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ecotel communication ag — Annual Report 2017
Apr 12, 2018
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Annual Report
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ecotel communication ag
Düsseldorf
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Konzernlagebericht
I. Grundlagen des Konzerns
1. ecotel im Überblick
Die ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist eine seit 1998 bundesweit tätige Unternehmensgruppe, die sich auf die Vermarktung von Informations- und Telekommunikationslösungen für die jeweilige Zielgruppe spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag mit Sitz in Düsseldorf (nachfolgend »ecotel ag« genannt).
Am 30. Januar 2018 feierte ecotel den 20. Geburtstag und kann damit auf eine nachhaltig erfolgreiche Firmenentwicklung zurückblicken.
Zum Jahresende 2017 betreut ecotel bundesweit mehr als 50.000 Kunden mit rund 10.000 Datenanschlüssen und über 80.000 Sprachanschlüssen.
ecotel vermarktet ihre Produkte und Dienstleistungen in folgenden Segmenten:
»ecotel Geschäftskunden«, »ecotel Wholesale«, »easybell« und »nacamar«. Die Segmente wurden zum Jahresende 2017 geändert. Nähere Informationen finden sich im Konzernanhang.

Im Folgenden werden die vier Segmente näher erläutert:
Segment »ecotel Geschäftskunden«
Der Kernbereich von ecotel wird durch das Segment »ecotel Geschäftskunden« repräsentiert. Hier bietet ecotel bundesweit Geschäftskunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an. Der Fokus in diesem Segment liegt auf Geschäftskunden mit mehr als 50 Mitarbeitern. Dabei kann es sich um Kunden mit nur einem Standort, mit mehreren Standorten oder um große Filialisten aus Einzelhandel, Versicherungen oder Banken handeln. ecotel hat für alle diese Kundengruppen passende TK-Lösungen. Auch als Vorleister für andere ITK-Unternehmen (z. B. Reseller) stellt ecotel Produkte in diesem Segment zur Verfügung.
Im Bereich der Sprachdienste verfügt dieses Segment über ein komplettes Portfolio, welches sich vom Anschluss über die Telefonie (ISDN / VoIP) bis hin zu Mehrwertdiensten erstreckt. Das breite Portfolio von Datendiensten reicht vom Angebot für Anschlüsse im Bereich ADSL, SHDSL und VDSL über Ethernet-Access und Glasfaserleitungen bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie Managed Services.
Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb in diesem Segment über den Direktvertrieb (Großkunden) oder mit mehr als 300 Vertriebspartnern über den Partnervertrieb gesteuert. Mit diesem Netzwerk verfügt ecotel über einen breiten Zugang zur Zielgruppe der mittelständischen Kunden.
Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.
Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services. Die Beteiligung wird im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Segment »ecotel Wholesale«
Das Segment »ecotel Wholesale« beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier. Dazu unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt ecotel auch einen Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab und nutzt diese Plattform ebenso für den wachsenden eigenen Teilnehmernetzbetrieb.
Segment »easybell«
Das Segment »easybell« beinhaltet das gesamte Geschäft der easybell Gruppe, bestehend aus vier Gesellschaften. Darin vermarktet easybell Breitband-Internetanschlüsse und VoIP-Telefonie für Privatkunden sowie SIP-Trunking-Angebote für kleinere Unternehmen. Der Vertrieb erfolgt primär online über die eigene Webseite oder über Telekommunika-tions-Preisportale. Daneben betreibt die easybell Gruppe ein Routermietmodell (www.routermiete.de) und bietet günstiges Call-by-Call für inländische und ausländische Telefonate an.
Segment »nacamar«
Im Segment »nacamar« bietet die nacamar GmbH auf Grundlage ihres - im ecotel Rechenzentrum gehosteten - eigenen Content-Delivery-Netzwerks (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an. Speziell entwickelte AddOns für Audio, Video und zukünftig auch für Daten schließen die Lücke zwischen den Rohstoffen und der Anwendung, ganz im Sinne eines "Software as a Service"-Konzeptes. Dabei verfügt nacamar über das komplette Portfolio der dafür notwendigen Werkzeuge zur Produktion und zum Betrieb solcher Komponenten. Mit dem Produkt AddRadio ist nacamar Marktführer in Deutschland.
Infrastruktur
ecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise die Deutsche Telekom, Vodafone, Verizon, Versatel, Unity Media, EWE, QSC, Mnet Telefonica und Colt zu nennen. Allerdings steigt die Anzahl der Vorlieferanten derzeit deutlich an, da die Nachfrage unserer Geschäftskunden nach breitbandigen Glasfaserleitungen stetig steigt und die verschiedensten Infrastrukturanbieter sowie Kabelnetzbetreiber ihre hochmodernen Netze immer mehr für diese Zielgruppe öffnen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleitung ist ein Großteil der ecotel Kostenbasis variabel. Auf Basis neuester NGN-Technologie ist ecotel durch den eigenen Teilnehmernetzbetrieb (TNB) in der Lage, eigene Sprachvermittlungs-Dienstleistungen anzubieten, Rufnummernblöcke zu verwalten und Rufnummern ins eigene Netz zu portieren. Somit beschränkt sich der Zukauf von TK-Zuführungsdienstleistungen zunehmend auf den reinen Access zum Kunden.
ecotel betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a. M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points of Presence (PoP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltungen mit vielen regionalen und globalen Carriern zusammengeschaltet.
Für das nacamar-Geschäft unterhält der Konzern ein eigenes Content-Delivery-Netzwerk (CDN). Die mvneco GmbH betreibt zudem eine zentrale Mobilfunkplattform. IT-seitig entwickelt und betreibt ecotel eigene Systeme für das Auftrags- und Router-Management, das Netzwerk-Monitoring sowie die Rechnungsstellung (Billing).
2. Struktur des Konzerns
ecotel communication ag
ecotel ag ist die operativ größte Einheit und gleichzeitig die Konzernmutter.

3. Steuerung des Konzerns
Konzernsteuerung
Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Dem Vorstand der ecotel ag gehören die Herren Peter Zils (Vorstandsvorsitzender / CEO), verantwortlich für die Bereiche Strategie, Technologie, Wholesale, Finance, Investor Relations und Human Resources, sowie Achim Theis (CCO), der die Bereiche Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung und Operations verantwortet, an. Der Vorstand und die Prokuristen Herr Holger Hommes als Chief Financial Officer (CFO) und Herr Wilfried Kallenberg als Chief Technical Officer (CTO) bilden zusammen das geschäftsführende Board der ecotel.
Zusätzlich wurde im August 2017 Herrn Andreas Stamm Prokura für den Vertrieb mit Großkunden und Distributionen in der ecotel ag erteilt und im Februar 2018 wurde Herr Oliver Jansen zum Chief Operating Officer (COO) ernannt. Diese beiden Personen zählen damit zur erweiterten Geschäftsleitung der ecotel ag.
Nachhaltige Unternehmenssteuerung
Das geschäftsführende Board der ecotel hat das Ziel, den Konzern nachhaltig zu führen und somit bei Entscheidungen die mittel- und langfristigen Auswirkungen in den Vordergrund zu stellen. Dabei werden bei unternehmerischen Entscheidungen die Interessen aller Anspruchsgruppen berücksichtigt. Diese sind zum einen die der Aktionäre und Fremdkapitalgeber und zum anderen die der Mitarbeiter, Kunden, Vertriebspartner sowie die der ecotel selbst.
Die Aktionäre erwarten transparente Berichterstattungen, verlässliche Prognosen und eine planbare und attraktive Aktionärsvergütung. Die Fremdkapitalgeber erwarten eine solide Bilanzstruktur und die Einhaltung der vereinbarten Covenants sowie die fristgerechte Bedienung der Kapitaldienste (Zins und Tilgung). Bei den Mitarbeitern, Kunden und Vertriebspartnern stehen die Sicherung der Arbeitsplätze, die Entwicklung von innovativen und attraktiven Produkten sowie die Weiterentwicklung der Services und Prozesse zur Verbesserung der Kunden- und Partnerzufriedenheit im Vordergrund. Die ecotel als juristische Person verlangt Zukunftsfähigkeit und Investitionen in neue Wachstumsfelder (All-IP-Transformation, Glasfaserstrategie), Investitionen in leistungsstarke Kundenrouter, den weiteren Ausbau des eigenen TNB-Betriebs sowie die Bereitstellung notwendiger Mittel für die Finanzierung weiterer Großprojekte. ecotel stellt somit einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen dieser Interessengruppen sicher.
Zum Ende des Jahres 2016 hat ecotel daher eine aus dieser nachhaltigen Unternehmensführung abgeleitete nachhaltige Finanzstrategie veröffentlicht, an der auch im Jahr 2017 weiter festgehalten wurde und die weiterhin Gültigkeit besitzt:
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| Nachhaltige Finanzstrategie | |||
|---|---|---|---|
| ► Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zur Bedienung aller Anspruchsgruppen verwendet. | |||
| ► Die finanzielle Stabilität soll nicht gefährdet werden. | |||
| ecotel | Mitarbeiter / Kunden / Vertriebspartner | Fremdkapitalgeber | Aktionäre |
| ► Wachstumsabhängige Investitionen in 2017/18 | ► Investitionen in Partner- und Kundenportale sowie in Prozessoptimierungen und IT-Systeme | ► Stabile Bilanzkennzahlen | ► Transparentes Kapitalmarkt- Reporting |
| ► Leisstungsstarke Kundenrouter und Projektfinanzierungen Mind. 3 Mio. EUR | ► Wachstumsbedingter Ausbau von Personalressourcen | ► Nettofinanzvermögen | ► Realistische Prognosen |
| ► Infrastruktur und Sicherheitstechnik Mind. 2 Mio. EUR | ► Attraktive Vergütung für Vertriebspartner und Mitarbeiter | ► EBITDA/ Umsatz > 5 % | ► Dividendenfähigkeit |
| ► All-IP-Transformation Mind. 2 Mio. EUR | ► Eigenkapitalquote > 45 % | ► FCF*-Ziel ab 2019 > 1 € /Aktie | |
| ► Liquiditätsreserve inkl. Kreditlinie Mind. 5 Mio. EUR | ► Kapitaldienst (Zins und Tilgung) in 2017 / 18 3,0 - 3,5 Mio. EUR | ► Dividendenpolitik 40 - 60 % vom EPS | |
| ► Nachhaltiges profitables Wachstum im B2B-Bereich |
Nachhaltige Finanzstrategie
ecotel steuert die Segmente nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Konzernebene die Steuerungsgrößen Konzernumsatz und Konzern-EBITDA in den Fokus gerückt. Daneben gilt die Rohertragsmarge im Segment ecotel Geschäftskunden als maßgebliche Profitabilitätskennzahl. Hierzu werden in diesem Segment in der Planung auf Ebene von Produktarten / -kategorien nach dem Teilkostenverfahren den Erlösen die direkten variablen Kosten zugeordnet und Rohmargen ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden im Wesentlichen auf Kostenstellen geplant und überwacht. Die unterjährige Berichterstattung für die Segmente ecotel Geschäftskunden und ecotel Wholesale erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz, und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung des Kerngeschäftes - des Segments ecotel Geschäftskunden - erfolgt zudem eine Überwachung von geschäftsbereichsbezogenen spezifischen Kennzahlen (z. B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Rohertragsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem abgebildet werden. Das Segment easybell wird regelmäßig anhand von festgelegten Reportings überwacht. Auch hier stehen die Kennzahlen Umsatz und EBITDA im Fokus der Analysen. Die nacamar wird seit 2017 durch das geschäftsführende Board anhand von regelmäßigen Reportings überwacht. Die Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung erfolgt bei der ecotel ag zentral. Diese stellt auch die wesentlichen Finanzierungen für die Unternehmensgruppe bspw. durch Bereitstellung von Kreditlinien oder die Aufnahme von langfristigen Annuitätendarlehen bereit.
4. Forschung und Entwicklung
ecotel selbst betreibt keine Grundlagenforschung, sondern fokussiert sich auf die Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten- / Nutzen-Effekt für die Kunden im Vordergrund. Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf die technische Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie Entwicklungsleistungen für ein Partnerportal für Vertriebspartner sowie Systementwicklungen und -verbesserungen für die Auftragsverarbeitung der neuen Produktpalette. Die neuen Produkte sowie die daran ausgerichteten notwendigen neuen Prozesse und Systeme machen es notwendig, die Investitionen in diesen Feldern vorübergehend deutlich zu erhöhen. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betrugen im Jahr 2017 daher 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR).
II. Wirtschaftsbericht
1. Markt- und Wettbewerbsumfeld
Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. (Quelle: Statistisches Bundesamt)
Telekommunikations-Marktvolumen sinkt um 1,5 %
Gesamtmarkt ist rückläufig
Das Telekommunikations-Marktvolumen ist in 2017 um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr auf etwa 58,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 59,7 Mrd. EUR) gesunken. Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten inkl. TV-Bandbreitkabel, macht dabei mit einem Außenumsatz von 32,6 Mrd. EUR 55,4 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus. Der Mobilfunkumsatz ging wie bereits im Jahr 2016 zurück, von 26,7 Mrd. EUR auf 26,2 Mrd. EUR. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten wächst von 129,8 Mio. Stück in 2016 auf voraussichtlich 135 Mio. Stück in 2017. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte ist auch in 2017 erheblich angestiegen von rund 591 MB in 2016 auf etwa 850 MB pro SIM-Karte und Monat.
Gesamtmarkt für Telekommunikation in Deutschland Mrd. EUR und in %

Breitbandanschlüsse in Mio. Stück und in %

Glasfaserausbau weiterhin auf niedrigem Niveau
Die Anzahl an Breitbandanschlüssen in Festnetzen stieg 2017 auf 33 Mio. an. Dabei entfielen etwa 5,6 Mio. Anschlüsse auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 5,8 Mio. Anschlüsse auf Telekom Resale (Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream), 13,2 Mio. Anschlüsse auf die Deutsche Telekom im Direktvertrieb an Endkunden, sowie 7,6 Mio. Anschlüsse auf Kabelnetzbetreiber. 0,8 Mio. Haushalte sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Auffallend ist die Verlagerung von dem entbündelten Teilnehmerzugang (Vorjahr: 6,8 Mio. Anschlüsse) hin zu DSL Telekom Resale (Vorjahr: 4,4 Mio. Anschlüsse).
Die Wettbewerber der Deutschen Telekom halten im direkten Endkundenverhältnis einen Marktanteil von 46,4 %.
Trends im B2B-Markt
Wandel von ISDN zu All-IP führt zum Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation
Das Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Umsatz im Geschäftskundenmarkt ist mit rund 21,4 Mrd. EUR in 2017 (Vorjahr: 22,5 Mrd. EUR) zurückgegangen und hat einen Anteil am Gesamtmarkt von 36,4 %. Der Technologiewandel von ISDN zu All-IP treibt das Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation an. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach höheren Bandbreiten ungebrochen.
Geschäftskunden benötigen breitbandigen Internetzugang
Wichtiger Treiber im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breit-bandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (LTE). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft.
Ein ungebrochener IT-Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen »Infrastruc-ture as a Service« (IaaS), »Platform as a Service« (PaaS) und »Software as a Service« (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechnerleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf die der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Wesentliche Aspekte in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten.
Weitere wichtige ITK-Trends sind:
| ― | Industrie 4.0 |
| ― | Big Data Analytics |
| ― | Machine to Machine (M2M) / Internet of Things (IoT) / Computing Everywhere |
| ― | Over The Top (OTT)-Services wie Skype, WhatsApp, Netflix |
| ― | Smart devices / tragbar, biegbar, 3D-Druck, eHealth / Telemedizin |
| ― | Mobile Payment / kontaktloses Bezahlen |
| ― | Smart Energy / Intelligente Stromnetze |
| ― | Regulatorische Trends |
Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte aus einer Hand und bundesweit anbieten können. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber bundesweit auf alle notwendigen bzw. physikalisch verfügbaren Vorleistungen zurückgreifen können.
ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA).
Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt die Bundesnetzagentur für
| ― | die Sicherstellung eines chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerbs, auch in der Fläche, |
| ― | die Sicherstellung einer flächendeckenden Grundversorgung mit Telekommunikations- und Postdienstleistungen (Universaldienstleistungen) zu wettbewerbsfähigen Preisen, |
| ― | die Förderung von Telekommunikationsdiensten bei öffentlichen Einrichtungen, |
| ― | die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks, und |
| ― | die Wahrung der Interessen der öffentlichen Sicherheit. |
Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Postmarkt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie
| ― | vergibt Lizenzen im Postbereich, |
| ― | trägt zu Lösungen von Fragen im Rahmen der Standardisierung bei, |
| ― | verwaltet Frequenzen und Rufnummern, |
| ― | klärt Funkstörungen auf, |
| ― | bekämpft den Missbrauch von Rufnummern, |
| ― | beobachtet den Markt und |
| ― | berät die Bürger über neue Regelungen und deren Auswirkungen. |
ecotel reagiert frühzeitig auf wesentliche Trends
ecotel versucht, durch Marktkenntnis und -beobachtung wesentliche Trends frühzeitig zu entdecken und daraus Risiken und Potentiale abzuleiten. Im Jahr 2017 hat ecotel sich mit folgenden aktuellen Themengebieten auseinandergesetzt bzw. durch aktive Mitwirkung in den Arbeitskreisen und im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V.) beteiligt:
| ― | Verbesserung der politischen und regulatorischen Rahmenbedigungen für den Breitbandausbau in Deutschland, |
| ― | Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandiger Anschlüsse zu erschwinglichen Preisen, |
| ― | Abstimmung der europäischen Telekommunikationspolitik (EU Single Market) mit den speziellen Anforderungen des deutschen Telekommunikationsmarktes, |
| ― | Netzneutralität (d. h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben), |
| ― | Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln sowie des Verbraucherschutzes, |
| ― | Begleitung von Initiativen im regulatorischen und politischen Raum und Einflussnahme auf dieselben, mit dem Zweck, adäquate Vorleistungsprodukte langfristig beziehen zu können und die nationalen Besonderheiten im Hinblick auf EU-Entscheidungen hervorzuheben, damit diese Berücksichtigung finden, |
| ― | Handelsplattform für Anbieter und Nachfrager von Breitbandanschlüssen. |
2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Konzernumsatz wächst weiter
Wachstum in allen Segmenten
ecotel steigerte auch im Jahr 2017 wieder den Gesamtumsatz auf nunmehr 120,6 Mio. EUR (Vorjahr: 116,6 Mio. EUR). Dabei konnte das margenstarke Kernsegment ecotel Geschäftskunden erneut ein Umsatzwachstum von rund 5 % verzeichnen. Der Umsatz in diesem Segment stieg um 2,3 Mio. EUR auf 47,6 Mio. EUR. Im schwer planbaren Segment ecotel Wholesale stieg der Umsatz leicht um 1,3 Mio. EUR auf 55,8 Mio. EUR. Das Segment easybell erzielte ein leichtes Umsatzplus auf 15,2 Mio. EUR. Nach einem Umsatzrückgang in 2016 konnte das Segment nacamar den Umsatz um 16 % auf 2,0 Mio. EUR steigern.
In der folgenden Grafik ist die Entwicklung der Umsatzverteilung auf die Segmente dargestellt. Die grundlegende Verteilung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert, da sich das Umsatzwachstum auf alle Segmente, wenn auch nicht überall im gleichen Verhältnis, verteilt.
Umsatzverteilung auf Segmente (Mio. EUR und in %)

Segment ecotel Geschäftskunden: Umsatz und Rohertrag weiter gestiegen
Im Kernsegment ecotel Geschäftskunden stieg der Umsatz von 45,3 Mio. EUR auf 47,6 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Transformation der traditionellen Anschlüsse auf ISDN-Basis hin zu All-IP-basierten ecotel eigenen Sprachanschlüssen und der damit einhergehenden Veränderung des Umsatzmixes ist dieser Umsatzanstieg besonders erfreulich.
Der Bereich Access, in dem die Umsätze aus Datenleitungen (xDSL, Ethernet bzw. Glasfaser) gebündelt werden, macht mittlerweile 44 % vom Gesamtumsatz aus (2014: 27 %). Der Umsatz aus ISDN Anschluss- / CPS-Vermarktung (Carrier Preselection) und dem traditionellen Vollanschluss machte zum Jahresende erwartungsgemäß nur noch 37 % des Umsatzes aus (2014: 55 %).
Der Umsatz mit eigenen NGN-Produkten für IP-basierte Sprachdienste, die erst seit Mitte 2016 vermarktet werden, machte zum Jahresende bereits 5 % vom Gesamtumsatz aus. Seit Ende 2017 ist ecotel in der Lage, nahezu sämtliche von Geschäftskunden benötigten Produkte und Ausprägungen dieser neuen Produktgeneration anbieten zu können. Dieser Produktbereich wird in den nächsten Jahren deutlich an Bedeutung gewinnen und profitabel wachsen.
In der nachfolgenden Grafik ist die Umsatzentwicklung der wesentlichen Produktgruppen im Segment ecotel Geschäftskunden über die letzten vier Geschäftsjahre dargestellt.
Umsatzentwicklung B2B der Jahre 2014 bis 2017
Der Umsatzmix verändert sich deutlich durch die All-IP-Transformation

ecotel konnte im Kernsegement ecotel Geschäftskunden nicht nur den Umsatz steigern, sondern auch den Rohertrag von 21,7 Mio. EUR auf 22,7 Mio. EUR erhöhen. Dennoch lag die Rohertragsmarge in diesem Segment mit 47,7 % (Vorjahr: 47,9 %) leicht unter der des Vorjahres. Die hohe Anzahl an neuen Aufträgen und die damit verbundenen Einmalaufwendungen für die Leitungsbereitstellung sowie für die Inbetriebnahme des Kunden-equipments haben die Rohertragsmarge in diesem Geschäftsjahr leicht absinken lassen.
Segment easybell: Umsatz und Rohertragsmarge sind gestiegen
Das Segment easybell hat den Umsatz in 2017 leicht auf 15,2 Mio. EUR steigern können. Hier entwickeln sich die Geschäfte mit NGN-Sprachdiensten für kleine Geschäftskunden (SIP-Trunk) sehr erfreulich. Im Anschlussgeschäft hat easybell in den letzten beiden Jahren die Vorleistermigration von Telefonica Deutschland auf andere Vorleister (im Wesentlichen QSC) nahezu vollständig abgeschlossen. Diese Migration wurde notwendig, da Telefonica Deutschland sich aus dem Anschlussgeschäft zurückzieht und die Dienste daher nicht mehr anbietet. Das Geschäft mit Call-by-Call-Minuten ist planmäßig weiter rückläufig. Aber insgesamt hat easybell diese Entwicklung durch neue Produkteinführungen überkompensieren können.
Der Rohertrag in diesem Segment stieg um 0,3 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR im Jahr 2017. Die Rohertragsmarge konnte von 36,4 % auf 38,4 % angehoben werden. Auch hier zeigen sich die Erfolge mit den neuen hochmargigen Produkten.
Segment nacamar: Neue Strategie zeigt Erfolge
Der Umsatz im Segment nacamar konnte im Jahr 2017 erstmals wieder gesteigert werden. Die neue Strategie und Fokussierung auf das digitale Mediengeschäft für Broadcasting Kunden zeigt erste Erfolge. So konnte im Geschäftsjahr 2017 eine Ausschreibung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewonnen werden. Seit Mitte 2017 ist nacamar somit der Dienstleister für das Radiostreaming der ARD-Anstalten (u. a. BR, NDR, SWR, WDR) auf All-IP Basis (»Internetradio«).
Segment ecotel Wholesale: Umsatz bleibt auf hohem Niveau
Der Umsatz im Segment ecotel Wholesale ist weiterhin schwer planbar. Bei geringer Rohertragsmarge bleibt der Umsatz auch im Geschäftsjahr 2017 auf hohem Niveau (55,8 Mio. EUR). Das Geschäft und die dafür notwendigen technischen Voraussetzungen werden zunehmend auch für die Terminierung der ecotel eigenen Minuten aus dem Teilnehmernetzbetrieb genutzt. Somit steigt die strategische Bedeutung dieses Segmentes für die Zukunft.
EBITDA-Entwicklung
EBITDA bleibt konstant bei 7,0 Mio. EUR
Das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA) und vor Einmaleffekten stieg im Geschäftsjahr 2017 von 6,6 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR. Während im Vorjahr Aufwendungen für Managementreorganisationen das EBITDA um 0,4 Mio. EUR belasteten, musste ecotel im Jahr 2017 Aufwendungen aus einer anteiligen Regulierung eines Schadens aus manipulierten Vertragsabschlüssen zu Lasten der ecotel und anderen Carriern in Höhe von 0,1 Mio. EUR tragen. Ohne diese Einmaleffekte lag das EBITDA 2017 mit 7,0 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.
Profitabilität vorübergehend belastet
Das EBITDA im Kernsegment ecotel Geschäftskunden sank leicht um 0,1 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR. Die sich derzeit ergebenden Marktpotentiale durch den Technologiewandel von traditionellen ISDN-Anschlüssen hin zu All-IP-Anschlüssen lässt ecotel nicht aus, auch wenn das vorübergehend die Profitabilität des Segments beeinträchtigt. Um das daraus resultierende gestiegene Auftragsvolumen für die Kunden zufriedenstellend und effizient abwickeln zu können, wurde bereits im Vorjahr Personal aufgebaut. Daneben wurden im Geschäftsjahr 2017 Aufwendungen für Prozessanpassungen, Systementwicklungen und Kundenservice notwendig. Diese Aufwendungen belasteten das Ergebnis in diesem Segment vorübergehend.
Das EBITDA im Segment easybell lag unverändert zum Vorjahr bei 3,0 Mio. EUR. Durch neue margenstarke Produkte kompensiert das Segment die oben beschriebenen planmäßigen Veränderungen im Umsatzmix.
Im Segment nacamar konnte das EBITDA um 0,3 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR gesteigert und damit wieder positiv werden. Die oben beschriebenen strategischen Änderungen und die Umsetzung der geplanten Reorganisation führten zu dieser erfreulichen Entwicklung.
EBIT- und Jahresergebnis
Das Betriebsergebnis (EBIT) ist im Jahr 2017 mit 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) leicht gesunken. Ursächlich hierfür sind die um 0,3 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR angestiegenen Abschreibungen (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis blieb mit -0,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die Finanzaufwendungen blieben mit 0,3 Mio. EUR konstant. Daneben konnten 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) als Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen ausgewiesen werden.
Ursache für den Anstieg der Steuerquote und dem gestiegenen Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) sind zum einen die Effekte aus der im Jahr 2017 abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfungen sowie der einmalige Ertrag aus der Auflösung von passiven latenten Steuern (0,2 Mio. EUR) im Vorjahr.
EPS: 0,13 EUR/Aktie
Im Ergebnis sank der Überschuss (Konzerngesamtergebnis) um 0,3 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter von 0,9 Mio. EUR belief sich der Konzernüberschuss der ecotel auf 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,13 EUR (Vorjahr: 0,24 EUR).
Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf
ecotel hat in 2017 alle prognostizierten Zielkorridore erreicht oder übertroffen.
Alle Prognosen erreicht oder übertroffen
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| Zielkorridor | ||||
|---|---|---|---|---|
| Prognostizierte Kennzahl | 2017 IST (Mio. EUR) |
Konzernabschluss 2016 (Mio. EUR) |
Präzisierung November 2017 (Mio. EUR) |
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| --- | --- | --- | --- | --- |
| Konzernumsatz | 120,6 | 95 bis 115 | 120 bis 130 | erreicht |
| davon ecotel Geschäftskunden | 47,6 | 45 bis 48 | 47,0 bis 47,5 | erreicht |
| davon Rohertragsmarge ecotel Geschäftskunden | 47,7 % | stabil | stabil | erreicht |
| davon ecotel Wholesale (vormals Wiederverkäufer) | 55,8 | 35 bis 50 | 35 bis 50 | übertroffen |
| davon New Business (jetzt in easybell und nacamar aufgeteilt) | 17,2 | 15 bis 17 | 16,5 bis 17,5 | erreicht |
| EBITDA | 6,9 | 6,5 bis 7,5 | rund 7,0 | erreicht |
| EBITDA vor Einmalaufwand für Schadenregulierung | 7,0 |
Finanzlage
Erwartet hohe Investitionen belastenden Free Cashflow
Die Finanzlage des Konzerns ist weiterhin sehr zufriedenstellend und solide. Der Free Cashflow ist mit minus 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) erwartungsgemäß durch hohe Investitionen negativ beeinflusst. Die Finanzmittel sind mit 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR) auf einem hohen Niveau. Demgegenüber stehen Verbindlichkeiten aus Finanzkrediten in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR). Das Nettofinanz-vermögen des Konzerns sank somit erwartungsgemäß auf 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Neben den ausgewiesenen Finanzmitteln stehen ecotel zum 31. Dezember 2017 Kreditlinien von insgesamt 8,0 Mio. EUR zur Verfügung, die in einem Umfang von bis zu 1,0 Mio. EUR für Avalschulden genutzt werden dürfen.
Wachstumsfinanzierung aus Nettofinanzvermögen heraus
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich um 1,8 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr trug im Wesentlichen die Entwicklung des Working Capital zu dieser Entwicklung bei. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr sanken, blieben die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu unverändert zum Vorjahr. Der deutliche Rückgang der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahr resultierte aus einem deutlich gestiegenen Umsatzvolumen des Segments ecotel Wholesale Ende 2015.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg im Geschäftsjahr erwartungsgemäß deutlich um 1,4 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR an. Dieser Anstieg spiegelt die vorhergesagten Wachstumsinvestitionen in leistungsfähige und kundenspezifische Hardwarekomponenten wider. Sowohl bei der Realisierung von Großprojekten als auch bei der ISDN-Transformation sind Investitionen notwendig, um die vom Kunden gewünschten Dienstleistungen erbringen zu können.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit sank um 2,4 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Zu Beginn des Jahres hat ecotel zur Finanzierung der oben beschriebenen Wachstumsinvestitionen ein langfristiges festverzinsliches Darlehen in Höhe von 3,0 Mio. EUR aufgenommen. Planmäßige Tilgungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) sowie die Auszahlungen für Zinsen (0,2 Mio. EUR), Dividendenzahlungen (0,8 Mio. EUR) sowie Auszahlungen an Fremdgesellschafter (0,5 Mio. EUR) waren ursächlich für den Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit.
Wie in den Vorjahren war ecotel in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen. Wichtige Ziele des Finanzmanagements sind zudem die Einhaltung der mit Banken vereinbarten Financial Covenants sowie die Minimierung von Kredit- und Zinsrisiken, soweit diese einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage ausüben können.
Vermögenslage
Solide Bilanzstruktur und -kennzahlen
Die Bilanzsumme des Konzerns betrug 41,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017 (Vorjahr: 41,5 Mio. EUR).
Aktiva und Passiva in Mio. EUR

Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 0,7 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR. Die Wachstumsinvestitionen in Höhe von 5,1 Mio. EUR überstiegen die Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Daneben haben sich die ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte im Zusammenhang mit der Bilanzierung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen um 0,1 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR und die aktivierten latenten Ertragsteuern um 0,2 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR erhöht.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken leicht um 0,5 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR. Während die Finanzmittel um 1,1 Mio. EUR sanken, erhöhten sich die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte um 0,3 Mio. EUR als Folge von abgeschlossenen und gezahlten mehrjährigen Wartungsverträgen in 2017 sowie abgegrenzten Initialaufwendungen für die Realisierung von Großprojekten.
Eigenkapitalquote unverändert bei 54 %
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital leicht um 0,1 Mio. EUR auf 22,5 Mio. EUR an. Auf der Grundlage der geringfügig höheren Bilanzsumme von 41,8 Mio. EUR ergibt sich somit eine Eigenkapitalquote von unverändert 54 %. Das Eigenkapital des Konzerns deckt die langfristigen Vermögenswerte. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzernanhang näher erläutert.
Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 1,8 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR. im Wesentlichen aufgrund des Saldos von Neuaufnahme eines 3,0 Mio. EUR Darlehens zu Beginn des Jahres 2017 und Tilgungsleistungen für die langfristigen Finanzkredite.
Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag.
Satzung / Kapitalstruktur
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Stammkapital unverändert bei 3.510.000 EUR
Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Konzernabschluss verwiesen.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2022 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.755.000,00 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Bedingte Kapitalerhöhung
Auf der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.755.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.755.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 bis zum 27. Juli 2022 von der ecotel ag begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben (Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien). Diese Ermächtigung darf von der ecotel ag nicht zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der ecotel ag befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Die nachfolgende Grafik zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grunc kapital der ecotel ag Ende 2017 mehr als 3 % beträgt. Basis sind die der ecotel ag bekanr gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedliche Stimmrechte.
Aktienbesitz (31.12.2017) in Prozent
Neue Aktionärsstruktur

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.
3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns
Der Konzern befindet sich weiterhin in einer sehr stabilen wirtschaftlichen Lage. Wesentliche Bilanzkennzahlen (Bilanzsumme, Eigenkapital sowie das Nettofinanzvermögen) haben sich im Geschäftsjahr erwartungsgemäß entwickelt. Die zukünftige Finanzierung ist durch Annuitätendarlehen und Kreditlinien sichergestellt. Die Ertragslage ist durch weitgehend vertraglich gesichert wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet. Zur geplanten Wachstumsstrategie sowie zur gesamten Chancen- und Risikosituation wird auf die Ausführungen im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht verwiesen.
III. Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses am 16. März 2018 ergaben sich keine nennenswerten Änderungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hätte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2018.
IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Kontroll- und Risikomanagementsystem
Frühzeitige Erkennung von Risiken durch ein Risikomanagementsystem
Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Konzern unterstützen ihn die Prokuristen sowie die Geschäftsführer der Tochterunternehmen. Mithilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken in Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in niedrig, mittel, hoch und sehr hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in vier Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt.
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| Vermögensschadensklasse | Mögliche Schadenshöhe |
|---|---|
| Sehr hoch | > 1.000.000 EUR |
| Hoch | 300.000-1.000.000 EUR |
| Mittel | 100.000-300.000 EUR |
| Niedrig | < 100.000 EUR |
Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.

Internes Kontrollsystem minimiert Fehlerpotenziale in der Finanzberichterstattung
Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 wurde in der ecotel ag eine interne Revision im Rahmen einer Vollauslagerung implementiert. Diese hat das Ziel, Prozesse und Systeme gemäß den IT-Anforderungen der »Mindestanforderungen an das Risikomanagement« (MaRisk) und den »Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT« (BAIT) zu prüfen. Diese Maßnahmen wurden notwendig, da ecotel sowohl Versicherungen als auch Banken durch verschiedene ITK-Lösungen bedient.
Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Konzern- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das Interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und -ausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur Beurteilung von komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden, wenn notwendig, externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärungen. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse. Abgeschlossene Zinsderivate werden regelmäßig überwacht.
2. Risiken der künftigen Entwicklung
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.
Operative Risiken
Operative Risikenbestehen im Wesentlichen aus Infrastrukturrisiken
Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z. B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung der Vertriebspartner, Forderungsmanagement sowie in der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung.
Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, welche ecotel konsequent umsetzt. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen, z. B. des nacamar-CDN, sind die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).
Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wurde eine n+1-Redundanz umgesetzt. Es existieren aber externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Die notwendigen Ausbau- und Renovierungsarbeiten werden vom Vorstand und der Geschäftsleitung eng überwacht und auf die möglichen Risiken für die ecotel hin überprüft (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).
Zur Umsetzung einer Geo-Redundanz bei der Rechenzentrums-Infrastruktur wurde in Düsseldorf eine weitere Rechenzentrumsfläche angemietet. Die Rechenzentren von Düsseldorf und Frankfurt sind über n x 10 Gbps redundant miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beide Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden PoPs. Bei Nichtverlängerung von Einkaufsverträgen oder bei einer Verschlechterung der Einkaufskonditionen kann dies zur Verschlechterung der Ertragslage führen. ecotel versucht diese Abhängigkeit von Vorlieferanten dadurch zu minimieren, dass sie für jedes wesentliche Produkt einen alternativen Vordienstleister vorhält. Dies ist zumindest in den Gebieten möglich, wo mehrere Vordienstleister parallele Infrastrukturen betreiben. Durch die Inbetriebnahme der ecotel-eigenen TNB-Infrastruktur verringert sich das Risiko im Bereich der bisher zugekauften Sprachvermittlungs-Dienstleistungen, da diese nunmehr durch ecotel selbst erbracht werden können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Bei der Auftragsumsetzung ist die ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten, der Stabilität der Systeme und Prozesse sowie von vorhandenen Personalkapazitäten. Bei einem möglichen Backlog besteht die Gefahr, Reputation bei den Vertriebspartnern und Kunden und sogar Aufträge zu verlieren. Um aufkommende Probleme und Verzögerungen zu erkennen und Lösungsansätze zu haben, hält das Management Kontakt zu den verschiedenen Ebenen der Vorlieferanten (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).
Der eigene Teilnehmernetzbetrieb bringt neben technischen Herausforderungen auch weitergehende Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz (Hacking, Fraud etc.) mit sich. Hier hat ecotel bereits entsprechend viel in technische und prozessuale Fraud-Managementsysteme investiert, um das Risiko zu minimieren und den Kunden bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 4).
Der derzeit vollzogene Wandel von traditionellen ISDN-Anschlussprodukten zu neuen NGN-All-IP Anschlussprodukten und der damit verbundene technische, organisatorische und prozessuale Aufwand für die Migration der Kunden in den nächsten Jahren birgt das Risiko von Kundenverlusten und damit Umsatzrückgängen sowie hohen Auslastungen der operativen und technischen Bereiche (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 1).
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsriskien sowie Zinsrisiken.
Ein Kreditrisiko besteht, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).
Covenants in den Kreditverträgen wurden sicher eingehalten
ecotel hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA / Umsatzerlöse und Nettoverschuldung / EBITDA) liegt ecotel derzeit deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2018 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).
Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Da das Währungsrisiko nach Auslaufen der kontrahierten Sicherungsgeschäfte in Vorjahren gering war, wurden im Vorjahr und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.
ecotel verfügte zum Jahresende 2017 über liquide Mittel in Höhe von 6,4 Mio. EUR. Das Netto-finanzvermögen betrug zum Jahresende 1,2 Mio. EUR. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel Betriebsmittellinien von insgesamt 8,0 Mio. EUR. Davon können 1,0 Mio. EUR als Avallinie genutzt werden. Es bestehen aktuell keine Zinsrisiken bei ecotel, da die ausstehenden Darlehen festverzinslich sind. Um eventuell zukünftig steigenden Marktzinsen teilweise entgegenzuwirken, hat ecotel ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.
Rechtliche Risiken
ecotel ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbsund Patentrecht sowie das Steuerrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Der Konzern identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ sowie qualitativ die potenziellen rechtlichen sowie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 sieht sich der Konzern keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.
Steuerliche Risiken
Risiken ergeben sich für den Konzern dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet wurden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht der Konzern laufend steuerliche Risiken, die sich bspw. aus der Steuergesetzgebung, geänderten Verwaltungsauffassungen oder der Steuerrechtsprechung ergeben können. Im Jahr 2017 wurde eine steuerliche Außenprüfung des gesamten Konzerns für die Jahre 2012 bis 2014 beendet. Die daraus resultierenden Auswirkungen wurden im Jahresabschluss vollständig berücksichtigt.
Strategische Risiken
Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung für die Bereiche Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT. Verzögerungen bei der Umstellung auf innovative NGN-Voice-Produkte könnten dazu führen, dass ecotel seine Ertragsziele für Neuprodukte in den nächsten Jahren nicht oder nur zeitlich verzögert erreicht (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).
ecotel bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über wenige Vorlieferanten. Auch und gerade vor dem Hintergrund des momentan vor allem durch die Deutsche Telekom vorangetriebenen Technologiewandels von ISDN auf All-IP wird für ecotel der Zugang zu schnellen und flächendeckenden Leitungsnetzen wichtiger. Die Einkaufsverträge mit den wesentlichen Lieferanten haben alle Laufzeiten, die über das Jahr 2018 hinausgehen. Derzeit ist ecotel in Gesprächen mit alternativen Lieferanten, um auch in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähige All-IP-Dienste anbieten zu können, ohne die bisherige Praxis der Mehrlieferantenstrategie aufgeben zu müssen (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Risiken des Marktumfelds
Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt. Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Zugang zu flächendeckenden breitbandigen Anschlüssen ist Grundvoraussetzungfür NGN-Produkte der Zukunft
Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).
Gesamtrisiko kalkulierbar
Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der ecotel konkret gefährden und dass ecotel auch 2018 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
3. Chancen der künftigen Entwicklung
Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel nachhaltig prägen können. Die Chancensituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.
Umsatzsteigerung durch die Vermarktung der neuen Produkte im Bereich Voice over IP und Hosted PBX
Zwei wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind der Ersatz von ISDN-Technologie durch Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / Centrex). Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. Die Deutsche Telekom hält an ihrem kommunizierten Plan fest, bis Ende 2018 die ISDN-Technologie durch VoIP-Technologie zu ersetzen.
Für viele Geschäftskunden könnte das notwendige Investitionen in bestehende Telefon- / Kommunikationsanlagen bedeuten. ecotel hat hierfür neue innovative Produkte eingeführt, mit denen Kunden diese Investitionen vermeiden können. Hierbei handelt es sich zum einen um SIP-Anschlüsse für Geschäftskunden zur Anbindung von IP-fähigen Telefonanlagen. Zum anderen bietet ecotel mit Hilfe von Gateways auch eine Lösung an, die dem Weiterbetrieb der bestehenden Telefonanlage ermöglicht.
Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im Datenbereich
Die Datenumsätze inkl. Hosting machen derzeit bereits mehr als 50 % der Geschäftskundenumsätze aus. Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass diese Quote noch stärker wachsen könnte, als in den momentanen Planungen berücksichtigt, unter anderem durch den Ausbau von Glasfasertechnologie und der Entwicklung einer Open-Access-Plattform.
Umsatzsteigerung und Verbesserung der Rohertragsmarge im ecotel Geschäftskundensegment durch eigenen Teilnehmernetzbetrieb (TNB)
ecotel hat vollständige Produktpalette um Wünsche der Kunden zu erfüllen
ecotel profitiert als Teilnehmernetzbetreiber zusätzlich auch durch Vereinnahmung von sog. Terminierungsentgelten von eingehenden Verbindungen zu den ecotel Kundenanschlüssen. Neben dieser Ertragsposition besteht die besondere Chance für ecotel darin, nun ein von den Vorleistern weitgehend unabhängiges Produkt- und Tarifportfolio zu entwickeln. Dies ermöglicht idealerweise neben einer höheren Wertschöpfung auch eine zielgenauere Kundenfokussierung: denkbar sind z. B. spezielle Bündelangebote für Kooperationen und bestimmte Branchen. Bislang hat ecotel primär Vorleistungsprodukte veredelt, nun besteht die Möglichkeit, die gewonnenen Erfahrungen direkt in das grundsätzliche Produktdesgin einfließen zu lassen - zugunsten geringerer Produktionskosten und einer höheren Attraktivität für Vermarktungspartner und Kunden. Durch den derzeit immer stärker Transformationsprozess von ISDN zu All-IP-Produkten im Geschäftskundenumfeld wird sich das Geschäftsvolumen auf dieser Basis deutlich erhöhen und somit die Ertragskraft steigern.
Weitere Gewinnung von Großkunden
Die erfolgreiche Umsetzung von Großprojekten, vor allem im Jahr 2017, verschafft ecotel weitere Möglichkeiten, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen umzusetzen. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie zentrale Firewall-Services im ecotel Rechenzentrum. Im Geschäftsjahr 2017 konnte ecotel in diesem Bereich sehr gute Erfolge erzielen und sieht weiteres Wachstumspotenzial.
Strategische Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT
Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, das heißt die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste - beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing / Colocation Services im ecotel Rechenzentrum.
Anders als viele multinationale Cloud-Anbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil.
Weitere Umsatz- und Ertragssteigerung bei easybell
Im Anschlussgeschäft hat easybell in den letzten beiden Jahren die Vorleistermigration von Telefonica Deutschland auf andere Vorleister (im Wesentlichen QSC) nahezu vollständig abgeschlossen. Diese Migration wurde notwendig, da Telefonica Deutschland sich aus dem Anschlussgeschäft zurückzieht und die Dienste daher nicht mehr anbietet. Das Geschäft mit Call-by-Call-Minuten ist planmäßig weiter rückläufig. Dem entgegen hat easybell das Geschäft mit NGN-Sprachdiensten für kleine Geschäftskunden (SIP-Trunk) sowie eines neues Routermietmodell (www.routermiete.de) erfolgreich in den Markt gebracht. Diese neuen Produkte und weitere Produktideen können die Umsatzentwicklung und die Ertragskraft von easybell künftig positiv beeinflussen.
Neue Produkte bei nacamar
nacamar hat sich nach der Managementreorganisation in 2016 und der strategischen Neuausrichtung auf digitale Mediendienste für broadcasting Kunden sehr gut positioniert und arbeitet derzeit an neuen innovativen Lösungen im All-IP-Radiosegment. Diese Fokus-sierung und diese neuen Lösungen können sich positiv auf die Umsatzentwicklung und Ertragskraft von nacamar auswirken.
Profitables Wachstum der mvneco GmbH
mvneco entwickelt sich immer mehr zu einem IT-Systemhaus für Telekommunikationsanbieter und damit einhergehende Geschäftsmodelle. Daraus können sich Chancen ergeben, die im Moment nicht umfänglich absehbar sind.
4. Prognosebericht
Hinweise zu Prognosen
Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder auf andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der ecotel liegen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der ecotel wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden, ecotel kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden, und lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.
Entwicklung des Auftragseinganges in Total Contract Value (TCV)
Hoher Auftragseingang als Basis für weiteres B2B-Wachstum

Prognose
In Deutschland wird für die Gesamtwirtschaft eine positive Wachstumsrate erwartet. Diese wird durch die anhaltend positive Entwicklung der privaten Konsumausgaben und durch steigende Investitionen getragen. Die in diesem Konzernlagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Marktsituation sowie die Bewertung der Risiken- und Chancensituation veranlasst den Vorstand, folgende Erwartungen für die kommenden Geschäftsjahre zu formulieren:
Prognose 2018
Erwartung 2018: Konzernumsatz 90 bis 120 Mio. EUR; EBITDA 7,0 bis 8,0 Mio. EUR
ecotel hat mit seiner neuen Produktpalette im Segment ecotel Geschäftskunden, auf Basis des eigenen Teilnehmernetzbetriebes alles, was Kunden benötigen, um den momentanen Wandel von ISDN zu All-IP erfolgreich und effizient zu meistern. Diese Produktpalette wird im Rahmen der Multicarrierstrategie kundenindividuell ausgewählt und von ecotel gemanaged. Dass dies der richtige Weg ist, zeigt nicht zuletzt der Auftragseingang im Kernsegment ecotel Geschäftskunden, der im Jahr 2017 im Bereich der Neuaufträge erneut deutlich gesteigert werden konnte.
Der Vorstand erstellt folgende Prognose:
Für 2018 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz von 90 bis 120 Mio. EUR und ein EBITDA im Korridor von 7,0 bis 8,0 Mio. EUR.
Hierbei erwartet der Vorstand, dass sich die Umsätze im Kernsegment ecotel Geschäftskunden bei leicht steigender Rohertragsmarge und damit einhergehend steigenden Roherträgen in einem Korridor von 48 bis 50 Mio. EUR bewegen werden. Für das Segment easybell wird ein Umsatz von 14 bis 16 Mio. EUR, für das Segment nacamar ein Umsatz von 2 bis 3 Mio. EUR erwartet. Für das margenschwache Segment ecotel Wholesale ist eine Umsatzplanung nur eingeschränkt möglich, da dieses Geschäft erfahrungsgemäß großen Schwankungen unterliegt. ecotel prognostiziert hier einen Umsatz von 25 bis 50 Mio. EUR. Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken - wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhen - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. Auf die Erläuterungen zu den »Hinweisen zu Prognosen« weisen wir hin.
Mittelfristplanung
Das Management verfolgt die Zielsetzung, das Geschäft der ecotel nachhaltig zu betreiben und dabei gleichzeitig die Ertrags- und Profitabilitätskennzahlen zu steigern, ohne die Substanz des Konzerns anzugreifen. Hierzu gehören zielgerichtete Investitionen in den Ausbau von Geschäftsfeldern, neue Produkte, Technik, IT und Sicherheit, aber auch Investitionen in Mitarbeiter und Optimierungen von Organisationsstrukturen. Der dann noch verbleibende Free Cashflow soll zur Tilgung von Fremdkapital und für die Aktionärsvergütung (z. B. Dividendenzahlung) verwendet werden. Hierzu wird auch auf die Ausführungen im Abschnitt Konzernsteuerung verwiesen.
ecotel sieht sich durch die erfolgreiche Einführung der neuen Produkte sowie durch den derzeit sehr erfreulichen Auftragseingang gut aufgestellt, um den momentan sehr schnell wechselnden Herausforderungen des Telekommunikationsmarktes zu begegnen. Aus den oben beschriebenen besonderen Entwicklungen - vor allem der Notwendigkeit der Migration von Kundenverträgen, deren Umsetzungszeit und -erfolg momentan nur schwer einschätzbar ist, allerdings wesentlichen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns haben wird - sieht der Vorstand davon ab, eine quantitative Aussage zur Mittelfristplanung zu geben.
V. Vergütung der Organmitglieder und des Aufsichtsrats
1. Vergütungssystem Organmitglieder
Vergütung der Organmitglieder (Vorstand)
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel ag erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und des Vorstandsvergütungsgesetzes (VorstAG) sowie der Vorgaben des Deutschen Coporate Governance Kodex (DCKG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z. B. Auftragseingang, Umsatz, EBITDA) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder und alle weiteren Organe des Konzerns eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung für die Vorstände abgeschlossen. Zudem steht den Vorstandsmitgliedern jeweils ein Firmenwagen zu. Es bestehen weder Aktienoptionsprogramme für die Organmitglieder, noch wurden Kredite an die Organmitglieder gewährt. Daneben existieren keine Regelungen für das vorzeitige Ausscheiden von Organmitgliedern.
2. Vergütungssystem des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jede Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats (nicht aber eines Ausschusses des Aufsichtsrats) ein Sitzungsgeld. Die ecotel ag erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die durch die Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat eine zeitanteilige Vergütung. Die ecotel ag stellt den Mitgliedern des Aufsichtsrats Versicherungsschutz für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit zur Verfügung.
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2017 bestellt:
| ― | Dr. Norbert Bensel, selbstständiger Unternehmensberater, Berlin (Vorsitzender) |
| ― | Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Tim Schulte Havermann, Kaufmann, Recklinghausen |
| ― | Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg |
| ― | Sascha Magsamen, Kaufmann, Oestrich-Winkel |
| ― | Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Kronberg im Taunus |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrats:
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| Aufsichtsrat | Vergütung 2017 in EUR |
Vergütung 2016 in EUR |
|---|---|---|
| Dr. Norbert Bensel | 24.000 | 25.000 |
| Mirko Mach | 19.000 | 20.000 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 14.000 | 14.000 |
| Brigitte Holzer | 14.000 | 13.000 |
| Sascha Magsamen | 14.000 | 14.000 |
| Tim Schulte Havermann | 14.000 | 7.000 |
| Dr. Barbara Bludau | - | 8.833 |
| Summe | 99.000 | 101.833 |
3. Angaben nach Deutschem Corporate Governance Kodex
Die nachfolgende Tabelle zeigt für jedes Vorstandsmitglied die für das Geschäftsjahr 2017 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung (gemäß Mustertabelle 1 zu Ziffer 4.25 Absatz 3 (1. Spiegelstrich) Deutscher Corporate Governance Kodex).
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| Peter Zils CEO | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährung in TEUR |
2017 (Zielwert) | 2016 (Zielwert) | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 330 | 330 | 330 | 330 |
| Nebenleistungen | 23 | 23 | 23 | 23 |
| Summe | 353 | 353 | 353 | 353 |
| Einjährige var. Vergütung | 13 | 33 | 0 | 66 |
| Mehrjährige var. Vergütung | 13 | 18 | 0 | 34 |
| Davon Nachhaltigkeit 2017 | 0 | 9 | 0 | 0 |
| Davon Nachhaltigkeit 2018 | 7 | 9 | 0 | 17 |
| Davon Nachhaltigkeit 2019 | 6 | 0 | 0 | 17 |
| Summe | 379 | 404 | 353 | 453 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 379 | 404 | 353 | 453 |
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| Achim Theis CCO | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährung in TEUR |
2017 (Zielwert) | 2016 (Zielwert) | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 220 | 220 | 220 | 220 |
| Nebenleistungen | 17 | 17 | 17 | 17 |
| Summe | 237 | 237 | 237 | 237 |
| Einjährige var. Vergütung | 59 | 33 | 0 | 66 |
| Mehrjährige var. Vergütung | 26 | 18 | 0 | 34 |
| Davon Nachhaltigkeit 2017 | 0 | 9 | 0 | 0 |
| Davon Nachhaltigkeit 2018 | 13 | 9 | 0 | 17 |
| Davon Nachhaltigkeit 2019 | 13 | 0 | 0 | 17 |
| Summe | 322 | 288 | 237 | 337 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 322 | 288 | 237 | 337 |
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| Johannes Borgmann (bis 31. August 2016) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährung in TEUR |
2017 (Zielwert) | 2016 (Zielwert) | 2017 (Min.) | 2017 (Max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | - | 147 | - | - |
| Nebenleistungen | - | 18 | - | - |
| Summe | - | 165 | - | - |
| Einjährige var. Vergütung | - | 22 | - | - |
| Mehrjährige var. Vergütung | - | 12 | - | - |
| Davon Nachhaltigkeit 2016 | - | 6 | - | - |
| Summe | - | 199 | - | - |
| Versorgungsaufwand | - | 0 | - | - |
| Gesamtvergütung | - | 199 | - | - |
Herr Borgmann ist am 31. August 2016 ausgeschieden.
Die nachfolgende Tabelle zeigt für jedes Vorstandsmitglied den Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2017 aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler, langfristiger Vergütung und sonstiger Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren (gemäß Mustertabelle 2 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 {2. Spiegelstrich} Deutscher Corporate Governance Kodex).
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| Peter Zils CEO | Achim Theis CCO | Johannes Borgmann CFO | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss in TEUR |
2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 330 | 330 | 220 | 220 | - | 147 |
| Nebenleistungen | 23 | 23 | 17 | 17 | - | 13 |
| Summe | 353 | 353 | 237 | 237 | - | 160 |
| Einjährige var. Vergütung | 13 | 33 | 59 | 33 | - | 0 |
| Mehrjährige var. Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | - | 0 |
| Davon Nachhaltigkeit 2014 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | 0 |
| Gesamtvergütung | 366 | 386 | 296 | 270 | - | 160 |
Für Vorstände wurden in den Jahren 2017 und 2016 keine Versorgungsaufwendungen gezahlt.
Im Geschäftsjahr 2017 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats auch Mitglieder in folgenden Gremien bzw. haben folgende hauptberufliche Tätigkeiten ausgeübt:
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| Aufsichtsratsmitglied | Funktion | Unternehmen |
|---|---|---|
| Dr. Norbert Bensel | Geschäftsführer | NB Consulting- und Beteiligungs GmbH, Berlin |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker AG, i. L., Kirkel | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG, Berlin | |
| Mitglied des Beirats | IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf | |
| Vorstand | EL-Net Consulting AG, München | |
| Brigitte Holzer | Inhaberin, Geschäftsführerin | Holzer Holding GmbH, Berg |
| CFO/ Geschäftsführerin | PPRO Financial Ltd, London (Großbritannien) | |
| Geschäftsführerin | WKV prepaid GmbH, Maria Enzersdorf (Österreich) | |
| Geschäftsführerin | Pay Plus Services GmbH, München | |
| Geschäftsführerin | PPRO Holding GmbH, München | |
| CFO/ Geschäftsführerin | PPRO INC., Atlanta (Georgia/USA) | |
| Mirko Mach | Geschäftsführender Gesellschafter | MPC Service GmbH, Heidelberg |
| Sascha Magsamen | Vorsitzender des Aufsichtsrats | MediNavi AG, München |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | Tyros AG, Hamburg | |
| Stellvertr. Vorsitzender des Aufsichtsrats | Ecolutions GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | ICM Media Ag, Frankfurt am Main | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Hallgartener Weinkeller EG, Oestrich-Winkel | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Weberhof AG, Heiligenhaus | |
| Vorstand | PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main | |
| Vorstand | Impera Total Return AG, Frankfurt am Main | |
| Vorstand | Inspire AG, Salzkotten | |
| Vorstand | Mood and Motion AG iL, Frankfurt am Main | |
| Vorstand | Novetum AG, Frankfurt am Main | |
| Liquidator | GBS Asset Management AG IL, Frankfurt am Main | |
| Liquidator | ENNF UG iL | |
| Geschäftsführer | Mattiak Immobilienverwaltungsgesellschaft mbh, Frankfurt am Main | |
| Dr. Thorsten Reinhard | Partner (Member) | Noerr LLP, London (Großbritannien) |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | ISS Facility Service Holding GmbH, Düsseldorf | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | ISS VSG GmbH, Lübbenau | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Wackler Holding SE, München | |
| Tim Schulte Havermann | Geschäftsführer | LaBrea Vermögensverwaltung GmbH, Berlin |
| Geschäftsführer | conCapital VV GmbH, Berlin | |
| Geschäftsführer | TMT Gruppe GmbH, Berlin | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | ecoblue AG, München | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | PIAG ProInvest Real Estate AG, Dresden | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | GVA Real Estate AG, Berlin |
VI. Übernahmerelevante Angaben
Für Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane im Konzern bestehen, mit Ausnahme eines Sonderbonus von insgesamt 0,3 Mio. EUR, keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme. Weitere Vereinbarungen zwischen ecotel und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht.
Bis zum 31. August 2018 besteht keine an einen Kontrollwechsel gebundene Vereinbarung zwischen ecotel und juristischen Personen.
Ab dem 1. September 2018 hat der Mitgesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, sodass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.
VII. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289f HGB sowie nach § 315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/websites/ecotel/German/6500/entsprechenserklaerung-2018.html) dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 16. März 2018
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Achim Theis
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, den 16. März 2018
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Achim Theis
Konzernabschluss
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017
Aktiva
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| EUR | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | (1) | 12.515.062,59 | 12.692.591,72 |
| II. Sachanlagen | (2) | 8.471.686,18 | 8.751.550,31 |
| III. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen | (3) | 589.255,97 | 704.062,70 |
| IV. Latente Ertragsteueransprüche | (5) | 168.079,33 | 333.732,79 |
| Summe Langfristige Vermögenswerte | 21.744.084,07 | 22.481.937,52 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (4) | 9.295.198,15 | 9.294.375,00 |
| II. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (4) | 1.750.714,19 | 1.845.388,63 |
| III. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | (4) | 674.474,72 | 996.286,89 |
| IV. Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (5) | 601.529,51 | 783.621,13 |
| V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (6) | 7.453.782,80 | 6.393.218,27 |
| Summe Kurzfristige Vermögenswerte | 19.775.699,37 | 19.312.889,92 | |
| Summe Aktiva | 41.519.783,44 | 41.794.827,44 | |
| Passiva | |||
| EUR | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
| A. Eigenkapital | (7) | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 3.510.000,00 | 3.510.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 1.833.254,38 | 1.833.254,38 | |
| III. Sonstige Rücklagen | 14.275.530,10 | 13.934.160,76 | |
| Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens | 19.618.784,48 | 19.277.415,14 | |
| IV. Anteile anderer Gesellschafter | 2.829.118,52 | 3.235.118,67 | |
| Summe Eigenkapital | 22.447.903,00 | 22.512.533,81 | |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| I. Latente Ertragsteuern | (8) | 718.362,53 | 842.999,57 |
| II. Langfristige Darlehen | (9) | 2.167.705,00 | 3.859.369,00 |
| Summe Langfristige Verbindlichkeiten | 2.886.067,53 | 4.702.368,57 | |
| C. Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| I. Tatsächliche Ertragsteuern | (8) | 411.291,13 | 759.628,75 |
| II. Kurzfristige Darlehen | (9) | 1.795.836,00 | 1.308.336,00 |
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (9) | 11.673.700,31 | 10.408.124,87 |
| IV. Rückstellungen | (9) | 28.500,00 | 54.176,00 |
| V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (9) | 1.328.049,77 | 1.330.004,48 |
| VI. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | (9) | 948.435,70 | 719.654,96 |
| Summe Kurzfristige Verbindlichkeiten | 16.185.812,91 | 14.579.925,06 | |
| Summe Passiva | 41.519.783,44 | 41.794.827,44 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2017
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| EUR | Anhang | 1.1.-31.12.2016 | 1.1.-31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (12) | 116.619.515,28 | 120.623.516,48 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | (13) | 693.784,51 | 553.388,72 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 503.431,57 | 528.566,16 | |
| 4. Gesamtleistung | 121.705.471,36 | ||
| 5. Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | (14) | -88.174.704,69 | -90.747.349,94 |
| 6. Personalaufwand | (15) | ||
| 6.1 Löhne und Gehälter | -11.373.772,56 | -11.791.344,72 | |
| 6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -1.744.607,94 | -1.888.239,85 | |
| 7. Planmäßige Abschreibungen | (16) | -4.281.418,29 | -4.648.691,10 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (17) | -9.894.537,22 | -10.420.794,83 |
| 9. Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 2.209.050,92 | ||
| 10. Finanzerträge | 11.565,05 | 21,46 | |
| 11. Finanzaufwendungen | -299.045,55 | -308.663,56 | |
| 12. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen | 206.277,59 | 214.806,73 | |
| 13. Finanzergebnis | (18) | -81.202,91 | -93.835,37 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern | 2.266.487,75 | 2.115.215,55 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (19) | -538.500,41 | -753.284,74 |
| 16. Überschuss (= Konzerngesamtergebnis) | 1.727.987,34 | 1.361.930,81 | |
| 17. Zurechnung des Überschusses an die | |||
| 17.1 Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss) | 833.816,06 | 465.730,66 | |
| 17.2 Anteile anderer Gesellschafter | (20) | 894.171,28 | 896.200,15 |
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| EUR | Anhang | 1.1.-31.12.2016 | 1.1.-31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | (21) | 0,24 | 0,13 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (21) | 0,24 | 0,13 |
Mangels entsprechender Sachverhalte wird auf die Darstellung des »Sonstigen Ergebnisses« (»other comprehensive income«) verzichtet.
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017 (siehe Anhang Tz. 22)
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern | 2.266 | 2.115 |
| Zinsergebnis | 169 | 191 |
| Abschreibungen auf Langfristige und Kurzfristige Vermögenswerte | 4.281 | 4.649 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen | -206 | -215 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0 | 2 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.421 | 1 |
| Zunahme (-) /Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -37 | -582 |
| Zunahme (+) /Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -7.773 | -1.260 |
| Zunahme (+) /Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | -112 | -82 |
| Gezahlte (-) / Erhaltene (+) Ertragsteuern | -1.017 | -587 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 5.993 | 4.232 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -4.036 | -5.108 |
| Einzahlung aus Rückzahlungen von Eigenkapital von nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen | 388 | 100 |
| Zinseinzahlungen | 12 | 0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -3.636 | -5.008 |
| Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 0 | 3.000 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | -1.171 | -1.796 |
| Zinsauszahlungen | -180 | -191 |
| Dividendenzahlungen | -807 | -807 |
| Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter | -490 | -490 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -2.648 | -284 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | -291 | -1.061 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 7.745 | 7.454 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.454 | 6.393 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
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| Gewinnrücklagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| TEUR Anhang (7) | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige Gewinnrücklagen | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2016 | 3.510 | 1.833 | 12.626 | 1.623 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | -807 | 0 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 | 1.623 | -1.623 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 0 | 815 | -1.623 |
| Konzernergebnis 2016 | 0 | 0 | 0 | 834 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 0 | 0 | 834 |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 3.510 | 1.833 | 13.442 | 834 |
| Stand am 1. Januar 2017 | 3.510 | 1.833 | 13.442 | 834 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | -807 | 0 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 | 834 | -834 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 0 | 27 | -834 |
| Konzernergebnis 2017 | 0 | 0 | 0 | 466 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 0 | 0 | 466 |
| Stand am 31. Dezember 2017 | 3.510 | 1.833 | 13.468 | 466 |
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| TEUR Anhang (7) | Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens | Anteile anderer Gesellschafter |
| --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2016 | 19.592 | 2.425 |
| Ausschüttungen | -807 | -490 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | -807 | -490 |
| Konzernergebnis 2016 | 834 | 894 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 834 | 894 |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 19.619 | 2.829 |
| Stand am 1. Januar 2017 | 19.619 | 2.829 |
| Ausschüttungen | -807 | -490 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | -807 | -490 |
| Konzernergebnis 2017 | 466 | 896 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 466 | 896 |
| Stand am 31. Dezember 2017 | 19.277 | 3.235 |
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| TEUR Anhang (7) | Summe |
|---|---|
| Stand am 1. Januar 2016 | 22.017 |
| Ausschüttungen | -1.297 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | -1.297 |
| Konzernergebnis 2016 | 1.728 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 1.728 |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 22.448 |
| Stand am 1. Januar 2017 | 22.448 |
| Ausschüttungen | -1.297 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | -1.297 |
| Konzernergebnis 2017 | 1.362 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 1.362 |
| Stand am 31. Dezember 2017 | 22.513 |
In den Summen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.
Konzernanhang der ecotel communication ag Grundlagen bei der Rechnungslegung
Allgemeine Angaben
Die ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Informations- und Telekommunikationsanforderungen (ITK) von Kunden speziaIisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt). ecotel berichtet über folgende Segmente:
Das Segment ecotel Geschäftskunden ist der Kernbereich der ecotel ag und beinhaltet das gesamte Geschäft rund um die Vermarktung integrierter Produktportfolios aus Sprach- und Datendienste (ITK-Lösungen) sowie die Geschäftstätigkeiten der Minderheitsbeteiligung mvneco GmbH. Das Segment ecotel Wholesale beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier. Das Segment easybell umfasst das gesamte Geschäft der easybell Gruppe. Die easybell Gruppe vermarktet vor allem Breitband-Internetanschlüsse und VoIP-Telefonie für Privatkunden sowie SIP-Trunking-Angebote für kleinere Unternehmen. Daneben betreibt die easybell Gruppe ein Routermietmodell (www.routermiete.de) und bietet günstiges Call-by-Call für inländische und ausländische Telefonate an. Das Segment nacamar umfasst die Geschäftstätigkeiten des Tochterunternehmens nacamar und bietet Content-Delivery-Netwerk (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an. Die Segmentberichterstattung wurden zum Jahresende 2017 geändert. Nähere Informationen finden sich im Konzernanhang (25).
Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen.
Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.
Der geprüfte Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht wird im Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird am 20. März 2018 durch Weitergabe vom Vorstand an den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der ecotel wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §315e Abs.1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die KonzernBilanz, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung sowie die Konzern-Eigen-kapitalveränderungsrechnung enthalten jeweils Vergleichszahlen für ein Vorjahr.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und KonzernGesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert.
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dabei werden Aufwendungen im Gewinn oder Verlust nach ihrer Art zusammengefasst und nicht nach ihrer Zugehörigkeit zu einzelnen Funktionsbereichen des Unternehmens umverteilt.
Da ecotel weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2017 über entsprechende Sachverhalte verfügte, wird auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses (»other comprehensive income«) im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlichen für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.
Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet.
Erstmals im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«). Es werden nur die neuen oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB dargestellt, die aufgrund der momentanen Geschäftstätigkeit der ecotel theoretisch Auswirkungen haben könnten.
Erstmals zum 31. Dezember 2017 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB
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| Standard / Interpretation | Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB | Erstmalige Pflichtanwendung in der EU |
|---|---|---|
| Änderungen an IAS 7 »Kapitalflussrechnung«: Angabeninitiative | 1. Januar 2017 | 1. Januar 2017 |
| Änderungen an IAS 12 »Ertragsteuern«: Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste | 1. Januar 2017 | 1. Januar 2017 |
| Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2014-2016 (1 von 3 Änderungen) Änderung an IFRS 1 »Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards« | 1. Januar 2017 | 1. Januar 2017 |
Die erstmalige Anwendung dieser Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel.
Noch nicht im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 anzuwendende neue oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 wurden die folgenden neuen Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«). Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet (siehe Tabelle folgende Seite).
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| Standard/ Interpretation | Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB | Erstmalige Pflichtanwendung in der EU |
|---|---|---|
| IFRS 9 »Finanzinstrumente« | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 |
| IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen mit Kunden« | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen mit Kunden«: Klarstellungen | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen mit Kunden«: Erstanwendungszeitpunkt | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IFRS 4 »Versicherungsverträge«: Anwendung von IFRS 9 »Finanzinstrumente« gemeinsam mit IFRS 4 »Versicherungsverträge« | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 |
| IFRS 16 »Leasingverhältnisse« | 1. Januar 2019 | 1. Januar 2019 |
| Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2014-2016 (2 von 3 Änderungen) Änderung an IFRS 12 »Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen« | 1. Januar 2018 | 1. Januar 2018 |
Eine vorzeitige Anwendung der künftig verpflichtend anzuwendenden neuen und Änderungen von Verlautbarungen erfolgt nicht bzw. ist nicht beabsichtigt. Im Folgenden werden die voraussichtlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel dargestellt:
IFRS 9 »Finanzinstrumente« enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bilanzierung und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Das IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung« vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― | Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert. |
| ― | Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor. |
| ― | Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instrumentes als auch des Geschäftmodells, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung. |
| ― | Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zur erfassen. |
| ― | IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlust zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung sind die Zinserträge auf Grundlage des Nettobuchwertes (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfassen (Stufe 3). Für bestimmte finanzielle Vermögenswerte (z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) ist ein vereinfachtes Modell anzuwenden. |
| ― | Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschrif-ten sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 »Finanzinstrumente: Anhangangaben« ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen. |
Der finale IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. ecotel wird den neuen Standard retroperspektiv zum 1. Januar 2018, mit der praktischen Ausnahme, die der Standard zulässt, anwenden. Vergleichswerte für das Jahr 2017 werden nicht angepasst. ecotel verfügt im Wesentlichen über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente. Das Geschäftsmodell sieht im Moment das Halten der Forderungen vor, sodass keine Auswirkungen aus einer anderen Klassifizierung zu erwarten sind. Bei der Einstufung von finanziellen Verbindlichkeiten nutzt ecotel keine Fair-Value-Option, sodass auch hier keine Auswirkungen zu erwarten sind. Tendenziell führen die neuen Vorschriften allerdings zu einer früheren Erfassung von Wertminderungen bzw. Ausfallrisiken. Es werden Auswirkung auf die Bilanz in Höhe von 0,1 Mio. EUR erwartet.
Im Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen mit Kunden« veröffentlicht. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Gleichzeitig werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Die Fragen, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, sind mithilfe des 5-Stufen-Modells zu beantworten. Daneben enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangangaben. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt; eine frühere Anwendung ist zulässig.
Der Konzern ist mit seinem Geschäftsmodell von den Änderungen des IFRS 15 betroffen. Das Geschäftsmodell des Konzerns - vor allem im Segment ecotel Geschäftskunden - sieht zum Teil Mehrkomponentenverträge mit separaten Leistungsverpflichtungen über eine definierte Vertragslaufzeit vor. Neben der Bereitstellung einer kundenspezifischen Datenleitung (inkl. notwendiger Hardwarekomponeten) werden verschiedene Dienste und Services, sowie Bereitstellungsdienste in einem Kundenvertrag gebündelt. Durch die von IFRS 15 geforderte Verteilung des Transaktionspreises in Relation zu den Einzelveräußerungspreisen der Leistungsverpflichtungen werden die Einnahmen, die zu keiner Leistungsverpflichtung gehören, sowie die Einnahmen, bei denen die Leistungsverpflichtung nicht überwiegend zu Beginn erbracht wird, in Zukunft über die Laufzeit des Vertrags als Umsatz realisiert. Daneben werden künftig Vertragserfüllungskosten, beispielsweise Zahlungen für Anschlussleistungen der Lieferanten, über die Vertragslaufzeit abgegrenzt. Dies führt im Ergebnis zur Bildung von vertraglichen Vermögenswerten sowie Schulden. ecotel wird das Wahlrecht zur vereinfachten Erstanwendung anwenden, d. h. Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden nicht angepasst. Der kumulierte Effekt aus der Umstellung wird zum 1. Januar 2018 erfolgsneutral gegen sonstige Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen.
Basierend auf der aktuellen Einschätzung des Managements und den Ergebnissen der durchgeführten Betroffenheitsanalyse erwartet ecotel aus der Umstellung einen in den Gewinnrücklagen zu erfassenden verringerten kumulierten Effekt vor Berücksichtigung latenter Steuern von 0,2 Mio. EUR. Der Effekt resultiert im Wesentlichen aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten aus der Aktivierung von Kundengewinnungskosten, sowie Vertragserfüllungskosten, die nach IFRS 15 zu einer späteren Erfassung im Aufwand geführt hätten. Dieser Effekt wird durch den erstmaligen Ansatz von vertraglichen Schulden aus der Verteilung der Umsatzerlöse gemäß der Verteilung der Leistungsverpflichtungen in Relation zu den Einzelveräußerungspreisen, die nach IFRS 15 zu einer späteren Erfassung als Umsatz geführt hätten, vermindert.
Wie zuvor dargestellt, führt IFRS 15 zu einer späteren Aufwands- und Umsatzerfassung für die bis zur Aufstellung des Abschlusses noch nicht abgeschlossenen Verträge. Da diese Effekte aus der Umstellung auf die neue Bilanzierung jedoch erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden, können sich ergebniswirksame Auswirkungen im Geschäftsjahr 2018 lediglich aus Veränderungen bei der Realisation von Erlösen und Aufwendungen ergeben. Unter der Annahme eines gleichbleibenden Geschäftsverlaufs geht das Management davon aus, dass die Auswirkungen auf die künftigen Erlöse und Aufwendungen nicht wesentlich sein werden. Wesentliche Ergebniseffekte im Vergleich zur aktuellen Annahme können aus einer veränderten Geschäftsentwicklung sowie Änderungen von Geschäftsmodellen und angebotenen Produkten resultieren.
IFRS 16 »Leasingverhältnisse« beeinflusst im Wesentlichen die Bilanzierung von Operating-Leasing-Verhältnissen der ecotel. Zum einen als Leasingnehmner: Zum Abschlussstichtag bestehen Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von 5,4 Mio. EUR (siehe Angabe 2). Diese bestehen im Wesentlichen aus den langfristig angemieteten Immobilien zum Betrieb des Rechenzentrums sowie der Verwaltung. Die sich hieraus ergebenden Nutzungsrechte (right-of-use asset) werden nach Anwendung des Standards als Vermögenswert angesetzt. Der Ansatz wird damit Auswirkungen auf die Gesamtergebnisrechnung und das Ergebnis der ecotel haben. Zum anderen als Leasinggeber: Eine erste Betroffenheitsanalyse der ecotel als Leasinggeber hat ergeben, dass sich aus der Anwendung des IFRS 16 für die ecotel keinen wesentlichen Auswirkungen ergeben werden. Die ecotel stellt Kunden zwar Hardwarekomponete zur Verfügung, diese erfüllen jedoch i. d. R. nicht die Ansatzkriterien eines Lease i. S. d. IFRS 16. Im Geschäftsmodell Housing und Hosting werden Serverkapazitäten sowie Flächen für die Lagerung eigener Server vermietet. Hier wird aktuell jedoch ebenfalls davon ausgegangen, dass die Verträge i. d. R. die Ansatzkriterien eines Lease nicht erfüllen und nur ein unwesentlicher Anteil von IFRS 16 betroffen seien wird. Eine genauere Analyse wird im kommenden Jahr durchgeführt.
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet, die noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen wurden (»endorsed«). Es werden nur die neuen oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB dargestellt, die aufgrund der momentanen Geschäftstätigkeit der ecotel theoretisch Auswirkungen haben könnten. Diese treten jedoch erst später in Kraft und werden nicht vorzeitig angewendet:
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| Standard/ Interpretation | Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB | Erstmalige Pflichtanwendung in der EU |
|---|---|---|
| IFRIC 22 »Transkationen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen« | 1. Januar 2018 | Noch unbekannt |
| IFRIC 23 »Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung« | 1. Januar 2019 | Noch unbekannt |
| Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2014-2016 (3 von 3 Änderungen) Änderung an IFRS 28 »Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen« | 1. Januar 2019 | Noch unbekannt |
Konsolidierungsgrundsätze
Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Eine Beherrschung setzt voraus, dass der Konzern die Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen besitzt, indem der Konzern über substanzielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden zum selben Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Das gesamte net investment (At-equity-Wert inkl. finanzieller Vermögenswerte gegen diese Unternehmen, für die keine angemessenen Sicherheiten bestehen) wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairmenttest nach IAS 28 in Verbindung mit IAS 36 unterzogen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: alle) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte und über substanzielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung. Im Berichts- und Vergleichsjahr hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen (Anteilsbesitzliste, Basis sind die Abschlüsse zum 31. Dezember 2017):
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| Angaben erfolgen auf Basis von IFRS | Anteil am Kapital in %2 |
Eigenkapital in TEUR2 |
Ergebnis in TEUR2 |
Umsatz in TEUR2 |
Mitarbeiter1 (Durchschnitt)2 |
|---|---|---|---|---|---|
| easybell GmbH, Berlin (konsolidiert) | 50,98 | 3.716 | 1.913 | 13.184 | 28 |
| (50,98) | (2.803) | (1.766) | (12.427) | (25) | |
| carrier-services.de GmbH3 , Berlin (konsolidiert) | 100,00 | 2.027 | 216 | 1.018 | 4 |
| (100,00) | (1.811) | (271) | (1.251) | (4) | |
| sparcall GmbH3 , Bad Belzig (konsolidiert) | 100,00 | 667 | 379 | 1.187 | 0 |
| (100,00) | (1.038) | (507) | (1.551) | (0) | |
| init.voice GmbH3 , Berlin (konsolidiert) | 100,00 | 244 | 71 | 199 | 0 |
| (100,00) | (173) | (30) | (290) | (0) | |
| nacamar GmbH, Düsseldorf (konsolidiert) | 100,00 | 850 | 44 | 1.991 | 7 |
| (100,00) | (807) | (78) | (1.718) | (12) | |
| mvneco GmbH, Düsseldorf (assoziiertes Unternehmen) | 33,33 | 2.112 | 632 | 5.242 | 25 |
| (33,33) | (1.780) | (734) | (5.499) | (26) |
1 Ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende
2 Vorjahreszahlen in Klammern
3 Indirekte Beteiligung über die easybell GmbH
Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Folgenden werden die für den Konzernabschluss wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert.
Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Eine Aktivierung setzt voraus, dass eine Fertigstellung technisch sichergestellt ist. Das setzt voraus, dass beabsichtigt wird, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen. In der Regel handelt es sich bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten der ecotel communication ag um selbst erstellte Software, Applikationen und Anwendungen, die nicht verkauft, sondern eigengenutzt werden. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte der nacamar GmbH beinhalten auch Software, die zur Erbringung von Services und Dienstleistung an Kunden entwickelt werden.
Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:
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| Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte | Entwicklungskosten | Software | Kundenstamm |
|---|---|---|---|
| 3-5 Jahre | 5-7 Jahre | 3-7 Jahre | 6-18 Jahre |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).
Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist, die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, vorhanden ist.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich, einem Wertminderungstest auf der betreffenden Cash Generating Unit unterzogen. Nach IAS 36 ist der Buchwert dem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag definiert sich dabei als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird regelmäßig über 3 - 7 Jahre abgeschrieben.
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeits-gründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden auf Basis marktgerechter Zinssätze abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird bei Vorliegen einzelfallbezogener Hinweise durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien sowie Vorauszahlungen an Lieferanten für künftige zeitlich definierte Leistungen werden als sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte abgegrenzt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten bei finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der einzelnen Gesellschaften gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Ausländische Konzerngesellschaften bestehen derzeit nicht.
Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel betreffen die Kategorie »Kredite und Forderungen«. Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat.
Im Segment ecotel Geschäftskunden erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse im Wesentlichen wie folgt:
Umsatzerlöse aus Sprachanschlüssen werden realisiert, wenn die vertraglich vereinbarten Leistungen erbracht wurden. Eventuell im Voraus berechnete und dem Kunden vertraglich vereinbart in Rechnung gestellte Anteile (z. B. im Voraus berechnete monatliche Grundgebühren), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst.
Umsatzerlöse aus dem Datengeschäft werden mit Bereitstellung der Leistung erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen (Flatrates) werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags (und), bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.
Umsatzerlöse aus der Bereitstellung von Hardware und Rechenzentrumsleistungen werden je nach vertraglicher Vereinbarung entweder bei Bereitstellung oder in Form von monatlichen Gebühren erfasst. In der Regel installiert ecotel beim Kunden vorkonfigurierte Hardware (z. B. Router), die im Eigentum der ecotel verbleiben und als Netzbestandteil (Endpunkt beim Kunden) bei der ecotel aktiviert werden.
Im Segment ecotel Wholesale erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse, wenn die vertraglichen Leistungen erbracht wurden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um einen Handel mit Sprachminuten für verschiedene national und international agierende Telekommunikationsanbieter. Die Erfassung der Leistungen erfolgt in einem Statistikportal. Diese werden regelmäßig mit den Lieferanten bzw. Kunden abgeglichen und monatlich fakturiert.
Im Segment easybell erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse mit Bereitstellung der Leistung. In der Regel werden Verträge auf Basis von Festpreisen (Flatrates) abgeschlossen, die anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags (und), bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis erfasst werden. In der Regel wird dem Kunden vorkonfigurierte Hardware (Router), die im Eigentum der ecotel verbleibt, zur Verfügung und monatlich in Form einer Nutzungsgebühr in Rechnung gestellt.
Im Segment nacamar erfolgt die Umsatzerlöserfassung in der Regel, wenn die vertraglich vereinbarten Leistungen erbracht wurden. Eventuell im Voraus berechnete und dem Kunden vertraglich vereinbart in Rechnung gestellte Anteile (z. B. im Voraus berechnete monatliche Grundgebühren), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspflege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Wert-haltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugrunde liegenden Parameter. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen und die entsprechenden Buchwerte sind in den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.125, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
(1) Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:
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| TEUR | Geschäfts- oder Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Kundenstamm | Geleistete Anzahlungen / Entwicklungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2017 | 14.427 | 5.170 | 3.747 | 9.769 | 125 | 33.238 |
| Zugänge | - | 436 | 576 | - | 341 | 1.353 |
| Umbuchungen | - | - | 277 | - | -277 | 0 |
| Abgänge | - | 111 | - | - | - | 111 |
| Stand 31.12.2017 | 14.427 | 5.495 | 4.600 | 9.769 | 189 | 34.480 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2017 | 5.553 | 4.254 | 2.308 | 8.608 | 0 | 20.723 |
| Zugänge planmäßig | - | 531 | 496 | 149 | - | 1.176 |
| Abgänge | - | 111 | - | - | - | 111 |
| Stand 31.12.2017 | 5.553 | 4.674 | 2.804 | 8.757 | 0 | 21.787 |
| Buchwerte Stand 31.12.2017 | 8.874 | 821 | 1.796 | 1.013 | 189 | 12.693 |
Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt:
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| TEUR | Geschäfts- oder Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Kundenstamm | Geleistete Anzahlungen / Entwicklungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2016 | 14.427 | 5.035 | 3.076 | 9.769 | 80 | 32.387 |
| Zugänge | - | 311 | 387 | - | 329 | 1.027 |
| Umbuchungen | - | - | 284 | - | -284 | 0 |
| Abgänge | - | 176 | - | - | - | 176 |
| Stand 31.12.2016 | 14.427 | 5.170 | 3.747 | 9.769 | 125 | 33.238 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2016 | 5.553 | 3.886 | 1.914 | 8.312 | 0 | 19.665 |
| Zugänge planmäßig | - | 543 | 394 | 296 | - | 1.233 |
| Abgänge | - | 176 | - | - | - | 176 |
| Stand 31.12.2016 | 5.553 | 4.254 | 2.308 | 8.608 | 0 | 20.723 |
| Buchwerte Stand 31.12.2016 | 8.874 | 916 | 1.439 | 1.161 | 125 | 12.515 |
Die Laufzeit von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten wurde von ursprünglich 5 auf nun 5 bis 7 Jahre angepasst. Eine Anpassung wurde notwendig, da die Laufzeit von 5 Jahren nicht mehr für alle selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte der ecotel sachgerecht ist. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte beinhalten Systeme, die grundlegend für die ecotel zur Vermarktung von neuen Produkten bzw. zur Ermöglichung einer modernen und zeitgemäßen Kommunikation mit Partnern und Kunden ist. Die Anpassung führte zu einem postiven Effekt auf die Abschreibung in Höhe von TEUR 69.
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen:
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| Cash-Generating Unit (CGU) TEUR |
Buchwert 31.12.2016 | Buchwert 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Geschäftskunden | 8.732 | 8.732 |
| easybell | 124 | 124 |
| carrier-services | 17 | 17 |
| Init-voice | 1 | 1 |
| 8.874 | 8.874 |
Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted-Cashflow-Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre) und der Nutzungswert ermittelt. Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ebenso wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf.
Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden zugrunde gelegt:
| ― | Kapitalisierungszinssatz (WACC) nach Steuern: 5,5 % (Vorjahr: 4,7 %), vor Steuern: 7,6% (Vorjahr: 6,5 %) |
| ― | Wachstumsrate (ewige Rente): 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %) |
Bei der Erstellung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden wurden folgende wesentliche Annahmen aus der Erfahrung des Managements gestützt durch externe Informationen über erwartete Marktentwicklungen getroffen, die in die 5-Jahres-Betrachtung für die Cashflow-Prognose entsprechend eingeflossen sind:
| ― | Steigende Rohertragsentwicklung der CGU zwischen 50 % und 53 % (Vorjahr: 49,0 % und 50,0 %) |
| ― | Jährliches Umsatzwachstum der CGU zwischen 4 % und 5 % (Vorjahr: 3 % und 5 %) |
| ― | Das künftige jährliche Investitionsvolumen deckt die jährlichen Abschreibungen |
(2) Sachanlagen
Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:
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| TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2017 | 6.394 | 216 | 18.616 | 419 | 25.646 |
| Zugänge | 21 | 39 | 3.673 | 22 | 3.754 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Abgänge | 501 | 73 | 381 | - | 955 |
| Stand 31.12.2017 | 5.913 | 183 | 21.908 | 441 | 28.445 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2017 | 4.946 | 125 | 11.886 | 217 | 17.174 |
| Zugänge planmäßig | 436 | 29 | 3.004 | 3 | 3.473 |
| Zugänge außerplanmäßig | - | - | - | - | - |
| Abgänge | 501 | 73 | 380 | - | 954 |
| Stand 31.12.2017 | 4.880 | 82 | 14.510 | 220 | 19.693 |
| Buchwerte Stand 31.12.2017 | 1.033 | 101 | 7.398 | 220 | 8.752 |
Im Geschäftsjahr 2016 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:
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| TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2016 | 6.304 | 169 | 16.894 | 392 | 23.759 |
| Zugänge | 117 | 47 | 2.820 | 27 | 3.011 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Abgänge | 27 | - | 1.098 | - | 1.125 |
| Stand 31.12.2016 | 6.394 | 216 | 18.616 | 419 | 25.646 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2016 | 4.337 | 103 | 10.593 | 216 | 15.249 |
| Zugänge planmäßig | 636 | 22 | 2.389 | 1 | 3.048 |
| Zugänge außerplanmäßig | - | - | - | - | - |
| Abgänge | 27 | - | 1.096 | - | 1.124 |
| Stand 31.12.2016 | 4.946 | 125 | 11.886 | 217 | 17.174 |
| Buchwerte Stand 31.12.2016 | 1.448 | 91 | 6.731 | 202 | 8.472 |
Leasingzahlungen in Folgejahren
Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen:
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| TEUR | bis 1 Jahr | ab 1 Jahr bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) | 260 | 465 | 0 | 725 |
| Übrige Mietverträge | 1.060 | 2.383 | 1.246 | 4.689 |
| 1.320 | 2.848 | 1.246 | 5.414 |
Die Leasingverpflichtungen aus Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von Firmenfahrzeugen. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums.
Zum 31. Dezember 2016 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen:
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| TEUR | bis 1 Jahr | ab 1 Jahr bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) | 216 | 230 | 0 | 446 |
| Übrige Mietverträge | 1.054 | 2.365 | 1.246 | 4.665 |
| 1.270 | 2.595 | 1.246 | 5.111 |
Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Zahlungen aus Leasingverhältnissen sind in Textziffer 17 angegeben.
(3) Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen
Die nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | Buchwert | (Vorjahr) | Kapitalanteil | (Vorjahr) |
|---|---|---|---|---|
| mvneco GmbH | 704 | (589) | 33,3 % | (33,3 %) |
mvneco GmbH
Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Eckdaten der mvneco GmbH (assoziiertes Unternehmen) dargestellt:
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | 2.483 | 2.612 |
| Langfristiges Vermögen | 74 | 61 |
| Kurzfristige Schulden | 776 | 560 |
| Nettoreinvermögen (Eigenkapital) | 1.781 | 2.112 |
| Anteiliges Nettoreinvermögen | 589 | 704 |
| At-equity-Buchwert | 589 | 704 |
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| 2016 | 2017 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.499 | 5.242 |
| Ergebnis | 734 | 632 |
Im Vorjahr ergab sich nach einer für ecotel anteiligen Einstellung einer ausstehenden Darlehensforderung von TEUR 679 in die Kapitalrücklage der mvneco und anschließender Rückzahlung aus der Kapitalrücklage von TEUR 348 an ecotel sowie unter Berücksichtigung eines positiven Ergebnisses in Höhe von TEUR 206 ein Gesamtansatz für die mvneco am Jahresende von TEUR 589. Unter Berücksichtigung eines anteiligen positiven Ergebnisses in 2017 in Höhe von TEUR 215 und einer Rückzahlung aus der Kapitalrücklage von anteilig TEUR 100 ergab sich ein At-equity-Wert von TEUR 704.
SynergyPlus GmbH
Die Liquidation der SynergyPlus GmbH wurde 2017 abgeschlossen und die Firma ist somit zum 3. November 2017 erloschen.
(4) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte
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| TEUR | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2016 | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 9.295 | 0 | 9.294 |
| Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 1.751 | 0 | 1.845 |
| Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 0 | 674 | 285 | 996 |
Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der sehr kurzfristigen Zahlungsziele den beizulegenden Zeitwerten.
Zum 31. Dezember 2017 bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten. Im Segment ecotel Wholesale besteht die Geschäftstätigkeit aus dem Handel mit Telefonminuten (Wholesale) mit nationalen und internationalen Carriern. Dabei ist die Saldierung als »verkürzte« Zahlung branchenüblich und vertraglich vereinbart. Die Voraussetzungen (IAS 32.42) für einen saldierten Ausweis in der Bilanz lagen nicht vollumfänglich vor. Bis zur Bilanzaufstellung waren diese Forderungen und Verbindlichkeiten vollständig ausgeglichen.
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| TEUR | Brutto (bilanziert) | Netting | Netto (Zahlungsstrom) |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.780 | 3.425 | 355 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.535 | 3.425 | 110 |
Zum 31. Dezember 2016 setzten sich die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Saldierungsvereinbarungen wie folgt zusammen:
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| TEUR | Brutto (bilanziert) | Netting | Netto (Zahlungsstrom) |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.582 | 2.278 | 1.304 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.195 | 2.278 | 917 |
(5) Tatsächliche und latente Ertragsteueransprüche
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Latente Ertragsteueransprüche | 168 | 334 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 602 | 784 |
| 770 | 1.118 | |
| Latente Ertragsteueransprüche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr | 168 | 334 |
Die tatsächlichen Ertragsteueransprüche betreffen wie im Vorjahr ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer.
(6) Finanzmittel
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| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.450 | 6.385 |
| Kassenbestand und Schecks | 4 | 8 |
| 7.454 | 6.393 |
(7) Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Die Anzahl der zum 31. Dezember 2017 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.510.000 (Vorjahr: 3.510.000) Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die direkten Minderheitenanteile am Eigenkapital (unverändert 49,02 %) der easybell Gruppe. Diese setzt sich zusammen aus der easybell GmbH (TEUR 1.821, Vorjahr: TEUR 1.374) sowie den indirekten Minderheitenanteilen am Eigenkapital der sparcall GmbH (TEUR 315, Vorjahr: TEUR 497), der carrier-services.de GmbH (TEUR 990, Vorjahr: TEUR 884) und der invoice GmbH (TEUR 109, Vorjahr: TEUR 74).
Aggregierte Eckdaten der easybell Gruppe:
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| Mio. EUR | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Gesamtvermögen | 8,4 | 8,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5,6 | 5,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1,6 | 1,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1,2 | 1,5 |
| Gesamtschulden | 2,6 | 2,4 |
| Kurzfristige Schulden | 2,6 | 2,4 |
| Langfristige Schulden | 0,0 | 0,0 |
| Eigenkapital | 5,8 | 6,5 |
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| Mio. EUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 15,0 | 15,3 |
| Gewinn | 1,8 | 1,8 |
| Cashflow | 0,2 | 0,3 |
Aktienbesitz
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel communication ag Ende 2017 mehr als 3 % beträgt.
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| 2017 | |
|---|---|
| Peter Zils | 28,49 % |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,09 % |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 9,97 % |
| PVM Private Values Media AG | 9,31 % |
| Magic Assets Investment Ltd. | 3,04 % |
| Zwischensumme: | 75,90 % |
| Streubesitz | 24,10 % |
Berücksichtigt wurden die Meldungen, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben. Die zugrunde liegenden Meldungen sind im Jahresabschluss der ecotel ag im Einzelnen aufgeführt.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2022 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.755.000,00 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Kapitalmanagement
Der ecotel Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das gesamte bilanzielle Eigen- als auch das Fremdkapital. Zusammenfassende quantitative Angaben zum gemanagten Kapital sind der Bilanz sowie den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese Financial Covenants bestehen aus der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA und dem Verhältnis EBITDA zu Umsatzerlösen. Im Rahmen der unterjährigen Reportings werden die Financial Covenants überprüft. Dabei werden auch künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
Bei allen derzeitigen Covenants lag die ecotel im Geschäftsjahr 2017 und zum Bilanzstichtag deutlich innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte.
(8) Verbindlichkeiten aus Tatsächlichen und Latenten Ertragsteuern
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| TEUR | Anfangsbestand 1.1.2017 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Endbestand 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 411 | 411 | - | 760 | 760 |
| Latente Ertragsteuern | 718 | 138 | - | 263 | 843 |
| 1.129 | 1.603 | ||||
| Latente Ertragsteuern mit einer Laufzeit von über einem Jahr | 570 | 703 |
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| TEUR | Anfangsbestand 1.1.2016 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Endbestand 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 508 | 508 | - | 411 | 411 |
| Latente Ertragsteuern | 876 | 45 | 168 | 55 | 718 |
| 1.384 | 1.129 | ||||
| Latente Ertragsteuern mit einer Laufzeit von über einem Jahr | 730 | 570 |
Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
(9) Sonstige Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen sowie sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
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| TEUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt 31.12.2016 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|
| Darlehen | 1.796 | 3.964 | 1.308 | 5.168 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.674 | 11.674 | 10.408 | 10.408 |
| davon Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 21 | 21 | 16 | 16 |
| Rückstellungen | 29 | 29 | 54 | 54 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.328 | 1.328 | 1.330 | 1.330 |
| davon Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 14 | 14 | 19 | 19 |
| davon Verbindlichkeiten Löhne und Gehälter | 512 | 512 | 487 | 487 |
| davon sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten | 170 | 170 | 334 | 334 |
| davon Verbindlichkeiten Abschlussprüfung/ Aufsichtsrat | 207 | 207 | 211 | 211 |
| Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 682 | 948 | 720 | 720 |
Zum 31. Dezember 2017 bestanden wie schon im Vorjahr keine derivativen Finanzschulden. Die Kreditverbindlichkeiten betreffen langfristige Darlehen mit festen Verzinsungen und vertraglich vereinbarten Tilgungsleistungen. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich um die in 2018 fällige Tilgung der Darlehen.
Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistungen.
(10) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Bonitätsänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Da das Währungsrisiko nach Auslaufen der kontrahierten Sicherungsgeschäfte in Vorjahren gering war, wurden im Vorjahr und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.
Zinsrisiko: Im ecotel Konzern können Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden des Konzerns bestehen. Gegen bedeutsame Risiken aus negativen Wertveränderungen, die aus unerwarteten Zinsbewegungen resultieren können, erfolgen grundsätzlich Absicherungen durch derivative Finanzgeschäfte. Aufgrund der festen Verzinsung der ausgewiesenen Darlehen bestehen zum Stichtag (insoweit) keine Zinsänderungsrisiken, sodass hierfür keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden. Um eventuell zukünftig steigenden Marktzinsen teilweise entgegenzuwirken, hat ecotel ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.
Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen oder nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:
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| Wertberichtigungen für Forderungen 2017 (TEUR) |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|---|---|
| Stand 1.1.2017 | 156 |
| Wertberichtigungen des Berichtsjahres | 38 |
| Abgänge | 19 |
| 176 |
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| Wertberichtigungen für Forderungen 2016 (TEUR) |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|---|---|
| Stand 1.1.2016 | 191 |
| Wertberichtigungen des Berichtsjahres | 2 |
| Abgänge | 37 |
| 156 |
Die Wertberichtigungen betreffen vollständig die Bewertungskategorie »Kredite und Forderungen« und beziehen sich ausschließlich auf kurzfristige Vermögenswerte.
Zum 31. Dezember 2017 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen | Bruttowert 31.12.2017 | Wertberichtigte Forderungen | Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (TEUR) | bis 30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.470 | 176 | 585 | 4.804 | 77 | 137 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.845 | |||||
| 11.315 | 176 | 585 | 4.804 | 77 | 137 |
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen | Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen |
|---|---|
| (TEUR) | über 120 Tage |
| --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 91 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| 91 |
Einzelwertberichtigungen werden bei Vorliegen von Wertminderungshinweisen auf überfällige ausfallbedrohte finanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt. Bei den nicht fälligen, nicht wertberichtigten Forderungen wird die Einbringlichkeit in vollem Umfang erwartet.
Die dargestellten, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 87) betreffen Forderungen, deren Einbringung noch erwartet wird.
Zum 31. Dezember 2016 ergab sich folgende Situation:
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen | Bruttowert 31.12.2016 | Wertberichtigte Forderungen | Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (TEUR) | bis 30 Tage | über 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.451 | 156 | 762 | 4.739 | 39 | 4 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.751 | |||||
| 11.202 | 156 | 762 | 4.739 | 39 | 4 |
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen | Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen |
|---|---|
| (TEUR) | über 120 Tage |
| --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 87 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |
| 87 |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:
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| Stufe 1: | Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. |
| Stufe 2: | Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. |
| Stufe 3: | Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). |
Mit Ausnahme der langfristigen finanziellen Vermögenswerte und der langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten stellen die in den nachfolgenden Tabellen ausgewiesenen Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, vorwiegend aufgrund ihres kurzfristigen Charakters eine gute Näherung für ihren beizulegenden Zeitpunkt dar. Die in den folgenden Tabellen dargestellten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) wurden mittels für den Vermögenswert bzw. die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), bewertet. Der Marktwert der langfristigen Darlehen berechnet sich über die Laufzeit unter Verwendung aktueller Marktzinssätze, Zinsstrukturkurven und der Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos.
Die finanziellen Vermögenswerte und Schulden lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:
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| Finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Fair Value | Buchwerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| (TEUR) | Zahlungsmittel und Äquivalente | Kredite und Forderungen | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Flüssige Mittel | n/a | 6.393 | - | 6.393 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | n/a | - | 9.294 | 9.294 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | n/a | - | 1.845 | 1.845 |
| 6.393 | 11.139 | 17.532 |
Darüber hinaus enthalten die finanziellen Vermögenswerte eine Zinsbegrenzungsvereinbarung (CAP), die der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet ist. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Stichtag TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 0) und wurde auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) mit anerkannten Bewertungsmethoden berechnet. Eine bilanzielle Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) wurde nicht designiert. Wertänderungen werden als sonstiger betrieblicher Aufwand/ Ertrag erfasst.
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| Finanzielle Vebindlichkeiten | 31.12.2017 | ||
|---|---|---|---|
| Fair Value | Buchwerte | ||
| --- | --- | --- | --- |
| (TEUR) | Sonstige Schulden | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Darlehen | n/a | 1.308 | 1.308 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | n/a | 10.408 | 10.408 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | n/a | 1.330 | 1.330 |
| Langfristige Darlehen | 4.086 | 3.859 | 3.859 |
| 16.905 | 16.905 |
Zum 31. Dezember 2016 ergab sich folgende Aufteilung:
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| Finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Fair Value | Buchwerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| (TEUR) | Zahlungsmittel und Äquivalente | Kredite und Forderungen | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Flüssige Mittel | n/a | 7.454 | - | 7.454 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | n/a | - | 9.295 | 9.295 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | n/a | - | 1.751 | 1.751 |
| 7.454 | 11.046 | 18.500 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | 31.12.2016 | ||
|---|---|---|---|
| Fair Value | Buchwerte | ||
| --- | --- | --- | --- |
| (TEUR) | Sonstige Schulden | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Darlehen | n/a | 1.796 | 1.796 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | n/a | 11.674 | 11.674 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | n/a | 1.328 | 1.328 |
| Langfristige Darlehen | 2.059 | 2.168 | 2.168 |
| 2.059 | 16.966 | 16.966 |
Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i. d. R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2018 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR) zur Verfügung. Neben den ausgewiesenen Finanzmitteln stehen ecotel zum 31. Dezember 2017 Kreditlinien in einem Umfang von 8,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Verfügung, die in einem Umfang von bis zu 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) für Avalschulden genutzt werden dürfen. Darüber hinaus wurde zur Sicherung der Finanzierung des geplanten Wachstums der ecotel am 29. Dezember 2016 ein weiterer Darlehensvertrag in Höhe von 3,0 Mio. EUR abgeschlossen, dessen Auszahlung im Januar 2017 erfolgte. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (Restwert: 5,2 Mio. EUR; Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinien bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung von Investitionsdarlehen sowie der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen. Alle weiteren finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.
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| Tilgungs- / Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) |
Buchwerte 31.12.2017 | Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2019 bis 2022 | Ab 2023 | 2018 | 2019 bis 2022 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.168 | 1.308 | 3.859 | 0 | 133 | 128 |
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| Tilgungs- / Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) |
Zinszahlungen |
|---|---|
| Ab 2023 | |
| --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 |
Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:
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| Tilgungs- / Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) |
Buchwerte 31.12.2016 | Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2018 bis 2021 | Ab 2022 | 2017 | 2018 bis 2021 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.964 | 1.796 | 2.168 | 0 | 123 | 84 |
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| Tilgungs- / Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) |
Zinszahlungen |
|---|---|
| Ab 2022 | |
| --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 |
Zinsänderungsrisiken werden grundsätzlich, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern solchen Risiken am Bilanzstichtag ausgesetzt ist. Originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sowie Zinsderivate (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, bestanden zum Stichtag in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 0). Am 31. Dezember 2017 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine originären Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (Finanzschulden) und einer Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert, da alle Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Somit war die ecotel am 31. Dezember 2017 keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7 ausgesetzt. Eine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Zinsänderungen wurde daher nicht durchgeführt.
Währungskursrisiken werden ebenfalls, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern am Bilanzstichtag Risikovariablen aus dem Einsatz nicht funktionaler Währungen ausgesetzt ist, in denen Konzerngesellschaften Finanzinstrumente eingehen. Auch dies war weder im Vorjahr noch zum 31. Dezember 2017 der Fall, sodass keine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Währungskursänderungen durchgeführt wurde.
(11) Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 588) für Avalschulden.
Der Buchwert der als Sicherheit gestellten finanziellen Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2017 TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
(12) Umsatzerlöse
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Segmentaufteilung der Umsatzerlöse | ||
| ecotel Geschäftskunden | 45.325 | 47.620 |
| ecotel Wholesale | 54.437 | 55.778 |
| easybell | 15.140 | 15.234 |
| nacamar | 1.718 | 1.992 |
| 116.620 | 120.624 | |
| Inland | 72.436 | 69.667 |
| Ausland | 44.184 | 50.957 |
| 116.620 | 120.624 |
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt. Die Umsätze werden nach dem Kundenstandort in In- und Ausland aufgeteilt.
(13) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Sachbezüge Kfz-Nutzung | 241 | 274 |
| Ertrag aus Mahngebühren | 75 | 58 |
| Ertrag aus Auflösung von Verbindlichkeiten | 123 | 41 |
| Erträge aus abgeschriebenen Forderungen | 3 | 14 |
| Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen | 22 | 5 |
| Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen | 9 | 1 |
| Übrige | 221 | 160 |
| 694 | 553 |
(14) Materialaufwand
Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.
(15) Personalaufwand
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 11.374 | 11.791 |
| Soziale Abgaben | 1.745 | 1.888 |
| davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 822 | 898 |
| 13.119 | 13.679 |
Für alle Mitarbeiter der Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Altersversorgungsplan im Rahmen der deutschen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe eines derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,35 % (Arbeitgeberanteil) einzuzahlen hat. Darüber hinaus bestehen keine Altersversorgungspläne.
Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:
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| Mitarbeiter | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Angestellte | 218 | 231 |
(16) Planmäßige Abschreibungen und Außerplanmäßige Wertminderungen
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.
Im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units.
(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Partner- und Händlerprovisionen, Vertriebsaufwendungen und Werbungskosten | 4.459 | 4.380 |
| Kosten für technische Wartungen, Service- und Dienstleistungen | 1.235 | 1.752 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 1.325 | 1.039 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 629 | 729 |
| Mieten, Pachten, Raumkosten | 706 | 675 |
| Externer Logistik- und Fieldservice | 342 | 513 |
| Leasingrate für Kfz | 214 | 233 |
| Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen / Forderungsverluste | 369 | 226 |
| Kfz-Kosten (ohne Leasingrate) | 131 | 157 |
| Übrige | 485 | 718 |
| 9.895 | 10.421 |
(18) Finanzergebnis
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Zinserträge | ||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1 | 0 |
| Zinserträge aus langfristigen Finanzanlagen | 10 | - |
| 11 | 0 | |
| Zinsaufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten | -173 | -175 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -7 | -16 |
| -180 | -191 | |
| Zinsergebnis | -169 | -191 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | ||
| Kapitalmarktbetreuungskosten | -118 | -117 |
| Erträge aus Zuschreibungen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 206 | 215 |
| 88 | 97 | |
| Finanzergebnis | -81 | -94 |
(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | -837 | -794 |
| Latente Ertragsteuern | 298 | 41 |
| -539 | -753 |
Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31 %% (Vorjahr: 31 %o) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 %o (Vorjahr: 15 %o) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 %% (Vorjahr: 5,5 %o) für Solidaritätszuschlag und 15 %o (Vorjahr: 15 °%) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.
Die Überleitungen vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 2.266 | 2.115 |
| Steuersatz im Konzern | 31,0 % | 31,0 % |
| Erwarteter Steueraufwand | -703 | -656 |
| Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz | 52 | 47 |
| Steuereffekt aufgrund Veränderungen permanenter Differenzen | 168 | - |
| Steuereffekt aufgrund steuerfreier Erträge /Aufwendungen bei Gewinnausschüttungen | -27 | -27 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | -16 | -48 |
| Steuern Vorjahre | -14 | -146 |
| Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen | 60 | 67 |
| Sonstige Steuereffekte | -59 | 11 |
| Steueraufwand laut GuV (Aufwand - / Ertrag +) | -539 | -753 |
| Effektiver Steuersatz in % | 23,8 % | 35,6 % |
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
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| TEUR | 2016 aktiv | 2016 passiv | 2017 aktiv | 2017 passiv |
|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen / immaterielle Vermögenswerte / nicht- finanzielle Vermögenswerte | 403 | 1.097 | 326 | 1.145 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 24 | 0 | 24 |
| Steuerlatenzen auf Verlustvorträge | 168 | 0 | 334 | 0 |
| Saldierung aktiv / passiv | -403 | -403 | -326 | -326 |
| 168 | 718 | 334 | 843 |
Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.
(20) Zurechnung des Überschusses an die Anteile anderer Gesellschafter
Der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Überschuss von TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 894) betrifft die anteiligen Jahresergebnisse der easybell GmbH (TEUR 570; Vorjahr: TEUR 498), der sparcall GmbH (TEUR 185; Vorjahr: TEUR 248), der carrier-services.de GmbH (TEUR 106; Vorjahr: TEUR 133) und der init.voice GmbH (TEUR 35; Vorjahr: TEUR 15).
(21) Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt.
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann dann eintreten, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Zum 31. Dezember 2017 bestanden wie auch im Vorjahr keine entsprechenden verwässernden Finanzinstrumente, sodass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.
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| 2016 | 2017 | |
|---|---|---|
| Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) | 833.816,06 | 465.730,66 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl | 3.510.000 | 3.510.000 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,24 | 0,13 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,24 | 0,13 |
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
(22) Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position »Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente«.
Den lang- sowie kurzfristigen Darlehen der ecotel werden wirksame Zahlungsströme zugordnet. Unwirksame Zahlungsströme liegen nicht vor.
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| 1.1.2017 | Zahlungswirksam | 31.12.2017 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Darlehen | 2.168 | 1.692 | 3.859 |
| Kurzfristiges Darlehen | 1.796 | -488 | 1.308 |
| Summe der Darlehen aus Finanzierungstätigkeit | 3.964 | 1.204 | 5.168 |
Sonstige Erläuterungen
(23) Gewinnverwendung
Für die Gewinnverwendung der ecotel ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Jahresabschluss der ecotel communication ag, der nach handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt wird, maßgeblich. Der Jahresabschluss der ecotel communication ag weist einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.334 (Vorjahr: TEUR 1.099) aus. Im Geschäftsjahr 2017 hat die ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2016 eine Ausschüttung in Höhe von 0,23 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie vorgenommen. Insgesamt wurden TEUR 807 an die Aktionäre ausgeschüttet.
(24) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Das Volumen der an nahestehende Unternehmen erbrachten bzw. von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen | Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| mvneco GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 19 | 32 | 53 | 120 |
Zum 31. Dezember 2017 bestehen Forderungen gegen die mvneco GmbH in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 2) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der mvneco GmbH in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 21).
Mit folgenden nahestehenden Personen (bzw. deren Unternehmen) unterhielt der ecotel Konzern in 2017 Leistungsbeziehungen:
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| Volumen der von ecote l erbrachten Leistungen | Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| MPC Serivces GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 3 | 3 | 346 | 351 |
Vereinbarung mit der MPC Services GmbH
Zwischen der MPC Services GmbH und ecotel besteht ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Services GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von der MPC Services GmbH vermittelten Kunden. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Services GmbH. Zum Stichtag bestanden gegenüber der MPC Services GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 33).
In 2017 bezog Frau Sandra Zils, die Frau des Vorstandsvorsitzenden, eine Vergütung als Arbeitnehmerin der ecotel communication ag in Höhe von insgesamt TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 9) für ihre Tätigkeit im ecotel Konzern.
(25) Segmentberichtserstattung
Die ecotel ag ändert zum 31. Dezember 2017 die Segmentberichterstattung. Wegen geschäftlicher Veränderungen im Laufe von 2017, vor allem im Segment ecotel Wholesale und bei den Privatkundenlösungen (B2C) des Segments New Business, passen wir unsere interne Steuerung des Geschäfts an diese Entwicklungen an. Dies zieht dementsprechend auch eine Veränderung der Segmentaufteilung nach sich. Diese Anpassung wurde im Konzernabschluss gemäß IFRS 8.29 retrospektiv durchgeführt.
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmente der ecotel.
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:
| ― | Im Segment ecotel Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel bundesweit Geschäftskunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an. Auch als Vorleister für andere ITK-Unternehmen (z. B. Reseller) stellt ecotel Produkte in diesem Segment zur Verfügung. |
| ― | Im Segment ecotel Wholesale bietet ecotel den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier an. |
| ― | Im Segment easybell werden Bandbreiten-Internetanschlüsse und VoIP-Telefonie für Privatkunden sowie SIP-Trunking-Angebote für kleinere Unternehmen vermarktet. |
| ― | Im Segment nacamar werden eigene Content-Delivery-Netzwerk (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen angeboten. |
Als Segmentergebnis, das seitens des Vorstands zur Unternehmenssteuerung und -überwachung verwendet wird, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern und Abschreibungen bzw. Wertminderungen (EBITDA) dargestellt. Die hier dargestellten Segmente sind nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns aufgestellt. Daher gibt es keine Bewertungsanpassungen.
Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Segment Wholesale mit drei internationalen Carriern jeweils ein Umsatzvolumen von mehr als 10% des Konzernumsatzes (13,5 Mio. EUR; 13,1 Mio. EUR bzw. 22,9 Mio. EUR). In 2016 wurde mehr als 10% des Konzernumsatzes mit zwei internationalen Carrieren erzielt (Vorjahr: 19,4 Mio. EUR bzw. 20,7 Mio. EUR).
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| ecotel Geschäftskunden | ecotel Wholesale | easybell | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsätze | 45.325 | 47.620 | 54.437 | 55.778 | 15.140 | 15.234 |
| Intersegment-Umsätze | - | - | 829 | 1.031 | 379 | 354 |
| Rohertrag | 21.732 | 22.693 | 360 | 382 | 5.514 | 5.857 |
| EBITDA | 3.853 | 3.688 | -130 | -81 | 2.995 | 3.045 |
| Planmäßige Abschreibungen | -3.770 | -4.099 | - | - | -398 | -444 |
| Außerplanmäßige Wertminderung | - | - | - | - | - | - |
| EBIT | 82 | -410 | -130 | -81 | 2.597 | 2.602 |
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| nacamar | Konsolidierung segmentübergreifend | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsätze | 1.718 | 1.992 | - | - | 116.620 | 120.624 |
| Intersegment-Umsätze | - | - | -1.207 | -1.385 | 0 | 0 |
| Rohertrag | 839 | 945 | - | - | 28.445 | 29.876 |
| EBITDA | -88 | 205 | - | - | 6.629 | 6.858 |
| Planmäßige Abschreibungen | -113 | -106 | - | - | -4.281 | -4.649 |
| Außerplanmäßige Wertminderung | - | - | - | - | - | - |
| EBIT | -202 | 98 | - | - | 2.348 | 2.209 |
Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im Wesentlichen in Deutschland entstanden. Die Aufteilung der Umsätze in In- und Ausland wurde nach dem Kundenstandort vorgenommen. Für weitere Erläuterungen wird auf die Angaben zu den Umsatzerlösen verwiesen. Vermögenswerte und Investitionen entfallen vollständig auf Deutschland.
(26) Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f HGB und § 315d HGB einschließlich der Erklärung gem. § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289f HGB sowie nach § 315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.
(27) Vergütung des Schlüsselmanagements (Angaben nach § 314 HGB und IAS 24)
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| Gesamtbezüge | Peter Zils | Achim Theis | Johannes Borgmann | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2016 | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 330 | 330 | 220 | 220 | 147 |
| Nebenleistungen | 23 | 23 | 17 | 17 | 13 |
| Einjährige var. Vergütung | 33 | 13 | 33 | 59 | - |
| Mehrjährige var. Vergütung | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 386 | 366 | 270 | 296 | 160 |
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| Gesamtbezüge | Johannes Borgmann |
|---|---|
| in TEUR | 2017 |
| --- | --- |
| Festvergütung | - |
| Nebenleistungen | - |
| Einjährige var. Vergütung | - |
| Mehrjährige var. Vergütung | - |
| Gesamtvergütung | - |
Herr Johannes Borgmann ist mit Wirkung zum 31. August 2016 aus dem Vorstand der ecotel communication ag ausgeschieden. Neben seinen vertraglich vereinbarten monatlichen Gehaltsbestandteilen wurden Herrn Borgmann TEUR 227 als Abfindung im Geschäftsjahr 2016 gezahlt. Der Ausweis dieser Zahlung erfolgt im Rahmen der Angaben aus Anlass der Beendigung der Tätigkeit sowie der Angaben der Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands.
Die erfolgsbezogenen variablen Vergütungen sind an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2017 neben den Festvergütungen und Nebenleistungen sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 66) zu. Nach Abzug bereits ausgezahlter Entgeltbestandteile wurden entsprechende Verbindlichkeiten gebildet. Bei den Vergütungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Somit betragen die Bezüge des Geschäftsjahres 2017 TEUR 662 (Vorjahr: TEUR 816).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrats:
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| Vergütung des Aufsichtsrats in TEUR |
2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Dr. Norbert Bensel (Aufsichtsratvorsitzender) | 25 | 24 |
| Mirco Mach (stellv. Aufsichtsratvorsitzender) | 20 | 19 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 14 | 14 |
| Brigitte Holzer | 13 | 14 |
| Sascha Magsamen | 14 | 14 |
| Tim Schulte Havermann (ab dem 22. Juli 2016) | 7 | 14 |
| Dr. Barbara Bludau (bis zum 22. Juli 2016) | 9 | - |
| Summe | 102 | 99 |
Neben den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zählt ecotel seit September 2016 die beiden Prokuristen zum Schlüsselmanagement nach IAS 24. Die Gesamtvergütung für das gesamte Schlüsselmanagement beträgt somit insgesamt TEUR 1.160 (Vorjahr: TEUR 1.279 inkl. Abfindungszahlung von TEUR 227) und ist insgesamt kurzfristig. Für weitergehende Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen.
(28) Aufwand für Abschlussprüfer
Im Geschäftsjahr 2017 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel ag für Abschlussprüfungsleistungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 97). Für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Leistungen wurden für den Abschlussprüfer wie im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.
(29) Ereignisse nach der Berichtsperiode
Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses am 16. März 2018 ergaben sich keine nennenswerten Änderungen.
(30) Befreiung von der Offenlegung
Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
Düsseldorf, den 16. März 2018
Der Vorstand
Peter Zils
Achim Theis
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die ecotel communication ag, Düsseldorf
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ecotel communication ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzern I ageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1. Periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1. Sachverhalt und Problemstellung
2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3. Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
1. Periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse
1. Im Konzernabschluss der ecotel communication ag werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von € 121 Mio. ausgewiesen. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind. Zur periodengerechten Erlösrealisation werden Umsätze für monatliche Grundgebühren für Sprachanschlüsse und Leistungen aus dem Datengeschäft aus bereits fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Seitens der Gesellschaft werden diese abgrenzungsrelevanten Umsatzgruppen auf der Basis von Systemauswertungen ermittelt. Zum 31. Dezember 2017 wurden Umsatzerlöse von € 2,7 Mio. bereits fakturiert, aber erst für das Geschäftsjahr 2018 erfasst. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein wesentlicher Teil der monatlichen Umsatzerlöse von der Gesellschaft abgegrenzt wird, besteht ein erhöhtes Risiko der falschen Periodisierung der Umsatzerlöse zum Geschäftsjahresende. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit der von der Gesellschaft eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Erfassung der Umsatzerlöse beurteilt. Darauf aufbauend haben wir zur Beurteilung der periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse substanzielle Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei haben wir unter anderem analytische Beurteilungen der monatlichen Abgrenzungsbeträge im Jahresverlauf durchgeführt. Zudem haben wir anhand einer Stichprobe von Kundenrechnungen beurteilt, ob die Umsatzerlöse in dem Geschäftsjahr erfasst worden sind, in dem die vereinbarte Leistung erbracht bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind.
Wir konnten uns davon überzeugen, dass die vorgenommenen Umsatzabgrenzungen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse zu gewährleisten.
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Besonderheiten der periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss der ecotel communication ag sind im Konzernanhang in dem Abschnitt "Grundlagen der Rechnungslegung" enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| ― | die in Abschnitt "VII. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB, |
| ― | den Corporate-Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kont rollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Juli 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Konzernabschlussprüfer der ecotel communication ag, Düsseldorf, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN
Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Verena Heineke.
Düsseldorf, den 16. März 2018
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Verena Heineke, Wirtschaftsprüferin
ppa. Jörg Klein, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.
Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, und zwar am 22. März 2017, am 1. Juni 2017, am 28. Juli 2017 sowie am 6. Dezember 2017. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat einmal telefonisch getagt. Zudem gab es drei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt.
1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen in 2017 ausführlich über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Schwerpunkte lagen auf der Entwicklung des Bereichs Geschäftskunden, wesentlichen Lieferantenverträgen und Kundenprojekten sowie der Entwicklung der Marktsituation und deren regulatorische Rahmenbedingungen.
Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligung an der mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über ihre strategische Entwicklung. Bei der nacamar GmbH standen die Neuausrichtung der Gesellschaft sowie ein größeres Kundenprojekt im Zentrum der Erörterungen.
Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit verschiedenen Personalangelegenheiten. Beispielsweise verlängerte er in seiner Sitzung am 6. Dezember 2017 die Bestellung von Herrn Peter Zils als Vorstandsvorsitzenden um drei Jahre. Zu Fragen der internen Struktur beriet der Aufsichtsrat unter anderem die Neuorganisation der Kundenbetreuung, die Ablösung einer zentralen Software-Plattform sowie die Einrichtung einer internen Revision mit dem Fokus auf Geschäftsvorfälle, die Kunden betreffen, die den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht formulierten "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" unterliegen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit zwei Fällen, in denen Gesellschaften der ecotel Gruppe durch kriminelle Handlungen geschädigt wurden, wenngleich nicht in substantieller Höhe.
Wie schon in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands diskutiert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist.
Weitere wesentliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrafen den Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung, eine Dividende von 0,23 Euro je Aktie auszuschütten.
In der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2017 standen die Prüfung sowie die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 22. März 2017 verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind.
2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat
Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf den Herren Mirko Mach.
3. Jahres- und Konzernabschluss
Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 28. Juli 2017 gewählte Abschlussprüfer der ecotel, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.
Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.
Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrats über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 20. März 2018 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2017 festgestellt.
4. Corporate Governance
Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2017 am 13. März 2017 eine gemeinsame Entsprechens-erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die jüngste gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat datiert vom 08. März 2018. Die Erklärungen wurden jeweils auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
5. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Aufsichtsrat ergeben.
6. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Vorstand ergeben.
Herr Peter Zils wurde mit Wirkung ab dem 1. März 2018 für weitere drei Jahre zum Vorstandsvorsitzenden der ecotel bestellt. Entsprechend endet sein Anstellungsvertrag nunmehr zum 28. Februar 2021. Herr Zils verantwortet die Ressorts Strategy & Business Development, Wholesale und Technology, Finance, Investor Relations und Human Resources.
7. Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2017 auseinandergesetzt. Ferner hat sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzt sich unverändert aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen.
Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Der Nominierungs- und Personalausschuss setzt sich unverändert aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Bensel und Tim Schulte Havermann zusammen. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2017 zweimal getagt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel-Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2017 geleistete Arbeit.
Düsseldorf, den 20. März 2018
Für den Aufsichtsrat
Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats