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ENCAVIS AG Management Reports 2021

May 4, 2022

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Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 Der Encavis-Konzern Allgemeine Informationen Der zusammengefasste Lagebericht umfasst neben dem Encavis-Konzern (nachfolgend „der Konzern“ oder „Encavis“) auch das Mutterunternehmen, die Encavis AG mit Sitz in Hamburg, Deutschland. Er wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 20 aufgestellt. Die Encavis AG stellt den Einzelabschluss nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB und den Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. Der Lagebericht und Konzernlagebericht sind zusammengefasst, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird jeweils separat dargestellt. Das Grundkapital beträgt EUR 160.469.282,00 und ist eingeteilt in 160.469.282 Stückaktien ohne Nennbetrag. Die durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien (unverwässert) im Berichtszeitraum beläuft sich auf 144.378.743 (Vorjahr: 137.799.309). Alle Angaben in diesem Bericht beziehen sich, sofern nicht anders vermerkt, auf den 31. Dezember 2021 beziehungsweise auf das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell Die im SDAX der Deutschen Börse gelistete Encavis AG nutzt die vielfältigen Chancen der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Als unabhängiger Betreiber von umweltfreundlichen und emissionsfreien Kraftwerkskapazitäten hat Encavis das Erzeugungsportfolio seit 2009 kontinuierlich ausgebaut. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist der Erwerb und Betrieb von Solar- und Onshore-Windparks. Das Unternehmen konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen auf einen Mix aus in Entwicklung befindlichen Projekten und baureifen beziehungsweise schlüsselfertigen Projekten oder bereits bestehenden Anlagen, die über garantierte Einspeisevergütungen (Feed-in Tariffs) verfügen oder für die langfristige Stromabnahmeverträge abgeschlossen werden. Die Entwicklungsprojekte beziehungsweise fertigen Anlagen befinden sich grundsätzlich in geografischen Regionen, die sich durch ein stabiles wirtschaftspolitisches Umfeld und verlässliche Investitions- und Rahmenbedingungen auszeichnen. Darüber hinaus bietet Encavis über ihre Tochtergesellschaft Encavis Asset Management AG institutionellen Investoren attraktive Möglichkeiten, in Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien zu investieren. Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle Dienstleistungen in diesem Geschäftsbereich, das heißt die Initiierung von Fonds beziehungsweise die individuelle Gestaltung und Strukturierung sonstiger Investitionen für professionelle Anleger im Bereich Erneuerbare Energien sowie den Betrieb der von diesen Anlegern gehaltenen Anlagen. Das Portfolio von Encavis umfasst aktuell insgesamt 206 Solar- und 96 Windparks mit einer Leistung von mehr als 3,0 GW in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Finnland, Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Spanien und Irland. Davon betreibt der Konzern 33 Solar- und 56 Windparks im Rahmen des Segments Asset Management für Dritte. Mit der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien leistet der Encavis-Konzern einen bedeutenden Beitrag für eine nachhaltige und saubere Energieversorgung. Die gesamte Stromproduktion des Konzerns im Jahr 2021 beläuft sich auf rund 4,42 Terawattstunden (TWh). Davon entfallen rund 2,75 TWh auf die im Eigenbestand gehaltenen Solar- und Windparks, deren Produktion sich in den Umsatzerlösen des Konzerns widerspiegelt. Konzernstruktur Die Encavis AG ist das Mutterunternehmen des Encavis-Konzerns. Neben der Encavis AG werden zum 31. Dezember 2021 insgesamt 253 Tochterunternehmen (Vorjahr: 242) unmittelbar oder mittelbar in den Konzernabschluss einbezogen. Das Schaubild stellt die Segmente des Konzerns zum 31. Dezember 2021 dar: PV Parks Das Segment umfasst sämtliche Eigenbestands-Solarparks in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Dänemark sowie etwaige Holdinggesellschaften. PV Service Das Segment besteht aus der Encavis Technical Services GmbH sowie der Minderheitsbeteiligung an der Stern Energy S.p.A. Zudem sind die diesem Segment zugeordneten Geschäftsvorfälle der Encavis AG enthalten. Windparks Hierin sind sämtliche Eigenbestands-Windparks in Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich, Dänemark und Finnland sowie die dazugehörigen Holdinggesellschaften enthalten. Asset Management Das Segment umfasst die Geschäftsaktivitäten der Encavis Asset Management AG sowie diejenigen Aktivitäten der Encavis GmbH, die das Geschäftsfeld des Asset Managements betreffen, sowie sonstige diesem Geschäftsfeld zugeordnete Gesellschaften. Verwaltung Das Segment besteht aus den die Verwaltung betreffenden Geschäftsvorfällen der Muttergesellschaft des Konzerns, der Encavis AG, und den diesem Segment zugeordneten Geschäftsvorfällen der Encavis GmbH. Darüber hinaus sind in diesem Segment die Encavis Finance B.V. sowie sonstige der Verwaltung zugeordnete Gesellschaften enthalten. Internes Steuerungssystem von Encavis Maßgebliches Ziel von Encavis ist das profitable Wachstum und somit die Steigerung des Unternehmenswerts. Bei der Umsetzung und Überwachung der Zielvorgaben informiert sich der Vorstand regelmäßig über aktuelle Entwicklungen. Hierzu zählen technische und kaufmännische Aspekte der Bestandsparks wie die kumulierte Stromproduktion, die technische Verfügbarkeit der Anlagen, aber auch die Integration von neu erworbenen Solar- oder Windparks in den Encavis-Konzern. Ferner werden im Vorstand potenzielle Investitionsmöglichkeiten sowie die freien, zu Investitionszwecken verfügbaren liquiden Mittel diskutiert. Es erfolgt eine kontinuierliche Liquiditätsüberwachung der operativen Solar- und Windparks. Dadurch ist es dem Vorstand möglich, kurzfristig auf Gegebenheiten zu reagieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Mit dem Geschäftsbericht wird auch die Prognose für das folgende Geschäftsjahr veröffentlicht. Diese basiert auf detaillierten Planungen der einzelnen Konzerngesellschaften. Die veröffentlichte Prognose wird vierteljährlich überprüft und bei Bedarf vom Vorstand angepasst. Die Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT von Encavis enthalten mitunter wesentliche IFRS-bedingte, nicht zahlungswirksame Bewertungseffekte. Dazu zählen unter anderem Erträge aus der Auflösung des Zinsvorteils aus subventionierten Darlehen (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und in der Vergangenheit auch die bei der Erstkonsolidierung von neuen Solar- und Windparks im Rahmen der Kaufpreisallokationen (Purchase Price Allocation) ermittelten Unterschiedsbeträge. Durch die mit der Änderung des IFRS 3 einhergehende Anpassung der Definition des Geschäftsbetriebs werden Erwerbe von neuen Solar- und Windparks in der Regel jedoch nicht mehr als Unternehmenszusammenschluss, sondern als Erwerb von Vermögenswerten abgebildet. Hierbei wird der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und neubewertetem Vermögen nicht mehr als Goodwill (Bilanzposition) oder Badwill (ergebniswirksam) erfasst, sondern auf die einzelnen wesentlichen Vermögenswerte verteilt und aktiviert. Encavis veröffentlicht daher ein um diese Effekte bereinigtes, angepasstes (adjustiertes) Ergebnis, das die operative Ertragskraft und Entwicklung des Unternehmens wesentlich transparenter und nachhaltiger widerspiegelt. Die im Prognosebericht enthaltene Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2021 basiert ebenfalls auf diesen angepassten Finanzkennziffern. Zu den im Konzern intern eingesetzten finanziellen und nicht finanziellen Steuerungsgrößen, die sich an den Interessen und Ansprüchen der Aktionäre orientieren, zählen insbesondere: operativer Cashflow technische Verfügbarkeit der Anlagen Umsatzerlöse bereinigtes operatives EBITDA bereinigtes operatives EBIT operatives Ergebnis je Aktie Die Erreichung der Kennzahlen in Bezug auf die technische Verfügbarkeit der Anlagen, die produzierten Kilowattstunden (kWh) und die daraus resultierenden Umsatzerlöse werden regelmäßig im Performance-Report dargestellt und mit dem Vorstand besprochen. Der operative Cashflow wird in Übereinstimmung mit IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt. Zinszahlungen werden in voller Höhe im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Der operative zahlungswirksame Steueraufwand ist im operativen Cashflow enthalten. Insbesondere bei Investitionsentscheidungen liegt der Fokus auf einer erwarteten Internal Rate of Return (IRR), die die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital beziehungsweise die Rendite der Investition über einen mehrjährigen Betrachtungszeitraum widerspiegelt. Auch die operative Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity, ROE) ist eine wichtige Kenngröße bei Investitionsentscheidungen. Sie gibt das Verhältnis vom bereinigten operativen Ergebnis nach Zinsen und Steuern (operatives EAT) zum investierten Eigenkapital wieder. Darüber hinaus werden qualitative und strategische Kriterien wie beispielsweise stabile Vergütungssysteme, qualitativ hochwertige Komponenten oder attraktive Finanzierungsbedingungen berücksichtigt. Die Kennzahlen „Bereinigtes operatives EBITDA“ und „Bereinigtes operatives EBIT“ leiten sich jeweils aus den IFRS-Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT ab und sind um folgende Effekte bereinigt. Operatives EBITDA = IFRS-EBITDA abzüglich der folgenden Effekte: Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang von Finanzanlagen und sonstige nicht betriebliche, zahlungswirksame Erträge sonstige nicht zahlungswirksame Erträge, im Wesentlichen aus der Auflösung des Zinsvorteils aus subventionierten Darlehen (Zuwendungen der öffentlichen Hand) und Gewinne aus Unternehmenszusammenschlüssen (Badwills) nicht zahlungswirksame anteilsbasierte Vergütung und sonstige nicht operative Aufwendungen ausgewählte Einmaleffekte Operatives EBIT = IFRS-EBIT abzüglich der folgenden Effekte: bereits bereinigte Effekte aus dem operativen EBITDA Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte Wertminderungen aus Werthaltigkeitstests auf aus Kaufpreisallokationen resultierende Vermögenswerte Abschreibungen auf Step-ups auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Sachanlagen Die finanziellen Steuerungsgrößen für die Encavis AG sind mit Ausnahme der Umsatzerlöse und der technischen Verfügbarkeit der Anlagen im Wesentlichen identisch mit den im Konzern eingesetzten Kennzahlen. Die Bereinigungen des EBITDA und EBIT betreffen bei der Encavis AG im Wesentlichen Effekte aus den Abgängen von Finanzanlagen, aus der Währungsumrechnung sowie aus sonstigen nicht zahlungswirksamen Erträgen. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Corona-Pandemie und steigende Inflation prägen Weltwirtschaft im Jahr 2021 Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2021 insgesamt sehr positiv entwickelt und ist deutlich gewachsen. Laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom 25. Januar 2022 legte das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um rund 5,9 % zu. Gerade in den ersten Monaten des Jahres 2021 konnte sich die Wirtschaftsentwicklung vom volatilen Verlauf des Vorjahres deutlich erholen. Grund hierfür war insbesondere der Rückgang der Corona-Infektionen im Frühjahr 2021, der zu einer sukzessiven Lockerung der pandemiebedingten Beschränkungen führte und positive Impulse für die weitere wirtschaftliche Entwicklung setzte. Diese Wachstumsimpulse wurden in den Folgemonaten durch den Verzicht vieler Länder auf weitere Eindämmungsmaßnahmen sowie durch eine anhaltend lockere Geldpolitik der Notenbanken gestützt. Die zweite Jahreshälfte 2021 war hingegen geprägt von einer Reihe von Faktoren, die den dynamischen Aufschwung merklich abbremsten. Vor allem in Europa störten wieder zunehmende Corona-Fallzahlen die Lieferketten und Materialbeschaffung. In China führten Corona-Ausbrüche, Unterbrechungen der Industrieproduktion aufgrund von Stromausfällen, rückläufige Immobilieninvestitionen sowie sinkende öffentliche Investitionen zu einer merklichen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Obwohl es im November 2021 Anzeichen für eine globale Trendwende gab – insbesondere mit einer Belebung des internationalen Handels sowie positiven Daten für den Dienstleistungssektor und die Industrieproduktion – konnten frühere Rückgänge nur teilweise kompensiert werden. Infolgedessen verlangsamte sich ab der Jahresmitte die Erholung der Weltwirtschaft spürbar. Fortsetzung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2022 erwartet Der IWF geht für das Jahr 2022 von einem Wachstum des globalen BIP in Höhe von 4,4 % aus. Zudem wird damit gerechnet, dass die Inflation auf einem hohen Niveau bleiben wird, da im Jahr 2022 weitere Unterbrechungen der Lieferketten und steigende Energiepreise erwartet werden. Die Verbreitung neuer Corona-Varianten könnte die Pandemie verlängern und zu erneuten Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Entwicklung führen. Die vom IWF erwartete Straffung der Geldpolitik in einigen Ländern sollte den Inflationsdruck eindämmen, wobei der Spielraum in der nationalen Finanzpolitik beschränkt bleibt, da die Gesundheits- und Sozialausgaben im Zuge der Corona-Pandemie stark an Bedeutung gewonnen haben. Gleichwohl bleiben nach Auffassung des IWF Investitionen in die Klimapolitik unerlässlich, um das Risiko eines weitreichenden Klimawandels zu verringern. Auch der europäische Wirtschaftsraum entwickelte sich im Berichtszeitraum 2021 sehr positiv. Nach einer Schätzung von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, stieg das BIP im Euroraum gegenüber dem Vorjahr um 5,2 %. Dabei hatten die Konsumausgaben der privaten Haushalte einen stark positiven Einfluss auf das BIP-Wachstum. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2021 ebenfalls auf ihren Wachstumskurs zurückgekehrt. Das BIP legte nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % zu. Die Wirtschaftsleistung konnte sich trotz der andauernden Pandemie und Liefer- und Materialengpässen erholen, wenngleich die deutsche Wirtschaft die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus noch nicht wieder erreichen konnte. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Die positive Entwicklung im Jahresverlauf 2021 verteilte sich auf fast alle Wirtschaftsbereiche. Dies betrifft insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen sowie Exporte und Importe. Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich auf dem niedrigen Niveau von 2020. Die durchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen blieb mit etwa 44,9 Millionen Beschäftigten auf dem Vorjahresniveau. Die staatlichen Haushalte der Bundesrepublik Deutschland schlossen das Jahr 2021 mit einem Finanzierungsdefizit in Höhe von 153,9 Milliarden Euro – dem zweithöchsten seit der deutschen Wiedervereinigung. Weitere Verschärfung der Geldpolitik bei anhaltender Inflation In den Vereinigten Staaten von Amerika hat die US-Notenbank beschlossen, den Abbau von Vermögenswerten zu beschleunigen und die Zinssätze im Jahr 2022 anzuheben. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat angekündigt, den Nettoerwerb von Vermögenswerten sukzessive zurückzufahren. Zudem gab die EZB in Anbetracht der hohen Inflationsraten bekannt, ihr Leitzinsniveau so lange zu halten, bis angemessene Fortschritte bei der Stabilisierung der Inflation auf ihrem mittelfristigen Ziel erreicht werden. Anschließend wird die Notenbank turnusgemäß ihren wirtschaftlichen Ausblick überprüfen. Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien Der Markt für Erneuerbare Energien Die globale Energiewende lässt Energienachfrage aus erneuerbaren Quellen steigen Die Welt durchläuft einen tiefgreifenden Energiewandel, der ein breites Spektrum umfasst – von Erneuerbaren Energien über Energiespeicherung und elektrifizierte Fahrzeuge bis zum Einsatz nachhaltiger Materialien. In der globalen Energiewende nimmt der Ausbau Erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle ein. So hat sich das Wachstum Erneuerbarer Energien auch im Jahr 2021 mit anhaltender Dynamik fortgesetzt. Im vergangenen Jahr wurden für die globale Energiewende und entsprechende Klimatechnologien mehr als 900 Milliarden US-Dollar investiert. Allein die Investitionen in die Energiewende erreichten 755 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um ein Viertel gegenüber 2020 – beziehungsweise eine Verdoppelung gegenüber 2015 und eine mehr als 20-fache Steigerung seit 2004. Mit einem Investitionsvolumen von rund 366 Milliarden US-Dollar entfallen nahezu 50 % dieser Investitionen auf den Ausbau Erneuerbarer Energien. Konventionelle Energiequellen und fossile Energieträger werden mit dem konsequenten Ausbau und der Nutzung regenerativer Energiequellen zunehmend ergänzt oder ersetzt. Die globale Energiewende und der anhaltend starke Ausbau Erneuerbarer Energien wird dabei von folgenden Faktoren maßgeblich bestimmt: Die Experten der Internationalen Energieagentur (IEA) erwarten, dass der Druck auf den Wandel des Energiesystems auch in den kommenden Jahrzehnten nicht nachlassen und der Energiesektor im Zentrum der Lösung des Klimawandels bleiben wird. So ist der Energiesektor für fast drei Viertel der globalen Emissionen verantwortlich, die bereits zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 1,1 °C seit dem vorindustriellen Zeitalter geführt haben, mit sichtbaren Auswirkungen auf Klima und Wetterextreme. Zudem sind in den meisten Märkten Photovoltaik oder Windkraft bereits heute die billigste verfügbare Quelle für neue Stromerzeugung. Die ökonomische Überlegenheit Erneuerbarer Energien verleiht der Transformation neue Dynamik. Gleichzeitig verdeutlicht der starke Wiederanstieg des Kohle- und Ölverbrauchs im Jahr 2021 die Komplexität des Wandels. Im Vorfeld der Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow sind viele Länder neue Verpflichtungen eingegangen, um die Emissionen zu reduzieren und den Umbau der Energiesysteme voranzutreiben. Sofern alle Zusagen erfolgreich umgesetzt werden, würden die weltweiten energiebezogenen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um rund 40 % sinken. Die Regierungen müssten ihre Anstrengungen aber deutlich intensivieren, um die angekündigten Zusagen vollständig zu erfüllen. Gleichzeitig decken die bislang vorliegenden Zusagen weniger als 20 % der Emissionsminderungslücke ab, die bis zum Jahr 2030 geschlossen werden müsste, um das Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu beschränken. Nach dem World Energy Outlook der IEA ist daher zu erwarten, dass der politische Druck in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die IEA hebt vier Schlüsselmaßnahmen hervor, mit denen die ambitionierten Ziele erreicht werden könnten und die sich bereits in vielen nationalen Aktionsplänen wiederfinden: die Förderung der sauberen Elektrifizierung, die Stärkung der Energieeffizienz, die Verringerung der CO2-Emission aus dem Betrieb fossiler Brennstoffe sowie die Förderung von Innovationen im Bereich der sauberen Energie. Eine nachhaltige Lösung erfordert einen ganzheitlichen Ansatz, in dem Erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle zukommen wird – insbesondere der Photovoltaik und der Windenergie. Zur Erreichung des 1,5 °C-Ziels wäre nach Angaben der IEA ein sprunghafter Anstieg der jährlichen Investitionen in grüne Energieprojekte und Infrastrukturen auf fast vier Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2030 erforderlich. Die Finanzierung dieser Vorhaben stellt gerade Entwicklungs- und Schwellenländer vor große Herausforderungen. Um ein weltweit konsequentes Handeln zu ermöglichen, bedarf es passender Finanzierungslösungen. Es ist davon auszugehen, dass vergleichbare internationale Kooperationsprojekte weiter an Bedeutung gewinnen werden. Die Experten der IEA erwarten einen fortlaufenden Ausstieg aus Kohlekraft, die in vielen Ländern einen zentralen Bestandteil des Energiemix bildet. Neben den Investitionen für den Umstieg auf andere Energieträger bleiben insbesondere die Sicherheit der Stromversorgung, die Höhe der Stromkosten und die soziale Ausgewogenheit des Wandels von zentraler Bedeutung. Die IEA weist darauf hin, dass der erfolgreiche politische Umgang mit diesen Herausforderungen ein zentraler Faktor für eine erfolgreiche Klimapolitik ist – zumal eine breite soziale Unterstützung der Energiewende unabdingbar ist. Vor diesem Hintergrund ist anzunehmen, dass die Energiepolitik zunehmend von sozialpolitischen Aspekten getrieben wird. Die enormen Investitionen in den Energiewandel bieten den privatwirtschaftlichen Akteuren ein großes wirtschaftliches Potenzial. Die Experten der IEA beziffern das Marktpotenzial für die Hersteller von Windturbinen, Solarzellen, Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen bis zum Jahr 2050 auf weit über eine Billion US-Dollar. Dies entspricht etwa der Größe des derzeitigen globalen Ölmarktes und verdeutlicht die außerordentlich hohe wirtschaftliche Relevanz des Transformationsprozesses. Daher ist eine intensive Verflechtung der globalen Energie- und Wirtschaftspolitik zu beobachten. Der entsetzliche Krieg Russlands gegen die Ukraine und die dadurch ausgelösten Flüchtlingsströme sowie die Sanktionen der westlichen Staaten gegen Russland haben sehr deutlich gemacht, dass die große Abhängigkeit Europas von Gas- und Öllieferungen aus Russland nicht nachhaltig ist. Vielmehr wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien als DIE Lösung für die Stromversorgung Europas und somit als „Freiheitsenergie“ angesehen. Dies dürfte den Erneuerbaren Energien in Europa nochmal einen Schub geben. Hierzu hat die EU-Kommission im März 2022 einen Plan „RepowerEU“ vorgelegt, in dem ein Ausbau der erneuerbaren Energiekapazitäten auf 980 GW bis 2030 in Angriff genommen wird. Photovoltaik bleibt die am schnellsten wachsende Energie-Technologie der Welt. Die Investitionen in große und kleine Solarprojekte stiegen im Jahr 2021 auf einen Rekordwert von 205 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahr. Die Solarinstallationen erreichten im Jahr 2021 rund 185 GW. Dies entspricht einem Wachstum von rund 31 %. 2020 betrug das Investitionsvolumen noch 144 GW. Zuversichtlich stimmt unter anderem das robuste Wachstum von Photovoltaik in Europa. Nach vorläufigen Zahlen des europäischen Solarverbands Solar Power legte die installierte Nennleistung um rund 34 % gegenüber dem Vorjahr zu. Demnach wurden im Berichtsjahr 2021 Solaranlagen mit einer Kapazität von rund 25,9 GW an die Netze der 27 EU-Mitgliedstaaten angeschlossen. Damit wäre es das Jahr mit dem höchsten Photovoltaik-Zubau. Der bisherige Rekord lag im Jahr 2011 bei 21,4 GW. In China – dem wichtigsten Markt für Photovoltaik weltweit – hat der Ausbau im Jahr 2021 weiter angezogen. Nach vorläufigen Zahlen von Chinas Nationaler Energieadministration (NEA) wurde der gute Vorjahreswert um rund 10 % übertroffen. Im Reich der Mitte wurde im Jahr 2021 erstmals die 50 GW-Schwelle überschritten und Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 53 GW wurden angeschlossen. Windkraft konnte vom Wachstumskurs Erneuerbarer Energien nur bedingt profitieren. Die Gesamtinvestitionen in Windenergie betrugen im Berichtsjahr 2021 rund 147 Milliarden US-Dollar – ein leichter Rückgang gegenüber den Vorjahren mit 155 Milliarden US-Dollar (2020) und 160 Milliarden US-Dollar (2019). Die installierte Gesamtleistung an Land (onshore) wuchs um 16 %, während die Gesamtleistung der Anlagen auf See (offshore) um 45 % zurückging, nachdem das Vorjahr ein hervorragendes Jahr mit vielen Großprojekten war. Dennoch waren die Investitionen in die Offshore-Windenergie vergleichbar mit dem Niveau von 2019. Der Weltwindenergierat GWEC taxiert den Jahresausbau der Windkraft weltweit auf nun 92 GW. Die GWEC-Prognose sieht allerdings für das Jahr 2022 einen leichten Rückgang voraus. Wesentliche Ursachen wären eine Abschwächung des Installationsbooms bei Offshore-Windparks in China sowie ein Rückgang bei den Onshore-Windparkinstallationen in den USA. Gleichwohl wird für die Folgejahre ein weiteres globales Marktwachstum erwartet, das von den Klimaschutzmaßnahmen vieler Länder getragen wird. Privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge (PPAs) bleiben attraktiv Die weiter verbesserte Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien im Vergleich zu konventionellen Formen der Energieerzeugung sowie das klare Bekenntnis zu einer klimafreundlichen Energiebilanz von Unternehmen, wie sie beispielsweise in der RE100-Initiative zum Ausdruck kommt, sorgen für eine seit Jahren zunehmende Dynamik auf dem Markt für Privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge. Hinzu kommt, dass die Preise für Strom sehr volatil sind und bisher nicht gekannte Preisspitzen erreichen. Industrieunternehmen haben ein ausgeprägtes Interesse, sich die Lieferung CO2-neutraler Energie für einen langen Zeitraum zu planbaren Konditionen zu sichern. „Klimafreundlich erzeugter Strom zu verlässlichen Preisen“ ist für sie zum wichtigsten Kriterium geworden. Nach Angaben von BloombergNEF kauften Unternehmen im Rahmen von Stromabnahmeverträgen eine Rekordsumme von 31,1 GW an sauberer Energie, wobei Technologieunternehmen erneut die größten Abnehmer waren. PPAs leisten damit einen stetig wichtiger werdenden Beitrag zur Energiewende. Politische Rahmenbedingungen Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow Im Rahmen der UN-Weltklimakonferenz in Paris im Jahr 2015 haben sich nahezu 200 Staaten auf eine Klimaschutzvereinbarung („Weltklimaabkommen“) geeinigt, die die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C, im Vergleich zum vorindustriellen Niveau vorsieht. Dieses Ziel ist nur mit einer konsequenten und sofortigen weltweiten Klimaschutzpolitik erreichbar. Auf der UN-Klimakonferenz in Kattowitz im Jahr 2018 wurde die weitere Umsetzung der in Paris getroffenen Vereinbarung festgelegt. Gleichwohl war nach Angaben der Europäischen Union 2021 das mit Abstand wärmste Kalenderjahr der vergangenen sieben Jahre. So lag die Durchschnittstemperatur etwa 1,2 °C über dem vorindustriellen Mittelwert der Jahre 1850 bis 1900. Vor dem Hintergrund dieser und weiterer alarmierender Nachrichten über die Auswirkungen des Klimawandels fand im November die Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow statt. Dabei haben Unterzeichnerstaaten aus aller Welt sich dazu verpflichtet, die dort gefassten Beschlüsse sowie das Paris-Abkommen umzusetzen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Weltklimakonferenzen haben sich alle Mitgliedstaaten auf eine beschleunigte globale Energiewende und eine Abkehr von der Kohleverbrennung geeinigt. Damit kann die Staatengemeinschaft eine neue Phase zur Umsetzung der Klimaziele von Paris einläuten. In Anbetracht der ambitionierten Zielsetzungen und schleppenden Umsetzung der Klimamaßnahmen in einigen Ländern ist auf Grundlage der Beschlussfassungen in Glasgow ein konsequentes Handeln erforderlich. Klimapolitik innerhalb der Europäischen Union Im Sinne der Pariser Klimaschutzvereinbarung verfolgt auch die EU eine Energie- und Klimapolitik, die darauf ausgerichtet ist, klimaschädliche Treibhausgasemissionen weitmöglich zu reduzieren. Die Europäische Kommission hat sich – insbesondere durch den EU-Emissionshandel und EU-weite Standards – zunehmend zum Taktgeber der Klimapolitik ihrer Mitgliedsländer entwickelt. Im EU-Klimagesetz wurde das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2050 festgelegt und das 2030-Ziel auf 55 % Treibhausgasminderung gegenüber 1990 angehoben. Ob es realistisch ist, diese Zielgrößen im gesteckten Zeitrahmen zu erreichen, erscheint jedoch fraglich. Die Europäische Umweltagentur geht davon aus, dass mit den aktuellen Maßnahmen eine Minderung um 41 % bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann. Um den Wandel zu beschleunigen und die klimapolitischen Instrumente besser auf die Zielsetzungen auszurichten, hat die EU-Kommission im Juli 2021 das „Fit for 55“-Paket vorgelegt. Die Vorschläge der EU-Kommission umfassen eine breite Instrumentenpalette, die sowohl CO2-Bepreisung, Standards, Ziele für die Mitgliedstaaten sowie Ausgleichsmaßnahmen beinhaltet. Zudem wird der Rahmen für die Förderung der Erneuerbaren Energien und die Steigerung der (Gebäude-)Energieeffizienz neu geregelt. Umstritten ist in diesem Zusammenhang der aktuelle Beschluss der Europäischen Kommission, unter bestimmten Bedingungen Atomkraft und Erdgas in die Taxonomie mit aufzunehmen. So befürchtet das Umweltbundesamt, dass die Taxonomie als wirksames Transparenzinstrument für die Finanzmärkte an Glaubwürdigkeit und Aussagekraft verliert. Politische Rahmenbedingungen in den Kernregionen Europa 75 % der Emissionen der EU entfallen auf den Energieverbrauch, sodass der Umbau des europäischen Energiesystems zentrale Bedeutung für die Erreichung der europäischen Klimaschutzziele hat. Größere Energieeinsparungen und ein höherer Anteil der Erneuerbaren Energien am tatsächlichen Verbrauch sind wichtige Faktoren für Beschäftigung, Wachstum und Emissionsminderung. Um fossile Brennstoffe einzusparen und Treibhausgasemissionen zu verringern, plant die EU-Kommission den Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch innerhalb der Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2030 auf 40 % zu steigern. Diese Zielmarke ist Teil des Europäischen Green Deals, mit dem die EU bis 2050 klimaneutral werden will. Dafür sollen in einem ersten Schritt die jährlichen Treibhausgasemissionen der EU-Mitgliedstaaten ebenfalls bis zum Jahr 2030 um 55 % gegenüber dem Stand von 1990 verringert werden. Diese neue Benchmark hat die EU-Kommission im Juli 2021 in ihrem Klimaplan „Fit for 55“ festgeschrieben; sie betrug vorher lediglich 40 %. Im Referenzjahr 2019 lagen die Emissionen 24 % niedriger als 1990. Das macht den Ausbaubedarf der Erneuerbaren Energiequellen deutlich. Die Nutzung Erneuerbarer Energie hat in allen 27 EU-Mitgliedstaaten während der vergangenen Jahre zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt Mitte Oktober 2021 mitteilte, erhöhte sich der Anteil Erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch zwischen 2009 und 2019 durchschnittlich von 13,9 % auf 19,7 %. Die Vorreiter der klimafreundlichen Stromerzeugung sind nach wie vor in Nordeuropa mit ihren großen Wasserreservoirs zu finden. Deutschland Im Koalitionsvertrag hat sich die neue Bundesregierung auf ein neues Ziel geeinigt: Im Jahr 2030 sollen Erneuerbare Energien 80 % des Bruttostromverbrauchs decken. Bislang liegt das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Ziel noch bei 65 % für 2030. Dafür wollen die Koalitionspartner der Regierung den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben. Neben dem EEG plant die Bundesregierung Instrumente für den förderfreien Zubau, wie beispielsweise langfristige Stromlieferverträge, und den europaweiten Handel mit Herkunftsnachweisen im Sinne des Klimaschutzes zu stärken. Die neue Bundesregierung steht dabei vor einer großen Herausforderung: Nach Angaben von Agora sind in Deutschland die Treibhausgasemissionen im Jahr 2021 auf insgesamt 772 Millionen Tonnen CO2 gestiegen. Damit entfernt sich Deutschland vom Pfad, das Klimaziel für 2030 zu erreichen. Zur Erreichung des Ziels müssten ab 2022 jährlich 37 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Der Emissionsanstieg geht vor allem auf einen wieder gestiegenen Energieverbrauch im Zuge der wirtschaftlichen Teilerholung, einen kalten Winter mit gestiegenem Heizbedarf und einen höheren Anteil klimaschädlichen Kohlestroms zurück. Bei weiterer wirtschaftlicher Erholung ist ein Anstieg der Emissionen auch 2022 wahrscheinlich. Beim Anteil des Stroms an Erneuerbarer Energie am Energiemix bleibt Deutschland hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Im Berichtsjahr 2021 ist der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 42,3 % gesunken und fällt damit zurück auf das Niveau von 2019. Damit die Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 die geplanten 80 % des deutschen Stromverbrauchs decken können, braucht Deutschland nach Einschätzung von Agora eine sofortige Ausbauoffensive der Photovoltaik und der Windenergie. Erneuerbare Energien gewinnen bei der Energieerzeugung in Deutschland zunehmend an Bedeutung: In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Kernkraftwerke im Rahmen des geplanten Atomausstiegs deutlich gesunken und der Ausbau der Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen wurde – wenn auch schleppend – fortgesetzt. Bei den übrigen Erzeugungskapazitäten wie Biomasse oder Offshore-Windenergieanlagen gab es hingegen wenig Veränderungen. Diese Entwicklung spiegelt auch das Jahr 2021 wider, wobei die Dynamik bei fossilen Erzeugungstechnologien zugenommen hat. Der Zubau Erneuerbarer Energien stieg in Deutschland gegenüber dem Vorjahr 2020 leicht. Ende 2021 betrug die installierte Gesamtleistung Erneuerbarer Energien 137 GW. Dies entspricht einem Zubau von 6,7 GW – ein Plus von rund 5 % im Vergleich zu 2020. Der Zubau verteilte sich sehr ungleich je nach Energieträger: Bei Photovoltaik wurde deutlich mehr Kapazität installiert als bei Windenergie. Von insgesamt 6,7 GW zugebauter erneuerbarer Kapazität entfallen etwa drei Viertel auf die Photovoltaik. Die übrigen 1,8 GW waren Windenergieanlagen an Land (1,7 GW) und Biomasseanlagen. 2021 wurden keine neuen Windenergieanlagen auf See angeschlossen. Im Jahr 2021 sind Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 5,0 GW in Betrieb genommen worden – ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich die grundsätzlich positive Entwicklung eines steigenden Zubaus nach dem Einbruch zwischen 2013 und 2018 fort. Dennoch bleibt das Wachstum deutlich hinter der Dynamik zurück, die erforderlich ist, um die politischen Ziele zu erreichen – eine Photovoltaik-Leistung von 200 GW bis zum Jahr 2030. Dies würde ab 2022 einen jährlichen Zubau von rund 16 GW erfordern. Der Zubau an Onshore-Windkraftanlagen lag im Jahr 2021 bei rund 1,7 GW, ein Plus von 34 % gegenüber 2020 und ein Anstieg des Zubaus im dritten Jahr in Folge. Gleichwohl blieb der Zubau deutlich hinter demjenigen der ausbaustarken Jahre 2016 oder 2017 zurück. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wurde kein festes Ausbauziel für Onshore-Windenergie im Jahr 2030 festgehalten. Auf Basis des Gesamtziels und von Annahmen zu Anlagenparametern gehen die Experten von Agora jedoch davon aus, dass der erforderliche Zubau bis 2030 bei 90 bis 130 GW installierter Leistung liegt. Um dieses Ziel zu erreichen, wäre ein jährlicher Zubau von 5 bis 7 GW notwendig, was einer Verdopplung bis Verdreifachung des Zubaus von 2021 entsprechen würde. Dänemark Die dänische Regierung verfolgt das langfristige strategische Ziel, bis 2050 die Unabhängigkeit Dänemarks von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Ihr ursprünglich für das Jahr 2030 avisierte Ziel, den Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix auf 55 % auszubauen, haben die Dänen bereits im Jahr 2020 übertroffen. Aktuell beträgt der Anteil von Windkraft am Strommix in Dänemark mehr als 60 %. Damit hat Dänemark den weltweit höchsten Anteil von Windenergie am Gesamtstromverbrauch. Zusätzlich wurde parteiübergreifend ein Klimapaket verabschiedet, demzufolge die CO2-Emissionen bis 2030 gemessen am Jahr 1990 um 70 % gesenkt werden sollen. Bis dahin wollen die Dänen 3,4 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß einsparen. Dafür sollen Reformen eingeleitet werden, die Erneuerbare Energien günstiger und fossile Energien teurer machen sollen. Öl- und Gasheizungen in Privathaushalten sollen abgeschafft und durch Wärmepumpen und grüne Fernwärme ersetzt werden. Zudem sind mehr Ladestationen für Elektroautos geplant und schließlich soll die Industrie über die Nutzung Erneuerbarer Energien oder Biogas energieeffizienter arbeiten. Frankreich Frankreich überarbeitet derzeit seine Klima- und Energiepolitik und strebt dabei ambitionierte Ziele für Erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz an. Verbunden sind sie mit dem Bekenntnis, den Anteil der Kernenergie am Strommix zu verringern. Frankreich gilt als einer der wichtigsten Strommärkte in Europa – mehr als ein Drittel des in Europa erzeugten und verbrauchten Stroms entfällt auf Deutschland und Frankreich. Daneben arbeiten Frankreich und Deutschland bereits seit langem erfolgreich in der Energiepolitik zusammen und haben eine treibende Rolle bei der Integration der europäischen Strommärkte gespielt. Ein zentrales Ziel des Zukunftsplans „France 2030“, den Emmanuel Macron im Oktober 2021 vorstellte, ist die Dekarbonisierung der Wirtschaft. Wichtigste Maßnahme sei die Investition in Mini-Atomreaktoren. Es sei ein Glück, dass Frankreich noch viele Atommeiler habe, in denen rund 200.000 Menschen arbeiteten und die einen niedrigen Kohlendioxidausstoß hätten. Den Kampf gegen den Klimawandel könne man nur mithilfe der Kernenergie gewinnen. Daher werde er diese Branche fördern. Diese Absicht hat der französische Präsident in einer Rede am 10. Februar 2022 in Belfort anlässlich der Übernahme des AKW-Turbinen-Geschäfts von General Electric durch den staatlichen Stromkonzern Électricité de France (EDF) konkretisiert. Gleichzeitig stellte er seine Energiepolitik bis zum Jahr 2050 vor. Um bis dahin die Klimaneutralität zu erreichen, sollten sechs neue Atomkraftwerke gebaut und die Errichtung weiterer acht Kernkraftwerke geprüft werden. Die Kosten für die erste Ausbautranche beliefen sich auf rund 50 Milliarden Euro. Mit dem Bau des ersten Meilers könnte im Jahr 2028 begonnen werden, die Inbetriebnahme solle bereits 2035 erfolgen. Zudem wurde EDF beauftragt, die Möglichkeit der Laufzeitverlängerung aller AKW über 50 Jahre hinaus zu prüfen. Parallel möchte Macron die erneuerbare Energieerzeugung ausbauen. So soll die Gesamtleistung aller Ende 2021 installierten Solaranlagen in Frankreich von rund 13,2 GW auf 100 GW gesteigert werden. Das mehrjährige Ausbauprogramm der französischen Regierung bedeutet ein klares Bekenntnis zur Solarenergie und sieht bereits für 2028 insgesamt 35 GW installierte Photovoltaik-Leistung vor. Der Zubau neuer Windkapazitäten müsste sich ebenfalls dynamischer entwickeln. Auf See sollen bis 2050 Anlagen mit einer Leistung von 40 GW errichtet werden. Aktuell sind noch keine Offshore-Windparks in Betrieb. Die installierte Leistung an Land müsste sich von derzeit rund 17,5 GW installierter Kapazität auf dann 35 GW verdoppeln. Großbritannien Das Vereinigte Königreich ist nach dem Austritt aus der EU nicht mehr an die europäischen Regelungen und Vorgaben zur Klimapolitik gebunden. Im britischen „Climate Change Act“ hatte sich Großbritannien bereits im Jahr 2008 eigene Ziele für eine kohlenstoffarme Wirtschaft bis 2050 gesetzt. Die Regierung plant den Ausbau Erneuerbarer Energien weiter zu fördern, damit Großbritannien weltweit führend bei der kostengünstigen und sauberen Energieerzeugung wird. Im Oktober 2021 gab der britische Premierminister an, dass Großbritannien ab dem Jahr 2035 vollständig auf Strom aus Erneuerbaren Energien setzen werde. Dabei kommt der Offshore-Windkraft eine Schlüsselrolle zu. Der Ausbau der Offshore-Windkraft-Kapazitäten soll bis zum Jahr 2030 auf 40 GW erweitert werden. Im Jahr 2020 wurde in Großbritannien erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren Energien generiert als aus fossilen Brennstoffen. Ihr Anteil an der gesamten Stromproduktion erreichte 42 %. Ein wichtiger Treiber des Ausbaus Erneuerbarer Energie in Großbritannien ist der dynamische Ausbau von Windparks. Fast ein Viertel des britischen Stroms wurde im vergangenen Jahr von Windkraftanlagen produziert. Damit hat sich der Anteil der Windenergie im Vergleich zum Jahr 2015 verdoppelt und erreichte einen Gesamtanteil von etwa einem Fünftel. Im Jahr 2021 betrug die Kapazität an Offshore-Windparks rund 10 GW. Die britische Regierung plant den Anteil bis zum Jahr 2030 zu vervierfachen und damit alle britischen Haushalte mit Strom aus Erneuerbaren Energien zu versorgen. Die Briten wollen bereits zum Jahr 2024 die letzten Kohlekraftwerke abschalten, setzen allerdings noch weiterhin auf Kernenergie. Auch der Solarausbau schreitet in Großbritannien voran. Im Jahr 2020 – dem ersten vollen Kalenderjahr ohne Subventionen für Photovoltaik-Anlagen – wurden 545 MW an neuer Photovoltaik-Leistung installiert. Das ist ein Anstieg von 27 % gegenüber dem Vorjahr 2019. 60 % der neuen Kapazität im Jahr 2020 stammten von PV-Freiflächenanlagen. Die restlichen 40 % wurden auf Dächern installiert, der Großteil davon auf Gewerbe- und Industriegebäuden. Italien Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) hat mit der Veröffentlichung der neuen umfassenden Klima- und Energiestrategie 2030 die energiepolitischen Pläne der Nationalen Energiestrategie (Strategia Energetica Nazionale) von Ende 2017 konkretisiert. Unter anderem sehen diese einen Ausstieg Italiens aus der Kohleenergie bis zum Jahr 2025 vor, zudem soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf rund 27 % bis zum Jahr 2030 gesteigert werden. Dafür müssen die Erzeugungskapazitäten im Bereich der Photovoltaik auf 50 GW und die im Bereich der Windenergie auf 18,4 GW ausgebaut werden. Photovoltaik würde damit einen Anteil von mehr als 50 % an den Gesamterzeugungskapazitäten im Bereich der Erneuerbaren Energien in Italien einnehmen, gefolgt von Hydro- und Windenergie. Italien plant bis zum Jahr 2030 eine installierte Photovoltaik-Leistung von rund 50 GW installiert zu haben. Ende 2021 lag die Nennleistung der Solaranlagen bereits bei 22 GW. Um die Zielsetzung zu erreichen, muss der Zubau weiter an Geschwindigkeit aufnehmen. Die Regierung hat in diesem Zusammenhang strenge Genehmigungsauflagen als eine Herausforderung identifiziert und plant die Regularien zu vereinfachen, um den Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Niederlande Die Niederlande haben sich im Rahmen einer parteiübergreifenden Initiative zu mehr Klimaschutz verpflichtet. Das Ende Juni 2019 beschlossene Klimagesetz sieht vor, dass die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 49 % und bis 2050 um 95 % gegenüber dem Referenzjahr 1990 reduziert werden. Die Schließung aller niederländischen Kohlekraftwerke soll bis 2030 erfolgen. Im Jahr 2021 wurden in den Niederlanden Solaranlagen mit einer Kapazität von 3,3 GW installiert – ein Wachstum von 24 % gegenüber dem Vorjahr. Damit stieg die Gesamtleistung der Anlagen auf 13,1 GW. Dies entspricht einer Erzeugungsleistung pro Kopf von 765 Watt – dem höchsten Wert Europas. Spanien Der spanische Markt für Erneuerbare Energien hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Spanien behauptete im Jahr 2021 seinen Status als zweitwichtigster Photovoltaik-Markt Europas. Im Berichtsjahr wurden Photovoltaik-Anlagen mit einer Nennleistung von etwa 3,8 GW installiert. Dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr mit 3,5 GW. Das Wachstum wurde von PPA-basierten Systemen mit einem Anteil von 3,0 GW getragen. Zudem wurden im Jahr 2021 Solarkraftwerke mit einer Kapazität von 2,9 GW im Rahmen von zwei Auktionen vergeben, die größtenteils im Jahr 2023 installiert sein sollten. Der spanische Markt für Eigenverbrauchsanlagen auf Dächern ist hingegen noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Das spanische Konjunkturprogramm stuft PV-Aufdachanlagen jedoch als Schlüsselmaßnahme für die Energiewende ein. So wurden von der Regierung im Juni 2021 450 Millionen Euro für Investitionen in Eigenverbrauchsanlagen in den Regionen freigegeben. Finnland Finnland erfüllt seit dem vergangenen Jahr das für 2030 ausgegebene Ziel der Europäischen Union, mindestens 40 % des Brutto-Energieverbrauchs durch regenerative Energien abzudecken. Im Jahr 2021 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Nettostromerzeugung in Finnland bei 45,4 %. Knapp die Hälfte davon wiederum wurde durch Laufwasserkraftwerke generiert, 12,5 % durch Windkraftanlagen an Land und rund 10,3 % entfielen auf Biomasse. Allein im Jahr 2021 haben die Finnen 671 MW an neuer Windkapazität errichtet. Bereits Ende des Jahres 2020 waren Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 2,47 GW in dem dünn besiedelten Land installiert. Schweden Schweden gilt als das Mutterland der Energiewende in Europa. Bereits Ende 2020 deckten die Skandinavier aufgrund des hohen Anteils an Wasserkraft rund 60 % ihres Bruttoendenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energiequellen ab und liegen damit – auf Sicht uneinholbar – vorne. Schon seit zwei Jahren ist jedes zweite verkaufte Neufahrzeug ein E-Auto, ab 2030 dürfen keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Schwedens Regierung hat nicht nur die dafür erforderliche Infrastruktur eingerichtet, sondern arbeitet daran, schon im Jahr 2040 den eigenen Energiebedarf ausschließlich aus regenerativen Energiequellen bestreiten zu können. Heute machen Wasserkraftwerke mit 45 % den größten Anteil aus, gefolgt von Windkraft-, Bioenergie- und Photovoltaik-Anlagen. Ihr Ausbau wird durch die hohe Kohlenstoffbesteuerung begünstigt, mit denen die fossilen Energieträger belegt werden. Insbesondere die Windenergie ist auf dem Vormarsch: Ende 2020 waren in Schweden bereits Windkapazitäten mit einer Nennleistung von rund 9,7 GW installiert. Allein im Laufe des Jahres 2021 kamen rund 2,1 GW neuer Windkraftanlagen an Land hinzu. Zudem qualifiziert sich Schweden aufgrund der gesunkenen spezifischen Investitionskosten zunehmend für einen starken Ausbau der Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen. Wesentliche Ereignisse Geschäftsverlauf Wesentliche Ereignisse im Konzern-Portfolio und der Projektpipeline Encavis schließt mit „Talayuela“ bereits das zweite spanische Großprojekt fristgerecht an das Stromnetz an Die Encavis AG gab am 5. Januar 2021 bekannt, die ersten Kilowattstunden aus dem größten Solarpark des Konzernportfolios „Talayuela“ in das spanische Hochspannungsnetz eingespeist zu haben. Erneut bewies die Encavis AG mit der termingerechten Fertigstellung des Großprojekts „Talayuela“ mit einer Erzeugungskapazität von rund 300 MWp die Zuverlässigkeit ihrer Wachstumsstrategie. Nach dem bereits im November des vergangenen Jahres ebenso erfolgreichen Netzanschluss des Großprojekts „La Cabrera“ mit einer Erzeugungskapazität von rund 200 MWp übernimmt Spanien mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt rund 500 MWp die Position des Spitzenreiters innerhalb des Solarparkportfolios des Encavis-Konzerns. Mission erfüllt – Encavis besitzt nun rund 100 % ihres Solarparkportfolios Am 29. Dezember 2021 gab die Encavis AG bekannt, von Statkraft den noch ausstehenden Minderheitsanteil (19,99 %) ihres Solarparks Talayuela (300 MWp) in der spanischen Provinz Extremadura erworben zu haben. Statkraft entwickelte, erstellte und verkaufte diesen größten Solarpark ebenso an Encavis wie bereits zuvor La Cabrera (200 MWp), den zweitgrößten Solarpark der Encavis AG in Spanien. Encavis freut sich auf die weitere Kooperation mit dem norwegischen Unternehmen in Spanien. Entsprechend der Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ besitzt die Encavis AG nun 100 % ihres spanischen Solarparkportfolios von 500 MWp, nachdem bereits 2020 die ausstehenden Minderheitsanteile des spanischen Solargroßprojekts La Cabrera erworben wurden. Zusätzlich komplettierte die Encavis AG bereits im Jahr 2020 ihren Anteilsbesitz am Solarpark Budel in den Niederlanden (44 MWp Gesamtkapazität), an den Solarparks Brandenburg/Havel (19 MWp Gesamtkapazität) und Bitterfeld (6 MWp Gesamtkapazität) ebenfalls auf 100 %. Zudem wurde ebenfalls in 2020 der Anteilsbesitz an zwölf weiteren Solarparks in Frankreich mit einer Gesamtkapazität von 75 MWp erworben. Damit befinden sich nun alle britischen, französischen, italienischen, spanischen und nahezu alle niederländischen und deutschen Solarparks fast komplett im Eigentum der Encavis AG. Insgesamt besitzt Encavis nun 99,6 % ihres Gesamt-Solarportfolios. Encavis wächst im Windsegment in Nordeuropa Die Encavis AG setzt ihren Wachstumskurs auch im Jahr 2021 fort und erwarb am 12. Mai 2021 den Windpark Paltusmäki in Finnland. Mit dem Erwerb des bereits in Betrieb befindlichen Windparks Paltusmäki vergrößert Encavis nicht nur die eigenen Erzeugungskapazitäten im Windsegment um 21,5 MW, sondern fügt mit Finnland auch einen weiteren interessanten Wachstumsmarkt für bilaterale Stromverträge zu dem ohnehin breit diversifizierten Länderportfolio hinzu. Der Windpark Paltusmäki besteht aus fünf Windenergieanlagen (WEA) und liegt nahe der Ostseeküste in der nordfinnischen Region Nordösterbotten. Vier der fünf WEA sind bereits seit Dezember 2020 am Netz, der Netzanschluss der fünften Anlage erfolgte im Februar dieses Jahres. Die fünf baugleichen Enercon-WEA mit einer Nabenhöhe von 132 Metern sind Turbinen des Typs Lagerwey L 147. Aufgrund modernster Permanentmagnettechnologie sind diese WEA nicht mehr auf ein Getriebe angewiesen, ihre Störanfälligkeit wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Diese Turbinenplattform wurde vom Fachmagazin „Windpower Monthly“ als „turbine of the year 2020“ ausgezeichnet. Encavis kalkuliert für den Windpark Paltusmäki mit einer jährlichen Stromproduktion von 12,24 GWh pro WEA. Daraus resultiert ein erwarteter jährlicher Output von insgesamt gut 61 GWh grünem Strom. Encavis AG erwirbt den Solarpark Groß Behnitz (25 MWp) aus der Projektpipeline des strategischen Entwicklungspartners Sunovis Am 21. Oktober 2021 gab die Encavis AG bekannt, im Rahmen der strategischen Entwicklungspartnerschaft mit der Sunovis GmbH den Solarpark Groß Behnitz (Brandenburg), nahe Berlin, mit einer Erzeugungskapazität von 25 MWp erworben zu haben. Hochmoderne bifaziale Solarmodule des sich bereits im Bau befindlichen Solarparks werden im Jahr 2022 subventionsfreie Erneuerbare Energie liefern, die im Rahmen eines langfristigen Stromabnahmevertrags direkt an einen gewerblichen beziehungsweise industriellen Kunden verkauft werden soll. Sunovis fungiert in Groß Behnitz als Entwickler beziehungsweise EPC-Partner in der aktuellen Bauphase und übernimmt als Betriebsführer auch die operativen und wartungstechnischen Dienstleistungen. Encavis AG erwirbt fünf Solarparks (74 MWp) von Statkraft in den Niederlanden Am 12. November 2021 gab die Encavis AG bekannt, fünf Solarparks in den Niederlanden mit einer Gesamterzeugungskapazität von 74 MWp erworben zu haben. Drei der fünf Solarparks, die zusammen eine Erzeugungskapazität von 50 MWp aufweisen, sind zum Zeitpunkt dieser Bekanntgabe bereits an das Stromnetz angeschlossen. Die beiden weiteren Solarparks wurden im Januar 2022 ebenfalls angeschlossen und konnten mit der Netzeinspeisung starten. Alle fünf Parks profitieren in den ersten 15 Jahren von der niederländischen Subventionsregelung SDE+. Statkraft entwickelte, baute und verkaufte die Solarparks an Encavis und wird auch Betriebs- und Wartungsdienstleistungen sowie langfristige Asset-Management-Dienstleistungen für Encavis erbringen. Encavis AG akquiriert zwei Solarparks mit einer Erzeugungskapazität von 105 MWp in Dänemark von European Energy Am 28. Dezember 2021 gab die Encavis AG bekannt, den Kaufvertrag für zwei Solarparks in Dänemark mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt 105 MWp unterzeichnet zu haben. Der subventionsfreie und bereits ans Netz angeschlossene Solarpark Svinningegården im nordwestlichen Teil von Seeland besitzt eine Erzeugungskapazität von 34 MWp. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Dezember 2021. Der Solarpark Rødby Fjord auf Lolland, im südwestlichsten Teil von Seeland, besitzt eine Erzeugungskapazität von 71 MWp und wurde im ersten Quartal 2022 ans Netz angeschlossen. Die Erstkonsolidierung erfolgte im Februar 2022. European Energy entwickelte, erstellte und verkaufte die beiden Solarparks an Encavis. Die produzierte Elektrizität wird per langfristigen Stromabnahmeverträgen, basierend auf einer Pay-as-Produced-Struktur über zehn Jahre, direkt an respektable Tech-Unternehmen verkauft. Zusätzlich profitiert Rødby Fjord noch von einem auf 20 Jahre fixierten Einspeisetarif (FiT) des dänischen Ministeriums für Energie, Versorgung und Klima. Encavis AG beginnt mit dem Bau des ersten Solarparks aus der 500+-MW-Projektpipeline des strategischen Entwicklungspartners GreenGo Am 27. Oktober 2021 gab die Encavis AG bekannt, mit dem Bau des ersten dänischen Solarparks in Ringkøbing an der westlichen Nordseeküste mit einer Erzeugungskapazität von 12 MWp im Rahmen der strategischen Entwicklungspartnerschaft mit der GreenGo Energy Group A/S begonnen zu haben. Hochmoderne bifaziale Solarmodule, die auf einem einachsigen Tracker montiert sind, werden ab der zweiten Hälfte des Jahres 2022 subventionsfreie Erneuerbare Energie liefern, die per Stromabnahmevertrag direkt an einen industriellen Kunden verkauft werden soll. Das von Encavis erworbene 500+-MW-Entwicklungsportfolio verfügt über eine Struktur, dessen breite Streuung über ganz Dänemark eine entsprechende Risikodiversifikation in Bezug auf Netzanschluss und Stromvermarktung sicherstellt. Encavis AG beschließt Partnerschaft mit Solgrid AS über ein 100+-MWp-Solarportfolio in Schweden Am 21. Dezember 2021 gab die Encavis AG bekannt, einen Partnerschaftsvertrag mit der norwegischen Solgrid AS über ein 100+-MWp großes Portfolio an subventionsfreien Solarprojekten im Süden Schwedens unterzeichnet zu haben. Der erste Solarpark in Varberg an der Westküste Schwedens mit einer Erzeugungskapazität von rund 5 MWp ist bereits ans Netz angeschlossen. Weitere fünf Projekte mit einer Erzeugungskapazität von mehr als 100 MWp befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstufen. Hochmoderne bifaziale Solarmodule, die sowohl auf festen Unterkonstruktionen als auch auf einachsigen Trackern montiert sind, werden subventionsfreie Erneuerbare Energie liefern, die mittels langfristiger Stromabnahmeverträge direkt an industrielle Kunden oder Energieunternehmen verkauft wird. Weiterhin beabsichtigen Encavis und Solgrid gemeinsam eine weitere Pipeline an Solarprojekten in Schweden und Norwegen zu realisieren. Solgrid und Encavis gründen hierzu eine gemeinsame Holdinggesellschaft, an der Solgrid langfristig mit 10 % beteiligt bleibt. Diese Firma wird baureife Solarprojekte übernehmen, die Projektfinanzierung, den Bau sowie den operativen Betrieb und die Wartung sicherstellen, als auch die Strukturierung und den Abschluss der langfristigen Stromabnahmeverträge durchführen. Encavis AG veräußert Windparkportfolio in Österreich komplett an die Wien Energie Am 27. Dezember 2021 gab die Encavis AG bekannt, ihren Mehrheitsanteil von 51 % am österreichischen Windparkportfolio an die Wien Energie GmbH, den größten regionalen Energieversorger Österreichs, veräußert zu haben. Die drei Windparks Pongratzer Kogel und Herrenstein in der Steiermark sowie Zagersdorf im Burgenland verfügen über eine Erzeugungskapazität von insgesamt 36,2 MW und waren bereits zu 49 % im Besitz von Wien Energie. Encavis trennt sich mit dieser Transaktion ausnahmsweise komplett von einem relativ überschaubaren Windparkportfolio in einem Energiemarkt, der dem Konzern vergleichsweise geringe Wachstumsperspektiven bietet. Erneut konnte Encavis durch diese Transaktion den Nachweis der Werthaltigkeit ihres bestehenden Portfolios liefern und durch die technische und kaufmännische Optimierung der Parks erhebliche Werte schaffen. Wesentliche Entwicklungen in der Konzernfinanzierung Encavis AG unterzeichnet nachhaltigen ESG-Konsortialkredit in Höhe von 125 Millionen Euro mit bis zu fünf Jahren Laufzeit Die Encavis AG unterzeichnete im August 2021 erstmalig einen nachhaltigen, revolvierenden Konsortialkreditvertrag, ein sogenanntes Sustainable Revolving Credit Facilities Agreement, unter der Konsortialführung des langjährigen Bankpartners Commerzbank AG. Das Sustainable Revolving Credit Facilities Agreement mit einem Volumen von 125 Millionen Euro ist eine unbesicherte Finanzierung mit drei Jahren Laufzeit sowie zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr. Herzstück des Konsortialkredits ist eine revolvierende 100-Millionen-Euro-Hunting-Line zur schnellen Zwischenfinanzierung von Investitionen der Encavis AG in neue Wind- und Solarparks. Eine weitere revolvierende Kreditlinie von 25 Millionen Euro dient der Betriebsmittelfinanzierung. Der Konsortialkredit erfüllt die ESG-Kriterien und ist als Sustainable Finance klassifiziert. Entsprechend dem ESG-Rating der Encavis AG bei MSCI werden die Margen der Konsortialfinanzierung angepasst. Als Sustainability Coordinator agierte die Coöperatieve Rabobank U.A. Das von der Commerzbank geführte Kreditkonsortium besteht aus langjährigen Finanzierungspartnern auf Holding-Ebene einerseits und Banken mit bisher bereits bestehendem Engagement auf Ebene der Projektgesellschaften andererseits. Die weiteren Kreditgeber des Konsortiums sind die Bayerische Landesbank, die Coöperatieve Rabobank U.A., die Landesbank Baden-Württemberg und die DZ Bank AG. Encavis AG refinanziert ein 88-Millionen-Euro-Projektportfolio zu deutlich besseren Konditionen Am 1. Oktober 2021 gab die Encavis AG bekannt, erfolgreich eine Non-recourse-Projektfinanzierung in Höhe von 88 Millionen Euro zur Refinanzierung eines Portfolios von 21 Freiflächen-Solaranlagen mit einer Gesamterzeugungskapazität von 41,7 MWp abgeschlossen zu haben. Alle Anlagen sind bereits seit 2011 in Betrieb und unterliegen dem italienischen Vergütungssystem. Sie profitieren von einer fixierten Einspeisevergütung für rund zehn weitere Jahre. Zwölf Anlagen, die zusammen rund 33 MWp beziehungsweise 79 % dieses Portfolios repräsentieren, liegen in Norditalien (Piemont, Emilia-Romagna und Toskana); sechs Anlagen liegen im Zentrum Italiens (Abruzzen, Marken und Umbrien) und drei weitere Anlagen sind im Süden Italiens (Apulien) zu finden. Erneut konnte Encavis eine Refinanzierung bestehender Altschulden für italienische Solaranlagen abschließen, nachdem bereits im Juli 2020 die Refinanzierung eines italienischen Solarparkportfolios mit einer Erzeugungskapazität von 29,1 MWp erfolgreich realisiert wurde. Beide Refinanzierungen wurden komplett von der im Jahr 2019 als Inhouse-Team der Encavis implementierten Abteilung „Projektfinanzierung“ strukturiert, arrangiert und gemanaged. Bei beiden Refinanzierungen profitiert Encavis vom aktuellen Niedrigzinsumfeld und sichert somit die positiven Entwicklungen insbesondere für Solaranlagen innerhalb des Kreditmarktes für den Encavis-Konzern ab. Encavis unternimmt mit dieser Transaktion einen weiteren Schritt auf dem Weg zu den Zielen der im Januar 2020 implementierten Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ zur Optimierung bestehender Kosten und Strukturen von Projektfinanzierungen. Encavis profitiert bei der aktuellen Refinanzierung von geringeren, mehr als halbierten Zinssätzen, höheren Fremdkapitalquoten sowie schlankeren Strukturen im operativen Portfoliomanagement. Realisiert wurde diese Finanzierung mit den vier internationalen Banken ABN AMRO Bank N.V., Bankinter, S.A., Bayerische Landesbank und Société Générale. ABN AMRO und Société Générale treten damit erstmals in die Projektfinanzierungen des Encavis-Konzerns ein und unterstützen die kontinuierliche Internationalisierung der Gruppe der Partnerbanken zur Finanzierung der Wachstumsambitionen des Encavis-Konzerns. Der Umfang der Kreditfazilität beträgt insgesamt 88 Millionen Euro, bestehend aus einer Term-Loan-Fazilität von 81,4 Millionen Euro, einer Schuldendienst-Reserve-Fazilität (Debt Service Reserve Facility (DSRF)) von 6,1 Millionen Euro sowie einer Letter-of-Credit-Fazilität von 0,5 Millionen Euro. Encavis wandelt 2017 und 2019 begebene Hybrid-Wandelanleihen Am 4. Oktober 2021 gab die Encavis AG die Wandlung der 2017 und 2019 begebenen Hybrid-Wandelanleihen bekannt. Die Encavis AG hatte über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft Encavis Finance B. V. 2017 sowie 2019 zeitlich unbefristete und nachrangige Schuldverschreibungen mit zeitlich begrenzten Wandlungsrechten in auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft im Gesamtnennbetrag von 150,3 Millionen Euro emittiert. Der Vorstand der Gesellschaft und die Geschäftsführung der Encavis Finance B. V. haben mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft am 28. August 2021 entschieden, von ihrem vertraglichen Recht auf vorzeitige Pflichtwandlung der Schuldverschreibungen Gebrauch zu machen. Die Wandlung erfolgte nun zum 4. Oktober 2021. Ebenso haben vereinzelte Gläubiger vorab von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. Encavis schaffte die insgesamt erforderlichen rund 21,2 Millionen Aktien aus dem Bedingten Kapital 2017 und 2018 sowie aus dem Genehmigten Kapital 2021 für die Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von 150,3 Millionen Euro. Die neu zu emittierenden Aktien aufgrund der Wandlung der Schuldverschreibungen erhöhten nicht nur die Gesamtanzahl an ausstehenden Aktien auf 160.469.282 Stück Aktien, sie erhöhten auch in gleicher Anzahl den Anteil des Streubesitzes der an der Börse handelbaren Encavis-Aktien. Der Anteil des Streubesitzes stieg somit von zuvor 72,8 % auf 74,9 %. Die bilanzielle Auswirkung der Wandlung ist im Konzernabschluss ein reiner Passivtausch innerhalb des Eigenkapitals vom Anteil der Hybridkapitalgeber des Eigenkapitals in die Kapitalrücklage sowie das gezeichnete Kapital. Die Summe des Eigenkapitals, die Bilanzsumme und die Eigenkapitalquote bleiben unverändert. Das mittelfristige Ziel der Steigerung der operativen EPS auf 0,70 Euro im Jahr 2025 gemäß der Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ beinhaltet bereits die Wandlung der Schuldverschreibungen und ist auf die entsprechend erhöhte Aktienanzahl kalkuliert. Ebenso basieren die Bewertungen der Analysten sowie deren Zielkurse für die Encavis-Aktie bereits heute auf der entsprechend erhöhten Anzahl von rund 160,5 Millionen Stück Aktien. Encavis AG platziert erfolgreich nachrangige Wandelanleihe in Höhe von 250 Millionen Euro Am 17. November 2021 gab die Encavis AG bekannt, erfolgreich eine unbefristete nachrangige Schuldverschreibung in Höhe von 250 Millionen Euro mit zeitlich begrenztem Wandlungsrecht in Inhaberstammaktien der Gesellschaft platziert zu haben. Der Emissionserlös dieser erfolgreichen Platzierung wird zur Finanzierung von Investitionen in Erneuerbare Energien und Maßnahmen im Rahmen des Wachstumsprogramms „>> Fast Forward 2025“ zur Steigerung der Kapazität auf 3,4 GW bis 2025 sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet und wird nach den International Financial Reporting Standards als „Eigenkapital“ verbucht. Kurzfristig verfügbare Akquisitionen von bereits ans Netz angeschlossenen Wind- und Solarparks sollen das Wachstum des Erzeugungsportfolios aus den strategischen Entwicklungspartnerschaften um weitere rund 350 MW in den kommenden Monaten ergänzen. Die Emittentin der Anleihe ist Encavis Finance B.V., eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Encavis mit Sitz in den Niederlanden (die „Emittentin“). Die Anleihen werden von der Encavis unbedingt und unwiderruflich auf einer nachrangigen Basis garantiert. Die Schuldverschreibungen haben keinen festen Rückzahlungstermin und sind bis zum zehnten Geschäftstag vor dem 24. November 2027 (der „erste Rückzahlungstermin“) wahlweise in voll eingezahlte neue und/oder bestehende auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag der Gesellschaft („Stammaktien“) wandelbar. Der anfängliche Wandlungspreis wird auf 22,0643 Euro festgesetzt, ein Aufschlag von 35 % auf den volumengewichteten Durchschnittspreis (VWAP von 16,3439 Euro) der Stammaktien auf XETRA zwischen Auflegung und Preisfestsetzung. Vom Tag der Begebung bis zum ersten Rückzahlungstag werden die Schuldverschreibungen mit einem festen Zinssatz von 1,875 % pro Jahr verzinst. Ab dem ersten Neufestsetzungstag werden die Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz verzinst, der 10 % über dem geltenden 5-Jahres-Euro-Swapsatz liegt und danach alle fünf Jahre neu festgesetzt wird. Die Zinsen sind halbjährlich nachträglich am 24. Mai und 24. November eines jeden Jahres zahlbar, beginnend am 24. Mai 2022. Encavis kann sich unter bestimmten Bedingungen dafür entscheiden, alle oder einen Teil der Zinszahlungen, die auf kumulativer Basis zu zahlen sind, aufzuschieben. Eine solche Nichtzahlung von Zinsen stellt keinen Verzugsfall und keine sonstige Verletzung der Verpflichtungen dar. Die Schuldverschreibungen werden zu 100 % ihres Nennbetrags begeben und können von der Encavis erstmals mit Wirkung zum ersten Rückzahlungstag und anschließend mit Wirkung zu jedem darauffolgenden Zinszahlungstag zu 100 % ihres Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen und etwaiger ausstehender rückständiger Zinsen zurückgezahlt werden. Die Encavis hat die Möglichkeit, die Pflichtwandlung der Schuldverschreibungen jederzeit am oder nach dem 14. Dezember 2025 und vor dem ersten Rückzahlungstag vorzunehmen. Die Kündigung der vorzeitigen Pflichtwandlung kann nur erfolgen, wenn der Aktienkurs während eines bestimmten Zeitraums an mindestens zwanzig von dreißig aufeinanderfolgenden Handelstagen, die der Kündigung vorausgehen, 130 % des dann geltenden Wandlungspreises erreicht oder überschreitet. Wesentliche Entwicklungen im Asset Management Encavis Infrastructure Fund III (EIF III) erhält weitere 150 Millionen Euro Eigenkapital Im Januar 2021 hat der Konzern Versicherungskammer das Engagement in seinem von der HANSAINVEST LUX verwalteten Spezialfonds um 150 Millionen Euro deutlich aufgestockt. Der Fonds, mit einem Zielvolumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich, ist derzeit in ein ausgewogenes Portfolio aus Wind- und Solarparks in Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Finnland investiert. ‎Encavis Asset Management AG und badenova bauen gemeinsames Portfolio an Erneuerbaren Energien aus Ende Juli 2021 gaben die Encavis Asset Management AG und der Freiburger Energie- und Umweltdienstleister badenova bekannt, gemeinsam ihr Portfolio an Erneuerbaren Energien in Deutschland ausbauen zu wollen. Zu diesem Zweck haben sich die badenova-Tochter badenovaWÄRMEPLUS mit 49 % und der Encavis Infrastructure Fund II (EIF II) mit 51 % an zwei Projektgesellschaften beteiligt. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Encavis Asset Management AG übernimmt nach federführender Projektabnahme die Geschäftsführung, das technische Anlagencontrolling und auch die kaufmännische Betriebsführung. Hinter dem Mehrheitsinvestor EIF II, einem exklusiv von der BayernLB platzierten und von der Service-KVG HANSAINVEST LUX S.A. administrierten Spezialfonds, stehen als Investoren Sparkassen und Genossenschaftsbanken aus diversen Regionen Deutschlands, die in ihrer Anlagestrategie großen Wert auf stabile und planbare Cashflows für ihre Investitionen legen und im Risikomanagement strengen regulatorischen Anforderungen zu beachten haben. Encavis Asset Management AG und BayernLB legen mit der BayernInvest zweiten Spezial-AIF für Erneuerbare Energien auf Am 29. September 2021 gab die Encavis Asset Management AG bekannt, nach dem großen Platzierungserfolg des Spezialfonds EIF II gemeinsam mit der BayernLB ein weiteres Investitionsangebot in Erneuerbare Energien zu offerieren: den Encavis Infrastructure Fund IV (EIF IV). Wie der Vorgänger richtet sich auch dieser Banken-Spezialfonds exklusiv an Kreditinstitute und bedient deren spezielle Anforderungen an die Regulatorik und das Risikomanagement. Der Fonds investiert ausschließlich in Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Erneuerbarer Energie und setzt dabei auf ein ausgewogenes diversifiziertes Portfolio und eine streng nachhaltige Investitionsstrategie mit entsprechender ESG-Klassifizierung nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (European Union Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR)). Zielsetzung ist, durch die technologische Diversifikation (Onshore-Windkraft und Solar) sowie europaweite Standorte ein langfristig stabiles Anlagenportfolio zusammenzustellen. Währungsrisiken sind ausgeschlossen, Investments werden ausschließlich in Euro getätigt. Das angestrebte Fondsvolumen liegt bei insgesamt 500 Millionen Euro und kann auf bis zu 600 Millionen erhöht werden. Ein weiterer Eckpunkt des neuen Fonds ist eine steigende, jährliche Ausschüttung von durchschnittlich rund 5 % über 25 Jahre Fondslaufzeit, ein Risikogewicht/RWA-Satz unter CRR II bei circa 100 %, maximale Transparenz und eine Option auf die Durchschau auf die Betriebsgesellschaften. Vor dem Hintergrund einer anhaltend hohen Nachfrage institutioneller Anleger nach nachhaltigen Investitionen insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien gehen die Encavis Asset Management AG und die BayernLB auch für diesen Fonds von einem schnellen Platzierungsverlauf aus. Der erste Spezialfonds der Encavis Asset Management AG und der BayernLB, der EIF II, konnte aufgrund der hohen Nachfrage von 200 Millionen Euro auf 400 Millionen Euro verdoppelt werden und wurde unter maximaler Ausnutzung des Greenshoe bei 480 Millionen Euro im Dezember 2020 geschlossen. Insgesamt 55 Sparkassen und Genossenschaftsbanken aus dem gesamten Bundesgebiet sorgten mit ihrem Investment für ein Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro und freuen sich, so den grünen Fußabdruck (mit positiver ökologischer Wirkung) in ihren A-Depots zu verbessern. Insgesamt akquirierte die Encavis Asset Management AG im Geschäftsjahr 2021 Erzeugungskapazitäten Erneuerbarer Energien in Höhe von 313 MW über alle Fonds in 19 Transaktionen in Deutschland, Frankreich und Spanien. Investiert wurden im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 489 Millionen Euro, nachdem neues Eigenkapitl in Höhe von 241 Millionen Euro eingeworben werden konnten. Sonstige Entwicklungen Encavis AG verbessert ISS-ESG-Rating Die Encavis AG gab am 14. Januar 2021 eine weitere Verbesserung des Ratings der Ratingagentur ISS ESG innerhalb des Prime-Status bekannt. Das Rating wurde Ende Dezember 2020 von B- auf B angehoben. Damit trägt die von Encavis im Jahr 2020 gestartete Nachhaltigkeitsoffensive sichtbare Früchte. Das ISS-ESG-Rating bewertet die Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen und verfolgt dabei einen Best-in-Class-Ansatz, bei dem mit rund einem Drittel auch branchenspezifische Ratingkriterien in die Bewertung einfließen. Encavis zählt zu den besten 20 % der 32 untersuchten Unternehmen im Branchencluster „Betrieb Erneuerbarer Energien“. Das Niveau der Transparenz ihrer Berichterstattung wird in allen relevanten Bereichen mit „sehr hoch“ bewertet. Encavis erfüllt die von ISS ESG definierten Standards deutlich. Encavis AG erhöht Dividende auf 0,28 Euro je Aktie Vorstand und Aufsichtsrat der Encavis AG wollen die Aktionäre in angemessener Weise am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Vor diesem Hintergrund haben Aufsichtsrat und Vorstand der Encavis AG auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2021 vorgeschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,28 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie auszuzahlen. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % (Dividende für das Geschäftsjahr 2019: 0,26 Euro). Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 30. Juni 2021. Die Encavis AG hat die Möglichkeit angeboten, die Dividende nach Wahl der Aktionäre ausschließlich oder teilweise in bar oder in Form von Aktien zu erhalten. Die Annahmequote von 42,9 % wird als Vertrauensbeweis der Aktionäre in die Gesellschaft gesehen. Insgesamt wurden Anfang Juli 814.031 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2021 gewinnberechtigt. Das Grundkapital erhöhte sich von 138.437.234,00 Euro auf 139.251.265,00 Euro. Dr. Rolf Martin Schmitz neues Mitglied des Aufsichtsrats Auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2021 wurde Dr. Rolf Martin Schmitz neu in den Aufsichtsrat gewählt. Er wird Encavis mit seiner großen Energieexpertise und seinem strategischen Weitblick, die er unter anderem als Vorstandsvorsitzender der RWE AG zum Ausdruck gebracht hat, wichtige Impulse auf dem Weg zum grünen Powerhouse geben. Frau Christine Scheel stand zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat an, wurde in ihrem Amt bestätigt und wird das Gremium auch weiterhin mit ihrer Erfahrung sowie mit Rat und Tat bereichern. Besonderen Dank richteten Vorstand und Aufsichtsrat an den bisherigen Aufsichtsrat Herrn Peter Heidecker für seine stets vertrauensvolle und dem Unternehmen verpflichtete Arbeit sowie für seinen persönlichen Einsatz im Aufsichtsrat der Encavis AG in den vergangenen Jahren seit der Übernahme der CHORUS Clean Energy AG. Herr Heidecker wird dem Konzern mit seiner Expertise und seinem Engagement auch zukünftig als Aufsichtsratsmitglied der Encavis Asset Management AG zu Verfügung stehen. Encavis unterstützt die Sopowerful Foundation bei gemeinnützigen Solarprojekten in Afrika Encavis engagiert sich als nachhaltig agierendes Unternehmen seit Jahren im Kampf gegen den Klimawandel. Im Juli 2021 gab Encavis bekannt, im Rahmen einer langfristigen Zusammenarbeit nun maßgeblich als Partner die gemeinnützige Hilfsorganisation Sopowerful zu unterstützen. Die finanziellen Mittel werden für den Aufbau und die Umsetzung von kleinen Solarprojekten in Südostafrika verwendet, in dessen ländlichen Gebieten die Elektrifizierungsrate bei nur 5 % liegt. Die Entscheidung für Sopowerful, die nach dem Motto „solar where it matters most“ arbeitet, fiel nach einem intensiven Auswahlprozess inklusive einer Umfrage unter den Encavis-Mitarbeitern. Sopowerful wurde 2019 von Stefano Cruccu gegründet, der vor etwa zehn Jahren sein Engagement in der Solarbranche begann. Die Organisation konzentriert sich auf die Stärkung der Gesundheitsversorgung, des Wasserzugangs und der Bildung im Einklang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDGs). So sorgt der Bau von kleinen Solaranlagen für eine zuverlässige, emissionsarme Stromversorgung für die Beleuchtung sowie die Lagerung von Medikamenten und Impfstoffen. Solarbetriebene Pumpen ermöglichen fließendes Wasser, und der Einsatz des Solarstroms für Bildungseinrichtungen eröffnet neue Chancen des Lesens und Lernens. Heute trägt Sopowerful zu deutlich verbesserten Lebensbedingungen für die Menschen in den ländlichen Gemeinden von Malawi bei und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze sowie langfristige Perspektiven. Die Partnerschaft ist Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsinitiative der Encavis AG, die in ihrem kürzlich veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht nachzulesen ist. SCOPE Ratings bestätigt ihr Investment-Grade-Emittentenrating BBB- mit stabilem Ausblick für die Encavis AG Am 5. Oktober 2021 gab die Encavis AG bekannt, in einer aktualisierten Analyse von SCOPE Ratings (SCOPE) erneut mit dem Investment-Grade-Emittentenrating (BBB-) bewertet worden zu sein. Der Ausblick für das Rating ist stabil. Die Bestätigung reflektiert die Einschätzung des unverändert geschützten Geschäftsmodells der Encavis von SCOPE, gepaart mit der kontinuierlich verbesserten Diversifizierung sowie verbesserten Kreditkennzahlen. SCOPE hat das Emittentenrating der Encavis AG und ihrer Finanzierungstochter Encavis Finance B.V. mit BBB-/Stable bestätigt. Gleichzeitig bestätigte SCOPE die langfristigen Ratings für vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten mit BBB- und BB für nachrangige (hybride) Verbindlichkeiten sowie für kurzfristige Verbindlichkeiten mit S-2. Das Emittentenrating BBB- mit stabilem Ausblick von Encavis reflektiert im Wesentlichen die stark geschützte Position als unabhängiger Energieproduzent aufgrund eines Portfolios von 290 Wind- und Solarparks zur Erzeugung Erneuerbarer Energie von rund 3 GW in Westeuropa mit einem ESG-kreditpositiven Umweltrisikofaktor. SCOPE betrachtet das Geschäftsprofil von Encavis, das durch die vorrangige Einspeisung des erzeugten Stroms im Rahmen verfügbarkeitsbasierter Vergütungssysteme bei der überwiegenden Mehrheit der Parks abgesichert ist, als geschützt. Das Vermarktungsrisiko der nicht regulierten Stromerzeugung ist durch langfristige Stromabnahmeverträge mit Kunden erstklassiger Bonität abgesichert. Trotz einiger regulatorischer Risiken durch rückwirkend gekürzte Einspeisevergütungen für einige Solarparks, wie zuletzt in Frankreich avisiert, generiert das granular stark diversifizierte Portfolio solide Cashzuflüsse. Wettereffekte können volatile Cashflows verursachen, deren Effekte aber durch die zunehmende Größe des Erzeugungsportfolios und dessen Granularität den Effekt einzelner Parks sowie vereinzelter Tarifanpassungen limitieren. Insgesamt erwartet SCOPE, dass Encavis weiterhin stabile Margen, zum Beispiel eine EBITDA-Marge von größer als 70 %, sowie ebenso stabile Cashflows erwirtschaftet. Der Portfolioausbau wird weitgehend durch die interne Finanzierungskraft des operativen Cashflows des Konzerns gestützt. Der Abschluss der neuen und nachhaltigen, ESG-klassifizierten mehrjährigen revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 125 Millionen Euro soll gezielt zur beschleunigten Expansion der Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ genutzt werden, um das aktuell bestehende eigene Erzeugungsportfolio in Höhe von 1,8 GW (Stand Juni 2021) auf 3,4 GW im Jahr 2025 zu steigern. Die somit gestärkte Finanzierungskraft eröffnet dem Unternehmen die Möglichkeit, kurzfristige, opportunistische Akquisitionen bereits ans Netz angeschlossener oder baureifer Erneuerbare- Energien-Erzeugungsanlagen aus der mit mehr als 3,0 GW gefüllten Projektpipeline der zahlreichen strategischen Entwicklungspartner zu tätigen. Der aktualisierte Ausblick von SCOPE auf die Jahre 2021e bis 2023e signalisiert einen größer werdenden Spielraum des Konzern-EBITDA gegenüber den negativen Treibern einer Ratingveränderung. Das EBITDA müsste 35 % bis 55 % geringer ausfallen als prognostiziert, bevor der EBITDA/Zinsdeckungsgrad 2,75x erreichen würde – die definierte Marke, ab der der Druck auf das aktuelle Rating steigt. SCOPE erwartet weiterhin stabile Kreditkennzahlen basierend auf der Finanzierungspolitik von Encavis zur Absicherung des finanziellen Risikoprofils entlang der akquisitorischen Wachstumsstrategie des Konzerns. SCOPE ist überzeugt, dass das Wachstum des Konzerns wohl ausbalanciert wird, um die Qualität des finanziellen Risikoprofils sicherzustellen. Abgesichert wird dies durch Finanzierungsmaßnahmen des Konzerns mit eigenkapitalähnlichen Finanzierungsinstrumenten, das Angebot der Wahldividende in Aktien, die breite Nutzung finanzieller Covenants und Cashflows auf Projektebene sowie ein moderates Dividendenwachstum und eine Eigenkapitalquote von mindestens 24 %. Die Prognose ist stabil und berücksichtigt die Erwartung von SCOPE, dass Encavis mittelfristig zu einer EBITDA/Bargeld-Zinsdeckung von 4,0x tendiert. SCOPE geht auch davon aus, dass das Unternehmen weiterhin Kraftwerke für Erneuerbare Energien erwerben und die Dividenden erhöhen wird, sodass der freie und diskretionäre Cashflow den Break-even erreicht. Ein positives Ratingupgrade wäre machbar, wenn Encavis den Zinsdeckungsgrad durch das EBITDA nachhaltig auf größer 4,0x steigern würde, gepaart mit weiteren Steigerungen der Granularität des Erzeugungsportfolios. Encavis Asset Management AG verlängert Vertrag mit dem Sprecher des Vorstands (Karsten Mieth) Am 14. Oktober 2021 gab die Encavis Asset Management AG bekannt, dass Karsten Mieth durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft für weitere drei Jahre bis Dezember 2024 zum Sprecher des Vorstands bestellt wurde. Unter seiner Führung hat sich die Encavis Asset Management AG zu einem der führenden Anbieter für Erneuerbare-Energien-Investments für professionelle Investoren entwickelt. Soll-Ist-Vergleich 2021 Der Vorstand von Encavis ging in seiner im Lagebericht 2020 abgegebenen Prognose bezüglich der um zahlungsunwirksame IFRS-Effekte bereinigten operativen Kennzahlen davon aus, dass sich die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2021 weiter fortsetzen wird. in Mio. EUR 2021e ‎(GB 2020) Ist 2021 ‎(operativ) Ist 2020 ‎(operativ) % zum Vorjahr Umsatzerlöse >320 332,7 292,3 +13,8 Operatives EBITDA >240 256,4 224,8 +14,1 Operatives EBIT >138 149,1 132,2 +12,8 Operativer Cashflow >210 251,9 212,9 +18,3 Operatives Ergebnis je Aktie in Euro 0,46 0,48 0,43 +11,6 Technische Verfügbarkeit der Anlagen in % >95 98 99 -1,0 Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 40,4 Millionen Euro beziehungsweise rund 14 % gesteigert werden und übertrafen den Planansatz aus der im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichten Prognose um 12,7 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr wird maßgeblich durch die im September 2020 beziehungsweise Januar 2021 neu ans Netz angeschlossenen Solarparks in Spanien getragen. Insgesamt waren die Witterungsbedingungen im Geschäftsjahr 2021 schlechter als im langjährigen Mittel und deutlich schlechter als im Vorjahr. Im Segment Wind erwiesen sich insbesondere das erste und vierte Quartal 2021 als sehr windarm, im Segment PV Parks war das vierte Quartal von einer deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts liegenden Sonneneinstrahlung geprägt. Die im vierten Quartal historisch stark gestiegenen Strompreise wirkten sich jedoch über die preislich nicht fixierten Strommengen bei Encavis technologieübergreifend positiv auf die Umsatzentwicklung aus, sodass die Auswirkungen der schlechten Witterungsbedingungen in diesem Quartal überkompensiert werden konnten. So lag der Umsatz des Segments PV Parks im vierten Quartal trotz einer im Vergleich zum Planansatz um 13 % geringeren Stromproduktion rund 10 % über Plan; im Segment Windparks lag das Umsatzplus bei rund 19 %, obwohl die Produktion rund 15 % unterhalb des Planniveaus lag. Grundsätzlich besteht für das Segment Windparks eine größere Planungsunsicherheit als für das Segment Photovoltaik. Das Windaufkommen unterliegt größeren jährlichen Schwankungen als die Sonneneinstrahlung. Im Segment Asset Management lagen die Umsatzerlöse über den Erwartungen. Die im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichte Prognose auf Basis des Bestandsportfolios vom 12. März 2021 konnte auch hinsichtlich der Ergebniskennzahlen operatives EBITDA und operatives EBIT um 16,4 Millionen Euro beziehungsweise 11,1 Millionen Euro übertroffen werden. Der operative Cashflow konnte von 212,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 251,9 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021 gesteigert werden. Die im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichte Prognose konnte damit deutlich übertroffen werden. Das operative Ergebnis je Aktie liegt mit 0,48 Euro über dem im Geschäftsbericht 2020 prognostizierten Wert von 0,46 Euro. Entwicklung der Segmente Nachfolgend wird die Entwicklung der berichtspflichtigen Segmente im Encavis-Konzern dargestellt. Es sind nur erworbene Gesellschaften dargestellt, welche im Geschäftsjahr bereits einen Beitrag zur Stromerzeugung des jeweiligen Segments geleistet haben. Segment PV Parks Das Solarparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 31. Dezember 2021 insgesamt 169 Solarparks mit einer Gesamtkapazität von über 1,4 GW. Die Solarparks verteilen sich auf die Länder Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Spanien und Dänemark. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt saisonalen Einflüssen, was zu Schwankungen in den Umsatzerlösen und Ergebnissen im Verlauf des Jahres führt. Im Segment PV Parks, das alle sich im Eigenbestand befindlichen Solarparks umfasst, sind vor allem die Monate April bis September umsatzstärker als die Herbst- und Wintermonate. Das Solarparkportfolio konnte im Jahr 2021 trotz einer unterhalb des langjährigen Mittels liegenden Anzahl an Sonnenstunden durch den historisch starken Anstieg der Strompreise im vierten Quartal eine Planüberschreitung von rund 3 % verzeichnen. Die Umsatzerlöse der Solarparks lagen insbesondere aufgrund der im September 2020 beziehungsweise Januar 2021 neu ans Netz angeschlossenen spanischen Solarparks deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die tatsächlich eingespeiste Strommenge der im Eigenbestand des Konzerns befindlichen Solarparks im Geschäftsjahr 2021 beträgt 1.815 Gigawattstunden (GWh) (Vorjahr: 1.047,9 GWh). Damit ist diese im Vergleich zum Vorjahr um rund 73,2 % angestiegen. Von der eingespeisten Strommenge entfallen 49 % (Vorjahr: 6 %) auf die Solarparks in Spanien, 14 % (Vorjahr: 27 %) auf die Solarparks in Deutschland, 13 % (Vorjahr: 23 %) auf die Solarparks in Frankreich, 12 % (Vorjahr: 21 %) auf die Solarparks in Italien, 6 % (Vorjahr: 12 %) auf die Solarparks in Großbritannien und 6 % (Vorjahr: 11 %) auf die Solarparks in den Niederlanden. Im Geschäftsjahr 2021 wurden folgende bereits in Betrieb befindliche Solarparks erworben: Zonnepark Apeldoorn Bloemenkamp B.V., Niederlande, Konzernanteil 100 % Zonnepark Apeldoorn Ijsseldijk B.V., Niederlande, Konzernanteil 100 % Solar Park Svinningegården ApS, Dänemark, Konzernanteil 100 % Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 erfolgte nach dessen Inbetriebnahme beim Solarpark Genia Extremadura Solar S.L.U. („Talayuela“) der Übergang von der Equity-Bilanzierung zur Vollkonsolidierung. Im Dezember wurden die Gesellschaftsanteile von 80 % auf 100 % aufgestockt. Segment Windparks Das Windparkportfolio im Eigenbestand von Encavis umfasst zum 31. Dezember 2021 insgesamt 40 Windparks mit einer Gesamtkapazität von 412 MW. Die Windparks verteilen sich auf die Länder Deutschland, Finnland, Italien, Frankreich und Dänemark. Die Windparks sind meteorologisch bedingt in den Herbst- und Wintermonaten umsatzstärker als in den Sommermonaten. Das Windparkportfolio lag im Jahr 2021 aufgrund eines insbesondere im ersten und vierten Quartal deutlich unterdurchschnittlichen Windaufkommens rund 14 % unter Plan. Die tatsächlich eingespeiste Strommenge der im Eigenbestand des Konzerns befindlichen Windparks im Geschäftsjahr 2021 beträgt 940,1 GWh (Vorjahr: 1.024,8 GWh). Damit ist diese im Vergleich zum Vorjahr um rund 8 % gesunken. Von der eingespeisten Strommenge entfallen 48 % (Vorjahr: 49 %) auf die Windparks in Deutschland, 31 % (Vorjahr: 34 %) auf die Windparks in Dänemark, 9 % (Vorjahr: 9 %) auf die Windparks in Frankreich, 7 % (Vorjahr: 7 %) auf die Windparks in Österreich, 4 % (Vorjahr: 0 %) auf den Windpark in Finnland und 1 % (Vorjahr: 1 %) auf den Windpark in Italien. Im Geschäftsjahr 2021 wurde folgender Windpark erworben: Paltusmäen Tuulivoima Oy, Finnland, Konzernanteil 100 % Zudem wurden im Geschäftsjahr 2021 folgende Windparks vollständig veräußert: Windpark Herrenstein GmbH, Österreich, Konzernanteil 51 % Windpark Pongratzer Kogel GmbH, Österreich, Konzernanteil 51 % Windpark Zagersdorf GmbH, Österreich, Konzernanteil 51 % Segment PV Service Das Segment enthält die 100 %-Tochtergesellschaft Encavis Technical Services GmbH. Die Gesellschaft hat die technische Betriebsführung für viele deutsche und italienische Solarparks des Encavis-Konzerns übernommen. Das konzernintern betreute Volumen liegt zum 31. Dezember 2021 bei rund 280 MWp. Darüber hinaus hat die Encavis Technical Services GmbH seit 2012 Verträge für die technische Betriebsführung von Parks übernommen, die nicht zum Encavis-Konzern gehören. Die Parks liegen in Thüringen und Norditalien. Das konzernextern betreute Volumen liegt bei rund 9 MWp. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 die Stern Energy GmbH gegründet und ihr gesamtes Sachanlagevermögen sowie einen Teil ihrer Geschäftsbesorgungsverträge im Rahmen eines Asset Deals in diese eingelegt. Die Anteile an der Stern Energy GmbH wurden im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 an das assoziierte Unternehmen Stern Energy S.p.A. veräußert. Durch diese Transaktion werden die Kompetenzen der beiden Partner Stern und Encavis ideal gebündelt, was ein umfassendes Angebot technischer Betriebsführung für konzerninterne und -externe Parks in vielen Ländern Europas ermöglicht. Strategisch plant Encavis den derzeitigen Anteilsbesitz von 30 % mittelfristig auf zunächst 50 % und danach 100 % aufzustocken. Segment Asset Management Das Geschäftsfeld Asset Management umfasst alle Dienstleistungen für Drittinvestoren wie die Initiierung von Fonds beziehungsweise die individuelle Gestaltung und Strukturierung sonstiger Investitionen für professionelle Anleger im Bereich Erneuerbare Energien sowie den Betrieb der von diesen Anlegern gehaltenen Anlagen. Insgesamt umfasst das betreute Portfolio zum 31. Dezember 2021 32 Solarparks und 55 Windparks in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Finnland, Schweden, Österreich und den Niederlanden. Im Segment Asset Management übertrafen die Umsatzerlöse den Planansatz um 2,9 Millionen Euro. Das betreute Portfolio an Wind- und Solarparks konnte auch im Berichtsjahr deutlich ausgebaut werden. So konnte die installierte Leistung aus Erneuerbaren Energien um 50 % auf nun 1,2 GW ausgebaut werden. Der herausragende Erfolg basierte auf Inbetriebnahmen von Wind- und Solarparks in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden mit einer Kapazität von insgesamt 413 MW. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr weitere Wind- und Solarparks mit einer Kapazität von mehr als 100 MW in Frankreich, Deutschland und Spanien für institutionelle Investoren akquiriert. Diese Erneuerbare-Energien-Anlagen befinden sich derzeit im Bau und werden im Laufe des Jahres 2022 ebenfalls ans Netz angeschlossen. Insgesamt prüfte und erwarb die Encavis Asset Management AG im Jahr 2021 ein Projektvolumen von rund 540 Millionen Euro für ihre institutionellen Investoren. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Encavis-Konzern Ertragslage Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 332.703 (Vorjahr: TEUR 292.300). Dies entspricht einem Wachstum von TEUR 40.403 beziehungsweise rund 14 %. Während das Solarparkportfolio ein Wachstum in Höhe von TEUR 36.270 verzeichnen konnte, stiegen die Umsatzerlöse des Windparkportfolios im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um TEUR 361. Die Erhöhung der Umsatzerlöse im Solarparkportfolio wird im Wesentlichen von den beiden im September 2020 beziehungsweise Januar 2021 ans Netz angeschlossenen spanischen Solarparks getragen (TEUR 36.229), aber auch die italienischen und britischen Solarparks trugen mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 6.161 beziehungsweise TEUR 2.863 zu dem Wachstum bei. Aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung als im Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichneten die deutschen Solarparks jedoch einen Umsatzrückgang von TEUR 5.848. Das im Vergleich zum langjährigen Mittel unterdurchschnittliche Windaufkommen konnte durch den Umsatzbeitrag eines im Berichtsjahr erworbenen finnischen Windparks (TEUR 3.022) leicht überkompensiert werden. Darüber hinaus enthalten die Umsatzerlöse Erträge in Höhe von TEUR 19.899 (Vorjahr: TEUR 16.467) aus dem Asset Management. Die Umsatzerlöse im Konzern setzen sich zusammen aus der Einspeisung von Strom in das Stromnetz, aus der Betriebsführung von Parks für Dritte und weiteren Erlösen aus dem Asset Management. Der Umsatz nach Segmenten teilt sich wie folgt auf: Sonstige Erträge erzielte der Konzern in Höhe von TEUR 38.040 (Vorjahr: TEUR 17.314). Darin enthalten sind TEUR 17.271 einmalige Erträge im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung eines ehemals nach der Equity-Methode bilanzierten spanischen Solarparks aus der Übergangsbilanzierung sowie TEUR 5.735 einmalige Erträge aus der Entkonsolidierung von drei österreichischen Windparks, deren Mehrheitsanteil von 51 % im vierten Quartal 2021 vollständig veräußert wurde. Weiterhin sind in dieser Position Erträge aus der Auflösung von passivischen Abgrenzungsposten (Zuwendungen der öffentlichen Hand) in Höhe von TEUR 1.941 (Vorjahr: TEUR 2.311) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.255 (Vorjahr: TEUR 1.983) enthalten. Von den periodenfremden Erträgen entfallen TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 848) auf die Auflösung von Rückstellungen. Der Materialaufwand beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 4.312 (Vorjahr: TEUR 3.008). Hierin enthalten sind vor allem die Aufwendungen für Bezugsstrom in den Solar- und Windparks sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Direktvermarktung des produzierten Stroms. Der Personalaufwand ist von TEUR 20.659 im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 19.218 im Berichtsjahr zurückgegangen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen aus Aktienoptionsprogrammen (AOP) im Zusammenhang mit der Entwicklung des Aktienkurses zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden -TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 9) aus dem physischen Aktienoptionsprogramm 2012, -TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.124) aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm 2017, -TEUR 870 (Vorjahr: TEUR 2.695) aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm 2018, -TEUR 1.645 (Vorjahr: TEUR 1.444) aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm 2019, -TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 85) aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm 2020 sowie -TEUR 8 für das im Geschäftsjahr 2021 neu aufgelegte virtuelle Aktienoptionsprogramm 2021 als Personalaufwand erfasst. Der Aufwand für das AOP 2012 resultiert aus der Bewertung der Optionen mit ihren beizulegenden Zeitwerten an den jeweiligen Ausgabetagen und ist für die sechste Tranche des Programms erfasst worden. Die letzte Tranche des AOP 2012 wurde im Jahr 2020 vollständig abgelöst. Die AOP 2017-2021 sind jährlich wiederkehrende, langfristige Vergütungskomponenten, die auf die Gesamtperformance der Encavis-Aktie bezogen sind. Ein vom Aufsichtsrat festgelegter Zuteilungsbetrag wird in virtuelle Aktienoptionen, sogenannte Share Appreciation Rights (SAR), umgerechnet. Die Höhe der variablen Komponenten wurde auf Basis des Plans AOP 2017-2021 berechnet, der am 1. Juli 2017 (beziehungsweise am 1. Juli 2018, 2019, 2020 und 2021) in Kraft trat. Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte der Encavis-Konzern neben dem Vorstand 144 (Vorjahr: 134) Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 66.921 (Vorjahr: TEUR 57.542). Hierin sind vor allem die Kosten für den Betrieb der Solar- und Windparks in Höhe von TEUR 50.646 (Vorjahr: TEUR 44.439) enthalten. Unter anderem beinhalten sie Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, die technische und kaufmännische Betriebsführung, Versicherungen, verschiedene sonstige Kosten wie Kfz-Kosten, Kosten für IT sowie Telekommunikation. Die sonstigen Aufwendungen beinhalten ferner Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb in Höhe von TEUR 16.274 (Vorjahr: TEUR 13.103). Der Anstieg der sonstigen Aufwendungen ist zu einem wesentlichen Anteil auf die 2020 beziehungsweise Anfang 2021 ans Netz angeschlossenen spanischen Solarparks sowie auf verschiedene projektbezogene Aufwendungen zurückzuführen. Der Konzern erzielte damit im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von TEUR 280.292 (Vorjahr: TEUR 228.405). Die EBITDA-Marge beträgt rund 84 % (Vorjahr: 78 %). Bei den Abschreibungen in Höhe von TEUR 151.445 (Vorjahr: TEUR 136.580) handelt es sich im Wesentlichen um die planmäßigen Abschreibungen auf die Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie auf immaterielle Vermögenswerte (Stromeinspeiseverträge beziehungsweise exklusive Nutzungsrechte). Der Anstieg resultiert maßgeblich aus den planmäßigen Abschreibungen auf die in Betrieb genommenen Solaranlagen in Spanien. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist von TEUR 91.825 im Vorjahr auf TEUR 128.847 im Geschäftsjahr 2021 angestiegen. Dies entspricht einer EBIT-Marge von rund 39 % (Vorjahr: 31 %). Die Finanzerträge sind von TEUR 17.256 im Vorjahr auf TEUR 21.711 im Berichtsjahr angestiegen. Darin enthalten sind Zinserträge aus der Auflösung von Step-ups auf Bankdarlehen und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.686 (Vorjahr: TEUR 7.233) sowie Erträge im Zusammenhang mit den Veränderungen der Marktwerte der Zinsswaps in Höhe von TEUR 7.852 (Vorjahr: TEUR 1.555). Im Vorjahr wurden in dieser Position noch Zinserträge aus Ausleihungen an assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 7.728 (Berichtsjahr: TEUR 38) ausgewiesen. Finanzaufwendungen sind in Höhe von TEUR 67.525 (Vorjahr: TEUR 72.120) angefallen. Hierin sind im Wesentlichen der Zinsaufwand für die Non-Recourse-Darlehen zur Finanzierung der Anlagen in den Parkgesellschaften, der Zinsaufwand im Zusammenhang mit dem Genussrecht der Gothaer Versicherungen, der Zinsaufwand für weitere Konzernfinanzierungen sowie unterschiedliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen enthalten. Die Entwicklung der Finanzerträge und -aufwendungen ist maßgeblich durch Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen geprägt. Innerhalb der Finanzerträge führt dies zu einem Anstieg von TEUR 6.506 und innerhalb der Finanzaufwendungen zu einem Rückgang von TEUR 4.437. Das Finanzergebnis beinhaltet darüber hinaus das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR -9.622). Das hieraus resultierende Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt TEUR 83.119 (Vorjahr: TEUR 27.339). Die EBT-Marge beläuft sich auf rund 25 % (Vorjahr: 9 %). Der in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Steueraufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 insgesamt auf TEUR 849 (Vorjahr: TEUR 8.965) und entfällt auf nicht zahlungswirksame latente Steuern sowie originäre Steuern. Die laufende Steuerbelastung beträgt TEUR 11.857 (Vorjahr: TEUR 9.498). Ein latenter Steuerertrag wurde in Höhe von TEUR 11.008 (Vorjahr: TEUR 533) erfasst. Insgesamt ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von TEUR 82.270 (Vorjahr: TEUR 18.374). Das Konzernergebnis setzt sich aus dem Ergebnis der Anteilseigner der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 75.323 (Vorjahr: TEUR 10.142), dem Ergebnis nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR 687 (Vorjahr: TEUR 327) und dem Ergebnisanteil der Hybridkapitalgeber in Höhe von TEUR 6.259 (Vorjahr: TEUR 7.905) zusammen. Das Konzerngesamtergebnis in Höhe von TEUR 107.665 (Vorjahr: TEUR 62.573) setzt sich aus dem Konzernergebnis sowie der Veränderung der im Eigenkapital ausgewiesenen sonstigen Rücklagen zusammen. Im Zuge der Erstkonsolidierung der bisher nach der Equity-Methode bewerteten spanischen Beteiligung Genia Extremadura Solar S.L.U. wurden die bis zum Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten anteiligen Ergebnisse (TEUR 17.820) in das Konzernergebnis umklassifiziert. Neben der Währungsrücklage in Höhe von TEUR -668 (Vorjahr: TEUR 597) enthalten die sonstigen Rücklagen weiterhin die Hedge-Rücklage in Höhe von TEUR 10.856 (Vorjahr: TEUR -5.906), in der auch die zukünftig planmäßig über die Restlaufzeit des jeweiligen Grundgeschäfts ergebniswirksam aufzulösenden Beträge von ehemals in einer Sicherungsbeziehung befindlichen Zinsswaps enthalten sind, sowie die Kosten der Sicherungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 15). Die im Eigenkapital erfassten Werte werden nach Ablauf der korrespondierenden Grundgeschäfte vollständig in das Konzernergebnis umklassifiziert. Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR -4 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Hedge-Rücklage und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Währungsrücklage in das Konzernergebnis umklassifiziert. Dem gegenüber stehen korrespondierende latente Steuereffekte in Höhe von TEUR -2.674 (Vorjahr: TEUR 1.549). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (nach nicht beherrschenden Anteilen) beträgt 0,52 Euro (Vorjahr: 0,07 Euro). Die Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien im Berichtszeitraum beträgt 144.378.743 (Vorjahr: 137.799.309). Das verwässerte Ergebnis je Aktie liegt ebenfalls bei 0,52 Euro (Vorjahr: 0,07 Euro). Herleitung der operativen Kennzahlen (bereinigt um IFRS-Effekte) Wie im Kapitel „Internes Steuerungssystem von Encavis“ beschrieben, ist die IFRS-Bilanzierung des Konzerns beeinflusst von nicht zahlungswirksamen Bewertungseffekten und daraus resultierenden Abschreibungen. Zusätzlich beeinträchtigen nicht zahlungswirksame Zinseffekte und latente Steuern einen transparenten Blick auf die operative Ertragslage nach IFRS. in TEUR Anhang 01.01.–31.12.2021 01.01.–31.12.2020 Umsatzerlöse 3.21; 5.1 332.703 292.300 Sonstige Erträge 5.2 38.040 17.314 Materialaufwand 5.3 -4.312 -3.008 Personalaufwand, davon TEUR -3.010 (Vorjahr: TEUR -5.357) aus anteilsbasierter Vergütung 5.4 -19.218 -20.659 Sonstige Aufwendungen 5.5 -66.921 -57.542 Bereinigt um folgende Effekte: Sonstige nicht operative Erträge -24.031 -4.111 Sonstige nicht operative Aufwendungen 137 516 Anteilsbasierte Vergütung (nicht zahlungswirksam) 0 9 Bereinigtes operatives EBITDA 256.398 224.819 Abschreibungen 5.6 -151.445 -136.580 Bereinigt um folgende Effekte: Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene immaterielle Vermögenswerte (Stromeinspeiseverträge) und Goodwill 47.052 50.690 Folgebewertung der aufgedeckten stillen Reserven/Lasten aus Step-ups für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Sachanlagen -2.955 -6.771 Bereinigtes operatives EBIT 149.050 132.158 Finanzergebnis 5.7 -45.728 -64.486 Bereinigt um folgende Effekte: Sonstige nicht zahlungswirksame Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge (im Wesentlichen aus Effekten aus Währungsumrechnung, Effektivzinsberechnung, Swap-Bewertung und Zinsaufwand aus subventionierten Darlehen [Zuwendungen der öffentlichen Hand]) -15.977 8.816 Bereinigtes operatives EBT 87.345 76.488 Steueraufwand 5.8 -849 -8.965 Bereinigt um folgende Effekte: Latente Steuern (nicht zahlungswirksam) und sonstige nicht zahlungswirksame Steuereffekte -9.492 769 Bereinigtes operatives Konzernergebnis 77.004 68.291 davon Zurechnung auf Aktionäre der Encavis AG 69.565 59.878 Durchschnittlich ausgegebene Aktien im Berichtszeitraum 144.378.743 137.799.309 Bereinigtes operatives Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,48 0,43 Finanzlage und Cashflow Die Veränderung des Finanzmittelfonds beträgt im Berichtsjahr TEUR 225.558 (Vorjahr: TEUR 5.671) und setzt sich wie folgt zusammen: Der Nettomittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist um rund TEUR 38.994 von TEUR 212.947 im Vorjahr auf TEUR 251.941 im Berichtsjahr angestiegen. Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus dem operativen Geschäft der Solar- und Windparks und den hieraus erfolgten Einzahlungen. Ferner sind hier die Veränderungen der Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzurechnen sind, enthalten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -89.457 (Vorjahr: TEUR -94.144) und betrifft im Wesentlichen die Auszahlungen für den Bau der zwei Solarparks in Spanien, den Bau eines Solarparks in Deutschland sowie Auszahlungen für den Erwerb eines Windparks in Finnland, eines Solarparks in Dänemark und zwei Solarparks in den Niederlanden. Gegenläufig wirkte sich eine Einzahlung aus dem Verkauf des Mehrheitsanteils an drei österreichischen Windparks aus. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEUR 62.564 (Vorjahr: TEUR -112.714) und resultiert im Wesentlichen aus den regelmäßigen Tilgungen und den gezahlten Zinsen abzüglich neu ausgezahlter Darlehen. Zudem sind die Veränderung des beschränkt verfügungsberechtigten Zahlungsmittelbestands, die Auszahlung der Bardividende an die Aktionäre der Encavis AG sowie die Dividendenzahlung an die Hybridkapitalgeber enthalten. Im Berichtszeitraum erhöhten die Emissionserlöse einer weiteren unbefristeten nachrangigen Wandelanleihe in Höhe von TEUR 250.000 den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Außerdem ist die Begebung von Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 20.000 enthalten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 237.957 (Vorjahr: TEUR 186.765) in Form von Finanzkrediten in Anspruch genommen. Davon entfallen TEUR 149.729 (Vorjahr: TEUR 126.525) auf die Aufnahme von langfristigen Darlehen zur Finanzierung von Solar- und Windparks und TEUR 50.000 auf die Inanspruchnahme einer Kreditlinie eines Bankenkonsortiums. Die gesamten Zins- und Tilgungsauszahlungen für die im Konzern bestehenden Darlehen führten im Geschäftsjahr 2021 zu einem Mittelabfluss von TEUR 371.228 (Vorjahr: TEUR 266.422). In der virtuellen Hauptversammlung der Encavis AG am 27. Mai 2021 wurde beschlossen, eine Dividende in Höhe von EUR 0,28 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Dies entspricht einer Steigerung um rund 8 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 0,26 pro Aktie). Zur Auszahlung der Dividende, die am 30. Juni 2021 erfolgt ist, wurde gemäß der Beschlussfassung auf der Hauptversammlung der Encavis AG ein Teil des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 55.064.839,71 Euro verwendet. Die Wahldividende erhielt mit einer Annahmequote von über 40 % erneut großen Zuspruch. Insgesamt wurden 814.031 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben. Am Bilanzstichtag standen dem Konzern Kreditlinien zur Verfügung, die in Höhe von TEUR 159.680 (Vorjahr: TEUR 39.393) nicht ausgenutzt waren. Vermögenslage Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.066.388 (31. Dezember 2020: TEUR 751.561). Der Anstieg in Höhe von TEUR 314.827 beziehungsweise 41,9 % resultiert aus verschiedenen ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Wertänderungen sowie aus dem positiven Periodenergebnis nach IFRS. Zum Großteil erhöhte sich das Eigenkapital jedoch im Zuge der erfolgreichen Platzierung einer weiteren zeitlich unbefristeten, nachrangingen Anleihe um deren Nominalbetrag (TEUR 250.000) abzüglich der mit der Ausgabe verbundenen Emissionskosten. Gegenläufig wirkte sich die Auszahlung der Bardividende aus. Das Grundkapital hat sich durch Sacheinlage um TEUR 814 erhöht. Durch die Ausübung des Wandlungsrechts einiger Investoren hinsichtlich der von ihnen gehaltenen Hybrid-Wandelanleihe aus dem Jahr 2017 beziehungsweise 2019 sowie durch das im Oktober 2021 von der Encavis Finance B. V. ausgeübte Pflichtwandlungsrecht erhöhte sich das Grundkapital durch Passivtausch innerhalb des Eigenkapitals um weitere TEUR 21.218. Die Eigenkapitalquote beträgt 33,16 % (31. Dezember 2020: 26,61 %). Die Bilanzsumme ist von TEUR 2.823.844 im Vorjahr auf TEUR 3.215.888 im Berichtsjahr angestiegen. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2021 immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 446.320 (31. Dezember 2020: TEUR 493.885) aus. Der Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 27.466 (31. Dezember 2020: TEUR 27.560). Dies entspricht einem Rückgang in Höhe von TEUR 94 im Vergleich zum Vorjahr. Zum 30. September 2021 hat Encavis die Geschäfts- und Firmenwerte einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Dieser erfolgte auf Ebene einer Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten (CGU), die seit dem Geschäftsjahr 2016 die nach Ländern unterteilten operativen Segmente darstellen. Der Werthaltigkeitstest ergab keinen Wertminderungsaufwand. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr betrifft den im Rahmen der vollständigen Veräußerung des Mehrheitsanteils an drei österreichischen Windparks abgegangenen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 231 und des Weiteren in gegenläufigem Umfang Währungseffekte. Der Anstieg der Sachanlagen auf TEUR 2.174.952 (31. Dezember 2020: TEUR 1.901.989) resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung eines spanischen, zweier niederländischen und eines dänischen Solarparks sowie eines finnischen Windparks. Gegenläufig wirkten sich die laufenden planmäßigen Abschreibungen aus. Die aktiven latenten Steuern vor Saldierung resultieren im Wesentlichen aus Differenzen des Sachanlagevermögens im Vergleich zwischen IFRS- und Steuerbilanz, aus Differenzen bei den ausschließlich nach IFRS 16 passivierten Leasingverbindlichkeiten sowie aus voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Das kurzfristige Vermögen hat sich von TEUR 303.236 im Vorjahr auf TEUR 532.860 zum 31. Dezember 2021 erhöht. Darin enthalten sind zum Bilanzstichtag liquide Mittel in Höhe von TEUR 444.639 (31. Dezember 2020: TEUR 230.996). Die liquiden Mittel enthalten verfügungsbeschränkte Mittel in Höhe von TEUR 50.410 (31. Dezember 2020: TEUR 63.507). Hiervon entfallen TEUR 40.613 (Vorjahr: TEUR 56.021) auf Kapitaldienst- und Projektreserven und TEUR 9.797 (Vorjahr: TEUR 7.487) auf sonstige verfügungsbeschränkte Guthaben. Die finanziellen Verbindlichkeiten im Konzern (im Wesentlichen Bank- und Leasingverbindlichkeiten) belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 1.838.828 (31. Dezember 2020: TEUR 1.783.667). Es handelt sich um Darlehen und Leasingverträge zur Finanzierung der Solar- und Windparks sowie das von der Gothaer Versicherung im November 2014 zur Verfügung gestellte Genussrechtskapital. Enthalten sind zudem Verbindlichkeiten aus Listed Notes aus dem Portfolio Grid Essence (Großbritannien) in Höhe von TEUR 28.174 inklusive aufgelaufener Zinsen sowie Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen beziehungsweise Namens-/Inhaberschuldverschreibungen inklusive aufgelaufener Zinsen in Höhe von TEUR 152.910. Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen werden in Höhe von TEUR 186.696 (31. Dezember 2020: TEUR 193.039) ausgewiesen. Bei fast allen Fremdfinanzierungen ist das Haftungsrisiko in Bezug auf die Parks beschränkt (Non-Recourse-Finanzierung). Die passiven latenten Steuern vor Saldierung beruhen im Wesentlichen auf Differenzen der Stromeinspeiseverträge im Vergleich zwischen IFRS- und Steuerbilanz, auf Differenzen der Energieanlagen im Vergleich zwischen IFRS- und Steuerbilanz sowie auf ausschließlich nach IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 28.686 (31. Dezember 2020: TEUR 16.043). Segmentberichterstattung (operativ) Aufwendungen und Erträge zwischen den Segmenten betreffen im Wesentlichen Dienstleistungen für technische und kaufmännische Betriebsführung sowie Zinserträge und -aufwendungen für konzerninterne Darlehen. Diese wurden vor allem für Umsatzsteuer- und Investitionsvorfinanzierungen bei den Solarparkprojekten vergeben. PV Parks Die Umsatzerlöse in den Solarparks sind im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 234.730 (Vorjahr: TEUR 198.459) angestiegen. Die Erhöhung der Umsatzerlöse im Solarparkportfolio wird im Wesentlichen von den beiden im September 2020 beziehungsweise Januar 2021 ans Netz angeschlossenen spanischen Solarparks getragen (TEUR 36.229), aber auch die italienischen und britischen Solarparks trugen mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 6.161 beziehungsweise TEUR 2.863 zu dem Wachstum bei. Die sonstigen Erträge belaufen sich im Jahr 2021 auf TEUR 6.913 (Vorjahr: TEUR 2.915). Dem gegenüber standen die Kosten für den Betrieb der Solarparks sowie sonstige Aufwendungen von insgesamt TEUR 49.404 (Vorjahr: TEUR 40.405) und Abschreibungen auf die PV-Anlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 77.790 (Vorjahr: TEUR 65.052). Der Anstieg der Abschreibungen resultiert vor allem aus den planmäßigen Abschreibungen auf die im September 2020 beziehungsweise im Januar 2021 in Betrieb genommenen spanischen Solarparks. Insgesamt erzielte das Segment PV Parks im Berichtsjahr ein operatives Betriebsergebnis (operatives EBIT) in Höhe von TEUR 114.449 (Vorjahr: TEUR 95.918) sowie ein operatives EBITDA in Höhe von TEUR 192.238 (Vorjahr: TEUR 160.970). Windparks Aufgrund eines im Vergleich zum langjährigen Mittel unterdurchschnittlichen Windaufkommens werden im Segment Windparks Umsatzerlöse nur auf Vorjahresniveau in Höhe von TEUR 77.885 (Vorjahr: TEUR 77.525) ausgewiesen. Zu diesem moderaten Anstieg trug ein im Berichtsjahr erworbener finnischer Windpark mit TEUR 3.022 bei. Die sonstigen Erträge belaufen sich im Jahr 2021 auf TEUR 7.653 (Vorjahr: TEUR 6.145) und beinhalten TEUR 5.389 einmalige Erträge aus der Entkonsolidierung von drei österreichischen Windparks, deren Mehrheitsanteil von 51 % im vierten Quartal 2021 vollständig veräußert wurde. Im Vorjahr wurden hier einmalige Erträge aus dem vorangegangenen Verkauf des 49 %-Anteils an diesem österreichischen Windparkportfolio ausgewiesen. Die Aufwendungen für den Betrieb der Parks und sonstige Aufwendungen betrugen insgesamt TEUR 22.130 (Vorjahr: TEUR 21.337). Das operative EBITDA lag bei TEUR 63.408 (Vorjahr: TEUR 62.332). Abschreibungen auf die Windkraftanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden in Höhe von TEUR 27.987 (Vorjahr: TEUR 26.283) vorgenommen. Insgesamt erzielte das Segment Windparks ein witterungsbedingt unter dem Vorjahresniveau liegendes operatives Betriebsergebnis (operatives EBIT) in Höhe von TEUR 35.421 (Vorjahr: TEUR 36.049). Asset Management Im Geschäftsjahr 2021 lag das operative Betriebsergebnis (operatives EBIT) bei TEUR 7.969 (Vorjahr: TEUR 6.132) und das operative EBITDA bei TEUR 8.523 (Vorjahr: TEUR 6.717). Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen in Höhe von TEUR 20.146 (Vorjahr: TEUR 16.931) standen Materialaufwendungen, Personalaufwendungen, sonstige Aufwendungen und Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 12.177 (Vorjahr: TEUR 10.799) gegenüber. Der deutliche Anstieg von Umsatzerlösen und Ergebnis ist insbesondere dem Wachstum des betreuten Portfolios an Energieerzeugungsanlagen zuzuschreiben. PV Service Im Segment PV Service stehen Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen abzüglich Materialaufwand in Höhe von TEUR 4.373 (Vorjahr: TEUR 7.367) Personalaufwendungen und sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.110 (Vorjahr: TEUR 3.156) gegenüber. Im Vorjahr waren einmalige Erträge aus dem Verkauf der Stern Energy GmbH an die Stern Energy S.p.A. in Höhe von TEUR 2.744 enthalten. Nach Abschreibungen beträgt das operative Betriebsergebnis (operatives EBIT) TEUR 1.263 (Vorjahr: TEUR 4.206), das operative EBITDA liegt ebenfalls bei TEUR 1.263 (Vorjahr: TEUR 4.211). Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen Das operative Betriebsergebnis (operatives EBIT) der Verwaltung beträgt TEUR -10.091 (Vorjahr: TEUR -10.341). Die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge stiegen von TEUR 2.143 im Vorjahr auf TEUR 2.411 im Berichtsjahr an. Die Personalaufwendungen, die sonstigen Aufwendungen und die Abschreibungen liegen mit TEUR 12.501 etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 12.486). Die sonstigen Aufwendungen umfassen insbesondere Aufwendungen des laufenden Geschäftsbetriebs sowie Rechts- und Beratungskosten, die unter anderem im Zusammenhang mit dem Erwerb von neuen Parkgesellschaften stehen. Erläuterungen zum Einzelabschluss der Encavis AG (HGB) Der Jahresabschluss der Encavis AG für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Ertragslage Die Encavis AG erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.383 (Vorjahr: TEUR 5.552). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Kosten für die Versicherung, Verwaltung und die kaufmännische Betreuung der Solar- und Windparks an die Gesellschaften des Encavis-Konzerns sowie aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Steuererklärungen, Buchhaltung und Geschäftsführung der Solar- und Windparkgesellschaften. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert insbesondere aus der Weiterbelastung von zusätzlichen Versicherungsleistungen, die an Gesellschaften innerhalb des Encavis-Konzerns in Höhe von TEUR 309 sowie an Gesellschaften aus dem Asset Management in Höhe von TEUR 557 erbracht wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 4.757 (Vorjahr: TEUR 12.275). Sie resultieren im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Photovoltaik-Anlagen an die Encavis-Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 2.855 (Vorjahr: TEUR 2.565). Weiterhin haben sich aufgrund der positiven Wechselkursentwicklung Zuschreibungen bei Ausleihungen in Britischen Pfund in Höhe von TEUR 1.224 ergeben. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 7.514 im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in der Position des Vorjahres ein Einmaleffekt aus der Veräußerung von Tochtergesellschaften (TEUR 8.574) enthalten war. Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 13.439 ist im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 16.054) um TEUR 2.615 gesunken. Dies ist insbesondere auf die gesunkenen Aufwendungen aus dem Aktienoptionsprogramm in Höhe von TEUR 2.252 (Vorjahr: TEUR 4.660) sowie auf die gesunkenen Gehälter und Tantiemen für den Vorstand in Höhe von TEUR 1.657 (Vorjahr: TEUR 2.693) zurückzuführen. Gegenläufig dazu hat sich der Personalaufwand durch Neuzugänge von vier weiteren Mitarbeitern erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 19.970 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.077) um TEUR 8.896 gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den umfangreichen Finanzierungsmaßnahmen, die im Jahr 2021 umgesetzt wurden. Für die Begebung der Hybrid-Wandelanleihe im Oktober 2021 sowie für die Wandlung der Hybrid-Wandelanleihe aus dem Jahr 2017 beziehungsweise 2019 in Aktien sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.306 entstanden. Weiterhin nahm die Encavis AG einen nachhaltigen, revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 125 Millionen Euro auf, was zu Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.085 geführt hat. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kosten für Rechtsberatung sowie für sonstige Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 5.430 (Vorjahr: TEUR 4.138), Aufwendungen aus Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 2.460 (Vorjahr: TEUR 2.033), Raumkosten in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr: TEUR 778), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 476), Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 476) sowie Wartungskosten für Hard- und Software in Höhe von TEUR 593 (Vorjahr: TEUR 389). Die Finanz- und Beteiligungserträge sind im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 108.192 (Vorjahr: TEUR 66.475) gestiegen. Hierin enthalten sind insbesondere Ausschüttungen von Gewinnen aus der laufenden Geschäftstätigkeit von verbundenen Unternehmen, insbesondere der Encavis GmbH in Höhe von TEUR 22.142 (Vorjahr: TEUR 26.000), der Capital Stage Solar IPP GmbH in Höhe von TEUR 3.440 (Vorjahr: TEUR 0), der Encavis Nordbrise A/S in Höhe von TEUR 2.690 (Vorjahr: TEUR 6.180) sowie von weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 3.875 (Vorjahr: TEUR 3.089). Des Weiteren sind Zinserträge aus den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 28.940 (Vorjahr: TEUR 20.789) enthalten. Der Anstieg der Zinserträge aus verbundenen Unternehmen resultiert insbesondere aus der Umgliederung von Zinserträgen aus dem Bereich der assoziierten Unternehmen in den Bereich der verbundenen Unternehmen. Aus dem im Geschäftsjahr 2012 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Encavis AG und der Encavis Technical Services GmbH sowie aus dem am 12. März 2020 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Encavis AG und der Solarpark Neuhausen GmbH vereinnahmte die Encavis AG Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.697 (Vorjahr: TEUR 2.689). Aufgrund des am 12. März 2020 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Encavis AG und der Capital Stage Solar IPP GmbH hat die Encavis AG im Jahr 2021 einen Gewinn in Höhe von TEUR 6.277 (Vorjahr: Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.639) übernommen. Weiterhin wurde im Dezember 2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Encavis GmbH und der Encavis AG geschlossen. Dieser führte zu zusätzlich vereinnahmten Erträgen in Höhe von TEUR 39.094. Finanzaufwendungen sind in Höhe von TEUR 13.162 (Vorjahr: TEUR 13.911) angefallen. Im Wesentlichen enthalten sie Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.582 (Vorjahr: TEUR 7.616), Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.057 (Vorjahr: TEUR 5.257) sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 4.640 (Vorjahr: TEUR 0). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -2.810 (Vorjahr: TEUR 301) enthalten zum einen den Aufwand aus der Zuführung der Steuerrückstellungen für Körperschaftsteuern in Höhe von TEUR 460, der darauf entfallende Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 25 sowie Gewerbesteuern in Höhe von TEUR 291 auf den laufenden steuerlichen Gewinn. Außerdem enthalten ist ein Ertrag aus der Zuführung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 3.587. Im Vergleich zum Vorjahr liegt ein Überhang aktiver latenter Steuern vor, der in Ausübung des Wahlrechts des §274 Abs. 1 S. 2 HGB zum Bilanzstichtag aktiviert wurde. Der Jahresüberschuss der Encavis AG beträgt TEUR 70.769 (Vorjahr: TEUR 40.488). Vermögens- und Finanzlage Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 656.183 im Vorjahr auf TEUR 854.150 zum 31. Dezember 2021. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Wandlung der Hybrid-Wandelanleihe, die im Jahr 2017 in Höhe von TEUR 97.300 begeben und im Jahr 2019 auf TEUR 150.300 aufgestockt wurde, in Aktien der Encavis AG. Dabei haben sich das gezeichnete Kapital um TEUR 21.218 und die Kapitalrücklage um TEUR 133.858 erhöht. Weiterhin beruht der Anstieg des Eigenkapitals auf einem höheren Jahresüberschuss des Geschäftsjahres sowie auf der mit der Aktiendividende zur Jahresmitte einhergehenden Kapitalerhöhung, bei der sich das gezeichnete Kapital um TEUR 814 und die Kapitalrücklage um TEUR 11.071 erhöhte. Gegenläufig schlägt sich die Erfassung der Dividende für das Jahr 2020 (TEUR 38.762) nieder. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag beträgt 59,5 % (Vorjahr: 58,3 %). Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 1.436.321 (Vorjahr: TEUR 1.124.910) erhöht. Auf der Aktivseite resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus der Erweiterung des Finanzanlagevermögens durch die Ausgabe von Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie aus dem Erwerb von bonitätsstarken Staatsanleihen zur kurzfristigen Finanzmitteldisposition. Auf der Passivseite haben sich insbesondere das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöht. Im Jahr 2021 wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -28.660 (Vorjahr: TEUR -11.305) erzielt. Ein wesentlicher Mittelabfluss ergab sich aus der Zahlung der Kapitalertragsteuer (nach Abzug der Erstattungen der Kapitalertragsteuer aus dem Jahr 2019) auf erhaltene Gewinnausschüttungen in Höhe von TEUR 5.477. Für die Begebung der Hybrid-Wandelanleihe im Jahr 2021 sowie für die Wandlung der Hybrid-Wandelanleihe aus dem Jahr 2017 beziehungsweise 2019 in Aktien wurden Auszahlungen in Höhe von TEUR 2.819 geleistet. Weiterhin hat die Encavis AG Auszahlungen an ihre Mitarbeiter und Vorstände aus dem Aktienoptionsprogramm in Höhe von insgesamt TEUR 3.726 getätigt. Aus der Investitionstätigkeit resultiert ein Cashflow in Höhe von TEUR -195.249 (Vorjahr: TEUR -50.549). Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Encavis AG im Dezember 2021 ihre liquiden Mittel in Höhe von TEUR 195.000 in bonitätsstarke Staatsanleihen zur kurzfristigen Disposition (maximal drei Monate ab Erwerb) über den Bilanzstichtag investiert hat. Für den Erwerb von Tochtergesellschaften wurden insbesondere TEUR 27.781 für einen finnischen Windpark und TEUR 10.233 für zwei niederländische Solarparks investiert. Gegenläufig dazu hat die Encavis AG Ausschüttungen von Gewinnen aus der laufenden Geschäftstätigkeit von verbundenen Unternehmen, insbesondere der Encavis GmbH in Höhe von TEUR 22.142, der Capital Stage Solar IPP GmbH in Höhe von TEUR 10.500, der Encavis Nordbrise A/S in Höhe von TEUR 2.690 sowie von weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 3.806 erhalten. Weiterhin hat die Encavis AG Einzahlungen aus Gewinnabführungen in Höhe von TEUR 2.272 erhalten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 172.866 (Vorjahr: TEUR 73.335). Der Cashflow ist im Wesentlichen durch den Erhalt eines Darlehens von der Encavis Finance B.V. im Rahmen der Platzierung einer Hybrid-Wandelanleihe in Höhe von TEUR 250.000 geprägt. Einen weiteren Zahlungsmittelzufluss hat die Encavis AG durch den nachhaltigen, revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von TEUR 50.000 (Tranche A) sowie aus anderen Bankdarlehen und Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 45.000 erhalten. Gegenläufig dazu hat die Encavis AG Bankkredite und -zinsen sowie Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 88.357 zurückgezahlt. Weiterhin hatte die Encavis AG einen Zahlungsmittelabfluss durch die Barauszahlung der Dividende an die Aktionäre inklusive des Sockeldividendenanteils in Höhe von TEUR 26.878 (Vorjahr: TEUR 20.468) im Juni 2021. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Dividende an die Anteilseigner der Encavis AG in Höhe von EUR 0,28 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,26 je Aktie) ausgeschüttet. Die Aktionäre erhielten die Möglichkeit, die Dividende nach ihrer Wahl ausschließlich in bar oder in Form von Aktien der Encavis AG zu beziehen. Die Wahldividende erhielt mit einer Annahmequote von 43 % einen erneut sehr hohen Zuspruch. Nachtragsbericht Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bis zur Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2021 haben sich die Rahmenbedingungen des Geschäfts der Encavis-Gruppe nicht wesentlich verändert. Sonstiges Personal Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 142 Mitarbeiter (2020: 129 Mitarbeiter) im Konzern beschäftigt, davon 87 Mitarbeiter bei der Encavis AG, 39 Mitarbeiter bei der Encavis Asset Management AG und 16 Mitarbeiter bei der Encavis GmbH. Zum Jahresende 2021 waren im Konzern 144 Mitarbeiter beschäftigt. Die Änderung der Mitarbeiteranzahl ist auf den wachstumsinduzierten Ausbau des Teams bei Encavis zurückzuführen. Die Mitarbeiterzahl nach Funktion zum Jahresende 2021 ist nachfolgend dargestellt: Mitarbeiterzahl pro Funktion zum Jahresende Encavis AG Encavis Asset Management AG Encavis GmbH Summe Finance 20 20 (Vorjahr) (20) (20) Operations 23 23 (Vorjahr) (28) (28) Stab 27 27 (Vorjahr) (24) (24) Investments 11 11 (Vorjahr) (9) (9) Corporate Finance/Project Finance 6 6 (Vorjahr) (6) (6) Asset Management 41 16 57 (Vorjahr) (34) (13) (47) Summe 87 41 16 144 (Vorjahr) (87) (34) (13) (134) Zum 31. Dezember 2021 waren jeweils zwei Vorstände bei der Encavis AG sowie bei der Encavis Asset Management AG beschäftigt. Aufsichtsrat Mit der Hauptversammlung am 27. Mai 2021 schied Herr Peter Heidecker aus seinem bisherigen Amt als Aufsichtsratsmitglied der Encavis AG aus. Herr Dr. Rolf Martin Schmitz wurde gleichzeitig neu in den Aufsichtsrat gewählt. Vergütungsbericht Details zum Vergütungssystem sowie individualisierte Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat werden für das Geschäftsjahr 2021 erstmals in einem separat veröffentlichten Vergütungsbericht spätestens zur Hauptversammlung 2022 zugänglich gemacht. Einzelheiten zu den Aktienoptionsprogrammen und zur Bewertung sind im Anhang des Konzernabschlusses aufgeführt, ebenso Angaben zur Vergütung nach § 314 HGB. Sonstige Angaben Offenlegung von Übernahmehindernissen gemäß §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Stichtag 31. Dezember 2021 EUR 160.469.282,00 (in Worten: einhundertsechzig Millionen vierhundertneunundsechzigtausend und zweihundertzweiundachtzig) und war eingeteilt in 160.469.282,00 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen bestehen nicht. Folgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die insgesamt 10 % der Stimmrechte übersteigen: Pool bestehend aus AMCO Service GmbH (Familie Büll), Hamburg, Deutschland, Dr. Liedtke Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg, Deutschland, PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co.KG, Neubiberg, Deutschland, Manfred Krüper GmbH, Essen, Deutschland sowie Dr. Manfred Krüper und Sebastian Krüper. In dem Fall, dass eine Person, die zum 14. November 2014 nicht gemäß § 21 WpHG meldepflichtiger Aktionär der Encavis AG war, über 50 % der Stimmrechte der Encavis AG erwirbt, besteht seitens der Gothaer Lebensversicherung Aktiengesellschaft ein außerordentliches Kündigungsrecht in Bezug auf den am 14. November 2014 geschlossenen Genussrechtsvertrag. Dieses Kündigungsrecht führt zu einem Rückzahlungsanspruch der Gothaer gegenüber der Encavis AG. Das zum 31. Dezember 2020 abgerufene Genussrechtskapital betrug TEUR 150.000. Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Stimmrechtskontrollen gleich welcher Art existieren nicht. Die Bestellung und Abberufung des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes (§§ 84 ff. AktG). Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, sind in dem in der Satzung festgelegten Umfang erteilt worden. Die von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen des Vorstands hinsichtlich der Erhöhung des Grundkapitals und der Ausgabe von Aktien sind in den §§ 4 und 6 der Satzung festgelegt. Im Übrigen verweisen wir auf die im Anhang ausführlich dargestellten Angaben zum Eigenkapital. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Der Vorstand der Encavis AG ist verantwortlich für die Erstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Encavis AG nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Ferner erfolgt die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie des Konzernlageberichts unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) Nr. 20. Um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in der Berichterstattung einschließlich der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu gewährleisten, hat der Vorstand ein angemessenes internes Kontrollsystem eingerichtet. Das interne Kontrollsystem ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und der Rechnungslegungsvorschriften sicher. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich Relevanz und Auswirkungen auf den Einzel- und Konzernabschluss analysiert. Das interne Kontrollsystem basiert ferner auf einer Reihe von prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen. Diese prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen beinhalten organisatorische Sicherungsmaßnahmen, laufende automatische Maßnahmen (Funktionstrennung, Zugriffsbeschränkungen, Organisationsanweisungen wie beispielsweise Vertretungsbefugnisse) und Kontrollen, die in die Arbeitsabläufe integriert sind. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird darüber hinaus durch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen sichergestellt. Das Rechnungswesen für einen Großteil der vollkonsolidierten Unternehmen sowie die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen zentral. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Die Konsolidierungsmaßnahmen werden mit Hilfe eines einheitlichen Konsolidierungssystems durchgeführt. Die in den Rechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden dazu regelmäßig geschult. Dem Aufsichtsrat der Encavis AG obliegt die regelmäßige Überwachung der Wirksamkeit der Steuerungs- und Überwachungssysteme. Er lässt sich regelmäßig vom Vorstand darüber unterrichten. In diesem Zusammenhang wurde im Geschäftsjahr 2021 eine Prüfungsgesellschaft damit beauftragt, die internen Steuerungs- und Überwachungssysteme hinsichtlich der Prozesse „Datenschutz“ und „Beschaffung von IT- und Büroausstattung“ bei der Encavis AG zu überprüfen. Die Ergebnisse der Revision wurden dem Vorstand und Aufsichtsrat in einem Revisionsbericht dargelegt. Chancen- und Risikobericht Risiko- und Chancenmanagementsystem Das Risiko- und Chancenmanagement ist wesentlicher Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme in den einzelnen Gesellschaften sowie auf Konzernebene und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Es umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation und Überwachung sowohl von Risiken als auch Chancen, die über ein konzernweites Risikomanagementsystem gesteuert werden. Die Auswirkungen von Risiken und Chancen werden hierbei jedoch nicht miteinander verrechnet. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es der Konzernleitung, schnell und effektiv zu handeln und einzugreifen, um sowohl rechtzeitig etwaige Maßnahmen zur Risikominimierung zu treffen, als auch Chancen profitabel und positiv für den Konzern zu nutzen. Ziele und Strategien des Risiko- und Chancenmanagementsystems sind: die rechtlichen und regulatorischen Anforderungen zu erfüllen, den Fortbestand des Encavis-Konzerns mittels frühzeitiger, nachhaltiger und transparenter Identifizierung der Gesamtrisiken zu sichern, den Unternehmenswert durch ein ganzheitliches, aktives Management sämtlicher Risiken und Chancen, die die Erreichung kommerzieller Ziele des Konzerns beeinflussen könnten, zu schützen beziehungsweise zu erhöhen, Mehrwert zu schaffen, indem bei relevanten Entscheidungen und Prozessen, einschließlich Investitionsentscheidungen, bei Risikokapitalzuweisungen und bei der Unternehmensplanung nicht nur die Rendite, sondern auch Risiken angemessen berücksichtigt werden. Organisation des Risiko- und Chancenmanagementsystems Die Gesamtverantwortung für die Überwachung und Steuerung des Gesamtrisikos des Konzerns trägt der Vorstand der Encavis AG (nachfolgend auch „Encavis“ genannt). Er legt Regeln und Mindeststandards fest und entscheidet so über das Rahmenwerk für das Risikomanagement und die übergeordnete Risikomanagementstrategie des Encavis-Konzerns. Grundlage des proaktiven und effizienten Risiko- und Chancenmanagements bei Encavis sind eine transparente und verständliche Nomenklatur sowie eine rechtzeitige und zielgerichtete Kommunikation. Hierzu ist eine standardisierte und bereichsübergreifende Kommunikation festgeschrieben, sodass relevante Informationen sowohl zum Vorstand (Entscheidungsträger) als auch zum Risk Manager beziehungsweise zum Risk Owner übermittelt werden können. Das Risikomanagement bei Encavis ist als iterativer Prozess zu verstehen. Veranschaulicht werden kann dies wie folgt: Der Risk Manager ist verantwortlich für die Umsetzung, Weiterentwicklung und Koordination des Risiko- und Chancenmanagementrahmenwerks. Unterstützt wird er dabei von den Risk Ownern der nachfolgenden Bereiche: Accounting, Controlling, Corporate Finance/Treasury/Insurance, Energy Portfolio Management, Energy Risk Management, Group Accounting, Investments, Investor Relations/Public Relations, IT, Operations, Project Finance, PPA Origination, Personal, Recht, Sustainability & Communications und Tax. Die Risk Owner sind dafür verantwortlich, dass Risiken aus den jeweiligen Bereichen frühzeitig erkannt, adäquat bewertet und den Konzernvorgaben entsprechend gesteuert werden. Der Risk Manager ist dem Finanzvorstand unterstellt, verantwortlich für die Umsetzung des Risikomanagementsystems und berichtet dem Vorstand der Encavis über die Risikolage des Konzerns. Zudem wird der Aufsichtsrat vom Vorstand über die Risikolage des Konzerns unterrichtet. Das Risiko- und Chancenmanagement ist als kontinuierlicher Vorgang in unsere betrieblichen Abläufe integriert. Wir erfassen Risiken und Chancen – definiert als eine negative oder positive Auswirkung auf die Unternehmensziele oder mindestens eines der allgemeinen Projektziele Zeit, Kosten, Umfang oder Qualität – quartalsweise. Aber auch zwischen den vierteljährlichen Erhebungszeitpunkten wird die Risikolage überwacht, so bei wesentlichen Projekten und/oder Entscheidungen. Von wesentlichen Veränderungen der Risikolage wird der Vorstand unverzüglich in Kenntnis gesetzt. Risikobewertung Die Darstellung der Risiken erfolgt brutto. Als Zeitraum des Risikoeintritts wird grundsätzlich jeweils ein Zeitraum von zwölf Monaten betrachtet. Dieser kann allerdings bei wesentlichen, längerfristigen Risiken im Einzelfall auch darüber hinausreichen. Identifizierte Risiken werden in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet und anhand der Kombination (Multiplikation) beider Faktoren einer Risikoklasse zugeordnet. Sowohl Eintrittswahrscheinlichkeit als auch Auswirkung werden auf einer Skala von 1 („sehr niedrig“) bis 10 („sehr hoch“) beurteilt. Die Werte für Eintrittswahrscheinlichkeit und für Auswirkung werden miteinander multipliziert. Folglich ergibt sich ein Risikoindex zwischen 1 und 100. Die Bewertung einer Auswirkung ist hierbei an den geschätzten Aufwand beziehungsweise Ertragsausfall bei Eintreffen des entsprechenden Risikos gebunden. Risiken mit einer Bewertung von bis zu 19 Punkten sind als „niedrige Risiken“ klassifiziert. 20 bis 50 Punkte entsprechen „mittleren Risiken“ und Bewertungen zwischen 51 und 100 Punkten sind als „hohe Risiken“ festgelegt. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Risikoklassen „fact“, „hoch“ und „mittel“. Hier liegt der Schwerpunkt der Strategien zur Risikohandhabung, sodass diese Risiken anschließend im Bereich der Nettobetrachtung der Risiken in einem unteren mittleren Risikobereich liegen. Zusätzlich wird die Klassifizierung der Bestands- und Wachstumsrisiken eingeführt. Hier wird beurteilt, ob ein identifiziertes Risiko Auswirkungen auf das bestehende Geschäft hat oder es lediglich das weitere Wachstum des Encavis-Konzerns beeinflussen könnte. Im Rahmen der Risikobewertung werden ausschließlich Bestandsrisiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet. Wachstumsrisiken werden lediglich Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet, da solche Risiken keinen Einfluss auf das bestehende Geschäft des Encavis-Konzerns haben. Risikomaßnahmen Im Rahmen der Risikobewältigung durch angemessene Instrumente stehen aktive und passive Maßnahmen zur Verfügung („Risikostrategien“). Es gilt, wesentliche Risiken möglichst kostenoptimal in den akzeptablen Bereich zu bringen. Dies gelingt in der Regel durch einen Mix der nachfolgend beschriebenen Maßnahmen und Instrumente. Bei Verwendung von aktiven Maßnahmen wird unmittelbar auf die Eintrittswahrscheinlichkeit beziehungsweise die Tragweite des Risikos eingewirkt. Dies umfasst folgende Schritte: a) Vermeiden: Durch Unterlassen von Tätigkeiten in bestimmten Bereichen oder Projekten wird eine Tätigkeit, die zu einem Risiko führt, gar nicht erst ausgeführt. Möglichkeiten zur Risikovermeidung sind zum Beispiel: Verzicht auf Investitionen in politisch unsicheren Ländern Nur Einsatz von bewährter Technologie b) Vermindern: Risiken werden weiterhin getragen, aber zu einem gewissen Maße abgesichert. Dies spiegelt sich in einer verminderten Wahrscheinlichkeit und Tragweite wider. Möglichkeiten zur Risikominderung sind zum Beispiel: Reduktion des Zinsrisikos durch Swaps Projekt zur Erhöhung der Stabilität des IT-Systems c) Diversifikation:Durch Risikostreuung oder durch eine aktive Schadensüberwälzung wird versucht, das Risiko zu begrenzen. Möglichkeiten zur Risikostreuung sind zum Beispiel: Energieerzeugung in verschiedenen Ländern Einsatz unterschiedlicher Erzeugungs- und Speichertechnologien (Wind, Sonne, Batteriespeicher…) Erwerb von Parks unterschiedlicher Projektanbieter Passive Maßnahmen lassen im Gegensatz zu aktiven Maßnahmen die Risikostrukturen unverändert. Ziel dieser Maßnahmen ist es, auf Risiken kurzfristig, ohne Verzögerung und schnell mit ausreichenden Ressourcen und angemessenem Wirkungspotenzial reagieren zu können. Zu den passiven Maßnahmen gehören im Wesentlichen: d) Selbsttragen: Hierbei handelt es sich um das bewusste Eingehen und Tragen von Risiken. Dies kann beispielsweise durch eine entsprechende Vorsorge-/Reservenbildung geschehen. e) Risikotransfer:Durch den Abschluss von Vereinbarungen/Verträgen wird das Risiko auf eine andere Partei übertragen. Hierzu zählen neben dem Abschluss von Versicherungen auch die Verwendung von Finanzderivaten beziehungsweise die Verlagerung von Risiken auf Kunden/Lieferanten. Möglichkeiten zum Risikotransfer sind zum Beispiel: Verkauf von Forderungen ohne Rückgriff Versicherung Risikosteuerung Der Encavis-Konzern verfolgt diverse Strategien zur Risikominderung und -vermeidung durch Ergreifung geeigneter Gegenmaßnahmen. Beispielhaft werden die nachfolgenden Maßnahmen aufgeführt: Der Konzern fokussiert sich zwar nach wie vor überwiegend auf Bestandsparks, um so das Risiko der Projektierungsphase zu vermindern. Jedoch werden zunehmend auch Projekte verfolgt, die bereits einen Eintritt in einer früheren Projektphase vorsehen und damit mit einem geringfügigen Entwicklungsrisiko einhergehen. Das bedeutet, dass Encavis im Einzelfall Projektrisiken in der Frühphase übernimmt, so zum Beispiel die monetäre Sicherung von Projektrechten, die, sollte sich das Projekt nicht weiter materialisieren, als Sunk Costs zu betrachten wären. Jedoch hat Encavis jederzeit die Möglichkeit, aus dem Projekt in den einzelnen Projektphasen der Entwicklungskooperation auszusteigen oder die Projektrechte an Dritte zu verkaufen. Dies wird vertraglich entsprechend ausgestaltet, sodass einzelne Phasen mit Risiken einer etwaigen Nichtweiterverfolgung belegt sind, die aber begrenzt sind. Es bestehen Herstellergarantien für den unwahrscheinlichen Fall einer Leistungsminderung sowie entsprechende Versicherungsverträge, die Schäden aus Ertragsausfällen absichern. Darüber hinaus wurden in den Solar- und Windparks Projektreserven aus den laufenden Cashflows angespart, die für den Austausch von Komponenten beansprucht werden können. Stillstandzeiten werden durch ein Online-Monitoring in Echtzeit minimiert. Die Überwachung obliegt dem Encavis-Konzern selbst oder externen Partnern. Um Finanzierungsrisiken zu minimieren, stellt der Konzern sicher, dass die finanzierenden Banken keinen Zugriff auf andere Gesellschaften als die jeweilige Darlehensnehmerin haben. Es werden daher in der Regel sogenannte Non-Recourse-Finanzierungen abgeschlossen, bei denen die Haftungsmasse für die Bank auf den jeweiligen Park beschränkt ist. Meteorologischen Risiken wird in Form von Sicherheitsabschlägen in der Kalkulation der Windparks Rechnung getragen, da das Windaufkommen größeren jährlichen Schwankungen unterliegen kann. Zudem werden meistens unabhängige Ertragsgutachten eingeholt. Zur Absicherung von Zinsrisiken kommen gegebenenfalls Zinsswaps zum Einsatz, die eine zuverlässige Kalkulation und Planung ermöglichen. Risikokontrolle Der für Encavis konzipierte Ansatz verfolgt das Ziel eines „ganzheitlichen“ Risikomanagements, sodass das Risikomanagement auf allen Stufen und in allen Bereichen des Unternehmens gelebt wird. Sämtliche Mitarbeiter sollen sich mit dem Thema Risikomanagement aktiv beschäftigen. Im Falle von neuen Risiken, Veränderungen oder veränderten Einschätzungen kann und soll jeder Mitarbeiter dies direkt an den entsprechenden Risk Owner melden. Zur Vorbereitung der quartalsweisen Meetings werden sämtliche Risk Owner die Risikoeinschätzung ihres Bereichs/ihrer Risiken anpassen und eventuell vorzuschlagende Maßnahmen erarbeiten und präsentieren. Zum Jahresende wird das gesamte Risikoinventar dargestellt und auf die einzelnen Veränderungen der Risikoeinschätzung und die Risikoklassifizierung sowie deren Veränderungen gegenüber dem Vorjahr eingegangen. Angaben zu wesentlichen Risikoveränderungen Encavis identifiziert, analysiert, bewertet und kontrolliert die jeweiligen Risiken für die Gesellschaft laufend und umfassend. Wesentliche Risiken werden im nachfolgenden Risikobericht der Gesellschaft aufgeführt, erläutert und klassifiziert. Darüber hinaus werden Maßnahmen und Strategien des Unternehmens zur Vermeidung beziehungsweise Verringerung der jeweiligen Risiken dargestellt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Vergleich zum Vorjahr die Bereiche Sustainability & Communications und die Energy Risk Policy als weitere Risikokategorien identifiziert. Die eingeführte Energy Risk Policy ist in die drei neue Geschäftseinheiten „Energy Risk Management“, „Energy Portfolio Management“ und „PPA Origination“ gegliedert. Das „Energy Risk Management“ hat die Aufgabe, die Einhaltung operativer Risikomanagementrichtlinien durchzusetzen, den Rahmen der Energy Risk Limits sowohl einzuhalten, als auch zu kontrollieren, alle energierisikorelevanten Informationen unternehmensweit zu sammeln und eine umfassende Risikoübersicht zu dokumentieren und zu berichten. Das „Energy Risk Management“ nimmt dabei die Funktion einer unabhängigen Risikocontrolling-Einheit innerhalb von Encavis wahr. Sie ist unabhängig von allen Anlageaktivitäten, dem operativen Geschäft und behält den objektiven Blick auf die Risikolage. Das operative Risikomanagement ist vielmehr eine Schlüsselfunktion, die von zwei weiteren Einheiten übernommen wird: dem „Energy Portfolio Management“, das für den Abschluss von Stromabnahmeverträgen (PPAs) mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren verantwortlich ist, und der Einheit „PPA Origination“, die PPA-Transaktionen mit einer Laufzeit von über fünf Jahren verantwortet. Der Bereich Sustainability & Communications wurde als weiterer Risikobereich benannt, um etwaige zukünftige Risiken infolge des Klimawandels und Umwelteinflüssen zu identifizieren und zu bewerten. Betrachtet werden insbesondere die finanziellen Risiken, die durch etwaige Klimaveränderungen- oder in diesem Zusammenhang stehende Umweltkatastrophen entstehen können. Chancenmanagement Im Rahmen des Risiko- und Chancenmanagements werden aber auch Chancen zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs durch ein ganzheitliches Chancenmanagement erfasst und genutzt. Chancen werden zeitgleich mit den Risiken besprochen und erfasst und nach deren Bewertung wird über konkrete Maßnahmen entschieden, um diese Chancen wahrzunehmen. Im Rahmen des Chancenmanagements kann dabei zwischen zwei Arten von Chancen unterschieden werden: Externe Chancen, die Ursachen haben, die wir nicht beeinflussen können, zum Beispiel die Rücknahme einer Steuer Interne Chancen, die in unserem Unternehmen entstehen, zum Beispiel durch die Erzielung von Synergien Die im Encavis-Konzern identifizierten Chancen sind dem Chancenbericht zu entnehmen. Risikobericht Im Rahmen des Risikomanagements wurden für den Encavis-Konzern nachfolgende Risiken definiert, anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet und in Risikoklassen eingeteilt. Risikoklasse „Wachstumsrisiko“ Risiken innerhalb dieser Klasse können das zukünftige Wachstum des Encavis-Konzerns betreffen. Risikoklasse „fact“ Risiken innerhalb dieser Klasse sind bereits eingetreten, haben aber nicht unbedingt eine große Auswirkung auf den Encavis-Konzern und die Encavis AG. Risikoklasse „hoch“ Risiken innerhalb dieser Klasse weisen eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit in Kombination mit einer großen Auswirkung auf den Encavis-Konzern und die Encavis AG auf. Risikoklasse „mittel“ Risiken innerhalb dieser Klasse weisen eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit in Kombination mit einer geringen Auswirkung oder eine niedrige Wahrscheinlichkeit in Kombination mit einer großen Auswirkung auf den Encavis-Konzern und die Encavis AG auf. Risikoklasse „niedrig“ Risiken innerhalb dieser Klasse weisen eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit in Kombination mit einer geringen Auswirkung auf den Encavis-Konzern und die Encavis AG auf. Angaben zu wesentlichen Risiken Im Folgenden erläutern wir die einzelnen Risikoklassen und die wesentlichen Einzelrisiken innerhalb dieser Klassen. Finanzwirtschaftliche Risiken Encavis ist diversen finanzwirtschaftlichen Risiken (zum Beispiel Zinsänderungsrisiken) und bedingt durch ihre umfangreichen Geschäftsbeziehungen auch Kreditrisiken (zum Beispiel Ausfallrisiken von Vertragspartnern unter Projektverträgen wie PPA oder EPC Agreements) ausgesetzt. Risiken der Projektfinanzierung: Wachstumsrisiko „mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit“ Die Errichtung und die Inbetriebnahme von Solar- und Windparks ist mit entsprechend hohen Investitionskosten verbunden. Diese werden zu einem Großteil durch die Aufnahme von projektbezogenem Fremdkapital finanziert. Dies kann je nach geografischer Lage und Höhe der gesicherten Vergütung für die Stromabnahme bis zu 80 % der Investitionssumme ausmachen. Ferner verändert sich der Markt in den letzten Jahren aufgrund der gefallenen Komponentenpreise zunehmend weg von den bisher staatlich geförderten Projekten hin zu förderfreien Projekten, die rein auf Basis marktwirtschaftlicher Strompreise betrieben werden. Solar Power Europe, der Verband der europäischen Solarindustrie, machte unter anderem in seiner jüngsten Publikation EU Market Outlook for Solar Power 2021–2025 hierzu folgende Aussage: „Diese beeindruckende Entwicklung der letzten Jahre wurde von PPAs getragen. Alle großen im Jahr 2020 (2,9 GW) und 2021 (1,9 GW bis Q3) in Betrieb genommenen Solaranlagen wurden ohne staatliche Unterstützung oder Hilfsprogramme entwickelt. Das heißt, dass alle Anlagen durch PPAs oder privatwirtschaftliche Projekte zustande kamen.” Die beiden 2020 (Cabrera, 200 MW) und 2021 (Talayuela, 300 MW) in Spanien in Betrieb genommenen Solarparks der Encavis fallen ebenfalls in diese Kategorie und erhalten keine staatlichen Zuschüsse. Die derzeit im Markt verfügbaren privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträge zum Ausschluss von Strompreisrisiken haben in der Regel kürzere Laufzeiten als die bisherigen staatlich garantierten Vergütungsregime, was entsprechende Auswirkungen auch auf Fremdfinanzierungsstrukturen hat. Einschränkungen bei der Bereitstellung entsprechender Kredite sowie strengere Covenants-Anforderungen durch die finanzierenden Banken könnten die Finanzierung künftiger Projekte schwieriger werden lassen beziehungsweise gar nicht erst ermöglichen. In der Folge stünden dem Encavis-Konzern entsprechend weniger Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung und der potenzielle Wachstumskurs des Unternehmens würde sich verlangsamen. Der Encavis-Konzern pflegt daher einen unmittelbaren, kontinuierlichen Kontakt mit den führenden projektfinanzierenden Finanzinstituten innerhalb Europas, die dieses Geschäft bereits seit vielen Jahren betreiben. Durch eine Aufteilung des Finanzierungsbedarfs der Projekte des Konzerns auf verschiedene Banken werden zudem die Abhängigkeit von einzelnen Instituten sowie entsprechende Konzentrationsrisiken vermieden. Gleichzeitig verfügt Encavis mit insgesamt 300 fremdfinanzierten Solar- und Windparks über einen entsprechenden Erfahrungshintergrund bezüglich der Arrangierung von Projektfinanzierungen. Banken sind seit den ersten auf den Finanzierungsmarkt gekommenen förderfreien Solar- und Windparks in 2017/18 immer offener bezüglich der Bewertung und Beleihung von Strompreisrisiken geworden und bieten daher auch immer längere Finanzierungslaufzeiten an, was entsprechend den Anteil des Fremdkapitals an der Gesamtfinanzierung erhöht. Dieser sogenannte Merchant Tail, das heißt der Teil der Gesamtfinanzierungslaufzeit, der nicht einer Preissicherung unter einem Stromabnahmevertrag unterliegt, stieg in diesem Zeitraum von circa drei auf mittlerweile bis zu zehn Jahren und teilweise darüber. Auch bieten in der Zwischenzeit Banken bereits Finanzierungen an, die keinen Stromabnahmevertrag mehr erfordern. Zusammen mit unseren Finanzierungspartnern arbeiten wir an der Weiter- und Neuentwicklung von Finanzierungslösungen, um aus diesen sich ändernden Rahmenbedingungen Chancen zu erschließen. Das 2021 leicht angestiegene, aber dennoch weiterhin im Langzeitvergleich niedrige Zinsumfeld in Europa sowie der Mangel an alternativen Investitionen mit vergleichbarem Chancen-Risiko-Profil und einem entsprechenden Wettbewerb um diese Projekte unter den Finanzinstituten bieten der Gesellschaft derzeit ein Finanzierungsumfeld, um sich geplante Projektfinanzierungen zu günstigen Konditionen zu sichern. Darüber hinaus ist es dem Encavis-Konzern trotz der sich ausbreitenden COVID-19-Pandemie gelungen, bestehende Projektfinanzierungen mit den Finanzinstituten neu zu verhandeln und sich verbesserte Konditionen zu sichern. Durch inhouse strukturierte Refinanzierungen von bestehenden Projektfinanzierungen sowie stets breite Ausschreibungen im Finanzierungsmarkt für neue Projektfinanzierungen wurde zudem bereits seit 2020 begonnen, gezielt neue internationale Finanzierungspartner für Encavis zu gewinnen, die das weitere Wachstum und die weitere Internationalisierung des Encavis-Konzerns optimal unterstützen können. Exemplarisch sei hier auf die Refinanzierung über die Apollo Solar S.r.l. verwiesen, die im Jahr 2021 erfolgreich abgeschlossen wurde. Ferner trägt diese Vergrößerung des Bankenkreises zur weiteren Reduzierung der Abhängigkeit von einzelnen Finanzierungspartnern bei. So wurde unter anderem der Kreis der projektfinanzierenden Banken der Encavis in den letzten zwei Jahren um namhafte Institute wie zum Beispiel Société Générale, ABN Amro, Siemens Bank, BankInter oder auch die European Investment Bank erweitert. Zudem kontrolliert und überwacht der Encavis-Konzern weiterhin laufend die Einhaltung der Covenants für alle bestehenden und neu hinzukommenden Projektfinanzierungen. Das Unternehmen prüft auch weiterhin stets Finanzierungsalternativen. Risiken der Kapitalbeschaffung des Konzerns: Wachstumsrisiko „niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit“ Investitionen in Solar- und Windkraftanlagen für den Eigenbestand des Encavis-Konzerns werden jeweils projektbezogen mit Fremd- und Eigenkapital aus den Investitionsmitteln des Encavis-Konzerns finanziert. Sollte der Encavis-Konzern zukünftig entsprechende Eigenmittel nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stellen können, hätte dies negative Auswirkungen auf den weiteren Wachstumskurs des Unternehmens. Diese Investitionsmittel wurden bis 2019 insbesondere über kleinere Kapitalerhöhungen der Encavis AG generiert sowie im Jahr 2014 um eine strategische Partnerschaft mit den Gothaer Versicherungen in Höhe von 150 Millionen Euro sowie die erfolgreiche Platzierung mehrerer Schuldscheindarlehen, darunter die im September 2018 erstmalige Platzierung eines Green Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 50 Millionen Euro, ergänzt. Im Jahr 2019 hat die Encavis AG erfolgreich ein weiteres Schuldscheindarlehen in Form einer Namensschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen von 60 Millionen Euro begeben und im Jahr 2021 erstmalig eine Green-Inhaberschuldverschreibung im Volumen von 20 Millionen Euro emittiert. Die im Jahr 2017 begebene und im Jahr 2019 auf 150,3 Millionen Euro aufgestockte Hybrid-Wandelanleihe, welche im Encavis-Konzern als Eigenkapital bilanziert wird, wurde von der Encavis Finance B.V. als Emittentin des Instruments zum erstmöglichen Termin nach abgelaufenen fünf Jahren im Oktober 2021 in Aktien pflichtgewandelt. Mitte November 2021 wurde eine neue, in den Konditionen deutlich verbesserte Hybrid-Wandelanleihe mit einem Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro emittiert, die wie die Vorgängertransaktion als Eigenkapital bilanziert wird. Im August 2021 schloss Encavis erstmalig einen Konsortialkredit über einen Betrag von insgesamt 125 Millionen Euro ab. Die fünf kreditgebenden Banken stehen dabei für drei Jahre mit Option auf zwei weitere Jahre Laufzeit 25 Millionen Euro für Betriebsmittel und 100 Millionen Euro für die Zwischenfinanzierung von Investitionen in Parks der Erneuerbaren Energien zur Verfügung. Letztere gibt der Encavis Handlungssicherheit und -schnelligkeit bei der Realisierung des Kapazitätswachstums. Encavis muss dafür keine nennenswerten Guthaben mehr vorhalten oder auf den Abschluss von Finanzierungen oder die Zustimmung von Banken warten und verfügt unabhängig von dem Zustand der Finanzmärkte zum Investitionszeitpunkt über nennenswerte Mittel, die zu einem späteren Zeitpunkt langfristig refinanziert werden. Dieses Vorgehen ist auch abgestimmt auf die Anfang 2020 kommunizierte Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“, die Encavis auf Basis detaillierter Planungen und interner Maßnahmenpakete sowie umfangreicher Marktanalysen bis zum Jahr 2025 beschlossen hat. So ist nach wie vor eine Wachstumsfinanzierung durch günstiges Fremdkapital, immer aber unter Beibehaltung der langfristigen Eigenkapitalquote von über 24 %, vorgesehen. Die reine Aufnahme von Fremdkapital als Wachstumskapital führt jedoch auf der anderen Seite über den zusätzlichen Hebel (Leverage) auf Projektebene durch einen entsprechenden Anstieg der Finanzverbindlichkeiten auf Konzernebene und ohne entsprechende Maßnahmen zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote des Encavis-Konzerns. Die Wahrung der finanziellen Stabilität genießt bei Encavis dabei Vorrang. Encavis ist ein Produzent von Strom aus Erneuerbaren Energien. Als einer der führenden konzernunabhängigen Stromproduzenten werden Solar- und Windparks in ganz Europa erworben und betrieben. Aufgrund der weltweiten Klimadebatte entscheiden sich immer mehr Investoren für nachhaltige Anlagemöglichkeiten. Encavis steht eine breitere Auswahl an Finanzierungsalternativen für das weitere Wachstum zur Verfügung, wie die umgesetzten Transaktionen der jüngsten Vergangenheit unter Beweis stellen. Diese reichen von bilateralen und konsortialen Bankkrediten über Schuldverschreibungen in allen gängigen Formen bis zur Wandlung der bis dato bestehenden und Emission einer neuen Hybrid-Wandelanleihe. Encavis hält sich ferner auch zukünftig die Möglichkeit offen, insbesondere für anorganisches Wachstum die Option einer weiteren Kapitalerhöhung in Anspruch zu nehmen, für die entsprechend auch zukünftig Genehmigtes Kapital geschaffen und vorgehalten wird. Aufgrund der Größe des Encavis-Konzerns hat sich die Platzierungssicherheit für mögliche Kapitalerhöhungen in den vergangenen Jahren (2017-2021) erhöht. Dazu tragen unter anderem eine höhere Bekanntheit, die höhere Bilanzsumme, die Einhaltung der Zieleigenkapitalquote, die Marktkapitalisierung sowie das Handelsvolumen bei. Die Konditionen am Fremdkapitalmarkt hängen weitgehend von der individuellen Bonitätseinschätzung der Investoren zur Encavis ab. Mit der Bonitätseinschätzung von SCOPE mit einem im Oktober 2021 abermals bestätigten Emittentenrating im Investment-Grade-Bereich (BBB-) und der von der Bundesbank bescheinigten Notenbankfähigkeit (4-) sowie zahlreichen mit institutionellen Investoren und Banken in 2021 umgesetzten Finanzierungstransaktionen ist Encavis weiterhin zuversichtlich, auch zukünftig erfolgreich liquide Mittel für die weitere Wachstumsfinanzierung generieren zu können. Währungsrisiken: Risikoklasse „mittel“ Encavis ist auch außerhalb des Euroraums aktiv und betreibt unter anderem in Großbritannien PV-Freiflächenanlagen mit einer Erzeugungsleistung von rund 127 MW und in Dänemark Windanlagen mit einer Erzeugungsleistung von rund 120 MW. Investitionen und Umsätze in Fremdwährungen unterliegen Kursschwankungen zwischen den Währungen, sobald diese von einer in die andere Währung getauscht werden. Im Zusammenhang mit der Entscheidung für einen EU-Austritt seitens Großbritannien im Juni 2016 und dem mittlerweile vollzogenen Brexit hat das britische Pfund an Wert gegenüber dem Euro verloren. Bereits vor dem Referendum hat Encavis die Einnahmen aus den britischen Solarparks bis zum vierten Quartal 2020 gegen Wechselkursschwankungen abgesichert. Für den Zeitraum danach (aktuell bis zum Jahr 2023) sind ebenfalls weitere Absicherungsgeschäfte erfolgt. Eine Absicherung der Einnahmen aus den dänischen Windparks ist dagegen nicht erfolgt, da die dänische Krone dem Wechselkursmechanismus II unterliegt und somit seit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 an diesen gebunden ist. Darüber hinaus wird auf Ebene der Projektgesellschaften zusätzlich darauf geachtet, dass entsprechende Zahlungsverpflichtungen und Erlöse der Gesellschaften in gleicher Währung erfolgen und insofern hier keine relevanten Währungsrisiken bestehen. Dies geschieht zum Beispiel über die Aufnahme der Projektfinanzierung in entsprechender Landeswährung. Encavis betreibt eine aktive Risikovorsorge, indem das Unternehmen die Entwicklung des britischen Pfunds und der dänischen Krone laufend überwacht und gegebenenfalls Sicherungsgeschäfte, wie bereits im Vorfeld der Brexit-Entscheidung erfolgreich durchgeführt, eingeht. Risiken aus bestehenden Covenants-Vereinbarungen: Risikoklasse „niedrig“ Der im November 2014 mit den Gothaer Versicherungen eingegangene Genussrechtsvertrag beinhaltet marktübliche Vereinbarungen (Covenants) über die Einhaltung definierter Finanzkennzahlen. Grundsätzlich besteht das Risiko der Nichteinhaltung dieser Covenants, was prinzipiell zur sofortigen Fälligstellung des ausgezahlten Genussrechtskapitals berechtigen würde. Dies hätte eine wesentliche Belastung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage von Encavis zur Folge. Encavis als Holding des Encavis-Konzerns ist mittels unterschiedlicher Finanzierungsverträge fremdfinanziert. Unter diesen sind zumeist Finanzkennzahlen vereinbart. Grundsätzlich besteht das Risiko einer Nichteinhaltung dieser Covenants, was bei einigen Finanzierungsverträgen die jeweiligen Gläubiger zur Kündigung der betreffenden Finanzverbindlichkeit berechtigen würde. Insbesondere bei den Finanzierungsinstrumenten mit einer Laufzeit von initial zehn Jahren oder länger wird durch die Nichteinhaltung der Covenants kein Kündigungsrecht für die Gläubiger ausgelöst, sondern es erhöht sich der Zinssatz bis zum Nachweis, dass die Covenants wieder eingehalten werden. Die Einhaltung der Covenants wird von der Fachabteilung Corporate Finance/Treasury/Insurance überwacht und laufend der Nachweis entsprechend den Vereinbarungen mit den Gläubigern erbracht. Darüber hinaus haben die Projektgesellschaften der Solar- und Windparks in der Regel eine Projektfinanzierung in Verbindung mit der Entwicklung und dem Bau des jeweiligen Parks aufgenommen. Diese Verträge beinhalten ebenfalls Covenants, die von der jeweiligen Projektgesellschaft einzuhalten sind. Um Finanzierungsrisiken für den Encavis-Konzern zu minimieren, stellt Encavis sicher, dass die finanzierenden Banken auf Ebene der Projektgesellschaften keinen Zugriff auf andere Gesellschaften als die jeweilige Darlehensnehmerin haben. In der Regel werden daher sogenannte Non-Recourse-Finanzierungen abgeschlossen, bei denen die Haftungsmasse für die Bank auf den jeweiligen Park beschränkt ist. Eine Verletzung der Covenants aus diesen Verträgen könnte eine vorzeitige Kündigung des jeweiligen Darlehensvertrags durch die finanzierende Bank und damit eine unverzügliche Fälligkeit des Darlehens zur Folge haben. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden alle bestehenden Verträge und insbesondere die Einhaltung der darin enthaltenen Covenants von Encavis durch die jeweiligen Fachabteilungen Operations sowie Legal überwacht. Dadurch können Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und aktiv gemanagt werden, bevor es zu einer Verletzung der vertraglich vereinbarten Covenants kommt. Zinsänderungsrisiken: Risikoklasse „niedrig“ Die Finanzierungsstrategie des Encavis-Konzerns zum Erwerb geeigneter Wind- und Solarparks schließt einen Fremdkapitalanteil in Form eines Darlehens mit ein, wobei die konsolidierte Zieleigenkapitalquote des Encavis-Konzerns von 24 % nicht unterschritten werden sollte. Die Solar- und Windparks sind sowohl zu festen als auch zu variablen Zinssätzen mit Laufzeiten von bis zu 19 Jahren fremdfinanziert. Nach Ende der Zinsbindungsfrist sind – sofern die Zinsänderungsrisiken nicht, wie es bei fast allen Projekten der Fall ist, anderweitig, wie zum Beispiel derivativ über Forward-Zinsswaps ausgeschlossen sind – in den Kalkulationen der Projekte deutliche Zinsaufschläge eingeplant, um entsprechende Zinsänderungsrisiken angemessen zu berücksichtigen. Ein Anstieg der Zinssätze nach Ablauf der Zinsbindungsfrist über den in den Kalkulationen berücksichtigten Zinsanstieg hinaus könnte zur Verringerung der Profitabilität einzelner Solar- und Windparks führen. Grundsätzlich ist allerdings hierbei zu bemerken, dass bei Projekten, deren Zinsbindungen in der Vergangenheit ausliefen, aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus diese kalkulativen Zinsaufschläge sich nicht materialisiert haben. Bei Darlehen mit variablem Zinssatz prüft der Konzern den Abschluss entsprechender Zinssicherungsinstrumente, sogenannter Swapgeschäfte, die langfristig eine zuverlässige Kalkulation und Planung ermöglichen. Auf Ebene der Projektgesellschaften werden diese Zinsswaps in der Regel über die gesamte Finanzierungslaufzeit abgeschlossen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten der Encavis AG weisen entweder einen fixen Zinssatz auf oder sind mittels Zinsswaps gesichert. Die Kreditlinien der Encavis AG sind ob der schwankenden Inanspruchnahme nicht zinsgesichert und weisen eine marktübliche Zins- und Laufzeitstruktur auf. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld trägt insgesamt zu einem sehr moderaten Zinsänderungsrisiko bei. Risiken aus Finanzierungsinstrumenten: Risikoklasse „niedrig“ Encavis hat im September 2017 erstmals eine nachrangige Anleihe über 97,3 Millionen Euro mit zeitlich begrenzten Wandlungsrechten emittiert. Im Jahr 2019 wurde die Anleihe auf 150,3 Millionen Euro zu gleichen Bedingungen aufgestockt. Am 4. Oktober 2021 machte Encavis von ihrem dann erstmals zustehenden Recht Gebrauch, das Instrument in Aktien zu wandeln und damit abzulösen. Am 18. November 2021 emittierte Encavis eine neue nachrangige Anleihe über 250 Millionen Euro mit zeitlich begrenzten Wandlungsrechten. Für die Rückzahlung der Hybrid-Wandelanleihe ist kein fester Termin bestimmt. Die Hybrid-Wandelanleihe wird optional bis zum zehnten Handelstag vor dem 24. November 2027 (der „erste Rückzahlungstag“) in vollständig eingezahlte neue und/oder bestehende, auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft wandelbar sein. Bis zum ersten Rückzahlungstag wird der Kupon der Hybrid-Wandelanleihe 1,875 % pro Jahr betragen. Nach dem ersten Rückzahlungstag wird der Zins der Hybrid-Wandelanleihe, vorbehaltlich eines darauffolgenden Neustarts in fünfjährigem Turnus, in Höhe von 1.000 Basispunkten über dem 5-Jahres-EUR-Swapsatz festgesetzt. Es besteht somit ein Zinsänderungsrisiko nach dem ersten Rückzahlungstag für den Teil der Hybrid-Wandelanleihe, der zu diesem Zeitpunkt nicht bereits von der Gesellschaft oder Gläubigern gewandelt oder von der Emittentin zurückgezahlt wurde Risiken aufgrund negativer Zinsen: Risikoklasse „fact“ Encavis nimmt als Holding des Konzerns Fremdfinanzierungen auf und steuert die gruppeninterne Liquidität. Dies geschieht unter der Maßgabe, jederzeit eine ausreichende Liquidität vorzuhalten. Für diese bei Banken vorgehaltene täglich verfügbare Liquidität werden der Gesellschaft teilweise Verwahrentgelte in Rechnung gestellt. Die für Investitionen in Wind- und Solarparks notwendigen Mittel werden bedarfsgerecht aufgenommen und werden in der Regel nicht längere Zeit als Guthaben vorgehalten. Hierzu trägt auch der im August 2021 abgeschlossene Konsortialkredit wesentlich bei. Die Emissionserlöse aus der neuen Hybrid-Wandelanleihe im November 2021 waren am Bilanzstichtag zum weit überwiegenden Teil noch nicht in neue Parks investiert. Mit diesen Mitteln wurden in Euro denominierte, bis spätestens Ende März 2022 fällig werdende, Staatsanleihen erworben, die eine negative Rendite aufweisen. Es handelt sich um einen temporären Effekt, die Mittel werden in den ersten Monaten 2022 ihrer vorgesehenen Verwendung des Kapazitätsausbaus zugeführt. Die Projektgesellschaften der Solar- und Windparks haben überwiegend langfristige Non-Recourse-Projektfinanzierungen bei Banken aufgenommen. Im Rahmen der jeweiligen Projektfinanzierungen ist in der Regel die Ansparung einer Kapitaldienstreserve vereinbart, um im Falle zu geringer Einkünfte dennoch den Kapitaldienst leisten zu können. Bei den Kapitaldienstreserven handelt es sich in der Regel um eine Summe in Höhe des Kapitaldienstes für die nächsten sechs Monate. Aufgrund der von der Europäischen Zentralbank festgelegten negativen Zinsen für Einlagen führt dies dazu, dass die projektfinanzierenden Banken diese negativen Einlagezinsen für die anzusparenden Kapitaldienstreserven auf die Projektgesellschaften umzulegen versuchen. Es besteht daher das Risiko, dass aufgrund der zu zahlenden negativen Zinsen die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Projektgesellschaften und schließlich des Encavis-Konzerns belastet wird. Encavis führt mit den Banken entsprechende Verhandlungen zur Gewährung von Freibeträgen, für die keine negativen Zinsen verlangt werden. Weiterhin hat Encavis mit den Banken Verhandlungen dahingehend geführt, diese Kapitaldienstreserven zu reduzieren oder durch zusätzliche Kreditfazilitäten für die Projektgesellschaften in gleicher Höhe zu ersetzen, die im Bedarfsfall zur Deckung des Kapitaldienstes gezogen werden können. So wurde zum Beispiel in der im Jahr 2019 abgeschlossenen spanischen Solarparkfinanzierung „Talayuela“ von vornherein nur eine Kreditfazilität in der Gesamtfinanzierung berücksichtigt und dies wird seitdem in allen neu strukturierten internationalen Finanzierungen (und Refinanzierungen) als neuer Standard umgesetzt. Ferner führen wir mit den projektfinanzierenden Banken erfolgreich Verhandlungen zwecks Implementierung eines Cash Poolings, um effizient Kontoguthaben innerhalb des Encavis-Konzerns zu managen und damit Kosten senken zu können. Steuerliche Risiken: Risikoklasse „mittel“ Aufgrund der unterschiedlichen Steuersubjekte (Organschaften und konzerninterne Leistungsbeziehungen) innerhalb der einzelnen Ländermärkte sowie verschiedener Rechtsformen innerhalb des Encavis-Konzerns ist die steuerliche Struktur zum Teil sehr komplex. Insbesondere sind Restriktionen zur Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen, die Besteuerung von Dividenden sowie die Mindestbesteuerung bei Verlustverrechnung von wesentlicher Relevanz nach dem jeweiligen Ländersteuerrecht. Bei dem Erwerb neuer Projekte werden steuerliche Risiken durch eine Tax Due Diligence, eine Investitionsberechnung sowie bei ausländischen Transaktionen durch Hinzuziehung von Experten des jeweiligen nationalen Steuerrechts geprüft. Im internationalen Steuerrecht sind Risiken vor allem durch die Verrechnungspreise innerhalb des Konzerns bedingt. Konzerninterne Leistungen an die Tochtergesellschaften werden in Form von Dienstleistungen sowie durch die Vergabe von Darlehen erbracht. Encavis hat für die entsprechenden Abrechnungen Zielgrößen mit Verrechnungspreisexperten abgestimmt. Die im Jahr 2019 abgeschlossene Betriebsprüfung sowie die aktuell laufenden Betriebsprüfungen haben bisher zu keinen Feststellungen geführt. Für die Jahre ab 2016 besteht jedoch das Risiko einer teilweisen Nichtanerkennung der Verrechnungspreise in der Encavis-Gruppe durch die deutschen oder die ausländischen Finanzverwaltungen. Da es sich hierbei jedoch faktisch nur um eine Verschiebung zwischen den einzelnen Ländermärkten handeln würde, ist das steuerliche Risiko begrenzt. Auch wenn die Gesellschaft der Ansicht ist, dass steuerliche Risiken umfassend in den Steuerrückstellungen berücksichtigt wurden, können sich im Rahmen zukünftiger Außenprüfungen Steuerbelastungen ergeben. Der Konzern stellt sicher, dass steuerrechtlich relevante Sachverhalte (v. a. aufgrund der Initiativen zu BEPS/ATAD) in einem regelmäßigen Turnus mit den steuerlichen Beratern erörtert werden. Aus der im Jahr 2019 abgeschlossenen Betriebsprüfung haben sich keine Feststellungen für Folgejahre ergeben, sodass keine Anpassungen bedingt durch Feststellungen der Finanzverwaltung zu berücksichtigen sind. Strategische Risiken Risiko in Bezug auf Investitionen und Investitionsmöglichkeiten: Wachstumsrisiko „niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit“ Die Fähigkeit, geeignete Investitionsmöglichkeiten von Solar- und Windparks (oder ähnlichen Betreibergesellschaften) zu identifizieren und zu sichern sowie die erfolgreiche Integration neu erworbener Gesellschaften voranzutreiben, ist für den Encavis-Konzern erfolgsentscheidend. Die kommunizierte Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ sieht daher weitere Investitionen in Wind- und Solarparks im Status „Ready-to-build“ sowie die Sicherung von Projekten bereits in früheren Phasen der Entwicklung in Abstimmung mit den aktuell zwölf strategischen Entwicklungspartnern vor. Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Markteintrittsbarrieren kann nicht ausgeschlossen werden, dass zusätzliche Wettbewerber in den Markt und in Konkurrenz zu Encavis um Investitionsmöglichkeiten treten. Die langjährige Erfahrung der Encavis, wachsende Finanzkraft sowie gebotene Transaktionssicherheit und Transparenz resultieren in einer starken Wettbewerbsposition, um auch bei potenziell steigendem Wettbewerb weiterhin im Einklang mit der weiteren Wachstumsstrategie Investitionen identifizieren und realisieren zu können. Darüber hinaus führte die bereits im Jahr 2017 abgeschlossene und mittlerweile planmäßig ausgelaufene strategische Partnerschaft mit dem britischen Projektentwickler Solarcentury (jetzt Statkraft AS) auch unter der neuen Eigentümerstruktur 2021 zu weiteren Akquisitionen (in den Niederlanden). Aus den laufenden Partnerschaften mit GreenGo Energy Group A/S und Sunovis GmbH sind 2021 jeweils die ersten Projekte in Dänemark und Deutschland in den Bau gegangen. Weiterhin wurden neue Partnerschaften im Geschäftsjahr 2021 begründet, unter anderem eine Entwicklungspartnerschaft mit der norwegischen Solgrid AS. Insgesamt geht Encavis bei Entwicklungsprojekten auf Portfolioebene konservativ von einer Erfolgswahrscheinlichkeit von circa 50 % aus, sodass Planung und Realisierung selbst beim Scheitern von Projekten nicht im Missverhältnis stehen. Abhängigkeit von nationalen Programmen zur Förderung Erneuerbarer Energien: Risikoklasse „niedrig“ Der Erfolg der solaren Stromerzeugung oder der Stromerzeugung aus Windenergie ist in der Regel eng an nationale Programme zur Förderung Erneuerbarer Energien geknüpft. Größtes Risiko für das Geschäftsmodell von Encavis sind dabei rückwirkende Eingriffe, die die Wirtschaftlichkeit von Bestandsinvestitionen negativ beeinflussen. Bei der Stromerzeugung auf Basis Erneuerbarer Energien besteht die Gefahr, dass Regierungen die Förderung kürzen, etwa wegen defizitärer Staatshaushalte. Beispielsweise wurden in Spanien die Fördersätze für Erneuerbare Energien im Jahr 2014, rückwirkend ab 2013, massiv gekürzt, unter anderem auch für bestehende Anlagen. Auch in Italien ist es im Jahr 2014 zu Kürzungen durch verschiedene Gesetzesänderungen und Verordnungen gekommen, die bereits zu Ertragsreduzierungen geführt haben und im Laufe der weiteren Betriebsdauer zu weiteren Reduzierungen führen werden. Aufgrund der Einschätzung einer hierfür beauftragten externen Kanzlei, die bereits eine große Anzahl europäischer Kläger in den Schiedsverfahren gegen unter anderem Italien und Spanien in der Vergangenheit erfolgreich vertreten hat (zuletzt in einem Verfahren unter dem Energy Charter Treaty für einen deutschen Investor gegen das Land Italien im September 2020), gehen wir davon aus, dass wir Ersatz für die Ertragsausfälle mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit erhalten werden. Auch in Frankreich hat die Regierung bereits im Oktober 2020 beschlossen, die Solarförderung für vor 2011 unterzeichnete Einspeiseverträge rückwirkend für Solaranlagen mit Leistungen über 250 kW zu kürzen und neue Tarife mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2021 per Dekret/Order erlassen. Encavis ist von den Einspeisekürzungen mit einem Parkvolumen von circa 50 MW betroffen, das sich auf zwei Solarparkgesellschaften aufteilt. Die anderen in Frankreich betriebenen Solarparks der Encavis AG sind von der aktuellen Kürzung nicht betroffen. Encavis hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen der Kürzungen zu mitigieren, indem bei der Commission de régulation de l’énergie (CRE) eine sogenannte Schutzklausel zur Aussetzung der reduzierten Einspeisevergütung unter Fortführung der Altvergütung für bis zu 16 Monate beantragt wurde. Darüber hinaus hat Encavis im Rahmen der ihr zustehenden Klagemöglichkeiten Gebrauch davon gemacht, national gegen die seitens der betroffenen SPVs erhaltenen Bescheide gemeinsam mit renommierten externen Finanzberatern und einer im Energiesektor insbesondere in Frankreich sehr reputablen und international agierenden Kanzlei im Verwaltungsgerichtsverfahren vorzugehen und behält sich vor – wie in Italien bereits geschehen – ein internationales Schiedsgerichtsverfahren zur Durchsetzung ihrer Rechte anzustreben. Etwaige die einzelnen Verfahren betreffenden Erfolgsaussichten sieht Encavis als überwiegend wahrscheinlich an, sollte das Merkmal des Erhalts der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit der betroffenen Solarparks entsprechend von der CRE in Einklang mit den Ausführungen im Dekret/Ordner umgesetzt werden und auch bei den Gerichten Gehör finden. Eine abschließende Bewertung der Auswirkungen auf die betroffenen Anlagen in Frankreich bleibt weiter abzuwarten und ist regelmäßig neu zu bewerten. In Spanien ist zudem am 16. September 2021 eine Verordnung in Kraft getreten, die Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen der steigenden Erdgaspreise auf den Gas- und Strommarkt und die spanischen Stromverbraucher enthält. Zu den Maßnahmen zählt unter anderem ein Mechanismus zur vorübergehenden Kürzung der Vergütung durch eine Rückzahlungsverpflichtung für hohe Strompreise durch Stromerzeuger. Die Kürzung greift, wenn der Gaspreis höher als 20 Euro/MWh ist, aktuell liegt er bei 80 Euro/MWh. Diese Regelung sollte ursprünglich bis zum 31. März 2022 gelten, da dann von normalisierten Gas- und Strompreisen auszugehen sei. Aufgrund der weiter hohen Gas- und Strompreise wurden Anfang März 2022 die Maßnahmen bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Es bestehen jedoch auch definierte Ausnahmen für eine Kürzung der Vergütungen, wenn vor dem 16. September 2021 ein PPA abgeschlossen wurde mit vollständigem oder teilweisem Hedging, der keine Preisanpassungsklausel hat und nicht konzernintern ist. Diese Ausnahme gilt auch für einen PPA nach dem 16. September 2021, wenn die Laufzeit mindestens ein Jahr beträgt. Die Auswirkungen auf unseren zum 31. Dezember 2020 fertiggestellten spanischen Solarpark Talayuela sowie auf den zum 30. September 2020 fertiggestellten spanischen Solarpark La Cabrera sind vor dem Hintergrund der benannten Ausnahmen relativ gering zu betrachten. Beim Solarpark La Cabrera sind bis zum 31. Dezember 2020 die Strompreise zu 100% gesichert (gehedged) und erst ab Q1 2022 werden 25 % der Produktion ungesichert und von dieser Regelung betroffen sein. Beim Projekt Talayuela sind im Q4 2021 41 % der Strommengen ungesichert und im Q1 2022 48 %. In beiden Fällen sind die Auswirkungen insofern auf den Umsatz als gering zu betrachten. Aufgrund der Verlängerung der Verordnung wird Encavis die ungesicherte Produktion in den Monaten April bis Juni 2022 nur im Rahmen der Verordnung vermarkten können. Durch die geografische Diversifikation des Bestandsportfolios über mehrere Länder sind die möglichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Encavis-Konzerns bei Anpassungen der nationalen Gesetzgebungen – insbesondere rückwirkenden Anpassungen – grundsätzlich als gering anzusehen. Unabhängig davon lassen sich die Erreichung internationaler sowie nationaler Klimaziele, wie sie unter anderem auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 vereinbart wurden, nicht ohne den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien realisieren. Encavis erwartet daher nach der Bundestagswahl in Deutschland im September 2021 und der sich daraus gebildeten Regierungskoalition im Vergleich zu den letzten Jahren eine deutliche Fokussierung auf die Energiewende. Diese Erwartungshaltung wird aus dem beschlossenen Koalitionsvertrag deutlich, wonach der Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch bis 2030 auf 80 % erhöht werden soll. Das entspricht gegenüber dem abgelaufenen Jahr 2021 fast einer Verdopplung des Anteils Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, plant die Bundesregierung eine drastische Beschleunigung des Ausbaus von neuen Windanlagen an Land und auf See. Für Solaranlagen sollen zudem unter anderem alle geeigneten Dachflächen genutzt werden. Ziel ist die installierte Leistung von Solarenergie auf 200 GW zu steigern. Angestrebt wird ein jährlicher Zubau um bis zu 20 GW. Hierfür sollen im Jahr 2022 die notwendigen Gesetze und Verordnungen geändert und Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Rechtliche Risiken: Risikoklasse „niedrig“ Der Geschäftsbetrieb bedingt das Eingehen rechtlicher Risiken durch Gerichtsprozesse oder auch Schiedsverfahren. Die Unternehmen des Encavis-Konzerns sind Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Encavis bildet Rückstellungen für Prozessrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Rechtliche Risiken können sich aber auch aus Verstößen gegen interne Richtlinien durch einzelne Mitarbeiter oder aus Verstößen gegen andere rechtliche Vorschriften ergeben. Mit Einführung des nicht nur für interne Zwecke, sondern auch für externe Geschäftspartner geltenden anonymen Hinweisgebersystems gemäß Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können etwaige Missstände, insbesondere Verstöße gegen das geltende Recht sowie gegen interne Weisungen und Prozesse, gemeldet und anonym nachverfolgt werden. Auch das im Jahr 2018 verstärkte Risiko um die Einführung und Erfüllung der Verpflichtungen aus der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist im Encavis-Konzern präsent und wird kontinuierlich mit Hilfe eines extern bestellten Datenschutzbeauftragten nachgehalten. Insbesondere wurde das Thema Datenschutz sowie IT-Sicherheit einer extern durchgeführten Zertifizierung unterzogen, die Encavis erfolgreich bestanden hat. Auf dieser Basis war Encavis in der Lage, eine Cyber-Risk-Versicherung abzuschließen, die Encavis weiteren Schutz vor etwaigen Eigenansprüchen sowie potenziellen Drittansprüchen gewährt. Konjunktur- und Branchenrisiko: Risikoklasse „niedrig“ Die Entwicklung des Teilmarktes der Erneuerbaren Energien, auf den sich der Konzern fokussiert, gehört zu den weltweit stark wachsenden Sektoren. So stieg in 2020 gemäß Solar Power Europe der weltweite jährliche Zubau im Solarbereich um 18 % auf 138,2 MW (Anstieg 2019: 13 %), gemäß World Wind Energy Association der weltweite jährliche Zubau im Windbereich im Jahr 2020 um 52 % auf 93 GW (Anstieg 2019: 22 %). Der Betrieb von Solar- und Windparks unterliegt aufgrund der gesetzlich garantierten Einspeisevergütungen (FiT – Feed-in Tariffs) oder langfristiger privatwirtschaftlicher Stromabnahmeverträge sowie der beispielsweise im deutschen EEG verankerten Abnahmeverpflichtung nur schwachen konjunkturellen Schwankungen. Eine schwache konjunkturelle Entwicklung kann hingegen sogar zu einem Mehrangebot an Solarparks und Windkraftanlagen führen, da Gesellschaften oder private Investoren aus wirtschaftlichen Gründen und Liquiditätsknappheit eine Veräußerung von Bestandsanlagen anstreben könnten. Darüber hinaus geht eine schwache wirtschaftliche Entwicklung in der Regel mit einem niedrigen Zinsniveau einher. In der Folge sinken sowohl auf Konzern- als auch auf Projektebene die Finanzierungskosten. Um auf Konjunktur- und Branchenrisiken dennoch frühzeitig und angemessen reagieren zu können, beobachtet der Konzern die relevanten Märkte laufend. Hierzu gehören das Studium verschiedener Fachpublikationen, die Teilnahme an Kongressen, Messen und Fachtagungen sowie die Mitgliedschaft in Branchenverbänden. Darüber hinaus pflegt das Unternehmen einen unmittelbaren Kontakt und einen regelmäßigen Austausch mit Geschäftspartnern, Experten und Branchenvertretern aus dem Netzwerk des Konzerns. Die Ankündigung der neuen Bundesregierung in ihrem vereinbarten Koalitionsvertrag, die sogenannte EEG-Umlage ab 2023 durch den Energie- und Klimafonds (EKF) finanzieren zu wollen und die Förderung der Erneuerbaren Energien spätestens mit dem vollständigen Kohleausstieg im Jahr 2038 auslaufen zu lassen, bleibt abzuwarten und bei der Risikobetrachtung regelmäßig neu zu bewerten. Die Verletzung der Souveränität der Ukraine durch den Übertritt der Landesgrenze durch das russische Militär Ende Februar 2022 führte in kürzester Zeit zu enormen Auswirkungen an den Energiemärkten. Encavis ist nicht in der Ukraine oder in direkt angrenzenden Ländern Mittel- und Osteuropas aktiv. Das Risiko für das Geschäftsmodell der Encavis ist somit als beherrschbar einzuschätzen. Operative Risiken Vertriebliche Risiken beim Ausbau der Asset-Management-Tätigkeiten: Wachstumsrisiko „mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit“ Die innerhalb des Encavis-Konzerns auf die Betreuung von institutionellen Anlegern spezialisierte Encavis Asset Management AG bietet institutionellen beziehungsweise professionellen Investoren, die in den Bereich der Erneuerbaren Energien investieren möchten, strukturierte Anlagemöglichkeiten (zum Beispiel Spezialfonds, Bondstrukturen, Direktinvestments) an. Solche institutionellen Investoren, insbesondere Versicherungsunternehmen, Banken und sonstige Finanzinstitutionen, unterliegen besonderen Vorschriften, die die Interessen ihrer Nutznießer schützen. Die Investitionsmöglichkeiten von europäischen Versicherungsunternehmen werden weiter durch EU-Richtlinien wie zum Beispiel Solvency II, die neue Kapitalanforderungen an Versicherungsunternehmen oder Pensionsfonds regelt, oder die europäischen Capital Requirements Regulation (CRR), die neue Eigenmittelanforderungen für Banken einführt, eingeschränkt. Diese und andere unvorhersehbare regulatorische Vorschriftsänderungen könnten die Bereitschaft der institutionellen und professionellen Investoren einschränken, in Erneuerbare Energien zu investieren. Unter diesen Umständen könnte es für den Encavis-Konzern schwieriger sein, institutionelle Investoren von weiteren Investitionen in (Spezial-)Fonds beziehungsweise zu Direktinvestitionen in Projekte Erneuerbarer Energien zu überzeugen. Die Folge einer solchen Entwicklung wäre ein Rückgang der zukünftigen Umsatzerlöse aus diesem Geschäftssegment, die sich aus Erfolgsvergütungen und aus den Asset-Management-Gebühren zusammensetzen. Das Marktumfeld hat sich aus Sicht des Encavis-Konzerns weiter zu Gunsten eines positiven Investitionsklimas für institutionelle Investoren im Bereich der Erneuerbaren Energien entwickelt. Das untermauert unter anderem das im Januar 2022 vorgestellte Sofortprogramm für Klimaschutz der neuen Bundesregierung, das von Experten als „Booster“ für die Energiewende bewertet wird. Deutliche Kostensenkungen bei den technischen Komponenten von Solar- und Windkraftanlagen haben die Wirtschaftlichkeit entsprechender Investitionen erhöht, konventionelle Kraftwerke sind heute nicht mehr rentabler und unterliegen politischen Unsicherheiten. Fraunhofer ISE beziffert in seiner aktuellen Studie zu Stromgestehungskosten Erneuerbarer Energien (Juni 2021) beispielsweise die aktuell erzielten Kosten für deutsche PV-Anlagen auf 3,12 Eurocent/kWh und die für Windstrom auf 3,94 Eurocent/kWh, während neue konventionelle Kraftwerke in Deutschland unter der Berücksichtigung von höheren CO2-Kosten nicht unter Stromgestehungskosten von 7,5 Eurocent/kWh kommen. Nicht erst seit der UN-Klimakonferenz in Paris vom Dezember 2015, sondern auch mit der neu gebildeten Regierung im Herbst 2021 in Deutschland steht zudem fest, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien sich (weltweit) auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Damit bleibt der Markt für Erneuerbare Energien ein bedeutender Wachstumsmarkt mit Zuwachsraten im hohen einstelligen Prozentbereich, der zudem von konjunkturellen Schwankungen weitgehend unabhängig ist. Einem neuen Bericht (12/2021) von Wood Mackenzie zufolge wird die weltweite Windenergiekapazität zwischen 2021 und 2030 beispielsweise mit einer kumulierten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 9 % wachsen. Vor diesem Hintergrund sind die vertrieblichen Risiken derzeit gering und Encavis ist zuversichtlich, das Geschäftssegment Asset Management als nachhaltige dritte Ertragssäule weiter ausbauen zu können. Darüber hinaus optimiert die Gesellschaft kontinuierlich ihre Vertriebstätigkeiten und arbeitet stetig daran, ihr Spektrum an potenziellen Investoren auszudehnen, beispielsweise auf unterschiedlich regulierte Kundensegmente wie Versicherungen, Pensionskassen, Versorgungswerke, Stiftungen oder kirchliche Träger. Zudem ist eine weitere geografische Ausdehnung der Aktivitäten in dem Geschäftssegment geplant, die zum Teil bereits realisiert werden konnte (zum Beispiel Solarparks in Spanien und Windparks in Irland). Haftungs- oder Reputationsrisiken durch Tätigkeiten im Segment Asset Management: Risikoklasse „niedrig“ Eine Nichteinhaltung von Investitionskriterien beim Einkauf und eine damit einhergehende schlechter als geplant verlaufende Performance der von der Encavis Asset Management AG für institutionelle Investoren betreuten Fonds oder falsche Entscheidungen im Rahmen der Betriebsführung der Solar- und Windparks könnten zu einem Haftungsfall bei der Encavis Asset Management AG und damit verbunden auch zu einer Verschlechterung der Reputation des Encavis-Konzerns führen. Solchen Risiken wird insoweit entgegengewirkt, als klare Investitionskriterien in den Fonds festgelegt sind und die Erwerbsentscheidungen letztlich nicht von der Encavis Asset Management AG als Anlageberater, sondern vielmehr von der damit beauftragten Fondsgesellschaft geprüft und getroffen werden. Bei Abweichung von definierten Investitionskriterien ist zudem eine Entscheidung der entsprechenden Anleger vor Tätigung der Investition einzuholen. Ergänzend hierzu ist die Encavis Asset Management AG für etwaige Haftungsfälle aufgrund ihrer Tätigkeit entsprechend versichert. Stillstandzeiten: Risikoklasse „mittel“ Solar- und Windparks können aufgrund technischer Mängel im Park oder im Umspannwerk stillstehen oder aufgrund notwendiger Arbeiten am Stromnetz durch den Energieversorger temporär vom Netz genommen werden. Es besteht das Risiko, dass die Stillstandzeiten sich verlängern, wenn sie nicht zeitnah bemerkt werden und entsprechende technische Mängel nicht rechtzeitig behoben werden. Dem Risiko von Stillstandzeiten der Solar- und Windkraftwerke kann zeitnah entgegengewirkt werden, da die Betriebsführung und Überwachung der Anlagen erfahrenen externen Partnern obliegen und etwaige Stillstandzeiten oder technische Probleme über ein Online-Monitoring in Echtzeit ermittelt beziehungsweise umgehend erkannt werden können. Hierfür hat sich Encavis beispielsweise im Jahr 2019 an dem europaweiten O&M Dienstleister Stern Energy S.p.A mit Sitz in Italien beteiligt, welcher die technische Betriebsführung eines Großteils der konzerneigenen Solaranlagen erbringt. Zusätzlich wird die Entwicklung der Performance der Anlagen fortlaufend durch die jeweiligen Projektmanager und die konzerninterne Engineering & Construction Abteilung präventiv evaluiert. Ergänzend dazu sind sämtliche Anlagen gegen das Risiko etwaiger Betriebsunterbrechungen aufgrund externer Ereignisse versichert. Meteorologische Risiken (Sonne): Risikoklasse „mittel“ Die Leistung von Solarparks (Freiflächenanlagen) ist von meteorologischen Gegebenheiten abhängig, die das Ergebnis möglicherweise negativ beeinflussen können. Gutachten zur erwarteten Sonneneinstrahlung könnten sich als unzutreffend erweisen und klimatische Veränderungen und Umweltverschmutzungen möglicherweise dazu führen, dass die vorhergesagten Wetterbedingungen nicht eintreten und von den bestehenden Gutachten sowie dem meteorologischen Mittel abweichen. Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsberechnung beim Erwerb neuer Solarparks greift Encavis auf eigene Erfahrungswerte sowie externe Gutachten zu der erwarteten Sonneneinstrahlung zurück. Diese Gutachten basieren auf langjährigen historischen Einstrahlungsdaten und bilden hieraus Mittelwerte für die Prognose ab. Zudem werden die Auswirkungen von Abweichungen von diesen Prognosen auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung im Rahmen von Sensitivitätsanalysen überprüft. Darüber hinaus reduziert die Diversifizierung des Bestandsportfolios an Solarparks die Abhängigkeit von den meteorologischen Gegebenheiten in einer Region. Zudem ist zu berücksichtigen, dass aufgrund klimatischer Veränderungen die Sonnenstunden in mehreren europäischen Ländern regelmäßig ansteigen und signifikant über dem langfristigen Mittel liegen. Dieser in den vergangenen Jahren beobachtete meteorologische Effekt wird bei der Bewertung der Parks nicht berücksichtigt. Meteorologische Risiken (Wind): Risikoklasse „mittel“ Grundsätzlich unterliegt die Erzeugungsleistung im Segment Windparks größeren Schwankungen als die im Bereich der Solarenergie. Schwankungen im Bereich der Windkraft können bis zu +/-25 % um den Mittelwert im Jahr betragen. Encavis begegnet diesem Risiko, indem die höhere Volatilität im Bereich Wind bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung neu zu erwerbender Windparks (Onshore) durch entsprechende Sicherheitsabschläge beziehungsweise Worst-Case-Szenarien simuliert und berücksichtigt wird. Darüber hinaus greift Encavis auch hier auf eigene Erfahrungswerte sowie externe Gutachten zu dem erwarteten Windaufkommen zurück. Gleichwohl können solche Schwankungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. In der Folge besteht daher das Risiko, dass die Performance einzelner Windparks unterhalb ihrer ursprünglichen Planungswerte liegt. Aufgrund der geografischen Diversifikation des Bestandsportfolios im Segment Windparks sowie des geringen Anteils einzelner Parks an den gesamten Umsatzerlösen des Encavis-Konzerns ist das damit verbundene Gesamtrisiko für den Konzern vertretbar. Risiken in der Projektierungs-/Bauphase von Solar- und Windparks: Risikoklasse „niedrig“ Im Rahmen der Projektierung von Solar- und Windparks stellen Genehmigungen, regulatorische Freigaben und Berechtigungen für den Bau sowie den Betrieb neuer Anlagen zur Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien ein wesentliches Risiko dar. Das Kerngeschäft des Encavis-Konzerns ist nach wie vor überwiegend auf den Bau von baureifen und den Betrieb von fertiggestellten beziehungsweise sich im Bau befindlichen Solar- und Windparks konzentriert. Gleichwohl geht Encavis auch zunehmend zur frühzeitigen Sicherung von Investitionsmöglichkeiten über, sodass Encavis einem etwaigen Entwicklungsrisiko ausgesetzt ist. In diesen Fällen kann das Unternehmen auf seine umfangreichen Erfahrungen im Rahmen des kaufmännischen und technischen Managements seiner Bestandsparks sowie auf vereinzelte Projektentwicklungen in der Vergangenheit zurückgreifen, um mögliche Risiken auch in einer früheren Projektphase frühzeitig zu erkennen beziehungsweise zu reduzieren. Zudem werden Zahlungen für Projekte im Entwicklungsstadium nur bei erreichten Meilensteinen retrospektiv ausgelöst. Des Weiteren kann Encavis erworbene Projektrechte, die aus unterschiedlichen Gründen nicht weiter verfolgt werden, durch den Verkauf an Dritte refinanzieren. Während der COVID-19-Pandemie haben viele Behörden aus Gründen des Infektionsschutzes Home Office verordnet. Die Beamten in den Bau- und Umweltbehörden, die für die Realisierung von Erneuerbaren Energieprojekten erforderliche Genehmigungen erteilen, können mangels technischer Ausstattung häufig nicht sachgerecht ihrer Arbeit nachgehen. Infolgedessen ist von einer verringerten Geschwindigkeit der Genehmigung von Projekten auszugehen. Dies kann zwar zu einer zeitlichen Verzögerung führen, Encavis ist jedoch weiterhin zuversichtlich, dass das Planziel der Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ erreicht wird. Risiken aus negativen Strompreisen: Risikoklasse „niedrig“ Durch den starken Ausbau der Erneuerbaren Energien und den Aufbau des deutschen Strommarktes kann es aufgrund von zu viel erzeugter Energie zu negativen Strompreisen an der Strombörse kommen. Solche negativen Strompreise treten in den letzten Jahren immer häufiger auf. Aufgrund der Änderungen des EEG im Laufe der Jahre und der Splittung der Einspeisevergütung in den anzulegenden Wert und die Marktprämie werden die negativen Strompreise auch an die Projektgesellschaften weitergegeben. Durch die negativen Strompreise kann die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Projektgesellschaften belastet werden. Durch die ausgeprägte Diversifikation des Solar- und Windparkportfolios innerhalb Europas sind die potentiellen Auswirkungen von negativen Strompreisen in Deutschland auf den Encavis-Konzern als sehr gering zu klassifizieren. Um eine Belastung durch die negativen Strompreise für die einzelnen Projektgesellschaften zu verringern, untersucht der Konzern nach wie vor die Möglichkeiten der Speicherung des erzeugten Stroms im Falle von negativen Strompreisen an der Strombörse und verfolgt das Batteriespeichersegment kontinuierlich als wichtigen strategischen Fit zur Erhöhung der Werthaltigkeit von Strom aus Erneuerbaren Energien. Risiken aus der Stromvermarktung (Energy Risk Management): Risikoklasse „mittel“ Das Encavis-Portfolio ist zwei Hauptrisiken ausgesetzt, nämlich dem Marktrisiko und dem Kreditrisiko. Innerhalb des Marktrisikos stellt das Marktpreisrisiko eines der relevantesten Risiken dar. Unter Marktpreisrisiko sind Schwankungen der Marktpreise (sowohl positive als auch negative) zu verstehen, die den Wert der Energiepositionen verändern können (Energieposition ist definiert als die in MWh ausgedrückte Menge an Energie, die von einem Asset oder einem Portfolio von der Inbetriebnahme bis zum Ende der Lebensdauer erzeugt wird). Das Kreditrisiko bezieht sich stattdessen hauptsächlich auf das Replacement Risk. Dabei handelt es sich um das Risiko, das bei einem Ausfall des Vertragspartners entsteht mit der Folge, dass alle aktiven Verträge mit diesem Vertragspartner zu aktuellen (ungünstigen), statt zu in den Verträgen vereinbarten Preisen abgeschlossen werden müssen. In den meisten Ländern, in denen Encavis aktiv ist, ist der Energiesektor durch freie Preisbildung gekennzeichnet. Fallende Notierungen an den Stromgroßhandelsmärkten können dazu führen, dass Erzeugungsanlagen an Wirtschaftlichkeit einbüßen. Das betrifft auch Erneuerbare-Energien-Anlagen, die nicht mit festen Einspeisevergütungen gefördert werden. Ein PPA ist eine Möglichkeit, das Marktpreisrisiko für ein Projekt/Portfolio langfristig zu reduzieren, da zwischen den beiden Vertragspartnern ein fixer Strompreis für die Laufzeit des PPA vereinbart werden kann. Hierbei ist jedoch zu beobachten, dass es in einigen europäischen Märkten immer schwieriger wird, PPAs auf einer Pay-as-Produced-Basis abzuschließen, und stattdessen häufig Baseload-Strukturen angeboten werden. Gerade diese Änderungen in den Anforderungen der Kunden bringen steigende Herausforderungen bei der Strukturierung von PPAs mit sich. Risiken aus der Struktur des PPA können beispielsweise über das Produktionsvolumen, welches über eine solche Vereinbarung verkauft wird, begegnet werden. Je nach Strukturierung des PPA können sich aus einer solchen Preisfixierung und gleichzeitiger Lieferverpflichtung gegenüber dem Kunden aber auch weitere Marktpreisrisiken für ein Projekt/Portfolio ergeben. Die Strommärkte können sich langfristig in die „falsche“ Richtung entwickeln, was beispielsweise dazu führen kann, dass fehlende Strommengen am Markt zugekauft werden müssen, um der Lieferverpflichtung aus einem PPA nachkommen zu können. Um dem Replacement Risk zu begegnen, werden in langfristigen PPAs beispielweise wechselseitig Garantien oder Bürgschaften vereinbart, um den im Falle einer vorzeitigen Kündigung potentiell entstehenden Schaden abzusichern. Technische Risiken und Leistungsminderungen: Risikoklasse „niedrig“ Die technischen Risiken der Solarparks sind gering und auf wenige wesentliche Komponenten beschränkt. Bei den Windparks sind diese Risiken höher, da Verschleiß oder Materialermüdung an den beweglichen Teilen auftreten können. Bei der Auswahl der Solar- und Windparks legt der Encavis-Konzern daher eine besonders große Sorgfalt auf die Auswahl der Partner und die Qualität der verwendeten beziehungsweise verbauten Komponenten. Alle Parks durchlaufen einen umfangreichen Prüfungsprozess (technische Due Diligence). Darüber hinaus hat der Encavis-Konzern die konzerninterne Abteilung Engineering & Construction aufgebaut, die unter anderem im Rahmen des Due-Diligence-Prozesses Begutachtungen der Parks vor Ort durchführen kann. Bei Windparks bedient sich der Konzern externer Dienstleister. Für den Fall einer eintretenden Leistungsminderung oder für den Ausfall technischer Komponenten während der Betriebsphase eines Parks bestehen in der Regel Herstellergarantien oder Garantien der Generalunternehmer. Darüber hinaus existieren Versicherungsverträge, die Schäden und Ertragsausfälle absichern. Am 2. Juni 2020 kam es zu einer Havarie der Windkraftanlage im Windpark Kümper, welcher von der Encavis Asset Management AG verwaltet wird. Bei diesem Ereignis ist die Rotornabe einer Windkraftanlage abgestürzt. Trotz des Schadens an den Rotorblättern wurden keine Personen verletzt. Die Schadensursache wurde von Encavis zeitnah aufgeklärt. Ergebnis der Untersuchung war unter anderem, dass die Informationsketten am Tag des Unfalls funktioniert haben, mithin die Zusammenarbeit von Parkwart, der technischen Betriebsführung, dem Wartungsunternehmen und dem Betreiber Encavis. Dennoch wurde für zukünftige Vorfälle ein standardisierter Notfallplan entwickelt, um zukünftigen Risiken noch effektiver begegnen zu können und diese adäquat zu mitigieren. Die Überprüfung des bestehenden Versicherungsschutzes bei neuen Akquisitionen ist ebenfalls fester Bestandteil im Rahmen der gesamten Due Diligence, die bei Neuakquisitionen durchgeführt wird. Zusätzlich wird in etlichen Solar- und Windparks Liquidität im Rahmen einer Projektreserve gemäß den Vorgaben der finanzierenden Banken angespart, die beispielsweise für den Austausch von Komponenten in Anspruch genommen werden kann. Die Projektreserven werden aus den laufenden Cashflows der Parks angespart. Risiken aus Investitionsrechnungen: Risikoklasse „niedrig“ Vor jeder neuen Investition wird eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung des jeweiligen Solar- oder Windparks durchgeführt. Die Bewertungen der Solar- und Windparks basieren auf langfristigen Investitionsplänen und der Annahme von langfristigen Strompreisentwicklungen, die sensitiv auf Änderungen im Kraftwerkszubau, der Kapital- und Betriebskosten sowie der Erträge reagieren. Verändern sich diese Faktoren, kann dies dazu führen, dass ein Park entgegen der ursprünglichen Kalkulation unrentabel wird. Die Berechnungen im Rahmen der Due Diligence berücksichtigen Veränderungen einzelner oder mehrerer dieser Parameter im Rahmen von sorgfältig durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Zudem sind in den Berechnungsmodellen des Encavis-Konzerns Plausibilitätschecks integriert. Eigene Bewertungen und Annahmen werden zudem mit Wind- beziehungsweise Solargutachten von unabhängigen Experten verglichen. Strompreisprognosen werden durch Analysen mehrerer externer Anbieter abgesichert. Aufgrund seines umfangreichen Bestandsportfolios verfügt Encavis über langjährige Erfahrungswerte, die bei entsprechenden Investitionsrechnungen berücksichtigt werden. Gesundheitliche Risiken (Virus-Epidemien): Risikoklasse „gering“ Virus-Epidemien, die sich global ausbreiten, wie beispielsweise das Coronavirus im Jahr 2020, hatten keine unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen auf das operative Geschäft des Encavis-Konzerns. Die Wachstumsstrategie „>> Fast Forward 2025“ hat Encavis trotz der erheblichen Einschränkungen wirtschaftlicher Art, aber auch des täglichen Lebens konsequent weiterverfolgt, sodass an der Erreichung der langfristigen Ziele festgehalten wird. Die Wind- und Solarparks in elf westeuropäischen Ländern produzieren weitgehend autonom und vollautomatisiert Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Aufgrund des geringen Wartungsbedarfs der Anlagen ist kein Personal permanent vor Ort nötig. Da zudem die Stromerzeugung zum Bereich der kritischen Infrastrukturen zählt, können notwendige Instandsetzungen oder Fehlerbehebungen auch im Falle von etwaigen Lockdowns durchgeführt werden. Windaufkommen und Sonneneinstrahlung sind nicht abhängig vom Coronavirus. Selbst der im ersten und zweiten Quartal kommunizierte verzögerte Baufortschritt der beiden spanischen Großprojekte infolge des Lockdowns in Spanien im März und April hätte im Maximalfall lediglich einen negativen Effekt auf das Ergebnis je Aktie (EPS) für 2020 von 0,01 Euro ausgemacht. Dieser Effekt ist nicht eingetreten und beide Projekte wurden termingerecht fertiggestellt. Aufgrund der bisherigen gesamtwirtschaftlichen Einflüsse durch das Coronavirus sind keine sonstigen wesentlichen Belastungen für den Encavis-Konzern zu erwarten. Bei einem längeren Anhalten oder einer weiteren Verschärfung der andauernden Ausbreitung des Coronavirus über die kommenden Monate sind Beeinträchtigungen in der Wartung der Wind- und Solarparks vor Ort durch einzelne Techniker nicht auszuschließen. Diese könnten aber nach wie vor durch alternative Dienstleister ersetzt werden. Ebenso sind Risiken bedingt durch die zeitliche Verzögerung von Projektgenehmigungen durch die jeweiligen Behörden bei anhaltender Pandemie nicht ausgeschlossen. Umwelt- und Klimarisiken Verschärfte Verpflichtungen zur Klimaberichterstattung: Risikoklasse „niedrig“ Die in den letzten Jahren gestartete EU-Offensive Richtung Umbau der europäischen Wirtschaft zu mehr Klimaneutralität und Nachhaltigkeit hat eine Reihe von Verordnungen mit sich gebracht. Viele wurden bereits verabschiedet, einige sind in den letzten Abstimmungsrunden. Die gesetzlichen Offenlegungspflichten und Regularien nehmen entsprechend zu. Um das Thema Nachhaltigkeit effektiv in die verschiedenen Geschäftsbereiche und Prozesse zu integrieren, wurde innerhalb des Encavis-Konzerns ein interdisziplinärer Nachhaltigkeitsrat gegründet. Des Weiteren arbeitet die Abteilung Sustainability & Communications intensiv an dem Thema, sodass Encavis für die zukünftig verpflichtende Klimaberichterstattung gut aufgestellt ist. Organisatorische Risiken Personal- und Organisationsrisiken: Risikoklasse „niedrig“ Der Encavis-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um qualifizierte Fach- und Führungskräfte, um für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt zu sein. Daher setzt Encavis auf ein ganzheitliches Talentmanagement, vielfältige Benefits und den stetigen Ausbau eines motivierenden und familienfreundlichen Arbeitsumfeldes. Hierfür wurde unter anderem das Modell der „zukünftigen Arbeitswelt bei Encavis“ entwickelt, welches durch die Möglichkeit, bis zu 50 % der Arbeitszeit im Mobile Office zu verbringen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie deutlich unterstützt. Trotz der Corona-Pandemie und der Kontaktbeschränkungen hat Encavis weiterhin an regelmäßig stattfindenden Führungskräftetagungen festgehalten, die sowohl in Präsenz als auch zweimal per Videokonferenz abgehalten wurden. Der Zusammenhalt auch auf Distanz wird in der Belegschaft durch virtuelle Formate wie „Lunch & Learn“ oder „Café Solar“ gefördert. Für neue Mitarbeiter, die nicht aus Hamburg oder München stammen, ist ein sogenanntes Relocation-Konzept etabliert worden, welches finanzielle und organisatorische Unterstützung beim Umzug, bei der Wohnungssuche und dem Zurechtfinden in einer neuen Stadt bietet und somit dafür sorgt, dass sich neue Mitarbeiter auf den Start im neuen Job und das neue Umfeld konzentrieren können. Zudem lernen neue Mitarbeiter im Rahmen von Onboarding-Sessions die Kollegen und die Firma kennen und knüpfen schnell neue Kontakte. Jeder Mitarbeiter profitiert von individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten mit fest eingeplantem Budget. Dies reicht von Fachtrainings über Persönlichkeitstrainings bis zu Sprachkursen. Darüber hinaus gibt es Angebote, die sich an alle Mitarbeiter richten wie zum Beispiel Gruppensprachkurse, Projektmanagement- oder Verhandlungstrainings. Außerdem unterstützt Encavis das nebenberufliche Studium (finanziell und/oder mit Freistellung), sofern es fachlich mit der Tätigkeit des Mitarbeiters zusammenhängt. Ergänzt wird das Angebot durch Weiterbildungsreihen für Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter („Leadership Program“ und „Personnel Dev. Program“) sowie durch Teamworkshops und die Möglichkeit zum individuellen Coaching, virtuell oder in Präsenz. Die Personalabteilung bietet im Bereich Weiterbildung jeweils eine individuelle Beratung für Mitarbeiter und Führungskräfte an und sorgt für die Qualitätssicherung. Bei Encavis werden jährliche Zielvereinbarungsgespräche als Führungsinstrument eingesetzt. Diese Gespräche finden am Anfang eines Geschäftsjahres statt, nachdem die endgültigen Geschäftsziele für das kommende Jahr festgelegt wurden. Aus den Unternehmens-Zielen werden die Aufgaben und Maßnahmen für die einzelnen Abteilungen und Mitarbeiter abgeleitet. Mit Blick auf die gute Quote bei Frauen in Führungspositionen (31 %) und auf Fachkarrieren wird deutlich, dass Encavis das Thema der Qualifizierungs- und Karriereförderung von Mitarbeiterinnen sehr ernst nimmt und beiden Geschlechtern gleichermaßen Karrierechancen bietet. Encavis zeichnet sich zudem durch eine große Offenheit gegenüber unterschiedlichsten Praktikumsinitiativen und Werkstudententätigkeiten aus. IT-Risiken: Risikoklasse „mittel“ Die Geschäftstätigkeit des Encavis-Konzerns ist durch die Nutzung und Weiterentwicklung der Informationstechnologie gekennzeichnet. Unter anderem wurde die Serverlandschaft komplett erneuert. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe moderner Softwarelösungen abgebildet. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Weltweit ist eine Zunahme von Bedrohungen für die Cybersicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität zu beobachten. Diese Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Systeme und Netzwerke sowie Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten bedrohen auch Encavis. Um die Risiken zu minimieren, optimiert Encavis die eingesetzten IT-Systeme kontinuierlich. Die Cybersicherheit deckt die Informationstechnologie des gesamten Encavis-Konzerns ab, inklusive Büro-IT, Systemen und Applikationen sowie spezieller Netzwerke und dem mobilen Arbeiten. Um die internen Ressourcen für die laufende Wartung der IT und Implementierung neuer IT-Komponenten auf einem angemessenen Niveau zu halten, bedient sich Encavis zudem professioneller externer Dienstleister. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, ein tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen und der ausnahmslose Einsatz von Multifaktorauthentifizierungen sichern die Datenverarbeitung. Zudem werden Cyberattacken auf die Encavis-IT-Infrastruktur präventiv simuliert, um mögliche Schwachstellen frühzeitig zu entdecken. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein externer Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Datenschutzstandards. Im Mai 2021 hat die VdS Schadenverhütung GmbH, ein Unternehmen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), das konzernweite Datenschutzmanagementsystem sowie das ebenfalls konzernweite Informationssicherheitsmanagementsystem gemäß den VdS-Richtlinien 10010 (VdS-Richtlinien zur Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung) und 10000 (Informationssicherheitsmanagementsystem für KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen)) zertifiziert. Gesamtrisiko Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Risikosituation zum Bilanzstichtag ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des Encavis-Konzerns als gering einzustufen. Im Berichtszeitraum wurden diese Risiken im Rahmen eines aktiven Risikomanagements laufend identifiziert, analysiert und gemanagt. Soweit erforderlich, hat der Encavis-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Chancenbericht Konservative Investitionsstrategie Encavis ist es gelungen, die Position als konzernunabhängiger und börsennotierter Stromanbieter (IPP – Independent Power Producer) nach Zusammenschluss der Capital Stage AG und der CHORUS Clean Energy AG im Jahr 2016 weiter auszubauen. Allein das Portfolio aus Solarparks im Eigenbestand umfasst aktuell 173 Solarparks mit einer Gesamtleistung von rund 1.456 MW und zählt zu den größten Portfolios Europas. Hinzu kommen 40 Windparks im Eigenbestand, die eine Erzeugungsleistung von rund 412 MW aufweisen. Mit Abschluss des UN-Klimaabkommens im Dezember 2015 in Paris, das im Wesentlichen die Begrenzung des jährlichen Anstiegs der Erderwärmung zum Ziel hat, wurde das Ende der fossilen Energieträger zur Energiegewinnung vorangetrieben und die Basis für eine neue Ära des internationalen Klimaschutzes gelegt. Der konstante Ausbau der Erneuerbaren Energien trägt seit vielen Jahren bereits wesentlich zur Erreichung nationaler und globaler Klimaschutzziele bei. So eröffnet das dynamische und wachsende Marktumfeld der Erneuerbaren Energien Encavis laufend neue Chancen und Opportunitäten. Diese Chancen systematisch zu erkennen, zu nutzen und gleichzeitig mögliche Risiken zu identifizieren und zu minimieren, ist die Basis für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens. Dabei nutzt Encavis auch Chancen, die innerhalb des Unternehmens entstehen und beispielsweise zu einer höheren Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Encavis-Konzerns führen. Basis für die Identifizierung, Analyse und erfolgreiche Umsetzung dieser Chancen sind dabei die Mitarbeiter des Encavis-Konzerns, deren persönliche Qualifizierungen mit den Stellenausschreibungen abgeglichen werden. Der Encavis-Konzern wird sich auch zukünftig im Wesentlichen auf die Segmente Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Onshore-Windkraftanlagen konzentrieren sowie im Segment Asset Management als Dienstleister für Investments im Bereich Erneuerbare Energien agieren. Dabei stellt Encavis nach wie vor auf ein risikoaverses Geschäftsmodell mit dem Fokus auf Bestandsanlagen, schlüsselfertige oder Ready-to-build-Projekte ab (sowie im PV Bereich mit selektiven Projektentwicklungspartnern auch auf Projekte, die die Baureife noch erreichen müssen). So betreibt Encavis derzeit Wind- und Solarparks in den Märkten Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Finnland, Italien und Spanien – allesamt Länder mit einem Investment-Grade-Rating. Unabhängig davon hat sich Encavis im Rahmen der zuletzt erfolgten Kooperationsvereinbarungen auf einen Mid-Stage-Eintritt im Rahmen der Projektentwicklung positioniert und ist somit bereits in einer früheren Projektphase aktiv in die Projektgestaltung mit den jeweiligen Projektentwicklern involviert. Weiterhin legt Encavis großen Wert auf die technischen Komponenten der Parks, deren Zustand und Bauweise wichtig für den langfristigen Betrieb der Parks ist. Chancen aus der wirtschaftlichen Entwicklung Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben auf das Portfolio von Encavis keinen direkten oder nur einen sehr geringen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit beziehungsweise die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage des Encavis-Konzerns. In der Regel werden nur Solar- und Windparks erworben, die über langjährige und garantierte Einspeisevergütungen mit entsprechender Abnahmesicherheit oder langfristige Stromabnahmeverträge verfügen. Beide Varianten sind von konjunkturellen Schwankungen im Wesentlichen unabhängig. Gleichwohl kann eine Belebung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem höheren Strombedarf und damit zu höheren Strompreisen führen, was einen Einfluss auf die Ertragskraft und die Umsetzung künftiger Projekte haben kann. Zudem ergeben sich Chancen für Encavis an steigenden Strommarktpreisen sowohl bei nicht fest kontrahierten Strommengen als auch innerhalb der garantierten staatlichen Einspeisevergütungen zu partizipieren, wenn beispielsweise die Börsenstrompreise oberhalb der staatlich garantierten Einspeisevergütung liegen. Dieser Sachverhalt hat in 2021 eine zunehmende Rolle eingenommen. Durch entsprechende Monitoring- und Reportingtools kann Encavis börsentäglich den Marktwert seines Erzeugungsportfolios bestimmen und durch Absicherungsgeschäfte positive Entwicklungen an den Strommärkten nutzen. Hinsichtlich der Akquisitionstätigkeiten auf dem Zweitmarkt für Wind- und Solarparks können sich für den Encavis-Konzern aus einer schwachen konjunkturellen Entwicklung eher Chancen ergeben, da der Verkaufsdruck für einzelne Marktakteure zunehmen könnte. In der Folge würden sich die Preise für entsprechende Assets auf dem Zweitmarkt zu Gunsten des Encavis-Konzerns als Investor verbessern. Durch die geringe Korrelation zu der konjunkturellen Entwicklung ist der Markt für Erneuerbare Energien insbesondere auch für institutionelle Kunden interessant, die auf langfristig berechenbare und konstante Einnahmen angewiesen sind, wie beispielsweise Versicherungsgesellschaften. Folglich bietet das Geschäftsfeld Asset Management auch bei einer schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung attraktive Investitionsmöglichkeiten für diese Kundengruppen. Chancen aus dem anhaltenden Niedrigzinsumfeld Durch ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld vergünstigen sich die Kapitalbeschaffungskosten des Encavis-Konzerns sowie die Fremdfinanzierungskosten auf Projektebene. Encavis nutzt das Niedrigzinsumfeld nach wie vor aktiv und prüft laufend die Möglichkeit, sich durch Re- und Umfinanzierungen von bestehenden Darlehen langfristig günstigere Konditionen zu sichern, so unter anderem durch die Wandlung der Hybrid-Wandelanleihe aus den Jahren 2017/2019 und Emission einer neuen Hybrid-Wandelanleihe mit höherem Volumen und rund zwei Drittel niedrigerem Kupon sowie durch die erneut erfolgreiche Refinanzierung eines Solarparkportfolios in Italien im Jahr 2021. Die im Zuge der Refinanzierung zusätzlich frei werdenden Eigenmittel stehen Encavis für neue Investitionen zur Verfügung. Chancen durch meteorologische Entwicklungen Die Erzeugungsleistung von Wind- und Solarparks ist von meteorologischen Gegebenheiten abhängig. Vor diesem Hintergrund verfolgt Encavis generell einen konservativen Ansatz bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit der zu erwerbenden Wind- und Solarparks. Eine positive Abweichung vom prognostizierten langfristigen Mittel bei Sonnenstunden oder Windaufkommen hat einen unmittelbaren, kurzfristigen Einfluss auf die Ertrags- und Finanzlage sowie den Cashflow der Gesellschaft. Gleichwohl sind die meteorologischen Vorhersagen und Prognosen in den vergangenen Jahren stets präziser geworden; wesentliche Abweichungen sind selten. Insbesondere im Bereich der Sonneneinstrahlung herrscht heute eine große Prognosegenauigkeit; die Vorhersagen für Windaufkommen bleiben volatiler. Encavis geht insgesamt davon aus, dass sich zukünftig und insbesondere bei neu erworbenen Parks die Abweichungen zwischen Ist- und Planzeiten im Durchschnitt weiter verringern werden. Chancen durch das regulatorische Umfeld und internationale Entwicklungen Mit Abschluss des Pariser Abkommens auf der internationalen Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 hat die Staatengemeinschaft den unbedingten Willen signalisiert, dem drohenden Klimawandel durch Erhöhung des Anteils an erneuerbaren und CO2-neutralen, sauberen Energiequellen entgegenzuwirken. So gibt das Abkommen ein deutliches Signal für den weiteren Ausbau Erneuerbarer Energien und die Erreichung der Klimaschutzziele durch entsprechende nationale und internationale Förderprogramme und Investitionen. Im Jahr 2018 beliefen sich die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien gemäß Bloomberg New Energy Finance auf 283 Milliarden US-Dollar. In den Jahren 2019 und 2020 lagen die Investitionen sogar bei 298 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 304 Milliarden US-Dollar. In der Folge bleibt der Markt ein Wachstumsmarkt. Die verschiedenen staatlichen Fördermechanismen stützen in der Regel die Wirtschaftlichkeit der Solar- und Windkraftanlagen. Die weltweite Notwendigkeit zum Ausbau Erneuerbarer Energien kann daher neue Regionen und Länder für Encavis attraktiv werden lassen und eine weitere geografische Diversifikation sinnvoll und möglich machen. Unabhängig von der Inanspruchnahme staatlicher Förderprogramme ist ein zunehmender Trend hin zum Abschluss von privaten Stromabnahmeverträgen zu verzeichnen. Durch die Möglichkeit, unabhängig vom Staat direkt mit der Industrie Stromabnahmeverträge mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren abschließen zu können, ist nicht zuletzt eine bessere Planbarkeit bei den Stromkosten gegeben und damit eine Unabhängigkeit von der staatlichen Alimentierung. So geht die Internationale Energieagentur davon aus, dass die Hälfte der Ökostromkapazität, die bis 2022 weltweit neu installiert wird, bereits über Power Purchase Agreements in Auktionen oder direkt mit Unternehmen abgewickelt wird. Es ist bereits jetzt ersichtlich, dass immer mehr Unternehmen dazu übergehen, sich den Bezug und den Preis von „grünem“ Strom langfristig über ebendiese Power Purchase Agreements abzusichern. Lag der Anteil der PPA-Abschlüsse über langfristig abgenommenen Grünstrom im Jahr 2017 noch bei etwa 6,3 GW (davon EMEA: 1,1 GW), so wurden im Jahr 2021 gemäß BloombergNEF vom 31. Januar 2022 bereits PPAs im Volumen von 31,1 GW (davon EMEA: 8,7 GW) abgeschlossen. Die von der Bundesregierung vereinbarten Ziele im Koalitionsvertrag und das von der EU vorgelegte „Fit-for-55“-Paket ermöglichen Encavis darüber hinaus große Chancen im Rahmen des weiteren Wachstums. Der intensive Zubau von Wind- und Solarparks auf neu ausgewiesenen Flächen in Deutschland wird zur Folge haben, dass zunehmend neue Projekte realisiert werden können. Encavis hat die Chance, sein Portfolio zu erweitern und die Zusammenarbeit mit Projektentwicklern zu intensivieren. Gleichzeitig ergeben sich durch die europäischen Anstrengungen weitere Chancen im Ausland. Chancen durch geografische Diversifizierung Das Unternehmen beobachtet und prüft fortlaufend die Entwicklung von Erneuerbaren Energien und entsprechender Opportunitäten in anderen Regionen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen vor allem auf Länder mit entwickelten Volkswirtschaften in Europa, aber auch in den USA, Kanada und Australien, die über stabile wirtschaftspolitische und aufsichtsrechtliche Rahmenbedingen verfügen. Die geografische Diversifizierung trägt dabei zur weiteren Risikoreduzierung des Bestandsportfolios bei, durch eine geringere Abhängigkeit von der Sonneneinstrahlung beziehungsweise dem Windaufkommen in einzelnen Regionen sowie theoretisch denkbaren rückwirkenden Anpassungen in der Förderungssystematik und -höhe. Darüber hinaus bietet der Markteintritt in neue Länder dem Unternehmen zusätzliches Wachstumspotenzial über die bisherigen Kernmärkte hinaus. Als Beispiel hierfür ist der Markteintritt in den schwedischen PV-Markt zu nennen. Chancen aus großem Bestandsvolumen in den Kernregionen Encavis ist auf europäischen Kernmärkten aktiv, die bereits seit längerem unter anderem auf Erneuerbare Energien ausgerichtet sind und über einen entsprechenden Bestand an Solar- und Windparks verfügen, was den zukünftigen Ausbau und Betrieb des Portfolios unterstützt. Zudem bietet der Eigenbestand von Encavis vielfältige Möglichkeiten für rentable Investitionen, wodurch sich Chancen einer langfristigen Umsatz- und Ergebnissteigerung der Bestandsprojekte für Encavis ergeben. So hat sich Encavis beispielsweise im Jahr 2021 im Bereich der Bestandsanlagen vermehrt sowohl mit der Entwicklung als auch Umsetzung von Konzepten zur Erweiterung und/oder Verbesserung des Bestandsportfolios beschäftigt, um auch bei bestehenden Anlagen vom technischen Fortschritt zu profitieren. Auch im Jahr 2022 werden sich hierfür wieder diverse Chancen ergeben. Chancen durch Innovation Die Branche der Erneuerbaren Energien profitiert von anhaltenden Innovationen. Sie führen zum einen dazu, dass sich die Effizienz von bestehenden Technologien erhöht, und zum anderen dazu, dass neue Technologien zur Marktreife gebracht werden, die die Wirtschaftlichkeit zukünftiger Projekte erhöhen oder verlängern (zum Beispiel bifaziale PV-Module, die auf sogenannten Trackern dem Sonnenstand folgen). In vielen Regionen haben Erneuerbare Energien bereits Netzparität erreicht und stehen im freien Wettbewerb mit konventionellen Kraftwerken. Mit technisch sowie qualitativ hochwertigen Anlagen dürften sich die Wirtschaftlichkeit und die geografische Einsetzbarkeit der Technologien weiter erhöhen und sich für den Encavis-Konzern damit zusätzliche Opportunitäten ergeben. Bedingt durch die Engpässe bei Rohstoffen und Transport haben die Kosten insbesondere für PV Anlagen 2021 eine deutliche Volatilität erfahren, der sich Encavis durch langfristige Abnahmeverträge und flexible Partnerschaftsmodelle entgegenstellt, um zum richtigen Zeitpunkt mit dem Bau einer neuen Anlage starten zu können (falls sie nicht schon im Betrieb befindlich erworben wird). Auch die Etablierung neuer Technologien, wie der Einsatz von Batteriespeichern oder Wasserstoff und die Anwendung bestehender Technologien, wie der Einsatz von Energiemanagementsystemen, könnten ganz neue Geschäftsmöglichkeiten nach sich ziehen und die meteorologische Unabhängigkeit bei der Energieerzeugung erhöhen und eine noch bedarfsgerechtere Stromerzeugung und Dezentralisierung möglich machen. Chancen durch Geschäftsbeziehungen und Kooperationen Encavis hat sich in der Branche als Marktteilnehmer und Betreiber von Wind- und Solarparks fest etabliert. Mit insgesamt 300 Solar- und Windparks und einer Erzeugungsleistung von rund 3,3 GW gehört Encavis zu den größten konzernunabhängigen Stromproduzenten im Bereich der Solarenergie in Europa. Durch ihre Unternehmensgröße und den Leistungsnachweis über das bereits aufgebaute Bestandsportfolio wird Encavis am Markt wahrgenommen. Auch durch die mittlerweile aufgebaute Kompetenz im Bereich langfristiger Stromabnahmeverträge wird Encavis zunehmend als möglicher Kooperationspartner bei der Realisierung von Projektpipelines von Projektentwicklern angesprochen. Über die Jahre konnte der Encavis-Konzern sich dadurch ein breites und für das Unternehmen verlässliches Netz unter anderem aus Projektentwicklern, Generalunternehmern, Betreibern, Dienstleistern, Maklern, Beratern und Banken aufbauen. Zu den strategischen Partnern zählen unter anderen der dänische Projektentwickler GreenGo, die norwegische Solgrid AS sowie zehn weitere Entwickler. Mit den derzeitigen strategischen Partnerschaften verfügt Encavis aktuell über eine Pipeline von über 3,5 GW. Die Größe des Kraftwerksbestands macht Encavis attraktiv für Energieversorger sowie große Stromverbraucher, mit denen bereits langfristige Stromabnahmeverträge abgeschlossen werden konnten. Die zunehmende Bekanntheit und gute Reputation des Unternehmens erweitern stetig den Kreis von potenziellen Geschäftspartnern und Investoren, auch von institutionellen Kunden für das Geschäftssegment Asset Management. Über fünfzig Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben umfangreiche Beteiligungen an dem Spezialfonds Encavis Infrastructure Fund II gezeichnet, mit dem deutlich über eine Milliarde Euro in Erneuerbare-Energien-Anlagen investiert werden können. Der Fonds wurde Ende 2020 mit einem Platzierungsvolumen von 480 Millionen Euro geschlossen und stellt damit einen der größten Erneuerbare-Energien-Fonds in Deutschland dar. Aufgrund dieses Erfolgs haben die Encavis Asset Management und der Vertriebspartner BayernLB im vierten Quartal 2021 mit dem Encavis Infrastructure Fund IV einen weiteren Fonds für Sparkassen und Genossenschaftsbanken aufgelegt, der bereits im Dezember ein erstes Closing über 41 Millionen Euro realisieren konnte. Encavis hat zuletzt im Dezember 2019 mit der BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, München, einen strategischen Investor zur Begleitung der weiteren Wachstumsstrategie gewonnen, der über eine Erhöhung des Grundkapitals von Encavis gegen Bareinlage eine Beteiligung von 4,21 % erwarb. Weitere Barkapitalmaßnahmen sind seitdem nicht durchgeführt worden. Auch 2021 hat Encavis die strategische Zusammenarbeit mit ihren Geschäftsbanken fortgesetzt und gleichzeitig weitere neue Banken hinzugewonnen. So wurden zum Beispiel mit der Ende September 2021 abgeschlossenen Refinanzierung über die Apollo Solar S.r.l. die bisherigen bilateralen Finanzierungen für insgesamt 21 italienische Solarparks mit einer Leistung von 41,7 MWp durch eine neue Finanzierung abgelöst und zusätzlich eine Sonderausschüttung an die Encavis finanziert. Diese Neufinanzierung im Volumen von 88 Millionen Euro wurde komplett inhouse strukturiert und nach breitem Market Sounding an renommierte Banken zu sehr vorteilhaften Konditionen ausplatziert. Chancen im Zusammenhang mit der Marktkonsolidierung Mit der Übernahme der CHORUS Clean Energy AG im Oktober 2017 und der dadurch gewonnenen Unternehmensgröße wurde nicht nur die Bekanntheit des Unternehmens auf der Akquisitionsseite gefördert; vielmehr schafft sie neue Möglichkeiten, die jedes Unternehmen für sich allein nicht hätte umsetzen können. Dazu zählt beispielsweise der Erwerb größerer Portfolios von Anlagen oder der Eintritt in neue Märkte inner- und außerhalb Europas. Chancen im Zusammenhang mit der Unternehmensgröße Die höhere Marktkapitalisierung, die Ausweitung der Bilanzsumme des Encavis-Konzerns, die Eigenkapitalquote und eine verbesserte Liquidität in der Aktie eröffnen Encavis den Zugang zu neuen Formen der Wachstumsfinanzierung und Investorenkreisen. So konnte Encavis im September 2017 eine unbefristete, nachrangige Hybrid-Wandelanleihe im Umfang von 97,3 Millionen Euro mit zeitlich begrenzten Wandlungsrechten in auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft erfolgreich platzieren. Durch die hierdurch verbesserte Eigenkapitalquote hatte Encavis mehr Spielraum zur Aufnahme von Fremdkapital. Diese Möglichkeit hat Encavis im September 2018 genutzt und erstmals ein Green Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 50 Millionen Euro im Markt platziert. Im Jahr 2019 hat Encavis die begonnene Wachstumsfinanzierung erfolgreich fortgesetzt und ein weiteres Schuldscheindarlehen in Form einer Namensschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen von 60 Millionen Euro begeben sowie die Aufstockung der als Eigenkapital bilanzierten Hybrid-Wandelschuldverschreibung mit einem Volumen von nominal 53 Millionen Euro erfolgreich umgesetzt. Encavis hat im laufenden Geschäftsjahr trotz der COVID-19-Pandemie wegweisende Finanzierungen umsetzen können, darunter den Debut-Konsortialkredit mit einem Volumen von 125 Millionen Euro, die Emission einer neuen Hybrid-Wandelanleihe über 250 Millionen Euro und die erstmalige Emission einer Green-Inhaberschuldverschreibung über 20 Millionen Euro mit zwanzig Jahren Laufzeit. Encavis konnte aufgrund der in der Vergangenheit erfolgreich durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen im laufenden Geschäftsjahr einen opportunistischen Ansatz wählen, welcher sich in den erfolgreichen Emissionen niederschlug, die wiederum eine gute Basis für die Folgejahre geben. ‎ Prognosebericht In den folgenden Aussagen sind Prognosen und Annahmen enthalten, deren Eintritt nicht sicher ist. Sofern eine oder mehrere Prognosen oder Annahmen nicht eintreffen, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen wesentlich von den dargestellten Aussagen abweichen. Fortsetzung des Wirtschaftswachstums im Jahr 2022 erwartet Der IWF geht für das Jahr 2022 von einem Wachstum des globalen BIP in Höhe von 4,4 % aus. Zudem wird damit gerechnet, dass die Inflation auf einem hohen Niveau bleiben wird, da im Jahr 2022 weitere Unterbrechungen der Lieferketten und steigende Energiepreise erwartet werden. Die Verbreitung neuer Corona-Varianten könnte die Pandemie verlängern und zu erneuten Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Entwicklung führen. Die erwartete Straffung der Geldpolitik in einigen Ländern sollte den Inflationsdruck eindämmen, wobei der Spielraum in der nationalen Finanzpolitik beschränkt bleibt, da die Gesundheits- und Sozialausgaben im Zuge der Corona-Pandemie stark an Bedeutung gewonnen haben. Gleichwohl bleiben nach Auffassung des IWF Investitionen in die Klimapolitik unerlässlich, um das Risiko eines weitreichenden Klimawandels zu verringern. Virus-Epidemien, die sich global ausbreiten, haben nur geringe wirtschaftliche Auswirkungen auf das operative Geschäft des Encavis-Konzerns. Die Wind- und Solarparks in elf westeuropäischen Ländern produzieren weitgehend autonom und vollautomatisiert Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Aufgrund des geringen Wartungsbedarfs der Anlagen ist kein Personal vor Ort nötig. Bei einem längeren Anhalten oder einer Verschärfung der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus über die kommenden Monate sind jedoch Beeinträchtigungen in der Wartung der Wind- und Solarparks vor Ort durch einzelne Techniker nicht auszuschließen. Diese könnten aber durch alternative Dienstleister ersetzt werden. Zudem können Strommengen, die nicht fest kontrahiert sind, Preisschwankungen unterliegen. Ebenso kann sich der Neubau von Anlagen infolge von Mobilitätsrestriktionen verzögern. Krieg in der Ukraine Das generell auf Westeuropa fokussierte Wind- und Solarparkportfolio des Encavis-Konzerns ist durch den kriegerischen Überfall des russischen Militärs in der Ukraine nicht betroffen. Indirekte Effekte, die sich aus potenziellen russischen Gegenmaßnahmen zu den gegenüber Russland verhängten Sanktionen ableiten ließen, sind aktuell nicht erkennbar. Der generellen Gefahr von Cyberattacken auf die Stromnetze Westeuropas, auf stromproduzierende Anlagen oder die konzerneigenen IT-Systeme begegnet Encavis durch diverse, aktuelle Sicherheitssysteme. Die IT der Encavis wurde in den vergangenen drei Jahren komplett neu aufgebaut und schützt sich bezüglich Cyberrisiken unter anderem durch regelmäßige externe Auditierungen und Sicherheitstests, um den maximal möglichen Schutz der Daten und der Integrität der Systeme sicherzustellen. Bei der Neukonzeptionierung der IT-Systeme wurde darauf geachtet, dass es eine strikte Trennung zwischen den IT-Systemen der Encavis und den stromproduzierenden Anlagen sowie den Stromnetzen gibt. Damit wird sichergestellt, dass ein Angriff auf die Anlagen oder die Stromnetze keinen Einfluss auf die IT-Systeme der Encavis haben würde. Dies gilt natürlich ebenso in die entgegengesetzte Richtung, so dass ein Angriff auf die IT der Encavis keine Auswirkung auf die Produktion in den Wind- und Solarparks hätte. Die Fremdfinanzierung neuer Projekte könnte indirekt durch die ansteigenden Kreditrisiken bei Banken mit einem höheren bzw. kumulierten Kreditrisiko mit Russland in einem insgesamt reduzierten Projektfinanzierungsgeschäft resultieren. Kreditausfälle (und auch nur die Unsicherheit über selbige) können die Bonität dieser Banken beeinträchtigen und damit auch die Refinanzierungskosten der Banken erhöhen. Diese Refinanzierungskosten müssen wiederum durch die Bankmarge aus den Projektfinanzierungen bedient werden und können insoweit – im Rahmen des allgemeinen Bankenwettbewerbs für diese Finanzierungen – die Kreditmargen ansteigen lassen. Dies könnte zusätzlich zum aktuellen allgemeinen Anstieg der langfristigen Zinsen weiteren Druck auf die Renditen aus den geplanten Projekten ausüben. Über die regelmäßig von Encavis mindestens europaweit ausgeschriebenen neuen Projektfinanzierungen erhält der Konzern stets einen breiten Überblick über Finanzierungsstrukturen und -konditionen und ist nicht abhängig von einzelnen Banken, die möglicherweise durch Kreditausfälle in Russland in ihren weiteren Finanzierungsmöglichkeiten beeinträchtigt sind. Zusätzlich besteht eine große Nachfrage der Banken nach Finanzierungsmöglichkeiten in Erneuerbare-Energien-Projekte und entsprechende Zielvolumen für die Engagements wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach oben geschraubt. Insofern existiert ein unverändert sehr kompetitiver Finanzierungsmarkt, sodass keine größeren Auswirkungen durch die derzeitige Krise mit Russland zu erwarten ist. Weitere Verschärfung der Geldpolitik bei anhaltender Inflation Die EZB hat angekündigt, den Nettoerwerb von Vermögenswerten sukzessive zurückzufahren. Zudem gab die EZB in Anbetracht der hohen Inflationsraten bekannt, ihr Leitzinsniveau so lange zu halten, bis angemessene Fortschritte bei der Stabilisierung der Inflation auf ihrem mittelfristigen Ziel erreicht werden. Anschließend wird die Notenbank turnusgemäß ihren wirtschaftlichen Ausblick überprüfen und mit Blick auf das Umfeld möglicherweise zu dem Schluss gelangen, dass sie bisher die Inflation unterschätzt hat. Die globale Energiewende lässt Energienachfrage aus erneuerbaren Quellen steigen Die Welt durchläuft einen tiefgreifenden Energiewandel, der ein breites Spektrum umfasst – von Erneuerbaren Energien über Energiespeicherung und elektrifizierte Fahrzeuge bis zum Einsatz besonders nachhaltiger Materialien. In der globalen Energiewende nimmt der Ausbau Erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle ein. So hat sich das Wachstum Erneuerbarer Energien auch im Jahr 2021 mit anhaltender Dynamik fortgesetzt. Im vergangenen Jahr wurden für die globale Energiewende und entsprechende Klimatechnologien mehr als 900 Milliarden US-Dollar investiert. Allein die Investitionen in die Energiewende erreichten 755 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um ein Viertel gegenüber 2020 – beziehungsweise eine Verdoppelung gegenüber 2015 und eine mehr als zwanzigfache Steigerung seit 2004. Mit einem Investitionsvolumen von rund 366 Milliarden US-Dollar entfallen nahezu 50 % dieser Investitionen auf den Ausbau Erneuerbarer Energien. Konventionelle Energiequellen und fossile Energieträger werden mit dem konsequenten Ausbau und der Nutzung regenerativer Energiequellen zunehmend ergänzt oder ersetzt. Die enormen Investitionen in den Energiewandel bieten den privatwirtschaftlichen Akteuren ein großes wirtschaftliches Potenzial. Die Experten der IEA beziffern das Marktpotenzial für die Hersteller von Windturbinen, Solarzellen, Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen bis zum Jahr 2050 auf weit über eine Billion US-Dollar. Dies entspricht etwa der Größe des derzeitigen globalen Ölmarktes und verdeutlicht die außerordentlich hohe wirtschaftliche Relevanz des Transformationsprozesses. Daher ist eine intensive Verflechtung der globalen Energie- und Wirtschaftspolitik zu beobachten. Privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge bleiben attraktiv Die weiter verbesserte Wirtschaftlichkeit Erneuerbarer Energien im Vergleich zu konventionellen Formen der Energieerzeugung sowie das klare Bekenntnis zu einer klimafreundlichen Energiebilanz von Unternehmen, wie sie beispielsweise in der RE100-Initiative zum Ausdruck kommt, sorgen für eine seit Jahren zunehmende Dynamik auf dem Markt für privatwirtschaftliche Stromabnahmeverträge. Hinzu kommt, dass die Preise für Strom – allen voran für grünen Strom – stetig steigen. Industrieunternehmen haben daher ein ausgeprägtes Interesse, sich die Lieferung CO2-neutraler Energie für einen langen Zeitraum zu planbaren Konditionen zu sichern. Klimafreundlicher Strom zu verlässlichen Preisen ist für sie zum wichtigsten Kriterium geworden. Nach Angaben von BloombergNEF kauften Unternehmen im Rahmen von privatwirtschaftlichen Stromabnahmeverträgen eine Rekordsumme von 31,1 GW an sauberer Energie, wobei Technologieunternehmen erneut die größten Abnehmer waren. PPAs leisten damit einen stetig wichtiger werdenden Beitrag zur Energiewende. Encavis mit „>> Fast Forward 2025“ klar auf Wachstumskurs Bereits heute ist Encavis einer der größten unabhängigen Stromproduzenten im Bereich der Erneuerbaren Energien in Europa. Die positiven Rahmenbedingungen und die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens bieten ideale Voraussetzungen, um diese Position weiter auszubauen. Um die sich bietenden Wachstumsopportunitäten konsequent zu nutzen und die Effizienz der Gesellschaft weiter zu steigern, stellte Encavis bereits am 8. Januar 2020 das Strategiepaket „>> Fast Forward 2025“ vor. Die Planung für die noch folgenden Jahre konzentriert sich auf fünf Bereiche: 1.weitere Investitionen in Wind- und Solarparks im Status „Ready-to-build“ sowie die Sicherung von Projekten bereits in früheren Phasen der Entwicklung in Abstimmung mit strategischen Entwicklungspartnern unter Einhaltung einer langfristigen Eigenkapitalquote von mehr als 24 %, 2.die Veräußerung von Minderheitsanteilen an Wind- und einzelnen ausgewählten Solarparks von bis zu 49 % zur Freisetzung von Liquidität zur Investition in weitere Wind- und Solarparks, 3.die Reduzierung und weitere Optimierung der operativen Kosten in Betrieb und Wartung der Solarparks, 4.die Optimierung und Refinanzierung von SPV-Projektfinanzierungen, 5.die Einführung eines konzernweiten Cash-Poolings inklusive aller Einzelgesellschaften. Im Rahmen von „>> Fast Forward 2025“ fokussiert sich Encavis auf die folgenden Zielgrößen, basierend auf den Jahreswerten für das Jahr 2019: 1.eine Verdopplung der vertraglichen gesicherten eigenen Erzeugungskapazität von 1,7 GW auf 3,4 GW, 2.eine Steigerung des Umsatzes von 260 Millionen Euro (wa) auf 440 Millionen Euro, 3.ein Wachstum des operativen EBITDA von 210 Millionen Euro (wa) auf 330 Millionen Euro, 4.eine Marge des operativen EBITDA von 75 %, 5.eine Steigerung des operativen Ergebnisses je Aktie (operatives EPS) von EUR 0,40 auf EUR 0,70. Das dynamische erwartete Wachstum von Encavis zeigt sich nicht zuletzt bei der Betrachtung der entsprechenden jährlichen Wachstumsraten (CAGR): So soll die Erzeugungskapazität bis zum Jahr 2025 jährlich um rund 12 % wachsen. Der Umsatz soll im gleichen Zeitraum um etwa 9 % pro Jahr wachsen. Beim operativen EBITDA wird ein Jahreswachstum von 8 % angenommen. Das jährliche Wachstum des operativen Ergebnisses je Aktie (operatives EPS) entspricht dabei rund 10 %. Bei diesen Annahmen handelt es sich um einen Basisfall, der bislang keine weiteren Wachstumschancen berücksichtigt, die sich gegebenenfalls aus anorganischem Wachstum durch M&A-Transaktionen und potenziellen Eigenkapitaltransaktionen bieten. Ebenso wenig wurden Chancen berücksichtigt, die sich aus profitablen Geschäftsmodellen im Zusammenhang mit Batteriespeicherkapazitäten in den Wind- und Solarparks zukünftig ergeben können. Eine mögliche Expansion in Regionen außerhalb Europas eröffnet weiteres Wachstumspotenzial. Gesamtaussage zur erwarteten Entwicklung Vor dem Hintergrund der auf qualitatives Wachstum ausgerichteten Geschäftsstrategie des Encavis-Konzerns erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 erneut ein starkes Wachstum. Die strategische Wandlung des Unternehmens sowie der erfolgreiche Eintritt in das Geschäft der PPAs mit den beiden bereits ans Netz angeschlossenen spanischen Solarparks „La Cabrera“ und „Talayuela“ sowie die weiterhin steigenden Strompreise werden Umsatz und Ergebnis signifikant steigern. Der Vorstand geht demnach auf Basis des zum 14. März 2022 bestehenden Bestandsportfolios sowie in Erwartung von Standardwetterbedingungen für das Geschäftsjahr 2022 von einer Steigerung der Umsatzerlöse auf über 380 Millionen Euro aus (2021: 332,7 Millionen Euro). Das operative EBITDA wird sich voraussichtlich auf über 285 Millionen Euro erhöhen (2021: 256,4 Millionen Euro). Der Konzern rechnet mit einer Steigerung des operativen EBIT auf über 166 Millionen Euro (2021: 149,1 Millionen Euro). Für den operativen Cashflow erwartet der Konzern ein Ergebnis von mehr als 260 Millionen Euro (2021: 251,9 Millionen Euro) und damit einen Wert über dem Niveau des sehr starken Jahres 2021. Zudem wird ein operatives Ergebnis je Aktie von 0,51 Euro erwartet (2021: 0,48 Euro). Die technische Verfügbarkeit der Anlagen soll im Geschäftsjahr 2022 weiterhin bei über 95 % liegen. Dieser Ausblick beruht auf folgenden Annahmen: •keine wesentlichen rückwirkenden regulatorischen Eingriffe •keine signifikanten Abweichungen von den langjährigen Wetterprognosen Der Encavis-Konzern kann den Liquiditätsbedarf des operativen Geschäfts und weitere geplante kurzfristige Investitionen aus dem vorhandenen Liquiditätsbestand zusammen mit den erwarteten Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 decken. Im weiteren Jahresverlauf kann die Identifizierung attraktiver Akquisitionsmöglichkeiten oder möglicher Unternehmenszusammenschlüsse oder -übernahmen zu zusätzlichem Kapitalbedarf führen. Bei entsprechendem Bedarf, sofern wirtschaftlich vorteilhaft, können weitere Finanzierungsoptionen wie zum Beispiel die Aufnahme von Fremdkapital, bei ungeplant größeren Wachstumssprüngen auch etwa die Aufnahme von Mezzanine-Kapital auf Konzern- und Gesellschaftsebene sowie Eigenkapitalmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden. Der Vorstand erwartet für die Encavis AG, die als Holdinggesellschaft den Verwaltungsaufwand des Konzerns trägt, also im Wesentlichen die Kosten für Akquisitionen, Finanzierung und operative Betreuung der Parks, für das Geschäftsjahr 2022 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von rund -22,5 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwa -23,6 Millionen Euro. Das negative Ergebnis wird dabei im Wesentlichen durch wachstumsbedingte Kosten unter anderem im Bereich Personal und sonstige Projekte beeinflusst. Der Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2022 erneut von einem weiteren Wachstum der Gesellschaft aus. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB Die Erklärung zur Unternehmensführung enthält die jährliche Entsprechenserklärung, den Corporate-Governance-Bericht, Angaben zu den Unternehmensführungspraktiken sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Sie ist auf der Website der Gesellschaft unter https://www.encavis.com den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht worden. Auf eine Wiedergabe im zusammengefassten Lagebericht wird daher verzichtet. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Hamburg, den 29. März 2022 Der Vorstand Dr. Dierk Paskert Dr. Christoph Husmann CEO CFO Encavis AG, Hamburg Bilanz zum 31. Dezember 2021 Aktiva in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 195 501 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 605 566 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 491.743 489.799 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 636.329 450.988 3. Beteiligungen 14.515 11.912 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.240 67.944 1.143.827 1.020.643 1.144.627 1.021.710 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 64.482 25.539 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.336 3.214 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27 5.548 3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.506 1.024 73.015 32.111 II. Wertpapiere Sonstige Wertpapiere 195.000 0 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 19.611 70.655 287.626 102.766 C. Rechnungsabgrenzungsposten 480 434 D. Aktive latente Steuern 3.587 0 Summe Aktiva 1.436.321 1.124.910 ‎ Encavis AG, Hamburg Bilanz zum 31. Dezember 2021 Passiva in TEUR 31.12.2021 31.12.2020 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 160.469 138.437 II. Kapitalrücklage 606.610 462.681 III. Bilanzgewinn 87.071 55.065 854.150 656.183 B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 533 0 2. Sonstige Rückstellungen 7.129 8.205 7.662 8.205 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 177.159 163.321 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 54.805 15.529 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.985 638 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.985 638 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333.046 235.256 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.087 7.080 4. Sonstige Verbindlichkeiten 61.318 61.307 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.318 1.305 574.508 460.522 Summe Passiva 1.436.321 1.124.910 Encavis AG, Hamburg Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 31.12.2021 31.12.2020 1. Umsatzerlöse 6.383 5.552 2. Sonstige betriebliche Erträge 4.757 12.275 davon aus Währungsumrechnung 151 83 3. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 12.275 14.978 b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung; davon für Altersversorgung TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) 1.164 1.076 13.439 16.054 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 685 835 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.970 11.077 davon aus der Währungsumrechnung 43 185 6. Erträge aus Beteiligungen 32.146 35.269 davon aus verbundenen Unternehmen 32.146 35.269 7. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltene Gewinne 47.067 2.689 8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 28.978 28.517 davon aus verbundenen Unternehmen 28.940 20.789 davon aus Untern. m. d. ein Beteiligungsverh. besteht 38 7.728 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 davon aus verbundenen Unternehmen 0 0 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.640 1.038 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.639 12.873 davon an verbundene Unternehmen 6.582 7.616 12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 1.639 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.810 301 14. Ergebnis nach Steuern 70.769 40.485 15. Sonstige Steuern 0 -3 16. Jahresüberschuss 70.769 40.488 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.302 14.577 18. Bilanzgewinn 87.071 55.065 ‎ Anhang für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 A. Allgemeines Der Jahresabschluss der Encavis AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 63197 im Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen auf Basis der betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer pro rata temporis bewertet. Die angesetzten Nutzungsdauern für entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten betragen ein bis fünf Jahre. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens beträgt zwischen drei und 13 Jahre. Im Geschäftsjahr wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 im Zugangsjahr voll abzuschreiben. Es wird ihr Ausscheiden im Zugangsjahr unterstellt. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung von notwendigen Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die sonstigen Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der geleisteten Zahlungen, die Aufwand im Folgejahr darstellen, bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen und auf körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge ermittelt, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. In die Ermittlung der latenten Steuern der Encavis AG fließen auch die relevanten Bilanzunterschiede der ertragsteuerlichen Organgesellschaften der Encavis AG ein. Der Steuersatz für die Berechnung der latenten Steuern wurde mit 15,83 % (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) bzw. 13,09 % (Vorjahr: 16,45 %) (Gewerbesteuer) angesetzt. Die Änderung des Gewerbesteuersatzes resultiert aus der Erweiterung des ertragsteuerlich Organkreises der Encavis AG im Jahr 2021. Passive latente Steuern aus dem Unterschied zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen der Anteile an verbundenen Kapitalgesellschaften sowie passive latente Steuern der Organgesellschaften wurden mit den aktiven Latenzen aus Ausleihungen, Rückstellungen, Verlustvorträgen sowie aktiven latenten Steuern aus Organgesellschaften der Encavis AG verrechnet. Der sich nach der Verrechnung ergebende Überhang aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 3.587 wird in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zum Bilanzstichtag aktiviert. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung von Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die Bilanz wird unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Gewinnvortrag wurde in den Posten Bilanzgewinn einbezogen. Erträge aus der Währungsumrechnung werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt bei Transaktionen während des Geschäftsjahres am Transaktionstag zum Kurs am Transaktionstag (Realisationsprinzip). Zum Abschlussstichtag werden die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe der Differenz zwischen Devisenmittelkurs am Stichtag und der Zugangsbewertung bewertet. Beträgt die Restlaufzeit der Forderung oder Verbindlichkeit in Fremdwährung mehr als ein Jahr, bilden die Anschaffungskosten die Wertobergrenze und das Realisationsprinzip ist nicht anzuwenden (Imparitätsprinzip). Aus den Geschäftstätigkeiten der Encavis AG können Verluste aus der Variabilität von Volatilitäten der zugrundeliegenden Wechselkurspaare und Zinsen entstehen. Zur Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken setzt die Encavis derivative Finanzinstrumente ein. Bei den Derivaten handelt es sich um Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung von GBP-Risiken aus geplanten Ausschüttungen eingesetzt. Zinsswaps in der Form von Payerswaps wurden zur Absicherung von Zahlungsstromänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Fremdkapitalaufnahmen abgeschlossen. Die Restlaufzeiten der Zinsswaps entsprechen den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und dauern bis 2023 und 2025. Die Zinsswaps wurden in Form von Micro-Hedges in Bewertungseinheiten mit den bilanzierten Verbindlichkeiten einbezogen. Dem Marktwert der Zinsswaps stehen Wertänderungen aus den in die Bewertungseinheit einbezogenen Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüber. Die bilanzielle Abbildung erfolgt durch Anwendung der Einfrierungsmethode. Somit kam es zu keiner bilanziellen Erfassung des in die Bewertungseinheit einbezogenen Teils der Wertänderungen. Die Feststellung der Wirksamkeit der Bewertungseinheit erfolgt durch Anwendung der kumulierten Dollar-Offset-Methode. Die folgenden Grundgeschäfte werden nach Art der Risiken getrennt dargestellt. Unter abgesicherten Risiken sind die durch die Bewertungseinheiten eliminierten Rückstellungen zu verstehen. in Mio. EUR Geschäftsart Netto Nominalvolumen Netto Buchwert Schulden 28 28 in Mio. EUR Geschäftsart Netto Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert Abgesicherte Risiken Zinsswaps 28 0,363 28 Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Ineffektivitäten werden erfasst, wenn sich aus den kumulierten Wertänderungen der Grundgeschäfte und den kumulierten Wertänderungen der Sicherungsinstrumente per Saldo ein Nettoverlust ergibt. In diesem Fall wird in Höhe des Nettoverlusts eine Drohverlustrückstellung gebildet. Eine Gewinnspitze bleibt unberücksichtigt. Für die derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden und die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, ergeben sich zum Abschlussstichtag die folgenden Nominalwerte, beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte: in EUR Kategorie Nominalwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Devisentermingeschäfte -1.514.920,26 -1.546.988,76 -13.159,82 Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen generell den Marktwerten der Derivate zum Abschlussstichtag, soweit diese verlässlich ermittelbar sind. Liegt kein verlässlich ermittelbarer Marktwert vor, wird der beizulegende Zeitwert aus dem Marktwert gleichartiger derivativer Finanzinstrumente abgeleitet oder mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt. Hierzu zählt z.B. die Discounted-Cash-Flow-Methode (Barwertverfahren). Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Wechselkurse die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar. Weisen die Derivate am Bilanzstichtag evtl. einen positiven Marktwert auf, der die Anschaffungskosten übersteigt, wird dieser Differenzbetrag nicht bilanziert. Die Derivate, die zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufweisen, werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. C. Angaben zu einzelnen Posten und Vermerken der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Insbesondere in Bereich der Finanzanlagen haben sich Veränderungen ergeben. Für die Finanzierung von Projekten in der Bauphase hat die Encavis AG im Vergleich zum Vorjahr ihre Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 90.654 erhöht. Dabei wurden im Wesentlichen Ausleihungen am verbundene Unternehmen in Dänemark (TEUR 22.440), Deutschland (TEUR 20.000) sowie den Niederlanden (TEUR 5.214) ausgezahlt. Für die Finanzierung des finnischen Parks Paltusmäki sind Auszahlungen in Höhe von TEUR 27.298 erfolgt. Mit Inbetriebnahme der Photovoltaiksanlagen des spanischen Solarprojekts Genia Extremadura Solar S.L.U. wurde die Genia Extremadura Solar S.L.U. von einen assoziierten Unternehmen zu einem verbundenen Unternehmen der Encavis AG umklassifiziert. In diesem Zuge wurden die Ausleihungen an die Genia Extremadura Solar S.L.U. in Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen umgegliedert, was zu einem Anstieg dieser in Höhe von TEUR 66.724 führte. Neben den Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auch die Zinsforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 27.983 erhöht. Weiterhin erhöhte die Encavis AG ihre Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.042 insbesondere mit dem Erwerb von zwei der fünf niederländischen Solarparks Bloemenkamp (TEUR 4.668) und Ijsseldijk (TEUR 332) sowie vom finnischen Park Paltumäki in Höhe von TEUR 264. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 führte die Encavis AG eine Kapitalerhöhung bei ihrer Finanzholding Encavis Finance B.V. in den Niederlanden in Höhe von TEUR 500 durch. Zusätzlich erwarb die Encavis AG weitere Anteile an assoziierten Unternehmen, insbesondere an der Pexapark AG (TEUR 417) und nahm an einer Kapitalerhöhung der Pexapark AG (TEUR 2.000) teil, um ihren Einfluss bei rund 20% Beteiligungshöhe aufrecht zu erhalten. Weiterhin erwarb die Encavis AG Anteile an drei italienischen Solarparks Stern PV 2, Stern PV 3 und Stern PV 4 (TEUR 152). Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 4.347 (Vorjahr: TEUR 0) auf die jeweils niedrigeren beizulegenden Werte gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch Anwendung des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens bestimmt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 6.858 (Vorjahr: TEUR 6.858), Forderungen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 3.440 (Vorjahr: TEUR 10.590), sonstige Forderungen mit TEUR 2.081 (Vorjahr: TEUR 408) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.150 (Vorjahr: TEUR 1.390). In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind in voller Höhe Zinsforderungen enthalten. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Kapitalertragssteuerforderung wurde in Höhe von TEUR 560 mit den Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 535 sowie mit einem Teil der Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 25 verrechnet. Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Sonstige Wertpapiere Zum Bilanzstichtag wurden die Staatsanleihen höchster Bonität mit kurzfristigen Restlaufzeiten (maximal drei Monate ab Erwerb) in Höhe von TEUR 195.000 in den sontigen Wertpapieren ausgewiesen. Die Staatsanleihen sind hochfungibel und können jederzeit auch vor ihrem Rückzahlungstermin veräußert werden. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Im Rahmen des Schuldscheindarlehens, des sogenannten Green Bond, wurde in 2018 ein Disagio in Höhe von TEUR 389 vereinbart. Aufgrund der jährlichen Abschreibung in gleichen Raten bis zur Kreditlaufzeit beträgt das Disagio zum 31. Dezember 2021 TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 222). Weitere wesentliche Rechnungsabgrenzungsposten ergaben sich in 2021 aus gezahlten Aufwendungen für Versicherungen, Währungs-Swaps, Umlagebeträgen der BaFin, Datenbanknutzungen sowie Wartung der Hard- und Software, die Folgeperioden betreffen. 5. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das voll eingezahlte Grundkapital der Encavis AG in Höhe von TEUR 160.469 (Vorjahr: TEUR 138.437) ist am 31. Dezember 2021 eingeteilt in 160.469.282 (Vorjahr: 138.437.234) auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennwert und mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Genehmigtes Kapital 2017 Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. Mai 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 17. Mai 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu EUR 63.261.830,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von 63.261.830 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen („Genehmigtes Kapital 2017“). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Das Genehmigte Kapital 2017 betrug zum 31. Dezember 2017 noch EUR 63.261.830,00. Zur Ausgabe neuer Aktien zum Ausgleich von Dividendenansprüchen hat der Vorstand der Encavis AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 das Grundkapital der Gesellschaft um 1.185.126 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2018 um EUR 1.185.126,00 zu erhöhen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 14. Juni 2018 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 63197) eingetragen. Das Genehmigte Kapital 2017 betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 62.076.704,00. Im Jahr 2019 hat der Vorstand der Encavis AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats ebenfalls beschlossen, zur Ausgabe neuer Aktien zum Ausgleich von Dividendenansprüchen durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 das Grundkapital der Gesellschaft um 2.010.807 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2019 um EUR 2.010.807,00 zu erhöhen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 21. Juni 2019 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 63197) eingetragen. Das Genehmigte Kapital 2017 betrug sodann EUR 60.065.897,00. Per 11. Dezember 2019 hat der Vorstand der Encavis AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine weitere Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 durch Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gegen Bareinlage um bis zu 4,21 % beschlossen. Das Grundkapital der Encavis AG wurde somit unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden Genehmigten Kapitals 2017 durch Ausgabe von 5.541.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 1,00 je Aktie von EUR 131.498.147,00 auf EUR 137.039.147,00 erhöht. Das Genehmigte Kapital 2017 betrug daher zum 31. Dezember 2019 EUR 54.524.897,00. Zur Ausgabe neuer Aktien zum Ausgleich von Dividendenansprüchen hat der Vorstand der Encavis AG im Jahr 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, durch teilweise Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 das Grundkapital der Gesellschaft um 1.398.087 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2020 um EUR 1.398.087,00 zu erhöhen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 19. Juni 2020 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 63197) eingetragen. Das Genehmigte Kapital 2017 betrug zum 31. Dezember 2020 noch EUR 53.126.810,00. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 27. Mai 2021 wurde das Genehmigte Kapital 2017 vollständig aufgehoben und neues Genehmigtes Kapital 2021 geschaffen. So ist der Vorstand im Wege der Satzungsänderung (vgl. § 6 der Satzung), eingetragen im Handelsregister am 4. Juni 2021, ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Mai 2026 (einschließlich) das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 27.687.446,00 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlage zu erhöhen (das "Genehmigte Kapital 2021"). Auf der Grundlage der vorgenannten Ermächtigung hat der Vorstand der Gesellschaft am 29. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 138.437.234,00, das in 138.437.234 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt ist, zur Ausgabe neuer Aktien zum Ausgleich von Dividendenansprüchen um EUR 814.031,00 auf EUR 139.251.265,00 durch Ausgabe von 814.031,00 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie und mit voller Gewinnanteilsberechtigung ab dem 1. Januar 2021 gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 2. Juli 2021 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 63197) eingetragen. Das Genehmigte Kapital 2021 betrug sodann EUR 26.873.415,00. Per 1. Oktober 2021 hat der Vorstand der Encavis AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine weitere Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 durch Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um EUR 1.115.252,00 gegen Sacheinlagen auf EUR 148.977.950,00 beschlossen. Das Grundkapital der Encavis AG wurde somit unter teilweiser Ausnutzung des bestehenden Genehmigten Kapitals 2021 durch Ausgabe von 1.115.252 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von je EUR 1,00 je Aktie erhöht. Das Genehmigte Kapital 2021 beträgt daher zum 31. Dezember 2021 EUR 25.758.163,00. Bedingtes Kapital Das Grundkapital der Encavis AG ist aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2017 um bis zu EUR 25.304.730,00 durch Ausgabe von bis zu 25.304.730 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00 bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2017“). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber von Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder von einer 100%igen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 18. Mai 2017 bis zum 17. Mai 2022 ausgegeben oder von der Gesellschaft garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung erfüllen, oder insoweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit nicht jeweils ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festlegen. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 13. Mai 2020 wurde das Bedingte Kapital 2017 auf EUR 12.825.220,00 herabgesetzt. Das Bedingte Kapital 2017 betrug zum 31. Dezember 2020 daher noch EUR 12.825.220,00. Nach teilweiser Ausnutzung des Bedingten Kapitals 2017 im Jahr 2021 durch Ausgabe von 8.611.433 Stückaktien, eingetragen im Handelsregister am 4. Oktober 2021, betrug dieses nunmehr EUR 4.213.787,00, was zu einem erhöhten Grundkapital von EUR 147.862.698,00 führte. Der Vorstand der Gesellschaft hat – mit Zustimmung des Aufsichtsrats - in Erfüllung des in dem Beschluss über das Bedingte Kapital 2017 festgesetzten Zwecks entsprechend den Pflichtwandlungsansprüchen unter der am 6. September 2017 über die niederländische Finanzierungstochter Encavis Finance B.V. (vormals Capital Stage Finance B.V.) begebenen und am 5. September 2019 aufgestockten Hybrid-Wandelanleihe 4.213.787 Bezugsaktien, eingetragen im Handelsregister am 22. November 2021, zur Bedienung der Wandlungsrechte der Anleihegläubiger an diese begeben. Damit ist das Bedingte Kapital 2017 zum 31. Dezember 2021 vollständig ausgenutzt. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Encavis AG vom 20. Juni 2012 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.320.000,00 durch Ausgabe von bis zu 2.320.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht („Bedingtes Kapital III“). Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. Mai 2017 wurde das Bedingte Kapital III auf EUR 640.000,00 herabgesetzt. Das Bedingte Kapital III dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen. Der Vorstand wurde durch die Hauptversammlung der Gesellschaft am 20. Juni 2012 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Juni 2017 (einschließlich) nach näherer Maßgabe der Optionsbedingungen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 (AOP 2012) bis zu 2.320.000 Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Aktien der Gesellschaft an ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der Gesellschaft auszugeben mit der Maßgabe, dass jede Aktienoption das Recht zum Bezug von einer Aktie gewährt. Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden 50.000 Optionsrechte nach Maßgabe der Optionsbedingungen ausgeübt und aus dem von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 20. Juni 2012 beschlossenen Bedingten Kapital III in insgesamt 50.000 Stückaktien zum Nennwert von insgesamt EUR 50.000,00 der Gesellschaft übernommen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 12. Februar 2019 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 63197) eingetragen. Nach teilweisem Verfall einzelner unter dem AOP 2012 valutierender Tranchen in den Geschäftsjahren 2018 und auch 2019 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. September 2019 beschlossen, ein Abfindungsangebot an die Inhaber von Aktienoptionen, die der Aufsichtsrat einem Mitglied des Vorstands der Gesellschaft sowie der Vorstand Mitarbeitern der Gesellschaft aufgrund des AOP 2012 im Jahr 2015 ausgegeben hat, zu unterbreiten. Stichtag des Abfindungsangebotes war der 1. Oktober 2019. Das Abfindungsangebot haben alle berechtigten Inhaber angenommen. Insgesamt wurde ein Gesamtbetrag in Höhe von 275.000 Stückaktien aus dem AOP 2012 abgefunden. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 23. September 2020 ebenfalls ein Abfindungsangebot für die noch verbliebene Tranche aus dem AOP 2012, welche einem Vorstandsmitglied zuzurechnen war, unterbreitet. Dieses wurde am 19. Oktober 2020 angenommen. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2020 150.000 Stückaktien abgefunden. Zum 31. Dezember 2020 war damit das Bedingte Kapital III vollständig aufgebraucht. Die Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 hat daher gemäß Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat die in § 4 Abs. 4 der Satzung bestehende Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Juni 2012 aufgehoben und ersatzlos gestrichen. Das Grundkapital ist ferner um bis zu EUR 19.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 19.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2018“). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungsrechten oder Optionsrechten, die den von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren 100%igen Beteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 8. Mai 2018 bis zum 7. Mai 2023 auszugebenden Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen die „Schuldverschreibungen“) beigefügt sind, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren 100%igen Beteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 8. Mai 2018 bis zum 7. Mai 2023 auszugebenden Schuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen. Durch Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 13. Mai 2020 wurde das Bedingte Kapital 2018 auf EUR 7.282.200,00 herabgesetzt. Das Bedingte Kapital 2018 betrug zum 31. Dezember 2020 daher noch EUR 7.282.200,00. Der Vorstand der Gesellschaft hat – mit Zustimmung des Aufsichtsrats – in Erfüllung des in dem Beschluss über das Bedingte Kapital 2018 festgesetzten Zwecks entsprechend den Pflichtwandlungsansprüchen unter der am 6. September 2017 über die niederländische Finanzierungstochter Encavis Finance B.V. (vormals Capital Stage Finance B.V.) begebenen und am 5. September 2019 aufgestockten Hybrid-Wandelanleihe 7.277.545 Bezugsaktien, eingetragen im Handelsregister am 22. November 2021, zur Bedienung der Wandlungsrechte der Anleihegläubiger an diese begeben. Das Bedingte Kapital 2018 beträgt zum 31. Dezember 2021 daher noch EUR 4.655,00. Das Grundkapital ist weiter um bis zu EUR 14.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 14.000.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2020“). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungsrechten oder Optionsrechten, die den von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren 100%igen Beteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 13. Mai 2020 bis zum 12. Mai 2025 auszugebenden Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen die „Schuldverschreibungen“) beigefügt sind, von ihrem Wandlungs- bzw. Optionsrecht Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren 100%igen Beteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 13. Mai 2020 bis zum 12. Mai 2025 auszugebenden Schuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen. Das Bedingte Kapital 2020 wurde am 19. Juni 2020 in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (HRB 63197) eingetragen und ist zum 31. Dezember 2021 nicht ausgenutzt. Aktienoptionsplan Sämtliche Aktienoptionen aus den im Geschäftsjahr 2007 sowie 2012 bestehenden Aktienoptionsprogrammen AOP 2007 und AOP 2012 (equity-settled) waren bereits in 2020 ausgeübt oder verfallen, weshalb es in 2021 hieraus keine Effekte auf den Einzelabschluss mehr gab. Aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 wurden im Vorjahr noch TEUR 1.065 Personalaufwand erfasst. Aktienoptionsprogramme 2017 ff. (AOP 2017 bis AOP 2021) Das AOP 2017 ist ein Programm, das vom Rahmen und von der Zielsetzung her als eine jährlich wiederkehrende, langfristige Vergütungskomponente, die auf die Gesamtperformance der Encavis-Aktie bezogen ist, angelegt ist. Die Programme der Folgejahre wurden daran angelehnt mit analogen Bedingungen aufgelegt. Im Gegensatz zu dem Vorgängerprogramm AOP 2007 bzw. 2012 ist das AOP 2017 ff. cash-settled. Ein vom Aufsichtsrat festgelegter Zuteilungsbetrag wird in virtuelle Aktienoptionen, sogenannte Share Appreciation Rights (SAR), umgerechnet. Der Kreis der Bezugsberechtigten umfasst die Mitglieder des Vorstands sowie ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger im Encavis-Konzern. Ziel des AOP 2017 ff. ist es, eine langfristige Bindung der Vorstandsmitglieder und Führungskräfte an die Encavis AG sicherzustellen. Die SAR können erstmals nach einer Wartezeit von drei Jahren ab dem 1. Juli des jeweiligen Ausgabejahres ausgeübt werden. Danach können sie zu halbjährlichen Ausübungszeitpunkten innerhalb von zwei Jahren nach der dreijährigen Wartezeit ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung eines SAR ist, dass das Erfolgsziel erreicht wurde. Zur Erreichung des Erfolgsziels muss die Gesamtperformance der Encavis-Aktie im Xetra-Handel (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag der Ausübung des SAR, gemessen in Form des zwischenzeitlichen Kursanstiegs sowie der seit Ausgabe der SAR gezahlten Dividenden, den Basispreis um mindestens 30 % übersteigen (Strike-Price). Der Basispreis entspricht dem arithmetischen Mittel der Tagesschlusskurse des Performanceindex der Encavis-Aktie im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) im Halbjahr vor Inkrafttreten des Plans. Jedes zugeteilte SAR gewährt Anspruch auf die Zahlung der Differenz zwischen Ausübungspreis und Basispreis. Der Auszahlungsbetrag beträgt maximal das Dreifache der Differenz zwischen Strike-Price und Basispreis. Falls ein Vorstandsmitglied oder ein Angestellter das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt oder aus einem wichtigen Grund gekündigt wird, verfallen die zugeteilten SAR gemäß den Planregeln ganz oder teilweise. Die Schuld für die SAR wird zum Zuteilungsdatum sowie zu allen nachfolgenden Bilanzstichtagen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, bis die SAR ausgeübt wurden oder verfallen sind. Die in den Geschäftsjahren 2017 bis 2021 ausgegebenen SAR wurden auf Basis einer Monte-Carlo-Simulation bewertet. Auf Basis einer Vereinbarung zwischen der Encavis AG und ihren Tochtergesellschaften Encavis Asset Management AG, Encavis GmbH sowie Encavis Finance B.V. werden die Kosten für die Aktienoptionsprogramme 2017 ff. von der jeweiligen Einheit getragen, der die begünstigten Mitarbeiter zuzurechnen sind. Daher sind im Folgenden nur die SAR, Rückstellungen und Aufwendungen ausgewiesen, welche die Encavis AG selber betreffen, nicht aber die ihrer Tochterunternehmen. Details zu den einzelnen AOP 2017 ff. bei der Encavis AG können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden: Aktienoptionsprogramm AOP 2017 AOP 2018 AOP 2019 Datum in Kraft treten 01.07.2017 01.07.2018 01.07.2019 Zuteilungsdatum Angestellte 06.11.2017 14.12.2018 08.10.2019 Zuteilungsdatum Vorstand 13.12.2017 12.12.2018 25.09.2019 Ausgabe SAR (Stück) 729.166 828.500 643.683 davon an den Vorstand (Stück) 437.500 375.000 224.140 davon an Angestellte (Stück) 291.666 453.500 419.543 Bestand 1.1.2021 (Stück) 0 664.500 403.453 davon entfallend auf den Vorstand (Stück) 0 375.000 224.140 im Geschäftsjahr ausgegeben (Stück) 0 0 0 im Geschäftsjahr ausgeübt (Stück) 0 -645.000 0 im Geschäftsjahr verfallen (Stück) 0 -19.500 -29.311 Bestand 31.12.2021 (Stück) 0 0 374.142 davon entfallend auf den Vorstand (Stück) 0 0 224.140 Erfasster Personalaufwand in 2021 (in TEUR) 0 582 1.242 (Vorjahr) 744 2.225 1.232 Buchwert der Schuld per 31.12.2021 (in TEUR) 0 0 2.567 (Vorjahr) 0 3.253 1.420 Aktienoptionsprogramm AOP 2020 AOP 2021 Gesamt Datum in Kraft treten 01.07.2020 01.07.2021 Zuteilungsdatum Angestellte 07.12.2020 09.12.2021 Zuteilungsdatum Vorstand 23.09.2020 - Ausgabe SAR (Stück) 250.000 96.100 2.547.449 davon an den Vorstand (Stück) 136.362 0 1.173.002 davon an Angestellte (Stück) 113.638 96.100 1.374.447 Bestand 1.1.2021 (Stück) 250.000 0 1.317.953 davon entfallend auf den Vorstand (Stück) 136.362 0 735.502 im Geschäftsjahr ausgegeben (Stück) 0 96.100 96.100 im Geschäftsjahr ausgeübt (Stück) 0 0 -645.000 im Geschäftsjahr verfallen (Stück) -4.972 0 -53.783 Bestand 31.12.2021 (Stück) 245.028 96.100 715.270 davon entfallend auf den Vorstand (Stück) 136.362 0 360.502 Erfasster Personalaufwand in 2021 (in TEUR) 424 5 2.252 (Vorjahr) 79 0 4.280 Buchwert der Schuld per 31.12.2021 (in TEUR) 499 5 3.071 (Vorjahr) 79 0 4.752 Die Zuteilung der Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2021 an den Vorstand erfolgte aus prozessualen Gründen erst mit Beschluss des Aufsichtsrats am 3. Februar 2022. Daher sind in der Tabelle für das Geschäftsjahr 2021 weder ausgegebene SAR aus dieser Tranche für die Mitglieder des Vorstands dargestellt, noch wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen hieraus für diese erfasst. Im Geschäftsjahr 2020 wurden sämtliche SAR aus dem AOP 2017 ausgeübt (Auszahlung TEUR 2.850). Im Geschäftsjahr 2021 wurden sämtliche SAR aus dem AOP 2018 ausgeübt. Insgesamt wurden hierfür TEUR 3.726 ausgezahlt. Kapitalrücklage Im Geschäftsjahr hat sich die Kapitalrücklage von TEUR 462.681 auf TEUR 606.610 erhöht. Die Veränderung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 143.929 ist im Wesentlichen auf zwei Sachverhalte zurückzuführen. Zum einen wurde im Jahr 2021 die am 6. September 2017 erfolgreich platzierte und im Jahr 2019 aufgestockte Wandelschuldanleihe in Höhe von insgesamt TEUR 150.300 vollständig in Aktien der Encavis AG gewandelt. Dadurch erhöhte sich die Kapitalrücklage um TEUR 132.858. Weiterhin hat sich die Kapitalrücklage aufgrund der gewählten Aktiendividende in Höhe von TEUR 11.071 erhöht. Bilanzgewinn Am 27. Mai 2021 hat die Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende für das Jahr 2020 in Höhe von TEUR 38.762 (Vorjahr: TEUR 35.630) bzw. EUR 0,28 (Vorjahr: EUR 0,26) je dividendenberechtigter Stückaktie beschlossen. Nach Vortrag des verbleibenden Gewinns 2020 in Höhe von TEUR 16.302 auf neue Rechnung ergibt sich ein Bilanzgewinn 2021 in Höhe von TEUR 87.071 (Vorjahr: TEUR 55.065). Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Absatz 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 3.567 (Vorjahr: TEUR 0). Dieser entfällt in voller Höhe auf die Aktivierung von latenten Steuern. 6. Steuerrückstellungen Die zum 31. Dezember 2021 ermittelten Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 1.093 (Vorjahr: TEUR 317) für die Körperschaftsteuer, den darauf entfallenden Solidaritätszuschlag sowie für die Gewerbesteuer wurden mit den bestehenden Kapitalsteuerforderungen in Höhe von TEUR 560 verrechnet. Nach erfolgter Verrechnung verbleiben Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 533. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, Prüfungs- und Beratungskosten und Kosten für die Erstellung der Jahressteuererklärungen. 8. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden nach Ihrer Art und Fristigkeit gegliedert in der untenstehenden Tabelle dargestellt. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 250.000 konvertibel im Zusammenhang mit der Hybrid-Wandelanleihe. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind vier in 2019 begebene langfristige Namensschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von 12,5 - 15 Jahren und einem Nennbetrag von insgesamt TEUR 60.000 (Vorjahr: TEUR 60.000) bilanziert. Da die Zinsen TEUR 613 (Vorjahr: TEUR 613) auf die Namensschuldverschreibungen nur einmal jährlich zur Zahlung fällig werden, sind auch diese zeitanteilig in dieser Position passiviert. Weiterhin nahm die Encavis AG einen nachhaltigen, revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 125 Millionen Euro auf. Hierbei handelt es sich um eine unbesicherte Finanzierung mit drei Jahren Laufzeit sowie zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr. Herzstück des Konsortialkredits ist eine revolvierende 100 Millionen Euro Hunting Line zur schnellen Zwischenfinanzierung von Investitionen der Encavis AG in neue Wind- und Solarparks. Eine weitere revolvierende Kreditlinie von 25 Millionen Euro dient der Betriebsmittelfinanzierung. Art der Verbindlichkeiten in TEUR Buchwert davon mit einer Restlaufzeit 31.12.2021 ‎(31.12.2020) von ≤ 1 Jahr von > 1 Jahr von > 5 Jahre 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 177.159 54.805 122.354 21.500 (Vorjahr) (163.321) (15.529) (147.792) (1.500) 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.985 2.985 0 0 (Vorjahr) (638) (638) (0) (0) 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333.046 7.087 325.959 250.000 (Vorjahr) (235.256) (7.080) (228.176) (150.300) davon Darlehensverbindlichkeiten 325.959 0 325.959 250.000 (Vorjahr) (230.064) (1.888) (228.176) (150.300) davon Zinsverbindlichkeiten 3.064 3.064 0 0 (Vorjahr) (3.141) (3.141) (0) (0) davon aus Lieferung und Leistung 6 6 0 0 (Vorjahr) (25) (25) (0) (0) davon sonstige Verbindlichkeiten 2.897 2.897 0 0 (Vorjahr) (2.026) (2.026) (0) (0) 4. Sonstige Verbindlichkeiten 61.318 1.318 60.000 60.000 (Vorjahr) (61.307) (1.307) (60.000) (60.000) Gesamtsumme aller Verbindlichkeiten 574.508 66.195 508.313 331.500 (Vorjahr) (460.522) (24.554) (435.968) (211.800) * Das Vorjahr wurde angepasst Hybrid-Wandelanleihe 2017 / 2019 Am 6. September 2017 hat die Encavis AG erfolgreich eine zeitlich unbefristete, nachrangige Anleihe platziert. Nach Aufstockung im Jahr 2019 lautete die Anleihe auf einen Nennwert von TEUR 150.300 mit zeitlich begrenzten Wandlungsrechten in auf den Inhaber lautende Stammaktien der Gesellschaft (die "Stammaktien"). Die ausschließlich an institutionelle Investoren ausgegebene Hybrid-Wandelanleihe war von der Encavis AG nachrangig garantiert. Emittentin war die 100%ige niederländische Finanzierungstochter Encavis Finance B.V. mit Sitz in Rotterdam, Niederlande. Ausgabe- und Valutatag der Hybrid-Wandelanleihe war der 13. September 2017. Die Notierungsaufnahme des Hybrid-Wandlers im Frankfurter Open Market mit einer Stückelung von je TEUR 100 ist innerhalb eines Monats ab Abwicklungstag erfolgt. Für die Rückzahlung der Hybrid-Wandelanleihe wurde kein fester Termin bestimmt. Die Hybrid-Wandelanleihe war für die Investoren optional bis zum zehnten Handelstag vor dem 13. September 2023 als "erstem Zinsanpassungstag" mit wenigen zeitlichen Ausnahmen jederzeit in Stammaktien wandelbar. Der anfängliche Wandlungspreis wurde mit EUR 7,5943 festgelegt, einer Prämie von 25,0 % auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der Stammaktien auf Xetra zwischen Beginn und Abschluss der Platzierung der ersten Tranche im Jahr 2017. Der Wandlungspreis wurde in der Folge bei Eintritt bestimmter Ereignisse wie beispielsweise Zahlung einer Dividende durch die Encavis AG oder einer Kapitalerhöhung angepasst. Der Encavis Finance B.V. stand erstmals zum „ersten Rückzahlungstag“, dem 4. Oktober 2021, und im Folgenden mit Wirkung zu jedem darauffolgenden Zinszahlungstag bis zu jenem am 13. September 2023 das Recht zur Wandlung des ausstehenden Betrages der Hybrid-Wandelanleihe in Stammaktien der Gesellschaft zu. Dieses vorzeitige Pflichtwandlungsrecht durch die Encavis Finance B.V. hatte zur Voraussetzung, dass der Aktienpreis für eine bestimmte Zeitspanne 130 % des Wandlungspreises entspricht oder diesen Wert überschreitet. Ab Juli 2021 haben erstmalig einzelne institutionelle Investoren von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch gemacht. In der Folge der Ankündigung der Pflichtwandlung durch die Encavis Finance B.V. am 28. August 2021 mit Wirkung zum 4. Oktober 2021 übten weitere Investoren ihr Wandlungsrecht vorzeitig aus. Im Rahmen dieser freiwilligen Wandlungen wurde ein Nominal von insgesamt TEUR 61.000 in neue Stammaktien der Encavis AG gewandelt. Am 4. Oktober 2021 wurde die Pflichtwandlung des ausstehenden Nominalbetrags in Höhe von TEUR 89.300 vollzogen, das Nominal der Hybrid-Wandelanleihe reduzierte sich damit auf null, die aufgelaufenen Zinsen wurden durch die Encavis Finance B.V. gezahlt und die Encavis AG gab neue Stammaktien an die Investoren aus. Der vertraglich anwendbare Wandlungspreis für alle Wandlungen betrug EUR 7,0836. In Summe wurden unter allen Wandlungen unter Barausgleich von Bruchstücken insgesamt 21.218.025 neue Stammaktien ausgegeben. Hybrid-Wandelanleihe 2021 Am 24. November 2021 hat die Encavis AG eine neue zeitlich unbefristete, nachrangige Anleihe zu 100% ihres Nennwerts erfolgreich platziert. Die ausschließlich an institutionelle Investoren ausgegebene Hybrid-Wandelanleihe ist von der Encavis AG nachrangig garantiert. Emittentin ist die 100%ige niederländische Finanzierungstochter Encavis Finance B.V. mit Sitz in Rotterdam, Niederlande. Ausgabe- und Valutatag der Hybrid-Wandelanleihe war der 24. November 2021. Die Notierungsaufnahme des Hybrid-Wandlers im Frankfurter Open Market mit einer Stückelung von je TEUR 100 ist innerhalb eines Monats ab Abwicklungstag erfolgt. Für die Rückzahlung der Hybrid-Wandelanleihe ist kein fester Termin bestimmt. Die Hybrid-Wandelanleihe ist für die Investoren optional bis zum zehnten Handelstag vor dem 24. November 2027 als erstem Zinsanpassungstag mit wenigen zeitlichen Ausnahmen jederzeit in Stammaktien wandelbar. Der anfängliche Wandlungspreis wurde mit EUR 22,0643 festgelegt, einer Prämie von 35,0 % auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der Stammaktien auf Xetra zwischen Beginn und Abschluss der Platzierung. Der Wandlungspreis wird bei Eintritt bestimmter Ereignisse wie beispielsweise Zahlung einer Dividende durch die Encavis AG oder einer Kapitalerhöhung angepasst werden. Der Encavis Finance B.V. steht erstmals mit Wirkung zum 14. Dezember 2025 und im Folgenden mit Wirkung zu jedem darauffolgenden Zinszahlungstag bis zu jenem am 24. November 2027 das Recht zur Wandlung des ausstehenden Betrages der Hybrid-Wandelanleihe in Stammaktien der Gesellschaft zu. Diese vorzeitige Pflichtwandlung durch die Encavis Finance B.V. hat zur Voraussetzung, dass der Aktienpreis für eine bestimmte Zeitspanne 130 % des Wandlungspreises entspricht oder diesen Wert überschreitet. Ab dem Abwicklungstag und bis zum ersten Zinsanpassungstag, dem 24. November 2027, beträgt der Kupon der Hybrid-Wandelanleihe 1,875 % pro Jahr. Nach diesem Datum wird der Zinskupon der Hybrid-Wandelanleihe, vorbehaltlich eines darauffolgenden Neustarts in fünfjährigem Turnus, in Höhe von 10,0 % über dem 5-Jahres-EUR-Swapsatz festgesetzt. Der Zins ist halbjährlich nachträglich zahlbar. Die Encavis AG kann sich vorbehaltlich bestimmter Voraussetzungen entscheiden, jegliche zeitlich festgesetzte vollständige oder teilweise Auszahlung der Zinsen zu verschieben. Eine derartige Nichtzahlung von Zinsen stellt keinen Verzugsfall und auch keine anderweitige Pflichtverletzung dar. Der Encavis Finance B.V. hat erstmalig mit Wirkung zum ersten Zinsanpassungstag und in der Folge mit Wirkung zu jedem nachfolgenden Zinszahlungstag das Recht, die Hybrid-Wandelanleihe in Gänze von Investoren zum Nennwert von 100% zurückzukaufen unter Zahlung aller angefallenen und ausstehenden Zinsen sowie aller ausstehenden nachträglichen Zinsen. D. Angaben zu einzelnen Posten und Vermerken der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.383 (Vorjahr: TEUR 5.552) resultieren hauptsächlich aus der Berechnung von Dienstleistungen der Encavis AG an konzerninterne Gesellschaften. Die wesentlichen Empfängerländer sind Deutschland TEUR 2.896 (Vorjahr: TEUR 2.232), Italien TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 1.348), Frankreich TEUR 761 (Vorjahr: TEUR 684), Großbritannien TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 490), Österreich TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 318), Dänemark TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 136) und die Niederlande TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 335). 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.757 (Vorjahr: TEUR 12.275) resultieren in 2021 insbesondere aus der Weiterbelastung von Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von Photovoltaikanlagen an die Encavis-Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 2.855 (Vorjahr: TEUR 2.565). Weiterhin haben sich aufgrund der positiven Wechselkursentwicklung Zuschreibungen bei Ausleihungen in Britischen Pfund in Höhe von TEUR 1.224 ergeben. Der Rückgang der sonstigen betreiblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.518 ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Encavis AG im Jahr 2021 keine Finanzanlagen veräußert hat. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 19.970 sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 11.077) um TEUR 8.893 gestiegen. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus den umfangreichen Finanzierungsmaßnahmen, die im Jahr 2021 umgesetzt wurden, um das angestrebte Wachstum zu gewährleisten. Für die Begebung der Wandelschuldanleihe im Jahr 2021 sowie für die Wandlung der Wandelschuldanleihe aus dem Jahr 2017 in Aktien sind Kosten in Höhe von TEUR 4.306 entstanden. Weiterhin nahm die Encavis AG einen nachhaltigen, revolvierenden Konsortialkredit in Höhe von 125 Millionen Euro auf, der zu Kosten in Höhe von TEUR 1.085 geführt hat. Weiterhin enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Kosten für Rechtsberatung sowie für sonstige Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 5.430 (Vorjahr: TEUR 4.138), Aufwendungen aus Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 2.460 (Vorjahr: TEUR 2.033), Raumkosten in Höhe von TEUR 792 (Vorjahr: TEUR 778), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 476), Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 476) sowie Wartungskosten für Hard- und Software in Höhe von TEUR 593 (Vorjahr: TEUR 389). 4. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen resultieren im Wesentlichen aus den Ausschüttungen von Gewinnen aus der laufenden Geschäftstätigkeit von verbundenen Unternehmen, insbesondere der Encavis GmbH in Höhe von TEUR 22.142 (Vorjahr: TEUR 26.000), der Capital Stage Solar IPP GmbH in Höhe von TEUR 3.440, der Encavis Nordbrise A/S in Höhe von TEUR 2.690 (Vorjahr: TEUR 6.180) sowie von weiteren verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt von TEUR 3.874 (Vorjahr: TEUR 3.089). 5. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltene Gewinne Im Jahr 2021 erhielt die Encavis Gewinne aufgrund von Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 47.067 (Vorjahr: TEUR 2.689). Aus dem im Geschäftsjahr 2012 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Encavis AG und der Encavis Technical Services GmbH sowie aus dem am 12. März 2020 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Encavis AG und der Solarpark Neuhausen GmbH vereinnahmte die Encavis AG Erträge in Höhe von TEUR 1.697 (Vorjahr: TEUR 2.689). Aufgrund des am 12. März 2020 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags zwischen der Encavis AG und der Capital Stage Solar IPP GmbH hat die Encavis AG in 2021 einen Gewinn in Höhe von TEUR 6.277 übernommen. Weiterhin wurde im Dezember 2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Encavis GmbH und der Encavis AG geschlossen. Dieser führte zu zusätzlich vereinnahmten Erträgen in Höhe von TEUR 39.094. 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und sonstige Wertpapiere Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßge Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 4.347 vorgenommen. Bei den Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen um Anteile an verbundenen Unternehmen bei denen zum Abschlussstichtag 31.12.2021 von einer dauernden Wertminderung ausgegangen werden kann. Hierbei wurden die Anteile an der Solarpark Neuhausen GmbH von TEUR 10.801 um TEUR 2.088 auf TEUR 8.713 wertberichtigt. Weiterhin wurden Anteile an verbundenen Unternehmen in Großbritannien in Höhe von insgesamt TEUR 2.030 außerplanmäßig abgeschrieben. Bei den Anteilen an dem assoziierten Unternehmen Temporis Aurora Ltd. wurde der Beteiligungsbuchwert zum 31.12.2021 auf TEUR 524 wertberichtigt. Weiterhin wurden die sonstigen Wertpapiere zum Abschlussstichtag 31.12.2021 in Höhe von TEUR 293 auf niedrigeren beizulegenden Zeitwert TEUR 195.000 abgewertet. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR -2.810 (Vorjahr: TEUR 301) enthalten zum einen den Aufwand aus der Zuführung der Steuerückstellungen für Körperschaftsteuern in Höhe von TEUR 460, der darauf entfallende Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 25 sowie Gewerbesteuern in Höhe von TEUR 291 auf den laufenden steuerlichen Gewinn. Außerdem enthalten ist ein Ertrag aus der Zuführung aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR -3.587. Im Vergleich zum Vorjahr liegt ein Überhang aktiver latenter Steuern vor, der in Ausübung des Wahlrechts des §274 Abs. 1 S. 2 HGB zum Bilanzstichtag aktiviert wurde. 8. Gewinnverwendung Der Vorstand der Encavis AG schlägt der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 87.071 eine Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. E. Sonstige Angaben 1. Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR Tochtergesellschaften Alameda S.R.L., Bruneck, Italien 448.643,48 100% 105.264,74 APOLLO SOLAR SRL, Bruneck, Italien 25.651.757,52 100% 1.211.894,30 ARSAC 4 SAS, Paris, Frankreich -524.301,19 100% 47.438,52 ARSAC 7 SAS, Paris, Frankreich -401.911,34 100% 32.469,91 Asperg Erste Solar GmbH, Halle (Saale) 1.635.712,37 100% 0,00 Asperg Fünfte Solar GmbH, Halle (Saale) 2.543.458,82 100% 0,00 Asperg Sechste Solar GmbH, Halle (Saale) 4.761.961,99 100% 0,00 Asperg Zweite Solar GmbH, Halle (Saale) 961.559,85 100% 0,00 Atlantis Energy di CHORUS Solar Italia Centrale 5. S.R.L. & Co. S.A.S., Bruneck, Italien -138.718,80 100% 24.786,84 Aton 19 S.r.l., Bozen, Italien -33.869,63 100% -43.767,75 BOREAS Windfeld Greußen GmbH & Co. KG, Greußen -612.099,34 71% 933.159,73 Bypass Nurseries LSPV Ltd., London, Großbritannien -197.441,62 100% 66.423,69 Cabrera Energía Solar S.L.U., Valencia, Spanien 6.030.645,31 100% 1.519.151,80 Cagli Solar di CHORUS Solar Italia Centrale 5. S.R.L. & Co. S.A.S., Bruneck, Italien 221.758,97 100% 74.673,05 Capital Stage Caddington II Ltd., London, Großbritannien -519.605,21 100% 256.909,36 Capital Stage Caddington Ltd., London, Großbritannien -488.692,22 100% 335.507,99 Capital Stage Cullompton Ltd., London, Großbritannien -816.813,26 100% -14.553,37 Capital Stage Hall Farm Ltd., Edinburgh, Großbritannien -861.327,93 100% -91.525,59 Capital Stage Investments Ltd., Athlone, Irland -6.711,53 75% -6.285,74 Capital Stage Ireland GP Ltd., Athlone, Irland 2.267,51 100% 2.417,05 Capital Stage Manor Farm Ltd., London, Großbritannien -320.873,96 100% 401.644,38 Capital Stage Solar IPP GmbH, Hamburg 100.000,00 100% 0,00 Capital Stage Tonedale 1 Ltd., London, Großbritannien -602.597,35 100% -68.627,98 Capital Stage Tonedale 2 Ltd., London, Großbritannien -602.597,24 100% -68.627,98 Capital Stage Tonedale LLP, London, Großbritannien 185.070,92 100% 180.224,71 Capital Stage Venezia Beteiligungs GmbH, Hamburg 7.944.154,07 100% 0,00 Capital Stage Wind Beteiligungs GmbH, Hamburg 35.395,80 100% 6.573,94 Capital Stage Wind IPP GmbH, Hamburg -1.358.902,89 100% -521.414,56 Casette S.R.L., Bruneck, Italien 282.274,68 100% 15.811,16 Centrale Eolienne de Bihy SARL, Vern-sur-Seiche, Frankreich -1.175.228,17 100% 32.339,23 Centrale Fotovoltaica Camporota S.R.L., Bruneck, Italien 2.496.840,09 100% -308.250,26 Centrale Fotovoltaica Santa Maria in Piana S.R.L., Bruneck, Italien 4.071.609,39 100% -101.150,93 Centrale Fotovoltaica Treia 1 S.A.S. di Progetto Marche S.R.L., Bruneck, Italien 31.648,33 100% -218.287,86 Centrale Photovoltaique d'Avon - les - Roches SAS, Paris, Frankreich 537.204,54 100% 864.077,72 Centrale Photovoltaique S-au-S06 SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -771.277,15 100% -84.707,15 CHORUS CleanTech 1. Fonds Invest GmbH, Neubiberg 629.948,30 100% -34.910,09 CHORUS CleanTech 2. Fonds Invest GmbH, Neubiberg 2.714.135,19 100% 10.360,05 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solardach Betze KG, Neubiberg 307.593,73 100% 85.130,60 Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Bitterfeld KG, Neubiberg 1.981.270,37 100% 559.088,94 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Bockelwitz KG, Neubiberg 2.865.586,97 100% 481.899,97 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Burgheim KG, Neubiberg 734.215,92 100% 152.608,17 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Denkendorf KG, Neubiberg 867.911,74 100% 241.075,91 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Eisleben KG, Neubiberg 1.502.421,05 100% 279.266,69 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Gardelegen KG, Neubiberg 300,00 100% 237.781,93 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Greiz KG, Neubiberg 1.178.805,05 100% 210.252,90 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Gut Werchau KG, Neubiberg 3.078.501,04 100% 541.714,28 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Kemating KG, Neubiberg 679.674,17 100% 164.604,64 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Neuenhagen KG, Neubiberg 300,00 100% 248.428,44 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Pasewalk KG, Neubiberg 878.803,00 100% 367.044,46 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Richelbach KG, Neubiberg 2.976.519,66 60% 980.411,16 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Rietschen KG, Neubiberg 466.735,87 100% 255.764,20 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Rüdersdorf KG, Neubiberg 1.173.190,00 100% 994.877,53 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Ruhland KG, Neubiberg 125.114,37 100% 103.794,79 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Scheibenberg KG, Neubiberg 1.827.506,50 100% 330.610,00 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Vilseck KG, Neubiberg 3.609.037,64 100% 945.193,75 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarpark Warrenzin KG, Neubiberg 674.852,83 100% 209.574,40 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Solarparks Niederbayern KG, Neubiberg 1.805.905,34 100% 926.800,75 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Windpark Hellberge KG, Neubiberg 3.607.745,07 100% 118.702,81 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Windpark Ruhlkirchen KG, Neubiberg 1.815.276,85 100% 119.672,72 CHORUS CleanTech GmbH & Co. Windpark Stolzenhain KG, Neubiberg -79.971,38 100% -20.417,70 CHORUS CleanTech Management GmbH, Neubiberg 75.056,19 100% -6.877,30 CHORUS Energieanlagen GmbH, Neubiberg 162.115,65 100% 24.861,92 CHORUS Solar 3. S.R.L. & Co. S.A.S. 2, Bruneck, Italien 5.428.099,08 100% 836.471,83 CHORUS Solar 3. S.R.L., Bruneck, Italien 47.247,23 100% -11.316,37 CHORUS Solar Casarano S.R.L., Bruneck, Italien 107.577,86 100% 115.255,09 CHORUS Solar Foggia 2 S.R.L., Bruneck, Italien 220.330,03 100% 208.329,74 CHORUS Solar Foggia 3 S.R.L., Bruneck, Italien 107.076,64 100% 95.077,13 CHORUS Solar Foggia 4 S.R.L., Bruneck, Italien 139.292,95 100% 108.856,51 CHORUS Solar Foggia 5 S.R.L., Bruneck, Italien 188.332,48 100% 94.509,45 CHORUS Solar Foggia 6 S.R.L., Bruneck, Italien 129.249,62 100% 108.284,32 CHORUS Solar Foggia 7 S.R.L., Bruneck, Italien 184.456,85 100% 107.328,56 CHORUS Solar Foggia 8 S.R.L., Bruneck, Italien 180.154,43 100% 90.351,14 CHORUS Solar Foggia 9 S.R.L., Bruneck, Italien 100.238,94 100% 88.238,71 CHORUS Solar Italia Centrale 5. S.R.L., Bruneck, Italien 37.826.532,82 100% 18.023.777,47 CHORUS Solar Matino S.R.L., Bruneck, Italien 96.601,30 100% 117.523,26 CHORUS Solar Nardò S.R.L., Bruneck, Italien 104.425,95 100% 111.514,48 CHORUS Solar Ternavasso Due S.R.L., Bruneck, Italien 4.746.445,75 100% 302.015,92 CHORUS Solar Ternavasso Uno S.R.L., Bruneck, Italien 2.752.514,17 100% -26.231,28 CHORUS Solar Torino Due S.R.L., Bruneck, Italien 7.411.583,64 100% 409.528,28 CHORUS Solar Torino Uno S.R.L., Bruneck, Italien 4.811.032,99 100% 245.482,50 CHORUS Wind Amöneburg GmbH & Co. KG, Neubiberg 2.500,00 100% 678.119,82 CHORUS Wind Appeln GmbH & Co. KG, Neubiberg 500,00 100% 183.662,07 CHORUS Wind Hürth GmbH & Co. KG, Neubiberg -203.434,25 100% 178.380,75 Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR Clawdd Ddu Farm Ltd., London, Großbritannien 1.925.312,61 100% 335.644,33 Collecchio Energy S.R.L., Bruneck, Italien 90.722,13 100% 90.283,61 Communal le Court SAS, Paris, Frankreich -2.251.660,15 100% -436.294,37 CPV Bach SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -738.357,74 100% -76.153,76 CPV Entoublanc SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -1.260.587,09 100% -241.186,15 CPV Sun 20 SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -748.001,19 100% -101.726,35 CPV Sun 21 SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -468.715,93 100% -144.779,36 CPV Sun 24 SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -1.176.886,45 100% -219.683,99 CS Solarpark Bad Endbach GmbH, Halle (Saale) 1.811.638,00 100% 0,00 CSG IPP GmbH, Hamburg 4.719.353,73 100% 2.563.612,20 Data Trust GmbH, Neubiberg -15.937,02 100% -157,85 DE - Stern 1 S.R.L., Bozen, Italien 903.034,20 100% 41.822,33 De - Stern 15 S.R.L., Bozen, Italien 4.366.825,86 100% 276.383,14 DE - Stern 4 S.R.L., Bozen, Italien 1.776.501,61 100% 177.921,06 Desarrollos Empresariales Luanda S.L.U., Valencia, Spanien -5.928.114,86 100% -1.172.214,65 DE-Stern 10 S.R.L., Bozen, Italien 1.503.419,87 100% 733.206,33 DMH Treuhand Vermögensverwaltung GmbH, Neubiberg 76.571,08 100% 33.974,08 Encavis – Wien Energie Komplementär GmbH, Wien, Österreich 2.903,64 51% -14.596,36 ENCAVIS AM Advisor GmbH, Neubiberg 300.742,99 100% 96.411,98 ENCAVIS AM Capital GmbH, Neubiberg -15.342,33 100% -12.569,77 ENCAVIS AM Invest GmbH, Neubiberg 534.369,17 100% -42.740,40 ENCAVIS AM Komplementär GmbH, Neubiberg 7.173,30 100% -909,94 ENCAVIS AM Management GmbH, Neubiberg 221.030,22 100% 166.071,67 ENCAVIS AM Services GmbH, Neubiberg 22.844,48 100% 1.689,91 Encavis Asset Management AG, Neubiberg 560.800,36 100% 0,00 Encavis Finance B.V., Rotterdam, Niederlande 2.798.589,13 100% -121.287,22 Encavis GmbH, Neubiberg 244.035.376,00 100% 0,00 Encavis Grundstück Beteiligungs GmbH, Hamburg 22.892,49 100% -1.218,74 Encavis Hispania S.L.U., Valencia, Spanien -26.666,71 100% -18.016,31 Encavis Iberia GmbH, Hamburg -435.333,12 100% -284.843,06 ENCAVIS Infrastructure S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg 10.239,23 100% -2.026,13 Encavis Nordbrise A/S, Roskilde, Dänemark 38.499.784,55 100% 1.547.089,37 Encavis Real Estate GmbH, Hamburg 2.511.534,99 100% 144.882,25 Encavis Renewables Beteiligungs GmbH, Hamburg -13.596,74 100% -20.585,58 Encavis Solar Netherlands B.V., Rotterdam, Niederlande -41,30 100% -51,30 Encavis Solar Projects Holding GmbH, Hamburg -27.190,17 100% -52.190,17 Encavis Technical Services GmbH, Halle (Saale) 25.000,00 100% 0,00 Encavis Wind Danmark ApS, Roskilde, Dänemark 3.360.836,52 100% 58.115,80 Encavis Windinvest GmbH, Neubiberg 3.143.160,60 100% 2.112.800,59 Encavis Solar Denmark ApS, Roskilde, Dänemark -6.435,03 100% -7.332,57 Energia & Sviluppo S.R.L., Bruneck, Italien 20.723,98 100% 1.214,90 Energie Solaire Biscaya SAS, Paris, Frankreich 181.348,40 100% -15.042,58 Energiekontor Windstrom GmbH & Co. UW Lunestedt KG, Neubiberg -27.272,75 51% 8.376,96 Energiepark Breitendeich RE WP BD GmbH & Co. KG, Neubiberg 848.902,72 51% 818.108,74 Energiepark Debstedt GmbH & Co. RE WP DE KG, Neubiberg -4.692.820,49 51% 540.763,50 Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR Energiepark Grevenbroich RE WP GRE GmbH & Co. KG, Bremerhaven -1.694.214,63 100% 215.035,72 Energiepark Hürth-Barbarahof WP HB GmbH & Co. KG, Bremerhaven -1.835.811,90 100% -376.877,43 Energiepark Lunestedt GmbH & Co. WP HEE KG, Neubiberg -3.746.330,08 51% 93.427,46 Energiepark Lunestedt GmbH & Co. WP LUN KG, Neubiberg -1.559.637,77 51% 554.808,78 Energiepark Odisheim GmbH & Co. WP ODI KG, Bremerhaven 22.337,26 100% 728.989,11 Energiepark Passow WP Briest III GmbH & Co. KG, Neubiberg -226.303,41 51% 235.189,57 Enerstroom 1 B.V., Rotterdam, Niederlande 150.065,34 100% 149.965,34 Enerstroom 2 B.V., Rotterdam, Niederlande 1.035.926,65 100% 566.760,07 Fano Solar 1 S.R.L., Bozen, Italien 944.716,58 100% 48.582,27 Fano Solar 2 S.R.L., Bozen, Italien 774.485,03 100% 109.784,89 Ferme Eolienne de Maisontiers-Tessonniere SAS, Paris, Frankreich 681.118,92 100% 659.067,06 Ferme Eolienne de Marsais I SAS, Paris, Frankreich 426.349,54 100% 385.099,61 Ferme Eolienne de Marsais II SAS, Paris, Frankreich 416.676,51 100% 374.787,78 Foxburrow Farm Solar Farm Ltd., London, Großbritannien -1.808.780,70 100% -4.397,14 GE.FIN. Energy Oria Division S.R.L., Bruneck, Italien 5.207.489,97 100% -470.794,79 Genia Extremadura Solar S.L.U., Valencia, Spanien -5.813.221,37 100% 6.544.518,73 Gosfield Solar Ltd., London, Großbritannien 354.324,77 100% 738.057,53 Green Energy 010 GmbH & Co. KG, Neubiberg -15.220,43 100% -3.533,26 Green Energy 018 GmbH & Co. KG, Neubiberg 15.165,00 100% 14.464,85 Green Energy 034 GmbH & Co. KG, Singen Hohentwiel -134.584,67 100% -133.874,16 GreenGo Energy M01a K/S, Roskilde, Dänemark -105.971,48 100% -88.471,94 GreenGo Energy M01b K/S, Roskilde, Dänemark -55.358,44 100% -45.059,14 GreenGo Energy M23 K/S, Roskilde, Dänemark -72.146,08 100% -64.539,79 GreenGo Energy M30 K/S, Roskilde, Dänemark -69.596,67 100% -50.209,27 GreenGo Energy M34 K/S, Roskilde, Dänemark -24.146,15 100% -24.146,69 Solar Park Svinningegården ApS, Søborg, Dänemark -89.734,87 100% -14.741,42 Grid Essence UK Ltd., London, Großbritannien -22.388.196,01 100% -4.409.988,40 Griffin Develops, S.L., Valencia, Spanien -804.629,83 100% 121.529,43 H&J Energieportfolio Verwaltungs GmbH i.L., Neubiberg 631.762,21 100% 3.947,69 Haut Lande SARL, Paris, Frankreich -1.185.054,63 100% -79.176,18 Infrastruktur Amöneburg-Roßdorf GmbH & Co. KG, Wörrstadt 185.498,97 71% -52.853,37 IOW Solar Ltd., London, Großbritannien -449.530,61 100% 217.195,03 Krumbach Photovoltaik GmbH, Halle (Saale) 1.072.792,24 100% 0,00 Krumbach Zwei Photovoltaik GmbH, Halle (Saale) 2.171.139,86 100% 0,00 La Gouardoune Centrale Solaire SARL, Paris, Frankreich -948.850,63 100% -89.771,29 La Rocca Energy di CHORUS Solar 3. S.R.L. & Co. S.A.S., Bruneck, Italien 198.349,77 100% 95.813,37 Labraise Sud SARL, Paris, Frankreich -1.571.255,55 100% -173.575,67 Lagravette SAS, Paris, Frankreich -1.430.383,82 100% -175.378,65 Le Communal Est Ouest SARL, Paris, Frankreich 7.029.139,20 100% 3.971.063,98 Le Lame S.R.L., Bruneck, Italien 1.507.919,23 100% 634,92 LT01 S.R.L., Bozen, Italien -72.818,67 100% -51.186,50 LT02 S.R.L., Bozen, Italien -62.608,05 100% -56.792,42 Lux Energy S.R.L., Bruneck, Italien 48.793,34 100% 14.084,94 Mermaid Solar Holding Aps, Roskilde, Dänemark -106.817,42 100% 13.697,62 Mermaid Solar Komplementar ApS, Roskilde, Dänemark 12.531,85 100% 3.521,27 Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR MonSolar IQ Ltd., London, Großbritannien -198.117,86 100% 179.853,48 MTS4 S.R.L., Bozen, Italien 980.031,32 100% -390.369,58 Narges Develops, S.L.U., Valencia, Spanien -5.826.234,55 100% -1.018.309,87 Navid Enterprise, S.L.U., Valencia, Spanien -5.932.912,56 100% -1.200.545,12 Neftis Business, S.L.U., Valencia, Spanien -5.812.421,67 100% -1.175.742,70 Nørhede-Hjortmose Vindkraft I/S, Fårup, Dänemark 7.419.971,49 82% 500.848,76 Notaresco Solar S.R.L., Bozen, Italien 2.041.501,82 100% 229.309,16 Oetzi S.R.L., Bruneck, Italien 115.101,34 100% 26.974,57 Paltusmäen Tuulivoima Oy, Pyhäjoki, Finnland 1.444.328,18 100% 833.192,53 Parco Eolico Monte Vitalba S.R.L., Bozen, Italien 614.858,83 85% 214.252,63 Pfeffenhausen-Egglhausen Photovoltaik GmbH, Halle (Saale) 25.000,00 100% 0,00 Piemonte Eguzki 2 S.R.L., Bozen, Italien 1.237.005,86 100% 582.622,25 Piemonte Eguzki 6 S.R.L., Bozen, Italien 347.077,77 100% 84.906,01 Polesine Energy 1 S.R.L., Bozen, Italien 838.865,38 100% -168.368,67 Polesine Energy 2 S.R.L., Bozen, Italien 701.126,87 100% -222.963,40 Progetto Marche S.R.L., Bozen, Italien 3.176.966,51 100% 634.134,78 REGIS Treuhand & Verwaltung GmbH für Beteiligungen i.L., Neubiberg 484,69 100% -913,19 REM Renewable Energy Management GmbH, Neubiberg -45,60 100% -811,84 Ribaforada 3 S.R.L., Bozen, Italien 2.331.428,07 100% -290,83 Ribaforada 7 S.R.L., Bozen, Italien 3.570.738,56 100% 809.619,74 Rodbourne Solar Ltd., London, Großbritannien 354.496,81 100% 398.514,37 San Giuliano Energy S.R.L., Bruneck, Italien 461.957,97 100% 7.883,16 San Martino S.R.L., Bruneck, Italien 46.987,95 100% 37.066,36 Sant´Omero Solar S.R.L., Bozen, Italien 1.094.284,61 100% 83.249,90 Solaire Ille SARL, Castelnau-le-Lez, Frankreich -891.388,35 100% -230.501,98 Solar Energy S.R.L., Bruneck, Italien 98.708,82 100% 42.636,71 Solar Farm FC1 S.R.L., Bozen, Italien 2.479.029,60 100% -31.587,74 Solar Farm FC3 S.R.L., Bozen, Italien 150.041,54 100% 92.180,51 Solar Park Canaro Solar 1 S.R.L, Bologna, Italien -3.750,11 100% -3.852,56 Solarpark Bad Harzburg GmbH, Halle (Saale) 1.017.411,07 100% 21.914,06 Solarpark Boizenburg I GmbH & Co. KG, Boizenburg -119.110,39 100% -165.038,01 Solarpark Brandenburg (Havel) GmbH, Halle (Saale) 2.948.528,72 100% 993.810,00 Solarpark Gelchsheim GmbH & Co. KG, Neubiberg 467.495,02 100% 216.497,54 Solarpark Glebitzsch GmbH, Halle (Saale) 1.053.066,42 100% 0,00 Solarpark Gnannenweiler GmbH & Co. KG., Reußenköge 515.632,14 57% 728.500,99 Solarpark Golpa GmbH & Co. KG, Reußenköge 1.606.000,00 100% 209.742,85 Solarpark Lettewitz GmbH, Halle (Saale) 771.599,38 100% 0,00 Solarpark Lindenhof GmbH, Rostock -5.116,22 100% -29.223,83 Solarpark Lochau GmbH, Halle (Saale) 741.300,21 100% 0,00 Solarpark Neuhausen GmbH, Halle (Saale) 2.893.449,17 100% 0,00 Solarpark PVA GmbH, Halle (Saale) 270.610,96 100% 10.174,32 Solarpark Ramin GmbH, Halle (Saale) 274.989,24 100% 32.922,46 Solarpark Rassnitz GmbH, Halle (Saale) 1.289.375,00 100% 0,00 Solarpark Roitzsch GmbH, Halle (Saale) 1.605.000,00 100% 0,00 Solarpark Staig GmbH & Co. KG, Reußenköge 1.085.896,46 76% 1.237.300,52 Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR Sowerby Lodge Ltd., London, Großbritannien -814.449,58 100% 72.146,62 SP 07 S.R.L., Bozen, Italien 58.921,79 100% -23.539,21 SP 09 S.R.L., Bozen, Italien 96.356,97 100% 44.823,60 SP 10 S.R.L., Bozen, Italien 754.016,56 100% -107.327,28 SP 11 S.R.L., Bozen, Italien -20.009,63 100% -16.324,46 SP 13 S.R.L., Bozen, Italien 1.992.132,52 100% -193.768,40 SP 14 S.R.L., Bozen, Italien 76.390,95 100% 26.582,94 Sun Time Renewable Energy di CHORUS Solar 3. S.R.L. & Co. S.A.S., Bruneck, Italien 225.388,73 100% 75.388,73 TC Wind Management GmbH, Neubiberg 345.935,33 100% 80.192,58 Todderstaffe Solar Ltd., London, Großbritannien -837.951,24 100% -383.618,50 Treia 1 Holding S.R.L., Bruneck, Italien 1.047.414,28 100% -137.607,06 Treponti di CHORUS Solar 3. S.R.L. & Co. S.A.S., Bruneck, Italien 38.788,51 100% 46.129,10 Trequite Farm Ltd., London, Großbritannien 653.431,25 100% 235.824,32 Trequite Freehold Ltd., London, Großbritannien 68.440,30 100% 13.146,21 Trewidland Farm Ltd., London, Großbritannien 34.125,59 100% 98.956,48 UGE Malterhausen GmbH & Co. KG Umweltgerechte Energie, Meißen 1.000,00 100% 252.216,69 UGE Markendorf Eins GmbH & Co. KG Umweltgerechte Energie, Meißen -261.436,14 100% 166.320,53 Windkraft Kirchheilingen IV GmbH & Co. KG, Kirchheilingen 1.660.288,14 51% 319.664,38 Windkraft Olbersleben II GmbH & Co. KG, Olbersleben 412.025,94 75% -273.531,74 Windkraft Sohland GmbH & Co. KG, Reichenbach 359.114,02 74% 839.930,04 UVG Umspannwerk Verwaltungsgesellschaft mbH, Neubiberg 24.291,70 100% 2.496,50 Vallone S.R.L., Bruneck, Italien 51.372,21 100% -7.802,40 Windpark Breberen GmbH, Neubiberg 35.955,84 100% 1.789,88 Windpark Dahme - Wahlsdorf 3 GmbH & Co. KG, Reußenköge -198.492,85 100% 141.508,54 Windpark Gauaschach GmbH, Hamburg -628.491,11 100% -164.810,80 Windpark Lairg Management GmbH, Neubiberg 51.766,53 100% 8.539,92 Windpark Lairg Services GmbH, Neubiberg 133.755,94 100% 26.855,52 Windpark Lairg Verwaltungs GmbH, Neubiberg 31.367,65 100% 4.032,03 Windpark Viertkamp GmbH & Co. KG, Hamburg 2.000,00 100% 705.787,88 Wisbridge Solar Ltd., London, Großbritannien 445.479,28 100% 561.616,64 Witches Solar Ltd., London, Großbritannien 139.612,17 100% 299.605,90 Zonnepark Apeldoorn Bloemenkamp B.V., Rotterdam, Niederlande 1.694.421,91 100% -243.582,61 Zonnepark Apeldoorn IJsseldijk B.V., Rotterdam, Niederlande 239.546,47 100% -64.456,29 Zonnepark Budel B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande 3.115.329,38 100% 143.526,51 Zonnepark Zierikzee B.V., Rotterdam, Niederlande 865.861,55 90% 394.091,03 Name und Sitz des Unternehmens Eigenkapital 2021 in EUR Anteil in % Jahresergebnis 2021 in EUR Anteile an weiteren Unternehmen CHORUS IPP Europe GmbH, Neubiberg * 1.000.000,00 100% 0,00 CHORUS IPP Europe Verwaltungs GmbH, Neubiberg ** 18.770,78 100% -807,68 DE Stern 11 Srl, Parma, Italien 1.456.417,00 24% 437.095,00 DE Stern 14 Srl, Parma, Italien 1.718.023,00 24% 347.583,00 DE Stern 8 Srl, Parma, Italien 941.140,00 30% 36.969,00 Enne Pi Studio FV. 9 S.r.l., Bruneck, Italien ** 2.554.099,00 100% 70.272,00 GER - ENERGIES GLOBALES S.A.R.L., Paris, Frankreich ** 116.182,00 100% -57.495,00 Gnannenweiler Windnetz GmbH & Co. KG, Bopfingen ** 452.233,92 20% -55.170,98 IREI S.r.l. Italian Renewable Energy Investments, Parma, Italien ** 1.723.114,00 6% 134.370,00 Parc Eolien de Fresnes-en-Saulnois S.A.S., Paris, Frankreich ** -6.150.178,00 100% 976.154,00 Pexapark (UK) LTD, London, Großbritannien -289.384,49 20% -131.635,88 Pexapark AG, Schlieren, Schweiz ** 5.701.378,95 20% -2.953.528,69 Richelbach Solar GbR, Neubiberg ** 282.586,78 100% -30.260,35 Sun Premier France S.A.S., Paris, Frankreich ** -6.102.052,00 100% -226.888,00 SEFEOSC S.A.S., Paris, Frankreich ** -1.139.596,00 100% 853.687,00 Sistema Electrico de Conexion Nudo Don Rodrigo 220 KV S.L., Sevilla, Spanien nicht offengelegt 40% nicht offengelegt Société d'Exploitation du Parc Eolien de Talizat Rezentières S.A.S., Paris, Frankreich ** 2.325.938,00 100% 434.931,00 Société d'Exploitation du Parc Eolien Fond Gerome S.A.R.L., Paris, Frankreich ** -1.219.331,00 100% 880.917,00 Société d'Exploitation du Parc Eolien le mont d'Hezecques S.A.R.L., Paris, Frankreich ** -1.415.096,00 100% 873.787,00 Stern Energy B.V., Rotterdam, Niederlande ** 84.918,00 30% 56.769,00 Stern Energy GmbH, Halle (Saale) 403.248,98 30% 234.005,87 Stern Energy Ltd., London, Großbritannien 713.039,70 30% 118.147,27 Stern Energy S.p.A,, Parma, Italien 6.997.352,00 30% 1.154.009,00 Stern PV 2 Srl, Bozen, Italien ** 20.000,00 95% -4.883,60 Stern PV 3 Srl, Bozen, Italien nicht offengelegt 95% nicht offengelegt Stern PV 4 Srl, Bozen, Italien nicht offengelegt 95% nicht offengelegt Temporis Aurora L.P., Cork, Irland nicht offengelegt 4% nicht offengelegt UW Schäcksdorf GmbH & Co. KG, Breklum 35.715,53 38% -0,25 Wind Hacksta AB, Stockholm, Schweden ** 1.023.244,00 100% -3.449.742,00 Wind POL 1 Holding Ltd., Bramhall, Großbritannien ** -4.261.698,48 100% -735.069,26 Wind POL 2 Holding Ltd., Bramhall, Großbritannien ** -157.141,67 100% -48.172,04 Wind Port of Liverpool Limited, Bramhall, Großbritannien ** 1.649.334,75 100% -66.828,91 Windpark Baar GmbH & Co. KG, Neubiberg ** 368.385,59 100% 112.034,89 Windpark Kaseldorf GmbH & Co. KG, Neubiberg ** -1.247.266,68 100% 176.375,06 * Eigenkapital und Jahresergebnis zum 30.09.2021 ** Eigenkapital und Jahresergebnis zum 31.12.2020 Die Encavis AG stellt zum 31. Dezember 2021 einen Konzernabschluss nach IFRS, wie dieser in der EU anzuwenden ist, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften auf. In diesem Konzernabschluss werden die Encavis AG und ihre Tochtergesellschaften gemäß obenstehender Tabelle "Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB" einbezogen. Der Konzern- und Einzelabschluss der Encavis AG werden beim Bundesanzeiger eingereicht, bekanntgemacht sowie im elektronischen Unternehmensregister unter HRB 63197 hinterlegt. 2. Haftungsverhältnisse Es bestehen zum 31. Dezember 2021 Haftungsverhältnisse aus Mietbürgschaften in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 218). Des Weiteren hat die Encavis AG für verbundene Unternehmen beziehungsweise assoziierte Unternehmen Bürgschaften in Höhe von insgesamt TEUR 462 (Vorjahr: TEUR 10.390) gestellt. Zum 31. Dezember 2021 handelte es sich jeweils um eine Bürgschaft für eine französische Tochtergesellschaft und für eine finnische Gesellschaft. Für diese Bürgschaften wurden zum Bilanzstichtag TEUR 102 als Barsicherheit hinterlegt. Darüber hinaus hat die Encavis AG für insgesamt 42 italienische Tochtergesellschaften eine sogenannte Patronatserklärung zur Absicherung von Rückbauverpflichtungen und Steuerverbindlichkeiten über insgesamt TEUR 8.500 (Vorjahr: TEUR 8.500) abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften und Patronatserklärungen wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaften nicht gerechnet. Im Rahmen der Begebung der Hybrid-Wandelanleihe bestehen zum Bilanzstichtag nachrangige Zahlungsgarantien gegenüber den Gläubigern der Anleihen der Encavis Finance B.V., Rotterdam, Niederlande, die einen Gesamtbetrag von TEUR 250.000 (Vorjahr: TEUR 150.300) umfassen. Nach unserer Einschätzung werden die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die Encavis Finance B.V. voraussichtlich erfüllt werden können. Vor diesem Hintergrund ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Ferner hat die Encavis AG sogenannte Parent Company Guarantees für Verpflichtungen aus Projektentwicklungsverträgen für deutsche, dänische und italienische Projektgesellschaften übernommen. Diese betragen zum 31. Dezember 2021 rund TEUR 33.266 (Vorjahr: TEUR 26.839). Mit Erreichung weiterer Meilensteine werden die Verpflichtungen entsprechend reduziert. Ohne Erreichung weiterer Meilensteine entstehen keine weiteren Verpflichtungen. Mit einer Inanspruchnahme wird daher nicht gerechnet. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen beträgt TEUR 4.694 (Vorjahr: TEUR 5.364). Art der Verpflichtung Sonstige Verpflichtungen ‎kleiner 1 Jahr Sonstige Verpflichtungen ‎1 bis 5 Jahre Sonstige Verpflichtungen ‎über 5 Jahre in TEUR in TEUR in TEUR Mietverträge 651 2.574 1.287 (Vorjahr) (653) (2.581) (1.930) Leasingverträge 98 84 0 (Vorjahr) (93) (107) 0 4. Anzahl Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Vorstand) belief sich im Geschäftsjahr auf 87 (Vorjahr: 83). Davon waren im Berichtszeitraum durchschnittlich 21 Mitarbeiter in dem Bereich Finanzen & Controlling, 24 Mitarbeiter in dem Bereich Operations, 10 Mitarbeiter in dem Bereich Investment, 26 Mitarbeiter in dem Bereich Stab sowie 6 Mitarbeiter in dem Bereich Corporate Finance/Project Finance tätig. Zum Jahresende waren 87 Mitarbeiter beschäftigt, davon 20 Mitarbeiter in dem Bereich Finanzen & Controlling, 23 Mitarbeiter in dem Bereich Operations, 11 Mitarbeiter in dem Bereich Investment, 27 Mitarbeiter in dem Bereich Stab und 6 Mitarbeiter in dem Bereich Corporate Finance/Project Finance tätig. 5. Wichtige Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode Vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 bis zur Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2021 haben sich die Rahmenbedingungen des Geschäfts der Encavis-Gruppe nicht wesentlich verändert. 6.Vorstand Angaben zu weiteren Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Beiräten The Mobility House AG, Zürich Mitglied des Verwaltungsrats Dr. Dierk Paskert Pexapark AG, Zürich Mitglied des Verwaltungsrats Encavis Asset Management AG, Neubiberg Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Christoph Husmann Encavis Asset Management AG, Neubiberg Vorsitzender des Aufsichtsrats Die gewährten Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich auf insgesamt TEUR 1.711 (Vorjahr: TEUR 2.275). Weiterhin wurden dem Vorstand aktienbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 1.208 (Vorjahr: TEUR 2.649) zugeteilt. Details zum Vergütungssystem sowie individualisierte Angaben zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat werden für das Geschäftsjahr 2021 erstmals in einem separat veröffentlichten Vergütungsbericht spätestens zur Hauptversammlung 2022 zugänglich gemacht. 7. Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr haben sich folgende Änderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats ergeben: Mit Wirkung zum 27. Mai 2021 hat Herr Peter Heidecker sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Encavis AG niedergelegt. Als Nachfolger wurde Herr Dr. Rolf Martin Schmitz gewählt. Mitglieder des Aufsichtsrats der Encavis AG Vorsitzender Dr. Manfred Krüper Selbstständiger Unternehmensberater Stellv. Vorsitzender Alexander Stuhlmann Selbstständiger Unternehmensberater Dr. Cornelius Liedtke Gesellschafter der Büll & Liedtke Gruppe Albert Büll Gesellschafter der Büll & Liedtke Gruppe Professor Dr. Fritz Vahrenholt Selbstständiger Unternehmensberater Weitere Mitglieder Christine Scheel Selbstständige Unternehmensberaterin Dr. Henning Kreke Unternehmer Dr. Marcus Schenck Partner bei Perella Weinberg Partners Dr. Rolf Martin Schmitz Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der RWE AG Angaben zu weiteren Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Beiräten Power Plus Communication AG, Mannheim Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Manfred Krüper EQT Partners Beteiligungsberatung GmbH, München Senior Advisor EEW Energy from Waste GmbH, Helmstedt Mitglied des Aufsichtsrats Euro-Aviation Versicherungs-AG, Hamburg (bis August 2021) Vorsitzender des Aufsichtsrats Ernst Russ AG, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Frank Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg Vorsitzender des Beirats Alexander Stuhlmann Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank mbH & Co. KG, Hamburg Vorsitzender des Beirats bauhaus wohnkonzept GmbH, Hofheim am Taunus Vorsitzender des Beirats C.E. Danger GmbH & Co. KG, Hamburg Mitglied des Beirats M.M. Warburg & CO Hypothekenbank AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats BRUSS Sealing Systems GmbH, Hoisdorf Mitglied des Beirats Dr. Cornelius Liedtke SUMTEQ GmbH, Düren Mitglied des Beirats Brockhaus Technologies AG, Frankfurt Mitglied des Aufsichtsrats Albert Büll BRUSS Sealing Systems GmbH, Hoisdorf (bis Juni 2021) Mitglied des Beirats noventic GmbH, Hamburg Vorsitzender des Beirats Prof. Dr. Fritz Vahrenholt Aurubis AG, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats Christine Scheel Barmenia Versicherungsgruppe, Wuppertal Mitglied des Beirats Evangelische Bank eG, Kassel (seit Juni 2021) Mitglied des Nachhaltigkeitsfachbeirats Deutsche EuroShop AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats Douglas GmbH, Düsseldorf Vorsitzender des Aufsichtsrats Thalia Bücher GmbH, Hagen Mitglied des Aufsichtsrats Perma-Tec GmbH & Co. KG, Euerdorf Mitglied des Beirats Dr. Henning Kreke Püschmann GmbH & Co. KG, Wuppertal Mitglied des Beirats Con-Pro Industrie-Service GmbH & Co. KG, Peine Mitglied des Beirats Ferdinand Bilstein GmbH & Co. KG, Ennepetal Mitglied des Beirats noventic GmbH, Hamburg Mitglied des Beirats Slyrs Destillerie GmbH & Co. KG, Schliersee (seit Mai 2021) Mitglied des Beirats Dr. Marcus Schenck EQT Infrastructure, Stockholm, Schweden Mitglied des unabhängigen Beirats E.ON SE, Essen Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Rolf Martin TÜV Rheinland AG, Köln Mitglied des Aufsichtsrats Schmitz KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG, Klagenfurt Mitglied des Beirats Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH, Klagenfurt Mitglied des Beirats Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 476). 8. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar wird aufgeschlüsselt nach Abschlussprüfungsleistungen und sonstigen Leistungen in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses angegeben. Abschlussprüfungsleistungen betreffen insbesondere die Jahres- und Konzernabschlussprüfung der Encavis AG und eines Tochterunternehmens. Die sonstigen Leistungen betreffen im Wesentlichen vereinbarte Untersuchungen von Finanzinformationen sowie Leistungen im Zusammenhang mit Verrechnungspreisdokumentation. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten. 9. Konzernabschluss Die Encavis AG erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Konsolidierungskreis nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Anwendung des § 315a HGB sowie des § 315e HGB, der im Bundesanzeiger veröffentlicht und im Unternehmensregister hinterlegt wird. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Hamburg erhältlich. 10. Corporate Governance Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft unter http://www.encavis.com dauerhaft zugänglich gemacht. 11. Mitteilungspflichten Die Encavis AG Hamburg, Deutschland, hat in der Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 22. März 2022 folgende Mitteilungen gemäß § 40 Abs. 1 WpHG erhalten. Die hier ausgewiesenen Prozentsätze der einzelnen Mitteilungen sind auf den Stand der ausstehenden Aktien der Encavis AG zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 160.469.282 Stückaktien gerechnet und können somit von den Prozentsätzen in den originär kalkulierten Stimmrechtsmitteilungen abweichen. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 22. April 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der iShares II plc, Irland, am 16. April 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und ab diesem Tag 0,003 % (5.011 Stimmrechte) über direkte Stimmrechte und 0,81 % (1.295.191 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 0,81 % (1.300.202 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde weiterhin mit Schreiben vom 22. April 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der iShares Trust, USA, am 16. April 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und ab diesem Tag 0,24 % (379.659 Stimmrechte) über direkte Stimmrechte und 1,27 % (2.042.283 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 1,51 % (2.421.942 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 13. Mai 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Morgan Stanley, USA, am 10. Mai 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 0,01 % (13.421 Stimmrechte) über indirekte Stimmrechte und 4,27 % (6.851.359 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 4,28 % (6.864.780 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 1. Oktober 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Invesco Ltd., Bermuda, am 24. September 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und ab diesem Tag 2,63 % (4.215.785 Stimmrechte) über indirekte Stimmrechte betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 5. Oktober 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der UBS Group AG, Schweiz, am 29. September 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 1,99 % (3.194.682 Stimmrechte) über direkte Stimmrechte und 1,64 % (2.637.028 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 3,63 % (5.831.710 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 8. Oktober 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der The Goldman Sachs Group, Inc., USA, am 6. Oktober 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 1,26 % (2.027.728 Stimmrechte) über indirekte Stimmrechte und 1,98 % (3.182.288 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 3,25 % (5.210.016 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 25. November 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Bank of America Corporation, USA, am 23. November 2021 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 1,09 % (1.745.552 Stimmrechte) über indirekte Stimmrechte und 3,62 % (5.803.954 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 4,70 % (7.549.506 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 20. Dezember 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil des Pools der AMCO Service GmbH, Dr. Liedtke Vermögensverwaltung GmbH, PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Krüper GmbH, Dr. Manfred Krüper und Sebastian Krüper am 15. Dezember 2021 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 25,07 % (40.236.517 Stimmrechte) über direkte Stimmrechte betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 23. Dezember 2021 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil von Caroline Kaufmann durch den Erwerb sämtlicher Anteile an der Krüper GmbH, die wiederum Teil des Pools der AMCO Service GmbH, Dr. Liedtke Vermögensverwaltung GmbH, PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Krüper GmbH, Dr. Manfred Krüper und Sebastian Krüper ist, am 23. Dezember 2021 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 25,09 % (40.260.607 Stimmrechte) über direkte Stimmrechte betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Der Encavis AG wurde mit Schreiben vom 10. Februar 2022 gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der BlackRock Inc., USA, am 7. Februar 2022 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und ab diesem Tag 3,01 % (4.824.052 Stimmrechte) über indirekte Stimmrechte und 1,14 % (1.825.389 Stimmrechte) über weitere Instrumente, insgesamt 4,14 % (6.649.441 Stimmrechte), betragen hat. Der Mitteilungspflichtige wird weder beherrscht noch beherrscht der Mitteilungspflichtige andere Unternehmen, die Stimmrechte der Encavis AG halten oder denen Stimmrechte der Encavis AG zugerechnet werden. Mit Bezug auf die nach § 33 ff. WpHG geltenden Meldeschwellen für Stimmrechtsanteile (3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 %) hielten zum 22. März 2022 der Pool der AMCO Service GmbH, Dr. Liedtke Vermögensverwaltung GmbH, PELABA Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Krüper GmbH, Dr. Manfred Krüper und Sebastian Krüper mehr als 25 % und die Bank of America Corporation, Morgan Stanley, die BlackRock Inc., die UBS Group AG, die BayernInvest Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, die The Goldman Sachs Group, Inc. und die Lobelia Beteiligungsgesellschaft/Kreke Immobilien KG jeweils mehr als 3 % der Stimmrechtsanteile an der Encavis AG. Hamburg, den 29. März 2022 Encavis AG Vorstand Dr. Dierk Paskert Dr. Christoph Husmann CEO CFO Entwicklung des Anlagevermögens Für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 in TEUR Anschaffungskosten 01.01.2021 Zugänge Umb. Abgänge 31.12.2021 I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.439 47 0 0 2.486 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.647 371 0 0 2.018 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 490.371 6.075 0 33 496.413 2. Ausleihungen an verbundene ‎Unternehmen 457.686 160.863 66.724 43.450 641.823 3. Beteiligungen 11.912 3.180 0 347 14.745 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 67.944 500 -66.724 480 1.240 Summe Anlagevermögen 1.031.999 171.036 0 44.310 1.158.725 in TEUR Abschreibungen Buchwert 01.01.2021 Zugänge Zuschr. 31.12.2021 31.12.2021 31.12.2020 I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.938 353 0 2.291 195 501 II. Sachanlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.081 332 0 1.413 605 566 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 573 4.098 0 4.671 491.743 489.799 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.698 20 -1.224 5.494 636.329 450.988 3. Beteiligungen 0 230 0 230 14.515 11.912 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 1.240 67.944 Summe Anlagevermögen 10.290 5.033 -1.224 14.099 1.144.627 1.021.710 Umbuchungen ‎** Zuschreibungen