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Effecten-Spiegel AG — Audit Report / Information 2015
Jan 3, 2017
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Audit Report / Information
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Publication
Effecten-Spiegel AG.
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Lagebericht
Unternehmensstruktur und Strategie
Die im Freiverkehr an den Börsen München und Stuttgart gehandelte Effecten-Spiegel AG mit Sitz in Düsseldorf betreibt Kapitalanlage für eigene Rechnung und gibt ein gleichnamiges wöchentlich erscheinendes Börsenjournal heraus. Wesentliche Grundlage sowohl für die Vermögensverwaltung als auch für das Verlagsgeschäft ist die materielle Unabhängigkeit der Gesellschaft. Die Erlöse im Verlagsgeschäft werden ausschließlich über den Verkauf des Journals als Print oder in der digitalen Version erbracht. Substanzerhalt mit Kapitalsicherheit und regelmäßige Dividendenausschüttungen für die Aktionäre sind die strategischen Ziele der Kapitalanlage. Dabei stellen Aktien das Hauptinvestment dar, ihre Auswahl folgt einem wertorientierten Investmentansatz. D.h., die Investitionen erfolgen in ausgewählte Einzeltitel und nicht in ganze Branchen und Märkte. Dadurch wird eine ausreichende Risikostreuung erreicht. Diese Strategie erfordert und ermöglicht eine intensive Analyse des einzelnen Unternehmens, der Bilanzqualität, des Managements, der Produkte und der Märkte. Neben der Fundamentalbetrachtung für die Auswahl der Wertpapiere werden auch charttechnische Gegebenheiten einbezogen. Durch die Begrenzung des Investitionsvolumens je Einzelengagement auf maximal 10 % des Eigenkapitals der Effecten-Spiegel AG werden Klumpenrisiken im Anlagebestand ausgeschlossen.
Die Gesellschaft wird von einem Vorstandsmitglied und zusätzlich von einer Einzelprokuristin vertreten. Bei Geschäften von grundlegender Bedeutung gibt es zudem Zustimmungsvorbehalte seitens des Aufsichtsrates, der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft vom Vorstand informiert wird. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklung der Aktienmärkte
Wie erwartet erwies sich das Börsenjahr 2015 als ein weiterer durchwachsener Jahrgang. Nachdem der „Frankenschock“ den Anlegern einen negativen Jahresauftakt bescherte, setzten vor allem die deutschen Aktien im Frühjahr zu einer Rallye an, die im Spätsommer von einem Einbruch an den chinesischen Börsen und dem VW-Abgasskandal abrupt gestoppt wurde. Zwischen dem Rekordhoch im April bei 12.390 Punkten und dem Jahrestief im September bei 9.325 Zählern lagen 3.065 Punkte bzw. 24,7 %. Alle bedeutenden Aktienbenchmarks verzeichneten im dritten Quartal Verluste, für einige Einzeltitel wurde es aber gar zum Desaster. Der Kabelkonzern Leoni erlebte nach einer Gewinnwarnung einen horrenden Kurseinbruch und büßte an nur einem Tag 38 % seines Börsenwertes ein. Ähnlich erging es der Manz-Aktie, die nach einer Prognosesenkung um 34 % abstürzte. Tagesverluste von 20 % nach Anpassungen des Ausblicks mussten aber auch andere Unternehmen hinnehmen, so etwa der Medizintechnikkonzern Drägerwerk, die Modefirma Tom Tailor oder der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus. Das dritte Quartal wurde so zum schlechtesten an der Börse seit dem Jahr 2011.
Wie vom Vorstand im Geschäftsbericht 2014 prognostiziert, gehörten aber die deutschen Börsen am Ende des Börsenjahres 2015 zu den globalen Kursgewinnern. Der Dax erzielte mit 9,6 % zum vierten Mal in Folge ein positives Ergebnis. Der MSCI World, der die Entwicklung der Aktienmärkte von 23 Industriestaaten abbildet, ging dagegen mit einem leichten Minus von 0,9 % aus dem Handel. Der Dow Jones gab sogar 2,2 % ab, Euro-Anleger profitierten jedoch vom starken Dollar.
Weltweiter Verlierer des Jahres 2015 war erneut der Ölpreis. Obwohl er 2014 bereits 40 % verloren hatte, rutschte er im Berichtszeitraum um weitere 36 % ab. Für Aktien aus dem Ölsektor wurde das Börsenjahr 2015 damit zu einem Debakel. Auch an den übrigen Rohstoffmärkten kam es zu regelrechten Kursbeben. Unternehmen aus dem Marktsegment Minen und Förderung mussten im Verlauf des Jahres 2015 bis zu 80 % ihres Börsenwertes abgeben. Diese sehr starken Marktbewegungen führten vor allem bei Aktien der Schwellenländer zu hohen Kursrückschlägen. Der MSCI Emerging Markets Index, der Aktien von mehr als 800 in Schwellenländern ansässigen Gesellschaften enthält, sackte auf Dollarbasis im Kalenderjahr 2015 um rund 17 % ab.
Geschäftsentwicklung
Die Effecten-Spiegel AG setzt ihre langjährige positive Geschäftsbilanz fort und schließt das Jahr 2015 mit einem Gewinn über Vorjahresniveau ab.
Bei der Kapitalanlage wurden im Berichtsjahr umfangreiche Änderungen im Portfolio vorgenommen. So wurden langjährige Aktienpositionen ganz oder teilweise veräußert und neue Positionen aufgebaut. Der Anlageschwerpunkt blieb bei allen „Umschichtungen“ unvermindert auf Aktien aus dem europäischen Raum und den USA gerichtet. Durch diese bewusste regionale Beschränkung wurden politische und Währungsrisiken minimiert. Zudem wurde die Branchengewichtung verändert. Auf Investments im Rohstoffsektor wurde nach wie vor verzichtet, die bisherige Strategie erwies sich als richtig.
Mit einem Anteil von 24,7 % an den Gesamtinvestitionen war der Bereich Pharma- und Biotechnologie im Portfolio der Gesellschaft am höchsten gewichtet. Als Neuinvestments sind Actelion, Basilea Pharmaceutica, Amgen, Sanofi und Novo Nordisk zu nennen. Die Aktien an dem Pharmagroßhändler Walgreens Boots Alliance Inc. hatten nach einer Kurssteigerung von 62 % ihren fairen Börsenwert erreicht und wurden vollständig veräußert. Auch die Anteile an der Fresenius SE wurden verkauft. Sie lieferten zusammen mit der Andienung der Anteile des amerikanischen Pay-TV-Anbieters DirecTV an AT&T den höchsten Gewinnbeitrag. Zusammen wurde aus den beiden Investments ein Gewinn nach Steuern in Höhe von 1,725 Mio. € realisiert.
Die Anteile der CSX Corp. wurden ebenfalls nach einer nur einjährigen Haltedauer verkauft. Für das US-amerikanische Frachttransport- und Logistikunternehmen hat sich die Ertragslage seit Mitte 2015 deutlich verschlechtert. Der dramatische Verfall des Ölpreises sowie der Einbruch an den übrigen Rohstoffmärkten lasten auf den Erträgen des Unternehmens. Sie stellen das prognostizierte Wachstum und die dem Investment zugrunde gelegte Renditeplanung in Frage. Da eine Besserung nicht absehbar ist, wurden die Aktien an der CSX Corp. nach einem Wertverlust von 15 % vollständig veräußert. Im ersten Halbjahr des Berichtszeitraums wurden zudem die Depotpositionen an den IT-Firmen IBM und Medtronic PLC sowie an SMA Solar Technology aufgelöst. Was sich bei IBM und Medtronic PLC als richtiger Zeitpunkt erwies, zeigte sich bei dem deutschen Wechselrichterhersteller für eine Wertaufholung als zu früh. Da in Deutschland der Energiesektor weiterhin unter unkalkulierbaren politischen Entscheidungen aus Berlin leidet, hat sich die Verwaltung konsequent aus dieser Branche zurückgezogen, auch den Bestand an RWE Vorzugsaktien im Berichtszeitraum verkauft und damit einen Verlust von 951 T€ realisiert.
Nachdem ein Teil des Siemens-Bestandes bereits in 2014 zu Kursen um 100 Euro verkauft werden konnte, wurde der Restbestand im Laufe des Berichtszeitraums vollständig veräußert. In der Phase dauerhafter Niedrigzinsen hat die Siemens-Position seit 2007 jährlich eine durchschnittliche Rendite von 2,14 % zum Vermögen der Gesellschaft beigetragen. Bei den Investments an dem Duft- und Aromenhersteller Symrise AG und dem Pharmaunternehmen Lonza Group AG, die im Berichtsjahr ebenfalls vollständig veräußert wurden, liegt die Gesamtrendite sogar bei 84,33 % für vier Jahre bzw. bei 64,3 % für drei Jahre. Da diese beiden Positionen bereits jeweils hälftig im Vorjahr veräußert wurden, verteilt sich auch der vereinnahmte Gewinn bilanziell über die Geschäftsjahre 2014 und 2015.
Neu investiert wurde in verschiedene Unternehmen mit spezifischer Ausrichtung aus dem Bereich Financial Technology (FinTech) sowie in den Immobiliensektor.
Das Verlagsgeschäft der Gesellschaft konnte sich auf dem Niveau des Vorjahres stabilisieren. Die Umsatzerlöse erreichten 2,93 Mio. € gegenüber 2,88 Mio. € im Vorjahr. Die leichte Umsatzsteigerung spiegelt sich auch bei den erhöhten abzugrenzenden Abo-Vorauszahlungen wider (passive Rechnungsabgrenzung). Da das Internet als Absatzkanal für Produkte und Dienstleistungen global weiterhin massiv an Bedeutung gewonnen hat, wurde im Februar der digitale ES auf den Markt gebracht. Er wurde im eigenen Haus entwickelt und ist als Ergänzung zum Printprodukt konzipiert. Dies entspricht auch dem Verständnis der Leser, die meist die digitale Version zum Printprodukt hinzu abonnieren.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich per Saldo gegenüber dem Vorjahr um 860 T€ oder 1,2 % auf 74,628 Mio. € erhöht. Das Vermögen der Gesellschaft ist mit 55,008 Mio. € in Wertpapieren und Beteiligungen angelegt, die langfristig gehalten werden. Aus Verkäufen von Wertpapieren wurden im Berichtsjahr 5,253 Mio. € erlöst. Dem stehen außerplanmäßige Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von 194 T€ und das Anlagevermögen von 2,24 Mio. € gegenüber.
Die höchste Abwertung mit 943 T€ entfällt dabei auf die Anteile an der Porsche SE, die als größte Aktionärin der Volkswagen AG durch den Abgasskandal bei dem größten deutschen Automobilbauer mit erheblichen Ertragseinbußen rechnet. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 1,859 Mio. € betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (227 T€), ein Darlehen gegenüber einem früheren Beteiligungsunternehmen (389 T€) sowie eine Barabfindungsforderung aufgrund des Squeeze Out bei der Deutschen Post AG (1,230 Mio. €).
Der Personalaufwand hat gegenüber dem Vorjahr aufgrund der zinsbedingten Zuführung zur Pensionsrückstellung um 266 T€ auf 987 T€ zugenommen. Die Abschreibungen in Höhe von 159 T€ betreffen mit 22 T€ planmäßige Abschreibungen des Sach-Anlagevermögens und mit 137 T€ außerplanmäßige Abschreibungen auf das Darlehen im Umlaufvermögen.
An Zinsen und Dividenden wurden 1,651 Mio. € vereinnahmt. Vor Finanzergebnis und Steuern ergibt sich ein Betriebsergebnis von 4,271 Mio. €. Der Jahresüberschuss beträgt 3,153 Mio. €, der Bilanzgewinn 3,383 Mio. €.
Zum Erstellungsstichtag der Bilanz ergaben sich aus stillen Lasten und Reserven bei den Finanzanlagen kumuliert stille Reserven in Höhe von 236 T€. Die Gesellschaft verfügt über Kapitalrücklagen in Höhe von 51,4 Mio. € und über Gewinnrücklagen in Höhe von 7,658 Mio. €. Zum Bilanzstichtag deckt die Gesellschaft 20,54 % der Bilanzsumme über liquide Mittel in Höhe von 15,325 Mio. € ab.
Nachtragsbericht
In der ersten Januarwoche des laufenden Geschäftsjahres wurden 90.000 Aktien der infas Holding AG an einen strategischen Investor aus Heidelberg verkauft. Damit hat sich die Beteiligung der Effecten-Spiegel AG an der infas Holding AG, Bonn, von knapp über 30 % auf 20,43 % reduziert. Der erzielte Ertrag von 1,1 Mio. € wird im Geschäftsjahr 2016 ergebniswirksam.
Risiko- und Chancenbericht
Organisation und Controlling sind so aufgestellt, dass die Verwaltung fortlaufend über alle wesentlichen geschäftlichen Kennzahlen des Unternehmens informiert ist. Die Monatsberichterstattung gibt einen zeitnahen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Buchhaltungsprozess wird durch professionelle Steuerberatung extern in einem Dienstleistungs- und Prüfungsverhältnis geführt. Damit wird sichergestellt, dass der Rechnungslegungsprozess intern wie extern stets allen gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen entspricht und etwaige Risiken entweder vermieden oder frühzeitig erkannt werden können.
Die Buchführungsdaten werden über eine Datenverarbeitungsanlage der DATEV e.G. verarbeitet und ausgewertet. Die Ordnungsmäßigkeit des DATEV-Buchführungsprogramms wurde durch produktunabhängige Systemprüfung bestätigt. Der Kontenplan, welcher der Buchhaltung zugrunde liegt, entspricht den betrieblichen Anforderungen und bildet die Geschäftsvorfälle entsprechend den gesetzlichen Vorschriften ab.
Die externen Dienstleistungsgesellschaften sind im Rahmen ihrer Tätigkeit aufgefordert, alle Transaktionen ebenfalls auf gesetzliche Vorschriften und Anforderungen zu prüfen und Verstöße dagegen sowie Unregelmäßigkeiten, welcher Art auch immer, sofort dem Vorstand der Gesellschaft anzuzeigen. Dies gilt im Besonderen im Abgleich der Zahlungsströme, die aus den Transaktionen resultieren.
Um die unternehmensstrategischen Risiken zu minimieren, wird eine enge Abstimmung und fortlaufende Berichterstattung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat praktiziert. Die Chancen und Risiken der Gesellschaft ergeben sich aus den beiden Geschäftsfeldern Kapitalanlage für eigene Rechnung und Verlagsgeschäft.
Im Verlagsgeschäft liegen die Risiken vor allem in den zurückgehenden Leserzahlen und der sinkenden Bereitschaft, für ein Printprodukt Geld zu bezahlen. Schärfster Konkurrent ist das Internet, in dem viele Inhalte nach wie vor kostenlos angeboten werden. Hinzu kommt eine Vielzahl von Börsenpublikationen, die um die wenigen Direktanleger werben. Der Effecten-Spiegel ist das einzige Börsenjournal auf dem europäischen Markt, das nicht über Werbeeinnahmen finanziert ist. Damit ist er zwar nicht dem Risiko von sinkenden Anzeigenaufträgen ausgesetzt, dafür müssen aber sämtliche Herstellungs- und Vertriebskosten ausschließlich aus den Verkaufserlösen erwirtschaftet werden. Übergeordnet kommt diesem Risiko keine existenzbedrohende Bedeutung zu.
Für die Kapitalanlage stellen Kursrisiken die größten und am wenigsten kalkulierbaren Risiken dar. Die finanzielle Stärke der Gesellschaft mit einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote von 95,8 % bietet entsprechenden Schutz und gleichzeitig operative Chancen. Das Eigenkapital beträgt per Saldo 71,465 Mio. €. Im Rahmen der hohen Volatilität an den Aktienmärkten ist die Liquiditätsquote ein wichtiges Steuerungselement für das Management. Die Höhe der Liquidität steht für die Handlungsoptionen und wird daher unterjährig ständig überprüft und den geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Zum 31.12.2015 verfügte die Gesellschaft über Barmittel in Höhe von 15,325 Mio. €. Gegen den Verfall des Geldwertes wird zudem ein kleiner Teil des Vermögens in Gold und Silber gehalten. Das installierte Risikomanagement trägt dem Umstand Rechnung, dass die Gesellschaft von nur einem Vorstandsmitglied vertreten wird und legt u.a. Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrates bei Geschäften und Entscheidungen von grundlegender Bedeutung fest. Da die Gesellschaft grundsätzlich nur Wertpapiere durch den Einsatz von Eigenmitteln erwirbt, bestehen keinerlei Kreditrisiken. Die vorgeschriebene Diversifikation des Portfolios wurde eingehalten.
Alle weiteren bekannten Risiken werden durch Rückstellungen in Höhe von insgesamt 2,304 Mio. € in der Bilanz abgebildet. Die Pensionsrückstellungen für aktive und bereits ausgeschiedene Mitarbeiter wurden u.a. zinsbedingt um 266 T€ auf 2,066 Mio. € erhöht. Bei den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 238 T€ wurden 50 T€ für laufende Gerichtsverfahren gebildet. Den Prozessrisiken stehen verhältnismäßig hohe, nicht bilanzierte Chancen auf Nachzahlung in Millionen-Euro-Höhe in den Spruchverfahren gegen UniCredit wegen des Zwangsausschlusses bei der HVB, gegen die MAN SE/Truck Bus GmbH um eine höhere Barabfindung im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages sowie im Zivilverfahren gegen die Deutsche Bank gegenüber. Wie am 13.08.2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht, wurde gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 27. Mai 2015 Anfechtungsklage beim Landgericht Düsseldorf erhoben.
Die Gesellschaft hat für Führungspersonen und die Mitglieder des Aufsichtsrates eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sog. D & O Versicherung) abgeschlossen. Die Versicherung deckt Handlungsrisiken im Bereich der Kapitalanlage und des Verlagsgeschäftes ab.
Steuerliche Risiken können sich auf der Ebene der Gesetzgebung ergeben. Insbesondere sind hier die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen und Dividendeneinnahmen zu nennen. Dies gilt auch für die steuerliche Beurteilung seitens der Betriebsprüfungen, die nicht an die Feststellungen der Vorprüfungen gebunden sind und ähnliche Sachverhalte unterschiedlich beurteilen können. Das gilt für die laufende Betriebsprüfung der Jahre 2011 bis 2013 und die Lohnsteueraußenprüfung für den Zeitraum Januar 2012 bis März 2015.
Die Verlag Blazek& Bergmann seit 1891 Aktiengesellschaft ist an der Effecten Spiegel AG zum Bilanzstichtag mit 17,399 % am Grundkapital beteiligt. Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft dennoch einen sog. Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne von § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch den Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat haben keine Beanstandungen ergeben.
Prognosebericht
Zu Beginn des Jahres 2016 haben die im Sommer 2015 begonnenen Korrekturen an den Weltaktienmärkten deutlich an Dynamik gewonnen und werfen ein negatives Schlaglicht auf die deutlich eingetrübten fundamentalen Aussichten für das Anlagejahr 2016.
Der Dax verlor alleine in der ersten Handelswoche des laufenden Geschäftsjahres 10 % und baute diese Verluste im Laufe des Januar weiter aus. Die Zinspolitik der amerikanischen Notenbank Fed, die Entwicklung in den Schwellenländern und China sowie des Ölpreises erzeugen derzeit eine gefährliche Marktsituation. Da diese Konstellation vorerst Bestand haben wird, ist die Verwaltung zunehmend vorsichtig gegenüber US-Investments und wird sich wieder stärker auf dem europäischen Markt bewegen. Auch am Rentenmarkt zeigen sich bereits scharfe Korrekturen, die sich im Laufe des Geschäftsjahres noch verstärken können.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 eine Anhebung der Dividende auf 0,80 € je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Der nach Ausschüttung verbleibende Restgewinn von 566 T€ soll zur Stärkung des Eigenkapitals auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Sofern die Börsen nicht durch eine rezessive Weltwirtschaft oder geopolitische Ereignisse massiv belastet werden, geht die Verwaltung davon aus, im laufenden Geschäftsjahr erneut einen positiven Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Die aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik soll auch 2016 fortgeführt werden.
Düsseldorf, 25. Januar 2016
Effecten-Spiegel AG
Der Vorstand
Bilanz
Aktiva
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 55.065.704,98 | 54.125.134,36 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6,51 | 6,51 |
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6,51 | 6,51 |
| II. Sachanlagen | 56.744,00 | 80.849,00 |
| 1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56.744,00 | 80.849,00 |
| III. Finanzanlagen | 55.008.954,47 | 54.044.278,85 |
| 1. Beteiligungen | 3.683.259,60 | 3.716.876,14 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 51.325.694,87 | 50.327.402,71 |
| B. Umlaufvermögen | 19.487.121,54 | 19.543.202,23 |
| I. Vorräte | 2.274.390,12 | 3.009.164,19 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 74.105,23 | 76.906,36 |
| 2. Waren und Wertpapiere | 2.200.284,89 | 2.932.257,83 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.887.700,53 | 1.086.387,92 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26.385,38 | 38.782,06 |
| 2. Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 2.305,49 | 0,00 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 1.859.009,66 | 1.047.605,86 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 700,00 | 700,00 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 15.325.030,89 | 15.447.650,12 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 75.432,10 | 99.949,58 |
| Bilanzsumme, Summe Aktiva | 74.628.258,62 | 73.768.286,17 |
| Passiva | ||
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 71.464.644,04 | 70.952.252,32 |
| I. gezeichnetes Kapital | 10.000.000,00 | 10.000.000,00 |
| 1. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt | -985.305,60 | -985.305,60 |
| 2. eingefordertes Kapital | 9.014.694,40 | 9.014.694,40 |
| II. Kapitalrücklage | 51.408.272,69 | 51.408.272,69 |
| III. gesetzliche Rücklage | 51.129,19 | 51.129,19 |
| IV. andere Gewinnrücklagen | 7.607.667,82 | 7.607.667,82 |
| V. Bilanzgewinn | 3.382.879,94 | 2.870.488,22 |
| davon Gewinnvortrag nach Verwendung | 229.464,47 | 468.086,00 |
| B. Rückstellungen | 2.304.541,00 | 1.996.260,23 |
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.066.362,00 | 1.801.285,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 43.599,00 | 20.716,00 |
| 3. sonstige Rückstellungen | 194.580,00 | 174.259,23 |
| C. Verbindlichkeiten | 40.851,50 | 52.878,51 |
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24.580,59 | 12.349,89 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 24.580,59 | 12.349,89 |
| 2. Verbindlichkeiten gegen Beteiligungsunternehmen | 0,00 | 26.949,82 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 26.949,82 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 16.270,91 | 13.578,80 |
| davon aus Steuern | 16.270,91 | 13.578,80 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 16.270,91 | 13.578,80 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 818.222,08 | 766.895,11 |
| Bilanzsumme, Summe Passiva | 74.628.258,62 | 73.768.286,17 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 1.1.2015 - 31.12.2015 EUR |
1.1.2014 - 31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 54.539.666,48 | 27.376.592,00 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 4.616.649,59 | 3.641.157,34 |
| 3. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 51.052.212,61 | 24.377.021,66 |
| 4. Aufwendungen für bezogene Leistungen | 509.393,50 | 452.199,08 |
| 5. Personalaufwand | 986.599,39 | 720.662,38 |
| a) Löhne und Gehälter | 629.470,07 | 608.206,51 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 357.129,32 | 112.455,87 |
| 6. Abschreibungen | 159.012,53 | 24.899,67 |
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 22.012,53 | 24.899,67 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens | 137.000,00 | 0,00 |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.178.448,89 | 2.130.611,28 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen und anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 1.572.236,61 | 1.170.898,85 |
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 79.277,42 | 172.251,12 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 2.434.317,81 | 2.341.378,42 |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 82.322,63 | 87.692,69 |
| davon aus Abzinsung | 81.527,00 | 86.942,00 |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.405.522,74 | 2.226.434,13 |
| 13. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 251.453,87 | -176.623,57 |
| 14. sonstige Steuern | 653,40 | 655,48 |
| 15. Jahresüberschuss | 3.153.415,47 | 2.402.402,22 |
Ergebnisverwendung
| 1.1.2015 - 31.12.2015 EUR |
1.1.2014 - 31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|
| 15. Jahresüberschuss | 3.153.415,47 | 2.402.402,22 |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 229.464,47 | 468.086,00 |
| 17. Bilanzgewinn | 3.382.879,94 | 2.870.488,22 |
Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung
Auszug aus dem Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft am 25. Mai 2016
Zu Punkt 2 der Tagesordnung
Zu diesem Tagesordnungspunkt wies der Vorsitzende zunächst darauf hin, dass der Vorschlag zur Gewinnverwendung vom Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht auf S. 13 Punkt 8) angegeben sei.
Gemäß § 71 b AktG werde die Dividende nicht auf eigene Aktien der Gesellschaft bezahlt. Die betreffenden Beträge würden zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zur Zeit halte die Gesellschaft 291.135 eigene Stammaktien.
Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung:
Der zum 31. Dezember 2015 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von Euro 3.382.879,94 wird wie folgt verwendet:
1) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 2.817.092,00 wird an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre verteilt als
a) Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von Euro 0,80 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 1.525.000,00.
b) Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von Euro 0,80 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 1.292.092,00.
2) den Teilbetrag, der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt sowie der Restbetrag von Euro 565.787,94 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Vorsitzende stellte fest und verkündete, dass die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Ergebnisverwendung bei einer Präsenz von 806.161 Aktien bei 2.332 Gegenstimmen und 0 Enthaltungen mit 803.829 Ja-Stimmen, das seien 99,71 Prozent des vertretenen Grundkapitals mit der erforderlichen einfachen Mehrheit beschlossen worden sei.
Anhang
A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet.
Vorräte
Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre abgezinst. Eine Abzinsung bei Archivierungskosten ist aus Geringfügigkeitsgründen unterblieben.
Verbindlichkeiten
Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen bzw. im Rahmen der Bewertung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens.
B. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Anlagevermögen - § 268 Abs. 2, § 284 Abs. 1 HGB
Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 2.240 (Vorjahr T€ 1.729) außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB.
Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 46.362. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 4.601, so dass ein Netto-Anlagenabgang von T€ 41.761 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 4.562.
2. Umlaufvermögen
Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 2.200 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 194 (Vorjahr T€ 612) vorgenommen worden. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen. Die sonstigen Vermögengegenstände beinhalten ein Kurzfrist-Darlehen, auf welches zum Bilanzstichtag entsprechend dem Niederstwertprinzip eine Einzelwertberichtigung auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB erfolgswirksam in Höhe von T€ 137 vorgenommen wurde.
3. Rückstellungen - § 285 Nr. 12 HGB
Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit T€ 50, Personalkosten mit T€ 25, ausstehende Eingangsrechnungen mit T€ 58 und externe Abschlusskosten mit T€ 50 zusammen.
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz: | 3,89 % | 4,62 % |
| Rententrend | 2,00 % | 2,00 % |
| Fluktuation | 4 - 5 % | 4 - 5 % |
| Lohn-/Gehaltstrend | 0 % | 0 % |
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1a+b, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
| Art der Verbindlichkeiten | Gesamtbetrag | mit einer Restlaufzeit von | ||
|---|---|---|---|---|
| € | bis zu 1 Jahr € |
1 bis 5 Jahren € |
mehr als 5 Jahren € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24.580,59 | 24.580,59 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.270,91 | 16.270,91 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 40.851,50 | 40.851,50 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.
Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor.
5. Eigene Anteile - § 160 AktG
Aufgrund der Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
| Anzahl in Stücke | Betrag in Euro |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Vorzüge | Stämme | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2015 | 0 | 384.885 | - 985.305,60 | 34.020,47 | 3.864.221,15 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand 31.12.2015 | 0 | 384.885 | - 985.305,60 | 34.020,47 | 3.864.221,15 |
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
| Anzahl in Stücke | Betrag des Grundkapitals € |
Anteil am Grundkapital % |
|
|---|---|---|---|
| Stammaktien | 384.885 | 985.305,60 | 9,85 |
| Vorzugsaktien | 0 | 0,00 | 0,00 |
| 384.885 | 985.305,60 | 9,85 |
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
| Art des Eigenkapitals | Vortrag am 1.1.2015 T€ |
Einstellung aus dem JÜ des VJ T€ |
Ausschüttung für Vorjahr T€ |
Zunahme Abnahme lfd. Jahr T€ |
Veränderung aufgrund eigener Anteile T€ |
Stand am 31.12.2015 T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Grundkapital | 9.015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.015 |
| II. Kapitalrücklage | 51.408 | 0 | 0 | 0 | 0 | 51.408 |
| III. Gewinnrücklage | 7.659 | 0 | 0 | 0 | 0 | 7.659 |
| IV. Gewinnvortrag | 468 | + 2.402 | 2.641 | 0 | 0 | 229 |
| V. Jahresergebnis | 2.402 | - 2.402 | 0 | 3.154 | 0 | 3.154 |
| 70.952 | 0 | 2.641 | 3.154 | 0 | 71.465 |
Bei einer eventuellen Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a)
n. F. HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen.
C. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB -
1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB -
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 10, davon 1 Vorstandsmitglied und 9 sonstige Angestellte.
2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB -
Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge, Versicherung und Pensionsvorsorge betrugen in 2015 für den Vorstand T€ 377. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 27.
3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB -
Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2015 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 662.
4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB -
Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
Vorstand: Frau Marlis Weidtmann, Heiligenhaus
Aufsichtsrat: Herr Diplom-Volkswirt Joachim Meinke, Hamburg (Mitglied ab 07.11.2013
durch Beschluss AG Düsseldorf, vom 21.05.2014 bis 13.08.2014 stellv. Vorsitzender, Vorsitzender ab 14.08.2014, Geschäftsführer der action press gmbh & co. kg, Hamburg)
Herr Wolfgang Aleff, Coesfeld (Mitglied, vom 07.11.2013 bis 21.05.2014 stellv. Vorsitzender)
(Selbstständiger Unternehmensberater, Aufsichtsratsvorsitzender der GSC Holding AG)
Herr Dipl.-Ökonom Michael Böckhoff, Bergisch Gladbach (Mitglied ab 05.08.2014, durch Beschluss AG Düsseldorf, ab 14.08.2014 stellv. Vorsitzender, Geschäftsführer der Vermögensberatungsgesellschaft Dipl.-Ökonom Michael Böckhoff GmbH)
Herr Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz, Waldshut/Tiengen (Vorsitzender bis 31.07.2014)
(Ehem. Geschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittelwerke GmbH, 06.11.2013 bis 07.10.2014 Aufsichtsratsvorsitzender der infas Holding AG)
5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG -
Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
| Name/Sitz der Gesellschaft | Nominalkapital T€ |
Anteile in % |
Buchwert 31.12.2015 T€ |
Eigenkapital T€ |
Jahres- Ergebnis T€ |
Stichtag Jahresab- schluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 AG, Düsseldorf | 100 | 3,00 | 24 | 5.209 | 277 | 31.12.2014 |
| I.G. Farbenindustrie AG i.A., Frankfurt/Main | K.A. | 12,64 | 0 | K.A. | K.A. | 31.12.2014 |
| infas Holding AG, Bonn | 9.000 | 30,43 | 3.541 | 12.298 | 816 | 31.12.2014 |
| GSC Holding AG, Düsseldorf | 660 | 17,89 | 118 | 624 | - 38 | 31.12.2014 |
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB -
Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 4.625 bzw. stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 4.861 und setzen sich wie folgt zusammen:
| Buchwert in T€ |
Stille Lasten in T€ |
Stille Reserven in T€ |
|
|---|---|---|---|
| DAX-Firmen: | 5.698 | 1.191 | 136 |
| MDAX-Firmen: | 15.586 | 544 | 388 |
| SDAX-Firmen: | 3.623 | 424 | 174 |
| TecDAX-Firmen: | 1.776 | 0 | 348 |
| Small Caps-Firmen: | 8.094 | 568 | 2.985 |
| Ausländische Firmen: | 19.144 | 1.725 | 830 |
| Übrige Wertpapiere: | 1.088 | 173 | 0 |
| 55.009 | 4.625 | 4.861 |
7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB -
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung.
8. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt.
Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung:
Das Jahresergebnis beträgt € 3.153.415,47.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den zum 31.12.2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 3.382.879,94 wie folgt zu verwenden:
1. einen Teilbetrag in Höhe von € 2.817.092,00 an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als
a. Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von € 0,80 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 1.525.000,00,
b. Dividende für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von € 0,80 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 1.292.092,00,
2. den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von € 565.787,94 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 25. Januar 2016
Effecten-Spiegel AG
Vorstand
Anlagespiegel
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 € |
Abgänge € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 73.757,99 | 0,00 | 73.757,99 |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 376.790,29 | 27.890,97 | 350.116,66 |
| 2. GWG | 35.478,76 | 0,00 | 37.587,95 |
| Summe | 412.269,05 | 27.890,97 | 387.704,61 |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 3.793.422,64 | 33.616,54 | 3.759.806,10 |
| 2. Wertpapiere | 58.994.040,19 | 46.300.054,00 | 57.654.228,74 |
| Summe | 62.787.462,83 | 46.333.670,54 | 61.414.034,84 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 63.273.489,87 | 46.361.561,51 | 61.875.497,44 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 € |
Zugänge € |
Abgänge Zuschreibung € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 73.751,48 | 0,00 | 0,00 | 73.751,48 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 302.885,29 | 18.334,34 | 22.471,97 | 298.747,66 |
| 2. GWG | 28.534,76 | 3.678,19 | 0,00 | 32.212,95 |
| Summe | 331.420,05 | 22.012,53 | 22.471,97 | 330.960,61 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 76.546,50 | 0,00 | 0,00 | 76.546,50 |
| 2. Wertpapiere | 8.666.637,48 | 2.240.402,28 | 4.578.505,89 | 6.328.533,87 |
| Summe | 8.743.183,98 | 2.240.402,28 | 4.578.505,89 | 6.405.080,37 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 9.148.355,51 | 2.262.414,81 | 4.600.977,86 | 6.809.792,46 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2015 € |
Stand 31.12.2014 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6,51 | 6,51 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 51.369,00 | 73.905,00 |
| 2. GWG | 5.375,00 | 6.944,00 |
| Summe | 56.744,00 | 80.849,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 3.683.259,60 | 3.716.876,14 |
| 2. Wertpapiere | 51.325.694,87 | 50.327.402,71 |
| Summe | 55.008.954,47 | 54.044.278,85 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 55.065.704,98 | 54.125.134,36 |
Außerplanmäßige Abschreibungen beim Anlagevermögen und beim Umlaufvermögen zur Vorwegnahme künftiger Wertschwankungen
1.1.2015 - 31.12.2015
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 2.240.402,28 EUR.
1.1.2014 - 31.12.2014
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen betragen 1.728.867,16 EUR.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und seine Geschäftsführung überwacht.
Im Geschäftsjahr 2015 fanden sechs ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates sowie mehrere Telefonkonferenzen statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. Der Vorstand berichtete auf jeder Sitzung anhand der monatlichen Planzahlen und der betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die aktuelle Lage der Gesellschaft und besondere Vorkommnisse. Anlageentscheidungen in einem schwierigen Marktumfeld wurden ebenso wie das Verlagsgeschäft und die Beteiligungen der Effecten-Spiegel AG und deren wirtschaftliche Situation erörtert. Weiteren Raum nahmen strategische und rechtliche Überlegungen ein. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig und zeitnah über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Das Reporting wurde intensiviert und zeitnäher gestaltet.
Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen Entscheidungen der Gesellschaft eingebunden und sieht keinerlei Anlass, das Berichtswesen und die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden.
In der Aufsichtsratssitzung am 13. Februar 2015 erläuterte der Vorstand den Jahresabschluss 2014 ausführlich in allen Positionen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen schlug der Vorstand eine Dividende von € 0,75 pro Aktie vor. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag zu. In der Sitzung am 23. Februar wurde der Jahresabschluss mit den Wirtschaftsprüfern besprochen. Nachdem die Mitglieder des Aufsichtsrates sich mit dem Jahresabschluss, dem Lagebericht des Vorstandes und dem Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer auseinandergesetzt haben, wurden diese am 04. März 2015 gebilligt und festgestellt.
In der Aufsichtsratssitzung am 22. Mai 2015, die als Telefonkonferenz abgehalten wurde, war die bevorstehende Hauptversammlung am 27. Mai Hauptthema. Anträge von Aktionären, organisatorische und inhaltliche Vorbereitungen sowie juristische Aspekte wurden besprochen.
In der Aufsichtsratssitzung am 5. August 2015 stand die Bilanz des ersten Halbjahres, das von einer sehr erfreulichen Entwicklung der Börsen geprägt war, im Vordergrund. Rückblickend wurde die Hauptversammlung analysiert und u.a. organisatorische Verbesserungen für die Zukunft beschlossen. Auf der Aufsichtsratssitzung am 14. Oktober stand weiterhin die langfristige Anlagestrategie der Gesellschaft im Vordergrund. Aktuelle sowie grundsätzliche juristische Fragen wurden erläutert.
Die letzte Sitzung des Aufsichtsrates im Jahr 2015 fand am 10. Dezember statt. Gesetzliche Neuregelungen der Marktmissbrauchsverordnung und die laufende Betriebsprüfung der Jahre 2011 - 2013 sowie deren Auswirkungen für die künftige Geschäftspolitik der Effecten-Spiegel AG waren die Hauptthemen.
Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden, seinen Kollegen und dem Vorstand statt. Der Aufsichtsrat war über den Gang der Geschäftspolitik, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie über Risikostruktur und –management stets informiert. Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrats bildeten die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands, die dieser unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG innerhalb, aber bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen erstattet hat. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu bemängeln.
Der vom Vorstand zeitnah nach den Regelungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes des Vorstandes von dem durch die Hauptversammlung am 27. Mai 2015 gewählten und durch den Aufsichtsrat schriftlich beauftragten Abschlussprüfer, die Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, geprüft. Er wurde mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung.
Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht des Vorstandes und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden von dem Aufsichtsrat geprüft. Hierfür wurden diese Unterlagen sowie der Prüfungsbericht der Wisbert Treuhand GmbH rechtzeitig vorgelegt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 29. Februar 2016 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf der Grundlage seiner eigenen, unabhängigen Prüfung in seiner Konferenz am 08. März 2016 den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31. Dezember 2015 mit dem Lagebericht des Vorstandes gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Aus Vorsichtsgründen hat die Gesellschaft einen sogenannten Abhängigkeitsbericht gem. § 312 AktG erstellt. Die Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 Aktiengesellschaft ist an der Effecten-Spiegel AG zum genannten Stichtag mit 17,399 Prozent beteiligt. Der Bericht ist rein vorsorglich auch den Abschlussprüfern der Gesellschaft zur Prüfung im Sinne von § 313 AktG vorgelegt und durch diese geprüft worden. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer sowie auch die sich anschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat hat keine Beanstandungen ergeben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für ihre engagierte Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015.
Düsseldorf, 8. März 2016
Vorsitzender des Aufsichtsrates
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 25.05.2016 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar“.
Neuss, den 12. Februar 2016
**WISBERT-TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Rolf Ricken,, Wirtschaftsprüfer