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Effecten-Spiegel AG — Annual Report 2011
Dec 11, 2012
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Annual Report
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Publication
Effecten-Spiegel AG.
Düsseldorf
Jahresabschluss zum 31.12.2011
Lagebericht zum 31.12.2011
Das Jahr 2011 war nicht nur ein sehr bewegtes, sondern auch ein extrem anspruchsvolles Anlagejahr. Der fast tägliche Wechsel zwischen Hoffen auf eine rasche Lösung der Euro-Schuldenkrise und Bangen um den Fortbestand des Euro-Raumes spiegelten sich an der Börse in ständigen Extremszenarien wider. In der ersten Jahreshälfte dominierte die Zuversicht, und das ifo-Geschäftsklima erreichte Rekordwerte. Weder die sog. Arabellion, noch das Zuspitzen der weltweiten Schuldenkrise konnten dem deutschen Leitindex etwas anhaben. Auch die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima hatte nur für einen kurzzeitigen Rücksetzer beim deutschen Leitindex gesorgt, sodass dieser am 02. Mai fast mühelos sein Jahreshoch von 7600 Punkten erreichte. Im Sommer änderte sich die Situation jedoch schlagartig, als schwächelnde US-Konjunkturdaten Ängste vor einer erneuten Rezession auslösten. Plötzlich sorgten sich die Anleger weltweit um alles: um den Euro, um Europa, um Ratings, um das Wachstum in China, um Inflation und Deflation. Die Risikoaufschläge für griechische, spanische, portugiesische und italienische Staatsanleihen stiegen rasant an, und Aktien rund um den Globus brachen erdrutschartig ein. Der Euro Stoxx 50 verlor von seinem Jahreshoch 37,11 %, der Dax 34,67 % und der MSCI-BRIC 33,38 %. Lediglich der Dow Jones schrammte an der Bärenmarktschwelle von – 20 % knapp vorbei. Die Intensität der Marktkorrektur war nicht nur überraschend, sondern bisher auch einmalig. Noch nie in der Geschichte der deutschen Börse gab es 11 Verlusttage in Folge im Dax. Allein am 18. August fiel der Dax innerhalb von 40 Minuten um 120 Punkte und verlor in lediglich 2 Wochen mehr als ein Viertel seines Wertes und damit die Performance von 18 Monaten. Nach nur 29 Handelstagen hatte er insgesamt 2500 Punkte abgegeben und lag damit auf dem gleichen Niveau wie im April 1998.
Die nach dem Lehman-Desaster in der zweiten Jahreshälfte 2011 erneut zurückgekehrte Angst an den Börsen führte dazu, dass immer mehr Privatanleger aus den Aktienmärkten vertrieben wurden, worunter auch das Verlagsgeschäft der Effecten-Spiegel AG zu leiden hatte. Der vollzogene Trendwechsel an den Börsen, wonach diese weniger vom klassischen Anleger bewegt werden, sondern von Fondsgesellschaften und Handelsabteilungen der Banken, führt auch zu einem Leserschwund bei Börsenmagazinen. Auf dem deutschen Printmarkt hebt sich der Effecten-Spiegel mit einem marginalen Umsatzrückgang von nur 3,8 % auf 2,97 Mio. Euro in 2011 deutlich von Vergleichsprodukten ab, zumal er nicht werbefinanziert ist. Durch den effektiveren Einsatz der Werbemittel sowie die Verschlankung und Optimierung der internen Organisationsstrukturen konnte das Verlagsergebnis dennoch von knapp Euro 3.000 im Vorjahr auf T€ 310 deutlich verbessert werden. Zur Gewinnung von Neuabonnenten wurden im Berichtszeitraum schrittweise die Ergebnisse der internen Leserbefragung aus 2010 im Journal und auf unserer Internetseite umgesetzt. Letztere wurde inhaltlich aufgearbeitet, erweitert und mit den führenden Finanzportalen verlinkt. Zudem bietet der Verlag seit September die ES-App an. Damit ist es möglich, den Effecten-Spiegel auch digital auf Smartphones und Tablets zu lesen.
In einer derart schwierigen, von politischen Nachrichten dominierten Marktsituation stand für die Effecten-Spiegel AG der Vermögenserhalt im Vordergrund. So erwies sich die Entscheidung, die Silberrally zu Beginn des Jahres zum vollständigen Ausstieg aus der Position zu nutzen, als richtig. Vor dem 30%igen Kurseinbruch des Edelmetalls Anfang Mai konnte die Gesellschaft damit fast 100 % Kursgewinn realisieren. Wie im Effecten-Spiegel in Ausgabe 5/2011 angekündigt, wurde bis Ende Februar der Restbestand an Ariba-Aktien nach einer mehr als 10jährigen Haltedauer zu Kursen von über 20 Euro vollständig abgebaut. Der bis Ende 2006 angefallene Verlust von 8 Mio. Euro konnte damit insgesamt auf 5 Mio. Euro zurückgeführt werden.
Im Rahmen der Übernahme des dänischen Biotechnik-Unternehmens Danisco durch den US-Chemiekonzern DuPont erhielten die Aktionäre der Danisco AS als Gegenleistung eine Barabfindung von 700 DKK (93,85 Euro) je Aktie. Die Effecten-Spiegel AG realisierte damit im Mai bei diesem Wert wie bei Silber auch 100 % Kursgewinn bzw. knapp unter 1,3 Mio. Euro. Unter Ausnutzung der nur kurz anhaltenden Kurssteigerung im Frühjahr wurde der Bestand des marktengen Biotest-Papiers abgebaut. Bei dem Spezialchemiekonzern Lanxess und dem Bahn-Infrastruktur-Unternehmen Vossloh dagegen wurden die Kursschwächen zum Ausbau der Positionen genutzt. Mitte des Jahres wurden zudem knapp 2,4 Mio. Euro in den deutschen Chemikalienhändler Brenntag und knapp unter 1 Mio. Euro in die McDonalds Corp. neu investiert.
Insgesamt wurde die Investitionsquote im Berichtszeitraum nahezu konstant gehalten, wobei der Vermögensanteil zugunsten der Asset-Klasse Aktie verschoben wurde. Um den zunehmenden Kursrisiken Rechnung zu tragen und die Haltedauer von Aktien flexibler zu gestalten, wurden die langfristigen Finanzanlagen reduziert und der Anteil an kurzfristig gehaltenen Wertpapieren des Umlaufvermögens erhöht. Die Liquidität wurde mit 19,5 Mio. Euro weiter hoch gehalten, was der Effecten-Spiegel AG in jeder Börsenphase wirtschaftliche Unabhängigkeit und Aktionsfähigkeit garantiert. Die Gesellschaft weist nach 2,817 Mio. Euro Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2010 und trotz des gemäß BilMoG zwingend vorgeschriebenen saldierten Ausweises der eigenen Anteile per 31.12.2011 ein Eigenkapital von 69,5 Mio. Euro aus, was 96,5 % der Bilanzsumme entspricht. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher vor, die im Vorjahr aus dem Jahresüberschuss in die Gewinnrücklage eingestellten 1,4 Mio. Euro zu entnehmen und 0,40 Euro je dividendenberechtigter Vorzugs- und Stammaktie für das Geschäftsjahr 2011 auszuschütten.
Trotz guter Wirtschaftslage und solider Fundamentaldaten der Unternehmen werden die Märkte auch 2012 von einer Vielzahl finanz- und gesellschaftspolitischer Entscheidungen bewegt werden. Globale Schuldenkrise und Euro-Krise sind noch nicht gelöst, die Unruhen in den ölreichen arabischen Ländern nicht abschließend beigelegt und auch im OPEC-Land Nigeria droht der Nord-Südkonflikt zu einem Bürgerkrieg auszuarten. Zudem gilt eine Eskalation im Konflikt um das Atomprogramm des Iran mittlerweile als fast unausweichlich. Allerdings spricht nicht nur die im November anstehende Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten dafür, dass der amerikanische Markt weiter anziehen wird und ihm der deutsche Markt folgen wird. Dann wird sich die Qualität solider Aktien im laufenden Geschäftsjahr auch in steigenden Kursen ausdrücken.
Düsseldorf, 06. Februar 2012
Effecten-Spiegel AG
Der Vorstand
Bilanz zum 31.12.2011
Aktiva
| € | Geschäftsjahr € |
Vorjahr € |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 679,51 | 1.533,51 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 87.174,00 | 72.777,00 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 3.016.499,65 | 3.016.499,65 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 41.557.205,53 | 44.573.705,18 | 47.528.145,65 |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 74.926,13 | 59.503,73 | |
| 2. Waren und Wertpapiere | 6.709.238,36 | 6.784.164,49 | 4.361.803,74 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 35.659,26 | 30.497,94 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj: € 0,00) | |||
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 500.198,33 | 502.015,72 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 494.375,82 (Vj: € 499.120,86) | |||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 567.111,22 | 1.102.968,81 | 532.540,57 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 12.500,00 (Vj: € 11.000,00) | |||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 19.496.047,75 | 18.854.126,54 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 39.988,41 | 63.635,31 | |
| 72.084.728,15 | 75.023.079,36 | ||
| Passiva | |||
| € | Geschäftsjahr € |
Vorjahr € |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | |||
| - Vorzugsaktien | 4.880.000,00 | 4.880.000,00 | |
| - Stammaktien | 5.120.000,00 | 5.120.000,00 | |
| davon Eigene Anteile | -985.305,60 | 9.014.694,40 | -998.425,60 |
| II. Kapitalrücklage | 51.408.272,69 | 51.374.252,22 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 51.129,19 | 51.129,19 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 7.607.667,82 | 7.658.797,01 | 7.557.744,47 |
| IV. Gewinnvortrag nach Verwendung | 1.449.230,12 | 73.875,28 | |
| V. Jahresüberschuss | 2.190,12 | 1.451.420,24 | 4.192.446,84 |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.653.733,00 | 1.593.797,00 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 166.400,02 | 1.820.133,02 | 307.397,07 |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.440,87 | 45.312,80 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 14.440,87 (Vj: € 45.312,80) | |||
| 2. Sonstige Verbindlichkeiten | 21.088,65 | 35.529,52 | 25.917,67 |
| - davon aus Steuern: € 21.088,65 (j: € 17.793,26) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vj: € 2.816,11) | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 21.088,65 (Vj: € 25.917,67) | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 695.881,27 | 799.632,42 | |
| 72.084.728,15 | 75.023.079,36 |
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2011
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Stand 31.12.2011 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 73.757,99 | 0,00 | 0,00 | 73.757,99 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 384.965,50 | 46.753,72 | 26.183,54 | 405.535,68 |
| 2. GWG | 21.274,62 | 5.653,13 | 1.598,79 | 25.328,96 |
| Summe | 406.240,12 | 52.406,85 | 27.782,33 | 430.864,64 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 3.740.296,21 | 0,00 | 0,00 | 3.740.296,21 |
| 2. Wertpapiere | 55.521.700,75 | 16.563.951,35 | 20.658.395,60 | 51.427.256,50 |
| Summe | 59.261.996,96 | 16.563.951,35 | 20.658.395,60 | 55.167.552,71 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 59.741.995,07 | 16.616.358,20 | 20.686.177,93 | 55.672.175,34 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 € |
Zugänge € |
Abgänge Zuschreibung € |
Stand 31.12.2011 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 72.224,48 | 854,00 | 0,00 | 73.078,48 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 323.802,50 | 29.300,72 | 24.140,54 | 328.962,68 |
| 2. GWG | 9.660,62 | 6.666,13 | 1.598,79 | 14.727,96 |
| Summe | 333.463,12 | 35.966,85 | 25.739,33 | 343.690,64 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 723.796,56 | 0,00 | 0,00 | 723.796,56 |
| 2. Wertpapiere | 7.993.555,10 | 2.190.414,65 | 313.918,78 | 9.870.050,97 |
| Summe | 8.717.351,66 | 2.190.414,65 | 313.918,78 | 10.593.847,53 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 9.123.039,26 | 2.227.235,50 | 339.658,11 | 11.010.616,65 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 € |
Stand 31.12.2010 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 679,51 | 1.533,51 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 76.573,00 | 61.163,00 |
| 2. GWG | 10.601,00 | 11.614,00 |
| Summe | 87.174,00 | 72.777,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 3.016.499,65 | 3.016.499,65 |
| 2. Wertpapiere | 41.557.205,53 | 47.528.145,65 |
| Summe | 44.573.705,18 | 50.544.645,30 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 44.661.558,69 | 50.618.955,81 |
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2011 für die Zeit vom 1. Januar 2011 bis 31.12.2011
| € | Geschäftsjahr € |
Vorjahr € |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | |||
| a) Verlagsgeschäft | 2.974.437,63 | 3.092.373,76 | |
| b) Wertpapiergeschäft | 19.601.108,01 | 23.762.836,97 | |
| 22.575.545,64 | 26.855.210,73 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 4.116.686,92 | 26.692.232,56 | 4.319.672,15 |
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Verlagsgeschäft | |||
| aa) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 151.695,72 | 147.221,24 | |
| ab) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 550.371,70 | 515.710,52 | |
| b) Wertpapiergeschäft | |||
| Aufwendungen für bezogene Wertpapiere | 20.617.169,48 | 21.319.236,90 | 23.082.119,30 |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 729.267,70 | 717.169,70 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 167.976,70 | 897.244,40 | 170.796,74 |
| - davon für Altersversorgung € 75.314,70 (Vj: € 84.575,05) | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 36.820,85 | 44.347,60 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.672.520,01 | 2.340.994,95 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen und anderen | |||
| Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 1.031.205,58 | 537.072,94 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 784.024,40 | 596.264,14 | |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 4.497.553,48 | 803.977,63 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| - davon Abzinsung Pensionsrückstellung € 80.472,00 (Vj: € 78.499,00) | 80.919,70 | 2.763.243,20 | 79.721,17 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3.167,20 | 4.406.161,11 | |
| 12. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 204.271,00 | |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 8.315,03 | |
| 14. Sonstige Steuern | 977,08 | 977,08 | 1.128,24 |
| 15. Jahresüberschuss | 2.190,12 | 4.192.446,84 | |
| 16. Gewinnvortrag nach Verwendung inkl. Entnahme / Einstellung Rücklagen | 1.449.230,12 | 73.875,28 | |
| 17. Bilanzgewinn | 1.451.420,24 | 4.266.322,12 |
Anhang zum 31.12.2011
A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet.
Vorräte
Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen.
Verbindlichkeiten
Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen bzw. im Rahmen der Bewertung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Nutzungswahrscheinlichkeit steuerlicher Verlustvorträge in den nächsten 5 Jahren.
B. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 2.190 außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Im Berichtsjahr sind Zuschreibungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 745) gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen worden.
Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 20.686. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 340, so dass ohne die o. g. in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Zuschreibungen ein Netto-Anlagenabgang von T€ 20.346 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 4.029.
2. Umlaufvermögen
Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 6.709 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 2.307 vorgenommen worden. Im Berichtsjahr waren keine Zuschreibungen gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorzunehmen.
3. Rückstellungen
Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz: | 5,14 % | 5,15 % |
| Rententrend | 2,00 % | 2,00 % |
| Fluktuation | 4 – 5 % | 4 – 5 % |
| Lohn-/Gehaltstrend | 0 % | 0 % |
Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen zum 1.1.2010 war eine Zuführung zur Rückstellung i.H.v. € 204.271,00 erforderlich, die im Vorjahr in voller Höhe ergebniswirksam als außerordentlicher Aufwand erfasst wurde.
Von dem Wahlrecht des Artikels 67 (1) Satz 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht.
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1a+b, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
| Art der Verbindlichkeiten | mit einer Restlaufzeit von | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag € |
bis zu 1 Jahr € |
1 bis 5 Jahren € |
mehr als 5 Jahren € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Lieferungen und Leistungen | 14.440,87 | 14.440,87 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 21.088,65 | 21.088,65 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 35.529,52 | 35.529,52 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.
Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor.
5. Eigene Anteile - § 160 AktG
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2008 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt für 18 Monate und somit nur bis Ende 2009.
Aufgrund der neuen Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
| Anzahl in Stücke | Betrag in Euro |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Vorzüge | Stämme | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2011 | 0 | 390.010 | - 998.425,60 | 0,00 | 3.814.297,80 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgänge | 0 | - 5.125 | + 13.120,00 | + 34.020,47 | + 49.923,35 |
| Stand 31.12.2011 | 0 | 384.885 | - 985.305,60 | 34.020,47 | 3.864.221,15 |
Zum Bilanzstichtag ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile demnach wie folgt:
| Anzahl in Stücke | Betrag des Grundkapitals € |
Anteil am Grundkapital % |
|
|---|---|---|---|
| Stammaktien | 384.885 | 985.305,60 | 9,85 |
| Vorzugsaktien | 0 | 0,00 | 0,00 |
| 384.885 | 985.305,60 | 9,85 |
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
| Art des Eigenkapitals | Vortrag am 1.1.2011 T€ |
Einstellung aus dem JÜ des VJ T€ |
Ausschüttung für Vorjahr T€ |
Zunahme Abnahme lfd. Jahr T€ |
Veränderung aufgrund eigener Anteile T€ |
Stand am 31.12.2011 T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|
| I. Grundkapital | 9.002 | 0 | 0 | 0 | + 13 | 9.015 |
| II. Kapitalrücklage | 51.374 | 0 | 0 | 0 | + 34 | 51.408 |
| III. Gewinnrücklage | 7.609 | + 1.400 | 0 | - 1.400 | + 50 | 7.659 |
| IV. Gewinnvortrag | 74 | + 2.792 | - 2.817 | + 1.400 | 0 | 1.449 |
| V. Jahresergebnis | 4.192 | - 4.192 | 0 | + 2 | 0 | + 2 |
| 72.251 | 0 | - 2.817 | + 2 | + 97 | 69.533 |
Bei der Veränderung durch den Verkauf eigener Anteile erfolgt gemäß § 272 (1 a) HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 eine nunmehr vorgeschriebene Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital und auf die Gewinn- oder Kapitalrücklagen.
C. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB -
1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB -
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 11, davon 1 Vorstandsmitglied und 10 sonstige Angestellte.
2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB -
Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge und Pensionsvorsorge betrugen in 2011 für den Vorstand T€ 281. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 20.
3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB -
Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2011 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 719.
4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB -
Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
| Vorstand: | Frau Marlis Weidtmann, Heiligenhaus |
| Aufsichtsrat: | Herr Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz, Trier (Vorsitzender) (Ehem. Geschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittelwerke GmbH) |
| Herr Wolfgang Aleff, Coesfeld (stellv. Vorsitzender, ab 20.05.2011 Mitglied) (Selbstständiger Unternehmensberater, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der GSC Holding AG) | |
| Herr Dr. Klaus Hahn, Essen (Mitglied, ab 20.05.2011 stellv. Vorsitzender) (Selbstständiger Unternehmensberater, Aufsichtsratsvorsitzender | |
| der Action Press Holding AG, Aufsichtsratsmitglied der Wohnungsgesellschaft des Rheinischen Handwerks AG) |
5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG -
Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
| Name/Sitz der Gesellschaft | Nominalkapital T€ |
Anteile in % |
Buchwert 31.12.2011 T€ |
Eigenkapital T€ |
Jahres- Ergebnis T€ |
Stichtag Jahresab schluss |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verlag Blazek & Bergmann | ||||||
| seit 1891 AG, Düsseldorf | 100 | 3,00 | 24 | 4.397 | + 120 | 31.12.2010 |
| I.G. Farbenindustrie AG i.A., | ||||||
| Frankfurt/Main | K.A. | 12,64 | 0 | K.A. | K.A. | 31.12.2010 |
| Action Press Holding AG, | ||||||
| Bonn | 9.000 | 31,15 | 2.916 | 10.630 | + 448 | 31.12.2010 |
| 7days music entertainment AG | ||||||
| Unterföhring | 4.542 | 16,62 | 793 | 4.655 | - 2.527 | 31.12.2010 |
| GSC Holding AG, | ||||||
| Düsseldorf | 700 | 21,87 | 77 | 532 | - 246 | 31.12.2010 |
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB -
Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 5.189 und stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 2.244.
7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB -
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung.
8. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt.
Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung:
Das Jahresergebnis beträgt € 2.190,12.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den nach Entnahme von € 1.400.000,00 aus den Gewinnrücklagen und dem Gewinnvortrag von € 49.230,12 ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 in Höhe von € 1.451.420,24 wie folgt zu verwenden:
1) einen Teilbetrag in Höhe von € 1.408.546,00 an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als
a) Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 0,40 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 762.500,00
b) Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von € 0,40 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 646.046,00
2) den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von € 42.874,24 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 6. Februar 2012
Effecten-Spiegel AG
Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats zum 31.12.2011
Der Aufsichtsrat der Effecten-Spiegel AG hat auch im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet und seine Geschäftsführung überwacht.
Auf Grund der schwierigen äußeren Rahmenbedingungen fanden im Geschäftsjahr 2011 sechs ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrates statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder teilnahmen. An fünf Sitzungen nahm der Vorstand teil und berichtete jeweils anhand der monatlichen Planzahlen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die aktuelle Situation der Gesellschaft und weitere strategische Vorgehensweise, insbesondere über die Anlageentscheidungen.
In der Aufsichtsratssitzung am 24.02.2011 wurde über den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG 2010, den Lagebericht des Vorstandes und den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns beraten. Sie wurden in der Sitzung am 04.03.2011 gebilligt. Unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 20.05.2011 eine konstituierende Sitzung des Gremiums statt.In dieser Sitzung wurde Herr Dr. Klaus Hahn zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.Am 13.07.2011 beriet der Aufsichtsrat anhand der Kennzahlen zum 30.06.2011 über die Entwicklung der Vermögensverwaltung und des Verlagsgeschäftes im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2011 sowie über eine Arbeitsvorlage des Vorstandes zur organisatorischen Verschlankung und Kostenoptimierung im Verlagsbereich. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Sitzungen vom 24.08. und 01.12.2011 bildeten die mittelfristigen Planungen im Verlagsgeschäft und in der Vermögensverwaltung unter den erschwerten Marktbedingungen sowie die laufende Betriebsprüfung.
Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand statt. Der Aufsichtsrat war stets über den Gang der Geschäftspolitik, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung sowie über Risikostruktur und –management informiert und in alle wesentlichen Entscheidungen der Gesellschaft eingebunden. Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrats bildeten die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands, die dieser unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 AktG innerhalb, aber bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen erstattet hat. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden.
Der vom Vorstand zeitnah nach den Regelungen des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes des Vorstandes von dem durch die Hauptversammlung am 20.05.2011 gewählten und durch den Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, die Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung.
Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht des Vorstandes und dem Vorschlag zur Gewinnverwendung wurden von dem Aufsichtsrat geprüft. Hierfür wurden diese Unterlagen sowie der Prüfungsbericht der Wisbert Treuhand GmbH rechtzeitig vorgelegt und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 23.02.2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über das Ergebnis seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers angeschlossen und auf der Grundlage seiner eigenen, unabhängigen Prüfung in seiner Sitzung am 13.03.2012 den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31.12.2011 mit dem Lagebericht des Vorstandes gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für ihre engagierte Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011.
Düsseldorf, 13. März 2012
Udo Christochowitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Bestätigungsvermerk zum 31.12.2011
„Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar“.
Neuss, den 17. Februar 2012
W I S B E R T - T R E U H A N D GmbH - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft -
Jörg Wisbert, Wirtschaftsprüfer
Ergebnisverwendungsbeschluss zum 31.12.2011
Auszug aus dem Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft am 25. Mai 2012
Zu Punkt 2 der Tagesordnung
Zu diesem Tagesordnungspunkt wies der Vorsitzende zunächst darauf hin, dass der Vorschlag zur Gewinnverwendung vom Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsbericht auf S. 9 angegeben sei. Gemäß § 71 b AktG werde die Dividende nicht auf eigene Aktien der Gesellschaft bezahlt. Die betreffenden Beträge würden zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Zur Zeit halte die Gesellschaft 384.885 eigene Stammaktien.
Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung:
Nach Entnahme von Euro 1.400.000,00 aus den Gewinnrücklagen und dem Gewinnvortrag von Euro 49.230,12 ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 in Höhe von Euro 1.451.420,24 wird wie folgt verwendet:
1) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 1.408.546,00 wird an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre verteilt als
a) Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von Euro 0,40 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 762.500,00
b) Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von Euro 0,40 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 646.046,00.
2) den Teilbetrag, der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung zusätzlich im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt sowie der Restbetrag von Euro 42.874,24 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Vorsitzende verkündete dazu seine folgenden Feststellungen
- Die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Ergebnisverwendung sei bei einer Präsenz von 747.902 Aktien bei 1.844 Gegenstimmen und 110 Enthaltungen mit 745.948 Ja-Stimmen, das seien 99,75 Prozent des vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals, mit der erforderlichen einfachen Mehrheit beschlossen worden.