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edding AG Annual Report 2018

May 15, 2019

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Annual Report

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Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Geschäftsbericht 2018

edding Aktiengesellschaft

Bookkoppel 7

D-22926 Ahrensburg

Telefon 04102/808-0

Telefax 04102/808-204

Internet www.edding.de

E-Mail [email protected]

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

edding Konzern 2018 20171 2016 2015 2014
Ertragslage
EBIT 13.133 12.047 11.848 12.220 11.855
in % vom Umsatz 9,3 8,7 8,3 8,8 9,2
Konzernergebnis 6.769 7.642 7.141 8.549 8.312
in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) 10,6 13,1 13,0 17,0 18,8
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 11.256 11.580 11.578 12.133 12.185
Umsatzerlöse 140.985 139.248 143.014 138.371 128.853
Veränderung (in %) 1,2 n.a. 3,4 7,4 4,6
Auslandsanteil (in %) 55,0 57,6 57,6 59,2 58,4
Rohergebnis 2 85.865 83.250 90.908 87.874 80.399
in % von der Gesamtleistung 60,8 59,8 63,5 63,2 62,3
Personalaufwand 37.670 37.348 36.692 35.394 34.206
in % vom Umsatz 26,7 26,8 25,7 25,6 26,5
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 638 627 603 624 638
Vermögens- und Finanzlage
Bilanzsumme 112.002 104.848 98.720 98.504 90.863
Veränderung (in %) 6,8 6,2 0,2 8,4 11,3
Eigenkapital 63.870 58.338 54.991 50.199 44.274
in % der Bilanzsumme 57,0 55,6 55,7 51,0 48,7
Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio in %) 175,8 170,9 169,4 150,4 127,4
Ergebnisse Mitarbeiterbefragung 3
Mitarbeiterengagement (in %) 87 87 89 n.a. n.a.
Qualität des Leistungsumfelds (in %) 82 80 81 n.a. n.a.
edding AG 2018 2017 2016 2015 2014
Jahresüberschuss 6.620 5.586 7.140 5.370 4.658
Ergebnis vor Steuern 10.098 8.188 10.186 8.094 7.374
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473.219 473.219 473.219 473.219
Jahresüberschuss je Aktie 6,17 € 5,20 € 6,65 € 5,00 € 4,34 €
Dividende
Stammstückaktien 2,40 € 2,10 € 2,10 € 1,91 € 1,91 €
Vorzugsstückaktien 2,45 € 2,15 € 2,15 € 1,95 € 1,95 €
Aktienkurs am 31.12. 83,50 € 102,00 € 91,08 € 85,00 € 64,00 €

1 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst.

2 ohne sonstige betriebliche Erträge

3 Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Messung vom bisherigen Schulnotensystem auf ein zweidimensionales strategisches Fitness-Modell umgestellt.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

auf einer unserer letzten internationalen Konferenzen stellte ein Gastredner die Frage, was das Besondere an edding sei, der unterliegende „höhere Sinn“ des Unternehmens? Wir haben uns daraufhin im abgelaufenen Jahr intensiv mit diesem Thema beschäftigt, und somit war „WHY?“ in 2018 die meistgestellte Frage bei edding: Nach der Methode eines britisch-amerikanischen Autors haben wir analysiert, welches die eigentliche Daseinsberech- tigung, das „Warum“ von edding ist. Nach vielen Gesprächen über die Erlebnisse von Mitarbeitern und Anwendern mit unserem Unternehmen und unseren Produkten haben wir festgestellt, dass der eigentliche Wert unserer Produkte darin liegt, dass wir Menschen das Mittel geben, ihre Gefühle und Gedanken sichtbar zu machen.

Dies haben wir in unserem „WHY-Statement“ folgendermaßen zusammengefasst:

„We care so that you dare to be who you are.“
(„Wir sorgen dafür, dass du sein kannst, wie du bist.“)

Diese tiefe Überzeugung zur Freiheit eines jeden sich auszudrücken gilt natürlich auf den ersten Blick für unsere Kunden und Endverwender, denen wir unsere Produkte dafür zur Verfügung stellen. Aber auch unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner sowie Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, dürfen sich hiervon angesprochen fühlen. Im jetzt vor uns liegenden neuen Jahr werden wir diesen Gedanken weiter entwickeln und unsere Werte, unsere Unternehmenskultur, unsere Geschäftspolitik und letztlich auch unsere Strategie hieran ausrichten. Gern werden wir auf unserer Hauptversammlung am 18. Juni 2019 hierüber weiter berichten.

Natürlich haben wir uns nicht nur mit uns selbst beschäftigt; wir sind stolz darauf, dass wir Ihnen wiederum einen Geschäftsbericht präsentieren können, in dem wir über ein Jahr mit einem Rekordumsatz und einem Rekordergebnis auf EBIT-Basis berichten:

Nachdem wir Ihnen für die Jahre 2014 bis 2017 viermal in Folge ein operatives Konzernergebnis (EBIT) auf dem Niveau von 12,0 Mio. EUR präsentieren konnten, sind wir stolz, in einem schwierigen Umfeld ein Konzern-EBIT 2018 in Höhe von 13,1 Mio. EUR1 erreicht zu haben. Dies umso mehr, als dass unser Umsatz zwar nur sehr moderat angestiegen ist, aber dennoch mit 141,0 Mio. EUR2 ebenfalls einen Rekordwert erreicht hat. Bei unverändert hohen Investitionen in unsere Unternehmensstrategie und anhaltend schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in den für uns wichtigen Ländern Argentinien, Großbritannien und der Türkei ist dies aus unserer Sicht ein gutes Ergebnis.

Der Gesamtumsatz konnte um 1,2 % gesteigert werden. Dabei spielt im Berichtsjahr die Entwicklung der Regionen eine größere Rolle als die Betrachtung nach Geschäftsfeldern. Anders als im Vorjahr konnte in Deutschland diesmal in beiden Geschäftsfeldern ein sehr erfreuliches Wachstum von jeweils gut über 7 % erreicht werden. Im Gegenzug hatten wir in den Übersee-Märkten wechselkursbedingt und nachfragebedingt einen Einbruch um mehr als ein Sechstel des Umsatzes zu verkraften. Die übrigen europäischen Märkte entwickelten sich insgesamt nahezu unverändert.

1 Das EBIT des edding Konzerns im Geschäftsjahr 2018 beträgt 13,1 Mio. EUR unter Einbeziehung der erstmals unter Hochinflation zu bilan- zierenden argentinischen Konzerngesellschaft. Ohne diese Effekte würde das EBIT in 2018 13,4 Mio. EUR betragen, was ebenfalls einen Rekord bedeuten würde.

2 Der Umsatz erreicht nach Umstellung auf IFRS 15 im Geschäftsjahr 2018 einen Betrag von 141,0 Mio. EUR, was unter der neuen Rechenmethodik einen Rekord bedeutet. Nach alter Methode würde es ebenfalls einen Rekord bedeuten. Im berichteten Umsatz sind die erstmals zu berücksichtigenden Effekte aus Hochinflation der argentinischen Konzerngesellschaft bereits enthalten. Ohne die Hochinflationseffekte würde der Umsatz in 2018 141,3 Mio. EUR betragen.

Ebenfalls erfreulich sind aus unserer Sicht die Fortschritte im Bereich Strategie- und Organisationsentwicklung. Die in 2018 gegründete edding Tech Solutions GmbH wird ab 2019 die Vermarktung unserer neuen Produkte edding Compact Printer und edding code aufnehmen, die sich unter dem Stichwort "Industrielles Markieren" subsumieren lassen. Unsere in 2018 erstmals vollkonsolidierte Beteiligungsgesellschaft Prismade Labs GmbH liefert mit ihren innovativen Produkten der gedruckten Elektronik für das Produkt edding code die notwendige Technologie. Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation konnte der analogen Welt mit Space-Up ein neues Produkt präsentieren, mit dem ganze Wandflächen zu beschreibbaren Whiteboards werden.

Für unsere Balanced Scorecard 2020 haben wir erstmals Evaluierungen vorgenommen und die voraussichtliche Zielerreichung per 31. Dezember 2020 gemessen. Das Ergebnis mit 948 (Stand 31. Dezember 2018) von 1.000 angestrebten Punkten besagt, dass wir aus heutiger Sicht bis Ende 2020 die Mehrzahl unserer strategischen Ziele erfolgreich umsetzen können. Dabei ist festzustellen, dass viele Initiativen zur Erreichung dieser Ziele weiter vorangeschritten oder sogar bereits abgeschlossen sind.

Das wirtschaftliche und politische Umfeld war in vielen für uns wichtigen Ländern erneut von hoher Volatilität und Unsicherheit geprägt. Die Abwertungen der Währungen in Argentinien und der Türkei haben in unserer Konzerngewinn- und -verlustrechnung Spuren hinterlassen. Die in Argentinien nach vielen Jahren erstmals wieder offiziell anerkannte Hochinflation ging ebenfalls nicht spurlos an unserem Konzernabschluss vorbei. Der bevorstehende Brexit, auf dessen kurzfristige Auswirkungen wir uns gut vorbereitet sehen, trübt die Stimmung in der Weltwirtschaft ebenso wie der drohende Handelskrieg zwischen den USA und China und der zunehmende nationale Egoismus in vielen Ländern innerhalb und außerhalb Europas. Die rückläufigen Wachstumsprognosen sehen wir mit Sorge und gehen davon aus, dass diese nicht ohne Folgen für die Erreichung unserer mittelfristigen Ziele bleiben werden. Dennoch halten wir zunächst weiter an unseren in der Balanced Scorecard 2020 dokumentierten ambitionierten Ziele für das Jahr 2020 fest, und geben gleichzeitig mit diesem Geschäftsbericht erstmals Prognosekorridore für diese Ziele an.

Unser Börsenkurs konnte sich der allgemeinen Entwicklung am Aktienmarkt nicht entziehen und ist nahezu im Gleichschritt mit dem DAX im Jahresverlauf 2018 um rund 18 % gefallen. Nach 102,00 Euro am Jahresanfang fiel der Kurs zum Jahresende auf 83,50 EUR. Derzeit hat sich der Kurs mit über 90,00 EUR wieder etwas erholt und liegt damit im langjährigen Vergleich immer noch auf einem sehr hohen Niveau. In Form einer leicht angehobenen Dividende können unsere Aktionäre trotz der negativen Entwicklung an den Aktienmärkten wiederum von der guten Entwicklung der edding Gruppe profitieren.

Im Jahr 2018 haben wir viel Anerkennung in Form von Preisen und Auszeichnungen für unsere Aktivitäten aber auch für unsere Produkte erhalten. Daher haben wir diesem Thema im diesjährigen Geschäftsbericht eine gesonderte Übersicht gewidmet, die Sie am Ende des Abschnitts "Entwicklung der Geschäftsfelder" im zusammen- gefassten Lage- und Konzernlagebericht finden. So hat uns das Magazin Wirtschaftswoche im Dezember 2018 nach einer Analyse von 3500 Unternehmen als innovativsten Mittelständler Deutschlands ausgezeichnet. Besonders stolz sind wir darauf, dass unser EcoLine-Highlighter e-24 als erster Marker überhaupt mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet wurde.

Für das in diesem Jahr Erreichte, aber auch für die viele oft unsichtbare Detailarbeit an allen Schaltstellen des Unternehmens gilt an dieser Stelle wie immer der Dank unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die zunehmende Komplexität und Veränderungsgeschwindigkeit bedeutet hohe Anforderungen, die sie auch in 2018 wiederum mit hoher Kompetenz und einem hohen Maß an edding Tinte im Blut gemeistert haben.

Mit freundlichen Grüßen

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2018. Die erfreulichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten sind im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.

Die uns nach Aktiengesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen haben wir auch im Jahr 2018 ordnungsgemäß und mit Sorgfalt wahrgenommen. Uns sind keine Handlungen oder Verstöße bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte Vorteile verschafft haben.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an jeder Sitzung in 2018 teilgenommen.

Kommunikation mit dem Vorstand

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurden wir im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend informiert. Dazu gehörten schriftliche monatliche Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Personalplanung sowie weitere Themen von aktueller strategischer und operativer Bedeutung. Daneben erhielten wir detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und den Fortgang der Strategieumsetzung mittels eines Balanced Scorecard Systems.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen tauschen sich der Vorsitzende und der Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung und besondere Geschäftsvorfälle aus.

Risikomanagement

Neben der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden uns aus dem internen Kontrollsystem soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich Informationen über die Änderung der Risikolage bei den Kernrisiken und ihre Behandlung gegeben.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen in 2018

Auf jeder unserer Sitzungen in 2018 gab es einen Tagesordnungspunkt, der dem Bericht über das Risikomanagement gewidmet war. Im Übrigen behandelten die einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen:

Im April befassten wir uns mit dem Jahresabschluss 2017 im Beisein der Wirtschaftsprüfer. für die Vorbereitung waren uns die Prüfungsberichte zum Jahresabschluss der edding AG und des edding Konzerns und der Einzelgesellschaften rechtzeitig zugegangen, so dass wir eine eigene Prüfung durchführen konnten. Wir verabschiedeten die Tagesordnung für die Hauptversammlung und stimmten dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu.

Wir bestätigten die seit 2012 geltende Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex, der nun Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung geworden ist.

Die Juni-Sitzung des Aufsichtsrats findet traditionell im Anschluss an die Hauptversammlung statt. Dort beschäftigten wir uns mit dem Auswahlprozess für die Wirtschaftsprüfer und dem Scoringmodell für die Bewertung der Ausschreibung.

Des Weiteren analysierten wir neben dem aktuellen Geschäftsverlauf die Situation von edding in Lateinamerika tiefgehend.

Im September fand unsere jährliche Strategiesitzung statt. Der Vorstand berichtete über den Fortgang der Strategie 2020. In diesem Jahr standen bei der Strategieentwicklung die Bereiche Schreiben und Markieren in Europa sowie Druckerpatronen und Toner im Fokus. Hier wurde im Detail auf die neusten Markttrends und Technologien eingegangen und die Chancen erörtert, die diese für edding in den Bereichen B2B und B2C bieten.

Der Vorstand stellte die Ergebnisse der Initiative „edding WHY“ vor. Bei dieser Initiative haben Mitarbeiter und Führungskräfte weltweit die Frage beantwortet, was sie motiviert für edding zu arbeiten und was aus Ihrer Sicht der „Higher Purpose“ des Unternehmens ist. Der Satz „We care so that you dare to be who you are“ wurde als „WHY-Statement” der edding Gruppe identifiziert und dient dem Unternehmen als Leitbild auch über zukünftige Veränderungen der Unternehmensstrategie hinaus.

Der Konzernbetriebsrat präsentierte sich und seine Arbeit dem Aufsichtsrat.

Im Dezember genehmigten wir das vorgelegte Jahresbudget für 2019. Das Budget ist im Einklang mit der langfristigen Wachstumsstrategie und sieht bei anspruchsvollen Rentabilitätszielen erneut eine ambitionierte Umsatzsteigerung in allen Geschäftsbereichen vor.

Gemeinsam mit den Wirtschaftsprüfern wurden die möglichen besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (so- genannte Key Audit Matters) für das Geschäftsjahr 2018 erörtert.

Wir definierten Anpassungen in der Geschäftsordnung des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Der Vorstand präsentierte die Vorsichtsmaßnahmen für die möglichen Brexit-Szenarien, um das Geschäft in Großbritannien gegen mögliche Risiken abzusichern. Der Vorstand berichtete weiterhin über die Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung, die in Summe wieder sehr positiv ausgefallen war.

Corporate Governance

Am 1. Februar 2019 hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) unter Berücksichtigung der unverändert gültigen Fassung vom 7. Februar 2017 abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Mit den dort erläuterten Ausnahmen wird allen Empfehlungen des Kodex entsprochen.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Die Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss 2018 fand am 24. April 2019 statt.

Dazu lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats die vom Vorstand nach den maßgeblichen Vorschriften für die Rechnungslegung börsennotierter Aktiengesellschaften aufgestellten Jahresabschlüsse und Lageberichte der edding AG und des edding Konzerns sowie die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, vor.

Der Jahres- und Konzernabschluss der edding AG sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht waren jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfungsberichte wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von uns geprüft.

Im Beisein der Abschlussprüfer wurden die Unterlagen sowie alle wesentlichen abschluss- und prüfungsrelevanten Themen einschließlich der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (sogenannte Key Audit Matters) ausführlich erörtert und vom Aufsichtsrat geprüft.

Im Rahmen der Abschlussprüfung wurde auch das interne Kontrollsystem beurteilt. Es wurde bestätigt, dass keine wesentlichen Schwächen bezüglich des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und der rechnungslegungsbezogenen IT-Systeme festgestellt wurden und der Vorstand die nach § 91 Absatz 2 Aktiengesetz (AktG) geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise getroffen hat.

Aufgrund dieser Unterlagen und der eigenen Prüfung stimmten wir dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu.

Damit haben wir den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir billigend zur Kenntnis genommen.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die aufgrund der CSR-Richtlinie für das Geschäftsjahr 2018 zu erstellende sogenannte „Nichtfinanzielle Konzernerklärung“ gesondert geprüft. Diese wurde auftragsgemäß von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG, Hamburg, einer prüferischen Durchsicht unterzogen; der hierfür verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat ebenfalls an der Sitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet sowie die fristgerechte Vorlage der nichtfinanziellen Erklärung bestätigt.

Hauptversammlung am 18. Juni 2019

Wir haben in der Sitzung am 24. April 2019 auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung verabschiedet. Darin schlagen wir vor, dass - nachdem in den letzten Monaten eine ordnungsgemäße Ausschreibung vorgenommen wurde - die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, sowie eine weitere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Hauptversammlung zur Wahl für den Abschlussprüfer 2019 gestellt werden. Hierbei sprechen wir eine Empfehlung für Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, zur Bestellung als Abschlussprüfer 2019 aus.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Nummer 7.2.1 DCGK vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand danken wir für ihren engagierten Einsatz für unser Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die eingeschlagene Strategie sichert dem Unternehmen den langfristigen Erfolg und fordert von Mitarbeitern und Führungskräften ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit finden sich in einem Jahres- und Konzernabschluss der edding AG wieder, die in vielen Bereichen auch in diesem Jahr neue Höchstmarken erreicht haben.

Ahrensburg, 24. April 2019

Der Aufsichtsrat

Chehab Wahby, Vorsitzender

Michael Rauch, Stellvertretender Vorsitzender

Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin

Corporate Governance Bericht

gemäß Nummer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

1. Erklärung gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die edding AG bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken. Dabei bekennt sich die edding AG insbesondere auch zum Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns.

Deshalb begrüßt die edding AG den DCGK und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.

Die edding AG hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird dies auch im neuen Berichtsjahr so handhaben:

Nummer 2.3.2 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Nummer 3.10 DCGK

Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht der edding AG abgedruckt, während die Entsprechenserklärung zum DCGK und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d Handelsgesetzbuch (HGB) auf der Internetseite der edding AG veröffentlicht werden.

Nummern 4.1.5 und 5.1.2 DCGK

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.

Nummer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2016 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung erforderlicher Angaben verzichtet wird.

Nummer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer solchen Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (Vergleich Nummer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Absatz 2 Nummer 4 HGB veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.

Nummern 5.1.2 und 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Nummer 5.3 DCGK

Da der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, werden keine Ausschüsse gebildet.

Nummern 5.4.1 und 5.4.2 DCGK

Der Aufsichtsrat hat eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung - allerdings ohne dabei ein eigenständiges Kompetenzprofil für das Gesamtgremium zu erarbeiten - formuliert, die auch an der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Ausrichtung des Unternehmens sowie an der Vermeidung potentieller Interessenkonflikte orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Andererseits soll auch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung fachlich geeigneter Aufsichtsratsmitglieder bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist; aus diesem Grunde wird namentlich auf die Normierung einer geschlechtsspezifischen Quote verzichtet. Überdies wird davon abgesehen eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festzulegen; insoweit gelten die obigen Einwände gegen eine feststehende Altersgrenze für Organmitglieder entsprechend. Weiterhin wird darauf verzichtet, eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 DCGK zu benennen; vielmehr soll es der Regelfall sein, dass alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen sind.

Nummer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat vormals erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt.

Nummer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können grundsätzlich weder der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende noch der Halbjahresfinanzbericht innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Absatz 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht. Im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht. Für den Halbjahresfinanzbericht findet eine Veröffentlichung auch weiterhin erst zwei Monate nach Ende des Berichtszeitraumes statt; dabei wird die gesetzliche Frist von drei Monaten noch signifikant unterschritten.

Ahrensburg, 1. Februar 2019

Vorstand und Aufsichtsrat der edding AG

2. Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft unter http://www.edding.com/de-de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht.

Diese Erklärung enthält auch eine vollständige Beschreibung des Diversitätskonzeptes für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Hierin enthalten sind alle erforderlichen Angaben nach 5.4.1 DCGK in Bezug auf den Aufsichtsrat.

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Der vorliegende Bericht fasst den Lagebericht der edding AG und den Lagebericht des edding Konzerns gemäß § 315 Absatz 5 Handelsgesetzbuch (HGB) zusammen. Der zusammengefasste Bericht stellt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns dar und geht auf die wesentlichen Chancen und Risiken sowie die voraussichtliche zukünftige Geschäftsentwicklung ein.

Sofern nicht ausdrücklich auf die edding AG Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen und Zahlenangaben auf den gesamten edding Konzern. Die Zahlenangaben, die sich auf den edding Konzern beziehen, basieren auf dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der edding AG. Die Zahlenangaben der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG basieren hingegen auf dem nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellten Jahresabschluss der edding AG.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsaktivitäten

Der edding AG als Mutterunternehmen des edding Konzerns obliegt die unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. In der edding AG sind die zentralen Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Relations, Corporate Innovation Management sowie Informationstechnologie (IT) angesiedelt. Zentrale Aufgaben der edding AG sind die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns sowie das Risikomanagement. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Ahrensburg.

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns gliedern sich in die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, unter denen die jeweiligen Konzernmarken edding und Legamaster vermarktet und vertrieben werden. Daneben wird auch der Vertrieb von Partnermarken ausgeübt, der im Wesentlichen zur Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften dient.

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden über die internationalen Vertriebssteuerungsgesellschaften in rund 100 Ländern weltweit erzielt, die meist durch unabhängige Vertriebspartner betreut werden, soweit edding nicht mit einer eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaft vertreten ist. Der Vertrieb an private und gewerbliche Endverwender erfolgt zumeist über Handelspartner aller Formate, wozu neben dem traditionellen Groß- und Einzelhandel auch Vertriebsformen der Großfläche (Verbrauchermärkte, Baumärkte et cetera), Katalogversender sowie Online- Vertriebsformen gehören.

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren umfasst im Wesentlichen die Marke edding und beinhaltet bisher Marker, Schreibgeräte, Farbsprays, Druckerpatronen und Toner sowie Nagellack. Dieses Produktangebot richtet sich sowohl an den B2B Bereich als auch an den B2C Bereich. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden die Aktivitäten um zwei neue zukunftsweisende digitale Technologien im Bereich für industrielles Markieren und Drucken im B2B Bereich erweitert: edding code und edding Compact Printer. In diesem Zusammenhang erfolgte die Gründung der edding Tech Solutions GmbH und die Erhöhung der Beteiligung an der Prismade Labs GmbH. Im Berichtsjahr lag hier der Schwerpunkt der beiden Gesellschaften auf der Produktentwicklung und auf der Schaffung der ent- sprechenden Organisationsstruktur. Nennenswerte Umsatzerlöse werden hier entsprechend ab 2019 erwartet.

Die verschiedenen Produkte gliedern sich abhängig von Anwendung und Zielgruppe in folgende Kategorien:

Marker und Schreibgeräte für gewerbliche Anwendungen (Lösungen für Industrie und Büro)
edding code als neue Technologie mit leitfähiger Tinte für interaktive Verpackungen, Markenschutz, Dokumenten-Verifikation und Marketing beziehungsweise Promotion
edding Compact Printer, Drucker für die industrielle Markierung
Marker und Schreibgeräte für private Endverwender (Kreativsortimente sowie Markieren im Haushalt)
Druckerpatronen und Toner
Dekorative Kosmetik

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beinhaltet die Hauptmarke Legamaster. Hier werden zwei Produktgruppen unterschieden. Die klassische visuelle Kommunikation umfasst vor allem Flipcharts, Weißwandtafeln, Moderationstafeln und entsprechendes Zubehör. Das interaktive Sortiment umfasst e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume) sowie interaktive Whiteboards. Die Umsätze werden fast ausschließlich im B2B Bereich erzielt.

Organisations- und Beteiligungsstruktur

edding Konzerngesellschaften und Beteiligungen weltweit

Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich am Ende dieses Abschnitts. In der Organisationsstruktur des edding Konzerns können im Wesentlichen folgende Arten von Konzerngesellschaften unterschieden werden, wobei es ebenfalls Mischformen geben kann:

Mutterunternehmen/Holdingfunktion
Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften
Lokale Vertriebsgesellschaften
Produktionsgesellschaften
Sonstige Gesellschaften

Zusätzlich können die Unternehmen nach ihrem Geschäftsfeld-Fokus unterschieden werden, wobei es insbesondere im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren auch Unternehmen gibt, die einen kleineren Teil ihrer Umsatzerlöse mit der Marke Legamaster erzielen.

Die edding AG ist das Mutterunternehmen des edding Konzerns und hält unmittelbare und mittelbare Beteili- gungen an den Tochtergesellschaften. Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ermöglicht als nicht operative Zwischenholding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.

Den internationalen Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten für das jeweilige Geschäftsfeld. Die Gesellschaften erzielen ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen lokalen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern. Diese Funktion wird für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren von der edding international GmbH und für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation von der Legamaster International B.V. (Niederlande) erfüllt.

Lokale Vertriebsgesellschaften existieren in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und der Türkei. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern ist dabei von Land zu Land unterschiedlich. Die Vertriebsgesellschaften in Argentinien und Kolumbien betreiben zusätzlich noch eine eigene Markerfertigung für den regionalen Bedarf. Der Liquidationsprozess der mexikanischen Tochtergesellschaft ist abgeschlossen und die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister ist am 13. Dezember 2018 erfolgt.

Die Produktionsgesellschaft V.D. Ledermann & Co. GmbH produziert in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber sowie zugehörige Nachfüllflaschen ausschließlich für die edding Gruppe. Diese Produkte werden weltweit vermarktet. Damit gibt es im Konzern für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren drei Produktionsstätten.

Als sonstige Gesellschaften sind die edding Tech Solutions GmbH, die Prismade Labs GmbH und die edding Expressive Skin GmbH zu nennen, die im Berichtsjahr gegründet beziehungsweise erstmals im edding Konzern vollkonsolidiert wurden.

Gegenstand der edding Tech Solutions GmbH ist die Entwicklung und der Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistung zur Markierung und Kennzeichnung sowie von ähnlichen Produkten. Dies umfasst zur Zeit edding code und edding Compact Printer. Die Gesellschaft wurde in 2018 gegründet.

Die Beteiligung an der Prismade Labs GmbH in Chemnitz besteht seit April 2017. Die edding AG hat am 2. Mai 2018 ihre mittelbar über eine Konzerngesellschaft gehaltene Beteiligung an der Prismade Labs GmbH von 25,1 % auf 50,0 % erhöht. Unter Berücksichtigung der Stimmrechtsaufteilung und des Erfordernisses von Gesellschafterversammlungsentscheidungen mit einfacher Mehrheit ist der Beirat der Prismade Labs GmbH für die Beurteilung der Verfügungsgewalt über die Prismade Labs GmbH entscheidend, da der Beirat bei Patt-Situationen in der Gesellschafterversammlung (mit einfacher Stimmenmehrheit) verbindlich entscheidet. Durch das Besetzungsrecht für zwei der drei Beiratsmitglieder hat edding die rechtliche Möglichkeit, Entscheidungen gegen den Willen der anderen Gesellschafter durchzusetzen. Dadurch übt edding beherrschenden Einfluss im Sinne des IFRS 10 auf die Prismade Labs GmbH aus. Darüber hinaus ist eine faktische Kontrolle über den wesentlichen Teil der Kundenbeziehungen und über die Verwendung der zur Verfügung gestellten Finanzmittel gegeben. Die Gesellschaft wird daher seitdem als verbundenes Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den edding Konzern einbezogen.

Die Prismade Labs GmbH deckt die Forschung und Entwicklung im Bereich gedruckter Elektronik sowie deren Schnittstelle zur digitalen Welt ab. Der Vertrieb der von der Prismade Labs GmbH entwickelten Produkte wird in der Folge in weiten Teilen unter der Marke edding als edding code und über die edding Tech Solutions GmbH erfolgen.

Die edding Expressive Skin GmbH wurde in 2018 gegründet. Unternehmensgegenstand ist die Entwicklung und der Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen der dekorativen Kosmetik und Hautverzierungen sowie ähnlichen Produkten.

Daneben hält die edding Gruppe noch Beteiligungen an folgenden Unternehmen:

Die gemeinnützige Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH schafft und sichert regionale Angebote zur Betreuung von Kindern und Senioren, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.
Die PBS Network GmbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche (PBS-Branche) in Deutschland sowie in geringerem Umfang in einigen weiteren europäischen Staaten.
Seit Ende 2014 besteht eine Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. (Rio de Janeiro). Von einer potenziellen zukünftigen Kooperation versprechen wir uns eine Stärkung unserer Wettbewerbsposition in Lateinamerika.

Konzerngesellschaften zum 31. Dezember 2018

Mutterunternehmen
edding Aktiengesellschaft Ahrensburg

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2018 hat der Konzern im Jahresdurchschnitt 638 Mitarbeiter beschäftigt. In 2017 waren es noch 627 Mitarbeiter, so dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr weiterhin gestiegen ist. Die Anzahl der Beschäftigten an den deutschen Standorten hat hierbei stärker zugenommen. Der Jahresdurchschnitt lag bei 345 Mitarbeitern (Vorjahr: 335 Mitarbeiter), wobei ab 2018 neun Mitarbeiter durch die vollständige Ein- beziehung der Pismade Labs GmbH in den edding Konzernabschluss mitgezählt werden.

In den Gesellschaften außerhalb Deutschlands ist im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anzahl der Mitarbeiter mit durchschnittlich 293 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (292 Mitarbeiter) nahezu gleich geblieben. Somit lag der Anteil der Beschäftigten außerhalb Deutschlands im Jahr 2018 mit 46 % (Vorjahr: 47 %) fast auf Vorjahresniveau.

Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 68 Mitarbeiter (Vorjahr: 68 Mitarbeiter) beschäftigt. Damit ist die Gesamtzahl an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben.

Um die neuen Bereiche edding code und edding Compact Printer aufzubauen, haben wir mit der edding Tech Solutions GmbH eine spezialisierte Einheit mit einer Zweigniederlassung in München gebildet und die Gründung dieses Start-up organisationsentwicklungsseitig begleitet. Die edding Tech Solutions GmbH hat zum Ende 2018 bereits vier Mitarbeiter beschäftigt.

Vom Design Thinking Workshop über Projektmanagementtrainings und Sprachunterricht bis hin zu Veranstaltungen rund um das Thema Onlinemarketing sowie speziellen Angeboten für Führungskräfte: Gut 50 Veranstaltungen haben wir im Berichtsjahr im Rahmen des internationalen edding Campus durchgeführt. Mit unseren internen Angeboten fördern wir die Entwicklung unserer Mitarbeiter. Alle Maßnahmen sind konsequent an den fünf Themen Finance, Consumer/Customer, eddiplementorship, eddipreneurship und edding ink unserer konzernweiten Balanced Scorecard ausgerichtet. Darüber hinaus unterstützen wir stets auch die individuelle Weiterentwicklung und investieren in außerbetriebliche Veranstaltungen zu vielen verschiedenen Themen.

Ein Schwerpunkt im Bereich der Personalentwicklung lag darüber hinaus auf der Planung und der Vorbereitung des Trainingsangebots „Key Account Management Excellence“ zur Weiterentwicklung unserer Vertriebskultur und unserer Kompetenzen im Key Account Management. Das modular aufgebaute Ausbildungsprogramm richtet sich an ausgewählte Mitarbeiter von edding und Legamaster in kommerziellen Funktionen.

Unsere vierte globale Mitarbeiterbefragung endete im Berichtsjahr erneut mit einer hohen Beteiligung von 87 % über alle Standorte hinweg. Auch der Blick auf die Gesamtergebnisse ist erfreulich; die Ergebnisse der beiden im strategischen Fitness-Modell gemessenen Dimensionen „Mitarbeiter-Engagement“ sowie „Qualität des Lei- stungsumfelds“ befinden sich auf konstant gutem bis sehr gutem Niveau.

Für weitere Details zu diesen Komponenten verweisen wir auf den Abschnitt Steuerungssystem. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung stellen sich wie folgt dar:

Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung 2018

%
2017

%
Mitarbeiter-Engagement 87 87
Qualität des Leistungsumfelds 82 80

Damit stehen wir auch im externen Vergleich mit anderen Unternehmen sehr positiv da. Unsere nächste weltweite Mitarbeiterbefragung findet im dritten Quartal 2019 statt.

Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung

Das Thema Corporate Responsibility (CR) ist seit vielen Jahren tief in unserer Unternehmenskultur verwurzelt und eng mit der Geschäftsstrategie verbunden. Wir betrachten die konsequente Integration von Corporate Responsibility als Zukunftssicherung und als Inspirationsquelle für innovative Produkte. Wesentliche Gedanken und Ideen sind in unserem Corporate Responsibility Leitbild zusammengefasst, welches unter dem Dach der Verantwortung die fünf Handlungsfelder Strategie, Produkte, Umwelt, Unternehmenskultur und Gesellschaft vereint.

Corporate Responsibility stellt einen integralen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie dar und wird im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses beständig weiterentwickelt.

In der Strategie 2020 befassen wir uns mit Themen, welche im Wandel der Zeit, auch vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Veränderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für edding eine wichtige Rolle spielen.

Mit der vorliegenden Nichtfinanziellen Erklärung des edding Konzerns kommen wir unserer Berichtspflicht gemäß §§ 289b ff., 315b f. HGB nach. Die Nichtfinanzielle Erklärung ersetzt den CR-Report, in den die Nichtfinanzielle Erklärung im Vorjahr integriert wurde.

Rahmenwerke wurden nicht angewendet, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.

Aufgrund der unterschiedlichen Verfügbarkeit von Daten und/oder der Relevanz der Standorte wird ein großer Teil der Daten - sofern nicht explizit erwähnt - derzeit zunächst für die deutschen Standorte erhoben. Für den Bereich Visuelle Kommunikation lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine neuen Daten für das Geschäftsjahr 2018 vor.

Eine kontinuierliche Ausweitung der Berichtsperspektive ist für die kommenden Geschäftsjahre vorgesehen.

Alle Daten und Fakten wurden, soweit möglich, für das Geschäftsjahr 2018 erhoben. Abweichungen werden, wo erforderlich, direkt im Text erwähnt. Um Doppelungen innerhalb des Lageberichts zu vermeiden, wird an den betreffenden Stellen auf weiterführende Informationen in anderen Abschnitten verwiesen.

Die Inhalte der Nichtfinanziellen Erklärung wurden ordnungsgemäß vom Aufsichtsrat der edding AG überprüft. Die prüferische Durchsicht erfolgte zusätzlich durch die Mazars GmbH & Co. KG auf Basis der International Standards on Assurance Engagements ISAE 3000.

Grundlagen des edding Konzerns

Die edding Gruppe steht für zwei Marken mit unterschiedlichen Lösungskompetenzen: Unter der Marke edding werden Produkte entwickelt und vertrieben, die Farbe lang anhaltend auf Oberflächen bringen, vom Permanentmarker bis hin zu Nagellack. Unter der Marke Legamaster werden klassische und elektronische Produkte der visuellen Kommunikation vermarktet. Detailinformationen sind im Abschnitt Grundlagen des edding Konzerns dargestellt.

Strategischer organisatorischer Nachhaltigkeitsansatz

Für die strategische Steuerung des edding Konzerns haben wir im Geschäftsjahr 2016 ein Balanced Scorecard System für den Zeitraum 2016 bis 2020 aufgebaut. Dieses System dient für uns gleichermaßen als Zielsystem und Maßnahmen-Verfolgungs-Instrument.

Die nichtfinanziellen Leistungskennziffern sind - wie alle unsere strategischen Ziele - Bestandteil dieses Balanced Scorecard Systems.

Die nichtfinanziellen Leistungskennziffern finden sich in allen Balanced Scorecards wieder, vor allem im Bereich „edding ink“. Neben der Mitarbeiterzufriedenheit, die jährlich in einer umfangreichen Befragung gemessen wird, sowie dem kontinuierlichen Fokus auf innerbetriebliche Kultur und Werte, ist es ein erklärtes Ziel, als Unternehmen im Bereich unternehmerische Nachhaltigkeit extern wahrgenommen zu werden. Nachhaltige Zielsetzungen finden sich in der Meta Scorecard Corporate Responsibility.

Die voraussichtliche Erreichung der Ziele der Balanced Scorecard 2020 werden halbjährlich durch die verantwortlichen Mitarbeiter bewertet, vom jeweiligen Vorgesetzten sowie dem Group Controlling einer Due-Diligence Prüfung unterzogen und gegenüber dem Vorstand berichtet. Der Vorstand wird damit in die Überwachung der Zielerreichung beziehungsweise der hierzu ergriffenen Maßnahmen aktiv eingebunden.

Weitere Informationen über das edding eigene Balanced Scorecard System finden sich im Abschnitt Steuerungssystem.

Prozess zur Ermittlung wesentlicher Themen

Themen, die heute oder zukünftig Chancen und Risiken für unsere beiden Hauptgeschäftsfelder, Schreiben und Markieren und Visuelle Kommunikation, bedeuten könnten, sind für uns von essentiellem Wert. Um Chancen und Risiken rechtzeitig zu erkennen, stehen wir in kontinuierlichem Dialog mit verschiedenen internen und externen Stakeholdern.

Kundenseitig erreichen wir den kontinuierlichen Austausch über Gespräche und Anfragen. B2B Kunden übersenden uns, vor ihrer Entscheidung edding Produkte in ihr Portfolio mit aufzunehmen, ihre Fragebögen zu CR-Themen, die wir gern beantworten und die uns Aufschluss über Wünsche und Anforderungen aus diesem Bereich geben. In unserer Zusammenarbeit mit dem Fachhandel werden wir durch die Bewertung unserer jährlichen Leistungen bestätigt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden wir zum zwölften Mal in Folge zum Fachhandelspartner Nummer 1 in Deutschland ausgezeichnet.

Zur Evaluierung der Wünsche und Anregungen unserer Mitarbeiter findet seit 2015 jährlich eine internationale Mitarbeiterbefragung statt, deren Ergebnisse diskutiert und im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt werden.

Inhaltlich decken sich die von uns gewählten Schwerpunktthemen in der Meta Scorecard Corporate Responsibility mit den wesentlichen Aspekten der §§ 289c Absatz 2 Nummer 1 bis 5, 315c HGB:

Umweltbelange stellen einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Zielstruktur dar. Wesentliche Themen sind in diesem Zusammenhang Rohstoffverbrauch, Energieeffizienz und CO2-Emissionen.
Im Bereich Arbeitnehmerbelange sind keine wesentlichen Risiken zu identifizieren. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist uns trotzdem sehr wichtig.
Sozialbelange sind im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse unter dem Aspekt „gesellschaftliches Engagement im lokalen Umfeld“ eingegangen.
Achtung der Menschenrechte ist trotz unserer, überwiegend langjährig gewachsenen, Beschaffungsstruk- turen ein wichtiges Thema, welches in unserer aktuellen Wesentlichkeitsanalyse im Bereich Beschaffung angesiedelt ist.
Bekämpfung von Korruption und Bestechung wird im Code of Conduct (CoC) angesprochen.

Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem und nach Einschätzung des Vorstands des edding Konzerns ergeben sich im aktuellen Prognosezeitraum keine berichtspflichtigen Risiken, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen, Produkten oder Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die wesentlichen Aspekte haben oder haben werden. Weitere Informationen zum Chancen- und Risikomanagementprozess des edding Konzerns sind im Abschnitt Chancen- und Risikobericht aufgeführt.

Umweltbelange

Wir wollen bewusst mit den Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Umwelt umgehen und haben im Jahr 2008 das Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001 eingeführt. Dieses wurde im Jahr 2014 für alle deutschen Gesellschaften des edding Konzerns durch das Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 ergänzt.

Ziele und Maßnahmen

Ressourcenschonung und Energieeffizienz sowie Reduzierung von CO2-Emissionen sind Ziele, die wir nicht nur bei der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb unserer Produkte verfolgen, sondern auch bei der Gestaltung von Beleuchtungssystemen, Fahrzeugflotte, Arbeitsumgebungen, Maschinenpark und vielem mehr.

Als international tätiges Unternehmen, das auf Mobilität angewiesen ist, liegt edding das Thema nachhaltige Mobilität besonders am Herzen. Zielsetzung ist die Reduzierung sämtlicher mit dem Transport von Mitarbeitern und Gütern verbundenen Umweltauswirkungen. Dabei fokussieren wir uns vor allem auf die CO2-Emissionen. Folgende Konzepte und Maßnahmen werden bis 2020 verfolgt:

Kontinuierliche Verringerung des erlaubten CO2-Ausstoßes pro gefahrenen Kilometer bei unseren Dienstwagen im Rahmen der Car Policy auf Basis der Herstellerangaben nach den jeweils neuesten Emissionsstandards
Regelmäßige Öko- und Sicherheitsfahrtrainings an deutschen Vertriebsstandorten
Förderung der Nutzung von Fahrrädern durch unsere Mitarbeiter über attraktive Leasing-Angebote
Förderung von E-Mobilität, unter anderem durch den weiteren Aufbau von Stromladestationen an unseren Standorten
Prüfung von Möglichkeiten einer systematischen Nachhaltigkeitsbewertung unserer Reiseaktivitäten
Einsatz für eine Reduzierung der Emissionen durch den von edding verursachten Lieferverkehr. Gemeinsam mit unseren Spediteuren suchen wir nach neuen Möglichkeiten, um die Emissionen der eingesetzten Transportflotten schrittweise weiter zu senken. Gleichzeitig bemühen wir uns intensiv um eine Reduzierung der Retourenquote.

Zur Steigerung der Energieeffizienz wurden standortübergreifend folgende Maßnahmen festgelegt:

Erneuerung von Klimaanlagen
Erneuerung von Kältemaschinen
Erneuerung von Raumlufttechnik inklusive Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR)
Erneuerung von Wärmeabzugssystemen
Erneuerung von Jalousieanlagen
Weiterführung des Austauschs von Halogenleuchten durch LED-Leuchten
Erneuerung von Oberlichtern und Fensterelementen
Differenziertere Anpassungen der Kühlung im Produktionsbereich
Austausch ineffizienter Maschinen im Produktionsbereich

Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Entwicklung der Energieverbräuche unserer deutschen Standorte in den vergangenen Jahren. Für das Berichtsjahr 2018 lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine neuen Daten vor. Es kann von einer linearen Entwicklung ausgegangen werden.

Energiekennzahlen der deutschen Standorte Ahrensburg, Bautzen und Wunstorf 2017 2016
Energiekennzahlen
Energieeinsatz (in MWh/a) 5.502 5.353
Erdgaseinsatz (in MWh/a) 2.607 2.488
Stromeinsatz (in MWh/a) 2.895 2.865
davon aus Photovoltaik (in MWh/a) 161 169
davon aus Kraft-Wärme-Kopplung (in MWh/a) 263 265
davon aus Wasserkraft (in MWh/a) 2.471 2.431
Anteil Eigenerzeugung am Stromeinsatz (in %) 14,6 15,2
Anteil regenerativer Quellen am Stromeinsatz (in %) 100,0 100,0
Wassereinsatz (in m3) 3.202 2.798
Umweltkennzahlen
Energieeinsatz (CO2 in t/a) 757 727
Erdgaseinsatz (CO2 in t/a) 641 612
Stromeinsatz (CO2 in t/a) 116 115

Ressourcenschonung ist für den edding Konzern ein zentrales Thema. Schon sehr früh haben wir uns mit alternativen Materialien auseinandergesetzt.

Bereits in 2008 und in 2009 haben wir mit der Entwicklung der heutigen edding EcoLine begonnen. Ziel war es, mit Recyclingmaterial und nachwachsenden Rohstoffen einen Teil der herkömmlichen Kunststoffmaterialien zu ersetzen und dadurch zur Ressourcenschonung beizutragen. Bis 2020 sollen weitere Ziele und Maßnahmen umgesetzt werden:

Nach dem Erhalt des Umweltzeichens Blauer Engel für den edding e-24 Highlighter sollen weitere EcoLine Produkte das Umweltzeichen erhalten.
Einsatz von Postconsumer Recyclingmaterial auch bei Standardprodukten
Die Möglichkeiten, edding Produkte nachzufüllen oder Ersatzspitzen zu nutzen sollen bekannter gemacht werden.
Die Rücknahmebox für leere und ausgediente Marker beziehungsweise Schreibgeräte soll, zur Erhöhung der Menge an Recyclingmaterial, bekannter gemacht werden.
Reduzierung von Abfall durch Vermeidung überdimensionierter Transportverpackungen und Luftpolsterfolien
Bei Blisterhauben aus Kunststoff soll Primärkunststoff durch Recyclingmaterial ersetzt werden.

Ergebnisse 2018

Anschaffung eines neuen Poolfahrzeuges mit Elektromotor am Standort Ahrensburg und eines E-Transporters am Standort Bautzen für kurze Lieferstrecken. Zudem wurde der e-24 Highlighter mit dem Blauen Engel ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde im November 2018 im Rahmen eines Nachhaltigkeitsevents zur Verbesserung des Grundwassers eine Baumpflanzaktion durchgeführt.

Arbeitnehmerbelange

Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter liegt uns besonders am Herzen. Sie gehören zu den definierten Key- Stakeholdern. Es konnte kein wesentliches Risiko im Sinne des CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz festgestellt werden.

Ziele und Maßnahmen

Zur Vorbeugung von möglichen Risiken und als Frühwarnsystem im Bereich der Mitarbeiterzufriedenheit ist unsere globale Mitarbeiterbefragung (MAB) das etablierte Steuerungselement. In der Balanced Scorecard ist festgehalten, dass weltweit ein Zustimmungsniveau von 88 % in der Dimension „Mitarbeiter-Engagement“ sowie 78 % in der Dimension „Qualität des Leistungsumfelds“ bis 2020 erreicht werden soll. Die jährliche Durchführung der MAB und die anschließende Analyse der Ergebnisse gibt Hinweise auf mögliche Verbesserungspotenziale. Die Befragung ist ein Treiber für notwendige Veränderungsprozesse. Sie dient zum permanenten selbst Hinterfragen und ermöglicht eine zuverlässige Prognose für die Zukunft.

Ergebnisse 2018

Es finden sich ausführliche Informationen über die Mitarbeiterentwicklung, Ergebnisse der MAB 2018 sowie weitere Personalkennzahlen im Abschnitt Mitarbeiter.

Sozialbelange

Unser Engagement-Verständnis beruht auf zwei Säulen: Wir gestalten unser regionales Umfeld mit und wir tragen unser Verständnis von verantwortungsvollem Wirtschaften in die Gesellschaft - und nehmen Impulse von außen auf.

Ziele und Maßnahmen

Durch verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel regelmäßige internationale Nachhaltigkeits-Events und individuelle Workshops im Rahmen des edding Campus, wird das Bewusstsein für Nachhaltigkeit kontinuierlich auf- und ausgebaut.

Unser Ziel ist es, alle Mitarbeiter als CR-Botschafter zu gewinnen, damit sie nachhaltige Denk- und Handlungsweisen nicht nur in ihrem Arbeitsumfeld, sondern auch in ihrem Privatleben verankern. Dadurch gehen sie mit gutem Beispiel voran und tragen den Nachhaltigkeitsgedanken weiter. Als außerschulischer Lernort planen wir in 2019 verschiedene Aktivitäten zum Thema unternehmerische Nachhaltigkeit in Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten. Mit Geld- und Sachspenden unterstützen wir regelmäßig in den jeweiligen regionalen Umfeldern unserer Standorte gemeinnützige Organisationen, Sportvereine und Kulturstätten.

Unsere Mitarbeiter engagieren sich regelmäßig in verschiedensten sozialen Projekten wie zum Beispiel Aktionstage zur Unterstützung gemeinnütziger Organisationen, Baumpflanzungen, Schulpatenschaften und vieles mehr. In Ahrensburg erprobte Aktionen sollen nach und nach auf die anderen Standorte übertragen werden. Ziel ist es, an jedem Standort fünf Aktionen pro Jahr durchzuführen.

Die Integration von Menschen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten, ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Durch Deutschunterricht an unseren Standorten, die Einstellung von Mitarbeitern und Auszubildenden wird wesentlich zu einem besseren Verständnis und Miteinander beigetragen.

Ergebnisse 2018

In der edding Vertrieb GmbH in Wunstorf unterstützten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des Freiwilligentags Hannover durch den Bau von Palettenmöbeln ein Kinderhospiz.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ahrensburg erfreuten Senioren des Bismarckseniorenzentrums in der Nähe von Hamburg mit einer Kutschfahrt, gemeinsamem Essen, Singen und Erzählen.

Viele kennen sicherlich das Problem, dass man nicht alles Kinderspielzeug aufbewahren kann. Hinzu kommt, dass vieles davon vielleicht gar nicht mehr so schön oder sogar beschädigt ist und trotzdem ist es irgendwie zu schade zum Wegwerfen. Für solche Fälle steht an den Standorten in Ahrensburg und Wunstorf mehrmals jährlich eine Spielzeugsammelbox. In diese Box kann altes, nicht mehr benötigtes und/oder beschädigtes Spielzeug gespendet werden. Dieses Spielzeug kommt dann bedürftigen Kindern zu Gute.

Der internationale Vertrieb unterstützte an seinem Teamtag die Organisation Hanseatic Help in Hamburg. Dort wurde unter anderem Kleidung für Geflüchtete sortiert. Mittlerweile absolvieren drei Geflüchtete ihre Ausbildung bei edding. In Ahrensburg werden zwei Industriekaufleute und in der Produktion in Bautzen ein Elektroniker in Fachrichtung Automatisierungstechnik ausgebildet. Informationen über weitere Maßnahmen und Aktionen befinden sich auf unserer Homepage.1

Achtung der Menschenrechte

Im Jahr 2010 wurde der CoC für edding und Legamaster entwickelt. Dieser CoC beschreibt im Detail unsere Selbstverpflichtung zu nachhaltigem, ethischem Handeln insbesondere in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruptionsprävention, das wir selbstverständlich auch von unseren Geschäftspartnern erwarten. Unsere Lieferanten und Dienstleister sollen in diese Prozesse integriert und zu gemeinsamen Werten und nachhaltigen Geschäftspraktiken verpflichtet werden. Hierbei ist es unerheblich, ob ein Lieferant in Deutschland, Europa oder anderswo auf der Welt produziert.

In unserem CoC berücksichtigen wir die Prinzipien des UN Global Compact und die ILO Richtlinien für Arbeits- und Sozialstandards sowie die ILO-Kernarbeitsnormen. Hierin verpflichten wir aber nicht nur unsere Lieferanten und Dienstleister zu nachhaltigem, ethisch verantwortlichem und fairem Geschäftsgebaren. Wir verstehen den CoC als Grundlage für unser eigenes Handeln.

Ziele und Maßnahmen

Im vorgenannten CoC verpflichten wir unsere Lieferanten, Dienstleister und Geschäftspartner zu nachhaltigem, ethisch verantwortlichem und fairem Geschäftsgebaren. Eine Weiterentwicklung nachhaltiger Beschaffungsaktivitäten ist die Entwicklung einer Supply Chain CR-Strategie 2020+, die Maßnahmen zur Verankerung von CR-Aspekten entlang der Lieferkette definiert.

Im Rahmen dieser CR-Strategie sollen CR-Kriterien in den Auditprozess zur Auditierung von Lieferanten eingebunden werden. Hierbei handelt es sich auch um die Überprüfung zur Einhaltung der Menschenrechte. Dies ermöglicht es uns, Verstöße frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dazu ist festgehalten, dass ein Lieferantenauswahlprozess und eine Auditguideline für Lieferanten entwickelt werden soll.

1 https://www.edding.com/de-de/unternehmen/verantwortung/gesellschaft/

Folgende Ziele wurden durch die Supply Chain CR-Strategie 2020+ festgelegt:

"Verpackung der Zukunft" - Prüfung der Machbarkeit und Umsetzung der Erhöhung des Recyclinganteils für Blisterverpackung in 2020
Einbindung CoC (ILO-Kernarbeitsnormen) und CR-Audit in den Supplier-Selection-Prozess (SSP)
Integration von vier CR-Kriterien in Transportausschreibung für Spediteure

Ergebnisse 2018

Es wurde die Supply Chain CR Strategie 2020+ festgelegt.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Als norddeutsches Unternehmen, das sich guten hanseatischen Traditionen verpflichtet sieht, bekennt sich die edding AG insbesondere auch zum Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns.

Aus diesem Grund setzt sich edding seit vielen Jahren für fairen Wettbewerb in der PBS-Branche ein, um Chancengleichheit und Transparenz zu wahren. In 2005 wurde der PBS-Ehrenkodex unterzeichnet. Der Ehrenkodex soll zur Förderung eines fairen Geschäftsverhaltens zwischen den Markenartikelherstellern untereinander, den Marken- herstellern und den Händlern sowie den Händlern untereinander und mit ihren Kunden beitragen. Detaillierte Informationen zum Ehrenkodex befinden sich auf der Homepage www.pbs-ehrenkodex.de.

Weiterhin ist die Bekämpfung von Korruption fester Bestandteil unserer Compliance-Organisation. Eine ausführliche Darstellung unseres Compliance Management System (CMS) findet sich im Abschnitt Risikobericht.

Als Bestandteil unseres CMS enthält unser CoC einen gesonderten Abschnitt zum Thema Antikorruption. Hierin erwarten wir von unseren Geschäftspartnern und Lieferanten einen korrekten und transparenten Umgang mit Dritten, so dass keine Abhängigkeiten, Verpflichtungen oder Beeinflussungen entstehen. Dieser CoC ist mittlerweile von allen wesentlichen Lieferanten unterzeichnet.

Ziele und Maßnahmen

Im Rahmen des weiteren Aufbaus unseres CMS werden wir die Aufbaustruktur unseres Richtlinienmanagements weiter optimieren und mit einem internen Verhaltenskodex (edding INK code) eine Klammer über alle Richtlinien im edding Konzern schaffen. Weitere Bestandteile in diesem Aufbau wird eine Anti-Korruptionsrichtlinie sein, die alle Beschäftigten hinsichtlich Korruptionsgefahren sensibilisiert und zeitgleich eine Handlungsanleitung und Hilfestellung zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung darstellt. Diese Richtlinie gilt gleichermaßen für alle Personen, die direkt und indirekt für den edding Konzern tätig sind.

Mit der Einführung unseres Hinweisgebersystems wurde eine Möglichkeit geschaffen, präventiv auf Missstände und Risiken im Unternehmen und im Umfeld des Unternehmens hinzuweisen. Somit besteht die Möglichkeit, unter anderem frühzeitig korruptes Verhalten aufzudecken. Dieses System richtet sich gemäß Nummer 4.1.3 DCGK zunächst an Beschäftigte. Eine weitere Öffnung für Dritte ist in 2019 vorgesehen.

Ergebnisse 2018

Im zweiten Halbjahr 2018 wurde das Hinweisgebersystem der edding Gruppe eingeführt. Die Einführung wurde durch Schulungen der Mitarbeiter begleitet, die auch noch in 2019 fortgeführt werden.

Sonstige Funktionsbereiche

Supply Chain Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Einkauf

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren verantwortet der Zentraleinkauf am Stammsitz in Ahrensburg sowohl die Beschaffung von Rohwaren und Komponenten für eigene Produktionsstandorte als auch die Steuerung von Lieferanten für Fertigprodukte. Hauptbezugsquellen sind Zentraleuropa mit dem Schwerpunkt Deutschland sowie Asien; hier stammt der überwiegende Anteil der Beschaffungsmengen aus Japan. Um insbesondere das Risiko eines Ausfalls der Belieferung von Hauptprodukten zu minimieren, sind für die tektonisch in besonderer Weise gefährdeten Beschaffungsmärkte in Asien Sicherungsmaßnahmen getroffen worden, die die Verfügbarkeit bis zur Wiederherstellung betroffener Produktionsstandorte beziehungsweise zur Aufschaltung benannter Alternativlieferquellen sichern.

Der Trend der zunehmenden Bedeutung von edding Umsätzen in B2C-Vertriebskanälen hat sich auch in 2018 fortgesetzt. Auch aufgrund des stärkeren saisonalen Aktionsgeschäftes in diesen Kanälen ist die edding Beschaffung einer zunehmend höheren Volatilität ausgesetzt. Daher haben wir auch im vergangenen Jahr unsere einkaufseitigen Steuerungsmöglichkeiten weiter optimiert. Neben der kontinuierlichen Überprüfung und Optimierung der entsprechenden Produktionskapazitäten stand auch die Weiterentwicklung der prozessualen, systemischen und datentechnischen Kompetenzen im Vordergrund. Wesentlicher Treiber sind hierbei auch die steigenden Anforderungen an die Flexibilität durch das wachsende Geschäft mit Online-Anbietern beziehungsweise über Online- Vertriebskanäle.

Wie auch bereits im Vorjahr führen die steigenden rechtlichen Anforderungen aus EU-Verordnungen zu einer Intensivierung der strukturellen Anforderungen an unsere Lieferquellen. Wir gehen davon aus, dass dieses Thema auch zukünftig eine zunehmend größere Bedeutung bei der Lieferantauswahl haben wird.

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und zwei ausländische Produktionsstätten.

Die deutsche Produktionsstätte V.D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen konnte auch in 2018 erneut Rekordwerte bei der Ausbringung verzeichnen: 315,5 Millionen Spritzteile und 84,8 Millionen montierte Fertigprodukte lagen erneut über den bisherigen Höchstwerten aus 2016. Getrieben wurde dieses Wachstum vor allem durch die Bautzener Produktgruppen Permanent Marker, Fasermalstifte und punktuell Whiteboardmarker. Die Auslastung des Personals in der Spritzerei lag erneut bei über 100 %, während das Personal in der Montage zu 95 % ausgelastet war. Die Maschinenauslastung in der Spritzerei konnte gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte auf 68,3 % gesteigert werden. In der Montage stieg die Maschinenauslastung leicht gegenüber dem Vorjahr, wobei die Steigerung primär in den Hauptmontagelinien erreicht wurden. Die installierten Maschinenkapazitäten waren in beiden Bereichen unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Auslastung des Werkes ist zum Jahresende angestiegen, da wir - zur Minimierung der Risiken eines harten Brexit im Frühjahr 2019 - frühzeitig begonnen haben, die Bestände von Produktgruppen mit hoher Bedeutung für EDDING (U.K.) LTD. anzuheben.

Der in 2017 gestartete LEAN Management Ansatz2 hat auch in 2018 zu weiteren Verbesserungen in den Arbeitsabläufen der Bereiche Werkzeugbau, Spritzguss und Montage geführt. Die übrigen Fachabteilungen in Bautzen sind mittlerweile ebenfalls in diesen kontinuierlichen Optimierungsprozess eingebunden. Weitere technische Schwerpunktthemen im Berichtsjahr waren die Produktionslogistik sowie neue Fertigungs- und Druckverfahren. Die hierzu entwickelten Lösungsansätze befinden sich mittlerweile im Teststatus beziehungsweise stehen vor einer Umsetzung in 2019.

2 Unter dem Begriff LEAN Management versteht edding ein das gesamte Unternehmen umfassendes Denksystem, bei dem der Mensch in den Mittelpunkt des unternehmerischen Geschehens gestellt wird. Die Grundelemente dieses Systems sind fundierte, geistige Leitlinien, Arbeitsprinzipien mit neuen Organisationsüberlegungen, integrierte Strategien zur Lösung der zentralen Unternehmensaufgaben, wissenschaftlich fundierte Methoden sowie schlichtweg eine Reihe pragmatischer Arbeitswerkzeuge für die Mitarbeiter. Der Begriff LEAN entstammt ursprünglich aus dem Produktionsbereich, die weiterentwickelten Ideen und Methoden sind jedoch auf jegliche Art von Verwaltungsprozessen anwendbar.

Am Produktionsstandort der edding Argentina S.A. (Argentinien) in San Juan, welcher ausschließlich für den lokalen argentinischen Markt und Nachbarländer produziert, haben wir gegenüber dem schwachen Vorjahr die Personalkapazität leicht reduziert. Mit gestiegenen Produktionsmengen über alle Produktbereiche konnte die Auslastung von Personal und Maschinen zwar um ein bis zwei Prozentpunkte verbessert werden, sie befindet sich jedoch immer noch auf einem unbefriedigendem Niveau. Vor dem Hintergrund des Bestandsaufbaus zum Jahresende benötigen wir hier eine deutliche Absatzsteigerung in 2019, um die Produktivität im Werk halten zu können. Mit Blick auf die weiterhin sehr schwierige politische und wirtschaftliche Lage im Land wird dies sehr große Anstrengungen unserer Teams vor Ort erfordern.

Unser zweiter südamerikanischer Produktionsstandort, die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) in Sabaneta produziert ebenfalls ausschließlich für den lokalen Markt und die Nachbarländer der Anden-Region. Bei einer insgesamt positiven Umsatzentwicklung wurde die lokale Produktionsmenge gegenüber dem Vorjahr bei etwas über vier Millionen Marker und Abfüllflaschen konstant gehalten. Die Auslastungsquote der installierten Montagekapazitäten blieb dabei nahezu konstant bei etwa 39 %.

Logistik

Die Lagerlogistik für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wird weiterhin aus unserem Zentrallager im Großraum Hannover durch einen externen Dienstleister, die Huettemann Gruppe (im Folgenden Huettemann), wahrgenommen. Aus diesem Standortverbund Wunstorf/Isernhagen werden alle Kunden in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Italien direkt beliefert. Ferner werden die Läger unserer Vertriebspartner und die lokalen Logistikzentren für unsere edding Tochtergesellschaften in Großbritannien, der Türkei und Griechenland sowie unsere südamerikanischen Produktionsstandorte mit Nachschublieferungen versorgt.

Wir optimieren fortlaufend die Prozesse und Strukturen in enger Zusammenarbeit mit Huettemann und passen uns kontinuierlich neuen Markt- und Kundenanforderungen an. Im Ergebnis sehen wir eine sehr gute lagerseitige Lieferperformance, die in 2018 deutlich über unserem OTIF-Zielwert (On time, in full) von 98 % aller Lieferungen lag.

Zur Sicherstellung unser langfristigen Leistungsfähigkeit haben wir gemeinsam mit unserem Partner ein Logistikkonzept 2020+ entwickelt, welches neben der Zusammenlegung unserer Lager- und Logistikaktivitäten aus Wunstorf und Isernhagen in den Standort Isernhagen auch die Investition in neue Lagertechnologie beinhaltet. Die Umsetzung dieser Zusammenlegung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Auf der Transportseite wurden turnusgemäß unsere unterschiedlichen Frachtführer hinsichtlich Kosten und Leistung überprüft und punktuelle Anpassungen bei den präferierten Dienstleistern vorgenommen.

Die Lager- und Transportlogistik der edding Landesgesellschaften in der Türkei, Argentinien und Kolumbien erfolgt weiterhin durch externe Logistikunternehmen. Zur Risikominimierung gegenüber einem möglichen harten Brexit wurden bereits zum Jahresende zusätzliche temporäre Lagerkapazitäten im Vereinigten Königreich angemietet.

Supply Chain Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Steuerung der gesamten Legamaster Supply Chain erfolgt über die Legamaster International B.V. im niederländischen Lochem.

Einkauf

Aus den zwei sehr unterschiedlichen Sortimenten, traditionell und elektronisch, ergeben sich sehr unterschiedliche Herausforderungen an die Beschaffung und das gesamte logistische Handling der Produkte. Gerade für die deutlich kürzeren Lebenszyklen im elektronischen Sortimentsbereich spielt die Optimierung der Reichweiten eine wesentliche Rolle und steht daher kontinuierlich im Fokus der Legamaster Supply Chain.

In 2018 stand neben der kontinuierlichen Fortführung der LEAN Management Ansätze vor allem die Restrukturierung der nationalen und internationalen Vertriebsinnendienste (CCT = Customer Care Team) sowie die Verbesserung des Prozesses zur Produkt-Neueinführung (NPI = New Product Introduction) im Fokus der Teams. Bei der Optimierung des Produkt-Neueinführungsprozesses zielen wir - auch unter Berücksichtigung der LEAN Management Ansätze - auf eine Reduzierung der Durchlaufzeiten von Idee bis zur Marktreife sowie auf die Steigerung der Qualität von (Neu-) Produkten und den begleitenden Marketingmaterialien ab.

Bei der Neuausrichtung der CCTs in den Niederlanden, Deutschland sowie in Belgien wurde eine Zwischenstufe in den Schnittstellen zwischen internationalen Zentralfunktionen wie Einkauf, Marketing und Vertrieb und dem lokalen Kundendienst eliminiert. Wir sind überzeugt, mit dieser neuen Ausrichtung noch schneller und flexibler auf Kundenanforderungen reagieren zu können.

Produktion

Der Geschäftsbereich Visuelle Kommunikation betreibt seit 2009 keine eigenen Produktionsstätten mehr; die unter der Marke Legamaster vertriebenen Boardmarker und Flipchartmarker werden vornehmlich in der konzerneigenen V.D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen gefertigt.

Logistik

Die Logistik für den Markenbereich Legamaster liegt ebenfalls in der Verantwortung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation. Die Lagerprozesse werden im konzerneigenen Zentrallager in Lochem (Niederlande) abgebildet, aus dem auch der weltweite Versand an Vertriebspartner, an die Läger der konzerneigenen Tochtergesellschaften in Großbritannien, der Türkei, Griechenland sowie an die Gesellschaften in Argentinien und Kolumbien erfolgt. Die Kunden in den Legamaster Hauptmärkten Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich werden direkt aus Lochem versorgt. Auch in Lochem lag die wesentliche logistische Leistungskennzahl, unsere Liefertreue, deutlich über unserem Zielwert von 96 %.

In der Transportlogistik lag der Schwerpunkt in 2018 in den bereits im Vorjahr projektierten Ansätzen zur Verringerung der Transportschäden für Großtafeln, die Qualitätssteigerung bei den Frachtpartnern für e-Screens und interaktive Lösungen in Belgien sowie die Neuverhandlung der Frachtleistungen in Deutschland. Für alle Bereiche konnten Verbesserungen erreicht werden.

Beim Ausbau der Vermarktung von interaktiven Produkten in Argentinien und Kolumbien setzen wir weiter auf die Zusammenarbeit mit sogenannten Integratoren, die neben der professionellen Beratung der Endverwender auch die kompletten Logistik- und Serviceleistungen erbringen.

Informationstechnologie

Die Digitalisierung verändert zunehmend die Arbeitsprozesse bei edding. Ideen für die Digitalisierungsprojekte entstehen dabei nicht nur im Bereich IT, sondern in immer größerer Zahl in den Fachbereichen und Gesellschaften.

Resultierend aus dieser Entwicklung, liegt - im Rahmen der IT Strategie - ein Schwerpunkt auf der Ausbildung von Mitarbeitern in Digital- und Innovationsthemen. Konzepte, Methoden und Abläufe zum IT-Projekt-, Change- und Supportmanagement haben auf breiter Ebene Einzug in die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen und dem IT-Bereich gefunden.

In 2018 konnte mit einer Reihe internationaler Key User Schulungen das IT-Fachwissen und die Vernetzung der Mitarbeiter untereinander intensiviert werden. Der sich ergebende Know-how-Austausch zu bestehenden digitalen Prozessen führt zu einer professionelleren Nutzung unserer Systeme in allen Gesellschaften der edding Gruppe. Das bessere Verständnis zu den Digitalisierungsideen hat die Verbreitung von Best Practices in der Gruppe weiter beschleunigt. Die daraus resultierende stärkere Konsolidierung und Harmonisierung der Prozesse hat zu einer deutlichen Flexibilisierung geführt und wird die wirtschaftliche Skalierbarkeit unserer Aktivitäten auch in Zukunft weiter erhöhen.

Mit dem vor zwei Jahren etablierten sozialen Intranet ist ein wesentliches Instrument geschaffen worden, um die hierfür notwendige Vernetzung der Mitarbeiter innerhalb der Organisation auch systemisch zu unterstützen. Als globale Collaboration-Plattform schafft das Intranet einen idealen Rahmen für die Zusammenarbeit von cross-funktionalen, standortübergreifenden Projektteams. Gleichzeitig ist es eine technische Umgebung, in der edding die weitere Automation von Geschäftsprozessen als auch die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Partnern und Kunden realisiert.

Besonders die Bedürfnisse unserer Kunden stehen bei der Entwicklung neuer digitaler Lösungen an erster Stelle. Das drückt sich in den Entwicklungsschwerpunkten Customer Relationship Management und Product Information Management aus. In 2018 lag für die IT ein wesentlicher Fokus auf dem Ausbau dieser Lösungen und der Anbindung von globalen Datenaustauschplattformen.

Um neue Tochtergesellschaften mit der edding Systemumgebung zu verbinden, wurde in 2018 eine neue hybride Cloud-Lösung bereitgestellt. Zusätzliche Netzwerk-, Sicherheits- und Datenspeicherdienste konnten über diese Umgebung in Betrieb genommen werden. Sie erweitern die Reichweite und Kapazität der bestehenden edding Applikations- und Servicelandschaft.

Die Integration in die bestehenden Netzwerklösungen ist für die Mitarbeiter aus den gewohnten Standard- Programmen heraus möglich. edding setzt auf die bekannten Industriestandards - Office Produkte, die dort integrierten Datenaustauschanwendungen und die bewährte Betriebssystemumgebung.

edding setzt auch hier auf etablierte internationale Anbieter. Auf diese Weise kann die notwendige Datenschutzkonformität sichergestellt werden, um dem hohen Qualitätsanspruch, den edding an die eigenen Lösungen stellt, gerecht zu werden.

edding gelingt es, auf diese Weise modernste Digitalisierungstechnik mit vorhandenen Lösungen zu verbinden und eine umfangreiche Palette an zusätzlichen Softwareprodukten für das Unternehmen zu erschließen. Über die Cloud-Integration können diese Applikationen Anwendern nach Bedarf zugewiesen werden. Die Programme reichen von einfachen Visualisierungs- und Dashboard-Lösungen bis zu komplexen Programmen für die Kundeninteraktion.

Die so geschaffenen IT-Lösungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse sind ein umfangreiches Orchester aus internen und externen Services, die der zukünftigen Entwicklung neuer Geschäftsideen und Unternehmensbereiche Raum und vielseitige Instrumente bereitstellt.

Forschung und Entwicklung

Der edding Konzern betreibt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren an den deutschen Standorten Ahrensburg und Bautzen. Seit Mai 2018 werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auch am Standort Chemnitz durchgeführt.

Im Berichtsjahr 2018 lag der Fokus der Aktivitäten vor allem auf der Entwicklung neuer Produkte für den privaten Endverwender oder die Erweiterung vorhandener Produktfamilien. Insbesondere Kreativprodukte standen dabei im Mittelpunkt der Aktivitäten.

In Chemnitz wird die proprietäre Prismade-Technologie entwickelt. Darunter wird die Interaktion von Druckprodukten wie beispielsweise Karten, Labels, Verpackungen et cetera mit dem Smartphone verstanden. Dies umfasst Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich Drucktechnik, Produktion und Software-Entwicklung. Darüber hinaus werden Lösungen für den Bereich Markenschutz, Dokumentenschutz und im Bereich interaktiver Sicherheitsanwendungen entwickelt.

Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wird die Entwicklung neuer Produkte und Einbindung neuer Technologien aus dem International Product Management in Lochem/Niederlande koordiniert. Ergebnis dieser Entwicklungsaktivitäten im Berichtsjahr 2018 ist unter anderem die Einführung der Space-Up XL-Schreibflächen-Reihe, welche eine vollständige XL Schreibflächenlösung mit drei verschiedenen Optionen ermöglicht. Zudem wurde die neue STX e-Screen Serie aufgelegt. Die ausschlaggebende Neuerung der STX e-Screens ist die sogenannte Optical Bonding-Technologie. Des Weiteren wurden die neuen ETX e-Screens für den Bildungsbereich entwickelt.

Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrug im Berichtsjahr 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen neben Personalaufwendungen auch Sachkosten für Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Partnerunternehmen sowie Abschreibungen für Laborgeräte. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2018 waren in diesem Bereich insgesamt 15 Mitarbeiter (Vorjahr: 11 Mitarbeiter) beschäftigt.

Der Anstieg bei Mitarbeiteranzahl und Kosten beruht darauf, dass im Geschäftsjahr 2018 erstmalig Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten am Standort Chemnitz aufgrund der Vollkonsolidierung der Prismade Labs GmbH als verbundenes Unternehmen im edding Konzern berücksichtigt werden.

Steuerungssystem

Strategische Steuerung

Als Finanzholding des edding Konzerns verfolgt die edding AG als strategisches Ziel die nachhaltige Wertsteigerung und Entwicklung des edding Konzerns mit den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation.

Für die strategische Steuerung des edding Konzerns nutzen wir derzeit ein Balanced Scorecard System für den Zeitraum 2016 bis 2020. Dieses System dient für uns gleichermaßen als Zielsystem und Maßnahmen-Verfolgungs-Instrument. Dabei wurden die strategischen Ziele von edding auf mehrere Hierarchie-Ebenen heruntergebrochen, so dass alle Tochtergesellschaften sowie die meisten internen Funktionsbereiche und Abteilungen über eine eigene Balanced Scorecard mit ihren mittelfristigen Strategiezielen verfügen. Die Balanced Scorecards sind individuell auf die Belange von edding zugeschnitten und greifen in ihrer Struktur neben den klassischen Elementen einer Balanced Scorecard mit den Themen eddipreneurship und eddiplementorship wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur auf. Sie enthalten finanzielle sowie nichtfinanzielle Ziele in fünf Dimensionen:

Finance
Consumer/Customer
„eddiplementorship“: Umsetzung unserer Strategie in skalierbare und effiziente Prozesse
„eddipreneurship“: Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen
„edding ink“: edding-Tinte im Blut als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur

Unsere Group Balanced Scorecard stellt die oberste Hierarchieebene des Systems dar.

„We aim for a balanced achievement of the targets in five strategic dimensions by 2020“

Die meisten Ziele der Group Balanced Scorecard werden in der zweiten Hierarchie-Ebene in Form von sogenannten Meta Scorecards konkretisiert. So gibt es beispielsweise für die Dimension Consumer/Customer jeweils einzelne Meta Scorecards für unsere vier wesentlichen Marktstrategien B2B und B2C für Schreiben und Markieren in Europa, Visuelle Kommunikation sowie breiteres Wachstum in Lateinamerika. Diese konkretisieren dann wiederum in den genannten fünf Dimensionen, was für die Erreichung der einzelnen Marktstrategien konkret erreicht werden muss.

In der dritten Hierarchieebene werden die Ziele der Meta Scorecards dann auf einzelne Balanced Scorecards für Tochtergesellschaften sowie interne Funktionsbereiche und Abteilungen heruntergebrochen.

Auf diese Weise werden auf den verschiedenen Hierarchie-Ebenen knapp 600 Teilziele und Maßnahmen definiert und auf 60 Balanced Scorecards verteilt, die auf der unteren Ebene jeweils einen spezifischen Verantwortlichen haben. Seit dem 31. Dezember 2017 nehmen wir halbjährliche Messungen der voraussichtlichen Zielerreichung Ende 2020 vor.

Insbesondere die strategischen Finanzziele von 180 Mio. EUR Umsatz (vor Umstellung auf IFRS 15) sowie 18 Mio. EUR EBIT wurden bewusst ambitioniert aber erreichbar definiert. Deren Erreichbarkeit ist allerdings stark dem konjunkturellen Umfeld ausgesetzt, das wir in 2020 vorfinden werden. Wie bereits im Geschäftsbericht 2017 erwähnt, handelt es sich hierbei lediglich um strategische Ziele, die für sich genommen noch keinen Prognose-Charakter haben. Im Rahmen einer jährlichen Finanzplanung werden wir unverändert Jahresziele festlegen, deren verbindliche Prognosekorridore wir weiterhin im Abschnitt Prognosebericht veröffentlichen; hier werden für die finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen in diesem Jahr auch erstmals Prognosekorridore für das „Strategie-Zieljahr“ 2020 angeben.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Der edding Konzern nutzt verschiedene finanzbezogene Kennzahlen zur Steuerung von Wachstum und Profitabilität. Als wichtigste Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind hier Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern) zu nennen. Auf der Ebene der edding AG kommt noch der ausschüttungsfähige Jahresüberschuss hinzu, der auch für Teile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung maßgeblich ist.

Im Rahmen der jährlichen Budget-Planung werden insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele für den Konzern definiert und an den Strategiezielen für 2020 ausgerichtet. Auch für die Steuerung der Konzerngesellschaften ist die EBIT- Entwicklung die wichtigste Steuerungsgröße, deren Erreichung wesentlicher Bestandteil der kurzfristigen variablen Vergütung für die Führungsebenen unterhalb des Vorstands ist. Das monatliche interne Berichtswesen geht insbesondere auf Zielerreichung und Abweichungsanalysen bei Umsatz und EBIT ein.

Wachstumsindikator und wesentliche Einflussgröße für die EBIT-Ergebnisse ist die Umsatzentwicklung. Zusätzlich zu den Gesamtumsätzen sind monatlich die Entwicklung der Umsätze sowie Rohergebnismargen je Geschäftsfeld entscheidend. Neben den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation vertreiben einzelne Tochtergesellschaften auch Partnermarken. Diese Partnermarken dienen der Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften, der Sicherstellung einer absoluten Bedeutung im jeweiligen Markt sowie in einzelnen Kanälen auch als Voraussetzung für den Ausbau des Konzernmarkengeschäfts. Daher gibt es für Partner- marken-Umsätze nur in Ausnahmefällen strategische Wachstums- und Margenziele. Im Geschäftsbericht werden Partnermarken-Umsätze mit sonstigen Erlösen zusammengefasst und dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zugeordnet. Hierunter sind neben Erlösen aus Verkaufsmöbeln, der Weiterberechnung von Frachtkosten sowie Mindermengen-Zuschlägen auch die Lizenzerlöse erfasst.

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Als wichtige nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind zum einen das Ergebnis der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung zu nennen sowie - in diesem Jahr erstmals - das Ergebnis unserer halbjährlichen Balanced-Scorecard-Evaluierung.

Im Rahmen unserer halbjährlichen Balanced-Scorecard-Evaluierung messen wir die voraussichtliche Zielerreichung per Ende 2020 für unsere Balanced Scorecard und damit den Erfolg unserer Strategieumsetzung. Unsere Group Balanced Scorecard enthält Ziele, für die insgesamt maximal 1.150 Punkte erreicht werden können. Ab einem Wert von 1.000 Punkten bei der Schluss-Messung per 31. Dezember 2020 sehen wir unsere Strategie als erfolgreich umgesetzt an; im Bereich zwischen 700 und 1.000 Punkten erachten wir unsere Strategie als teilweise erfolgreich umgesetzt. Der in 2020 erreichte Punktwert ist einer der für die langfristige Vorstandsvergütung relevanten Leistungsindikatoren; auch für die einzelnen Balanced-Scorecard-Verantwortlichen sind ihre mittelfristigen variablen Bezüge an diese Zielerreichung geknüpft.

In der jährlichen Mitarbeiterbefragung werden die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in einem zweidimensionalen „Strategischen Fitness-Modell“ abgebildet und in den Dimensionen „Mitarbeiter-Engagement“ sowie „Qualität des Leistungsumfelds“ gemessen. Für beide Werte wurden im Rahmen der Balanced Scorecard Zielwerte für 2020 festgelegt.

Die Dimension des nachhaltigen „Mitarbeiter-Engagements“ umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung). Die Dimension „Qualität des Leistungsumfelds“ berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in dem sie ihre Arbeit effektiv und effizient machen können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und es uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.

Zielwerte der Balanced Scorecard 2020 für die strategische Steuerung

Für die finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen wurden für 2020 folgende Zielwerte festgelegt:

Zielwerte 2020
Finanzielle Steuerungsgrößen (in Mio. EUR) edding Konzern
Umsatzerlöse vor IFRS 15 180,0
EBIT 18,0
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen
Punktwert der Balanced Scorecard 1.000
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement (in %) 88
Qualität des Leistungsumfelds (in %) 78

Die voraussichtliche Zielerreichung der Balanced Scorecard der Gruppe liegt nach unserer Messung per 31. Dezember 2018 mit 948 von 1.150 maximal erreichbaren Punkten etwas unterhalb des von uns angestrebten Zielwerts von 1.000 Punkten. Zum 31. Dezember 2017 lag der Wert noch bei 1.095 Punkten. Ursachen für den Rückgang sind zum einen wirtschafts- und währungsseitige Faktoren in Lateinamerika und der Türkei; des Weiteren ist die Umsetzungsgeschwindigkeit für neue Themen und Projekte in einzelnen Zentralfunktionen, Tochtergesellschaften sowie auch bei externen Partnern (Vertriebspartner, Lieferanten) noch nicht auf dem angestrebten Niveau. Insgesamt beurteilt der Vorstand die strategische Entwicklung des Unternehmens als weiterhin gut.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die seit Mitte 2016 anhaltende kontinuierliche Expansion der Weltwirtschaft setzte sich auch in 2018 fort, wobei das globale Wachstum für 2018 und 2019 voraussichtlich leicht unterhalb des Niveaus von 2017 bleiben wird.

Allerdings setzt sich ebenfalls der Trend der regionalen Uneinheitlichkeit fort. So sind die Abwärtsrisiken für das globale Wachstum in den letzten sechs Monaten gestiegen. Der Internationale Währungsfonds zeigt das globale Wachstum mit 3,6 %.3

Gestützt ist das globale Ergebnis weiter durch die guten Konjunkturdaten der USA mit einem Wachstum von 2,9 %, die sich aufgrund des sich zuspitzenden Handelskonflikts mit China aber ebenfalls nicht stabil zeigen. Letzterer wird auch an Chinas Wirtschaft nicht spurlos vorübergehen. Die Wachstumsraten 2018 für den Euroraum und Großbritannien waren, insbesondere aufgrund der Brexit-Posse ebenfalls auf 1,8 %, respektive 1,4 % nach unten korrigiert worden. Auch in den Schwellenländern konnten die höheren Ölpreise nicht nachhaltig für gesteigerten Aufschwung sorgen. Dies liegt vor allem an länderindividuellen Faktoren. Die für uns sehr wichtigen Länder Türkei und Argentinien waren besonders gebeutelt. Sowohl die Türkische Lira wie auch der Argentinische Peso verloren in 2018 deutlich an Wert mit den entsprechenden Folgen für das jeweilige lokale wirtschaftliche Umfeld (Argentinien mit einer 2,5 %igen Kontraktion bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 34 % und die Türkei mit deutlich reduziertem Wachstum von 2,6 % bei durchschnittlich 16 % Inflation).4 Die Federación Argentina de Consejos Profesionales de Ciencias Económicas (FACPCE) veröffentlicht die Indizes, die Unternehmen mit dem Argentischen Peso als funktionaler Währung anzuwenden haben und hat auf Jahresbasis sogar eine Inflation von 48 % in Argentinien für 2018 errechnet. Diese Indizes beruhen weitgehend auf dem Großhandelspreisindex für Perioden bis 31. Dezember 2016 und auf dem Einzelhandelspreisindex für die Zeiträume danach. Diese Entwicklung kulminierte schließlich in dem seit vielen Jahren erstmals offiziell verkündeten Status Argentiniens als Hochinflationsland.

Die Lage am deutschen Papier-, Büro- und Schreibwarenmarkt zeigte sich auch in 2018 durchwachsen. Der Gesamtbruttoumsatz der PBS-Branche in Deutschland stieg nach vorläufigen Zahlen des Instituts für Handelsforschung Köln (IfH) im Jahr 2018 um 1,3 % auf 13,2 Mrd. EUR.5 Insbesondere die Büromöbelbranche trug einen großen Anteil zu dem positiven Jahresverlauf bei. Gemäß dem stabilen wirtschaftlichen Umfeld nahm ferner Büro- arbeitsplatzzubehör um 0,5 % zu. Um 1,3 %, aber immer noch mit einem hohen Marktvolumen von 855 Mio. EUR, flachte sich das seit fünf Jahren bestehende Wachstum für Schreibgeräte jedoch ab. Positiv zeigte sich der Bereich der Druckerverbrauchsmaterialien mit einem Plus von 0,4 %.

Der globale Markt für interaktive Displays, an dem wir über unsere Marke Legamaster mit interaktiven Whiteboards und e-Screens partizipieren, wuchs nach Vorhersage des Marktforschungsinstituts Futuresource 2018 dynamisch mit 18 %, wobei 55 der 67 analysierten Länder Wachstum zeigten. In Europa waren vor allem die Märkte Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Norwegen und Schweden Wachstumsmotoren.6

3 World Economic Outlook, IMF, April 2019

4 World Economic Outlook, IMF, April 2019

5 http://www.bwb-online.de/bbw/presse_news_bbw/?NID=549 mit Verweis auf ifh; 25.01.2019

6 Futuresource Consulting, World Interactive Displays, February 2019

Die drei wesentlichen Sortiments- und Markttrends setzten sich dabei fort:

Selbstleuchtende Flat Panels gewinnen Marktanteile gegenüber Whiteboards.
Große Panels (über 70 Zoll Diagonaldurchmesser) gewinnen gegenüber den kleineren Größen.
Der Anwendungsbereich Office wächst stärker als der Bildungsbereich.

Die edding Gruppe trägt dem zunehmend volatilen Umfeld bereits seit Jahren durch risikoorientierte Geschäftsführung und fortschreitende Flexibilisierung der Organisation Rechnung. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten der Finanzmärkte zum Beispiel in Bezug auf Währungssicherung im betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen aus und gestalten unser operatives Geschäft auf Beschaffungs- und Vertriebsseite währungsrisikominimierend.

So konnten wir in 2018 vor allem die schwierigen Märkte Argentinien und Türkei über das starke europäische, vor allem deutsche, Geschäft teilweise ausgleichen.

BIP-Entwicklung ausgewählter Staaten/Regionen in 20187

in Prozent

7 World Economic Outlook, IMF, April 2019

Entwicklung der Geschäftsfelder

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2018 ein leichter Umsatzanstieg von 1,2 % erreicht. Das Wachstum resultiert aus dem Bereich Schreiben und Markieren, während der Bereich Visuelle Kommunikation erstmalig seit 2012 wieder einen Rückgang verzeichnet.

2018

TEUR
20178

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Schreiben und Markieren
- Hauptmarke edding -
Deutschland 43.426 40.277 3.149 7,8
Übriges Europa 47.166 46.365 801 1,7
Übersee 7.868 9.618 -1.750 -18,2
98.460 96.260 2.200 2,3
Partnermarken und sonstige Erlöse 7.427 7.397 30 0,4
105.887 103.657 2.230 2,2
Visuelle Kommunikation
- Hauptmarke Legamaster -
Deutschland 17.785 16.566 1.219 7,4
Übriges Europa 16.366 18.042 -1.676 -9,3
Übersee 947 983 -36 -3,7
35.098 35.591 -493 -1,4
Konzern gesamt 140.985 139.248 1.737 1,2

Die Gesamtumsätze konnten in Deutschland deutlich gesteigert werden, während die Umsatzerlöse in Euro in Übersee deutlich und im übrigen Europa leicht zurückgegangen sind. Von den Rückgängen der Umsatzerlöse in Übersee sind 0,3 Mio. EUR auf die in 2018 erstmals durchzuführende Bilanzierung unter Hochinflation bei der edding Argentina S.A. zurückzuführen.

Der Anteil des Umsatzes außerhalb Deutschlands ist im Geschäftsjahr 2018 entsprechend auf 55,0 % zurückgegangen (Vorjahr 57,6 %).

8 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst.

Umsatz je Region im Vorjahresvergleich

in Mio. EUR

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren - Hauptmarke edding -

Mit insgesamt 98,5 Mio. EUR Umsatz im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnten wir in 2018 zum sechsten Mal in Folge einen Umsatzrekord verzeichnen. Das moderate Vorjahres-Wachstum von 1,6 % konnte in 2018 mit einem Plus von 2,3 % leicht übertroffen werden. Wie im Vorjahr war der deutsche Markt unser größter Wachstumsbringer und festigte diese Position mit einem deutlichen Anstieg von 7,8 %. Während die übrigen europäischen Märkte ihr moderates Wachstum des Vorjahres leicht auf 1,7 % steigern konnten, blieben die edding Märkte in Übersee mit um 18,2 % rückgängiger Umsatzentwicklung in Euro deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Deutschland bleibt unser größter Einzelmarkt, in dem wir nach einem Wachstum von 7,8 % mit 43,4 Mio. EUR ebenfalls einen neuen Umsatzrekord erzielen konnten. Auch in 2018 konnten wir dabei sowohl mit B2B als auch mit B2C-Händlern in jeweils nahezu gleicher Größenordnung wachsen. Im B2B-Bereich konnten wir erneut Umsatzrückgänge bei internationalen Bürohändlern durch Zuwächse mit größeren nationalen Bürohändlern sowie mit industriellen Zulieferern klar überkompensieren. Auf der B2C-Seite steigerten wir die Umsätze mit nahezu allen Handelsformaten, wobei das Wachstum mit Online-Händlern leicht überdurchschnittlich war. Mit diesem überproportionalen Wachstum erhöhte sich der deutsche Umsatzanteil im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren in 2018 um etwas mehr als zwei Prozentpunkte auf jetzt 44 %.

Damit verbleibt das übrige Europa (ohne Deutschland) unsere stärkste Absatzregion: Mit insgesamt 47,2 Mio. EUR Umsatz konnten die Umsätze erneut leicht (1,7 %) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Von unseren zehn wichtigsten europäischen Märkten (ohne Deutschland) wiesen lediglich Ungarn, die Türkei und die Niederlande leichte Umsatzrückgänge auf. In den Niederlanden waren diese einer Lagerverlagerung eines internationalen Großkunden geschuldet; die Umsatzverluste in Euro in der Türkei lagen aufgrund wirtschaftlicher Turbulenzen und starker Lira-Abwertung bei 12 %. Diese Rückgänge konnten vor allem durch positive Entwicklungen in Großbritannien, Spanien und Russland überkompensiert werden. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Märkte in Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien.

In Übersee haben wir in 2018 die leichten Zugewinne des Vorjahres wieder verloren: Der Gesamtumsatz von knapp 7,9 Mio. EUR lag um 18,2 % unter den Vorjahreswerten. Der überwiegende Teil dieser Umsätze wurde in Lateinamerika in unseren Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien erzielt, wobei unsere kolumbianische Landesgesellschaft sowohl in lokaler Währung als auch in Euro leicht gewachsen ist. In Argentinien konnten wir wie im Vorjahr in einem konstant schwierigen Marktumfeld die Umsätze in lokaler Währung prozentual leicht zweistellig steigern, was jedoch in Euro einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Des Weiteren ist im oben genannten prozentualen Rückgang der Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Schreiben und Markieren in Übersee ein Rückgang in Höhe von 1,9 % enthalten, der durch den Hochinflationseffekt der argentinischen Tochtergesellschaft begründet ist. Zudem standen leicht positiven Umsatzakzenten durch unsere Aktivitäten in Mexiko und China wiederum negative Entwicklungen in den afrikanischen und arabischen Märkten gegenüber.

Marketing und Produkte

Auf der Produktseite wurde das Gesamtwachstum von 2,3 % von fast allen Sortimentsbereichen aus dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren getragen.

Überdurchschnittlich positive Impulse konnten unsere Bereiche „Home Solutions“ und „Creative Life“ setzen: Diese Produkte, die sich in Kommunikation und Verpackung primär am privaten Endverbraucher orientieren, konnten ihren Wachstumspfad aus 2017 fortsetzen und legten nahezu gleichmäßig um etwa 5 % im Umsatz zu. Wachstumstreiber für Creative Life waren unter anderem Lackmarker, Sprays und Brushpens. Letztere wurden auch durch die neu eingeführte Colour Happy Box gestützt, für die wir in mehreren Ländern Preise und Auszeichnungen gewinnen konnten (siehe Übersicht in diesem Abschnitt). Bei den „Home Solution“ Produkten konnten vor allem unsere Lösungen für den Schul- und privaten Bürobedarf (beispielsweise Whiteboard Marker, Korrekturmittel) und die generellen Markierungshelfer für den Haushalt (allen voran Permanent Marker) teilweise zweistellig im Umsatz zulegen. Demgegenüber waren die speziellen Lösungen für zu Hause (beispielsweise Fugenmarker, Wäschemarker oder Möbelmarker) in Umsatz und Stückzahl leicht rückläufig.

Gerade in diesem Segment spiegelt sich die zunehmende Bedeutung von saisonalen Vermarktungsaktivitäten für unsere Kategorien in den Vertriebsformaten der filialisierten Handelsunternehmen aus Food- und Non-Food in schwankenden Absatzzahlen wider.

Unsere edding Nagellacke finden weiter positives Feedback bei Endverwendern, bleiben aber hinter unseren kommerziellen Erwartungen zurück. Umsatz und Absatz waren in 2018 rückläufig, so dass wir diese Kategorie weiter als markenbildendes Sortiment für edding Fans weiterführen, größere Investitionen in mögliche Sortimentserweiterungen jedoch bis auf Weiteres nicht weiterverfolgen werden. Bei unseren gewerblichen Endverwendern konnten wir auch in 2018 mit unseren Produkten aus dem Bereich der „Professional Work Solutions“ überdurchschnittlich zulegen: Sowohl Lack- als auch Permanent- und Spezialmarker trugen hier zum Wachstum bei, letztere mit 7 % am deutlichsten. Der zweitgrößte Produktbereich, unsere „Büro- und Schulprodukte“, entwickelte sich im Umsatz leicht negativ. Hier konnten das Wachstum der EcoLine und teilweise deutliche Zugewinne bei Boardmarkern in Großbritannien und Frankreich die, zu relevanten Teilen währungsbedingten, Umsatzrückgänge bei Boardmarkern in der Türkei und Argentinien nicht ausgleichen.

Weiterhin sehr positiv entwickelt sich der eigene Vertrieb unserer kompatiblen Tinten- und Druckerpatronen. Beide Bereiche legten in 2018 um mehr als 50 % zu. Positive Listungszusagen relevanter Händler lassen uns auch für 2019 deutliche Wachstumsimpulse aus diesen Produkten erwarten.

Die derzeit im Aufbau befindlichen Bereiche edding code und edding Compact Printer haben im Geschäftsjahr 2018 noch keine wesentlichen Umsatzerlöse erzielt.

Partnermarken und sonstige Erlöse

Partnermarken bedeuten für uns strategische Ergänzungen unseres vertrieblichen Angebots um starke, komplementäre Marken. Dazu gehören beispielsweise die Marken UHU, Fiskars und Tombow in ausgewählten europäischen Märkten, sowie LAMY, tesa und Pritt in Argentinien. Auch aufgrund der schwachen Wechselkursentwicklung des Argentinischen Peso konnten wir in 2018 nur ein leichtes Wachstum von 0,4 % erreichen.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation - Hauptmarke Legamaster -

Die Umsätze werden fast ausschließlich im B2B Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Dabei sind die Regionen DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Benelux (Belgien, Niederlande, Luxemburg) die für uns bedeutendsten Märkte.

Im diesem Geschäftsfeld mussten wir erstmalig seit 2012 wieder einen Umsatzrückgang um 1,4 % hinnehmen.

Grund dafür war vor allem der Verlust unseres Vertriebspartners für interaktive Produkte in Großbritannien, der für einen fast siebenstelligen Umsatz verantwortlich war. Aber auch die wichtigen Märkte Schweiz und Niederlande zeigten nach exzellenten Vorjahreszahlen signifikante Rückgänge. Entsprechend fiel die rückgängige Umsatzentwicklung im übrigen Europa außerhalb Deutschlands mit 9,3 % ernüchternd aus.

Fast unverändert blieb der Umsatz in Übersee, wo wir allerdings aufgrund des Fokus auf interaktives Geschäft noch deutlich mehr Potenzial sehen.

Positiv entwickelte sich erneut Deutschland mit einem Umsatzanstieg von 7,4 %. Hier wuchsen wir in allen wesentlichen Zielgruppen, Kanälen und Sortimentsbereichen.

Marketing und Produkte

Als Ergebnis einer von uns in 2017 durchgeführten Studie standen im Jahr 2018 besonders visuelle Kommunikationsprodukte mit großen Flächen im Mittelpunkt.

Dies galt nicht nur für unsere Interaktiven Produkte, bei denen wir unsere Premiumserie XTX um ein 86 Zoll-Modell erweiterten. Darüber hinaus brachten wir mit dem XL Glassboard auch eine neue Dimension in die klassische, designorientierte visuelle Kommunikationswelt.

Herzstück unseres „The bigger, the better“-Ansatzes ist aber das Space-Up Konzept. Diese bietet die Möglichkeit ganze Wände mittels übergangslos aneinander grenzenden Whiteboards (Wall-Up und Board-Up) oder mittels Folien (Wrap-Up) in magnetische, beschreibbare Weißwandtafeln zu verwandeln.

Neben den kommerziellen Ergebnissen wurden unsere Legamasterprodukte als PBS-Produkt des Jahres (Mobiles Glassboard, Meeting Kit Deluxe und Markerhalter als spontane Meetinglösung) sowie das Space-Up Konzept mit dem BeNeLux Papershow Award „Office Supplies“ ausgezeichnet.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns

Ertragslage des edding Konzerns

Entwicklung der Ertragslage

2018

TEUR
20179

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Umsatzerlöse 140.985 139.248 1.737 1,2
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 245 -21 266 -1.266,7
Gesamtleistung 141.230 139.227 2.003 1,4
Materialaufwand -55.365 -55.977 612 -1,1
Rohergebnis 85.865 83.250 2.615 3,1
in % von der Gesamtleistung 60,8 59,8
Personalaufwand -37.670 -37.348 -322 0,9
in % vom Umsatz 26,7 26,8
Abschreibungen -2.626 -2.257 -369 16,3
Sonstige betriebliche Erträge 7.084 5.272 1.812 34,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -39.520 -36.870 -2.650 7,2
EBIT 13.133 12.047 1.086 9,0
in % vom Umsatz 9,3 8,7
Finanz- und Beteiligungsergebnis -785 -467 -318 68,1
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 -1.092 n.a. -1.092 100,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.256 11.580 -324 -2,8
Ertragsteuern -4.487 -3.938 -549 13,9
Konzernergebnis 6.769 7.642 -873 -11,4
in % vom Umsatz 4,8 5,5

Die Ertragslage zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg des EBIT um 1,1 Mio. EUR auf 13,1 Mio. EUR. Dem höheren Rohergebnis und höheren sonstigen betrieblichen Erträgen stehen hierbei insbesondere gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen und geringfügig erhöhte Personalkosten gegenüber. Die erstmalige Anwendung der Regelungen des IAS 29 zu Rechnungslegung in Hochinflationsländern führte bei der edding Argentina S.A. zu hohen nicht operativen Aufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt im Wesentlichen aufgrund des Hochinflationseffekts mit 11,3 Mio. EUR leicht unter dem Ergebnis vor Ertragsteuern des Vorjahres (11,6 Mio. EUR). Das Konzernergebnis liegt aufgrund einer deutlich höheren Steuerquote mit 6,8 Mio. EUR um 0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.

Die nach IAS 29 erforderlichen Anpassungen zur Berücksichtigung der Hochinflation in Argentinien betreffen neben der Indexierung von nicht-monetären Bilanzposten auch Ausweisanpassungen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die in Summe keinen Effekt auf das Periodenergebnis haben. Zudem ist die Umrechnung der Erlöse und Erträge sowie Aufwendungen mit dem Stichtagskurs anstatt des Jahresdurchschnittskurses erfolgt. Nachfolgend stellen wir die Auswirkungen der Berücksichtigung der Hochinflation im Rahmen der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung beziehungsweise Ergebnisgrößen separat dar.

9 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst.

Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,2 % auf 141,0 Mio. EUR gestiegen. Das Wachstum resultiert aus dem Bereich Schreiben und Markieren, während der Bereich Visuelle Kommunikation erstmalig seit 2012 wieder einen Rückgang verzeichnet. Die Rechnungslegung unter Hochinflation hat einen negativen Effekt auf den Umsatz des edding Konzerns in Höhe von 0,3 Mio. EUR zur Folge. Das bedeutet, dass der Umsatz unter anderen Umständen um 1,4 % angestiegen wäre.

Das Rohergebnis legte um 2,6 Mio. EUR auf 85,9 Mio. EUR zu. Dabei hat sich die Rohergebnisquote um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert auf 60,8 % erhöht. Dies resultiert vor allem aus dem höheren Umsatz- anteil im margenstärkeren Bereich Schreiben und Markieren.

Trotz einer höheren Mitarbeiterzahl und laufenden Gehaltserhöhungen ist der Personalaufwand nur leicht angestiegen. Dem Kostenanstieg stehen etwas geringere Aufwendungen für Altersversorgung gegenüber. Zusätzlich sind die Personalaufwendungen in Euro in der Türkei aufgrund der hohen Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro gesunken. Einen ähnlichen Effekt sehen wir in Argentinien.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahreswert um 1,8 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR gestiegen. Hierin sind um 2,2 Mio. EUR höhere Währungskursgewinne enthalten. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Währungskursverluste sind im Geschäftsjahr 2018 um 1,3 Mio. EUR höher ausgefallen, damit ergibt sich ein insgesamt positiver Effekt von 0,9 Mio. EUR aus weitestgehend nicht realisierten Währungskurseffekten. Diese resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus der Bewertung von Instrumenten zur Währungsabsicherung. Im erstgenannten Bereich wirkt sich insbesondere die in der türkischen Gesellschaft erfolgte Kapitalerhöhung positiv aus, in deren Rahmen konzerninterne Forderungen zurückgezahlt werden konnten. In Argentinien dagegen zeigt sich die hohe Abwertung des Argentinischen Peso in deutlich höheren Währungskursverlusten. Dies wird unter anderem ausgeglichen durch unrealisierte Gewinne im Rahmen der Bewertung von Währungsabsicherungsgeschäften, wo sich die in 2018 stattgefundene Aufwertung des US-Dollar und des Japanischen Yen gegenüber dem Euro aufwandsmindernd auswirkten. Der positive Effekt aus Währungsgewinnen wird durch geringere Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 39,5 Mio. EUR um 2,7 Mio. EUR über denen des Vorjahres. Hier sind neben den höheren Währungskursverlusten insbesondere gestiegene Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen an Gebäuden, für Informationstechnologie und für Beratung bei der edding AG zu nennen. Hier wirkt sich unter anderem die Überbrückung kurzfristiger Personalengpässe aus.

In Summe konnte das EBIT gegenüber dem Vorjahreswert um 1,1 Mio. EUR auf 13,1 Mio. EUR gesteigert werden. Das entspricht einer EBIT-Marge von 9,3 %, die damit über dem Vorjahreswert von 8,7 % liegt. Ohne Berücksichtigung der nach IAS 29 gebotenen Ausweisanpassungen für Erlöse und Erträge sowie Aufwendungen der argentinischen Tochtergesellschaft sowie der Währungsumrechnung zum Stichtagskurs anstatt des Jahresdurchschnittskurses würde das EBIT 13,4 Mio. EUR betragen. Die Hochinflationseffekte verteilen sich auf alle in das EBIT einfließenden Posten der Konzerngewinn- und -verlustrechnung und haben in Summe mit 0,3 Mio. EUR nur einen untergeordneten Einfluss auf diese Ergebnisgröße.

Das derzeit negative Finanz- und Beteiligungsergebnis ist um 0,3 Mio. EUR niedriger ausgefallen. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Zinsaufwendungen in der Türkei und in Argentinien. In beiden Ländern haben sich zum einen die Zinssätze deutlich erhöht, zum anderen bestand insbesondere in der türkischen Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr unterjährig ein höherer Liquiditätsbedarf als noch im Vorjahr, der durch lokale Kreditlinien gedeckt wurde.

Die Aufwendungen aus der Berücksichtigung der Hochinflation gemäß IAS 29 in Argentinien umfassen neben der Kaufkraftanpassung für nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden sowie des Eigenkapitals auch die Ausweiskorrekturen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die in Summe keinen Effekt auf das Periodenergebnis haben. Da das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage vor vielen Jahren gewährt wurden, ergaben sich aus der Kraftanpassung aufgrund der Langfristigkeit für diese Posten vergleichsweise hohe Aufwendungen. Diese wurden nur teilweise durch die Indexierung der nicht-monetären Vermögenswerte kompensiert, die vor allem in kurzfristig gebundenen Vorräten bestehen. Der Verlust aus Hochinflationsanpassungen spiegelt die Entwertung des in Zusammenhang mit dem Argentinien-Engagement in Argentinischen Peso bestehen monetären Vermögens in Folge der Inflation wider. Demsteht ein gegenläufiger Effekt aus der Währungsumrechnung des Eigenkapitals gegenüber, der im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Somit liegt das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 11,3 Mio. EUR um 0,3 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau.

Die Ertragsteueraufwendungen sind bei nahezu konstantem Ergebnis vor Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,5 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR gestiegen. Damit hat sich die Ertragsteuerquote von 34,0 % auf 39,9 % erhöht. Die im Vorjahresvergleich hohe Ertragsteuerquote ist maßgeblich auf die steuerliche nicht abzugsfähigen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Hochinflation sowie auf hohe Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre in 2017 zurückzuführen.

Das Jahresergebnis des Konzerns in Höhe von 6,8 Mio. EUR liegt somit um 0,9 Mio. EUR. unter dem Vorjahresniveau.

Entwicklung Konzernergebnis in 2018

in TEUR

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2018

EBIT und Umsatzerlöse schätzten wir im Ausblick des Geschäftsberichts 2017 wie folgt ein:

Finanzielle Steuerungsgrößen 201710

Mio. EUR
Prognose 2018

Mio. EUR
2018

Mio. EUR
edding Konzern
Umsatzerlöse 139,2 140,0 - 150,0 141,0
EBIT 12,0 11,0 - 14,0 13,1
Segmentergebnisse Schreiben und Markieren 11 201710

Mio. EUR
Prognose 2018

Mio. EUR
2018

Mio. EUR
Umsatzerlöse 103,6 105,0 - 112,0 105,9
EBIT 18,1 17,0 - 20,0 19,3
Visuelle Kommunikation
Umsatzerlöse 35,6 35,0 - 38,0 35,1
EBIT 2,4 2,1 - 2,9 2,4

An dieser Prognose haben wir im Jahresverlauf festgehalten.

Die Nettoumsatzerlöse des Konzerns sind um 1,2 % auf 141,0 Mio. EUR leicht gestiegen. Das EBIT beträgt 13,1 Mio. EUR. Damit liegen beide Größen in unserem Prognosekorridor.

Während die Nettoerlöse des edding Konzerns im unteren Bereich unseres Korridors liegen, konnte das EBIT des edding Konzerns in 2018 eher den oberen Bereich unseres Korridors erreichen. Die etwas schwächere Entwicklung bei den Umsatzerlösen ist insbesondere auf die unter den Erwartungen gebliebene Entwicklung in den Übersee-Märkten zurückzuführen. Dennoch liegen die Umsatzerlöse innerhalb des Prognosekorridors. Der demgegenüber vergleichsweise hohe Wert beim EBIT liegt zum einen an bestimmten Projekten, die für 2018 eingeplant waren aber nicht durchgeführt wurden und zum anderen an gegenüber der Planung verzögerten Neueinstellungen. Die Berücksichtigung der Hochinflation gemäß IAS 29 hat sich hingegen nur in geringem Umfang auf das EBIT ausgewirkt.

Das Segment Schreiben und Markieren trug überproportional mit 2,2 % zum Wachstum der Nettoumsatzerlöse bei, während das Segment Visuelle Kommunikation mit einem Rückgang von 1,4 % einen negativen Beitrag leistete. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse in beiden Segmenten aufgrund der schwächeren Entwicklungen in Lateinamerika und in der Türkei mit einhergehenden Währungsabwertungen im unteren Bereich unserer Erwartungen. Im Bereich der Visuellen Kommunikation belastete zudem der Verlust eines Vertriebspartners das Europa-Geschäft.

Das Segmentergebnis (EBIT) für den Bereich Schreiben und Markieren ist von 18,1 Mio. EUR um 6,6 % auf 19,3 Mio. EUR angestiegen und liegt im oberen Bereich unseres Prognosekorridors. Das Segmentergebnis Visuelle Kommunikation zeigt sich mit 2,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert nur wenig verändert und liegt in der Mitte der erwarteten Bandbreite.

Zu Details der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung verweisen wir auf den Abschnitt Mitarbeiter. Der Prognose- korridor für die Dimension „Mitarbeiter-Engagement“ von 85 - 90 % wurde mit einem Ergebnis von 87 % eingehalten. Das Ergebnis im Bereich „Qualität des Leistungsumfelds“ lag mit 82 % ebenfalls innerhalb des Prognosewertes von 75 - 85 %.

10 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst.

11 Dem Segment Schreiben und Markieren werden auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet.

Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns

Die Bilanzsumme des edding Konzerns steigt von 104,8 Mio. EUR im Vorjahr um 6,8 % auf 112,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 an. Dabei hat sich im Geschäftsjahr 2018 das Eigenkapital von 58,3 Mio. EUR auf 63,9 Mio. EUR erhöht. Dies liegt hauptsächlich am weiterhin hohen Konzernergebnis, dem als gegenläufiger Effekt vor allem die Ausschüttung der Dividende gegenüberstand. Darüber hinaus wirken sich finanzmathematische Verluste der Pensionsrückstellungen negativ auf das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag aus, während in 2018 ein positiver Einfluss der erfolgsneutralen Bilanzierung von Währungsabsicherungsgeschäften auf das Eigenkapital zu beobachten ist. Im Geschäftsjahr 2018 ist zudem erstmalig die Bilanzierung unter Hochinflation für die argentinische Tochtergesellschaft anzuwenden. Hieraus resultierte zum 1. Januar 2018 ein erfolgsneutraler Erst- anwendungseffekt von insgesamt 0,5 Mio. EUR, der sich direkt steigernd auf das Eigenkapital auswirkte. Zudem ergibt sich im weiteren Jahresverlauf 2018 aus der Hochinflationsindexierung der nicht-monetären Bilanzposten der argentinischen Tochtergesellschaft sowie aus der Währungsumrechnung insgesamt ein das Eigenkapital erhöhender Effekt in Höhe von 0,2 Mio. EUR.

Bei gleichzeitig erfolgter leichter Zunahme des Fremdkapitals steigt die Eigenkapitalquote somit im Vorjahresvergleich mit 57,0 % (Vorjahr: 55,6 %) leicht an.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 27,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR leicht angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2018 erfolgte Vollkonsolidierung der Prismade Labs GmbH zurückzuführen, die eine Bewertung von immateriellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,8 Mio. EUR sowie die Bilanzierung eines Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 0,5 Mio. EUR zur Folge hatte. Im Gegenzug wurde der zum Vorjahresstichtag für die Prismade Labs GmbH ausgewiesene Anteil an at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von 0,4 Mio. EUR ausgebucht.

Der Buchwert der Sachanlagen ist im Geschäftsjahr 2018 hingegen um 0,4 Mio. EUR gesunken. Die im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 1,7 Mio. EUR durchgeführten Investitionen lagen um 0,7 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Investitionen wurden bei den Sachanlagen insbesondere in den Bereichen der IT-Hardware, den technischen Anlagen und Maschinen sowie im Bereich der Büroausstattung vorgenommen. Sie betrafen zum überwiegenden Teil die Konzernzentrale in Ahrensburg sowie unseren Produktionsstandort in Bautzen und sind daher primär der Zentrale und dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zuzuordnen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 78,2 Mio. EUR um 8,3 % auf 84,7 Mio. EUR deutlich erhöht. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der flüssigen Mittel sowie dem Anstieg des Vorratsvermögens. Dieser liegt zum einen in der Hochinflationsbewertung der Vorräte der edding Argentina S.A. und zum anderen im Vorratsaufbau in der türkischen und kolumbianischen Tochtergesellschaft begründet.

Das langfristige Fremdkapital ist im Geschäftsjahr 2018 mit 17,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (17,7 Mio. EUR) leicht gesunken.

Zum 31. Dezember 2018 lag das kurzfristige Fremdkapital mit insgesamt 31,1 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahresstichtags (28,8 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf dem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie auf den im Berichtsjahr angestiegenen kurzfristigen Finanzschulden beruht. Der letztgenannte Effekt ist auf die im Geschäftsjahr 2018 erfolgte stärkere Inanspruchnahme kurzfristiger Bankverbindlichkeiten der türkischen Tochtergesellschaft zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt.

Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Zum 31. Dezember 2018 lagen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) vor.

Zum Vorjahresstichtag bestanden Finanzierungszusagen des edding Konzerns in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Die Finanzierungszusagen betrafen die Beteiligung an der Prismade Labs GmbH, die zum 31. Dezember 2017 noch nicht als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den edding Konzernabschluss einbezogen war. Zum 31. Dezember 2018 ist die Prismade Labs GmbH jedoch als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den edding Konzernabschluss einbezogen, so dass zum Berichtsstichtag keine Finanzierungszusagen des edding Konzerns gegenüber externen Parteien vorliegen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verminderte sich deutlich auf 8,5 Mio. EUR gegenüber 14,0 Mio. EUR im Vorjahr. Ausgehend von einem weitgehend konstanten um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnis erhöhte sich bei allen wesentlichen Posten des kurzfristigen Vermögens- und Verbindlichkeitsbereichs die Mittelbindung.

Der mit 2,2 Mio. EUR negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag über dem Niveau des Vorjahres (-3,1 Mio. EUR). Ursache sind im Vorjahresvergleich niedrigere Investitionen in Sachanlagen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -1,3 Mio. EUR im Vergleich zu -2,6 Mio. EUR im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2018 erhöht die Neuaufnahme von Bankkrediten durch die türkische Tochtergesellschaft den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

Dem edding Konzern stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 19,1 Mio. EUR (Vorjahr: 20,6 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) in Anspruch genommen werden.

Im Jahr 2018 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2019.

Veränderung des Finanzmittelfonds in 2018

in TEUR

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG

Ertragslage der edding AG

Entwicklung der Ertragslage

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Relations, Corporate Innovation Management sowie IT angesiedelt.

2018

TEUR
2017

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 20.766 18.474 2.292 12,4
Erträge aus Beteiligungen 306 466 -160 -34,3
Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.202 -1.138 -64 5,6
Aufwand aus Beteiligungsabgängen -1 - -1 n.a.
Zuschreibungen/Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen/Beteiligungen -7 5 -12 -240,0
Beteiligungsergebnis 19.862 17.807 2.055 11,5
Umsatzerlöse 6.467 6.109 358 5,9
Personalaufwendungen -7.526 -7.593 67 -0,9
Abschreibungen -1.417 -1.377 -40 2,9
Sonstige betriebliche Erträge 165 285 -120 -42,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen/sonstige Steuern -7.375 -6.672 -703 10,5
EBIT 10.176 8.559 1.617 18,9
Finanzergebnis -122 -414 292 n.a.
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.054 8.145 1.909 23,4
Ertragsteuern -3.434 -2.559 -875 34,2
Jahresüberschuss 6.620 5.586 1.034 18,5

Die Ertragslage der edding AG ist durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet, die im Wesentlichen aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V.D. Ledermann & Co. GmbH resultieren.

Das Beteiligungsergebnis gliedert sich wie folgt:

2018

TEUR
2017

TEUR
Ergebnisübernahmen/Beteiligungserträge
edding International GmbH 19.868 17.602
Legamaster GmbH 555 238
V.D. Ledermann & Co. GmbH 343 634
EDDING (U.K.) LTD. 256 461
PBS Network GmbH 50 5
21.072 18.940
Zuschreibungen/Abschreibungen
Wertpapiere des Anlagevermögens -59 132
-59 132
Abschreibungen und Veränderungen von Wertberichtigungen
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Beteiligung) -1.143 -406
edding Argentina S.A. (Beteiligung) - -864
edding Argentina S.A. (Forderungen) -7 5
-1.150 -1.265
Aufwand aus Beteiligungsabgängen edding Mexico S. de R.L. de C.V. -1 -
-1 -
19.862 17.807

Das Beteiligungsergebnis liegt mit 19,9 Mio. EUR aufgrund von deutlich höheren Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträgen um 2,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Die erhöhten Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge resultieren insbesondere aus dem deutlich angestiegenen Ergebnis der edding International GmbH. Wesentliche Treiber sind hier eine höhere Ergebnisübernahme von der edding Vertrieb GmbH sowie eine höhere Dividendenzahlung der Legamaster International B.V. Dem angestiegenen Rohergebnis in der edding International GmbH stehen um 2,4 Mio. EUR höhere Abschreibungen und Veränderungen von Wertberichtigungen gegenüber, während diese in der edding AG um 0,1 Mio. EUR geringer ausgefallen sind. Der hohe Anstieg der Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Geschäftsentwicklung der edding Argentina S.A. zurückzuführen. Die entsprechenden Aufwendungen im Zusammenhang mit der türkischen Konzerngesellschaft liegen bei der edding AG und der edding International GmbH zusammen insgesamt auf Vorjahresniveau.

In Argentinien hat sich die wirtschaftliche und soziale Situation erneut deutlich verschlechtert. Inflation, Abwertung und hohe Arbeitslosigkeit setzen sich weiter fort; der Konsum ist entsprechend niedrig. Dies führte bei der edding Argentina S.A. zu einem Rückgang der verkauften Stückzahlen von etwa 25 %, was zu einem deutlich negativen Ergebnis geführt hat, das darüber hinaus auch durch hohe Währungskursverluste belastet ist. Unter anderem um diese Währungskursverluste in der Zukunft deutlich zu verringern, erfolgte durch die edding International GmbH ein Warenforderungs- und Darlehensforderungsverzicht. Diese Effekte führten insgesamt zu hohen Abschreibungen auf Forderungen.

Die wirtschaftliche Situation in der Türkei bleibt volatil und unsicher. Die Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro betrug 25 % und ist damit noch höher als im Vorjahr. Trotzdem konnte unsere dortige Vertriebsgesellschaft durch Preiserhöhungen bei stabilem Mengenwachstum sowie geringeren Kosten eine stabile prozentuale Marge und damit ein fast ausgeglichenes Ergebnis erzielen, das über dem Vorjahreswert liegt. Um zukünftig hohe nicht realisierte Währungskursverluste zu reduzieren, erfolgte im ersten Quartal 2018 eine Barkapitalerhöhung von der edding International GmbH und der edding AG, die zur Rückführung der offenen Forderungen verwendet wurde. Für das nächste Jahr rechnen wir aufgrund der aktuellen Rezession mit einer weiteren Abwertung der Türkischen Lira und einer reduzierten prozentualen Marge mit einem schwächeren Ergebnis der Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund mussten die Wertberichtigungen auf die Beteiligung bei der edding AG und der edding International GmbH nochmals erhöht werden.

Dem damit deutlich erhöhten Beteiligungsergebnis stehen höhere sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber, die zum größten Teil durch höhere Umsatzerlöse und einen geringeren Aufwand aus dem Finanzergebnis ausgeglichen werden können. Entsprechend liegt das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 10,1 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 8,1 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse der edding AG betreffen im Wesentlichen Lizenzerlöse von der edding International GmbH sowie Konzernumlagen. Der Anstieg um 0,4 Mio. EUR resultiert aus verschiedenen Effekten. So sind die Lizenzerlöse umsatzbedingt leicht angestiegen und die Miet- und IT-Umlagen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Nutzung von Flächen beziehungsweise dem Anstieg der Anzahl von Nutzern. Zusätzlich ist hier erstmalig die Weiterreichung von in der edding AG angefallenen Kosten für die Gesellschaften Prismade Labs GmbH und edding Tech Solutions GmbH enthalten.

Bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl sind die Personalaufwendungen stabil gegenüber dem Vorjahr. Laufende Gehaltserhöhungen und etwas geringere Sonderzahlungen gleichen sich aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 0,7 Mio. EUR über denen des Vorjahres. Dies resultiert aus höheren Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen an Gebäuden, für Informationstechnologie und aus gestiegenen Beratungsaufwendungen.

Der Verlust aus dem Finanzergebnis ist um 0,3 Mio. EUR zurückgegangen. Wesentlicher Effekt ist hier die Auflösung zusätzlicher Pensionsverpflichtungen.

Damit ist das Ergebnis vor Ertragsteuern um 1,9 Mio. EUR höher ausgefallen als im Vorjahr.

Da der steuerlich nicht zu berücksichtigende Aufwand aus Abschreibungen auf Verbundforderungen und Finanzanlagen insgesamt in der edding International GmbH (mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht) und in der edding AG angestiegen ist, liegt die Steuerquote mit 34,1 % über dem Vorjahresniveau von 31,4 %. Zusätzlich ist im Vorjahr eine Gewerbesteuererstattung enthalten, die die Steuerquote entsprechend vermindert hatte.

Der Jahresüberschuss konnte entsprechend um 1,0 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR gesteigert werden.

Von dem Bilanzgewinn sollen 2,6 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands 2,45 EUR je Vorzugsstückaktie und 2,40 EUR je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 EUR. Damit fällt die Dividende für Vorzugsstückaktien und Stammstückaktien um jeweils 0,30 EUR höher als im Vorjahr aus.

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2018

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2017 lag unser Prognosekorridor auf Basis des Jahresüberschusses 2017 von 5,6 Mio. EUR zwischen 5,0 Mio. und 7,0 Mio. EUR. An dieser Prognose haben wir im Jahresverlauf festgehalten. Der Jahresüberschuss der edding AG liegt mit 6,6 Mio. EUR im oberen Bereich unseres Prognosekorridors.

Vermögens- und Finanzlage der edding AG

Die Bilanzsumme der edding AG hat sich mit 75,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 5,9 Mio. EUR erhöht.

Der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens ist zum aktuellen Bilanzstichtag mit insgesamt 5,6 Mio. EUR leicht rückläufig, da die Neuinvestitionen mit insgesamt 1,0 Mio. EUR unterhalb des Niveaus der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2018 lagen.

Im Vorjahresvergleich ist das Volumen der von der edding AG getätigten Investitionen leicht vermindert. Im Rahmen des Investitionsvolumens 2018 entfallen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR), die im Wesentlichen aus Investitionen in IT-Hardware sowie in Büroausstattung und Laborgeräte bestehen. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen haben im Geschäftsjahr 2018 einen lediglich sehr geringen Umfang (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) und betreffen ausschließlich IT-Software.

Das Finanzanlagevermögen ist im Vorjahresvergleich mit 34,5 Mio. EUR konstant geblieben (Vorjahr: 34,6 Mio. EUR). Wesentliche Effekte sind hierbei jedoch im Beteiligungsansatz der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. zu verzeichnen. Zunächst wurde im ersten Quartal 2018 eine Barkapitalerhöhung vorgenommen, an der die edding AG mit 1,0 Mio. EUR beteiligt war. Zudem ist im weiteren Jahresverlauf der Beteiligungsansatz der türkischen Tochtergesellschaft um 1,1 Mio. EUR wertberichtigt worden. Des Weiteren wurde der formale Liquidationsprozess der Tochtergesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. im Dezember 2018 finalisiert, so dass der bereits zum Vorjahresstichtag vollständig wertberichtigte Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2018 ausgebucht werden konnte.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Verbundene Unternehmen edding International GmbH 26.466 26.466
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) 2.092 2.187
V.D. Ledermann & Co. GmbH 1.534 1.534
edding Argentina S.A. (Argentinien) 1.033 1.033
Legamaster GmbH 700 700
EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) 658 658
edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) 363 363
edding Hellas Ltd. (Griechenland) - -
32.846 32.941
Beteiligungen
PBS Network GmbH 52 52
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH 9 9
61 61
32.907 33.002

Neben den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen unterhält die edding AG eine Niederlassung in Wunstorf, die keinen operativen Geschäftsbetrieb führt. Somit ist diese Zweigniederlassung für die edding Gruppe von untergeordneter Bedeutung.

Zum 31. Dezember 2018 ist im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein deutlicher Anstieg in Höhe von 2,6 Mio. EUR auf 24,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Hauptverantwortlich hierfür sind die im Vorjahresvergleich um 2,3 Mio. EUR höheren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Zudem ist im Geschäftsjahr 2018 der Saldo der Verbindlichkeiten der edding AG aus interner Verrechnung gegenüber der edding International GmbH, die saldiert mit den Forderungen ausgewiesen werden, um 1,5 Mio. EUR gesunken. Als gegenläufiger Effekt im Verbundbereich ist der Saldo der Verrechnung zwischen der edding AG und der edding Vertrieb GmbH zu nennen, der im Vorjahr eine Forderung der edding AG in Höhe von 0,6 Mio. EUR darstellte, sich jedoch während des Geschäftsjahres 2018 in eine Verbindlichkeit von 1,2 Mio. EUR gewandelt hat.

Die flüssigen Mittel der edding AG steigen zum 31. Dezember 2018 um 3,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr stark an. Die weiteren Posten auf der Aktivseite der Bilanz weisen zum 31. Dezember 2018 nur geringe Schwankungen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf.

Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um insgesamt 4,3 Mio. EUR, da der in 2018 erwirtschaftete Jahres- überschuss von 6,6 Mio. EUR die unterjährige Dividendenausschüttung von rund 2,3 Mio. EUR deutlich überkompensierte. Die Eigenkapitalquote ist wegen der gestiegenen Bilanzsumme mit 77,0 % zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresstichtag (77,3 %) leicht gesunken.

Die Rückstellungen steigen zum 31. Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,4 Mio. EUR auf 13,2 Mio. EUR nur leicht an. Hierbei ist insbesondere die Zunahme der Ertragsteuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2018 verantwortlich für diese Entwicklung.

Im Bereich der weiteren Passiva ist neben dem bereits dargestellten Anstieg der konzerninternen Verbindlichkeiten insbesondere der aus der planmäßigen Tilgung der langfristigen Darlehen resultierende Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu nennen. Insgesamt steigen somit die Verbindlichkeiten der edding AG im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,1 Mio. EUR an.

Der edding AG stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 15,3 Mio. EUR zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2018 nicht in Anspruch genommen werden.

Zum 31. Dezember 2018 liegen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR), davon 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) zu Gunsten verbundener Unternehmen, vor.

Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2018 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2019.

Gesamtaussage des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung und das Konzernergebnis in 2018 als gut. Der Gesamtumsatz konnte im Vorjahresvergleich nur um 1,2 % gesteigert werden. Dank überproportionaler Steigerungen in Deutschland in beiden Geschäftsfeldern konnten wir unsere Ergebnisziele für 2018 weitgehend erreichen; und auch beim Gesamtumsatz sind wir noch innerhalb des vorhergesagten Prognosekorridors geblieben. Etwas getrübt wird diese Einschätzung dadurch, dass das für unser Gesamtwachstum wichtige Geschäft in Südamerika und der Türkei - teilweise wechselkursbedingt - ein weiteres Mal deutlich hinter den Erwartungen geblieben ist.

Ebenfalls gut bewertet der Vorstand das Ergebnis der Muttergesellschaft. Hier konnte das gute Vorjahresergebnis von 5,6 Mio. EUR erneut deutlich auf 6,6 Mio. EUR gesteigert werden.

Entwicklung der Konzerngesellschaften12

Zu den einzelnen Funktionen der Gesellschaften im Konzern verweisen wir auf den Abschnitt Organisations- und Beteiligungsstruktur.

Mutterunternehmen

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind die zentralen Managementfunktionen, Finanzen, Human Relations, Corporate Innovation Management und IT angesiedelt.

Die Ertragslage der edding AG ist im Wesentlichen durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet. Diese resultieren vor allem aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V.D. Ledermann & Co. GmbH und beinhalten zudem noch Bewertungseffekte auf Konzernforderungen und Anteile an verbundenen Unternehmen. Das Beteiligungsergebnis beträgt 19,9 Mio. EUR und hat sich damit insbesondere aufgrund der höheren Ergebnisübernahme von der edding International GmbH um 2,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert erhöht. Dem höheren Beteiligungsergebnis stehen höhere sonstige betriebliche Aufwendungen für Beratung, Instandhaltungsmaßnahmen an Gebäuden und Informationstechnologie gegenüber.

Entsprechend liegt das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 10,1 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 8,1 Mio. EUR. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR).

Tochtergesellschaften

Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften

Der edding International GmbH obliegt die internationale Steuerung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Darüber hinaus nimmt sie alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr.

Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns. Mit der edding Vertrieb GmbH und der edding Expressive Skin GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn beträgt 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Der Verlust der edding Expressive Skin GmbH beträgt 0,1 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse in der edding International GmbH konnten insgesamt um 4 % gesteigert werden. Dies wird unter anderem von einem unterjährigen Wechsel in 2017 der Betreuung unseres österreichischen Vertriebspartners in die edding Vertrieb GmbH beeinflusst. Bereinigt um diesen Effekt beläuft sich die Steigerung auf 5 %. Wachstumstreiber sind hier Deutschland, Russland und Spanien. Umsatzrückgänge wurden dagegen insbesondere bei den Lieferungen an die türkische Tochtergesellschaft verzeichnet. Das Ergebnis liegt mit 19,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 17,6 Mio. EUR. Wesentliche positive Effekte sind hier neben der höheren Ergebnisübernahme und den gestiegenen Umsatzerlösen eine höhere von der Legamaster International B.V. erhaltene Dividendenzahlung sowie ein geringerer Aufwand aus Währungskurseffekten. Diesen positiven Effekten steht insbesondere ein deutlich höherer Aufwand aus Abschreibungen auf Forderungen gegenüber der edding Argentina S.A. gegenüber. Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt.

Die Legamaster International B.V. (Niederlande) steuert das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Zusätzlich übernimmt sie den lokalen Vertrieb für Legamaster in den Niederlanden.

Entsprechend der Gesamtentwicklung im Bereich der Visuellen Kommunikation ist der Umsatz der Gesellschaft um 5 % zurückgegangen, was sowohl aus der lokalen als auch der internationalen Entwicklung resultiert. In den Niederlanden ist der Büromarkt insgesamt rückläufig und Wettbewerb und Preisdruck sind hoch. Zusätzlich bezieht ein internationaler Großkunde seit Mitte des Jahres durch einen Lagerumzug über Deutschland seine Produkte. Auf internationaler Ebene kann das Wachstum in Deutschland die Rückgänge insbesondere in Großbritannien und der Schweiz nicht ausgleichen. In Großbritannien wirkt sich die bereits im Vorjahr beendete Geschäftsbeziehung mit einem Vertriebspartner aus; hier konnte noch kein neuer Partner gewonnen werden. In der Schweiz hat der Wettbewerb im interaktiven Sortiment sehr stark angezogen. Der Gewinn liegt trotz niedrigerer Umsätze mit 1,6 Mio. EUR annähernd auf dem Vorjahresniveau von 1,7 Mio. EUR.

12 Die Kommentierung der Tochtergesellschaften erfolgt auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt Schreiben und Markieren

Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr - beeinflusst durch den bereits genannten Wechsel der Betreuung unseres österreichischen Vertriebspartners im Verlauf des Jahres 2017 sowie eine Umsatzverschiebung von den Niederlanden nach Deutschland durch den Lagerumzug eines internationalen Großkunden - einen Umsatzanstieg von 7 % erwirtschaftet. Bereinigt um die genannten Sondereffekte konnte eine Umsatzsteigerung von 6 % erzielt werden. Gestützt durch immer noch positive Konjunktureffekte resultiert das Wachstum im Bereich Schreiben und Markieren aus allen Produktbereichen, dabei konnten Steigerungen insbesondere auch mit Druckerpatronen und Toner sowie den Kreativsortimenten inklusive Sprays erzielt werden. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn liegt bei stabilen Kosten umsatzbedingt mit 6,7 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 5,3 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse der edding Benelux B.V. (Niederlande) sind um 3 % gestiegen. Dies resultiert hauptsächlich aus der Kooperation mit der Partnermarke Tombow, die seit dem zweiten Quartal 2017 besteht. Der Bereich Schreiben und Markieren ist nur leicht um 1 % gewachsen. Hier wirkt sich ebenfalls der bereits genannte Lagerumzug eines internationalen Großkunden umsatzmindernd aus. Dieser Effekt beträgt etwa drei Prozentpunkte. Der erzielte Gewinn konnte gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden.

Bei der türkischen Tochtergesellschaft edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) sind die Umsatz- erlöse in Landeswährung um 18 % angestiegen, das entspricht bei einer deutlichen Preiserhöhung etwa einer stabilen Entwicklung der verkauften Stückzahlen. Im Rahmen der Planung für das Jahr 2018 hatten wir bereits Ende 2017 vorgesehen, die sich abzeichnende dauerhafte Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro durch die genannten Preiserhöhungen zu kompensieren, auch wenn sich dies negativ auf die sonst üblichen Absatzsteigerungen auswirkt. Im Berichtsjahr hat die Türkische Lira gegenüber dem Euro dann tatsächlich erneut deutlich um 25 % nachgegeben. Durch zeitliche Unterschiede in der Wirksamkeit von Preiserhöhungen und höheren Warenbezugskosten im Vergleich zum Vorjahr konnte die prozentuale Marge in der Gesellschaft stabil gehalten werden. Zusätzlich erfolgten Einsparungen in der Kostenstruktur. Eine weitere Folge der Abwertung der Währung sind grundsätzlich hohe nicht realisierte Währungskursverluste aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten. Um diesen Effekt zu begrenzen, erfolgte im ersten Quartal 2018 eine Kapitalerhöhung, aus der dann Forderungen zurückgezahlt wurden. Entsprechend konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und ist fast ausgeglichen. Ohne die weitestgehend nicht realisierten Währungskursverluste konnte ein über dem Vorjahr liegendes positives operatives Ergebnis erzielt werden, was unter den gegeben Bedingungen als Erfolg gesehen wird. Insgesamt bleibt die Situation weiter unsicher und volatil. Wir sehen derzeit auch eine weitere Abwertung mit entsprechenden notwendigen Preiserhöhungen und größerem Fokus auf der Absicherung von Kundenforderungen als wahrscheinlich an. Zusätzlich wird die prozentuale Marge zurückgehen, da wir für 2019 erwarten, dass erhöhte Warenbezugskosten nicht voll an den Markt weitergegeben werden können. Vor diesem Hintergrund mussten die Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft bei der edding AG und der edding International GmbH erneut nach oben angepasst werden. Dennoch halten wir an unserem Engagement fest und sind uns sicher, dass wir mittelfristig trotz der leichten zeitlichen Verschiebung des erwarteten Umsatzwachstums auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen ein profitables Wachstum generieren können.

Die EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) konnte in Landeswährung einen Umsatzanstieg von 7 % erzielen. Hier hat sich insbesondere das Schulgeschäft weiter positiv entwickelt. Die Brexit-Entscheidung hat sich aus unserer Sicht trotz des sinkenden Konsumentenvertrauens in den Britischen Markt nur in geringem Maße auf den Umsatz 2018 ausgewirkt. Das Britische Pfund ist abgesehen von kurzfristigen Schwankungen gegenüber dem Euro im Vergleich zum Durchschnittskurs annähernd stabil geblieben. Entsprechend konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Um mögliche Lieferengpässe zu vermeiden, wurde bereits im Berichtsjahr begonnen Risikobestände aufzubauen. Insgesamt ist die Auswirkung des Brexit auf die Umsatzerlöse derzeit schwer einzuschätzen; derzeit erwarten wir aber keine dauerhaft negative Auswirkung auf die Absatz- und Ergebnissituation.

Die edding France SAS (Frankreich) konnte insgesamt den Umsatz um 6 % steigern. Dies resultiert aus einem deutlichen Anstieg mit den Partnermarken, hier wurde die Kooperation mit Tombow im Laufe des Vorjahres ausgebaut. Im Bereich Schreiben und Markieren musste allerdings ein Rückgang von 2 % verkraftet werden. Hier spiegelt sich das verlangsamte Wirtschaftswachstum und das sinkende Konsumentenvertrauen wider; der Büromittelmarkt entwickelt sich derzeit rückläufig. Bei leicht angestiegenen Kosten ist das Ergebnis ausgeglichen und liegt annähernd auf Vorjahresniveau.

In dem hart umkämpften und preissensitiven griechischen Markt konnte die edding Hellas Ltd. (Griechenland) ihre Umsatzerlöse stabil halten. Nach einem erstmalig nach der Griechenlandkrise wieder ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr ist das Ergebnis wieder leicht negativ. Dieses Ergebnis entspricht nicht unseren Erwartungen, dennoch ist aus derzeitiger Sicht mittelfristig nicht mit einer Besserung zu rechnen. Aufgrund unseres insgesamt hohen Marktanteils halten wir an unserem Engagement fest.

Nach der Löschung der edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) im Handelsregister am 13. Dezember 2018 ist der Liquidationsprozess in Mexiko abgeschlossen.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt Visuelle Kommunikation

Die Legamaster GmbH konnte nach drei Jahren in Folge mit zweistelligen Wachstumsraten erneut den Umsatz deutlich um 8 % steigern. Hier spiegelt sich neben der bereits erwähnten Verschiebung von Umsatzerlösen von den Niederlanden nach Deutschland weiterhin nicht nur eine anhaltend sehr positive Entwicklung der Umsatz- erlöse mit e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie) wider; auch die Umsatzerlöse in der klassischen visuellen Kommunikation insbesondere mit Whiteboards konnte weiter ausgebaut werden. Diese deutlich positive Entwicklung wird insbesondere gestützt durch neu eingeführte Produkte, hinzugewonnene Listungen und neue Kunden sowie durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit Bestandskunden. Der an die edding AG abgeführte Gewinn liegt mit 0,5 Mio. EUR entsprechend deutlich über dem Vorjahreswert von 0,2 Mio. EUR.

Die zum Teilkonzern der niederländischen Gesellschaften gehörende Legamaster B.V.B.A. (Belgien) deckt den Vertrieb des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation in Belgien, Luxemburg und Frankreich ab und hat im Berichtsjahr eine Umsatzsteigerung von 8 % erzielt. Diese resultiert aus allen drei Märkten. Entsprechend konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert und somit die Gewinnzone erreicht werden.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit lokaler Produktion

Die Umsatzerlöse der edding Argentina S.A. (Argentinien) sind in Landeswährung inklusive der Anpassungen der lokalen Rechnungslegung für Hochinflation zwar nominal um 51 % angestiegen, die verkauften Stückzahlen sind jedoch um etwa 25 % zurückgegangen, was aus allen Geschäftsbereichen resultiert. Ursache für diesen Absatzrückgang ist die wiederum deutlich schlechtere wirtschaftliche und soziale Situation im Land. Die Inflationsrate beträgt 48 %, der Argentinische Peso hat parallel in 2018 gegenüber dem Euro um 48 % abgewertet. Dies wirkt sich aufgrund des Nachfragerückgangs sowohl umsatzdämpfend in Landeswährung als auch in einem geringeren umgerechneten Umsatz in Euro aus. Zusätzlich können die höheren Kosten nur bedingt an den Markt weitergeben werden. Darüber hinaus ist das Ergebnis belastet durch hohe Währungskursverluste aus der Bewertung konzerninterner und externer Hartwährungs-Verbindlichkeiten. Dies führt erneut zu einem deutlichen negativen Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis vor Währungskursverlusten ist annähernd ausgeglichen und liegt über dem Vorjahresniveau. Unterjährig erfolgte ein Forderungs- und Darlehensforderungsverzicht von der edding international GmbH mit dem Ziel, das Eigenkapital der Gesellschaft zu stärken und zukünftige Währungskursverluste zu minimieren. Darüber hinaus wurde vor dem Hintergrund der schwierigen Lage im Land eine weitere Risikovorsorge in Form von Forderungsabschreibungen bei der edding International GmbH notwendig. Wir befinden uns derzeit mit der Gesellschaft in einer strategischen Neuausrichtung mit einer Reduzierung der Vertriebsaktivitäten im hart umkämpften klassischen Büroartikelmarkt und einer Stärkung von Vertriebsbereichen für das interaktive Legamaster-Sortiment, das Kreativsortiment bei edding sowie Compact Printing. Mit diesen strategischen Aktivitäten in Verbindung mit einer ausgeglicheneren Bilanzsituation sehen wir mittelfristig eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation als möglich an.

Die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) konnte erneute eine Umsatzsteigerung in Höhe von 4 % erzielen. Die Umsätze lagen insbesondere in der ersten Jahreshälfte unter den Erwartungen bedingt durch eine mit den Präsidentschaftswahlen verbundene Zurückhaltung in der Nachfrage, einem teilweisen Verzug in der Neueinstellung von weiteren Vertriebsmitarbeitern und größerem Zeitbedarf der Realisation von interaktiven Legamaster Projekten bei Kunden. Dennoch konnte die Zahl der Verkaufsstellen (Point of Sale) im Vorjahresvergleich mehr als verdreifacht werden. Unter anderem dadurch hat sich im letzten Quartal 2018 die Umsatzsituation deutlich verbessert. Das Ergebnis konnte insgesamt verbessert werden, bleibt aber noch negativ. Das Ergebnis der Tochtergesellschaft ist durch im Wesentlichen nicht realisierte Währungskursverluste aus der Bewertung von Währungsderivaten und von konzerninternen Forderungen belastet. Das operative Ergebnis vor Wechselkurseffekten ist annähernd ausgeglichen. Für 2019 erwarten wir eine weitere Verbesserung aufgrund der fortgeführten gezielten Geschäftsentwicklung.

Produktionsgesellschaft

Bei der Produktionsgesellschaft V.D. Ledermann & Co. GmbH sind die konzerninternen Umsätze leicht um 3 % gesunken. Hier wirkt sich insbesondere der mengenmäßige Rückgang des Türkeiumsatzes von Highlightern und Nachfülleinheiten aus. Entsprechend liegt das Ergebnis bei leicht angestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 0,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 0,6 Mio. EUR und wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt.

Sonstige Gesellschaften

Die edding Tech Solutions GmbH soll zukünftig die Entwicklung und den Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen zur Markierung und Kennzeichnung sowie von ähnlichen Produkten abdecken. Dies umfasst zur Zeit edding code und edding Compact Printer. Die Gesellschaft wurde in 2018 gegründet. Im vierten Quartal wurde mit dem Aufbau der entsprechenden Organisationsstruktur begonnen. Da diesen Aktivitäten noch kein Umsatz gegenübersteht, ist das operative Ergebnis der Gesellschaft noch negativ. Für 2019 wird durch weitere Anlaufkosten mit sukzessiv wachsenden Umsatzerlösen ebenfalls noch ein negatives Ergebnis erwartet.

Die Prismade Labs GmbH deckt die Forschung und Entwicklung im Bereich gedruckter Elektronik sowie deren Schnittstelle zur digitalen Welt ab. Die Vollkonsolidierung der Gesellschaft erfolgt seit dem 2. Mai 2018. Da im Berichtsjahr der Fokus auf der Produkt- beziehungsweise Anwendungsentwicklung lag, sind die Umsatzerlöse entsprechend gering und das operative Ergebnis ist negativ. Analog zur edding Tech Solutions GmbH wird auch hier in 2019 noch ein negatives Ergebnis erwartet. Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse wird über die edding Tech Solutions GmbH erfolgen.

Die edding Expressive Skin GmbH übernimmt die Entwicklung und der Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen der dekorativen Kosmetik und Hautverzierungen sowie ähnlichen Produkten. Fokus der Gesellschaft liegt derzeit auf der Entwicklung neuer Produktbereiche, denen noch keine Umsatzerlöse gegenüberstehen. Entsprechend beträgt der gemäß Ergebnisabführungsvertrag übernommene Verlust 0,1 Mio. EUR.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Chancenmanagement

Die edding AG bewegt sich mit ihren beiden Geschäftsfeldern in einem dynamischen Marktumfeld. Neben den allgemeinen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen unterliegen wir auch den Veränderungsprozessen in unseren jeweiligen Branchen, inklusive der diesen zugrundeliegenden Änderungen der Verbrauchergewohnheiten und -präferenzen.

Die Dynamik der Veränderungen in der Bürobedarfsbranche nimmt weiter an Fahrt auf. Gerade in unserem Kernmarkt Europa nimmt die Bedeutung von rein online-basierten Handelsanbietern weiter zu, während traditionelle Handelskonzepte sowohl im B2C Bereich als auch im B2B Bereich in Summe tendenziell Marktanteile verlieren und sich zudem größere Einzelunternehmen in Restrukturierungen befinden. Auf Seiten der Endverbraucher ergeben sich durch die steigende Digitalisierung, die zunehmende Mobilität von Mitarbeitern und Endverwendern sowie durch die zunehmende Verbreitung von neuen Formen des Zusammenarbeitens kontinuierlich neue Herausforderungen. Wir versuchen beständig, unsere strategische Ausrichtung und unsere operativen Geschäftsprozesse gemäß diesen Herausforderungen anzupassen und dabei einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

Als mittelständisches börsennotiertes Unternehmen sehen wir es dabei als unsere wesentliche Herausforderung, ein kontinuierliches Risikobewusstsein und aktives Risikomanagement mit unternehmerisch geprägter Chancenorientierung in Einklang zu halten. Wir verfügen dabei sowohl hinsichtlich der Risikobewertung als auch bezüglich der Chancenbewertung über solide Steuerungsinstrumente, um die notwendige Balance aufrechtzuerhalten.

In unseren Planzahlen und Budgets sowie in unserem Ausblick für 2019 haben wir die Chancen - und ebenso die Risiken - berücksichtigt, für deren Eintreten wir die relevante Wahrscheinlichkeit deutlich über 50 % sehen. In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir für unsere beiden Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation die jeweiligen Ereignisse und Aktivitäten, die im Falle ihres Eintretens zu einer für den edding Konzern deutlich positiven Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis führen können.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Chancen durch positive wirtschaftliche Entwicklung

Als Basis für unsere Planungen und Budgets gehen wir von den im Abschnitt Prognosebericht aufgeführten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren planen wir ein Wachstum, das über dem des Geschäftsjahres 2018 liegt.

Getragen wird dies von allen geografischen Regionen. Sowohl Deutschland als auch das übrige Europa sollen deutlich wachsen. In Europa sollen die währungs- und konjunkturbedingten Umsatzrückgänge in der Türkei durch Erlössteigerungen vor allem in Großbritannien, Russland, Spanien und der Schweiz kompensiert werden. Sollten sich vor allem in der Türkei, Großbritannien und Russland die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich besser als erwartet entwickeln, dürften sich hier weitere positive Zuwächse auf unser europäisches Geschäft ergeben. Gleiches gilt für die Nachfrage in unseren beiden südamerikanischen Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien. Für diese haben wir ein deutliches Wachstum geplant, welches nach schwachem Vorjahren erstmalig wieder über 2016 liegen sollte.

Darüber hinaus haben wir auch für 2019 und die Folgejahre relativ konservative Annahmen bei der Entwicklung der Währungskurse getroffen. Hier dürfte sich vor allem bei einer weiteren Normalisierung der politischen beziehungsweise der wirtschaftspolitischen Lage in Argentinien sowie einer Verlangsamung der Abwertung der Türkischen Lira eine positive Entwicklung für edding ergeben.

Chancen durch neue Produkte und Vermarktungskonzepte

Als Markenartikelunternehmen, welches seine Kernkompetenzen im Wesentlichen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sieht, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Produktportfolios und der weiteren Durchdringung unserer Absatzmärkte. Im Fokus stehen dabei Produkte und Lösungen, die den Mehrwert für unsere Kunden und Endverwender in den Vordergrund stellen.

Auch in 2019 erwarten wir positive Umsatzentwicklungen für unsere B2B und B2C Sortimente. Erstmalig sind hier auch signifikante Umsätze aus unseren neuen zukunftsweisenden digitalen Technologien edding code und edding Compact Printer geplant. Die edding Compact Printer stellen eine innovative Lösung für die industrielle Markierung dar, der edding code ist eine disruptive neue Technologie mit leitfähiger Tinte für interaktive Verpackungen, Markenschutz, Dokumenten-Verifikation und Marketing. Beide Sortimentsbereiche befinden sich noch in der frühen Launch-Phase, so dass wir für die fokussierten Endkundenbereiche und Prio-Länder noch mit moderaten Annahmen zur Kundenakzeptanz geplant haben. Sollten wir hier mehr Projekte im ersten Jahr gewinnen können als angenommen, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Bei den Sortimenten zur manuellen Markierung erwarten wir in 2019 positive Umsatzimpulse aus der Erweiterung unserer bestehenden Produktlinien, insbesondere durch neue Farben und neue Angebotsformen. Für den Bereich der kompatiblen Toner und Tinten steht wie in den Vorjahren die laufenden Aktualisierung des Sortiments im Vordergrund. Sollten sich hier eine gegenüber der Planung höhere Nachfrage oder eine deutliche Verbreiterung der Händlerbasis, insbesondere im europäischen Ausland, ergeben, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Für einzelne Spezialsortimente, insbesondere aus dem Bereich „Creative Life“, befinden wir uns in Lateinamerika in der Testphase von direkteren Vertriebsmodellen zur Komplementierung unserer Umsätze über Handelskunden. Hierzu gehören die edding Verkaufskioske in Einkaufszentren in Argentinien ebenso wie der Verkauf auf Festivals und Kreativ-Events aus einem edding Truck. Sollten sich die ersten Erfolge dieser Konzepte bestätigen und der weitere Roll-Out schneller als geplant realisieren lassen, würde sich dies ebenfalls positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Darüber hinaus befinden sich weitere Produkt- und Konzeptentwicklungen in der Machbarkeitsprüfung beziehungsweise Umsetzungsvorbereitung. Sollten wir einzelne dieser Konzepte über das bereits geplante Maß hinaus früher fertigstellen, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Kundenbeziehungen und Vertriebsnetzwerke

Die große Nähe zu unseren Handels- und Distributionskunden bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Marktbearbeitung. Wir arbeiten kontinuierlich an der weiteren Optimierung unserer Kundenbeziehungen und fokussieren uns dabei zunehmend auf die internationalen B2C Händler, sowohl stationär als auch online.

Für den Launch der neuen edding Compact Printer haben wir, in Zusammenarbeit mit unserem Technologie- und Kooperationspartner Elried Markierungssysteme GmbH zunächst einzelne Länder in Europa und Lateinamerika in den Fokus gestellt, um uns dort mit eigenem Personal oder über kompetente Distributoren im Markt zu etablieren. Wir prüfen zudem die Möglichkeiten, dieses innovative Sortiment in weiteren Ländern zu launchen.

Sollten wir für die etablierten edding Sortimente oder auch für die edding Compact Printer schneller als geplant die neuen Netzwerke und Kontakte etablieren können, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Partnermarken

edding hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Partnermarken gemacht. Dies sind Herstellermarken, die mit ihren Vertriebsorganisationen edding Produkte in kompletten Ländern oder einzelnen Vertriebskanälen vertreiben oder deren Produkte edding im Gegenzug in ausgewählten Ländern beziehungsweise Kanälen distribuiert.

Der Vertrieb dieser Partnermarken generiert nicht nur zusätzliche Deckungsbeiträge, sondern ermöglicht es häufig, eine relevante Größe für bestimmte Handelsformate zu erreichen und diese effizienter betreuen und beliefern zu können. Gleichzeitig unterziehen wir bestehende Kooperationen einer kontinuierlichen Erfolgsprüfung. In 2018 lag der Fokus auf der Intensivierung der Kooperation mit unserem Partner Tombow in Frankreich beziehungsweise dem Start der Zusammenarbeit in Benelux. Für 2019 planen wir ein weiteres Wachstum. Darüber hinaus befinden wir uns aktuell in der Diskussion zu weiteren länderspezifischen Kooperationen mit neuen sowie mit bestehenden Partnerschaften. Diese potenziellen neuen Kooperationen sind nicht im Geschäftsausblick geplant. Sollten sich hier jedoch kurzfristig weitere attraktive Kooperationen umsetzen lassen, würde sich dies ebenfalls positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit seiner Hauptmarke Legamaster bewegt sich in zwei sehr unterschiedlich zu bewertenden Produktsegmenten. Auf der einen Seite stehen klassische Medien wie Weißwandtafeln, Flipcharts und Moderationswände, auf der anderen Seite der Bereich der digitalen Lösungen mit e-Screens und interaktiven Whiteboards.

Chancen durch Produkt- und Prozessqualität im Bereich klassischer Medien

Der klassische Bereich ist seit Jahren durch Preisverfall und harten Wettbewerb gekennzeichnet. Dennoch ergeben sich konkrete Chancen. Über die letzten Jahre sind eine steigende Anzahl der Billiganbieter in wirtschaftliche Probleme geraten. Zum einen hat es daran gelegen, dass die realisierten Margen nicht ausreichend waren, zum anderen werden immer mehr Handelskunden der Qualitätsprobleme auf Produkt- und Serviceseite überdrüssig. Dass es Legamaster gelingt, auch auf der Sortimentsseite innovative Impulse zu setzen, wurde uns auch in 2018 wieder durch externe Experten bestätigt: Nachdem in 2017 und in 2018 unser „Glassboard mit Holder und Meeting Kit Deluxe“ erste Preise beim deutschen Verband der PBS-Markenindustrie und beim Benelux Office Product Award gewinnen konnte, prämierte die Belgian Office and Stationary Trade Association (BOSTA) das Legamaster „Space Up writing concept“ mit dem Papershow Award 2019 im Bereich Office Supplies. Dies bestätigt unsere hohe Kompetenz über Produktqualität und -innovationskraft auch im klassischen Segment neue Marktchancen zu erschließen.

Chancen durch Erfolge bei Ausschreibungen im Bereich interaktiver Medien

Auch im Markt für interaktive Kommunikationsmedien gibt es eine Vielzahl von Anbietern auf niedrigem Preis- und Qualitätsniveau, die sich in diesem jungen, schnell wachsenden und zunehmend intransparenten Markt schnelles Geschäft erhoffen. Jedoch stellen wir hier weiterhin eine steigende Kompetenz auf der Kundenseite fest, die sich in steigender Orientierung hin zu Qualitätsanbietern ausdrückt, was uns zugutekommt. Aber auch der wachsende Markt an sich stellt eine große Chance dar. In den meisten Ländern erwarten wir ein Wachstum des Gesamtmarktes aufgrund des zunehmenden Penetrationsgrades von Klassenzimmern, Konferenzräumen und spezifischen industriellen Anwendungsfeldern mit interaktiver Technologie. Sollten wir hierbei vor allem in unseren Fokusmärkten Deutschland, Schweiz, Benelux und Frankreich mehr Projekte gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Produkte im Bereich interaktiver Medien

Darüber hinaus haben wir über die letzten Jahre ein Produktportfolio entwickelt, das uns gemeinsam mit unseren Vertriebsprozessen ermöglicht hat, Marktanteile zu gewinnen. Unsere Produktmanager arbeiten stetig an der Weiterentwicklung unseres Sortiments, in dem wir dank des überaus schnellen Digitalisierungsfortschritts immer wieder neue Technologien ergänzen können. In Lateinamerika konnten wir in 2018 erste Erfolge mit neuen Angebotsformaten erzielen, in denen wir den Kunden eine Komplettlösung aus Produkt, Service und Finanzierung anbieten. Ein Ausbau dieser „Legamaster as a Service“ Angebote ist geplant. Sollten wir mit Hilfe unserer laufenden neuen Angebote mehr Ausschreibungen gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Spezialisierung im Vertrieb der Tochtergesellschaften

Die in den vergangenen Jahren initiierten Spezialisierungen unserer Vertriebseinheiten für den Bereich Visuelle Kommunikation in Benelux und Frankreich waren wesentliche Erfolgstreiber für das bisherige Wachstum. Mit den in 2018 vorgenommenen organisatorischen Änderungen und Investitionen in die Vertriebsstärke erwarten wir auch für 2019 deutliche Wachstumsimpulse aus diesen spezialisierten Einheiten. Ähnliches gilt für die Intensivierung der Vertriebsaktivitäten durch dezidierte Spezialisten in Lateinamerika. Sollten wir mit den spezialisierten Vertriebseinheiten gerade im interaktiven Bereich schneller als geplant neue Handelspartner und neue Projektkunden akquirieren können, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Vertriebspartnerschaften

Zum Ende des Jahres 2017 wurde die Kooperation mit unserem Vertriebspartner für digitale Lösungen der visuellen Kommunikation in Großbritannien beendet, in 2018 ist noch kein neuer Partner für diesen Bereich akquiriert worden. Wir sondieren jedoch regelmäßig in Großbritannien und darüber hinaus neue und innovative Kooperationsmöglichkeiten zur Erschließung unserer Zielgruppen. Sollten wir bei diesen Vertriebskooperationen schneller als geplant neue Partner finden, sollte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Auch in 2018, ebenso wie in 2017, wurde uns in unserem Kernmarkt Deutschland die Nachhaltigkeit dieser Kundenbearbeitung erneut bestätigt: Zum nunmehr dreizehnten Mal in Folge wurde edding als bester PBS-Hersteller durch den deutschen Fachhandel (Leistungsspiegel der Fachzeitschrift „markt intern“) ausgezeichnet.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichterstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen und Wert- berichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt.

Die regelmäßige Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- und Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats und aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement sowie gegebenenfalls aktuell eingetretene Risiken stehen in jeder Sitzung dieser Gremien auf der Tagesordnung.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „Risk Owners“, die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte auch im Berichtsjahr 2018 direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.

Compliance Management System

Das CMS bei edding besteht aus einer Vielzahl einzelner Richtlinien und interner Regelungen, die im Intranet auf der Seite Richtlinien-Management zusammengefasst und für alle Mitarbeiter zugänglich sind. Diese Gliedern sich in die Bereiche

Kultur, Werte und Strategie
Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten
Managementsysteme und Prozesse
Kommunikation
Datenschutz, Sicherheit und IT
Arbeit, Umwelt und Soziales
Regulatory Affairs
Betriebsvereinbarungen
Sonstige Richtlinien

Unsere ethischen Grundsätze sind in unserem „Code of Conduct“ schriftlich fixiert, der zwar für Lieferanten und Dienstleister formuliert wurde, aber grundsätzlich auch für unser eigenes Handeln Anwendung findet. Auf diese ethischen Aspekte weist der Vorstand auch intern bei der Diskussion von Einzelsachverhalten im Tagesgeschäft regelmäßig hin und verankert sie auf diese Weise im Unternehmen.

Jedes Mitglied des Vorstands achtet auch darauf, dass im jeweiligen Ressort die geltenden Gesetze und Vorschriften eingehalten werden. Im Bereich der Produktsicherheit und der rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf unsere Produkte werden wir dabei von der Stabsstelle „Regulatory Affairs“ unterstützt, die regelmäßig Projekte zur Umsetzung und Einhaltung neuer Regelungen wesentlich mit vorantreibt. Hier sind derzeit insbesondere die EU-Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien („REACH“) sowie die EU-Biozidverordnung zu nennen, die den Einsatz von Chemikalien regelt. Das Monitoring der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich stellen wir durch ein Rechtsquellenkataster sicher, das durch einen externen Dienstleister für uns erstellt und regelmäßig aktualisiert wird.

Mit Wirkung vom 25. Mai 2018 ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der gesamten EU wirksam geworden und sorgt damit für eine einheitliche Regelung zum Schutz personenbezogener Daten. Gleichzeitig wurden die Verbraucherrechte unter anderem in Bezug auf die Nutzung, Sperrung und Löschung ausgeweitet. Sämtliche Änderungen der DSGVO wurden in unseren Richtlinien sowie den Datenschutzerklärungen (siehe unter www.edding.com/de-de/datenschutz/) verankert.

Im zweiten Halbjahr 2018 hat edding ein Hinweisgebersystem (“Whistleblowing-System”) eingeführt, welches auf geeignete Weise die Möglichkeit einräumt, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Ziel des Hinweisgebersystems ist, neben der frühzeitigen Aufdeckung, vor allem die Prävention interner Missstände und Risiken. Das Hinweisgebersystem richtet sich gemäß Nummer 4.1.3 DCGK zunächst an Beschäftigte; eine Öffnung für Dritte ist in einer weiteren Einführungs-Stufe vorgesehen.

Zur Weiterentwicklung unseres CMS wurde gemäß gemeinsamem Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat eine gesonderte Stabsstelle für den Bereich Governance, Compliance und Risk geschaffen und besetzt. Ziel ist es, ein modernes CMS unter Berücksichtigung der edding Kultur, der bestehenden Unternehmensstrategie und des darauf ausgerichteten Balanced Scorecard Systems zu erstellen. Die Einführung wird stufenweise in 2019 erfolgen und berücksichtigt die individuellen Anforderungen der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Stabsstelle berichtet an den Finanzvorstand, wobei alle Mitglieder des Vorstands die Weiterentwicklung unseres CMS als gemeinsame Aufgabe verstehen und daran mitwirken.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In der Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen. Über das Vier-Augen-Prinzip wird weiterhin gewährleistet, dass keine wesentlichen Vorgänge ohne Kontrolle bleiben.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, anhand derer Führungskräfte und Außenstehende beurteilen können, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an den Vorstand gegeben werden. Die Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten ist regelmäßig Inhalt von Vorstandssitzungen.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die konzernweit implementierte Bilanzierungsrichtlinie schafft ein konzerneinheitliches Normensystem der Bilanzierung auf Basis der IFRS. Die Bilanzierungsrichtlinie wird soweit erforderlich einmal jährlich aktualisiert, um die Erweiterungen und Änderungen der internationalen Rechnungslegung einzubeziehen. Jährliche Schulungen der Mitarbeiter des Rechnungswesens der Tochtergesellschaften tragen dafür Sorge, dass die Neuerungen der Rechnungslegungsstandards fristgerecht umgesetzt werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und internationaler Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwendet edding standardisierte Reporting Packages, die alle Angaben für einen vollständigen Konzernabschluss nach IFRS enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken/Leistungswirtschaftliche Risiken

Der edding Konzern ist Marktrisiken sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite stellt in erster Linie die Verfügbarkeit der Fertigwaren ein potentielles Risiko dar. Diesem Risiko wurde in den vergangenen Jahren durch den Aufbau von Risikobeständen entgegengewirkt, was auch im Berichtsjahr 2018 positive Auswirkungen auf die Lieferperformance hatte.

Bezogen auf einen möglichen harten Brexit werden die Risikobestände in Großbritannien, beginnend ab dem Jahres- anfang 2019, nochmals erhöht. Somit kann die Lieferfähigkeit auch über einen längeren Übergangszeitraum gewährleistet werden. Weiterhin wurden organisatorische und strukturelle Maßnahmen für diesen Fall vorbereitet. Zu weiteren Ausführungen zum Brexit verweisen wir auf unsere nachfolgenden Ausführungen zu den politischen Risiken.

Gesetzliche Anforderungen, zum Beispiel EU-Vorschriften wie die Biozidprodukte-, CLP- (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) sowie die REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) erhöhen vermehrt sowohl die Beschaffungs- als auch die Entwicklungsrisiken im Konzern. Risiken, die durch neue gesetzliche Anforderungen entstehen könnten, wird durch ein Netzwerk von internen und externen Experten frühzeitig entgegengewirkt, indem wir zu erwartende Neuerungen sowohl in unsere Beschaff ungs- als auch in unsere Entwicklungsaktivitäten mit einbeziehen.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Zu den Finanzmarktrisiken innerhalb des edding Konzerns zählen im Wesentlichen Wechselkursrisiken und in geringerem Umfang Zinsänderungsrisiken und Forderungsausfallrisiken.

Die Gesellschaften innerhalb der edding Gruppe sind Wechselkursänderungsrisiken im Rahmen der Warenbeschaffung sowie hieraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Aus Konzernsicht sind hier im Wesentlichen Risiken aus der Warenbeschaffung in Japanischen Yen und US-Dollar zu nennen. Unsere vorrangigen Motive zur Absicherung gegen Finanzmarktrisiken sind daher Planungssicherheit im Rahmen der Warenbeschaffung sowie Verringerung der Risikoexposition in den Bilanzen unserer in Fremdwährung operierenden Tochtergesellschaften.

Im Berichtsjahr haben wir unser Risikomanagement im Bereich Fremdwährung einer generellen Neuordnung unterzogen. Dabei wurden Prozesse für den Abschluss von Fremdwährungsgeschäften unter Berücksichtigung von Funktionstrennungen grundlegend neu festgelegt. Zusätzlich wurde eine Evaluations-Matrix erstellt, mittels derer wir ab 2019 unsere Risikoposition quartalsweise messen und mit definierten Limits vergleichen. Bei Limit- Überschreitungen sollen künftig zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erwogen werden.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich der Euro zum Stichtagskurs gegenüber nahezu allen relevanten Währungen für edding negativ entwickelt. Gegenüber den für die Beschaffung relevanten Währungen Japanischer Yen und US- Dollar hat der Euro abgewertet, so dass der Wareneinkauf tendenziell teurer geworden ist. Demgegenüber haben die Währungen in Ländern mit edding-Vertriebsgesellschaften gegenüber dem Euro teilweise stark abgewertet, so dass deren Warenbezugskosten gestiegen sind; dies kann nur bedingt in gleichem Umfang an den Markt weiter gegeben werden, wodurch prozentuale Margen unter Druck geraten.

Der Japanische Yen hat zum Stichtag um 6,8 % aufgewertet und erreicht mit 126 JPY/EUR wieder das Niveau von 2017, das im Durchschnitt bei gut 127 JPY/EUR lag. Für diese Währungsrelation sind wir bestrebt, für zwölf bis 24 Monate im Voraus Wechselkurssicherung zu betreiben. Da wir die Sicherung für das Geschäftsjahr 2018 Ende 2016 abgeschlossen hatten, als der Kurs noch um die 113 JPY/EUR lag, konnten wir im Berichtsjahr nicht von der Kurssicherung profitieren, was realisierte Währungskursverluste in 2018 zur Folge hatte. Für das laufende Geschäftsjahr 2019 wird der Yen-Einkauf daher im Vorjahresvergleich günstiger für uns werden. Das angestrebte Ziel der Planungssicherheit war in 2018 dennoch jederzeit erreicht. Die Yen-Absicherung wird im edding Konzernabschluss zum weitaus überwiegenden Teil als bilanzielle Sicherungsbeziehung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge Accounting“) abgebildet, so dass die stichtagsbedingten unrealisierten Kursgewinne und -verluste erst zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Währungsabsicherungsgeschäfts die Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns berühren. Auch wenn die japanische Notenbank Mitte 2018 nicht wie erwartet eine generelle Wende ihrer expansiven Geldpolitik eingeleitet und damit Phantasien für einen in Zukunft deutlich stärkeren Yen-Kurs eine Absage erteilt hat, setzen wir diese Kurssicherungspolitik auch in den nächsten Jahren im Hinblick auf die gewünschte Planungssicherheit fort.

Der Einkauf in US-Dollar ist besonders für die Beschaffung im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation bedeutend. Da wir auch vertriebsseitig offene Positionen in US-Dollar haben, führen wir in dieser Währung auf Konzernebene ein sogenanntes Makro-Hedging durch, auch wenn ein „Cashflow Hedge Accounting“ wie im Japanischen Yen hierbei nicht ohne weiteres möglich ist. Der US-Dollar hat zum Stichtag zwar mit 4,3 % gegenüber dem Euro aufgewertet, der Durchschnittskurs hat sich aber mit 1,18 USD/EUR im Vergleich zum Vorjahr günstiger entwickelt. Unser Sicherungshorizont im US-Dollar ist allerdings deutlich kürzer als beim Japanischen Yen, da aufgrund der Wettbewerbssituation günstigere Kurse immer nach kurzer Zeit an den Markt weiter gegeben werden müssen.

Die Abwertung der Türkischen Lira hat neue Rekordwerte erreicht. Nachdem wir im Vergleich zum Euro zwischenzeitlich Werte um die 8,00 TRY/EUR gesehen haben, hat sich die Entwicklung zum Jahresende mit 6,04 TRY/EUR etwas beruhigt. Dennoch entspricht auch dies immerhin noch einer Abwertung von 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund einer bereits im ersten Quartal 2018 durchgeführten Kapitalmaßnahme bei unserer türkischen Tochtergesellschaft konnten sonst übliche hohe Kursverluste aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten in Euro weitgehend vermieden werden.

Der Argentinische Peso hat gleichermaßen gegenüber dem Euro und gegenüber der für das Land wichtigen Vergleichswährung US-Dollar um beinahe 50 % abgewertet. Eine entsprechend hohe Inflationsrate und damit verbundene Konsumzurückhaltung waren die Folge. Bei unserer dortigen Tochtergesellschaft sind daher die Verkaufsmengen deutlich zurückgegangen und das Jahresergebnis ist mit hohen Verlusten aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten stark belastet. Zur Begrenzung zukünftiger weiterer Verluste wurden Warenforderungs- beziehungsweise Darlehensforderungsverzichte ausgesprochen.

Dagegen hielt sich der Kolumbianische Peso in den letzten Jahren weitgehend stabil. In der für die dortige Wirtschaft wichtigen COP/USD-Relation ist der Durchschnittskurs nahezu unverändert geblieben.

Das Britische Pfund hat sich trotz der anhaltenden Unsicherheit in der Brexit-Frage stabil entwickelt. Aufgrund der kurzfristigen Zahlungsziele und einer Wechselkurssicherung im moderaten Umfang hatten wir hier nur geringe Wechselkurseffekte zu verzeichnen.

Bei unseren in Fremdwährung operierenden Gesellschaften haben wir - zum Teil bereits in den Vorjahren - verschiedene Bilanzmaßnahmen durchgeführt, um deren Risikoexposition durch hohe Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren:

Bei der argentinischen Tochtergesellschaft ist die lokale Fremdwährungsbilanz starken Schwankungen unterworfen. In 2018 hat sich diese bedingt durch Nachfrage- und Absatzrückgänge und einen entsprechend negativen Cashflow wieder deutlich verschlechtert. Aufgrund hoher lokaler Zinssätze von zurzeit mehr als 50 % nehmen wir weiterhin Abstand von lokaler Fremdfinanzierung. Daher haben wir im Berichtsjahr zum Ausgleich der Fremdwährungsbilanz wiederum konzerninterne Warenforderungs- beziehungsweise Darlehensforderungsverzichte ausgesprochen. Zur Begrenzung weiterer Abwertungsverluste haben wir Ende 2018 damit begonnen, kurzfristige Non-Deliverable-Forwards (NDF) in Deutschland abzuschließen und konzernintern weiterzureichen.
In der Bilanz der türkischen Tochtergesellschaft hatten wir zuletzt in 2016 und in 2018 (im ersten Quartal) Kapitalmaßnahmen durchgeführt und offene Intercompany-Verbindlichkeiten beglichen, damit die Risikoexposition nicht durch höhere Konzernverbindlichkeiten ansteigt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über eine lokale Kreditlinie, die aufgrund von starken Schwankungen im Absatz überwiegend unterjährig in Anspruch genommen wird, um Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren. Des Weiteren wurde das Währungsrisiko durch den Abschluss von Währungssicherungsgeschäften in Deutschland begrenzt.
Wie in den Vorjahren wird auch für 2019 die Fremdwährungsposition der edding Colombia S.A.S. durch einen NDF abgesichert sein, den wir jeweils zum Ende des Vorjahres in Deutschland abgeschlossen und konzernintern weitergereicht haben. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft in Kolumbien über eine lokale Kreditlinie, die teilweise in Anspruch genommen wird, um Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren.

Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement bei überwiegend guter Bonität unserer Kunden gab es auch in 2018 keine nennenswerten Wertberichtigungen auf Forderungen. Das Jahr 2018 war davon geprägt, dass Kreditversicherer ihre Deckung für die Forderungen insbesondere gegenüber einigen unserer internationalen Großkunden reduziert beziehungsweise gestrichen haben. Dem begegneten wir mit einer Reduzierung unserer internen Kreditlimits. Endgültige Forderungsausfälle blieben somit weiterhin im Rahmen.

Die sich aus unserem Finanzrisikomanagement ableitenden Maßnahmen zur Risikominimierung im Bereich der Preis-, Währungs-, Zins- sowie weiterer Risiken sind in Textziffer 34 des Konzernanhangs dargestellt.

Personalrisiken

Die Phantasie und den Mut, Dinge anders zu machen gepaart mit der Fähigkeit, neue Ideen lösungsorientiert und effektiv umzusetzen - das zeichnet die Kultur von edding aus. Für deren Umsetzung und den weiteren Erfolg des edding Konzerns benötigen wir engagierte, kompetente und leistungsfähige Mitarbeiter. Zur Reduzierung von Personalrisiken achten wir deshalb besonders auf eine nachhaltige Personalentwicklung. Mit unserem edding Campus bieten wir für alle Mitarbeiter attraktive, zielgruppenspezifische Aktivitäten zum Wissensaufbau und -transfer. Dazu zählen neben weltweiten Sprachtrainings auch internationale Projektmanagementseminare, individuelle Coachings, Maßnahmen zur Förderung von ausgezeichneter Führungsarbeit und spezielle Angebote für Mitarbeiter in kommerziellen Funktionen. Dabei setzen wir nicht nur auf externe Trainings und Trainer, sondern gezielt auch auf internes Expertenwissen. Ein Ansatz, der zur internen Vernetzung beiträgt und mit dem wir prophylaktisch Risiken - wie Know-how-Verlust durch etwaige Abgänge - begegnen. Als international agierendes Unternehmen kommt dabei einem weltweiten Angebot eine hohe Bedeutung zu. Im Berichtsjahr 2018 haben wir uns deshalb auf die Entwicklung eines internationalen, zweisprachigen Personalentwicklungsangebots konzentriert. Bei der Umsetzung der globalen Weiterbildungsstrategie setzen wir insbesondere im internationalen Kontext verstärkt auf digitale Schulungen anstelle von Präsenzschulungen. Dies erfolgt insbesondere auch im Hinblick auf ökologische, ökonomische und zeitliche Aspekte.

Zur Festigung und Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze innerhalb des edding Konzern bieten wir unseren Mitarbeitern standortbezogen zudem verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel aus dem Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie sonstigen individuellen Bedürfnissen rund um die Arbeitszeit. Darüber hinaus ist auch die faire und marktgerechte Vergütung für uns ein wichtiges Element der Personalführung. Lohn dieser und weiterer Aktivitäten: Die erneut sehr positiven Ergebnisse unserer weltweiten Mitarbeiterbefragung, die uns jährlich dabei hilft, eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Politische Risiken

Aufgrund unserer internationalen Unternehmensstruktur mit Tochtergesellschaften in acht Ländern sowie des Vertriebs über Distributionspartner in mehr als 90 Ländern der Erde sind wir nicht unerheblichen politischen Einzelrisiken ausgesetzt. Aus Unternehmenssicht führt die zunehmende Internationalisierung allerdings gleichzeitig zu einer breiteren Risikoverteilung. Der Vertrieb in eine große Anzahl verschiedener Länder, wie edding ihn betreibt, ist mithin per se als Risikomanagement-Maßnahme zu sehen. Ursprüngliches Ziel der Internationalisierung waren Wachstum sowie Reduzierung der Abhängigkeit vom deutschen Markt und damit der deutschen Konjunkturentwicklung. Dieses Ziel hatten wir bereits vor Jahren erreicht.

Die in unserer Strategie 2020 identifizierten Wachstumsmärkte außerhalb Deutschlands befinden sich insbesondere in Lateinamerika sowie Südost- und Osteuropa. Gerade diese Länder sind jedoch besonders volatil und somit geopolitischen und wirtschaftspolitischen Risiken ausgesetzt.

Einschneidende einzelne politische Ereignisse sind in 2018 erneut ausgeblieben. In Vorjahren hatten uns die Entwicklungen in einer Vielzahl von Ländern noch in Atem gehalten. Neben der Türkei mit dem Putschversuch vom Sommer 2016, den Terrorakten in verschiedenen Teilen Europas und der Welt sowie dem veränderten politischen Klima ist hier natürlich die Brexit-Entscheidung in Großbritannien zu nennen. Dennoch ist die Lage in den für uns relevanten Länden nicht nennenswert stabiler geworden.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in der Türkei konnte die Partei des türkischen Präsidenten Erdogan zusammen mit dem Koalitionspartner die Mehrheit der Sitze verteidigen. Dennoch war das Vertrauen in die Finanz- und Wirtschaftspolitik der türkischen Regierung zeitweise erschüttert. Dies galt gleichermaßen für das Vertrauen in die Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank, nachdem der Präsident das hohe Zinsniveau kritisiert und zur Bekämpfung der Inflation niedrigere Zinsen gefordert hatte. In der Folge war die Landeswährung auf ein Niveau von rund 8,00 TRY/EUR abgestürzt. Auch wenn sich diese Entwicklung zum Jahresende wieder deutlich beruhigt hat, wird für 2019 in der Türkei eine Rezession erwartet. Daher erwarten wir für 2019 eine schwächere Entwicklung unserer Tochtergesellschaft. Aufgrund der Dynamik der türkischen Wirtschaft erwarten wir für 2020 wieder ein positives Wirtschaftswachstum und damit steigende Absatzzahlen. Dennoch bleiben das Problem der hohen Auslandsverschuldung und die angespannte geopolitische Situation im benachbarten Syrien die Unsicherheitsfaktoren für die Türkei. Auch der Konflikt zwischen dem US-amerikanischen Präsidenten und der Regierung in Ankara flammt immer mal wieder auf.

Dennoch halten wir an unserem Engagement in der Türkei fest und sind uns sicher, dass wir auch unter den künftigen Rahmenbedingungen langfristig ein profitables Wachstum generieren können, welches zu unseren Wachstumszielen für die Gruppe bis 2020 einen Beitrag leisten wird, auch wenn wir aufgrund der wiederum schwächeren kurzfristigen Perspektive die Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft im Jahresabschluss der edding AG erneut erhöhen mussten.

Die Folgen der Brexit-Entscheidung in Großbritannien sind für die EDDING (U.K.) LTD. und für die edding Gruppe zum jetzigen Zeitpunkt noch überschaubar. Auch wenn das Britische Pfund gegenüber den Vorjahren nun auf einem deutlich schwächeren Niveau notiert als vor dem Referendum, haben sich aufgrund der kurzen Zahlungsziele und der weitgehend ausgeglichenen Fremdwährungsbilanz keine nennenswerten Wechselkursverluste ergeben. Lediglich die Margen sind aufgrund der höheren Warenbeschaffungspreise unter Druck geraten, weshalb auch hier eine Preiserhöhung implementiert wurde. Aufgrund der Wettbewerbssituation konnte diese nicht in gleichem Umfang erfolgen wie die Abwertung. Die Profitabilität der EDDING (U.K.) LTD. ist daher zurückgegangen, liegt im Vergleich aber immer noch im Mittelfeld der europäischen Vertriebsgesellschaften. Der Schweregrad der nicht wechselkursbedingten Auswirkung des Brexit auf das Geschäft unserer britischen Tochtergesellschaft wird nicht zuletzt von der Härte des Brexit abhängen. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit eines sogenannten harten Brexit ohne Austrittsabkommen aufgrund der im britischen Unterhaus herrschenden Lähmung auch nach erfolgter Verlängerung der Brexit-Frist bis spätestens 31. Oktober 2019 weiterhin hoch, da derzeit nicht abzusehen ist, wie im britischen Unterhaus eine Mehrheit für einen Austritt des Vereinigten Königreichs im Rahmen des ausgehandelten Austrittsabkommens zustandekommen wird. Auf das Szenario eines harten Brexit im weiteren Jahresverlauf 2019 hat sich die edding Gruppe vorbereitet und zur Vermeidung von Lieferengpässen bereits einen temporären Lager- aufbau durchgeführt sowie etwaige Konsequenzen für unsere Logistikprozesse beurteilt. Bei einem Brexit ohne Abkommen würden auf den edding Konzern bereits in 2019 Zollschranken für die aus der Europäischen Union in das Vereinigte Königreich einzuführenden Waren insbesondere des Geschäftsbereichs Schreiben und Markieren zukommen. Zudem würden gesamtwirtschaftliche Auswirkungen des Austritts im Vereinigten Königreich zu beobachten sein, die die Absatzseite der EDDING (U.K.) LTD. zumindest vorübergehend negativ beeinflussen können. Falls das Vereinigte Königreich jedoch innerhalb der Frist bis zum 31. Oktober 2019 nach erfolgter Zustimmung des Unterhauses zum vorliegenden Austrittsabkommen die Europäische Union in geordneter Weise verlassen sollte, würde das Vereinigte Königreich bis zum Ende des Jahres 2020 Mitglied des Europäischen Binnenmarkts und der Zollunion bleiben. Die Unsicherheit über die in den bis dahin zu erfolgenden Verhandlungen über die Art des Modells der wirtschaftlichen Kooperation zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich bliebe aufgrund der in den vergangenen beiden Jahren herrschenden Meinungsunterschiede auf britischer Seite weiterhin hoch und würde sich zumindest vorübergehend negativ auf die britische Wirtschaft auswirken. Jedoch gehen wir in beiden Brexit-Szenarien derzeit nicht davon aus, dass sich aus den genannten Entwicklungen bestandsgefährdende Risiken für die EDDING (U.K.) LTD. ergeben, ebenso wenig wie dauerhafte negative Auswirkungen auf die Absatz- und Ergebnissituation des edding Konzerns.

Auch die seit Ende 2015 in Argentinien im Amt befindliche Regierung des Präsidenten Macri hat es nicht geschafft, die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu verbessern. Die seit Jahren andauernde Krise verschärft sich vielmehr immer weiter. Die Inflationsrate beträgt 48 %, dadurch kommt der Konsum im Land immer weiter zum Erliegen. Als Folge der hohen Inflation wurde das Land Mitte 2018 als Hochinflationsland gemäß IAS 29 deklariert. Der Argentinische Peso hat parallel dazu gegenüber dem Euro um 48 % abgewertet und die Devisenreserven sind nahezu aufgebraucht. Ein Rettungsprogramm des IWF von mehr als 50 Milliarden US-Dollar hält die Regierung des Landes derzeit noch über Wasser. Wir hatten bisher immer mit einem mittelfristig besseren Umfeld in Argentinien gerechnet. Als nahezu einziger Anbieter im Markt mit lokaler Produktion hatten wir in der Vergangenheit immer positive Effekte nach Abwertungen des Argentinischen Peso auf unsere Wettbewerbsposition prognostiziert. Diese waren jedoch nie nachhaltig und wurden durch hohe Lohnsteigerungen nach kurzer Zeit jeweils wieder kompensiert. Da wir nicht mehr mit einer kurz- bis mittelfristigen Verbesserung der Situation in Argentinien rechnen, befinden wir uns derzeit mit der Gesellschaft in einer strategischen Neuausrichtung. So planen wir unter anderem eine Reduzierung der Vertriebsaktivitäten im hart umkämpften klassischen Büroartikelmarkt und streben stattdessen eine Stärkung von Vertriebsbereichen für das interaktive Legamaster-Sortiment, das Kreativsortiment bei edding sowie Compact Printer an. Mit diesen strategischen Aktivitäten sehen wir mittelfristig eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation unserer Tochtergesellschaft als möglich an und halten daher an unserem Engagement in Argentinien fest. Dennoch war vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine Erhöhung der Risikovorsorge im Jahresabschluss der edding AG erforderlich.

In Russland konnten wir trotz der andauernden Sanktionen wiederum steigende Umsatzerlöse verzeichnen. Hier haben wir auch 2018 noch antizyklisch in die Entwicklung unserer Marke in dem Land investiert, so dass wir für die kommenden Jahre mit weiter steigendem Geschäftsvolumen rechnen.

Abschließend sei noch die nicht gänzlich überwundene Eurokrise erwähnt, die besonders Griechenland und Italien noch zu schaffen macht. Beide Länder spielen jedoch für das derzeitige Umsatzniveau der edding Gruppe als auch für das künftige Wachstum nur eine untergeordnete Rolle, so dass edding bei einem erneuten Aufflammen der Krise in diesen Ländern höchstens mittelbar betroffen sein wird. Auch hier können natürlich indirekte Entwicklungen bei einem Übergreifen auf weitere Länder hinzukommen; diese sind jedoch derzeit nicht absehbar.

Trotz dieser nicht unerheblichen politischen Risiken konnte die edding Gruppe auch in 2018 wiederum einen Umsatz- und Ergebnisrekord erzielen. Das spricht unter anderem für den Erfolg der eingangs erwähnten Risikostreuung durch die breite Umsatzbasis und die hohe Anzahl von Ländern, in denen edding vertrieben wird.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.

Gesamtrisiko/Fortbestandsrisiko

Insgesamt ist die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht

Vergütungssystem

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstands legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Bestandteile der Vorstandsvergütung

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und üblichen Nebenleistungen. Dabei handelt es sich um die Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für den laufenden und die folgenden zwei Monate im Falle der Dienstunfähigkeit, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und die private Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen. Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung entweder eine leistungsorientierte Pensionszusage oder eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung. Zusätzlich haben die Vorstandsmitglieder ebenso wie jeder Mitarbeiter das Recht, laufende Bezüge in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrags ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Als Ziele sind hier ein kumulierter Jahresgewinn der edding AG über die Laufzeit des Vorstandsvertrags sowie die Strategieumsetzung anhand der Balanced Scorecard zu nennen.

Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erhalten sie keine zusätzliche Vergütung.

Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordent- liche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 15. Juni 2016 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2016 bis 2020 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der edding AG angegeben.

Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts. Darüber hinaus ist mit allen Mitgliedern des Vorstands vereinbart, dass Zahlungen an das Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des laufenden Vertrags vergüten.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2017 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 20.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2018 wird mit Aufwendungen in unveränderter Höhe gerechnet.

Übernahmerelevante Angaben

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2018 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Rechte von Vorzugsaktionären

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Aktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 33, 34 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:

Herrn Volker Detlef Ledermann

Frau Angelika Schumacher

Frau Dina Alexandra Schumacher

Herrn David Alexander Schumacher

Frau Beatrix Ledermann

Frau Julia Marie Ledermann

Herrn Jan Moritz Ledermann

Herrn Léon Thadaeus Ledermann

Herrn Per Ledermann

Frau Anika Ledermann

Herrn Yannick Nicolas Ledermann

Frau Elisa Sophie Ledermann

Herrn Luis Gabriel Ledermann

Herrn Felip Elias Ledermann

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen mit Ausnahme von Vorzugsaktien keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 21 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft auszugeben oder zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB wurde auf der Internetseite der edding AG unter http://www.edding.com/de-de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, verweisen wir auf Textziffer 45 des Konzernanhangs sowie auf Textziffer 36 des Anhangs der edding AG für das Geschäftsjahr 2018.

Prognosebericht

Für 2019 rechnet der Internationale Währungsfonds mit einer Abkühlung der weltweiten Konjunktur bei einem auf 3,3 % reduzierten globalen Wachstum.13

Dem zugrunde liegt eine Vielzahl mittelfristiger globaler Trends wie dem rückläufigen Bevölkerungswachstum einerseits und kurzfristige, häufig politisch initiierte Effekte. So dürften vor allem China und die USA nach den kürzlich angekündigten Handelsmaßnahmen 2019 schwächer wachsen.

Für die Eurozone prognostiziert der IWF sogar nur 1,3 % Wachstum, wobei Deutschland mit 0,8 % gar unterdurchschnittlich wachsen soll. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht zudem ebenfalls von einem deutschen BIP-Wachstum von 0,8 % für das Jahr 2019 aus.14 Russland kann mit einem Anstieg von 1,6 % auch keine wesentlichen Impulse setzen.15

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung war aufgrund der weiteren Fristverlängerung bis spätestens zum 31. Oktober 2019 die Frage nach der Durchführung des Brexit immer noch ungeklärt. Insbesondere ein harter Brexit im weiteren Jahresverlauf 2019 würde zusätzlich zur Wachstumsbremse für Europa werden. Eine längerfristig andauernde Unsicherheit über den zukünftigen Modus der wirtschaftlichen Kooperation zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich wäre ebenfalls nicht wachstumsfördernd.

In unserer zweitwichtigsten Region Lateinamerika wird nach schwachem Wachstum von 1,0 % in 2018 immerhin ein leichter Anstieg auf 1,4 % erwartet. In unserem Hub Argentinien werden allerdings weiterhin Inflationsraten über 30 % und eine kontrahierende Wirtschaft prognostiziert.16 Die Wahl im Herbst, in der sich der konservative Präsident Macri aller Voraussicht nach erneut der Peronistin Christina Kirchner stellen muss, wird eine wesentliche Richtungsentscheidung für das Land bedeuten.

Die Abschwächung des seit nunmehr neun Jahren anhaltenden volkswirtschaftlichen Aufschwungs wird auch vor dem Markt für Papier-, Büro- und Schreibgeräte nicht Halt machen. Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) rechnen zwar weiterhin mit einem Anstieg der Beschäftigung, auch wenn der Export an Fahrt verliert. Die im Stimmungsbarometer des ifo-Instituts erhobenen Geschäftserwartungen des Großhandels für Bücher, Schreib- und Papierwaren zeigten sich jedoch leicht pessimistischer.17

Positive Wirkung für den Markt der interaktiven visuellen Kommunikation könnte der Digitalisierungspakt entfalten. Der Bund plant in den nächsten fünf Jahren Ausgaben in Höhe von 5 Mrd. EUR für die Digitalisierung von Schulen. Der Anstieg der Schülerzahlen wird für zusätzliche Ausgaben für PBS-Produkte sorgen sowie die Penetration der Klassenzimmer mit interaktiven visuellen Kommunikationslösungen weiter erhöhen.18

Traditionell reagieren wir auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen nur risikoorientiert, denn unsere Strategien folgen nicht kurzfristigen Wirtschaftszyklen, sondern sind langfristig ausgelegt. Derzeit steht im Kern unserer Aktivitäten die Ausgestaltung und Umsetzung der Strategie 2020 - weitgehend unabhängig von kurzfristigen Schwankungen der ökonomischen Aktivität.

Im Bereich der Marke edding fokussieren wir uns auf zwei wesentliche Aufgaben: Einerseits auf den Ausbau unserer Marktanteile im hart umkämpften B2B Bereich, andererseits auf die Etablierung unserer Marke im privatkonsumtiven B2C Geschäft. In beiden Bereichen sind unsere Markenstärke und die mit enger Fokussierung auf den Endkonsumenten entwickelten Portfolios die Basis unserer Arbeit. Aufgrund unserer unterschiedlichen Marktposition sowie der Diversität der Vertriebskanäle beider Bereiche haben wir uns dazu entschlossen, diese mit hierfür speziell zusammengestellten Teams zu bearbeiten.

13 World Economic Outlook, IMF, April 2019

14 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/Konjunkturprognosen/2019/19-03-19_Pressemitteilung_DEU.pdf

15 World Economic Outlook, IMF, April 2019

16 World Economic Outlook, IMF, April 2019

17 ifo Konjunkturperspektiven 11/2018 und ifo Konjunkturperspektiven 03/2019

18 http://www.bwb-online.de/bbw/?NID=549; 25.01.2019

Basis für die Steuerung und Fokussierung der Organisation auf die Strategieumsetzung sind dabei die Ziele der Balanced Scorecard 2020, die für alle Kernfunktionen an die Unternehmensstrategie geknüpfte Ziele definiert.

Die Kernprojekte in 2019 dienen ebenfalls der Umsetzung unserer Strategie 2020. Im Fokus stehen dabei vertriebs- und marketinggetriebene Projekte wie die Umsetzung unserer Textilgestaltungsoffensive - eines Sortiments im Bereich „Creative Life”, und im B2B Bereich zudem der Fokus auf unsere nachhaltige EcoLine Linie, mit dem Textmarker edding 24, der 2018 als erster Marker überhaupt den Blauen Engel erhielt. Außerdem haben wir im Januar 2019 die volle Vertriebsaktivität der edding Tech Solutions GmbH aufgenommen.

Im Bereich der Visuellen Kommunikation ist der Fokus vor allem auf anwendungsbasierte Lösungen für den Office- und Schulbereich gelegt. Digitale Produkte wie unsere e-Screens werden über geeignete Softwarelösungen wie das digitale Whiteboard neXboard ergänzt und bilden gemeinsam mit klassischen Produkten unseres Sortiments Gesamtlösung für Schule und Conferencing. Dabei bilden die Erweiterung unseres in 2018 eingeführten Space-Up Konzepts für große Flächen sowie die erneute Fokussierung auf unsere Erfolgsprodukte Magic Chart und e-Board Touch wichtige Bausteine.

Die wichtigen Steuerungsgrößen werden sich in 2019 nach unserer Einschätzung wie folgt entwickeln:

Finanzielle Steuerungsgrößen 2017

Mio. EUR
Prognose 2018

Mio. EUR
2018

Mio. EUR
Prognose 2019

Mio. EUR
edding Konzern
Umsatzerlöse 139,2 140,0 - 150,0 141,0 145,0 - 155,0
Umsatzerlöse vor IFRS 15 148,4 150,0 - 160,0 150,8 155,0 - 165,0
EBIT 12,0 11,0 - 14,0 13,1 12,0 - 15,0
edding AG (Einzelabschluss)
Jahresüberschuss 5,6 5,0 - 7,0 6,6 5,5 - 7,5
Segmentergebnisse 201719

Mio. EUR
Prognose 2018

Mio. EUR
2018

Mio. EUR
Prognose 2019

Mio. EUR
Schreiben und Markieren 20
Umsatzerlöse 103,6 105,0 - 112,0 105,9 109,0 - 116,0
EBIT 18,1 17,0 - 20,0 19,3 18,0 - 21,0
Visuelle Kommunikation
Umsatzerlöse 35,6 35,0 - 38,0 35,1 36,0 - 39,0
EBIT 2,4 2,1 - 2,9 2,4 2,6 - 3,5

Derzeit werden dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren die neuen Aktivitäten im Bereich edding code, edding Compact Printer sowie der dekorativen Kosmetik zugeordnet. Da sich diese Bereiche noch im Aufbau befinden, werden die Betriebsergebnisse gegenwärtig nicht separat an den Vorstand kommuniziert, sind jedoch in geringem Umfang im Rahmen der Prognose 2019 für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren berücksichtigt worden.

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen 2017

%
Prognose 2018

%
2018

%
Prognose 2019

%
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement 87 85 - 90 87 85 - 90
Qualität des Leistungsumfelds 80 75 - 85 82 75 - 85

19 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst.

20 Dem Segment Schreiben und Markieren werden auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet.

Die Zielwerte für die strategische Steuerung schätzen wir für 2020 folgendermaßen ein:

Zielwerte 2020 Prognose 2020
Finanzielle Steuerungsgrößen (in Mio. EUR)
edding Konzern
Umsatzerlöse vor IFRS 15 180,0 165,0 - 180,0
EBIT 18,0 14,0 - 18,0
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen
Punktwert der Balanced Scorecard 1.000 850 - 1.000
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement (in %) 88 85 - 90
Mitarbeiter-Engagement (in %) 78 75 - 85

Ahrensburg, 16. April 2019

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Alternative Leistungskennzahlen

Dieses Dokument und andere Dokumente, die die edding AG oder der edding Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Leistungskennzahlen zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nicht nach nationalen beziehungsweise internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind und im Folgenden definiert werden. Weicht die Definition einer Leistungskennzahl der edding AG von der für den edding Konzern gültigen Definition ab, wird die Kennzahl für den edding Konzern und für die edding AG separat erläutert. Sofern nicht anders vermerkt, ergibt sich die Überleitung der alternativen Leistungskennzahl aus der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts.

Beteiligungsergebnis

edding Konzern: Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen zuzüglich Finanzergebnis.

edding AG: Erträge/Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen zuzüglich Erträge aus Beteiligungen zuzüglich/abzüglich Zuschreibungen/Abschreibungen auf Finanzanlagen abzüglich Aufwand aus Beteiligungsabgängen zuzüglich/abzüglich Zuschreibungen/Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen/Beteiligungen.

EBIT-Marge

EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen in Prozent.

Eigenkapitalquote

Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital in Prozent.

(Konzern-) Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Tax“. EBIT zuzüglich Beteiligungs- und Finanzergebnis, Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen sowie Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 und vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie latenter Steueraufwendungen/Steuererträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Tax“. EBIT zuzüglich Finanzergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie vor latenter Steueraufwendungen/Steuererträge.

(Konzern-) Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern (EBIT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax“. Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungen, zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen. Das EBIT ist die wichtigste Kennziffer zur Ergebnissteuerung im edding Konzern. Es erfolgt keine Bereinigung um etwaige außergewöhnliche Aufwendungen oder Erträge. Das EBIT wird in untergeordnetem Umfang durch die Regelungen des IAS 29 zu Kaufkraftanpassungen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der argentinischen Tochtergesellschaft, die in Summe jedoch keinen Effekt auf das Periodenergebnis haben, sowie die Umrechnung der Erlöse und Aufwendungen mit dem Stichtagskurs anstatt des ansonsten üblichen Jahresdurchschnittskurses beeinflusst.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax“. Beteiligungsergebnis zuzüglich Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge, abzüglich Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen/sonstige Steuern.

Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen zuzüglich/abzüglich Zuschreibungen/Abschreibungen auf Wertpapiere.

Gesamtleistung

edding Konzern: Umsatzerlöse zuzüglich/abzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen.

edding AG: Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge.

Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio)

Flüssige Mittel zuzüglich kurzfristiger Vermögenswerte (ohne Vorräte und ohne Rechnungsabgrenzungsposten) im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

Rohergebnis

Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand.

Rohergebnisquote

Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung in Prozent.

Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis

Konzernergebnis zuzüglich zahlungsunwirksamer Aufwendungen und abzüglich zahlungsunwirksamer Erträge. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im edding Konzern regelmäßig aus Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens, unrealisierten Fremdwährungsverlusten/-gewinnen, latenten Steueransprüchen, Veränderungen der Pensionsrückstellungen, Auflösung sonstiger Rückstellungen oder abgegrenzter Schulden sowie Wertberichtigungen auf Vorräte und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen sowie flüssige Mittel und Hochinflationsanpassungen. Die Überleitung des um zahlungs- unwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnisses ergibt sich aus der Konzernkapitalflussrechnung des vorliegenden Konzernabschlusses.

Konzernabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2018

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

Anhang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte 7 3.248 2.754
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 7 1.508 914
Sachanlagen 8 12.269 12.680
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 9 659 662
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 10 - 441
Sonstige Finanzanlagen 11 3.482 3.482
Latente Steuerforderungen 32 605 670
Ertragsteuerforderungen 32 251 180
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13 5.267 4.843
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 27.289 26.626
Vorräte 12 28.757 27.894
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 22.542 22.435
Ertragsteuerforderungen 32 209 210
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13 2.064 1.529
Flüssige Mittel 14 29.905 25.122
Rechnungsabgrenzungsposten 15 1.236 1.032
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 84.713 78.222
BILANZSUMME 112.002 104.848
PASSIVA
Anhang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Grundkapital 16 5.366 5.366
Kapitalrücklage 16 4.246 4.246
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 16 58.088 58.575
Übrige Eigenkapitalveränderungen 16 -3.629 -9.717
Eigenkapital der Aktionäre der edding AG 64.071 58.470
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 16 -201 -132
EIGENKAPITAL 63.870 58.338
Rückstellungen für Pensionen 17 12.519 12.931
Latente Steuerschulden 32 344 96
Andere langfristige Rückstellungen 18 1.237 1.328
Langfristige Finanzschulden 19 1.000 1.500
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 20 1.898 1.817
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 16.998 17.672
Kurzfristige Rückstellungen 18 124 25
Kurzfristige Finanzschulden 19 6.694 5.667
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20 5.669 4.836
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 20 17.563 17.494
Ertragsteuerschulden 32 1.084 816
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 31.134 28.838
BILANZSUMME 112.002 104.848

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

Anhang 2018

TEUR
20171

TEUR
Umsatzerlöse 23 140.985 139.248
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 24 245 -21
GESAMTLEISTUNG 141.230 139.227
Materialaufwand 25 -55.365 -55.977
Personalaufwand 26 -37.670 -37.348
Abschreibungen 27 -2.626 -2.257
Sonstige betriebliche Erträge 28 7.084 5.272
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29 -39.520 -36.870
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten -404 -272
Sonstiges -39.116 -36.598
Gesamte betriebliche Aufwendungen -128.097 -127.180
KONZERNERGEBNIS VOR ZINSEN, HOCHINFLATIONSANPASSUNGEN UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) 13.133 12.047
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 2, 10 -11 -67
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 11 50 5
Finanzergebnis 30 -824 -405
Finanz- und Beteiligungsergebnis -785 -467
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 5, 6, 31 -1.092 n.a.
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 11.256 11.580
Ertragsteuern 32 -4.487 -3.938
KONZERNERGEBNIS 6.769 7.642
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 7.048 7.808
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -279 -166
Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) 33 6,51 € 7,21 €
Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) 33 6,65 € 7,36 €

1 das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 5 und 6 im Konzernanhang verwiesen.

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

2018

TEUR
2017

TEUR
Konzernergebnis 6.769 7.642
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -692 -724
Latente Steuern 216 215
-476 -509
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind
Währungsumrechnungsdifferenz/Hochinflation
Anteil der Aktionäre der edding AG
Währungsumrechnungsdifferenz -2.192 -968
Hochinflation 2.397 n.a.
205 -968
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 8 10
213 -958
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 289 -676
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übernommen 475 -213
Latente Steuern -227 264
537 -625
Sonstiges Ergebnis 274 -2.092
GESAMTERGEBNIS 7.043 5.550
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 7.314 5.706
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -271 -156

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16 des Konzernanhangs.

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

indirekte Ermittlung1

2018

TEUR
2017

TEUR
Konzernergebnis 6.769 7.642
+ Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 2.626 2.257
- Abnahme der Pensionsrückstellungen -1.109 -452
+ Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 1.092 n.a.
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 848 424
Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis 10.226 9.871
- Gewinn aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -9 -15
+ Abnahme der Vorräte 137 1.425
+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 1.198
- Zunahme der sonstigen Aktiva -2.514 -1.459
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 834 1.026
- Abnahme/+Zunahme der sonstigen Passiva -198 1.986
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.492 14.032
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 96 66
- Auszahlungen für Investitionen
Sachanlagen -1.682 -2.389
Immaterielle Vermögenswerte -166 -253
Anteile an verbundenen Unternehmen, abzüglich erworbener Zahlungsmittel -446 -
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen - -508
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.198 -3.084
- Dividendenzahlung an Aktionäre der edding AG -2.277 -2.277
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen von nicht beherrschenden Gesellschaftern 2 - 74
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 1.515 189
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -500 -537
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden -79 -79
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.341 -2.630
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 4.953 8.318
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel -170 -251
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.122 17.055
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 29.905 25.122

1 Erläuterungen siehe Textziffer 38 des Konzernanhangs

2 Die Einzahlung aus Kapitalerhöhungen in 2017 beinhaltet den Anteil der Minderheitsgesellschafter an der im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Kapitalerhöhung bei der edding Colombia S.A.S.

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Grundkapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

TEUR
Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen

TEUR
Stand 01.01.2017 5.366 4.246 53.044 -2.158
Konzernergebnis - - 7.808 -
Sonstiges Ergebnis - - - -509
Gesamtergebnis - - 7.808 -509
Dividendenzahlungen - - -2.277 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 1 - - - -
Stand 31.12.2017 5.366 4.246 58.575 -2.667
Erstanwendung IAS 292 - - -5.328 -
Erstanwendung IFRS 92 - - -22 -
Stand 01.01.2018 5.366 4.246 53.225 -2.667
Konzernergebnis - - 7.048 -
Sonstiges Ergebnis - - - -476
Gesamtergebnis - - 7.048 -476
Dividendenzahlungen - - -2.277 -
Änderungen des Konsolidierungskreises - - 923 -
Stand 31.12.2018 5.366 4.246 58.088 -3.143
Währungsumrechnungsdifferenz und Hochinflation

TEUR
Sicherungsgeschäfte

TEUR
Anteil der Aktionäre der edding AG

TEUR
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

TEUR
Gesamt

TEUR
Stand 01.01.2017 -5.612 155 55.041 -50 54.991
Konzernergebnis - - 7.808 -166 7.642
Sonstiges Ergebnis -968 -625 -2.102 10 -2.092
Gesamtergebnis -968 -625 5.706 -156 5.550
Dividendenzahlungen - - -2.277 - -2.277
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 1 - - - 74 74
Stand 31.12.2017 -6.580 -470 58.470 -132 58.338
Erstanwendung IAS 292 5.822 - 494 - 494
Erstanwendung IFRS 92 - - -22 - -22
Stand 01.01.2018 -758 -470 58.942 -132 58.810
Konzernergebnis - - 7.048 -279 6.769
Sonstiges Ergebnis 205 537 266 8 274
Gesamtergebnis 205 537 7.314 -271 7.043
Dividendenzahlungen - - -2.277 - -2.277
Änderungen des Konsolidierungskreises - - 92 2024 294
Stand 31.12.2018 -553 67 64.071 -201 63.870

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16 des Konzernanhangs.

1 Die sonstigen Eigenkapitalveränderungen in Höhe von TEUR 74 sind auf die erfolgte Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft edding Colombia S.A.S. zurückzuführen.

2 Erstmalige Anwendung von IAS 29 und IFRS 9; für ausführliche Erläuterungen wird auf die Textziffern 5 und 6 des Konzernanhangs verwiesen.

3 Liquidation der mexikanischen Tochtergesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V.

4 Erstmalige Einbeziehung der Prismade Labs GmbH im Rahmen der Vollkonsolidierung in den edding Konzernabschluss.

Konzernanhang

1 Grundlagen der Rechnungslegung

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur visuellen Kommunikation. Im laufenden Geschäftsjahr sind zudem neue Aktivitäten im Bereich edding code, edding Compact Printer sowie der dekorativen Kosmetik dazugekommen.

Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland.

Der Konzernabschluss umfasst Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns sowie Konzernanhang. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Konzern- gewinn- und -verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Konzernanhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wird am 16. April 2019, vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat, durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Absatz 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

Legamaster GmbH, Ahrensburg
V.D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg
edding Expressive Skin GmbH, Ahrensburg

2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen, die in Textziffer 44 des Konzernanhangs dargestellt sind, einbezogen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 gab es die im Folgenden beschriebenen Änderungen des Konsolidierungskreises mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:

Im Geschäftsjahr 2018 wurden die edding Tech Solutions GmbH und die edding Expressive Skin GmbH neu gegründet. Gegenstand der edding Tech Solutions GmbH ist die Entwicklung und der Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen zur Markierung und Kennzeichnung sowie von ähnlichen Produkten. Die edding Expressive Skin GmbH hat zum Unternehmensgegenstand die Entwicklung und den Vertrieb von Erzeugnissen und Dienstleistungen der dekorativen Kosmetik und Hautverzierung sowie ähnlicher Produkte. Beide Gesellschaften sind 100%ige Tochtergesellschaften der edding International GmbH und werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den edding Konzern einbezogen.

Die edding International GmbH hatte sich bereits im Vorjahr mit Datum vom 3. April 2017 an der Prismade Labs GmbH, Chemnitz, mit 25,1 % beteiligt. Am 2. Mai 2018 erfolgte eine Anteilsaufstockung auf 50,0 %. Der Gegenstand des Unternehmens besteht in der Forschung und Entwicklung gedruckter Elektronik. Es ist geplant, dass der Vertrieb der von der Prismade Labs GmbH entwickelten Produkte in weiten Teilen unter der Marke edding und über die edding Gruppe erfolgen wird und durch Größen- und Synergieeffekte Kosteneinsparungen realisiert werden.

Unter Berücksichtigung der Stimmrechtsaufteilung und des Erfordernisses von Gesellschafterversammlungsentscheidungen mit einfacher Mehrheit ist der Beirat der Prismade Labs GmbH für die Beurteilung der Verfügungsgewalt über die Prismade Labs GmbH entscheidend, da der Beirat bei Patt-Situationen in der Gesellschafterversammlung (mit einfacher Stimmenmehrheit) verbindlich entscheidet. Durch das Besetzungsrecht für zwei der drei Beiratsmitglieder hat edding die rechtliche Möglichkeit, Entscheidungen gegen den Willen der anderen Gesellschafter durchzusetzen. Dadurch übt edding beherrschenden Einfluss im Sinne des IFRS 10 auf die Prismade Labs GmbH aus. Darüber hinaus ist eine faktische Kontrolle über den wesentlichen Teil der Kundenbeziehungen und über die Verwendung der zur Verfügung gestellten Finanzmittel gegeben. Die Gesellschaft wird daher als Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den edding Konzern einbezogen. Hierbei wurde eine Erlangung der Kontrollmehrheit gegen Barzahlung (für die Neuanteile) von TEUR 500, Tausch (der Altanteile zum beizulegenden Zeitwert) von TEUR 681, bedingte Gegenleistung von TEUR 250 und Kapitalerhöhung von TEUR 7 erzielt. Daher beträgt der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung insgesamt TEUR 1.438. Für die bedingte Gegen- leistung ist von einer kurzfristigen Erfüllung und damit keiner nachträglichen Änderung des in die Erstkonsolidierung einbezogenen Betrags auszugehen.

Im Zeitpunkt der Kontrollerlangung wurden die zum Erwerbszeitpunkt bereits von der edding International GmbH gehaltenen 25,1 % der Anteile an der Prismade Labs GmbH im Rahmen des sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 681 auf Grundlage einer indikativen Unternehmensbewertung neu bewertet. Die Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Altanteile führte zu einem Gewinn in Höhe von TEUR 37. Dieser wurde in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen erfasst.

Der in der Konzernkapitalflussrechnung 2018 im Zusammenhang mit der Erlangung der Kontrollmehrheit ausgewiesene Betrag (TEUR -446) berücksichtigt neben der Auszahlung für die Neuanteile ebenso die im Rahmen der Transaktion übernommenen flüssigen Mittel.

Die Beträge der zum Erwerbszeitpunkt übernommenen Vermögenswerte und Schulden lauten wie folgt:

Buchwert

TEUR
Beizulegender Zeitwert

TEUR
Langfristige Vermögenswerte 832 832
Kurzfristige Vermögenswerte 578 578
Langfristige Schulden 242 242
Kurzfristige Schulden 22 22

In den im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses übernommenen Vermögenswerten und Schulden sind immaterielle Vermögenswerte in Form von Patenten in Höhe von TEUR 815 und hierauf entfallende passive latente Steuern in Höhe von TEUR 242 enthalten, die im Rahmen der Allokation des Kaufpreises mittels der Lizenzpreis- analogiemethode bewertet und angesetzt worden sind.

Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen beträgt TEUR 272 und entspricht dem Bruttobetrag. Davon sind keine Forderungen uneinbringlich.

Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 494 ist auf die durch den Unternehmenserwerb erwarteten Synergien zurückzuführen. Er wurde dem Segment Schreiben und Markieren zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des erfassten Geschäfts- oder Firmenwerts für Steuerzwecke abzugsfähig ist. bis zum Abschlussstichtag ergaben sich keine Änderungen des im Rahmen der Erstkonsolidierung angesetzten Geschäfts- oder Firmenwerts.

Die nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen wurden im Erwerbszeitpunkt mit dem Buchwert in Höhe von TEUR 202 erfasst. Bei der Ermittlung des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Anteils des Reinvermögens wurden vertraglich vereinbarte Regelungen für eine disquotale Verteilung von Erlös- und Liquiditätsüberschüssen zu Gunsten von edding berücksichtigt.

Zwischen dem 2. Mai 2018 und dem 31. Dezember 2018 trug der erworbene Geschäftsbetrieb einen Verlust von TEUR 226 zum Ergebnis des edding Konzerns bei. Hätte der Erwerb bereits am 1. Januar 2018 stattgefunden, wäre in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ein Verlust von TEUR 321 ausgewiesen worden.

Außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten lagen zum Erwerbszeitpunkt nicht vor.

Wir verweisen auch auf die Ausführungen in den Textziffern 10 und 22.

Des Weiteren wurde die edding Mexico S. de R.L. de C.V. mit Wirkung zum 13. Dezember 2018 entkonsolidiert.

3 Konsolidierungsgrundsätze

Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der edding AG in Sinne des IFRS 10 beherrscht werden. Der edding Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischen- gewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Ein nach Überprüfung der angesetzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der erbrachten Gegenleistung verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen die edding AG einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen handelt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Grundsätzlich wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der edding Konzern das Beteiligungsunternehmen nicht beherrscht, jedoch mindestens 20 % der Stimmrechte ausübt, es sei denn diese Annahme kann eindeutig wiederlegt werden. Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen wie bei Unternehmenszusammenschlüssen ermittelt. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden wesentliche Bewertungsabweichungen gegenüber den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des edding Konzerns angepasst und bei der Fortschreibung des Eigenkapitalanteils berücksichtigt.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

4 Währungsumrechnung

In ausländischer Währung aufgestellte Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögens- werte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Argentinien wird erstmalig im Berichtsjahr 2018 als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Demnach sind neben den Vermögenswerten und Schulden auch die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der argentinischen Tochtergesellschaft mit dem Stichtagskurs umzurechnen.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften in die Konzernberichtswährung Euro entstehen, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt. Die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ersichtlich.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Währungsraum Stichtagskurs 31.12.2018 Stichtagskurs 31.12.2017 Durchschnittskurs 2018 Durchschnittskurs 2017
Großbritannien GBP 0,90 0,89 0,89 0,88
Japan JPY 126,40 135,01 130,06 127,32
Mexiko MXN n.a. 23,66 n.a. 21,37
Türkei TRY 6,04 4,55 5,70 4,14
Argentinien ARS 43,11 22,32 n.a. 19,12
Kolumbien COP 3.713,54 3.574,04 3.497,02 3.356,88
Brasilien BRL 4,44 3,97 4,42 3,61
Diverse USD 1,15 1,20 1,18 1,14

5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung des Anteils an erlösschmälernden Werbekostenzuschüssen, die Unternehmensbewertung sowie die Bewertung der Patente im Rahmen des sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses der Prismade Labs GmbH, die Hochinflationsanpassungen, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren beziehungsweise die immateriellen Vermögenswerte in Form von Patenten des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren beziehungsweise 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Bei den immateriellen Vermögenswerten der edding Argentina S.A. wurden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie kumulierten Abschreibungen aufgrund der Veränderung des allgemeinen Preisniveaus nach IAS 29 angepasst.

Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Werthaltigkeitstest geprüft.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Bei den materiellen Vermögenswerten der Tochtergesellschaft in Argentinien wurden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen der Sachanlagen aufgrund der Veränderung des allgemeinen Preisniveaus nach IAS 29 angepasst.

Bei den Betriebs- und Geschäftsgebäuden inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgen die Abschreibungen über die Nutzungsdauer unter Berücksichtigung eines kalkulierten Restwertes, sofern dieser wesentlich ist.

Wertminderung

Bei allen immateriellen Vermögenswerten sowie allen Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres bei Vorliegen eines „triggering event“ systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser ZGE ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der ZGE den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss“) vor. Für Zwecke des Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag der ZGE in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital [WACC]) von 8,44 % (Vorjahr: 8,26 %) verwendet. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozu- und Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der ZGE erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der ZGE verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert.

Bei der Validierung der für die ZGE ermittelten Nutzungswerte werden die wesentlichen Parameter jeder ZGE jährlich überprüft. Zusätzlich werden die für das DCF-Modell herangezogenen wesentlichen Annahmen einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Nutzungswerte zu testen. Die erzielbaren Beträge aller im edding Konzern getesteten ZGE lagen deutlich über ihren jeweiligen Buchwerten. Lediglich für unsere Tochtergesellschaft in Argentinien wurde wie bereits in Vorjahren das Anlagevermögen inklusive der Hochinflations- anpassungen außerplanmäßig abgeschrieben und eine Wertaufholung war angesichts operativer Fehlbeträge und geringer Auslastung nicht vorzunehmen.

Das Management ist der Ansicht, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE des edding Konzerns nicht zu einer Wertminderung führen würden. Daher wurde auf die Darstellung einer Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht im Rahmen der Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden entsprechen denen der eigengenutzten Immobilien.

Leasing

Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Dem gegenüber liegt bei Operating-Lease-Verträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingzahlungen werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden bei Zugang in den Posten Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzanlagen

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst. Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis als Teil des Finanzergebnisses unter „Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen“ ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist.

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IFRS 9 erfolgsneutal zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IFRS 9 werden nur im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften sowie Devisentermingeschäften abgesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IFRS 9 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) gemäß IFRS 13. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. edding hat für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accounting von der Übergangsvorschrift aus IFRS 9.7.2.21 Gebrauch gemacht und weiterhin die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IAS 39 anstelle der Vorschriften der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IFRS 9 angewendet. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil erfolgswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Darüber hinaus werden Wertänderungen aus Kosten der Absicherung - vor allem Optionsprämien - erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Fälligkeit aufgelöst beziehungsweise den Anschaffungskosten zugeschlagen.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Ausgenommen sind davon die Vorräte der Tochtergesellschaft in Argentinien, die nach den Vorschriften des IAS 29 an die zum Abschlussstichtag geltende Maßeinheit angepasst werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Finanz- instrumente, die mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden. Die Vertragsbedingungen dieser Instrumente führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in Übereinstimmung mit IFRS 9 grundsätzlich der über die Laufzeit erwartete Verlust als Wertberichtigung gebildet (vereinfachtes Wertminderungsmodell). Der erwartete Verlust für eine Forderung ergibt sich entweder im Rahmen einer individuellen Beurteilung bei entsprechenden Hinweisen (zum Beispiel Insolvenzverfahren, finanzielle Schwierigkeiten des Kunden) oder auf Basis von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegebenenfalls um zukunftsorientierte Informationen adjustiert wurden. Grundsätzlich wird der Ausfall einer Forderung bei einer Überfälligkeit von 90 Tagen unterstellt, wobei nachträgliche Zahlungseingänge bei der Werthaltigkeitsbeurteilung berücksichtigt werden. Die Forderungen, für die Wertberichtigungen auf Basis individueller Beurteilungen gebildet werden, werden der Stufe 3 des Wertminderungsmodells zugeordnet. Forderungen, für die Wertberichtigungen auf Basis von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten gebildet werden, werden der Stufe 2 des Wertminderungsmodells zugeordnet.

Für sonstige Forderungen wird grundsätzlich das dreistufige Wertberichtigungsmodell angewendet (allgemeines Wertminderungsmodell). In Stufe 1 sind grundsätzlich alle Instrumente bei Zugang einzuordnen. Die erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren, werden aufwandswirksam erfasst (erwarteter 12-Monats-Kreditverlust). Auf einen Transfer in Stufe 2 wird verzichtet, solange das absolute Kreditrisiko als gering eingestuft wird.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Als flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. Für die Guthaben bei Kreditinstituten wird in Übereinstimmung mit dem IFRS 9 grundsätzlich der über die Laufzeit erwartete Verlust als Wertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich auf das dreistufige Wertberichtigungsmodell abgestellt (allgemeines Wertminderungsmodell). Solange das absolute Kreditrisiko als gering eingestuft wird, wird lediglich der erwartete 12-Monats-Kreditverlust erfasst und es erfolgt kein Transfer in die zweite Stufe.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Eine Neubewertung der latenten Steuern im Sinne des IAS 12 erfolgt nachdem die nominalen Buchwerte der nicht-monetären Posten zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz der aktuellen Berichtsperiode durch Anwendung der zu diesem Zeitpunkt geltenden Maßeinheit gemäß IAS 29 der edding Argentina S.A. angepasst wurden. Darüber hinaus werden die neu bewerteten latenten Steuern an die Änderung der Maßeinheit von dem Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz der aktuellen Berichtsperiode bis zum Abschlussstichtag angepasst. Die ermittelten Effekte waren für das Geschäftsjahr 2018 von untergeordneter Bedeutung und wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends bewertet. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegenheiten nicht berücksichtigt. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Für wertpapiergebundene Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, wird die Bewertung der Verpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte durchgeführt, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.

Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig feststeht, werden als abgegrenzte Schulden („accruals“) unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti, Rabatte und bestimmte Werbekostenzuschüsse mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Die Aufwendungen und Erträge der edding Argentina S.A. werden unter Berücksichtigung der Veränderung des allgemeinen Preisniveaus nach IAS 29 erfasst.

Hochinflationsanpassungen

Nicht-monetäre Bilanzposten, insbesondere immaterielle sowie materielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Vorräte sowie die durch Gesellschafter gewährten Bestandteile des Eigenkapitals der edding Argentina S.A. werden unter Verwendung eines allgemeinen Preisindex, der die Veränderung der allgemeinen Kaufkraft widerspiegelt, einbezogen. Darüber hinaus sind alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung an die Kaufkraft des Abschlussstichtags anzupassen. Die daraus resultierenden Anpassungseffekte werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im separaten Posten „Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ erfasst. Monetäre Bilanzposten hingegen müssen nicht angepasst werden, da sie bereits in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit abgebildet werden.

Die Federación Argentina de Consejos Profesionales de Ciencias Económicas (FACPCE) veröffentlicht die Indizes, die Unternehmen mit dem Argentischen Peso als funktionaler Währung anzuwenden haben. Diese Indizes beruhen weitgehend auf dem Großhandelspreisindex für Perioden bis 31. Dezember 2016 und auf dem Einzelhandelspreis- index für die Zeiträume danach. Nachfolgend ist die Entwicklung der Indizes seit Erfüllung der Voraussetzung gemäß IAS 29 aufgeführt:

31.12.2018 31.12.2017
Allgemeiner Preisindex 184,2552 124,7956
Anpassungsfaktor 1,0000 1,4765

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Neue Standards und Interpretationen sowie Änderungen von Standards

Für das Geschäftsjahr 2018 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewendet, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 in der EU zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2018 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2018 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete und von der EU anerkannte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard/Interpretation Inhalt der Neuerung/Überarbeitung Anwendungspflicht
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018
(EU)
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018
(EU)
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen 01.01.2018
(EU)
Änderungen von Standards
IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018
(EU)
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung aktienbasierter Vergütungstransaktionen 01.01.2018
(EU)
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 01.01.2018
(EU)
IFRS 15 Datum des Inkrafttretens 01.01.2018
(EU)
IFRS 15 Klarstellungen 01.01.2018
(EU)
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2014 - 2016) nur IAS 28 und IFRS 1 01.01.2018
(EU)

IFRS 9 - Finanzinstrumente

IFRS 9 ändert die Bilanzierungsvorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, für Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. edding wendet hierbei für die Erstanwendung die modifiziert retrospektive Methode an. Die Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden wurden daher nicht angepasst.

Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten werden anhand des betriebenen Geschäftsmodells und der Struktur der Zahlungsströme bestimmt. Ein finanzieller Vermögenswert wird dabei beim erstmaligen Ansatz entweder als „zu fortgeführten Anschaffungskosten“, als „zum beizulegenden Zeitwert mit erfolgsneutraler Erfassung der Wertänderung im sonstigen Ergebnis“ oder als „zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Wertänderung in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung“ klassifiziert.

Die finanziellen Vermögenswerte des edding Konzerns entfallen zum überwiegenden Teil auf die Kategorie „Darlehen und Forderungen“ gemäß IAS 39. Unter IFRS 9 werden diese finanziellen Vermögenswerte der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet.

Die Eigenkapitaltitel wurden zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese Eigenkapitaltitel müssen seit dem 1. Januar 2018 nach IFRS 9 entweder als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als aufwands- oder ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. edding bewertet die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen erfolgsneutral zum beizuliegenden Zeitwert. Der edding Konzern weist zum 31. Dezember 2018 zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anteile an anderen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.482 aus. Im Rahmen der Anteile an diesen Unternehmen wurden keine wesentlichen stillen Reserven oder Lasten aufgedeckt. Folglich ergeben sich keine Auswirkungen aus der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Ebenso wird ein neues Modell zur Erfassung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Das bisherige „Incurred Loss-Modell“ wird durch ein stärker auf die Zukunft ausgerichtetes „Expected Credit Loss-Modell“ abgelöst.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in Übereinstimmung mit dem IFRS 9 grundsätzlich der über die Laufzeit erwartete Verlust als Wertberichtigung gebildet (vereinfachtes Wertminderungsmodell). Dieser wird entweder im Rahmen einer individuellen Beurteilung bei entsprechenden Hinweisen für eine Wertminderung oder auf Basis von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegebenenfalls um zukunftsorientierte Informationen adjustiert wurden, ermittelt. Für flüssige Mittel und sonstige Forderungen wird grundsätzlich das dreistufige Wertberichtigungsmodell angewendet (allgemeines Wertminderungsmodell). Auf einen Transfer in Stufe 2 wird verzichtet, solange das absolute Kreditrisiko als gering eingestuft wird.

Zum 1. Januar 2018 waren die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung verbesserter Erkenntnisse zu den tatsächlichen Ausfallrisiken im Rahmen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 62 zu reduzieren. Darüber hinaus ist eine Risikovorsorge für die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 84 zum Zeitpunkt der Erstanwendung zu berücksichtigen. Der Anpassungseffekt wird gemäß IFRS 9.7.2.15 im Erstanwendungszeitpunkt erfolgsneutral im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen erfasst. Für die Bewertung von anderen finanziellen Vermögenswerten ergaben sich keine Änderungen im Rahmen der Höhe der Risikovorsorge.

Darüber hinaus sieht IFRS 9 zwar keine grundlegenden Änderungen der bisherigen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen vor. Allerdings zielt der Standard darauf ab, die Risikomanagementaktivitäten angemessener abzubilden und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zu flexibilisieren. Eine für den edding Konzern relevante Neuerung stellt insbesondere die Möglichkeit dar, die Veränderung des Zeitwerts einer Währungsoption oder der Zinskomponente eines Devisentermingeschäfts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. edding hat jedoch von der Übergangsvorschrift aus IFRS 9.7.2.21 Gebrauch gemacht und weiterhin die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IAS 39 anstelle der Vorschriften der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IFRS 9 angewendet. Daher ergeben sich im edding Konzern zum 31. Dezember 2018 keine Effekte in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Bezüglich der Überleitung der Bewertungskategorien von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beziehungsweise der Wertberichtigungen auf finanziellen Vermögenswerten im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, verweisen wir auf die Ausführungen in Textziffer 35.

Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9 werden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht in einem separaten Posten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen, sondern wie bisher unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Zudem sind deutlich umfangreichere Anhangangaben im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zu berücksichtigen.

IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 fasst die Bilanzierungsvorschriften zur Umsatzrealisierung neu. Wesentliche Umstellungseffekte haben sich für den edding Konzern zum 1. Januar 2018 nur im Rahmen des Ausweises der Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ergeben, da die bisherige Vorgehensweise bereits überwiegend in Einklang mit den Neuregelungen steht.

Die in den Vereinbarungen mit unseren Kunden enthaltenen allgemeinen Listungsgebühren, umsatzabhängigen Werbekostenzuschüsse sowie bestimmte marketingbezogene Werbekostenzuschüsse werden ab dem Geschäftsjahr 2018 als Erlösschmälerung direkt vom Umsatz abgesetzt. Diese Umgliederung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Umsatzerlöse hat im Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung zwar zu einer deutlichen Reduzierung der Umsatzerlöse und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt, jedoch in Summe keine Auswirkungen auf das Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern (EBIT) gehabt.

Basierend auf einer Analyse der Verträge mit unseren Kunden wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse in Höhe von TEUR 9.774 (Vorjahr: TEUR 9.261) nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, sondern als Erlösschmälerung erfasst. Daher wurden in gleicher Höhe die Umsatzerlöse reduziert.

Aus der Anwendung von IFRS 15 ergeben sich keine Unterschiede zu der bisherigen Umsatzrealisierung nach IAS 18.

edding hat hierbei die Vergleichsperiode nach den Vorschriften des IFRS 15 retrospektiv angepasst; wir verweisen auf die erläuternde Angabe zur Anpassung der Vorjahreswerte unter Textziffer 6.

Es sind in den Konzernabschlüssen ab 2018 deutlich umfangreichere Anhangangaben gemäß IFRS 15 zu beachten.

Die anderen erstmalig anzuwendenden neuen Standards und Interpretationen sowie Änderungen von Standards hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der edding AG.

Erstmalig aufgrund von Hochinflation anzuwendender Standard

Seit dem 1. Juli 2018 wird Argentinien als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Demnach ist der IAS 29 - Rechnungslegung in Hochinflationsländern - von Beginn der Berichtsperiode 2018 an anzuwenden.

Da die funktionale Währung der argentinischen Tochtergesellschaft dem Argentinischen Peso entspricht, wird der IAS 29 erstmalig im Berichtsjahr 2018 auf den Einzelabschluss der edding Argentina S.A. angewendet, bevor dieser zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet und in den Konzernabschluss einbezogen wird. Das Vorjahr wird gemäß IAS 21.42b und 43 nicht angepasst, da der edding Konzern in einer stabilen Währung berichtet.

Im Berichtsjahr 2018 sind die wesentlichen Effekte im Konzernabschluss:

2018 ohne IAS 29

TEUR
2018 mit IAS 29

TEUR
Anlagevermögen 21.166 21.166
Vorräte 28.072 28.757
Rechnungsabgrenzungsposten 1.230 1.236
Eigenkapital 63.178 63.870
Umsatzerlöse 141.243 140.985
EBIT 13.430 13.133
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 - -1.092

Das Anlagevermögen der edding Argentina S.A. wird entsprechend der Vorschriften des IAS 29 aufgewertet und anschließend aufgrund operativer Fehlbeträge und geringer Auslastung vollständig außerplanmäßig wertberichtigt. Folglich ergeben sich keine Änderungen innerhalb des Anlagevermögens.

Die Aufwendungen aus der Berücksichtigung der Hochinflation gemäß IAS 29 in Argentinien beliefen sich auf TEUR 1.092. Bedingt durch die Bilanzstruktur der edding Argentina S.A. mit überwiegend kurzfristig gebundenen Vermögenswerten und hohen Eigenkapitalpositionen in Folge von Gesellschafterbeiträgen führten die Kaufkraft- anpassungseffekte der nicht-monetären Posten zu einem Verlust. Dieser spiegelt die Entwertung des in Argentinischen Peso bestehenden monetären Vermögens aufgrund der Inflation wider.

Die Inflationsanpassungseffekte bezogen auf die Eigenkapitalpositionen werden im Rahmen der Umrechnung des Abschlusses der edding Argentina S.A. in die Konzernberichtswährung Euro im sonstigen Ergebnis in der Konzern- gesamtergebnisrechnung zusammen mit den sonstigen Effekten aus der Währungsumrechnung erfasst und im Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung und Hochinflation einbezogen. Damit stehen der auf Einzel- abschlussebene der edding Argentina S.A. erfolgswirksam erfassten Kaufkraftindexierung gegenläufige im Konzern- eigenkapital abgebildete Effekte aus der Umrechnung des Abschlusses in Euro gegenüber. In Summe erhöhte sich das Konzerneigenkapital vor allem durch die Anpassung des Vorratsvermögens.

Hinsichtlich der Erstanpassungseffekte zum 1. Januar 2018 verweisen wir auf die Ausführungen in Textziffer 6.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2018 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard/Interpretation Inhalt der Neuerung/Überarbeitung Anwendungspflicht Übernahme durch EU erfolgt Voraussichtliche Auswirkungen
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 16 Leasingverhältnisse 01.01.2019 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
IFRIC 23 Risikopositionen aus Ertragsteuern 01.01.2019 ja keine
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2021 nein keine
Änderungen von Standards
IAS 19 Plananpassung, -kürzung oder -abgeltung 01.01.2019 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: langfristige Anteile 01.01.2019 ja keine
IFRS 9 Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer Vorfälligkeitsentschädigung 01.01.2019 ja keine
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2015 - 2017) 01.01.2019 nein keine
IAS 1/IAS 8 Definition von Wesentlichkeit 01.01.2020 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 01.01.2020 nein keine
Framework Verweise zum Rahmenkonzept in IFRS Standards 01.01.2020 nein keine

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

Am 13. Januar 2016 hat das IASB IFRS 16 - Leasingverhältnisse herausgegeben. Der Standard ist erstmals ab dem Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwenden. Der Standard stellt eine umfassende Änderung in Bezug auf die Erfassung, Bewertung und Darstellung von Leasingverhältnissen insbesondere beim Leasingnehmer dar. Bisher wird ein Großteil der Leasingverhältnisse nicht in der Bilanz berücksichtigt, da es sich um sogenannte Operate-Leasingverhältnisse handelt. Nach IFRS 16 sind alle Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers abzubilden, die bisherige Unterscheidung zwischen Operate-Lease und Finance-Lease entfällt. Der Leasingnehmer bilanziert stattdessen ein Nutzungsrecht an dem geleasten Vermögenswert und damit einhergehend die vertraglich noch erwarteten Leasingzahlungen. edding ist als Leasingnehmer insbesondere bei Gebäudeanmietungen und beim Leasing von Kraftfahrzeugen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung von den Neuregelungen betroffen.

edding wird IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 rückwirkend ohne Anpassung der Vorjahreszahlen gemäß den Übergangsvorschriften anwenden. Zum Umstellungszeitraum können verschiedene Wahlrechte beziehungsweise Erleichterungen im Zusammenhang mit Leasingverträgen, bei denen eine Gesellschaft des edding Konzerns Leasingnehmer ist, in Anspruch genommen werden.

Bei der erstmaligen Anwendung wird auf eine erneute Beurteilung von Verträgen in Bezug auf enthaltene Leasingverhältnisse verzichtet. Zahlungsverpflichtungen aus bisherigen Operate-Leasingverhältnissen werden mit Übergang auf IFRS 16 unter Verwendung des jeweiligen Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung abgezinst und als Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Nutzungsrechte werden zum 1. Januar 2019 in Höhe des Buchwerts angesetzt, als ob der Standard bereits seit dem Bereitstellungsdatum angewendet worden wäre. Anfängliche direkte Kosten werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung nicht in die Bewertung des Nutzungsrechts am Leasinggegenstand einbezogen.

Ermessensentscheidungen werden auf Basis der aktuellen Erkenntnisse zum Zeitpunkt der Erstanwendung getroffen. In diesem Zusammenhang werden für die Bestimmung der Laufzeit von Leasingvereinbarungen teilweise nachträglich erlangte bessere Erkenntnisse berücksichtigt, wenn dies für die Ausübung von Verlängerungsoptionen zu einer besseren Schätzung führt.

edding wird von dem Wahlrecht Gebrauch machen, immaterielle Vermögenswerte vom Anwendungsbereich des IFRS 16 auszunehmen und einzelne Leasingverhältnisse, die im Geschäftsjahr 2019 enden, in Übereinstimmung mit den Befreiungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse zu behandeln. Zudem werden diese Regelungen auch für kurzfristige Leasingverhältnisse, die nach dem 31. Dezember 2018 beginnen, in Anspruch genommen. Darüber hinaus wird die Erleichterungsvorschrift für Vermögenswerte von geringem Wert ausgeübt. In Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird eine Trennung vorgenommen. Jede Leasingkomponente wird gesondert von den dazugehörigen übrigen Leistungskomponenten abgebildet.

Wir erwarten für den Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2019 derzeit folgende Auswirkungen:

Durch die Bilanzierung nahezu aller Leasingverhältnisse wird die Bilanzsumme des edding Konzerns voraussichtlich um circa 3 % bis 8 % steigen. Dabei wirkt sich insbesondere die Aktivierung von sogenannten Nutzungs- rechten für die Leasinggegenstände auf das Sachanlagevermögen aus. Dieses wird sich voraussichtlich um 30 % bis 40 % erhöhen. Gleichzeitig erhöht sich das lang- und kurzfristige Fremdkapital aufgrund von ausstehenden Leasingzahlungen. Das langfristige Fremdkapital wird voraussichtlich um 5 % bis 15 % anwachsen, während hingegen das kurzfristig Fremdkapital um rund 5 % bis 10 % steigen wird. Auf die Gewinnrücklagen ergibt sich zum Erstanwendungszeitpunkt ein Effekt von 0,2 % bis 0,4 %.

Die Analyse der Änderungen auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung auf Basis der Daten zum 1. Januar 2019 ergab, dass Auswirkungen auf das Konzernergebnis des edding Konzerns nur in geringer Größenordnung für das Jahr 2019 zu erwarten sind. Allerdings wird es zu Veränderungen des Ausweises in verschiedenen Posten der Konzerngewinn- und -verlustrechnung kommen. Die Abschreibungen werden durch die planmäßigen Abschreibungen der zukünftig zu aktivierenden Nutzungsrechte deutlich um voraussichtlich 65 % bis 75 % steigen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die bisherigen Operate-Leasingaufwendungen enthalten, werden sich hingegen um circa 4 % bis 8 % verringern. Die Zinsaufwendungen werden voraussichtlich um circa 5 % bis 15 % ansteigen und sich entsprechend auf das Finanzergebnis auswirken. Gegenläufig wird sich das Konzern EBIT voraussichtlich in einer Bandbreite zwischen 0,5 % und 2 % erhöhen, da sich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stärker im operativen Ergebnis auswirken wird als der Anstieg der Abschreibungen. Die dargestellten Auswirkungen werden auch zu Verschiebungen innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung zwischen dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führen, wobei der neue Standard keine Auswirkungen auf den Finanzmittelbestand insgesamt haben wird.

Darüber hinaus werden in den Konzernabschlüssen ab 2019 deutlich umfangreichere Anhangangaben zu beachten sein.

6 Anpassung der Vorjahreswerte und Erstanwendungseffekte

IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Am 28. Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie am 11. September 2015 und am 12. April 2016 einen Änderungsstandard zu IFRS 15 herausgegeben. Der Standard wurde erstmalig zum 1. Januar 2018 verpflichtend angewendet, insbesondere hat sich der Ausweis der Aufwendungen für Werbe- kostenzuschüsse in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung geändert. Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit hat edding die retrospektive Methode der Erstanwendung gewählt und im Erstanwendungsjahr 2018 die Vergleichsperiode nach den neuen Vorschriften des IFRS 15 ebenfalls angepasst.

Für die Vergleichszahlen des Vorjahres im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 hat diese Vorgehensweise eine ergebnisneutrale Umgliederung von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 9.261 zur Folge. Die beiden Posten in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung stellen sich somit für das Berichtsjahr 2017 wie folgt dar:

2017 berichtet

TEUR
2017 angepasst

TEUR
Umsatzerlöse 148.435 139.248
Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.131 36.870

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Darüber hinaus wurde der IFRS 9 - Finanzinstrumente erstmalig am 1. Januar 2018 angewendet. Durch die Anwendung des neuen Standards wird ein neues Modell zur Erfassung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Der hieraus resultierende Erstanwendungseffekt wird gemäß IFRS 9.7.2.15 im Erst- anwendungszeitpunkt 1. Januar 2018 erfolgsneutral im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen erfasst. Er betrug insgesamt TEUR -22.

IAS 29 - Rechnungslegung in Hochinflationsländern

Grundsätzlich sieht IAS 29 - Rechnungslegung in Hochinflationsländern die retrospektive Anpassung von Vorjahresvergleichswerten vor. Da der edding Konzern in einer stabilen Währung berichtet, werden gemäß IAS 21.42b und 43 die Vorjahresvergleichswerte nicht angepasst.

Die kumulierten auf Vorperioden entfallenden Kaufkraftanpassungen in Folge der erstmaligen Anwendung von IAS 29 werden daher zum 1. Januar 2018 direkt im Eigenkapital erfasst. Die Erstanpassungseffekte mit Auswirkung auf das Eigenkapital resultieren aus den folgenden Bilanzposten:

31.12.2017 berichtet

TEUR
01.01.2018 angepasst

TEUR
Anlagevermögen 20.933 20.933
Vorräte 27.894 28.365
Rechnungsabgrenzungsposten 1.032 1.055
Eigenkapital 58.338 58.832

Das Anlagevermögen der edding Argentina S.A. wird entsprechend den Vorschriften des IAS 29 aufgewertet und anschließend aufgrund operativer Fehlbeträge und geringer Auslastung vollständig außerplanmäßig wertberichtigt. Folglich ergeben sich keine Änderungen im Rahmen der berichteten Werte zum 31. Dezember 2017 innerhalb des Anlagevermögens.

In Summe erhöhte sich das Konzerneigenkapital zum 1. Januar 2018 um TEUR 494 vor allem durch die Anpassung des Vorratsvermögens. Die Kaufkraftindexierung der Positionen des Eigenkapitals führte zu einer Verringerung von Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn mit einer gegenläufigen Erhöhung des Währungsausgleichspostens im Rahmen der Umrechnung des Abschlusses der argentinischen Tochtergesellschaft in die Konzernberichtswährung Euro. Innerhalb des Konzerneigenkapitals war darüber hinaus eine Umgliederung zwischen den Positionen Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn und Währungsumrechnungsdifferenz und Hochinflation von TEUR 5.822 vorzunehmen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

7 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäfts- oder Firmenwerte

TEUR
Kundenstämme, Markenrechte

TEUR
Übrige immaterielle Vermögenswerte

TEUR
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte

TEUR
Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte

TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 4.263 4.274 5.606 519 10.399
Währungsumrechnung -19 - -106 - -106
Zugänge - - 201 53 254
Umbuchungen - - 518 -518 -
Abgänge - 2.329 - - 2.329
Stand 31.12.2017 4.244 1.945 6.219 54 8.218
Währungsumrechnung -27 - -142 - -142
Anpassung Hochinflation - - 1.182 - 1.182
Änderungen Konsolidierungskreis - - 815 - 815
Zugänge 494 - 70 96 166
Umbuchungen - - 23 -23 -
Abgänge 835 - - - -
Stand 31.12.2018 3.876 1.945 8.167 127 10.239
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 1.509 4.274 5.105 - 9.379
Währungsumrechnung -19 - -104 - -104
Zugänge - - 358 - 358
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge - 2.329 - - 2.329
Stand 31.12.2017 1.490 1.945 5.359 - 7.304
Währungsumrechnung -27 - -140 - -140
Anpassung Hochinflation - - 1.169 - 1.169
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge - - 398 - 398
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge 835 - - - -
Stand 31.12.2018 628 1.945 6.786 - 8.731
Buchwerte 31.12.2018 3.248 - 1.381 127 1.508
Buchwerte 31.12.2017 2.754 - 860 54 914

Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte betrifft die niederländische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr: TEUR 2.754). Zudem ist im Geschäftsjahr 2018 ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 494 im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Prismade Labs GmbH entstanden, der auf erwartete Synergien zurückzuführen ist. Des Weiteren wurde der Geschäfts- oder Firmenwert, der der mexikanischen Tochtergesellschaft zugeordnet wurde und bereits in Vorjahren vollständig wertberichtigt worden war, im Zuge der Liquidation der mexikanischen Gesellschaft ausgebucht.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen, wobei die Nutzungswerte der Tochtergesellschaften die erzielbaren Beträge darstellen. Für die Beschreibung der Vorgehensweise, der relevanten Parameter und der Sensitivitätsanalyse verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Textziffer 5.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich aus dem Werthaltigkeitstest der auf die niederländische und deutsche Tochtergesellschaft entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte kein Abwertungsbedarf.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da die Voraussetzungen gemäß IAS 38 nicht erfüllt werden konnten. Die Summe der im Geschäftsjahr 2018 angefallenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben beträgt TEUR 1.166 (Vorjahr: TEUR 823), die wie im Vorjahr vollständig aufwandswirksam erfasst wurden.

8 Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

TEUR
Technische Anlagen und Maschinen

TEUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

TEUR
Gesamt

TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 26.936 24.593 12.407 200 64.136
Währungsumrechnung -73 -170 -214 -7 -464
Zugänge 59 800 1.509 21 2.389
Umbuchungen - 61 63 -124 -
Abgänge 15 3.916 1.073 - 5.004
Stand 31.12.2017 26.907 21.368 12.692 90 61.057
Währungsumrechnung -93 -148 -270 -10 -521
Anpassung Hochinflation 557 1.007 741 - 2.305
Änderungen Konsolidierungskreis - - 29 - 29
Zugänge 151 252 1.106 173 1.682
Umbuchungen 42 18 - -60 -
Abgänge 10 24 904 8 946
Stand 31.12.2018 27.554 22.473 13.394 185 63.606
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 21.522 19.603 10.678 29 51.832
Währungsumrechnung -70 -133 -190 -7 -400
Zugänge 188 869 840 - 1.897
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge 11 3.880 1.061 - 4.952
Stand 31.12.2017 21.629 16.459 10.267 22 48.377
Währungsumrechnung -89 -143 -257 -10 -499
Anpassung Hochinflation 402 981 697 - 2.080
Änderungen Konsolidierungskreis - - 12 - 12
Zugänge 337 890 998 - 2.225
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge 9 19 830 - 858
Stand 31.12.2018 22.270 18.168 10.887 12 51.337
Buchwerte 31.12.2018 5.284 4.305 2.507 173 12.269
Buchwerte 31.12.2017 5.278 4.909 2.425 68 12.680

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 2.000).

Hinsichtlich der Immobilien in Wunstorf und Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) für die Immobilie in Wunstorf und mit TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953) für die Immobilie in Bautzen. Zum Stichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten” zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt.

Zum 31. Dezember 2018 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 87) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr 2018 TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 27) erfolgswirksam aufgelöst werden.

9 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 4.184
Zugänge -
Abgänge -
Stand 31.12.2017 4.184
Zugänge -
Abgänge -
Stand 31.12.2018 4.184
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 3.520
Zugänge 2
Zuschreibungen -
Abgänge -
Stand 31.12.2017 3.522
Zugänge 3
Zuschreibungen -
Abgänge -
Stand 31.12.2018 3.525
Buchwert 31.12.2018 659
Buchwert 31.12.2017 662

Im Bilanzposten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ wird ein nicht mehr selbst genutztes und nunmehr zur Vermietung gehaltenes Lagergebäude am Verwaltungssitz der edding AG und der dazugehörige Grundstücksanteil ausgewiesen.

Der auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entfallende Grundstücksanteil dient als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Textziffer 8).

Im Geschäftsjahr wurden Mieteinahmen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 226) erzielt. Der Leasingvertrag ist den Regelungen des IAS 17 folgend als Operating- Lease zu klassifizieren. Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 5).

Aus dem bestehenden ordentlich unkündbaren Mietverhältnis im Wege des Operating-Leasing werden folgende Mietzahlungen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in den nächsten Jahren erwartet:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
bis 1 Jahr 230 226
1 - 5 Jahre 230 461
über 5 Jahre - -
460 687

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt abgeleitet aus einem Immobilienwertgutachten TEUR 2.889 (Vorjahr: TEUR 2.889). Das Gutachten wurde in 2013 von einem externen Sachverständigen nach dem Ertragswertverfahren erstellt. Für Zwecke der Bewertung müssen Gutachter Faktoren, wie künftig zu erzielende Mieterträge und anzuwendende Kalkulationszinssätze, schätzen, die unmittelbar Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben.

10 Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen

Zum 31. Dezember 2017 hatte der edding Konzern Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 441 ausgewiesen, die ausschließlich auf das Unternehmen Prismade Labs GmbH, Chemnitz, entfielen.

Am 2. Mai 2018 erfolgte eine Anteilsaufstockung auf 50,0 %. Seitdem übt edding beherrschenden Einfluss im Sinne des IFRS 10 auf die Prismade Labs GmbH aus. Die Gesellschaft wird daher als Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den edding Konzern im Berichtsjahr 2018 einbezogen. Folglich bestehen zum 31. Dezember 2018 keine Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen. Für ausführliche Erläuterungen verweisen wir auf die Textziffer 2.

Nachfolgend ist die Entwicklung des Buchwerts der at-equity bilanzierten Beteiligung dargestellt:

TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2017 -
Zugänge 508
Stand 31.12.2017 508
Zugänge 250
Abgänge 758
Stand 31.12.2018 -
Abschreibungen
Stand 01.01.2017 -
Erfolgswirksame Fortschreibung 67
Stand 31.12.2017 67
Erfolgswirksame Fortschreibung 48
Abgänge 115
Stand 31.12.2018 -
Buchwert 31.12.2018 -
Buchwert 31.12.2017 441

Folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die aggregierten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die aggregierten Bilanzdaten der Prismade Labs GmbH zum Vorjahresstichtag:

31.12.2017

TEUR
Erträge und Erlöse 109
Jahresergebnis -267
Langfristige Vermögenswerte 12
Kurzfristige Vermögenswerte 305
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen -
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 53
Nettovermögen 264
Anteilsquote in Prozent 25,10
Anteiliges Nettovermögen 66

11 Sonstige Finanzanlagen

Die Anteile wurden am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.482 (Vorjahr: TEUR 3.482) zum beizulegenden Zeitwert (Vorjahr: Anschaffungskosten) bewertet.

Zum 31. Dezember 2014 hatte der edding Konzern Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von TEUR 3.440 ausgewiesen, die ausschließlich auf das Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, entfielen. Da der edding Konzern zum 31. Dezember 2015 trotz unveränderter Stimmrechtsquote sowie der Besetzung eines Aufsichtsratspostens seinen maßgeblichen Einfluss nicht mehr im Sinne des IAS 28 ausüben konnte, musste die Bilanzierung at-equity beendet werden und die Beteiligung wurde ab dem 31. Dezember 2015 gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert mit den Anschaffungskosten nach IAS 39.46 (c) ausgewiesen und mit TEUR 3.334 bewertet. Seit dem 1. Januar 2018 wird die Beteiligung nach IFRS 9 als strategisches Investment „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ abgebildet. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen sieht der Vorstand die Anschaffungskosten derzeit als die beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert der Anteile an.

12 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.840 2.759
Unfertige Erzeugnisse 586 684
Fertige Erzeugnisse und Waren 25.331 24.451
28.757 27.894

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 3.471 (Vorjahr: TEUR 3.786). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

Die Wertberichtigungen werden für mangelnde Gängigkeit, zu hohe Reichweiten, individualisierte Einschätzungen und zur Berücksichtigung niedrigerer Marktpreise am Bilanzstichtag (Grundsatz der verlustfreien Bewertung) gebildet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 395) aufwandswirksam wertberichtigt. In Höhe von TEUR 447 (Vorjahr: TEUR 11) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam aufgelöst.

13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.542 22.435
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 7.331 6.372
29.873 28.807
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 24.606 23.964
über 1 Jahr 5.267 4.843

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.051 922 1.129 1.568 520 1.048
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 1.465 618 847 1.459 491 968
davon Mitarbeiterdarlehen 376 346 30 404 333 71
davon Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 99 55 44 89 89 -
davon Forderungen Lieferanten 701 - 701 519 - 519
davon Mietkautionen 227 217 10 221 58 163
davon Übrige 62 - 62 225 11 214
Derivate 586 304 282 109 29 80
Nichtfinanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 5.280 4.345 935 4.804 4.323 481
Aktivwerte von Versicherungen/Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 4.356 4.328 28 4.353 4.323 30
Umsatzsteuerforderungen 427 17 410 335 - 335
Geleistete Anzahlungen 432 - 432 33 - 33
Übrige 65 - 65 84 - 84
7.331 5.267 2.064 6.372 4.843 1.529

Zum 31. Dezember 2018 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 974 (Vorjahr: TEUR 1.099).

In den sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 99) wertberichtigt. Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2018

TEUR
2017

TEUR
Stand 01.01. 1.099 1.870
Inanspruchnahme -522 -572
Auflösung -140 -626
Aufwandswirksame Zuführungen 342 272
Währunsgumrechnung 195 155
Stand 31.12. 974 1.099

Die Wertberichtigungen gliedern sich nach Einzelwertberichtigungen und aus Erfahrungswerten abgeleiteten Wertberichtigungen wie folgt:

31.12.2018

TEUR
01.01.2018

TEUR
Einzelwertberichtigungen (Stufe 3) 583 804
Wertberichtigungen auf Basis von Erfahrungswerten (Stufe 2)
Forderungen < 90 Tage überfällig 333 224
Forderungen > 90 Tage überfällig 58 9
974 1.037

Die Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen auf Basis individueller Beurteilungen gebildet wurden, werden anhand von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten auf Basis der nachfolgend aufgeführten Bandbreiten für die verschiedenen Gesellschaften des edding Konzerns wertberichtigt:

31.12.2018 01.01.2018
Bandbreiten
Ausfallwahrscheinlichkeiten 0,7 % - 23,4 % 0,9 % - 25,1 %
Verlustquoten 3,3 % - 62,3 % 0,0 % - 48,4 %

Zu Ausführungen zum Forderungsmanagement wird auf Textziffer 34 verwiesen.

Bezüglich der Überleitung der Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 verweisen wir auf die Ausführungen in Textziffer 35.

14 Flüssige Mittel

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 29.905 (Vorjahr: TEUR 25.122) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Zum 31. Dezember 2018 bestehen Wertberichtigungen auf flüssige Mittel in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 0), die auf der Grundlage von Banken-Ratings und daraus abgeleiteten Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt wurden. Da sämtliche Banken ein „Investment Grade“ aufweisen, wurde ausschließlich der erwartete 12-Monats-Kreditverlust erfasst (Stufe 1 des allgemeinen Wertminderungsmodells). Es waren während der Berichtsperiode keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Stufen des allgemeinen Wertminderungsmodells vorzunehmen.

Im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2018 wurde im Rahmen der Guthaben bei Kreditinstituten keine Risiko- vorsorge berücksichtigt, weil diese nicht wesentlich für den edding Konzern war. Da die Guthaben bei Kreditinstituten zum 31. Dezember 2018 deutlich anstiegen, wurde im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses entschieden, für diese finanziellen Vermögenswerte auch eine Risikovorsorge zum Abschlussstichtag zu erfassen. Daher wird - abweichend zum Halbjahresfinanzbericht 2018 - der IFRS 9-Erstanwendungseffekt der Wertberichtigungen auf Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 84 erfolgsneutral im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen zum Erstanwendungszeitpunkt 1. Januar 2018 abgebildet. Die Veränderung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 62 wurde erfolgswirksam erfasst.

15 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

16 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2018 ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück (Vorjahr: 600.000 Stück) Stammstückaktien und 473.219 Stück (Vorjahr: 473.219 Stück) Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Gemäß § 19 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine um 2 % (Vorjahr: 2 %) höhere Dividende als die Inhaber von Stammaktien, jedoch mindestens eine Dividende in Höhe von 4 % (Vorjahr: 4 %) des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrages des Grundkapitals. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Vorwegausschüttung von mindestens 4% (Vorjahr: 4 %) auf die Vorzugsaktien aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachgezahlt, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Das Nachzahlungsrecht ist Bestandteil des Gewinnanteils desjenigen Geschäftsjahres, aus dessen Bilanzgewinn die Nachzahlung auf die Vorzugsaktien gewährt wird.

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir zudem auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen. Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung und Hochinflation resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie aus Erstanwendungs- und Folgeeffekten des IAS 29. Für weitere Informationen zur Anwendung des IAS 29 verweisen wir auf die Textziffern 5 und 6.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem sind die Ersteffekte aus der erstmaligen Anwendung des IAS 29 und IFRS 9 enthalten.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 und Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie Treueprämien werden vollständig erfolgsneutral in einer hierfür vorgesehenen Rücklage im Eigenkapital erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Zudem wird im Eigenkapital unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Derivaten, welche die Voraussetzungen der Designation zum Cashflow Hedge Accounting gemäß der Übergangsvorschrift nach IFRS 9.7.2.21 erfüllen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften. Weitere Angaben zu den Gesellschaften befinden sich unter Textziffer 2 und 44.

31.12.2018 Kapitalanteil 31.12.2017 Kapitalanteil
Konzerngesellschaft Mitgesellschafter % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Prismade Labs GmbH lokales Management 50 -23 - -
edding Colombia S.A.S. lokales Management 40 -178 40 -132
-201 -132

Die edding International GmbH hatte sich bereits im Vorjahr mit Datum vom 3. April 2017 an der Prismade Labs GmbH, Chemnitz, mit 25,1 % beteiligt. Am 2. Mai 2018 erfolgte eine Anteilsaufstockung auf 50,0 %. Unter Berücksichtigung der Stimmrechtsaufteilung und des Erfordernisses von Gesellschafterversammlungsentscheidungen mit einfacher Mehrheit ist der Beirat der Prismade Labs GmbH für die Beurteilung der Verfügungsgewalt über die Prismade Labs GmbH entscheidend, da der Beirat bei Patt-Situationen in der Gesellschafterversammlung (mit einfacher Stimmenmehrheit) verbindlich entscheidet. Durch das Besetzungsrecht für zwei der drei Beiratsmitglieder hat edding die rechtliche Möglichkeit, Entscheidungen gegen den Willen der anderen Gesellschafter durchzusetzen. Dadurch übt edding beherrschenden Einfluss im Sinne des IFRS 10 auf die Prismade Labs GmbH aus.

Bei der Ermittlung des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Anteils des Reinvermögens der Prismade Labs GmbH werden vertraglich vereinbarte Regelungen für eine disquotale Verteilung von Erlös- und Liquiditätsüberschüssen zu Gunsten von edding berücksichtigt. Bei edding Colombia S.A.S. ergibt sich der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Anteil am Reinvermögen unmittelbar aus dem Kapital- beziehungsweise Stimmrechtsanteil.

Die den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugewiesenen Anteile am Konzernergebnis und am sonstigen Ergebnis sowie die ihnen zugewiesenen Dividendenanteile werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ausgewiesen. Der auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallende Ergebnisbeitrag aus dem sonstigen Ergebnis bei der edding Colombia S.A.S. entfällt auf die Währungsumrechnung. Nachfolgend werden die zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen dargestellt.

Prismade Labs GmbH edding Colombia S.A.S.
31.12.20181

TEUR
31.12.2017

TEUR
31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- ---
Erlöse und Erträge 238 - 3.076 2.9542
Aufwendungen -690 - 3.300 3.3672
Jahresergebnis - Anteil edding Konzern -226 - -171 -248
Jahresergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -226 - -53 -166
Langfristige Vermögenswerte 781 - 359 412
Kurzfristige Vermögenswerte 324 - 3.699 3.144
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 2 - 20 4
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 175 - 4.569 3.883
Eigenkapital - Anteil edding Konzern 951 - -353 -199
Eigenkapital - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -23 - -178 -132
Dividendenanteile nicht beherrschender Gesellschafter - - - -

Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten keine besonderen Schutzrechte. Garantiezahlungen sind nicht vereinbart. Der Zugriff auf Vermögenswerte der Tochterunternehmen ist nicht beschränkt. Der edding Konzern haftet für die Kontokorrentverbindlichkeiten der kolumbianischen Tochtergesellschaft in Höhe von maximal TEUR 1.800 (Vorjahr: maximal TEUR 1.800). Die Kreditlinie wurde durch die Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 mit TEUR 1.535 (Vorjahr: TEUR 1.435) in Anspruch genommen.

1 Die zusammengefassten Finanzinformationen der Prismade Labs GmbH werden vom Erstkonsolidierungszeitpunkt, dem 2. Mai 2018, bis zum 31. Dezember 2018 abgebildet.

2 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst. Für ausführliche Erläuterungen wird auf die Textziffern 5 und 6 verwiesen.

17 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG sowie die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V.D. Ledermann & Co. GmbH haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.

Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method“) versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.328 (Vorjahr: TEUR 4.324). Auch für die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen liegt kein Planvermögen vor.

Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Mitarbeiter und zu einem geringen Teil für die Vorstände durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.

Den Wertpapierrisiken wird dadurch begegnet, dass die Versorgungspläne regelmäßig überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Das Wertpapierportfolio wird durch einen professionellen Vermögensverwalter gemanagt. Dabei wird der Wert der Wertpapiere kontinuierlich beobachtet und Gegenmaßnahmen werden noch vor Unterschreitung des auf Basis der Mindestverzinsung errechneten Wertes eingeleitet.

Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Anwartschaftsbarwert nicht wertpapiergebundener Pensionszusagen 8.191 8.607
Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen 4.328 4.324
Anwartschaftsbarwert = Bilanzwert 12.519 12.931

Die Pensionsrückstellungen enthalten im Geschäftsjahr 2018 versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 759).

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:

2018

TEUR
2017

TEUR
Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. 12.931 12.623
Laufender/nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 178 327
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 186 174
Wertänderung der zusätzlichen Verpflichtung aus Wertpapieren -161 281
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 697 759
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen -1.369 -1.282
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 57 49
Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. 12.519 12.931

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) Mitglieder des Vorstands.

In den Anwartschaftsbarwerten sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 4.584 (Vorjahr: TEUR 3.889) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus Bestandsänderungen sowie der Veränderung von Zins- und Trendannahmen.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2018 31.12.2017
Abzinsungssatz 1,8 % - 2,2 % 1,5 % - 2,0 %
Gehaltsteigerungstrend 0,0 % 0,0 %
Rentensteigerungstrend 0,0 % - 1,8 % 0,0 % - 1,8 %

Weiter dienten als Basis für die Berechnung die Sterbetafeln"Richttafeln 2018 G" (Vorjahr: "Richttafeln 2005 G") von Klaus Heubeck. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltsteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden und beträgt Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis (Entwicklung der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen angeschafften Wertpapiere) ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2018

TEUR
2017

TEUR
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (laufender/nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand) 178 327
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 186 174
Nettopensionsaufwand 364 501

Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 2.492 (Vorjahr: TEUR 2.130). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.

Eine Veränderung der oben aufgeführten Berechnungsparameter um 50 Basispunkte (Vorjahr: 25 Basispunkte) im Rahmen des Abzinsungssatzes beziehungsweise 25 Basispunkte (Vorjahr: 25 Basispunkte) in Bezug auf den Rentensteigerungstrend würde den Anwartschaftsbarwert um die folgenden Beträge erhöhen beziehungsweise vermindern:

Anstieg/Rückgang Anwartschaftsbarwert
Veränderung der DBO 31.12.2018

Basispunkte
31.12.2017

Basispunkte
31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- ---
Abzinsungsatz - 50 - 25 462 240
+ 50 + 25 -429 -231
Rentensteigerungstrend + 25 + 25 708 111
- 25 - 25 -693 -108

Die Veränderung der Lebenserwartung um ein Jahr hätte folgende Auswirkungen:

Anwartschaftsbarwert
Veränderung der DBO Anstieg/Rückgang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- ---
+ 1 Jahr 708 743
Lebenserwartung - 1 Jahr -693 -704

Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt nach den gleichen versicherungsmathematischen Methoden wie die Berechnung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts haben Erhöhung und Senkung der Zinssätze nicht den gleichen absoluten Effekt. Bei gleichzeitiger Änderung mehrerer Annahmen entspricht der kumulierte Effekt nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte. Des Weiteren verhält sich die Änderung des Anwartschaftsbarwerts nicht notwendigerweise linear zu einer Änderung der Annahmen.

Für das Geschäftsjahr 2019 werden Arbeitgeberbeiträge zu leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 185) erwartet.

Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der Leistungsverpflichtung beträgt 11,7 Jahre (Vorjahr: 12,4 Jahre). Die im Geschäftsjahr 2018 in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2018

TEUR
Erwartete Leistungsauszahlungen
2019 1.528
2020 1.178
2021 1.123
2022 1.094
2023 960
2024 - 2028 3.185

Die im Vorjahr in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungsauszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2017

TEUR
Erwartete Leistungsauszahlungen
2018 1.480
2019 1.195
2020 1.056
2021 1.007
2022 992
2023 - 2027 3.282

18 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige langfristige Rückstellungen

TEUR
Sonstige kurzfristige Rückstellungen

TEUR
Stand 01.01.2017 1.323 20
Inanspruchnahme -111 -
Auflösung -1 -
Währungsumrechnung -5 -
Zuführung 122 5
Stand 31.12.2017 1.328 25
Inanspruchnahme -129 -25
Auflösung -12 -
Umgliederung -54 54
Währungsumrechnung -8 -2
Zuführung 112 72
Stand 31.12.2018 1.237 124

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und bei Renteneintritt zu zahlende Treueprämien an Mitarbeiter. Die Jubiläumsverpflichtungen und Treueprämien sind als „other long term employee benefits” mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 2,20 % (Vorjahr: 1,95 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,00 % p.a. (Vorjahr: 2,00 % p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die Bewertung berücksichtigt in 2018 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 35). Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden bei der Bewertung berücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2018 beinhalten die kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen (Vorjahr: ausschließlich Gewährleistungsrückstellungen für Ansprüche innerhalb eines Jahres).

19 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die lang- und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von insgesamt TEUR 7.694 (Vorjahr: TEUR 7.167) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.683 4.077
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.683 2.577
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.000 1.500
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Davon Grundpfandrechtlich gesichert 1.500 2.000
Übrige Finanzschulden 3.011 3.090
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.011 3.090
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre - -
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Davon Grundpfandrechtlich gesichert - -

Die übrigen Finanzschulden umfassen im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr Kaufpreisverbindlichkeiten aus einer Anteilsübernahme.

20 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.669 4.836
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 5.669 4.836
Sonstige Verbindlichkeiten 19.461 19.311
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 17.563 17.494
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.745 1.585
Restlaufzeit über 5 Jahre 153 232

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 19.461 19.311
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.380 10.905
Davon originäre finanzielle Verbindlichkeiten 9.606 9.816
Davon derivative finanzielle Verbindlichkeiten 774 1.089
Leistungen an Arbeitnehmer 7.389 6.902
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 773 632
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 343 334
Übrige 576 538

Die originären finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 7.880 (Vorjahr: TEUR 7.506) abgegrenzte Schulden für Kundenboni und Werbekostenzuschüsse.

In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von insgesamt TEUR 16.690 (Vorjahr: TEUR 16.261) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 7.880 7.506
Ergebnisabhängige und einmalige Vergütungen Mitarbeiter 5.690 4.990
Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 1.208 1.219
Übrige 1.912 2.546
16.690 16.261

21 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2018 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 186). Weitere Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse bestanden nicht.

22 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Operating-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark und um Mietverpflichtungen für Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Leasingverpflichtungen für Immobilien und Mobilien
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.940 2.042
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2.875 3.764
Restlaufzeit über 5 Jahre - 22
4.815 5.828

Im Geschäftsjahr 2018 belief sich der Aufwand aus den Operating-Lease-Verträgen für Immobilien auf TEUR 1.220 (Vorjahr: TEUR 1.289) und für Mobilien auf TEUR 1.061 (Vorjahr: TEUR 1.068). Darin enthalten sind ausschließlich Mindestleasingzahlungen.

Aus wesentlichen langfristigen Dienstleistungsverträgen für ausgelagerte Logistikdienstleistungen sowie IT-Dienstleistungen erwartet der edding Konzern folgende Mindestverpflichtungen mit den nachfolgenden Fälligkeiten:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Erwartete Mindestverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen
bis 1 Jahr 2.523 2.415
1 - 5 Jahre 861 3.215
über 5 Jahre - 52
3.384 5.682

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen als Leasinggeber, die in den Jahren 2019 bis 2023 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 223 (Vorjahr: Fälligkeit von TEUR 227 in den Jahren 2018 bis 2022). Künftige Mieteinnahmen, die der edding Konzern als Leasinggeber aus bestehenden Operating-Lease-Verträgen im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilen erwartet, werden unter Textziffer 9 aufgeführt und sind hier nicht enthalten.

Im Vorjahr bestanden darüber hinaus Finanzierungszusagen in Höhe von TEUR 500. Diese Finanzierungszusagen betrafen die Beteiligung an der Prismade Labs GmbH, die zum 31. Dezember 2017 noch nicht als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den edding Konzernabschluss einbezogen war. Zum 31. Dezember 2018 wird die Prismade Labs GmbH jedoch als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den edding Konzernabschluss einbezogen, so dass zum Berichtsstichtag keine Finanzierungszusagen des edding Konzerns gegenüber Dritten vorliegen.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

23 Umsatzerlöse

2018

TEUR
20171

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Schreiben und Markieren
- Hauptmarke edding -
Deutschland 43.426 40.277 3.149 7,8
Übriges Europa 47.166 46.365 801 1,7
Übersee 7.868 9.618 -1.750 -18,2
98.460 96.260 2.200 2,3
Partnermarken und sonstige Erlöse 7.427 7.397 30 0,4
105.887 103.657 2.230 2,2
Visuelle Kommunikation
- Hauptmarke Legamaster -
Deutschland 17.785 16.566 1.219 7,4
Übriges Europa 16.366 18.042 -1.676 -9,3
Übersee 947 983 -36 -3,7
35.098 35.591 -493 -1,4
Konzern gesamt 140.985 139.248 1.737 1,2

Der Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 auf die Erlöse aus Verträgen mit Kunden des edding Konzerns wird in den Textziffern 5, 6 und 37 beschrieben.

24 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Posten Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR +245 (Vorjahr: TEUR -21) beinhaltet wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert wurden.

25 Materialaufwand

2018

TEUR
2017

TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 54.833 55.495
Aufwendungen für bezogene Leistungen 532 482
55.365 55.977

1 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst.

26 Personalaufwand/Mitarbeiter

2018

TEUR
2017

TEUR
Deutschland 25.750 25.097
Ausland 11.920 12.251
37.670 37.348

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 0,9 % (Vorjahr: 1,8 %) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Aufbau von Personal in Deutschland im Zuge der Umsetzung der Strategie 2020 zurückzuführen. Die im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2018 enthaltenen einmaligen Personalaufwendungen betragen TEUR 580 (Vorjahr: TEUR 269).

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2018 2017
Angestellte
Deutschland 302 293
Ausland 248 245
Gewerbliche Arbeitnehmer
Deutschland 43 42
Ausland 45 47
Anzahl Arbeitnehmer 638 627
Auszubildende
Deutschland 30 25
Ausland - -
668 652

27 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2018 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 162 (Vorjahr: TEUR 70) angefallen. Diese betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Argentinien sowie die hierfür im Berichtsjahr 2018 berücksichtigten hochinflationsbedingten Anpassungen. Für die in den Vorjahren durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens war angesichts weiterer operativer Fehlbeträge und geringer Auslastung keine Wertaufholung vorzunehmen. Das Anlagevermögen inklusive hochinflationsbedingter Anpassungen in Argentinien ist daher zum 31. Dezember 2018 in Höhe von umgerechnet TEUR 304 (Vorjahr: TEUR 275) vollständig wertberichtigt.

28 Sonstige betriebliche Erträge

2018

TEUR
2017

TEUR
Währungskursgewinne (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 3.666 1.411
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 1.090 1.624
Mieterträge 520 502
Ertrag aus der Entkonsolidierung edding Mexico S. de R.L. de C.V. 184 -
Werbekostenzuschüsse 159 240
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 140 626
Kooperationserlöse 126 128
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 96 81
Erträge aus Stromeinspeisung 78 73
Erträge aus Investitionszulagen 23 27
Erträge aus Anlagenabgängen 13 23
Übrige Erträge 989 537
7.084 5.272

29 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2018

TEUR
2017

TEUR
Fracht- und Logistikkosten 6.884 6.840
Werbe- und Marketingkosten 5.837 5.824
Währungskursverluste (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 5.752 4.415
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 3.296 3.140
Fuhrparkkosten 2.278 2.362
Raumkosten 2.229 2.028
Personalnebenkosten 2.216 2.219
IT-Kosten 1.649 1.548
Reisekosten 1.327 1.380
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) 1.220 1.289
Delkredere-Provisionen 1.079 1.019
Versicherungen 637 645
Kommunikationsaufwendungen 590 641
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen sowie flüssigen Mitteln 404 272
Übrige Aufwendungen 4.122 3.248
39.520 36.870

Der Effekt aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird in den Textziffern 5 und 6 beschrieben.

Den Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 5.752 (Vorjahr: TEUR 4.415) stehen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 3.666 (Vorjahr: TEUR 1.411) gegenüber. In Summe hat sich das Währungsergebnis von TEUR -3.004 auf TEUR -2.086 erhöht, was zum einen auf die Währungskursentwicklung des Euro zum US-Dollar beziehungsweise des Euro zum Japanischen Yen und die damit zusammenhängende Wertentwicklung der in US-Dollar denominierten Vermögenswerte und der Euro/US-Dollar- und Euro/Yen-Währungsabsicherungsgeschäfte des edding Konzerns zurückzuführen ist. Zum anderen trugen die in 2018 erfolgten Abwertungen der Landeswährungen in der Türkei, Kolumbien und Argentinien im Verhältnis zum US-Dollar und zum Euro zu dieser Entwicklung bei.

Im Berichtsjahr 2018 wird erstmalig im Rahmen der flüssigen Mittel eine Risikovorsorge gemäß IFRS 9 berücksichtigt.

30 Finanzergebnis

2018

TEUR
2017

TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 401 47
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.077 -812
Abschreibungen (-)/Zuschreibungen (+) auf Wertpapiere -148 360
Finanzergebnis -824 -405

31 Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29

Die Aufwendungen aus der Berücksichtigung der Hochinflation gemäß IAS 29 in Argentinien beliefen sich auf TEUR 1.092. Bedingt durch die Bilanzstruktur der edding Argentina S.A. mit überwiegend kurzfristig gebundenen Vermögenswerten und hohen Eigenkapitalpositionen in Folge von Gesellschafterbeiträgen führten die Kaufkraft- anpassungseffekte für die nicht-monetären Posten zu einem Verlust. Dieser spiegelt die Entwertung des in Argentinischen Peso bestehenden monetären Vermögens aufgrund der Inflation wider.

32 Ertragsteuern

2018

TEUR
2017

TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand 4.430 3.626
Latenter Steueraufwand 57 312
4.487 3.938

Im Posten tatsächlicher Steueraufwand werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2018 sind im tatsächlichen Steueraufwand periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: Erträge in Höhe von TEUR 508) enthalten. Diese betreffen vor allem Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre.

Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.084 (Vorjahr: TEUR 816) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 221) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 595). Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 251 (Vorjahr: TEUR 180), die hauptsächlich im Ausland gezahlte Steuervorauszahlungen enthalten. In den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen von TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 210) werden mit TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 210) in Zukunft anrechenbare Steuergutschriften aus einer Mindestbesteuerung ausgewiesen.

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,76 % (Vorjahr: 29,72 %).

Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.364 (Vorjahr: TEUR 2.714) sowie abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 170), welche auf das Anlagevermögen entfallen (im Vorjahr im Wesentlichen auf das Vorratsvermögen), wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt. Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren und in Kolumbien nach fünf Jahren. Verlustvorträge werden als Vermögenswert angesetzt, sofern mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet werden kann. Aufgrund der geringen Höhe der auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre aus. Wesentliche Steuereffekte aus nicht ausgeschütteten Gewinnvorträgen in Tochtergesellschaften liegen zum Stichtag nicht vor. Die kumulierten Gewinnvorträge aller Tochterunternehmen belaufen sich auf circa TEUR 5.600 (Vorjahr: circa TEUR 5.100).

Im Geschäftsjahr 2018 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR -11 (Vorjahr: TEUR 479) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, wie in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzposten zum 31. Dezember 2018 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktiv 31.12.2018

TEUR
Aktiv 31.12.2017

TEUR
Passiv 31.12.2018

TEUR
Passiv 31.12.2017

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 73 91 244 1
Sachanlagen - - 1.507 1.475
Sonstige Finanzanlagen - - 36 5
Sonstige langfristige Forderungen - - 43 16
Übrige Vermögenswerte - - 454 635
Langfristige Vermögenswerte 73 91 2.284 2.132
Vorräte 556 587 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40 139 44 93
Übrige Vermögenswerte 46 1 94 25
Kurzfristige Vermögenswerte 642 727 138 118
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1.032 1.204 - -
Sonstige Rückstellungen 85 124 - -
Finanzschulden - 88 - -
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 138 120 - -
Langfristige Verbindlichkeiten 1.255 1.536 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 344 384 4 6
Verlustvorträge 373 92 - -
Zwischensumme 2.687 2.830 2.426 2.256
Saldierung -2.082 -2.160 -2.082 -2.160
Bestand laut Konzernbilanz 605 670 344 96

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,76 % (Vorjahr: 29,72 %) erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Über- leitungsrechnung entnommen werden:

2018

TEUR
2017

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.256 11.580
Erwarteter Ertragsteueraufwand 3.350 3.442
Abweichende Steuersätze -65 16
Permanente Differenzen 773 161
Nichtansatz/Wertberichtigung steuerlicher Verluste 358 695
Wertberichtigung latenter Steuern aus temporären Differenzen/Nutzung nicht bewerteter temporärer Differenzen 136 106
Periodenfremde Steuern -60 -508
Sonstige Abweichungen -5 26
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 4.487 3.938

Die hohen permanenten Differenzen im Rahmen der Überleitung des erwarteten Ertragsteueraufwands auf den in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018 ausgewiesenen Ertragsteueraufwand resultieren vor allem aus den hochinflationsbedingten Anpassungen gemäß IAS 29.

33 Ergebnis je Aktie

Die Stammaktien der edding AG werden weder börslich noch außerbörslich gehandelt. Daher ist die edding AG nach IAS 33.2 (b)(i) nicht verpflichtet, Angaben zum Ergebnis je Aktie im IFRS Konzernabschluss zu machen. Die nachfolgenden Angaben zum Ergebnis je Aktie der edding AG nach IAS 33 erfolgen somit auf freiwilliger Basis.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt. Es bestehen keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte. Daher entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 wurde wie folgt ermittelt:

2018

TEUR
2017

TEUR
Konzernergebnis den Aktionären der edding AG zuzurechnen 7.048 7.808
Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Vorzugsdividende 1.017 1.017
Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Dividende Stammaktien 1.260 1.260
Zwischensumme 4.771 5.531
Anzahl Stammaktien (Stück) 600.000 600.000
Anzahl Vorzugsaktien (Stück) 473.219 473.219
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Stammaktionären zuzurechnen 2.644 3.065
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Vorzugsaktionären zuzurechnen 2.127 2.466
Zwischensumme 4.771 5.531
Ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 2,10 2,10
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 4,41 5,11
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Stammaktie 6,51 7,21
Ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 2,15 2,15
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 4,50 5,21
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie 6,65 7,36

Bei der Berechnung wurde der satzungsmäßige Dividendenvorteil der Vorzugsaktien gegenüber den Stammaktien in Höhe von 2 % (Vorjahr: 2 %) berücksichtigt. Zu den Rechten der verschiedenen Aktiengattungen verweisen wir auf Textziffer 16.

Sonstige Erläuterungen

34 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenoptionen und Devisentermingeschäften abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen. Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 nicht betrieben.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY) und beim US-Dollar (USD). Zur Sicherung setzt der edding Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch die Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso, ARS, sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund, GBP), Türkei (Türkische Lira, TRY) und Kolumbien (Kolumbianischer Peso, COP).

Ferner bestehen Wechselkursrisiken im edding Konzern aus konzerninternen Darlehensbeziehungen. Zudem werden Devisentermingeschäfte für das Währungspaar EUR/GBP zur Besicherung von Fremdwährungsrisiken aus konzerninterner Beschaffung abgeschlossen, da ein Großteil der konzerninternen Fakturierung an die britische Konzerngesellschaft in GBP stattfindet. Des Weiteren wurde ein Großteil der konzerninternen Beschaffung der türkischen Landesgesellschaft in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 in TRY fakturiert. Ab dem Geschäftsjahr 2019 wurde hierbei wieder auf EUR-Faktuierung gewechselt. Jedoch sichert der edding Konzern zentral die lokalen in TRY valutierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der türkischen Tochtergesellschaft zu wesentlichen Teilen durch Devisentermingeschäfte ab. Ab dem Geschäftsjahr 2018 werden ebenso die bei der argentinischen Tochtergesellschaft in ARS bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise durch Devisentermingeschäfte zentral durch den edding Konzern abgesichert.

Folgende Devisenderivate bestehen zur Sicherung und Minimierung von Fremdwährungsrisiken im edding Konzern:

Nominalvolumen Marktwert

in TEUR
Übersicht Devisenderivate Besichertes Währungsrisiko Laufzeit 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- ---
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2020 600,0 Mio. JPY - 186 -
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2020 300,0 Mio. JPY - 118 -
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2019 720,0 Mio. JPY 720 Mio. JPY 140 -71
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2018 - 900 Mio. JPY - -688
Devisentermin- geschäfte JPY Beschaffung in JPY mtl. 2018 - 180 Mio. JPY - -138
Devisenoptionen USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2019 4,8 Mio. USD 4,8 Mio. USD 51 -94
Devisenoptionen USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2018 - 1,8 Mio. USD - -7
Devisentermin- geschäfte USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD Februar 2019 2,0 Mio. USD -1 -
Devisentermin- geschäfte USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2018 - 2,4 Mio. USD - -79
Devisentermin- geschäfte GBP Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2019 3,0 Mio. EUR 3,0 Mio. EUR 64 29
Devisentermin- geschäfte GBP Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2018 - 1,8 Mio. EUR - 79
Devisentermin- geschäfte COP/USD Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2019 6.556,0 Mio. COP - 26 -
Devisentermin- geschäfte COP/USD Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2018 - 4.019,6 Mio. COP - -11
Devisentermin- geschäfte ARS/USD Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD Februar 2019 83,5 Mio. ARS - -114 -
Devisentermin- geschäfte TRY Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2019 25,0 Mio. TRY - -659 -

Die Devisenoptionen für Japanische Yen waren im Geschäftsjahr 2018 vollständig als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting gemäß der Übergangsvorschrift nach IFRS 9.7.2.21 designiert, die die Weiterführung der Anwendung der Regeln des Hedge Accounting nach IAS 39 erlaubt. Im Vorjahr waren die Devisenoptionen und die Devisentermingeschäfte für Japanische Yen zum Großteil als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting gemäß IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich wie im Vorjahr auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.

Die Marktwertänderungen von Devisenderivaten, die als Cashflow Hedges designiert sind, werden für den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und zum Zeitpunkt, an dem das geplante Beschaffungsgeschäft stattfindet, ergebniswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird direkt ergebniswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr 2018 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Marktwertänderungen aus zum 31. Dezember 2018 im Portfolio befindlichen Cashflow Hedges betragen vor Steuern TEUR +97 (Vorjahr: TEUR -502).

Im Geschäftsjahr 2018 wurden vor Steuern TEUR +475 (Vorjahr: TEUR -213) im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting aus dem sonstigen Ergebnis als Aufwand (Vorjahr: Ertrag) in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung (Materialaufwand) übernommen und Fair Value-Änderungen in Höhe von TEUR +289 (Vorjahr: TEUR -676) im Eigenkapital erfasst. Der im Geschäftsjahr 2018 in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasste Gewinn für den ineffektiven Teil der Absicherung beträgt TEUR 518 (Vorjahr: Verlust in Höhe von TEUR 161).

Die folgende Tabelle zeigt für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisenderivate die Sensitivität auf das Konzerneigenkapital und das Konzernergebnis vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen Fremdwährung der Devisenderivate gegenüber dem Euro beziehungsweise dem US-Dollar.

Sensivitäten der Fremdwährungsderivate Veränderung Eigenkapital 31.12.2018

TEUR
Veränderung Eigenkapital 31.12.2017

TEUR
Veränderung Ergebnis vor Steuern 2018

TEUR
Veränderung Ergebnis vor Steuern 2017

TEUR
Aufwertung des EUR um 10 % gegenüber Fremdwährung des Derivats (JPY/USD/GBP/TRY)
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert -525 -613 -509 21
Devisentermingeschäfte JPY - nicht als Cashflow Hedge designiert - -84 - -120
Devisenoptionen USD -117 -53 -167 -75
Devisentermingeschäfte USD 111 -126 158 -179
Devisentermingeschäft COP/USD 107 69 152 98
Devisentermingeschäft ARS/USD 118 - 168 -
Devisentermingeschäfte GBP 188 281 267 399
Devisentermingeschäfte TRY 237 - 338 -
119 -526 407 144
Abwertung des EUR um 10 % gegenüber Fremdwährung des Derivats (JPY/USD/GBP/TRY)
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert 860 669 -58 222
Devisentermingeschäfte JPY - nicht als Cashflow Hedge designiert - 105 - 150
Devisenoptionen USD 263 188 374 268
Devisentermingeschäfte USD -136 156 -194 222
Devisentermingeschäft COP/USD -131 -84 -186 -119
Devisentermingeschäft ARS/USD -145 - -206 -
Devisentermingeschäfte GBP -230 -392 -327 -558
Devisentermingeschäfte TRY -290 - -413 -
191 642 -1.010 185

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen zum Bilanzstichtag und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. Ferner wird die vorangegangene dargestellte Sensivität der nicht als Cashflow Hedges designierten Devisenderivate einbezogen.

2018

TEUR
2017

TEUR
Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira 65 209
Devisentermingeschäfte TRY -413 -
Kolumbianischer Peso 258 167
Devisentermingeschäft USD/COP -186 -119
Britisches Pfund 19 102
Devisentermingeschäfte GBP -327 -558
Argentinischer Peso 143 355
Devisentermingeschäft ARS/USD -206 -
US-Dollar 94 80
Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar 180 490
Japanischer Yen -4 12
Devisentermingeschäfte JPY - 150
-377 888
2018

TEUR
2017

TEUR
Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira -54 -209
Devisentermingeschäfte TRY 338 -
Kolumbianischer Peso -211 -167
Devisentermingeschäft USD/COP 152 98
Britisches Pfund -15 -102
Devisentermingeschäfte GBP 267 399
Argentinischer Peso -121 -355
Devisentermingeschäft ARS/USD 168 -
US-Dollar -77 -80
Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar -9 -254
Japanischer Yen 3 -12
Devisentermingeschäfte JPY - -120
441 -802

Im Vergleich zum Vorjahr hat eine Währungsauf- beziehungsweise -abwertung aufgrund des Abschlusses von Sicherungsgeschäften für den Türkischen Lira und den Argentinischen Peso im Geschäftsjahr 2018 in Summe einen geringeren Einfluss auf das Konzernergebnis.

Aufgrund der Lage in Argentinien wurde wie im Vorjahr zudem die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 20%igen beziehungsweise 40%igen Auf- oder Abwertung des Argentinischen Peso gegenüber dem Euro berechnet.

2018

TEUR
2017

TEUR
Argentinischer Peso
Aufwertung um 20 % 259 711
Aufwertung um 40 % 489 1.422
Abwertung um 20 % -219 -711
Abwertung um 40 % -416 -1.422

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Auf die Darstellung von Zinssensitivitäten wird verzichtet, da der edding Konzern keinen wesentlichen Zinsrisiken ausgesetzt ist.

Sonstiges Preisrisiko

Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegenüber bedeutenden Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden in Deutschland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in den Textziffern 13 und 14 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen zu wahren.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Cashflows 2019 Cashflows 2020-2023 Cashflows 2024 ff.
2018 Buchwert 31.12.2018

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 22.969 457 21.969 33 1.000 - -
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 7.694 457 6.694 33 1.000 - -
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.683 457 3.683 33 1.000 - -
davon sonstige Finanzschulden 3.011 - 3.011 - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.669 - 5.669 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 9.606 - 9.606 - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 774 - 1.289 - - - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - - 7.822 - - - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - -6.533 - - - -
Cashflows 2018 Cashflows 2019-2022 2023 Cashflows ff.
2017 Buchwert 31.12.2017

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 21.819 219 20.319 72 1.500 - -
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 7.167 219 5.667 72 1.500 - -
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.077 219 2.577 72 1.500 - -
davon sonstige Finanzschulden 3.090 - 3.090 - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.836 - 4.836 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 9.816 - 9.816 - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.089 - 906 - - - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - - 10.657 - - - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - -9.751 - - - -

35 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 und den Fair Value Hierachie Stufen nach IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.

31.12.2018
IFRS 9 Fair Value Hierarchie Stufe 1 Buchwert

TEUR
Beizulegender Zeitwert

TEUR
--- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 54.310 54.310
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 22.542 22.542
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - 1.863 1.863
Flüssige Mittel - 29.905 29.905
Zu Zwecken des Hedge Accounting 444 444
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 444 444
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 142 142
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 142 142
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 3.482 3.482
Beteiligungen 3 3.482 3.482
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 22.969 23.031
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 4.683 4.745
Übrige Finanzschulden - 3.011 3.011
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 5.669 5.669
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) - 9.606 9.606
Zu Zwecken des Hedge Accounting - -
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 774 774
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 774 774

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

31.12.2017
IAS 39 Fair Value Hierarchie Stufe 1 Buchwert

TEUR
Beizulegender Zeitwert

TEUR
--- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 49.016 49.016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 22.435 22.435
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - 1.459 1.459
Flüssige Mittel - 25.122 25.122
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 109 109
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 2 2
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 107 107
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.482 n.a.
Beteiligungen n.a. 3.482 n.a.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 21.819 21.940
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 4.077 4.198
Übrige Finanzschulden - 3.090 3.090
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 4.836 4.836
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) - 9.816 9.816
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 1.089 1.089
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 761 761
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 328 328

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zu den neuen Bewertungskategorien des IFRS 9 zum Erstanwendungszeitpunkt hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und ist in der folgenden Tabelle den bisherigen Kategorien des IAS 39 gegenübergestellt:

Fair Value Hierarchie Stufe 1 Bewertungskategorie Buchwerte zum 01.01.2018
IAS 39 IFRS 9 IAS 39 IFRS 9 IAS 39

TEUR
IFRS 9

TEUR
Differenz

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - Darlehen und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 22.435 22.497 62
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - - Darlehen und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.459 1.459 -
Flüssige Mittel - - Darlehen und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 25.122 25.038 -84
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 2 2 n.a.2 n.a.2 2 2 -
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 2 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 107 107 -
Beteiligungen n.a. 3 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 3.482 3.482 -
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.077 4.077 -
Übrige Finanzschulden - - Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.090 3.090 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu fortgeführten Anschaffungskosten 4.836 4.836 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) - - Zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu fortgeführten Anschaffungskosten 9.816 9.816 -
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 2 2 n.a.2 n.a.2 761 761 -
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 2 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 328 328 -

2 Derivate mit Sicherungsbeziehung werden im Rahmen des Hedge Accounting gemäß IAS 39 bewertet und sind keiner Kategorie des IFRS 9 zuzuordnen.

Die Effekte aus der Änderung der Risikovorsorge aus der Erstanwendung des neuen Wertminderungsmodells sind nachfolgend dargestellt:

Fair Value Hierarchie Stufe 1 Bewertungskategorie Buchwerte zum 01.01.2018
IAS 39 IFRS 9 IAS 39 IFRS 9 IAS 39

TEUR
IFRS 9

TEUR
Differenz

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Wertberichtigungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - Darlehen und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.099 1.037 -62
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - - Darlehen und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 99 99 -
Flüssige Mittel - - Darlehen und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten - 84 84

Die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 aufgrund der Anwendung von IFRS 9 geringfügig geändert.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend erläuterten Methoden und Prämissen ermittelt.

Die Marktwerte der Derivate der Fair Value Hierarchie Stufe 2 wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode“ ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Eigenkapitaltitel wurden zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Diese Eigenkapitaltitel müssen seit dem 1. Januar 2018 nach IFRS 9 entweder als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als aufwands- oder ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. edding bewertet die übrigen im Finanz- anlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Aufgrund des Wechsels von der Bewertungskategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ unter IAS 39 in die Bewertungskategorie „Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ unter IFRS 9 wurden die Beteiligungen zum 1. Januar 2018 erstmals einer Fair Value Hierarchiestufe (Stufe 3) zugeordnet. Im Rahmen der Anteile an diesen Unternehmen wurden keine wesentlichen stillen Reserven oder Lasten aufgedeckt.

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zu Vergleichszwecken entspricht der Fair Value Hierarchie Stufe 3. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet.

Die übrigen Finanzschulden umfassen kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus einem Anteilskauf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.

Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie haben seit dem 31. Dezember 2017 nicht stattgefunden.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

2018 aus Zinsen

TEUR
zum Fair Value1

TEUR
Wertberichtigung1

TEUR
aus Abgang

TEUR
Nettoergebnis 2018

TEUR
Finanzielle Vermögenswerte, zu Anschaffungskosten bewertet 15 - -264 - -264
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte - 207 - 212 419
Zu Zwecken des Hedge Accounting - 518 - -475 43
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -749 - - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten - -774 - - -774
Gesamtgewinn/-verlust aus Finanzinstrumenten -734 -49 -264 -263 -576
Zu Zwecken des Hedge Accounting - 289 - 475 764
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 289 - 475 764
2017 aus Zinsen

TEUR
zum Fair Value2

TEUR
Wertberichtigung2

TEUR
aus Abgang

TEUR
Nettoergebnis 2017

TEUR
Darlehen und Forderungen 34 - 354 - 354
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -7 -521 - -66 -587
Sicherungsgeschäfte - -174 - 213 39
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -431 - - - -
Gesamtgewinn/-verlust aus Finanzinstrumenten -404 -695 354 147 -194
Sicherungsgeschäfte - -676 - -213 -889
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - -676 - -213 -889

1 aus der Folgebewertung

Zu den Wertberichtigungen auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte sei auch auf die Textziffern 13 und 14 verwiesen.

In den Bewertungskategorien „Finanzielle Vermögenswerte, zu fortgeführten Anschaffungskosten“ (Vorjahr: Darlehen und Forderungen) und „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet“ sind im Geschäftsjahr 2018 in Saldo Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr: TEUR 2.274) aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten enthalten. Darin sind per Saldo TEUR 1.174 (Vorjahr: TEUR 1.783) aus der Fremdwährungsbewertung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus konzeninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen enthalten, obwohl die der Fremdwährungsbewertung zu Grunde liegenden Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert wurden.

36 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Veränderung

%
Eigenkapital 63.870 58.338 9,5
als % vom Gesamtkapital 75,0 73,8
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.547 15.048 -3,3
Kurzfristige Finanzschulden 6.694 5.667 18,1
Fremdkapital 21.241 20.715 2,5
als % vom Gesamtkapital 25,0 26,2
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 85.111 79.053 7,7

Bei dem kurzfristigen Fremdkapital besteht unter anderem die Möglichkeit der Nutzung bestehender bilateraler kurzfristiger Kreditlinien. Zum 31. Dezember 2018 existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten über insgesamt TEUR 19.192 (Vorjahr: TEUR 20.626), die lediglich zu TEUR 3.158 (Vorjahr: TEUR 2.078) in Anspruch genommen wurden. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „financial covenants“), bestehen weiterhin nicht.

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

37 Segmentberichterstattung

Schreiben und Markieren

TEUR
Visuelle Kommunikation

TEUR
Summe Segmente

TEUR
Überleitung

TEUR
edding Konzern

TEUR
2018
Externe Umsatzerlöse 105.880 35.098 140.978 7 140.985
Abschreibungen 1.188 130 1.318 1.308 2.626
Segmentergebnis (EBIT) 19.311 2.373 21.684 -8.551 13.133
2017
Externe Umsatzerlöse 1 103.650 35.591 139.241 7 139.248
Abschreibungen 1.033 107 1.140 1.117 2.257
Segmentergebnis (EBIT) 18.054 2.379 20.433 -8.386 12.047

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet. Zudem zählen auch die neuen Aktivitäten im Bereich edding code, edding Compact Printer sowie der dekorativen Kosmetik zum Segment Schreiben und Markieren. Sowohl das Lizenz- als auch das Nagellackgeschäft werden nicht als eigenständige Geschäftssegmente angesehen, da derzeit weder separate Betriebsergebnisse aus diesen Bereichen an die obersten Entscheidungsträger kommuniziert werden noch die Ertragskraft dieser Bereiche regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft wird. Gleiches gilt für die neuen Aktivitäten des industriellen Markieren und Drucken sowie der dekorativen Kosmetik, da sich diese Bereiche derzeit im Aufbau befinden und gegenwärtig von untergeordneter Bedeutung für die Ertragskraft des edding Konzerns sind.

Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher - soweit erforderlich - in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2018 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.

Unterschiede hinsichtlich der Unsicherheiten von Erlösen und Zahlungsströmen bestehen zwischen geografischen Regionen aufgrund politischer und konjunktureller Aspekte.

Die Art der Geschäfte des Segments Schreiben und Markieren sowie des Segments Visuelle Kommunikation ist vergleichbar. Der Konzern erzielt Umsatzerlöse aus der Erbringung von Warenlieferungen, für die die Umsatzrealisierung mit der Erlangung der Verfügungsmacht über die Waren durch die Kunden erfolgt. Damit werden die Umsatzerlöse in beiden Segmenten zu einen bestimmten Zeitpunkt realisiert. Ausgenommen hiervon sind die Lizenzgeschäfte, bei denen die Umsatzrealisierung über einen Zeitraum erfolgt.

Die Verträge mit Kunden enthalten hinsichtlich der Fälligkeit übliche kurzfristige Zahlungsbedingungen und keine Finanzierungskomponenten.

1 Das Vorjahr wurde aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 angepasst. Für ausführliche Erläuterungen wird auf die Textziffern 5 und 6 verwiesen.

Die geografische Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und zeitlichem Ablauf der Umsatzrealisierung im Geschäftsjahr 2018 wie folgt:

2018 Schreiben und Markieren

TEUR
Visuelle Kommunikation

TEUR
Summe Segmente

TEUR
Überleitung

TEUR
edding Konzern

TEUR
Regionen
Deutschland 45.597 17.785 63.382 7 63.389
Übriges Europa 51.620 16.366 67.986 - 67.986
Übersee 8.663 947 9.610 - 9.610
105.880 35.098 140.978 7 140.985
Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung
Zeitpunkt 105.442 35.098 140.540 7 140.547
Zeitraum 438 - 438 - 438
105.880 35.098 140.978 7 140.985

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und zeitlichem Ablauf der Umsatzrealisierung im Geschäftsjahr 2017 wie folgt:

20171 Schreiben und Markieren

TEUR
Visuelle Kommunikation

TEUR
Summe Segmente

TEUR
Überleitung

TEUR
edding Konzern

TEUR
Regionen
Deutschland 42.413 16.566 58.979 7 58.986
Übriges Europa 50.364 18.042 68.406 - 68.406
Übersee 10.873 983 11.856 - 11.856
103.650 35.591 139.241 7 139.248
Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung
Zeitpunkt 103.157 35.591 138.748 7 138.755
Zeitraum 493 - 493 - 493
103.650 35.591 139.241 7 139.248

Im Geschäftsjahr 2018 wurden mit einem Kunden (Vorjahr: keinem Kunden) des Geschäftsfeldes Schreiben und Markieren mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt, da diesem Kunden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.628 zuzuordnen sind. Im Geschäftsjahr 2018 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 162 angefallen (Vorjahr: TEUR 70), die im Wesentlichen auf das Segment Schreiben und Markieren entfallen.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2018

TEUR
2017

TEUR
Segmentergebnis (EBIT) 21.684 20.433
EBIT edding AG -8.699 -8.319
Konsolidierung 148 -67
EBIT edding Konzern 13.133 12.047
Beteiligungsergebnis 39 -62
Finanzergebnis -824 -405
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 -1.092 n.a.
Konzernergebnis vor Steuern 11.256 11.580

Die in der Segmentberichterstattung verwendete Ergebnisgröße „EBIT“ stellt das für den jeweiligen Unternehmensbereich errechnete Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern dar.

38 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt. Kontokorrentkredite sind hierbei nicht Bestandteil des in der Konzernkapitalflussrechnung betrachteten Finanz- mittelbestands. Cash-Pooling-Vereinbarungen sind im edding Konzern nicht vorhanden.

Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt.

Innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurden die Veränderungen der Bilanzposten um wesentliche nicht zahlungswirksame Sachverhalte (Hochinflationsanpassungen, Wertberichtigungen et cetera) bereinigt. Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen mit einer Auswirkung auf die Höhe der ausgewiesenen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit haben darüber hinaus nicht stattgefunden.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2018

TEUR
2017

TEUR
Zinseinnahmen 20 34
Zinsausgaben 749 431
Zahlungen für Ertragsteuern 4.082 3.405

Die Finanzschulden aus Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:

Langfristige Finanzschulden

TEUR
Kurzfristige Finanzschulden

TEUR
Gesamt

TEUR
Stand 01.01. 2017 3.506 4.484 7.990
Zahlungswirksame Veränderungen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - 189 189
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -537 - -537
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - -79 -79
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung -207 -189 -396
+/- Umgliederungen aufgrund von Fristigkeiten -1.262 1.262 -
Stand 31.12.2017 1.500 5.667 7.167
Zahlungswirksame Veränderungen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - 1.515 1.515
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -500 - -500
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - -79 -79
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung - -409 -409
+/- Umgliederungen aufgrund von Fristigkeiten - - -
Stand 31.12.2018 1.000 6.694 7.694

39 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Im April 2018 wurde eine Eigenkapitalzuführung der edding International GmbH in die Prismade Labs GmbH in Höhe von TEUR 250 aufgrund des Erreichens eines vertraglich festgelegten Meilensteins als fällig festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war die Prismade Labs GmbH noch als assoziiertes Unternehmen at-equity in den edding Konzernabschluss einbezogen. Die Zahlung erfolgte allerdings im Mai 2018, als die Prismade Labs GmbH bereits als vollkonsolidiertes Unternehmen in den edding Konzernabschluss einbezogen worden war. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit assoziierten Unternehmen wurden in 2018 nicht getätigt.

Im Vorjahr hatte die edding International GmbH an das im Geschäftsjahr 2017 erstmals at-equity in den edding Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen Prismade Labs GmbH ebenfalls eine Eigenkapitalzuführung in Höhe von TEUR 250 aufgrund des Erreichens eines vertraglich festgelegten Meilensteins geleistet. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit assoziierten Unternehmen wurden im Vorjahr nicht getätigt.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Personen in Schlüsselpositionen, deren Vergütung gemäß IAS 24 gesondert nach verschiedenen Kategorien anzugeben ist. Ferner bestehen Angabepflichten zu aus- stehenden Salden und Verpflichtungen gegenüber den Personen in Schlüsselpositionen. Für die Angaben wird auf Textziffer 41 verwiesen.

Der Arbeitnehmerin, die in den Aufsichtsrat der edding AG gewählt wurde, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Daneben wurden mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder Vorstands keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

Ebenso haben wir Gesellschafter - soweit sie durch Stimmrechtsbindung verpflichtet sind (siehe Textziffer 40) - insgesamt als nahe stehende Personen eingeordnet. Mit einzelnen Gesellschaftern bestehen Beraterverträge, in deren Rahmen für das Kalenderjahr 2018 Honorare im Gesamtbetrag von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 39) in Rechnung gestellt wurden, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 39) ausstehend sind. Die Beraterverträge wurden dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt. Zudem besteht mit einer Person ein übliches Angestelltenverhältnis. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit Mitgliedern des Gesellschafterkreises und ihren Angehörigen wurden in 2018 wie im Vorjahr nicht getätigt.

40 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Name Datum der Stimmrechtsmitteilung Überschrittene Grenze in % Unterschrittene Grenze in % Letzter Stand Stimmrechte in %
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Léon Thadaeus Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Anika Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25 n.a. 25 - 30
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Elisa Sophie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Luis Gabriel Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15
Felip Elias Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familie Ledermann und Schumacher, soweit diese nicht gemäß § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

41 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Ausgeübter Beruf Funktion
Chehab Wahby, Düsseldorf Partner der EY-Parthenon GmbH Vorsitzender
Kaufmann
Michael Rauch, Düsseldorf Kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) der Douglas Gruppe Stellvertretender Vorsitzender
Kaufmann
Anja Keihani, Hannover Assistenz der Innendienstleitung der edding Vertrieb GmbH Arbeitnehmervertreterin
Kauffrau
Dr. Sabine Renken, Hamburg Partnerin in der Kanzlei Buse Heberer Fromm Ersatzmitglied
Rechtsanwältin
Karl Sieveking, Hamburg Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ersatzmitglied
Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Vorsitzender/Chief Executive Officer
Kaufmann
Sönke Gooß, Rosengarten Chief Financial Officer
Kaufmann
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Chief Operating Officer
Ingenieur

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben für den Konzernabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 betragen TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 1.201).

Im Konzernabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 713) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 36) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 281) aufgewendet. Rückstellungen für im Vorjahr kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 76) ertragswirksam aufgelöst. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Für Altersversorgung wurden im Geschäftsjahr 2018 TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 87) aufgewendet. Im Vorjahr wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 84 als Ausgleich für einen dem Vorstand aufgrund der Anpassung der Bemessungsgrundlage der kurzfristig variablen Vergütung des Vorjahres entstandenen Vergütungsnachteil erfasst. In 2018 blieb die Bemessungsgrundlage unverändert, so dass kein Nachteilsausgleich gewährt wurde.

Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 372). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich hierbei keine Anpassungen für Vorjahre (Vorjahr: Anpassungen in Höhe von TEUR 27).

Im Geschäftsjahr 2018 wurden ebenso wie im Vorjahr für kein Vorstandsmitglied langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen zur Auszahlung fällig.

Zum 31. Dezember 2018 bestehen ebenso wie zum Vorjahresstichtag mit drei Vorstandsmitgliedern langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 1.285, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 beziehungsweise 2020 fällig werden. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten ebenfalls Malusregelungen.

Im Konzernabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2018 und 2017 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 281 führten im Geschäftsjahr 2018 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 270. Des Weiteren waren für die im Vorjahr nicht aus- bezahlte variable Vergütung des Jahres 2016 im Geschäftsjahr 2018 Auszahlungen von TEUR 244 zu verzeichnen. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2018 TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 165) an den Vorstand ausbezahlt. Davon sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) unverfallbar. In Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 0) handelt es sich somit um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.

Im Konzernabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Kurzfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 525).

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 665 (Vorjahr: TEUR 505).

Die für Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2018 gebildeten Pensionsrückstellungen betragen TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 738).

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Pensionszahlungen an ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 1.284 (Vorjahr: TEUR 1.251) geleistet worden. Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sind in Höhe von TEUR 8.186 (Vorjahr: TEUR 8.602) im Konzernabschluss erfasst.

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2018 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) ausgezahlt.

42 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 3.310 aus dem Jahresüberschuss 2018 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 3.310.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

n EUR 2,45 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
n EUR 2,40 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 710 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

43 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2018

TEUR
2017

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 158 149
Andere Bestätigungsleistungen 5 29
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 15 28
Gesamthonorar 178 206

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten das vereinbarte Honorar sowie Vergütungen für sonstige Leistungen, die im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden (zum Beispiel Erstanwendungsfragen von IFRS-Standards). Die anderen Bestätigungsleistungen entfallen auf die sich aus der Verpackungsverordnung ergebenden Prüfungspflichten. Im Vorjahr beinhalteten die anderen Bestätigungsleistungen darüber hinaus die Beauftragung einer prüferischen Durchsicht des Nichtfinanziellen Konzernberichts. Die sonstigen Beratungsleistungen betreffen unter anderem die unterjährige Abstimmung von Bilanzierungsfragen und die Teilnahme an der Hauptversammlung.

44 Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote

%
Mutterunternehmen
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Deutschland
edding International GmbH Ahrensburg 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001
V.D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100
Legamaster GmbH Ahrensburg 100
Prismade Labs GmbH Chemnitz 501
edding Tech Solutions GmbH Ahrensburg 1001
edding Expressive Skin GmbH Ahrensburg 1001
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 1001
Legamaster International B.V. Lochem, NL 1001
edding Benelux B.V. Lochem, NL 1001
Legamaster B.V.B.A. Mechelen, BE 1001
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 100
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, GB 100
edding France SAS Roncq, FR 1001
edding Hellas Ltd. Athen, GR 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 1002
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO 60

Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network GmbH, Stuttgart sowie 9,09 % der Anteile an der Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH, Ahrensburg (Vorjahr: Bad Oldesloe). Die edding Vertrieb GmbH hält 6,67 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding International GmbH hält 20,74 % der Anteile an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien. Der Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft beträgt abweichend 26,1 %.

1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

2 50 % unmittelbar; 50 % mittelbar über die edding International GmbH

45 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag/Nachtragsbericht

Mit Vertragsdatum vom 15. Februar 2019 hat die edding AG eine Büroimmobilie in Bargteheide zum Kaufpreis in Höhe von TEUR 2.000 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten erworben. Aufgrund der Nähe zum Hauptsitz in Ahrensburg wird die Immobilie als neuer Standort der deutschen Vertriebsgesellschaft des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation, der Legamaster GmbH, fungieren. Im weiteren Jahresverlauf 2019 wird das Gebäude für die Bedürfnisse der Mitarbeiter der Legamaster GmbH angepasst werden, so dass die Gesellschaft ihren Umzug noch in 2019 durchführen kann. edding trägt damit den durch das Unternehmenswachstum gestiegenen Platzbedürfnissen sowie den Anforderungen an sich wandelnde Anforderungen an Arbeitsumgebungen Rechnung und schafft somit die räumlichen Voraussetzungen für den zukünftigen Unternehmenserfolg.

Weitere wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß IAS 10 sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernabschlusses nicht eingetreten.

46 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

Ahrensburg, 16. April 2019

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

An die edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, sowie den im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt „Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltenen nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte des im Abschnitt „Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltenen nichtfinanziellen Konzernberichts nach §§ 315b, 315c HGB sowie auf die Inhalte der auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Bestandsführung und Bewertung von Vorräten
2. Erstmalige Anwendung der Regelungen des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) für die edding Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien

zu 1. Bestandsführung und Bewertung von Vorräten

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, werden Vorräte in Höhe von EUR 28,8 Mio. ausgewiesen, die im Wesentlichen Handelswaren betreffen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt IT-gestützt nach konzerneinheitlichen Vorgaben. Die Handelswaren als bedeutsamster Posten des Vorratsvermögens werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten zuzüglich eines Frachtkostenanteils bewertet und periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Bewertungsabschläge werden für mangelnde Gängigkeit, zu hohe Reichweiten und zur Berücksichtigung niedrigerer Marktpreise am Bilanzstichtag (Grundsatz der verlustfreien Bewertung) gebildet, wobei den Besonderheiten der Produkte in den beiden Geschäftsbereichen „Schreiben und Markieren“ und „Visuelle Kommunikation“ Rechnung getragen wird. Die nach den vorstehend genannten Abwertungsroutinen ermittelten Wertberichtigungen werden durch das Management hinsichtlich einer darüber hinausgehenden Abwertungs- bzw. Zuschreibungsnotwendigkeit (z. B. aufgrund eines bewusst aufgebauten Sicherheitsbestands) überprüft und gegebenenfalls manuell korrigiert. Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Vorräte sind in den Abschnitten „5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“ und „12 Vorräte“ des Konzernanhangs sowie im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns“ des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Aufgrund des Geschäftsmodells sind der Bestand und die Bewertung der Vorräte, die in Teilen ermessensabhängig ist, für den Konzernabschluss und damit für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Die deutschen Konzerngesellschaften sind für einen Großteil der Bevorratung im edding Konzern verantwortlich. Wesentliche Lagerstandorte werden durch einen externen Logistikdienstleister betrieben. Der Schwerpunkt unserer Prüfung der laufenden Bestandsführung lag auf dem Nachvollziehen der Wirksamkeit der implementierten Kontrollen zum Bestandsabgleich zwischen der eingesetzten ERP-Software mit der Lagerplatzverwaltungssoftware des externen Dienstleisters. Zur Prüfung des mengenmäßigen Bestands in bedeutsamen Warenlägern haben wir Anweisungen und Verfahren zur ordnungsgemäßen Durchführung der Inventuren beurteilt sowie an ausgewählten Inventuren beobachtend teilgenommen. Dabei haben wir uns von der Ordnungsmäßigkeit des Inventurverfahrens überzeugt und auf Basis von Stichproben Testzählungen durchgeführt.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte haben wir uns in Stichproben von der sachgerechten Parametrisierung und deren stetiger Anwendung in der ERP-Software überzeugt. Bei der Zugangsbewertung für die wertmäßig bedeutenden Handelswaren betraf dies vor allem die Systemeinstellungen zur Berechnung der Anschaffungskosten als gleitende Durchschnittspreise. Darüber hinaus haben wir für ausgewählte Artikel die hinterlegten Preise mit den letzten Lieferanteneingangsrechnungen verglichen und weitergehende Plausibilitätsüberlegungen auf Basis analytischer Prüfungshandlungen vorgenommen. Für die periodisch durchgeführten Werthaltigkeitstests haben wir insbesondere die Stetigkeit der den Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen zugrunde gelegten Zeitintervalle, Verbrauchskoeffizienten und Abwertungsprozentsätze überprüft sowie die Bewertungsroutinen zur Gewährleistung einer verlustfreien Bewertung nachvollzogen. Abschließend haben wir uns davon überzeugt, dass die manuellen Bewertungskorrekturen dem Grunde und der Höhe nach auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen vertretbar sind.

Von den Teilbereichsprüfern haben wir uns für die ausländischen Tochtergesellschaften die Ordnungsmäßigkeit des Mengengerüsts und die Bewertung der Vorräte nach den konzerneinheitlichen Vorgaben bestätigen lassen.

Die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Verfahren zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Bestandsführung und Bewertung der Vorräte einschließlich der hierbei getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen sind nach unserer Beurteilung sachgerecht.

zu 2. Erstmalige Anwendung der Regelungen des IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) für die edding Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien

a) Das Risiko für den Abschluss

Der edding Konzern betreibt mit der edding Argentina S.A. eine Produktions- und Vertriebsgesellschaft in Argentinien, deren funktionale Währung der Argentinische Peso ist und die an die edding Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen in der Konzernberichtswährung Euro berichtet. Da Argentinien seit dem 1. Juli 2018 offiziell als Hochinflationsland eingestuft wird, waren die Regelungen des IAS 29 i.V.m. IAS 21 (Auswirkungen von Wechselkursänderungen) im gesamten Geschäftsjahr 2018 zu beachten. Nach IAS 29 sind die nicht-monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie das von Gesellschaftern gewährte Eigenkapital in der am Bilanzstichtag geltenden Kaufkraft auszudrücken, das heißt es sind die Kaufkraftänderungen seit der erstmaligen Erfassung der Posten bis zum Bilanzstichtag 2018 zu berücksichtigen. Aufgrund der Bilanzstruktur der edding Argentina S.A. mit überwiegend kurzfristig gebundenen Vermögenswerten und hohen Eigenkapitalposten in Folge von Gesellschafterbeiträgen, die zum Teil vor vielen Jahren geleistet wurden, wirkten sich die Kaufkraftanpassungseffekte für die nicht-monetären Posten in großem Umfang mindernd auf das Konzernperiodenergebnis aus mit gegenläufigen Effekten im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung im Rahmen der Umrechnung des Abschlusses der edding Argentina S.A. in die Konzernberichtswährung Euro. Die Angaben der Gesellschaft zur erstmaligen Anwendung von IAS 29 sind in den Abschnitten „5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“, „6 Anpassung der Vorjahreswerte und Erstanwendungseffekte“ und „31 Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ des Konzernanhangs sowie im Abschnitt „Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns“ des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Aufgrund der komplexen erstmalig anzuwendenden Regelungen des IAS 29 i.V.m. IAS 21 sowie des deutlichen Einflusses auf das Periodenergebnis des Konzerns war die erstmalige Anwendung von IAS 29 für den Konzernabschluss und damit für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Der Schwerpunkt unserer Prüfung lag in der Beurteilung der sachgerechten Anwendung der Regelungen des IAS 29. Vor dem Hintergrund der Berichterstattung der edding Argentina S.A. in der Konzernberichtswährung Euro haben wir dabei insbesondere die Systematik des Zusammenwirkens von IAS 29 und IAS 21 gewürdigt. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns vergewissert, dass der Ermittlung der Kaufkraftanpassungseffekte ein sachgerechter Preisindex zugrunde gelegt wurde. Auf dieser Basis haben wir die Ermittlung der Kaufkraftanpassungseffekte auf nicht-monetäre Vermögenswerte und bestimmte Posten des Eigenkapitals (Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage) sowie auf die Posten der Konzerngewinn- und -verlustrechnung nachvollzogen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die zutreffende Abgrenzung der bis zum 1. Januar 2018 eingetretenen Kaufkraftänderungen, die in einer separaten Zeile der Eigenkapitalveränderungsrechnung berichtet werden, von den auf die Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 entfallenden und im Konzernperiodenergebnis zu erfassenden Kaufkraftänderungen geprüft. Ferner haben wir die zutreffende Umrechnung des Abschlusses der edding Argentina S.A. in die Konzernberichtswährung Euro nachvollzogen. Abschließend haben wir den in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen „Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ anhand der Entwicklung der monetären Posten, die in argentinischen Peso denominiert sind, plausibilisiert.

Die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Verfahren zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Anwendung des IAS 29 sind nach unserer Beurteilung sachgerecht und im Konzernanhang zutreffend beschrieben.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den im Abschnitt „Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung“ des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB,
die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315 d HGB, auf die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung“ des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammen- gefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und
die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammengefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 14. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Andreas Wendland.

Hamburg, 17. April 2019

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Wendland, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, 16. April 2019

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Jahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

Anhang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 572 854
II. Sachanlagen 7 4.998 5.112
III. Finanzanlagen 8 34.547 34.603
40.117 40.569
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.337 21.762
2. Sonstige Vermögensgegenstände 243 281
II. Flüssige Mittel 9.263 5.701
33.843 27.744
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10 580 361
D. Aktive latente Steuern 16 495 428
75.035 69.102
PASSIVA
Anhang 31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 11 5.366 5.366
II. Kapitalrücklage 4.246 4.246
III. Gewinnrücklagen 12 44.828 41.003
IV. Bilanzgewinn 12 3.310 2.793
57.750 53.408
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13 9.258 9.283
2. Steuerrückstellungen 16 960 220
3. Sonstige Rückstellungen 14 3.030 3.305
13.248 12.808
C. Verbindlichkeiten 15
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.500 2.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 556 226
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.276 74
4. Sonstige Verbindlichkeiten 210 158
3.542 2.458
D. Passive latente Steuern 16 495 428
75.035 69.102

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Anhang 2018

TEUR
2017

TEUR
1. Umsatzerlöse 19 6.467 6.109
2. Sonstige betriebliche Erträge 20 165 290
3. Personalaufwand 21 -7.526 -7.593
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22 -1.417 -1.377
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23 -7.339 -6.629
6. Erträge aus Beteiligungen 24 306 466
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 25 20.766 18.474
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26 272 268
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 22 -1.143 -1.270
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27 -453 -550
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 28 -3.434 -2.559
12. Ergebnis nach Steuern 6.664 5.629
13. Sonstige Steuern -44 -43
14. Jahresüberschuss 6.620 5.586
15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -3.310 -2.793
16. Bilanzgewinn 3.310 2.793

Anhang

1 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR) 1

Anschaffungskosten 01.01.2018 Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.20180
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 5.627 33 - - 5.660
Geleistete Anzahlungen - 3 - - 3
5.627 36 - - 5.663
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.282 140 42 - 19.464
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.060 835 - 826 8.069
Geleistete Anzahlungen 43 25 -42 - 26
27.385 1.000 - 826 27.559
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 48.149 1.048 - 324 48.873
Beteiligungen 61 - - - 61
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.040 141 - 45 1.136
49.250 1.189 - 369 50.070
Anlagevermögen 82.262 2.225 - 1.195 83.292
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2018 Zugänge Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2018
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.774 317 - 5.091
Geleistete Anzahlungen - - - -
4.774 317 - 5.091
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.059 314 - 16.373
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.214 786 812 22.561
Geleistete Anzahlungen - - - -
22.273 1.100 812 22.561
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 15.203 1.143 324 16.028
Beteiligungen - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
15.209 1.143 324 16.028
Anlagevermögen 42.256 2.560 1.136 43.680
Nettobuchwerte
Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20182 Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20172 31.12.2018 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen - - 569 854
Geleistete Anzahlungen - - 3 -
- - 572 854
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - 3.091 3.223
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - - 4.998 5.112
Geleistete Anzahlungen - - 26 43
- - 4.998 5.112
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - - 32.845 32.940
Beteiligungen - - 61 61
Wertpapiere des Anlagevermögens 503 562 1.641 1.602
503 562 34.547 34.603
Anlagevermögen 503 562 40.117 40.569

1 Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Bei der Spalte „Zeitwertbewertung Wertpapiere“ handelt es sich um die Zeitwertbewertung der zur Deckung von Pensionszusagen erworbenen Wertpapiere gemäß § 254 HGB, die kumuliert bis zum jeweiligen Stichtag offen in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen wird.

2 Allgemeine Angaben

Die edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (Registernummer HRB 2675 AH).

Der Jahresabschluss der edding AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Auf die Gliederungspositionen des Anhangs wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist. Dadurch können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der testierte Jahresabschluss sowie der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht zum 31. Dezember 2018 der edding AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3 Anteilsbesitz (Stand 31. Dezember 2018)

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Gesellschaft Sitz Eigenkapital

TEUR
Ergebnis

TEUR
Beteiligung

%
Deutschland
edding International GmbH Ahrensburg 26.472 13.2921 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 5.205 6.7112 1004
V.D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 1.534 3431 100
PBS Network GmbH Stuttgart 1.1327 1317 16,67
Legamaster GmbH Ahrensburg 759 5551 100
Prismade Labs GmbH Chemnitz 175 -562 504
edding Tech Solutions GmbH Ahrensburg -267 -292 1004
edding Expressive Skin GmbH Ahrensburg -110 -1352 1004
Office Gold Club GmbH Düsseldorf 171 -20 6,674
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH Ahrensburg 71 7 9,09
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 811 -1 1004
edding Benelux B.V. Lochem, NL 250 595 1004
Legamaster B.V.B.A. Mechelen, BE 543 17 1004
Legamaster International B.V. Lochem, NL 4.255 1.636 1004
edding France SAS Roncq, FR 281 22 1004
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, GB 1.175 3923 100
edding Hellas Ltd. edding Ofis ve Kirtasiye Athen, GR 203 -73 100
Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 4.430 1433 1005
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 943 -2.9273 100
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO -440 -1343 60
Companhia de Canetas Compactor S.A. Rio de Janeiro, BR 29.5906 2966 20,744

1 vor Ergebnisabführung an die edding AG

2 vor Ergebnisabführung an/durch die edding International GmbH

3 Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs.

4 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

5 50 % unmittelbar, 50 % mittelbar über die edding International GmbH

6 Letzter verfügbarer Jahresabschluss war der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2014, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs 2014.

7 Da der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 zum Aufstellungszeitpunkt noch nicht vorlag, werden die Werte des Vorjahresabschlusses angegeben.

4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 8 bis 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 (Vorjahr: EUR 150,00) werden nach § 6 Abs. 2 S. 1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und nicht im Inventar erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und nicht mehr als EUR 800,00 (Vorjahr: von mehr als EUR 150,00 und nicht mehr als EUR 410,00) werden inventarisiert und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Niedrigere beizulegende Werte leitet die edding AG für die Anteile an verbundenen Unternehmen aus Ertragswertberechnungen ab. Die Wertpapiere zur Deckung der Pensionsverpflichtungen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der dem Kurswert der Wertpapiere entspricht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko richten, werden berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt, die insbesondere bei den Pensionsrückstellungen beziehungsweise bei den Wertpapieren zur Deckung der Pensionsverpflichtungen bestehen. Dabei werden bei der edding AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der edding AG von aktuell 29,76 % (Vorjahr: 29,72 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur bis zur Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern bilanziert. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern erfolgt in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine Aktivierung.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird in Textziffer 13 detailliert erläutert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen bemisst sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag; dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind zum Transaktionskurs unter Beachtung des Niederst- und Höchstwertprinzips bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Stichtagskurs bewertet; dabei kann es zum Ausweis unrealisierter Gewinne kommen.

5 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 sind im Anlagenspiegel unter Textziffer 1 dargestellt.

6 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 145) betreffen Anzahlungen auf IT-Software in Höhe von TEUR 3 sowie Investitionen in IT-Software und Lizenzen in Höhe von TEUR 32 (Vorjahr: ausschließlich Investitionen in IT-Software).

7 Sachanlagen

Im Wesentlichen betreffen die Zugänge in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.257) mit TEUR 140 Grundstücke und Gebäude (Vorjahr: TEUR 26), mit TEUR 537 IT-Hardware (Vorjahr: TEUR 954), sowie mit TEUR 160 Büroausstattung und Laborgeräte (Vorjahr: TEUR 143).

8 Finanzanlagen

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Diese werden in der Anteilsbesitzübersicht unter Textziffer 3 dargestellt.

Die Zugänge zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.048 (Vorjahr: Zugänge in Höhe von TEUR 104) betreffen im Geschäftsjahr 2018 eine Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Vorjahr: Kapitalerhöhung der edding Colombia S.A.S.).

Im Geschäftsjahr 2018 sind Abgänge bei den Anteilen an verbundenen Unternhemen in Höhe von TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 0) zu verzeichnen. Diese betreffen den Abgang der bereits in Vorjahren vollständig wertberichtigten Beteiligung edding Mexico S. de R. L. de C.V. Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2018 liquidiert.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.143 (Vorjahr: TEUR 1.270) erfolgswirksam abgeschrieben. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB war der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Hierbei entstand ein Abschreibungsaufwand in Höhe von TEUR 1.143 (Vorjahr: TEUR 406). Im Vorjahr war ebenso aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung die Beteiligung an der edding Argentina S.A. in Höhe von TEUR 864 abzuschreiben.

Anteile an Investmentfonds werden als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Diese Wertpapiere dienen zur Deckung von wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen und werden handelsrechtlich als Bewertungseinheit zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.641 zum 31. Dezember 2018 (Vorjahr: TEUR 1.602) bewertet. Da die Voraussetzungen für die Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen nicht erfüllt sind, erfolgt der Ausweis separat unter den Finanzanlagen. In 2018 sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: Zuschreibungen in Höhe von TEUR 132) erfolgt.

9 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 20.766 (Vorjahr: TEUR 18.474) die Ansprüche aus Ergebnisabführungsverträgen und darüber hinaus den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Forderungen haben TEUR 5.100 (Vorjahr: TEUR 5.100) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 158) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es werden im Berichtsjahr keine Umsatzsteuererstattungsansprüche ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 86).

10 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungs- und Lizenzkosten sowie Versicherungsprämien.

11 Grundkapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

12 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Andere Gewinnrücklagen 2018

TEUR
2017

TEUR
Stand 01.01. 41.003 36.918
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 515 1.292
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 3.310 2.793
Stand 31.12. 44.828 41.003

Die Überleitung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Bilanzgewinn 2017 in Höhe von TEUR 2.793 wurde in Höhe von TEUR 515 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und in Höhe von TEUR 2.277 als Dividende ausgeschüttet.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt.

Die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" (Vorjahr: "Richttafeln 2005 G") von Klaus Heubeck bewertet.

Zum 31. Dezember 2018 wurde ein Rechnungszinsfuß von 3,21 % p.a. (Vorjahr: 3,68 % p.a.) zugrunde gelegt, der dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Für alle Berechtigten wurden bei der Bewertung jährliche Rentensteigerungen von bis zu 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %) unterstellt. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde wie im Vorjahr unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt. Ebenso wurden Gehaltssteigerungen wie im Vorjahr nicht berücksichtigt, da der wesentliche Anteil der Pensionsrückstellungen unabhängig von der Gehaltsentwicklung ist.

Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden als Bewertungseinheit mit den zu ihrer Deckung gehaltenen Wertpapieren zusammengefasst und mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet.

Für die Erläuterung der gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB für die Ausschüttung gesperrten Beträge aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verweisen wir auf Textziffer 29.

14 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gratifikationen und sonstige personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.415 (Vorjahr: TEUR 2.611) sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 170).

15 Verbindlichkeiten

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.500 2.000
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 500 500
Restlaufzeit mehr als 1 bis 5 Jahre 1.000 1.500
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
grundpfandrechtlich gesichert 1.500 2.000

Kurzfristige Geldmarktkredite wurden zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln.

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 210 158
davon aus Steuern 209 147

Es werden Umsatzsteuerverpflichtungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

16 Steuerrückstellungen und latente Steuern

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Steuerrückstellungen betreffen sowohl die Ertragsteuerrückstellung für das Geschäftsjahr 2018 als auch für das Vorjahr aufgrund der noch nicht erfolgten Steuerfestsetzung. Als Ergebnis einer Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2010 bis 2014 wurden im Vorjahr Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 218 in erster Linie für nachzuzahlende Ertragsteuern sowie Umsatzsteuern gebildet.

Zum 31. Dezember 2018 bestanden latente Steueransprüche aus temporären Ansatz- beziehungsweise Bewertungsunterschieden in Höhe von TEUR 1.672 (Vorjahr: TEUR 1.868) beziehungsweise latente Steuerschulden in Höhe von TEUR 495 (Vorjahr: TEUR 428). Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr sind in folgender Tabelle dargestellt:

Aktiv

TEUR
Passiv

TEUR
Stand 01.01.2017 1.523 472
Zugang 493 108
Abgang -148 -152
Stand 31.12.2017 1.868 428
Zugang 114 117
Abgang -310 -50
Stand 31.12.2018 1.672 495

Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus den Bilanzposten Pensionsrückstellungen und Vorratsvermögen sowie Drohverlustrückstellungen (in Organgesellschaften). Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Wertpapieren zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, die in der Handelsbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für die Kalkulation wurde der bei Realisierung der latenten Steuern erwartete Steuersatz von 29,76 % (Vorjahr: 29,72 %) verwendet, welcher auf der aktuell gültigen Rechtslage basiert.

Es wurde das bestehende gesetzliche Wahlrecht aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass aktive latente Steuern nur bis zur Höhe der verpflichtend zu erfassenden passiven latenten Steuern bilanziert werden und ein Überhang aktiver latenter Steuern über die passiven latenten Steuern nicht angesetzt wird.

17 Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2018 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.054 (Vorjahr: TEUR 3.011), davon TEUR 2.900 (Vorjahr: TEUR 2.900) zu Gunsten verbundener Unternehmen. Eine Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich, da die Bürgschaften zum überwiegenden Teil für Kontokorrentverbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestehen, die bisher ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen sind.

18 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 285 Nr. 3 HGB angabepflichtige Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Im Übrigen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse in Textziffer 17.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 2.336 (Vorjahr: TEUR 2.909) mit den folgenden Fristigkeiten:

TEUR
fällig 2019 992
fällig 2020 - 2023 1.344
fällig 2024 -

Die Verpflichtungen basieren im Wesentlichen auf Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Kopierer sowie Wartung und Support von IT-Soft- und -Hardware. Sie betreffen weder Verpflichtungen für Altersversorgung noch bestehen sie gegenüber verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen.

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.467 (Vorjahr: TEUR 6.109) betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Umlagen und verteilen sich auf Deutschland mit TEUR 5.931 (Vorjahr: TEUR 5.599) und das Ausland mit TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 510).

Die Umsatzerlöse in 2018 sind über Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Lizenz- erlöse und gestiegene Erlöse aus IT- und Mietumlagen.

20 Sonstige betriebliche Erträge

2018

TEUR
2017

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 68 181
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 13 17
Währungsumrechnung 6 13
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen - 5
Übrige Erträge 78 74
165 290

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf geringere Auflösungen von Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen handelt es sich um periodenfremde Erträge. Die aufgelösten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalsonderzahlungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 13).

21 Personalaufwand/Mitarbeiter

2018

TEUR
2017

TEUR
Löhne und Gehälter 5.662 5.785
Soziale Abgaben 740 716
Aufwendungen für Altersversorgung 1.124 1.092
7.526 7.593

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2018 2017
Angestellte 67 67
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 1
Anzahl Arbeitnehmer 68 68
Auszubildende 14 10
82 78

22 Abschreibungen

Unter diesem Posten werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.417 (Vorjahr: TEUR 1.377) ausgewiesen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen siehe Textziffer 8.

23 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden insbesondere Aufwendungen für IT, Instandhaltung und sonstige Raumkosten, Versicherungen, Personalentwicklung sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 23).

24 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 306 (Vorjahr: TEUR 466) betreffen im Wesentlichen eine Dividendenzahlung der EDDING (U.K.) LTD. in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 461). Ebenso in dem Posten enthalten ist eine Gewinnausschüttung der PBS Network GmbH für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 5). Die Erträge aus Beteiligungen entfallen somit fast ausschließlich auf verbundene Unternehmen.

25 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die hier ausgewiesenen Erträge resultieren aus den Ergebnisabführungen folgender Gesellschaften:

2018

TEUR
2017

TEUR
edding International GmbH 19.868 17.602
V.D. Ledermann & Co. GmbH 343 634
Legamaster GmbH 555 238
20.766 18.474

26 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In diesem Posten sind Erträge aus der Auflösung zusätzlicher Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 0), Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 131) und Zinsen aus Steuererstattungen gemäß § 233a Abgabenordnung (AO) in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0) berücksichtigt. Im Vorjahr waren darüber hinaus Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 132 sowie der Zinsanteil aus der Abzinsung von Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von TEUR 5 enthalten.

27 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung von Pensions-, Altersteilzeit-, Gratifikations- und Jubiläumsrückstellungen beträgt TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 373). Darüber hinaus sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 40) Zinsen aus Steuernachforderungen gemäß § 233a Abgabenordnung (AO) enthalten. Der Posten beinhaltet im Geschäftsjahr 2018 zudem Aufwendungen aus der Bewertung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 0) und Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0).

28 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten wie im Vorjahr keine latenten Steuern. In den Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr 2018 periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 229) enthalten. Im Vorjahr betreffen diese in Höhe von TEUR 113 Steueraufwendungen aus der Betriebsprüfung des Veranlagungszeitraums 2010 bis 2014.

Zudem sind Erträge aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 731), die auf Vorjahre entfallen, enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 resultieren diese Erträge aus Erstattungen von Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag aus Änderungen der Steuerbescheide für die Veranlagungszeiträume 2015 und 2016. Im Vorjahr betrafen sie hingegen im Wesentlichen einmalig erhaltene Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre aus der in 2016 erfolgten Anwachsung der Grundstücksgesellschaften unserer Standorte Wunstorf und Bautzen an die edding AG.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in gleicher Höhe Aufwendungen und Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern, da aktive latente Steuern in Höhe der passiven latenten Steuern ausgewiesen werden und sich daher keine Ergebniswirkung ergibt.

29 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Im Jahresergebnis ist zum 31. Dezember 2018 ein Betrag in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 350) enthalten, welcher der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB unterliegt. Dieser Betrag (Unterschiedsbetrag) resultiert aus der Anpassung der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Der ausschüttungsgesperrte Betrag bezieht sich auf die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG.

Für die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG ist aufgrund der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen aus den finanzmathematischen Gutachten in Bewertungseinheit mit dem beizulegenden Zeitwert der den Mitarbeitern zugeordneten Anteile der Wertpapierfonds zum 31. Dezember 2018 wie im Vorjahr bereits ein Betrag passiviert, der auch die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinste Pensionsverpflichtung übersteigt, so dass hierfür kein ausschüttungsgesperrter Betrag vorliegt.

Die mit der edding AG mittelbar und unmittelbar durch Ergebnisabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH, V.D. Ledermann & Co. GmbH und edding Expressive Skin GmbH (Vorjahr: edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V.D. Ledermann & Co. GmbH) führen das gesamte handelsrechtliche Ergebnis ohne Bildung einer Ausschüttungssperre in der jeweiligen Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar an die edding AG ab und erhöhen den ausschüttungsgesperrten Betrag der edding AG nicht, da das Gesetz keine mittelbaren ausschüttungsgesperrten Beträge vorsieht. Gleichwohl werden die auf diese Tochtergesellschaften entfallenden ausschüttungsgesperrten Beträge in der edding AG als Muttergesellschaft zu Informationszwecken erfasst. Zum 31. Dezember 2018 entfallen wie im Vorjahr auf diese Tochtergesellschaften keine ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB.

30 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine nach § 285 Nr. 21 HGB berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

31 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Name Datum der Stimmrechtsmitteilung Überschrittene Grenze in % Unterschrittene Grenze in % Letzter Stand Stimmrechte in %
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Léon Thadaeus Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Anika Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25 n.a. 25 - 30
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Elisa Sophie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Luis Gabriel Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15
Felip Elias Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familie Ledermann und Schumacher, soweit diese nicht gemäß § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

32 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

33 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der früheren Mitglieder des Vorstands

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 285 Nr. 9a S. 5 bis 8 HGB verlangten Angaben für den Jahresabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 betragen TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 1.201).

Im Jahresabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 713) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 36) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 281) aufgewendet. Rückstellungen für im Vorjahr kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 76) ertragswirksam aufgelöst. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Für Altersversorgung wurden im Geschäftsjahr 2018 TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 87) aufgewendet. Im Vorjahr wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 84 als Ausgleich für einen dem Vorstand aufgrund der Anpassung der Bemessungsgrundlage der kurzfristig variablen Vergütung des Vorjahres entstandenen Vergütungsnachteil erfasst. In 2018 blieb die Bemessungsgrundlage unverändert, so dass kein Nachteilsausgleich gewährt wurde.

Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 359 (Vorjahr: TEUR 372). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich hierbei keine Anpassungen für Vorjahre (Vorjahr: Anpassungen in Höhe von TEUR 27).

Im Geschäftsjahr 2018 wurden ebenso wie im Vorjahr für kein Vorstandsmitglied langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen zur Auszahlung fällig.

Zum 31. Dezember 2018 bestehen ebenso wie zum Vorjahresstichtag mit drei Vorstandsmitgliedern langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 1.285, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 beziehungsweise 2020 fällig werden. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten ebenfalls Malusregelungen.

Im Jahresabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2018 und 2017 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 281 führten im Geschäftsjahr 2018 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 270. Des Weiteren waren für die im Vorjahr nicht ausbezahlte variable Vergütung des Jahres 2016 im Geschäftsjahr 2018 Auszahlungen von TEUR 244 zu verzeichnen. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2018 TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 165) an den Vorstand ausbezahlt. Davon sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) unverfallbar. In Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 0) handelt es sich somit um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.

Im Jahresabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Kurzfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 525).

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 665 (Vorjahr: TEUR 505).

Die für Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2018 gebildeten Pensionsrückstellungen betragen TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 738).

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Pensionszahlungen an ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 1.284 (Vorjahr: TEUR 1.251) geleistet worden. Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sind in Höhe von TEUR 7.612 (Vorjahr: TEUR 7.682) im Jahresabschluss erfasst.

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2018 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) ausgezahlt.

34 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Ausgeübter Beruf Funktion
Chehab Wahby, Düsseldorf Partner der EY-Parthenon GmbH Vorsitzender
Kaufmann
Michael Rauch, Düsseldorf Kaufmännischer Geschäftsführer (CFO) der Douglas Gruppe Stellvertretender Vorsitzender
Kaufmann
Anja Keihani, Hannover Assistenz der Innendienstleitung der edding Vertrieb GmbH Arbeitnehmervertreterin
Kauffrau
Dr. Sabine Renken, Hamburg Partnerin in der Kanzlei Buse Heberer Fromm Ersatzmitglied
Rechtsanwältin
Karl Sieveking, Hamburg Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ersatzmitglied
Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Vorsitzender/Chief Executive Officer
Kaufmann
Sönke Gooß, Rosengarten Chief Financial Officer
Kaufmann
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Chief Operating Officer
Ingenieur

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

35 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2018

TEUR
2017

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 158 149
Andere Bestätigungsleistungen - 20
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 15 28
Gesamthonorar 173 197

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten das vereinbarte Honorar sowie Vergütungen für sonstige Leistungen, die im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden (zum Beispiel Erstanwendungsfragen von IFRS-Standards). Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen im Vorjahr die Beauftragung einer prüferischen Durchsicht des Nichtfinanziellen Konzernberichts. Die sonstigen Beratungsleistungen betreffen unter anderem die unterjährige Abstimmung von Bilanzierungsfragen und die Teilnahme an der Hauptversammlung.

36 Nachtragsbericht

Mit Vertragsdatum vom 15. Februar 2019 hat die edding AG eine Büroimmobilie in Bargteheide zum Kaufpreis in Höhe von TEUR 2.000 zuzüglich Anschaffungsnebenkosten erworben. Aufgrund der Nähe zum Hauptsitz in Ahrensburg wird die Immobilie als neuer Standort der deutschen Vertriebsgesellschaft des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation, der Legamaster GmbH, fungieren. Im weiteren Jahresverlauf 2019 wird das Gebäude für die Bedürfnisse der Mitarbeiter der Legamaster GmbH angepasst werden, so dass die Gesellschaft ihren Umzug noch in 2019 durchführen kann. edding trägt damit den durch das Unternehmenswachstum gestiegenen Platzbedürfnissen sowie den Anforderungen an sich wandelnde Anforderungen an Arbeitsumgebungen Rechnung und schafft somit die räumlichen Voraussetzungen für den zukünftigen Unternehmenserfolg.

Weitere wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nach dem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs nicht eingetreten.

37 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 3.310 aus dem Jahresüberschuss 2018 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 3.310.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 2,45 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 2,40 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 710 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Ahrensburg, 16. April 2019

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

An die edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: „zusammengefasster Lagebericht“) der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, sowie den im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt „Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltenen nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte des im Abschnitt „Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung“ enthaltenen nichtfinanziellen Konzernberichts nach §§ 315b, 315c HGB sowie auf die Inhalte der auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen

a) Das Risiko für den Abschluss

Zum 31. Dezember 2018 bilanziert die edding Aktiengesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 32.845 sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 24.337. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Nominalwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 1.143 aufwandswirksam erfasst. Über die mit den Tochtergesellschaften abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge belasten darüber hinaus die auf Ebene der Tochtergesellschaften gebuchten Abschreibungen und Wertberichtigungen das Jahresergebnis der edding Aktiengesellschaft. Die Angaben der Gesellschaft zur Beteiligungs- und Forderungsbewertung sind in den Kapiteln „4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“ und „8 Finanzanlagen“ im Anhang sowie im Kapitel „Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG“ des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Der Beteiligungsbewertung wird ein Ertragswert und der Bewertung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein indikativer Zahlungsrückfluss zugrunde gelegt. Die in dem Bewertungsmodell verwendeten Prämissen werden soweit möglich aus öffentlich zugänglichen Quellen (z.B. Kapitalmarktdaten, Zinssätze) abgeleitet. Die erwartete Entwicklung der Tochtergesellschaften wird in einer Ergebnisplanung dargestellt, wobei insbesondere die Planung der Umsatzerlöse und der EBIT-Ergebnisgröße durch ein bottom-up Verfahren erfolgt. Die Planungsrechnungen werden nach Plausibilitätskontrollen durch das Controlling und den Vorstand der Gesellschaft in das Bewertungsmodell übertragen. Dabei werden für Bewertungszwecke gegebenenfalls erforderliche Anpassungen berücksichtigt (z.B. Synergieeffekte).

Das Ergebnis dieser Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Ergebnisentwicklung durch die gesetzlichen Vertreter und von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der edding Aktiengesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Bei unserer Prüfung der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen, die der Bewertung zugrunde liegenden zentralen Annahmen gewürdigt und die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes beurteilt.

Wir haben uns davon überzeugt, dass die nach einem Ertragswertverfahren abgeleiteten beizulegenden Werte in vertretbarer Weise aus den relevanten Bewertungsstandards abgeleitet wurden. Von der Angemessenheit der bei der Beteiligungsbewertung verwendeten künftigen Planergebnisse haben wir uns durch Abstimmung mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung überzeugt und deren wesentliche Annahmen nachvollzogen. Dabei haben wir auch beurteilt, ob der Planungsprozess eine hinreichend genaue Schätzung zukünftiger Zahlungsströme sicherstellt. In diesem Zusammenhang haben wir die Planungstreue sowie die für die Zukunft geplanten Maßnahmen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der auf diese Weise ermittelten Beteiligungswerte haben können, haben wir die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter und das Berechnungsschema nachvollzogen. Des Weiteren haben wir ebenfalls die Ableitung des in der ewigen Rente angesetzten Wachstumsabschlags aus den Markterwartungen nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

den im Abschnitt „Corporate Responsibility und Nichtfinanzielle Erklärung“ des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB,
die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung“ des zusammengefassten Lageberichts hinge- wiesen wird,
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,
den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und
die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammen- gefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 14. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Abschlussprüfer der edding Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Andreas Wendland.

Hamburg, 17. April 2019

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Wendland, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG vermittelt und im mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Ahrensburg, 16. April 2019

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Glossar

B2B (Business-to-Business)

Beschreibt bei edding - abweichend von der allgemein üblichen Version - den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend gewerbliche Endverwender als Endkunden bedienen.

B2C (Business-to-Consumer)

Beschreibt bei edding - abweichend von der allgemein üblichen Version - den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend private Endverwender als Endkunden bedienen.

edding ink

Die edding-Tinte im Blut unserer Mitarbeiter dient als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur.

eddiplementorship (Project Management Excellence)

eddiplementorship beschreibt die Umsetzung unserer Strategie in skalierbare und effiziente Prozesse.

eddipreneurship (Innovation Excellence)

eddipreneurship bezeichnet den Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen.

Dimensionen des „Strategischen Fitness-Modells“ aus unserer Mitarbeiter-Befragung

a) Mitarbeiter-Engagement

Die Dimension des nachhaltigen „Mitarbeiter-Engagements“ umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung).

b) Qualität des Leistungsumfelds

Die Dimension „Qualität des Leistungsumfelds“ berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in der sie ihre Arbeit effektiv und effizient ausüben können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.