Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

edding AG Annual Report 2012

Jun 5, 2013

132_rns_2013-06-05_634f1aa7-21d9-41b5-952a-9834a316f8fe.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Konzerngeschäftsbericht 2012

edding Aktiengesellschaft

Bookkoppel 7

D-22926 Ahrensburg

Telefon 0 41 02/808-0

Telefax 0 41 02/808-204

Internet www.edding.de

E-Mail [email protected]

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

edding Konzern 2012 2011 2010 2009
Ertragslage
Jahresüberschuss 3.552 2.171 5.010 2.175
in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) 10,2 % 6,1 % 14,3 % 7,0 %
Ergebnis vor Steuern 6.872 6.550 8.151 4.163
EBIT 7.152 7.717 8.680 4.836
in % vom Umsatz 6,1 % 6,9 % 7,9 % 4,9 %
Umsatzerlöse 116.499 111.467 109.296 99.453
Veränderung 4,5 % 2,0 % 9,9 % -12,7 %
Auslandsanteil 59,6 % 58,5 % 59,4 % 56,6 %
Rohergebnis 1 71.604 66.442 65.517 57.278
in % von der Gesamtleistung 61,1 % 59,5 % 59,6 % 57,4 %
Personalaufwand 31.436 27.485 28.930 25.957
in % vom Umsatz 27,0 % 24,7 % 26,5 % 26,1 %
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 634 573 563 566
Vermögenslage
Bilanzsumme 79.842 81.893 74.982 70.530
Veränderung - 2,5 % 9,2 % 6,3 % - 5,6 %
Eigenkapital 34.768 35.362 35.024 31.115
in % der Bilanzsumme 43,5 % 43,2 % 46,7 % 44,1 %
Langfristiges Fremdkapital 23.212 22.894 19.130 19.741
Kurzfristiges Fremdkapital 21.862 23.637 20.828 19.674
Langfristige Vermögenswerte 24.320 26.004 24.947 24.154
in % vom Eigenkapital 69,9 % 73,5 % 71,2 % 77,6 %
Kurzfristige Vermögenswerte 55.522 55.889 50.035 46.376
davon Vorräte (31.12.) 25.994 23.566 18.122 12.745
Vorräte Jahresdurchschnitt 24.949 21.170 15.722 14.792
in % der Umsatzerlöse 21,4 % 19,0 % 14,4 % 14,9 %
edding AG 2012 2011 2010 2009
Jahresüberschuss 1.899 2.240 2.709 4.103
Ergebnis vor Steuern 4.422 6.713 5.282 6.043
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473.219 473.219 473.219
Jahresüberschuss je Aktie 1,77 € 2,09 € 2,52 € 3,82 €
Dividende
Stammstückaktien 1,71 € 1,71 € 1,71 € 1,00 €
Vorzugsstückaktien 1,75 € 1,75 € 1,75 € 1,02 €
Aktienkurs am 31.12. 47,00 € 42,21 € 44,50 € 33,50 €

1 ohne sonstige betriebliche Erträge

Organe

Aufsichtsrat

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen Bankkaufmann Vorsitzender
Chehab Wahby, Bruchsal Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender
Roberto Hübner, Cottbus Ingenieur (bis 20. Juni 2012) Arbeitnehmervertreter
Anja Keihani, Hannover Kauffrau (seit 20. Juni 2012) Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg Rechtsanwältin Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht Ersatzmitglied

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Vorstand

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Kaufmann Vorsitzender/Chief Executive Officer (seit 1. Januar 2013)
Sönke Gooß, Rosengarten Kaufmann (seit 1. Januar 2013) Chief Financial Officer
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Ingenieur (seit 1. Januar 2013) Chief Operating Officer

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2012.

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten wird im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurde der Aufsichtsrat im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend in vier Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Sitzungen nahmen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.

Zusätzlich zu den Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere dessen Vorsitzender, auch zwischen den Sitzungsterminen im engen Kontakt zum Vorstand der edding AG.

Durch regelmäßige - sowohl schriftliche als auch mündliche - Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung war der Aufsichtsrat jederzeit über die aktuelle Geschäftslage unterrichtet. Die Information über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen wurde durch monatliche schriftliche Berichte gewährleistet. Daneben erhielt der Aufsichtsrat vierteljährlich detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften sowie Einschätzungen über die zukünftigen Chancen und Risiken.

Unabhängig von der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden dem Aufsichtsrat aus dem internen Kontrollsystem soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich beziehungsweise quartalsweise Berichte über die wesentlichen Risiken des Konzerns, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Behandlung beziehungsweise Vermeidung zur Verfügung gestellt.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann. Dem Aufsichtsrat sind keine Handlungen bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte oder rechtswidrige Vorteile verschafft haben.

Neben der Tätigkeit als Aufsichtsrat bestanden im Berichtsjahr zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen.

In den vier Sitzungen des Jahres 2012 wurde auf Anregung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft jeweils ein fester Tagesordnungspunkt dem Bericht über den Stand des internen Kontrollsystems gewidmet. Das System hat seine Aufbauphase abgeschlossen und die Regelungen und Verfahrensanweisungen sind im Intranet der Gesellschaft für alle Mitarbeiter zugänglich dokumentiert. Für die Überwachung der Einhaltung ist das Ressort Risk Management zuständig, das direkt dem Vorstand unterstellt ist.

Die einzelnen Sitzungen behandelten schwerpunktmäßig folgende Themen:

Im April erörterte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2011 und stellte ihn gemäß Aktiengesetz fest beziehungsweise billigte den Konzernabschluss. Er stimmte dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu und unterzeichnete den Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011.

In der Sitzung im Juni im Anschluss an die Hauptversammlung konstituierte sich zunächst der neu gewählte Aufsichtsrat und wählte Herrn Kallenberg zu seinem Vorsitzenden und Herrn Wahby zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Erweiterung des Vorstands der edding AG. Die Erweiterung ist Teil der Zukunftssicherung des Unternehmens und war bereits in den Vorjahren nach der Übertragung der unternehmerischen Verantwortung auf Per Ledermann im Fokus von Inhabern und Aufsichtsrat. Die beiden nicht der Familie Ledermann angehörigen Manager Sönke Gooß und Thorsten Streppelhoff gehören seit mehreren Jahren der erweiterten Geschäftsleitung des Konzerns an. Der Aufsichtsrat sah es daher als ideale Lösung an, ihnen die Vorstandsposten anzubieten und ein Vertragsangebot zu unterbreiten.

Im September fand die zweitätige Strategiesitzung statt. Neben der Überprüfung der bisherigen Strategieziele und deren Erreichungsgrad lag der Schwerpunkt auf dem Südamerikageschäft und der Fortentwicklung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation insbesondere unter der Marke Legamaster.

Besonders das Südamerikageschäft bedurfte einer ausführlichen Standortbestimmung, da sich die instabile politische und wirtschaftliche Situation in Argentinien weiter verschärft hat. Der Aufsichtsrat hat die Vorschläge des Vorstands über Maßnahmen zur Risikoverringerung unter Aufrechterhaltung des Argentiniengeschäftes zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Übrigen wurde an den in den Vorjahren getroffenen grundsätzlichen Entscheidungen hinsichtlich Internationalisierung und Markentransfer in neue Anwendungsfelder festgehalten.

In seiner Sitzung im Dezember 2012 nahm der Aufsichtsrat die vom Vorstand im Rahmen der verabschiedeten Strategie erstellte Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre zustimmend zur Kenntnis. Außerdem bestellte er die Herren Gooß und Streppelhoff zu ordentlichen Vorstandsmitgliedern der edding AG mit Wirkung vom 1. Januar 2013 für vier Jahre.

Im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 erledigte der Aufsichtsrat folgende Regularien:

Nach entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung am 20. Juni 2012 beauftragte er die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2012, vereinbarte das Honorar des Abschlussprüfers und legte die Prüfungsschwerpunke fest.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG wurden am 8. März 2013 und der Jahresabschluss und der Lagebericht des edding Konzerns wurden am 17. April 2013 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft versehen. Die Prüfungsberichte für die edding AG und den edding Konzern wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von ihnen geprüft.

In der Aufsichtsratssitzung vom 24. April 2013 wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu und hat den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2012 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. In derselben Sitzung des Aufsichtsrats am 24. April 2013 wurden im Beisein des Abschlussprüfers der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat nahm den Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft billigend zur Kenntnis.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand dankt der Aufsichtsrat für ihren persönlichen Einsatz.

Ahrensburg, 24. April 2013

Der Aufsichtsrat

Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender

Chehab Wahby, Stellvertretender Vorsitzender

Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin

Corporate Governance Bericht

gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft gemäß § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 2.3.3 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Ziffer 4.1.5 und Ziffer 5.1.2 DCGK

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.

Ziffer 4.2.1 DCGK

Bis Ende 2012 bestand der Vorstand aus einem Vorstandsmitglied. Seit Anfang 2013 besteht der Vorstand aus drei Mitgliedern, die die Geschäfte nach Maßgabe einer Geschäftsordnung gesamtverantwortlich führen. Die Beschlussfassung im Vorstand erfolgt auf der Grundlage einstimmiger Beschlüsse; eine entsprechende Regelung wird kurzfristig auch ausdrücklich in die Geschäftsordnung des Vorstandes übernommen.

Ziffer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2011 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) erforderlichen Angaben verzichtet wird.

Ziffer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Ziffer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.

Ziffer 5.1.2 und Ziffer 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Ziffer 5.3 DCGK

Die Bildung von Ausschüssen - einschließlich eines Audit Commitees - durch den Aufsichtsrat ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrates mit nur drei Aufsichtsratsmitgliedern nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Gleiches gilt für den zu bildenden Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK.

Ziffer 5.4.1 und Ziffer 5.4.2 DCGK

Der Aufsichtsrat hat im Jahre 2012 eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung formuliert, die auch an der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Ausrichtung des Unternehmens sowie an der Vermeidung potentieller Interessenkonflikte orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Andererseits soll auch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung fachlich geeigneter Aufsichtsratsmitglieder bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist; aus diesem Grunde wird namentlich auf die Normierung einer geschlechtsspezifischen Quote verzichtet. Weiterhin wird darauf verzichtet, eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.2 DCGK zu benennen; vielmehr soll es der Regelfall sein, dass alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen sind.

Ziffer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat im Jahre 2004 erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt und dort zu entnehmen.

Ziffer 6.2 DCGK

Die Gesellschaft veröffentlicht eingehende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären gemäß §§ 21 und 25 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in der gemäß § 26 WpHG erforderlichen Weise.

Ziffer 6.6 DCGK

Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG („Directors' Dealings"). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG.

Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden über die Veröffentlichung der vorstehend genannten Directors' Dealings hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz in Verbindung mit §§ 21 ff. WpHG (Geschäftsbericht für Einzelabschluss) ergibt; letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte und nicht auf den Aktienbesitz.

Ziffer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können weder grundsätzlich der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen noch eventuelle Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Abs. 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht; im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht. Für das Berichtsjahr 2013 wird - soweit vorstehend nicht bereits ausdrücklich dargelegt - entsprechend verfahren.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 kann auf der Internetseite der edding AG, Bereich Investor Relations, Corporate Governance (http://www.edding.de/de_unternehmen_corporate_governance.html) eingesehen werden.

Ahrensburg, 8. Februar 2013

edding Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding AG (www.edding.de) in der Rubrik Investor Relations veröffentlicht.

Bericht über die Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG findet unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße, der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Tätigkeit des Unternehmens und des Kreises der stimmberechtigten Stammaktionäre statt.

In der Regel besteht der Aufsichtsrat aus der nach § 95 AktG vorgesehene Mindestanzahl von drei Mitgliedern.

Ein Mitglied des Aufsichtsrats wird nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von den Arbeitnehmern des Unternehmens gewählt.

Die beiden anderen Mitglieder des Aufsichtsrats, die von den Aktionärsvertretern bestimmt werden, sollten Eigenschaften und Fähigkeiten aufweisen beziehungsweise Aufgaben übernehmen können, die den Anforderungen entsprechen, wie sie sich aus den Bestimmungen der Satzung und dem Geschäftszweck der Gesellschaft sowie den Bestimmungen des Aktiengesetzes ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten keine Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern des Unternehmens innehaben und nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zum Vorstand der edding AG stehen, die einen Interessenkonflikt begründen könnten. Eine Beratungsfunktion gegenüber dem genannten Personenkreis ist dem Aufsichtsrat anzuzeigen, damit das eventuelle Bestehen eines Interessenkonflikts geprüft werden kann.

Im Regelfall sollen Verwandte in gerader Linie, Ehepartner und Geschwister nicht im Aufsichtsrat vertreten sein, wenn gleichzeitig ein entsprechendes Familienmitglied dem Vorstand angehört.

Hinsichtlich der Wissens- und Erfahrungskompetenzen sollte ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich des Rechnungswesens und der Finanzen und ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Vertrieb haben.

Für die Auswahl gelten daneben die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in seiner jeweils geltenden Fassung. Die pauschale Festsetzung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und einer geschlechtsspezifischen Quote ist nicht vorgesehen.

Über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und die Anzahl seiner Mitglieder soll regelmäßig neu befunden werden, wenn sich der Umfang der Geschäftstätigkeit, der Gegenstand des Unternehmens oder die Aktionärsstruktur wesentlich verändern.

Vorschläge des Aufsichtsrats zur personellen Besetzung des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung als zuständiges Wahlgremium sollen nach Maßgabe der vorliegenden Zielsetzung ergehen.

Der Aufsichtsrat wird die vorliegende Zielsetzung regelmäßig überprüfen und die Maßgaben erforderlichenfalls anpassen und fortschreiben.

Die vorliegende Zielsetzung wird jährlich im Corporate Governance Bericht des Geschäftsberichts veröffentlicht.

Ahrensburg, 10. Mai 2012

edding Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Konzernlagebericht

Das wirtschaftliche Umfeld

Auch im Jahr 2012 entwickelten sich die Märkte heterogen.

Das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) veröffentlichte Wirtschaftswachstum für das Jahr 2012 betrug 1,3 % für die Industrienationen und 5,1 % für die Entwicklungs- und Schwellenländer.1 Zwar war besonders China mit 7,8 % der Wachstumstreiber, aber erneut wuchsen auch die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (+ 3,6 %) und Osteuropa (+ 1,8 %) - für die edding Gruppe wichtige Absatzregionen. Lateinamerika hingegen als zweite für uns wichtige Schwellenregion wuchs mit 3,0 % deutlich gebremster, besonders da Brasilien und Argentinien merklich an konjunkturellem Schwung verloren.

Die USA konnten mit 2,3 % Wachstum wieder etwas Dynamik gewinnen, inwieweit politische Einflüsse vor und nach der Präsidentschaftswahl hier eine Rolle spielen, bleibt abzuwarten.

Die Eurozone hingegen rutschte vor dem Hintergrund der südeuropäischen Krisenmärkte in die Rezession (- 0,4 %). Auch wenn die beiden großen Volkswirtschaften Deutschland (+ 0,9 %) und Frankreich (+ 0,2 %) noch minimales Wachstum erreichen konnten, war dies nicht ausreichend, um die massiven Einbrüche Griechenlands (-6,0 %), Italiens (-2,1 %) und Spaniens (- 1,4 %) aufzufangen. In diesen Ländern sind zwar erste Bemühungen beim Schuldenabbau erkennbar, unklar bleibt aber, wie mit den rapide steigenden Arbeitslosenzahlen und den damit verbundenen finanziellen und sozialen Verwerfungen umgegangen werden kann.

1 World Economic Outlook, IMF, October 2012 und World Economic Outlook Update, IMF, January 2013

Aber nicht nur die südlichen europäischen Länder hatten mit Problemen zu kämpfen, auch die Volkswirtschaften im Vereinigten Königreich (-0,2 %) und Tschechien (- 1,0 %) verloren an Boden.

Der für uns wichtige Beschaffungsmarkt Japan ist nach dem durch die Fukushima-Katastrophe gekennzeichneten Jahr 2011 im Berichtsjahr wieder in die Wachstumszone zurückgekehrt. Die Politik der am 16. Dezember 2012 neu gewählten Regierung Abe hat dazu die exportfreundliche Abwertung des Yen unterstützt, der im Kalenderjahr 2012 stichtagsbezogen um 14 % zulegen konnte. Dies wirkt sich für uns positiv auf die Beschaffungspreise aus, stärkt andererseits aber auch wichtige japanische Wettbewerber in ihrer Marktposition in Europa. Unsere langfristige Währungssicherungspolitik werden wir gerade in diesem eher volatilen Umfeld beibehalten.

Der europäische Markt für Schreibgeräte wuchs laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Zeitraum September 2011 bis Oktober 2012 wertmäßig lediglich um 1,0 %, was volumenseitig sogar einen Rückgang bedeutete. Gleiches galt für die für edding wichtigste Produktgruppe Marker.2

Auch für den Bereich visuelle Kommunikation konnte der Markt weniger Impulse geben als erhofft. Zwar wurden im Bereich interaktiver visueller Kommunikationslösungen im Raum Europe, Middle East, Africa (EMEA) rund 17 % mehr Einheiten abgesetzt als im Vorjahr, allerdings entfiel nahezu das gesamte Wachstum auf ein großes Investitionsprojekt in Schulen in der Türkei. Die für uns wichtigen Märkte Deutschland und Niederlande waren sogar rückläufig.3

Auch der Altenaer Kreis (AK), dem 20 führende Markenfirmen der Industrie für Papier-, Büro-und Schreibwaren (PBS) angehören, musste von einem schwierigen Umfeld berichten.4 So fielen die Deutschlandumsätze der Mitglieder ungewichtet um 1,0 % im Zeitraum Januar bis Oktober, ein Rückgang, der auch von marginalen Zuwächsen im Exportgeschäft (+ 0,5 %) nicht aufgefangen werden konnte.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass die risikoorientierte Unternehmensführung, die schon immer Grundlage des edding Geschäftsmodells war, gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit von hohem Wert ist. Das seit 2009 verstärkte Bemühen um Flexibilität bei gleichzeitigem Fokus auf die Umsetzung unserer strategischen Leitlinien halten wir weiterhin für ein probates Mittel, um nachhaltige Entwicklung mit hoher Reaktionsfähigkeit in volatilen Märkten zu verbinden.

2 Gfk, Panelmarkt Europe-9

3 Futuresource, January 2013

4 Pressemitteilung des Altenaer Kreises, November 2012

Entwicklung der Geschäftsfelder

Wie im Vorjahr haben sich die beiden Geschäftsfelder des edding Konzerns, Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, im Geschäftsjahr 2012 unterschiedlich entwickelt.

Während die Umsätze im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren gesteigert werden konnten, lagen die Umsätze im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation unter Vorjahresniveau.

Insgesamt konnte ein Umsatzanstieg von 4,5 % erzielt werden, der teilweise auf strukturelle Veränderungen zurückzuführen ist. Zum einen hat sich durch eine Veränderung der Kundenkonditionen eine Verschiebung von Erlösschmälerungen zu Werbekostenzuschüssen ergeben. Zusätzlich ergibt sich ein positiver Umsatzeffekt aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der mexikanischen Tochtergesellschaft. Bereinigt um diese Effekte beträgt das Umsatzwachstum noch 3,5 %.

2012

TEUR
2011

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Schreiben und Markieren
Inland 35.168 34.169 999 2,9
Übriges Europa 41.755 38.819 2.936 7,6
Übersee 9.394 8.434 960 11,4
86.317 81.422 4.895 6,0
Visuelle Kommunikation
Inland 10.468 10.319 149 1,4
Übriges Europa 13.498 14.134 - 636 - 4,5
Übersee 1.008 1.108 - 100 - 9,0
24.974 25.561 - 587 - 2,3
Partnermarken und sonstige Erlöse 5.208 4.484 724 16,1
Konzern gesamt 116.499 111.467 5.032 4,5

Die Gesamtumsätze je Region haben sich im Jahr 2012 positiv entwickelt. Die Regionen übriges Europa und Übersee verzeichneten starke Umsatzanstiege, während der Gesamtumsatz in Deutschland nur moderat wuchs. Somit hat sich der Anteil des Inlandsumsatzes im Verhältnis zum Gesamtumsatz von 41,3 % im Vorjahr auf 40,4 % im aktuellen Geschäftsjahr leicht verringert.

Gegliedert nach den geografischen Regionen ergibt sich daher folgende Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr:

Von dem Umsatzanstieg in den Übersee-Regionen in Höhe von 9,8 % entfallen rund drei Prozentpunkte auf den Erstkonsolidierungseffekt der edding Mexico S. de R.L. de C.V.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren - Hauptmarke edding -

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren hat im Jahr 2012 erneut den Umsatz des Vorjahres übertroffen und mit 86,3 Mio. EUR und 6,0 % Wachstum im Vergleich zum Vorjahr einen neuen Unternehmensrekord erreicht. Die Verschiebung der Erlösschmälerungen macht insgesamt etwa einen Prozentpunkt aus; das gilt gleichermaßen in den Regionen Inland und übriges Europa.

Auch 2012 war dabei durch heterogene Entwicklungen in unseren Vertriebsgebieten beeinflusst. Während Griechenland und Spanien weiterhin von negativen konjunkturellen Einflüssen geprägt waren, konnte Deutschland von der stabilen wirtschaftlichen Lage profitieren.

Mit einem Umsatz von 35,2 Mio. EUR war Deutschland wieder stärkstes Land und wuchs um 2,9 %. Noch stärker wuchs der Umsatz in den anderen europäischen Ländern, die mit einem Anstieg von 7,6 % in 2012 den größten Beitrag zum Gesamt-Umsatzwachstum leisteten. Dabei waren vor allem die Märkte in der Türkei, in Russland und in Großbritannien wichtige Treiber.

Während der Umsatz in der Türkei im Vorjahr stagnierte, setzte sich in 2012 das Wachstum vorangegangener Geschäftsjahre fort. Insbesondere im Baumarktbereich und bei Großhandelskunden konnten trotz der Beibehaltung deutlich reduzierter Zahlungsziele relevante Umsatzsteigerungen erreicht werden. Eine engere Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern in Russland zeigte zusätzlich zum konjunkturellen Aufschwung positive Auswirkungen. In Großbritannien konnten wir durch neue Kunden und Listungsausweitungen im Schulsektor unsere Distribution deutlich ausbauen.

Auch in Übersee konnten wir unseren Umsatz um 11,4 % auf 9,4 Mio. EUR steigern. Dieses Wachstum beläuft sich bereinigt um den Erstkonsolidierungseffekt der edding Mexico S. de R.L. de C.V. auf 7,5 %. Während in Mexiko der Umsatz in Landeswährung leicht zurückgegangen ist, konnte in Kolumbien der Marktzugang weiter ausgebaut werden. Diese Entwicklung war gerade vor dem Hintergrund der schwierigen politischen Situation in Argentinien besonders erfreulich. In Argentinien sind die Umsatzerlöse inflationsbereinigt zurückgegangen, was sich sowohl in Landeswährung als auch in Euro-Zahlen aber nicht widerspiegelt.

Marketing und Produkte

Das Jahr 2012 stand im Zeichen der strategischen Ausrichtung am Endkonsumenten und der Weiterentwicklung der Marketing-Kategorien. Dabei wurden unter anderem in zahlreichen Aktivitäten der Auftritt von edding vereinheitlicht sowie Verpackungs- und Werbemittel neu gestaltet. Ziel dieser Aktivitäten ist eine Stärkung der Marke sowie die bessere Orientierung des Konsumenten am Point of Sale.

Für den Markt in Großbritannien wurde darüber hinaus eine neue Produktpalette für den Schulsektor aufgelegt. Mit den angebotenen „Class-Packs" mit bis zu 288 Faserstiften oder Boardmarkern pro Verpackungseinheit konnten neue Kunden und Ausschreibungen gewonnen werden. Dies trug wesentlich zu dem positiven Ergebnis der Tochtergesellschaft in Großbritannien bei.

Mit einigen unserer Spezialmarker konnten wir zudem in internationalen Kooperationen Erfolge verbuchen. So wurde zum Beispiel der Tiefkühlmarker als Produktbündel mit den Gefrierbeuteln eines internationalen Herstellers von Frischhalteprodukten erfolgreich vermarktet und gelangte so zu größerer Bekanntheit bei den für dieses Produkt relevanten Endkonsumenten.

Zudem konnte die Marktdurchdringung der kompatiblen Druckerpatronen ausgeweitet werden. Inzwischen wurden in fast allen deutschen Filialen der größten Elektronik-Fachmarktkette Europas die edding Druckerpatronen erfolgreich platziert. Dies führte beim Handelskunden zu einem Umsatzwachstum von weit über 200 %. Die monetären Effekte hieraus werden aufgrund des bestehenden Lizenzmodells in der Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns außerhalb des Umsatzes des Geschäftsfeldes Schreiben und Markieren unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Des Weiteren wurden auch erste große Erfolge im Groß- und Einzelhandel mit weiteren positiven Aussichten für 2013 erzielt.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation - Hauptmarke Legamaster -

Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im Business-to-Business-Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Dabei sind die DACH- sowie die Benelux-Region die für uns bedeutendsten Märkte.

Insgesamt endete das Jahr 2012 nicht sehr zufriedenstellend mit einem Umsatzrückgang von 2,3 %. Einem leichten Wachstum in Deutschland (+ 1,4 %) standen dabei recht deutliche Rückgänge in Übersee (- 9,0 %) sowie dem übrigen Europa (- 4,5 %) gegenüber.

Bei der Betrachtung dieses Geschäftsfeldes unterscheiden wir zwei wesentliche, sich unterschiedlich entwickelnde Produktfelder. Im Bereich der klassischen visuellen Kommunikation mit Produkten wie Flipcharts, Weißwandtafeln und Moderationstafeln zeigte sich im Jahr 2012 eine für uns positive Tendenz. Obwohl der Preisdruck immer noch sehr hoch ist, suchten wieder mehr Handelskunden die Zusammenarbeit mit Markenherstellern von qualitativ hochwertigen Produkten. Gerade in diesem Segment wurde deutlich, dass die After-Sales-Kosten durch Reklamationen, Rückabwicklungen und damit zusammenhängender Unzufriedenheit der Endkunden den Vorteil von Billigpreisen übersteigen. Folge war, dass wir vermehrt Listungen zurückgewinnen und ein leichtes Wachstum verbuchen konnten.

Auf der anderen Seite entwickelte sich der Bereich der elektronischen Whiteboards und e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie) nicht so dynamisch wie erwartet. Im Gegenteil: Aufgrund der Investitionszurückhaltung der niederländischen Regierung schrumpfte der Gesamtmarkt Benelux und gleichzeitig blieb die Auflösung des Investitionsstaus an deutschen Schulen entgegen den Vorhersagen der Marktforschungsinstitute noch aus. Zudem ist der Preisverfall der in unseren Komplettlösungen enthaltenen Projektoren weiterhin spürbar.

Insgesamt führten diese Entwicklungen sogar zu einem Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation; insbesondere, da es uns noch nicht gelungen ist, den interessanten Wachstumsmarkt Türkei zu aktivieren.

Marketing und Produkte

In 2012 stand die Entwicklung der neuen interaktiven Touchboards von Legamaster im Vordergrund. Die gegen Ende des Jahres verkaufsfertigen Produkte zeichnen sich nicht nur dadurch aus, dass sie sowohl mit einem Stift als auch mit dem Finger bedienbar sind, sondern in ihrer Multitouchfunktion (bis zu zehn Touchpoints) zudem einzigartig sind.

Die Akzeptanz der e-Screens nahm im Jahr 2012 zu. Angesichts der rapiden Annäherung der Gesamtkosten dieser Lösung an die bisher noch günstigeren, aber qualitativ deutlich unterlegenen Kombinationslösungen von Projektor und interaktiver Tafel erwarten wir ebenso wie die Marktforschungsinstitute deutliche Marktanteilsgewinne für diese Lösung. Im letzten Quartal 2012 führten wir zudem einen e-Screen mit 84 Zoll Bildschirmdiagonale ein.

Mit diesen beiden Neuheiten erwarten wir für 2013 eine deutlich positive Entwicklung, zumal besonders die neuen Touchboards auf den Jahresauftaktmessen sehr gut angenommen wurden.

Im traditionellen Bereich erfuhr die Erweiterung der Magic Chart Serie - statisch haftende Flipchartpapiere - eine sehr positive Resonanz im Markt.

Partnermarken

Nach der plangemäßen Reduzierung der Umsatzanteile von Partnermarken über die letzten Jahre haben wir strategische Kooperationen mit starken Komplementärmarken, die die Platzierung der Konzernmarken unterstützen, forciert. So steigerten wir unter anderem durch Kooperationen in Europa und Südamerika die Umsätze mit Partnermarken um 16,1 %.

Ertragslage

2012

TEUR
2011

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Umsatzerlöse 116.499 111.467 5.032 4,5
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 707 261 446 170,9
Gesamtleistung 117.206 111.728 5.478 4,9
Materialaufwand - 45.602 - 45.286 - 316 0,7
Rohergebnis 71.604 66.442 5.162 7,8
in % von der Gesamtleistung 61,1 % 59,5 %
Personalaufwand - 31.436 - 27.485 - 3.951 14,4
in % vom Umsatz 27,0 % 24,7 %
Abschreibungen - 4.230 - 2.816 - 1.414 50,2
Sonstige betriebliche Erträge 4.920 4.445 475 10,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 33.706 - 32.869 - 837 2,5
EBIT 7.152 7.717 - 565 - 7,3
in % vom Umsatz 6,1 % 6,9 %
Finanz- und Beteiligungsergebnis - 280 - 1.167 887 - 76,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.872 6.550 322 4,9
Ertragsteuern - 3.320 - 4.379 1.059 - 24,2
Konzernjahresergebnis 3.552 2.171 1.381 63,6
in % vom Umsatz 3,0 % 1,9 %

Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 4,5 % auf 116,5 Mio. EUR gestiegen. Dieses Wachstum wird getragen vom Geschäftsfeld Schreiben und Markieren und den Partnermarken. Die Bestandsveränderungen haben sich im Wesentlichen aufgrund des Bestandsaufbaus in den produzierenden Gesellschaften in Argentinien und Kolumbien deutlich erhöht.

Die Rohergebnisquote ist um 1,6 Prozentpunkte auf 61,1 % gestiegen. Ursächlich ist hier vor allem die Veränderung im Geschäftsfeld-, Produkt- und Kundenmix. Außerdem entfallen von dieser Verbesserung 0,3 Prozentpunkte auf die Änderung der Konditionsstruktur (Verschiebung von Erlösschmälerungen zu Werbekostenzuschüssen).

Der mit 4,0 Mio. EUR deutliche Anstieg der Personalaufwendungen resultiert aus mehreren Effekten. So erklärt sich der Mehraufwand aus der im Geschäftsjahr 2012 um 61 Personen erhöhten Mitarbeiterzahl, durch ergebnisbedingt höhere Gewinnbeteiligungen und Prämien sowie einmalige Personalaufwendungen. Zusätzlich kam es in Argentinien zu deutlichen inflationsbedingten Lohnerhöhungen.

Die Abschreibungen haben sich aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR auf das Anlagevermögen der edding Argentina S.A. deutlich erhöht. Diese Risikovorsorge auf Konzernebene wurde erforderlich durch die zunehmende politische und wirtschaftliche Instabilität im Land. Hierzu verweisen wir auch auf den Risikobericht.

Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge ist vor allem auf höhere Auflösungen von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden, gestiegene Währungskursgewinne und den Anstieg der Lizenzerlöse aus dem Druckerpatronen-Geschäft zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 0,8 Mio. EUR über denen des Vorjahres trotz der gegenüber 2011 um 1,2 Mio. EUR gesunkenen realisierten und nicht realisierten Wechselkursverluste. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beruht vor allem auf Zuwächsen in diversen umsatzvariablen Kostenpositionen, wobei wesentliche Einzeleffekte im Folgenden erläutert werden. Die Marketingkosten haben sich in 2012 um 0,4 Mio. EUR erhöht. Ursache hierfür ist die bereits erwähnte Verschiebung von Erlösschmälerungen zu Werbekostenzuschüssen. Ohne diesen Effekt wären die Marketingaufwendungen in 2012 leicht rückläufig gewesen. Zusätzlich sind die Beratungskosten bedingt durch das Vorantreiben strategischer Projekte im Geschäftsjahr deutlich angestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 7,2 Mio. EUR im Wesentlichen aufgrund der erhöhten Abschreibungen um 0,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Dies entspricht einer Verringerung der EBIT-Marge von 6,9 % auf 6,1 %.

Die Ertragsteueraufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Im Vorjahr waren die Ertragsteueraufwendungen wesentlich beeinflusst durch Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 1,8 Mio. EUR, wovon 1,6 Mio. EUR aus Wertpapierleihgeschäften der Jahre 2006 und 2007 resultierten. Dieser Effekt wird teilweise kompensiert durch die Wertberichtigung und Nutzung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuerforderungen aus Verlustvorträgen und andere temporäre Differenzen von Konzerngesellschaften.

Die auf die Steuernachzahlung entfallenden Zinsen führten im Vorjahr zusätzlich zu einer Belastung des Finanzergebnisses in Höhe von 0,4 Mio. EUR. Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreswert korrespondierend positiv entwickelt. Eine zusätzliche Verbesserung ergibt sich aus der Zeitwertbewertung der Wertpapiere zur Deckung eines Teils der Pensionsverpflichtungen.

Der Jahresüberschuss des Konzerns liegt entsprechend mit 3,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 2,2 Mio. EUR.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des edding Konzerns ist zum 31. Dezember 2012 von 81,9 Mio. EUR im Vorjahr um 2,5 % auf 79,8 Mio. EUR gesunken. Zudem hat sich im Geschäftsjahr 2012 das Eigenkapital von 35,4 Mio. EUR auf 34,8 Mio. EUR leicht verringert. Dies liegt im Wesentlichen in der Ausschüttung der Dividende und in den ergebnisneutral erfassten finanzmathematischen Verlusten aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen begründet, denen als gegenläufiger Effekt das im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Konzernergebnis gegenübersteht. Bei gleichzeitiger Tilgung von Finanzschulden führte dies zu einem leichten Anstieg der Eigenkapitalquote von 43,2 % auf 43,5 %.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich von 26,0 Mio. EUR um 6,5 % auf 24,3 Mio. EUR vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die aus Gründen der Risikovorsorge vorgenommene außerplanmäßige Wertberichtigung auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie das Sachanlagevermögen bei der argentinischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Zudem befanden sich die mit einem Volumen von 2,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten Investitionen leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Investitionen wurden in den Bereichen der technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen und betrafen primär unseren Produktionsstandort in Bautzen sowie die Konzernzentrale in Ahrensburg.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von 55,9 Mio. EUR um 0,7 % auf 55,5 Mio. EUR leicht gesunken. Diese Entwicklung beruht vor allem auf einer stichtagsbedingten Abnahme des Bestands an flüssigen Mitteln und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Rückgang im Bereich der sonstigen Vermögenswerte. Die weitere Zunahme des Vorratsvermögens steht dem jedoch entgegen. Der deutliche Anstieg der Vorräte resultiert insbesondere aus dem in 2012 fortgesetzten Aufbau der Sicherheitsbestände von japanischen Lieferanten im Rahmen des Risikomanagements sowie dem temporären Aufbau von Vorratsbeständen aufgrund einer anstehenden Umstellung unserer Verpackungsdesigns.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 von 22,9 Mio. EUR leicht um 1,4 % auf 23,2 Mio. EUR. Einer im Wesentlichen auf gefallenen Diskontierungszinsen beruhenden Zunahme der Pensionsverpflichtungen stehen hierbei die planmäßig gesunkenen langfristigen Bankdarlehen und Refinanzierungsverbindlichkeiten von Grundstücksgesellschaften als gegenläufige Effekte gegenüber.

Im Jahr 2012 war ebenfalls ein Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 23,6 Mio. EUR um 7,5 % auf 21,9 Mio. EUR zu verzeichnen. Der Haupteffekt war hierbei die Tilgung von kurzfristig fälligen Bankverbindlichkeiten. Hinzu kam ein starker Rückgang im Bereich der Ertragsteuerschulden, da bei den deutschen Konzerngesellschaften der erwartete Steueraufwand bereits vollumfänglich durch Vorauszahlungen abgedeckt ist. Demgegenüber stehen ein stichtagsbedingt leichter Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zunahme der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die wesentlich auf im Vergleich zum Vorjahr höheren Abgrenzungen für Leistungen an Mitarbeiter beruht.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Anstiegs des Konzernergebnisses und der in 2012 im Konzernergebnis enthaltenen stark angestiegenen Abschreibungen und sonstiger zahlungsunwirksamer Aufwendungen von 3,6 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR deutlich verbessert. Die Mittelabflüsse für den weiteren Bestandsaufbau der Vorräte wurden durch Mittelfreisetzungen im Forderungsbereich und aus den operativen Verbindlichkeiten hierbei nur teilweise kompensiert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit stieg im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr 2012 niedrigeren Investitionen in das Sachanlagevermögen auf - 3,0 Mio. EUR leicht an. Einen mindernden Effekt auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit hatte indes der im Jahr 2012 erfolgte Erwerb der vormaligen Fremdanteile an der mexikanischen Tochtergesellschaft.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2012 von 2,9 Mio. EUR im Vorjahr auf -5,4 Mio. EUR stark gesunken. Diese Entwicklung liegt in den erfolgten hohen Tilgungen von bestehenden Finanzschulden bei gleichzeitig unwesentlichen Einzahlungen aus der Aufnahme von neuen Krediten begründet.

Im Jahr 2012 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2013.

Entwicklung der Konzerngesellschaften5

Mutterunternehmen

Aufgabe der edding Aktiengesellschaft ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Finanzen, Personal und IT angesiedelt.

Die Ertragslage der edding Aktiengesellschaft ist im Wesentlichen durch Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH gekennzeichnet. Die entsprechenden Ergebnisübernahmen liegen mit 11,9 Mio. EUR leicht über dem Ergebnis des Vorjahres (11,7 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung von Bewertungseffekten auf Konzernforderungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen liegt das Beteiligungsergebnis insgesamt allerdings 1,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (11,9 Mio. EUR). Wesentlicher Effekt ist hier die Abschreibung auf die Anteile an der edding Argentina S.A. in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Diese Risikovorsorge wurde erforderlich durch die zunehmende politische und wirtschaftliche Instabilität des Landes. Hierzu verweisen wir auch auf den Risikobericht.

Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 4,4 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert (6,7 Mio. EUR). Dies resultiert neben dem geringeren Beteiligungsergebnis aus gestiegenen Personalaufwendungen und geringeren sonstigen betrieblichen Erträgen. Auch der Jahresüberschuss liegt mit 1,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 2,2 Mio. EUR. Im Vorjahr war der Jahresüberschuss wesentlich beeinflusst durch eine Steuernachzahlung für Vorjahre in Höhe von 1,8 Mio. EUR.

5 Die Kommentierung der Tochtergesellschaften erfolgt auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften.

Tochtergesellschaften

Die edding International GmbH nimmt alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren ist die Gesellschaft für die operative Steuerung von Beschaffung sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten zuständig. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern in Ländern ohne konzerneigene Vertriebsgesellschaften.

Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn betrug 3,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse der edding International GmbH sind im Vorjahresvergleich konstant, was zum Teil aus der Veränderung konzerninterner Lieferbeziehungen und einer Verschiebung von Erlösschmälerungen zu Werbekostenzuschüssen resultiert. Bereinigt um diese Effekte beträgt der Umsatzanstieg rund 3 %. Zu den Wachstumsmärkten gehören die Türkei, Russland und Großbritannien. Dagegen liegen im Jahr 2012 die Umsätze in Spanien und Griechenland unter den Vorjahreswerten. Somit beträgt das Ergebnis im aktuellen Geschäftsjahr 11,2 Mio. EUR, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (11,8 Mio. EUR) bedeutet. Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding Aktiengesellschaft abgeführt.

Der Legamaster International B.V. (Niederlande) obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern in Ländern ohne konzerneigene Vertriebsgesellschaften. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr stabil; jedoch ist insbesondere die Entwicklung des Bereiches der elektronischen Whiteboards und e-Screens damit schwächer als erwartet. Hierzu verweisen wir auf die Darstellung der Geschäftsfelder. Für den interaktiven Bereich ist vor allem im Geschäftsjahr 2012 ein entsprechender Strukturaufbau erfolgt, da hier insbesondere technisches Know-how in Marketing und Vertrieb notwendig ist. Im Geschäftsjahr liegt das Ergebnis entsprechend deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres, allerdings wurde durch die Strukturanpassung in Verbindung mit Ende 2012 verfügbaren neuen Produkten die Grundlage für eine positive Entwicklung in den kommenden Jahren geschaffen.

Die edding Legamaster B.V. (Niederlande) ist zuständig für den Vertrieb der Konzernmarken edding und Legamaster in den Niederlanden und konnte im Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzwachstum von 3 % erzielen. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren ist wie geplant durch gezielte Marktaktivitäten ein deutliches Umsatzwachstum von 15 % erzielt worden. Im Bereich Visuelle Kommunikation dagegen ist der Umsatz um 7 % zurückgegangen, hier wirkt sich die unverändert restriktive Ausgabenpolitik im öffentlichen Sektor dämpfend aus. Bedingt durch die insgesamt höheren Umsatzerlöse konnte ein positives und deutlich über dem Vorjahr liegendes Ergebnis erzielt werden.

Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ist eine Tochtergesellschaft der edding International GmbH und ermöglicht als nicht operative Holding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.

Der Vertrieb der Konzernmarken in Deutschland erfolgt durch die edding Vertrieb GmbH und die Legamaster GmbH. Die Legamaster GmbH hat zum 1. Juli 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Seitdem hat die edding Vertrieb GmbH stufenweise Teile der Vertriebsaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation auf die Legamaster GmbH übertragen. Nach der Übernahme des Projektvertriebs und der nationalen und internationalen Großkunden bis 2011 wurde mit der Übernahme weiterer internationaler Großkunden und dem größten Teil des regionalen Handels im Berichtsjahr die Verlagerung weitgehend abgeschlossen.

Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr einen leichten Umsatzrückgang von 2 % verzeichnet. Dies wird beeinflusst durch eine Verschiebung von Erlösschmälerungen zu Werbekostenzuschüssen sowie durch die weitere Überlassung von Kunden an die Legamaster GmbH. Bereinigt um diese Effekte ist die Umsatzentwicklung jedoch stabil. Ein leichter Anstieg im Bereich Schreiben und Markieren konnte den geplanten Umsatzrückgang mit den Partnermarken ausgleichen. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn liegt mit 3,9 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 2,7 Mio. EUR. Dies resultiert aus dem weitgehend stabilen Umsatz in Verbindung mit deutlich geringeren Marketing- und Warenbezugskosten.

Bei der Legamaster GmbH liegt der Umsatz - bedingt durch die vorgenannte weitere Kundenübernahme - deutlich über dem Vorjahreswert. Korrigiert um diesen Effekt beträgt das Umsatzwachstum hingegen 2 %. Das geplante deutliche Wachstum im Bereich der interaktiven Medien konnte bisher noch nicht realisiert werden; die Auflösung des Investitionsstaus an deutschen Schulen blieb im Jahr 2012 entgegen den Vorhersagen der Marktforschungsinstitute noch aus. Jedoch konnten Erfolge im Geschäftskundenbereich erzielt werden. Die Ergebnissituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr zwar verbessert, trotzdem wurde in 2012 noch kein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Im kommenden Jahr wird ein deutlicher Anstieg der Umsätze - insbesondere im interaktiven Bereich unter anderem aufgrund neu eingeführter Produkte wie dem Touchboard - inklusive einer entsprechenden Ergebnisverbesserung erwartet.

Nach dem Umsatzrückgang im Vorjahr konnte die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) in Landeswährung ein deutliches Umsatzwachstum von über 30 % erzielen. Dieses Wachstum betrifft alle Geschäftsfelder und resultiert aus Erfolgen sowohl im traditionellen Handel als auch im Kanal Baumärkte. Die in 2011 begonnene Rückführung der Zahlungsziele wurde fortgesetzt und hat zu einer weiteren Reduzierung der Forderungen im Verhältnis zum Umsatz geführt. Aufgrund des höheren Umsatzes und einer verbesserten Kostenstruktur konnte im Berichtsjahr ein Gewinn erzielt werden.

Die EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) konnte in Landeswährung erneut eine deutliche Umsatzsteigerung von 8 % erzielen. Dies resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus einem weiteren gezielten Ausbau des Schulgeschäftes im Segment Schreiben und Markieren. Entsprechend konnte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Der Umsatz der edding France SAS (Frankreich) ist im Berichtsjahr um 9 % zurückgegangen. Dies resultiert zum größten Teil aus dem Verlust eines Großkunden im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation an einen lokalen Wettbewerber. Allerdings lag der Umsatz im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren ebenfalls unter Vorjahr. Die ehrgeizigen Wachstumspläne in angestammten und neuen Kanälen konnten somit nicht erreicht werden. Dies resultierte zum einen aus Lagerreduktionen bei Großkunden, zum anderen auch aus zu geringer direkter Präsenz im Handel. Aufgrund einer verbesserten Kostenstruktur konnte der Gewinn trotz des Umsatzrückgangs stabil gehalten werden. Im folgenden Geschäftsjahr wird ein eigener Außendienst aufgebaut, um die Präsenz und die Beziehung zum Handel deutlich auszubauen. In Verbindung mit einer Ende 2012 eingeführten neuen Partnermarke wird dies mittelfristig zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen.

Die zum Teilkonzern der niederländischen Vertriebsgesellschaft gehörige edding Lega International B.V.B.A. (Belgien) hat einen Umsatzrückgang von 6 % verzeichnet, der aus beiden Geschäftsfeldern resultiert. Der Gewinn der Gesellschaft liegt entsprechend unter dem Niveau des Vorjahres.

Griechenlands Wirtschaft ist weiter stark durch die Schuldenkrise beeinträchtigt. Daher musste die edding Hellas Ltd. (Griechenland) in diesem Jahr einen weiteren Umsatzrückgang in Höhe von 17 % verkraften, wobei die Position im Gesamtmarkt jedoch behauptet werden konnte. Im Berichtsjahr wurde wiederum ein deutlich negatives Betriebsergebnis erzielt. Um der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Situation Rechnung zu tragen, wurden das Personal der Gesellschaft reduziert und weitere strukturelle Anpassungen im Geschäftsmodell vorgenommen, die es ermöglichen, die Marktposition in Griechenland zu halten. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Ergebnissituation, jedoch erwarten wir mittelfristig im derzeitigen Wirtschaftsumfeld noch kein ausgeglichenes lokales Ergebnis. Aufgrund des insgesamt hohen Marktanteils versprechen wir uns langfristig allerdings positive Effekte.

Die Umsatzerlöse der edding Argentina S.A. (Argentinien) sind in Landeswährung im Vorjahresvergleich um 11 % angestiegen. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation ist das Volumen allerdings zurückgegangen. Die inoffizielle Inflationsrate liegt bei rund 30 %, was sich insbesondere in einem entsprechenden Anstieg der Personalkosten bei weitestgehend unveränderter Personalstruktur widerspiegelt. Die instabile politische und wirtschaftliche Lage hat sich zudem weiter verschärft. Wir sahen uns hier im Berichtsjahr vermehrt Importbeschränkungen sowie zunehmenden Einschränkungen des Devisenverkehrs ausgesetzt und betrachten die Gefahr einer Währungsabwertung als unverändert hoch. Vor diesem Hintergrund betrieb die Gesellschaft weiter ein straffes Forderungsmanagement. Ein kurzfristiger Verlust von Marktanteilen wurde dabei in Kauf genommen, um die drohende Abwertung hoher Forderungsbestände einzugrenzen. Unter diesen Bedingungen bewerten wir das leicht negative Betriebsergebnis noch als zufriedenstellend. Zum größten Teil nicht operative Währungsverluste führen allerdings zu einem deutlich negativen Gesamtergebnis der Gesellschaft.

Die Ende 2010 zusammen mit unserem bisherigen Vertriebspartner gegründete edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) hat im Januar 2011 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Gesellschaft fungiert als Produktions- und Vertriebsgesellschaft. Im Berichtsjahr konnten die Vertriebsaktivitäten weiter ausgebaut und die Markenpräsenz bei den Händlern weiter erhöht werden. Dies führte zu einer Umsatzsteigerung in Landeswährung in Höhe von 8 %. Dies liegt unter den ursprünglichen Erwartungen, daher ist das Ergebnis noch leicht negativ. In 2013 erwarten wir durch weiteren Marktausbau ein positives Ergebnis.

Die in 2008 als Joint Venture mit unserem mexikanischen Vertriebspartner gegründete edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) wurde zu Beginn des Geschäftsjahres aufgrund der negativen Entwicklung der Kooperation vollständig übernommen. Der Vertrieb erfolgt nunmehr durch einen eigenen Außendienst, der im Berichtsjahr neu aufgebaut wurde und erst Ende 2012 die geplante Stärke erreichte. Dies hat dazu geführt, dass die Umsatzentwicklung nicht unsere ursprünglichen Erwartungen erfüllt und leicht unter Vorjahresniveau liegt. Daher ist das Ergebnis mit rund 0,4 Mio. EUR noch deutlich negativ, was in etwa dem Verlust des Vorjahres entspricht. Dennoch ist es uns gerade in der zweiten Jahreshälfte gelungen, das Kundenvertrauen erneut aufzubauen und so die Marke zu stärken. Für die nächsten Jahre erwarten wir auf der Grundlage dieser ersten Erfolge einen deutlichen Marktanteilsausbau. Aufgrund weiterer noch zu tätigender Investitionen in die Marktentwicklung erwarten wir derzeit ein positives Betriebsergebnis nicht vor 2015.

Hauptfunktion der edding Japan Inc. (Japan) ist die Beschaffung von Handelswaren und Rohstoffen für die Produktion. Daneben ist die Gesellschaft verantwortlich für den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in der Region. Die Gesellschaft hat ein positives Ergebnis erzielt.

Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH stellt in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber ausschließlich für die edding Gruppe her. Während das Vorjahr durch leichten Bestandsabbau bei der edding International GmbH sowie eine für die Gesellschaft ungünstige Absatzverschiebung im Produktportfolio belastet war, konnte im Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzanstieg von 15 % erzielt werden. Dies hat zu einem Gewinn in Höhe von 0,7 Mio. EUR geführt, der gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der edding Aktiengesellschaft übernommen wurde. Im Vorjahr hatte die V. D. Ledermann & Co. GmbH ein leicht negatives Ergebnis erzielt.

Die DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG werden aufgrund der Rechnungslegung nach IFRS in den Konzernabschluss einbezogen. Sie fungieren als Leasinggesellschaften für die Betriebsimmobilien der edding Vertrieb GmbH (Betriebsstätte Wunstorf) beziehungsweise der V. D. Ledermann & Co. GmbH (Niederlassung Bautzen). Die Objektgesellschaften werden in der Rechtsform von Personengesellschaften geführt und haben zurzeit noch negative Kapitalkonten, die sich aber innerhalb der Nutzungsdauer der Objekte ausgleichen werden.

Beteiligungen

Die PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Die Office Gold Club GmbH führt Marketingaktivitäten für die deutsche PBS-Branche durch. Insbesondere werden Veranstaltungen für gewerbliche Endverbraucher ausgerichtet.

Die gemeinnützige Beruf und Familie Stormarn GmbH schafft und sichert regionale Angebote zur Betreuung von Kindern und Senioren, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.

Mitarbeiter

Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt 634 Mitarbeiter beschäftigt, was im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres einer Steigerung um 61 Mitarbeiter entspricht. Der Anteil der Beschäftigten in den Auslandsgesellschaften ist hierbei auf nahezu 50 % gestiegen; durchschnittlich waren dort im aktuellen Geschäftsjahr 313 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Anstieg der Beschäftigten resultiert im Wesentlichen aus zwei Effekten: Zum einen betrifft der Anstieg unsere kolumbianische Tochtergesellschaft, die ihre Aktivitäten im Geschäftsjahr deutlich ausgebaut hat. Hinzu kommt, dass die edding Mexico S. de R.L. de C.V. seit dem 5. Januar 2012 als Tochtergesellschaft innerhalb des edding Konzerns geführt wird.

In 2012 wurde an allen deutschen Standorten die Gesundheitsförderung sowie Prävention von Krankheiten in den Vordergrund gestellt. Des Weiteren wurde im Jahr 2012 konzernweit verstärkt in die interne Ausbildung investiert, wobei insbesondere an den Auslandsstandorten diverse Schulungen durchgeführt wurden. Gerade der Führungskräfteentwicklung kommt dabei seit Jahren eine zentrale Bedeutung zu, die in 2012 ebenfalls weiter internationalisiert wurde. Insgesamt ist die gestiegene Zusammenarbeit über Standortgrenzen hinweg ein wesentlicher Eckpfeiler unserer Internationalisierungsstrategie, der jedoch voraussetzt, dass auch ein gemeinsames Verständnis von Kommunikation und Führung im gesamten edding Konzern besteht.

Des Weiteren wurden auch Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Teil der Verantwortung für die Mitarbeiter - aber auch als Mittel der Mitarbeiterbindung - weiter intensiviert, worauf im Bericht zur Corporate Social Responsibility näher eingegangen wird.

CSR - Corporate Social Responsibility Bericht

Kernthemen der sozialen beziehungsweise gesellschaftlichen Verantwortung sind Organisationsführung, Menschenrechte, Arbeitspraktiken, Umwelt, faire Betriebs- und Geschäftspraktiken, Konsumentenanliegen und Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft. Dieser Verantwortung ist edding stets in einem ganzheitlichen Ansatz nachgekommen.

Auch im vergangenen Jahr haben wir wieder wichtige Meilensteine im Bereich Environment, Health and Safety erreicht. Alle unsere Managementsysteme, Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit wurden erfolgreich zertifiziert. Besonders hervorzuheben ist, dass unsere niederländische Tochtergesellschaft, die Legamaster International B.V., erstmalig das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001 aufgebaut und eingeführt hat.

Die vorhandenen Ökobilanzen unserer Produkte wurden weiterentwickelt und von der Universität Bremen verifiziert. Im Fokus der Betrachtung stand dabei die ökologische Produktpalette EcoLine im Vergleich mit den korrespondierenden Standardprodukten. Neben einer sehr guten Bewertung der Bilanzqualität wurden hierbei die Nachfüllsysteme, das Angebot von verschiedenen Ersatzspitzen, das im Pilotstadium befindliche Rücknahmesystem für leere Marker und die Nutzung von Recyclingmaterial sowie nachwachsenden Rohstoffen lobend erwähnt.

Analog wurde die Ökobilanzierung der deutschen edding-Standorte unter Berücksichtigung reisebedingter CO2-Emissionen weiter vervollständigt.

Auch im operativen Geschäft ist Umweltengagement ein fester Bestandteil. Beispielsweise spendeten wir für jedes im Zeitraum von März bis September 2012 in Deutschland verkaufte EcoLine-Produkt drei Cent an das Waldreservat „Wilde Buche" des B.A.U.M. e.V.

Ebenfalls wirken wir mit an der B.A.U.M.-Initiative „Wirtschaft pro Klima". Diese Initiative macht auf die Klimaschutz-Bemühungen deutscher Unternehmen aufmerksam und veröffentlicht mit Hilfe einer Online-Datenbank die durch dieses Engagement vermiedenen CO2-Emissionen, darunter auch edding-Aktivitäten6

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie war ein weiterer Schwerpunkt in 2012. Gemeinsam mit anderen Ahrensburger Unternehmen beteiligte sich edding an der Gründung der „Stiftung Beruf und Familie Stormarn" und wurde Gesellschafter in der dazugehörigen gemeinnützigen Gesellschaft, um die Angebote aktiv mitgestalten zu können. Das Ergebnis war eine Notfall-und Sonderzeitenbetreuung von Kindern. Diese stellt schnell und unkompliziert die Betreuung der Kinder unserer Mitarbeiter sicher, sollte die eigentliche Betreuung zum Beispiel aufgrund einer kurzfristigen Kita-Schließung ausfallen.7

6 http://www.wirtschaftproldima.de

7 http://www.beruf-und-familie-stormarn.de

Sonstige Funktionsbereiche

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und drei ausländische Produktionsstätten.

Die deutsche Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich höhere Auslastung, wobei auch die Einführung der SAP-Steuerungs-Software (SAP Modul PP) im April 2012 zu keinem nennenswerten Einbruch der guten Ausbringung führte. Einem stabilen überdurchschnittlich hohen Auftragsbestand konnte hierbei nur mit einem erheblichen Maß an Überstunden und zusätzlichen temporären Arbeitskräften begegnet werden. Zur Zukunftssicherung des Standortes wurde auch in 2012 kontinuierlich in neueste Montagetechnologie und Spritzgießtechnik im Bereich Produktion investiert.

Im Produktionsstandort der edding Argentina S.A. (Argentinien) in San Juan wurde in 2012 trotz der instabilen politischen und wirtschaftlichen Situation eine höhere Auslastung als im Vorjahr erreicht. Die Einfuhr neuer Produktionstechnologien aus Deutschland gestaltete sich dabei aufgrund verschärfter Einfuhrbestimmungen zunehmend schwieriger.

Seit Gründung des Produktionsstandortes edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) Ende 2008 konnte der mittelamerikanische Produktionsstandort zu einem großen Kostenvorteil in dem vom Potenzial her bedeutenden Markt in Mexiko sowie für die übrigen mittelamerikanischen Märkte beitragen. Jedoch konnte auch in 2012 die Produktionskapazität aufgrund von Vertriebsschwierigkeiten nicht auf die geplante Auslastung gebracht werden.

Im November 2010 wurde die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) gegründet. Schon im ersten Jahr 2011 konnte eine positive Bilanz gezogen werden, worauf im Laufe des Jahres 2012 die weitere Stabilisierung und Anpassung der Produktion an die Marktanforderungen erfolgte. Auch in Kolumbien werden durch die lokale Produktion langfristig erhebliche Kostenvorteile für den bedeutenden Markt in der Andengemeinschaft erwartet.

Logistik

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren gibt es in der edding Gruppe ein großes Zentrallager am Stammhaus in Ahrensburg, welches hauptsächlich aus dem gruppeneigenen Produktionslager in Bautzen, aber auch von externen Lieferanten versorgt wird. Ergänzend dazu betreibt am Standort Wunstorf ein Logistikdienstleister für edding ein auf Kleinkommissionierung ausgelegtes Vertriebslager. Beide Lager sind im ERP-System von edding zusammengeführt und teilen sich die Versorgung aller nationalen Kunden sowie der internationalen Tochtergesellschaften und Vertriebspartner mit edding-Produkten sowie Partnermarken.

Parallel dazu betreibt edding für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ein zweites Zentrallager in Lochern (Niederlande), welches in gleicher Weise alle Legamaster-Produkte angeliefert bekommt, sie zwischenlagert und weltweit versendet.

Selbstgeführte Lager von Vertriebsgesellschaften befinden sich außerdem bei den Tochterunternehmen in der Türkei, in Griechenland und in Großbritannien. Für die Länder Benelux sowie Frankreich übernehmen die Zentrallager gleichzeitig auch die Funktion des Vertriebslagers und versenden direkt an die Kunden.

Die seit Anfang 2011 bestehende Zusammenarbeit mit dem Logistikdienstleister in Wunstorf hat sich im Berichtsjahr weiter eingespielt unter Berücksichtigung von effizienter Lagerhaltung und hoher Flexibilität. Auch in 2012 blieben alle früheren edding-Arbeitsplätze im Lager erhalten und die Auslieferqualität auf ihrem gewohnt hohen Niveau.

Nachdem in den Vorjahren die Lagerstandorte in der Türkei und in Griechenland modernisiert wurden, war in diesem Jahr das Lager der britischen Tochtergesellschaft Gegenstand der Optimierungsmaßnahmen. Hier konnte aus dem bestehenden Layout mit wenig Aufwand schnell eine gute Ausgangsbasis für den ambitionierten Wachstumskurs der nächsten Jahre geschaffen werden.

Informationstechnologie

Zentrales Projekt in 2012 war die Erweiterung von SAP R/3 in unserem Produktionsstandort Bautzen. Mit der Abbildung der Produktionsprozesse im SAP Modul PP wurde ein weiterer wesentlicher Schritt in Richtung einer vollständigen Zentralisierung der Anwendungssysteme und einer weiteren Standardisierung der Systemlandschaft umgesetzt.

Im Bereich der Systeminfrastruktur wurden umfangreiche Investitionen in mobile Systeme getätigt. edding setzt hier weiterhin auf bewährte und sichere Industriestandards im Bereich der mobilen Kommunikation.

Um für jeden fachlichen Anwendungszweck im Vertrieb oder entlang der Lieferkette die optimale und effizienteste Gerätekonfiguration nutzen zu können, wurden darüber hinaus Management-Lösungen für Tablet-Computer und mobile Scanner-Systeme installiert und in Betrieb genommen.

Zusätzlich wurde der Einsatz von Virtualisierungs-Technologien für Arbeitsplätze und Server bei edding weiter vorangetrieben, so dass die Mitarbeiter die bei edding bewährten Anwendungssysteme auf derzeit bestehenden und zukünftigen Hardwareplattformen ortsunabhängig verwenden können.

Forschung und Entwicklung

Aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen fallen im edding Konzern nur in untergeordnetem Umfang an, da wir unsere Lieferanten stark in diese Aktivitäten einbinden. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betreffen ausschließlich das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichtserstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen beziehungsweise Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt.

Die aktuelle Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- beziehungsweise Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „risk owners", die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte auch im Jahre 2012 mit Unterstützung der in 2011 implementierten internen Revision direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.

Internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen.

Zudem gewährleistet das Vier-Augen-Prinzip, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Geschäftsleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige gemeinsame Sitzungen von Vorstand und kaufmännischer Leitung statt.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und IFRS-Rechnungslegungsstandards. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwenden wir standardisierte Reporting­Packages, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken

Die in 2011 begonnenen Maßnahmen zur Absicherung bestehender Beschaffungsrisiken wurden weiter vorangetrieben. So wurden in 2012 nochmals sämtliche Sicherheitsbestände überprüft, was zu einem weiteren moderaten Aufbau der Bestände geführt hat. Insbesondere Roh- und Fertigwaren von japanischen Lieferanten, die wir nach der Fukushima-Katastrophe einer neuen Risikobewertung unterzogen haben, werden nun mit erhöhten Sicherheitsbeständen geführt.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Wie in den vergangenen Jahren im edding Konzern üblich, wurden auch in 2012 die währungsbedingten Risiken mit Kurssicherungsgeschäften wirtschaftlich abgesichert. Dies betrifft vorwiegend das Yen-Euro-Wechselkursrisiko aus der Vorratsbeschaffung. Aufgrund der Wahlen und dem damit verbundenen Regierungswechsel in Japan kam es zum Ende des Jahres 2012 zu einer starken Abwertung des Yen, die mit Vorholeffekten der angekündigten erhöhten japanischen Plan-Inflationsrate von 1 % auf 2 % und den durch die neue japanische Regierung beschlossenen Konjunkturprogrammen zu erklären ist. Auch für die über den Jahreswechsel hinaus erwarteten weiteren Wechselkursschwankungen des Yen sieht sich der edding Konzern durch den Abschluss der Kurssicherungsgeschäfte gut vorbereitet, so dass Planungssicherheit auf der Beschaffungsseite jederzeit gegeben ist. Die Abwertung des Yen zum Jahresende führte allerdings zu stichtagsbezogenen Kursverlusten aus den abgeschlossenen Kurssicherungsgeschäften bei der Tochtergesellschaft edding International GmbH.

Das Wechselkursrisiko in der Türkei konnte durch eine weitere Reduzierung der Euroverbindlichkeiten unserer türkischen Tochtergesellschaft stark reduziert werden, was auch in den Folgejahren das absolute Wechselkursrisiko des edding Konzerns weiter minimieren wird.

Den potenziellen Wechselkursrisiken eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone wurde in 2012 mit der Optimierung der Bilanzstruktur unserer griechischen Tochtergesellschaft begegnet, so dass sich der edding Konzern im Falle einer wiederholten Verschärfung der Eurokrise Finanzmarktrisiken in diesem Zusammenhang in nur unwesentlichem Umfang gegenüber sähe.

Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement gab es in 2012 keine nennenswerten Forderungsausfälle. Das Ausfallrisiko im Forderungsbestand sehen wir weiter als unwesentlich an.

Zur Absicherung des derzeit bestehenden niedrigen Zinsniveaus bestehen weiterhin Zinsswaps, die bei Bedarf für neue Finanzierungen verwendet werden könnten.

Leistungswirtschaftliche Risiken

In unseren Märkten möchten wir Innovations- und Qualitätsführer sein. Um dieses Ziel erreichen zu können, beschäftigen wir uns insbesondere bei der Einführung neuer Produkte sehr intensiv mit den Markt- beziehungsweise Kundenanforderungen. Zum weiteren Ausbau des hohen Qualitätsniveaus haben wir in 2012 unter anderem damit begonnen, unsere Supply Chain Prozesse zu reorganisieren. Um Schwachstellen zu reduzieren, die durch Informationsdefizite in den ERP-Systemen entstehen können, wurden Prozesse modifiziert, die unsere Service- und Lieferqualität - auch auf dem bereits sehr hohen Niveau - noch weiter verbessern werden.

Personalrisiken

Der Bereich Human Ressources der edding Aktiengesellschaft konnte auch in 2012 wieder ein vielfältiges und zugleich sehr individuell zugeschnittenes Weiterbildungsprogramm anbieten. Alle internen Maßnahmen wurden von den Mitarbeitern mit gut bis sehr gut bewertet, was die Qualität der angebotenen sowie durchgeführten Schulungsmaßnahmen bestätigt.

Die jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragungen zeigten in 2012 eine weitere Verbesserung der bereits seit Jahren auf hohem Niveau liegenden Zufriedenheitsbefragungen. Die überdurchschnittlich hohe Motivation unserer Mitarbeiter und die damit verbundene Qualität zeigt sich auch in den jährlich extern stattfindenden Branchenbefragungen von Fachhändlern, in denen wir im Berichtsjahr zum siebten Male hintereinander den ersten Platz der PBS-Lieferanten belegen.

Politische Risiken

Wie bereits im Halbjahresbericht 2012 veröffentlicht, hat sich die wirtschaftliche und politische Lage in Argentinien auch in 2012 weiter verschärft. Die Regierung Kirchner stemmt sich mit zahlreichen Maßnahmen gegen Haushalts- und Zahlungsbilanzdefizite und damit gegen eine Abwertung des Peso. Unsere Wettbewerbsposition im Land wird unter anderem beeinflusst durch einen deutlichen Anstieg der Importzölle, anhaltend restriktive Importbeschränkungen sowie zunehmende Devisenbewirtschaftung, die einen freien Tausch von Peso gegen US-Dollar einschränkt. Diese Maßnahmen führen insgesamt zu einer deutlichen Schwächung der lokalen Industrieproduktion bei einer ohnehin schon hohen verdeckten Inflation durch mehr oder weniger indexierte Löhne und Gehälter.

Die langsame aber stetige Abwertung des Peso kann die Inflation nicht kompensieren, die offiziell immer noch bei rund 10 % liegt, tatsächlich aber rund 25 % betragen dürfte. Trotz einer Abwertung des Argentinischen Peso um rund 15 % in 2012 ist der Abwertungsdruck ungebrochen. Die Preisdifferenz auf dem Schwarzmarkt für den Peso beträgt rund 30 %.

Höhepunkt der staatlichen Interventionspolitik im Berichtsjahr 2012 war die Verstaatlichung des Erdölunternehmens YPF, einer Tochtergesellschaft des spanischen Erdölkonzerns Repsol. Dies war eine Maßnahme, die sich deutlich negativ auf das Investitionsklima in Argentinien ausgewirkt hat.

Zu ernsthaften Produktionsausfällen bei unserer argentinischen Tochtergesellschaft aufgrund der Importbeschränkungen und damit verbundenen Lieferrückständen an unsere Kunden ist es bislang noch nicht gekommen, da wir aufgrund der schwierigen Lage unsere Vorratsbestände deutlich angehoben haben, was andererseits den Cashflow entsprechend negativ belastet. Da der argentinische Markt ein unverändert wichtiges Standbein für die edding Gruppe ist, werden wir in 2013 weitere Möglichkeiten zur Risikominimierung prüfen, die eine Aufrechterhaltung unserer Marktposition gewährleisten.

Die politischen und wirtschaftlichen Risiken aufgrund der Schuldenkrise in Europa haben sich im Jahresverlauf leicht entspannt. In Griechenland haben wir die Bilanzstruktur unserer Tochtergesellschaft krisenfest gemacht und zudem konnten die Außenstände gegen griechische Kunden im Vergleich zum Geschäftsvolumen überproportional reduziert werden. Wir sehen in der Eurokrise derzeit kein wesentlich erhöhtes Risiko mehr für die edding Gruppe.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.

Gesamtrisiko/Fortbestandsrisiko

Auch das Jahr 2012 war stark geprägt durch die Eurokrise, die insbesondere durch die Fast-Insolvenz Griechenlands das gesamte Jahr über für Verunsicherung an den Finanzmärkten sowie der Realwirtschaft sorgte. Trotzdem konnte der edding Konzern auch im Jahr 2012 seine Marktposition weiter festigen. Insgesamt ist daher die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht - Berichterstattung nach § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Die Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstandsmitglieds legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und verschiedenen Nebenleistungen, und zwar der Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für die Zeit von zwei Monaten im Falle der Dienstunfähigkeit und der privaten Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen. Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrages ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlustes bei der AG zur Anwendung kommt.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstleistungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits.

Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 28. Juni 2011 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2011 bis 2015 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernjahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2012 angegeben.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2011 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 18.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden.

Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2012 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von

Herrn Volker Detlef Ledermann

Frau Susanne Ledermann

Frau Angelika Schumacher

Frau Dina Alexandra Schumacher

Herrn David Alexander Schumacher

Frau Beatrix Ledermann

Frau Julia Marie Ledermann

Herrn Jan Moritz Ledermann

Herrn Per Ledermann

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehaltes.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Nachtragsbericht

Die bisherigen Mitglieder der Geschäftsleitung der edding Gruppe, Herr Thorsten Streppelhoff und Herr Sönke Gooß, wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zu Vorständen der edding AG bestellt.

Weitere wesentliche Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns sind vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts nicht eingetreten.

Ausblick

Spätestens seit dem Jahr 2008 ist der Ausblick in einem sehr heterogenen Umfeld mit mehr Unsicherheiten behaftet als früher. Auch die Entwicklung in 2013 ist daher schwer vorhersagbar.

Die politische Blockadesituation in den USA und die gerade in Kraft getretenen Budgetkürzungen könnten neben den direkten Konsequenzen für die amerikanische Wirtschaft auch negative Ausstrahlungswirkungen auf die internationalen Kapitalmärkte und die Weltwirtschaft entfalten.

Auch im für uns wichtigen Beschaffungsmarkt Japan haben die Wahlen von 2012 politische Konsequenzen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die expansive Strategie der siegreichen Liberaldemokraten bei der Parlamentswahl 2012 Erfolge zeigen wird. Das Setzen auf einen schwächeren Yen bei höheren Schulden hilft uns zwar kurzfristig, da wir gegenüber Japan als Beschaffungsmarkt eine deutlich negative Handelsbilanz haben. Inwieweit die Entwicklung nachhaltig sein wird, bleibt aber abzuwarten. Daher werden wir auch weiterhin unsere Währungsrisiken im Japanischen Yen mittelfristig durch Hedging-Instrumente reduzieren.

In Europa ist die Prognose für die einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sehr unterschiedlich. Wahrscheinlich ist jedoch, dass wir uns in einer langfristigen Seitwärtsbewegung befinden, sollten die südeuropäischen Staaten einen vollständigen Kollaps auch weiterhin vermeiden können.8 Eine starke Erholung wie nach der Krise 2009 ist nicht zu erwarten, da die tiefen strukturellen Probleme der hohen Staatsschulden und verheerenden Arbeitslosenquoten in Ländern wie Spanien und Griechenland diese noch lange beschäftigen werden. Die weiterhin stabile Entwicklung Deutschlands ist dabei durchaus auch als fragil zu betrachten, wird doch entscheidend sein, dass gerade auch die internationalen Abnehmerländer der Exportwaren weiterhin finanzkräftig bleiben und auf deutsche Waren zurückgreifen.

Vor dem Hintergrund eines sich aber tendenziell stabilisierenden Welthandels dürfte das schwache vierte Quartal 2012 nicht der Beginn einer Rezession hierzulande sein.9 Nichts desto trotz wäre jedes Wachstum jenseits der 1 % für Deutschland sicherlich als Erfolg zu werten - auch hier rechnen wir eher mit einer Seitwärtsbewegung. Zudem tendierte der ifo-Geschäftsklimaindex zum Jahresende wieder etwas freundlicher - nach merklicher Eintrübung im ersten Halbjahr - wobei der Einzelhandel etwas pessimistischer in die Zukunft blickte als die Industrie.10

Leichtes Wachstum für 2013 erwartet auch die Markenindustrie der Papier-, Büro- und Schreibwarenbranche, möchte sich aber auf den Umfang nicht festlegen.11

Das Jahr 2013 wird bei edding wie schon die vergangenen Jahre geprägt sein von Projekten zur weiteren Steigerung unserer operativen Exzellenz bei der Umsetzung unserer Strategie 2012+.

8 Siehe auch Ernst & Young Eurozone Forecast, S. 2

9 Siehe auch Ernst & Young Eurozone Forecast, Outlook for Germany, S. 1

10 ifo Konjunkturperspektiven 12-2012

11 PBS-Report vom 16.11.2012 unter Bezugnahme auf Presseerklärung des Altenaer Kreises

Die konsequente Ausrichtung unseres Produktmanagements nach endverbraucherrelevanten Kategorien ist abgeschlossen und die entwickelten Inhalte sind in weiten Teilen marktreif mit neuen Produkten und klaren Designs in allen Kategorien. Die überaus erfolgreiche Einführung der edding Druckerpatronen wird weiter fortgeführt, dazu ergänzt ab 2013 ein Sortiment an edding Farbspraydosen unsere Produktpalette.

Mit der Markteinführung unseres Touchboards sowie e-Screens mit Bildschirmdiagonalen von über 80 Zoll sind wir auch im Bereich der visuellen Kommunikation wettbewerbsfähig aufgestellt.

Wie schon immer bei edding werden wir unsere Risiken laufend im Blick behalten und, wo möglich, Maßnahmen zur Vorsorge einleiten - dies gilt besonders auch für Märkte mit großen politischen Risiken wie Argentinien. Auch in Bezug auf relevante Risiken werden wir in den nächsten beiden Jahren unsere Investitionen mindestens auf dem Niveau von 2012 vornehmen, insbesondere im IT-Bereich zur Verbesserung unserer Sicherheit sowie zur Integration unserer Tochtergesellschaften.

Angesichts der fragilen Wirtschaftslagen haben wir auch in diesem Jahr Alternativszenarien im Planungsprozess entwickelt, auf die wir bei einer Eintrübung des Umfelds sehr schnell zurückgreifen können.

Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung lag der Umsatz des Konzerns auf Vorjahresniveau und blieb damit noch leicht hinter den Erwartungen zurück. Insbesondere fiel der Umsatz im ersten Quartal niedriger aus als geplant, was im Wesentlichen aus vorgeholten Kundenbestellungen im vierten Quartal 2012 und weiteren Einmaleffekten resultiert. Diese Effekte werden sich im weiteren Jahresverlauf zum Teil ausgleichen beziehungsweise können voraussichtlich durch zusätzliche Umsatzpotenziale überkompensiert werden. Wir erwarten nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs auch für die kommenden Jahre 2013 und 2014 steigende Umsatzerlöse. Dabei gehen wir von Wachstum in beiden Geschäftsfeldern aus, allerdings überproportional im Segment der Visuellen Kommunikation. Vor dem Hintergrund der in 2012 vorgenommenen überdurchschnittlich hohen Risikovorsorgen für Tochtergesellschaften rechnen wir für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 mit moderat steigenden Jahresüberschüssen. Hinsichtlich der Segmentergebnisentwicklung erwarten wir für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 leicht steigende Ergebnisse für beide Segmente.

Ahrensburg, 16. April 2013

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

AKTIVA

Anhang 31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte 8 2.754 2.979
Entwicklungsaufwendungen 8 349 278
Übrige immaterielle Vermögenswerte 8 735 615
Sachanlagen 9 15.783 17.368
Sonstige Beteiligungen 10 147 163
Latente Steuern 30 1.395 1.082
Ertragsteuerforderungen 30 771 931
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 55 32
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 2.331 2.556
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 24.320 26.004
Vorräte 11 25.994 23.566
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 18.407 19.259
Ertragsteuerforderungen 30 414 331
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 2.467 2.955
Flüssige Mittel 13 7.236 8.795
Rechnungsabgrenzungsposten 14 1.004 983
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 55.522 55.889
BILANZSUMME 79.842 81.893
PASSIVA
Anhang 31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Grundkapital 15 5.366 5.366
Kapitalrücklage 15 4.246 4.246
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 15 25.513 25.614
Übrige Eigenkapitalveränderungen 15 - 735 - 323
Eigenkapital der Aktionäre der edding AG 34.390 34.903
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 15 378 459
EIGENKAPITAL 34.768 35.362
Pensionen und andere Verpflichtungen 16 15.260 13.079
Andere langfristige Rückstellungen 17 536 512
Langfristige Finanzschulden 18 7.156 8.866
Andere langfristige Verbindlichkeiten 19 260 437
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 23.212 22.894
Kurzfristige Finanzschulden 18 2.733 4.588
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 7.133 6.431
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 19 11.932 11.591
Ertragsteuerschulden 30 64 1.027
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 21.862 23.637
BILANZSUMME 79.842 81.893

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

Anhang 2012

TEUR
2011

TEUR
Umsatzerlöse 22 116.499 111.467
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 23 707 261
GESAMTLEISTUNG 117.206 111.728
Materialaufwand 24 - 45.602 - 45.286
Personalaufwand 25 - 31.436 - 27.485
Abschreibungen 26 - 4.230 - 2.816
Sonstige betriebliche Erträge 27 4.920 4.445
Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 - 33.706 - 32.869
Gesamte betriebliche Aufwendungen -110.054 -104.011
ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT (EBIT) 7.152 7.717
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 10 15 -
Zinsergebnis 29 - 295 - 1.167
Finanz- und Beteiligungsergebnis - 280 - 1.167
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 6.872 6.550
Ertragsteuern 30 - 3.320 - 4.379
KONZERNJAHRESERGEBNIS 3.552 2.171
Davon entfielen auf:
Aktionäre der edding AG 3.609 2.179
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter - 57 - 8
Ergebnis je Aktie 31 4,64 € 2,25 €

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

2012

TEUR
2011

TEUR
Ergebnis nach Steuern 3.552 2.171
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 136 173
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Versicherungsmathematische Verluste - 2.594 - 620
Darauf latente Steuern 738 164
Sicherungsgeschäfte:
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen - 111 480
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen - 309 - 55
Latente Steuern auf Sicherungsgeschäfte 120 - 121
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 2.292 21
Gesamtergebnis 1.260 2.192
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 1.341 2.165
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter - 81 27

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 15 des Konzernanhangs.

Konzernkapitalflussrechnung

indirekte Ermittlung1

2012

TEUR
2011

TEUR
Ergebnis nach Ertragsteuern 3.552 2.171
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.230 2.816
+ Zunahme/- Abnahme der Pensionsrückstellungen 326 - 300
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 616 - 716
Cashflow 8.724 3.971
+ Verlust/- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 20 - 68
+ Abnahme/- Zunahme der Vorräte - 2.936 - 5.926
+ Abnahme/- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 744 2.537
+ Abnahme/- Zunahme der sonstigen Aktiva - 467 952
+ Zunahme/- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.264 794
- Abnahme/+ Zunahme der sonstigen Passiva - 265 1.364
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.084 3.624
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 60 92
+ Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen - 36
- Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen - 581 -
- Auszahlungen/+ Einzahlungen für Investitionen in Sachanlagen - 1.940 - 2.801
Immaterielle Vermögenswerte - 600 - 549
Finanzanlagen 17 - 17
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 3.044 - 3.239
- Dividendenzahlung - 1.854 - 1.854
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 107 7.788
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten - 3.994 - 2.475
+ Einzahlungen/- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden 334 - 560
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 5.407 2.899
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 1.367 3.284
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel - 192 93
+/- Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds - - 18
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.795 5.436
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.236 8.795

1 Erläuterungen siehe Textziffer 37 des Konzernanhangs

Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

TEUR
Sicherungsgeschäfte

TEUR
Stand 01.01.2011 5.366 4.246 25.745 160
Konzernjahresergebnis - - 2.179 -
Sonstiges Ergebnis - - - 456 304
Gesamtergebnis - - 1.723 304
Dividendenzahlungen - - -1.854 -
Stand 31.12.2011 5.366 4.246 25.614 464
Konzernjahresergebnis - - 3.609 -
Sonstiges Ergebnis - - -1.856 - 300
Gesamtergebnis - - 1.753 - 300
Dividendenzahlungen - - -1.854 -
Stand 31.12.2012 5.366 4.246 25.513 164
Fremdwährungs-

umrechnung

TEUR
Anteil der Aktionäre der edding AG

TEUR
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

TEUR
Gesamt

TEUR
Stand 01.01.2011 - 925 34.592 432 35.024
Konzernjahresergebnis - 2.179 - 8 2.171
Sonstiges Ergebnis 138 - 14 35 21
Gesamtergebnis 138 2.165 27 2.192
Dividendenzahlungen - -1.854 - -1.854
Stand 31.12.2011 - 787 34.903 459 35.362
Konzernjahresergebnis - 3.609 - 57 3.552
Sonstiges Ergebnis - 112 -2.268 - 24 - 2.292
Gesamtergebnis - 112 1.341 - 81 1.260
Dividendenzahlungen - -1.854 - -1.854
Stand 31.12.2012 - 899 34.390 378 34.768

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 15 des Konzernanhangs.

Konzernanhang

1 Segmentberichterstattung

Schreiben und Markieren

TEUR
Visuelle Kommunikation

TEUR
Summe Segmente

TEUR
Überleitung

TEUR
edding Konzern

TEUR
2012
Externe Umsatzerlöse 90.875 24.974 115.849 650 116.499
Abschreibungen 3.087 283 3.370 860 4.230
Segmentergebnis (EBIT) 12.418 283 12.701 - 5.549 7.152
2011
Externe Umsatzerlöse 85.498 25.561 111.059 408 111.467
Abschreibungen 1.755 147 1.902 914 2.816
Segmentergebnis (EBIT) 11.044 717 11.761 - 4.044 7.717

Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 36.

2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)

2012
Anschaffungskosten 01.01.2012 Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-

kosten 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.996 - 100 407 150 193 6.260
Geschäfts- oder Firmenwert 3.579 - 32 835 - - 4.382
Kundenstämme, Markenrechte 8.181 - - - - 8.181
Entwicklungsaufwendungen 3.069 - 166 - 515 2.720
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 121 - - - 121 - -
20.946 - 132 1.408 29 708 21.543
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 31.146 - 87 32 - 25 31.066
Technische Anlagen und Maschinen 23.136 - 121 1.203 4 348 23.874
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.042 - 70 792 124 1.450 13.438
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196 - 9 269 - 157 21 278
Finanzanlagen 68.520 - 287 2.296 - 29 1.844 68.656
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 - - - 302 -
Sonstige Beteiligungen 163 0 3 - 19 147
465 0 3 - 321 147
Konzern Anlagevermögen 89.931 - 419 3.7071 - 2.873 90.346
2012
Kumulierte AfA 01.01.2012 Währungs-

umrechnung
Zugänge Abgänge Kumulierte AfA 31.12.2012
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.502 - 95 312 194 5.525
Geschäfts- oder Firmenwert 600 - 24 1.052 - 1.628
Kundenstämme, Markenrechte 8.181 - - - 8.181
Entwicklungsaufwendungen 2.791 - 73 493 2.371
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - - - -
17.074 - 119 1.437 687 17.705
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 22.786 - 18 1.122 22 23.868
Technische Anlagen und Maschinen 16.143 - 59 1.472 315 17.241
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.223 - 54 961 1.439 11.691
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - 73 - 73
Finanzanlagen 51.152 - 131 3.628 1.776 52.873
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 - - 302 -
Sonstige Beteiligungen - - - - -
302 - - 302 -
Konzern Anlagevermögen 68.528 - 250 5.0651 2.765 70.578
2012 Nettobuchwerte
31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 735 494
Geschäfts- oder Firmenwert 2.754 2.979
Kundenstämme, Markenrechte - -
Entwicklungsaufwendungen 349 278
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - 121
3.838 3.872
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 7.198 8.360
Technische Anlagen und Maschinen 6.633 6.993
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.747 1.819
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 205 196
Finanzanlagen 15.783 17.368
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen - -
Sonstige Beteiligungen 147 163
147 163
Konzern Anlagevermögen 19.768 21.403

1 Zum 5. Januar 2012 wurde die Tochtergesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. erstmalig als vollkonsolidiertes Unternehmen in die Konzernrechnungslegung des edding Konzerns einbezogen. Der bei der Erstkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 835 wurde im Entstehungszeitpunkt einem Impairment-Test nach IAS 36 unterzogen und vollständig wertberichtigt. Der hieraus resultierende Aufwand wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung mit anderen gegenläufigen Effekten aus der Erstkonsolidierung saldiert in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, in der Übersicht zur Entwicklung des Anlagevermögens jedoch als Zugang zu den kumulierten Abschreibungen berücksichtigt Bei Abzug dieses Betrages von TEUR 835 ergeben sich die in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesenen Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.230.

2011
Anschaffungskosten 01.01.2011 Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2011 Anschaffungs-

kosten
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.158 7 831 - - 5.996
Geschäfts- oder Firmenwert 3.592 - 13 - - - 3.579
Kundenstämme, Markenrechte 8.181 - - - - 8.181
Entwicklungsaufwendungen 2.969 - 109 - 9 3.069
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - 121 - - 121
19.900 - 6 1.061 - 9 20.946
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 30.870 - 16 292 23 23 31.146
Technische Anlagen und Maschinen 21.621 - 16 1.657 257 383 23.136
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 15.140 - 171 986 21 1.934 14.042
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 349 0 148 - 301 - 196
67.980 - 203 3.083 - 2.340 68.520
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 - - - - 302
Sonstige Beteiligungen 145 1 17 - - 163
447 1 17 - - 465
Konzern Anlagevermögen 88.327 - 208 4.1611 - 2.349 89.931
2011
Kumulierte AfA 01.01.2011 Währungs-

umrechnung
Zuschreibungen Zugänge Abgänge Kumulierte AfA 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.886 0 713 97 - 5.502
Geschäfts- oder Firmenwert 600 - - - - 600
Kundenstämme, Markenrechte 8.181 - - - - 8.181
Entwicklungsaufwendungen 2.638 - 153 - - 2.791
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte - - - - - -
16.305 0 866 97 - 17.074
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 22.841 3 752 789 21 22.786
Technische Anlagen und Maschinen 15.560 - 11 978 11 373 16.143
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 12.970 - 129 1.015 13 1.620 12.223
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
51.371 - 137 2.745 813 2.014 51.152
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 - - - - 302
Sonstige Beteiligungen - - - - - -
302 - - - - 302
Konzern Anlagevermögen 67.978 - 137 3.6111 910 2.014 68.528
2011 Nettobuchwerte
31.12.2011 31.12.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 494 272
Geschäfts- oder Firmenwert 2.979 2.992
Kundenstämme, Markenrechte - -
Entwicklungsaufwendungen 278 331
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 121 -
3.872 3.595
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.360 8.029
Technische Anlagen und Maschinen 6.993 6.061
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.819 2.170
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196 349
17.368 16.609
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen - -
Sonstige Beteiligungen 163 145
163 145
Konzern Anlagevermögen 21.403 20.349

1 In Vorjahren wurden Wertanpassungen für das in Argentinien bilanzierte Anlagevermögen erfasst. Die Wertanpassungen in Höhe von insgesamt TEUR 795 resultieren aus Währungskurseffekten aus den Jahren vor 2004. Da das von Wertanpassungen betroffene Anlagevermögen mittlerweile nicht mehr genutzt wird, erfolgte eine ergebnisneutrale Anpassung in den Zugängen der historischen Anschaffungskosten und den darauf entfallenden Abschreibungen.

3 Grundlagen der Rechnungslegung

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur visuellen Kommunikation.

Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland.

Der Konzernabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang. Die Gewinn-und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wird am 16. April 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

V. D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg

4 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die edding AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise auf die Tätigkeit beherrschenden Einfluss nehmen kann. Beherrschung besteht dann, wenn die edding AG die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 43 des Konzernanhangs dargestellt sind.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist.

Im Geschäftsjahr ergab sich folgende Änderung des Konsolidierungskreises:

Das ehemalige Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R.L. de C.V. wird mit Wirkung zum 5. Januar 2012 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Wir verweisen hierfür auf die Textziffern 10 und 43.

5 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde von der nach IFRS 1 gegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die unter HGB gewählte Erstkonsolidierung im Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004), einschließlich der im Rahmen der HGB-Kaufpreisallokation ermittelten Wertansätze, zu übernehmen und diese - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte - nach IFRS fortzuführen. Nach HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als dessen Zeitwert vom Buchwert abweicht. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden entweder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder mit den Rücklagen verrechnet.

Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangsstichtag werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Aktive Unternehmen, bei denen die edding AG einen Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % hat, werden nach der Equity-Methode bilanziert (assoziierte Unternehmen). Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.

Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls unter Anwendung der Equity-Methode konsolidiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

6 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt; die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Gesellschaften entstehen, werden, soweit der Erwerb vor dem 1. Januar 2004 stattgefunden hat, mit den Kursen des Erwerbszeitpunkts, im Übrigen zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs 31.12.2012 Stichtagskurs 31.12.2011 Durchschnittskurs 2012 Durchschnittskurs 2011
Großbritannien GBP 0,82 0,84 0,81 0,87
Japan JPY 113,61 100,20 103,33 111,35
Mexiko MXN 17,19 18,05 16,83 17,27
Türkei TRY 2,36 2,44 2,33 2,30
Argentinien ARS 6,48 5,57 5,80 5,70
Kolumbien COP 2.332,41 2.497,89 2.291,48 2.590,15

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Die in den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen enthaltenen, auf langfristige konzerninterne Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährung entfallenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Konzernabschluss gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst.

7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Vergleichsinformationen des Vorjahres wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für das Geschäftsjahr 2012 verwendet.

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens erfolgswirksam berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aktivierte Entwicklungsaufwendungen, Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zum 31. Dezember 2003 entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Wertansätze der zum 31. Dezember 2003 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen des Übergangs von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 festgeschrieben. Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Impairment-Test geprüft.

Die Entwicklungsaufwendungen für neue Techniken und Produkte werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, sofern die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden ab dem Vermarktungsbeginn planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel vier Jahren linear abgeschrieben. Die Forschungsaufwendungen und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen werden grundsätzlich aufwandswirksam in der Periode ihres Anfalls berücksichtigt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 - sofern qualifizierte Vermögenswerte vorliegen ­als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Wertminderung

Bei allen immateriellen Vermögenswerten (einschließlich der aktivierten Entwicklungsaufwendungen) sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit („cash generating unit") ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss") vor. Für Zwecke des Impairment­Tests wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2012 wurde ein Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 9,40 % (Vorjahr: 10,05 %) verwendet. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozu- und Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden.

Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt der einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit gegebenenfalls zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die Wertberichtigung wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.

Beim Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 36). Auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind keine Zuschreibungen zulässig.

Leasing

Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Bei Operating-Lease-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingzahlungen werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden bei Zugang in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzanlagen

Sofern Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen bestehen, werden diese nach der Equity-Methode bewertet. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst. Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis unter „Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist.

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Nach IAS 39 sind diese Finanzinstrumente grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sofern zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden konnte, werden diese mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 sind im edding Konzern nur von untergeordneter Bedeutung. Sie werden hauptsächlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften abgesichert. Des Weiteren werden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps gesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert). Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigung hinreichend genau ermittelbar sein muss. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet. Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation bewertet. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Für wertpapiergebundene Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, wird die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte durchgeführt, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.

Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen entsprechend des Wahlrechtes des IAS 19 seit 2006 in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig feststeht, werden als abgegrenzte Schulden („accruals") ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden passivisch abgegrenzt und grundsätzlich in den Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Für das Geschäftsjahr 2012 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2012 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete und von der Europäischen Union anerkannte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard/Interpretation Inhalt der Neuerung/Überarbeitung Anwendungspflicht
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Transfer von finanziellen Vermögenswerten 01.07.2011

Die im Geschäftsjahr 2012 erstmals anzuwendenden Standards hatten keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard/Interpretation Inhalt der Neuerung/Überarbeitung Anwendungspflicht Übernahme durch EU Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand sowie schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für Erstanwender 01.01.2013 ja keine
IFRS 7 Angaben: Saldierung von Finanzinstrumenten 01.01.2013 ja geringfügige Ergänzung der Anhangangaben
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 01.01.2013 ja keine
IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses 01.01.2013 ja geringfügige Änderungen der Darstellung des sonstigen Ergebnisses
IAS 12 Ertragsteuern: Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte 01.01.2013 ja keine
IAS 19 (IAS 19 R) Leistungen an Arbeitnehmer (revised 2011) 01.01.2013 ja siehe Kommentar unterhalb der Tabelle
Diverse Improvements to IFRS 2009 - 2011 Cycle 01.01.2013 ja keine
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau 01.01.2013 ja keine
IFRS 10/11/12 Übergangsbestimmungen 01.01.2014 nein keine
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2014 ja keine
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.2014 ja keine
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 01.01.2014 ja keine
IAS 27 Einzelabschlüsse (revised 2011) 01.01.2014 ja keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (revised 2011) 01.01.2014 ja keine
IAS 32 Darstellung: Saldierung von Finanzinstrumenten 01.01.2014 ja keine
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2015 nein werden derzeit analysiert

Der edding Konzern wird die oben genannten Standards und Interpretationen ab der Berichtsperiode anwenden, ab welcher diese verpflichtend anzuwenden sind.

Der IAS 19R wird somit im edding Konzern in der Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2013 erstmalig angewendet. Mit Inkrafttreten des IAS 19R sind Pensionsverpflichtungen in einem Umfang von TEUR 3.459, korrespondierendes Planvermögen von TEUR 2.786 sowie hierauf entfallende gebildete latente Steuerforderungen von TEUR 168 rückwirkend zum 1. Januar 2012 auszubuchen, so dass aus der erstmaligen Anwendung in den Konzernfinanz-berichten 2013 ein positiver Eigenkapitaleffekt von TEUR 505 rückwirkend zum 1. Januar 2012 ausgewiesen wird. Die Auswirkungen dieser Standardänderung auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung sind im Jahr 2012 nicht wesentlich; das sonstige Gesamtergebnis für das Jahr 2012 wird um TEUR 524 entlastet. Die Bilanzierungsänderung der Pensionsschulden betrifft qualifizierende Versicherungsverträge der niederländischen Tochtergesellschaften, die nach IAS 19R als beitragsorientierte Pläne zu klassifizieren sind, nach dem bisherigen Wortlaut des IAS 19 jedoch als leistungsorientierte Pläne zu klassifizieren waren.

Das Nettozinsergebnis der Pensionsrückstellungen des edding Konzerns wird auch nach Inkrafttreten des IAS 19R weiterhin im Personalaufwand ausgewiesen. Jedoch wird der IAS 19R Änderungen und Ergänzungen der Anhangangaben zu den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen - beispielsweise die Sensitivitätsanalyse bezüglich des Einflusses versicherungsmathematischer Parameter auf die Pensionsschulden für leistungsorientierte Pläne sowie Angaben zu zukünftig erwarteten Zahlungsströmen - zur Folge haben.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

8 Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung in den Jahren 2012 und 2011 sind im Anhang unter Textziffer 2 dargestellt.

Die im Konzernanlagenspiegel der edding AG ausgewiesenen übrigen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Schutzrechte sowie Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr: TEUR 260) sowie Software in Höhe von TEUR 563 (Vorjahr: TEUR 234).

Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen die niederländische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr: TEUR 2.754) und die argentinische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 225). Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen, wobei die Nutzungswerte der Tochtergesellschaften die erzielbaren Beträge darstellen. Für die Beschreibung der Vorgehensweise und der relevanten Parameter verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Textziffer 7.

Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich aus dem Werthaltigkeitstest des auf die niederländische Tochtergesellschaft entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes kein Abwertungsbedarf.

Der Werthaltigkeitstest des der argentinischen Tochtergesellschaft zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwertes führte im Geschäftsjahr 2012 hingegen zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 217. Des Weiteren fiel eine Währungsdifferenz in Höhe von TEUR 8 aus diesem immateriellen Vermögenswert an. Der bei diesem Werthaltigkeitstest auf diese zahlungsmittelgenerierende Einheit über den Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes hinaus erforderliche Wertminderungsbedarf belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 1.194. Davon entfallen TEUR 49 auf übrige immaterielle Vermögenswerte. Er wurde auf das weitere vorhandene Anlagevermögen der argentinischen Tochtergesellschaft wie folgt verteilt:

Anlageposition Wertminderung

TEUR
Übrige immaterielle Vermögenswerte 49
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 420
Technische Anlagen und Maschinen 489
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73
Außerplanmäßige Wertminderung gesamt 1.194

Der gesamte Abschreibungsaufwand aus diesem Sachverhalt ist in der Konzerngewinn-und -verlustrechnung in der Position „Abschreibungen" erfasst. Ursache für diesen Wertminderungsbedarf war das erhöhte Risiko der Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit der argentinischen Tochtergesellschaft, das sich in verhängten Importbeschränkungen sowie zunehmenden Einschränkungen des Devisenverkehrs manifestierte. Die der außerplanmäßigen Wertminderung unterworfenen Vermögenswerte sind im Wesentlichen dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zuzurechnen.

Zudem entstand im laufenden Geschäftsjahr beim Erwerb der Anteile an der edding Mexico S. de R.L. de C.V. durch die edding International GmbH ein Geschäfts- oder Firmenwert, der anschließend vollständig wertberichtigt wurde. Hierzu verweisen wir auf die Textziffer 43.

Bei den im Berichtsjahr aktivierten Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 109) handelt es sich um Personal- und Sachaufwendungen zur Schaffung neuer Produkte, die gemäß IAS 38 zu aktivieren sind. Diese haben eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer von grundsätzlich vier Jahren und werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Summe der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben beträgt TEUR 837 (Vorjahr: TEUR 573), wovon TEUR 671 (Vorjahr: TEUR 465) aufwandswirksam waren.

9 Sachanlagen

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 5.250 (Vorjahr: TEUR 6.050). Im Vorjahr wurde eine Zuschreibung des auf diesem Grundstück stehenden Gebäudes in Höhe von TEUR 742 vorgenommen.

Zur im Geschäftsjahr 2012 durchgeführten außerplanmäßigen Wertminderung des Sachanlagevermögens der argentinischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 1.145 verweisen wir auf Textziffer 8.

Die Immobilie der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG in Wunstorf ist mit Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die forfaitierten Leasingzahlungen mit TEUR 1.418 (Vorjahr: TEUR 1.800).

Hinsichtlich der Immobilie der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG in Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953). Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.802 (Vorjahr: TEUR 2.231).

Im Sachanlagevermögen werden im Geschäftsjahr 2012 kein geleaster Fuhrpark und keine geleaste IT-Hardware (Vorjahr: TEUR 90) mehr ausgewiesen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (Finance Lease) dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen wären. Im Vorjahr betrugen der Nominalwert und der Barwert der künftigen innerhalb eines Jahres zu leistenden Mindestleasingzahlungen TEUR 120 beziehungsweise TEUR 114.

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt. Zum 31. Dezember 2012 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 282 (Vorjahr: TEUR 332) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 55) erfolgswirksam aufgelöst werden.

10 Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr 2012 wurde die edding Mexico S. de R.L. de C.V. erstmals als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen. Der im Vorjahr noch nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungsansatz an diesem ehemaligen Gemeinschaftsunternehmen betrug zum Vorjahresstichtag TEUR 0.

Der im Vorjahr über die bilanzielle Erfassung hinausgehende Verlustanteil des edding Konzerns betrug TEUR 157. Unter Berücksichtigung der bereits in früheren Geschäftsjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigung des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 61 betrug der nicht in der Bilanz erfasste Verlustanteil zum Vorjahresstichtag kumuliert TEUR 96.

Die sonstigen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 163) zu Anschaffungskosten bilanziert.

11 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.275 2.884
Unfertige Erzeugnisse 689 538
Fertige Erzeugnisse und Waren 22.030 20.144
25.994 23.566

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 2.152 (Vorjahr: TEUR 2.082). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

Vorräte werden sowohl auf Basis von Reichweitenanalysen als auch auf Basis einer individualisierten Einschätzung wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2012 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 573) aufwandswirksam wertberichtigt. In Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 90) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam eliminiert.

12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.462 19.291
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.798 5.511
23.260 24.802
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 20.874 22.214
über 1 Jahr 2.386 2.588

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Gesamt davon langfristig davon kurzfristig Gesamt davon langfristig davon kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Aktivwerte von Versicherungen/Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 1.775 1.775 - 1.550 1.550 -
Forderungen Finanzamt 961 - 961 406 - 406
Forderungen Lieferanten 481 - 481 411 - 411
Mitarbeiterdarlehen 404 120 284 327 151 176
Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 280 243 37 311 273 37
Derivate 177 96 81 1.121 417 704
Geleistete Anzahlungen 116 - 116 149 - 149
Mietkautionen 107 94 13 84 64 20
Umsatzboni Lieferanten 95 - 95 77 - 77
Investitionszulagen 11 - 11 89 - 89
Einzahlungsanspruch Minderheitsgesellschafter
Kolumbien - - - 176 - 176
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen - - - 106 - 106
Übrige 391 3 388 704 101 604
4.798 2.331 2.467 5.511 2.556 2.955

Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.411 (Vorjahr: TEUR 1.377) gebildet.

Im Vorjahr bestanden bei den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 768 auf Forderungen von insgesamt TEUR 874 gegen ein Gemeinschaftsunternehmen, das im Geschäftsjahr 2012 nunmehr voll konsolidiert in den Konzernabschluss der edding AG einbezogen wurde. Der Nettobuchwert der wertberichtigten Forderungen gegen das Gemeinschaftsunternehmen betrug im Vorjahr TEUR 106. Zu der Änderung des Konsolidierungskreises sei auch auf Textziffer 4 verwiesen.

Bei den Forderungen gegen Lieferanten wurden im Geschäftsjahr 2012 zuvor gebildete Wertberichtigungen auf Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 139) ertragswirksam aufgelöst. Es bestehen weiterhin Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Lieferanten in Höhe von TEUR 206 (Vorjahr: TEUR 405). Der Nettobuchwert der wertberichtigten Forderungen gegen Lieferanten beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 349). Die wertberichtigten Forderungen und Darlehen gegen Lieferanten sind durch eine Garantie Dritter in vollständiger Höhe von TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 320) besichert.

Darüber hinaus wurden keine Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen und Vermögenswerte vorgenommen.

Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2012

TEUR
2011

TEUR
Stand 01.01. 1.377 1.988
Aufwandswirksame Zuführungen 227 215
Inanspruchnahme - 205 - 159
Auflösung - 73 - 615
Konsolidierungseffekte 85 - 52
Stand 31.12. 1.411 1.377

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Weder überfällig noch wertgemindert 15.168 16.966
Überfällig, nicht einzelwertberichtigt in folgenden Zeitbändern:
< 1 Monat 1.473 1.542
1 - 3 Monate 1.158 364
3 - 6 Monate 276 171
6 -12 Monate 82 131
> 12 Monate 305 117
Summe 3.294 2.325
Einzelwertberichtigte Forderungen - -
Buchwert (netto) 18.462 19.291

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen, deren Einbringlichkeit aus Sicht des edding Konzerns als unwahrscheinlich eingestuft wird, wurden wie im Vorjahr vollständig wertgemindert.

Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen zum Bilanzstichtag bis auf die wertberichtigten Salden keine überfälligen Ansprüche.

13 Flüssige Mittel

Als flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst.

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 7.236 (Vorjahr: TEUR 8.795) betrifft im Wesentlichen Bankguthaben.

14 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

15 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos. Ihre Ausstattung ergibt sich aus § 19 der Satzung.

Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 vollständig erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 wird eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet und unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne aus Derivaten, welche die Voraussetzungen des Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine erfolgswirksame Umgliederung aus der Cashflow Hedge Rücklage in das Periodenergebnis für die im Jahr 2012 angefallenen abgesicherten Cashflows.

Im Geschäftsjahr 2011 hat die edding AG der türkischen Tochtergesellschaft ein in Euro valutierendes Darlehen gewährt, das als Teil einer Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb angesehen wird. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden seither gemäß IAS 21 im Konzernabschluss zunächst im sonstigen Ergebnis und somit in einer Rücklage im Eigenkapital erfasst. Entsprechend der im Standard enthaltenen Kriterien erfolgt in späteren Perioden eine Umgliederung dieser Umrechnungsdifferenzen in den Gewinn oder Verlust. Die Bilanzierung der hierbei entstehenden latenten Steuern erfolgt analog.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an der japanischen und der kolumbianischen Tochtergesellschaft.

16 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG, die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH sowie zwei niederländische Konzernunternehmen haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.

Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method") versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.751 (Vorjahr: TEUR 1.421).

Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Vorstände und Geschäftsführer zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen und für die Mitarbeiter durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.

Bei den niederländischen Tochtergesellschaften erfolgt die Absicherung der Pensionsansprüche durch die Dotierung von Gruppenlebensversicherungen, die als Planvermögen gemäß IAS 19 bilanziert und mit den zugehörigen Pensionsverpflichtungen saldiert werden.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden für eine bessere Darstellung der tatsächlichen Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vollständig erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verrechnet und außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die hierauf zu bildenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene, fondsfinanzierte und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen 12.019 11.026
Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen 1.751 1.457
Anwartschaftsbarwert fondsgesicherter Pensionszusagen 5.942 3.459
Anwartschaftsbarwert 19.712 15.942
Deckungsstatus des Planvermögens - 4.452 - 2.863
Bilanzwert 15.260 13.079

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:

2012

TEUR
2011

TEUR
Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. 15.942 15.199
Laufender Dienstzeitaufwand 222 264
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 738 659
Übertragung von Anwartschaften - 80 -
Versicherungsmathematische Verluste 3.980 913
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen - 1.111 - 1.112
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 21 19
Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. 19.712 15.942

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 20) Mitglieder des Vorstandes.

In den Anwartschaftsbarwerten und dem Deckungsstatus des Planvermögens sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 2.801 (Vorjahr: kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 207) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus der Reduzierung des Abzinsungssatzes, welcher in der nachfolgenden Tabelle dargestellt ist.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2012 31.12.2011
Inland Niederlande Inland Niederlande
--- --- --- --- ---
Abzinsungssatz 3,1 %-3,7 % 3,1 %-3,7 % 4,7 %-5,4 % 4,7 %-5,4 %
Gehaltsteigerungstrend 0,0 % 2,0 % 0,0 % 2,0 %
Rentensteigerungstrend 0,0 % -1,9 % 1,9 % 0,0 % -1,9 % 1,9 %

Außerdem wurde eine alters- und geschlechtsspezifisch geschätzte Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltsteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden. Im Inland beträgt der Gehaltsteigerungstrend Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellung für den Bilanzausweis an den letzten fünf Bilanzstichtagen stellt sich wie folgt dar:

31.12.12

TEUR
31.12.11

TEUR
31.12.10

TEUR
31.12.09

TEUR
31.12.08

TEUR
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 19.712 15.942 15.199 13.944 13.733
Deckungsstatus des Planvermögens Inland - - 77 - - -
Deckungsstatus des Planvermögens Niederlande - 4.452 - 2.786 - 2.276 - 1.923 - 1.744
Bilanzwert 15.260 13.079 12.923 12.021 11.989

Das Planvermögen resultiert aus Beitragszahlungen im Rahmen einer Gruppenlebensversicherung bei der Zwitserleven, Niederlande. Die im Vorjahr für den Vorstand abgeschlossene Kapitallebensversicherung nebst einer Rückdeckungsversicherung bei der Neue Leben, Deutschland, wurde im Geschäftsjahr 2012 auf den Versorgungsberechtigten übertragen. Der Deckungsstatus des Planvermögens entwickelte sich somit wie folgt:

2012

TEUR
2011

TEUR
Inland Niederlande Inland Niederlande
--- --- --- --- ---
Stand 01.01. 77 2.786 - 2.276
Erträge (+)/Aufwendungen (-) aus Planvermögen 3 - 17 - - 41
Beiträge von Arbeitgebern - 163 77 157
Beiträge von Arbeitnehmern - 175 - 147
Übertragung - 80 - - -
Auszahlung - - 16 - - 23
Versicherungsmathematische Gewinne - 1.386 - 293
Verwaltungskosten - - 25 - - 23
Stand 31.12. - 4.452 77 2.786

Die Beitragszahlungen in den Fonds der Gruppenlebensversicherung bei der Zwitserleven, Niederlande, enden zum 31. Dezember 2012. Daher werden für 2013 keine weiteren Einzahlungen in das Planvermögen erwartet.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2012

TEUR
2011

TEUR
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (Dienstzeitaufwand) 222 264
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -
Zinsaufwand der erwarteten Pensionsverpflichtung 738 659
Aufwendungen des Planvermögens 14 41
Nettopensionsaufwand 974 964

Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 1.365). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.

17 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige langfristige Rückstellungen

TEUR
Stand 01.01.2011 545
Inanspruchnahme - 101
Auflösung -
Währungsdifferenzen - 15
Zuführung 83
Stand 31.12.2011 512
Inanspruchnahme - 71
Auflösung - 15
Währungsdifferenzen 3
Zuführung 107
Stand 31.12.2012 536

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Die Jubiläumsverpflichtungen sind als „other long term employee benefits" mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 3,7 % (Vorjahr: 5,4 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0% p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die auf die Jubiläumszuwendungen entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sind in die Bewertung eingeflossen.

18 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.471 11.539
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 2.322 4.092
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.149 4.947
Restlaufzeit über 5 Jahre 2.000 2.500
grundpfandrechtlich gesichert 7.052 8.281
Übrige Finanzverbindlichkeiten 1.418 1.915
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 411 496
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.007 1.419
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
grundpfandrechtlich gesichert 1.418 1.800

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von über einem Jahr dienen zur Finanzierung sowohl der Betriebs- und Verwaltungsgebäude als auch der Ausweitung der Vorratsbestände.

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten umfassen im Geschäftsjahr 2012 lediglich forfaitierte Leasingraten zur Finanzierung einer Immobilie. Im Vorjahr bestanden zudem Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen.

19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Andere lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.133 6.431
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.133 6.431
Andere Verbindlichkeiten 12.192 12.028
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 11.932 11.591
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 171 331
Restlaufzeit über 5 Jahre 89 106

In den anderen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von TEUR 10.019 (Vorjahr: TEUR 9.814) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Gratifikationen, Werbekostenzuschüsse, Boni und Personalaufwendungen. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 4.414 5.064
Ergebnisabhängige und einmalige Vergütungen Mitarbeiter 2.793 1.975
Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 903 752
Übrige 1.909 2.023
10.019 9.814

20 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 344).

Des Weiteren hat sich die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 60 offen gelegte Eventualverbindlichkeit gegenüber dem griechischen Staat in Wahrscheinlichkeit und Höhe des Eintritts konkretisiert und ist deshalb im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 48 in den anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigt worden.

Weitere Eventualverbindlichkeiten bestanden nicht.

21 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Aufwendungen aus Operating-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark, Lagertechnik und Software sowie um Mietverpflichtungen. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Leasingverpflichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.112 573
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.506 780
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
2.618 1.353
Mietverpflichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 786 602
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2.339 2.420
Restlaufzeit über 5 Jahre - 137
3.125 3.159

Im Geschäftsjahr belief sich der Aufwand aus Operating-Lease-Kontrakten auf TEUR 1.908 (Vorjahr: TEUR 1.326).

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen, die in den Jahren 2013 bis 2018 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 477 (Vorjahr: TEUR 591).

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

22 Umsatzerlöse

2012

TEUR
2011

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Schreiben und Markieren
Inland 35.168 34.169 999 2,9
Übriges Europa 41.755 38.819 2.936 7,6
Übersee 9.394 8.434 960 11,4
86.317 81.422 4.895 6,0
Visuelle Kommunikation
Inland 10.468 10.319 149 1,4
Übriges Europa 13.498 14.134 - 636 - 4,5
Übersee 1.008 1.108 - 100 - 9,0
24.974 25.561 - 587 - 2,3
Partnermarken und sonstige Erlöse 5.208 4.484 724 16,1
Konzern gesamt 116.499 111.467 5.032 4,5

23 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Position Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 7O7 (Vorjahr: TEUR 261) beinhaltet mit TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 1O9) Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert werden.

24 Materialaufwand

2012

TEUR
2011

TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 45.249 44.900
Aufwendungen für bezogene Leistungen 353 386
45.602 45.286

25 Personalaufwand

2012

TEUR
2011

TEUR
Inland 19.926 17.712
Ausland 11.510 9.773
31.436 27.485

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 14,4 % gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die im Geschäftsjahr 2012 gestiegene Mitarbeiterzahl, ergebnisbedingt höhere Gewinnbeteiligungen und Prämien sowie einmalige Personalaufwendungen zurückzuführen. Die im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2012 enthaltenen einmaligen Personalaufwendungen betragen TEUR 499.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2012 2011
Gewerbliche Arbeitnehmer
Inland 59 57
Ausland 69 56
Angestellte
Inland 262 253
Ausland 244 207
634 573

Die im Jahr 2011 noch den Gemeinschaftsunternehmen zuzurechnende edding Mexiko S. de R.L. de C.V. (Mexiko) beschäftigte im Vorjahr im Jahresdurchschnitt 11 gewerbliche Mitarbeiter und 5 Angestellte.

26 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.426 angefallen. Wir verweisen hierfür auf die Textziffern 8 und 9.

27 Sonstige betriebliche Erträge

2012

TEUR
2011

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 1.512 810
Währungskursgewinne 734 197
Lizenzerträge 537 187
Werbekostenzuschüsse 490 458
Erträge aus Sachbezügen 364 322
Mieterträge 181 147
Erträge aus Erstkonsolidierung („bad will") 126 -
Erträge aus Stromeinspeisung 98 113
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 73 615
Erträge aus Investitionszulagen 61 55
Kooperationserlöse 60 61
Erträge aus Anlagenabgängen 15 82
Erträge aus der Zuschreibung von Vermögenswerten des Anlagevermögens - 910
Übrige Erträge 669 488
4.920 4.445

28 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2012

TEUR
2011

TEUR
Werbe- und Marketingkosten 12.115 11.674
Fracht- und Logistikkosten 4.462 4.282
Fuhrparkkosten 1.860 1.656
Raumkosten 1.788 1.698
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 1.738 1.239
Währungskursverluste (inklusive Wertänderungen aus Währungsoptionen) 1.703 2.887
Personalnebenkosten 1.395 1.616
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) 1.393 1.244
Reisekosten 1.288 1.151
IT-Kosten 909 779
Delkredere-Provisionen 747 746
Kommunikationsaufwendungen 699 720
Versicherung 539 515
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen 227 215
Übrige Aufwendungen 2.843 2.447
33.706 32.869

29 Finanzergebnis

2012

TEUR
2011

TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 331 211
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 817 - 1.269
Zuschreibungen (+)/Abschreibungen (-) auf Wertpapiere 191 - 109
Finanzergebnis - 295 - 1.167

30 Ertragsteuern

2012

TEUR
2011

TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand 2.805 4.782
Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (-) 515 - 403
3.320 4.379

Unter der Position tatsächlicher Steueraufwand werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2012 sind im tatsächlichen Steueraufwand periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: Aufwand in Höhe von TEUR 1.794) enthalten.

Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 1.027) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 920) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 107). Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 931), die im Wesentlichen aus inländischen Körperschaftsteuererstattungsansprüchen bestehen und mit einem Barwert von TEUR 567 (Vorjahr: TEUR 696) angesetzt sind.

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,71 % (Vorjahr: 29,36 %).

Die bereits in Vorjahren in Belgien angesetzten Verlustvorträge werden durch laufende Gewinnverrechnung genutzt. Der im Vorjahr erstmalig angesetzte Verlustvortrag der edding UK wurde vollständig genutzt und der Verlustvortrag in Frankreich wurde im geringen Umfang erhöht.

Die Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, belaufen sich zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 2.238 (Vorjahr: TEUR 2.469). Aktivierte Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren. In Belgien und den Niederlanden verfallen Verlustvorträge nicht und sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Aufgrund der geringen Höhe der auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre aus.

Für abzugsfähige temporäre Differenzen wurde in Höhe von TEUR 489 (Vorjahr: TEUR 174) in der Bilanz kein latenter Steueranspruch erfasst.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 858 erfolgsneutral erfasst (Vorjahr: TEUR 43).

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2012 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktiv 31.12.2012

TEUR
Aktiv 31.12.2011

TEUR
Passiv 31.12.2012

TEUR
Passiv 31.12.2011

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte - - 112 91
Sachanlagen - - 994 908
Übrige Vermögenswerte 18 99 143 260
Langfristige Vermögenswerte 18 99 1.249 1.259
Vorräte 427 470 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31 161 464 752
Übrige Vermögenswerte - - - -
Kurzfristige Vermögenswerte 458 631 464 752
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 2.391 1.859 - -
Sonstige Rückstellungen 48 71 - -
Finanzschulden 37 102 - -
Übrige Verbindlichkeiten - 2 - -
Langfristige Verbindlichkeiten 2.476 2.034 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten - - - -
Verlustvorträge 156 329 - -
Zwischensumme 3.108 3.093 1.713 2.011
Saldierung - 1.713 - 2.011 - 1.713 - 2.011
Bestand laut Konzernbilanz 1.395 1.082 - -

Latente Steuern werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 12 vorliegen, saldiert.

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,71 % erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:

2012

TEUR
2011

TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 2.042 1.923
Abweichende Steuersätze 99 72
Permanente Differenzen - 30 121
Nichtansatz/Wertberichtigung steuerlicher Verluste 431 542
Nutzung von im Vorjahr nicht werthaltigen Verlustvorträgen - 80 - 54
Nichtansatz/Wertberichtigung latenter Steuern aus temporären Differenzen 919 - 113
Periodenfremde Steuern - 96 1.831
Sonstige Abweichungen 35 57
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 3.320 4.379

31 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt.

In die Anzahl der Aktien sind nur die ausgegebenen Stammstückaktien einzubeziehen, die in beiden Geschäftsjahren unverändert blieben (600.000 Stück). Da keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte bestehen, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

Das Konzernergebnis wurde wie folgt ermittelt:

2012

TEUR
2011

TEUR
Konzernjahresergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter 3.609 2.179
Abzüglich Vorzugsdividende - 828 - 828
2.781 1.351

Anzahl der Stammstückaktien: 600.000

Ergebnis je Aktie 4,64 € 2,25 €

Sonstige Erläuterungen

32 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die bisherigen Mitglieder der Geschäftsleitung der edding Gruppe, Herr Thorsten Streppelhoff und Herr Sönke Gooß, wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zu Vorständen der edding AG bestellt.

Weitere wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernjahresabschlusses nicht eingetreten.

33 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps und Devisenoptionen abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen.

Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 nicht betrieben. Auch in Zukunft ist dies nicht beabsichtigt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow- sowie Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY). Zur Sicherung setzt der Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch unsere Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund), Türkei (Neue Türkische Lira), Kolumbien (Kolumbianischer Peso) und Mexiko (Mexikanischer Peso).

Eine Absicherung der türkischen Währung ist zu vertretbaren Kosten nicht zu erreichen, daher wird hierauf verzichtet.

Zum 31. Dezember 2012 bestanden Optionen in Höhe von JPY 2,16 Mrd. (Vorjahr: JPY 1,44 Mrd.) für das zukünftige Einkaufsvolumen. Zum Bilanzstichtag wiesen die Devisenoptionen mit einer Laufzeit bis Ende 2014 einen positiven Marktwert von TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 1.121) auf.

Wesentliche Teile der Devisenoptionen waren im aktuellen Geschäftsjahr als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting nach IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.

Für die zum 31. Dezember 2012 bestehenden Devisenoptionen hätte sich das Eigenkapital bei einer Aufwertung des Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % um TEUR 270 aus der Bewertung der Devisenoptionen verringert. Das Ergebnis vor Steuern wäre trotz der Designation des Großteils der bestehenden Devisenoptionen als Cashflow Hedges um TEUR 384 niedriger gewesen. Bei einer Abwertung des Wechselkurses des Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % würde sich das Eigenkapital aus der Bewertung der Devisenoptionen um TEUR 515 erhöhen. Aufgrund der Designation des Großteils der bestehenden Devisenoptionen als Cashflow Hedges würde das Ergebnis vor Steuern lediglich um TEUR 237 höher ausfallen.

Für die zum 31. Dezember 2011 bestehenden Devisenoptionen hätte sich das Eigenkapital bei einer Aufwertung des Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % um TEUR 411 aus der Bewertung der Devisenoptionen verringert. Bei einer Abwertung des Wechselkurses des Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % hätte sich das Eigenkapital aus der Bewertung der Devisenoptionen um TEUR 724 erhöht. Aufgrund der Designation als Cashflow Hedges wäre der wesentliche Einfluss aus der Marktbewertung der Devisenoptionen erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen gewesen und nicht im Periodenergebnis.

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an.

2012

TEUR
2011

TEUR
Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Argentinischer Peso 444 485
Türkische Lira 188 284
Kolumbianischer Peso 170 97
Mexikanischer Peso 99 -
Britisches Pfund 77 120
US-Dollar 14 95
Japanischer Yen - 65 - 91
927 990
2012

TEUR
2011

TEUR
Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Argentinischer Peso - 444 - 485
Türkische Lira - 188 - 284
Kolumbianischer Peso - 170 - 97
Mexikanischer Peso - 99 -
Britisches Pfund - 77 - 120
US-Dollar - 14 - 95
Japanischer Yen 65 91
- 927 - 990

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die edding AG fünf (Vorjahr: fünf) Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 9.250 (Vorjahr: TEUR 9.850) und einem Laufzeitende vom 12. September 2014 bis zum 29. Dezember 2017 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag betrug der negative Marktwert der Zinsderivate insgesamt TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 245).

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Ergebniseffekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze dar. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung werden im edding Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen daher keiner Zinssensitivität im Sinne von IFRS 7. Die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sind durch die oben genannten Derivate gesichert.

Für die Zinsderivate ergibt sich folgende Zinssensitivität:

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 153 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 107 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 77 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 54 verringert.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 239 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 169 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 243 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 171 verringert.

Sonstiges Preisrisiko

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegen bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 12 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

Buchwert Cashflows 2013 Cashflows 2014-2017 Cashflows 2018 ff.
2012 31.12.12

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.471 398 2.322 522 4.149 125 2.000
Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 1.418 86 411 69 1.007 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.133 - 7.133 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 6.564 - 6.564 - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 314 159 - 197 - - -
Buchwert Cashflows 2013 Cashflows 2014-2017 Cashflows 2018 ff.
2011 31.12.12

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.539 353 4.092 694 4.947 194 2.500
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 114 6 114 - - - -
Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 1.800 115 382 155 1.418 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.431 - 6.431 - - - -
Sonstige Verbindlichkeiten 6.844 - 6.844 - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 245 77 - 149 - 5 -

34 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.

Fair Value Hierarchie Stufe 31.12.2012 31.12.2011
Buchwert

TEUR
Beizulegender Zeitwert

TEUR
Buchwert

TEUR
Beizulegender Zeitwert

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 28.415 28.415 30.221 30.221
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 18.462 18.462 19.291 19.291
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) 1 2.717 2.717 2.135 2.135
Flüssige Mittel 1 7.236 7.236 8.795 8.795
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 177 177 1.121 1.121
Derivate mit positivem Marktwert' 2 177 177 1.121 1.121
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 147 147 163 163
Beteiligungen n.a. 147 147 163 163
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 23.586 23.949 26.729 26.972
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 8.471 8.754 11.539 11.689
Übrige Finanzschulden 1 1.418 1.498 1.915 2.008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 7.133 7.133 6.431 6.431
Andere Verbindlichkeiten (ohne Derivate) 1 6.564 6.564 6.844 6.844
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 314 314 245 245
Derivate mit negativem Marktwert 2 314 314 245 245

1 Die Derivate mit positivem Marktwert enthalten zum 31. Dezember 2012 als Cashflow Hedges designierte Derivate mit einem Marktwert von TEUR 168. Der restliche Marktwert in Höhe von TEUR 9 bezieht sich auf zu Handelszwecken gehalten" klassifizierte Derivate.

Die Marktwerte der Derivate wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der anderen Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand nachfolgender Methoden und Prämissen ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar sind. Diese werden daher in Übereinstimmung mit IAS 39.46 (c) mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet. Die übrigen Finanzschulden umfassen Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasing-raten. Im Vorjahr umfasste diese Position ebenfalls Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

2012 aus Zinsen

TEUR
zum Fair Value 1

TEUR
Wertberichtigung 1

TEUR
aus Abgang

TEUR
Nettoergebnis 2012

TEUR
Darlehen und Forderungen 71 - 45 - 45
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - 127 - 82 - - - 82
Sicherungsgeschäfte - - 582 - 253 - 329
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet - 553 - - - -
Gesamtgewinn/-verlust aus Finanzinstrumenten - 609 - 664 45 253 - 366
2011 aus Zinsen

TEUR
zum Fair Value 1

TEUR
Wertberichtigung 1

TEUR
aus Abgang

TEUR
Nettoergebnis 2012

TEUR
Darlehen und Forderungen 99 - 539 - 539
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - 71 - 72 - - - 72
Sicherungsgeschäfte - - 639 - 174 - 465
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet - 480 - - - -
Gesamtgewinn/-verlust aus Finanzinstrumenten - 452 - 711 539 174 2

Im Geschäftsjahr wurden Zinserträge aus wertberichtigten Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 21) vereinnahmt. Zu den Wertberichtigungen auf die Vermögenswerte der Kategorie Darlehen und Forderungen sei auch auf die Textziffer 12 verwiesen.

Aus der Fremdwährungsbewertung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen resultierten im Geschäftsjahr 2012 in Saldo unrealisierte Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 3331 aus der Folgebewertung (Vorjahr: TEUR 1.398), die in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthalten sind, obwohl die der Fremdwährungsbewertung zu Grunde liegenden Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert wurden.

Im Geschäftsjahr 2012 werden in den Zinsaufwendungen Zinsen gemäß § 233a AO in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 372) ausgewiesen.

35 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 dargestellt:

31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
Änderung

%
Eigenkapital 34.768 35.362 - 1,7
als % vom Gesamtkapital 58,0 % 57,1 %
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 22.416 21.945 2,1
Kurzfristige Finanzschulden 2.733 4.588 - 40,4
Fremdkapital 25.149 26.533 - 5,2
als % vom Gesamtkapital 42,0 % 42,9 %
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 59.917 61.895 - 3,2

Beim kurzfristigen Fremdkapital besteht unter anderem die Möglichkeit der Nutzung bestehender bilateraler kurzfristiger Kreditlinien. Zum 31. Dezember 2012 existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten, die aber im Gegensatz zum Vorjahresstichtag nicht in Anspruch genommen worden sind. Das seinerzeit gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „financial covenants"), bestehen weiterhin nicht.

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

36 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken zugeordnet. Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher - soweit erforderlich - in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2012 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.

Die Umsatzerlöse und langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) gliedern sich nach Regionen wie folgt:

Inland

TEUR
Übriges Europa

TEUR
Übersee

TEUR
edding Konzern

TEUR
2012
Externe Umsatzerlöse 47.050 58.225 11.224 116.499
Langfristige Vermögenswerte 15.156 3.773 692 19.621
2011
Externe Umsatzerlöse 46.158 55.086 10.223 111.467
Langfristige Vermögenswerte 15.479 3.826 1.935 21.240

Im Geschäftsjahr 2012 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2012

TEUR
2011

TEUR
Segmentergebnis (EBIT) 12.701 11.761
EBIT edding AG - 5.541 - 4.218
Konsolidierung - 8 174
EBIT edding Konzern 7.152 7.717
Beteiligungsergebnis 15 -
Finanzergebnis - 295 - 1.167
Konzernergebnis vor Steuern 6.872 6.550

37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des edding Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe der Berichtsperiode verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt. Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen haben nicht stattgefunden.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2012

TEUR
2011

TEUR
Zinseinnahmen 139 174
Zinsausgaben 701 888
Zahlungen für Ertragsteuern 3.757 3.948

Im Geschäftsjahr 2012 erwarb der Konzern die vormals von unserem Joint Venture Partner gehaltenen 50 % der Gesellschaftsanteile an der edding Mexico S. de R.L. de C.V. (edding Mexiko). Für den Erwerb der Anteile sowie für in einer separaten Transaktion erworbene Forderungen gegen die edding Mexiko war insgesamt folgender Kaufpreis zu entrichten:

TEUR
Kaufpreis Erwerb Anteile in bar 0
Kaufpreis Erwerb Forderungen in bar 608
Gesamt 608

Die folgende Tabelle stellt den Kaufpreis und die Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden systematisch gegenüber:

TEUR
Flüssige Mittel 27
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen 315
Langfristige Forderungen aus laufenden Steuern 13
Vorräte 370
Kundenforderungen 85
Sonstige Vermögensgegenstände 227
Lieferantenverbindlichkeiten - 561
Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter aus LuL - 916
Sonstige Verbindlichkeiten - 529
Zwischensumme - 969
Beim Erwerb entstehende latente Steuerforderung 134
Geschäfts- oder Firmenwert 835
Kaufpreis gesamte Anteile 0
Zuzüglich Kaufpreis Forderungen 608
Kaufpreis gesamt 608

In der Kapitalflussrechnung sind die Erwerbe im Bereich der Investitionstätigkeit wie folgt berücksichtigt:

TEUR
In bar zu entrichtender Kaufpreis 608
Abzüglich erworbener flüssiger Mittel 27
Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 581

38 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen Susanne Ledermann, Angelika Schumacher, Dina Alexandra Schumacher, David Alexander Schumacher, Beatrix Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann und Per Ledermann wurden in 2012 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.

Die edding Mexico S. de R.L. de C.V. wird zum 31. Dezember 2012 erstmals als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Im Vorjahr bestanden gegen das damalige Gemeinschaftsunternehmen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 106. Des Weiteren wurden im Vorjahr Erträge aus der Auflösung von zuvor gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 134 erfolgswirksam vereinnahmt. Die im Vorjahr mit dem Gemeinschaftsunternehmen erzielten Umsatzerlöse betrugen TEUR 51.

Darüber hinaus haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

39 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2012 haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben:

Herr David Alexander Schumacher

Bereits in den Vorjahren haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben:

Herr Volker Detlef Ledermann

Frau Susanne Ledermann

Frau Angelika Schumacher

Frau Dina Alexandra Schumacher

Frau Beatrix Ledermann

Frau Julia Marie Ledermann

Herr Jan Moritz Ledermann

Herr Per Ledermann

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG.

Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

40 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen Bankkaufmann Vorsitzender
Chehab Wahby, Bruchsal Kaufmann Stellvertretender Vorsitzender
Roberto Hübner, Cottbus Ingenieur (bis 20. Juni 2012) Arbeitnehmervertreter
Anja Keihani, Hannover Kauffrau (seit 20. Juni 2012) Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg Rechtsanwältin Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht Ersatzmitglied

Die Bezüge des Aufsichtsrats betragen im Berichtsjahr TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 108).

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Kaufmann Vorsitzender/Chief Executive Officer (seit 1. Januar 2013)
Sönke Gooß, Rosengarten Kaufmann (seit 1. Januar 2013) Chief Financial Officer
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Ingenieur (seit 1. Januar 2013) Chief Operating Officer

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2012 betragen TEUR 286 (Vorjahr: TEUR 345). Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 28. Juni 2011 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird.

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betragen TEUR 1.108 (Vorjahr: TEUR 1.072). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2012 TEUR 12.003 (Vorjahr: TEUR 10.935).

41 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Einstellung von TEUR 45 aus dem Jahresüberschuss 2012 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 1.854.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1,75 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 1,71 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

42 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2012

TEUR
2011

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 119 125
Andere Bestätigungsleistungen 7 5
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 10 5
Gesamthonorar 136 135

Vom Gesamthonorar im Geschäftsjahr 2012 betreffen TEUR 0 Leistungen, die dem vorherigen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (Vorjahr: TEUR 15).

43 Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote

%
Mutterunternehmen
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100
Legamaster GmbH Ahrensburg 100
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG Düsseldorf 100
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn 98
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, Niederlande 1001
Legamaster International B.V. Lochem, Niederlande 1001
edding Legamaster B.V. Lochem, Niederlande 1001
edding Lega International B.V.B.A. Mechelen, Belgien 1001
edding Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 100
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, Großbritannien 100
edding France SAS Roncq, Frankreich 1001
edding Hellas Ltd. Athen, Griechenland 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, Türkei 1002
edding Japan Inc. Tokio, Japan 76
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, Kolumbien 60
edding Mexico S. de R.L. de C.V. Mexico City, Mexiko 1003

1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

2 90% unmittelbar; 10% mittelbar über die edding International GmbH

3 50% unmittelbar; 50% mittelbar über die edding International GmbH

Die vormals von unserem Joint Venture Partner gehaltenen 50 % der Gesellschaftsanteile an der 2008 als Gemeinschaftsunternehmen gegründeten Vertriebs- und Produktionsgesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. (edding Mexiko) wurden zum 5. Januar 2012 von der edding International GmbH für einen symbolischen Kaufpreis in Höhe von 100,00 US-Dollar übernommen. Der Grund für die Übernahme waren die nicht zufriedenstellenden Ergebnisse im Vertriebsbereich.

Durch die Übernahme der Anteile hat die edding AG mittelbar Beherrschung über die edding Mexiko erlangt. Im Zeitpunkt der Kontrollerlangung wurden die zum Erwerbszeitpunkt bereits von der edding AG gehaltenen 50 % der Anteile an edding Mexiko mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 0 neu bewertet. Hierbei wurde eine Erlangung der Kontrollmehrheit gegen Barzahlung (für die Neuanteile) und Tausch (der Altanteile zum beizulegenden Zeitwert) fingiert. Die Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Altanteile führte somit zu einem Erfolg. Zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung betrug der Buchwert der Altanteile allerdings bereits TEUR 0, so dass aus der Neubewertung der Altanteile kein Effekt in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung entstand.

Die Beträge der zum Erwerbszeitpunkt übernommenen Vermögenswerte und Schulden lauteten zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet wie folgt:

Buchwert

TEUR
Beizulegender Zeitwert

TEUR
Langfristige Vermögenswerte 328 328
Kurzfristige Vermögenswerte 1.444 709
Langfristige Schulden - -
Kurzfristige Schulden 2.005 2.005

Die erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hatten einen Bruttobetrag von umgerechnet TEUR 170. Hiervon wurden 50 % als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt, woraus ein beizulegender Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von umgerechnet TEUR 85 zum Erwerbszeitpunkt resultierte.

Zudem wurde die im Einzelabschluss der edding Mexiko bilanzierte Forderung aus latenten Steueransprüchen in Höhe von umgerechnet TEUR 280 als nicht werthaltig betrachtet und mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 0 angesetzt.

Im Rahmen dieser Transaktion entstand ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von umgerechnet TEUR 835. Aufgrund der von der edding Mexiko vorgelegten Planungsrechnungen lagen zum Entstehungszeitpunkt Anhaltspunkte für eine Wertminderung dieses Geschäfts- oder Firmenwerts vor. Demzufolge wurde er auf Werthaltigkeit überprüft und vollständig abgeschrieben.

Als separate Transaktion hat die edding International GmbH am 5. Januar 2012 vom bisherigen Joint Venture Partner und seiner Schwestergesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die edding Mexiko übernommen. Diese Forderungsabtretung umfasste Forderungen mit einem Nominalbetrag von umgerechnet TEUR 1.037, die zu einem Kaufpreis von umgerechnet TEUR 608 erworben wurden.

Bei der Übernahme der Anteile an der Gesellschaft sowie dem separaten Erwerb der Forderungen gegen die edding Mexiko entstand ein Ertrag aus der Erstkonsolidierung von insgesamt umgerechnet TEUR 126, der in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Grund für die Entstehung eines Ertrags bei diesen Transaktionen war im Wesentlichen die Auflösung der in Vorjahren gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen gegen das ehemalige Gemeinschaftsunternehmen.

Der edding Konzern übernahm mit diesem Unternehmenszusammenschluss Eventualverbindlichkeiten der edding Mexiko in Höhe von TEUR 18. Diese finanziellen Verpflichtungen betrafen Mietzahlungen, die zum Erwerbszeitpunkt innerhalb eines Jahres fällig waren.

Aufgrund der Erlangung der Beherrschung wurde die edding Mexiko im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 erstmalig als Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die im Konzernabschluss enthaltenen kumulierten Umsatzerlöse und der Nachsteuerverlust der edding Mexiko für das Geschäftsjahr 2012 betragen umgerechnet TEUR 437 beziehungsweise TEUR 352.

Das damalige Gemeinschaftsunternehmen edding Mexiko erzielte in 2011 ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR - 314. Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2011 TEUR - 233. Aufgrund der Beteiligungsquote von 50 % waren dem edding Konzern zum 31. Dezember 2011 an dieser Gesellschaft folgende Werte zuzurechnen:

31.12.2011

TEUR
Langfristige Vermögenswerte 160
Kurzfristige Vermögenswerte 431
Langfristige Schulden -
Kurzfristige Schulden 977
Erträge 128
Aufwendungen 570

Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH, Stuttgart sowie 10 % der Anteile an der Beruf und Familie Stormarn GmbH, Bad Oldesloe. Die edding Vertrieb GmbH hält 5,56 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf.

44 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

Ahrensburg, 16. April 2013

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 17. April 2013

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, 16. April 2013

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß