Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

edding AG Annual Report 2011

May 14, 2012

132_rns_2012-05-14_f57f8326-d448-43dc-9343-cf9f8df4a673.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

edding Konzern 2011 2010 2009 2008
Ertragslage
Jahresüberschuss 2.171 5.010 2.175 4.911
in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) 6,1 % 14,3 % 7,0 % 17,0 %
Ergebnis vor Steuern 6.550 8.151 4.163 7.325
EBIT 7.717 8.680 4.836 8.342
in % vom Umsatz 6,9 % 7,9 % 4,9 % 7,3 %
Umsatzerlöse 111,467 109.296 99.453 113.906
Veränderung 2,0 % 9,9 % -12,7 % 3,6 %
Auslandsanteil 58,5 % 59,4 % 56,6 % 57,4 %
Rohergebnis1 66.442 65.517 57.278 66.312
in % von der Gesamtleistung 59,5 % 59,6 % 57,4 % 58,0 %
Personalaufwand 27.485 28,930 25.957 27.560
in % vom Umsatz 24,7 % 26,5 % 26,1 % 24,2 %
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 573 563 566 594
Vermögenslage
Bilanzsumme 81.893 74.982 70.530 74.745
Veränderung 9,2 % 6,3 % -5,6 % 1,1 %
Eigenkapital 35.362 35.024 31.115 28.822
in % der Bilanzsumme 43,2 % 46,7 % 44,1 % 38,6 %
Langfristiges Fremdkapital 22.894 19.130 19.741 23.890
Kurzfristiges Fremdkapital 23.637 20.828 19.674 22.033
Langfristige Vermögenswerte 26.004 24.947 24.154 26.138
in % vom Eigenkapital 73,5 % 71,2 % 77,6 % 90,7 %
Kurzfristige Vermögenswerte 55.889 50.035 46.376 48.607
davon Vorräte (31.12.) 23.566 18.122 12.745 16.238
Vorräte Jahresdurchschnitt 21.170 15.722 14.792 16.510
in % der Umsatzerlöse 19,0 % 14,4 % 14,9 % 14,5 %
edding AG 2011 2010 2009 2008
Jahresüberschuss 2.240 2.709 4.103 5.367
Ergebnis vor Steuern 6.713 5.282 6.043 8.367
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473.219 473.219 473.219
Jahresüberschuss je Aktie 2,09 € 2,52 € 3,82 € 5,00 €
Dividende
Stammstückaktien 1,71 € 1,71 € 1,00 € 1,00 €
Vorzugsstückaktien 1,75 € 1,75 € 1,02 € 1,02 €
Aktienkurs am 31.12. 42,21 € 44,50 € 33,50 € 36,00 €

1 ohne sonstige betriebliche Erträge

Organe

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Rüdiger Kallenberg, Rellingen

- Vorsitzender -
Chehab Wahby, Bruchsal

- stellvertretender Vorsitzender -
Roberto Hübner, Cottbus

- Arbeitnehmervertreter -
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg

- Ersatzmitglied -
Karl Sieveking, Hamburg

- Ersatzmitglied -

Vorstand

Per Ledermann, Ahrensburg

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2011.

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten wird im Konzernlagebericht des Vorstandes detailliert erläutert.

Der edding Konzern sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr besonderen Herausforderungen gegenüber gestellt. Zunächst traf die Naturkatastrophe im März 2011 in Japan auch Fabrikationsstätten für edding Produktsegmente. Erfreulicherweise nahmen edding Mitarbeiter keinen gesundheitlichen Schaden. Dagegen wurde die Lieferkette empfindlich gestört. Der Konzern reagierte - auch dank eines gut funktionierenden Risikomanagements - kurzfristig auf diese Entwicklung und konnte so die Auswirkung auf der Kundenseite auf ein Minimum begrenzen. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde auch die Bestandshaltung von Fertigartikeln mit Komponenten aus Japan angepasst, was zu einer dauerhaften Bestandserhöhung geführt hat, die sich auch im Abschluss 2011 niederschlägt.

Auf der Marktseite konnte der Konzern insgesamt seine Ziele überwiegend erreichen, jedoch gab es in den einzelnen Marktsegmenten sowohl regional als auch im Sortiment sehr unterschiedliche Entwicklungen. Das Segment Schreiben und Markieren verzeichnete deutliche Umsatzgewinne, während das Segment Visuelle Kommunikation in den Hauptmärkten unter starkem Wettbewerbsdruck litt, wobei teilweise auf nicht auskömmliche Aufträge verzichtet wurde.

Der Konzern erreichte insgesamt ein einstelliges Umsatzwachstum im unteren Bereich. Dabei zeichnete sich ab, dass die unterschiedlichen regionalen und segmentbezogenen Entwicklungen sich zwar fortsetzen, aber andere Märkte betreffen als im vergangenen Jahr.

Wie sich das neue Geschäftsjahr gestalten wird, ist nach drei Monaten noch nicht zuverlässig zu beurteilen. Dies lassen die unsicheren politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht zu.

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurde der Aufsichtsrat im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend in vier Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Sitzungen nahmen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.

Zusätzlich zu den Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere dessen Vorsitzender, auch zwischen den Sitzungsterminen im engen Kontakt zum Vorstand der edding AG.

Durch regelmäßige - sowohl schriftliche als auch mündliche Berichte - des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung war der Aufsichtsrat jederzeit über die aktuelle Geschäftslage unterrichtet. Die Information über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen wurde durch monatliche schriftliche Berichterstattung gewährleistet.

Daneben erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften sowie Einschätzungen über die zukünftigen Chancen und Risiken.

Unabhängig von der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden dem Aufsichtsrat aus dem internen Kontrollsystem, soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich beziehungsweise quartalsweise, Berichte über die Keyrisiken des Konzerns, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Behandlung beziehungsweise Vermeidung zur Verfügung gestellt.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.

Dem Aufsichtsrat sind keine Handlungen bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte oder rechtswidrige Vorteile verschafft haben.

Neben der Tätigkeit als Aufsichtsrat bestanden im Berichtsjahr zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen.

In den vier Sitzungen des Jahres 2011 waren folgende Themen die Sitzungsschwerpunkte:

Im April erörterte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2010 und stellte ihn gemäß Aktiengesetz fest beziehungsweise billigte den Konzernabschluss. Er stimmte dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu und unterzeichnete den Bericht des Aufsichtsrats. In derselben Sitzung ließ sich der Aufsichtsrat über die Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems informieren und legte die Modalitäten für die Prüfung der Funktionsfähigkeit fest.

Die Sitzung im Juni im Anschluss an die Hauptversammlung beschloss die Richtlinien für die künftigen Vorstandsvergütungen unter Berücksichtigung des Vorstandsvergütungsgesetzes und verlängerte den Vorstandsvertrag mit dem Alleinvorstand Per Ledermann ab dem 1. Januar 2012 um weitere vier Jahre.

In der über zwei Tage gehenden Sitzung im September beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Strategie, den erzielten Ergebnissen und einer daran angepassten Fortsetzung.

Im Segment Schreiben und Markieren war die Ausweitung der Marke im Endverbrauchergeschäft Hauptthema und im Segment Visuelle Kommunikation die Entwicklung der elektronischen Medien.

An den in den Vorjahren getroffenen grundsätzlichen Entscheidungen hinsichtlich Internationalisierung und Markentransfer in neue Anwendungsfelder wurde festgehalten.

In seiner Sitzung im Dezember 2011 nahm der Aufsichtsrat die vom Vorstand im Rahmen der verabschiedeten Strategie erstellte Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre zustimmend zur Kenntnis.

Nach entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung am 28. Juni 2011 beauftragte der Aufsichtsrat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2011, vereinbarte das Honorar des Abschlussprüfers und legte die Prüfungsschwerpunke fest.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, prüfte den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der edding AG und den Jahresabschluss sowie den Lagebericht des edding Konzerns nach den einschlägigen Richtlinien.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG wurden am 9. März 2012 und der Jahresabschluss und der Lagebericht des edding Konzerns wurden am 18. April 2012 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Prüfungsberichte für die edding AG und den edding Konzern wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von ihnen geprüft.

In der Aufsichtsratssitzung vom 25. April 2012 wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu und hat den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2011 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

In derselben Sitzung des Aufsichtsrats am 25. April 2012 wurden im Beisein des Abschlussprüfers der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat nahm den Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft billigend zur Kenntnis.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand dankt der Aufsichtsrat für ihren persönlichen Einsatz.

Ahrensburg, den 25. April 2012

Der Aufsichtsrat

Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender

Corporate-Governance Bericht

gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 2.3.3 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Ziffer 3.8 DCGK

Eine Selbstbeteiligung der Aufsichtsratsmitglieder ist bei der D&O-Versicherung bislang nicht vereinbart, woran bis zum Ende der Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder im Jahre 2012 festgehalten werden soll. Für künftig neu zu bestellende Aufsichtsratsmitglieder sollen D&O-Versicherungen nach Maßgabe des dann geltenden Rechts und des DCGK abgeschlossen werden.

Ziffer 4.1.5 DCGK und 5.1.2

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.

Ziffer 4.2.1 DCGK

Aktuell besteht der Vorstand aus einem Vorstandsmitglied, da die operative Geschäftsführung des Konzerns in weiten Teilen auf die edding International GmbH übertragen wurde.

Ziffer 4.2.3 DCGK

Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen variabler Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter werden seitens der Gesellschaft angesichts des Umfangs der Börsenkapitalisierung als nicht sinnvoll angesehen. Die Grundzüge des Vergütungssystems sind mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts auf der Internetseite in verständlicher Form bekannt gemacht.

Ziffer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2011 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) erforderlichen Angaben verzichtet wird.

Ziffer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Ziffer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts. Von einer Wiederholung der dortigen Ausführungen im Corporate Governance Bericht wird daher abgesehen.

Ziffer 5.1.2 und Ziffer 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Ziffer 5.3 DCGK

Die Bildung von Ausschüssen - einschließlich eines Audit Commitees - durch den Aufsichtsrat ist aufgrund der Größe des Aufsichtsrates mit nur drei Aufsichtsratsmitgliedern nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Gleiches gilt für den zu bildenden Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK.

Ziffer 5.4.1 DCGK

Der Aufsichtsrat wird im Jahre 2012 im Zusammenhang mit der Neuwahl seiner Mitglieder eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung benennen, die auch an der unternehmensspezifischen Situation und der internationalen Ausrichtung des Unternehmens orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Auch insoweit soll jedoch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung von Vorschlägen für die Besetzung von Aufsichtsratspositionen bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist.

Ziffer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat im Jahre 2004 erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird statt im Corporate Governance Bericht im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt und dort zu entnehmen.

Ziffer 6.2 DCGK

Die Gesellschaft veröffentlicht eingehende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären gemäß §§ 21 und 25 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in der gemäß § 26 WpHG erforderlichen Weise.

Ziffer 6.6 DCGK

Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG („Directors' Dealings"). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG.

Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden über die Veröffentlichung der vorstehend genannten Directors' Dealings hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz i.V.m. §§ 21 ff. WpHG (Geschäftsbericht für Einzelabschluss) ergibt; letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte und nicht auf den Aktienbesitz. Auf eine gesonderte Wiedergabe der vorstehenden Angaben im Corporate Governance Bericht wird verzichtet.

Ziffer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können weder grundsätzlich der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen noch eventuelle Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Abs. 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht; im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht.

Für das Berichtsjahr 2012 wird - soweit vorstehend nicht bereits ausdrücklich dargelegt - entsprechend verfahren.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 kann auf der Internetseite der edding AG, Bereich Investor Relations, Corporate Governance http://www.edding.com/de_unternehmen_corporate_governance.html eingesehen werden.

Ahrensburg, den 9. Februar 2012

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

Konzernlagebericht

Das wirtschaftliche Umfeld

Das Jahr 2011 war nach dem Aufschwung 2010 vor allem durch eine hohe Heterogenität der Märkte gekennzeichnet. Anders als in der jüngeren Vergangenheit ließen sich kaum größere regionale Entwicklungen beobachten, nahezu jedes Land hatte seine individuellen konjunkturellen Einflussfaktoren.

Insgesamt ermittelte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2011 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,8 % (Vorjahr: +5,2 %).1 Treiber des Wachstums waren dabei die Entwicklungs- und Schwellenländer, die um 6,2 % zulegen konnten, während für die Industrienationen in der Summe nur 1,6 % Wachstum zu Buche standen. Aber auch die für uns wichtigen Märkte Osteuropa (+5,1 %) und Lateinamerika (+4,6 %) konnten zulegen.

Die USA konnten lediglich einen Zuwachs von 1,8 % verzeichnen und lagen damit leicht über dem von Krisenmärkten gedrückten Niveau der Eurozone (+1,6 %). Innerhalb der Europäischen Union war die Entwicklung wie schon in 2010 gänzlich uneinheitlich. So waren die am tiefsten in den Finanzkrisen befindlichen Staaten rezessiv beziehungsweise wiesen wie der für uns wichtige Markt Spanien (+0,7 %) ein sehr verhaltenes Wachstum auf.

Im Gegensatz dazu entwickelte sich die Konjunktur in Deutschland, wo sich das „German Wirtschaftswunder" fortsetzte, erfreulich. Weiter zeigte sich, dass die traditionell konservative Einstellung zu Kapitalstrukturen in Zeiten massiver Unsicherheit positiv wirkt, so dass mit 3,0 % Wachstum gerechnet wurde. Allerdings schien sich die konjunkturelle Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte etwas einzutrüben.

In einer besonderen Situation befand sich Japan, das eine Kontraktion der Wirtschaftsleistung um minus 0,9 % zu erleiden hatte. Die Folgen des Erdbebens, des Tsunamis und der Nuklearkatastrophe von Fukushima haben das Land, das wirtschaftlich bereits seit Jahren nach einer Neuaufstellung sucht, vor weitere Aufgaben gestellt und auch unser Risikomanagement nachhaltig beeinflusst. Hinzu kam, dass der Yen, wie fast alle Leitwährungen, als Folge der ungelösten Schuldenkrisen im Euroraum gegenüber dem Euro deutlich aufwertete und ein Fünfjahreshoch erreichte. Auch dies hemmte die exportorientierte japanische Wirtschaft zusätzlich.

In der deutschen Papier-, Büro- und Schreibwarenbranche wurde ein leichtes Wachstum verzeichnet. Der Markt für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren setzte 2011 zu Endverbraucherpreisen insgesamt 14.274 Mio. EUR um (+1,9 %).

So legte im abgelaufenen Geschäftsjahr der Teilmarkt „Schreibgeräte" um 4,6 % auf 940 Mio. EUR zu. Auch das größte Segment „Papiere für Haushalt und Büro" gewann 3,1 % und macht nunmehr 8,3 Mrd. EUR aus. Ihren Negativtrend setzten 2011 die Teilmärkte „Briefpapier, Briefumschläge und Postkarten" mit minus 1,9 % auf 794 Mio. EUR sowie „Grußkarten, Kalender, Alben/Diarien" mit minus 3,0 % auf 858 Mio. EUR Marktvolumen fort.2

1 World Economic Outlook, IMF, Januar 2012

2 bossticker, 25.01.2012, bezugnehmend auf Markt: Monitor Papier, Bürobedarf und Schreibwaren 2011

Auch der Geschäftsverlauf der Mitglieder des Altenaer Kreises (AK), dem 20 führende Markenfirmen der Industrie für Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) angehören, bestätigte die oben beschriebene heterogene Wirtschaftsentwicklung.3 So wuchsen mit wenigen Ausnahmen die Inlandsumsätze der Hersteller von Markenprodukten für Büro und Schule von Januar bis Oktober 2011 stärker als der Export, in der Summe stand jedoch nur 1,0 % Wachstum (ungewichtet) zu Buche.

Anders als in den Vorjahren zeigten sich aber auch innerhalb der Mitgliedsfirmen größere Unterschiede, so dass Umsatzergebnisse zwischen plus 10,0 % und minus 10,0 % gemeldet wurden. So konnte ein Drittel der Unternehmen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 gar keine Umsatzzuwächse verbuchen. Nach Angaben des AK waren die durchschnittlichen ungewichteten Inlandsumsätze der Markenfirmen von Januar bis Oktober 2011 um knapp 3,0 % gestiegen, die Exportumsätze lagen auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Bei allen Zahlenangaben sei zu berücksichtigen, dass ein Teil des Zuwachses aus gestiegenen Preisen durch höhere Rohstoffkosten resultiert.

Zusammenfassend bleibt damit festzuhalten, dass das Jahr 2011 von derartig vielen Einflussfaktoren geprägt war, so dass Prognosen und Pläne im Lichte makroökonomischer Umstände nur schwer zu entwickeln waren. Für edding bedeutete dies, dass wir in erster Linie aus einer eher internen beziehungsweise lokalen Sicht operieren und gegebenenfalls mit höchster Flexibilität in die Umsetzung unserer Aktivitäten gehen mussten.

3 Pressemitteilung des Altenaer Kreises, November 2011

Entwicklung der Geschäftsfelder

Wie im Vorjahr haben sich die beiden Geschäftsfelder des edding Konzerns, Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, im Geschäftsjahr 2011 unterschiedlich entwickelt.

Während die Umsätze im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren insbesondere in Deutschland gesteigert werden konnten, lagen die Umsätze im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation auf Vorjahresniveau. Hier hat das Wachstum in Deutschland den Rückgang in Europa kompensiert.

Insgesamt konnte ein leichter Umsatzanstieg von 2,0 % erzielt werden.

2011 2010 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 34.169 32.795 1.374 4,2
übriges Europa 38.819 37.615 1.204 3,2
Übersee 8.434 8.326 108 1,3
81.422 78.736 2.686 3,4
Visuelle Kommunikation
Inland 10.319 9.855 464 4,7
übriges Europa 14.134 14.500 -366 -2,5
Übersee 1.108 1.073 35 3,3
25.561 25.428 133 0,5
Partnermarken und sonstige Erlöse 4.484 5.132 -648 -12,6
Konzern gesamt 111.467 109.296 2.171 2,0

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren - Hauptmarke edding -

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren hat im Jahr 2011 in einem international schwierigen Marktumfeld mit 81,4 Mio. EUR den Vorjahreswert um 3,4 % übertroffen und einen neuen Rekordumsatz in der Firmengeschichte erreicht.

Nachdem der Umsatzanstieg des Vorjahrs von nahezu allen Regionen und Ländern getragen war, zeigten sich in 2011 deutlich heterogenere Entwicklungen in unseren Vertriebsgebieten. Neben den konjunkturell schwierigeren Rahmenbedingungen in vielen Ländern außerhalb Deutschlands führten auch edding-spezifische Effekte zu einer regional stark unterschiedlichen Entwicklung.

Der größte Beitrag zum Gesamt-Umsatzwachstum konnte 2011 in Deutschland erzielt werden, hier wurden mit 34,2 Mio. EUR die Vorjahreserlöse um 4,2 % gesteigert. Dieses Umsatzwachstum wurde durch alle deutschen Vertriebskanäle gestützt. Neben der positiven konjunkturellen Gesamtentwicklung konnten wir auch von der zunehmenden Akzeptanz unseres mittlerweile breit eingeführten und etablierten Preis- und Konditionenmodells profitieren. Im deutschen Fachhandel wurde dies unter anderem dokumentiert durch die erneute Prämierung als bester Fachhandelspartner aller PBS-Hersteller.

Die europäischen Länder außerhalb Deutschlands konnten in Summe ebenfalls einen Umsatzanstieg erzielen: Mit 38,8 Mio. EUR lagen diese um 3,2 % über dem Vorjahresumsatz. Haupttreiber dieser positiven Entwicklung waren weitere Marktanteilsgewinne in England - hier insbesondere im Schulsektor - sowie das gesamte Marktwachstum in Russland. Auch in Frankreich und Belgien konnten wir Marktanteile gewinnen und ein merkliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr aufweisen.

Demgegenüber wiesen die Märkte in den Niederlanden und der Türkei in 2011 einen Umsatzrückgang auf, während sie in den Vorjahren noch als Wachstumstreiber agierten. In der Türkei bewerten wir die Kaufzurückhaltung unserer Kunden als temporäre Reaktion auf unsere Vertriebspolitik, ausufernden Zahlungsbedingungen konsequenter entgegenzutreten. Griechenland und Spanien waren weitere Länder mit negativen Umsatzentwicklungen. Diese sind jedoch vor dem Hintergrund der lokalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen relativ moderat ausgefallen.

Unsere Überseemärkte konnten mit 8,4 Mio. EUR einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielen. Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede: In unserem wichtigsten Markt Argentinien haben wir aus Risikovorsorge die zum Teil deutlich ausgedehnten Zahlungsziele unserer Wettbewerber zum wichtigen „Back to school"-Geschäft nicht übernommen und so Marktanteile abgegeben. Diese Umsatzverluste konnten durch den deutlichen Umsatzanstieg unserer neu gegründeten Tochtergesellschaft in Kolumbien weitestgehend kompensiert werden.

Marketing und Produkte

Nach den zahlreichen Produkt-Neueinführungen zu unserem 50-jährigen Firmenjubiläum in 2010 lag und liegt der Fokus für 2011 und 2012 auf der weiteren Optimierung von Kundenverständnis und Unterstützung des Handelsabsatzes mit unseren Produkten.

Dazu wurde in 2011 für die im Vorjahr neu eingeführten „funtastics"-Kinderfasermalerserie weitere TV-Werbung geschaltet. Dazu konnte auch die Marktdurchdringung unserer „Do-it-Yourself"-Produkte für den Baumarkt und der „EcoLine"-Produktpalette erfolgreich ausgeweitet werden. Auch der Listungs- und Abverkaufserfolg unseres in 2009 als Lizenzmodell eingeführten Druckerpatronen-Sortimentes hat sich in den größten deutschen Elektro-Fachmärkten deutlich zweistellig entwickelt. Auf dieser Basis haben wir uns entschieden, zum Jahresende 2011 das Druckerpatronen-Sortiment in Eigenregie im deutschen PBS-Handel zu vertreiben. In Ländern wie Argentinien, Griechenland und der Türkei wurde in 2011 zudem mit der edding „correXion range" eine für diese Länder konzipierte Korrekturmittel-Serie platziert, die bereits in ihrem ersten Jahr eine gute Distribution erreichen konnte.

Parallel zu diesen produktbezogenen Aktivitäten haben wir mit der strategischen Neuausrichtung unserer Marketing-Kategorien unsere konzeptionelle Basis für die zukünftige Marktbearbeitung und Kommunikation mit Kunden weiter optimiert.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation - Hauptmarke Legamaster -

Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im Business-to-Business-Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt.

Die für uns bedeutendsten Märkte sind dabei die DACH- sowie die Benelux-Region. Über die letzten Jahre haben sich innerhalb des Geschäftsfeldes zwei Bereiche mit sehr unterschiedlicher Dynamik entwickelt.

Auf der einen Seite steht der Bereich der klassischen visuellen Kommunikation mit Produkten wie Flipcharts, Whiteboards und Pinboards. Hier ist über die Jahre ein sich verstärkender Preiswettbewerb zu beobachten, da das Geschäft immer mehr über beratungsarme Kanäle, vor allem via Kataloge, abgewickelt wird. Die Marke spielt bei der Vergabe von Verträgen immer häufiger eine untergeordnete Rolle. In erster Linie geht es um Effizienz in der Abwicklung sowie den Preis.

Auf der anderen Seite ist im Bereich der elektronischen Whiteboards und e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie) eine sonderkonjunkturelle Entwicklung zu beobachten. Allerdings ist diese wiederum abhängig von der Investitionsneigung des Bildungssektors und regional von der Penetration der neuen Technologie, vor allem in Klassenräumen.

Zudem ist der Preisverfall der in unseren Komplettlösungen enthaltenen Projektoren weiterhin spürbar.

Das Jahr 2011 hat sich getrieben durch diese Faktoren sehr unterschiedlich entwickelt. Einerseits führte besonders die Sparpolitik der niederländischen Regierung zu einem Rückgang unseres Geschäftes in diesem Markt. Dagegen war in Deutschland vor allem durch einen allmählichen Abbau des Investitionsstaus an Schulen ein Wachstum von 4,7 % möglich.

Aufgrund einiger Schwierigkeiten mit Vertriebspartnern, insbesondere in Osteuropa und im Mittleren Osten, stand unter dem Strich ein Umsatzrückgang von 2,5 % im übrigen Europa und ein nur leichtes Wachstum in Übersee. In der Summe führt dies zu einem Umsatz auf Vorjahresniveau von 25,6 Mio. EUR. Wir erwarten für die Folgejahre ein deutliches Marktwachstum vor allem im interaktiven Bereich, während der klassische Bereich weiter durch Preisfokussierung gekennzeichnet sein wird.

Marketing und Produkte

In 2011 wurde neben dem bekannten Schul-Konzept „Das Ende der Kreidezeit", das spezielle Produktlösungen für den Bildungsbereich enthält, das neue Industrie-Konzept „Zukunft zum Anfassen" mit individuellen Produktlösungen für den Konferenzbereich eingeführt. Mit dieser Zielgruppen-Ansprache zeigen wir unterschiedlichste Anwendungsbeispiele auf und verdeutlichen die innovativen Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Medien. Hauptsächlich sind es die neuen Legamaster e-Screens, die von den professionellen Anwendern verstärkt, zum Beispiel für die Vorführung von Software, das Kommentieren technischer Entwürfe und das Visualisieren von architektonischen Planungen, verwendet werden.

Diese zu Beginn des Jahres 2011 vorgestellten interaktiven großformatigen Touchscreens wurden durch die Handelspartner und Anwender sehr positiv aufgenommen. Auch wenn der Preis für eine solche zukunftsorientierte Lösung noch deutlich über der Kombination eines Projektors mit einer Projektionswand liegt, so überzeugen die präzise interaktive Touchfunktionalität und das extrem kontrastreiche Full HD-Bild zunehmend die Investitionsentscheider.

Zusätzlich konnte die neu entwickelte Flipchartserie Legamaster Triangle in 2011 bereits beachtliche Erfolge aufweisen. Viele Handelspartner haben sich für diese Flipchartserie entschieden, die neben dem neuen attraktiven Design eine einfach zu bedienende Höhenverstellung sowie eine sehr stabile und funktionale Fußkonstruktion auszeichnet

Partnermarken

Wie schon im Vorjahr wurde der Anteil der Partnermarken am Umsatz plangemäß reduziert. Der Fokus liegt dabei auf Kooperationen, die unsere Kernmarken strategisch ergänzen, während rein opportunitätsgetriebene Aktivitäten zugunsten einer Fokussierung auf unsere eigenen Marken zurückgefahren wurden. Aufgrund dieses Vorgehens reduzierten sich die Umsätze mit Partnermarken und die sonstigen Erlöse konzernweit um 0,6 Mio. EUR (-12,6 %).

Ertragslage

2011 2010 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 111.467 109.296 2.171 2,0
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 261 549 -288 -52,5
Gesamtleistung 111.728 109.845 1.883 1,7
Materialaufwand -45.286 -44.328 -958 2,2
Rohergebnis 66.442 65.517 925 1,4
in % von der Gesamtleistung 59,5 % 59,6 %
Personalaufwand -27.485 -28.930 1.445 -5,0
in % vom Umsatz 24,7 % 26,5 %
Abschreibungen -2.816 -2.901 85 -2,9
Sonstige betriebliche Erträge 4.445 4.125 320 7,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -32.869 -29.131 -3.738 12,8
EBIT 7.717 8.680 -963 -11,1
in % vom Umsatz 6,9 % 7,9 %
Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.167 -529 -638 120,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.550 8.151 -1.601 -19,6
Ertragsteuern -4.379 -3.141 -1.238 39,4
Konzernjahresergebnis 2.171 5.010 -2.839 -56,7
in % vom Umsatz 1,9 % 4,6 %

Die Ertragslage ist geprägt durch einen deutlichen Rückgang des Jahresüberschusses. Wesentliche Ursachen sind ein hoher Einmaleffekt aus Ertragsteueraufwendungen sowie ein Rückgang des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Rekordniveau des Vorjahres. Bei leichtem Umsatz- und Rohergebnisanstieg haben hierzu deutlich höhere Marketingaufwendungen sowie Wechselkursverluste und Aufwendungen aus Marktpreisänderungen für Kurssicherungsgeschäfte beigetragen.

Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 111,5 Mio. EUR gestiegen. Dieses Wachstum wird getragen vom Geschäftsfeld Schreiben und Markieren.

Die Rohergebnisquote bleibt mit 59,5 % stabil. Der gestiegene Umsatzanteil im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wirkt sich grundsätzlich positiv aus, wird aber kompensiert durch gegenüber dem Vorjahr höhere Rohstoffpreise, die nicht vollumfänglich an den Markt weitergegeben werden konnten.

Der Personalaufwand ist trotz steigender Mitarbeiterzahlen um 1,4 Mio. EUR zurückgegangen. Dies resultiert zum einen aus ergebnisbedingt niedrigeren Gewinnbeteiligungen und Prämien an Mitarbeiter. Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass sich der Rückgang der Personalkosten durch die Übertragung der Logistikaktivitäten für den deutschen Markt auf einen Dienstleister stärker auswirkt als die zusätzlichen Kosten für die Mitarbeiter in der seit Januar 2011 aktiven Tochtergesellschaft in Kolumbien.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 3,7 Mio. EUR über denen des Vorjahres. Wesentliche Ursachen hierfür sind die gegenüber dem Vorjahr um rund 2,0 Mio. EUR gestiegenen realisierten und nicht realisierten Wechselkursverluste sowie um 1,2 Mio. EUR gestiegene Fracht- und Logistikkosten aufgrund der Übertragung von Logistikdienstleistungen auf einen externen Dienstleister. Hinzu kommen planmäßig höhere Marketingaufwendungen im Rahmen der Umsetzung unserer auf den privaten Endkonsumenten ausgerichteten Strategie im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren und der Stärkung unserer Marken. So sind insbesondere die Kosten für Werbung und Marketing um 1,5 Mio. EUR gestiegen

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt bei 7,7 Mio. EUR, und damit 1,0 Mio. EUR unter dem Rekordergebnis des Vorjahres. Dies entspricht einem Rückgang der EBIT-Marge von 7,9 % auf 6,9 %.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr insbesondere belastet durch Zinsaufwendungen aus Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 0,4 Mio. EUR.

Die Ertragsteueraufwendungen in Höhe von 4,4 Mio. EUR enthalten Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 1,8 Mio. EUR. Diese resultieren in Höhe von 1,6 Mio. EUR aus Wertpapierleihgeschäften der Jahre 2006 und 2007. Bei diesen Wertpapierleihgeschäften wurden unter Ausnutzung der seinerzeit geltenden gesetzlichen Vorschriften weitgehend steuerfreie Dividendenerträge erzielt, denen Kompensationszahlungen als sonstiger Zinsaufwand gegenüber standen. Der Gesetzgeber hat in 2007 die Rechtslage geändert und ein Betriebsausgabenabzugsverbot bei Wertpapierdarlehens- und Pensionsgeschäften bereits rückwirkend für 2007 in das Körperschaftsteuergesetz aufgenommen. Die Finanzverwaltung sieht das Betriebsausgabenabzugsverbot trotz dieser Gesetzesänderung auch bereits für das Jahr 2006 als gegeben an und hat im Rahmen von Zwischenfestsetzungen eine Nachzahlung der seinerzeit gesparten Beträge erwirkt. Sobald endgültige Bescheide vorliegen, wird die edding AG hiergegen Einspruch einlegen.

Der Jahresüberschuss des Konzerns ist trotz der erheblichen Steuernachzahlungen positiv, liegt aber mit 2,2 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 5,0 Mio. EUR.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des edding Konzerns ist zum 31. Dezember 2011 von 75,0 Mio. EUR im Vorjahr um 9,2 % auf 81,9 Mio. EUR gestiegen. Im Geschäftsjahr 2011 hat sich das Eigenkapitalausschüttungs- und ergebnisbedingt nur leicht von 35,0 Mio. EUR auf 35,4 Mio. EUR erhöht. Bei gleichzeitiger Aufnahme langfristiger Verbindlichkeiten führte dies zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 46,7 % auf 43,2 %.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich von 24,9 Mio. EUR um 4,2 % auf 26,0 Mio. EUR erhöht. Dies ist unter anderem auf die Zuschreibung eines im Geschäftsjahr 2011 wieder genutzten Gebäudeteils in Ahrensburg zurückzuführen. Zudem wurde das Investitionsniveau gegenüber dem Vorjahr mit einem Volumen von 3,3 Mio. EUR beibehalten. Wesentliche Investitionen wurden im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen vorgenommen und betrafen primär unseren Produktionsstandort Bautzen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von 50,0 Mio. EUR um 11,7 % auf 55,9 Mio. EUR gestiegen. Diese Entwicklung beruht vor allem auf einem Anstieg der Vorräte und einem stichtagsbedingt höheren Bestand an flüssigen Mitteln. Der deutliche Anstieg der Vorräte resultierte insbesondere aus dem in 2011 fortgesetzten Aufbau der Sicherheitsbestände von japanischen Lieferanten im Rahmen des Risikomanagements.

Demgegenüber stand ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der teilweise auf den Geschäftsverlauf in Teilen des edding Konzerns, aber hauptsächlich auf ein im Geschäftsjahr 2011 durchgeführtes konsequentes Forderungsmanagement zurückzuführen ist.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 von 19,1 Mio. EUR deutlich um 19,7 % auf 22,9 Mio. EUR, unter anderem wegen einer Kreditaufnahme zur Finanzierung des Aufbaus der Vorratsbestände. edding machte hierbei aufgrund der in 2011 niedrigen Kreditzinsen von der Möglichkeit einer für das Unternehmen vorteilhaften langfristigen Fremdfinanzierung Gebrauch.

Im Jahr 2011 war ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 20,8 Mio. EUR um 13,5 % auf 23,6 Mio. EUR zu verzeichnen. Wesentliche Effekte hierbei waren sowohl die im Vergleich zum Vorjahresstichtag höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch die fortgesetzte Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel zur teilweisen Finanzierung des Bestandsaufbaus. Hinzu kam ein leichter Anstieg im Bereich der Ertragsteuerschulden und der kurzfristigen Rückstellungen.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr trotz des Ergebnisrückgangs von -1,8 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR verbessert. Die Mittelabflüsse für den weiteren Bestandsaufbau der Vorräte konnten durch Mittelfreisetzungen im Forderungsbereich und aus den operativen Verbindlichkeiten kompensiert werden, nachdem es im Vorjahr noch zu Mittelbindungen in diesen Bereichen gekommen war.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit blieb aufgrund fortgesetzter Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen mit -3,2 Mio. EUR auf zum Vorjahr vergleichbar hohem Niveau.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist von -0,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,9 Mio. EUR stark angestiegen. Durch die auf Vorjahresniveau beschlossene Dividendenzahlung und erhöhte Tilgungen von bestehenden Finanzschulden haben die Auszahlungen im Finanzierungsbereich zwar zugenommen. Die günstige Zinsentwicklung in 2011 wurde aber zur Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von 5,0 Mio. EUR genutzt. Zudem wurden die bei mehreren Finanzinstituten bestehenden Kreditlinien verstärkt in Anspruch genommen, um den weiteren Bestandsaufbau und die erfolgten Steuernachzahlungen zu finanzieren.

Im Jahr 2011 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2012.

Entwicklung der Konzerngesellschaften4

Mutterunternehmen

Aufgabe der edding Aktiengesellschaft ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Finanzen, Personal und IT angesiedelt.

Die Ertragslage der edding Aktiengesellschaft ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH. Die entsprechenden Ergebnisübernahmen liegen mit 11,7 Mio. EUR leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres (12,5 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Steuern liegt trotz des gesunkenen Beteiligungsergebnisses mit 6,7 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert (5,3 Mio. EUR). Dies resultiert aus geringeren Personalaufwendungen im Berichtsjahr durch ergebnisbedingt niedrigere Gewinnbeteiligungen und Prämien an Mitarbeiter. Zusätzlich haben im Vorjahr außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR aus der Anpassung der Bewertung von Pensionsverpflichtungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz das Ergebnis belastet. Der Jahresüberschuss liegt trotz des über Vorjahr liegenden Vorsteuerergebnisses mit 2,2 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 1,8 Mio. EUR. Hierzu verweisen wir auf die Darstellung der Ertragslage im Konzernlagebericht.

4 Die Kommentierung der Tochtergesellschaften erfolgt auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften.

Tochtergesellschaften

Die edding International GmbH nimmt alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren ist die Gesellschaft für die operative Steuerung von Beschaffung sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten zuständig. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern in Ländern ohne konzerneigene Vertriebsgesellschaften. Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn betrug 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse sind im Vorjahresvergleich um 9 % angestiegen. Dies resultiert zum Teil aus der Veränderung konzerninterner Lieferbeziehungen. Bereinigt um diesen Effekt beträgt der Umsatzanstieg rund 7 %, wobei die Entwicklung in den einzelnen Märkten sehr heterogen ist. Zu den Wachstumsmärkten gehören Deutschland, Russland, Frankreich und Großbritannien. Dagegen lagen die Umsätze in der Türkei und in Spanien unter Vorjahr. Das Ergebnis liegt mit 11,8 Mio. EUR leicht über Vorjahr (11,5 Mio. EUR). Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding Aktiengesellschaft abgeführt.

Der Legamaster International B.V. obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern in Ländern ohne konzerneigene Vertriebsgesellschaften. Die Umsatzerlöse liegen in der Gesellschaft mit einem Anstieg um 8 % deutlich über dem Vorjahr, während wir im gesamten Geschäftsbereich Visuelle Kommunikation das Niveau des Vorjahres erreicht haben. Wesentlicher Grund ist der Rückgang im Geschäft mit internationalen Konzerngesellschaften, der sich auf Konzernebene stärker auswirkt und auf der Ebene der Legamaster International B.V. durch anderweitiges Wachstum überkompensiert wird. Ein deutliches Umsatzwachstum konnte insbesondere in den Märkten Deutschland, Schweiz und Russland erzielt werden, getrieben durch den Produktbereich der interaktiven visuellen Kommunikation mit elektronischen Whiteboards und e-Screens. Demgegenüber steht ein deutlicher Rückgang in den Niederlanden. Bedingt durch die höheren Umsatzerlöse konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Die edding Legamaster B.V. (Niederlande) ist zuständig für den Vertrieb der Konzernmarken edding und Legamaster in den Niederlanden und musste im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatzrückgang von 9 % hinnehmen, bedingt durch deutliche Einbußen im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Hier herrscht in einem rückläufigen Gesamtmarkt ein hoher Wettbewerbsdruck. Zusätzlich sind die in der Vergangenheit hohen Ausgaben der öffentlichen Hand reduziert worden. Dies führte für den lokalen Vertrieb in den Niederlanden erstmalig zu einem entsprechend negativen Betriebsergebnis. Durch gezielte Marktaktivitäten in beiden Geschäftsfeldern erwarten wir im nächsten Jahr wieder Umsatzwachstum und ein positives Ergebnis.

Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ist eine Tochtergesellschaft der edding International GmbH und ermöglicht als nicht operative Holding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.

Der Vertrieb der Konzernmarken in Deutschland erfolgt durch die edding Vertrieb GmbH und die Legamaster GmbH. Die Legamaster GmbH hat zum 1. Juli 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Seitdem hat die edding Vertrieb GmbH stufenweise Teile der Vertriebsaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation auf die Legamaster GmbH übertragen. Nach der Übernahme des sogenannten Projektvertriebs in 2010, der in Zusammenarbeit mit dem Fachhandel Lösungen für gewerbliche Anwender und Schulen realisiert, erfolgte ab 2011 die Betreuung der nationalen und internationalen Großkunden.

Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr durch die Überlassung von Kunden an die Legamaster GmbH einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Bereinigt um diesen Effekt beträgt das Umsatzwachstum rund 5 %. Im Segment Schreiben und Markieren konnten nennenswerte Umsatzsteigerungen erzielt werden, resultierend aus der positiven konjunkturellen Stimmung und der erfolgreichen Entwicklung einzelner Sortimente. Die positive Verankerung im deutschen Markt wurde zudem in der durch eine unabhängige Branchenzeitschrift durchgeführten Wahl manifestiert, bei der edding zum sechsten Mal in Folge durch unsere Handelskunden zum Fachhandelspartner Nr.1 gekürt wurde. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn liegt mit 2,7 Mio. EUR trotz der Umsatzverlagerung auf nahezu gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Bei der Legamaster GmbH liegt der Umsatz, bedingt durch die vorgenannte weitere Kundenübernahme, deutlich über dem Vorjahreswert. Der um diesen Effekt korrigierte Anstieg beträgt rund 11 % und resultiert insbesondere aus deutlichem Wachstum im Bereich der interaktiven Medien. Die Erhöhung der Marktanteile wird begleitet von entsprechenden Marktinvestitionen wie zusätzlichem Vertriebspersonal. Entsprechend wurde wie erwartet für 2011 ein negatives operatives Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau erzielt. Für 2012 wird mit einem positiven Betriebsergebnis gerechnet.

Nach deutlichem Umsatzwachstum im Vorjahr hat die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) im Berichtsjahr einen prozentualen Umsatzrückgang in Landeswährung im mittleren einstelligen Bereich verzeichnet. Eine wesentliche Ursache hierfür ist die aus Gründen des Risikomanagements angestrebte Reduktion des Working Capital. Die damit verbundene Rückführung von Zahlungszielen hat teilweise zu Kaufzurückhaltung bei den Kunden geführt. Gemessen in Euro ist der Umsatzrückgang noch deutlicher ausgefallen aufgrund der anhaltenden Abschwächung der Türkischen Lira. Dies führte zusätzlich zu einem Anstieg der Beschaffungskosten unserer Tochtergesellschaft sowie hohen nicht realisierten Wechselkursverlusten aus Forderungsbewertung. Dadurch ist das Ergebnis negativ und liegt deutlich unter dem Vorjahr. Für 2012 erwarten wir wieder einen Umsatzanstieg, der bei stabiler Wechselkurssituation zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen soll.

Die Umsatzerlöse der edding Argentina S.A. (Argentinien) sind in Landeswährung im Vorjahresvergleich um 11 % angestiegen. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation ist das Volumen allerdings zurückgegangen. Die inoffizielle Inflationsrate liegt bei rund 30 %, was sich insbesondere auch in einem entsprechenden Anstieg der Personalkosten bei unveränderter Personalstruktur widerspiegelt. Die politische und wirtschaftliche Lage ist weiterhin instabil. Die Regierung hat es mit ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik ein weiteres Jahr geschafft, eine deutliche Abwertung des Peso gegenüber dem US-Dollar zu verhindern. Nach der Präsidentschaftswahl haben Importbeschränkungen und Devisenbewirtschaftung die Lage noch verschärft. Wir sehen die Gefahr einer Währungsabwertung als unverändert hoch an. Vor diesem Hintergrund betrieb die Gesellschaft ein straffes Forderungsmanagement. Ein kurzfristiger Verlust von Marktanteilen wurde dabei in Kauf genommen, da wir die drohende Abwertung hoher Forderungsbestände in Grenzen halten wollen. Unter diesen Bedingungen werten wir das ausgeglichene operative Betriebsergebnis als Erfolg. Zum größten Teil nicht operative Währungsverluste führen allerdings zu einem negativen Gesamtergebnis.

Die EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) konnte trotz der sich abschwächenden wirtschaftlichen Lage die Umsatzerlöse in Landeswährung wie geplant um 8 % steigern. Dies resultiert im Wesentlichen aus einem weiteren gezielten Ausbau im Segment Schreiben und Markieren im Bereich des Schulgeschäftes. Entsprechend konnte nach den letzten drei Jahren erstmals wieder ein positives Ergebnis erzielt werden.

Die Umsätze der edding France SAS (Frankreich) konnten insgesamt um 5 % gesteigert werden. Dabei konnte das Wachstum im Segment Schreiben und Markieren durch die gezielte Erschließung neuer Vertriebskanäle einen leichten Rückgang im Bereich Visuelle Kommunikation überkompensieren. Hierdurch konnte das Unternehmen in 2011 zum zweiten Mal seit Gründung ein positives Ergebnis erzielen.

Die zum Teilkonzern der niederländischen Vertriebsgesellschaft gehörige edding Lega International B.V.B.A. (Belgien) konnte ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr leicht steigern. Während im Segment Schreiben und Markieren ein deutliches Wachstum erzielt werden konnte, ist der Umsatz im Bereich Visuelle Kommunikation zurückgegangen. Hier konnte der Verlust einer Listung bei einem Großkunden nur zum Teil durch Wachstum bei anderen Kunden kompensiert werden. Der Gewinn der Gesellschaft liegt auf Vorjahresniveau.

Griechenlands Wirtschaft ist weiter stark durch die Schuldenkrise getroffen. Daher musste die edding Hellas Ltd. (Griechenland) in diesem Jahr einen weiteren Umsatzrückgang in Höhe von 13 % verkraften. Nach unseren Beobachtungen ist es uns gelungen, in einem schrumpfenden Markt unseren Marktanteil weiter auszubauen. Die Umsätze im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren sind um 4 % gesunken. Im Berichtsjahr wurde wiederum ein deutlich negatives Betriebsergebnis erzielt und wir rechnen derzeit auch vor 2013 nicht mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Aufgrund unseres insgesamt hohen Marktanteils versprechen wir uns langfristig positive Effekte.

Seit dem 3. August 2010 befindet sich die edding Italia s.r.l. i. L. (Italien) in Liquidation. Die formale Schließung der Gesellschaft ist zum 20. Dezember 2011 erfolgt. Die Gesellschaft ist vollständig entkonsolidiert. Die durch die Schließung angestrebte Ergebnisverbesserung konnte bereits in 2011 erreicht werden.

Die Ende 2010 zusammen mit unserem bisherigen Vertriebspartner gegründete edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) hat im Januar 2011 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Die Gesellschaft fungiert als Produktions- und Vertriebsgesellschaft. Die Vertriebsaktivitäten wurden erfolgreich aufgebaut, die Markenpräsenz bei den Händlern konnte deutlich erhöht werden. Dies führte zu einem nennenswerten Umsatz von 1,7 Mio. EUR und zu einem um Fremdwährungsergebnisse bereinigten positiven Betriebsergebnis. In 2012 erwarten wir ein Ergebnis auf etwa gleichem Niveau, bedingt durch weitere Investitionen in die Marktentwicklung, die sich dann in den Folgejahren weiter auszahlen werden.

Hauptfunktion der edding Japan Inc. (Japan) ist die Beschaffung von Handelswaren und Rohstoffen für die Produktion. Daneben ist die Gesellschaft verantwortlich für den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in der Region. Die Gesellschaft hat ein positives Ergebnis erzielt.

Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH stellt in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber ausschließlich für die edding Gruppe her. Das Vorjahr war aufgrund der Erholung nach dem Krisenjahr 2009 durch einen hohen Bestandsaufbau im Konzern geprägt, was zu hohen Umsatzerlösen und einen entsprechend hohen Gewinn in der Gesellschaft geführt hat. Im Geschäftsjahr 2011 konnten die Bestände wieder leicht abgebaut werden. Dies hat verstärkt durch zusätzliche Absatzverschiebungen - insbesondere Umsatzrückgang im Türkeigeschäft - zu einem leicht negativen Ergebnis geführt.

Die DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG werden aufgrund der Rechnungslegung nach IFRS in den Konzernabschluss einbezogen. Sie fungieren als Leasinggesellschaften für die Betriebsimmobilien der edding Vertrieb GmbH (Betriebsstätte Wunstorf) beziehungsweise der V. D. Ledermann & Co. GmbH (Niederlassung Bautzen). Die Objektgesellschaften werden in der Rechtsform von Personengesellschaften geführt und haben zurzeit noch negative Kapitalkonten, die sich aber innerhalb der Nutzungsdauer der Objekte ausgleichen werden.

Beteiligungen

Die edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko), die in 2008 als Joint Venture mit unserem mexikanischen Vertriebspartner gegründet wurde, liegt in ihrer Geschäftsentwicklung weiter deutlich hinter den Erwartungen. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Landeswährung um 25 % zurückgegangen, was zu dem bisher höchsten Verlust von 5,4 Mio. MXN (rund 0,3 Mio. EUR) führte. Dies resultiert wesentlich aus der mangelhaften Entwicklung der Kooperation mit unserem Joint-Venture-Partner, dessen Unternehmen als Vertriebs-Arm dient. Die Vertriebsaktivitäten wurden seitens unseres Partners nicht ausreichend unterstütrt, wodurch das erwartete Umsatzwachstum nicht realisiert werden konnte. Grund dafür war im Wesentlichen ein Ressourcenengpass vor dem Hintergrund eines Zusammenschlusses mit einem dritten Unternehmen und damit verbundene Lieferprobleme infolge der Zusammenlegung von IT-Systemen. Zur weiteren Entwicklung der edding Mexico S. de R.L. de C.V. verweisen wir auf den Nachtragsbericht.

Die PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Die Office Gold Club GmbH führt Marketingaktivitäten für die deutsche PBS-Branche durch. Insbesondere werden Veranstaltungen für gewerbliche Endverbraucher ausgerichtet.

Mitarbeiter

Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt 573 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen im Jahresschnitt um zehn Personen im Vergleich zum Vorjahr. In den Auslandsgesellschaften waren im Durchschnitt 263 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anteil von 46 %.

Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen resultiert im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Effekten. Zum einen reduziert sich die Mitarbeiterzahl gegenüber 2010 durch Übertragung der Logistikaktivitäten für den deutschen Markt auf einen Dienstleister, zum anderen verzeichnen wir durch Einbeziehung unserer Tochtergesellschaft in Kolumbien einen Mitarbeiterzuwachs.

Ein wichtiger Meilenstein in 2011 war die Erarbeitung und Festlegung weiterer kultureller Werte bei edding (Unternehmenskultur und Führungsleitbild). Dadurch wird das Profil von edding als Arbeitgeber in der Innen- und Außenwirkung noch weiter geschärft. Alle Mitarbeiter waren in diesen Prozess direkt oder indirekt eingebunden. Erste Anerkennung für diese Resultate erhielt das Unternehmen bei der Suche nach neuen Auszubildenden, bei der eine deutliche Zunahme des Interesses an einer Ausbildung bei edding festzustellen war. Zwar spielen auch hier regionale Unterschiede in Deutschland eine Rolle, gleichwohl war für die Standorte Ahrensburg und Wunstorf eine sehr positive Tendenz erkennbar.

Generell wurde im Jahr 2011 verstärkt in die interne Ausbildung investiert. So wurden vor allem die Führungskräfte für die zukünftigen Herausforderungen geschult. Zudem ist mit der Initiierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements ein weiterer Meilenstein unserer Personalstrategie gesetzt worden.

CSR - Corporate Social Responsibility Bericht

Unter Corporate Social Responsibility verstehen wir neben der Umweltverantwortung als Teil unserer Firmenphilosophie auch Aktivitäten in den Bereichen Arbeitssicherheit und soziales Engagement. Die Stabstelle Umwelt und Soziales unterstützt und bündelt diese Aktivitäten und betreut die Zertifizierung für die gängigen Normen in diesen Bereichen.

Als produzierendes Unternehmen kontrollieren wir permanent unsere Produktionsanlagen, unsere Verwaltung und unsere Konzernlogistik, um Energieaufwände zu reduzieren und Emissionen zu senken. Nicht nur für die Schonung der Umwelt, sondern auch für das Wohlbefinden und die Gesundheit unserer Mitarbeiter streben wir danach, technisch immer aktuell zu sein. Die Ausarbeitung von Produkt- und Unternehmensökobilanzen schafft Transparenz und deckt Verbesserungspotenzial auf. Regelmäßiger Austausch mit den operativ handelnden Mitarbeitern stellt zusätzlich sicher, dass eventuelle Probleme sofort erkannt, besprochen und schnell gelöst werden können.

Im Rahmen der Produktlinie „EcoLine" sucht ein Expertenteam fortwährend nach neuen Materialien für Schäfte, Kappen und Mundstücke sowie Tinten für unsere Produkte. Der Schwerpunkt wird hier auf nachwachsende Rohstoffe gelegt, die wiederum nicht zur Herstellung von Lebensmitteln genutzt werden.

Erstmalig spendet das Unternehmen im Rahmen einer Kampagne für jedes von März bis September 2012 von edding in Deutschland verkaufte „EcoLine"-Produkt drei Cent an das B.A.U.M.-Projekt „Wilde Buche". Das Projekt schützt Flächen mit über 190 Jahre alten Buchen in Rheinland-Pfalz. Der Schutz dieses Waldreservats leistet über Biodiversitäts- und Waldschutz hinaus auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir das Kinderkrebszentrum der Uniklinik in Hamburg finanziell und mit Sachspenden unterstützt. Des Weiteren fördert edding auf Eigeninititative von Mitarbeitern beruhende karitative Aktionen. Beispielsweise wurde in 2011 eine Spendenaktion zugunsten einer lokalen japanischen Hilfsorganisation im Raum Fukushima durchgeführt. Hierbei konnten die Mitarbeiter der edding Gruppe in einer im Intranet stattfindenden Online-Auktion von ihren Kollegen gestiftete Sachspenden ersteigern.

Höchste Priorität räumen wir auch den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ein. Unsere Betriebsmittel und -stoffe sowie unsere Einrichtungen werden nach den gängigen Arbeitsschutz- und Gesundheitsrichtlinien beurteilt und fachlich betreut. So können wir gewährleisten, dass sie innerhalb ihrer Einsatzzeit stets sicher verwendet werden. Mögliche Gefahrenquellen werden bei uns kontinuierlich erfasst, beurteilt und umgehend auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüft.

Wenn immer es möglich ist, kombinieren wir Umwelt und Arbeitssicherheit mit dem Wohlbefinden unserer Mitarbeiter. Besonders effektiv ist uns dies bei der Erneuerung des Heiz- und Kühlsystems in der Produktion gelungen. Hier konnten CO2-Emissionen verringert und Kosten gespart werden. Eine spürbare, positive Veränderung der Raumluft in der Produktion verbessert die Arbeitssituation unserer Mitarbeiter nun deutlich.

Sonstige Funktionsbereiche

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und drei ausländische Produktionsstätten.

Die deutsche Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen verzeichnete im Vergleich zum durch Bestandsaufbau innerhalb der edding Gruppe geprägten Vorjahr eine deutlich geringere Auslastung. Nichtsdestotrotz bewegte sich die Auslastung der Produktionsstätte in 2011 auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts. Um Personalkapazitäten anzupassen, wurden durch Fluktuation freigewordene Arbeitsplätze teilweise nicht neu besetzt. Zur Zukunftssicherung des Standortes wurde auch in 2011 in neueste Montagetechnologie und Spritzgießtechnik im Bereich Produktion investiert.

Zur kontinuierlichen Produktivitäts- und Kapazitätserweiterung des Produktionsstandortes San Juan der edding Argentina S.A. (Argentinien) wurde auch in 2011 weiter in neue Produktionstechnologien investiert. Aufgrund der weiterhin instabilen politischen und wirtschaftlichen Situation lag die Auslastung in 2011 unter dem Niveau des Vorjahres. In Anbetracht der Rahmenbedingungen wird sie aber als zufriedenstellend angesehen.

Seit Ende 2008 existiert der mittelamerikanische Produktionsstandort edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko). Durch die lokale Produktion werden große Kostenvorteile für den vom Potenzial her bedeutenden Markt in Mexiko sowie für die übrigen mittelamerikanischen Märkte erzielt. Auch in 2011 konnte die Produktionskapazität aufgrund vertrieblicher Absatzprobleme im Markt nicht auf die geplante Auslastung gebracht werden.

Im November 2010 wurde die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) gegründet. Nach einem erfolgreichen Produktionsstart im Februar 2011 wurde die Produktion im Laufe des Jahres den Marktanforderungen angepasst und stabilisiert, was weitere positive Effekte im Produktionsbereich zur Folge hatte. Schon im ersten Jahr kann eine positive Bilanz gezogen werden. Auch in Kolumbien werden durch die lokale Produktion Kostenvorteile für den bedeutenden Markt in der Andengemeinschaft erwartet.

Logistik

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren gibt es in der edding Gruppe ein großes Zentrallager am Stammhaus in Ahrensburg, welches hauptsächlich aus dem gruppeneigenen Produktionslager in Bautzen, aber auch von externen Lieferanten versorgt wird. Parallel dazu betreibt edding für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ein zweites Zentrallager in Lochem (Niederlande).

Aus beiden Zentrallagern werden unter Nutzung sämtlicher Verkehrsträger alle nationalen und internationalen Töchter oder Vertriebspartner mit edding- und Legamaster-Produkten sowie Partnermarken versorgt. Das vormalig durch die deutsche Vertriebsgesellschaft edding Vertrieb GmbH geführte Vertriebslager in Wunstorf wurde Ende 2010 an die edding International GmbH übertragen und im ERP System zusammengeführt, um Lieferungen an internationale Kunden aus diesem auf Kleinkommissionierung spezialisierten Lager zu ermöglichen.

Selbstgeführte Lager von Vertriebsgesellschaften gibt es bei den Tochterunternehmen in England, Griechenland und in der Türkei. Für die Länder Benelux sowie Frankreich übernehmen die Zentrallager gleichzeitig auch die Funktion des Vertriebslagers und versenden direkt an die Kunden.

Auch das zweite bereits im Vorjahr angestoßene Großprojekt im Bereich Logistik wurde in 2011 erfolgreich abgeschlossen. Die Einbindung eines Logistikdienstleisters am Standort Wunstorf erfolgte in einem mehrstufigen Umsetzungsprozess und trägt somit zur weiteren Flexibilisierung der Logistik in der edding Gruppe bei. Der Dienstleister betreibt dort unsere Fördertechnik auf eigene Kosten und übernahm im Zuge der Umstellung alle ehemaligen edding-Mitarbeiter.

Im Zuge eines umfassenden Frachtencontrollings wurde im Geschäftsjahr 2011 zudem weiter an der Konsolidierung der Logistikdienstleister der edding Gruppe gearbeitet, um Kostenvorteile für das Unternehmen zu erzielen. Der Aufbau von ausgewählten, leistungsstarken Partnern konnte hierbei durch gezielte Maßnahmen deutlich vorangebracht werden.

Informationstechnologie

Im Bereich Informationstechnologie war das Jahr 2011 durch mehrere umfangreiche Reorganisationsprojekte in der bestehenden SAP R/3 Landschaft geprägt. So konnte beispielsweise die Integration von neuen Logistikpartnern in die Systeme der edding Gruppe abgeschlossen werden. Weiterhin wurde die Anfang 2012 stattfindende durchgängige Implementierung von SAP an unserem Produktionsstandort in Bautzen vorbereitet.

Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt war die Fortführung der Virtualisierung der IT-Systeme. Die ERP-Anwendungen für die operativen Prozesse, alle Office-Programme, Kommunikationssysteme sowie alle Speichersysteme stehen in der edding Cloud bereit. Diese zentral abgesicherte Daten- und Anwendungsplattform ist jederzeit und überall für alle edding Mitarbeiter verfügbar. Zusätzlich ist die Einbindung von Partnern und Dienstleistern in die edding-eigene Systemwelt jederzeit sehr einfach möglich.

Forschung und Entwicklung

Aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen fallen im edding Konzern nur in untergeordnetem Umfang an, da wir unsere Lieferanten stark in diese Aktivitäten einbinden. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betreffen ausschließlich das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichtserstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen beziehungsweise Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt.

Die aktuelle Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- beziehungsweise Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten Risikoownern, die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgt mit Unterstützung der in 2011 implementierten internen Revision direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.

Internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z.B. die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z.B. Rechnungswesen) und verwaltende (z.B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen. Zudem gewährleistet das Vier-Augen-Prinzip, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Geschäftsleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige gemeinsame Sitzungen von Vorstand und kaufmännischer Leitung statt.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und IFRS-Rechnungslegungsstandards. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwenden wir standardisierte Reporting-Packages, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken

Da der japanische Markt einer der wichtigsten Beschaffungsmärkte der edding AG ist, wurde nach dem Erdbeben, dem Tsunami und den folgenden Störfällen der Atomkraftwerke in Fukushima im März 2011 sofort ein Krisenstab gebildet, um schnellstmöglich auf mögliche Lieferengpässe reagieren zu können. Glücklicherweise waren weder unsere Mitarbeiter in Tokio noch unsere wesentlichen Lieferanten direkt von der Katastrophe betroffen, so dass kaum negative Auswirkungen auf unsere Beschaffungsaktivitäten zu beklagen waren. Wir haben jedoch den Eintritt dieser Katastrophe zum Anlass genommen, unsere bisherigen Beschaffungsrisikoszenarien nochmals zu verifizieren. Insbesondere existenzbedrohende Bruttorisiken wurden erneut betrachtet und eine Reihe von zusätzlichen Maßnahmen, die die Verfügbarkeit aller wesentlichen Produkte des edding-Sortiments betreffen, wurde beschlossen und bereits teilweise umgesetzt. Somit konnten die Beschaffungsrisiken weiter reduziert werden, soweit dies mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand sinnvoll beziehungsweise umsetzbar war.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Auch in 2011 wurden währungsbedingte Risiken im edding Konzern soweit möglich über Kurssicherungsgeschäfte abgesichert. Das Risiko im Yen-Bereich konnte mit vertretbarem Kostenaufwand reduziert werden, während dies für die Türkische Lira nicht möglich war. So mussten wir im vergangenen Jahr -teilweise unrealisierte - Währungsverluste in bedeutendem Umfang hinnehmen. Eine wichtige Maßnahme zur Reduzierung der Euro-Lira-Wechselkursrisiken bleibt deshalb ein weiterhin konsequentes Forderungsmanagement, welches bereits in 2011 zu einer verbesserten Risikolage geführt hat.

Im Rahmen des Forderungsmanagements überwachen wir laufend das Ausfallrisiko. Im Bereich unserer Inlandsgesellschaften bedienen wir uns zur Eintreibung ausfallgefährdeter Forderungen eines Inkassounternehmens, das uns in regelmäßigen Statusberichten die Wirksamkeit unseres Forderungsmanagements bestätigt. Damit sehen wir keine wesentlichen Ausfallrisiken im Forderungsbestand.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Zinsswaps in einem Volumen von 7,0 Mio. EUR zur Ausnutzung des niedrigen Zinsniveaus für gegenwärtigen und zukünftigen Liquiditätsbedarf abgeschlossen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Vertrauensvolle Kundenbeziehungen sind eine wichtige Grundlage unseres Geschäftserfolgs. Aus diesem Grund hat die edding AG sich schon vor vielen Jahren entschieden, ein professionelles Kundenmanagementsystem aufzubauen. Die Anforderungen unserer Kunden sind uns deshalb jederzeit bestens bekannt, so dass wir frühzeitig auf erkennbare Trends reagieren können. Durch das systematische Erheben von konkreten Kundenwünschen sind wir zudem in der Lage, unsere internen als auch die externen Kundenprozesse zeitnah den Erfordernissen anzupassen.

Zudem haben wir im letzten Jahr verstärkte Marktforschung bezüglich der privaten Endverwender unserer Produkte betrieben, so dass wir auch hier unser Verständnis für den Konsumenten weiter verbessert haben.

Auch im vergangenen Jahr stand das Liquiditätsrisiko wichtiger Lieferanten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation unter Beobachtung.

Risiken, die aus Produktqualitätsversprechen entstehen können, werden durch die permanente Überprüfung unserer Produktentwicklungs-, Beschaffungs- und Qualitätssicherungsprozesse weitestgehend ausgeschlossen.

Personalrisiken

Die edding AG profitiert von dem guten Unternehmensimage, welches sich auch positiv auf das Personalmanagement auswirkt. So ist es uns im Jahr 2011 gelungen, die nötigen hochqualifizierten Mitarbeiter zur Umsetzung unserer ehrgeizigen strategischen Ziele für den edding Konzern gewinnen zu können. Den stetig wachsenden Kundenanforderungen begegnen wir mit konsequenten Weiterbildungsprogrammen für unsere Mitarbeiter, die von der eigens dafür eingerichteten edding Akademie jährlich arbeitsplatzbezogen definiert beziehungsweise geplant und umgesetzt werden.

Durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen ist zu erkennen, dass sich die Mitarbeiterzufriedenheit innerhalb des edding Konzerns seit Jahren auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau bewegt. Dieses hohe Niveau entspricht den auch in der Unternehmenskultur sehr ambitionierten Zielen der edding AG und steht ständig unter Beobachtung, um möglichen Fehlentwicklungen schnellstmöglich entgegenwirken zu können.

Politische Risiken

Nach wie vor erzielt die edding AG ihre wesentlichen Erlöse in den hochentwickelten Industrieländern, die politisch relativ stabil sind. Aufgrund der Eurokrise und den damit verbundenen Insolvenzszenarien einiger Euroländer bestand für den edding Konzern beziehungsweise für die europäischen Tochtergesellschaften jedoch kein wesentlich erhöhtes Risiko. Der Grund hierfür ist die insbesondere am Standort Griechenland betriebene Risikovorsorge. Die griechische Tochtergesellschaft konnte die Risikolage durch verkürzte Zahlungsziele weiter reduzieren, so dass der Forderungsbestand ein angemessenes Risikobild darstellt.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Schadenersatzrisiken sind weitestgehend durch Produkthaftpflichtversicherungen abgesichert. Weder kam es in 2011 zu wesentlichen Schadensfällen, noch erwarten wir diese für das kommende Jahr.

Vertraglichen Risiken wird im Bedarfsfall durch juristische Überprüfungen vorgebeugt.

Gesamtrisiko/Fortbestandsrisiko

Auch das Jahr 2011, insbesondere die zweite Jahreshälfte, war geprägt von der Verunsicherung durch die Eurokrise. Nichtsdestotrotz konnte der edding Konzern seine Marktposition weiter festigen. Risiken, die ein Fortbestandsrisiko darstellen könnten, sind nicht erkennbar.

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht - Berichterstattung nach § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Die Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstandsmitglieds legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und verschiedenen Nebenleistungen, und zwar der Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für die Zeit von zwei Monaten im Falle der Dienstunfähigkeit und der privaten Nutzung eines Firmenwagens und Telefonanschlusses. Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen -beginnend mit dem 1. Januar 2012 - aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrages ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlustes bei der AG zur Anwendung kommt.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstleistungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und dem Vorstandsmitglied andererseits.

Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung.

Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 28. Juni 2011 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2011 bis 2015 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind im Anhang zum Jahresabschluss und zum Konzernjahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2011 angegeben.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2010 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 18.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden.

Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2011 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:

Herrn Volker Detlef Ledermann
Frau Susanne Ledermann
Frau Angelika Schumacher
Frau Dina Alexandra Schumacher
Frau Beatrix Ledermann
Frau Julia Marie Ledermann
Herrn Jan Moritz Ledermann
Herrn Per Ledermann

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der ab dem 1. Januar 2012 gültige Dienstvertrag des Vorstands enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstand eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehaltes.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Nachtragsbericht

Die edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) wurde in 2008 als Joint Venture mit unserem mexikanischen Vertriebspartner gegründet. Die Ergebnisse in der Folgezeit haben nicht unseren Erwartungen entsprochen, was im Wesentlichen auf die Kooperation mit unserem für den Vertrieb zuständigen Joint-Venture-Partner zurückzuführen war. Aufgrund steigender Verluste wurde vereinbart, dass die edding Mexico S. de R.L. de C.V. künftig einen eigenen Vertrieb aufbaut und der Partner seinen Gesellschaftsanteil für einen symbolischen Kaufpreis an die edding Gruppe abgibt.

Weitere Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG sind vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts nicht eingetreten.

Ausblick

Ein Ausblick auf das Jahr 2012 gestaltet sich wie schon in den Vorjahren schwierig, weil die Voraussetzungen denkbar uneinheitlich und an vielen Stellen instabil sind.

In den USA herrscht trotz zuletzt vermeldeten leichten Rückgangs der Arbeitslosenquote eine Stagnation auf dem Arbeitsmarkt. Zudem erhöht die anstehende Präsidentschaftswahl die Unsicherheit.

Die Situation Japans bleibt wirtschaftlich wie geologisch angespannt. Der starke Yen bedeutet auch für uns eine Herausforderung, da Japan als Beschaffungsmarkt eine unverändert wichtige Rolle spielt. Die mittelfristige Absicherung der Wechselkurse wird uns zwar auch in 2012 vor Überraschungen schützen, dennoch bleibt der Druck auf die Einstandspreise bestehen.

Die Wachstumsstaaten der letzten Jahre werden ebenfalls vor neue Herausforderungen gestellt, wenn auch besonders die BRIC-Staaten sich derzeit in einer guten Ausgangsposition für eine weiterhin positive Entwicklung befinden. Auch hier sollte man aber die individuelle Situation der einzelnen Staaten betrachten. So bleibt Russland unverändert stark von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. China wendet sich derzeit vermehrt dem Binnenmarkt zu. Brasilien erlebt Wachstum auf breiter Front und entfacht Goldgräberstimmung auch in neuen Märkten. Für uns bleibt die Stabilisierung sowohl unseres Osteuropa- als auch unseres Lateinamerikageschäfts weiterhin im Fokus. In Argentinien, unserem Brückenkopf auf diesem Kontinent, macht uns die politische und wirtschaftliche Entwicklung weit mehr Sorgen als der in weiten Teilen der deutschen Presse positive Tenor vermuten lässt.5 Insbesondere die steigende Tendenz der Devisenregulierung sowie Importbeschränkungen beunruhigen uns.

In Europa ist auch nach dem offiziellen Start des Rettungsschirms die strukturelle Lösung der Schuldenprobleme vieler Staaten noch völlig offen. Auch die Möglichkeit eines Bruchs der Eurozone steht weiterhin im Raum. Für edding bedeutet dies eine enge und flexible Vorgehensweise in den Märkten mit hoher Bedeutung für die Gruppe. Der Fokus wird jedoch weiterhin darauf liegen, unsere Marktanteile auch über eine mittelfristige Krise zu sichern und nur dort, wo es unbedingt notwendig ist, strukturelle Maßnahmen einzuleiten.

Deutschlands nahe Zukunft in dieser Mixtur verschiedener globaler Entwicklungen ist ebenso schwer abzusehen. Inwieweit sich ein exportabhängiger Markt, der zudem die führende Rolle in der Eurozone innehat, sich weiter von den Nachbarstaaten entkoppeln kann, ist ungewiss. Dennoch schauen die Unternehmen verhalten positiv in die Zukunft und der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte nach eher verhaltener Tendenz in der zweiten Jahreshälfte 2011 zum Jahresende eine Stabilisierung.6

Für den deutschen Papier- Büro-, Schreibwarenmarkt wird ein Marktwachstum von 1,6 % in 2012 erwartet.7

5 Vgl. „Der Spiegel", 51/2011, S. 98 sowie Deutschlandradio http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/weltzeit/1633046/(23.12.2011)

6 ifo Konjunkturperspektiven 12-2011

7 bossticker, 25.01.2012, bezugnehmend auf Markt: Monitor Papier, Bürobedarf und Schreibwaren 2011

Im Jahr 2012 werden wir den Umsetzungsfokus aus 2011 beibehalten. Die Strategie 2012+ mit dem Schwerpunkt im Bereich Schreiben und Markieren auf endkonsumentenorientierte Vermarktung wurde im letzten Jahr weiter verfeinert. Auch in 2012 wird dies im Mittelpunkt stehen, genauso wie eine weitere Stärkung unserer Marken. Dazu gehört auch, dass wir markenkonform neue Geschäftsfelder ausloten; im Jahr 2012 steht dabei unter anderem die Markteinführung der edding-Druckerpatronen in weiteren Kanälen an.

Daneben gilt es für den Bereich Visuelle Kommunikation sowohl die Festigung unseres traditionellen Geschäfts wie auch den Ausbau der sich vor allem in den DACH-Staaten stark entwickelnden interaktiven Technik zu erreichen.

Weiterhin werden wir unser Risikomanagement stärken und die Lehren aus der Katastrophe von Fukushima ziehen, deren Folgen unser Geschäft nur knapp entgangen ist.

Für all diese strategischen Initiativen werden wir auch in 2012 in zusätzliche Ressourcen investieren.

Wie schon in den Vorjahren arbeiten wir jedoch im Rahmen des Budgetprozesses mit Alternativszenarien, die uns erlauben, auch kurzfristig auf Änderungen der externen Bedingungen flexibel zu reagieren.

Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung entwickelten sich die edding AG sowie der Konzern im Umsatz plangemäß auf dem Niveau von 2011. Wir erwarten nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs auch für die kommenden Jahre 2012 und 2013 steigende Umsatzerlöse. Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2012 wird voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Da der Steueraufwand im Jahr 2011 durch Steuernachzahlungen für Wertpapierleihgeschäfte erheblich belastet war, rechnen wir für 2012 mit einem deutlich steigenden Jahresüberschuss. Für 2013 wird ein Ergebnis über dem Niveau von 2012 erwartet.

Ahrensburg, den 17. April 2012

Der Vorstand

Per Ledermann

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

31.12.2011 31.12.2010
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 8 2.979 2.992
Entwicklungsaufwendungen 8 278 331
Übrige immaterielle Vermögenswerte 8 615 272
Sachanlagen 9 17.368 16.609
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 10
Sonstige Beteiligungen 10 163 145
Latente Steuern 30 1.082 601
Ertragsteuerforderungen 30 931 1.123
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 32 55
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 2.556 2.819
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 26.004 24.947
Vorräte 11 23.566 18.122
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 19.259 21.773
Ertragsteuerforderungen 30 331 444
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 2.955 3.472
Flüssige Mittel 13 8.795 5.436
Rechnungsabgrenzungsposten 14 983 788
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 55.889 50.035
BILANZSUMME 81.893 74.982
PASSIVA
31.12.2011 31.12.2010
Anhang TEUR TEUR
Grundkapital 15 5.366 5.366
Kapitalrücklage 15 4.246 4.246
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 15 25.614 25.745
Übrige Eigenkapitalveränderungen 15 -323 -765
Eigenkapital der Aktionäre der edding AG 34.903 34.592
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 15 459 432
EIGENKAPITAL 35.362 35.024
Pensionen und andere Verpflichtungen 16 13.079 12.923
Andere langfristige Rückstellungen 17 512 545
Langfristige Finanzschulden 18 8.866 5.242
Andere langfristige Verbindlichkeiten 19 437 420
Latente Steuern 30
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 22.894 19.130
Kurzfristige Finanzschulden 18 4.588 3.769
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 6.431 5.637
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 19 11.591 10.978
Ertragsteuerschulden 30 1.027 444
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 23.637 20.828
BILANZSUMME 81.893 74.982

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

2011 2010
Anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 22 111.467 109.296
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 23 261 549
GESAMTLEISTUNG 111.728 109.845
Materialaufwand 24 -45.286 -44.328
Personalaufwand 25 -27.485 -28.930
Abschreibungen 26 -2.816 -2.901
Sonstige betriebliche Erträge 27 4.445 4.125
Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 -32.869 -29.131
Gesamte betriebliche Aufwendungen -104.011 -101.165
ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT (EBIT) 7.717 8.680
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen -129
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 10 5
Zinsergebnis 29 -1.167 -405
Finanz- und Beteiligungsergebnis -1.167 -529
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 6.550 8.151
Ertragsteuern 30 -4.379 -3.141
KONZERNJAHRESERGEBNIS 2.171 5.010
davon entfielen auf:
Aktionäre der edding AG 2.179 4.995
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -8 15
Ergebnis je Aktie 31 2,25 € 6,95 €

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis nach Steuern 2.171 5.010
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 173 301
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Versicherungsmathematische Verluste (–)/Gewinne (+) -620 -912
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Effekte 164 268
Sicherungsgeschäfte:
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 480 227
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -55 0
Latente Steuern auf Sicherungsgeschäfte -121 -67
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 21 -183
Gesamtergebnis 2.192 4.827
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 2.165 4.765
Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 27 62

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 15.

Konzernkapitalflussrechnung

indirekte Ermittlung1

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Ergebnis nach Ertragsteuern 2.171 5.010
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.816 2.901
+ Zunahme/Abnahme der Pensionsrückstellungen -300 258
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -716 592
Cashflow 3.971 8.761
+ Verlust/- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -68 45
+ Abnahme/- Zunahme der Vorräte -5.926 -5.377
+ Abnahme/- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.537 -2.695
+ Abnahme/- Zunahme der sonstigen Aktiva 952 -2.581
+ Zunahme/- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 794 1.233
+ Zunahme/- Abnahme der sonstigen Passiva 1.364 -1.142
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.624 -1.756
+ Einzahlungen aus Abgängen von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 92 125
+ Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 36
Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen -2.801 -3.075
Immaterielle Vermögenswerte -549 -285
konsolidierte Unternehmen/Finanzanlagen -17
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.239 -3.235
Dividendenzahlung -1.854 -1.083
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 7.788 1.698
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -2.475 -683
Auszahlungen für die Tilgung sonstiger Finanzschulden -560 -770
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.899 -838
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.284 -5.829
+ Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel 93 97
+/– Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -18
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.436 11.168
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.795 5.436

1 Erläuterungen siehe Textziffer 37

Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gewinnrück- lagen und Bilanzgewinn Sicherungs-

geschäfte
Fremdwährungs-

umrechnung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2010 5.366 4.246 22.477 -1.179
Konzernjahresergebnis 4.995
Sonstiges Ergebnis -644 160 254
Gesamtergebnis 4.351 160 254
Dividendenzahlungen -1.083
Veränderungen Konsolidierungskreis
Stand 31.12.2010 5.366 4.246 25.745 160 -925
Konzernjahresergebnis 2.179
Sonstiges Ergebnis -456 304 138
Gesamtergebnis 1.723 304 138
Dividendenzahlungen -1.854
Stand 31.12.2011 5.366 4.246 25.614 464 -787
Anteil der Aktionäre der edding AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2010 30.910 205 31.115
Konzernjahresergebnis 4.995 15 5.010
Sonstiges Ergebnis -230 47 -183
Gesamtergebnis 4.765 62 4.827
Dividendenzahlungen -1.083 -1.083
Veränderungen Konsolidierungskreis 165 165
Stand 31.12.2010 34.592 432 35.024
Konzernjahresergebnis 2.179 -8 2.171
Sonstiges Ergebnis -14 35 21
Gesamtergebnis 2.165 27 2.192
Dividendenzahlungen -1.854 -1.854
Stand 31.12.2011 34.903 459 35.362

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 15.

Konzernstruktur 31.12.2011

Konzernanhang

1 Segmentberichterstattung

Schreiben und Markieren Visuelle Kommunikation Summe Segmente Überleitung edding Konzern
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
2011
Externe Umsatzerlöse 85.498 25.561 111.059 408 111.467
Abschreibungen 1.755 147 1.902 914 2.816
Segmentergebnis (EBIT) 11.044 717 11.761 -4.044 7.717
2010
Externe Umsatzerlöse 83.469 25.428 108.897 399 109.296
Abschreibungen 1.753 216 1.969 932 2.901
Segmentergebnis (EBIT) 13.485 1.004 14.489 -5.809 8.680

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 36.

2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)

2011 Anschaffungs-

kosten

01.01.2011
Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-

kosten

31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.158 7 831 5.996
Geschäfts- oder Firmenwert 3.592 -13 3.579
Kundenstämme, Markenrechte 8.181 8.181
Entwicklungsaufwendungen 2.969 109 9 3.069
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 121 121
19.900 -6 1.061 9 20.946
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 30.870 -16 292 23 23 31.146
Technische Anlagen und Maschinen 21.621 -16 1.657 257 383 23.136
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.140 -171 986 21 1.934 14.042
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 349 0 148 -301 196
67.980 -203 3.083 2.340 68.520
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 302
Sonstige Beteiligungen 145 1 17 163
447 1 17 465
Konzern Anlagevermögen1 88.327 -208 4.161 2.349 89.931
2011 Kumulierte AfA 01.01.2011 Währungs-

umrechnung
Zugänge Zuschreibungen Abgänge Kumulierte AfA 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.886 0 713 97 5.502
Geschäfts- oder Firmenwert 600 600
Kundenstämme, Markenrechte 8.181 8.181
Entwicklungsaufwendungen 2.638 153 2.791
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
16.305 0 866 97 17.074
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 22.841 3 752 789 21 22.786
Technische Anlagen und Maschinen 15.560 -11 978 11 373 16.143
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.970 -129 1.015 13 1.620 12.223
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
51.371 -137 2.745 813 2.014 51.152
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 302
Sonstige Beteiligungen
302 302
Konzern Anlagevermögen1 67.978 -137 3.611 910 2.014 68.528
2011 Nettobuchwerte
31.12.2011 31.12.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 494 272
Geschäfts- oder Firmenwert 2.979 2.992
Kundenstämme, Markenrechte
Entwicklungsaufwendungen 278 331
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 121
3.872 3.595
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.360 8.029
Technische Anlagen und Maschinen 6.993 6.061
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.819 2.170
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 196 349
17.368 16.609
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
Sonstige Beteiligungen 163 145
163 145
Konzern Anlagevermögen1 21.403 20.349

1 In Vorjahren wurden Wertanpassungen für das in Argentinien bilanzierte Anlagevermögen erfasst. Die Wertanpassungen in Höhe von insgesamt TEUR 795 resultieren aus Währungskurseffekten aus den Jahren vor 2004. Da das von Wertanpassungen betroffene Anlagevermögen mittlerweile nicht mehr genutzt wird, erfolgte eine ergebnisneutrale Anpassung in den Zugängen der historischen Anschaffungskosten und den darauf entfallenden Abschreibungen.

2010 Anschaffungs-

kosten

01.01.2010
Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-

kosten

31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.378 7 163 -55 335 5.158
Geschäfts- oder Firmenwert 3.596 9 13 3.592
Kundenstämme, Markenrechte 10.098 -139 1.778 8.181
Entwicklungsaufwendungen 3.016 122 169 2.969
22.088 16 285 -194 2.295 19.900
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 30.703 15 365 3 216 30.870
Technische Anlagen und Maschinen 20.618 16 1.676 565 1.254 21.621
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.584 57 786 44 2.331 15.140
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 560 3 248 -418 44 349
68.465 91 3.075 194 3.845 67.980
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 302 302
Sonstige Beteiligungen 145 145
447 447
Konzern Anlagevermögen 91.000 107 3.360 6.140 88.327
2010 Kumulierte AfA 01.01.2010 Währungs-

rechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Kumulierte AfA 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.066 8 197 -55 330 4.886
Geschäfts- oder Firmenwert 613 13 600
Kundenstämme, Markenrechte 10.098 -139 1.778 8.181
Entwicklungsaufwendungen 2.499 289 150 2.638
18.276 8 486 -194 2.271 16.305
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 22.458 4 590 3 214 22.841
Technische Anlagen und Maschinen 15.714 8 828 194 1.184 15.560
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.016 41 936 -3 2.020 12.970
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
52.188 53 2.354 194 3.418 51.371
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 112 1901 302
Sonstige Beteiligungen
112 190 302
Konzern Anlagevermögen 70.576 61 3.030 5.689 67.978
2010 Nettobuchwerte
31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 272 312
Geschäfts- oder Firmenwert 2.992 2.983
Kundenstämme, Markenrechte
Entwicklungsaufwendungen 331 517
3.595 3.812
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.029 8.245
Technische Anlagen und Maschinen 6.061 4.904
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.170 2.568
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 349 560
16.609 16.277
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 190
Sonstige Beteiligungen 145 145
145 335
Konzern Anlagevermögen 20.349 20.424

1 Bei Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen Verlustanteil für das Geschäftsjahr von TEUR 129

3 Grundlagen der Rechnungslegung

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur Visuellen Kommunikation.

Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland.

Der Konzernabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wird am 17. April 2012 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

V. D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg

4 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die edding AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise auf die Tätigkeit beherrschenden Einfluss nehmen kann. Beherrschung besteht dann, wenn die edding AG die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 43 des Konzernanhangs dargestellt sind.

Das Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R.L. de C.V. wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Wir verweisen hierfür auf die Textziffern 10 und 43.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist.

Im Geschäftsjahr ergab sich folgende Änderung des Konsolidierungskreises:

Die Tochtergesellschaft edding Italia s.r.l. i.L. mit Sitz in Mailand, Italien, wurde im Geschäftsjahr nach Abschluss der Liquidation entkonsolidiert. Wir verweisen hierfür ebenfalls auf Textziffer 43.

5 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde von der nach IFRS 1 gegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die unter HGB gewählte Erstkonsolidierung im Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004), einschließlich der im Rahmen der HGB-Kaufpreisallokation ermittelten Wertansätze, zu übernehmen und diese - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte - nach IFRS fortzuführen. Nach HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als dessen Zeitwert vom Buchwert abweicht. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden entweder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder mit den Rücklagen verrechnet.

Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangsstichtag werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Aktive Unternehmen, bei denen die edding AG einen Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % hat, werden nach der Equity-Methode bilanziert (assoziierte Unternehmen). Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.

Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls unter Anwendung der Equity-Methode konsolidiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

6 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt; die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Gesellschaften entstehen, werden, soweit der Erwerb vor dem 1. Januar 2004 stattgefunden hat, mit den Kursen des Erwerbszeitpunkts, im Übrigen zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs 31.12.2011 Stichtagskurs 31.12.2010 Durchschnittskurs 2011 Durchschnittskurs 2010
Großbritannien GBP 0,84 0,86 0,87 0,86
Japan JPY 100,20 108,65 111,35 117,33
Mexiko MXN 18,05 16,55 17,27 16,80
Türkei TRY 2,44 2,07 2,30 2,00
Argentinien ARS 5,57 5,27 5,70 5,21
Kolumbien COP 2.497,89 2.656,04 2.590,15 2.501,91

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

Die in den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen enthaltenen auf langfristige konzerninterne Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährung entfallenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Konzernabschluss gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst.

7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Vergleichsinformationen des Vorjahres wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für das Geschäftsjahr 2011 verwendet.

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens erfolgswirksam berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Änderung der Wertberichtigung von Vorräten des Geschäftsfeldes Visuelle Kommunikation aufgrund von Reichweitenanalysen anhand der Produktlebenszyklen der Produktgruppen dieses Geschäftsfeldes vorgenommen. Gemäß IAS 8 wird diese Änderung als Änderung einer Schätzung klassifiziert. Der im Geschäftsjahr aus dieser Änderung resultierende Effekt auf die Wertberichtigungen der Vorräte hatte einen unwesentlichen Umfang. Für zukünftige Perioden ist die Angabe der Auswirkung undurchführbar.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den Immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aktivierte Entwicklungsaufwendungen, Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zum 31. Dezember 2003 entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Wertansätze der zum 31. Dezember 2003 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen des Übergangs von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 festgeschrieben. Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Impairment-Test geprüft.

Die Entwicklungsaufwendungen für neue Techniken und Produkte werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, sofern die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden ab dem Vermarktungsbeginn planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel vier Jahren linear abgeschrieben. Die Forschungsaufwendungen und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen werden grundsätzlich aufwandswirksam in der Periode ihres Anfalls berücksichtigt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 - sofern qualifizierte Vermögenswerte vorliegen als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Wertminderung

Bei allen immateriellen Vermögenswerten (einschließlich der aktivierten Entwicklungsaufwendungen) sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Wert ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit („cash generating unit") ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss") vor. Für Zwecke des Impairment-Tests wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 10,05 % (Vorjahr: 10,49 %) verwendet.

Darüber hinaus wurden länderspezifische Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt der einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit gegebenenfalls zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die Wertberichtigung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.

Beim Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 36). Auf Geschäfts- und Firmenwerte sind keine Zuschreibungen zulässig.

Leasing

Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Bei Operating-Lease-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingkosten werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzanlagen

Die unter den Finanzanlagen erfassten Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bewertet. Sofern Anteile an assoziierten Unternehmen bestehen, werden diese ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst. Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis unter „Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist.

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Nach IAS 39 sind diese Finanzinstrumente grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sofern zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden konnte, werden diese mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 sind im edding Konzern nur von untergeordneter Bedeutung. Sie werden hauptsächlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften abgesichert. Des Weiteren werden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps gesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert). Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigung hinreichend genau ermittelbar sein muss. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet. Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation bewertet. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Bei wertpapiergebundenen Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, werden die wertpapiergebundenen Zusagen mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte bewertet, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.

Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen entsprechend des Wahlrechtes des IAS 19 seit 2006 in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig festliegt, werden als abgegrenzte Schulden („accruals") ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden passivisch abgegrenzt und grundsätzlich in den Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Für das Geschäftsjahr 2011 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2011 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard Interpretation Anwendungspflicht
IAS 32 Darstellung, Klassifizierung von Bezugsrechten 01.02.2010
IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 01.07.2010
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente 01.07.2010
Diverse Verbesserungen der International Financial Reporting Standards/Annual Improvements Project 2010 01.07.2010/01.01.2011
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 01.01.2011
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen 01.01.2011

Die im Geschäftsjahr 2011 erstmals anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den edding Konzern.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU Voraussichtliche Auswirkungen
IFRS 1 Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für Erstanwender 01.07.2011 nein keine
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Transfer von finanziellen Vermögenswerten 01.07.2011 ja geringfügige Ergänzung der Anhangangaben
IAS 1 Darstellung einzelne Posten des sonstigen Ergebnisses 01.01.2012 nein geringfügige Änderungen der Darstellung des sonstigen Ergebnisses
IAS 12 Ertragsteuern: Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte 01.01.2012 nein keine
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2013 nein werden derzeit analysiert
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.2013 nein werden derzeit analysiert
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.2013 nein werden derzeit analysiert
IFRS 13 Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert 01.01.2013 nein werden derzeit analysiert
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (revised 2011) 01.01.2013 nein geringfügige Ergänzung der Anhangangaben
IAS 27 Einzelabschlüsse (revised 2011) 01.01.2013 nein keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (revised 2011) 01.01.2013 nein keine
IAS 32/IFRS 7 Saldierung von Finanzinstrumenten 01.01.2014 nein keine
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2015 nein werden derzeit analysiert

Der edding Konzern wird die oben genannten Standards und Interpretationen ab der Berichtsperiode anwenden, ab welcher diese verpflichtend anzuwenden sind.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

8 Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung in den Jahren 2011 und 2010 sind im Anhang unter Textziffer 2 dargestellt.

Die im Konzernanlagenspiegel der edding AG ausgewiesenen übrigen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Schutzrechte sowie Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 83) sowie Software in Höhe von TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 188).

Die Geschäfts- und Firmenwerte betreffen die niederländische und die argentinische Tochtergesellschaft und werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr resultierten im laufenden Geschäftsjahr hieraus keine Aufwendungen aus Wertminderungen.

Bei den ausgewiesenen Entwicklungsaufwendungen handelt es sich um Personal- und Sachaufwendungen zur Schaffung neuer Produkte, die gemäß IAS 38 zu aktivieren sind. Diese haben eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer von grundsätzlich vier Jahren und werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Summe der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beträgt TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 528).

9 Sachanlagen

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 6.050 (Vorjahr: TEUR 1.350).

Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Zuschreibung des auf diesem Grundstück stehenden Gebäudes in Höhe von TEUR 742 vorgenommen.

Die Immobilie der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG in Wunstorf ist mit Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die forfaitierten Leasingzahlungen mit TEUR 1.800 (Vorjahr: TEUR 2.155).

Hinsichtlich der Immobilie der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG in Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953). Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 2.231 (Vorjahr: TEUR 2.636).

Im Sachanlagevermögen werden in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 592) geleaster Fuhrpark und EDV-Hardware ausgewiesen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (Finance-Lease) dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen zwischen 24 und 54 Monaten.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen sind für jede der folgenden Perioden wie folgt fällig:

2011 2010
Nominalwert Barwert Nominalwert Barwert
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
bis zu 1 Jahr 120 113 555 518
zwischen 1 und 5 Jahren 0 0 120 113

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt. Zum 31. Dezember 2011 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 314) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 85) erfolgswirksam aufgelöst werden.

10 Finanzanlagen

Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Der nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungsansatz an dem Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R.L. de C.V. beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Der im Geschäftsjahr 2011 über die bilanzielle Erfassung hinausgehende Verlustanteil des edding Konzerns beträgt TEUR 157. Unter Berücksichtigung der bereits im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigung des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 61 beträgt der nicht in der Bilanz erfasste Verlustanteil zum 31. Dezember 2011 kumuliert TEUR 96.

Die sonstigen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 145) zu Anschaffungskosten bilanziert.

11 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.884 2.205
Unfertige Erzeugnisse 538 491
Fertige Erzeugnisse und Waren 20.144 15.426
23.566 18.122

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 2.082 (Vorjahr: TEUR 1.598). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

Vorräte werden sowohl auf Basis von Reichweitenanalysen als auch auf Basis einer individualisierten Einschätzung wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 174) wertberichtigt. In Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 357) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam eliminiert.

12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.291 21.828
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 5.511 6.291
24.802 28.119
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 22.214 25.245
über 1 Jahr 2.588 2.874

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011 31.12.2010
Gesamt davon langfristig davon kurzfristig Gesamt davon langfristig davon kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Aktivwerte von Versicherungen/Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 1.550 1.550 1.507 1.507
Derivate 1.121 417 704 1.462 642 820
Forderungen Lieferanten 411 411 493 493
Forderungen Finanzamt 406 406 732 732
Mitarbeiterdarlehen 327 151 176 367 205 162
Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 311 273 37 334 298 36
Einzahlungsanspruch Minderheitsgesellschafter Kolumbien 176 176 176 176
Geleistete Anzahlungen 149 149 331 331
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen 106 106 142 142
Investitionszulagen 89 89 55 55
Mietkautionen 84 64 20 108 66 42
Umsatzboni Lieferanten 77 77 95 95
Übrige 704 100 604 489 101 388
5.511 2.556 2.955 6.291 2.819 3.472

Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.377 (Vorjahr: TEUR 1.988) gebildet. Bei den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten bestehen Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 902) auf Forderungen von insgesamt TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 1.044) gegen ein Gemeinschaftsunternehmen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Nettobuchwert der wertberichtigten Forderungen gegen das Gemeinschaftsunternehmen TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 142). Hierzu sei auch auf Textziffer 38 verwiesen.

Bei den Forderungen gegen Lieferanten wurden im Geschäftsjahr 2011 Wertberichtigungen auf Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 139 ertragswirksam aufgelöst. Es bestehen weiterhin Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 405. Der Nettobuchwert der wertberichtigten Forderungen gegen Lieferanten beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 493). Die ausstehenden Forderungen und Darlehen gegen Lieferanten sind zudem zu einem wesentlichen Teil durch Eigentumsbeschränkungen an Rohstoffen sowie durch eine Garantie Dritter in Höhe von TEUR 320 besichert.

Darüber hinaus wurden keine Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen und Vermögenswerte vorgenommen.

Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 1.988 1.785
Aufwandswirksame Zuführungen 215 561
Inanspruchnahme -159 -18
Auflösung -615 -340
Entkonsolidierung -52
Stand 31.12. 1.377 1.988

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

weder überfällig noch wertgemindert überfällig, nicht einzelwertberichtigt in folgenden Zeitbändern: Einzelwertberichtigte Forderungen Buchwert (netto)
< 1 Monat 1 - 3 Monate 3 - 6 Monate 6 - 12 Monate > 12 Monate Gesamt
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
31.12.2011 16.966 1.542 364 171 131 117 2.325 19.291
31.12.2010 18.664 858 416 1.020 821 49 3.164 21.828

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen, deren Einbringlichkeit aus Sicht des edding Konzerns als unwahrscheinlich eingestuft wird, wurden wie im Vorjahr vollständig wertgemindert.

Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen zum Bilanzstichtag bis auf die wertberichtigten Salden keine überfälligen Ansprüche.

13 Flüssige Mittel

Als Flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst.

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 8.795 (Vorjahr: TEUR 5.436) betrifft im Wesentlichen Bankguthaben.

14 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

15 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos. Ihre Ausstattung ergibt sich aus § 19 der Satzung.

Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 vollständig erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Seit dem Geschäftsjahr 2010 wird eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet und unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne aus Derivaten, welche die Voraussetzungen des Hedge Accountings nach IAS 39 erfüllen. Im Geschäftsjahr erfolgte eine erfolgswirksame Umgliederung aus der Cashflow Hedge Rücklage in das Periodenergebnis für die im Jahr 2011 angefallenen abgesicherten Cashflows.

Im Berichtsjahr hat die edding AG der türkischen Tochtergesellschaft ein in Euro valutierendes Darlehen gewährt, das als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb angesehen wird. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden gemäß IAS 21 im Konzernabschluss zunächst im sonstigen Ergebnis und somit in einer Rücklage im Eigenkapital erfasst. Entsprechend der im Standard enthaltenen Kriterien erfolgt in späteren Perioden eine Umgliederung dieser Umrechnungsdifferenzen in den Gewinn oder Verlust. Die Bilanzierung der hierbei entstehenden latenten Steuern erfolgt analog.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an der japanischen und der kolumbianischen Tochtergesellschaft.

16 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG, die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH sowie das niederländische Konzernunternehmen haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.

Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method") versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.421 (Vorjahr: TEUR 1.382).

Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Vorstände und Geschäftsführer zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen und für die Mitarbeiter durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.

Für den Vorstand wurde zudem eine Kapitallebensversicherung nebst einer Rückdeckungsversicherung abgeschlossen. Diese Rückdeckungsversicherung qualifiziert sich als Planvermögen gemäß IAS 19 und wird dementsprechend mit dem Barwert der Verpflichtung saldiert.

Bei den niederländischen Tochtergesellschaften erfolgt die Absicherung der Pensionsansprüche durch die Dotierung von Gruppenlebensversicherungen, die als Planvermögen gemäß IAS 19 bilanziert und mit den zugehörigen Pensionsverpflichtungen saldiert werden.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden für eine bessere Darstellung der tatsächlichen Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vollständig erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verrechnet und werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die hierauf zu bildenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene, fondsfinanzierte und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen 11.026 11.050
Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen 1.457 1.382
Anwartschaftsbarwert fondsgesicherter Pensionszusagen 3.459 2.767
Anwartschaftsbarwert 15.942 15.199
Deckungsstatus des Planvermögens -2.863 -2.276
Bilanzwert 13.079 12.923

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. 15.199 13.944
Laufender Dienstzeitaufwand 264 568
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 659 719
Übertragung von Anwartschaften
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 913 1.115
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen -1.112 -1.166
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 19 19
Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. 15.942 15.199

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 118) Mitglieder des Vorstandes.

In den Anwartschaftsbarwerten sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 620 (Vorjahr: Verluste in Höhe von TEUR 912) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne beziehungsweise Verluste resultiert aus der Reduzierung des Abzinsungssatzes, welcher in der nachfolgenden Tabelle dargestellt ist.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2011 31.12.2010
Inland Niederlande Inland Niederlande
--- --- --- --- ---
Abzinsungssatz 4,7 % 4,7 %-5,4 % 4,8 % 4,8 %-5,6 %
Gehaltsteigerungstrend 0,0 % 2,0 % 0,0 % 2,0 %
Rentensteigerungstrend 1,9 % 1,9 % 1,9 % 1,9 %

Außerdem wurde eine alters- und geschlechtsspezifisch geschätzte Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltsteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden. Im Inland beträgt der Gehaltsteigerungstrend Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellung für den Bilanzausweis an den letzten fünf Bilanzstichtagen stellt sich wie folgt dar:

31.12.11 31.12.10 31.12.09 31.12.08 31.12.07
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 15.942 15.199 13.944 13.733 13.862
Deckungsstatus des Planvermögens Inland -77
Deckungsstatus des Planvermögens Niederlande -2.786 -2.276 -1.923 -1.744 -1.573
Bilanzwert 13.079 12.923 12.021 11.989 12.289

Das Planvermögen resultiert aus Beitragszahlungen im Rahmen einer Rückdeckungsversicherung bei der Neue Leben, Deutschland sowie einer Gruppenlebensversicherung bei der Zwitser Leven, Niederlande. Der Deckungsstatus des Planvermögens entwickelte sich wie folgt:

2011 2010
Inland Niederlande Inland Niederlande
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Stand 01.01. 2.276 1.923
Erträge/(Aufwendungen) aus Planvermögen -41 -54
Beiträge von Arbeitgebern 77 157 134
Beiträge von Arbeitnehmern 147 133
Auszahlung -23 -43
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 293 203
Verwaltungskosten -23 -20
Stand 31.12. 77 2.786 2.276

Für 2012 wird erwartet, dass die Beiträge, die in das Planvermögen eingezahlt werden, TEUR 344 betragen.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (Dienstzeitaufwand) 264 568
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
Zinsaufwand der erwarteten Pensionsverpflichtung 659 719
(Erträge)/Aufwendungen des Planvermögens 41 54
Nettopensionsaufwand 964 1.341

Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.478 (Vorjahr: TEUR 1.644). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.

17 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die einzelnen Rückstellungsgruppen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige langfristige Rückstellungen
TEUR
--- ---
Stand 01.01.2010 679
Inanspruchnahme -169
Auflösung -59
Zuführung 94
Stand 31.12.2010 545
Inanspruchnahme -101
Auflösung
Währungsdifferenzen -15
Zuführung 83
Stand 31.12.2011 512

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Die Jubiläumsverpflichtungen sind als „other long term employee benefits" mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 5,4 % (Vorjahr: 5,3 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die auf die Jubiläumszuwendungen entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sind in die Bewertung eingeflossen.

18 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.539 6.225
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.092 2.897
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.947 2.972
Restlaufzeit über 5 Jahre 2.500 356
grundpfandrechtlich gesichert 8.281 3.986
Übrige Finanzverbindlichkeiten 1.915 2.786
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 496 872
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.419 1.826
Restlaufzeit über 5 Jahre 88
grundpfandrechtlich gesichert 1.800 2.155

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von über einem Jahr dienen fast ausschließlich zur Finanzierung der Betriebs- und Verwaltungsgebäude.

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten umfassen forfaitierte Leasingraten zur Finanzierung einer Immobilie sowie Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen.

19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen/Andere lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.431 5.637
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 6.431 5.637
Andere Verbindlichkeiten 12.028 11.397
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 11.591 10.978
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 331 317
Restlaufzeit über 5 Jahre 106 102

In den anderen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von TEUR 9.814 (Vorjahr: TEUR 9.480) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Gratifikationen, Werbekostenzuschüsse, Boni und Personalaufwendungen. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 5.064 4.527
Ergebnisabhängige Vergütungen Mitarbeiter 1.975 2.517
Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 752 569
Übrige 2.023 1.867
9.814 9.480

20 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 343).

Mit Gesetz vom 2. Februar 2012 hat der griechische Staat rückwirkende Strafzahlungen für die verspätete Einreichung einer Dokumentation konzerninterner grenzüberschreitender Geschäftsbeziehungen erlassen. Der Konzern rechnet derzeit nicht mit einer Strafzahlung. Das maximal mögliche Risiko der Inanspruchnahme beträgt nach unserer Einschätzung TEUR 60.

Weitere Eventualverbindlichkeiten bestanden nicht.

21 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Aufwendungen aus Operating-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark, Lagertechnik und Software sowie um Mietverpflichtungen. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Leasingverpfichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 573 465
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 780 747
Restlaufzeit über 5 Jahre
1.353 1.212
Mietverpfichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 602 554
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2.420 2.535
Restlaufzeit über 5 Jahre 137 656
3.159 3.745

Im Geschäftsjahr belief sich der Aufwand aus Operating-Lease-Kontrakten auf TEUR 1.326 (Vorjahr: TEUR 1.099).

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen, die in den Jahren 2012 bis 2017 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 591.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

22 Umsatzerlöse

2011 2010 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 34.169 32.795 1.374 4,2
übriges Europa 38.819 37.615 1.204 3,2
Übersee 8.434 8.326 108 1,3
81.422 78.736 2.686 3,4
Visuelle Kommunikation
Inland 10.319 9.855 464 4,7
übriges Europa 14.134 14.500 -366 -2,5
Übersee 1.108 1.073 35 3,3
25.561 25.428 133 0,5
Partnermarken und sonstige Erlöse 4.484 5.132 -648 -12,6
Konzern gesamt 111.467 109.296 2.171 2,0

23 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Position Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr: TEUR 549) beinhaltet mit TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 122) Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert werden.

24 Materialaufwand

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.900 43.868
Aufwendungen für bezogene Leistungen 386 460
45.286 44.328

25 Personalaufwand

2011 2010
Inland 17.712 19.869
Ausland 9.773 9.061
27.485 28.930

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 5,0 % gesunken. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere ergebnisabhängige Gewinnbeteiligungen und Prämien zurückzuführen.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer
Inland 57 76
Ausland 56 55
Angestellte
Inland 253 252
Ausland 207 180
573 563

Im Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) wurden im Jahresdurchschnitt 11 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr: 16) und 5 Angestellte (Vorjahr: 5) beschäftigt.

26 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr sind ausschließlich planmäßige Abschreibungen angefallen.

27 Sonstige betriebliche Erträge

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Erträge aus der Zuschreibung von Vermögenswerten des Anlagevermögens 910
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 810 1.016
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 615 340
Werbekostenzuschüsse 458 117
Erträge aus Sachbezügen 322 339
Währungskursgewinne 197 813
Lizenzerträge 187 129
Mieterträge 147 6
Erträge aus Anlageabgängen 82 37
Kooperationserlöse 61 61
Erträge aus Investitionszulagen 55 85
Erträge aus der Wertanpassung von Wertpapierbeständen 212
Erträge aus Wertanpassung der Devisenderivate 268
Übrige Erträge 601 702
4.445 4.125

28 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Werbe- und Marketingkosten 11.674 10.198
Fracht- und Logistikkosten 4.282 3.064
Währungskursverluste 2.887 885
Raumkosten 1.698 1.563
Fuhrparkkosten 1,656 1.447
Personalnebenkosten 1.616 1.164
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) 1.244 1.249
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 1.239 1.284
Reisekosten 1.151 995
EDV-Kosten 779 654
Delkredere-Provisionen 746 668
Kommunikationsaufwendungen 720 664
Versicherung 515 454
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen 215 1.468
Übrige Aufwendungen 2.447 3.374
32.869 29.131

29 Zinsergebnis

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinsen und ähnliche Erträge 211 231
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.269 -636
Abschreibungen auf Wertpapiere -109
Zinsergebnis -1.167 -405

30 Ertragsteuern

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 4.782 3.065
Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (–) -403 76
4.379 3.141

Unter der Position tatsächlicher Steueraufwand werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.027 (Vorjahr: TEUR 444) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 920 (Vorjahr: TEUR 381) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: 63 TEUR).

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,36 % (Vorjahr: 29,36 %).

Erstmalig wurden im geringen Umfang Verlustvorträge der edding Frankreich und der edding UK angesetzt. Die bereits in Vorjahren in den Gesellschaften Niederlande und Belgien angesetzten Verlustvorträge werden durch laufende Gewinnverrechnung genutzt.

Die Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, belaufen sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 2.469 (Vorjahr: TEUR 1.485). Aktivierte Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren. In Belgien und den Niederlanden verfallen Verlustvorträge nicht und sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Aufgrund der geringen Höhe der aktivierten Verlustvorträge geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre aus.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 43 erfolgsneutral erfasst (Vorjahr: TEUR 201).

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2011 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktiv Aktiv Passiv Passiv
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 91 164
Sachanlagen 908 930
Übrige Vermögenswerte 99 96 260 419
Langfristige Vermögenswerte 99 96 1.259 1.513
Vorräte 470 383
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161 316 752 1.141
Übrige Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte 631 699 752 1.141
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1.859 1.798
Sonstige Rückstellungen 71 121
Finanzschulden 102 274
Übrige Verbindlichkeiten 2 5
Langfristige Verbindlichkeiten 2.034 2.198
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verlustvorträge 329 262
Zwischensumme 3.093 3.255 2.011 2.654
Saldierung -2.011 -2.654 -2.011 -2.654
Bestand laut Konzernbilanz 1.082 601 0 0

Latente Steuern werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 11 vorliegen, saldiert.

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,36 % erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Erwarteter Ertragsteueraufwand 1.923 2.393
Abweichende Steuersätze 72 238
Permanente Differenzen 121 216
Nichtansatz bzw. Wertberichtigung steuerlicher Verluste 542 193
Nutzung von im Vorjahr nicht werthaltigen Verlustvorträgen -54
Periodenfremde latente Steuern -113 50
Periodenfremde tatsächliche Steuern 1.831 23
Sonstige Abweichungen 57 28
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 4.379 3.141

31 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt.

In die Anzahl der Aktien sind nur die ausgegebenen Stammstückaktien einzubeziehen, die in beiden Geschäftsjahren unverändert blieben (600.000 Stück). Da keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte bestehen, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

Das Konzernergebnis wurde wie folgt ermittelt:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernjahresergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter 2.179 4.995
Abzüglich Vorzugsdividende -828 -828
1.351 4.167

Anzahl der Stammstückaktien:

Ergebnis je Aktie 2,25 € 6,95 €

Sonstige Erläuterungen

32 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die bisher von unserem Joint-Venture-Partner gehaltenen 50 % der Gesellschaftsanteile an der 2008 als Gemeinschaftsunternehmen gegründeten Vertriebs- und Produktionsgesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. (edding Mexiko) wurden zum 5. Januar 2012 von der edding International GmbH für einen symbolischen Kaufpreis in Höhe von USD 100,00 übernommen. Der Grund für die Übernahme sind die nicht zufriedenstellenden Ergebnisse im Vertriebsbereich. Daher wird die edding Mexiko einen eigenen Vertrieb aufbauen.

Durch die Übernahme der Anteile hat die edding AG mittelbar Beherrschung über die edding Mexiko erlangt. Im Zeitpunkt der Kontrollerlangung werden die zum Erwerbszeitpunkt bereits von der edding AG gehaltenen 50 % der Anteile an der edding Mexiko mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 0 neu bewertet. Hierbei wird eine Erlangung der Kontrollmehrheit gegen Barzahlung (für die Neuanteile) und Tausch (der Altanteile zum beizulegenden Zeitwert) fingiert. Die Differenz zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Altanteile führt somit zu einem Erfolg. Zum Zeitpunkt der Kontrollerlangung beträgt der Buchwert der Altanteile allerdings bereits TEUR 0, so dass aus der Neubewertung der Altanteile kein Effekt in der Gesamtergebnisrechnung entsteht.

Die Beträge der zum Erwerbszeitpunkt übernommenen Vermögenswerte und Schulden lauten zum Erwerbszeitpunkt umgerechnet wie folgt:

Buchwert Beizulegender Zeitwert
TEUR TEUR
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 328 328
Kurzfristige Vermögenswerte 1.444 709
Langfristige Schulden
Kurzfristige Schulden 2.005 2.005

Die erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben einen Bruttobetrag von umgerechnet TEUR 170. Hiervon werden 50 % als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt, woraus ein beizulegender Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von umgerechnet TEUR 85 zum Erwerbszeitpunkt resultiert.

Zudem wird die im Einzelabschluss der edding Mexiko bilanzierte Forderung aus latenten Steueransprüchen in Höhe von TEUR 280 als nicht werthaltig betrachtet und mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 0 angesetzt.

Als separate Transaktion hat die edding International GmbH am 5. Januar 2012 vom bisherigen Joint-Venture-Partner und seiner Schwestergesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die edding Mexiko übernommen. Diese Forderungsabtretung umfasste Forderungen mit einem Nominalbetrag von umgerechnet TEUR 1.036, die zu einem Kaufpreis von umgerechnet TEUR 608 erworben wurden.

Bei der Übernahme der Anteile an der Gesellschaft sowie dem separaten Erwerb der Forderungen gegen die edding Mexiko entsteht im Geschäftsjahr 2012 nach Berücksichtigung latenter Steuern ein Ertrag aus der Erstkonsolidierung von insgesamt umgerechnet TEUR 135.

Der edding Konzern übernimmt mit diesem Unternehmenszusammenschluss Eventualverbindlichkeiten der edding Mexiko in Höhe von umgerechnet TEUR 18. Diese finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietzahlungen, die zum Erwerbszeitpunkt innerhalb eines Jahres fällig sind.

Zum Zeitpunkt der Genehmigung der Veröffentlichung des Konzernabschlusses betragen die kumulierten Umsatzerlöse und der Nachsteuerverlust der edding Mexiko für das Geschäftsjahr 2012 umgerechnet TEUR 118 beziehungsweise TEUR 10.

Weitere berichtspflichtige Vorgänge sind vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernjahresabschlusses nicht eingetreten.

33 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps und Devisenoptionen abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen.

Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 nicht betrieben. Auch in Zukunft ist dies nicht beabsichtigt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow- sowie Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY). Zur Sicherung setzt der Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch unsere Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund), Türkei (Neue Türkische Lira) und in Kolumbien (Kolumbianischer Peso).

Eine Absicherung der türkischen Währung ist zu vertretbaren Kosten nicht zu erreichen, daher wird hierauf verzichtet.

Zum 31. Dezember 2011 bestanden Optionen in Höhe von JPY 1,44 Mrd. (Vorjahr: JPY 1,44 Mrd.) für das zukünftige Einkaufsvolumen. Zum Bilanzstichtag wiesen die Devisenoptionen mit einer Laufzeit bis Ende 2013 einen positiven Marktwert von TEUR 1.121 (Vorjahr: TEUR 1.462) auf.

Wesentliche Teile der Devisenoptionen waren im aktuellen Geschäftsjahr als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accountings nach IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.

Für die zum 31. Dezember 2011 bestehenden Devisenoptionen hätte sich das Eigenkapital bei einer Aufwertung des Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % um TEUR 411 aus der Bewertung der Devisenoptionen verringert. Bei einer Abwertung des Wechselkurses Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % würde sich das Eigenkapital aus der Bewertung der Devisenoption um TEUR 724 erhöhen. Aufgrund der Designation als Cashflow Hedge wäre der wesentliche Einfluss aus der Marktbewertung der Devisenoptionen erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen und nicht im Periodenergebnis.

Für die zum 31. Dezember 2010 bestehenden Devisenoptionen hätte sich das Eigenkapital bei einer Aufwertung des Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % um TEUR 496 aus der Bewertung der Devisenoptionen verringert. Bei einer Abwertung des Wechselkurses Euro zum Japanischen Yen in Höhe von 10 % würde sich das Eigenkapital aus der Bewertung der Devisenoption um TEUR 818 erhöhen. Aufgrund der Designation als Cashflow Hedge wäre der wesentliche Einfluss aus der Marktbewertung der Devisenoptionen erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen und nicht im Periodenergebnis.

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an.

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira 284 690
Japanischer Yen -77 -114
Britisches Pfund 120 115
Argentinischer Peso 485 610
Kolumbianischer Peso 142 65
US-Dollar -95 -127
859 1.239
2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira -284 -690
Japanischer Yen 77 114
Britisches Pfund -120 -115
Argentinischer Peso -485 -610
Kolumbianischer Peso -142 -65
US-Dollar 95 127
-859 -1.239

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die edding AG fünf (Vorjahr: zwei) Zins-swaps mit einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 9.850 (Vorjahr: TEUR 3.450) und einem Laufzeitende vom 12. September 2014 bis zum 29. Dezember 2017 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag betrug der negative Marktwert der Zinsderivate insgesamt TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 173).

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Ergebniseffekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze dar. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung werden im edding Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen daher keiner Zinssensitivität im Sinne von IFRS 7. Die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sind durch die oben genannten Derivate gesichert.

Für die Zinsderivate ergibt sich folgende Zinssensitivität:

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 239 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 169 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 243 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 171 verringert.

Wäre das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher gewesen, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 94 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 64 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 100 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 68 verringert.

Sonstiges Preisrisiko

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegen bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 12 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

2011 Buchwert 31.12.11 Cashflows 2012 Cashflows 2013-2016 Cashflows 2017 ff.
Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.539 353 4.092 694 4.947 194 2.500
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 114 5 114
Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 1.800 115 382 155 1.418
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.431 6.431
Sonstige Verbindlichkeiten 6.844 6.844
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 245 77 149 5
2010 Buchwert 31.12.10 Cashflows 2011 Cashflows 2012-2015 Cashflows 2016 ff.
Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
--- --- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.225 210 2.897 356 2.972 9 356
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 631 37 518 7 113
Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 2.155 143 354 275 1.714 87
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.637 5.637
Sonstige Verbindlichkeiten 4.530 4.530
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 173 96 206 20

34 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.

31.12.2011 31.12.2010
Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 30.221 29.897 29.199 29.199
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.291 19.291 21.828 21.828
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) 2.135 1.811 1.935 1.935
Flüssige Mittel 8.795 8.795 5.436 5.436
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 1.121 1.121 1.462 1.462
Derivate mit positivem Marktwert1 1.121 1.121 1.462 1.462
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 163 163 145 145
Beteiligungen 163 163 145 145
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 26.729 26.729 19.178 19.393
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.539 11.539 6.225 6.431
Übrige Finanzschulden 1.915 1.915 2.786 2.795
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.431 6.431 5.637 5.637
Andere Verbindlichkeiten (abzüglich Derivate) 6.844 6.844 4.530 4.530
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 245 245 173 173
Derivate mit negativem Marktwert 245 245 173 173

1 Die Bewertung erfolgte im Geschäftsjahr 2010 bis zum 2. November 2010 erfolgswirksam. Seit diesem Zeitpunkt wurde aufgrund der Designation als Cashflow Hedge Accounting im Wesentlichen eine erfolgsneutrale Bewertung vorgenommen.

Die Marktwerte der Derivate wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der anderen Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand nachfolgender Methoden und Prämissen ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar sind.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet. Die übrigen Finanzschulden umfassen Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing und forfaitierten Leasingraten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

2011 aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 99 539 539
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -71 -72 -72
Sicherungsgeschäfte -639 166 -473
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -480
Gesamtgewinn/-verlust aus Finanzinstrumenten -452 -711 539 166 -6
2010 aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen 156 -1.468 -1.468
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente2 -110 640 640
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -495
Gesamtgewinn/-verlust aus Finanzinstrumenten -449 640 -1.468 -828

1 aus der Folgebewertung

2 Die Bewertung der Devisenoptionen erfolgte im Vorjahr bis zum 2. November 2010 erfolgswirksam. Seit diesem Zeitpunkt wurde aufgrund der Designation zum Cashflow Hedge Accounting im Wesentlichen eine erfolgsneutrale Bewertung vorgenommen. Seit der Designation wurde im Geschäftsjahr 2010 eine Cashflow Hedge Rücklage in Höhe von TEUR 227 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Im Geschäftsjahr wurden Zinserträge aus wertberichtigten Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 26) vereinnahmt. Zu den Wertberichtigungen auf die Vermögenswerte der Kategorie Darlehen und Forderungen sei auch auf die Textziffer 12 verwiesen.

Des Weiteren werden im Geschäftsjahr 2011 in den Zinsaufwendungen Zinsen gemäß § 233a AO in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

35 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 dargestellt:

31.12.2011 31.12.2010 Änderung
TEUR TEUR %
--- --- --- ---
Eigenkapital 35.362 35.024 1,0
in % vom Gesamtkapital 57,1 % 61,5 %
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.945 18.165 20,8
Kurzfristige Finanzschulden 4.588 3.769 21,7
Fremdkapital 26.533 21.934 21,0
als % vom Gesamtkapital 42,9 % 38,5 %
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 61.895 56.958 8,7

Beim kurzfristigen Fremdkapital wurden unter anderem bestehende bilaterale kurzfristige Kreditlinien genutzt. Am Jahresende existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „Financial Covenants"), bestehen nicht.

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

36 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken zugeordnet. Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher soweit erforderlich in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2011 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.

Die Umsatzerlöse und langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) gliedern sich nach Regionen wie folgt:

Inland Übriges Europa Übersee edding Konzern
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
2011
Externe Umsatzerlöse 46.158 55.086 10.223 111.467
Langfristige Vermögenswerte 15.479 3.826 1.936 21.241
2010
Externe Umsatzerlöse 44.396 54.794 10.106 109.296
Langfristige Vermögenswerte 15.073 3.771 1.361 20.205

Im Geschäftsjahr 2011 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Segmentergebnis (EBIT) 11.761 14.489
EBIT edding AG -4.218 -6.321
Konsolidierung 174 512
EBIT edding Konzern 7.717 8.680
Beteiligungsergebnis -124
Finanzergebnis -1.167 -405
Konzernergebnis vor Steuern 6.550 8.151

37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des edding Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe der Berichtsperiode verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinseinnahmen 174 185
Zinsausgaben 888 463
Zahlungen für Ertragsteuern 3.948 5.245

Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen haben nicht stattgefunden.

38 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen Susanne Ledermann, Angelika Schumacher, Dina Alexandra Schumacher, Beatrix Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann und Per Ledermann wurden in 2011 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.

Gegen das Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R.L. de C.V. bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 142). Im Geschäftsjahr 2011 wurden Erträge aus der Auflösung von zuvor gebildeten Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 0) erfolgswirksam vereinnahmt. Im Vorjahr wurden Wertberichtigungen auf Forderungen gegen das Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 902 vorgenommen, da deren Uneinbringlichkeit als wahrscheinlich erachtet wurde. Die im Geschäftsjahr mit dem Gemeinschaftsunternehmen erzielten Umsatzerlöse betragen TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 191).

Darüber hinaus haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

39 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Bereits in den Vorjahren haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben:

Herr Volker Detlef Ledermann
Frau Susanne Ledermann
Frau Angelika Schumacher
Frau Dina Alexandra Schumacher
Frau Beatrix Ledermann
Frau Julia Marie Ledermann
Herr Jan Moritz Ledermann
Herr Per Ledermann

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG.

Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

40 Organe der edding AG

Alleiniger Vorstand der edding AG ist Per Ledermann, Kaufmann, Ahrensburg.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 betragen TEUR 345 (Vorjahr: TEUR 324). Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 28. Juni 2011 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird.

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betragen TEUR 1.072 (Vorjahr: TEUR 1.050) und die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 108). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 10.935 (Vorjahr: TEUR 11.035).

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen

Bankkaufmann
Vorsitzender
Chehab Wahby, Bruchsal

Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender
Roberto Hübner, Cottbus

Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg

Rechtsanwältin
Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg

Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt,

Fachanwalt für Steuerrecht
Ersatzmitglied

41 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 386 aus dem Jahresüberschuss 2011 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 1.854.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1,75 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 1,71 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

42 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2011 2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 125 124
Andere Bestätigungsleistungen 5 4
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen 5 7
Gesamthonorar 135 135

Vom Gesamthonorar im Geschäftsjahr 2011 betreffen TEUR 15 Leistungen, die dem vorherigen Geschäftsjahr zuzurechnen sind (Vorjahr: TEUR 0).

43 Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote

%
Mutterunternehmen
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100
Legamaster GmbH Ahrensburg 100
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG Düsseldorf 100
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn 98
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, Niederlande 1001
Legamaster International B.V. Lochem, Niederlande 1001
edding Legamaster B.V. Lochem, Niederlande 1001
edding Lega International B.V.B.A. Mechelen, Belgien 1001
edding Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 100
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, Großbritannien 100
edding France SAS Roncq, Frankreich 1001
edding Hellas Ltd. Athen, Griechenland 100
edding Ofi s ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, Türkei 1002
edding Japan Inc. Tokio, Japan 76
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, Kolumbien 60
Gemeinschaftsunternehmen
edding Mexico S. de R.L. de C.V. Mexico City, Mexiko 50

1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

2 90 % unmittelbar; 10 % mittelbar über die edding International Gmb

Die Tochtergesellschaft edding Italia s.r.l. i.L. mit Sitz in Mailand, Italien, wurde im Geschäftsjahr liquidiert und zum 20. Dezember 2011 entkonsolidiert. Hierbei entstand ein Entkonsolidierungsgewinn in Höhe von TEUR 21. Zudem gingen zum Zeitpunkt der Liquidation Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 18 und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 16 auf die Muttergesellschaft edding AG über.

Die edding Mexico S. de R.L. de C.V. erzielte in 2011 ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR -314 (Vorjahr: TEUR -258). Das Eigenkapital betrug zum 31. Dezember 2011 TEUR -233 (Vorjahr: TEUR 80).

Aufgrund der Beteiligungsquote an dieser Gesellschaft sind dem edding Konzern folgende Werte zuzurechnen:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 160 192
Kurzfristige Vermögenswerte 431 688
Langfristige Schulden
Kurzfristige Schulden 977 840
Erträge 128 380
Aufwendungen 570 509

Die edding Vertrieb GmbH hält 5,56 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH, Stuttgart.

44 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding-ag.de veröffentlicht.

Ahrensburg, den 17. April 2012

Der Vorstand

Per Ledermann

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 1. April 2012

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Steuerberatungsgesellschaft**

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung des gesetzlichen Vertreters (Bilanzeid)

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätren der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, den 17. April 2012

Der Vorstand

Per Ledermann