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ecotel communication ag Annual Report 2017

Apr 16, 2018

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Annual Report

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ecotel communication ag

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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31.12.2017

EUR
Vorjahr

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 553.357,98 635.824,10
2. Geleistete Anzahlungen 75.000,00 0,00
628.357,98 635.824,10
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 752.033,67 1.084.733,16
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.193.480,18 5.692.147,16
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.137,30 47.582,56
6.964.651,15 6.824.462,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.800.000,00 5.400.000,00
2. Beteiligungen 279.559,18 379.559,18
7.079.559,18 5.779.559,18
14.672.568,31 13.239.846,16
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.312.778,51 8.284.531,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 196.623,20 427.704,15
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.164,85 1.880,20
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.070.862,09 1.815.598,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 19.787,29 (Vorjahr: EUR 19.357,55)
10.584.428,65 10.529.714,09
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 491.010,55 1.804.094,15
11.075.439,20 12.333.808,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 587.910,88 401.695,96
26.335.918,39 25.975.350,36
Passiva
31.12.2017

EUR
Vorjahr

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.510.000,00 3.510.000,00
Bedingtes Kapital: EUR 1.755.000 (Vorjahr 1.500.000)
II. Kapitalrücklage 2.890.000,00 2.890.000,00
III. Gewinnrücklagen 2.400.000,00 2.400.000,00
IV. Bilanzgewinn 1.334.425,36 1.099.283,39
10.134.425,36 9.899.283,39
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 18.521,76 97.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 773.001,65 740.129,72
791.523,41 837.129,72
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.167.705,00 3.963.541,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.308.336,00 (Vorjahr: EUR 1.795.836,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.086.976,00 9.414.723,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 9.086.976,00 (Vorjahr: EUR 9.414.723,73)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.004,80 411.977,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 26.004,80 (Vorjahr: EUR 411.977,36)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.743,70 21.183,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 15.743,70 (Vorjahr: EUR 21.183,50)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 983.585,57 959.675,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 983.585,57 (Vorjahr: EUR 959.675,22)
davon aus Steuern: EUR 406.164,39 (Vorjahr: EUR 332.515,48)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 13.056,45 (Vorjahr: EUR 11.551,73)
15.280.015,07 14.771.100,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 129.954,55 467.836,44
26.335.918,39 25.975.350,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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2017

EUR
Vorjahr

EUR
1. Umsatzerlöse 104.428.928,58 100.590.387,05
2. Sonstige betriebliche Erträge 539.101,65 545.719,91
davon aus Währungsumrechnung: EUR 11.461,65 (Vorjahr: EUR 4.684,78)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 81.422.063,08 78.470.996,03
4. Personalaufwand
a) Gehälter 9.958.023,95 9.517.171,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.604.677,76 1.458.939,50
davon für Altersversorgung: EUR 12.077,44 (Vorjahr: EUR 13.949,92)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.347.614,30 3.007.331,85
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.267.131,00 8.565.023,71
davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.567,30 (Vorjahr: EUR 7.070,65)
7. Erträge aus Beteiligungen 510.000,00 510.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 510.000,00 (Vorjahr: EUR 510.000,00)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,74 11.292,07
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 9.980,00
10. Zuschreibung auf Finanzanlagen 1.400.000,00 0,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 15.631,83 340.876,45
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 191.461,06 180.258,84
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.912,63 63.766,03
14. Ergebnis nach Steuern 1.050.519,36 43.054,76
15. Sonstige Steuern 8.077,39 8.124,00
16. Jahresüberschuss 1.042.441,97 34.930,76
17. Gewinnvortrag 291.983,39 64.352,63
18. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 1.000.000,00
19. Bilanzgewinn 1.334.425,36 1.099.283,39

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

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Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2017

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchung

EUR
Abgänge

EUR
Stand am 31.12.2017

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene Software 90.075,76 0,00 0,00 5.059,60 85.016,16
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 3.991.560,50 308.428,30 0,00 84.797,75 4.215.191,05
Geschäfts- oder Firmenwert 5.190.000,00 0,00 0,00 0,00 5.190.000,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 75.000,00 0,00 0,00 75.000,00
9.271.636,26 383.428,30 0,00 89.857,35 9.565.207,21
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 6.187.839,03 20.596,78 0,00 501.322,20 5.707.113,61
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.635.144,83 3.077.677,81 28.445,26 379.991,90 17.361.276,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 263.217,44 0,00 -28.445,26 0,00 234.772,18
21.086.201,30 3.098.274,59 0,00 881.314,10 23.303.161,79
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.472.965,87 0,00 0,00 0,00 10.472.965,87
Beteiligungen 465.559,18 0,00 0,00 100.000,00 365.559,18
10.938.525,05 0,00 0,00 100.000,00 10.838.525,05
41.296.362,61 3.481.702,89 0,00 1.071.171,45 43.706.894,05

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kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2017

EUR
Zugänge

EUR
Zuschreibungen Abgänge

EUR
Stand am 31.12.2017

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene Software 90.075,76 0,00 0,00 5.059,60 85.016,16
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 3.355.736,40 390.894,42 0,00 84.797,75 3.661.833,07
Geschäfts- oder Firmenwert 5.190.000,00 0,00 0,00 0,00 5.190.000,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
8.635.812,16 390.894,42 0,00 89.857,35 8.936.849,23
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 5.103.105,87 353.159,90 0,00 501.185,83 4.955.079,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.942.997,67 2.603.559,98 0,00 378.761,83 11.167.795,82
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 215.634,88 0,00 0,00 0,00 215.634,88
14.261.738,42 2.956.719,88 0,00 879.947,66 16.338.510,64
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.072.965,87 0,00 1.400.000,00 0,00 3.672.965,87
Beteiligungen 86.000,00 0,00 0,00 0,00 86.000,00
5.158.965,87 0,00 1.400.000,00 0,00 3.758.965,87
28.056.516,45 3.347.614,30 1.400.000,00 969.805,01 29.034.325,74

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Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2017

EUR
Vorjahr

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene Software 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 553.357,98 635.824,10
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 75.000,00 0,00
628.357,98 635.824,10
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 752.033,67 1.084.733,16
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.193.480,18 5.692.147,16
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.137,30 47.582,56
6.964.651,15 6.824.462,88
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.800.000,00 5.400.000,00
Beteiligungen 279.559,18 379.559,18
7.079.559,18 5.779.559,18
14.672.568,31 13.239.846,16

Lagebericht ZUM 31. DEZEMBER 2017

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit

Die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Unternehmen, das sich auf die Vermarktung von Informations- und Telekommunikationslösungen in der jeweiligen Zielgruppe spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag mit Sitz in Düsseldorf (nachfolgend »ecotel ag« genannt).

Am 30. Januar 2018 feierte ecotel den 20. Geburtstag und kann damit auf eine nachhaltig erfolgreiche Firmenentwicklung zurückblicken.

Die Gesellschaft vermarktet ihre Produkte und Dienstleistungen in folgenden Geschäftsbereichen: »ecotel Geschäftskunden« und »ecotel Wholesale«.

Der Kernbereich von ecotel wird durch den Geschäftsbereich »ecotel Geschäftskunden« repräsentiert. Hier bietet ecotel bundesweit Geschäftskunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an. Der Fokus in diesem Geschäftsbereich liegt auf Geschäftskunden mit mehr als 50 Mitarbeitern. Dabei kann es sich um Kunden mit nur einem Standort, mehreren Standorten, oder großen Filialisten aus Einzelhandel, Versicherungen oder Banken handeln. ecotel hat für alle: diese Kundengruppen passende TK-Lösungen. Auch als Vorleister für andere ITK-Unternehmen (z.B. Reseller) stellt ecotel Produkte in diesem Geschäftsbereich zur Verfügung.

Im Bereich der Sprachdienste verfügt dieser Geschäftsbereich über ein komplettes Portfolio, welches sich vom Anschluss über die Telefonie (ISDN/VolP) bis hin zu Mehrwertdiensten erstreckt. Das breite Portfolio von Datendiensten reicht vom Angebot für Anschlüsse im Bereich ADSL, SHDSL und VDSL über Ethernet-Access und Glasfaserleitungen bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie Managed Services.

Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb in diesem Geschäftsbereich über den Direktvertrieb (Großkunden) oder mit mehr als 300 Vertriebspartnern über den Partnervertrieb gesteuert. Mit diesem Netzwerk verfügt ecotel über einen breiten Zugang zur Zielgruppe der mittelstandischen Geschäftskunden.

Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Der Geschäftsbereich »ecotel Wholesale« beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier. Dazu unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt ecotel auch einen Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab und nutzt diese Plattform ebenso für den wachsenden eigenen Teilnehmernetzbetrieb.

Die Gesellschaft betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise die Deutsche Telekom, Vodafone, Verizon, Versatel, Unity Media, EWE, QSC, Telefonica und Colt zu nennen. Allerdings steigt die Anzahl der Vorlieferanten derzeit deutlich an, da die Nachfrage unserer Geschäftskunden nach breitbandigen Glasfaserleitungen immer mehr zunimmt und die verschiedensten Infrastrukturanbieter sowie Kabelnetzbetreiber ihre hochmodernen Netze immer mehr für diese Zielgruppe öffnen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zufuhrungsleitung ist ein Großteil der ecotel Kostenbasis variabel. ecotel ist durch den eigenen Teilnehmernetzbetrieb (TNB) auf Basis neuester NGN-Technologie in der Lage, eigene Sprachvermittlungs-Dienstleistungen anzubieten, Rufnummernblöcke zu verwalten und Rufnummern ins eigene Netz zu portieren. Somit beschränkt sich der Zukauf von TK-Zuführungsdienstleistungen immer mehr auf den reinen Access zum Kunden.

ecotel betreibt ein eigenes ISO 27001-zertifiziertes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a.M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points of Presence (PoP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltungen mit vielen regionalen und globalen Carriern verbunden.

2. Struktur und Beteiligungen der Gesellschaft

Die Unternehmensgruppe »easybell« besteht aus vier Gesellschaften. Darin vermarktet easybell BreitbandInternetanschlüsse und VoIP-Telefonie für Privatkunden sowie SIP-Trunking-Angebote für kleinere Unternehmen. Der Vertrieb erfolgt primär online über die eigene Webseite oder über TelekommunikationsPreisportale. Daneben betreibt die easybell Gruppe ein Routermietmodell (www.routermiete.de) und bietet günstiges Call-by-Call für inländische und ausländische Telefonate an.

Die »nacamar GmbH« bietet auf Grundlage ihres - im ecotel Rechenzentrum gehosteten - eigenen Content-Delivery-Netzwerks (CDN) Streaming-Dienste für Medienunternehmen an. Speziell entwickelte AddOns für Audio, Video und zukünftig auch Daten schließen die Lücke zwischen den Rohstoffen und der Anwendung, ganz im Sinne eines "Software as a Service"-Konzeptes. Dabei verfügt nacamar über das komplette Portfolio der dafür notwendigen Werkzeuge zur Produktion und zum Betrieb solcher Komponenten. Mit dem Produkt AddRadio ist nacamar Marktführer in Deutschland.

Die Beteiligung an der »mvneco GmbH« fungiert als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services. Die Beteiligung wird als assoziiertes Unternehmen bilanziert.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Markt- und Wettbewerbsumfeld

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Telekommunikations-Marktvolumen sinkt um 1,5 %

Das Telekommunikations-Marktvolumen ist in 2017 um 1,5 % gegenüber dem Vorjahr auf 58,8 Mrd. EUR (Vorjahr 59,7 Mrd. EUR) gesunken. Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten inkl. TV- Bandbreitkabel, macht dabei mit einem Außenumsatz von 32,6 Mrd. EUR 55,4 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus. Der Mobilfunkumsatz ging wie bereits im Jahr 2016 zurück, von 26,7 Mrd. EUR auf 26,2 Mrd. EUR. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten wächst von 129,8 Mio. Stück in 2016 auf voraussichtlich 135 Mio. Stück in 2017. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte ist auch in 2017 erheblich angestiegen von rund 591 MB in 2016 auf etwa 850 MB pro SIM-Karte und Monat.

Gesamtmarkt für Telekommunikation in Deutschland Mrd. EUR und in %

Quelle: DIALOG CONSUL T/VATM 19. TK-Marktanalyse Deutschland 2017

* Vorläufige Zahlen

Quelle: DIALOG CONSULT/VATM 19. TK-Marktanalyse Deutschland 2017

* Vorläufige Zahlen

Die Anzahl an Breitbandanschlüssen in Festnetzen steigt in 2017 auf 33 Mio. an. Dabei entfielen etwa 5,6 Mio. Anschlüsse auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 5,8 Mio. Anschlüsse auf Telekom Resale (Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream), 13,2 Mio. Anschlüsse auf die Deutsche Telekom im Direktvertrieb an Endkunden, sowie 7,6 Mio. Anschlüsse auf Kabelnetzbetreiber. 0,8 Mio. Haushalte sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Auffallend ist die Verlagerung von dem entbündelten Teilnehmerzugang (Vorjahr 6,8 Mio. Anschlüsse) hin zu DSL Telekom Resale (Vorjahr 4,4 Mio. Anschlüsse).

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom halten im direkten Endkundenverhältnis weiterhin einen Marktanteil von 46,4 %.

Trends im B2B-Markt

Das Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Umsatz im Geschäftskundenmarkt ist mit rund 21,4 Mrd. EUR in 2017 (Vorjahr: 22,5 Mrd. EUR) zurückgegangen. Der Gesamtmarktanteil liegt bei 36,4 %. Der Technologiewandel von ISDN zu All-IP treibt das Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation an. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach höheren Bandbreiten ungebrochen.

Eine wichtige Grundlage im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (LTE). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft.

Ein ungebrochener IT-Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen »Infrastructure as a Service« (IaaS), »Platform as a Service« (PaaS) und »Software as a Service« (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechnerleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf die der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Wesentliche Aspekte in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten.

Weitere wichtige ITK-Trends sind:

Industrie 4.0
Big Data Analytics
Machine to Machine (M2M) / Internet of Things (IoT) / Computing Everywhere
Over The Top (OTT)-Services wie Skype, WhatsApp, Netflix
Smart devices / tragbar, biegbar, 3D-Druck, eHealth / Telemedizin
Mobile Payment / kontaktloses Bezahlen
Smart Energy / Intelligente Stromnetze
Regulatorische Trends

Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte gebündelt aus einer Hand und bundesweit anbieten können und auf die oben genannten Trends reagieren. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber bundesweit auf alle notwendigen bzw. physikalisch verfügbaren Vorleistungen zurückgreifen können.

ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA).

Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt die Bundesnetzagentur für

die Sicherstellung eines chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerbs, auch in der Fläche,
die Sicherstellung einer flächendeckenden Grundversorgung mit Telekommunikations- und Postdienstleistungen (Universaldienstleistungen) zu wettbewerbsfähigen Preisen,
die Förderung von Telekommunikationsdiensten bei öffentlichen Einrichtungen,
die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks, und
die Wahrung der Interessen der öffentlichen Sicherheit.

Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Post- markt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie

vergibt Lizenzen im Postbereich,
trägt zu Lösungen von Fragen im Rahmen der Standardisierung bei,
verwaltet Frequenzen und Rufnummern,
klärt Funkstörungen auf,
bekämpft den Missbrauch von Rufnummern,
beobachtet den Markt und
berät die Bürger über neue Regelungen und deren Auswirkungen.

ecotel versucht, durch Marktkenntnis und -beobachtung die Trends frühzeitig zu entdecken und daraus Risiken und Potenziale abzuleiten. Im Jahr 2017 hat ecotel sich mit folgenden aktuellen Themengebieten auseinandergesetzt bzw. durch aktive Mitwirkung in den Arbeitskreisen und im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) beteiligt:

Verbesserung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den Breitbandausbau in Deutschland

Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandiger Anschlüsse zu erschwinglichen Preisen
Abstimmung der europäischen Telekommunikationspolitik (EU Single Market) mit den speziellen Anforderungen des deutschen Telekommunikationsmarktes
Netzneutralität (d. h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben)
Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln sowie des Verbraucherschutzes
Begleitung und Einflussnahme auf die Initiativen im regulatorischen und politischen Raum, mit dem Zweck, adäquate Vorleistungsprodukte langfristig beziehen zu können und die nationalen Besonderheiten im Hinblick auf EU-Entscheidungen hervorzuheben, damit diese Berücksichtigung finden
Handelsplattform für Anbieter und Nachfrager von Breitbandanschlüssen

III. Rechtliche Rahmenbedingungen

1. Vergütungssystem der Organmitglieder

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten.

Dem Vorstand der ecotel ag gehören die Herren Peter Zils (Vorstandsvorsitzender / CEO1 ) verantwortlich für die Bereiche Strategie, Technologie, Wholesale, Finance, Investor Relations und Human Resources; sowie Achim Theis (CCO), der die Bereiche Marketing, Vertrieb, Produktentwicklung und Operations verantwortet, an. Der Vorstand und die Prokuristen Herr Holger Hommes as Chief Financial Officer (CFO) und Herr Wilfried Kallenberg als Chief Technical Officer (CTO) bilden zusammen das geschäftsführende Board der ecotel ag.

Zusätzlich wurde im August 2017 Herrn Andreas Stamm Prokura für den Vertrieb mit Großkunden und Distributionen in der ecotel ag erteilt und im Februar 2018 wurde Herr Oliver Jansen zum Chief Operating Officer (COO) ernannt. Diese beiden Personen zählen damit zur erweiterten Geschäftsleitung der ecotel ag.

Vergütung der Organmitglieder (Vorstand)

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel ag erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und des Vorstandsvergütungsgesetzes (VorstAG) sowie der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCKG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z.B. Auftragseingang, Umsatz, EBITDA) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder und alle weiteren Organe des Konzerns eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung für die Vorstände abgeschlossen. Zudem steht den Vorstandsmitgliedern jeweils ein Firmenwagen zu. Es bestehen weder Aktienoptionsprogramme für die Organmitglieder, noch wurden Kredite an die Organmitglieder gewährt. Daneben existieren keine Regelungen für das vorzeitige Ausscheiden von Organmitgliedern.

Vergütungssystem des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jede Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats (nicht aber eines Ausschusses des Aufsichtsrats) ein Sitzungsgeld. Die ecotel ag erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die durch die Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat eine zeitanteilige Vergütung. Die ecotel ag stellt den Mitgliedern des Aufsichtsrats Versicherungsschutz für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit zur Verfügung.

3. Änderung der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

4. Kapitalverhältnisse

Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2022 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.755.000,00 EUR gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Auf der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.755.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.755.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 bis zum 27. Juli 2022 von der ecotel ag begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben (Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien). Diese Ermächtigung darf von der ecotel ag nicht zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der ecotel ag befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2017 mehr als 3 % beträgt. Basis sind die der ecotel ag bekannt gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

Aktienbesitz (31.12.2017) in Prozent

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugniisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

5. Auswirkungen potentieller Übernahmeangebote

Für Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane im Konzern bestehen, mit Ausnahme eines Sonderbonus von insgesamt 0,3 Mio. EUR, keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme. Weitere Vereinbarungen zwischen ecotel und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht.

Bis zum 31. August 2018 besteht keine an einen Kontrollwechsel gebundene Vereinbarung zwischen ecotel und juristischen Personen.

Ab dem 1. September 2018 hat der Mitgesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, sodass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.

6. Unternehmenssteuerung

Die Gesellschaft steuert Geschäftsbereiche nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Konzernebene die Steuerungsgrößen Konzernumsatz und Konzern-EBITDA in den Fokus gestellt. Daneben gilt die Rohertragsmarge im Segment Geschäftskunden als maßgebliche Profitabilitätskennzahl. Hierzu werden in der Planung auf Ebene von Produktarten/ -kategorien nach dem Teilkostenverfahren den Erlösen die direkten variablen Kosten zugeordnet und Rohmargen ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden im Wesentlichen auf Kostenstellen geplant und überwacht. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz-, und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung des Kerngeschäftes - dem Segment Geschäftskunden - erfolgt zudem eine Überwachung von geschäftsbereichsbezogenen spezifischen Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem (Dashboard) abgebildet werden.

7. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Grundlagenforschung sondern fokussiert sich auf die Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/Nutzen-Effekt für die Kunden im Vordergrund. Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf die technische: Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie Entwicklungsleistungen für ein Partnerportal für Vertriebspartner sowie Systementwicklungen und -verbesserungen für die Auftragsverarbeitung der neuen Produktpalette. Die neuen Produkte sowie die daran ausgerichteten notwendigen neuen Prozesse und Systeme machen es notwendig, die Investitionen in diesen Feldern vorübergehend deutlich zu erhöhen.

IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte 2017 Umsatzerlöse von 104,4 Mio. EUR (Vorjahr: 100,6 Mio. EUR) und damit ein Wachstum von 4% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Umsatzanstieg ist auf beide Geschäftsbereiche zurückzuführen. Der Umsatz im margenstarken Bereich ecotel Geschäftskundenlösungen konnte um 2,3 Mio. EUR auf 47,6 Mio. EUR gesteigert werden, bei einer Rohertragsmarge von 47,7% (Vorjahr: 47,9%). Auch der Geschäftsbereich ecotel Wholesale konnte ein Umsatzwachstum auf 56,8 Mio. EUR (Vorjahr: 55,4 Mio. EUR) verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben mit 0,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Der Personalaufwand ist mit 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 11,0 Mio. EUR) um 0,6 Mio. EUR angestiegen. Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 189 Mitarbeiter (Vorjahr: 177). Der Aufbau der Personalressourcen war notwendig, um die derzeit stattfindende ALL-IP Transformation und das steigende Auftragsvolumen, vor allem im Zusammenhang mit Großkundenprojekten, für die Kunden zufriedenstellend und effizient abwickeln zu können.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR angestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen darin begründet, dass die Aufwendungen für den technischen Support und Entwicklungen im Geschäftsjahr um 1,0 Mio. EUR angestiegen sind. Während die Gesellschaft in den vergangenen Jahren viel ins Rechenzentrum und in die Systeme investiert hat, ohne dass es das operative Ergebnis belastete, wird nun in Prozessoptimierungen, selbsterstellte IT-Systeme und Kundenservice investiert. Dies führt zu diesen vorübergehenden Ergebnisbelastungen.

Die oben beschriebenen Entwicklungen führen im Ergebnis zu dem Rückgang des EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) um 0,4 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen auf Grund der hohen Wachstumsinvestitionen planmäßig um 0,3 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR.

Das Finanzergebnis (Erträge aus Beteiligungen, Zinsaufwand- und Zinserträge, Zuschreibungen auf Finanzanlagen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme) hat sich um 1,7 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR verbessert. Zum Jahresende wurde die in Vorjahren außerplanmäßig abgeschriebenen Anteile an der nacamar GmbH mit einem Teilbetrag von 1,4 Mio. EUR auf nun 1,5 Mio. EUR zugeschrieben. Daneben reduzierte sich auf Grund der anhaltend verbesserten Ergebnissituation in der nacamar GmbH der Aufwand aus der Verlustübernahme um 0,3 Mio. EUR. Die Erträge aus Beteiligungen blieben mit 0,5 Mio. EUR ebenso unverändert, wie die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR.

Unter Berücksichtigung der Steueraufwendungen von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR), ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

Die Hauptversammlung hat in 2017 beschlossen eine Bardividende von 0,23 EUR / Aktie demnach insgesamt EUR 0,8 Mio. EUR auszuschütten. Bei einem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 von 1,1 Mio. EUR ergibt sich unter Berücksichtigung dieser Ausschüttung und dem Jahresergebnis von 1,0 Mio. EUR ein Bilanzgewinn in Höhe von 1,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2017.

Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf

Mit 104,4 Mio. EUR lag der tatsächliche Umsatz der Gesellschaft leicht oberhalb des prognostizierten Intervalls von 80 bis 100 Mio. EUR. Während der Umsatz im Geschäftsbereich ecotel Geschäftskundenlösungen mit 47,6 Mio. EUR innerhalb des prognostizierten Korridors von 45 bis 48 Mio. EUR lag, übersteigt der Umsatz im Bereich Wiederverkäufer mit 56,8 Mio. EUR die Prognose des letzten Jahres (35 bis 50 Mio. EUR). Mit einem EBITDA von 2,7 Mio. EUR konnte der prognostizierte Korridor (4,0 bis 6,0 Mio. EUR) nicht erreicht werden. Während der gestiegene Personalaufwand in der Planung des letzten Jahres enthalten war, konnte die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der oben beschriebenen Höhe nicht vorhergesehen werden. Die sich derzeit ergebenden Marktpotentiale durch den Technologiewandel von traditionellen ISDNAnschlüssen hin zu All-IP Anschlüssen lässt die Gesellschaft nicht aus, auch wenn das vorübergehend die Profitabilität beeinträchtigt.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2017 um 0,4 Mio. EUR auf 26,3 Mio. EUR an. Auf der Aktivseite resultiert dieser Anstieg im Wesentlichen aus der Zuschreibung der Anteile an verbundenen Unternehmen (nacamar GmbH) um 1,4 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR und dem Rückgang der Finanziellen Mittel um 1,3 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR.

Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,2 Mio. EUR (Saldo aus Neuaufnahme eines Darlehens von 3,0 Mio. EUR und Tilgungen von 1,8 Mio. EUR) an. Dem entgegen sanken die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 0,4 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR und der passive Rechnungsabgrenzungsposten um 0,3 Mio. EUR auf 0,1 Mio. EUR. Das Eigenkapital konnte leicht um 0,2 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR gesteigert werden.

3. Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017 einen negativen Cashflow in Höhe von 1,3 Mio. EUR erwirtschaftet. Daher sanken die Finanzmittel zum 31. Dezember 2017 auf 0,5 Mio. EUR. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den planmäßigen Wachstumsinvestitionen in kundenindividuelles und leistungsstarkes Equipment und dazu gehöriger Lizenzen von insgesamt 3,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR).

Der operative Cashflow betrug 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Neben den operativen Treibern, die in der Ertragslage erläutert wurden, trugen auch stichtagsbedingte Unterschiede bei Zahlungsein- und ausgängen für Gutschriften und einmalige Sonderzahlung von und an Vorlieferanten zu diesem Rückgang bei.

Die Gesellschaft hat zu Beginn des Jahres zur Finanzierung der Wachstumsinvestitionen ein langfristiges Darlehen in Höhe von 3,0 Mio. EUR aufgenommen. Tilgungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR und Zinszahlungen von 0,2 Mio. EUR, sowie die Dividendenzahlung an Aktionäre in Höhe von 0,8 Mio. EUR führten letztlich zu der Entwicklung der Finanzmittel.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer stabilen wirtschaftlichen Lage. Der planmäßige Rückgang der Finanzmittel und die planmäßige Entwicklung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben die Gesamtsituation nicht nachhaltig verändert. Die Ertragslage ist durch vertraglich gesicherte wiederkehrende Umsätze im Bereich ecotel Geschäftskundenlösungen gesichert. Die Forderungsausfälle sind weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Zu den Gründen für den Ergebnisrückgang wird auf die Ausführungen in der Ertragslage, die Chancen- und Risikosituation sowie die Prognose verwiesen.

V. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 17. März 2017 ergaben sich keine nennenswerten Änderungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft hätte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2017.

VI. Risikobericht

1. Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt die Gesellschaft ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken unterstützen ihn die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder des geschäftsführenden Boards.

Mithilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken in Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in niedrig, mittel, hoch und sehr hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in vier Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt.

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Vermögensschadensklasse Mögliche Schadenshöhe
Sehr hoch > 1.000.000 EUR
Hoch 300.000 - 1.000.000 EUR
Mittel 100.000 - 300.000 EUR
Niedrig < 100.000 EUR

Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.

Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 wurde in der ecotel ag eine interne Revision im Rahmen einer Vollauslagerung implementiert. Diese hat das Ziel Prozesse und Systeme gemäß den IT-Anforderungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und den "Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT" (BAIT) zu prüfen. Diese Maßnahmen wurden notwendig, da ecotel sowohl Versicherungen als auch Banken durch verschiedene ITK-Lösungen bedient.

Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass der Jahresabschluss Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das Interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und -ausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur Beurteilung von komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden, wenn notwendig, externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärungen. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse. Abgeschlossene Zinsderivate werden regelmäßig überwacht.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z. B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung der Vertriebspartner, Forderungsmanagement sowie in der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, welche ecotel konsequent umsetzt. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen, z. B. des nacamar-CDN, sind die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).

Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wurde eine n+1-Redundanz umgesetzt. Es existieren aber externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Die notwendigen Ausbau- und Renovierungsarbeiten werden vom Vorstand und der Geschäftsleitung eng überwacht und auf die möglichen Risiken für die ecotel hin überprüft (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).

Zur Umsetzung einer Geo-Redundanz bei der Rechenzentrums-Infrastruktur wurde in Düsseldorf eine weitere Rechenzentrumsfläche angemietet. Die Rechenzentren von Düsseldorf und Frankfurt sind über n x 10 Gbps redundant miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beide Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden PoPs. Bei Nichtverlängerung von Einkaufsverträgen oder bei einer Verschlechterung der Einkaufskonditionen kann dies zur Verschlechterung der Ertragslage führen. ecotel versucht diese Abhängigkeit von Vorlieferanten dadurch zu minimieren, dass sie für jedes wesentliche Produkt einen alternativen Vordienstleister vorhält. Dies ist zumindest in den Gebieten möglich, wo mehrere Vordienstleister parallele Infrastrukturen betreiben. Durch die Inbetriebnahme der ecotel-eigenen TNB-Infrastruktur verringert sich das Risiko im Bereich der bisher zugekauften Sprachvermittlungs-Dienstleistungen, da diese nunmehr durch ecotel selbst erbracht werden können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Bei der Auftragsumsetzung ist die ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten, der Stabilität der Systeme und Prozesse sowie von vorhandenen Personalkapazitäten. Bei einem möglichen Backlog besteht die Gefahr, Reputation bei den Vertriebspartnern und Kunden und sogar Aufträge zu verlieren. Um aufkommende Probleme und Verzögerungen zu erkennen und Lösungsansätze zu haben, hält das Management Kontakt zu den verschiedenen Ebenen der Vorlieferanten (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

Der eigene Teilnehmernetzbetrieb bringt neben technischen Herausforderungen auch weitergehende Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz (Hacking, Fraud etc.) mit sich. Hier hat ecotel bereits entsprechend viel in technische und prozessuale Fraud Managementsysteme investiert, um das Risiko zu minimieren und den Kunden bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten (Bruttorisiko 3 /Nettorisiko 4).

Der derzeit vollzogene Wandel von traditionellen ISDN-Anschlussprodukten zu neuen NGN All-IP Anschlussprodukten und der damit verbundene technische, organisatorische und prozessuale Aufwand für die Migration der Kunden in den nächsten Jahren birgt das Risiko von Kundenverlusten und damit Umsatzrückgängen sowie hohen Auslastungen der operativen und technischen Bereiche (Bruttorisiko 1/Nettorisiko 1).

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.

Ein Kreditrisiko besteht, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

ecotel hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA / Umsatzerlöse und Nettoverschuldung/EBITDA) liegt ecotel derzeit deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2018 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transkationen, die nicht in einer funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Da das Währungsrisiko nach Auslaufen der kontrahierten Sicherungsgeschäften in Vorjahren gering war, wurden im Vorjahr und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.

Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende 2017 über liquide Mittel in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel Betriebsmittellinien von insgesamt 8,0 Mio. EUR. Davon können 1,0 Mio. EUR als Avallinie genutzt werden. Es bestehen aktuell keine Zinsrisiken bei ecotel, da die ausstehenden Darlehen festverzinslich sind. Um eventuell zukünftig steigenden Marktzinsen teilweise entgegenzuwirken, hat ecotel ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen.

Rechtliche Risiken

Die Gesellschaft ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht sowie das Steuerrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Die Gesellschaft identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ sowie qualitativ die potenziellen rechtlichen sowie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 sieht sich die Gesellschaft keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.

Steuerliche Risiken

Risiken ergeben sich dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet wurden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht die Gesellschaft laufend steuerliche Risiken, die sich bspw. aus der Steuergesetzgebung, geänderten Verwaltungsauffassungen oder der Steuerrechtsprechung ergeben können. Im Jahr 2017 wurde eine steuerliche Außenprüfung des gesamten Konzerns für die Jahre 2012 bis 2014 beendet. Die daraus resultierenden Auswirkungen wurden im Jahresabschluss vollständig berücksichtigt.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung für die Bereiche Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT. Verzögerungen bei der Umstellung auf innovative NGN-Voice-Produkte könnten dazu führen, dass ecotel seine Ertragsziele für Neuprodukte in den nächsten Jahren nicht oder nur zeitlich verzögert erreicht (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).

Die Gesellschaft bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über wenige Vorlieferanten. Auch und gerade vor dem Hintergrund des momentan vor allem durch die Deutsche Telekom vorangetriebenen Technologiewandels von ISDN auf All-IP wird für ecotel der Zugang zu schnellen und flächendeckenden Leitungsnetzen wichtiger. Die Einkaufsverträge mit den wesentlichen Lieferanten haben alle Laufzeiten, die über das Jahr 2018 hinausgehen. Derzeit ist ecotel in Gesprächen mit alternativen Lieferanten, um auch in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähige All-IP-Dienste anbieten zu können, ohne die bisherige Praxis der Mehrlieferantenstrategie aufgeben zu müssen (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt. Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 2).

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist die Gesellschaft davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass auch 2018 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel nachhaltig prägen können. Die Chancensituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.

Umsatzsteigerung durch die Vermarktung der neuen Produkte im Bereich Voice over IP und Hosted PBX

Zwei wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind der Ersatz von ISDN-Technologie durch Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX/IP Centrex). Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. Die Deutsche Telekom hält an ihrer Kommunikation fest, bis Ende 2018 die ISDN-Technologie durch VoIP-Technologie zu ersetzen.

Für viele Geschäftskunden könnte das notwendige Investitionen in bestehende Telefon- / Kommunikationsanlagen bedeuten. ecotel hat hierfür neue innovative Produkte eingeführt, mit denen Kunden diese Investitionen vermeiden können. Hierbei handelt es sich zum einen um SIP-Anschlüsse für Geschäftskunden zur Anbindung von IP-fähigen Telefonanlagen. Zum anderen bietet ecotel mit Hilfe von Gateways auch eine Lösung an, die dem Weiterbetrieb der bestehenden Telefonanlage ermöglicht.

Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im Datenbereich

Die Datenumsätze inkl. Hosting machen derzeit bereits mehr als 50 % der Geschäftskundenumsätze aus. Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass diese Quote noch stärker wachsen könnte, als in den momentanen Planungen berücksichtigt, unter anderem durch Erweiterung der bestehenden Ethernet- und SHDSL-Produktpalette um neue Funktionalitäten durch Kombination mit neuen VoIP-Sprachprodukten.

Umsatzsteigerung und Verbesserung der Rohertragsmarge im Geschäftskundensegment durch eigenen Teilnehmernetzbetrieb (TNB)

Die Gesellschaft profitiert als Teilnehmernetzbetreiber durch die Vereinnahmung von sog. Terminierungsentgelten auch von eingehenden Verbindungen zu den betriebenen Kundenanschlüssen. Neben dieser Ertragsposition besteht die besondere Chance für ecotel darin, nun ein von den Vorleistern weitgehend unabhängiges Produkt- und Tarifportfolio zu entwickeln. Dies ermöglicht idealerweise neben einer höheren Wertschöpfung auch eine zielgenauere Kundenfokussierung: Denkbar sind z. B. spezielle Bündelangebote für Kooperationen und bestimmte Branchen. Bislang hat ecotel primär Vorleistungsprodukte veredelt, nun besteht die Möglichkeit, die gewonnenen Erfahrungen direkt in das grundsätzliche Produktdesgin einfließen zu lassen -zugunsten geringerer Produktionskosten und einer höheren Attraktivität für Vermarktungspartner und Kunden. Durch den derzeit immer stärken Transformationsprozess von ISDN zu All-IP Produkten im Geschäftskundenumfeld wird sich das Geschäftsvolumen auf dieser Basis deutlich erhöhen und somit die Ertragskraft steigern.

Weitere Gewinnung von Großkunden

Die erfolgreiche Umsetzung von Großprojekten, vor allem im Jahr 2017, verschafft ecotel beste Möglichkeiten, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen umzusetzen. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie zentrale Firewall-Services im ecotel Rechenzentrum. Im Geschäftsjahr 2017 konnte ecotel in diesem Bereich sehr gute Erfolge erzielen und sieht weiteres Wachstumspotenzial.

Aufsetzen strategischer Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT

Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, das heißt die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste -beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing / Colocation Services im ecotel Rechenzentrum.

Anders als viele multinationale Cloudanbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil.

VII. Prognosebericht

Hinweise zu Prognosen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder auf andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Gesellschaft liegen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Gesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden, und lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Prognose 2018

In Deutschland wird für die Gesamtwirtschaft eine positive Wachstumsrate erwartet. Diese wird durch die anhaltend positive Entwicklung der privaten Konsumausgaben und durch steigende Investitionen getragen. Die in diesem Konzernlagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Marktsituation sowie die Bewertung der Risiken- und Chancensituation veranlasst den Vorstand, folgende Erwartungen für die kommenden Geschäftsjahre zu formulieren:

Für 2018 erwartet der Vorstand für den Einzelabschluss der ecotel ag nach handelsrechtlichen Vorschriften einen Umsatz von 70 bis 100 Mio. EUR. Für den Kernbereich ecotel Geschäftskunden erwartet der Vorstand einen Umsatz in einem Korridor von 47 bis 50 Mio. EUR bei leicht steigender Rohertragsmarge. Für den margenschwachen Geschäftsbereich ecotel Wholesale ist eine Umsatzplanung nur eingeschränkt möglich, da dieses Geschäft erfahrungsgemäß großen Schwankungen unterliegt. Die Gesellschaft prognostiziert hier einen Umsatz von 25 bis 50 Mio. EUR. Insgesamt geht der Vorstand davon aus, dass die Gesellschaft nach handelsrechtlichen Vorschriften ein EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) in einem Korridor von 3 bis 4 Mio. EUR erzielen wird.

Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken - wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhe - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. Auf die Erläuterungen zu den »Hinweisen zu Prognosen« weisen wir hin.

VIII. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289f HGB und § 315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/websites/ecotel/German/6500/entsprechenserklaerung-2018.html) dauerhaft zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 16. März 2018

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, den 16. März 2018

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Achim Theis

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

Der Jahresabschluss der ecotel communication ag wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") sowie des Aktiengesetzes ("AktG") erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.

Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen.

Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

1) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über den Zeitraum der Nutzung linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Lizenzen wird mit fünf Jahren, die von Software mit drei Jahren und die des Geschäfts- oder Firmenwerts mit bis zu fünf Jahren angesetzt, da dies den zu Grunde liegenden vertraglichen Gegebenheiten entspricht.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungskosten seit 2013 nicht mehr in Anspruch.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen.

Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, ergibt sich eine Zuschreibungspflicht in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte.

Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:

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Nutzungsdauer in Jahren
Einbauten auf fremden Grundstücken 7
EDV-Ausstattung 3 bis 4
Fuhrpark 3 bis 6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 7
GWG (EUR 150 bis EUR 410) 1

Geringwertige Vermögensgegenstände unter EUR 150 werden sofort als Aufwand erfasst. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden diese außerplanmäßig auf den ihnen am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei nur vorübergehender Wertminderung erfolgt keine außerplanmäßige Abschreibung. Der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts basiert dabei auf marktorientierten Barwertkalkülen wie dem Discounted Cashflow-Verfahren nach IDW S 1.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, ergibt sich eine Zuschreibungspflicht in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde mit 1 % auf die Nettobeträge berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus dem Geschäft Wholesale und damit im Wesentlichen aus Handel (Kauf und Verkauf) mit dem selben Carrier entstehen, werden bei der Pauschalwertberichtigung nicht in vollem Umfang berücksichtigt, sondern als "Netto-Position" bewertet, da auch der Zahlungsfluss vertragsgemäß als Saldoposition ausgeführt wird und somit das Kreditrisiko lediglich im Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten der jeweiligen Abrechnungsperiode besteht.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten (§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB) sowie auf steuerliche Verlustvorträge wird kein Gebrauch gemacht. Die temporären Differenzen in den Wertansätzen bei einem Steuersatz von 31,23 % bestehen im Wesentlichen beim Sachanlagevermögen, steuerliche Verlustvorträge der ecotel communi-cation ag sowie bei einem steuerbilanziell aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert der nacamar GmbH (jeweils aktive latente Steuern). Die aus diesem Geschäfts- oder Firmenwert resultierenden temporären Differenzen sind der Gesellschaft aufgrund des steuerlichen Organschaftsverhältnisses zwischen der ecotel communication ag als Organträgerin und der nacamar GmbH als Organgesellschaft zuzurechnen.

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostenentwicklungen werden bei der Rückstellungsbewertung insoweit berücksichtigt, wie sie intersubjektiv nachvollziehbar sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 sind indes keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Zur perioden- bzw. leistungsgerechten Erlösrealisation werden Umsätze aus bereits fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Den Umsatzerlösen werden sachlich wie zeitlich die korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt.

2) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

a) Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen vor allem Erweiterungsinvestitionen für EDV-Software, den Erwerb von Lizenzen und Nutzungsrechten.

b) Sachanlagen

Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus den Erweiterungen der EDV und der sonstigen Technik.

c) Finanzanlagen

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Beteiligungsquote

%
Eigenkapital zum 31. Dezember 2017

TEUR
Jahresergebnis 2017

TEUR
easybell GmbH, Berlin 50,98 3.695 1.891
carrier-services.de GmbH, Berlin **100,00 2.024 216
Sparcall GmbH, Bad Belzig **100,00 667 379
init.voice GmbH, Berlin **100,00 244 71
nacamar GmbH, Düsseldorf 100,00 100 *-16
mvneco GmbH, Düsseldorf 33,33 2.112 632

* vor Ergebnisabführung

** indirekt über die easybell GmbH

Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich aus den Anteilen an der easybell GmbH in Höhe von TEUR 5.300 und nacamar GmbH von TEUR 1.500 zusammen. Die Anteile haben sich auf Grund einer teilweisen Wertaufholung der Anteile an der nacamar GmbH um TEUR 1.400 auf TEUR 1.500 zum 31. Dezember 2017 erhöht. In der Vergangenheit wurden die Anteile mehrmals auf Grund einer anhaltenden Verlustsituation außerplanmäßig im Wert gemindert. Die in 2016 erfolgreich durchgeführte Managementreorganisation und die Implementierung einer neuen Strategie zeigt nun bereits in 2017 eine deutliche Verbesserung der Ergebnissituation. Seit Mitte des Jahres 2017 hat die nacamar GmbH, auch durch die erfolgreiche Inbetriebnahme des Internet-Radio-Streams für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland, nachhaltige Gewinne erwirtschaftet. Das Jahr 2017 hat die nacamar GmbH allerdings noch mit einem kleinen Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisabführung) in Höhe von TEUR 16 abgeschlossen. Zum Jahresende 2017 wurde eine Bewertung nach Maßgabe eines Discounted Cashflow-Verfahrens in Anwendung von IDW S 1 durchgeführt. Diese führte zu einer Wertaufholung in Höhe von TEUR 1.400.

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte eine Rückzahlung aus der Kapitalrücklage der mvneco GmbH in Höhe von TEUR 300, anteilig TEUR 100 zur ecotel ag, die den Buchwert der Finanzanlage erfolgsneutral verringert hat.

Die synergy Plus GmbH wurde in 2017 liquidiert.

d) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2017 resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus erbrachten Leistungen. Daneben besteht zwischen der ecotel ag und der nacamar GmbH eine Cash-Pool Vereinbarung. Daraus ergibt sich eine Forderung gegenüber der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: Forderung in Höhe von TEUR 307).

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 341) ausgewiesen.

e) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus einer Provisionsvereinbarung gegenüber einem Lieferanten TEUR 1.417 (Vorjahr: TEUR 1.214), Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen für Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 235) sowie die im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 297 (Vorjahr: TEUR 333).

Unter den "Sonstigen Vermögensgegenständen" wurde die gezahlte Optionsprämie einer Zinsbegrenzungsvereinbarung (Cap) in Höhe von TEUR 59 aktiviert. Das Nominalvolumen beträgt anfänglich TEUR 3.000 und nimmt im Zeitverlauf ab. Die Prämie wird über die Laufzeit der Zinsbegrenzungsvereinbarung (2019 - 2022) linear verteilt. Zum Stichtag lagen keine Hinweise für einen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf vor.

f) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Supportdienstleistungen und für Vorleistungen an andere Telekommunikationsunternehmen.

g) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. Juli 2022 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.755.000,00 EUR gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Auf der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.755.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.755.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Juli 2017 bis zum 27. Juli 2022 von der ecotel ag begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben (Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien). Diese Ermächtigung darf von der ecotel ag nicht zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der ecotel ag befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:

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EUR Entwicklung
Gezeichnetes Kapital (unverändert) 3.510.000,00
Kapitalrücklage (unverändert) 2.890.000,00
Andere Gewinnrücklagen (unverändert) 2.400.000,00
Bilanzgewinn Vortrag 1.099.283,39
Gewinnverwendung gem. Beschluss der Hauptversammlung 2017
Dividendenzahlung -807.300,00
Gewinnvortrag 291.983,39
Jahresüberschuss 1.042.441,97
Bilanzgewinn (31. Dezember 2017) 1.334.425,36
Eigenkapital (31. Dezember 2017) 10.134.425,36

h) Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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Rückstellungsspiegel Stand 1.1.2017

TEUR
Inanspruchnahme

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand 31.12.2017

TEUR
Steuerrückstellungen 97 97 - 19 19
Ausstehende Eingangsrechnungen 281 150 113 194 212
Personalbezogene Rückstellungen 113 113 - 141 141
Aufsichtsratvergütung 102 102 - 99 99
Urlaub 62 62 - 98 98
Abschluss- und Prüfungskosten 100 100 - 107 107
Berufsgenossenschaft 42 37 5 41 41
Übrige Rückstellungen 40 22 2 59 75
Sonstige Rückstellungen 740 586 120 739 773

i) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen in Höhe von Mio. EUR 5,2 mit einer Laufzeit bis September 2022 ausgewiesen. Zur Sicherung der Finanzierung des geplanten weiteren Wachstums wurde am 29. Dezember 2016 ein weiterer Darlehensvertrag in Höhe von Mio. EUR 3,0 abgeschlossen. Die Auszahlung des Darlehens erfolgte im Januar 2017.

Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

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Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
TEUR 31.12.2017 2018 Ab 2019 Ab 2023 2018 Ab 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.168 1.308 3.860 0 133 128

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TEUR Zinszahlungen Ab 2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:

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Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
TEUR 31.12.2016 2017 Ab 2018 Ab 2022 2017 Ab 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.964 1.796 2168 0 123 84

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TEUR Zinszahlungen Ab 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0

j) Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Personal, Umsatz- sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten enthalten.

k) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet erhaltene Kundeneinzahlungen für noch zu erbringende Leistungen eines Vertrages und wird entsprechend der Laufzeit des Vertrages linear aufgelöst.

3) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

a) Umsatzerlöse

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2016

TEUR
2017

TEUR
Erlöse aus Sprachdiensten 23.673 21.187
Erlöse aus Datendiensten 18.597 23.649
Erlöse aus Housing/Hosting 2.896 2.752
Erlöse aus Carrierservices 22 1
Erlöse Non-Carrierservices 6.110 4.352
Erlöse Wholesale 49.292 52.488
Gesamt 100.590 104.429

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2016

TEUR
2017

TEUR
Inland 56.569 53.656
Ausland (im Wesentlichen Wholesale) 44.021 50.773
Gesamt 100.590 104.429

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 123) sowie Erträge aus der Privatnutzung der Firmenwagen in Höhe von TEUR 256 (Vorjahr: TEUR 223).

c) Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft im Wesentlichen eingekaufte Vorleistungen bei anderen Telekommunikationsunternehmen.

d) Abschreibungen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2017 planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

e) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen (TEUR 3.557; Vorjahr: TEUR 3.417), Technischen Support und Entwicklung (TEUR 2.032; Vorjahr: TEUR 1.059), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 637; Vorjahr: TEUR 496), Kfz- und Reisekosten (TEUR 465; Vorjahr: TEUR 407), sowie Raumkosten (TEUR 677; Vorjahr: TEUR 685). Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aperiodische Aufwendungen in Höhe von TEUR 67 enthalten.

f) Erträge aus Beteiligung

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus einer Gewinnausschüttung der easybell GmbH.

g) Zuschreibung auf Finanzanlagen

Die Zuschreibung aus Finanzanlagen beinhaltet die Wertaufholung der Anteile an der nacamar GmbH. Weitere Erläuterungen sind in den Angaben zu Finanzanlagen enthalten.

h) Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der nacamar GmbH wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 341) übernommen.

i) Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2017 beinhalten Erträge aus der Verzinsung von Finanzanlagen. Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Darlehensverbindlichkeiten.

j) Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige Steuern

Der Ausweis beinhaltet Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie KFZ-Steuern. Alle Effekte aus der im Jahr 2017 beendeten steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2012 bis 2014 wurden im Jahresabschluss 2016 und 2017 berücksichtigt und sind somit vollständig aperiodisch.

4) SONSTIGE ANGABEN

a) Angabe zur Corporate Governance-Erklärung § 285 Nr. 16 HGB

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht:

http://ir.ecotel.de/websites/ecotel/German/6500/entsprechenserklaerung-2018.html

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB und Haftungsverhältnisse

Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus vertraglichen Bindungen mit Lieferanten erwachsen der Gesellschaft in den nächsten Jahren finanzielle Verpflichtungen wie folgt:

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TEUR bis 1 Jahr 2 bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt
Miete 906 2.104 1.232 4.242
Leasing/Mietkauf 243 441 0 684
1.149 2.545 1.232 4.926

Weiter bestehen vertragliche Vereinbarungen über einen zu erreichenden Mindestumsatz mit Lieferanten bis 2018 über eine Gesamthöhe von Mio. EUR 4,5.

Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 588) für Avalschulden. Risiken aus der Inanspruchnahmen werden nicht gesehen.

b) Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre 2016 und 2017 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

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2016 2017
Angestellte 177 189
(Ohne Vorstandsmitglieder und Auszubildende) 161 171

c) Vorstand

Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2017 wie folgt zusammen:

Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender)
Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Derzeit sind die Herren Holger Hommes, Wilfried Kallenberg und Andreas Stamm zu Prokuristen bestellt.

d) Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2017 bestellt:

Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin (Vorsitzender)
Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg
Sascha Magsamen, Kaufmann, Oestrich-Winkel
Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Kronberg im Taunus
Tim Schulte Havermann, Kaufmann, Recklinghausen

Im Geschäftsjahr 2017 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien bzw. haben folgende hauptberuflichen Tätigkeiten ausgeübt:

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Aufsichtsratmitglied Funktion Unternehmen
Dr. Norbert Bensel Geschäftsführer NB Consulting- und Beteiligungs GmbH, Berlin
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker AG i.L., Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG, Berlin
Mitglied des Beirats IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf
Vorstand EL-Net Consulting AG, München
Brigitte Holzer Inhaber, Geschäftsführerin Holzer Holding GmbH, Berg
CFO/Geschäftsführerin PPRO Financial Ltd, London (Großbritannien)
Geschäftsführerin WKV prepaid GmbH, Maria Enzersdorf (Österreich)
Geschäftsführerin Pay Plus Services GmbH, München
Geschäftsführerin PPRO Holding GmbH, München
CFO/Geschäftsführerin PPRO INC., Atlanta (Georgia/USA)
Mirko Mach Geschäftsführender Gesellschafter MPC Service GmbH, Heidelberg
Dr. Thorsten Reinhard Partner (Member) Noerr LLP, London (Großbritannien)
Mitglied des Aufsichtsrats Wackler Holding SE, München
Vorsitzender des Aufsichtsrats ISS Facility Services Holding GmbH, Düsseldorf
Mitglied des Aufsichtsrats ISS VSG GmbH, Lübbenau
Sascha Magsamen Vorsitzender des Aufsichtsrats MediNavi AG, München
Vorsitzender des Aufsichtsrats Tyros AG, Hamburg
Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats Ecolutions GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrates ICM Media AG, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrates Hallgartener Weinkeller EG, OestrichWinkel
Mitglied des Aufsichtsrates Weberhof AG, Heiligenhaus
Vorstand PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main
Vorstand Impera Total Return AG, Frankfurt am Main
Vorstand Inspire AG, Salzkotten
Vorstand Mood and Motion AG iL; Frankfurt am Main
Vorstand Novetum AG, Frankfurt am Main
Liquidator GBS Asset Management AG IL, Frankfurt am Main
Liquidator ENNF UG iL, Frankfurt am Main
Geschäftsführer Mattiak Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
Tim Schulte Havermann Geschäftsführer LaBrea Vermögensverwaltung GmbH, Berlin
Geschäftsführer conCapital VV GmbH, Berlin
Geschäftsführer TMT Gruppe GmbH, Berlin
Vorsitzender des Aufsichtsrats ecoblue AG, München
Vorsitzender des Aufsichtsrats PIAG ProInvest Real Estate AG, Dresden
Mitglied des Aufsichtsrats GVA Real Estate AG, Berlin

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Ämter in Kontrollgremien i.S.d. § 285 Nr. 10 HGB.

e) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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Gesamtbezüge

in TEUR
Peter Zils Achim Theis Johannes Borgmann
2016 2017 2016 2017 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 330 330 220 220 147 -
Nebenleistungen 23 23 17 17 13 -
Einjährige var. Vergütung 33 13 33 59 - -
Mehrjährige var. Vergütung - - - - - -
Gesamtvergütung 386 366 270 296 160 0

Herr Johannes Borgmann ist mit Wirkung zum 31. August 2016 aus dem Vorstand der ecotel communication ag ausgeschieden. Neben seinen vertraglich vereinbarten monatlichen Gehaltsbestandteilen, wurden Herrn Borgmann im Geschäftsjahr 2016 TEUR 227 als Abfindung gezahlt. Der Ausweis dieser Zahlung erfolgt im Rahmen der Angaben aus Anlass der Beendigung der Tätigkeit sowie der Angaben der Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstands.

Die erfolgsbezogenen variablen Vergütungen sind an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2017 neben den Festvergütungen und Nebenleistungen, sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 66) zu. Die Bezüge des Geschäftsjahres 2017 betragen TEUR 662 (Vorjahr: TEUR 816). Es bestehen weder Aktienoptionsprogramme für die Organmitglieder, noch wurden Kredite an Organmitglieder gewährt. Daneben existieren keine Regelungen für das vorzeitige Ausscheiden von Organmitgliedern.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrates:

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Aufsichtsrat Vergütung in TEUR 2016 Vergütung in TEUR 2017
Dr. Norbert Bensel 25 24
Mirco Mach 20 19
Dr. Thorsten Reinhard 14 14
Brigitte Holzer 13 14
Sascha Magsamen 14 14
Tim Schulte Havermann (ab dem 22. Juli 2016) 7 14
Dr. Barbara Bludau (bis zum 22. Juli 2016) 9 -
Gesamtvergütung 102 99

f) Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat verschiedene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

g) Beteiligungen an der Gesellschaft

Folgende wesentliche Beteiligungen werden an der Gesellschaft gehalten:

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TEUR %
Peter Zils 28,49%
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09%
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 9,97%
PVM Private Values Media AG 9,31%
Magic Assets Investment Ltd. 3,04%
Zwischensumme: 75,90%
Streubesitz 24,10%

h) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 16. März 2018 ergaben sich keine nennenswerten Änderungen.

i) Gewinnverwendung

Zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung lag der Gewinnverwendungsvorschlag noch nicht vor.

j) Meldungen in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG

Der Gesellschaft lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben:

Es werden hier die Meldungen aufgelistet, die zur oben dargestellten Aktionärsstruktur geführt haben, bzw. alle Meldungen, die im Jahr 2017 abgegeben wurden.

09.07.2009 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die Intellect Investment & Management Ltd., Tortolo, British Virgin Island hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 01. Juli 2009 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,09% (978.489 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt.

Herr Andrey Morozov, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 01. Juli 2009 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,09% (978.489 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt. Davon sind Herrn Andrey Morozov 25,09% (978.489 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihm kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

- Intellect Investment & Management Ltd.

11.01.2010/ Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

ecotel communication ag: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Herr Peter Zils, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 5. Januar 2010 die Schwelle von 30% unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64% beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).

07.04.2011/ Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat.

Diese Stimmrechte sind der Gesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG von der Sch-nigge Wertpapierhandelsbank AG zuzurechnen.

31.03.2014 / Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG:

Der Vorstand der ecotel communication ag (WKN 000585434/ ISIN DE0005854343) hat heute beschlossen, in der Zeit vom 31. März 2014 bis zum Ablauf des 30. Juni 2014 bis zu 90.000 eigene Aktien (das entspricht 2,3 Prozent des derzeitigen Grundkapitals) zurückzukaufen. Der Erwerb soll über die Börse erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Mittelwert der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Erwerb um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Bei Zugrundelegung der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Tage der Beschlussfassung entspricht dies einem Rückkaufvolumen von bis zu ca. 0,72 Millionen Euro.

Der Vorstand macht damit von dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 Gebrauch, der den Vorstand bis zum 29. Juli 2015 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals ermächtigt hat. Die zurück erworbenen Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Weitere Details zum Aktienrückkaufprogramm sowie Transaktionen werden nach ihrer Ausführung wöchentlich auf der Website der Gesellschaft (www.ecotel.de) im Bereich Investor Relations bekannt gegeben.

28.05.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 28.05.2014 die Schwelle von 10% der Stimmrechte erreicht hat (das entspricht 390.000 Stimmrechten).

28.05.2014 / Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG:

Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag heute beschlossen, die erworbenen 390.000 eigenen Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG unter Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft einzuziehen. Durch diesen Beschluss werden alle derzeit von der ecotel communication ag gehaltenen 390.000 voll eingezahlten Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 Euro je Aktie herabgesetzt. Das Grundkapital der Gesellschaft reduziert sich durch die Einziehung der eigenen Aktien von 3.900.000,00 Euro um 390.000,00 Euro auf 3.510.000,00 Euro. Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie bleibt mit 1,00 Euro unverändert bestehen.

13.06.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

07.06.2016 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 19.05.2016 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,97 % (349.942 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Die MARTRADE Logistics GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 19.05.2016 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,97 % (349.942 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Davon sind der MARTRADE Logistics GmbH & Co. KG 9,97 % (349.942 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

- IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH

Die MARTRADE Logistics Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 19.05.2016 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,97 % (349.942 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Davon sind der MARTRADE Logistics Verwaltungs GmbH 9,97 % (349,942 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

- IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH

- Martrade Logistic GmbH & Co. KG

Herr Günther Hahn, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 19.05.2016 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,97 % (349.942 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt. Davon sind Herrn Günther Hahn 9,97% (349.942 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihm kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

- IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH

- Martrade Logistic GmbH & Co. KG

- Martrade Logistic Verwaltungs GmbH

15.11.2017 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

1. Angaben zum Emittenten

ecotel communication ag

Prinzenallee 11

40549 Düsseldorf

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

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X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

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Name: Registrierter Sitz und Staat:
Frau Anastasia Belova, Geburtsdatum: 28.04.1988

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

MAGIC ASSETS INVESTMENT LTD

5. Datum der Schwellenberührung:

31.10.2017

6. Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,04 % 0 % 3,04 % 3.510.000
letzte Mitteilung n/a % n/a % n/a % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

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ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0005854343 106.600 % 3,04 %
Summe 106.600 3,04 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

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Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

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Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
Anastasia Belova % % %
MAGIC ASSETS INVESTMENT LTD 3,04 % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:

Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

i) Honorare Wirtschaftsprüfer

Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 90. Für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Leistungen wurden für den Abschlussprüfer wie im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.

Düsseldorf, den 16. März 2018

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Achim Theis

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ecotel communication ag, Düsseldorf

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ecotel communication ag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

(1) Periodengerechte Erfassung der Umsatzerlös

(2) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

[1] Sachverhalt und Problemstellung

[2] Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

[3] Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

(1) Periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse

[1] Im Jahresabschluss der ecotel communication ag werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse in Höhe von € 104 Mio. ausgewiesen. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die Leistung erbracht bzw. die Vermögensgegenstände geliefert worden sind. Zur periodengerechten Erlösrealisation werden Umsätze für monatliche Grundgebühren für Sprachanschlüsse und Leistungen aus dem Datengeschäft aus bereits fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Seitens der Gesellschaft werden diese abgrenzungsrelevanten Umsatzgruppen auf der Basis von Systemauswertungen ermittelt. Zum 31. Dezember 2017 wurden Umsatzerlöse von € 2,7 Mio. bereits fakturiert, aber erst für das Geschäftsjahr 2018 erfasst. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass ein wesentlicher Teil der monatlichen Umsatzerlöse von der Gesellschaft abgegrenzt wird, besteht ein erhöhtes Risiko der falschen Periodisierung der Umsatzerlöse zum Geschäftsjahresende. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

[2] Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und Wirksamkeit der von der Gesellschaft eingerichteten Prozesse und Kontrollen zur Erfassung der Umsatzerlöse beurteilt. Darauf aufbauend haben wir zur Beurteilung der periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse substanzielle Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei haben wir unter anderem analytische Beurteilungen der monatlichen Abgrenzungsbeträge im Jahresverlauf durchgeführt. Zudem haben wir anhand einer Stichprobe von Kundenrechnungen beurteilt, ob die Umsatzerlöse in dem Geschäftsjahr erfasst worden sind, in dem die vereinbarte Leistung erbracht bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die vorgenommenen Umsatzabgrenzungen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse zu gewährleisten.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zu den Besonderheiten der periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse im Jahresabschluss der ecotel communication ag sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" des Anhangs enthalten.

(2) Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

[1] In dem Jahresabschluss der ecotel communication ag werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" zum 31. Dezember 2017 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 6,8 Mio. ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die ecotel communication ag hat zum Abschlussstichtag die Bewertung von Anteile an verbundenen Unternehmen überprüft. Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Zuschreibungsbedarf von insgesamt € 1,4 Mio. auf die Anteile an der nacamar GmbH. Der beizulegende Wert der Anteile an der nacamar GmbH wurde als Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsströme mittels Discounted-Cashflow-Modell ermittelt, wobei die von den gesetzlichen Vertretern erstellte Planungsrechnung zugrunde gelegt wurde. Das Ergebnis dieser Bewertung ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter und von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der ecotel communication ag war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

[2] Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob der beizulegende Wert sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modell unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurde. Hierzu haben wir überprüft ob die zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die angesetzten Kapitalkosten insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Bewertung darstellen. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern der Planung gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Überprüfung der Werthaltigkeit dieser Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

[3] Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen und deren Bewertung sind in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze", "Erläuterungen zur Bilanz" und "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die in Abschnitt "VIII. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den Corporate-Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Juli 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Abschlussprüfer der ecotel communication ag, Düsseldorf, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Verena Heineke.

Düsseldorf, den 16. März 2018

**PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Verena Heineke, Wirtschaftsprüferin

ppa. Jörg Klein, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017

der ecotel communication ag

Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt vier Sitzungen zusammen, und zwar am 22. März 2017, am 1. Juni 2017, am 28. Juli 2017 sowie am 6. Dezember 2017. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat einmal telefonisch getagt. Zudem gab es drei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt.

1. Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen in 2017 ausführlich über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Schwerpunkte lagen auf der Entwicklung des Bereichs Geschäftskunden, wesentlichen Lieferantenverträgen und Kundenprojekten sowie der Entwicklung der Marktsituation und deren regulatorische Rahmenbedingungen.

Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligung an der mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über ihre strategische Entwicklung. Bei der nacamar GmbH standen die Neuausrichtung der Gesellschaft sowie ein größeres Kundenprojekt im Zentrum der Erörterungen.

Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit verschiedenen Personalangelegenheiten. Beispielsweise verlängerte er in seiner Sitzung am 6. Dezember 2017 die Bestellung von Herrn Peter Zils als Vorstandsvorsitzenden um drei Jahre. Zu Fragen der internen Struktur beriet der Aufsichtsrat unter anderem die Neuorganisation der Kundenbetreuung, die Ablösung einer zentralen Software-Plattform sowie die Einrichtung einer internen Revision mit dem Fokus auf Geschäftsvorfälle, die Kunden betreffen, die den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht formulierten "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" unterliegen. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit zwei Fällen, in denen Gesellschaften der ecotel-Gruppe durch kriminelle Handlungen geschädigt wurden, wenngleich nicht in substantieller Höhe.

Wie schon in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands diskutiert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist.

Weitere wesentliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrafen den Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung, eine Dividende von 0,23 Euro je Aktie auszuschütten.

In der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2017 standen die Prüfung sowie die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 22. März 2017 verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind.

2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf die Herren Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard.

3. Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 28. Juli 2017 gewählte Abschlussprüfer der ecotel, die Pricewaterhouse-Coopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzern-abschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 20. März 2018 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2017 festgestellt.

4. Corporate Governance

Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2017 am 13. März 2017 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die jüngste gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat datiert vom 8. März 2018. Die Erklärungen wurden jeweils auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

5. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Aufsichtsrat ergeben.

6. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Vorstand ergeben.

Herr Peter Zils wurde mit Wirkung ab dem 1. März 2018 für weitere drei Jahre zum Vorstandsvorsitzenden der ecotel bestellt. Entsprechend endet sein Anstellungsvertrag nunmehr zum 28. Februar 2021. Herr Zils verantwortet die Ressorts Strategy & Business Development, Wholesale und Technology, Finance, Investor Relations und Human Resources.

7. Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2017 auseinandergesetzt. Ferner hat sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzt sich unverändert aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen.

Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Der Nominierungs- und Personal-ausschuss setzt sich unverändert aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Bensel und Tim Schulte Havermann zusammen. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2017 zweimal getagt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel-Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2017 geleistete Arbeit

Düsseldorf, den 20. März 2018

Für den Aufsichtsrat:

Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats