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ecotel communication ag Audit Report / Information 2006

Apr 30, 2007

131_10-k_2007-04-30_e38e6ec4-98eb-4ada-b0f5-fd3c394b8d0e.pdf

Audit Report / Information

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Bericht über die Prüfung

des Jahresabschlusses

und

des Lageberichtes

zum

  1. Dezember 2006

der

ecotel communication ag Düsseldorf

$-2-$

Inhaltsverzeichnis

Seite

А. Prüfungsauftrag
Β. Grundsätzliche Feststellungen
Lage des Unternehmens
Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter
C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung
Ι. Gegenstand der Prüfung
П. Art und Umfang der Prüfung
D. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung
I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung
1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen
2. Jahresabschluss
3. Lagebericht
Π. Gesamtaussage des Jahresabschlusses
1. Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses
2. Wesentliche Bewertungsgrundlagen
3. Aufgliederungen und Erläuterungen der Posten des Jahresabschlusses9
4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
a) Darstellung der Vermögenslage
b) Darstellung der Finanzlage
c) Darstellung der Ertragslage nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten 13
5. Eigenkapitalveränderungsrechnung
Ε. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
F. Schlussbemerkung
G. Anlagen zum Prüfungsbericht
Anlage 1 Bilanz zum 31. Dezember 2006
Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006
Anlage 3 Anhang für das Geschäftsjahr 2006
Anlage 4 Lagebericht
Anlage 5 Rechtliche Verhältnisse
  • Aufgliederung und Erläuterung der einzelnen Posten des Jahresabschlusses Anlage 6
  • Definition finanzanalytischer Kennzahlen Anlage 7
  • Anlage 8 Bestätigungsvermerk
  • Allgemeine Auftragsbedingungen Anlage 9

A. Prüfungsauftrag

Der Aufsichtsrat der

ecotel communication ag,

Düsseldorf

  • im Folgenden kurz "Gesellschaft" oder "ecotel" genannt -

erteilte mir den Auftrag, den Jahresabschluss zum 31.12. 2006 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006 unter Einbeziehung der Buchführung gem. §§ 316 ff. HGB zu prüfen und über das Ergebnis Bericht zu erstatten, nachdem ich in der Hauptversammlung vom 6. März 2006 zum Abschlussprüfer gewählt wurde.

Die Buchführung sowie die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Bei meiner Berichterstattung werden die vom Institut der Wirtschaftprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450) sowie die Grundsätze für die ordnungsmäßige Erteilung von Bestätigungsvermerken bei Abschlussprüfungen (IDW PS 400) beachtet.

Für die Durchführung des Auftrages und meine Verantwortlichkeit sind – auch im Verhältnis zu Dritten – die als Anlage 9 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2002 maßgebend.

Über das Ergebnis meiner Prüfung erstatte ich den nachfolgenden Bericht, dem als Anlage 1 (Bilanz), Anlage 2 (Gewinn- und Verlustrechnung) und Anlage 3 (Anhang) der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 und als Anlage 4 der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006 beigefügt sind.

Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses enthält die Anlage 6 zu diesem Bericht.

Grundsätzliche Feststellungen B.

Lage des Unternehmens

Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Im Rahmen meiner Stellungnahme als Abschlussprüfer habe ich auch die Lagedarstellung durch die gesetzlichen Vertreter zu beurteilen. Als Grundlage für diese Beurteilung dienen mir die Erkenntnisse über die Lage des Unternehmens, die ich im Rahmen meiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes gewonnen habe, sowie die umfangreichen Planrechnungen der Gesellschaft.

Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr ist positiv verlaufen. Gegenüber 2005 wurde der Umsatz um 77,2% gesteigert (von TEUR 34.659 auf TEUR 61.412). Diese Steigerung des Umsatzes ist insbesondere aufgrund der Ausdehnung des Wholesalegeschäfts sowie der Verschmelzung mit der DSLCOMP Communications GmbH, Düsseldorf, entstanden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte von TEUR 2.183 auf TEUR 4.617 verbessert werden. Bedingt durch ein mit TEUR 9.374 negatives betriebsfremdes Ergebnis, dass sich aus den Aufwendungen für den im Frühjahr 2006 getätigten Börsengang, den folgenden Akquisitionskosten im Rahmen von Unternehmenskäufen sowie einem Verschmelzungsverlust ergibt, einem Beteiligungsertrag von TEUR 122, einem Zinsergebnis von TEUR 145 und Steuern vom Einkommen und Ertrag von TEUR 1.169 wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR 5.925 ausgewiesen. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss TEUR 1.035.

Für das kommende Geschäftsjahr wird wiederum eine Umsatz- und Ergebnissteigerung erwartet.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ist geordnet. Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Vorstand im Jahresabschluss und Lagebericht insgesamt eine zutreffende Darstellung von der Lage der Gesellschaft und der Risiken der zukünftigen Entwicklung vornimmt. Die zugrunde gelegten Annahmen erscheinen plausibel. Zu den wirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen der Gesellschaft verweise ich im Übrigen auf die Anlagen 5 und 6.

Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung $\mathbf{C}$ .

I. Gegenstand der Prüfung

Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung der Gesellschaft und den Lagebericht für das am 31.12. 2006 endende Geschäftsjahr geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft.

Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung, ein Urteil über den Jahresabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss ergeben.

Π. Art und Umfang der Prüfung

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 316 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Durchführung von Abschlussprüfungen vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Buchführung und der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung frei von wesentlichen Mängeln sind.

Die Prüfung umfasste die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze, der Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sowie der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter und die Würdigung der Gesamtdarstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, die überwiegend auf Basis von Stichproben erfolgte.

Den Versicherungsschutz der Gesellschaft habe ich nicht geprüft.

Sonderaufgaben waren mit der Durchführung des Auftrages nicht verbunden.

Die Prüfung wurde im Dezember 2006 im Rahmen einer Vorprüfung sowie in der Zeit vom Januar 2007 bis März 2007 mit Unterbrechungen in den Geschäftsräumen der Gesellschaft in Düsseldorf und in meinen Räumen durchgeführt.

Im Rahmen meiner mehrjährigen Prüfungsplanung wurde durch mich insbesondere das Anlagevermögen geprüft. Im Vorjahr wurde eine IT-Systemprüfung unter Heranziehung der Checkliste des IDW PS 330 (Prüfungsstandard des IDW) durchgeführt, die zu keinen wesentlichen Beanstandungen führte.

Als Prüfungsunterlagen standen mir die Bücher und Schriften der Gesellschaft zur Verfügung. Alle erbetenen Auskünfte und Nachweise wurden mir von den hierzu ermächtigten Personen bereitwillig erteilt.

Die berufsübliche Vollständigkeitserklärung sowie den vom Vorstand unterzeichneten Jahresabschluss auf den 31.12.2006 und den Lagebericht habe ich zu meinen Prüfungsakten genommen.

Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung D.

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen 1.

Ausgehend von der Bilanz der Gesellschaft zum 31.12.2005, wie sie vom Aufsichtsrat am 6. März 2006 gebilligt wurde, wurden die anfallenden Geschäftsvorfälle von der Gesellschaft mit Hilfe elektronischer Datenverarbeitung erfasst und über die Programme MegaPLUS/K und MegaPLUS/AN der Mega Software GmbH, Dortmund, ausgewertet. Die Bestätigung der Ordnungsmäßigkeit der Finanzbuchhaltungssoftware MEGA/F 6.2i erfolgte mit Datum vom 29. März 2001 durch die Westfalen-Revision GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Dortmund. Es wird bescheinigt, dass die Software bei sachgerechter Anwendung eine den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechende Rechnungslegung ermöglicht. Hinsichtlich der Datenaufbereitung für die Finanzbuchführung wird die Datenbank MISALEA eingesetzt.

Die Organisation der Buchhaltung, das interne Kontrollsystems und der Datenfluss ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle. Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsgemäß geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt.

Die im Rahmen der Vorjahresprüfung durchgeführte IT-Systemprüfung führte zu den folgenden Feststellungen:

  • Die Ordnungsmäßigkeit des IT Systems wird für gegeben gehalten, da insbesondere der Grund- $\overline{a}$ satz der Integrität erfüllt wird.
  • Die Sicherheit des IT-Systems im Hinblick auf die Vertraulichkeit und die Autorisierung von Da- $\overline{a}$ ten wird ebenfalls für gegeben gehalten. In Bezug auf die Verfügbarkeit der IT- Systems ist dies aufgrund des fehlenden Notfallplans nur eingeschränkt gegeben.

Im Berichtsjahr ergaben sich keine wesentlichen Änderungen. In Arbeit befindet sich ein Sicherheitskonzept für die Notfallplanung. Mit der Fertigstellung der schriftlichen Dokumentation wird in 2007 gerechnet.

Die Bestandsnachweise sind im Einzelnen wie folgt erbracht worden:

Für die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlage- und das Finanzanlagevermögen wird eine Anlagenbuchführung geführt, die den Vorschriften der Einkommensteuerrichtlinie R 5.4 EStR entspricht.

Der Kassenbestand ist durch ein Kassenbuch nachgewiesen; die Guthaben bei Kreditinstituten sind durch Kontoauszüge belegt und von den Kreditinstituten gleichlautend bestätigt worden.

Die aus den Personenkonten abgeleiteten Saldenlisten für Debitoren und Kreditoren stimmen in ihrer Summe mit den Sachkonten überein.

Weitere Einzelheiten zu den Bestandsnachweisen sind in der Anlage 6 aufgeführt.

Die Buchführung und die weiteren von mir geprüften Unterlagen entsprechen nach meinen Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften.

$\overline{2}$ . Jahresabschluss

Der mir zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss auf den 31.12. 2006 ist ordnungsgemäß aus den Büchern und den sonst erforderlichen Aufzeichnungen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte sind ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss übernommen worden. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Die Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften sowie der Stetigkeitsgrundsatz nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB sind beachtet worden. Der Anhang enthält alle vorgeschriebenen Angaben. Die ergänzenden Vorschriften aus der Satzung sind beachtet worden.

3. Lagebericht

Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Er steht im Einklang mit dem Jahresabschluss sowie den von mir bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen. Er vermittelt insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der Gesellschaft.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Feststellungen zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1.

Nach meiner Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

$2.$ Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Zu den allgemeinen und den Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten übergeordneten Bewertungsgrundsätzen wird auf die Anlage 3 verwiesen.

3. Aufgliederungen und Erläuterungen der Posten des Jahresabschlusses

Zur Aufgliederung und Erläuterung der Posten des Jahresabschlusses wird auf Anlage 6 verwiesen.

Darstellung der Vermögenslage
୍କ
Bilanzvergleich Bewegungsbilanz
langfristiger Bereich
kurzfristiger Bereich $^{\rm 1)}$
31.12.2006 31.12.2005 Mittelherkunft Mittelverwendung Mittelherkunft Mittelverwendung
$T - E \cup R$ $\%$ T-EUR $\%$ T-EUR T-EUR T-EUR T-EUR
AKTIVA
langfristig
immaterielle Vermögensgegenstände 338,0 302,9 5)
203,1
238,1 0,0
$\widehat{\kappa}$
0,0
Sachanlagen 1.546,9 1,7 1.075,0 $3,6$
12,7
$\widehat{\mathbf{z}}$
671,7
1.143,7 0,0
$\widehat{\kappa}$
0,0
Finanzanlagen 2.052,1 10,2 700,0 8,2 0,0 1.352,1 0,0
$\widehat{\pi}$
0,0
$-2.937,0$ 9.6 $-2.077,9$ 24,5 874,8 2.733.9 $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$
kurzfristig 1)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.437,0 32,0 4.212,7 49,6 0, 0 0, 0 0, 0 2.224,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 143,2 173,1 0,0 0,0 29,9 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 631,9 $0,7$ , $1$ 572,4 $\begin{array}{c} 2,0 \ 6,7 \end{array}$ 0,0 0,0 0,0 59,5
flüssige Mittel 8.943,3 44,4 1.424,7 16,8 0,0 0,0 0,0 7.518,6
Aktive Rechnungsabgrenzung 41,1 0,2 37,6 0,4 0,0 0,0 0,0 3,5
$-16.196,5$ 80.4 $-6.420,5$ 75.5 $\frac{1}{2}$ $^{0.0}_{-1}$ $29.9 -$ 9.805.9
33,5
20.1
100,0 8.498,4 100,0 874,8 2.733,9 29,9 9.805,9
PASSIVA
langfristig
gezeichnetes Kapital 3.500,0 2.565,0 30,2 935,0 0,0 0,0 0,0
Kapitalrücklage 14.960,0 $\frac{17,3}{74,3}$ $0,0$ $0,0$ 14.960,0 0, 0 0, 0 0,0
Gewinnrücklage 113,9 $0,6$ $5,7$ 0,1 108,2 0,0 0,0 0,0
Bilanzverlust (im Vorjahr Bilanzgewinn) $-5.925,4$ $-29,4$ 108,2 0,0 6.033.6 0,0 0.0
$-12.648.5$ 62,8 $-2.678,9$ 31,6 16.003,2 6.0336 $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{2}$
kurzfristig 1)
Steuerrückstellungen 0, 0 0,0 0,0 234,0 0,0
sonstige Rückstellungen 234,0
266,0
$1, 3, 9, 5, 6, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7, 7,$ $87,!8$ $\begin{array}{c} 0,0 \ 1,0 \end{array}$ 0,0 0,0 178,2 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.617,2 5.341,1 $62, 8$ 0,0 0,0 1.276,1 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 231,2 $\Gamma$ 200,0 2,4 0,0 0,0 31,2 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 136,6 0.7 190,6 2,2 0.0 0,0 0.0 54,0
7.485.0 $-37.2$ $-5.819.5$ $-68,4$ $rac{1}{20}$ $-0.0$ 1.719,5 54,0
kurzfristig - innerhalb eines Jahres fällig
$\Rightarrow$
20.133,5 100,0 8.498,4 100,0 16.003,2 1.719,5 54,0
Abgänge und Abschreibungen
2)
Gesamt 16.878,0 $-\frac{6.033,6}{8.767,5}$ $-1.749.4$ $ -$
Zugänge incl. der Zugänge i. R. der Verschmelzung
$\widehat{\pi}$
Saldo der Bewegungsbilanz 8.110,5 8.110,5

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

$\vec{r}$

$\widehat{a}$

$-10-$

$-11-$

Darstellung der Finanzlage $\mathbf{b}$

1. Kapitalflußrechnung zum 31. Dezember 2006 2006
TEUR
2005
TEUR
Periodenergebnis 3.448,1 1.035,1
+ Abschreibungen des Anlagevermögens 728,3 351,6
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens $-22,7$ $_{0,0}$
- Zunahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen $-2.224,3$ $-1.013,4$
+/- Abnahme/Zunahme Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29,9 $-98,4$
- Zunahme sonstige Vermögensgegenstände $-59,5$ $-286,7$
- Zunahme aktive Rechnungsabgrenzung $-3,5$ $-27,1$
+/- Zunahme/Abnahme Steuerrückstellungen 234,0 $-73,2$
+ Zunahme sonstige Rückstellungen 178,2 51,6
+ Zunahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.276,1 1.261,5
+ Zunahme Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 31,2 200,0
- Abnahme sonstige Verbindlichkeiten $-54,0$ $-44,7$
A. = Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.561,8 1.356,3
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 169,2 0,0
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände $-238,1$ $-316,3$
Investitionen in das Sachanlagevermögen $-1.143,7$ $-874,3$
Investitionen in das Finanzanlagevermögen (incl. DSL COMP GmbH) $-9.410,2$ $-200,0$
$B. = Cash Flow aus der Investigationstätigkeit$ $-10.622,8$ $-1.390,6$
+ Einzahlung aus Kapitalerhöhung 935,0 0,0
- Auszahlungen im Zusammenhang mit der Aktienplatzierung $-1.315,4$ 0,0
+ Einzahlung aus Agio 14.960,0 0,0
C. = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 14.579,6 0,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (A+B+C) 7.518,6 $-34,3$
Zahlungsmittelbestand am 31. Dezember Vorjahr 1.424,7 1.459,0
Zahlungsmittelbestand am 31. Dezember laufendes Jahr 8.943,3 1.424,7
Flüssige Mittel zum 31. Dezember 8.943,3 1.424,7
Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestandes 8.943,3 1.424,7

$-12-$

2. Kennzahlen

2006 2005
Liquidität
1. Grad Flüssige Mittel
krfr. FK
119,5% 24,5%
2. Grad Umlaufvermögen
krfr. FK
215,8% 109,7%
Vermögens- und Kapitalstruktur
Investitionsquote Nettosachinvestitionen
Immat. Vermögensgegenstände +
Sachanlagevermögen
94,4% 220,9%
Eigenkapitalquote Eigenkapital
Gesamtkapital
62,8% 31,5%
Fremdkapitalquote Fremdkapital
Gesamtkapital
37,2% 68,5%
Verschuldungsgrad Fremdkapital
Eigenkapital
0,59 2,17

Zur Definition der Kennzahlen vergleiche Anlage 7.

2006
TEUR
$\frac{0}{0}$ 2005
TEUR
$\frac{0}{0}$ Veränderung
TEUR
Umsatzerlöse 61.411,5 100,0 34.658,6 100,0 26.752,9
sonstige laufende betriebliche Erträge 265,4 0,4 162,4 0,5 103,0
Betriebsleistung 61.676,9 100,4 34.821,0 100,5 26.855,9
Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.971,0 71,6 23.147,0 66,8 20.824,0
Löhne und Gehälter 4.192,8 6,8 3.408,6 9,8 784,2
soziale Abgaben und Auf-
wendungen für Altersver-
sorgung und Unterstützung 650,3 1,1 484,9 1,4 165,4
planmäßige Abschreibungen auf immaterielle 728,3 1,2 351,6 1,0 376,7
Vermögensgegenstände und Sachanlagen
sonstige lfd. betriebliche Aufwendungen
- Raumkosten 667,0 1,1 467,7 1,3 199,3
- Versicherungen, Beiträge und Abgaben 46,6 0,1 26,3 0,1 20,3
- Reparaturen und Instandhaltungen 14,1 0,0 10,5 $_{0,0}$ 3,6
- Fahrzeugkosten 145,9 0,2 101,7 0,3 44,2
- Werbe- und Reisekosten 530,1 0,9 373,7 1,1 156,4
- Vertriebsprovisionen/Fremdarbeiten 4.312,7 7,0 3.030,0 8,7 1.282,7
- verschiedene betriebliche Kosten 1.919,2 3,1 1.090,3 3,2 828,9
- Verluste aus der Wertminderung 148,8 0,2 131,6 0,4 17,2
oder aus dem Abgang von Ge-
genständen des Umlaufvermögens
und Einstellung in die Pauschal-
wertberichtigung zu Forderungen
- KfZ Steuern 0,0 $_{0,0}$ 1,2 0,0 $-1,2$
Aufwendungen für die Betriebsleistung 57.326,8 93,3 32.625,1 94,1 24.701,7
Betriebsergebnis 4.350,1 7,1 2.195,9 6,4 2.154,2
Beteiligungserträge 121,7 0,2 0,0 $_{0,0}$ 121,7
Beteiligungsergebnis 121,7 0,2 0,0 0,0 121,7
sonstige Zinsen u. ä. Erträge 180,9 0,3 15,6 $_{0,0}$ 165,3
Zinsen u. ä. Aufwendungen 35,5 0,1 28,6 0,1 6,9
158,4
Zinsergebnis 145,4 0,2 $-13,0$ $-0,1$
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 4.617,2 7,5 2.182,9 6,3 2.434,3
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem
Börsengang 1.315,4 2,1 544,4 1,6 771,0
Verschmelzungsverlust 7.780,9 12,7 $_{0,0}$ 0,0 7.780,9
Akquisitionskosten 277,3 0,5 $_{0,0}$ 0,0 277,3
betriebsfremdes Ergebnis $-9.373,6$ $-15,3$ $-544,4$ $-1,6$ $-8.829,2$
Ergebnis vor Steuern $-4.756,4$ $-7,7$ 1.638,5 4,7 $-6.394,9$
Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.169,0 1,9 603,4 1,7 565,6
Jahresfehlbetrag (im Vj. -überschuss) $-5.925,4$ $-9,6$ 1.035,1 3,0 $-6.960,5$

Darstellung der Ertragslage nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten $\bf c)$

$-14-$

Eigenkapitalveränderungsrechnung 5.

gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinn-
rücklage
Bilanzgewinn/
-verlust
Eigenkapital
gesamt
Anzahl
gezeichneter
Aktien
EUR EUR EUR EUR EUR Stück
Bilanz zum
1. Januar 2004
2.565.000,00 0,00 $-1.215.853,46$ 1.349.146,54 2.565.000
Jahresüberschuss 294.671,17
Bilanz zum
31. Dezember 2004
2.565.000,00 0,00 $-921.182,29$ 1.643.817,71 2.565.000
Bilanz zum
1. Januar 2005
2.565.000,00 0,00 $-921.182,29$ 1.643.817,71 2.565.000
Jahresüberschuss 1.035.125,02
Einstellung in
die gesetzliche
Rücklage
5.697,14 $-5.697,14$
Bilanz zum
31. Dezember 2005
2.565.000,00 5.697,14 108.245,59 2.678.942,73 2.565.000
Bilanz zum
1. Januar 2006
2.565.000,00 5.697,14 108.245,59 2.678.942,73 2.565.000
Einstellung in andere
Gewinnrücklagen 108.245,59 $-108.245,59$
Kapitalerhöhung 935.000,00 14.960.000,00 935.000
Jahresfehlbetrag $-5.925.450,84$
Bilanz zum
31. Dezember 2006
3.500.000,00 14.960.000,00 113.942,73 $-5.925.450,84$ 12.648.491,89 3.500.000

$-15-$

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks E.

Nach dem Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem als Anlage 1 bis 3 beigefügten Jahresabschluss und dem als Anlage 4 beigefügten Lagebericht der ecotel communication ag, Düsseldorf, zum 31. Dezember 2006 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Ich habe den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ecotel communication ag für das Geschäftsjahr vom 01.01.2006 bis zum 31.12.2006 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung) liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmä-Biger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften, den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar".

Schlussbemerkung F.

Den vorstehenden Bericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfung (Prüfungsstandard 450 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V.).

Zu dem von mir mit Datum vom 29. März 2007 erteilten Bestätigungsvermerk verweise ich auf Abschnitt E "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks".

Essen, den 29. März 2007

$\omega$ e $\wedge$

Bernhard Weßendorf Wirtschaftsprüfer

ecotel communication ag
Düsseldorf
Bilanz zum 31. Dezember 2006

Anlage 1

ecotel communication ag Düsseldorf Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006

2006 2005
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 61.411.549,93 34.658.639,29
2. sonstige betriebliche Erträge 265.411,79 162.456,56
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.970.959,71 23.146.998,21
4. Personalaufwand
Löhne und Gehälter
a)
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor-
b)
gung und Unterstützung
- davon für Altersversorgung EUR 23.717,44
4.192.797,74 3.408.585,68
(Vorjahr EUR 24.786,71) 650.259,36 4.843.057,10 484.938,81
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen
728.293,62 351.602,65
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.784.478,16 5.231.765,11
7. Erträge aus Beteiligungen
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 121.663,76
(Vorjahr EUR 0,00)
121.663,76 0,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 605,00
(Vorjahr EUR 0,00)
180.867,39 15.592,87
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon an verbundene Unternehmen
EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00) 35.532,96 28.607,17
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.617.171,32 2.184.191,09
11. außerordentliche Aufwendungen 9.373.559,48 544.438,78
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.169.040,68 603.431,29
13. sonstige Steuern 22,00 1.196,00
14. Jahresfehlbetrag (im Vorjahr Jahresüberschuss) 5.925.450,84 1.035.125,02
14. Gewinnvortrag (im Vorjahr Verlustvortrag)
15. Einstellung in Gewinnrücklagen
0,00 921.182,29
- gesetzliche Rücklage 0,00 5.697,14
16. Bilanzverlust (im Vorjahr Bilanzgewinn) 5.925.450,84 108.245,59

ecotel communication ag, Düsseldorf Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist für 2006 als "mittelgroße" Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB zu beurteilen.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die immateriellen Vermögensgegenstände (Nutzungsdauer 3 - 5 Jahre) und Sachanlagen (Nutzungsdauer 3 - 7 Jahre) sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, ausgewiesen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. Erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigung Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die Nettoforderungen ausreichend berücksichtigt.

Forderungen in Fremdwährung sind mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Verluste und Erträge aus Kursänderungen sind erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Rückstellungen sind für die bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem zum Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs bilanziert. Verluste und Erträge aus Kursänderungen sind erfolgswirksam berücksichtigt.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Finanzierungsvorgänge in Form von Zins-Swaps eingesetzt.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 23,6) und um sonstige Forderungen aus Darlehen und Verwaltungspauschalen (TEUR 119,6). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Darlehen und Vorschüsse an Vertriebspartner (TEUR 127,8), Steuerforderungen (TEUR 29.0), Vorsteuer im Folgejahr abzugsfähig (TEUR 276.0), Lieferanten- und Mietkautionen (TEUR 95.3) sowie Sicherheitsleistungen (TEUR 50.0).

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 3.500. Die Hauptversammlung vom 06.03.2006 hat die Erhöhung der Grundkapitals durch die Ausgabe neuer Aktien von 2.565.000,00 auf 3.500.000,00 beschlossen. Es ist eingeteilt in 3.500.000 nennwertlose Aktien als Stückaktien. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurde das Agio von TEUR 14.960 bei der Ausgabe der neuen Aktien in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die gesetzliche Rücklage ist unverändert.

In die andere Gewinnrücklagen wurde gemäß Beschluß der Hauptversammlung vom 06.03.2006 der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 108,2 eingestellt.

Die Rückstellungen sind für Steuern vom Einkommen und Ertrag (TEUR 234), offene Urlaubsansprüche (TEUR 69,2), Berufsgenossenschaftsverpflichtungen (TEUR 19,3), fehlende Eingangsrechnungen (TEUR $105,0$ ), Schwerbehindertenausgleichsabgabe (TEUR $10.1$ ). Bonuszahlungen Personal (TEUR 25,0), Aufsichtsratvergütung (TEUR 13,8) und die Kosten der Abschlussprüfung (TEUR 23,5) gebildet.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 31,2) und um Verbindlichkeiten aus einer Nachschussverpflichtung an die RC Communications GmbH (TEUR 200).

Verbindlichkeiten beinhalten insbesondere Lohnsteuerverbindlichkeiten Die sonstigen (TEUR 87,5), Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt (TEUR 9,1) und kreditorische Debitoren (TEUR 34,5).

D. Genehmigtes Kapital

Auf Grundlage der Ermächtigung in § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um nominal bis zu 500.000 Euro durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen; der Vorstand ist jedoch ermächtigt, Spitzenbeträge von der Zuteilung des Bezugsrechts an die Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Gemäß § 4 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Dezember 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um nominal bis zu 750.000 Euro durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

E. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Unter den außerordentlichen Aufwendungen (TEUR 9.373,6) sind Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Börsengang der Gesellschaft entstanden sind (TEUR 1.315,4) und der im Rahmen der Verschmelzung mit der DSLComp GmbH entstandene Verlust (TEUR 7.780,9) sowie Aufwendungen von (TEUR 277,3) für Akquisitionen, die im Zusammenhang mit nach der Aktienplatzierung durchgeführten Neuausrichtung und Erweiterung des Geschäftsumfeldes stehen.

F. Aktienoptionsprogramm

In 2006 wurden 45.000 virtuelle Optionen an ein Mitglied des Vorstands vergeben. Diese virtuellen Optionen können nach Verabschiedung des Aktienopitionsprogramms durch die Hauptversammlung gegen reelle Aktienoptionen getauscht werden bzw. ein entsprechender Barausgleich gewährt werden. Der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft entspricht dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (13,45 Euro). Die Laufzeit des Optionsplans beträgt 5 Jahre. Die Aktienoptionen dürfen erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von 2 Jahre nach dem Zuteilungstag ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartezeit kann pro Jahr ein Drittel der Optionen gewandelt werden. Optionen können nach Ablauf der Wartzeit nur ausgeübt werden, wenn der Durchschnittskurs der Aktie im Vergleich zum Ausübungspreis um mindestens 5% pro Jahr gestiegen ist und sich um mindestens 2 Prozentpunkte besser entwickelt hat als der HDAX (fasst die Werte aller 110 Unternehmen aus den Auswahlindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammen).

G. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Verpflichtungen aus Mietverträgen entstehen im Jahr 2007 in Höhe von TEUR 576.5, im Jahr 2008 TEUR 481,5 und im Jahr 2009 in Höhe von TEUR 101.6. Die aus Leasingverträgen bestehenden Verpflichtungen betragen für das Jahr 2007 TEUR 9.5.

H. Organbezüge

Die Bezüge des Vorstandes belaufen sich auf insgesamt TEUR 580,3. Für die Vergütung an den Aufsichtsrat ist eine Rückstellung von insgesamt TEUR 13,8 gebildet.

I. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Personalstand ecotel 2006 Mrz Jun Sep Dez Durchschnitt
Anzahl Gesamt 102 105 119 116 111
davon Auszubildende 14 15 22 22 18
davon Vorstände 2 3 3
Anzahl Mitarbeiter 86 88 94 91 90
davon im Vertrieb 43 44 48 45 45
davon in der
Kundenbetreuung
26 27 29 28 28
davon in Operations 9 9 10 9
davon in der Verwaltung 8 8 7 9 8

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft ermittelt sich wie folgt:

J. Unternehmensbeteiligungen

Name / Sitz Anteile
in
$\%$
vorläufiges
Eigenkapital
2006
TEUR
vorläufiges
Ergebnis
2006
TEUR
Ergebnis
2005
TEUR
ecotel private ag, Düsseldorf 100 301,1 $-38,0$ $-47,4$
* RC Communications GmbH, Düsseldorf 100 83,0 $-158,8$ 19,2
** PhaseFive AG, Düsseldorf 100 148,5 $-74.4$ 65,0
/bin/done digital solutions GmbH, München 100 29,1 111,1 4,2
toBEmobile GmbH, Düsseldorf 51 266,7 $-258,3$

* In der Gesellschafterversammlung der RC Communications GmbH vom 18.12.2006 wurde eine unwiderrufliche Nachschussverpflichtung der Gesellschafter über TEUR 200 als Zuzahlung in das Eigenkapital gem. § 272 Abs. 2 Nr.4 HGB beschlossen. Der Betrag wurde am 02.03.2007 zur Zahlung angewiesen.

** Die Phase Five AG ist mit 99 % an der PhaseFive Software R&D Ltd. beteiligt, einem in der Ukraine angesiedelten IT Tochterunternehmen. Zum 31.12.2006 wird ein vorläufiges Eigenkapital von EUR 39,4 ausgewiesen, das vorläufige Ergebnis der Gesellschaft für 2006 beträgt EUR 0,4.

K. Organmitglieder

Mitglieder des Vorstandes

  • Peter Zils, Düsseldorf $\bullet$ Ingenieur, Vorsitzender
  • · Bernhard Seidl, München Ingenieur (seit September 2006)
  • Achim Theis, Düsseldorf Kaufmann

Die Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt.

Mitglieder des Aufsichtsrates

  • Tobias Schreyer, Gibraltar, Vorsitzender $\bullet$ Kaufmann (seit Januar 2006)
  • Johannes Borgmann, Düsseldorf, stellvertretender Vorsitzender, $\bullet$ Kaufmann
  • · Brigitte Holzer, Murnau Kauffrau (seit Januar 2006)
  • Enrico Karolczak, Recklinghausen $\bullet$ Kaufmann (seit Januar 2006)
  • Baldur Lücke, Gelsenkirchen $\bullet$ Kaufmann (seit Januar 2006)
  • Dr. Thorsten Reinhard, Berlin Rechtsanwalt (seit Januar 2006)

Düsseldorf, 28. März 2007

Jahresabschluss zum 31.12.2006
ecotel communication ag
Entwicklung des Anlagevermögens
Anschaffungs- oder
Herstellungskosten
oder
Herstellungskosten
Verschmelzung
Anschaffungs-
Zuschreibungen Herstellungskosten
Anschaffungs- oder
Abschreibungen
kumuliert zum
Restbuchwert
Stand am
Restbuchwert
Stand am
01.01. 01.01. Zugänge (Nachaktivierung) Abgänge Umbuchungen 31.12. 31.12. 01.01.06 31.12.06
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände
475.008,84 453,00
$\frac{46}{5}$
228.793,30 750.255,14 412.260,23 302.926,08 337.994,91
475.008.84 46.453,00 228.793,30 0,00 0,00 0,00 750.255,14 412.260.23 302.926,08 337.994.91
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen / Anlagen im Bau
Sachanlagen
1.929.386,01
0,00
.721,77
0.00
109.
1.008.270,30
64.335,24
260.025.27 2.787.352,81
64.335,24
1.304.729,36 1.074.983,31 1.482.623,45
64.335,24
1.929.386.01 721,77
109.
1.072.605.54 0.00 260.025.27 0.00 2.851.688.05 1.304.729.36 1.074.983.31 1.546.958.69
Anteile an verbundenen Unternehmen
Finanzanlagen
700.000,00 1.352.070,00 2.052.070,00 700.000,00 2.052.070,00
700.000,00 0,00 1.352.070,00 0,00 0,00 0,00 2.052.070,00 0,00 700.000,00 2.052.070,00
3.104.394,85 156.174,77 2.653.468,84 0.00 260.025,27 0.00 5.654.013,19 1.716.989,59 2.077.909,39 3.937.023,60
Abschreibungen
Stand
$\mathbf{I}$
Abschreibungen
Verschmelzung
$\vec{r}$
Zugänge (Nachaktivierung)
Zuschreibungen
Abgänge Umbuchungen Abschreibungen
Stand
31.12.
ω $\tilde{\mathbf{v}}$
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände
172.082,76 37.116,00 203.061,47 12.260,23
172.082,76 37.116,00 203.061,47 0,00 0,00 0,00 412.260,23
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Sachanlagen
854.402.70 38.674,77 525.232,15 113.580,26 1.304.729,36
854.402,70 38.674,77 525.232,15 0.00 113.580,26 0.00 1.304.729.36
1.026.485,46 75.790,77 728.293,62 0.00 113.580,26 0.00 1.716.989,59

Anlage3/6

Lagebericht 2006 der ecotel communication ag

GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN I.

ECOTEL IM ÜBERBLICK $\mathbf{1}$ .

Die ecotel communication ag ist ein bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen spezialisiert hat, ecotel wurde unmittelbar nach der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes im Jahr 1998 gegründet und vollzog im März 2006 den erfolgreichen Börsengang mit der Notierungsaufnahme im Entry Standard. Das Unternehmen hat zwei Geschäftsbereiche - Geschäftskundenlösungen und Wiederverkäuferlösungen.

Geschäftskundenlösungen

Im Geschäftsbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von "Komplettpaketen" Sprach-, Daten- und Mehrwertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach- und Datenverkehr aus einer Hand an. Mittlerweile versorgt das Unternehmen über 35.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen. Der Durchschnittsumsatz je Kundenauftrag im Jahr 2006 betrug 950 Euro pro Jahr. Über 90% der Umsätze in 2006 wurden hierbei mit Sprachdiensten erwirtschaftet. Der Vertrieb erfolgt in Abhängigkeit von der Zielgruppe sowohl über Direkt- als auch Partnervertrieb, so dass ecotel über einen breiten Zugang zu klein- und mittelständischen Unternehmen verfügt. Zu den über 500 aktiven Vertriebspartnern zählen unter anderem Telekommunikationsmakler, ITK-Berater und Systemhäuser. Darüber hinaus hat sich ecotel mit zielgruppenspezifischen Lösungen als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit über 90 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Wiederverkäuferlösungen

Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (inkl. Reseller und Call Shops) sowie branchenfremde Vermarkter. Zudem unterhält ecotel eine moderne Wholesale-Plattform für den netzübergreifenden Handel von Telefonminuten mit über 70 nationalen und internationalen Carriern und über 25 Millionen Wholesale-Minuten im Monat. Durch das umfangreiche Einkaufsvolumen bei den Wiederverkäuferlösungen profitiert gleichzeitig auch der Geschäftsbereich "Geschäftskunden" von verbesserten Einkaufskonditionen.

Vermittlungstechnik und eigene IT-Systeme

Die zentrale Vermittlungstechnik von ecotel basiert auf der neuesten Technologie und ermöglicht eine optimale Kostenbasis im Einkauf. Dazu bezieht ecotel je nach Bedarf von verschiedenen Netzbetreibern Kapazitäten und ist daher nicht auf ein eigenes Verbindungs- oder Teilnehmernetz angewiesen. Die Netzzusammenschaltung mit mehreren Carriern versetzt das Unternehmen in die Lage, ähnliche Rohmargen

wie Netzbetreiber zu erzielen, mit einer nahezu ausschließlich variablen Kostenbasis und ohne die damit verbundenen Investitionen für den Betrieb eines eigenen Verbindungsnetzes.

Die eigenen Ordermanagement- und Billingsysteme ermöglichen es ecotel, flexibel und schnell auf neue Kundenanforderungen zu reagieren und zeitnah neue Produkte in die Systeme zu implementieren. Zudem können über das eigene Billingsystem alle Leistungen entsprechend den individuellen Anforderungen transparent auf einer Rechnung abgebildet und gegenüber den Kunden zeitnah abgerechnet werden.

Standorte und Mitarbeiter

Die ecotel communication ag hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Anfang 2006 wurde mit München ein zweiter Standort eröffnet. Ende 2006 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildende ohne ihre Tochtergesellschaften 116 Mitarbeiter.

$\overline{2}$ . TOCHTERFIRMEN

Die ecotel communication ag hat fünf Tochterfirmen:

  • ecotel private ag
  • toBEmobile GmbH
  • Phasefive AG
  • RC Communications GmbH
  • -/bin/done digital solutions GmbH.

ecotel private ag

Die ecotel private ag ist eine 100 % ige Tochter der ecotel communication ag. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White Label Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an gegenwärtig über 2.000 Privatkunden.

toBEmobile GmbH

Die toBEmobile GmbH wurde 2006 gegründet. Im September 2006 übernahm ecotel im Rahmen einer Kapitalerhöhung 51% der Anteile der toBEmobile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig und vermarktet ähnlich wie Simyo, Tchibo oder Aldi eigene Prepaid-SIM-Karten mit Discounttarifen. Insbesondere für günstige Telefonate mit dem Handy im Ausland zu reduzierten Roaminggebühren hat das Unternehmen innovative Produkte entwickelt und vermarktet diese über namhafte Kooperationspartner mit breiter Kundenbasis.

Phasefive AG

Die Phasefive AG ist ein im Jahr 2000 gegründetes IT-Unternehmen, welches ecotel im Rahmen der DSLCOMP-Verschmelzung im Mai 2006 zu 100% übernahm. Phasefive hält 99% der Anteile an der Phasefive R&D, einem in der Ukraine angesiedelten IT-Tochterunternehmen, welche Provisionierungs-, Portal- und Billingsoftware für Telekommunikationsanbieter, unter anderem auch für Teile des ecotel IT-Systems, entwickelt.

RC Communications GmbH

Die RC Communications GmbH ist ein 2003 gegründetes Dialogmarketing-Unternehmen, welches ecotel im Rahmen der DSLCOMP-Verschmelzung im Mai 2006 zu 100% übernahm. RC führt im Rahmen von gezielten Nachfassaktionen Up-Selling-Maßnahmen zur Bindung von Bestandskunden und Neukundenakquisition im Bereich der Verbundgruppen durch.

/bin/done digital solutions GmbH

Die /bin/done digital solutions GmbH wurde im September 2006 zu 100% von ecotel übernommen. Das Systemhaus ist auf die Bereiche Provisionierung, Prozessautomatisierung und Systemintegration spezialisiert und hat maßgeblich am Aufbau der ecotel Provisionierungsplattform zur Anschaltung von Kunden für Sprach- und Datendienste - insbesondere auch über Voice over IP (VoIP) - mitgewirkt.

Insgesamt beschäftigten die Tochterunternehmen zum Jahresende 2006 32 Mitarbeiter.

$\overline{3}$ . UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNS

Die ecotel communication ag steuert die beiden Geschäftsbereiche und die Tochtergesellschaften unter der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamtplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfließen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Gesamtkostenverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten fixen und variablen Kosten zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die bereichsübergreifenden indirekten Kosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ertrags- und Kostenebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem monatlich aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts- und Working-Capital-Management Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifische Kennzahlen verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden.

$\overline{4}$ . MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELD

Die Wirtschaftskennzahlen in Deutschland waren auch im Jahr 2006 von zunehmendem Wachstum geprägt. So dürfte nach Einschätzung von Experten das Wachstum bei ca. 2,5% gegenüber dem Vorjahr liegen, im Vergleich zu 0,9% im Jahr 2005. Dies ist zugleich auch der stärkste Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland seit dem Jahre 2000.

Markt wächst nur noch langsam, verschiebt sich aber strukturell

Auch der Markt mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland ist in 2006 mit 2,2% leicht auf 69,1 Milliarden Euro gestiegen (Ergebnisse einer Befragung der Mitgliedsunternehmen im "Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten" VATM). Besonders hervorzuheben ist dabei, dass der Anteil der Wettbewerber zum ehemaligen Monopolisten, der Deutschen Telekom, mit mittlerweile 51% erstmalig die 50%-Grenze überschritten hat. Zudem sieht man gegenwärtig erhebliche Verschiebungen innerhalb der Teilsegmente des Marktes; es ist davon auszugehen, dass der Markt der Mobilfunkdienste trotz des Erfolges der neuen Discount-Anbieter und regulatorischer Anpassungen weiterhin wachsen wird, da das Telefonvolumen mit ca. 70 Minuten je Teilnehmer im Monat weit unterhalb des Europäischen Durchschnitts von 150 Minuten im Monat liegt. Dagegen wird der Festnetzbereich aufgrund des erheblichen Wettbewerbs durch "Voice over IP" (VoIP) und dem einhergehenden Preisverfall sowie der Substitution durch Mobilfunk weiter schrumpfen. Der Rückgang im Festnetzbereich wird dabei durch das weiterhin starke Wachstum von Breitbandverbindungen im Datenbereich noch kompensiert. Ende 2006 gab es über 15,5 Millionen Breitbandanschlüsse in Deutschland (nach 10,5 Millionen Breitbandanschlüssen Ende 2005).

Intensiver Infrastrukturwettbewerb

Auf der Infrastrukturseite werden gegenwärtig eine Reihe von parallelen Breitbandnetzen im Zugangsbereich errichtet und erweitert. So bauen unter anderem Telefónica-O2 und QSC eigene DSL-Breitbandinfrastrukturen zur Bereitstellung der Teilnehmer-Anschlussleitung mit 50–60% Bevölkerungsabdeckung auf. Auch Versatel erweitert gegenwärtig sein Breitbandnetz mit einem geplanten DSL-Netzausbau von 35-40% Abdeckung. Zudem forcieren sowohl die Deutsche Telekom, Hansenet und NetCologne den Ausbau einer eigenen Glasfaserinfrastruktur im Zugangsbereich. Insbesondere die Deutsche Telekom führt gegenwärtig in 50 deutschen Großstädten den Ausbau ihres Hochgeschwindigkeitsnetzes VDSL durch. Auch im Bereich der Kabelnetzbetreiber wird erheblich in die Erweiterung des Produktportfolios investiert. Kabel Deutschland setzt den Aufbau seines Netzes für Breiband-Internet und Telefon fort mit einer geplanten Abdeckung von 25% bis Ende 2007. Dieser intensive Infrastrukturwettbewerb führt möglicherweise zu einem Infrastruktur-Überangebot und einer weiteren Verschärfung der Preisspirale.

Zukunftsthema Konvergenz

Auf der Dienstseite ist insbesondere der zunehmende Ersatz von klassischer Telefonie durch VoIP-Angebote, die Bündelung von Sprach- und Datenanschluss sowie die Attraktivität von Flatrates für Festnetz und Mobilfunk zu beobachten. Triple-Play-Angebote (d.h. die Kombination von Sprache, Daten und IP-TV / Video on Demand) haben sich bisher noch nicht durchgesetzt. Im Bereich der konvergenten Festnetz- und Mobilfunkprodukte (ein Festnetz / Mobilfunkanbieter, ein Endgerät, eine Nummer, eine Rechnung) wurden in 2006 erste attraktive Angebote im Markt platziert (O2 DSL, T-One, Vodafone zu Hause). Es ist in 2007/2008 davon auszugehen, dass solche konvergenten Produkte eine erhebliche Rolle spielen werden.

Marktkonsolidierung und -öffnung

Die Konsolidierung der Telekommunikationsmärkte hat sich auch in 2006 weiter fortgesetzt. So übernahm Telecom Italia/Hansenet im September das Internet-Zugangsgeschäft von AOL in Deutschland. Weitere Internet-Anbieter wie z.B. Tiscali Deutschland standen zum Verkauf. Im Mobilfunkbereich zielte die Strategie der Mobilfunkbetreiber darauf, entweder eine Preisführerschaft (E-Plus) zu erreichen oder eine integrierte Festnetz- und Mobilfunkstrategie umzusetzen (T-Mobile, O2, Vodafone).

Die Deutsche Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) forciert weiterhin die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche. Im Mobilfunkbereich wurden unter anderem die Interconnection-Entgelte für eingehende Anrufe ins Mobilfunknetz um 20% gesenkt. Zudem müssen in den nächsten Jahren die Roaming-Kosten für internationale Mobilfunkverbindungen gesenkt werden. Im Festnetzbereich muss ab 2007 von der Deutschen Telekom das so genannte "IP Bitstream Access"-Produkt angeboten werden, welches insbesondere Anbietern ohne eigene Zugangsinfrastruktur die eigenständige Vermarktung von DSL-Anschlüssen ohne den bisher zusätzlich erforderlichen Telefonanschluss ermöglichen soll. Im Bereich der hochbreitbandigen VDSL-Infrastruktur erreichte es jedoch die Deutsche Telekom, dass dieses neue Glasfasernetz in den kommenden Jahren von der Regulierung ausgenommen wird und nicht für Wettbewerber geöffnet werden muss, obwohl dies gegen EU Recht verstößt.

II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

$\mathbf{1}$ . ERTRAGSLAGE

Auch in 2006 ist es der ecotel communication ag gelungen, den rasanten und profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr um 77% von 34,7 Millionen Euro auf 61,4 Millionen Euro.

Geschäftskundensegment bleibt Nr. 1

Der Geschäftsbereich Geschäftskundenlösungen blieb mit 70% Anteil an den Gesamterlösen und 93% Anteil am Rohertrag das wichtigste Geschäftsfeld der ecotel. Der Umsatz konnte in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr um 34% von 32,0 Millionen Euro auf 42,8 Millionen Euro gesteigert werden. Möglich wurde diese Steigerung hauptsächlich durch den Erwerb der DSLCOMP Communications GmbH, die rückwirkend zum 1. Januar 2006 mit der ecotel verschmolzen wurde. Der Rohertrag im Geschäftskundensegment erhöhte sich gleichzeitig um 55% von 11,3 Millionen Euro auf 16,3 Millionen Euro. Die Rohmarge stieg von 35% in 2005 auf 38% in 2006. Die Verbesserung der Rohmarge wurde hauptsächlich durch optimierte Einkaufsbedingungen mit Hilfe der eigenen Vermittlungstechnik und aufgrund von Skaleneffekten realisiert.

Rekordumsatz im Wiederverkäufergeschäft

Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trugen mit 30% zu den Gesamterlösen und mit 7% zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 601% auf 18,6 Millionen Euro, der Rohertrag um 602% auf 1,1 Millionen Euro. Als Folge dieser erfreulichen Entwicklung deckt nun das Wiederverkäufergeschäft nach nur einem Jahr seit Aufbau des Segments seine direkten Kosten. Zudem trägt es aufgrund von Skaleneffekten zu einer erheblichen Verbesserung der Einkaufsbedingungen für die Geschäftskundenprodukte bei.

Höherer Material- und Personalaufwand

Der Rohertrag der ecotel insgesamt erhöhte sich in 2006 um 51% von 11,5 Millionen Euro auf 17,4 Millionen Euro. Die durchschnittliche Gesamt-Rohertragsmarge sank gegenüber 2005 von 33% auf 28%, hauptsächlich wegen des starken Wachstums im eher margenschwachen Wiederverkäufersegment.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 23% von 3,9 Millionen Euro auf 4,8 Millionen Euro. Dies ging einher mit einer Aufstockung des Personals ohne Tochtergesellschaften von 85 Mitarbeitern Anfang 2006 auf 116 Mitarbeiter Ende des Jahres.

Der Aufwand für direkt zurechenbare Kosten (Vetriebspartnerprovisionen, Billing, Lettershop) erhöhte sich um 53% von 3,2 Millionen Euro auf 4,9 Millionen Euro. Hauptgrund hierfür sind die gesteigerten Geschäftskundenumsätze sowie der Betrieb von eigener Vermittlungstechnik in Frankfurt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich um 45% von 2,0 Millionen Euro auf 2,9 Millionen Euro. Der Anstieg ging einher mit dem Ausbau der Geschäftsaktivitäten sowie höherer indirekter Kosten aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahlen und zusätzlichen Umsätzen.

Ergebnisse signifikant verbessert

In der Folge höherer Rohertragsmargen und unterproportional ansteigender sonstiger Aufwendungen haben sich die Ergebnisse gegenüber den Vorperioden signifikant verbessert. Das EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr um 105% von 2,2 Millionen Euro auf 4,5 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 6,3% auf 7,3%.

In 2006 entstanden außerordentliche Aufwendungen von 9,4 Millionen Euro. Davon entfallen 7,8 Millionen Euro auf den Verschmelzungsverlust mit DSLCOMP, der sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Kapital der Gesellschaft ergibt. Der Börsengang führte zu weiteren 1,3 Millionen Euro außerordentlichen Kosten, als Beratungskosten für in 2006 getätigten Akquisitionen fielen 0,3 Millionen Euro außerordentliche Aufwendungen an.

Der Jahresfehlbetrag betrug 5,9 Millionen Euro, der Steueraufwand lag bei 1,2 Millionen Euro, Ohne die außerordentlichen Aufwendungen hätte der Jahresüberschuss 3,4 Millionen Euro betragen. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,99 Euro.

$\overline{2}$ . FINANZLAGE

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Laufe des Jahres 2006 von 1,4 Millionen Euro Anfang 2006 auf 8,9 Millionen Euro Ende 2006 erheblich verbessert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2006 betrug 3,6 Millionen Euro. Das Working Capital erhöhte sich um 0,6 Millionen Euro aufgrund der Vorfinanzierung der Anschlussübernahme beim Endkunden sowie dem stark wachsenden Wiederverkäufergeschäft.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in 2006 betrug -10,6 Millionen Euro. Er setzt sich zusammen aus Investitionen von 1,1 Millionen Euro in zentrale Vermittlungstechnik und Softwareprodukte, 7,8 Millionen Euro Investitionen in den Erwerb der DSLCOMP, Investitionen von 1,4 Millionen Euro für die Akquisition der Phasefive AG, RC Communications GmbH, /bin/done digital solutions GmbH sowie to-BEmobile GmbH sowie 0,3 Millionen Euro M&A Beratungskosten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 14,6 Millionen Euro; er stammt aus der Kapitalerhöhung und dem Aufgeld im Rahmen des IPO's abzüglich der Kosten von 1,3 Millionen Euro für den Börsengang.

Im Ergebnis war die Gesellschaft wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.

VERMÖGENSLAGE $3.$

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2006 20,1 Millionen Euro, das bedeutet einen Anstieg von 137% gegenüber 8,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2005.

Auf der Seite der Aktiva stieg das Anlagevermögen um 86% von 2,1 Millionen Euro auf 3,9 Millionen Euro aufgrund der Investitionen in Sachanlagen (weitere Vermittlungstechnik), immaterielle Vermögensgegenstände (neue Software) und Finanzanlagen (Phasefive AG, RC Communications GmbH, /bin/done digital solutions GmbH, toBEmobile GmbH). Das Umlaufvermögen (ohne liquide Mittel) erhöhte sich um 44% von 5,0 Millionen Euro auf 7,2 Millionen Euro korrespondierend mit der Umsatzausweitung in 2006. Die liquiden Mittel erhöhten sich um 529% von 1,4 Millionen Euro auf 8,9 Millionen Euro hauptsächlich aufgrund der Kapitalerhöhung.

Auf der Seite der Passiva erhöhte sich das Eigenkapital um 370% von 2,7 Millionen Euro auf 12,6 Millionen Euro. Somit beträgt die Eigenkapitalguote Ende 2006 63% der Bilanzsumme. Die Rückstellungen betragen 0.5 Millionen Euro, betreffen im Wesentlichen Steuerrückstellungen sowie personalbezogene Verpflichtungsüberhänge und sind durchgängig kurzfristiger Natur. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 23% von 5,7 Millionen Euro auf 7,0 Millionen Euro, langsamer als die Forderungen und der Umsatz. Die Gesellschaft unterhält weiterhin keine langfristigen zinstragenden Verbindlichkeiten.

Wie bereits erwähnt, wurde im Rahmen der Verschmelzung mit DSLCOMP ein Verschmelzungsverlust von 7,8 Millionen Euro als außerordentliche Aufwendung aufgrund der gewählten Buchwertmethode gebucht.

Das Net Working Capital der Gesellschaft, d.h. die Differenz aus Umlaufvermögen (inkl. liquiden Mittel) und kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist deutlich positiv.

Ш. NACHTRAGSBERICHT

Am 4. Februar 2007 hat die ecotel communication ag einen Vertrag mit der Tiscali S.p.A., Cagliari/Italien, über den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH, Dreieich, geschlossen. Der Kaufpreis betrug 18,5 Millionen Euro. Die Akquisition wurde zwischenzeitlich zum 3. März 2007 vollzogen und durch einen Akquisitionskredit von Commerzbank und Stadtsparkasse Düsseldorf in Höhe von 14,0 Millionen Euro sowie mit vorhandenen liquiden Mitteln finanziert.

Die Tiscali Nacamar GmbH, die wirtschaftlich bereits mit Wirkung vom 1. Januar 2007 den bislang von der Tiscali Business GmbH betriebenen Geschäftskundenbereich (B2B) von Tiscali in Deutschland übernommen hat, ist ein Anbieter von professionellen Internet- und Datendiensten für Geschäftskunden. Zu den Kunden zählen u.a. namhafte Versicherungskonzerne, Banken, Industrieunternehmen sowie zahlreiche Radio- und Fernsehsender. Basis des Geschäftes von Tiscali Nacamar ist die sichere und zuverlässige Vernetzung von Unternehmensstandorten (VPN). Als Dienstleistungen bietet das Unternehmen den reinen Zugang, aber auch Managed Services, individuelle Sicherheits-Services sowie Housing/Hosting-Dienstleistungen im eigenen Rechenzentrum an. Darüber hinaus stellt Tiscali Nacamar ihren Medienkunden innovative Dienste wie z.B. live oder on-demand Audio- und Video-Übertragungen über das Internet (Streaming) sowie die Integration von Bezahlsystemen und digitalem Rechtemanagement (DRM) zur Verfügung.

Tiscali Nacamar betreut mehr als 6.000 Geschäftskunden mit über 17.000 Anschlüssen und verfügt über ein eigenes deutschlandweites Backbone-Netz sowie ein Network Operation Center (NOC) in Frankfurt. In 2006 wurde im Geschäftskundenbereich ein Umsatz von rund 21,5 Millionen Euro erwirtschaftet. ecotel plant, das operative Management-Team an der neuen Gesellschaft über einen Minderheitsanteil mit zu beteiligen.

Durch die Akquisition der Tiscali Nacamar vervollständigt ecotel sein Know-how im Sprachdienst um professionelle Internet- und Datendienste, erweitert die Kundenbasis um größere mittelständische Unternehmen und kann umfangreiche Synergien auf der Umsatz- als auch Kostenseite zwischen beiden Unternehmen realisieren.

Der Verkauf der Tiscali Nacamar GmbH war Teil der Strategie der Tiscali S.p.A., sich von allen deutschen Aktivitäten zu trennen. Erst im Februar 2007 wurde der Verkauf des B2C-Geschäftsbereiches an die freenet AG bekannt gegeben. In die Tiscali Nacamar GmbH wurde der bislang von der Tiscali Business GmbH betriebene Geschäftskundenbereich (B2B) der Tiscali in Deutschland eingebracht.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine weiteren nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2006.

IV. RISIKOBERICHT

$1.$ RISIKOMANAGEMENT

Das unternehmerische Handeln der ecotel communication ag ist mit Chancen und Risiken verbunden. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Umgang mit unternehmerischen Risiken setzt ecotel ein entsprechendes Steuerungs- und Kontrollsystem ein. Ziel des konzernweiten Risikomanagementsystems ist es, zeitnah geänderte Risikosituationen zu erkennen, negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und Marktchancen zu nutzen.

Die generelle konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen ihn dabei Mitglieder der Geschäftsleitung sowie die Abteilungsleiter, welche für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung der Risiken im Unternehmen zuständig sind. Halbjährlich wird die Bewertung der Risiken in Form eines Risikoreports aktualisiert. Die Regelberichtserstattung kann unterjährig durch Ad-hoc-Informationen ergänzt werden.

RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG $2.$

Im Rahme der Geschäftstätigkeit ist ecotel einerseits mit operativen Risiken, andererseits mit strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle der ecotel Vermittlungstechnik und IT Systeme, Weggang von hoch qualifizierten Mitarbeitern sowie Zahlungsausfälle. Die Sicherstellung einer maximalen Verfügbarkeit durch entsprechende Systemredundanzen ist hierbei eine der wichtigsten Vorbeugemaßnahmen, die ecotel auch konsequent umsetzt. Zudem wird das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter verteilt, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen. Einem möglicherweise erhöhten Forderungsausfallrisiko im Wiederverkäufergeschäft wird dadurch Rechnung getragen, dass eine unmittelbare Verrechnung der gegenseitigen Zahlungsströme durchgeführt wird und ausschließlich eine Zusammenarbeit mit Carriern mit hoher Bonität erfolgt.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung sowie der Veränderung von Managementprozessen wie z.B. Einkauf, Vertrieb und Kundenbetreuung. Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für alle wesentlichen Produkte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird. Dies ist wegen der Marktdominanz der Deutschen Telekom jedoch nicht in allen Produktbereichen möglich. Die Abhängigkeit vom eher rückläufigen Preselection-Geschäft wird dadurch gemindert, dass ecotel seinen Kunden seit Anfang 2006 ein attraktives

Komplettpaket mit Bündelung von Anschluss-, Sprach- und Datendiensten anbietet. Dieses Vollsortimentangebot in Kombination mit einer hohen Servicequalität sollte auch ecotels Kündigungsraten unterhalb des Marktdurchschnittes halten.

Andere Risiken

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der ecotel communication ag hervorrufen könnten, liegen im markt- und branchenbedingten Umfeld. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben und ecotel die bestehenden Herausforderungen auch 2007 wieder erfolgreich meistern wird. Eine wesentliche Risikodiversifikation wird durch eine sauber abgegrenzte Nischenstrategie, eine breite Kundenbasis, ein effizientes Vertriebsnetz, sichere Systemredundanzen sowie eine Multi-Lieferanten-Strategie erreicht. ecotels Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung und den Ausbau der Marktposition liegen in einer Erhöhung des Umsatzes pro Kunde, indem durch die neuen Produkte ein immer größerer Teil des IT- und Kommunikationsbudgets der eigenen Kunden abgedeckt wird.

$3.$ HINWEISE ZU PROGNOSEN

Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des ecotel Konzerns liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel communication ag. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des ecotel Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.

$V_{\cdot}$ PROGNOSEBERICHT

Der ecotel Konzern verfügt über einen attraktiven Kundenstamm, der über organisches Wachstum und die Akquisition kleinerer Reseller ausgeweitet werden soll. Ziel ist es, die Zahl der Geschäftskunden zusätzlich zu den Kunden der Tiscali Nacamar von 35.000 Ende 2006 auf 40.000 Ende 2007 zu steigern.

Der Anstieg der Rohmargen im Geschäftskundensegment in 2006 wird sich auch in 2007 in etwas abgeschwächter Form fortsetzen. Möglich wird dies durch den Einsatz eigener zentraler Vermittlungstechnik, welche ecotel die Möglichkeit eröffnet, die Kostenbasis durch Auswahl der leistungsfähigsten und kostengünstigsten Netzbetreiber noch weiter zu optimieren.

Zudem hat sich ecotel mittlerweile als so genannter "Vollsortimenter" etabliert, welcher seinen Geschäftskunden individuelle Lösungen basierend auf der Bündelung von Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten anbietet. Diese Produkterweiterungsstrategie soll es ecotel ermöglichen, in den nächsten zwei Jahren den Anteil am TK-Budget der Bestandskunden von gegenwärtig 950 Euro Jahresumsatz auf über 1.600 Euro Jahresumsatz deutlich auszuweiten. Im Rahmen dieser Strategie hat ecotel die Tiscali Nacamar und damit ein umfangreiches Know-how im Bereich der Internet- und Datendienste erworben, welches wir nun auch den eigenen Geschäftskunden anbieten können. Die Angebote reichen hier von sicheren Breitbandverbindungen über Hosting/Housing bis hin zu Media Streaming. Weiterhin ist für das zweite Ouartal 2007 der Einstieg in das Mobilfunkgeschäft für Geschäftskunden mit attraktiven Produkten geplant. Zudem werden auch innovative VoIP-Lösungen ins Angebot aufgenommen werden, die sich mehr und mehr auch im Geschäftskundenumfeld durchsetzen.

Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen erwirtschaftete nach nur einem Jahr einen Rohertrag, der die Selbstkosten deckt und bereits die Investitionskosten der eigenen Vermittlungstechnik amortisiert. Ziel ist es, die Rohmarge in diesem Segment in 2007 zu verdoppeln und durch die Größenskalierung noch bessere Einkaufskonditionen für das Geschäftskundensegment zu erreichen. Zudem soll das Angebot um Reseller- und Callshop-Dienste verstärkt werden.

Der Wechsel in den Prime Standard ist für 2007 geplant. Hierzu wurden bereits die notwendigen Schritte eingeleitet, wie zum Beispiel die Umstellung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS. Ecotel unterwirft sich mit diesem Schritt bewusst den höheren Transparenzrichtlinien, um weiter die Vertrauensbasis am Kapitalmarkt zu stärken und den Kreis der möglichen Investoren zu erweitern.

Für 2007 erwartet die ecotel communication ag, einen konsolidierten Umsatz von mindestens 100 Millionen Euro und ein EBIT von über 10 Millionen Euro zu erwirtschaften.

Düsseldorf, den 28. März 2007

R Saidl

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