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ecotel communication ag — Audit Report / Information 2014
May 11, 2015
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Audit Report / Information
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ecotel communication ag
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
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| 31.12.2014 EUR |
Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene Software | 26.066,87 | 45.149,12 |
| 2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen | 898.114,98 | 1.394.962,31 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 517.500,00 | 900.000,00 |
| 1.441.681,85 | 2.340.111,43 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Mietereinbauten | 1.775.052,87 | 2.147.132,59 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.884.014,89 | 4.236.689,96 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 731.574,94 | 1.067.522,75 |
| 7.390.642,70 | 7.451.345,30 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.631.871,14 | 2.331.871,14 |
| 2. Beteiligungen | 149.701,00 | 3.802,00 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 529.412,00 | 889.412,00 |
| 7.310.984,14 | 3.225.085,14 | |
| 16.143.308,69 | 13.016.541,87 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| Waren | 25.957,26 | 29.615,46 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.098.008,96 | 11.866.050,13 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 136.537,51 | 235.415,09 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 53.830,32 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 640.220,19 | 682.004,94 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 20.297,60 (Vorjahr: EUR 61.465,33) | ||
| 11.874.766,66 | 12.837.300,48 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 1.102.483,35 | 1.870.077,97 |
| 13.003.207,27 | 14.736.993,91 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 936.248,66 | 124.657,10 |
| 30.082.764,62 | 27.878.192,88 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2014 EUR |
Vorjahr EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital: EUR 1.500.000,00) | 3.510.000,00 | 3.900.000,00 |
| - Eigene Anteile | 0,00 | -300.000,00 |
| Ausgegebenes Kapital | 3.510.000,00 | 3.600.000,00 |
| II. Kapitalrücklage | 2.890.000,00 | 2.500.000,00 |
| III. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) | 3.847.512,34 | 52.289,26 |
| 10.247.512,34 | 6.047.710,74 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 235.071,37 | 470.556,01 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 648.010,28 | 640.988,40 |
| 883.081,65 | 1.111.544,41 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.488.750,00 | 7.431.250,00 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.105.000,00 (Vorjahr: EUR 942.500,00) | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.790.100,07 | 10.832.080,07 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 9.790.100,07 (Vorjahr: EUR 10.832.080,07) | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 875.574,50 | 268.830,55 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 875.574,50 (Vorjahr: EUR 268.830,55) | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 34.460,90 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 34.460,90) | ||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 845.611,22 | 937.961,21 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 845.611,22 (Vorjahr: EUR 937.961,21) | ||
| davon aus Steuern: EUR 290.220,13 (Vorjahr: EUR 283.643,55) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 11.554,90 (Vorjahr: EUR 9.756,09) | ||
| 18.000.035,79 | 19.504.582,73 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 952.134,84 | 1.214.355,00 |
| 30.082.764,62 | 27.878.192,88 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
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| 2014 EUR |
Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 85.213.226,85 | 77.571.063,68 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 3.177.202,61 | 534.620,04 |
| davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.155,13 (Vorjahr: EUR 3.649,88) | ||
| 3. Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 64.897.961,89 | 55.650.102,86 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Gehälter | 8.516.528,38 | 7.636.788,72 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.287.084,47 | 1.149.161,16 |
| davon für Altersversorgung: EUR 14.349,92 (Vorjahr: EUR 13.113,44) | ||
| 5. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.800.368,43 | 2.998.886,70 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | 2.502,40 | 0,00 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.980.679,48 | 9.681.300,18 |
| davon aus Währungsumrechnung: EUR 12.244,11 (Vorjahr: EUR 22.149,14) | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 510.000,00 | 180.000,00 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 510.000,00 (Vorjahr: EUR 180.000,00) | ||
| 8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 223.892,28 | 28.088,47 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 182,00 | 993,00 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 187.217,41 | 19.264,47 |
| 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 533.859,60 | 217.798,79 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 231.533,34 | 258.362,68 |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 686.768,34 | 703.099,63 |
| 14. Außerordentliche Erträge = Außerordentliches Ergebnis | 4.638.132,58 | 0,00 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 337.791,06 | 366.338,79 |
| 16. Sonstige Steuern | 3.849,46 | 4.480,00 |
| 17. Jahresüberschuss | 4.983.260,40 | 332.280,84 |
| 18. Verlustvortrag | 52.289,26 | 0,00 |
| 19. Verrechnung aus dem Erwerb eigener Aktien | -693.458,80 | -384.570,10 |
| 20. Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG | -390.000,00 | 0,00 |
| 21. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) | 3.847.512,34 | 52.289,26 |
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014
ecotel communication ag, Düsseldorf
Der Jahresabschluss der ecotel communication ag wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") sowie des Aktiengesetzes ("AktG") erstellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.
Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen.
Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.
1) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann zu Herstellungskosten aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Entwicklungskosten aktiviert.
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über den Zeitraum der Nutzung linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Lizenzen wird mit fünf Jahren, die von Software mit drei Jahren und die des Geschäfts- oder Firmenwerts mit fünf Jahren angesetzt.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.
Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:
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| Nutzungsdauer in Jahren | |
| Einbauten auf fremden Grundstücken | 7 |
| EDV-Ausstattung | 3 bis 4 |
| Fuhrpark | 3 bis 6 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 bis 7 |
| GWG Sammelposten (EUR 150 bis EUR 1.000) | 5 |
Geringwertige Vermögensgegenstände unter EUR 150 werden sofort als Aufwand erfasst.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden diese außerplanmäßig auf den ihnen am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei nur vorübergehender Wertminderung erfolgt keine außerplanmäßige Abschreibung. Der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts basiert dabei auf marktorientierten Barwertkalkülen wie dem Discounted Cashflow-Verfahren nach IDW S 1.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde mit 1 % auf die Nettobeträge berücksichtigt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.
Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten (§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB) wird kein Gebrauch gemacht. Die temporären Differenzen in den Wertansätzen bei einem Steuersatz von 31,23 % bestehen im Wesentlichen beim Sachanlagevermögen der ecotel communication ag sowie bei einem steuerbilanziell aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert der nacamar GmbH (jeweils aktive latente Steuern). Die aus diesem Geschäfts- oder Firmenwert resultierenden temporären Differenzen sind der Gesellschaft aufgrund des steuerlichen Organschaftsverhältnisses zwischen der ecotel communication ag als Organträgerin und der nacamar GmbH als Organgesellschaft zuzurechnen.
Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostenentwicklungen werden bei der Rückstellungsbewertung insoweit berücksichtigt, wie sie intersubjektiv nachvollziehbar sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sind indes keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem Stichtagskurs bewertet, wenn dies zu einem niedrigeren Buchwert führt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Stichtagskurs bewertet, wenn dies zu einem höheren Buchwert führt. Für Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger kommen das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Realisationsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.
Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Zur perioden- bzw. leistungsgerechten Erlösrealisation werden Umsätze aus bereits fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Den Umsatzerlösen werden sachlich wie zeitlich die korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt.
2) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
a) Verschmelzung der ecotel private GmbH auf die ecotel communication ag
Im Geschäftsjahr 2014 wurde die ecotel private GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auf die ecotel communication ag verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte zu Anschaffungskosten nach Maßgabe des beizulegenden Zeitwerts der untergehenden Anteile an der ecotel private GmbH. Bei einem Buchwert von TEUR 1.000 und einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 5.646 ergab sich hieraus ein Verschmelzungsgewinn in Höhe von TEUR 4.646 (vor Kosten der Verschmelzung). Der beizulegende Zeitwert der untergehenden Anteile hat sich dabei maßgeblich nach dem beizulegenden Zeitwert der von der ecotel private GmbH gehaltenen Anteile an der easybell GmbH (50,98 %) bestimmt, da die ecotel private GmbH im Wesentlichen als Holding dieser Anteile fungierte und seit längerem keine eigene Geschäftstätigkeit mehr ausgeübt hat. Die Bewertung der Anteile erfolgte nach Maßgabe eines Discounted Cashflow-Verfahrens in Anwendung von IDW S 1 und unter Berücksichtigung der wertbestimmenden Faktoren am Verschmelzungsstichtag. Neben der Beteiligung an der easybell GmbH, der entsprechend der durchgeführten Bewertung ein Wert in Höhe von TEUR 5.300 beizumessen war, sind Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 547, liquide Mittel in Höhe von TEUR 154, Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 269 sowie Rückstellungen in Höhe von TEUR 86 auf die ecotel communication ag übergegangen.
Der Abgang der untergehenden Anteile an der ecotel private GmbH sowie der Zugang der Anteile an der easybell GmbH wurden im Anlagengitter in der Spalte "Verschmelzung" saldiert dargestellt.
Aufgrund der Verschmelzung und des hieraus resultierenden Zugangs der Anteile an der easybell GmbH ist die Vergleichbarkeit des Finanzanlagevermögens eingeschränkt. Da die ecotel private GmbH im Geschäftsjahr 2013 keine eigene Geschäftstätigkeit ausgeübt hat, ergeben sich - abgesehen vom Verschmelzungsgewinn - keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung.
b) Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen vor allem Erweiterungsinvestitionen für EDV-Software, den Erwerb von Lizenzen und Nutzungsrechten sowie ein erworbenes Wettbewerbsverbot.
Bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Entwicklungskosten für Software. Forschungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr nicht entstanden.
c) Sachanlagen
Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus den Erweiterungen der EDV und der sonstigen Technik.
d) Finanzanlagen
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| Beteiligungsquote % |
Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 TEUR |
Jahresergebnis TEUR |
|
|---|---|---|---|
| easybell GmbH, Berlin | 50,98 | 1.745 | 1.405 |
| carrier-services.de GmbH, Berlin | ** 100,00 | 946 | 370 |
| Sparcall GmbH, Bad Belzig | ** 100,00 | 1.449 | 449 |
| init.voice GmbH, Berlin | ** 100,00 | 144 | 6 |
| nacamar GmbH, Düsseldorf | 100,00 | 1.000 | * -534 |
| synergyPlus GmbH, Berlin | 49,90 | 300 | 3 |
| mvneco GmbH, Düsseldorf | 48,65 | -966 | 1.190 |
* vor Ergebnisabführung
** indirekt über die easybell GmbH
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind verschmelzungsbedingt um TEUR 4.300 auf TEUR 6.632 angestiegen.
Die Beteiligungen beinhalten den Anteil an der synergyPlus GmbH, der im Geschäftsjahr um TEUR 150 zugeschrieben wurde, da die Gründe für eine voraussichtlich dauerende Wertminderung entfallen sind. Der Anteil an der mvneco GmbH weist gegenüber dem Vorjahr unverändert einen Buchwert von TEUR 0 auf.
Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus einem Darlehen an die mvneco GmbH. Hierauf entfallende und unterjährig erfasste Zinsforderungen wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßig abgeschrieben. Der Rückgang resultiert aus einer Rückzahlung eines Darlehens von der synergyPlus GmbH im Geschäftsjahr. Dieses wurde analog zur entsprechenden Beteiligung aufgrund des Wegfalls der Gründe für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung um TEUR 210 zugeschrieben.
e) Vorräte
Unter den Vorräten werden im Wesentlichen auf Lager befindliche technische Ausrüstung, die im Rahmen der Dienstleistungserbringung an Kunden vermietet bzw. verkauft wird, ausgewiesen.
f) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2014 resultieren im Wesentlichen Forderungen aus erbrachten Leistungen.
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 218) ausgewiesen. Daneben besteht zwischen der ecotel ag und der nacamar GmbH eine Cash-Pool Vereinbarung. Daraus resultiert eine Verbindlichkeiten gegenüber der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 0).
g) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 570).
h) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen an Lieferanten für Supportdienstleitungen und für Vorleistungen an andere Telekommunikationsunternehmen.
i) Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.510.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Die ecotel communication ag hat auf der Grundlage des genehmigten Aktienrückkaufprogrammes im Zeitraum vom 15. April 2014 bis zum 28. Mai 2014 insgesamt 90.000 Aktien zu einem Durchschnittskurs von 8,7 EUR erworben. Nach erfolgreichem Abschluss des Aktienrückkaufprogramms war die Gesellschaft im Besitz von insgesamt 390.000 Aktien mit einem Nennwert von jeweils 1 EUR, was einem Anteil von 10 % am Grundkapital entsprach. Am 28. Juni 2014 wurden diese Aktien eingezogen und somit das Grundkapital von 3.900.000 EUR auf 3.510.000 EUR bzw. 3.510.000 Aktien reduziert. Gemäß § 237 V AktG wurde der Nennwert der eingezogenen Aktien in die Kapitalrücklage eingestellt.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Auf der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 bis zum 26. Juli 2017 von der Gesellschaft begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019.
j) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage hat sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Dotierung entsprechen § 237 V AktG um EUR 390.000 auf EUR 2.890.000 erhöht.
Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:
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| EUR | Entwicklung |
|---|---|
| Gezeichnetes Kapital (Vortrag) | 3.900.000,00 |
| Kapitalherabsetzung | -390.000,00 |
| Gezeichnetes Kapital (31.12.2014) | 3.510.000,00 |
| Kapitalrücklage (V ortrag) | 2.500.000,00 |
| Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 V AktG | 390.000,00 |
| Kapitalrücklage (31.12.2014) | 2.890.000,00 |
| Bilanzverlust (Vortrag) | -52.289,26 |
| Verrechnung Rückkauf eigene Anteile (Agio) | -693.458,80 |
| Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 V AktG | -390.000,00 |
| Jahresüberschuss | 4.983.260,40 |
| Bilanzgewinn (31.12.2014) | 3.847.512,34 |
| Eigenkapital Gesamt 31. Dezember 2014 | 10.247.512,34 |
In Höhe der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von TEUR 26 besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB. Frei verfügbare Rücklagen gem. § 268 Abs. 8 HGB bestehen nicht.
k) Rückstellungen
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
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| Rückstellungsspiegel | Stand 1.1.2014 TEUR |
Verschmelzung TEUR |
Inanspruch- nahme TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
Stand 31.12.2014 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 471 | 86 | 330 | 16 | 24 | 235 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 162 | - | 162 | - | 167 | 167 |
| Personalbezogene Rückstellungen | 150 | - | 150 | - | 160 | 160 |
| Aufsichtsratvergütung | 92 | - | 92 | - | 101 | 101 |
| Urlaub | 130 | - | 130 | - | 86 | 86 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 65 | - | 65 | - | 81 | 81 |
| Berufsgenossenschaft | 32 | - | 32 | - | 40 | 40 |
| Übrige Rückstellungen | 10 | - | 10 | - | 13 | 13 |
| Sonstige Rückstellungen | 641 | 0 | 641 | 0 | 648 | 648 |
l) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen in Höhe von Mio. EUR 6,5 mit einer Laufzeit bis September 2019 ausgewiesen.
Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:
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| Buchwerte | Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2014 | 2015 | 2016 bis 2019 | Ab 2020 | 2015 | 2016 bis 2019 | Ab 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.489 | 1.105 | 5.384 | 0 | 202 | 387 | 0 |
Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:
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| Buchwerte | Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2013 | 2014 | 2015 bis 2018 | Ab 2019 | 2014 | 2015 bis 2018 | Ab 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.431 | 943 | 5.629 | 859 | 228 | 571 | 18 |
m) Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt in Höhe von TEUR 414 (Vorjahr: TEUR 392), aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 125), sowie aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 159) enthalte.
n) Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet eine Einnahme aufgrund vorzeitiger Vertragsbeendigung. Er wird entsprechend der Laufzeit des Vertrages linear aufgelöst.
3) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
a) Umsatzerlöse
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erlöse aus Sprachdiensten | 22.854 | 24.821 |
| Erlöse aus Datendiensten | 14.392 | 13.359 |
| Erlöse aus Housing/Hosting | 3.812 | 4.033 |
| Erlöse aus Carrierservices | 104 | 170 |
| Erlöse Non-Carrierservices | 6.293 | 4.922 |
| Erlöse Wholesale | 37.758 | 30.266 |
| Gesamt | 85.213 | 77.571 |
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| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Inland | 59.749 | 60.553 |
| Ausland | 25.464 | 17.018 |
| Gesamt | 85.213 | 77.571 |
Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine fehlerhafte Bilanzierung der bisherigen periodischen, leistungsabhängigen Umsatzerfassung aus Kundenverträgen festgestellt. In der bislang genutzten automatisierten Ermittlung der periodengerechten Umsatzerfassung wurde im Rahmen interner Reviews ein Fehler festgestellt. Dieser Fehler wurde im Geschäftsjahr in laufender Rechnung korrigiert, woraus sich eine Minderung der Umsatzerlöse sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 846 ergab. Die Korrektur betrifft mit TEUR 135 das Geschäftsjahr 2013 sowie mit TEUR 711 frühere Geschäftsjahre. Eine Anpassung von Vorjahresbeträgen war nicht vorzunehmen.
b) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung eines Schadenersatzes (TEUR 2.000; Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 448; Vorjahr: TEUR 0).
c) Materialaufwand
Der Materialaufwand betrifft eingekaufte Vorleistungen bei anderen Telekommunikationsunternehmen.
d) Abschreibungen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2014 planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergaben sich im Geschäftsjahr auf eine nicht mehr genutzte Software/Kundenplattform in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 0).
e) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen (TEUR 3.218; Vorjahr: TEUR 3.054), Technischen Support und Entwicklung (TEUR 1.266; Vorjahr: TEUR 1.921), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 1.076; Vorjahr: TEUR 1.620), Kfz- und Reisekosten (TEUR 495; Vorjahr: TEUR 454), sowie Raumkosten (TEUR 749; Vorjahr: TEUR 701).
f) Erträge aus Beteiligung
In den Erträgen aus Beteiligungen ist eine Gewinnausschüttung der easybell GmbH enthalten.
g) Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der nacamar GmbH wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 218) übernommen.
h) Zinserträge und Zinsaufwendungen
Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2014 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verzinsung von Finanzanlagen. Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Darlehensverbindlichkeiten.
i) Außerordentliche Erträge = Außerordentliches Ergebnis
Die außerordentlichen Erträge resultieren aus der Verschmelzung der ecotel private GmbH auf die ecotel communication ag im Geschäftsjahr. Es wird auf die entsprechenden Erläuterungen in Abschnitt 2) a) verwiesen.
j) Steuern
Der Ausweis enthält die auf den Jahresüberschuss entfallende Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Kfz-Steuern.
4) SONSTIGE ANGABEN
a) Angabe zur Corporate Governance-Erklärung § 285 Nr. 16 HGB
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB
Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus vertraglichen Bindungen mit Lieferanten erwachsen der Gesellschaft in den nächsten Jahren finanzielle Verpflichtungen wie folgt:
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| TEUR | bis 1 Jahr | 2 bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Miete | 880 | 2.143 | 0 | 3.023 |
| Leasing/Mietkauf | 223 | 456 | 0 | 679 |
| 1.103 | 2.599 | 0 | 3.702 |
Weiter bestehen vertragliche Vereinbarungen über den zu erreichenden Mindestumsatz mit Lieferanten bis 2016 über eine Gesamthöhe von TEUR 5.000.
c) Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre 2014 und 2013 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 175 | 164 |
| (Ohne Vorstandsmitglieder und Auszubildende) | 166 | 152 |
d) Vorstand
Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2014 wie folgt zusammen:
| ― | Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender), CEO |
| ― | Johannes Borgmann, Kaufmann, Wesel, CFO (seit dem 01.05.2014; stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Bernhard Seidl, Ingenieur, München, CFO (bis zum 31.08.2014) |
| ― | Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf, CSO |
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten.
e) Aufsichtsrat
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014 bestellt:
| ― | Johannes Borgmann, Kaufmann, Wesel (Vorsitzender bis zum 30.04.2014) |
| ― | Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin (Vorsitzender ab dem 01.05.2014) |
| ― | Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Dr. Barbara Bludau, Rechtsanwältin, München (seit 25.07.2014) |
| ― | Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg |
| ― | Sascha Magsamen, Kaufmann, Frankfurt am Main |
| ― | Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Kronberg im Taunus |
Im Geschäftsjahr 2014 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien bzw. haben folgende hauptberuflichen Tätigkeiten ausgeübt:
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| Aufsichtsratsmitglied | Funktion | Unternehmen |
| Dr. Norbert Bensel | Geschäftsführer | NB Consulting- und Beteiligungs GmbH, Berlin |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker AG, i. L., Kirkel | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG, Berlin | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Compass Group Deutschland GmbH, Eschborn | |
| Mitglied des Beirats | BREUER Nachrichtentechnik GmbH, Bonn | |
| Mitglied des Beirats | IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf | |
| Vorstand | EL-Net Consulting AG, München | |
| Mirko Mach | Geschäftsführender Gesellschafter | MPC Service GmbH, Heidelberg |
| Brigitte Holzer | Inhaber, Geschäftsführerin | Holzer Holding GmbH, Berg |
| CFO | PPRO Financial LTD, London/Großbritannien | |
| Sascha Magsamen | Vorsitzender des Aufsichtsrats | ICM Media AG, Frankfurt am Main |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | Wige Media AG, Köln | |
| (bis zum 31.08.2014) | ||
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | MediNavi AG, Starnberg | |
| Stellvert. Vorsitzender des Aufsichtsrats | Tyros AG, Hamburg | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Ecolutions GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Close Brothers Seydler Research AG, Frankfurt am Main | |
| Vorstand | Spobag AG, Düsseldorf | |
| Vorstand | PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main | |
| Vorstand | Impera Total Return AG, Frankfurt am Main | |
| Vorstand | Inspire AG, Paderborn | |
| Geschäftsführer | Telemazz Commercials GmbH, Frankfurt | |
| Geschäftsführer | Präzisionsdreherei Johann Kölbel Nachfolger GmbH, Puchheim | |
| Dr. Thorsten Reinhard | Partner (Member) | Noerr LLP, London/Großbritannien |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Wackler Holding SE, München | |
| Dr. Babara Bludau | Rechtsanwältin | P+P Pöllath + Partners, München |
Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Ämter in Kontrollgremien i.S.d. § 285 Nr. 10 HGB.
f) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Darstellung der Vorstandsvergütung hat sich mit dem aktuellen Corporate Governance Kodex geändert.
Die nachfolgende Tabellen zeigen für jedes Vorstandsmitglied die für das Geschäftsjahr 2014 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung (gemäß Mustertabelle 1 zu Ziffer 4.25 Absatz 3 (1. Spiegelstrich) Deutscher Corporate Governance Kodex).
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| Gewährte Zuwendungen | Peter Zils | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | CEO | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2013 | 2104 | 2014 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zielwert | Zielwert | (Min) | (Max) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 300,0 | 300,0 | 300,0 | 300,0 |
| Nebenleistungen | 23,2 | 23,2 | 23,2 | 23,2 |
| Summe | 323,2 | 323,2 | 323,2 | 323,2 |
| variable Vergütung | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 100,0 |
| Summe | 423,2 | 423,2 | 323,2 | 423,2 |
| Versorgungsaufwand | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtvergütung | 423,2 | 423,2 | 323,2 | 423,2 |
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| Gewährte Zuwendungen | Achim Theis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | CSO | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2013 | 2014 | 2014 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zielwert | Zielwert | (Min) | (Max) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 220,0 | 220,0 | 220,0 | 220,0 |
| Nebenleistungen | 16,6 | 16,6 | 16,6 | 16,6 |
| Summe | 236,6 | 236,6 | 236,6 | 236,6 |
| variable Vergütung | 60,0 | 71,2 | 0,0 | 71,2 |
| Summe | 296,6 | 307,8 | 236,6 | 307,8 |
| Versorgungsaufwand | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtvergütung | 296,6 | 307,8 | 236,6 | 307,8 |
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| Bernhard Seidl | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen | CFO | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Austritt: 31.08.2014 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2013 | 2104 | 2014 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zielwert | Zielwert | (Min) | (Max) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 220,0 | 146,7 | 146,7 | 146,7 |
| Nebenleistungen | 12,6 | 8,4 | 8,4 | 8,4 |
| Summe | 232,6 | 155,1 | 155,1 | 155,1 |
| variable Vergütung | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| Summe | 332,6 | 255,1 | 255,1 | 255,1 |
| Versorgungsaufwand | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtvergütung | 332,6 | 255,1 | 255,1 | 255,1 |
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| Johannes Borgmann | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen | CFO | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | Eintritt: 01.05.2014 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2013 | 2014 | 2014 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zielwert | Zielwert | (Min) | (Max) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 0,0 | 146,7 | 146,7 | 146,7 |
| Nebenleistungen | 0,0 | 11,7 | 11,7 | 11,7 |
| Summe | 0,0 | 158,4 | 158,4 | 158,4 |
| variable Vergütung | 0,0 | 66,7 | 0,0 | 66,7 |
| Summe | 0,0 | 225,1 | 158,4 | 225,1 |
| Versorgungsaufwand | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamtvergütung | 0,0 | 225,1 | 158,4 | 225,1 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt für jedes Vorstandsmitglied den Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2014 aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler, langfristiger Vergütung und sonstiger Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren (Gemäß Mustertabelle 2 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 (2.Spiegelstrich) Deutscher Corporate Governance Kodex).
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| Zufluss in TEURo |
Peter Zils | Johannes Borgmann | Bernhard Seidl | Achim Theis | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CEO | CFO | CFO | CSO | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eintritt: 1.5.2014 | Austritt: 31.8.2014 | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 300,0 | 300,0 | 146,7 | 0,0 | 146 | 220,0 | 220,0 | 220,0 |
| Nebenleistungen | 23,2 | 23,2 | 11,7 | 0,0 | 8 | 12,6 | 16,6 | 16,6 |
| Summe | 232,2 | 323,2 | 158,4 | 0,0 | 155 | 232,6 | 236,6 | 236,6 |
| Einjährige var. Vergütung | 16,7 | 50,0 | 11,1 | 0,0 | 30 | 50,0 | 13,6 | 29,9 |
| Mehrjährige var. Vergütung | 0,0 | 4,2 | 0,0 | 0,0 | 0 | 8,3 | 0,0 | 12,5 |
| Nachhaltigkeit 2011 | - | 4,2 | - | - | 8,3 | 12,5 | ||
| Nachhaltigkeit 2012 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Nachhaltigkeit 2013 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige var. Vergütung | 40,0 | 4,2 | - | - | 40 | - | 25,0 | 25,0 |
| Sonstiges | - | - | - | - | 30 | - | - | - |
| Summe | 379,9 | 381,6 | 169,5 | 0,0 | 255 | 290,9 | 275,2 | 304,0 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 379,9 | 381,6 | 169,5 | 0,0 | 255 | 290,9 | 275,2 | 304,0 |
Die erfolgsbezogenen variablen Vergütungen sind an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2014 sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 176,4 (Vorjahr: TEUR 192,4) zu. Nach Abzug bereits ausgezahlter Entgeltbestandteile wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Bei den Vergütungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Somit betragen die Bezüge des Geschäftsjahres 2014 TEUR 1.080.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrates:
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| Aufsichtsrat | Vergütung in TEUR |
Vergütung in TEUR |
|---|---|---|
| 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- |
| Johannes Borgmann | 8,7 | 16,3 |
| Dr. Barbara Bludau | 7,0 | - |
| Brigitte Holzer | 15,0 | 9,8 |
| Dr. Thosten Reinhard | 15,0 | 9,3 |
| Mirko Mach | 20,0 | 12,8 |
| Sascha Magsamen | 14,0 | 9,3 |
| Dr. Norbert Bensel | 21,7 | 9,8 |
| Summe | 101,4 | 67,3 |
g) Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Die Gesellschaft hat verschiedene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.
h) Beteiligungen an der Gesellschaft
Folgende wesentliche Beteiligungen werden an der Gesellschaft gehalten:
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| TEUR | % |
|---|---|
| Peter Zils | 28,5 % |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,1 % |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 10,1 % |
| PVM Private Values Media AG | 9,3 % |
| Zwischensumme: | 73,0 % |
| Streubesitz | 27,0 % |
Der Gesellschaft lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben:
Es werden hier die Meldungen aufgelistet, die zur oben dargestellten Aktionärsstruktur geführt haben, bzw. alle Meldungen, die im Jahr 2014 abgegeben wurden.
09.07.2009 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:
Die Intellect Investment & Management Ltd., Tortolo, British Virgin Island hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 01. Juli 2009 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 25,09 % (978.489 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt.
Herr Andrey Morozov, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 01. Juli 2009 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 25,09 % (978.489 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt.
Davon sind Herrn Andrey Morozov 25,09 % (978.489 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihm kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Intellect Investment & Management Ltd. |
11.01.2010/ Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:
ecotel communication ag: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
Herr Peter Zils, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 5. Januar 2010 die Schwelle von 30 % unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).
07.04.2011/ Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:
Die PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland am 01.04.2011 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31 % (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat.
Diese Stimmrechte sind der Gesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG von der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG zuzurechnen.
31.03.2014 / Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG:
Der Vorstand der ecotel communication ag (WKN 000585434/ ISIN DE0005854343) hat heute beschlossen, in der Zeit vom 31. März 2014 bis zum Ablauf des 30. Juni 2014 bis zu 90.000 eigene Aktien (das entspricht 2,3 Prozent des derzeitigen Grundkapitals) zurückzukaufen. Der Erwerb soll über die Börse erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Mittelwert der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Bei Zugrundelegung der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Tage der Beschlussfassung entspricht dies einem Rückkaufvolumen von bis zu ca. 0,72 Millionen Euro.
Der Vorstand macht damit von dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 Gebrauch, der den Vorstand bis zum 29. Juli 2015 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals ermächtigt hat. Die zurück erworbenen Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden.
Weitere Details zum Aktienrückkaufprogramm sowie Transaktionen werden nach ihrer Ausführung wöchentlich auf der Website der Gesellschaft (www.ecotel.de) im Bereich Investor Relations bekannt gegeben.
28.05.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:
Die ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 28.05.2014 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte erreicht hat (das entspricht 390000 Stimmrechten).
28.05.2014 / Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG:
Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag heute beschlossen, die erworbenen 390.0000 eigenen Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG unter Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft einzuziehen. Durch diesen Beschluss werden alle derzeit von der ecotel communication ag gehaltenen 390.000 voll eingezahlten Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 Euro je Aktie herabgesetzt. Das Grundkapital der Gesellschaft reduziert sich durch die Einziehung der eigenen Aktien von 3.900.000,00 Euro um 390.000,00 Euro auf 3.510.000,00 Euro. Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie bleibt mit 1,00 Euro unverändert bestehen.
13.06.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:
Die ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.
25.06.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:
Die IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,07 % (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.
Die MARTRADE Logistics GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10,07 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,07 % (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.
Davon sind der MARTRADE Logistics GmbH & Co. KG 10,07 % (353.442 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH |
Die MARTRADE Logistics Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,07 % (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.
Davon sind der MARTRADE Logistics Verwaltungs GmbH 10,07 % (353.442 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH |
| ― | Martrade Logistic GmbH & Co. KG |
Herr Günther Hahn, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,07 % (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.
Davon sind Herrn Günther Hahn 10,07 % (353.442 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihm kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH |
| ― | Martrade Logistic GmbH & Co. KG |
| ― | Martrade Logistic Verwaltungs GmbH |
i) Honorare Wirtschaftsprüfer
Das Honorar für die Abschlussprüfung betrug TEUR 70. Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Abschlussprüfer wie im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.
Düsseldorf, den 23. März 2015
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Johannes Borgmann
Achim Theis
Lagebericht 2014
der ecotel communication ag
I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
1. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die ecotel communication ag (im Folgenden "Gesellschaft" oder "ecotel ag") ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Informations- und Telekommunikationsanforderungen (ITK) von Kunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen in folgenden Geschäftsbereichen: "Geschäftskundenlösungen (B2B)" und "Wiederverkäuferlösungen".
Geschäftskundenlösungen (B2B)
Der Kernbereich von ecotel wird durch den Geschäftsbereich Geschäftskundenlösungen (B2B) repräsentiert. Hier bietet die Gesellschaft bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an.
Die folgende Übersicht zeigt das Produktportfolio:

Geschäftskunden Produktportfolio ecotel
Im Bereich der Sprachdienste verfügt die Gesellschaft über ein komplettes Portfolio, welches sich vom Anschluss über die Telefonie (ISDN / VoIP) bis hin zu Mehrwertdiensten erstreckt. Das breite Portfolio von Datendiensten reicht vom Angebot für Anschlüsse im Bereich ADSL, SDSL und VDSL über Ethernet-Access bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (SaaS = Software as a Service, Cloud Computing).
Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) über den Direktvertrieb (Großkunden) und mit mehr als 400 Vertriebspartnern jedoch zum größten Teil über den Partnervertrieb gesteuert. Damit verfügt ecotel über einen breiten Zugang zur Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert. Die Gesellschaft versorgt - bei einem Jahresumsatz von ca. 42 Mio. EUR - bundesweit ca. 18.000 kleine und mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Verlagerung der Umsatzverteilung im Geschäftskundensegment
Der Gesellschaft ist es in den vergangenen Jahren gelungen, den Wandel vom reinen Preselect-Sprachdienstleister zu einem Anbieter für komplette ITK-Geschäftskundenlösungen zu vollziehen.
So konnte der Umsatzanteil der zukunftsträchtigen Produkte Vollanschluss, Daten, VPN und Housing von 6 % in 2006 auf 88 % in 2014 ausgebaut werden. Der Umsatzanteil der Preselectionkunden reduzierte sich im Vergleichszeitraum von 94 % auf mittlerweile nur noch 12 %.
Auf Grundlage der erfolgreich durchgeführten Produktdiversifikation ist ecotel für den anstehenden Technologiewandel von leitungsvermittelnden Sprachdiensten (ISDN) zu paketvermittelnden IP-basierten Sprachdiensten (All IP) gut gerüstet. Denn die Grundlage für B2B-taugliche IP-basierte Sprachdienste sind qualitativ hochwertige Anbindungen der Kunden beispielsweise mit hochverfügbaren ethernet-Access-Produkten, die die Gesellschaft bereits seit mehr als fünf Jahren erfolgreich vermarktet.
Im Jahr 2014 konnte ecotel folgende IP-basierten Sprachprodukte zur Vermarktung freigeben:
NGN Voice Option für PMX-Kunden:
Mit dem Produkt NGN Voice Option können ecotel-Kunden zukünftig deutschlandweit von attraktiven Anschluss- und Verbindungsentgelten für PMX-Telefonanschlüsse profitieren. Hierzu erhält der Kunde von ecotel eine zusätzliche Netzabschluss-Komponente. Ein hier zum Einsatz kommendes sogenanntes NGN-Gateway wandelt die ein- und ausgehenden Signale der vorhandenen ISDNTelefonanlagen in IP-basierte Protokolle um, ohne die bestehende Telefonanlage umrüsten oder gegen eine neue Anlage austauschen zu müssen.
Neben den monetären Einsparungen in Bezug auf Basispreis und Verbindungsentgelte erhält der Kunde eine hohe Flexibilität, da er die ethernet-Bandbreite dynamisch für Sprach- und Datendienste nutzen kann und gleichzeitig den Investitionsschutz für die bereits angeschaffte, bestehende Telefonanlage.

SIP-Trunk für Kunden mit IP-fähigen Telefonanlagen:
Sofern ecotel-Kunden bereits über eine IP-fähige Telefonanlage verfügen, kann das neue IP-basierte Sprachprodukt "SIP-Trunk" zum Einsatz kommen.
Mit dem »ecotel sipTrunk« sowie einer ausreichend dimensionierten Datenleitung (ecotel- oder Fremdleitung) können je nach Bedarf des Kunden zwischen 10 und 300 Sprachkanäle genutzt werden. Die vorhandenen Rufnummern können entweder übernommen oder durch Zuteilung neuer Rufnummern ersetzt bzw. erweitert werden.

Kombiniert der Kunde den "ecotel sipTrunk" mit einer ecotel-Datenleitung, so kann optional eine Dienstepriorisierung für Sprache beauftragt werden. Diese Priorisierung (Quality-of-Service [QoS]) dient dazu, den Sprachverkehr bevorzugt zu übermitteln, wenn auf derselben Leitung parallel auch Datendienste übermittelt werden sollen.
Auch hierbei profitiert der ecotel-Kunde von hohen Einsparungen beim Basispreis und den Verbindungsentgelten sowie von einer hohen Flexibilität bei der Nutzung der ecotel ethernet-Bandbreite.
ecotel pbxHosting:
Mit pbxHosting stellt ecotel erstmals eine Hosting-Dienstleitung auf einem virtuellen Server als Standardprodukt bereit. Das Produktangebot richtet sich zunächst an Vermarkter von TK-Anlagen des Unternehmens Unify (ehemals SIEMENS). Diese wählen alternativ zur physischen Telefonanlage, die in den Räumlichkeiten des Endkunden installiert war, eine virtuelle, zentral im Rechenzentrum von ecotel gehostete Anlage und vermarkten diese - wie auch bisher - im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle an ihre Kunden. Ziel hierbei ist es, neben den Rechenzentrumsleistungen der Gesellschaft zusätzliche Produkte an "Unify-Kunden" zu vermitteln. Sobald für den Zugriff auf die TK-Anlage eine ecotel Datenleitung sowie - für die Vermittlung der externen Gespräche - ein SIP-Trunk von ecotel genutzt wird, können Partner bzw. Kunden von den vergünstigten Bündel-Preisen profitieren.

Die Vermarktung basiert auf einer Vertriebskooperation mit Unify, die anlässlich der CeBit 2014 vereinbart wurde.
Wiederverkäuferlösungen
Im Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst die Gesellschaft die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen zusammen. Zudem ist ecotel im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und unterhält hierfür Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt ecotel auch einen Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab.
Infrastruktur
Die Gesellschaft betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-LeistungsVerhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise Deutsche Telekom (DTAG), Telefonica, Verizon, Versatel, QSC, Colt und Vodafone zu nennen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleistung ist ein Großteil der ecotel-Kostenbasis variabel.

ecotel ag betreibt ein eigenes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a.M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points of Presence (POP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltung mit vielen regionalen und globalen Carriern verbunden.
IT-seitig entwickelt und betreibt die Gesellschaft eigene Systeme für das Auftrags- und Routermanagement, das Netzwerkmonitoring sowie die Rechnungsstellung (Billing).
2. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Struktur und Beteiligungen von ecotel
ecotel communication ag
Die ecotel communication ag (ecotel ag) ist ein bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel ag vermarktet Produkte und Dienstleistungen für die Geschäftsbereiche "Geschäftskundenlösungen (B2B)" und "Wiederverkäuferlösungen".
nacamar GmbH
Die nacamar GmbH agiert als eigenständiger Service Provider im New Media Geschäft und bietet Unternehmen aus der Medienbranche ein weitgefächertes Angebot an Medienapplikationen an. Hierzu gehören die Aufbereitung sowie das Streaming von Audio- und Videoinhalten für verschiedenste Endgeräte, das Management von Medienbibliotheken für Unternehmen sowie eine eigene Werbevermarktung. nacamar betreibt ein eigenes CDN (content delivery network) sowie die größte deutsche Radio Streaming Plattform (freestream) im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf.
easybell GmbH
Die easybell GmbH bietet Privatkunden innovative und preisgünstige Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig liegt der Fokus der easybell GmbH auf der Vermarktung von Produkten im Bereich von DSL-Festnetzanschlüssen sowie DSL-Sprachdiensten. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich online und über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "01028" vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call Nummern "010010", "01038" (tellmio) sowie "01041" (Tellina) vermarktet. Im November 2011 wurde die init.voice GmbH mit Sitz in Berlin für die Bereitstellung von Voice over IP Dienstleistungen gegründet, an der easybell wiederum 100 % der Anteile hält.
mvneco GmbH
Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister sowie Berater und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.
synergyPLUS GmbH
Die synergyPLUS GmbH hat als exklusiver Vertriebspartner der ecotel agiert und hat insbesondere die Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter vermittelt. Im Jahr 2014 wurde der Handelsvertretervertrag mit der ecotel beendet. Die synergyPlus GmbH ist derzeit eine Gesellschaft ohne aktive Geschäftsaktivität.
3. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland betrug 2014 gegenüber dem Vorjahr laut Statistischem Bundesamt 1,5 % - nach 0,4 % Wachstum in 2013. Es lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. Für 2015 stimmen Ökonomen die deutsche Wirtschaft auf ein stabiles Wachstum mit Zuwachsprognosen von 1,3 % bis 1,7 % ein.
Telekommunikations-Marktvolumen sank auch in 2014
2014 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland erneut leicht von 59,6 Milliarden EUR auf 58,3 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 4). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich dank der Zuwächse im Breitband-Kabelnetz von 63 % auf 64 %.
Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 33,5 Milliarden EUR 57,5 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.
Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland (in Mrd. EUR)

Der Mobilfunkumsatz ist trotz des gestiegenen Datenverkehrs von 25,1 Milliarden EUR auf 24,8 Milliarden EUR leicht zurückgegangen. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten erhöhte sich leicht von ca. 115 Mio. auf 117 Mio. Stück. Davon machen die Mobile to Mobile (M2M) SIM-Karten mit ca. 6 % doppelt so viel wie im Vorjahr aus.
Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber im Festnetz mehr als 16 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei knapp 37 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 44 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 13). Während die Zahl der klassischen Vollanschlüsse bei den Wettbewerbern mittlerweile zurückgeht, ist bei den entbündelten Voice-over-IP-Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.
Festnetz-Komplettanschlüsse (in Mio.)

Die Anzahl an Breitbandanschlüssen erhöhte sich 2014 konstant um 0,7 Mio auf insgesamt über 29 Mio. Dabei entfielen 8,5 Mio. Anschlüsse (29 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 2,3 Mio. Anschlüsse (8 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12 Mio. Anschlüsse (42 %) auf die DTAG sowie 6 Mio. Anschlüsse (20 %) auf Kabel-TV. 0,3 Mio. Haushalte (1 %) sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Die Wettbewerber der DTAG haben daran einen Marktanteil von 57 %. Das Wachstum der Wettbewerber stammt dabei aus den TV-Kabel Breitbandnetzen, während DSL-basierte alternative Festnetzbetreiber Marktanteile verlieren (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 15).
Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten beträgt in etwa 55 % des gesamten Verkehrsvolumens im Deutschen Festnetzmarkt. Der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, beträgt über 90 %. Jedoch beobachtet man bei den Call-by-Call- und Preselection-Volumina (VNB Vorwahl aus dem Netz der DTAG) eine Bodenbildung (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 11).
Breitbandanschlüsse (in Mio.)

Trends im B2B-Markt
Das Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Markt entwickelt sich durch das Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation rasch. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie langsam, aber stetig und zunehmend durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.
Eine wichtige Grundlage im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfünk (LTE, WLAN). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft.
Ein bedeutsamer aktueller IT Trend ist "Cloud Computing" mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hoch-performant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Ein wesentlicher Aspekt in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten.
Weitere wichtige ITK-Trends sind:
| ― | Big Data Analytics |
| ― | Machine to Machine (M2M) / Internet of Things (IoT) / Computing Everywhere |
| ― | Over The Top (OTT) Services wie Skype, WhatsApp, Netflix |
| ― | Smart devices / tragbar, biegbar, 3D-Druck |
| ― | eHealth / Telemedizin |
| ― | Mobile Payment / kontaktloses Bezahlen |
| ― | Smart Energy / Intelligente Stromnetze |
| ― | Connected Car |
Regulatorische Trends
Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte gebündelt aus einer Hand anbieten können und viele der oben genannten Trends realisieren. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber auf alle Vorleistungen zurückgreifen können.
ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.
Wichtige aktuelle Themengebiete sind unter anderem:
| ― | Verbesserte politische und regulatorische Rahmenbedingungen zum Breitbandausbau in Deutschland. |
| ― | Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandigen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen. |
| ― | Abstimmung der Europäischen Telekommunikationspolitik (EU Single Market) mit den speziellen Anforderungen des Deutschen Telekommunikationsmarktes. |
| ― | Netzneutralität (d.h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben). |
| ― | Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln sowie des Verbraucherschutzes. |
4. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).
Leitungsorgan
Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Derzeit gehören dem Vorstand der ecotel ag die Herren Peter Zils (Vorstandsvorsitzender / CEO), Johannes Borgmann (stellvertretender Vorstandsvorsitzender / CFO) und Achim Theis (Marketing und Vertrieb / CSO) an. Herr Wilfried Kallenberg (CTO/COO) hat Gesamtprokura.
Vergütung der Organmitglieder
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel ag erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und des Vorstandsvergütungsgesetzes (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z.B. Auftragseingang, EBITDA, Ergebnis je Aktie) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Für das Geschäftsjahr 2014 stehen dem Vorstand variable Vergütungsansprüche in Höhe von insgesamt 176 TEUR (Vorjahr: 192 TEUR) zu. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder und alle weiteren Organe des Konzerns eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen. Zudem steht den drei Vorstandsmitgliedern jeweils ein Firmenwagen zu. Es besteht kein Aktienoptionsprogramm für die ecotel ag.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jede Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats (nicht aber eines Ausschusses des Aufsichtsrats) ein Sitzungsgeld. Die ecotel ag erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die durch die Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat eine zeitanteilige Vergütung. Die ecotel ag stellt den Mitgliedern des Aufsichtsrats Versicherungsschutz für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit mit einem angemessenen Selbstbehalt zur Verfügung.
Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Anhang (Anmerkung 4 f) aufgeführt.
Änderungen der Satzung
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.
Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Kapitalverhältnisse
Im Jahr 2014 hat ecotel ag 90.000 Aktien erworben. Im Anschluss dran wurde das gezeichnete Kapital durch Einziehung von eigenen Aktien (390.000 Stk.) um insgesamt 390.000 EUR auf 3.510.000 EUR herabgesetzt.
Grundkapital
Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Auf der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 bis zum 26. Juli 2017 von der ecotel ag begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der ecotel ag nicht zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der ecotel ag befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019.
Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2014 mehr als 3 % beträgt. Basis sind die der ecotel ag bekannt gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.
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| Aktionär | Aktienbesitz (in %) |
|---|---|
| Peter Zils | 28,5 |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,1 |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 10,1 |
| PVM Private Values Media AG | 9,3 |
| Gesamt | 73,0 |
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.
Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote
Vereinbarungen zwischen ecotel und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane im Konzern bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme.
Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.
5. UNTERNEHMENSSTEUERUNG
Die Gesellschaft steuert ihre Geschäftsbereiche nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche einfließen. Dabei werden auf Konzernebene die Steuerungsgrößen Konzernumsatz und Konzern-EBITDA in den Fokus gestellt. Daneben gilt die Rohertragsmarge im Segment Geschäftskunden als maßgebliche Profitabilitätskennzahl des Konzerns. Hierzu werden in der Planung auf Produktebene nach dem Teilkostenverfahren. Den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz-, und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung der Geschäftsbereiche erfolgt zudem eine kontinuierliche Ertrags-, Profitabilitäts Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Hierzu zählen auch geschäftsbereichsbezogene spezifische Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem (Dashboard) abgebildet werden. ecotel nutzt im Rahmen der Unternehmensführung in Teilen auch Leistungsindikatoren, die nicht monetärer Art sind, wie z.B. Kundenanzahl für bestimmte Produktgruppen oder auch Minutenverbräuche.
6. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Gesellschaft betreibt keine Grundlagenforschung oder weitreichende technische Produktentwicklungen. ecotel fokussiert sich auf die Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/Nutzeneffekt für die Kunden im Vordergrund. Daher beschränken sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf den technischen Ausbau des Rechenzentrums und die eigenentwickelte Remote-Router-Management Plattform für das Allianz-Projekt.
7. ZIELE UND STRATEGIEN DES UNTERNEHMENS
Es ist das erklärte Ziel der ecotel ag, eines der führenden Anbieter für Telekommunikationsdienstleistungen für mittelständische Geschäftskunden zu sein.
Ein bedeutender Treiber zum Erreichen der Ziele der ecotel ist die Entwicklung des Geschäftsbereichs Geschäftskunden (B2B). Die zukünftige Ausrichtung in diesem Bereich steht dabei auf 3 Säulen:
a) Sichere Unternehmensvernetzung
Das Konzept der sicheren Unternehmensvernetzung, wie es unter anderem auch bei dem AllianzProjekt zur Anwendung kam, ist natürlich auch bei anderen Unternehmen mit dezentralen Strukturen von großer Bedeutung. Insofern wird es für ecotel ein wesentliches Fokusthema sein, diese Kunden im Mittelstand zu identifizieren und von unserem Dienstleistungskonzept mit dem Vorteil "Made in Germany" zu überzeugen.
b) Neue Produkte im Cloud Bereich
ecotel plant zudem eine vermehrte Präsenz im Markt für Cloud Services. Diese sollen von georedundanten Enterprise Cloud Lösungen über neue Sicherheits-IT-Lösungen wie z.B. Backup oder Intrusion Detection und Prevention (IDS/IPS) reichen. Und dies natürlich unter dem Aspekt der Datensicherheit "Made in Germany".
c) Neue Sprachprodukte auf Basis von Next Generation Networks (NGN)
ecotel befindet sich derzeit im Prozess, neue innovative Sprachprodukte im Rahmen der technischen Weiterentwicklung der Netzwerktechnologie von ISDN auf IP (NGN) einzuführen. Hierbei handelt es sich zum Einen um Neuprodukte zur Anbindung von Telefonanlagen am Kundenstandort über Voice oder IP Technologie (SIP-Trunk) und zum Anderen um neue "Private-Cloud-Komplettlösungen für den Mittelstand" inklusive kundeneigener Telefonanlage auf virtualisierten Servern im ecotel Rechenzentrum, SIP-Trunk und Anbindung über ecotel. Ebenfalls komplett "Made in Germany".
II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE SOWIE AUFTRAGSEINGANG
1. ERTRAGSLAGE
2014 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von 85,2 Mio. EUR (Vorjahr: 77,6 Mio. EUR) und damit ein Wachstum von 9,9 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Umsatzanstieg ist im Wesentlichen dem Geschäftsbereich Wiederverkäufer zuzuordnen. Hier stiegen die Umsätze um 8,8 Mio. EUR oder 24,9 %. Im margenstarken Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) sank der Umsatz von 42,2 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR auf 41,1 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine fehlerhafte Bilanzierung der bisherigen periodischen, leistungsabhängigen Umsatzerfassung aus Kundenverträgen im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) festgestellt. In der bislang genutzten automatisierten Ermittlung der periodengerechten Umsatzerfassung wurde im Rahmen interner Reviews ein Fehler festgestellt. Dieser Fehler wurde im Geschäftsjahr beseitigt, woraus sich eine Minderung der Umsatzerlöse im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR ergab, die auf Vorjahre entfallen.
Daneben hat die Gesellschaft seit Mitte 2014 die Vermarktung der eigenen Mobilfunklösung eingestellt.
Ohne die oben beschriebene Fehlerkorrektur und den Effekt aus der Einstellung der Mobilfunklösung wären die Umsatzerlöse im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) um 0,3 Mio. EUR gestiegen.
Die Rohertragsmarge im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) lag bei 48 % (Vorjahr: 50 %). Ohne die oben beschriebene Fehlerkorrektur hätte die Rohertragsmarge im Bereich Geschäftskunden (B2B) bei 49 % gelegen.
Gestiegene sonstige betriebliche Erträge, höhere Personalkosten und gesunkene sonstige betriebliche Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2014 hat die Gesellschaft einmalige Erträge aus Erstattung eines Schadenersatzes (2,0 Mio. EUR) sowie Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen (0,4 Mio. EUR) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausweisen können. Diesen Erträgen stehen keine entsprechenden Erträge im Vorjahr gegenüber.
Der Personalaufwand 2014 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl stieg um 11 Personen auf 175 im Jahresdurchschnitt an.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. EUR reduziert werden. Dies gelang, da im Jahr 2014 deutlich weniger Aufwendungen für die IT-Infrastruktur und Rechts- und Beratungskosten angefallen sind, als im Jahr 2013.
Gestiegenes EBITDA / Betriebsergebnis (EBIT) gesunken
Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen belief sich das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis, Steuern und außerordentlichen Ergebnis) auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg von 0,7 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich um 0,8 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine nicht mehr genutzte Software/Kundenplattform in Höhe von 0,2 Mio. EUR außerplanmäßig abgeschrieben.
Das Betriebsergebnis sank daher auf 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR).
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis lag mit -0,2 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Gesellschaft Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) erhalten. Gegenläufig haben sich die Aufwendungen aus Verlustübernahmen der nacamar GmbH mit 0,5 Mio. EUR gegenüber 0,2 Mio. EUR im Vorjahr ebenfalls erhöht.
Außerordentliches Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2014 wurde die ecotel private GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2014 auf die Gesellschaft verschmolzen. Hieraus ergab sich Verschmelzungsgewinn in Höhe von 4,6 Mio. EUR.
Jahresüberschuss deutlich gestiegen
Der Jahresüberschuss hat sich im Wesentlichen durch das außerordentliche Ergebnis auf 5,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) erhöht.
Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf
Mit 85,2 Mio. EUR lag der tatsächlich erwirtschaftete Umsatz oberhalb des prognostizierten Intervalls von 70 bis 80 Mio. EUR. Ursächlich für diese Überperformance waren die stärker als prognostiziert gestiegenen Umsätze im Segment Wiederverkäufer.
Das EBITDA lag mit 4,7 Mio. EUR leicht unter dem prognostizierten Korridor von 5 - 5,5 Mio. EUR. Ohne die notwendige Fehlerkorrektur in den Umsatzerlösen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vor Steuern) hätte die Gesellschaft ein EBITDA im oberen Bereich des Korridors ausgewiesen.
2. VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme stieg um Geschäftsjahr 2014 um 2,2 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR an.
Auf der Aktivseite stieg das Anlagevermögen um 3,1 Mio. EUR auf 16,1 Mio. EUR. Hierzu trug die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Beteiligung an der esybell GmbH, die im Zuge der Verschmelzung der ecotel private GmbH auf die Gesellschaft übergegangen ist, in Höhe von 5,3 Mio. EUR bei. Abschreibungen auf Kundenstämme in Höhe von 0,9 Mio. EUR sowie Rückzahlungen von Ausleihungen trugen zur Gesamtentwicklung des Anlagevermögens bei. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 0,9 Mio. EUR. Während der aktive Rechnungsabgrenzungsposten um 0,8 Mio. EUR anstieg, reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Finanzmittel um jeweils 0,8 Mio. EUR.
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 4,2 Mio. EUR auf 10,2 Mio. EUR an. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 34 % (Vorjahr: 22 %). Durch den Einzug der eigenen Anteile (390.000 Stk.) im Geschäftsjahr 2014 reduzierte sich das gezeichnete Kapital um 90.000 EUR auf 3.510.000 EUR und die Kapitalrücklage stieg um 390.000 EUR auf 2.890.000 EUR herabgesetzt. Der Bilanzgewinn von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR) trug wesentlich zum Anstieg des Eigenkapitals bei.
Die Verbindlichkeiten sanken um 1,5 Mio. EUR auf 18,0 Mio. EUR. Hier waren planmäßige Tilgungen der Finanzkredite in Höhe von 0,9 Mio. EUR sowie im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 1,0 Mio. EUR geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die wesentlichen Treiber. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen im Wesentlichen aus der Verlustübernahme der nacamar GmbH in Höhe von 0,6 Mio. EUR.
3. FINANZLAGE
Die Finanzmittel der Gesellschaft sanken sich im Geschäftsjahr um 0,8 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 3,0 Mio. EUR nach 4,7 Mio. EUR im Vorjahr. Neben den operativen Treibern, die in der Ertragslage erläutert wurden, betrug der Rückgang des Saldos aus der Zu- und Abnahme des aktiven und passiven Working Capitals im Jahr 2014 -0,7 Mio. EUR, während dieser Saldo im Vorjahr um 0,9 Mio. EUR anstieg.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2014 -2,2 Mio. EUR (Vorjahr: -6,1 Mio. EUR). Er setzt sich aus Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,6 Mio. EUR), Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) sowie aus Einzahlungen von Ausleihungen an assoziierte Unternehmen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) zusammen. Im Vorjahr waren deutlich höhere Investitionen (ca. 5,0 Mio. EUR) für Vorlaufinvestitionen für das Allianz-Projekt, welches in 2014 erfolgreich umgesetzt werden konnte, notwendig.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2014 bei -1,7 Mio. EUR (Vorjahr: -0,2 Mio. EUR). In 2014 wurden planmäßige Tilgungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR auf die Finanzkredite durchgeführt sowie Aktien in einem Gesamtwert von 0,8 Mio. EUR erworben.
4. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Die Gesellschaft befindet sich in einer stabilen wirtschaftlichen Lage. Die Eigenkapitalausstattung konnte im Jahr 2014 deutlich verbessert werden. Die Finanzlage ist solide. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden planmäßig zurückgeführt. Die Ertragslage ist durch vertraglich gesicherte wiederkehrende Umsätze gesichert. Die Forderungsausfälle sind auf einem sehr niedrigen Niveau. Auf die Chancen- und Risikosituation sowie die Prognose wird verwiesen.
III. NACHTRAGSBERICHT
Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2014.
Bis zur Aufstellung des Abschlusses hat die Gesellschaft eine aktive juristische Auseinandersetzung beenden können. Die der Gesellschaft zustehenden Einmalerträge sind in der am Ende des Lageberichts dargestellten Prognose bereits berücksichtigt.
IV. RISIKOBERICHT
1. RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM
Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt die Gesellschaft ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.
Die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.
Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.
Alle Risikopotenziale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet.
Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in Niedrig, Mittel, Hoch und Sehr Hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in 4 Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt.
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| Vermögensschadensklasse | Mögliche Schadenshöhe |
|---|---|
| Sehr hoch | > 1.000.000 EUR |
| Hoch | 300.000 - 1.000.000 EUR |
| Mittel | 100.000 - 300.000 EUR |
| Niedrig | < 100.000 EUR |
Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche Schadenshöhe | Risikoklasse |
|---|---|---|
| Sehr hoch | Sehr hoch | 1 |
| Sehr hoch | Hoch | 1 |
| Hoch | Sehr hoch | 1 |
| Hoch | Hoch | 2 |
| Sehr hoch | Mittel | 2 |
| Hoch | Mittel | 2 |
| Mittel | Sehr hoch | 2 |
| Mittel | Hoch | 2 |
| Mittel | Mittel | 3 |
| Niedrig | Sehr hoch | 3 |
| Sehr hoch | Niedrig | 3 |
| Hoch | Niedrig | 3 |
| Niedrig | Hoch | 3 |
| Mittel | Niedrig | 4 |
| Niedrig | Mittel | 4 |
| Niedrig | Niedrig | 4 |
Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Konzern- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfalle das 4-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und Zahlungsausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.
2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist die ecotel ag mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt.
Operative Risiken
Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung, Forderungsmanagement sowie der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung.
Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik- als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der eigenen Vermittlungstechnik sind aktuell dadurch minimiert, dass nur Teile des internationalen B2B-Verkehrs sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert werden und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen z. Bsp. des nacamar-CDN sind die ServerFarmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).
Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wurde eine n+1 Redundanz umgesetzt. Es existieren aber externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Ebenso wird es in 2015 zu Renovierungsarbeiten an der Klima-Struktur des Rechenzentrums geben. Die notwendigen Ausbau- und Renovierungsarbeiten werden vom Vorstand und der Geschäftsleitung eng überwacht und auf die möglichen Risiken für die ecotel hin überprüft. (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 4).
Zur Umsetzung einer Geo-Redundanz bei der Rechenzentrums-Infrastruktur wurde in Düsseldorf eine weitere Rechenzentrumsfläche angemietet. Die Rechenzentren von Düsseldorf und Frankfurt sind über n x 10 Gbps redundant miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beide Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internet geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden POPs. Für 2015 ist zusätzlich geplant, die Einwahlplattformen für die verschiedenen Zugangsleitungen (ADSL, SHDSL, Ethernet) georedundant auszubauen.
Da ecotel kein eigenes Zugangsnetz betreibt, sondern die Zuführung von Sprach- und Datenanschlüssen von der Telekom und von alternativen Carriern anmietet, besteht hier eine Abhängigkeit von den Vorlieferanten. Bei Nichtverlängerung von Einkaufsverträgen oder bei einer Verschlechterung der Einkaufskonditionen kann dies zur Verschlechterung der Ertragslage bei ecotel führen. ecotel versucht diese Abhängigkeit von Vorlieferanten dadurch zu minimieren, indem sie für jedes wesentliche Produkt einen alternativen Vordienstleister vorhält. Dies ist zumindest in den Gebieten möglich, wo mehrere Vordienstleister parallele Infrastrukturen betreiben (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).
Im Bereich der Ethernet Vermarktung kommt es in letzter Zeit zu einem zunehmenden Wettbewerb und Preiskampf. Durch die Bündelung der Ethernet Produkte mit NGN Voice Optionen und SIP Trunk hat die ecotel eine Differenzierungsstrategie entwickelt (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).
Durch die erfolgreiche Abwicklung des Allianz Router-Rollouts hat ecotel Folgeaufträge von der Allianz Deutschland AG sowie von Allianz-Agenturen erhalten. Um diese Aufträge beiderseitig effizient und erfolgreich abzuwickeln, ist es erforderlich, Prozesse, Strukturen sowie Ressourcen innerhalb ecotel und der Allianz-Gruppe aufzubauen und zu managen. Störungen und Verzögerungen in diesen Abläufen können dazu führen, dass ecotel geplante Umsätze erst zu einem späteren Zeitpunkt realisieren kann (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 1).
Bei der Auftragsplatzierung ist die ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten und der Stabilität der Systeme und Prozesse. Bei einem möglichen Backlog besteht die Gefahr, Reputation bei den Vertriebspartnern und Kunden und sogar Aufträge zu verlieren. Um aufkommende Probleme und Verzögerungen zu erkennen und Lösungsansätze zu haben, hält das Management Kontakt zu den verschiedenen Ebenen der Vorlieferanten (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).
Die von ecotel geplante Umsetzung hin zu einem Teilnehmernetzbetreiber (TNB) bringt neben technischen Herausforderungen auch weitergehende Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz mit sich. Hier wird ecotel geeignete Maßnahmen ergreifen, um hier die Anforderungen erfüllen zu können und den Kunden bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken.
Ein Kreditrisiko besteht, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Forderungsausfallquote bewegt sich bei Geschäftskunden aktuell bei 0,1 %. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).
ecotel hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA / Umsatzerlöse und Nettoverschuldung / EBITDA) liegt ecotel derzeit deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervallen. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2015 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).
ecotel verfügte zum Jahresende 2014 über liquide Mittel in Höhe von 1,1 Mio. EUR. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält die Gesellschaft Betriebsmittellinien von 5,2 Mio. EUR. Davon waren Ende 2014 0,8 Mio. EUR als Avallinie genutzt.
Es bestehen aktuell keine Zinsrisiken bei der ecotel, da die ausstehenden Darlehen festverzinslich sind.
Währungsrisiken, die sich durch Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen ergeben, werden spätestens zum Zeitpunkt ihrer Entstehung gesichert. Dabei kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Der Einsatz solcher derivativen Finanzinstrumente dient ausschließlich der Sicherung und wird nicht zur Spekulation eingesetzt. Zum Stichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.
Rechtliche Risiken
Die Gesellschaft ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht sowie das Steuerrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden.
Die Gesellschaft identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ wie qualitativ die potenziellen rechtlichen wie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 sieht sich die Gesellschaft keinen wesentlichen Rechtstreitigkeiten ausgesetzt.
Steuerliche Risiken
Risiken ergeben sich für die Gesellschaft dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet wurden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht die Gesellschaft laufend steuerliche Risiken, die sich bspw. aus der Steuergesetzgebung, geänderter Verwaltungsauffassungen oder Steuerrechtsprechung ergeben können. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen Außenprüfungen bestehen aus Sicht der Gesellschaft keine wesentlichen steuerlichen Risiken für die noch ungeprüften Veranlagungszeiträume.
Strategische Risiken
Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung für die Bereiche Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.
Verzögerungen bei der Entwicklungen innovativer NGN Voice-Produkte könnten dazu führen, dass ecotel seine Ertragsziele für Neuprodukte in 2015 und 2016 nur zeitlich verzögert erreicht (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
ecotel bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über wenige Vorlieferanten. Der momentane Einkaufsvertrag (Resellervertrag) eines wesentlichen Lieferanten hat auf Grund des anstehenden Technologiewandels von ISDN zu all-IP basierten Sprachdiensten für Neubestellungen nur noch eine Laufzeit bis Ende 2015. Derzeit ist ecotel in Gesprächen für eine weitere Vertragsverlängerung und geht davon aus, dass es eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Vorlieferanten auch im Bereich der neuen all-IP Dienste geben wird. Unabhängig davon plant ecotel ab der zweiten Jahreshälfte 2015 auf Basis einer eigenen TNB-Strategie auch eigene all-IP Sprachdienste anzubieten. (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 1)
Risiken des Marktumfelds
Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.
Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Die Telekom Deutschland weist schon jetzt in allen Geschäftskundenbereichen einen Marktanteil von deutlich über 50 % auf. Zudem sind durch die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone sowie die Fusionierung von O2/E-Plus zwei weitere starke Player auf dem Markt entstanden. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt. (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Es gibt Tendenzen, dass die neue Bundesregierung den Forderungen der Deutschen Telekom nach einem Abbau der Marktaufsicht bzw. der Regulierung nachgeben könnte. Dies könnte dazu führen, dass die Deutsche Telekom den alternativen Telekommunikationsanbietern den Zugang zu ihrem Netz erschwert und der Wettbewerb in vielen Segmenten verringert wird. Preise für Breitbandanschlüsse könnten sich zukünftig daher stark erhöhen und negative Auswirkungen auf die Ertragslage der ecotel haben (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Gesamtrisiko kalkulierbar
Zusammenfassend ist die Gesellschaft davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der ecotel Gruppe konkret gefährden und dass ecotel auch 2015 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.
Neue Produkte in den Bereichen Voice over IP und Hosted PBX
Zwei wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind der Ersatz von ISDN-Technologie durch Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex). Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. Große Telekommunikationsanbieter haben kommuniziert, in den nächsten Jahren (2017/2018) die ISDN-Technologie durch VoIP-Technologie zu ersetzen. Für viele Geschäftskunden bedeutet das auch notwendige Investitionen in bestehende Telefon-/Kommunikationsanlagen. ecotel hat hierfür neue innovative Produkte eingeführt, die diese Investitionen vermeiden können. Hierbei handelt es sich zum Einen um SIP-Anschlüsse für Geschäftskunden zur Anbindung von klassischen ISDN- (ecotel ethernetVoice Option) sowie IP-fähigen Telefonanlagen (ecotel SIP Trunk) und zum Anderen um eine neue Vertriebskooperation mit Unify und deren Vermarktungspartnern zur Vermarktung von kundeneigenen Telefonanlagen (OpenScape Business) auf einem virtualisierten Server im ecotel Rechenzentrum (ecotel PBX Hosting) inkl. Anbindung des Kundenstandortes und ecotel SIP Trunk Lösung als "Private Cloud Lösung - Made in Germany".
Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im Datenbereich
In 2014 stellten die Datenumsätze inkl. Hosting mit 18,6 Mio. EUR bereits mehr als 40 % der Geschäftskundenumsätze dar. Diese Quote könnte stärker wachsen als in der momentanen Planung berücksichtigt, unter anderem durch Erweiterung der bestehenden Ethernet- und SHDSL-Produktpalette um neue Funktionalitäten und Kombination mit neuen VoIP-Sprachprodukten (siehe oben).
Replikation des Allianz Projektauftrags zur sicheren Unternehmensvernetzung auch bei anderen Großkunden
Die erfolgreiche Umsetzung des Allianzprojektes mit der Connectivity-Lösung zur sicheren Unternehmensvernetzung verschafft ecotel beste Möglichkeiten, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen umzusetzen. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie Sicherheitsservices, wie z.B. Web Proxy oder Intrusion Prevention / Intrusion Detection Services.
Aufsetzen strategischer Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT
Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, das heißt die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste - beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN Lösungen und Housing/Colocation Services im geo-redundanten ecotel Rechenzentrum. Hier unterhält ecotel eine strategische Kooperation mit Fujitsu, um das Thema "Cloud" näher an den Mittelstand heranzuführen.
Anders als viele multinationale Cloudanbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil.
Einmalerträge aus Klageverfahren
ecotel führt zum Abschlussstichtag eine aktive juristische Auseinandersetzung. Es wird auf die Erläuterungen im Abschnitt III. Nachtragsbericht verwiesen.
Konsolidierung bei nacamar
Den Verlust eines großen Kunden für die Auslieferung von Inhalten im Web für Streaming und http-Caching hat die nacamar nicht kurzfristig kompensieren können. Durch eine strategische Neuausrichtung, interne Umstrukturierungen und durch die Gewinnung neuer Kunden hat die nacamar eine Konsolidierung erreicht.
V. HINWEIS ZUM PROGNOSEBERICHT
Hinweise zu Prognosen
Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der ecotel liegen.
Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der ecotel wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden.
Die ecotel kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die ecotel lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.
VI. PROGNOSEBERICHT
Prognose 2015
Unter Berücksichtigung der in diesen Lagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der gegenwärtigen und erwarteten Marktsituation und unter Bewertung der Risiken- und Chancensituation der ecotel ag, erwartet der Vorstand folgende Prognose:
Für 2015 erwartet der Vorstand einen Umsatz der Gesellschaft von 75 - 80 Mio. EUR. Für den Kernbereich der Gesellschaft, den Geschäftskundenlösungen (B2B) erwartet der Vorstand einen Umsatz von 42 - 45 Mio. EUR bei einer stabilen Rohertragsmarge in diesem Bereich. Für den margenschwachen Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen ist eine Umsatzplanung nur eingeschränkt möglich, da dieses Geschäft erfahrungsgemäß großen Schwankungen unterliegt. Die Gesellschaft prognostiziert hier einen Umsatz von 30 - 45 Mio. EUR.
Insgesamt geht der Vorstand davon aus, dass die Gesellschaft ein EBITDA in einem Korridor von 5,0 bis 6,0 Mio. EUR erzielen wird.
Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken - wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhe - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. Auf die Erläuterungen zu den "Hinweisen zu Prognosen" weisen wir hin.
Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance Bericht
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate Governance Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6000&companyName=ecotel&language=German) dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 23. März 2015
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Johannes Borgmann
Achim Theis
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Düsseldorf, den 23. März 2015
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Johannes Borgmann
Achim Theis
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ecotel communication ag, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfüng eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprülüng gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 23. März 2015
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Schlereth, Wirtschaftsprüfer
gez. Lammers, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.
Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen, und zwar am 30. Januar 2014, 24. März 2014, 20. Mai 2014, 25. Juli 2014 sowie am 20. November 2014. Darüber hinaus haben vier telefonische Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Zudem gab es eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren sowie eine Beschlussfassung im Rahmen einer Telefonkonferenz. In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt.
Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen in 2014 ausführlich über den Verlauf des B2B-Geschäfts, über Projekte von strategischer Bedeutung sowie über laufende Rechtsstreitigkeiten berichten lassen. Das Projektmanagement eines Großauftrages war Tagesordnungspunkt jeder Aufsichtsratssitzung. Dabei wurde auch die Planung weiterer Projekte gegen die aktuellen kundenseitigen Entwicklungen erörtert und nächste Schritte und Maßnahmen diskutiert.
Zustimmungspflichtige Projekte wurden stets zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ausführlich erörtert. Zudem stimmte er einem Vorschlag des Vorstands zu, in einem für die Gesellschaft maßgeblichen Rechtsstreit Vergleichsgespräche zu führen.
Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligungen SynergyPLUS GmbH und mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über die strategische Entwicklung dieser Gesellschaften.
Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat war auch der Wechsel von zwei Geschäftsführern der Tochtergesellschaft nacamar GmbH. Zudem wurde die Erstellung eines Restrukturierungskonzeptes für diese Gesellschaft beauftragt. Weiterhin prüfte der Aufsichtsrat verschiedene vom Vorstand vorgeschlagene Kapital- und Strukturmaßnahmen bei Tochtergesellschaften und fasste hierzu die notwendigen Beschlüsse. Zudem stimmte der Aufsichtsrat der Verschmelzung der Tochtergesellschaft ecotel private GmbH auf die ecotel communication ag zu.
Strategische Lieferantenverträge waren regelmäßig Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzungen, wobei jeweils Optionen und Alternativen erörtert wurden. Die Gesellschaft konnte auf diesen Feldern jeweils zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.
Weitere wesentliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrafen u. a. die Einziehung von eigenen Stückaktien und die entsprechende Satzungsänderung sowie eine Erhöhung der Betriebsmittellinie.
Wie schon in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr überdies Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands diskutiert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist.
In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2014 standen die Prüfung sowie die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 24. März 2014 verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind (Näheres dazu unten).
Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat
Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf die Herren Johannes Borgmann, Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard.
Jahres- und Konzernabschluss
Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 25. Juli 2014 gewählte Abschlussprüfer der ecotel, die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.
Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 24. März 2015 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2014 festgestellt.
Corporate Governance
Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 20. November 2014 die im Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2014 am 30. Januar 2014 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr hat Herr Johannes Borgmann sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juli 2014 Frau Dr. Barbara Bludau für die verbleibende Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedes in den Aufsichtsrat gewählt.
Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr ist Herr Bernhard Seidl zum 31. August 2014 als Vorstand ausgeschieden. Herr Johannes Borgmann ist durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 30. Dezember 2013 mit Wirkung zum 1. Mai 2014 für eine Dauer von drei Jahren zum Vorstandsmitglied berufen worden. Er vertritt die Ressorts Finance, Operations und HR.
Darüber hinaus wurde Herr Peter Zils mit Wirkung zum 1. März 2015 für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden des Vorstands der ecotel bestellt. Entsprechend endet sein Anstellungsvertrag nunmehr zum 28. Februar 2018. Herr Zils verantwortet die Ressorts Strategie/Geschäftsentwicklung, Technology, Wholesale, Beteiligungen und Investor Relations. Zugleich wurde das Vorstandsmitglied Achim Theis, verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung, für den Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2017 neu bestellt; sein Anstellungsvertrag wurde für denselben Zeitraum geschlossen.
Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2013 auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzt sich unverändert aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen.
Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Der Nominierungs- und Personalausschuss setzte sich bis zum Ausscheiden von Herrn Borgmann als Aufsichtsratsmitglied zum 30. April 2014 unverändert aus Herrn Dr. Bensel (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Thorsten Reinhard und Johannes Borgmann zusammen. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2014 dreimal getagt. Mit Wirkung zum 20. November 2014 wurde Frau Dr. Barbara Bludau durch den Aufsichtsrat als weiteres Mitglied des Nominierungs- und Personalausschusses gewählt, der sich ab diesem Datum wieder aus drei Mitgliedern zusammensetzte.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2014 geleistete Arbeit.
Düsseldorf, den 24. März 2015
Für den Aufsichtsrat
Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats