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edding AG Annual Report 2016

May 19, 2017

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Annual Report

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Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Geschäftsbericht 2016

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

edding Konzern 2016 2015 2014 2013 2012
Ertragslage
EBIT 11.848 12.220 11.855 9.380 7.271
in % vom Umsatz 8,3 % 8,8 % 9,2 % 7,6 % 6,2 %
Jahresergebnis 7.141 8.549 8.312 8.585 3.641
in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) 13,0 % 17,0 % 18,8 % 21,8 % 10,1 %
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.578 12.133 12.185 11.618 6.991
Umsatzerlöse 143.014 138.371 128.853 123.211 117.036
Veränderung 3,4 % 7,4 % 4,6 % 5,3 % 5,0 %
Auslandsanteil 57,6 % 59,2 % 58,4 % 59,4 % 59,3 %
Rohergebnis1 90.908 87.874 80.399 75.208 72.141
in % von der Gesamtleistung 63,5 % 63,2 % 62,3 % 60,8 % 61,3 %
Personalaufwand 36.692 35.394 34.206 32.532 31.317
in % vom Umsatz 25,7 % 25,6 % 26,5 % 26,4 % 26,8 %
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 637 624 638 632 634
Vermögens- und Finanzlage
Bilanzsumme 98.720 98.504 90.863 81.630 79.470
Veränderung 0,2 % 8,4 % 11,3 % 2,7 % - 3,0 %
Eigenkapital 54.991 50.199 44.274 39.303 35.886
in % der Bilanzsumme 55,7 % 51,0 % 48,7 % 48,1 % 45,2 %
Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio in %) 169,4 % 150,4 % 127,4 % 130,0 % 130,5 %
Ergebnisse Mitarbeiterbefragung2
Mitarbeiterengagement (in %) 89% n. a. n. a. n. a. n. a.
Qualität des Leistungsumfelds (in %) 81% n. a. n. a. n. a. n. a.
edding AG 2016 2015 2014 2013 2012
Jahresüberschuss 7.140 5.370 4.658 2.602 1.899
Ergebnis vor Steuern 10.186 8.094 7.374 5.289 4.422
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473.219 473.219 473.219 473.219
Jahresüberschuss je Aktie 6,65 € 5,00 € 4,34 € 2,42 € 1,77 €
Dividende
Stammstückaktien 2,10 € 1,91 € 1,91 € 1,71 € 1,71 €
Vorzugsstückaktien 2,15 € 1,95 € 1,95 € 1,75 € 1,75 €
Aktienkurs am 31.12. 91,08 € 85,00 € 64,00 € 47,12 € 47,00 €

1 ohne sonstige betriebliche Erträge

2 Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Messung vom bisherigen Schulnotensystem auf ein zweidimensionales strategisches Fitness-Modell umgestellt.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

vor Ihnen liegt der Geschäftsbericht 2016 der edding Gruppe, der wiederum erfreuliche Ergebnisse ausweist. Nach drei Jahren Rekordergebnis bei Umsatz und EBIT in Folge haben wir eine kleine Atempause eingelegt und verzeichnen dieses Mal „nur" einen Rekord im Konzernumsatz. Dennoch liegt auch das Konzern-EBIT 2016 bei nahezu 12 Mio. Euro und ist damit wiederum eines der besten Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte. Dies ist vor dem Hintergrund unserer unverändert hohen Investitionen in unsere Unternehmensstrategie ein sehr gutes Ergebnis.

Erwartungsgemäß hat sich das prozentuale Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr aufgrund von Vorholeffekten im ersten Halbjahr deutlich abgeschwächt. Wie im Vorjahr konnte das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation höhere Wachstumsraten erzielen als das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Nach zweistelligen Zuwachsraten im Vorjahr lag hier das Wachstum immerhin noch bei 7 %, wozu insbesondere die Märkte im deutschsprachigen Raum beigetragen haben. Das Wachstum bei Schreiben und Markieren fiel dagegen moderat aus, weil die Umsätze in der Region Übersee — wie schon zum Halbjahr berichtet — deutlich hinter den Erwartungen geblieben sind. Die anderen Märkte entwickelten sich dagegen erfreulich. Insbesondere die Regionen Benelux und Türkei haben im Bereich der privaten Endkonsumenten große Erfolge erzielt und auch in Russland konnten wir nach mehreren Jahren des Rückgangs erstmals wieder einen Anstieg verzeichnen.

Im Bereich Strategie- und Organisationsentwicklung hat sich im Berichtsjahr wieder viel getan. Für den Zeitraum 2017 bis 2020 haben wir mittelfristige Unternehmensziele in Form eines Balanced Scorecard-Systems für alle wesentlichen Märkte und wichtigen Funktionsbereiche ausformuliert. Darüber hinaus haben wir zwei neue Systeme eingeführt, die ebenso zukunftsweisend sind und unsere Strategieziele unterstützen werden: Ein zentrales Produkt-Informations-Managementsystem (PIM) sowie ein firmeninternes Soziales Netzwerk als neue Kommunikations-Plattform.

Positiv überrascht hat uns die zum zweiten Mal weltweit durchgeführte Mitarbeiterbefragung, die nach sehr guten Werten im Vorjahr nochmals bessere Ergebnisse ergeben hat. Besonders hervorzuheben ist die hohe Identifikation mit dem Unternehmen und seiner Kultur. Darüber freuen wir uns sehr und sehen darin eine Erklärung für unseren anhaltend guten Unternehmenserfolg.

Parallel dazu hat sich unser Börsenkurs wieder erfreulich entwickelt. Nach 85,00 Euro am Jahresanfang war der Kurs am Jahresende mit 91,08 Euro damit um rund 7 % angestiegen und hat sich mittlerweile auf historisch hohem Niveau von über 90,00 Euro etabliert. In Verbindung mit einer um 0,20 Euro angehobenen Dividende (bezogen auf die Vorzugsaktie) können somit auch unsere Aktionäre wiederum von der guten Entwicklung der edding Gruppe in 2016 profitieren.

Das wirtschaftliche und politische Umfeld hat auch in 2016 erneut einige Überraschungen mit sich gebracht. Im Gegensatz zur Präsidentenwahl in den USA betreffen uns als edding Gruppe die „Brexit"-Entscheidung in Großbritannien sowie die politische Entwicklung in der Türkei unmittelbar. Unsere Aufstellung mit Umsatzerlösen in rund 100 Ländern weltweit hat sich dabei als wichtiger Stabilitätsfaktor erwiesen, so dass wir auch solche Effekte bisher weitgehend ausgleichen konnten. Wir bauen darauf, dass uns das auch in Zukunft gelingt und blicken als Vorstand weiterhin optimistisch in die Zukunft. Ab 2017 machen wir uns jetzt noch einmal verstärkt daran, unsere ambitionierten Mittelfristziele für 2020 zu erreichen und auf dem Weg dahin auch in 2017 und den Folgejahren gute Ergebnisse zu erzielen.

Die vielen Veränderungen — intern wie auch extern — haben von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Engagement abverlangt. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ausdrücklich und bauen darauf, dass uns dieses Engagement in 2017 und in den Folgejahren wiederum so erfolgreich macht wie in den letzten Jahren.

Mit freundlichen Grüßen

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2016. Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten sind im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.

Die uns nach Aktiengesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen haben wir auch im Jahr 2016 ordnungsgemäß wahrgenommen. Uns sind keine Handlungen bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte oder rechtswidrige Vorteile verschafft haben. Neben der Tätigkeit als Aufsichtsrat bestanden im Berichtsjahr zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an jeder Sitzung in 2016 teilgenommen.

Kommunikation mit dem Vorstand

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurden wir im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend informiert. Dazu gehörten schriftliche monatliche Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung. Daneben erhielten wir detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und den Fortgang der Strategieumsetzung.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen und telefonischen Abstimmungen über besondere Geschäftsvorfälle fand mindestens einmal monatlich routinemäßig ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden und dem Vorstand statt.

Risikomanagement

Neben der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden uns aus dem internen Kontrollsystem soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich Informationen über die Änderung der Risikolage bei den Kernrisiken und ihre Behandlung gegeben.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen in 2016

Auf jeder unserer Sitzungen in 2016 gab es einen Tagesordnungspunkt, der dem Bericht über das Risikomanagement gewidmet war. Im Übrigen behandelten die einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen:

Im April befassten wir uns mit dem Jahresabschluss 2015 im Beisein der Wirtschaftsprüfer. Für die Vorbereitung waren uns die Prüfungsberichte zum Jahresabschluss der edding AG, des edding Konzerns und der Einzelgesellschaften rechtzeitig zugegangen, so dass wir eine eigene Prüfung durchführen konnten. Wir verabschiedeten die Tagesordnung für die Hauptversammlung und stimmten dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu.

Wir bestätigten die seit 2012 geltende Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex zur Veröffentlichung im Geschäftsbericht.

Nachdem Herr Kallenberg im Dezember 2014 erklärt hatte, sich in der Hauptversammlung 2017 nach Ablauf seiner Wahlperiode nicht zur Wiederwahl zu stellen, wurden wir über den Stand der Kandidatensuche für seine Nachfolge informiert. Wir ermächtigten den Vorstand, mit dem ausgewählten Kandidaten zum Zwecke der Einarbeitung einen einjährigen Beratungsvertrag abzuschließen und ihn zur Einhaltung der Insiderregelung zu verpflichten.

Im Juni im Anschluss an die Hauptversammlung beauftragten wir die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Prüfung des Jahresabschlusses der edding AG und des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr 2016.

Wir verlängerten die laufenden Vorstandsverträge für die Herren Gooß und Streppelhoff über den 31. Dezember 2016 hinaus für weitere vier Jahre bis zum 31. Dezember 2020. In diesem Zusammenhang danken wir den Herren für die bisher sehr erfolgreiche Tätigkeit in unserem Hause.

Den Bericht des Vorstands über die gelungene Markteinführung des neuen Nagellacksortiments edding L.A.Q.U.E nahmen wir zur Kenntnis. Aufgrund der bisher erreichten Ergebnisse stimmten wir dem Vorschlag des Vorstands zu, eine neue Geschäftseinheit Cosmetics zu bilden.

Im September fand unsere jährliche Strategiesitzung statt. Der Vorstand berichtete über den Fortgang der Strategie 2020. Inzwischen ist der überwiegende Teil der Maßnahmen zur Erreichung der Ziele im Einzelnen konkretisiert und in Balanced Scorecards dargestellt. Sie werden erstmals im laufenden Jahr Basis für die die Beurteilung sein, welche Ziele erreicht wurden und wie sich das auf den gesamten Prozess auswirkt.

Ein besonderer Schwerpunkt der Strategie-Entwicklung lag in diesem Jahr auf dem Geschäftsbereich Visuelle Kommunikation, der sich großen Veränderungen im Markt gegenübersieht. Die rasanten Entwicklungen bei den elektronischen Kommunikationssystemen werden ganz neue Anforderungen durch die Kunden hervorrufen. Dem soll mit der Bereitstellung individueller kundenbezogener Lösungen Rechnung getragen werden.

Im Dezember genehmigten wir das vorgelegte Jahresbudget für 2017. Das Jahr ist weiterhin gekennzeichnet durch erhöhte Marketingkosten, die teilweise aber aus in 2016 noch nicht realisierten Projekten stammen.

Der Vorstand berichtete auch über die Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung, die wiederum ausgesprochen positiv ausgefallen war.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Die Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss 2016 fand am 26. April 2017 statt.

Dazu lagen uns die vom Vorstand nach den maßgeblichen Vorschriften für die Rechnungslegung börsennotierter Aktiengesellschaften aufgestellten Jahresabschlüsse und Lageberichte der edding AG und des edding Konzerns sowie die testierten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, vor.

Der Jahresabschluss der edding AG, der Jahresabschluss des edding Konzerns sowie der zu beiden gehörige zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht waren jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfungsberichte wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von uns geprüft.

Im Beisein der Abschlussprüfer wurden die Unterlagen eingehend besprochen. Dazu erhielten wir von den Abschlussprüfern weitergehende Erläuterungen zu den Einzelabschlüssen.

Der Prüfungsbericht enthielt auch Aussagen zu der Effektivität des internen Kontrollsystems. Es wurde bestätigt, dass keine wesentlichen Schwächen bezüglich des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und der rechnungsbezogenen IT-Systeme bei den Inlandsgesellschaften festgestellt wurden und der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise getroffen hat.

Aufgrund dieser Unterlagen und der eigenen Prüfung stimmten wir dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu.

Damit haben wir den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir billigend zur Kenntnis genommen.

Entsprechenserklärung und Erklärung zur Unternehmensführung

Wir haben zusammen mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex und zur Unternehmensführung überarbeitet und an neue Vorschriften angepasst. Die Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht worden.

Hauptversammlung am 13. Juni 2017

Wir haben in der Sitzung am 26. April 2017 auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung verabschiedet. Darin schlagen wir gemeinsam mit dem Vorstand vor, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, auch für die Abschlussprüfung 2017 als Prüfer bestellt wird.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Nummer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Turnusmäßige Wahlen zum Aufsichtsrat

In der Sitzung am 26. April 2017 haben wir auch die Kandidaten ausgewählt, die künftig die Interessen der Aktionäre wahrnehmen sollen und die wir in der Hauptversammlung zusammen mit dem Vorstand zur Wahl vorschlagen. Herr Kallenberg wird sich nicht zur Wiederwahl stellen. Herr Chehab Wahby kandidiert für eine weitere Amtszeit. Als weiteres Mitglied als Vertreter der Aktionäre soll Herr Michael Rauch in den Aufsichtsrat gewählt werden. Er erfüllt die Voraussetzungen und Anforderungen, die wir gemäß unserer Richtlinie für die Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern definiert haben. Als Ersatzmitglieder für die Vertreter der Aktionäre kandidieren wieder Frau Dr. Sabine Renken und Herr Karl Sieveking.

Die Vertreterin beziehungsweise der Vertreter der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird in einer gesonderten Wahl von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bestimmt und auf der Hauptversammlung vorgestellt.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand danken wir für ihren engagierten Einsatz für unser Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Insbesondere die zahlreichen Neuerungen und Veränderungen in der Organisation und in den Geschäftsprozessen im Zuge der Ausrichtung des Unternehmens auf das Erreichen der Strategieziele 2020 wurden mit großem Engagement umgesetzt.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit finden sich im Jahres- und Konzernabschluss der edding AG wieder, der in vielen Bereichen auch in diesem Jahr neue Höchstmarken erreicht hat.

Ahrensburg, 26. April 2017

Der Aufsichtsrat

Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender

Chehab Wahby, Stellvertretender Vorsitzender

Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin

Corporate Governance Bericht

gemäß Nummer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

1. Erklärung gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft erklären Folgendes:

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird dies auch im neuen Berichtsjahr so handhaben:

Nummer 2.3.2 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Nummer 3.10 DCGK

Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht der edding Aktiengesellschaft abgedruckt, während die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch auf der Internetseite der edding AG veröffentlicht werden.

Nummern 4.1.5 und 5.1.2 DCGK

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.

Nummer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2016 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung erforderlicher Angaben verzichtet wird.

Nummer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer solchen Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Nummer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Absatz 2 Nummer 4 Handelsgesetzbuch veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.

Nummern 5.1.2 und 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Nummer 5.3 DCGK

Da der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, werden keine Ausschüsse gebildet.

Nummern 5.4.1 und 5.4.2 DCGK

Der Aufsichtsrat hat eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung formuliert, die auch an der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Ausrichtung des Unternehmens sowie an der Vermeidung potentieller Interessenkonflikte orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Andererseits soll auch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung fachlich geeigneter Aufsichtsratsmitglieder bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist; aus diesem Grunde wird namentlich auf die Normierung einer geschlechtsspezifischen Quote verzichtet. Überdies wird davon abgesehen eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festzulegen; insoweit gelten die obigen Einwände gegen eine feststehende Altersgrenze für Organmitglieder entsprechend. Weiterhin wird darauf verzichtet, eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 DCGK zu benennen; vielmehr soll es der Regelfall sein, dass alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen sind.

Nummer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat vormals erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt.

Nummer 6.3 DCGK

Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des Artikel 19 der Marktmissbrauchsverordnung. Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang der genannten Vorschrift. Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden darüber hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Absatz 1 Nummer 8 Aktiengesetz in Verbindung mit §§ 21 ff. Wertpapierhandelsgesetz ergibt (Geschäftsbericht für Einzelabschluss); letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte der betreffenden Personen.

Nummer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können grundsätzlich weder der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende noch der Halbjahresfinanzbericht innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Absatz 4 Handelsgesetzbuch innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht. Im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht. Für den Halbjahresfinanzbericht findet eine Veröffentlichung auch weiterhin erst zwei Monate nach Ende des Berichtszeitraumes statt; dabei wird die gesetzliche Frist von drei Monaten noch signifikant unterschritten.

Ahrensburg, den 3. Februar 2017

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

2. Bericht über die Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG gemäß Nummer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG findet unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße, der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Tätigkeit des Unternehmens und des Kreises der stimmberechtigten Stammaktionäre statt.

In der Regel besteht der Aufsichtsrat aus der nach § 95 Aktiengesetz vorgesehenen Mindestanzahl von drei Mitgliedern.

Ein Mitglied des Aufsichtsrats wird nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von den Arbeitnehmern des Unternehmens gewählt.

Die beiden anderen Mitglieder des Aufsichtsrats, die von den Aktionärsvertretern bestimmt werden, sollten Eigenschaften und Fähigkeiten aufweisen beziehungsweise Aufgaben übernehmen können, die den Anforderungen entsprechen, wie sie sich aus den Bestimmungen der Satzung und dem Geschäftszweck der Gesellschaft sowie den Bestimmungen des Aktiengesetzes ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten keine Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern des Unternehmens innehaben und nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zum Vorstand der edding AG stehen, die einen Interessenkonflikt begründen könnten. Eine Beratungsfunktion gegenüber dem genannten Personenkreis ist dem Aufsichtsrat anzuzeigen, damit das eventuelle Bestehen eines Interessenkonflikts geprüft werden kann.

Im Regelfall sollen Verwandte in gerader Linie, Ehepartner und Geschwister nicht im Aufsichtsrat vertreten sein, wenn gleichzeitig ein entsprechendes Familienmitglied dem Vorstand angehört.

Hinsichtlich der Wissens- und Erfahrungskompetenzen sollte ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich des Rechnungswesens und der Finanzen und ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Vertrieb haben.

Für die Auswahl gelten daneben die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in seiner jeweils geltenden Fassung. Die pauschale Festsetzung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und einer geschlechtsspezifischen Quote ist nicht vorgesehen.

Über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und die Anzahl seiner Mitglieder soll regelmäßig neu befunden werden, wenn sich der Umfang der Geschäftstätigkeit, der Gegenstand des Unternehmens oder die Aktionärsstruktur wesentlich verändern.

Vorschläge des Aufsichtsrats zur personellen Besetzung des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung als zuständiges Wahlgremium sollen nach Maßgabe der vorliegenden Zielsetzung ergehen.

Der Aufsichtsrat wird die vorliegende Zielsetzung regelmäßig überprüfen und die Maßgaben erforderlichenfalls anpassen und fortschreiben.

Die vorliegende Zielsetzung wird jährlich im Corporate Governance Bericht des Geschäftsberichts veröffentlicht.

Ahrensburg, 10. Mai 2012

Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

Die vorstehende Zielsetzung gilt nach wie vor und ist in dieser Form umgesetzt. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig etwaige Anpassungen der Zielsetzung.

Ahrensburg, 26. April 2017

Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft in der Rubrik „Investor Relations" unter http://www.edding.com/de/ unternehmen/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/ veröffentlicht.

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht

Der vorliegende Bericht fasst den Lagebericht der edding AG und den Lagebericht des edding Konzerns gemäß § 315 Absatz 3 HGB zusammen. Der zusammengefasste Bericht stellt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns dar und geht auf die wesentlichen Chancen und Risiken sowie die voraussichtlich zukünftige Geschäftsentwicklung ein.

Sofern nicht ausdrücklich auf die edding AG Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen und Zahlenangaben auf den gesamten edding Konzern. Die Zahlenangaben, die sich auf den edding Konzern beziehen, basieren auf dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der edding AG. Die Zahlenangaben der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG basieren hingegen auf dem nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellten Jahresabschluss der edding AG.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsaktivitäten

Der edding AG als Mutterunternehmen des edding Konzerns obliegt die unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. In der edding AG sind die zentralen Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Resources sowie IT angesiedelt. Zentrale Aufgaben der edding AG sind die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns sowie das Risikomanagement. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Ahrensburg.

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns gliedern sich in die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, unter denen die jeweiligen Konzernmarken edding und Legamaster vermarktet und vertrieben werden. Daneben wird auch der Vertrieb von Partnermarken ausgeübt, der im Wesentlichen zur Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften dient.

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden über die internationalen Vertriebssteuerungsgesellschaften in rund 100 Ländern weltweit erzielt, die meist durch unabhängige Vertriebspartner betreut werden, soweit edding nicht mit einer eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaft vertreten ist. Der Vertrieb an private und gewerbliche Endverwender erfolgt ausschließlich über Handelspartner aller Formate, wozu neben dem traditionellen Groß- und Einzelhandel auch Vertriebsformen der Großfläche (Verbrauchermärkte, Baumärkte etc.), Katalogversender sowie Online-Vertriebsformen gehören.

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren umfasst im Wesentlichen die Marke edding und beinhaltet Marker, Schreibgeräte, Farbsprays, Druckerpatronen und Toner sowie — seit 2015 — Nagellack. Dieses Produktangebot richtet sich sowohl an den Business-to-Business Bereich als auch an den privaten Endkonsumenten. Die verschiedenen Produkte gliedern sich abhängig von Anwendung und Zielgruppe in folgende Kategorien:

Professionelles Markieren
Unterrichten und Präsentieren
Schreiben, Texte markieren und korrigieren
Reparieren und Pflegen zu Hause
Organisieren und Beschriften zu Hause
Gestalten und Dekorieren
Malen und Spielen
Druckerpatronen und Toner
EcoLine
Kosmetik

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beinhaltet die Hauptmarke Legamaster. Hier werden zwei Produktgruppen unterschieden. Die klassische visuelle Kommunikation umfasst vor allem Flipcharts, Weißwandtafeln, Moderationstafeln und entsprechendes Zubehör. Das interaktive Sortiment umfasst elektronische Whiteboards und e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume). Die Umsätze werden fast ausschließlich im Business-to-Business Bereich erzielt.

Organisations- und Beteiligungsstruktur

Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich weiter hinten in diesem Abschnitt. In der Organisationsstruktur des edding Konzerns können im Wesentlichen folgende Arten von Konzerngesellschaften unterschieden werden, wobei es ebenfalls Mischformen geben kann:

Mutterunternehmen/Holdingfunktion
Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften
Lokale Vertriebsgesellschaften
Produktionsgesellschaften
Einkaufsgesellschaften
Objektgesellschaften

Zusätzlich können die Unternehmen nach ihrem Geschäftsfeld-Fokus unterschieden werden, wobei es insbesondere im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren auch Unternehmen gibt, die einen kleineren Teil ihrer Umsatzerlöse mit der Marke Legamaster erzielen.

Die edding AG ist das Mutterunternehmen des edding Konzerns und hält unmittelbare und mittelbare Beteiligungen an den Tochtergesellschaften. Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ermöglicht als nicht operative Zwischenholding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.

Den internationalen Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten für das jeweilige Geschäftsfeld. Die Gesellschaften erzielen ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen lokalen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern. Diese Funktion wird für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren von der edding International GmbH und für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation von der Legamaster International B.V. (Niederlande) erfüllt.

Lokale Vertriebsgesellschaften existieren in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und der Türkei. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern ist dabei von Land zu Land unterschiedlich. Die Vertriebsgesellschaften in Argentinien und Kolumbien betreiben zusätzlich noch eine eigene Markerfertigung für den regionalen Bedarf. Der Vertrieb der mexikanischen Gesellschaft erfolgt seit Ende 2014 nicht mehr über eigene Außendienstmitarbeiter, sondern mit Hilfe eines unabhängigen Vertriebspartners. Die mexikanische Tochtergesellschaft wird entsprechend in 2017 geschlossen.

Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH produziert in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber sowie zugehörige Nachfüllflaschen ausschließlich für die edding Gruppe. Diese Produkte werden weltweit vermarktet. Damit gibt es im Konzern für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren drei Produktionsstätten.

Die edding Japan Inc. (Japan) übernahm bis Ende 2015 die Beschaffung von Handelswaren sowie von Rohstoffen für die Produktionsstandorte des Geschäftsfelds Schreiben und Markieren. Neben dieser Aufgabe als Einkaufsgesellschaft erfolgten in geringem Umfang Vertriebsaktivitäten in der Region. Diese Tätigkeiten wurden mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 auf die edding International GmbH übertragen. Die Schließung der Gesellschaft erfolgte zum 29. Juli 2016.

Die Objektgesellschaften EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) sowie die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG dienten bisher der Leasingfinanzierung der Betriebsimmobilien der edding Vertrieb GmbH (Betriebsstätte Wunstorf) beziehungsweise der V. D. Ledermann & Co. GmbH (Niederlassung Bautzen). Mit Ablauf des Leasingzeitraums ist die edding AG und Co. Grundstücksverwaltung OHG per 31. August 2016 mit entsprechender Übernahme der Immobilie der edding AG angewachsen. Für die EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co Immobilien-Vermietungs KG erfolgte dies im Laufe des Geschäftsjahres stufenweise. Im Ergebnis ist die Gesellschaft zum 31. Oktober 2016 der edding AG angewachsen. Per 31. Dezember 2016 existiert noch die Hülle der im Laufe des Jahres für die Personengesellschaft gegründete Komplementärin EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH inzwischen als Tochtergesellschaft der edding International GmbH. Diese wird mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf die edding International GmbH verschmolzen.

Daneben hält die edding Gruppe noch Beteiligungen an folgenden Unternehmen:

Die PBS Network GmbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche (PBS-Branche) in Deutschland sowie in geringerem Umfang in einigen weiteren europäischen Staaten.
Die Office Gold Club GmbH führt Marketingaktivitäten für die deutsche PBS-Branche durch. Insbesondere werden Veranstaltungen für gewerbliche Endverbraucher ausgerichtet.
Die gemeinnützige Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH (vormals: Beruf und Familie Stormarn GmbH) schafft und sichert regionale Angebote zur Betreuung von Kindern und Senioren, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.
Seit Ende 2014 besteht eine Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. (Rio de Janeiro). Von einer potenziellen zukünftigen Kooperation versprechen wir uns eine Stärkung unserer Wettbewerbsposition in Lateinamerika.

Konzerngesellschaften zum 31. Dezember 2016

Mutterunternehmen edding Aktiengesellschaft Ahrensburg

Geschäftsfeld Schreiben & Markieren

edding International GmbH1 V. D. Ledermann & Co. GmbH edding Vertrieb GmbH1 edding Benelux B.V.

(vormals: edding Legamaster B.V.)
Ahrensburg Ahrensburg Ahrensburg Lochem, Niederlande
Internationaler Vertrieb und Geschäftsfeldsteuerung Produktion Vertrieb in Deutschland Vertrieb in Belgien, Niederlande, Luxemburg
100 % edding AG 100 % edding AG 100 % edding International GmbH 100 % edding Benelux group B.V.
EDDING (U.K.) LTD1 edding France SAS1 edding Hellas Ltd1 edding Ofis ve lartaslye Orünleri Tic. Ltd. Sti.1
St. Albans, Großbritannien Roncq, Frankreich Athen, Griechenland Istanbul, Türkei
Vertrieb in Großbritannien Vertrieb in Frankreich Vertrieb in Griechenland Vertrieb in der Türkei
50 % edding AG
100 % edding AG 100 % edding International GmbH 100 % edding AG 50 % edding International GmbH
edding Argentina S.A.1 edding Colombia S.A.S.1 edding Mexico S. de. R.L. de C.V.
Buenos Aires, Argentinien Sabaneta, Kolumbien Mexico City, Mexiko
Vertrieb in Argentinien und südlichen Lateinamerika sowie lokale Produktion Vertrieb in Kolumbien und nördlichen Lateinamerika sowie lokale Produktion In Liquidation befindlich
50 % edding AG
100 % edding AG 60 % edding AG 50 % edding International GmbH
1 In geringem Umfang auch Vertrieb für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation
#### Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation
Legamaster International B.V. Legamaster B.V.B.A.

(vormals: edding Lega International B.V.B.A.)
Legamaster GmbH
Lochem, Niederlande Mechelen, Belgien Ahrensburg
Internationaler Vertrieb und Geschäftsfeldsteuerung Ve99 % Legamaster International B.V.rtrieb in Belgien und Frankreich Vertrieb in Deutschland
100 % edding Benelux group B.V. 1 % edding Benelux B.V. 100 % edding AG
#### Sonstige Konzerngesellschaften
EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH edding Benelux group B.V.
Ahrensburg Lochem, Niederlande
Immobiliengesellschaft Holdinggesellschaft
100 % edding International GmbH 100 % edding International GmbH
#### Beteiligungen
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH

(vormals: Beruf und Familie Stormarn GmbH)
Office Gold Club GmbH PBS Network GmbH Companhia de Canetas Compactor S.A.
Bad Oldesloe Düsseldorf Stuttgart Rio de Janeiro, Brasilien
Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Organisator Marketingaktivitäten IT-Dienstleistungs-

unternehmen für die PBS-Branche
Schreibgeräte-

hersteller
9,09 % edding AG 6,67 % edding Vertrieb GmbH 16,67 % edding AG 20,74 % edding International GmbH
#### Im Geschäftsjahr entkonsolidierte Konzerngesellschaften
edding Japan Inc. edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG2
Tokio, Japan Düsseldorf Eschborn
zum 29. Juli 2016 entkonsolidiert zum 31. August 2016 auf die edding AG angewachsen zum 31. Oktober 2016 auf die edding AG angewachsen
76 % edding AG 100 % edding AG 100 % edding AG

2 Vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2016 hat der Konzern im Jahresdurchschnitt 637 Mitarbeiter beschäftigt. In 2015 waren es noch 624, so dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist. Die Anzahl der Beschäftigten an den deutschen Standorten hat hierbei stärker zugenommen. Der Jahresdurchschnitt lag bei 351 Mitarbeitern (Vorjahr: 331 Mitarbeiter).

In den Gesellschaften außerhalb Deutschlands hingegen war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anzahl der Mitarbeiter mit durchschnittlich 286 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (293 Mitarbeiter) leicht rückläufig. Somit lag der Anteil der Beschäftigten außerhalb Deutschlands im Jahr 2016 mit 45 % (Vorjahr: 47 %) geringfügig unter dem Vorjahresniveau.

Der wesentliche Schwerpunkt in den Rekrutierungsprozessen 2016 war durch die strategiebedingte (Neu-) Aufstellung eines strategischen Marketing und die Implementierung einer internationalen Trade Marketing Struktur sowie durch die Optimierung von Geschäftsprozessen im Bereich Stammdaten-Management bestimmt. Ebenso wurden die im Rahmen der Strategie 2020 stattfindende Implementierung verschiedener weiterer Anwendungen aus dem Bereich Human Resources unterstützt, insbesondere die Einführung einer internen Kommunikationsplattform (SoCoNet).

Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 72 Mitarbeiter (Vorjahr: 66 Mitarbeiter) beschäftigt. Somit ist die Gesamtzahl an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich angestiegen.

Im Bereich Personalentwicklung haben wir im Berichtsjahr schwerpunktmäßig an der Neustrukturierung unseres Aus- und Weiterbildungsangebots gearbeitet. Das Ergebnis: Aus der edding Academy wird im Jahr 2017 der edding Campus — ein Ort zum Lernen mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen, die sich konsequent von der Unternehmensstrategie sowie unserem strategischen Steuerungselement, der Balanced Scorecard, ableiten. Die geplanten Trainings unterstützen dabei ausnahmslos die aus der Strategie 2020 abgeleiteten und in den Balanced Scorecards festgehaltenen Ziele. Schwerpunkte bilden dabei in 2017 unter anderem Themen aus den Dimensionen eddiplementorship (Project Management Excellence), eddipreneurship (Innovation Excellence) sowie edding ink (Culture & Values).

Mit einer exzellenten Teilnahmequote von 85 % aller Beschäftigten endete im Berichtsjahr unsere zweite weltweite Mitarbeiterbefragung. Über fast alle Standorte hinweg zeigte sich, dass insbesondere die aus der Vorjahresbefragung resultierenden Schwerpunktthemen wie „Strategiekenntnis weiter fördern" und „Feedbackkultur verbessern" in 2016 merklich gestärkt werden konnten. Auch in anderen Fragebogenbereichen zeigen sich viele Aspekte auf sehr gutem oder sogar ausgezeichnetem Niveau. So weisen beispielsweise alle Fragen aus der Kategorie Führung weltweit eine höhere Zustimmung als im vergangenen Jahr auf. Ebenfalls stark verbessert hat sich der für uns strategisch relevante Bereich Innovationskultur/ eddipreneurship.

Das Gesamtergebnis unserer globalen Mitarbeiterbefragung liegt in 2016 im Bereich „gut" auf der Schulnotenskala. Im Berichtsjahr wurde die Messung vom bisherigen Schulnotensystem auf ein zweidimensionales strategisches Fitness-Modell umgestellt, bei dem die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in den Dimensionen ,Mitarbeiter-Engagement' sowie ,Qualität des Leistungsumfelds' gemessen werden. Daher werden wir künftig auf die Angabe zum

Schulnotensystem verzichten. Für weitere Details zu diesen Komponenten verweisen wir auf den Abschnitt Steuerungssystem. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung stellen sich somit wie folgt dar:

Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung 2015 2016 Prognose 2017 Prognose 2020
Mitarbeiter-Engagement gut 89 % 85 - 90 % 88%
Qualität des Leistungsumfelds gut 81 % 75 - 85 % 78%

Damit stehen wir auch im externen Vergleich mit anderen Unternehmen sehr positiv da. Unsere nächste weltweite Mitarbeiterbefragung findet im dritten Quartal 2017 statt.

Corporate Responsibility

Seit Juni 2016 organisiert edding Sprachtrainings, die parallel zu den offiziellen Integrationskursen für einen Zeitraum von sechs Monaten stattfinden und jeweils für zehn bis zwölf geflüchtete Menschen Platz bieten. Unsere Deutschklasse trifft sich zwei Mal pro Woche für jeweils drei Stunden in der Ahrensburger Konzernzentrale. Freiwillige Mitarbeiter helfen den Schülern bei den Hausaufgaben aus dem Integrationskurs, bei der Prüfungsvorbereitung und beim Sprachtraining. Dabei wird eine Hälfte der Unterrichtszeit von edding „gespendet", die andere Hälfte leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter privat ehrenamtlich.

Wissensdurst, hohe Motivation und Dankbarkeit der Schülerinnen und Schüler sind dabei ein großer Ansporn für alle Beteiligten. Die Integration geht dabei über das Sprachtraining hinaus. Ein Deutschlandspiel der Fußballeuropameisterschaft wurde in einem edding Public Viewing auch für unsere Schüler ein Highlight, ebenso wie die gemeinsame Weihnachtsfeier mit Dresdner Stollen und typischem deutschen Weihnachtsgebäck, die großen Anklang fand und Gelegenheit für kulturellen Austausch rund um die Fragen, wie andere Religionen und Kulturen Feste feiern, bot. Insgesamt sind wir überzeugt, dass durch derartige Arbeit aus der Zuwanderung deutlich mehr Chancen entstehen als Risiken.

Zur Feier der erstmaligen Überschreitung der 100 Millionen Euro Grenze des in der internen Berichterstattung errechneten Bruttoumsatzes im Geschäftsfeld „Schreiben und Markieren" wurden pro Mitarbeiter des Konzerns 100 Euro an gemeinnützige Organisationen gespendet. Die Auswahl der Organisationen erfolgte mittels Benennung und Abstimmung durch die Mitarbeiter, die sich für Ärzte ohne Grenzen, Plant for the Planet, Plan International sowie die SOS Kinderdörfer entschieden.

Bei Plan International unterstützt edding damit zum Beispiel ein Projekt, welches Jungen und Mädchen in Tansania vor Kinderarbeit schützen soll.

Plant for the Planet führt mit einem Teil des Geldes Aufforstungen in Chile fort. Der andere Teil floss in die Plant for the Planet Klimaakademie. Ziel dieser Institution ist es, Kinder und Jugendliche für Klimathematiken zu sensibilisieren und zu begeistern. Am 22. Oktober 2016 fand in der edding Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen eine solche Klimaakademie statt. Dabei wurden unter anderem 14 Bäume an der nahe gelegenen Grundschule gepflanzt.

Erstmalig konnte im abgelaufenen Jahr der Wertstoffkreislauf aus der Rücknahme gebrauchter Marker geschlossen werden. Pro 100 Kilo Abfall werden nun im Schnitt circa vier Kilogramm Metall, circa acht Kilogramm Aluminium und circa 73 Kilogramm Kunststoff gewonnen und erneut dem Produktionsprozess zugeführt.

Zusammengefasst weist der edding Konzern in 2016 folgende ausgewählte Umweltkennzahlen im Vergleich zum Vorjahr auf:

Energiekennzahlen für die edding Standorte Ahrensburg, Bautzen und Wunstorf 2016 2015
Gasverbrauch [MWh] 3.250 2.760
Strombezug [MWh] 2.740 2.378
Stromproduktion durch Photovoltaik-Anlagen Ahrensburg, Bautzen [MWh] 169 178
Stromproduktion Blockheizkraftwerk Ahrensburg [MWh] 265 247
Anteil eigenproduzierter Strom am Gesamtverbrauch [%] 14 15
Anteil Stromverbrauch aus regenerativen Quellen [%] 100 100
Entwicklung EcoLine 2016 2015
Umsatzsteigerung EcoLine weltweit [%] 2 15
Umsatzsteigerung EcoLine Deutschland [%] 19 12

Sonstige Funktionsbereiche

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und zwei ausländische Produktionsstätten.

Die deutsche Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen erreichte in 2016 das beste Ergebnis in ihrer fast 25-jährigen Geschichte. Mit circa 85 Mio. Markern verzeichnete die Produktionsstätte im Vergleich zum Vorjahr (76 Mio. Marker) eine steigende Ausbringung von mehr als 10 %. Die Absatzschwäche der in Bautzen insbesondere für den russischen Markt produzierten Produkte ist überwunden worden und ist ein wesentlicher Einflussfaktor für den Anstieg.

Am Produktionsstandort der edding Argentina S.A. (Argentinien) in San Juan wurde die Auslastung in 2016 aufgrund der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Situation wieder zurückgefahren und liegt unter dem Vorjahr. Mit der Präsidentschaftswahl Ende 2015 wurde ein neuer Präsident gewählt, der weitreichende Änderungen in der Wirtschaftspolitik ankündigte, die jedoch im Laufe des Jahres 2016 nicht zu der erhofften Verbesserung der wirtschaftlichen Lage führten.

Im November 2010 wurde die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) gegründet. In den ersten Jahren konnte eine kontinuierlich steigende Auslastung beobachtet und eine positive Bilanz gezogen werden. Nach den anfänglichen Erfolgen trat 2015 eine Stagnation ein. Im Jahr 2016 lag die Ausbringung durch Schwierigkeiten im Markt deutlich unter Vorjahresniveau.

Logistik

Die zentrale Lagerlogistik wird für die edding International GmbH durch einen externen Dienstleister im Großraum Hannover wahrgenommen. Im zweiten Jahr nach Outsourcing dieser Dienstleistung sind die Abläufe auch in 2016 weiter optimiert worden. Eine stabil hohe Performance auch bei deutlich steigenden Volumina ist auch in 2016 bei Kundenbewertungen als überdurchschnittlich bestätigt worden.

Neben der Nachschubbelieferung für die Läger unserer ausländischen Vertriebspartner und konzerneigenen Gesellschaften in Großbritannien, der Türkei, Griechenland, Argentinien und Kolumbien versorgt das deutsche Zentrallager auch in direkter Belieferung Handelskunden in Deutschland, Benelux, Frankreich und Italien.

Neue Anforderungen von Kunden aus strategisch definierten, wachstumsrelevanten Kanälen konnten in 2016 sicher bedient werden. Hier ist hervorzuheben, dass insbesondere die digitale Kompetenz zur Umsetzung der Kundenanforderungen eine wichtige Rolle spielt. Datenqualität, IT-Anbindung und elektronischer Datenaustausch nach Kundenanforderung sind hier häufig von entscheidender Bedeutung.

Die Lagerlogistik für den Markenbereich Legamaster wird komplett in der Verantwortung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation im konzerneigenen Zentrallager in Lochem (Niederlande) abgebildet. Von hier erfolgt der weltweite Versand dieses Sortimentsbereichs.

Informationstechnologie

In 2016 bestanden die wesentlichen Herausforderungen für den Bereich Informationstechnologie in der Konsolidierung und Modernisierung der Infrastruktursysteme. Hier lagen die Schwerpunkte im Austausch der Server-Systeme und der aktiven Netzwerkkomponenten im Rechenzentrum Ahrensburg. Die Bandbreiten der Netzwerkverbindungen zu unseren Niederlassungen wurden überprüft und den heutigen Anforderungen entsprechend erweitert. Gleichzeitig wurden im Verlauf des Jahres ein Großteil der Standorte und der dortigen Arbeitsplätze auf die sogenannte Thin-Client-Technologie umgestellt, um den Support- und Wartungsaufwand zusätzlich zu reduzieren.

Mit der Einführung einer neuen Laptop-Generation wurde auf kompaktere, leichtere und modernere Rechnersysteme umgestellt. All diese Maßnahmen führen die edding Gruppe in Richtung einer weiteren Flexibilisierung der Arbeitsplätze, zum Adaptive Workplace des 21. Jahrhunderts, hin. Hier übernimmt die IT der edding AG die Rolle des Impulsgebers, Innovationsmotors und zentralen Unterstützers in der Unternehmensgruppe. Die bereits über Jahre kontinuierlich verfolgte Strategie zur Entkopplung von Arbeitsplatz und physischer Infrastruktur ermöglicht ein orts- und endgeräteunabhängiges Arbeiten in einem modernen Unternehmen.

Auf Seite der Anwendungssoftware ist es gelungen, die internen und externen IT-Services zu harmonisieren und aufeinander abzustimmen. Mit dem gezielten Rückgriff auf verschiedene Cloud-Services in den vergangen Jahren werden die vielfältigen Aufgaben in Vertrieb und Marketing effizient und flexibel unterstützt. Mit einer hybriden CRM-Lösung, cloudbasierten produktdatenmanagementlösungen und einem in 2016 eingeführten firmeninternen sozialen Netzwerk, kann edding schneller denn je auf die sich ändernden Geschäftsanforderungen reagieren.

Auch unsere Sicherheitssysteme, die unsere Netzwerk-, Server- und Anwendungslandschaft schützen, wurden im letzten Jahr aktualisiert und erneut an die sich ändernden Herausforderungen angepasst. Eine ganzheitliche Herangehensweise, die die Sensibilisierung unserer Anwender einschließt, schützt dabei das umfassende und moderne Service Portfolio und unsere digitale Wertschöpfungskette vor den Risiken der Cyberkriminalität.

Mit einer hochmodernen, effizienten Systemlandschaft und ausgeprägten IT-Management-Prozessen ist edding sehr gut für die Geschäftsprozesserfordernisse der Zukunft gerüstet.

Forschung und Entwicklung

Der edding Konzern betreibt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an den deutschen Standorten Ahrensburg und Bautzen. Insgesamt waren in diesem Bereich im Geschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr 13 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrug im Berichtsjahr 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen neben Personalaufwendungen auch Sachkosten für Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Partnerunternehmen sowie Abschreibungen für Laborgeräte.

Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wird die Entwicklung neuer Produkte und Einbindung neuer Technologien aus dem International Product Management koordiniert.

Steuerungssystem

Strategische Steuerung

Als Finanzholding des edding Konzerns verfolgt die edding AG als strategisches Ziel die nachhaltige Wertsteigerung und Entwicklung des edding Konzerns mit den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation.

Im Berichtsjahr haben wir im Rahmen der Strategieumsetzung ein neues Balanced Score-card-System erstellt, das für den Zeitraum 2016 bis 2020 unsere wesentlichen strategischen Ziele zusammenfasst. Erstmals sind beide Geschäftsfelder in diesem System berücksichtigt und auch die internen Funktionsbereiche haben sich in diesem System mittelfristige Ziele gesetzt. Die Balanced Scorecards sind individuell auf die Belange von edding zugeschnitten und greifen bereits in ihrer Struktur mit den Themen eddipreneurship und eddiplementorship wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur auf. Sie enthalten finanzielle sowie nichtfinanzielle Ziele in fünf Dimensionen:

Finance
Customer/Consumer: Ziele in Bezug auf unsere vier wesentlichen Marktstrategien B2B und B2C für Schreiben und Markieren in Europa, Visuelle Kommunikation sowie breiteres Wachstum in Lateinamerika
„eddiplementorship": Umsetzung unserer Ideen auf möglichst effiziente Weise
„eddipreneurship": Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen
„edding ink": edding-Tinte im Blut als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur

Finanzielle Steuerungsgrößen

Der edding Konzern nutzt verschiedene finanzbezogene Kennzahlen zur Steuerung von Wachstum und Profitabilität. Als wichtigste Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind hier Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) zu nennen. In unserer aktuellen Konzernstrategie wurden hierfür langfristige Ziele festgelegt, die bis 2020 erreicht werden sollen. Auf der Ebene der edding AG kommt noch der ausschüttungsfähige Jahresüberschuss hinzu, der auch für die erfolgsabhängige Vorstandsvergütung maßgeblich ist.

Im Rahmen der jährlichen Budget-Planung werden insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele für den Konzern definiert und an den Strategiezielen für 2020 ausgerichtet. Auch für die Steuerung der Konzerngesellschaften ist die EBIT-Entwicklung die wichtigste Steuerungsgröße, deren Erreichung wesentlicher Bestandteil der kurz- und mittelfristigen variablen Vergütung für das lokale Management ist. Das monatliche interne Berichtswesen geht insbesondere auf Zielerreichung und Abweichungsanalysen beim EBIT ein.

Wachstumsindikator und wesentliche Einflussgröße für die EBIT-Ergebnisse ist die Umsatzentwicklung. Zusätzlich zu den Gesamtumsätzen sind monatlich die Entwicklung der Umsätze sowie Rohergebnismargen je Geschäftsfeld entscheidend. Neben den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation vertreiben einzelne Tochtergesellschaften auch Partnermarken. Dieser Bereich dient im Wesentlichen zur Abrundung des Produkt-portfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften zur Sicherstellung einer absoluten Bedeutung im jeweiligen Markt beziehungsweise in den einzelnen Kanälen, die Voraussetzung für den Ausbau des Konzernmarkengeschäfts ist. Daher gibt es hierfür keine strategischen Wachstums- und Margenziele. Im Geschäftsbericht werden Partnermarken-Umsätze mit sonstigen Erlösen zusammengefasst. Hierunter sind neben Erlösen aus Verkaufsmöbeln, der Weiterberechnung von Frachtkosten sowie Mindermengen-Zuschlägen auch die Lizenzerlöse aus dem Druckerpatronen-Geschäft erfasst.

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Für die edding Gruppe wichtigste nichtfinanzielle Steuerungsgröße ist das Ergebnis der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung. Im Berichtsjahr wurde die Messung vom bisherigen Schulnotensystem auf ein zweidimensionales Strategisches Fitness-Modell umgestellt, bei dem die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in den Dimensionen ,Mitarbeiter-Engagement' sowie ,Qualität des Leistungsumfelds' gemessen werden.

Die Dimension des nachhaltigen ,Mitarbeiter-Engagements` umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft, sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung). Die Dimension ,Qualität des Leistungsumfelds' berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in dem sie ihre Arbeit effektiv und effizient machen können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.

Für beide Werte wurden im Rahmen der Balanced Scorecards Zielwerte für 2020 festgelegt.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft bewegte sich 2016 nach den Prognosen des Internationalen Währungsfonds mit + 3,1 % ungefähr auf Vorjahresniveau1 Dabei stabilisierten sich die Schwellenländer nach zuvor rückläufigen Wachstumsjahren auf einem Niveau von 4,1 %, getragen unter anderem von einer Beruhigung der Rezession in dem für uns wichtigen Markt Russland, der nach deutlicher Kontraktion im Vorjahr nunmehr eine rote Null beisteuerte.

Die Eurozone entwickelte sich mit 1,7 % Wachstum verhalten positiv, allerdings weniger heterogen in den Mitgliedsstaaten. So liegt Deutschland genau auf dem Durchschnitt. Auch die anderen Industrienationen erreichten vergleichbare Wachstumsraten.

Deutlich problematischer war mit einer Schrumpfung der Wirtschaft von 0,7 % dagegen die Situation in Lateinamerika. Gerade in den für uns wichtigen Ländern Argentinien, Kolumbien und Ecuador verschlechterten sich die Rahmenbedingungen aus sehr individuellen Gründen merklich. Während in Argentinien die liberalere Politik der neuen Administration die Folgen der unterdrückten Inflation unter der Vorgängerregierung transparent macht, stürzte das ablehnende Votum der Volksabstimmung zum Friedensvertrag Kolumbien in eine politische Krise. In Ecuador sind es die sozialistischen Tendenzen der Regierung, die die Wirtschaft in 2016 stark bremsten.

Die Lage am Papier-, Büro- und Schreibwarenmarkt zeigte sich in 2016 differenziert. Der Verband der PBS-Markenindustrie berichtet von ungewichteten Wachstumsraten der Mitglieder im Bereich Papier von 1,7 %, der Hersteller von klassischen Büroartikeln von fast 4 % in Deutschland, außerhalb Deutschlands jedoch etwas schwächer. Vielfach spürbar bleibe aber die Verdrängung durch die zunehmende Digitalisierung. Eine Sonderkonjunktur sehr analoger Natur erlebten die Verbandsmitglieder aus dem Bereich Schreiben. Die anhaltende Nachfrage nach designorientierten hochwertigen Schreibgeräten sowie der Trend des Erwachsenenmalens und der sogenannten „Art Therapy" bescherte den Unternehmen Umsatzzuwächse von durchschnittlich 11 % im Inlands- wie im Exportgeschäft. Für alle Segmente zeigte sich besonders der Online-Handel als stark wachsender Absatzkanal.2

Der globale Markt für interaktive Displays, an dem wir über unsere Marke Legamaster mit interaktiven Whiteboards und e-Screens partizipieren, wuchs auch in 2016. Im dritten Quartal 2016 wurden laut Marktforschungsagentur FutureSource weltweit erstmalig über 500.000 Stück abgesetzt und für das Gesamtjahr ein Umsatzvolumen von mehr als drei Milliarden US-Dollar prognostiziert. Erneut waren es der chinesische und der türkische Markt, die das Wachstum verbuchen konnten. Der Markt in Westeuropa wuchs hingegen nicht.3

Die edding Gruppe trägt dem zwar leicht stabilisierten, aber immer noch volatilen Umfeld bereits seit Jahren durch risikoorientierte Geschäftsführung und fortschreitende Flexibilisierung der Organisation Rechnung. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten der Finanzmärkte zum Beispiel in Bezug auf Währungssicherung im betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen aus und gestalten unser operatives Geschäft auf Beschaffungs- und Vertriebsseite währungsrisikominimierend.

Auch wenn die Märkte sich in 2016 etwas homogener zeigten, profitierten wir dennoch von unserem diversifizierten Länder- und Produktportfolio. So konnten wir in etablierten Kategorien wie dem Business-to-Business Bereich bei Schreiben und Markieren oder dem traditionellen Sortiment im Bereich der Visuellen Kommunikation moderat, in den deklarierten Wachstumsbereichen Business-to-Consumer Schreiben und Markieren sowie Legamaster Interactive überproportional wachsen.

1 World Economic Outlook Update, IMF, January 2017

2 http://www.pbs-markenindustrie.de/aktuelles/trend-zu-produktinnoyationen-befoerdert-herbstaufschwung, 01.02.2017

3 Futuresource Consulting, Quarterly Market Treck World, Q3 2016

4 World Economic Outlook Update, IMF, January 2017

Entwicklung der Geschäftsfelder

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatzanstieg von 3,4 % erreicht. Das Wachstum wird von beiden Geschäftsfeldern getragen, wobei im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ein überproportionaler Anstieg erzielt werden konnte. Die Partnermarken und sonstigen Erlöse verzeichnen einen Rückgang.

2016 2015 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 42.988 41.233 1.755 4,3
Übriges Europa 49.030 46.197 2.833 6,1
Übersee 9.725 11.632 — 1.907 — 16,4
101.743 99.062 2.681 2,7
Visuelle Kommunikation
Inland 15.740 13.688 2.052 15,0
Übriges Europa 17.997 17.617 380 2,2
Übersee 747 915 — 168 — 18,4
34.484 32.220 2.264 7,0
Partnermarken und sonstige Erlöse 6.787 7.089 — 302 — 4,3
Konzern gesamt 143.014 138.371 4.643 3,4

Die Gesamtumsätze in Deutschland und im übrigen Europa konnten gesteigert werden. Insbesondere in Deutschland sehen wir ein deutliches Wachstum. Die Umsatzerlöse in Übersee hingegen gingen — unter anderem geprägt durch die nach wie vor schwierige Situation in Argentinien — zurück. Der Anteil des Umsatzes außerhalb Deutschlands ist entsprechend auf 57,6 % (Vorjahr: 59,2 %) zurückgegangen.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren — Hauptmarke edding —

Mit insgesamt 101,7 Mio. EUR Umsatz im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnten wir in 2016 zum vierten Mal in Folge einen Umsatzrekord verzeichnen. Das moderate Wachstum von 2,7 % basierte dabei auf guten Umsatzanstiegen im deutschen Heimatmarkt sowie dem übrigen Europa. Unsere Überseemärkte, hier insbesondere Lateinamerika, entwickelten sich in einem schwierigen Umfeld deutlich rückläufig.

Mit einem Umsatz von 43,0 Mio. EUR blieb Deutschland weiterhin mit Abstand stärkster Markt und wuchs ähnlich wie im Vorjahr um 4,3 %. Das Wachstum wurde dabei sowohl vom Business-to-Consumer Geschäft als auch von Business-to-Business Vertriebskanälen getragen.

Der Umsatz im übrigen Europa lag mit 49,0 Mio. EUR erneut über den deutschen Umsätzen. Gegenüber dem Vorjahr konnten wir die Erlöse um 6,1 % steigern. Währungskursbedingt rückläufige Umsätze in Großbritannien sowie ein schwächeres Jahr in Dänemark und Portugal wurden durch deutliche Zuwächse in nahezu allen unseren Kernmärkten überkompensiert. Besonders hervorzuheben sind hier die hohen Umsatzsteigerungen in den Niederlanden, in der Türkei sowie in Russland. Erfreulicherweise scheint auch unserer Tochtergesellschaft in Griechenland mit einem deutlich zweistelligen Umsatzplus eine Trendumkehr gelungen zu sein.

In Übersee setzten sich auch in 2016 die wechselhaften Trends der vergangenen Jahre fort. Die Umsatzgewinne des Jahres 2015 wurden wieder abgegeben: Mit 9,7 Mio. EUR reduzierten sich unsere Umsätze um 16,4 %. Wesentlicher Treiber dieser negativen Entwicklung waren unsere Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien, wobei Argentinien in lokaler Währung noch Zuwächse erzielen konnte. Auch unser Kernmarkt Ecuador musste unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen Umsatzeinbußen hinnehmen. In Lateinamerika konnte allein Guatemala dem negativen Trend trotzen und deutlich zweistellig wachsen.

Marketing und Produkte

Auf der Produktseite profitierten wir in 2016 im gesamten Europa von teilweise deutlichen Steigerungen in unseren Sortimenten für den Privatkonsumenten: Sowohl Kreativprodukte (hier vor allem Porzellan- und Kreide-Marker sowie Fasermaler und Sprays) als auch sogenannte „Lösungen für den Heimgebrauch" (von Textmarkern über Wäsche- und Fugenmarkern bis hin zu Korrekturmitteln) konnten deutlich zulegen. Unsere Sortimente für den Business-to-Business Bereich konnten in Summe nur moderat zulegen: Insbesondere der Bereich „Unterrichten und Präsentieren" wurde durch die schwierige (Währungs-) Situation in Ländern wie Großbritannien und der Türkei belastet. Die professionellen Lösungen für den eher industriellen Arbeitsplatz konnten hingegen leicht gewinnen.

Mit dem in 2016 komplett überarbeiteten Sortiment an kompatiblen edding Tonern konnten wir zum Jahresende zahlreiche relevante Listungen im deutschen Markt erzielen; die entsprechenden Umsatzzuwächse werden jedoch erst in den kommenden Jahren sichtbar werden.

Auch in 2016 konnten wir die Erfolgsgeschichte unseres neuen Verkaufsmöbels für den sogenannten „Point-of-Sale" (POS-Shop) fortschreiben. Distribution und Visibilität wurden in 2016 sowohl national als auch international weiter ausgebaut und damit positive Umsatz-Impulse gesetzt. Erfreulicherweise finden auch zunehmend filialisierte Handelskonzepte Gefallen an unserer POS-Lösung, sodass wir diese edding Warenpräsentation kontinuierlich weiterentwickeln werden.

Die Umsatzentwicklung unseres im Frühjahr 2015 gestarteten Nagellacksortiments unter der Marke edding L.A.Q.U.E. ist nur bedingt mit der Umsatzentwicklung des Vorjahres vergleichbar, da das Vorjahr maßgeblich durch die erstmalige Bevorratung unserer Kunden geprägt war.

Nachdem in den ersten sechs Monaten 2016 Aktionen zur Sortimentserneuerung und zu saisonalen Trendfarben im Fokus unserer Aktivitäten standen, konnten wir in der zweiten Jahreshälfte 2016 erste erfolgversprechende Tests in teilweise neuen Vertriebskanälen initiieren, sowohl in Deutschland als auch in Skandinavien und in der Türkei. Aus diesen erwarten wir positive Impulse für die kommenden Jahre.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation — Hauptmarke Legamaster —

Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im Business-to-Business Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Dabei sind die DACH- sowie die Benelux-Region die für uns bedeutendsten Märkte. Zudem haben wir in 2016 mit der Einführung des Electronics-Sortiments in Lateinamerika begonnen. Bei Legamaster konnten wir nach dem bereits starken Wachstumsjahr 2015 auch in 2016 mit 7,0 % Nettoumsatzwachstum deutlich zulegen.

Regionaler Wachstumstreiber war wieder Deutschland, wo wir mit 15 % im Plus liegen. Das restliche Europa erwies sich als heterogen für Legamaster und konnte nur gering wachsen (+ 2,2 %), während Lateinamerika trotz der Einführung des Electronics-Sortiments angesichts verminderter Investitionstätigkeit und nachteiliger Wechselkursentwicklung um 18,4 % hinter das Vorjahr zurück fiel.

Generell erwies sich das Produktfeld Interaktive Technik, das sowohl elektronische White-boards als auch sogenannte e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume) beinhaltet, mit über 10 % Zuwachs erneut als wachstumsstark. Aber auch im umkämpften traditionellen Geschäft konnten wir erneut ein Umsatzwachstum von nahezu 7 % realisieren.

Marketing und Produkte

Im Rahmen unserer Legamaster Value Innovation Strategie richteten wir im Jahr 2016 unser internationales Marketing für den Bereich Visuelle Kommunikation neu aus. Anstatt den Fokus auf Produkte zu legen, haben wir den Anwender in den Mittelpunkt gestellt und setzen auf wertschaffende Gesamtlösungen für die jeweilige Anwendung.

Die ersten in 2016 entwickelten Konzepte sind bereits in der Einführung. Für die modernen Kooperationsformen „Scrum" und „Agile" wurden Lösungen entwickelt. Ein Produkthighlight war dabei die Einführung unserer Magic Chart Notes, die mittels statischer Haftung die Symbiose aus Moderationskarten und Haftnotizen darstellen. Dieses Sortiment ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden: unter anderem als PBS-Produkt des Jahres im Bereich gewerblicher Bürobedarf.

Auch im Bereich der interaktiven Technik entwickeln wir Produkte im Rahmen anwendungsorientierter Lösungen für die Bereiche Corporate und Education. Exzellente Produktqualität und die neueste Technologie bleiben dabei unser Anspruch an jedes Legamaster Produkt. In diesem Rahmen konnten wir in 2016 unser bisher größtes e-Screen Modell mit 98 Zoll Bildschirmdiagonale erfolgreich im Markt einführen.

Partnermarken und sonstige Erlöse

Die Konzentration auf strategische Partnermarken wurde auch in 2016 fortgesetzt, sodass wir mit einem Umsatzrückgang von 4,3 % weiter konsolidierten. Positiv entwickelte sich unsere neue Kooperation im Schneide- und Stanzsortiment mit der Marke Fiskars in Deutschland.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns

Ertragslage des edding Konzerns

Entwicklung der Ertragslage

2016 2015 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 143.014 138.371 4.643 3,4
Bestandsveränderungen und andere aktivierte
Eigenleistungen 190 755 — 565 — 74,8
Gesamtleistung 143.204 139.126 4.078 2,9
Materialaufwand — 52.296 -51.252 — 1.044 2,0
Rohergebnis 90.908 87.874 3.034 3,5
in % von der Gesamtleistung 63,5 % 63,2 %
Personalaufwand — 36.692 — 35.394 — 1.298 3,7
in % vom Umsatz 25,7 % 25,6 %
Abschreibungen — 2.360 — 2.507 147 — 5,9
Sonstige betriebliche Erträge 5.612 5.694 — 82 — 1,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen — 45.620 — 43.447 — 2.173 5,0
EBIT 11.848 12.220 -372 — 3,0
in % vom Umsatz 8,3 % 8,8 %
Finanz- und
Beteiligungsergebnis -270 -87 — 183 n/a
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.578 12.133 — 555 — 4,6
Ertragsteuern — 4.437 — 3.584 — 853 23,8
Konzernjahresergebnis 7.141 8.549 — 1.408 — 16,5
in % vom Umsatz 5,0 % 6,2 %

Die Ertragslage zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang des EBIT. Dem umsatzbedingt angestiegenen Rohergebnis stehen hierbei erhöhte sonstige betriebliche Aufwendungen und Personalaufwendungen gegenüber. Das Konzernjahresergebnis liegt aufgrund von höheren Aufwendungen im Finanz- und Beteiligungsergebnis und einer höheren Steuerquote um gut 16 % unter dem Vorjahreswert.

Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf 143,0 Mio. EUR gestiegen. Das Wachstum wird von beiden Geschäftsfeldern getragen, wobei im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ein überproportionaler Anstieg erzielt werden konnte. Die Partnermarken und sonstigen Erlöse verzeichnen einen Rückgang. Dabei ist die Rohergebnisquote weitgehend stabil geblieben.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um 1,3 Mio. EUR resultiert aus einer leicht erhöhten Mitarbeiterzahl und den laufenden Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 2,2 Mio. EUR über denen des Vorjahres. Hierin sind um 1,1 Mio. EUR höhere Währungskursverluste enthalten; die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Währungskursgewinne liegen dagegen auf Vorjahresniveau. Der höhere Aufwand resultiert insbesondere aus der Abwertung des Britischen Pfund und des Argentinischen Peso. Der Aufwand wird zusätzlich durch weitestgehend umsatzbedingt höhere Fracht-, kundenbezogene Marketingkosten und höhere Abschreibungen auf Kundenforderungen erhöht. Als gegenläufiger Effekt sind geringere Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude zu verzeichnen.

Das EBIT liegt mit 11,8 Mio. EUR um 3,0 % unter dem Vorjahreswert. Das entspricht einem leichten Rückgang der EBIT-Marge von 8,8 % auf 8,3 %.

Das derzeit negative Finanz- und Beteiligungsergebnis ist um 0,2 Mio. EUR höher ausgefallen. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem positiven Einmaleffekt im Vorjahr.

Die Ertragsteueraufwendungen sind bei rückläufigem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. EUR gestiegen. Damit hat sich die Ertragsteuerquote von 29,5 % auf 38,2 % erhöht. Die im Vorjahresvergleich höhere Ertragsteuerquote in 2016 ist maßgeblich auf periodenfremde Steueraufwendungen als Folge einer Betriebsprüfung und auf den konservativen Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen.

Der Jahresergebnis des Konzerns in Höhe von 7,1 Mio. EUR liegt somit um 16,5 % unter dem Vorjahresniveau, was aus Sicht des Vorstands — insbesondere unter Berücksichtigung zahlreicher Aktivitäten zur Umsetzung der Strategie 2020 in Verbindung mit höheren Währungskursverlusten — ein gutes Ergebnis darstellt.

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2016

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2015 erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2016 insgesamt ein moderat rückläufiges Ergebnis bei steigenden Umsatzerlösen aus beiden Geschäftsfeldern. Dies führte auf der Basis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2015 von 12,2 Mio. EUR zu einem Prognosekorridor 2016 zwischen 10,0 und 12,5 Mio. EUR. Der erwartete Korridor für die Umsatzerlöse lag bei 142,0 Mio. EUR bis 149,0 Mio. EUR.

Für die Segmentergebnisentwicklung prognostizierten wir für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren aufgrund höherer Marketingaufwendungen ein moderat rückläufiges Ergebnis und für das Segment Visuelle Kommunikation einen umsatzbedingten leichten Ergebnisanstieg.

Im Bereich der nichtfinanziellen Steuerungsgrößen erwarteten wir für unsere globale Mitarbeiterbefragung ein stabiles Ergebnis im Bereich „gut“.

An dieser Prognose haben wir im Jahresverlauf festgehalten.

Die Nettoumsatzerlöse konnten im Berichtsjahr um 3,4 % gesteigert werden. Hierzu hat die Entwicklung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation mit einem Wachstum von 7,0 % überproportional beigetragen, während die Umsatzerlöse im Bereich Schreiben und Markieren um 2,7 % angestiegen sind. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Bereich Schreiben und Markieren insbesondere durch die schwächere Entwicklung in Lateinamerika etwas niedriger ausgefallen als erwartet. Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wurden die Erwartungen insbesondere in Deutschland übertroffen.

Das EBIT des edding Konzerns liegt mit 11,8 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR beziehungsweise 3,0 % unter dem Vorjahresniveau und entspricht damit unserer Vorhersage.

Das Segmentergebnis (EBIT) ist für den Bereich Schreiben und Markieren von 20,2 Mio. EUR um 6,2 % auf 19,0 Mio. EUR wie erwartet moderat zurückgegangen. Das Segmentergebnis Visuelle Kommunikation liegt mit 1,8 Mio. EUR um 5,3 % leicht unter dem Vorjahreswert von 1,9 Mio. EUR und konnte damit die prognostizierte Erwartung aufgrund einer höher als geplant ausgefallenen Steigerung von Logistikkosten nicht erreichen.

Das Gesamtergebnis unserer globalen Mitarbeiterbefragung liegt im Bereich „gut“ auf der Schulnotenskala und entspricht damit unserer Prognose.

Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns

Die Bilanzsumme des edding Konzerns bleibt mit einem nur leichten Anstieg von 98,5 Mio. EUR im Vorjahr um 0,2 % auf 98,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 konstant. Dabei hat sich im Geschäftsjahr 2016 das Eigenkapital von 50,2 Mio. EUR auf 55,0 Mio. EUR deutlich erhöht. Dies liegt hauptsächlich im konstant hohen Konzernjahresergebnis sowie in erfolgsneutral bilanzierten finanzmathematischen Gewinnen aus dem Rückgang der Pensionsrückstellungen begründet. Diesen Effekten stehen die Ausschüttung der Dividende sowie die erfolgsneutrale Entwicklung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung gegenüber. Bei gleichzeitigen Rückgängen des kurzfristigen und langfristigen Fremdkapitals stieg die Eigenkapitalquote im Vorjahresvergleich daher deutlich von 51,0 % auf 55,7 %.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 25,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR leicht zurückgegangen, wobei innerhalb der langfristigen Vermögenswerte drei gegenläufige Effekte erkennbar sind. Zum einen sank der Buchwert der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016 um 0,7 Mio. EUR, da die Höhe der Zugänge die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen nur teilweise kompensieren konnte. Ebenso sind die latenten Steuerforderungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. EUR zurückgegangen. Demgegenüber war ein Anstieg der sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte in Höhe von 0,4 Mio. EUR im Wesentlichen aus der Zeitwertbewertung der zur Deckung eines Teils der Pensionsverpflichtungen gehaltenen Anteile an Wertpapierfonds sowie aus der Zunahme der langfristigen Anteile der Zeitwerte von Währungsderivaten zu verzeichnen.

Die im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1,7 Mio. EUR durchgeführten Investitionen lagen um 0,5 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Investitionen wurden in den Bereichen der IT-Soft- und -Hardware, den technischen Anlagen und Maschinen sowie im Bereich der Büroausstattung vorgenommen. Sie betrafen zum überwiegenden Teil die Konzernzentrale in Ahrensburg sowie unseren Produktionsstandort in Bautzen und sind daher primär der Zentrale und dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zuzuordnen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 71,3 Mio. EUR um 2,1 % auf 72,8 Mio. EUR leicht erhöht. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus dem Anstieg des Vorratsbestands und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen ein leichter Rückgang der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte gegenübersteht.

Der Umfang des Vorratsvermögens nahm im Berichtsjahr um 0,6 Mio. EUR leicht zu, was im Wesentlichen auf die durch die weiterhin positive Geschäftsentwicklung beeinflussten höheren konzernweiten Vorratsbestände zurückzuführen ist. Ein weiterer ebenfalls geschäftsvolumenbedingter Anstieg in Höhe von 1,4 Mio. EUR war im Vorjahresvergleich im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen. Der Rückgang der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 0,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 ist insbesondere auf die im Geschäftsjahr 2016 geringeren positiven Zeitwerte der zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung gehaltenen Devisenderivate im Bereich des Japanischen Yen und des US-Dollar zurückzuführen.

Das langfristige Fremdkapital ist im Geschäftsjahr 2016 mit 19,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (21,1 Mio. EUR) gesunken, wofür im Wesentlichen der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen verantwortlich ist. Ein bedauerlicher Todesfall aus dem Kreis der anspruchsberechtigten Personen aus einer Einzelzusage aus der Zeit vor dem Börsengang 1986 hat zu einer unterjährigen Überprüfung der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen und einer entsprechenden Anpassung geführt. Demgegenüber ist ein Anstieg der anderen langfristigen Rückstellungen für Zuwendungen an Mitarbeiter zu verzeichnen.

Zum 31. Dezember 2016 lag das kurzfristige Fremdkapital mit insgesamt 24,8 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahresstichtags (27,2 Mio. EUR). In diesem Zusammenhang sind mehrere Entwicklungen zu erläutern. Zum einen war insbesondere aufgrund der Rückführung lokaler Kreditlinien durch die türkische Tochtergesellschaft ein Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden um 1,9 Mio. EUR auf konzernweit nun 4,5 Mio. EUR zu verzeichnen. Ebenso sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 1,5 Mio. EUR und die noch im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Restrukturierung wurden im Berichtsjahr aufgrund der erfolgten Schließung unserer japanischen Tochtergesellschaft vollständig in An-spruch genommen. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1,4 Mio. EUR aufgrund der zum 31. Dezember 2016 höheren Abgrenzungen für Werbekostenzuschüsse und Kundenboni wirkt hierbei kompensierend.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ging mit 6,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (10,2 Mio. EUR) deutlich zurück. Ursächlich waren hierfür bei einem leicht gesunkenen Konzernergebnis insbesondere die um 0,8 Mio. EUR höhere Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der um 0,7 Mio. EUR höhere Bestandsaufbau der Vorräte sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,5 Mio. EUR, während sie im Vorjahr noch um 0,4 Mio. EUR angestiegen waren.

Der mit 1,7 Mio. EUR negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit nahm im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr 2016 leicht gesunkenen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen insbesondere bei der edding AG um 0,4 Mio. EUR leicht ab.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sank mit - 4,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (- 1,4 Mio. EUR) um 3,2 Mio. EUR aufgrund der Rückführung von Kreditlinien deutlich.

Im Jahr 2016 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2017.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG

Ertragslage der edding AG

Entwicklung der Ertragslage

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Resources sowie IT angesiedelt.

2016 2015 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 19.220 17.976 1.244 6,9
Erträge aus Beteiligungen 1.318 632 686 108,5
Zuschreibungen / Abschreibungen auf Finanzanlagen — 3.051 — 123 — 2.928 2.380,5
Aufwand aus Beteiligungsabgängen — 108 — 108 n. a.
Zuschreibungen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Beteiligungen — 5 — 21 16 — 76,2
Beteiligungsergebnis 17.374 18.464 — 1.090 – 5,9
Umsatzerlöse 4.885 4.475 410 9,2
Personalaufwendungen — 6.148 — 7.422 1.274 — 17,2
Abschreibungen — 1.175 — 1.008 — 167 16,6
Sonstige betriebliche Erträge 2.123 986 1.137 115,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern — 6.527 — 7.042 515 — 7,3
EBIT 10.532 8.453 2.079 24,6
Finanzergebnis — 373 — 432 59 — 13,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.159 8.021 2.138 26,7
Ertragsteuern — 3.019 — 2.651 — 368 13,9
Jahresüberschuss 7.140 5.370 1.770 33,0

Die Ertragslage der edding AG ist durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet, die im Wesentlichen aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH resultieren.

Das Beteiligungsergebnis gliedert sich wie folgt:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge
edding International GmbH 18.288 17.385
EDDING (U.K.) LTD. 730 626
V. D. Ledermann & Co. GmbH 725 103
edding Japan Inc. 583
Legamaster GmbH 207 488
PBS Network GmbH 5 5
EDWU Grundstücksverw. Ges. mbH & Co.
Immobilien-Vermiet. KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG) 0 1
20.538 18.608
Zuschreibungen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 129
0 129
Abschreibungen und Wertberichtigungen
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Beteiligung) — 2.434 — 252
edding Argentina S.A. (Beteiligung) — 617
edding Argentina S.A. (Forderungen) 30 — 3
edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Forderungen) — 35 — 18
— 3.056 — 273
Aufwand aus Beteiligungsabgängen
EDWU Grundstücksverw. Ges. mbH & Co.
Immobilien-Vermiet. KG (vormals: DEGEDESTRA
Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG) — 126
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG 18
— 108
17.374 18.464

Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. EUR auf 17,4 Mio. EUR verringert. Dies resultiert aus deutlich erhöhten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, die durch höhere Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge nur teilweise ausgeglichen wurden.

Die gestiegenen Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge resultieren aus umsatzbedingt höheren Ergebnisübernahmen von der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH. Zusätzlich erfolgte die Zahlung des Liquidationserlöses der edding Japan Inc. im Rahmen der Schließung der Gesellschaft.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen haben sich deutlich erhöht.

Die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. konnte in Landeswährung zwar erneut einen deutlichen Umsatzanstieg in Höhe von 19 % und eine entsprechende Ergebnissteigerung erzielen. Im Hinblick auf das bisherige sowie das geplante Wachstum im Rahmen der Strategie 2020 erfolgte bei der Gesellschaft Anfang Juni 2016 eine Kapitalerhöhung in Höhe von insgesamt 2,4 Mio. EUR im Verhältnis 88:12 zwischen der edding International GmbH und der edding AG. Das gute Ergebnis der Gesellschaft im Berichtsjahr wird jedoch überschattet von der hohen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich in der Folgezeit nach dem Putschversuch im Juni 2016 deutlich verschärft hat; neben der hohen Volatilität der Währung spielen hier auch die hohe staatliche Auslandsverschuldung sowie die hohe Arbeitslosigkeit eine Rolle. Darüber hinaus wurden im vierten Quartal 2016 die Importzölle für bestimmte Warengruppen drastisch erhöht, was sich ebenso wie die Wechselkursentwicklung negativ auf die Gewinnmargen auswirkt. Außerdem hat die Türkische Lira im Januar 2017 erneut um 9 % abgewertet. Dies machte aufgrund unsicherer Geschäftsaussichten insgesamt eine Abschreibung der Anteile der Gesellschaft etwa in der Höhe der zuvor erfolgten Beteiligungserhöhung erforderlich.

Die wirtschaftliche und soziale Situation in Argentinien hat sich nach der Wahl von Mauricio Macri und den ersten Korrekturmaßnahmen der Regierung entgegen den Erwartungen nicht verbessert, sondern noch weiter verschlechtert. Inflation, Abwertung, hohe Arbeitslosigkeit und niedriger Konsum setzen sich fort. Dies führte in der edding Argentina S.A. zu einem preisbereinigten Umsatzrückgang von etwa 15 % und einem hohen Verlust in 2016. Entsprechend ist die Situation derzeit deutlich pessimistischer zu sehen als noch im Vorjahr und die Anteile der Gesellschaft waren um 0,6 Mio. EUR abzuschreiben.

Dem geringeren Beteiligungsergebnis stehen positive Effekte insbesondere aus geringeren Personalaufwendungen sowie aus höheren sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber, was insgesamt zu einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 10,2 Mio. EUR führt.

Die Umsatzerlöse der edding AG betreffen im Wesentlichen Lizenzerlöse von der edding International GmbH sowie Konzernumlagen. Der Anstieg um 0,4 Mio. EUR resultiert neben der umsatzbedingten Erhöhung der Lizenzerlöse aus gestiegenen EDV-Umlagen durch höhere Nutzerzahlen sowie aus Mietumlagen, die die Gebäude in Bautzen und Wunstorf betreffen; diese sind im Berichtsjahr von den vormaligen Grundstücksgesellschaften auf die edding AG übergegangen.

Der Rückgang in den Personalaufwendungen ergibt sich bei einer leicht gestiegenen Mitarbeiterzahl aus höheren einmaligen Personalaufwendungen im Vorjahr, denen kein entsprechender Aufwand im Berichtsjahr gegenübersteht. Zusätzlich ist der Aufwand für Altersversorgung gesunken, weil sich die Pensionsverpflichtungen deutlich reduziert haben. Dieser Effekt wirkt sich auch auf die sonstigen betrieblichen Erträge aus, die um 1,1 Mio. EUR angestiegen sind. Hierin ist ein einmaliger Effekt aus der Teilauflösung einer Pensionsrückstellung in Höhe von 1,8 Mio. EUR enthalten. Ein bedauerlicher Todesfall aus dem Kreis der anspruchsberechtigten Personen aus einer Einzelzusage aus der Zeit vor dem Börsengang 1986 hat zu einer unterjährigen Überprüfung der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen und einer entsprechenden Anpassung geführt.

Der Rückgang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich aus geringeren Aufwendungen für Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude.

Damit liegt das Ergebnis vor Steuern um 2,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Die Steuerquote ist gegenüber dem Vorjahr von 32,8 % auf 29,7 % gesunken, da insbesondere die Erträge aus der Teillauflösung der Pensionsrückstellung und die erhöhten Dividendenzahlungen nicht beziehungsweise nur zu einem geringen Anteil in die Steuerberechnung einfließen.

Somit konnte der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR gesteigert werden, was aus Sicht des Vorstands ein gutes Ergebnis darstellt.

Von dem Bilanzgewinn sollen 2,3 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands 2,15 EUR je Vorzugsstückaktie und 2,10 EUR je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 EUR. Damit fällt die Dividende für Vorzugsstückaktien um 0,20 EUR und für Stammstückaktien um 0,19 EUR höher als im Vorjahr aus.

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2016

Im Ausblick des Geschäftsberichts 2015 erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2016 für die edding AG den Annahmen für die Entwicklung des Konzerns entsprechend ein moderat rückläufiges Ergebnis bei erhöhten Marketingaufwendungen und steigenden Umsatzerlösen. Dies führte auf der Basis des Jahresüberschusses 2015 von 5,4 Mio. EUR zu einem Prognosekorridor 2016 zwischen 4,0 und 5,5 Mio. EUR.

Diese Prognose wurde in der Ad-hoc-Mitteilung vom 17. November 2016 mit der Bekanntgabe des einmaligen Effekts aus der Teilauflösung einer Pensionsrückstellung von rund 2,2 Mio. EUR auf einen Korridor von 6,5 bis 8,0 Mio. EUR angehoben.

Der Jahresüberschuss der edding AG liegt mit 7,1 Mio. EUR im angepassten Prognosekorridor. Korrigiert um den einmaligen Effekt aus Pensionsrückstellungen liegt der Jahres-überschuss ebenfalls innerhalb des erstmalig genannten Korridors.

Vermögens- und Finanzlage der edding AG

Die Bilanzsumme der edding AG hat sich mit 66,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,1 Mio. EUR moderat erhöht.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens wuchs im Geschäftsjahr 2016 um 1,1 Mio. EUR. Insbesondere war hierbei folgender Sondereffekt zu verzeichnen: Die Vermögensgegen-stände und Schulden der Immobilienzweckgesellschaften edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG und EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) sind aufgrund des planmäßigen Auslaufens der Leasing-Konstrukte im Geschäftsjahr 2016 der edding AG angewachsen. Dies führt zum 31. Dezember 2016 zu einem Anstieg des Nettobuchwerts des Sachanlagevermögens in Höhe von 0,9 Mio. EUR.

Im Vorjahresvergleich ist das Volumen der von der edding AG getätigten Investitionen mit insgesamt 1,4 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR leicht rückläufig. Im Rahmen des Investitionsvolumens 2016 entfallen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR), die im Wesentlichen aus Investitionen in IT-Hardware sowie in Büro-ausstattung und Laborgeräte bestehen. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) betreffen ausschließlich IT-Software.

Das Finanzanlagevermögen ist im Vorjahresvergleich mit 35,5 Mio. EUR stark rückläufig (31. Dezember 2015: 39,0 Mio. EUR). Wesentliche Effekte sind hierbei die im Finanzanlagevermögen vorgenommenen Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze der türkischen sowie der argentinischen Tochtergesellschaft. Auf den Beteiligungsansatz der edding Argentina S.A. wurde im Geschäftsjahr 2016 eine Risikovorsorge in Höhe von 0,6 Mio. EUR gebildet. Zudem wurde bei der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. in der ersten Jahreshälfte von der edding AG zunächst eine Kapitalerhöhung in Höhe von 0,3 Mio. EUR durchgeführt und im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres eine Risikovorsorge auf den Beteiligungsansatz in Höhe von 2,4 Mio. EUR vorgenommen.

Des Weiteren sind aufgrund der oben beschriebenen Anwachsungsvorgänge die beiden Immobilienzweckgesellschaften erloschen, was einen weiteren Grund für den Rückgang des Finanzanlagevermögens darstellt.

Zudem sind der Geschäftsbetrieb der Tochtergesellschaft edding Japan Inc. bereits zum 31. Dezember 2015 beendet und die operativen Aufgaben in der Folge in die edding International GmbH integriert worden. Mit Wirkung zum 29. Juli 2016 wurde die formale Liquidation der Gesellschaft abgeschlossen, weshalb der nach Vereinnahmung des Liquidationserlöses verbliebene Beteiligungsbuchwert auszubuchen war.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbundene Unternehmen
edding International GmbH 26.466 26.466
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) 2.593 4.734
edding Argentina S.A. (Argentinien) 1.897 2.514
V. D. Ledermann & Co. GmbH 1.534 1.534
Legamaster GmbH 700 700
EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) 658 658
edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) 258 258
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG 400
EDWU Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG) 383
edding Japan Inc. (Japan) 48
edding Hellas Ltd. (Griechenland)
edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko)
34.106 37.695
Beteiligungen
PBS Network GmbH 52 52
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH (vormals: Beruf und Familie Stormarn GmbH 9 3
61 55
34.167 37.750

Neben den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen unterhält die edding AG eine Niederlassung in Wunstorf, die keinen operativen Geschäftsbetrieb führt. Somit ist diese Zweigniederlassung für die edding Gruppe von untergeordneter Bedeutung.

Zum 31. Dezember 2016 ist im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein starker Anstieg in Höhe von 4,0 Mio. EUR zu verzeichnen. Hierfür sind zum einen die höheren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen verantwortlich, die im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,2 Mio. EUR angestiegen sind. Zum anderen sank der Saldo der Verbindlichkeiten der edding AG aus interner Verrechnung gegenüber der edding International GmbH im Geschäftsjahr 2016 um 2,6 Mio. EUR. Die weiteren Positionen auf der Aktivseite der Bilanz weisen zum 31. Dezember 2016 nur geringe Schwankungen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf.

Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um insgesamt 5,1 Mio. EUR, da der in 2016 erwirt-schaftete Jahresüberschuss von 7,1 Mio. EUR die unterjährige Dividendenausschüttung von rund 2,0 Mio. EUR deutlich überkompensierte. Die Eigenkapitalquote erhöht sich daher trotz gestiegener Bilanzsumme von 69,4 % zum Vorjahresstichtag auf 76,0 % zum 31. Dezember 2016.

Die Rückstellungen sinken zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 2,8 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR. Hierbei führten im Wesentlichen ein Todesfall aus dem Kreis der anspruchsberechtigten Personen aus einer Pensionseinzelzusage sowie die zum 31. Dezember 2016 erstmals vorgenommene Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem Durchschnittszinssatz der vergangenen zehn Jahre zu diesem Rückgang. Im Bereich der weiteren Passiva sind hauptsächlich der stichtagsbedingte Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der aus der planmäßigen Tilgung der langfristigen Darlehen resultierende niedrigere Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten für die im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,1 Mio. EUR gesunkenen Verbindlichkeiten der edding AG verantwortlich.

Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2016 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2017.

Gesamtaussage des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung in 2016 als positiv. Auch wenn — nach drei Rekordjahren 2013 bis 2015 in Folge — nicht wieder ein Rekord-EBIT erzielt werden konnte, so ist 2016 dennoch eins der vier besten Geschäftsjahre in der Geschichte von edding. Die Umsatzerlöse konnten um 4,6 Mio. EUR auf 143,0 Mio. EUR gesteigert werden und das EBIT liegt mit 11,8 Mio. EUR nur knapp unter dem Wert des Vorjahres. Dies ist ein gutes Ergebnis und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt ein besonderer Dank für ein besonderes Geschäftsjahr, in dem wir bei vielen Projekten zur Organisationsentwicklung im Rahmen der Strategie 2020 gut voran gekommen sind.

Getrübt wurde das Bild in 2016 lediglich von einer negativen Entwicklung in unseren südamerikanischen Märkten, die aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen in beiden Geschäftsfeldern ihre Planung deutlich verfehlt haben und sich sogar mit Umsatzrückgängen konfrontiert sahen.

Zu der erfreulichen Entwicklung in 2016 hat dieses Mal wiederum das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation in besonderem Maße beigetragen, auch wenn das zweistellige Wachstum des Vorjahres nicht wiederholt werden konnte. Nach 14,2 % im Vorjahr betrug das Wachstum hier zwar nur 7,0 %, in unserem wichtigsten Einzelmarkt Deutschland lag die Wachstumsrate aber bei erfreulichen 15,0 % und wir konnten unseren Marktanteil hier weiter ausbauen. Ebenso positiv ist die Tatsache, dass zum Gesamtwachstum in diesem Geschäftsfeld nicht nur die neuen Produkte, sondern erneut auch die traditionellen Sortimente beitragen konnten.

Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren fiel das Umsatzwachstum mit 2,7 % nur moderat aus. Dies ist besonders durch die bereits erwähnte Schwäche in den Übersee-Märkten geprägt. In Deutschland und den übrigen europäischen Märkten lag das Wachstum hingegen wie im Vorjahr im mittleren einstelligen Prozentbereich. Besonders erfreulich hierbei ist die Tatsache, dass wir erstmals nach mehreren Jahren wieder einen Anstieg im Russland-Geschäft erzielen konnten.

Ebenfalls positiv bewertet der Vorstand das Ergebnis der Muttergesellschaft. Zwar konnte hier mit 7,1 Mio. EUR ein Rekord-Jahresüberschuss erzielt werden, dieser war jedoch geprägt von einem Einmaleffekt aus der Veränderung von Bewertungsparametern bei den Pensionsverpflichtungen. Ohne diesen Effekt wäre — analog zum Konzern-EBIT — ein Ergebnis knapp unter dem Niveau des Vorjahres erzielt worden.

Entwicklung der Konzerngesellschaften 5

Zu den einzelnen Funktionen der Gesellschaften im Konzern verweisen wir auf den Abschnitt „Organisations- und Beteiligungsstruktur" im vorliegenden zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht.

Mutterunternehmen

Aufgabe der edding Aktiengesellschaft ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind die zentralen Managementfunktionen, Finanzen, Human Resources und IT angesiedelt.

Die Ertragslage der edding AG ist im Wesentlichen durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet. Diese resultieren vor allem aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH und beinhalten zudem noch Bewertungseffekte auf Konzernforderungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen. Das Beteiligungsergebnis beträgt 17,4 Mio. EUR und liegt um 1,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Deutlich höhere Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen an der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. und der edding Argentina S.A. können nur teilweise durch höhere Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträge ausgeglichen werden.

Dem geringeren Beteiligungsergebnis stehen positive Effekte insbesondere aus geringeren Personalaufwendungen sowie höheren sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüber. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein einmaliger Effekt aus der Teilauflösung einer Pensionsrückstellung enthalten, der in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung nach IFRS nicht ergebniswirksam ist.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 10,2 Mio. EUR und übersteigt damit deutlich den Vorjahreswert von 8,0 Mio. EUR. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR).

Tochtergesellschaften

Im Rahmen der Strategieentwicklung für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wurden die Synergien zwischen den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren und Visuelle Kommunikation als rückläufig eingeschätzt. Folglich wurde für Fokusmärkte eine Trennung beider Geschäftsfelder beschlossen, um so zukünftig die beiden separaten Märkte zielgerichteter ansprechen zu können. Diese erfolgte im deutschen Markt bereits vor einigen Jahren. Somit wurden ab Jahresbeginn die Vertriebsgesellschaften für die Region Benelux und im Laufe des Jahres für Frankreich neu strukturiert und teilweise umbenannt. Seit Anfang 2016 erfolgt der lokale Vertrieb für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren für die Niederlande, Belgien und Luxemburg durch die edding Benelux B.V. (vormals: edding Legamaster B.V.). Die Legamaster B.V.B.A. (vormals: edding Lega International B.V.B.A.) deckt den Bereich Visuelle Kommunikation in Belgien, Luxemburg und sukzessive für Frankreich ab, wobei der Übergang in Frankreich erst im Laufe des Jahres 2017 abgeschlossen wird. Der Vertrieb von Visueller Kommunikation in den Niederlanden erfolgt über die Legamaster International B.V..

5 Die Kommentierung der Tochtergesellschaften erfolgt auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften.

Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften

Der edding International GmbH obliegt die internationale Steuerung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Darüber hinaus nimmt sie alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr.

Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn beträgt 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse in der edding International GmbH konnten um 8 % gesteigert werden. Wesentliche Wachstumstreiber sind hier Deutschland, Russland, die Türkei, Spanien und die Niederlande. Umsatzrückgänge wurden dagegen insbesondere in Argentinien und Großbritannien verzeichnet. Das Ergebnis konnte bei einem niedrigeren übernommenen Gewinn im Wesentlichen umsatzbedingt um 0,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr auf 18,3 Mio. EUR gesteigert werden. Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt.

Die Legamaster International B.V. (Niederlande) steuert das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Zusätzlich übernimmt sie seit 2016 den lokalen Vertrieb des Geschäftsfelds in den Niederlanden, der bis dahin durch die edding Legamaster B.V. (Niederlande) erfolgte.

Insgesamt sehen wir einen Umsatzanstieg in der Gesellschaft von 15 %. Bereinigt um die genannte strukturelle Veränderung konnte der internationale Bereich einen Umsatzanstieg von 8 % erzielen. Hohes Wachstum wurde insbesondere in Deutschland und der Schweiz erzielt. Dagegen sind die Umsätze in Großbritannien bedingt durch die Unsicherheit im Markt zurückgegangen. Vergleicht man den lokalen Umsatz in den Niederlanden mit den Vorjahresumsätzen, ergibt sich dort ein stabiler Umsatz gegenüber dem Vorjahreswert. Der Anstieg insgesamt resultiert sowohl aus der Produktgruppe der klassischen Kommunikation als auch aus dem interaktiven Sortiment, wobei insbesondere mit den e-Screens (LED Bildschirme mit Touchtechnologie) ein überproportionales Wachstum erreicht werden konnte. Der Gewinn konnte entsprechend der Umsatzentwicklung auf 0,9 Mio. EUR gesteigert werden (Vorjahr 0,6 Mio. EUR).

Lokale Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt Schreiben und Markieren

Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr einen Umsatzanstieg von 5 % erzielt, was neben entsprechendem Wachstum im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren auf die neue Kooperation mit Fiskars (Vertrieb von Schneide- und Stanzsortimenten) zurückzuführen ist Positive Entwicklungen resultieren sowohl aus den Vertriebskanälen für Business-to-Business (B2B) als auch für Business-to-Consumer (B2C), in denen der Online-Handel ein deutliches Wachstum verzeichnet Die Entwicklung wird insgesamt durch positive Konjunktureffekte in Deutschland unterstützt. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn liegt aufgrund erhöhter Personalkosten und Marketingaufwendungen insbesondere für den B2C-Bereich als Investition in die Zukunft mit 4,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 5,3 Mio. EUR.

Ein Vorjahresvergleich unserer Tochtergesellschaft edding Benelux B.V. (Niederlande, vormals: edding Legamaster B.V.) ist aufgrund der geänderten Fokusstrategie nur eingeschränkt möglich.

Seit dem Geschäftsjahr 2016 erfolgt durch die Gesellschaft der Vertrieb für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Im Vorjahr erfolgte hingegen der Vertrieb ausschließlich in den Niederlanden, jedoch für beide Geschäftsfelder. Dadurch sind die Umsatzerlöse insgesamt um 27 % zurückgegangen, wobei im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren eine Steigerung von 46 % erzielt wurde. In den Niederlanden konnte ein Wachstum von 17 % erzielt werden, das insbesondere von der positiven Entwicklung im Business-to-Consumer Vertriebskanal getragen wird. Gesellschaftsübergreifend sehen wir eine stabile Umsatzentwicklung für Belgien und Luxemburg im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Der Gewinn der Gesellschaft ist aufgrund der höheren Profitabilität im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren gestiegen.

Die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) konnte in Landeswährung erneut einen deutlichen Umsatzanstieg in Höhe von 19 % erzielen. Dies ist vor dem Hintergrund einer weiterhin bestehenden Unsicherheit im Markt umso erfreulicher. Mit dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren werden 86 % des Gesamtumsatzes erzielt, hier beträgt das Wachstum 22 %. Das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft wird durch eine Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro in Höhe von circa 9 % gegenüber dem Durchschnittskurs des Vorjahres belastet Dies führt zu einer Erhöhung der Kosten des Warenbezugs und zu weitestgehend nicht realisierten Währungsverlusten aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten. Im Zuge des starken Wachstums der Vorjahre wurde eine Neuausrichtung der Finanzierung der Gesellschaft notwendig, hierbei erfolgte eine Kapitalerhöhung und ein konzerninterner Forderungsverzicht. Bereinigt um diesen Effekt liegt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dennoch über dem positiven Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern ist ebenfalls positiv. Das gute Ergebnis der Gesellschaft im Berichtsjahr wird von der hohen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit überschattet, die sich in der Folgezeit nach dem Putschversuch im Juni 2016 deutlich verschärft hat; neben der hohen Volatilität der Währung spielen hier auch die hohe staatliche Auslandsverschuldung sowie die hohe Arbeitslosigkeit eine Rolle. Darüber hinaus wurden im vierten Quartal 2016 die Importzölle für bestimmte Warengruppen drastisch erhöht, was sich ebenso wie die Wechselkursentwicklung negativ auf die Gewinnmargen auswirkt. Außerdem hat die Türkische Lira im Januar 2017 erneut um 9 % abgewertet.

Der Umsatzanstieg der EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) ist in Landeswährung mit 2 % gegenüber den starken Vorjahren etwas geringer ausgefallen. Der Umsatzrückgang mit einigen großen internationalen Kunden konnte durch eine positive Entwicklung bei lokalen Kunden aufgefangen werden. Die Auswirkung der Brexit-Entscheidung hat sich aus unserer Sicht in 2016 noch nicht nennenswert auf den Umsatz ausgewirkt, allerdings hat das Britische Pfund gegenüber dem Euro im Vergleich zum Durchschnittskurs um rund 12 % deutlich abgewertet Dies führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Warenbezugskosten der Gesellschaft, die nur teilweise als Preiserhöhung an den Markt weitergegeben werden kann. Daraus ergibt sich ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres, aber deutlich positives Jahresergebnis. Die Folgen der Brexit-Entscheidung in Großbritannien sind zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vollumfänglich abschätzbar. Für das nächste Jahr erwarten wir eine weitere Abschwächung des Britischen Pfund; von einer deutlich negativen Auswirkung auf den Umsatz gehen wir für 2017 derzeit nicht aus.

Ein Teil der Umsätze des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation der edding France SAS (Frankreich) erfolgte erstmalig im Zuge der Geschäftsfeldfokussierung über die belgische Legamaster B.V.B.A.. Entsprechend ist der Umsatz in der französischen Gesellschaft um 10 % zurückgegangen. Ohne die strukturelle Veränderung ergibt sich ein Umsatzrückgang von 2 %. Der Umsatz des Geschäftsfelds Schreiben und Markieren liegt annähernd auf Vorjahresniveau, was in etwa der Entwicklung des französischen Marktes entspricht. Bei geringeren Kosten konnte ein leicht über dem Vorjahr liegender Gewinn erzielt werden.

Erstmalig seit Jahren ist in Griechenland eine leichte wirtschaftliche Erholung sichtbar. Die edding Hellas Ltd. (Griechenland) konnte ihre Umsatzerlöse um 16 % steigern. Das Jahresergebnis liegt über dem Vorjahreswert, ist aber immer noch wie erwartet leicht negativ ausgefallen. Durch die etwas verbesserten Marktbedingungen in Verbindung mit unserem weiter hohen Marktanteil sehen wir erstmalig wieder ein mittelfristig ausgeglichenes Ergebnis als realistisch an.

Die Tochtergesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) wird als Konsequenz der bereits in den Vorjahren initiierten strukturellen Veränderung in 2017 geschlossen. Die Umsatzerlöse erfolgen bereits über den mexikanischen Vertriebspartner. Die Gesellschaft zeigt in 2016 einen Verlust von 0,5 Mio. EUR. Dies resultiert zusätzlich aus Wechselkursverlusten aus der Bewertung konzerninterner Verbindlichkeiten, Warenabschreibungen und teilweise noch weiter anfallenden Kostenpositionen. Der größte Teil der konzerninternen Forderungen wurde zum 30. Dezember 2016 als Sacheinlage in das Eigenkapital der edding Mexico S. de R.L. de C.V. eingebracht Zum Bilanzstichtag befindet sich die Gesellschaft bereits in Liquidation. Die Schließung soll im Laufe des Jahres 2017 erfolgen.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit Schwerpunkt Visuelle Kommunikation

Die Legamaster GmbH konnte erneut eine erfreuliche Umsatzsteigerung von 16 % erzielen. Hier spiegelt sich im Gegensatz zu den Vorjahren nicht nur eine weiterhin sehr positive Entwicklung der Umsatzerlöse mit e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie) wider; auch die Umsatzerlöse in der klassischen visuellen Kommunikation konnten ausgebaut werden. Der an die edding AG abgeführte Gewinn liegt mit 0,2 Mio. EUR allerdings unter dem Vorjahresniveau von 0,5 Mio. EUR. Dies resultiert hauptsächlich aus einer deutlichen Kostenerhöhung im Bereich Logistik. Für 2017 werden alternative Möglichkeiten untersucht.

Im Rahmen der Fokusstrategie deckt die zum Teilkonzern der niederländischen Gesellschaften gehörende Legamaster B.V.B.A. (Belgien, vormals: edding Lega International B.V.B.A.) seit 2016 den Vertrieb des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation in Belgien, Luxemburg und seit September 2016 in Frankreich ab. Der Vertrieb für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt jetzt über die edding Benelux B.V.. Daher ist die Umsatzentwicklung unserer belgischen Tochtergesellschaft ebenfalls nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. Die Umsatzerlöse sind insgesamt um 19 % zurückgegangen, da der Umsatzrückgang aus dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren nicht durch die neu hinzugewonnenen Umsatzerlöse aus dem Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation kompensiert werden konnte. Gleichwohl konnte im Bereich der Visuellen Kommunikation ein um die Kundenübernahme aus Frankreich bereinigter Umsatzanstieg von 7 % erzielt werden. Das Ergebnis der Gesellschaft liegt durch die Umstrukturierung deutlich unter dem Vorjahresniveau, bleibt dabei aber positiv. In den Folgejahren erwarten wir durch die weitere Geschäftsentwicklung deutlich steigende Umsatzerlöse und Ergebnisse.

Lokale Vertriebsgesellschaften mit lokaler Produktion

Die Umsatzerlöse der edding Argentina S.A. (Argentinien) sind in Landeswährung um 27 % höher als im Vorjahr und damit preisbereinigt um etwa 15 % zurückgegangen. Die wirtschaftliche und soziale Situation im Land hat sich nach der Wahl von Mauricio Macri und den ersten Korrekturmaßnahmen der Regierung entgegen den Erwartungen nicht verbessert, sondern noch weiter verschlechtert. Inflation, Abwertung, hohe Arbeitslosigkeit und niedriger Konsum setzen sich fort. Bedingt durch niedrigere Umsätze in Verbindung mit höheren Kosten, die nicht in vollem Umfang an den Markt weitergegeben werden konnten, ist das Jahresergebnis deutlich negativ und unter dem Vorjahresniveau. Die weitere Entwicklung 2017 bleibt abzuwarten.

Die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) musste erstmalig seit drei Jahren einen Umsatzrückgang von 6 % in Landeswährung verkraften. Dies resultiert neben weiterhin schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit erhöhtem Preisdruck aus erhöhter Lagerbevorratung bei zahlreichen Großhändlern in 2015. Der kolumbianische Peso hat nach einer Abwertung im Jahresanfang in 2016 insgesamt leicht an Wert gewonnen, bleibt allerdings weiter volatil. Das Ergebnis der Tochtergesellschaft ist zusätzlich durch zum Teil realisierte Währungskursverluste aus der Bewertung von Währungsderivaten belastet Entsprechend ist das Jahresergebnis negativ und unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis vor Wechselkurseffekten ist hingegen positiv.

Für 2017 erwarten wir eine Verbesserung.

Produktionsgesellschaft

Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH erreichte insbesondere durch die bessere Entwicklung der Konzernumsätze in Spanien und Russland eine höhere Auslastung und damit einen Umsatzanstieg von 14 %. Zusätzlich wirken sich neue Produkte und kundenindividuelle Displays aus. Dies führt zu einer deutlichen Ergebnissteigerung mit einem Gewinn von 0,7 Mio. EUR, der gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt wird.

Einkaufsgesellschaft mit lokalem Vertrieb

Die Tätigkeit der edding Japan Inc. (Japan) wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 auf die edding International GmbH übertragen. Die Schließung der Gesellschaft erfolgte zum 31. Juli 2016; die Gesellschaft ist mit einem geringen Verlust in das Konzernergebnis 2016 eingegangen. Die edding AG hat im Zuge der Gesellschaftsschließung einen Liquidationserlös in Höhe von 0,6 Mio. EUR vereinnahmt.

Leasinggesellschaften für Betriebsimmobilien

Die Aktiva und Passiva der beiden Leasinggesellschaften EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) und der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG sind im Laufe des Geschäftsjahres 2016 nach Ablauf der Finanzierungszeiträume auf die edding AG übergegangen. Hier verweisen wir auf die Erläuterungen im Rahmen der Organisationsstruktur. Insgesamt wurde ein Aufwand aus Beteiligungsabgängen von 0,1 Mio. EUR in der edding AG erfasst.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Chancenmanagement

Die edding Aktiengesellschaft bewegt sich mit ihren beiden Geschäftsfeldern in einem dynamischen Marktumfeld. Neben den allgemeinen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen unterliegen wir auch den Veränderungsprozessen in unseren jeweiligen Branchen, inklusive der diesen zugrundeliegenden Änderungen der Verbrauchergewohnheiten und -präferenzen.

Die Dynamik der Veränderungen hat sich in den vergangenen Jahren eher erhöht. Neben der zunehmenden Konsolidierung auf Hersteller- wie auf Händler-/Distributorenseite ergeben sich auch durch die steigende Digitalisierung und die zunehmende Mobilität von Mitarbeitern und Endverwendern kontinuierlich neue Herausforderungen. Wir versuchen beständig, unsere strategische Ausrichtung und unsere operativen Geschäftsprozesse gemäß dieser Herausforderungen anzupassen und dabei einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

Als mittelständisches börsennotiertes Unternehmen sehen wir es dabei als unsere wesentliche Herausforderung, ein kontinuierliches Risikobewusstsein und aktives Risikomanagement mit unternehmerisch geprägter Chancenorientierung in Einklang zu halten. Wir verfügen dabei sowohl hinsichtlich der Risikobewertung als auch bezüglich der Chancenbewertung über solide Steuerungsinstrumente, um die notwendige Balance aufrechtzuerhalten.

In unseren Planzahlen und Budgets sowie in unserem Ausblick für 2017 haben wir die Chancen — und ebenso die Risiken — berücksichtigt, für deren Eintreten wir die relevante Wahrscheinlichkeit deutlich über 50 % sehen. In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir für unsere beiden Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation die jeweiligen Ereignisse und Aktivitäten, die im Falle ihres Eintretens zu einer für den edding Konzern deutlich positiven Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis führen können.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Chancen durch positive wirtschaftliche Entwicklung

Als Basis für unsere Planungen und Budgets gehen wir von den im Kapitel „Prognosebericht" des Geschäftsberichts 2016 aufgeführten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren planen wir ein Wachstum, das über dem des Jahres 2016 liegt. Getragen wird dies von fast allen Regionen in Europa, wobei Südosteuropa deutlich über dem nördlichen Europa liegt; auch für unsere Märkte in Südamerika gehen wir nach einem preisbereinigten Umsatzrückgang für 2017 wieder von steigenden Umsätzen aus. Sollte sich in den nächsten Jahren die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gerade in den Märkten Südeuropas und in Frankreich weiter verbessern, dürfte sich dies positiv auf unsere Umsatz-und Ertragslage auswirken.

Darüber hinaus haben wir auch für 2017 und die Folgejahre relativ konservative Annahmen bei der Entwicklung der Währungskurse getroffen. Hier dürfte sich vor allem bei einer weiteren Normalisierung der politischen beziehungsweise der wirtschaftspolitischen Lage in Argentinien eine positive Entwicklung für edding ergeben. Bei einer sich fortsetzenden Abwertung des Argentinischen Peso würde sich unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber importierenden Konkurrenten weiter verbessern, da wir der einzige lokale Markenhersteller im Marker-Segment sind. Für unsere lateinamerikanischen Kernmärkte Argentinien, Kolumbien und Ecuador erwarten wir in Summe für 2017 teilweise deutliche Steigerungen, welche auch auf einer Trendumkehr der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beruhen. Sollten sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem in Argentinien und Ecuador deutlich positiver entwickeln, erwarten wir weitere positive Effekte auf unsere Umsatz- und Ertragslage.

Nach der positiven Umsatzentwicklung in Russland in 2016 gehen wir auch für 2017 von einer weiteren Steigerung aus, welche sowohl auf einer weiter verbesserten Marktbearbeitung sowie einer Stabilisierung des gesamten wirtschaftlichen Umfelds basiert. Sollte sich letzteres in Russland deutlich aufhellen, dürfte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Nach einem deutlichen Wachstum in 2016 in der Türkei planen wir auf Grund der schwierigen Gesamtsituation für 2017 ein relativ moderates Wachstum in diesem edding Kernmarkt. Sollten sich die politischen und wirtschaftlichen Effekte wider Erwarten kurzfristig verbessern, wird sich dies ebenso positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Produkte und Vermarktungskonzepte

Als Markenartikelunternehmen, welches seine Kernkompetenzen im Wesentlichen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sieht, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Produktportfolios und der weiteren Durchdringung unserer Absatzmärkte. Im Fokus stehen dabei Produkte und Lösungen, die den Mehrwert für unsere Kunden und Endverwender in den Vordergrund stellen.

Als ein wesentliches Potenzialfeld sehen wir dabei weiterhin die Projekte der Markendehnung. Für das edding L.A.Q.U.E. Nagellacksortiment streben wir für 2017 eine Ausweitung der Distribution im Kernmarkt Deutschland sowie erste breitere Listungen im europäischen Ausland an. Sollten wir hier schneller als geplant zusätzliche qualifizierte Absatzpunkte generieren, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Darüber hinaus befinden sich weitere Produkt- und Konzeptentwicklungen in der Machbarkeitsprüfung beziehungsweise Umsetzungsvorbereitung. Sollten wir einzelne dieser Konzepte über das bereits geplante Maß hinaus früher fertig stellen, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Kundenbeziehungen

Die große Nähe zu unseren Handels- und Distributionskunden bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Marktbearbeitung. In 2016 wurde uns in unserem Kernmarkt Deutschland die Nachhaltigkeit dieser Kundenbearbeitung erneut bestätigt: Zum nunmehr zehnten Mal in Folge wurde edding als bester PBS-Hersteller durch den deutschen Fachhandel (Leistungsspiegel der Fachzeitschrift „markt intern") ausgezeichnet. Auch in der Türkei hat uns eine unabhängige Marktforschungs-Gesellschaft bestätigt, dass unsere dortige Vertriebsgesellschaft in allen relevanten Kriterien die Nummer eins der bewerteten PBS-Markenhersteller aus Handelssicht ist. Wir arbeiten kontinuierlich an der weiteren Optimierung unserer Kundenbeziehungen und fokussieren uns dabei zunehmend auf die internationalen B2C Händler, sowohl stationär als auch online. Sollten wir hierbei schneller als geplant die notwendigen Netzwerke und Kontakte etablieren können, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch unser Vertriebs- und Partnernetzwerk

edding hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Partnermarken gemacht Dies sind Herstellermarken, die mit ihren Vertriebsorganisationen edding Produkte in kompletten Ländern oder einzelnen Vertriebskanälen vertreiben oder deren Produkte edding im Gegenzug in ausgewählten Ländern beziehungsweise Kanälen distribuiert.

Der Vertrieb dieser Partnermarken generiert nicht nur zusätzliche Margen, sondern ermöglicht es häufig, eine relevante Größe für bestimmte Handelsformate zu erreichen und diese effizienter betreuen und beliefern zu können. Gleichzeitig unterziehen wir bestehende Kooperationen einer kontinuierlichen Erfolgsprüfung. In 2016 haben wir im deutschen Markt die Kooperation mit der Marke Fiskars erfolgreich gestartet. Wir befinden uns aktuell in der Diskussion zu weiteren länderspezifischen Kooperationen mit neuen sowie mit bestehenden Partnerschaften. Diese potenziellen neuen Kooperationen sind nicht im Geschäftsausblick geplant. Sollten sich hier jedoch kurzfristig weitere attraktive Kooperationen umsetzen lassen, würde sich dies ebenfalls positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit seiner Hauptmarke Legamaster bewegt sich in zwei sehr unterschiedlich zu bewertenden Produktsegmenten. Auf der einen Seite stehen klassische Medien wie Weißwandtafeln, Flipcharts und Moderationswände, auf der anderen Seite der Bereich der digitalen Lösungen mit e-Screens und interaktiven Whiteboards.

Chancen durch Produkt- und Prozessqualität im Bereich klassischer Medien

Der klassische Bereich ist seit Jahren durch Preisverfall und harten Wettbewerb gekennzeichnet. Dennoch ergeben sich konkrete Chancen. Über die letzten Jahre sind eine steigende Anzahl der Billiganbieter in wirtschaftliche Probleme geraten. Zum einen hat es daran gelegen, dass die realisierten Margen nicht ausreichend waren, zum anderen werden immer mehr Handelskunden der Qualitätsprobleme auf Produkt- und Serviceseite überdrüssig. Dass es Legamaster gelingt, auch auf der Sortimentsseite innovative Impulse zu setzen, wurde uns durch gleich zwei relevante Auszeichnungen in unseren Kernmärkten bestätigt:

Die Legamaster Magic Notes wurden im Oktober 2016 mit dem Benelux Office Product Award für die beste Marketing Kampagne ausgezeichnet und der deutsche Verband der PBS-Markenindustrie prämierte dieses neue Sortiment als „Produkt des Jahres" im Bereich gewerblicher Bürobedarf. In Summe sehen wir dank unserer Premium-Prozesse und unserer hohen Produktqualität/-innovationskraft auch weiterhin Chancen, an Billiganbieter verlorene Kunden zurückzugewinnen.

Chancen durch Erfolge bei Ausschreibungen im Bereich interaktiver Medien

Auch im Markt für interaktive Kommunikationsmedien gibt es eine Vielzahl von Anbietern auf niedrigem Preis- und Qualitätsniveau, die sich in diesem jungen, schnell wachsenden und noch intransparenten Markt schnelles Geschäft erhoffen. Jedoch stellen wir hier eine steigende Kompetenz auf der Kundenseite fest, die sich in steigender Orientierung hin zu Qualitätsanbietern ausdrückt, was uns zugutekommt. Aber auch der wachsende Markt an sich stellt eine große Chance dar. In den meisten Ländern erwarten wir ein Wachstum des Gesamtmarktes aufgrund des zunehmenden Penetrationsgrades von Klassenzimmern, Konferenzräumen und spezifischen industriellen Anwendungsfeldern mit interaktiver Technologie. Sollten wir dabei mehr Ausschreibungen gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Produkte im Bereich interaktiver Medien

Darüber hinaus haben wir über die letzten Jahre ein Produktportfolio entwickelt, das uns gemeinsam mit unseren Vertriebsprozessen ermöglicht hat, Marktanteile zu gewinnen. Unsere Produktmanager arbeiten stetig an der Weiterentwicklung unseres Sortiments, in dem wir dank des überaus schnellen Digitalisierungsfortschritts immer wieder neue Technologien ergänzen können. Sollten wir mit Hilfe unserer laufenden neuen Angebote mehr Projekte gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Spezialisierung der Vertriebsgesellschaften in Westeuropa

Im Jahr 2016 haben wir einen deutlichen Fokus auf die Spezialisierung unserer Vertriebseinheiten für den Bereich Visuelle Kommunikation gelegt: In Belgien/Luxemburg und den Niederlanden agieren wir seit Januar 2016 mit organisatorisch eigenständigen Gesellschaften für den Legamaster Vertrieb; die relevanten französischen Legamaster Kunden wurden zudem seit August 2016 von der edding France SAS an die belgische Legamaster Vertriebsgesellschaft übergeben. Sollten wir in 2017 und den Folgejahren mit den spezialisierten Vertriebseinheiten gerade im interaktiven Bereich schneller als geplant neue Handelspartner akquirieren können, wird sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichterstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen und Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt.

Die regelmäßige Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- und Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „risk owners", die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte auch im Jahr 2016 mit Unterstützung der Internen Revision direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und der Prüfung des Risikofrüherkennungssystems durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen. Zudem gewährleistet das Vier-Augen-Prinzip, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, anhand derer Führungskräfte und Außenstehende beurteilen können, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an den Vorstand gegeben werden. Die Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten ist regelmäßig Inhalt von Vorstandssitzungen.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die konzernweit implementierte Bilanzierungsrichtlinie schafft ein konzerneinheitliches Normensystem der Bilanzierung auf Basis der IFRS. Die Bilanzierungsrichtlinie wird soweit erforderlich einmal jährlich aktualisiert, um die Erweiterungen und Änderungen der IFRS-Rechnungslegung einzubeziehen. Jährliche Schulungen der Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding Tochtergesellschaften tragen dafür Sorge, dass die Neuerungen der Rechnungslegungsstandards fristgerecht umgesetzt werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und IFRS-Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwendet edding standardisierte Reporting Packages, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken / Leistungswirtschaftliche Risiken

Der edding Konzern ist Marktrisiken sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite stellt in erster Linie die Verfügbarkeit der Fertigwaren ein potentielles Risiko dar. Diesem Risiko wurde in den vergangenen Jahren durch den Aufbau von Risikobeständen entgegengewirkt, was zu einer deutlich verbesserten Lieferperformance geführt hat.

Zur Verringerung von Preis- und Bezugsrisiken auf der Beschaffungsseite setzen wir zudem auf langfristige Lieferverträge und auf eine kontinuierliche Optimierung des Lieferantenport-folios. Weiterhin dienen Verträge mit Preisgarantien dazu, negative Effekte aufgrund von Bezugspreis-Veränderungen zu reduzieren. Bei Kernprodukten, die extern gefertigt werden, strebt edding eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten an und bezieht diese bei Neuentwicklungen sehr früh mit ein, um den wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.

Zur Reduzierung der Absatzrisiken hat edding mit der Strategie 2020 begonnen, den Bereich Business-to-Consumer weiter zu stärken. So wurden umfangreiche Anpassungen in der Organisation, insbesondere im Handelsmarketing wie auch in der Vertriebsorganisation, vorgenommen, die sich im vergangenen Jahr bereits sehr positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben.

REACH (Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) und sonstige gesetzliche Anforderungen erhöhen vermehrt die Beschaffungs- als auch die Entwicklungsrisiken im Konzern. Um frühzeitig über Regularien zur Produktsicherheit informiert zu sein und noch zielgerichteter Produktentwicklung betreiben zu können, wurde der Produktentwicklungsprozess im edding Konzern angepasst. Sämtliche Produktentwicklungsvorhaben werden bereits in der Ideenphase durch die Abteilung Regulatory Affairs begleitet, um Entwicklungsrisiken weiter zu minimieren.

Produktionsseitig hat die edding AG weiter ihre Vorbeugemaßnahmen, insbesondere am Standort in Bautzen, optimiert, so dass die Eintrittswahrscheinlichkeit von Elementarschäden weiter reduziert werden konnte.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Zu den Finanzmarktrisiken innerhalb des edding Konzerns zählen im Wesentlichen Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war wiederum von hoher Volatilität der Wechselkurse geprägt. Anders als in den Vorjahren hat der Euro insbesondere gegenüber den für unsere Warenbeschaffung wichtigen Währungen US-Dollar und Japanischer Yen moderat abgewertet. Gegenüber den Währungen der Länder, die für unseren Vertrieb eine wichtige Rolle spielen, gewann der Euro hingegen meist an Stärke. Im Vergleich zum US-Dollar spielt hier die lange erwartete und im Dezember 2016 dann stattgefundene Zinswende der Zentralbank eine Rolle, während die expansive Geldpolitik der EZB noch andauert. Die Schwäche von Währungen wie Britisches Pfund und Türkische Lira sind hingegen hausgemacht. Das Britische Pfund hat infolge der Brexit-Entscheidung stark an Wert verloren; in der Türkei ist das Vertrauen in die Politik im Lichte der dramatischen Folgewirkungen des Putschversuchs im Juni 2016 zurückgegangen. In Argentinien hat die Wirtschaft nach dem Regierungswechsel im Herbst 2015 immer noch nicht angezogen und der Konsum ist unverändert auf sehr niedrigem Niveau.

Die Gesellschaften innerhalb der edding Gruppe sind Wechselkursänderungsrisiken im Rahmen der Warenbeschaffung sowie hieraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Aus Konzernsicht sind hier im Wesentlichen Risiken aus der Warenbeschaffung in Japanischen Yen und US-Dollar zu nennen.

Unsere vorrangigen Motive zur Absicherung gegen Finanzmarktrisiken sind Planungssicherheit sowie Verringerung der Risikoexposition in den Bilanzen unserer in Fremdwährung operierenden Tochtergesellschaften.

Planungssicherheit spielt insbesondere im Bereich der Warenbeschaffung eine Rolle. Hier haben wir wie in den Vorjahren überwiegend den Einkauf in Japanischen Yen und in etwas geringerem Umfang auch den Einkauf in US-Dollar abgesichert. Die Yen-Absicherung wird im edding Konzernabschluss zum weitaus überwiegenden Teil als bilanzielle Sicherungsbeziehung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge Accounting") abgebildet, so dass die stichtagsbedingten Kursgewinne und -verluste größtenteils nicht die Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns berühren. Auch wenn die Politik der japanischen Notenbank unverändert keinen starken Yen-Kurs anstrebt, setzen wir diese Kurssicherungspolitik auch in den nächsten Jahren im Hinblick auf die gewünschte Planungssicherheit fort.

Bei unseren in Fremdwährung operierenden Gesellschaften haben wir — zum Teil bereits in den Vorjahren — verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um deren Risikoexposition durch vormals hohe Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren:

Bei der argentinischen Tochtergesellschaft ist die lokale Fremdwährungsbilanz seit mehreren Jahren größtenteils ausgeglichen.
In der Bilanz der türkischen Tochtergesellschaft haben wir in 2016 Kapitalmaßnahmen durchgeführt, damit die Risikoexposition nicht durch höhere Konzernverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ansteigt.
Wie im Berichtsjahr wird auch für 2017 die Fremdwährungsposition der edding Colombia S.A.S. durch einen Non-Deliverable-Forward (NDF) abgesichert sein, den wir jeweils zum Ende des Vorjahres in Deutschland abgeschlossen und konzernintern weitergereicht haben.
Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft in Kolumbien über eine lokale Kreditlinie, die teilweise in Anspruch genommen wird, um Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren.

Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement bei überwiegend guter bis sehr guter Bonität unserer Kunden gab es in 2016 nur bei der türkischen Landesgesellschaft nennenswerte Wertberichtigungen auf Forderungen. Endgültige Forderungsausfälle blieben weiterhin im Rahmen.

Die sich aus unserem Finanzrisikomanagement abgeleiteten Maßnahmen zur Risikominimierung im Bereich der Preis-, Währungs-, Zins- sowie weiterer Risiken sind in Textziffer 33 des Konzernanhangs dargestellt.

Personalrisiken

Engagierte, kompetente und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den edding Konzern einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Unsere nachhaltigen Aktivitäten zum Wissensaufbau und -transfer bündeln wir mit unserem edding Campus. Dieses Aus- und Weiterbildungsangebot eröffnet allen Mitarbeitern attraktive, zielgruppenspezifisch angelegte Entwicklungsmöglichkeiten.

Bei der Wissensvermittlung setzen wir nicht nur auf externe Trainer, sondern gezielt auch auf internes Expertenwissen. Ein Ansatz, der nicht nur zur internen Vernetzung beiträgt, sondern mit dem wir auch prophylaktisch Risiken wie Know-how-Verlust durch etwaige Abgänge begegnen. Im Interesse einer dauerhaften Personalbindung in Zeiten eines steigenden Fachkräftemangels profitieren unsere Mitarbeiter standortbezogen zudem von verschiedenen Maßnahmen aus dem Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie sonstigen individuellen Bedürfnissen rund um die Arbeitszeit. Als international agierendes Unternehmen kommt dabei einem weltweiten Angebot eine hohe Bedeutung zu. Im Berichtsjahr haben wir deshalb die im Jahr 2014 begonnene Internationalisierung personalwirtschaftlicher Instrumente weiter vorangetrieben.

Über alle Ländergrenzen hinweg haben wir uns 2016 auch auf die globale Verankerung unserer Unternehmenskultur fokussiert. Zur Umsetzung der Strategie 2020 streben wir eine Weiterentwicklung unserer Unternehmenskultur an. Die edding-Kultur sehen wir als wesentliche Erfolgsvoraussetzung. Dazu gehört die Fantasie und der Mut, Dinge anders zu machen („eddipreneurship") gepaart mit der Fähigkeit, neue Ideen lösungsorientiert und effektiv umzusetzen („eddiplementorship"). Das verbindende Element dieser teilweise konfliktären Merkmale ist die edding-Tinte im Blut unserer Mitarbeiter („edding ink"). Mit lokalen Kulturworkshops haben wir in ersten Ländern eine Plattform geschaffen, die guten Gründe für eine Veränderung zu erläutern und gemeinsam die dahinter stehenden kulturellen Werte zu entdecken und auszugestalten. Diese Reihe werden wir in 2017 fortsetzen.

Lohn dieser und weiterer Aktivitäten: Die weltweite Mitarbeiterbefragung attestiert uns auch für 2016 eine herausragende Arbeitgeber-Attraktivität. Um neben der Mitarbeiterbindung auch weiterhin im Wettbewerb um neue Fach- und Führungskräfte zu überzeugen, haben wir im Berichtsjahr mit dem kontinuierlichen Ausbau unserer Employer-Branding-Aktivitäten begonnen.

Politische Risiken

Aufgrund unserer internationalen Unternehmensstruktur mit Tochtergesellschaften in elf Ländern sowie des Vertriebs über Distributionspartner in mehr als 90 Ländern der Erde sind wir nicht unerheblichen politischen Einzelrisiken ausgesetzt. Aus Unternehmenssicht führt die zunehmende Internationalisierung allerdings gleichzeitig zu einer breiteren Risikoverteilung. Der Vertrieb in eine große Anzahl verschiedener Länder, wie edding ihn betreibt, ist mithin per se als Risikomanagement-Maßnahme zu sehen. Ursprüngliches Ziel der Internationalisierung waren Wachstum sowie Reduzierung der Abhängigkeit vom deutschen Markt und damit der deutschen Konjunkturentwicklung. Dieses Ziel hatten wir bereits vor einigen Jahren erreicht.

Die in unserer Strategie 2020 identifizierten Wachstumsmärkte außerhalb Deutschlands befinden sich insbesondere in Lateinamerika sowie Südost- und Osteuropa. Gerade diese Länder sind jedoch besonders volatil und somit geopolitischen und wirtschaftspolitischen Risiken ausgesetzt.

Besonders in 2016 haben uns die Entwicklungen in einer Vielzahl von Ländern in Atem gehalten. Neben der Türkei mit dem Putschversuch vom Sommer 2016, den Terrorakten und einem sich verändernden politischen Klima ist hier natürlich die Brexit-Entscheidung in Großbritannien zu nennen. Aber auch die wirtschaftspolitische Lage in Argentinien ist bereits alles andere als stabil und in Europa bestehen die Sanktionen gegen Russland fort. Direkte Auswirkungen einer protektionistischeren Wirtschaftspolitik in den USA unter Präsident Trump sind für die edding Gruppe mangels nennenswerten Umsatzes in der Region dagegen nicht zu erwarten.

Trotz der volatilen und unsicheren Situation in der Türkei konnte die türkische Vertriebsgesellschaft einen deutlichen Umsatzanstieg sowie ein erfreuliches Ergebnis erwirtschaften. Dennoch drückt natürlich die gegenüber dem Euro besonders zum Jahresende stark abgeschwächte Türkische Lira aufgrund der dadurch gestiegenen Warenbezugskosten auf das Ergebnis der Gesellschaft. Zusätzlich mussten infolge der schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung in dem Land Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von rund 0,5 Mio. EUR neu gebildet werden. Vor diesem Hintergrund ist das gestiegene positive Ergebnis ein besonderer Erfolg unserer Mitarbeiter vor Ort.

In der ersten Jahreshälfte 2016 hatten wir eine deutliche Kapitalerhöhung zur Finanzierung des bisherigen und künftigen Wachstums bis 2020 durchgeführt. Zu dem Zeitpunkt waren die deutliche Abschwächung und die inzwischen immer negativeren Prognosen für die türkische Wirtschaft noch nicht absehbar. Dazu kommt noch eine im November eingeführte zusätzliche Importabgabe für bestimmte Warengruppen, die uns im Bereich Schreiben und Markieren einen niedrigen sechsstelligen Euro-Betrag an zusätzlichen Abgaben kosten wird. Außerdem hat die Türkische Lira im Januar 2017 erneut um 9 % abgewertet. Diese Wechselkursentwicklung wird neben der Unsicherheit der Lage und der dunkleren Zukunftsperspektive insbesondere von der hohen staatlichen Auslandsverschuldung sowie der hohen Arbeitslosigkeit beeinflusst. Wir sind uns sicher, dass wir diesen Effekt zumindest teilweise in Form von Preiserhöhungen an die Endverwender weitergeben können; allerdings dürfte unser Wachstum in der Folgezeit etwas niedriger als geplant ausfallen.

Trotz der angespannten politischen und wirtschaftlichen Situation halten wir an unserem Engagement in der Türkei fest. Wir sind uns sicher, dass wir auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen ein profitables Wachstum generieren können, welches zu unseren Wachstumszielen für die Gruppe bis 2020 einen nennenswerten Beitrag leisten wird. Gleichwohl sahen wir in der Gesamteinschätzung der Risiken in der Türkei die Notwendigkeit die Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft im deutschen Einzelabschluss deutlich zu erhöhen.

Die Folgen der Brexit-Entscheidung in Großbritannien sind zum derzeitigen Zeitpunkt immer noch nicht vollumfänglich abschätzbar. Eine Abwertung des Britischen Pfunds ergab sich bereits Anfang des dritten Quartals 2016, hier erwarten wir im Zeitverlauf eine moderate weitere Abschwächung. Für unsere dort ansässige Tochtergesellschaft EDDING (U.K.) LTD. kann sich damit eine weitere Erhöhung der Warenbezugskosten ergeben, die mangels lokal produzierender Konkurrenz durch zum Teil bereits angekündigte Preiserhöhungen an den Markt weitergegeben werden können. Auch unsere Wettbewerber haben entsprechende Preiserhöhungen angekündigt beziehungsweise bereits implementiert. Darüber hinaus wird perspektivisch auch eine Abschwächung der Wirtschaftsleistung in Großbritannien erwartet, was zu geringeren Umsätzen führen kann. Hier gehen wir davon aus, dass wir mindestens einen Teil durch unsere in den Vorjahren ausgebaute Marktposition ausgleichen können. Der Umsatzanteil der Gesellschaft am Konzernumsatz lag in 2015 bei 8 %. Für 2016 waren nur geringere Auswirkungen auf die Ertragslage zu verzeichnen. Für die Zukunft kann sich aus den genannten Gründen ein negativer Ergebniseffekt im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Euro-Bereich ergeben.

Nach der Präsidentschaftswahl und dem Sieg des wirtschaftsfreundlichen Kandidaten Mauricio Macri in Argentinien zum Jahresende 2015, hatte dieser bereits schnell deregulierende Maßnahmen getroffen, die dann im Dezember 2015 eine deutliche Abwertung des Peso zur Folge hatten. Als nahezu einziger Anbieter im Markt mit lokaler Produktion hatten wir durch diese von uns lange erwartete Abwertung unsere Wettbewerbsposition als deutlich verbessert eingeschätzt. Leider hat sich die wirtschaftliche Situation des Landes bisher noch nicht wesentlich verbessert; Inflation, Abwertung, hohe Arbeitslosigkeit und niedriger Konsum setzen sich fort, was zu einem — preisbereinigt — deutlichen Umsatzrückgang und einem negativen Ergebnis geführt hat. Auch hier halten wir an unserem Engagement fest und rechnen für das Jahr 2017 bereits wieder mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Dennoch war vor dem Hintergrund dieser Entwicklung eine Erhöhung der Risikovorsorge im Abschluss der edding AG erforderlich. Insgesamt sehen wir uns aber nach den bereits in Vorjahren durchgeführten Risikomaßnahmen hier gut aufgestellt. Die Bilanzstruktur von edding Argentina S.A. ist im Hinblick auf die Währungs-Zusammensetzung weitgehend ausgeglichen und krisenfest und auf Konzernebene ist das Anlagevermögen der Gesellschaft seit 2013 wertberichtigt. Bei einer nachhaltigen positiven Entwicklung ergeben sich hier wieder Zuschreibungspotenziale.

In Russland konnten wir trotz der andauernden Sanktionen erstmals seit mehreren Jahren wieder steigende Umsatzerlöse verzeichnen. Hier investieren wir derzeit antizyklisch in die Entwicklung unserer Marke in dem Land, sodass wir auch für die kommenden Jahre mit steigendem Geschäftsvolumen rechnen.

Vom Regierungswechsel in den USA ist edding wie bereits oben erwähnt direkt kaum betroffen. Für den Fall, dass hieraus eine Welle von gegenseitigen Handelshemmnissen entsteht, dürften die indirekten Folgen auch für edding spürbar werden; das ist derzeit jedoch nicht absehbar und auch nicht einzuschätzen.

Abschließend sei noch die nicht gänzlich überwundene Eurokrise erwähnt, die besonders Griechenland und Italien noch zu schaffen macht. Beide Länder spielen sowohl für das derzeitige Umsatzniveau der edding Gruppe als auch für das künftige Wachstum nur eine untergeordnete Rolle, sodass edding bei einem erneuten Aufflammen der Krise in diesen Ländern weniger betroffen sein wird. Auch hier können natürlich indirekte Entwicklungen bei einem Übergreifen auf weitere Länder hinzukommen; diese sind jedoch derzeit nicht absehbar.

Die Flüchtlingskrise in Europa und besonders in Deutschland, die uns in der Vergangenheit beschäftigt hatte, scheint sich inzwischen eher positiv auf die Binnenkonjunktur auszuwirken. Bedeutende Risiken allein hieraus, die sich auf edding auswirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Viele von diesen Themen waren in 2016 oder sogar in den Vorjahren bereits spürbar. Dennoch konnte die edding Gruppe in diesem Zeitraum mehrfach hintereinander neue Umsatzrekorde und gute Ergebnisse erzielen. Das spricht unter anderem für den Erfolg der eingangs erwähnten Risikostreuung durch die breite Umsatzbasis und die hohe Anzahl von Ländern, in denen edding vertrieben wird.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.

Gesamtrisiko / Fortbestandsrisiko

Insgesamt ist die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht

Vergütungssystem

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstands legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Bestandteile der Vorstandsvergütung

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und üblichen Nebenleistungen. Dabei handelt es sich um die Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für die Zeit von zwei Monaten im Falle der Dienstunfähigkeit, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und die private Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem ist für jedes Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D & O-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen. Des Weiteren erhält jedes Vorstandsmitglied zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung entweder eine leistungsorientierte Pensionszusage oder eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung. Zusätzlich haben die Vorstandsmitglieder ebenso wie jeder Mitarbeiter das Recht, laufende Bezüge in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln. Eine solche Gehaltsumwandlung fördert die Gesellschaft bei allen Mitarbeitern durch einen pauschalen Zuschuss von 160 Euro pro Jahr.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrages ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erhalten sie keine zusätzliche Vergütung.

Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 15. Juni 2016 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2016 bis 2020 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2016 angegeben.

Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts. Weitere vertragliche Regelungen in diesem Bereich liegen nicht vor.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2015 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 20.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit Aufwendungen in Höhe von 20.000,00 EUR für die Grundvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds gerechnet.

Übernahmerelevante Angaben

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2016 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Rechte von Vorzugsaktionären

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Aktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:

Herrn Volker Detlef Ledermann
Frau Angelika Schumacher
Frau Dina Alexandra Schumacher
Herrn David Alexander Schumacher
Frau Beatrix Ledermann
Frau Julia Marie Ledermann
Herrn Jan Moritz Ledermann
Herrn Léon Thadaeus Ledermann (neu hinzugekommen im März 2017)
Herrn Per Ledermann
Frau Anika Ledermann (neu hinzugekommen im Januar 2016)
Herrn Yannick Nicolas Ledermann
Frau Elisa Sophie Ledermann (neu hinzugekommen im Januar 2016)
Herrn Luis Gabriel Ledermann (neu hinzugekommen im Januar 2016)

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen mit Ausnahme von Vorzugsaktien keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft in der Rubrik „Investor Relations" unter http://www.edding.com/de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/ veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, verweisen wir auf Textziffer 44 des Konzernanhangs sowie auf Textziffer 37 des Anhangs der edding AG für das Geschäftsjahr 2016.

Prognosebericht

Auch die wirtschaftliche Entwicklung 2017 ist von vielen geopolitischen Faktoren beeinflusst, die eine Prognose schwierig machen.

Die Vielzahl der politischen Strömungen, die oftmals aus vormals gemeinschaftlichem Handeln zu protektionistischem Verhalten tendieren, eröffnen viele bilaterale Spielfelder, die oftmals in ihren Effekten nur schwer zu überblicken sind. Dabei ist vor allem die Größe und Anzahl der betroffenen Länder besorgniserregend — die USA, Russland, Türkei, Brasilien, die Staaten des Mittleren Ostens, um nur einige zu nennen.

Dennoch geht der Internationale Währungsfonds von einem positiven wirtschaftlichen Szenario aus und prognostiziert 3,4 % Wirtschaftswachstum für die Welt, getrieben von den Emerging Markets, aber auch 1,6 % für die Eurozone sowie 1,5 % für Deutschland. Russland wird demnach mit einem Wachstum von 1,1 % die Rezession hinter sich lassen können.

Gleiches gilt für Lateinamerika, das aber schon 2016 die Erwartungen nicht erfüllen konnte und somit mit Unsicherheit behaftet bleibt. Sollten Brasilien jedoch in die Wachstumszone zurückkehren und die Reformbemühungen in Argentinien Früchte tragen, könnte auch in dieser Region die Talsohle durchschritten sein.6

Trotz der insgesamt besorgniserregend unübersichtlichen Lage an den Weltmärkten ist die Stimmung am deutschen Markt insgesamt recht positiv. Im Einzelhandel mit Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikeln bewerteten die Händler ihre momentane Lage weniger ungünstig, wenngleich sie ihre Perspektiven für die nahe Zukunft nicht mehr ganz so positiv einschätzten. Die Preise wurden im Berichtsmonat bereits heraufgesetzt. In den nächsten Monaten dürfte sich der Preisanstieg sogar beschleunigen. Auszug aus den Ergebnissen des Großhandels: Im Verbrauchsgüterbereich bewegten sich beide Teilindikatoren (Bewertung der aktuellen Lage und der Zukunftsaussichten) nach oben, so dass sich das Geschäftsklima sichtlich verbesserte.7

Traditionell reagieren wir auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen nur risikoorientiert, denn unsere Strategien folgen nicht kurzfristigen Wirtschaftszyklen, sondern sind langfristig ausgelegt. Derzeit steht im Kern unserer Aktivitäten die Ausgestaltung und Umsetzung der Strategie 2020.

Im Bereich der Marke edding fokussieren wir uns auf zwei wesentliche Aufgaben: einerseits auf den Ausbau unserer Marktanteile im hart umkämpften Business-to-Business Bereich, andererseits auf die Etablierung unserer Marke im privatkonsumtiven Business-to-Consumer Geschäft. In beiden Bereichen sind unsere Markenstärke und die mit enger Fokussierung auf den Endkonsumenten entwickelten Portfolios die Basis unserer Arbeit. Aufgrund unserer unterschiedlichen Marktposition sowie der Diversität der Vertriebskanäle beider Bereiche haben wir uns dazu entschlossen, diese mit hierfür speziell zusammengestellten Teams zu bearbeiten.

6 IMF, World Economic Outlook Update, Januar 2017

7 ifo Konjunkturbarometer 12/2016

Im Rahmen unserer Markendehnung erfolgte in 2016 die Einführung eines deutlich erweiterten und attraktiveren Toner-Sortiments.

Basis für die Steuerung und Fokussierung der Organisation auf die Strategieumsetzung ist dabei das in 2016 entwickelte Balanced Scorecard-System 2020, das für alle Kernfunktionen an die Unternehmensstrategie geknüpfte Ziele definiert.

Die Kernprojekte des Jahres 2017 dienen ebenfalls der Umsetzung unserer Strategie 2020. Vor allem der weitere Roll-out des in 2016 eingeführten Product Information Management Systems, in dem die weltweiten Produktdaten zentral gebündelt werden, ist dabei ein Kernstück unseres Wachstums, nicht nur bezogen auf unsere Online-Kunden. Auch das Projekt „Workplace 2.0", das gewährleisten soll, dass wir auch in Zukunft als Arbeitgeber attraktiv bleiben, ebenso wie die weitere Optimierung unserer internen Kommunikationsplattform SoCoNet dienen dem Erhalt unserer exzellenten Mitarbeitermotivation sowie dem intensivierten Austausch über Abteilungs- und Standortgrenzen hinweg.

Den gestiegenen regulatorischen Anforderungen an chemische Substanzen tragen wir ebenfalls in diversen Entwicklungs- und Ablaufprojekten Rechnung.

Angesichts der fragilen Wirtschaftslagen haben wir auch in diesem Jahr Alternativszenarien im Planungsprozess entwickelt, auf die wir bei einer Eintrübung des Umfelds schnell zurückgreifen können.

Wir erwarten nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs für das kommende Jahr 2017 ein zum Konzernabschluss 2016 vergleichbares Ergebnis bei moderat steigenden Umsatzerlösen. Zum Umsatzanstieg werden beide Geschäftsfelder beitragen. Hinsichtlich der Segmentergebnisse erwarten wir für beide Segmente eine vergleichbare Ergebnisentwicklung bei deutlich steigenden Ausgaben im Bereich Marketing und Trade Marketing. In den Vorjahren waren diese Ausgaben deutlich unter dem geplanten beziehungsweise angestrebten Niveau geblieben.

Die wichtigen Steuerungsgrößen werden sich nach unserer Einschätzung wie folgt entwickeln:

2015 2016 Prognose 2017
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- ---
edding Konzern
Umsatzerlöse 138,4 143,0 147,0 - 155,0
EBIT 12,2 11,8 10,5 -13,0
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement* gut 89% 85 - 90 %
Qualität des Leistungsumfelds* gut 81% 75 - 85 %
edding AG (Einzelabschluss)
Jahresüberschuss 5,4 7,1 4,2 - 5,7

* Bis 2015 erfolgte die Messung der Mitarbeiterbefragung nach dem Schulnotensystem, seit 2016 nach dem zweidimensionalen Strategischen Fitness-Modell.

Ahrensburg, 20. April 2017

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Alternative Leistungskennzahlen

Dieses Dokument und andere Dokumente, die die edding AG oder der edding Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Leistungskennzahlen zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nicht nach nationalen beziehungsweise internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind und im Folgenden definiert werden. Weicht die Definition einer Leistungskennzahl der edding AG von der für den edding Konzern gültigen Definition ab, wird die Kennzahl für den edding Konzern und für die edding AG separat erläutert. Sofern nicht anders vermerkt, ergibt sich die Überleitung der alternativen Leistungskennzahl aus der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts.

Beteiligungsergebnis

edding Konzern: Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen zuzüglich Finanzergebnis.

edding AG: Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen zuzüglich Erträge aus Beteiligungen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Finanzanlagen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Beteiligungen.

EBIT-Marge

EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen in Prozent.

Eigenkapitalquote

Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital in Prozent.

(Konzern-) Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Tax". EBIT zuzüglich Beteiligungs- und Finanzergebnis und vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Tax". Beteiligungsergebnis zuzüglich Finanzergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie vor latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.

(Konzern-) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax". Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungen, zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen. Das EBIT ist die wichtigste Kennziffer zur Ergebnissteuerung im edding Konzern. Es erfolgt keine Bereinigung um etwaige außerordentliche Aufwendungen oder Erträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax". Beteiligungsergebnis zuzüglich Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge, abzüglich Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern.

Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Wertpapiere.

Gesamtleistung

edding Konzern: Umsatzerlöse zuzüglich / abzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen.

edding AG: Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge.

Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio)

Flüssige Mittel zuzüglich kurzfristiger Vermögenswerte (ohne Vorräte und ohne Rechnungsabgrenzungsposten) im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

Rohergebnis

Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand.

Rohergebnisquote

Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung in Prozent.

Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis

Konzernergebnis zuzüglich zahlungsunwirksamer Aufwendungen und abzüglich zahlungsunwirksamer Erträge. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im edding Konzern regelmäßig aus Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens, unrealisierten Fremdwährungsverlusten / -gewinnen, latenten Steueransprüchen, Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie Wertberichtigungen auf Vorräte und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Überleitung des um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnisses ergibt sich aus der Konzernkapitalflussrechnung des vorliegenden Konzernabschlusses.

Konzernabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2016

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

31.12.2016 31.12.2015
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 8 2.754 2.754
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8 1.020 975
Sachanlagen 9 12.304 13.011
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 10 664 665
Sonstige Finanzanlagen 11 3.482 3.474
Latente Steuerforderungen 31 531 1.477
Ertragsteuerforderungen 31 239 307
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 96 88
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13 4.814 4.432
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 25.904 27.183
Vorräte 12 29.703 29.091
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13 22.772 21.365
Ertragsteuerforderungen 31 350 309
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 13 1.746 2.176
Flüssige Mittel 14 17.055 17.111
Rechnungsabgrenzungsposten 15 1.190 1.269
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 72.816 71.321
BILANZSUMME 98.720 98.504
PASSIVA
31.12.2016 31.12.2015
Anhang TEUR TEUR
Grundkapital 16 5.366 5.366
Kapitalrücklage 16 4.246 4.246
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 16 53.044 47.864
Übrige Eigenkapitalveränderungen 16 — 7.615 — 7.522
Eigenkapital der Aktionäre der edding AG 55.041 49.954
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 16 — 50 245
EIGENKAPITAL 54.991 50.199
Rückstellungen für Pensionen 17 12.623 15.227
Latente Steuerschulden 31 68 57
Andere langfristige Rückstellungen 18 1.323 546
Langfristige Finanzschulden 19 3.506 4.005
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 20 1.457 1.236
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 18.977 21.071
Kurzfristige Rückstellungen 18 20 389
Kurzfristige Finanzschulden 19 4.484 6.394
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20 3.810 5.265
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 20 15.874 14.445
Ertragsteuerschulden 31 564 741
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 24.752 27.234
BILANZSUMME 98.720 98.504

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

2016 2015
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 23 143.014 138.371
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 24 190 755
GESAMTLEISTUNG 143.204 139.126
Materialaufwand 25 — 52.296 — 51.252
Personalaufwand 26 — 36.692 — 35.394
Abschreibungen 27 — 2.360 — 2.507
Sonstige betriebliche Erträge 28 5.612 5.694
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29 — 45.620 — 43.447
Gesamte betriebliche Aufwendungen — 131.356 —126.906
ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT (EBIT) 11.848 12.220
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen 11 — 106
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 11 5 5
Finanzergebnis 30 — 275 14
Finanz- und Beteiligungsergebnis — 270 — 87
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 11.578 12.133
Ertragsteuern 31 — 4.437 — 3.584
KONZERNJAHRESERGEBNIS 7.141 8.549
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 7.249 8.659
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter — 108 — 110
Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) 32 6,69 € 8,00 €
Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) 32 6,83 € 8,16 €

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernjahresergebnis 7.141 8.549
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Pensionsverpflichtungen:
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 1.490 — 133
Latente Steuern — 358 30
1.132 — 103
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind
Währungsumrechnungsdifferenz
Anteil der Aktionäre der edding AG — 1.106 — 1.026
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter — 26 17
— 1.132 — 1.009
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 1.021 637
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen — 1.186 151
Latente Steuern 46 — 231
— 119 557
Summe Sonstiges Ergebnis — 119 — 555
Gesamtergebnis 7.022 7.994
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 7.156 8.087
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter — 134 — 93

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16 des Konzernanhangs.

Konzernkapitalflussrechnung

indirekte Ermittlung1

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.141 8.549
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.360 2.507
- Abnahme der Pensionsrückstellungen — 1.113 — 147
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 2.371 444
Um zahlungsunwirksame Effekte
bereinigtes Konzernergebnis 10.759 11.353
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens 14 48
- Zunahme der Vorräte — 857 — 135
- Zunahme der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen — 1.415 — 625
- Zunahme der sonstigen Aktiva — 1.141 — 964
- Abnahme /+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen — 1.455 396
+ Zunahme der sonstigen Passiva 617 169
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.522 10.242
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 54 160
- Auszahlungen für Investitionen /
+ Einzahlungen aus Desinvestitionen
Sachanlagen — 1.303 — 1.568
Immaterielle Vermögenswerte — 430 — 669
Finanzanlagen — 8 7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit — 1.687 — 2.070
- Dividendenzahlung an Aktionäre der edding AG — 2.069 — 2.069
- Dividendenzahlung an nicht beherrschende Gesellschafter2 — 161 -
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 321 2.825
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten — 2.206 — 1.585
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden — 523 — 556
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit — 4.638 — 1.385
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 197 6.787
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel — 253 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.111 10.324
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 17.055 17.111

1 Erläuterungen siehe Textziffer 37 des Konzernanhangs

2 Die Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 161 entfällt ausschließlich auf den nicht beherrschenden Gesellschafter der ehemaligen Tochtergesellschaft edding Japan Inc. und enthält mit TEUR 17 eine anteilige Rückführung des Stammkapitals.

Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrück- lagen und Bilanz- gewinn Neubewertung von Pensions- verpflichtungen Währungs- umrechnungs- differenz
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2015 5.366 4.246 41.274 — 3.187 — 3.480
Konzernjahresergebnis 8.659
Sonstiges Ergebnis — 103 — 1.026
Gesamtergebnis 8.659 — 103 — 1.026
Dividendenzahlungen — 2.069
Stand 31.12.2015 5.366 4.246 47.864 — 3.290 — 4.506
Konzernjahresergebnis 7.249
Sonstiges Ergebnis 1.132 — 1.106
Gesamtergebnis 7.249 1.132 — 1.106
Dividendenzahlungen — 2.069
Stand 31.12.2016 5.366 4.246 53.044 — 2.158 — 5.612
Sicherungsge- schäfte Anteil der Aktionäre der edding AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Stand 01.01.2015 — 283 43.936 338 44.274
Konzernjahresergebnis 8.659 — 110 8.549
Sonstiges Ergebnis 557 — 572 17 — 555
Gesamtergebnis 557 8.087 — 93 7.994
Dividendenzahlungen — 2.069 — 2.069
Stand 31.12.2015 274 49.954 245 50.199
Konzernjahresergebnis 7.249 — 108 7.141
Sonstiges Ergebnis — 119 -93 — 26 — 119
Gesamtergebnis — 119 7.156 — 134 7.022
Dividendenzahlungen — 2.069 — 1611 — 2.230
Stand 31.12.2016 155 55.041 -50 54.991

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16 des Konzernanhangs.

1 Die Dividendenzahlung in Höhe von TEUR 161 entfällt ausschließlich auf den nicht beherrschenden Gesellschafter der ehemaligen Tochtergesellschaft edding Japan Inc. und enthält mit TEUR 17 eine anteilige Rückführung des Stammkapitals.

Konzernanhang

1 Segmentberichterstattung

Schreiben und Markieren Visuelle Kommunikation Summe Segmente Überleitung edding Konzern
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
2016
Externe Umsatzerlöse 107.761 34.484 142.245 769 143.014
Abschreibungen 1.167 101 1.268 1.092 2.360
Segmentergebnis (EBIT) 18.982 1.814 20.796 — 8.948 11.848
2015
Externe Umsatzerlöse 105.256 32.220 137.476 895 138.371
Abschreibungen 1.425 104 1.529 978 2.507
Segmentergebnis (EBIT) 20.241 1.916 22.157 — 9.937 12.220

Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 36.

2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)1

2016 Anschaffungs-kosten 01.01.2016 Währungs-umrechnung Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-kosten 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.277 — 14 4.263
Kundenstämme, Markenrechte 5.154 880 4.274
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.206 — 58 215 259 16 5.606
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 563 131 — 175 519
15.200 — 72 346 84 896 14.662
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 26.948 — 58 13 151 118 26.936
Technische Anlagen und Maschinen 24.478 — 11 260 11 145 24.593
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.238 — 127 943 — 235 412 12.407
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45 — 5 171 — 11 200
63.709 — 201 1.387 — 84 675 64.136
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.182 2 4.184
Sonstige Finanzanlagen 3.474 8 3.482
Konzern Anlagevermögen 86.565 — 273 1.743 1.571 86.464
2016 Kumulierte Abschreibungen 01.01.2016 Währungs-umrechnung Zugänge Umbuchungen Zuschreibungen Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.523 -14 1.509
Kundenstämme, Markenrechte 5.154 880 4.274
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.794 -56 306 76 15 5.105
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
11.471 -70 306 76 895 10.888
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 21.217 -56 332 147 118 21.522
Technische Anlagen und Maschinen 18.869 -39 867 22 72 19.603
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 10.578 -134 852 -223 395 10.678
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 34 -5 29
50.698 -234 2.051 -76 22 585 51.832
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.517 3 3.520
Sonstige Finanzanlagen
Konzern Anlagevermögen 65.686 -304 2.360 22 1.480 66.240
Nettobuchwerte
2016 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.754 2.754
Kundenstämme, Markenrechte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 501 412
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 519 563
3.774 3.729
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 5.414 5.731
Technische Anlagen und Maschinen 4.990 5.609
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.729 1.660
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171 11
12.304 13.011
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 664 665
Sonstige Finanzanlagen 3.482 3.474
Konzern Anlagevermögen 20.224 20.879

1 Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

2015 Anschaffungs-kosten 01.01.2015 Währungs-umrechnung Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-kosten 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.310 — 33 4.277
Kundenstämme, Markenrechte 5.405 251 5.154
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.004 — 126 302 26 5.206
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 277 371 — 30 55 563
14.996 — 159 673 — 4 306 15.200
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 26.771 — 90 302 4 39 26.948
Technische Anlagen und Maschinen 24.591 — 260 464 49 366 24.478
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.716 — 233 723 968 12.238
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 97 — 13 11 — 49 1 45
64.175 — 596 1.500 4 1.374 63.709
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4.119 63 4.182
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 3.440 —3.334 106
Sonstige Beteiligungen 147 3.334 7 3.474
3.587 113 3.474
Konzern Anlagevermögen 86.877 — 755 2.236 1.793 86.565
2015 Kumulierte Abschreibungen 01.01.2015 Währungs-umrechnung Zugänge Umbuchungen Zuschreibungen Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.556 -33 1.523
Kundenstämme, Markenrechte 5.405 251 5.154
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.628 -124 291 1 4.794
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 14 14
11.603 -157 291 266 11.471
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 20.725 -90 608 26 21.217
Technische Anlagen und Maschinen 18.339 — 190 948 228 18.868
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 11.071 — 201 660 952 10.578
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47 -13 34
50.182 -494 2.216 1.206 50.698
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.517 3.517
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 106 106
Sonstige Beteiligungen
106 106
Konzern Anlagevermögen 65.302 – 651 2.6131 1.578 65.686
Nettobuchwerte
2015 31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.754 2.754
Kundenstämme, Markenrechte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 412 376
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 563 263
3.729 3.393
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 5.731 6.046
Technische Anlagen und Maschinen 5.609 6.252
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.660 1.645
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 50
13.011 13.993
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 665 602
Finanzanlagen
Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen 3.440
Sonstige Beteiligungen 3.474 147
3.474 3.587
Konzern Anlagevermögen 20.879 21.575

1 Von den hier dargestellten Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.613 werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung TEUR 2.507 unter den Abschreibungen und TEUR 106 im Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesen.

3 Grundlagen der Rechnungslegung

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur Visuellen Kommunikation.

Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland.

Der Konzernabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang. Die Gewinn-und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wird am 20. April 2017, vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat, durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

Legamaster GmbH, Ahrensburg
V. D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg

4 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, die entsprechend den Anforderungen des IFRS 10 vom edding Konzern beherrscht werden. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 43 des Konzernanhangs dargestellt sind. Das Geschäftsjahr aller in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 gab es die im Folgenden beschriebenen Änderungen des Konsolidierungskreises:

Die Schließung der Tochtergesellschaft edding Japan Inc. wurde wie im Vorjahresabschluss prognostiziert im Geschäftsjahr 2016 vollständig vollzogen. Die Gesellschaft wurde nach den Anforderungen des IFRS 10 zum 29. Juli 2016 entkonsolidiert.

Die ehemalige Objektgesellschaft edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG ist im Zuge des Austritts der beiden persönlich haftenden Fremdgesellschafter per 31. August 2016 an die edding AG angewachsen.

Der Leasingvertrag der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG für die Betriebsimmobilie in Wunstorf ist zum 29. Februar 2016 ausgelaufen. In diesem Zuge erwarb die edding AG die 2 % Kommanditanteile von der externen Altkommanditistin und die neu gegründete 100%ige Beteiligung EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH trat als Komplementärin bei. Die DEGEDESTRA wurde daraufhin in EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG umbenannt. Zum 31. Oktober 2016 ist die Komplementärin EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH aus der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG ausgetreten. Die EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG ist daraufhin per 31. Oktober 2016 an die edding AG angewachsen. Darüber hinaus hat die edding AG mit Wirkung zum 6. Dezember 2016 die Beteiligung an der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH an die edding International GmbH zu einem Kaufpreis in Höhe von TEUR 25 veräußert. Die EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH wird per 31. Dezember 2016 voll in den edding Konzernabschluss einbezogen und mit Wirkung zum 1. Januar 2017 auf die edding International GmbH verschmolzen.

5 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Ein nach Überprüfung der angesetzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der erbrachten Gegenleistung verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

6 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Stichtagskurs Durchschnittskurs Durchschnittsurs
Währungsraum 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
Großbritannien GBP 0,86 0,74 0,82 0,72
Japan JPY 123,40 131,66 120,42 133,52
Mexiko MXN 21,77 18,89 20,68 17,67
Türkei TRY 3,71 3,18 3,35 3,04
Argentinien ARS 16,71 14,11 16,46 10,40
Kolumbien COP 3.127,34 3.421,08 3.339,73 3.047,79
Brasilien BRL 3,43 4,26 3,86 3,70
Diverse USD 1,05 1,09 1,10 1,11

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß IAS 21 zum Bilanzstich-tagskurs umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Gesamtergebnis berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Werthaltigkeits-Test geprüft.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Bei den Betriebs- und Geschäftsgebäuden inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgen die Abschreibungen über die Nutzungsdauer unter Berücksichtigung eines kalkulierten Restwertes, sofern dieser wesentlich ist.

Wertminderung

Bei allen immateriellen Vermögenswerten sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres bei Vorliegen eines „triggering event" systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser ZGE ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der ZGE den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss") vor. Für Zwecke des Werthaltigkeits-Tests wird der erzielbare Betrag der ZGE in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital [WACC]) von 7,36 % (Vorjahr: 8,22 %) verwendet. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozu- und Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der ZGE erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der ZGE verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert.

Bei der Validierung der für die ZGE ermittelten Nutzungswerte werden die wesentlichen Parameter jeder ZGE jährlich überprüft. Zusätzlich werden die für das DCF-Modell herangezogenen wesentlichen Annahmen einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Nutzungswerte zu testen. Die erzielbaren Beträge aller im edding Konzern getesteten ZGE lagen mit Ausnahme der ZGE in Argentinien deutlich über ihren jeweiligen Buchwerten. Bei der Ausnahme in Argentinien wurde bereits in Vorjahren das Anlagevermögen zum wesentlichen Teil wertgemindert und eine Wertaufholung war nicht vorzunehmen, da die Gründe für eine außerplanmäßige Wertminderung unverändert vorliegen.

Daher ist das Management der Ansicht, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE des edding Konzerns nicht zu einer Wertminderung führen würden und es wurde auf die Darstellung einer Sensitivitätsanalyse verzichtet

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht im Rahmen der Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden entsprechen denen der eigengenutzten Immobilien.

Leasing

Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Bei Operating-Lease-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingzahlungen werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden bei Zugang in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzanlagen

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Diese werden zu Anschaffungskosten nach IAS 39.46(c) bilanziert, da ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden kann.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 werden hauptsächlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften sowie Devisentermingeschäften abgesichert. Des Weiteren werden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps gesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) gemäß IFRS 13. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil erfolgswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet. Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation bewertet. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Für wertpapiergebundene Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, wird die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte durchgeführt, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.

Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen nach IAS 19R in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnis-rechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig feststeht, werden als abgegrenzte Schulden ("accruals") unter den anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Für das Geschäftsjahr 2016 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewendet, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 in der EU zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2016 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2016 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete und von der Europäischen Union anerkannte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard / Interpretation Inhalt der Neuerung / Überarbeitung Anwendungspflicht
Änderungen von Standards
IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 01.02.2015 (EU)
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2010 - 2012) 01.02.2015 (EU)
IAS 1 Leitlinien zur Umsetzung des Konzepts der Wesentlichkeit 01.01.2016 (EU)
IAS 16 / 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016 (EU)
IAS 16 / 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016 (EU)
IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss 01.01.2016 (EU)
IFRS 10 / IFRS 12 / IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 01.01.2016 (EU)
IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 01.01.2016 (EU)
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2012 - 2014) 01.01.2016 (EU)

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2010 - 2012) beinhalten eine Klarstellung zu IFRS 8 „Geschäftssegmente". Laut IFRS 8 ist nach den ab dem 1. Februar 2015 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden Vorschriften die Angabe der Bewertung aller Vermögenswerte und Schulden in den Angaben zur Segmentberichterstattung zu veröffentlichen, wenn diese in der internen Berichterstattung an den „Chief Operating Decision Maker" des Unternehmens enthalten ist. Zudem ist nur in diesem Fall eine Überleitungsrechnung des Gesamtbetrags der Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente zu den Vermögenswerten des Unternehmens zu präsentieren. edding verzichtet auf den separaten Ausweis von Segmentvermögen nach IFRS 8 im Konzernabschluss bereits seit dem Geschäftsjahr 2015, da eine solche Darstellung nicht für interne Steuerungszwecke genutzt wird.

Die Änderungen an IAS 1 „Leitlinien zur Umsetzung des Konzepts der Wesentlichkeit" betreffen im Wesentlichen Klarstellungen zur Aufbereitung von Anhangangaben und zu den primären Abschlussbestandteilen sowie zur Untergliederung von Posten und Zwischensummen. Die Klarstellungen wurden per 31. Dezember 2016 erstmalig bei der Darstellung der primären Konzernabschlussbestandteile und im Konzernanhang berücksichtigt. Sie haben unter anderem zur Kürzung von unwesentlichen Angaben und zur Anpassung der Darstellung von Tabellen geführt.

Die anderen erstmalig anzuwendenden Änderungen von Standards hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der edding AG.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard / Interpretation Inhalt der Neuerung / Überarbeitung Anwendungspflicht Übernahme durch EU erwartet Voraussichtliche Auswirkungen
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 ja Siehe nachfolgende
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 nicht geplant Erläuterungen keine
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018 ja Siehe nachfolgende Erläuterungen
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 ja Siehe nachfolgende
Änderungen von Standards Erläuterungen
IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 01.07.2017 ja keine
IAS 7 Angabeninitiative: Kapitalflussrechnung 01.01.2017 ja Zusätzliche Angaben zu den Ursachen von Veränderungen finanzieller Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten in einer Überleitungsrechnung
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung aktienbasierter Vergütungstransaktionen 01.01.2018 ja keine
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 01.01.2018 ja keine
IFRS 10 / IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture verschoben verschoben Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des endgültigen Standards findet bisher keine Auswertung der Auswirkung statt.

IFRS 9 „Finanzinstrumente"

Am 24. Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 „Finanzinstrumente" herausgegeben. Der Standard ist ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend in der EU anzuwenden und ersetzt den bisherigen Standard IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Die Analyse der Auswirkungen durch IFRS 9 auf den Konzernabschluss der edding AG ist noch nicht abgeschlossen. Im Folgenden wird der aktuelle Stand der Analyse dargestellt:

IFRS 9 enthält ein neues Modell zur Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten. Für finanzielle Verbindlichkeiten gibt es mit Ausnahme von Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuft werden, keine Änderungen. Ebenso wird ein neues Modell zur Erfassung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Das bisherige „Incurred Loss-Modell" wird durch ein stärker auf die Zukunft ausgerichtetes „Expected Credit Loss-Modell" abgelöst. Dabei ist bei der Erfassung von Wertminderungen zwischen drei unterschiedlichen Ansätzen zu wählen. Der edding Konzern wird voraussichtlich den sogenannten „vereinfachten Ansatz" anwenden. Sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag ist eine Risikovorsorge in Höhe des erwarteten Kreditausfalls über die Gesamtlaufzeit zu erfassen. Aufgrund der kurzen Laufzeit wird durch die Anwendung des neuen Modells keine wesentliche Veränderung der Höhe der Risikovorsorge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erwartet. Diese Einschätzung gilt ebenso für den Ansatz und die Bewertung von anderen aktiven Vertragsposten. Gemäß IFRS 9 ist es gestattet, eine Wertminderungsmatrix als praktische Erleichterung für die Bewertung erwarteter Kreditausfälle bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzuwenden. Der edding Konzern arbeitet derzeit an der Anpassung der bisher implementieren Wertminderungsmatrix.

Darüber hinaus sieht IFRS 9 zwar keine grundlegenden Änderungen der bisherigen Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen vor. Allerdings zielt der Standard darauf ab, die Risikomanagementaktivitäten angemessener abzubilden und die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zu flexibilisieren. Eine für den edding Konzern relevante Neuerung stellt insbesondere die Möglichkeit dar, die Veränderung des Zeitwerts einer Währungsoption oder der Zinskomponente eines Devisentermingeschäfts im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Zum 31. Dezember 2016 hätte die Anwendung dieser Möglichkeit eine Auswirkung in Höhe von TEUR 335 (Ertrag) auf das Konzernergebnis. Diese Bandbreite wird auch für die Folgejahre erwartet.

Zudem wurde die bisherige Möglichkeit des IAS 39.46(c) zur Bewertung nicht notierter Eigenkapitalinstrumente mit den Anschaffungskosten nicht in IFRS 9 übernommen. Stattdessen ist IFRS 9 folgend zukünftig ein beizulegender Zeitwert zu bestimmen. Der edding Konzern weist zum 31. Dezember 2016 zu Anschaffungskosten bewertete Anteile an anderen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.482 aus. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Anteile an diesen Unternehmen keine wesentlichen stillen Reserven oder Lasten enthalten, so dass wir nach einer ersten vorläufigen Einschätzung keine wesentliche Auswirkung aus der erstmaligen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten. Die Eigenkapitaltitel können nach IFRS 9 entweder als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis oder als aufwands- oder ertragswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden. In dieser Hinsicht haben wir noch keine Entscheidung getroffen. Die Auswirkungen der Einführung von IFRS 9 auf die Bilanzierung unserer Eigenkapitalinstrumente können wir somit noch nicht verlässlich schätzen.

IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden"

Am 28. Mai 2014 hat das IASB IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sowie am 11. September 2015 einen Änderungsstandard zu IFRS 15 herausgegeben. Der Standard ist ab dem Geschäftsjahr 2018 verpflichtend in der EU anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig, jedoch nicht beabsichtigt. Wir haben die Analyse der Auswirkungen auf unseren Konzernabschluss nahezu abgeschlossen und erwarten im Zusammenhang mit dem neuen Standard insbesondere Änderungen des Ausweises der Werbekostenzuschüsse. Die in den Vereinbarungen mit unseren Kunden enthaltenen allgemeinen Listungsgebühren sowie umsatzabhängigen Werbekostenzuschüsse werden ab dem Geschäftsjahr 2018 als Erlösschmälerung direkt vom Umsatz abgesetzt und von den marketingbezogenen Wer-bekostenzuschüssen separiert. Diese das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit nicht verändernde Umgliederung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Umsatzerlöse führt jedoch im Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung zu einer deutlichen Reduzierung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Wir gehen derzeit davon aus, dass die im Konzernabschluss 2016 erfassten Aufwendungen für Werbekostenzuschüsse von TEUR 9.351 in einem Umfang von rund 85 % bis 95 % nicht mehr in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen auszuweisen sind. Auf Basis des Geschäftsjahres 2016 wären um rund 7,9 Mio. EUR bis 8,8 Mio. EUR geringere Umsatzerlöse auszuweisen. Darüber hinaus erwarten wir gegebenenfalls Auswirkungen von untergeordneter Bedeutung auf den Ausweis, die Höhe und den Zeitpunkt der Erfassung von Gewährleistungsrückstellungen. Nach aktuellem Analysestand erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung.

IFRS 16 „Leasing"

Am 13. Januar 2016 hat das IASB IFRS 16 „Leasing" herausgegeben. Der Standard ist — vorbehaltlich einer Übernahme durch die EU — erstmals ab dem Geschäftsjahr 2019 verpflichtend anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist bei gleichzeitiger Anwendung des IFRS 15 zulässig, jedoch nicht beabsichtigt. Der Standard stellt eine umfassende Änderung in Bezug auf die Erfassung, Bewertung und Darstellung von Leasingverhältnissen insbesondere beim Leasingnehmer dar. Bisher wird ein Großteil der Leasingverhältnisse nicht in der Bilanz berücksichtigt, da es sich um sogenannte Operate-Leasingvereinbarungen handelt. Nach IFRS 16 sind alle Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers abzubilden, die bisherige Unterscheidung zwischen Operate-Lease- und Finance-Lease entfällt. Der Leasingnehmer bilanziert stattdessen ein Nutzungsrecht an dem geleasten Vermögenswert und damit einhergehend die vertraglich noch erwarteten Leasingzahlungen. edding hat bereits im Geschäftsjahr 2014 die Auswirkung des neuen Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage analysiert. Wir sind der Meinung, dass diese Ergebnisse auch für das Geschäftsjahr 2016 eine hinreichend genaue Analyse ermöglichen, da sich der Umfang der Leasingverträge und die Entwicklung der Bilanzsumme nur geringfügig geändert haben.

Durch die Bilanzierung nahezu aller Leasingverhältnisse wird die Bilanzsumme des edding Konzerns voraussichtlich um circa 3 % bis 8 % steigen. Dabei wirkt sich insbesondere die Aktivierung von sogenannten Nutzungsrechten für die Leasinggegenstände auf das Sachanlagevermögen aus. Dieses wird sich voraussichtlich um 10 % bis 20 % erhöhen. Gleichzeitig erhöhen sich die lang- und kurzfristigen Schulden aus ausstehenden Leasingzahlungen. Die langfristigen Schulden werden voraussichtlich um 50 % bis 60 % anwachsen, während hingegen die kurzfristigen Schulden um rund 10 % steigen. Da die Nutzungsrechte auch bei nur noch geringer Restlaufzeit als langfristige Vermögenswerte auszuweisen sind, die in den nächsten 12 Monaten erwartete Leasingzahlung jedoch als kurzfristige Schuld zu bilanzieren ist, erwarten wir eine geringfügige Verschlechterung von Liquiditätskennzahlen, die jedoch keinen Einfluss auf die tatsächliche Zahlungsfähigkeit von edding hat. Ein Risiko auf zum Beispiel Financial Covenants oder Refinanzierungsmöglichkeiten sehen wir nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Die Analyse der Änderungen auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung auf Basis der Daten des Geschäftsjahres 2014 ergab, dass netto Auswirkungen auf das Jahresergebnis des edding Konzerns in geringer Größenordnung zu erwarten sind. Allerdings wird es zu Veränderungen des Ausweises in verschiedenen Positionen der Konzerngewinn- und -verlustrechnung kommen. Die Abschreibungen werden durch die planmäßigen Abschreibungen der zukünftig zu aktivierenden Nutzungsrechte zum Erstanwendungszeitpunkt deutlich um voraussichtlich 65 % bis 75 % steigen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die bisherigen Operate-Leasingaufwendungen enthalten, werden sich hingegen um circa 4 % bis 8 % verringern. Die Zinsaufwendungen werden voraussichtlich um circa 30 % bis 45 % ansteigen und sich entsprechend auf das Finanzergebnis auswirken. Gegenläufig wird sich das Konzern EBIT voraussichtlich in einer Bandbreite zwischen 2 % und 4 % erhöhen, da sich der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stärker im operativen Ergebnis auswirken wird als der Anstieg der Abschreibungen. Die dargestellten Auswirkungen werden auch zu Verschiebungen innerhalb der Konzernkapitalflussrechnung zwischen dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führen, wobei der neue Standard keine Auswirkungen auf den Finanzmittelbestand insgesamt haben wird.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

8 Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung in den Jahren 2016 und 2015 sind unter Textziffer 2 dargestellt.

Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrifft die niederländische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr: TEUR 2.754). Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeits-Test nach IAS 36 unterzogen, wobei die Nutzungswerte der Tochtergesellschaften die erzielbaren Beträge darstellen. Für die Beschreibung der Vorgehensweise, der relevanten Parameter und der Sensitivitätsanalyse verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Textziffer 7.

Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich aus dem Werthaltigkeits-Test des auf die niederländische Tochtergesellschaft entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerts kein Abwertungsbedarf.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da die Voraussetzungen gemäß IAS 38 nicht erfüllt werden konnten. Die Summe der im Geschäftsjahr 2016 angefallenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben beträgt TEUR 1.173 (Vorjahr: TEUR 1.079), die wie im Vorjahr vollständig aufwandswirksam erfasst wurden.

9 Sachanlagen

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 3.000).

Im Zuge der im Geschäftsjahr 2016 vollzogenen Anwachsungen der beiden ehemaligen Objektgesellschaften edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG und der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) an die Muttergesellschaft edding AG sind die hinsichtlich der Immobilien in Wunstorf und Bautzen bestehenden Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken auf die edding AG übergegangen. Diese betreffen mit TEUR 5.222 (Vorjahr: TEUR 5.522) die Immobilie in Wunstorf und mit TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953) die Immobilie in Bautzen. Zum Stichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 443).

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt.

Zum 31. Dezember 2016 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 145) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr 2016 TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 39) erfolgswirksam aufgelöst werden.

10 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

In der Bilanzposition „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" wird ein nicht mehr selbst genutztes und nunmehr zur Vermietung gehaltenes Lagergebäude am Verwaltungssitz der edding AG und der dazugehörige Grundstücksanteil ausgewiesen.

Der auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entfallende Grundstücksanteil dient als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Banken (siehe Textziffer 9).

Im Geschäftsjahr wurden Mieteinahmen in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 205) erzielt. Der Leasingvertrag ist den Regelungen des IAS 17 folgend als Operating-Lease zu klassifizieren. Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 56).

Aus dem bestehenden ordentlich unkündbaren Mietverhältnis im Wege des Operating-Leasing werden folgende Mietzahlungen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in den nächsten Jahren erwartet:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
bis 1 Jahr 226 226
1 — 5 Jahre 686 912
über 5 Jahre
912 1.138

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt abgeleitet aus einem Immobilienwertgutachten TEUR 2.889 (Vorjahr: TEUR 2.889). Das Gutachten wurde in 2013 von einem externen Sachverständigen nach dem Ertragswertverfahren erstellt. Für Zwecke der Bewertung müssen Gutachter Faktoren, wie künftig zu erzielende Mieterträge und anzuwendende Kalkulationszinssätze, schätzen, die unmittelbar Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben. Im Berichtsjahr 2016 gab es keine wesentliche Änderung des beizulegenden Zeitwerts.

11 Sonstige Finanzanlagen

Die Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.482 (Vorjahr: TEUR 3.474) zu Anschaffungskosten bilanziert.

Zum 31. Dezember 2014 hatte der edding Konzern Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 3.440 ausgewiesen, die ausschließlich auf das Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, entfielen. Da der edding Konzern zum 31. Dezember 2015 trotz unveränderter Stimmrechtsquote sowie der Besetzung eines Aufsichtsratspostens seinen maßgeblichen Einfluss nicht mehr im Sinne des IAS 28 ausüben konnte, musste die Bilanzierung at-equity beendet werden und die Beteiligung wurde zum 31. Dezember 2015 gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert mit den Anschaffungskosten nach IAS 39.46(c) ausgewiesen und mit TEUR 3.334 bewertet. Zum 31. Dezember 2016 wird die Beteiligung weiterhin als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert ausgewiesen, da nach erfolgter Überprüfung der Kriterien des IAS 28 nach wie vor kein maßgeblicher Einfluss auf die Beteiligung vorliegt.

12 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.971 2.941
Unfertige Erzeugnisse 689 716
Fertige Erzeugnisse und Waren 26.043 25.434
29.703 29.091

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 3.402 (Vorjahr: TEUR 3.157). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

Vorräte werden sowohl auf Basis von Reichweitenanalysen als auch auf Basis einer individualisierten Einschätzung wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 0) aufwandswirksam wertberichtigt. In Höhe von TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 339) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam eliminiert.

13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.868 21.453
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.560 6.608
29.428 28.061
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 24.518 23.541
über 1 Jahr 4.910 4.520

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.437 962 1.475 2.348 678 1.670
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 1.369 597 772 1.228 678 550
davon Mitarbeiterdarlehen 456 400 56 501 419 82
davon Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 141 141 230 184 46
davon Forderungen Lieferanten 379 379 171 171
davon Mietkautionen 146 56 90 166 75 91
davon Übrige 247 247 160 160
Derivate 884 365 519 925 925
Wertpapiere (zu Handelszwecken gehalten) 184 184 195 195
Nichtfinanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.123 3.852 271 4.260 3.754 506
Aktivwerte von Versicherungen / Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 3.782 3.782 3.612 3.584 28
Umsatzsteuerforderungen 198 70 128 459 53 406
Geleistete Anzahlungen 21 21 34 34
Übrige 122 122 155 117 38
6.560 4.814 1.746 6.608 4.432 2.176

Zum 31. Dezember 2016 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.870 (Vorjahr: TEUR 1.413). In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 99) wertberichtigt. Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 1.413 1.453
Aufwandswirksame Zuführungen 721 153
Inanspruchnahme — 153 — 86
Auflösung — 111 — 107
Stand 31.12. 1.870 1.413

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Weder überfällig noch wertgemindert 19.267 20.009
Überfällig, nicht einzelwertberichtigt in folgenden Zeitbändern:
< 1 Monat 2.851 661
1 - 3 Monate 450 577
3 - 6 Monate 189 176
6 -12 Monate 15 — 60
> 12 Monate 96 90
Summe 3.601 1.444
Einzelwertberichtigte Forderungen, die nicht überfällig sind
Buchwert (netto) 22.868 21.453

Bei den 6 bis 12 Monate überfälligen aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war im Vorjahr eine noch nicht verrechnete Gutschrift in Höhe von TEUR 95 enthalten, so dass das entsprechende Zeitband in Summe einen negativen Wert aufwies.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen zum Bilanzstichtag bis auf die wertberichtigten Salden keine überfälligen Ansprüche.

14 Flüssige Mittel

Als flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst. Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 17.055 (Vorjahr: TEUR 17.111) betrifft im Wesentlichen Bankguthaben.

15 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

16 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2016 ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Gemäß § 19 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine um 2 % höhere Dividende als die Inhaber von Stammaktien, jedoch mindestens eine Dividende in Höhe von 4 % des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrages des Grundkapitals. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Vorwegausschüttung von mindestens 4 % auf die Vorzugsaktien aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachgezahlt, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Das Nachzahlungsrecht ist Bestandteil des Gewinnanteils desjenigen Geschäftsjahres, aus dessen Bilanzgewinn die Nachzahlung auf die Vorzugsaktien gewährt wird.

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir zudem auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen. Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 wurden vollständig erfolgsneutral in einer hierfür vorgesehenen Rücklage im Eigenkapital erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Zudem wird im Eigenkapital unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne aus Derivaten, welche die Voraussetzungen des Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften. Weitere Angaben zu den Gesellschaften befinden sich unter Textziffer 43.

31.12.2016 31.12.2015
Kapitalanteil Kapitalanteil
--- --- --- --- --- ---
Konzerngesellschaft Mitgesellschafter % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
edding Colombia S.A.S. lokales Management 40 — 50 40 48
edding Japan Inc.1 lokales Management 24 197
— 50 245

1 Die Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 geschlossen.

Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil. Die den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugewiesenen Anteile am Konzernjahresergebnis und am sonstigen Ergebnis sowie die ihnen zugewiesenen Dividendenanteile werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesen. Der auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallende Ergebnisbeitrag aus dem sonstigen Ergebnis entfällt auf die Währungsumrechnung. Nachfolgend werden die zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen dargestellt.

edding Colombia S.A.S. edding Japan Inc.1
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Erlöse und Erträge 3.144 3.736 27 8.593
Aufwendungen 3.384 3.795 70 8.954
Jahresergebnis - Anteil edding Konzern — 144 — 35 — 33 — 274
Jahresergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter — 96 — 24 — 12 — 87
Langfristige Vermögenswerte 612 568
Kurzfristige Vermögenswerte 3.264 3.364 1.268
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1.506 1.509
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 2.496 2.304 445
Eigenkapital - edding Konzern — 75 72 626
Eigenkapital - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter — 50 48 197
Dividendenanteile nicht beherrschender Gesellschafter — 161

1 Die Tochtergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2016 geschlossen.

Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten keine besonderen Schutzrechte. Garantiezahlungen sind nicht vereinbart. Der Zugriff auf Vermögenswerte der Tochterunternehmen ist nicht beschränkt. Der edding Konzern haftet für die Kontokorrentverbindlichkeiten der kolumbianischen Tochtergesellschaft in Höhe von maximal TUSD 2.000. Die Kreditlinie wurde durch die Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 mit TUSD 1.567 in Anspruch genommen.

17 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG sowie die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.

Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method") versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.782 (Vorjahr: TEUR 3.584). Auch für die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen liegt kein Planvermögen vor.

Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Mitarbeiter und zu einem geringen Teil für die Vorstände durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.

Den Wertpapierrisiken wird dadurch begegnet, dass die Versorgungspläne regelmäßig überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Das Wertpapierportfolio wird durch einen professionellen Vermögensverwalter gemanagt. Dabei wird der Wert der Wertpapiere kontinuierlich beobachtet und Gegenmaßnahmen werden noch vor Unterschreitung des auf Basis der Mindestverzinsung errechneten Wertes eingeleitet.

Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen 8.841 11.643
Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen 3.782 3.584
Anwartschaftsbarwert = Bilanzwert 12.623 15.227

Die Pensionsrückstellungen enthalten im Geschäftsjahr 2016 hohe versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von TEUR 1.490 (Vorjahr: versicherungsmathematische Verluste von TEUR 133). Im Bereich der nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen führte ein bedauerlicher Todesfall zu einer Überprüfung der Angemessenheit verwendeter versicherungsmathematischer Parameter bei einer Einzelzusage für ehemalige Vorstandsmitglieder. In diesem Zusammenhang wurde die in Vorjahren zur Kalkulation einer Witwenrente verwendete Kollektivmethode durch die versicherungsmathematische Individualmethode für diese Einzelzusage ersetzt. Die Anpassung der Bewertungsparameter führte zum 31. Dezember 2016 zu einem deutlich niedrigeren Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Einmaleffekt war zum wesentlichen Teil als finanzmathematischer Gewinn direkt im Eigenkapital zu erfassen.

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. 15.227 15.271
Laufender Dienstzeitaufwand 184 174
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 300 264
Wertänderung der zusätzlichen Verpflichtung aus Wertpapieren — 396 525
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste — 1.490 133
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen — 1.230 — 1.204
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 28 64
Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. 12.623 15.227

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) Mitglieder des Vorstands.

In den Anwartschaftsbarwerten sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 3.130 (Vorjahr: kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 4.620) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus Bestandsänderungen sowie der Veränderung von Zins- und Trendannahmen sowie dem erläuterten Wechsel von der Kollektiv- auf die Individualmethode bei einer Einzelzusage.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz 1,4% - 1,9% 2,1 % - 2,6%
Gehaltsteigerungstrend 0,0 % 0,0 %
Rentensteigerungstrend 0,0 % - 1,8 % 0,0 % - 1,8 %

Weiter dienten als Basis für die Berechnung wie auch im Vorjahr die Sterbetafeln "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Außerdem wurde eine alters- und geschlechtsspezifisch geschätzte Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltsteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden und beträgt Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis (Entwicklung der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen angeschafften Wertpapiere) ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (laufender Dienstzeitaufwand) 184 174
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 300 264
Nettopensionsaufwand 484 438

Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 2.043 (Vorjahr: TEUR 1.986). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.

Eine Veränderung der oben aufgeführten Berechnungsparameter um 50 Basispunkte (Abzinsungssatz) beziehungsweise 25 Basispunkte (Rentensteigerungstrend) würde den Anwartschaftsbarwert um die folgenden Beträge erhöhen beziehungsweise vermindern:

31.12.2016 31.12.2015
Veränderung der DBO Anstieg / Rückgang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Abzinsungsatz — 50 BP 501 609
+ 50 BP — 464 — 566
Rentensteigerungstrend + 25 BP 119 190
— 25 BP — 117 — 185

Die Veränderung der Lebenserwartung um ein Jahr hätte folgende Auswirkungen:

31.12.2016 31.12.2015
Veränderung der DBO Anstieg /Rückgang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Lebenserwartung + 1 Jahr 751 758
— 1 Jahr — 712 — 736

Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt nach den gleichen versicherungsmathematischen Methoden wie die Berechnung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts haben Erhöhung und Senkung der Zinssätze nicht den gleichen absoluten Effekt. Bei gleichzeitiger Änderung mehrerer Annahmen entspricht der kumulierte Effekt nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte. Des Weiteren verhält sich die Änderung des Anwartschaftsbarwertes nicht notwendigerweise linear zu einer Änderung der Annahmen.

Für das Geschäftsjahr 2017 werden Arbeitgeberbeiträge zu leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von TEUR 185 erwartet.

Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der Leistungsverpflichtung beträgt 12,8 Jahre (Vorjahr: 13,0 Jahre). Die in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2016
TEUR
--- ---
Erwartete Leistungsauszahlungen
2017 1.418
2018 1.141
2019 1.073
2020 949
2021 905
2022 - 2026 3.420

18 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige langfristige Rückstellungen Sonstige kurzfristige Rückstellungen
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01.2015 605 22
Inanspruchnahme — 111 — 2
Auflösung
Währungsdifferenzen — 2 5
Zuführung 55 364
Stand 31.12.2015 546 389
Inanspruchnahme — 96 — 404
Auflösung
Währungsdifferenzen — 2 35
Zuführung 875
Stand 31.12.2016 1.323 20

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und bei Renteneintritt zu zahlende Treueprämien an Mitarbeiter. Die Jubiläumsverpflichtungen und Treueprämien sind als „other long term employee benefits" mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 1,87 % (Vorjahr: 2,6 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die auf die Jubiläumszuwendungen entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sind in die Bewertung eingeflossen.

Die kurzfristigen Rückstellungen betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Auflösung der Tochtergesellschaft edding Japan Inc.. Zum 31. Dezember 2016 beinhaltet der Posten ausschließlich Gewährleistungsrückstellungen für Ansprüche innerhalb eines Jahres.

19 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die lang- und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von insgesamt TEUR 7.990 (Vorjahr: TEUR 10.399) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.821 7.063
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.315 3.058
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 3.506 3.505
Restlaufzeit über 5 Jahre 500
Davon Grundpfandrechtlich gesichert 2.500 3.356
Übrige Finanzschulden 3.169 3.336
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.169 3.336
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
Restlaufzeit über 5 Jahre
Davon Grundpfandrechtlich gesichert 87

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von über einem Jahr dienen zur Finanzierung der Ausweitung der Vorratsbestände.

Die übrigen Finanzschulden umfassen im Geschäftsjahr 2016 Kaufpreisverbindlichkeiten aus einer Anteilsübernahme.

20 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.810 5.265
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 3.810 5.265
Sonstige Verbindlichkeiten 17.331 15.681
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 15.874 14.445
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.152 870
Restlaufzeit über 5 Jahre 305 366

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 17.331 15.681
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.847 7.339
Davon originäre finanzielle Verbindlichkeiten 8.477 7.138
Davon derivative finanzielle Verbindlichkeiten 370 201
Leistungen an Arbeitnehmer 6.910 6.699
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 727 728
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 441 393
Übrige 406 522

Die originären finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 7.013 (Vorjahr: TEUR 5.837) abgegrenzte Schulden für Kundenboni und Werbekostenzuschüsse.

In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von insgesamt TEUR 15.123 (Vorjahr: TEUR 13.572) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 7.013 5.837
Ergebnisabhängige und einmalige Vergütungen Mitarbeiter 5.084 4.875
Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 1.105 969
Übrige 1.921 1.891
15.123 13.572

21 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 244). Weitere Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse bestanden nicht.

22 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Operating-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark, Lagertechnik und Software sowie um Mietverpflichtungen für Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Leasingverpflichtungen für Immobilien und Mobilien
Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.539 2.192
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.263 2.491
Restlaufzeit über 5 Jahre 53 82
6.855 4.765

Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Aufwand aus den Operating-Lease-Kontrakten für Immobilien auf TEUR 1.291 (Vorjahr: TEUR 1.369) und für Mobilien auf TEUR 1.135 (Vorjahr: TEUR 1.237). Darin enthalten sind ausschließlich Mindestleasingzahlungen.

Aus wesentlichen langfristigen Dienstleistungsverträgen für ausgelagerte Logistikdienstleistungen erwartet der edding Konzern folgende Mindestverpflichtungen mit den nachfolgenden Fälligkeiten:

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Erwartete Mindestverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen
bis 1 Jahr 1.393 1.374
1 - 5 Jahre 2.580 3.880
über 5 Jahre
3.973 5.254

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen als Leasinggeber, die in den Jahren 2017 bis 2021 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 368 (Vorjahr: Fälligkeit von TEUR 141 in den Jahren 2016 bis 2020). Künftige Mieteinnahmen, die der edding Konzern als Leasinggeber aus bestehenden Operating-Lease-Verträgen im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilen erwartet, werden unter Textziffer 10 aufgeführt und sind hier nicht enthalten.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

23 Umsatzerlöse

2016 2015 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 42.988 41.233 1.755 4,3
Übriges Europa 49.030 46.197 2.833 6,1
Übersee 9.725 11.632 — 1.907 — 16,4
101.743 99.062 2.681 2,7
Visuelle Kommunikation
Inland 15.740 13.688 2.052 15,0
Übriges Europa 17.997 17.617 380 2,2
Übersee 747 915 — 168 — 18,4
34.484 32.220 2.264 7,0
Partnermarken und
sonstige Erlöse 6.787 7.089 — 302 — 4,3
Konzern gesamt 143.014 138.371 4.643 3,4

24 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Position Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 755) beinhaltet wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert wurden.

25 Materialaufwand

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 51.854 50.798
Aufwendungen für bezogene Leistungen 442 454
52.296 51.252

26 Personalaufwand

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Inland 24.803 22.251
Ausland 11.889 13.143
36.692 35.394

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 3,7 % gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Aufbau von Personal im Inland im Zuge der Umsetzung der Strategie 2020 zurückzuführen. Die im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2016 enthaltenen einmaligen Personalaufwendungen betragen TEUR 1.520 (Vorjahr: TEUR 1.572).

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer
Inland 42 51
Ausland 46 52
Angestellte
Inland 309 280
Ausland 240 241
637 624

27 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2016 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 63) angefallen. Diese betreffen wie im Vorjahr aufgrund eines Werthaltigkeits-Tests vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen der ZGE in Argentinien. Für die in den Vorjahren durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens der ZGE in Argentinien ist keine Wertaufholung vorzunehmen, da die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen unverändert vorliegen. Das Anlagevermögen der ZGE in Argentinien ist daher zum 31. Dezember 2016 in Höhe von umgerechnet TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 308) vollständig abgeschrieben.

28 Sonstige betriebliche Erträge

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Währungskursgewinne (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 3.162 3.012
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 846 1.119
Mieterträge 479 458
Werbekostenzuschüsse 186 222
Kooperationserlöse 113 99
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 111 107
Erträge aus Stromeinspeisung 78 88
Erträge aus Anlagenabgängen 53 14
Erträge aus Investitionszulagen 32 39
Übrige Erträge 552 536
5.612 5.694

29 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2016

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Werbe- und Marketingkosten 14.846 13.979
Fracht- und Logistikkosten 6.592 6.512
Währungskursverluste (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 4.319 3.262
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 3.217 3.135
Fuhrparkkosten 2.096 2.105
Raum kosten 2.086 2.650
Personalnebenkosten 1.984 1.895
IT-Kosten 1.675 1.659
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) 1.291 1.369
Reisekosten 1.271 1.302
Delkredere-Provisionen 943 870
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen 721 153
Kommunikationsaufwendungen 607 665
Versicherungen 566 582
Übrige Aufwendungen 3.406 3.309
45.620 43.447

Die Werbe- und Marketingkosten sind im Vorjahresvergleich planmäßig als Folge des weiteren Ausbaus der Geschäftstätigkeit angestiegen.

Die Aufwendungen und Ausbuchungen von Forderungen entfallen im Geschäftsjahr 2016 zu einem maßgeblichen Anteil auf unsere türkische Tochtergesellschaft, die einen größeren Zahlungsausfall eines Kunden in Höhe von TEUR 421 realisierte.

Den Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 4.319 (Vorjahr: TEUR 3.262) stehen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 3.162 (Vorjahr: TEUR 3.012) gegenüber. Per Saldo hat sich das Währungsergebnis von TEUR -250 auf TEUR -1.157 verändert, was maßgeblich auf die Währungskursentwicklung in der Türkei, Kolumbien und Argentinien zurückzuführen ist.

Die um TEUR 564 auf TEUR 2.086 gesunkenen Raumkosten enthalten im Wesentlichen Mietaufwendungen und Kosten für Instandhaltung. Das Vorjahr war planmäßig mit höheren Instandhaltungsmaßnahmen belastet.

30 Finanzergebnis

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinsen und ähnliche Erträge 496 743
Zinsen und ähnliche Aufwendungen — 758 — 1.147
Zuschreibungen (+) /Abschreibungen (—) auf Wertpapiere — 13 418
Finanzergebnis — 275 14

31 Ertragsteuern

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 3.871 3.588
Latenter Steueraufwand (+) / -ertrag (—) 566 — 4
4.437 3.584

Unter der Position tatsächlicher Steueraufwand werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 sind im tatsächlichen Steueraufwand periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 223 (Vorjahr: Erträge in Höhe von TEUR -173) enthalten.

Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 741) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 329) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 412). Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 307), die hauptsächlich im Ausland gezahlte Steuervorauszahlungen enthalten. In den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen von TEUR 350 (Vorjahr: TEUR 309) werden mit TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 155) der kurzfristig fällige Anteil des Körperschaftsteuerguthabens sowie mit TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 154) in Zukunft anrechenbare Steuergutschriften aus einer Mindestbesteuerung ausgewiesen.

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,72 % (Vorjahr: 28,96 %).

Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.179 (Vorjahr: TEUR 1.759) sowie abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 231), welche im Wesentlichen auf das Vorratsvermögen entfallen, wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt. Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren und in Kolumbien nach fünf Jahren. Verlustvorträge werden als Vermögenswert angesetzt, sofern mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet werden kann. Aufgrund der geringen Höhe der auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre aus. Wesentliche Steuereffekte aus nicht ausgeschütteten Gewinnvorträgen in Tochtergesellschaften liegen zum Stichtag nicht vor. Die kumulierten Gewinnvorträge aller Tochterunternehmen belaufen sich auf circa 4,2 Mio EUR (Vorjahr: 3,2 Mio EUR). Aufgrund der geringen Höhe der auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre aus.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR -312 erfolgsneutral erfasst (Vorjahr: TEUR -201).

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2016 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktiv Aktiv Passiv Passiv
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 3 4
Sachanlagen 1.620 1.150
Sonstige Finanzanlagen 5
Sonstige langfristige
Forderungen 97
Übrige Vermögenswerte 56 518 407
Langfristige
Vermögenswerte 56 2.243 1.561
Vorräte 647 401
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 178 22 3 66
Übrige Vermögenswerte 173 181
Kurzfristige Vermögenswerte 825 423 176 247
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1.241 2.055
Sonstige Rückstellungen 131 185
Finanzschulden 92 3
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 178
Langfristige Verbindlichkeiten 1.642 2.243
Kurzfristige Verbindlichkeiten 250 60 19
Verlustvorträge 184 446
Zwischensumme 2.901 3.228 2.438 1.808
Saldierung — 2.370 — 1.751 — 2.370 — 1.751
Bestand laut Konzernbilanz 531 1.477 68 57

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,72 % (Vorjahr: 28,96 %) erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Erwarteter Ertragsteueraufwand 3.450 3.514
Abweichende Steuersätze 99 39
Permanente Differenzen 177 — 10
Nichtansatz / Wertberichtigung steuerlicher Verluste 459 361
Nutzung von im Vorjahr nicht werthaltigen Verlustvorträgen — 354
Wertberichtigung latenter Steuern aus temporären Differenzen / Nutzung nicht bewerteter temporärer Differenzen 23 158
Periodenfremde Steuern 223 — 173
Sonstige Abweichungen 6 49
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 4.437 3.584

32 Ergebnis je Aktie

Die Stammaktien der edding AG werden weder börslich noch außerbörslich gehandelt. Daher ist die edding AG nach IAS 33.2(b)(i) nicht verpflichtet, Angaben zum Ergebnis je Aktie im IFRS Konzernabschluss zu machen. Die nachfolgenden Angaben zum Ergebnis je Aktie der edding AG nach IAS 33 erfolgen somit auf freiwilliger Basis.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt. Es bestehen keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte. Daher entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 wurde wie folgt ermittelt:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernjahresüberschuss den Aktionären der edding AG zuzurechnen 7.249 8.659
Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Vorzugsdividende 923 923
Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Dividende Stammaktien 1.146 1.146
Zwischensumme 5.180 6.590
Anzahl Stammaktien (Stück) 600.000 600.000
Anzahl Vorzugsaktien (Stück) 473.219 473.219
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Stammaktionären zuzurechnen 2.871 3.652
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Vorzugsaktionären zuzurechnen 2.309 2.938
Zwischensumme 5.180 6.590
Ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 1,91 1,91
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 4,78 6,09
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie 6,69 8,00
Ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 1,95 1,95
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 4,88 6,21
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie 6,83 8,16

Bei der Berechnung wurde der satzungsmäßige Dividendenvorteil der Vorzugsaktien gegenüber den Stammaktien in Höhe von 2 % berücksichtigt. Zu den Rechten der verschiedenen Aktiengattungen verweisen wir auf Textziffer 16.

Klarstellung zur Anpassungen des Ergebnisses je Aktie im edding Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 und im edding Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015:

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat festgestellt, dass der edding Konzernabschluss 2014 fehlerhaft in Bezug auf die Berechnung des Ergebnisses je Aktie gewesen und zudem bestimmte Rechte von Vorzugsaktionären nicht angegeben worden seien. Die edding Aktiengesellschaft hat diesen Fehler gemäß § 37q Abs. 2 WpHG am 20. Januar 2017 im Bundesanzeiger sowie über ein elektronisch betriebenes Informationssystem veröffentlicht.

Im Halbjahresfinanzbericht des edding Konzerns zum 30. Juni 2015 wurde bereits eine Korrektur der Berechnung des Ergebnisses je Aktie für das laufende Geschäftsjahr 2015 inklusive einer Änderung des Vorjahreswerts per 30. Juni 2014 vorgenommen. Diese Anpassung erfolgte vor Ankündigung einer Prüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. als erste Stufe des Prüfverfahrens der BaFin. Die edding Aktiengesellschaft hatte hierbei im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 die nach IAS 8 erforderlichen Angaben gemacht, allerdings die rückwirkende Änderung nicht als rückwirkende Änderung aufgrund eines Fehlers klassifiziert.

Ebenso hatte die edding Aktiengesellschaft im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 angepasst und eine Änderung des Vorjahreswerts vorgenommen sowie die Anhangangaben um die Nennung der Rechte von Vorzugsaktionären erweitert. Die edding Aktiengesellschaft hat hierbei im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wiederum die nach IAS 8 erforderlichen Angaben gemacht. Jedoch wurde aufgrund des zum Zeitpunkt der vom Vorstand erteilten Freigabe des Konzernabschlusses 2015 zur Veröffentlichung (20. April 2016) nicht abgeschlossenen Prüfverfahrens der BaFin von einer Kenntlichmachung der rückwirkenden Änderung als rückwirkende Änderung aufgrund eines Fehlers abgesehen.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass die im edding Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2015 und im edding Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 vorgenommenen Änderungen rückwirkende Änderungen nach IAS 8 aufgrund eines Fehlers dargestellt haben.

Sonstige Erläuterungen

33 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten — mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente — umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps, Devisenoptionen und Devisentermingeschäften abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen. Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht betrieben.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow- sowie Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskurs-risiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY) und in geringerem Ausmaß beim US-Dollar (USD). Zur Sicherung setzt der edding Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch die Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso, ARS, sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund, GBP), Türkei (Neue Türkische Lira, TRY) und Kolumbien (Kolumbianischer Peso, COP).

Ferner bestehen Wechselkursrisiken im edding Konzern aus konzerninternen Darlehensbeziehungen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden erstmals Devisentermingeschäfte für Britische Pfund zur Besicherung von Fremdwährungsrisiken aus konzerninterner Beschaffung in EUR abgeschlossen.

Folgende Devisenderivate bestehen zur Sicherung und Minimierung von Fremdwährungsrisiken im edding Konzern:

Nominalvolumen Marktwert in TEUR
Übersicht Devisenderivate Besichertes Währungsrisiko Laufzeit 31.12.16 31.12.15 31.12.16 31.12.15
--- --- --- --- --- --- ---
Devisenoptionen - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2018 900 Mio. JPY 480 Mio. JPY — 232 253
Devisentermingeschäfte - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2017 960 Mio. JPY 1.440 Mio. JPY 395 246
Devisentermingeschäfte JPY Beschaffung in JPY mtl. 2018 180 Mio. JPY — 7
Devisenoptionen USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2018 1,8 Mio. USD 2,0 Mio USD 121 46
Devisentermingeschäfte USD Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD mtl. 2017 / 2018 7,8 Mio. USD 8,8 Mio. USD 249 32
Devisentermingeschäfte GBP Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2017 / 2018 3,6 Mio. EUR 62
Devisentermingeschäfte COP/USD Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2017 8.583,4 Mio. COP 7.182,9 Mio. COP — 66 129

Die Devisenoptionen und die Devisentermingeschäfte für Japanische Yen waren im aktuellen Geschäftsjahr zum Großteil als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting nach IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.

Die Marktwertänderungen von Devisenderivaten, die als Cashflow Hedges designiert sind, werden für den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und zum Zeitpunkt, an dem das geplante Beschaffungsgeschäft stattfindet, ergebniswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird direkt ergebniswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr 2016 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges betragen vor Steuern TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 386). Im Geschäftsjahr 2016 wurden vor Steuern TEUR -1.186 (Vorjahr: TEUR 151) im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übernommen und Fair Value-Änderungen in Höhe von TEUR 1.021 (Vorjahr: TEUR 637) im Eigenkapital erfasst. Der im Geschäftsjahr erfasste Verlust für den ineffektiven Teil der Absicherung beträgt TEUR 329 (Vorjahr: Ertrag in Höhe von TEUR 133).

Die folgende Tabelle zeigt für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisenderivate die Sensitivität auf das Konzerneigenkapital und das Konzernjahresergebnis vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen Fremdwährung der Devisenderivate gegenüber dem Euro beziehungsweise dem US-Dollar:

Veränderung Eigenkapital 31.12.2016 Veränderung Eigenkapital 31.12.2015 Veränderung Ergebnis vor Steuern 31.12.2016 Veränderung Ergebnis vor Steuern 31.12.2015
Sensivitäten der Fremdwährungsderivate TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Aufwertung des EUR um 10 % ggü. Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / GBP /TRY)
Devisenoptionen JPY als Cashflow Hedge designiert — 347 — 151 202 — 98
Devisentermingeschäfte JPY als Cashflow Hedge designiert — 498 — 574 — 2 187
Devisentermingeschäfte JPY nicht als Cashflow Hedge designiert — 94 — 134
Devisenoptionen USD — 78 — 59 — 111 — 83
Devisentermingeschäfte USD — 468 — 408 — 666 — 574
Devisentermingeschäft COP/USD 163 138 232 195
Devisentermingeschäfte GBP 227 323
Devisentermingeschäft TRY 80 113
Summe — 1.095 — 974 — 155 — 260
Abwertung des EUR um 10 % ggü. Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / GBP /TRY)
Devisenoptionen JPY als Cashflow Hedge designiert 399 277 149 — 191
Devisentermingeschäfte JPY als Cashflow Hedge designiert 609 624 89 — 215
Devisentermingeschäfte JPY nicht als Cashflow Hedge designiert 115 164
Devisenoptionen USD 116 121 165 171
Devisentermingeschäfte USD 572 657 814 924
Devisentermingeschäft COP/USD — 199 — 168 — 284 — 238
Devisentermingeschäfte GBP — 277 — 395
Devisentermingeschäft TRY — 98 — 138
Summe 1.335 1.413 702 313

Aufgrund der Designation der bestehenden Devisenoptionen und der Devisentermingeschäfte für Japanische Yen als Cashflow Hedges würde der Effekt auf das Ergebnis vor Steuern wie im Vorjahr geringer ausfallen als auf das Eigenkapital.

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen zum Bilanzstichtag und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. Ferner wird die vorangegangene dargestellte Sensivität der nicht als Cashflow Hedges designierten Devisenderivate einbezogen.

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira 207 377
Devisentermingeschäft Türkische Lira — 138
Kolumbianischer Peso 171 161
Devisentermingeschäft USD/COP — 284 — 238
Mexikanischer Peso 9 299
Britisches Pfund 58 40
Devisentermingeschäfte GBP — 395
Argentinischer Peso 279 159
US-Dollar 166 60
Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar 979 1.095
Japanischer Yen 2 — 34
Devisentermingeschäfte JPY 164
1.356 1.781
2016 2015
TEUR TEUR
Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira — 207 — 377
Devisentermingeschäft Türkische Lira 113
Kolumbianischer Peso — 171 — 161
Devisentermingeschäft USD/COP 232 195
Mexikanischer Peso — 9 — 299
Britisches Pfund — 58 — 40
Devisentermingeschäfte GBP 323
Argentinischer Peso — 279 — 159
US-Dollar — 166 — 60
Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar — 777 — 657
Japanischer Yen — 2 34
Devisentermingeschäfte JPY — 134
— 1.248 — 1.411

Aufgrund der Lage in Argentinien wurde für das Geschäftsjahr 2016 zudem die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 20%igen beziehungsweise 40%igen Auf- oder Abwertung des Argentinischen Peso gegenüber dem Euro berechnet.

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Argentinischer Peso
Aufwertung um 20 % 558 317
Aufwertung um 40 % 1.116 634
Abwertung um 20 % — 558 — 317
Abwertung um 40 % — 1.116 — 634

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hält die edding AG zum 31. Dezember 2016 einen (Vorjahr: einen) Zinsswap mit einem Nominalvolumen von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 600) und einem Laufzeitende am 29. Dezember 2017. Zum Bilanzstichtag betrug der negative Marktwert der Zinsderivate TEUR -8 (Vorjahr: negativer Marktwert in Höhe von TEUR -28).

Auf die Darstellung von Zinssensitivitäten wird verzichtet, da der edding Konzern keinen wesentlichen Zinsrisiken ausgesetzt ist.

Sonstiges Preisrisiko

Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegen bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 13 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwert Cashflows

2017
Cashflows

2018-2021
Cashflows

2022 ff.
31.12.16 Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
2016 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 20.277 321 16.771 281 3.506
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 7.990 321 4.484 281 3.506
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.821 321 1.315 281 3.506
davon sonstige Finanzschulden 3.169 3.169
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.810 3.810
Sonstige Verbindlichkeiten 8.477 8.477
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 370 8 231 178
Zinsderivate mit negativem Marktwert 8 8
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten 362 8 2.745 7.471
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten — 2.514 — 7.293
Nettoabflüsse aus Währungsderivaten 362 231 178
Buchwert Cashflows

2016
Cashflows

2017-2020
Cashflows

2021 ff.
31.12.15 Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
2015 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 22.803 374 16.798 312 3.505 9 500
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 10.399 374 6.394 312 3.505 9 500
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.063 374 3.058 312 3.505 9 500
davon Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 87 87
davon sonstige Finanzschulden 3.249 3.249
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.265 5.265
Sonstige Verbindlichkeiten 7.138 7.138
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 201 20 8 154
Zinsderivate mit negativem Marktwert 28 20 8
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten 12.388
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten —12.234
Nettoabflüsse aus Währungsderivaten 173 154

34 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.

31.12.2016 31.12.2015
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Fair Value Hierarchie Stufe1 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 41.292 41.242 39.792 39.792
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.868 22.868 21.453 21.453
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) 1.369 1.369 1.228 1.228
Flüssige Mittel 17.055 17.055 17.111 17.111
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 1.068 1.068 1.120 1.120
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1 184 184 195 195
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 452 452 543 543
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung zu Handelszwecken gehalten 2 432 432 382 382
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.482 n. a. 3.474 n. a.
Beteiligungen n. a. 3.482 n. a. 3.474 n. a.

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

31.12.2016 31.12.2015
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- --- ---
Fair Value Hierarchie Stufe1 TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 20.277 20.463 22.803 23.065
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.821 5.007 7.063 7.326
Übrige Finanzschulden 3.169 3.169 3.336 3.336
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.810 3.810 5.265 5.265
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) 8.477 8.477 7.138 7.138
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 370 370 201 201
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 290 290 43 43
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung 2 80 80 158 158

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand nachfolgender erläuterter Methoden und Prämissen ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte basiert auf quotierten Marktpreisen (Fair Value Hierarchie Stufe 1).

Die Marktwerte der Derivate der Fair Value Hierarchie Stufe 2 wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar sind. Diese werden daher in Übereinstimmung mit IAS 39.46(c) mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zu Vergleichszwecken entspricht der Fair Value Hierarchie Stufe 3. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet.

Die übrigen Finanzschulden umfassen kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus einem Anteilskauf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.

Im Geschäftsjahr haben wie im Vorjahr keine Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie stattgefunden.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2016
2016 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 38 — 610 — 610
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete argentinische Staatsanleihen 34 20 20
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente — 20 509 — 325 184
Sicherungsgeschäfte — 329 — 329
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet — 616
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten — 564 200 — 610 — 325 — 735
aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2015
2015 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Darlehen und Forderungen 53 — 46 — 46
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete argentinische Staatsanleihen 3 167 167
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente — 34 283 283
Sicherungsgeschäfte 133 133
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet — 568
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten — 546 416 — 46 167 537

1 aus der Folgebewertung

Zu den Wertberichtigungen auf die Vermögenswerte der Kategorie Darlehen und Forderungen sei auch auf die Textziffer 13 verwiesen.

In den Bewertungskategorien „Darlehen und Forderungen" und „Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet" sind im Geschäftsjahr 2016 in Saldo Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 352) aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten enthalten. Darin sind per Saldo TEUR 968 (Vorjahr: TEUR 1.028) aus der Fremd-währungsbewertung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen enthalten, obwohl die der Fremdwährungsbewertung zu Grunde liegenden Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert wurden.

35 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

31.12.2016 31.12.2015 Änderung
TEUR TEUR %
--- --- --- ---
Eigenkapital 54.991 50.199 9,5
als % vom Gesamtkapital 72,1 % 66,2 %
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.743 19.232 — 12,9
Kurzfristige Finanzschulden 4.484 6.394 — 29,9
Fremdkapital 21.227 25.626 — 17,2
als % vom Gesamtkapital 27,9 % 33,8 %
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 76.218 75.825 0,5

Bei dem kurzfristigen Fremdkapital besteht unter anderem die Möglichkeit der Nutzung bestehender bilateraler kurzfristiger Kreditlinien. Zum 31. Dezember 2016 existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten über insgesamt TEUR 22.565, die lediglich zu TEUR 2.225 in Anspruch genommen wurden. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „financial covenants"), bestehen weiterhin nicht.

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

36 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet. Sowohl das Lizenz- als auch das Nagellackgeschäft werden nicht als eigenständige Geschäftssegmente angesehen, da derzeit weder separate Betriebsergebnisse aus diesen Bereichen an die obersten Entscheidungsträger kommuniziert werden noch die Ertragskraft dieser Bereiche regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft wird. Der Grund hierfür liegt in der derzeit untergeordneten Bedeutung dieser Bereiche für die Ertragskraft des edding Konzerns.

Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher — soweit erforderlich — in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:

2016 >2015 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Inland 60.598 56.472 4.126 7,3
Übriges Europa 70.783 68.369 2.414 3,5
Übersee 11.633 13.530 — 1.897 — 14,0
edding Konzern 143.014 138.371 4.643 3,4

Im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt. Im Geschäftsjahr 2016 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 120 angefallen (Vorjahr: TEUR 63), die im Wesentlichen auf das Segment Schreiben und Markieren entfallen.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Segmentergebnis (EBIT) 20.796 22.157
EBIT edding AG — 8.917 — 9.912
Konsolidierung — 31 — 25
EBIT edding Konzern 11.848 12.220
Beteiligungsergebnis 5 — 101
Finanzergebnis — 275 14
Konzernergebnis vor Steuern 11.578 12.133

37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.

Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt. Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen haben nicht stattgefunden.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinseinnahmen 71 696
Zinsausgaben 616 604
Zahlungen für Ertragsteuern 4.126 3.295

38 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen Angelika Schumacher, Dina Alexandra Schumacher, David Alexander Schumacher, Beatrix Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann, Léon Thadaeus Ledermann, Per Ledermann, Anika Ledermann, Yannick Nicolas Ledermann, Elisa Sophie Ledermann und Luis Gabriel Ledermann wurden in 2016 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.

Ebenso haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Personen in Schlüsselpositionen, deren Vergütung gemäß IAS 24 gesondert nach verschiedenen Kategorien anzugeben ist. Ferner bestehen Angabepflichten zu ausstehenden Salden und Verpflichtungen gegenüber den Personen in Schlüsselpositionen. Für die Angaben wird auf Textziffer 40 verwiesen.

39 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Ende Dezember des Vorjahres fanden Umverteilungen von Stammstückaktien innerhalb des Kreises der Familie Ledermann statt, die rechtlich in drei Stufen durchgeführt wurden. Ebenso hat am 21. März 2017 Herr Léon Thadaeus Ledermann mitgeteilt, dass er die Schwellen von 10, 15, 20, 25, 30 und 50 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat.

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Name Datum der Stimmrechtsmitteilung Überschrittene Grenze in % Unterschrittene Grenze in %
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Léon Thadaeus Ledermann 07.01.2016 3, 5 n. a.
21.03.2017 10, 15, 20, 25, 30, 50 n. a.
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
Anika Ledermann 05.01.2016 3 n. a.
07.01.2016 5, 10, 15, 20, 25 n. a.
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Elisa Sophie Ledermann 05.01.2016 3 n. a.
07.01.2016 5,10 n. a.
Luis Gabriel Ledermann 07.01.2016 3, 5,10 n. a.

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

40 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen

Bankkaufmann
Vorsitzender
Chehab Wahby, Meerbusch

Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender
Anja Keihani, Hannover

Kauffrau
Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Renken, Hamburg

Rechtsanwältin
Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg

Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht
Ersatzmitglied

Herr Wahby bekleidet seit dem 20. Mai 2015 ein weiteres Mandat als Aufsichtsratsmitglied in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat der peakwork AG, Düsseldorf.

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg

Kaufmann
Vorsitzender / Chief Executive Officer
Sönke Gooß, Rosengarten

Kaufmann
Chief Financial Officer
Thorsten Streppelhoff, Hamburg

Ingenieur
Chief Operating Officer

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 des HGB verlangten Angaben für den Konzernabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 betragen TEUR 1.389 (Vorjahr: TEUR 1.333).

Im Konzernabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 525) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 32) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 355) aufgewendet. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlustes bei der edding AG zur Anwendung kommt Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 173). Für Altersversorgung wurden TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 66) aufgewendet.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich Anpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2016 wurden für zwei Vorstände langfristige Tantieme-ansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 316 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 150 zur Auszahlung fällig. Im Vorjahr wurde für einen Vorstand ein langfristiger Tantiemeanspruch aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 355 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 113 zur Auszahlung fällig. Zum 31. Dezember 2016 besteht mit einem Vorstand eine langfristig orientierte Tantiemevereinbarung mit einer maximal erdien-baren Vergütung von bis zu TEUR 540, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 fällig wird. Im Vorjahr waren für zwei Vorstände langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 400 vereinbart. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten keine Malusregelungen.

Im Konzernabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2015 und 2016 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 355 führten im Geschäftsjahr 2016 zu Auszahlungen von TEUR 355. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2016 TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 100) an den Vorstand ausbezahlt. Davon sind TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50) unverfallbar. In Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 50) handelt es sich um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.

Im Konzernabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 368).

Die für Vorstandsmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2016 betragen TEUR 624 (Vorjahr: TEUR 588).

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands aus Versorgungszusagen betragen TEUR 1.218 (Vorjahr: TEUR 1.192). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2016 TEUR 8.822 (Vorjahr: TEUR 11.624).

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2016 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2016 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 108) ausgezahlt.

41 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 3.570 aus dem Jahresüberschuss 2016 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 3.570.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 2,15 Dividende je Vorzugsstückaktie

im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 2,10 Dividende je Stammstückaktie

im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.292 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

42 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 135 126
Andere Bestätigungsleistungen 8 4
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen 24 21
Gesamthonorar 167 151

In den Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen sind Honorare für die laufende Begleitung des Enforcement-Verfahrens in Höhe von TEUR 9 enthalten. Die anderen Bestätigungsleistungen entfallen auf die Prüfung nach § 20 WpHG (EMIR) sowie die sich aus der Verpackungsverordnung ergebenden Prüfungspflichten. Die sonstigen Beratungsleistungen sind unter anderem im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) entstanden.

43 Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote

%
Mutterunternehmen
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100
Legamaster GmbH Ahrensburg 100
EDWU Grundstücksverwaltungsges. mbH Ahrensburg 1001
Ausland
edding Benelux group B.V. (vormals: edding Legamaster B.V.) Lochem, Niederlande 1001
Legamaster International B.V. Lochem, Niederlande 1001
edding Benelux B.V. Lochem, Niederlande 1001
Legamaster B.V.B.A. (vormals: edding Lega International B.V.B.A) Mechelen, Belgien 1001
edding Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 100
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, Großbritannien 100
edding France SAS Roncq, Frankreich 1001
edding Hellas Ltd. Athen, Griechenland 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, Türkei 1002
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, Kolumbien 60
edding Mexico S. de R.L. de C.V.3 Mexico City, Mexiko 1002

1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

2 50 % unmittelbar; 50 % mittelbar über die edding International GmbH

3 Die Gesellschaft befindet sich seit dem 31. Dezember 2016 in Liquidation.

Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network GmbH, Stuttgart sowie 9,09 % der Anteile an der Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH (vormals: Beruf und Familie Stormarn GmbH), Bad Oldesloe. Die edding Vertrieb GmbH hält 5,56 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding International GmbH hält 20,74 % der Anteile an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien. Der Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft beträgt abweichend 26,1 %.

44 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht

Die edding International GmbH hat sich mit Datum vom 3. April 2017 an der Prismade Labs GmbH, Chemnitz, mit 25,1 % beteiligt. Der Gegenstand des Unternehmens besteht in der Forschung und Entwicklung gedruckter Elektronik. Die edding International GmbH hat sich im Rahmen der Beteiligung zu aufschiebend bedingten Eigenkapitalzuführungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von bis zu TEUR 750 verpflichtet, die innerhalb der nächsten zwei Jahre zahlbar werden könnten. Diese Zuzahlungen in die Kapitalrücklage der Gesellschaft sind abhängig von dem Erreichen festgelegter Meilensteine und sind in drei Teilbeträgen zu leisten. Sollte ein Meilenstein nicht erreicht werden, entfällt die Verpflichtung zur Zuzahlung in Höhe des Betrags, der vom Erreichen dieses Meilensteins abhängt. Die Anschaffungskosten für den 25,1%igen Kapitalanteil betrugen TEUR 250.

Weitere wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß IAS 10 und § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernjahresabschlusses nicht eingetreten.

45 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

Ahrensburg, 20. April 2017

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigen-kapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und in dem mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 21. April 2017

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, 20. April 2017

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Jahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

AKTIVA

31.12.2016 31.12.2015
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 1.011 966
II. Sachanlagen 7 4.935 3.824
III. Finanzanlagen 8 35.547 39.017
41.493 43.807
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.136 16.087
2. Sonstige Vermögensgegenstände 261 538
II. Flüssige Mittel 3.106 3.432
23.503 20.057
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10 497 481
D. Aktive latente Steuern 16 472 505
65.965 64.850
PASSIVA
31.12.2016 31.12.2015
Anhang TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 11 5.366 5.366
II. Kapitalrücklage 4.246 4.246
III. Gewinnrücklagen 12 36.918 32.732
IV. Bilanzgewinn 12 3.570 2.685
50.100 45.029
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13 9.065 11.624
2. Steuerrückstellungen 16 147 288
3. Sonstige Rückstellungen 14 3.076 3.166
12.288 15.078
C. Verbindlichkeiten 15
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.500 3.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 195 934
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44 176
4. Sonstige Verbindlichkeiten 366 128
3.105 4.238
D. Passive latente Steuern 16 472 505
65.965 64.850

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

2016 2015
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 20 4.885 4.475
2. Sonstige betriebliche Erträge 21 2.154 986
3. Personalaufwand 22 — 6.148 — 7.422
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23 — 1.175 — 1.008
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 — 6.536 — 6.990
6. Erträge aus Beteiligungen 25 1.318 632
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 26 19.220 17.976
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27 185 362
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 23 — 3.051 — 252
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 28 — 666 — 665
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 29 — 3.019 — 2.651
12. Ergebnis nach Steuern 7.167 5.443
13. Sonstige Steuern — 27 — 73
14. Jahresüberschuss 7.140 5.370
15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen — 3.570 — 2.685
16. Bilanzgewinn 3.570 2.685

Anhang

1 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)1

Anschaffungskosten 01.01.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.588 201 175 4.964
Geleistete Anzahlungen 563 130 — 175 518
5.151 331 5.482
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 18.149 1.107 19.256
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.272 894 350 7.816
25.421 2.001 350 27.072
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 48.583 293 831 48.045
Beteiligungen 55 6 61
Wertpapiere des Anlagevermögens 837 113 950
49.475 412 831 45.056
Anlagevermögen 80.047 2.744 1.181 81.610
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2016 Zugänge Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20162 Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20152
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.185 286 4.471
Geleistete Anzahlungen
4.185 286 4.471
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 15.364 253 15.617
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.233 636 349 6.520
21.597 889 349 22.137
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.888 3.051 13.939
Beteiligungen
Wertpapiere des Anlagevermögens 430 430
10.888 3.051 13.939 430 430
Anlagevermögen 36.670 4.226 349 40.547 430 430
Nettobuchwerte
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 493 403
Geleistete Anzahlungen 518 563
1.011 966
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.639 2.785
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.296 1.039
4.935 3.824
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.106 37.695
Beteiligungen 61 55
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.380 1.267
35.547 39.017
Anlagevermögen 41.493 43.807

1 Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Bei der Spalte „Zeitbewertung Wertpapiere" handelt es sich um die Zeitwertbewertung der zur Deckung von Pensionszusagen erworbenen Wertpapiere gemäß § 254 HGB, die kumuliert bis zum jeweiligen Stichtag offen in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen wird.

2 Allgemeine Angaben

Die edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (Registernummer HRB 2675 AH).

Der Jahresabschluss der edding AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Änderungen gegenüber dem Vorjahresabschluss betreffen insbesondere die Anwendung des geänderten Gliederungsschemas durch das BilRUG für die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Umgliederungen vom Posten „Sonstige betriebliche Erträge" in die Umsatzerlöse. Infolge der geänderten Gliederungsvorschriften des § 275 HGB ist der im Vorjahr noch ausgewiesene Posten „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" in der Gewinn- und Verlustrechnung der edding AG entfallen. Neu eingefügt wurde im Berichtsjahr der Posten „Ergebnis nach Steuern". Durch Streichung von außerordentlichen Posten im Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung nach BilRUG werden ab dem Berichtsjahr 2016 außergewöhnliche Aufwendungen jeweils den originären Aufwandsarten zugeordnet. Im Übrigen entsprechen Darstellung und Gliederung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen. Auf eine Anpassung der Vorjahresbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde verzichtet.

Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme einer vorgenommenen Bewertungsänderung bei den Pensionsrückstellungen (Textziffer 13).

In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Auf die Gliederungspositionen des Anhangs wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist. Dadurch können Rundungsdifferenzen auftreten.

Im Zuge des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde die Bewertungsvorschrift für betriebliche Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 2 S. 1 sowie Absatz 6 HGB n.F.) angepasst und der Zeitraum zur Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes von sieben auf zehn Jahre verlängert.

Der testierte Jahresabschluss sowie der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht zum 31. Dezember 2016 der edding AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3 Anteilsbesitz (Stand 31. Dezember 2016)

Eigenkapital Ergebnis Beteiligung
Gesellschaft Sitz TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 26.472 13.9821 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 5.205 4.3062 1004
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 1.534 7251 100
EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Ahrensburg 24 — 1 1004
PBS Network GmbH Stuttgart 1.030 29 17
Legamaster GmbH Ahrensburg 759 2071 100
Office Gold Club GmbH Düsseldorf 122 — 54 64
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH (vormals: Beruf und Familie Stormarn GmbH) Bad Oldesloe 46 — 9 9
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 811 0 1004
edding Benelux B.V. (vormals: edding Legamaster B.V.) Lochem, NL 301 426 1004
Legamaster B.V.B.A. (vormals: edding Lega International B.V.B.A.) Mechelen, BE 543 30 1004
Legamaster International B.V. Lochem, NL 2.722 919 1004
edding France SAS Roncq, FR 240 53 1004
EDDING (U.K.) LTD. St.Albans, GB 1.236 5403 100
edding Hellas Ltd. Athen, GR 265 — 18 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 4.707 1.5303 1005
edding Mexico S. de R. L. de C.V.6 Mexico City, MX 93 — 4923 1005
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 2.485 — 8403 100
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO — 119 — 2403 60
Companhia de Canetas Compactor S.A. Rio de Janeiro, BR 29.5907 2967 214

1 Vor Ergebnisabführung an die edding AG.

2 Vor Ergebnisabführung an die edding International GmbH.

3 Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs.

4 Mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen.

5 50 % unmittelbar, 50 % mittelbar über die edding International GmbH.

6 Die Gesellschaft befindet sich seit dem 31. Dezember 2016 in Liquidation.

7 Letzter verfügbarer Jahresabschluss war der Jahresabschluss zum 31.12.2014. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs zum 31.12.2014, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs 2014.

4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden nach § 6 Abs. 2 S. 1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und nicht im Inventar erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 und nicht mehr als EUR 410,00 werden inventarisiert und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Eine Ausnahme bilden die Wertpapiere zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko richten, werden berücksichtigt

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt, die insbesondere bei den Pensionsrückstellungen bestehen. Dabei werden bei der edding AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der edding AG von aktuell 29,72 % (Vorjahr: 28,96 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur bis zur Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern bilanziert. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern erfolgt in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine Aktivierung.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird in Textziffer 13 detailliert erläutert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen bemisst sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag; dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind zum Transaktionskurs unter Beachtung des Niederst- und Höchstwertprinzips bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Stichtagskurs bewertet; dabei kann es zum Ausweis unrealisierter Gewinne kommen.

5 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 sind im Anlagenspiegel unter Textziffer 1 dargestellt.

6 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge in Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 658) betreffen Anzahlungen auf IT-Software in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 371) sowie Investitionen in IT-Software und Lizenzen in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 287).

7 Sachanlagen

Im Wesentlichen betreffen die Zugänge in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 2.001 (Vorjahr: TEUR 922) mit TEUR 1.107 Grundstücke und Gebäude (Vorjahr: TEUR 348), mit TEUR 545 IT-Hardware (Vorjahr: TEUR 381), sowie mit TEUR 130 Büroausstattung und Laborgeräte (Vorjahr: TEUR 72). Die Zugänge zu den Grundstücken und Gebäuden resultieren im Wesentlichen aus den beiden im Geschäftsjahr 2016 vollzogenen Anwachsungen des Immobilienvermögens der Beteiligungen EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) und der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG auf die edding AG (siehe detaillierte Angaben unter Textziffer 8).

8 Finanzanlagen

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Diese werden in der Anteilsbesitzübersicht unter Textziffer 3 dargestellt.

Die Zugänge zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: keine Zugänge) betreffen im Geschäftsjahr 2016 eine Kapitalerhöhung an der Beteiligung edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti..

Im Geschäftsjahr 2016 sind Abgänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 831 (Vorjahr: TEUR 0) zu verzeichnen. Diese betreffen zum einen den Abgang der Beteiligung edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG in Höhe von TEUR 400. Die Gesellschaft ist im Zuge des Austritts der beiden persönlich haftenden Fremdgesellschafter per 31. August 2016 auf die edding AG angewachsen. Ebenso ist die EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) im Zuge des Austritts der Komplementärin — die neu gegründete 100 %ige Beteiligung EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH — per 31. Oktober 2016 auf die edding AG angewachsen und die Beteiligung ist in Höhe von TEUR 383 abgegangen. Zudem ist die Beteiligung an der edding Japan Inc. aufgrund der Liquidation der Gesellschaft in 2016 in Höhe von TEUR 48 abgegangen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 3.051 erfolgswirksam abgeschrieben. Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB war der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Hierbei entstand ein Abschreibungsaufwand in Höhe von TEUR 2.434. Ebenso war aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung die Beteiligung an der edding Argentina S.A. in Höhe von TEUR 617 abzuschreiben. Bei der im Dezember 2016 durchgeführten Kapitalerhöhung der edding Mexiko wurden bereits in Vorjahren zu 100 % wertberichtigte Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 239 eingelegt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Einlage betrug TEUR 0, daher haben sich die Anschaffungskosten der Beteiligung nicht erhöht. Die Kapitalerhöhung war trotz erwarteter Liquidation in 2017 zur Einhaltung lokaler Kapitalerhaltungsvorschriften notwendig geworden.

Anteile an Investmentfonds werden als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Diese Wertpapiere dienen zur Deckung von wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen und werden handelsrechtlich als Bewertungseinheit zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.380 zum 31. Dezember 2016 (Vorjahr: TEUR 1.267) bewertet. Da die Voraussetzungen für die Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen nicht erfüllt sind, erfolgt der Ausweis separat unter den Finanzanlagen. In 2016 sind keine Zuschreibungen oder Abschreibungen erfolgt (Vorjahr: Zuschreibungen in Höhe von TEUR 129).

9 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Forderungen haben TEUR 5.100 (Vorjahr: TEUR 2.600) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr: TEUR 538) haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 150) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist der Barwert des Körperschaftsteuerguthabens aus dem früheren steuerlichen Anrechnungsverfahren in Höhe von TEUR 156 (Vorjahr: TEUR 306) enthalten, das innerhalb von einem Jahr zur Auszahlung gelangt. Es werden keine Umsatz-steuererstattungsansprüche ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 108).

10 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungs- und Lizenzkosten sowie Versicherungsprämien.

11 Grundkapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

12 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

2016 2015
Andere Gewinnrücklagen TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 1.1. 32.732 29.787
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 616 260
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 3.570 2.685
Stand 31.12. 36.918 32.732

Die Überleitung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Bilanzgewinn 2015 in Höhe von TEUR 2.685 wurde in Höhe von TEUR 616 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und in Höhe von TEUR 2.069 als Dividende ausgeschüttet.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt.

Die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für diese Verpflichtungen sind zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Zum 31. Dezember 2016 wurde ein Rechnungszinsfuß von 4,01 % p.a. (Vorjahr: 3,89 % p.a.) zugrunde gelegt, der erstmals entsprechend der gesetzlichen Neuregelung nach § 253 Abs. 2 S. 1 HGB dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Für alle Berechtigten wurden bei der Bewertung jährliche Rentensteigerungen von bis zu 1,8 % unterstellt. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt, da es sich bei den nicht wertpapiergebundenen Verpflichtungen ausschließlich um laufende Rentenverpflichtungen handelt. Ebenso wurden Gehaltssteigerungen nicht berücksichtigt, da der wesentliche Anteil der Pensionsrückstellungen unabhängig von der Gehaltsentwicklung ist.

Im Bereich der nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen hat im Geschäftsjahr 2016 ein bedauerlicher Todesfall aus dem Kreis der anspruchsberechtigten Personen aus einer Einzelzusage aus der Zeit vor dem Börsengang 1986 zum Anlass geführt, die Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder der edding AG zu überprüfen. Dies führt dazu, dass in einer Einzelzusage anstatt der bisherigen kollektiven Bewertung der Anwartschaft auf Witwenrente die Bewertung der Hinterbliebenenrente zum 31. Dezember 2016 und für zukünftige Perioden individuell vorgenommen wird. Die Bewertung der Anwartschaft auf Witwenrente nach der individuellen Methode (mit einer Verheiratungswahrscheinlichkeit von 0 % beziehungsweise keine Berücksichtigung einer Anwartschaft auf Witwenrente) vermittelt nach einer umfassenden Analyse eine angemessenere Darstellung der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der edding AG. Im Geschäftsjahr 2016 wurde infolgedessen die Rückstellung in Höhe von TEUR 1.771 erfolgswirksam aufgelöst.

Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden als Bewertungseinheit mit den zu ihrer Deckung gehaltenen Wertpapieren zusammengefasst und mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet.

Für die Erläuterung der gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB für die Ausschüttung gesperrten Beträge aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verweisen wir auf Textziffer 30.

14 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gratifikationen und sonstige personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.385 (Vorjahr: TEUR 2.328) sowie ausstehende Rechnungen und Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (TEUR 8; Vorjahr: TEUR 28). Zu den derivativen Finanzinstrumenten wird auch auf Textziffer 19 des Anhangs verwiesen.

15 Verbindlichkeiten

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.500 3.000
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 500 500
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2.000 2.000
Restlaufzeit über 5 Jahre 500
grundpfandrechtlich gesichert 2.500 3.000

Kurzfristige Geldmarktkredite wurden zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln.

31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 366 128
davon aus Steuern 365 125

In den sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern sind zum 31. Dezember 2016 Verbindlichkeiten aus einer Lohnsteueraußenprüfung für die Geschäftsjahre 2012 bis 2015 in Höhe von TEUR 77 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

16 Steuerrückstellungen und latente Steuern

Als Ergebnis einer Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2010 bis 2014 wurden im Geschäftsjahr 2016 Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 318 in erster Linie für nachzuzahlende Ertragsteuern gebildet.

Zum 31. Dezember 2016 bestanden latente Steuerschulden aus temporären Ansatz- beziehungsweise Bewertungsunterschieden in Höhe von TEUR 472. Die Veränderung der latenten Steuersalden gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR -33 ist in folgender Tabelle dargestellt:

1.1.2016 Zugang Abgang 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Entwicklung latenter Steuerschulden
Wertpapiere des Anlagevermögens zur Deckung der Pensionsverpflichtungen 388 6 4 390
Aus Ergänzungsbilanzen bei Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Personengesellschaft 94 94
Nicht realisierte Kursgewinne /-verluste 19 49 1 67
Sonstige 4 12 1 15
505 67 100 472

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den Bilanzpositionen Pensionsrückstellungen sowie Vorratsvermögen (in Organgesellschaften). Für die Kalkulation wurde der bei Realisierung der latenten Steuern erwartete Steuersatz von 29,72 % verwendet, welcher auf der aktuell gültigen Rechtslage basiert.

Es wurde das bestehende gesetzliche Wahlrecht aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass aktive latente Steuern nur bis zur Höhe der verpflichtend zu erfassenden passiven latenten Steuern bilanziert werden und ein Überhang aktiver latenter Steuern über die passiven latenten Steuern nicht angesetzt wird.

17 Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2016 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 3.024 (Vorjahr: TEUR 4.442), davon TEUR 2.936 (Vorjahr: TEUR 4.354) zu Gunsten verbundener Unternehmen. Eine Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich, da die Bürgschaften zum überwiegenden Teil für Kontokorrentverbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestehen, die bisher ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen sind.

Die edding AG hatte im Vorjahr gesamtschuldnerische Haftungen aus ihrer Komplementärstellung bei der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) und aus ihrer Gesellschafterstellung bei der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG. Das Risiko der Inanspruchnahme wurde als gering eingeschätzt, da die Mietverträge mit Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden und diese ihren Verpflichtungen vollumfänglich nachgekommen sind.

Im Zuge des Austritts der beiden persönlich haftenden Fremdgesellschafter und der Anwachsung der edding AG & Co. Grundstücksverwaltungsgesellschaft OHG auf die edding AG per 31. August 2016 sowie im Zuge der Anwachsung der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG auf die edding AG per 31. Oktober 2016 sind die gesamtschuldnerischen Haftungen im Geschäftsjahr 2016 weggefallen und es bestehen per 31. Dezember 2016 keine gesamtschuldnerischen Haftungen der edding AG.

18 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 285 Nr. 3 HGB angabepflichtige Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Im Übrigen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.962 (Vorjahr: TEUR 1.653) mit den folgenden Fristigkeiten:

TEUR
fällig 2017 977
fällig 2018 - 2021 985
fällig 2022

Die Verpflichtungen basieren im Wesentlichen auf Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge sowie IT-Soft- und -Hardware. Sie betreffen weder Verpflichtungen für Altersversorgung noch bestehen sie gegenüber verbundenen Unternehmen.

19 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden bei der edding AG keine nicht bilanzierten derivativen Finanzinstrumente, die mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden.

Für den negativen Marktwert des folgenden derivativen Finanzinstruments (Zinsswap) wird eine Drohverlustrückstellung gebildet:

Swap Transaktionsjahr Nominalvolumen Laufzeit bis Marktwert 31.12.2016 Marktwert 31.12.2015
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
1 2007 300 29.12.2017 — 8 — 28

Der Marktwert des derivativen Finanzinstruments zum Bilanzstichtag wurde durch die ausgebende Bank nach der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.

20 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.885 (Vorjahr: TEUR 4.475) werden ab dem Geschäftsjahr 2016 entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Infolgedessen werden bislang unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Erträge im Berichtsjahr zum Teil in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Vorjahreswert der Umsatzerlöse würde sich unter entsprechender Anwendung der Neudefinition um TEUR 26 auf TEUR 4.501 erhöhen.

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Umlagen und verteilen sich auf das Inland mit TEUR 4.414 (Vorjahr: TEUR 4.062) und das Ausland mit TEUR 471 (Vorjahr: TEUR 413). Die Umsatzerlöse in 2016 sind über Vorjahresniveau. Ursächlich sind im Wesentlichen gestiegene Lizenzerlöse und gestiegene Erlöse aus Mietumlagen aufgrund der Vermietung der Gebäude in Bautzen und Wunstorf an die V. D. Ledermann & Co. GmbH und die edding Vertrieb GmbH seit dem Geschäftsjahr 2016.

21 Sonstige betriebliche Erträge 2016

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
Erträge aus Anpassung der Bewertung einer Pensionsverpflichtung 1.771
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 186 173
Währungsumrechnung 89 48
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 30
Erträge aus der Rückerstattung von Gebühren 640
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 39
Übrige Erträge 78 86
2.154 986

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden ab dem Geschäftsjahr 2016 entsprechend der Neudefinition des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Der Vorjahreswert der sonstigen betrieblichen Erträge würde sich unter entsprechender Anwendung der Neudefinition um TEUR 26 auf TEUR 960 vermindern.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf den außergewöhnlichen Sachverhalt aus der einmaligen Anpassung der Bewertung der Pensionsverpflichtung für ein ehemaliges Vorstandsmitglied der edding AG in Höhe von TEUR 1.771 zurückzuführen (siehe detaillierte Angaben unter Textziffer 13).

Die Erträge aus der Rückerstattung von Gebühren im Vorjahr betrafen die Rückzahlung von Wertpapierleihgebühren aus Vorjahren durch ein Kreditinstitut. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen handelt es sich ebenfalls um periodenfremde Erträge. Die aufgelösten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalsonderzahlungen und nicht benötigte Rückstellungen für die Zinsswaps.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 48).

22 Personalaufwand / Mitarbeiter

2016 2015
Personalaufwand TEUR TEUR
--- --- ---
Löhne und Gehälter 5.353 5.764
Soziale Abgaben 685 609
Aufwendungen für Altersversorgung 110 1.049
6.148 7.422
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2016 2015
Angestellte 62 56
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 1
Auszubildende 9 9
72 66

23 Abschreibungen

Unter diesem Posten werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.175 (Vorjahr: TEUR 1.008) ausgewiesen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen siehe Textziffer 8.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden insbesondere Aufwendungen für IT, Instandhaltung und sonstige Raumkosten, Versicherungen, Personalentwicklung sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 87). Sie enthalten im Geschäftsjahr 2016 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 0) aus nachzuzahlender Vorsteuer aufgrund einer Betriebsprüfung des Veranlagungszeitraums 2010 bis 2014. Außergewöhnliche Aufwendungen fielen im Geschäftsjahr nicht an.

25 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen eine Dividendenzahlung der EDDING (U.K.) LTD. in Höhe von TEUR 730 (Vorjahr: TEUR 626) sowie die Zahlung einer Schlussdividende in Folge der Liquidation der im Geschäftsjahr 2016 geschlossenen edding Japan Inc. in Höhe von TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 0). Ebenso in dem Posten enthalten sind eine Gewinnausschüttung der PBS Network GmbH für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) und die Gewinnausschüttung der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) für den Zeitraum vom 1. Januar bis 29. Februar 2016 in Höhe von TEUR 0,2 (Vorjahr: TEUR 1). Die Erträge aus Beteiligungen entfallen somit fast ausschließlich auf verbundene Unternehmen.

26 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die hier ausgewiesenen Erträge resultieren aus den Ergebnisabführungen folgender Gesellschaften:

2016 2015
TEUR TEUR
--- --- ---
edding International GmbH 18.288 17.385
V. D. Ledermann & Co. GmbH 725 103
Legamaster GmbH 207 488
19.220 17.976

27 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dieser Position sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 203), Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 140) sowie Zinserträge aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 16) enthalten.

28 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet im Geschäftsjahr 2016 Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 5). Der Zinsanteil aus der Aufzinsung von Pensions-, Altersteilzeit-, Gratifikations- und Jubiläumsrückstellungen beträgt TEUR 407 (Vorjahr: TEUR 460). Darüber hinaus sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 0) Zinsen aus Steuernachforderungen gemäß § 233a Abgabenordnung (AO) sowie TEUR 108 außergewöhnliche Aufwendungen (Vorjahr: TEUR 0) aus Verlusten der Anwachsungen der EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG (vormals: DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG) und der edding AG & Co. Grundstücksverwaltungsgesellschaft OHG enthalten.

29 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten wie im Vorjahr keine latenten Steuern. Sie enthalten im Geschäftsjahr 2016 periodenfremde Steueraufwendungen aus einer Betriebsprüfung des Veranlagungszeitraums 2010 bis 2014 in Höhe von TEUR 241. In den Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr 2016 keine Erträge aus Steuererstattungen enthalten, die auf Vorjahre entfallen (Vorjahr: Steuererstattungen in Höhe von TEUR 170, die auf Vorjahre entfallen).

30 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Im Jahresergebnis ist per 31. Dezember 2016 erstmalig ein Betrag in Höhe von TEUR 310 enthalten, welcher der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 S. 2 HGB unterliegt. Dieser Betrag (Unterschiedsbetrag) resultiert aus der Anpassung der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (siehe Textziffer 2). Der ausschüttungsgesperrte Betrag bezieht sich auf die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG.

Für die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG ist aufgrund der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen aus den finanzmathematischen Gutachten in Bewertungseinheit mit dem beizulegenden Zeitwert der den Mitarbeitern zugeordneten Anteile der Wertpapierfonds zum 31. Dezember 2016 bereits ein Betrag passiviert, der auch die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinste Pensionsverpflichtung übersteigt, so dass hierfür kein ausschüttungsgesperrter Betrag vorliegt.

Die mit der edding AG mittelbar und unmittelbar durch Ergebnisabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH führen das gesamte handelsrechtliche Ergebnis ohne Bildung einer Ausschüttungssperre in der jeweiligen Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar an die edding AG ab und erhöhen den ausschüttungsgesperrten Betrag der edding AG nicht, da das Gesetz keine mittelbaren ausschüttungsgesperrten Beträge vorsieht. Gleichwohl werden die auf diese Tochtergesellschaften entfallenden ausschüttungsgesperrten Beträge in der edding AG als Muttergesellschaft zu Informationszwecken erfasst. Zum 31. Dezember 2016 entfallen auf diese Tochtergesellschaften keine ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

31 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine nach § 285 Nr. 21 HGB berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

32 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 21 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Ende Dezember des Vorjahres fanden Umverteilungen von Stammstückaktien innerhalb des Kreises der Familie Ledermann statt, die rechtlich in drei Stufen durchgeführt wurden. Ebenso hat am 21. März 2017 Herr Läon Thadaeus Ledermann mitgeteilt, dass er die Schwellen von 10, 15, 20, 25, 30 und 50 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat.

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Name Datum der Stimmrechtsmitteilung Überschrittene Grenze

in %
Unterschrittene Grenze

in %
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.001.2016 n. a. 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.01.2016 n. a. 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.1.2016 n. a. 75
Léon Thadaeus Ledermann 07.1.2016 3, 5 n. a.
21.03.2017 10, 15, 20, 25, 30, 50 n. a.
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
Anika Ledermann 05.1.2016 3 n. a.
07.1.2016 5, 10, 15, 20, 25 n. a.
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n. a.
07.1.2016 n. a. 75
Elisa Sophie Ledermann 05.1.2016 3 n. a.
07.1.2016 5,10 n. a.
Luis Gabriel Ledermann 07.1.2016 3, 5,10 n. a.

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

33 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

34 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der früheren Mitglieder des Vorstands

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 285 Nr. 9a S. 5 bis 8 HGB verlangten Angaben für den Jahresabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 betragen TEUR 1.389 (Vorjahr: TEUR 1.333).

Im Jahresabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 647 (Vorjahr: TEUR 525) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 32) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 355) aufgewendet. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt. Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 242 (Vorjahr: TEUR 173). Für Altersversorgung wurden TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 66) aufgewendet.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich Anpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2016 wurden für zwei Vorstände langfristige Tantieme-ansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 316 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 150 zur Auszahlung fällig. Im Vorjahr wurde für einen Vorstand ein langfristiger Tantiemeanspruch aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 355 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 113 zur Auszahlung fällig. Zum 31. Dezember 2016 besteht mit einem Vorstand eine langfristig orientierte Tantiemevereinbarung mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 540, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2019 fällig wird. Im Vorjahr waren für zwei Vorstände langfristig orientierte Tantiemeverein-barungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 400 vereinbart. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten keine Malusregelungen.

Im Jahresabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2015 und 2016 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 355 führten im Geschäftsjahr 2016 zu Auszahlungen von TEUR 355. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2016 TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 100) an den Vorstand ausbezahlt. Davon sind TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50) unverfallbar. In Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 50) handelt es sich um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.

Im Jahresabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 368).

Die für Vorstandsmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2016 betragen TEUR 624 (Vorjahr: TEUR 588).

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Pensionszahlungen an ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 1.218 (Vorjahr: TEUR 1.192) geleistet worden. Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 7.671 (Vorjahr: TEUR 10.338) im Jahresabschluss erfasst.

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2016 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2016 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 108) ausgezahlt.

35 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen

Bankkaufmann
Vorsitzender
Chehab Wahby, Meerbusch

Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender
Anja Keihani, Hannover

Kauffrau
Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Renken, Hamburg

Rechtsanwältin
Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg

Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht
Ersatzmitglied

Herr Wahby bekleidet seit dem 20. Mai 2015 ein weiteres Mandat als Aufsichtsratsmitglied in einem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat der peakwork AG, Düsseldorf.

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg

Kaufmann
Vorsitzender / Chief Executive Officer
Sönke Gooß, Rosengarten

Kaufmann
Chief Financial Officer
Thorsten Streppelhoff, Hamburg

Ingenieur
Chief Operating Officer

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

36 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar wird im Anhang zum Konzernabschluss der edding AG angegeben.

37 Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung oder der Bilanz der edding AG berücksichtigt worden sind.

38 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 3.570 aus dem Jahresüberschuss 2016 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 3.570.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 2,15 Dividende je Vorzugsstückaktie

im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 2,10 Dividende je Stammstückaktie

im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.292 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Ahrensburg, 20. April 2017

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und in dem mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 21. April 2017

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG vermittelt und im mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Ahrensburg, 20. April 2017

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Glossar

B2B (Business-to-Business)

Beschreibt bei edding — abweichend von der allgemein üblichen Version - den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend gewerbliche Endverwender als Endkunden bedienen.

B2C (Business-to-Consumer)

Beschreibt bei edding — abweichend von der allgemein üblichen Version - den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend private Endverwender als Endkunden bedienen.

edding ink

Die edding-Tinte im Blut unserer Mitarbeiter dient als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur.

eddiplementorship (Project Management Excellence)

eddiplementorship beschreibt die Umsetzung unserer Ideen auf möglichst effiziente und lösungsorientierte Weise.

eddipreneurship (Innovation Excellence)

eddipreneurship bezeichnet den Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen.

Dimensionen des „Strategischen Fitness-Modells" aus unserer Mitarbeiter-Befragung

a) Mitarbeiter-Engagement

Die Dimension des nachhaltigen ,Mitarbeiter-Engagements' umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung).

b) Qualität des Leistungsumfelds

Die Dimension ,Qualität des Leistungsumfelds' berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in der sie ihre Arbeit effektiv und effizient ausüben können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.