederungen ist der Vorjahresvergleich teilweise eingeschränkt.

Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und zu wesentlichen Beteiligungen von Aktionären verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Der starke Rückgang des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Abnahme der Drohverlustrückstellungen, deren langfristiger Anteil von 214,3 Mio. € im Vorjahr auf 67,5 Mio. € im Berichtsjahr gesunken ist. Hierfür sind zwei gegenläufige Effekte ursächlich: zum einen wurde im Berichtsjahr zunächst die Erhöhung der Drohverlustrückstellungen für zwei langfristige Stromlieferverträge sowie für einen langfristigen Pachtvertrag in Höhe von insgesamt 109,1 Mio. € berücksichtigt. Zum anderen wurde jedoch mit einer Tochtergesellschaft im Dezember 2016 eine Vereinbarung abgeschlossen, nach der die Verpflichtung aus einem der langfristigen Stromlieferverträge auf die Tochtergesellschaft übergeht. Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgten Inanspruchnahme von 43,8 Mio. € sind die Drohverlustrückstellungen insgesamt um 187,1 Mio. € auf 82,7 Mio. € gesunken, wovon ein Rückgang von 146,8 Mio. € auf den langfristigen Anteil entfällt.

Weiterhin sind die langfristigen Pensionsverpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken (0,3 Mio. €, Vorjahr: 13,0 Mio. €), was im Wesentlichen auf die im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungen zurückzuführen ist. Die Ausgliederungsvorgänge erfolgten zum Stichtag 1. Januar 2016, so dass zunächst auf der Ebene der EDAG eine Neubewertung der Pensionsrückstellungen unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn anstelle der zum 31. Dezember 2015 zugrunde gelegten sieben Jahre erfolgte. Daraus ergab sich ein Ertrag in Höhe von insgesamt 3,0 Mio. €, der unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen wird. Von den neubewerteten Pensionsverpflichtungen in Höhe von 10,0 Mio. € betrafen insgesamt 9,3 Mio. € die ausgegliederten Geschäftsfelder Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling und Kraftwerksgruppe Pfreimd.

Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 219,1 Mio. € stark gestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 303,7 Mio. € auf 547,8 Mio. € zurückzuführen und betrifft im Wesentlichen die oben beschriebene, von der EDAG an eine Tochtergesellschaft zu zahlende Einmalvergütung im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr erfolgten Abgabe der Verpflichtung aus einem langfristigen Stromliefervertrag mit einem drohenden Verlust zum 31. Dezember 2016. Darüber hinaus werden erhaltene Optionsprämien im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb an den Standorten Farge und Zolling (kurzfristiger Anteil: 32,1 Mio. €) erstmalig zum Bilanzstichtag unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gezeigt. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter passivem Rechnungsabgrenzungsposten (11,6 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist mengenbedingt.

Ferner sind die Verpflichtungen im Zusammenhang mit bestehenden Ergebnisabführungsverträgen angestiegen (13,1 Mio. €; Vorjahr: 7,4 Mio. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen war ebenso ein Anstieg zu verzeichnen (235,4 Mio. €, Vorjahr: 226,6 Mio. €).

Die kurzfristigen Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich von 153,2 Mio. € auf 99,9 Mio. € zurückgegangen. Ähnlich wie bei den langfristigen Rückstellungen ist auch hierfür im Wesentlichen der Rückgang der Drohverlustrückstellungen maßgeblich: der kurzfristige Anteil sank von 55,4 Mio. € im Vorjahr auf 15,2 Mio. € im Berichtsjahr; wir verweisen hierzu auf unsere oben genannten Gründe. Darüber hinaus ist die Rückgabeverpflichtung für CO2 -Emissionsrechte mengenbedingt gesunken (21,0 Mio. €; Vorjahr: 28,2 Mio. €).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,6 Mio. €, Vorjahr: 4,2 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten (6,1 Mio. €, Vorjahr: 22,7). Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten hängt insbesondere mit den im Berichtsjahr erfolgten Zahlungen für im Vorjahr einmalig angefallene Verbindlichkeiten für Ertragsteuern für Vorjahre (6,9 Mio. €) sowie für ein in 2015 abgeschlossenes Kartellverfahren (4,0 Mio. €) zusammen. Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer um 3,6 Mio. € auf 2,6 Mio. € zurückgegangen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten betraf im Vorjahr insbesondere erhaltene Optionsprämien im Zusammenhang mit dem Kraftwerksbetrieb an den Standorten Farge und Zolling (11,6 Mio. €), die im Berichtsjahr erstmalig unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden (51,9 Mio. €).

Kapitalflussrechnung

Die Veränderung der Finanzmittel erklärt sich wie folgt:

2016

TEUR
Periodenergebnis -234.390
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 143.358
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -191.290
Sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -3.724
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.298
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 117.343
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 7.557
Zinsaufwendungen/Zinserträge -8.100
Sonstige Beteiligungserträge 129.043
Ertragsteueraufwand/-ertrag -22.827
Ertragsteuerzahlungen 37.139
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -17.594
Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1
Auszahlung für Investitionen des Sachanlagevermögens -41
Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlage Vermögens 612
Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -21.750
Erhaltene Zinsen 5.523
Erhaltene Dividenden 8.309
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.346
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -662
Gezahlte Zinsen -334
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -996
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -25.936
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -47
Ausgliederungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -625
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 270.018
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 243.410

Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgt auf Grundlage des DRS 21.

In den Finanzmitteln sind auch kurzfristige Geldanlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten sowie Forderungen aus dem Cash-Pooling enthalten, welche in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den ENGIE-Konzern auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist.

Investitionen/Finanzierung

Die EDAG hat im Berichtsjahr insgesamt 21,8 Mio. € investiert. Davon entfallen 21,7 Mio. € auf Zugänge im Finanzanlagevermögen, die im Wesentlichen den im November 2016 erfolgten Erwerb der restlichen Anteile an der EGG und KWG betreffen. Seit 2002 sind wir an beiden Unternehmen mit jeweils 49,9 % beteiligt.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch die vorhandenen Finanzmittel.

Für das folgende Geschäftsjahr sind auf der Ebene der EDAG keine nennenswerten Investitionen geplant.

Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter einschließlich Auszubildenden, Werkstudenten und Praktikanten betrug im Jahresdurchschnitt 241 (Vorjahr: 457). Zum 31. Dezember 2016 waren 45 Mitarbeiter beschäftigt. Der deutliche Rückgang der Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere auf die im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederungen zurückzuführen: die Arbeitsverhältnisse der in den Geschäftsfeldern Kraftwerk Farge, Kraftwerk Zolling, Kraftwerksgruppe Pfreimd und BU NECST beschäftigten Arbeitnehmer sind im Zuge der Ausgliederung im Wege eines Betriebsübergangs auf die KWF, KWZ bzw. ED GmbH übergegangen.

Der Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt eine große Bedeutung zu. Schulungsmaßnahmen werden fortlaufend systematisch und individuell geplant und durchgeführt und durch Inhouse-Lehrgänge begleitet.

Die Sicherheit von Mensch und Umwelt steht bei uns im Mittelpunkt. Als Teil der ENGIE-Gruppe engagieren wir uns aktiv in der Gesellschaft im Rahmen der Corporate Social Responsibility, übernehmen soziale Verantwortung und handeln auf Grundlage formulierter Ethikrichtlinien, bei denen die Prinzipien Rechtmäßiges Handeln, Ehrliches Verhalten und Förderung von Integrität sowie Loyalität und Achtung von Mitmenschen im Zentrum stehen.

Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG

Die EDAG erfüllt die Bedingungen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens gemäß § 3 Nr. 38 EnWG. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung bestehen deshalb gemäß § 6b Abs. 3 EnWG besondere Anforderungen an die Zuordnung der buchhalterischen Sachverhalte auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche. Da die Gesellschaft lediglich in den Bereichen "Strom", "Gas" und "Sonstige", nicht jedoch in den in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereichen tätig ist, sind zwar getrennte Konten zu führen, sie muss jedoch keinen Tätigkeitsabschluss aufstellen und veröffentlichen.

III. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Das Risikomanagement ist für die EDAG als Unternehmen der ENGIE-Gruppe verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Information unserer Gesellschafter. Über diese wird die EDAG von der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.

Zur Risikofrüherkennung erfolgt eine individualisierte Beobachtung der Risikofaktoren durch die Risikoverantwortlichen. Gemäß der vom Vorstand verabschiedeten und für alle Risikoverantwortlichen verbindlichen "Richtlinie für das Risikomanagement" besteht eine Meldepflicht an die Geschäftsführung bei allen Faktoren mit wesentlichen Auswirkungen auf den Shareholder Value.

Unsere Risiken und Chancen werden grundsätzlich in einen kurz- und langfristigen Wirkungshorizont unterschieden, wobei die kurzfristige Betrachtung das nächste Geschäftsjahr betrifft und die langfristige Betrachtung den gesamten Planungshorizont umfasst.

Zusammenfassend bestehen die folgenden Risiken bzw. Chancen, die eine wesentliche Auswirkung auf die EDAG haben:

Wesentliche Risikofaktoren im operativen Bereich sind aus unserer Sicht ungeplante Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen sowie das Preisniveau für Brennstoffe. Ebenso bestehen wetterbedingte Risikofaktoren bei der Vermarktung unserer Windparks und der wärmegeführten Erzeugungsanlagen in unseren Beteiligungen. Das Risiko ungeplanter Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen können wir zwar nicht gänzlich ausschließen, wir versuchen jedoch dieses durch planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Schulung der Mitarbeiter zu minimieren. Darüber hinaus existieren in wirtschaftlich angemessenem Umfang Versicherungen zur Begrenzung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen.

Das Risiko steigender Brennstoff- bzw. sinkender Stromgroßhandelspreise sichert die EDAG - gemäß einem ENGIE gruppenweit festgelegten rollierenden Hedgingfahrplan - durch Portfolio-Hedge-Geschäfte konzernintern ab. Risiken werden kontinuierlich beobachtet, sodass der Sicherungsumfang bei wesentlichen Änderungen angepasst werden kann. Daher rechnen wir insofern mit keiner unerwarteten wesentlichen negativen oder positiven Beeinflussung des Unternehmenswertes für die kommenden Jahre. Die Werthaltigkeit unseres Erzeugungsportfolios wird regelmäßig getestet, so dass wir die Risiken aus Preisentwicklungen auf die Werthaltigkeit frühzeitig erkennen können.

Aufgrund der kongruenten Beschaffung von Strom und Gas für die Versorgung unserer Kunden sehen wir kein Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Auch das Mengenrisiko wird als gering eingestuft, da die EDAG auf das Portfolio des ENGIE-Konzerns zurückgreift. Neue Produkte für unsere Kunden durchlaufen einen unternehmensweiten Produktentwicklungsprozess, der alle potentiellen Risiken für die EDAG identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Begrenzung ergreift.

Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite ebenfalls für gering, da auch hier eine Absicherung durch Hedge-Geschäfte vorgenommen wird. Weiterhin verfolgt unsere Vertriebsgesellschaft EEL den kongruenten Beschaffungsansatz, so dass auch hier kein wesentliches Risiko von zukünftigen Preissteigerungen besteht.

Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.

Im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag in Schweizer Franken bestehen Währungsrisiken, die wir jedoch aufgrund der weitgehenden Absicherung mittels Devisentermingeschäften für gering halten.

Im Zusammenhang mit dem Betrieb der bestehenden Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, die die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen für die Einsatzstoffe, CO2 und den Stromabsatz) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist, die Entwicklung der langfristigen Rentabilität beinhaltet somit Risiken und in gleichem Maße auch Chancen.

Dies, in Verbindung mit dem Umstand, dass auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Markdesigns (insb. die Gestaltung möglicher Kapazitätsmärkte) erhebliche Unsicherheit besteht, führt dazu, dass die künftige Wirtschaftlichkeit und langfristige Rentabilität unserer Kraftwerke risikobehaftet bleibt. Gleichzeitig bieten neue rechtliche Rahmenbedingungen auch Chancen für die zusätzliche bzw. erweiterte Vermarktung der Kraftwerkskapazitäten.

Hinsichtlich des Projektgeschäfts besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch den Verkäufer sowie die natürliche Unsicherheit bei der Bestimmung von Unternehmenswerten. Wir versuchen, die hieraus erwachsenden Risiken durch die Einbeziehung von Experten der Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld zu minimieren.

Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.

Die genannten Risiken sind aufgrund des implementierten Risikomanagementsystems unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand der EDAG gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage.

Chancen bestehen insbesondere im Bereich erneuerbare Energien aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich aus vier gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die zunehmende Dekarbonisierung in allen Bereichen des Wirtschaftslebens, die Dezentralisierung der Energieerzeugung mit einhergehenden Veränderungen in der Nutzer- und Kundenstruktur, die kundenseitige Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigung der Energieeffizienz sowie die kontinuierlich zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen und ihre starken Positionen auf ihren respektive lokalen Märkten, das existierende Geschäft im Bereich erneuerbarer Energien als auch die Energievertriebsaktivität eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben. Darüber hinaus erwarten wir, dass die im Berichtsjahr erfolgte strategische Neuausrichtung der ENGIE Gruppe in Deutschland und die damit verbundene Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen weitere Vorteile für unsere Wettbewerbssituation bringen wird.

IV. PROGNOSEBERICHT

Wir gehen weiterhin von einer differenzierten Entwicklung aus. Die Perspektiven im Bereich der technischen Dienstleistungen und Energiedienstleistungen sowie erneuerbarer Energien sind dabei als günstig einzuschätzen. Wachstumsperspektiven in den Bereichen konventionelle Erzeugung und Energiegroßkundenvertrieb (reiner ,,Commodity"-Vertrieb) sind dagegen als eher schwierig zu beurteilen. Zudem bleiben diese Aktivitäten mit einer großen Unsicherheit bezüglich ihrer Nachhaltigkeit behaftet.

Vor diesem Hintergrund werden wir für das Jahr 2017 insbesondere die folgenden Ziele verfolgen:

Weitere Optimierung der neuen Organisation der Aktivitäten der ENGIE Gruppe in Deutschland und die damit verbundene Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen.
Prüfung und Implementierung von möglichen strategischen Optionen zur Optimierung bzw. zu einer neuen Ausrichtung des Aktivitätsportfolios in den Bereichen konventionelle Erzeugung und Energiegroßkundenvertrieb.
Weiterer Ausbau unseres Geschäfts in Deutschland im Bereich der technischen Dienstleistungen und Energiedienstleistungen sowie erneuerbaren Energien.
Entwicklung und Implementierung von Pilot-Projekten für neue potentielle Aktivitäten: Batterie-Speicher Systeme für den Regelenergiemarkt und Photovoltaik-Angebote an Großkunden.

Die im Berichtsjahr begonnene strategische Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland hat gravierende Auswirkungen auf die relevanten Kennzahlen auf der Ebene der EDAG. Insbesondere wurden Teile des operativen Geschäftes von der EDAG auf die einzelnen Tochtergesellschaften verlagert. Während in der Vergangenheit die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis wichtige Kennzahlen der Unternehmenssteuerung darstellten, wird zukünftig das Gesamtergebnis der Gesellschaft, insbesondere unter Einbeziehung der Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen, betrachtet. Vor diesem Hintergrund und im Zusammenhang mit dem weiterhin schwierigen Marktumfeld im Energiesektor erwarten wir in 2017 zwar erneut ein negatives Jahresergebnis, welches jedoch im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr voraussichtlich deutlich besser ausfallen wird.

V. SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die EDAG hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Der Vorstand hat die folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die ENGIE Deutschland AG hat nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und dadurch, dass eine Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, keinen Nachteil erlitten bzw. einen angemessenen Ausgleich erhalten."

Berlin, den 20. November 2017

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

Manfred Schmitz

Marian Goetz

Wim Broos

G. Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss, dem Lagebericht und zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ENGIE Deutschland AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt."

Berlin, 22. November 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Diederichs, Wirtschaftsprüfer

Kalkan, Wirtschaftsprüfer

Die ordentliche Hauptversammlung der ENGIE Deutschland AG, Berlin, vom 06. Dezember 2017 hat beschlossen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 274.628.177,55 EUR in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Berlin, 06. Dezember 2017

ENGIE Deutschland AG

Bericht des Aufsichtsrates vom 6. Dezember 2017

Der Aufsichtsrat hat sich während des Berichtszeitraums 2016 in zwei Sitzungen am 10. März 2016 und 19. Juli 2016 sowie durch weitere schriftliche und mündliche Berichte des Vorstandes und Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren von der Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und wurde über Maßnahmen von wesentlicher und grundsätzlicher Bedeutung unterrichtet.

Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand in regelmäßigen Kontakten und im Bedarfsfall mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden wichtige unternehmenspolitische Entscheidungen eingehend beraten.

Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, wurden zugestimmt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 ist von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind Einwendungen nicht zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 6. Dezember 2017 den Jahresabschluss 2016 gebilligt; er ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit.

Berlin, den 6. Dezember 2017

Der Aufsichtsrat

Etienne Jacolin, Aufsichtsratsvorsitzender