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ecotel communication ag Annual Report 2015

Jun 29, 2016

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Annual Report

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ecotel communication ag

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

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31.12.2015

EUR
Vorjahr

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 6.984,63 26.066,87
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 891.440,98 898.114,98
3. Geschäfts- oder Firmenwert 172.500,00 517.500,00
1.070.925,61 1.441.681,85
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.423.374,89 1.775.052,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.344.651,44 4.884.014,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.094,56 731.574,94
6.813.120,89 7.390.642,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.300.000,00 6.631.871,14
2. Beteiligungen 124.294,67 149.701,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 653.273,00 529.412,00
7.077.567,67 7.310.984,14
14.961.614,17 16.143.308,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 0,00 25.957,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.582.102,35 11.098.008,96
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 117.428,24 136.537,51
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 142,80 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.690.723,97 640.220,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 18.795,96 (Vorjahr: EUR 20.297,60)
18.390.397,36 11.874.766,66
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.352.325,94 1.102.483,35
20.742.723,30 13.003.207,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 488.532,64 936.248,66
36.192.870,11 30.082.764,62
Passiva
31.12.2015

EUR
Vorjahr

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital: EUR 1.500.000,00) 3.510.000,00 3.510.000,00
II. Kapitalrücklage 2.890.000,00 2.890.000,00
III. Bilanzgewinn 4.271.652,63 3.847.512,34
10.671.652,63 10.247.512,34
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 255.920,46 235.071,37
2. Sonstige Rückstellungen 1.379.007,40 648.010,28
1.634.927,86 883.081,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.134.375,00 6.488.750,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.170.834,00 (Vorjahr: EUR 1.105.000,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.692.465,33 9.790.100,07
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 16.692.465,33 (Vorjahr: EUR 9.790.100,07)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 819.130,40 875.574,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 819.130,40 (Vorjahr: EUR 875.574,50)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 23.800,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 23.800,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 552.595,13 845.611,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 552.595,13 (Vorjahr: EUR 845.611,22)
davon aus Steuern: EUR 409.932,64 (Vorjahr: EUR 290.220,13)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 301,01 (Vorjahr: EUR 11.554,90)
23.222.365,86 18.000.035,79
D. Rechnungsabgrenzungsposten 663.923,76 952.134,84
36.192.870,11 30.082.764,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

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2015

EUR
Vorjahr

EUR
1. Umsatzerlöse 89.714.560,84 85.213.226,85
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.312.990,08 3.177.202,61
davon aus Währungsumrechnung: EUR 8.144,37 (Vorjahr: EUR 1.155,13)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 68.587.349,51 64.897.961,89
4. Personalaufwand
a) Gehälter 8.536.669,56 8.516.528,38
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.312.818,51 1.287.084,47
davon für Altersversorgung: EUR 14.349,92 (Vorjahr: EUR 14.349,92)
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.120.448,64 3.800.368,43
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 2.502,40
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.031.942,64 8.980.679,48
davon aus Währungsumrechnung: EUR 21.637,64 (Vorjahr: EUR 12.244,11)
7. Erträge aus Beteiligungen 510.000,00 510.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 510.000,00 (Vorjahr: EUR 510.000,00)
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 36.274,28 223.892,28
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.636,78 182,00
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 359.851,99 187.217,41
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 149.394,97 533.859,60
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 204.829,25 231.533,34
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.282.156,91 686.768,34
14. Außerordentliche Erträge = Außerordentliches Ergebnis 0,00 4.638.132,58
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 287.181,21 337.791,06
16. Sonstige Steuern 9.235,41 3.849,46
17. Jahresüberschuss 985.740,29 4.983.260,40
18. Gewinnvortrag 3.285.912,34 52.289,26
19. Verrechnung aus dem Erwerb eigener Aktien 0,00 -693.458,80
20. Einstellung in die Kapitalrücklage nach § 237 Abs. 5 AktG 0,00 -390.000,00
21. Bilanzgewinn 4.271.652,63 3.847.512,34

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

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Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2015

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
Stand am 31.12.2015

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 90.075,76 90.075,76
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 7.418.093,00 346.101,88 3.723.000,22 4.041.194,66
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.190.000,00 5.190.000,00
12.698.168,76 346.101,88 0,00 3.723.000,22 9.321.270,42
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 6.279.409,87 131.262,41 1.689,60 341.490,10 6.070.871,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.372.815,14 1.674.367,87 495.113,16 2.124.052,99 13.418.243,18
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 731.574,94 25.957,26 -496.802,76 260.729,44
20.383.799,95 1.831.587,54 0,00 2.465.543,09 19.749.844,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.372.965,87 11.372.965,87
2. Beteiligungen 1.994.130,40 99.800,00 1.894.330,40
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.243.593,62 35.924,28 339.991,07 939.526,83
14.610.689,89 35.924,28 0,00 439.791,07 14.206.823,10
47.692.658,60 2.213.613,70 0,00 6.628.334,38 43.277.937,92

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kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2015

EUR
Zugänge

EUR
Zuschreibungen Abgänge

EUR
Stand am 31.12.2015

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 64.008,89 19.082,24 83.091,13
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 6.519.978,02 350.734,34 3.720.958,68 3.149.753,68
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.672.500,00 345.000,00 5.017.500,00
11.256.486,91 714.816,58 0,00 3.720.958,68 8.250.344,81
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 4.504.357,00 484.629,99 341.490,10 4.647.496,89
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.488.800,25 1.705.367,19 2.120.575,70 8.073.591,74
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 215.634,88 215.634,88
12.993.157,25 2.405.632,06 0,00 2.462.065,80 12.936.723,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.741.094,73 331.871,14 5.072.965,87
2. Beteiligungen 1.844.429,40 74.393,67 1.770.035,73
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 714.181,62 27.980,85 297.917,57 157.991,07 286.253,83
7.299.705,75 359.851,99 372.311,24 157.991,07 7.129.255,43
31.549.349,91 3.480.300,63 372.311,24 6.341.015,55 28.316.323,75

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Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2015

EUR
Vorjahr

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Software 6.984,63 26.066,87
2. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 891.440,98 898.114,98
3. Geschäfts- oder Firmenwert 172.500,00 517.500,00
1.070.925,61 1.441.681,85
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.423.374,89 1.775.052,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.344.651,44 4.884.014,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.094,56 731.574,94
6.813.120,89 7.390.642,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.300.000,00 6.631.871,14
2. Beteiligungen 124.294,67 149.701,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 653.273,00 529.412,00
7.077.567,67 7.310.984,14
14.961.614,17 16.143.308,69

Lagebericht ZUM 31. DEZEMBER 2015

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Geschäftstätigkeit

Die ecotel communication ag (nachfolgend »Gesellschaft« oder »ecotel ag« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Unternehmen, das sich auf die Vermarktung von Informations- und Telekommunikationslösungen für Geschäftskunden spezialisiert hat.

Die Gesellschaft vermarktet ihre Produkte und Dienstleistungen in folgenden Geschäftsbereichen:

»Geschäftskundenlösungen (B2B)« und »Wiederverkäuferlösungen«.

Im Folgenden werden diese Geschäftsbereiche näher erläutert:

Geschäftskundenlösungen (B2B)

Der Kernbereich der Gesellschaft wird durch den Geschäftsbereich »Geschäftskundenlösungen (B2B)« repräsentiert. Hier bietet die ecotel ag bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie zunehmend auch Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an.

Im Bereich der Sprachdienste verfügt die Gesellschaft über ein komplettes Portfolio, welches sich vom Anschluss über die Telefonie (ISDN / VoIP) bis hin zu Mehrwertdiensten erstreckt. Das breite Portfolio von Datendiensten reicht vom Angebot für Anschlüsse im Bereich ADSL, SDSL und VDSL über Ethernet-Access bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services.

Die folgende Übersicht zeigt das Produktportfolio im Geschäftskundenbereich:

Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) über den Direktvertrieb (Großkunden) mit mehr als 400 Vertriebspartnern über den Partnervertrieb gesteuert. Damit verfügt die Gesellschaft über einen breiten Zugang zur Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich die Gesellschaft als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert. Die ecotel ag versorgt -bei einem Jahresumsatz in diesem Segment von > 40 Mio. EUR -bundesweit ca. 18.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Auf Grundlage der erfolgreich durchgeführten Produktdiversifikation ist die Gesellschaft für den anstehenden Technologiewandel von leitungsvermittelten Sprachdiensten (ISDN) zu paketvermittelten IP-basierten Sprachdiensten (All-IP) gut gerüstet. Denn die Grundlage für B2B-taugliche IP-basierte Sprachdienste sind qualitativ hochwertige Anbindungen der Kunden beispielsweise mit hochverfügbaren Ethernet-Access-Produkten, die ecotel bereits seit mehr als fünf Jahren erfolgreich vermarktet.

Ein besonderer Vorteil des modularen ecotel Produktangebotes besteht in der optimalen Verzahnungsmöglichkeit von unterschiedlichen Diensten: So kann z.B. durch die dynamische Priorisierung von ecotel Sprachdiensten auf einer ecotel Datenleitung diese erheblich effektiver genutzt und die Bandbreite anhand des realen Bedarfs gewählt werden. Hierdurch muss wesentlich weniger unproduktive Pufferbandbreite vorgehalten werden. Dieses spezielle Produktdesign ermöglicht im Vergleich zu vielen Wettbewerbsangeboten eine erheblich passgenauere und wirtschaftlich attraktivere Angebotsgestaltung.

Die Gesellschaft hat bereits folgende IP-basierte Sprach- und Datenprodukte erfolgreich im Markt etabliert:

PMX auf NGN-Basis:

Mit dem Produkt PMX VoIP ready können ecotel Kunden deutschlandweit von attraktiven Anschluss- und Verbindungsentgelten für PMX-Telefonanschlüsse profitieren. Hierzu erhält der Kunde von ecotel eine zusätzliche Netzabschluss-Komponente. Ein hier zum Einsatz kommendes sogenanntes NGN-Gateway wandelt die ein- und ausgehenden Signale der vorhandenen ISDN-Telefonanlagen in IP-basierte Protokolle um, ohne die bestehende Telefonanlage umrüsten oder gegen eine neue Anlage austauschen zu müssen.

Neben den monetären Einsparungen in Bezug auf Basispreis und Verbindungsentgelte erhält der Kunde eine hohe Flexibilität, da er die Datenbandbreite dynamisch für Sprach- und Datendienste nutzen kann. Gleichzeitig kann die bereits angeschaffte ISDN-Telefonanlage weiter genutzt werden.

SIP-Trunk für Kunden mit IP-fähigen Telefonanlagen:

Sofern ecotel Kunden bereits über eine IP-fähige Telefonanlage verfügen, kommt das neue IP-basierte Sprachprodukt sipTrunk zum Einsatz. Mit dem ecotel sipTrunk sowie einer ausreichend dimensionierten Datenleitung (ecotel- oder Fremdleitung) können je nach Bedarf des Kunden zwischen 2 und 300 Sprachkanäle genutzt werden. Die vorhandenen Rufnummern können entweder übernommen oder durch Zuteilung neuer Rufnummern ersetzt bzw. erweitert werden.

TK-Anlagen Hosting:

Mit pbxHosting stellt die Gesellschaft erstmals eine Hosting-Dienstleistung auf einem virtuellen Server als Standardprodukt bereit. Das Produktangebot richtet sich zunächst an Vermarkter von TK-Anlagen des Unternehmens Unify (ehemals SIEMENS). Diese wählen alternativ zur physischen Telefonanlage, die in den Räumlichkeiten des Endkunden installiert war, eine virtuelle, zentral im Rechenzentrum von ecotel gehostete Anlage und vermarkten diese -wie auch bisher -im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle an ihre Kunden. Ziel hierbei ist es, neben den Rechenzentrumsleistungen zusätzliche Produkte an »Unify-Kunden« zu vermitteln. Sobald für den Zugriff auf die TK-Anlage eine ecotel Datenleitung sowie -für die Vermittlung der externen Gespräche -ein SIP-Trunk von ecotel genutzt wird, können Partner bzw. Kunden von den vergünstigten Bündelpreisen profitieren.

Bundesweit verfügbare Datenleitungen

Die professionellen Internetzugänge der Gesellschaft schaffen optimale Voraussetzungen für eine effiziente Kommunikation und einen reibungslosen Datenaustausch. Auf Basis der performanten Ethernet-Übertragungstechnik bietet ecotel Festverbindungen mit garantierten Bandbreiten - und dies dank des Multi-Carrier-Konzeptes auch an Standorten, an denen DSL-basierte Anbindungen nicht oder nur mit unzureichender Bandbreite zur Verfügung stehen. Standortvernetzungen realisiert die Gesellschaft auf Grundlage dieser Breitbandzugänge mit ISO-zertifizierter Sicherheit »Made in Germany« via MPLS-VPN.

Wiederverkäuferlösungen

Im Geschäftsbereich »Wiederverkäuferlösungen« fasst die Gesellschaft die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und unterhält hierfür Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt die Gesellschaft auch einen Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab und nutzt diese Plattform auch für den Anfang 2016 gestarteten eigenen Teilnehmernetzbetrieb.

Infrastruktur

Die Gesellschaft betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise die Deutsche Telekom (DTAG), Vodafone, Telefonica, Verizon, Versatel, QSC und Colt zu nennen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleistung ist ein Großteil der Kostenbasis variabel. Seit Beginn des Jahres 2016 ist die Gesellschaft selbst ein Teilnehmernetzbetreiber (TNB) auf Basis neuester NGN Technologie, und somit in der Lage, eigene Sprachvermittlungs-Dienstleistungen anzubieten, Rufnummernblöcke zu verwalten und Rufnummern ins eigene Netz zu portieren. Somit beschränkt sich in Zukunft der Zukauf von TK-Zuführungsdienstleistungen zunehmend auf den reinen Access zum Kunden.

Die Gesellschaft betreibt ein eigenes ISO 27001 zertifiziertes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a.M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points of Presence (POP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltung mit vielen regionalen und globalen Carriern verbunden. IT-seitig entwickelt und betreibt die Gesellschaft eigene Systeme für das Auftrags- und Router-Management, das Netzwerk-Monitoring sowie die Rechnungsstellung (Billing).

2. Struktur und Beteiligungen der Gesellschaft

ecotel communication ag

Die ecotel communication ag ist ein bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat.

nacamar GmbH

Die nacamar GmbH agiert als eigenständiger Service Provider im New-Media-Geschäft und bietet Unternehmen aus der Medienbranche ein weitgefächertes Angebot an Medienapplikationen an. Hierzu gehören die Aufbereitung sowie das Streaming von Audio- und Videoinhalten für verschiedenste Endgeräte, das Management von Medienbibliotheken für Unternehmen sowie eine eigene Werbevermarktung. nacamar betreibt ein eigenes CDN (content delivery network) sowie die größte deutsche Radio Streaming Plattform (free stream) im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze.

easybell GmbH

Die easybell GmbH bietet eine breite Palette innovativer und preisgünstiger Telekommunikationsprodukte an. Derzeit vermarktet das Berliner Unternehmen Breitband-Internetanschlüsse (DSL & FTTH) und VoIP-Telefonie für Privatkunden sowie SIP-Trunking Angebote für kleinere Unternehmen. Der Vertrieb erfolgt primär online über die eigene Webseite oder über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der sparcall GmbH sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH. Beide Unternehmen vermarkten Call-by-Call. Die init.voice GmbH wurde für die Entwicklung und Bereitstellung von Voice-over-IP-Dienstleistungen gegründet, an der easybell wiederum 100 % der Anteile hält.

mvneco GmbH

Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister sowie Berater für Telekommunikationsunternehmen. Als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) ermöglicht die mvneco ihren Kunden einfache oder komplexe Mobilfunkangebote unter ihrem jeweiligen Brand zu vermarkten. Die mvneco übernimmt bei dieser Zusammenarbeit sowohl den Aufbau als auch den Betrieb der technischen IT-Plattform. Die Integration der Plattform in das Netz des von den Kunden gewählten Partner-Netzbetreibers ist ebenfalls Teil des Leistungsspektrums.

synergyPLUS GmbH i.L.

Die synergyPLUS GmbH i.L. hat bis Ende 2014 als exklusiver Vertriebspartner der Gesellschaft agiert. Die synergyPLUS GmbH i.L. befindet sich in Liquidation und hat keinen Geschäftsbetrieb mehr.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1. Markt- und Wettbewerbsumfeld

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2015 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 % höher als im Vorjahr. Im vorangegangenen Jahr wuchs das BIP in ähnlicher Größenordnung (+ 1,6 %), 2013 lediglich um 0,3 %. Eine Betrachtung über einen längeren Zeitraum zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre lag (1,3%). Für 2016 gehen Ökonomen von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 % bis 2,1 % für die deutsche Wirtschaft aus.

Telekommunikations-Marktvolumen weiter rückläufig

Das Telekommunikations-Marktvolumen war auch in 2015 wieder leicht rückläufig. Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, machte dabei mit einem Außenumsatz von 33,1 Milliarden EUR 57% des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus. Der Mobilfunkumsatz ging trotz des gestiegenen Datenverkehrs von 25 Milliarden EUR auf 24,8 Milliarden EUR leicht zurück. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum und lag bei rund 112,7 Mio. Stück. Davon wurden 6% für M2M-Nutzung (Machine to Machine) eingesetzt.

Gesamtmarkt für Telekommunikation in Deutschland (Mrd. EUR und in %)

Quelle: DIALOG CONSULT/VATM 17. TK-Marktanalyse Deutschland 2015

* Vorläufige Zahlen

Festnetz-Komplettanschlüsse (Mio EUR und in %)

Quelle: DIALOG CONSULT/VATM 17. TK-Marktanalyse Deutschland 2015

* Vorläufige Zahlen

Der Anteil der stationären Sprachanschlüsse, die die alternativen Wettbewerber im Festnetz geschaltet haben betrug im Jahr 2015 rund 16,6 Mio. (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und erreicht mit insgesamt 37 Mio. Telefonanschlüssen einen Marktanteil von 45 %. Während die Zahl der klassischen Vollanschlüsse sämtlicher Anbieter in 2014 noch 20 Mio. betrug, lag diese Zahl in 2015 bei 16,3 Mio. Anschlüssen. Die Anzahl der entbündelten Voice-over-IP-Anschlüsse und der Kabel-TV-Komplettanschlüsse hat sich hingegen von 11,3 Mio. Anschlüssen in 2014 auf 14,5 Mio. Anschlüsse in 2015 erhöht. Der Anteil, den die Wettbewerber der Telekom Deutschland an den Sprachverbindungsminuten realisiert, wuchs in 2015 leicht und betrug 188 Mio. Minuten pro Tag. Auf Call-by-Call und Preselection entfallen immer noch 20 Mio. Minuten pro Tag, was einem abgewickelten Verkehrsvolumen von etwa 86 Mio. Minuten pro Monat entsprach und somit in etwa dem Vorjahresniveau entsprach. (Quelle: VATM-Marktanalyse 2015, S. 12 ff.)

Breitbandanschlüsse (Mio und in %)

Quelle: DIALOG CONSULT/VATM 17. TK-Marktanalyse Deutschland 2015

* Vorläufige Zahlen

Die Anzahl an Breitbandanschlüssen in Festnetzen stieg 2015 erneut deutlich an. Erstmals wurde die 30 Millionen-Grenze überschritten. Dabei entfielen 8 Mio. Anschlüsse (26,1%) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 3,1 Mio. Anschlüsse (10,1%) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12,7 Mio. Anschlüsse (41,4 %) auf die Deutsche Telekom im Direktvertrieb an Endkunden sowie 6,4 Mio. Anschlüsse (20,8%) auf Kabelnetzbetreiber. 0,5 Mio. Haushalte (1,6%) sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Die Wettbewerber der Deutschen Telekom halten im direkten Endkundenverhältnis weiterhin einen Marktanteil von 57%.

Trends im B2B-Markt

Das Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Umsatz im Geschäftskundenmarkt nahm in 2015 gegenüber dem Vorjahr um etwa 4,4% ab und lag bei rund 21,5 Mrd. Euro, dies entspricht 37,1% Gesamtmarktanteil. Der Technologiewandel von ISDN zu All-IP treibt das Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation an. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie langsam, aber stetig und zunehmend durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach höheren Bandbreiten ungebrochen.

Eine wichtige Grundlage im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (LTE, WLAN). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft.

Ein bedeutsamer aktueller IT Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen »Infrastructure as a Service« (IaaS), »Platform as a Service« (PaaS) und »Software as a Service« (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechnerleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Ein wesentlicher Aspekt in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten.

Weitere wichtige ITK-Trends sind:

Industrie 4.0
Big Data Analytics
Machine to Machine (M2M) / Internet of Things (IoT) / Computing Everywhere
Over The Top (OTT)-Services wie Skype, WhatsApp, Netflix Smart devices / tragbar, biegbar, 3D-Druck, eHealth / Telemedizin Mobile Payment / kontaktloses Bezahlen
Smart Energy / Intelligente Stromnetze Regulatorische Trends

Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte gebündelt aus einer Hand und bundesweit anbieten können und auf die oben genannten Trends reagieren. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber bundesweit auf alle notwendigen, bzw. physikalisch verfügbaren Vorleistungen zurückgreifen können.

Die Gesellschaft unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA).

Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt die Bundesnetzagentur für

die Sicherstellung eines chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerbs, auch in der Fläche,
die Sicherstellung einer flächendeckenden Grundversorgung mit Telekommunikations- und Postdienstleistungen (Universaldienstleistungen) zu wettbewerbsfähigen Preisen,
die Förderung von Telekommunikationsdiensten bei öffentlichen Einrichtungen,
die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks und
die Wahrung der Interessen der öffentlichen Sicherheit.

Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Postmarkt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie

vergibt Lizenzen im Postbereich,
trägt zu Lösungen von Fragen im Rahmen der Standardisierung bei, verwaltet Frequenzen und Rufnummern,
klärt Funkstörungen auf,
bekämpft den Missbrauch von Rufnummern, beobachtet den Markt und
berät die Bürger über neue Regelungen und deren Auswirkungen.

Die Gesellschaft versucht, durch Marktkenntnis und -beobachtung, die Trends frühzeitig zu entdecken und daraus Risiken und Potentiale abzuleiten. Im Jahr 2015 hat die Gesellschaft sich mit folgenden aktuellen Themengebieten auseinandergesetzt, bzw. durch aktive Mitwirkung in den Arbeitskreisen und im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V.) mitgewirkt:

Verbesserung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den Breitbandausbau in Deutschland
Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandigen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen
Abstimmung der europäischen Telekommunikationspolitik (EU Single Market) mit den speziellen Anforderungen des deutschen Telekommunikationsmarktes
Netzneutralität (d.h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben)
Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln sowie des Verbraucherschutzes
Begleitung und Einflussnahme auf die Initiativen im regulatorischen und politischen Raum, mit dem Zweck adäquate Vorleistungsprodukte langfristig beziehen zu können und die nationalen Besonderheiten im Hinblick auf EU Entscheidungen hervorzuheben, damit diese Berücksichtigung finden.

III. Rechtliche Rahmenbedingungen der Gesellschaft

1. Vergütungssystem Organmitglieder

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Derzeit gehören dem Vorstand der ecotel ag die Herren Peter Zils (Vorstandsvorsitzender / CEO), Johannes Borgmann (stellvertretender Vorstandsvorsitzender / COO / CFO) und Achim Theis (Marketing und Vertrieb / CSO) an. Herr Wilfried Kallenberg (CTO) hat Gesamtprokura.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel ag erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und des Vorstandsvergütungsgesetzes (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z.B. Auftragseingang, Umsatz, EBITDA) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder und alle weiteren Organe des Konzerns eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung für die Vorstände abgeschlossen. Zudem steht den Vorstandsmitgliedern jeweils ein Firmenwagen zu. Es bestehen weder Aktienoptionsprogramme für die Organmitglieder, noch wurden Kredite an die Organmitglieder gewährt. Daneben existieren keine Regelungen für das vorzeitige Ausscheiden von Organmitgliedern.

2. Vergütungssystem des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jede Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats (nicht aber eines Ausschusses des Aufsichtsrats) ein Sitzungsgeld. Die ecotel ag erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die durch die Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat eine zeitanteilige Vergütung. Die ecotel ag stellt den Mitgliedern des Aufsichtsrats Versicherungsschutz für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit zur Verfügung.

3. Änderung der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

4. Kapitalverhältnisse

Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Konzernabschluss verwiesen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.950.000,00 EUR gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Auf der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 bis zum 26. Juli 2017 von der ecotel ag begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben (Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien). Diese Ermächtigung darf von der ecotel ag nicht zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der ecotel ag befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2015 mehr als 3 % beträgt. Basis sind die der ecotel ag bekannt gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

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Aktionär Aktienbesitz (in%)
Peter Zils 28,5
Intellect Investment & Management Ltd. 25,1
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 10,1
PVM Private Values Media AG 9,3
Gesamt 73,0

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

4. Auswirkungen potentieller Übernahmeangebote

Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht. Für Vorstandsmitglieder und allen anderen Leitungsorganen im Konzern bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme.

Bis zum 31. August 2018 besteht keine an einen Kontrollwechsel gebundene Vereinbarung zwischen ecotel und juristischen Personen.

Ab dem 1. September 2018 hat der Mitgesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.

5. Unternehmenssteuerung

Die Gesellschaft steuert Geschäftsbereiche nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Konzernebene die Steuerungsgrößen Konzernumsatz und Konzern-EBITDA in den Fokus gestellt. Daneben gilt die Rohertragsmarge im Segment Geschäftskunden als maßgebliche Profitabilitätskennzahl. Hierzu werden in der Planung auf Ebene von Produktarten/ -kategorien nach dem Teilkostenverfahren den Erlösen die direkten variablen Kosten zugeordnet und Rohmargen ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden im Wesentlichen auf Kostenstellen geplant und überwacht. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz-, und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung des Kerngeschäftes -dem Segment Geschäftskunden -erfolgt zudem eine Überwachung von geschäftsbereichsbezogenen spezifischen Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem (Dashboard) abgebildet werden.

6. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft selbst betreibt keine Grundlagenforschung oder weitreichende technische Produktentwicklungen. Sie fokussiert sich auf die Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/ Nutzeneffekt für die Kunden im Vordergrund. Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf den technischen Ausbau des Rechenzentrums, die technische Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb und eigenentwickelte Remote-Router-Management-Plattformen für die technische Überwachung von Kundenroutern. Zudem wurde im Geschäftsjahr ein neues Partnerportal für Vertriebspartner entwickelt und in Betrieb genommen.

IV. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte 2015 Umsatzerlöse von 89,7 Mio. EUR (Vorjahr: 85,2 Mio. EUR) und damit ein Wachstum von 5,3% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Umsatzanstieg ist auf beide Geschäftsbereiche zurückzuführen. Der Umsatz im margenstarken Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) konnte um 1,8 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR gesteigert werden. Auch der Geschäftsbereich Wiederverkäufer konnte ein Umsatzwachstum auf 46,8 Mio. EUR (Vorjahr: 43,2 Mio. EUR) verzeichnen.

Die Rohertragsmarge im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) blieb stabil bei 49%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 0,9 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr und auch im Vorjahr waren hier Erträge aus Erstattungen von Schadenersatzansprüchen in Höhe von 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR) enthalten.

Der Personalaufwand ist mit 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) nur geringfügig angestiegen. Die Mitarbeiterzahl sank leicht um 2 Personen auf 173 im Jahresdurchschnitt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 9,0 Mio. EUR) konstant. Während die Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen um 0,4 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR anstiegen, sanken die Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten um 0,3 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR.

Die oben beschriebenen Entwicklungen führen zu einem leichten Rückgang des EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) um 0,1 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich um 0,7 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Im Vorjahr wurden einige Kundenstämme letztmalig abgeschrieben. Daneben führen im Vergleich zu den Abschreibungen niedrigere Investitionen in das Anlagevermögen zu diesem Rückgang.

Das Finanzergebnis (Erträge aus Beteiligungen, Erträge aus Ausleihungen, Zinsaufwand- und Zinserträge, Abschreibungen auf Finanzanlagen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme) blieb mit -0,2 Mio. EUR konstant zum Vorjahr. Während in diesem Geschäftsjahr Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) notwendig wurden, reduzierten sich die Aufwendungen aus Verlustübernahme auf 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg somit auf 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Aufgrund des Wegfalls der außerordentlichen Erträge in Höhe von 4,6 Mio. EUR im Vorjahr aus einem Verschmelzungsgewinn, reduziert sich der Jahresüberschuss der Gesellschaft unter Berücksichtigung von Steuern vom Einkommen und Ertrag auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr an die Aktionäre gezahlten Bardividende in Höhe von insgesamt TEUR 562 und dem sich dadurch ausgewiesenen Gewinnvortrag von 3,3 Mio. EUR, ergibt sich ein Bilanzgewinn am 31. Dezember 2015 von 4,3 Mio. EUR.

Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf

Mit 89,7 Mio. EUR lag der tatsächliche Umsatz der Gesellschaft oberhalb des prognostizierten Intervalls von 75 bis 80 Mio. EUR. Während der Umsatz im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) mit 42,9 Mio. EUR innerhalb des prognostizierten Korridors von 42 bis 45 Mio. EUR lag, übersteigt der Umsatz im Bereich Wiederverkäufer mit 46,8 Mio. EUR die Prognose des letzten Jahres (30 bis 45 Mio. EUR).

Mit einem EBITDA von 4,6 Mio. EUR konnte der prognostizierte Korridor (5,0 bis 6,0 Mio. EUR) nicht ganz erreicht werden. Hier machen sich Initialaufwendungen für die im Geschäftsjahr gewonnenen Großaufträge bemerkbar. Diese Vertriebserfolge wurden nicht prognostiziert und führten vor allem im vierten Quartal 2015 zu einem Rückgang der Rohertragsmarge im Geschäftskundenbereich, sowie des EBITDA der Gesellschaft, da über gewisse Zeiträume hin die Gesellschaft bereits Materialaufwand tragen musste, wobei die Umsatzerlöse erst im Jahr 2016 zu erwarten sind. Daneben hat die Gesellschaft für diese Großaufträge entsprechend nicht prognostizierte Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen tragen müssen.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2015 um 6,1 Mio. EUR auf 36,2 Mio. EUR an. Dieser deutliche Anstieg resultiert im Wesentlichen aus nachfolgend erläutertem Effekt:

Zum Ende des Geschäftsjahres stiegen die Umsatzerlöse im Bereich Wiederverkäufer deutlich an. Das dort betriebene Wholesalegeschäft ist geprägt durch den Handel mit Minuten zwischen internationalen Carriern. Dabei werden mit einem Carrier sowohl eingehende als auch ausgehende Minuten gehandelt. Die daraus resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei Fälligkeit (in der Regel 30 Tage nach Rechnungsstellung) im Wege eines vertraglich vereinbarten "nettings" beglichen und lediglich die verbleibenden Salden werden durch Zahlungen ausgeglichen. Zum 31. Dezember 2015 bestanden Forderungen in Höhe von 10,5 Mio. EUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 10,6 Mio. EUR aus Lieferungen und Leistungen, die sich auf Geschäfte mit lediglich zwei Carriern beschränken. Nach dem "netting" in Höhe von 8,1 Mio. EUR zu Beginn des Jahres 2016 ergaben sich Forderungen von 2,4 Mio. EUR und Verbindlichkeiten von 2,5 Mio. EUR.

Das Anlagevermögen reduzierte sich um 1,2 Mio. EUR auf 15,0 Mio. EUR. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen übersteigen die Investitionen. Daneben wurde eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert der nacamar GmbH in Höhe von 0,3 Mio. EUR notwendig.

Neben dem oben beschriebenen Effekt in Bezug auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,4 Mio. EUR auf 5,1 Mio. EUR reduziert werden. Neben planmäßigen Tilgungen hat die Gesellschaft auch in Höhe von 0,3 Mio. EUR außerplanmäßige Tilgungen vornehmen können.

3. Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2015 einen Cashflow in Höhe von 1,3 Mio. EUR erwirtschaftet. Daher stiegen die Finanzmittel zum 31. Dezember 2015 auf 2,4 Mio. EUR.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Neben den operativen Treibern, die in der Ertragslage erläutert wurden, trugen die folgende Effekte ebenfalls zu dem deutlichen Anstieg bei:

Zu Beginn des Jahres 2015 führte der Zahlungseingang aus Forderungen gegenüber einem Vorlieferanten, der sich aus zum Jahresende 2014 ermittelten jährlichen Gutschriften auf bezogene Abnahmemengen in Höhe von 0,8 Mio. EUR ergab, sowie dem Wegfall einer einmaligen Sonderzahlung an einen Vorlieferanten am Jahresende 2014 in Höhe von 0,5 Mio. EUR zu einem Anstieg der Finanzmittel.

Die Gesellschaft hat insgesamt 2,2 Mio. EUR in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Für Dividendenzahlungen an Aktionäre, Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten sowie Zinszahlungen hat die Gesellschaft insgesamt 2,1 Mio. EUR aufwenden müssen.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Gesellschaft befindet sich weiterhin in einer stabilen wirtschaftlichen Lage. Der Anstieg der Finanzmittel und die gleichzeitige Rückführung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben die Gesamtsituation noch verbessert. Die Ertragslage ist durch vertraglich gesicherte wiederkehrende Umsätze im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) gesichert. Die Forderungsausfälle sind weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Auf die Chancen- und Risikosituation sowie die Prognose wird verwiesen.

V. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 21. März 2016 ergaben sich, mit Ausnahme der im Folgenden dargestellten Ereignisse, keine nennenswerten Änderungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft hätte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2015.

Weiterführung der finanziellen Restrukturierung der mvneco GmbH

Am 12. Februar 2016 haben die Gesellschafter der mvneco GmbH beschlossen, die zum 1. Februar 2016 bestehenden Forderungen aus Ausleihungen gegen die mvneco GmbH (insgesamt 1,9 Mio. EUR) in die Kapitalrücklage der mvneco GmbH einzustellen. Auf die Gesellschaft entfällt davon ein Betrag von 0,9 Mio. EUR. Daneben wurde beschlossen, ein Betrag von 0,7 Mio. EUR aus der Kapitalrücklage an die Gesellschafter zurückzuführen (davon 0,2 Mio. EUR an ecotel), so dass die mvneco GmbH nach Abschluss dieser Transaktion eine Kapitalrücklage von 1,8 Mio. EUR aufweist.

ecotel nimmt letzte Hürde für den Betrieb des eigenen Teilnehmernetzes

Nachdem sämtliche technischen und behördlichen Voraussetzungen für den Betrieb eines eigenen Teilnehmernetzes in den letzten Monaten erfüllt wurden, konnten nun auch die vor einer Inbetriebnahme zwingend erforderlichen Interoperabilität-Tests mit der Deutschen Telekom erfolgreich abgeschlossen werden. Die Zusammenschaltung mit der Telekom Deutschland GmbH versetzt die Gesellschaft in die Lage, Kunden ab sofort mit bundesweit verfüg- und erreichbaren IP-basierten Sprachdienstleistungen zu versorgen. Damit hat die ecotel ag einen großen Schritt gemacht, der es ermöglicht, die bisher über klassische Telefonnetze versorgten Kunden auf eine effiziente zukunftsweisende IP-Infrastruktur zu migrieren. Diese stellt sowohl die gewohnten und selbstverständlichen Dienste sicher, und gibt auch die Möglichkeit, innovativen Mehrwert und langfristige und höherwertige Kundenbeziehungen zu generieren.

VI. Risikobericht

1. Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt die Gesellschaft ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken unterstützen ihn die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung.

Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken in Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in Niedrig, Mittel, Hoch und Sehr hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in 4 Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt.

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Vermögensschadensklasse Mögliche Schadenshöhe
Sehr hoch > 1.000.000 EUR
Hoch 300.000 - 1.000.000 EUR
Mittel 100.000 - 300.000 EUR
Niedrig < 100.000 EUR

Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.

Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Abschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das Interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und Zahlungsausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur Beurteilung von komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden, wenn notwendig, externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärungen. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung der Vertriebspartner, Forderungsmanagement sowie der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der eigenen Vermittlungstechnik sind aktuell dadurch minimiert, dass nur Teile des internationalen B2B-Verkehrs sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert werden und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen, z. B. des nacamar-CDN, sind die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).

Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wurde eine n+1 Redundanz umgesetzt. Es existieren aber externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Die notwendigen Ausbau- und Renovierungsarbeiten werden vom Vorstand und der Geschäftsleitung eng überwacht und auf die möglichen Risiken für die ecotel hin überprüft (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 4).

Zur Umsetzung einer Geo-Redundanz bei der Rechenzentrums-Infrastruktur wurde in Düsseldorf eine weitere Rechenzentrumsfläche angemietet. Die Rechenzentren von Düsseldorf und Frankfurt sind über n x 10 Gbps redundant miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beiden Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden POPs. Bei Nichtverlängerung von Einkaufsverträgen oder bei einer Verschlechterung der Einkaufskonditionen kann dies zur Verschlechterung der Ertragslage bei ecotel führen. ecotel versucht diese Abhängigkeit von Vorlieferanten dadurch zu minimieren, indem sie für jedes wesentliche Produkt einen alternativen Vordienstleister vorhält. Dies ist zumindest in den Gebieten möglich, wo mehrere Vordienstleister parallele Infrastrukturen betreiben. Durch die Inbetriebnahme der ecotel eigenen TNB-Infrastruktur zu Beginn des Jahres 2016 verringert sich das Risiko im Bereich der bisher zugekauften Sprachvermittlungs-Dienstleistungen, da diese nunmehr durch ecotel selber erbracht werden können (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).

Im Bereich der Ethernet-Vermarktung kommt es in letzter Zeit zu einem zunehmenden Wettbewerb und Preiskampf. Durch die Bündelung der Ethernet-Produkte mit IP-basierten Sprachdiensten hat ecotel eine Differenzierungsstrategie entwickelt. Darüber hinaus ist es die Zielsetzung von ecotel, über eine Zusammenschaltung mit alternativen Glasfaseranbietern eine Diversifizierung und somit Risikominimierung zu erzielen (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).

Bei der Auftragsumsetzung ist die ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten und der Stabilität der Systeme und Prozesse. Bei einem möglichen Backlog besteht die Gefahr, Reputation bei den Vertriebspartnern und Kunden und sogar Aufträge zu verlieren. Um aufkommende Probleme und Verzögerungen zu erkennen und Lösungsansätze zu haben, hält das Management Kontakt zu den verschiedenen Ebenen der Vorlieferanten (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Der eigene Teilnehmernetzbetrieb bringt neben technischen Herausforderungen auch weitergehende Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz (Hacking, Fraud, etc.) mit sich. Hier wird ecotel geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Anforderungen erfüllen zu können und den Kunden bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.

Ein Kreditrisiko besteht, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Forderungsausfallquote bewegt sich bei Geschäftskunden aktuell bei 0,1 %. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

Die Gesellschaft hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA / Umsatzerlöse und Nettoverschuldung / EBITDA) liegt ecotel derzeit deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervallen. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2016 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende 2015 über liquide Mittel in Höhe von 2,4 Mio. EUR. Das Nettofinanzvermögen betrug zum Jahresende 2,6 Mio. EUR. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 5,0 Mio. EUR. Davon waren Ende 2015 0,8 Mio. EUR als Avallinie genutzt. Es bestehen aktuell keine Zinsrisiken, da die ausstehenden Darlehen festverzinslich sind.

Rechtliche Risiken

Die ecotel ag ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht sowie das Steuerrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Der Konzern identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ wie qualitativ die potenziellen rechtlichen wie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 sieht sich der Konzern keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.

Steuerliche Risiken

Risiken ergeben sich dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet wurden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht der Konzern laufend steuerliche Risiken, die sich bspw. aus der Steuergesetzgebung, geänderten Verwaltungsauffassungen oder der Steuerrechtsprechung ergeben können. Aufgrund der im Vorjahr abgeschlossenen Außenprüfungen für die Veranlagungszeiträume bis 2011 bestehen aus Sicht des Konzerns keine wesentlichen steuerlichen Risiken für die noch ungeprüften Veranlagungszeiträume. Die nächste steuerliche Außenprüfung ist für die zweite Jahreshälfte 2016 angekündigt.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung für die Bereiche Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT. Verzögerungen bei der Entwicklung innovativer NGN-Voice-Produkte könnten dazu führen, dass ecotel seine Ertragsziele für Neuprodukte in 2016 nicht oder nur zeitlich verzögert erreicht (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

ecotel bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über wenige Vorlieferanten. Auch und gerade vor dem Hintergrund des momentan vor allem durch die Deutsche Telekom vorangetriebenen Technologiewandels von ISDN auf All-IP wird für ecotel der Zugang zu schnellen und flächendeckenden Leitungsnetzen wichtiger. Die Einkaufsverträge mit den wesentlichen Lieferanten haben alle Laufzeiten, die über das Jahr 2016 hinausgehen.

Derzeit ist ecotel in Gesprächen mit alternativen Lieferanten, um auch in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähige All-IP Dienste anbieten zu können, ohne die bisherige Praxis der Mehrlieferantenstrategie aufgeben zu müssen. (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt. Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Die Deutsche Telekom weist schon jetzt in allen Geschäftskundenbereichen einen Marktanteil von deutlich über 50% auf. Zudem sind durch die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone sowie die Fusionierung von O2/E-Plus zwei weitere starke Player auf dem Markt entstanden. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Es gibt Tendenzen, dass die Bundesregierung den Forderungen der Deutschen Telekom nach einem Abbau der Marktaufsicht bzw. der Regulierung nachgeben könnte. Dies könnte dazu führen, dass die Deutsche Telekom den alternativen Telekommunikationsanbietern den Zugang zu ihrem Netz erschwert und der Wettbewerb in vielen Segmenten verringert wird. Preise für Breitbandanschlüsse könnten sich zukünftig daher stark erhöhen und negative Auswirkungen auf die Ertragslage der ecotel haben (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist Gesellschaft davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass die Gesellschaft auch 2016 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nachhaltig prägen können. Die Chancensituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.

Neue Produkte in den Bereichen Voice over IP und Hosted PBX

Zwei wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind der Ersatz von ISDN-Technologie durch Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX/IP Centrex). Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. Große Telekommunikationsanbieter haben kommuniziert, in den nächsten Jahren (2017/2018) die ISDN-Technologie durch VoIP-Technologie zu ersetzen. Für viele Geschäftskunden bedeutet das auch notwendige Investitionen in bestehende Telefon-/Kommunikationsanlagen. ecotel hat hierfür neue innovative Produkte eingeführt, mit denen Kunden diese Investitionen vorerst vermeiden können. Hierbei handelt es sich zum einen um SIP-Anschlüsse für Geschäftskunden zur Anbindung von klassischen ISDN- (ecotel PMX VoIP ready) sowie IP-fähigen Telefonanlagen (ecotel SIP Trunk). Und zum anderen um eine neue Vertriebskooperation mit Unify und deren Vermarktungspartnern zur Vermarktung von kundeneigenen Telefonanlagen (OpenScape Business) auf einem virtualisierten Server im ecotel Rechenzentrum (ecotel PBX Hosting) inkl. Anbindung des Kundenstandortes und einer ecotel SIP-Trunk-Lösung als »Private Cloud Lösung - Made in Germany«.

Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im Datenbereich

Die Datenumsätze inkl. Hosting machen derzeit bereits mehr als 45 % der Geschäftskundenumsätze aus. Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass diese Quote noch stärker wachsen könnte, als in den momentanen Planungen berücksichtigt, unter anderem durch Erweiterung der bestehenden Ethernet- und SHDSL-Produktpalette um neue Funktionalitäten durch Kombination mit neuen VoIP-Sprachprodukten (siehe oben).

Umsatzsteigerung und Verbesserung der Rohertragsmarge im Geschäftskundenbereich durch eigenen Teilnehmernetzbetrieb (TNB)

Erstmalig profitiert die Gesellschaft als Teilnehmernetzbetreiber durch die Vereinnahmung von sog. Terminierungsentgelten auch von eingehenden Verbindungen zu den betriebenen Kundenanschlüssen. Neben dieser Ertragsposition besteht die besondere Chance für ecotel darin, nun ein von den Vorleistern weitgehend unabhängiges Produkt- und Tarifportfolio zu entwickeln. Dies ermöglicht idealerweise neben einer höheren Wertschöpfung auch eine zielgenauere Kundenfokussierung: Denkbar sind z.B. spezielle Bündelangebote für Kooperationen und bestimmte Branchen. Bislang hat ecotel primär Vorleistungsprodukte veredelt, nun besteht die Möglichkeit, die gewonnenen Erfahrungen direkt in das grundsätzliche Produktdesgin einfließen zu lassen -zugunsten geringerer Produktionskosten und einer höheren Attraktivität für Vermarktungspartner und Kunden.

Weitere Gewinnung von Großkunden

Die erfolgreiche Umsetzung des Allianzprojektes mit der Connectivity-Lösung zur sicheren Unternehmensvernetzung verschafft ecotel beste Möglichkeiten, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen umzusetzen. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie Sicherheitsservices. Im Geschäftsjahr 2015 konnte ecotel in diesem Bereich Erfolge erzielen und sieht weiteres Wachstumspotenzial.

Aufsetzen strategischer Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT

Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, das heißt die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste -beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing / Colocation Services im ecotel Rechenzentrum. Hier unterhält ecotel eine strategische Kooperation mit Fujitsu, um das Thema »Cloud« näher an den Mittelstand heranzuführen. Anders als viele multinationale Cloudanbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil.

VII. Prognosebericht

Hinweise zu Prognosen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel ag hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der ecotel liegen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der ecotel wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden und lehnt -unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen -jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Prognose 2016

Unter Berücksichtigung der in diesem Lagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Marktsituation sowie unter Bewertung der Risiken- und Chancensituation erwartet der Vorstand folgende Prognose:

Für 2016 erwartet der Vorstand einen Umsatz von 75 bis 85 Mio. EUR. Für den Kernbereich Geschäftskunden erwartet der Vorstand einen Umsatz in einem Korridor von 43 bis 46 Mio. EUR. Für den margenschwachen Bereich Wiederverkäufer ist eine Umsatzplanung nur eingeschränkt möglich, da dieses Geschäft erfahrungsgemäß großen Schwankungen unterliegt. Die Gesellschaft prognostiziert hier einen Umsatz von 35 bis 40 Mio. EUR. Insgesamt geht der Vorstand davon aus, dass die Gesellschaft ein EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) in einem Korridor von 4 bis 6 Mio. EUR erzielen wird.

VIII. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6600&companyName=ecotel&language=German) dauerhaft zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 21. März 2016

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Johannes Borgmann

Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Düsseldorf, den 21. März 2016

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Johannes Borgmann

Achim Theis

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

Der Jahresabschluss der ecotel communication ag wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") sowie des Aktiengesetzes ("AktG") erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.

Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen.

Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

1) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann zu Herstellungskosten aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungskosten seit 2013 nicht mehr in Anspruch.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über den Zeitraum der Nutzung linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Lizenzen wird mit fünf Jahren, die von Software mit drei Jahren und die des Geschäfts- oder Firmenwerts mit fünf Jahren angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen.

Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahre, ergibt sich eine Zuschreibungspflicht in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte.

Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:

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Nutzungsdauer in Jahren
Einbauten auf fremden Grundstücken 7
EDV-Ausstattung 3 bis 4
Fuhrpark 3 bis 6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 7
GWG (EUR 150 bis EUR 410) 1

Geringwertige Vermögensgegenstände unter EUR 150 werden sofort als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden diese außerplanmäßig auf den ihnen am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei nur vorübergehender Wertminderung erfolgt keine außerplanmäßige Abschreibung. Der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts basiert dabei auf marktorientierten Barwertkalkülen wie dem Discounted Cashflow-Verfahren nach IDW S 1.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde mit 1 % auf die Nettobeträge berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus dem Geschäft Wholesale und damit im Wesentlichen aus Handel (Kauf und Verkauf) mit dem selben Carrier entstehen, werden bei der Pauschalwertberichtigung nicht in vollem Umfang berücksichtigt, sondern als "Netto-Position" bewertet, da auch der Zahlungsfluss vertragsgemäß als Saldoposition ausgeführt wird und somit das Kreditrisiko lediglich im Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten der jeweiligen Abrechnungsperiode besteht.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten (§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB) wird kein Gebrauch gemacht. Die temporären Differenzen in den Wertansätzen bei einem Steuersatz von 31,23 % bestehen im Wesentlichen beim Sachanlagevermögen der ecotel communication ag sowie bei einem steuerbilanziell aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert der nacamar GmbH (jeweils aktive latente Steuern). Die aus diesem Geschäfts- oder Firmenwert resultierenden temporären Differenzen sind der Gesellschaft aufgrund des steuerlichen Organschaftsverhältnisses zwischen der ecotel communication ag als Organträgerin und der nacamar GmbH als Organgesellschaft zuzurechnen.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostenentwicklungen werden bei der Rückstellungsbewertung insoweit berücksichtigt, wie sie intersubjektiv nachvollziehbar sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 sind indes keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder mit dem Stichtagskurs bewertet, wenn dies zu einem niedrigeren Buchwert führt. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Stichtagskurs bewertet, wenn dies zu einem höheren Buchwert führt. Für Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger kommen das Anschaffungskostenprinzip gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Realisationsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht zur Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Zur perioden- bzw. leistungsgerechten Erlösrealisation werden Umsätze aus bereits fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Den Umsatzerlösen werden sachlich wie zeitlich die korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt.

2) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

a) Finanzielle Restrukturierung der mvneco GmbH

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag aus dem Geschäftsjahr 2015 hat ecotel ca. 15% der Anteile an der mvneco GmbH an den Mehrheitsgesellschafter sirius B zu einem Kaufpreis von EUR 1 sowie unter Verzicht auf eine von Seiten sirius B bestehende Call- Option, die Rechte aus den Anteilen an der mvneco GmbH sowie aus dem ausgereichten Darlehen zu einem bestimmten Kaufpreis zu übernehmen verkauft. Die Beteiligungshöhe beträgt daher nun 1/3 der Anteile. Ferner haben die Gesellschafter der mvneco GmbH im Geschäftsjahr eine Zuzahlung in die Kapitalrücklage von insgesamt TEUR 600 (davon TEUR 200 durch ecotel) geleistet. Am Jahresende weist die mvneco somit ein positives Eigenkapital von insgesamt TEUR 146 aus. Die Zuzahlung in die Kapitalrücklage (TEUR 200) wird im sonstigen betrieblichen Aufwand als Sanierungsaufwand ausgewiesen.

Neben der Beteiligung an der mvneco weist die Gesellschaft eine Ausleihung gegen die mvneco in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 529) aus. Diese Ausleihung besteht aus einem Darlehen, welches mit 3% p.a. (Vorjahr: 3% p.a.) verzinst wird, in Höhe von TEUR 938 (Vorjahr TEUR 1.243) und ist mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Unter Berücksichtigung der in Vorjahren notwendig gewordenen Wertminderungen, Verzichtserklärungen und Teilrückzahlungen, der in diesem Geschäftsjahr durchgeführten Wertaufholung sowie unter Beachtung des Vermögensverlustes aus der disquotalen Einstellung der Forderungen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage der mvneco im Februar 2016, ergibt sich ein Buchwert von TEUR 653. Zum 31. Dezember 2014 ergab sich unter Berücksichtigung von in Vorjahren notwendig gewordenen Wertminderungen und teilweiser Verzichtserklärungen ein Buchwert von TEUR 529.

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TEUR 2014 2015
Ausstehende Forderung inkl. Zinsen 1.1. 1.719 1.243
Tilgung - -182
Zinsen 50 35
Verzichtserklärung -526 -158
Ausstehende Forderung inkl. Zinsen 31.12. 1.243 938
Kumulierte Abschreibungen 1.1. -1.053 -714
Verzichtserklärung 526 158
Abschreibungen -187 -27
Zuschreibungen - 298
Kumulierte Abschreibungen 31.12. -714 -285
Buchwert 529 653

Zum 31. Dezember 2015 hat die Gesellschaft eine Bewertung nach der Discounted Cashflow Methode durchgeführt. Im Ergebnis führte das zu einer Aufwertung der Beteiligung auf TEUR 74, sowie zu der beschriebenen Aufwertung der Ausleihung um TEUR 298. Der Ertrag aus Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 372 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die wesentlichen Parameter für die Bewertung nach der Discounted Cashflow Methode sind die folgenden:

Kapitalisierungszinssatz (WACC) nach Steuern 6,52%
Wachstumsrate (ewige Rente): 0,0 %
Jährliches konservatives Umsatzwachstum zwischen 1,5% und 2,5%
Stabile, nicht steigende Rohertragsmarge
Das künftige jährliche Investitionsvolumen deckt die jährlichen Abschreibungen

Aus dieser Ermittlung resultierte ein beizulegender Zeitwert für die Beteiligung und das ausgereichte Darlehen von EUR 728.

b) Außerplanmäßige Abschreibung der Anteile an der nacamar GmbH

Aufgrund der anhaltenden Verlustsituation der nacamar GmbH, wurden die Anteile von TEUR 1.332 auf TEUR 1.000 (niedrigerem beizulegenden Wert) außerplanmäßig abgeschrieben. Da zwischen der ecotel ag und der nacamar GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag existiert, ist die ecotel ag verpflichtet künftig auftretende Verluste der nacamar GmbH zu übernehmen.

c) Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen vor allem Erweiterungsinvestitionen für EDV-Software, den Erwerb von Lizenzen und Nutzungsrechten.

Bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um Entwicklungskosten, die vor dem 1. Januar 2014 aktiviert wurden. Forschungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr nicht entstanden.

d) Sachanlagen

Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus den Erweiterungen der EDV und der sonstigen Technik.

e) Finanzanlagen

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Beteiligungsquote

%
Eigenkapital zum 31. Dezember 2015

TEUR
Jahresergebnis

TEUR
easybell GmbH, Berlin 50,98 2.037 1.273
carrier-services.de GmbH, Berlin ** 100,00 1.538 592
Sparcall GmbH, Bad Belzig ** 100,00 1.282 583
init.voice GmbH, Berlin ** 100,00 143 -1
nacamar GmbH, Düsseldorf 100,00 1.000 * 149
synergyPlus GmbH i.L., Berlin 49,90 87 -10
mvneco GmbH, Düsseldorf 33,33 146 513

* vor Ergebnisabführung

** indirekt über die easybell GmbH

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich auf Grund der oben beschrieben Abschreibung auf Finanzanlagen um TEUR 332 vermindert.

Die Beteiligungen beinhalten neben den oben aufgeführten, mit TEUR 74 bewerteten, Anteilen an der mvneco GmbH, den Anteil an der synergyPlus GmbH i.L. Diese haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 100 erfolgsneutral auf TEUR 50 reduziert, da die synergyPlus GmbH i.L. eine Rückzahlung aus der Kapitalrücklage an die Gesellschafter vorgenommen hat. Die synergyPlus GmbH i.L. hat ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und die Liquidation im Handelsregister angemeldet.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus einem Darlehen an die mvneco GmbH. Die Entwicklung ist unter a) näher erläutert.

f) Vorräte

Die Gesellschaft weist zum Stichtag keine Vorräte aus. Im Vorjahr waren hier im Wesentlichen auf Lager befindliche technische Ausrüstung, die im Rahmen der Dienstleistungserbringung an Kunden vermietet bzw. verkauft wird, ausgewiesen.

g) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2015 resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus erbrachten Leistungen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 534) ausgewiesen. Daneben besteht zwischen der ecotel ag und der nacamar GmbH eine Cash-Pool Vereinbarung. Daraus resultiert eine Verbindlichkeiten gegenüber der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 288).

h) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus einer Provisionsvereinbarung gegenüber einem Lieferanten (TEUR 957), sowie die im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 402).

i) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Supportdienstleitungen und für Vorleistungen an andere Telekommunikationsunternehmen.

j) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.510.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2015 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Auf der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 bis zum 26. Juli 2017 von der Gesellschaft begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2015 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019.

k) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Im Vorjahr hat sich die Kapitalrücklage aufgrund der Dotierung entsprechend § 237 V AktG um EUR 390.000 auf EUR 2.890.000 erhöht.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:

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EUR Entwicklung
Gezeichnetes Kapital (unverändert) 3.510.000,00
Kapitalrücklage (unverändert) 2.890.000,00
Bilanzgewinn 3.847.512,34
Dividendenzahlung -561.600,00
Jahresüberschuss 985.740,29
Bilanzgewinn (31.12.2015) 4.271.652,63
Eigenkapital Gesamt 31. Dezember 2015 10.671.652,63

In Höhe der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von TEUR 7 besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB. Frei verfügbare Rücklagen gem. § 268 Abs. 8 HGB bestehen nicht.

l) Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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Rückstellungsspiegel Stand 1.1.2015

TEUR
Inanspruchnahme

TEUR
Auflösung

TEUR
Zuführung

TEUR
Stand 31.12.2015

TEUR
Steuerrückstellungen 235 44 14 79 256
Ausstehende Eingangsrechnungen 167 151 7 623 632
Personalbezogene Rückstellungen 160 121 38 260 261
Aufsichtsratvergütung 101 86 - 103 118
Urlaub 86 48 - 3 41
Abschluss- und Prüfungskosten 81 81 - 104 104
Berufsgenossenschaft 40 39 1 40 40
Übrige Rückstellungen 13 12 1 183 183
Sonstige Rückstellungen 648 538 47 1.316 1.379

m) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen in Höhe von Mio. EUR 5,1 mit einer Laufzeit bis September 2019 ausgewiesen.

Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

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Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen Zinszahlungen
TEUR 31.12.2015 2016 2017 bis 2020 Ab 2021 2016 2017 bis 2020 Ab 2021
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.134 1.171 3.964 0 172 210 0

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:

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Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen Zinszahlungen
TEUR 31.12.2014 2015 2016 bis 2019 Ab 2020 2015 2016 bis 2019 Ab 2020
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.489 1.105 5.384 0 202 387 0

n) Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 290) enthalten.

o) Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet eine Einnahme aufgrund vorzeitiger Vertragsbeendigung. Er wird entsprechend der Laufzeit des Vertrages linear aufgelöst.

3) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

a) Umsatzerlöse

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2015

TEUR
2014

TEUR
Erlöse aus Sprachdiensten 23.330 22.854
Erlöse aus Datendiensten 18.959 14.392
Erlöse aus Housing/Hosting 634 3.812
Erlöse aus Carrierservices 45 104
Erlöse Non-Carrierservices 7.511 6.293
Erlöse Wholesale 39.236 37.758
Gesamt 89.715 85.213

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2015

TEUR
2014

TEUR
Inland 57.658 59.749
Ausland 32.057 25.464
Gesamt 89.715 85.213

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Erstattung eines Schadenersatzes (TEUR 1.250; Vorjahr: TEUR 2.000) sowie Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 372; Vorjahr: TEUR 448). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe von TEUR 47 periodenfremde Sachverhalte.

c) Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft eingekaufte Vorleistungen bei anderen Telekommunikationsunternehmen.

d) Abschreibungen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2015 planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen ergaben sich im Geschäftsjahr auf Kundenrouter, die nicht mehr genutzt werden können in Höhe von TEUR 216. Im Vorjahr wurde eine nicht mehr genutzte Software/Kundenplattform in Höhe von TEUR 244 außerplanmäßig abgeschrieben.

e) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen (TEUR 3.572; Vorjahr: TEUR 3.218), Technischen Support und Entwicklung (TEUR 1.397; Vorjahr: TEUR 1.266), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 813; Vorjahr: TEUR 1.076), Kfz- und Reisekosten (TEUR 452; Vorjahr: TEUR 495), sowie Raumkosten (TEUR 693; Vorjahr: TEUR 749). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 7 periodenfremde Sachverhalte.

f) Erträge aus Beteiligung

In den Erträgen aus Beteiligungen ist eine Gewinnausschüttung der easybell GmbH enthalten.

g) Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der nacamar GmbH wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 534) übernommen.

h) Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2015 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verzinsung von Finanzanlagen. Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Darlehensverbindlichkeiten.

i) Außerordentliche Erträge = Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Erträge im Vorjahr resultieren aus der Verschmelzung der ecotel private GmbH auf die ecotel communication ag im Geschäftsjahr 2014.

j) Steuern

Der Ausweis enthält die auf den Jahresüberschuss entfallende Gewerbe- und Körperschaftsteuer sowie Kfz-Steuern. In Höhe von TEUR 15 beinhalten die Steuern auch Belastungen, die die Vorjahre betreffen.

4) SONSTIGE ANGABEN

a) Angabe zur Corporate Governance-Erklärung § 285 Nr. 16 HGB

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?companyName=ecotel&language=German&id=100).

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB

Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus vertraglichen Bindungen mit Lieferanten erwachsen der Gesellschaft in den nächsten Jahren finanzielle Verpflichtungen wie folgt:

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TEUR bis 1 Jahr 2 bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt
Miete 894 2.628 1.584 5.107
Aufwand Vorlieferanten 550 550 0 1.100
Leasing/Mietkauf 224 261 0 485
Verlustübernahme 149 149
1.817 3.439 1.584 6.841

Weiter bestehen vertragliche Vereinbarungen über den zu erreichenden Mindestumsatz mit Lieferanten bis 2016 über eine Gesamthöhe von Mio. EUR 5,3.

c) Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre 2015 und 2014 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

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2015 2014
Angestellte 173 175
(Ohne Vorstandsmitglieder und Auszubildende) 160 166

d) Vorstand

Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2015 wie folgt zusammen:

Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender), CEO
Johannes Borgmann, Kaufmann, Wesel, CFO, COO (stellvertretender Vorsitzender)
Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf, CSO

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten.

e) Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2015 bestellt:

Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin (Vorsitzender)
Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Barbara Bludau, Rechtsanwältin, München
Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg
Sascha Magsamen, Kaufmann, Frankfurt am Main
Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Kronberg im Taunus

Im Geschäftsjahr 2015 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien bzw. haben folgende hauptberuflichen Tätigkeiten ausgeübt:

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Aufsichtsratmitglied Funktion Unternehmen
Dr. Norbert Bensel Geschäftsführer NB Consulting- und Beteiligungs GmbH, Berlin
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker AG i.L., Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG, Berlin
Mitglied des Aufsichtsrats Compass Group Deutschland GmbH, Eschborn
Mitglied des Beirats BREUER Nachrichtentechnik GmbH, Bonn
Mitglied des Beirats IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf
Vorstand EL-Net Consulting AG, München
Dr. Barbara Bludau Rechtsanwältin Of Counsel P + P Pöllath + Partners, München
Brigitte Holzer Inhaber, Geschäftsführerin Holzer Holding GmbH, Berg
CFO PPRO Financial Ltd, London (Großbritannien)
Geschäftsführerin PPRO Payment Services Ltd, London (Großbritannien)
Geschäftsführerin WKV prepaid GmbH, Maria Enzersdorf (Österreich)
Geschäftsführerin Pay Plus Services GmbH, München
Geschäftsführerin PPRO Holding GmbH, München
Mirko Mach Geschäftsführender Gesellschafter MPC Service GmbH, Heidelberg
Dr. Thorsten Reinhard Partner (Member) Noerr LLP, London (Großbritannien)
Mitglied des Aufsichtsrats Wackler Holding SE, München
Vorsitzender des Aufsichtsrats ISS Facility Service Holding GmbH, Düsseldorf
Mitglied des Aufsichtsrats ISS VSG GmbH, Lübbenau
Sascha Magsamen Vorsitzender des Aufsichtsrats MediNavi AG, München
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Tyros AG, Hamburg
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Ecolutions GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrates ICM Media AG, Frankfurt am Main
Vorstand PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main
Vorstand Impera Total Return AG, Frankfurt am Main
Vorstand Inspire AG, Salzkotten
Vorstand Spobag AG, Düsseldorf
Geschäftsführer Präzisionsdreherei Johann Kölbel Nachfolger GmbH, Frankfurt
Geschäftsführer telemaz Commercials GmbH, Frankfurt

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Ämter in Kontrollgremien i.S.d. § 285 Nr. 10 HGB.

f) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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Gesamtbezüge

in TEUR
Peter Zils Johannes Borgmann Achim Theis Bernhard Seidl
2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 300 325 147 220 220 220 147
Nebenleistungen 23 23 12 27 17 17 8
Einjährige var. Vergütung 57 49 11 15 38 44 70
Mehrjährige var. Vergütung 0 8 0 6 0 7 0
Gesamtvergütung 380 405 170 268 275 288 225

Herr Bernhard Seidl war bis zum 31. August 2014 Vorstand der ecotel. Neben den in der Tabelle dargestellten Vergütungen hat Herr Seidl TEUR 30 sonstige einmalige Bezüge für Beratungsleistungen in 2014 erhalten.

Die erfolgsbezogenen variablen Vergütungen sind an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2015 neben den Festvergütungen und Nebenleistungen, sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 129 (Vorjahr: TEUR 176) zu. Die Bezüge des Geschäftsjahres 2015 betragen TEUR 961 (Vorjahr: TEUR 1.050). Es bestehen weder Aktienoptionsprogramm für die Organmitglieder, noch wurden Kredite an Organmitglieder gewährt. Daneben existieren keine Regelungen für das vorzeitige Ausscheiden von Organmitgliedern.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrates:

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Aufsichtsrat Vergütung in TEUR 2015 Vergütung in TEUR 2014
Dr. Norbert Bensel 25 22
Mirco Mach 20 20
Dr. Thorsten Reinhard 15 15
Dr. Barbara Bludau 15 7
Brigitte Holzer 14 15
Sascha Magesamen 14 14
Johannes Borgmann - 9
Gesamtvergütung 103 102

g) Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Die Gesellschaft hat verschiedene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

h) Beteiligungen an der Gesellschaft

Folgende wesentliche Beteiligungen werden an der Gesellschaft gehalten:

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TEUR %
Peter Zils 28,5%
Intellect Investment & Management Ltd. 25,1%
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 10,1%
PVM Private Values Media AG 9,3%
Zwischensumme: 73,0%
Streubesitz 27,0%

Der Gesellschaft lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben:

Es werden hier die Meldungen aufgelistet, die zur oben dargestellten Aktionärsstruktur geführt haben, bzw. alle Meldungen, die im Jahr 2015 abgegeben wurden.

09.07.2009 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die Intellect Investment & Management Ltd., Tortolo, British Virgin Island hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 01. Juli 2009 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,09% (978.489 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt.

Herr Andrey Morozov, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 01. Juli 2009 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,09% (978.489 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt.

Davon sind Herrn Andrey Morozov 25,09% (978.489 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihm kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Intellect Investment & Management Ltd.

11.01.2010 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

ecotel communication ag: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

Herr Peter Zils, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343) am 5. Januar 2010 die Schwelle von 30% unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64% beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).

07.04.2011 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 06.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31 % (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat.

Diese Stimmrechte sind der Gesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG von der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG zuzurechnen.

31.03.2014 / Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG:

Der Vorstand der ecotel communication ag (WKN 000585434/ ISIN DE0005854343) hat heute beschlossen, in der Zeit vom 31. März 2014 bis zum Ablauf des 30. Juni 2014 bis zu 90.000 eigene Aktien (das entspricht 2,3 Prozent des derzeitigen Grundkapitals) zurückzukaufen. Der Erwerb soll über die Börse erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den Mittelwert der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Erwerb um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. Bei Zugrundelegung der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Tage der Beschlussfassung entspricht dies einem Rückkaufvolumen von bis zu ca. 0,72 Millionen Euro.

Der Vorstand macht damit von dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 Gebrauch, der den Vorstand bis zum 29. Juli 2015 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals ermächtigt hat. Die zurück erworbenen Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Weitere Details zum Aktienrückkaufprogramm sowie Transaktionen werden nach ihrer Ausführung wöchentlich auf der Website der Gesellschaft (www.ecotel.de) im Bereich Investor Relations bekannt gegeben.

28.05.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 28.05.2014 die Schwelle von 10% der Stimmrechte erreicht hat (das entspricht 390000 Stimmrechten).

28.05.2014 / Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG:

Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag heute beschlossen, die erworbenen 390.0000 eigenen Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG unter Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft einzuziehen. Durch diesen Beschluss werden alle derzeit von der ecotel communication ag gehaltenen 390.000 voll eingezahlten Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von 1,00 Euro je Aktie herabgesetzt. Das Grundkapital der Gesellschaft reduziert sich durch die Einziehung der eigenen Aktien von 3.900.000,00 Euro um 390.000,00 Euro auf 3.510.000,00 Euro. Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie bleibt mit 1,00 Euro unverändert bestehen.

13.06.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.

25.06.2014 / Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung:

Die IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, Deutschland, hat uns gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,07% (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Die MARTRADE Logistics GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10,07% überschritten hat und zu diesem Tag 10,07% (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Davon sind der MARTRADE Logistics GmbH & Co. KG 10,07% (353.442 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH

Die MARTRADE Logistics Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,07% (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Davon sind der MARTRADE Logistics Verwaltungs GmbH 10,07% (353.442 Stimmrechte) nach § 22 Abs.1 S.1 Nr.1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH
Martrade Logistic GmbH & Co. KG

Herr Günther Hahn, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, Deutschland (ISIN DE0005854343), am 11. Juni 2014 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,07% (353.442 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.510.000) beträgt.

Davon sind Herrn Günther Hahn 10,07% (353.442 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihm kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag 3% oder mehr beträgt, gehalten:

IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH
Martrade Logistic GmbH & Co. KG
Martrade Logistic Verwaltungs GmbH

i) Honorare Wirtschaftsprüfer

Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen betrug TEUR 85. Für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Leistungen wurden für den Abschlussprüfer wie im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.

Düsseldorf, den 21. März 2016

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Johannes Borgmann

Achim Theis

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ecotel communication AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 21. März 2016

**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Verena Heineke, Wirtschaftsprüfern

ppa. Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen, und zwar am 3. Februar 2015, 24. März 2015, 9. Juni 2015, 24. Juli 2015 sowie am 4. November 2015. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat dreimal telefonisch getagt. Zudem gab es drei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt.

1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen in 2015 ausführlich über die Entwicklung insbesondere des Bereichs Geschäftskunden, über Projekte von strategischer Bedeutung sowie über laufende Rechtsstreitigkeiten berichten lassen. Das Projektmanagement eines Großauftrages war Tagesordnungspunkt jeder Aufsichtsratssitzung. Strategische Lieferantenverträge wurden ebenso regelmäßig diskutiert.

Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligung an der mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über die strategische Entwicklung dieser Gesellschaften. Bei der nacamar GmbH und der mvneco GmbH standen in mehreren Sitzungen Restrukturierungskonzepte und deren Umsetzung (einschließlich Kapital- und sonstiger Strukturmaßnahmen) im Vordergrund, bei der easybell GmbH wurde die Beteiligungsvereinbarung mit dem Minderheitsgesellschafter angepasst.

Zustimmungspflichtige Projekte wurden jeweils zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ausführlich erörtert. Unter anderem stimmte der Aufsichtsrat verschiedenen Beschlussvorlagen im Zusammenhang mit den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie einem Vorschlag des Vorstands zum Abschluss einer Vergleichsvereinbarung in einem für die Gesellschaft maßgeblichen Rechtsstreit zu.

Wie schon in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr überdies Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands diskutiert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist.

Weitere wesentliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrafen den Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung, eine Dividende von 0,16 Euro je Aktie auszuschütten.

Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus mit der Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat hat von der Festlegung einer konkreten Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand bis zum 30. Juni 2017 abgesehen, da er in diesem Zeitraum nicht mit personellen Änderungen im Vorstand rechnet. Die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat wird auf ein Drittel (33,3%) festgelegt. Diese Zielgröße wird derzeit bereits erreicht.

In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2015 standen die Prüfung sowie die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2014 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 24. März 2015 verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind.

2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf die Herren Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard.

3. Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 24. Juli 2015 gewählte Abschlussprüfer der ecotel, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 22. März 2016 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2015 festgestellt.

4. Corporate Governance

Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2015 am 3. Februar 2015 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

5. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Aufsichtsrat ergeben.

6. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Vorstand ergeben

Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2015 auseinandergesetzt. Ferner hat sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzt sich unverändert aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen.

7. Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Der Nominierungs- und Personalausschuss setzte sich unverändert aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie Frau Dr. Barbara Bludau und Herrn Dr. Bensel zusammen. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2015 dreimal getagt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel-Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2015 geleistete Arbeit.

Düsseldorf, den 22. März 2016

Für den Aufsichtsrat

Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats