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Einhell Germany AG — Annual Report 2012
May 23, 2013
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Annual Report
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Einhell Germany AG
Landau/Isar
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
GESCHÄFTSBERICHT 2012
Einhell® GUT GEMACHT.
www.einhell.com
Kennzahlen Einhell-Konzern
EINHELL-KONZERN ÜBERSICHT
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| Konzern-Kennzahlen | 2010 | 2011 | 2012 | Veränderung 2011/2012 in %* |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatz | Mio. EUR | 365,4 | 365,3 | 379,9 | 4,0 |
| - davon Division Werkzeuge | Mio. EUR | 217,6 | 220,5 | 230,8 | 4,7 |
| - davon Division Garten & Freizeit | Mio. EUR | 147,8 | 144,8 | 149,1 | 3,0 |
| EBIT | Mio. EUR | 21,5 | 22,7 | 12,1 | -46,7 |
| EBT (Earnings Before Tax) | Mio. EUR | 20,2 | 19,1 | 10,2 | -46,6 |
| Jahresüberschuss vor Anteilen anderer Gesellschafter | Mio. EUR | 16,0 | 14,4 | 5,6 | -61,1 |
| Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter | Mio. EUR | 16,2 | 14,5 | 5,8 | -60,0 |
| Umsatzrendite vor Steuern | in % | 5,5 | 5,2 | 2,7 | -48,1 |
| Umsatzrendite nach Steuern u. vor Anteilen anderer Gesellschafter | in % | 4,4 | 3,9 | 1,5 | -61,5 |
| Personalaufwand | Mio. EUR | 38,6 | 43,1 | 51,7 | 20,0 |
| Abschreibungen | Mio. EUR | 3,3 | 2,5 | 2,7 | 8,0 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 253,4 | 245,2 | 259,4 | 5,8 |
| Anlagevermögen | Mio. EUR | 26,6 | 27,3 | 28,8 | 5,5 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 145,0 | 163,2 | 160,3 | -1,8 |
| Eigenkapitalquote | in % | 57,2 | 66,6 | 61,8 | -7,2 |
| Kapitalflussrechnung | |||||
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. EUR | -7,7 | -4,0 | -11,9 | -197,5 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | Mio. EUR | -3,0 | -4,0 | -4,0 | 0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | Mio. EUR | -2,2 | -22,8 | 7,6 | 133,3 |
| Weitere Kennzahlen | |||||
| Investitionen | Mio. EUR | 3,6 | 3,7 | 4,8 | 29,7 |
| Mitarbeiter Jahresdurchschnitt | Anzahl | 1.005 | 1.139 | 1.301 | 14,2 |
| Umsatz pro Mitarbeiter | TEUR | 364 | 321 | 292 | -9,0 |
| Aktie | |||||
| Dividende (Vz. / St.) | EUR | 0,80/0,74 | 0,80/0,74 | 0,60/0,54 | -25,0/-27,0 |
| Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG | EUR | 4,3 | 3,9 | 1,5 | -61,5 |
| Börsenkurs am 31.12. | EUR | 41,00 | 28,60 | 29,33 | 2,6 |
*) Veränderung auf Basis Mio. Euro
PROFIL EINHELL-KONZERN
Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau a. d. Isar (Deutschland) ist die Zentrale des Einhell-Konzerns.
Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Handwerker und Heimwerker zur Anwendung in Haus, Garten und Freizeit.
Einhell bedient Baumärkte sowie den qualifizierten Fachhandel, aber auch andere Vertriebskanäle mit Sortimentskompetenz im DIY Bereich.
Die Division "Werkzeuge" umfasst im Wesentlichen handgeführte Elektrowerkzeuge und stationäre Werkzeuge sowie Zubehör.
Die Division "Garten & Freizeit" umfasst verschiedene Produkte im Bereich der Garten- und Rasenpflege sowie ein breites Pumpenprogramm.
Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden.
Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden des Einhell-Konzerns sicher.
"Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere" ist die Leitlinie unserer Produktpolitik.
Unsere Philosophie: "Markenqualität für Preisbewusste."
WELTWEITE PRÄSENZ

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| Ägypten | Finnland | Kosovo | Österreich | Sudan |
| Afghanistan | Frankreich | Kroatien | Oman | Syrien |
| Argentinien | Griechenland | Kuwait | Pakistan | Togo |
| Äquatorialguinea | Großbritannien | Lettland | Polen | Tschechien |
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| Chile | Italien | Moldavien | Serbien | Weißrussland |
| China | Jemen | Mongolei | Slowakei | |
| Dänemark | Jordanien | Neuseeland | Slowenien | |
| Deutschland | Kasachstan | Niederlande | Spanien | |
| Estland | Kolumbien | Norwegen | Sri Lanka |
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die wirtschaftliche Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr 2012 weiter abgeschwächt. Einige süd- und westeuropäische Länder verzeichnen negatives Wirtschaftswachstum. Die getroffenen finanzpolitischen Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise im Euroraum wirken sich belastend auf die einzelnen Volkswirtschaften aus. Diese Krise spiegelt sich auch in den Umsatz- und Ertragszahlen des Einhell-Konzerns wider. Der Einhell-Konzern konnte in einem schwierigen Marktumfeld seinen Umsatz im Vorjahresvergleich steigern. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2012 beträgt 379,9 Mio. EUR gegenüber 365,3 Mio. EUR im Vorjahr. Wesentlich beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung durch den strategischen Zukauf der kwb tools. Die kwb tools GmbH und die KWB-RUS OOO konnten seit Mai 2012 mit einem Umsatz in Höhe von 18,5 Mio. EUR zum Konzernumsatz beitragen. Das Konzernergebnis vor Steuern verringerte sich auf 10,2 Mio. Euro (Vorjahr 19,1 Mio. Euro).
Der Rückgang der Ertragskraft wird stark geprägt von verschiedenen zukunftsorientierten Aufwendungen.
So wurde im Jahr 2012 ein weiterer wichtiger strategischer Meilenstein umgesetzt. Im Herbst startete die Marketingkampagne "EINHELL GUT GEMACHT". Die Werbekampagne umfasste zum Starttermin die Länder Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien und Polen. Im aktuellen Jahr sowie in den Folgejahren sind je zwei Kampagnendurchgänge geplant, mit denen in den Frühjahrsmonaten verstärkt Gartengeräte und im Herbst vor allem Elektrowerkzeuge beworben werden. Ziel dieser Werbekampagne ist es, den Bekanntheitsgrad der Marke Einhell zu steigern und Emotionen hervorzurufen. Des Weiteren soll die Positionierung der Marke langfristig verändert sowie der Marktanteil in den Kernwarengruppen erhöht werden. Zum Start der Werbekampagne ging auch unsere neue Homepage online. Unseren Kunden werden so möglichst viele Informationen über die Produkte zur Verfügung gestellt, was die Kaufentscheidung positiv beeinflussen soll.
Des Weiteren wurde damit begonnen, das Business Unit-Konzept umzusetzen und die Strukturen auf die Weiterentwicklung der nächsten Jahre auszurichten. Es wurde eine komplette strukturelle Ebene in Form von Business Unit-Managern und Regionalmanagern geschaffen, die sich als Business-Unit-Manager für Werkzeug einerseits und Garten & Freizeit andererseits um das Produktmanagement und Produktaufbereitung, die Beschaffung und die Weiterentwicklung des Sortiments mit Blick auf den Vertrieb dieser Warengruppen kümmern. Die Rolle des Regionalmanagers beinhaltet insbesondere die enge Betreuung und Weiterentwicklung von fest zugeordneten Konzerngesellschaften, welche zu Regionen zusammengefasst wurden.
Im Geschäftsjahr 2012 konnten in der Region D/A/CH (Deutschland/Österreich/Schweiz) Umsätze in Höhe von 180,7 Mio. EUR (i. Vj. 177,2 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil der Region D/A/CH am Umsatz beträgt 47,6%.
Im übrigen Europa verringerten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ergibt sich eine Umsatzreduzierung von 152,7 Mio. EUR auf 148,7 Mio. EUR.
Die Umsätze in der Region Asien betrugen im Berichtszeitraum 18,3 Mio. EUR (i. Vj. 14,6 Mio. EUR).
Wie bereits im Vorjahr konnten in den übrigen Ländern und Südamerika die Umsätze deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Umsätze um 11,4 Mio. EUR auf 32,2 Mio. EUR (i. Vj. 20,8 Mio. EUR). Negativ wirken sich die Anlaufverluste im Zusammenhang mit dem Aufsetzen der kompletten Infrastruktur in den zuletzt neu gegründeten Tochtergesellschaften aus. Zudem hatten auch etablierte Konzerngesellschaften mit den schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen und verzeichneten Einbußen.
Im Geschäftsjahr 2012 konnten wir unser Produktsortiment durch die Übernahme der kwb tools erweitern. kwb tools ist ein international aktives Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Stuhr bei Bremen und zählt zu den führenden europäischen Systemanbietern für Werkzeug und Elektrowerkzeugzubehör. Die Ergänzung unseres Produktsortiments um den Bereich Zubehör stellt für uns einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung als A-Marke dar. Die kwb tools GmbH und die KWB-RUS OOO erzielen jährlich einen Umsatz von ca. 25-30 Mio. Euro. Für das anteilige Geschäftsjahr Mai bis Dezember 2012 ergibt sich aus dem laufenden Geschäft für uns eine Umsatzsteigerung von 18,5 Mio. Euro. Durch die Integration der kwb tools in den Konzern können wir ein komplettes Zubehörsortiment über die Vertriebsgesellschaften weltweit anbieten. Damit sind wir in der Lage, ein weiteres zusätzliches Umsatzvolumen über das Einhell-Kerngeschäft hinaus generieren zu können.
Die weitere Internationalisierung ist unser wesentliches strategisches Ziel. Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Wir wollen uns damit zu einem weltweiten Marken-Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln. Dabei verfolgen wir eine konsequente Expansionspolitik, die sowohl auf eine möglichst frühe Marktpartizipation als auch auf gewinnbringende Investitionen setzt. Vor allem die süd- und mittelamerikanischen Länder werden als wachstumsträchtige Zukunftsmärkte angesehen, an deren positiver Entwicklung wir uns in den kommenden Jahren vermehrt beteiligen wollen. Im Jahr 2013 ist die Gründung einer Tochtergesellschaft in Kolumbien geplant. Zusammen mit den bereits bestehenden Tochtergesellschaften in Brasilien, Argentinien und Chile wird die Marktdurchdringung durch den Einhell-Konzern weiter vorangetrieben.
Wir investieren wie bereits im Vorjahr personell weiterhin stark in den Ausbau der Qualität der Produkte sowie in den Aufbau weiterer Vertriebskanäle, was für die strukturelle Weiterentwicklung des Konzerns notwendig ist. Qualifizierte Mitarbeiter sind für eine erfolgreiche Internationalisierung - sowohl in den Tochterunternehmen als auch bei der Einhell Germany AG - besonders wichtig. Entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote sollen unseren Mitarbeitern einen attraktiven Qualifizierungsrahmen bieten, um die ständig steigenden Anforderungen der globalen Ausrichtung des Einhell-Konzerns erfolgreich bewältigen zu können. Die fachliche Qualifikation sowie die Zufriedenheit der Mitarbeiter gehören zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Trotz der gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeiten haben wir es durch den außerordentlichen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschafft, uns im Geschäftsjahr 2012 auf den Märkten zu behaupten. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle persönlich und auch im Namen meiner Vorstandskollegen ausdrücklich bedanken.
Der Einhell-Konzern orientiert sich bei seiner Dividendenpolitik bereits seit Jahren am Ertrag des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 21. Juni 2013 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr 0,80 Euro) und 0,54 Euro je Stammaktie (Vorjahr 0,74 Euro) an Sie, unsere Aktionäre, auszuschütten. Diese verringerte Ausschüttung spiegelt den Ertragsrückgang im Geschäftsjahr 2012 wieder.
Unsere vorausschauende Finanzpolitik ermöglicht uns auch in Zukunft notwendige Investitionen zu tätigen. Unsere exzellente Eigenkapitalquote von ca. 62% ist eine stabile Basis für unsere weitere Expansion. Unser erklärtes Ziel ist ein stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum. Mit unserer guten finanziellen Ausstattung können wir die notwendigen Maßnahmen zur Erreichung unserer Ziele ergreifen.
Für das Geschäftsjahr 2013 wird ein Wachstum für die Weltwirtschaft von 3,5% prognostiziert. Dieses Wachstum wird vor allem durch die Schwellenländer getragen. Für den Euroraum wird für das laufende Jahr 2013 sogar eine leichte Schrumpfung der Wirtschaftsleistung von 0,2% vorhergesagt. Zu den wirtschaftlichen Faktoren kommen auch noch politische Unwägbarkeiten, die sich maßgeblich auf die Märkte auswirken können. Durch die von uns eingeleiteten Maßnahmen sind wir aber optimistisch eine weitere Stabilisierung und nachhaltige Steigerung unserer Ertragskraft zu erzielen.
Sie als Aktionäre begleiten und unterstützen uns auf unserem Weg. Sie vertrauen uns und unseren Entscheidungen. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken. Wir werden auch in Zukunft alles dafür tun, Ihr Vertrauen zu rechtfertigen.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Kroiss, Vorsitzender des Vorstands
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Im nachfolgenden Bericht möchten wir, der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, über unsere Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 informieren. Wir haben uns eingehend mit der operativen und strategischen Entwicklung Ihres Unternehmens befasst.
Schwerpunkte der Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2012 kam der Aufsichtsrat zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Die Hauptthemen dieser Sitzungen waren die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage der Einhell Germany AG und deren Tochtergesellschaften, die Akquisition der kwb tools zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft KWB-RUS OOO und die Planungen für das Geschäftsjahr 2013. Auch außerhalb der Sitzungen wurden wir vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Entwicklung des Konzerns informiert. Darüber hinaus wurde ich vom Vorstandsvorsitzenden über wichtige geschäftliche Vorgänge fortlaufend direkt unterrichtet. Dank dieser ausgezeichneten Informationsbereitstellung konnten wir als Aufsichtsrat unsere Funktion zur Überwachung und beratenden Unterstützung des Vorstands im vollen Umfang erfüllen. Es gab keine Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen waren und über die die Hauptversammlung zu informieren wäre.
Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl über die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Einhell-Konzerns als auch über die Unternehmensstrategie und -entwicklung.
Die erste Aufsichtsratssitzung fand am 03. April 2012 statt. Hier wurden der Jahres- und Konzernabschluss 2011 durch den Vorstand der Einhell Germany AG und die Abschlussprüfer der KPMG ausführlich erläutert. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 14. Juni 2012 wurde besprochen. Dabei entschied der Aufsichtsrat, die KPMG zur Wiederbestellung auf der Hauptversammlung vorzuschlagen. Nach Vorlage der Berichte der Due Diligence der kwb tools und der Tochtergesellschaft KWB-RUS OOO an den Aufsichtsrat wurde der angestrebte Kauf ausführlich diskutiert und die weitere Vorgehensweise bezüglich der Akquisition besprochen.
Die zweite Aufsichtsratssitzung fand am 14. Juni 2012 im Anschluss an die Hauptversammlung statt. Neben der Festlegung der Termine für die Aufsichtsratssitzungen und die Hauptversammlung 2013 wurde die laufende Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns besprochen. Zudem wurde der Integrationsprozess hinsichtlich der neu erworbenen kwb-Gesellschaften in Deutschland und Russland ausführlich erörtert.
Das zentrale Thema der dritten Aufsichtsratssitzung vom 20. September 2012 war die Erläuterung der aktuellen Geschäftszahlen des Einhell-Konzerns, insbesondere die der Tochtergesellschaften. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Straffung der Konzernstruktur in den kommenden Jahren besprochen. Daraus ergab sich eine Diskussion über die strategische Führung der Tochtergesellschaften. Dabei bestand Einigkeit darüber, Tochtergesellschaften grundsätzlich dezentral zu führen und damit deren Eigenverantwortlichkeit zu fördern. Ebenso wurde die Implementierung der Business-Units und der Regionalmanagementstruktur dargelegt. Außerdem wurde die Umstellung des Wareneinkaufs der Einhell Germany AG von US-Dollar zum chinesischen Renminbi vorgestellt und erläutert.
In der vierten Sitzung des Aufsichtsrates am 20. Dezember 2012 wurden neben den aktuellen Geschäftszahlen des Einhell-Konzerns vor allem die detaillierten Planungen für das Geschäftsjahr 2013 sowie die Erwartungen bis 2015 besprochen. Dabei wurden die Zahlen der einzelnen Tochtergesellschaften intensiv diskutiert. Das Konzernbudget wurde anschließend durch den Aufsichtsrat verabschiedet. Ein weiteres Thema war die Wirkung der bereits ergriffenen Marketingmaßnahmen und der Umfang der weiteren, geplanten Marketingschritte im Geschäftsjahr 2013. Hier wurde insbesondere über die laufende TV-Kampagne informiert.
In den Aufsichtsratssitzungen 2012 waren stets alle Mitglieder vollzählig anwesend.
Corporate Governance
Vorstand und Aufsichtsrat haben die Corporate Governance überprüft und eine aktualisierte Entsprechenserklärung beschlossen, die auch im Corporate-Governance Bericht abgedruckt ist. Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend, mit wenigen Ausnahmen, auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Auch im Geschäftsjahr 2012 überprüfte der Aufsichtsrat die Vergütung der Vorstandsmitglieder. So wurden insbesondere die Vergütungsbestandteile daraufhin überprüft, ob sie in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wird beim Einhell-Konzern entsprechend Rechnung getragen.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Einhell Germany AG, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Sowohl die Unterlagen zu den Abschlüssen als auch die Prüfungsberichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt.
Die Prüfung und Besprechung dieser Unterlagen erfolgte in der Aufsichtsratssitzung vom 11. April 2013. Der Vorstand erläuterte uns dabei die von ihm aufgestellten Finanzberichte ausführlich.
Die Sitzung fand im Beisein der Abschlussprüfer statt, die über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichteten. Die Vertreter des Abschlussprüfers bestätigten, dass das vom Vorstand eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Es wurden keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess festgestellt. Während der Abschlussprüfung wurden keine Tatsachen bekannt, die der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat widersprechen.
Den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung für das Geschäftsjahr 2012 haben wir geprüft und halten ihn der aktuellen Geschäftsentwicklung entsprechend angemessen. Dem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt.
Der Aufsichtsrat möchte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Mitgliedern des Vorstands für ihren persönlichen Beitrag im eher verhalten verlaufenden Geschäftsjahr 2012 bedanken.
Landau a. d. Isar, im April 2013
Josef Thannhuber, Vorsitzender des Aufsichtsrats
CORPORATE GOVERNANCE
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz:
Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG erklären, dass die Einhell Germany AG seit Abgabe der letzten Erklärung im Dezember 2011 den Verhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" überwiegend entsprochen hat und auch in Zukunft überwiegend entsprechen wird. Die Abweichungen von den Empfehlungen samt Begründung ersehen Sie nachfolgend im Detail.
Landau, im Januar 2013
Einhell Germany AG
Vorstand und Aufsichtsrat
ERKLÄRUNG ZUR CORPORATE GOVERNANCE
Der in Deutschland von einer Regierungskommission erarbeitete Corporate Governance Kodex soll dazu beitragen, die in Deutschland geltenden Regeln für die Unternehmensleitung und -überwachung für nationale und internationale Investoren transparent zu machen. Die Einhell Germany AG hat sich durch die freiwillige Abgabe der Corporate Governance Erklärung dazu verpflichtet, eine verantwortungsbewusste, auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Konzerns zu gewährleisten. Durch die Erklärung schafft die Einhell Germany AG Transparenz über die rechtlichen und unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen und fördert das Vertrauen ihrer nationalen und internationalen Anleger, ihrer Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit.
In diesem Sinne regeln die Grundsätze des Einhell-Konzerns die Beziehung zu seinen Aktionären und dem gesellschaftlichen und politischen Umfeld des Unternehmens, die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und die Anforderungen an Transparenz und Rechnungslegung.
Die Einhell Germany AG überprüft regelmäßig ihre Corporate Governance Erklärung hinsichtlich neuer Erfahrungen und gesetzlicher Vorgaben sowie fortentwickelter nationaler und internationaler Standards und passt sie gegebenenfalls an.
Die gemäß § 161 AktG von Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich abzugebende Entsprechenserklärung wurde letztmals im Januar 2013 abgegeben. Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen:
Aktionäre und Hauptversammlung, Einladung zur Hauptversammlung, Briefwahl, Stimmrechtsvertreter Kodex Ziffer 2.3.1
Die mit dem Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) eröffnete Möglichkeit der Briefwahl ist noch mit zahlreichen rechtlichen und praktischen Problemen behaftet. Vor diesem Hintergrund verzichtet die Einhell Germany AG zunächst noch auf die Anwendung.
Kodex Ziffer 2.3.2
Die Einhell Germany AG hat Inhaberaktien ausgegeben und ihr sind deshalb nicht alle Aktionäre, Aktionärsvereinigungen und Finanzdienstleister samt deren Adressen bekannt. Eine elektronische Übermittlung von Einberufungsunterlagen findet daher nur statt, wenn Aktionäre, Aktionärsvereinigungen und Finanzdienstleister dies ausdrücklich vorher verlangt haben.
Kodex Ziffer 2.3.4
Aufgrund der zusätzlichen Kosten, die mit der Implementierung eines solchen Kommunikationssystems zur Verfolgung der Hauptversammlung für die Aktionäre verbunden wären, wird derzeit von der Umsetzung dieser Anregung abgesehen.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Kodex Ziffer 3.8
Aus Gründen der Kontinuität besteht D&O Versicherungsschutz für den Aufsichtsrat ohne Selbstbehalt. Das verantwortungsvolle Handeln des Aufsichtsrats wird nach Ansicht der Einhell Germany AG durch Vereinbarung eines entsprechenden Selbstbehalts nicht zusätzlich gefördert.
Vorstand, Aufgaben und Zuständigkeiten
Kodex Ziffer 4.1.5
Die Besetzung von Führungsfunktionen erfolgt unter Beachtung der Diversity und im Einklang mit den Wertungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ohne Ansehung des Geschlechts.
Vorstand, Zusammensetzung und Vergütung
Kodex Ziffer 4.2.3
Die Vorstandsverträge sind ohne Abfindungs-Cap an die Restlaufzeit gebunden. Abfindungen sind generell nicht vorgesehen. Die Aufnahme eines Abfindungs-Caps hält die Einhell Germany AG vor diesem Hintergrund nicht für sinnvoll, da ein Vorstandsmitglied auf der vollständigen Auszahlung seiner Ansprüche aus dem Dienstvertrag bestehen und andernfalls seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern könnte.
Kodex Ziffer 4.2.5
Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben.
Aufsichtsrat (AR), Aufgaben und Zuständigkeiten
Kodex Ziffer 5.1.2
Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell Germany AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
Aufsichtsrat (AR), Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden
Kodex Ziffer 5.2
Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell Germany AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
Aufsichtsrat (AR), Bildung von Ausschüssen
Kodex Ziffer 5.3
Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell Germany AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
Aufsichtsrat (AR), Zusammensetzung und Vergütung
Kodex Ziffer 5.4.1
Derzeit ist aus Gründen der Kontinuität keine Altersgrenze vorgesehen.
Kodex Ziffer 5.4.6
Die Vergütung des Aufsichtsrats enthält erfolgsorientierte Bestandteile, die traditionell an die Ausschüttung von Dividenden gekoppelt sind.
Die Einhell Germany AG hält es aus Gründen der Wahrung der Persönlichkeitsrechte für ausreichend, dass die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats in der Satzung detailliert beschrieben sind. Eine individualisierte Ausweisung im Lagebericht findet daher nicht statt.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung, Rechnungslegung
Kodex Ziffer 7.1.2
Da der Aufsichtsrat sich laufend und zeitnah über die aktuellen Geschäftszahlen, Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte informiert, hält es die Einhell Germany AG für ausreichend, wenn diese Informationen vor der Veröffentlichung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben werden.
Der Konzernabschluss wird aufgrund der Komplexität im Konzernverbund binnen 120 Tage nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte binnen 60 Tage nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.
Diese Erklärung nach § 161 AktG zur Corporate Governance ebenso wie die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung können auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.
Werbekampagne 2012
EINHELL IST: GUT GEMACHT.
Wir arbeiten seit vielen Jahren hart daran, unsere Produkte und unsere Qualität zu verbessern. Es wurde in den letzten Jahren viel Geld investiert und wir können heute mit Stolz sagen, dass wir unseren Kunden eine völlig neue, formschöne und hochwertige Produktrange anbieten können. Das Feedback aus Kundengesprächen, aber auch viele Testergebnisse von Fachzeitschriften bestätigen die Richtigkeit dieser Investitionen.
Trotz all dieser Anstrengungen auf der Produktseite haben wir es aber noch nicht ganz geschafft, vom Handel, aber auch vom Endkunden als entsprechend profilierte Marke anerkannt zu werden. Aus diesem Grund gibt es nur eine Möglichkeit: Wir müssen die Tatsache, dass wir etwas Tolles geschaffen haben, direkt dem Endverbraucher kommunizieren und gleichzeitig die Nachfrage nach unseren Produkten bei unseren Handelskunden stärken. Das gelingt aber nur, wenn wir klar sagen, wer wir sind, wofür wir stehen und welchen Mehrwert Einhell als Marke bietet.
Dieser Herausforderung haben wir uns gestellt. Wir haben lange an der Konzeption unserer Kommunikation gefeilt und die begeisternde Kampagne "EINHELL GUT GEMACHT" ausgearbeitet. Der Ansatz: Elektrowerkzeuge und Gartengeräte von Einhell sehen gut aus, sind top verarbeitet, bieten intelligente Details und schneiden in Tests hervorragend ab. Also schaffen wir eine Kampagne, die Einhell-Produkte selbstbewusst und hochemotional als das präsentiert, was sie sind: tolle Geräte, die nicht nur einen perfekten Job machen, sondern auf die man stolz sein kann. Damit sind die Produkte unsere Helden und der Mittelpunkt unserer Kommunikation!
Und Mut zu selbstbewussten Ansagen! Genau diesen Anspruch formuliert auch der Claim der Kampagne: "EINHELL GUT GEMACHT". Ein klares Statement, das zeigt, was wir können und wofür wir als Unternehmen stehen. Zugleich ein starkes, aber nicht übertriebenes Lob für unsere Produkte. Vor allem aber ein Satz, den man sich merkt, der zum geflügelten Wort werden kann. Das Resultat beim Kunden muss sein: Einhell? Ja ... Gut gemacht!
Eine internationale Kampagne wurde im Herbst 2012 fast zeitgleich in Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien und Polen gestartet. Diese erstreckte sich über einen Zeitraum von bis zu 9 Wochen. In Anzeigen- und Plakatmotiven wurden unsere Produkte perfekt in Szene gesetzt, zusammen mit Headlines, die unsere Kampagne mit sympathischem Witz und Augenzwinkern vom Wettbewerb unterscheiden. Sie lassen den Betrachter schmunzeln und begeistern ihn so auf ganz subtile Weise für die Marke Einhell.
Für alle Kampagnen-Länder ist auch ein Fernsehspot produziert worden, ein packender, hochemotionaler Film bei dem unsere Geräte immer im Mittelpunkt des Geschehens stehen und mit einer Story, deren überraschendes Ende die Herzen der Zuschauer erobert.
Da das Internet aus unserem täglichen Leben kaum mehr wegzudenken ist und sich unsere Kunden dort bewegen, wurde auch die Einhell-Website komplett überarbeitet, um über eine voll integrierte Online-Kampagne die Themen Image, Abverkauf und Einbindung unserer Homepage gekonnt miteinander zu verknüpfen.
Mit zahlreichen POS-Maßnahmen wie Kartondisplays mit Kampagnentopper, Deckenabhängern sowie hochwertigen Metalldisplays für Elektro-Werkzeuge haben wir unsere Produkte im Fachhandel und führenden Baumärkten unterstützt, um den Endverbraucher bei der finalen Kaufentscheidung zu führen und mit zusätzlichen Informationen zur Seite zu stehen.
Auch die schönste Werbekampagne hilft nichts, wenn sie nicht gesehen wird, deshalb wurde in enger Abstimmung mit einer internationalen Mediaagentur ein Mediaplan erarbeitet, der in 2012 auf die Monate Oktober und November fokussiert war. Das Mediagesamtbudget unserer Kampagne umfasste einen hohen siebenstelligen Betrag. Zusammenfassend kann man feststellen, dass die Markenkampagne 2012 ein großer Erfolg war und sie auch im Jahre 2013 im Frühjahr und Herbst fortgesetzt wird.
DIE EINHELL-AKTIE
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| Einhell-Aktie im Überblick | |
|---|---|
| Wertpapierkennnummer (Vorzugsaktie) | 565493 |
| ISIN-Nummer (Vorzugsaktie) | DE0005654933 |
| Börsensegment | Prime Standard |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | 3.774.400 |
| * davon nicht börsennotierte Stammaktien | 2.094.400 |
| * davon börsennotierte Vorzugsaktien | 1.680.000 |
| Wertpapiergattung | Nennwertlose Stückaktien |
| Designated Sponsor | M. M. Warburg & Co. KGaA |
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| in EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Jahreshöchstkurs | 43,96 | 38,50 |
| Jahrestiefstkurs | 25,50 | 26,11 |
| Jahresschlusskurs | 28,60 | 29,33 |
| Kapitalmaßnahmen | - | - |
| Börsenkapitalisierung zum 31. Dezember in Mio EUR | 107,9 | 110,7 |
| Dividende Stammaktie | 0,74 | 0,54 |
| Dividende Vorzugsaktie | 0,80 | 0,60 |
| Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG | 3,9 | 1,5 |
Das Börsenjahr 2012 verlief für die Anleger turbulent. Die Schuldenkrise im Euro-Raum weitete sich zunehmend aus. Zum Teil schien sogar ein Ausstieg bzw. Ausschluss eines Landes aus der gemeinsamen Währung möglich. Gerade die Südländer der Eurozone hatten mit maroden Banken, steigenden Zinsen, wachsenden Haushaltsdefiziten und schrumpfenden Volkswirtschaften zu kämpfen. Dies setzte die Aktienmärkte unter Druck. Auch der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar war Mitte des Jahres 2012 auf den tiefsten Stand seit 2010 gefallen. Eine Entspannung für die Märkte brachte erst die Ankündigung der EZB, künftig unter bestimmten Voraussetzungen Staatsanleihen von Euro-Krisenländern ankaufen zu können. Auch der im Oktober gestartete Euro-Rettungsschirm gab den Aktienmärkten Auftrieb. So konnte der DAX im ersten Quartal Zuwächse verzeichnen, geriet dann aber im weiteren Jahresverlauf unter Druck. Auf die Ankündigungen der EZB hin kletterte der DAX auf neue Jahreshöchststände und schloss mit einem Zuwachs von ca. 29% bei 7.612,39 Punkten. Noch besser entwickelte sich der MDAX, der mit einem Zuwachs von ca. 34% bei 11.914,37 Punkten das Jahr 2012 schloss. Insgesamt konnte der deutsche Aktienmarkt trotz der häufig negativen Meldungen aus dem Euroraum ein zufriedenstellendes Jahr 2012 verzeichnen.
Die Kursentwicklung der Einhell-Aktie
Nach einem Jahresschlusskurs 2011 von 28,60 Euro war die Einhell-Aktie in 2012 Schwankungen unterworfen und schloss zum Jahresende mit 29,33 Euro.
Dialog mit dem Kapitalmarkt
Der Einhell-Konzern ist auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtet. Daher ist der offene Dialog mit den Kapitalmarktteilnehmern ein wichtiger Bestandteil im Bereich Investor-Relations. Wir haben daher an verschiedenen Investorenkonferenzen, Roadshows und Analystenveranstaltungen teilgenommen. Dabei konnten wir in zahlreichen Einzelgesprächen über die laufende Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns informieren.
Hauptversammlung der Einhell Germany AG
Die ordentliche Hauptversammlung der Einhell Germany AG fand am Donnerstag, den 14. Juni 2012 in der Stadthalle in Landau an der Isar statt.
Neben dem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2011 und dem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2012 informierte der Vorstandsvorsitzende die Hauptversammlung über die Ausrichtung des Einhell-Konzerns in den kommenden Jahren, um sich auch in Zukunft auf dem Markt behaupten zu können.
Als eine der wichtigsten Maßnahmen erläuterte er dabei die Übernahme der kwb tools, einem Systemlieferanten der Bau- und Heimwerkermärkte für Elektrowerkzeugzubehör und Handwerkzeuge. Damit kann der Einhell-Konzern nun auch das Zubehör zu seinen Produkten anbieten und seine Marktposition deutlich stärken. Durch die im Einhell-Konzern bestehenden Vertriebsmöglichkeiten über die Tochtergesellschaften kann dieses Zubehör auch international ohne großen zusätzlichen Aufwand angeboten werden.
Zudem sollte im Geschäftsjahr 2012 weiter das Image der Marke Einhell geschärft werden. Dazu wurde mit der Listung von Einhell-Produkten im Fachhandel begonnen.
Außerdem lief im Herbst des Geschäftsjahres 2012 die Werbekampagne "EINHELL GUT GEMACHT" an. Es sind in den Folgejahren je zwei Kampagnendurchgänge geplant, mit denen die verschiedenen Produkte des Einhell-Konzerns beworben werden. Ziel der Marketingkampagne ist es, den Bekanntheitsgrad der Marke Einhell zu steigern und Emotionen hervorzurufen. Außerdem soll langfristig die Positionierung der Marke verändert werden sowie der Marktanteil in den Kernwarengruppen erhöht werden.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Josef Thannhuber bedankte sich beim Vorstand und bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragend geleistete Arbeit. Auch von Seiten der Aktionäre wurde die Vorstandsarbeit wohlwollend gewürdigt sowie der Belegschaft des Einhell-Konzerns herzlich gedankt.
Dividende
Auch im Geschäftsjahr 2012 orientiert sich die Einhell Germany AG in ihrer Dividendenpolitik an der Ertragsentwicklung des Konzerns. Aufgrund des Ertragsrückgangs im Geschäftsjahr 2012 werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 21. Juni 2013 eine Dividende für die börsennotierten Vorzugsaktien in Höhe von 0,60 Euro je Aktie (Vj. 0,80 Euro) und für die Stammaktien eine Dividende von 0,54 Euro je Aktie (Vj. 0,74 Euro) vorschlagen. Die Ausschüttungssumme errechnet sich auf 2.139 TEUR (Vorjahr 2.894 TEUR).
Dividendenentwicklung - Ausschüttungssumme für die Jahre 2008 bis 2012 in TEUR

Dividende je Aktie in EUR

Aktionärsstruktur

ORGANE DER GESELLSCHAFT
AUFSICHTSRAT
Josef Thannhuber
Unternehmer, Landau a. d. Isar
Aufsichtsratsvorsitzender
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath
Sasbachwalden
Stellvertretender Vorsitzender
Maximilian Fritz*
Teamleiter Call Center, Wallersdorf-Haidlfing
* (von den Mitarbeitern gewählt)
VORSTAND
Andreas Kroiss
Vorstandsvorsitzender
Jan Teichert
Vorstand Finanzen
Dr. Markus Thannhuber
Vorstand Technik und Entwicklung
LAGEBERICHT DES EINHELL-KONZERNS
1. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, STRUKTUR, STEUERUNG UND ZIELE DES EINHELLKONZERNS
1.1 Allgemeine Tätigkeit und Geschäftsbereiche
Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau an der Isar (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des international aufgestellten Einhell-Konzerns.
Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Heimwerker und Handwerker, für Haus und für Garten und Freizeit. Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere sind die Grundsätze der Produktpolitik. Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden. Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden der Einhell Germany AG sicher.
Die Tochtergesellschaften bestehen aus überwiegend in Europa, aber auch in Südamerika ansässigen Vertriebsgesellschaften und Handelsgesellschaften in Asien. Die asiatischen Töchter sind unter anderem auch für die Produktfindung und Beschaffung zuständig. Da die Produktion in Asien stattfindet, wurde auch die Qualitätssicherung dort angesiedelt. Einhell beschäftigt weltweit ca. 1.300 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz beträgt ca. 380 Mio. EUR.
Die Einhell Germany AG gliedert ihre Tätigkeit in die beiden Business Units "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit".
Die Verantwortung für die jeweilige Business Unit bzw. Division liegt operativ bei Divisionsleitern bzw. bei Geschäftsführern in den Tochtergesellschaften. Bei diesen wird die Zuordnung der Vertriebsverantwortung laufend weiterentwickelt und orientiert sich dabei an der Divisionalisierung in die beiden Bereiche "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit". Im Jahr 2012 hat der Einhell-Konzern mit der Umsetzung eines Business-Unit-Konzepts begonnen, welches neben dem Vertrieb auch die Verantwortung für weitere Abteilungen, wie z. B. Produktmanagement und Einkauf, an der Unterteilung in die Bereiche "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit" ausrichtet. Im Jahr 2013 soll dieses Konzept komplett über den Konzern ausgerollt werden.
1.2 Rechtliche Struktur und Leitung des Konzerns
Rechtliche Struktur und Änderungen der Konzernstruktur
Die Einhell Germany AG, Landau/Isar hält mittel- und unmittelbar Anteile an insgesamt 40 Tochtergesellschaften, die jeweils eine eigene rechtliche Einheit bilden.
Sie hält dabei jeweils 100% der Anteile an Tochtergesellschaften mit Zentral- bzw. Sonderfunktionen wie z.B. Service, Produktfindung/Produktaufbereitung, Beschaffung/ Einkauf sowie Qualitätskontrolle und -sicherung. Außerdem ist sie zu überwiegend 100% an den weltweiten Vertriebsgesellschaften beteiligt.
In den Tochtergesellschaften, bei denen die Einhell Germany AG nicht vollständig 100% der Anteile hält, verfügt sie in allen Fällen über die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Anteile. Die Minderheitsanteile werden fast ausschließlich von den jeweiligen Vertriebsgeschäftsführern der jeweiligen Gesellschaft gehalten. Dies ist ein Bestandteil der Strategie des Einhell-Konzerns und soll die unternehmerische Mitverantwortung durch die direkte Beteiligung am Kapital sowie am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft untermauern.
Hinsichtlich der Zuständigkeiten der Konzerngesellschaften des Einhell-Konzerns werden sämtliche Vorgänge, die zentral erfolgen können, konzentriert. Die Produktaufbereitung, die Suche nach Fabriken, deren Auditierung und Zertifizierung, der Einkauf, der Service, das Controlling, die Finanzierung, IT und weitere administrative Tätigkeiten erfolgen beispielsweise zentral durch die Konzerngesellschaften in Deutschland und China. Mit diesem Organisationsaufbau innerhalb des Konzerns, ist es sämtlichen Vertriebsgesellschaften möglich, sich auf ihre Kerntätigkeiten zu konzentrieren. Ferner ist Einhell in der Lage, die internationale Expansion zügig voranzutreiben, da jede Vertriebsgesellschaft eine ähnliche Struktur aufweist und somit das Geschäftsmodell effizient in weitere Länder ausgerollt werden kann. Da das organische Wachstum große Potenziale bietet, stellen die Organisation und der effiziente Aufbau des Geschäftsmodells des Einhell-Konzerns eine der wichtigsten Aufgaben für die Verantwortlichen dar.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2012 veränderte sich die Konzernstruktur wie folgt:
Im Geschäftsjahr 2012 wurde die kwb tools GmbH gegründet. Diese Gesellschaft erwarb gemäß dem Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 2. Mai 2012 sämtliche Kommanditanteile an der kwb tools GmbH & Co. KG, Stuhr. Durch das Ausscheiden der persönlich haftenden Gesellschafterin, der kwb tools GmbH & Co. KG, ist das Vermögen der KG dementsprechend zu diesem Zeitpunkt auf die kwb tools GmbH im Wege der Anwachsung übergegangen. Die Einhell Germany AG hält unmittelbar 100% der Anteile an der kwb tools GmbH sowie mittelbar 100% der Anteile an der KWB-RUS OOO.
Organigramm des Einhell-Konzerns

kwb tools ist ein international aktives Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Stuhr bei Bremen und zählt zu den führenden europäischen Systemanbietern für Werkzeug und Elektrowerkzeugzubehör. Die Ergänzung des Produktsortiments um den Bereich Zubehör stellt für Einhell einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung als A-Marke dar. Die kwb tools GmbH und die KWB-RUS OOO erzielen jährlich einen Umsatz von ca. 25-30 Mio. EUR. Für das anteilige Geschäftsjahr Mai bis Dezember 2012 ergibt sich somit aus dem laufenden Geschäft für Einhell eine Umsatzsteigerung von 18,5 Mio. EUR. Durch die Integration der kwb tools in den Konzern ist Einhell in der Lage, ein komplettes Zubehörsortiment über die Vertriebsgesellschaften weltweit anbieten zu können. Damit ist der Einhell-Konzern in der Lage, ein weiteres zusätzliches Umsatzvolumen über das Einhell-Kerngeschäft hinaus generieren zu können.
Des Weiteren hat die Einhell Germany AG vom lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Einhell Dänemark 10% an der Gesellschaft zurückerworben. Die Anteile an der Einhell France SAS wurden von 70% auf 95% erhöht. Im Jahr 2012 wurde die Einhell Rus OOO gegründet, an welcher die Einhell Germany AG 100% der Anteile besitzt. Außerdem wurde die iSC Italia im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Einhell Italia verschmolzen. In der Ukraine wurde die Hans Einhell Ukraine TOV gegründet, an der die Einhell Germany AG zu 100% beteiligt ist.
Leitung und Kontrolle
Die Verantwortung für die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns liegt beim Vorstand. Dieser besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts aus drei Mitgliedern. Der Vorstand leitet, organisiert und überwacht die Strategie und die operativen Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands orientieren sich an der fachlichen Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds für seine ihm zugeordneten Ressorts. Dabei liegen in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement und Unternehmensstrategie.
In der Verantwortung des Vorstands Finanzen liegen die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations und Personal. In der Verantwortung des Vorstands Technik liegen die Bereiche Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung.
Der Vorstand führt die Fach- und Führungskräfte der jeweiligen Ressorts und stützt sich hierbei auf eine entsprechende Struktur von Bereichs- und Abteilungsleitern in der Einhell Germany AG sowie Geschäftsführern und deren Fach- und Führungskräften in den Tochterunternehmen. Dabei achtet der Vorstand auf grundsätzlich flache Hierarchien und legt Wert darauf, mit den Mitarbeitern und Fachkräften aller Bereiche auch in direktem Kontakt zu stehen. Regelmäßige Sitzungen des Vorstands, Sitzungen der einzelnen Ressortkreise sowie auch fallweise bereichs- und abteilungsübergreifende Besprechungen sichern eine effiziente Kommunikation und Informationsversorgung aller Verantwortlichen.
Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, der aus drei Mitgliedern besteht, überwacht und berät den Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben sowie den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex.
In den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats informiert der Vorstand diesen über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte sowie die Strategie der Gesellschaft.
Daneben sucht der Aufsichtsrat auch das laufende Gespräch mit dem Vorstand außerhalb der regelmäßigen Sitzungen und stellt damit zusätzlich eine angemessene Kommunikation und Informationsversorgung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat sicher.
Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands
Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Die Bewertungssystematik der variablen Vergütungen ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und gewährleistet somit eine transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis auf Grundlage der strategischen Ziele des Konzerns. Einmaleffekte durch Sondereinflüsse werden bei der Berechnung der variablen Vergütungen durch einen Cap begrenzt. Mitglieder des Vorstands halten privat Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.
Personalveränderungen im Vorstand
Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. Die Besetzung des Vorstands sowie die Aufgabenverteilung zwischen den Vorstandsressorts blieben unverändert.
1.3 Steuerung, Ziele und Strategie des Einhell-Konzerns
Steuerung
Der Einhell-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Umsatz, Rohertragsmarge und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Daneben steuert der Einhell-Konzern die wesentlichen Treiber des Working Capitals, die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, über Kenngrößen.
Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Größen Lagerdrehung und Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem werden anhand einer Lagervorschau die Bestellungen neuer Ware im Hinblick auf Warenverfügbarkeit und Lagerhöhe auf Plausibilität hin überprüft und gesteuert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend anhand der Altersstruktur analysiert und einem festgelegten Bewertungsschema unterworfen. Die Forderungen werden üblicherweise entsprechend des Limits der Forderungsversicherung begrenzt bzw. durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft.
Ziele
Der Einhell-Konzern verfolgt das Ziel eines nachhaltigen, profitablen Wachstums bei Umsatz und Gewinn. Dabei steht das Ziel der Profitabilität an erster Stelle vor dem reinen Wachstumsziel. Mit dem Ziel einer langfristigen Rendite vor Steuern im Mittel von mindestens 4 bis 5% und einer langfristigen stabilen Quote der Dividendenausschüttung hat die Gesellschaft diese Ziele konkretisiert.
Strategie
Die strategischen Ziele der nächsten 3-5 Jahre des Einhell-Konzerns wurden vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand hat diese Ziele in einem Strategiepapier zusammengeführt und wird die operative Umsetzung der Strategie begleiten und laufend überwachen.
Das wesentliche strategische Ziel ist die weitere Internationalisierung der Gesellschaft.
Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Einhell will sich damit zu einem weltweiten Marken-Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln. Dabei kann das Produktsortiment auch um passende und gewinnbringende Bereiche, wie beim Zubehör mit kwb tools geschehen, erweitert werden. Der Bereich Customer Service steht dabei ebenso im Fokus der Bemühungen und soll ebenso zu einer internationalen Service-Organisation ausgerollt werden. Auf der Beschaffungsseite will der Einhell-Konzern Abhängigkeiten von spezifischen Beschaffungsregionen minimieren und ein weltweites Sourcing-Modell etablieren.
Einen weiteren strategischen Meilenstein stellt die im Herbst 2012 gestartete Marketingkampagne "EINHELL GUT GEMACHT" dar. Die Werbekampagne umfasste zum Starttermin die Länder Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien und Polen. Im aktuellen Jahr sowie in den Folgejahren sind je zwei Kampagnendurchgänge geplant. In den Frühjahrsmonaten werden verstärkt Gartengeräte und im Herbst vor allem Elektrowerkzeuge beworben. Ziel dieser Werbekampagne ist es, den Bekanntheitsgrad der Marke Einhell zu steigern und Emotionen hervorzurufen. Des Weiteren soll die Positionierung der Marke langfristig verändert sowie der Marktanteil in den Kernwarengruppen erhöht werden. Zum Start der Werbekampagne ging auch die neue Homepage online. Den Kunden werden so möglichst viele Informationen über die Produkte zur Verfügung gestellt, was die Kaufentscheidung positiv beeinflussen soll.
1.4 Produktaufbereitung, Beschaffung und Qualitätsmanagement
Produktaufbereitung
Die Aufwendungen für Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2012 5,2 Mio. EUR (i. Vj. 4,5 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 42 Mitarbeiter (i. Vj. 38 Mitarbeiter) beschäftigt.
Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgetrieben und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.
Die bereits Ende 2008 eingeführten und laufend weiterentwickelten Produktlinien "Blue" und "Red" werden von den Kunden sehr gut angenommen. Die neuen Produktlinien unterscheiden sich durch deren Preise und Design. Die Linie "Blue" kennzeichnet das mittlere und die Linie "Red" das gehobene Preissegment. Dabei liegen auch hier die Preise unter denen der derzeitigen Marktführer, die Produkte grenzen sich aber deutlich durch Design, Exklusivität und Kundenservice ab.
Neben den erwünschten Effekten beim Kunden kann durch diese Einführung auch die Effizienz in Logistik und Vertrieb gesteigert werden. Damit verfügt Einhell über ein aktuellstes Sortiment an attraktiven und zeitgemäßen Produkten, was nur bei wenigen Unternehmen der Branche der Fall ist.
Der Einhell-Konzern verfügt über ein Portfolio an diversen deutschen und europäischen Patenten, Gebrauchsmustern, Geschmacksmustern und Marken. Die Firmenstrategie sieht es als wesentliche Aufgabe, die Anmeldungen von Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern auszuweiten.
Beschaffung
Im Bereich Beschaffung sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes ein wichtiger Faktor. Im Jahr 2012 entwickelten sich die Rohstoffpreise sehr unterschiedlich. Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist von Jahresbeginn bis Ende 2012 um 0,9% auf US-Dollar-Basis zurückgegangen, während er sich auf Eurobasis um 2,9% reduzierte.
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Preise für Industrierohstoffe lag in dem schwächeren Wachstum der Weltkonjunktur, was die Rohstoffnachfrage negativ beeinflusste. Besonders die Schuldenkrise in Europa habe die Anleger befürchten lassen, dass über eine rückläufige Wirtschaftsleistung weniger Rohstoffe benötigt werden. Nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts unterlag der Ölpreis im Jahr 2012 kräftigen Schwankungen. Der Streit zwischen dem Iran und den westlichen Ländern um das iranische Atomprogramm bestimmte zu Beginn des Jahres 2012 den Ölmarkt. Die iranische Ölproduktion reduzierte sich, jedoch glichen andere Ölproduzenten die Ausfälle mehr als aus. Aufgrund der stark gestiegenen Förderung von unkonventionellem Gas in den USA ist die Kohlenachfrage in 2012 stark zurückgegangen. In den letzten Monaten des Jahres 2012 zogen die Preise für Blei, Kupfer, Stahl und Aluminium stark an, bedingt durch aufgenommene chinesische Infrastrukturprojekte.
Qualitätsmanagement
Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die der Einhell-Konzern an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement werden ständig verbessert.
Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.
Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen, ist der Einhell-Konzern seit 2008 auch in Vietnam präsent.
1.5 Personal und Sozialbereich
Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 im Vorjahresvergleich um 14,2% auf durchschnittlich 1.301 (i. Vj. 1.139). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 292 TEUR (i. Vj. 321 TEUR). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl wird maßgeblich durch die Akquisition der kwb tools beeinflusst. Im Zuge der Übernahme der kwb tools kamen 146 Mitarbeiter zum Einhell-Konzern hinzu.
Mitarbeiter Einhell-Konzern im Jahresdurchschnitt

Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter bildet die Grundlage für ein auch in Zukunft erfolgreiches Handeln. Die in 2012 angebotenen und erfolgreich durchgeführten Fort- und Weiterbildungsprogramme umfassten die Bereiche EDV und Sprachtraining. Mit der Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg.
Ebenso wurden die Inhalte und die Struktur der internen betrieblichen Ausbildung weiter verbessert. Das Angebot eines Dualen Studiums in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart wird sehr gut angenommen und sichert dem Unternehmen einen qualifizierten Nachwuchs an Mitarbeitern.
Umsatz pro Mitarbeiter Einhell-Konzern in TEUR

Durch die Leistungen und das außerordentliche Engagement eines jeden einzelnen Mitarbeiters konnte sich der Einhell-Konzern in einem schwierigen Umfeld gut behaupten.
Dafür bedankt sich der Vorstand der Einhell Germany AG bei allen Mitarbeitern des gesamten Konzerns.
2. ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft
Die Weltwirtschaft wird auch im Jahr 2013 kein großes Wachstum erzielen. Die Weltbank korrigierte ihre globale Konjunkturprognose für 2013 und erwartet nunmehr ein Plus der Wirtschaftsleistung von 2,4%. Mitte des Jahres 2012 hatte die Weltbank noch eine kräftige Belebung vorhergesagt und ein Plus von 3,0% veranschlagt. Hauptgrund für die gedämpften Wachstumsaussichten ist die zähe Wirtschaftskrise und nur sehr schwache Erholung in den Industriestaaten, die die globale Entwicklung ausbremst. Die Erholung der Weltwirtschaft wird sich nach Meinung der Weltbank verzögern und erst Ende des ersten Quartals 2013 einsetzen.
Für die Schwellenländer rechnet die Weltbank lediglich mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,5%. Mitte des Jahres 2012 hatte die Weltbank diesen Staaten noch 5,9% Wachstum zugetraut.
Obwohl die Weltwirtschaft in 2012 leicht gewachsen ist und auch in 2013 ein Plus erzielen wird, wird das Wachstum der Weltwirtschaft nicht stark genug sein, die Arbeitslosigkeit zu senken. 2012 gab es als Folge der schwachen globalen Wirtschaft weltweit gut 197 Millionen Menschen ohne Arbeit, 4,2 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Für das Jahr 2013 rechnet eine UN-Studie weltweit mit mehr als 202 Millionen Arbeitslosen. Vor allem junge Menschen werden von der Arbeitslosigkeit betroffen sein.
Deutschland
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2012 weiter gewachsen. Um 0,7% war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr. In den zwei Jahren zuvor fiel das Wachstum im Zuge des Aufholprozesses nach der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich kräftiger aus. Die deutsche Wirtschaft erwies sich angesichts der konjunkturellen Schwäche im Euroraum im Jahr 2012 noch als recht robust. Das Wachstumstempo hat sich im Jahresverlauf aber deutlich abgeschwächt. Dabei wirkte die spürbare Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Expansionstempos dämpfend auf die Wirtschaftsentwicklung im abgelaufenen Jahr.
Daneben hat die mit der Verschuldung in den Industriestaaten einhergehende Verunsicherung der Marktteilnehmer die Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft massiv beeinträchtigt.
Die Binnennachfrage entwickelte sich unterschiedlich. Zwar wurde im Inland mehr konsumiert, +0,8% bei den privaten und +1,0% bei den staatlichen Konsumausgaben, die Investitionen konnten aber erstmals seit der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 keinen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum liefern.
Die Staatsausgaben legten in 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6% zu. Ebenfalls erhöht haben sich die investiven Ausgaben des Bundes, welche um 43,1% beziehungsweise 10,9 Mrd. EUR angestiegen sind.
Wichtigster Wachstumsmotor war 2012 einmal mehr der Export. Der Außenhandel erwies sich angesichts eines schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds als sehr robust. Deutschland exportierte im Jahr 2012 preisbereinigt insgesamt 4,1% mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe lediglich um 2,3%. Die Differenz zwischen Importen und Exporten - der Außenbeitrag - trug nach Angaben des Bundesamtes 1,1% (i. Vj. 0,6%) zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Umsatzentwicklung Einhell-Konzern in Mio. EUR und Prozent

Erstmals seit fünf Jahren wird der deutsche Staatshaushalt 2012 vollständig ausgeglichen sein. Damit erfüllt Deutschland das im europäischen Vertrag von Maastricht vorgesehene Defizitkriterium. Das zweite Kriterium, die Höhe des Staatsschuldenstandes erfüllt Deutschland nicht. Die Gesamtschulden des Staates betragen laut Finanzministerium 81,5% der Wirtschaftsleistung.
Der deutsche Arbeitsmarkt hat 2012 sein bestes Jahr seit 1991 erlebt. Zum Ende des Jahres 2012 machte sich der europaweite Wirtschaftsabschwung aber auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt spürbar bemerkbar. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahresdurchschnitt 2,897 Millionen Arbeitslose registriert. Im Dezember waren bei der Bundesagentur für Arbeit 2,84 Millionen Arbeitslose registriert. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,7%.
Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte in 2012 mit 41,6 Millionen das sechste Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Für das Jahr 2013 erwartet die Bundesagentur für Arbeit eine Stagnation auf dem Arbeitsmarkt.
Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Jahresdurchschnitt 2012 um 2,0% höher als im Jahr 2011. Die Teuerungsrate hat sich damit nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zu 2011 (+2,3%) etwas abgeschwächt. In den Jahren 2010 und 2009 war die jährliche Preissteigerung deutlich unterhalb von zwei Prozent geblieben. Hauptverantwortlich für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2012 war vor allem die überdurchschnittliche Entwicklung der Energiepreise.
Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% gestiegen. Im Dezember 2012 erhöhte sich der HVPI gegenüber Dezember 2011 um 2,0%. Im Vergleich zum Vormonat November 2012 stieg der Index deutlich um 0,9%.
Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2011 ist die Baumarktbranche ebenfalls vielversprechend in das Jahr 2012 gestartet. In den ersten beiden Quartalen des Jahres 2012 konnten die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland ein Umsatzwachstum erzielen. Ende des dritten Quartals mussten sich die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland jedoch mit einem nur noch geringen Umsatzwachstum von 0,4% gegenüber dem vergleichbaren Neunmonatszeitraum des Vorjahres zufrieden geben.
Für das Jahr 2012 ergibt sich ein Gesamtjahresumsatz der deutschen Bau- und Heimwerkermärkte von 18,6 Mrd. EUR, was gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Minus von 0,6% bedeutet. Betrachtet man die einzelnen Warengruppen, so fällt auf, dass sich insbesondere die Warengruppen im Gartenbereich deutlich schlechter entwickelt haben als im Vorjahr. Positiv hingegen entwickelte sich in 2012 der Bereich Elektro, hier konnte ein Plus von 3,7% generiert werden.
Europa
Mit Europas Wirtschaft geht es weiter bergab. Der Internationale Währungsfonds hat seinen Konjunkturausblick für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Er rechnet nicht länger mit einem leichten Wachstum, sondern mit einem weiteren Jahr der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedsstaaten der Währungsunion werde 2013 um 0,2% schrumpfen, bisher war man von einem minimalen Wachstum von 0,2% ausgegangen. Bereits im Jahr 2012 war die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone nach IWF-Berechnungen um 0,4% gesunken.
Den Euroraum belasten nach wie vor die Staatsschuldenkrise sowie die getroffenen Sparmaßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise.
Das hochverschuldete Griechenland kann bei der Haushaltssanierung erste Erfolge verzeichnen. Im Jahr 2012 hat das Land nach Angabe des Finanzministeriums erstmals seit Jahren mehr eingenommen als ausgegeben, wobei allerdings Zinsen nicht berücksichtigt sind. Das griechische Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Jahr 2011 um 6,4%.
Im Euro-Krisenland Spanien hat sich die Rezession überraschend deutlich verschärft. Im vierten Quartal 2012 schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,7%. Die spanische Wirtschaftsleistung erlitt damit den mit Abstand stärksten Einbruch seit Beginn der Rezession Mitte 2011. Die Rezession wird nach Einschätzung des spanischen Wirtschaftsministers auch im ersten Halbjahr 2013 anhalten. Erst im dritten oder vierten Quartal 2013 wird wieder ein Wachstum in Spanien erwartet.
Auch Portugal befindet sich in einer Rezession. 2011 schrumpfte die Wirtschaft um 1,7%, 2012 sogar um 3% und auch 2013 geht die Regierung von einem negativen Wachstum von 1% aus. Erst ab Ende 2013 und 2014 wird wieder ein Wachsen erwartet.
In den 27 EU-Ländern zusammen stieg die Zahl der Arbeitslosen aufgrund der schlechten Entwicklung in der Eurozone auf mehr als 26 Millionen. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist auf ein neues Rekordhoch angestiegen. In den 17 Ländern waren im November 18,82 Millionen Menschen ohne Job. Das entspricht einer Quote von 11,8%. Österreich (4,5%), Luxemburg (5,1%) sowie Deutschland (5,4%) wiesen hier die niedrigsten Arbeitslosenquoten auf, wohingegen Spanien mit 26,6% und Griechenland mit 26,0% mit sehr vielen Erwerbslosen zu kämpfen hatten.
Die schwache Konjunktur im Euroraum hat den Preisanstieg im Dezember 2012 gebremst. Die Inflationsjahresrate habe wie im Vormonat bei 2,2% gelegen, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Das bedeutet die niedrigste Rate seit Dezember 2010. Im Dezember 2011 hatte die Inflationsrate noch bei 2,7% gelegen.
Die niedrigsten Durchschnittswerte in 2012 verzeichneten Schweden (0,9%), Griechenland (1,0%) und Deutschland (2,1%), während die höchsten Werte in Ungarn (5,7%), Estland (4,2%) sowie Polen und der Slowakei (je 3,7%) ermittelt wurden. Die jährliche Inflationsrate bleibt damit in der Nähe des Zielwerts der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an, die zuletzt im November 2010 erreicht worden war.
Die Industrieproduktion der Eurozone ist nach schwachen Vormonaten im November 2012 abermals rückläufig. Sie sank im Monatsvergleich um 0,3%, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Im Jahresvergleich hat die Industrieproduktion im November um 3,7% nachgegeben. Die stärksten Rückgänge wurden in Italien (-7,6%), Spanien (-7,2%) und Irland (-6,6%) verzeichnet.
Während der letzten Krise in 2009 ist es Polen als einziger Volkswirtschaft gelungen, nicht in die Rezession abzurutschen. Fundamental ist Polen mit einer diversifizierten Wirtschaft und einem stabilen Bankensystem solide aufgestellt. Ferner ist der polnische Staat nur wenig von ausländischen Kreditgebern abhängig. Eine Schwachstelle für die Bonität des Landes stellt allerdings die Fiskaldisziplin dar. Hinter der schlechten fiskalischen Performance steht eine hohe Belastung des Staatshaushalts durch Zahlungen an das Sozial- und Rentensystem. Der Internationale Währungsfonds hat den Kreditrahmen für Polen um ca. fünf Milliarden Dollar erhöht. Die Erhöhung verbessert die Handlungsfähigkeit der polnischen Regierung im Falle einer Verschlechterung der Situation an den internationalen Finanzmärkten. Die Gewährung der erhöhten Kreditlinie wird aber auch als Erfolg der polnischen Finanzpolitik gewertet, deren Ausrichtung auf Haushaltskonsolidierung den Anforderungen des IWF entspreche.
Das Wirtschaftswachstum lag im Jahr 2012 bei 2,0%. Das ist gegenüber 2011, als noch ein Wirtschaftswachstum von 4,3% verzeichnet werden konnte, ein deutlicher Rückgang. Für 2013 rechnen Ökonomen, dass das Wirtschaftswachstum zu Beginn des Jahres in den negativen Bereich abrutschen, im weiteren Verlauf des Jahres aber anziehendes Wirtschaftswachstum verzeichnet werden könnte. Das Wachstum ist vor allem auf den Export zurückzuführen. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen lediglich um 0,5%. Die Jugendarbeitslosigkeit in Polen erreichte im Jahr 2012 einen neuen Höchststand. Zum Jahresende waren in Polen 28,4% aller jungen Menschen unter 25 Jahren, die sich nicht mehr in einer Ausbildung befinden, als Arbeitslose registriert.
Bedingt durch die teils markante Konjunkturabschwächung in einer Reihe wichtiger Exportmärkte wird die österreichische Wirtschaft aller Voraussicht nach in 2012 ein Wirtschaftswachstum von 0,4% erzielen. Österreich behauptet sich im europäischen Umfeld aber noch relativ gut. Für 2013 korrigierte die Österreichische Nationalbank die Wachstumsaussichten um 1,2% auf 0,5% nach unten. Die seit Mitte des Jahres 2012 gestiegene Inflation (2,5%) wird sich im laufenden und im nächsten Jahr wieder reduzieren und sich im Bereich des von der EZB angestrebten Preisstabilitätsziels von unter knapp 2,0% bewegen. Die nachlassende konjunkturelle Dynamik zeigt zusehends ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Für das Jahr 2012 ergibt sich aufgrund der Dynamik zu Jahresbeginn ein kräftiges Beschäftigungswachstum von 1,1%. Im Jahr 2013 wird der Beschäftigungsaufbau aber deutlich schwächer ausfallen. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,4% weist Österreich in 2012 eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der EU aus. Für das laufende Jahr wird eine Arbeitslosenquote von 4,7% erwartet.
Lange war die Schweizer Wirtschaft von den Turbulenzen im Euro-Raum wenig beeinflusst. Nun sind die Auswirkungen auch in den sich lange dynamisch entwickelnden ostasiatischen Raum - der für die Schweizer Exportwirtschaft immer wichtiger wird - vermehrt spürbar. Im abgelaufenen Jahr blieb das Wirtschaftswachstum der Schweiz aber im positiven Bereich (+1%). Für das laufende Jahr prognostizieren Wirtschaftsexperten ein leichtes BIP-Wachstum von 0,9%. Bei der Jahresteuerung geht die UBS von einem durchschnittlichen Anstieg von etwa 0,2% aus. Im vergangenen Jahr waren die Preise noch um 0,7% gesunken. Die Arbeitslosigkeit wird nach 2012 auch im Jahr 2013 weiter leicht ansteigen, so die Expertengruppe des Bundes.
Die Aussichten für die gebeutelte britische Wirtschaft bleiben nach Ansicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorerst schwach und dürften sich erst auf längere Sicht etwas entspannen. Für das Jahr 2013 sagt die OECD ein Wachstum von 0,9% voraus, 2014 sollen es 1,6% sein. Die OECD forderte die britische Regierung auf, mehr zu tun, um das Wachstum anzukurbeln. Es werden mehr Investitionen in die Infrastruktur benötigt und bei den öffentlichen Ausgaben müssten die Prioritäten neu gesetzt werden, so die OECD. Allerdings muss der Sparkurs der Regierung weiter fortgeführt werden. Die britische Wirtschaft stagniert seit Jahren. Im letzten Quartal 2012 fiel das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% im Vergleich zum Vorquartal. Die Staatsverschuldung liegt nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei mehr als 88% der Wirtschaftsleistung. Die Ratingagenturen drohen Großbritannien inzwischen mit dem Verlust der Bestnote "AAA". Die Zahl der Arbeitslosen hingegen ist im Dezember 2012 überraschend und deutlich zurück gegangen. Auf Basis der nationalen Definition sank sie auf 1,56 Millionen. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2011.
In Spanien hat sich die Rezession überraschend verschärft. Laut nationaler Statistikbehörde ist im vierten Quartal 2012 das Bruttoinlandsprodukt um 0,7% im Vergleich zum Vorquartal geschrumpft. Das bedeutet den stärksten Rückgang der spanischen Wirtschaftsleistung seit Beginn der Rezession Mitte 2011. Seitdem ist die spanische Wirtschaft sechs Quartale in Folge geschrumpft. Als Hauptgründe für die schrumpfende Wirtschaft gelten die staatlichen Sparmaßnahmen und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in dem Land. Die Arbeitslosenquote stieg im vierten Quartal 2012 auf 26,02% und damit auf den höchsten Stand seit Erhebung der Daten.
Trotz drastischer Sparmaßnahmen ist der Schuldenberg Spaniens im Jahr 2012 um 146 Mrd. EUR angewachsen. Die Gesamtschulden des Staates beliefen sich damit auf mehr als 882 Mrd. EUR.
Das entspricht 84% des Bruttoinlandsprodukts.
Durch die schwache Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit sinken die Steuereinnahmen, gleichzeitig steigen die Sozialausgaben.
Selbst drastische Sparmaßnahmen konnten das Wachstum des Schuldenbergs bisher nicht stoppen.
Die Regierung in Madrid geht aber davon aus, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone noch in diesem Jahr wieder wächst.
Die türkische Wirtschaft ist im Jahr 2012 um etwa 3,0% weiter gewachsen, jedoch schadet die steigende Inflationsrate dem Wirtschaftswachstum. Die Teuerungsrate ist im Januar 2013 um 1,65% gestiegen. Die Lebenshaltungskosten waren im Januar 2013 7,31% höher als noch vor einem Jahr. Damit steigern sich die Preise stärker als von Finanz-Analysten erwartet und von der Notenbank erwünscht.
Das türkische Leistungsbilanzdefizit ist zwischen 2002 und 2011 von 15,5 Milliarden Dollar auf 105,9 Milliarden Dollar angestiegen. Im selben Zeitraum habe allein Istanbul ein Leistungsbilanzdefizit in Höhe von 316,5 Milliarden Dollar aufzuweisen. Als Hauptgrund für das Leistungsbilanzdefizit wird das proportionale Verhältnis zwischen Import- und Exportunternehmen angeführt. Insgesamt gäbe es 60.000 Importunternehmen und 55.000 Exportunternehmen. Im Jahr 2012 wurden Exportgüter im Wert von 150 Milliarden Dollar in ausländische Märkte exportiert. Ein Jahr zuvor waren es noch 134 Milliarden Dollar.
Aufgrund der steigenden Inflation und dem zunehmenden Defizit in der Leistungsbilanz droht die türkische Wirtschaft in 2013 an Dynamik zu verlieren. Da die türkische Wirtschaft sehr eng mit der europäischen Wirtschaft verflochten ist, wird deren Exportwirtschaft weiter mit einem Nachfragerückgang aus Europa zu kämpfen haben.
Asien
Das Wirtschaftswachstum in China ist auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren gefallen. Nach dem schwächsten Anstieg der Wirtschaftsleistung seit Jahren könnte China im laufenden Jahr ein noch geringeres Wachstum bevorstehen. Im vergangenen Jahr ist die Wirtschaftsleistung nur um 7,7% gestiegen. Für das Jahr 2013 sei lediglich mit einem Anstieg von 7,5% zu rechnen, so eine wichtige staatliche Kommission. Mindestens sieben Prozent beim BIP sind in einem Schwellenland wie China wegen des großen Nachholbedarfs notwendig, um ausreichend Jobs zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen. Die Wissenschaftler der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften warnen vor Risiken für die Wirtschaft des Landes, die von weltweiten Unsicherheiten ausgingen. Zudem hielten sie es für zwingend, dass die Regierung Geld in die Märkte pumpt.
Trotz der verhaltenen Prognose der Entwicklungs- und Reformkommission setzen Analysten darauf, dass die Wirtschaft in China doch stärker anzieht.
Als Vorbote gilt der unerwartet kräftige Anstieg der Lebenshaltungskosten. Die Inflation legte angesichts deutlich teurer Lebensmittel auf 2,5% zu und erreichte damit den höchsten Stand seit sieben Monaten. Ein Grund für die höhere Teuerung sei der harte Winter; in China ist es derzeit so kalt wie seit 28 Jahren nicht mehr. Im gesamten Jahr 2012 stiegen die Verbraucherpreise um 2,6%.
Der Rückgang der Nachfrage, bedingt durch die Schuldenkrise in Europa und die Ungewissheiten in den USA trifft den Exportweltmeister China immer härter. Auch die knappe Geldpolitik im Kampf gegen die Inflation und die Kontrolle des überhitzten chinesischen Immobilienmarktes bremsen zusätzlich das Wachstum.
Geschäftsverlauf
Einhell-Konzern steigert durch strategischen Zukauf die Umsätze
Der Einhell-Konzern konnte in einem schwierigen Marktumfeld seinen Umsatz im Vorjahresvergleich steigern. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2012 beträgt 379,9 Mio. EUR gegenüber 365,3 Mio. EUR im Vorjahr. Wesentlich beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung durch den strategischen Zukauf der kwb tools. Die kwb tools GmbH und die KWB-RUS OOO konnten seit Mai 2012 mit einem Umsatz in Höhe von 18,5 Mio. EUR zum Konzernumsatz beitragen. Ohne den Umsatz aus der Akquisition der kwb tools beträgt der Umsatz 361,4 Mio. EUR, was einem leichten Rückgang von ca. 1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Damit liegt der Einhell-Konzern nahe am angegebenen Prognosewert für das Geschäftsjahr 2012, bei dem der Vorstand zu Beginn des Jahres 2012 von einer konstanten bzw. leicht erhöhten Umsatzentwicklung auf Basis des Umsatzes 2011 (365,3 Mio. EUR) ausging. Im ersten Quartal ergab sich dabei ein Umsatzrückgang von ca. 4,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Vorstand verwies in seiner Berichterstattung zum ersten Quartal bereits auf kunden- und marktseitig bedingte Umsatzverschiebungen vom März in den April und darauf, dass per April die Umsatzerlöse wieder auf Vorjahresniveau lagen. Das zweite Quartal zeigte sich in der Einzelbetrachtung mit einem Anstieg von 9,7% zum Vorjahresquartal sehr erfreulich und der kumulierte Umsatzanstieg per zweites Quartal belief sich auf 2,9%. Zu beachten ist dabei, dass ab Mai die kwb tools GmbH in die Ermittlung der Umsatzerlöse des Einhell-Konzerns einbezogen wurde.
Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,5%. Der kumulierte Umsatz per Ende September lag damit ca. 2,4% über dem Umsatz des dritten Quartals des Vorjahres.
Im dritten und vierten Quartal verstärkte sich die allgemeine Unsicherheit auf den Märkten weiter. Die Schuldenkrise in zahlreichen Staaten der europäischen Union führte zu extremer Verunsicherung der Verbraucher und zu deutlich schwächeren Abverkäufen. Zudem leidet ein wichtiger Kunde unter massiven Umsatz- und Ertragsrückgängen, die sich auch für den Einhell-Konzern in deutlich rückläufigen Umsätzen an diesen Kunden bemerkbar machen. Somit trübten sich im Verlaufe des Jahres die Aussichten weiter ein. Ein unerwartet extrem schwacher Oktober und November führten letztlich dazu, dass die Ergebnis-Prognosen für das Gesamtjahr nicht mehr gehalten werden konnten. Diesem Umstand trug der Vorstand durch entsprechende laufend aktualisierte Berichterstattung an den Kapitalmarkt umfassend Rechnung.
Umsatzentwicklung Einhell-Konzern nach Regionen
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| In Mio. EUR | 2011 | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| D/A/CH | 177,2 | 180,7 | 2,0% |
| Übriges Europa | 152,7 | 148,7 | -2,6% |
| Asien | 14,6 | 18,3 | 25,3% |
| Südamerika | 13,6 | 19,4 | 42,6% |
| Übrige Länder | 7,2 | 12,8 | 77,8% |
| Gesamtumsatz | 365,3 | 379,9 | 4,0% |
Im Rahmen der Umsetzung des Business Unit Konzepts wurden die einzelnen Vertriebsregionen neu diversifiziert. Die interne und externe Berichterstattung gliedert sich in folgende Regionen: Deutschland, Österreich, Schweiz (D/A/CH), übriges Europa, Asien, Südamerika und übrige Länder. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
In der Region D/A/CH konnten im Geschäftsjahr 2012 Umsätze in Höhe von 180,7 Mio. EUR (i. Vj. 177,2 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil des Umsatzes der Region D/A/CH beträgt somit 47,6%.
Im Geschäftsjahr 2012 verringerten sich die Umsätze im übrigen Europa im Vorjahresvergleich. Insgesamt ergibt sich eine Umsatzreduzierung von 2,6%, von 152,7 Mio. EUR auf 148,7 Mio. EUR. Zu den bedeutenden Absatzmärkten im Geschäftsjahr 2012 zählen weiterhin Polen, Italien und die Türkei.
Die Umsätze in der Region Asien betrugen im Berichtszeitraum 18,3 Mio. EUR (i. Vj. 14,6 Mio. EUR).
Umsatzstruktur Einhell-Konzern nach Regionen in EUR

In den übrigen Ländern und Südamerika konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Umsätze um 11,4 Mio. EUR auf 32,2 Mio. EUR (i. Vj. 20,8 Mio. EUR). Die Umsätze wurden überwiegend von den neuen südamerikanischen Tochtergesellschaften sowie der Tochtergesellschaft in Australien generiert.
Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen
Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 230,8 Mio. EUR (i. Vj. 220,5 Mio. EUR).
Umsatzentwicklung nach Divisionen
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| In Mio. EUR | 2011 | 2012 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Werkzeug | 220,5 | 230,8 | 4,7% |
| Garten & Freizeit | 144,8 | 149,1 | 3,0% |
| Gesamtumsatz | 365,3 | 379,9 | 4,0% |
In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen Kompressoren und Druckluft-Zubehör, Akkuschrauber, Bohrhämmer, Holzbearbeitungsmaschinen, Stromerzeuger sowie Produkte aus der Schweisstechnik besonders absatzstark.
In der Division "Garten und Freizeit" konnten in 2012 Umsätze in Höhe von 149,1 Mio. EUR (i. Vj. 144,8 Mio. EUR) generiert werden.
Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Produkte aus dem Bereich Heizen/Klima, Produkte der Baum- und Strauchpflege, Elektrovertikutierer, Gartenpumpen, Laubsauger, sowie Produkte aus dem Bereich Wassertechnik.
Umsatzstruktur nach Divisionen in EUR

3. ERTRAGSLAGE
Der Einhell-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 seine Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr aufgrund der schwierigen Marktbedingungen sowie signifikanter Investitionsaufwendungen in die weitere Entwicklung der Marke nicht steigern und erreichte im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,2 Mio. EUR (i. Vj. 19,1 Mio. EUR). Die Rendite vor Steuern beträgt 2,7% (i. Vj. 5,2%).
Verantwortlich für diese Ergebnisentwicklung waren überwiegend die hohen Investitionen und Aufwendungen für den weiteren Aufbau der Marke Einhell. Ein weiterer Grund sind die Anlaufverluste im Zusammenhang mit dem Aufsetzen der kompletten Infrastruktur in den zuletzt neu gegründeten Tochtergesellschaften. Aber auch etablierte Tochtergesellschaften hatten aufgrund der schwierigen Marktbedingungen mit deutlichen Ergebnisrückgängen zu kämpfen. Weiterhin ergab sich eine überproportionale Zunahme der Personalaufwendungen bei akquisitionsbereinigt nahezu konstantem Umsatz und Rohertrag. Die Steigerung der Personalaufwendungen beträgt 8,6 Mio. EUR bzw. 19,9% auf 51,7 Mio. EUR, welche auch die neu hinzugekommenen Mitarbeiter der kwb tools beinhalten. Der Einhell-Konzern investiert wie bereits im Vorjahr personell weiterhin stark in den Ausbau der Qualität der Produkte, in den Aufbau weiterer Vertriebskanäle wie z.B. Fachhandel und stellt sich für strukturelle Weiterentwicklungen innerhalb des Einhell-Konzerns auf. So wurde damit begonnen, das Business Unit-Konzept umzusetzen und die Strukturen auf die Weiterentwicklung der nächsten Jahre auszurichten. Es wurde eine komplette strukturelle Ebene in Form von Business Unit-Managern und Regionalmanagern geschaffen, die sich als Business-Unit-Manager für Werkzeug einerseits und Garten & Freizeit andererseits um das Produktmanagement und Produktaufbereitung, die Beschaffung und die Weiterentwicklung des Sortiments mit Blick auf den Vertrieb dieser Warengruppen kümmern. Die Rolle des Regionalmanagers beinhaltet insbesondere die enge Betreuung und Weiterentwicklung von fest zugeordneten Tochtergesellschaften, welche zu Regionen zusammengefasst wurden.
Ergebnisentwicklung Einhell-Konzern in Mio. EUR

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich deutlich an. Der Anstieg ist unter anderem auf die hohen Investitionen in den Aufbau der Marke Einhell zurückzuführen. Wie bereits erwähnt ist im Herbst 2012 die Marketingkampagne "EINHELL GUT GEMACHT" angelaufen. Die Aufwendungen für die Marketingkampagne belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf ca. 5,0 Mio. EUR.
Durch die Übernahme der kwb tools hat sich die Rohertragsmarge leicht verbessert, während sich die Personalaufwendungen und sonstigen Aufwendungen etwas erhöht haben. Dies ist bedingt durch das margenträchtigere aber aufwandsintensivere Zubehörgeschäft.
Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1,6 Mio. EUR auf -2,0 Mio. EUR und war von einer leichten Beruhigung der weltweiten Währungsschwankungen geprägt. Insbesondere die türkische Lira, der ungarische Forint und die südamerikanischen Währungen konnten sich im Jahr 2012 etwas beruhigen. Zudem wurde mit intensiven Hedgingaktivitäten weiteren Währungsschwankungen unter Abwägung von Kosten- und Risikoaspekten begegnet. Das Finanzergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis in Höhe von -0,7 Mio. EUR (i. Vj. -1,7 Mio. EUR) und aus den Ergebnissen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -1,3 Mio. EUR (i. Vj. -1,8 Mio. EUR).
Der Konzernjahresüberschuss nach den Ergebnisanteilen der Minderheitsgesellschafter verringerte sich im Geschäftsjahr 2012 von 14,5 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR. Der ROI1) berechnet sich zum Stichtag mit 3,9% (i. Vj. 7,8%).
Bilanzstruktur Einhell-Konzern in Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2012 konnte eine EBIT-Rendite im Verhältnis zum Umsatz von 3,2% (i. Vj. 6,2%) erzielt werden.
Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte der Einhell-Konzern seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2012 nicht erfüllen. Es wurden jedoch wichtige strategische Bausteine umgesetzt und in die Weiterentwicklung des Konzerns investiert. Mit der Übernahme der kwb tools, mit dem Business-Unit-Konzept und den hohen Investitionen in den Markenaufbau sind dem Einhell-Konzern wichtige strategische Schritte gelungen, die eine logische Fortentwicklung des Erfolgspfades der letzten Jahre darstellen. Der Einhell-Konzern ist im Branchenvergleich nach wie vor sehr profitabel und sieht sich hervorragend aufgestellt, um die Herausforderungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung gut zu meistern. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens sind wir der Überzeugung, dass der Einhell-Konzern seit vielen Jahren unter Beweis stellt und weiterhin stellen kann, langfristig und nachhaltig positive Erträge und Cash-flows erzielen zu können.
1) ROI (Return on investment) = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gesamtkapital *100
4. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2012 und 2011 wie folgt dar:
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| In Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 27,3 | 28,8 |
| Warenvorräte | 110,4 | 125,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 62,2 | 66,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13,7 | 5,6 |
| Eigenkapital | 163,2 | 160,3 |
| Bankverbindlichkeiten | 22,0 | 32,2 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 14,2 Mio. EUR bzw. 5,8% auf 259,4 Mio. EUR.
Investitionen und langfristige Vermögenswerte
Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2012 4,8 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich bei 1,8 Mio. EUR um immaterielle Vermögenswerte und bei den restlichen 3,0 Mio. EUR um Sachanlagen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen den Zugang von Software und Firmenwerten. Zu den Sachanlagen zählen überwiegend Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die Abschreibungen betrugen 2012 2,7 Mio. EUR und haben sich so gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR erhöht (i. Vj. 2,5 Mio. EUR).
Investitionen und Abschreibungen Einhell-Konzern in Mio. EUR

Kurzfristige Vermögenswerte
Zum Stichtag erhöhten sich die Vorräte von 110,4 Mio. EUR auf 125,7 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 4,1 Mio. EUR auf 66,3 Mio. EUR (i. Vj. 62,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2012 wurde wiederum kein Factoring durchgeführt.
Infolge des negativen Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere durch den Aufbau des Vorratsvermögens, verminderten sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um 8,1 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR. Ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 2,2% (i. Vj. 5,6%).
Das Fremdkapital des Einhell-Konzerns erhöhte sich auf 93,5 Mio. EUR (Vj. 68,3 Mio. EUR). Dies resultiert überwiegend aus der Ablösung der Bankverbindlichkeiten der kwb tools in Höhe von 6,8 Mio. EUR sowie aus dem umsatzbedingten Anstieg des Lager- und Forderungsbestands.
Finanzierung
Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.
Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder CNY. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten werden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.
Aufgrund der sehr gesunden und soliden Finanzierungsstruktur des Einhell-Konzerns mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 61,8% beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein künftiges, im Rahmen der weiteren Expansion, langfristig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.
Der Vorstand hält daher unverändert an der bisher sehr erfolgreichen und langfristig ausgerichteten internationalen Expansionsstrategie fest.
Der Einhell-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2012 wieder überwiegend über langfristige Darlehen finanziert. Das bereits in 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde damals durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen bis Mitte 2014 sehr erfolgreich ersetzt. Aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Veränderungen am Zinsmarkt wurde bereits im Geschäftsjahr 2011 entschieden, einen Teil der langfristigen Finanzierung vorzeitig abzulösen und eine verminderte Darlehenssumme zu nochmals besseren Konditionen aufzunehmen. Damit ist die Finanzierung in Höhe von nun 20,6 Mio. EUR bis Mitte des Jahres 2014 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Der Konzern sieht keine Schwierigkeiten, seinen Tilgungsverpflichtungen entsprechend der Darlehensverträge nachzukommen. Der Vorstand wird frühzeitig die Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung für die in 2014 auslaufenden Kreditvereinbarungen prüfen und entsprechende Folgelösungen herbeiführen.
Sehr erfreulich ist, dass die gesamte Finanzierung des Konzerns ohne Bereitstellung von dinglichen Sicherheiten gestaltet ist. Lediglich für die langfristigen Darlehen bestehen Covenants-Vereinbarungen. Die Covenants-Struktur bietet dem Einhell-Konzern ausreichend Freiraum auch für eine deutliche Ausweitung des Geschäftsvolumens. Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Covenants eingehalten.
Der Vorstand weist darauf hin, dass im Einhell-Konzern sämtliche Grundstücke und Gebäude frei von Sicherheiten Dritter sind. Es bestehen hier keinerlei Sicherungsübereignungen oder vergleichbare Rechte Dritter. Sämtliche Grundschuldvereinbarungen zu Gunsten Dritter, die ohnehin mit einem Wert von Null valutierten, wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 neu geordnet und aus dem Grundbuch gelöscht. Ebenso sind sämtliche Vorräte und Forderungen vollständig frei von Sicherheiten Dritter.
Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2012 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:
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| In Mio. EUR | 2011 | 2012 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -4,0 | -11,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4,0 | -4,0 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -22,9 | 7,6 |
| -30,9 | -8,3 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen | 0,1 | 0,0 |
| Erworbene Zahlungsmittel aus Akquisitionen | 0,0 | 0,2 |
| Nettozunahme von Zahlungsmitteln | -30,8 | -8,1 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 44,5 | 13,7 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 13,7 | 5,6 |
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert überwiegend aus der Neuaufnahme von Darlehensverbindlichkeiten sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2011.
5. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einhell-Konzern im Geschäftsjahr 2012 angesichts der schwierigen Marktbedingungen und der Aufwendungen in die Weiterentwicklung der Marke und der Struktur des Konzerns ein im Branchenvergleich nach wie vor gutes Ergebnis erzielte, welches jedoch deutlich hinter dem Vorjahr und den Erwartungen zurückblieb. Der Umsatz konnte akquisitionsbereinigt weitestgehend stabil gehalten werden. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, hier insbesondere der Marketingaufwendungen, und der Personalaufwendungen steht in Zusammenhang mit der weiteren Expansion und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.
Ebenso konnte sehr erfolgreich der Strategieprozess für die nächsten Jahre fortgeführt werden, was aus Sicht des Vorstands maßgeblich zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs beiträgt.
6. NACHTRAGSBERICHT
Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2012 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.
7. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB kann auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.
Die Einhell Germany AG wendet Unternehmensführungspraktiken zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) an, die über das Maß der gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Insbesondere hat die Einhell Germany AG im Berichtszeitraum diverse Richtlinien und Prozessregelungen getroffen, die sich an alle Mitarbeiter des Konzerns mit dem Ziel richten, das Risiko von Rechtsverstößen zu vermeiden. Beispielsweise wird die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Verbot von Insidergeschäften dadurch sichergestellt, dass eine Insiderrichtlinie erlassen wurde, die den Handel mit Wertpapieren des Unternehmens für Organmitglieder und Mitarbeiter regelt, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Unternehmensführungspraxis hinsichtlich der Compliance unterliegt einer ständigen Kontrolle und Weiterentwicklung.
8. RISIKOBERICHT
8.1 Beschreibung des Risikomanagementsystems und wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Beschreibung des Risikomanagementprozesses
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient insbesondere der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers im Konzern minimiert.
Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell Germany AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung.
Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen. Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt der Einhell-Konzern bewusst.
Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die für das Risiko relevanten Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt.
Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Das interne Kontrollsystem des Einhell-Konzerns umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.
Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.
Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.
Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des Einhell-Konzerns einbezogen.
Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.
Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision bzw. lokalen Buchhaltungssystemen. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Einhell Germany AG werden durch die Konzerngesellschaften die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Einhell Germany AG in das Konsolidierungssystem CONSIS eingestellt werden. Durch den Konzernabschlussprüfer werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen dem Berichtssystem und dem Konsolidierungssystem sowie die Überleitungen geprüft. Im Konsolidierungssystem CONSIS werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.
Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Einhell-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.
Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Einhell-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Cashflow-Rechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.
Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.
Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Einhell-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensent-Scheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.
8.2 Beschreibung der Risiken
8.2.1 Allgemeine wirtschaftliche und Branchenrisiken
Der Einhell-Konzern unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie der spezifischen Branche des Bereichs Baumarkt, Fachhandel und Do-it-yourself (DIY).
Hinsichtlich weltwirtschaftlicher Entwicklungen ist der Einhell-Konzern aufgrund seiner Internationalität grundsätzlich globalen Risiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl in Form von politischen als auch wirtschaftlichen Risiken verwirklichen. So kann insbesondere die Politik in den Ländern, in denen der Einhell-Konzern heute tätig ist, Einfluss auf die Stabilität und die Wirtschaftskraft dieser Länder haben. Aber auch in den Ländern, in die der Einhell-Konzern seine Expansion vorantreiben möchte, können politische Risiken Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Einhell haben.
Das Risiko erstreckt sich dabei z.B. auch auf die Währungspolitik von Ländern oder z.B. die Import- und Zollvorschriften und deren praktische Abwicklung. Gleiches gilt für die Beschaffungsländer, in denen Einhell das Sourcing für seine Produkte durchführt. Der Einhell-Konzern versucht die allgemeinen politischen Risiken zu beherrschen, indem die Konzernführung zum einen in enger Kommunikation mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort steht, um sich laufend ein Bild von aktuellen Entwicklungen machen zu können. Zum anderen hat der Einhell-Konzern die Strategie, die Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien in den jeweiligen Ländern auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dadurch erreicht der Einhell-Konzern eine hohe Flexibilität, um auf ungünstige Entwicklungen reagieren zu können und beispielsweise im kurzfristigen Umlaufvermögen in einem Land jederzeit handlungsfähig zu sein.
In Bezug auf Branchenrisiken ist der Einhell-Konzern der Entwicklung der DIY-Branche sowie des Bereichs Fachhandel in den jeweiligen Ländern ausgesetzt. Zudem steht er auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern.
So können Veränderungen in der Branche wie beispielweise Konzentrationsprozesse auf Kundenseiten Einfluss auf die Geschäfte von Einhell haben. Einhell versucht durch den Ausbau einer starken internationalen Marktposition Abhängigkeiten von solchen Faktoren zu minimieren. Durch die Etablierung eines starken Produktsortiments und eines kundenfreundlichen Service ist Einhell auch in Konzentrationsprozessen in der Lage, die Position beim Kunden zu stärken. Weiterhin können Strategieänderungen von Wettbewerbern den Einhell-Konzern beeinflussen. Neue Wettbewerber können in die Positionierung von Einhell eindringen oder bestehende Wettbewerber können ihre Position verändern. Einhell versucht dem zu begegnen, indem Einhell ein relativ breites Sortiment, das sich vom Bereich "Werkzeuge" bis zum Bereich "Garten & Freizeit" spannt, am Markt etabliert und dies zusätzlich auch international sehr stark ausrollt.
So gibt es kaum einen Wettbewerber am Markt, der ein vergleichbares Sortiment in der Internationalität wie Einhell anbietet.
8.2.2 Beschaffungsrisiken
Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell von Einhell und stellt so im Einhell-Konzern einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen.
Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da der Einhell-Konzern bereits langjährige Beziehungen mit seinen Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem des Einhell-Konzerns mit eingebunden. Eine Abhängigkeit des Einhell-Konzerns von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Einhell hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, eine Second-Source-Strategie aufzubauen, die weiter optimiert wird.
Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im festen Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt und über ein Internet-basiertes Bestellsystem abgeglichen und disponiert.
Dem Risiko von Preiserhöhungen, die z.B. aus Rohstoffpreisänderungen resultieren können, wird durch entsprechende Vereinbarungen auf Einkaufs- und Verkaufsseite begegnet, indem der Einhell-Konzern versucht, Veränderungen auf der Einkaufsseite auch zeitgerecht auf der Verkaufsseite umzusetzen. Ein entsprechender Produktmix, eine breite Kundenstruktur und eine starke Einkaufsposition unterstützen diesen Prozess. So kann Einhell die Rohertragsmargen seit vielen Jahren in einer stabilen Bandbreite halten.
8.2.3 Absatzmarktrisiken
Die Risiken des Absatzmarktes sieht der Einhell-Konzern vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet.
Weiterhin erschließt der Einhell-Konzern zusehends neue Absatzkanäle wie z.B. den Bereich Fachhandel. So schafft es der Einhell-Konzern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weitere Marktanteile zu gewinnen.
8.2.4 Strategische und Expansionsrisiken
Die Umsetzung der Strategie des Einhell-Konzerns ist mit Risiken verbunden. Diese können daraus resultieren, dass Ressourcen oder Elemente, die zur Umsetzung der Strategie notwendig sind, zum betreffenden Zeitpunkt nicht verfügbar sind oder auf Hindernisse in der Realisierung stoßen. Dies können beispielsweise personelle oder technische Gründe sein.
Auch bei der Neugründung und Akquisitionen von Tochtergesellschaften bestehen grundsätzlich Risiken. Einhell versucht diese Risiken zu beherrschen, indem bei der Identifikation von neuen Verkaufsregionen von Beginn an eine Definition und Untersuchung der Zielländer vorgenommen wird. Dabei werden das Umfeld und das Marktpotential eingeschätzt. Zudem wird frühzeitig nach entsprechenden Geschäftsführern und Fachpersonal gesucht. Hinsichtlich der Infrastruktur wählt Einhell einen Standardansatz für jede neue Vertriebstochtergesellschaft, der sich auf die internen Abläufe sowie auf die IT-Infrastruktur bezieht. Damit werden Risiken beim Aufsetzen einer neuen Tochtergesellschaft reduziert.
Auch aus Akquisitionen des Einhell-Konzerns resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner des Einhell-Konzerns sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.
8.2.5 Finanz-, Zins- und Währungsrisiken
Der anhaltende Wachstumskurs des Einhell-Konzerns ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt der Einhell-Konzern sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien.
Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt der Einhell-Konzern vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2012 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut.
Der Einhell-Konzern baut zudem sein Netting-System und seinen Cash-Pool, der von der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften gemeinsam gebildet wird, weiter aus. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich über konzerninterne Darlehen. Damit wird das Risiko einer intransparenten und ineffizienten Darlehensstruktur im Konzern reduziert. Die Muttergesellschaft hat dazu für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien eingerichtet, deren Höhe sich nach der Planung und dem erwarteten Geschäftsvolumen der jeweiligen Tochtergesellschaften richtet.
Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen werden überwiegend durch den Einsatz von klassischen Devisentermingeschäften gesteuert. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften abgesichert. Die Währungssicherung erfolgt gemäß den IAS/IFRS-Vorschriften zum Hedge-Accounting für die einzelnen Sicherungszeiträume.
8.2.6 Haftungsrisiken
Haftungsrisiken bestehen beim Einhell-Konzern vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Hauptbeschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Weiterhin werden Vorschriften und Regularien durch einen eigenen Normenkontrollbeauftragten laufend überwacht. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Produkthaftungsfälle werden anhand einer eindeutigen Organisations- und Ablaufstruktur eingeordnet und so effizient gehandhabt.
So existieren klare Verantwortungs- und Kommunikationslinien, die durch schriftliche Dokumentationen von Rückrufplänen und Checklisten unterstützt werden. In dieses System sind auch externe Fachstellen und Experten eingebunden.
8.2.7 IT-Risiken
Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse des Einhell-Konzerns. Die Tochtergesellschaft iSC GmbH betreibt ein zentrales IT Service Center, dem die Umsetzung der internationalen Strategie des Konzerns obliegt. Große Bedeutung wird dabei der Realisierung international einheitlicher IT-Standards beigemessen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Kontinuität der IT-Umgebungen im Rahmen der unternehmerischen und gesetzlichen Anforderungen sicherstellen sollen.
Feste Bestandteile dieser Standards sind die Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Bereich der physikalischen Sicherheit, der Einsatz leistungsfähiger und zuverlässiger Hardware-Komponenten, der Betrieb sorgfältig ausgewählter Infrastruktur- und Geschäftsanwendungen sowie die Bereitstellung hochwertiger Services und Prozesse zum Betrieb und der Weiterentwicklung der gesamten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur.
Die Organisation der IT-Prozesse ist am ITIL-Prozessframework ausgerichtet. Erforderliches Spezial-Know How wie etwa im Bereich lokaler Compliance-Anforderungen wird über qualifizierte Dienstleistungspartner eingebracht, deren Leistungserbringung und -umfang vertraglich definiert wird und die sehr eng in die IT-Organisation eingebunden werden. Applikationen werden gemäß ihrer Kritikalität für den Geschäftsablauf in hochverfügbaren Systemumgebungen betrieben und adäquaten Business Continuity Mechanismen unterzogen. IT basierende Vorkehrungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, sorgen im Zusammenspiel mit dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und entsprechenden Rollen- und Rechtekonzepten für einen möglichst effektiven Schutz vertraulicher Daten.
Die IT-Strategie des Einhell-Konzerns ist sehr eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld.
8.2.8 Rechtliche Risiken
Der Einhell-Konzern ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese können aus dem Abschluss von Unternehmensverträgen mit Lieferanten, Kunden und anderen Vertragspartnern resultieren. Zudem ist Einhell bei der Verhandlung und beim Abschluss von Verträgen mit verschiedenen internationalen Rechtssystemen konfrontiert. Dies bezieht sich insbesondere auch auf den Abschluss von gesellschaftsrechtlichen Verträgen wie bei Gründungen und auf patentrechtliche Vereinbarungen und ähnliche Verträge, die dem Schutz des geistigen Eigentums von Einhell gelten.
Einhell versucht, das Risiko daraus zu minimieren, indem eine eigene Rechtsabteilung in Deutschland und auch in China laufend rechtliche Sachverhalte prüft und überwacht. Dabei erfolgt die Koordination und Prüfung durch eigenes Personal, das von Fall zu Fall die Unterstützung externer Experten aus dem jeweiligen fachlichen Rechtsgebiet bzw. Rechtssystem hinzuzieht.
Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.
9. PROGNOSEBERICHT
9.1 Weltwirtschaftliche Entwicklung
Im Verlauf des Jahres 2012 hat sich die Weltwirtschaft deutlich abgekühlt. Dabei ist das Wachstumstempo in den einzelnen Weltregionen weiterhin sehr unterschiedlich. Im Jahr 2013 dürfte die Weltkonjunktur ein Wachstum erzielen. Der Internationale Währungsfonds sagt für das Jahr 2013 ein Wachstum von 3,5% und für 2014 ein Plus von 4,1% voraus.
Ausgangspunkt für die positive Entwicklung werden die Schwellenländer sein. In den vergangenen Jahren lagen die Wachstumsraten in China bei über 10%. Nun hat das Wachstum weniger stark zugelegt als angenommen, was die Wirtschaftspolitik dazu veranlassen wird wieder vermehrt zu expandieren. Die Volksrepublik China kann in diesem und im kommenden Jahr jeweils mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts zwischen acht und neun Prozent rechnen.
Auch in Brasilien und Russland wird die Konjunktur, unter anderem auch aufgrund der weiterhin hohen Einnahmen aus Rohstoffexporten, wieder an Fahrt gewinnen.
In den USA wird das Wachstum auch im Jahr 2013 nur verhalten sein. Die Nachfrage wird vor allem durch Konsolidierung von Staat und Haushalten gedämpft. Die US-amerikanischen Haushalte haben mehrere Jahre unter dem Preisverfall im Immobilienbereich gelitten. Seit einigen Monaten steigen die Immobilienpreise wieder. Der vorherige Verfall ist aber noch lange nicht aufgeholt. Insofern werden US-Haushalte weiter konsolidieren und das Konsumwachstum bleibt weiter verhalten. Insgesamt werden die USA in diesem Jahr voraussichtlich etwas unter 2% wachsen. Mittelfristig ergeben sich in den USA positive Effekte aus Investitionen. Die Möglichkeit durch nicht-konventionelle Öl- und Erdgasvorkommen auf günstige Energiereserven zurückgreifen zu können verbessert die Wettbewerbsfähigkeit der USA. Bleiben die Zinsen auf weiterhin niedrigem Niveau dürfte es in den nächsten Jahren zu deutlich steigenden Investitionen kommen.
Die größten Risiken für die Weltwirtschaft gehen aktuell vom Euroraum aus. Es gibt derzeit Anzeichen dafür, dass im laufenden Jahr die Rezession überwunden werden kann, aber dennoch wird die Euro-Zone kein positives Wirtschaftswachstum vorweisen können. Es ist weiterhin nicht sicher, ob die Währungsunion erhalten werden kann. Eine Auflösung hätte gravierende Folgen für das Finanzsystem. Daher müssen Rettungsschirme und die Europäische Zentralbank (EZB) unterstützend eingreifen. Die Konsolidierungsmaßnahmen sowie die weiterhin bestehende Unsicherheit führen dazu, dass sich der Euroraum nur sehr langsam aus der Rezession befreien kann. Die Arbeitslosigkeit wird weiter hoch bleiben, daher ist fraglich, ob die sozialen Entwicklungen eine Fortsetzung der Sparmaßnahmen erlauben.
9.2 Entwicklung in Europa
Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal 2012 stärker gesunken als bisher vermutet. Wie das Statistikamt Eurostat mitteilte, schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt der 17 Länder um 0,6%. Volkswirte sprachen vom stärksten Einbruch seit der Finanzkrise, vor allem weil sich die Rezession in Südeuropa verschärft hat. Die Wirtschaftslage in den Südländern hat sich weiter verschlechtert. Frankreich büßte im vierten Quartal 0,3% der Wirtschaftsleistung ein. Weiterhin schlecht entwickelt sich die Wirtschaft in Spanien und Italien.
Um 0,9% ist die Wirtschaft in Italien im vierten Quartal abgestürzt, auch in Spanien hat sich die Rezession mit 0,7% Einbruch nochmals verstärkt. Zypern rutschte tiefer in die Rezession. Den stärksten Quartalsrückgang aber musste Portugal mit 1,8% verzeichnen. Die Arbeitslosenquote stieg dort zum Jahresende auf 16,9%, in Spanien beträgt sie circa 26%. Im stark verschuldeten Griechenland sank das Bruttoinlandsprodukt gar um 6% unter den Vorjahreswert.
Die Wirtschaft der Euro-Staaten erholt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) langsamer als erwartet. 2013 werde das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone voraussichtlich um 0,2% schrumpfen. Die Rezession wird aller Voraussicht nach auch in 2013 weiter anhalten. Erst für 2014 rechnet der IWF wieder mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung in den Euro-Staaten. Frankreich kann laut IWF Einschätzung mit einer leichten Zunahme des Wirtschaftswachstums rechnen. Italien prognostiziert der IWF im Jahr 2013 dagegen einen weiteren leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,0%, in Spanien werde das Minus sogar bei 1,5% liegen.
In Europa liegt die Teuerungsrate seit Einführung des Euros bei durchschnittlich 2,0% und damit auf moderatem Niveau. Die Europäische Zentralbank hat ihr Preisstabilitätsziel erreicht, auch aktuell ist kaum erhöhter Preisdruck festzustellen. Die Konsumentenpreise hängen erfahrungsgemäß stark von der wirtschaftlichen Entwicklung ab und sind derzeit weit von einer Überhitzung entfernt. Die regelmäßig von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Konjunkturexperten haben ihre Inflationsprognose für 2013 auf 1,8% gesenkt. Auch die Prognose für 2014 wurde um 0,1% auf 1,8% zurückgenommen.
Große Wachstumsimpulse sind aus dem Euroraum auch im Jahr 2013 nicht zu erwarten. Der wichtigste Stabilitätsfaktor ist das klare Bekenntnis der Kernländer Deutschland und Frankreich zum Euro. Die Regierungen der hochverschuldeten Euroländer müssen ihre Spar- und Reformprogramme weiter führen und dürfen nicht nachlassen, beispielsweise nach der Wahl in Italien. Erste Erfolge aus den getroffenen Maßnahmen zeichnen sich bereits ab, die Leistungsbilanz- und Haushaltsdefizite sinken.
Aufgrund der engen Verflechtungen mit den Staaten der Währungsunion sehen viele Experten insbesondere Osteuropa gefährdet. Die Rezession in Westeuropa verpasst den jungen Volkswirtschaften einen herben Dämpfer.
9.3 Entwicklung in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2012 um 0,6% zurückgegangen. Experten hatten mit einem geringeren Rückgang gerechnet, dennoch geht es ihrer Meinung nach bereits wieder aufwärts. In den ersten drei Quartalen 2012 war die deutsche Wirtschaft jeweils gewachsen, das Wachstum reduzierte sich jedoch von Quartal zu Quartal. Nach 0,5% zum Auftakt ging das BIP-Wachstum im zweiten Quartal zunächst auf 0,3% und im dritten Quartal auf 0,2% zurück. Für das gesamte Jahr ergibt sich allerdings ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 0,7%. Wichtigster Wachstumsmotor war wie bereits in den vergangenen Jahren der Export. Gemäß Prognose des Internationalen Währungsfonds kann Deutschland im laufenden Jahr mit einem Plus von 0,6% und im Jahr 2014 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4% rechnen.
Gestützt wird die deutsche Wirtschaft vor allem von den privaten Konsumausgaben. Den Prognosen zufolge, werden die privaten Konsumausgaben in 2013 mit 0,5% etwas zulegen. Aufgrund der guten Lage der Wirtschaft rechnet der Arbeitgeberpräsident im laufenden Jahr mit steigenden Löhnen. Da sich die Inflation voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2012 (2,0%) bewegen wird, verfügen die Konsumenten über real mehr Geld.
Die deutschen Exporteure werden die Ausfuhr von Industrieprodukten im laufenden Jahr erneut steigern. Für 2012 rechnen sie mit einem Plus von etwa 4%. Im laufenden Jahr soll der Export um 3% wachsen, wie aus dem Außenwirtschaftsreport des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) hervorgeht. Damit werde die deutsche Industrie ihren Weltmarktanteil halten. Der Branchenbericht zeigt, dass das Wachstum durch Länder außerhalb der EU erzielt wird. Exporte in Drittländer legten in 2012 um 11% zu. Ausfuhren in die EU-Länder wuchsen dagegen kaum.
Trotz des schwachen Wachstums rechnen Experten mit einem stabilen Arbeitsmarkt. Es wird weder ein spürbarer Rückgang der Arbeitslosigkeit noch eine Trendwende zum Schlechteren erwartet.
Die deutsche Wirtschaftsentwicklung hängt aber nach wie vor davon ab, dass in den europäischen Partnerländern wieder Stabilität und Wachstum einzieht.
9.4 Erwartete Entwicklung in den relevanten Märkten des Einhell-Konzerns
Die Prognosen hinsichtlich der Entwicklungen im Jahr 2013 unterliegen nach wie vor sehr hohen Unsicherheiten. Diese sind darin begründet, dass die Entwicklungen auf den Weltmärkten nach wie vor in vielerlei Hinsicht extrem fragil und schwer vorhersehbar sind. Dies gilt für wirtschaftliche Veränderungen ebenso wie für politische Entwicklungen. Gerade politische Umwälzungen führen zu in ihrer Wirkung nicht abschätzbaren meist negativen Impulsen für die Weltwirtschaft. Zudem zeigt sich, dass aufgrund der hohen Geschwindigkeit der heutigen Informationstechnologien der zeitliche Abstand, in welchem externe Schocks auftreten, sich deutlich verkürzt hat.
Auch die Prognosen des international agierenden Einhell-Konzerns sind eindeutig von diesen beschriebenen Unsicherheiten geprägt.
Der Einhell-Konzern geht vorbehaltlich eines stabilen wirtschaftlichen Marktumfeldes für das Geschäftsjahr 2013 von einem Umsatz in einer Bandbreite von ca. 400-420 Mio. EUR aus. Die im Geschäftsjahr akquirierte kwb tools ist dabei mit ca. 30 Mio. EUR Umsatzbeitrag enthalten. Hinsichtlich des Ergebnisses vor Steuern plant der Einhell-Konzern eine Rendite vor Steuern in einer Bandbreite von ca. 3-4%. Dies würde eine deutliche Verbesserung der Ergebnisqualität bedeuten. Dies setzt aber voraus, dass das internationale wirtschaftliche Umfeld sich nicht weiter verschlechtert und die geplanten Maßnahmen zur Umsatzsteigerung sowie zur Verbesserung der Kostenstruktur in nahezu allen Tochtergesellschaften wie geplant durchgeführt werden können und damit die geplante Wirkung erzielen.
Für das Business Unit Werkzeuge plant der Einhell-Konzern einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 270-285 Mio. EUR inklusive kwb tools. Regional plant der Einhell-Konzern für das Business Unit Werkzeuge mit einem Umsatz in der Region D/A/CH von ca. 130-135 Mio. EUR, in der Region übriges Europa ca. 90-95 Mio. EUR, in der Region Südamerika mit ca. 30 Mio. EUR, in der Region Asien mit ca. 10 Mio. EUR und in den übrigen Ländern mit ca. 10-15 Mio. EUR.
Dieser Planumsatz basiert auf der Annahme einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfelds in den relevanten Märkten und sollte angesichts der instabilen Lage an den Weltmärkten gegebenenfalls mit einem Sicherheitsabschlag von 5-10 Mio. EUR Umsatz betrachtet werden. Insbesondere auch die wirtschaftlich angespannte Lage einzelner Kunden untermauert diesen Sicherheitsabschlag, da nicht gewährleistet ist, dass wirtschaftlich angeschlagene Kunden die Waren des Business Units Werkzeuge in den geplanten Mengen abnehmen werden.
Die im Geschäftsjahr akquirierte kwb tools ist als Anbieter für Elektrowerkzeugzubehör dem Business Unit Werkzeuge zuzuordnen und ist in den Vorjahreszahlen nur anteilig seit Mai 2012 enthalten.
Für das Business Unit Garten plant der Einhell-Konzern einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 140-155 Mio. EUR. Regional plant der Einhell-Konzern für das Business Unit Garten mit einem Umsatz in der Region D/A/ CH von ca. 85-90 Mio. EUR, in der Region übriges Europa ca. 40-45 Mio. EUR, in der Region Südamerika ca. 5-8 Mio. EUR, in der Region Asien ca. 5-8 Mio. EUR und in den verbleibenden Ländern ca. 5 Mio. EUR.
Dieser Planumsatz basiert auf der Annahme einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfelds in den relevanten Märkten und sollte angesichts der instabilen Lage an den Weltmärkten gegebenenfalls mit einem Sicherheitsabschlag von ca. 5-10 Mio. EUR betrachtet werden. Insbesondere auch die wirtschaftlich angespannte Lage einzelner Kunden untermauert diesen Sicherheitsabschlag, da nicht gewährleistet ist, dass wirtschaftlich angeschlagene Kunden auch die Waren des Business Units Garten in den geplanten Mengen abnehmen werden.
9.5 Ziele und Chancen des Einhell-Konzerns
Die Ziele des Einhell-Konzerns wurden in einem Strategiepapier für die nächsten 3-5 Jahre definiert. Kernthema ist dabei die internationale Expansion und der Aufbau der Marke Einhell mit allen sich daraus ableitenden Maßnahmen. In der Umsetzung dieser klar definierten Strategie sieht Einhell die Chancen für die Zukunft. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es eines konsequenten Vorgehens ebenso wie der Investition in die notwendigen Ressourcen.
Hier stehen an erster Stelle die Mitarbeiter, die die Umsetzung der Ziele maßgeblich gestalten. Einhell wird in den nächsten Jahren weiterhin fachlich hoch qualifiziertes Personal aufbauen und maßgeblich in die Entwicklung der Mitarbeiter investieren. Nur so können die Chancen, die sich im Zusammenhang mit der weiteren internationalen Expansion ergeben, effizient und gewinnbringend genutzt werden.
Die Strategieumsetzung ist bereits in vollem Gange und wird in allen Bereichen konsequent vorangetrieben, was sich im Konzern auch in erhöhten Aufwendungen niederschlägt.
Der Eintritt in den südamerikanischen Markt ist vollzogen. Diese wichtige strategische Region, als Wachstumstreiber der nächsten Jahre, wird aber auch künftig weiter ausgebaut. Während in den Vorjahren bereits Vertriebsgesellschaften in den Ländern Chile und Brasilien etabliert werden konnten, konnte nun auch der Markteintritt in Argentinien realisiert werden. Die Tochtergesellschaft in Argentinien hat im Geschäftsjahr 2012 ihre operative Tätigkeit voll aufgenommen und entwickelt sich planmäßig. Im längerfristigen Fokus stehen in Süd- und Mittelamerika auch die Länder Kolumbien, Mexiko und Peru. In anderen Regionen beschäftigt sich der Einhell-Konzern insbesondere mit der Weiterentwicklung der Marktpräsenz in Australien und dem Markteintritt in Russland. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Expansionsstrategie versucht der Einhell-Konzern sich mit weiterer personeller Verstärkung voll auf diese Märkte zu konzentrieren.
In Anbetracht der internationalen Ausrichtung des Einhell-Konzerns ist für die weltweite Bedienung der Kunden die Bereitstellung einer globalen Service-Organisation notwendig. Die Realisierung eines solchen Konzeptes stellt für Einhell eine große Chance dar, um sich im Wettbewerb noch mehr von der Konkurrenz abzugrenzen. Dafür wird versucht durch eigene Konzernmitarbeiter ein internationales Servicesystem in einem entsprechenden IT-Umfeld zu etablieren. Zudem strebt Einhell nach Effektivitäts- und Effizienzsteigerung in der internationalen Logistik und der zunehmenden Internationalisierung des Marketings.
Für den Einhell-Konzern erscheint es auch als gute Chance, den Vertrieb des Zubehör-Sortiments der kwb tools auf die internationalen Tochtergesellschaften auszuweiten. Dies stellt eine gute Ergänzung für das bestehende Sortiment an Produkten dar und generiert einen hohen Nutzen durch die volle Ausschöpfung des internationalen Vertriebsnetzes von Einhell. Mit der Übernahme kann Einhell ein umfassendes Zubehörprogramm für alle Powertools auf höchstem Qualitätsniveau anbieten und wird damit gemeinsam mit kwb ein attraktiver Partner für den DIY- und den Fachhandel sein. Dies wird Einhell auf dem Weg zur A-Marke, als auch im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie hervorragend unterstützen. Durch die globale Vertriebsorganisation kann jede einzelne Landesgesellschaft unseren Kunden nun passende und hochqualitative Komplementärprodukte zu unserem Produktportfolio anbieten. Außerdem steht der kwb tools eine globale Vertriebsstruktur zur Verfügung, die den direkten Marktzugang zu den relevanten Bereichen bereits besitzt. Investitionen in den Aufbau dieser Strukturen sind daher nicht nötig.
9.6 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Ausblick auf die Geschäftsjahre 2013 und 2014
Für den international agierenden Einhell-Konzern zeigt sich für das Geschäftsjahr 2013 nach wie vor ein sehr uneinheitliches wirtschaftliches Bild auf den Märkten, auf denen er präsent ist.
Einige Märkte zeigen sich relativ stabil wie z.B. der deutsche Markt. Andere Märkte, wie z.B. Südeuropa, sind aufgrund der Schuldenkrisen der jeweiligen Länder deutlich eingebrochen. Auch Osteuropa leidet nach wie vor sehr an den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die mit einer ausgeprägten Schwäche des Konsums in den Ländern Osteuropas einhergehen.
Die Märkte in Südamerika und Australien können hingegen als wachsend bezeichnet werden. Hier hat sich der Einhell-Konzern in den letzten Jahren mit der Gründung neuer Tochtergesellschaften strategisch positioniert und konnte bereits beachtliche Umsatzzuwächse generieren, die die Schwäche bei den Umsätzen in anderen Ländern zum Teil ausgleichen konnten. Hinsichtlich der Ertragskraft hat der Einhell-Konzern jedoch profitable Umsätze in Europa eingebüßt, während die Umsätze in Südamerika und Australien noch keine entsprechenden Erträge generieren, da es sich um neue Tochtergesellschaften handelt, die noch entsprechende Anlaufkosten zu verarbeiten haben. Diese Situation wird im Geschäftsjahr 2013 noch anhalten.
Somit erwartet der Einhell-Konzern im angestammten Einhell-Geschäft eine moderate Steigerung der Umsätze und unter Hinzuziehung der Umsätze der kwb tools eine Erhöhung der Umsätze auf ca. 400-420 Mio. EUR.
Hinsichtlich der Ertragskraft geht der Einhell-Konzern davon aus, dass die Rendite vor Steuern in einem Bereich von 3-4% liegen könnte. Dies wäre eine Rendite über derjenigen des Vorjahres, jedoch eine Rendite, die nach wie vor unter den Renditen früherer Jahre liegt, welche 5-6% betragen hatten.
Der Anteil an Red-Artikeln soll im Geschäftsjahr 2013 weiter erhöht werden, um die Rohertragsmargen möglichst zu stabilisieren oder im besten Fall steigern zu können. Auf der Kostenseite wird der Einhell-Konzern weiter in den Aufbau der Marke Einhell investieren. Auf der anderen Seite sind jedoch auch Kosteneinsparungen geplant, die insbesondere aus der Konsolidierung von Teilbereichen einzelner Tochtergesellschaften generiert werden sollen.
Dabei sollen insbesondere Lagerstandorte von Tochtergesellschaften, die aufgrund der wirtschaftlichen Krise im jeweiligen Land nicht mehr die kritische Umsatzgröße erreichen, zusammengelegt werden. Weitere Zusammenlegungen soll es auch in administrativen Bereichen geben. Die Effekte daraus werden jedoch eventuell erst im Folgegeschäftsjahr voll zur Geltung kommen.
Im Geschäftsjahr 2013 soll die internationale Expansion weiter fortgesetzt werden. Es ist jedoch lediglich die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft in Kolumbien geplant. Dort ist vorgesehen, neben der Belieferung eines Schlüsselkunden, der bereits in anderen südamerikanischen Ländern bedient wird, eine eigene Vertriebsstruktur aufzubauen und von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung und den verbesserten Investitionsbedingungen in Kolumbien zu profitieren.
Der Einhell-Konzern wird auch in 2013 weiter die Strategie verfolgen, sich in Zielländern mit Potential nach geeigneten Partnern umzusehen, um diese später als eigene Tochtergesellschaft in den Konzern zu integrieren.
Auch für das Jahr 2014 ist geplant, diese Schritte konsequent weiterzuverfolgen. Der Einhell-Konzern möchte die Umsätze steigern. Eine Umsatzgrößenordnung von ca. 450 Mio. EUR sollte realisierbar sein, wenn es gelingt, attraktive neue Märkte mit der Unterstützung von Partnerunternehmen, die laufend gesucht werden, zu erschließen bzw. sich auf bestehenden Märkten zu verstärken. Sollten die Maßnahmen zur Stabilisierung bzw. Erhöhung der Rohertragsmargen sowie die Kosteneinsparmaßnahmen greifen, so sollte es dem Einhell-Konzern möglich sein, wieder Renditen von ca. 5% vor Steuern zu erzielen.
9.7 Vorausschauende Aussagen, Annahmen, Unsicherheiten und Schätzverfahren
Die Ausführungen des Lageberichts und Konzernlageberichts der Einhell Germany AG und des Einhell-Konzerns enthalten zukunftsgerichtete und vorausschauende Aussagen. Diese sind stets mit Unsicherheiten behaftet und basieren auf Schätzungen und Annahmen, die getroffen werden müssen, um zu einer Planaussage zu kommen. Der Einhell-Konzern weist darauf hin, dass Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zukunft beziehen, sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können.
Einhell lässt bei Prognosen unter Unsicherheit größte Sorgfalt hinsichtlich der gemachten Annahmen walten. Dennoch lässt sich das Risiko von Fehleinschätzungen nicht ausschließen.
Um die Planungs- und Prognoseunsicherheiten bei der Planung der Geschäftszahlen möglichst zu beherrschen, geht Einhell wie folgt vor. Einhell plant zunächst die Umsätze. Diese werden je Konzerngesellschaft auf Business Unit-Ebene ("Werkzeuge" und "Garten & Freizeit") sowie zusätzlich detailliert nach Artikelgruppe geplant. Zusätzlich werden die Umsätze auf Kundengruppe geplant und mit der Planung nach Artikelgruppen plausibilisiert und abgestimmt.
In gleicher Weise erfolgt eine Planung der Rohertragsmargen je Konzerngesellschaft auf Business Unit-, Artikelgruppen- und Kundengruppenebene.
Abgeleitet aus der Umsatzplanung werden die Kosten je Kostenart und je Kostenstelle bzw. je berichtende Einheit detailliert geplant. Die Kosten werden anhand der Vorjahreszahlen plausibilisiert und anhand der Relation zu den Nettoumsätzen auf Angemessenheit hin überprüft. Dabei werden spezifische Annahmen zu Veränderungen bei den Kosten getroffen, wie z.B. Lohnkostensteigerungen oder Frachtkostenveränderungen. Allgemeine Unsicherheiten betreffend Marktentwicklung, Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe oder die Entwicklung anderer wichtiger Kostenkategorien werden unter dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht eingeschätzt und geplant.
Landau a. d. Isar, 25. März 2013
Einhell Germany AG
Der Vorstand
Andreas Kroiss
Jan Teichert
Dr. Markus Thannhuber
Konzernabschluss
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2012
AKTIVA
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| Anhang | 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | (2.2) | 10.450 | 9.033 |
| Sachanlagen | (2.3) | 17.961 | 17.943 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (2.4) | 362 | 353 |
| Aktive latente Steuern | (2.5) | 6.481 | 6.942 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | (2.9) | 2.465 | 2.319 |
| Langfristige Vermögenswerte | 37.719 | 36.590 | |
| Vorräte | (2.6) | 125.715 | 110.449 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (2.7) | 66.264 | 62.180 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | (2.8) | 2.033 | 9.872 |
| Übrige Vermögenswerte | (2.9) | 22.010 | 12.389 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.618 | 13.709 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 221.640 | 208.599 | |
| Summe Aktiva | 259.359 | 245.189 | |
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|
| Gezeichnetes Kapital | (2.10) | 9.662 | 9.662 |
| Kapitalrücklage | 26.677 | 26.677 | |
| Gewinnrücklagen | 123.241 | 120.740 | |
| Übrige Rücklagen | (2.11) | -2.320 | 3.713 |
| Den Aktionären der Einhell Germany AG zustehendes Eigenkapital | 157.260 | 160.792 | |
| Nicht beherrschende Anteile | (2.12) | 3.017 | 2.390 |
| Eigenkapital | 160.277 | 163.182 | |
| Rückstellungen für Pensionen | (2.13) | 1.965 | 1.399 |
| Rückstellungen für sonstige Risiken | (2.14) | 630 | 476 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | (2.15) | 20.584 | 20.960 |
| Passive latente Steuern | (2.5) | 906 | 3.339 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (2.17) | 1.935 | 2.200 |
| Langfristige Schulden | 26.020 | 28.374 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.613 | 27.707 | |
| Rückstellungen für Ertragsteuern | 1.439 | 1.365 | |
| Rückstellungen für sonstige Risiken | (2.14) | 7.229 | 8.218 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | (2.15) | 11.629 | 996 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | (2.16) | 4.938 | 1.657 |
| Übrige Verbindlichkeiten | (2.17) | 15.214 | 13.690 |
| Kurzfristige Schulden | 73.062 | 53.633 | |
| Summe Passiva | 259.359 | 245.189 |
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2012
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| Anhang | 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (3.1) | 379.862 | 365.261 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (3.2) | 8.176 | 9.628 |
| Materialaufwand | (3.3) | -261.037 | -253.552 |
| Personalaufwand | (3.4) | -51.681 | -43.119 |
| Abschreibungen | (3.5) | -2.707 | -2.513 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (3.6) | -60.502 | -53.048 |
| Finanzergebnis | (3.7) | -1.955 | -3.550 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 10.156 | 19.107 | |
| Ertragsteuern | (3.8) | -4.576 | -4.688 |
| Konzernergebnis | 5.580 | 14.419 | |
| Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis | -196 | -123 | |
| Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am Konzernergebnis | 5.776 | 14.542 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2012
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| 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 5.580 | 14.419 |
| Unrealisierte Gewinne (i. Vj. Verluste) aus der Währungsumrechnung | 474 | -507 |
| Unrealisierte Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 3 | 3 |
| Unrealisierte Verluste (i. Vj. Gewinne) aus derivativen Finanzinstrumenten | -6.413 | 6.653 |
| Sonstiges Ergebnis, nach Steuern | -5.936 | 6.149 |
| Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis, nach Steuern | 97 | -204 |
| Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am sonstigen Ergebnis, nach Steuern | -6.033 | 6.353 |
| Konzern-Gesamtergebnis | -356 | 20.568 |
| Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | -99 | -327 |
| Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am Gesamtergebnis | -257 | 20.895 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
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| Anhang (5) | 2012 TEUR |
2011 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| Ergebnis vor Steuern | 10.156 | 19.107 | |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 2.707 | 2.513 |
| - | Zinserträge | -833 | -453 |
| + | Zinsaufwendungen | 1.523 | 2.179 |
| +/- | sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -92 | 3.171 |
| Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens | 13.461 | 26.517 | |
| +/- | Abnahme/Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -4.063 | -856 |
| +/- | Abnahme/Zunahme von Vorräten | -13.518 | -17.776 |
| +/- | Abnahme/Zunahme von sonstigen Vermögenswerten | -8.239 | 650 |
| +/- | Zunahme/Abnahme langfristiger Schulden | 454 | 92 |
| +/- | Zunahme/Abnahme kurzfristiger Schulden | 926 | -4.340 |
| +/- | Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.048 | -1.251 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | -5.931 | 3.036 | |
| - | Gezahlte Steuern | -5.004 | -5.758 |
| + | Erhaltene Zinsen | 394 | 351 |
| - | Gezahlte Zinsen | -1.311 | -1.612 |
| Nettozahlungsmittel aus laufender Geschäftstätigkeit | -11.852 | -3.983 | |
| Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit | |||
| - | Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen | -4.795 | -3.674 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 782 | 153 |
| - | Auszahlungen für Akquisitionen in Beteiligungen | -855 | -554 |
| +/- | Zunahme/Abnahme Geschäfts- und Firmenwert | 813 | 53 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -4.055 | -4.022 | |
| Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzierungsverbindlichkeiten | 10.596 | 10.996 |
| - | Auszahlungen für die Rückzahlung von Finanzierungsverbindlichkeiten | -377 | -31.397 |
| + | Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen | 408 | 467 |
| - | Dividendenzahlung an Aktionäre der Einhell Germany AG | -2.894 | -2.894 |
| - | Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile | -129 | 0 |
| - | Auszahlungen von Verbindlichkeiten für Finanzleasingverträge | -9 | -19 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | 7.595 | -22.847 | |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 7 | 99 | |
| Erworbene Nettozahlungsmittel aus Akquisitionen | 214 | 0 | |
| Nettoabnahme/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | -8.091 | -30.753 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | 13.709 | 44.462 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | 5.618 | 13.709 |
KONZERN EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
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| In TEUR | Übrige Rücklagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Unterschieds- betrag aus der Währungs- umrechnung |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
Derivative Finanzinstrumente |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01. Januar 2011 | 9.662 | 26.677 | 109.092 | -1.160 | 21 | -1.501 |
| Konzernergebnis | - | - | 14.542 | - | - | - |
| Unrealisierte Gewinne / Verluste | - | - | - | -303 | 4 | 9.504 |
| Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne / Verluste | - | - | - | - | -1 | -2.851 |
| Gesamtergebnis | - | - | 14.542 | -303 | 3 | 6.653 |
| Dividenden | - | - | -2.894 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - | - | - | - |
| 31. Dezember 2011 | 9.662 | 26.677 | 120.740 | -1.463 | 24 | 5.152 |
| Konzernergebnis | - | - | 5.776 | - | - | - |
| Unrealisierte Gewinne / Verluste | - | - | - | 377 | 4 | -8.058 |
| Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne / Verluste | - | - | - | - | -1 | 1.645 |
| Gesamtergebnis | - | - | 5.776 | 377 | 3 | -6.413 |
| Dividenden | - | - | -2.894 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -381 | - | - | - |
| 31. Dezember 2012 | 9.662 | 26.677 | 123.241 | -1.086 | 27 | -1.261 |
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| In TEUR | |||
|---|---|---|---|
| Den Aktionären der Einhell Germany AG zustehendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
|
| --- | --- | --- | --- |
| 01. Januar 2011 | 142.791 | 2.243 | 145.034 |
| Konzernergebnis | 14.542 | -123 | 14.419 |
| Unrealisierte Gewinne / Verluste | 9.205 | -204 | 9.001 |
| Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne / Verluste | -2.852 | - | -2.852 |
| Gesamtergebnis | 20.895 | -327 | 20.568 |
| Dividenden | -2.894 | - | -2.894 |
| Übrige Veränderungen | - | 474 | 474 |
| 31. Dezember 2011 | 160.792 | 2.390 | 163.182 |
| Konzernergebnis | 5.776 | -196 | 5.580 |
| Unrealisierte Gewinne / Verluste | -7.677 | 97 | -7.580 |
| Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne / Verluste | 1.644 | - | 1.644 |
| Gesamtergebnis | -257 | -99 | -356 |
| Dividenden | -2.894 | - | -2.894 |
| Übrige Veränderungen | -381 | 726 | 345 |
| 31. Dezember 2012 | 157.260 | 3.017 | 160.277 |
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
1. GRUNDLAGEN UND METHODEN
1.1 Allgemeine Angaben
Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Herstellung und den Vertrieb von hand-, benzin- und elektrobetriebenen Geräten, Werkzeugzubehör sowie Metall- und Kunststofferzeugnissen für Handwerk, Garten und Freizeit sowie von Erzeugnissen der Klima- und Heiztechnik.
Die Einhell Germany AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 2171 eingetragen und hat ihren Firmensitz im Wiesenweg 22, 94405 Landau a. d. Isar, Deutschland.
Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG und ihrer Tochtergesellschaften (Einhell-Konzern) wurde unter Anwendung von § 315a HGB (Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt erfolgen Angaben in tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 25. März 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
1.2 Grundlagen der Bilanzierung
Angewendete Standards
Die im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2012 verpflichtend anzuwendenden IFRS. Die im Jahr 2012 erstmalig anzuwendenden Standards hatten keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.
Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen
Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung zum 31. Dezember 2012 noch nicht verpflichtend war und die vom Einhell-Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden. Eine vorzeitige Anwendung hätte auf den Konzernabschluss im Wesentlichen keine Auswirkung.
| ― | Amendments to IAS 1 "Presentation of Items of Other Comprehensive Income"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. |
| ― | IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | Amendments to IAS 27 "Separate Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | Amendments to IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | Amendments to IAS 32 "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. |
| ― | Amendments to IFRS 7 "Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRS 10 "Consolidated Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRS 11 "Joint Arrangements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRS 13 "Fair Value Measurement", anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
Für die Anwendbarkeit der nachfolgenden Vorschriften ist die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") durch den vorgeschriebenen EU-Prozess noch nicht erfolgt:
| ― | Amendments to IFRS 1 "Government loans for Firsttime Adopters"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | IFRS 9 "Financial Instruments"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. |
| ― | Improvements to IFRS 2009-2011, anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. |
| ― | Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 "Mandatory Effective Date and Transition Disclosures", anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen |
| ― | Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 "Transition Guidance", anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. |
| ― | Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IFRS 27 "Investment Entities", anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. |
Ferner wurden weitere diverse Verbesserungen zu den IFRS im EU-Endorsement-Prozess noch nicht übernommen.
Darstellung
Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen für Pensionen werden grundsätzlich als langfristige Posten dargestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert.
1.3 Konsolidierungsmethoden
In den Konzernabschluss sind neben der Einhell Germany AG die Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Einhell Germany AG die Kriterien gemäß IAS 27 erfüllt. Diese Unternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, von dem an die Möglichkeit zur Beherrschung besteht. Umgekehrt werden Tochterunternehmen dann nicht mehr berücksichtigt, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Abschlüsse der konsolidierten Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Abschlussstichtag für alle konsolidierten Gesellschaften ist der 31. Dezember. Dies entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in Form der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt an dem die Möglichkeit zur Beherrschung besteht (IFRS 3). Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte aktiviert.
Innerhalb des Konsolidierungskreises werden alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und sonstigen Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen eliminiert. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern angesetzt.
1.4 Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Einhell Germany AG weitere 40 (Vorjahr 37) voll konsolidierte Gesellschaften.
Im Geschäftsjahr 2012 hat der Einhell-Konzern vom lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Einhell Dänemark 10% an der Gesellschaft zurückerworben, sowie 25% der Anteile der Einhell France SAS übernommen. Der Anteil an der Einhell France beträgt damit 95%. Im Jahr 2012 wurde die Einhell Rus OOO gegründet, an welcher die Einhell Germany AG 100% der Anteile besitzt. Außerdem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die iSC Italia auf die Einhell Italia verschmolzen. In der Ukraine wurde die Hans Einhell Ukraine TOV gegründet, an der die Einhell Germany AG zu 100% beteiligt ist.
Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2012 die kwb tools GmbH gegründet. Diese Gesellschaft erwarb gemäß dem Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 2. Mai 2012 sämtliche Kommanditanteile an der kwb tools GmbH & Co. KG, Stuhr. Durch das Ausscheiden der persönlich haftenden Gesellschafterin, der kwb tools GmbH & Co. KG, ist das Vermögen der KG dementsprechend zu diesem Zeitpunkt auf die kwb tools GmbH im Wege der Anwachsung übergegangen. Die Einhell Germany AG hält unmittelbar 100% der Anteile an der kwb tools GmbH sowie mittelbar 100% der Anteile an der kwb-RUS OOO. Im Rahmen der Übernahme sind TEUR 6.756 Vorräte, TEUR 4.890 Forderungen sowie TEUR 214 flüssige Mittel übernommen worden. Außerdem wurde Anlagevermögen in Höhe von TEUR 358 erworben, welches im Konzernanlagenspiegel als Zugang dargestellt wird. Mit dem Erwerb der kwb tools wurden ca. EUR 6,8 Mio. zusätzliche Bankverbindlichkeiten übernommen.
Die kwb tools ist ein international aktives Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Stuhr bei Bremen und zählt zu den führenden europäischen Systemanbietern für Werkzeug und Elektrowerkzeugzubehör. Die Ergänzung des Produktsortiments um den Bereich Zubehör stellt für Einhell einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung als A-Marke dar. Die kwb tools GmbH und die kwb-RUS OOO erzielen jährlich einen Umsatz von ca. EUR 25-30 Mio. Für das anteilige Geschäftsjahr Mai bis Dezember 2012 ergeben sich somit aus dem laufenden Geschäft für Einhell eine Umsatzsteigerung von EUR 18,5 Mio. sowie ein positiver Beitrag zum EGT in Höhe von TEUR 325. Durch die Integration der kwb tools in den Konzern ist Einhell in der Lage, ein komplettes Zubehörsortiment über die Vertriebsgesellschaften weltweit anbieten zu können. Damit ist Einhell in der Lage, ein weiteres zusätzliches Umsatzvolumen über das Einhell-Kerngeschäft hinaus generieren zu können.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind im Abschnitt 8 des Anhangs dargestellt. Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB teilweise Gebrauch.
1.5 Währungsumrechnung
Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige, ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung.
In den Einzelabschlüssen der Unternehmen des Einhell-Konzerns werden Fremdwährungsgeschäfte mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Fremdwährungsposten, die am Bilanzstichtag noch bestehen, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung von monetären Posten oder der Bewertung von monetären Posten eines Unternehmens zu Umrechnungskursen, die sich von den Kursen unterscheiden, zu denen diese ursprünglich während der Periode oder in vorherigen Abschlüssen bewertet wurden, werden erfolgswirksam in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.
Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden in Bezug auf die Bilanz zu den zum Jahresende geltenden Wechselkursen und in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in dem Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung (Teil der übrigen Rücklagen) ausgewiesen.
Für die wichtigsten Fremdwährungen des Einhell-Konzerns gelten folgende Kurse:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | 2012 | 2011 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Brasilien | BRL | 2,6953 | 2,4158 | 2,5097 | 2,3308 |
| China | CNY | 8,2117 | 8,1485 | 8,1094 | 9,0139 |
| Hong Kong | HKD | 10,2188 | 10,0513 | 9,9726 | 10,8575 |
| Polen | PLN | 4,0929 | 4,4553 | 4,1843 | 4,1226 |
| Schweiz | CHF | 1,2072 | 1,2162 | 1,2053 | 1,2349 |
| Türkei | TRY | 2,3557 | 2,4424 | 2,3145 | 2,3438 |
| USA | USD | 1,3183 | 1,2938 | 1,2856 | 1,3945 |
1.6 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 aktiviert, wenn mit diesen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte sich zuverlässig bestimmen lassen. Diese Vermögenswerte werden zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren.
Forschungsausgaben und Produktaufbereitungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Davon ausgenommen sind Projektentwicklungskosten, die die folgenden Kriterien vollständig erfüllen:
| ― | Das Produkt oder das Verfahren ist klar und eindeutig abgegrenzt und die entsprechenden Kosten können eindeutig zugerechnet und verlässlich ermittelt werden; |
| ― | die technische Realisierbarkeit des Produktes kann nachgewiesen werden; |
| ― | der Konzern hat die Absicht und auch die Möglichkeit, das Produkt oder das Verfahren entweder zu vermarkten oder für eigene Zwecke zu nutzen; |
| ― | die Vermögenswerte werden einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren (z.B. Existenz eines Marktes für das Produkt oder Nachweis über Produktnutzen für das eigene Unternehmen bei interner Verwendung); |
| ― | es sind hinreichende technische, finanzielle und andere Ressourcen verfügbar, um das Projekt abschließen zu können. |
Die Aktivierung der Kosten beginnt bei erstmaliger Erfüllung obiger Kriterien. In vorherigen Geschäftsjahren als Aufwand erfasste Ausgaben werden nicht nachträglich aktiviert. Neben den Entwicklungskosten gibt es keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte. Aktivierte Entwicklungskosten werden auf der Grundlage der linearen Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Regelfall beträgt die Abschreibungsdauer nicht mehr als drei Jahre. Der erzielbare Betrag der Entwicklungskosten wird immer dann geschätzt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung des Vermögenswertes bestehen oder Anzeichen dafür, dass die in den vergangenen Jahren erfassten Wertminderungen nicht mehr bestehen.
Der Firmenwert aus Unternehmenserwerben ist der Unterschied zwischen Kaufpreis einerseits und dem anteiligen mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs andererseits. Die Firmenwerte werden den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) zugeordnet und jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Sofern der Buchwert des Reinvermögens einer Cash Generating Unit den erzielbaren Betrag übersteigt, werden Abschreibungen nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen. Die Cash Generating Units entsprechen den einzelnen Gesellschaften.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:
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| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Gebäude | 20 -30 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 -20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 -10 |
Leasing
Als Leasingverträge gelten alle Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung übertragen. Dies gilt auch für Vereinbarungen, bei denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wird beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenanntes »Finanzierungs-Leasing«) oder dem Leasinggeber (sogenanntes »Operating-Leasing«) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist.
Der Einhell-Konzern nutzt als Leasingnehmer Sachanlagen nahezu ausschließlich im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen. Die Mietaufwendungen aus diesen Operating-Leasingverhältnissen werden über die entsprechenden Leasingzeiträume linear berücksichtigt. Weitere Angaben zu den Leasingverpflichtungen sind unter Abschnitt 7.1 dargestellt.
Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode angesetzt. Bestands- und Vertriebsrisiken, die sich aus der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Weitere Abwertungen erfolgen, wenn der Nettoveräußerungswert der Vorräte unter den Anschaffungskosten liegt.
Finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Kreditinstituten, Kassenbestände, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie marktgängige Wertpapiere.
Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind (zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte). Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.
Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar und nicht in eine der vorstehend genannten Kategorien eingeordnet sind. Diese Kategorie enthält Anteile an einem Geldmarktfonds. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Sofern es objektive Hinweise auf eine Wertminderung gibt oder wenn Änderungen des Zeitwerts eines Fremdkapitalinstruments aus Wechselkursschwankungen resultieren, werden diese erfolgswirksam im Konzernergebnis berücksichtigt. Mit dem Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die über das sonstige Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Erhaltene Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich als Zinserträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam berücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen insbesondere Kassenbestände, Schecks und Einlagen bei Banken mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung überein.
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Die Höhe der Wertminderung bei Krediten und Forderungen ist die Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung eingetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die in früheren Perioden erfasste Wertberichtigung erfolgswirksam rückgängig gemacht. Die Wertminderungen von Krediten und Forderungen werden größtenteils auf Wertberichtigungskonten erfasst. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird. Wenn Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 Ertragsteuern für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz gebildet, es sei denn, diese resultieren aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst hat. Dies gilt auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften soweit diese mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Als Grundlage gilt der zum Zeitpunkt der Realisation gültige Steuersatz. Steuerliche Konsequenzen von Gewinnausschüttungen werden grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses berücksichtigt. Wenn die Realisierung aktivierter latenter Steuern unsicher ist, werden sie entsprechend wertberichtigt. Tatsächliche Steuern und latente Steuern sind unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.
Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung entsteht aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Unternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht. Bei den konsolidierten Unternehmen handelt es sich um wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der im Wesentlichen Teil der Nettoinvestition der Gesellschaft in eine wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheit ist, werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Konzernabschluss als Eigenkapital angesetzt. Bei Veräußerung der entsprechenden Vermögenswerte wird der anteilige Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung in der gleichen Periode als Ertrag oder Aufwand ausgewiesen, in der auch der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Vermögensgegenstands ausgewiesen wird.
Das den nicht beherrschenden Anteilen (Minderheitsgesellschaftern) zurechenbare Eigenkapital wird in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Das zurechenbare Konzernergebnis und das zurechenbare sonstige Ergebnis werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Die nicht beherrschenden Anteile enthalten den Anteil der Minderheitsgesellschaften an den Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt eines verbundenen Unternehmens. Veränderungen ergeben sich aus Kapitalerhöhungen, an denen die Minderheitsgesellschafter partizipieren, Ausschüttungen sowie den Anteilen der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis und aus Wechselkursänderungen.
Pensionsrückstellungen werden nach IAS 19 entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) für leistungsorientierte Pläne auf Grund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet.
Als Abzinsungsfaktoren wurde für Anwärter ein Zinssatz in Höhe von 3,22% (Vj. 4,45%) und für Rentner ein Zinssatz von 2,54% (Vj. 4,28%) verwendet. Der Rententrend wurde wie im Vorjahr bei Zusagen mit Anpassungsgarantie mit 3,00% berücksichtigt und bei Zusagen ohne Anpassungsgarantie mit 2,00%. Bei gehaltsunabhängigen Zusagen wurde kein Gehaltstrend unterstellt.
Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Gemäß IAS 19.7 umfasst das Planvermögen Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten und vom berichtenden Unternehmen unabhängigen Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden im Jahr des Anfalls realisiert. Der bilanzierte Zeitwert der DBO ist nicht durch einen Pensionsfond gesichert. Es bestehen aber zum Teil Rückdeckungsversicherungen.
Rückstellungen für sonstige Risiken und Eventualverbindlichkeiten werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht und wenn der Ressourcenabfluss wahrscheinlich und die voraussichtliche Verpflichtung zuverlässig schätzbar sind. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag dar. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst.
Die Rückstellung für Gewährleistungen wird im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Die Bewertung von passivierten Garantieaufwendungen basiert vorrangig auf historischen Erfahrungswerten.
Erträge aus dem erwarteten Abgang von Vermögenswerten werden bei der Bildung der Rückstellungen nicht berücksichtigt. Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei erstattet werden, wird die Erstattung erst dann erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Gesellschaft die Erstattung erhält.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind (zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten). Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, sind erfolgswirksam im Konzernergebnis enthalten.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
Derivative Finanzinstrumente werden im Einhell-Konzern ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt, die aus dem operativen Geschäft resultieren. Damit sollen Risiken von Schwankungen der Cashflows, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorhergesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können, abgesichert werden.
Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cash-Flow-Modelle oder Optionspreismodelle. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.
Der beizulegende Zeitwert von Devisenterminkontrakten wird anhand der zum Bilanzstichtag herrschenden Kurse auf dem Devisenterminmarkt bestimmt. Bei Zinsswaps wird er als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Optionen wird anhand von Optionspreismodellen errechnet. Bei allen vorgenannten Instrumenten wird dem Einhell-Konzern der beizulegende Zeitwert jeweils durch die Finanzinstitute bestätigt, die dem Konzern die entsprechenden Kontrakte vermittelt haben.
Wenn die Vorgaben des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) erfüllt sind, designiert und dokumentiert der Einhell-Konzern die Sicherungsbeziehung ab diesem Zeitpunkt entweder als Fair Value Hedge oder als Cash Flow Hedge. Bei einem Fair Value Hedge wird der beizulegende Zeitwert eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung gesichert. Bei einem Cash Flow Hedge werden hochwahrscheinliche zukünftige Zahlungsströme oder zu zahlende bzw. zu erhaltende schwankende Zahlungsströme im Zusammenhang mit einem bilanzierten Vermögenswert oder einer bilanzierten Verbindlichkeit abgesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen beinhaltet die Ziele und Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung, das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie eine Beschreibung der Methode zur Effektivitätsmessung. Die Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichtsperiode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren.
Zeitwertänderungen der Derivate werden im Konzernergebnis oder im sonstigen Ergebnis berücksichtigt, je nachdem, ob es sich bei den Sicherungsbeziehungen um Fair Value Hedges oder Cash Flow Hedges handelt. Bei Fair Value Hedges werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte erfolgswirksam im Konzernergebnis erfasst. Die Zeitwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die einem Cash Flow Hedge zugeordnet sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils nach Steuern zunächst im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung der abgesicherten Grundgeschäfte. Die hedge-ineffektiven Anteile der Zeitwertveränderungen werden unmittelbar im Konzernergebnis berücksichtigt.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse werden bei Lieferung der Erzeugnisse und Waren bzw. bei Erbringung der Leistungen realisiert, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist, der Betrag der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich von Erlösschmälerungen, wie z. B. Preisnachlässe und Rahmenkonditionen ausgewiesen.
Zinserträge und Zinsaufwendungen
In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Zinsaufwendungen aus Schulden enthalten. Zudem gehen Zinsen und Änderungen der Marktwerte im Zusammenhang mit Zinssicherungsgeschäften in diese Posten ein. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden entsprechend den vertraglichen Regelungen erfasst und gegebenenfalls zeitanteilig abgegrenzt.
Ertragsteuern
Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet. Darüber hinaus beinhalten die laufenden Steuern des Jahres auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht veranlagte Jahre sowie Zinszahlungen auf Steuernachzahlungen. Die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern spiegelt sich in den Ertragsteuern wider. Eine Ausnahme hiervon stellen die im sonstigen Ergebnis vorzunehmenden Veränderungen dar.
1.7 Schätzungen und Beurteilungen im Rahmen der Rechnungslegung
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen vorgenommen werden. Diese können Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen betroffen sind, werden im Folgenden erläutert. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.
Werthaltigkeit von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Im Rahmen der Werthaltigkeitstests für nicht-finanzielle Vermögenswerte sind Einschätzungen vorzunehmen, um den erzielbaren Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Dabei sind insbesondere Annahmen bezüglich der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse sowohl im Planungszeitraum als auch für die Zeiträume danach zu treffen. Die Einschätzungen beziehen sich hauptsächlich auf zukünftige Marktanteile und das Wachstum auf den jeweiligen Märkten. Auf Basis der im Jahr 2012 durchgeführten Werthaltigkeitstests übersteigen die erzielbaren Beträge die Netto-Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns.
Werthaltigkeit von Forderungen
Der Konzern schätzt regelmäßig das Ausfallrisiko seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein. In diesem Zusammenhang werden viele Faktoren berücksichtigt; diese umfassen Erfahrungswerte hinsichtlich eingetretener Kreditausfälle, die Größe und Zusammensetzung einzelner Portfolios, aktuelle wirtschaftliche Ereignisse und Rahmenbedingungen sowie den Umfang der bestehenden Kreditversicherungen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen können die Bonität der Kunden beeinträchtigen. Sollten sich Einschätzung und Beurteilung dieser Faktoren ändern, beeinflusst dies die Höhe der zu bildenden Wertberichtigungen und wirkt sich auf das Konzernergebnis aus.
Pensionsverpflichtungen
Für die Ermittlung der Barwerte der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sind unter anderem die Abzinsungsfaktoren festzulegen. Die Abzinsungsfaktoren werden auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am jeweiligen Markt erzielt werden. Die Höhe der Abzinsungsfaktoren hat einen wesentlichen Einfluss auf den Finanzierungsstatus der Pensionspläne.
Ertragsteuern
Für die Ermittlung von aktiven latenten Steuern sind die künftig zu versteuernden Einkommen sowie die Zeitpunkte, zu denen die aktiven latenten Steuern realisiert werden, einzuschätzen. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie realisierbare Steuerstrategien mit berücksichtigt. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch den Konzern entziehen, sind die zu treffenden Annahmen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern in erheblichem Maß mit Unsicherheiten verbunden. Der Einhell-Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Basis der geplanten steuerpflichtigen Einkommen in künftigen Geschäftsjahren; sofern der Konzern davon ausgeht, dass künftige Steuervorteile mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, wird eine Wertberichtigung auf die aktiven latenten Steuern vorgenommen.
Ansprüche und Prozessrisiken
Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichtsverfahren und Ansprüchen konfrontiert. Nach unserer Einschätzung werden sich daraus möglicherweise ergebende Verpflichtungen nicht nachhaltig auf die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns auswirken.
2. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
2.1 Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte
Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte (ohne übrige langfristige Vermögenswerte und aktive latente Steuern) ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.
2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | 1.327 | 675 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 8 | 56 |
| Erworbene Firmenwerte | 9.115 | 8.302 |
| 10.450 | 9.033 |
Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten überwiegend Investitionen für Software und Lizenzen.
Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die für die Entwicklung neuer Produkte entstandenen Ausgaben, die über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Aufwendungen für Produktaufbereitung EUR 5,2 Mio. (Vj. EUR 4,5 Mio.). Von diesen Aufwendungen wurden in 2012 wie bereits im Vorjahr keine Kosten als Entwicklungskosten aktiviert. Insgesamt waren in diesem Bereich 42 Mitarbeiter (Vj. 38 Mitarbeiter) beschäftigt.
Die Firmenwerte entfallen auf folgende Gesellschaften:
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S., Istanbul/Türkei | 3.013 | 3.013 |
| Einhell-Unicore s.r.o., Karlovy Vary/Tschechien | 2.141 | 2.141 |
| Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich | 2.123 | 2.026 |
| Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien | 1.127 | 1.122 |
| KWB-RUS OOO, St. Petersburg/Russland | 397 | 0 |
| kwb tools GmbH, Stuhr/Deutschland | 314 | 0 |
| 9.115 | 8.302 |
Die Firmenwerte beziehen sich auf Gesellschaften durch die mittelbar oder unmittelbar neue Märkte oder Marktanteile gewonnen werden konnten. Die durch Aufdeckung stiller Reserven erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt angesetzt.
Der Zugang bei dem Firmenwert der Einhell Export-Import GmbH in Höhe von TEUR 97 resultiert aus einer, im Jahr 2012 gezahlten, bedingten Kaufpreiszahlung für den Erwerb der restlichen 24% der Anteile im Jahr 2009. Bei den kwb Gesellschaften ist der Firmenwert im Rahmen der Übernahme der beiden Gesellschaften entstanden.
Die Firmenwerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der Firmenwerte der Gesellschaften (Cash Generating Units) liegt. Der erzielbare Betrag wird aus den zukünftigen Mittelzuflüssen (Cash-Flows) abgeleitet. Der Ermittlung der Cash-Flows liegen Wirtschaftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Dabei wurden die wirtschaftlichen Entwicklungen in den für den Einhell-Konzern relevanten Märkten analysiert und entsprechend berücksichtigt. Für alle Gesellschaften wurden folgende Bewertungsfaktoren zu Grunde gelegt:
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| In % | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Wachstumsrate nach Ende des Planungszeitraums | 1,25 | 1,25 |
| Diskontierungssatz vor Steuern | 8,52 | 7,93 |
| Basiszinssatz | 2,25 | 3,00 |
| Marktrisikoprämie | 6,75 | 5,00 |
| Typisierter Steuersatz | 30,00 | 30,00 |
Der Diskontierungssatz vor Steuern ermittelt sich unter anderem aus gewichteten Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten nach Steuern, Basiszinssatz sowie der Marktrisikoprämie. Der Basiszinssatz wurde dem derzeit herrschenden Zinsniveau angepasst.
Der jährliche Werthaltigkeitstest ergab im Geschäftsjahr 2012 keinen Wertminderungsbedarf bei den Firmenwerten. Bei einer deutlichen Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus können sich Auswirkungen auf die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen ergeben.
2.3 Sachanlagen
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 9.528 | 10.153 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.037 | 3.397 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.220 | 4.335 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 176 | 58 |
| 17.961 | 17.943 |
2.4 Finanzielle Vermögenswerte
Der Ausweis betrifft unverändert Anteile an einem Geldmarktfonds zur Absicherung von Pensions-, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, die mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt sind. Die Erträge aus dem Fonds belaufen sich auf TEUR 4 (Vj. TEUR 3). Die erwartete Rendite der Wertpapiere liegt bei 1% bis 2% p. a.
2.5 Latente Steuern
Die Steueransprüche und -schulden der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:
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| In TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Nettobetrag | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 265 | 20 | 22 | 96 | 243 | -76 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.564 | 3.065 | 371 | 135 | 1.193 | 2.930 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte (zum Zeitwert) | 1.254 | 761 | 497 | 2.865 | 757 | -2.104 |
| Rückstellungen für Pensionen | 253 | 68 | -7 | 0 | 260 | 68 |
| Rückstellungen für sonstige Risiken | 602 | 599 | 77 | 238 | 525 | 361 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 676 | 517 | -54 | 5 | 730 | 512 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.867 | 1.912 | 0 | 0 | 1.867 | 1.912 |
| Gesamt | 6.481 | 6.942 | 906 | 3.339 | 5.575 | 3.603 |
Die latenten Steuern auf Hedge-Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere - welche in den latenten Steuern auf übrige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen werden -werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst.
Latente Steuern ergeben sich bei den oben aufgelisteten Posten unter folgenden Umständen:
| ― | Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungskosten. |
| ― | Erhöhte steuerliche Abschreibungen auf Sachanlagen führen dazu, dass die steuerlichen Wertansätze unter den Buchwerten liegen. |
| ― | Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz. Dies trifft insbesondere auf ausländische Konzerngesellschaften zu. |
| ― | Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (zur Veräußerung verfügbare und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) weisen abweichende Steuer- und Buchwerte auf, da eine Neubewertung nur zu Bilanzierungszwecken und nicht für steuerliche Zwecke erfolgt. |
| ― | Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz. |
| ― | Abgegrenzte Aufwendungen sind in einigen lokalen Abschlüssen ausländischer Töchter erst in der Periode ihrer Verausgabung steuerlich abzugsfähig, wohingegen sie im Abschluss über einen längeren Zeitraum erfolgswirksam werden können. |
| ― | Aktivierung von latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen bei Tochtergesellschaften. |
2.6 Vorräte
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (zu Anschaffungskosten) | 274 | 568 |
| Waren (zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen) | 124.055 | 106.597 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.386 | 3.284 |
| Gesamt | 125.715 | 110.449 |
Insgesamt wurden Abwertungen über TEUR 7.718 (Vj. TEUR 6.886) vorgenommen. Der Buchwert der abgewerteten Ware beträgt nach Abwertung TEUR 56.011 (Vj. TEUR 36.894). Zum Stichtag sowie im Vorjahr sind keine Waren sicherungsübereignet.
2.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 501 (Vj. TEUR 2.118) vorgenommen. Ferner waren im Berichtszeitraum Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen in Höhe von TEUR 435 (Vj. TEUR 207) gebucht. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen. 74% (Vj. 80%) der gesamten Bruttoforderungen zum Bilanzstichtag sind noch nicht fällig.
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| 2012 In TEUR |
Nettoforderungen | Wertberichtigungen | Bruttoforderungen |
|---|---|---|---|
| Forderungen nicht fällig und fällig 1-120 Tage | 64.621 | 833 | 65.454 |
| Forderungen fällig 121-360 Tage | 1.239 | 1.211 | 2.450 |
| Forderungen fällig mehr als 360 Tage | 404 | 4.320 | 4.724 |
| 66.264 | 6.364 | 72.628 |
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| 2011 In TEUR |
Nettoforderungen | Wertberichtigungen | Bruttoforderungen |
|---|---|---|---|
| Forderungen nicht fällig und fällig 1-120 Tage | 60.621 | 1.209 | 61.830 |
| Forderungen fällig 121-360 Tage | 989 | 1.669 | 2.658 |
| Forderungen fällig mehr als 360 Tage | 570 | 4.739 | 5.309 |
| 62.180 | 7.617 | 69.797 |
2.8 Übrige finanzielle Vermögenswerte
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind | 1.766 | 9.460 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 267 | 412 |
| 2.033 | 9.872 |
Die derivativen Finanzinstrumente werden abzüglich der latenten Steuern direkt im Eigenkapital abgebildet.
2.9 Übrige Vermögenswerte
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Langfristig | ||
| Forderungen und Ertragsteuern | 1.271 | 1.546 |
| Sonstige | 1.194 | 773 |
| Kurzfristig | 2.465 | 2.319 |
| Forderungen und Ertragsteuern | 3.108 | 910 |
| Sonstige | 18.902 | 11.479 |
| 22.010 | 12.389 |
Die Forderungen aus Ertragsteuern beinhalten insbesondere das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG. Zum Stichtag ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung auf sonstige Vermögensgegenstände, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.
2.10 Gezeichnetes Kapital
Das unveränderte Grundkapital der Einhell Germany AG ist wie folgt eingeteilt:
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| Stammaktien | Anzahl | EUR |
|---|---|---|
| Inhaber-Stammaktien (Stückaktien) mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 | 2.094.400 | 5.361.664,00 |
| Vorzugsaktien | ||
| Stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien (Stückaktien) mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 | 1.680.000 | 4.300.800,00 |
| Summe Grundkapital | 3.774.400 | 9.662.464,00 |
Alle Einzahlungen auf die Aktien sind vollständig geleistet. Für das Geschäftsjahr 2012 liegt für die Einhell Germany AG ein Dividendenvorschlag über EUR 2.138.976,00 vor (Vj. EUR 2.893.856,00). Der Ausschüttungsbetrag entspricht einer Dividende von EUR 0,60 je Vorzugsaktie (Vj. EUR 0,80) und EUR 0,54 je Stammaktie (Vj. EUR 0,74).
An die Inhaber der Vorzugsaktien ist eine Mindestdividende von EUR 0,15 zu zahlen und geht der Verteilung einer Dividende auf Stammaktien vor. Die Dividende je Vorzugsaktie ist um EUR 0,06 höher als die Dividende je Stammaktie. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Ausschüttung von EUR 0,15 je Vorzugsaktie aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre nachgezahlt, und zwar nach Verteilung der Mindestdividende auf die Vorzugsaktien für diese Geschäftsjahre und vor der Verteilung einer Dividende auf die Stammaktien. Es stehen keine Ausschüttungen als Mindestdividenden aus. Die Vorzugsaktien sind nicht mit einem Stimmrecht verbunden. In Bezug auf das Restvermögen der Gesellschaft sind alle Aktien gleichrangig. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung liegen bei den Stammaktien.
Genehmigtes Kapital I
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 3.864.985,60 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.
Genehmigtes Kapital II
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 966.246,40 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.
2.11 Veränderung der übrigen Rücklagen
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| 2012 In TEUR |
Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern |
|---|---|---|---|
| Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung | 377 | 0 | 377 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 4 | -1 | 3 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten | -8.058 | 1.645 | -6.413 |
| Sonstiges Ergebnis | -7.677 | 1.644 | -6.033 |
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| 2011 In TEUR |
Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern |
|---|---|---|---|
| Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung | -303 | 0 | -303 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 4 | -1 | 3 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten | 9.504 | -2.851 | 6.653 |
| Sonstiges Ergebnis | 9.205 | -2.852 | 6.353 |
2.12 Nicht beherrschende Anteile
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| 1. Januar | 2.390 | 2.243 |
| Kapitaleinzahlungen | 507 | 474 |
| Abgänge | 348 | 0 |
| Dividenden | -129 | 0 |
| Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung (= Anteil am sonstigem Ergebnis) | 97 | -204 |
| Anteil am Konzernergebnis | -196 | -123 |
| 31. Dezember | 3.017 | 2.390 |
2.13 Rückstellungen für Pensionen
Die Defined Benefit Obligation (DBO) hat sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:
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| In TEUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar | 2.049 | 1.901 | 1.831 | 1.547 | 1.598 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (Personalaufwand) | 30 | 26 | 26 | 20 | 30 |
| Zinsaufwand (Personalaufwand) | 87 | 87 | 87 | 93 | 83 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (Personalaufwand) | 552 | 124 | 73 | 293 | -99 |
| Pensionszahlungen | -94 | -89 | -87 | -108 | -65 |
| Transfer / Settlement | 0 | 0 | -29 | -14 | 0 |
| 31. Dezember | 2.624 | 2.049 | 1.901 | 1.831 | 1 .547 |
Das Planvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:
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| In TEUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Januar | 650 | 643 | 640 | 631 | 628 |
| Gewinne / Verluste | 9 | 7 | 3 | 9 | 3 |
| 31. Dezember | 659 | 650 | 643 | 640 | 631 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen | 2.624 | 2.049 | 1.901 | 1.831 | 1.547 |
| Abzüglich beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -659 | -650 | -643 | -640 | -631 |
| Nettoverpflichtung | 1.965 | 1.399 | 1.258 | 1.191 | 916 |
Die versicherungsmathematischen Verluste betreffen im Wesentlichen die Veränderung des Diskontierungssatzes. Die Aufwendungen aus Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer werden im Personalaufwand gezeigt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen sind unter Abschnitt 1.6 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.
Die erwartete Rendite aus dem Planvermögen liegt bei 1-2%.
2.14 Rückstellungen für sonstige Risiken
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| In TEUR | Gewährleistungen | Übrige | Gesamt |
|---|---|---|---|
| 1. Januar 2012 | 3.765 | 4.929 | 8.694 |
| Inanspruchnahmen | -734 | -2.361 | -3.095 |
| Auflösungen | -302 | -2.235 | -2.537 |
| Zuführungen | 550 | 3.816 | 4.366 |
| Wechselkurseffekte und andere Veränderungen | 104 | 327 | 431 |
| 31. Dezember 2012 | 3.383 | 4.476 | 7.859 |
| 31. Dezember 2012 | |||
| Langfristig | 0 | 630 | 630 |
| Kurzfristig | 3.383 | 3.846 | 7.229 |
| 31. Dezember 2011 | |||
| Langfristig | 0 | 476 | 476 |
| Kurzfristig | 3.765 | 4.453 | 8.218 |
2.15 Finanzierungsverbindlichkeiten
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Langfristig | ||
| Darlehen, besichert | 22 | 23 |
| Darlehen, nicht besichert | 20.562 | 20.937 |
| 20.584 | 20.960 | |
| Kurzfristig | ||
| Darlehen und Kontokorrentkredite, besichert | 1.784 | 621 |
| Darlehen und Kontokorrentkredite, nicht besichert | 9.845 | 375 |
| 11.629 | 996 | |
| Davon kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen | 377 | 385 |
| Davon kurzfristig fällige Darlehen bzw. Kontokorrentkredite | 11.252 | 611 |
Sicherheiten bestehen in Form der Sicherungsübereignung von sonstigen Vermögenswerten.
Der Einhell-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2012 wieder überwiegend über langfristige Darlehen finanziert. Das bereits in 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde damals durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen bis Mitte 2014 ersetzt. Aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Veränderungen am Zinsmarkt wurde im Geschäftsjahr 2011 entschieden, einen Teil der langfristigen Finanzierung vorzeitig abzulösen und eine verminderte Darlehenssumme zu nochmals besseren Konditionen aufzunehmen. Damit ist eine langfristige Finanzierung in Höhe von nun EUR 21 Mio. bis Mitte des Jahres 2014 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden alle Covenants erfüllt. Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivaten Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap- und Zins-Swap-Vereinbarungen.
2.16 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind | 3.997 | 911 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 941 | 746 |
| Gesamt | 4.938 | 1.657 |
Die derivativen Finanzinstrumente werden abzüglich der latenten Steuern direkt im Eigenkapital abgebildet.
2.17 Übrige Verbindlichkeiten
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Langfristig | 1.935 | 2.200 |
| Kurzfristig | 15.214 | 13.690 |
| Gesamt | 17.149 | 15.890 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung, inklusive Verbindlichkeiten aus Erfolgsbeteiligungen von Mitarbeitern, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Kundenbonus und Gutschriften an Kunden.
3. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
3.1 Umsatzerlöse
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| Segmente | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Werkzeuge | 230.787 | 60,8 | 220.466 | 60,4 |
| Garten & Freizeit | 149.075 | 39,2 | 144.795 | 39,6 |
| Gesamt | 379.862 | 100,0 | 365.261 | 100,0 |
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| Regionen | 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| D/A/CH | 180.718 | 47,6 | 177.167 | 48,5 |
| Übriges Europa | 148.656 | 39,1 | 152.684 | 41,8 |
| Asien | 18.266 | 4,8 | 14.607 | 4,0 |
| Südamerika | 19.431 | 5,1 | 13.594 | 3,7 |
| Übrige Länder | 12.791 | 3,4 | 7.209 | 2,0 |
| Gesamt | 379.862 | 100,0 | 365.261 | 100,0 |
3.2 Sonstige betriebliche Erträge
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistung | 302 | 3.671 |
| Provisionserträge | 1.254 | 1.531 |
| Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Lieferanten für Wareninspektionen | 448 | 405 |
| Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 435 | 207 |
| Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 416 | 48 |
| Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen | 2.235 | 462 |
| Erträge aus Kaufpreisanpassungen | 195 | 0 |
| Übrige Erträge | 2.891 | 3.304 |
| Gesamt | 8.176 | 9.628 |
3.3 Materialaufwand
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 260.778 | 253.167 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 259 | 385 |
| Gesamt | 261.037 | 253.552 |
3.4 Personalaufwand
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| Personalaufwendungen in TEUR |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 43.253 | 35.778 |
| Soziale Abgaben | 8.313 | 7.228 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 115 | 113 |
| Gesamt | 51.681 | 43.119 |
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| Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| D/A/CH | 582 | 424 |
| Übriges Europa | 381 | 361 |
| Asien | 263 | 300 |
| Südamerika | 65 | 46 |
| Übrige Länder | 10 | 8 |
| Gesamt | 1.301 | 1.139 |
3.5 Abschreibungen
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) | 406 | 452 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 2.301 | 2.061 |
| Gesamt | 2.707 | 2.513 |
Im Geschäftsjahr 2012 waren wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich.
3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Warenversand, Garantie- und Kundendienstleistungen, Wertberichtigungen sowie Werbung und Produktgestaltung. Die Kosten für die erstmalig in 2012 durchgeführte TV-Werbekampagne betragen ca. EUR 5,0 Mio. Die Aufwendungen für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 501 (Vj. TEUR 2.118). Aufgrund der Kurzfristigkeit der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristig erwarteten Geldeingänge sind Zinseffekte bei der Berechnung von Wertberichtigungen von untergeordneter Bedeutung.
3.7 Finanzergebnis
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 833 | 453 |
| Zinsaufwendungen | -1.523 | -2.179 |
| Gewinne / Verluste aus der Währungsumrechnung | -1.265 | -1.824 |
| Finanzergebnis | -1.955 | -3.550 |
| davon Zinserträge aus Sicherungsinstrumenten | 0 | 0 |
| davon Zinsaufwendungen aus Sicherungsinstrumenten | -273 | -279 |
| davon Gewinne aus der Währungsumrechnung aus Sicherungsinstrumenten | 266 | 0 |
| davon Verluste aus der Währungsumrechnung aus Sicherungsinstrumenten | -713 | -746 |
Das Finanzergebnis beinhaltet auch Bewertungsergebnisse aus derivativen Finanzinstrumenten, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, sowie den ineffektiven Teil der Wertänderungen von im Hedge Accounting designierten Sicherungsinstrumenten.
3.8 Ertragsteuern
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 3.361 | 5.281 |
| Latente Steuern | 1.215 | -593 |
| Gesamt | 4.576 | 4.688 |
Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt. Die latenten Steuern auf Hedge Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf Zeitwertänderungen bei Cashflow-Hedges fallen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.254 (Vj. TEUR 761) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 520 (Vj. TEUR 2.760) an.
Bei Tochtergesellschaften wurden latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 1.867 (Vj. TEUR 1.912) aktiviert. Verlustvorträge, die aufgrund mangelnder Gewinnerwartung bzw. mangelnder Vortragsfähigkeit als nicht werthaltig eingestuft wurden, wurden nicht in die Ermittlung der aktiven latenten Steuer einbezogen. Im Jahr 2012 wurden auf Verlustvorträge von TEUR 19.603 keine latenten Steuern aktiviert.
Die Überleitung der Ertragssteuersumme auf den theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des im Land des Hauptsitzes der Gesellschaft geltenden Steuersatzes ergeben würde, stellt sich wie folgt dar:
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| In TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | 3.047 | 5.732 |
| Steueraufwendungen /-erträge aus konzerninternen Erträgen / Aufwendungen | 263 | -293 |
| Sonstige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 2.863 | 2.110 |
| Abweichende ausländische Steuersätze | -1.232 | -1.408 |
| Steuerfreie Erträge | -1.669 | -1.984 |
| Änderung von Verlustvorträgen | 669 | 136 |
| Sonstiges | 635 | 395 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 4.576 | 4.688 |
Die Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im Geschäftsjahr erwarteten Steueraufwand zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Steuern mit dem im Geschäftsjahr jeweils gültigen inländische Gesamtsteuersatz von 30,0% (2011: 30,0%) multipliziert.
3.9 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 bezieht sich auf Stammaktien eines Unternehmens. Da die Stammaktien der Einhell AG nicht öffentlich gehandelt werden, wird auf eine Berechnung des Ergebnisses je Aktie verzichtet.
4. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
4.1 Segmentberichterstattung nach Divisionen
Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten nach IFRS 8 beruht auf dem Konzept des sog. "Management Approach". Die Segmentierung des Einhell-Konzerns in die Unternehmensbereiche Garten und Werkzeuge folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Zentrale Steuerungsgröße des Einhell-Konzerns ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns wird in die Segmente Werkzeuge und Garten & Freizeit gegliedert. Das Segment Werkzeuge umfasst die Bereiche handgeführte Elektrowerkzeuge, stationäre Werkzeuge und Zubehör. Zum Segment Garten & Freizeit gehören die Bereiche Garten- und Wassertechnik, Geräte und Gewächshäuser sowie Klima- und Heiztechnik. Die Segmentinformationen werden auf Basis der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet.
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| 2012 In TEUR | Werkzeuge | Garten & Freizeit | Summe Segmente | Überleitung | Einhell-Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 230.787 | 149.075 | 379.862 | 0 | 379.862 |
| Betr. Segmentergebnis (EGT) | 3.822 | 6.334 | 10.156 | 0 | 10.156 |
| Finanzergebnis | -1.532 | -423 | -1.955 | 0 | -1.955 |
| Planmäßige Abschreibungen | 1.648 | 1.059 | 2.707 | 0 | 2.707 |
| Zahlungsunwirksame Erträge | -417 | -102 | -519 | 0 | -519 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | 257 | 170 | 427 | 0 | 427 |
| Vorräte | 82.093 | 43.622 | 125.715 | 0 | 125.715 |
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| 2011 In TEUR | Werkzeuge | Garten & Freizeit | Summe Segmente | Überleitung | Einhell-Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsätze | 220.466 | 144.795 | 365.261 | 0 | 365.261 |
| Betr. Segmentergebnis (EGT) | 10.399 | 8.708 | 19.107 | 0 | 19.107 |
| Finanzergebnis | -2.575 | -975 | -3.550 | 0 | -3.550 |
| Planmäßige Abschreibungen | 1.493 | 1.020 | 2.513 | 0 | 2.513 |
| Zahlungsunwirksame Erträge | -322 | -218 | -540 | 0 | -540 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen | 2.743 | 968 | 3.711 | 0 | 3.711 |
| Vorräte | 62.937 | 47.512 | 110.449 | 0 | 110.449 |
In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.
4.2 Segmentberichterstattung nach Regionen
Die Segmente nach Regionen wurden dem geänderten internen Reporting angepasst. Es ergeben sich folgende Regionen: Deutschland, Österreich, Schweiz (D/A/CH), übriges Europa, Asien, Südamerika und übrige Länder. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.
Die geographische Zuweisung der Umsätze erfolgt wie bisher nach dem Sitz des Rechnungsempfängers. Maßgeblich hierfür ist der Absatzmarkt.
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| 2012 In TEUR | D/A/CH | Übriges Europa | Asien | Südamerika | Übrige Länder | Überleitung | Einhell-Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 180.718 | 148.656 | 18.266 | 19.431 | 12.791 | 0 | 379.862 |
| Langfristige Vermögenswerte | 15.457 | 14.354 | 486 | 638 | 303 | 0 | 31.238 |
In der Region D/A/CH beträgt der Umsatz der Einhell Germany AG EUR 126,4 Mio. Die umsatzstärksten Gesellschaften im übrigen Europa sind mit Umsätzen in Höhe von EUR 14,6 Mio. Einhell Türkei, mit EUR 12,8 Mio. Einhell Italien sowie mit EUR 8,8 Mio. Einhell Polen.
Die Umsätze in der Region Südamerika werden größtenteils von den Tochtergesellschaften in Brasilien, Argentinien und Chile erwirtschaftet. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit EUR 31,9 Mio. beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.
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| 2011 In TEUR | D/A/CH | Übriges Europa | Asien | Südamerika | Übrige Länder | Überleitung | Einhell-Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 177.167 | 152.684 | 14.607 | 13.594 | 7.209 | 0 | 365.261 |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.116 | 14.193 | 832 | 361 | 146 | 0 | 29.648 |
In der Region D/A/CH beträgt der Umsatz der Einhell Germany AG EUR 126,9 Mio. Die umsatzstärksten Gesellschaften 2011 waren im übrigen Europa mit Umsätzen in Höhe von EUR 15,5 Mio. Einhell Italien, mit EUR 13,1 Mio. Einhell Türkei und mit EUR 10,4 Mio. Einhell Polen. Der Umsatz bei den übrigen Ländern ergibt sich vor allem aus der australischen Tochtergesellschaft von EUR 6,8 Mio. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit EUR 36,9 Mio. beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.
In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Einhell-Konzerns getätigt. Mit den zehn größten Kunden wurde knapp die Hälfte des Konzern-Umsatzvolumens getätigt.
4.3 Kapitalmanagement
Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.
Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder RMB. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten wurden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.
5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Auswirkungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert worden.
Laufende Geschäftstätigkeit
Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus der Zunahme der Vorräte sowie der sonstigen Steuerforderungen entstanden.
Investitionstätigkeit
Die Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen betreffen hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Finanzierungstätigkeit
Die Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit enthalten überwiegend die Zu- und Abflüsse von Darlehen sowie die Auszahlung der Dividende. Mit dem Erwerb der kwb wurden ca. EUR 6,8 Mio. zusätzliche Bankverbindlichkeiten übernommen.
Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als 90 Tagen sowie Schecks zum Bilanzstichtag. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Bewegungen der Zahlungsmittel werden gesondert dargestellt.
6. RISIKOBERICHTERSTATTUNG UND FINANZINSTRUMENTE
6.1 Finanzielles Risikomanagement
Der Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken auf Grund von Änderungen der Zinssätze und Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zum Management dieser Risiken. Die dabei angewandten Richtlinien für das Risikomanagement werden mit der Zustimmung des Vorstands von einer zentralen Treasury-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften umgesetzt. Zur Bewertung der Risiken wird im Einhell-Konzern das aktuelle Marktgeschehen beobachtet. Weitere Informationen zum Risikomanagement sind dem Lagebericht zu entnehmen.
6.2 Ausfallrisiko
Es ist Unternehmenspolitik, Ausfallrisiken sowohl von Kunden wie auch von Lieferanten durch den Einsatz international üblicher Instrumente zu minimieren. So beurteilt das Unternehmen die vom jeweiligen Lieferauftrag durch den Auftraggeber sowie durch dessen Umfeld innewohnenden Ausfallrisiken. Insbesondere bei Neukunden oder risikoreichen Ländern werden im Einzelfall Absicherungen über Akkreditive vorgenommen. Bereits in der Angebotsphase legen Vertriebs- und Finanzabteilung gemeinsam die zu fordernden Sicherheiten fest und stimmen im Auftragsfalle die Inhalte dieser ab. Zur Unterstützung der Risikoeinschätzung werden externe Informationen von Banken und Auskunfteien einbezogen. Um Ausfallrisiken von Lieferanten zu minimieren, erarbeitet sowohl das Einkaufs- und Projektmanagement sowie die Finanzabteilung gemeinsame Absicherungskonzepte.
Die Buchwerte der Forderungen stellen das maximale Ausfallrisiko dar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Baumarktketten, Fachhändlern und Discountern und betragen EUR 66,3 Mio (Vj. EUR 62,2 Mio). Im Geschäftsjahr 2012 gab es keine maßgeblichen Forderungen bei denen neue Zahlungsziele vereinbart wurden.
Da die derivativen Finanzinstrumente über renommierte Finanzeinrichtungen abgeschlossen werden, geht der Konzern in ihrem Falle davon aus, dass sich sein maximales Ausfallrisiko auf den positiven Marktwert der Derivate beschränkt.
Zum Stichtag betragen die Bankguthaben EUR 5,6 Mio (Vj. EUR 13,7 Mio). Die Anlagen bestehen bei erstklassigen, namhaften Banken.
Preis- und Bezugsrisiken auf den Beschaffungsmärkten beugt der Einhell-Konzern durch über Jahre aufgebaute Lieferantenbeziehungen vor, die zudem im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend beurteilt werden.
6.3 Zinsrisiken
Das Zinsrisiko des Einhell-Konzerns resultiert hauptsächlich aus Finanzschulden, Darlehen und verzinslichen Aufnahmen. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie z. B. Zinscaps und Zinsswaps reduziert. Das konzernweite Treasury steuert das Konzern-Zinsrisiko, um die Zinserträge und Zinsaufwendungen im Konzern zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Das beinhaltet auch ein konzernweites Zins-Overlay-Management, das die Zinsbindungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte und die vorgesehenen Mittelbindungen der Vermögenswerte und Schulden in unmittelbaren Zusammenhang bringen soll.
Der Konzern setzt alle Zinscaps oder Zinsswaps entweder als wirtschaftliche Absicherungen des Cashflows oder als wirtschaftliche Absicherungen des Zeitwertes ein und setzt sie zum Zeitwert an. Der Nominalwert der zum Stichtag bestehenden Zinssicherungsgeschäfte beträgt TEUR 60.000 (i. Vj. TEUR 40.000).
Aus variabel verzinslichen Positionen ist der Konzern einem Cash-Flow-Risiko ausgesetzt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus von 1% würde stichtagsbezogen zu einem Effekt im Zinsergebnis in Höhe von TEUR 66 führen.
Aus der Fair-value-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten ist der Konzern einem buchhalterischem Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1% würde zu einem positiven stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 316 führen. Eine Minderung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1% würde zu einem negativen stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 290 führen.
6.4 Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko stellt die Möglichkeit dar, dass eine Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen (z. B. Tilgungen von Finanzschulden oder Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen) zu erfüllen. Der Einhell-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Net Working Capital- und Cash-Management und den Zugang zu klassischen Kreditlinien bei namhaften Kreditinstituten. Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. EUR 59 Mio. unbesicherte Kreditlinien. Daneben verfolgt der Konzern ständig die sich an Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten zur Finanzierung, um die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.
In der folgenden Übersicht werden alle zum 31. Dezember 2012 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten aufgeführt. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert ausgewiesen. Es wird erwartet, dass der Eintrittszeitpunkt der Cash-flows nicht wesentlich von den erwarteten Cash-flows abweicht.
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| In TEUR | 2013 | 2014 | 2015 - 2017 | 2018 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 593 | 20.594 | 194 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.613 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 20.152 | 0 | 0 | 0 |
Das Risiko der in der Übersicht dargestellten Zahlungsströme beschränkt sich auf Zahlungsabflüsse. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus der Finanzierung von operativen Vermögenswerten (zum Beispiel Sachanlagen) und aus Investitionen in das Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Diese Vermögenswerte werden bei der effektiven Steuerung des Gesamtliquiditätsrisikos berücksichtigt. Die Risikosteuerung wurde durch die Implementierung eines konzernweiten, internetbasierten Risikomanagement-Informationssystems weiter ausgebaut und gestärkt.
Auf die gesonderte Darstellung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde verzichtet.
Zum Stichtag bestehen offene Devisenkontrakte aus denen Zahlungseingänge von umgerechnet EUR 331,4 Mio. bzw. Zahlungsausgänge in Höhe von umgerechnet EUR 333,3 Mio. zu erwarten sind.
Fremdwährungsrisiken
Der Einhell-Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung und Minimierung dieser Risiken setzt der Einhell-Konzern derivative Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von bis zu maximal zwei Jahren ein. Das Fremdwährungs-Risikomanagementsystem des Einhell-Konzerns bewährt sich bereits seit einigen Jahren.
Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Davon ist jedes Unternehmen des Einhell-Konzerns betroffen, das Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern in einer Währung abschließt, die nicht der funktionalen Währung (jeweiligen Landeswährung) entspricht. Dies betrifft im Konzern vor allem die Beschaffung, die regelmäßig in USD bzw. CNY getätigt wird. Der Verkauf von Einhell-Produkten erfolgt hingegen überwiegend in der jeweiligen Landeswährung. Die geplanten Einkäufe in USD und CNY werden abgesichert, daher liegt hier keine Risikokonzentration vor.
Den Gesellschaften des Einhell-Konzerns ist es verboten, Finanzmittel in Fremdwährungen für spekulative Zwecke aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen Landeswährung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.
Alle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des Einhell-Konzerns werden von beobachteten oder von diesen abgeleiteten Preisen ermittelt.
Aufgrund der kurzfristigen USD/CNY -Zahlungsziele resultiert das USD/CNY -Exposure aus Finanzinstrumenten im Wesentlichen aus derivativen Finanzinstrumenten. Bei einer Kursveränderung von 10% ergibt sich ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern von TEUR 25.450 bzw. TEUR -22.075, der aufgrund der Anwendung von Cash flow - Hedge-Accounting im Eigenkapital abgebildet würde. Die derivativen Finanzinstrumente dienen grundsätzlich der Sicherung von Wareneinkäufen. Für derivative Finanzinstrumente, die nicht im Hedge-accounting abgebildet werden, ergibt sich bei einer Kursveränderung von 10% ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern in Höhe von TEUR 552 bzw. TEUR -166.
Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko des Konzerns aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Chancen und Risiken werden durch den Marktwert ausgedrückt, der dem Rückkaufswert der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag entspricht.
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert zum Cashflow-Hedge
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| Nominalvolumen | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 136.446 | 221.013 | 1.736 | 7.836 |
| Optionen | 7.586 | 0 | 30 | 0 |
| Summe | 144.032 | 221.013 | 1.766 | 7.836 |
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert zum Cashflow-Hedge
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| Nominalvolumen | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 111.352 | 5.226 | 3.005 | 397 |
| Optionen | 18.763 | 0 | 993 | 0 |
| Summe | 130.115 | 5.226 | 3.998 | 397 |
Als Grundgeschäfte werden kontrahierte und geplante Einkäufe und Verkäufe designiert. Sämtliche Cashflows werden im Jahr 2013 erwartet und werden in den Anschaffungskosten der Vorräte erfasst. Ineffektivität aus Cashflow Hedges ist aufgrund der Kurzfristigkeit im Hedge Accounting unwesentlich.
6.5 Marktwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten
Gemäß IAS 39 lassen sich die aktiven und passiven Finanzinstrumente in unterschiedliche Bewertungskategorien einordnen. Abhängig von dieser Einordnung in eine bestimmte Bewertungskategorie erfolgt die Bilanzierung der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value. In der folgenden Tabelle werden für die einzelnen Kategorien, die Bewertungsklasse in der Bilanz, der Buchwert und der Fair Value angegeben. Die langfristigen Kredite werden zu über 90 % variabel verzinst und daher wird der Fair Value mit dem Buchwert angesetzt. Die restlichen Fair Values werden von Kreditinstituten bereitgestellt oder anhand von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Optionen werden durch Anwendung von Black-Scholes-Modellen bewertet. Alle anderen Sicherungsderivate werden durch Diskontierung der künftigen Zahlungsströme bewertet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, die am Bilanzstichtag beobachtbaren relevanten Marktpreise, beispielsweise Volatilitäten und Forwardraten, und Zinssätze verwendet. Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert eine gute Annäherung an den Marktwert.
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| In TEUR | Buchwert | Fair Value | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungskategorie unterteilt in Klassen | Bewertung | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte und Schulden | Fair Value | ||||
| Hedge Accounting Derivate | |||||
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.766 | 9.460 | 1.766 | 9.460 | |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.998 | 911 | 3.998 | 911 | |
| Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting | |||||
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 267 | 412 | 267 | 412 | |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 941 | 746 | 941 | 746 | |
| Kredite und Forderungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 66.264 | 62.180 | 66.264 | 62.180 | |
| Übrige Vermögenswerte | 10.949 | 5.347 | 10.949 | 5.347 | |
| Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente | Fair Value | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | 362 | 353 | 362 | 353 | |
| Andere Finanzverbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | ||||
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 32.213 | 21.956 | 32.213 | 21.956 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.613 | 27.707 | 32.613 | 27.707 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Fair Value | 5.618 | 13.709 | 5.618 | 13.709 |
7. SONSTIGE ANGABEN
7.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gliedern sich wie folgt:
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| In TEUR | Gesamt | Bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Mietverträgen | 2.934 | 1.250 | 1.684 | 0 |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 1.038 | 490 | 548 | 0 |
| Summe | 3.972 | 1.740 | 2.232 | 0 |
Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Firmenfahrzeuge, Büroausstattung und andere Anlagen und Einrichtungen getroffen. Die Leasingdauer der Leasinggegenstände beträgt zwischen zwei und fünf Jahren. Die Leasingverträge sind in der Regel nicht kündbar. Im Geschäftsjahr 2012 wurden für das Operating-Leasing Zahlungen in Höhe von TEUR 586 (i. Vj. TEUR 394) geleistet.
7.2 Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www.einhell.com dauerhaft zugänglich gemacht.
7.3 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen
Am 24. Oktober 2002 hat die Thannhuber AG, Landau a. d. Isar, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Einhell Germany AG am 13. Oktober 2002 die Schwelle von 75% überschritten hat. Die Thannhuber AG ist somit beherrschender Gesellschafter der Einhell Germany AG. Es bestehen folgende personelle Verflechtungen zwischen der Thannhuber AG und der Einhell Germany AG:
| ― | Herr Josef Thannhuber (Vorsitzender des Aufsichtsrats) ist Gesellschafter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thannhuber AG |
| ― | Herr Dr. Markus Thannhuber (Mitglied des Vorstands) ist Gesellschafter der Thannhuber AG |
Herr Josef Thannhuber und Herr Dr. Markus Thannhuber haben im Geschäftsjahr 2012 Vergütungen für ihre Tätigkeiten als Organe der Einhell Germany AG erhalten.
Darüber hinaus haben die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2012 mit der Thannhuber AG und ihr nahestehenden Personen keine Rechtsgeschäfte getätigt. Darüber hinaus wurden auf Veranlassung der Thannhuber AG keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen, die die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften benachteiligt hätten.
7.4 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und variable Vergütungen, die sich am Erfolg orientieren. Die Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Für das Geschäftsjahr 2012 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG TEUR 1.747 (Vj. TEUR 2.171). Für diese Personengruppe sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 399 passiviert.
Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.859 (Vj. TEUR 1.541) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 104 Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 77 (Vj. TEUR 89).
Es wurden keine Kredite und Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrats vergeben.
7.5 Honorar des Abschlussprüfers
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer KPMG AG beläuft sich auf TEUR 110 (Vj. TEUR 91). Das Honorar bezieht sich in voller Höhe auf Abschlussprüfungen. Sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberaterleistungen oder sonstige Leistungen für den Einhell-Konzern wurden nicht erbracht.
7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
8. TOCHTERUNTERNEHMEN
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| 31.12.2012 | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
|---|---|---|
| iSC GmbH, Landau a.d. Isar / Deutschland | 100,0 | 1.184 |
| Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong / China | 100,0 | 19.017 |
| HAFE Trading Ltd., Hong Kong / China | 100,0 | 2.312 |
| Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing / China | 100,0 | 1.408 |
| Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing / China | 100,0 | 4.332 |
| Hans Einhell (China) Trading Co., Ltd., Shanghai / China | 100,0 | 1.127 |
| Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien / Österreich | 100,0 | 1.676 |
| Einhell Portugal - Comercio Int., Lda., Arcozelo / Portugal | 100,0 | 2.718 |
| Einhell Benelux B.V., Breda / Niederlande | 100,0 | -111 |
| Einhell Italia s.r.l., Mailand / Italien | 100,0 | 4.212 |
| Comercial Einhell S.A., Madrid / Spanien | 100,0 | 1.877 |
| Einhell Polska Sp.z o.o., Wroclaw / Polen | 90,0 | 12.925 |
| Einhell Hungaria Kft., Budapest / Ungarn | 100,0 | 557 |
| Einhell Schweiz AG, Winterthur / Schweiz | 100,0 | 3.366 |
| Einhell UK Ltd., Birkenhead / Großbritannien | 100,0 | 1.287 |
| Einhell Bulgarien OOD., Varna / Bulgarien | 67,0 | 37 |
| Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch / Österreich | 100,0 | 1.421 |
| Einhell Croatia d.o.o., Lepajci / Kroatien | 100,0 | 3.978 |
| Einhell BiH d.o.o., Vitez / Bosnien | 66,7 | 2.382 |
| Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien | 100,0 | 1.157 |
| Einhell Romania SRL, Bukarest / Rumänien | 100,0 | 2.718 |
| Einhell-Ukraine TOV, Kiew / Ukraine | 100,0 | -344 |
| Svenska Einhell AB, Göteborg / Schweden | 100,0 | 414 |
| Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich | 100,0 | 165 |
| Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad / Tschechien | 100,0 | 2.300 |
| Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticaret A.S., Istanbul / Türkei | 85,0 | 2.454 |
| Anxall Hellas A.E., Athen / Griechenland | 96,0 | 1.687 |
| Einhell Chile S.A., Santiago / Chile | 90,0 | 1.280 |
| Einhell Danmark ApS, Silkeborg / Dänemark | 100,0 | 270 |
| Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima / Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | -387 |
| Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok / Slowakei | 100,0 | -299 |
| Einhell France SAS, Villepinte / Frankreich | 95,0 | 425 |
| Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria / Australien | 90,0 | -454 |
| Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas / Brasilien | 90,0 | 3.826 |
| Einhell Norway AS, Larvik / Norwegen | 100,0 | 175 |
| Einhell Argentina S.A., Buenos Aires / Argentinien | 100,0 | 2.741 |
| kwb tools GmbH, Stuhr/Deutschland | 100,0 | 1.349 |
| KWB-RUS OOO, Moskau/Russland | 100,0 | 105 |
| Hans Einhell Ukraine TOV, Kiew/Ukraine | 100,0 | 339 |
| Einhell Rus OOO, Moskau/Russland | 100,0 | 3 |
9. ORGANE DER GESELLSCHAFT
9.1 Vorstand
Dem Vorstand der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2012 an:
| ― | Andreas Kroiss, Linz/Österreich (Vorsitzender) Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement, Unternehmensstrategie |
| ― | Jan Teichert, Metten Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal |
| ― | Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar Bereich Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT, Produktion und Instandhaltung |
Herr Jan Teichert ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der SÜSS MicroTec AG, Garching.
9.2 Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2012 an:
| ― | Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar (Vorsitzender) Kaufmann |
| ― | Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath, Sasbachwalden (Stellvertretender Vorsitzender) Leiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart |
| ― | Maximilian Fritz, Wallersdorf-Haidlfing (Arbeitnehmervertreter) Teamleiter Call Center |
Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Aufsichtsräte bzw. Verwaltungsräte:
| ― | LIEBICH & PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Zeppelin GmbH, Garching Mitglied des Aufsichtsrats |
Landau a. d. Isar, 25. März 2013
Einhell Germany AG
Der Vorstand
Andreas Kroiss
Jan Teichert
Dr. Markus Thannhuber
Anlage zum Konzernanhang
ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE IM GESCHÄFTSJAHR 2012
KONZERNANLAGENSPIEGEL 2012
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| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN IN TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungs- differenzen |
31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte | 7.059 | 1.020 | -54 | - | 8 | 8.033 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 5.032 | - | - | - | - | 5.032 |
| Erworbene Firmenwerte | 10.408 | 813 | - | 1 | 11.222 | |
| 22.499 | 1.833 | -54 | - | 9 | 24.287 | |
| II. SACHANLAGEN | ||||||
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 26.953 | 66 | -378 | 49 | 133 | 26.823 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.150 | 49 | -176 | - | -8 | 5.015 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.914 | 2.671 | -398 | - | -123 | 16.064 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 58 | 167 | - | -49 | - | 176 |
| 46.075 | 2.953 | -952 | - | 2 | 48.078 | |
| III. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (Wertpapiere) | 357 | 9 | - | - | - | 366 |
| 68.931 | 4.795 | -1.006 | - | 11 | 72.731 |
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| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN IN TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Abschreibungen des Geschäftsjahres |
Abgänge | Umbuchungen | Währungs- differenzen |
31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte | 6.384 | 358 | -44 | - | 8 | 6.706 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 4.976 | 48 | - | - | - | 5.024 |
| Erworbene Firmenwerte | 2.106 | - | - | - | 1 | 2.107 |
| 13.466 | 406 | -44 | - | 9 | 13.837 | |
| II. SACHANLAGEN | ||||||
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 16.800 | 483 | -1 | - | 13 | 17.295 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.753 | 240 | -9 | - | -6 | 1.978 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.579 | 1.578 | -323 | - | 10 | 10.844 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| 28.132 | 2.301 | -333 | - | 17 | 30.117 | |
| III. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (Wertpapiere) | 4 | - | - | - | - | 4 |
| 41.602 | 2.707 | -377 | - | 26 | 43.958 |
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| BUCHWERTE IN TEUR |
||
|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte | 1.327 | 675 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 8 | 56 |
| Erworbene Firmenwerte | 9.115 | 8.302 |
| 10.450 | 9.033 | |
| II. SACHANLAGEN | ||
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 9.528 | 10.153 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.037 | 3.397 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.220 | 4.335 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 176 | 58 |
| 17.961 | 17.943 | |
| III. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (Wertpapiere) | 362 | 353 |
| 28.773 | 27.329 |
IM GESCHÄFTSJAHR 2011
KONZERNANLAGENSPIEGEL 2011
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| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN IN TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Währungs- differenzen |
31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte | 6.771 | 421 | -142 | - | 9 | 7.059 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 5.032 | - | - | - | - | 5.032 |
| Erworbene Firmenwerte | 10.355 | 53 | - | - | - | 10.408 |
| 22.158 | 474 | -142 | - | 9 | 22.499 | |
| II. SACHANLAGEN | ||||||
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 26.706 | 486 | - | - | -239 | 26.953 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.409 | 668 | - | - | 73 | 5.150 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.202 | 2.024 | -379 | 50 | 17 | 13.914 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 94 | 14 | - | -50 | - | 58 |
| 43.411 | 3.192 | -379 | - | -149 | 46.075 | |
| III. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (Wertpapiere) | 371 | 8 | -22 | - | - | 357 |
| 65.940 | 3.674 | -543 | - | -140 | 68.931 |
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| KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN IN TEUR |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | Abschreibungen des Geschäftsjahres |
Abgänge | Umbuchungen | Währungs- differenzen |
31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte | 6.186 | 315 | -130 | - | 13 | 6.384 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 4.839 | 137 | - | - | - | 4.976 |
| Erworbene Firmenwerte | 2.106 | - | - | - | - | 2.106 |
| 13.131 | 452 | -130 | - | 13 | 13.466 | |
| II. SACHANLAGEN | ||||||
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 16.209 | 573 | - | - | 18 | 16.800 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.437 | 257 | - | - | 59 | 1.753 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.539 | 1.231 | -233 | - | 42 | 9.579 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| 26.185 | 2.061 | -233 | - | 119 | 28.132 | |
| III. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (Wertpapiere) | 4 | - | - | - | - | 4 |
| 39.320 | 2.513 | -363 | - | 132 | 41.602 |
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| BUCHWERTE IN TEUR |
||
|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE | ||
| Erworbene immaterielle Vermögenswerte | 675 | 585 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 56 | 193 |
| Erworbene Firmenwerte | 8.302 | 8.249 |
| 9.033 | 9.027 | |
| II. SACHANLAGEN | ||
| Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens | 10.153 | 10.497 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.397 | 2.972 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.335 | 3.663 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 58 | 94 |
| 17.943 | 17.226 | |
| III. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE (Wertpapiere) | 353 | 367 |
| 27.329 | 26.620 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der Einhell Germany AG, Landau a. d. Isar, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 25. März 2013
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Huber, Wirtschaftsprüfer
Heipertz, Wirtschaftsprüfer
TERMINE:
Hauptversammlung
21. Juni 2013 in Landau a. d. Isar
ANSPRECHPARTNER:
Einhell Germany AG
Wiesenweg 22
D -94405 Landau a. d. Isar
Deutschland
www.einhell.com
Helmut Angermeier
Prokurist
Telefon +49 (0) 9951 942-166
Telefax +49 (0) 9951 942-162
IMPRESSUM:
Herausgeber:
Einhell Germany AG
Wiesenweg 22
D -94405 Landau a. d. Isar
Deutschland
Einhell Germany AG
Wiesenweg 22
D-94405 Landau a.d. Isar
Telefon (0 99 51) 942-0
Telefax (0 99 51) 17 02
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