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elexxion AG Audit Report / Information 2010

Sep 7, 2011

5390_rns_2011-09-07_37a885ed-ceb0-445a-8c30-bc70d28b0776.html

Audit Report / Information

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Publication

elexxion AG

Radolfzell

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

EUR 31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.495,00 27.494,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.004.240,00
24.495,00 2.031.734,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 45.098,00 40.041,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.662,00 25.153,00
69.760,00 65.194,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 340.000,00 363.939,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 89.000,00 74.200,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 248.500,00 199.047,00
677.500,00 637.186,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 63.635,56 24.983,21
2. sonstige Vermögensgegenstände 87.615,28 27.796,38
151.250,84 52.779,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 198.326,35 239.298,99
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.950,34 22.150,45
1.124.283,53 3.048.344,03
PASSIVA
EUR 31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.005.645,00 4.203.952,00
II. Kapitalrücklage 4.891.328,00 4.891.328,00
III. Bilanzverlust -10.134.178,63 -8.774.458,80
762.794,37 320.821,20
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 109.700,00 206.700,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 15,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 263,50 18.129,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistunge 223.243,81 122.925,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 28.281,85 2.379.753,23
251.789,16 2.520.822,83
1.124.283,53 3.048.344,03

Gewinn- und Verlustrechnung für 2010

EUR 2010

EUR
2009

EUR
1. Umsatzerlöse 1.538.911,12 2.346.159,06
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 64.253,00 -178.893,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 16.500,00 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 122.598,89 69.066,80
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -949.327,58 -1.315.671,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -44.493,26 -23.249,11
-993.820,84 -1.338.920,31
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -816.056,40 -778.767,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -108.187,77 -106.884,84
-924.244,17 -885.652,40
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -206.545,43 -208.396,68
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.347.542,19 -1.279.404,18
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 108,85 2.676,21
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -45.097,32
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -43.167,20 -252.456,20
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.772.947,97 -1.770.918,02
13. außerordentliche Erträge 2.370.387,49 0,00
14. außerordentliche Aufwendungen -1.956.663,30 -359.631,91
15. außerordentliches Ergebnis 413.724,19 -359.631,91
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,95 0,88
17. sonstige Steuern -497,00 -2.387,00
-496,05 -2.386,12
18. Jahresfehlbetrag -1.359.719,83 -2.132.936,05
19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -8.774.458,80 -6.641.522,75
20. Bilanzverlust -10.134.178,63 -8.774.458,80

Anhang für 2010

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt; die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. § 267 Abs. 3 S. 2 HGB, der vorschreibt, dass Kapitalgesellschaften stets als große Gesellschaft gelten, wenn Sie börsennotiert sind, gilt für die elexxion AG nicht. § 267 Abs. 3 verweist auf § 264 d HGB. Hiernach gilt nur als kapitalmarktorientiert, wer an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 5 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) durch von sich ausgegebene Wertpapiere im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 WpHG in Anspruch nimmt oder die Zulassung solcher Wertpapiere zum Handel an einem organisierten Markt beantragt hat. Der Open Market (Entry Standard), an dem die elexxion AG notiert ist, ist kein solcher Markt. Die Gesellschaft hat darüber hinaus keine Wertpapiere emmitiert, die an einem organisierten Markt gehandelt werden.

Die Bilanz entspricht dem gesetzlichen Gliederungsschema (§ 266 Abs. 2 und 3 HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Aufstellungserleichterung gemäß §§ 274a, 276 und 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Durch die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des BilMoG wurden die im vergangenen Jahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nicht vollumfänglich fortgeführt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen (bemessen nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer), bewertet. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und sechs Jahren.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge werden zeitanteilig vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen drei und dreizehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Wert von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Vorräte

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige und unfertige Erzeugnisse, die zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Lohnkostenzuschlägen bzw. den niedrigeren Werten am Abschlussstichtag bewertet werden. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch Abschläge berücksichtigt.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Geschäfts- und Firmenwert

Der geschäfts- und Firmenwert wurde auf Grund einer dauerhaften Wertminderung vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 1.832.337 wird in den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile der im Jahre 2007 in den USA gegründeten elexxion USA Inc. Das gezeichnete Kapital einschließlich sonstiger Zuzahlungen der Gesellschaft beträgt USD 50.000. Die Beteiligung ist gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB auf einen Erinnerungswert von EUR 1,00 abgeschrieben. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt USD 6.874, das Jahresergebnis beträgt USD 1.855.800. Das Ergebnis ist wesentlich durch einen Forderungsverzicht beeinflusst.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2009

EUR
Veränderung

EUR
31.12.2010

EUR
Gezeichnetes Kapital, Stückaktien im rechnerischen Anteil von je EUR 1,00 am Grundkapital 4.203.952,00 1.801.693,00 6.005.645,00
Kapitalrücklage 4.891.328,00 0,00 4.891.328,00
Zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen auf das gezeichnete Kapital 0,00 0,00 0,00
Geleistete Zuzahlungen/Sacheinlagen in die Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00
Eigene Anteile 0,00 0,00 0,00
Verlustvortrag -6.641.522,75 -2.132.936,05 -8.774.458,80
2.132.936,05
Jahresergebnis -2.132.936,05 -1.359.719,83 -1.359.719,83
Summe Eigenkapital 320.821,20 441.973,17 762.794,37

Das Grundkapital ergibt sich aus 6.005.645 auf den Inhaber lautenden Stamm-Stückaktien im rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00.

Aus genehmigtem Kapital wurde das Grundkapital um EUR 1.801.693 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien im rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 erhöht.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtrates bis zum 16. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu EUR 3.000.000,00 gegen Bar/Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010). Das bis zu diesem Zeitpunkt bestehende Genehmigte Kapital von EUR 298.307,00 wurde aufgehoben.

Sonstige Rückstellungen

Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB werden Rückstellungen, für die sich auf Grund der geänderten Bewertung eine Auflösung ergeben würde, beibehalten, soweit der aufzulösende Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste.

Die gesamte Überdeckung zum 31. Dezember 2010 beträgt TEUR 6.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr und im Vorjahr besitzen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 24 (Vj. TEUR 71) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 0).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 395 sowie sonstige andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 70.

Zum Bilanzstichtag bestand ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 112.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsätze des Geschäftsjahres wurden zu 38 % (Vj. 55 %) im Inland und zu 62 % (Vj. 45 %) im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 104).

Personalaufwand

2010

EUR
2009

EUR
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 108.187,77 106.884,84
Davon für Altersversorgung 5.362,00 5.405,88

Außerordentliches Ergebnis

Bei den außerordentlichen Erträgen in Höhe von EUR 2.370.387 handelt es sich um Erträge aus einem Darlehensverzicht.

Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen zu EUR 1.832.337 außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie in Höhe von EUR 124.326,30 Kosten, die im Rahmen der Kapitalerhöhung angefallen sind. Das außerordentliche Ergebnis zieht keine Steuerbelastung nach sich.

IV. Sonstige Angaben

Vorstand

Per Fredrik Liljenqvist, Betriebswirt (Vorsitzender)
Olaf Schäfer, Dipl. Ingenieur

Aufsichtsrat

Dr. Oswald Gasser, Unternehmensberater (Vorsitzender)
Dr. Werner Zöllner, Geschäftsführer SEED Karlsruhe GmbH (Vorsitzender bis 17. Juni 2010)
Dr. Tobias Lenz, Rechtsanwalt (stellvertretender Vorsitzender)
Philip Hjelmér, Vermögensverwalter
Wolfgang Rosenbauer, im Ruhestand (bis 17. Juni 2010)

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 18 (Vj. 20), davon 2 Vorstände und 1 Mitarbeiter in Berufsausbildung.

Radolfzell, 20. Mai 2011

elexxion AG

Vorstand

Per Liljenqvist, Vorstand, CEO

Olaf Schäfer, Vorstand, CTO

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 24. Mai 2011

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.280,00 7.851,00 0,00 70.131,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.577.250,00 0,00 0,00 2.577.250,00
2.639.530,00 7.851,00 0,00 2.647.381,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 248.280,55 16.500,00 0,00 264.780,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.839,80 19.073,52 13.805,38 83.107,94
326.120,35 35.573,52 13.805,38 347.888,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.098,32 0,00 0,00 45.098,32
3.010.748,67 43.424,52 13.805,38 3.040.367,81
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
--- --- --- --- ---
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.786,00 10.850,00 0,00 45.636,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 573.010,00 2.004.240,00 0,00 2.577.250,00
607.796,00 2.015.090,00 0,00 2.622.886,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 208.239,55 11.443,00 0,00 219.682,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.686,80 12.349,43 6.590,29 58.445,94
260.926,35 23.792,43 6.590,29 278.128,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.097,32 0,00 0,00 45.097,32
913.819,67 2.038.882,43 6.590,29 2.946.111,81
Buchwerte
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
EUR EUR
--- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.495,00 27.494,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.004.240,00
24.495,00 2.031.734,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 45.098,00 40.041,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.662,00 25.153,00
69.760,00 65.194,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
94.256,00 2.096.929,00

Lagebericht für 2010

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Weltwirtschaft

Eine kraftvolle Erholung kennzeichnete die Weltwirtschaft des Jahres 2010 nach dem Krisenjahr 2009. Zu dieser deutlichen Konjunkturverbesserung haben vor allem die in vielen Ländern sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie die stabile Nachfrage der Schwellenländer beigetragen. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern verlief allerdings sehr heterogen. Während die Wirtschaftsleistung in vielen Schwellenländern weit über dem Vorkrisenniveau lag, wurde der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in den meisten Industrieländern noch nicht ganz aufgeholt. Dennoch stieg das globale Bruttoinlandsprodukt insgesamt deutlich um 5,0 %, nach einem Rückgang um 0,6 % im Vorjahr. Eindrucksvoll verlief der Aufschwung vor allem in China, dessen Wirtschaftsleistung im Jahr 2010 um 10,3 % zulegen konnte. Damit hat das Reich der Mitte Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt überholt.

Euroraum

Im Euroraum war eine gespaltene Konjunkturentwicklung zu beobachten. Während der Kern der Staaten, die sich geographisch um Deutschland gruppieren, überwiegend auf ein insgesamt gutes Jahr 2010 zurückblicken kann, blieben die Staaten an der Euro-Peripherie – die Mittelmeer-Anrainer sowie Irland – mehrheitlich am Rande oder in der Rezession.

Deutschland

Deutschland blickt auf ein konjunkturell erfolgreiches Jahr 2010 zurück. Vor allem ein kräftiger Zuwachs des Außenhandels sorgte für ein deutliches Plus. Um 3,6 % hat das Bruttoinlandsprodukt 2010 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zugelegt. Damit ist der massive Einbruch, der mit Beginn der Rezession im zweiten Quartal 2008 einsetzte und bis zum ersten Quartal 2009 andauerte, inzwischen zu rund drei Vierteln wieder aufgeholt worden. Weitere Wachstumsstützen neben den Exporten (+ 14,2 %) waren insbesondere die Investitionen, die 2010 um 10,7 % zulegten, und der Staatsverbrauch, der um 2,2 % anstieg. Besonders beachtlich war zudem die Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Dezember 2010 mit 40,8 Mio. um rund 430.000 über dem Vorjahresmonat. Wenig Sorgen bereitete im abgelaufenen Jahr die Inflation. Mit 1,1 % blieb der Preisauftrieb auf der Konsumentenebene im Jahresdurchschnitt gering. Zum Jahresende hin stieg die Inflationsrate indes auf 1,7 % und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2008.

1.2 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Der deutsche Markt für Dental-Laser ist immer noch ein Markt im Aufbruch mit großem Wachstumspotential. Die Bereitschaft zum Einsatz von Laserprodukten nimmt in den letzten Jahren auch in Deutschland vermehrt zu. Dennoch ist Deutschland gegenüber den USA ein junger Markt, so dass die Möglichkeiten eines Dental-Lasereinsatzes noch nicht voll ausgeschöpft werden. Dabei kann jeder Patient von den Vorteilen einer Laseranwendung profitieren. In der Chirurgie wird anstelle eines Skalpells mit dem Laser geschnitten. Dies ist blutungsfrei und erheblich schmerzarmer, in vielen Fällen sogar schmerzfrei. Auf unangenehme Betäubungen kann daher meist verzichtet werden. Der Einsatz der Laser-Technologie ermöglicht dem behandelnden Arzt ein präziseres und ökonomisches Arbeiten. So können durch den Laser-Einsatz im Vergleich zu herkömmlichen Methoden die Behandlungszeiten pro Patient stark gesenkt werden. Hinzu kommt, dass der Einsatz von Lasern für eine moderne Praxis steht. Dies stellt für Zahnärzte einen entscheidenden Faktor dar, neue Patienten zu gewinnen. Technologisch geht der Trend weiterhin zu kleinen, preisgünstigen Weichgewebelasern. Diese Vorteile erkennt auch zunehmend der Dentalhandel, so dass in diesem Bereich künftig mit einem verstärkten Einsatz von Lasern zu rechnen ist.

1.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Ertragslage

Der Geschäftsverlauf der elexxion im Jahr 2010 zeichnete sich durch ein schwaches erstes Halbjahr und ein relativ starkes zweites Halbjahr aus. Dies führte im Berichtszeitraum zu einem Umsatzrückgang von 0,8 Mio. EUR bzw. 34,8 % auf 1,5 Mio. EUR (Umsatz 2009: 2,3 Mio. EUR). Der Auslandsumsatz reduzierte sich von 1,0 Mio. EUR um 10,0 % auf 0,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer Exportquote von 62,2 % gegenüber 45,3 % im Vorjahr. In Deutschland sank der Umsatz von 1,2 Mio. EUR um 50,0 % auf 0,6 Mio. EUR. Von diesen 0,6 Mio. EUR entfallen lediglich 0,1 Mio. EUR auf das erste Halbjahr, 0,5 Mio. EUR wurden im zweiten Halbjahr 2010 erwirtschaftet. Gründe für diese Umsatzverteilung waren im ersten Halbjahr hauptsächlich eine Verzögerung beim Aufbau eines gemeinsamen Laser-Vertriebsteams von Pluradent und elexxion sowie eine gewisse Kaufzurückhaltung der Kunden auf Grund der Einführung des claros pico Anfang des vierten Quartals 2010. In der zweiten Jahreshälfte führte der im August 2010 neu geschlossene Vertrag mit Pluradent, mit festen monatlichen Mindestumsätzen, zu einem erfreulichen Umsatzanstieg auf dem deutschen Heimatmarkt.

Aufgeteilt nach Produktgruppen ergab sich folgende Umsatzverteilung:

Produkt 2010 2009
• Elexxion claros nano 0,4 Mio. EUR 0,7 Mio. EUR
• Elexxion claros pico 0,3 Mio. EUR noch nicht am Markt
• Elexxion delos 0,3 Mio. EUR 0,7 Mio. EUR
• Elexxion claros 0,3 Mio. EUR 0,6 Mio. EUR
• Elexxion duros 0,1 Mio. EUR 0,0 Mio. EUR
• Zubehör/Ersatzteile/Sonstiges 0,1 Mio. EUR 0,3 Mio. EUR

Die Gesamtleistung verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 27,3 % von 2,2 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR.

Der Materialeinsatz betrug rund 1,0 Mio. EUR, was einem Rückgang um 23,1 % entspricht. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung erhöhte sich um 3,4 Prozentpunkte von 59,1 % in 2009 auf 62,5 % in 2010. Dadurch verschlechterte sich die Rohertragsquote auf 37,5 % der Gesamtleistung nach 40,1 % im Vorjahr.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert (2010: 0,9 Mio. EUR; 2009: 0,9 Mio. EUR). Auf Grund der gesunkenen Gesamtleistung beträgt der Personalaufwand nunmehr 56,3 % der Gesamtleistung gegenüber 40,1 % im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt waren im Berichtsjahr 18 Mitarbeiter inklusive Vorstand beschäftigt.

Wesentliche Einzelposten stellen die Werbe- und Reiskosten mit 0,5 Mio. EUR (2009: 0,4 Mio. EUR), die Rechts- und Beratungskosten mit 0,1 Mio. EUR (2009: 0,2 Mio. EUR), die Entwicklungs- und Patentkosten mit 0,2 Mio. EUR (2009: 0,1 Mio. EUR) sowie die Kosten der Börsennotierung mit 0,1 Mio. EUR (2009: 0,1 Mio. EUR) dar.

Die Erhöhung der Werbe- und Reisekosten resultierte aus der Neugestaltung des gesamten Marketings der elexxion. Gründe für den Anstieg der Entwicklungs- und Patentkosten waren die Entwicklungskosten des claros pico, der im September 2010 eingeführt wurde, sowie die Kosten für den Relaunch des delos 2.0 auf den delos 3.0.

Darüber hinaus ergaben sich außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR für die Durchführung der Kapitalerhöhung, 1,8 Mio. EUR für die außerplanmäßige Abschreibung des Firmenwerts sowie außerordentliche Erträge aus dem Forderungsverzicht in Höhe von 2,4 Mio. EUR der ehemaligen Ankeraktionärin L-Bank. Insgesamt ergibt sich dann ein außerordentliches Ergebnis von 0,4 Mio. EUR. Wir verweisen hierzu auf unsere detaillierten Ausführungen in der Vermögenslage.

Vermögenslage

Aus dem genehmigtem Kapital in Höhe von 2,1 Mio. EUR wurde auf Grund des Vorstandsbeschlusses vom 16. Februar 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 17. Februar 2010 eine Kapitalerhöhung in Höhe von 1,8 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR durchgeführt. Die Kapitalerhöhung wurde am 15. März 2010 im Handelsregister eingetragen. Danach verblieb ein genehmigtes Kapital von 0,3 Mio. EUR. Im Zuge der Kapitalerhöhung wurde ein unternehmerischer Privatinvestor gewonnen, der rund 1,5 Mio. Aktien gezeichnet hat.

Mit dem Hauptversammlungsbeschluss vom 17. Juni 2010 wurde das restliche genehmigte Kapital aufgehoben und der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der elexxion in der Zeit bis zum 16. Juni 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 3,0 Mio. EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden, Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010).

Im Rahmen einer Bilanzrestrukturierung im März 2010 hat die L-Bank als Hauptaktionärin ihre Gesellschafterdarlehen einschließlich gestundeter Zinsen in Höhe von 2,4 Mio. EUR vollumfänglich erlassen und sämtliche die von ihr gehaltenen Aktien an den Vorstand der elexxion veräußert. Die Gesellschaft ist nun frei von diesen Verbindlichkeiten einschließlich Zinsverpflichtungen. Vor dem Hintergrund des Verzichts auf die Gesellschafterdarlehen konnten die Verbindlichkeiten von 2,6 Mio. EUR um 92,3 % auf 0,2 Mio. EUR vermindert werden.

Im Rahmen der Verschmelzung der elexxion GmbH auf die ElexDent AG wurde im Geschäftsjahr 2006 erstmals ein Firmenwert bilanziert. Dieser Firmenwert wurde bislang über eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Auf Grund einer dauerhaften Wertminderung wurde der Firmenwert im Geschäftsjahr 2010 vollständig außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Vollabschreibung führte im Berichtsjahr zu einer Verminderung der Bilanzsumme von 3,0 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR. Im Zuge dessen verringerte sich das langfristig gebundene Anlagevermögen von 2,1 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR.

Auf Grund der vorgenannten Effekte verbesserte sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 10,5 % auf 67,8 %. Das Eigenkapital konnte somit von 0,3 Mio. EUR in 2009 um 0,5 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR erhöht werden.

Finanzlage

Durch die Kapitalerhöhung zu Beginn des Jahres 2010 wurden der elexxion rund 1,8 Mio. EUR an liquiden Mitteln zur Verfügung gestellt, was zu einer Beruhigung der bis dahin angespannten Liquiditätssituation führte. Der zwingend notwendige Investitionsbedarf in Entwicklung, Marketing und Ausbau des Vertriebs einerseits und die schwachen Umsatzzahlen im ersten Halbjahr, führten zu einer Verminderung der liquiden Mittel auf 0,2 Mio. EUR zum Jahresende. Gegenüber dem Vorjahr ist der Bestand an liquiden Mittel kaum verändert.

1.4 Position und Strategie der elexxion

Beim Ausbau der internationalen Märkte arbeitet elexxion in immer mehr Ländern mit leistungsstarken Vertriebspartnern zusammen. Diese Partnerschaften ermöglichen einen schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu neuen Märkten. In Europa, Asien und in den USA wurden bereits zahlreiche internationale Kooperationen initiiert. Im Jahr 2010 konnte elexxion weitere Vertriebspartner in der Ukraine, Slowenien, Italien, Frankreich, Griechenland, Tschechien und der Türkei gewinnen. Es ist geplant, die internationalen Kooperationen weiter kontinuierlich auszubauen.

In Deutschland verfolgt elexxion einen dualen Ansatz zum Vertrieb seiner Produkte. Neben einem eigenen Vertriebsteam arbeitet elexxion seit Ende 2008 mit einem starken nationalen Partner zusammen: der Pluradent. Diese Partnerschaft wurde Mitte 2010 nochmals optimiert und vertraglich neu festgelegt. Neben einem stärkeren personellen Engagement der Pluradent, hat sich Pluradent unter anderem zu festen monatlichen Mindestumsätzen verpflichtet. Ergänzend wurde bei der elexxion das Vertriebsteam von drei auf insgesamt vier Mitarbeiter verstärkt. Damit sind die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, um im deutschen Heimatmarkt mittelfristig wieder eine marktführende Rolle einzunehmen.

elexxion hat in den letzten Jahren seine Produktpalette konsequent an den Markttrends ausgerichtet und bietet sowohl preisgünstige Einsteigermodelle als auch höherwertige und leistungsfähigere Lasermodelle an. Nach dem claros nano, der bereits vom Markt sehr positiv aufgenommen wurde, hat elexxion im September 2010 erfolgreich den claros pico auf den Markt gebracht. Dieses Produkt ermöglicht zu einem höchst attraktiven Preis ausgewählte Anwendungen im Bereich Weichgewebe und bei der Parodontosebehandlung. Die Resonanz für den claros pico nach der Markteinführung war äußerst positiv. So wurden bereits in den ersten vier Monaten nach der Markteinführung 73 Geräte verkauft. Insgesamt soll der claros pico mittelfristig zu einem klaren Umsatzschub bei elexxion führen. Vertrieben wird dieser Laser über den Partner Pluradent.

Weiteres Wachstumspotential sieht elexxion im Geschäftsbereich Verbrauchsmaterialen. Hier steht perio green, ein photodynamischer Wirkstoffkandidat, kurz vor der Markteinführung. perio green ist ein Wirkstoff, der durch eine Lichtquelle aktiviert und damit therapeutisch wirksam wird. Anwendungsgebiet ist die Parodontosebehandlung, ein echter Wachstumsmarkt, dessen weltweites Potential auf rund 3 Milliarden US$ geschätzt wird. Nach Abschluss der klinischen Tests und der erforderlichen Zulassungen soll perio green im Jahr 2011 auf den Markt gebracht werden.

1.5 Produkte

elexxion verfügt über eine moderne und innovative Produktpalette, die als technologisch führend gilt. Dabei weisen die Geräte eine besonders benutzungsfreundliche Bedienbarkeit auf. Insgesamt werden derzeit vier Lasersysteme angeboten, die auf zwei verschiedenen Laserquellen basieren.

Das System elexxion claros ist ein Diodenlaser für die Behandlung von Weichgewebe, während das System duros auf Basis eines Erbium:YAG-Lasers für die Hartgewebebehandlung konzipiert wurde.

Mit dem elexxion delos verfügt die Gesellschaft zudem über einen patentierten Kombinationslaser, mit dem sowohl Hart- als auch Weichgewebe behandelt werden können. Er basiert auf einem Erbium:YAG-Laser und einem Diodenlaser.

Durch die Pulsierung ihrer Diodenlaser können die elexxion Laser mit einer höheren Wattzahl arbeiten, ohne dass Schädigungen des Gewebes eintreten. Dieser Vorteil führt u.a. zu einer höheren Schnittgeschwindigkeit, die wiederum ein effizientes und effektives Arbeiten ermöglicht.

Im Segment der kleinen, kostengünstigeren Geräte ist die elexxion seit 2010 mit zwei Produkten vertreten. Der claros nano für die effiziente Weichgewebebehandlung ist bereits seit dem Jahr 2009 am Markt erfolgreich. Mit der Einführung des kleinen, mobilen und akkubetriebenen claros pico im September 2010, ist es elexxion gelungen, das Produktportfolio weiter abzurunden und ein weiteres Gerät erfolgreich am Markt zu platzieren.

Neben den Geräten bietet elexxion zudem Verbrauchsmaterialen wie u. a. Fasern oder das Bleaching Gel odobleach® an. Dieser Bereich der Verbrauchsmaterialen wird zukünftig weiter ausgebaut. Mit perio green hat elexxion einen photodynamischen Parodontosewirkstoff in der Pipeline, der nach erfolgreichem Abschluss der klinischen Studie bereits 2011 am Markt eingeführt werden soll.

1.6 Produktion

Am Firmensitz in Radolfzell verfügt elexxion über eigene Produktionskapazitäten. Hier werden der pico, claros, duros und delos gefertigt. Beim claros nano hat elexxion bis Anfang 2010 auf externe Fertigungskapazitäten zurückgegriffen, seit Mitte 2010 wird auch dieses Gerät wieder von elexxion selbst gefertigt.

Durch die eigene Fertigung ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte „Made in Germany“ sichergestellt. Zudem können so laufend Rückmeldungen von Kundenseite umgehend zur Verbesserung in die Produktion einfließen.

elexxion arbeitet kontinuierlich an den Verbesserungen der Prozesse des gesamten Supply Chain Managements. Mit der erfolgreichen Rekrutierung eines Produktionsleiters und einer erfahrenen strategischen Einkäuferin im November 2010, ist es elexxion gelungen, bereits nach kurzer Zeit erhebliche Potenziale entlang der Wertschöpfungskette aufzudecken, Prozesse zu verschlanken und Kosten einzusparen. Die Einsparungen der Einkaufskosten sowie die Verbesserungen der Zahlungsziele wirken sich zukünftig positiv auf die Liquidität aus. Hier sieht das Management für die Zukunft noch weitere Optimierungsmöglichkeiten und Einsparungspotenziale.

1.7 Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrierte sich elexxion im ersten Halbjahr 2010 vor allem auf drei wichtige Projekte. So wurde die Entwicklung des claros pico soweit vorangetrieben, dass Anfang September 2010 die europaweite Zulassung erreicht werden konnte. Die Vermarktung dieses innovativen Dentallasers, der vor allem von Zahnärzten eingesetzt wird, die bisher keinen Dentallaser genutzt haben, konnte bereits kurzfristig nach der erteilten Zulassung beginnen.

Die wesentlichen Meilensteine zum Relaunch des delos 2.0 unter dem Namen delos 3.0 wurden in 2010 gelegt. Neben einer stärkeren Laserquelle, einer leistungsfähigeren Kühlung und einer neuen Software, ist das System mit einem hochpräzisen Spiegelgelenkarm ohne Leistungsverluste ausgestattet. Auf der Internationalen Dentalschau Ende März 2011, wurde der delos 3.0 erstmals der internationalen Öffentlichkeit vorgestellt und erste Bestellungen entgegen genommen. Die Auslieferung der Systeme beginnt im Mai 2011.

Des Weiteren lief im ersten Halbjahr 2010 die klinische Studie für den neuen Wirkstoffkandidaten perio green. Hierbei handelt es sich um eine laserunterstützte photodynamische Therapie im Bereich Parodontosetherapie und Periimplantitisbehandlung.

Vorgängerprodukte von perio green werden seit ca. 10 Jahren in der Zahnmedizin angewendet. Das Grundprinzip hierbei ist, dass sich ein Farbstoff an die Bakterien der von Parodontose befallenen Zahnfleischtaschen ankoppelt und nach Bestrahlung mit Licht einer bestimmten Wellenlänge, toxisch auf diese Bakterien wirkt. Das Vorgängerprodukt hat zwei entscheidende Nachteile. Erstens wird für diese Behandlung ein spezielles Lasergerät benötigt, das ausschließlich für die Photodynamik genutzt werden kann. Zweitens handelt es sich um ein intensiv angefärbtes Gel, welches das gesamte Zahnfleisch des Patienten ca. zwei Tage blau einfärbt.

Nach der Einführung von perio green werden diese zwei Nachteile der Vergangenheit angehören. Nach einem Softwareupdate werden alle elexxion Geräte für dieses Verfahren geeignet sein. Der große Nutzen für die Patienten liegt darin, dass die Schleimhaut keine störende Blaufärbung erfährt und dass die blutige und schmerzhafte konventionelle Parodontosetherapie durch eine unblutige schmerzarme Laserbehandlung abgelöst wird.

Mit dieser Neuentwicklung kann es elexxion gelingen ein weiteres Koppelprodukt auf den Markt zu bringen, das die Attraktivität für Laserbehandlungen im Dentalbereich erheblich steigern wird. Nach erfolgreichem Abschluss der klinischen Studie ist nun die Markteinführung im Jahr 2011 geplant.

1.8 Vertrieb und Marketing

Als junges, innovatives Technologieunternehmen setzt elexxion auf eine internationale Vermarktung der Produkte durch Kooperationen. Diese haben den Vorteil, dass auf etablierte Vertriebsteams in der jeweiligen Region zurückgegriffen werden kann, und die einzelnen Marktbesonderheiten von Anfang an optimal berücksichtigt werden können. Ein entsprechender Aufbau eines direkten Vertriebs würde nicht nur deutlich länger dauern, sondern auch schnell an finanzielle Grenzen stoßen.

Mit der Firma Pluradent hat elexxion eines der führenden Dentaldepots in Deutschland und Österreich als Vertriebspartner. elexxion hat das Vertriebsnetz in der Vergangenheit deutlich ausgeweitet, so dass nun - neben Deutschland - u.a. die Länder Italien, Schweiz, Schweden, Dänemark, Slowenien, Kroatien, Ukraine, Ungarn, Griechenland, Saudi-Arabien, VAE, Libanon, Kuwait, Oman, Katar, Bahrain, Syrien, Libanon, Hongkong/Macau, Korea, Taiwan, Singapur und Japan abgedeckt werden.

Für den internationalen Vertrieb wurde zu Beginn des Jahres 2011 ein erfahrener Dental- Manager gewonnen, der unter anderem die Märkte des Vereinigten Königreichs, Indien, Südafrika und Libanon betreuen wird.

Für eine stärkere Marktdurchdringung ist es erforderlich, dass die Zahnärzte über die Möglichkeiten und die neuesten technologischen Entwicklungen im Bereich Dentallaser informiert und geschult werden. Über die Dental Academy von elexxion wird diese Vertriebsunterstützung seit Jahren am Standort Radolfzell angeboten.

Im Jahr 2010 wurde das komplette Marketingmaterial von elexxion in Zusammenarbeit mit der Marketingagentur Müntzel & Blum, in über 80 Einzelprojekten überarbeitet, verbessert und vereinheitlicht.

1.9 Chancen und Risiken

Für die Geschäftstätigkeit bestehen bestimmte Risiken, deren Eintreten sich nachteilig auf die künftige Entwicklung der Geschäfts-, Finanz- und Ertragslage auswirken kann. Hierbei sind vor allem zu nennen:

elexxion ist dem exogenen Risiko der internationalen Märkte ausgesetzt. Insbesondere die angespannte Lage öffentlicher und privater Gesundheitsträger weltweit sowie Verzögerungen in geschäftlichen Anbahnungsprozessen könnten den Absatz der elexxion zunehmend erschweren. Verstärkte Wettbewerbsaktivitäten sowie Investitionszurückhaltungen der Endkunden können zu einer Verfehlung der Umsatz-, Ertrags-, und Liquiditätsprognosen führen. Sollte die Erhaltung der Liquidität durch Ausbleiben von Umsatz- und Ertragszielen nicht gelingen, wäre die Gesellschaft auf die weitere Zuführung finanzieller Mitteln angewiesen, um den Bestand des Unternehmens nicht zu gefährden. Durch innovative Produkte, einen erstklassigen Service, intensive Betreuung unserer Vertriebspartner und der Endkunden sowie eine intensive Marktbeobachtung versuchen wir diesen Risiken zu begegnen.
Durch die hohe Komplexität und Spezialisierung der Produkte ist elexxion einem erhöhten Fertigungs- und Zulieferrisiko ausgesetzt. Ferner können insbesondere vor dem Hintergrund der zukünftigen Produktionsausweitung unerwartete Qualitätsverluste innerhalb der Produktpalette die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen. Durch ein umfangreiches kunden- und prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem, den Abschluss von mittelfristigen Lieferverträgen sowie einer engen Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, bereits vor dem Zeitpunkt der Produktentwicklung, versuchen wir, diesen Risiken aktiv zu begegnen.
Ferner können auf Grund unserer F&E-Tätigkeiten sowie durch bereits bestehende Schutzrechte Kollisionen mit Schutzrechten Dritter entstehen. Teilweise lassen sich diese Risiken nur bedingt steuern. Durch eine hochqualitative und umfängliche Rechtsberatung versuchen wir, mögliche Negativeffekte zu minimieren. Aktuell sind weder Rechtsstreitigkeiten anhängig noch uns Tatsachen bekannt, welche auf Schutzrechtskollisionen hinweisen.
Ein Rechtsstreit aus dem Jahre 2010 mit einem ehemaligen Mitarbeiter der elexxion ist aktuell anhängig. Der Ausgang dieses Rechtstreits ist ungewiss und kann nach der momentanen Beurteilung der Rechtsanwälte nicht seriös abgeschätzt werden. Möglichen Ansprüchen gegen elexxion wurde durch Bildung einer Rückstellungen Rechnung getragen.
Weitere Risiken bestehen durch verzögerte Zulassungen bei Neuentwicklungen. Speziell mit dem Wirkstoffkandidaten perio green betritt elexxion Neuland. Während in Europa bereits photodynamische Systeme als Medizinprodukt zugelassen sind, gibt es in den USA bisher keine vergleichbaren Produkte auf die sich eine 510k Registrierung stützen könnte. Ein latentes Risiko besteht generell bei neuen Produkten wie dem claros pico sowie dem delos 3.0, wenn durch fehlende Marktakzeptanz die Umsatzerwartungen nicht erfüllt werden können.
Die Konkurrenzsituation hat sich in den letzten Jahren verändert. Führende Hersteller im Dentalbereich sind mit kostengünstigen Kompaktlasern in die Geschäftsbereiche der elexxion eingetreten. Wir sehen durch diese Aktivitäten unsere Geschäftsstrategie bestätigt, im Segment der Diodenlaser unter 10.000 Euro zukünftig die größten Zuwachsraten zu sehen.
Die Finanzsituation der Gesellschaft ist in hohem Maße von der Umsatzrealisierung auf den internationalen Absatzmärkten abhängig. Die nationalen Umsätze sind für das Jahr 2011 durch den Vertrag mit Pluradent abgesichert. Jedoch hat Pluradent die Möglichkeit, die Mindestumsätze der einzelnen Monate kumuliert auf das Quartalsende zu verschieben. Diese Zahlungsstromschwankungen können innerhalb des Quartals zu kurzfristigen Liquiditätsrisiken führen. Die Zielerreichung der geplanten Umsätze im Ausland ist daher ein entscheidender Erfolgsfaktor. Eine wesentliche Rolle wird hierbei der Absatz des hochpreisigen delos 3.0 in den internationalen Märkten spielen.
Im Zuge der Finanzkrise wurde im Juli 2009 die Sanierungsklausel von der deutschen Bundesregierung auf den Weg gebracht. Die Sanierungsklausel des § 8c Absatz 1a Körperschaftsteuergesetz sollte es notleidenden Unternehmen ermöglichen, die Verlustvorträge nach einem Beteiligungserwerb beizubehalten, wenn die Voraussetzungen für eine Sanierung erfüllt sind. Der Europäische Gerichtshof (EUGH) erklärte die Sanierungsklausel im Januar 2011 allerdings rückwirkend für rechtswidrig, da diese den Wettbewerb im Binnenmarkt verzerre und nicht im Einklang mit den Regeln der staatlichen Beihilfe stehe. Nach dem Forderungsverzicht der L-Bank sowie der Übertragung ihrer Geschäftsanteile an den Vorstand der elexxion, lagen sowohl ein schädlicher Beteiligungserwerb als auch die Voraussetzungen einer Sanierung im Sinne der Sanierungsklausel vor. Die rückwirkende Ablehnung der Sanierungsklausel durch die EU-Kommission hat jedoch aller Voraussicht nach dazu geführt, dass sämtliche bis zum 03. Mai 2011 aufgelaufen steuerlichen Verlustvorträge der Gesellschaft untergegangen sind. Nach einer Pressemitteilung des Bundesministeriums der Finanzen vom 09. März 2011 wird die Bundesregierung gegen den Beschluss der EU-Kommission betreffend die Sanierungsklausel Klage erheben. Sollte die Bundesregierung mit ihrer Klage obsiegen, könnte die Sanierungsklausel wieder Anwendung finden. In diesem Fall blieben elexxion die steuerlichen Verlustvorträge erhalten.
Mit dem Ausbau des Controllings, insbesondere mit der Einführung der Balanced Scorecard, ein ganzheitliches Kenzahlensystem zur Umsetzung der Unternehmensstrategie ist ein internes Steuerungs- und Regelsystem geschaffen worden. Das betriebswirtschaftliche Steuerungsinstrument Balanced Scorecard soll den Vorstand unterstützen mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen um diesen proaktiv entgegenwirken zu können.

elexxion sind derzeit keine weiteren wesentlichen Risiken bekannt, welche einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben könnten.

Neben Risiken birgt die Geschäftstätigkeit von elexxion auch substanzielle Chancen. Die im Folgenden gelisteten Punkte geben hierzu einen Überblick.

elexxion verfügt im internationalen Wettbewerbsumfeld mit sehr gut etablierten Produkten über eine technologisch herausragende Position. Diese soll unter Berücksichtigung aktueller Trends im Dentalmarkt mit neuen Produkten dauerhaft ausgebaut werden. Insbesondere die Entwicklung von Behandlungssystemen, die keine kostenintensiven Geräte erfordern, sondern die therapeutische Wirkung über photochemische Reaktionen bewirken, eröffnen elexxion völlig neue Perspektiven bei der Gestaltung zukünftiger Geschäftsmodelle.
elexxion baut im weltweiten Vertrieb Partnerschaften mit führenden Distributoren in den Kernmärkten auf. Daher wird die Ausrichtung von elexxion zunehmend vertriebsorientiert. Diese Partner werden durch unser Medical Marketing aktiv unterstützt. Ferner wurde ein international erfahrener und anerkannter freier Handelsvertreter für den Aufbau des britischen Marktes und weiterer Märkte gewonnen.
Durch permanente Optimierung der internen Prozesse sind wir in der Lage, flexibel auf die Marktveränderungen und die Bedürfnisse unserer regionalen Distributionspartner einzugehen.

1.10 Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2010 sind für elexxion weitere wichtige Ereignisse eingetreten.

Zu Beginn des Jahres 2011 befand sich elexxion in einem Liquiditätsengpass, der durch eine Kapitalerhöhung im März zügig überwunden werden konnte. Mit dem Beschluss des Vorstands vom 28. Februar 2011 zur Ausnutzung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital und dem Beschluss des Aufsichtsrats vom 3. März 2011 zur Zustimmung der Kapitalerhöhung wurde das Grundkapital der elexxion um 0,6 Mio. EUR auf insgesamt 6,6 Mio. EUR erhöht. Hierbei wurde den Altaktionären ein Bezugsrecht eingeräumt. Nach Ausübung der Bezugsrechte durch die Altaktionäre wurden die restlichen Aktien durch einen unternehmerischen Investor gezeichnet. Dem Unternehmen wurden hierdurch 0,6 Mio. EUR an liquiden Mitteln zur Verfügung gestellt.

Im Zuge der Kapitalerhöhung hat der Aufsichtsrat der elexxion am 28. Februar 2011 die Neufassung der Satzung nach der Durchführung der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital beschlossen. Nach der Neufassung der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 16. Juni 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 2,4 Mio. EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden, Stückaktien zu erhöhen.