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edding AG Annual Report 2009

Jun 22, 2010

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Annual Report

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Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

Ertragslage Konzern 2009 2008 2007 2006
Jahresüberschuss 2.741 4.911 5.886 6.446
in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) 9,2% 17,0% 23,4% 32,6%
Ergebnis vor Steuern 4.163 7.325 7.183 6.542
EBIT 4.836 8.342 7.967 7.981
in % vom Umsatz 4,9% 7,3% 7,2% 7,6%
Umsatzerlöse 99.453 113.906 110.000 105.608
Veränderung -12,7% 3,6% 4,2% 5,2%
Auslandsanteil 56,6% 57,4% 58,0% 57,5%
Rohergebnis 1) 57.278 66.312 65.547 61.142
in % von der Gesamtleistung 57,4% 58,0% 59,3% 57,8%
Personalaufwand 25.957 27.560 27.601 25.048
in % vom Umsatz 26,1% 24,2% 25,1% 23,7%
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 566 594 598 574
Vermögenslage Konzern
Bilanzsumme 71.253 74.745 73.955 73.870
Veränderung -4,7% 1,1% 0,1% 13,4%
Eigenkapital 29.720 28.822 25.106 19.760
in % der Bilanzsumme 41,7% 38,6% 34,0% 26,7%
Langfristige Verbindlichkeiten 21.859 23.890 24.519 29.052
Kurzfristige Verbindlichkeiten 19.674 22.033 24.330 25.058
Langfristige Vermögenswerte 24.877 26.138 25.475 24.711
in % vom Eigenkapital 83,7% 90,7% 101,5% 125,1%
Kurzfristige Vermögenswerte 46.376 48.607 48.480 49.159
davon Vorräte (31.12.) 12.745 16.238 15.770 13.556
Vorräte Jahresdurchschnitt 14.792 16.510 15.256 14.170
in % der Umsatzerlöse 14,9% 14,5% 13,9% 13,4%
edding AG 2009 2008 2007 2006
Jahresüberschuss 4.103 5.367 5.038 4.336
Ergebnis vor Steuern 6.043 8.367 7.849 4.845
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473,219 473.219 483.061
Jahresüberschuss je Aktie 3,82 € 5,00 € 4,70 € 4,00 €
Dividende
Stammstückaktien 1,00 € 1,00 € 1,71 € 1,71 €
Vorzugsstückaktien 1,02 € 1,02 € 1,75 € 1,75 €
Aktienkurs am 31.12. 33,50 € 36,00 € 37,50 € 33,00 €

1) ohne sonstige betriebliche Erträge

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2009.

Auch für den edding Konzern war es wie für viele Unternehmen das schwierigste Jahr in seiner fünfzigjährigen Geschichte. Bereits zu Beginn des Jahres sah sich die Geschäftsleitung einem massiven Umsatzrückgang in allen Geschäftsfeldern und Märkten gegenüber, der zeitweise mehr als 20% betrug.

Allerdings traf diese Entwicklung den Konzern nicht unvorbereitet. Bereits im letzten Quartal 2008 hatte sich ein massiver weltweiter Wirtschaftsabschwung angekündigt. Aufsichtsrat und Vorstand vereinbarten deshalb noch im Rahmen der Planungsphase für das Jahr 2009 alternative Szenarien unter Einbeziehung von Kostensparprogrammen, die noch im ersten Quartal des Jahres 2009 in Kraft gesetzt wurden. Dazu gehörte auch die Einführung von Kurzarbeit in den deutschen Standorten des Konzerns.

Dabei wurde darauf geachtet, dass die Ressourcen im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie nicht beeinträchtigt wurden. Dies geschah durch eine Neuallokation der verfügbaren Mittel.

Außerdem erwies sich im Bereich des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation die bereits im Vorjahr durchgeführte Produktionsverlagerung – und damit die Aufgabe der konzerneigenen Fertigung in den Niederlanden – als hilfreich. Die Maßnahme führte bereits im ersten Jahr trotz einiger Reibungsverluste zu deutlich niedrigeren Beschaffungskosten und brachte der edding Lega International B.V. nach langen Verlustjahren wieder ein positives Ergebnis.

Anfang 2010 haben sich die Konzernumsätze auf dem niedrigeren Niveau stabilisiert.

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten wird im Konzernlagebericht des Vorstands detailliert erläutert.

Über die Situation und Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurde der Aufsichtsrat im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend in vier Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Sitzungen nahmen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.

Zusätzlich zu den Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere dessen Vorsitzender, auch zwischen den Sitzungsterminen im engen Kontakt zum Vorstand der edding AG.

Durch regelmäßige – sowohl schriftliche als auch mündliche – Berichte des Vorstands über die Ertrags-, Umsatz- und Finanzlage, die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung war der Aufsichtsrat jederzeit über die aktuelle Geschäftslage unterrichtet. Die Information über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen wurde durch monatliche schriftliche Berichte gewährleistet.

Daneben erhielt der Aufsichtsrat vierteljährlich detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften sowie Einschätzungen über die zukünftigen Chancen und Risiken.

Unabhängig von der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden dem Aufsichtsrat aus dem internen Kontrollsystem quartalsweise Berichte über die wesentlichen Risiken des Konzerns, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Behandlung bzw. Vermeidung zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen waren geeignet, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems zu beurteilen und gaben zu keinen Beanstandungen Anlass.

In seiner Sitzung im Dezember 2009 nahm der Aufsichtsrat die vom Vorstand im Rahmen der verabschiedeten Strategie erstellte Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre zustimmend zur Kenntnis.

Nach entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung in 2009 beauftragte der Aufsichtsrat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2009, vereinbarte das Honorar des Abschlussprüfers und legte die Prüfungsschwerpunkte fest.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, prüfte den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der edding AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht der edding AG nach den einschlägigen Richtlinien.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG wurden am 30. März 2010 und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der edding AG wurden am 16. April 2010 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Prüfungsberichte für die edding AG und den edding Konzern wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von ihnen geprüft.

In der Aufsichtsratssitzung am 27. April 2010 wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu und hat den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2009 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

In derselben Sitzung des Aufsichtsrats am 27. April 2010 wurden im Beisein des Abschlussprüfers der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat nahm den Konzernabschluss der edding AG billigend zur Kenntnis.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand dankt der Aufsichtsrat für ihren persönlichen Einsatz, der im abgelaufenen Geschäftsjahr in erhöhtem Maße erforderlich war. Ein besonderer Dank geht auch an die Arbeitnehmervertreter des Konzerns, die durch ihre konstruktive Haltung die krisenbedingten Auswirkungen auf die Beschäftigung mitgetragen haben.

Ahrensburg, 27. April 2010

Der Aufsichtsrat

Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender

Corporate-Governance-Bericht

gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleistet sein, um bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 06. Juni 2008 für den Zeitraum der Geltung dieser Fassung und in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 2.3.3 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Ziffer 3.8 DCGK

Eine Selbstbeteiligung des Vorstandes ist bei einer D&O-Versicherung (Directors’ & Officers-Versicherung) auf drei Monatsgehälter begrenzt. Damit wird die gesetzliche Übergangsregelung gemäß § 23 Abs. 1 EGAktG auf der Grundlage des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) in Anspruch genommen. Eine Selbstbeteiligung der Aufsichtsratsmitglieder ist bei der D&O-Versicherung bislang nicht vereinbart, woran bis zum Ende der Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder im Jahre 2012 festgehalten werden soll. Für künftig neu zu bestellende Aufsichtsratsmitglieder sollen D&O-Versicherungen nach Maßgabe des dann geltenden Rechts und des DCGK abgeschlossen werden.

Ziffer 3.10 DCGK

Der Corporate Governance Bericht wird weiter als Bestandteil des Geschäftsberichts veröffentlicht. Zusätzlich wird ab 2010 die gemäß § 289a HGB erstmals erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der edding AG öffentlich zugänglich gemacht, in der auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt wird.

Ziffer 4.2.1 DCGK

Seit dem 01. Januar 2009 besteht der Vorstand aus einem Vorstandsmitglied, da die operative Geschäftsführung des Konzerns in weiten Teilen auf die edding International GmbH übertragen wurde.

Ziffer 4.2.3 DCGK

Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen variabler Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter werden seitens der Gesellschaft angesichts des Umfangs der Börsenkapitalisierung als nicht sinnvoll angesehen. Die Grundzüge des Vergütungssystems sind mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts auf der Internetseite in verständlicher Form bekannt gemacht.

Ziffer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit nach Fixum und erfolgbezogenen Komponenten aufgeteilt ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf die Offenlegung der anderen nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) erforderlichen Angaben verzichtet wird.

Ziffer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der Vorstandsvergütung und des Vergütungssystems in einem Vergütungsbericht als Teil des Corporate Governance Berichts wird abgesehen, da die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Ziffer 4.2.4 DCGK).

Ziffer 5.1.2 und Ziffer 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Ziffer 5.3 DCGK

Die Bildung von Ausschüssen – einschließlich eines Audit Commitees – durch den Aufsichtsrat ist aufgrund der Größe des Unternehmens und der Besetzung des Aufsichtsrates mit nur drei Aufsichtsratsmitgliedern nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Gleiches gilt für den zu bildenden Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK.

Ziffer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder ist vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2004 abgelehnt worden. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird statt im Corporate Governance Bericht im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und jährlich durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrates auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt und dort zu entnehmen.

Ziffer 6.2 DCGK

Die Gesellschaft veröffentlicht eingehende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären gemäß §§ 21 und 25 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in der gemäß § 26 WpHG erforderlichen Weise.

Ziffer 6.6 DCGK

Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG ("Directors’ Dealings"). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG.

Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden über die Veröffentlichung der vorstehend genannten Directors’ Dealings hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz i.V.m. §§ 21 ff. WpHG (Geschäftsbericht für Einzelabschluss) ergibt; letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte und nicht auf den Aktienbesitz. Auf eine gesonderte Wiedergabe der vorstehenden Angaben im Corporate Governance Bericht wird verzichtet.

Ziffer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können weder grundsätzlich der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen noch eventuelle Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Abs. 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekanntgemacht; im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht.

Für das Berichtsjahr 2010 wird - soweit vorstehend nicht bereits ausdrücklich dargelegt - entsprechend verfahren.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 kann auf der Internetseite der edding AG, Bereich Investor Relations eingesehen werden.

Ahrensburg, den 12. Februar 2010

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

Konzernlagebericht

Das wirtschaftliche Umfeld

Das Umfeld des Jahres 2009 bestätigte die düsteren Prognosen; die US-amerikanische Finanzkrise mündete in die größte Weltwirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte.

Insgesamt geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die Weltwirtschaft 2009 um 0,8% schrumpfte1, wobei die Verluste auf breiter Front erfolgten. Neben den USA mit -2,5% verzeichnete auch die Eurozone einen Rückgang von 3,9%, Deutschland dabei sogar von 4,8%1. In den anderen für uns wichtigen Märkten Osteuropa (insgesamt: -4,3%, Russland: -9,0%) und Lateinamerika (Brasilien: -0,4%, Mexiko: -6,8%) waren die Rückschläge sogar noch härter1.

Positiv war lediglich zu vermelden, dass die Wirtschaft den Arbeitsmarkt nicht in gleichem Maße in den Abwärtsstrudel riss. Vom Beginn der Krise im September 2008 bis zum Höhepunkt im September 2009 wurden in Deutschland „lediglich“ 104.000 Erwerbstätige weniger registriert2. Per Ende Dezember lag die Arbeitslosenquote bei 7,8% gegenüber 7,4% Ende 20083. Abgefedert wurde die Entwicklung dabei durch eine umfangreiche Nutzung der Kurzarbeit, zeitweise waren knapp 1,5 Mio. Beschäftigte in Kurzarbeit registriert3.

Als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stellten sich zudem scharfe Entwicklungen an den Währungsmärkten ein. Insbesondere die Auflösung der Carry Trades führte zu einer Umkehr der schwachen Yen-Entwicklung der Vorjahre.

Angesichts der brennenden Probleme auf den Wirtschaftsmärkten traten politische Spannungen etwas in den Hintergrund. Auf der anderen Seite war die Politik aber sehr mit der Lösung der Finanzprobleme beschäftigt, so dass die seit Jahren ungelösten Konflikte wie die im Iran, Afghanistan sowie dem Nahen Osten, einer Lösung nicht nähergebracht wurden. Daneben brachten Ereignisse wie der Ausbruch des H1N1-Virus zusätzliche Herausforderungen.

Positiv zu vermerken ist, dass die Debatte zur Sicherung der Existenzgrundlagen unseres Planeten anders als früher auch in der Wirtschaftskrise nicht verstummt – ein Hinweis darauf, dass die Bedeutung dieses Themas viel tiefer im Bewusstsein der Menschen angekommen ist, aber auch, dass die Probleme drängender werden.

Auch die Industrie für Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) konnte sich der Krise nicht entziehen. Die im Altenaer Kreis (AK) zusammengeschlossenen 20 führenden PBS-Markenfirmen prognostizierten im November einen Umsatzrückgang von etwa 9% in 2009.4 Es zeigte sich jedoch, dass in der Tendenz der private Konsum weitaus weniger betroffen war als der gewerbliche Verbrauch.

1 World Economic Outlook, IMF

2 Bundesagentur für Arbeit, Broschüre „Ein Jahr Krise auf dem Deutschen Arbeitsmarkt“

3 Bundesagentur für Arbeit, Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Zahlen, Januar 2010

4 Pressemitteilung des Altenaer Kreises vom 19.11.2009

Entwicklung der Geschäftsfelder

Im Geschäftsjahr 2009 haben die beiden Geschäftsfelder des edding Konzerns, Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, krisenbedingt Umsätze eingebüßt.

Während sich nach dem ersten Halbjahr 2009 deutlich höhere Umsatzverluste abgezeichnet hatten, konnte die Umsatzsituation durch eine erfreulichere Entwicklung im zweiten Halbjahr noch verbessert werden.

Umsatzerlöse

nach Geschäftsfeldern
2009 2008 Veränderung
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Inland 30,2 33,3 -3,1 -9,3
übriges Europa 31,0 37,9 -6,9 -18,2
Übersee 5,8 6,0 -0,2 -3,3
67,0 77,2 -10,2 -13,2
Visuelle Kommunikation
Inland 10,8 12,2 -1,4 -11,5
übriges Europa 15,0 16,9 -1,9 -11,2
Übersee 1,1 1,3 -0,2 -15,4
26,9 30,4 -3,5 -11,5
Partnermarken und Sonstige Erlöse 5,6 6,3 -0,7 -11,1
99,5 113,9 -14,4 -12,7

**Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

– Hauptmarke edding –**

Auch im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wurden die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 deutlich. Mit einem Umsatzrückgang von 13,2% verloren wir nominal rund 10,2 Mio. Euro. Damit wurde der Umsatz auf ein Niveau des Jahres 2005 reduziert.

Die Gründe dafür sind vielfältig.

Zum einen traf uns in fast allen unserer Märkte die hohe Abhängigkeit vom gewerblichen und dort speziell vom Industriesektor. Wo die Bänder stillstanden oder im Rahmen von Kurzarbeit reduziert liefen, sank auch der Markierbedarf entsprechend. Daneben war bei vielen gewerblichen Einkäufern eine Wende von nachhaltiger Qualitäts- zu kurzfristiger Budgetorientierung zu erkennen, wodurch dann und wann minderwertigere No Name Produkte den Qualitätsmarken Marktanteile abnahmen.

Diese Faktoren waren insbesondere in Deutschland spürbar, wo wir uns als dominanter Marktführer in einem schrumpfenden Markt einem Umsatzrückgang um 9,3% nicht widersetzen konnten.

Regional war die größte Schwäche jedoch in den übrigen europäischen Märkten zu sehen, in denen wir sogar 18,2% Umsatz verloren. Diese Zahl muss jedoch vor dem Hintergrund unserer Vertriebsstrukturen leicht revidiert werden, da wir in vielen unserer Märkte mit jeweils einem Vertriebspartner aktiv sind. Folge ist, dass bei einer Lagerreduktion das Umsatzminus für edding deutlicher ausfällt als der Rausverkauf in den Markt, der Maßstab für den Erhalt der Marktanteile ist. Insbesondere in Osteuropa, dort namentlich Russland, ist dieser Effekt bedeutend, jedoch vermuten wir dort selbst nach Bereinigung dieser Effekte noch Rückgänge von deutlich über 20%.

Tendenziell stabiler zeigten sich Märkte mit geringer Abhängigkeit von industrieller Fertigung wie BeNeLux oder die Schweiz.

Deutlich moderater fiel der Rückgang auch in unseren Überseemärkten aus, die allerdings zum Teil bereits in den Vorjahren durch die US-Dollarschwäche gelitten hatten.

Marketing und Produkte

Das schwierige Jahr 2009 wurde gestützt durch eine Reihe von Neueinführungen, darunter diverse Trendprodukte wie ein Doppelspitzlackmarker im jugendlichen Design oder der Living Pen, ein Stift, in dem ein kleiner Kaktus wächst.

Ebenso wurde im Schulanfangsgeschäft mit der „Mark your Style“ Back-to-School-Promotion der Erfolg der Vorjahre fortgesetzt.

Aber auch im industriellen Bereich wurde mit der Einführung eines Markers für die Anwendung im Reinraum eine weitere Anwendung erschlossen.

Konzeptionell schritt die Einführung unseres Do-it-Yourself-Programms für den Baumarkt voran. In diesem in weiten Teilen für uns neu zu erschließenden Kanal wurde dank nachhaltiger Vertriebspolitik die Distribution deutlich ausgebaut.

Ein wesentlicher Schritt gelang uns außerdem mit dem Ausbau unserer „EcoLine“-Produktpalette. Dieses als Weiterentwicklung unserer ressourcenschonenden Portfoliopolitik eingeführte Sortiment zielt auf die kontinuierliche Optimierung sämtlicher Produktkomponenten unter ökologischen Gesichtspunkten. So zählen zu diesem Sortiment Marker, deren Schäfte, Filter und Spitzen zum Großteil aus recyceltem Material oder aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Ebenso wurde in einem Textmarker der Einsatz von Tinten auf naturbasierten Farbstoffen wie Chlorophyll oder Karmin möglich.

Neben dem Beitrag zu unserer Umweltphilosophie erzielte dieses Sortiment auch im trüben Konjunkturumfeld des Jahres 2009 einen beachtlichen Markterfolg.

**Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

– Hauptmarke Legamaster –**

Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im Business-to-Business Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Da es sich bei den Legamasterprodukten um investitionsnahe Güter handelt, sind diese verstärkt Konjunkturzyklen unterworfen. Vor diesem Hintergrund werten wir den Umsatzrückgang von 11,5% in 2009 noch als moderat. Insgesamt ging der Nominalumsatz von 30,4 Mio. Euro auf 26,9 Mio. Euro zurück.

Dieser konsolidierte Jahreswert enthält jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen. Während das Geschäft mit den klassischen Kommunikationsmitteln wie Whiteboards, Flipcharts und Moderationswänden konjunkturbedingt zurückging, erlebte der Bereich der interaktiven Kommunikationstechnik eine Sonderkonjunktur. Hinter diesem Bereich verbergen sich vor allem Tafeln, die ein Übertragen des Geschriebenen auf den Computer sowie interaktive Arbeit in bereits digital erstellten Präsentationen ermöglichen. In diesem Bereich konnten wir in 2009 ein Wachstum von deutlich über 50% verbuchen, womit die interaktive Technik als Produktgruppe binnen weniger Jahre zu unserem zweitgrößten Umsatzträger im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation aufgestiegen ist. Ebenfalls profitieren konnten wir in diesem Bereich von der Auflösung diverser Investitionsstaus im deutschen Schulbereich, der – gestützt durch die Konjunkturpakete der Bundesregierung – endlich in größerem Umfang in moderne Kommunikationsmedien investiert. Hier sind unsere europäischen Nachbarländer bereits deutlich weiter, wovon wir besonders in den BeNeLux-Staaten mit Legamaster partizipieren konnten.

Regional wurde Wachstum zudem aus neuen Märkten realisiert, in denen wir neue Vertriebspartnerschaften, gerade auch für den interaktiven Bereich, aufbauen konnten. Besonders zu nennen ist hier die in 2009 begonnene Partnerschaft mit einem russischen Technikspezialisten.

Ebenfalls unterstützend im technischen Bereich wirkte die Internationalisierung der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen 3M, dessen Beamer und audiovisuelle Produkte nunmehr auch in den Niederlanden über die Legamaster-Organisation vertrieben werden.

In der Summe musste der europäische Markt außerhalb Deutschlands für Legamaster einen Rückgang von 11,2% hinnehmen, Deutschland selbst rutschte unwesentlich mehr um 11,5% ins Minus.

Intern war der Bereich Legamaster in 2009 durch eine Reihe struktureller Veränderungen gekennzeichnet. Insbesondere eine klarere organisatorische Trennung vom Bereich Schreiben und Markieren wurde als Reaktion auf die vermehrt unterschiedlichen Schwerpunkte beider Geschäftsfelder vollzogen. So stellt besonders das beratungsintensive Projektgeschäft vertrieblich wie logistisch andere Anforderungen an unsere Leistung als dies im eher traditionellen Bürobedarfsgeschäft der Fall ist.

Marketing und Produkte

Die unter dem Motto „Ende der Kreidezeit“ gestartete Produkt- und Kommunikationsoffensive zur Förderung der interaktiven Medien im Schulbereich war auch in 2009 ein wesentlicher Schwerpunkt der Aktivitäten.

Daneben wurde auf den Jahresauftaktmessen 2010 unser neues Legamaster e-Board FLEX Sortiment vorgestellt, das eine Konfiguration von Komponenten nach den individuellen Anwenderbedürfnissen vorsieht. Mit über 300 Kombinationen bieten wir damit die größte interaktive Tafelvielfalt am Markt.

Mit dem eBeam Edge-System wurde zudem eine Fortentwicklung unserer portablen interaktiven Technologie eingeführt, die sowohl technisch als auch im Design neue Maßstäbe setzt. Mittels dieses derzeit kleinsten interaktiven Whiteboard-Systems der Welt lässt sich jede glatte Oberfläche in eine interaktive Tafel verwandeln.

Mit dem interaktiven e-table wurde zudem erstmalig ein interaktives Legamasterprodukt in die horizontale Anwendung gebracht.

Partnermarken

Die Umsätze mit Partnermarken und sonstigen Erlösen sind in 2009 um 11,1% gesunken. Wie bereits im Vorjahr sind die Umsätze mit der Marke Senator plangemäß zurückgegangen, was zum Teil durch gesteigerte Umsätze aus der Kooperation mit der Firma UHU (Klebstoffe) kompensiert werden konnte.

Ertragslage

2009

TEUR
2008

TEUR
Veränderung

%
Umsatzerlöse 99.453 113.906 -12,7
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 269 446 -39,7
Gesamtleistung 99.722 114.352 -12,8
Materialaufwand -42.444 -48.040 -11,6
Rohergebnis 57.278 66.312 -13,6
in % von der Gesamtleistung 57,4% 58,0%
Personalaufwand -25.957 -27.560 -5,8
in % vom Umsatz 26,1% 24,2%
Abschreibungen -3.380 -3.516 -3,9
Sonstige betriebliche Erträge 3.810 2.925 30,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.915 -29.819 -9,7
EBIT 4.836 8.342 -42,0
in % vom Umsatz 4,9% 7,3%
Finanz- und Beteiligungsergebnis -673 -1.017 -33,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.163 7.325 -43,2
Ertragsteuern -1.422 -2.414 -41,1
Konzernjahresergebnis 2.741 4.911 -44,2
in % vom Umsatz 2,8% 4,3%

Die Ertragslage ist wesentlich geprägt durch die aufgrund der Wirtschaftslage rückläufige Umsatz- und Margensituation. Das konzernweit umgesetzte Kostensparpaket konnte die entgangene Rohmarge nur zum Teil kompensieren. Insgesamt konnte hierdurch dennoch ein – gemessen an den Marktverhältnissen – durchaus respektables Ergebnis erzielt werden.

Der Umsatz des edding Konzerns sank gegenüber dem Vorjahr um 12,7% auf 99,5 Mio Euro. Der Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren lag bei 13,2% und im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation bei 11,5%.

Der Rückgang der Rohergebnisquote um 0,6%-Punkte auf 57,4% ist neben einem veränderten Produktmix im Wesentlichen auf Margenverluste in den auf Euro-Basis einkaufenden Tochtergesellschaften in Großbritannien und der Türkei aufgrund der Schwäche der jeweiligen Landeswährung zurückzuführen.

Die Entwicklung der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Kostensparmaßnahmen wie Nichtbesetzung freiwerdender Stellen und Kurzarbeit an den deutschen Standorten. Zusätzlich wirken sich ergebnisbedingt geringere Bonuszahlungen aus, so dass sich insgesamt ein Rückgang der Personalaufwendungen um 1,6 Mio. Euro ergibt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 0,9 Mio. Euro über Vorjahresniveau, was im Wesentlichen auf Auflösungen von Rückstellungen und Wertanpassungen des Deckungskapitals zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 2,9 Mio. Euro unter denen des Vorjahres. Neben dem Rückgang der Kosten für Werbung und Marketing um 1,0 Mio. Euro und der Personalnebenkosten um 0,6 Mio. Euro sind die Wechselkursverluste um 1,2 Mio. Euro sowie umsatzbedingt die Fracht- und Logistikkosten um 0,4 Mio. Euro gesunken. Dagegen sind die Wertberichtigungen auf Forderungen um rd. 0,7 Mio. Euro gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 3,5 Mio. Euro von 8,3 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro, was einem Rückgang der EBIT-Marge von 7,3% auf 4,9% entspricht.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis verbesserte sich um 0,3 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr, was hauptsächlich auf geringere Zinsaufwendungen zurückzuführen ist.

Der Jahresüberschuss des Konzerns ist mit 2,7 Mio. Euro positiv ausgefallen. Nach den dramatischen Umsatzrückgängen insbesondere im ersten Halbjahr war zunächst nur ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet worden. Dank der Kostensparmaßnahmen und der Erholung der Umsatzerlöse zum Jahresende konnte dieses bessere – wenngleich deutlich unter dem Vorjahr liegende – Ergebnis erwirtschaftet und auch im 50. Jahr unserer Geschichte der Einsatz der roten eddings vermieden werden. Der Vorstand beurteilt damit den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der konjunkturbedingt rückläufigen Umsatzerlöse als grundsätzlich noch befriedigend.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des edding Konzerns ist zum 31. Dezember 2009 von 74,7 Mio. Euro im Vorjahr um 4,7% auf 71,3 Mio. Euro gesunken. Gleichzeitig hat sich die Eigenkapitalquote von 38,6% auf 41,7% verbessert.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich von 26,1 Mio. Euro um 4,8% auf 24,9 Mio. Euro vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die abschreibungsbedingt rückläufigen Sachanlagen zurückzuführen. Die Investitionen waren im Rahmen der konzernweit umgesetzten Kostensparmaßnahmen von 5,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 2,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr reduziert worden und konzentrierten sich auf Technische Anlagen und Maschinen sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Als bedeutende Zugänge sind Maschinen, Werkzeuge und andere Anlagen für die Produktionsstandorte Bautzen und Argentinien zu nennen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von 48,6 Mio. Euro um 4,6% auf 46,4 Mio. Euro gesunken. Der stichtagsbedingte Anstieg der Flüssigen Mittel wurde durch den Rückgang der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte – insbesondere der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte – deutlich überkompensiert.

Während sich das Eigenkapital ergebnis- und thesaurierungsbedingt von 28,8 Mio. Euro im Vorjahr um 3,1% auf 29,7 Mio. Euro erhöht hat, waren sowohl langfristige als auch kurzfristige Verbindlichkeiten rückläufig. Insbesondere die planmäßige Tilgung der langfristigen Finanzschulden sowie ein Rückgang der latenten Steuern haben zur Minderung der langfristigen Verbindlichkeiten von 23,9 Mio. Euro um 8,5% auf 21,9 Mio. Euro geführt. Während die kurzfristigen Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen sind, waren die übrigen kurzfristigen Passiva rückläufig, so dass die kurzfristigen Verbindlichkeiten insgesamt von 22,0 Mio. Euro um 10,7% auf 19,7 Mio. Euro gesunken sind.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr von 7,1 Mio. Euro um 67,3% auf 11,9 Mio. Euro gestiegen. Neben dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat insbesondere der deutliche Abbau der Vorräte zu diesem Liquiditätsgewinn beigetragen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist als Folge des reduzierten Investitionsvolumens mit -2,0 Mio. Euro deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr (-4,8 Mio. Euro).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist von -3,1 Mio. Euro im Vorjahr um 13,4% auf -3,5 Mio. Euro gestiegen. Während für die Zahlungen von Dividenden sowie die planmäßige Tilgung von Krediten weniger Finanzmittel abflossen, kam es durch die Begleichung sonstiger Finanzschulden zu höheren Auszahlungen als im Vorjahr. Kreditvereinbarungen bestehen mit mehreren Finanzinstituten, wurden jedoch aufgrund der guten Liquiditätslage nur vorübergehend in unwesentlichem Umfang in Anspruch genommen.

Im Jahr 2009 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben.

Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2010.

Entwicklung der Konzerngesellschaften

Insgesamt ist festzustellen, dass sich die aufgrund der Wirtschaftskrise rückläufige Umsatz- und Margensituation auf nahezu alle Konzerngesellschaften ausgewirkt hat. Dabei ist das Ausmaß je nach Region unterschiedlich stark. Die konzernweit umgesetzten Kostensparmaßnahmen konnten die entgangenen Rohergebnisse dabei nur zum Teil kompensieren. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat dazu geführt, dass unsere Aktivitäten zur Verbesserung der Ertragslage in einigen Tochtergesellschaften noch nicht zu positiven Ergebnissen geführt haben, wenngleich einzelne Erfolge bereits erkennbar sind.

Mutterunternehmen

Aufgabe der edding Aktiengesellschaft ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Finanzen, Personal und IT angesiedelt. Zu Beginn des Jahres 2009 wurde die operative Geschäftsführung des Konzerns in weiten Teilen auf die edding International GmbH übertragen. In diesem Zusammenhang sind zum 1. Januar 2009 25 Mitarbeiter in die Tochtergesellschaft gewechselt. Als Folge dieser Veränderung wurde im Geschäftsjahr 2009 unter anderem auch die Beteiligung an der niederländischen Tochtergesellschaft mittelbar auf die edding International GmbH übertragen.

Die Ertragslage der edding Aktiengesellschaft ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH. Das entsprechende Beteiligungsergebnis liegt mit 11,3 Mio. Euro deutlich unter Vorjahr (16,8 Mio. Euro). Dies konnte nur zu einem Teil durch Kostensparmaßnahmen kompensiert werden; das Ergebnis vor Steuern liegt mit 6,0 Mio. Euro entsprechend unter dem Vorjahreswert von 8,4 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss ist von 5,4 Mio. Euro auf 4,1 Mio. Euro gesunken.

Tochtergesellschaften

Die edding International GmbH nimmt alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr. Im Rahmen des Geschäftsfeldes Schreiben und Markieren ist die Gesellschaft für die operative Steuerung von Beschaffung sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten zuständig. Die Gesellschaft erzielte ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern in Ländern ohne konzerneigene Vertriebsgesellschaften. Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, aus dem eine Ergebnisverbesserung von 0,8 Mio. Euro erzielt wurde. Insgesamt liegt der Umsatz deutlich unter Vorjahr. Der Rückgang zieht sich nahezu durch alle Märkte, besonders stark betroffen ist aber Osteuropa und hier insbesondere Russland, das in den Vorjahren noch zu den Wachstumstreibern gehörte. Dies führt zu einem deutlich unter Vorjahr liegenden Ergebnis von 11,9 Mio. Euro (Vorjahr: 16,4 Mio. Euro), das an die edding Aktiengesellschaft abgeführt wurde.

Die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation obliegt der edding Lega International B.V. (Niederlande). Zudem ist die Gesellschaft zuständig für den regionalen Vertrieb des gesamten Konzernportfolios in den Niederlanden.

Im Jahr 2009 wurde eine Reorganisation der Gesellschaften im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation begonnen. Die niederländische Tochtergesellschaft wurde zum 1. Januar 2010 in Legamaster International B.V. umbenannt. Dort wurden diverse Projekte aufgesetzt, welche die Prozessoptimierung und die Neuausrichtung des Vertriebs beinhalten. Insgesamt musste ein Umsatzrückgang von rd. 10% verkraftet werden. Im Segment Visuelle Kommunikation konnte insbesondere im lokalen Vertrieb starkes Wachstum im Bereich der interaktiven Technik die Rückgänge in den klassischen Bereichen ausgleichen. Erste positive Effekte aus den im Rahmen der Restrukturierung angestoßenen Projekten in Verbindung mit umfangreichen Kostensparmaßnahmen konnten zu einem deutlich über Vorjahr liegenden positiven Ergebnis beitragen, was unter den gegebenen Marktbedingungen ein großer Erfolg ist. Im Rahmen der Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten wurde der lokale Vertrieb in den Niederlanden für alle Marken des Konzerns aus der Gesellschaft herausgelöst und nach Ende des Berichtsjahres zum 1. Januar 2010 in eine neue Gesellschaft, die edding Legamaster B.V., eingebracht. Damit konzentrieren sich ab 2010 sämtliche Aktivitäten der Legamaster International B.V. auf das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation.

Um eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften zu ermöglichen, wurde mit der edding Benelux group B.V. (Niederlande) eine nicht operative Holding als Tochtergesellschaft der edding International GmbH gegründet.

In diesem Zusammenhang ist auch die Legamaster GmbH durch Umfirmierung der bis dahin nicht operativ tätigen Konzerngesellschaft BMR Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH entstanden. Diese wird ihren operativen Geschäftsbetrieb im Geschäftsjahr 2010 aufnehmen und in mehreren Schritten den Vertrieb für Visuelle Kommunikation in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreuen. Insbesondere erfolgt hier der sogenannte Projektvertrieb, der in Zusammenarbeit mit dem Fachhandel Lösungen für gewerbliche Anwender und Schulen realisiert.

Der Vertrieb in Deutschland erfolgt durch die edding Vertrieb GmbH. Die Gesellschaft musste einen Umsatzrückgang von rd. 11% verkraften. Im Bereich Visuelle Kommunikation konnten positive Impulse im Bereich interaktive Technik – insbesondere im Bildungssektor – Rückgänge in den klassischen Segmenten teilweise kompensieren. Im Segment Schreiben und Markieren ist der Umsatzrückgang überwiegend auf eine geringere Nachfrage nach den in der Industrie verwendeten Produkten zurückzuführen. Insgesamt hat sich die Lage im letzten Quartal leicht entspannt. Durch ein straffes Kostensparprogramm konnte trotz des Rohmargenverlustes ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis erzielt werden (+0,8 Mio. Euro), das an die edding International GmbH abgeführt wird. Wie bereits angeführt, werden in den folgenden Geschäftsjahren Teile der Vertriebsaktivitäten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation in mehreren Schritten auf die Legamaster GmbH übertragen.

Die EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) konnte trotz der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Landeswährung einen Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau erzielen, wobei ein Wachstum bei den Partnermarken einen Rückgang von rd. 5% in den Hauptgeschäftsfeldern ausgleichen konnte. Positive Impulse gab es im Segment Schreiben und Markieren durch wachsende Umsätze im Bereich des Schulgeschäfts. Die sich in 2009 fortsetzende Schwäche des Britischen Pfundes führte zu einem Anstieg der Beschaffungskosten, was sich somit in einer niedrigeren Rohmarge niederschlägt. Zusätzlich sind die in Euro zu konsolidierenden Umsätze im Vorjahresvergleich entsprechend gesunken. Ein negatives Ergebnis auf Vorjahresniveau ist die Folge. Zur Verbesserung der Ertragslage werden im Geschäftsjahr 2010 Preiserhöhungen vorgenommen, die den Verlust aus der Wechselkursentwicklung teilweise ausgleichen werden. Dennoch wird wegen der nur langsamen Erholung der Wirtschaft in Großbritannien frühestens im Geschäftsjahr 2011 wieder mit positiven Ergebnissen gerechnet.

Die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) konnte in Landeswährung im Segment Schreiben und Markieren einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielen. Hier konnten zum Teil Rückgänge im industriellen Sektor durch Umsätze im DIY (Do-it-yourself) Bereich kompensiert werden. In den übrigen Segmenten mussten bedingt durch die zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden Rückgänge gegenüber dem Vorjahr verkraftet werden. In Summe liegt der Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Zusätzlich trug die Abschwächung der Türkischen Lira zu einem deutlich negativen Ergebnis bei. In 2010 erscheint unter der Voraussetzung einer stabilen Wechselkursentwicklung wieder ein ausgeglichenes Ergebnis möglich.

Die edding Argentina S.A. (Argentinien) musste vor dem Hintergrund der anhaltenden instabilen politischen Verhältnisse in Verbindung mit der nochmals verschärften wirtschaftlichen Lage deutliche reale Umsatzverluste verkraften. Dies führte in Verbindung mit hohen Währungskursverlusten zu einem negativen Ergebnis. Der künftige Erfolg wird daher stark von der weiteren Wechselkursentwicklung abhängen. Vor dem Hintergrund einer hohen Inflationsrate ist wieder mit einer deutlichen Abwertung des Argentinischen Peso zu rechnen. In 2009 gab der Peso erneut um rd. 10% zum US-Dollar nach. Daher ist es als besonders positiv anzumerken, dass edding trotz dieses schwierigen Umfelds die eigene Marktposition in einem schrumpfenden Markt weiter festigen konnte.

Die Olivagro S.A. (Argentinien) wurde zum 31. Dezember 2009 verkauft und entsprechend entkonsolidiert. Hierbei handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Betrieb, der vor mehreren Jahren auf Initiative des ehemaligen Mehrheitsgesellschafters der edding Argentina S.A. erworben wurde. Aus Konzernsicht spielte die Gesellschaft eine untergeordnete Rolle.

Die edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko), die im Vorjahr als Joint Venture mit unserem mexikanischen Vertriebspartner gegründet wurde, hat im ersten Jahr der Geschäftstätigkeit erwartungsgemäß ein negatives Ergebnis erzielt. Den bereits angefallenen Fixkosten in Produktion und Vertrieb stehen erst langsam steigende Umsatzerlöse gegenüber. Insbesondere der Ausbruch des H1N1-Virus hat zu einer deutlichen Verzögerung in der Umsetzung des Geschäftsmodells beigetragen.

Die Umsätze der edding France SAS (Frankreich) liegen annähernd auf Vorjahresniveau, konnten aber bedingt durch starke Verluste bei industriellen Endverwendern nicht in dem geplanten Umfang gesteigert werden. Durch leicht erhöhte Marketinginvestitionen liegt das operative Ergebnis knapp unter Vorjahr und ist negativ. Für die Folgejahre werden neben der wirtschaftlichen Erholung positive Effekte aus der Erschließung neuer Vertriebskanäle erwartet.

Die edding Hellas Ltd. (Griechenland) war in diesem Jahr von einer Neuausrichtung der Gesellschaft in Verbindung mit personellen Veränderungen auf Schlüsselpositionen geprägt. Dies führte zu einmalig hohen Aufwendungen. Neben Zahlungen an ehemalige Mitarbeiter wurden erstmalig in wesentlichem Umfang Risikovorsorgen im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte vorgenommen. Zusätzlich konnten durch die Implementierung unserer einheitlichen europäischen Preisstrukturen erhebliche Verbesserungen der Rohmargen ohne wesentlichen Einfluss auf unseren Marktanteil erzielt werden. Als Folge der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung war dennoch insgesamt ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Entsprechend ist das operative Ergebnis deutlich negativ und liegt bereinigt um Einmaleffekte in 2009 auf Vorjahresniveau. Grundsätzlich rechnen wir für 2010 aufgrund der derzeitigen wirtschaftspolitischen Entwicklung mit einem schwierigen Marktumfeld. Inwieweit sich die sich weiter verschärfende Haushaltslage in Griechenland auf die sich langsam erholende Gesamtwirtschaft auswirken wird, ist aus heutiger Sicht schwierig einzuschätzen. Wir rechnen daher damit, dass nachhaltige positive Effekte der Reorganisation, insbesondere die stärkere Fokussierung auf Konzernmarken, erst in 2011 sichtbar sein werden.

Die zum Teilkonzern der niederländischen Vertriebsgesellschaft gehörige edding Lega International B.V.B.A. (Belgien) konnte Umsätze auf Vorjahresniveau erzielen. Das Ergebnis liegt entsprechend mit 0,1 Mio. Euro Gewinn auf Vorjahresniveau.

Durch straffes Kostenmanagement konnte edding Italia s.r.l. bei einem Umsatzrückgang von rd. 22% das operative Ergebnis ggü. dem Vorjahr zwar verbessern, das Ergebnis ist aber weiterhin deutlich negativ. Zudem konnte die geplante Umsatzausweitung bedingt durch die wirtschaftliche Lage nicht erreicht werden. Vor allem war es uns nicht möglich, den Rückgang der Verkäufe an gewerbliche Endverwender aufzufangen. Trotz enormer Anstrengungen in den vergangenen Jahren ist es uns nicht gelungen, ein profitables Geschäft aufzubauen. Die Wirtschaftskrise hat diese Situation noch einmal verschärft. Aus diesem Grunde sahen wir uns gezwungen, das bisherige Geschäftsmodell zu verändern. Ab Mitte 2010 wird daher das zukünftige Geschäft mit einem lokalen Vertriebspartner in Verbindung mit einer direkten Betreuung der internationalen Großkunden fortgeführt. Entsprechend wird die edding Italia ihre operativen Vertriebstätigkeiten zum 1. Juni 2010 einstellen.

Hauptfunktion der edding Japan Inc. (Japan) ist die Beschaffung von Handelswaren und Rohstoffen für die Produktion. Daneben ist die Gesellschaft verantwortlich für den Ausbau der Vertriebsaktivitäten in der Region. Die Gesellschaft konnte trotz des geringeren Einkaufsvolumens ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.

Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH stellt in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber ausschließlich für die edding Gruppe her. Die sich zum Ende des Vorjahres ankündigende schwache Entwicklung hat sich fortgesetzt. Der Umsatzrückgang zum Vorjahr liegt mit rd. 27% deutlich über dem des Konzerns. Die rückläufige Umsatzentwicklung betrifft besonders dort hergestellte Produkte. Trotz Kurzarbeit und Kostensparprogrammen wurde ein Verlust erwirtschaftet und entsprechend des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der edding Aktiengesellschaft übernommen.

Die DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG werden aufgrund der Rechnungslegung nach IFRS in den Konzernabschluss einbezogen. Sie fungieren als Leasinggesellschaften für die Betriebsimmobilien der edding Vertrieb GmbH (Betriebsstätte Wunstorf) bzw. der V. D. Ledermann & Co. GmbH (Niederlassung Bautzen). Die Objektgesellschaften werden in der Rechtsform von Personengesellschaften geführt und haben zurzeit noch negative Kapitalkonten, die sich aber innerhalb der Nutzungsdauer der Objekte ausgleichen werden.

Beteiligungen

Die PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.

Die Office Gold Club GmbH führt Marketingaktivitäten für die deutsche PBS-Branche durch. Insbesondere werden Veranstaltungen für gewerbliche Endverbraucher ausgerichtet.

Mitarbeiter

Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt 566 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr um 28 Mitarbeiter. In den Auslandsgesellschaften waren im Durchschnitt 233 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anteil von 41,2%.

Das Jahr 2009 stand insgesamt unter dem Zeichen der Kostenreduzierung, um den krisenbedingten Umsatzeinbrüchen entgegenwirken zu können. So wurden weitgehende Einsparungen bei den Personalaufwendungen realisiert, ohne dass krisenbedingte Entlassungen notwendig waren. Unter anderem wurde das Instrument der Kurzarbeit an allen deutschen Standorten eingesetzt. Neben der kompletten Produktion am Standort Bautzen waren die Logistik- und Warenversandabteilungen an den Standorten Ahrensburg und Wunstorf betroffen. Neben der Kurzarbeit wurden Möglichkeiten der Nichtbesetzung von freigewordenen Stellen (Eintritt in den Ruhestand, Eigenkündigungen) genutzt, um Kosten zu sparen und die Arbeitsplätze der übrigen Belegschaft zu sichern. Gehaltssteigerungen wurden konzernweit ausgesetzt. Auch im Bereich der Weiterbildung konnte eine kostenoptimierte Vorgehensweise gefunden werden. Durch verstärktes Engagement eigener Mitarbeiter konnte das Angebot der edding Akademie so stark ausgeweitet werden, dass zu wesentlich geringeren Kosten eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt werden konnte. Die Akzeptanz bei den Mitarbeitern war sehr hoch.

Trotz dieser Sparanstrengungen konnte die Motivation der Mitarbeiter aufrecht erhalten werden. Ein besonderer Höhepunkt war die Einbindung aller Mitarbeiter in den Strategieentwicklungsprozess 2012+. Hier konnte eine Vielzahl von Ideen gewonnen werden, die die mittelfristige Zukunft von edding zu gestalten helfen werden. Am Standort Ahrensburg wurde dazu eine Strategy Night durchgeführt, die unter maßgeblicher Beteiligung der Abteilung Human Resources sowie geschulter interner Mitarbeiter realisiert wurde.

Umweltbericht

Innovationen mit Rücksicht sind die Basis für unsere Zukunft.

Bei edding hat nachhaltiges Handeln nichts mit Trends zu tun, sondern gehörte schon immer zur Unternehmensphilosophie. Umweltmanagement wurde bereits aktiv betrieben, als es noch nicht einmal einen Begriff dafür gab. Um unser Engagement auch gegen externe Maßstäbe zu messen, haben wir uns im Jahre 2008 erfolgreich für die Bereiche Umwelt (DIN ISO 14001) und Arbeitssicherheit (OHSAS 18001) zertifizieren lassen.

Damit wir alle - unsere Kunden und Partner, unsere Mitarbeiter und die folgenden Generationen -mit gutem Gefühl in die Zukunft blicken können, haben wir unser Umweltmanagementsystem nicht nur in Kraft gesetzt, sondern versuchen es in alle Bereiche unseres Handelns mit einzubeziehen. Anstehende Entscheidungen werden stets auf Umweltaspekte überprüft und abgewogen. Das fängt bei kleinen Dingen im täglichen Ablauf an und geht über Unternehmensentscheidungen zu Produktentwicklung, Ökodesign, Ökolabelling, Einkauf, Verpackungen, Abfallmanagement bis hin zu umfangreichen Investitionen in mehrere Photovoltaikanlagen auf unseren Firmengebäuden. Der Wichtigkeit dieser und vieler anderer Umweltthemen verleihen wir auf unserer neuen Homepage Nachdruck, auf der die Themen umweltfreundliche Produkte, Umwelt und CSR direkt auf der Startseite platziert sind.

Auch in unserem Produktportfolio sind umweltrelevante Aspekte von jeher berücksichtigt worden z. B. mit der Verwendung der jeweils sanftesten Lösungsmittel oder aber mit Nachfüllsystemen, die den Lebenszyklus unserer Produkte verlängern und somit zur deutlichen Reduzierung von Abfall beitragen. Mit der EcoLine wurde im Jahre 2008 eine Produktserie geschaffen, die den Gedanken des Umweltschutzes auf ein weiteres Level hebt. Es wurden Permanent- und Boardmarker entwickelt, deren Schaft und Kappe überwiegend aus Recyclingmaterial bestehen. Die Kunststoffteile dieser Marker bestehen mittlerweile mindestens zu 90% aus recyceltem Material, die Fasern der Filter bestehen aus recycelten PET-Flaschen, ebenso die Fasern in den Spitzen. Gleichzeitig entstand ein Highlighter, dessen Kappe und Schaft mindestens zu 70% aus dem nachwachsenden Rohstoff Lignin bestehen und das Mundstück mindestens zu 97% aus recyceltem Material.

Und „natürlich“ machen wir weiter: Ende 2009 konnten wir eine neue Tinte mit einem Farbstoff auf natürlicher Basis für den Highlighter realisieren, so dass nunmehr jede Komponente dieses Markers in ökologischer Hinsicht optimiert ist. Aber auch hier arbeitet unsere Forschung bereits an den nächsten Verbesserungen sowie an der Erweiterung unserer "grünen" Serie.

Das ist aber noch nicht alles:

Für mehr Transparenz im eigenen Interesse und im Sinne unserer Kunden arbeiten wir an der umweltbewussten Bewertung unserer Produkte (Ökobilanz/CO2-Fußabdruck) sowie der Betriebs- und Produktionsstätten.
Ob das Videokonferenzsystem, das unsere Standorte weltweit verbindet, oder unsere CO2-optimierte Fahrzeugflotte - auch das Mobilitätsmanagement ist optimiert.

Sonstige Funktionsbereiche

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und zwei ausländische Produktionsstätten.

In der deutschen Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen wurde trotz wirtschaftlich angespannter Lage auch in 2009 zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit in neue Produktionstechnologie investiert. Von Mitte April bis Mitte November des Berichtsjahres konnten bei rückläufiger Auslastung in der Produktion erhebliche Kosten durch Kurzarbeit aufgefangen werden. Ab Ende November waren wieder deutliche Auftragssteigerungen spürbar, so dass die Kurzarbeit wieder ausgesetzt werden konnte. Dieser Trend setzt sich auch im ersten Quartal 2010 fort.

Zur kontinuierlichen Produktivitäts- und Kapazitätserweiterung des Produktionsstandortes San Juan der edding Argentina S.A. (Argentinien) wurde auch in 2009 weiter in neue Produktionstechnologien investiert. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen und sozialpolitischen Lage in Argentinien sowie bedingt durch Einflüsse der Schweinegrippe kam es zu einem leichten Produktionsrückgang im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr konnte die Produktionskapazität wieder erheblich gesteigert werden.

Mit der edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) wurde seit Ende 2008 ein weiterer Produktionsstandort im edding Konzern aufgebaut. Durch die lokale Produktion werden große Kostenvorteile für den vom Potenzial her bedeutenden Markt in Mexiko erzielt.

Logistik

Organisatorischer Aufbau im Konzern

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren gibt es in der edding Gruppe ein großes Zentrallager am Stammhaus in Ahrensburg, welches hauptsächlich aus dem gruppeneigenen Produktionslager in Bautzen aber auch von externen Lieferanten versorgt wird. Parallel dazu betreibt edding für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ein zweites Zentrallager in den Niederlanden.

Aus beiden Zentrallagern werden unter Nutzung sämtlicher Verkehrsträger alle nationalen und internationalen Töchter oder Vertriebspartner mit edding- und Legamaster-Produkten sowie Partnermarken versorgt. Das größte Vertriebslager der edding-Gruppe wird in Wunstorf betrieben, weitere selbstgeführte Läger gibt es bei den Tochterunternehmen in Großbritannien, Griechenland und in der Türkei. Für die BeNeLux-Länder sowie Frankreich übernehmen die Zentrallager gleichzeitig auch die Funktion des Vertriebslagers und versenden direkt an die Kunden.

Wirtschaftliche Entwicklung

An den deutschen Standorten bedeuteten die starken Umsatzrückgänge in 2009 auch einen Einbruch der Logistikleistung um durchschnittlich 14%. Wie in Krisenzeiten üblich, sank dabei die Artikelmenge in einer Sendung deutlich stärker als die Artikelanzahl darin.

Um den fehlenden Einnahmen entgegen zu treten, wurde auch in der Logistik ein strenges Kostenmanagement betrieben, welches erstmalig in der edding-Geschichte in Deutschland auch die Kurzarbeit mit einbezog. edding ist es damit in Ahrensburg und Wunstorf gelungen, einerseits seine umsatzbezogenen Logistikkosten nahezu konstant zu halten und andererseits auch sein Stammpersonal zu halten.

Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation kam es zu einer deutlichen Strukturverschiebung. Während die Standardprodukte im Zuge der Wirtschaftskrise stark einbrachen, kam es bei den interaktiven Tafelsystemen zu höheren Absatzmengen. Die Folge war ein geringerer Umsatzrückgang in diesem Geschäftsfeld. Zusammen mit den erzielten Kosteneinsparungen konnten deshalb die umsatzbezogenen Logistikkosten sogar noch leicht unter den Vorjahreswert gesenkt werden.

Informationstechnologie

In 2009 waren wieder viele der umgesetzten Projekte auf eine weitere Zentralisierung der Systemlandschaft sowie der Harmonisierung der Geschäftsprozesse ausgerichtet. Die edding IT konzentriert sich dabei auf bewährte Industriestandards mit dem Ziel, die Qualität der IT-Services weiter deutlich zu verbessern. Neben SAP R/3 im Applikationsumfeld und Citrix im Bereich Infrastruktur haben wir in 2009 mit der Entscheidung für den Einsatz des Blackberry-Enterprise-Server als Plattform für mobile Kommunikation einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen.

Im Applikationsumfeld waren die Ablösung von SAP Business One und der Umstieg auf das SAP Enterprise 2006 Release im zweiten Quartal die zentralen Projekte in 2009.

Die Implementierung von SAP R/3 in Großbritannien ist ein weiterer Baustein für die Harmonisierung der Geschäftsprozesse von edding weltweit. In 2009 lag dabei der Fokus im Konzern auf der unternehmensweit gleichförmigen und intensiven Nutzung der von SAP im Bereich finanzielles Risikomanagement angebotenen Instrumente. Durch die Integration aktueller Informationen aus der Finanzbuchhaltung und dem Vertrieb in SAP war es möglich, kurzfristig die aktuelle Kreditpolitik in allen Tochtergesellschaften umzusetzen. Das Kreditrisiko konnte auf effektive Weise minimiert, die gesamte Verkaufsabwicklung weiter beschleunigt werden.

Darüber hinaus konnten mit geplanten Investitionen bei der britischen Tochtergesellschaft in Zukunftsthemen weitere Akzente gesetzt werden. edding ist heute darauf vorbereitet für alle Verpackungseinheiten RFID-Etiketten zu drucken, eine weltweit eindeutige Nummer nach dem NVE-Standard auf Paletten oder größeren Verpackungseinheiten zu vergeben und die prozessbegleitenden EDI-Nachrichten zu generieren. Auch an dieser Stelle steht für uns die Umsetzung weltweiter Standards im Mittelpunkt. Die Vorbereitung auf den Einsatz von RFID ist für edding ein strategisches Element, um dauerhaft mit einer Kombination aus moderner IT- und Logistik-Dienstleistung ein attraktiver Partner für unsere Kunden zu sein.

Forschung und Entwicklung

Aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen fielen in Höhe von 0,2 Mio. Euro an.

Diese betreffen ausschließlich das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren und entfallen im Wesentlichen auf die Entwicklung der neuen Kindermarker und weiterer neuer Kinderprodukte.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertragspotenziale unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken, die unvermeidlich an unternehmerisches Handeln geknüpft sind, ist das oberste Ziel des Risikomanagementsystems. Der Risikobegriff definiert sich dabei für den edding Konzern als die Gefahr negativer Abweichung von geplanten Unternehmenszielen.

Hierzu stellt das zentrale Risikomanagement allen verantwortlichen Mitarbeitern die Methoden und Werkzeuge zur Verfügung, die zur Identifizierung, Ursachenanalyse und Beurteilung von Risiken erforderlich sind.

Die systematische Darstellung von Risikoursachen, Schadensszenarien, Schadenshöhe und risikosteuernden Maßnahmen durch die Risikoverantwortlichen an das Risikomanagement unterliegt einem geregelten Risikomanagementprozess, der für alle Beteiligten im Risikomanagement-Handbuch verbindlich geregelt ist. Hierin sind auch die risikopolitischen Grundsätze des edding Konzerns sowie die Aufbauorganisation des Risikomanagements und die Risikokommunikation festgeschrieben.

Das zentrale Risikomanagement verdichtet die Risikopositionen aus den Geschäftsbereichen und berichtet in definierter Frequenz aggregiert an den Vorstand.

Das Risikomanagement berichtet ausdrücklich nicht über unternehmerische Chancen. Hierzu erfolgt eine Erfassung in der operativen Planung, die über die periodische Konzernberichterstattung entsprechend unterjährig verfolgt wird.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben an das Risikofrüherkennungssystem als wichtiger Teilbereich des Risikomanagementsystems wird jährlich durch externe Prüfung bestätigt.

Internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen verhindern helfen.

Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Die Mitarbeiter nehmen an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Geschäftsleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige gemeinsame Sitzungen von Vorstand und kaufmännischer Leitung statt.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und die IFRS-Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwenden wir standardisierte Reporting-Packages auf Excel-Basis, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken

Vor dem Hintergrund sinkender Rohstoffpreise war der edding Konzern im Geschäftsjahr 2009 nicht von unplanmäßigen Preissteigerungen betroffen. Da das Beschaffungsmanagement für wesentliche Key-Lieferanten durchweg vertragliche Grundlagen geschaffen hat, die es erlauben auch mittelfristig Planungssicherheit auf der Beschaffungsseite zu haben, ist das Risiko der Planverfehlung durch Preissteigerungen auf Seiten des Beschaffungsmarktes wirksam reduziert worden.

Die auf Seiten des Absatzmarktes beschriebenen Risiken erfuhren im Jahr 2009 durch die weltweite Konjunkturkrise eine deutliche Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit. Der negativen Abweichung zum geplanten Ergebnis, bedingt durch den dramatischen Nachfragerückgang, konnte durch das bereits Ende 2008 mit Beginn der Krise entwickelte, konsequente Kostenmanagement entgegengetreten werden. Eine deutliche Ergebnisschmälerung konnte jedoch marktbedingt nicht verhindert werden.

Die Einführung eines einheitlichen Konditionenmodells für die europäischen Tochtergesellschaften in 2009 wurde erfolgreich umgesetzt. Das Risiko des Ausfalls von Großkunden oder Kompensationszahlungen auf Grund inkonsequenter Konditionsstellungen wurde hierdurch deutlich verringert. Das Risiko des Verlustes von Großkunden durch die mit dem Konditionssystem teilweise einhergehenden Preiserhöhungen insbesondere in den europäischen Märkten, in denen edding sich noch im Markenaufbauprozess befindet, ist in 2009 nicht eingetreten.

Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte der weitere personelle Ausbau des internationalen Key-Account-Managements den gewünschten Erfolg im Hinblick auf Kundenbindung und Festigung unserer europäischen Marktführerschaft bewirken.

Finanzielle Risiken

Der negativen Ergebnisbeeinflussung durch Forderungsausfälle vorzubeugen, erfuhr in 2009 bedingt durch die Ende 2008 als Finanzmarktkrise begonnene und schon Anfang 2009 zur Weltwirtschaftskrise gewandelte, marktwirtschaftliche Bedrohung, eine neue Dimension.

Eine Überprüfung und Ausweitung der Steuerungselemente im Forderungsmanagement wurde daher ad hoc eingeleitet, um das Risiko des Forderungsausfalls noch enger steuern zu können. Wesentliche Forderungsverluste konnten bisher vermieden werden.

Grundsätzlich ergeben sich aus der globalen Aufstellung des Konzerns und den hiermit verbundenen Finanztransaktionen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Im operativen Geschäft entsteht ein Wechselkursrisiko vor allem immer dann, wenn Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Wo dies zu vertretbaren Kosten möglich war, wurden auch für 2009 Sicherungsmaßnahmen zu Wechselkursrisiken ergriffen, indem für einen wesentlichen Teil des erwarteten Einkaufsvolumens in JPY Devisenoptionen erworben wurden.

Der Einsatz solcher derivativer Finanzinstrumente unterliegt dem im Risikohandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsatz, wonach diese Instrumente ausschließlich zur Absicherung des Währungsrisikos eingesetzt werden. Dieser Grundsatz ist auch für die Zukunft Bestandteil der Risikostrategie des Konzerns.

Aufgrund der nur relativ geringen Finanzverbindlichkeiten des edding Konzerns besteht nur ein sehr überschaubares Zinsänderungsrisiko, das bezüglich der langfristigen Darlehensverbindlichkeiten außerdem durch einen Zinsswap abgesichert ist.

Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sog. „Financial Covenants“), bestehen nicht.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Um sowohl dem Lieferausfall von Rohstoffen und Fertigwaren, als auch Qualitätsmängeln bei Rohstoffen und Fertigwaren wirksam vorzubeugen, hat der edding Konzern ein Lieferantenhandbuch erstellt, das bindender Bestandteil vertraglicher Vereinbarungen mit Key-Lieferanten ist und zunehmend auch im Bereich Lieferanten-Rating als Steuerungswerkzeug sowohl für die Bewertung als auch die Auswahl der Lieferanten eingesetzt wird. Im Jahresverlauf 2009 eingetretene Lieferrückstände wichtiger Lieferanten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation konnten bis zum Jahresende deutlich reduziert werden. Zum Berichtszeitpunkt sind in diesem Bereich keine nennenswerten Rückstände mehr vorhanden.

Das Qualitätsmanagementsystem der edding AG stellt sicher, dass allen Anforderungen, die unsere Kunden an uns stellen, in höchstem Maße entsprochen werden kann. Die interne und externe Auditierung aller Prozesse zur Sicherung und Optimierung der Kundenzufriedenheit und des damit einhergehenden Unternehmenserfolgs, erfolgt kontinuierlich und mit durchweg sehr guten Ergebnissen.

Die optimale, ressourcenschonende und effiziente Unterstützung dieser Prozesse durch geeignete IT-Lösungen, wird permanent weiterentwickelt. Eine Standardisierung der operativen Systeme über alle Tochtergesellschaften, die sowohl Effizienz als auch Steuerungsmöglichkeiten optimieren, wird konsequent unter Abwägung ökonomischer Erfordernisse umgesetzt. Teil dieser IT-Strategie war in 2009 die erfolgreiche Einführung von SAP für edding UK.

Personalrisiken

Die Qualifikation der Mitarbeiter kontinuierlich zu entwickeln, Beschäftigte hierüber zu binden und zu motivieren, ist eine der zentralen Herausforderungen des Bereiches Human Resources.

Auch im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 konnte trotz strikten Kostenmanagements ein umfangreiches Weiterbildungsangebot durch die unternehmensinterne edding-Akademie angeboten werden.

Die Abteilung Human Resources führt jährlich an allen nationalen Standorten Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Trotz grundsätzlich sehr positiver Bewertungen ergeben sich aus diesen Befragungen im Einzelfall auch Bedarfe für Trainings- oder Coachingangebote, die nicht nur in erster Linie zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit, sondern deutlich auch zur Effizienzsteigerung, insbesondere bei Fragen der Schnittstellengestaltung, beitragen.

Politische Risiken

Wenngleich sich der edding Konzern mit seinen vertrieblichen Aktivitäten vornehmlich in definierten Kernmärkten bewegt, die zu den hoch entwickelten Industrieländern zählen und kein erhebliches Risiko im Hinblick auf politisch instabile Situationen bergen, so sahen wir uns in unseren Tochtergesellschaften in Lateinamerika mit anhaltend instabilen politischen Verhältnissen, sozialen Unruhen und hohen Kriminalitätsraten konfrontiert. Die Ausbreitung des H1N1-Virus führte vorübergehend zusätzlich zum fast vollständigen Erliegen des öffentlichen Lebens in einigen Ländern in dieser Region.

Grundsätzlich wird das jeweilige Länderrisiko auch im Hinblick auf die politische Situation bei der Prüfung der Wirtschaftlichkeit durch die für die Auslandsmärkte verantwortlichen Manager bewertet.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Risiken, die aus nicht hinreichender Vertragssicherheit resultieren, beugt der edding Konzern durch routinemäßige juristische Überprüfung zu schließender und im Bedarfsfall auch geschlossener Verträge vor.

Dem Risiko rechtlicher Auswirkungen, resultierend aus der Auslieferung qualitativ nicht einwandfreier Produkte, wird durch das etablierte und zertifizierte Qualitätssicherungssystem begegnet.

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadensersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf das operative Ergebnis des Konzerns haben können.

Gesamtrisiko / Fortbestandsrisiko

Trotz der in 2009 auch für edding nicht unerheblich gebliebenen Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise kann die Risikosituation des edding Konzerns insgesamt weiterhin als stabil bezeichnet werden. Gestiegenen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken, die auf die weltwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen zurückzuführen sind, wurde durch entsprechende Steuerungsmaßnahmen einerseits und Korrektur der veränderten Schadenserwartungswerte andererseits, Rechnung getragen.

Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Sonstige Berichterstattung

Berichterstattung nach § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Die Vergütung des Vorstands besteht aus einem Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf die sonstigen Angaben nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird. Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder ist vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2004 abgelehnt worden.

Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2009 5.366.095,00 Euro und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 Euro sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 Euro aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21,22 WpHG), die 10% der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von

Herrn Volker Detlef Ledermann
Frau Susanne Ledermann
Frau Angelika Schumacher
Frau Dina Alexandra Schumacher
Frau Beatrix Ledermann
Frau Julia Marie Ledermann
Herrn Jan Moritz Ledermann
Herrn Per Ledermann

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Nachtragsbericht

Vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts sind keine Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns eingetreten.

Ausblick

Zum Jahresende 2009 zeigten sich in Deutschland leichte Anzeichen für einen Stimmungsumschwung, der allerdings als sehr fragil bezeichnet werden muss. Der ifo-Geschäftsklimaindex tendierte merklich erholt zum Jahreswechsel, erreichte im Einzelhandel sogar seinen Höchststand1.

Dennoch bleiben die Aussichten unklar. Mit dem näher rückenden Ende der Kurzarbeit sowie einer großen Zahl von Beschäftigten in Transfergesellschaften steigt die Gefahr eines merklichen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen. Die Folgen, insbesondere auch für den bisher weitgehend verschonten privaten Konsum, wären äußerst negativ.

Die Lage an den Weltmärkten bleibt zudem unberechenbar. Die dramatische Schwäche einiger EU-Staaten, namentlich Griechenland, Spanien und Italien, zieht den Euro derzeit in eine Abwertung gegenüber US-Dollar und Yen.

Dabei sind die tiefen konjunkturellen Verwerfungen dieser Länder kaum kurzfristig zu beheben. In Spanien als einem unserer wichtigsten Exportländer wurde mittlerweile eine Arbeitslosenquote von rd. 19% gemeldet.

Interessant wird dagegen die Situation Osteuropas, insbesondere Russlands, zu beobachten sein, da sich diese Märkte in der Vergangenheit durch sehr viel kürzere Konjunkturzyklen ausgezeichnet haben.

Auch die neben Europa für den edding Konzern wichtigste Region Lateinamerika bleibt turbulent. Besonders in unserem Brückenkopfland Argentinien bleibt die politische wie soziale Lage brisant und neben verdeckter Inflation ist erhöhte Kriminalität zu beobachten.

Auch für die PBS-Industrie fällt eine Prognose schwer. Die Umsatzentwicklung im gewerblichen Bereich wird der Konjunkturentwicklung folgen und als dominanter Marktführer in vielen europäischen Märkten wird auch edding im Trend liegen. Im privaten Sektor wird es die Arbeitsmarktsituation sein, die bestimmt, ob dieser, für uns noch weniger wichtige, Geschäftsbereich weiterhin relativ stabil bleibt.

Der Konzern reagiert auf die ungewisse Lage wie schon in der Vergangenheit im Rahmen zweier wesentlicher Handlungsleitlinien.

Mittels einer konservativen Ausgabenpolitik, die uns auch in 2009 ein auskömmliches Ergebnis ermöglichte, haben wir unsere Handlungsfähigkeit auch in einer herausfordernden Phase wie der jetzigen erhalten. Das Jahr 2010 wird für uns nun vom Einsatz der so gewonnenen Mittel gekennzeichnet sein. Als Ergebnis der in 2009 entwickelten Strategie 2012+ werden wir diverse zusätzliche Aktivitäten im Brand Management, im Marketing und Vertrieb zur Umsetzung bringen, die es uns ermöglichen, eine optimale Position im Wettbewerb bei einem Konjunkturumschwung zu besetzen. Damit einhergehen wird auch der Aufbau einer neuen Brand Management Einheit zur aktiven Steuerung unserer Marke edding.

Gleichzeitig werden wir den schwierigen Rahmenbedingungen durch unverminderten Fokus auf das Kostenbudget Rechnung tragen, um zumindest einen Teil der entgangenen Marge ausgleichen zu können. Das heißt auch, dass wir das Instrument der Kurzarbeit im Jahr 2010 in Fertigung und Logistik wieder bei Bedarf einsetzen werden.

Insgesamt ist absehbar, dass wir für das Jahr 2010 noch nicht mit einer deutlichen Erholung der Geschäftsentwicklung zu rechnen haben, sowohl umsatz- wie auch ergebnisseitig. Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung entwickelten sich die edding AG sowie der Konzern im Umsatz plangemäß, allerdings unverändert deutlich unter dem Niveau von 2008. Somit erwarten wir nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs auch für die kommenden Jahre 2010 und 2011 noch keine nennenswert höheren Umsatzerlöse und Ergebnisse als im vergangenen Geschäftsjahr 2009.

1 ifo Konjunkturperspektiven 12-2009

Ahrensburg, den 12. April 2010

Der Vorstand

Konzernbilanz

AKTIVA

Anhang 31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte 8 2.983 3.011
Entwicklungsaufwendungen 8 517 623
Übrige immaterielle Vermögenswerte 8 312 435
Sachanlagen 9 16.277 18.412
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 10 190 147
Sonstige Beteiligungen 10 145 145
Latente Steuern 30 1.418 817
Ertragsteuerforderungen 30 1.239 1.325
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 186 112
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 1.610 1.111
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 24.877 26.138
Vorräte 11 12.745 16.238
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 18.947 21.553
Ertragsteuerforderungen 30 278 401
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 2.651 4.900
Flüssige Mittel 13 11.168 4.883
Rechnungsabgrenzungsposten 14 587 632
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 46.376 48.607
BILANZSUMME 71.253 74.745
PASSIVA
Anhang 31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Grundkapital 15 5.366 5.366
Kapitalrücklage 15 4.246 4.246
Gewinnrücklagen 15 20.393 18.121
Bilanzgewinn 15 689 2.222
Übrige Eigenkapitalveränderungen 15 -1.179 -1.295
Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter 29.515 28.660
Anteile anderer Gesellschafter 15 205 162
EIGENKAPITAL 29.720 28.822
Pensionen und andere Verpflichtungen 16 12.021 11.989
Andere langfristige Rückstellungen 17 679 409
Langfristige Finanzschulden 18 6.712 7.884
Andere langfristige Verbindlichkeiten 19 329 490
Latente Steuern 30 2.118 3.118
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN 21.859 23.890
Ertragsteuerrückstellungen 17 3.175 2.107
Andere kurzfristige Rückstellungen 17 164 679
Kurzfristige Finanzschulden 18 2.335 3.593
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 4.404 5.340
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten 19 9.596 10.314
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN 19.674 22.033
BILANZSUMME 71.253 74.745

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Anhang 2009

TEUR
2008

TEUR
Umsatzerlöse 22 99.453 113.906
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 23 269 446
GESAMTLEISTUNG 99.722 114.352
Materialaufwand 24 -42.444 -48.040
Personalaufwand 25 -25.957 -27.560
Abschreibungen 26 -3.380 -3.516
Sonstige betriebliche Erträge 27 3.810 2.925
Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 -26.915 -29.819
Gesamte betriebliche Aufwendungen -94.886 -106.010
ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT (EBIT) 4.836 8.342
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 10 -112 -22
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 10 5 6
Zinsergebnis 29 -566 -1.001
Finanz- und Beteiligungsergebnis -673 -1.017
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 4.163 7.325
Ertragsteuern 30 -1.422 -2.414
KONZERNJAHRESERGEBNIS 2.741 4.911
davon entfielen auf:
Aktionäre der edding AG 2.741 4.906
Anteile anderer Gesellschafter 0 5
Ergebnis je Aktie 31 3,76 € 7,37 €

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

2009

TEUR
2008

TEUR
Ergebnis nach Steuern 2.741 4.911
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 159 -66
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen:
Versicherungsmathematische Verluste (–) / Gewinne (+) -293 22
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Effekte 85 -8
Cashflow Hedges:
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen -233 1.002
In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen -769 0
Latente Steuern auf Cashflow Hedges 291 -291
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -760 659
Gesamtergebnis 1.981 5.570
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 1.981 5.565
Anteil anderer Gesellschafter 0 5

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 15.

Konzernstruktur 31.12.2009

1. edding International GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

1.1. edding Vertrieb GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

1.1.1. Office Gold Club GmbH,

Düsseldorf

Beteiligung 6%

1.2. edding Benelux group B.V.,

Lochem, Niederlande

Beteiligung 100%

1.2.1. edding Lega International B.V., (seit 1.1.2010 Legamaster International B.V.)

Lochem, Niederlande

Beteiligung 100%

1.2.2. edding Lega International B.V.B.A.

Mechelen, Belgien

Beteiligung 100%

1.3. edding Italia s.r.l.,

Mailand, Italien

Beteiligung 10%

1.4. edding France SAS,

Roncq, Frankreich

Beteiligung 100%

1.5. edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic Ltd. Sti.,

Istanbul, Türkei

Beteiligung 10%

2. V.D.Ledermann & Co. GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

3. Legamaster GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

4. PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH,

Stuttgart

Beteiligung 16,67%

5. DEGEDESTRA Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG,

Eschborn

Beteiligung 98%

6. edding AG & Co. Grundstücksverwaltungs OHG,

Düsseldorf

Beteiligung 100%

7. EDDING (U.K) LTD.,

St.Albans, Großbritannien

Beteiligung 100%

8. edding Italia s.r.l.,

Mailand, Italien

Beteiligung 90%

9. edding Hellas Ltd.,

Athen, Griechenland

Beteiligung 100%

10. edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic Ltd. Sti.,

Istanbul, Türkei

Beteiligung 90%

11. edding Argentina S.A.,

Buenos Aires, Argentinien

Beteiligung 100%

12. edding Mexico S. de R.L. de C.V.,

Mexico City, Mexiko

Beteiligung ,50%

13. edding Japan Inc.,

Tokio, Japan

Beteiligung 76%

Konzernkapitalflussrechnung

indirekte Ermittlung1)

2009

TEUR
2008

TEUR
Ergebnis nach Ertragsteuern 2.741 4.911
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.380 3.516
– Abnahme der Pensionsrückstellungen -176 -300
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.540 1.153
Cashflow 4.405 9.280
+ Verlust / – Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 56 -164
+ Abnahme / – Zunahme der Vorräte 3.493 -468
+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.532 2.087
+ Abnahme / – Zunahme der sonstigen Aktiva 2.004 -1.896
– Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -937 -49
– Abnahme / + Zunahme der sonstigen Passiva 313 -1.699
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 11.866 7.091
+ Einzahlungen aus Abgängen von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 294 450
+ Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 17
– Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen -1.963 -4.712
Immaterielle Vermögenswerte -312 -355
konsolidierte Unternehmen / Finanzanlagen -43 -156
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.007 -4.773
– Dividendenzahlung -1.083 -1.854
– Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -811 -1.041
– Auszahlungen für die Tilgung sonstiger Finanzschulden -1.619 -204
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.513 -3.099
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.346 -781
– Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel -61 -99
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.883 5.763
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.168 4.883

1) Erläuterungen siehe Textziffer 37

Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Gezeichnetes

Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinnrücklagen

TEUR
Bilanzgewinn

TEUR
Stand 01.01.2008 5.366 4.246 14.047 2.519
Dividendenzahlungen -1.854
Konzernjahresergebnis 4.906
2008
Cashflow Hedge Rücklage 711
Übrige Veränderungen 14
Einstellung in die Gewinnrücklagen 3.349 -3.349
Stand 31.12.2008 5.366 4.246 18.121 2.222
Dividendenzahlungen -1.083
Konzernjahresergebnis 2009 2.741
Cashflow Hedge Rücklage -711
Umgliederungen
Übrige Veränderungen -208
Einstellung in die Gewinnrücklagen 3.191 -3.191
Stand 31.12.2009 5.366 4.246 20.393 689
Unterschiedsbetrag1)

TEUR
Anteil der Aktionäre der

edding AG

TEUR
Anteile anderer

Gesellschafter

TEUR
Gesamt

TEUR
Stand 01.01.2008 -1.229 24.949 157 25.106
Dividendenzahlungen -1.854 -1.854
Konzernjahresergebnis 4.906 5 4.911
2008
Cashflow Hedge Rücklage 711 711
Übrige Veränderungen -66 -52 -52
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Stand 31.12.2008 -1.295 28.660 162 28.822
Dividendenzahlungen -1.083 -1.083
Konzernjahresergebnis 2009 2.741 0 2.741
Cashflow Hedge Rücklage -711 -711
Umgliederungen -43 -43 43
Übrige Veränderungen 159 -49 -49
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Stand 31.12.2009 -1.179 29.515 205 29.720

1) Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 15.

Konzernanhang

1 Segmentberichterstattung

Schreiben und

Markieren

TEUR
Visuelle

Kommunikation

TEUR
Summe

Segmente

TEUR
Überleitung

TEUR
edding

Konzern

TEUR
2009
Externe Umsatzerlöse 72.368 26.888 99.256 197 99.453
Abschreibungen 1.914 223 2.137 1.243 3.380
Segmentergebnis (EBIT) 8.534 1.569 10.103 -5.267 4.836
2008
Externe Umsatzerlöse 83.234 30.388 113.622 284 113.906
Abschreibungen 2.026 218 2.244 1.272 3.516
Segmentergebnis (EBIT) 14.577 1.117 15.694 -7.352 8.342

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 36.

2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)

Anschaffungs-

kosten

01.01.2009
Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-

kosten

31.12.2009
2009
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.263 -15 91 39 5.378
Geschäfts- oder Firmenwert 3.624 -28 3.596
Kundenstämme, Markenrechte 10.098 10.098
Entwicklungsaufwendungen 2.834 182 3.016
21.819 -43 273 39 22.088
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 32.637 -113 16 -1.175 662 30.703
Technische Anlagen und Maschinen 18.799 -64 719 1.288 124 20.618
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.652 -34 890 9 933 16.584
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 421 -5 378 -161 73 560
68.509 -216 2.003 -39 1.792 68.465
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 147 155 112 190
Sonstige Beteiligungen 145 145
292 155 112 335
Konzern Anlagevermögen 90.620 -259 2.431 1.904 90.888
Kumulierte AfA

01.01.2009
Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Kumulierte AfA

31.12.2009
2009
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.828 -18 217 39 5.066
Geschäfts- oder Firmenwert 613 613
Kundenstämme, Markenrechte 10.098 10.098
Entwicklungsaufwendungen 2.211 288 2.499
17.750 -18 505 39 18.276
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 21.521 1 1.010 -74 22.458
Technische Anlagen und Maschinen 15.041 -26 705 46 52 15.714
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.535 -5 1.160 -11 663 14.016
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
50.097 -30 2.875 -39 715 52.188
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
Sonstige Beteiligungen
Konzern Anlagevermögen 67.847 -48 3.380 715 70.464
Nettobuchwerte
2009 31.12.2009 31.12.2008
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 312 435
Geschäfts- oder Firmenwert 2.983 3.011
Kundenstämme, Markenrechte
Entwicklungsaufwendungen 517 623
3.812 4.069
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.245 11.116
Technische Anlagen und Maschinen 4.904 3.758
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.568 3.117
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 560 421
16.277 18.412
Finanzanlagen
Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 190 147
Sonstige Beteiligungen 145 145
335 292
Konzern Anlagevermögen 20.424 22.773
Anschaffungs-

kosten

01.01.2008
Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs-

kosten

31.12.2008
2008
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 5.082 -18 199 5.263
Geschäfts- oder Firmenwert 3.637 -13 3.624
Kundenstämme, Markenrechte 10.098 10.098
Entwicklungsaufwendungen 2.678 156 2.834
21.495 -31 355 21.819
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 30.905 -132 1.866 2 32.637
Technische Anlagen und Maschinen 17.817 -30 1.143 157 288 18.799
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.168 -280 1.330 566 16.652
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 228 -21 373 -157 2 421
65.118 -463 4.712 858 68.509
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 815 815
Anteile an Gemeinschafts- unternehmen 147 147
Anteile an assoziierten Unternehmen 134 1 -135
Sonstige Beteiligungen 2 8 135 145
951 156 815 292
Konzern Anlagevermögen 87.564 -494 5.223 1.673 90.620
Kumulierte AfA

01.01.2008
Währungs-

umrechnung
Zugänge Umbuchungen Abgänge Kumulierte AfA

31.12.2008
2008
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 4.665 -22 185 4.828
Geschäfts- oder Firmenwert 613 613
Kundenstämme, Markenrechte 10.098 10.098
Entwicklungsaufwendungen 1.828 383 2.211
17.204 -22 568 17.750
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 20.554 -20 987 21.521
Technische Anlagen und Maschinen 14.510 -11 737 8 203 15.041
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.916 -228 1.224 -8 369 13.535
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
47.980 -259 2.948 572 50.097
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 815 815
Anteile an Gemeinschafts- unternehmen
Anteile an assoziierten Unternehmen
Sonstige Beteiligungen
815 815
Konzern Anlagevermögen 65.999 -281 3.516 1.387 67.847
Nettobuchwerte
2008 31.12.2008 31.12.2007
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Übrige immaterielle Vermögenswerte 435 417
Geschäfts- oder Firmenwert 3.011 3.024
Kundenstämme, Markenrechte
Entwicklungsaufwendungen 623 850
4.069 4.291
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 11.116 10.351
Technische Anlagen und Maschinen 3.758 3.307
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.117 3.252
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 421 228
18.412 17.138
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anteile an Gemeinschafts- unternehmen 147
Anteile an assoziierten Unternehmen 134
Sonstige Beteiligungen 145 2
292 136
Konzern Anlagevermögen 22.773 21.565

3 Grundlagen der Rechnungslegung

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des edding Konzerns.

Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur Visuellen Kommunikation.

Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg / Deutschland.

Der Konzernabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wird am 30. April 2010 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

V. D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg
Legamaster GmbH, Ahrensburg

(vormals BMR Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH)

4 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die edding AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder auf andere Weise auf die Tätigkeit beherrschenden Einfluss nehmen kann. Beherrschung besteht dann, wenn die edding AG die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 43 des Konzernanhangs dargestellt sind. Im Rahmen der Anwendung von IFRS ab dem 1. Januar 2004 wurden die beiden Objektgesellschaften Degedestra und edding OHG, welche der Kontrolle der edding AG unterliegen, mit den durch den edding Konzern genutzten Immobilien in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Das Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R. L. de C.V. wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Anteilsquote an dieser Gesellschaft sind dem edding Konzern folgende Werte zuzurechnen:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Langfristige Vermögenswerte 172 140
Kurzfristige Vermögenswerte 490 64
Langfristige Schulden 0 0
Kurzfristige Schulden 513 143
Erträge 142 17
Aufwendungen 254 43

Darüber hinaus werden in den Konzernabschluss Unternehmen einbezogen, bei denen die edding AG direkt oder indirekt 20% bis 50% der Stimmrechte hält und einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Diese assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Bei untergeordneter Bedeutung für den Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wird von der Anwendung der Equity-Methode abgesehen. Im Geschäftsjahr zählten keine assoziierten Unternehmen zum edding Konzern.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Im Geschäftsjahr ergaben sich folgende Änderungen des Konsolidierungskreises:

Die Tochtergesellschaft Olivagro S.A. mit Sitz in San Juan, Argentinien, wurde zum 31.12.2009 verkauft und entkonsolidiert. Der hieraus resultierende Verlust beläuft sich auf TEUR 34.

Die edding Benelux group B.V. Holding mit Sitz in Lochem, Niederlande, wurde im Geschäftsjahr gegründet und erstmalig vollkonsolidiert. Die Gesellschaft übt keine operative Tätigkeit aus.

Die Legamaster GmbH mit Sitz in Ahrensburg ist durch Umfirmierung der bereits in Vorjahren vollkonsolidierten, jedoch nicht operativ tätigen Gesellschaft BMR Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH, Ahrensburg, entstanden. Die Legamaster GmbH wird in 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufnehmen.

5 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde von der nach IFRS 1 gegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die unter HGB gewählte Erstkonsolidierung im Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004), einschließlich der im Rahmen der HGB-Kaufpreisallokation ermittelten Wertansätze, zu übernehmen und diese – mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte – nach IFRS fortzuführen. Nach HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurde den Vermögensgegenständen insoweit zugerechnet, als dessen Zeitwert vom Buchwert abweicht. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden entweder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder mit den Rücklagen verrechnet. Seit dem Geschäftsjahr 2004 werden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern einmal jährlich nach IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit getestet. Darüber hinaus werden Wertminderungstests unterjährig durchgeführt, sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen. Neu entstehende aktivische Unterschiedsbeträge werden nicht mehr mit den Rücklagen verrechnet.

Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangsstichtag werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen.

Aktive Unternehmen, bei denen die edding AG einen Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% hat, werden nach der Equity-Methode bilanziert (assoziierte Unternehmen). Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen ermittelt.

Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls unter Anwendung der Equity-Methode konsolidiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

6 Währungsumrechnung

Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt; die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.

Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Gesellschaften entstehen, werden, soweit der Erwerb vor dem 1. Januar 2004 stattgefunden hat, mit den Kursen des Erwerbszeitpunkts, im Übrigen zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
Großbritannien GBP 0,89 0,95 0,89 0,83
Japan JPY 133,16 126,14 129,49 152,46
Türkei TRY 2,15 2,15 2,16 2,03
Argentinien ARS 5,48 4,87 5,04 4,64

In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.

7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2008 basieren auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für das Geschäftsjahr 2009 angewendet werden.

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden bei den folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsfragen getroffen: dem Test der Geschäfts- und Firmenwerte auf Werthaltigkeit, den konzerneinheitlichen Nutzungsdauern und den erzielbaren Beträgen des Anlagevermögens, der Ermittlung latenter Steueransprüche, der Realisierbarkeit von Forderungen, der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie bei den nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens erfolgswirksam berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den Immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aktivierte Entwicklungsaufwendungen, Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zum 31. Dezember 2003 entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Wertansätze der zum 31. Dezember 2003 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen des Übergangs von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 festgeschrieben. Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Impairment-Test geprüft.

Die Entwicklungsaufwendungen für neue Techniken und Produkte werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, sofern die Ansatzkriterien des IAS 38 erfüllt sind. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen werden ab dem Vermarktungsbeginn planmäßig über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel vier Jahren linear abgeschrieben. Die Forschungsaufwendungen und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsaufwendungen werden grundsätzlich aufwandswirksam in der Periode ihres Anfalls berücksichtigt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 – sofern qualifizierte Vermögenswerte vorliegen – als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst.

Gewinne und Verluste aus Anlageabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 25
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen

Bei allen immateriellen Vermögenswerten (einschließlich der aktivierten Entwicklungsaufwendungen) sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Wert ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, d. h. dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (“cash generating unit“) ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust (“impairment loss“) vor. Für Zwecke des Impairment-Tests wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Weighted Average Cost of Capital (WACC) von 10,4% (Vorjahr: 11,5%) verwendet. Darüber hinaus wurden länderspezifische Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt der einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit gegebenenfalls zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verteilt. Die Wertberichtigung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.

Beim Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 36). Auf Geschäfts- und Firmenwerte sind keine Zuschreibungen zulässig.

Leasing

Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge).

Bei Operate-Lease-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingkosten werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Finanzanlagen

Die unter den Finanzanlagen erfassten Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bewertet. Sofern Anteile an assoziierten Unternehmen bestehen, werden diese ebenfalls nach der Equity-Methode bewertet.

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar“ eingestuft. Nach IAS 39 sind diese Finanzinstrumente grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sofern zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden konnte, werden diese mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente

Unter derivativen Finanzinstrumenten sind Sicherungsgeschäfte zu verstehen, die u. a. zur Steuerung von Risiken aus Warenpreis-, Zins- und Währungsschwankungen eingesetzt werden. Sie dienen der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 sind im edding Konzern nur von untergeordneter Bedeutung. Sie werden generell nur im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften abgesichert. Des Weiteren werden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps gesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert). Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Zeitwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den sonstigen Vermögenswerten handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigung hinreichend genau ermittelbar sein muss. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet. Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation bewertet. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen entsprechend des Wahlrechtes des IAS 19 seit 2006 in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig festliegt, werden als abgegrenzte Schulden (“accruals“) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung bzw. Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden passivisch abgegrenzt und grundsätzlich in den Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Für das Geschäftsjahr 2009 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewandt, die für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind. Wesentliche Neuerungen betreffen die folgenden Standards, die erstmalig anzuwenden waren:

IFRS 8 „Operative Segmente“ ersetzte IAS 14 „Segmentberichterstattung“. Wesentliche Neuerung ist die Orientierung der externen Segmentberichterstattung an dem internen Berichtswesen an die Hauptentscheidungsträger des Unternehmens. Aus der erstmaligen Anwendung resultierte eine neue Darstellung der Segmentberichterstattung.
IAS 1 (revised 2007) „Darstellung des Abschlusses“ führte zu einer Neugliederung der Bestandteile des Konzernabschlusses.
Die erstmalige Anwendung des überarbeiteten IAS 23 „Fremdkapitalkosten“ hatte keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Aus den weiteren im Geschäftsjahr erstmalig anzuwendenden Standards und Interpretationen resultierten allenfalls ergänzte Anhangangaben.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Der IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard/Interpretation1 Anwendungs

pflicht
Übernahme

durch EU1
Voraussichtliche

Auswirkungen
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards 01.07.2009 / 01.01.2010 Ja / Nein keine
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen 01.01.2010 Nein keine
IFRS 3 /

IAS 272 /

IAS 282/

IAS 312
Unternehmenszusammenschlüsse /

Konzernabschluss /

Anteile an assoziierten Unternehmen /

Anteile an Joint Ventures
01.07.2009 Ja Veränderte Abbildung von

Unternehmens

zusammenschlüssen
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2013 Nein werden derzeit analysiert
IAS 24 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 01.01.2011 Nein keine
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung 01.02.2010 Ja keine
IAS 39 Änderungen hinsichtlich Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren 01.07.2009 Ja keine
Improvements to IFRS3
- aus 2008 01.07.2009 Ja (2008) geringfügige Ergänzung der Anhangangaben
- aus 2009 oder später Nein (2009)
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften 01.01.2011 Nein keine
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer 01.07.2009 Ja keine
IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden 01.07.2009 Ja keine
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente 01.07.2009 Nein keine

1 bis zum 31.12.2009

2 Folgeänderungen aus IFRS 3

3 Geringfügige Änderungen an diversen Standards und Interpretationen

Der edding Konzern wird die oben genannten Standards und Interpretationen spätestens ab der Berichtsperiode anwenden, ab welcher diese verpflichtend anzuwenden sind.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

8 Immaterielle Vermögenswerte

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung in den Jahren 2009 und 2008 sind im Anhang unter Textziffer 2 dargestellt.

Die im Konzernanlagespiegel der edding AG ausgewiesenen übrigen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Schutzrechte sowie Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 139) sowie Software in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 296).

Die Geschäfts- und Firmenwerte betreffen die niederländische und die argentinische Tochtergesellschaft.

Bei den ausgewiesenen Entwicklungsaufwendungen handelt es sich um Personal- und Sachaufwendungen zur Schaffung neuer Produkte, die gemäß IAS 38 zu aktivieren sind. Diese haben eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer von grundsätzlich vier Jahren und werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Summe der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen beträgt TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 550).

9 Sachanlagen

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg.

Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 1.650 (Vorjahr: TEUR 2.099).

Die Immobilie der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG in Wunstorf ist mit Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die forfaitierten Leasingzahlungen mit TEUR 2.484 (Vorjahr: TEUR 2.789).

Hinsichtlich der Immobilie der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG in Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953). Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 3.019 (Vorjahr: TEUR 3.389).

Die Abgänge von Grundstücken resultieren aus dem Verkauf der Olivagro S.A., Argentinien.

Im Sachanlagevermögen werden in Höhe von TEUR 1.137 (Vorjahr: TEUR 1.385) geleaster Fuhrpark und EDV-Hardware sowie im Vorjahr Fertigungsmaschinen ausgewiesen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (Finance-Lease) dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Laufzeiten der Leasingverträge betragen zwischen 24 und 54 Monaten.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen sind für jede der folgenden Perioden wie folgt fällig:

Nominal Barwert
2009

TEUR
2008

TEUR
2009

TEUR
2008

TEUR
--- --- --- --- ---
bis zu 1 Jahr 654 670 630 626
zwischen 1 und 5 Jahren 662 816 564 723

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten” zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt. Zum 31. Dezember 2009 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 344 (Vorjahr: TEUR 424) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 114) erfolgswirksam aufgelöst werden.

10 Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr 2008 waren 50% der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen edding Mexico S. de R. L. de C.V. erworben worden, wobei von den Anteilen nur TEUR 169 eingefordert worden waren. Im Geschäftsjahr wurden die restlichen Einlagen in Höhe von TEUR 155 eingefordert und eingezahlt. Das Unternehmen wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die sonstigen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar“ eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 145) zu Anschaffungskosten bilanziert.

11 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.298 2.499
Unfertige Erzeugnisse 344 446
Fertige Erzeugnisse und Waren 10.103 13.293
12.745 16.238

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 1.715 (Vorjahr: TEUR 1.720). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.133 21.665
Sonstige Vermögenswerte 4.261 6.011
23.394 27.676
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 21.598 26.453
über 1 Jahr 1.796 1.223

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Aktivwerte von Versicherungen 1.141 897
Forderungen Lieferanten 781 1.259
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen 551 262
Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. 323
Mitarbeiterdarlehen 274 107
Geleistete Anzahlungen 245 376
Forderungen Finanzamt 162 482
Derivate 154 1.253
Mietkautionen 74 53
Übrige 556 1.322
4.261 6.011

Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.785 (Vorjahr: TEUR 1.374) gebildet. Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind. Es bestehen wie im Vorjahr keine Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2009

TEUR
2008

TEUR
Stand 01.01. 1.374 1.177
Aufwandswirksame Zuführungen 1.112 343
Inanspruchnahme -648 -96
Auflösung -53 -50
Stand 31.12. 1.785 1.374

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

weder überfällig noch wertgemindert

TEUR
überfällig, vor Wertberichtigung
in folgenden Zeitbändern:
--- --- --- --- --- --- ---
< ein Monat

TEUR
ein bis drei Monate

TEUR
drei bis sechs Monate

TEUR
sechs bis zwölf Monate

TEUR
> zwölf Monate

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2009 17.201 1.034 866 498 395 924
31.12.2008 19.589 1.200 892 434 219 705
Bruttowert

TEUR
Wertberichtigung

TEUR
Buchwert

TEUR
--- --- --- ---
--- --- --- ---
31.12.2009 20.918 -1.785 19.133
31.12.2008 23.039 -1.374 21.665

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.

13 Flüssige Mittel

Als Flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen TEUR 11.168 (Vorjahr: TEUR 4.883) betreffen im Wesentlichen Bankguthaben.

14 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

15 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr ist aus der separaten Aufstellung außerhalb des Anhangs ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 St. Stammstückaktien und 473.219 St. Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,-pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos. Ihre Ausstattung ergibt sich aus § 19 der Satzung.

Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Währungsumrechnung entfällt auf die Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 vollständig erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Im Vorjahr war außerdem eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet und unter den Gewinnrücklagen erfasst worden. Die Rücklage enthielt die nicht realisierten Gewinne aus Derivaten, welche die Voraussetzungen des Hedge Accountings nach IAS 39 erfüllten. Die zugehörigen latenten Steuern waren ebenfalls erfolgsneutral erfasst worden. Im Geschäftsjahr wurden die Gewinne aus der Rücklage in die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen. Neue Cashflow Hedge Rücklagen wurden im Geschäftsjahr nicht gebildet.

Die Anteile anderer Gesellschafter bestehen an der japanischen Tochtergesellschaft.

16 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG, die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH sowie das niederländische Konzernunternehmen haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.

Die zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (“Projected Unit Credit Method“) versicherungsmathematisch berechnet. Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Vorstände und Geschäftsführer durch Rückdeckungsversicherungen und für die Mitarbeiter durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden für eine bessere Darstellung der tatsächlichen Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vollständig erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verrechnet. Die erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Auf die erfassten Wertänderungen aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls erfolgsneutral erfasst werden.

In den Pensionsplänen sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: Gewinne in Höhe von TEUR 22) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste resultiert aus der Reduzierung des Abzinsungssatzes sowie des Gehaltssteigerungstrends, welche in der nachfolgenden Tabelle dargestellt sind.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2009 31.12.2008
Inland Niederlande Inland Niederlande
--- --- --- --- ---
Abzinsungssatz 5,7% 5,7% 5,9% 5,9%
Gehaltssteigerungstrend 2,0% 2,0% 2,2% 2,0%
Rentensteigerungstrend 1,9% 2,0% 1,9% 2,0%

Die Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde alters- und geschlechtsspezifisch geschätzt. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellung für den Bilanzausweis an den letzten fünf Bilanzstichtagen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
31.12.2007

TEUR
31.12.2006

TEUR
31.12.2005

TEUR
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 13.944 13.733 13.862 16.059 16.267
Deckungsstatus des Planvermögens -1.923 -1.744 -1.573 -1.969 -2.015
Bilanzwert 12.021 11.989 12.289 14.090 14.252

Das Planvermögen resultiert aus Beitragszahlungen im Rahmen einer Gruppenlebensversicherung bei der Zwitser Leven, Niederlande. Der Deckungsstatus des Planvermögens entwickelte sich wie folgt:

2009

TEUR
2008

TEUR
Stand 01.01. 1.744 1.573
Erträge/Aufwendungen aus Planvermögen 11 -42
Beiträge von Arbeitgebern 32 153
Beiträge von Arbeitnehmern 114 140
Auszahlung -32 -55
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) 72
Verwaltungskosten -18 -25
Stand 31.12. 1.923 1.744

Für 2010 wird erwartet, dass die Beiträge, die in den Plan eingezahlt werden, TEUR 273 betragen.

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich wie folgt:

2009

TEUR
2008

TEUR
Anwartschaftsbarwert 01.01. 13.733 13.862
Laufender Dienstzeitaufwand 209 260
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 118
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 786 766
Übertragung von Anwartschaften -155
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 365 -22
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen -1.167 -1.116
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 18 20
Anwartschaftsbarwert 31.12. 13.944 13.733

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 34) Mitglieder des Vorstandes.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Personalaufwand ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2009

TEUR
2008

TEUR
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (Dienstzeitaufwand) 209 260
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 118
Zinsaufwand der erwarteten Pensionsverpflichtung 786 766
Erträge/Aufwendungen des Planvermögens -11 42
Nettopensionsaufwand 984 1.186

17 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die einzelnen Rückstellungsgruppen haben sich wie folgt entwickelt:

Langfristige Rückstellungen

TEUR
Kurzfristige Rückstellungen
Steuerrückstellungen

TEUR
Übrige

TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2008 423 2.785 2.026
Inanspruchnahme -61 -2.327 -1.285
Auflösung -3 -450 -237
Zuführung 50 2.099 174
Stand 31.12.2008 409 2.107 678
Inanspruchnahme -65 -638 -677
Auflösung -21 -280 -1
Zuführung 356 1.986 164
Stand 31.12.2009 679 3.175 164

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Die Jubiläumsverpflichtungen sind als “other long term employee benefits” mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 5,7% (Vorjahr: 5,9%) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,0% p. a. (Vorjahr: 2,2% p. a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die auf die Jubiläumszuwendungen entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sind in die Bewertung eingeflossen.

Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Abschluss- und Prüfungskosten sowie Altersvorsorgeaufwendungen, welche nicht den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zuzuordnen sind.

18 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.370 7.339
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr -1.376 -2.661
davon mit einer Restlaufzeit 1-5 Jahre -2.978 -2.881
davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre -1.016 -1.797
davon grundpfandrechtlich gesichert -4.674 -5.488
Übrige Finanzverbindlichkeiten 3.677 4.138
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr -959 -932
davon mit einer Restlaufzeit 1-5 Jahre -2.154 -2.642
davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre -564 -564
davon grundpfandrechtlich gesichert -2.484 -2.789

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von über einem Jahr dienen fast ausschließlich zur Finanzierung der Betriebs- und Verwaltungsgebäude.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich marktübliche Zinssätze vereinbart. Die Nominalverzinsung beträgt, abhängig von der Laufzeit und Vertragsgestaltung, zwischen 1,55% und 5,8% (Vorjahr: zwischen 3,75% und 5,8%).

Die übrigen Finanzverbindlichkeiten umfassen forfaitierte Leasingraten zur Finanzierung einer Immobilie sowie Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen.

19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Andere lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.404 5.340
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.404 5.340
Andere Verbindlichkeiten 9.925 10.804
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 9.596 10.314
davon mit einer Restlaufzeit 1-5 Jahre 159 265
davon mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre 170 225

Die anderen Verbindlichkeiten beinhalten abgegrenzte Schulden in Höhe von TEUR 8.067 (Vorjahr: TEUR 8.979). Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht berechnet. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Gratifikationen, Werbekostenzuschüsse, Boni und Personalaufwendungen. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen.

20 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 0). Weitere Eventualverbindlichkeiten bestanden nicht.

21 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Aufwendungen für Operate-Lease für Fuhrpark, Lagertechnik, Software und Mietverpflichtungen. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Leasingverpflichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 464 372
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 369 289
Restlaufzeit über 5 Jahre 1
833 662
Mietverpflichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 811 88
Restlaufzeit 1 – 5 Jahre 2.991 352
Restlaufzeit über 5 Jahre 1.558 132
5.360 572

Im Geschäftsjahr belief sich der Mietaufwand aus Operate-Lease-Kontrakten auf TEUR 614 (Vorjahr: TEUR 789).

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen, die in den Jahren 2010 bis 2017 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 817.

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung

22 Umsatzerlöse

2009

TEUR
2008

TEUR
Geschäftsfeld Schreiben und Markieren
Inland 30.196 33.269
Übriges Europa 31.028 37.942
Übersee 5.755 6.049
66.979 77.260
Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation
Inland 10.766 12.162
Übriges Europa 15.038 16.932
Übersee 1.084 1.294
26.888 30.388
Partnermarken und sonstige Erlöse 5.586 6.258
Konzern gesamt 99.453 113.906

23 Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Position Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 446) beinhaltet mit TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 156) Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert werden.

24 Materialaufwand

2009

TEUR
2008

TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 42.081 47.578
Aufwendungen für bezogene Leistungen 363 462
42.444 48.040

25 Personalaufwand

2009

TEUR
2008

TEUR
Inland 17.526 18.490
Ausland 8.431 9.070
25.957 27.560

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 5,8% gesunken. Dieser Rückgang ist neben den sowohl im Inland als auch Ausland reduzierten Mitarbeiterzahlen im Wesentlichen auf gesunkene Tantiemen zurückzuführen.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2009 2008
Gewerbliche Arbeitnehmer
Inland 78 80
Ausland 58 74
Angestellte
Inland 255 257
Ausland 175 183
566 594

26 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr sind ausschließlich planmäßige Abschreibungen angefallen.

27 Sonstige betriebliche Erträge

2009

TEUR
2008

TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 1.471 1.040
Erträge aus Sachbezügen 392 305
Erträge aus der Wertanpassung des Deckungskapitals 372
Erträge aus Versicherungserstattungen 303 11
Währungsgewinne 285 635
Erträge aus Investitionszulagen 101 114
Kooperationserlöse 62 91
Erträge aus Anlageabgängen 11 167
Übrige Erträge 813 562
3.810 2.925

28 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2009

TEUR
2008

TEUR
Werbe- und Marketingkosten 8.593 9.635
Fracht- und Logistikkosten 2.496 2.942
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 1.461 1.219
Raumkosten 1.449 1.438
Fuhrparkkosten 1.307 1.448
Abschreibungen auf Forderungen 1.268 541
Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) 1.176 1.247
Personalnebenkosten 1.094 1.668
Währungsverluste 980 2.153
Reisekosten 909 1.204
Delkredere-Provisionen 722 732
EDV-Kosten 647 1.139
Übrige Aufwendungen 4.813 4.453
26.915 29.819

29 Zinsergebnis

2009

TEUR
2008

TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 121 390
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -687 -1.391
Zinsergebnis -566 -1.001

30 Ertragsteuern

2009

TEUR
2008

TEUR
Tatsächliche Steuern 2.633 2.938
Latente Steuern -1.211 -524
1.422 2.414

Unter der Position tatsächliche Steuern werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Der Steuersatz für die latenten Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt wie im Vorjahr 29,01%, basierend auf den lokal gültigen Steuersätzen.

Mit Ausnahme der edding Lega International B.V. (Niederlande) sowie der edding Lega International B.V.B.A. (Belgien) erfolgte keine Berücksichtigung etwaiger Verlustvorträge der ausländischen Konzerngesellschaften, da eine Inanspruchnahme dieser Verlustvorträge in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.

Für den niederländischen Standort wurden im Geschäftsjahr 2009 TEUR 138 der Verlustvorträge genutzt. Zum 31.12.2009 verbleibt aus den restlichen Verlustvorträgen ein latenter Steueranspruch in Höhe von TEUR 472. Zusätzlich wurden für die belgische Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr erstmalig latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 152 aktiviert. Aufgrund der positiven geschäftlichen Entwicklung der Gesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme zu rechnen.

Die Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, belaufen sich zum 31.12.2009 auf TEUR 805 (Vorjahr: TEUR 1.964).

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2009 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 150 181
Sachanlagen 874 952
Übrige Vermögenswerte 12 33 319 95
Langfristige Vermögenswerte 12 33 1.343 1.228
Vorräte 517 892 9 21
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173 159
Übrige Vermögenswerte 7 1.414 3.453
Kurzfristige Vermögenswerte 690 1.058 1.423 3.474
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 350 287
Sonstige Rückstellungen 45 9
Finanzschulden 354 516
Übrige Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten 749 803 9
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verlustvorträge 624 507
Zwischensumme 2.075 2.401 2.775 4.702
Saldierung -657 -1.584 -657 -1.584
Bestand laut Konzernbilanz 1.418 817 2.118 3.118

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,3% erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:

2009

TEUR
2008

TEUR
Erwarteter Ertragsteueraufwand 1.219 2.108
Auswirkungen von Steuersatzänderungen -2
Abweichende Steuersätze -265 20
Permanente Differenzen 162 38
Nichtansatz bzw. Wertberichtigung steuerlicher Verluste im Ausland 227 608
Nutzung von im Vorjahr nicht werthaltigen Verlustvorträgen -272
Periodenfremde latente Steuern 278
Periodenfremde tatsächliche Steuern 40 -453
Sonstige Abweichungen 33 95
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 1.422 2.414

31 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt.

In die Anzahl der Aktien sind nur die ausgegebenen Stammstückaktien einzubeziehen, die in beiden Geschäftsjahren unverändert blieben (600.000 Stammstückaktien). Da keine Wandel- bzw. Optionsrechte bestehen, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

Das Konzernergebnis wurde wie folgt ermittelt:

2009

TEUR
2008

TEUR
Konzernjahresergebnis ohne Anteile anderer Gesellschafter 2.741 4.906
Abzüglich Vorzugsdividende -483 -483
2.258 4.423

Anzahl der Stammstückaktien: 600.000

Ergebnis je Aktie 3,76 € 7,37 €

Sonstige Erläuterungen

32 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche berücksichtigungspflichtige und nicht zu berücksichtigende aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bisher nicht eingetreten.

33 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente abgeschlossen, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind. Hierzu gehören Zinsswaps und Devisenoptionen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen.

Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 nicht betrieben. Auch in Zukunft ist dies nicht beabsichtigt.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow-sowie Währungs-, Kredit- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen c. p. auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite im Einkauf beim japanischen Yen. Zur Sicherung setzt der Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch unsere Tochtergesellschaften in Argentinien (US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund) und Türkei (Neue türkische Lira).

Eine Absicherung der türkischen Währung ist zu vertretbaren Kosten nicht zu erreichen, daher wird hierauf verzichtet.

Zum 31.12.2009 bestanden Optionen in Höhe von 0,5 Mrd. japanische Yen (Vorjahr: 0,7 Mrd. JPY) für das zukünftige Einkaufsvolumen. Zum Bilanzstichtag wiesen die Devisenoptionen mit einer Laufzeit bis Ende 2010 einen positiven Marktwert von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 1.253) auf.

Die im Vorjahr erfolgte Designation wesentlicher Teile der Optionen als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accountings wurde im Geschäftsjahr beendet. Neue Sicherungsbeziehungen wurden nicht hergestellt.

Für die zum 31.12.2009 bestehenden Devisenoptionen sowie übrigen Yen-Bestände würde sich das Ergebnis vor Steuern bei einer Aufwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10% um TEUR 137 verringern. Bei einer Abwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10% würde sich das Ergebnis vor Steuern um TEUR 359 erhöhen. Der Einfluss auf das Eigenkapital wäre TEUR -92 bzw. TEUR 243.

Für die zum 31.12.2008 bestehenden Devisenoptionen sowie übrigen Yen-Bestände hätte sich das Eigenkapital bei einer Aufwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10% um TEUR 321 verringert. Bei einer Abwertung des Wechselkurses Euro zum japanischen Yen in Höhe von 10% hätte sich das Eigenkapital um TEUR 418 erhöht. Aufgrund des in 2008 angewendeten Cashflow Hedge Accountings hätte die Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung lediglich TEUR -/+97 betragen.

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10%igen Auf-/Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen Fremdwährung. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an.

2009

TEUR
2008

TEUR
Aufwertung lokale Währung um 10%
Türkische Lira 418 701
Japanischer Yen -61 -65
Britisches Pfund 130 55
Argentinischer Peso 493 585
980 1.276
2009

TEUR
2008

TEUR
Abwertung lokale Währung um 10%
Türkische Lira -418 -701
Japanischer Yen 61 65
Britisches Pfund -130 -55
Argentinischer Peso -493 -585
-980 -1.276

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die edding AG zwei Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.400 (Vorjahr: TEUR 2.700) bzw. TEUR 1.650 (Vorjahr: TEUR 1.950) und einer Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017 bzw. bis zum 30. Juni 2015 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag betrug der negative Marktwert der beiden Derivate insgesamt TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 100).

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Ergebniseffekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze dar. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung werden im edding Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen daher keiner Zinssensitivität im Sinne von IFRS 7. Die variabel verzinsten Finanzinstrumente sind durch die oben genannten Derivate gesichert. Für die Zinsderivate ergibt sich folgende Zinssensitivität:

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 126 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 85 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 135 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 91 verringert.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 159 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 113 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 170 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 121 verringert.

Sonstiges Preisrisiko

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken.

Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen an bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 12 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden u. a. die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

2009 Buchwert

31.12.2009

TEUR
Cashflows 2010 Cashflows 2011-2014 Cashflows 2015 ff.
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.370 190 1.384 473 2.970 49 1.016
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.194 24 630 99 564
Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 2.484 168 329 397 1.591 15 564
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.404 4.404
Sonstige Verbindlichkeiten 5.106 5.106
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate mit negativem Marktwert 167 112 279 50
2008 Buchwert

31.12.2008

TEUR
Cashflows 2009 Cashflows 2010-2013 Cashflows 2014 ff.
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Zins

TEUR
Tilgung

TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.339 288 2.661 694 2.881 131 1.797
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.349 44 626 93 723
Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten 2.789 191 305 511 1.477 69 1.007
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.340 5.340
Sonstige Verbindlichkeiten 6.199 6.199
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten und Vermögenswerte
Derivate mit positivem Marktwert 1.253 58 1.195
Derivate mit negativem Marktwert 100 33

34 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente:

Buchwert Beizulegender Zeitwert
31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
--- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen 32.603 28.872 32.603 28.872
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.133 21.665 19.133 21.665
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) 2.302 2.324 2.302 2.324
Flüssige Mittel 11.168 4.883 11.168 4.883
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 1) 154 1.253 154 1.253
Derivate mit positivem Marktwert 154 1.253 154 1.253
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 145 145
Beteiligungen 145 145
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 18.557 23.016 18.557 23.073
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.370 7.339 5.370 7.339
Übrige Finanzschulden 3.678 4.138 3.719 4.195
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.404 5.340 4.404 5.340
Andere Verbindlichkeiten (abzüglich Derivate) 5.106 6.199 5.106 6.199
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 167 100 167 100
Derivate mit negativem Marktwert 167 100 167 100

1) Die Bewertung erfolgte im Geschäftsjahr erfolgswirksam. Im Vorjahr war aufgrund des Cashflow Hedge Accountings im Wesentlichen eine erfolgsneutrale Bewertung vorgenommen worden.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt.

Die übrigen Finanzschulden umfassen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und forfaitierten Leasingraten. Die beizulegenden Zeitwerte werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve ermittelt.

Marktwerte von Derivaten werden anhand der mark-to-market Methode ermittelt.

Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

2009 aus Zinsen

TEUR
aus der Folgebewertung aus Abgang

TEUR
Nettoergebnis

2009

TEUR
Zum Fair Value

TEUR
Wertberichtigung

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Darlehen und Forderungen -49 -725 -40 -814
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -88 99 -77 -66
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -542 -542
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten -679 99 -725 -117 -1.422
2008 aus Zinsen

TEUR
aus der Folgebewertung aus Abgang

TEUR
Nettoergebnis

2008

TEUR
Zum Fair Value

TEUR
Wertberichtigung

TEUR
Darlehen und Forderungen -293 -96 -389
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente -302 -89 -391
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -536 -536
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten -536 -302 -293 -185 -1.316

35 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, das es ermöglicht, seinen Wachstumskurs weiter fortzusetzen. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 dargestellt:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
%

Änderungen
Eigenkapital 29.720 28.822 3,1%
als % vom Gesamtkapital 58,5% 55,1%
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.733 19.873 -5,7%
Kurzfristige Finanzschulden 2.335 3.593 -35,0%
Fremdkapital 21.068 23.466 -10,2%
als % vom Gesamtkapital 41,5% 44,9%
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 50.788 52.288 -2,9%

Beim kurzfristigen Fremdkapital wurden u. a. bestehende bilaterale kurzfristige Kreditlinien genutzt. Am Jahresende existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sog. „Financial Covenants“), bestehen nicht.

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

36 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im Geschäftsjahr wurde erstmalig IFRS 8 angewendet, wonach die Segmente analog zur internen Berichterstattung darzustellen sind. Die Vergleichszahlen für das Vorjahr wurden entsprechend angepasst. Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken zugeordnet. Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher – soweit erforderlich – in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2009 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.

Die Umsatzerlöse und langfristigen Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) gliedern sich nach Regionen wie folgt:

Inland

TEUR
Übriges Europa

TEUR
Übersee

TEUR
edding Konzern

TEUR
2009
Externe Umsatzerlöse 43.132 48.858 7.463 99.453
Langfristige Vermögenswerte 15.357 3.719 1.013 20.089
2008
Externe Umsatzerlöse 48.482 57.402 8.022 113.906
Langfristige Vermögenswerte 16.811 3.722 1.948 22.481

Im Geschäftsjahr 2009 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2009

TEUR
2008

TEUR
Segmentergebnis (EBIT) 10.103 15.694
EBIT der edding AG -5.297 -7.337
Konsolidierung 30 -15
Konzern-EBIT 4.836 8.342
Beteiligungsergebnis -107 -16
Finanzergebnis -566 -1.001
Konzernergebnis vor Steuern 4.163 7.325

37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des edding Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe der Berichtsperiode verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Zahlungsmittelzu-und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2009

TEUR
2008

TEUR
Zinseinnahmen 121 390
Zinsausgaben 709 880
Zahlungen für Ertragsteuern 1.605 3.549

Aus dem Verkauf der Olivagro S.A. resultierte eine Kaufpreisforderung in Höhe von TEUR 340; diese war zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 17 beglichen worden. Bei dem Verkauf sind keine Zahlungsmittel abgegeben worden.

38 Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen Susanne Ledermann, Beatrix Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann, Angelika Schumacher, Dina Alexandra Schumacher und Per Ledermann wurden in 2009 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 551 (Vorjahr: TEUR 262). Die im Geschäftsjahr mit Gemeinschaftsunternehmen erzielten Umsatzerlöse betragen TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 0).

Darüber hinaus haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.

39 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Frau Dina Alexandra Schumacher, Deutschland, hat mitgeteilt, dass sie am 23. Juni 2009 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75% der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat und ihr danach 95,36% der Stimmrechte an der edding AG zustanden, wobei ihr 94,97% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen waren.

Bereits in den Vorjahren haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75% der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben: Volker D. Ledermann, Susanne Ledermann, Beatrix Ledermann, Angelika Schumacher, Per Ledermann, Julia Marie Ledermann und Jan Moritz Ledermann. Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG.

Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

40 Organe der edding AG

Alleiniger Vorstand der edding AG ist

Per Ledermann, Kaufmann, Ahrensburg.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 betragen TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 943). Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird.

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betragen TEUR 1.034 (Vorjahr: TEUR 985) und die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 93). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2009 TEUR 10.675 (Vorjahr: TEUR 10.289).

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen

Bankkaufmann
Vorsitzender
Chehab Wahby, Bruchsal

Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender
Roberto Hübner, Cottbus

Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg

Rechtsanwältin
Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg

Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht
Ersatzmitglied

41 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.051 aus dem Jahresüberschuss 2009 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.052.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividendenan die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1,02 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,-
EUR 1,00 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,-

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn von TEUR 969 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

42 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2009

TEUR
2008

TEUR
Honorare für Abschlussprüfung 103 118
Steuerberatung 84
Sonstige Beratungshonorare 14 4

43 Anteilsbesitz

Name Sitz Beteiligungsquote

%
Mutterunternehmen
--- --- ---
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001)
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100
Legamaster GmbH

(vormals BMR Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH)
Ahrensburg 100
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG Düsseldorf 100
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn 98
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, Niederlande 1001)
edding Lega International B.V.

(seit 1.1.2010 Legamaster International B.V.)
Lochem, Niederlande 1001)
edding Lega International B.V.B.A. Mechelen, Belgien 1001)
edding Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 100
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, Großbritannien 100
edding France SAS Roncq, Frankreich 1001)
edding Hellas Ltd. Athen, Griechenland 100
edding Italia s.r.l. Mailand, Italien 1002)
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, Türkei 1002)
edding Japan Inc. Tokio, Japan 76
Gemeinschaftsunternehmen
edding Mexico S. de R. L. de C.V. Mexiko-City, Mexiko 50

1) mittelbar über die edding International GmbH bzw. deren Beteiligungen

2) 90% unmittelbar; 10% mittelbar über die edding International GmbH

Die edding Mexico S. de R. L. de C.V. erzielte in 2009 ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR -224 (Vorjahr: TEUR -52). Das Eigenkapital betrug zum 31.12.2009 TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 122).

Die edding Vertrieb GmbH hält 5,56% des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding AG hält 16,67% der Anteile an der PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH, Stuttgart.

44 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding-ag.de veröffentlicht.

Ahrensburg, den 12. April 2010

Der Vorstand

P. Ledermann

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 16. April 2010

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH und Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Versicherungsvermerk des gesetzlichen Vertreters

(Bilanzeid)

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, den 12. April 2010

Der Vorstand

P. Ledermann