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edding AG Annual Report 2017

May 22, 2018

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Annual Report

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Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Geschäftsbericht 2017

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen des Konzerns

Brief an die Aktionäre

Bericht des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsaktivitäten

Organisations- und Beteiligungsstruktur

Mitarbeiter

Corporate Responsibility

Sonstige Funktionsbereiche

Steuerungssystem

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Geschäftsfelder

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG

Gesamtaussage des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG

Entwicklung der Konzerngesellschaften

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Risikobericht

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht

Übernahmerelevante Angaben

Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d und 289f HGB

Nachtragsbericht

Prognosebericht

Alternative Leistungskennzahlen

Konzernabschluss der edding AG

Konzernbilanz

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

Konzerngesamtergebnisrechnung

Konzernkapitalflussrechnung

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Jahresabschluss der edding AG

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Glossar

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Geschäftsbericht gleichgestellt; lediglich aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wurde in Teilen des Berichts die männliche Form gewählt.

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

edding Konzern 2017 2016 2015 2014 2013
Ertragslage
EBIT 12.047 11.848 12.220 11.855 9.380
in % vom Umsatz 8,1 8,3 8,8 9,2 7,6
Konzernjahresergebnis 7.642 7.141 8.549 8.312 8.585
in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) 13,1 13,0 17,0 18,8 21,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.580 11.578 12.133 12.185 11.618
Umsatzerlöse 148.435 143.014 138.371 128.853 123.211
Veränderung (in %) 3,8 3,4 7,4 4,6 5,3
Auslandsanteil (in %) 57,3 57,6 59,2 58,4 59,4
Rohergebnis' 92.437 90.908 87.874 80.399 75.208
in % von der Gesamtleistung 62,3 63,5 63,2 62,3 60,8
Personalaufwand 37.348 36.692 35.394 34.206 32.532
in % vom Umsatz 25,2 25,7 25,6 26,5 26,4
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 627 603 624 638 632
Vermögen- und Finanzlage
Bilanzsumme 104.848 98.720 98.504 90.863 81.630
Veränderung (in %) 6,2 0,2 8,4 11,3 2,7
Eigenkapital 58.338 54.991 50.199 44.274 39.303
in % der Bilanzsumme 55,6 55,7 51,0 48,7 48,1
Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio in %) 170,9 169,4 150,4 127,4 130,0
Ergebnisse Mitarbeiterbefragung2
Mitarbeiterengagement (in %) 87 89 n. a. n. a. n. a.
Qualität des Leistungsumfelds (in %) 80 81 n. a. n. a. n. a.
edding AG 2017 2016 2015 2014 2013
Jahresüberschuss 5.586 7.140 5.370 4.658 2.602
Ergebnis vor Steuern 8.188 10.186 8.094 7.374 5.289
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473.219 473.219 473.219 473.219
Jahresüberschuss je Aktie 5,20 € 6,65 € 5,00 € 4,34 € 2,42 €
Dividende
Stammstückaktien 2,10 € 2,10 € 1,91 € 1,91 € 1,71 €
Vorzugsstückaktien 2,15 € 2,15 € 1,95 € 1,95 € 1,75 €
Aktienkurs am 31.12. 102,00 € 91,08 € 85,00 € 64,00 € 47,12 €

1 ohne sonstige betriebliche Erträge

2 Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Messung vom bisherigen Schulnotensystem auf ein zweidimensionales strategisches

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Sie halten heute unseren Geschäftsbericht 2017 in Ihren Händen, der neben einem Rekordumsatz in Höhe von 148,4 Mio. EUR das vierte Mal in Folge ein Konzern-EBIT auf dem Niveau von 12,0 Mio. EUR (EBIT) ausweist Dies ist trotz unserer unverändert hohen Investitionen in unsere Unternehmensstrategie aus unserer Sicht „nur" ein zufriedenstellendes Ergebnis, weil wir einige kommerzielle Ziele in diesem Jahr nicht erreicht haben. Insbesondere unsere Gesellschaften in Südamerika und der Türkei sind — teilweise wechselkursbedingt — deutlich hinter den Erwartungen geblieben.

Der Gesamtumsatz konnte um 3,8 % gesteigert werden. Dazu hat das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit knapp 8,8 % Wachstum wiederum einen beachtlichen Beitrag geleistet; in Deutschland fiel das Wachstum sogar knapp zweistellig aus. Im Bereich Schreiben und Markieren konnte wegen der genannten Schwierigkeiten in Südamerika und der Türkei nur ein leichter Anstieg von 1,6 % erzielt werden. Auch in diesem Geschäftsfeld lag die Steigerung in Deutschland leicht über dem Durchschnitt und betrug 2,2 %.

Umso erfreulicher sind aus unserer Sicht die Fortschritte im Bereich Strategie- und Organisationsentwicklung ausgefallen. Zum künftigen Wachstum wird unsere neue Beteiligung an der Prismade Labs GmbH mit ihren innovativen Produkten der gedruckten Elektronik einen wichtigen Beitrag leisten. Für das B2C-Geschäft sind einmal mehr erfreuliche Umsatzsteigerungen in Benelux sowie erfolgreiche Produkteinführungen im Kreativsortiment und ein neuer Rekordumsatz beim edding Permanent Spray zu nennen. Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation konnte mit der Einführung einer neuen Serie von e-Screens, der sogenannten XTX-Serie, punkten und damit die Basis für weiteres erfolgreiches Wachstum legen; diese neue Serie besticht besonders durch ihre Offenheit für unterschiedlichste IT-Infrastruktur. Zudem hat die dieses Geschäftsfeld steuernde Legamaster International B.V. auch noch ein Rekord-EBIT von über 2,0 Mio. EUR erzielt.

Viele Initiativen zur Erreichung unserer Balanced Scorecard Ziele für 2020 wurden in Gang gesetzt oder sogar bereits abgeschlossen. So konnten wir unser neues Produkt-Informations-Managementsystem (PIM) aus der Projektphase ins operative Geschäft überführen und bereits mehr als vier Millionen Daten über unsere Produkte aus beiden Geschäftsfeldern einpflegen.

Parallel dazu hat sich unser Börsenkurs erneut positiv entwickelt. Nach 91,08 Euro am Jahresanfang war der Kurs am Jahresende mit 102,00 Euro damit um rund 12 % angestiegen und hat sich mittlerweile auf historisch hohem Niveau von rund 100,00 Euro etabliert. In Verbindung mit einer stabilen Dividende, die wir zuletzt im Jahr 2017 angehoben hatten, können somit auch unsere Aktionäre wiederum von der guten Entwicklung der edding Gruppe profitieren.

Das wirtschaftliche und politische Umfeld war im Gegensatz zwar von deutlich weniger singulären Ereignissen geprägt als das Vorjahr 2016 mit der „Brexit"-Entscheidung in Großbritannien, der Präsidentenwahl in den USA sowie dem Putschversuch in der Türkei. Dennoch hat sich die Gesamtlage nicht wesentlich entspannt. Jede potenzielle Eskalation rund um Syrien, Israel, Nordkorea oder ähnliche Brandherde dürfte unmittelbar negative Folgen haben, in erster Linie natürlich für die teilweise jetzt schon leidenden Menschen in den betreffenden Regionen. Aber auch für die Wirtschaft steht zu befürchten, dass die Auswirkungen nicht nur von untergeordneter Bedeutung sind. Unsere Aufstellung mit Umsatzerlösen in rund 100 Ländern weltweit hat sich bisher als wichtiger Stabilitätsfaktor erwiesen, so dass wir negative regionale Einzeleffekte bisher weitgehend ausgleichen konnten. Wir sind als Vorstand optimistisch, dass uns das auch weiterhin gelingt und wir unsere in der Balanced Scorecard 2020 dokumentierten ambitionierten Ziele für das Jahr 2020 erreichen werden.

Ein besonderer Dank gilt in diesem Jahr unserem langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Rüdiger Kallenberg, der sich in der Hauptversammlung 2017 nicht wieder zur Wahl gestellt und den Staffelstab an seinen Nachfolger übergeben hat Herr Kallenberg hat die Geschicke von edding über rund vier Jahrzehnte geprägt, davon viele Jahre als Mitglied des Vorstands und zuletzt seit 2002 als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Wir wünschen ihm und seiner Frau alles Gute für den neuen Zeitabschnitt. Daneben gab es auch noch weitere besondere Ereignisse, die uns für das Jahr 2017 bei edding in Erinnerung bleiben werden. Unsere Mitarbeiterin Frau Marina Riemann, die als Abteilungsleiterin im IT-Bereich tätig ist, hat mit 45 Jahren Betriebszugehörigkeit ein besonderes Jubiläum begangen, das wir gebührend gefeiert haben. Und unsere Produktionsgesellschaft in Bautzen hatte in 2017 ihr 25-jähriges Jubiläum. Auch das haben wir zusammen mit vielen aktiven sowie ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Geschäftsführern und Vorstandsmitgliedern in einem besonderen Rahmen gefeiert.

Nicht zuletzt gilt wie immer unser Dank für die Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ein hohes Engagement bei der Erreichung unserer Ziele und der Umsetzung unserer Organisationsentwicklungs-Projekte gezeigt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2017. Die erfreulichen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten sind im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.

Die uns nach Aktiengesetz (AktG) und Satzung obliegenden Verpflichtungen haben wir auch im Jahr 2017 ordnungsgemäß und mit Sorgfalt wahrgenommen. Uns sind keine Handlungen oder Verstöße bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte Vorteile verschafft haben.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an jeder Sitzung in 2017 teilgenommen.

Kommunikation mit dem Vorstand

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurden wir im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend informiert. Dazu gehörten schriftliche monatliche Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Personalplanung sowie weitere Themen von aktueller strategischer und operativer Bedeutung. Daneben erhielten wir detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und den Fortgang der Strategieumsetzung mittels eines Balanced Scorecard Systems.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen tauschen sich der Vorsitzende und der Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung und besondere Geschäftsvorfälle aus.

Risikomanagement

Neben der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden uns aus dem internen Kontrollsystem soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich Informationen über die Änderung der Risikolage bei den Kernrisiken und ihre Behandlung gegeben.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen in 2017

Auf jeder unserer Sitzungen in 2017 gab es einen Tagesordnungspunkt, der dem Bericht über das Risikomanagement gewidmet war. Im Übrigen behandelten die einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen:

Im April befassten wir uns mit dem Jahresabschluss 2016 im Beisein der Wirtschaftsprüfer. Für die Vorbereitung waren uns die Prüfungsberichte zum Jahresabschluss der edding AG und des edding Konzerns rechtzeitig zugegangen, so dass wir eine eigene Prüfung durchführen konnten. Wir verabschiedeten die Tagesordnung für die Hauptversammlung und stimmten dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu.

Wir diskutierten die Auswirkungen der veränderten Bilanzierungsrichtlinien zur Umsatzrealisierung im Konzernabschluss (IFRS 15) und die daraus resultierende Kürzung der Werbekostenzuschüsse von den in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen ab dem Geschäftsjahr 2018. Zusätzlich berichtete der Vorstand über die Umsetzung der Marktmissbrauchsrichtlinie.

Wir bestätigten die seit 2012 geltende Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex zur Veröffentlichung im Geschäftsbericht

Die Juni-Sitzung des Aufsichtsrats findet traditionell im Anschluss an die Hauptversammlung statt. In dieser Hauptversammlung fanden Neuwahlen des Aufsichtsrats statt und unser langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender, Herr Rüdiger Kallenberg, hat sich in dieser Sitzung nicht mehr zur Wiederwahl gestellt Nach Ende der Hauptversammlung verabschiedeten wir Herrn Kallenberg mit einem feierlichen Festakt im Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Freunde des Hauses. Im Namen aller möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn Kallenberg bedanken. Er hat mit seinem Engagement und Einsatz einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg der Firma edding beigetragen.

In seiner anschließenden Sitzung konstituierte sich der Aufsichtsrat. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Herr Chehab Wahby, wurde zum Vorsitzenden gewählt Stellvertretender Vorsitzender ist das neu gewählte Mitglied im Aufsichtsrat, Herr Michael Rauch, der außerdem zum Financial Expert gemäß § 100 Abs. 5 AktG bestimmt wurde. In einer gesonderten Wahl im Mai 2017 hatten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Frau Anja Keihani als ihre Vertreterin im Aufsichtsrat wiedergewählt

Herr Michael Rauch war zum Zeitpunkt des Auswahlprozesses für die Wahlen zum Aufsichtsrat als CFO der Sparte Adhesive Technologies bei der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, tätig. Seit dem 1. Januar 2017 ist er kaufmännischer Geschäftsführer der ebenfalls in Düsseldorf ansässigen Douglas Gruppe, mit der die edding Vertrieb GmbH im Berichtsjahr Umsatzerlöse in geringem Umfang getätigt hat Der Aufsichtsrat sieht in dieser Tätigkeit keinen relevanten Interessenkonflikt

Im September fand unsere jährliche Strategiesitzung statt. Der Vorstand berichtete über den Fortgang der Strategie 2020. In diesem Jahr standen bei der Strategie-Entwicklung die Geschäftsfelder Visuelle Kommunikation mit der Marke Legamaster sowie der Bereich B2C im Fokus. Hier wurde im Detail auf die neusten Markttrends und Technologien eingegangen und die Chancen erörtert, die dies für edding bietet

Zusätzlich beschäftigten wir uns intensiv mit den organisatorischen und kulturellen Veränderungen für edding und die sich daraus ergebenden Change Management Implikationen. Hier stellte der Vorstand seine aktuellen Aktivitäten vor.

Gemeinsam mit den Wirtschaftsprüfern wurden die möglichen besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (sogenannte Key Audit Matters) für das Geschäftsjahr 2017 erörtert. Dabei handelt es sich um die Bewertung der Vorräte im Bestätigungsvermerk für den Konzernabschluss sowie Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Impairment) im Rahmen des Einzelabschlusses der edding AG.

Im Dezember genehmigten wir das vorgelegte Jahresbudget für 2018. Das Budget ist im Einklang mit der langfristigen Wachstumsstrategie und sieht bei anspruchsvollen Rentabilitätszielen erneut eine ambitionierte Umsatzsteigerung in allen Geschäftsbereichen vor.

Der Vorstand berichtete weiterhin über die Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung, die in Summe wieder sehr positiv ausgefallen war. Es zeigt sich an einzelnen Stellen die Anspannung in der Organisation durch die strategiebedingten Veränderungen. Hier legt der Vorstand besondere Aufmerksamkeit an den Tag.

Corporate Governance

Am 2. Februar 2018 hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) unter Berücksichtigung der geänderten Fassung vom 7. Februar 2017 abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht Mit den dort erläuterten Ausnahmen wird allen Empfehlungen des Kodex entsprochen.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Die Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss 2017 fand am 17. April 2018 statt.

Dazu lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats die vom Vorstand nach den maßgeblichen Vorschriften für die Rechnungslegung börsennotierter Aktiengesellschaften aufgestellten Jahresabschlüsse und Lageberichte der edding AG und des edding Konzerns sowie die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, vor.

Der Jahres- und Konzernabschluss der edding AG sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht waren jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfungsberichte wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von uns geprüft.

Im Beisein der Abschlussprüfer wurden die Unterlagen sowie alle wesentlichen abschluss- und prüfungsrelevanten Themen einschließlich der Key Audit Matters ausführlich erörtert und von uns geprüft.

Die Prüfungsberichte enthielten ebenfalls Aussagen zu der Effektivität des internen Kontrollsystems. Es wurde bestätigt, dass keine wesentlichen Schwächen bezüglich des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und der rechnungslegungsbezogenen IT-Systeme festgestellt wurden und der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise getroffen hat

Aufgrund dieser Unterlagen und der eigenen Prüfung stimmten wir dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu.

Damit haben wir den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2017 gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir billigend zur Kenntnis genommen.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die aufgrund der CSR-Richtlinie für das Geschäftsjahr 2017 erstmalig zu erstellende sogenannte „Nichtfinanzielle Konzernerklärung" (Nichtfinanzieller Konzernbericht) gesondert geprüft. Diese wurde auftragsgemäß von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, einer prüferischen Durchsicht unterzogen; der hierfür verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat ebenfalls an der Sitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet sowie die fristgerechte Vorlage des Nichtfinanziellen Konzernberichts bestätigt.

Hauptversammlung am 14. Juni 2018

Wir haben in der Sitzung am 17. April 2018 auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung verabschiedet Darin schlagen wir gemeinsam mit dem Vorstand vor, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, auch für die Abschlussprüfung 2018 als Prüfer bestellt wird.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Nummer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand danken wir für ihren engagierten Einsatz für unser Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die eingeschlagene Strategie sichert dem Unternehmen den langfristigen Erfolg und fordert von Mitarbeitern und Führungskräften ein hohes Maß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft. Hierfür möchten wir an dieser Stelle unsere besondere Anerkennung zum Ausdruck bringen.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit finden sich in einem Jahres- und Konzernabschluss der edding AG wieder, der in vielen Bereichen auch in diesem Jahr neue Höchstmarken erreicht hat.

Ahrensburg, 17. April 2018

Der Aufsichtsrat

Chehab Wahby, Vorsitzender

Michael Rauch, Stellvertretender Vorsitzender

Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin

Corporate Governance Bericht

gemäß Nummer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

1. Erklärung gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft erklären Folgendes:

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken. Dabei bekennt sich die edding Aktiengesellschaft insbesondere auch zum Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird dies auch im neuen Berichtsjahr so handhaben:

Nummer 2.3.2 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist

Nummer 3.10 DCGK

Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht der edding Aktiengesellschaft abgedruckt, während die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 315d und 289f Handelsgesetzbuch auf der Internetseite der edding AG veröffentlicht werden.

Nummer 4.1.3 DCGK

Eine Offenlegung der Grundzüge des bestehenden Compliance Management Systems erfolgt im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2017. Zudem ist die Implementierung eines Whistleblower-Systems in Vorbereitung, das spätestens im dritten Quartal 2018 implementiert werden soll.

Nummern 4.1.5 und 5.12 DCGK

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.

Nummer 42.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2016 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung erforderlicher Angaben verzichtet wird.

Nummer 42.5 DCGK

Von der Offenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer solchen Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vergleiche Nummer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Absatz 2 Nummer 4 Handelsgesetzbuch veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.

Nummern 5.1.2 und 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Nummer 5.3 DCGK

Da der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, werden keine Ausschüsse gebildet.

Nummern 5.4.1 und 5.42 DCGK

Der Aufsichtsrat hat eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung — allerdings ohne dabei ein eigenständiges Kompetenzprofil für das Gesamtgremium zu erarbeiten — formuliert, die auch an der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Ausrichtung des Unternehmens sowie an der Vermeidung potentieller Interessenkonflikte orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht Andererseits soll auch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung fachlich geeigneter Aufsichtsratsmitglieder bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist; aus diesem Grunde wird namentlich auf die Normierung einer geschlechtsspezifischen Quote verzichtet. Überdies wird davon abgesehen, eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festzulegen; insoweit gelten die obigen Einwände gegen eine feststehende Altersgrenze für Organmitglieder entsprechend. Weiterhin wird darauf verzichtet, eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 DCGK zu benennen; vielmehr soll es der Regelfall sein, dass alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen sind.

Nummer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat vormals erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt.

Nummer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können grundsätzlich weder der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende noch der Halbjahresfinanzbericht innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Absatz 4 Handelsgesetzbuch innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht Im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht. Für den Halbjahresfinanzbericht findet eine Veröffentlichung auch weiterhin erst zwei Monate nach Ende des Berichtszeitraumes statt; dabei wird die gesetzliche Frist von drei Monaten noch signifikant unterschritten.

Ahrensburg, 2. Februar 2018

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

2. Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d und 289f HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d und 289f HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft unter http://www.edding.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht

Diese Erklärung enthält erstmals auch eine vollständige Beschreibung des Diversitätskonzeptes für die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat. Hierin enthalten sind alle erforderlichen Angaben nach 5.4.1 DCGK in Bezug auf den Aufsichtsrat; der bisher im Corporate Governance Bericht enthaltene gesonderte Abschnitt zur Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats kann somit entfallen.

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht

Der vorliegende Bericht fasst den Lagebericht der edding AG und den Lagebericht des edding Konzerns gemäß § 315 Absatz 5 Handelsgesetzbuch (HGB) zusammen. Der zusammengefasste Bericht stellt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns dar und geht auf die wesentlichen Chancen und Risiken sowie die voraussichtliche zukünftige Geschäftsentwicklung ein.

Sofern nicht ausdrücklich auf die edding AG Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen und Zahlenangaben auf den gesamten edding Konzern. Die Zahlenangaben, die sich auf den edding Konzern beziehen, basieren auf dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der edding AG. Die Zahlenangaben der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG basieren hingegen auf dem nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellten Jahresabschluss der edding AG.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsaktivitäten

Der edding AG als Mutterunternehmen des edding Konzerns obliegt die unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. In der edding AG sind die zentralen Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Resources, Corporate Innovation Management sowie IT angesiedelt Zentrale Aufgaben der edding AG sind die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns sowie das Risikomanagement. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Ahrensburg.

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns gliedern sich in die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, unter denen die jeweiligen Konzernmarken edding und Legamaster vermarktet und vertrieben werden. Daneben wird auch der Vertrieb von Partnermarken ausgeübt, der im Wesentlichen zur Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften dient.

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden über die internationalen Vertriebssteuerungsgesellschaften in rund 100 Ländern weltweit erzielt, die meist durch unabhängige Vertriebspartner betreut werden, soweit edding nicht mit einer eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaft vertreten ist Der Vertrieb an private und gewerbliche Endverwender erfolgt ausschließlich über Handelspartner aller Formate, wozu neben dem traditionellen Groß- und Einzelhandel auch Vertriebsformen der Großfläche (Verbrauchermärkte, Baumärkte et cetera), Katalogversender sowie Online-Vertriebsformen gehören.

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren umfasst im Wesentlichen die Marke edding und beinhaltet aktuell Marker, Schreibgeräte, Farbsprays, Druckerpatronen und Toner sowie Nagellack. Dieses Produktangebot richtet sich sowohl an den B2B Bereich als auch an den privaten Endkonsumenten (B2C). Die Produktkategorien wurden im Vergleich zum Vorjahr leicht umstrukturiert und zusammengefasst. Die verschiedenen Produkte gliedern sich abhängig von Anwendung und Zielgruppe in folgende Kategorien:

• Marker und Schreibgeräte für gewerbliche Anwendungen

(Lösungen für Industrie und Büro)

• Marker und Schreibgeräte für private Endverwender

(Kreativsortimente sowie Markieren im Haushalt)

• Druckerpatronen und Toner

• Dekorative Kosmetik

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beinhaltet die Hauptmarke Legamaster. Hier werden zwei Produktgruppen unterschieden. Die klassische visuelle Kommunikation umfasst vor allem Flipcharts, Weißwandtafeln, Moderationstafeln und entsprechendes Zubehör. Das interaktive Sortiment umfasst elektronische Whiteboards und e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume). Die Umsätze werden fast ausschließlich im B2B Bereich erzielt

Organisations- und Beteiligungsstruktur

Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich am Ende dieses Abschnitts. In der Organisationsstruktur des edding Konzerns können im Wesentlichen folgende Arten von Konzerngesellschaften unterschieden werden, wobei es ebenfalls Mischformen geben kann:

• Mutterunternehmen/Holdingfunktion

• Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften

• Lokale Vertriebsgesellschaften

• Produktionsgesellschaften

Zusätzlich können die Unternehmen nach Ihrem Geschäftsfeld-Fokus unterschieden werden, wobei es insbesondere im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren auch Unternehmen gibt, die einen kleineren Teil ihrer Umsatzerlöse mit der Marke Legamaster erzielen.

Die edding AG ist das Mutterunternehmen des edding Konzerns und hält unmittelbare und mittelbare Beteiligungen an den Tochtergesellschaften. Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ermöglicht als nicht operative Zwischenholding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.

Den internationalen Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten für das jeweilige Geschäftsfeld. Die Gesellschaften erzielen ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen lokalen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern. Diese Funktion wird für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren von der edding International GmbH und für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation von der Legamaster International B.V. (Niederlande) erfüllt.

Lokale Vertriebsgesellschaften existieren in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und der Türkei. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern ist dabei von Land zu Land unterschiedlich. Die Vertriebsgesellschaften in Argentinien und Kolumbien betreiben zusätzlich noch eine eigene Markerfertigung für den regionalen Bedarf. Der Liquidationsprozess der mexikanischen Tochtergesellschaft ist weitestgehend abgeschlossen und die Löschung der Gesellschaft im Handelsregister wird im ersten Halbjahr 2018 erwartet.

Die Produktionsgesellschaft V.D. Ledermann & Co. GmbH produziert in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber sowie zugehörige Nachfüllflaschen ausschließlich für die edding Gruppe. Diese Produkte werden weltweit vermarktet Damit gibt es im Konzern für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren drei Produktionsstätten.

Daneben hält die edding Gruppe noch Beteiligungen an folgenden Unternehmen:

• Die Beteiligung an der Prismade Labs GmbH in Chemnitz besteht seit April 2017. Gegenstand des Unternehmens ist die Forschung und Entwicklung im Bereich gedruckter Elektronik sowie deren Schnittstellen zur digitalen Welt Die bisher entwickelten Produkte betreffen unter anderem Lösungen im Bereich Markenschutz, Dokumentenschutz sowie interaktive Sicherheitsanwendungen. Die edding AG wird im Laufe des Jahres 2018 ihre mittelbar über eine Konzerngesellschaft gehaltene Beteiligung an der Prismade Labs GmbH von 25,1 % auf 50,0 % erhöhen. Darüber haben sich der Vorstand der edding AG und die übrigen Gesellschafter der Prismade Labs GmbH am 12. Januar 2018 mündlich verständigt. Der Vertrieb der von der Prismade Labs GmbH entwickelten Produkte wird in der Folge in weiten Teilen unter der Marke edding und über die edding Gruppe erfolgen.

• Die gemeinnützige Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH schafft und sichert regionale Angebote zur Betreuung von Kindern und Senioren, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.

• Die PBS Network GmbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche (PBS-Branche) in Deutschland sowie in geringerem Umfang in einigen weiteren europäischen Staaten.

• Seit Ende 2014 besteht eine Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. (Rio de Janeiro). Von einer potenziellen zukünftigen Kooperation versprechen wir uns eine Stärkung unserer Wettbewerbsposition in Lateinamerika.

Konzerngesellschaften zum 31. Dezember 2017

Mutterunternehmen

edding Aktiengesellschaft Ahrensburg

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2017 hat der Konzern im Jahresdurchschnitt 627 Mitarbeiter beschäftigt. In 2016 waren es noch 603, so dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist Die Anzahl der Beschäftigten an den deutschen Standorten hat hierbei stärker zugenommen. Der Jahresdurchschnitt lag bei 335 Mitarbeitern (Vorjahr: 318 Mitarbeiter).

In den Gesellschaften außerhalb Deutschlands hingegen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anzahl der Mitarbeiter mit durchschnittlich 292 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (285 Mitarbeiter) nur leicht gestiegen. Somit lag der Anteil der Beschäftigten außerhalb Deutschlands im Jahr 2017 mit 47 % (Vorjahr: 47 %) auf Vorjahresniveau.

Im Bereich der Organisationsentwicklung lag unser Schwerpunkt auf der strukturellen Neuausrichtung des Bereichs International Sales für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Von den damit verbundenen Entscheidungen erwarten wir uns eine verbesserte Koordination und Steuerung der europäischen Vertriebsaktivitäten des Geschäftsfeldes Schreiben und Markieren in unseren B2B sowie B2C Kanälen. Darüber hinaus haben wir die Vernetzung unserer operativen Kernfunktionen Vertrieb, Marketing und Supply Chain neu geordnet

Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 68 Mitarbeiter (Vorjahr: 61 Mitarbeiter) beschäftigt Somit ist die Gesamtzahl an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen.

Im Bereich Personalentwicklung begann im Berichtsjahr mit der Einführung des edding Campus eine neue Ära. Hohe Professionalität, Konzentration auf den effizienten Einsatz unserer finanziellen Ressourcen und die Verwirklichung nachhaltiger Trainings stehen im Zentrum unseres edding Campus. Was alle Maßnahmen eint, ist die konsequente Ausrichtung an unserem strategischen Steuerungselement — der Balanced Scorecard. Die fünf Themen der Balanced Scorecard — Finance, Consumer/Customer, eddiplementorship, eddipreneurship und edding ink — sind gleichzeitig die übergeordneten Lernbereiche des edding Campus. Die individuellen Balanced Scorecard Ziele pro Bereich geben den Rahmen für unser Angebot Nach der erfolgreichen Einführung des Programms an unseren deutschen Standorten haben wir uns im Verlauf des Berichtjahres auf die Entwicklung eines internationalen zweisprachigen Personalentwicklungsangebots konzentriert. Dieses werden wir bis Ende des ersten Quartals 2018 ausrollen.

Unsere dritte globale Mitarbeiterbefragung endete im Berichtsjahr erneut mit einer sehr guten Beteiligung über fast alle Standorte und Hierarchiestufen hinweg. 84 % aller Mitarbeiter haben unsere Fragen aus den Kategorien „Richtung geben", „Veränderungen gestalten", „Systeme managen", „Mitarbeiter führen" sowie „Nachhaltiges Engagement" beantwortet Die Gesamtergebnisse waren auch in 2017 als positiv einzuschätzen. Von der Strategiekenntnis über den vertrauensvollen Blick in die Zukunft des edding Konzerns, Zusammenarbeit im Team bis hin zu Themen zur Kundenorientierung: Viele Aspekte zeigten sich auf gutem bis sehr gutem Niveau. Als globale Schwerpunktthemen für den Folgeprozess haben wir die Themen eddiplementorship — also die Fähigkeit, die Strategie in skalierbaren und effizienten Prozessen umzusetzen — sowie die bereichsübergreifende Zusammenarbeit und das Thema Mitarbeiterführung identifiziert. Hier haben wir noch im Berichtsjahr mit Aktivitäten begonnen, um diese Bereiche nachhaltig zu stärken.

Die Messung der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung erfolgt über ein zweidimensionales strategisches Fitness-Modell, bei dem die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in den Dimensionen „Mitarbeiter-Engagement" sowie „Qualität des Leistungsumfelds" gemessen werden. Für weitere Details zu diesen Komponenten verweisen wir auf den Abschnitt Steuerungssystem. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung stellen sich wie folgt dar:

2017 2016
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung % %
--- --- ---
Mitarbeiter-Engagement 87 89
Qualität des Leistungsumfelds 80 81

Damit stehen wir auch im externen Vergleich mit anderen Unternehmen sehr positiv da. Unsere nächste weltweite Mitarbeiterbefragung findet im dritten Quartal 2018 statt.

Corporate Responsibility

Das Thema Corporate Responsibility (CR) ist seit vielen Jahren tief in unserer Unternehmenskultur verwurzelt und eng mit der Geschäftsstrategie verbunden. Wir betrachten die konsequente Integration von Corporate Responsibility als Zukunftssicherung und als Inspirationsquelle für innovative Produkte. Wesentliche Gedanken und Ideen sind in unserem Corporate Responsibility Leitbild zusammengefasst, welches unter dem Dach der Verantwortung die fünf Handlungsfelder Strategie, Produkte, Umwelt, Unternehmenskultur und Gesellschaft vereint

Corporate Responsibility stellt einen integralen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie dar und wird im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses beständig weiterentwickelt.

In der Strategie 2020 befassen wir uns mit Themen, welche im Wandel der Zeit, auch vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung, des demografischen Wandels und der Veränderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für edding eine wichtige Rolle spielen.

Der Corporate Responsibility Report (CR-Report), der den Nichtfinanziellen Konzernbericht enthält, wird auf der Internetseite der edding AG unter http://www.edding.com/corporate-responsibility-report bis zum 30. April 2018 veröffentlicht werden.

Sonstige Funktionsbereiche

Supply Chain Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Einkauf

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren verantwortet der Zentraleinkauf am Stammsitz in Ahrensburg sowohl die Beschaffung von Rohwaren und Komponenten für eigene Produktionsstandorte als auch die Steuerung von Lieferanten für Fertigprodukte. Hauptbezugsquellen sind Zentraleuropa mit dem Schwerpunkt Deutschland sowie Asien; hier stammt der überwiegende Anteil der Beschaffungsmengen aus Japan. Um insbesondere das Risiko eines Ausfalls der Belieferung von Hauptprodukten zu minimieren, sind für die tektonisch in besonderer Weise gefährdeten Beschaffungsmärkte in Asien Sicherungsmaßnahmen getroffen worden, die die Verfügbarkeit bis zur Wiederherstellung betroffener Produktionsstandorte beziehungsweise zur Aufschaltung benannter Alternativlieferquellen sichern.

Unsere auch in 2017 gestiegenen Umsätze in B2C-Vertriebskanälen und die damit einhergehende stärkere Volatilität in der Nachfrage erfordern zusätzliche Maßnahmen seitens des Einkaufs: Produktionskapazitäten wurden für entsprechende Sortimente auf den Prüfstand gestellt sowie zusätzliche Kapazitäten für strategisch relevante Warengruppen sondiert und aufgebaut, um Lieferfähigkeit gegen anspruchsvolle Serviceziele zu sichern.

Steigende rechtliche Anforderungen aus EU-Verordnungen fanden besondere Berücksichtigung bei der Evaluierung der Entwicklungskompetenz unserer Lieferquellen: In Einzelfällen war es erforderlich auf neue Beschaffungsquellen zu wechseln, wenn bisherige Lieferanten nicht in der Lage waren, die Anpassungen insbesondere von chemischen Inhaltsstoffen der beschafften Tinte so proaktiv vorzunehmen, dass Richtlinien und Verordnungen für unseren Kernmarkt Zentraleuropa, auch perspektivisch sicher bedient werden können. Wir gehen davon aus, dass dieses Thema zukünftig eine zunehmend größere Bedeutung bei der Lieferantauswahl haben wird.

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und zwei ausländische Produktionsstätten.

Die deutsche Produktionsstätte V.D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen konnte in 2017 erneut Rekordwerte bei der Ausbringung verzeichnen: 312 Millionen Spritzteile und 83,5 Millionen montierte Fertigprodukte lagen noch einmal knapp über den bisherigen Höchstwerten aus 2016. Die deutlichen Absatzsteigerungen bei Boardmarkern und Textmarkern in der Türkei waren wesentliche Treiber dieser Entwicklung. Die Auslastung des Personals in Montage und Spritzerei lag erneut bei über 100 %, die Maschinenauslastung in der Montage konnte sowohl insgesamt als auch für die Hauptmontagegruppen leicht gesteigert werden. In der Spritzerei wurden die Kapazitäten in 2017 aufgestockt, so dass hier die Auslastung in Summe rückläufig war. Mit dem in 2017 gestarteten Lean Management Projekt konnten bereits erste Verbesserungen vor allem bei logistischen Abläufen und bei der Optimierung der Arbeitsplätze in Werkzeugbau, Montage und Spritzerei erzielt werden. Die weitere feste Verankerung des Lean Management Ansatzes ist für den Standort ein wesentlicher Treiber zur Steigerung von Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit.

Am Produktionsstandort der edding Argentina S.A. (Argentinien) in San Juan, welcher ausschließlich für den lokalen argentinischen Markt und Nachbarländer produziert, waren in 2017 aufgrund der schwachen Nachfrage in einem unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfeld Rückgänge bei Ausbringungsmenge und Auslastung hinzunehmen. Hier erwarten wir für 2018 mit einer leichten Trendumkehr im Absatz auch eine entsprechende positive Entwicklung bei den lokalen Produktionskennzahlen.

Nach einem schwierigen Vorjahr konnte unsere Produktion in der edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) in 2017 deutlich positivere Produktionskennzahlen aufweisen. DieAusbringungsmenge stieg um 35 % auf fast vier Millionen Marker und Abfüllflaschen für den kolumbianischen Markt und benachbarte Andenstaaten. Dieser überproportionale Anstieg ist neben dem Umsatzanstieg im Markt vor allem getrieben durch den im Vorjahr erfolgten Abbau von hohen Lagerbeständen, welche unsere wesentlichen Handelspartner in 2015 aufgebaut hatten.

Logistik

Die Lagerlogistik für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wird in unserem Zentrallager im Großraum Hannover durch einen externen Dienstleister wahrgenommen. Im Rahmen der jahrelangen Zusammenarbeit mit der Huettemann Gruppe konnten die Prozesse und Strukturen weiter optimiert und sukzessive an neue Markt- und Kundenanforderungen angepasst werden. Die sehr gute Leistungsfähigkeit wurde auch bei volatilen Volumina und saisonalen Effekten zuverlässig bewiesen.

Das Zentrallager beliefert alle direkten Kunden in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Italien. Ferner werden die Läger unserer Vertriebspartner und die lokalen Logistikzentren für unsere edding Tochtergesellschaften in Großbritannien, der Türkei und Griechenland sowie für unsere südamerikanischen Produktionsstandorte mit Nachschublieferungen versorgt.

Die durchgeführten Optimierungen hatten die Steigerung der Prozesstransparenz, die Umsetzung neuer Kundenanforderungen und prozessuale Qualitätssicherungsmaßnahmen zum Ziel. In der Lager- und Transportlogistik konnte ein optimiertes Performance-Monitoring implementiert und einzelne Prozessschritte qualitativ gegen potentielle Risiken weiter abgesichert werden. Zudem wurden im Transportbereich kundenindividuelle Lösungen, zum Beispiel Just-in-Time-Anlieferungen, erfolgreich umgesetzt und der Datenaustausch über EDI-Schnittstellen weiter ausgebaut.

Die Lager- und Transportlogistik der edding Landesgesellschaften in der Türkei, Argentinien und Kolumbien erfolgt durch externe Logistikunternehmen.

Supply Chain Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Steuerung der gesamten Legamaster Supply Chain erfolgt über die Legamaster International S.V. im niederländischen Lochem.

Einkauf

Aus den zwei sehr unterschiedlichen Sortimenten, traditionell und elektronisch, ergeben sich sehr unterschiedliche Herausforderungen an die Beschaffung und das gesamte logistische Handling der Produkte. Gerade für die deutlich kürzeren Lebenszyklen im elektronischen Sortimentsbereich spielt die Optimierung der Reichweiten eine wesentliche Rolle und steht daher kontinuierlich im Fokus der Legamaster Supply Chain. Die Reduzierung des Beschaffungsvolumens bei gleichzeitigem Ausbau des Geschäfts in diesem Bereich in 2017 ist Nachweis der erfolgreichen Arbeit unserer Mitarbeiter vor Ort.

Im traditionellen Bereich stand die Verbesserung der Lieferqualität unserer Hauptlieferanten aus Europa im Fokus. Auch hier konnten die entsprechenden Kennzahlen in 2017 deutlich verbessert werden.

Ein wesentlicher Erfolgstreiber für diese positive Entwicklung ist neben der kontinuierlichen partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Lieferanten der konsequente Ausbau des Lean Management Ansatzes am gesamten Standort in Lochem. Zum Ende 2017 hatten 85 % der gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Legamaster International B.V. aktiv in Lean Projekten gearbeitet

Produktion

Der Geschäftsbereich Visuelle Kommunikation betreibt seit 2009 keine eigenen Produktionsstätten mehr; die unter der Marke Legamaster vertriebenen Boardmarker und Flipchartmarker werden vornehmlich in der konzerneigenen V.D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen gefertigt

Logistik

Die Logistik für den Markenbereich Legamaster liegt ebenfalls in der Verantwortung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation. Die Lagerprozesse werden im konzerneigenen Zentrallager in Lochern (Niederlande) abgebildet, aus dem auch der weltweite Versand an Vertriebspartner, an die Läger der konzerneigenen Tochtergesellschaften in Großbritannien, der Türkei, Griechenland sowie an die Gesellschaften in Argentinien und Kolumbien erfolgt. Die Kunden in den Legamaster Hauptmärkten Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich werden direkt aus Lochem versorgt Die relevanten logistischen Leistungskennzahlen lagen in 2017 wieder deutlich über unseren ambitionierten Zielwerten.

In der Transportlogistik lag der Fokus in 2017 auf der Optimierung der Qualität unserer Auslieferungsdienstleister für Electronics-Produkte in Belgien sowie auf der Adressierung der Kostensteigerungen für die Auslieferung traditioneller und elektronischer Produkte in Deutschland. Für beide Bereiche erwarten wir in 2018 Verbesserungen.

Beim Ausbau der Vermarktung von interaktiven Produkten in Argentinien und Kolumbien setzen wir auf die Zusammenarbeit mit sogenannten Integratoren, die neben der professionellen Beratung der Endverwender auch die kompletten Logistik- und Serviceleistungen erbringen.

Informationstechnologie (IT)

Bei edding initiieren Fachbereiche zunehmend eigenständig IT-Projekte und IT-Innovationen. Dieses Vorgehen ist ein zentrales Element der IT-Strategie und beschleunigt die digitale Transformation von edding. Mitarbeiter werden in Digital- und Innovations-Themen ausgebildet und mit den Abläufen und Methoden zum IT-Projektmanagement, Changemanagement und Supportmanagement vertraut gemacht Mit dem in 2017 neu entwickelten Key User Konzept haben wir den Weg zu einer noch stärkeren Verzahnung von Business und IT in 2018 vorbereitet

Mit den Virtualisierungsprojekten der letzten Jahre wurde bei edding eine ortsunabhängige Bereitstellung des digitalen Arbeitsplatzes und aller Kommunikationsmittel geschaffen. In 2017 wurden die letzten Mitarbeitergruppen auf die neue Technologie umgestellt Moderne Formen der Zusammenarbeit können systemtechnisch in jeder Richtung unterstützt werden. So haben wir ein attraktives Arbeitsumfeld für bestehende und zukünftige Mitarbeiter geschaffen.

Die edding IT ist der interne Dienstleister, der diese IT-Initiativen umsetzt. Auch in 2017 war der Ausbau der Serviceorientierung in der IT mit geeigneten Tools, Prozessen und Datenquellen ein wesentlicher Schwerpunkt

Die Prinzipien von COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology) wurden auf die Gegebenheiten unseres mittelständisch geprägten Unternehmens übertragen. Dokumentation, Pflege und Weiterentwicklung eines Service-Portfolios, die Klärung der zugehörigen Anforderungsprozesse, Genehmigungsverfahren und die Verbesserung der Umsetzungsplanung waren Schritte in Richtung einer erfolgreichen Serviceorganisation. Deutlich beschleunigte Problemlösungen im Support und eine verbesserte Systemverfügbarkeit sind hier positive Resultate.

Die neu geschaffenen IT-Lösungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse werden aus internen und externen Services kombiniert. Hier kommt es auf ein perfekt orchestriertes Zusammenspiel der Systeme, der Organisationsstruktur und der agierenden Mitarbeiter an.

Der Umfang digitalisierter Prozesse in allen Funktionsbereichen hat in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Die Sicherheitssysteme und organisatorischen Abläufe sind hierbei mitgewachsen. edding arbeitet dazu in zwei Richtungen. Zum einen wurde auch in 2017 auf der technischen Ebene die zentrale Sicherheitsstruktur mit aktuellster Server-, Netzwerk- und Virtualisierungstechnologie weiter optimiert. Zum anderen wurde durch organisatorische Maßnahmen das Bewusstsein für die Risiken, die mit der voranschreitenden Digitalisierung verbunden sind, bei den Mitarbeitern ständig erhöht

Dabei setzt edding auf moderne Sicherheitssysteme und ein hohes Maß an Vertrauen in die Mitarbeiter. Mit aktueller Technik und Eigenverantwortung im Umgang mit den Risiken sind wir agil in den Geschäftsprozessen und können auf die Anforderungen des Marktes und der Kunden schnell reagieren.

Forschung und Entwicklung

Der edding Konzern betreibt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an den deutschen Standorten Ahrensburg und Bautzen. Im Geschäftsjahr 2017 waren in diesem Bereich insgesamt 11 Mitarbeiter (Vorjahr: 13 Mitarbeiter) beschäftigt

Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrug im Berichtsjahr 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen neben Personalaufwendungen auch Sachkosten für Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Partnerunternehmen sowie Abschreibungen für Laborgeräte.

Der Rückgang bei Mitarbeiteranzahl und Kosten beruht darauf, dass im Vorjahr eine Planstelle im Vorfeld eines Renteneintritts temporär doppelt besetzt und im Berichtsjahr eine Mitarbeiterin in Elternzeit gegangen ist.

Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wird die Entwicklung neuer Produkte und Einbindung neuer Technologien aus dem International Product Management koordiniert.

Steuerungssystem

Strategische Steuerung

Als Finanzholding des edding Konzerns verfolgt die edding AG als strategisches Ziel die nachhaltige Wertsteigerung und Entwicklung des edding Konzerns mit den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation.

Für die strategische Steuerung des edding Konzerns haben wir im Vorjahr ein Balanced Scorecard System für den Zeitraum 2016 bis 2020 aufgebaut Dieses System dient für uns gleichermaßen als Zielsystem und Maßnahmen-Verfolgungs-Instrument. Dabei wurden die strategischen Ziele von edding auf mehrere Hierarchie-Ebenen heruntergebrochen, so dass alle Tochtergesellschaften sowie die meisten internen Funktionsbereiche und Abteilungen über eine eigene Balanced Scorecard mit ihren mittelfristigen Strategiezielen verfügen. Die Balanced Scorecards sind individuell auf die Belange von edding zugeschnitten und greifen in ihrer Struktur neben den klassischen Elementen einer Balanced Scorecard mit den Themen eddipreneurship und eddiplementorship wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur auf. Sie enthalten finanzielle sowie nichtfinanzielle Ziele in fünf Dimensionen:

• Finance

• Consumer/Customer: Ziele in Bezug auf unsere vier wesentlichen Marktstrategien B2B und B2C für Schreiben und Markieren in Europa, Visuelle Kommunikation sowie breiteres Wachstum in Lateinamerika

• „eddiplementorship": Umsetzung unserer Strategie in skalierbare und effiziente Prozesse

• „eddipreneurship": Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen

• „edding ink": edding-Tinte im Blut als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur

Auf den verschiedenen Hierarchie-Ebenen wurden knapp 600 Teilziele und Maßnahmen definiert und auf 60 Balanced Scorecards verteilt, die auf der unteren Ebene jeweils einen spezifischen Verantwortlichen haben. Die erste Zwischen-Messung für unseren Strategie-Fortschritt per 31. Dezember 2017 werden wir im ersten Halbjahr 2018 vornehmen.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Der edding Konzern nutzt verschiedene finanzbezogene Kennzahlen zur Steuerung von Wachstum und Profitabilität. Als wichtigste Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind hier Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) zu nennen. In unserer aktuellen Konzernstrategie wurden hierfür langfristige Ziele festgelegt, die bis 2020 erreicht werden sollen. Auf der Ebene der edding AG kommt noch der ausschüttungsfähige Jahresüberschuss hinzu, der auch für die erfolgsabhängige Vorstandsvergütung maßgeblich ist.

Im Rahmen der jährlichen Budget-Planung werden insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele für den Konzern definiert und an den Strategiezielen für 2020 ausgerichtet Auch für die Steuerung der Konzerngesellschaften ist die EBIT-Entwicklung die wichtigste Steuerungsgröße, deren Erreichung wesentlicher Bestandteil der kurz- und mittelfristigen variablen Vergütung für das lokale Management ist Das monatliche interne Berichtswesen geht insbesondere auf Zielerreichung und Abweichungsanalysen beim EBIT ein.

Wachstumsindikator und wesentliche Einflussgröße für die EBIT-Ergebnisse ist die Umsatzentwicklung. Zusätzlich zu den Gesamtumsätzen sind monatlich die Entwicklung der Umsätze sowie Rohergebnismargen je Geschäftsfeld entscheidend. Neben den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation vertreiben einzelne Tochtergesellschaften auch Partnermarken. Dieser Bereich dient im Wesentlichen zur Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften zur Sicherstellung einer absoluten Bedeutung im jeweiligen Markt beziehungsweise in den einzelnen Kanälen als Voraussetzung für den Ausbau des Konzernmarkengeschäfts. Daher gibt es hierfür nur in Ausnahmefällen strategische Wachstums- und Margenziele. Im Geschäftsbericht werden Partnermarken-Umsätze mit sonstigen Erlösen zusammengefasst Hierunter sind neben Erlösen aus Verkaufsmöbeln, der Weiterberechnung von Frachtkosten sowie Mindermengen-Zuschlägen auch die Lizenzerlöse aus dem Druckerpatronen-Geschäft erfasst.

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Für die edding Gruppe wichtigste nichtfinanzielle Steuerungsgröße ist das Ergebnis der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung. Dabei werden die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in einem zweidimensionalen „Strategischen Fitness-Modell" abgebildet und in den Dimensionen „Mitarbeiter-Engagement" sowie „Qualität des Leistungsumfelds" gemessen.

Die Dimension des nachhaltigen „Mitarbeiter-Engagements" umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft, sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung). Die Dimension „Qualität des Leistungsumfelds" berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in dem sie ihre Arbeit effektiv und effizient machen können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.

Für beide Werte wurden im Rahmen der Balanced Scorecards Zielwerte für 2020 festgelegt.

Zielwerte der Balanced Scorecard 2020 für die strategische Steuerung

Für die finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen wurden im Rahmen der Balanced Scorecard 2020 folgende Zielwerte festgelegt:

Zielwerte
2020
--- ---
Finanzielle Steuerungsgrößen (in Mio. EUR)
edding Konzern
Umsatzerlöse1 180,0
EBIT 18,0
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen (in %)
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement 88
Qualität des Leistungsumfelds 78

1 vor der Umstellung auf IFRS 15

Die strategischen Finanzziele im Rahmen der Balanced Scorecard 2020 wurden bewusst ambitioniert aber erreichbar definiert. Im Rahmen unserer operativen Finanzplanung werden wir unverändert eher konservative Jahresziele festlegen. Für weitere Details zur Entwicklung dieser Steuerungsgrößen verweisen wir auf den Abschnitt Prognosebericht.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der seit Mitte 2016 begonnene Aufschwung der Weltwirtschaft setzte sich auch in 2017 fort. Nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds wuchs die globale Wirtschaft um 3,7 %. Vor allem ist bemerkenswert, dass dieses Wachstum das regional breiteste seit 2010 darstellt — etwa 120 Volkswirtschaften, die zusammen drei Viertel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts ausmachen, konnten zulegen. Das Wachstum in den Industrieländern überstieg sogar die Herbstprognose, besonders Deutschland, Japan, Südkorea und die USA stechen hervor. Aber auch bedeutende Schwellen- und Entwicklungsländer entwickelten sich sehr gut, darunter Brasilien, China und Südafrika. Auch der für uns bedeutende Markt Russland drehte sich nach Kontraktion in 2016 mit 1,8 % Wachstum ins Plus.

Die Eurozone entwickelte sich mit 2,4 % Wachstum positiv, auch hier getragen von vielen Mitgliedsstaaten. Deutschland mit 2,5 %, insbesondere aber Spanien mit 3,1 % Wachstum — und das trotz der Wirren um die katalonischen Unabhängigkeitsbemühungen — waren dabei weiterhin die Zugpferde.2

Deutlich weniger homogen zeichnet sich das Bild in Lateinamerika ab. Zwar wuchs die Region mit 1,3 % leicht, besonders gestützt durch die größten Märkten Brasilien und Mexiko. Allerdings schlägt in unserem größten Markt Argentinien eine Inflation von deutlich über 20 % zu Buche. Bei gleichzeitiger lediglich moderater Abwertung des Argentinischen Peso wird hierdurch die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Produktion stark negativ beeinflusst.3

Die Lage am deutschen Papier-, Büro- und Schreibwarenmarkt war in 2017 erneut uneinheitlich. Nach dem Boom in Zusammenhang mit Erwachsenenmalen stagnierte der Markt und liegt nunmehr 1 % unter dem Niveau von 2013.4 Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtete für Januar bis September 2017 im Bereich Malen einen wertmäßigen Rückgang von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während der Bereich Markieren um 1,6 % leicht zunahm.

Der globale Markt für interaktive Displays, an dem wir über unsere Marke Legamaster mit interaktiven Whiteboards und e-Screens partizipieren, wuchs auch in 2017. So wurden im dritten Quartal mit 626.000 Stück so viele interaktive Displays wie noch nie verkauft. Dabei ging der Trend von interaktiven Whiteboards, die nur noch ein knappes Drittel der verkauften Einheiten ausmachen, weiter zu interaktiven Flat Panels.

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass das Wachstum im Bereich der Unternehmen im Vergleich zum Bildungssektor zunimmt Vor allem neue Formen der Zusammenarbeit sind dabei inhaltlicher Treiber. Regional war das Wachstum allerdings vor allem von China, wo 75 % des gesamten Marktvolumens liegen, sowie den USA getrieben. Die Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) war dagegen vor allem aufgrund der schwachen Entwicklungen in Großbritannien als größtem Markt der Region sowie in Italien rückläufig.

Der deutsche Markt als drittgrößter der Region wuchs dagegen in 2017, wovon auch unsere deutsche Vertriebstochtergesellschaft für Visuelle Kommunikation profitierte.5

2 World Economic Outlook Update, IMF, January 2018

3 World Economic Outlook Update and World Economic Outlook Database, IMF, October 2017

4 http://www. bossticker.d einews/archivid efault.asp?nws_item=45843 & i_item=45843 & nws_step=15 & nws_start=1 & rb=markt & nws_rb=markt mit Verweis auf marketmedia24; 25.01.2018

5 Futuresouroe Consulting, Quarter 3 2017 World Interactive Displays

Die edding Gruppe trägt dem zwar leicht stabilisierten, aber immer noch volatilen Umfeld bereits seit Jahren durch risikoorientierte Geschäftsführung und fortschreitende Flexibilisierung der Organisation Rechnung. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten der Finanzmärkte zum Beispiel in Bezug auf Währungssicherung im betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen aus und gestalten unser operatives Geschäft auf Beschaffungs- und Vertriebsseite währungsrisikominimierend.

Auch wenn die Märkte sich in 2017 wieder etwas homogener zeigten, profitierten wir dennoch von unserem diversifizierten Länder- und Produktportfolio.

BIP-Entwicklung ausgewählter Staaten/Regionen in 20176

in Prozent

6 World Economic Outlook, IMF, October 2017 und World Economic Outlook Update, IMF, January 2018

Entwicklung der Geschäftsfelder

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzanstieg von 3,8 % erreicht Das Wachstum wird von allen Bereichen getragen, wobei im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation erneut ein überproportionaler Anstieg erzielt wurde.

2017 2016 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 43.916 42.988 928 2,2
Übriges Europa 49.669 49.030 639 1,3
Übersee 9.827 9.725 102 1,0
103.412 101.743 1.669 1,6
Visuelle Kommunikation
Inland 17.401 15.740 1.661 10,6
Übriges Europa 19.109 17.997 1.112 6,2
Übersee 1.023 747 276 36,9
37.533 34.484 3.049 8,8
Partnermarken und sonstige Erlöse 7.490 6.787 703 10,4
Konzern gesamt 148.435 143.014 5.421 3,8

Die Gesamtumsätze konnten in allen Regionen gesteigert werden. Der Anteil des Umsatzes außerhalb Deutschlands ist im Geschäftsjahr 2017 mit 57,3 % annähernd stabil geblieben (Vorjahr: 57,6 %).

Umsatz je Region im Vorjahresvergleich

in Mio. EUR

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren — Hauptmarke edding —

Mit insgesamt 103,4 Mio. EUR Umsatz im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnten wir in 2017 zum fünften Mal in Folge einen Umsatzrekord verzeichnen. Das moderate Wachstum von 1,6 % verteilte sich nahezu gleichmäßig auf alle drei geografischen Regionen, wobei unser Heimatmarkt Deutschland mit 2,2 % das größte Wachstum aufweisen konnte. Die edding Märkte in Übersee konnten nach einem schwachen Vorjahr nur um 1,0 % zulegen und auch die europäischen Märkte ohne Deutschland mussten nach einem sehr guten Vorjahr in 2017 mit einem nur leichten Plus von 1,3 % Vorlieb nehmen.

Deutschland bleibt unser größter Einzelmarkt, in dem wir nach einem Wachstum von 2,2 % mit 43,9 Mio. EUR ebenfalls einen neuen Umsatzrekord erzielen konnten. Auch in 2017 konnten wir mit beiden Kundenbereichen wachsen, wobei die Umsatzsteigerungen mit B2C Händlern ausgeprägter waren. Im B2B-Bereich konnten wir Umsatzrückgänge bei internationalen Bürohändlern durch Zuwächse mit größeren nationalen Bürohändlern sowie mit industriellen Zulieferern überkompensieren.

Wie in den vergangenen Jahren war das übrige Europa (ohne Deutschland) unsere stärkste Absatzregion: Mit insgesamt 49,7 Mio. EUR Umsatz im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnten die Umsätze leicht (1,3 %) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, obwohl mit der Türkei und Großbritannien zwei unserer Kernmärkte währungsbedingt in Summe zweistellige Umsatzrückgänge in Euro verzeichnen mussten; in lokaler Währung waren hingegen leichte Wachstumsraten zu verzeichnen. Diese wesentlichen Rückgänge konnten vor allem durch positive Entwicklungen in Benelux, Frankreich und Russland überkompensiert werden. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Märkte in Ungarn, Österreich und der Schweiz. Wir konnten neben einzelnen positiven Effekten in den B2B Absatzkanälen vor allem durch die erfolgreiche Distributionsausweitung und Absatzsteigerung bei B2C Händlern Wachstumsimpulse setzen.

In Übersee konnten wir in 2017 nur einen Teil der Umsatzrückgänge aus dem Vorjahr gutmachen: Mit einem Plus von lediglich 1,0 % erreichten wir einen Umsatz von 9,8 Mio. EUR. Der überwiegende Teil dieser Umsätze wurde in Lateinamerika in unseren Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien erzielt, wobei unsere kolumbianische Landesgesellschaft sowohl in lokaler Währung als auch in Euro gewachsen ist In Argentinien konnten wir in einem konstant schwierigen Marktumfeld die Umsätze in lokaler Währung prozentual knapp zweistellig steigern, was jedoch in Euro einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Positive Umsatzakzente konnten in 2017 unsere Vertriebspartnermärkte in Ecuador, Südkorea sowie Saudi-Arabien setzen.

Marketing und Produkte

Auch in 2017 profitierten wir im gesamten Europa von Steigerungen in unseren Sortimenten für den Privatkonsumenten: Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von deutlichen Absatzsteigerungen bei Sprays, Nagellacken und Windowmarkern. Letztere wurden insbesondere durch eine erfolgreiche Endkonsumentenkampagne in den Niederlanden („Nationale Raamtekenweken") gestützt. Unsere Hauptkategorien Permanent- und Lackmarker blieben absatzseitig in etwa konstant, leicht rückläufig waren die Absätze bei Finelinern und Fasermalern. Deutlich positiv hingegen entwickelten sich Boardmarker, Textmarker und — wie in den Vorjahren — Spezialmarker sowohl für den privaten als auch für den professionellen Gebrauch.

Mit dem in 2016 komplett überarbeiteten Sortiment an kompatiblen edding Tonern und den in Deutschland breit distribuierten Tintenpatronen konnten zudem deutlich zweistellige Absatzsteigerungen erzielt werden. Dieses Wachstum wurde vor allem durch neue und breitere Listungen des gesamten edding Drucksortiments bei Bürobedarfshändlern und Online-Anbietern erzielt.

Nachdem das Wachstum an neu aufgebauten Verkaufsmöbeln für den sogenannten „Point-of-Sale" (POS-Shop) in Europa in 2017 etwas abgeflacht ist, konnten wir in Argentinien ein weiteres neues Präsentationskonzept erfolgreich testen: In einem ersten hochwertigen Verkaufsmodul werden edding Premiumprodukte für den Privatkonsumenten sowie Produkte unserer lokalen Partnermarke Lamy in einem Einkaufszentrum in Argentinien unter eigener Regie vermarktet. Nach erfolgreichem Start in 2017 wird dieses Konzept in 2018 ausgeweitet werden.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation — Hauptmarke Legamaster —

Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im B2B Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt Dabei sind die Regionen DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Benelux die für uns bedeutendsten Märkte. Zudem haben wir in 2017 erste Erfolge mit unserem Electronics-Sortiment in Lateinamerika verzeichnen können.

Bei Legamaster konnten wir auch im dritten Jahr in Folge mit nunmehr 8,8 % Nettoumsatzwachstum deutlich zulegen und haben ein neues Allzeithoch erreicht

Regionaler Wachstumstreiber war wieder Deutschland, wo wir mit 10,6 % erneut zweistellig wachsen konnten. Auch das restliche Europa wuchs wieder dynamischer mit 6,2 %. Auf noch niedrigem Niveau, aber eine deutliche relative Steigerung von 36,9 %, konnten wir in Übersee verzeichnen. Dies gelang vor allem dank der gelungenen Einführung der elektronischen Produkte in Argentinien.

Generell erwies sich das Produktfeld Interaktive Technik, das sowohl elektronische Whiteboards als auch sogenannte e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume) beinhaltet, mit über 20 % Zuwachs erneut als wachstumsstark. Aber auch im umkämpften traditionellen Geschäft konnten wir erneut ein Umsatzwachstum von nahezu 4 % realisieren.

Marketing und Produkte

Die Analyse von Endkundenbedürfnissen und die darauf abgestimmte Lösungsentwicklung sind das Herzstück unserer Value Innovation Strategie. 2017 standen dabei drei Anwendungsfelder im Zentrum unserer Analyse.

• Workplace 3.0 — Zukünftige Arbeitsplätze

• Neue Formen der Kooperation — Auswirkungen auf visuelle Kommunikation

• Die Zukunft des Schreibens auf Oberflächen

Dafür wurde im ersten Halbjahr 2017 eine qualitative Marktanalyse durchgeführt, die auf den Ergebnissen semistrukturierter Interviews mit Teilnehmern aus dem Unternehmens- und Bildungssektor in Deutschland und den Niederlanden basierte.

Die zwei wesentlichen Schlussfolgerungen wurden unmittelbar in Lösungen umgesetzt:

a. Analoges und digitales Schreiben werden koexistieren

Digitale Lösungen und interaktive Bildschirme gewinnen natürlich an Bedeutung, aber analoge Schreiblösungen bleiben aufgrund ihrer besonderen Rolle ein wesentliches Werkzeug. In beiden Bereichen erweiterte Legamaster sein Angebot und brachte die analoge und digitale Welt näher zusammen, zum Beispiel mit der Entwicklung digitaler und analoger Lösungen für Gruppenarbeiten.

Die neue mobile Glassboard-Linie wurde entwickelt, um den Anforderungen einer modernen Arbeitsumgebung gerecht zu werden und innovatives Design mit bewährter Funktionalität zu bieten. Dem Trend agiler Arbeitsmethoden Rechnung tragend, kann die glatte Glasfläche auf beiden Seiten zum Sammeln von Ideen, zum Brainstorming im Team sowie zur prozessualen Planung genutzt werden. Dieses Produkt wurde mit dem Benelux Office Product Award und dem PBS Produkt des Jahres ausgezeichnet

Mit der XTX e-Screen Serie brachten wir zudem auch eine digitale Lösung auf den Markt, die besonders durch ihre Offenheit für unterschiedlichste IT-Infrastruktur besticht. Das Konzept besteht aus Hardware, Software und Peripheriegeräten wie einem vorkonfigurierten Open Pluggable Specification (OPS)-PC sowie einem Videokonferenz-Upgrade-Paket.

b. Je größer desto besser

Moderne Arbeitsmethoden wie Agile, Scrum oder Design Thinking werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Allen ist gemein, dass Denkprozesse und deren Ergebnisse auf großen Oberflächen visualisiert werden — Beschränkungen werden als Unterbrechung verstanden. Nach der Einführung eines 97 Zoll e-Screens haben wir zudem mehrere Projekte für XL-Schreibflächen aufgesetzt und rechnen mit marktreifen Lösungen noch in 2018.

Mit der Annahme der Koexistenz analoger und interaktiver Schreiboberflächen — zumindest mittelfristig — werden wir die strikte Trennung in traditionelle und elektronische Produkte in der Lösungsentwicklung aufgeben. Ganzheitliche Lösungen für Anwendungen der visuellen Kommunikation — egal ob digital oder analog — werden in Zukunft im Mittelpunkt unserer Forschung und Entwicklung stehen.

Partnermarken und sonstige Erlöse

Der mittelfristige Prozess der Konsolidierung auf strategische Partnermarken ist nunmehr weitgehend abgeschlossen, so dass wir in 2017 mit 10,4 % wieder ein zweistelliges Wachstum verzeichnen konnten. Besonders die Kooperationen mit den Marken UHU, Fiskars und Tombow in Europa sowie Lamy und Pritt in Lateinamerika erwiesen sich als strategisch sinnvolle Komplementärsortimente.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns

Ertragslage des edding Konzerns

Entwicklung der Ertragslage

2017 2016 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 148.435 143.014 5.421 3,8
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen -21 190 -211 -111,1
Gesamtleistung 148.414 143.204 5210 3,6
Materialaufwand -55.977 -52.296 -3.681 7,0
Rohergebnis 92.437 90.908 1.529 1,7
in % von der Gesamtleistung 62,3 63,5
Personalaufwand -37.348 -36.692 -656 1,8
in % vom Umsatz 25,2 25,7
Abschreibungen -2.257 -2.360 103 -4,4
Sonstige betriebliche Erträge 5.346 5.612 -266 -4,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -46.131 -45.620 -511 1,1
EBIT 12.047 11.848 199 1,7
in % vom Umsatz 8,1 8,3
Finanz- und
Beteiligungsergebnis -467 -270 -197 73,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.580 11.578 2 0,0
Ertragsteuern -3.938 -4.437 499 -11,2
Konzernjahresergebnis 7.642 7.141 501 7,0
in % vom Umsatz 5,1 5,0

Die Ertragslage zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg des EBIT. Dem umsatzbedingt höheren Rohergebnis stehen hierbei insbesondere geringfügig erhöhte Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen sowie geringere sonstige betriebliche Erträge gegenüber. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt wegen eines gegenüber dem Vorjahreswert höheren Aufwands im Finanz- und Beteiligungsergebnis auf Vorjahresniveau. Das Konzernjahresergebnis liegt aufgrund der niedrigeren Steuerquote um 7,0 % über dem Vorjahreswert.

Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % auf 148,4 Mio. EUR gestiegen. Das Wachstum wird von allen Bereichen getragen, wobei im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation und den Partnermarken ein überproportionaler Anstieg erzielt werden konnte.

Dabei hat sich die Rohergebnisquote um 1,2 %-Punkte gegenüber dem Vorjahreswert verringert. Hier wirkt sich zum einen das überproportionale Wachstum der Bereiche Visuelle Kommunikation und Partnermarken aus, die bedingt durch das Geschäftsmodell eine geringere prozentuale Marge erwirtschaften. Zum anderen war das Rohergebnis im Vorjahr von einer vorteilhaften Währungskursabsicherung positiv beeinflusst

Der Anstieg der Personalaufwendungen um 0,7 Mio. EUR resultiert aus laufenden Gehaltserhöhungen und einer leicht erhöhten Mitarbeiterzahl. Gegenläufig wirken im Vergleich zum Vorjahr geringere einmalige Personalaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahrswert um 0,3 Mio. EUR gesunken. Hierin sind um 1,8 Mio. EUR geringere Währungskursgewinne enthalten. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Währungskursverluste sind im Geschäftsjahr 2017 um 0,1 Mio. EUR höher ausgefallen, damit ergibt sich ein um 1,9 Mio. EUR gestiegener Nettoaufwand aus weitestgehend nicht realisierten Währungskurseffekten. Diese resultieren aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus der Bewertung von Instrumenten zur Währungsabsicherung. Im erstgenannten Bereich wirkt sich insbesondere die Abwertung der Türkischen Lira und des Argentinischen Peso aus. Bei der Bewertung von Währungsabsicherungsgeschäften hat die Abwertung des US-Dollar im Geschäftsjahr 2017 einen aufwandserhöhenden Effekt. Gegenläufig wirken sich höhere Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 0,5 Mio. EUR über denen des Vorjahres. Hier sehen wir gegenläufige Effekte. Im Vorjahr war eine große Wertberichtigung auf Forderungen in der Türkei notwendig, im Berichtsjahr war hingegen ein deutlich geringerer Aufwand zu verzeichnen. Dem stehen Kostensteigerungen in geringerem Ausmaß in diversen Bereichen gegenüber. Hier sind neben den höheren Währungskursverlusten unter anderem weitestgehend umsatzbedingt gestiegene Fracht- und Logistikkosten sowie Marketingkosten zu nennen. Zusätzlich sehen wir höhere Personalneben- und Fuhrparkkosten. Bei den Personalnebenkosten wirken sich planmäßig erhöhte Weiterbildungskosten und ein etwas höherer Fremdpersonaleinsatz zur Überbrückung kurzfristiger Engpässe aus.

Das EBIT liegt entsprechend mit 12,0 Mio. EUR leicht über dem Vorjahreswert von 11,8 Mio. EUR. Das entspricht einer EBIT-Marge von 8,1 %, die damit annähernd auf dem Vorjahreswert von 8,3 % liegt.

Das derzeit negative Finanz- und Beteiligungsergebnis ist um 0,2 Mio. EUR niedriger ausgefallen. Dies resultiert im Wesentlichen aus wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen. In 2017 ist der Rückstellungsbetrag auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten nur leicht gestiegen, während sich der beizulegende Zeitwert der von edding zur Deckung der Altersvorsorgeverpflichtungen gehaltenen Wertpapiere deutlich erhöht hat Die hieraus resultierende Aufstockung der Altersvorsorgeverpflichtungen wird aufwandswirksam im Zinsaufwand ausgewiesen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt somit auf Vorjahresniveau.

Die Ertragsteueraufwendungen sind bei konstantem Ergebnis vor Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR gesunken. Damit hat sich die Ertragsteuerquote von 38,2 % auf 34,0 % verringert. Die im Vorjahresvergleich niedrigere Ertragsteuerquote in 2017 ist maßgeblich auf realisierte Gewerbesteuererstattungen für Verlustvorträge aus den im Vorjahr bei der edding AG erfolgten Anwachsungen der Zweckgesellschaften der Immobilien in Wunstorf und Bautzen zurückzuführen. Leicht gegenläufig wirkt sich der höhere Steueraufwand unserer niederländischen Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2017 aus.

Das Jahresergebnis des Konzerns in Höhe von 7,6 Mio. EUR liegt somit um 7,0 % über dem Vorjahresniveau. Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung auf Konzernebene insgesamt als zufriedenstellend.

Entwicklung Konzernergebnis in 2017

in TEUR

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2017

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2016 erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2017 insgesamt ein vergleichbares Ergebnis bei moderat steigenden Umsatzerlösen mit einem entsprechenden Beitrag beider Geschäftsfelder. Dies führte auf der Basis des EBIT 2016 von 11,8 Mio. EUR zu einem Prognosekorridor 2017 zwischen 10,5 Mio. EUR und 13,0 Mio. EUR. Der erwartete Korridor für die Umsatzerlöse lag bei 147,0 Mio. EUR bis 155,0 Mio. EUR.

Für die Segmentergebnisentwicklung prognostizierten wir für beide Geschäftsfelder eine vergleichbare Ergebnisentwicklung bei deutlich steigenden Ausgaben im Bereich Marketing und Trade Marketing.

An dieser Prognose auf Konzernebene haben wir im Jahresverlauf festgehalten.

Die Nettoumsatzerlöse konnten im Berichtsjahr um 3,8 % auf 148,4 Mio. EUR gesteigert werden und liegen damit insgesamt innerhalb des Prognosekorridors. Hierzu hat die Entwicklung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation mit einem Wachstum von 8,8 % überproportional beigetragen, während die Umsatzerlöse im Bereich Schreiben und Markieren um 1,6 % angestiegen sind. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Bereich Schreiben und Markieren insbesondere wegen der schwächeren Entwicklung in Lateinamerika und in der Türkei etwas niedriger ausgefallen als erwartet. Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wurden die Erwartungen insbesondere in Deutschland übertroffen.

Das EBIT des edding Konzerns liegt mit 12,0 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR beziehungsweise 1,7 % über dem Vorjahresniveau und entspricht damit unserer Vorhersage.

Das Segmentergebnis (EBIT) ist für den Bereich Schreiben und Markieren von 19,0 Mio. EUR um 4,7 % auf 18,1 Mio. EUR moderat zurückgegangen. Dies liegt analog zur Umsatzentwicklung und bedingt durch hohe zum größten Teil nicht realisierte Wechselkursverluste etwas unter unseren Erwartungen. Das Segmentergebnis Visuelle Kommunikation liegt mit 2,4 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert von 1,8 Mio. EUR und konnte damit die prognostizierte Erwartung umsatzbedingt deutlich übertreffen.

Zu Details der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung verweisen wir auf den Abschnitt Mitarbeiter. Der Prognosekorridor für die Dimension „Mitarbeiter-Engagement" von 85 — 90 % wurde mit einem Ergebnis von 87 % eingehalten. Das Ergebnis im Bereich „Qualität des Leistungsumfelds" lag mit 80 % ebenfalls innerhalb des Prognosewertes von 75 — 85 %.

Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns

Die Bilanzsumme des edding Konzerns steigt von 98,7 Mio. EUR im Vorjahr um 6,2 % auf 104,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 stark an. Dabei hat sich im Geschäftsjahr 2017 das Eigenkapital von 55,0 Mio. EUR auf 58,3 Mio. EUR erhöht. Dies liegt hauptsächlich am konstant hohen Konzernjahresergebnis, dem als gegenläufige Effekte die Ausschüttung einer erhöhten Dividende sowie ein erfolgsneutraler Rückgang des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung gegenüber stehen. Zudem wirken sich finanzmathematische Verluste der Pensionsrückstellungen und die erfolgsneutrale Bilanzierung von Währungsabsicherungsgeschäften negativ auf das Konzerneigenkapital zum Bilanzstichtag aus. Bei gleichzeitig erfolgter Zunahme des Fremdkapitals bleibt die Eigenkapitalquote somit im Vorjahresvergleich mit 55,6 % (Vorjahr: 55,7 %) auf konstantem Niveau.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 26,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR leicht angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Zugang des im Geschäftsjahr 2017 erworbenen Anteils von 25,1 % an der Prismade Labs GmbH zurückzuführen. Des Weiteren wuchs der Buchwert der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2017 um 0,4 Mio. EUR.

Die im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3,1 Mio. EUR durchgeführten Investitionen lagen um 1,4 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Investitionen wurden neben dem bereits beschriebenen Anteilserwerb insbesondere in den Bereichen der IT-Soft- und -Hardware, den technischen Anlagen und Maschinen sowie im Bereich der Büroausstattung vorgenommen. Sie betrafen zum überwiegenden Teil die Konzernzentrale in Ahrensburg sowie unseren Produktionsstandort in Bautzen und sind daher primär der Zentrale und dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zuzuordnen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 72,8 Mio. EUR um 7,4 % auf 78,2 Mio. EUR deutlich erhöht Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der flüssigen Mittel, dem Rückgänge des Vorratsbestands und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber stehen.

Das langfristige Fremdkapital ist im Geschäftsjahr 2017 mit 17,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (19,0 Mio. EUR) leicht gesunken.

Zum 31. Dezember 2017 lag das kurzfristige Fremdkapital mit insgesamt 28,8 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahresstichtags (24,8 Mio. EUR). In diesem Zusammenhang sind mehrere Effekte zu erläutern. Zum einen erhöhte sich der kurzfristige Anteil unserer Bankverbindlichkeiten. Des Weiteren steigen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017 stichtagsbedingt um 1,0 Mio. EUR an. Zudem ist eine Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1,6 Mio. EUR insbesondere aufgrund der zum Bilanzstichtag höheren Abgrenzungen für Werbekostenzuschüsse und Kundenboni, der Erhöhung weiterer abgegrenzter Schulden sowie des Anstiegs der negativen Marktwerte von Währungsabsicherungsgeschäften zu beobachten.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Zum 31. Dezember 2017 lagen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) und in Form von Finanzierungszusagen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) vor. Die Finanzierungszusagen betreffen die Beteiligung an der Prismade Labs GmbH. Es handelt sich dabei um aufschiebend bedingte Eigenkapitalzuführungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft, die voraussichtlich innerhalb des nächsten Geschäftsjahres zahlbar werden. Diese Einzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft sind abhängig von dem Erreichen festgelegter Meilensteine und sind in Teilbeträgen zu leisten. Sollte ein Meilenstein nicht erreicht werden, entfällt die Verpflichtung zur Einzahlung in Höhe des Betrags, der vom Erreichen dieses Meilensteins abhängt.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich deutlich auf 14,0 Mio. EUR gegenüber 6,5 Mio. EUR im Vorjahr. Ausgehend von einem leicht gestiegenen Konzernergebnis konnte vor allem bei den Vorräten, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bereinigt um nicht zahlungswirksame Effekte die Mittelbindung reduziert werden.

Der mit 3,1 Mio. EUR negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag unter dem Niveau des Vorjahres (-1,7 Mio. EUR). Ursache sind im Vorjahresvergleich höhere Investitionen in Sachanlagen und Beteiligungen insbesondere bei der edding AG und edding International GmbH.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -2,6 Mio. EUR im Vergleich zu -4,6 Mio. EUR im Vorjahr. Im Vorjahr verminderte eine höhere Rückführung von Kreditlinien den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.

Dem edding Konzern stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 20,6 Mio. EUR zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 2,1 Mio. EUR in Anspruch genommen werden.

Im Jahr 2017 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2018.

Veränderung des Finanzmittelfonds in 2017

in TEUR

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG

Ertragslage der edding AG

Entwicklung der Ertragslage

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Resources, Corporate Innovation Management sowie IT angesiedelt.

2017 2016 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 18.474 19.220 -746 -3,9
Erträge aus Beteiligungen 466 1.318 -852 -64,6
Zuschreibungen / Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.138 -3.051 1.913 -62,7
Aufwand aus Beteiligungsabgängen - -108 108 -100,0
Zuschreibungen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Beteiligungen 5 -5 10 -200,0
Beteiligungsergebnis 17.807 17.374 433 2,5
Umsatzerlöse 6.109 4.885 1.224 25,1
Personalaufwendungen -7.593 -6.148 -1.445 23,5
Abschreibungen -1.377 -1.175 -202 17,2
Sonstige betriebliche Erträge 285 2.123 -1.838 -86,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern -6.672 -6.527 -145 2,2
EBIT 8.559 10.532 -1.973 -18,7
Finanzergebnis -414 -373 -41 11,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.145 10.159 -2.014 -19,8
Ertragsteuern -2.559 -3.019 460 -15,2
Jahresüberschuss 5.586 7.140 -1.554 -21,8

Die Ertragslage der edding AG ist durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet, die im Wesentlichen aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V.D. Ledermann & Co. GmbH resultieren.

Das Beteiligungsergebnis gliedert sich wie folgt:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnisübemahmen / Beteiligungserträge
edding International GmbH 17.602 18.288
V. D. Ledermann & Co. GmbH 634 725
EDDING (U.K.) LTD. 461 730
Legamaster GmbH 238 207
PBS Network GmbH 5 5
edding Japan Inc. - 583
18.940 20.538
Zuschreibungen
Wertpapiere des Anlagevermögens 132 -
132 -
Abschreibungen und Veränderungen
von Wertberichtigungen
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Beteiligung) -406 -2.434
edding Argentina S.A. (Beteiligung) -864 -617
edding Argentina S.A. (Forderungen) 5 30
edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Forderungen) - -35
-1.265 -3.056
Aufwand aus Beteiligungsabgängen
EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH - -126
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG - 18
- -108
17.807 17.374

Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Mio. EUR auf 17,8 Mio. EUR erhöht. Der positive Effekt aus geringeren Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen übersteigt die geringeren Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge.

Die zurückgegangenen Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge resultieren insbesondere aus einer geringeren Ergebnisübernahme von der edding International GmbH und einer der Geschäftsentwicklung entsprechenden geringeren Dividendenzahlung der EDDING (U.K.) LTD. Darüber hinaus erzielte die edding AG im Vorjahr zudem einen Liquidationserlös aus der Schließung der edding Japan Inc.

Das geringere Ergebnis der edding International GmbH resultiert insbesondere aus einem deutlich höheren Aufwand aus Währungskurseffekten, einer leicht gesunkenen Rohergebnisquote sowie aus Bewertungseffekten auf Konzernforderungen und Anteile an verbundenen Unternehmen.

Die Abschreibungen und Zuführungen zu Wertberichtigungen in den Abschlüssen der edding AG und der edding International GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt zurückgegangen. In der edding AG sind diese um 1,8 Mio. EUR geringer ausgefallen, in der edding International GmbH jedoch angestiegen, was zum Teil die etwas gesunkene Ergebnisabführung erklärt.

Trotz der sich fortsetzenden volatilen und unsicheren Situation in der Türkei konnte die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. in Landeswährung einen leichten Umsatzanstieg erzielen. Allerdings ist das Ergebnis aufgrund der starken Abwertung der Türkischen Lira negativ. Dies wirkt sich einerseits erhöhend auf die Warenbezugskosten aus und führt andererseits zu weitestgehend nicht realisierten Währungskursverlusten aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten. Ohne diese nicht realisierten Währungskursverluste konnte ein positives unter Vorjahresniveau liegendes operatives Ergebnis erzielt werden. Derzeit sind im Markt steigende Bezugskosten und damit ein steigender Margendruck für 2018 und die Folgejahre bereits deutlich absehbar. Um diesen Effekt aufzuholen und die Profitabilität wieder zu steigern, werden in 2018 die Preiserhöhungen in der Türkei über dem Inflationsniveau liegen, wobei eine Atempause im ansonsten dort üblichen Mengenwachstum in Kauf genommen wird. Aufgrund dieser wiederum schwächeren Perspektive wurden die bestehenden Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft im deutschen Einzelabschluss erneut erhöht.

Die wirtschaftliche und soziale Situation in Argentinien hat sich nach der Wahl von Mauricio Macri zum Jahresende 2015 und den ersten Korrekturmaßnahmen der Regierung entgegen den Erwartungen nicht verbessert. Inflation, Abwertung und hohe Arbeitslosigkeit setzen sich auch in 2017 fort. Der Konsum ist auf historisch niedrigem Niveau. Dies führte in der edding Argentina S.A. zu einem preisbereinigten Umsatzrückgang von etwa 6 % und einem hohen Verlust in 2017. Dies führt erneut zu einem Abschreibungsbedarf der Anteile an der Gesellschaft.

Dem damit insgesamt leicht erhöhten Beteiligungsergebnis stehen wie erwartet geringere sonstige betriebliche Erträge und höhere Personalaufwendungen gegenüber, die nur zu einem Teil durch höhere Umsatzerlöse ausgeglichen werden können. Entsprechend ist das Ergebnis vor Ertragsteuern deutlich auf 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 10,2 Mio. EUR) zurückgegangen.

Die Umsatzerlöse der edding AG betreffen im Wesentlichen Lizenzerlöse von der edding International GmbH sowie Konzernumlagen. Neben der umsatzbedingten Erhöhung der Lizenzerlöse resultiert der Anstieg um 1,2 Mio. EUR auch aus höheren Mietumlagen und Mieterträgen. Die Mietumlagen betreffen Gebäude in Bautzen und Wunstorf; diese sind im Laufe des zweiten Halbjahres 2016 von den vormaligen Grundstücksgesellschaften auf die edding AG übergegangen. In diesem Zuge wurde auch der Mietvertrag mit unserem Logistik-Dienstleister für einen Gebäudeteil in Wunstorf ab 2017 auf die edding AG umgestellt

Der deutliche Anstieg in den Personalaufwendungen resultiert zum größten Teil aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen. Aufgrund eines Todesfalls aus dem Kreis der anspruchsberechtigten Personen fielen die Aufwendungen für Altersversorgung im Vorjahr deutlich geringer aus als im Berichtsjahr. Darüber hinaus ergibt sich ein Anstieg der Personalaufwendungen durch eine etwas höhere Mitarbeiterzahl und laufende Gehaltserhöhungen.

Der deutliche Rückgang in den sonstigen betrieblichen Erträgen resultiert aus einem einmaligen Effekt im Vorjahr aus der Teilauflösung einer Pensionsrückstellung in Höhe von 1,8 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen auf Vorjahresniveau.

Damit ist das Ergebnis vor Ertragsteuern um 2,0 Mio. EUR niedriger ausgefallen als im Vorjahr.

Die Steuerquote liegt mit 31,4 % über dem Vorjahresniveau von 29,7 %, da im Vorjahr die Steuerquote insbesondere aus der nicht steuerbaren Teilauflösung von Pensionsrückstellungen sowie außergewöhnlich hohen Dividendenzahlungen, die nur teilweise der Besteuerung unterliegen, positiv beeinflusst wurde. Zudem wirken sich im Geschäftsjahr 2017 handelsrechtlich zu erfassende nicht realisierte Währungskursverluste aus Währungsabsicherungsgeschäften, die steuerlich erst in den zukünftigen Realisationszeitpunkten ansetzbar sein werden, steigernd auf die Steuerquote aus. Dem stehen im Jahr 2017 realisierte Gewerbesteuererstattungen für Verlustvorträge aus den im Vorjahr bei der edding AG erfolgten Anwachsungen der Zweckgesellschaften der Immobilien in Wunstorf und Bautzen steuerquotenmindernd gegenüber.

Der Jahresüberschuss liegt entsprechend mit 5,6 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres von 7,1 Mio. EUR. Dies stellt aus Sicht des Vorstands unter Berücksichtigung des Einmaleffektes in 2016 ein zufriedenstellendes Ergebnis dar.

Von dem Bilanzgewinn sollen 2,3 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands unverändert gegenüber dem Vorjahr 2,15 EUR je Vorzugsstückaktie und 2,10 EUR je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 EUR.

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2017

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2016 lag unser Prognosekorridor auf Basis des Jahresüberschusses 2016 von 7,1 Mio. EUR zwischen 4,2 Mio. und 5,7 Mio. EUR. In diesem Korridor wurde berücksichtigt, dass im Abschluss 2016 ein Sondereffekt aus einer Teilauflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR enthalten war. Zusätzlich basierte der Korridor auf der Prognose für den Konzern mit vergleichbaren Ergebnissen und moderat steigenden Umsatzerlösen.

Diese Prognose wurde in der Ad-hoc Mitteilung vom 23. November 2017 auf einen Korridor von 5,5 - 7,0 Mio. EUR angepasst. Für diese Anhebung waren zwei Gründe maßgeblich. Aus der in 2016 erfolgten Anwachsung der Grundstücksgesellschaften für unsere Standorte Wunstorf und Bautzen an die edding AG erhielten wir einmalig Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von 0,7 Mio. EUR. Weiterhin sind Dividendenzahlungen von Auslandsgesellschaften im Konzernverbund um 0,7 Mio. EUR höher ausgefallen als geplant Die Prognosekorridore für Umsatz und EBIT auf Konzernebene blieben dadurch unverändert.

Der Jahresüberschuss der edding AG liegt mit 5,6 Mio. EUR am unteren Rand des angepassten Prognosekorridors. Korrigiert um die in der Ad-hoc Mitteilung genannten Effekte von 1,3 Mio. EUR liegt das Ergebnis ebenfalls am unteren Rand des erstmalig genannten Korridors.

Vermögens- und Finanzlage der edding AG

Die Bilanzsumme der edding AG hat sich mit 69,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 3,1 Mio. EUR erhöht

Der Buchwert der Immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens bleibt zum aktuellen Bilanzstichtag mit insgesamt 6,0 Mio. EUR konstant, da sich die Neuinvestitionen mit 1,4 Mio. EUR auf dem Niveau der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2017 bewegten.

Im Vorjahresvergleich ist das Volumen der von der edding AG getätigten Investitionen ebenfalls konstant geblieben. Im Rahmen des Investitionsvolumens 2017 entfallen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), die im Wesentlichen aus Investitionen in IT-Hardware sowie in Büroausstattung und Laborgeräte bestehen. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) betreffen ausschließlich IT-Software.

Das Finanzanlagevermögen ist im Vorjahresvergleich mit 34,6 Mio. EUR leicht rückläufig (Vorjahr: 35,5 Mio. EUR). Wesentliche Effekte sind hierbei die im Finanzanlagevermögen vorgenommenen Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze der türkischen sowie der argentinischen Tochtergesellschaft. Auf den Beteiligungsansatz der edding

Argentina S.A. wurde im Geschäftsjahr 2017 eine Risikovorsorge in Höhe von 0,9 Mio. EUR gebildet Zudem wurde bei der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. von der edding AG eine Risikovorsorge auf den Beteiligungsansatz in Höhe von 0,4 Mio. EUR vorgenommen. Im Beteiligungsbereich steht diesen Effekten eine im September 2017 hauptsächlich durch Barmittel erfolgte Kapitalerhöhung bei der edding Colombia S.A.S. in Höhe von 0,1 Mio. EUR gegenüber.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbundene Unternehmen
edding International GmbH 26.466 26.466
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) 2.187 2.593
V. D. Ledermann & Co. GmbH 1.534 1.534
edding Argentina S.A. (Argentinien) 1.033 1.897
Legamaster GmbH 700 700
EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) 658 658
edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) 363 258
edding Hellas Ltd. (Griechenland) - -
edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) - -
32.941 34.106
Beteiligungen
PBS Network GmbH 52 52
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH 9 9
61 61
33.002 34.167

Neben den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen unterhält die edding AG eine Niederlassung in Wunstorf, die keinen operativen Geschäftsbetrieb führt. Somit ist diese Zweigniederlassung für die edding Gruppe von untergeordneter Bedeutung.

Zum 31. Dezember 2017 ist im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein moderater Anstieg in Höhe von 1,6 Mio. EUR auf 21,8 Mio. EUR zu verzeichnen. Hauptverantwortlich hierfür ist der im Geschäftsjahr 2017 um 2,2 Mio. EUR gesunkene Saldo der Verbindlichkeiten der edding AG aus interner Verrechnung gegenüber der edding International GmbH, die saldiert mit den Forderungen ausgewiesen werden. Als gegenläufiger Effekt im Verbundbereich sind die im Vorjahresvergleich um 0,7 Mio. EUR niedrigeren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen zu nennen.

Des Weiteren steigen die flüssigen Mittel der edding AG zum 31. Dezember 2017 um 2,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr stark an. Die weiteren Posten auf der Aktivseite der Bilanz weisen zum 31. Dezember 2017 nur geringe Schwankungen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf.

Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um insgesamt 3,3 Mio. EUR, da der in 2017 erwirtschaftete Jahresüberschuss von 5,6 Mio. EUR die unterjährige Dividendenausschüttung von rund 2,3 Mio. EUR deutlich überkompensierte. Die Eigenkapitalquote erhöht sich daher trotz gestiegener Bilanzsumme von 76,0 % zum Vorjahresstichtag auf 77,3 % zum 31. Dezember 2017.

Die Rückstellungen steigen zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,5 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR. Hierbei führt unter anderem eine leichte Zunahme der Rückstellungen für die wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen zu dieser Entwicklung.

Im Bereich der weiteren Passiva ist im Wesentlichen der aus der planmäßigen Tilgung der langfristigen Darlehen resultierende niedrigere Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für die im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 0,6 Mio. EUR gesunkenen Verbindlichkeiten der edding AG verantwortlich.

Der edding AG stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 16,9 Mio. EUR zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen werden.

Zum 31. Dezember 2017 liegen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR), davon 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) zu Gunsten verbundener Unternehmen, vor.

Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2017 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2018.

Gesamtaussage des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung in 2017 als zufriedenstellend. Trotz eines weiteren Rekordumsatzes und unverändert hoher Investitionen in unsere Unternehmensstrategie konnten wir einige kommerzielle Ziele in 2017 nicht erreichen. Insbesondere unsere Gesellschaften in Südamerika und der Türkei sind — teilweise wechselkursbedingt — deutlich hinter den Erwartungen geblieben.

Auch wenn das vierte Mal in Folge ein Konzern-EBIT von um die 12,0 Mio. EUR erreicht wurde, so konnte der Gesamtumsatz nur um 3,8 % gesteigert werden. Dazu hat das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit knapp 8,8 % Wachstum wiederum einen beachtlichen Beitrag geleistet Im Bereich Schreiben und Markieren konnte wegen der genannten Schwierigkeiten in Südamerika und der Türkei nur ein leichter Anstieg von 1,6 % erzielt werden.

Ebenfalls zufriedenstellend bewertet der Vorstand das Ergebnis der Muttergesellschaft. Zwar wurde das Rekordergebnis des Vorjahres von 7,1 Mio. EUR mit nunmehr 5,6 Mio. EUR deutlich unterschritten; das Vorjahr war jedoch geprägt von einem hohen Einmaleffekt aus der Veränderung von Bewertungsparametern der Pensionsverpflichtungen.

Entwicklung der Konzerngesellschaften7

Zu den einzelnen Funktionen der Gesellschaften im Konzern verweisen wir auf den Abschnitt Organisations- und Beteiligungsstruktur.

Mutterunternehmen

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind die zentralen Managementfunktionen, Finanzen, Human Resources, Corporate Innovation Management und IT angesiedelt.

Die Ertragslage der edding AG ist im Wesentlichen durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet Diese resultieren vor allem aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V.D. Ledermann & Co. GmbH und beinhalten zudem noch Bewertungseffekte auf Konzernforderungen und Anteile an verbundenen Unternehmen. Das Beteiligungsergebnis beträgt 17,8 Mio. EUR und hat sich damit um 0,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert erhöht. Der positive Effekt aus geringeren Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen an der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. und der edding Argentina S.A. übersteigt leicht die geringeren Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge.

Dem leicht erhöhten Beteiligungsergebnis stehen geringere sonstige betriebliche Erträge und höhere Personalaufwendungen gegenüber, die nur zu einem Teil durch höhere Umsatzerlöse aus internen und externen Mieten ausgeglichen werden können. Im Vorjahr war in den sonstigen betrieblichen Erträgen ein einmaliger Effekt aus der Teilauflösung einer Pensionsrückstellung enthalten, der nach IFRS nicht ergebniswirksam war.

Entsprechend liegt das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 8,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 10,2 Mio. EUR. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 5,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR).

Tochtergesellschaften

In 2016 wurde im Rahmen der Strategieentwicklung für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation für Fokusmärkte eine Trennung beider Geschäftsfelder beschlossen, dies wurde im deutschen Markt bereits vor einigen Jahren umgesetzt. Details hierzu werden in der Darstellung der einzelnen Gesellschaften erläutert, soweit es für das Verständnis des Vorjahresvergleichs notwendig ist

Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften

Der edding International GmbH obliegt die internationale Steuerung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Darüber hinaus nimmt sie alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr.

Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn beträgt 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse in der edding International GmbH konnten insgesamt um 4 % gesteigert werden. Dies wird unter anderem von einem unterjährigen Wechsel der Betreuung unseres österreichischen Vertriebspartners in die edding Vertrieb GmbH beeinflusst Ohne diesen Effekt beläuft sich die Steigerung auf 6 %. Wesentliche Wachstumstreiber sind hier Deutschland, die Niederlande, Russland und Frankreich. Umsatzrückgänge wurden dagegen insbesondere bei den Lieferungen an die türkische und die kolumbianische Tochtergesellschaft verzeichnet Das Ergebnis liegt mit 17,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 18,3 Mio. EUR. Dies resultiert bei höheren Umsatzerlösen und einer höheren Ergebnisübernahme insbesondere aus einem deutlich höheren Aufwand aus Währungskurseffekten, einer leicht gesunkenen Rohergebnisquote sowie aus Bewertungseffekten auf Konzernforderungen und Anteile an verbundenen Unternehmen. Die geringere Rohergebnisquote resultiert aus dem Kunden- und Produktmix und aus einer vorteilhaften Währungskursabsicherung in 2016. Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt.

7 Die Kommentierung der Tochtergesellschaften erfolgt auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften.

Die Legamaster International B.V. (Niederlande) steuert das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Zusätzlich übernimmt sie den lokalen Vertrieb für Legamaster in den Niederlanden.

Insgesamt sehen wir einen Umsatzanstieg in der Gesellschaft von 9 %, darin ist ein lokales Wachstum in den Niederlanden von 3 % enthalten. Wachstumstreiber ist insbesondere Deutschland, während der Umsatz in der Schweiz zurückgegangen ist; hier waren die Umsatzerlöse im Vorjahr projektbedingt außerordentlich hoch. Der Anstieg insgesamt resultiert sowohl aus der Produktgruppe der klassischen Kommunikation als auch aus dem interaktiven Sortiment, wobei insbesondere mit den e-Screens (LED Bildschirme mit Touchtechnologie) ein überproportionales Wachstum erreicht werden konnte. Die Entwicklung wird unter anderem durch neue Produkte — wie zum Beispiel den Magic Chart Notes, die mittels statischer Haftung die Symbiose aus Moderationskarten und Haftnotizen darstellen, den Glassboards und einer speziellen e-Screen Serie für den Bildungsbereich —gestützt. Der Gewinn konnte entsprechend der Umsatzentwicklung deutlich auf 1,7 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR).

Lokale Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt Schreiben und Markieren

Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr — beeinflusst durch den bereits genannten unterjährigen Wechsel der Betreuung unseres österreichischen Vertriebspartners — einen Umsatzanstieg von 8 % erwirtschaftet. Bereinigt um die Umsatzverschiebung konnte eine Umsatzsteigerung von 4 % erzielt werden, was neben entsprechendem Wachstum im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren auf die im Laufe des Vorjahres begonnene Kooperation mit Fiskars zurückzuführen ist; hierbei erfolgt der Vertrieb von Schneide- und Stanzsortimenten in B2C Kanäle (vor allem Kreativ-Bereich) und B2B Kanäle (vor allem Bürobedarf). Die positiven Konjunktureffekte in Deutschland unterstützen die gute Entwicklung sowohl in den Vertriebskanälen für B2B als auch für B2C, in dem auch der Online-Handel zum Wachstum beiträgt. Rückläufige Umsatzerlöse mit internationalen Großkunden können zu einem großen Teil über andere lokale Kunden ausgeglichen werden. Weiterhin konnten neue Listungen im Vertriebsbereich „Modern Mass Market" im Lebensmitteleinzelhandel und mit Baumärkten erzielt werden. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn liegt bei weitestgehend stabilen Kosten umsatzbedingt mit 5,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 4,3 Mio. EUR.

Nachdem die edding Benelux B.V. (Niederlande) ursprünglich für den Vertrieb beider Geschäftsfelder in den Niederlanden zuständig war, betreibt die Gesellschaft seit dem Geschäftsjahr 2016 ausschließlich das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren, und zwar nunmehr in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 21 % gesteigert werden. Hier wirkt sich unter anderem eine neue Kooperation mit der Partnermarke Tombow aus. Zusätzlich sehen wir einen deutlichen Anstieg von 16 % im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Damit konnte die Erfolgsgeschichte der Vorjahre fortgesetzt werden. Diese Entwicklung wird weiterhin wesentlich von der positiven Entwicklung im Bereich B2C getragen, wobei auch die Umsatzerlöse im Bereich B2B gesteigert werden konnten. Entsprechend wurde erneut ein über dem Vorjahreswert liegender Gewinn erzielt

Die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. SK (Türkei) konnte einen leichten Umsatzanstieg in Landeswährung in Höhe von 2 % erzielen. Dies ist vor dem Hintergrund einer weiterhin volatilen und unsicheren Situation im Markt als Erfolg zu sehen. Die Türkische Lira hat gegenüber dem Euro erneut deutlich verloren, in 2017 erfolgte eine Abwertung gegenüber dem Durchschnittskurs des Vorjahres von 19 %. Dies führt zu einer Erhöhung der Warenbezugskosten und hohen weitestgehend nicht realisierten Währungskursverlusten aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten und damit zu einem Verlust in der Gesellschaft. Ohne die nicht realisierten Währungskursverluste konnte ein unter dem Vorjahr liegendes positives operatives Ergebnis erzielt werden. Die Risikoexposition aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten wird im ersten Quartal 2018 im Zuge einer Kapitalerhöhung weitestgehend eliminiert. Zusätzlich vereinbaren wir seit 2017 für Warenlieferungen einen jeweils für ein Jahr festgelegten TRY/EUR-Kurs, trotzdem sind steigende Bezugskosten und damit ein steigender Margendruck für 2018 und die Folgejahre bereits deutlich absehbar. Um diesen Effekt aufzuholen und die Profitabilität wieder zu steigern, werden die Preise in 2018 in der Türkei um teilweise mehr als 20 % angehoben, wobei eine Atempause im sonst dort üblichen Mengenwachstum in Kauf genommen wird. Dennoch halten wir an unserem Engagement fest und sind uns sicher, dass wir auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen ein profitables Wachstum im Rahmen unserer Ziele 2020 generieren können, auch wenn wir aufgrund der wiederum schwächeren Perspektive die Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft im Jahresabschluss der edding AG wiederholt erhöhen mussten.

Die EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) erzielte in Landeswährung einen Umsatzanstieg von 4 %. Im Segment Schreiben und Markieren konnten die Umsatzerlöse stabil gehalten werden, während die Erlöse mit den Partnermarken gestiegen sind. Die Brexit-Entscheidung hat sich aus unserer Sicht trotz des sinkenden Konsumentenvertrauens in den Britischen Markt nur in geringem Maße auf den Umsatz 2017 ausgewirkt. Allerdings hat das Britische Pfund gegenüber dem Euro im Vergleich zum Durchschnittskurs in 2017 um weitere 7 % abgewertet; dies führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Warenbezugskosten der Gesellschaft, die aufgrund der Wettbewerbssituation nur teilweise als Preiserhöhung an den Markt weitergegeben werden konnte. Daraus ergibt sich wie in 2016 ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres, aber weiterhin deutlich positives Jahresergebnis. Die Profitabilität der Gesellschaft ist damit zwar zurückgegangen, liegt aber immer noch im Mittelfeld der europäischen Vertriebsgesellschaften. Unsere im Rahmen der Strategie 2020 definierten Wachstumsziele für den Teilmarkt Großbritannien erscheinen jedoch aufgrund der sich abzeichnenden Schwächung der britischen Wirtschaft möglicherweise zu ambitioniert.

Die edding France SAS (Frankreich) betreut seit 2017 nur noch einen kleinen Teil der Umsätze des Geschäftsfeldes Visuelle Kommunikation. Der in 2016 unterjährig begonnene Übergang der Betreuung zur belgischen Legamaster B.V.B.A. ist in 2017 vollständig abgeschlossen. Entsprechend sind die Umsatzerlöse insgesamt um 13 % zurückgegangen. Betrachtet man nur das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren und die Partnermarken, so konnte der Umsatz um 11 % gesteigert werden. Es ist planmäßig gelungen, die Kundenbasis insbesondere außerhalb der angestammten Bereiche der internationalen Großkunden und der Bürobedarfshändler auszubauen. Trotz der Umsatzverlagerung konnte ein Gewinn erzielt werden, der nur leicht unter dem Vorjahreswert liegt.

Die edding Hellas Ltd. (Griechenland) konnte ihre Umsatzerlöse nach einer deutlichen Steigerung im Vorjahr stabil halten. Das Jahresergebnis ist erstmalig seit der Griechenlandkrise wieder ausgeglichen.

Der Liquidationsprozess der Tochtergesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) ist als Konsequenz der bereits in den Vorjahren initiierten strukturellen Veränderung weitestgehend abgeschlossen. Mit der Löschung der Gesellschaft im Handelsregister wird im ersten Halbjahr 2018 gerechnet. Die Gesellschaft zeigt in 2017 einen Gewinn von 0,1 Mio. EUR. Dies resultiert wesentlich aus sonstigen betrieblichen Erträgen aus einem Forderungsverzicht, der durch die edding International GmbH im Geschäftsjahr 2017 ausgesprochen wurde, sowie weiteren Erträgen im Zuge der Abwicklung der Gesellschaft.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt Visuelle Kommunikation

Die Legamaster GmbH konnte mit einem Anstieg von 14 % erneut eine erfreuliche Umsatzsteigerung im zweistelligen Bereich erzielen. Hier spiegelt sich wie im Vorjahr nicht nur eine weiterhin sehr positive Entwicklung der Umsatzerlöse mit e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie) wider; auch die Umsatzerlöse in der klassischen visuellen Kommunikation konnten ausgebaut werden. Diese Entwicklung wird insbesondere auch durch die bereits genannten neuen Produkte gestützt. Die kundenbezogenen Marketingkosten sind durch einen veränderten Kundenmix überproportional gestiegen. Außerdem liegen die Logistikkosten weiter auf einem hohen Niveau. Zusätzlich wurde dem Wachstum der letzten Jahre durch zusätzliches Personal im Vergleich zum Vorjahr Rechnung getragen. Der an die edding AG abgeführte Gewinn liegt entsprechend mit 0,2 Mio. EUR auf Vorjahresniveau, wobei sich durch den entsprechenden Umsatzeffekt in der Legamaster International B.V. ein deutlich gesteigerter Konzernergebnisbeitrag ergibt

Die zum Teilkonzern der niederländischen Gesellschaften gehörende Legamaster B.V.B.A. (Belgien) deckt seit 2016 den Vertrieb des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation in Belgien, Luxemburg und seit September 2016 in Frankreich ab. Bis 2015 erfolgte auch Umsatz für das Segment Schreiben und Markieren über diese Gesellschaft. Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 39 % gestiegen, allerdings wirkt sich hier die unterjährige Übernahme der Frankreich-Umsätze in 2016 positiv aus. Der Umsatz in Belgien und Luxemburg konnte um 7 % gesteigert werden. Betrachtet man die Gesamtumsätze im Bereich Visuelle Kommunikation in Frankreich aus beiden Gesellschaften, so konnte hier eine Steigerung von 5 % erzielt werden. Die Umsatzerlöse in Frankreich konnten nicht im erwarteten Maße ausgebaut werden, hier hat die Neueinstellung eines Key-Account-Mitarbeiters länger gedauert als geplant Entsprechend tragen die zusätzlichen Umsätze noch nicht voll die Strukturkosten, wodurch das Ergebnis der Gesellschaft leicht unter dem Vorjahresniveau liegt und leicht negativ ausgefallen ist. In den Folgejahren erwarten wir durch die weitere Geschäftsentwicklung steigende Umsatzerlöse und positive Ergebnisse.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit lokaler Produktion

Die Umsatzerlöse der edding Argentina S.A. (Argentinien) sind in Landeswährung um 19 % höher als im Vorjahr und damit preisbereinigt um etwa 6 % zurückgegangen, wobei in den Bereichen Visuelle Kommunikation und Partnermarken durch gezielte Geschäftsentwicklungsaktivitäten Wachstum erzielt werden konnte, während die Umsatzerlöse im wichtigsten Segment Schreiben und Markieren um etwa 7 % zurückgegangen sind. Die wirtschaftliche und soziale Situation im Land hat sich nach der Wahl von Mauricio Macri zum Jahresende 2015 und den ersten Korrekturmaßnahmen der Regierung entgegen den Erwartungen nicht verbessert. Inflation, Abwertung und hohe Arbeitslosigkeit setzen sich auch in 2017 fort. Der Konsum ist auf historisch niedrigem Niveau, was zu Kurzarbeit in der Produktion und einer sehr geringen Auslastung geführt hat. Die höheren Kosten können nicht in vollem Umfang an den Markt weitergegeben werden. Dies führt erneut zu einem deutlichen negativen Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Wir halten an unserem Engagement fest, auch wenn eine deutliche Verbesserung der Situation im Land noch nicht in Sicht ist Dennoch war vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine Erhöhung der Risikovorsorge auf die Anteile an der edding Argentina S.A. im Jahresabschluss der edding AG erforderlich.

Die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) konnte nach einem Rückgang im Vorjahr zwar wieder eine Umsatzsteigerung von knapp 10 % erzielen, diese liegt allerdings nach der rückläufigen Vorjahresentwicklung unter den Erwartungen. Schwächere Rahmenbedingungen, ein Lehrerstreik sowie die wirtschaftliche Krise in Venezuela als wichtiger Exportmarkt wirken sich hier negativ aus. Zum Jahresende 2017 hat sich die Umsatzentwicklung deutlich verbessert, was für die erwartete positive Entwicklung in 2018 Anlass zum Optimismus gibt Das Ergebnis der Tochtergesellschaft ist durch zum Teil realisierte Währungskursverluste aus der Bewertung von Währungsderivaten belastet Dies führt insgesamt zu einem negativen unter dem Vorjahreswert liegenden Ergebnis. Das operative Ergebnis vor Wechselkurseffekten ist ebenfalls leicht negativ. Für 2018 erwarten wir eine Verbesserung auch aufgrund gezielter Geschäftsentwicklung.

Produktionsgesellschaft

Die Produktionsgesellschaft V.D. Ledermann & Co. GmbH erreichte bei wiederum guter Auslastung einen Umsatzanstieg von 4 %. Hier wirken sich unter anderem höhere Umsätze mit dem Porzellan Pinselstift und mit Permanentmarkern aus. Dies führt bei einer etwas geringeren Rohergebnismarge durch Änderungen im Produktmix und leicht erhöhten Kosten zu einem Ergebnis von 0,6 Mio. EUR. Dies liegt damit annähernd auf dem Vorjahresniveau und wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Chancenmanagement

Die edding AG bewegt sich mit ihren beiden Geschäftsfeldern in einem dynamischen Marktumfeld. Neben den allgemeinen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen unterliegen wir auch den Veränderungsprozessen in unseren jeweiligen Branchen, inklusive der diesen zugrundeliegenden Änderungen der Verbrauchergewohnheiten und -präferenzen.

Die Dynamik der Veränderungen hat sich in den vergangenen Jahren eher erhöht. Neben der zunehmenden Konsolidierung auf Hersteller- wie auf Händler-/Distributorenseite ergeben sich auch durch die steigende Digitalisierung und die zunehmende Mobilität von Mitarbeitern und Endverwendern kontinuierlich neue Herausforderungen. Wir versuchen beständig, unsere strategische Ausrichtung und unsere operativen Geschäftsprozesse gemäß dieser Herausforderungen anzupassen und dabei einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

Als mittelständisches börsennotiertes Unternehmen sehen wir es dabei als unsere wesentliche Herausforderung, ein kontinuierliches Risikobewusstsein und aktives Risikomanagement mit unternehmerisch geprägter Chancenorientierung in Einklang zu halten. Wir verfügen dabei sowohl hinsichtlich der Risikobewertung als auch bezüglich der Chancenbewertung über solide Steuerungsinstrumente, um die notwendige Balance aufrechtzuerhalten.

In unseren Planzahlen und Budgets sowie in unserem Ausblick für 2018 haben wir die Chancen — und ebenso die Risiken — berücksichtigt, für deren Eintreten wir die relevante Wahrscheinlichkeit deutlich über 50 % sehen. In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir für unsere beiden Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation die jeweiligen Ereignisse und Aktivitäten, die im Falle ihres Eintretens zu einer für den edding Konzern deutlich positiven Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis führen können.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Chancen durch positive wirtschaftliche Entwicklung

Als Basis für unsere Planungen und Budgets gehen wir von den im Abschnitt Prognosebericht aufgeführten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren planen wir ein Wachstum, das über dem des Geschäftsjahres 2017 liegt.

Getragen wird dies von fast allen geografischen Regionen. Sowohl Deutschland als auch das übrige Europa sollen deutlich wachsen. In Europa sollen die währungsbedingten Umsatzrückgänge in der Türkei durch Erlössteigerungen vor allem in Russland, Frankreich und Spanien kompensiert werden. Darüber hinaus erwarten wir auch in 2018 deutliche Zuwächse außerhalb Europas: Neben den Aufholeffekten in unseren Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien planen wir zudem auch ein erfolgreiches Tendergeschäft in Libyen.

Darüber hinaus haben wir auch für 2018 und die Folgejahre relativ konservative Annahmen bei der Entwicklung der Währungskurse getroffen. Hier dürfte sich vor allem bei einer weiteren Normalisierung der politischen beziehungsweise der wirtschaftspolitischen Lage in Argentinien sowie einer Verlangsamung der Abwertung der türkischen Lira eine positive Entwicklung für edding ergeben. Für unsere lateinamerikanischen Kernmärkte Argentinien, Kolumbien und Ecuador erwarten wir in Summe für 2018 teilweise deutliche Steigerungen, welche auch auf einer Trendumkehr der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beruhen. Sollten sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem in Argentinien und Ecuador deutlich positiver entwickeln, erwarten wir weitere positive Effekte auf unsere Umsatz- und Ertragslage.

Chancen durch neue Produkte und Vermarktungskonzepte

Als Markenartikelunternehmen, welches seine Kernkompetenzen im Wesentlichen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sieht, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Produktportfolios und der weiteren Durchdringung unserer Absatzmärkte. Im Fokus stehen dabei Produkte und Lösungen, die den Mehrwert für unsere Kunden und Endverwender in den Vordergrund stellen.

Als ein Potenzialfeld sehen wir dabei weiterhin die in den vergangenen Jahren neu platzierten Markendehnungsprojekte. Insbesondere in unserem Heimatmarkt Deutschland gehen wir für das edding L.A.Q.U.E. Nagellacksortiment sowie die kompatiblen edding Tinte und Toner Produkte von einem in Summe deutlich zweistelligen Wachstum aus. Die Umsätze im Ausland sind für 2018 sehr moderat geplant Sollten wir hier schneller als geplant zusätzliche qualifizierte Handelspartner in Deutschland oder im Ausland gewinnen, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Eine breitere Vermarktung der innovativen Lösungen aus dem Hause unserer Beteiligung Prismade Labs GmbH über eine neue edding Industrie-Vertriebseinheit ist primär für 2019 vorgesehen. Sollten wir hier bereits im folgenden Jahr Projekte im nennenswerten Umfang gewinnen, dürfte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Darüber hinaus befinden sich weitere Produkt- und Konzeptentwicklungen in der Machbarkeitsprüfung beziehungsweise Umsetzungsvorbereitung. Sollten wir einzelne dieser Konzepte über das bereits geplante Maß hinaus früher fertig stellen, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Kundenbeziehungen

Die große Nähe zu unseren Handels- und Distributionskunden bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Marktbearbeitung. Auch in 2017, ebenso wie in 2018, wurde uns in unserem Kernmarkt Deutschland die Nachhaltigkeit dieser Kundenbearbeitung erneut bestätigt: Zum nunmehr zwölften Mal in Folge wurde edding als bester PBS-Hersteller durch den deutschen Fachhandel (Leistungsspiegel der Fachzeitschrift „markt intern") ausgezeichnet Wir arbeiten kontinuierlich an der weiteren Optimierung unserer Kundenbeziehungen und fokussieren uns dabei zunehmend auf die internationalen B2C Händler, sowohl stationär als auch online. Sollten wir hierbei schneller als geplant die notwendigen Netzwerke und Kontakte etablieren können, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch unser Vertriebs- und Partnernetzwerk

edding hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Partnermarken gemacht Dies sind Herstellermarken, die mit ihren Vertriebsorganisationen edding Produkte in kompletten Ländern oder einzelnen Vertriebskanälen vertreiben oder deren Produkte edding im Gegenzug in ausgewählten Ländern beziehungsweise Kanälen distribuiert.

Der Vertrieb dieser Partnermarken generiert nicht nur zusätzliche Deckungsbeiträge, sondern ermöglicht es häufig, eine relevante Größe für bestimmte Handelsformate zu erreichen und diese effizienter betreuen und beliefern zu können. Gleichzeitig unterziehen wir bestehende Kooperationen einer kontinuierlichen Erfolgsprüfung. In 2017 haben wir die Kooperation mit unserem Partner Tombow auf die Region Benelux ausgeweitet. Für 2018 ist zudem eine weitere Intensivierung dieser Partnerschaft in Frankreich vereinbart. Darüber hinaus befinden wir uns aktuell in der Diskussion zu weiteren länderspezifischen Kooperationen mit neuen sowie mit bestehenden Partnerschaften. Diese potenziellen neuen Kooperationen sind nicht im Geschäftsausblick geplant Sollten sich hier jedoch kurzfristig weitere attraktive Kooperationen umsetzen lassen, würde sich dies ebenfalls positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit seiner Hauptmarke Legamaster bewegt sich in zwei sehr unterschiedlich zu bewertenden Produktsegmenten. Auf der einen Seite stehen klassische Medien wie Weißwandtafeln, Flipcharts und Moderationswände, auf der anderen Seite der Bereich der digitalen Lösungen mit e-Screens und interaktiven Whiteboards.

Chancen durch Produkt- und Prozessqualität im Bereich klassischer Medien

Der klassische Bereich ist seit Jahren durch Preisverfall und harten Wettbewerb gekennzeichnet. Dennoch ergeben sich konkrete Chancen. Über die letzten Jahre sind eine steigende Anzahl der Billiganbieter in wirtschaftliche Probleme geraten. Zum einen hat es daran gelegen, dass die realisierten Margen nicht ausreichend waren, zum anderen werden immer mehr Handelskunden der Qualitätsprobleme auf Produkt- und Serviceseite überdrüssig. Dass es Legamaster gelingt, auch auf der Sortimentsseite innovative Impulse zu setzen, wurde uns auch in 2017 durch zahlreiche Preise bestätigt: Der deutsche Verband der PBS-Markenindustrie prämierte das neue Set „Glassboard mit Holder und Meeting Kit Deluxe" mit dem ersten Platz im Bereich gewerblicher Bürobedarf. Nach 2016 ging damit dieser Preis das zweite Mal in Folge an Legamaster. Und auch in Benelux wurde dieses Produkt in 2017 mit dem Benelux Office Product Award in der Kategorie „Office Interior" ausgezeichnet Dies bestätigt unsere hohe Kompetenz über Produktqualität/-innovationskraft auch im klassischen Segment neue Marktchancen zu erschließen.

Chancen durch Erfolge bei Ausschreibungen im Bereich interaktiver Medien

Auch im Markt für interaktive Kommunikationsmedien gibt es eine Vielzahl von Anbietern auf niedrigem Preis- und Qualitätsniveau, die sich in diesem jungen, schnell wachsenden und zunehmend intransparenten Markt schnelles Geschäft erhoffen. Jedoch stellen wir hier eine steigende Kompetenz auf der Kundenseite fest, die sich in steigender Orientierung hin zu Qualitätsanbietern ausdrückt, was uns zugutekommt. Aber auch der wachsende Markt an sich stellt eine große Chance dar. In den meisten Ländern erwarten wir ein Wachstum des Gesamtmarktes aufgrund des zunehmenden Penetrationsgrades von Klassenzimmern, Konferenzräumen und spezifischen industriellen Anwendungsfeldern mit interaktiver Technologie. Sollten wir dabei mehr Ausschreibungen gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Produkte im Bereich interaktiver Medien

Darüber hinaus haben wir über die letzten Jahre ein Produktportfolio entwickelt, das uns gemeinsam mit unseren Vertriebsprozessen ermöglicht hat, Marktanteile zu gewinnen. Unsere Produktmanager arbeiten stetig an der Weiterentwicklung unseres Sortiments, in dem wir dank des überaus schnellen Digitalisierungsfortschritts immer wieder neue Technologien ergänzen können. Sollten wir mit Hilfe unserer laufenden neuen Angebote mehr Projekte gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Spezialisierung im Vertrieb der Tochtergesellschaften

Die im Jahr 2016 und 2017 durchgeführten Spezialisierungen unserer Vertriebseinheiten für den Bereich Visuelle Kommunikation in Benelux und Frankreich sind die Basis für weiteres geplantes Wachstum in 2018. Ebenso haben wir in 2017 erste Erfolge mit e-Screens in unseren Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien erzielt. Wir planen für 2018 den Ausbau und die Intensivierung dieser Vertriebsaktivitäten durch dedizierte Spezialisten. Sollten wir mit den spezialisierten Vertriebseinheiten gerade im interaktiven Bereich schneller als geplant neue Handelspartner akquirieren können, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Vertriebspartnerschaften

Zum Ende des Jahres 2017 haben wir die Kooperation mit unserem Vertriebspartner für digitale Lösungen der visuellen Kommunikation im Vereinigten Königreich beendet. Für 2018 sind daher keine nennenswerten digitalen Legamaster-Umsätze im UK geplant Darüber hinaus sondieren wir regelmäßig neue und innovative Kooperationsmöglichkeiten zur Erschließung unserer Zielgruppen. Sollten wir bei diesen Vertriebskooperationen schneller als geplant neue Partner finden, sollte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichterstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen und Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt

Die regelmäßige Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- und Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats und aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement sowie gegebenenfalls aktuell eingetretene Risiken stehen in jeder Sitzung dieser Gremien auf der Tagesordnung.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „Risk Owners", die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte auch im Jahr 2017 mit Unterstützung der Internen Revision direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.

Compliance Management System

Das Compliance Management System bei edding besteht aus einer Vielzahl einzelner Maßnahmen und interner Regelungen, die im Intranet auf der Seite Richtlinien-Management zusammengefasst und allen Mitarbeitern zugänglich sind. Diese Gliedern sich in die Bereiche

• Kultur, Werte und Strategie

• Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten

• Managementsysteme und Prozesse

• Kommunikation

• Datenschutz, Sicherheit und IT

• Arbeit, Umwelt und Soziales

• Regulatory Affairs

• Betriebsvereinbarungen

• Sonstige Richtlinien

Darüber hinaus achtet jedes Mitglied des Vorstands darauf, dass im jeweiligen Ressort die geltenden Gesetze und Vorschriften eingehalten werden. Im Bereich der Produktsicherheit und der rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf unsere Produkte werden wir dabei von der Stabsstelle „Regulatory Affairs" unterstützt, die regelmäßig Projekte zur Umsetzung und Einhaltung neuer Regelungen wesentlich mit vorantreibt Hier sind derzeit insbesondere die EU-Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien („REACH") sowie die EU-Biozidverordnung zu nennen, die den Einsatz von Chemikalien regelt Das Monitoring der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich stellen wir durch ein Rechtsquellenkataster sicher, das durch einen externen Dienstleister für uns erstellt und regelmäßig aktualisiert wird.

Unsere ethischen Grundsätze sind in unserem „Code of Conduct" schriftlich fixiert, der zwar vordergründig für Lieferanten und Dienstleister formuliert wurde, aber grundsätzlich auch für unser eigenes Handeln Anwendung findet Auf diese ethischen Aspekte weist der Vorstand auch intern bei der Diskussion von Einzel-Sachverhalten im Tagesgeschäft regelmäßig hin und verankert sie auf diese Weise im Unternehmen.

Als weiteres Instrument zur Korruptionsbekämpfung befindet sich ein Hinweisgeber-System (sogenanntes „Whistleblowing-System") im Aufbau, das spätestens im dritten Quartal 2018 implementiert werden soll. Dies richtet sich gemäß 4.1.3 DCGK zunächst an Beschäftigte; eine Öffnung für Dritte ist in einer weiteren Einführungs-Stufe nach 2018 vorgesehen.

Zur Weiterentwicklung unseres Compliance Management Systems haben Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2017 gemeinsam beschlossen, die personellen Ressourcen in diesem Bereich zu verstärken und eine gesonderte Stabsstelle für diese bisher im Bereich Qualitätswesen angesiedelten Aufgaben zu schaffen. Dabei werden die bestehenden Regelungen auch noch einmal auf Konsistenz mit unserer bestehenden Unternehmensstrategie und dem darauf ausgerichteten Balanced Scorecard System überprüft. Die Stabsstelle berichtet an den Finanzvorstand, wobei alle Mitglieder des Vorstands die Weiterentwicklung unseres Compliance Management Systems als gemeinsame Aufgabe verstehen und daran mitwirken.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen. Zudem gewährleistet das Vier-Augen-Prinzip, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, anhand derer Führungskräfte und Außenstehende beurteilen können, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an den Vorstand gegeben werden. Die Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten ist regelmäßig Inhalt von Vorstandssitzungen.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die konzernweit implementierte Bilanzierungsrichtlinie schafft ein konzerneinheitliches Normensystem der Bilanzierung auf Basis der IFRS. Die Bilanzierungsrichtlinie wird soweit erforderlich einmal jährlich aktualisiert, um die Erweiterungen und Änderungen der IFRS-Rechnungslegung einzubeziehen. Jährliche Schulungen der Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding Tochtergesellschaften tragen dafür Sorge, dass die Neuerungen der Rechnungslegungsstandards fristgerecht umgesetzt werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und IFRS-Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwendet edding standardisierte Reporting Packages, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken / Leistungswirtschaftliche Risiken

Der edding Konzern ist Marktrisiken sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite stellt in erster Linie die Verfügbarkeit der Fertigwaren ein potentielles Risiko dar. Diesem Risiko wurde in den vergangenen Jahren durch den Aufbau von Risikobeständen entgegengewirkt, was auch im Jahre 2017 positive Auswirkungen auf die Lieferperformance hatte.

Gesetzliche Anforderungen, zum Beispiel EU-Vorschriften wie die Biozidprodukte-, CLP- (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) sowie die REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) erhöhen vermehrt sowohl die Beschaffungs- als auch die Entwicklungsrisiken im Konzern. Risiken, die durch neue gesetzliche Anforderungen entstehen könnten, wird durch ein Netzwerk von internen und externen Experten frühzeitig entgegengewirkt, indem wir zu erwartende Neuerungen sowohl in unsere Beschaffungs- als auch in unsere Entwicklungsaktivitäten mit einbeziehen.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Zu den Finanzmarktrisiken innerhalb des edding Konzerns zählen im Wesentlichen Wechselkursrisiken und in geringerem Umfang Zinsänderungsrisiken.

Die Gesellschaften innerhalb der edding Gruppe sind Wechselkursänderungsrisiken im Rahmen der Warenbeschaffung sowie hieraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Aus Konzernsicht sind hier im Wesentlichen Risiken aus der Warenbeschaffung in Japanischen Yen und US-Dollar zu nennen. Unsere vorrangigen Motive zur Absicherung gegen Finanzmarktrisiken sind daher Planungssicherheit im Rahmen der Warenbeschaffung sowie Verringerung der Risikoexposition in den Bilanzen unserer in Fremdwährung operierenden Tochtergesellschaften. Für das Jahr 2018 werden wir unser Risikomanagement im Bereich Fremdwährung einer generellen Neubetrachtung unterziehen und auch konkret prüfen, ob wir vor dem Hintergrund unserer nachhaltig höheren Profitabilität auf Kurssicherungsmaßnahmen generell verzichten können.

Im Geschäftsjahr 2017 hat der Euro zum Stichtagskurs trotz der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in allen für edding relevanten Währungen aufgewertet.

Der Japanische Yen hat zum Stichtag um 8,6 % abgewertet und erreicht mit 135 JPY/EUR wieder das Niveau von 2015, das im Durchschnitt bei gut 133 JPY/EUR lag. Für diese Währungsrelation sind wir bestrebt, für zwölf bis 24 Monate im Voraus Wechselkurssicherung zu betreiben. Da wir die Sicherung für das laufende Geschäftsjahr 2018 Ende 2016 abgeschlossen haben, als der Kurs noch um die 120 JPY/EUR lag, werden wir in der Ertragslage von dem jetzigen Kursniveau erst wieder im Geschäftsjahr 2019 profitieren. Das Ziel der Planungssicherheit für 2018 ist dennoch erreicht Die Yen-Absicherung wird im edding Konzernabschluss zum weitaus überwiegenden Teil als bilanzielle Sicherungsbeziehung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge Accounting") abgebildet, so dass die stichtagsbedingten Kursgewinne und -verluste im Geschäftsjahr 2017 größtenteils nicht die Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns berühren. Auch wenn die Politik der japanischen Notenbank unverändert keinen starken Yen-Kurs anstrebt, setzen wir diese Kurssicherungspolitik auch in den nächsten Jahren im Hinblick auf die gewünschte Planungssicherheit fort.

Der Einkauf in US-Dollar ist besonders für die Beschaffung im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation bedeutend. Da wir auch vertriebsseitig offene Positionen im US-Dollar haben, führen wir in dieser Währung auf Konzernebene ein sogenanntes Makro-Hedging durch, auch wenn ein „Cashflow Hedge Accounting" wie im Yen hierbei nicht ohne weiteres möglich ist. Der US-Dollar hat zum Stichtag zwar mit 12,5 % gegenüber dem Euro abgewertet, während der Durchschnittskurs mit 1,14 USD/EUR nur knapp über dem Vorjahreswert lag. Daher haben wir in der Beschaffung noch nicht nennenswert von günstigeren Einkaufskonditionen profitieren können, die im Übrigen aufgrund der Wettbewerbssituation auch immer nach kurzer Zeit an den Markt weiter gegeben werden müssen.

Die Marge in unserem Türkei-Geschäft hat in 2017 stark darunter gelitten, dass die Volatilität in der Türkischen Lira an Fahrt zugenommen hat. Für das operative Geschäft ist besonders die Betrachtung der Durchschnittskurse relevant; im Jahresdurchschnitt 2017 hat die Währung gegenüber dem Vorjahr um 19,1 % abgewertet, während sie in 2016 gegenüber 2015 nur um 9,3 % nachgegeben hatte. Um diesen Effekt aufzuholen und die Profitabilität wieder zu steigern, werden in 2018 die Preise in der Türkei um teilweise mehr als 20 % anheben, wobei wir eine Atempause im sonst dort üblichen Mengenwachstum in Kauf nehmen. Die Kursverluste der Vertriebsgesellschaft aus Konzernverbindlichkeiten in Euro haben die Ertragslage ebenfalls erheblich belastet.

Das Britische Pfund hat sich insbesondere nach den Fortschritten in den Brexit-Verhandlungen im Herbst 2017 wieder etwas stabilisiert. Aufgrund der kurzfristigen Zahlungsziele und einer Wechselkurssicherung im moderaten Umfang hatten wir hier nur geringe Kursverluste zu verkraften.

Die argentinische Währung hat in 2017 mit 25,1 % weiter deutlich gegenüber dem Euro abgewertet, was zum Teil der US-Dollar-Schwäche gegenüber dem Euro geschuldet ist; gegenüber dem US-Dollar hat der Argentinische Peso „nur" um 14,4 % abgewertet.

Dagegen hielt sich der Kolumbianische Peso weitgehend stabil. In der für die dortige Wirtschaft wichtigen COP/USD-Relation haben sich Stichtags- und Durchschnittskurs im Vorjahresvergleich nur marginal verändert.

Bei unseren in Fremdwährung operierenden Gesellschaften haben wir — zum Teil bereits in den Vorjahren — verschiedene Bilanzmaßnahmen durchgeführt, um deren Risikoexposition durch vormals hohe Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren:

• Bei der argentinischen Tochtergesellschaft ist die lokale Fremdwährungsbilanz seit mehreren Jahren weitgehend ausgeglichen. In 2017 hat sich diese wieder etwas verschlechtert, weil eine Konzern-Finanzierung in US-Dollar im niedrigen einstelligen Millionenbereich aufgenommen wurde. Diese war zu niedrigen Zinssätzen möglich, so dass eine erwartet moderate Abwertung des Peso in Kauf genommen wurde.

• In der Bilanz der türkischen Tochtergesellschaft haben wir in 2016 und 2018 (im ersten Quartal) Kapitalmaßnahmen durchgeführt, damit die Risikoexposition nicht durch höhere Konzernverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ansteigt.

• Wie in den Vorjahren wird auch für 2018 die Fremdwährungsposition der edding Colombia S.A.S. durch einen Non-Deliverable-Forward (NDF) abgesichert sein, den wir jeweils zum Ende des Vorjahres in Deutschland abgeschlossen und konzernintern weitergereicht haben.

• Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft in Kolumbien über eine lokale Kreditlinie, die teilweise in Anspruch genommen wird, um Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren.

Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement bei überwiegend guter bis sehr guter Bonität unserer Kunden gab es in 2017 keine nennenswerten Wertberichtigungen auf Forderungen. Endgültige Forderungsausfälle blieben weiterhin im Rahmen.

Die sich aus unserem Finanzrisikomanagement ableitenden Maßnahmen zur Risikominimierung im Bereich der Preis-, Währungs-, Zins- sowie weiterer Risiken sind in Textziffer 34 des Konzernanhangs dargestellt.

Personalrisiken

Die Phantasie und den Mut, Dinge anders zu machen gepaart mit der Fähigkeit, neue Ideen lösungsorientiert und effektiv umzusetzen — das zeichnet die Kultur von edding aus. Für deren Umsetzung und den weiteren Erfolg des edding Konzerns benötigen wir engagierte, kompetente und leistungsfähige Mitarbeiter. Zur Reduzierung von Personalrisiken achten wir deshalb besonders auf eine nachhaltige Personalentwicklung. Mit unserem edding Campus bieten wir für alle Mitarbeiter attraktive, zielgruppenspezifische Aktivitäten zum Wissensaufbau und -transfer. Dazu zählen neben weltweiten Sprachtrainings auch internationale Projektmanagementseminare, individuelle Coachings, Maßnahmen zur Förderung von ausgezeichneter Führungsarbeit und spezielle Angebote für Mitarbeiter in kommerziellen Funktionen. Dabei setzen wir nicht nur auf externe Trainings und Trainer, sondern gezielt auch auf internes Expertenwissen. Ein Ansatz, der zur internen Vernetzung beiträgt und mit dem wir prophylaktisch Risiken — wie Know-how-Verlust durch etwaige Abgänge — begegnen. Als international agierendes Unternehmen kommt dabei einem weltweiten Angebot eine hohe Bedeutung zu. Im Berichtsjahr haben wir uns deshalb auf die Entwicklung eines internationalen, zweisprachigen Personalentwicklungsangebots ab 2018 konzentriert. In 2019 wollen wir das Programm zusätzlich um Veranstaltungen in spanischer Sprache ergänzen.

Zur Festigung und Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze innerhalb des edding Konzern bieten wir unseren Mitarbeiter standortbezogen zudem verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel aus dem Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie sonstigen individuellen Bedürfnissen rund um die Arbeitszeit. Darüber hinaus ist auch die faire und marktgerechte Vergütung für uns ein wichtiges Element der Personalführung. Lohn dieser und weiterer Aktivitäten: Die erneut sehr positiven Ergebnisse unserer weltweiten Mitarbeiterbefragung, die uns jährlich dabei hilft, eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Politische Risiken

Aufgrund unserer internationalen Unternehmensstruktur mit Tochtergesellschaften in neun Ländern sowie des Vertriebs über Distributionspartner in mehr als 90 Ländern der Erde sind wir nicht unerheblichen politischen Einzelrisiken ausgesetzt. Aus Unternehmenssicht führt die zunehmende Internationalisierung allerdings gleichzeitig zu einer breiteren Risikoverteilung. Der Vertrieb in eine große Anzahl verschiedener Länder, wie edding ihn betreibt, ist mithin per se als Risikomanagement-Maßnahme zu sehen. Ursprüngliches Ziel der Internationalisierung waren Wachstum sowie Reduzierung der Abhängigkeit vom deutschen Markt und damit der deutschen Konjunkturentwicklung. Dieses Ziel hatten wir bereits vor einigen Jahren erreicht.

Die in unserer Strategie 2020 identifizierten Wachstumsmärkte außerhalb Deutschlands befinden sich insbesondere in Lateinamerika sowie Südost- und Osteuropa. Gerade diese Länder sind jedoch besonders volatil und somit geopolitischen und wirtschaftspolitischen Risiken ausgesetzt.

In 2017 haben sich zwar deutlich weniger einschneidende einzelne Ereignisse ereignet als noch in 2016, dennoch ist die Lage in den für uns relevanten Länden nicht nennenswert stabiler geworden. Im Vorjahr hatten uns die Entwicklungen in einer Vielzahl von Ländern noch in Atem gehalten. Neben der Türkei mit dem Putschversuch vom Sommer 2016, den Terrorakten und dem veränderten politischen Klima ist hier natürlich die Brexit-Entscheidung in Großbritannien zu nennen.

Trotz der volatilen und unsicheren Situation in der Türkei konnte die türkische Vertriebsgesellschaft einen leichten Umsatzanstieg sowie währungsbereinigt ein leicht positives operatives Ergebnis erwirtschaften. Dennoch belastet natürlich die gegenüber dem Euro stark abgeschwächte Türkische Lira aufgrund der dadurch gestiegenen Warenbezugskosten das Ergebnis der Gesellschaft. Auch wenn wir seit 2017 mit der türkischen Vertriebsgesellschaft für Warenlieferungen einen jeweils für ein Jahr festgelegten TRY/EUR-Kurs vereinbaren, sind steigende Bezugskosten und damit ein steigender Margendruck für 2018 und die Folgejahre bereits deutlich absehbar. Um diesen Effekt aufzuholen und die Profitabilität wieder zu steigern, werden wir in 2018 die Preise in der Türkei um teilweise mehr als 20 % anheben, wobei wir eine Atempause im sonst dort üblichen Mengenwachstum in Kauf nehmen.

Dennoch halten wir an unserem Engagement fest und sind uns sicher, dass wir auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen ein profitables Wachstum generieren können, welches zu unseren Wachstumszielen für die Gruppe bis 2020 einen Beitrag leisten wird, auch wenn wir aufgrund der wiederum schwächeren Perspektive die Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft im Jahresabschluss der edding AG deutlich erhöhen mussten.

Die Folgen der Brexit-Entscheidung in Großbritannien sind für die EDDING (U.K.) LTD. und für die edding Gruppe zum jetzigen Zeitpunkt noch überschaubar. Auch wenn das Britische Pfund gegenüber den Vorjahren nun auf einem deutlich schwächeren Niveau notiert, haben sich aufgrund der kurzen Zahlungsziele und der weitgehend ausgeglichenen Fremdwährungsbilanz keine nennenswerten Wechselkursverluste ergeben. Lediglich die Margen sind aufgrund der höheren Warenbeschaffungspreise unter Druck geraten, weshalb auch hier eine Preiserhöhung implementiert wurde. Aufgrund der Wettbewerbssituation konnte diese nicht in gleichem Umfang erfolgen wie die Abwertung. Die Profitabilität der EDDING (U.K.) LTD. ist daher zurückgegangen, liegt im Vergleich aber immer noch im Mittelfeld der europäischen Vertriebsgesellschaften. Der Schweregrad der nicht wechselkursbedingten Auswirkung des Brexit auf das Geschäft unserer britischen Tochtergesellschaft wird nicht zuletzt von der im Austrittsvertrag des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union verankerten Härte des Brexit abhängen. Je nach Nähe des in der Folge zu vereinbarenden Handelsabkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union im Vergleich zum derzeitigen Zustand eines gemeinsamen Binnenmarkts werden auf den edding Konzern gegebenenfalls Zollschranken für die aus der Europäischen Union in das Vereinigte Königreich einzuführenden Waren insbesondere des Geschäftsbereichs Schreiben und Markieren zukommen. Zudem werden gesamtwirtschaftliche Auswirkungen des Austritts in Großbritannien zu beobachten sein, die die Absatzseite unserer britischen Tochtergesellschaft negativ beeinflussen könnten. Im März 2018 haben sich die Europäische Union und das Vereinigte Königreich darauf geeinigt, dass das Vereinigte Königreich bis zum Ende des Jahres 2020 Mitglied des Europäischen Binnenmarktes und der Zollunion bleiben wird. Dies bedeutet, dass voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2021 die nicht wechselkursbedingten Auswirkungen des Brexit auf den Geschäftsverlauf der EDDING (U.K.) LTD und des edding Konzerns zu spüren sein werden. Unsere im Rahmen der Strategie 2020 definierten Wachstumsziele für den Teilmarkt Großbritannien erscheinen daher aufgrund der sich abzeichnenden Schwächung der britischen Wirtschaft möglicherweise zu ambitioniert.

Nach der Präsidentschaftswahl und dem Sieg des wirtschaftsfreundlichen Kandidaten Mauricio Macri in Argentinien zum Jahresende 2015 und der unmittelbar darauf erfolgen deutlichen Abwertung des Peso, hatten wir mit einem mittelfristig besseren Umfeld in Argentinien gerechnet. Als nahezu einziger Anbieter im Markt mit lokaler Produktion hatten wir durch diese von uns lange erwartete Abwertung positive Effekte auf unsere Wettbewerbsposition prognostiziert. Leider hat sich die wirtschaftliche Situation des Landes immer noch nicht verbessert; der Konsum ist auf einem historisch niedrigen Niveau, weswegen wir in 2017 Kurzarbeit in der Produktion eingeführt haben, was zu einer sehr niedrigen Auslastung geführt hat Auch hier halten wir an unserem Engagement fest, auch wenn eine deutliche Verbesserung der Situation im Land noch nicht in Sicht ist. Dennoch war vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine Erhöhung der Risikovorsorge im Jahresabschluss der edding AG erforderlich. Insgesamt sehen wir uns aber nach den bereits in Vorjahren durchgeführten Risikomaßnahmen hier gut aufgestellt Die Bilanzstruktur von edding Argentina S.A. wird im Hinblick auf die Währungs-Zusammensetzung fortlaufend überwacht und auf Konzernebene ist das Anlagevermögen der Gesellschaft seit 2013 wertberichtigt. Bei einer nachhaltigen positiven Entwicklung ergeben sich hier wieder Zuschreibungspotenziale.

In Russland konnten wir trotz der andauernden Sanktionen wiederum steigende Umsatzerlöse verzeichnen. Hier investieren wir weiterhin antizyklisch in die Entwicklung unserer Marke in dem Land, so dass wir auch für die kommenden Jahre mit steigendem Geschäftsvolumen rechnen.

Abschließend sei noch die nicht gänzlich überwundene Eurokrise erwähnt, die besonders Griechenland und Italien noch zu schaffen macht Beide Länder spielen jedoch für das derzeitige Umsatzniveau der edding Gruppe als auch für das künftige Wachstum nur eine untergeordnete Rolle, so dass edding bei einem erneuten Aufflammen der Krise in diesen Ländern weniger betroffen sein wird.Auch hier können natürlich indirekte Entwicklungen bei einem Übergreifen auf weitere Länder hinzu kommen; diese sind jedoch derzeit nicht absehbar.

Die Flüchtlingskrise in Europa und besonders in Deutschland, die uns in der Vergangenheit beschäftigt hatte, scheint inzwischen weitgehend überwunden. Risiken haben sich hieraus für edding nicht ergeben.

Trotz dieser nicht unerheblichen politischen Risiken konnte die edding Gruppe auch in 2017 wiederum einen Umsatz- und Ergebnisrekord erzielen. Das spricht unter anderem für den Erfolg der eingangs erwähnten Risikostreuung durch die breite Umsatzbasis und die hohe Anzahl von Ländern, in denen edding vertrieben wird.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.

Gesamtrisiko / Fortbestandsrisiko

Insgesamt ist die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht

Vergütungssystem

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstands legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Bestandteile der Vorstandsvergütung

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und üblichen Nebenleistungen. Dabei handelt es sich um die Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für den laufenden und die folgenden zwei Monate im Falle der Dienstunfähigkeit, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und die private Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D & O-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen. Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung entweder eine leistungsorientierte Pensionszusage oder eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung. Zusätzlich haben die Vorstandsmitglieder ebenso wie jeder Mitarbeiter das Recht, laufende Bezüge in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrages ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Als Ziele sind hier ein kumulierter Jahresgewinn der edding AG über die Laufzeit des Vorstandsvertrags sowie die Strategieumsetzung anhand der Balanced Scorecard zu nennen.

Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erhalten sie keine zusätzliche Vergütung.

Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 15. Juni 2016 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2016 bis 2020 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2017 angegeben.

Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts. Darüber hinaus ist mit allen Mitgliedern des Vorstands vereinbart, dass Zahlungen an das Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des laufenden Vertrags vergüten.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 20.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2017 wird mit Aufwendungen in unveränderter Höhe gerechnet.

Übernahmerelevante Angaben

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2017 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Rechte von Vorzugsaktionären

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Aktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG alter Fassung, entspricht §§ 33, 34 in der geänderten Fassung vom 3. Januar 2018), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:

Herrn Volker Detlef Ledermann
Frau Angelika Schumacher
Frau Dina Alexandra Schumacher
Herrn David Alexander Schumacher
Frau Beatrix Ledermann
Frau Julia Marie Ledermann
Herrn Jan Moritz Ledermann
Herrn Löon Thadaeus Ledermann (neu hinzugekommen im März 2017)
Herrn Per Ledermann
Frau Anika Ledermann
Herrn Yannick Nicolas Ledermann
Frau Elisa Sophie Ledermann
Herrn Luis Gabriel Ledermann
Herrn Felip Elias Ledermann (neu hinzugekommen im Juli 2017)

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen mit Ausnahme von Vorzugsaktien keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 21 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft auszugeben oder zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d und 289f HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§315d und 289f HGB wurde auf der Internetseite der edding AG unter http://www.edding.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, verweisen wir auf Textziffer 45 des Konzernanhangs sowie auf Textziffer 37 des Anhangs der edding AG für das Geschäftsjahr 2017.

Prognosebericht

2018 hat mit einem insgesamt einheitlicheren Bild der Weltwirtschaft begonnen. Dennoch sind einige diskrete geopolitische Faktoren dazu geeignet, jede Prognose auch kurzfristig ad absurdum zu führen.

Der kurzfristig positive Effekt der Steuerreform in oder des sich andeutenden Handelskriegs mit den USA könnte durch eine Eskalation des Konfliktes mit Nordkorea oder auch im Mittleren Osten genauso nachhaltig negativ auf die Weltwirtschaft wirken, wie die Folgen des Brexit oder weiterer Unabhängigkeitsbestrebungen die europäische Wirtschaft belasten.

Dennoch geht der Internationale Währungsfonds von einem positiven wirtschaftlichen Szenario aus und prognostiziert 3,9 % Wirtschaftswachstum für die Welt, immerhin 2,2 % für die Eurozone sowie 2,3 % für Deutschland. Auch Russland mit 1,7 % und Lateinamerika mit 1,9 % stabilisieren sich weiter,8 wobei gerade in letztgenannter Region unser wichtigstes Land Argentinien weiterhin mit den Folgen der vormaligen Regierung Kirchner kämpft.

Neben diesen aktuellen Entwicklungen ist die Entwicklung des Papier-, Büro- und Schreibwarenmarktes vor allem von der Entwicklung der Digitalisierung betroffen. Selbst in einem konjunkturell exzellenten Umfeld musste der Handelsverband Büro und Schreibkultur (HBS) im Jahr 2017 ein Minus von 0,6 % berichten.9 Im Einzelhandel mit Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikeln bewerteten die Händler ihre momentane Lage deutlich weniger günstig und auch die Geschäftserwartungen sind rückläufig.10

Traditionell reagieren wir auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen nur risikoorientiert, denn unsere Strategien folgen nicht kurzfristigen Wirtschaftszyklen, sondern sind langfristig ausgelegt Derzeit steht im Kern unserer Aktivitäten die Ausgestaltung und Umsetzung der Strategie 2020.

Im Bereich der Marke edding fokussieren wir uns auf zwei wesentliche Aufgaben: einerseits auf den Ausbau unserer Marktanteile im hart umkämpften B2B Bereich, andererseits auf die Etablierung unserer Marke im privatkonsumtiven B2C Geschäft. In beiden Bereichen sind unsere Markenstärke und die mit enger Fokussierung auf den Endkonsumenten entwickelten Portfolios die Basis unserer Arbeit Aufgrund unserer unterschiedlichen Marktposition sowie der Diversität der Vertriebskanäle beider Bereiche haben wir uns dazu entschlossen, diese mit hierfür speziell zusammengestellten Teams zu bearbeiten.

Basis für die Steuerung und Fokussierung der Organisation auf die Strategieumsetzung ist dabei das in 2016 entwickelte Balanced Scorecard System 2020, das für alle Kernfunktionen an die Unternehmensstrategie geknüpfte Ziele definiert.

Die Kernprojekte des Jahres 2018 dienen ebenfalls der Umsetzung unserer Strategie 2020. Im Fokus stehen dabei vertriebs- und marketinggetriebene Projekte wie die weitere Einführung unseres Colour-Happy-Sortimentes — eines Sortimentes im Bereich Creative Life, das die Trends des Handlettering aufgreift — und im B2B-Bereich zudem die Einführung einer Reinigungspaste, aber auch der Aufbau der Vermarktung der Produkte für Digital Coding aus unserer jungen Beteiligung an der Prismade Labs GmbH.

Den gestiegenen regulatorischen Anforderungen an chemische Substanzen tragen wir ebenfalls in diversen Entwicklungs- und Ablaufprojekten Rechnung.

Im Bereich der Visuellen Kommunikation steht neben der kontinuierlichen Aktualisierung unseres interaktiven Sortimentes vor allem das Angebot für neue Kollaborationsformen wie Scrum oder Design Thinking im Mittelpunkt der Aktivitäten.

8 IMF, World Economic Outlook Update, Januar 2018

9 https://www.pbs-business.de/n ews/monitor/30-01-2018-h bs-taxiert-branch enu msatz-auf-13-milliarden/, 31.01.2018

10 ifo Konjunkturbarometer 12/2017

Die wichtigen Steuerungsgrößen werden sich nach unserer Einschätzung wie folgt entwickeln:

2016 Prognose 2017 2017 Prognose 2018
Finanzielle Steuerungsgrößen Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- --- ---
edding Konzern
Umsatzerlöse 143,0 147,0 - 155,0 148,4 150,0 - 160,0
Umsatzerlöse nach IFRS 1511 n. a. n. a. n. a. 140,0 - 150,0
EBIT 11,8 10,5 -13,0 12,0 11,0 -14,0
edding AG (Einzelabschluss)
Jahresüberschuss 7,1 5,5 - 7,012 5,6 5,0 - 7,0
2016 Prognose 2017 2017 Prognose 2018
Segmentergebnisse Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Schreiben und Markiere13
Umsatzerlöse 107,8 n. a. 110,1 113,0 -120,0
Umsatzerlöse nach IFRS 1511 n. a. n. a. n. a 105,0 - 112,0
EBIT 19,0 n. a. 18,1 17,0 - 20,0
Visuelle Kommunikation
Umsatzerlöse 34,5 n. a. 37,5 37,0 - 40,0
Umsatzerlöse nach IFRS 1511 n. a. n. a. n. a 35,0 - 38,0
EBIT 1,8 n. a. 2,4 2,1 - 2,9
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen 2016 Prognose 2017 2017 Prognose 2018
% % % %
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement 89 85 - 90 87 85 - 90
Qualität des Leistungsumfelds 81 75 - 85 80 75 - 85

11 Der IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden' ist ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend in der EU anzuwenden. Wir haben die Analyse der Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss abgeschlossen und erwarten im Zusammenhang mit dem neuen Standard insbesondere Änderungen des Ausweises der Werbe-kostenzuschüsse. Die in den Vereinbarungen mit unseren Kunden enthaltenen allgemeinen Listungsgebühren, umsatzabhängigen Werbekostenzuschüsse sowie bestimmte marketingbezogene Werbekostenzuschüsse, werden ab dem Geschäftsjahr 2018 als Erlösschmälerung direkt vom Umsatz abgesetzt und von den übrigen marketingbezogenen Werbekostenzuschüssen, die weiterhin innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, separiert.

12 Bis zur Ad-hoc Mitteilung vom 23. November 2017 lag die Prognose im Bereich 4,2 - 5,7 Mio. EUR.

13 Dem Segment Schreiben und Markieren werden auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet

Ahrensburg, 9. April 2018

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Alternative Leistungskennzahlen

Dieses Dokument und andere Dokumente, die die edding AG oder der edding Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Leistungskennzahlen zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nicht nach nationalen beziehungsweise internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind und im Folgenden definiert werden. Weicht die Definition einer Leistungskennzahl der edding AG von der für den edding Konzern gültigen Definition ab, wird die Kennzahl für den edding Konzern und für die edding AG separat erläutert. Sofern nicht anders vermerkt, ergibt sich die Überleitung der alternativen Leistungskennzahl aus der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts.

Beteiligungsergebnis

edding Konzern: Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen zuzüglich Finanzergebnis.

edding AG: Erträge / Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen zuzüglich Erträge aus Beteiligungen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen /Abschreibungen auf Finanzanlagen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Beteiligungen.

EBIT-Marge

EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen in Prozent

Eigenkapitalquote

Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital in Prozent

(Konzern-) Ergebnis vor Ertragsteuem (EBT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Tax". EBIT zuzüglich Beteiligungs- und Finanzergebnis und vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Tax". Beteiligungsergebnis zuzüglich Finanzergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie vor latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.

(Konzern-) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax". Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungen, zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen. Das EBIT ist die wichtigste Kennziffer zur Ergebnissteuerung im edding Konzern. Es erfolgt keine Bereinigung um etwaige außergewöhnliche Aufwendungen oder Erträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax". Beteiligungsergebnis zuzüglich Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge, abzüglich Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern.

Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Wertpapiere.

Gesamtleistung

edding Konzern: Umsatzerlöse zuzüglich / abzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen.

edding AG: Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge.

Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio)

Flüssige Mittel zuzüglich kurzfristiger Vermögenswerte (ohne Vorräte und ohne Rechnungsabgrenzungsposten) im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

Rohergebnis

Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand.

Rohergebnisquote

Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung in Prozent

Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis

Konzernergebnis zuzüglich zahlungsunwirksamer Aufwendungen und abzüglich zahlungsunwirksamer Erträge. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im edding Konzern regelmäßig aus Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens, unrealisierten Fremdwährungsverlusten/-gewinnen, latenten Steueransprüchen, Veränderungen der Pensionsrückstellungen, Auflösung sonstiger Rückstellungen oder abgegrenzter Schulden sowie Wertberichtigungen auf Vorräte und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Überleitung des um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnisses ergibt sich aus der Konzernkapitalflussrechnung des vorliegenden Konzernabschlusses.

Konzernabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2017

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

Anhang 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 8 2.754 2.754
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8 914 1.020
Sachanlagen 9 12.680 12.304
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10 662 664
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 11 441 -
Sonstige Finanzanlagen 12 3.482 3.482
Latente Steuerforderungen 32 670 531
Ertragsteuerforderungen 32 180 239
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 - 96
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 14 4.843 4.814
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 26.626 25.904
Vorräte 13 27.894 29.703
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 22.435 22.772
Ertragsteuerforderungen 32 210 350
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 14 1.529 1.746
Flüssige Mittel 15 25.122 17.055
Rechnungsabgrenzungsposten 16 1.032 1.190
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 78.222 72.816
BILANZSUMME 104.848 98.720
PASSIVA
Anhang 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Grundkapital 17 5.366 5.366
Kapitalrücklage 17 4.246 4.246
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 17 58.575 53.044
Übrige Eigenkapitalveränderungen 17 -9.717 -7.615
Eigenkapital der Aktionäre der edding AG 58.470 55.041
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 17 -132 -50
EIGENKAPITAL 58.338 54.991
Rückstellungen für Pensionen 18 12.931 12.623
Latente Steuerschulden 32 96 68
Andere langfristige Rückstellungen 19 1.328 1.323
Langfristige Finanzschulden 20 1.500 3.506
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 21 1.817 1.457
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 17.672 18.977
Kurzfristige Rückstellungen 19 25 20
Kurzfristige Finanzschulden 20 5.667 4.484
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 4.836 3.810
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 17.494 15.874
Ertragsteuerschulden 32 816 564
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 28.838 24.752
BILANZSUMME 104.848 98.720

Konzerngewinn- und verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

Anhang 2017 2016
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 24 148.435 143.014
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 25 -21 190
GESAMTLEISTUNG 148.414 143.204
Materialaufwand 26 -55.977 -52.296
Personalaufwand 27 -37.348 -36.692
Abschreibungen 28 -2.257 -2.360
Sonstige betriebliche Erträge 29 5.346 5.612
Sonstige betriebliche Aufwendungen 30 -46.131 -45.620
Gesamte betriebliche Aufwendungen -136.367 -131.356
KONZERNERGEBNIS VOR ZINSEN UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) 12.047 11.848
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 11 -67 -
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 12 5 5
Finanzergebnis 31 -405 -275
Finanz- und Beteiligungsergebnis -467 -270
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 11.580 11.578
Ertragsteuern 32 -3.938 -4.437
KONZERNJAHRESERGEBNIS 7.642 7.141
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 7.808 7.249
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -166 -108
Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) 33 7,21 € 6,69 €
Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) 33 7,36 € 6,83 €

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernjahresergebnis 7.642 7.141
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Pensionsverpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste -724 1.490
Latente Steuern 215 -358
-509 1.132
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind
Währungsumrechnungsdifferenz
Anteil der Aktionäre der edding AG -968 -1.106
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 10 -26
-958 -1.132
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen -676 1.021
In die Konzerngewinn- und Verlustrechnung übernommen -213 -1.186
Latente Steuern 264 46
-625 -119
Sonstiges Ergebnis -2.092 -119
GESAMTERGEBNIS 5.550 7.022
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 5.706 7.156
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -156 -134

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 17 des Konzernanhangs.

Konzernkapitalflussrechnung

indirekte Ermittlung1

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.642 7.141
+ Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 2.257 2.360
- Abnahme der Pensionsrückstellungen -452 -1.113
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 424 2.371
Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis 9.871 10.759
- Gewinn / + Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -15 14
+ Abnahme / - Zunahme der Vorräte 1.425 -857
+ Abnahme / - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.198 -1.415
- Zunahme der sonstigen Aktiva -1.459 -1.141
+ Zunahme / - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.026 -1.455
+ Zunahme der sonstigen Passiva 1.986 593
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 14.032 6.498
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 66 54
- Auszahlungen für Investitionen
Sachanlagen -2.389 -1.303
Immaterielle Vermögenswerte -253 -430
Finanzanlagen -508 -8
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.084 -1.687
- Dividendenzahlung an Aktionäre der edding AG -2.277 -2.069
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen von nicht beherrschenden Gesellschaftern / - Dividendenzahlung an nicht beherrschende Gesellschafter2 74 -161
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 189 394
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -537 -2.255
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden -79 -523
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.630 -4.614
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 8.318 197
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel -251 -253
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.055 17.111
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 25.122 17.055

1 Erläuterungen siehe Textziffer 38 des Konzernanhangs

2 Die Dividendenzahlung in 2016 in Höhe von TEUR 161 entfällt ausschließlich auf den nicht beherrschenden Gesellschafter der ehemaligen Tochtergesellschaft edding Japan Inc. und enthält mit TEUR 17 eine anteilige Rückführung des Stammkapitals. Die Einzahlung aus Kapitalerhöhungen in 2017 in Höhe von TEUR 74 beinhaltet den Anteil der Minderheitsgesellschafter an der im Geschäftsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung bei der edding Colombia S.A.S.

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.012016 5.366 4.246 47.864
Konzernjahresergebnis - - 7.249
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtergebnis - - 7.249
Dividendenzahlungen - - -2.069
Stand 31.122016 5.366 4246 53.044
Konzernjahresergebnis - - 7.808
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtergebnis - - 7.808
Dividendenzahlungen - - -2.277
Sonstige
Eigenkapitalveränderungen - - -
Stand 31.122017 5.366 4246 58.575
Neubewertung von Pensionverpflichtungen Währungsumrechnungsdifferenz Sicherungsgeschäfte
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.012016 -3290 -4.506 274
Konzernjahresergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis 1.132 -1.106 -119
Gesamtergebnis 1.132 -1.106 -119
Dividendenzahlungen - - -
Stand 31.122016 -2.158 -5.612 155
Konzernjahresergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis -509 -968 -625
Gesamtergebnis -509 -968 -625
Dividendenzahlungen - - -
Sonstige
Eigenkapitalveränderungen - - -
Stand 31.122017 -2.667 -6.580 -470
Anteil der Aktionäre der edding AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.012016 49.954 245 50.199
Konzernjahresergebnis 7.249 -108 7.141
Sonstiges Ergebnis -93 -26 -119
Gesamtergebnis 7.156 -134 7.022
Dividendenzahlungen -2.069 -1611 -2.230
Stand 31.122016 55.041 -50 54.991
Konzernjahresergebnis 7.808 -166 7.642
Sonstiges Ergebnis -2.102 10 -2.092
Gesamtergebnis 5.706 -156 5.550
Dividendenzahlungen -2.277 - -2.277
Sonstige
Eigenkapitalveränderungen - 742 74
Stand 31.122017 58.470 -132 58.338

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 17 des Konzernanhangs.

1 Die Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 161 entfällt ausschließlich auf den nicht beherrschenden Gesellschafter der ehemaligen Tochtergesellschaft edding Japan Inc. und enthält mit TEUR 17 eine anteilige Rückführung des Stammkapitals.

2 Die sonstigen Eigenkapitalveränderungen in Höhe von TEUR 74 sind auf die erfolgte Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft edding Colombia S.A.S. zurückzuführen.

Konzernanhang

1 Segmentberichterstattung

Schreiben und Markieren Visuelle Kommunikation Summe Segmente Überleitung edding Konzern
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
2017
Externe Umsatzerlöse 110.099 37.533 147.632 803 148.435
Abschreibungen 1.032 107 1.139 1.118 2.257
Segmentergebnis (EBIT) 18.059 2.374 20.433 -8.386 12.047
2016
Externe Umsatzerlöse 107.761 34.484 142.245 769 143.014
Abschreibungen 1.167 101 1.268 1.092 2.360
Segmentergebnis (EBIT) 18.982 1.814 20.796 -8.948 11.848

Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 37.

2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)

2017 Anschaffungskosten 01.01.2017 Währungsumrechnung Zugänge
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.263 -19 -
Kundenstämme, Markenrechte 4.274 - -
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.606 -106 201
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 519 - 53
14.662 -125 254
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.936 -73 59
Technische Anlagen und Maschinen 24.593 -170 800
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.407 -214 1.509
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 200 -7 21
64.136 -464 2.389
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.184 - -
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen - - 508
Sonstige Finanzanlagen 3.482 - -
3.482 - 508
Konzern Anlagevermögen 86.464 -589 3.151
2017 Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2017
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte - - 4.244
Kundenstämme, Markenrechte - 2.329 1.945
Übrige immaterielle Vermögenswerte 518 - 6.219
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte -518 - 54
- 2.329 12.462
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 15 26.907
Technische Anlagen und Maschinen 61 3.916 21.368
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 63 1.073 12.692
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -124 - 90
- 5.004 61.057
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - 4.184
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen - - 508
Sonstige Finanzanlagen - - 3.482
- - 3.990
Konzern Anlagevermögen - 7.333 81.693
2017 Kumulierte Abschreibungen 01.01.2017 Währungsumrechnung Zugänge
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.509 -19 -
Kundenstämme, Markenrechte 4.274 - -
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.105 -104 358
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - -
10.888 -123 358
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.522 -70 188
Technische Anlagen und Maschinen 19.603 -133 869
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 10.678 -190 840
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29 -7 -
51.832 -400 1.897
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.520 - 2
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen - - 67
Sonstige Finanzanlagen - - -
- - 67
Konzern Anlagevermögen 66.240 -523 2.324
2017 Umbuchungen Zuschreibungen Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - 1.490
Kundenstämme, Markenrechte - - 2.329 1.945
Übrige immaterielle Vermögenswerte - - - 5.359
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - - -
- - 2.329 8.794
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - 11 21.629
Technische Anlagen und Maschinen - - 3.880 16.459
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung - - 1.061 10.267
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - 22
- - 4.952 48.377
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - - 3.522
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen - - - 67
Sonstige Finanzanlagen - - - -
- - - 67
Konzern Anlagevermögen - - 7.281 60.760
Nettobuchwerte
2017 31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.754 2.754
Kundenstämme, Markenrechte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 860 501
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 54 519
3.668 3.774
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.278 5.414
Technische Anlagen und Maschinen 4.909 4.990
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 2.425 1.729
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 68 171
12.680 12.304
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 662 664
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 441
Sonstige Finanzanlagen 3.482 3.482
3.923 3.482
Konzern Anlagevermögen 20.933 20.224
2016 Anschaffungskosten 01.01.2016 Währungsumrechnung Zugänge
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.277 -14 -
Kundenstämme, Markenrechte 5.154 - -
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.206 -58 215
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 563 - 131
15200 -72 346
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.948 -58 13
Technische Anlagen und Maschinen 24.478 -11 260
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.238 -127 943
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45 -5 171
63.709 -201 1.387
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien 4.182 - 2
Sonstige Finanzanlagen 3.474 - 8
Konzern Anlagevermögen 86.565 -273 1.743
2016 Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2016
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte - - 4.263
Kundenstämme, Markenrechte - 880 4.274
Übrige immaterielle Vermögenswerte 259 16 5.606
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte -175 - 519
84 896 14.662
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 151 118 26.936
Technische Anlagen und Maschinen 11 145 24.593
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung -235 412 12.407
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -11 - 200
-84 675 64.136
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien - - 4.184
Sonstige Finanzanlagen - - 3.482
Konzern Anlagevermögen - 1.571 86.464
2016 Kumulierte Abschreibungen 01.01.2016 Währungsumrechnung Zugänge
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.523 -14 -
Kundenstämme, Markenrechte 5.154 - -
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.794 -56 306
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - -
11 All -70 306
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.217 -56 332
Technische Anlagen und Maschinen 18.869 -39 867
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 10.578 -134 852
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34 -5 -
Als Finanzinvestition 50.698 -234 2.051
gehaltene Immobilien 3.517 - 3
Sonstige Finanzanlagen - - -
Konzern Anlagevermögen 65.686 -304 2.360
2016 Umbuchungen Zuschreibungen Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - 1.509
Kundenstämme, Markenrechte - - 880 4.274
Übrige immaterielle Vermögenswerte 76 - 15 5.105
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - - -
76 - 895 10.888
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 147 - 118 21.522
Technische Anlagen und Maschinen - 22 72 19.603
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung -223 - 395 10.678
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - 29
Als Finanzinvestition -76 22 585 51.832
gehaltene Immobilien - - - 3.520
Sonstige Finanzanlagen - - - -
Konzern Anlagevermögen - 22 1.480 66.240
Nettobuchwerte
2016 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.754 2.754
Kundenstämme, Markenrechte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 501 412
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 519 563
3.774 3.729
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.414 5.731
Technische Anlagen und Maschinen 4.990 5.609
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.729 1.660
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171 11
Als Finanzinvestition 12.304 13.011
gehaltene Immobilien 664 665
Sonstige Finanzanlagen 3.482 3.474
Konzern Anlagevermögen 20.224 20.879

3 Grundlagen der Rechnungslegung

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur visuellen Kommunikation.

Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland.

Der Konzernabschluss umfasst Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns sowie Konzernanhang. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt In der Konzerngewinn- und -verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Konzernanhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wird am 9. April 2018, vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat, durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

Legamaster GmbH, Ahrensburg
V.D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg

4 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, die entsprechend den Anforderungen des IFRS 10 vom edding Konzern beherrscht werden. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 44 des Konzernanhangs dargestellt sind. Das Geschäftsjahr aller in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Soweit die edding AG entsprechend IAS 28 auf Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, werden diese Unternehmen als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 gab es die im Folgenden beschriebenen Änderungen des Konsolidierungskreises ohne wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns:

Die EDWU GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf die edding International GmbH verschmolzen.

Die edding International GmbH hat sich mit Datum vom 3. April 2017 an der Prismade Labs GmbH, Chemnitz, mit 25,1 % beteiligt und übt somit einen maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen aus. Die Gesellschaft wird daher aufgrund von IAS 28.5 ff. nach der Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Der Gegenstand des Unternehmens besteht in der Forschung und Entwicklung gedruckter Elektronik. Die Anschaffungskosten für den 25,1%-igen Kapitalanteil betrugen TEUR 258. Nachträgliche Anschaffungskosten sind im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 250 durch das Erreichen des ersten Meilensteines angefallen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Wir verweisen hierfür auf die Textziffern 11, 23 und 45.

5 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Ein nach Überprüfung der angesetzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der erbrachten Gegenleistung verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen.

Aktive Unternehmen, bei denen die edding AG einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen handelt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Grundsätzlich wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der edding Konzern das Beteiligungsunternehmen nicht beherrscht, jedoch mindestens 20 % der Stimmrechte ausübt, es sei denn diese Annahme kann eindeutig wiederlegt werden. Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen wie bei Unternehmenszusammenschlüssen ermittelt. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden wesentliche Bewertungsabweichungen gegenüber den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des edding Konzerns angepasst und bei der Fortschreibung des Eigenkapitalanteils berücksichtigt

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

6 Währungsumrechnung

In ausländischer Währung aufgestellte Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet

Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt. Die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ersichtlich.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs Durchschnittkurs
Währungsraum 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
--- --- --- --- --- ---
Großbritannien GBP 0,89 0,86 0,88 0,82
Japan JPY 135,01 123,40 127,32 120,42
Mexiko MXN 23,66 21,77 21,37 20,68
Türkei TRY 4,55 3,71 4,14 3,35
Argentinien ARS 22,32 16,71 19,12 16,46
Kolumbien COP 3.574,04 3.127,34 3.356,88 3.339,73
Brasilien BRL 3,97 3,43 3,61 3,86
Diverse USD 1,20 1,05 1,14 1,10

7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt

Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Werthaltigkeits-Test geprüft.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Bei den Betriebs- und Geschäftsgebäuden inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgen die Abschreibungen über die Nutzungsdauer unter Berücksichtigung eines kalkulierten Restwertes, sofern dieser wesentlich ist

Wertminderung

Bei allen immateriellen Vermögenswerten sowie allen Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres bei Vorliegen eines „triggering event" systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser ZGE ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der ZGE den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss") vor. Für Zwecke des Werthaltigkeits-Tests wird der erzielbare Betrag der ZGE in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital [WACC]) von 8,26 % (Vorjahr: 7,36 %) verwendet. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozu- und Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der ZGE erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der ZGE verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert.

Bei der Validierung der für die ZGE ermittelten Nutzungswerte werden die wesentlichen Parameter jeder ZGE jährlich überprüft. Zusätzlich werden die für das DCF-Modell herangezogenen wesentlichen Annahmen einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Nutzungswerte zu testen. Die erzielbaren Beträge aller im edding Konzern getesteten ZGE lagen deutlich über ihren jeweiligen Buchwerten. Lediglich für unsere Tochtergesellschaft in Argentinien wurde bereits in Vorjahren das Anlagevermögen außerplanmäßig abgeschrieben und eine Wertaufholung war angesichts weiterer operativer Fehlbeträge und geringer Auslastung nicht vorzunehmen.

Daher ist das Management der Ansicht, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE des edding Konzerns nicht zu einer Wertminderung führen würden und es wurde auf die Darstellung einer Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht im Rahmen der Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden entsprechen denen der eigengenutzten Immobilien.

Leasing

Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Dem gegenüber liegt bei Operating-Lease-Verträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingzahlungen werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden bei Zugang in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzanlagen

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis als Teil des Finanzergebnisses unter „Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen" ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Diese werden zu Anschaffungskosten nach IAS 39.46 (c) bilanziert, da ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 werden hauptsächlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften sowie Devisentermingeschäften abgesichert. Des Weiteren wurden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps im Vorjahr gesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) gemäß IFRS 13. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil erfolgswirksam in die Konzerngewinn-und -verlustrechnung umgegliedert.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends bewertet. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Für wertpapiergebundene Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, wird die Bewertung der Verpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte durchgeführt, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.

Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig feststeht, werden als abgegrenzte Schulden („accruals") unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Für das Geschäftsjahr 2017 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewendet, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 in der EU zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2017 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2017 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete und von der Europäischen Union anerkannte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard / Interpretation Inhalt der Neuerung / Überarbeitung Anwendungspflicht
Änderungen von Standards
IAS 7 Angabeninitiative: Kapitalflussrechnung 01.01.2017 (EU)
IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 01.07.2017 (EU)
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2012 - 2014) nur IFRS 12 01.01.2017 (EU)

Die Änderungen an IAS 7 „Kapitalflussrechnung" beinhalten im Wesentlichen zusätzliche Angabepflichten zu den Ursachen von Veränderungen finanzieller Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten in einer Überleitungsrechnung. Die zusätzlichen Angaben wurden per 31. Dezember 2017 erstmalig im Konzernanhang berücksichtigt

Die anderen erstmalig anzuwendenden Änderungen von Standards hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der edding AG.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard / Interpretation Inhalt der Neuerung / Überarbeitung Anwendungspflicht Übernahme durch EU erfolgt Voraussichtliche Auswirkungen
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen 01.01.2018 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 01.01.2019 nein keine
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2021 nein keine
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten verschoben nicht geplant keine
Änderungen von Standards
IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 01.01.2018 nein keine
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung aktienbasierter Vergütungstransaktionen 01.01.2018 ja keine
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 01.01.2018 ja keine
IFRS 15 Datum des Inkrafttretens 01.01.2018 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
IFRS 15 Klarstellungen 01.01.2018 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2014 - 2016) nur IAS 28 und IFRS 1 01.01.2018 ja keine
IAS 19 Plananpassung, -kürzung oder -abgeltung 01.01.2019 nein keine wesentlichen Auswirkungen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: langfristige Anteile 01.01.2019 nein keine
IFRS 9 Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer Vorfälligkeitsentschädigung 01.01.2019 nein Siehe nachfolgende Erläuterungen
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2015 - 2017) 01.01.2019 nein keine
IFRS 10 / IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögens- werten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture verschoben verschoben Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des endgültigen Standards findet bisher keine Auswertung der Auswirkungen statt.

IFRS 9 „Finanzinstrumente"

Am 24. Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 „Finanzinstrumente" herausgegeben. Der Standard ist ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend in der EU anzuwenden und ersetzt den bisherigen Standard IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Der IFRS 9 wird erstmalig im Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 angewendet. Auf die Anpassung von Vorjahreszahlen wird gemäß der Übergangsvorschriften verzichtet. Im Folgenden werden die erwarteten Auswirkungen der Erstanwendung dargestellt:

IFRS 9 enthält ein neues Modell zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die finanziellen Vermögenswerte des edding Konzerns entfallen zum überwiegenen Großteil auf die Kategorie „Darlehen und Forderungen" gemäß IAS 39. Unter IFRS 9 werden diese finanziellen Vermögenswerte der Kategorie „Fortgeführte Anschaffungskosten" zugeordnet Aus der neuen Klassifizierung der finanziellen Verbindlichkeiten werden keine Änderungen erwartet.

Ebenso wird ein neues Modell zur Erfassung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Das bisherige „Incurred Loss-Modell" wird durch ein stärker auf die Zukunft ausgerichtetes „Expected Credit Loss-Modell" abgelöst Der edding Konzern wird für die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den sogenannten „vereinfachten Ansatz" anwenden. Sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag ist eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Kreditausfalls über die Gesamtlaufzeit zu erfassen. Eine entsprechende Wertminderungsmatrix wurde entwickelt Durch die im Rahmen der Implementierung und Anwendung des neuen Modells verbesserten Erkenntnisse zu den tatsächlichen Ausfallrisiken werden zum 1. Januar 2018 um TEUR 85 geringere Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erwartet Der Anpassungseffekt wird gemäß IFRS 9.7.2.15 im Erstanwendungszeitpunkt erfolgsneutral im Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen erfasst Für die Bewertung von anderen finanziellen Vermögenswerten werden keine wesentlichen Änderungen der Höhe der Risikovorsorge erwartet

Darüber hinaus sieht IFRS 9 zwar keine grundlegenden Änderungen der bisherigen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen vor. Allerdings zielt der Standard darauf ab, die Risikomanagementaktivitäten angemessener abzubilden und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zu flexibilisieren. Eine für den edding Konzern relevante Neuerung stellt insbesondere die Möglichkeit dar, die Veränderung des Zeitwerts einer Währungsoption oder der Zinskomponente eines Devisentermingeschäfts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. edding wird jedoch von der Übergangsvorschrift aus IFRS 9.7.2.21 Gebrauch machen, weiterhin die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IAS 39 anstelle der Vorschriften der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IFRS 9 anzuwenden. Daher werden im edding Konzern zum 1. Januar 2018 keine Effekte aus der Änderung der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erwartet

Zudem wurde die bisherige Möglichkeit des IAS 39.46 (c) zur Bewertung nicht notierter Eigenkapitalinstrumente mit den Anschaffungskosten nicht in IFRS 9 übernommen. Stattdessen ist IFRS 9 folgend zukünftig ein beizulegender Zeitwert zu bestimmen, auch wenn dieser nur eine geringe Verlässlichkeit aufweist Der edding Konzern weist zum 31. Dezember 2017 zu Anschaffungskosten bewertete Anteile an anderen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.482 aus. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Anteile an diesen Unternehmen keine wesentlichen stillen Reserven oder Lasten enthalten, so dass wir nach aktueller Einschätzung keine wesentliche Auswirkung aus der erstmaligen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten. Die Eigenkapitaltitel können nach IFRS 9 entweder als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als aufwands- oder ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. edding wird Eigenkapitaltitel erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis abbilden.

Die Anhangangaben zu den finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten werden sich ebenfalls umfangreich ändern. Daher wurden im Rahmen des Umstellungsprojektes sowohl qualitative Anpassungen der Anhangangaben für Konzernabschlüsse ab 2018 vorgenommen als auch Datenabfragen bei den Konzerngesellschaften angepasst, um den neuen quantitativen Anforderungen gerecht werden zu können.

IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

Am 28. Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sowie am 11. September 2015 und am 12. April 2016 einen Änderungsstandard zu IFRS 15 herausgegeben. Der Standard wird erstmalig im Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 verpflichtend angewendet Wir haben die Analyse der Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss abgeschlossen und erwarten im Zusammenhang mit dem neuen Standard insbesondere Änderungen des Ausweises der Werbekostenzuschüsse. Hinsichtlich des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung werden sich keine relevanten Änderungen ergeben.

Die in den Vereinbarungen mit unseren Kunden enthaltenen allgemeinen Listungsgebühren, umsatzabhängigen Werbekostenzuschüsse sowie bestimmte marketingbezogene Werbekostenzuschüsse werden ab dem Geschäftsjahr 2018 als Erlösschmälerung direkt vom Umsatz abgesetzt und von den übrigen marketingbezogenen Werbekostenzuschüssen, die weiterhin innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden, separiert. Diese Umgliederung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Umsatzerlöse führt im Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung zu einer deutlichen Reduzierung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, hat aber in Summe keine Auswirkungen auf das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Wir gehen derzeit davon aus, dass die im Konzernabschluss 2017 erfassten Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse von TEUR 9.425 in einem Umfang von rund 90 % bis 100 % nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen sind. Auf Basis des Geschäftsjahres 2017 wären um rund TEUR 8.483 bis TEUR 9.425 geringere Umsatzerlöse auszuweisen. Für das Erstanwendungsjahr 2018 wird von einer Auswirkung in vergleichbarer Höhe ausgegangen. Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wird edding im Erstanwendungsjahr 2018 die Vergleichsperiode nach den neuen Regeln des IFRS 15 retrospektiv angepasst berichten.

Es werden in den Konzernabschlüssen ab 2018 deutlich umfangreichere Anhangangaben zu beachten sein. Die Anhangangaben werden voraussichtlich weitaus unternehmensspezifischere Erläuterungen und quantitativ tiefergehende Darstellungen zu den Umsatzströmen des edding Konzerns beinhalten.

IFRS 16 „Leasing"

Am 13. Januar 2016 hat das IASB IFRS 16 „Leasing" herausgegeben. Der Standard ist erstmals ab dem Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist bei gleichzeitiger Anwendung des IFRS 15 zulässig, jedoch von edding nicht beabsichtigt worden. Der Standard stellt eine umfassende Änderung in Bezug auf die Erfassung, Bewertung und Darstellung von Leasingverhältnissen insbesondere beim Leasingnehmer dar. Bisher wird ein Großteil der Leasingverhältnisse nicht in der Bilanz berücksichtigt, da es sich um sogenannte Operate-Leasingvereinbarungen handelt Nach IFRS 16 sind alle Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers abzubilden, die bisherige Unterscheidung zwischen Operate-Lease- und Finance-Lease entfällt. Der Leasingnehmer bilanziert stattdessen ein Nutzungsrecht an dem geleasten Vermögenswert und damit einhergehend die vertraglich noch erwarteten Leasingzahlungen. edding hat bereits im Geschäftsjahr 2014 die Auswirkung des neuen Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysiert. Wir sind der Meinung, dass diese Ergebnisse auch für das Geschäftsjahr 2017 eine hinreichend genaue Analyse ermöglichen, da sich der Umfang der Leasingverträge und die Entwicklung der Bilanzsumme ungefähr im Gleichklang bewegt haben. Daher erwarten wir für das Erstanwendungsjahr 2019 derzeit folgende Entwicklungen:

Durch die Bilanzierung nahezu aller Leasingverhältnisse wird die Bilanzsumme des edding Konzerns voraussichtlich um circa 3 % bis 8 % steigen. Dabei wirkt sich insbesondere die Aktivierung von sogenannten Nutzungsrechten für die Leasinggegenstände auf das Sachanlagevermögen aus. Dieses wird sich voraussichtlich um 10 % bis 20 % erhöhen. Gleichzeitig erhöhen sich die lang- und kurzfristigen Schulden aus ausstehenden Leasingzahlungen. Die langfristigen Schulden werden voraussichtlich um 50 % bis 60 % anwachsen, während hingegen die kurzfristigen Schulden um rund 10 % steigen. Da die Nutzungsrechte auch bei nur noch geringer Restlaufzeit als langfristige Vermögenswerte auszuweisen sind, die in den nächsten zwölf Monaten erwartete Leasingzahlung jedoch als kurzfristige Schuld zu bilanzieren ist, erwarten wir eine geringfügige Verschlechterung von Liquiditätskennzahlen, die jedoch keinen Einfluss auf die tatsächliche Zahlungsfähigkeit des edding Konzerns hat Ein Risiko für zum Beispiel Financial Covenants oder Refinanzierungsmöglichkeiten sehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand nicht

Die Analyse der Änderungen auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2014 ergab, dass Auswirkungen auf das Jahresergebnis des edding Konzerns in geringer Größenordnung zu erwarten sind. Allerdings wird es zu Veränderungen des Ausweises in verschiedenen Positionen der Konzerngewinn- und -verlustrechnung kommen. Die Abschreibungen werden durch die planmäßigen Abschreibungen der zukünftig zu aktivierenden Nutzungsrechte zum Erstanwendungszeitpunkt deutlich um voraussichtlich 65 % bis 75 % steigen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die bisherigen Operate-Leasingaufwendungen enthalten, werden sich hingegen um circa 4 % bis 8 % verringern. Die Zinsaufwendungen werden voraussichtlich um circa 30 % bis 45 % ansteigen und sich entsprechend auf das Finanzergebnis auswirken. Gegenläufig wird sich das Konzern EBIT voraussichtlich in einer Bandbreite zwischen 2 % und 4 % erhöhen, da sich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stärker im operativen Ergebnis auswirken wird als der Anstieg der Abschreibungen. Die dargestellten Auswirkungen werden auch zu Verschiebungen innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung zwischen dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führen, wobei der neue Standard keine Auswirkungen auf den Finanzmittelbestand insgesamt haben wird.

Der edding Konzern wird im Jahr 2018 das Umsetzungsprojekt zu IFRS 16 finalisieren und in diesem Zuge die detaillierten Auswirkungen auf die Anhangangaben des Konzernabschlusses 2019 ermitteln.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

8 Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung in den Jahren 2017 und 2016 sind unter Textziffer 2 dargestellt

Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrifft die niederländische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr: TEUR 2.754). Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeits-Test nach IAS 36 unterzogen, wobei die Nutzungswerte der Tochtergesellschaften die erzielbaren Beträge darstellen. Für die Beschreibung der Vorgehensweise, der relevanten Parameter und der Sensitivitätsanalyse verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Textziffer 7.

Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich aus dem Werthaltigkeits-Test des auf die niederländische Tochtergesellschaft entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerts kein Abwertungsbedarf.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da die Voraussetzungen gemäß IAS 38 nicht erfüllt werden konnten. Die Summe der im Geschäftsjahr 2017 angefallenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben beträgt TEUR 823 (Vorjahr: TEUR 1.173), die wie im Vorjahr vollständig aufwandswirksam erfasst wurden.

9 Sachanlagen

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 2.000 (Vorjahr: TEUR 2.500).

Hinsichtlich der Immobilien in Wunstorf und Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) für die Immobilie in Wunstorf und mit TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953) für die Immobilie in Bautzen. Zum Stichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt.

Zum 31. Dezember 2017 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 114) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr 2017 TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 32) erfolgswirksam aufgelöst werden.

10 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

In der Bilanzposition „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" wird ein nicht mehr selbst genutztes und nunmehr zur Vermietung gehaltenes Lagergebäude am Verwaltungssitz der edding AG und der dazugehörige Grundstücksanteil ausgewiesen.

Der auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entfallende Grundstücksanteil dient als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Textziffer 9).

Im Geschäftsjahr wurden Mieteinahmen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 226) erzielt Der Leasingvertrag ist den Regelungen des IAS 17 folgend als Operating-Lease zu klassifizieren. Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 6).

Aus dem bestehenden ordentlich unkündbaren Mietverhältnis im Wege des Operating-Leasing werden folgende Mietzahlungen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in den nächsten Jahren erwartet:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
bis 1 Jahr 226 226
1 - 5 Jahre 461 686
über 5 Jahre - -
687 912

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt abgeleitet aus einem Immobilienwertgutachten TEUR 2.889 (Vorjahr: TEUR 2.889). Das Gutachten wurde in 2013 von einem externen Sachverständigen nach dem Ertragswertverfahren erstellt. Für Zwecke der Bewertung müssen Gutachter Faktoren, wie künftig zu erzielende Mieterträge und anzuwendende Kalkulationszinssätze, schätzen, die unmittelbar Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben. Im Berichtsjahr 2017 gab es keine wesentliche Änderung des beizulegenden Zeitwerts.

11 Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen

Die Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen entfallen ausschließlich auf das Unternehmen Prismade Labs GmbH, Chemnitz. Der edding Konzern hat sich mit Datum vom 3. April 2017 mit 25,1 % an dieser Gesellschaft, deren Gegenstand in der Forschung und Entwicklung gedruckter Elektronik besteht, beteiligt Haftungs- oder Verlustübernahmeerklärungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht und sind auch für die Zukunft nicht geplant. Das wirtschaftliche Risiko ist aus Sicht des edding Konzerns gering. Bezüglich einer Finanzierungszusage zu Gunsten von Prismade Labs GmbH wird auf Textziffer 23 verwiesen.

Die Entwicklung der Buchwerte der at-equity bilanzierten Beteiligung ist im Anlagenspiegel unter Textziffer 2 dargestellt Die Zugangskonsolidierung der at-equity Beteiligung erfolgte im April 2017. Die Kaufpreisaufteilung im Anschaffungszeitpunkt ergab einen Goodwill in Höhe von TEUR 12, der im equity-Ansatz enthalten ist

Im weiteren Jahresverlauf wurde im Geschäftsjahr 2017 ein negativer Ergebnisanteil aus at-equity bilanzierten Beteiligungen in Höhe von TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 0) erfasst. Ein über die quotale Verlustzuweisung hinausgehender Wertminderungsaufwand im Rahmen des Werthaltigkeits-Tests der Beteiligung fiel im Geschäftsjahr 2017 nicht an.

Folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die aggregierten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die aggregierten Bilanzdaten:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Erträge und Erlöse 109 -
Jahresergebnis -267 -
Langfristige Vermögenswerte 12 -
Kurzfristige Vermögenswerte 305 -
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 53 -
Nettovermögen 264 -
Anteilsquote in Prozent 25,10 -
Anteiliges Nettovermögen 66 -

12 Sonstige Finanzanlagen

Die Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.482 (Vorjahr: TEUR 3.482) zu Anschaffungskosten bilanziert.

Zum 31. Dezember 2014 hatte der edding Konzern Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von TEUR 3.440 ausgewiesen, die ausschließlich auf das Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, entfielen. Da der edding Konzern zum 31. Dezember 2015 trotz unveränderter Stimmrechtsquote sowie der Besetzung eines Aufsichtsratspostens seinen maßgeblichen Einfluss nicht mehr im Sinne des IAS 28 ausüben konnte, musste die Bilanzierung at-equity beendet werden und die Beteiligung wurde ab dem 31. Dezember 2015 gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert mit den Anschaffungskosten nach IAS 39.46 (c) ausgewiesen und mit TEUR 3.334 bewertet Zum 31. Dezember 2017 wird die Beteiligung weiterhin als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert ausgewiesen, da nach erfolgter Überprüfung der Kriterien des IAS 28 nach wie vor kein maßgeblicher Einfluss auf die Beteiligung vorliegt

13 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.759 2.971
Unfertige Erzeugnisse 684 689
Fertige Erzeugnisse und Waren 24.451 26.043
27.894 29.703

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 3.786 (Vorjahr: TEUR 3.402). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

Die Wertberichtigungen werden für mangelnde Gängigkeit, zu hohe Reichweiten, individualisierte Einschätzungen und zur Berücksichtigung niedrigerer Marktpreise am Bilanzstichtag (Grundsatz der verlustfreien Bewertung) gebildet Im Geschäftsjahr 2017 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 395 (Vorjahr: TEUR 405) aufwandswirksam wertberichtigt In Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 160) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam aufgelöst

14 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.435 22.868
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.372 6.560
28.807 29.428
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 23.964 24.518
über 1 Jahr 4.843 4.910

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
TEUR
--- --- --- ---
Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig
--- --- --- ---
Finanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.568 520 1.048
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 1.459 491 968
davon Mitarbeiterdarlehen 404 333 71
davon Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 89 89 -
davon Forderungen Lieferanten 519 - 519
davon Mietkautionen 221 58 163
davon Übrige 225 11 214
Derivate 109 29 80
Wertpapiere (zu Handelszwecken gehalten) - - -
Nichtfinanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.804 4.323 481
Aktivwerte von Versicherungen / Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 4.353 4.323 30
Umsatzsteuerforderungen 335 - 335
Geleistete Anzahlungen 33 - 33
Übrige 84 - 84
6.372 4.843 1.529
31.12.2016
TEUR
--- --- --- ---
Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig
--- --- --- ---
Finanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.437 962 1.475
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 1.369 597 772
davon Mitarbeiterdarlehen 456 400 56
davon Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 141 141 -
davon Forderungen Lieferanten 379 - 379
davon Mietkautionen 146 56 90
davon Übrige 247 - 247
Derivate 884 365 519
Wertpapiere (zu Handelszwecken gehalten) 184 - 184
Nichtfinanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.123 3.852 271
Aktivwerte von Versicherungen / Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 3.782 3.782 -
Umsatzsteuerforderungen 198 70 128
Geleistete Anzahlungen 21 - 21
Übrige 122 - 122
6.560 4.814 1.746

Zum 31. Dezember 2017 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.099 (Vorjahr: TEUR 1.870).

In den sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 99) wertberichtigt. Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 1.870 1.413
Inanspruchnahme -572 -267
Auflösung -626 -111
Aufwandswirksame Zuführungen 272 721
Währungsumrechnung 155 114
Stand 31.12. 1.099 1.870

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Weder überfällig noch wertgemindert 19.415 19.267
Überfällig, nicht einzelwertberichtigt in folgenden Zeitbändern:
< 1 Monat 2.683 2.851
1 - 3 Monate 315 450
3 - 6 Monate -25 189
6 -12 Monate 53 15
> 12 Monate -6 96
Summe 3.020 3.601
Einzelwertberichtigte Forderungen, die nicht überfällig sind - -
Buchwert (netto) 22.435 22.868

Bei den 3 bis 6 Monate beziehungsweise über 12 Monate überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sind im Geschäftsjahr 2017 noch nicht verrechnete Gutschriften in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 0) beziehungsweise TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, so dass das entsprechende Zeitband in Summe einen negativen Wert aufwies.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen zum Bilanzstichtag bis auf die wertberichtigten Salden keine überfälligen Ansprüche.

15 Flüssige Mittel

Als flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 25.122 (Vorjahr: TEUR 17.055) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten.

16 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

17 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2017 ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück (Vorjahr: 600.000 Stück) Stammstückaktien und 473.219 Stück (Vorjahr: 473.219 Stück) Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Gemäß § 19 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine um 2 % (Vorjahr: 2 %) höhere Dividende als die Inhaber von Stammaktien, jedoch mindestens eine Dividende in Höhe von 4 % (Vorjahr: 4 %) des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrages des Grundkapitals. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Vorwegausschüttung von mindestens 4 % (Vorjahr: 4 %) auf die Vorzugsaktien aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachgezahlt, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Das Nachzahlungsrecht ist Bestandteil des Gewinnanteils desjenigen Geschäftsjahres, aus dessen Bilanzgewinn die Nachzahlung auf die Vorzugsaktien gewährt wird.

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir zudem auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen. Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 werden vollständig erfolgsneutral in einer hierfür vorgesehenen Rücklage im Eigenkapital erfasst Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Zudem wird im Eigenkapital unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Derivaten, welche die Voraussetzungen der Designation zum Cashflow Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften.

Weitere Angaben zu den Gesellschaften befinden sich unter Textziffer 44.

31.12.2017 31.12.2016
Kapitalanteil Kapitalanteil
--- --- --- --- --- ---
Konzerngesellschaft Mitgesellschafter % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
edding Colombia S.A.S. lokales Management 40 -132 40 -50
edding Japan Inc. 1 lokales Management - - - -
-132 -50

1 Die Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 geschlossen.

Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil. Die den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugewiesenen Anteile am Konzernjahresergebnis und am sonstigen Ergebnis sowie die ihnen zugewiesenen Dividendenanteile werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ausgewiesen. Der auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallende Ergebnisbeitrag aus dem sonstigen Ergebnis entfällt auf die Währungsumrechnung. Nachfolgend werden die zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen dargestellt

edding Colombia S.A.S. edding Japan Inc.1
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Erlöse und Erträge 3.125 3.144 - 27
Aufwendungen 3.539 3.384 - 70
Jahresergebnis - Anteil edding Konzern -248 -144 - -33
Jahresergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -166 -96 - -12
Langfristige Vermögenswerte 412 612 - -
Kurzfristige Vermögenswerte 3.144 3.264 - -
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 4 1.506 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 3.883 2.496 - -
Eigenkapital - Anteil edding Konzern -199 -75 - -
Eigenkapital - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -132 -50 - -
Dividendenanteile nicht beherrschender Gesellschafter - - - -161

1 Die Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 geschlossen.

Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten keine besonderen Schutzrechte. Garantiezahlungen sind nicht vereinbart. Der Zugriff auf Vermögenswerte der Tochterunternehmen ist nicht beschränkt Der edding Konzern haftet für die Kontokorrentverbindlichkeiten der kolumbianischen Tochtergesellschaft in Höhe von maximal TEUR 1.800 (Vorjahr: maximal TEUR 1.800). Die Kreditlinie wurde durch die Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 mit TEUR 1.435 (Vorjahr: TEUR 1.487) in Anspruch genommen.

18 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG sowie die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V.D. Ledermann & Co. GmbH haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt

Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method") versicherungsmathematisch berechnet Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.324 (Vorjahr: TEUR 3.782). Auch für die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen liegt kein Planvermögen vor.

Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Mitarbeiter und zu einem geringen Teil für die Vorstände durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen. Den Wertpapierrisiken wird dadurch begegnet, dass die Versorgungspläne regelmäßig überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Das Wertpapierportfolio wird durch einen professionellen Vermögensverwalter gemanagt. Dabei wird der Wert der Wertpapiere kontinuierlich beobachtet und Gegenmaßnahmen werden noch vor Unterschreitung des auf Basis der Mindestverzinsung errechneten Wertes eingeleitet

Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Pensionszusagen auf:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert nicht wertpapiergebundener Pensionszusagen 8.607 8.841
Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen 4.324 3.782
Anwartschaftsbarwert = Bilanzwert 12.931 12.623

Die Pensionsrückstellungen enthalten im Geschäftsjahr 2017 versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 759 (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne von TEUR 1.490). Im Bereich der nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen führte im Vorjahr ein bedauerlicher Todesfall zu einer Überprüfung der Angemessenheit verwendeter versicherungsmathematischer Parameter bei einer Einzelzusage für ehemalige Vorstandsmitglieder. In diesem Zusammenhang wurde die in Vorjahren zur Kalkulation einer Witwenrente verwendete Kollektivmethode durch die versicherungsmathematische Individualmethode für diese Einzelzusage seit dem 31. Dezember 2016 ersetzt. Die Anpassung der Bewertungsparameter führte im Vorjahr zu einem deutlich niedrigeren Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Einmaleffekt war zum wesentlichen Teil als finanzmathematischer Gewinn direkt im Eigenkapital zu erfassen.

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. 12.623 15.227
Laufender / nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 327 184
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 174 300
Wertänderung der zusätzlichen Verpflichtung aus Wertpapieren 281 -396
Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste 759 -1.490
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen -1.282 -1.230
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 49 28
Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. 12.931 12.623

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) Mitglieder des Vorstands.

In den Anwartschaftsbarwerten sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 3.889 (Vorjahr: kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 3.130) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus Bestandsänderungen sowie der Veränderung von Zins- und Trendannahmen (Vorjahr: Bestandsänderungen, Veränderung von Zins- und Trendannahmen sowie dem erläuterten Wechsel von der Kollektiv- auf die Individualmethode bei einer Einzelzusage).

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2017 31.12.2016
Abzinsungssatz 1,5 %- 2,0% 1,4 %- 1,9 %
Gehaltsteigerungstrend 0,0 % 0,0 %
Rentensteigerungstrend 0,0 % - 1,8 % 0,0 % - 1,8 %

Weiter dienten als Basis für die Berechnung wie auch im Vorjahr die Sterbetafeln "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltsteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden und beträgt Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis (Entwicklung der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen angeschafften Wertpapiere) ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (laufender / nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand) 327 184
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 174 300
Nettopensionsaufwand 501 484

Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 2.130 (Vorjahr: TEUR 2.043). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.

Eine Veränderung der oben aufgeführten Berechnungsparameter um 25 Basispunkte (Vorjahr: 50 Basispunkte) im Rahmen des Abzinsungssatzes beziehungsweise 25 Basispunkte (Vorjahr: 25 Basispunkte) in Bezug auf den Rentensteigerungstrend würde den Anwartschaftsbarwert um die folgenden Beträge erhöhen beziehungsweise vermindern:

Anstieg / Rückgang Anwartschaftsbarwert
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Veränderung der DBO Basispunkte Basispunkte TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Abzinsungsatz -25 -50 240 501
+ 25 + 50 -231 -464
Rentensteigerungstrend + 25 + 25 111 119
-25 -25 -108 -117

Die Veränderung der Lebenserwartung um ein Jahr hätte folgende Auswirkungen:

Anwartschaftsbarwert
31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- ---
Veränderung der DBO Anstieg / Rückgang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Lebenserwartung + 1 Jahr 743 751
- 1 Jahr -704 -712

Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt nach den gleichen versicherungsmathematischen Methoden wie die Berechnung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts haben Erhöhung und Senkung der Zinssätze nicht den gleichen absoluten Effekt. Bei gleichzeitiger Änderung mehrerer Annahmen entspricht der kumulierte Effekt nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte. Des Weiteren verhält sich die Änderung des Anwartschaftsbarwerts nicht notwendigerweise linear zu einer Änderung der Annahmen.

Für das Geschäftsjahr 2018 werden Arbeitgeberbeiträge zu leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 185) erwartet.

Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der Leistungsverpflichtung beträgt 12,4 Jahre (Vorjahr: 12,8 Jahre). Die im Geschäftsjahr 2017 in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungsauszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2017
TEUR
--- ---
Erwartete Leistungsauszahlungen
2018 1.480
2019 1.195
2020 1.056
2021 1.007
2022 992
2023 - 2027 3.282

Die im Vorjahr in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungsauszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2016
TEUR
--- ---
Erwartete Leistungsauszahlungen
2017 1.418
2018 1.141
2019 1.073
2020 949
2021 905
2022 - 2026 3.420

19 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige langfristige Rückstellungen Sonstige kurzfristige Rückstellungen
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.012016 546 389
Inanspruchnahme -96 -404
Auflösung - -
Währungsumrechnung -2 35
Zuführung 875 -
Stand 31.122016 1.323 20
Inanspruchnahme -111 -
Auflösung -1 -
Währungsumrechnung -5 -
Zuführung 122 5
Stand 31.12.2017 1.328 25

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und bei Renteneintritt zu zahlende Treueprämien an Mitarbeiter. Die Jubiläumsverpflichtungen und Treueprämien sind als „other long term employee benefits" mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 1,95 % (Vorjahr: 1,87 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,00 % p.a. (Vorjahr: 2,00 % p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die Bewertung berücksichtigt in 2017 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 0). Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden bei der Bewertung berücksichtigt

Zum 31. Dezember 2017 beinhalten die kurzfristigen Rückstellungen wie im Vorjahr ausschließlich Gewährleistungsrückstellungen für Ansprüche innerhalb eines Jahres.

20 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die lang- und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von insgesamt TEUR 7.167 (Vorjahr: TEUR 7.990) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.077 4.821
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.577 1.315
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.500 3.506
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Davon Grundpfandrechtlich gesichert 2.000 2.500
Übrige Finanzschulden 3.090 3.169
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.090 3.169
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre - -
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Davon Grundpfandrechtlich gesichert - -

Die übrigen Finanzschulden umfassen im Geschäftsjahr 2017 wie im Vorjahr Kaufpreisverbindlichkeiten aus einer Anteilsübernahme.

21 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.836 3.810
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.836 3.810
Sonstige Verbindlichkeiten 19.311 17.331
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 17.494 15.874
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.585 1.152
Restlaufzeit über 5 Jahre 232 305

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 19.311 17.331
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.905 8.847
Davon originäre finanzielle Verbindlichkeiten 9.816 8.477
Davon derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.089 370
Leistungen an Arbeitnehmer 6.902 6.910
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 632 727
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 334 441
Übrige 538 406

Die originären finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 7.506 (Vorjahr: TEUR 7.013) abgegrenzte Schulden für Kundenboni und Werbekostenzuschüsse.

In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von insgesamt TEUR 16.261 (Vorjahr: TEUR 15.123) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 7.506 7.013
Ergebnisabhängige und einmalige Vergütungen Mitarbeiter 4.990 5.084
Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 1.219 1.105
Übrige 2.546 1.921
16.261 15.123

22 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2017 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 244). Weitere Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse bestanden nicht.

23 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Operating-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark, Lagertechnik und Software sowie um Mietverpflichtungen für Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Leasingverpflichtungen für Immobilien und Mobilien
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.416 2.539
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.904 4.263
Restlaufzeit über 5 Jahre 74 53
7.394 6.855

Im Geschäftsjahr 2017 belief sich der Aufwand aus den Operating-Lease-Verträgen für Immobilien auf TEUR 1.289 (Vorjahr: TEUR 1.291) und für Mobilien auf TEUR 1.068 (Vorjahr: TEUR 1.135). Darin enthalten sind ausschließlich Mindestleasingzahlungen.

Aus wesentlichen langfristigen Dienstleistungsverträgen für ausgelagerte Logistikdienstleistungen erwartet der edding Konzern folgende Mindestverpflichtungen mit den nachfolgenden Fälligkeiten:

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Erwartete Mindestverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen
bis 1 Jahr 2.041 1.393
1 - 5 Jahre 2.075 2.580
über 5 Jahre - -
4.116 3.973

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen als Leasinggeber, die in den Jahren 2018 bis 2022 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 227 (Vorjahr: Fälligkeit von TEUR 368 in den Jahren 2017 bis 2021). Künftige Mieteinnahmen, die der edding Konzern als Leasinggeber aus bestehenden Operating-Lease-Verträgen im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilen erwartet, werden unter Textziffer 10 aufgeführt und sind hier nicht enthalten.

Darüber hinaus bestehen Finanzierungszusagen in Höhe von TEUR 500. Die Finanzierungszusagen betreffen die Beteiligung an der Prismade Labs GmbH. Es handelt sich dabei um aufschiebend bedingte Eigenkapitalzuführungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft, die voraussichtlich innerhalb des nächsten Geschäftsjahres zahlbar werden. Diese Zuzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft sind abhängig von dem Erreichen festgelegter Meilensteine und sind in Teilbeträgen zu leisten. Sollte ein Meilenstein nicht erreicht werden, entfällt die Verpflichtung zur Zuzahlung in Höhe des Betrags, der vom Erreichen dieses Meilensteins abhängt.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

24 Umsatzerlöse

2017 2016 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 43.916 42.988 928 2,2
Übriges Europa 49.669 49.030 639 1,3
Übersee 9.827 9.725 102 1,0
103.412 101.743 1.669 1,6
Visuelle Kommunikation
Inland 17.401 15.740 1.661 10,6
Übriges Europa 19.109 17.997 1.112 6,2
Übersee 1.023 747 276 36,9
37.533 34.484 3.049 8,8
Partnermarken und sonstige Erlöse 7.490 6.787 703 10,4
Konzern gesamt 148.435 143.014 5.421 3,8

25 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Posten Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR -21 (Vorjahr: TEUR +190) beinhaltet wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert wurden.

26 Materialaufwand

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 55.495 51.854
Aufwendungen für bezogene Leistungen 482 442
55.977 52.296

27 Personalaufwand / Mitarbeiter

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Inland 25.097 24.803
Ausland 12.251 11.889
37.348 36.692

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 1,8 % (Vorjahr: 3,7 %) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Aufbau von Personal im Inland im Zuge der Umsetzung der Strategie 2020 zurückzuführen. Die im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2017 enthaltenen einmaligen Personalaufwendungen betragen TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 1.520).

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2017 2016
Angestellte
Inland 293 276
Ausland 245 239
Gewerbliche Arbeitnehmer
Inland 42 42
Ausland 47 46
Anzahl Arbeitnehmer 627 603
Auszubildende
Inland 25 26
Ausland - -
652 629

28 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2017 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 50) angefallen. Diese betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Argentinien. Für die in den Vorjahren durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens war angesichts weiterer operativer Fehlbeträge und geringer Auslastung keine Wertaufholung vorzunehmen. Das Anlagevermögen in Argentinien ist daher zum 31. Dezember 2017 in Höhe von umgerechnet TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 287) vollständig abgeschrieben.

29 Sonstige betriebliche Erträge

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 1.624 846
Währungskursgewinne (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 1.411 3.162
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 626 111
Mieterträge 502 479
Werbekostenzuschüsse 240 186
Kooperationserlöse 128 113
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 81 -
Erträge aus Stromeinspeisung 73 78
Erträge aus Investitionszulagen 27 32
Erträge aus Anlagenabgängen 23 53
Übrige Erträge 611 552
5.346 5.612

30 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Werbe- und Marketingkosten 15.086 14.846
Fracht- und Logistikkosten 6.840 6.592
Währungskursverluste (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 4.415 4.319
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 3.140 3.217
Fuhrparkkosten 2.362 2.096
Personalnebenkosten 2.219 1.984
Raumkosten 2.028 2.086
IT-Kosten 1.548 1.675
Reisekosten 1.380 1.271
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) 1.289 1.291
Delkredere-Provisionen 1.019 943
Versicherungen 645 566
Kommunikationsaufwendungen 641 607
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen 272 721
Übrige Aufwendungen 3.247 3.406
46.131 45.620

Die Werbe- und Marketingkosten sind im Vorjahresvergleich planmäßig als Folge des weiteren Ausbaus der Geschäftstätigkeit angestiegen.

Den Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 4.415 (Vorjahr: TEUR 4.319) stehen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 1.411 (Vorjahr: TEUR 3.162) gegenüber. In Summe hat sich das Währungsergebnis von TEUR -1.157 auf TEUR -3.004 verringert, was zum einen auf die Währungskursentwicklung des Euro zum US-Dollar beziehungsweise des Euro zum Japanischen Yen und die damit zusammenhängende Wertentwicklung der in US-Dollar denominierten Vermögenswerte und der Euro/US-Dollar-und Euro/Yen-Währungsabsicherungsgeschäfte des edding Konzerns zurückzuführen ist Zum anderen trugen die in 2017 erfolgten Abwertungen der Landeswährungen in der Türkei, Kolumbien und Argentinien im Verhältnis zum US-Dollar und zum Euro maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Die Aufwendungen und Ausbuchungen von Forderungen entfielen im Vorjahr zu einem maßgeblichen Anteil auf unsere türkische Tochtergesellschaft, die einen größeren Zahlungsausfall eines Kunden in Höhe von TEUR 421 realisierte.

31 Finanzergebnis

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinsen und ähnliche Erträge 47 496
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -812 -758
Zuschreibungen (+) /Abschreibungen (-) auf Wertpapiere 360 -13
Finanzergebnis -405 -275

32 Ertragsteuern

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 3.626 3.871
Latenter Steueraufwand (+) / -ertrag (-) 312 566
3.938 4.437

Im Posten tatsächlicher Steueraufwand werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2017 sind im tatsächlichen Steueraufwand periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 508 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von TEUR 223) enthalten. Diese betreffen vor allem Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre.

Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 564) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 147) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 595 (Vorjahr: TEUR 417). Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 239), die hauptsächlich im Ausland gezahlte Steuervorauszahlungen enthalten. In den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 350) werden mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 155) der kurzfristig fällige Anteil des Körperschaftsteuerguthabens sowie mit TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 195) in Zukunft anrechenbare Steuergutschriften aus einer Mindestbesteuerung ausgewiesen.

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,72 % (Vorjahr: 29,72 %).

Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.714 (Vorjahr: TEUR 2.179) sowie abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 207), welche im Wesentlichen auf das Vorratsvermögen entfallen, wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt. Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren und in Kolumbien nach fünf Jahren. Verlustvorträge werden als Vermögenswert angesetzt, sofern mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet werden kann. Aufgrund der geringen Höhe der auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre aus. Wesentliche Steuereffekte aus nicht ausgeschütteten Gewinnvorträgen in Tochtergesellschaften liegen zum Stichtag nicht vor. Die kumulierten Gewinnvorträge aller Tochterunternehmen belaufen sich auf circa TEUR 5.100 (Vorjahr: circa TEUR 4.200).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 479 (Vorjahr: TEUR -312) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, wie in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzposten zum 31. Dezember 2017 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktiv Aktiv Passiv Passiv
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 91 - 1 3
Sachanlagen - - 1.475 1.620
Sonstige Finanzanlagen - - 5 5
Sonstige langfristige Forderungen - - 16 97
Übrige Vermögenswerte - - 635 518
Langfristige Vermögenswerte 91 - 2.132 2.243
Vorräte 587 647 - -
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 139 178 93 3
Übrige Vermögenswerte 1 - 25 173
Kurzfristige Vermögenswerte 727 825 118 176
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1.204 1.241 - -
Sonstige Rückstellungen 124 131 - -
Finanzschulden 88 92 - -
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 120 178 - -
Langfristige Verbindlichkeiten 1.536 1.642 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 384 250 6 19
Verlustvorträge 92 184 - -
Zwischensumme 2.830 2.901 2.256 2.438
Saldierung -2.160 -2.370 -2.160 -2.370
Bestand laut Konzernbilanz 670 531 96 68

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,72 % (Vorjahr: 29,72 %) erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.580 11.578
Erwarteter Ertragsteueraufwand 3.442 3.450
Abweichende Steuersätze 16 99
Permanente Differenzen 161 177
Nichtansatz / Wertberichtigung steuerlicher Verluste 695 459
Wertberichtigung latenter Steuern aus temporären Differenzen / Nutzung nicht bewerteter temporärer Differenzen 106 23
Periodenfremde Steuern -508 223
Sonstige Abweichungen 26 6
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 3.938 4.437

33 Ergebnis je Aktie

Die Stammaktien der edding AG werden weder börslich noch außerbörslich gehandelt Daher ist die edding AG nach IAS 33.2(b)(i) nicht verpflichtet, Angaben zum Ergebnis je Aktie im IFRS Konzernabschluss zu machen. Die nachfolgenden Angaben zum Ergebnis je Aktie der edding AG nach IAS 33 erfolgen somit auf freiwilliger Basis.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt. Es bestehen keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte. Daher entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 wurde wie folgt ermittelt:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernjahresüberschuss den Aktionären der edding AG zuzurechnen 7.808 7.249
Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Vorzugsdividende 1.017 923
Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Dividende Stammaktien 1.260 1.146
Zwischensumme 5.531 5.180
Anzahl Stammaktien (Stück) 600.000 600.000
Anzahl Vorzugsaktien (Stück) 473.219 473.219
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis
den Stammaktionären zuzurechnen 3.065 2.871
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Vorzugsaktionären zuzurechnen 2.466 2.309
Zwischensumme 5.531 5.180
Ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 2,10 1,91
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 5,11 4,78
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie 7,21 6,69
Ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 2,15 1,95
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 5,21 4,88
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie 7,36 6,83

Bei der Berechnung wurde der satzungsmäßige Dividendenvorteil der Vorzugsaktien gegenüber den Stammaktien in Höhe von 2 % (Vorjahr: 2 %) berücksichtigt Zu den Rechten der verschiedenen Aktiengattungen verweisen wir auf Textziffer 17.

Sonstige Erläuterungen

34 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten — mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente — umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenoptionen und Devisentermingeschäften (Vorjahr: Zinswaps, Devisenoptionen und Devisentermingeschäften) abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Währungsrisiken (Vorjahr: Zins- und Währungsrisiken), die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen. Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 nicht betrieben.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken (Vorjahr: zinsbedingte Cashflow- sowie Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken), die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY) und in geringerem Ausmaß beim US-Dollar (USD). Zur Sicherung setzt der edding Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch die Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso, ARS, sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund, GBP), Türkei (Neue Türkische Lira, TRY) und Kolumbien (Kolumbianischer Peso, COP).

Ferner bestehen Wechselkursrisiken im edding Konzern aus konzerninternen Darlehensbeziehungen. Im Vorjahr wurden erstmals Devisentermingeschäfte für GBP zur Besicherung von Fremdwährungsrisiken aus konzerninterner Beschaffung in Euro abgeschlossen, da seit dem 1. April 2017 ein Großteil der konzerninternen Fakturierung an die britische Konzerngesellschaft in GBP stattfindet. Des Weiteren wird ein Großteil der konzerninternen Beschaffung der türkischen Landesgesellschaft seit Anfang des Jahres 2017 in TRY fakturiert.

Folgende Devisenderivate bestehen zur Sicherung und Minimierung von Fremdwährungsrisiken im edding Konzern:

Übersicht
Devisenderivate Besichertes Währungsrisiko Laufzeit
--- --- ---
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2019
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2018
Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2017
Devisentermingeschäfte JPY Beschaffung in JPY mtl. 2018
Devisenoptionen USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2019
Devisenoptionen USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2018
Devisentermingeschäfte USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2018
Devisentermingeschäfte USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2017
Devisentermingeschäfte GBP Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2019
Devisentermingeschäfte GBP Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2018
Devisentermingeschäfte GBP Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2017
Devisentermingeschäfte COP/USD Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2018
Devisentermingeschäfte COP/USD Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2017
Übersicht Nominalvolumen
Devisenderivate 31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert 720 Mim JPY -
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert 900 Mim JPY 900 Mb. JPY
Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert - 960 Mio. JPY
Devisentermingeschäfte JPY 180 Mio. JPY 180 Mio. JPY
Devisenoptionen USD 4,8 Mio. USD -
Devisenoptionen USD 1,8 Mio. USD 1,8 Mio. USD
Devisentermingeschäfte USD 2,4 Mio. USD 2,4 Mio. USD
Devisentermingeschäfte USD - 5,4 Mio. USD
Devisentermingeschäfte GBP 3,0 Mio. EUR -
Devisentermingeschäfte GBP 1,8 Mio. EUR 1,8 Mio. EUR
Devisentermingeschäfte GBP - 1,8 Mio. EUR
Devisentermingeschäfte COP/USD 4.019,6 Mio. COP -
Devisentermingeschäfte COP/USD - 8.583,4 Mio. COP
Übersicht Marktwert in TEUR
Devisenderivate 31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert -71 -
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert -688 -232
Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert - 395
Devisentermingeschäfte JPY -138 -7
Devisenoptionen USD -94 -
Devisenoptionen USD -7 121
Devisentermingeschäfte USD -79 159
Devisentermingeschäfte USD - 90
Devisentermingeschäfte GBP 29 -
Devisentermingeschäfte GBP 79 28
Devisentermingeschäfte GBP - 34
Devisentermingeschäfte COP/USD -11 -
Devisentermingeschäfte COP/USD - -66

Die Devisenoptionen und die Devisentermingeschäfte für Japanische Yen waren im aktuellen Geschäftsjahr zum Großteil als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting nach IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich wie im Vorjahr auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.

Die Marktwertänderungen von Devisenderivaten, die als Cashflow Hedges designiert sind, werden für den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und zum Zeitpunkt, an dem das geplante Beschaffungsgeschäft stattfindet, ergebniswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird direkt ergebniswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr 2017 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Marktwertänderungen aus zum 31. Dezember 2017 im Portfolio befindlichen Cashflow Hedges betragen vor Steuern TEUR -502 (Vorjahr: TEUR 323). Im Geschäftsjahr 2017 wurden vor Steuern TEUR -213 (Vorjahr: TEUR -1.186) im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting aus dem sonstigen Ergebnis als Ertrag (Vorjahr: Ertrag) in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übernommen und Fair Value-Änderungen in Höhe von TEUR -676 (Vorjahr: TEUR +1.021) im Eigenkapital erfasst Der im Geschäftsjahr in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasste Verlust für den ineffektiven Teil der Absicherung beträgt TEUR 161 (Vorjahr: Verlust in Höhe von TEUR 329).

Die folgende Tabelle zeigt für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisenderivate die Sensitivität auf das Konzerneigenkapital und das Konzernjahresergebnis vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen Fremdwährung der Devisenderivate gegenüber dem Euro beziehungsweise dem US-Dollar.

Veränderung Eigenkapital Veränderung Eigenkapital Veränderung Ergebnis vor Steuern Veränderung Ergebnis vor Steuern
31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Sensivitäten der Fremdwährungsderivate TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Aufwertung des EUR um 10 % gegenüber Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / GBP)
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert -613 -347 21 37
Devisentermingeschäfte JPY als Cashflow Hedge designiert - -498 - -2
Devisentermingeschäfte JPY nicht als Cashflow Hedge designiert -84 -94 -120 -134
Devisenoptionen USD -53 -78 -75 -111
Devisentermingeschäfte USD -126 -468 -179 -666
Devisentermingeschäft COP/USD 69 163 98 232
Devisentermingeschäfte GBP 281 227 399 323
-526 -1.095 144 -321
Abwertung des EUR um 10 % gegenüber Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / GBP)
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert 669 399 222 386
Devisentermingeschäfte JPY als Cashflow Hedge designiert - 609 - 89
Devisentermingeschäfte JPY nicht als Cashflow Hedge designiert 105 115 150 164
Devisenoptionen USD 188 116 268 165
Devisentermingeschäfte USD 156 572 222 814
Devisentermingeschäft COP/USD -84 -199 -119 -284
Devisentermingeschäfte GBP -392 -277 -558 -395
642 1.335 185 939

Aufgrund der Designation zum Cashflow Hedge Accounting der zum 31. Dezember 2017 bestehenden JPY-Devisenoptionen (Vorjahresstichtag: JPY-Devisenoptionen und JPY-Devisentermingeschäfte) würde der Effekt auf das Ergebnis vor Steuern wie im Vorjahr geringer als der Effekt auf das Eigenkapital ausfallen.

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen zum Bilanzstichtag und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. Ferner wird die vorangegangene dargestellte Sensivität der nicht als Cashflow Hedges designierten Devisenderivate einbezogen.

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira 209 207
Kolumbianischer Peso 167 171
Devisentermingeschäft USD/COP -119 -284
Mexikanischer Peso - 9
Britisches Pfund 102 58
Devisentermingeschäfte GBP -558 -395
Argentinischer Peso 355 279
US-Dollar 80 166
Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar 490 979
Japanischer Yen 12 2
Devisentermingeschäfte JPY 150 164
888 1.356
2017 2016
TEUR TEUR
Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira -209 -207
Kolumbianischer Peso -167 -171
Devisentermingeschäft USD/COP 98 232
Mexikanischer Peso - -9
Britisches Pfund -102 -58
Devisentermingeschäfte GBP 399 323
Argentinischer Peso -355 -279
US-Dollar -80 -166
Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar -254 -777
Japanischer Yen -12 -2
Devisentermingeschäfte JPY -120 -134
-802 -1.248

Aufgrund der Lage in Argentinien wurde wie im Vorjahr zudem die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 20%igen beziehungsweise 40%igen Auf- oder Abwertung des Argentinischen Peso gegenüber dem Euro berechnet.

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Argentinischer Peso
Aufwertung um 20 % 711 558
Aufwertung um 40 % 1.422 1.116
Abwertung um 20 % -711 -558
Abwertung um 40 % -1.422 -1.116

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hielt die edding AG im Vorjahr einen Zinsswap mit einem Nominalvolumen von TEUR 300. Die Laufzeit des derivaten Finanzinstruments ist am 29. Dezember 2017 geendet Im Vorjahr betrug der negative Marktwert der Zinsderivate TEUR -8. Darüber hinaus wurden keine neuen Verträge im Geschäftsjahr 2017 abschlossen.

Auf die Darstellung von Zinssensitivitäten wird verzichtet, da der edding Konzern keinen wesentlichen Zinsrisiken ausgesetzt ist.

Sonstiges Preisrisiko

Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegen bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 14 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittel-bedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Cashflows
Buchwert 2018
--- --- --- ---
31.12.2017 Zins Tilgung
--- --- --- ---
2017 TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 21.985 219 20.485
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 7.168 219 5.668
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.078 219 2.578
davon sonstige Finanzschulden 3.090 - 3.090
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.836 - 4.836
Sonstige Verbindlichkeiten 9.981 - 9.981
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.089 - 906
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten 1.089 - 10.657
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - -9.751
Nettoabflüsse aus Währungsderivaten 1.089 - 906
Cashflows Cashflows
2019-2022 2023 ff.
--- --- --- --- ---
Zins Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- --- ---
2017 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 72 1.500 - -
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 72 1.500 - -
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72 1.500 - -
davon sonstige Finanzschulden - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - - - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - - - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - - -
Nettoabflüsse aus Währungsderivaten - - - -
Cashflows
Buchwert 2017
--- --- --- ---
31.12.2016 Zins Tilgung
--- --- --- ---
2016 TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 20.277 321 16.771
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 7.990 321 4.484
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.821 321 1.315
davon sonstige Finanzschulden 3.169 - 3.169
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.810 - 3.810
Sonstige Verbindlichkeiten 8.477 - 8.477
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 370 8 231
Zinsderivate mit negativem Marktwert 8 8 -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten 362 - 2.745
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - -2.514
Nettoabflüsse aus Währungsderivaten 362 - 231
Cashflows Cashflows
2018-2021 2022 ff.
--- --- --- --- ---
Zins Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- --- ---
2016 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 281 3.506 - -
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 281 3.506 - -
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 281 3.506 - -
davon sonstige Finanzschulden - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 178 - -
Zinsderivate mit negativem Marktwert - - - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - 7.471 - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - -7.293 - -
Nettoabflüsse aus Währungsderivaten - 178 - -

35 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.

31.12.2017 31.12.2016
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Fair Value Hierarchie Stufe1 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 49.016 49.016 41.292 41.292
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 22.435 22.435 22.868 22.868
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - 1.459 1.459 1.369 1.369
Flüssige Mittel - 25.122 25.122 17.055 17.055
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 109 109 1.068 1.068
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1 - - 184 184
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 2 2 452 452
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung zu Handelszwecken gehalten 2 107 107 432 432
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.482 na. 3.482 na.
Beteiligungen n. a. 3.482 n. a. 3.482 n. a.

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

31.12.2017 31.12.2016
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Fair Value Hierarchie Stufe1 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 21.984 22.105 20.277 20.463
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 4.077 4.198 4.821 5.007
Übrige Finanzschulden - 3.090 3.090 3.169 3.169
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 4.836 4.836 3.810 3.810
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) - 9.981 9.981 8.477 8.477
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 1.089 1.089 370 370
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 761 761 290 290
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung 2 328 328 80 80

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend erläuterten Methoden und Prämissen ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte basiert auf quotierten Marktpreisen (Fair Value Hierarchie Stufe 1).

Die Marktwerte der Derivate der Fair Value Hierarchie Stufe 2 wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar sind. Diese werden daher in Übereinstimmung mit IAS 39.46 (c) mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zu Vergleichszwecken entspricht der Fair Value Hierarchie Stufe 3. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet

Die übrigen Finanzschulden umfassen kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus einem Anteilskauf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.

Im Geschäftsjahr haben wie im Vorjahr keine Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie stattgefunden.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2017
2017 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 34 - 354 - 354
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -7 -521 - -66 -587
Sicherungsgeschäfte - -174 - - -174
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -431 - - - -
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten -404 -695 354 -66 -407
aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2016
2016 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Darlehen und Forderungen 38 - -610 - -610
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete argentinische Staatsanleihen 34 20 - - 20
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -20 509 - -325 184
Sicherungsgeschäfte - -329 - - -329
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -616 - - - -
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten -564 200 -610 -325 -735

1 aus der Folgebewertung

Zu den Wertberichtigungen auf die Vermögenswerte der Kategorie Darlehen und Forderungen sei auch auf die Textziffer 14 verwiesen.

In den Bewertungskategorien „Darlehen und Forderungen" und „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet" sind im Geschäftsjahr 2017 in Saldo Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 2.274 (Vorjahr: TEUR 800) aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten enthalten. Darin sind per Saldo TEUR 1.783 (Vorjahr: TEUR 968) aus der Fremdwährungsbewertung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen enthalten, obwohl die der Fremdwährungsbewertung zu Grunde liegenden Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten im Rahmen der Schul-denkonsolidierung eliminiert wurden.

36 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

31.12.2017 31.12.2016 Veränderung
TEUR TEUR %
--- --- --- ---
Eigenkapital 58.338 54.991 6,1
als % vom Gesamtkapital 73,8 72,1
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.048 16.743 -10,1
Kurzfristige Finanzschulden 5.667 4.484 26,4
Fremdkapital 20.715 21.227 -2,4
als % vom Gesamtkapital 26,2 27,9
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 79.053 76218 3,7

Bei dem kurzfristigen Fremdkapital besteht unter anderem die Möglichkeit der Nutzung bestehender bilateraler kurzfristiger Kreditlinien. Zum 31. Dezember 2017 existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten über insgesamt TEUR 20.626 (Vorjahr: TEUR 22.565), die lediglich zu TEUR 2.078 (Vorjahr: TEUR 2.225) in Anspruch genommen wurden. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „financial covenants"), bestehen weiterhin nicht

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

37 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet Sowohl das Lizenz- als auch das Nagellackgeschäft werden nicht als eigenständige Geschäftssegmente angesehen, da derzeit weder separate Betriebsergebnisse aus diesen Bereichen an die obersten Entscheidungsträger kommuniziert werden noch die Ertragskraft dieser Bereiche regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft wird. Der Grund hierfür liegt in der derzeit untergeordneten Bedeutung dieser Bereiche für die Ertragskraft des edding Konzerns.

Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher — soweit erforderlich — in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2017 2016 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Inland 63.403 60.598 2.805 4,6
Übriges Europa 72.861 70.783 2.078 2,9
Übersee 12.171 11.633 538 4,6
edding Konzern 148.435 143.014 5.421 3,8

Im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt Im Geschäftsjahr 2017 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 70 angefallen (Vorjahr: TEUR 50), die im Wesentlichen auf das Segment Schreiben und Markieren entfallen.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Segmentergebnis (EBIT) 20.433 20.796
EBIT edding AG -8.319 -8.917
Konsolidierung -67 -31
EBIT edding Konzern 12.047 11.848
Beteiligungsergebnis -62 5
Finanzergebnis -405 -275
Konzernergebnis vor Steuern 11.580 11.578

38 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt. Kontokorrentkredite sind hierbei nicht Bestandteil des in der Konzernkapitalflussrechnung betrachteten Finanz-mittelbestands. Cash-Pooling-Vereinbarungen sind im edding Konzern nicht vorhanden.

Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt

Innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurden die Veränderungen der Bilanzposten um wesentliche nicht zahlungswirksame Sachverhalte (Wertberichtigungen et cetera) bereinigt. Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen mit einer Auswirkung auf die Höhe der ausgewiesenen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit haben darüber hinaus nicht stattgefunden.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinseinnahmen 34 71
Zinsausgaben 431 616
Zahlungen für Ertragsteuern 3.405 4.126

Die Finanzschulden aus Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:

Langfristige Finanzschulden Kurzfristige Finanzschulden Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2016 4.005 6.394 10.399
Zahlungswirksame Veränderungen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - 394 394
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -631 -1.624 -2.255
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - -523 -523
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung 132 -157 -25
Stand 31.122016 3.506 4.484 7.990
Zahlungswirksame Veränderungen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - 189 189
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -537 - -537
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - -79 -79
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung -207 -189 -396
+/- Umgliederungen aufgrund von Fristigkeiten -1.262 1.262 -
Stand 31.122017 1.500 5.667 7.167

Im Geschäftsjahr 2017 sind erstmalig die zusätzlichen Angabepflichten nach IAS 7.44A ff. zu beachten. Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Geschäftsjahr 2017 wurde daher die Konzernkapitalflussrechnung des Vorjahres in geringem Umfang angepasst.

39 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Die edding International GmbH hat an das erstmals at-equity in den edding Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen Prismade Labs GmbH im Geschäftsjahr 2017 eine Eigenkapitalzuführung in Höhe von TEUR 250 aufgrund des Erreichens eines vertraglich festgelegten Meilensteins geleistet. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit assoziierten Unternehmen wurden in 2017 nicht getätigt.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Personen in Schlüsselpositionen, deren Vergütung gemäß IAS 24 gesondert nach verschiedenen Kategorien anzugeben ist Ferner bestehen Angabepflichten zu ausstehenden Salden und Verpflichtungen gegenüber den Personen in Schlüsselpositionen. Für die Angaben wird auf Textziffer 41 verwiesen.

Der Arbeitnehmerin, die in den Aufsichtsrat der edding AG gewählt wurde, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Daneben wurden mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder Vorstands keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte getätigt

Ebenso haben wir Gesellschafter — soweit sie durch Stimmrechtsbindung verpflichtet sind (siehe Textziffer 40) —insgesamt als nahestehende Personen eingeordnet Mit einzelnen Gesellschaftern bestehen Beraterverträge, in deren Rahmen für das Kalenderjahr 2017 Honorare im Gesamtbetrag von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 20) in Rechnung gestellt wurden, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 20) ausstehend sind. Die Beraterverträge wurden dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt. Zudem besteht mit einer Person ein übliches Angestelltenverhältnis. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit Mitgliedern des Gesellschafterkreises und ihren Angehörigen wurden in 2017 nicht getätigt

40 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach § 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetz n. F. (§§ 21 ff. Wertpapierhandelsgesetzes a. F.)

Am 23. März 2017 hat Herr Löon Thadaeus Ledermann mitgeteilt, dass er die Schwellen von 10, 15, 20, 25, 30 und 50 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat

Ebenso teilte am 12. Juli 2017 Herr Felip Elias Ledermann mit, dass er die Schwellen von 3, 5 und 10 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat

Des Weiteren hat am 14. Juli 2017 Frau Elisa Sophie Ledermann mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 15, 20, 25, 30 und 50 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat.

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Überschrittene Grenze Unterschrittene Grenze Letzter Stand Stimmrechte
Name Datum der Stimmrechtsmitteilung in % in % in %
--- --- --- --- ---
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a. >75
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Léon Thadaeus Ledermann Vorjahre 3, 5 n. a. 50 - 75
23.03.2017 10, 15, 20, 25, 30, 50 n. a.
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a. >75
Anika Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, n. a. 25 - 30
25
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Elisa Sophie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n. a. 50 - 75
14.07.2017 15, 20, 25, 30, 50 n. a.
Luis Gabriel Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n. a. 10 -15
Felip Elias Ledermann 12.07.2017 3, 5, 10 n. a. 10 -15

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG n. F. (§§ 21 ff. WpHG a. F.). Die Stimmrechte der Familie Ledermann und Schumacher, soweit diese nicht gemäß § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG n. F. (§ 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG a. F.) zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

41 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Ausgeübter Beruf Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen Selbstständiger Consultant Vorsitzender
Bankkaufmann bis 13.06.2017
Chehab Wahby, Düsseldorf Partner der EY-Parthenon GmbH Vorsitzender
Kaufmann ab 13.06.2017
Stellvertretender Vorsitzender
bis 13.06.2017
Michael Rauch, Düsseldorf Kaufmännischer Geschäftsführer Stellvertretender Vorsitzender
Kaufmann (CFO) der Douglas Gruppe ab 13.06.2017
Anja Keihani, Hannover Kauffrau Assistenz der Innendienstleitung der edding Vertrieb GmbH Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Renken, Hamburg Rechtsanwältin Partnerin in der Kanzlei Buse Heberer Fromm Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ersatzmitglied

Herr Wahby bekleidete vom 20. Mai 2015 bis zum 30. November 2017 ein weiteres Mandat als Aufsichtsratsmitglied in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat der peakwork AG, Düsseldorf.

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Vorsitzender / Chief Executive Officer
Kaufmann
Sönke Gooß, Rosengarten Chief Financial Officer
Kaufmann
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Chief Operating Officer
Ingenieur

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 des HGB verlangten Angaben für den Konzernabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 betragen TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 1.389).

Im Konzernabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 647) aufgewendet Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 40) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 320) aufgewendet. Rückstellungen für im Vorjahr kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden aufgrund einer im Mai 2017 erfolgten Anpassung der Bemessungsgrundlage im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 76 ertragswirksam aufgelöst. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 0) als Ausgleich für einen dem Vorstand aufgrund der Anpassung der Bemessungsgrundlage der kurzfristig variablen Vergütung des Vorjahres entstandenen Vergütungsnachteil erfasst. Für Altersversorgung wurden TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 66) aufgewendet.

Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 242). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich Anpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 6).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden für kein Vorstandsmitglied langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen zur Auszahlung fällig. Im Vorjahr wurden für zwei Vorstandsmitglieder langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 316 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 150 zur Auszahlung fällig.

Zum 31. Dezember 2017 bestehen mit drei Vorstandsmitgliedern langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 1.285, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 beziehungsweise 2020 fällig werden. Im Vorjahr war für ein Vorstandsmitglied eine langfristig orientierte Tantiemevereinbarung mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 540, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 fällig wird, vereinbart. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten ebenfalls Malusregelungen.

Im Konzernabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2016 und 2017 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 320 führten im Geschäftsjahr 2017 zu keinen Auszahlungen und werden im Geschäftsjahr 2018 zu Auszahlungen von TEUR 244 führen. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2017 TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 290) an den Vorstand ausbezahlt Davon sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 50) unverfallbar. Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierten Vergütungen an den Vorstand wurden wie im Vorjahr nicht geleistet.

Im Konzernabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Kurzfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 320).

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 316).

Die für Vorstandsmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2017 betragen TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 624).

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands aus Versorgungszusagen betragen TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 1.218). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 8.602 (Vorjahr: TEUR 8.822).

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2017 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet Im Geschäftsjahr 2017 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) ausgezahlt.

42 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.793 aus dem Jahresüberschuss 2017 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.793.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

• EUR 2,15 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

• EUR 2,10 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 515 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

43 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 149 135
Andere Bestätigungsleistungen 29 8
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 28 24
Gesamthonorar 206 167

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten das vereinbarte Honorar sowie Vergütungen für sonstige Leistungen, die im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden (zum Beispiel Erstanwendungsfragen von IFRS-Standards, Begleitung von Enforcement-Verfahren). Die anderen Bestätigungsleistungen entfallen auf die Prüfung nach § 20 WpHG (EMIR), die sich aus der Verpackungsverordnung ergebenden Prüfungspflichten sowie die Beauftragung einer prüferischen Durchsicht des Nichtfinanziellen Konzernberichts. Die sonstigen Beratungsleistungen betreffen unter anderem die unterjährige Abstimmung von Bilanzierungsfragen und die Teilnahme an der Hauptversammlung.

44 Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote

%
Mutterunternehmen
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100
Legamaster GmbH Ahrensburg 100
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 1001
Legamaster International B.V. Lochem, NL 1001
edding Benelux B.V. Lochem, NL 1001
Legamaster B.V.B.A. Mechelen, BE 1001
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 100
EDDING (U.K.) LTD. St Albans, GB 100
edding France SAS Roncq, FR 1001
edding Hellas Ltd. Athen, GR 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 1002
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO 60
edding Mexico S. de R.L. de C.V.3 Mexico City, MX 1002

Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network GmbH, Stuttgart sowie 9,09 % der Anteile an der Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH, Bad Oldesloe. Die edding Vertrieb GmbH hält 6,67 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding International GmbH hält 20,74 % der Anteile an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien. Der Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft beträgt abweichend 26,1 %. Darüber hinaus hält die edding International GmbH 25,1 % der Anteile an der Prismade Labs GmbH, Chemnitz.

1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

2 50 % unmittelbar; 50 % mittelbar über die edding International GmbH

3 Die Gesellschaft befindet sich seit dem 31. Dezember 2016 in Liquidation.

45 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht

Am 12. Januar 2018 haben sich die Geschäftsführung der edding International GmbH und die weiteren Gesellschafter der Prismade Labs GmbH mündlich darauf verständigt, dass die edding International GmbH im Laufe des Jahres 2018 ihre Beteiligung an der Prismade Labs GmbH von 25,1 % auf 50,0 % erhöhen wird. Als Kaufpreis wurden TEUR 1.250 vereinbart, die überwiegend der Prismade Labs GmbH zufließen werden. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls eine Einigung darüber erzielt, dass der Vertrieb der von Prismade entwickelten Produkte in weiten Teilen unter der Marke edding und über die edding Gruppe erfolgen wird.

Jedoch ist die Vertragserstellung dieser Transaktion bisher nicht finalisiert und es liegt daher kein Vertragsabschluss zum Zeitpunkt der Genehmigung der Veröffentlichung des edding Konzernabschlusses 2017 vor. Die nach IFRS 3 zu erfolgenden Angaben über Art und finanzielle Auswirkungen des Unternehmenszusammenschlusses unterbleiben somit an dieser Stelle.

Weitere wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß IAS 10 sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernabschlusses nicht eingetreten.

46 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 315d und 289f HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht

Ahrensburg, 9. April 2018

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

An die edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) — bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden — geprüft.

Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Corporate Responsibility-Report („CR-Report"), der auch den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB enthält, sowie die dort ebenfalls veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht jeweils verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte des auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten CR-Reports, der auch den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB enthält, sowie der dort ebenfalls veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

• Bestandsführung und Bewertung von Vorräten

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, werden Vorräte in Höhe von EUR 27,9 Mio. ausgewiesen, die im Wesentlichen Handelswaren betreffen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt IT-gestützt nach konzerneinheitlichen Vorgaben. Die Handelswaren als bedeutsamster Posten des Vorratsvermögens werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten zuzüglich eines Frachtkostenanteils bewertet und periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Bewertungsabschläge werden für mangelnde Gängigkeit, zu hohe Reichweiten und zur Berücksichtigung niedrigerer Marktpreise am Bilanzstichtag (Grundsatz der verlustfreien Bewertung) gebildet, wobei den Besonderheiten der Produkte in den beiden Geschäftsbereichen „Schreiben & Markieren" und „Visuelle Kommunikation" Rechnung getragen wird. Die nach den vorstehend genannten Abwertungsroutinen ermittelten Wertberichtigungen werden durch das Management hinsichtlich einer darüber hinausgehenden Abwertungs- bzw. Zuschreibungsnotwendigkeit (z. B. aufgrund eines bewusst aufgebauten Sicherheitsbestandes) überprüft und gegebenenfalls manuell korrigiert. Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Vorräte sind in den Abschnitten „7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und „13 Vorräte" des Konzernanhangs sowie im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns" des zusammengefassten Lageberichts enthalten. Aufgrund des Handelsgeschäfts sind der Bestand und die Bewertung der Vorräte, die in Teilen ermessensabhängig ist, für den Konzernabschluss und damit für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Die deutschen Konzerngesellschaften sind für einen Großteil der Bevorratung im edding Konzern verantwortlich. Wesentliche Lagerstandorte werden durch einen externen Logistikdienstleister betrieben. Der Schwerpunkt unserer Prüfung der laufenden Bestandsführung lag auf dem Nachvollziehen der Wirksamkeit der implementierten Kontrollen zum Bestandsabgleich zwischen der eingesetzten ERP-Software mit der Lagerplatzverwaltungssoftware des externen Dienstleisters. Zur Prüfung des mengenmäßigen Bestands in bedeutsamen Warenlägern haben wir Anweisungen und Verfahren zur ordnungsgemäßen Durchführung der Inventuren beurteilt sowie an ausgewählten Inventuren beobachtend teilgenommen. Dabei haben wir uns von der Ordnungsmäßigkeit des Inventurverfahrens überzeugt und auf Basis von Stichproben Testzählungen durchgeführt.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte haben wir uns in Stichproben von der sachgerechten Parametrisierung und deren stetiger Anwendung in der ERP-Software überzeugt Bei der Zugangsbewertung für die wertmäßig bedeutenden Handelswaren betraf dies vor allem die Systemeinstellungen zur Berechnung der Anschaffungskosten als gleitende Durchschnittspreise. Darüber hinaus haben wir für ausgewählte Artikel die hinterlegten Preise mit den letzten Lieferanteneingangsrechnungen verglichen und weitergehende Plausibilitätsüberlegungen auf Basis analytischer Prüfungshandlungen vorgenommen. Für die periodisch durchgeführten Werthaltigkeitstests haben wir insbesondere die Stetigkeit der den Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen zugrunde gelegten Zeitintervalle, Verbrauchskoeffizienten und Abwertungsprozentsätze überprüft sowie die Bewertungsroutinen zur Gewährleistung einer verlustfreien Bewertungen nachvollzogen. Abschließend haben wir uns davon überzeugt, dass die manuellen Bewertungskorrekturen dem Grunde und der Höhe nach auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen vertretbar sind.

Von den Teilbereichsprüfern haben wir uns für die ausländischen Tochtergesellschaften die Ordnungsmäßigkeit des Mengengerüsts und die Bewertung der Vorräte nach den konzerneinheitlichen Vorgaben bestätigen lassen.

Die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Verfahren zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Bestandsführung und Bewertung der Vorräte einschließlich der hierbei getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen sind nach unserer Beurteilung sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

• den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten CR-Report, der auch den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB enthält und auf den im Abschnitt „Grundlagen des Konzerns/Corporate Responsibility" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,

• die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315 d HGB, auf die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,

• die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,

• den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und

• die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsichtigter — falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen.

Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerten können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Januar 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Andreas Wendland.

Hamburg, 10. April 2018

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze , Wirtschaftsprüfer

Andreas Wendland, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, 9. April 2018

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Jahresabschlusszum der edding AG 31. Dezember 2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

31.12.2017 31.12.2016
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 854 1.011
II. Sachanlagen 7 5.112 4.935
III. Finanzanlagen 8 34.603 35.547
40.569 41.493
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.762 20.136
2. Sonstige Vermögensgegenstände 281 261
II. Flüssige Mittel 5.701 3.106
27.744 23.503
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10 361 497
D. Aktive latente Steuern 16 428 472
69.102 65.965
PASSIVA
31.12.2017 31.12.2016
Anhang TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 11 5.366 5.366
II. Kapitalrücklage 4.246 4.246
III. Gewinnrücklagen 12 41.003 36.918
IV. Bilanzgewinn 12 2.793 3.570
53.408 50.100
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13 9.283 9.065
2. Steuerrückstellungen 16 220 147
3. Sonstige Rückstellungen 14 3.305 3.076
12.808 12.288
C. Verbindlichkeiten 15
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000 2.500
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 226 195
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74 44
4. Sonstige Verbindlichkeiten 158 366
2.458 3.105
D. Passive latente Steuern 16 428 472
69.102 65.965

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

2017 2016
Anhang TEUR TEUR
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1. Umsatzerlöse 20 6.109 4.885
2. Sonstige betriebliche Erträge 21 290 2.154
3. Personalaufwand 22 -7.593 -6.148
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23 -1.377 -1.175
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -6.629 -6.536
6. Erträge aus Beteiligungen 25 466 1.318
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 26 18.474 19.220
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27 268 185
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 23 -1.270 -3.051
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28 -550 -666
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29 -2.559 -3.019
12. Ergebnis nach Steuern 5.629 7.167
13. Sonstige Steuern -43 -27
14. Jahresüberschuss 5.586 7.140
15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -2.793 -3.570
16. Bilanzgewinn 2.793 3.570

Anhang

1 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)1

Anschaffungskosten 01.01.2017 Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2017
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.964 145 518 - 5.627
Geleistete Anzahlungen 518 - -518 -
5.482 145 - - 5.627
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.256 26 - - 19.282
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 7.736 1.216 52 944 8.060
Geleistete Anzahlungen 80 15 -52 - 43
27.072 1257 - 944 27.385
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 48.045 104 - - 48.149
Beteiligungen 61 - - - 61
Wertpapiere des Anlagevermögens 950 90 - - 1.040
49.056 194 - - 49.250
Anlagevermögen 81.610 1.596 - 944 82.262
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2017 Zugänge Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
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Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.471 303 - 4.774
Geleistete Anzahlungen - -
4.471 303 - 4.774
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.617 442 - 16.059
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 6.520 632 938 6.214
Geleistete Anzahlungen - -
22.137 1.074 938 22.273
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.939 1.270 - 15.209
Beteiligungen - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - -
13.939 1270 - 15.209
Anlagevermögen 40.547 2.647 938 42.256
Nettobuchwerte
Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20172 Zeitwerbewertung Wertpapiere 31.12.20162 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen - - 854 493
Geleistete Anzahlungen - - - 518
- - 854 1.011
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - - 3.223 3.639
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung - - 1.846 1.216
Geleistete Anzahlungen - - 43 80
- - 5.112 4.935
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - - 32.940 34.106
Beteiligungen - - 61 61
Wertpapiere des Anlagevermögens 562 430 1.602 1.380
562 430 34.603 35.547
Anlagevermögen 562 430 40.569 41.493

1 Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Bei der Spalte „Zeitwertbewertung Wertpapiere“ handelt es sich um die Zeitwertbewertung der zur Deckung von Pensionszusagen erworbenen Wertpapiere gemäß § 254 HGB, die kumuliert bis zum jeweiligen Stichtag offen in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen wird.

2 Allgemeine Angaben

Die edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (Registernummer HRB 2675 AH).

Der Jahresabschluss der edding AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Auf die Gliederungspositionen des Anhangs wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist Dadurch können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der testierte Jahresabschluss sowie der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht zum 31. Dezember 2017 der edding AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3 Anteilsbesitz (Stand 31. Dezember 2017)

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Eigenkapital Ergebnis Beteiligung
Gesellschaft Sitz TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 26.472 12.2741 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 5.205 5.3282 1004
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 1.534 6341 100
PBS Network GmbH Stuttgart 1.132 131 16,67
Legamaster GmbH Ahrensburg 759 2371 100
Office Gold Club GmbH Düsseldorf 191 76 6,674
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH Bad Oldesloe 69 21 9,09
Prismade Labs GmbH Chemnitz 264 -267 25,104
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 812 1 1004
edding Benelux B.V. Lochem, NL 255 554 1004
Legamaster B.V.B.A. Mechelen, BE 526 -18 1004
Legamaster International B.V. Lochem, NL 3.819 1.697 1004
edding France SAS Roncq, FR 259 19 1004
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, GB 1.059 3223 100
edding Hellas Ltd. Athen, GR 268 3 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 3.576 -1163 1005
edding Mexico S. de R. L. de C.V.6 Mexico City, MX 1 -933 1005
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 882 -1.1423 100
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO -325 -4143 60
Companhia de Canetas Compactor S.A. Rio de Janeiro, BR 29.5907 2967 20,744

1 vor Ergebnisabführung an die edding AG

2 vor Ergebnisabführung an die edding International GmbH

3 Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs.

4 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

5 50 % unmittelbar, 50 % mittelbar über die edding International GmbH

6 Die Gesellschaft befindet sich seit dem 31. Dezember 2016 in Liquidation.

7 Letzter verfügbarer Jahresabschluss war der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2014, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs 2014.

4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 8 bis 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden nach § 6 Abs. 2 S.1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und nicht im Inventar erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 und nicht mehr als EUR 410,00 werden inventarisiert und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Niedrigere beizulegende Werte leitet die edding AG für die Anteile an verbundenen Unternehmen aus Ertragswertberechnungen ab. Die Wertpapiere zur Deckung der Pensionsverpflichtungen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der dem Kurswert der Wertpapiere entspricht

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko richten, werden berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt, die insbesondere bei den Pensionsrückstellungen beziehungsweise bei den Wertpapieren zur Deckung der Pensionsverpflichtungen bestehen. Dabei werden bei der edding AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der edding AG von aktuell 29,72 % (Vorjahr: 29,72 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur bis zur Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern bilanziert. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern erfolgt in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine Aktivierung.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird in Textziffer 13 detailliert erläutert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen bemisst sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag; dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind zum Transaktionskurs unter Beachtung des Niederst- und Höchstwertprinzips bewertet Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Stichtagskurs bewertet; dabei kann es zum Ausweis unrealisierter Gewinne kommen.

5 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 sind im Anlagenspiegel unter Textziffer 1 dargestellt

6 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 331) betreffen ausschließlich Investitionen in IT-Software (Vorjahr: Anzahlungen auf IT-Software in Höhe von TEUR 130 sowie Investitionen in IT-Software und Lizenzen in Höhe von TEUR 201).

7 Sachanlagen

Im Wesentlichen betreffen die Zugänge in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 2.001) mit TEUR 26 Grundstücke und Gebäude (Vorjahr: TEUR 1.107), mit TEUR 954 IT-Hardware (Vorjahr: TEUR 545), sowie mit TEUR 143 Büroausstattung und Laborgeräte (Vorjahr: TEUR 130).

8 Finanzanlagen

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Diese werden in der Anteilsbesitzübersicht unter Textziffer 3 dargestellt

Die Zugänge zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: Zugänge in Höhe von TEUR 293) betreffen im Geschäftsjahr 2017 eine Kapitalerhöhung bei der Tochtergesellschaft edding Colombia S.A.S. (Vorjahr: Kapitalerhöhung der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti.).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.270 (Vorjahr: TEUR 3.051) erfolgswirksam abgeschrieben. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB war der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Hierbei entstand ein Abschreibungsaufwand in Höhe von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 2.434). Ebenso war aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung die Beteiligung an der edding Argentina S.A. in Höhe von TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 617) abzuschreiben.

Anteile an Investmentfonds werden als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Diese Wertpapiere dienen zur Deckung von wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen und werden handelsrechtlich als Bewertungseinheit zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.602 zum 31. Dezember 2017 (Vorjahr: TEUR 1.380) bewertet Da die Voraussetzungen für die Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen nicht erfüllt sind, erfolgt der Ausweis separat unter den Finanzanlagen. In 2017 sind Zuschreibungen in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 0) erfolgt.

9 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Forderungen haben TEUR 5.100 (Vorjahr: TEUR 5.100) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 261) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der im Vorjahr in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Barwert des Körperschaftsteuerguthabens aus dem früheren steuerlichen Anrechnungsverfahren in Höhe von TEUR 156 ist im Geschäftsjahr 2017 zur Auszahlung gelangt.

Es werden TEUR 86 Umsatzsteuererstattungsansprüche ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 0).

10 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungs- und Lizenzkosten sowie Versicherungsprämien.

11 Grundkapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

12 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Andere Gewinnrücklagen 2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 36.918 32.732
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 1.292 616
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2.793 3.570
Stand 31.12. 41.003 36.918

Die Überleitung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt Der Bilanzgewinn 2016 in Höhe von TEUR 3.570 wurde in Höhe von TEUR 1.292 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und in Höhe von TEUR 2.277 als Dividende ausgeschüttet.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt.

Die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck bewertet.

Zum 31. Dezember 2017 wurde ein Rechnungszinsfuß von 3,68 % p.a. (Vorjahr: 4,01 % p.a.) zugrunde gelegt, der dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Für alle Berechtigten wurden bei der Bewertung jährliche Rentensteigerungen von bis zu 1,8 % unterstellt Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt Ebenso wurden Gehaltssteigerungen nicht berücksichtigt, da der wesentliche Anteil der Pensionsrückstellungen unabhängig von der Gehaltsentwicklung ist.

Im Bereich der nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen hat im Vorjahr ein bedauerlicher Todesfall aus dem Kreis der anspruchsberechtigten Personen aus einer Einzelzusage aus der Zeit vor dem Börsengang 1986 zum Anlass geführt, die Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder der edding AG zu überprüfen. Dies führte dazu, dass in einer Einzelzusage anstatt der bisherigen kollektiven Bewertung der Anwartschaft auf Witwenrente die Bewertung der Hinterbliebenenrente seit dem 31. Dezember 2016 individuell vorgenommen wird. Die Bewertung der Anwartschaft auf Witwenrente nach der individuellen Methode (mit einer Verheiratungswahrscheinlichkeit von 0 % beziehungsweise keine Berücksichtigung einer Anwartschaft auf Witwenrente) vermittelt nach einer umfassenden Analyse eine angemessenere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG. Im Vorjahr wurde infolgedessen die Rückstellung in Höhe von TEUR 1.771 erfolgswirksam aufgelöst

Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden als Bewertungseinheit mit den zu ihrer Deckung gehaltenen Wertpapieren zusammengefasst und mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet

Für die Erläuterung der gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB für die Ausschüttung gesperrten Beträge aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verweisen wir auf Textziffer 30.

14 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gratifikationen und sonstige personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.611 (Vorjahr: TEUR 2.385) sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 140). Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert sind im Geschäftsjahr 2017 nicht zu bilden (Vorjahr: TEUR 8). Zu den derivativen Finanzinstrumenten wird auch auf Textziffer 19 des Anhangs verwiesen.

15 Verbindlichkeiten

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.000 2.500
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 500 500
Restlaufzeit mehr als 1 bis 5 Jahre 1.500 2.000
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
grund pfand rechtl ich gesichert 2.000 2.500

Kurzfristige Geldmarktkredite wurden zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln.

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 158 366
davon aus Steuern 147 365

In den sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern sind im Vorjahr Verbindlichkeiten aus einer Lohnsteueraußenprüfung für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015 in Höhe von TEUR 77 enthalten.

16 Steuerrückstellungen und latente Steuern

Als Ergebnis einer Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2010 bis 2014 wurden im Geschäftsjahr 2017 Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 318) in erster Linie für nachzuzahlende Ertragsteuern sowie Umsatzsteuern gebildet.

Zum 31. Dezember 2017 bestanden latente Steueransprüche aus temporären Ansatz- beziehungsweise Bewertungsunterschieden in Höhe von TEUR 1.868 (Vorjahr: TEUR 1.523) beziehungsweise latente Steuerschulden in Höhe von TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 472). Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr sind in folgender Tabelle dargestellt:

Aktiv Passiv
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.012016 2.034 505
Zugang 298 67
Abgang -809 -100
Stand 31.122016 1.523 472
Zugang 493 108
Abgang -148 -152
Stand 31.122017 1.868 428

Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus den Bilanzposten Pensionsrückstellungen und Vorratsvermögen sowie Drohverlustrückstellungen (in Organgesellschaften). Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Wertpapieren zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, die in der Handelsbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für die Kalkulation wurde der bei Realisierung der latenten Steuern erwartete Steuersatz von 29,72 % verwendet, welcher auf der aktuell gültigen Rechtslage basiert.

Es wurde das bestehende gesetzliche Wahlrecht aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass aktive latente Steuern nur bis zur Höhe der verpflichtend zu erfassenden passiven latenten Steuern bilanziert werden und ein Überhang aktiver latenter Steuern über die passiven latenten Steuern nicht angesetzt wird.

17 Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2017 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.011 (Vorjahr: TEUR 3.024), davon TEUR 2.900 (Vorjahr: TEUR 2.936) zu Gunsten verbundener Unternehmen. Eine Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich, da die Bürgschaften zum überwiegenden Teil für Kontokorrentverbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestehen, die bisher ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen sind.

18 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 285 Nr. 3 HGB angabepflichtige Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht Im Übrigen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse in Textziffer 17.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 2.909 (Vorjahr: TEUR 1.962) mit den folgenden Fristigkeiten:

TEUR
fällig 2018 942
fällig 2019 - 2022 1.914
fällig 2023 53

Die Verpflichtungen basieren im Wesentlichen auf Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge sowie IT-Soft- und -Hardware. Sie betreffen weder Verpflichtungen für Altersversorgung noch bestehen sie gegenüber verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen.

19 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden bei der edding AG keine nicht bilanzierten derivativen Finanzinstrumente, die mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden.

Für den negativen Marktwert des folgenden derivativen Finanzinstruments (Zinsswap) wurde im Vorjahr eine Drohverlustrückstellung gebildet Die Laufzeit des derivaten Finanzinstruments ist am 29. Dezember 2017 geendet Darüber hinaus wurden keine neuen Verträge im Geschäftsjahr 2017 abschlossen. Daher bestanden zum 31. Dezember 2017 bei der edding AG keine derivativen Finanzinstrumente:

Swap Transaktionsjahr Nominalvolumen

TEUR
Laufzeit bis Marktwert 31.12.2017

TEUR
Marktwert 31.12.2016

TEUR
1 2007 300 29.12.17 - -8

Im Vorjahr wurde der Marktwert des derivativen Finanzinstruments durch die ausgebende Bank nach der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.

20 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.109 (Vorjahr: TEUR 4.885) betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Umlagen und verteilen sich auf das Inland mit TEUR 5.599 (Vorjahr: TEUR 4.414) und das Ausland mit TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 471).

Die Umsatzerlöse in 2017 sind über Vorjahresniveau. Ursächlich sind im Wesentlichen gestiegene Lizenzerlöse und gestiegene Erlöse aus Mietumlagen aufgrund der erstmalig ganzjährigen Vermietung der Gebäude in Bautzen und Wunstorf an die V.D. Ledermann & Co. GmbH und die edding Vertrieb GmbH.

21 Sonstige betriebliche Erträge

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 181 186
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 17 -
Währungsumrechnung 13 89
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 5 30
Erträge aus Anpassung der Bewertung einer Pensionsverpflichtung - 1.771
Übrige Erträge 74 78
290 2.154

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf den außergewöhnlichen Sachverhalt aus der einmaligen Anpassung der Bewertung der Pensionsverpflichtung für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der edding AG in Höhe von TEUR 1.771 im Vorjahr zurückzuführen (siehe detaillierte Angaben unter Textziffer 13).

Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen handelt es sich um periodenfremde Erträge. Die aufgelösten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalsonderzahlungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 89).

22 Personalaufwand / Mitarbeiter

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Löhne und Gehälter 5.785 5.353
Soziale Abgaben 716 685
Aufwendungen für Altersversorgung 1.092 110
7.593 6.148
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):
2017 2016
Angestellte 67 60
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 1
Anzahl Arbeitnehmer 68 61
Auszubildende 10 9
78 70

23 Abschreibungen

Unter diesem Posten werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.377 (Vorjahr: TEUR 1.175) ausgewiesen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen siehe Textziffer 8.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden insbesondere Aufwendungen für IT, Instandhaltung und sonstige Raumkosten, Versicherungen, Personalentwicklung sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 4). Sie enthalten im Geschäftsjahr 2017 keine periodenfremde Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 41). Außergewöhnliche Aufwendungen fielen im Geschäftsjahr nicht an.

25 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 466 (Vorjahr: TEUR 1.318) betreffen eine Dividendenzahlung der EDDING (U.K.) LTD. in Höhe von TEUR 461 (Vorjahr: TEUR 730). Ebenso in dem Posten enthalten sind eine Gewinnausschüttung der PBS Network GmbH für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5). Die Erträge aus Beteiligungen entfallen somit fast ausschließlich auf verbundene Unternehmen.

26 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die hier ausgewiesenen Erträge resultieren aus den Ergebnisabführungen folgender Gesellschaften:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
edding International GmbH 17.602 18.288
V. D. Ledermann & Co. GmbH 634 725
Legamaster GmbH 238 207
18.474 19.220

27 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dieser Position sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 155), Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 16) sowie der Zinsanteil aus der Abzinsung von Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten.

28 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung von Pensions-, Altersteilzeit-, Gratifikations- und Jubiläumsrückstellungen beträgt TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 407). Darüber hinaus sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 36) Zinsen aus Steuernachforderungen gemäß § 233a Abgabenordnung (AO) enthalten. Die Position beinhaltet im Geschäftsjahr 2017 Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11).

29 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten wie im Vorjahr keine latenten Steuern. In den Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr 2017 periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 241) enthalten. Diese betreffen in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 241) Steueraufwendungen aus der Betriebsprüfung des Veranlagungszeitraums 2010 bis 2014.

Zudem sind Erträge aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 731 (Vorjahr: TEUR 0), die auf Vorjahre entfallen, enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen einmalig erhaltene Gewerbesteuererstattungen für Vorjahre aus der in 2016 erfolgten Anwachsung der Grundstücksgesellschaften unserer Standorte Wunstorf und Bautzen an die edding AG.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in gleicher Höhe Aufwendungen und Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern, da aktive latente Steuern in Höhe der passiven latenten Steuern ausgewiesen werden und sich daher keine Ergebniswirkung ergibt

30 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Im Jahresergebnis ist per 31. Dezember 2017 ein Betrag in Höhe von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 310) enthalten, welcher der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB unterliegt Dieser Betrag (Unterschiedsbetrag) resultiert aus der Anpassung der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Der ausschüttungsgesperrte Betrag bezieht sich auf die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG.

Für die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG ist aufgrund der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen aus den finanzmathematischen Gutachten in Bewertungseinheit mit dem beizulegenden Zeitwert der den Mitarbeitern zugeordneten Anteile der Wertpapierfonds zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr bereits ein Betrag passiviert, der auch die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinste Pensionsverpflichtung übersteigt, so dass hierfür kein ausschüttungsgesperrter Betrag vorliegt.

Die mit der edding AG mittelbar und unmittelbar durch Ergebnisabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V.D. Ledermann & Co. GmbH führen das gesamte handelsrechtliche Ergebnis ohne Bildung einer Ausschüttungssperre in der jeweiligen Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar an die edding AG ab und erhöhen den ausschüttungsgesperrten Betrag der edding AG nicht, da das Gesetz keine mittelbaren ausschüttungsgesperrten Beträge vorsieht Gleichwohl werden die auf diese Tochtergesellschaften entfallenden ausschüttungsgesperrten Beträge in der edding AG als Muttergesellschaft zu Informationszwecken erfasst. Zum 31. Dezember 2017 entfallen wie im Vorjahr auf diese Tochtergesellschaften keine ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB.

31 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine nach § 285 Nr. 21 HGB berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

32 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes n. F. (§§ 21 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes a. F.)

Am 23. März 2017 hat Herr Lau' Thadaeus Ledermann mitgeteilt, dass er die Schwellen von 10, 15, 20, 25, 30 und 50 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat

Ebenso teilte am 12. Juli 2017 Herr Felip Elias Ledermann mit, dass er die Schwellen von 3, 5 und 10 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat.

Des Weiteren hat am 14. Juli 2017 Frau Elisa Sophie Ledermann mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 15, 20, 25, 30 und 50 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat.

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Überschrittene Grenze Unterschrittene Grenze Letzter Stand Stimmrechte
Name Datum der Stimmrechtsmitteilung in % in % in %
--- --- --- --- ---
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a. >75
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Léon Thadaeus Ledermann Vorjahre 3, 5 n. a. 50 - 75
23.03.2017 10, 15, 20, 25, 30, 50 n. a.
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a. >75
Anika Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25 n. a. 25 - 30
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Elisa Sophie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n. a. 50 - 75
14.07.2017 15, 20, 25, 30, 50 n. a.
Luis Gabriel Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n. a. 10 -15
Felip Elias Ledermann 12.07.2017 3, 5, 10 n. a. 10 -15

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG n. F. (§§ 21 ff. WpHG a. F.). Die Stimmrechte der Familie Ledermann und Schumacher, soweit diese nicht gemäß § 34 Abs. 1 S.1 Nr. 6 WpHG n. F. (§ 22 Abs. 1 S.1 Nr. 6 WpHG a. F.) zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

33 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

34 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der früheren Mitglieder des Vorstands

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 285 Nr. 9a S. 5 bis 8 HGB verlangten Angaben für den Jahresabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 betragen TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 1.389).

Im Jahresabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 647) aufgewendet Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 40) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 281 (Vorjahr: TEUR 320) aufgewendet. Rückstellungen für im Vorjahr kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden aufgrund einer im Mai 2017 erfolgten Anpassung der Bemessungsgrundlage im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 76 ertragswirksam aufgelöst. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt

Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Aufwand in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 0) als Ausgleich für einen dem Vorstand aufgrund der Anpassung der Bemessungsgrundlage der kurzfristig variablen Vergütung des Vorjahres entstandenen Vergütungsnachteil erfasst. Für Altersversorgung wurden TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 66) aufgewendet

Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 242). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich Anpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 6).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden für kein Vorstandsmitglied langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen zur Auszahlung fällig. Im Vorjahr wurden für zwei Vorstandsmitglieder langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 316 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 150 zur Auszahlung fällig.

Zum 31. Dezember 2017 bestehen mit drei Vorstandsmitgliedern langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 1.285, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 beziehungsweise 2020 fällig werden. Im Vorjahr war für ein Vorstandsmitglied eine langfristig orientierte Tantiemevereinbarung mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 540, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 fällig wird, vereinbart. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten ebenfalls Malusregelungen.

Im Jahresabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2016 und 2017 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 320 führten im Geschäftsjahr 2017 zu keinen Auszahlungen und werden im Geschäftsjahr 2018 zu Auszahlungen von TEUR 244 führen. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2017 TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 290) an den Vorstand ausbezahlt Davon sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 50) unverfallbar. Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierten Vergütungen an den Vorstand wurden wie im Vorjahr nicht geleistet.

Im Jahresabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Kurzfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 320).

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 505 (Vorjahr: TEUR 316).

Die für Vorstandsmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2017 betragen TEUR 738 (Vorjahr: TEUR 624).

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Pensionszahlungen an ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 1.251 (Vorjahr: TEUR 1.218) geleistet worden. Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sind in Höhe von TEUR 7.682 (Vorjahr: TEUR 7.671) im Jahresabschluss erfasst.

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2017 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet Im Geschäftsjahr 2017 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) ausgezahlt.

35 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Ausgeübter Beruf Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen Selbstständiger Consultant Vorsitzender
Bankkaufmann bis 13.06.2017
Chehab Wahby, Düsseldorf Partner der EY-Parthenon GmbH Vorsitzender
Kaufmann ab 13.06.2017
Stellvertretender Vorsitzender
bis 13.06.2017
Michael Rauch, Düsseldorf Kaufmännischer Geschäftsführer Stellvertretender Vorsitzender
Kaufmann (CFO) der Douglas Gruppe ab 13.06.2017
Anja Keihani, Hannover Assistenz der Innendienstleitung der edding Vertrieb GmbH Arbeitnehmervertreterin
Kauffrau
Dr. Sabine Renken, Hamburg Rechtsanwältin Partnerin in der Kanzlei Buse Heberer Fromm Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ersatzmitglied
Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt

Herr Wahby bekleidete vom 20. Mai 2015 bis zum 30. November 2017 ein weiteres Mandat als Aufsichtsratsmitglied in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat der peakwork AG, Düsseldorf.

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Vorsitzender / Chief Executive Officer
Kaufmann
Sönke Gooß, Rosengarten Chief Financial Officer
Kaufmann
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Chief Operating Officer
Ingenieur

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

36 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2017 2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 149 135
Andere Bestätigungsleistungen 20 -
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 28 24
Gesamthonorar 197 159

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten das vereinbarte Honorar sowie Vergütungen für sonstige Leistungen, die im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden (zum Beispiel Erstanwendungsfragen von IFRS-Standards, Begleitung von Enforcement-Verfahren). Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die Beauftragung einer prüferischen Durchsicht des Nichtfinanziellen Konzernberichts. Die sonstigen Beratungsleistungen betreffen unter anderem die unterjährige Abstimmung von Bilanzierungsfragen und die Teilnahme an der Hauptversammlung.

37 Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung oder der Bilanz der edding AG berücksichtigt worden sind.

38 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.793 aus dem Jahresüberschuss 2017 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.793.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

• EUR 2,15 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

• EUR 2,10 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 515 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Ahrensburg, 9. April 2018

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

An die edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, — bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden — geprüft.

Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: „zusammengefasster Lagebericht") der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Corporate Responsibility-Report („CR-Report"), der auch den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB enthält sowie die dort ebenfalls veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im zusammengefassten Lagebericht jeweils verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte des auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten CR-Reports, der auch den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB enthält, sowie der dort ebenfalls veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

• Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen

a) Das Risiko für den Abschluss

Zum 31. Dezember 2017 bilanziert die edding AktiengesellschaftAnteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 32.941 sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 21.761. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Nominalwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden TEUR 1.270 als Abschreibungen auf Finanzanlagen aufwandswirksam erfasst. Über die mit den Tochtergesellschaften abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge belasten darüber hinaus die auf Ebene der Tochtergesellschaften gebuchten Abschreibungen und Wertberichtigungen das Jahresergebnis der edding Aktiengesellschaft. Die Angaben der Gesellschaft zur Beteiligungs- und Forderungsbewertung sind in den Kapiteln „4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und „8 Finanzanlagen" im Anhang sowie im Kapitel „Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG" des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Der Beteiligungsbewertung wird ein Ertragswert und der Bewertung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein indikativer Zahlungsrückfluss zugrunde gelegt. Die in dem Bewertungsmodell verwendeten Prämissen werden soweit möglich aus öffentlich zugänglichen Quellen (z.B. Kapitalmarktdaten, Zinssätze) abgeleitet Die erwartete Entwicklung der Tochtergesellschaften wird in einer Ergebnisplanung dargestellt, wobei insbesondere die Planung der Umsatzerlöse und der EBIT-Ergebnisgröße durch ein bottom-up Verfahren erfolgt. Die Planungsrechnungen werden nach Plausibilitätskontrollen durch das Controlling und den Vorstand der Gesellschaft in das Bewertungsmodell übertragen. Dabei werden für Bewertungszwecke gegebenenfalls erforderliche Anpassungen berücksichtigt (z.B. Synergieeffekte).

Das Ergebnis dieser Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Ergebnisentwicklung durch die gesetzlichen Vertreter und von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig. Die Bewertungen sind damit mit Unsicherheit behaftet Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der edding Aktiengesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Bei unserer Prüfung der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen, die der Bewertung zugrunde liegenden zentralen Annahmen gewürdigt und die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes beurteilt.

Wir haben uns davon überzeugt, dass die nach einem Ertragswertverfahren abgeleiteten beizulegenden Werte in vertretbarer Weise aus den relevanten Bewertungsstandards abgeleitet wurden. Von der Angemessenheit der bei der Beteiligungsbewertung verwendeten künftigen Planergebnisse haben wir uns durch Abstimmung mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung überzeugt und deren wesentliche Annahmen nachvollzogen. Dabei haben wir auch beurteilt, ob der Planungsprozess eine hinreichend genaue Schätzung zukünftiger Zahlungsströme sicherstellt In diesem Zusammenhang haben wir für wesentliche Tochtergesellschaften die Planungstreue beurteilt, indem wir die tatsächlich erwirtschafteten Ergebnisse in der Vergangenheit den jeweils geplanten Ergebnissen gegenübergestellt und die Gründe für etwaige Planabweichungen analysiert haben. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der auf diese Weise ermittelten Beteiligungswerte haben können, haben wir die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter und das Berechnungsschema nachvollzogen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Ableitung des in der ewigen Rente angesetzten Wachstumsabschlags aus den Markterwartungen nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

• den auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten CR-Report, der auch den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §§ 315b, 315c HGB enthält und auf den im Abschnitt „Grundlagen des Konzerns/ Corporate Responsibility" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,

• die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,

• die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,

• den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und

• die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zusammengefassten Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsichtigter — falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerten können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Januar 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Abschlussprüfer der edding Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Andreas Wendland.

Hamburg, 10. April 2018

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Andreas Wendland, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG vermittelt und im mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Ahrensburg, 9. April 2018

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Glossar

B2B (Business-to-Business)

Beschreibt bei edding — abweichend von der allgemein üblichen Version — den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend gewerbliche Endverwender als Endkunden bedienen.

B2C (Business-to-Consumer)

Beschreibt bei edding — abweichend von der allgemein üblichen Version — den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend private Endverwender als Endkunden bedienen.

edding ink

Die edding-Tinte im Blut unserer Mitarbeiter dient als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur.

eddiplementorship (Project Management Excellence)

eddiplementorship beschreibt die Umsetzung unserer Strategie in skalierbare und effiziente Prozesse.

eddipreneurship (Innovation Excellence)

eddipreneurship bezeichnet den Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen.

Dimensionen des „Strategischen Fitness-Modells" aus unserer Mitarbeiter-Befragung

a) Mitarbeiter-Engagement

Die Dimension des nachhaltigen „Mitarbeiter-Engagements" umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung).

b) Qualität des Leistungsumfelds

Die Dimension „Qualität des Leistungsumfelds" berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in der sie ihre Arbeit effektiv und effizient ausüben können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.