AI assistant
Effecten-Spiegel AG — Audit Report / Information 2019
Jan 18, 2021
14784_rns_2021-01-18_29280c84-2d13-4e17-89e2-4dcc490fae18.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Effecten-Spiegel AG.
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Lagebericht
1. Unternehmensstruktur und Geschäftsmodell
Die 1971 gegründete Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft ist seit 1998 und somit seit über 20 Jahren im Freiverkehr der Börsen München und Stuttgart notiert. Gegenstand des Unternehmens ist das Verlagsgeschäft, die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Kapitalanlage für eigene Rechnung. Die Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf wird von einem Einzelvorstand und zusätzlich von einer Einzelprokuristin vertreten. Bei Geschäften von grundlegender Bedeutung gibt es zudem Zustimmungsvorbehalte seitens des Aufsichtsrates, der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft vom Vorstand informiert wird. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern.
Verlagsgeschäft
Die Gesellschaft gibt seit 1971 durchgängig jede Woche das Börsenjournal „Effecten-Spiegel“ heraus, das frei von Werbeanzeigen und unabhängig von jeglichem Fremdsponsoring erscheint und sich ausschließlich über den Verkauf im Abonnement bzw. am Kiosk und Buchhandel finanziert. Daraus ergibt sich ein Alleinstellungsmerkmal im europäischen Markt der Fachverlage. Der Druck wird von einem externen Anbieter durchgeführt. Der Vertrieb erfolgt über die Deutsche Post sowie für den Pressegroßhandel (Grosso) über die IPS Distribution GmbH.
Mit dem Wandel vom traditionellen Printverlag hin zu einem Digitalverlag mit den unterschiedlichsten digitalen Rubriken und Medien hat für den Effecten-Spiegel im Geschäftsjahr 2019 eine der größten strukturellen Herausforderungen begonnen. In der Tradition ihres Gründers, der zu seiner Zeit journalistisches Neuland betrat, geht die Effecten-Spiegel AG nun ebenfalls neue Wege und bleibt sich dabei trotzdem treu.
Kapitalanlage für eigene Rechnung
Die Anlagestrategie der Effecten-Spiegel AG basiert auf der Grundphilosophie, dass Aktien langfristig die beste Assetklasse sind. Daher investiert die Gesellschaft ihr Kapital vornehmlich in ausgewählte Aktien. Sie folgt dabei sowohl einem wertorientierten als auch einem wachstumsorientierten Investmentansatz. Neben der Fundamentalbetrachtung werden auch technische Analysen und zukunftsorientierte Aspekte wie Megatrends oder Nachhaltigkeit als Auswahlkriterien mit einbezogen. Investiert wird vornehmlich in Unternehmen verschiedenster Branchen in Europa und den USA. Durch ihre finanzielle Unabhängigkeit von Banken oder anderen Kreditgebern kann die Effecten-Spiegel AG jede Anlageentscheidung unmittelbar und ohne Einflussnahme Dritter nah am Markt umsetzen und damit schnell und unternehmensorientiert handeln. Stabilität, Kapitalsicherheit und regelmäßige Dividendenausschüttungen für die Aktionäre sind die strategischen Ziele.
2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Verlagsgeschäft
Publikums-, Fach- und konfessionelle Zeitschriften informieren regelmäßig mit über 7.000 Titeln und noch mehr digitalen Angeboten über 60 Millionen Menschen in Deutschland. Neben den Werbeeinnahmen sind längerfristige Abonnementlaufzeiten für die Existenz vieler Verlage unverzichtbar. Die Pläne des Bundesjustizministeriums, zweijährige Abonnement-Mindestlaufzeiten und automatische Verlängerungen um jeweils ein Jahr zu verbieten, gefährden somit Arbeitsplätze von festangestellten Redakteuren in Deutschland. Für kleinere Verlage stellen sie reale existenzielle Gefahren dar und würden im Ergebnis zu weniger Qualität und Auswahl von Presseerzeugnissen führen.
Dazu kommen die Belastungen durch die jährlichen Preissteigerungen sämtlicher Dienstleister, in deren Ergebnis auch 2019 die fixen Kostenblöcke weiter anstiegen. Dazu zählen die Druck- und Zustellkosten (Mindestlohn, Porto), Preise für Nachrichtendienste (Reuters, dpa), aber auch für Papier und die höheren Kosten im Bereich Grosso bei gleichzeitig abnehmenden Verkaufsstellen (Kiosk, Buchhandlungen). Während die meisten Dienstleister ihre Preissteigerungen dabei auf den Inflationsausgleich beschränkten, hob die Deutsche Post im Berichtszeitraum ihre Preise unter Ausnutzung ihrer Quasi-Monopolstellung exorbitant an. Dadurch stiegen die Zustellkosten in einem überproportionalem Maße. Eine weitere Preissteigerung von bis zu 6,9 % für 2020 wird die Lage weiter verschärfen.
Parallel dazu beschleunigte sich erneut der Verlagerungsprozess von journalistisch-redaktionellen Inhalten in das Internet, wobei sich das Leseverhalten der Kunden erneut änderte und neue Medienplattformen in den Mittelpunkt rückten. Dies wiederum erforderte von den Verlagen zwangsläufig, sich immer schneller anzupassen und selbst immer neue Benutzeroberflächen zur Verfügung zu stellen. Die Verlagsumstrukturierungen wurden jedoch durch gesetzliche Einschnitte bei der Produktgestaltung, beim Verkauf und bei der Reichweitenmessung durch die Bundesregierung behindert. Durch die einseitige Umsetzung von EU-Regulierungen wurden internationalen Monopolplattformen weitere Wettbewerbsvorteile verschafft und die freie Presse in Deutschland stark geschädigt, da die Refinanzierungsmöglichkeiten deutscher Medien weiter eingeschränkt wurden.
Entwicklung der Finanz- und Aktienmärkte
Nach dem katastrophalen Börsenjahr 2018 war die anhaltende Rally an den internationalen Aktienmärkten in 2019 für die meisten Anleger eine erfreuliche Überraschung. Beeindruckend war dabei die zunehmende Dynamik nach dem schwachen Jahresstart, welche sich dann aber über den Sommer und vor allem über die schwachen Monate September und Oktober hielt. In den USA und in Europa lagen die Kursgewinne zum großen Teil bei mehr als 20 %. Der amerikanische S&P 500 gewann gut 27 %, und auch der DAX konnte mit einem Plus von mehr als 25 % eines seiner besten Jahre hinlegen. Allerdings reichte dies gerade einmal, um die Vorjahresverluste wettzumachen, auch wenn der MDAX mit einem Jahresgewinn von mehr als 30 % die Blue Chips sogar noch abhängte.
Dabei war 2019 für die Marktakteure keinesfalls sorgenfrei: Rezessionsängste, der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China, die Hängepartie um den Brexit und nicht zuletzt wachsender Populismus in Europa hielten die Anleger immer wieder in Atem und sorgten für Unsicherheit. Der Welthandel brach zwischenzeitlich so stark ein wie in den vergangenen Rezessionen nach dem 11. September 2001 und nach der Finanzkrise 2007/2008. Doch die Börsen profitierten letztlich davon, dass die Notenbanken angesichts schwächelnder Konjunktursignale ihre expansive Geldpolitik wieder forcierten. Vor diesem Hintergrund legten auch die Rohstoffpreise wieder zu, vor allem bei Gold und Palladium. Aber auch Öl ist in Euro um fast 40 % gestiegen. Bemerkenswert ist, dass auch der Anleihemarkt ein starkes Jahr erlebte.
3. Geschäftsentwicklung
Während die Positionierung der Effecten-Spiegel AG im schlechten Börsenjahr 2018 das Vermögen der Gesellschaft gut absicherte und im Gegensatz zu vergleichbaren Gesellschaften sogar noch eine komfortable Gewinnausschüttung von 0,55 € je Stamm- und Vorzugsaktie ermöglichte, konnte 2019 der Jahresüberschuss von 1,39 Mio. € im Vorjahr sogar überproportional zu den Finanzmärkten um fast 66,42 % auf 2,31 Mio. € gesteigert werden. Der Bilanzgewinn lag mit 2,67 Mio. € 16,8 % über dem Vorjahreswert von 2,29 Mio. €.
Verlagsgeschäft
Im Gegensatz zum Aktienmarkt war das Jahr 2019 für das Verlagsgeschäft ein sehr schwieriges Jahr und zugleich ein Jahr des Umbruchs. Neben dem traditionellen Printprodukt wurde zunehmend an der Digitalisierung gearbeitet. Denn die größte Herausforderung für das Verlagsgeschäft ist es, die bisherige Reichweite zu halten bzw. auszuweiten. Der Erfolg des Börsenmagazins richtet sich heute nicht allein nach der Zahl der verkauften Abos und Einzelhefte der gedruckten Ausgabe, sondern zunehmend danach, wie sich die Zeitschrift auch in den einschlägigen Online-Portalen durchsetzen wird.
Um diesen Prozess zielgerichtet voranzutreiben, wurde im Berichtsjahr nach einer Zielgruppenanalyse eine öffentliche Ausschreibung vorgenommen, in deren Ergebnis eine Agentur mit der Konzeptionierung und Gestaltung der neuen Website beauftragt wurde, die über neue Funktionalitäten und mediale Verknüpfungen sowie ein neues Shopsystem mit verschiedenen Bezahlsystemen verfügt. Gleichzeitig wurde im Unternehmen die neueste Hardware einschließlich hochmoderner Sicherungssysteme installiert, Schnittstellen geschaffen und auch die Redaktion personell verstärkt. Hier wurden bisherige Werkstudenten in die Redaktion übernommen. Am Ende des Umwandlungsprozesses wird hinter der klassisch erscheinenden Fachzeitschrift ein elektronisch komplexes Produkt stehen, das wesentliche Schnittstellen zu verschiedenen technischen und medialen Anwendungen herstellt.
Obwohl das wöchentlich erscheinende Börsenjournal „Effecten-Spiegel“ vollständig auf Werbeeinnahmen verzichtet und sich allein über den Verkauf der Publikation finanziert, war das Verlagsgeschäft auch im Berichtszeitraum mit einem Umsatz von 2,7 (Vorjahr: 2,9) Mio. € operativ profitabel, konnte aber die Sonderbelastungen der Digitalisierung nicht kompensieren.
Kapitalanlage für eigene Rechnung
Die Entwicklung des Börsenjahres 2019 mit seiner Aufholjagd, aber auch seinen Schwankungen und Unsicherheiten sowie unterschiedlichen Branchenentwicklungen spiegelt sich auch im Portfolio der Effecten-Spiegel AG wider. Bei den Wertpapieren, die bereits im Vorjahr 2018 deutlich stabiler standen, fiel auch die Erholungsbewegung entsprechend moderater aus. Dagegen konnten andere ihre zuvor erlittenen starken Kursverluste z. T. deutlich aufholen. Dies trifft auch auf Positionen zu, die zum Ende des Geschäftsjahres 2018 abgewertet werden mussten. So konnten z. B. der ZKB Gold ETF sowie die Sanofi-Aktie nicht nur die Abwertung zum Vorjahresultimo aufholen, sondern es erfolgte auch jeweils eine Zuschreibung in Höhe von 84.663 € bzw. 151.900 €.
Im Anlagejahr 2019 hat sich der stringent auf Aktien ausgerichtete Investmentansatz der Effecten-Spiegel AG ausgezahlt. Dabei war vor allem der hohe Anteil von 37,31 % an ausländischen Titeln Treiber der Performance. Die Small und Mid Caps, die mit einem Investitionsanteil von 26,86 % bzw. 19,42 % das Portfolio 2018 noch stark belastet hatten, konnten dagegen mehrheitlich im Wert aufholen. Allerdings blieben gerade in diesem Bereich auch einzelne Papiere deutlich hinter dem Markt zurück. Das trifft vor allem auf Unternehmen in sog. Sondersituationen zu, wie z. B. Vossloh, 1&1 Drillisch oder auch Grammer.
Wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren wurde das Portfolio schneller an die jeweilige Börsenlage angepasst. Es wurden Positionen vollständig oder teilweise veräußert, neue Bestände aufgebaut oder bestehende aufgestockt. Vollständig veräußert wurden z. B. die Aktien der Novartis AG und der Novo Nordisk A/S, bei denen die Gesellschaft seit 2014 bzw. 2015 investiert war und nun Gewinne realisiert hat. Es wurden aber auch neue Positionen wieder aufgelöst, wenn eine Änderung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens oder der Marktlage zu einer negativen Einschätzung führte. Dies war bei der Kohl‘s Corp. der Fall oder auch bei der Ahold Delhaize N.V.. Dagegen wurden die Aktienbestände der Apple Inc., Vinci S.A., Starbucks Corp., Coloplast A/S, der Walt Disney Company oder der deutschen SAP SE nach kräftigen Kursgewinnen im Laufe des Geschäftsjahres verkauft. Bei einigen Titeln erfolgten im Januar 2020 auf dem ermäßigten Kursniveau schon wieder erste Rückkäufe, wie auch bei der Sanofi S.A. oder auch der Scout24 AG, bei denen im Berichtszeitraum Teilgewinne realisiert wurden.
4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 2.311.891,19 € resultiert in erster Linie aus der teilweisen oder vollständigen Veräußerung einer Anzahl von Wertpapierpositionen des Finanzanlage- und Umlaufvermögens. Insgesamt wurden hieraus Erträge in Höhe von 4,01 (Vorjahr: 3,38) Mio. € erzielt. Die größten Einzelerträge lieferten die Veräußerung unseres Aktienbestandes an der Novartis AG (409 T€), der Apple Inc. (368 T€), der SAP SE (322 T€) sowie an der Walt Disney Company (342 T€) und der Novo Nordisk A/S (308 T€). Aus Dividenden wurden 1,3 Mio. € vereinnahmt, was allerdings unter dem Vorjahreswert von 1,7 Mio. € lag. Das Verlagsgeschäft, das im Geschäftsjahr 2018 noch einen Gewinnbeitrag von 192 T€ beisteuerte, wies aufgrund von Sonderbelastungen in Höhe von ca. 100 T€ erstmals seit Jahrzehnten ein negatives Ergebnis von -89 T€ aus. Die Vorauszahlungen für bereits bezahlte Abonnements, die bilanziell zum Jahresende abgegrenzt werden müssen (passiver Rechnungsabgrenzungsposten), fielen mit 708 T€ ebenfalls um 56 T€ geringer aus.
Finanz- und Vermögenslage
Das Grundkapital der Effecten-Spiegel AG beträgt unverändert 9.760.000 € und ist eingeteilt in 1.906.250 stimmberechtigte auf den Inhaber lautende Stammaktien als Stückaktien und 1.906.250 auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien ohne Stimmrecht als Stückaktien.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 25. Mai 2016 den Vorstand ermächtigt, bis zum 24. Mai 2021 einmalig, mehrfach, ganz oder in Teilbeträgen, eigene Aktien (Stamm- und Vorzugsaktien) von insgesamt höchstens 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2019 wurde davon kein Gebrauch gemacht. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 besitzt die Gesellschaft 291.135 eigene Stammaktien und 17.734 eigene Vorzugsaktien, was 8,10 % des Grundkapitals entspricht. Die stillen, nicht bilanzierten Reserven auf die eigenen Anteile belaufen sich per Jahresultimo auf 5,56 (Vorjahr: 5,28) Mio. € (fiktive fortgeführte Anschaffungskosten 3,91 Mio. €).
Die Effecten-Spiegel AG weist zum Bilanzstichtag ein zu Anschaffungskosten oder durch außerplanmäßige Abwertungen zu niedrigeren Kurswerten aktiviertes Finanzanlagevermögen von 53,3 (Vorjahr: 50,2) Mio. € aus, davon unverändert 2,5 Mio. € Beteiligungen. Die außerplanmäßigen Abwertungen auf das Finanzanlagevermögen belaufen sich auf 1,72 (Vorjahr: 1,69) Mio. €.
Auf den Telekommunikationsanbieter 1&1 Drillisch entfallen allein 431 T€ an bilanziellen Abwertungen. Grund hierfür ist der massive Kursverfall der Aktie im Zusammenhang mit der 5G-Auktion. Durch die Ersteigerung der Frequenzen will sich Drillisch zum vierten deutschen Netzbetreiber etablieren. Langfristig wird sich dies auszahlen, aber zunächst sind die Pläne mit hohen Kosten verbunden. Der Konzern, der mehrheitlich zu United Internet gehört, muss nun die 5G-Versorgung auf die Beine stellen und nochmals viel Geld dafür in die Hand nehmen. Dazu kam ein negatives Urteil im Rechtsstreit mit Telefonica Deutschland, das dem Aktienkurs zusetzte. Kurz vor Jahresende hat 1&1 Drillisch dann aber die Option ausgelöst, den Vertrag mit Telefonica Deutschland zu verlängern und sich damit den Zugang zum normalen Mobilfunknetz bis Juni 2025 gesichert.
Auf das Grammer-Engagement, das die Effecten-Spiegel AG nach ihrem Ausstieg 2017 (Rendite damals von 57,35 %) im Geschäftsjahr 2018 neu erworben hatte, wurde nach dem Kursverfall in 2019 eine Abwertung von 453 T€ vorgenommen. Durch die Mehrheitsübernahme des chinesischen Partner Jifeng wurde der Hersteller von Pkw-Innenausstattungen sowie Fahrer- und Passagiersitzen zwar den störenden Großinvestor Hastor los, verlor aber auch überraschend seinen gesamten Vorstand. Dies wirkte sich negativ auf das Tagesgeschäft aus. Der deutsche Autozulieferer senkte seine Umsatz- und Gewinnziele, die Aktie verlor deutlich. Dennoch spielt Grammer unverändert in der Weltliga mit. Das zeigte sich erst wieder Anfang 2020, als der Konzern einen Großauftrag mit dem französischen Bahnhersteller Alstom über die Lieferung von Passagiersitzen für 200 Hochgeschwindigkeitszüge Avelia Horizon TGV vermeldete.
Die Erwartungen in das Langzeitinvestment K+S haben sich leider auch im Geschäftsjahr 2019 nicht erfüllt, sodass die Aktie des Kali- und Düngemittelherstellers immer wieder zum Spielball von Leerverkäufern wurde und unter Druck geriet. Die dauerhafte Wertminderung der K+S-Papiere, die inzwischen mehr als 50 % unter ihrem Buchwert gehandelt werden, erforderte somit eine erneute außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 420 T€. Weitere Abwertungen waren vorzunehmen auf die Anteile der Rhön Klinikum AG (238 T€), des dänischen Medizintechnik-Unternehmens Ambu A/S (107 T€) und der SGL Carbon SE (75 T€).
Bei allen Wertpapieren des Umlaufvermögens erfolgte der Wertansatz per Jahresultimo gemäß § 253 Abs. 3 Handelsgesetzbuch zum niedrigsten Kurswert, was eine Abwertung um 212 T€ erforderlich machte. Die Gesellschaft weist damit per Ultimo Wertpapiere des Umlaufvermögens mit einem bilanziellen Ansatz von 1,6 (Vorjahr: 1,7) Mio. € aus. Die sonstigen Vermögensgegenstände erfassen mit 219 T€ hauptsächlich Steuerforderungen.
Durch personelle Kapazitätserweiterungen und die zinsbedingte Erhöhung der Rückstellungszuführung zur Altersversorgung stiegen die Personalkosten von 888 T€ auf 1,021 Mio. €, einschließlich Vorstandsgehalt und Sachbezügen. Die Pensionsrückstellungen mussten damit erneut um knapp 218 T€ auf 2,6 Mio. € aufgestockt werden.
Trotz zahlreicher strukturell bedingter Sonderbelastungen in 2019 und der Dividendenausschüttung für das Vorjahr in Höhe von 1,9 Mio. € erhöhte sich das Eigenkapital per Jahresultimo leicht von 70,82 Mio. € auf 71,20 Mio. €. Das Eigenkapital entspricht damit 95,04 % der Bilanzsumme, die auf 74,9 (Vorjahr: 74,3) Mio. € anstieg. Die Gesellschaft weist unverändert Kapitalrücklagen in Höhe von 51,4 Mio. € und Gewinnrücklagen in Höhe von 8,1 Mio. € aus. Zum 31. Dezember 2019 hält die Gesellschaft einen Bargeldbestand von 19,5 (Vorjahr: 21,6) Mio. €. Es gibt keinerlei Bankschulden oder Kreditverbindlichkeiten.
5. Risiko- und Chancenbericht
Die Chancen und Risiken der Gesellschaft ergeben sich aus dem Geschäftsmodell selbst und der Struktur der Gesellschaft. Sie betreffen jeweils die beiden Geschäftsfelder Kapitalanlage für eigene Rechnung und Verlagsgeschäft. Dementsprechend ist die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft in erheblichem Maße von der Entwicklung des Verlagswesens in Deutschland sowie von den nationalen und internationalen Kapitalmärkten abhängig.
Da sämtliche grundlegenden operativen und organisatorischen Entscheidungen auf der Vorstandsebene angesiedelt sind, besteht ein Personalausfallrisiko. Daher wird die Gesellschaft seit 2014 zusätzlich durch eine Einzelprokuristin vertreten. Je nach Art und Umfang der Geschäfte erfolgt zudem eine Rücksprache mit dem Aufsichtsrat, welcher in regelmäßigen Abständen über Planungen, Aktivitäten und die Entwicklungen der Gesellschaft unterrichtet wird. Der Vorstand hat eine eigene Organisationsstruktur entwickelt, die dem Aufsichtsrat eine tägliche Überwachung der wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens ermöglicht. Die interne Monatsberichtserstellung gibt einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Kapitalanlage für eigene Rechnung
Die aktive Portfolioverwaltung in Eigenregie erfordert ein gutes Risikomanagement. Denn bei der Vermögensverwaltung stellen rückläufige Kurse das Primärrisiko dar. Sie können zu einem nachhaltigen Kapitalverlust führen bis hin zum Kapitalausfall. In den komplexen Strukturen der Finanzmärkte sind daher Wissen, Informationen und Erfahrung zu wichtigen Ressourcen geworden. Um die Chancen der Kapitalmärkte schnell und optimal zu nutzen und zugleich bestmögliche Wertsicherungskonzepte zu entwickeln, um das Kapitalausfallrisiko zu minimieren, bedient sich die Gesellschaft modernster Informationstechnologien.
Entsprechend ihrer Anlagestrategie investiert die Effecten-Spiegel AG fast ausschließlich in Aktien, davon überwiegend im Euro- und Dollarraum. Dadurch werden Wechselkursrisiken minimiert. Die Auswahl der Wertpapiere erfolgt nach einer vielschichtigen Einzelanalyse. Sie wird ergänzt durch die fortlaufende Markt- und Unternehmensbeobachtung. Diversifikation (Begrenzung des Einzelengagements auf max. 10 % des Eigenkapitals), Qualität, Werthaltigkeit und Liquidität stellen die Grundsätze für die Kapitalanlage dar. Dabei müssen die Chancen eines Investments stets deutlich größer sein als dessen Risiken.
Dauerhafte Wertminderungen im Finanzanlagevermögen werden bilanziell durch außerplanmäßige Abwertungen auf die Wertpapiere abgebildet. Bei den Wertpapierbeständen des Umlaufvermögens erfolgt ein Bewertungsansatz auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Bei künftigen Kurssteigerungen bilanziell abgewerteter Wertpapiere erfolgt eine Wertaufholung maximal bis zu den Anschaffungskosten. Ansonsten werden über die Anschaffungskosten hinausgehende stille Reserven gebildet.
Um die rechtlichen Risiken zu minimieren und alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen umzusetzen und zu erfüllen, wird das Management von Fachanwälten unterstützt und hat einen externen Datenschutzbeauftragten. Die Buchhaltungsprozesse werden extern durch eine professionelle Steuerberatung in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt. Damit wird sichergestellt, dass der Rechnungslegungsprozess intern wie extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können. Die Buchführungsdaten werden über die Datenverarbeitungssoftware der DATEV e.G. verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, welcher der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend der gesetzlichen Vorschriften ab.
Die externen Dienstleistungsgesellschaften und Finanzinstitute sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren.
Der Vorstand hat entsprechend der veröffentlichten Durchführungsverordnung der Europäischen Kommission vom 10. März 2016 ein Format zum Führen von Insiderlisten, zum Melden von Eigenhandel bei Führungskräften sowie Strukturen und Standards zur Umsetzung der Richtlinien der zum 3. Juli 2016 in Kraft getretenen Marktmissbrauchsverordnung MMVO entwickelt. Er wird dabei über das gesamte Geschäftsjahr fortlaufend anwaltlich begleitet. Um Handlungsrisiken im Bereich der Kapitalanlage und des Verlagsgeschäftes abzudecken, hat die Gesellschaft für Führungspersonen und die Mitglieder des Aufsichtsrates eine quantitativ und qualitativ an die aktuellen unternehmerischen Risiken angepasste Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D&O Versicherung) bei der XL Insurance Company SE abgeschlossen, mit Ausnahme des Vorstands ohne Selbstbehalt.
Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist für die Effecten-Spiegel AG Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Zur Minimierung des Systemausfallrisikos wurden zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen das sichere Hosting und die ständige Überwachung der Server, moderne Backup-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt, die regelmäßig oder gegebenenfalls anlassbezogen aktualisiert werden.
Ein Schulden- und Kreditrisiko besteht nicht, da sämtliche Wertpapierkäufe sowie alle anderen Aufwendungen und Kosten aus Eigenmitteln finanziert und stets ausreichend Liquiditätsreserven vorgehalten werden. Bankschulden oder Kredite sind weder im Berichtszeitraum noch aus der Vergangenheit vorhanden. Zum 31. Dezember 2019 verfügt die Gesellschaft über Bankguthaben in Höhe von 19,5 Mio. €.
Sämtliche auftretenden Einzelrisiken und -verpflichtungen sind in einem detaillierten Rückstellungsspiegel mit Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit erfasst. Sie werden durch Rückstellungen in Höhe von insgesamt 2,96 Mio. € in der Bilanz abgebildet. Die Pensionsrückstellungen sind mit 2,6 Mio. € die größte Position. Sie berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen gegenüber aktiven und bereits ausgeschiedenen Mitarbeitern, auch denen im Ruhestand. Der Betrag wird auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens der Mercer Deutschland GmbH, Mülheim/Ruhr, ermittelt. Aus der geänderten Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zu dem früheren Durchschnittswert von sieben Jahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 326 T€. Dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Risiken für laufende oder drohende Gerichtsverfahren in Höhe von 73 T€, für Gewerbesteuer von 106 T€, ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von 73 T€ sowie für externe Jahresabschluss- und Prüfkosten in Höhe von 50 T€ zusammen.
Steuerrisiken können sich auf der Ebene der Gesetzgebung ergeben. Insbesondere sind hier die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividendeneinnahmen zu nennen. Dies gilt auch für die steuerliche Beurteilung seitens der Betriebsprüfungen, die nicht an die Feststellungen der Vorprüfungen gebunden sind und ähnliche Sachverhalte unterschiedlich beurteilen können. Diese Risiken haben sich allerdings durch steuerliche Gesetzesänderungen ab Januar 2017 erheblich reduziert.
Die Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 GmbH (vormals Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 AG) ist an der Effecten-Spiegel AG zum Bilanzstichtag mit 17,827 % am Grundkapital beteiligt. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft freiwillig einen sog. Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne des § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG ergaben keine Beanstandungen.
Sowohl die größten Risiken als auch die größten Chancen ergeben sich aus der Volatilität der Aktienmärkte und den damit verbundenen Kursschwankungen. Chancen ergeben sich zudem aus evtl. Nachzahlungsansprüchen in Millionen-Euro-Höhe in den Spruchverfahren gegen UniCredit wegen des Zwangsausschlusses bei der HVB sowie im Zivilverfahren gegen die Deutsche Bank wegen der Übernahme der Postbank. Diese Ansprüche wurden nicht in der Bilanz erfasst.
Verlagsgeschäft
Die Effecten-Spiegel AG gibt ein wöchentlich erscheinendes gleichnamiges Börsenjournal heraus, das sich mit den Kapitalmärkten und vornehmlich der Direktanlage Aktie beschäftigt. Dabei ist das Verlagsgeschäft einer Vielzahl von Markt- und Wettbewerbsrisiken ausgesetzt. Sie beziehen sich grundsätzlich auf die Änderungen der Absatz- und Beschaffungsbedingungen sowie die Entwicklung konkurrierender Anbieter. Diese sind zum einen von verschiedenen politischen (MIFID II, DSGVO, Verbraucherschutzvorschriften, Finanztransaktionssteuer sowie diverse EU-Vorgaben) und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Konjunkturverlauf, Entwicklung der Aktienmärkte) abhängig. Insbesondere der Wettbewerb durch weltweit agierende Internet-Großkonzerne, die spezialisiertes Wissen bündeln und in neue Marktsegmente vordringen, nimmt kontinuierlich zu. Aber auch Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen und neuen Technologien gefährden die Marktposition des Effecten-Spiegel.
Um diesen Risiken zu begegnen, wird die Themen- und Produktvielfalt der Berichterstattung ständig erweitert und das Journal entsprechend angepasst. Es erfolgt eine systematische und kontinuierliche Beobachtung des relevanten Markt- und Wettbewerbsumfelds und sich abzeichnender Trends. Auf Grundlage dieser Informationen wird das Geschäftsmodell verbessert und das Produkt angepasst. Dies wird erreicht durch Serviceerweiterungen, den Einsatz neuer Technologien, zielgruppenorientiertes Marketing und die Erhöhung der Markenbekanntheit, z. B. durch die Lizenzierung der Marke für andere Produkte. Denn das Magazin besitzt ein starkes Alleinstellungsmerkmal: Es ist frei von Werbung Dritter und finanziert sich allein aus dem Verkauf von Abonnements und Einzelheften am Kiosk, was eine unabhängige Berichterstattung ermöglicht. Auch die Einstellung und Weiterbildung von hoch qualifiziertem Fachpersonal und der Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen wirken risikoreduzierend.
6. Prognosebericht
Anleger konnten gestärkt und mit viel Rückenwind in das neue Jahrzehnt gehen, das mit einem Wahljahr in den USA beginnt. Denn in Übersee wird 2020 ein neuer Präsident gewählt. Erfahrungsgemäß sind Wahljahre die stärksten Börsenjahre im US-Präsidentschaftszyklus. Dies sollte auf 2020 umso mehr zutreffen, da Donald Trump den Erfolg seiner Politik untrennbar mit der Entwicklung der Wirtschaft und der Börse verknüpft hat. Ein Konjunktureinbruch und ein schwacher Aktienmarkt im laufenden Jahr würden die Bilanz seiner ersten Amtsperiode zerstören und damit die Chancen auf seine Wiederwahl reduzieren. Somit wird der Präsident im Wahljahr alles tun, damit es in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten rundläuft. Dies wurde bereits an seinem Umgang mit dem Iran deutlich. Die Deeskalation zwischen den USA und Iran erfolgte genauso schnell wie die Eskalation selbst. Darüber hinaus konnte der US-Präsident mit der Unterzeichnung des „Phase One Deals“ mit China noch einen weiteren Erfolg für sich verbuchen.
Einer Ansteckungsgefahr der Finanzmärkte mit dem neuartigen Coronavirus steht dagegen auch der Präsident der Vereinigten Staaten weitgehend machtlos gegenüber. Der globale ökonomische Schaden ist zwar derzeit noch nicht absehbar, doch die chinesische Wirtschaft und vor allem der chinesische Konsum tragen seit Jahren einen signifikanten Teil zum globalen Wachstum bei. Zudem sind chinesische Firmen erheblich stärker in internationale Wertschöpfungsketten integriert als noch vor einigen Jahrzehnten. Allerdings dürfte die chinesische Führung alles daran setzen, die eigenen Planungsziele in der Wirtschaft zu erreichen und diese mit entsprechenden Maßnahmen und staatlichen Eingriffen stimulieren.
Weltweit scheinen die großen Zentralbanken ebenso entschlossen, an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten. Zinsen und Anleiherenditen dürften also weiterhin in der Nähe ihrer Tiefs verharren. Die Geldpolitik und die wirtschaftlichen Fundamentaldaten werden die Märkte weiter antreiben. Deutschland befindet sich zudem in einem Vorwahljahr, was für das zweiterfolgreichste Jahr im Regierungszyklus steht.
Dennoch ist Vorsicht geboten, denn die Ausschläge an den Finanzmärkten werden heftiger als im Vorjahr ausfallen. Auf Schwankungen wird die Verwaltung der Gesellschaft schneller reagieren. Mit dem Fokus auf die Megatrends wie technologischer Fortschritt sowie Umweltschutz und nachhaltige Industrie- und Agrarproduktion soll das Portfolio widerstandsfähiger ausgerichtet werden. Zudem wird weiterhin eine permanente Cash-Quote als Sicherheit vorgehalten.
Es entspricht der strategischen Zielsetzung des Unternehmens, für die Aktionäre kontinuierlich einen hohen Ausschüttungsgewinn zu erwirtschaften. Aus diesem Grund beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung vorzuschlagen, unter Berücksichtigung der sich aus der gesetzlichen Neubewertung der Pensionsrückstellungen ergebenden Ausschüttungssperre, 85,14 % des gemäß HGB vor Verwendung ermittelten Bilanzgewinns von 2.674.803,36 € an die Aktionäre auszuschütten. Dies entspricht einer Dividende von 0,65 € je Stamm- und Vorzugsaktie der Gesellschaft, die damit mehr als 18 % über der Vorjahresausschüttung liegt.
Düsseldorf, im Februar 2020
Effecten-Spiegel AG
Der Vorstand
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 53.379.793,34 | 50.297.241,29 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.818,51 | 4.357,51 |
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.818,51 | 4.357,51 |
| II. Sachanlagen | 32.340,00 | 45.945,00 |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 32.340,00 | 45.945,00 |
| III. Finanzanlagen | 53.344.634,83 | 50.246.938,78 |
| 1. Beteiligungen | 2.510.470,01 | 2.510.470,01 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 50.834.164,82 | 47.736.468,77 |
| B. Umlaufvermögen | 21.414.218,24 | 23.841.394,78 |
| I. Vorräte | 1.641.342,24 | 1.814.350,57 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 30.298,25 | 81.465,90 |
| 2. Waren und Wertpapiere | 1.611.043,99 | 1.732.884,67 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 268.911,78 | 385.453,71 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.580,56 | 41.155,22 |
| 2. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 14.935,68 | 0,00 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 232.395,54 | 344.298,49 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 700,00 | 700,00 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 19.503.964,22 | 21.641.590,50 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 128.448,13 | 124.676,46 |
| Bilanzsumme, Summe Aktiva | 74.922.459,71 | 74.263.312,53 |
| Passiva | ||
| 31.12.2019 EUR |
31.12.2018 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 71.203.500,60 | 70.818.606,46 |
| I. gezeichnetes Kapital | 9.760.000,00 | 9.760.000,00 |
| 1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt | -790.704,64 | -790.704,64 |
| 2. eingefordertes Kapital | 8.969.295,36 | 8.969.295,36 |
| II. Kapitalrücklage | 51.408.272,69 | 51.408.272,69 |
| III. gesetzliche Rücklage | 51.129,19 | 51.129,19 |
| IV. andere Gewinnrücklagen | 8.100.000,00 | 8.100.000,00 |
| V. Bilanzgewinn | 2.674.803,36 | 2.289.909,22 |
| davon Gewinnvortrag nach Verwendung | 362.912,17 | 900.705,84 |
| B. Rückstellungen | 2.961.935,64 | 2.601.632,64 |
| 1. Steuerrückstellungen | 105.570,20 | 15.757,20 |
| C. Verbindlichkeiten | 48.936,88 | 79.395,88 |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.820,31 | 36.556,10 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 32.820,31 | 36.556,10 |
| 2. Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen | 0,00 | 27.882,61 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 27.882,61 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 16.116,57 | 14.957,17 |
| davon aus Steuern | 16.082,84 | 13.923,32 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 16.082,84 | 13.923,32 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 708.086,59 | 763.677,55 |
| Bilanzsumme, Summe Passiva | 74.922.459,71 | 74.263.312,53 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.1.2019 - 31.12.2019 EUR |
1.1.2018 - 31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 21.274.453,85 | 13.668.016,74 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 3.962.175,55 | 3.040.779,88 |
| 3. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 18.270.845,33 | 10.509.466,24 |
| 4. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 511.284,52 | 546.129,97 |
| 5. Personalaufwand | 1.020.578,27 | 887.614,86 |
| a) Löhne und Gehälter | 666.422,36 | 585.469,33 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 354.155,91 | 302.145,53 |
| 6. Abschreibungen | 31.963,81 | 18.509,15 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 31.963,81 | 18.509,15 |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.182.003,88 | 2.121.674,53 |
| davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung | 0,00 | 59.961,04 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen und anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 1.190.868,74 | 1.567.574,06 |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 205.370,18 | 181.740,97 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 1.936.264,62 | 2.779.447,14 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 87.945,67 | 80.817,36 |
| davon aus Abzinsung | 75.842,00 | 79.936,00 |
| 12. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 279.415,17 | 124.910,13 |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 2.312.567,05 | 1.389.542,27 |
| 14. sonstige Steuern | 675,86 | 338,89 |
| 15. Jahresüberschuss | 2.311.891,19 | 1.389.203,38 |
Ergebnisverwendung
| 1.1.2019 - 31.12.2019 EUR |
1.1.2018 - 31.12.2018 EUR |
|
|---|---|---|
| 15. Jahresüberschuss | 2.311.891,19 | 1.389.203,38 |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 362.912,17 | 900.705,84 |
| 17. Bilanzgewinn | 2.674.803,36 | 2.289.909,22 |
Anhang
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG wurde auf der Grundlage der geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Nach den in § 267 (2) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §§ 286 + 288 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.
Der Sitz der im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der HRB 22514 eingetragenen Gesellschaft ist in Düsseldorf.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet.
Vorräte
Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben.
Verbindlichkeiten
Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen.
Fremdwährungen
Beträge in Fremdwährungen sind zu den Kursen zum Entstehungszeitpunkt eingebucht und, da die Laufzeit aller umzurechnen Kosten nicht mehr als 1 Jahr beträgt, laufzeitbedingt ohne Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet worden.
C. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Anlagevermögen - § 284 Abs. 3, § 285 Nr. 13 HGB
Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 1.725 (Vorjahr T€ 1.689) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB. Demgegenüber waren im Berichtsjahr Zuschreibungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB in Höhe von T€ 236 (Vorjahr T€ 0) vorzunehmen.
Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 33.168. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 403, so dass ein Netto-Anlagenabgang von T€ 32.765 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 3.584.
2. Umlaufvermögen
Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 1.615 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 211 (Vorjahr T€ 1.091) vorgenommen worden. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von T€ 219 (Vorjahr T€ 329) Steuererstattungsansprüche.
3. Rückstellungen - § 285 Nr. 12 / § 285 Nr. 24 HGB
Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit T€ 73, Personalkosten mit T€ 26, ausstehende Eingangsrechnungen mit T€ 73 und externe Abschlusskosten mit T€ 50 zusammen.
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2018 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 2,72 % | 3,21 % |
| Rententrend | 2,00 % | 2,00 % |
| Lohn-/Gehaltstrend | 0 % | 0 % |
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre = 2,72 % (Vorjahr = 3,21 %) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre = 1,97 % (Vorjahr = 2,32 %) ein Unterschiedsbetrag i.H.v. T€ 326 (Vorjahr T€ 354). Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 (6) Satz 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt.
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1+2, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
| Art der Verbindlichkeiten | Gesamtbetrag | mit einer Restlaufzeit von | ||
|---|---|---|---|---|
| € | bis zu 1 Jahr € |
1 bis 5 Jahren € |
mehr als 5 Jahren € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 32.820,31 | 32.820,31 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.116,57 | 16.116,57 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 48.936,88 | 48.936,88 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.
Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor.
5. Eigene Anteile - § 160 AktG
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Mai 2016 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Kapitals zu erwerben. Die Ermächtigung gilt bis zum 24.5.2021. Im Berichtsjahr hatte der Vorstand hiervon keinen Gebrauch gemacht.
Aufgrund der Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
| Anzahl in Stücke | Betrag in Euro |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Vorzüge | Stämme | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2019 | 17.734 | 291.135 | - 790.704,64 | 34.020,47 | 3.597.564,94 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2019 | 17.734 | 291.135 | - 790.704,64 | 34.020,47 | 3.597.564,94 |
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
| Anzahl in Stücke | Betrag des Grundkapitals € |
Anteil am Grundkapital % |
|
|---|---|---|---|
| Stammaktien | 291.135 | 745.305,60 | 7,64 |
| Vorzugsaktien | 17.734 | 45.399,04 | 0,46 |
| 308.869 | 790.704,64 | 8,10 |
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
| Art des Eigenkapitals | Vortrag am 1.1.2019 T€ |
Einstellung aus dem JÜ des VJ T€ |
Ausschüttung für Vorjahr T€ |
Zunahme Abnahme lfd. Jahr T€ |
Veränderung aufgrund eigener Anteile T€ |
Stand am 31.12.2019 T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Grundkapital | 8.969 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.969 |
| II. Kapitalrücklage | 51.408 | 0 | 0 | 0 | 0 | 51.408 |
| III.Gewinnrücklage | 8.151 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.151 |
| IV.Gewinnvortrag | 901 | + 1.389 | 1.927 | 0 | 0 | 363 |
| V. Jahresergebnis | 1.389 | - 1.389 | 0 | 2.312 | 0 | 2.312 |
| 70.818 | 0 | 1.927 | 2.312 | 0 | 71.203 |
Bei einer eventuellen Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a) n. F. HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen.
D. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB -
1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB -
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 11, davon 1 Vorstandsmitglied und 10 sonstige Angestellte.
2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB -
Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge, Versicherung und Pensionsvorsorge betrugen in 2019 für den Vorstand T€ 400. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 54.
3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB -
Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2019 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 565.
4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB -
Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
Vorstand: Frau Marlis Weidtmann, Heiligenhaus
Aufsichtsrat: Herr Wolfgang Aleff, Coesfeld (Vorsitzender)
(Selbstständiger Unternehmensberater)
Herr Dr. Klaus Hahn, Essen (stellv. Vorsitzender)
(Selbstständiger Unternehmensberater)
Herr Stefan Füger, Berlin (Mitglied)
(Director Partner Relationships bei der Elinvar GmbH)
5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG -
Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
| Name/Sitz derGesellschaft | Nominalkapital T€ |
Anteilein % |
Buchwert 31.12.2019 T€ |
Eigenkapital T€ |
Jahres-Ergebnis T€ |
Stichtag Jahresabschluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 GmbH, Düsseldorf | 100 | 3,00 | 24 | 6.249 | 306 | 31.12.2018 |
| infas Holding AG, Bonn | 9.000 | 20,28 | 2.368 | 13.453 | 2.969 | 31.12.2018 |
| GSC Holding AG, Düsseldorf | 660 | 17,89 | 118 | 507 | - 34 | 31.12.2018 |
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB -
Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 4.281 (Vorjahr T€ 6.629) bzw. stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 6.789 (Vorjahr T€ 5.162) und setzen sich wie folgt zusammen:
| Buchwert in T€ |
Stille Lasten in T€ |
Stille Reserven in T€ |
|
|---|---|---|---|
| DAX-Firmen: | 2.148 | 160 | 0 |
| MDAX-Firmen: | 9.671 | 860 | 731 |
| SDAX-Firmen: | 2.372 | 373 | 105 |
| TecDAX-Firmen: | 4.182 | 740 | 0 |
| Small Caps-Firmen: | 9.537 | 819 | 4.878 |
| Ausländische Firmen: | 15.650 | 1.039 | 588 |
| Übrige Wertpapiere: | 9.784 | 290 | 487 |
| 53.344 | 4.281 | 6.789 |
7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB -
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung.
8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag - § 285 Nr. 33 HGB -
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende sind nicht eingetreten.
9. Vorschlag über die Ergebnisverwendung - § 285 Nr. 34 HGB -
Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt.
Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Das Jahresergebnis beträgt € 2.311.891,19.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31.12.2019 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 2.674.803,36 wie folgt zu verwenden:
1. einen Teilbetrag in Höhe von € 2.227.360,15 an die zurzeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als
a. Dividende für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von € 0,65 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 1.227.535,40,
b. Dividende für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von € 0,65 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 1.049.824,75,
2. den restlichen Betrag, derzeit € 397.443,21, auf neue Rechnung vorzutragen. Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern und somit den auf neue Rechnung vorzutragenden Betrag entsprechend mindern oder erhöhen. In diesem Fall wird von Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von € 0,65 je dividendenberechtigter Aktie vorsieht. Derzeit hält die Gesellschaft 291.135 eigene Stammaktien und 17.734 eigene Vorzugsaktien.
Düsseldorf, den 20. Januar 2020
Effecten-Spiegel AG
Vorstand
Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung
Auszug aus dem notariellen Protokoll über die virtuelle Hauptversammlung der Effecten-Spiegel AG am 7. August 2020 im Congress Center Düsseldorf (CCD):
Zu Punkt 2 der Tagesordnung
Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung, den zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von Euro 2.674.803,36 wie folgt zu verwenden:
1) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 2.277.360,15 an die zurzeit gewinnberechtigten Aktionäre auszukehren als
a) Dividende für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von Euro 0,65 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 1.227.535,40
b) Dividende für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von Euro 0,65 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 1.049.824,75;
2) den restlichen Betrag, derzeit Euro 397.443,21, auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Versammlungsleiter verkündete dazu seine folgenden Feststellungen:
- Die Abstimmung ergab bei
| 912.820 | Aktien, für die gültige Stimmen abgegeben wurden | |
| 912.320 | Ja-Stimmen | (= 99,95 %) und |
| 500 | Nein-Stimmen | (= 0,05 %) |
- Die Hauptversammlung hat die Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung mit der erforderlichen Mehrheit gemäß dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und beschlossen.
Anlagespiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Stand 31.12.2019 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 74.280,45 | 0,00 | 17.870,16 | 56.410,29 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 279.884,41 | 11.013,16 | 33.833,19 | 257.064,38 |
| 2. GWG | 12.010,11 | 5.822,65 | 5.822,65 | 12.010,11 |
| Summe | 291.894,52 | 16.835,81 | 39.655,84 | 269.074,49 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 2.587.016,51 | 0,00 | 0,00 | 2.587.016,51 |
| 2. Wertpapiere | 54.669.496,04 | 37.351.338,83 | 33.110.686,94 | 58.910.147,93 |
| Summe | 57.256.512,55 | 37.351.338,83 | 33.110.686,94 | 61.497.164,44 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 57.622.687,52 | 37.368.174,64 | 33.168.212,94 | 61.822.649,22 |
| Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 € |
Zugänge € |
Abgänge/ Zuschreibung € |
Stand 31.12.2019 € |
Stand 31.12.2019 € |
Stand 31.12.2018 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 69.922,94 | 1.536,00 | 17.867,16 | 53.591,78 | 2.818,51 | 4.357,51 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 239.236,41 | 22.203,16 | 33.820,19 | 227.619,38 | 29.445,00 | 40.648,00 |
| 2. GWG | 6.713,11 | 8.224,65 | 5.822,65 | 9.115,11 | 2.895,00 | 5.297,00 |
| Summe | 245.949,52 | 30.427,81 | 39.642,84 | 236.734,49 | 32.340,00 | 45.945,00 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Beteiligungen | 76.546,50 | 0,00 | 0,00 | 76.546,50 | 2.510.470,01 | 2.510.470,01 |
| 2. Wertpapiere | 6.933.027,27 | 1.724.583,34 | 581.627,50 | 8.075.983,11 | 50.834.164,82 | 47.736.468,77 |
| Summe | 7.009.573,77 | 1.724.583,34 | 581.627,50 | 8.152.529,61 | 53.344.634,83 | 50.246.938,78 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 7.325.446,23 | 1.756.547,15 | 639.137,50 | 8.442.855,88 | 53.379.793,34 | 50.297.241,29 |
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen
1.1.2019 - 31.12.2019
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 1.724.583,34 EUR.
1.1.2018 - 31.12.2018
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 1.688.695,99 EUR.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2019 den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und die Geschäftsführung überwacht. Dabei überzeugte sich der Aufsichtsrat stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit.
Im Geschäftsjahr 2019 fanden sechs Sitzungen des Aufsichtsrats – einschließlich einer Telefonkonferenz – statt, an denen jeweils alle amtierenden Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben.
Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat zeitnah zu aktuellen Themen untereinander und mit dem Vorstand telefonisch und per E-Mail ab. Der Vorstand berichtete auf jeder Sitzung anhand der Plan- und Ist-Zahlen über die aktuelle Lage der Gesellschaft. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten dabei stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere wurden die Anlagestrategien, die Entwicklung des Verlagsgeschäfts und die Beteiligungen der Effecten-Spiegel AG intensiv erörtert und gegebenenfalls kritisch hinterfragt. Dabei wurden dem Aufsichtsrat die Chancen und Risiken strategischer Schritte vom Vorstand klar und differenziert vorgelegt und erläutert. Großer Wert wurde auf die strategische Positionierung der Vermögensverwaltung gelegt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die rechtlichen Rahmenbedingungen und gesetzlichen Anforderungen von Aktien-, Handels- und Presserecht sowie die Verpflichtungen des Unternehmens gegenüber den Arbeitnehmern. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Vertrag für den Vorstand erforderlich war.
Darüber hinaus erhält der Aufsichtsrat wöchentlich einen Report über die aktuelle Entwicklung des Depots und der Liquiditätslage. Der Aufsichtsrat sieht keinerlei Anlass, das Berichtswesen und die Geschäftsführung durch den Vorstand zu beanstanden.
In der Aufsichtsratssitzung vom 07.02.2019 erläuterte der Vorstand im Beisein des Steuerberaters den von ihm aufgestellten vorläufigen Jahresabschluss 2018 (Bilanz 2018 mit GuV 2018) ebenso wie den Gewinnverwendungs- und Dividendenvorschlag. Darüber hinaus war auch das Projekt zur Lizenzierung der Marke für zwei Fonds Thema dieser Sitzung.
In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 21.02.2019 wurde der Jahresabschluss 2018 mit dem Lagebericht des Vorstands, dem Prüfbericht des WP und dem vorsorglich erstellten Abhängigkeitsbericht im Beisein des Wirtschaftsprüfers Wisbert Treuhand GmbH gemäß § 171 Abs. 1 AktG noch einmal in allen Einzelheiten erörtert. Im Rahmen dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat zudem die Verlängerung der Vorstandsbestellung von Frau Weidtmann für die Dauer von drei Jahren. Zu diesem Beschlussgegenstand nahm Frau Weidtmann nicht an der Sitzung teil.
Nach nochmaliger unabhängiger Prüfung der Unterlagen durch die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden der Jahresabschluss 2018, der Lagebericht und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands in einer gesonderten Sitzung des Aufsichtsrats (als Telefonkonferenz) am 28.02.2019 gebilligt. Der Jahresabschluss gilt mithin als festgestellt.
Themen der Sitzung vom 09.05.2019 waren die Vorbereitung der Hauptversammlung sowie die aktuelle Geschäftslage. Ebenfalls in dieser Sitzung thematisiert wurden die Auflage der Effecten-Spiegel-Fonds im April sowie die künftige Ausrichtung des Journals.
In der Sitzung vom 09.08.2019 befasste sich das Gremium, unter Betrachtung der operativen Kennzahlen, eingehend mit der Geschäftsentwicklung des 1. Geschäftshalbjahres sowie mit der Neuausrichtung des Verlagsgeschäfts.
In der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats vom 05.11.2019 wurden routinemäßig die Lage der Gesellschaft und die Performance der Vermögensverwaltung erörtert.
Der Aufsichtsrat war 2019 mithin über den Verlauf des operativen Geschäfts, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie die Risikostruktur und das Risikomanagement stets und umfassend informiert. Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrats bildeten die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes, die dieser unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG innerhalb, bei Bedarf aber auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen und routinemäßig im wöchentlichen Reporting erstattet hat.
Der Aufsichtsrat hat den in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 24.05.2019 gewählten Abschlussprüfer, die Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, mit der Durchführung der Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2019 beauftragt. Der vom Vorstand zeitnah und nach den Regelungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2019 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichts des Vorstands vom Abschlussprüfer geprüft und am 14.02.2020 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerkt versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung.
Der Prüfbericht sowie der Jahresabschluss 2019 mit dem Lagebericht des Vorstands und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden dem Aufsichtsrat durch den Abschlussprüfer zugeleitet und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 28.02.2020 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Die Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf Grundlage seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der Effecten-Spiegel AG zum 31.12.2019 mit dem Lagebericht des Vorstandes gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Aus Gründen der Vorsicht hat die Gesellschaft einen sogenannten Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG erstellt. Die Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 GmbH (vormals AG) ist an der Effecten-Spiegel AG zum genannten Stichtag am 31.12.2019 mit 17,827 % des Grundkapitals beteiligt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch von den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne von § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden.
Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht angeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat hat ebenfalls keine Beanstandungen ergeben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand Frau Weidtmann und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für ihren hohen Einsatz und die engagierte Arbeit im Geschäftsjahr 2019.
Düsseldorf, den 12. März 2020
Wolfgang Aleff, Vorsitzender des Aufsichtsrates
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 07.08.2020 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
„An die Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG, Düsseldorf – bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Effecten-Spiegel AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“
Neuss, den 14. Februar 2020
**WISBERT - TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Rolf Ricken, Wirtschaftsprüfer