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edding AG Annual Report 2009

Jun 16, 2010

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Annual Report

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Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009

Organe

Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen:

Rüdiger Kallenberg, Rellingen

– Vorsitzender –
Chehab Wahby, Bruchsal

– stellvertretender Vorsitzender –
Roberto Hübner, Cottbus

– Arbeitnehmervertreter –
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg

– Ersatzmitglied –
Karl Sieveking, Hamburg

– Ersatzmitglied –

Vorstand

Per Ledermann, Ahrensburg

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2009.

Auch für den edding Konzern war es wie für viele Unternehmen das schwierigste Jahr in seiner fünfzigjährigen Geschichte. Bereits zu Beginn des Jahres sah sich die Geschäftsleitung einem massiven Umsatzrückgang in allen Geschäftsfeldern und Märkten gegenüber, der zeitweise mehr als 20% betrug.

Allerdings traf diese Entwicklung den Konzern nicht unvorbereitet. Bereits im letzten Quartal 2008 hatte sich ein massiver weltweiter Wirtschaftsabschwung angekündigt. Aufsichtsrat und Vorstand vereinbarten deshalb noch im Rahmen der Planungsphase für das Jahr 2009 alternative Szenarien unter Einbeziehung von Kostensparprogrammen, die noch im ersten Quartal des Jahres 2009 in Kraft gesetzt wurden. Dazu gehörte auch die Einführung von Kurzarbeit in den deutschen Standorten des Konzerns.

Dabei wurde darauf geachtet, dass die Ressourcen im Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie nicht beeinträchtigt wurden. Dies geschah durch eine Neuallokation der verfügbaren Mittel.

Außerdem erwies sich im Bereich des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation die bereits im Vorjahr durchgeführte Produktionsverlagerung – und damit die Aufgabe der konzerneigenen Fertigung in den Niederlanden – als hilfreich. Die Maßnahme führte bereits im ersten Jahr trotz einiger Reibungsverluste zu deutlich niedrigeren Beschaffungskosten und brachte der edding Lega International B.V. nach langen Verlustjahren wieder ein positives Ergebnis.

Anfang 2010 haben sich die Konzernumsätze auf dem niedrigeren Niveau stabilisiert.

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten wird im Konzernlagebericht des Vorstands detailliert erläutert.

Über die Situation und Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurde der Aufsichtsrat im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend in vier Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Sitzungen nahmen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.

Zusätzlich zu den Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere dessen Vorsitzender, auch zwischen den Sitzungsterminen im engen Kontakt zum Vorstand der edding AG.

Durch regelmäßige – sowohl schriftliche als auch mündliche – Berichte des Vorstands über die Ertrags-, Umsatz- und Finanzlage, die Unternehmensstrategie, das Risikomanagement, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung war der Aufsichtsrat jederzeit über die aktuelle Geschäftslage unterrichtet. Die Information über die wichtigsten finanzwirtschaftlichen Kennzahlen wurde durch monatliche schriftliche Berichte gewährleistet.

Daneben erhielt der Aufsichtsrat vierteljährlich detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften sowie Einschätzungen über die zukünftigen Chancen und Risiken.

Unabhängig von der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden dem Aufsichtsrat aus dem internen Kontrollsystem quartalsweise Berichte über die wesentlichen Risiken des Konzerns, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit, ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Behandlung bzw. Vermeidung zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen waren geeignet, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems zu beurteilen und gaben zu keinen Beanstandungen Anlass.

In seiner Sitzung im Dezember 2009 nahm der Aufsichtsrat die vom Vorstand im Rahmen der verabschiedeten Strategie erstellte Mittelfristplanung für die nächsten drei Jahre zustimmend zur Kenntnis.

Nach entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung in 2009 beauftragte der Aufsichtsrat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2009, vereinbarte das Honorar des Abschlussprüfers und legte die Prüfungsschwerpunkte fest.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Hamburg, prüfte den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der edding AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht der edding AG nach den einschlägigen Richtlinien.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG wurden am 30. März 2010 und der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der edding AG wurden am 16. April 2010 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die Prüfungsberichte für die edding AG und den edding Konzern wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von ihnen geprüft.

In der Aufsichtsratssitzung am 27. April 2010 wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG im Beisein des Abschlussprüfers eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu und hat den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2009 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

In derselben Sitzung des Aufsichtsrats am 27. April 2010 wurden im Beisein des Abschlussprüfers der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat nahm den Konzernabschluss der edding AG billigend zur Kenntnis.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand dankt der Aufsichtsrat für ihren persönlichen Einsatz, der im abgelaufenen Geschäftsjahr in erhöhtem Maße erforderlich war. Ein besonderer Dank geht auch an die Arbeitnehmervertreter des Konzerns, die durch ihre konstruktive Haltung die krisenbedingten Auswirkungen auf die Beschäftigung mitgetragen haben.

Ahrensburg, 27. April 2010

Der Aufsichtsrat

Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender

Corporate-Governance-Bericht

gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleistet sein, um bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 06. Juni 2008 für den Zeitraum der Geltung dieser Fassung und in der Fassung vom 18. Juni 2009 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

Ziffer 2.3.3 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Ziffer 3.8 DCGK

Eine Selbstbeteiligung des Vorstandes ist bei einer D&O-Versicherung (Directors’ & Officers-Versicherung) auf drei Monatsgehälter begrenzt. Damit wird die gesetzliche Übergangsregelung gemäß § 23 Abs. 1 EGAktG auf der Grundlage des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) in Anspruch genommen. Eine Selbstbeteiligung der Aufsichtsratsmitglieder ist bei der D&O-Versicherung bislang nicht vereinbart, woran bis zum Ende der Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder im Jahre 2012 festgehalten werden soll. Für künftig neu zu bestellende Aufsichtsratsmitglieder sollen D&O-Versicherungen nach Maßgabe des dann geltenden Rechts und des DCGK abgeschlossen werden.

Ziffer 3.10 DCGK

Der Corporate Governance Bericht wird weiter als Bestandteil des Geschäftsberichts veröffentlicht. Zusätzlich wird ab 2010 die gemäß § 289a HGB erstmals erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der edding AG öffentlich zugänglich gemacht, in der auch die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex dargestellt wird.

Ziffer 4.2.1 DCGK

Seit dem 01. Januar 2009 besteht der Vorstand aus einem Vorstandsmitglied, da die operative Geschäftsführung des Konzerns in weiten Teilen auf die edding International GmbH übertragen wurde.

Ziffer 4.2.3 DCGK

Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen variabler Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter werden seitens der Gesellschaft angesichts des Umfangs der Börsenkapitalisierung als nicht sinnvoll angesehen. Die Grundzüge des Vergütungssystems sind mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts auf der Internetseite in verständlicher Form bekannt gemacht.

Ziffer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit nach Fixum und erfolgbezogenen Komponenten aufgeteilt ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf die Offenlegung der anderen nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) erforderlichen Angaben verzichtet wird.

Ziffer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der Vorstandsvergütung und des Vergütungssystems in einem Vergütungsbericht als Teil des Corporate Governance Berichts wird abgesehen, da die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Ziffer 4.2.4 DCGK).

Ziffer 5.1.2 und Ziffer 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Ziffer 5.3 DCGK

Die Bildung von Ausschüssen – einschließlich eines Audit Commitees – durch den Aufsichtsrat ist aufgrund der Größe des Unternehmens und der Besetzung des Aufsichtsrates mit nurdrei Aufsichtsratsmitgliedern nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Gleiches gilt für den zu bildenden Nominierungsausschuss gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK.

Ziffer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder ist vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2004 abgelehnt worden. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird statt im Corporate Governance Bericht im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und jährlich durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrates auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt und dort zu entnehmen.

Ziffer 6.2 DCGK

Die Gesellschaft veröffentlicht eingehende Stimmrechtsmitteilungen von Aktionären gemäß §§ 21 und 25 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) in der gemäß § 26 WpHG erforderlichen Weise.

Ziffer 6.6 DCGK

Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG ("Directors’ Dealings"). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG. Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden über die Veröffentlichung der vorstehend genannten Directors’ Dealings hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz i.V.m. §§ 21 ff. WpHG (Geschäftsbericht für Einzelabschluss) ergibt; letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte und nicht auf den Aktienbesitz. Auf eine gesonderte Wiedergabe der vorstehenden Angaben im Corporate Governance Bericht wird verzichtet.

Ziffer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können weder grundsätzlich der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen noch eventuelle Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Abs. 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekanntgemacht; im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht.

Für das Berichtsjahr 2010 wird - soweit vorstehend nicht bereits ausdrücklich dargelegt - entsprechend verfahren.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 kann auf der Internetseite der edding AG, Bereich Investor Relations eingesehen werden.

Ahrensburg, den 12. Februar 2010

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft

Lagebericht

1. Das wirtschaftliche Umfeld

Das Umfeld des Jahres 2009 bestätigte die düsteren Prognosen; die US-amerikanische Finanzkrise mündete in die größte Weltwirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte.

Insgesamt geht der Internationale Währungsfonds (IWF) davon aus, dass die Weltwirtschaft 2009 um 0,8% schrumpfte1, wobei die Verluste auf breiter Front erfolgten. Neben den USA mit -2,5% verzeichnete auch die Eurozone einen Rückgang von 3,9%, Deutschland dabei sogar von 4,8%1. In den anderen für uns wichtigen Märkten Osteuropa (insgesamt: -4,3%, Russland: -9,0%) und Lateinamerika (Brasilien: -0,4%, Mexiko: -6,8%) waren die Rückschläge sogar noch härter1.

Positiv war lediglich zu vermelden, dass die Wirtschaft den Arbeitsmarkt nicht in gleichem Maße in den Abwärtsstrudel riss. Vom Beginn der Krise im September 2008 bis zum Höhepunkt im September 2009 wurden in Deutschland „lediglich“ 104.000 Erwerbstätige weniger registriert2. Per Ende Dezember lag die Arbeitslosenquote bei 7,8% gegenüber 7,4% Ende 20083. Abgefedert wurde die Entwicklung dabei durch eine umfangreiche Nutzung der Kurzarbeit, zeitweise waren knapp 1,5 Mio. Beschäftigte in Kurzarbeit registriert3.

Als Folge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stellten sich zudem scharfe Entwicklungen an den Währungsmärkten ein. Insbesondere die Auflösung der Carry Trades führte zu einer Umkehr der schwachen Yen-Entwicklung der Vorjahre.

Angesichts der brennenden Probleme auf den Wirtschaftsmärkten traten politische Spannungen etwas in den Hintergrund. Auf der anderen Seite war die Politik aber sehr mit der Lösung der Finanzprobleme beschäftigt, sodass die seit Jahren ungelösten Konflikte wie die im Iran, Afghanistan sowie dem Nahen Osten, einer Lösung nicht nähergebracht wurden. Daneben brachten Ereignisse wie der Ausbruch des H1N1-Virus zusätzliche Herausforderungen.

Positiv zu vermerken ist, dass die Debatte zur Sicherung der Existenzgrundlagen unseres Planeten anders als früher auch in der Wirtschaftskrise nicht verstummt – ein Hinweis darauf, dass die Bedeutung dieses Themas viel tiefer im Bewusstsein der Menschen angekommen ist, aber auch dass die Probleme drängender werden.

Auch die Industrie für Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) konnte sich der Krise nicht entziehen. Die im Altenaer Kreis (AK) zusammengeschlossenen 20 führenden PBS-Markenfirmen prognostizierten im November einen Umsatzrückgang von etwa 9 % in 2009.4 Was sich jedoch zeigte war, dass in der Tendenz der private Konsum weitaus weniger betroffen war als der gewerbliche Verbrauch.

1 World Economic Outlook, IMF

2 Bundesagentur für Arbeit, Broschüre „Ein Jahr Krise auf dem Deutschen Arbeitsmarkt“

3 Bundesagentur für Arbeit, Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Zahlen, Januar 2010

4 Pressemitteilung des Altenaer Kreises vom 19.11.2009

2. Ertragslage der edding AG

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling sowie IT angesiedelt. Im Rahmen der Verlagerung operativer Tätigkeiten von der edding AG in die edding International GmbH haben zum 1. Januar 2009 einige Mitarbeiter die Gesellschaft gewechselt. Dadurch ist die Vergleichbarkeit der Ertragsdaten zum Vorjahr eingeschränkt.

2009

TEUR
2008

TEUR
Veränderung

TEUR
Veränderung

%
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 11.920 16.813 -4.893 -29,1
Erträge aus Beteiligungen 6 6 - -
Aufwendungen aus Verlustübernahme -656 - -656 n.a.
Abschreibungen auf Finanzanlagen - -1.600 1.600 -100,0
Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen -52 - -52 n.a.
Beteiligungsergebnis 11.218 15.219 -4.001 -26,3
Umsatzerlöse 3.525 4.985 -1.460 -29,3
Personalaufwendungen -5.050 -7.037 1.987 -28,2
Abschreibungen -1.040 -1.049 9 -0,9
Sonstige betriebliche Erträge 981 585 396 67,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.687 -4.389 702 -16,0
EBIT 5.947 8.314 -2.367 -28,5
Finanzergebnis 96 53 43 81,1
Ergebnis vor Steuern 6.043 8.367 -2.324 -27,8
Steuern -1.940 -3.000 1.060 -35,3
Jahresüberschuss 4.103 5.367 -1.264 -23,6

Die Ertragslage der edding AG ist gekennzeichnet durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses, die im Wesentlichen aus Gewinnabführungsverträgen mit der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH resultieren. Das Beteiligungsergebnis betrifft folgende Gesellschaften:

2009

TEUR
2008

TEUR
Ergebnisübernahmen
edding International GmbH 11.920 16.424
V.D. Ledermann & Co. GmbH -656 389
PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH 5 5
DEGEDESTRA Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG 1 1
11.270 16.819
Abschreibungen und Wertberichtigungen
edding Italia s.r.l. (Forderungen) -52 -
edding Hellas Ltd. (Beteiligung) - -600
edding Lega International B.V. (Beteiligung) - -1.000
-52 -1.600
11.218 15.219

Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Wesentliche Ursache für den Rückgang ist die aufgrund der Wirtschaftskrise verschlechterte Umsatz- und Margensituation der Tochtergesellschaften. Zwar wurden konzernweit Kostensparmaßnahmen umgesetzt, diese konnten die entgangenen Rohergebnisse jedoch nur zum Teil kompensieren.

Im Vorjahr waren Abschreibungen auf die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften in Griechenland und den Niederlanden vorgenommen worden.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 1.460 resultiert aus der o.g. Verlagerung von operativen Tätigkeiten in die edding International GmbH. Dadurch sind insbesondere die im Vorjahr noch erzielten Erlöse aus der Weiterbelastung von Logistikkosten entfallen.

Auch der Rückgang der Personalaufwendungen um TEUR 1.987 ist im Zusammenhang mit der funktionellen Umstrukturierung zu sehen. Zudem sind die Gewinnbeteiligungen geringer ausgefallen als im Vorjahr.

Die planmäßigen Abschreibungen liegen mit TEUR 1.040 auf Vorjahresniveau. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 0) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen vorgenommen.

Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus Versicherungserstattungen sowie höheren Auflösungen von Rückstellungen.

Für den Rückgang der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen war die funktionelle Neuausrichtung der edding AG nur von untergeordneter Bedeutung. Vielmehr haben Kostensparmaßnahmen sowie Sondereffekte des Vorjahres zu einer Aufwandsreduktion geführt. Als größte Veränderung sind die IT-Aufwendungen (-TEUR 340) zu nennen; hier waren im Vorjahr erhöhte Kosten durch Projekte entstanden. Darüber hinaus konnten außer Personalnebenkosten insbesondere auch Aufwendungen in den Bereichen Werbung und Reisen sowie Fuhrpark eingespart werden. Die Steuerquote ist von 35,4% auf 32,4% gesunken.

Insgesamt ist der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.103 – wenngleich im Vorjahresvergleich rückläufig – noch zufriedenstellend ausgefallen, zumal sich nach dem ersten Halbjahr 2009 krisenbedingt zunächst ein deutlich schlechteres Ergebnis abgezeichnet hatte. Hierzu hat die Verbesserung der Umsatzsituation der Beteiligungsgesellschaften im zweiten Halbjahr wesentlich beigetragen.

Von dem Bilanzgewinn sollen TEUR 1.083 an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands unverändert zum Vorjahr 1,02 Euro pro Vorzugsstückaktie und 1,00 Euro pro Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 Euro. Es wird vorgeschlagen, den restlichen Bilanzgewinn in die Gewinnrücklagen einzustellen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der edding AG ist im Geschäftsjahr 2009 um TEUR 2.477 auf TEUR 54.345 gestiegen, was einer Steigerung um 4,8 % entspricht. Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der stichtagsbedingten Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 2.018. Zusätzlich ist das Anlagevermögen um TEUR 633 gestiegen. Der abschreibungsbedingte Rückgang der Immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen wurde durch den Anstieg der Finanzanlagen um TEUR 1.426 überkompensiert. Letzterer ist im Wesentlichen auf die bei der türkischen Tochtergesellschaft vorgenommene Kapitalerhöhung zurückzuführen.

Auf der Passivseite stieg ergebnisbedingt das Eigenkapital um TEUR 3.020 (+9,2 %). Von dem Jahresüberschuss ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG die Hälfte (TEUR 2.051) im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses den Gewinnrücklagen zugeführt worden. Die Eigenkapital-Quote ist in der Folge von 63,0 % auf 65,7 % gestiegen. Im Gegenzug sind die Verbindlichkeiten um TEUR 456 zurückgegangen, was im Wesentlichen aus der planmäßigen Tilgung von Bankdarlehen resultiert.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen von 196 TEUR (Vorjahr: TEUR 479) entfallen im Wesentlichen auf EDV-Hardware. Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögensgegenständen von 58 TEUR (Vorjahr TEUR 178) betreffen ausschließlich EDV-Software.

Die Anteile an der edding Lega International B.V. wurden im Wege der Sacheinlage zum Buchwert in die edding International GmbH eingebracht. Bei der türkischen Tochtergesellschaft ist eine Sachkapitalerhöhung durch Einlage von Forderungen erfolgt. Die Finanzanlagen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
edding International GmbH 26.466 21.311
edding Lega International B.V. (Niederlande) 0 5.155
edding Argentina S.A. (Argentinien) 3.649 3.649
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) 3.826 2.555
V. D. Ledermann & Co. GmbH 1.534 1.534
EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) 658 658
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG 400 400
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG 383 383
edding Mexico s.r.l. (Mexiko) 325 170
PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH 52 52
edding Japan Inc. (Japan) 48 48
37.341 35.915

Neben den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen unterhält die edding AG eine Niederlassung in Wunstorf, die keinen operativen Geschäftsbetrieb hat.

Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2009 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2010.

4. Mitarbeiter

Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 62 Mitarbeiter beschäftigt. Dies bedeutet einen Rückgang zum Vorjahr um 28 Mitarbeiter, welcher im Wesentlichen auf den Wechsel von Mitarbeitern in die edding International GmbH zurückzuführen ist.

Das Jahr 2009 stand insgesamt unter dem Zeichen der Kostenreduzierung, um den krisenbedingten Umsatzeinbrüchen entgegenwirken zu können. So wurden weitgehende Einsparungen bei den Personalaufwendungen realisiert, ohne dass krisenbedingte Entlassungen notwendig waren. Unter anderem wurde das Instrument der Kurzarbeit an allen deutschen Standorten eingesetzt. Neben der kompletten Produktion am Standort Bautzen waren die Logistik und Warenversandabteilungen an den Standorten Ahrensburg und Wunstorf betroffen. Neben der Kurzarbeit wurden Möglichkeiten der Nichtbesetzung von freigewordenen Stellen (Eintritt in den Ruhestand, Eigenkündigungen) genutzt, um Kosten zu sparen und Arbeitsplätze der übrigen Belegschaft zu sichern. Gehaltssteigerungen wurden konzernweit ausgesetzt. Auch im Bereich der Weiterbildung konnte eine kostenoptimierte Vorgehensweise gefunden werden. Durch verstärkte Einbindung von internen Mitarbeitern konnte das Angebot der edding Akademie so stark ausgeweitet werden, dass zu wesentlich geringeren Kosten eine Vielzahl von Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt werden konnte. Die Akzeptanz bei den Mitarbeitern war sehr groß.

Trotz dieser Sparanstrengungen konnte die Motivation der Mitarbeiter aufrecht erhalten werden. Ein besonderes Highlight war die Einbindung aller Mitarbeiter in den Strategieentwicklungsprozess 2012+. Hier konnte eine Vielzahl von Ideen gewonnen werden, die die mittelfristige Zukunft von edding zu gestalten helfen werden. Am Standort Ahrensburg wurde dazu eine Strategy Night durchgeführt, die unter maßgeblicher Beteiligung der Abteilung Human Resources sowie geschulter interner Mitarbeiter realisiert wurde.

5. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertragspotenziale unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken, die unvermeidlich an unternehmerisches Handeln geknüpft sind, ist das oberste Ziel des Risikomanagementsystems. Der Risikobegriff definiert sich dabei für den edding Konzern als die Gefahr negativer Abweichung von geplanten Unternehmenszielen.

Hierzu stellt das zentrale Risikomanagement allen verantwortlichen Mitarbeitern die Methoden und Werkzeuge zur Verfügung, die zur Identifizierung, Ursachenanalyse und Beurteilung von Risiken erforderlich sind.

Die systematische Darstellung von Risikoursachen, Schadensszenarien, Schadenshöhe und risikosteuernden Maßnahmen durch die Risikoverantwortlichen an das Risikomanagement unterliegt einem geregelten Risikomanagementprozess, der für alle Beteiligten im Risikomanagement-Handbuch verbindlich geregelt ist. Hierin sind auch die risikopolitischen Grundsätze des edding Konzerns sowie die Aufbauorganisation des Risikomanagements und die Risikokommunikation festgeschrieben.

Das zentrale Risikomanagement verdichtet die Risikopositionen aus den Geschäftsbereichen und berichtet in definierter Frequenz aggregiert an den Vorstand.

Das Risikomanagement berichtet ausdrücklich nicht über unternehmerische Chancen. Hierzu erfolgt eine Erfassung in der operativen Planung, die über die periodische Konzernberichterstattung entsprechend unterjährig verfolgt wird.

Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben an das Risikofrüherkennungssystem als wichtiger Teilbereich des Risikomanagementsystems wird jährlich durch externe Prüfung bestätigt.

Internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z.B. die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen verhindern helfen.

Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt; so bedarf es z.B. für Verfügungen über Bankkonten zwei Unterschriften.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Die Mitarbeiter nehmen an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Geschäftsleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige gemeinsame Sitzungen von Vorstand und kaufmännischer Leitung statt.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken

Vor dem Hintergrund sinkender Rohstoffpreise war der edding Konzern im Geschäftsjahr 2009 nicht von unplanmäßigen Preissteigerungen betroffen. Da das Beschaffungsmanagement für wesentliche Key-Lieferanten durchweg vertragliche Grundlagen geschaffen hat, die es erlauben auch mittelfristig Planungssicherheit auf der Beschaffungsseite zu haben, ist das Risiko der Planverfehlung durch Preissteigerungen auf Seiten des Beschaffungsmarktes wirksam reduziert worden.

Die auf Seiten des Absatzmarktes beschriebenen Risiken erfuhren im Jahr 2009 durch die weltweite Konjunkturkrise eine deutliche Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit. Der negativen Abweichung zum geplanten Ergebnis bedingt durch den dramatischen Nachfragerückgang, konnte durch das bereits Ende 2008 mit Beginn der Krise entwickelte, konsequente Kostenmanagement entgegengetreten werden. Eine deutliche Ergebnisschmälerung konnte jedoch marktbedingt nicht verhindert werden.

Die Einführung eines einheitlichen Konditionenmodells für die europäischen Tochtergesellschaften in 2009 wurde erfolgreich umgesetzt. Das Risiko des Ausfalls von Großkunden oder Kompensationszahlungen auf Grund inkonsequenter Konditionsstellungen wurde hierdurch deutlich verringert. Das Risiko des Verlustes von Großkunden durch die mit dem Konditionssystem teilweise einhergehenden Preiserhöhungen insbesondere in den europäischen Märkten, in denen edding sich noch im brand building Prozess befindet, ist in 2009 nicht eingetreten.

Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte der weitere personelle Ausbau des internationalen Key-Account-Managements den gewünschten Erfolg im Hinblick auf Kundenbindung und Festigung unserer europäischen Marktführerschaft bewirken.

Finanzielle Risiken

Der negativen Ergebnisbeeinflussung durch Forderungsausfälle vorzubeugen, erfuhr in 2009 bedingt durch die Ende 2008 als Finanzmarktkrise begonnene und schon Anfang 2009 zur Weltwirtschaftskrise gewandelte, marktwirtschaftliche Bedrohung, eine neue Dimension.

Eine Überprüfung und Ausweitung der Steuerungselemente im Forderungsmanagement wurde daher ad hoc eingeleitet, um das Risiko des Forderungsausfalls noch enger steuern zu können. Wesentliche Forderungsverluste konnten bisher vermieden werden.

Grundsätzlich ergeben sich aus der globalen Aufstellung des Konzerns und den hiermit verbundenen Finanztransaktionen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Im operativen Geschäft entsteht ein Wechselkursrisiko vor allem immer dann, wenn Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Wo dies zu vertretbaren Kosten möglich war, wurden auch für 2009 Sicherungsmaßnahmen zu Wechselkursrisiken ergriffen, indem für einen wesentlichen Teil des erwarteten Einkaufsvolumens in JPY Devisenoptionen erworben wurden.

Der Einsatz solcher derivativer Finanzinstrumente unterliegt dem im Risikohandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsatz, wonach diese Instrumente ausschließlich zur Absicherung des Währungsrisikos eingesetzt werden. Dieser Grundsatz ist auch für die Zukunft Bestandteil der Risikostrategie des Konzerns.

Aufgrund der nur relativ geringen Finanzverbindlichkeiten der edding AG besteht nur ein sehr überschaubares Zinsänderungsrisiko, das bezüglich der langfristigen Darlehensverbindlichkeiten außerdem durch einen Zinsswap abgesichert ist.

Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sog. „Financial Covenants“), bestehen nicht.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Um sowohl dem Lieferausfall von Rohstoffen und Fertigwaren, als auch Qualitätsmängeln bei Rohstoffen und Fertigwaren wirksam vorzubeugen, hat der edding Konzern ein Lieferantenhandbuch erstellt, das bindender Bestandteil vertraglicher Vereinbarungen mit Key-Lieferanten ist und zunehmend auch im Bereich Lieferanten-Rating als Steuerungswerkzeug sowohl für die Bewertung als auch die Auswahl der Lieferanten eingesetzt wird. Im Jahresverlauf 2009 eingetretene Lieferrückstände wichtiger Lieferanten im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation konnten bis zum Jahresende deutlich reduziert werden. Zum Berichtszeitpunkt sind in diesem Bereich keine nennenswerten Rückstände mehr vorhanden.

Das Qualitätsmanagementsystem der edding AG stellt sicher, dass allen Anforderungen, die unsere Kunden an uns stellen, in höchstem Maße entsprochen werden kann. Die interne und externe Auditierung aller Prozesse zur Sicherung und Optimierung der Kundenzufriedenheit und des damit einhergehenden Unternehmenserfolgs, erfolgt kontinuierlich und mit durchweg sehr guten Ergebnissen.

Die optimale, ressourcenschonende und effiziente Unterstützung dieser Prozesse durch geeignete IT-Lösungen wird permanent weiterentwickelt. Eine Standardisierung der operativen Systeme über alle Tochtergesellschaften, die sowohl Effizienz als auch Steuerungsmöglichkeiten optimieren, wird konsequent unter Abwägung ökonomischer Erfordernisse umgesetzt. Teil dieser IT-Strategie war in 2009 die erfolgreiche Einführung von SAP für edding UK.

Personalrisiken

Die Qualifikation der Mitarbeiter kontinuierlich zu entwickeln, Beschäftigte hierüber zu binden und zu motivieren, ist eine der zentralen Herausforderungen des Bereiches Human Resources.

Auch im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 konnte trotz strikten Kostenmanagements ein umfangreiches Weiterbildungsangebot durch die unternehmensinterne edding-Akademie angeboten werden.

Die Abteilung Human Resources führt jährlich an allen nationalen Standorten Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. Trotz grundsätzlich sehr positiver Bewertungen ergeben sich aus diesen Befragungen im Einzelfall auch Bedarfe für Trainings-oder Coachingangebote, die nicht nur in erster Linie zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit, sondern deutlich auch zur Effizienzsteigerung, insbesondere bei Fragen der Schnittstellengestaltung, beitragen.

Politische Risiken

Wenngleich sich der edding Konzern mit seinen vertrieblichen Aktivitäten vornehmlich in definierten Kernmärkten bewegt, die zu den hoch entwickelten Industrieländern zählen und kein erhebliches Risiko im Hinblick auf politisch instabile Situationen bergen, so sahen wir uns in unseren Tochtergesellschaften in Lateinamerika mit anhaltend instabilen politischen Verhältnissen, sozialen Unruhen und hohen Kriminalitätsraten konfrontiert. Die Ausbreitung des H1N1-Virus führte vorübergehend zusätzlich zum fast vollständigen Erliegen des öffentlichen Lebens in einigen Ländern in dieser Region.

Grundsätzlich wird das jeweilige Länderrisiko auch im Hinblick auf die politische Situation bei der Prüfung der Wirtschaftlichkeit durch die für die Auslandsmärkte verantwortlichen Manager bewertet.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Risiken, die aus nicht hinreichender Vertragssicherheit resultieren, beugt der edding Konzern durch routinemäßige juristische Überprüfung zu schließender und im Bedarfsfall auch geschlossener Verträge vor.

Dem Risiko rechtlicher Auswirkungen, resultierend aus der Auslieferung qualitativ nicht einwandfreier Produkte, wird durch das etablierte und zertifizierte Qualitätssicherungssystem begegnet.

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadensersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf das operative Ergebnis des Konzerns haben können.

Gesamtrisiko / Fortbestandsrisiko

Trotz der in 2009 auch für edding nicht unerheblich gebliebenen Auswirkungen der internationalen Wirtschaftskrise kann die Risikosituation des edding Konzerns insgesamt weiterhin als stabil bezeichnet werden. Gestiegenen Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken, die auf die weltwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen zurückzuführen sind, wurde durch entsprechende Steuerungsmaßnahmen einerseits und Korrektur der veränderten Schadenserwartungswerte andererseits, Rechnung getragen.

Risiken, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

6. Sonstige Berichterstattung

Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Die Vergütung des Vorstands besteht aus einem Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten. Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf die sonstigen Angaben nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird. Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder ist vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2004 abgelehnt worden.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB

(Angaben nach „Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz“)

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2009 5.366.095,00 EURO und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EURO sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EURO aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21,22 WpHG), die 10% der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von

Herrn Volker Detlef Ledermann
Frau Susanne Ledermann
Frau Angelika Schumacher
Frau Dina Alexandra Schumacher
Frau Beatrix Ledermann
Frau Julia Marie Ledermann
Herrn Jan Moritz Ledermann
Herrn Per Ledermann

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding AG (www.edding-ag.de) in der Rubrik Investor Relations veröffentlicht.

7. Nachtragsbericht

Vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind keine Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG eingetreten.

8. Ausblick

Zum Jahresende 2009 zeigten sich in Deutschland leichte Anzeichen für einen Stimmungsumschwung, der allerdings als sehr fragil bezeichnet werden muss. Der ifo-Geschäftsklimaindex tendierte merklich erholt zum Jahreswechsel, erreichte im Einzelhandel sogar seinen Höchststand5.

Dennoch bleiben die Aussichten unklar. Mit dem näher rückenden Ende der Kurzarbeit sowie einer großen Zahl von Beschäftigten in Transfergesellschaften steigt die Gefahr eines merklichen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen. Die Folgen, insbesondere auch für den bisher weitgehend verschonten privaten Konsum, wären äußerst negativ.

Die Lage an den Weltmärkten bleibt zudem unberechenbar. Die dramatische Schwäche einiger EU-Staaten, namentlich Griechenland, Spanien und Italien, zieht den Euro derzeit in eine Abwertung gegenüber US Dollar und Yen.

Dabei sind die tiefen konjunkturellen Verwerfungen dieser Länder kaum kurzfristig zu beheben. In Spanien als einem unserer wichtigsten Exportländer wurde mittlerweile eine Arbeitslosenquote von rd. 19 % gemeldet.

Interessant wird dagegen die Situation Osteuropas, insbesondere Russlands, zu beobachten sein, da sich diese Märkte in der Vergangenheit durch sehr viel kürzere Konjunkturzyklen ausgezeichnet haben.

Auch die neben Europa für den edding Konzern wichtigste Region Lateinamerika bleibt turbulent. Besonders in unserem Brückenkopfland Argentinien bleibt die politische wie soziale Lage brisant und neben verdeckter Inflation ist erhöhte Kriminalität zu beobachten.

Auch für die PBS-Industrie fällt eine Prognose schwer. Die Umsatzentwicklung im gewerblichen Bereich wird der Konjunkturentwicklung folgen und als dominanter Marktführer in vielen europäischen Märkten wird auch edding im Trend liegen. Im privaten Sektor wird es die Arbeitsmarktsituation sein, die bestimmt, ob dieser, für uns noch weniger wichtige, Geschäftsbereich weiterhin relativ stabil bleibt.

Der Konzern reagiert auf die ungewisse Lage wie schon in der Vergangenheit im Rahmen zweier wesentlicher Handlungsleitlinien.

Mittels einer konservativen Ausgabenpolitik, die uns auch in 2009 ein auskömmliches Ergebnis ermöglichte, haben wir unsere Handlungsfähigkeit auch in einer herausfordernden Phase wie der jetzigen erhalten. Das Jahr 2010 wird für uns nun vom Einsatz der so gewonnenen Mittel gekennzeichnet sein. Als Ergebnis der in 2009 entwickelten Strategie 2012+ werden wir diverse zusätzliche Aktivitäten im Brand Management, im Marketing und Vertrieb zur Umsetzung bringen, die es uns ermöglichen, eine optimale Position im Wettbewerb bei einem Konjunkturumschwung zu besetzen. Damit einhergehen wird auch der Aufbau einer neuen Brand Management Einheit zur aktiven Steuerung unserer Marke edding.

Gleichzeitig werden wir den schwierigen Rahmenbedingungen durch unverminderten Fokus auf das Kostenbudget Rechnung tragen, um zumindest einen Teil der entgangenen Marge ausgleichen zu können. Das heißt auch, dass wir das Instrument der Kurzarbeit im Jahr 2010 in Fertigung und Logistik wieder bei Bedarf einsetzen werden.

Insgesamt ist absehbar, dass wir für das Jahr 2010 noch nicht mit einer deutlichen Erholung der Geschäftsentwicklung zu rechnen haben, sowohl umsatz- wie auch ergebnisseitig. Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung entwickelten sich die edding AG sowie der Konzern im Umsatz annähernd plangemäß, allerdings erneut unter Vorjahr. Dies ist zum Teil auf Sondereffekte im Bestellverhalten von Kunden zum Jahreswechsel zurückzuführen, so dass im weiteren Jahresverlauf eine leichte Erholung möglich erscheint. Somit erwarten wir nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs auch für die kommenden Jahre 2010 und 2011 noch keine nennenswert höheren Umsatzerlöse und Ergebnisse als im vergangenen Geschäftsjahr 2009.

5 Ifo Konjunkturperspektiven 12-2009

Ahrensburg, den 29. März 2010

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

Anhang 31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (6) 321 422
II. Sachanlagen (7) 4.083 4.775
III. Finanzanlagen (8) 37.341 35.915
41.745 41.112
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (9)
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.732 7.714
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 58 31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.485 1.720
II. Flüssige Mittel 1.205 1.197
12.480 10.662
C. Rechnungsabgrenzungsposten (11) 120 94
54.345 51.868
PASSIVA
Anhang 31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (13) 5.366 5.366
II. Kapitalrücklage 4.246 4.246
III. Gewinnrücklagen (14) 24.038 20.386
IV. Bilanzgewinn (14) 2.052 2.684
35.702 32.682
B. Sonderposten mit Rücklageanteil (15) 1.164 1.397
C. Rückstellungen (16) 14.687 14.541
D. Verbindlichkeiten (17)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.650 2.099
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 379 359
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 337 583
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 28 -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 398 207
2.792 3.248
54.345 51.868

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

Anhang 2009

TEUR
2008

TEUR
1. Umsatzerlöse (21) 3.525 4.985
2. Sonstige betriebliche Erträge (22) 981 585
3. Gesamtleistung 4.506 5.570
4. Personalaufwand (23) -5.050 -7.037
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sach- anlagen (24) -1.040 -1.049
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (25) -3.739 -4.389
7. Betriebsergebnis -5.323 -6.905
8. Erträge aus Beteiligungen (26) 6 6
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen (27) 11.920 16.813
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (28) 351 516
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme (27) -656 -
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen (24) - -1.600
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (29) -255 -463
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.043 8.367
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (30) -1.963 -2.938
16. Sonstige Steuern 23 -62
17. Jahresüberschuss 4.103 5.367
18. Gewinnvortrag (14) - -
19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -2.051 -2.683
20. Bilanzgewinn 2.052 2.684

Anteilsbesitz (Stand 31.12.2009)

Sitz Eigenkapital

TEUR
Ergebnis

TEUR
Beteiligung

%
Inland
edding International GmbH Ahrensburg 26.472 11.920 1) 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 5.205 3.162 2) 100 4)
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 1.534 -656 1) 100
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG Düsseldorf -1.902 248 100
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn -241 77 98
PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Service- Leistungen mbH Stuttgart 847 72 17
Legamaster GmbH Ahrensburg 2 0 100
Office Gold Club GmbH 6) Düsseldorf 150 -142 6 4)
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, Niederlande 18 0 100 4)
edding Lega International B.V. (seit 1.1.2010 Legamaster International B.V.) Lochem, Niederlande 1.095 582 1004)
edding Lega International B.V.B.A. Mechelen, Belgien -309 149 100 4)
edding France SAS Roncq, Frankreich -189 -203 100 4)
edding Italia s.r.l. Mailand, Italien 103 27 100 5)
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, Großbritannien 856 -251 3) 100
edding Hellas Ltd. Athen, Griechenland -978 -554 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, Türkei 1.473 1.458 3) 100 5)
edding Japan Inc. Tokio, Japan 853 0 3) 76
edding Mexico S. de R. L. de C.V. Mexico City, Mexiko 299 -224 3) 50
edding Argentina S.A. Buenos Aires, Argentinien 279 34 3) 100

1) Vor Ergebnisabführung an die edding AG

2) Vor Ergebnisabführung an die edding International GmbH

3) Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs.

4) mittelbar über die edding International GmbH bzw. deren Beteiligungen

5) 90 % unmittelbar, 10 % mittelbar über die edding International GmbH

6) Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. Juni 2009

Konzernstruktur (Stand 31.12.2009)

1. edding International GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

1.1. edding Vertrieb GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

1.1.1. Office Gold Club GmbH,

Düsseldorf

Beteiligung 6%

1.2. edding Beneluxgroup B.V.,

Lochem, Niederlande

Beteiligung 100%

1.2.1. edding Lega International B.V., (seit 1.1.2010 Legamaster International B.V.)

Lochem, Niederlande

Beteiligung 100%

1.2.2. edding Lega International B.V.B.A.

Mechelen, Belgien

Beteiligung 100%

1.3. edding Italia s.r.l.,

Mailand, Italien

Beteiligung 10%

1.4. edding France SAS,

Roncq, Frankreich

Beteiligung 100%

1.5. edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic Ltd. Sti.,

Istanbul, Türkei

Beteiligung 10%

2. V.D. Ledermann & Co. GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

3. Legamaster GmbH,

Ahrensburg

Beteiligung 100%

4. PBS Network Gesellschaft für Kommunikations- und Serviceleistungen mbH,

Stuttgart

Beteiligung 16,67%

5. DEGEDESTRA Grundstücksverw. Ges. mbH & Co. Immobilien-Vermiet. KG,

Eschborn

Beteiligung 98%

6. edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG,

Düsseldorf

Beteiligung 100%

7. EDDING (U.K) LTD.,

St. Albans, Großbritannien

Beteiligung 100%

8. edding Italia s.r.l.,

Mailand, Italien

Beteiligung 90%

9. edding Hellas Ltd.,

Athen, Griechenland

Beteiligung 100%

10. edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic Ltd. Sti.,

Istanbul, Türkei

Beteiligung 90%

11. edding Argentina S.A.,

Buenos Aires, Argentinien

Beteiligung 100%

12. edding Mexico S.de R.L. de C.V.,

Mexico City, Mexiko

Beteiligung 50%

13. edding Japan Inc.,

Tokio, Japan

Beteiligung 76%

Anhang

1 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR) 1)

Anschaffungskosten

01.01.2009
Zugänge Abgänge Anschaffungskosten

31.12.2009
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.352 58 - 4.410
Kundenstämme, Markenrechte 1.200 - - 1.200
5.552 58 0 5.610
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 17.522 - - 17.522
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.383 128 174 8.337
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 68 - 68
25.905 196 174 25.927
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 41.144 6.426 8.755 38.814
Beteiligungen 222 155 - 377
41.366 6.581 8.755 39.191
Anlagevermögen 72.823 6.835 8.929 70.727
Kumulierte AfA

01.01.2009
Zugänge Abgänge Kumulierte AfA

31.12.2009
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 3.930 158 - 4.088
Kundenstämme, Markenrechte 1.200 - - 1.200
5.130 158 - 5.288
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 13.771 461 - 14.232
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.359 420 167 7.612
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
21.130 881 167 21.844
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.451 - 3.600 1.851
Beteiligungen - - - -
5.451 - 3.600 1.851
Anlagevermögen 31.711 1.040 3.767 28.982
Nettobuchwerte
31.12.2009 31.12.2008
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 321 422
Kundenstämme, Markenrechte - -
321 422
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 3.290 3.751
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 725 1.024
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 68 -
4.083 4.775
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.964 35.693
Beteiligungen 377 222
37.341 35.915
Anlagevermögen 41.745 41.112

1) Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der edding AG wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt. Die bereits anzuwendenden Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) wurden berücksichtigt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Auf die Gliederungspositionen des Anhangs wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist. Dadurch können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der testierte Jahresabschluss sowie der Lagebericht zum 31. Dezember 2009 der edding AG (Amtsgericht Lübeck, Registernummer HRB 2675 AH) werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3 Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der edding AG ist der gesonderten Aufstellung zu entnehmen.

4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 150 Euro werden nach § 6 Absatz 2, Satz 1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 Euro werden gemäß § 6 Absatz 2a EStG in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Neben den planmäßigen Abschreibungen wurden in den Vorjahren Sonderabschreibungen gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen den steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen und den handelsrechtlich zulässigen Abschreibungen ist als Sonderposten mit Rücklageanteil passiviert. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko richten, werden berücksichtigt.

Aktive latente Steuern wurden gemäß dem bestehenden gesetzlichen Wahlrecht nicht aktiviert.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und der Anwendung der Teilwertmethode unter Zugrundelegung der „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurde wie im Vorjahr ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % p.a. zugrunde gelegt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen bemisst sich nach den wahrscheinlich eintretenden Beträgen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Transaktionskurs unter Beachtung des Niederst-/Höchstwertprinzips bewertet.

5 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2009 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

6 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 178) betreffen ausschließlich EDV-Software.

7 Sachanlagen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 479) betreffen im Wesentlichen EDV-Hardware in Höhe von TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 280).

8 Finanzanlagen

Die Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.271 eine Kapitalerhöhung bei edding Türkei sowie mit TEUR 5.155 eine Sacheinlage in die Tochtergesellschaft edding International GmbH. Letztere erfolgte durch Übertragung der Anteile an der edding Lega International B.V. zum Buchwert.

Zudem wurden im Geschäftsjahr die restlichen Einlagen in edding Mexiko in Höhe von TEUR 155 eingefordert und eingezahlt.

Die Abgänge (Restbuchwert TEUR 5.155) betreffen die Übertragung der Anteile an der edding Lega International B.V. an die edding International GmbH.

Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.600 betreffend die Beteiligung an edding Lega International B.V. (TEUR 1.000) sowie die Beteiligung an edding Hellas Ltd. (TEUR 600) erfolgt.

9 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.485 (Vorjahr: TEUR 1.720) haben TEUR 936 (Vorjahr: TEUR 1.049) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist der Barwert des Körperschaftsteuerguthabens aus dem früheren steuerlichen Anrechnungsverfahren in Höhe von TEUR 1.091 (Vorjahr: TEUR 1.205) enthalten, das innerhalb der nächsten 8 Jahre zur Auszahlung gelangt.

10 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 21 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Frau Dina Alexandra Schumacher, Deutschland, hat mitgeteilt, dass sie am 23. Juni 2009 die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat und ihr danach 95,36 % der Stimmrechte an der edding AG zustanden, wobei ihr 94,97 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen waren.

Bereits in den Vorjahren haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben: Volker D. Ledermann, Susanne Ledermann, Beatrix Ledermann, Angelika Schumacher, Per Ledermann, Julia Marie Ledermann und Jan Moritz Ledermann. Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG.

Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

11 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausgezahlte Versicherungsprämien und Wartungskosten.

12 Beziehungen zu nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine nach § 285 Nr. 21 HGB berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

13 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 St. Stammstückaktien und 473.219 St. Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,- pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

14 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Andere Gewinnrücklagen 2009

TEUR
2008

TEUR
Stand 1.1. 20.386 17.037
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 1.601 665
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2.051 2.683
Stand 31.12. 24.038 20.386

Die Überleitung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Bilanzgewinn 2008 in Höhe von TEUR 2.684 wurde in Höhe von TEUR 1.601 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und in Höhe von TEUR 1.083 als Dividende ausgeschüttet.

15 Sonderposten mit Rücklageanteil

2009

TEUR
2008

TEUR
Stand 1.1. 1.397 1.630
Auflösung -233 -233
Stand 31.12. 1.164 1.397

Der Sonderposten betrifft Sonderabschreibungen nach § 3 Zonenrandförderungsgesetz.

16 Rückstellungen

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.005 10.114
Steuerrückstellungen 3.246 2.804
Sonstige Rückstellungen 1.436 1.623
14.687 14.541

Den Pensionsrückstellungen wurden in 2009 die nach versicherungsmathematischen Methoden unter Anwendung der Teilwertmethode ermittelten Beträge für erfolgsunabhängige Versorgungszusagen zugeführt. Für diese Verpflichtungen sind zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde wie im Vorjahr ein Rechnungszinsfuß von 5,5 % p.a. zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen enthalten Rückstellungen für latente Steuern in Höhe von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 427).

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gratifikationen von TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 877) und sonstige personalbezogene Aufwendungen.

17 Verbindlichkeiten

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.650 2.099
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 300 449
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 1.200 1.200
Restlaufzeit über 5 Jahre 150 450
grundpfandrechtlich gesichert 1.650 2.099

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 200) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Verbindlichkeiten haben TEUR 335 eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2009

TEUR
31.12.2008

TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 398 207
davon aus Steuern 388 198
im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 1

18 Haftungsverhältnisse

Per 31. Dezember 2009 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 1.155 (Vorjahr: TEUR 820).

Die edding AG hat gesamtschuldnerische Haftungen aus ihrer Komplementärstellung bei der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und aus ihrer Gesellschafterstellung bei der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG.

19 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 285 Nr. 3 HGB angabepflichtige Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Im Übrigen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 847 mit den folgenden Fristigkeiten:

TEUR
fällig 2010 380
fällig 2011 – 2014 467

Die Verpflichtungen basieren im Wesentlichen auf Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge sowie für EDV Soft- und Hardware.

Im Vorjahr beliefen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen insgesamt auf TEUR 608.

20 Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bestanden bei der edding AG folgende nicht bilanzierte derivative Finanzinstrumente:

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die edding AG einen Zinsswap mit einem Nominalvolumen von TEUR 1.650 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2015 abgeschlossen. Der Zinsswap wies zum 31. Dezember 2009 einen negativen Marktwert von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 7) auf.

Ferner wurde in 2006 eine Swaption kontrahiert. Diese Vereinbarung, die einen Zinsswap mit einer Option verbindet, gab der edding AG das Recht, ein Darlehen bis zum Nominalbetrag zu einem bereits fest vereinbarten Zins zu erhalten. Diese Option wurde im Dezember 2007 ausgeübt. Das Nominalvolumen beträgt TEUR 2.400 und hat eine Laufzeit bis zum 29. Dezember 2017. Der negative Marktwert beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 127 (Vorjahr: TEUR 93).

Die Marktwerte zum Bilanzstichtag wurden durch die Geschäftsbank, die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente ist, nach der Mark-to-Market Methode ermittelt.

21 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.525 (Vorjahr: TEUR 4.985) betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Umlagen und verteilen sich wie folgt: Inland TEUR 3.075 (Vorjahr: TEUR 4.298), Ausland TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 687).

Der Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf den Wegfall der Logistikumlagen aufgrund der Übertragung des Lager- und Logistikbetriebs auf die Tochtergesellschaft edding International GmbH zurückzuführen.

22 Sonstige betriebliche Erträge

2009

TEUR
2008

TEUR
Erträge aus Versicherungserstattungen 285 7
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 233 233
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 202 151
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 137 39
Erträge aus Anlageabgängen 10 16
übrige Erträge 114 139
981 585

23 Personalaufwand / Mitarbeiter

Personalaufwand 2009

TEUR
2008

TEUR
Löhne und Gehälter 3.454 5.350
Soziale Abgaben 455 689
Aufwendungen für Altersversorgung 1.141 998
5.050 7.037
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2009 2008
Angestellte 52 67
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 12
Auszubildende 9 11
62 90

Der Rückgang der Mitarbeiterzahl und des Personalaufwands ist im Wesentlichen in der Übertragung operativer Tätigkeiten auf die Tochtergesellschaft edding International GmbH begründet.

24 Abschreibungen

Unter diesem Posten werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.040 (Vorjahr: TEUR 1.049) ausgewiesen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen des Vorjahres siehe Textziffer 8.

25 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden insbesondere Aufwendungen für EDV, Instandhaltung und sonstige Raumkosten, Versicherungen sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen.

26 Erträge aus Beteiligungen

Der Ertrag betrifft im Wesentlichen die Gewinnausschüttung der PBS Network für das Geschäftsjahr 2008.

27 Erträge aus Gewinnabführung und Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die hier ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen resultieren aus den Ergebnisabführungen folgender Gesellschaften:

2009

TEUR
2008

TEUR
edding International GmbH 11.920 16.424
V.D. Ledermann & Co. GmbH -656 389
11.264 16.813

28 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dieser Position sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 192) enthalten.

29 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6).

30 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 73).

31 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding-ag.de veröffentlicht.

32 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der früheren Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 betragen TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 943). Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 22. August 2006 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird.

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betragen TEUR 1.034 (Vorjahr: TEUR 985) und die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 93 (Vorjahr: TEUR 93). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2009 TEUR 9.651 (Vorjahr: TEUR 9.295).

33 Organe der edding AG

Alleiniger Vorstand der edding AG ist seit 1. Januar 2009 Per Ledermann, Ahrensburg, Kaufmann. Im Vorjahr bestand der Vorstand noch aus zwei Mitgliedern.

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen

Bankkaufmann
Vorsitzender
Chehab Wahby, Bruchsal

Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender
Roberto Hübner, Cottbus

Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Dr. Sabine Friedrich-Renken, Hamburg

Rechtsanwältin
Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg

Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht
Ersatzmitglied

34 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar wird im Anhang zum Konzernabschluss der edding AG angegeben.

35 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.051 aus dem Jahresüberschuss 2009 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.052.

Ich schlage der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1,02   Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,-
EUR 1,00   Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,-

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn von TEUR 969 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Ahrensburg, den 29. März 2010

Der Vorstand

P. Ledermann

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der edding Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 30. März 2010

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH und Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Ahrensburg, den 29. März 2010

Der Vorstand

P. Ledermann