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edding AG Interim / Quarterly Report 2011

Sep 6, 2011

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Interim / Quarterly Report

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Publication

edding AG

Ahrensburg

Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2011

Konzern-Zwischenlagebericht

Bericht zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Entwicklung der Geschäftsfelder

Die Entwicklung unserer Geschäftsfelder im ersten Halbjahr 2011 war besonders geprägt von der positiven konjunkturellen Entwicklung im deutschen Markt, während einige unserer wichtigen Auslandsmärkte stark unter den schlechten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen litten. Besondere Unsicherheit resultiert aus der anhaltend ungelösten Schuldenkrise im Euroraum sowie in den USA. Vor dem Hintergrund der aktuell negativen Entwicklung auf den weltweiten Aktienmärkten sind beherrschende Themen des ersten Halbjahres wie die Erdbebenkatastrophe in Japan sowie die politischen Unruhen im arabischen Raum dabei weitgehend in den Hintergrund getreten.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011 konnte der Konzernumsatz auf 54,0 Mio. € gesteigert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Wachstum wird getragen von einem Umsatzanstieg im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit dem Schwerpunkt auf der Konzernmarke edding.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt nach Geschäftsfeldern und Regionen:

2011 1.1.-30.6. 2010 1.1.-30.6. Veränderung
Mio. € Mio. € Mio. € %
--- --- --- --- ---
Geschäftsfeld Schreiben und Markieren
Inland 16,4 15,2 1,2 7,9
Europa 19,8 19,1 0,7 3,7
Übersee 3,1 2,8 0,3 10,7
39,3 37,1 2,2 5,9
Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation
Inland 5,0 4,7 0,3 6,4
Europa 7,0 7,3 -0,3 -4,1
Übersee 0,4 0,5 -0,1 -20,0
12,4 12,5 -0,1 -0,8
Partnermarken und sonstige Erlöse 2,3 2,4 -0,1 -4,2
Gesamt 54,0 52,0 2,0 3,8

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Zu dem erfreulichen Umsatzanstieg im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren von 5,9% gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 haben alle Regionen beigetragen, wenngleich sich die Ursachen für das Wachstum jeweils unterscheiden.

Im deutschen Markt konnte ein deutliches Wachstum von 7,9% erzielt werden. Hier wirkt sich die bisher positive konjunkturelle Stimmung, aber auch die erfolgreiche Entwicklung der Sortimente Funtastics (Kinderprodukte), DIY (Produkte für den Heimwerkerbedarf) und Ecoline (Produkte aus vorwiegend recycelten Materialien), aus. Entsprechend den Wirtschaftsprognosen wird mit einer etwas abgeschwächten konjunkturellen Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 gerechnet.

In den übrigen europäischen Märkten ist ein Umsatzwachstum von 3,7% zu verzeichnen, wobei die Entwicklung in den einzelnen Märkten sehr unterschiedlich ist. In einigen Märkten konnten zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. So trugen in Großbritannien unter anderem weitere Zuwächse im Schulgeschäft zur positiven Entwicklung bei, während der Umsatzanstieg in Russland weitgehend durch das lokale Wirtschaftswachstum getragen wurde. In Belgien konnte der Absatz im Bereich DIY deutlich gesteigert werden.

Dem entgegen steht insbesondere ein deutlicher Umsatzrückgang in der Türkei. Als wesentlichen Faktor für die Kaufzurückhaltung unserer Kunden bewerten wir unsere konsequente Vertriebspolitik. So beurteilen wir die teilweise wettbewerbsüblichen Praktiken ausufernder Zahlungsziele im augenblicklichen wirtschaftlichen Umfeld als zu riskant.

Die Entwicklung in den Überseemärkten ist besonders geprägt durch die Gründung unserer kolumbianischen Tochtergesellschaft, die zum Umsatzanstieg von 10,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wesentlich beigetragen hat.

In Argentinien, unserem wichtigsten Überseemarkt, ist die Entwicklung zum Vorjahr inflationsbereinigt noch stabil. Hier macht sich allerdings zurzeit eine Abschwächung im Markt bemerkbar, bedingt durch bevorstehende Präsidentschafts- und Kongresswahlen sowie die hohe Inflation, die inoffiziell mit bis zu 30% angegeben wird. Diese seit Jahren anhaltende Entwicklung spiegelt sich immer noch nicht im Wechselkurs der argentinischen Währung wider; kurz- bis mittelfristig rechnen wir daher mit einer Abwertung von rd. 40-50%. Entsprechend vorsichtig agieren wir daher derzeit, um das Risiko aus Kundenforderungsbewertung möglichst niedrig zu halten. Da der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in Argentinien im zweiten Halbjahr liegt, ist im Jahresverlauf eine weitere Abschwächung der Entwicklung zu erwarten.

Insgesamt wird damit gerechnet, dass sich vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen das Umsatzwachstum im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren gegenüber dem Vorjahr im weiteren Jahresverlauf noch abschwächen wird.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Umsätze im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation liegen leicht unter Vorjahr, bei einer anhaltend heterogenen Entwicklung in den einzelnen Märkten. Deutliche Wachstumsraten in Deutschland (6,4%) können die rückläufigen Umsatzerlöse in den übrigen Märkten in Europa und Übersee nur zum Teil ausgleichen.

In Deutschland resultiert das Wachstum insbesondere aus der gestiegenen Nachfrage bei interaktiven Produkten. Der Rückgang in den übrigen europäischen Märkten ist wesentlich durch die Niederlande geprägt. Hier herrscht in einem rückläufigen Gesamtmarkt ein hoher Wettbewerbsdruck. Die in der Vergangenheit hohen Ausgaben der öffentlichen Hand, vor allem im Schulbereich, sind aufgrund von Sparmaßnahmen deutlich zurückgefahren worden.

Für die zweite Jahreshälfte erscheint ein Anstieg im Bereich der interaktiven Medien und damit eine leichte Verbesserung der bisherigen Entwicklung noch möglich.

Ertragslage

Das Konzernergebnis vor Steuern ist trotz höherer Umsatzerlöse im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011 im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 2,0 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €) gesunken.

Die Ergebnisentwicklung ist von einem Anstieg des Rohergebnisses um 1,2 Mio. € positiv beeinflusst. Dieser Anstieg ist zum größten Teil umsatzbedingt. Die Rohergebnisquote in Bezug auf die Gesamtleistung bleibt mit 60,0% konstant. Die positiven Auswirkungen des veränderten Geschäftsfeldmixes werden ausgeglichen durch anhaltend hohe Rohstoffpreise, die nicht vollumfänglich an den Markt weitergegeben werden konnten.

Das gestiegene Rohergebnis wird überkompensiert durch einen deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 3,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Hiervon resultieren 1,4 Mio. € aus nicht realisierten Wechselkursverlusten - hauptsächlich im Zusammenhang mit der türkischen und der argentinischen Tochtergesellschaft - und Aufwendungen aus der Bewertung von Kurssicherungsgeschäften. Hinzu kommen planmäßig höhere Aufwendungen im Rahmen der Umsetzung unserer auf den privaten Endkonsumenten ausgerichteten Strategie im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren, so sind insbesondere die Kosten für Werbung und Marketing deutlich gestiegen.

Zusätzlich reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich um 0,9 Mio. €, da im Vorjahr hier insbesondere noch hohe nicht realisierte Wechselkursgewinne enthalten waren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Berichtszeitraum eine Zuschreibung für einen jetzt wieder genutzten Gebäudeteil enthalten.

Nach Steuern verbleibt ein Überschuss von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Konzerns ist seit dem letzten Bilanzstichtag um 0,6 Mio. € auf 75,6 Mio. € leicht angestiegen, was einer Erhöhung um 0,8% entspricht.

Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Aufbau des Vorratsvermögens und der Aufnahme kurzfristiger Bankdarlehen. Gegenläufige Effekte sind das aufgrund der im ersten Halbjahr stattfindenden Dividendenzahlung sinkende Eigenkapital sowie der Rückgang verschiedener Bilanzpositionen in nicht wesentlichem Umfang.

Der Cashflow ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergebnisbedingt deutlich gesunken. Jedoch resultiert im Berichtszeitraum insgesamt ein positiver Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass im Vorjahreszeitraum die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich angestiegen waren. Im aktuellen Berichtszeitraum sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hingegen leicht gesunken. Der hier auch enthaltene Effekt aus der Erhöhung des Vorratsvermögens bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt aufgrund der Aufnahme kurzfristiger Bankdarlehen über Vorjahresniveau. Des Weiteren enthält er im Wesentlichen die planmäßige Tilgung von Finanzschulden. Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit im ersten Halbjahr 2011 jederzeit gegeben. Das gilt unverändert für das laufende zweite Halbjahr 2011.

Mitarbeiter

Im ersten Halbjahr waren durchschnittlich 553 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl ist damit gegenüber dem Vorjahr (555 Mitarbeiter) annähernd stabil. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich durch den Liquidationsprozess der edding Italia s.r.l. und die Übertragung der logistischen Aktivitäten für den deutschen Markt auf einen Dienstleister. Dem gegenüber steht der Personalaufbau in der edding Colombia S.A., an der die edding AG mit 60% mehrheitlich beteiligt ist.

Risikobericht

Hinsichtlich der Risikoeinschätzung wird auf den Risikobericht und den Nachtragsbericht im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2010 verwiesen. Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2010 dargestellten Risiken hinausgehen, sind im Berichtszeitraum nicht hinzugekommen. Für die verbleibenden Monate des laufenden Geschäftsjahres werden keine weiteren Risiken erwartet.

Ausblick und Chancen

Der Vorstand beurteilt den Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2011 als positiv, geht aber entsprechend der Einschätzung der einzelnen Geschäftsfelder von einer Abschwächung des bisherigen Wachstumstrends im zweiten Halbjahr aus. Vor allem die jüngsten Entwicklungen an den Aktienmärkten sowie die ungelöste Schuldenkrise wichtiger Länder lassen eine stärkere konjunkturelle Eintrübung auch in Deutschland möglich erscheinen mit entsprechender Auswirkung auf Umsatz und Ergebnis.

Demzufolge wird für das Gesamtjahr 2011 mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau gerechnet. Vor allem aufgrund der dargestellten Wechselkurseffekte wird das Konzernergebnis vor Steuern zum Jahresende voraussichtlich deutlich unter dem Rekordniveau des Vorjahres liegen.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Bilanz

AKTIVA

30.06.2011

Mio. €
31.12.2010

Mio. €
01.01.2010*

Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 20,3 20,2 20,1
Latente Steuern 0,8 0,6 0,7
Ertragsteuerforderungen 0,8 1,1 1,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2,7 3,1 2,2
Langfristige Vermögenswerte 24,6 25,0 24,2
Vorräte 21,8 18,1 12,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20,9 21,8 18,9
Flüssige Mittel 4,6 5,4 11,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3,7 4,7 3,6
Kurzfristige Vermögenswerte 51,0 50,0 46,4
75,6 75,0 70,6
PASSIVA
30.06.2011

Mio. €
31.12.2010

Mio. €
01.01.2010*

Mio. €
Eigenkapital 33,7 35,0 31,1
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12,6 12,9 12,0
Langfristige Finanzschulden 4,8 5,2 6,7
Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,8 1,0 1,1
Langfristige Verbindlichkeiten 18,2 19,1 19,8
Ertragsteuerrückstellungen 0,6 0,5 3,2
Andere kurzfristige Rückstellungen - - 0,2
Kurzfristige Finanzschulden 5,9 3,8 2,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6,2 5,6 4,4
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 11,0 11,0 9,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten 23,7 20,9 19,7
75,6 75,0 70,6

* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Hierzu wird auf die erläuternden Angaben verwiesen.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2011 1.1. - 30.6.

Mio. €
2010* 1.1. - 30.6.

Mio. €
Umsatzerlöse 54,0 52,0
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 0,2
Gesamtleistung 54,2 52,2
Materialaufwand -21,7 -20,9
Personalaufwand -13,4 -13,4
Abschreibungen -1,4 -1,4
Sonstige betriebliche Erträge 1,7 2,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen -17,2 -13,5
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 2,2 5,6
Finanz- und Beteiligungsergebnis -0,2 -0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,0 5,3
Ertragsteuern -1,1 -1,5
Konzernergebnis 0,9 3,8
Anteile der Aktionäre der edding AG 0,9 3,8
Anteile anderer Gesellschafter 0,0 0,0
Ergebnis je Aktie (gemäß IAS 33 bezogen auf Stammaktien) 1,53 € 6,31 €

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

2011 1.1. - 30.6.

Mio. €
2010* 1.1. - 30.6.

Mio. €
Konzernergebnis 0,9 3,8
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -0,1 0,5
Versicherungsmathematische Gewinne (Pensionen) 0,0 0,0
Cashflow Hedges:
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen -0,3 -
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen 0,0 -
Latente Steuern 0,1 0,0
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -0,3 0,5
Gesamtergebnis 0,6 4,3
Anteile der Aktionäre der edding AG 0,6 4,2
Anteile anderer Gesellschafter 0,0 0,1

* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Hierzu wird auf die erläuternden Angaben verwiesen.

Konzern-Kapitalflussrechnung

2011 1.1. - 30.6.

Mio. €
2010* 1.1. - 30.6.

Mio. €
Cashflow 2,3 4,6
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 0,4 -1,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1,0 -0,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -0,1 -1,3
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -0,7 -3,2
Einfluss von Wechselkursänderungen -0,1 0,2
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 5,4 11,2
\= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4,6 8,2

* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Hierzu wird auf die erläuternden Angaben verwiesen.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital

Mio. €
Kapital-rücklage

Mio. €
Gewinn-

rücklagen und Bilanzgewinn 1)

Mio. €
Sicherungs-

geschäfte 2)

Mio. €
Fremdwährungs-umrechnung

Mio. €
Anteil der Aktionäre der edding AG

Mio. €
Anteile anderer Gesellschafter

Mio. €
Gesamt

Mio. €
1.1.2010 5,4 4,2 21,1 0,0 -1,2 29,5 0,2 29,7
Anpassung Vorjahreswerte - - 1,4 - - 1,4 - 1,4
01.01.2010 angepasst 5,4 4,2 22,5 0,0 -1,2 30,9 0,2 31,1
Konzernergebnis 3) - - 3,8 - - 3,8 0,0 3,8
Dividendenzahlung - - -1,1 - - -1,1 - -1,1
Übrige Veränderungen - - - - 0,4 0,4 0,1 0,5
30.06.2010 angepasst 5,4 4,2 25,2 0,0 -0,8 34,0 0,3 34,3
1.1.2011 5,4 4,2 25,7 0,2 -0,9 34,6 0,4 35,0
Konzernergebnis - - 0,9 - - 0,9 0,0 0,9
Dividendenzahlung - - -1,9 - - -1,9 - -1,9
Übrige Veränderungen - - - -0,2 -0,1 -0,3 0,0 -0,3
30.06.2011 5,4 4,2 24,7 0,0 -1,0 33,3 0,4 33,7

1) Die Spalten Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung wurden zusammengefasst.

2) Die Spalte Sicherungsgeschäfte wurde neu eingefügt. Die Beträge wurden aus der Spalte Gewinnrücklagen umgegliedert.

3) Davon Anpassung Vorjahreswerte in Höhe von 0,2 Mio. €. Hierzu wird auf die erläuternden Angaben verwiesen.

Segmentberichterstattung

Zur Aufgliederung der Umsatzerlöse mit externen Kunden verweisen wir auf den Zwischenlagebericht. Umsatzerlöse zwischen den Segmenten sind nicht angefallen. Die langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss nicht wesentlich verändert.

Die Segmentergebnisse sowie die Überleitung auf das Konzernergebnis vor Steuern stellen sich wie folgt dar:

2011 1.1. - 30.6.

Mio. €
2010 1.1. - 30.6.

Mio. €
EBIT Schreiben und Markieren 4,4 7,4
EBIT Visuelle Kommunikation -0,1 0,2
EBIT der Segmente 4,3 7,6
EBIT der edding AG -2,0 -2,6
Konsolidierung -0,1 0,6
Konzern-EBIT 2,2 5,6
Finanz- und Beteiligungsergebnis -0,2 -0,3
Konzernergebnis vor Steuern 2,0 5,3

Erläuternde Angaben

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Dabei wurden alle ab dem 1. Januar 2011 verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsnormen umgesetzt. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Im Übrigen wurden bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 verwendet. Diese Grundsätze sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2010 der edding AG detailliert beschrieben.

Die Ertragsteuern wurden unter Anwendung des für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes ermittelt.

Wesentliche Veränderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden im Zwischenlagebericht erläutert.

Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder nach § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anpassung der Vorjahreswerte

Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden im Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2011 aufgrund einer geänderten Informationslage korrigiert. Die Anpassungen betreffen Korrekturen gemäß IAS 8.42 bei der Ermittlung latenter Steuern im Zusammenhang mit aus Vorjahren stammenden temporären Differenzen bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen. Die Anpassung erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv zum 1. Januar 2010 erfolgsneutral gegen die Gewinnrücklagen.

Nachfolgende Darstellung erläutert die Korrekturbeträge der betroffenen Bilanzposten in der Eröffnungsbilanz des angepassten Vorjahres:

01.01.2010 berichtet

Mio. €
01.01.2010 angepasst

Mio. €
Aktive latente Steuern 1,4 0,7
Eigenkapital 29,7 31,1
Passive latente Steuern 2,1 -

Nach Saldierung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern hat sich die Bilanzsumme zum 1. Januar 2010 von 71,3 Mio. € auf 70,6 Mio. € vermindert.

Die nachfolgende Übersicht stellt die Effekte aus der Anpassung der Vorjahreswerte auf die betroffenen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dar:

30.06.2010 berichtet

Mio. €
30.06.2010 angepasst

Mio. €
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Ertragsteuern -1,7 -1,5
Konzernergebnis 3,6 3,8
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Eigenkapital 32,7 34,3

Das Ergebnis je Aktie des angepassten Vorjahres stellt sich zum 30. Juni 2010 wie folgt dar:

30.06.2010 berichtet

Mio. €
30.06.2010 angepasst

Mio. €
Konzernergebnis 3,6 3,8
Anteile der Aktionäre der edding AG 3,6 3,8
Anteile anderer Gesellschafter 0,0 0,0
Ergebnis je Aktie (gemäß IAS 33 bezogen auf Stammaktien) 6,00 € 6,31 €

Konsolidierungskreis

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 haben sich im Konsolidierungskreis keine Änderungen ergeben.

Dividende

Die Hauptversammlung der edding AG hat am 28. Juni 2011 beschlossen, von dem Bilanzgewinn 2010 folgende Dividenden an die Aktionäre auszuschütten:

€ 1,75 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von € 5,-

€ 1,71 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von € 5,-

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen wurden im ersten Halbjahr 2011 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 0,1 Mio. € (31.12.2010: 0,1 Mio. €).

Darüber hinaus haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 0,3 Mio. € (31.12.2010: 0,3 Mio. €).

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Wesentliche berücksichtigungspflichtige und nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bisher nicht eingetreten.

Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Ahrensburg, im August 2011

edding Aktiengesellschaft

Der Vorstand

P. Ledermann