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edding AG — Annual Report 2010
Jun 8, 2011
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Annual Report
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Publication
edding Aktiengesellschaft
Ahrensburg
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010
Kennzahlen des Konzerns
(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)
| Ertragslage Konzern | 2010 | 2009* | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 5.010 | 2.175 | 4.911 | 5.886 |
| in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) | 14,3% | 7,0% | 17,0% | 23,4% |
| Ergebnis vor Steuern | 8.151 | 4.163 | 7.325 | 7.183 |
| EBIT | 8.680 | 4.836 | 8.342 | 7.967 |
| in % vom Umsatz | 7,9% | 4,9% | 7,3% | 7,2% |
| Umsatzerlöse | 109.296 | 99.453 | 113.906 | 110.000 |
| Veränderung | 9,9% | – 12,7% | 3,6% | 4,2% |
| Auslandsanteil | 59,4% | 56,6% | 57,4% | 58,0% |
| Rohergebnis 1) | 65.517 | 57.278 | 66.312 | 65.547 |
| in % von der Gesamtleistung | 59,6% | 57,4% | 58,0% | 59,3% |
| Personalaufwand | 28.930 | 25.957 | 27.560 | 27.601 |
| in % vom Umsatz | 26,5% | 26,1% | 24,2% | 25,1% |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 552 | 566 | 594 | 598 |
| Vermögenslage Konzern | ||||
| Bilanzsumme | 74.982 | 70.530 | 74.745 | 73.955 |
| Veränderung | 6,3% | – 5,6 % | 1,1 % | 0,1% |
| Eigenkapital | 35.024 | 31.115 | 28.822 | 25.106 |
| in % der Bilanzsumme | 46,7% | 44,1 % | 38,6% | 34,0% |
| Langfristiges Fremdkapital | 19.130 | 19.741 | 23.890 | 24.519 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 20.828 | 19.674 | 22.033 | 24.330 |
| Langfristige Vermögenswerte | 24.947 | 24.154 | 26.138 | 25.475 |
| in % vom Eigenkapital | 71,2% | 77,6 % | 90,7% | 101,5% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 50.035 | 46.376 | 48.607 | 48.480 |
| davon Vorräte (31.12.) | 18.122 | 12.745 | 16.238 | 15.770 |
| Vorräte Jahresdurchschnitt | 15.722 | 14.792 | 16.510 | 15.256 |
| in % der Umsatzerlöse | 14,4% | 14,9% | 14,5% | 13,9% |
| edding AG | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 2.709 | 4.103 | 5.367 | 5.038 |
| Ergebnis vor Steuern | 5.282 | 6.043 | 8.367 | 7.849 |
| Anzahl Aktien | ||||
| Stammstückaktien | 600.000 | 600.000 | 600.000 | 600.000 |
| Vorzugsstückaktien | 473.219 | 473.219 | 473.219 | 473.219 |
| Jahresüberschuss je Aktie | 2,52 € | 3,82 € | 5,00 € | 4,70 € |
| Dividende | ||||
| Stammstückaktien | 1,71 € | 1,00 € | 1,00 € | 1,71 € |
| Vorzugsstückaktien | 1,75 € | 1,02 € | 1,02 € | 1,75 € |
| Aktienkurs am 31.12. | 44,50 € | 33,50 € | 36,00 € | 37,50 € |
1) ohne sonstige betriebliche Erträge
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2010, das sich sehr positiv entwickelt hat, aber das Niveau des Vorkrisenjahres 2008 noch nicht in allen Bereichen wieder erreichen konnte.
Im Wesentlichen kam die Erholung aus dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren.
Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation litt noch unter den Nachwirkungen der Finanzkrise und war zudem auch durch die Neuausrichtung der Prozesse nach Schließung der Produktionsstätte in Lochern im Jahr 2009 belastet.
Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten wird im Bericht des Vorstandes detailliert erläutert.
Wie sich das neue Geschäftsjahr nach drei Monaten des neuerlichen Umsatzwachstums weiter gestalten wird, wird sicher auch durch das schwere Erdbeben und seine Folgen in Japan im März 2011 bestimmt werden. Erfreulicherweise blieben unsere Mitarbeiter dort unversehrt und die Produktionsstätten unserer Lieferanten waren zunächst nicht direkt betroffen. Die Gesamtsituation wird aber auf die globale wirtschaftliche Entwicklung und die Finanzmärkte wahrscheinlich nicht ohne negative Auswirkungen bleiben.
Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurde der Aufsichtsrat im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend in vier Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Sitzungen nahmen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.
Zusätzlich zu den Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere dessen Vorsitzender, auch zwischen den Sitzungsterminen im engen Kontakt zum Vorstand der edding AG.
Durch regelmäßige — sowohl schriftliche als auch mündliche — Berichte des Vorstands über die Ertrags-, Umsatz- und Finanzlage, die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung war der Aufsichtsrat jederzeit über die aktuelle Geschäftslage unterrichtet. Die Information über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen wurde durch monatliche schriftliche Berichte gewährleistet.
Daneben erhielt der Aufsichtsrat vierteljährlich detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften sowie Einschätzungen über die zukünftigen Chancen und Risiken.
Unabhängig von der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden dem Aufsichtsrat aus dem Risikomanagementsystem soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich bzw. quartalsweise Berichte über die Keyrisiken des Konzerns, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Behandlung bzw. Vermeidung zur Verfügung gestellt.
Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das Risikomanagementsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.
Dem Aufsichtsrat sind keine Handlungen bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte oder rechtswidrige Vorteile verschafft haben.
Neben der Tätigkeit als Aufsichtsrat bestanden im Berichtsjahr zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen.
In 2009 hatte der Aufsichtsrat eine Selbstevaluation durchgeführt. Im laufenden Jahr wird der Aufsichtsrat Grundsätze für Anforderungen an künftige Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder erarbeiten, wobei Besonderheiten einer Familienaktiengesellschaft Berücksichtigung finden werden.
In seiner Sitzung im Dezember 2010 nahm der Aufsichtsrat die vom Vorstand im Rahmen der verabschiedeten Strategie erstellte Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre zustimmend zur Kenntnis.
Nach entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung in 2010 beauftragte der Aufsichtsrat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2010, vereinbarte das Honorar des Abschlussprüfers und legte die Prüfungsschwerpunkte fest.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, prüfte den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der edding AG und den Jahresabschluss sowie den Lagebericht des edding Konzerns nach den einschlägigen Richtlinien.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG wurden am 18. März 2011 und der Jahresabschluss und der Lagebericht des edding Konzerns wurde am 15. April 2011 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Die Prüfungsberichte für die edding AG und den edding Konzern wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von ihnen geprüft.
In der Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2011 wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu und hat den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2010 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
In derselben Sitzung des Aufsichtsrats am 26. April 2011 wurden im Beisein des Abschlussprüfers der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingehend erörtert.
Der Aufsichtsrat nahm den Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft billigend zur Kenntnis.
Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.
Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand dankt der Aufsichtsrat für ihren persönlichen Einsatz.
Ahrensburg, 26. April 2011
Der Aufsichtsrat
Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender
Corporate-Governance-Bericht
gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)
Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleistet sein, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.
Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wird entsprochen.
Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 18. Juni 2009 für den Zeitraum der Geltung dieser Fassung und in der Fassung vom 26. Mai 2010 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen:
Ziffer 2.3.3 DCGK
Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.
Ziffer 3.8 DCGK
Eine Selbstbeteiligung des Vorstandes ist bei einer D&O–Versicherung (Directors' & Officers-Versicherung) auf drei Monatsgehälter begrenzt. Damit wird die gesetzliche Übergangsregelung gemäß § 23 Abs. 1 EGAktG auf der Grundlage des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) in Anspruch genommen. Eine Selbstbeteiligung der Aufsichtsratsmitglieder ist bei der D&O–Versicherung bislang nicht vereinbart, woran bis zum Ende der Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder im Jahre 2012 festgehalten werden soll. Für künftig neu zu bestellende Aufsichtsratsmitglieder sollen D&O–Versicherung nach Maßgabe des dann geltenden Rechts und des DCGK abgeschlossen werden.
Ziffer 4.1.5 DCGK und 5.1.2
Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.
Ziffer 4.2.1 DCGK
Aktuell besteht der Vorstand aus einem Vorstandsmitglied, da die operative Geschäftsführung des Konzerns in weiten Teilen auf die edding International GmbH übertragen wurde.
Ziffer 4.2.3 DCGK
Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen variabler Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter werden seitens der Gesellschaft angesichts des Umfangs der Börsenkapitalisierung als nicht sinnvoll angesehen. Die Grundzüge des Vergütungssystems sind mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts auf der Internetseite in verständlicher Form bekannt gemacht.
Ziffer 4.2.4 DCGK
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2006 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung der anderen nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) erforderlichen Angaben verzichtet wird.
Ziffer 4.2.5 DCGK
Von der Offenlegung der Vorstandsvergütung im Vergütungsbericht wird abgesehen, da die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Ziffer 4.2.4 DCGK).
Ziffer 5.1.2 und Ziffer 5.4.1 DCGK
Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.
Ziffer 5.3 DCGK
Die Bildung von Ausschüssen — einschließlich eines Audit Commitees — durch den Aufsichtsrat ist aufgrund der Größe des Unternehmens und der Besetzung des Aufsichtsrates mit nur drei Aufsichtsratsmitgliedern nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Gleiches gilt für den zu bildenden Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK.
Ziffer 5.4.1 DCGK
Der Aufsichtsrat wird im Jahre 2011 eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung benennen, die auch an der unternehmensspezifischen Situation und der internationalen Ausrichtung des Unternehmens orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Auch insoweit soll jedoch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung von Vorschlägen für die Besetzung von Aufsichtsratspositionen bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist.
Ziffer 5.4.6 DCGK
Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat im Jahre 2004 erwogen und abgelehnt.
Ziffer 6.2 DCGK
Die Gesellschaft veröffentlicht eingehende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären gemäß §§ 21 und 25 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in der gemäß § 26 WpHG erforderlichen Weise.
Ziffer 6.6 DCGK
Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG („Directors' Dealings"). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG.
Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden über die Veröffentlichung der vorstehend genannten Directors' Dealings hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz i.V.m. §§ 21 ff. WpHG (Geschäftsbericht für Einzelabschluss) ergibt; letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte und nicht auf den Aktienbesitz. Auf eine gesonderte Wiedergabe der vorstehenden Angaben im Corporate Governance Bericht wird verzichtet.
Ziffer 7.1.2 DCGK
Hauptsächlich aus Kostengründen können weder grundsätzlich der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen noch eventuelle Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Abs. 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht; im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht.
Für das Berichtsjahr 2011 wird — soweit vorstehend nicht bereits ausdrücklich dargelegt — entsprechend verfahren.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 kann auf der Internetseite der edding AG, Bereich Investor Relations, Corporate Governance http://www. edding.com/de_unternehmen_corporate_gover nance.html eingesehen werden.
Ahrensburg, den 11. Februar 2011
edding Aktiengesellschaft
Vorstand und Aufsichtsrat
Konzernlagebericht
Das wirtschaftliche Umfeld
Das Krisenjahr 2009 mündete in ein Jahr 2010, das regional äußerst unterschiedliche Nachkrisenentwicklungen aufwies. Wirtschaftliche Verknüpfungen und Kausalitäten waren weit schwieriger als in der Vergangenheit nachzuweisen, so dass die Entwicklung der Hauptwirtschaftsräume Asien, USA und Europa genauso unterschiedlich verlief wie die einzelner europäischer Staaten.
Insgesamt ging der Internationale Währungsfonds (IWF) im Oktober 2010 davon aus, dass die Weltwirtschaft nach dem Rückgang des Vorjahres (-0,6 %) um 4,8 % wuchs1. Treiber des Wachstums waren dabei die Entwicklungs- und Schwellenländer, vor allem China und Indien, die beide um die 10% zulegen konnten. Aber auch die für uns wichtigen Märkte Osteuropa (+3,7 %) und Lateinamerika (+5,7 %) konnten deutlich zulegen. Die USA wuchs immerhin um 2,6%, damit über dem Niveau der Eurozone (+1,7 %). Innerhalb der Europäischen Union war die Entwicklung gänzlich uneinheitlich. So waren diverse Märkte von Schuldenkrisen geschüttelt, darunter auch der für uns wichtige spanische Markt (-0,3 %) sowie Griechenland (-4,0 %), das bereits im zweiten Quartal unter den EU-Rettungsschirm schlüpfen musste'.
Anders war die Entwicklung in Deutschland. Aufgrund der konstant hohen Sparquote der privaten Haushalte, der relativ soliden Eigenkapitalsituation der Unternehmen sowie der Flexibilität des Instrumentes der Kurzarbeit, gelang ein kaum prognostizierbarer Rebound aus der Krise, so dass mit 3,3 % Wachstum gerechnet wurde1. Zum Jahresende erschien sogar eine noch weitere Verbesserung mögliche2.
Als Folge der weltweit uneinheitlichen Entwick lung sowie den lokalen Schuldenkrisen blieb es an den Währungsmärkten turbulent. Insbesondere der unklare Umgang der Euroländer mit den Krisen einzelner Mitgliedsstaaten führte zur Schwächung des Euros gegenüber den anderen Leitwährungen, so dass sich vor allem der Aufwärtstrend des Yen weiter fortsetzte.
Der Aufschwung, besonders in Deutschland, machte sich auf breiter Front auch in der einheimischen Industrie für Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) bemerkbar. Die Umsätze der im Altenaer Kreis (AK) zusammengeschlossenen 20 führenden PBS-Markenfirmen waren in den ersten zehn Monaten des Berichtsjahres um durchschnittlich 7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Getragen wurde dieser ungewichtete Durchschnittswert durch das Wachstum der Exporte von fast 10 %. Auch im Inland verzeichneten die Markenhersteller ein Umsatzwachstum von gut 5 %3. In vielen Fällen standen die Unternehmen vor der Herausforderung, nach dem teilweise drastischen Lagerabbau des Vorjahres die Bestände zügig wieder aufzufüllen. Wo in 2009 noch Kurzarbeit gemeldet wurde, fielen nun Überstunden an.
Neben dem Marktwachstum trug vor allem zur positiven Entwicklung bei PBS-Markenartikeln bei, dass die Verbraucher gerade in der Krise gelernt haben, Markenprodukten zu vertrauen. So hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ein Ende des Wachstums bei No-Name-Artikeln und Eigenmarken des Handels festgestellt. Die Bedeutung des Preises beim Kauf von Schreibgeräten ist gesunken und gutes Design entwickelt sich immer stärker zu einer kaufentscheidenden Dimension. Zudem wenden sich die Verbraucher von Nachahmer- und Billigprodukten ab4.
1 World Economic Outlook, IMF, Oktober 2010
2 Wiegard, W., „Wirtschaftsausblick 2011 — Chancen und Risiken für Unternehmen und Beschäftigte", in: Der Betrieb 01/2011
3 Pressemitteilung des Altenaer Kreises vom 17.11.2010
4 PBS-Verbraucherpanel der GfK, November 2010
Entwicklung der Geschäftsfelder
Entgegen der Entwicklung der Vorjahre haben sich die beiden Geschäftsfelder des edding Konzerns, Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, im Geschäftsjahr 2010 unterschiedlich entwickelt.
Insgesamt konnte ein Umsatzanstieg von 9,9 % erzielt werden.
Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnte auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Erholung in Kombination mit spezifischen edding Vertriebserfolgen ein deutlicher Umsatzanstieg erreicht werden.
Dem entgegen steht ein Umsatzrückgang im Bereich Visuelle Kommunikation bedingt durch den Preiswettbewerb im Bereich klassischer Kommunikationsmittel und eine Abschwächung im Bereich elektronischer Kommunikationsmedien, der in den Vorjahren durch deutliches Wachstum geprägt war.
| Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern | 2010 Mio. EUR |
2009 Mio. EUR |
Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäftsfeld | ||||
| Schreiben und Markieren | ||||
| Inland | 32,8 | 30,2 | 2,6 | 8,6 |
| Übriges Europa | 37,6 | 31,0 | 6,6 | 21,3 |
| Übersee | 8,3 | 5,8 | 2,5 | 43,1 |
| 78,7 | 67,0 | 11,7 | 17,5 | |
| Geschäftsfeld | ||||
| Visuelle Kommunikation | ||||
| Inland | 9,9 | 10,8 | – 0,9 | – 8,3 |
| Übriges Europa | 14,5 | 15,0 | – 0,5 | – 3,3 |
| Übersee | 1,1 | 1,1 | 0,0 | 0 |
| 25,5 | 26,9 | – 1,4 | – 5,2 | |
| Partnermarken und sonstige Erlöse | 5,1 | 5,6 | – 0,5 | – 8,9 |
| Konzern gesamt | 109,3 | 99,5 | 9,8 | 9,9 |
Geschäftsfeld
Schreiben und Markieren — Hauptmarke edding —
Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren hat in 2010 die Umsatzverluste des Vorjahres ausgeglichen und sich mit 78,7 Mio. Euro um 17,5 % verbessert. Damit wurde sogar das bisherige Rekordjahr 2008 um 2 % übertroffen.
Die Gründe für diesen deutlichen Anstieg lagen dabei sowohl in den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen als auch in spezifischen edding Vertriebserfolgen.
Mit der gesamtwirtschaftlichen Erholung haben sich viele Umsatz hemmende Faktoren aus 2009 wieder umgekehrt: Gerade im industriellen Sektor haben die Beendigung von Kurzarbeit und eine stark steigende Nachfrage zu einem wachsenden Markierbedarf geführt. Darüber hinaus war sowohl bei gewerblichen Einkäufern als auch bei privaten Endverwendern eine leichte Trendumkehr von reiner Preisorientierung hin zu Qualitätsprodukten spürbar.
Von diesen Effekten haben wir gerade auch in Deutschland profitieren können, wo wir uns als Marktführer mit 8,6 % Wachstum behaupten konnten und umsatzseitig nur noch leicht unter dem Rekordjahr 2008 landeten.
Das nominell größte Wachstum konnte in den europäischen Ländern außerhalb Deutschlands generiert werden: mit einem Umsatzplus von 21,3 % konnten wir hier die Verluste aus 2009 wieder ausgleichen. Haupttreiber dieser positiven Entwicklung waren auch hier starke Umsatzanstiege im industriellen Bereich in Ländern wie Russland, Türkei, Großbritannien und Frankreich. Aber auch in Ländern mit deutlich stärkerer Business-to-Consumer Ausrichtung wie der Schweiz konnten signifikante Umsatzzuwächse generiert werden.
Unsere Überseemärkte entwickelten sich ebenfalls positiv und konnten ein Umsatzplus von 43,1 % aufweisen. Hier haben wir vor allem von der Markterholung und Distributionserfolgen in Argentinien und Kolumbien sowie von unserer neuen Vertriebskooperation in Brasilien profitiert.
Marketing und Produkte
Unser Jubiläumsjahr 2010, als das Jahr des 50-jährigen Firmenjubiläums der edding AG, war geprägt durch ein Feuerwerk an neuen Produkten.
Gleich zu Beginn des Jahres wurde den edding Kunden auf der „Paperworld" in Frankfurt, der internationalen Leitmesse für die PBS-Branche, mit unseren „Funtastics" ein komplett neues Stifte- und Kreativ-Konzept für Kinder vorgestellt. Die Erwartungen, die wir in dieses innovative Konzept gesetzt hatten, wurden im ersten Jahr voll erfüllt. Die Listungserfolge und Abverkäufe wurden durch eine TV-Kampagne mit über 12 Millionen Kontakten in Deutschland gestützt.
Neben diesem komplett neuen Konzept konnten wir auch in anderen Kategorien mit zahlreichen Neuheiten aufwarten: Für den Hobby-Bereich haben wir unsere Kalligrafie-Serie erfolgreich ausgeweitet und die diesjährige Neuauflage unserer Schulanfangsaktion stand unter dem Thema „colour your style". Abgerundet wurde unser Fokus auf den privaten Endverwender im Jubiläumsjahr durch die neue „edding art series", für die Künstler aus dem Street-Art-Bereich eine Serie von Highlightern und Permanent-Markern im trendigen Design gestaltet haben.
Neben diesen Produkt-Neuheiten wurde auch die Marktdurchdringung unseres „Do-it-Yourself"-Programms für den Baumarkt und der „EcoLine"-Produktpalette erfolgreich ausgeweitet. Ebenso konnte für das in 2009 als Lizenzmodell eingeführte Druckerpatronen-Sortiment die Anzahl der Verkaufspunkte gesteigert und das Sortiment in weiteren Vertriebskanälen platziert werden.
Der bereits mit der Strategie 2008+ eingeschlagene Weg der konsequenten Endverwender-Orientierung spiegelt sich mittlerweile sowohl in der Ausgestaltung unserer Konzepte als auch in der Akzeptanz am Markt wider. Wir sehen darin einen wesentlichen Wachstumstreiber der kommenden Jahre.
Geschäftsfeld
Visuelle Kommunikation — Hauptmarke Legamaster —
Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im Business-to-Business-Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Da es sich bei den Legamasterprodukten um investitionsnahe Güter handelt, sind diese verstärkt Konjunkturzyklen unterworfen. Die wirtschaftliche Erholung des Jahres 2010 ist noch nicht im gleichen Maße in diesem Industriezweig angekommen, da die Investitionsbudgets zumeist noch in der Krisenzeit 2009 verabschiedet wurden. Dennoch ist der Umsatzrückgang von 5,2 % in 2010 auch ein Ausdruck des fortgesetzt harten Preiswettbewerbs im Bereich klassischer Kommunikationsmittel wie Whiteboards und Flipcharts. Zusätzlich gab es im sonderkonjunkturellen Bereich elektronischer Kommunikationsmedien (interaktive Whiteboards, Beamer etc.) eine Verschnaufpause in der Wachstumskurve und wir mussten in diesem Bereich in 2010 einen deutlichen Rückgang von 20 %, nach Steigerungsraten von über 50 % in den Vorjahren, hinnehmen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die ebenfalls von uns vertriebenen Produkte der Marke 3M (vor allem Beamer) einem starken Preisverfall ausgesetzt sind. Verstärkt wird dies dadurch, dass der im Bereich der interaktiven Technik tätige Vertriebspartner in Russland seine Lagerbestände zurückgefahren hat.
Insgesamt ging der Nominalumsatz im Bereich Visuelle Kommunikation von 26,9 Mio. Euro auf 25,5 Mio. Euro zurück.
Trotz des ausgesetzten Wachstums ist der Bereich interaktiver visueller Kommunikation weiter als der dynamische Bereich zu bezeichnen. Sogenannte interaktive Whiteboards — Tafeln, die ein Übertragen des Geschriebenen auf den Computer sowie interaktive Arbeit in bereits digital erstellten Präsentationen ermöglichen — werden vermehrt im Bildungs- und gewerblichen Bereich eingesetzt.
Die Produktgruppe „Interaktiv" ist weiterhin unser zweitgrößter Umsatzträger im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Wir erwarten auch für die Folgejahre ein deutliches Marktwachstum, getragen durch Auflösung diverser Investitionsstaus im Bildungsbereich, aber auch durch eine sprunghafte Weiterentwicklung der Produktqualität und neue Anwendungsmöglichkeiten. Insbesondere der deutsche Markt, in dem unter 10 % der Klassenräume mit interaktiven Kommunikationsmedien ausgestattet sind, hat hier Nachholbedarf, während die Niederlande mit über 40 % und Großbritannien mit über 80 % deutlich fortschrittlicher sind.
Regional entwickelten sich die wichtigen Märkte weitestgehend homogen. In der Summe musste der europäische Markt außerhalb Deutschlands einen Rückgang von 3,3 % hinnehmen. Deutschland selbst rutschte um 8,3 % ins Minus. Der kleine Überseemarkt, der stark beeinflusst ist durch unser Lateinamerikageschäft unter der Marke Topboard, blieb stabil.
Intern wurde die angestrebte strukturelle und teilweise personelle Neuorganisation des Bereiches Legamaster in 2010 abgeschlossen und das Geschäftsfeld auf wirtschaftlich gesunde Füße gestellt. Darüber hinaus stand in der zweiten Jahreshälfte die Strategieentwicklung im Fokus, die erst im Jahr 2011 abgeschlossen wird. Bereits mit dem Budget 2011 wurden jedoch wesentliche strategische Eckpfeiler manifestiert, namentlich die Aufnahme neuer elektronischer Medien ins Portfolio.
Marketing und Produkte
Zu Beginn des Jahres 2011 konnten daher die ersten „Legamaster e-Screens" vorgestellt werden — interaktive Touchscreens, die in Kommunikationslösungen wie Schultafeln oder Präsentationskabinette wie große Touchpads eingebettet werden und damit Teil unseres in 2010 eingeführten „FLEX-Sortiments" sind.
Dieses hochflexible Lösungsangebot erlaubt eine Konfiguration von Komponenten nach den individuellen Anwenderbedürfnissen. Mit über 300 Kombinationen bieten wir damit die größte interaktive Tafelvielfalt am Markt.
Mit dem „eBeam-Engage"-System wurde zudem eine Fortentwicklung unserer portablen interaktiven Technologie eingeführt, die unser kleinstes interaktives Whiteboard-System noch anwenderfreundlicher werden lässt und jede glatte Oberfläche in eine interaktive Tafel verwandelt.
Aber auch im klassischen Kommunikationsbereich war das Jahr 2010 ein Jahr umfassender Entwicklungsaktivitäten. So wurde auf den Auftaktmessen 2011 u.a. unser neues Flipchartsortiment „Triangle", unsere Tafeldesignreihe „Glassboards" sowie eine Auswahl klappbarer Moderatorentafeln vorgestellt.
Partnermarken
Die Umsätze mit Partnermarken und die sonstigen Erlöse sind besonders aufgrund der Konsolidierung der Umsätze mit der Marke Senator (Schreibgeräte) und der Konzentration auf Konzernmarken in Griechenland in 2010 plangemäß um 8,9 % zurückgegangen. In unserer strategischen Kooperation mit der Firma UHU (Klebstoffe) hingegen wurde in 2010 ein Wachstum von 4,2 % erzielt.
Ertragslage
| 2010 TEUR |
2009 * TEUR |
Veränderung % |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 109.296 | 99.453 | 9,9 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 549 | 269 | 104,1 |
| Gesamtleistung | 109.845 | 99.722 | 10,2 |
| Materialaufwand | – 44.328 | – 42.444 | 4,4 |
| Rohergebnis | 65.517 | 57.278 | 14,4 |
| in % von der Gesamtleistung | 59,6% | 57,4% | |
| Personalaufwand | – 28.930 | – 25.957 | 11,5 |
| in% vom Umsatz | 26,5% | 26,1% | |
| Abschreibungen | – 2.901 | – 3.380 | – 14,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.125 | 3.810 | 8,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 29.131 | – 26.915 | 8,2 |
| EBIT | 8.680 | 4.836 | 79,5 |
| in % vom Umsatz | 7,9% | 4,9% | |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | – 529 | – 673 | – 21,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 8.151 | 4.163 | 95,8 |
| Ertragsteuern | – 3.141 | – 1.988 | 58,0 |
| Konzernjahresergebnis | 5.010 | 2.175 | 130,3 |
| in % vom Umsatz | 4,6% | 2,2% |
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Die Ertragslage ist wesentlich geprägt durch eine Verbesserung der Umsatz- und Margensituation in nahezu allen Gesellschaften. Dies resultiert zu einem großen Teil aus dem positiveren wirtschaftlichen Umfeld in Folge des Aufschwungs nach der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 9,9 % auf 109,3 Mio. Euro gestiegen. Das deutliche Wachstum im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnte den Rückgang im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mehr als ausgleichen.
Die Rohergebnisquote bezogen auf die Gesamtleistung ist um 2,2 Prozentpunkte auf 59,6 % gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem die Veränderung des Geschäftsfeld- und Produktmixes.
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 3,0 Mio. Euro trotz rückläufiger Mitarbeiterzahlen resultiert hauptsächlich aus dem Wegfall von Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr sowie ergebnisbedingt höheren Gewinnbeteiligungen und Prämien. Zusätzlich kam es in Argentinien zu deutlichen inflationsbedingten Lohnerhöhungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen 0,3 Mio. Euro über denen des Vorjahres, was im Wesentlichen auf höhere nicht realisierte Währungskursgewinne und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen erwartungsgemäß 2,2 Mio. Euro über denen des stark durch Kostensparmaßnahmen geprägten Vorjahres. Dies resultiert sowohl aus einem umsatzbedingten Anstieg der Kosten als auch aus der verstärkten Investition in Marketing, Produktentwicklung und Vertrieb. Entsprechend sind insbesondere die Kosten für Werbung und Marketing um 1,6 Mio. Euro gestiegen. Zusätzlich sind die Fracht- und Logistikkosten gestiegen. Aufgrund der deutlich hinter den Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung unseres mexikanischen Joint-Ventures wurden zur Risikovorsorge Abschreibungen auf den Beteiligungswert sowie Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von zusammen 1,0 Mio. Euro vorgenommen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte umsatz- und margenbedingt um 3,8 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Anstieg der EBIT-Marge von 4,9 % auf 7,9 %.
Mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 8,2 Mio. Euro wurde im Jahr des 50jährigen Firmenjubiläums das beste Ergebnis der Historie erreicht.
Der Jahresüberschuss des Konzerns liegt bei 5,0 Mio. Euro und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 2,2 Mio. Euro mehr als verdoppelt.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des edding Konzerns ist zum 31. Dezember 2010 von 70,5 Mio. Euro im Vorjahr um 6,3 % auf 75,0 Mio. Euro gestiegen. Durch den ergebnis- und thesaurierungsbedingten Anstieg des Eigenkapitals von 31,1 Mio. Euro auf 35,0 Mio. Euro hat sich die Eigenkapitalquote von 44,1 % auf 46,7 % verbessert.
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich von 24,2 Mio. Euro um 3,3 % auf 24,9 Mio. Euro erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf einen Anstieg der langfristigen Forderungen zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr wurden in 2010 wieder vermehrt Investitionen in das Anlagevermögen vorgenommen. Die Investitionen beliefen sich auf 3,4 Mio. Euro in 2010 und lagen somit 1,0 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Wesentliche Investitionen wurden im Bereich der Technischen Anlagen und Maschinen sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen und betrafen primär unsere Produktionsstandorte Bautzen und Argentinien sowie die Errichtung eines Blockheizkraftwerkes am Standort Ahrensburg.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von 46,4 Mio. Euro um 7,9 % auf 50,0 Mio. Euro gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf einen Anstieg der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte zurückzuführen. Der deutliche Anstieg der Vorräte resultiert vor allem aus dem außergewöhnlich niedrigen Niveau des Vorjahres aufgrund einer sehr starken Nachfrage im vierten Quartal 2009. Zusätzlich haben wir zur Reduzierung von Lieferrisiken in einigen Bereichen die Sicherheitsbestände erhöht. Der Anstieg der Vorräte wurde überwiegend aus den flüssigen Mitteln finanziert, wodurch diese deutlich zurückgegangen sind. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist primär auf das verbesserte wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen.
Während sich das Eigenkapital von 31,1 Mio. Euro um 12,6% auf 35,0 Mio. Euro erhöht hat, ist bei dem langfristigen Fremdkapital durch die planmäßige Tilgung von Finanzschulden ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Dem steht ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber. Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten von 19,7 Mio. Euro um 5,9 % auf 20,8 Mio. Euro ist sowohl auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere operative Verbindlichkeiten als auch auf die Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel zurückzuführen. Dem gegenüber ist eine Minderung der Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerschulden durch erfolgte Steuerzahlungen zu verzeichnen, was den Anstieg des anderen kurzfristigen Fremdkapitals nur teilweise kompensieren kann.
Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr von 11,9 Mio. Euro auf —1,8 Mio. Euro gesunken. Vor allem der Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben zu dieser Entwicklung beigetragen.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund verstärkter Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung von —2,0 Mio. Euro auf —3,2 Mio. Euro gestiegen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist von —3,5 Mio. Euro im Vorjahr auf —0,8 Mio. Euro gesunken. Während die Dividende unverändert blieb und für die planmäßige Tilgung von Finanzschulden weniger Finanzmittel abflossen, kam es durch die Aufnahme kurzfristiger Kredite zu einem Zufluss finanzieller Mittel. Mit mehreren Finanzinstituten bestehen Kreditvereinbarungen, die aufgrund der hohen Mittelbindung im operativen Bereich zum Stichtag vorübergehend genutzt wurden. Im Jahr 2010 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2011.
Entwicklung der Konzerngesellschaften
Das positive wirtschaftliche Umfeld in Folge des Aufschwungs nach der Finanz- und Wirtschaftskrise hat in nahezu allen Konzerngesellschaften zu einer Verbesserung der Umsatz- und Margensituation geführt. Dabei ist das Ausmaß je nach Region unterschiedlich stark ausgefallen. Insbesondere in den Konzerngesellschaften, die in den letzten Jahren mit negativen Ergebnissen in den Konzernabschluss eingeflossen sind, zeichnet sich eine deutlich positive Tendenz ab. Eine Ausnahme ist hierbei die griechische Tochtergesellschaft, die vor dem Hintergrund der Schuldenkrise in Griechenland auch in 2010 wiederum deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen musste. Auch das Gemeinschaftsunternehmen in Mexiko hat sich leider deutlich unter den Erwartungen entwickelt.
Mutterunternehmen
Aufgabe der edding Aktiengesellschaft ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Finanzen, Personal und IT angesiedelt.
Die Ertragslage der edding Aktiengesellschaft ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH. Das entsprechende Beteiligungsergebnis liegt mit 12,5 Mio. Euro rd. 11 % über dem Ergebnis des Vorjahres (11,3 Mio. Euro).
Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 5,2 Mio. Euro dagegen trotz gestiegenem Beteiligungsergebnis unter dem Vorjahreswert von 6,1 Mio. Euro. Als Sondereffekte, die zu diesem rückläufigen Ergebnis geführt haben, sind hier insbesondere die Effekte aus der Umstellung der Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf die Rechnungslegung nach dem Bilanzrechts-Modernisierungsgesetz (BiIMoG) in Höhe von 1,4 Mio. Euro zu nennen. Der Jahresüberschuss ist von 4,1 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro gesunken.
Tochtergesellschaften
Die edding International GmbH nimmt alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr. Im Rahmen des Geschäftsfeldes Schreiben und Markieren ist die Gesellschaft für die operative Steuerung von Beschaffung sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten zuständig. Die Gesellschaft erzielte ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern in Ländern ohne konzerneigene Vertriebsgesellschaften. Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn betrug 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro).
Insgesamt konnte in der edding International GmbH ein deutliches Umsatzwachstum erzielt werden, welches sich annähernd durch alle Märkte zieht. Besonders hervorzuheben ist die positive Entwicklung in Osteuropa und der Türkei. Trotz dieser positiven Entwicklung liegt das Ergebnis mit 11,5 Mio. Euro leicht unter Vorjahr (11,9 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus den wie erwartet höheren Kosten als in dem von Kostensparprogrammen geprägten Vorjahr. Außerdem ist der Ergebnisbeitrag der edding Vertrieb GmbH etwas niedriger ausgefallen als in 2009. Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding Aktiengesellschaft abgeführt.
Die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation obliegt der Legamaster International B.V. (Niederlande, vormals edding Lega International B.V.). Ursprünglich war die Gesellschaft auch für den regionalen Vertrieb des gesamten Konzernportfolios in den Niederlanden zuständig. Dieses wurde im Rahmen der Reorganisation der Gesellschaften im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation zum 1. Januar 2010 in die edding Legamaster B.V. (Niederlande) ausgelagert. Damit konzentrieren sich ab dem Berichtsjahr sämtliche Aktivitäten der Legamaster International B.V. auf das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation.
Bereinigt um das ausgelagerte Geschäft hat die Gesellschaft im internationalen Vertrieb einen leichten Rückgang um rd. 2 % hinnehmen müssen. Hierzu haben insbesondere die Verkäufe an die niederländische Vertriebsgesellschaft sowie die Exporte nach Russland beigetragen. Der im Bereich der interaktiven Technik tätige Vertriebspartner in Russland hat seine Lagerbestände zurückgefahren, was zu einem entsprechenden Umsatzrückgang geführt hat.
Trotz dieser leicht rückläufigen Umsatzerlöse ist das Betriebsergebnis nach wie vor positiv und konnte im Vorjahresvergleich sogar noch leicht gesteigert werden.
Seit dem 1. Januar 2010 ist die edding Legamaster B.V. (Niederlande) eine eigenständige Gesellschaft im Konzern und zuständig für den Vertrieb aller Konzernmarken in den Niederlanden. Im Berichtsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 8,2 Mio. Euro erzielt. Die im Vorjahr im Rahmen der edding Lega International B.V. erzielten vergleichbaren Umsätze betrugen 9,0 Mio. Euro, was einem Rückgang um rd. 10% entspricht. Ursache hierfür ist im Wesentlichen das Geschäft mit internationalen Großkunden, die besonders in den Niederlanden einen Trend zu Private Label Produkten im Rahmen ihrer Beschaffungsaktivitäten erkennen lassen. Zusätzlich ist festzustellen, dass der Bereich der interaktiven Technik aufgrund des im Vergleich zu Deutschland bereits stärker gesättigten Marktumfelds nach deutlichem Wachstum in 2009 derzeit rückläufig ist. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr trotz rückläufiger Umsatzerlöse ein positives Betriebsergebnis erzielt.
Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ist eine Tochtergesellschaft der edding International GmbH und ermöglicht als nicht operative Holding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.
Der Vertrieb der Konzernmarken in Deutschland erfolgt durch die edding Vertrieb GmbH und die Legamaster GmbH. Die Legamaster GmbH hat zum 1. Juli 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt hat die edding Vertrieb GmbH Teile der Vertriebsaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation auf die Legamaster GmbH übertragen. Hierzu zählt insbesondere der sogenannte Projektvertrieb, der in Zusammenarbeit mit dem Fachhandel Lösungen für gewerbliche Anwender und Schulen realisiert.
Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang von rd. 3 % verzeichnet. Während im Segment Schreiben und Markieren nennenswerte Umsatzsteigerungen von 7,5 % erzielt werden konnten, war der Umsatz im Bereich Visuelle Kommunikation deutlich rückläufig, was im Wesentlichen auf die vorgenannte Verlagerung zurückzuführen ist. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn sank entsprechend auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro).
Bei der Legamaster GmbH ist in den nächsten Jahren eine Ausweitung der Vertriebsaktivitäten für Visuelle Kommunikation auf weitere Kundengruppen geplant. Im ersten Geschäftsjahr wurde ein negatives operatives Ergebnis von 0,2 Mio. Euro erwirtschaftet, das im Wesentlichen auf Anlaufverluste zurückzuführen ist. Aufgrund konzerninterner Aufwendungen aus Kundenüberlassungsverträgen rechnet die Gesellschaft nicht vor 2012 mit positiven Ergebnissen.
Einen deutlichen Umsatzsprung von über 50 % konnte im Berichtsjahr auch die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) erzielen. Dieses Wachstum konnte gleichermaßen im traditionellen Handel wie auch im Bereich Cash & Carry erreicht werden. Dadurch konnte das operative Ergebnis der Gesellschaft deutlich verbessert werden, es ist aber aufgrund ebenfalls gestiegener Bonuszahlungen und Werbekostenzuschüsse an Kunden noch negativ. Zu dieser positiven Entwicklung hat auch die im Jahresverlauf weitgehend stabile Wechselkurssituation beigetragen. Im 4. Quartal 2010 hat die Fiskalpolitik des Landes durch Zinssenkungen jedoch zu einer deutlichen Schwächung der Türkischen Lira beigetragen. Das führt zu einem Anstieg der Beschaffungskosten unserer Tochtergesellschaft, wodurch ein ausgeglichenes Ergebnis in 2011 voraussichtlich noch nicht erreicht werden kann.
In Argentinien hat es die Regierung mit ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik ein weiteres Jahr geschafft, eine deutliche Abwertung des Peso gegenüber dem US-Dollar zu verhindern. In diesem Umfeld konnte die edding Argentina S.A. (Argentinien) einen deutlichen Umsatzanstieg in Landeswährung von 46 % erreichen. Dieser Anstieg ist zu einem großen Teil inflationsbedingt, wobei die Inflationsrate gemäß offizieller Stellen 9,2 % beträgt. Die tatsächliche Inflationsrate spiegelt sich bei weitgehend unveränderter Personalstruktur in einem Anstieg der Personalkosten um knapp 25 % wider. Damit konnte im Berichtsjahr insgesamt ein deutliches reales Umsatzwachstum sowie ein positives Betriebsergebnis erreicht werden.
Die EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) konnte von dem Aufschwung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise profitieren und hat in den Umsatzerlösen mit einem Anstieg von 19,5 % deutlich über den Erwartungen abgeschlossen. Zudem hat sich das Britische Pfund gegenüber dem Euro erholt, so dass sich über den Rückgang der Beschaffungskosten auch die Ergebnissituation deutlich verbessert hat. Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten in Höhe von 0,1 Mio. GBP war das Betriebsergebnis nahezu ausgeglichen. Für das Geschäftsjahr 2011 wird mit einem niedrigen positiven Ergebnis gerechnet, das allerdings stark von der wirtschaftlichen Entwicklung im Land abhängig ist. Sollte es infolge der restriktiven staatlichen Haushaltspolitik in Verbindung mit der hohen erwarteten Inflation sowie dem Anstieg der Umsatzsteuer zu einer deutlichen Abkühlung der Binnenkonjunktur kommen, ist nicht mit dem für 2011 geplanten Umsatzanstieg zu rechnen.
Die Umsätze der edding France SAS (Frankreich) sind in beiden Geschäftsfeldern knapp über 10 % gestiegen. Dadurch konnte der Verlust des Vorjahres weitgehend kompensiert werden und liegt im Berichtsjahr unter 0,1 Mio. Euro. Für das Jahr 2011 wird insbesondere durch die Erschließung neuer Vertriebskanäle, die ab Januar 2011 beliefert werden, ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet.
Die zum Teilkonzern der niederländischen Vertriebsgesellschaft gehörige edding Lega International B.V.B.A. (Belgien) konnte ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 13 % steigern.
Dieses Wachstum wurde in beiden Geschäftsfeldern erzielt. Da das Vorjahr durch striktes Kostenmanagement geprägt war und im Berichtsjahr u. a. offene Stellen wieder besetzt wurden, ist der Gewinn der Gesellschaft nur geringfügig angestiegen.
Griechenlands Wirtschaft ist durch die Schuldenkrise besonders betroffen. Daher musste die edding Hellas Ltd. (Griechenland) in diesem Jahr einen weiteren Umsatzrückgang in Höhe von 19 % verkraften. Die positiven Effekte unserer im Vorjahr vorgenommenen personellen Neuausrichtung der Gesellschaft sind damit noch nicht sichtbar geworden. Dennoch ist es uns gelungen, in einem schrumpfenden Markt unseren Marktanteil weiter auszubauen. Dies drückt sich u. a. dadurch aus, dass die Umsätze mit der Konzernmarke edding in 2010 nur um 3 % zurückgegangen sind. Ein sichtbarer Erfolg unserer neuen Strategie in Griechenland, die mehr auf Konzernmarken ausgerichtet ist, während die Umsätze mit den sogenannten Partnermarken einen immer geringeren Anteil ausmachen sollen. Insgesamt mussten wir unsere langfristigen Planungen für die griechische Tochtergesellschaft im Hinblick auf die Schuldenkrise wesentlich reduzieren. So wurde im Berichtsjahr wiederum ein deutlich negatives Betriebsergebnis erzielt und wir rechnen derzeit nicht vor 2013 mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Aufgrund unseres insgesamt hohen Marktanteils versprechen wir uns langfristig positive Effekte.
Seit dem 3. August 2010 befindet sich die edding Italia s.r.l. i. L. (Italien) wie angekündigt in Liquidation. Bedingt durch Schließungskosten beträgt der Verlust der Gesellschaft im Berichtsjahr 0,4 Mio. Euro und liegt damit über Vorjahresniveau. Die formale Schließung der Gesellschaft wird zum 30. Juni 2011 angestrebt. Nennenswerte weitere Kosten der Schließung sind derzeit nicht zu erwarten. Seit Mitte 2010 wird das Fachhandelsgeschäft mit einem lokalen Vertriebspartner fortgeführt. Internationale Großkunden werden direkt von der edding International GmbH betreut. Durch die Schließung wird eine Ergebnisverbesserung von rd. 0,3 Mio. Euro p. a. erzielt.
Ende 2010 wurde zusammen mit unserem bisherigen Vertriebspartner die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) gegründet, an der die edding Aktiengesellschaft mit 60 % mehrheitlich beteiligt ist. Die Gesellschaft soll als Produktions- und Vertriebsstandort fungieren. Hierdurch verspricht sich die edding Gruppe ein deutliches Wachstum innerhalb der Freihandelszone der so genannten Andengemeinschaft (Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru). Der operative Geschäftsbetrieb wurde im Januar 2011 aufgenommen.
Hauptfunktion der edding Japan Inc. (Japan) ist die Beschaffung von Handelswaren und Rohstoffen für die Produktion. Daneben ist die Gesellschaft verantwortlich für den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in der Region. Die Gesellschaft hat ein positives Ergebnis erzielt.
Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH stellt in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber ausschließlich für die edding Gruppe her. Die Gesellschaft war im Krisenjahr 2009 mit ihrer Produktpalette durch den Umsatzrückgang überproportional betroffen, was trotz Kurzarbeit und Kostensparprogrammen zu einem Verlust geführt hatte. Ebenso überproportional war der Erholungseffekt im Berichtsjahr mit einem Umsatzanstieg von nahezu 60 %, was zu einem Gewinn in Höhe von 1,0 Mio. Euro geführt hat, der gemäß Ergebnisabführungsvertrag von der edding Aktiengesellschaft übernommen wurde.
Die DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG werden aufgrund der Rechnungslegung nach IFRS in den Konzernabschluss einbezogen. Sie fungieren als Leasinggesellschaften für die Betriebsimmobilien der edding Vertrieb GmbH (Betriebsstätte Wunstorf) bzw. der V. D. Ledermann & Co. GmbH (Niederlassung Bautzen). Die Objektgesellschaften werden in der Rechtsform von Personengesellschaften geführt und haben zurzeit noch negative Kapitalkonten, die sich aber innerhalb der Nutzungsdauer der Objekte ausgleichen werden.
Beteiligungen
Die edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko), die in 2008 als Joint Venture mit unserem mexikanischen Vertriebspartner gegründet wurde, liegt in ihrer Geschäftsentwicklung immer noch deutlich hinter den Erwartungen. Die Umsatzerlöse haben sich zwar mit 10,4 Mio. MXN (rd. 0,6 Mio. Euro) mehr als verdoppelt, durch steigende Beschaffungs- und Betriebskosten wurde jedoch ein Verlust auf Vorjahresniveau in Höhe von 4,3 Mio. MXN (rd. 0,2 Mio. Euro) erwirtschaftet, der das Konzernergebnis aufgrund der Equity-Konsolidierung mit 0,1 Mio. Euro belastet. Derzeit werden Maßnahmenpläne erörtert, um eine Verbesserung der Ertragslage zu erreichen. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen und Schwerpunktsetzungen seitens unseres Joint-Venture-Partners sind die Erfolgsaussichten dieses Prozesses jedoch noch ungewiss. Daher wurden im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses bei verschiedenen Konzerngesellschaften zur Risikovorsorge Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die Gesellschaft sowie Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. Euro vorgenommen.
Die PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.
Die Office Gold Club GmbH führt Marketingaktivitäten für die deutsche PBS-Branche durch. Insbesondere werden Veranstaltungen für gewerbliche Endverbraucher ausgerichtet.
Mitarbeiter
Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt 552 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr um 14 Mitarbeiter. In den Auslandsgesellschaften waren im Durchschnitt 226 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anteil von 41 %.
Das Jahr 2010 war insgesamt noch geprägt von den in 2009 eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduzierung. So wurde die Kurzarbeit sukzessive an allen Standorten ausgesetzt. Unvorhergesehen musste am Produktionsstandort Bautzen auf die über Erwartung gestiegene Nachfrage reagiert werden, was mittels Ausnutzung der Arbeitszeitkonten sowie temporärer Personalaufstockung geschah. Insgesamt stellte sich aber trotz der erfreulichen Nachfrageentwicklung eine Normallast ein.
Motiviert durch den positiven Ablauf der Strategy-Night 2009, in deren Rahmen wir alle Mitarbeiter in die Strategiearbeit einbezogen hatten, haben wir eine Kultur-Nacht am Standort Ahrensburg unter Beteiligung der deutschen Standorte durchgeführt, um u. a. Unternehmens- und Führungsrichtlinien zu erarbeiten. Die Veranstaltung fand guten Anklang bei den Mitarbeitern und die rege Beteiligung hat zu guten Ergebnissen geführt.
Mit der Schließung der Gesellschaft in Italien aufgrund mangelnder finanzieller und strategischer Perspektive wurde zudem auch eine wesentliche strukturelle Entscheidung im Jahr 2010 umgesetzt. Die ehemaligen Mitarbeiter haben inzwischen anderweitig neue Tätigkeiten aufgenommen. Außerdem übertrugen wir unsere Logistikaktivitäten für den deutschen Markt mit Wirkung zum 1. Januar 2011 auf einen Dienstleister. Das Ziel, die Arbeitsplätze sämtlicher betroffener Mitarbeiter im Zuge eines Teilbetriebsübergangs zu diesem Unternehmen zu erhalten, wurde erfüllt.
CSR — Corporate Social Responsibility Bericht
Unter Corporate Social Responsibility verstehen wir nicht nur die Erweiterung der edding Produktpalette „EcoLine". Neben dem Thema Umwelt widmet sich dieser Bereich auch den Aspekten Arbeitssicherheit und soziales Engagement.
Im B.A.U.M.5 Wettbewerb „Büro & Umwelt" erhielten wir eine Auszeichnung für umweltbewusstes Büromanagement und während der Roadshow des Office Gold Clubs6 wurde edding mit dem Highlighter e-24 aus der „EcoLine"Serie zum Nachhaltigkeitsstar gewählt.
Das vergangene Jahr stand aber auch im Zeichen der Modernisierung. In unserer Produktion in Bautzen wurde das gesamte Heizungs-, Kühl- und Lüftungssystem erneuert. Durch diese Maßnahme werden beträchtliche Energieeinsparungen erzielt, der CO2-Ausstoß verringert und nicht zuletzt wurden die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter erheblich verbessert. Energiesparmaßnahmen wurden auch im Bereich der Be-leuchtung ergriffen. In Ahrensburg und Bautzen sorgen sinnvolle Beleuchtungskonzepte, z. B. der Einsatz von LED-Nachtbeleuchtung, die komplette Umrüstung auf moderne T-5-Energiespartechnologie7, Bewegungsmelder, automatische Beleuchtung mit Hilfe von Helligkeitssensoren etc., für mehr Effizienz und geringere CO2-Emissionen.
Seit Oktober 2010 produziert ein Blockheizkraftwerk (BHKW) in der edding Hauptverwaltung Strom und Wärme. Mit der zusätzlichen Installation eines Brennwertgerätes in Kombination mit dem BHKW haben wir eine komplette Heizungsmodernisierung mit folgenden Vorteilen realisiert: Energieeinsparung, dezentrale Stromerzeugung, Verminderung des CO2-Ausstoßes. Dieses Projekt wurde im März 2011 mit dem „Energy Masters Award" ausgezeichnet.
Darüber hinaus wird die Abwärme von Kompressoren für die Warmwasserbereitung in unserer Betriebskantine genutzt.
Ende des Jahres erhielten die Außendienstmitarbeiter die Gelegenheit, an einem Öko-Fahrtraining teilzunehmen, um neben den umweltbewussten Fahrzeugen auch durch ihr Fahrverhalten ökologisch und ökonomisch verantwortlich agieren zu können. Ein besonderes Highlight ist die Anschaffung eines Elektroautos, welches für Kurzstrecken (bis zu ca. 200 km) im Einsatz ist.
Wie auch in den vergangenen Jahren haben wir das Kinderkrebszentrum der Uniklinik in Hamburg finanziell unterstützt. Besonders gelungen war aber auch die Zusammenarbeit mit der TU Dresden, die selbst um Sachspenden bat und damit Spiele herstellte. Diese Spiele konnten wir anschließend den kleinen Patienten in der Uniklinik zur Verfügung stellen.
Chefs lesen Kindern vor — diese Aktion richtet sich an Kinder im Alter von ca. acht und neun Jahren. Ziel der Aktion ist es, Kindern ein positives Bild von Chefs zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, Führungskräfte als „normale" Menschen kennenzulernen. Des Weiteren stehen unseren Mitarbeitern jährlich wechselnde Angebote zur Erhaltung der Gesundheit zur Verfügung. In der Vergangenheit wurden Raucherentwöhnungskurse, Glaukom-Vorsorgeuntersuchungen, Rückenschule und vieles mehr angeboten.
Die Blutspendeaktionen, die zweimal im Jahr stattfinden und die Typisierung für die deutsche Knochenmarkspenderdatei runden das Bild ab.
edding als familienfreundliches Unternehmen ist auf einem guten Weg in die Zukunft, auch in Zeiten des demografischen Wandels und damit zunehmender Knappheit an gutem Fachpersonal. Frauen in Führungspositionen, ein flexibler Wiedereinstieg von Müttern nach der Elternzeit und individuelle Altersteilzeit sind nur einige Beispiele.
5 Bundesdeutscher Arbeitskreis für umweltbewusstes Management e.V.
6 Markeninitiative für mehr Effizienz im Büro
7 Moderne, energiesparende Leuchtstoffröhren
Sonstige Funktionsbereiche
Produktion
Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und drei ausländische Produktionsstätten.
Die deutsche Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen entwickelte sich in 2010 nach der wirtschaftlich angespannten Lage in 2009 wieder sehr positiv. Die ersten drei Quartale 2010 waren geprägt durch eine überdurchschnittlich hohe Auslastung. Um die hohe Auftragslage zu bewältigen, fielen in erheblichem Maße Überstunden an. Als weitere Maßnahme zur Kapazitätssicherung wurden im Produktionsbereich zusätzlich temporäre Arbeitskräfte eingestellt. Zur Zukunftssicherung des Standortes wurde in zukunftsweisende Infrastruktur (Kühltechnik und Montagemaschinen) im Bereich Produktion investiert.
Zur kontinuierlichen Produktivitäts- und Kapazitätserweiterung des Produktionsstandortes San Juan der edding Argentina S.A. (Argentinien) wurde auch in 2010 weiter in neue Produktionstechnologien investiert. Aufgrund der verbesserten allgemeinen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Lage in Argentinien war auch der argentinische Produktionsstandort hervorragend ausgelastet. Die Produktionskapazität konnte in 2010 weiter gesteigert werden.
Seit Ende 2008 existiert der mittelamerikanische Produktionsstandort edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko). Durch die lokale Produktion werden große Kostenvorteile für den vom Potenzial her bedeutenden Markt in Mexiko erzielt. In 2010 wurde die Produktionskapazität weiter ausgebaut und stabilisiert bei allerdings unzureichender Auslastung.
Im 4. Quartal 2010 wurde die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) gegründet. In 2010 wurden alle Maßnahmen zum Aufbau der Produktionsstätte getroffen. Die Produktionstätigkeit wurde im Februar 2011 aufgenommen. Auch hier werden durch die lokale Produktion Kostenvorteile für den bedeutenden Markt in der Andengemeinschaft erwartet.
Logistik
Für das Geschäftsfeld Schreiben & Markieren gibt es in der edding Gruppe ein großes Zentrallager am Stammhaus in Ahrensburg, welches hauptsächlich aus dem gruppeneigenen Produktionslager in Bautzen, aber auch von externen Lieferanten versorgt wird. Parallel dazu betreibt edding für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ein zweites Zentrallager in Lochern (Niederlande).
Aus beiden Zentrallagern werden unter Nutzung sämtlicher Verkehrsträger alle nationalen und internationalen Töchter oder Vertriebspartner mit edding- und Legamaster- Produkten sowie Partnermarken versorgt. Das größte Vertriebslager der edding Gruppe wird in Wunstorf betrieben, weitere selbstgeführte Lager gibt es bei den Tochterunternehmen in England, Griechenland und der Türkei. Für die Länder Benelux sowie Frankreich übernehmen die Zentrallager gleichzeitig auch die Funktion des Vertriebslagers und versenden direkt an die Kunden.
National wurden in der Logistik in 2010 zwei Großprojekte verfolgt. Zum einen wurden die beiden Lager in Ahrensburg und Wunstorf zum Jahresende im ERP-System zusammengeführt, so dass voraussichtlich ab dem 2. Quartal 2011 nationale und internationale Kunden von beiden Standorten beliefert werden können. edding erreicht damit eine höhere Flexibilität und effizientere Standortnutzung.
Zum anderen wurde in 2010 die Entscheidung zu einem Inhouse-Outsourcing des Wunstorfer Logistikstandortes zum 1. Januar 2011 getroffen. Ein Logistikdienstleister wird dort künftig alle Lager- und Kommissionierarbeiten für edding abwickeln. Die Auswirkungen auf den Kunden bleiben dabei minimal, da der Dienstleister das Personal von edding übernommen hat.
In 2010 haben die Tochtergesellschaften in Griechenland und der Türkei wie geplant neue Lager- und Bürostandorte bezogen und beliefern ihre Märkte seit dem 2. Quartal deutlich effizienter.
Informationstechnologie
Auf der bestehenden SAP R/3 Landschaft wurden mehrere umfangreiche Umstrukturierungsprojekte erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen. Im Zentrum der Aktivitäten stand dabei die Internationalisierung der Lagerprozesse im Standort Wunstorf. Darüber hinaus wurden ab Mitte des Jahres die Geschäftsprozesse der Legamaster GmbH in einem eigenen Buchungskreis in SAP R/3 abgebildet.
Weiterer Schwerpunkt im Geschäftsjahr war die Virtualisierung der IT-Systeme. Eine zuverlässige und flexible Bereitstellung von Anwendungen und Informationen ist eine der wichtigsten Zielsetzungen der edding IT. Die Umsetzung aktueller Sicherheitsstandards und einer sehr hohen Verfügbarkeit aller Netzwerk- und Software-Dienste wurde durch den Ausbau der Virtualisierung in unserem Rechenzentrum in Ahrensburg weiter verbessert. Die edding AG setzt dabei in allen Bereichen, also bei Desktops, Servern und Applikationen, auf modernste Virtualisierungstechnologien.
Forschung und Entwicklung
Aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen fallen im edding Konzern nur in untergeordnetem Umfang an, da wir unsere Lieferanten stark in diese Aktivitäten einbinden. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betreffen ausschließlich das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren.
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Als weltweit agierendes Unternehmen ist die edding AG naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln bzw. dem Erreichen der gesetzten Ziele verbunden sind.
Um Risiken rechtzeitig erkennen und wirkungsvoll entgegenwirken zu können, setzt der edding Konzern ein effizientes Risikomanagementsystem ein, welches den dauerhaften Fortbestand der Unternehmung garantieren soll.
Hierzu werden in regelmäßigen Abständen alle Unternehmensbereiche auf mögliche neue relevante Risiken untersucht. Sowohl bereits identifizierte Risiken als auch neue Risikopositionen werden mindestens einmal jährlich neu bewertet und die bereits getroffenen oder zu treffenden Präventivmaßnahmen entsprechend der Risikoeinschätzung angepasst.
Alle Risiken werden in Zusammenarbeit zwischen den Bereichsverantwortlichen sowie dem Risikomanagement mindestens einmal im Jahr auf ihre Aktualität überprüft, gegebenenfalls überarbeitet sowie um neue relevante Aspekte erweitert. Die Risikoquantifizierung erfolgt grundsätzlich in zwei Schritten: So werden zunächst Eintrittswahrscheinlichkeiten abgeschätzt und anschließend die potenziellen Auswirkungen der Risiken auf das Unternehmensergebnis quantifiziert. Um ein realistisches Bild der Risiken zu erhalten, werden unterschiedliche Risikoszenarien für den besten, mittleren und schlechtesten Fall betrachtet.
Entsprechend der Risikoeinschätzung werden geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung des Risikofalls festgelegt. Die Absicherung der Risiken wird dabei stets unter Berücksichtigung des wirtschaftlich sinnvollen Einsatzes vorgenommen.
Über alle unternehmensrelevanten Risiken berichtet das Risikomanagement regelmäßig, mindestens jedoch einmal im Quartal. Veränderungen in der Risikoeinschätzung werden dem Vorstand umgehend mitgeteilt. Darüber hinaus spricht des Risikomanagement Empfehlungen zur Risikominimierung aus, begleitet bzw. dokumentiert diese und begutachtet mögliche Umsetzungsmaßnahmen.
Internes Kontrollsystem
Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z.B. Rechnungswesen) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen verhindern helfen.
Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.
Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.
Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Die Mitarbeiter nehmen an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.
Das aktive Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Geschäftsleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige gemeinsame Sitzungen von Vorstand und kaufmännischer Leitung statt.
Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und der IFRS-Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwenden wir standardisierte Reporting-Packages auf Excel-Basis, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.
Wesentliche Risiken
Marktrisiken
Aufgrund der überraschend starken — und im gesamten Jahr 2010 anhaltenden — Nachfragesituation kam es bei einigen Lieferanten zeitweise zu Lieferengpässen. Kundenseitig wurde der Nachfragetrend durch Erhöhung der Sicherheitsbestände noch gesteigert, so dass in einigen Produktionsstätten die ansonsten üblichen Betriebsferien in 2010 ausgesetzt werden mussten.
Die wirtschaftlich deutlich verbesserte Situation in 2010 führte wegen der stark steigenden Rohstoffpreise außerdem zu unplanmäßigen Preiserhöhungen in der Beschaffung von Rohmaterialien. Nicht betroffen von Preissteigerungen war ein Großteil unserer Key-Produkte, die durch Absicherung bzw. langfristige Verträge von kurzfristigen Preissteigerungen ausgeschlossen waren.
Absatzmarktbezogene Risiken, die durch die Schließung unserer Tochtergesellschaft in Italien zu befürchten waren, konnten durch unseren engagierten neuen Vertriebspartner weitestgehend vermieden werden.
Auch auf Kundenseite bestehen Jahreskontrakte, insbesondere mit einigen global agierenden Unternehmen. Die damit verbundenen Absatzrisiken, die durch den Wegfall eines großen Kunden bestehen, sind in 2010 durch variable Kostenstrukturen gemindert worden.
Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken
Risiken, die sich aus einer negativen Entwicklung der Wechselkursrelationen auf der Beschaffungsseite ergeben können, wurden durch Kurssicherungsmaßnahmen abgesichert, sofern dieses in einer vertretbaren Kosten-/Nutzenrelation möglich war.
Kurssicherungsgeschäfte über derivate Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt. Darüber hinaus kommen, entsprechend der edding Risikostrategie, keine derart risikobehafteten Finanzinstrumente zum Einsatz.
Aufgrund der nur relativ geringen Finanzverbindlichkeiten der edding AG besteht nur ein sehr überschaubares Zinsänderungsrisiko, das bezüglich der langfristigen Darlehensverbindlichkeiten außerdem durch einen Zinsswap abgesichert ist.
Durch ein wirksames Forderungsmanagement konnten wesentliche Forderungsverluste bei Konzerngesellschaften bisher weitgehend vermieden werden. Die edding AG ist Ausfallrisiken insbesondere in Bezug auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen ausgesetzt. In Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung in bestimmten Regionen können sich Notwendigkeiten zur Vornahme von Wertberichtigungen ergeben, wie dies im Berichtsjahr bezüglich der Beteiligung in Mexiko erforderlich war.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Auch in 2010 waren wir für unsere Kunden ein verlässlicher Partner. Hohe Qualität bei unseren Produkten sowie die kompetente Beratung in allen Geschäftsfeldern gehören zu den Stärken des edding Konzerns.
Wir als Qualitätsführer sehen es deshalb als verpflichtend an, unsere Prozesse zur Sicherstellung höchster Qualitätsansprüche ständig zu optimieren. Dabei spielt der Produktentwicklungsprozess, der den strukturierten Ablauf von der Produktidee bis zur Markteinführung sicherstellt, eine entscheidende Rolle. Umfangreiche Entwicklungstests, aber auch laufende Kontrollen unserer Produkte sichern die hohe Qualität der edding Produkte. Dieser Prozess sichert die ausgezeichnete Qualität sowie mögliche Haftungsrisiken ab.
Um nicht nur eine hohe Qualität der Produkte sicher zu stellen, sondern zudem auch eine hohe Lieferfähigkeit gewährleisten zu können, ist der edding Konzern permanent bemüht, die beschaffungsseitigen Prozesse frühzeitig den ständig wachsenden Markterfordernissen anzupassen. Die teilweise erheblichen Absatzrückgänge in 2009, die der Wirtschaftskrise geschuldet waren, und die überraschend starken Zuwächse in 2010 konnten durch unser marktnahes Beschaffungsmanagement weitgehend abgefedert werden. Der IT-gestützte Prozess der vertriebsgesteuerten Absatzplanung konnte weiter optimiert und die Lieferfähigkeit auf hohem Niveau gehalten werden.
Die Liquiditätslage wichtiger Lieferanten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation stellte im Berichtsjahr ein weiter im Fokus stehendes Risiko dar.
Risiken, die durch fehlerhafte Auslieferung von Produkten entstehen können, werden durch Lieferantenaudits und die im edding Konzern ständig verfeinerten sowie auf dem technisch neuesten Stand durchgeführten Qualitätssicherungsprüfungen auf ein Minimum reduziert.
Personalrisiken
Die steigenden Marktanforderungen stellen auch an das Personalmanagement des edding Konzerns immer neue Herausforderungen, z.B. durch die edding Strategie 2012+, in der der edding Konzern sich mit vielen zukunftsweisenden Ideen beschäftigt, die wiederum weiteres Know-how erfordern, oder durch die vielseitigen Kundenanforderungen, die durch gut ausgebildetes Fachpersonal in hoher Qualität zu bewältigen sind. Mit Einführung der edding Akademie hat das Personalmanagement schon vor einiger Zeit die Weichen für einen strukturierten Ablauf der Weiterbildungsmaßnahmen geschaffen, welche die Prozessqualität auf allen Unternehmensebenen stetig verbessern soll.
Durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen wird darüber hinaus sichergestellt, frühzeitig negative Entwicklungen zu erkennen, um diesen umgehend entgegenwirken zu können.
Politische Risiken
Gemessen am Gesamterfolg des edding Konzerns, wird der wesentliche Anteil der Umsätze in den hochentwickelten Industrieländern mit politisch stabilen Verhältnissen erzielt.
Im Gegensatz dazu sind die politischen Risiken in Lateinamerika, insbesondere in Argentinien und Mexiko, aufgrund von sozialen Unruhen, aber auch wegen der anhaltend schwierigen politischen Situation, weiterhin als relevant anzusehen. Die erforderlichen bzw. möglichen
Absicherungsmaßnahmen, wie z.B. verkürzte Zahlungsziele wurden, soweit wirtschaftlich durchsetzbar, vorgenommen. Ansonsten bewerten unsere Auslandsmanager die Länderrisiken im Hinblick auf die politischen Risiken als unverändert stabil.
Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken
Schadenersatzforderungen oder Rechtsstreitigkeiten, die einen erheblichen Einfluss auf das operative Ergebnis des Konzerns haben könnten, sind nicht erkennbar bzw. anhängig. Vertraglichen Risiken wird im Bedarfsfall durch juristische Überprüfungen vorgebeugt.
Gesamtrisiko /Fortbestandsrisiko
Nach einem durch die Wirtschaftskrise schwierigen Jahr 2009 konnte der edding Konzern seine Marktposition in 2010 weiter stärken. Risiken, die zu einer instabilen Lage im edding Konzern führen könnten, sind nicht erkennbar.
Sonstige Berichterstattung
Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2010 5.366.095,00 Euro und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 Euro sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 Euro aufgeteilt.
Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend
Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.
Direkte oder indirekte Beteiligungen
Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21,22 WpHG), die 10% der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von
| Herrn Volker Detlef Ledermann | |
| Frau Susanne Ledermann | |
| Frau Angelika Schumacher | |
| Frau Dina Alexandra Schumacher | |
| Frau Beatrix Ledermann | |
| Frau Julia Marie Ledermann | |
| Herrn Jan Moritz Ledermann | |
| Herrn Per Ledermann |
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen
Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung
Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.
Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.
Vergütungsbericht — Berichterstattung nach § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Tantieme und Zahlungen in eine Direktversicherung.
Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstands legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit aufgrund einer Leistungsbeurteilung in angemessener Höhe fest. Dabei wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.
Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und verschiedenen Nebenleistungen, und zwar der Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für die Zeit von zwei Monaten im Falle der Dienstunfähigkeit sowie der privaten Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem sind für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung abgeschlossen.
Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung basiert auf einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresüberschuss der edding AG. Die nach dem Corporate Governance Kodex geforderte langfristige Vergütungskomponente der Vorstandsbezüge wird bei einer Verlängerung des derzeitigen Vorstandsvertrages über den 31. Dezember 2011 hinaus Berücksichtigung finden.
Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung.
Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und dem Vorstandsmitglied. Ferner gibt es keine Vereinbarungen, nach denen dem Vorstandsmitglied nach Beendigung seiner Tätigkeit für die Gesellschaft Zahlungen zustehen.
Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung.
Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 22. August 2006 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2006 bis 2010 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen.
Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind im Anhang zum Jahresabschluss und zum Konzernjahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2010 angegeben.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.
Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte der von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütung. Für das Geschäftsjahr 2009 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 15.500,00 Euro.
Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt bzw. gewährt worden.
Nachtragsbericht
Das verheerende Erdbeben in Japan vom März 2011 mit seinen Folgen hat uns sehr betroffen gemacht. Glücklicherweise sind alle unsere Mitarbeiter und Geschäftspartner mit ihren Familien wohlauf und Sachschäden sind von untergeordneter Bedeutung. Mögliche Folgen der Nuklearkatastrophe bleiben jedoch abzuwarten.
Die Auswirkung auf die Währung ist für uns dabei gegenüber den unmittelbaren operativen Folgen eher nachrangig. Zwar ist Japan als Absatzmarkt für edding von sehr untergeordneter Bedeutung, dafür sind wir beschaffungsseitig umso mehr an den dortigen Markt gebunden. Auch wenn der Anteil der japanischen Fertigwaren im langfristigen Vergleich abnehmend ist, so kommen japanische Komponenten an vielen Stellen in unserer Produktion zum Einsatz. Zwar ist keiner unserer zumeist im Raum Osaka angesiedelten wichtigen Lieferanten unmittelbar durch das Erdbeben betroffen und bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts gab es keinerlei außerplanmäßige Lieferprobleme, eventuelle Folgen einer Nuklearkrise durch mögliche Strahlenbelastung, aber auch Energierationierung sind jedoch noch nicht abzusehen. Im Rahmen unseres Risikomanagements arbeiten wir bereits mit hohen Sicherheitsbeständen für japanische Produkte, dennoch würde ein Komplettausfall und die damit verbundene Substitution der Komponenten durch Alternativen aus anderen Regionen Zeit in Anspruch nehmen und dann unter Umständen zu Lieferengpässen führen.
Weitere Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns sind vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht eingetreten.
Ausblick
Auch zu Beginn des Jahres 2011 scheinen die Aussichten für den deutschen Gesamtmarkt weiter stabil. Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich im Februar 2011 zum neunten Mal in Folge verbessert und erreichte im Februar für das verarbeitende Gewerbe sogar seinen Höchststand seit Mitte 2007. Aus Sicht des Einzelhandels wurde die aktuelle Geschäftslage zwar etwas schlechter als noch im Januar beurteilt, bezüglich der weiteren Geschäftsentwicklung sind die Vorhersagen aber wieder etwas optimistischer. Erheblich verbessert hat sich das Geschäftsklima im Großhandel.
Im Einzelhandel mit Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikeln führten wesentlich günstigere Einschätzungen der derzeitigen Geschäftslage sowie der Geschäftsaussichten zu einer erheblichen Aufklärung des Geschäftsklimas. Trotz vergrößerter Lagerüberhänge wollten sich die Unternehmen bei den Bestellungen künftig weniger zurückhalten8.
Dennoch bleiben die Aussichten unklar, insbesondere aufgrund der kritischen Situation im Nachgang zu Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe in Japan, die im Nachtragsbericht ausführlich kommentiert wurde.
Aber auch die Lage an den diversen internationalen (Schulden-) Krisenherden bleibt labil und in ihren Auswirkungen unsicher. Die Euroschwäche durch die Kollapsgefahr von Ländern wie Irland, Griechenland, Spanien oder Portugal sowie die arbeitsmarktseitige Krise in den USA werden Auswirkungen auf die anderen Märkte haben; die Frage bleibt nur, in welchem Umfang. Zumindest kurzfristig rechnen wir aber damit, dass die schwache Gemeinschaftswährung unsere Exporte eher stützt. Anders sieht es für die Beschaffung aus, da sowohl dollarbasierte Rohstoffe, namentlich Öl und daraus resultierend Kunststoffe, sowie unsere Beschaffung in Japan bei der augenblicklichen Yen-Hausse teurer werden. Dies bleibt insbesondere vor dem Hintergrund der im Nachtragsbericht beschriebenen aktuellen Entwicklungen in Japan weiterhin zu beobachten. Dank langfristiger Sicherungskontrakte wird der Effekt zwar besser planbar, dennoch bleibt der Druck auf die Einstandspreise.
Schwer vorhersehbar bleibt zudem die Situation Osteuropas, insbesondere Russlands, das sicherlich zunächst von dem Rohstoffpreisboom zu Jahresbeginn profitieren wird. Inwieweit dies nachhaltig ist, bleibt abzuwarten.
Auch die neben Europa für den edding Konzern wichtigste Region Lateinamerika bleibt turbulent. Wie fast jedes Jahr ziehen drohende Wolken politischer und damit verbunden ökonomischer Natur in unserem Brückenkopfland Argentinien auf. Besonders im Wahljahr wird zu beobachten sein, ob die Regierung weiterhin Inflation und Wechselkursentwicklung im Rahmen halten kann. Die jüngsten Tarifabschlüsse und Ankündigungen der Notenbank, expansiver zu agieren, lassen dies nicht erwarten.
Auch für die PBS-Industrie fällt eine Prognose schwer. Generell ist die Vorausschau verhalten positiv, da sich vor allem der gewerbliche Bereich in Deutschland wohl mit der derzeit positiven Konjunktur entwickeln wird. Der durch die Krise stabile private Sektor wird weiter hart umkämpft sein, so dass es die Frage ist, welcher Hersteller sich im Wettbewerb mit innovativen Konzepten und intelligenter Vermarktung Marktanteile sichern kann.
Besonders interessant wird die Entwicklung im Bereich der interaktiven Kommunikationsmedien. Sind im Jahr 2010 in den EMEA-Staaten9 nur ein Achtel der Klassenräume mit einer interaktiven Weißwandtafel ausgestattet, so wird bis 2013 schon jeder Vierte ausgerüstet sein10. Die Vertriebswege in diesem Bereich sind gerade erst in der Entwicklung.
In den vergangenen beiden Jahren hat die edding Gruppe ihre mittelfristigen Strategien in beiden Kerngeschäftsfeldern entwickelt und verabschiedet. Das Jahr 2011 wird beweisen, inwieweit es uns gelingen wird, die Umsetzung voranzutreiben. Dafür wurde gezielt in zusätzliche Ressourcen investiert, ohne jedoch die konservative Ausgabenpolitik, die uns als familiengeführter Mittelständler auszeichnet, anzupassen. Das gesunde Wirtschaften der letzten Jahre erlaubt es uns, weiter in Marketing, Produktentwicklung und Vertrieb zu investieren, um in den verschiedenen Märkten — regional und geschäftsfeldbezogen — als innovativer Premiumanbieter zu agieren.
Wir behalten unsere Flexibilität, die es uns wie schon 2009 erlaubt, bei einer plötzlichen Eintrübung des Umfeldes schnell zu reagieren. Entsprechende Alternativszenarien sind bei uns Teil des Risikomanagements und können bei Bedarf sofort eingesetzt werden.
Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung entwickelte sich der Konzern im Umsatz plangemäß leicht über dem Niveau von 2010. Wir erwarten nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs auch für die kommenden Jahre 2011 und 2012 steigende Umsatzerlöse, sofern durch die Folgen der Erdbebenkatastrophe in Japan keine fundamentalen Beschaffungsprobleme auftreten. Aufgrund der strategischen Aufwendungen wird das Ergebnis in 2011 voraussichtlich leicht unter oder auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres 2010 liegen. In 2012 wird wieder mit einer Ergebnissteigerung gerechnet.
8 ifo Konjunkturperspektiven 2-2011
9 66 Staaten aus Europa, Middle East, Africa
10 Futuresource Consulting Ltd., Großbritannien
Ahrensburg, den 14. April 2011
Der Vorstand
Konzernbilanz
AKTIVA
| Anhang | 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009* TEUR |
01.01.2009* TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 9 | 2.992 | 2.983 | 3.011 |
| Entwicklungsaufwendungen | 9 | 331 | 517 | 623 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 9 | 272 | 312 | 435 |
| Sachanlagen | 10 | 16.609 | 16.277 | 18.412 |
| Anteile an Gemeinschaftsunternehmen | 11 | 0 | 190 | 147 |
| Sonstige Beteiligungen | 11 | 145 | 145 | 145 |
| Latente Steuern | 31 | 601 | 694 | 391 |
| Ertragsteuerforderungen | 31 | 1.123 | 1.240 | 1.325 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13 | 55 | 186 | 112 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 13 | 2.819 | 1.610 | 1.111 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 24.947 | 24.154 | 25.712 | |
| Vorräte | 12 | 18.122 | 12.745 | 16.238 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13 | 21.773 | 18.947 | 21.553 |
| Ertragsteuerforderungen | 31 | 444 | 278 | 401 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 13 | 3.472 | 2.651 | 4.900 |
| Flüssige Mittel | 14 | 5.436 | 11.168 | 4.883 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 15 | 788 | 587 | 632 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 50.035 | 46.376 | 48.607 | |
| BILANZSUMME | 74.982 | 70.530 | 74.319 | |
| PASSIVA | ||||
| Anhang | 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009* TEUR |
01.01.2009* TEUR |
|
| Grundkapital | 16 | 5.366 | 5.366 | 5.366 |
| Kapitalrücklage | 16 | 4.246 | 4.246 | 4.246 |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 16 | 25.745 | 22.477 | 21.593 |
| Übrige Eigenkapitalveränderungen | 16 | – 765 | – 1.179 | – 584 |
| Eigenkapital der Aktionäre der edding AG | 34.592 | 30.910 | 30.621 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 16 | 432 | 205 | 162 |
| EIGENKAPITAL | 35.024 | 31.115 | 30.783 | |
| Pensionen und andere Verpflichtungen | 17 | 12.923 | 12.021 | 11.989 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 18 | 545 | 679 | 409 |
| Langfristige Finanzschulden | 19 | 5.242 | 6.712 | 7.884 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten | 20 | 420 | 329 | 490 |
| Latente Steuern | 31 | 0 | 0 | 731 |
| LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL | 19.130 | 19.741 | 21.503 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 18 | 0 | 0 | 679 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 19 | 3.769 | 2.335 | 3.593 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 5.637 | 4.404 | 5.340 |
| Andere kurzfristige Verbindlichkeiten | 20 | 10.978 | 9.760 | 10.314 |
| Ertragsteuerschulden | 31 | 444 | 3.175 | 2.107 |
| KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL | 20.828 | 19.674 | 22.033 | |
| BILANZSUMME | 74.982 | 70.530 | 74.319 |
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| Anhang | 2010 TEUR |
2009* TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 23 | 109.296 | 99.453 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 24 | 549 | 269 |
| GESAMTLEISTUNG | 109.845 | 99.722 | |
| Materialaufwand | 25 | – 44.328 | – 42.444 |
| Personalaufwand | 26 | – 28.930 | – 25.957 |
| Abschreibungen | 27 | – 2.901 | – 3.380 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28 | 4.125 | 3.810 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 29 | – 29.131 | – 26.915 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | – 101.165 | – 94.886 | |
| ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT (EBIT) | 8.680 | 4.836 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 11 | – 129 | – 112 |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | 11 | 5 | 5 |
| Zinsergebnis | 30 | – 405 | – 566 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | – 529 | – 673 | |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 8.151 | 4.163 | |
| Ertragsteuern | 31 | – 3.141 | – 1.988 |
| KONZERNJAHRESERGEBNIS | 5.010 | 2.175 | |
| davon entfielen auf: | |||
| Aktionäre der edding AG | 4.995 | 2.175 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 15 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie | 32 | 6,95 € | 2,82 € |
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
| 2010 TEUR |
2009* TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 5.010 | 2.175 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 301 | 159 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: | ||
| Versicherungsmathematische Verluste (–) / Gewinne (+) | – 912 | – 293 |
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Effekte | 268 | 85 |
| Cashflow Hedges: | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 227 | – 233 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 0 | – 769 |
| Latente Steuern auf Cashflow Hedges | – 67 | 291 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | – 183 | – 760 |
| Gesamtergebnis | 4.827 | 1.415 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | 4.765 | 1.415 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 62 | 0 |
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16.
Konzernstruktur 31.12.2010

Konzernkapitalflussrechnung
indirekte Ermittlung1)
| 2010 TEUR |
2009* TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 5.010 | 2.175 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.901 | 3.380 |
| + Zunahme / – Abnahme der Pensionsrückstellungen | 258 | – 176 |
| +/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 592 | – 974 |
| Cashflow | 8.761 | 4.405 |
| + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 45 | 56 |
| + Abnahme / – Zunahme der Vorräte | – 5.377 | 3.493 |
| + Abnahme / – Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – 2.695 | 2.531 |
| + Abnahme / – Zunahme der sonstigen Aktiva | – 2.581 | 2.005 |
| – Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.233 | – 937 |
| – Abnahme / + Zunahme der sonstigen Passiva | – 1.142 | 313 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | – 1.756 | 11.866 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Immateriellen | ||
| Vermögenswerten und Sachanlagen | 125 | 294 |
| + Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen | – | 17 |
| – Auszahlungen für Investitionen in | ||
| Sachanlagen | – 3.075 | – 1.963 |
| Immaterielle Vermögenswerte | – 285 | – 312 |
| konsolidierte Unternehmen / Finanzanlagen | – | – 43 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | – 3.235 | – 2.007 |
| – Dividendenzahlung | – 1.083 | – 1.083 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 1.698 | – |
| – Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | – 683 | – 811 |
| – Auszahlungen für die Tilgung sonstiger Finanzschulden | – 770 | – 1.619 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | – 838 | – 3.513 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | – 5.829 | 6.346 |
| +/– Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | 97 | – 61 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 11.168 | 4.883 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.436 | 11.168 |
1) Erläuterungen siehe Textziffer 38
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Für ausführliche Erläuterungen wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn1) TEUR |
Sicherungs- geschäfte2) TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 | 5.366 | 4.246 | 19.632 | 711 |
| Anpassung Vorjahreswerte | – | – | 1.961 | – |
| Stand 01.01.2009 angepasst | 5.366 | 4.246 | 21.593 | 711 |
| Konzernjahresergebnis | – | – | 2.1753) | – |
| Sonstiges Ergebnis | – | – | – 208 | – 711 |
| Gesamtergebnis | – | – | 1.967 | – 711 |
| Dividendenzahlungen | – | – | –1.083 | – |
| Umgliederungen | – | – | – | – |
| Stand 31.12.2009 angepasst | 5.366 | 4.246 | 22.477 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | – | – | 4.995 | – |
| Sonstiges Ergebnis | – | – | – 644 | 160 |
| Gesamtergebnis | – | – | 4.351 | 160 |
| Dividendenzahlungen | – | – | –1.083 | – |
| Übrige Veränderungen | – | – | – | – |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | – | – | – | – |
| Stand 31.12.2010 | 5.366 | 4.246 | 25.745 | 160 |
| Fremdwährungs- umrechnung TEUR |
Anteil der Aktionäre der edding AG TEUR |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter TEUR |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 | –1.295 | 28.660 | 162 | 28.822 |
| Anpassung Vorjahreswerte | – | 1.961 | – | 1.961 |
| Stand 01.01.2009 angepasst | –1.295 | 30.621 | 162 | 30.783 |
| Konzernjahresergebnis | – | 2.175 | – | 2.175 |
| Sonstiges Ergebnis | 159 | – 760 | – | – 760 |
| Gesamtergebnis | 159 | 1.415 | – | 1.415 |
| Dividendenzahlungen | – | –1.083 | – | –1.083 |
| Umgliederungen | – 43 | – 43 | 43 | – |
| Stand 31.12.2009 angepasst | –1.179 | 30.910 | 205 | 31.115 |
| Konzernjahresergebnis | – | 4.995 | 15 | 5.010 |
| Sonstiges Ergebnis | 254 | – 230 | 47 | – 183 |
| Gesamtergebnis | 254 | 4.765 | 62 | 4.827 |
| Dividendenzahlungen | – | –1.083 | – | –1.083 |
| Übrige Veränderungen | – | – | – | – |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | – | – | 165 | 165 |
| Stand 31.12.2010 | – 925 | 34.592 | 432 | 35.024 |
1) Die Spalten Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn des Vorjahres wurden zusammengefasst.
2) Die Spalte Sicherungsgeschäfte wurde neu eingefügt. Die Beträge wurden aus der Spalte Gewinnrücklagen umgegliedert.
3) davon Anpassung Vorjahreswerte in Höhe von TEUR -566
Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16.
Konzernanhang
1 Segmentberichterstattung
| Schreiben und Markieren TEUR |
Visuelle Kommunikation TEUR |
Summe Segmente TEUR |
Überleitung TEUR |
edding Konzern TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | |||||
| Externe Umsatzerlöse | 83.469 | 25.428 | 108.897 | 399 | 109.296 |
| Abschreibungen | 1.753 | 216 | 1.969 | 932 | 2.901 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 13.485 | 1.004 | 14.489 | – 5.809 | 8.680 |
| 2009 | |||||
| Externe Umsatzerlöse | 72.368 | 26.888 | 99.256 | 197 | 99.453 |
| Abschreibungen | 1.914 | 223 | 2.137 | 1.243 | 3.380 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 8.534 | 1.569 | 10.103 | – 5.267 | 4.836 |
Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 37.
2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)
| 2010 | Anschaffungs- kosten 1.1.2010 |
Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Abgänge | Anschaffungs- kosten 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 5.378 | 7 | 163 | – 55 | 335 | 5.158 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.596 | 9 | – | – | 13 | 3.592 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 10.098 | – | – | – 139 | 1.778 | 8.181 |
| Entwicklungs- aufwendungen |
3.016 | – | 122 | – | 169 | 2.969 |
| 22.088 | 16 | 285 | – 194 | 2.295 | 19.900 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.703 | 15 | 365 | 3 | 216 | 30.870 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 20.618 | 16 | 1.676 | 565 | 1.254 | 21.621 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16.584 | 57 | 786 | 44 | 2.331 | 15.140 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 560 | 3 | 248 | – 418 | 44 | 349 |
| 68.465 | 91 | 3.075 | 194 | 3.845 | 67.980 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an Gemeinschafts- unternehmen |
302 | – | – | – | – | 302 |
| Sonstige Beteiligungen | 145 | – | – | – | – | 145 |
| 447 | – | – | – | – | 447 | |
| Konzern Anlagevermögen | 91.000 | 107 | 3.360 | – | 6.140 | 88.327 |
| 2010 | Kumulierte AfA1.1.2010 | Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Abgänge | Kumulierte AfA 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 5.066 | 8 | 197 | – 55 | 330 | 4.886 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 613 | – | – | – | 13 | 600 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 10.098 | – | – | – 139 | 1.778 | 8.181 |
| Entwicklungs- aufwendungen |
2.499 | – | 289 | – | 150 | 2.638 |
| 18.276 | 8 | 486 | – 194 | 2.271 | 16.305 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 22.458 | 4 | 590 | 3 | 214 | 22.841 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 15.714 | 8 | 828 | 194 | 1.184 | 15.560 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.016 | 41 | 936 | – 3 | 2.020 | 12.970 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | – | – | – | – | – | – |
| 52.188 | 53 | 2.354 | 194 | 3.418 | 51.371 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an Gemeinschafts- unternehmen |
112 | – | 1901) | – | – | 302 |
| Sonstige Beteiligungen | – | – | – | – | – | – |
| 112 | – | 190 | – | – | 302 | |
| Konzern Anlagevermögen | 70.576 | 61 | 3.030 | – | 5.689 | 67.978 |
| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| 2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 272 | 312 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 2.992 | 2.983 |
| Kundenstämme, Markenrechte | – | – |
| Entwicklungs- aufwendungen |
331 | 517 |
| 3.595 | 3.812 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.029 | 8.245 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6.061 | 4.904 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.170 | 2.568 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 349 | 560 |
| 16.609 | 16.277 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an Gemeinschafts- unternehmen |
– | 190 |
| Sonstige Beteiligungen | 145 | 145 |
| 145 | 335 | |
| Konzern Anlagevermögen | 20.349 | 20.424 |
1) Bei Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen inklusive Verlustanteil für das Geschäftsjahr von TEUR 129.
| 2009 | Anschaffungs- kosten 1.1.2009 |
Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Abgänge | Anschaffungs- kosten 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 5.263 | – 15 | 91 | 39 | – | 5.378 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.624 | – 28 | – | – | – | 3.596 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 10.098 | – | – | – | – | 10.098 |
| Entwicklungs- aufwendungen |
2.834 | – | 182 | – | – | 3.016 |
| 21.819 | – 43 | 273 | 39 | – | 22.088 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 32.637 | –113 | 16 | – 1.175 | 662 | 30.703 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 18.799 | – 64 | 719 | 1.288 | 124 | 20.618 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16.652 | – 34 | 890 | 9 | 933 | 16.584 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 421 | – 5 | 378 | 161 | 73 | 560 |
| 68.509 | –216 | 2.003 | – 39 | 1.792 | 68.465 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an Gemeinschafts- unternehmen |
147 | – | 155 | – | – | 302 |
| Sonstige Beteiligungen | 145 | – | – | – | – | 145 |
| 292 | – | 155 | – | – | 447 | |
| Konzern Anlagevermögen | 90.620 | –259 | 2.431 | – | 1.792 | 91.000 |
| 2009 | Kumulierte AfA 1.1.2009 | Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Abgänge | Kumulierte AfA 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 4.828 | – 18 | 217 | 39 | – | 5.066 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 613 | – | – | – | – | 613 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 10.098 | – | – | – | – | 10.098 |
| Entwicklungs- aufwendungen |
2.211 | – | 288 | – | – | 2.499 |
| 17.750 | – 18 | 505 | 39 | – | 18.276 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 21.521 | 1 | 1.010 | – 74 | – | 22.458 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 15.041 | – 26 | 705 | 46 | 52 | 15.714 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.535 | – 5 | 1.160 | – 11 | 663 | 14.016 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | – | – | – | – | – | – |
| 50.097 | – 30 | 2.875 | – 39 | 715 | 52.188 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an Gemeinschafts- unternehmen |
– | – | 1121) | – | – | 112 |
| Sonstige Beteiligungen | – | – | – | – | – | 0 |
| – | – | 112 | – | – | 112 | |
| Konzern Anlagevermögen | 67.847 | – 48 | 3.492 | – | 715 | 70.576 |
| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| 2009 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 312 | 435 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 2.983 | 3.011 |
| Kundenstämme, Markenrechte | – | – |
| Entwicklungs- aufwendungen |
517 | 623 |
| 3.812 | 4.069 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.245 | 11.116 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4.904 | 3.758 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.568 | 3.117 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 560 | 421 |
| 16.277 | 18.412 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an Gemeinschafts- unternehmen |
190 | 147 |
| Sonstige Beteiligungen | 145 | 145 |
| 335 | 292 | |
| Konzern Anlagevermögen | 20.424 | 22.773 |
1) Bei Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen inklusive Verlustanteil für das Geschäftsjahr von TEUR 112.
3 Grundlagen der Rechnungslegung
Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.
Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.
Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur Visuellen Kommunikation.
Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg / Deutschland.
Der Konzernabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.
Der Konzernabschluss wurde am 14. April 2011 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:
| V. D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg | |
| edding International GmbH, Ahrensburg | |
| edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg | |
| Legamaster GmbH, Ahrensburg |
4 Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die edding AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise auf die Tätigkeit beherrschenden Einfluss nehmen kann. Beherrschung besteht dann, wenn die edding AG die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 44 des Konzernanhangs dargestellt sind.
Das Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R. L. de C.V. wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Anteilsquote an dieser Gesellschaft sind dem edding Konzern folgende Werte zuzurechnen:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 199 | 172 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 682 | 490 |
| Langfristige Schulden | – | – |
| Kurzfristige Schulden | 841 | 513 |
| Erträge | 380 | 142 |
| Aufwendungen | 509 | 254 |
Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20% der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist.
Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende Änderungen des Konsolidierungskreises:
Die Tochtergesellschaft edding Colombia S.A.S. mit Sitz in Sabaneta, Kolumbien, wurde im Geschäftsjahr gegründet und erstmalig vollkonsolidiert. Die Beteiligungsquote an der Gesellschaft beträgt 60%. Die edding Colombia S.A.S. wird ihren Geschäftsbetrieb in 2011 aufnehmen.
Von der Tochtergesellschaft Legamaster International B.V. wurde mit Wirkung zum 01.01.2010 die edding Legamaster B.V. abgespalten. Die edding Legamaster B.V. wird seitdem vollkonsolidiert. Die Auswirkungen der konzerninternen Umwandlung auf Vermögenswerte und Schulden in den betroffenen Einzelabschlüssen wurden im Konzernabschluss eliminiert.
5 Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Bei der Kapitalkonsolidierung wurde von der nach IFRS 1 gegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die unter HGB gewählte Erstkonsolidierung im Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004), einschließlich der im Rahmen der HGB-Kaufpreisallokation ermittelten Wertansätze, zu übernehmen und diese — mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte — nach IFRS fortzuführen. Nach HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als dessen Zeitwert vom Buchwert abweicht. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden entweder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder mit den Rücklagen verrechnet.
Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangsstichtag werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.
Aktive Unternehmen, bei denen die edding AG einen Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % hat, werden nach der Equity-Methode bilanziert (assoziierte Unternehmen). Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.
Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls unter Anwendung der Equity-Methode konsolidiert.
Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
6 Währungsumrechnung
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.
Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigen kapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Gesamtergebnisrechnung darge stellt; die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.
Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Gesellschaften entstehen, werden, soweit der Erwerb vor dem 1. Januar 2004 stattgefunden hat, mit den Kursen des Erwerbszeitpunkts, im Übrigen zum Stichtagskurs umgerechnet.
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Großbritannien | GBP | 0,86 | 0,89 | 0,86 | 0,89 |
| Japan | JPY | 108,65 | 133,16 | 117,33 | 129,49 |
| Türkei | TRY | 2,07 | 2,15 | 2,00 | 2,16 |
| Argentinien | ARS | 5,27 | 5,48 | 5,21 | 5,04 |
| Kolumbien1) | COP | 2.656,04 | – | 2.501,91 | – |
1) Der Kolumbianische Peso hatte im Vorjahr noch keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Vergleichsinformationen des Vorjahres wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie für das Geschäftsjahr 2010 verwendet.
Schätzungen und Annahmen
Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens erfolgswirksam berücksichtigt.
Immaterielle Vermögenswerte
Unter den Immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aktivierte Entwicklungsaufwendungen, Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.
Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zum 31. Dezember 2003 entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Wertansätze der zum 31. Dezember 2003 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen des Übergangs von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 festgeschrieben. Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Impairment-Test geprüft.
Die Entwicklungsaufwendungen für neue Techniken und Produkte werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, sofern die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden ab dem Vermarktungsbeginn planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel vier Jahren linear abgeschrieben. Die Forschungsaufwendungen und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen werden grundsätzlich aufwandswirksam in der Periode ihres Anfalls berücksichtigt.
Sachanlagen
Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 — sofern qualifizierte Vermögenswerte vorliegen — als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst.
Gewinne und Verluste aus Anlageabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| in Jahren | |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsgebäude | 25 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 13 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 16 |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Wertminderung
Bei allen immateriellen Vermögenswerten (einschließlich der aktivierten Entwicklungsaufwendungen) sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Wert ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, d. h. dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.
Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit („cash generating unit") ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss") vor. Für Zwecke des Impairment-Tests wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 10,49 % (Vorjahr: 10,36 %) verwendet. Darüber hinaus wurden länderspezifische Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt der einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit gegebenenfalls zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die Wertberichtigung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.
Beim Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 36). Auf Geschäfts- und Firmenwerte sind keine Zuschreibungen zulässig.
Leasing
Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Bei Operate-Lease-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingkosten werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Finanzanlagen
Die unter den Finanzanlagen erfassten Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bewertet. Sofern Anteile an assoziierten Unternehmen bestehen, werden diese ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen erfasst. Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis unter „Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist.
Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Nach IAS 39 sind diese Finanzinstrumente grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sofern zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden konnte, werden diese mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 sind im edding Konzern nur von untergeordneter Bedeutung. Sie werden generell nur im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.
Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften abgesichert. Des Weiteren werden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps gesichert.
Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert). Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Zeitwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil ebenfalls erfolgswirksam erfasst.
Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Vorräte
Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs-oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigung hinreichend genau ermittelbar sein muss. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet. Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation bewertet. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.
Bei wertpapiergebundenen Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, werden die wertpapiergebundenen Zusagen mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte bewertet, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.
Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen entsprechend des Wahlrechtes des IAS 19 seit 2006 in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.
Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig festliegt, werden als abgegrenzte Schulden (,,accruals") ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.
Aufwands- und Ertragsrealisierung
Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung bzw. Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden passivisch abgegrenzt und grundsätzlich in den Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.
Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen
Für das Geschäftsjahr 2010 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2010 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden.
| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | |
|---|---|---|
| IFRS 1 | Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender | 01.07.2009/ 01.01.2010 |
| IFRS 2/ IFRIC 11 | Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern | 1.1.2010 |
| IFRS 3 | Unternehmenszusammenschlüsse | 1.7.2009 |
| IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse | 1.7.2009 |
| IAS 39 | Änderungen hinsichtlich Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren | 1.7.2009 |
| IAS 39 / IFRS 7 | Umgliederung finanzieller Vermögenswerte – Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften | 1.7.2009 |
| Diverse | Jährliches Verbesserungsprojekt (2009) | 01.07.2009 oder später |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsvereinbarung | 29.03.2009 |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | 1.1.2010 |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 1.7.2009 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 1.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragung von Vermögenswerten durch Kunden | 1.11.2009 |
Für die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns relevante neue Standards werden im Folgenden inhaltlich erläutert:
| • | Der neue IFRS 3 (R) umfasst Regelungen zum Anwendungsbereich, zu Kaufpreisbestandteilen, zur Behandlung von Minderheitsanteilen und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie zum Umfang der anzusetzenden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Zudem enthält der Standard Regeln zur Bilanzierung von Verlustvorträgen und zur Klassifizierung von Verträgen des erworbenen Unternehmens. Der geänderte Standard behält die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen bei, führt jedoch wesentliche Änderungen bei der Bestimmung der Anschaffungskosten ein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die erstmalige Anwendung von IFRS 3 (R) keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. |
| • | Die Änderungen des IAS 27 (R), „Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" betreffen im Wesentlichen die Behandlung von Anteilserwerben bzw. -verkäufen nach Erlangung und unter Beibehaltung der Beherrschungsmöglichkeit sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht. Minderheitstransaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei Anteilsverkäufen, die den Verlust der Beherrschungsmöglichkeit zur Folge haben, wird ein Veräußerungsgewinn oder -verlust ergebniswirksam erfasst. Werden nach dem Verlust der Beherrschungsmöglichkeit weiterhin Anteile gehalten, werden die verbleibenden Anteile mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Unterschied zwischen dem bisherigen Buchwert dieser verbleibenden Anteile und ihrem beizulegenden Zeitwert geht ergebniswirksam mit in das Veräußerungsergebnis ein und ist mit dem entsprechenden Neubewertungsbetrag des verbleibenden Anteils gesondert im Anhang anzugeben. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben bzw. im Fall der anteilsmäßigen Veräußerung verlangt der Standard die erfolgswirksame Neubewertung der bereits gehaltenen bzw. der verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert. Ferner sind künftig auf Minderheiten enffallende Verluste, die deren bilanziellen Wert übersteigen, als negative Buchwerte im Konzerneigenkapital darzustellen. Für das Geschäftsjahr 2010 hatte die Neuregelung des IAS 27 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des edding Konzerns. |
| • | Die Änderungen zu IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" — Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen behandeln das Inflationsrisiko eines finanziellen Grundgeschäfts sowie das einseitige Risiko eines Grundgeschäftes für die Anwendung des Hedge Accounting. Die Änderungen stellen klar, dass Optionen einseitige Risiken beinhalten und nicht zu einer vollständig effektiven Sicherungsbeziehung herangezogen werden können, sofern der Zeitwert der Option nicht ausgeklammert wird. Die Änderungen wurden für die Bilanzierung der Sicherungsbeziehungen im edding Konzern beachtet. |
| • | Das IASB veröffentlicht jährlich Verbesserungen an bestehenden Standards. Dies sind in aller Regel kleinere Änderungen. Auf die Darstellung der durch das Verbesserungsprojekt 2009 resultierenden Änderungen, die im Wesentlichen zum 01.01.2010 in Kraft getreten sind, wird aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten verzichtet. Die erstmalige Anwendung der veränderten Standards hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns. |
Die übrigen im Geschäftsjahr 2010 erstmals anzuwendenden Standards hatten keine Relevanz für den edding Konzern.
Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen
Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:
| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU | Voraussichtliche Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 1 | Begrenzte Ausnahmen bzgl. Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender | 1.7.2010 | Ja | keine |
| IFRS 1 | Hyperinflation und fester Umstellungszeitpunkt | 1.7.2010 | Nein | keine |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Anhangangaben Übertragung finanzieller Vermögenswerte | 1.7.2011 | Nein | Ergänzung der Anhangangaben |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten | 1.1.2013 | Nein | werden derzeit analysiert |
| IAS 24 | Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen | 1.1.2011 | Ja | keine |
| IAS 32 | Klassifizierung von Bezugsrechten | 1.2.2010 | Ja | keine |
| diverse | Improvements to IFRS1) (2010) | 01.07.2010 oder später | Ja | geringfügige Ergänzung der Anhangangaben |
| IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften | 1.1.2011 | Ja | keine |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 1.7.2010 | Ja | keine |
1) Geringfügige Änderungen an diversen Standards und Interpretationen.
Der edding Konzern wird die oben genannten Standards und Interpretationen spätestens ab der Berichtsperiode anwenden, ab welcher diese verpflichtend anzuwenden sind.
8 Anpassung der Vorjahreswerte
Die Vergleichszahlen des Vorjahres wurden im Abschluss zum 31.12.2010 aufgrund einer geänderten Informationslage korrigiert. Die Anpassungen betreffen Korrekturen gemäß IAS 8.42 bei der Ermittlung latenter Steuern im Zusammenhang mit aus Vorjahren stammenden temporären Differenzen bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen. Die Anpassung erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv zum 1. Januar 2009 erfolgsneutral gegen die Gewinnrücklagen.
Nachfolgende Darstellung erläutert die Korrekturbeträge der betroffenen Bilanzposten in der Eröffnungsbilanz des angepassten Vorjahres:
| Bilanzposten (vor Saldierung) | 01.01.2009 berichtet TEUR |
01.01.2009 angepasst TEUR |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 817 | 391 |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 19.632 | 21.593 |
| Passive latente Steuern | 3.118 | 731 |
Nach Saldierung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern hat sich die Bilanzsumme zum 1. Januar 2009 von TEUR 74.745 auf TEUR 74.319 vermindert.
Die nachfolgende Übersicht stellt die Effekte aus der Anpassung der Vorjahreswerte auf die betroffenen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung dar:
| Abschlussposten (vor Saldierung) | 31.12.2009 berichtet TEUR |
31.12.2009 angepasst TEUR |
|---|---|---|
| Bilanz | ||
| Aktive latente Steuern | 1.418 | 694 |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 21.082 | 22.477 |
| Passive latente Steuern | 2.118 | – |
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||
| Ertragsteueraufwand | – 1.422 | – 1.988 |
| Jahresüberschuss | 2.741 | 2.175 |
Nach Saldierung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 von TEUR 71.253 auf TEUR 70.530 vermindert.
Das Ergebnis je Aktie des angepassten Vorjahres 2009 stellt sich folgt dar:
| 2009 berichtet TEUR |
2009 angepasst TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter | 2.741 | 2.175 |
| Abzüglich Vorzugsdividende | – 483 | – 483 |
| 2.258 | 1.692 |
Anzahl der Stammstückaktien: 600.000
| Ergebnis je Aktie | 3,76 € | 2,82 € |
Ausweisänderungen
In der Konzernbilanz und der Eigenkapitalveränderungsrechnung wurden die bisher getrennt ausgewiesenen Posten Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn zusammengefasst. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung wurden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in einer gesonderten Spalte dargestellt. Die Beträge für diesen gesonderten Ausweis wurden aus der Spalte Gewinnrücklagen umgegliedert.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
9 Immaterielle Vermögenswerte
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung in den Jahren 2010 und 2009 sind im Anhang unter Textziffer 2 dargestellt.
Die im Konzernanlagespiegel der edding AG ausgewiesenen übrigen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Schutzrechte sowie Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 114) sowie Software in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 193).
Die Geschäfts- und Firmenwerte betreffen die niederländische und die argentinische Tochtergesellschaft und werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr resultierten im laufenden Geschäftsjahr hieraus keine Aufwendungen aus Wertminderungen.
Bei den ausgewiesenen Entwicklungsaufwendungen handelt es sich um Personal- und Sachaufwendungen zur Schaffung neuer Produkte, die gemäß IAS 38 zu aktivieren sind. Diese haben eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer von grundsätzlich vier Jahren und werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Summe der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beträgt TEUR 528 (Vorjahr: TEUR 442).
10 Sachanlagen
Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.650).
Die Immobilie der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG in Wunstorf ist mit Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die forfaitierten Leasingzahlungen mit TEUR 2.155 (Vorjahr: TEUR 2.484).
Hinsichtlich der Immobilie der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG in Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953). Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 2.636 (Vorjahr: TEUR 3.019).
Im Sachanlagevermögen werden in Höhe von TEUR 592 (Vorjahr: TEUR 1.137) geleaster Fuhrpark und EDV-Hardware ausgewiesen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (Finance-Lease) dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen zwischen 24 und 54 Monaten.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen sind für jede der folgenden Perioden wie folgt fällig:
| Nominal | Barwert | |||
|---|---|---|---|---|
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| bis zu 1 Jahr | 555 | 654 | 518 | 630 |
| zwischen 1 und 5 Jahren | 120 | 662 | 113 | 564 |
Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt. Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.
Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 344) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 101) erfolgswirksam aufgelöst werden.
11 Finanzanlagen
Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Der nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungsansatz an dem Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R. L. de C.V. beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 190). Der Beteiligungsansatz wurde durch Verlustzuweisung aus der Equity-Konsolidierung um TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 112) gemindert. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr der verbliebene Buchwert des Beteiligungsansatzes in Höhe von TEUR 61 vollständig abgeschrieben.
Die sonstigen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 145) zu Anschaffungskosten bilanziert.
12 Vorräte
Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.205 | 2.298 |
| Unfertige Erzeugnisse | 491 | 344 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 15.426 | 10.103 |
| 18.122 | 12.745 |
Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 1.531 (Vorjahr: TEUR 1.715). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.
Vorräte werden sowohl auf Basis von Reichweitenanalysen als auch auf Basis einer individualisierten Einschätzung wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 174 wertberichtigt. In Höhe von TEUR 357 wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam aufgelöst.
13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.828 | 19.133 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 6.291 | 4.261 |
| 28.119 | 23.394 | |
| Davon mit einer Restlaufzeit von: | ||
| bis zu 1 Jahr | 25.245 | 21.598 |
| über 1 Jahr | 2.874 | 1.796 |
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon langfristig | davon kurzfristig | Gesamt | davon langfristig | davon kurzfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktivwerte von Versicherungen / Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge | 1.521 | 1.507 | 14 | 1.141 | 1.105 | 36 |
| Derivate | 1.462 | 642 | 820 | 154 | – | 154 |
| Forderungen Finanzamt | 732 | – | 732 | 162 | – | 162 |
| Forderungen Lieferanten | 493 | – | 493 | 781 | – | 781 |
| Mitarbeiterdarlehen | 367 | 205 | 162 | 274 | 152 | 122 |
| Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. | 334 | 298 | 36 | 323 | 288 | 35 |
| Geleistete Anzahlungen | 331 | – | 331 | 245 | – | 245 |
| Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen | 142 | – | 142 | 551 | – | 551 |
| Mietkautionen | 108 | 66 | 42 | 74 | 46 | 28 |
| Übrige | 801 | 101 | 700 | 556 | 19 | 537 |
| 6.291 | 2.819 | 3.472 | 4.261 | 1.610 | 2.651 |
Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.988 (Vorjahr: TEUR 1.785) gebildet. Bei den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2010 Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 902 auf Forderungen von insgesamt TEUR 1.044 gegen ein Gemeinschaftsunternehmen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen restliche Forderungen gegen das Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 142. Hierzu sei auch auf Textziffer 39 verwiesen. Bei den Forderungen gegen Lieferanten wurde im Geschäftsjahr eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 244) auf Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 900 vorgenommen. Der Restwert der wertberichtigten Forderungen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 458. Die Forderungen gegen Lieferanten sind zudem zu einem wesentlichen Teil durch Eigentumsbeschränkungen an Rohstoffen besichert.
Darüber hinaus wurde keine Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen und Vermögenswerte vorgenommen.
Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 1.785 | 1.374 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 561 | 1.112 |
| Inanspruchnahme | – 18 | – 648 |
| Auflösung | – 340 | – 53 |
| Stand 31.12. | 1.988 | 1.785 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| weder überfällig noch wertgemindert TEUR |
überfällig, nicht einzelwertberichtigt in folgenden Zeitbändern: | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Monat TEUR |
1 –3 Monate TEUR |
3 –6 Monate TEUR |
6 – 12 Monate TEUR |
> 12 Monate’ TEUR |
Gesamt TEUR |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2010 | 18.664 | 858 | 416 | 1.020 | 821 | 49 | 3.164 |
| 31.12.2009 | 16.467 | 945 | 695 | 299 | 155 | 572 | 2.666 |
| Einzelwertberichtigte Forderungen TEUR |
Buchwert (netto) TEUR |
|
|---|---|---|
| --- | --- | --- |
| 31.12.2010 | 0 | 21.828 |
| 31.12.2009 | 0 | 19.133 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen, deren Einbringlichkeit aus Sicht des edding Konzerns als unwahrscheinlich eingestuft wird, wurden wie im Vorjahr vollständig wertgemindert.
Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen zum Bilanzstichtag bis auf die wertberichtigten Salden keine überfälligen Ansprüche.
14 Flüssige Mittel
Als Flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst.
Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen TEUR 5.436 (Vorjahr: TEUR 11.168) betreffen im Wesentlichen Bankguthaben.
15 Rechnungsabgrenzungsposten
Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.
16 Eigenkapital
Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.
Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 St. Stammstückaktien und 473.219 St. Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,— pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos. Ihre Ausstattung ergibt sich aus § 19 der Satzung.
Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 vollständig erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.
Im Geschäftsjahr wurde eine Cashflow Hedge Rücklage in Höhe von TEUR 227 gebildet und abzüglich passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 67 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne aus Derivaten, welche die Voraussetzungen des Hedge Accountings nach IAS 39 erfüllen. Im Geschäftsjahr erfolgte keine erfolgswirksame Umgliederung aus der Cashflow Hedge Rücklage in das Periodenergebnis, da die abgesicherten Cashflows erst in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 anfallen werden.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an der japanischen und der kolumbianischen Tochtergesellschaft.
17 Rückstellungen für Pensionen
Die edding AG, die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH sowie das niederländische Konzernunternehmen haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.
Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method”) versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.382 (Vorjahr: TEUR 985).
Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Vorstände und Geschäftsführer zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen und für die Mitarbeiter durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen. Bei den niederländischen Tochtergesellschaften erfolgt die Absicherung der Pensionsansprüche durch die Dotierung von Gruppenlebensversicherungen, die als Planvermögen gemäß IAS 19 bilanziert und mit den zugehörigen Pensionsverpflichtungen saldiert werden.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden für eine bessere Darstellung der tatsächlichen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens vollständig erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verrechnet und werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die hierauf zu bildenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene, fondsfinanzierte und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen | 11.050 | 10.675 |
| Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen | 1.382 | 956 |
| Anwartschaftsbarwert fondsgesicherter Pensionszusagen | 2.767 | 2.313 |
| Anwartschaftsbarwert | 15.199 | 13.944 |
| Deckungsstatus des Planvermögens | – 2.276 | – 1.923 |
| Bilanzwert | 12.923 | 12.021 |
Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. | 13.944 | 13.733 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 568 | 209 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | – | – |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung | 719 | 786 |
| Übertragung von Anwartschaften | – | – |
| Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste | 1.115 | 365 |
| Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen | – 1.166 | – 1.167 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 19 | 18 |
| Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. | 15.199 | 13.944 |
Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 29) Mitglieder des Vorstandes.
In den Anwartschaftsbarwerten sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: Verluste in Höhe von TEUR 293) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste resultiert aus der Reduzierung des Abzinsungssatzes sowie des Gehaltssteigerungstrends, welche in der nachfolgenden Tabelle dargestellt sind.
Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Inland | Niederlande | Inland | Niederlande | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungssatz | 4,8% | 4,8-5,6% | 5,7% | 5,7% |
| Gehaltsteigerungstrend | 0,0% | 2,0% | 2,0% | 2,0% |
| Rentensteigerungstrend | 1,9% | 1,9% | 1,9% | 2,0% |
Außerdem wurde eine alters- und geschlechtsspezifisch geschätzte Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden. Im Inland wurde der Gehaltssteigerungstrend auf Null reduziert, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.
Die Ermittlung der Pensionsrückstellung für den Bilanzausweis an den letzten fünf Bilanzstichtagen stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.10 TEUR |
31.12.09 TEUR |
31.12.08 TEUR |
31.12.07 TEUR |
31.12.06 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 15.199 | 13.944 | 13.733 | 13.862 | 16.059 |
| Deckungsstatus des Planvermögens | – 2.276 | – 1.923 | – 1.744 | – 1.573 | – 1.969 |
| Bilanzwert | 12.923 | 12.021 | 11.989 | 12.289 | 14.090 |
Das Planvermögen resultiert aus Beitragszahlungen im Rahmen einer Gruppenlebensversicherung bei der Zwitser Leven, Niederlande. Der Deckungsstatus des Planvermögens entwickelte sich wie folgt:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 1.923 | 1.744 |
| Erträge/– Aufwendungen aus Planvermögen | – 54 | 11 |
| Beiträge von Arbeitgebern | 134 | 32 |
| Beiträge von Arbeitnehmern | 133 | 114 |
| Auszahlung | – 43 | – 32 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) | 203 | 72 |
| Verwaltungskosten | – 20 | – 18 |
| Stand 31.12. | 2.276 | 1.923 |
Für 2011 wird erwartet, dass die Beiträge, die in den Plan eingezahlt werden, TEUR 202 betragen.
Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (Dienstzeitaufwand) | 568 | 209 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | – | – |
| Zinsaufwand der erwarteten Pensionsverpflichtung | 719 | 786 |
| Erträge/– Aufwendungen des Planvermögens | – 54 | – 11 |
| Nettopensionsaufwand | 1.233 | 984 |
Die laufenden Beitragszahlungen werden im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand aus gewiesen und beliefen sich auf TEUR 1.644 (Vorjahr: TEUR 1.522). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.
18 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen
Die einzelnen Rückstellungsgruppen haben sich wie folgt entwickelt:
| Sonstige langfristige Rückstellungen TEUR |
|
|---|---|
| Stand 01.01.2009 | 409 |
| Inanspruchnahme | – 65 |
| Auflösung | – 21 |
| Zuführung | 356 |
| Stand 31.12.2009 | 679 |
| Inanspruchnahme | – 169 |
| Auflösung | – 59 |
| Zuführung | 94 |
| Stand 31.12.2010 | 545 |
Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Die Jubiläumsverpflichtungen sind als „other long term employee benefits" mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 5,3 % (Vorjahr: 5,7 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,0 % p. a. (Vorjahr: 2,0 % p. a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die auf die Jubiläumszuwendungen entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sind in die Bewertung eingeflossen.
19 Lang- und kurzfristige Finanzschulden
Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.225 | 5.370 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr | 2.897 | 1.376 |
| davon mit einer Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | 2.972 | 2.978 |
| davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre | 356 | 1.016 |
| davon grundpfandrechtlich gesichert | 3.986 | 4.674 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 2.786 | 3.677 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr | 872 | 959 |
| davon mit einer Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | 1.826 | 2.154 |
| davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre | 88 | 564 |
| davon grundpfandrechtlich gesichert | 2.155 | 2.484 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von über einem Jahr dienen fast ausschließlich zur Finanzierung der Betriebs- und Verwaltungsgebäude.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich marktübliche Zinssätze vereinbart. Die Nominalverzinsung beträgt, abhängig von der Laufzeit und Vertragsgestaltung, zwischen 1,9 % und 5,8 % (Vorjahr: zwischen 1,6 % und 5,8 %).
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten umfassen forfaitierte Leasingraten zur Finanzierung einer Immobilie sowie Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen.
20 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Andere lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.637 | 4.404 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr | 5.637 | 4.404 |
| Andere lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten | 11.397 | 10.089 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr | 10.978 | 9.760 |
| davon mit einer Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | 317 | 159 |
| davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre | 102 | 170 |
In den anderen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von TEUR 9.352 (Vorjahr: TEUR 8.067) beinhaltet. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Gratifikationen, Werbekostenzuschüsse, Boni und Personalaufwendungen. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Im Vorjahr wurden abgegrenzte Schulden für Abschluss und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 164 in den anderen kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Da der Sicherheitsgrad dieser Verpflichtungen hinreichend sicher bestimmbar ist, werden diese nunmehr in den anderen Verbindlichkeiten gemäß IAS 37.11 ausgewiesen.
Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kundenboni und Werbekostenzuschüsse | 4.527 | 4.011 |
| Ergebnisabhängige Vergütung Mitarbeiter | 2.517 | 1.866 |
| Urlaubsentgelt und Zeitguthaben | 569 | 521 |
| Übrige | 1.739 | 1.669 |
| 9.352 | 8.067 |
31.12.2010 TEUR 31.12.2009 TEUR Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 4.527 4.011 Ergebnisabhängige Vergütung Mitarbeiter 2.517 1.866 Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 569 521 Übrige 1.739 1.669 9.352 8.067
21 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 125).
22 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Aufwendungen aus Operate-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark, Lagertechnik und Software sowie um Mietverpflichtungen. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Leasingverpflichtungen | ||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 465 | 464 |
| Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | 747 | 369 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | – | – |
| 1.212 | 833 | |
| Mietverpflichtungen | ||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 554 | 811 |
| Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | 2.535 | 2.991 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 656 | 865 |
| 3.745 | 4.667 |
Im Geschäftsjahr belief sich der Aufwand aus Operate-Lease-Kontrakten auf TEUR 1.099 (Vorjahr: TEUR 614).
Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen, die in den Jahren 2011 bis 2017 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 704.
Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung
23 Umsatzerlöse
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Geschäftsfeld | ||
| Schreiben und Markieren | ||
| Inland | 32.795 | 30.196 |
| Übriges Europa | 37.615 | 31.028 |
| Übersee | 8.326 | 5.755 |
| 78.736 | 66.979 | |
| Geschäftsfeld | ||
| Visuelle Kommunikation | ||
| Inland | 9.855 | 10.766 |
| Übriges Europa | 14.500 | 15.038 |
| Übersee | 1.073 | 1.084 |
| 25.428 | 26.888 | |
| Partnermarken und sonstige Erlöse | 5.132 | 5.586 |
| Konzern gesamt | 109.296 | 99.453 |
24 Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen
Die Position Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 269) beinhaltet mit TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 182) Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert werden.
25 Materialaufwand
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 43.868 | 42.081 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 460 | 363 |
| 44.328 | 42.444 |
26 Personalaufwand
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Inland | 19.869 | 17.526 |
| Ausland | 9.061 | 8.431 |
| 28.930 | 25.957 |
Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 11,5% gestiegen. Diese Steigerung ist im Wesentlichen auf höhere ergebnisabhängige Gewinnbeteiligungen und Prämien zurückzuführen.
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | ||
| Inland | 76 | 78 |
| Ausland | 55 | 58 |
| Angestellte | ||
| Inland | 250 | 255 |
| Ausland | 171 | 175 |
| 552 | 566 |
Im Gemeinschaftsunternehmen edding Mexiko wurden im Jahresdurchschnitt 16 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 11) und 5 Angestellte (Vorjahr: 5) beschäftigt.
27 Abschreibungen
Im Geschäftsjahr sind mit Ausnahme der außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen von TEUR 61 ausschließlich planmäßige Abschreibungen angefallen. Zu der außerplanmäßigen Abschreibung sei auch auf Textziffer 11 Finanzanlagen verwiesen.
28 Sonstige betriebliche Erträge
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden | 1.016 | 1.471 |
| Währungskursgewinne | 813 | 285 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 340 | 74 |
| Erträge aus Sachbezügen | 339 | 392 |
| Erträge aus der Wertanpassung von Wertpapierbeständen | 212 | 372 |
| Erträge aus Wertanpassung der Devisenderivate | 268 | – |
| Lizenzerträge | 129 | 71 |
| Erträge aus Investitionszulagen | 85 | 101 |
| Kooperationserlöse | 61 | 62 |
| Erträge aus Versicherungserstattungen | 38 | 303 |
| Erträge aus Anlageabgängen | 37 | 11 |
| Übrige Erträge | 787 | 668 |
| 4.125 | 3.810 |
29 Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Werbe- und Marketingkosten | 10.198 | 8.593 |
| Fracht- und Logistikkosten | 3.064 | 2.496 |
| Raumkosten | 1.563 | 1.449 |
| Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen | 1.468 | 1.268 |
| Fuhrparkkosten | 1.447 | 1.307 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 1.284 | 1.461 |
| Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) | 1.249 | 1.176 |
| Personalnebenkosten | 1.164 | 1.094 |
| Reisekosten | 995 | 909 |
| Währungskursverluste | 885 | 980 |
| Delkredere-Provisionen | 668 | 722 |
| Kommunikationsaufwendungen | 664 | 554 |
| EDV-Kosten | 654 | 647 |
| Versicherung | 454 | 436 |
| Übrige Aufwendungen | 3.374 | 3.823 |
| 29.131 | 26.915 |
30 Zinsergebnis
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 231 | 121 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 636 | – 687 |
| Zinsergebnis | 405 | 566 |
31 Ertragsteuern
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 3.065 | 2.633 |
| Latenter Steueraufwand | 76 | – 645 |
| 3.141 | 1.988 |
Unter der Position tatsächliche Steuern werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.
Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 3.175) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschafts- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 2.829) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: 346 TEUR).
Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,36 % (Vorjahr: 29,01 %).
Erstmalig wurden im geringen Umfang Verlustvorträge der Legamaster GmbH und der Gesellschaft in der Türkei angesetzt. Die bereits in Vorjahren in den Gesellschaften Niederlande und Belgien angesetzten Verlustvorträge werden durch laufende Gewinnverrechnung genutzt.
Die Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, belaufen sich zum 31.12.2010 auf TEUR 680 (Vorjahr: TEUR 805). Aktivierte Verlustvorträge verfallen in der Türkei nach 5 Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach 10 Jahren. In Belgien und den Niederlanden verfallen Verlustvorträge nicht und sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Aufgrund der geringen Höhe der aktivierten Verlustvorträge geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten 3-5 Jahre aus.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 201 erfolgsneutral erfasst (Vorjahr: TEUR 376).
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2010 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | – | – | 164 | 150 |
| Sachanlagen | – | – | 930 | 874 |
| Übrige Vermögenswerte | 96 | 12 | 419 | 319 |
| Langfristige Vermögenswerte | 96 | 12 | 1.513 | 1.343 |
| Vorräte | 383 | 517 | – | 9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 316 | 173 | 1.141 | – |
| Übrige Vermögenswerte | – | – | – | 1.316 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 699 | 690 | 1.141 | 1.316 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 1.798 | 1.689 | – | – |
| Sonstige Rückstellungen | 121 | 84 | – | – |
| Finanzschulden | 274 | 254 | – | – |
| Übrige Verbindlichkeiten | 5 | – | – | – |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.198 | 2.036 | – | 9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | – | – | – | – |
| Verlustvorträge | 262 | 624 | – | – |
| Zwischensumme | 3.255 | 3.362 | – 2.654 | 2.668 |
| Saldierung | – 2.654 | – 2.668 | – 2.654 | 2.668 |
| Bestand laut Konzernbilanz | 601 | 694 | 0 | 0 |
Latente Steuern werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 12 vorliegen, saldiert.
Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,36 % erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 2.393 | 1.219 |
| Abweichende Steuersätze | 238 | – 265 |
| Permanente Differenzen | 216 | 162 |
| Nichtansatz bzw. Wertberichtigung steuerlicher Verluste | 193 | 227 |
| Nutzung von im Vorjahr nicht werthaltigen Verlustvorträgen | 0 | – 272 |
| Periodenfremde latente Steuern | 50 | 278 |
| Periodenfremde tatsächliche Steuern | 23 | 40 |
| Anpassung der Vorjahreswerte | 0 | 566 |
| Sonstige Abweichungen | 28 | 33 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 3.141 | 1.988 |
32 Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt.
In die Anzahl der Aktien sind nur die ausgegebenen Stammstückaktien einzubeziehen, die in beiden Geschäftsjahren unverändert blieben (600.000 Stammstückaktien). Da keine Wandel bzw. Optionsrechte bestehen, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.
Das Konzernergebnis wurde wie folgt ermittelt:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter | 4.995 | 2.175 |
| Abzüglich Vorzugsdividende | – 828 | – 483 |
| 4.167 | 1.692 |
Anzahl der Stammstückaktien: 600.000
| Ergebnis je Aktie | 6,95 € | 2,82 € |
Sonstige Erläuterungen
33 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Für die Angaben zu Ereignissen nach dem Bilanzstichtag mit besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des edding Konzerns verweisen wir auf den Nachtragsbericht, der im Konzernlagebericht unter entsprechender Überschrift enthalten ist.
34 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements
Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten — mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente — umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs- Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.
Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps und Devisenoptionen abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen.
Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 nicht betrieben. Auch in Zukunft ist dies nicht beabsichtigt.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow- sowie Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen c.p. auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Währungsrisiko
Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite im Einkauf beim japanischen Yen. Zur Sicherung setzt der Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.
Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch unsere Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund) und Türkei (Neue türkische Lira) sowie künftig durch die Gründung der kolumbianischen Tochtergesellschaft in Kolumbien (Kolumbianische Pesos).
Eine Absicherung der türkischen Währung ist zu vertretbaren Kosten nicht zu erreichen, daher wird hierauf verzichtet.
Zum 31.12.2010 bestanden Optionen in Höhe von 1,44 Mrd. japanische Yen (Vorjahr: 0,5 Mrd. JPY) für das zukünftige Einkaufsvolumen. Zum Bilanzstichtag wiesen die Devisenoptionen mit einer Laufzeit bis Ende 2012 einen positiven Marktwert von TEUR 1.462 (Vorjahr: TEUR 154) auf.
Wesentliche Teile der Devisenoptionen wurden im Geschäftsjahr als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accountings nach IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind nicht zu erwarten aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen.
Für die zum 31.12.2010 bestehenden Devisenoptionen hätte sich das Eigenkapital bei einer Aufwertung des Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10 % um TEUR 496 aus der Bewertung der Devisenoptionen verringert. Bei einer Abwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10 % würde sich das Eigenkapital aus der Bewertung der Devisenoption um TEUR 818 erhöhen. Aufgrund der Designation als Cashflow Hedge wäre der wesentliche Einfluss aus der Marktbewertung der Devisenoptionen erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen und nicht im Periodenergebnis.
Für die zum 31.12.2009 bestehenden Devisenoptionen sowie übrigen Yen-Bestände hätte sich das Ergebnis vor Steuern bei einer Aufwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10 % um TEUR 137 verringert. Bei einer Abwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10 % hätte sich das Ergebnis vor Steuern um TEUR 359 erhöht. Der Einfluss auf das Eigenkapital hätte TEUR —92 bzw. TEUR 243 betragen.
Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 10 %igen Auf-/Abwertung der jeweiligen Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10 %igen Änderung der Wechselkurse an.
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwertung lokale Währung um 10% | ||
| Türkische Lira | 690 | 418 |
| Japanischer Yen | – 114 | – 61 |
| Britisches Pfund | 115 | 130 |
| Argentinischer Peso | 609 | 493 |
| Kolumbianische Peso | 65 | – |
| 1.365 | 980 |
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abwertung lokale Währung um 10% | ||
| Türkische Lira | – 690 | – 418 |
| Japanischer Yen | 114 | 61 |
| Britisches Pfund | – 115 | – 130 |
| Argentinischer Peso | – 609 | – 493 |
| Kolumbianische Peso | – 65 | – |
| – 1.365 | – 980 |
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die edding AG zwei Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.100 (Vorjahr: TEUR 2.400) bzw. TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.650) und einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 bzw. bis zum 30. Juni 2015 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag betrug der negative Marktwert der beiden Derivate insgesamt TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 167).
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Ergebniseffekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze dar. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung werden im edding Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen daher keiner Zinssensitivität im Sinne von IFRS 7. Die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sind durch die oben genannten Derivate gesichert.
Für die Zinsderivate ergibt sich folgende Zinssensitivität:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 94 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 64 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 100 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 68 verringert.
Wäre das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher gewesen, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 126 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 85 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 135 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 91 verringert.
Sonstiges Preisrisiko
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.
Ausfallrisiko
Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.
Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen an bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.
Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.
Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.
Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 13 enthalten.
Liquiditätsrisiko
Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden u. a. die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.
Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.
Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
| 2010 | Buchwert 31.12.2010 TEUR |
Cashflows 2011 | Cashflows 2012-2015 | Cashflows 2016 ff. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zins TEUR |
Tilgung TEUR |
Zins TEUR |
Tilgung TEUR |
Zins TEUR |
Tilgung TEUR |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 6.225 | 210 | 2.888 | 356 | 2.972 | 9 | 365 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 631 | 37 | 518 | 7 | 113 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten | 2.155 | 143 | 354 | 275 | 1.714 | – | 87 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.637 | – | 5.637 | – | – | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.530 | – | 4.530 | – | – | – | – |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Derivate mit negativem Marktwert | 173 | 96 | – | 206 | – | 20 | – |
| 2009 | Buchwert 31.12.2009 TEUR |
Cashflows 2010 | Cashflows 2011-2014 | Cashflows 2015 ff. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zins TEUR |
Tilgung TEUR |
Zins TEUR |
Tilgung TEUR |
Zins TEUR |
Tilgung TEUR |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten | 5.370 | 190 | 1.384 | 473 | 2.970 | 49 | 1.016 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.194 | 24 | 630 | 99 | 564 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten | 2.484 | 168 | 329 | 397 | 1.591 | 15 | 564 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.404 | – | 4.404 | – | – | – | – |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.106 | – | 5.106 | – | – | – | – |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Derivate mit negativem Marktwert | 167 | 112 | – | 279 | – | 50 | – |
35 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Darlehen und Forderungen | 29.199 | 32.603 | 29.199 | 32.603 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.828 | 19.133 | 21.828 | 19.133 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) | 1.935 | 2.302 | 1.935 | 2.302 |
| Flüssige Mittel | 5.436 | 11.168 | 5.436 | 11.168 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | 1.462 | 154 | 1.462 | 154 |
| Derivate mit positivem Marktwert1) | 1.462 | 154 | 1.462 | 154 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 145 | 145 | – | – |
| Beteiligungen | 145 | 145 | – | – |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | 19.178 | 18.558 | 19.393 | 18.599 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.225 | 5.370 | 6.431 | 5.370 |
| Übrige Finanzschulden | 2.786 | 3.678 | 2.795 | 3.719 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.637 | 4.404 | 5.637 | 4.404 |
| Andere Verbindlichkeiten (abzüglich Derivate) | 4.530 | 5.106 | 4.530 | 5.106 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten | 173 | 167 | 173 | 167 |
| Derivate mit negativem Marktwert | 173 | 167 | 173 | 167 |
1) Die Bewertung erfolgte im Geschäftsjahr bis zum 02.11.2010 erfolgswirksam. Seit diesem Zeitpunkt wurde aufgrund der Designation als Cashflow Hedge Accounting im Wesentlichen eine erfolgsneutrale Bewertung vorgenommen.
Die Marktwerte der Derivate wurden anhand der mark-to-market Methode ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte der anderen Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand nachfolgender Methoden und Prämissen ermittelt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar sind.
Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der aktuellen Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads berücksichtigt. Die übrigen Finanzschulden umfassen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und forfaitierten Leasingraten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:
| 2010 | aus Zinsen TEUR |
aus der Folgebewertung | aus Abgang TEUR |
Nettoergebnis 2010 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| zum Fair Value TEUR |
Wertberichtigung TEUR |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | 156 | – | – 1.468 | – | – 1.468 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente1) | – 110 | 640 | – | – 316 | 324 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | – 495 | – | – | – | – |
| Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten | – 449 | 640 | – 1.468 | – 316 | – 1.144 |
1) Die Bewertung der Devisenoptionen erfolgte im Geschäftsjahr bis zum 02.11.2010 erfolgswirksam. Seit diesem Zeitpunkt wurde aufgrund der Designation zum Cashflow Hedge Accounting im Wesentlichen eine erfolgsneutrale Bewertung vorgenommen. Seit der Designation wurde im Geschäftsjahr 2010 eine Cashflow Hedge Rücklage in Höhe von TEUR 227 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
| 2009 | aus Zinsen TEUR |
aus der Folgebewertung | aus Abgang TEUR |
Nettoergebnis 2009 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| zum Fair Value TEUR |
Wertberichtigung TEUR |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | – 49 | – | – 725 | – 40 | – 765 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | – 88 | 99 | – | – 77 | 22 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | – 542 | – | – | – | – |
| Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten | – 679 | 99 | – 725 | – 117 | – 743 |
Im Geschäftsjahr wurden Zinserträge aus wertberichtigten Forderungen gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 26 vereinnahmt. Zu den Wertberichtigungen auf die Vermögenswerte der Kategorie Darlehen und Forderungen sei auch auf die Textziffer 13 verwiesen.
36 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.
Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 dargestellt:
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009* TEUR |
Änderungen % |
|
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 35.024 | 31.115 | 12,6% |
| als % vom Gesamtkapital | 61,5% | 59,6% | |
| Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 18.165 | 18.733 | – 3,0% |
| Kurzfristige Finanzschulden | 3.769 | 2.335 | 61,4% |
| Fremdkapital | 21.934 | 21.068 | 4,1% |
| als % vom Gesamtkapital | 38,5% | 40,4% | |
| Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements | 56.958 | 52.183 | 9,2% |
* Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten.
Beim kurzfristigen Fremdkapital wurden u.a. bestehende bilaterale kurzfristige Kreditlinien genutzt. Am Jahresende existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sog. „Financial Covenants"), bestehen nicht.
Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.
37 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken zugeordnet. Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher — soweit erforderlich — in der Überleitungsrechnung erfasst.
Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2010 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.
Die Umsatzerlöse und langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) gliedern sich nach Regionen wie folgt:
| Inland TEUR |
Übriges Europa TEUR |
Übersee TEUR |
edding Konzern TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| 2010 | ||||
| Externe Umsatzerlöse | 44.396 | 54.794 | 10.106 | 109.296 |
| Langfristige Vermögenswerte | 15.073 | 3.771 | 1.361 | 20.205 |
| 2009 | ||||
| Externe Umsatzerlöse | 43.132 | 48.858 | 7.463 | 99.453 |
| Langfristige Vermögenswerte | 15.357 | 3.719 | 1.013 | 20.089 |
Im Geschäftsjahr 2010 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt.
Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Segmentergebnis (EBIT) | 14.489 | 10.103 |
| EBIT der edding AG | – 6.321 | – 5.297 |
| Konsolidierung | 512 | 30 |
| Konzern-EBIT | 8.680 | 4.836 |
| Beteiligungsergebnis | – 124 | – 107 |
| Finanzergebnis | – 405 | – 566 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 8.151 | 4.163 |
38 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des edding Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe der Berichtsperiode verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterteilt.
Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt.
Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinseinnahmen | 185 | 121 |
| Zinsausgaben | 463 | 709 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | 5.245 | 1.605 |
Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen haben nicht stattgefunden.
39 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.
Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen Susanne Ledermann, Beatrix Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann, Angelika Schumacher, Dina Alexandra Schumacher und Per Ledermann wurden in 2010 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.
Gegen das Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R. L. de C.V. bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 551). Zudem wurden im Geschäftsjahr Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber das Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 902 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen, da deren Uneinbringlichkeit als wahrscheinlich erachtet wird. Die im Geschäftsjahr mit dem Gemeinschaftsunternehmen erzielten Umsatzerlöse betragen TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 161).
Darüber hinaus haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
40 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG
Bereits in den Vorjahren haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben: Volker D. Ledermann, Susanne Ledermann, Beatrix Ledermann, Angelika Schumacher, Per Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann und Dina Alexandra Schumacher.
Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG.
Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.
41 Organe der edding AG
Alleiniger Vorstand der edding AG ist Per Ledermann, Kaufmann, Ahrensburg.
Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 betragen TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 364). Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird.
Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betragen TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 1.034) und die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 93). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2010 TEUR 10.759 (Vorjahr: TEUR 10.675).
Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:
| Mitglied | Funktion |
|---|---|
| Rüdiger Kallenberg, Rellingen | Vorsitzender |
| Bankkaufmann | |
| Chehab Wahby, Bruchsal | Stellvertretender Vorsitzender |
| Kaufmann | |
| Roberto Hübner, Cottbus | Arbeitnehmervertreter |
| Ingenieur | |
| Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg | Ersatzmitglied |
| Rechtsanwältin | |
| Karl Sieveking, Hamburg | Ersatzmitglied |
| Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht |
42 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
Nach Zuführung von TEUR 855 aus dem Jahresüberschuss 2010 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 1.854.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:
EUR 1,75 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,–
EUR 1,71 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,–
43 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 123 | 103 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 4 | – |
| Steuerberatungsleistungen | – | – |
| Sonstige Leistungen | 7 | 14 |
| Gesamthonorar | 134 | 117 |
44 Anteilsbesitz
| Name | Sitz | Beteiligungsquote % |
|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||
| edding AG | Ahrensburg | |
| Konsolidierte Gesellschaften | ||
| Inland | ||
| edding International GmbH | Ahrensburg | 100 |
| edding Vertrieb GmbH | Ahrensburg | 1001) |
| V. D. Ledermann & Co. GmbH | Ahrensburg | 100 |
| Legamaster GmbH | Ahrensburg | 100 |
| edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG | Düsseldorf | 100 |
| DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG | Eschborn | 98 |
| Ausland | ||
| edding Benelux group B.V. | Lochem, Niederlande | 1001) |
| Legamaster International B.V. | Lochem, Niederlande | 1001) |
| edding Legamaster B.V. | Lochem, Niederlande | 1001) |
| edding Lega International B.V.B.A. | Mechelen, Belgien | 1001) |
| edding Argentina S.A. | Buenos Aires, Argentinien | 100 |
| EDDING (U.K.) LTD. | St. Albans, Großbritannien | 100 |
| edding France SAS | Roncq, Frankreich | 1001) |
| edding Hellas Ltd. | Athen, Griechenland | 100 |
| edding Italia s.r.l. i.L. | Mailand, Italien | 1002) |
| edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. | Istanbul, Türkei | 1002) |
| edding Japan Inc. | Tokio, Japan | 76 |
| edding Colombia S.A.S. | Sabaneta, Kolumbien | 60 |
| Gemeinschaftsunternehmen | ||
| edding Mexico S. de R. L. de C.V. | Mexico-City, Mexiko | 50 |
1) mittelbar über die edding International GmbH bzw. deren Beteiligungen
2) 90 % unmittelbar; 10 % mittelbar über die edding International GmbH
Die edding Mexico S. de R. L. de C.V. erzielte in 2010 ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR — 258 (Vorjahr: TEUR — 224). Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2010 TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 299).
Die edding Vertrieb GmbH hält 5,56 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH, Stuttgart.
45 Entsprechenserklärung
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding-ag.de veröffentlicht.
Ahrensburg, den 14. April 2011
Der Vorstand
P. Ledermann
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 15. April 2011
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH und Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer
Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer
Versicherung des gesetzlichen Vertreters
(Bilanzeid)
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Ahrensburg, den 14. April 2011
Der Vorstand
P. Ledermann