Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

ENGIE Annual Report 2015

Dec 14, 2016

1286_rns_2016-12-14_5b18b438-5987-4cb8-a805-2f1fe8a8c411.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

ENGIE Deutschland AG (vormals: GDF SUEZ Energie Deutschland AG)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

(vormals: GDF SUEZ Energie Deutschland AG)

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.168,54 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.809.029,20 2.794.398,11
3. Geleistete Anzahlungen 14.233,25 364.205,20
2.836.430,99 3.158.603,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.464.524,08 12.632.306,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.531.726,19 77.686.337,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.933.514,44 4.636.055,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.651.643,60 5.111.351,99
76.581.408,31 100.066.052,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.338.128.704,61 1.110.304.310,41
2. Beteiligungen 242.608.340,15 289.821.734,35
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 87.429.678,38 97.891.915,70
4. Sonstige Ausleihungen 74.410,21 87.222,55
1.668.241.133,35 1.498.105.183,01
1.747.658.972,65 1.601.329.838,52
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 50.111.049,63 45.708.201,96
2. Geleistete Anzahlungen 163.200,00 40.980,00
50.274.249,63 45.749.181,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.721.537,85 12.853.694,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 561.544.534,02 765.341.627,92
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.079.542,01 354.849,91
4. Sonstige Vermögensgegenstände 13.721.229,56 26.261.364,15
594.066.843,44 804.811.536,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 630.648,21 638.190,68
644.971.741,28 851.198.909,23
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.267.131,23 1.643.695,05
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 1.209.904,00 1.001.222,00
2.395.107.749,16 2.455.173.664,80
PASSIVA
31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.435.500,00 5.435.500,00
II. Kapitalrücklage 1.023.201.889,64 1.023.201.889,64
III. Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklage 112.881.135,21 112.881.135,21
IV. Gewinnvortrag 608.636.203,61 630.919.941,79
V. Jahresfehlbetrag -99.618.377,47 -22.283.738,18
1.650.536.350,99 1.750.154.728,46
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 12.969.670,94 9.817.915,13
2. Steuerrückstellungen 24.996.468,01 52.190.872,59
3. Sonstige Rückstellungen 367.875.107,46 328.835.295,08
405.841.246,41 390.844.082,80
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.378.120,45 5.709.824,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 250.788.137,00 239.683.553,64
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.520.615,38 12.114.059,06
4. Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 46.214.840,26 49.628.700,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23.769.989,60 6.862.019,23
- davon aus Steuern: EUR 14.019.371,08 (Vorjahr: EUR 883.700,85)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.536,88 (Vorjahr: EUR 3.218,76)
326.671.702,69 313.998.156,58
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 12.058.449,07 176.696,96
2.395.107.749,16 2.455.173.664,80

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

2015

EUR
2014

EUR
1. Umsatzerlöse 1.342.916.490,29 1.293.357.046,93
abzüglich Energie- und Stromsteueraufwand -15.284,28 -242.903,71
1.342.901.206,01 1.293.114.143,22
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 110.576,17 246.923,24
3. Sonstige betriebliche Erträge 57.625.727,75 72.043.833,37
- davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 1.383.907,35 (Vorjahr: EUR 7.789,73)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.320.713.153,84 -1.290.586.486,83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -37.325.843,44 -18.344.727,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -38.737.419,75 -38.395.999,65
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.876.130,51 -6.198.589,70
- davon für Altersversorgung: EUR -1.511.875,57 (Vorjahr: EUR -875.077,09)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -28.297.081,75 -8.612.613,37
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -51.510.440,33 -47.313.160,77
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR -750.279,29 (Vorjahr: EUR -72.837,86)
8. Erträge aus Beteiligungen 8.715.810,08 8.274.650,43
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.227.638,00 9.236.258,60
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 500.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 19.265.278,00 22.023.788,82
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.234.842,69 4.513.129,74
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.191.345,37 (Vorjahr: EUR 2.358.775,56)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -49.952.237,32 0,00
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -7.373.901,30 -24.498.181,59
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.787.348,37 -7.382.098,42
- davon an verbundene Unternehmen: EUR -1.614.954,25 (Vorjahr: EUR -775.233,01)
- davon Aufwendungen aus Aufzinsung von Rückstellungen EUR -8.754.532,06 (Vorjahr: EUR -5.832.670,86)
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -113.492.477,91 -31.879.130,39
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag 14.080.866,13 9.803.553,03
17. Sonstige Steuern -206.765,69 -208.160,82
18. Jahresfehlbetrag -99.618.377,47 -22.283.738,18

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

(1) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG (vormals: GDF SUEZ Deutschland AG, im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie unter Beachtung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Abschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt.

Bei der EDAG handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft, für die die entsprechenden Rechtsfolgen gemäß § 267 Abs. 4 i. V. m. Abs. 3 HGB zu beachten sind.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang erfolgt.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben (3 Jahre).

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer in Jahren
Rechte 1 - 17
Software 3 - 5

Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen:

Nutzungsdauer in Jahren
Grundstücksgleiche Rechte 25 - 75
Bauten auf eigenen Grundstücken 10 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 6 - 33
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 33
EDV-Hardware 3 - 18

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von EUR 410 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 410 betragen, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen, wobei von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB Gebrauch gemacht wird und Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung berücksichtigt werden.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Emissionsrechte sind dem Vorratsvermögen zugeordnet. Dabei werden entgeltlich erworbene CO2 -Emissionszertifikate zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Der Bestand an Rohstoffen (Kohle, Heizöl) wurde im Rahmen der vorverlegten Stichtagsinventur gemäß § 241 Abs. 2 HGB ermittelt.

Der Bestand an Ersatz- und Reserveteilen wurde ebenfalls im Rahmen der vorverlegten Stichtagsinventur gemäß § 241 Abs. 2 HGB ermittelt. Diese wurde jedoch gemäß § 241 Abs. 1 HGB in Stichproben durchgeführt; dabei wurde die Stichprobe mit Hilfe anerkannter mathematisch-statistischer Methoden ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB). Auf der Passivseite betrifft der Ausweis die Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag betreffen.

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen einschließlich der Verpflichtungen aus Altersteilzeit und ähnlichen Verpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen jeweils unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie jeweils unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurde für die Pensionsrückstellungen sowie für die Jubiläums-, Sterbegeld- und Treueurlaubsverpflichtungen ein Rechnungszins von 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %) zu Grunde gelegt. Die Altersteilzeitverpflichtungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass an dieser Stelle keine Abzinsung erfolgte (Vorjahr: 2,82 %).

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet.

Bei der Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung handelt es sich um eine im Rahmen einer Sacheinlage in ein verbundenes Unternehmen übernommene Verpflichtung zur Leistungsvorhaltung aus zwei langfristigen Stromlieferverträgen. Die erstmalige Ermittlung erfolgte aus dem Barwert des prognostizierten Unterschiedsbetrages zwischen Produktions- und Verkaufspreis von Strom. Die Verträge haben Laufzeiten von 2009 bis 2028 bzw. 2016 bis 2035. Der Posten wird über die Laufzeiten der jeweiligen Verträge zeitanteilig ertragswirksam aufgelöst.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken eingesetzt. Soweit möglich, werden Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet. Als Buchungsmethode wird die Einfrierungsmethode genutzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht; ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht angesetzt.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge des Berichtsjahres innerhalb der technischen Anlagen und Maschinen sind im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen im Zusammenhang mit der großen Revision im Kraftwerk Pfreimd (2,3 Mio. €) zurückzuführen. Die unter den Umbuchungen ausgewiesenen Beträge betreffen bereits im Vorjahr erbrachte Leistungen sowie geleistete Anzahlungen und sind größtenteils auch der genannten Revision zuzurechnen (2,2 Mio. €). Die Investitionen zielen auf die Steigerung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Kraftwerksanlagen ab.

Im Berichtsjahr wurden für das Kraftwerk am Standort Zolling aufgrund dauerhafter Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 19 Mio. € vorgenommen.

Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2015 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge betreffen mit 209,3 Mio. € im Wesentlichen den Erwerb der Anteile an der GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln, und stehen im Zusammenhang mit der Optimierung der Beteiligungsstruktur innerhalb des ENGIE-Konzerns in Deutschland.

Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 39,5 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) berücksichtigt.

Aufgrund der negativen Marktpreisentwicklung erfolgten im Berichtsjahr Abschreibungen auf sonstige Wertpapiere in Höhe von 10,5 Mio. €, welche unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen werden (Vorjahr: Zuschreibungen von 5,5 Mio. €, ausgewiesen unter den Erträgen aus anderen Wertpapieren).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit 245,1 Mio. € (Vorjahr: 246,5 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von 316,4 Mio. € (Vorjahr: 518,8 Mio. €).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2,1 Mio. €; Vorjahr: 0,4 Mio. €).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) und von mehr als fünf Jahren in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) enthalten. Die verbleibenden sonstigen Vermögensgegenstände und sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Aus der Vermögensverrechnung ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Davon betreffen 0,7 Mio. € Rückdeckungsansprüche für Pensionen und 0,5 Mio. € Rückdeckungsansprüche für Altersteilzeitverpflichtungen. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich eine Verrechnungspflicht der Rückstellung für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen mit Anteilen an einem Pensionsfonds, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus den Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen.

Latente Steuern

Abweichungen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen bei dem Posten "Rückstellungen" und betreffen im Wesentlichen die Drohverlustrückstellung, Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen sowie die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Darüber hinaus entfallen aktive latente Steuern auf Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes, von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen sowie bei den Sach- und Finanzanlagen. Darüber hinaus besteht ein steuerlicher Verlustvortrag, auf den ebenfalls aktive latente Steuern aktiviert werden können, so dass sich insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuer nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird jedoch kein Gebrauch gemacht. Der für die Bewertung genutzte Steuersatz beträgt 30 %.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 5,4 Mio. € und besteht vollständig aus 5.435.500 Inhaberaktien.

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 99,6 Mio. € (Vorjahr: 22,3 Mio. €) und des Gewinnvortrags in Höhe von 608,6 Mio. € (Vorjahr: 630,9 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 509,0 Mio. € (Vorjahr: 608,6 Mio. €).

Aus der Aktivierung selbst geschaffener Vermögensgegenstände ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 13,2 TEUR. Weiterhin besteht eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 37,0 TEUR im Zusammenhang mit der Aktivierung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Rückdeckungsansprüche.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten unter vollständiger Anwendung der Sterbetafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode i. S. v. IAS 19 unter Annahme eines Rechnungszinses von 3,89 % (Vorjahr: 4,54 %), einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Einkommensdynamik von 2,5 % sowie einer Rentendynamik von 1,75 % (Vorjahr: 2,0 %).

Im laufenden Geschäftsjahr ergibt sich wie im Vorjahr per Saldo eine Verpflichtung, die unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen ist (13,0 Mio. €; Vorjahr 9,8 Mio. €). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt 40,2 Mio. € (Vorjahr: 33,4 Mio. €). Von den Rückdeckungsansprüchen in Höhe von 27,9 Mio. € (Vorjahr: 24,6 Mio. €) wurden 27,2 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €) mit den saldierungspflichtigen Teilen der Pensionsverpflichtungen verrechnet, Es ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €), der als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen wurde. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich eine Verrechnungspflicht der Pensionsrückstellung mit Anteilen an einem Pensionsfonds, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen. Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche betragen 28,5 Mio. €, der beizulegende Zeitwert 27,9 Mio. €. Der Zeitwert wurde anhand des Kurswertes der Anteile an dem Pensionsfonds zum Bilanzstichtag ermittelt.

Zinserträge aus dem Rückdeckungsvermögen für Pensionen und Altersteilzeitverpflichtungen 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €) verrechnet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Ertragsteuern (22,5 Mio. €; Vorjahr: 49,2 Mio. €) und Rückstellungen für Grunderwerbsteuer (2,5 Mio. €; Vorjahr: 2,5 Mio. €) sowie im Vorjahr Rückstellungen für Energiesteuern (0,5 Mio. €).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 367,9 Mio. € (Vorjahr: 328,8 Mio. €) betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen im Zusammenhang mit langfristigen Beschaffungsverträgen in Höhe von 269,8 Mio. € (Vorjahr: 235,1 Mio. €). Darüber hinaus enthält diese Position Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (31,3 Mio. €; Vorjahr: 33,5 Mio. €), Rückstellungen für die Rückgabeverpflichtung für CO2 -Emissionsrechte (28,2 Mio. €; Vorjahr: 22,4 Mio. €) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (18,6 Mio. €; Vorjahr: 14,0 Mio. €).

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit und ähnliche langfristige Verpflichtungen sind ebenfalls unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Es ergibt sich per Saldo eine Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Die Altersteilzeitverpflichtungen vor Verrechnung von Rückdeckungsansprüchen betragen 1,1 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €). Von den Rückdeckungsansprüchen in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) wurden 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) mit dem saldierungspflichtigen Anteil der Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet. Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) wurde als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich eine Verrechnungspflicht der Rückstellung mit Anteilen an einem Rentenfonds, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen. Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche betragen 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €), der beizulegende Zeitwert beträgt 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €). Der Zeitwert wurde anhand des Kurswertes der Rentenfonds zum Bilanzstichtag ermittelt.

Die ähnlichen langfristigen Verpflichtungen betreffen Rückstellungen für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 250,8 Mio. € (Vorjahr: 239,7 Mio. €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 226,6 Mio. € (Vorjahr: 189,7 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 24,2 Mio. € (Vorjahr: 50,0 Mio. €).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) sowie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 11,7 Mio. €.

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten
alle Angaben in Mio. € (Vorjahresangaben) Gesamtbetrag bis ein Jahr mehr als ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4,4 4,2 0,2 0,0
(5,7) (5,4) (0,3) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 250,8 242,6 2,9 5,3
(239,7) (230,8) (2,8) (6,1)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,5 1,5 0,0 0,0
(12,1) (12,1) (0,0) (0,0)
Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 46,2 3,5 14,0 28,7
(49,6) (3,4) (14,0) (32,2)
Sonstige Verbindlichkeiten 23,8 22,7 1,0 0,1
(6,9) (4,1) (2,4) (0,4)
Verbindlichkeiten Gesamt 326,7 274,5 18,1 34,1
(314,0) (255,8) (19,5) (38,7)

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2015

Mio. €
2014

Mio. €
Strom 1.122,6 1.135,3
Gas 117,7 89,9
Kohle 57,5 34,8
Swaps 11,5 7,1
Leistungsbereitstellung 7,2 0,0
Wärme 5,5 5,1
Sonstige 20,9 20,9
1.342,9 1.293,1

Die in den Umsatzerlösen ausgewiesenen Erträge aus Sicherungsgeschäften (Swaps) stehen vollständig im Zusammenhang mit dem Stromgeschäft.

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden im Geschäftsjahr 2015 Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 7,8 T€) ausgewiesen. Diese sind im Wesentlichen auf Devisentermingeschäfte zurückführen (1,1 Mio. €, Vorjahr: 0,0 Mio. €).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsumrechnungsdifferenzen von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) enthalten. Auf Devisentermingeschäfte entfallen davon 0,6 Mio. € (Vorjahr: 72,8 T€).

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis werden Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen sowie der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8,8 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) ausgewiesen, welche mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) saldiert wurden. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen den im Geschäftsjahr weiter gefallenen Zinssätzen geschuldet.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Aus der Anpassung von Steuerrückstellungen und Steuernachzahlungen für Vorjahre ergaben sich im Berichtsjahr Aufwendungen von insgesamt 13,6 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €) sowie Erträge aus Steuererstattungen und Auflösung von Steuerrückstellungen in Höhe von 27,6 Mio. € (Vorjahr 10,5 Mio. €). Diese periodenfremden Ertragssteuererträge und -aufwendungen von insgesamt 14,1 Mio. € werden unter der Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Im Berichtsjahr wurden Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €) aufgelöst. Der entsprechende Ertrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Im Personalaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von 2,6 Mio. € enthalten.

(5) Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 EnWG

Aus dem Gas- und Stromgeschäft bestehen Verträge mit Electrabel S.A., Brüssel (Belgien), die sich insbesondere auf den Einkauf und Verkauf von Gas und Strom beziehen. In 2015 hat die EDAG Strom im Wert von 736,2 Mio. € von Electrabel S.A. gekauft und in Höhe von 611,1 Mio. € an diese verkauft. Der Gasverkauf an Electrabel S.A betrug 8,1 Mio. € und der Gaseinkauf belief sich auf 97,9 Mio. €.

Des Weiteren erzielte die EDAG 0,3 Mio. € aus dem Verkauf von CO2 -Zertifikaten an die Electrabel S.A. Dem stehen Käufe in Höhe von 47,9 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus hat die EDAG zur Absicherung von finanziellen Risiken aus Preisindizierungen bei Einsatzstoffen verschiedene Hedge-Vereinbarungen (Swaps) ebenfalls mit der Electrabel S.A. abgeschlossen. Dabei ist für Geschäfte, die das Berichtsjahr betreffen, insgesamt ein Ergebnis in Höhe von -36,1 Mio. € erzielt worden.

Die EDAG wird darüber hinaus von der ENGIE Energy Management Trading SCRL (vormals: GDF SUEZ E.M.T. SCRL), Brüssel (Belgien), mit Kohle beliefert. In 2015 belief sich der Kohleeinkauf von dieser Gesellschaft auf 148,7 Mio. €.

Mit der ENGIE Treasury Management S.C.R.L. (vormals: GDF SUEZ Treasury Management S.C.R.L.), Luxemburg, besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, aus dem sich zum Stichtag Forderungen in Höhe von 269,1 Mio. € ergeben.

Weiterhin bestehen Verträge mit der 100 %igen Tochtergesellschaft ENGIE Energielösungen GmbH (vormals: GDF SUEZ Energy Sales GmbH, im Folgenden: "EEL"), die sich insbesondere auf den Einkauf und Verkauf von Gas und Strom beziehen. In 2015 hat die EDAG Strom im Wert von 438,5 Mio. € an die EEL verkauft und in Höhe von 41,4 Mio. € von dieser gekauft. Der Gasverkauf an die EEL belief sich auf 86,4 Mio. €, der Gaseinkauf betrug 4,7 Mio. €.

Die EDAG beliefert die Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden: "ESLL AG") mit Strom, Gas und Kohle. Der Umsatz aus diesen Lieferverträgen belief sich in 2015 auf einen Wert von 41,9 Mio. € für Strom, von 23,7 Mio. € für Gas und von 2,6 Mio. € für Kohle. Demgegenüber steht ein Stromeinkauf in Höhe von 4,7 Mio. €. Zur Absicherung von finanziellen Risiken aus Preisindizierungen bei Einsatzstoffen hat die ESLL AG verschiedene Hedge-Vereinbarungen (Swaps) mit der EDAG abgeschlossen. Dabei ist für Geschäfte, die das Berichtsjahr betreffen, insgesamt ein Ergebnis in Höhe von 1,0 Mio. € erzielt worden. Weiterhin hat die EDAG mit der ESLL AG einen Rahmenvertrag über die Erbringung verschiedener Dienstleistungen abgeschlossen. Dafür hat die EDAG in 2015 eine Vergütung von insgesamt 3,0 Mio. € erhalten.

Die GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (im Folgenden: "GSKW") hat mit der EDAG einen Zentralvermarktungsvertrag abgeschlossen, über den die Stromproduktion des Kraftwerkes Wilhelmshaven bis zur kommerziellen Betriebsaufnahme an die EDAG verkauft wurde. Der Stromeinkauf im Rahmen dieses Vertrages belief sich in 2015 auf 90,8 Mio. €. Der Kohleverkauf und der Verkauf von CO2 -Zertifikaten von der EDAG an die GSKW wurde ebenfalls über diesen Vertrag sichergestellt. Daraus ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von 65,9 Mio. €.

Am 30. Oktober 2015 fand die kommerzielle Betriebsaufnahme des Kraftwerkes Wilhelmshaven statt. Damit endete der Zentralvermarktungsvertrag und der Stromliefervertrag mit Kohlebeistellung zwischen der EDAG und der GSKW wurde aufgenommen. Im Rahmen dieses Vertrages sind bis zum Jahresende Aufwendungen in Höhe von 18,6 Mio. € entstanden.

Mit der kommerziellen Betriebsaufnahme des Kraftwerkes Wilhelmshaven trat der Stromliefervertrag zwischen der EDAG und der WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal, in Kraft. Die EDAG erzielte daraus Stromerlöse in Höhe von 4,3 Mio. €.

Zwischen der EDAG und der WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal, besteht ein Rahmenvertrag für Stromlieferungen und ein Stromliefervertrag. Entsprechend dieser Verträge hat die EDAG an die WSW 3/4/5 Energie GmbH Strom im Wert von 8,2 Mio. € verkauft. Der Stromeinkauf belief sich auf 6,8 Mio. €.

Die Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling, hat mit der EDAG einen Stromliefervertrag abgeschlossen. Der Ertrag daraus belief sich für die EDAG auf 1,0 Mio. €. Für die Betriebsführung des Biomasseheizkraftwerkes hat die EDAG einen Vertrag abgeschlossen. Die Erträge daraus betrugen 2,3 Mio. €.

Von der ENGIE Energy Services International S.A., Brüssel (Belgien), erwarb die EDAG im Dezember des Berichtsjahres 100 % der Anteile an der GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln.

(6) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen der Beschaffungsverträge für den Einkauf von Strom, Gas, Kohle und CO2 -Zertifikaten bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 1.367,2 Mio. €. Davon entfallen auf die verbundenen Unternehmen insgesamt 1.352,2 Mio. €.

Weiterhin besteht für die EDAG für aus bis zum Bilanzstichtag geschlossenen Verträgen ein Bestellobligo von insgesamt 31,4 Mio. €.

Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der EDAG bestehen Ergebnisabführungsverträge:

ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Beteiligungs GmbH),
ENGIE Energielösungen GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Energy Sales GmbH),
ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH),
ENGIE Kraftwerke Betriebs GmbH, Wilhelmshaven (vormals: GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH).

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber folgenden verbundenen Unternehmen hat die EDAG eine Patronatserklärung und zur Vermeidung einer Überschuldung eine Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben:

EGG Windpark Großaga GmbH, Gera, (bis 50 T€),
EGG Windpark Wernsdorf GmbH, Gera, (bis 50 T€),
GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven, (bis 50 T€),
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH (vormals: GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH), Wilhelmshaven, (bis 50 T€),
ENGIE Windpark Betriebs GmbH & Co. KG (vormals: GDF SUEZ Windpark Betriebsführungs GmbH & Co. KG), Berlin, (bis 70 T€),
ENGIE Windpark GmbH (vormals: GDF SUEZ Windpark Verwaltungs GmbH), Berlin, (bis 50 T€).

Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kohlekraftwerkes durch die GSKW gegenüber dem Konsortium Fabricom GTI S.A. - ABB AG (6,0 Mio. €) sowie der Bosch Sicherheitssysteme GmbH (0,1 Mio. €).

Im Zusammenhang mit dem Untererbbaurechtsvertrag mit der GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, haben die EDAG und die Electrabel S.A. eine gesamtschuldnerische Patronatserklärung gegenüber der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG abgegeben (Vertragswert: 11,0 Mio. €).

Des Weiteren besteht eine Patronatserklärung gegenüber der WSW Energie und Wasser AG, Wuppertal, im Zusammenhang mit den Energielieferungen durch die EEL.

Eine Inanspruchnahme der EDAG aus den Patronatserklärungen ist unwahrscheinlich, weil die EDAG die betroffenen Tochtergesellschaften, wie bereits in der Vergangenheit erfolgt, mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde.

Ferner hat die EDAG eine Garantie für ein langfristiges Darlehen der ENGIE CC s.c.r.l., Brüssel (Belgien), (vormals: GDF SUEZ CC s.c.r.l.), an die ESLL AG abgegeben (anteiliger Vertragswert zum 31. Dezember 2015: 31,0 Mio. €). Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie als gering ein, insbesondere vor dem Hintergrund einer erwarteten stabilen kurzfristigen Geschäftsentwicklung der ESLL AG, Saarbrücken, und positiven langfristigen Perspektiven im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Kraftwerkslandschaft in Deutschland.

Darüber hinaus liegen keine Risiken und Vorteile aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung finanzieller Risiken setzt die EDAG derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden mit Hilfe von Rohstoffderivaten zukünftige variable Cashflows abgesichert, insbesondere im Zusammenhang mit Bezugsverträgen für Kohle und CO2 -Zertifikate. Weiterhin wurden Devisentermingeschäfte in Schweizer Franken für die Absicherung von zukünftigen Währungsrisiken abgeschlossen.

Bewertungseinheiten Rohstoffe:

davon mit einer Restlaufzeit
in Mio. € einbezogener Betrag beizulegender Zeitwert bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Kohle 217,5 -78,9 -42,8 -36,1
Emissionen 59,8 14,2 9,8 4,4
Summe 277,3 -64,7 -33,0 -31,7

Die Bewertungseinheiten für Rohstoffe enthalten als Grundgeschäft die Bezugsverträge mit indizierten Preisen für Kohle bzw. unter Berücksichtigung der Prognosen für zukünftige CO2 -Emissionen. Die entsprechenden Sicherungsgeschäfte sichern dabei das Preisänderungsrisiko ab. Da es sich hierbei um die Zusammenfassung mehrerer Grund- bzw. Sicherungsgeschäfte handelt, erfolgt die Absicherung im Rahmen von einem Portfolio Hedge. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert zum Stichtag.

Durch die Wahl gleichartiger Merkmale der Grund- und Sicherungsgeschäfte gleichen sich die Schwankungen der Cashflows aus Bezugsverträgen und Sicherungsgeschäften zu jedem Zeitpunkt der Laufzeit der Verträge aus und weisen damit eine hohe Wirksamkeit aus. Diese wird durch ein ordnungsgemäßes Risikomanagement gewährleistet.

Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Bewertungseinheiten Fremdwährungsverbindlichkeit:

davon mit einer Restlaufzeit
in Mio. € einbezogener Betrag beizulegender Zeitwert bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Fremdwährung 18,0 0,8 0,6 0,2

Die EDAG hat in den Jahren 2012, 2014 und 2015 Devisentermingeschäfte abgeschlossen, um das Währungsrisiko aus einer Fremdwährungsverpflichtung im Rahmen eines Bezugsvertrages abzusichern. Da hierbei eine eindeutige Zuordnung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft besteht, handelt es sich um einen Mikro-Hedge. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert zum Stichtag.

Auch diese Bewertungseinheit weist eine hohe Wirksamkeit aus, da Betrags-, Risiko- und Fristengleichheit besteht (Critical Terms Match-Methode).

Analog zu den Bewertungseinheiten für Rohstoffe erfolgt auch hier die Bilanzierung über die Einfrierungsmethode.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Anteilsbesitz

Die EDAG war zum Stichtag an Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Zudem war sie unbeschränkt haftender Gesellschafter von Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11a HGB. Eine Darstellung der Beteiligungen ist in der Anlage 2 zum Anhang angefügt.

Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin der EDAG ist die GDF International S.A.S., Courbevoie (Frankreich).

ENGIE S.A. (vormals: GDF SUEZ S.A.), Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der EDAG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der EDAG wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offen gelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), in den die EDAG einbezogen wird, angegeben.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Alain Janssens (bis zum 21. Juni 2016, Vorsitzender bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Director Regulatory Oversight & Market Design der ENGIE-Gruppe
Gerhard Jochum

ausgeübter Beruf: Unternehmensberater
Dr. Eberhard Meller (bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt
Sabine Murphy

ausgeübter Beruf: Angestellte der EDAG
Thomas Walter Leopold

ausgeübter Beruf: Konzernbetriebsratsvorsitzender der EDAG
Uwe Borck

ausgeübter Beruf: Landesbezirksfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung bei ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Landesbezirk Berlin-Brandenburg
Philippe Vedrenne (bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Chief Gas Supply & Asset Management Officer der Sparte Global Energy Management sowie CEO von ENGIE Global Markets
Pierre Chatain (bis zum 31. Januar 2016)

ausgeübter Beruf: Managing Director Solutions for B2C
Bart Boesmans (bis zum 21. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: Senior Vice President Operations, Power, Gas & Infrastructure der Sparte Africa der ENGIE-Gruppe.

Auf der Hauptversammlung am 23. Juni 2016 sind die folgenden Mitglieder jeweils mit Wirkung zum 22. Juni 2016 in den Aufsichtsrat gewählt worden:

Etienne Jacolin (Vorsitzender seit dem 30. Juni 2016)

ausgeübter Beruf: CEO der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe
Paulo Almirante

ausgeübter Beruf: Member of the Executive Committee der ENGIE-Gruppe
Marleen Delvaux

ausgeübter Beruf: Chief Finance, Business Development Oversight and Procurement Officer der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe
Burkhard Klein

ausgeübter Beruf: Diplom Kaufmann
Edouard Neviaski

ausgeübter Beruf: CEO der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe.

Vorstand

Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

Manfred Schmitz (Vorsitzender seit dem 1. Januar 2016)

ausgeübter Beruf: Country Manager Deutschland der ENGIE-Gruppe und Vorstandsvorsitzender der EDAG
Erik von Scholz (bis zum 31. Dezember 2015)

ausgeübter Beruf bis zum Austritt aus dem Unternehmen: CEO der EDAG
Michael Stephan (bis zum 31. Mai 2016)

ausgeübter Beruf bis zum Austritt aus dem Unternehmen: CFO der EDAG
Anke Langner (bis zum 29. Februar 2016)

ausgeübter Beruf bis zum Austritt aus dem Unternehmen: Ressortleiterin Unternehmensentwicklung, Vertrieb und strategische Kooperationen bei der EDAG
Marian Goetz

ausgeübter Beruf: Ressortleiter Energiewirtschaft bei der EDAG sowie Deputy Director Investments & Partnerships der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe
Gerrit Boon (bis zum 23. Februar 2015)

ausgeübter Beruf: CEO der ENGIE Energy Netherlands N.V.
Wim Broos

ausgeübter Beruf: Ressortleiter Erzeugung bei der EDAG sowie Chief Cluster Coal Europe der Sparte Generation der ENGIE-Gruppe

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge (inkl. Gewinnbeteiligungen und Beiträgen zur betrieblichen Altersvorsorge) des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 belaufen sich auf 1,0 Mio. €.

Ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern wurden Abfindungen in Höhe von 1,8 Mio. € gewährt. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr insgesamt 10 T€ an ehemalige Vorstandsmitglieder gezahlt. Für laufende Pensionen dieses Personenkreises bestehen Rückstellungen in Höhe von 0,9 Mio. €.

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 12 T€.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die EDAG hat im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 287 Arbeiter, 150 Angestellte und 20 Auszubildende beschäftigt.

Berlin, den 12. Juli 2016

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

Manfred Schmitz

Marian Goetz

Wim Broos

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2015

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- --- --- --- ---
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 15.802,25 0,00 0,00 15.802,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.074.837,61 573.147,84 32.836,50 518.543,90 8.133.692,85
3. Geschäfts- oder Firmenwert 112.144.827,24 0,00 0,00 0,00 112.144.827,24
4. Geleistete Anzahlungen 364.205,20 7.962,92 2.339,00 -355.595,87 14.233,25
119.583.870,05 596.913,01 35.175,50 162.948,03 120.308.555,59
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 81.565.726,61 19.471,44 284.596,21 86.417,30 81.387.019,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 408.749.896,22 2.511.589,25 401.293,19 2.925.134,94 413.785.327,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.750.157,81 349.150,62 43.791,62 1.492.753,89 16.548.270,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.111.351,99 1.317.741,14 110.195,37 -4.667.254,16 1.651.643,60
510.177.132,63 4.197.952,45 839.876,39 -162.948,03 513.372.260,66
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.119.165.763,53 220.871.000,00 1.020.000,00 7.973.394,20 1.346.990.157,73
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.000.000,00 0,00 500.000,00 0,00 6.500.000,00
3. Beteiligungen 306.890.498,29 250.000,00 0,00 -7.973.394,20 299.167.104,09
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 142.163.630,40 0,00 0,00 0,00 142.163.630,40
6. Sonstige Ausleihungen 253.222,55 0,00 12.812,34 0,00 240.410,21
1.575.473.114,77 221.121.000,00 1.532.812,34 0,00 1.795.061.302,43
2.205.234.117,45 225.915.865,46 2.407.864,23 0,00 2.428.742.118,68
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2015

EUR
Zuführungen

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- --- --- ---
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 2.633,71 0,00 2.633,71
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.280.439,50 1.044.224,15 0,00 5.324.663,65
3. Geschäfts- oder Firmenwert 112.144.827,24 0,00 0,00 112.144.827,24
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
116.425.266,74 1.046.857,86 0,00 117.472.124,60
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 68.933.420,05 3.266.440,78 277.365,77 71.922.495,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 331.063.558,26 22.475.417,13 285.374,36 353.253.601,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.114.102,12 1.508.365,98 7.711,84 11.614.756,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
410.111.080,43 27.250.223,89 570.451,97 436.790.852,35
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.861.453,12 0,00 0,00 8.861.453,12
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.000.000,00 0,00 500.000,00 6.500.000,00
3. Beteiligungen 17.068.763,94 39.490.000,00 0,00 56.558.763,94
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 44.271.714,70 10.462.237,32 0,00 54.733.952,02
6. Sonstige Ausleihungen 166.000,00 0,00 0,00 166.000,00
77.367.931,76 49.952.237,32 500.000,00 126.820.169,08
603.904.278,93 78.249.319,07 1.070.451,97 681.083.146,03
NETTOBUCHWERTE
31.12.2015

EUR
31.12.2014

EUR
--- --- ---
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.168,54 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.809.029,20 2.794.398,11
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 14.233,25 364.205,20
2.836.430,99 3.158.603,31
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.464.524,08 12.632.306,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 60.531.726,19 77.686.337,96
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.933.514,44 4.636.055,69
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.651.643,60 5.111.351,99
76.581.408,31 100.066.052,20
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.338.128.704,61 1.110.304.310,41
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 242.608.340,15 289.821.734,35
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 87.429.678,38 97.891.915,70
6. Sonstige Ausleihungen 74.410,21 87.222,55
1.668.241.133,35 1.498.105.183,01
1.747.658.972,65 1.601.329.838,52

Beteiligungen per 31.12.2015

Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital

TEUR
Ergebnis vor Abführung

TEUR
Verbundene Unternehmen
GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH; Köln 100,00% 93.367 9.869
ENGIE Energielösungen GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Energy Sales GmbH) (1) 100,00% 7.166 -567
ENGIE Kraftwerke Betriebs GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH) (1) 100,00% 25 -6.807
ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Beteiligungs GmbH) (1) 100,00% 298.225 8.984
ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH) (1) 100,00% 799.398 10.282
Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (5) 51,00% 6.828 5.372
ENGIE WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin (vormals: GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG) 51,00% 18.212 471
ENGIE WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH) 51,00% 27 1
GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven 94,90% 17 0
GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven 100,00% 29 0
GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven (2), (4) 52,00% 1.358.173 -18.962
ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH (vormals: GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH), Wilhelmshaven (2), (4) 100,00% 24 1
ENGIE Windpark Betriebs GmbH & Co. KG, Berlin (vormals: GDF SUEZ Windpark Betriebsführungs GmbH & Co. KG) (2) 100,00% 1.794 446
ENGIE Windpark GmbH, Berlin (vormals: GDF SUEZ Windpark Verwaltungs GmbH) (2) 100,00% 37 5
EGG Windpark Wernsdorf GmbH, Gera (2) 100,00% 37 -10
EGG Windpark Großaga GmbH, Gera (2) 100,00% 21 -25
N-Allo Deutschland GmbH, Wuppertal 25,10% 0 -69
Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling 50,00% 8.405 2.152
Emil Energie GmbH, Berlin (4) 100,00% 25 -266
Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (4) 100,00% 9.980 299
Solantus Solarpark GmbH, Saarbrücken (4) 100,00% 25 -2
ENGIE Deutschland GmbH (vormals: Cofely Deutschland GmbH), Köln (4) 100,00% 99.448 16.505
ENGIE Refrigeration GmbH (vormals: Cofely Refrigeration GmbH), Lindau (4) 100,00% 19.666 3.699
Johannes Haag Energietechnik GmbH, Stuttgart (4) 100,00% 26 -3
AXIMA FM GmbH; Stuttgart (4) 100,00% 26 -3
Proenergy Contracting GmbH, Wien/Österreich (4) 100,00% 4.366 1.368
Cothec Energetikai Üzemeltetö Kft., Györ/Ungarn (4) 100,00% 5.194 596
Proenergy Contracting Installation SRL, Timisoara/Rumänien (4) 100,00% -652 -197
Henkelhausen Energietechnik GmbH, Krefeld (4) 100,00% 10.807 -358
H.G.S. Verwaltungs GmbH, Krefeld (4) 100,00% 28 1
H.G.S. GmbH & Co. KG, Krefeld (4) 100,00% 9.954 1.984
ELYO Tec GmbH, Chemnitz (4) 100,00% 26 0
WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal (4) 50,00% 898 5
Beteiligungen
Kraftwerke Gera GmbH, Gera 49,90% 7.869 79
Energieversorgung Gera GmbH, Gera 49,90% 26.523 6.882
WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal 33,10% 352.926 -56.484
WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal 25,10% 994 -484
Tevaro GmbH, Berlin (2) 33,33% 4 -213
Soltecture GmbH i.L., Berlin (3) 6,48% 37.975 -22.323
GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft, Berlin (4) 31,58% 562.927 78.289

(1) für diese Gesellschaften liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor

(2) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2014 vor

(3) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2010 vor

(4) Vorliegen einer mittelbaren Beteiligung

(5) EDAG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

A. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die ENGIE Deutschland AG (vormals: GDF SUEZ Energie Deutschland AG, im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") hat sich seit 1998 zu einem starken Wettbewerber in der deutschen Energielandschaft entwickelt. Die Gesellschaft deckt die gesamte Bandbreite des Energiebereichs ab und bietet Kunden einen erlebbaren Mehrwert, indem globale Stärke mit Präsenz vor Ort verbunden wird. Mit modernen Technologien, Flexibilität und ausgeprägtem Fachwissen trägt EDAG zur Versorgungssicherheit für die Menschen in Deutschland bei und macht ENGIE zu einem verlässlichen Partner.

Ziel der Gesellschaft ist die Erlangung einer nachhaltigen und profitablen Position auf dem deutschen Markt. Dabei konzentriert sich die EDAG auf die Stromerzeugung mit konventionellen, thermischen Kraftwerken und mit erneuerbaren Energien, insbesondere Onshore-Windkraft. Die Entwicklung der Kooperationen mit Stadtwerke-Partnern und der Vertrieb an Großkunden sind weitere wichtige Geschäftsfelder der Gesellschaft.

Die EDAG ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der zur ENGIE-Gruppe gehörenden GDF International S.A.S., Courbevoie (Frankreich). Die Unternehmensstruktur zum 31. Dezember 2015 ist in der Anlage zum Lagebericht dargestellt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nachdem sich in den Jahren 2012 und 2013 das Wirtschaftswachstum laut Statistischem Bundesamt auf +0,4 % und +0,3 % abschwächte und damit deutlich unter den Wachstumsraten der Vorjahre lag, verbesserte sich die konjunkturelle Entwicklung in den beiden letzten Geschäftsjahren deutlich. Der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts betrug in 2015 +1,7 % (Vorjahr: +1,5 %) und lag somit erneut über dem Jahresdurchschnitt der vergangenen zehn Jahre (+1,2 %). Positiv zu bemerken ist dabei, dass das stärkere Wachstum auf die inländische Nachfrage zurückzuführen ist. Sowohl die Konsumausgaben der privaten Haushalte (+2,0 %) als auch die des Staates (+2,5 %) sind gestiegen und auch die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten eine positive Entwicklung, hier insbesondere die Ausrüstungsinvestitionen (+21,3 % gegenüber 2014). Die ausländische Nachfrage erhöhte sich deutlich (das Wachstum der Exporte betrug +5,4 %), die Importe entwickelten sich ebenfalls positiv (+5,8 %).

Dank der etwas kühleren Witterung in 2015 im Vergleich zu dem sehr milden Vorjahr erhöhte sich der Energieverbrauch in Deutschland 2015 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) leicht um 1,1 %. Bereinigt um den Witterungseffekt ergibt sich jedoch nach Schätzung der AGEB ein leichter Rückgang um schätzungsweise 0,4 %. Der Verbrauchszuwachs infolge der positiven Konjunkturentwicklung sowie des Bevölkerungsanstiegs (+1 Mio. Einwohner) wurde durch Optimierungen im Bereich bei der Energieeffizienz kompensiert. Diese Entwicklung wirkte sich unterschiedlich bei den Energieträgern aus. Während bei den erneuerbaren Energien und Erdgas (witterungsbedingt +5 %) der Anteil anstieg, sank der Verbrauch der anderen fossilen Energieträger Steinkohle (-0,7 %), Braunkohle (-0,3 %) im Vergleich zum Vorjahr leicht. Der Verbrauch von Mineralöl zeigte sich stabil. Der Bruttostromverbrauch stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf 600 TWh.

Die Bruttostromerzeugung stieg 2015 um 4 % (+24 TWh) auf 651,8 TWh und damit stärker als der Bruttostromverbrauch. Dies führte zu höherem Stromaustausch mit dem Ausland (der Exportüberschuss lag bei 51,8 TWh). Der Anstieg der Bruttostromerzeugung ist allein auf die erneuerbaren Energien zurückzuführen (+33 TWh) und entfällt insbesondere auf den Bereich der Windenergie, welcher nach einigen eher mäßigen Jahren der Witterung im Jahr 2015 von sehr günstigen Windverhältnissen profitieren konnte (+30,7 TWh bzw. +54 %). Der Anteil erneuerbarer Energiequellen an der Bruttostromerzeugung lag in 2015 insgesamt bei 30 % und damit wieder höher als im Jahr zuvor (25,9 %). Der Einsatz von konventionellen und nuklearen Energieträgern ging weiter zurück. Die Anteile aller anderen Energieträger an der Bruttostromerzeugung sanken leicht.

Die Netto-Engpassleistung der Stromerzeugungsanlagen stieg auch 2015 und lag - nach vorläufiger Einschätzung des Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. - bei 201,5 GW (Vorjahr: 194,2 GW).

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde der Zuwachs der installierten Erzeugungsleistung durch einen starken Ausbau der erneuerbaren Energien um 8,3 % auf 97,3 GW getragen (Vorjahr: 89,9 GW). Bemerkenswert ist dabei die starke Entwicklung der Kapazität bei Windenergieanlagen. Mit einem Zuwachs von rund 6,0 GW auf 44,9 GW (Vorjahr: 39,2 GW) liegt dieser Bereich weit über dem Ziel-Korridor der Bundesregierung. Der Ausbau der Photovoltaik-Kapazität ist im Gegensatz dazu mit 1.490 MW in 2015 unter den Erwartungen geblieben. Bei den konventionellen Erzeugungskapazitäten war nur bei Steinkohle (28,2 GW) eine leichte Erhöhung der installierten Leistung zu verzeichnen.

Wie bereits im Vorjahr sanken die Importpreise für Erdgas und Rohöl im Jahr 2015 weiter und teilweise drastisch. Auch die Preise für Steinkohle gaben weiter nach. Die Strompreise für Industriekunden und für Haushalte sanken leicht im Vorjahresvergleich (Industriekunden um 0,6 %, Haushaltskunden um 1,6 %). Bei den Industriekunden ist diese Senkung auf eine leichte Reduktion des Anteils der staatlichen Belastungen im Strompreis (von 50 % auf 47 %) zurückzuführen. Bei den Haushaltskunden kamen zusätzlich noch gesunkene Beschaffungskosten wegen rückläufiger Terminmarktpreise hinzu. Der Anteil von Steuern und Abgaben hat sich absolut gesehen seit dem Jahr 1998 fast vervierfacht.

Der volumengewichtete Durchschnittserlös für CO2 -Emissionsberechtigungen in Deutschland stieg 2015 auf 7,60 €/t im Vergleich zu 2014 (5,90 €/t) an. In zwei Auktionen (im Oktober und November) wurde ein Höchstpreis für 2015 von 8,59 €/t erreicht.

Zusammenfassend war das Jahr 2015 wieder ein schwieriges Jahr für die Energiewirtschaft. Die Branche durchlebt einen tiefgreifenden Umbruch mit widersprüchlichen Entwicklungen und großen Unsicherheiten. In dem weiterhin unstrukturierten Nebeneinander von erneuerbaren und konventionellen Energien haben letztere immer mehr Mühe, wenigstens ihre Fixkosten zu decken. Dagegen steht eine starke Entwicklung der erneuerbaren Energien, insbesondere der Wind- und Solarenergie, und auch die dezentrale Erzeugung nimmt an Bedeutung weiter zu.

Die Großhandelspreise für Strom fallen seit Jahren, aber die Kosten für die Verbraucher steigen tendenziell weiter; 2015 war aber eine leichte Senkung der Haushalts- und Industriepreise zu verzeichnen. Es sind allerdings Anzeichen auszumachen (u. a. die Senkung der EEG-Umlage zwischen 2014 und 2015), die auf eine Verlangsamung des rasanten Anstiegs der letzten Jahre hindeuten. Deutschland ist also immer noch weit davon entfernt, die richtige Balance zwischen den zentralen Zielen Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu finden.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft sowie wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Bei der EDAG können wir trotz des schwierigen Umfelds für Energieversorger auf ein insgesamt zufriedenstellendes operatives Geschäftsjahr zurückblicken. Gleichwohl ist das Jahresergebnis 2015 durch vom Marktumfeld induzierte Anpassungsmaßnahmen und Sondereffekte einmalig belastet. Dies ist im Wesentlichen auf außerplanmäßige Abschreibungen auf konventionelle Erzeugungskapazitäten und Beteiligungen sowie auf die notwendige Nachdotierung von Drohverlustrückstellungen für langfristige Stromlieferverträge zurückzuführen. Daneben wurden im Berichtsjahr Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit einer neuen, effizienteren Organisationstruktur und eines Programms zum freiwilligen Ausscheiden von Mitarbeitern gebildet. Die Restrukturierungsmaßnahmen zielen auf die Verbesserung der zukünftigen Kostenstruktur, an der wir seit einigen Jahren intensiv arbeiten.

Erfreulich ist, dass wir über unsere 100 %ige Vertriebstochtergesellschaft, die ENGIE Energielösungen GmbH (vormals: GDF SUEZ Energy Sales GmbH, im Folgenden "EEL"), Berlin, beim Stromvertrieb erneut deutliche Volumenzuwächse erreicht haben, die insbesondere aus Neuverträgen resultieren. Im Gas dagegen haben wir es weiterhin mit einem schwierigen und wettbewerbsintensiven Umfeld zu tun. So konnten die Rückgänge durch nicht verlängerte Verträge im Segment der Größtkunden (Giants) nur teilweise durch Zuwächse in anderen Segmenten kompensiert werden. Damit zeigte sich erneut, dass die energiewirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre eine Neuausrichtung unseres Vertriebsgeschäftes unumgänglich machen. Auch wenn die Kunden nach wie vor Strom und Gas günstig beziehen wollen, reicht es nicht mehr, ein reiner Commodity-Anbieter zu sein, der Trend geht zu ganzheitlichen Energiemanagementlösungen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden hierfür bereits entscheidende Weichen gestellt und die Entwicklung von neuen Produkten wurde vorangetrieben: es wird an Produkten und Dienstleistungen wie Flexibilitätsmanagement, Energieeffizienz-Beratung und Eigenversorgungskonzepten gearbeitet. Dabei wurde die Zusammenarbeit insbesondere mit der im Dezember 2015 konzernintern erworbenen Tochtergesellschaft ENGIE Deutschland GmbH (vormals Cofely Deutschland GmbH) deutlich intensiviert und neu strukturiert. Erste Pilotkunden wurden gewonnen und haben Erlöse und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Produktpalette gebracht.

Auch im Geschäftsfeld strategische Kooperationen konnten wir im Berichtsjahr vielfältige Themen erfolgreich umsetzen. So konnte mit der Vattenfall GmbH in einer Konsortialvereinbarung vom Juni 2015 vereinbart werden, unseren Einfluss auf die gemeinsame Beteiligung an der GASAG Berliner Gaswerke AG (im Folgenden: "GASAG") künftig abgestimmt auszuüben. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und wurde mit der Freigabe durch die Europäische Kommission im Dezember 2015 wirksam. Die ENGIE Gruppe und die Vattenfall GmbH halten gemeinsam etwa 63 % der Anteile an der GASAG. Auf Basis der Vereinbarung können wir dazu beitragen, dass die Position der GASAG als wesentlicher Akteur auf dem Berliner Energiemarkt nachhaltig gestärkt wird.

Für unsere Erzeugungsaktivitäten lassen sich die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2015 wie folgt zusammenfassen:

Kraftwerk Wilhelmshaven nimmt kommerziellen Betrieb auf:

Das neue Steinkohle-Kraftwerk auf dem Rüstersieler Groden in Wilhelmshaven hat am 30. Oktober 2015 den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Bereits im Probebetrieb hatte das Kraftwerk Strom produziert und in das Netz eingespeist. Die vertraglich mit dem Hersteller vereinbarten Tests wurden jedoch erst Ende Februar 2015 abgeschlossen. Danach wurde das Kraftwerk weitestgehend gemäß den Anforderungen des Marktes eingesetzt, wobei weitere Optimierungen aller technischen Parameter erfolgten. Die Schlussabnahme, die das Bauordnungsamt der Stadt und das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg ausführten, erfolgte Ende Oktober 2015. Das Kraftwerk, an dem auch die Schweizer BKW Energie AG, Bern (Schweiz), sowie die WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal, beteiligt sind, hat eine Leistung von 731 MW und kann bis zu 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Das entspricht etwa einem Prozent des gesamten in Deutschland produzierten Stroms.

Revision im Wasserkraftwerk Reisach:

Am 30. März 2015 startete planmäßig die sogenannte große Revision der Kraftwerksgruppe Pfreimd. Neben der baulichen Instandsetzung der unterirdischen Druckstollen und des Hochspeichers wurden auch zahlreiche mechanische, elektrotechnische und leittechnische Anlagenkomponenten in den Kraftwerken Reisach und Tanzmühle auf den neuesten Stand gebracht. EDAG investierte über zehn Mio. € in diese Maßnahmen. Hierdurch wurde eine Leistungssteigerung um 8 % auf 137 MW erreicht und der Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes erheblich gesteigert.

Revision im Kraftwerk Zolling:

Im Zuge einer großen Revision ging der Block 5 am 23. Juli 2015 planmäßig für vier Wochen vom Netz. In dieser Zeit wurde die gesamte Anlagentechnik überprüft und auf den neuesten Stand gebracht. Damit will die EDAG sicherstellen, dass das Kohlekraftwerk auch in den kommenden Jahren systemrelevante Dienstleistungen liefern und für eine stabile Stromversorgung und Netzstabilität in Bayern sorgen kann. Die Investitionen für die Revisionsarbeiten belaufen sich auf rund 11 Mio. €.

3. Erklärung zur Unternehmensführung

Der Vorstand und Aufsichtsrat der EDAG hat die folgenden Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Führungspositionen festgesetzt: Für den Aufsichtsrat beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 20 %. Für den Vorstand beträgt die Zielgröße ebenfalls 20%, allerdings unter der Voraussetzung, dass mindestens 5 Mitglieder dem Vorstand angehören. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt die Zielgröße jeweils 30 %. Die genannten Zielgrößen sollen jeweils bis spätestens 30. Juni 2017 erreicht werden.

Die Frauenquote beträgt zum 31. Dezember 2015 im Vorstand 20 %, im Aufsichtsrat rund 11,1 %, auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 50 % und auf der zweiten Ebene 28,6 %.

4. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze des Geschäftsjahres sind von 1.293,1 Mio. € im Vorjahr auf 1.342,9 Mio. € im Geschäftsjahr insgesamt leicht um 49,8 Mio. € gestiegen. Das entspricht einer relativen Steigerung um 3,9 %. Dieser moderate Anstieg ergibt sich aus unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen. So sind die Umsatzerlöse Strom (aus Vertriebs- und Erzeugungskapazitäten) im Vergleich zum Vorjahr leicht um 12,7 Mio. € gesunken (-1,1 %). Dieser Rückgang wurde durch Steigerungen im Bereich des Gasvertriebs und Kohleverkaufs deutlich kompensiert. Dem Anstieg in diesen beiden Geschäftsfeldern stehen entsprechend gestiegene Materialaufwendungen gegenüber.

Die Umsatzerlöse aus dem reinen Stromvertrieb sind im Berichtsjahr weiterhin gesunken, wobei der Trend fallender Umsätze durch eine gleichzeitig erhebliche Steigerung der abgesetzten Strommenge deutlich verlangsamt werden konnte. Insgesamt haben wir im Stromvertrieb 14,4 TWh Strom verkauft, was einem Anstieg von 2,1 TWh (+17,1 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse verringerten sich von 600,6 Mio. € im Vorjahr um 9,0 Mio. € auf 591,6 Mio. € im Berichtsjahr. Diese Entwicklung ist dem schwierigen Marktumfeld und dem starken Wettbewerb und gleichzeitig weiter gefallenen Preisen beim Stromabsatz geschuldet.

Darüber hinaus konnte die EDAG 4,8 TWh Erdgas verkaufen, was gegenüber dem Vorjahr (3,4 TWh) einen Anstieg um 41 % bedeutet. Trotz im Durchschnitt leicht sinkender Absatzpreise stiegen dadurch die erwirtschafteten Umsatzerlöse im Gasgeschäft von 89,9 Mio. € im Vorjahr auf 117,7 Mio. € im Berichtsjahr.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Kohle sind, insbesondere bedingt durch die intensive Testphase des Kraftwerkes in Wilhelmshaven, deutlich um 22,7 Mio. € auf 57,5 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg geht jedoch auch mit einem steigenden Materialaufwand einher, da aus diesen Geschäftsvorfällen keine nennenswerte Rohmarge erzielt wurde.

Im Vorjahr haben wir für das Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2014 prognostiziert. Diese Erwartung wurde aufgrund der beschriebenen Entwicklungen leicht übertroffen.

5. Produktion/Beschaffung

Die EDAG nutzt und optimiert zur Versorgung ihrer Kunden die gesamte Bandbreite der Beschaffungsmöglichkeiten. Zum einen wird die Möglichkeit der Stromproduktion in den eigenen Kraftwerksanlagen genutzt. Zum anderen werden kurz- und langfristige Bezugsverträge von Strom und Gas im Wesentlichen über konzerninterne Beschaffungskanäle abgeschlossen. Dabei stellt die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien) (im Folgenden: "EBL"), den zentralen Marktzugang für den OTC Markt und für Börsengeschäfte dar.

Wir haben im Berichtsjahr die bereits im Vorjahr gebildete Drohverlustrückstellung für zwei langfristige Stromlieferverträge aufgrund von Änderungen der erwarteten zukünftigen Preissteigerungen um 34,7 Mio. € auf 269,8 Mio. € erhöht.

Die Beschaffung für den Vertrieb erfolgt risikominimierend kongruent zu dem Abschluss der Kundenverträge (back-to-back), so dass sich hier keine offenen Positionen für die Folgejahre ergeben.

6. Ertragslage

2015 2014 +/-
T€ % T€ % T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.342.901 96 1.293.114 95 49.787
Andere aktivierte Eigenleistungen 111 0 247 0 -136
Übrige betriebliche Erträge 57.626 4 72.044 5 -14.418
Betriebsleistung 1.400.638 100 1.365.405 100 35.233
Materialaufwand -1.358.039 97 -1.308.931 96 -49.108
Personalaufwand -42.614 3 -44.595 3 1.981
Abschreibungen -9.154 1 -8.613 1 -541
Sonstige betriebliche Aufwendungen -51.510 3 -47.313 3 -4.197
Sonstige Steuern -207 0 -208 0 1
Betriebsaufwand -1.461.524 104 -1.409.660 103 -51.864
Betriebsergebnis -60.886 -4 -44.255 -3 -16.631
Finanzergebnis -14.787 6.367 -21.154
Beteiligungsergebnis/ Ergebnisübernahme 20.607 5.800 14.807
Neutrales Ergebnis -58.633 0 -58.633
Ertragsteuern 14.081 9.804 4.277
Jahresergebnis -99.618 -22.284 -77.334

Das Jahresergebnis der EDAG ist durch notwendige Anpassungsmaßnahmen aufgrund des schwierigen Marktumfeldes einmalig belastet. Das Betriebsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich durch Sondereffekte deutlich um 16,6 Mio. € verschlechtert. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 14,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Hierfür sind im Wesentlichen zwei gegenläufige Effekte verantwortlich: Während sich die Erträge aus dem Verkauf von CO2 -Emmissionsrechten im Vorjahresvergleich um 7 Mio. € erhöht haben, beinhaltete dieser Posten im Vorjahr einen einmaligen Ertrag aus dem Abschluss eines Schuldübernahmevertrages mit der ENGIE Kraftwerke GmbH (vormals GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH), Berlin, in Höhe von 23,5 Mio. € - mit korrespondierender Verlustübernahme im Beteiligungsergebnis.

Während die Umsatzerlöse um 49,8 Mio. € im Vorjahresvergleich gesteigert werden konnten, stiegen die Materialaufwendungen in etwa proportional um 49,1 Mio. €. Allerdings wurde im Berichtsjahr die Erhöhung der Drohverlustrückstellung für zwei langfristige Stromlieferverträge in Höhe von insgesamt 34,7 Mio. € berücksichtigt, während im Vorjahr hierfür ein Aufwand von 42,9 Mio. € anfiel. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen hat sich die Rohmarge im Berichtsjahr mit 19,5 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Mio. € verschlechtert (-28 %). Für das Geschäftsjahr 2015 hatten wir jedoch im Vergleich zum Vorjahr eine weitestgehend stabile Rohmarge erwartet. Unsere Prognose haben wir somit nicht erreichen können.

In dem Personalaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt 2,6 Mio. € enthalten, die im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr erfolgten Korrektur einer Zusatzverpflichtung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung entstanden sind. Nach Bereinigung um Abfindungen an ausscheidende Mitarbeiter (3,8 Mio. €; Vorjahr: 1,9 Mio. €) sind die Personalaufwendungen im Vorjahresvergleich um insgesamt 1,3 Mio. € zurückgegangen, was mit dem Rückgang der aktiven Mitarbeiter einhergeht.

Der sonstige betriebliche Aufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Mio. € erhöht, was insbesondere auf die im Berichtsjahr zugeführten Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 6,7 Mio. € zurückzuführen ist.

Insgesamt ist die Entwicklung vor Berücksichtigung der genannten Sondereffekte positiv zu bewerten, da sowohl das EBITDA als auch das EBIT sich im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv entwickelt haben, auch wenn beide Ergebnisgrößen negativ sind.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 21,2 Mio. € verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen auf die negative Kursentwicklung bei Wertpapieren zurückzuführen (-10,5 Mio. €, Vorjahr: +5,5 Mio. €) sowie auf um 3,7 Mio. € höhere Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Diese sind größtenteils der weiteren Reduzierung des Zinssatzes geschuldet.

Das Beteiligungsergebnis einschließlich der Erträge und Aufwendungen aus den Ergebnisübernahmeverträgen hat sich im Berichtsjahr stark positiv entwickelt. Dies ist insbesondere auf die Ergebnisabführung der ENGIE Kraftwerke GmbH, Berlin, zurückzuführen, die im laufenden Jahr einen Gewinn in Höhe von 10,3 Mio. € erwirtschaftet hat, während im Vorjahr ein Verlust von 23,5 Mio. € aus dem Abschluss eines Vertrages zur Schuldübernahme angefallen war. Der Gewinn des Jahres 2015 resultiert dabei im Wesentlichen aus der Auflösung der im Vorjahr übernommenen Verbindlichkeit. Korrespondierend hierzu ergab sich daraus in der EDAG im Vorjahr ein Ertrag von 23,5 Mio. €, welcher innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen wurde. Für die Organgesellschaft ENGIE Kraftwerke Betriebs GmbH, Wilhelmshaven (vormals GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH, Berlin), wurde im Berichtsjahr ein Verlust übernommen (6,8 Mio. €), im Vorjahr wurde hingegen ein Gewinn erwirtschaftet (4,3 Mio. €). Die Ergebnisverschlechterung lag unter anderem an der im Juni 2015 abgeschlossenen Änderungsvereinbarung zu dem bestehenden Dienstleistungsvertrag mit der EDAG (Erhöhung der an die EDAG zu zahlenden Vergütung von 2,2 Mio. € im Vorjahr auf 8,2 Mio. € im Berichtsjahr) und wird teilweise durch den entsprechenden Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge kompensiert.

Die Ergebnisbeiträge der sonstigen Beteiligungen lagen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Gesamtentwicklung des Beteiligungsergebnisses lag etwa 35 % unter den prognostizierten Erwartungen.

Im neutralen Ergebnis wurde der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesene Aufwand für außerplanmäßige Abschreibungen auf die Erzeugungskapazitäten in Höhe von 19,1 Mio. € sowie die Verluste aus der Abwertung unserer Beteiligungen in Höhe von 39,5 Mio. € ausgewiesen.

Die Ertragsteuern resultieren - wie im Vorjahr - hauptsächlich aus Auflösungen von Steuerrückstellungen.

7. Vermögenslage

31.12.2015 31.12.2014 +/-
T€ % T€ % T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.836 0 3.159 0 -323
Sachanlagen 76.582 3 100.066 4 -23.484
Finanzanlagen 1.668.241 70 1.498.105 61 170.136
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1.210 0 1.001 0 209
Langfristig gebundenes Vermögen 1.748.869 73 1.602.331 65 146.538
Vorräte 50.274 2 45.749 2 4.525
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 563.624 24 765.696 31 -202.072
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 30.443 1 39.116 2 -8.673
Rechnungsabgrenzungsposten 1.267 0 1.644 0 -377
Kurzfristig gebundenes Vermögen 645.608 27 852.205 35 -206.597
Liquide Mittel 631 0 638 0 -7
2.395.108 100 2.455.174 100 -60.066

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 146,5 Mio. € erhöht. Den Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von 225,9 Mio. €, die mit 4,8 Mio. € das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sowie mit 221,1 Mio. € das Finanzanlagevermögen betreffen, stehen im Wesentlichen laufende Abschreibungen in Höhe von insgesamt 9,2 Mio. € sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (19,1 Mio.€) und auf Finanzanlagen (50,0 Mio. €) gegenüber. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen betreffen mit 209,3 Mio. € im Wesentlichen den konzerninternen Erwerb der GDF SUEZ Energy Services Germany GmbH, Köln (im Folgenden "GSESG").

Die Anlagenintensität (das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) hat sich 2015 insbesondere durch den Erwerb der Anteile an der GSESG mit 73 % gegenüber dem Vorjahr (65 %) deutlich erhöht.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 206,6 Mio. € deutlich verringert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist (-202,1 Mio. €). Insbesondere sind die Forderungen gegen die ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg (vormals GDF SUEZ Treasury Management S.C.R.L.), aus dem Cash-Pooling-Vertrag inklusive Festgeldanlagen um 213,5 Mio. € auf 269,1 Mio. € gesunken. Die Hauptursache hierfür liegt in der Zahlung des Kaufpreises für den Erwerb der Anteile an der GSESG im Dezember 2015.

Der Anstieg bei den Vorräten betrifft im Wesentlichen preisbedingte Veränderungen bei den CO2 -Zertifikaten.

8. Kapitalstruktur und Finanzlage

31.12.2015 31.12.2014 +/-
T€ % T€ % T€
--- --- --- --- --- ---
Gezeichnetes Kapital 5.436 0 5.436 0 0
Rücklagen 1.136.083 48 1.136.083 46 0
Gewinnvortrag 608.636 25 630.920 26 -22.284
Jahresergebnis -99.618 -4 -22.284 -1 -77.334
Eigenkapital 1.650.537 69 1.750.155 71 -99.618
Langfristige Rückstellungen 252.594 11 231.608 10 20.986
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.208 0 8.870 0 -662
Leistungsbereitstellung (WSW) 42.715 2 46.233 2 -3.518
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 1.256 0 3.077 0 -1.821
Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital 304.773 13 289.788 12 14.985
Kurzfristige Rückstellungen 153.247 6 159.236 7 -5.989
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 244.101 10 242.927 10 1.174
Leistungsbereitstellung (WSW) 3.500 0 3.396 0 104
Kurzfristige Verbindlichkeiten 26.892 1 9.495 0 17.397
Rechnungsabgrenzungsposten 12.058 1 177 0 11.881
Kurzfristiges Fremdkapital 439.798 18 415.231 17 24.567
2.395.108 100 2.455.174 100 -60.066

Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und zu wesentlichen Beteiligungen von Aktionären verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Die Veränderung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ist im Wesentlichen auf den langfristigen Anteil der im Berichtsjahr angepassten Drohverlustrückstellung für zwei Stromlieferverträge in Höhe von 12,4 Mio. € zurückzuführen.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 24,6 Mio. € erhöht. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 17,4 Mio. € zurückzuführen und betrifft im Wesentlichen die zum Bilanzstichtag ausstehenden Steuerzahlungen für Umsatzsteuer in Höhe von 6,2 Mio. € (Vorjahr Forderung in Höhe von 3,9 Mio.€) sowie für Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €). Darüber hinaus hat die EDAG mit der EBL ein Optionsgeschäft im Strombereich für das Jahr 2016 mit dem Erhalt der Zahlung der Optionsprämie in Höhe von 11,6 Mio. € im Dezember 2015 abgeschlossen und als Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert.

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den ENGIE-Konzern auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist.

9. Kapitalflussrechnung

Die Veränderung der Finanzmittel erklärt sich wie folgt:

2015

TEUR
Periodenergebnis -99.618
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 78.249
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 33.246
sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -4.041
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -33.967
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 66.384
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -460
Zinsaufwendungen/Zinserträge 8.553
sonstige Beteiligungserträge -24.335
Ertragsteueraufwand/-ertrag -14.081
Ertragsteuerzahlungen -1.201
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.729
Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -760
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 265
Auszahlung für Investitionen des Sachanlagevermögens -4.035
Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.533
Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -221.121
erhaltene Zinsen 1.569
erhaltene Dividenden 8.219
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -214.330
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -6.168
gezahlte Zinsen -1.770
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.938
zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -213.539
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 294
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 483.263
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 270.018

Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgte erstmalig auf Grundlage des DRS 21. Gemäß DRS 21.54 wird auf die Angabe von Vorjahreszahlen verzichtet.

In den Finanzmitteln sind auch kurzfristige Geldanlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten sowie Forderungen aus dem Cash-Pooling enthalten, welche in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

10. Investitionen/Finanzierung

Die EDAG hat im Berichtsjahr insgesamt 225,9 Mio. € investiert. Davon entfallen auf Zugänge im Sachanlagevermögen 4,2 Mio. €, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der im Kraftwerk Pfreimd im Berichtsjahr durchgeführten größeren Revision und Kapazitätserweiterung stehen.

Die Zugänge bei den Finanzanlagen in Höhe von 221,1 Mio. € beinhalten im Wesentlichen den Erwerb der GSESG (209,3 Mio. €). Dieser Kauf steht im Zusammenhang mit der Optimierung der Beteiligungsstruktur innerhalb des ENGIE-Konzerns in Deutschland. Die Zugänge bei der ENGIE Kraftwerke GmbH, die weitere Einlagen zur Realisierung des Kohlekraftwerkes in Wilhelmshaven betreffen, beliefen sich in 2016 auf 11,6 Mio. €.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch die vorhandenen Finanzmittel.

Für das folgende Geschäftsjahr rechnen wir mit Investitionen innerhalb des Sachanlagevermögens in Höhe von 1,8 Mio. €. Auch diese werden durch die vorhandenen liquiden Mittel finanziert.

11. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter (Angestellte, Arbeiter und Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt 457 (Vorjahr: 494).

Das schwierige energiewirtschaftliche Umfeld übt einen starken Druck auf die Kostenstruktur der Energieunternehmen aus. Daher arbeiten wir seit einigen Jahren intensiv an diversen Kosteneinsparungsprojekten, die im Berichtsjahr mit einem Programm zum freiwilligen Ausscheiden von Mitarbeitern verstärkt auch im Personalbereich Anwendung fanden.

Der Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt eine große Bedeutung zu. Schulungsmaßnahmen werden fortlaufend systematisch und individuell geplant und durchgeführt und durch Inhouse-Lehrgänge begleitet.

Die Sicherheit von Mensch und Umwelt steht bei uns im Mittelpunkt. Als Teil der ENGIE-Gruppe engagieren wir uns aktiv in der Gesellschaft im Rahmen der Corporate Social Responsibility, übernehmen soziale Verantwortung und handeln auf Grundlage formulierter Ethikrichtlinien, bei denen die Werte Anspruch, Engagement, Mut und Zusammenhalt im Zentrum stehen.

12. Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG

Die EDAG erfüllt die Bedingungen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens gemäß § 3 Nr. 38 EnWG. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung bestehen deshalb gemäß § 6b Abs. 3 EnWG besondere Anforderungen an die Zuordnung der buchhalterischen Sachverhalte auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche. Da die Gesellschaft lediglich in den Bereichen "Strom", "Gas" und "Sonstige", nicht jedoch in den in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereichen tätig ist, sind zwar getrennte Konten zu führen, sie muss jedoch keinen Tätigkeitsabschluss aufstellen und veröffentlichen.

C. Nachtragsbericht

Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres i. S. d. § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB sind nicht eingetreten.

D. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Das Risikomanagement ist für die EDAG als Unternehmen der ENGIE-Gruppe verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Information unserer Gesellschafter. Über diese wird die EDAG von der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.

Zur Risikofrüherkennung erfolgt eine individualisierte Beobachtung der Risikofaktoren durch die Risikoverantwortlichen. Gemäß der vom Vorstand verabschiedeten und für alle Risikoverantwortlichen verbindliche "Richtlinie für das Risikomanagement" besteht eine Meldepflicht an die Geschäftsführung bei allen Faktoren mit wesentlichen Auswirkungen auf den Shareholder Value.

Zusammenfassend bestehen die folgenden Risiken bzw. Chancen, die eine wesentliche Auswirkung auf die EDAG haben:

Wesentliche Risikofaktoren im operativen Bereich sind aus unserer Sicht ungeplante Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen sowie das Preisniveau für Brennstoffe. Ebenso bestehen wetterbedingte Risikofaktoren bei der Vermarktung unserer Windparks und der wärmegeführten Erzeugungsanlagen in unseren Beteiligungen. Das Risiko ungeplanter Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen können wir zwar nicht gänzlich ausschließen, wir versuchen jedoch dieses durch planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Schulung der Mitarbeiter zu minimieren. Darüber hinaus existieren in wirtschaftlich angemessenem Umfang Versicherungen zur Begrenzung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen.

Das Risiko steigender Brennstoff- bzw. sinkender Stromgroßhandelspreise sichert die EDAG - gemäß einem ENGIE gruppenweit festgelegten rollierenden Hedgingfahrplan - durch Portfolio-Hedge-Geschäfte konzernintern ab. Risiken werden kontinuierlich beobachtet, sodass der Sicherungsumfang wesentlichen Änderungen angepasst werden kann. Daher rechnen wir insofern mit keiner unerwarteten wesentlichen negativen oder positiven Beeinflussung des Unternehmenswertes für die kommenden Jahre. Die Werthaltigkeit unseres Erzeugungsportfolios wird regelmäßig getestet, so dass wir die Risiken aus Preisentwicklungen auf die Werthaltigkeit frühzeitig erkennen können.

Aufgrund der kongruenten Beschaffung von Strom und Gas für die Versorgung unserer Kunden sehen wir kein Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Auch das Mengenrisiko wird als gering eingestuft, da die EDAG auf das Portfolio des ENGIE-Konzerns zurückgreift. Neue Produkte für unsere Kunden durchlaufen einen unternehmensweiten Produktentwicklungsprozess, der alle potentiellen Risiken für die EDAG identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Begrenzung ergreift.

Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite ebenfalls für gering, da auch hier eine Absicherung durch Hedge-Geschäfte vorgenommen wird. Weiterhin verfolgt unsere Vertriebsgesellschaft EEL den kongruenten Beschaffungsansatz, so dass auch hier kein wesentliches Risiko von zukünftigen Preissteigerungen besteht.

Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.

Im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag in Schweizer Franken bestehen Währungsrisiken, die wir jedoch aufgrund der weitgehenden Absicherung für gering halten.

Im Zusammenhang mit dem Betrieb der bestehenden Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, die die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen für die Einsatzstoffe, CO2 und den Stromabsatz) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist, die Entwicklung der langfristigen Rentabilität beinhaltet somit Risiken und in gleichem Maße auch Chancen.

Dies, in Verbindung mit dem Umstand, dass auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung des Markdesigns (insb. die Gestaltung möglicher Kapazitätsmärkte) erhebliche Unsicherheit besteht, führt dazu, dass die künftige Wirtschaftlichkeit und langfristige Rentabilität unserer Kraftwerke risikobehaftet bleibt. Gleichzeitig bieten neue rechtliche Rahmenbedingungen auch Chancen für die zusätzliche bzw. erweiterte Vermarktung der Kraftwerkskapazitäten.

Hinsichtlich des Projektgeschäfts besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch den Verkäufer sowie die natürliche Unsicherheit bei der Bestimmung von Unternehmenswerten. Wir versuchen, die hieraus erwachsenden Risiken durch die Einbeziehung von Experten der Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld zu minimieren.

Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.

Die genannten Risiken sind aufgrund des implementierten Risikomanagementsystems unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben keinen den Bestand der EDAG gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage.

Chancen bestehen insbesondere im Bereich erneuerbare Energien aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich aus vier gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die zunehmende Dekarbonisierung in allen Bereichen des Wirtschaftslebens, die Dezentralisierung der Energieerzeugung mit einhergehenden Veränderungen in der Nutzer- und Kundenstruktur, die kundenseitige Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigung der Energieeffizienz, sowie die kontinuierlich zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen und ihre starken Positionen auf ihren respektive lokalen Märkten, das existierende Geschäft im Bereich erneuerbarer Energien als auch die Energievertriebsaktivität eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und vertreiben. Darüber hinaus könnte auch eine Annäherung mit den Energiedienstleistungsaktivitäten der im Dezember 2015 mittelbar über die GSESG erworbenen ENGIE Deutschland GmbH weitere Vorteile bringen.

E. Prognosebericht

Für das Jahr 2016 verfolgen wir insbesondere die folgenden Ziele:

Entwicklung einer neuen strategischen Ausrichtung für unser Unternehmen, um es an die aktuelle Entwicklungen auf dem Markt (Dekarbonisierung, Dezentralisierung der Energieerzeugung, Steigerung der Energieeffizienz und Digitalisierung) anzupassen.
Implementierung und Optimierung einer neuen Organisation der Aktivitäten der ENGIE Gruppe in Deutschland; hier steht insbesondere die Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen im Fokus.
Optimierung der Entwicklungsaktivität der Onshore Windprojekte mit einer Verstärkung der Kooperation mit den strategischen Partnerschaften wie beispielsweise innerhalb der gemeinsamen Beteiligung an der Tevaro GmbH, Berlin, sowie Prüfung und Entwicklung weiterer Onshore Windprojekte.
Progressive Neuorientierung der Entwicklung der "Business Sales" Vertriebsaktivitäten, um diese als Anbieter von integrierten Energiedienstleistungen zu positionieren.
Entwicklung und Implementierung von Pilot-Projekten für neue potentielle Aktivitäten: LNG für LKW, Batterie-Speicher Systeme für den Regelenergiemarkt und Photovoltaik Angebote an Großkunden.

Analog zu der schwierigen allgemeinen Wirtschaftslage bleiben die Zukunftsaussichten unsicher und wir gehen weiterhin von einer differenzierten Entwicklung aus. Wachstumsperspektiven in den Bereichen konventionelle Erzeugung und Energiegroßkundenvertrieb sind als eher schwierig einzuschätzen, während die Perspektiven im Bereich der technischen Dienstleistungen und Energiedienstleistungen sowie erneuerbarer Energien als günstig einzuschätzen sind. Vor diesem Hintergrund werden wir unser Geschäft in Deutschland punktuell weiter ausbauen, kurz- und mittelfristig mit Fokus auf Dienstleistungen.

Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Gestaltung der Energiewende in Deutschland und Europa und das weiterhin schwierige Marktumfeld im Energiesektor wird sich auch in 2016 fortsetzen. Deshalb rechnen wir für 2016 mit Umsatzerlösen auf dem Niveau des Jahres 2015. Weiterhin gehen wir für 2016 davon aus, dass die Rohmarge im Vergleich zum Berichtsjahr (ohne Berücksichtigung des Sondereffektes aus der Anpassung der Drohverlustrückstellung) weitestgehend stabil bleibt. Insgesamt erwarten wir eine leichte Ergebnisverbesserung (EBIT und EBITDA) im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

Für das Beteiligungsergebnis erwarten wir auch in 2016 einen positiven Ergebnisbeitrag, der erwartungsgemäß durch den Erwerb der GSESG deutlich oberhalb des Niveaus von 2015 prognostiziert wird.

Im Rahmen der Neuausrichtung und Bündelung unserer vielfältigen Aktivitäten in Deutschland werden derzeit verschiedene Alternativen hinsichtlich der organisatorischen Optimierungen der Beteiligungsstruktur geprüft. So streben wir unter anderem die Ausgliederung unserer Erzeugungsaktivitäten in eigenständige Tochtergesellschaften an. Sollte dieses Projekt in 2016 umgesetzt werden, hätte dies wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

F. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Die EDAG hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Der Vorstand hat die folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die ENGIE Deutschland AG hat nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und dadurch, dass eine Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, keinen Nachteil erlitten bzw. einen angemessenen Ausgleich erhalten."

Berlin, 12. Juli 2016

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

Manfred Schmitz

Marian Goetz

Wim Broos

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss, dem Lagebericht und zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ENGIE Deutschland AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung des Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt."

Berlin, 13. Juli 2016

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Diederichs, Wirtschaftsprüfer

Bährens, Wirtschaftsprüfer