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ecotel communication ag Annual Report 2014

May 29, 2015

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Annual Report

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ecotel communication ag

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014

Konzernlagebericht

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. ecotel im Überblick

Die ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Informations- und Telekommunikationsanforderungen (ITK) von Kunden spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt). ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen in folgenden Geschäftsbereichen: »Geschäftskundenlösungen (B2B)«, »Wiederverkäuferlösungen«, »Privatkundenlösungen (B2C)« und »new media solutions«.

ecotel fasst die vier Geschäftsbereiche wie folgt zu Berichtssegmenten für die Segmentberichterstattung zusammen:

Das Segment Geschäftskunden beinhaltet den Geschäftsbereich Geschäftskundenlösungen (B2B) der ecotel ag, das Segment Wiederverkäufer beinhaltet den Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen der ecotel ag sowie die Geschäftstätigkeiten der Minderheitsbeteiligung mvneco GmbH. Das Segment New Business fasst die Privatkundenlösungen (B2C) der easybell Gruppe und die new media solutions der nacamar GmbH zusammen.

Im Folgenden werden die vier Geschäftsbereiche näher erläutert:

Geschäftskundenlösungen (B2B)

Der Kernbereich von ecotel wird durch das Segment »Geschäftskundenlösungen« repräsentiert. Hier bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an.

Die folgende Übersicht zeigt das Produktportfolio im Geschäftskundenbereich:

Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über ein komplettes Portfolio, welches sich vom Anschluss über die Telefonie (ISDN / VoIP) bis hin zu Mehrwertdiensten erstreckt. Das breite Portfolio von Datendiensten reicht vom Angebot für Anschlüsse im Bereich ADSL, SDSL und VDSL über Ethernet-Access bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (SaaS = Software as a Service, Cloud Computing).

Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen (B2B) über den Direktvertrieb (Großkunden) und mit mehr als 400 Vertriebspartnern jedoch zum größten Teil über den Partnervertrieb gesteuert. Damit verfügt ecotel über einen breiten Zugang zur Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert. ecotel versorgt - bei einem Jahresumsatz von ca. 42 Mio. EUR - bundesweit ca. 18.000 kleine und mittelständische Unternehmen aus verschiedenen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Verlagerung der Umsatzverteilung im Geschäftskundensegment

ecotel ist es in den vergangenen Jahren gelungen, den Wandel vom reinen Preselect-Sprachdienstleister zu einem Anbieter für komplette ITK-Geschäftskundenlösungen zu vollziehen.

So konnte der Umsatzanteil der zukunftsträchtigen Produkte Vollanschluss, Daten, VPN und Housing von 6% in 2006 auf 88% in 2014 ausgebaut werden. Der Umsatzanteil der Preselectionkunden reduzierte sich im Vergleichszeitraum von 94% auf mittlerweile nur noch 12%.

Auf Grundlage der erfolgreich durchgeführten Produktdiversifikation ist ecotel für den anstehenden Technologiewandel von leitungsvermittelnden Sprachdiensten (ISDN) zu paketvermittelnden IP-basierten Sprachdiensten (All-IP) gut gerüstet. Denn die Grundlage für B2B-taugliche IP-basierte Sprachdienste sind qualitativ hochwertige Anbindungen der Kunden beispielsweise mit hochverfügbaren Ethernet-Access-Produkten, die ecotel bereits seit mehr als fünf Jahren erfolgreich vermarktet.

Im Jahr 2014 konnte ecotel folgende IP-basierten Sprachprodukte zur Vermarktung freigeben:

PMX auf NGN-Basis:

Mit dem Produkt PMX VoIP ready können ecotel-Kunden zukünftig deutschlandweit von attraktiven Anschluss- und Verbindungsentgelten für PMX-Telefonanschlüsse profitieren. Hierzu erhält der Kunde von ecotel eine zusätzliche Netzabschluss-Komponente. Ein hier zum Einsatz kommendes sogenanntes NGN-Gateway wandelt die ein- und ausgehenden Signale der vorhandenen ISDN-Telefonanlagen in IP-basierte Protokolle um, ohne die bestehende Telefonanlage umrüsten oder gegen eine neue Anlage austauschen zu müssen.

Neben den monetären Einsparungen in Bezug auf Basispreis und Verbindungsentgelte erhält der Kunde eine hohe Flexibilität, da er die Ethernet-Bandbreite dynamisch für Sprach- und Datendienste nutzen kann, und gleichzeitig den Investitionsschutz für die bereits angeschaffte, bestehende Telefonanlage.

SIP-Trunk für Kunden mit IP-fähigen Telefonanlagen:

Sofern ecotel Kunden bereits über eine IP-fähige Telefonanlage verfügen, kann das neue IP-basierte Sprachprodukt SIP-Trunk zum Einsatz kommen. Mit dem ecotel sipTrunk sowie einer ausreichend dimensionierten Datenleitung (ecotel- oder Fremdleitung) können je nach Bedarf des Kunden zwischen 10 und 300 Sprachkanäle genutzt werden. Die vorhandenen Rufnummern können entweder übernommen oder durch Zuteilung neuer Rufnummern ersetzt bzw. erweitert werden.

Kombiniert der Kunde den ecotel sipTrunk mit einer ecotel-Datenleitung, so kann optional eine Dienstepriorisierung für Sprache beauftragt werden. Diese Priorisierung (Quality-of-Service [QoS]) dient dazu, den Sprachverkehr bevorzugt zu übermitteln, wenn auf derselben Leitung parallel auch Datendienste übermittelt werden sollen.

Auch hierbei profitiert der ecotel Kunde von hohen Einsparungen beim Basispreis und den Verbindungsentgelten sowie von einer hohen Flexibilität bei der Nutzung der ecotel ethernet-Bandbreite.

TK-Anlagen Hosting:

Mit pbxHosting stellt ecotel erstmals eine Hosting-Dienstleitung auf einem virtuellen Server als Standardprodukt bereit. Das Produktangebot richtet sich zunächst an Vermarkter von TK-Anlagen des Unternehmens Unify (ehemals SIEMENS). Diese wählen alternativ zur physischen Telefonanlage, die in den Räumlichkeiten des Endkunden installiert war, eine virtuelle, zentral im Rechenzentrum von ecotel gehostete Anlage und vermarkten diese - wie auch bisher - im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle an ihre Kunden. Ziel hierbei ist es, neben den Rechenzentrumsleistungen von ecotel zusätzliche Produkte an »Unify-Kunden« zu vermitteln. Sobald für den Zugriff auf die TK-Anlage eine ecotel Datenleitung sowie - für die Vermittlung der externen Gespräche - ein SIP-Trunk von ecotel genutzt wird, können Partner bzw. Kunden von den vergünstigten Bündel-Preisen profitieren.

Die Vermarktung basiert auf einer Vertriebskooperation mit Unify, die anlässlich der CeBit 2014 vereinbart wurde.

Wiederverkäuferlösungen

Im Geschäftsbereich »Wiederverkäuferlösungen« fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen zusammen. Zudem ist ecotel im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und unterhält hierfür Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt ecotel auch einen Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab. Dem Wiederverkäufersegment zugeordnet ist die Beteiligung an der mvneco GmbH als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services.

Privatkundenlösungen (B2C)

Zu den »Privatkundenlösungen (B2C)« zählt ecotel die Angebote der easybell-Gruppe. Hier profitieren Privatkunden von den Möglichkeiten und Leistungen, die zuvor nur für Geschäftskunden verfügbar waren. Kunden nutzen hierbei die technischen Möglichkeiten und Anbindungen, die auch für Geschäftskunden genutzt werden. Es wird weitestgehend auf Mindestvertragslaufzeiten verzichtet und einfache Produkte werden für Privatkunden angeboten. Über die Tochtergesellschaften sparcall GmbH und Carrier-Services.de GmbH bietet die easybell-Gruppe günstiges Call-by-Call für inländische und ausländische Telefonate sowie Internet-by-Call an.

new media solutions

Mit den »new media solutions« bietet die nacamar GmbH auf Grundlage ihres - im ecotel Rechenzentrum gehosteten - eigenen Content Delivery Networks (CDN) Streaming-Dienste für Medienunternehmen an. Des Weiteren werden kundenspezifische Lösungen im Bereich von Content-Management-Systemen, Online-Repräsentanz sowie technische Entwicklungen (Apps) zur Anbindung von Endgeräten (Smartphones, Tablets und Smart TVs) vermarktet.

Infrastruktur

ecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise Deutsche Telekom (DTAG), Telefonica, Verizon, Versatel, QSC, Colt und Vodafone zu nennen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleistung ist ein Großteil der ecotel Kostenbasis variabel.

ecotel betreibt ein eigenes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a.M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points of Presence (POP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltung mit vielen regionalen und globalen Carriern verbunden.

Für das New-Media-Geschäft unterhält der Konzern ein eigenes Content Delivery Netzwerk (CDN). Die mvneco GmbH betreibt zudem eine zentrale Mobilfunkplattform. IT-seitig entwickelt und betreibt ecotel eigene Systeme für das Auftrags- und Routermanagement, das Netzwerkmonitoring sowie die Rechnungsstellung (Billing).

2. Rechtliche Rahmenbedingungen des Konzerns

Die von der ecotel ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG).

Leitungsorgan

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Derzeit gehören dem Vorstand der ecotel ag die Herren Peter Zils (Vorstandsvorsitzender / CEO), Johannes Borgmann (stellvertretender Vorstandsvorsitzender / CFO) und Achim Theis (Marketing und Vertrieb / CSO) an. Herr Wilfried Kallenberg (CTO / COO) hat Gesamtprokura.

Vergütung der Organmitglieder und Aufsichtsrat

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel ag erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und des Vorstandsvergütungsgesetzes (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z.B. Auftragseingang, EBITDA, Ergebnis je Aktie) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Für das Geschäftsjahr 2014 stehen dem Vorstand variable Vergütungsansprüche in Höhe von insgesamt 176 TEUR (Vorjahr: 192 TEUR) zu. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder und alle weiteren Organe des Konzerns eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen. Zudem steht den Vorstandsmitgliedern jeweils ein Firmenwagen zu. Es besteht kein Aktienoptionsprogramm für die Organmitglieder.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung. Zusätzlich erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für jede Teilnahme an einer Präsenzsitzung des Aufsichtsrats (nicht aber eines Ausschusses des Aufsichtsrats) ein Sitzungsgeld. Die ecotel ag erstattet jedem Aufsichtsratsmitglied die durch die Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen. Mitglieder des Aufsichtsrats, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat eine zeitanteilige Vergütung. Die ecotel ag stellt den Mitgliedern des Aufsichtsrats Versicherungsschutz für die Ausübung der Aufsichtsratstätigkeit mit einem angemessenen Selbstbehalt zur Verfügung.

Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung 28, »Organe und Organbezüge«) aufgeführt.

Änderungen der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Kapitalverhältnisse

Im Jahr 2014 hat die ecotel ag 90.000 Aktien erworben. Im Anschluss daran wurde das gezeichnete Kapital durch Einziehung von eigenen Aktien (390.000 Stk.) um insgesamt 390.000 EUR auf 3.510.000 EUR herabgesetzt.

Grundkapital

Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Konzernabschluss verwiesen.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Auf der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 bis zum 26. Juli 2017 von der ecotel ag begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2014 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung hat den Vorstand der ecotel ag mit Beschluss vom 25. Juli 2014 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der ecotel ag nicht zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der ecotel ag befinden oder ihr nach § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 %% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 24. Juli 2019.

Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2014 mehr als 3 %o beträgt. Basis sind die der ecotel ag bekannt gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

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Aktionär Aktienbesitz

(in %)
Peter Zils 28,5
Intellect Investment & Management Ltd. 25,1
IQ Martrade Holding und 10,1
Managementgesellschaft mbH
PVM Private Values Media AG 9,3
Gesamt 73,0

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote

Vereinbarungen zwischen ecotel und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane im Konzern bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme.

Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.

3. Struktur und Beteiligung des Konzerns

ecotel communication ag

Die ecotel communication ag (ecotel ag) ist ein bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. Die ecotel ag vermarktet Produkte und Dienstleistungen für die Geschäftsbereiche »Geschäftskundenlösungen (B2B)« und »Wiederverkäuferlösungen«.

nacamar GmbH

Die nacamar GmbH agiert als eigenständiger Service Provider im New-Media-Geschäft und bietet Unternehmen aus der Medienbranche ein weitgefächertes Angebot an Medienapplikationen an. Hierzu gehören die Aufbereitung sowie das Streaming von Audio- und Videoinhalten für verschiedenste Endgeräte, das Management von Medienbibliotheken für Unternehmen sowie eine eigene Werbevermarktung. nacamar betreibt ein eigenes CDN (content delivery network) sowie die größte deutsche Radio Streaming Plattform (freestream) im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf.

easybell GmbH

Die easybell GmbH bietet Privatkunden innovative und preisgünstige Telekommunikationsprodukte an. Gegenwärtig liegt der Fokus der easybell GmbH auf der Vermarktung von Produkten im Bereich von DSL-Festnetzanschlüssen sowie DSL-Sprachdiensten. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich online und über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call-Nummer »01028« vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call-Nummern »010010«, »01038« (tellmio) sowie »01041« (Tellina) vermarktet. Im November 2011 wurde die init.voice GmbH mit Sitz in Berlin für die Bereitstellung von Voice-over-IP-Dienstleistungen gegründet, an der easybell wiederum 100 % der Anteile hält.

mvneco GmbH

Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister sowie Berater und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.

synergyPLUS GmbH

Die synergyPLUS GmbH hat als exklusiver Vertriebspartner der ecotel agiert und hat insbesondere die Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter vermittelt. Im Jahr 2014 wurde der Handelsvertretervertrag mit der ecotel beendet. Die synergyPlus GmbH ist derzeit eine Gesellschaft ohne aktive Geschäftsaktivität.

4. Unternehmenssteuerung des Konzerns

ecotel steuert ihre drei Berichtssegmente nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Konzernebene die Steuerungsgrößen Konzernumsatz und Konzern-EBITDA in den Fokus gestellt. Daneben gilt die Rohertragsmarge im Segment Geschäftskunden als maßgebliche Profitabilitätskennzahl. Hierzu werden in der Planung auf Produktebene nach dem Teilkostenverfahren den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz-, und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung der Geschäftsbereiche erfolgt zudem eine kontinuierliche Ertrags-, Profitabilitäts-, Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Hierzu zählen auch geschäftsbereichsbezogene spezifische Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem (Dashboard) abgebildet werden. ecotel nutzt im Rahmen der Unternehmensführung in Teilen auch Leistungsindikatoren, die nicht monetärer Art sind, wie z.B. Kundenanzahl für bestimmte Produktgruppen oder auch Minutenverbräuche. Diese Indikatoren werden allerdings je Geschäftsbereich unterschiedlich ermittelt und werden nicht zur Gesamtsteuerung des Konzerns herangezogen.

5. Forschung und Entwicklung

ecotel selbst betreibt keine Grundlagenforschung oder weitreichende technische Produktentwicklungen. ecotel fokussiert sich auf die Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/ Nutzeneffekt für die Kunden im Vordergrund. Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf den technischen Ausbau des Rechenzentrums und die eigenentwickelte Remote-Router-Management-Plattform für das Allianz-Projekt. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betrugen im Jahr 2014 TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 1.150).

6. Markt- und Wettberwerbsumfeld

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland betrug 2014 gegenüber dem Vorjahr laut Statistischem Bundesamt 1,5 % - nach 0,4 % Wachstum in 2013. Es lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. Für 2015 stimmen Ökonomen die deutsche Wirtschaft auf ein stabiles Wachstum mit Zuwachsprognosen von 1,3 % bis 1,7 % ein.

Telekommunikations-Marktvolumen sank auch in 2014

2014 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland erneut leicht von 59,6 Milliarden EUR auf 58,3 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 4). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich dank der Zuwächse im Breitband-Kabelnetz von 63 % auf 64 %.

Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach-und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 33,5 Milliarden EUR 57,5 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.

Der Mobilfunkumsatz ist trotz des gestiegenen Datenverkehrs von 25,1 Milliarden EUR auf 24,8 Milliarden EUR leicht zurückgegangen. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten erhöhte sich leicht von ca. 115 Mio. auf 117 Mio. Stück. Davon machen die Mobile to Mobile (M2M) SIM-Karten mit ca. 6 % doppelt so viel wie im Vorjahr aus.

Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber im Festnetz mehr als 16 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei knapp 37 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 44 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 13). Während die Zahl der klassischen Vollanschlüsse bei den Wettbewerbern mittlerweile zurückgeht, ist bei den entbündelten Voice-over-IP-Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.

Gesamtmarkt für Telekommunikation in Deutschland (in Mrd. EUR)

Die Anzahl an Breitbandanschlüssen erhöhte sich 2014 konstant um 0,7 Mio auf insgesamt über 29 Mio. Dabei entfielen 8,5 Mio. Anschlüsse (29 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 2,3 Mio. Anschlüsse (8 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12 Mio. Anschlüsse (42 %) auf die DTAG sowie 6 Mio. Anschlüsse (20 %) auf Kabel-TV. 0,3 Mio. Haushalte (1 %) sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Die Wettbewerber der DTAG haben daran einen Marktanteil von 57 %. Das Wachstum der Wettbewerber stammt dabei aus den TV-Kabel-Breitbandnetzen, während DSL-basierte alternative Festnetzbetreiber Marktanteile verlieren.

Festnetz-Komplettanschlüsse (in Mio.)

Breitbandanschlüsse (in Mio.)

(Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 15).

Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten beträgt in etwa 55 % des gesamten Verkehrsvolumens im deutschen Festnetzmarkt. Der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, beträgt über 90 %. Jedoch beobachtet man bei den Call-by-Call- und Preselection-Volumina (VNB-Vorwahl aus dem Netz der DTAG) eine Bodenbildung (Quelle: VATM-Marktanalyse 2014, S. 11).

Trends im B2B-Markt

Das Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Markt entwickelt sich durch das Zusammenwachsen von Sprach- und Datenkommunikation rasch. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie langsam, aber stetig und zunehmend durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.

Eine wichtige Grundlage im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (LTE, WLAN). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft.

Ein bedeutsamer aktueller IT Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift.

Ein wesentlicher Aspekt in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten.

Weitere wichtige ITK-Trends sind:

Big Data Analytics
Machine to Machine (M2M) / Internet of Things (IoT) / Computing Everywhere
Over The Top (OTT)-Services wie Skype, WhatsApp, Netflix
Smart devices / tragbar, biegbar, 3D-Druck
eHealth / Telemedizin
Mobile Payment / kontaktloses Bezahlen
Smart Energy / Intelligente Stromnetze
Connected Car

Regulatorische Trends

Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte gebündelt aus einer Hand anbieten können und viele der oben genannten Trends realisieren. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber auf alle Vorleistungen zurückgreifen können.

ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.

Wichtige aktuelle Themengebiete sind unter anderem:

Verbesserte politische und regulatorische Rahmenbedingungen zum Breitbandausbau in Deutschland.
Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandigen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen.
Abstimmung der europäischen Telekommunikationspolitik (EU Single Market) mit den speziellen Anforderungen des deutschen Telekommunikationsmarktes.
Netzneutralität (d.h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben).
Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln sowie des Verbraucherschutzes.

7. Ziele und Strategien des Konzern

Es ist das erklärte Ziel der ecotel, eines der führenden Anbieter für Telekommunikationsdienstleistungen für mittelständische Geschäftskunden zu sein. Daneben hat der Konzern das Ziel, auch im Privatkundensegment durch transparente, einfache Tarifstrukturen mit der Marke »easybell« weiterzuwachsen. Ermöglicht wird dies durch die hohe Anpassungskraft und Innovationsfähigkeit des Konzerns. Im Folgenden werden die strategischen Ziele der drei Segmente der ecotel Gruppe beschrieben.

Geschäftskunden

Ein bedeutender Treiber zum Erreichen der Mittelfristziele der ecotel ist die Entwicklung im Segment Geschäftskunden. Die zukünftige Ausrichtung in diesem Bereich steht dabei auf drei Säulen:

a) Sichere Unternehmensvernetzung

Das Konzept der sicheren Unternehmensvernetzung, wie es unter anderem auch bei dem Allianz-Projekt zur Anwendung kam, ist natürlich auch bei anderen Unternehmen mit dezentralen Strukturen von großer Bedeutung. Insofern wird es für ecotel ein wesentliches Fokusthema sein, diese Kunden im Mittelstand zu identifizieren und von unserem Dienstleistungskonzept mit dem Vorteil »Made in Germany« zu überzeugen.

b) Neue Produkte im Cloud-Bereich

ecotel plant zudem eine vermehrte Präsenz im Markt für Cloud Services. Diese sollen von georedundanten Enterprise-Cloud-Lösungen über neue Sicherheits-IT-Lösungen wie z.B. Backup oder Intrusion-Detection und -Prevention (IDS/IPS) reichen. Und dies natürlich unter dem Aspekt der Datensicherheit »Made in Germany«.

c) Neue Sprachprodukte auf Basis von Next Generation

Networks (NGN)

ecotel befindet sich derzeit im Prozess, neue innovative Sprachprodukte im Rahmen der technischen Weiterentwicklung der Netzwerktechnologie von ISDN auf IP (NGN) einzuführen. Hierbei handelt es sich zum einen um Neuprodukte zur Anbindung von Telefonanlagen am Kundenstandort über Voice oder IP Technologie (SIP-Trunk). und zum anderen um neue »Private-Cloud-Komplettlösungen für den Mittelstand« inklusive kundeneigener Telefonanlage auf virtualisierten Servern im ecotel Rechenzentrum, SIP-Trunk und Anbindung über ecotel. Ebenfalls komplett »Made in Germany«.

New Business

Im Bereich Privatkundenlösungen (B2C) strebt ecotel mit der Marke easybell in Deutschland weiterhin an, Innovationsführer bei klassischen Sprach- und Datendiensten mittels moderner Cloud-Applikationen zu werden. Hierbei wird der Fokus auf einen möglichst hohen Kosten-/Nutzeneffekt für Kunden bei gleichzeitig bestem Kundenservice gelegt.

Das Hauptziel der nacamar ist es, sich als Full Service Provider mit dem Schwerpunkt Software as a Service (SaaS) zu positionieren.

II. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2014 übertraf ecotel mit 101,5 Mio. EUR (Vorjahr: 91,2 Mio. EUR) die 100-Mio-EUR-Umsatzschwelle. Das entspricht einem Wachstum von 11,3 %. Dieser Umsatzanstieg ist im Wesentlichen dem Segment Wiederverkäufer zuzuordnen. Hier stiegen die Umsätze um 8.5Mio. EUR oder 24,5 %o. Im margenstarken Geschäftskundensegment sank der Umsatz leicht um 0,5 °% auf 41,9 Mio. EUR. Das Segment New Business konnte mit 16,4 Mio. EUR wiederholt ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen.

Das EBITDA konnte mit 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6.6Mio. EUR) um 10,6 %o gesteigert werden und lag somit im oberen Bereich des Prognosekorridors von 6,5 bis 7,5 Mio. EUR. Ausgehend von der Umsatzerlösentwicklung, die nachfolgend pro Segment erläutert wird, wirkten sich insbesondere Einmalerträge und höhere Personalaufwendungen auf das EBITDA aus.

Stabile Umsätze, leicht gesunkene Roherträge und Rohmargen im Geschäftskundensegment

Im Segment Geschäftskunden konnte ecotel einen Umsatz von 41,9 Mio. EUR (Vorjahr: 42,0 Mio. EUR) erzielen. Das Geschäftskundensegment trug mit 41 % zum Umsatz des Konzerns bei. ecotel hat seit Mitte 2014 die Vermarktung der eigenen Mobilfunklösung eingestellt. Ohne diesen Effekt wären die Umsatzerlöse im Geschäftskundensegment um 0,3 Mio. EUR gestiegen. Die Umsätze aus den Produktbereichen »Vollanschluss«, »Leased Lines«, »SHDSL-Leitungen« und »Managed Router Services« stiegen insgesamt um 2,8 Mio. EUR auf 23,7 Mio. EUR, während die Umsätze der reinen Sprach-/ Anschlussvermarktung um 2,1 Mio. EUR rückläufig waren. Im Jahr 2014 konnten Umsatzerlöse aus einmaligen Router- Installationen - im Wesentlichen für den Rollout aus dem Allianzprojekt - in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) erzielt werden. Der Rohertrag im Segment Geschäftskunden sank um 0,5 Mio. EUR auf 20,6 Mio.EUR, was einer Rohertragsmarge von 49 %o entspricht.

Stark steigende Umsätze im Wiederverkäufersegment

Der Umsatz im Wiederverkäufersegment konnte deutlich von 34,7 Mio. EUR auf 43,2 Mio. EUR gesteigert werden. Der aus diesem Geschäft erfahrungsgemäß sehr geringe Rohertrag konnte mit 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) stabil gehalten werden.

Steigende Umsätze im New-Business-Segment

Im Segment New Business konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Mio. EUR auf 16,4 Mio. EUR gesteigert werden. Während der Geschäftsbereich Privatkundenlösungen (B2C) von 11,4 Mio. EUR um 2,7 Mio. EUR oder 23,7 % auf 14,1 Mio. EUR wachsen konnte, musste der Geschäftsbereich new media solutions einen Umsatzrückgang von 3,2 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR oder 21,9 % auf 2,5 Mio. EUR hinnehmen.

Der Rohertrag im Segment New Business stieg um 8,5 %o auf 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR). Der Geschäftsbereich Privatkundenlösungen trug mit 4,1 Mio. EUR zum Rohertrag bei, der Geschäftsbereich new media solutions mit 1,4 Mio. EUR.

Gestiegene sonstige betriebliche Erträge / sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg von -9,6 Mio. EUR im Vorjahr auf -7,5 Mio. EUR in diesem Geschäftsjahr an. Neben wiederkehrenden Aufwendungen, die sich nicht wesentlich verändert haben, ist diese Veränderung im Wesentlichen durch Einmaleffekte sowohl in den Erträgen als auch in den Aufwendungen begründet.

Höherer Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich 2014 um 1,3 Mio. EUR von 10,6 Mio. EUR auf 11,9 Mio. EUR, im Wesentlichen bedingt durch Neueinstellungen sowie durch Gehaltserhöhungen. Die Mitarbeiterzahl der konsolidierten Unternehmen (ohne Minderheitsgesellschaften) stieg von durchschnittlich 186 auf 214.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT belief sich auf 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR). Neben den oben bereits beschriebenen Effekten trugen gestiegene Abschreibungen zu diesem Rückgang bei. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Davon entfielen 1,6 Mio. EUR auf planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten wie Software, Kundenstämme und Entwicklungskosten. Zudem wurde eine nicht mehr genutzte Software/Kundenplattform in Höhe von 0,2 Mio. EUR außerplanmäßig wertberichtigt.

Finanzergebnis / Steuern / Konzernergebnis

Das Finanzergebnis lag mit -0,2 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Die Aufwendungen für Zinsen auf Finanzschulden lagen bei 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) und die Kapitalmarktbetreuungskosten lagen bei 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Daneben konnten 0,1 Mio. EUR Erträge aus at-equity-Beteiligungen erzielt werden. Der Steueraufwand für 2014 lag bei 1,0 Mio. EUR und setzt sich aus 0,9 Mio. EUR effektivem Steueraufwand sowie 0,1 Mio. EUR latentem Steueraufwand zusammen.

Das Konzernergebnis vor Abzug der Anteile anderer Gesellschafter betrug 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Jahresergebnis belief sich auf 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,33 EUR (Vorjahr: 0,40 EUR).

Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf

Mit 101,5 Mio. EUR lag der tatsächlich erwirtschaftete Umsatz oberhalb des im Konzern-Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Intervalls von 85 bis 95 Mio. EUR. Diese Prognose wurde im Verlauf des Jahres 2014 im Rahmen der Zwischenberichterstattungen auf ca. 100 Mio. EUR erhöht. Der tatsächliche Umsatz lag dennoch auch leicht über dieser Prognose. Ursächlich für diese Überperformance waren die stärker als prognostiziert gestiegenen Umsätze im Segment Wiederverkäufer.

Das EBITDA von 7,3 Mio. EUR lag im oberen Bereich des prognostizierten Korridors von 6,5 bis 7,5 Mio. EUR.

2. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2014 betrug 4,4 Mio. EUR, verglichen mit 6,9 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Rückgang von 2,5 Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus folgenden, zum Teil gegenläufigen Effekten: Zum einen erhöhte sich das EBITDA um 0,6 Mio. EUR. Zum anderen stieg das Working Capital (Differenz aus kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten) im Jahr 2014 um 1,0 Mio. EUR an. Daneben hat ecotel 1,7 Mio. EUR Steuern - davon 0,7 Mio. EUR aus Kapitalertragsteuern auf konzerninterne Dividenden, die als Forderungen gegen Finanzämter ausgewiesen werden - gezahlt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2,9 Mio.EUR nach -7,7 Mio. EUR im Vorjahr. Er setzt sich im Wesentlichen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (3,6 Mio. EUR) sowie Einzahlungen aus Rückzahlungen von Ausleihungen an nach der at-equity Methode bewerteten Finanzanlagen (0,7 Mio. EUR) zusammen. Die Investitionen im Jahr 2014 waren deutlich geringer als im Vorjahr. Im Vorjahr waren alleine für Investitionen in Router, Server-Equipment, Netzplattformen und die Entwicklung einer Remote-Router-Management-Plattform insgesamt 5,0 Mio. EUR für das Großprojekt mit der Allianz notwendig.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -2,7 Mio. EUR (Vorjahr: -0,6 Mio. EUR). Er umfasst neben Tilgungen von Finanzkrediten in Höhe von 0,9 Mio. EUR und Zinszahlungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR auch Auszahlungen für den Aktienrückerwerb in 2014 in Höhe von 0,8 Mio. EUR sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,7 Mio. EUR.

Der Finanzmittelbestand hat sich von 6,1 Mio. EUR Anfang 2014 auf 5,0 Mio. EUR Ende 2014 verringert. ecotel hat eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 5,2 Mio. EUR (davon 4,0 Mio. EUR Kontokorrentlinie und 1,2 Mio. EUR für die Nutzung von Avalen).

Wie in den Vorjahren war ecotel in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen. Wichtige Ziele des Finanzmanagements sind zudem die Einhaltung der mit Banken vereinbarten Financial Covenants sowie die Minimierung von Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, soweit diese einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage ausüben können. Hierzu verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug 43,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014, was einem Rückgang um 3 %o gegenüber 45,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2013 entspricht. Auf der Aktivseite verringerten sich sowohl die langfristigen Vermögenswerte (-1,1 Mio. EUR) als auch die kurzfristigen Vermögenswerte (-0,2 Mio. EUR). Der Goodwill blieb konstant bei 8,9 Mio. EUR. Der Wert der Kundenbeziehungen verringerte sich von 2,0 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR. Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 2,4 Mio. EUR waren niedriger als die Abschreibungen und Wertminderungen von insgesamt 2,7 Mio. EUR. Der leichte Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte resultierte aus gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten (-0,6 Mio. EUR) sowie dem Rückgang der Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente (-1,1 Mio. EUR). Dem gegenüber stand ein Anstieg der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte (0,8 Mio. EUR) - im Wesentlichen aus bereits für die nächsten Jahre abgeschlossenen und bezahlten Wartungs- und Serviceverträgen und Vorauszahlungen an einen Lieferanten - sowie der Anstieg der Ertragsteuerforderungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 0,5 Mio. EUR auf 20,7 Mio. EUR (Vorjahr 20,2 Mio. EUR). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 47,1 % (Vorjahr: 44,7 %). Der Anstieg des Eigenkapitals resultierte aus dem Konzerngesamtergebnis von 1,8 Mio. EUR und dem Rückkauf eigener Aktien (-0,8 Mio. EUR). Daneben hat der Konzern 0,7 Mio. EUR an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet. Die langfristigen Verbindlichkeiten konnten um 0,9 Mio. EUR im Wesentlichen durch die Tilgung von Finanzkrediten reduziert werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten um 0,9 Mio. EUR im Wesentlichen durch geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen am Jahresende gesenkt werden. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrugen 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2014.

ecotel ist durch Annuitätendarlehen langristig finanziert. Details zur vertraglich vereinbarten Tilgungen sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzern

ecotel befindet sich in einer stabilen wirtschaftlichen Lage. Die Bilanzkennzahlen sind solide, die Finanzierung mittelfristig gesichert und die Eigenkapitalquote auf hohem Niveau. Die Ertragslage ist gekennzeichnet durch vertraglich gesichert wiederkehrende Umsätze bei den Geschäftskundenlösungen (B2B) sowie eine sichere und wachsende Kundenbasis bei den Privatkundenlösungen (B2C). Das Geschäft im Wiederverkäuferbereich ist schwer vorhersehbar, birgt aber kein hohes Ergebnisrisiko. Zu der Chancen- und Risikosituation sowie der Prognose wird auf die Kapitel III und IV in diesem Lagebericht verwiesen.

III. Risiko- und Chancenbericht

1. Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.

Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Konzern unterstützen ihn die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.

Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Konzerns gefährden könnten.

Alle Risikopotenziale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in Niedrig, Mittel, Hoch und Sehr Hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in 4 Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt.

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Vermögensschadensklasse Mögliche Schadenshöhe
Sehr hoch > 1.000.000 EUR
Hoch 300.000 - 1.000.000 EUR
Mittel 100.000 - 300.000 EUR
Niedrig < 100.000 EUR

Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche Schadenshöhe Risikoklasse
Sehr hoch Sehr hoch 1
Sehr hoch Hoch 1
Hoch Sehr hoch 1
Hoch Hoch 2
Sehr hoch Mittel 2
Hoch Mittel 2
Mittel Sehr hoch 2
Mittel Hoch 2
Mittel mittel 3
Niedrig Sehr hoch 3
Sehr hoch Niedrig 3
Hoch Niedrig 3
Niedrig Hoch 3
Mittel Niedrig 4
Niedrig Mittel 4
Niedrig Niedrig 4

Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Konzern-und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und Zahlungsausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung, Forderungsmanagement sowie der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der eigenen Vermittlungstechnik sind aktuell dadurch minimiert, dass nur Teile des internationalen B2B-Verkehrs sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert werden und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen, z. B. des nacamar-CDN, sind die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wurde eine n+1 Redundanz umgesetzt. Es existieren aber externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Ebenso wird es in 2015 zu Renovierungsarbeiten an der Klima-Struktur des Rechenzentrums kommen. Die notwendigen Ausbau-und Renovierungsarbeiten werden vom Vorstand und der Geschäftsleitung eng überwacht und auf die möglichen Risiken für die ecotel hin überprüft. (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 4).

Zur Umsetzung einer Geo-Redundanz bei der Rechenzentrums-Infrastruktur wurde in Düsseldorf eine weitere Rechenzentrumsfläche angemietet. Die Rechenzentren von Düsseldorf und Frankfurt sind über n x 10 Gbps redundant miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beiden Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden POPs. Für 2015 ist zusätzlich geplant, die Einwahlplattformen für die verschiedenen Zugangsleitungen (ADSL, SHDSL, Ethernet) georedundant auszubauen. Da ecotel kein eigenes Zugangsnetz betreibt, sondern die Zuführung von Sprach- und Datenanschlüssen von der Telekom und von alternativen Carriern anmietet, besteht hier eine Abhängigkeit von den Vorlieferanten. Bei Nichtverlängerung von Einkaufsverträgen oder bei einer Verschlechterung der Einkaufskonditionen kann dies zur Verschlechterung der Ertragslage bei ecotel führen. ecotel versucht diese Abhängigkeit von Vorlieferanten dadurch zu minimieren, indem sie für jedes wesentliche Produkt einen alternativen Vordienstleister vorhält. Dies ist zumindest in den Gebieten möglich, wo mehrere Vordienstleister parallele Infrastrukturen betreiben (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).

Im Bereich der Ethernet-Vermarktung kommt es in letzter Zeit zu einem zunehmenden Wettbewerb und Preiskampf. Durch die Bündelung der Ethernet-Produkte mit PMX-Anschlüssen auf NGN-Basis und SIP-Trunk hat die ecotel eine Differenzierungsstrategie entwickelt (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).

Durch die erfolgreiche Abwicklung des Allianz Router-Rollouts hat ecotel Folgeaufträge von der Allianz Deutschland AG sowie von Allianz-Agenturen erhalten. Um diese Aufträge beiderseitig effizient und erfolgreich abzuwickeln, ist es erforderlich Prozesse, Strukturen sowie Ressourcen innerhalb der ecotel und der Allianz-Gruppe aufzubauen und zu managen. Störungen und Verzögerungen in diesen Abläufen können dazu führen, dass ecotel geplante Umsätze erst zu einem späteren Zeitpunkt realisieren kann (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 1).

Bei der Auftragsplatzierung ist die ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten und der Stabilität der Systeme und Prozesse. Bei einem möglichen Backlog besteht die Gefahr, Reputation bei den Vertriebspartnern und Kunden und sogar Aufträge zu verlieren. Um aufkommende Probleme und Verzögerungen zu erkennen und Lösungsansätze zu haben, hält das Management Kontakt zu den verschiedenen Ebenen der Vorlieferanten (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2).

Die von ecotel geplante Umsetzung hin zu einem Teilnehmernetzbetreiber (TNB) bringt neben technischen Herausforderungen auch weitergehende Anforderungen an Datensicherheit und Datenschutz mit sich. Hier wird ecotel geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Anforderungen erfüllen zu können und den Kunden bestmögliche Sicherheit zu gewährleisten (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3).

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken.

Ein Kreditrisiko besteht, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Forderungsausfallquote bewegt sich bei Geschäftskunden aktuell bei 0,1 %. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

ecotel hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA / Umsatzerlöse und Nettoverschuldung / EBITDA) liegt ecotel derzeit deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2015 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 4 / Nettorisiko 4).

ecotel verfügte zum Jahresende 2014 über liquide Mittel in Höhe von 5,0 Mio. EUR. Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 1,5 Mio. EUR. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 5,2 Mio. EUR. Davon waren Ende 2014 0,8 Mio. EUR als Avallinie genutzt.

Es bestehen aktuell keine Zinsrisiken bei der ecotel, da die ausstehenden Darlehen festverzinslich sind.

Währungsrisiken, die sich durch Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen ergeben, werden spätestens zum Zeitpunkt ihrer Entstehung gesichert. Dabei kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Der Einsatz solcher derivativen Finanzinstrumente dient ausschließlich der Sicherung und wird nicht zur Spekulation eingesetzt. Zum Stichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte

Rechtliche Risiken

ecotel ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht sowie das Steuerrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden.

Der Konzern identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ wie qualitativ die potenziellen rechtlichen wie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2014 sieht sich der Konzern keinen wesentlichen Rechtstreitigkeiten ausgesetzt.

Steuerliche Risiken

Risiken ergeben sich für den Konzern dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet wurden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht der Konzern laufend steuerliche Risiken, die sich bspw. aus der Steuergesetzgebung, geänderter Verwaltungsauffassungen oder Steuerrechtsprechung ergeben können. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen Außenprüfungen bestehen aus Sicht des Konzerns keine wesentlichen steuerlichen Risiken für die noch ungeprüften Veranlagungszeiträume.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung für die Bereiche Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.

Verzögerungen bei der Entwicklungen innovativer NGN-Voice-Produkte könnten dazu führen, dass ecotel seine Ertragsziele für Neuprodukte in 2015 und 2016 nur zeitlich verzögert erreicht (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

ecotel bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über wenige Vorlieferanten. Der momentane Einkaufsvertrag (Resellervertrag) eines wesentlichen Lieferanten hat aufgrund des anstehenden Technologiewandels von ISDN zu All-IP-basierten Sprachdiensten für Neubestellungen nur noch eine Laufzeit bis Ende 2015. Derzeit ist ecotel in Gesprächen für eine weitere Vertragsverlängerung und geht davon aus, dass es eine weitere Zusammenarbeit mit diesem Vorlieferanten auch im Bereich der neuen All-IP Dienste geben wird. Unabhängig davon plant ecotel ab der zweiten Jahreshälfte 2015 auf Basis einer eigenen TNB-Strategie auch eigene All-IP-Sprachdienste anzubieten (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 1).

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.

Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Die Telekom Deutschland weist schon jetzt in allen Geschäftskundenbereichen einen Marktanteil von deutlich über 50% auf. Zudem sind durch die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone sowie die Fusionierung von O2/E-Plus zwei weitere starke Player auf dem Markt entstanden. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Es gibt Tendenzen, dass die neue Bundesregierung den Forderungen der Deutschen Telekom nach einem Abbau der Marktaufsicht bzw. der Regulierung nachgeben könnte. Dies könnte dazu führen, dass die Deutsche Telekom den alternativen Telekommunikationsanbietern den Zugang zu ihrem Netz erschwert und der Wettbewerb in vielen Segmenten verringert wird. Preise für Breitbandanschlüsse könnten sich zukünftig daher stark erhöhen und negative Auswirkungen auf die Ertragslage der ecotel haben (Bruttorisiko 2 / Nettorisiko 2).

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der ecotel Gruppe konkret gefährden und dass ecotel auch 2015 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.

Neue Produkte in den Bereichen Voice over IP und Hosted PBX

Zwei wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind der Ersatz von ISDN-Technologie durch Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / I P Centrex). Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. Große Telekommunikationsanbieter haben kommuniziert, in den nächsten Jahren (2017/2018) die ISDN-Technologie durch VoIP-Technologie zu ersetzen. Für viele Geschäftskunden bedeutet das auch notwendige Investitionen in bestehende Telefon-/Kommunikationsanlagen. ecotel hat hierfür neue innovative Produkte eingeführt, mit denen diese Investitionen vermeiden können. Hierbei handelt es sich zum einen um SIP-Anschlüsse für Geschäftskunden zur Anbindung von klassischen ISDN- (ecotel ethernetVoice Option) sowie IP-fähigen Telefonanlagen (ecotel SIP Trunk). Und zum anderen um eine neue Vertriebskooperation mit Unify und deren Vermarktungspartnern zur Vermarktung von kundeneigenen Telefonanlagen (OpenSca-pe Business) auf einem virtualisierten Server im ecotel Rechenzentrum (ecotel PBX Hosting) inkl. Anbindung des Kundenstandortes und ecotel SIP-Trunk-Lösung als »Private Cloud Lösung - Made in Germany«.

Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im Datenbereich

In 2014 stellten die Datenumsätze inkl. Hosting mit 18,6 Mio. EUR bereits mehr als 40 % der Geschäftskundenumsätze dar. Diese Quote könnte stärker wachsen, als in der momentanen Planung berücksichtigt, unter anderem durch Erweiterung der bestehenden Ethernet- und SHDSL-Produktpalette um neue Funktionalitäten durch Kombination mit neuen VoIP-Sprachprodukten (siehe oben).

Replikation des Allianz Projektauftrags zur sicheren Unternehmensvernetzung auch bei anderen Großkunden

Die erfolgreiche Umsetzung des Allianzprojektes mit der Connectivity-Lösung zur sicheren Unternehmensvernetzung verschafft ecotel beste Möglichkeiten, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen umzusetzen. Hierzu gehörten insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie Sicherheitsservices, wie z.B. Web Proxy oder Intrusion Prevention / Intrusion Detection Services.

Aufsetzen strategischer Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT

Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, das heißt die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste - beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ether-net-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing / Colocation Services im georedundanten ecotel Rechenzentrum. Hier unterhält ecotel eine strategische Kooperation mit Fujitsu, um das Thema »Cloud« näher an den Mittelstand heranzuführen.

Anders als viele multinationale Cloudanbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil.

Einmalerträge aus Klageverfahren

ecotel führt zum Abschlussstichtag eine aktive juristische Auseinandersetzung. Es wird auf die Erläuterungen im Abschnitt V. Nachtragsbericht verwiesen.

Weitere Umsatz- und Ertragssteigerung bei easybell

Die nächsten Jahre stellen für easybell eine große Chance zum weiteren Wachstum dar. Durch die Breitbandinitiative der Bundesregierung werden viele regionale Unternehmen Glasfaserinfrastruktur in bislang unterversorgten Regionen verlegen. Bei der Vermarktung fehlt diesen Unternehmen aber häufig Know-how. In diesem Sektor hat sich easybell durch die Kooperationen mit Vitroconnect und Vattenfall einen guten Ruf erarbeitet. Zudem tragen hier die Investitionen in die IT-Infrastruktur Früchte, da sich weitere Carrier einfach in die bestehenden Prozesse integrieren lassen. easybell wird so, als gewachsenes, aber weiterhin agiles Unternehmen die Telekommunikationsbranche in Deutschland mitgestalten.

Konsolidierung bei nacamar

Den Verlust eines großen Kunden für die Auslieferung von Inhalten im Web für Streaming und http-Caching hat die nacamar nicht kurzfristig kompensieren können. Durch eine strategische Neuausrichtung, interne Umstrukturierungen und durch die Gewinnung neuer Kunden hat die nacamar eine Konsolidierung erreicht.

IV. Prognosebericht

Hinweise zu Prognosen

Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der ecotel liegen.

Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der ecotel wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden.

Die ecotel kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden. Die ecotel lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Prognose 2015

Unter Berücksichtigung der in diesem Konzernlagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der gegenwärtigen und erwarteten Marktsituation sowie unter Bewertung der Risiken- und Chancensituation der ecotel Gruppe erwartet der Vorstand folgende Prognose: Für 2015 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz von 90 bis 100 Mio. EUR und ein EBITDA im Korridor von 7,5 bis 8,5 Mio. EUR.

Hierbei erwartet der Vorstand, dass sich die Umsätze im Kernsegment Geschäftskunden bei stabiler Rohertragsmarge in einem Korridor von 42 bis 45 Mio. EUR bewegen werden. Für das Segment New Business wird ein Umsatz von 17 bis 19 Mio. EUR erwartet. Für das margenschwache Segment Wiederverkäufer ist eine Umsatzplanung nur eingeschränkt möglich, da dieses Geschäft erfahrungsgemäß großen Schwankungen unterliegt. ecotel prognostiziert hier einen Umsatz von 30 bis 45 Mio. EUR.

Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken - wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhe - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. Auf die Erläuterungen zu den »Hinweisen zu Prognosen« weisen wir hin.

Mittelfristziel 2016

Das Management verfolgt die Zielsetzung, in 2016 den Umsatz nachhaltig auf über 100 Mio. EUR, bei einem EBITDA von 8 bis 10 Mio. EUR, zu steigern. Im Segment Geschäftskunden plant der Konzern, den Umsatzanstieg zu beschleunigen und den Rohertrag in diesem Segment stabil zu halten beziehungsweise abhängig vom Umsatzwachstum zu steigern.

V. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2014.

Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses hat ecotel eine aktive juristische Auseinandersetzung beenden können. Die ecotel zustehenden Einmalerträge sind in der oben dargestellten Konzernprognose bereits berücksichtigt.

VI. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6000&companyName=ecotel& language=German) dauerhaft zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 23. März 2015

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Johannes Borgmann

Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 23. März 2015

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Johannes Borgmann

Achim Theis

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

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EUR Anhang 01.01.20131) 31.12.20131) 31.12.2014
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte (1) 13.793.947,48 13.778.707,54 13.091.835,54
II. Sachanlagen (2) 5.940.228,48 9.448.499,36 9.126.589,45
III. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen (3) 1.410.000,00 889.412,00 678.119,42
IV. Sonstige Finanzanlagen (3) 3.800,00 3.800,00 0,00
V. Latente Ertragsteueransprüche (6) 0,00 0,00 80.646,01
Summe Langfristige Vermögenswerte 21.147.975,96 24.120.418,90 22.977.190,42
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (4) 145.446,68 110.438,10 108.037,04
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 11.802.900,87 13.336.258,96 13.285.480,70
III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (5) 959.561,32 1.133.828,31 555.933,27
IV. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte (5) 360.906,01 339.199,98 1.153.449,08
V. Tatsächliche Ertragsteueransprüche (6) 26.783,10 8.397,67 758.682,68
VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 7.533.432,71 6.102.618,82 4.987.505,15
Summe Kurzfristige Vermögenswerte 20.829.030,69 21.030.741,84 20.849.087,92
Summe Aktiva 41.977.006,65 45.151.160,74 43.826.278,34
Passiva
EUR Anhang 01.01.20131) 31.12.20131) 31.12.2014
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (8) 3.685.096,00 3.600.000,00 3.510.000,00
II. Kapitalrücklage (8) 1.443.254,38 1.443.254,38 1.833.254,38
III. Sonstige Rücklagen (8) 11.971.955,04 13.120.261,29 13.188.036,40
Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens 17.100.305,42 18.163.515,67 18.531.290,78
IV. Anteile anderer Gesellschafter (8) 1.733.550,34 2.006.444,80 2.119.209,82
Summe Eigenkapital 18.833.855,76 20.169.960,47 20.650.500,60
B. Langfristige Verbindlichkeiten
I. Latente Ertragsteuern (9) 466.021,00 625.810,78 851.949,84
II. Langfristige Darlehen (10) 4.831.250,00 6.488.750,00 5.383.750,00
Summe Langfristige Verbindlichkeiten 5.297.271,00 7.114.560,78 6.235.699,84
C. Kurzfristige Verbindlichkeiten
I. Tatsächliche Ertragsteuern (9) 669.730,47 566.269,92 535.287,63
II. Kurzfristige Darlehen (10) 2.488.715,17 942.500,00 1.105.000,00
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (10) 12.968.031,77 12.872.615,08 12.017.265,73
IV. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen (10) 213.230,42 34.460,90 0,00
V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (10) 1.147.831,99 1.733.764,43 1.597.214,10
VI. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten (10) 358.340,07 1.717.029,16 1.685.310,44
Summe Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.845.879,89 17.866.639,49 16.940.077,90
Summe Passiva 41.977.006,65 45.151.160,74 43.826.278,34

1) Werte angepasst, vgl. Anhang »Grundlagen der Rechnungslegung«

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2014

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EUR Anhang 1.1. - 31.12.20131) 1.1. - 31.12.2014
1. Umsatzerlöse (13) 91.230.483,83 101.498.584,67
2. Sonstige betriebliche Erträge (14) 632.824,92 2.928.925,94
3. Gesamtleistung 91.863.308,75 104.427.510,61
4. Materialaufwand Aufwendungen für bezogene Leistungen (15) -64.422.360,08 -74.887.919,38
5. Personalaufwand (16)
5.1 Löhne und Gehälter -9.182.781,99 -10.293.889,48
5.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.422.381,39 -1.597.981,90
6. Planmäßige Abschreibungen (17) -3.414.066,23 -4.023.868,11
7. Außerplanmäßige Wertminderungen (17)
7.1 von langfristigen Vermögenswerten 0,00 -243.520,29
7.2 von kurzfristigen Vermögenswerten 0,00 -4.434,26
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) -10.263.739,30 -10.395.403,02
9. Betriebliches Ergebnis (EBIT) 3.157.979,76 2.980.494,17
10. Finanzerträge 42.681,76 226.691,25
11. Finanzaufwendungen -261.477,00 -531.020,43
12. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 0,00 102.946,63
13. Finanzergebnis (19) -218.795,24 -201.382,55
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern 2.939.184,52 2.779.111,62
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) -925.391,61 -1.025.112,70
16. Überschuss (= Konzerngesamtergebnis) 2.013.792,91 1.753.998,92
17. Zurechnung des Überschusses an die
17.1 Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss) 1.434.836,34 1.151.233,90
17.2 Anteile anderer Gesellschafter (21) 578.956,57 602.765,02
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (22) 0,40 0,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie (22) 0,40 0,33

1) Werte angepasst, vgl. Anhang »Grundlagen der Rechnungslegung«

Mangels entsprechender Sachverhalte wird auf die Darstellung des »Sonstigen Ergebnisses« (»other comprehensive income«) verzichtet.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2014 (siehe Anhang Tz. 23)

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EUR 20131) 2014
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern 2.939.184,52 2.779.111,62
Zinsergebnis 219.026,16 3.883,76
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.433.330,70 4.454.605,81
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Umlaufvermögens 0,00 4.434,26
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 0,00 -102.946,63
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -110.522,93 0,00
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -1.734,42 7.613,12
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.533.726,93 -3.291,67
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -117.183,52 -184.556,94
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.219.418,30 -855.349,34
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) 1.670.660,90 5.531,78
Gezahlte (-) / Erhaltene (+) Ertragsteuern -850.676,95 -1.660.886,95
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.867.775,83 4.448.148,82
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 3.079,28 8.767,73
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -8.223.277,03 -3.615.497,35
Rückzahlung von Ausleihungen an nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen 529.412,00 695.122,79
Zinseinzahlungen 12.248,08 2.900,26
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -7.678.537,67 -2.908.706,57
Aktienrückerwerb -469.666,10 -783.458,80
Auszahlungen an andere Gesellschafter -112.831,00 -698.022,11
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 2.600.000,00 0,00
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -2.348.125,00 -942.500,00
Zinsauszahlungen -289.429,95 -230.575,01
Mittelab- / -zufluss aus Finanzierungstätigkeit -620.052,05 -2.654.555,92
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -1.430.813,89 -1.115.113,67
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.533.432,71 6.102.618,82
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.102.618,82 4.987.505,15

1) Werte angepasst, vgl. Anhang »Grundlagen der Rechnungslegung«

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Gewinnrücklagen
TEUR Anhang (8) Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Sonstige Gewinn-

rücklagen
Konzern-

ergebnis
Anteile der Eigentümer des Mutter-

unternehmens
Anteile anderer Gesellschafter Summe
--- --- --- --- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2013 vor Anpassung 3.685 1.443 15.056 -2.595 17.589 1.734 19.323
Effekt aus IAS 8 (Korrektur Umsatzabgrenzung) 0 0 0 -489 -489 0 -489
Stand am 1. Januar 2013 nach Anpassung 3.685 1.443 15.056 -3.084 17.100 1.734 18.834
Rückkauf eigene Aktien -85 0 -385 0 -470 0 -470
Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH 0 0 0 0 0 -208 -208
Ausschüttungsbedingte Veränderung indirekter Fremdanteile sparcall GmbH 0 0 99 0 99 -99 0
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 -3.084 3.084 0 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -85 0 -3.370 3.084 -371 -307 -678
Konzernergebnis 20131 0 0 0 1.435 1.435 579 2.014
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 0 0 1.435 1.435 579 2.014
Stand am 31. Dezember 2013 3.600 1.443 11.686 1.435 18.164 2.006 20.170
Stand am 1. Januar 2014 nach Anpassung 3.600 1.443 11.686 1.435 18.164 2.006 20.170
Rückkauf eigene Aktien -90 0 -694 0 -784 0 -784
Dotierung Kapitalrücklage aus Einzug eigener Aktien 0 390 -390 0 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0 0 0 -490 -490
Umbuchung Vorjahresergebnis1 0 0 1.435 -1.435 0 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -90 390 351 -1.435 -784 -490 -1.274
Konzernergebnis 2014 0 0 0 1.151 1.151 603 1.754
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 0 0 1.151 1.151 603 1.754
Stand am 31. Dezember 2014 3.510 1.833 12.037 1.151 18.531 2.119 20.650

1 Werte angepasst, vgl. Anhang »Grundlagen der Rechnungslegung«

Konzernanhang Grundlagen bei der Rechnungslegung

der ecotel communication ag

Allgemeine Angaben

Die ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Informations- und Telekommunikationsanforderungen (ITK) von Kunden spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt). ecotel berichtet über folgende Segmente:

Das Segment Geschäftskunden beinhaltet den Geschäftsbereich Geschäftskundenlösungen (B2B) der ecotel ag, das Segment Wiederverkäufer beinhaltet den Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen der ecotel ag sowie die Geschäftstätigkeiten der Minderheitsbeteiligung mvneco GmbH. Das Segment New Business fasst die Privatkundenlösungen (B2C) der easybell Gruppe und die new media solutions der nacamar GmbH zusammen.

Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen.

Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird am 24. März 2015 durch Weitergabe vom Vorstand an den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der ecotel wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §315a Abs.1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Konzern-Bilanz wurde auf Grund der Vorschriften von IAS 8 (Fehlerkorrektur) um ein Vergleichsjahr auf zwei Vorjahre erweitert. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden jeweils Vergleichszahlen für ein Vorjahr angegeben.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dabei werden Aufwendungen im Gewinn oder Verlust nach ihrer Art zusammengefasst und nicht nach ihrer Zugehörigkeit zu einzelnen Funktionsbereichen des Unternehmens umverteilt.

Da ecotel weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2014 über entsprechende Sachverhalte verfügte, wird auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses (»other comprehensive income«) im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlichen für den Konzern geltenden Ansatz-und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.

Erstmals im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 anzuwendende neue oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«). Diese Standards sind im vorliegenden Konzernabschluss erstmals anzuwenden:

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Standard / Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Überarbeitung IAS 27 »Einzelabschlüsse« 1.Januar 2013 1.Januar 2014
Überarbeitung IAS 28 »Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen« 1.Januar 2013 1.Januar 2014
Änderungen an IAS 32 »Finanzinstrumente - Darstellung«: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden 1.Januar 2014 1.Januar 2014
IAS 36 »Wertminderung von Vermögenswerten«:Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten 1.Januar 2014 1.Januar 2014
IAS 39 »Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung«: Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung 1.Januar 2014 1.Januar 2014
IFRS 10 »Konzernabschlüsse« 1.Januar 2013 1.Januar 2014
IFRS 11 »Gemeinsame Vereinbarungen« 1.Januar 2013 1.Januar 2014
IFRS 12 »Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen« 1.Januar 2013 1.Januar 2014
Änderungen an IFRS 10 »Konzernabschlüsse«, IFRS 11 »Gemeinsame Vereinbarungen« und IFRS 12 »Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen«: Übergangsbestimmungen 1. Januar 2013 1.Januar 2014
Änderungen an IFRS 10 »Konzernabschlüsse«, IFRS 12 »Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen« und IAS 27 »Einzelabschlüsse«: Kapitalanlagegesellschaften 1. Januar 2014 1.Januar 2014

Die erstmalige Anwendung dieser Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel Gruppe. Im Folgenden werden die Inhalte der Änderungen der oben genannten Standards / Interpretationen näher beschrieben.

IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der neue Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse zur Konzernrechnungslegung und die Interpretation SIC-12 Konsolidierung - Zweckgesellschaften. IFRS 10 begründet ein einheitliches Beherrschungskonzept, welches auf alle Unternehmen einschließlich der Zweckgesellschaften Anwendung findet. Im Juni 2012 wurden zudem die überarbeiteten Übergangsrichtlinien zu IFRS 10-12 veröffentlicht, die die Erstanwendung der neuen Standards erleichtern sollen. Die mit IFRS 10 eingeführten Änderungen erfordern gegenüber der bisherigen Rechtslage Ermessensausübung des Managements bei der Beurteilung der Frage, über welche Unternehmen im Konzern Beherrschung ausgeübt wird und ob diese daher im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einzubeziehen sind.

IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard ersetzt den IAS 31 »Anteile an Gemeinschaftsunternehmen« und die Interpretation SIC-13 »Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen«. Mit IFRS 11 wird u.a. das bisherige Wahlrecht zur Anwendung der Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben. Diese Unternehmen werden künftig allein at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

IFRS 12 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard regelt einheitlich die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung und konsolidiert die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt waren, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, welche sich bislang in IAS 31 bzw. IAS 28 befanden, sowie für strukturierte Unternehmen. Die weiterführenden Angaben, die dieser Standard fordert, erfolgen im Abschnitt »Konsolidierungskreis« sowie in den Angaben 3 und 8.

Der überarbeitete Standard IAS 28 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde der Regelungsbereich von IAS 28 - neben den assoziierten Unternehmen - auch auf die Anwendung der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet.

Die Änderung von IAS 32 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht. Mit der Änderung sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert.

Die Änderung von IAS 36 wurde im Mai 2013 veröffentlicht. Mit IFRS 13 war als Folgeänderung in IAS 36 die Pflicht eingeführt worden, den erzielbaren Betrag jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anzugeben, der ein wesentlicher Geschäfts- oder Firmenwert oder wesentliche immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer zugeordnet sind. Damit war die neue Anforderung jedoch weiter gefasst worden, als vom IASB beabsichtigt. Mit dem im Mai veröffentlichten Änderungsstandard wird die Angabepflicht nun entsprechend der ursprünglichen Intention des IASB auf Fälle beschränkt, in denen in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung oder eine Wertaufholung erfasst wurde. Darüber hinaus werden Angabepflichten für den Fall normiert, dass hinsichtlich eines einzelnen Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit eine Wertminderung oder eine Wertaufholung erfasst und der erzielbare Betrag auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wurde.

Im Juni 2013 wurden vom IASB Änderungen an IAS 39 veröffentlicht. Durch die Änderungen wird erreicht, dass ein Wechsel der Vertragspartei eines Sicherungsinstruments zu einer zentralen Gegenpartei infolge von rechtlichen oder regulatorischen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen keine Beendigung einer Sicherungsbeziehung auslöst.

Noch nicht im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 anzuwendende neue oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 wurden die folgenden neuen Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«). Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet:

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Standard/Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Änderungen an IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer«: Arbeitnehmerbeiträge 1. Juli 2014 1. Februar 2015
Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2010-2012 1. Juli 2014 1. Februar 2015
Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2011-2013 1. Juli 2014 1.Januar 2015
IFRIC 21 »Abgaben« 1.Januar 2014 17. Juni 2014

Im November 2013 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer« veröffentlicht. Durch die Änderungen wird klargestellt, wie Arbeitnehmerbeiträge oder Beiträge Dritter zu leistungsorientierten Plänen zu bilanzieren sind. Dabei ist die Bilanzierung davon abhängig, ob die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre abhängen oder nicht. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn die Höhe der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Die Interpretation ist in der EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Mangels entsprechender leistungsorientierter Versorgungspläne erwartet der Konzern durch die Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Bei den jährlichen Verbesserungen zu IFRS 2010-2012 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im Dezember 2013 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat. Im Einzelnen handelt es sich hier um folgende Änderungen:

IFRS 2: Präzisierung der Definition von Ausübungsbedingungen;

IFRS 3 und Folgeänderung IFRS 9: Klarstellung, dass ein Unternehmen IAS 32 anzuwenden hat, wenn es bedingte Gegenleistungen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als finanzielle Verbindlichkeit oder Eigenkapital klassifiziert. IFRS 9 soll entsprechend geändert werden, um sicherzustellen, dass bedingte Gegenleistungen nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden können;

IFRS 8: Erweiterung der Angabepflichten um eine Beschreibung der zusammengefassten Geschäftssegmente und der dabei analysierten wirtschaftlichen Indikatoren und Klarstellung, dass eine Überleitung des Gesamtbetrags der Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente zu den Vermögenswerten des Unternehmens nur dann im Abschluss darzustellen ist, wenn der Hauptentscheidungsträger regelmäßig über die Bewertung der Vermögenswerte der Segmente informiert wird;

IFRS 13: Klarstellung der Möglichkeit zur Bewertung kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten ohne Abzinsung trotz Folgeänderungen an IFRS 9 und IAS 39;

IAS 16 / IAS 38: Berechnung (bzw. Abstimmung) der kumulierten Abschreibungen bei Anwendung der Neubewertungsmethode;

IAS 24: Behandlung der Fälle, in denen die Aufgaben des Managements in Schlüsselpositionen durch juristische Personen ausgeführt werden.

Dieser Sammelstandard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine Auswirkungen aus der Anwendung dieses Sammelstandards ergeben werden.

Bei den jährlichen Verbesserungen zu IFRS 2011-2013 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im Dezember 2013 veröffentlicht wurde und Änderungen in verschiedenen IFRS zum Gegenstand hat. Im Einzelnen handelt es sich hier um folgende Änderungen:

IFRS 1 »Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards«: Klarstellung, dass ein Unternehmen wahlweise in seinem ersten IFRS-Abschluss einen neuen, noch nicht verbindlichen IFRS anwenden kann, sofern seine frühere Anwendung zulässig ist;

IFRS 3: Klarstellung, dass alle Typen von gemeinschaftlichen Vereinbarungen i. S. v. IFRS 11 »Gemeinschaftliche Vereinbarungen« vom Anwendungsbereich des IFRS 3 ausgeschlossen sind;

IFRS 13 »Bewertung zum beizulegenden Zeitwert«: Klarstellung, dass die Portfolioausnahme des Paragraphen 52 des IFRS 13 auf alle Verträge im Anwendungsbereich des IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung« oder IFRS 9: »Finanzinstrumente« anzuwenden ist, unabhängig davon, ob diese Verträge die Definitionen von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten nach IAS 32 »Finanzinstrumente: Darstellung« erfüllen oder nicht;

IAS 40 »Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien«: Klarstellung, dass IAS 40 und IFRS 3 sich nicht gegenseitig ausschließen. Die Beurteilung, ob der Erwerb einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie den Erwerb eines Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten oder einen Unternehmenszusammenschluss nach IFRS 3 »Unternehmenszusammenschlüsse« darstellt, hat auf Grundlage der Regelungen des IFRS 3 zu erfolgen.

Dieser Sammelstandard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine Auswirkungen aus der Anwendung dieses Sammelstandards ergeben werden.

Im Mai 2013 hat der IASB mit IFRIC 21 - »Abgaben« eine Interpretation zu IAS 37 - »Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen« veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern nach IAS 12 darstellen, und klärt insbesondere, wann eine Verpflichtung zur Zahlung derartiger Abgaben als Verbindlichkeit zu bilanzieren ist. Die Interpretation ist in der EU auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Interpretation keinen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen wurden (»endorsed«). Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss ebenfalls nicht vorzeitig angewendet:

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Standard / Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Änderungen an IAS 16 »Sachanlagen« und IAS 38 »Immaterielle Vermögenswerte«: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1. Januar 2016 Noch unbekannt
Änderungen an IAS 16 »Sachanlagen« und IAS 41 »Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen« 1. Januar 2016 Noch unbekannt
Änderungen an IAS 27 »Einzelabschlüsse«: Equity-Methode im Einzelabschluss 1. Januar 2016 Noch unbekannt
Änderungen an IAS 28 »Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen« und IFRS 10 »Konzernabschlüsse«: Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 1. Januar 2016 Noch unbekannt
IFRS 9 »Finanzinstrumente« 1. Januar 2018 Noch unbekannt
Änderungen an IFRS 11 »Gemeinsame Vereinbarungen«: Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinsamen Tätigkeiten 1. Januar 2016 Noch unbekannt
IFRS 14 »Regulatorische Abgrenzungsposten« 1. Januar 2016 Noch unbekannt
IFRS 15 »Erlöse aus Verträgen mit Kunden« 1. Januar 2017 Noch unbekannt
Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2012-2014 1. Januar 2016 Noch unbekannt
IAS 1 »Presentation of Financial Statements« 1. Januar 2016 Noch unbekannt
IFRS 10 »Consolidated Financial Statements«, IFRS 12 »Disclosure of Interests in Other Entities« und IAS 28 »Investment in Associates and Joint Ventures« 1. Januar 2016 Noch unbekannt

Im Mai 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 »Sachanlagen« und IAS 38 »Immaterielle Vermögenswerte« veröffentlicht. Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Demnach sind umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen sachgerecht. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Da der Konzern keine umsatzbasierten Abschreibungsmethoden anwendet, geht er davon aus, dass sich keine Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards ergeben werden.

Im Juni 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 16 »Sachanlagen« und IAS 41 »Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen« veröffentlicht. Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen zu bilanzieren sind. Um fruchttragende Pflanzen aus dem Anwendungsbereich auszunehmen und in den Anwendungsbereich von IAS 16 zu bringen und somit Unternehmen zu ermöglichen, sie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder nach dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren, wird die Definition einer »fruchttragenden Pflanze« in beide Standards aufgenommen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Da das Geschäftsmodell des Konzerns nicht auf fruchttragende Pflanzen aufsetzt, sind durch die Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten.

Im August 2014 hat das IASB Änderungen zu IAS 27 »Einzelabschlüsse« veröffentlicht. Mit den Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Einzelabschluss eines Investors wieder zugelassen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Für den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine Auswirkungen, da sich die Bilanzierungsoption auf Einzelabschlüsse bezieht.

Im September 2014 hat das IASB Änderungen an IFRS 10 »Konzernabschlüsse« und IAS 28 »Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen« veröffentlicht. Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den beiden Standards bei der Bilanzierung der Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen. Sofern die Transaktion einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 betrifft, hat eine vollständige Erlöserfassung beim Investor zu erfolgen, Betrifft die Transaktion nur die Veräußerung von Vermögenswerten, welche keinen Geschäftsbetrieb darstellen, so ist eine Teilerfolgserfassung vorzunehmen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung der Standardänderungen haben werden, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden.

IFRS 9 »Finanzinstrumente« enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bilanzierung und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Das IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung« vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instrumentes als auch dem Geschäftmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.
Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zur erfassen.
IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monate-Verlust zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwertes (Buchwert ab züglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 »Finanzinstrumente: Anhangangaben« ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der finale IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns beeinflussen könnte. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

Im Mai 2014 hat das IASB Ergänzungen zu IFRS 11 »Gemeinsame Vereinbarungen« veröffentlicht. Hierdurch wird klargestellt, dass sowohl der erstmalige Erwerb als auch der Hinzuerwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren ist, es sei denn, diese stehen im Widerspruch zu Regelungen des IFRS 11. Zudem sind auch die Angabepflichten des IFRS 3 zu erfüllen. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards ergeben werden.

Im Januar 2014 wurde vom IASB der Standard IFRS 14 »(Regulatorische Abgrenzungsposten)« veröffentlicht. Zielsetzung dieses Standards ist es, Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, zu gestatten, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Mangels IFRS-Erstanwenderstatus hat dieser Standard keine Bedeutung für den Konzern.

Im Mai 2014 hat das IASB den neuen Standard IFRS 15 »Umsatzerlöse aus Kundenaufträgen« veröffentlicht. Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Gleichzeitig werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Die Fragen, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, sind mit Hilfe des 5-Stufen-Modells zu beantworten. Daneben enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangangaben. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern prüft derzeit noch die möglichen Auswirkungen der Erstanwendung des Standards.

Bei den jährlichen Verbesserungen zu IFRS 2012-2014 handelt es sich um einen Sammelstandard, der im September 2014 veröffentlicht wurde. Es erfolgen Änderungen an vier Standards:

IFRS 5 »Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche«: Aufnahme gesonderter Leitlinien für Fälle, in denen ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie »Zur Veräußerung gehalten« in die Kategorie »Zu Ausschüttungszwecken gehalten« umklassifiziert oder anders herum; Aufnahme gesonderter Leitlinien für Fälle, in denen die Bilanzierung als »Zu Ausschüttungszwecken« beendet wird.

IFRS 7 »Finanzinstrumente: Angaben«:

Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungsvertrag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögenswert darstellt. Klarstellung der Anwendbarkeit der Änderungen an IFRS 7 in Bezug auf Angaben zur Saldierung auf zusammengefasste Zwischenberichte.

IAS 19 »Leistungen an Arbeitnehmer«:

Klarstellung, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen, sodass die Markttiefe für hochwertige Unternehmensanleihen auf Währungsebene beurteilt werden soll.

IAS 34 »Zwischenberichterstattung«:

Klarstellung der Bedeutung von »an anderer Stelle« im Zwischenbericht und Aufnahme einer Vorschrift, einen Verweis auf diese andere Stelle aufzunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Berichts liegt.

Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen in Abhängigkeit von der jeweiligen Änderung prospektiv oder retrospektiv; eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine Auswirkungen aus der Anwendung dieses Sammelstandards ergeben werden.

Im Dezember 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IAS 1 »Presentation of Financial Statements« mit dem Titel »Disclosure Initiative« veröffentlicht. Die Änderungen sollen Unternehmen ermutigen, Ermessen bei der Darstellung relevanter Informationen im Abschluss auszuüben. So wird beispielsweise klargestellt, dass Wesentlichkeitserwägungen auf alle Bestandteile des Abschlusses anzuwenden sind und dass die Einbeziehung von unwesentlichen Informationen den Nutzen von Angaben beeinträchtigen kann. Die Änderungen sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wurden noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Konzern prüft derzeit noch die möglichen Auswirkungen der Erstanwendung des Standards.

Im Dezember 2014 hat das IASB eng begrenzte Änderungen zu IFRS 10 »Consolidated Financial Statements«, IFRS 12 »Disclosure of Interests in Other Entities« und IAS 28 »Investments in Associates and Joint Ventures« mit dem Titel »Investment Entities: Applying the Consolidation Exception« veröffentlicht. Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investment-Gesellschaften ergeben haben, und sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen, welche noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden, haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns.

Fehlerkorrektur im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine fehlerhafte Bilanzierung der bisherigen periodischen, leistungsabhängigen Umsatzerfassung aus Kundenverträgen im Segment Geschäftskunden festgestellt. In der bislang genutzten automatisierten Ermittlung der periodengerechten Umsatzerfassung wurde im Rahmen interner Reviews ein Fehler festgestellt. Hierdurch wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu hoch ausgewiesen, sowie zu hohe Umsatzerlöse dargestellt. Dieser Fehler wurde beseitigt. Gemäß IAS 8.42 korrigiert der Konzern daher die bisherige Bilanzierung rückwirkend und hat die Korrektur entsprechend kenntlich gemacht. Diese hatte folgende Auswirkungen:

Retrospektive Darstellung der Konzernbilanz zum 1. Januar 2013

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1.Januar 2013 Stand zum 1. Januar 2013 vor Anpassungen Korrekturen gem. IAS 8 Stand zum 1. Januar 2013 nach Anpassungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.513.716,87 -710.816,00 11.802.900,87
Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten 687.973,30 -221.952,30 466.021,00
Sonstige Rücklagen 12.460.818,74 -488.863,70 11.971.955,04

Retrospektive Darstellung der Konzernbilanz zum 1. Januar 2014

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1.Januar 2014 Stand zum 1. Januar 2014 vor Anpassungen Korrekturen gem. IAS 8 Stand zum 1. Januar 2014 nach Anpassungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.181.967,96 -845.709,00 13.336.258,96
Latente Ertragsteuerverbindlichkeiten 889.883,42 -264.072,64 625.810,78
Sonstige Rücklagen 13.701.897,65 -581.636,36 13.120.261,29

Retrospektive Darstellung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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2013 2013 vor Anpassungen Korrekturen gem. IAS 8 2013 nach Anpassungen
Umsatzerlöse 91.365.376,83 -134.893,00 91.230.483,83
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern 3.074.077,52 -134.893,00 2.939.184,52
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -967.511,95 42.120,34 -925.391,61
Konzernergebnis (=Konzerngesamtergebnis) 2.106.565,57 -92.772,66 2.013.792,91

Durch obige Anpassungen vermindern sich das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2013 gleichermaßen um 0,03 EUR auf 0,40 EUR.

Konsolidierungsgrundsätze

Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Eine Beherrschung setzt voraus, dass der Konzern die Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen besitzt, in dem der Konzern über substantielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und - insofern zutreffend - in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: alle) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte und über substanztielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung. Im Berichts- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:

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Vorjahreszahlen in Klammern Anteil am Kapital

in %2
Eigenkapital

in TEUR2
Ergebnis

in TEUR2
Umsatz

in TEUR2
Mitarbeiter1) (Durchschnitt)2
easybell GmbH Berlin 50,98 1.792 2.414 8.444 19
(50,98) (377) (8) (5.750) (10)
carrier-services.de GmbH3 100,0 995 372 3.369 4
Berlin (100) (623) (145) (2.957) (5)
sparcall GmbH3 100,0 1.449 449 2.075 0
Bad Belzig (100,0) (3.000) (566) (2.482) (0)
init.voice GmbH3 100,0 144 -6 215 1
Berlin (100,0) (149) (38) (286) (1)
nacamar GmbH 100,0 1.666 -281 2.514 19
Düsseldorf (100,0) (1.947) (-260) (3.257) (18)
mvneco GmbH 48,65 -239 818 3.833 22
Düsseldorf (48,65) (-1.057) (567) (3.679) (20)
synergyPlus GmbH 49,9 298 738 68 2
Berlin (-49,9) (-440) (-57) (278) (6)

1 Ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende

2 Vorjahreszahlen in Klammern

3 Indirekte Beteiligung über die easybell GmbH

Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist. Die ecotel private AG, Düsseldorf wurde mit Wirkung 01.01.2014 auf die ecotel communication ag verschmolzen. Die Mediagate Participations S.a.r.l. wurde am 29. August 2014 liquidiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten An-schaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu setzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Anderenfalls werden Fremdkapitalkosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen, wie im Vorjahr, in der ecotel Gruppe nicht vor.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

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Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte Entwicklungskosten Software Kundenstamm
3 - 5 Jahre 5 Jahre 3 Jahre 6 - 18 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist, die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, vorhanden ist.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich, einem Wertminderungstest auf der betreffenden Cash Generating Unit unterzogen. Nach IAS 36 ist der Buchwert dem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag definiert sich dabei als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen (Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird regelmäßig über 3 - 7 Jahre abgeschrieben.

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs-oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden auf Basis marktgerechter Zinssätze abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird bei Vorliegen einzelfallbezogener Hinweise durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten bei finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Ausländische Konzerngesellschaften bestehen derzeit nicht.

Derivative Finanzinstrumente bestehen zum 31. Dezember 2014 nicht. In der Vergangenheit wurden in der ecotel Gruppe derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus der Fremdfinanzierung der Geschäftstätigkeit sowie zur Absicherung von Währungskursrisiken aus erwarteten Fremdwährungstransaktionen eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre bilanzielle Erfassung erfolgt erstmals am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt.

Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel Gruppe betreffen die Kategorie »Kredite und Forderungen«. Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet.

Umsatzerlöse aus dem Daten- und Internet-Geschäft werden mit Bereitstellung der Leistung erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags (und), bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Eventuell im Voraus berechnete Anteile (z.B. im Voraus berechnete monatliche Grundgebühren), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst.

Im Mobilfunk-Geschäft werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten und einmalige Bereitstellungsentgelte generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die den Kunden der ecotel in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert, abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen.

Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen, nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts, am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspflege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Die Ermessensentscheidungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten und von Vermögenswerten zugrunde liegenden Parameter.

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen und die entsprechenden Buchwerte sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.129, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

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TEUR Geschäfts-oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungs-

kosten
Kundenstamm Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs-und Herstellungskosten Stand 1.1.2014 14.427 8.260 4.123 9.424 0 36.234
Zugänge 0 282 287 345 0 914
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 17 0 0 0 17
Stand 31.12.2014 14.427 8.525 4.410 9.769 0 37.131
Abschreibungen Stand 1.1.2014 5.553 6.585 2.867 7.450 0 22.455
Zugänge planmäßig 0 777 343 479 0 1.599
Zugänge außerplanmäßig 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 15 0 0 0 15
Stand 31.12.2014 5.553 7.347 3.210 7.929 0 24.039
Buchwerte Stand 31.12.2013 8.874 1.675 1.256 1.974 0 13.779
Buchwerte Stand 31.12.2014 8.874 1.178 1.200 1.840 0 13.092

Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt:

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TEUR Geschäfts-oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungs-

kosten
Kundenstamm Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs-und Herstellungskosten Stand 1.1.2013 14.427 7.048 2.973 9.424 1.016 34.888
Zugänge 0 258 1.088 0 0 1.346
Umbuchungen 0 954 62 0 -1.016 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2013 14.427 8.260 4.123 9.424 0 36.234
Abschreibungen Stand 1.1.2013 5.553 5.999 2.618 6.924 0 21.094
Zugänge planmäßig 0 586 249 526 0 1.361
Zugänge außerplanmäßig 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2013 5.553 6.585 2.867 7.450 0 22.455
Buchwerte Stand 31.12.2012 8.874 1.049 355 2.500 1.016 13.794
Buchwerte Stand 31.12.2013 8.874 1.675 1.256 1.974 0 13.779

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Wettbewerbsverbot von der synergyPlus in Höhe von TEUR 345 erworben. Die Aktivierung erfolgte nur insoweit, wie gegenüber einem fremden Dritten ein Erwerb stattgefunden hat (At-equity-Beteiligung) und wird linear bis zum Ende der vertraglichen Laufzeit am 30. Juni 2016 abgeschrieben.

In Höhe von TEUR 1.581 (Vorjahr: TEUR 1.791) ist ein Kundenstamm aus dem in 2007 erfolgten nacamar-Erwerb enthalten. Dieser Kundenstamm »nacamar« wird dem Segment Geschäftskunden zugerechnet und wird abhängig vom Kundensegment über eine Nutzungsdauer zwischen 10 und 18 Jahren planmäßig abgeschrieben.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen:

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Cash-Generating Unit (CGU) Buchwert 31.12.2013

TEUR
Buchwert 31.12.2014

TEUR
Geschäftskunden 8.732 8.732
nacamar 0 0
easybell 124 124
carrier-services 17 17
Init-voice 1 1
8.874 8.874

Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted-Cashflow-Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre) und der Nutzungswert ermittelt. Im Geschäftsjahr 2014 ergab sich ebenso wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf.

Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden zugrunde gelegt:

Kapitalisierungszinssatz (WACC) nach Steuern: 5,9 % (Vorjahr: 6,1 %), vor Steuern: 8,3 % (Vorjahr: 8,2 %)
Wachstumsrate (ewige Rente): 0,5 % (Vorjahr 0 %)

(2) Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

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TEUR Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts-

ausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs-und Herstellungskosten Stand 1.1.2014 6.411 95 14.036 1.067 21.609
Zugänge 110 24 1.865 358 2.357
Umbuchungen 4 0 690 -694 0
Abgänge 6 0 36 0 42
Stand 31.12.2014 6.519 119 16.557 731 23.926
Abschreibungen Stand 1.1.2014 3.352 46 8.763 0 12.161
Zugänge planmäßig 655 31 1.738 0 2.424
Zugänge außerplanmäßig 0 0 243 0 243
Abgänge 4 0 25 0 29
Stand 31.12.2014 4.003 77 10.719 0 14.799
Buchwerte Stand 31.12.2013 3.059 49 5.273 1.067 9.448
Buchwerte Stand 31.12.2014 2.516 42 5.838 731 9.127

Im Geschäftsjahr 2013 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:

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TEUR Grundstücke, grundstücks-

gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäfts-

ausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs-und Herstellungskosten Stand 1.1.2013 4.928 95 10.003 1.139 16.165
Zugänge 823 0 3.683 1.057 5.563
Umbuchungen 660 0 360 -1.020 0
Abgänge 0 0 10 109 119
Stand 31.12.2013 6.411 95 14.036 1.067 21.609
Abschreibungen Stand 1.1.2013 2.729 17 7.371 108 10.225
Zugänge planmäßig 623 29 1.402 0 2.054
Zugänge außerplanmäßig 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 10 108 118
Stand 31.12.2013 3.352 46 8.763 0 12.161
Buchwerte Stand 31.12.2012 2.199 78 2.632 1.031 5.940
Buchwerte Stand 31.12.2013 3.059 49 5.273 1.067 9.448

Zur außerplanmäßigen Abschreibung im Geschäftsjahr 2014 verweisen wir auf die Ausführungen in Tz. 17.

Leasingzahlungen in Folgejahren

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen:

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TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt 31.12.2014
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 244 489 0 733
Übrige Mietverträge 930 2.213 0 3.143
1.174 2.702 0 3.876

Die Leasingverpflichtungen aus Betriebs- und Geschäftsausstattung resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von Firmenfahrzeugen. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums.

Zum 31. Dezember 2013 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen:

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TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt 31.12.2013
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 178 124 0 302
Übrige Mietverträge 881 2.064 231 3.176
1.059 2.188 231 3.478

Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Zahlungen aus Leasingverhältnissen sind in Textziffer 18 angegeben.

(3) Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen / Sonstige Finanzanlagen

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen handelt es sich zum einen um die at-equity bewerteten Anteile an der mvneco GmbH und zum anderen um die at-equity bewerteten Anteile an der synergyPlus GmbH.

Der At-equity-Ansatz der mvneco GmbH setzt sich aus einem Buchwert der Beteiligung von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) sowie einem Darlehen in Höhe von TEUR 529 (Vorjahr: TEUR 529) zusammen. Das Darlehen wird mit 3 % p.a. verzinst (Vorjahr: 5 % p.a.) und ist mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen. Die ausstehende Forderung inkl. Zinsen beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 1.245. Unter Berücksichtigung der in den Vorjahren notwendig gewordenen Wertminderungen in Höhe von TEUR 714 und teilweiser Verzichtserklärungen ergibt sich ein Buchwert zum Abschlussstichtag von TEUR 529. Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services für den Konzern.

Die mvneco GmbH weist zum Stichtag ein Vermögen in Höhe von TEUR 2.690 (Vorjahr: TEUR 2.551), Schulden in Höhe von TEUR 2.929 (Vorjahr: TEUR 3.608), Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.833 (Vorjahr: TEUR 3.679) und einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 818 (Vorjahr: TEUR 567) aus. Somit ist der Equity-Wert wie auch in den Vorjahren weiterhin negativ und wird daher mit TEUR 0 angesetzt.

Der At-equity-Ansatz der synergyPlus GmbH hat sich wie folgt verändert:

Das im Vorjahr bewertete Darlehen an das at equity bewertete Unternehmen synergyPlus GmbH in Höhe von TEUR 360 wurde im Geschäftsjahr zurückgezahlt. Der negative Equity-Wert des Vorjahres betrug TEUR 220 und ist aufgrund des positiven Ergebnisses der Gesellschaft nun entfallen. Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten synergyPlus GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 0); die Zuschreibung resultiert aus der anteiligen Zurechnung des positiven Ergebnisses der Gesellschaft. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 357), Schulden in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr TEUR 797), Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 278) und ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 738 (Vorjahr: TEUR -57) aus. Die synergyPlus GmbH fungiert als Vertriebspartner für den Konzern.

Die in den Vorjahren unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung an der Mediagate Participations S.à.r.l besteht infolge der im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Liquidation nicht mehr.

(4) Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand betrifft im Wesentlichen Router. Diese werden den Kunden bei Abschluss eines Dienstleistungsvertrags über dessen Dauer befristet zur Verfügung gestellt und bei Nutzungsbeginn dem planmäßig abzuschreibenden Sachanlagevermögen zugeordnet. Eine Wertminderung der sich noch nicht im Einsatz befindlichen Endgeräte auf den Nettoveräußerungswert hat sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte

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TEUR Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2013 Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte1 0 13.282 0 13.286
gegen assoziierte Unternehmen 0 54 0 0
0 13.336 0 13.286
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0 1.134 0 556
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0 339 0 1.153
0 1.473 0 1.709

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »>Grundlagen der Rechnungslegung«

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 1. Januar 2013 hatten ebenfalls eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der sehr kurzfristigen Zahlungsziele den beizulegenden Zeitwerten.

(6) Tatsächliche und latente Ertragsteueransprüche

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TEUR 31.12.2013 31.12.2014
Latente Ertragsteueransprüche 0 81
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 8 759
8 840

Die tatsächlichen Ertragsteueransprüche betreffen wie im Vorjahr ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer.

(7) Finanzmittel

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TEUR 31.12.2013 31.12.2014
Guthaben bei Kreditinstituten 6.095 4.985
Kassenbestand und Schecks 8 3
6.103 4.988

(8) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Die Anzahl der zum 31. Dezember 2014 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.510.000 (Vorjahr: 3.600.000) Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben. Durch den Rückkauf von Aktien im Geschäftsjahr reduzierte sich das Grundkapital in 2014 um TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 85). Die im Geschäftsjahr zurückerworbenen Aktien wurden mit den schon bisher selbst gehaltenen Aktien eingezogen. Es gelten die Bestimmungen des § 71b AktG.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die direkten Minderheitenanteile am Eigenkapital der easybell GmbH (TEUR 878, Vorjahr: TEUR 185) sowie die indirekten Minderheitenanteile am Eigenkapital der sparcall GmbH (TEUR 698, Vorjahr: TEUR 1.458), der carrier-services.de GmbH (TEUR 484, Vorjahr: TEUR 302) und der init. voice GmbH (TEUR 59, Vorjahr TEUR 62).

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 963 aus der easybell GmbH an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die easybell GmbH und die Tochtergesellschaften der easybell GmbH tragen nach Konsolidierung insgesamt mit TEUR 13.893 (Vorjahr: TEUR 11.169) zum Konzernumsatz, mit TEUR 7.845 (Vorjahr: TEUR 6.826) zum Vermögen - davon TEUR 3.885 (Vorjahr: TEUR 3.861) Finanzmittel - sowie mit TEUR 3.159 (Vorjahr: 2.676) zu den Schulden des Konzerns bei.

Aktienbesitz

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel communication ag Ende 2014 mehr als 3 % beträgt.

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%
Peter Zils 28,5 %
Intellect Investment & Management Ltd. 25,1 %
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 10,1 %
PVM Private Values Media AG 9,30 %
Zwischensumme: 73,0 %
Streubesitz 27,0 %

Berücksichtigt wurden die Meldungen, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben. Die zugrunde liegenden Meldungen sind im Jahresabschluss der ecotel ag im Einzelnen aufgeführt.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand der ecotel ag ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 1.950 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen.

Kapitalmanagement

Der ecotel Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das gesamte bilanzielle Eigen-als auch das Fremdkapital. Zusammenfassende quantitative Angaben zum gemanagten Kapital sind der Bilanz sowie den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese Financial Covenants bestehen aus der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA und dem Verhältnis EBITDA zu Umsatzerlösen. Im Rahmen der unterjährigen Reportings werden die Financial Covenants überprüft. Dabei werden auch künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Bei allen derzeitigen Covenants lag die ecotel im Geschäftsjahr 2014 und zum Bilanzstichtag deutlich unterhalb der vorgegebenen Grenzwerte.

(9) Verbindlichkeiten aus Tatsächlichen und Latenten Ertragsteuern

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TEUR Anfangsbestand 1.1.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung Endbestand 31.12.2014
Tatsächliche Ertragsteuern 566 329 16 314 535
Latente Ertragsteuern1 626 37 0 263 852
1.192 366 16 577 1.387
Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 566 535

1) Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

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TEUR Anfangsbestand 1.1.2014 Verbrauch Auflösung Zuführung Endbestand 31.12.2014
Tatsächliche Ertragsteuern 670 353 0 249 566
Latente Ertragsteuern1 466 42 0 202 626
1.136 395 0 451 1.192
Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 670 566

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

(10) Sonstige Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

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TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt 31.12.2013 Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt 31.12.2014
Darlehen 943 7.432 1.105 6.489
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.873 12.873 12.017 12.017
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 34 34 0 0
Sonstige Steuern 759 759 344 344
Soziale Sicherheit 11 11 16 16
auszuzahlende Löhne und Gehälter 164 164 462 462
Sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten 130 130 295 295
Abschlussprüfung/Aufsichtsrat 163 163 188 188
Übrige 507 507 292 292
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.734 1.734 1.597 1.597
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 1.717 1.717 1.685 1.685

Zum 31. Dezember 2014 bestanden wie schon im Vorjahr keine derivativen Finanzschulden.

Die Kreditverbindlichkeiten betreffen langfristige Darlehen mit festen Verzinsungen und vertraglich vereinbarten Tilgungsleistungen. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich um die in 2015 fällige Tilgung der Darlehen.

(11) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Bonitätsänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Fremdwährungsrisiko:

Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Da das Währungsrisiko nach Auslaufen der kontrahierten Sicherungsgeschäfte im Vorjahr gering war, wurden im Vorjahr und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine weiteren derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.

Zinsrisiko:

Im ecotel Konzern können Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden des Konzerns bestehen. Gegen bedeutsame Risiken aus negativen Wertveränderungen, die aus unerwarteten Zinsbewegungen resultieren können, erfolgen grundsätzlich Absicherungen durch derivative Finanzgeschäfte. Aufgrund der festen Verzinsung der ausgewiesenen Darlehen bestehen zum Stichtag (insoweit) keine Zinsänderungsrisiken, sodass auch keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden.

Kreditrisiko:

Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen oder nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:

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Wertberichtigungen für Forderungen 2014 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Gesamt 31.12.2014
(TEUR)
--- --- --- ---
Stand 1.1.2014 164 0 164
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 0 0 0
Abgänge 69 0 69
95 0 95

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Wertberichtigungen für Forderungen 2013 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Gesamt 31.12.2013
(TEUR)
--- --- --- ---
Stand 1.1.2013 202 0 202
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 0 0 0
Abgänge 38 0 38
164 0 164

Die Wertberichtigungen betreffen vollständig die Bewertungskategorie »Kredite und Forderungen«.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen (TEUR) Bruttowert 31.12.2014 Wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
bis 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.380 95 980 231 36 24
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 556 0 0 0 0 0
13.936 95 980 231 36 24

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen (TEUR) Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
über 120 Tage
--- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 203
Sonstige finanzielle 0
203

Einzelwertberichtigungen werden bei Vorliegen von Wertminderungshinweisen auf überfällige ausfallbedrohte finanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt. Bei den nicht fälligen, nicht wertberichtigten Forderungen wird die Einbringlichkeit in vollem Umfang erwartet.

Die dargestellten, nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 120) betreffen Forderungen, deren Einbringung noch erwartet wird. Hiervon betreffen TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 27) das Barter-Geschäft der nacamar GmbH, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen passiviert sind.

Zum 31. Dezember 2013 ergab sich folgende Situation:

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen (TEUR) Bruttowert 31.12.2013 Wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
bis 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage über 120 Tage
--- --- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1) 14.346 164 672 230 61 136 120
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.134 0 0 0 0 0 0
15.480 164 672 230 61 136 120

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Die notwendige Fehlerkorrektur hatte keine Auswirkung auf die oben dargestellten Zeitbänder.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:

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Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

ecotel verfügt in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 ausschließlich über Finanzinstrumente der Stufen 1 und 2. Während des Geschäftsjahres 2014 wurden keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 vorgenommen. Alle in der folgenden Darstellung zum 31. Dezember 2014 aufgeführten, zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind der Stufe 1 zugeordnet. Die Bewertung, der Stufe 2 zuzuordnenden Finanzinstrumente basiert auf Barwertkalkülen, denen die erwarteten künftigen Zahlungsmittel- und -abflüsse, die sich aus Zins- bzw. Währungskursänderungen ergeben können, sowie ein laufzeitäquivalenter Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt wurden. Die erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse wurden aus Marktdaten, wie der Zinsstrukturkurve am Stichtag bzw. Währungstermingeschäften abgeleitet. Zum 31. Dezember 2014 und 2013 weist der Konzern keine zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzstrumente aus.

Die in den nachfolgenden Tabellen ausgewiesenen Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, stellen vorwiegend aufgrund ihres kurzfristigen Charakters eine gute Näherung für ihren beizulegenden Zeitwert dar. Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in

Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

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Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2014 (TEUR) Fair Value Buchwerte
Zahlungs-

mittel und Äquivalente
Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanz-

instrumente
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Buchwerte
--- --- --- --- --- --- ---
Flüssige Mittel 4.988 4.988 0 0 0 4.988
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.285 0 13.285 0 0 13.285
Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.709 0 1.709 0 0 1.709
19.982 4.988 14.994 0 0 19.982

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Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2014 (TEUR) Fair Value Buchwerte
Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente Buchwerte
--- --- --- --- ---
Kurzfristige Darlehen 1.105 1.105 0 1.105
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.017 12.017 0 12.017
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 1.597 1.597 0 1.597
Langfristige Darlehen 5.384 5.384 0 5.384
20.103 20.103 0 20.103

Zum 31. Dezember 2013 ergab sich folgende Aufteilung:

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Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2013 (TEUR) Fair Value Buchwerte
Zahlungs-

mittel und Äquivalente
Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanz-

instrumente
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Buchwerte
--- --- --- --- --- --- ---
Flüssige Mittel 6.103 6.103 0 0 0 6.103
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1) 13.336 0 13.336 0 0 13.336
Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.473 0 1.473 0 0 1.473
Finanzanlagen 4 0 0 0 4 4
20.916 6.103 14.809 0 4 20.916

1) Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leitstungen zum 1. Januar 2013 entsprach auch dem Fair Value.

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Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2013 (TEUR) Fair Value Buchwerte
Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente Buchwerte
--- --- --- --- ---
Kurzfristige Finanz schulden 943 943 0 943
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.873 12.873 0 12.873
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 34 34 0 34
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 1.734 1.734 0 1.734
Langfristige Darlehen 6.489 6.489 0 6.489
22.073 22.073 0 22.073

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wurden in 2014 Erträge in der Gesamtergebnisrechnung von TEUR 0 (Vorjahr: Gewinn TEUR 110 aus der Auflösung der Devisentermingeschäfte) erfasst.

Liquiditätsrisiko:

Die Refinanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2015 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von Mio. EUR 1,1 fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von Mio. EUR 5,0 (Vorjahr: Mio. EUR 6,1) zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über vertraglich vereinbarte Betriebsmittellinien in Höhe von Mio. EUR 5,2, die bis zu einem Wert von 1,2 Mio. EUR für Avalschulden genutzt werden dürfen. Somit bestehen Betriebsmittellinien zum 31. Dezember 2014 in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR). Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (Restwert: Mio. EUR 6,5; Vorjahr: Mio. EUR 7,4) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung von Investitionsdarlehen sowie der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen. Alle weiteren finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

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Tilgungs-/ Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
31.12.2014 2015 2016 bis 2019 Ab 2020 2015 2016 bis 2019 Ab 2020
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.489 1.105 5.384 0 202 387 0
Derivative finanzielle Schulden 0 0 0 0 0 0 0

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:

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Tilgungs-/ Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
31.12.2013 2014 2015 bis 2018 Ab 2019 2014 2015 bis 2018 Ab 2019
--- --- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.432 943 5.629 859 228 571 18

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Tilgungs-/ Zinszahlungen für finanzielle Schulden (TEUR) Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
Derivative finanzielle Schulden 0 0 0 0 0 0 0

Zinsänderungsrisiken werden grundsätzlich, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern solchen Risiken am Bilanzstichtag ausgesetzt ist. Originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sowie Zinsderivate (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, bestanden weder zum Vorjahresstichtag noch zum 31. Dezember 2014. Ebenso bestanden am 31. Dezember 2014 keine originären Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (Finanzschulden) und einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, da alle Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und einer festen Verzinsung unterliegen. Somit war die ecotel Gruppe am 31. Dezember 2014 keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7 ausgesetzt. Eine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Zinsänderungen wurde daher nicht durchgeführt.

Währungskursrisiken werden ebenfalls, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern am Bilanzstichtag Risikovariablen aus dem Einsatz nicht funktionaler Währungen ausgesetzt ist, in denen Konzerngesellschaften Finanzinstrumente eingehen. Auch dies war weder im Vorjahr noch zum 31. Dezember 2014 der Fall, sodass keine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Währungskursänderungen durchgeführt wurde.

(12) Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 793 (Vorjahr: TEUR 1.157) für Avalschulden.

Der Buchwert der als Sicherheit gestellten finanziellen Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2014 TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 72).

Darüber hinaus hat ecotel eine Bürgschaft für ein Darlehen in Höhe von TEUR 300 zu Gunsten eines Kreditinstitutes abgegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(13) Umsatzerlöse

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TEUR 20131) 2014
Inland 73.207 75.366
Ausland 18.023 26.133
91.230 101.499

1) Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche »Geschäftskunden«, »Wiederverkäufer« und »New Business« ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2013 2014
Ertrag aus Schadenersatz 0 2.000
Sachbezüge Kfz-Nutzung 229 256
Ertrag aus Versicherungserstattungen und erstatteten Inkassogebühren 24 207
Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen 24 57
Mieterträge 92 46
Auflösung von Verbindlichkeiten 1 33
Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 56 32
Übrige 207 298
633 2.929

Der Ertrag aus Schadenersatz resultiert aus einer Vergleichszahlung im Zusammenhang mit einer Beendigung einer juristischen Auseinandersetzung und wurde dem Segment Geschäftskunden zugerechnet.

(15) Materialaufwand

Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.

(16) Personalaufwand

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TEUR 2013 2014
Löhne und Gehälter 9.183 10.294
Soziale Abgaben 1.422 1.598
- davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 681 757
10.605 11.892

Für alle Mitarbeiter der Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Altersversorgungsplan im Rahmen der deutschen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe eines derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,45 % (Arbeitgeber-Anteil) bis zum 31. Dezember 2014 und 9,35 % ab dem 1. Januar 2015 der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Darüber hinaus bestehen keine Altersversorgungspläne.

Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:

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Mitarbeiter 2013 2014
Angestellte 186 214

(17) Planmäßige Abschreibungen und Außerplanmäßige Wertminderungen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2014 und im Vorjahr ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units. Im Geschäftsjahr ergab sich eine außerplanmäßige Wertminderung auf eine nicht mehr genutzte Software/Kundenplattform in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 0), die dem Segment Geschäftskunden zuzuordnen war und dadurch vollständig wertberichtigt wurde.

(18) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2013 2014
Partner-, Händlerprovisionen, Vertriebsaufwendungen und Werbungskosten 3.948 4.021
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 2.146 1.582
Sonstige Verwaltungskosten 1.388 1.317
EDV-Kosten 969 1.290
Mieten, Pachten, Raumkosten 773 914
Kfz-Kosten (ohne Leasingrate) 198 254
Reparaturen und Instandhaltung 268 259
Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen/ Forderungsverluste 165 219
Leasingrate für KFZ 199 203
Versicherungsbeiträge 138 135
Währungskursverluste 25 13
Übrige 47 188
10.264 10.395

(19) Finanzergebnis

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TEUR 2013 2014
Zinserträge
Zinserträge aus Bankguthaben/Festgeld 1 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 42 3
Zinserträge aus at equity bewerteten Finanzanlagen 0 224
43 227
Zinsaufwendungen
Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten -256 -230
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6 -1
-262 -231
Zinsergebnis -219 -4
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten
(Devisentermingeschäfte) 110 0
Kosten der Aktienkurspflege sowie sonstige finanzielle Aufwendungen -91 -113
Wertminderung auf at equity bewertete Finanzanlagen -19 -187
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0 103
0 -197
Finanzergebnis -219 -201

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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TEUR 2013 2014
Tatsächliche Ertragsteuern -765 -880
Latente Ertragsteuern1 -160 -145
-925 -1.025

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 15 % (Vorjahr: 15 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.

Die Überleitungen vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 20131 2014
Ergebnis vor Steuern 2.939 2.779
Steuersatz im Konzern 31,0 % 31,0 %
Erwarteter Steueraufwand -911 -861
Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz 29 53
Steuereffekt aufgrund steuerfreier Erträge /Aufwendungen bei Gewinnausschüttungen -65 -59
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -8 -199
Steuern Vorjahre 34 -83
Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen 0 140
Sonstige Steuereffekte -4 -16
Steueraufwand laut GuV (Aufwand -/Ertrag +) -925 -1.025
Effektiver Steuersatz in % 31,5 % 36,9 %

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 nicht ergeben. Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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TEUR 20131 aktiv 20131 passiv 2014 aktiv 2014 passiv
Sachanlagen/Immaterielle Vermögenswerte 688 1.511 617 1.322
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 265 68 2 69
Saldierung aktiv/passiv -953 -953 -539 -539
0 626 80 852

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.

Zum 31. Dezember 2014 bestanden ebenso wie zum Vorjahres-Bilanzstichtag weder bei der ecotel communication ag noch bei den konsolidierten Tochterunternehmen ertragsteuerliche Verlustvorträge.

Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at equity bewerteten Beteiligungen werden keine latenten Steuern gebildet, soweit die Bedingungen der Ausnahmeregelung des IAS 12.39 erfüllt sind.

(21) Zurechnung des Überschusses an die Anteile anderer Gesellschafter

Der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Überschuss von TEUR 603 (Vorjahr: TEUR 579) betrifft die anteiligen Jahresergebnisse der easybell GmbH (TEUR 1.183; Vorjahr: TEUR 212), der sparcall GmbH (TEUR -760; Vorjahr: TEUR 277), der carrier-services.de GmbH (TEUR 183; Vorjahr TEUR 71) und der init.voice GmbH (TEUR -3; Vorjahr: TEUR 19).

(22) Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Zum 31. Dezember 2014 bestanden wie auch im Vorjahr keine entsprechenden verwässernden Finanzinstrumente, sodass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.

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20131 2014
Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) 1.434.836,34 1.151.233,90
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 3.634.271,54 3.541.534,25
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,40 0,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,40 0,33

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

(23) Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position »Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente«.

Sonstige Erläuterungen

(24) Gewinnverwendung

Für die Gewinnverwendung der ecotel Gruppe ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Jahresabschluss der ecotel communication ag, der nach handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt wird, maßgeblich. Der Jahresabschluss der ecotel communication ag weist ein Bilanzergebnis in Höhe von TEUR 4.238 (Vorjahr: TEUR -52) aus. Aufgrund der im handelsrechtlichen Einzelabschluss der ecotel communication ag aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 45) besteht zudem in dieser Höhe eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

(25) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Das Volumen der an nahestehende Unternehmen erbrachten bzw. von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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TEUR Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen
2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- ---
synergyPlus GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 0 0 271 64
mvneco GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 123 61 214 37

Die Forderungen gegen die at equity bewerteten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2014 gegen die synergyPlus GmbH TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 54). Verbindlichkeiten bestanden gegenüber der synergyPlus GmbH mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 19) und gegenüber der mvneco GmbH mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 16).

Mit folgenden nahestehenden Personen unterhielt der ecotel Konzern in 2014 Leistungsbeziehungen:

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TEUR Volumen der vom ecotel Konzern erbrachten Leistungen Volumen der vom ecotel Konzern in Anspruch genommenen Leistungen
2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- ---
consultist GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 0 0 180 180
combyn GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 0 0 29 30

Vereinbarung mit der consultist GmbH

Seit 2009 besteht zwischen der consultist GmbH und der sparcall GmbH ein Geschäftsbesorgungsvertrag. In beiden Gesellschaften ist Herr Andreas Bahr der Geschäftsführer. Zum Stichtag bestanden aus Sicht der sparcall GmbH Verbindlichkeiten gegenüber der consultist GmbH in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 0).

Vereinbarung mit der combyn GmbH

Seit 2009 besteht zwischen der easybell GmbH und der combyn GmbH eine Geschäftsbeziehung für die Erbringung von Dienstleistungen und Beratertätigkeiten. Der Gesellschafter der combyn GmbH ist Herr Lars Urban, der zugleich Geschäftsführer der easybell GmbH ist. Wie im Vorjahr bestanden zum Stichtag gegenüber der combyn GmbH keine Verbindlichkeiten.

In 2014 bezog Frau Sandra Zils, die Frau des Vorstandsvorsitzenden, eine Vergütung als Arbeitnehmerin der ecotel communication ag in Höhe von insgesamt TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) für ihre Tätigkeit im ecotel Konzern.

(26) Segmentberichterstattung

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien für die Geschäftssegmente bei ecotel.

Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:

Im Segment Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von »Komplettpaketen« Sprach-, Daten- und Mehrwertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach-und Datenverkehr aus einer Hand an.
Im Segment Wiederverkäufer vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (einschließlich Reseller und Call-Shops).
Im Bereich New Business sind das Privatkundengeschäft (B2C) der easybell GmbH sowie das New-Media-Geschäft der nacamar GmbH zusammengefasst.

Als Segmentergebnis, das seitens des Vorstands zur Unternehmenssteuerung und -überwachung verwendet wird, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden. Die hier dargestellten Segmente sind nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns aufgestellt. Daher gibt es keine Bewertungsanpassungen.

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TEUR Geschäftskunden Wiederverkäufer New Business Konsolidierung segmentübergreifend Konzern
20131) 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 20131 2014
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 42.078 41.881 34.712 43.232 14.440 16.385 0 0 91.230 101.499
Intersegment-Umsätze 0 0 646 945 306 232 -952 -1.177 0 0
Rohertrag 21.118 20.565 668 596 5.022 5.450 0 0 26.808 26.611
EBIT 2.147 1.866 131 52 880 1.063 0 0 3.158 2.980
Planmäßige
Abschreibungen -2.650 -3.316 0 -2 -764 -706 0 0 -3.414 -4.024
Außerplanmäßige
Wertminderung 0 -248 0 0 0 0 0 0 0 -248
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0 103 0 103
Segmentvermögen 27.266 27.390 8.476 7.702 9.641 8.758 -232 -24 45.151 43.826
Segmentschulden 9.033 9.266 7.146 6.120 4.153 3.527 4.649 4.263 24.981 23.176
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 6.373 2.693 0 98 535 480 0 0 6.908 3.271

1 Vorjahresangaben angepasst, vgl. »Grundlagen der Rechnungslegung«

Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im Wesentlichen in Deutschland entstanden. Für weitere Erläuterungen wird auf die Angaben zu den Umsatzerlösen verwiesen. Segmentvermögen und Segmentinvestitionen entfallen vollständig auf Deutschland.

(27) Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289 a HGB einschließlich der Erklärung gem. § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) zugänglich gemacht.

(28) Organe und Organbezüge

Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2014 wie folgt zusammen:

Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender), CEO
Johannes Borgmann, Kaufmann, Wesel, CFO (seit dem 01.05.2014; stellvertretender Vorsitzender)
Bernhard Seidl, Ingenieur, München, CFO (bis zum 31.08.2014)
Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf, CSO

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014 bestellt:

Johannes Borgmann, Kaufmann, Wesel (Vorsitzender bis zum 30.04.2014)
Dr. Norbert Bensel, selbstständiger Unternehmensberater, Berlin (Vorsitzender ab dem 01.05.2014)
Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Barbara Bludau, Rechtsanwältin, München (seit 25.07.2014)
Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg
Sascha Magsamen, Kaufmann, Frankfurt am Main
Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Kronberg im Taunus

Die Darstellung der Vorstandsvergütung hat sich mit dem aktuellen Corporate Governance Kodex geändert.

Die nachfolgende Tabellen zeigen für jedes Vorstandsmitglied die für das Geschäftsjahr 2014 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung (gemäß Mustertabelle 1 zu Ziffer 4.25 Absatz 3 (1. Spiegelstrich) Deutscher Corporate Governance Kodex).

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Gewährte Zuwendungen

in TEUR
Peter Zils CEO Achim Theis CSO
2013 Zielwert 2014 Zielwert 2014 (Min) 2014 (Max) 2013 Zielwert 2014 Zielwert 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 300,0 300,0 300,0 300,0 220,0 220,0 220,0 220,0
Nebenleistungen 23,2 23,2 23,2 23,2 16,6 16,6 16,6 16,6
Summe 323,2 323,2 323,2 323,2 236,6 236,6 236,6 236,6
variable Vergütung 100,0 100,0 0,0 100,0 60,0 71,2 0,0 71,2
Summe 423,2 423,2 323,2 423,2 296,6 307,8 236,6 307,8
Versorgungsaufwand 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamtvergütung 423,2 423,2 323,2 423,2 296,6 307,8 236,6 307,8

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Gewährte Zuwendungen

in TEUR
Bernhard Seidl CFO Johannes Borgmann CFO
2013 Zielwert 2014 Zielwert 2014 (Min) 2014 (Max) 2013 Zielwert 2014 Zielwert 2014 (Min) 2014 (Max)
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 220,0 146,7 146,7 146,7 0,0 146,7 146,7 146,7
Nebenleistungen 12,6 8,4 8,4 8,4 0,0 11,7 11,7 11,7
Summe 232,6 155,1 155,1 155,1 0,0 158,4 158,4 158,4
variable Vergütung 100,0 100,0 100,0 100,0 0,0 66,7 0,0 66,7
Summe 332,6 255,1 255,1 255,1 0,0 225,1 158,4 225,1
Versorgungsaufwand 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Gesamtvergütung 332,6 255,1 255,1 255,1 0,0 225,1 158,4 225,1

Die nachfolgende Tabelle zeigt für jedes Vorstandsmitglied den Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2014 aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler, langfristiger Vergütung und sonstiger Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren (gemäß Mustertabelle 2 zu Ziffer 4.2.5 Absatz 3 (2. Spiegelstrich) Deutscher Corporate Governance Kodex).

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Zufluss

in TEUR
Peter Zils Johannes Borgmann Bernhard Seidl Achim Theis
CEO CFO CFO CSO
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Eintritt: 1.5.2014 Austritt: 31.8.2014
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 300,0 300,0 146,7 0,0 146,7 220,0 220,0 220,0
Nebenleistungen 23,2 23,2 11,7 0,0 8,4 12,6 16,6 16,6
Summe 323,2 323,2 158,4 0,0 155,1 232,6 236,6 236,6
Einjährige var. Vergütung 16,7 50,0 11,1 0,0 30,0 50,0 13,6 29,9
Mehrjährige var. Vergütung 0,0 4,2 0,0 0,0 0,0 8,3 0,0 12,5
Nachhaltigkeit 2011 - 4,2 - - - 8,3 - 12,5
Nachhaltigkeit 2012 - - - - - - - -
Nachhaltigkeit 2013 - - - - - - - -
Sonstige var. Vergütung 40,0 4,2 - - 40,0 - 25,0 25,0
Sonstiges - - - - 30,0 - - -
Summe 379,9 381,6 169,5 0,0 255,1 290,9 275,2 304,0
Versorgungsaufwand - - - - - - - -
Gesamtvergütung 379,9 381,6 169,5 0,0 255,1 290,9 275,2 304,0

Die erfolgsbezogenen variablen Vergütungen sind an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2014 neben den Festvergütungen und Nebenleistungen, sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 176,4 (Vorjahr: TEUR 192,4) zu. Nach Abzug bereits ausgezahlter Entgeltbestandteile wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. Bei den Vergütungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Somit betragen die Bezüge des Geschäftsjahres 2014 TEUR 1.080.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrates:

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Aufsichtsrat Vergütung in TEUR 2014 Vergütung in TEUR 2013
Johannes Borgmann 8,7 16,3
Dr. Barbara Bludau 7,0 -
Brigitte Holzer 15,0 9,8
Dr. Thosten Reinhard 15,0 9,3
Mirko Mach 20,0 12,8
Sascha Magsamen 14,0 9,3
Dr. Norbert Bensel 21,7 9,8
Summe 101,4 67,3

Im Geschäftsjahr 2014 waren die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien bzw. haben folgende hauptberufliche Tätigkeiten ausgeübt:

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Aufsichtsratsmitglied Funktion Unternehmen
Dr. Norbert Bensel Geschäftsführer NB Consulting- und Beteiligungs GmbH, Berlin
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker AG, i. L., Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG, Berlin
Mitglied des Aufsichtsrats Compass Group Deutschland GmbH, Eschborn
Mitglied des Beirats BREUER Nachrichtentechnik GmbH, Bonn
Mitglied des Beirats IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf
Vorstand EL-Net Consulting AG, München
Mirko Mach Geschäftsführender Gesellschafter MPC Service GmbH, Heidelberg
Brigitte Holzer Inhaber, Geschäftsführerin Holzer Holding GmbH, Berg
CFO PPRO Financial LTD, London/Großbritannien
Sascha Magsamen Vorsitzender des Aufsichtsrats ICM Media AG, Frankfurt am Main
Vorsitzender des Aufsichtsrats Wige Media AG, Köln
(bis zum 31.08.2014)
Vorsitzender des Aufsichtsrats MediNavi AG, Starnberg
Stellvert. Vorsitzender des Tyros AG, Hamburg
Aufsichtsrats
Mitglied des Aufsichtsrats Ecolutions GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrats Close Brothers Seydler Research AG, Frankfurt am Main
Vorstand Spobag AG, Düsseldorf
Vorstand PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main
Vorstand Impera Total Return AG, Frankfurt am Main
Vorstand Inspire AG, Paderborn
Geschäftsführer Telemazz Commercials GmbH, Frankfurt
Geschäftsführer Präzisionsdreherei Johann Kölbel Nachfolger GmbH, Puchheim
Dr. Thorsten Reinhard Partner (Member) Noerr LLP, London/Großbritannien
Mitglied des Aufsichtsrats Wackler Holding SE, München
Dr. Babara Bludau Rechtsanwältin P+P Pöllath + Partners, München

Die übrigen Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Ämter in Kontrollgremien i.S.d. § 285 Nr. 10 HGB.

(29) Aufwand für Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2014 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 65). Für sonstige Bestätigungs-oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer wie im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.

(30) Ereignisse nach der Berichtsperiode

Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses hat ecotel eine aktive juristische Auseinandersetzung im Wege eines Vergleiches beenden können. Die der ecotel zustehenden Erträge (rund 1 Mio. Euro abzüglich Kosten) sind im Jahresabschluss zum 31.12.2014 nicht berücksichtigt.

(31) Befreiung von der Offenlegung

Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Düsseldorf, den 23. März 2015

Der Vorstand

Peter Zils

Johannes Borgmann

Achim Theis

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfer

Wir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 23. März 2015

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Schlereth, Wirtschaftsprüfer

gez. Lammers, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations-und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen, und zwar am 30. Januar 2014, 24. März 2014, 20. Mai 2014, 25. Juli 2014 sowie am 20. November 2014. Darüber hinaus haben vier telefonische Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Zudem gab es eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren sowie eine Beschlussfassung im Rahmen einer Telefonkonferenz. In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt.

1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen in 2014 ausführlich über den Verlauf des B2B-Geschäfts, über Projekte von strategischer Bedeutung sowie über laufende Rechtsstreitigkeiten berichten lassen. Das Projektmanagement eines Großauftrages war Tagesordnungspunkt jeder Aufsichtsratssitzung. Dabei wurde auch die Planung weiterer Projekte gegen die aktuellen kundenseitigen Entwicklungen erörtert und nächste Schritte und Maßnahmen diskutiert.

Zustimmungspflichtige Projekte wurden stets zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ausführlich erörtert. Zudem stimmte er einem Vorschlag des Vorstands zu, in einem für die Gesellschaft maßgeblichen Rechtsstreit Vergleichsgespräche zu führen.

Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligungen SynergyPLUS GmbH und mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über die strategische Entwicklung dieser Gesellschaften.

Gegenstand der Erörterungen im Aufsichtsrat war auch der Wechsel von zwei Geschäftsführern der Tochtergesellschaft nacamar GmbH. Zudem wurde die Erstellung eines Restrukturierungskonzeptes für diese Gesellschaft beauftragt. Weiterhin prüfte der Aufsichtsrat verschiedene vom Vorstand vorgeschlagene Kapital- und Strukturmaßnahmen bei Tochtergesellschaften und fasste hierzu die notwendigen Beschlüsse. Zudem stimmte der Aufsichtsrat der Verschmelzung der Tochtergesellschaft ecotel private GmbH auf die ecotel communication ag zu.

Strategische Lieferantenverträge waren regelmäßig Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzungen, wobei jeweils Optionen und Alternativen erörtert wurden. Die Gesellschaft konnte auf diesen Feldern jeweils zufriedenstellende Ergebnisse erzielen.

Weitere wesentliche Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrafen u. a. die Einziehung von eigenen Stückaktien und die entsprechende Satzungsänderung sowie eine Erhöhung der Betriebsmittellinie.

Wie schon in der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr überdies Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands diskutiert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist.

In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2014 standen die Prüfung sowie die Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 24. März 2014 verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind (Näheres dazu unten).

2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf die Herren Johannes Borgmann, Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard.

3. Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 25. Juli 2014 gewählte Abschlussprüfer der ecotel, die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat entsprechend § 317 Abs. 4 HGB geprüft und befunden, dass der Vorstand ein Überwachungssystem eingerichtet hat, die gesetzlichen Forderungen zur Früherkennung existenzbedrohender Risiken für das Unternehmen erfüllt sind und der Vorstand geeignete Maßnahmen ergriffen hat, frühzeitig Entwicklungen zu erkennen und Risiken abzuwehren.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernlagebericht eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 24. März 2015 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2014 festgestellt.

4. Corporate Governance

Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 20. November 2014 die im Corporate Governance Kodex vorgesehene Effizienzprüfung vorgenommen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2014 am 30. Januar 2014 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

5. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr hat Herr Johannes Borgmann sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 25. Juli 2014 Frau Dr. Barbara Bludau für die verbleibende Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedes in den Aufsichtsrat gewählt.

6. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr ist Herr Bernhard Seidl zum 31. August 2014 als Vorstand ausgeschieden. Herr Johannes Borgmann ist durch Beschluss des Aufsichtsrates vom 30. Dezember 2013 mit Wirkung zum 1. Mai 2014 für eine Dauer von drei Jahren zum Vorstandsmitglied berufen worden. Er vertritt die Ressorts Finance, Operations und HR.

Darüber hinaus wurde Herr Peter Zils mit Wirkung zum 1. März 2015 für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden des Vorstands der ecotel bestellt. Entsprechend endet sein Anstellungsvertrag nunmehr zum 28. Februar 2018. Herr Zils verantwortet die Ressorts Strategie/Geschäftsentwicklung, Technology, Wholesale, Beteiligungen und Investor Relations. Zugleich wurde das Vorstandsmitglied Achim Theis, verantwortlich für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung, für den Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2017 neu bestellt; sein Anstellungsvertrag wurde für denselben Zeitraum geschlossen.

7. Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2013 auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzt sich unverändert aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen.

Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Der Nominierungs- und Personalausschuss setzte sich bis zum Ausscheiden von Herrn Borgmann als Aufsichtsratsmitglied zum 30. April 2014 unverändert aus Herrn Dr. Bensel (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Thorsten Reinhard und Johannes Borgmann zusammen. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2014 dreimal getagt. Mit Wirkung zum 20. November 2014 wurde Frau Dr. Barbara Bludau durch den Aufsichtsrat als weiteres Mitglied des Nominierungs- und Personalausschusses gewählt, der sich ab diesem Datum wieder aus drei Mitgliedern zusammensetzte.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2014 geleistete Arbeit.

Düsseldorf, den 24. März 2015

Für den Aufsichtsrat

Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats