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ecotel communication ag Annual Report 2012

Apr 25, 2013

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Annual Report

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ecotel communication ag

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2012

I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. ECOTEL IM ÜBERBLICK

Die ecotel Gruppe (nachfolgend "ecotel" genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsuntemehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über drei Geschäftsbereiche: "Geschäftskundenlösungen", "Wiederverkäuferlösungen" und "New Business".

Geschäftskundenlösungen

Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand an.

Die folgende Übersicht zeigt das komplette Produktportfolio im Geschäftskundenbereich:

Geschäftskunden Produktportfolio der ecotel Gruppe

Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, VDSL und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Zudem vermarktet ecotel auch Mobilfunkprodukte und bietet Geschäftskunden kombinierte Festnetz- und Mobilfunkprodukte an.

Über die letzten sechs Jahre hat sich ecotel praktisch neu erfunden und seinen "Umsatzmix" im Geschäftskundenbereich erheblich verändert. In 2006 erwirtschaftete ecotel noch ca. 94 % der Geschäftskundenumsätze mit reinen Preselect Sprachdiensten. Mittlerweile beträgt der Umsatzanteil von Preselection nur noch ca. 21 % der Geschäftskundenumsätze. Bedingt durch gezielte Produktwechsel und hohe Kündigungsquoten wird sich der Preselection-Umsatzanteil zukünftig noch weiter reduzieren.

Im Gegensatz hierzu konnten die neuen Produktbereiche ihre Anteile am Gesamtumsatz deutlich ausbauen. Neben den ecotel Vollanschlüssen haben sich insbesondere die Daten und VPN Umsätze positiv entwickelt. Mit den Vollanschlüssen (43 %), Datendiensten (25 %), Housing/Hosting Dienstleistungen (8 %) sowie Mobilfunk (3 %) steuern zukunftsträchtige und nachhaltige Produktbereiche bereits über 75 % zum B2B-Geschäftskundenumsatz bei.

Verlagerung der Umsatzverteilung im Geschäftskundensegment

Je nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 400 aktiven Vertriebspartnern. Damit verfügt ecotel über einen breiten Zugang zu ihrer Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit ca. 19.000 kleine und mittelständische Unternehmen mit 40 Mio. EUR Jahresumsatz aus verschiedenen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Wiederverkäuferlösungen

Im Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsuntemehmen zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und unterhält hierfür Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über das Wholesale Geschäft wickelt ecotel auch einen Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab. Dem Wiederverkäufersegment zugeordnet ist die Beteiligung an der mvneco GmbH als technischer Dienstleister bzw. Enabler für Mobilfunklösungen.

New Business

Im Bereich "New Business" sind die neuen wachstumsstarken Geschäftsfelder der ecotel vereint. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem Streaming-Geschäft für Medienunternehmen sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft.

Infrastruktur

ecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind die Deutsche Telekom (DTAG), Vodafone, Versatel, Telefonica, QSC und E-Plus zu nennen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleistung ist ein Großteil der Kostenbasis der ecotel variabel.

ecotel hält eine begrenzt eigene Infrastruktur vor.

ecotel besitzt ein eigenes Rechenzentrum auf dem Campus des größten Europäischen Internetknotens in Frankfurt a.M. und hält ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone-Netz vor, um eine optimale Netzzusammenschaltung mit allen wichtigen globalen Carriern sicherzustellen.

Für das New-Media-Geschäft unterhält der Konzern ein eigenes Content Delivery Netzwerk (CDN). mvneco GmbH betreibt eine zentrale Mobilfunkplattform.

IT-seitig betreibt ecotel eigene Systeme für das Auftragsmanagement sowie die Rechnungsstellung (Billing).

2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).

Leitungsorgan

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und am 10.10.2012 beschlossen, dass jedes Vorstandsmitglied die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Vorstand oder einem Prokuristen vertritt. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an. Herrn Wilfried Kallenberg (CTO/COO) wurde Gesamtprokura erteilt, welche am 29.11.2012 im Handelsregister eingetragen wurde.

Vergütung der Organmitglieder

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und Vorstandsvergütungsgesetz (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z.B. Auftragseingang, EBITDA, Ergebnis je Aktie, Nettoverschuldung) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Für das Geschäftsjahr 2012 stehen dem Vorstand variable Vergütungsansprüche in Höhe von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: 110 TUER) zu. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen. Zudem steht den drei Vorstandmitgliedern jeweils ein Firmenwagen zu.

Das Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft, an welchem zwei Mitglieder des Vorstands teilgenommen haben, ist 2012 ausgelaufen und wurde nicht verlängert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2012 stehen dem Aufsichtsrat keine variablen Vergütungen zu. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.

Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung [29], "Organbezüge") aufgeführt.

Änderungen der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Kapitalverhältnisse

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Zum 31.12.2012 hielt ecotel 214.904 eigene Aktien, was einem Anteil von 5,51 % am Grundkapital der Gesellschaft entspricht. Somit beträgt das ausgegebene Kapital in der Bilanz 3.685.096 EUR. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2017 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2012 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurden die bestehenden bedingten Kapitalia I und II in Höhe von bis zu 1.500.000 EUR bzw. 150.000 EUR vollständig aufgehoben.

Zudem hat die Hauptversammlung am 27. Juli 2012 eine neue bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 bis zum 26. Juli 2017 von der Gesellschaft begeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen oder die zur Wandlung verpflichteten Inhaber der Wandelschuldverschreibungen ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung gestellt werden. Im Geschäftsjahr 2012 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung hat die Gesellschaft mit Beschluss vom 30. Juli 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 29. Juli 2015. Im Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft im Zeitraum vom 25. Mai bis einschließlich 30. September 2012 insgesamt 67.404 Aktien der ecotel communication ag zu einem Durchschnittskurs von 4,9481 EUR erworben. Der Erwerb der Stückaktien erfolgte entsprechend der Ad-hoc-Mitteilung vom 23. Mai 2012 und wurde durch das von der ecotel communication ag beauftragte Kreditinstitut über die Börse durchgeführt. Die Anzahl der zurückgekauften Aktien entsprach einem Anteil von 1,73 % des Grundkapitals der ecotel communication ag. Zum 31. Dezember 2012 besaß ecotel somit 214.904 eigene Aktien, was einem Anteil von 5,51 % am Grundkapital der Gesellschaft entspricht.

Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2012 mehr als 3 % beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

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Aktionär Aktienbesitz

(in %)
Peter Zils 25,64
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 14,56
PVM Private Values Media AG 9,31
Eigene Aktien 5,51
Gesamt 80,11

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote

Die Darlehensgewährung einzelner Banken ist auf der Grundlage erfolgt, dass die Beteiligung von Herrn Peter Zils an der ecotel einen Anteil von 25 % zuzüglich einer Stimme am Grundkapital während der gesamten Laufzeit des Darlehensvertrags nicht unterschreitet oder gänzlich aufgegeben wird. Ferner darf die direkte oder indirekte Beteiligung der ecotel an der nacamar GmbH einen Anteil von 75 % des Stammkapitals nicht unterschreiten. Weitere Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder der ecotel bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme.

Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.

3. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die ecotel communication ag als Muttergesellschaft hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. 2012 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 159 Mitarbeiter, 1 Mitarbeiter weniger als durchschnittlich 2011.

Die Tochterunternehmen und Beteiligungen der ecotel communication ag haben ihre Standorte in Deutschland und beschäftigten 2012 inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden durchschnittlich 54 feste Mitarbeiter (nach 54 Mitarbeitern in 2011).

Struktur und Beteiligungen von ecotel

nacamar GmbH

Die nacamar GmbH wurde ursprünglich 1995 gegründet. Die Gesellschaft firmierte zwischenzeitlich unter World Online und später als Tiscali Business GmbH. Nachdem ecotel in 2007 das Unternehmen zu 100 % erworben hatte und in 2009 das B2B-Geschäft der Gesellschaft auf die Muttergesellschaft verschmolzen hat, agiert nacamar nunmehr als eigenständiger Service Provider im New Media Geschäft und bietet Unternehmen aus der Medienbranche ein weitgefächertes Angebot an Medienapplikationen an. Hierzu gehören die Aufbereitung sowie das Streaming von Audio- und Videoinhalten für verschiedenste Endgeräte, das Management von Medienbibliotheken für Unternehmen sowie eine eigene Werbevermarktung. nacamar betreibt ein eigenes Content Delivery Netzwerk (CDN) sowie die größte deutsche Radio Streaming Plattform (free-stream) im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte 2012 durchschnittlich 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 17 Mitarbeiter).

ecotel private GmbH

Die ecotel private GmbH ist eine 100%-ige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 gegründet und betreibt Sprachdienste an Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die ecotel private GmbH hält 51 % der Anteile an der easybell GmbH.

easybell GmbH

Die easybell GmbH hat ihren Sitz in Berlin und beschäftigte 2012 mit ihren Tochterunternehmen durchschnittlich 14 feste Mitarbeiter (Vorjahr: 12 Mitarbeiter). Die Gesellschaft bietet Privatkunden innovative und preisaggressive Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig ist die easybell GmbH im Bereich Festnetzanschluss, Sprache sowie DSL unterwegs. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "01028" vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "010010" und "01041" (Tellina) vermarktet. Im November 2011 wurde die init.voice GmbH mit Sitz in Berlin zur Abwicklung des Voice over IP Services gegründet, an der easybell wiederum 100 % der Anteile hält.

mvneco GmbH

ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet. ecotel hält 48,7 % der Anteile des Unternehmens. 2012 beschäftigte die mvneco GmbH durchschnittlich 15 feste Mitarbeiter (Vorjahr: 13 Mitarbeiter). Sie fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel communication ag, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.

synergyPLUS GmbH

Die synergyPLUS GmbH, Rathenow, wurde im Februar 2009 gegründet. Die synergyPLUS GmbH agiert als exklusiver Vertriebspartner der ecotel und vermarktet insbesondere die neuen Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter. Das Telesales- und Handelsvertreter-Konzept ermöglicht es, die Fixkosten niedrig zu halten und gleichzeitig den Zugriff auf einen direkt steuerbaren Vertrieb zu haben. 2012 beschäftigte die synergyPLUS GmbH 9 feste Mitarbeiter (Vorjahr: 12 Mitarbeiter). ecotel hält 49 % der Anteile des Unternehmens.

Mediagate Participations S.a.r.l.

Am 23. Mai 2012 hat die ecotel communication ag einen Kapitalanteil von 20,27 % an der neu gegründeten Mediagate Participations S.a.r.l. mit Sitz in Mamer (Luxemburg) durch Leistung einer Bareinlage in Höhe von TEUR 4 erworben. Der Zweck der Gesellschaft ist die Gewinnung und Abwicklung von New Media Geschäft in Luxemburg. In 2012 wurde über Mediagate noch kein operatives Geschäft abgewickelt.

4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNS

ecotel steuert die drei Geschäftsbereiche nach der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfließen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Kostenträgerverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten sowie die Personalkosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Ebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifische Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste) verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen betrugen im Jahr 2012 TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 174). Sie betreffen im Wesentlichen eine eigenentwickelte Softwarelösung für die neue Verfügbarkeitsabfrage.

6. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELD

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland betrug in 2012 laut statistischem Bundesamt nur noch 0,7 % -nach 3,0 % Wachstum im Vorjahr. Wichtigster Wachstumsmotor war der Export. Für 2013 stimmen Ökonomen die deutsche Wirtschaft auf ein geringeres Wachstum als im abgelaufenen Jahr ein. Die Prognosen bewegen sich in einer Spannbreite von 0,3 bis knapp 1,0 %.

Telekommunikations-Marktvolumen sank auch 2012

2012 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland leicht von 60,2 Milliarden EUR auf 60,1 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2012, S. 5).

Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich dank der Zuwächse im Breitband-Kabelnetz von 59 % auf 62 %.

Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 30,9 Milliarden EUR 51 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.

Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland (in Mrd. EUR)

Der Mobilfunkumsatz konnte aufgrund des gestiegenen Datenverkehrs von 24,6 Milliarden EUR auf 24,8 Milliarden EUR leicht zulegen. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten lag Ende 2012 leicht oberhalb des Vorjahreswertes bei ca. 115 Mio. Stück. Davon machen die M2M SIM-Karten mittlerweile ca. 3 % aus.

Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber im Festnetz mehr als 15 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 38 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von über fast 40 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2012, S. 11). Während die Zahl der klassischen Vollanschlüsse bei den Wettbewerbern mittlerweile zurückgeht, ist bei den entbündelten Voice-over-IP-Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.

Festnetz-Komplettanschlüsse (in Mio.)

Ende 2012 gab es in Deutschland über 28 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 27 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2011. Dabei entfielen 9 Mio. Anschlüsse (33 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 2 Mio. Anschlüsse (6 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 13 Mio. Anschlüsse (45 %) auf die DTAG sowie 4 Mio. Anschlüsse (15 %) auf Kabel-TV. 0,3 Mio. Haushalte (1 %) sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Die Wettbewerber der DTAG haben einen Marktanteil von 55 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2012, S. 13).

Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten beträgt in etwa 59 % des gesamten Verkehrsvolumens im Deutschen Festnetzmarkt. Der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, beträgt über 87 %. Jedoch beobachtet man bei den Call-by-Call- und Preselection-Volumina (VNB Vorwahl aus dem Netz der DTAG) eine Bodenbildung (Quelle: VATM-Marktanalyse 2012, S. 10).

Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste in Deutschland nach Produkten (in Mio. Minuten pro Tag)

Trends im B2B-Markt

Ähnlich wie im Vorjahr ist die Umsatzentwicklung im Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.

Wichtige TK Trends der Zukunft im Geschäftskundenbereich sind der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (LTE, HSPA+), die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT.

Ein bedeutsamer aktueller IT Trend ist "Cloud Computing" mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hoch-performant abgesicherte Rechenzentren eines ITK Dienstleisters, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift.

Weitere wichtige ITK Trends sind (Quelle: Deloitte: Telekommunikationsdienste von morgen):

eHealth / Telemedizin
Mobile Payment / kontaktloses Bezahlen
Smart Energy / Intelligente Stromnetze
Connected Car
Cloud Media / Allverfügbarkeit der Inhalte

Regulatorische Trends

ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.

Wichtige aktuelle Themengebiete sind:

Herausforderung des flächendeckenden Ausbaus mit modernen Hochleistungsnetzen im Festnetz und Mobilfunk inklusive verbesserter Rahmenbedingungen für wettbewerbskonforme Infrastrukturinvestitionen
Diskriminierungsfreie Regulierung der breitbandigen Erschließung der Kabelverzweiger (Vectoring)
Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandigen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen
Netzneutralität (d.h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben)
Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln

7. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2012

Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2012 der ecotel gegeben.

Unterzeichnung des Hauptvertrags mit Allianz

Im November 2012 hat Allianz den Hauptvertrag mit ecotel zur Anbindung ihrer Agenturen unterzeichnet. Im Zuge des laufenden Projekts "Allianz Global Network (AGN)" zur Digitalisierung und Optimierung des Informationsaustausches zwischen Agenturen und Zentrale verbindet ecotel bis zu 10.000 Agenturstandorte mit der Unternehmenszentrale und versorgt diese mit Sprach- und Datendiensten. Um den umfangreichen Leistungs- und Sicherheitsanforderungen des Großkonzerns zu entsprechen, werden performante Business-DSL, Ethernet- und LTE-Anbindungen über ein Virtual Private Network (VPN) mit MPLS Technologie eingesetzt. Damit wird der schnelle und sichere Informationstausch der Agenturen mit der Zentrale speziell für die zukünftige Nutzung von Cloud Services ermöglicht. Zur zusätzlichen Datensicherheit wird eine moderne IP-Sec- und Web-Proxy-Plattform im ecotel Rechenzentrum aufgesetzt und betrieben. Abgerundet wird das Großprojekt durch einen Managed Router Service sowie einem interaktiven Monitoring Service rund um die Uhr. ecotel übernimmt damit den gesamten Infrastruktur-Service für das Agenturnetz in Deutschland.

Weiterer Ausbau des Geschäfts mit der ING DiBa

Im April 2012 erhielt ecotel einen weiteren Großauftrag von der ING DiBa für die Implementierung, das Housing sowie den Managed Service der ING-DiBa Webfarm.

Abschluss eines B2B Mobilfunkvermarktungsvertrags mit Vodafone

Im Oktober 2012 unterzeichnete ecotel eine Kooperationsvereinbarung mit Vodafone zur Vermarktung des kompletten B2B Mobilfunk-Produktportfolios des Düsseldorfer Telekommunikationskonzerns als Ergänzung zum erfolgreichen Produktbereich "ISDN Vollanschlüsse". In der ersten Vermarktungsphase agiert ecotel als Vermittler der Tarife im Vodafone-Branding, auch die Auftragsabwicklung erfolgt mit den Tarifnamen und Formularen von Vodafone. Besonderes ecotel-Merkmal ist dabei die kostenlose Erreichbarkeit der kundeneigenen Vodafone Mobilfunkkarten von den ecotel Vollanschlüssen. Nach erfolgreichem Vermarktungsstart soll in einem zweiten Schritt eine eigenständige Mobilfunklösung im ecotel-Brand aufgesetzt werden.

Erfolgreiche Vermarktung der Daten-Produkte

Bei der Vermarktung seiner Datenprodukte konnte ecotel in 2012 seinen Erfolg aus dem Vorjahr fortführen. Unter anderem wurden in 2012 150 neue breitbandige Ethernet-Leitungen und 300 SHDSL-Leitungen vermarktet.

Verbesserung der Kostenbasis durch niedrigere Terminierungsentgelte in 2013

Im November 2012 gab die Bundesnetzagentur ihre vorläufigen Entgeltgenehmigungen für die Festnetz- und Mobilfunkterminierung bekannt. Die daraus resultierende signifikante Reduzierung der Terminierungsentgelte ist ein wesentlicher Treiber für ecotel zur möglichen Verbesserung des Rohertrags in 2013.

Erfolgreiche Umsetzung der Verfügbarkeitsabfrage

Zur Prüfung der Verfügbarkeit sämtlicher an einem Kundenstandort verfügbaren ecotel Produkte, vom Festnetz-ISDN-Vollanschluss über sämtliche DSL-Varianten bis hin zur Ethernet-Festverbindung, ist es seit Herbst 2012 mit der neuen webbasierten Verfügbarkeitsabfrage möglich, die Schnittstellen verschiedenster Vorlieferanten in einem konsolidierten Tool zusammenzuführen. Mit einer Abfrage kann damit in Sekundenschnelle das jeweils beste Ergebnis an einem möglichen Kundenstandort unter Berücksichtigung aller Lieferanten sowie mögliche Produktalternativen mit entsprechenden Bandbreiten ausgegeben werden.

Modernisierung des ecotel Rechenzentrums

Nachdem das ecotel Rechenzentrum in der ersten Jahreshälfte erfolgreich zertifiziert wurde (Datacenter Star Audit & IS0-27001), wurde in der zweiten Jahreshälfte die Kühlung des Rechenzentrums weiter optimiert. Dabei wurden neue Kaltwassererzeuger auf dem Dach des Rechenzentrums installiert, welche doppelt abgesichert sind (n+1 Redundanz) und mit freier Kühlung funktionieren. Das bedeutet, dass unterhalb einer bestimmten Außentemperatur die Außenluft zur Kühlung verwendet wird. Neben der Stromersparnis bei der Kühlung und der Verbesserung der Energieeffizienz wird das Rechenzentrum gleichzeitig "grüner" und umweltfreundlicher.

II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

1. ERTRAGSLAGE

2012 wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 94,3 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 84,5 Mio. EUR). Die Umsatzsteigerung von 12 % ist im Wesentlichen auf den Bereich Wiederverkäufer zurückzuführen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2 % von 24,6 Mio. EUR auf 25,1 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge reduzierte sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 29 % auf 27 %.

Steigende Roherträge im Geschäftskundensegment

Der Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 43 % (Vorjahr: 49 %) an den Gesamterlösen und einen Anteil von 75 % (Vorjahr: 76 %) am Rohertrag der ecotel-Gruppe. Der Umsatz im Geschäftskundensegment betrug 40,8 Mio. EUR verglichen mit 41,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rohertrag lag 2012 bei 18,9 Mio. EUR nach 18,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Rohertragsmarge erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 45 % auf 46 %.

Steigende Umsätze im Wiederverkäufersegment

Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 43 % (Vorjahr: 36 %) zu den Gesamterlösen und mit 4 % (Vorjahr: 6 %) zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 33 % von 30,6 Mio. EUR auf 40,8 Mio. EUR. Der Rohertrag reduzierte sich von 1,4 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 2 %.

Steigende Umsätze und Roherträge im New-Business-Segment

Der Geschäftsbereich New Business trug mit 13 % (Vorjahr: 15 %) zu den Gesamterlösen und mit 21 % (Vorjahr: 18 %) zum gesamten Rohertrag bei. Die New-Business-Umsätze erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 12,3 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR. Der Rohertrag erhöhte sich von 4,5 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 41 %.

Höhere sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich in 2012 auf 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Der Rückgang erklärt sich im Westlichen durch den im Vorjahr erfolgten Verkauf der Geschäftsaktivitäten der i-cube an die infinity3 GmbH, dem im Geschäftsjahr keine vergleichbaren Erlöse gegenüberstehen.

Höherer Personalaufwand und niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Personalaufwand erhöhte sich 2012 um 0,3 Mio. EUR von 9,7 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl der konsolidierten Unternehmen (mit Minderheitsgesellschaften) blieb wie im Vorjahr bei 214.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht von 9,5 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR.

Außerplanmäßige Wertberichtigungen belasten das EBIT und Konzernergebnis

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 6,8 Mio. EUR und blieb damit 4 % unterhalb des Vorjahresniveaus von 7,1 Mio. EUR, da im Vorjahr ein Sondereffekt aufgrund der höheren sonstigen betrieblichen Erträge enthalten war.

Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 3,3 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR. Hiervon entfallen 1,6 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögensständen wie Entwicklungskosten und Kundenstämmen sowie 1,8 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen.

Die außerplanmäßigen Wertminderungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR umfassen im Wesentlichen die vollständigen Abschreibungen des Firmenwerts (Goodwill) bei der Tochtergesellschaft nacamar. Der Goodwill entstand im Rahmen des Erwerbs der Gesellschaft im Jahr 2007. Aufgrund des Verlusts des größten Kunden im ersten Halbjahr 2011 und der als wahrscheinlich eingeschätzten, jedoch nicht eingetreten Akquise von zwei Großkunden wurde dieser vollständig wertberichtigt.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich somit auf 0,4 Mio. EUR, nach 3,1 Mio. EUR im Vorjahr. Ohne die Sonderabschreibung hätte das bereinigte EBIT 3,5 Mio. EUR betragen.

Das Finanzergebnis betrug 2012 -1,3 Mio. EUR nach -0,4 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2011. Im Finanzergebnis wurden die Gesellschafterdarlehen an den 49%-Beteiligungen mvneco GmbH und synergyPLUS GmbH in Höhe von 0,9 Mio. EUR teilweise wertberichtigt. Hintergrund für die Sonderabschreibungen ist die verschlechterte Finanzkraft beider Gesellschaften. Bei der mvneco GmbH führt insbesondere der in 2013 zu erwartende Verlust eines Großkunden zur Eintrübung der Erfolgsaussichten. Der Restwert dieser Darlehen beläuft sich nunmehr auf 1,4 Mio. EUR. Weitere Aufwendungen im Finanzergebnis sind Zinsen in Höhe von 0,2 Mio. EUR, Aufwendungen für die Kapitalmarktbetreuung in Höhe von 0,l Mio. EUR sowie eine finanzielle Schuld für den negativen Barwert eines Wechselkurssicherungsgeschäfts in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Der Steueraufwand für 2012 lag bei 0,8 Mio. EUR und setzt sich aus 0,9 Mio. EUR effektivem Steueraufwand sowie 0,1 Mio. EUR latentem Steuerertrag zusammen.

Das Konzernergebnis 2012 vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter betrug -1,6 Mio. EUR nach 1,7 Mio. EUR im Vorjahr. Das Konzernergebnis 2012 nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter belief sich auf -2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,70 EUR (Vorjahr: 0,29 EUR). Das um die Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis hätte 1,4 Mio. EUR betragen mit einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,38 EUR.

Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf

Mit 94,3 Mio. EUR lag der tatsächlich erwirtschafte Umsatz oberhalb des prognostizierten Intervalls von 80-90 Mio. EUR.

Das erwirtschafte EBITDA lag mit 6,8 Mio. EUR am oberen Ende des Prognosekorridors von 6-7 Mio. EUR.

Ebenfalls konnte die geplante Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten auf unter 0 EUR (inklusive der Nachrangtranche) übertroffen werden und lag zum Stichtag bei -0,3 Mio. EUR.

2. FINANZLAGE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2012 betrug 6,8 Mio. EUR, verglichen mit 6,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das Working Capital (Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Mio. EUR.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit 2012 betrug -2,7 Mio. EUR nach -1,6 Mio. EUR im Vorjahr. Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Investitionen von 0,4 Mio. EUR in Softwarelizenzen und eigenentwickelte Software sowie Investitionen von 2,4 Mio. EUR für Server-, Netzwerk-, Router- und Rechenzentrumsinfrastruktur sowie Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen sowie Zinseinzahlungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2012 bei -2,8 Mio. EUR (Vorjahr: -4,5 Mio. EUR) und umfasst die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 2,5 Mio. EUR, Zahlungen für den Rückerwerb eigener Aktien in Höhe von 0,3 Mio. EUR, der Aufnahme neuer Finanzkredite in Höhe von 0,6 Mio. EUR, Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,2 Mio. EUR sowie Zinsauszahlungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR.

Der Bestand des Finanzmittelfonds hat sich von 6,2 Mio. EUR Anfang 2012 auf 7,5 Mio. EUR Ende 2012 wesentlich erhöht.

ecotel hat eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2012 1,2 Mio. EUR als Aval genutzt. Somit standen noch 1,7 Mio. EUR zur weiteren Verfügung.

Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen. Wichtige Ziele des Finanzmanagements sind zudem die Einhaltung der mit Banken vereinbarten Financial Covenants sowie die Minimierung von Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, soweit diese einen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage ausüben können. Hierzu verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht.

3. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2012 42,7 Mio. EUR, was einer Reduktion um 6 % gegenüber 45,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2011 entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch die Wertminderung immaterieller Vermögensgegenstände (z.B. Goodwill, Kundenstamm) sowie die Tilgung der Finanzkredite bedingt, welche beide zu einer Bilanzverkürzung führten.

Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 14 % von 24,5 Mio. EUR auf 21,1 Mio. EUR. Der Goodwill reduzierte sich durch die Sonderabschreibung auf 8,9 Mio. EUR. Der Wert der Kundenbeziehungen verringerte sich aufgrund der laufenden Abschreibungen von 3,1 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) reduzierten sich von 14,6 Mio. EUR auf 13,9 Mio. EUR.

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital um 10 % von 21,4 Mio. EUR auf 19,3 Mio. EUR. Somit reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 47 % Ende 2011 auf 45 % Ende 2012. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um 27 % von 7,6 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR. Davon entfallen 0,7 Mio. EUR auf passive latente Ertragsteuern. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 9 % von 16,4 Mio. EUR auf 17,8 Mio. EUR. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrugen Ende 2012 -0,2 Mio. EUR, was einer Reduktion um 3,3 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr entspricht.

4. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNS

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die wirtschaftliche Lage des ecotel-Konzerns trotz des Konzernfehlbetrags (vor Anteilen nicht-beherrschender Gesellschafter) in Höhe von 1,6 Mio. EUR weiter verbessert. Dazu trug insbesondere die positive Umsatzentwicklung bei, die die Grundlage für die erfolgreiche Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten und der damit einhergehenden Entlastung des Finanzergebnisses bildete.

III. NACHTRAGSBERICHT

Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2012.

IV. RISIKOBERICHT

1. RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.

Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.

Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifiziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten.

Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das 4-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.

2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Provisionierung, Rechnungsstellung, Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit von Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik- als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der eigenen Vermittlungstechnik sind dadurch minimiert, dass nur der internationale B2B- sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert wird und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Für den Mobilfunkverkehr besteht ein Fallback Szenario, dass bei einem Ausfall des eigenen Netzes der Verkehr über das Netz des Vorlieferanten geroutet wird. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen des nacamar-CDN sind die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert.

Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wurde in 2012 eine n+1 Redundanz umgesetzt. Weiterhin existieren externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Da eventuelle Ausbaumaßnahmen in der Stromversorgung mit signifikanten Investitionen verbunden sind, wird dieses Projekt erst bei entsprechenden zusätzlichen Kapazitätsnachfragen von Kunden in Angriff genommen. Das Rechenzentrum ist über zwei unterschiedliche Hauseinführungen über kanten- und knotendisjunkte Wege an verschiedene Carrier angebunden.

Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte im Bereich der Anschlussübernahme dadurch gemindert werden, dass ecotel die Anschlussübernahme über die DTAG nur noch in sogenannten Off-net Gebieten einsetzt, in denen alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) kein eigenes Netz besitzen (ca. 30 % der deutschen Geschäftskunden).

ecotel hat Ende 2012 beschlossen, seine Geschäftskunden zukünftig mit Vodafone Mobilfunkprodukten zu bedienen. Da der bestehende MVNO Vertrag mit E-Plus zum Jahresende 2013 ausläuft, müssen voraussichtlich bis dahin die bestehenden SIM-Mobilfunkverträge auf andere Angebote migriert werden. Dies kann unter Umständen zu einer erhöhten Wechselbereitschaft von Mobilfunkkunden führen, was die Ertragslage der Gesellschaft schädigen könnte.

Mögliche Verzögerungen bei der Implementierung der Abwicklungsplattform für das Allianzprojekt könnten zu einer Verschiebung des in 2013 geplanten Router Rollouts sowie der Leitungsmigration führen und damit Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft für 2013 und 2014 haben.

Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken sowie Zinsrisiken.

Ein Kreditrisiko besteht, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Im Rahmen der Akquisitionsfinanzierungen hat ecotel mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL:>25 % / 35 %; IST: 47 %), Netto Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: -0,48), EBITDA / Umsatzerlöse (SOLL:>5 %; IST: 6,3 %)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2013 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können.

ecotel verfügte zum Jahresende 2012 über liquide Mittel in Höhe von 7,5 Mio. EUR. Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende -0,3 Mio. EUR (nach 3,0 Mio. EUR im Vorjahr). Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2012 1,2 Mio. EUR als Avallinie genutzt.

Gegenwärtig laufen keine gegen ecotel eingeleiteten Rechtsstreitigkeiten mit einem Streitwert von mehr als 5.000 EUR.

Mögliche Zinsrisiken, die durch Änderungen der Marktzinssätze entstehen könnten, werden durch Zinsswaps bzw. Festsatzdarlehen gesichert.

Währungsrisiken, die sich durch Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen ergeben, werden spätestens zum Zeitpunkt ihrer Entstehung gesichert. Dabei kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Der Einsatz solcher derivativen Finanzinstrumente dient ausschließlich der Sicherung und wird nicht zur Spekulation eingesetzt. Weitere Informationen zum Einsatz von Derivaten sind im Anhang enthalten.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung für die Bereiche Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.

Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für die wesentlichen Vorleistungsprodukte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird.

Ein strategisches Risiko ist weiterhin die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis, der noch nicht ausreichend durch eigene Neuprodukte kompensiert werden konnte. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, kann dies auch signifikante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.

Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen (bspw. verpflichtende Preisansagen bei Call-by-Call Gesprächen) beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen.

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass ecotel auch 2013 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.

Neue Marktentwicklungen in den Bereichen Voice over IP und Hosted PBX

Ein wichtiges Trendthema der Telekommunikation ist die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) in Kombination mit Voice over IP. Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. ecotel beobachtet aufmerksam diese Entwicklungen und plant mittelfristig, seine Kundenbasis in Ergänzung zum ISDN-Vollanschluss auf sogenannte NGN (Next Generation Network)-Voice Anschlüsse zu schwenken. Unter anderem können die Kunden damit innovative Dienstleistungen (z.B. konvergente Festnetz- und Mobilfunkprodukte, Unified Communication) nutzen. Gleichzeitig könnte ecotel von signifikanten Kosteneinsparungen profitieren.

Ausbau der Vertriebsaktivitäten im Datenbereich

Für 2013 plant ecotel weiteres Wachstum im Datenbereich. Unter anderem sollte die in 2012 erfolgte Erweiterung der bestehende Ethernet- und SHDSL-Produktpalette um neue Funktionalitäten (Auslandsabdeckung, MPLS Integration) und Kapazitäten (SHDSL 10 Mbps) zu weiteren Vertriebserfolgen führen.

Replikation des Allianz Projektauftrags zur sicheren Unternehmensvernetzung auch bei anderen Großkunden

Die Umsetzung des Allianz-Projekts sowie der Connectivity-Lösung zur sicheren Unternehmensvernetzung ermöglicht ecotel beste Möglichkeiten, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden umzusetzen. Hierzu gehört insbesondere der Ende-zu-Ende Infrastruktur-Service angefangen vom Kundenrouter über verschiedene Anbindungstechnologien bis hin zu den zentralen Netzkomponenten wie Web Proxy, Firewalls, Intrusion Detection bei einem interaktiven Monitoring Service rund um die Uhr.

Aufsetzen strategischer Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT

Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, das heißt die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Cloud Computing ist auch eines der beherrschenden Trendthemen. Betrachtet man den für Geschäftskunden besonders wichtigen Bereich der Private-Cloud-Lösungen, so bewegt sich der deutsche Markt, gemäß einer Erhebung des BMWI, bereits auf einem jährlichen Umsatzniveau von>2 Mrd. EUR. Bis 2025 wird hier ein enormes Wachstum von>30% pro Jahr auf ca. 10 Mrd. EUR erwartet. Markttreibende Lösungen sind hier u.a. zentrale ERP/CRM-Lösungen, Voice und Video over IP, IaaS und dazu passende Infrastrukturdienste, welche die Daten schnell und sicher für die Kunden transportieren.

Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste -beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN Lösungen und Housing/Colocation Services im ecotel Rechenzentrum. Hierzu hat ecotel eine strategische Kooperation mit Fujitsu aufgesetzt, um das Thema "Cloud" näher an den Mittelstand heranzuführen.

ecotel plant auch für andere IT-nahe Dienstleistungen wie Security oder Virtualisierung ähnlich gelagerte Kooperationen, um gemeinsam mit Partnern vom Marktwachstum profitieren zu können.

Vermarktung von konvergenten Festnetz- und Mobilfunkprodukten

Die in 2012 mit Vodafone unterzeichnete Kooperationsvereinbarung beim Mobilfunk ermöglicht es ecotel, konvergente Festnetz- und Mobilfunk-Produkte mit einer kostenlosen Erreichbarkeit der kundeneigenen Vodafone Mobilfunkkarten von den ecotel Vollanschlüssen aufzusetzen. Hier bieten sich neue Umsatzchancen für ecotel.

Einmalerträge aus Klageverfahren

ecotel führt gegenwärtig zwei aktive juristische Auseinandersetzungen. Beide Verfahren sind derzeit offen und können in den nächsten Jahren zu erheblichen sonstigen betrieblichen Erträgen führen.

4. HINWEISE ZU PROGNOSEN

Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel-Gruppe liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel-Gruppe wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.

V. PROGNOSEBERICHT

Mittelfristige Steigerung des Umsatzes und des EBITDA bis 2015

Das Management verfolgt das mittelfristige Ziel, bis 2015 seinen Umsatz auf 100 Mio. EUR sowie das EBITDA auf 10 Mio. EUR zu steigern. Möglich werden soll dies im Wesentlichen durch eine Steigerung des B2B Umsatzes von aktuell 40 Mio. EUR auf 50 Mio. EUR bis 2015. Unter anderem soll dies durch Umsatzsteigerungen mit Produkten der Bereiche Vollanschluss, Datendienste, Mobilfunk sowie den sogenannten Managed Services erreicht werden.

Kurzfristige Erhöhung der Nettofinanzverbindlichkeiten

Aufgrund der erheblichen Vorlaufinvestitionen in Höhe von 4-5 Mio. EUR im Rahmen des Allianz Projekts gehen wir für 2013 von einem Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten verglichen mit dem Vorjahr aus. Die genannten Investitionen sind allerdings vertraglich besichert und amortisieren sich über die Vertragslaufzeit bis 2018.

Prognose 2013 und 2014

Für 2013 erwartet das Unternehmen einen Konzernumsatz von ca. 80-90 Mio. EUR bei steigenden B2B-Umsätzen. Der geplante Umsatzrückgang im Vergleich zu 2012 erklärt sich durch die Reduzierung der Mobilfunk Terminierungsentgelte, die 1:1 an andere Carrier weitergegeben werden und so zu einer korrelierenden Reduzierung der Umsätze im Wiederverkäufersegment führen. Die Gesellschaft erwartet zudem für 2013 ein EBITDA von 6-7 Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2014 wird eine Konzern-Umsatz- und Konzern-EBITDA-Entwicklung erwartet, die im Einklang mit den mittelfristigen Konzern-Umsatz- und Konzern-EBITDA-Zielen steht.

VI. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel Communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate Governance Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6000&companyName=ecotel&language=German) dauerhaft zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 19. März 2013

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Bernhard Seidl

Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 19. März 2013

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Bernhard Seidl

Achim Theis

Konzernabschluss 2012 der ecotel communication ag, Düsseldorf

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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EUR Anhang 31.12.2011 31.12.2012
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte (1) 16.967.170,81 13.793.947,48
II. Sachanlagen (2) 5.079.565,01 5.940.228,48
III. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen (3) 1.586.134,39 1.410.000,00
IV. Sonstige Finanzanlagen (3) 25.000,00 3.800,00
V. Langfristige Forderungen (4) 623.799,25 0,00
VI. Latente Ertragsteueransprüche (7) 193.361,40 0,00
Summe Langfristige Vermögenswerte 24.475.030,86 21.147.975,96
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (5) 88.777,48 145.446,68
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 13.424.477,59 12.513.716,87
III. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (6) 1.211.435,67 1.320.467,33
IV. Tatsächliche Ertragsteueransprüche (7) 9.194,76 26.783,10
V. Finanzmittel (8) 6.235.215,59 7.533.432,71
Summe Kurzfristige Vermögenswerte 20.969.101,09 21.539.846,69
Summe Aktiva 45.444.131,95 42.687.822,65
Passiva
EUR Anhang 31.12.2011 31.12.2012
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (9) 3.752.500,00 3.685.096,00
II. Kapitalrücklage (9) 1.678.036,50 1.443.254,38
III. Sonstige Rücklagen (9) 15.087.043,00 12.460.818,74
Summe Konzernaktionären zuzurechnendes Eigenkapital 20.517.579,50 17.589.169,12
IV. Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter (9) 900.115,78 1.733.550,34
Summe Eigenkapital 21.417.695,28 19.322.719,46
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
I. Latente Ertragsteuern (10) 979.058,08 687.973,30
II. Langfristige Darlehen (11) 6.609.375,00 4.831.250,00
III. Sonstige Finanzschulden (11) 0,00 0,00
Summe Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7.588.433,08 5.519.223,30
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
I. Tatsächliche Ertragsteuern (10) 313.903,36 669.730,47
II. Finanzschulden (11) 2.715.502,70 2.488.715,17
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (11) 11.555.216,98 12.968.031,77
IV. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen (11) 133.765,95 213.230,42
V. Sonstige Verbindlichkeiten (1 1) 1.719.614,60 1.506.172,06
Summe Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 16.438.003,59 17.845.879,89
Summe Passiva 45.444.131,95 42.687.822,65

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2012

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EUR Anhang 1.1. - 31.12.2011 1.1. - 31.12.2012
1. Umsatzerlöse (14) 84.481.325,08 94.298.086,24
2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 1.599.973,98 993.908,39
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 849,00 112.369,10
4. Gesamtleistung 86.082.148,06 95.404.363,73
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (16) -59.854.073,84 -69.245.049,97
6. Personalaufwand (17)
6.1 Löhne und Gehälter -8.398.146,02 -8.674.355,50
6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.306.711,76 -1.361.179,63
7. Planmäßige Abschreibungen (18) -3.309.930,54 -3.379.539,88
8. Außerplanmäßige Wertminderungen (18)
8.1 von langfristigen Vermögenswerten -541.547,56 -3.072.428,71
8.2 von kurzfristigen Vermögenswerten -104.276,55 0,00
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) -9.471.044,88 -9.279.289,16
10. Betriebliches Ergebnis (EBIT) 3.096.416,91 392.520,88
11. Finanzerträge 144.145,74 645.650,25
12. Finanzaufwendungen -545.365,45 -1.896.681,44
13. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen -12.137,70 -23.690,72
14. Finanzergebnis (20) -413.357,41 -1.274.721,91
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern 2.683.059,50 -882.201,03
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) -982.536,42 -766.422,29
17. Konzernergebnis (= Konzerngesamtergebnis) 1.700.523,08 -1.648.623,32
18. Ergebnisanteil nicht-beherrschender Gesellschafter (22) -627.371,44 -946.265,57
19. Den Aktionären der ecotel communication ag zuzurechnendes Konzernergebnis 1.073.151,64 -2.594.888,89

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EUR Anhang 1.1. - 31.12.2011 1.1. - 31.12.2012
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (23) 0,29 -0,70
Verwässertes Ergebnis je Aktie (23) 0,29 -0,70

Mangels entsprechender Sachverhalte wird auf die Darstellung des "Sonstigen Ergebnisses" ("other comprehensive income") verzichtet.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012

siehe Anhang Tz. 24

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EUR 2011 2012
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und vor Ergebnisanteil nicht-beherrschender Gesellschafter 2.683.059,50 -882.201,03
Zinsergebnis 343.973,04 162.204,98
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.851.478,10 7.230.822,45
Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens 104.276,55 0,00
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen 12.137,70 23.690,72
Cashflow 6.994.924,89 6.534.517,12
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) 66.080,97 0,00
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens -25.801,27 -31.625,06
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 997.660,48 877.797,15
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -487.529,66 -25.443,09
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.246.016,46 97.979,79
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) 238.027,16 -119.853,07
Gezahlte (-) / erhaltene (+) Ertragsteuern -276.179,97 -525.906,90
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.261.166,14 6.807.465,94
Einzahlungen aus Abgängen von Sach- und immateriellem Anlagevermögen 142.853,34 33.925,28
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen -1.717.732,09 -2.798.889,30
Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen 119.034,45 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -25.000,00 -3.800,00
Veränderungen aufgrund der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen 0,00 23.835,18
Auszahlungen zum Anteilserwerb von Minderheitsgesellschaftern -113.800,00 0,00
Auszahlungen an nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen -70.000,00 0,00
Zinseinzahlungen 37.020,78 22.321,43
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -1.627.623,52 -2.722.607,41
Aktienrückerwerb 0,00 -333.521,51
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -48.336,00 -153.931,00
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 4.000.000,00 570.000,00
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -7.980.210,86 -2.521.896,53
Zinsauszahlungen -502.956,68 -347.292,37
Mittelab- / zufluss aus Finanzierungstätigkeit -4.531.503,54 -2.786.641,41
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 102.039,08 1.298.217,12
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 6.133.176,51 6.235.215,59
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 6.235.215,59 7.533.432,71

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen den Aktionären der ecotel communication ag zuzurechnendes Eigenkapital Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Anhang (9) Sonstige Gewinnrücklagen Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2011 3.752 1.662 13.918 56 19.388 585
Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe Erstkonsolidierung 0 0 40 0 40 -158
Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH 0 0 0 0 0 -154
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 56 -56 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 0 96 -56 40 -312
Aktienoptionsplan 0 16 0 0 16 0
Konzernergebnis 2011 0 0 0 1.073 1.073 627
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 16 0 1.073 1.089 627
Stand am 31. Dezember 2011 3.752 1.678 14.014 1.073 20.517 900
Entnahme Kapitalrücklage ecotel ag 0 -235 235 0 0 0
Rückkauf eigene Aktien -67 0 -266 0 -333 0
Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH 0 0 0 0 0 -113
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 1.073 -1.073 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -67 -235 1.042 -1.073 -333 -113
Konzernergebnis 2012 0 0 0 -2.595 -2.595 947
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 0 0 -2.595 -2.595 947
Stand am 31. Dezember 2012 3.685 1.443 15.056 -2.595 17.589 1.734

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TEUR Summe
Anhang (9)
--- ---
Stand am 1. Januar 2011 19.973
Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe Erstkonsolidierung -118
Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH -154
Umbuchung Vorjahresergebnis 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -272
Aktienoptionsplan 16
Konzernergebnis 2011 1.700
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 1.716
Stand am 31. Dezember 2011 21.417
Entnahme Kapitalrücklage ecotel ag 0
Rückkauf eigene Aktien -333
Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH -113
Umbuchung Vorjahresergebnis 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -446
Konzernergebnis 2012 -1.648
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -1.648
Stand am 31. Dezember 2012 19.323

Konzernanhang

GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Allgemeine Angaben

Die ecotel communication ag ist ein in Deutschland (Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf) ansässiges Unternehmen und hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen in drei Geschäftsbereichen spezialisiert.

Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet der ecotel Konzern mittelständischen Unternehmen sowie Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen als Komplettpaket aus einer Hand an. Deutschlandweit versorgt ecotel ca. 19.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet die ecotel Gruppe Vorprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden". Neben dem Wholesale Geschäft der ecotel communication ag ist die mvneco GmbH diesem Bereich zugeordnet.

Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easy-bell GmbH mit dem Privatkundengeschäft.

Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.

Die folgende Änderung einer Verlautbarung des IASB war von ecotel im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 erstmals anzuwenden:

Im Oktober 2010 hat das IASB Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben -Übertragung finanzieller Vermögenswerte" veröffentlicht. Durch diese Änderungen wird den Nutzern von Finanzberichten ein besserer Einblick in Transaktionen zur Übertragung von finanziellen Vermögenswerten gewährt. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Im ersten Jahr der Anwendung sind Vergleichsangaben nicht erforderlich. Die Erstanwendung der überarbeiteten Fassung im Konzernanhang zum 31. Dezember 2012 hatte keinen Einfluss.

Vom IASB oder vom IFRS IC veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet und von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet:

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Standard/Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses 1. Juli 2012 1. Juli 2012
Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern": Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte" 1. Januar 2012 1. Januar 2013
Überarbeitung IAS 19 "Mitarbeitervergütungen" 1. Januar 2013 1. Januar 2013
Überarbeitung IAS 27 "Einzelabschlüsse" 1. Januar 2013 1. Januar 2014
Überarbeitung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" 1. Januar 2013 1. Januar 2014
Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente - Darstellung": Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden 1. Januar 2014 1. Januar 2014
Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Hochinflation und Streichung fester Anwendungsdaten 1. Juli 2011 1. Januar 2013
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente - Angaben": Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden 1. Januar 2013 1. Januar 2013
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" 1. Januar 2013 1. Januar 2014
IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" 1. Januar 2013 1. Januar 2014
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" 1. Januar 2013 1. Januar 2014
IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" 1. Januar 2013 1. Januar 2013
IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks" 1. Januar 2013 1. Januar 2013
Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS": Darlehen der öffentlichen Hand 1. Januar 2013 1. Januar 2013

Soweit die genannten Standards/Interpretationen von Relevanz für den Konzernabschluss der ecotel communication ag sind, wird im Folgenden eine Kurzbeschreibung des Inhalts dieser Neuerungen bzw. Änderungen sowie eine erste Einschätzung ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag wiedergegeben:

Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie zwei überarbeitete Standards (IAS 27, IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen sind in der EU für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS wird möglicherweise Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des ecotel-Konzerns bei zukünftigen Unternehmenszusammenschlüssen haben und zu zusätzlichen Anhangangaben des ecotel-Konzerns führen. Davon ausgenommen ist allerdings die Neufassung des IAS 27, da dieser sich nunmehr ausschließlich auf den Einzelabschluss erstreckt, ecotel hingegen keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt.

Mit IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt das IASB ein einheitliches Konsolidierungskonzept ein. Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen "klassischen" Tochterunternehmen (IAS 27) und Zweckgesellschaften (SIC-12) aufgegeben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Mit Inkrafttreten des IFRS 10 wird SIC-12 "Consolidation - Special Purpose Entities" aufgehoben; ebenfalls aufgehoben werden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements".

IFRS 11 "Joint Arrangements" wird IAS 31 "Interests in Joint Ventures" sowie SIC-13 "Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers" ersetzen. Er regelt die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Mit Aufhebung von IAS 31 ist die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode für Gemeinschaftsunternehmen nicht länger zulässig. Die Anwendung der Equity-Methode ist nunmehr in der Neufassung des IAS 28 "Interests in Associates and Joint Ventures" geregelt und erstreckt sich sowohl auf assoziierte Unternehmen als auch Gemeinschaftsunternehmen. Bei Bestehen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit werden die zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge gemäß der Beteiligungsquote unmittelbar in den Konzern und Jahresabschluss des "Joint Operator" übernommen.

In IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" werden sämtliche Angabepflichten, die im Konzernabschluss in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen zu tätigen sind, zentral gebündelt.

Die Neufassung des IAS 27 "Separate Financial Statements" regelt ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen im Jahresabschluss sowie zugehörige Anhangangaben (Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB). Die Neufassung des IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" regelt die Einbeziehung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode.

Ebenfalls im Mai 2011 hat das IASB den IFRS 13 "Fair Value Measurement" veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung schafft das IASB einen einheitlichen übergreifenden Standard zur Fair Value-Bewertung. IFRS 13 ist verpflichtend prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. IFRS 13 regelt, wie zum Fair Value zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Fair Value-Bewertung (oder die Fair Value-Angabe) vorschreibt. Es gilt eine neue Fair Value-Definition, die den Fair Value als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen am Bewertungsstichtag charakterisiert. Der Standard gilt nahezu allumfassend, lediglich IAS 2 "Inventories", IAS 17 "Leases" und IFRS 2 "Share-based Payment" sind ausgenommen. Während für Finanzinstrumente der Umfang dieser Vorschriften nahezu unverändert bleibt, ist dies für andere Sachverhalte (z. B. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) nunmehr umfassender bzw. präziser geregelt. Die bereits bekannte dreistufige Fair Value-Hierarchie ist übergreifend anzuwenden. Die Anwendung des IFRS 13 führt voraussichtlich zu erweiterten Anhangangaben im ecotel-Konzernabschluss.

Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und er damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Ecotel prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows, geht jedoch derzeit von keinen wesentlichen Änderungen aus.

Ebenfalls im Dezember 2011 hat das IASB in IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" erweiterte Angabepflichten zu Saldierungsrechten veröffentlicht. Neben erweiterten Angaben zu nach IAS 32 tatsächlich vorgenommenen Saldierungen werden für bestehende Saldierungsrechte unabhängig davon, ob eine Saldierung nach IAS 32 tatsächlich vorgenommen wird, Angabepflichten eingeführt. Die neuen Vorschriften sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Ecotel prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns und geht von erweiterten Angabepflichten aus.

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet, die jedoch noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen wurden. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss ebenfalls nicht vorzeitig angewendet:

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Standard/Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. Januar 2015 Noch unbekannt
Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 1. Januar 2015 Noch unbekannt
Verbesserungen an IFRS 2009-2011 1. Januar 2013 Noch unbekannt
Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Übergangsbestimmungen 1. Januar 2013 Noch unbekannt
Änderungen an IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 27 "Einzelabschlüsse": Kapitalanlagegesellschaften 1. Januar 2014 Noch unbekannt

Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten und Hedge Accounting werden derzeit vom IASB überarbeitet. IFRS 9 schreibt vor, dass finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden zwei Bewertungskategorien zuzuordnen sind: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "at Fair Value". Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, finanzielle Vermögenswerte, die normalerweise der Kategorie "at Amortized Cost" zuzuordnen wären, der Kategorie "at Fair Value" zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstrumente sind zwingend der Kategorie "at Fair Value" zuzuordnen. Der Standard gestattet jedoch beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken erworben wurden, das unwiderrufliche Wahlrecht auszuüben, diese erfolgsneutral direkt im Eigenkapital "at Fair Value" zu designieren. Hieraus erhaltene Dividenden werden erfolgswirksam in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Ecotel prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns.

Ebenfalls im Oktober 2010 hat das IASB die Vorschriften zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Diese werden in IFRS 9 "Financial Instruments" integriert und ersetzen die hierzu existierenden Vorschriften in IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die neue Verlautbarung übernimmt die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39. Vorschriften zur Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten, um die Problematik des eigenen Kreditrisikos zu regeln, werden hingegen im neuen IFRS 9 modifiziert. Das Verbot der Bewertung solcher derivativer Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert, die mit einem nicht notierten Eigenkapitalinstrument verbunden sind und nur durch Lieferung solcher erfüllt werden können, wird eliminiert. Die Verlautbarung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Diese Verlautbarung wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Ecotel prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns.

Die übrigen genannten Änderungen sind ohne Relevanz für den Konzernabschluss der ecotel.

Neben der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung werden eine Kapitalflussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Da ecotel weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2012 über entsprechende Sachverhalte verfügte, wird auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses ("other comprehensive income") im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet.

Das Geschäftsjahr der ecotel communication ag und ihrer voll konsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend EURO (TEUR) angegeben.

Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung erfolgt am 25. März 2013 durch Weitergabe vom Vorstand an den Aufsichtsrat der ecotel communication ag.

Konsolidierungsgrundsätze

Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden -unabhängig von der Beteiligungshöhe -in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und insofern zutreffend in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: bis auf ein Tochterunternehmen alle) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.

Die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte init.voice GmbH wird mit Wirkung zum 1. Januar 2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaft wurde am 9. November 2011 mit einem Stammkapital von TEUR 25 durch die easybell GmbH gegründet. Aufgrund der geringfügigen Geschäftstätigkeit wurden für die Erstkonsolidierung die wirtschaftlichen Verhältnisse zum 1. Januar 2012 zugrundegelegt. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der init.voice GmbH wiesen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 1. Januar 2012 die folgenden Buchwerte auf, die mangels vorhandener stiller Reserven auch deren Zeitwerten entsprachen:

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Init.voice GmbH

TEUR
Buchwert Anpassungsbetrag an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwert 0,0 1,4 1,4
Immaterielle Vermögenswerte 26,2 0,0 26,2
Sachanlagen 0,4 0,0 0,4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,2 0,0 0,2
Liquide Mittel 23,8 0,0 23,8
Sonstige Schulden -27,0 0,0 -27,0
Gründungskapital 23,6 1,4 25,0

Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung.

Im Berichts- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:

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Vorjahreszahlen in Klammern Anteil am Kapital

in %2)
Eigenkapital

in TEUR2)
Ergebnis

in TEUR2)
Umsatz

in TEUR2)
Mitarbeiter1) (Durchschnitt)2)
ecotel private GmbH 100,0 644 196 17 0
Düsseldorf (100,0) (931) (304) (23) (0)
easybell GmbH 50,98 369 4 3.569 9
Potsdam (50,98) (365) (-81) (2.456) (12)
carrier-services.de GmbH 100,0 478 282 2.858 3
Berlin (100,0) (196) (66) (2.046) (0)
sparcall GmbH 100,0 2.634 1.326 3.665 0
Potsdam (100,0) (1.308) (834) (4.640) (0)
init. voice GmbH 100,0 112 88 383 1
Berlin (100,0) (24) (-1) (0) (0)
nacamar GmbH 100,0 2.207 -6 2.671 15
Düsseldorf (100,0) (2.913) (653) (3.488) (17)
mvneco GmbH 48,65 -2.981 492 4.529 14
Düsseldorf (48,65) (-3.472) (-27) (3.292) (13)
synergyPlus GmbH 49,9 -679 -168 370 8
Rathenow (49,9) (-511) (-129) (333) (12)
Mediagate Participations S.à.r.l. 20,3 16 -2 0 0
Mamer (Luxemburg) (0,0) (0) (0) (0) (0)

1) ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende

2) Vorjahreszahlen in Klammern

Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist.

Beteiligungserwerbe und -Veräußerungen

Am 23. Mai 2012 hat die ecotel communication ag einen Kapitalanteil von 20,27 % an der neu gegründeten Mediagate Participations S.a.r.l. mit Sitz in Mamer (Luxemburg) in Höhe von TEUR 4 übernommen. Da diese Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2012 noch kein wesentliches operatives Geschäft ausführte, ist die Beteiligung an dieser Gesellschaft im Konzernabschluss mit den Anschaffungskosten von TEUR 4 ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften der IFRS bestimmt.

Für den Konzernabschluss wurden zudem die ergänzenden Bestimmungen des § 315a HGB beachtet.

Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu setzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Anderenfalls werden Fremdkapitalkosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen, wie im Vorjahr, im Ecotel-Konzern nicht vor.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist, die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, vorhanden ist.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich einem Wertminderungstest auf der betreffenden Cash Generating Unit unterzogen.

Nach IAS 36 ist der Buchwert dem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag definiert sich dabei als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

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Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 3 - 5 Jahre
Entwicklungskosten 5 Jahre
Software 3 Jahre
Kundenstamm 6 - 18 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

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Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 7 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden auf Basis marktgerechter Zinssätze abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird bei Vorliegen einzelfallbezogener Hinweise durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten bei finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden auf Basis marktgerechter Zinssätze abgezinst. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Latente Steuern auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge der inländischen Konzerngesellschaften wurden wie im Vorjahr mit 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 13-16 % gerechnet. Diese Sätze wurden entsprechend für die Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen verwendet, soweit sich die Differenzen in der Zukunft umkehren. Ausländische Konzerngesellschaften bestehen derzeit nicht.

Derivative Finanzinstrumente werden in der ecotel Gruppe zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus der Fremdfinanzierung der Geschäftstätigkeit sowie zur Absicherung von Währungskursrisiken aus erwarteten Fremdwährungstransaktionen eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre Einbuchung erfolgt erstmals am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Die eingesetzten Zinsswap-Kontrakte und Devisentermingeschäfte der ecotel communication ag fallen unter die Finanzinstrumente-Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39.9) und werden bis zu ihrer Ausbuchung im Falle des Auslaufens oder der Ablösung entsprechend ihrer Marktwerte als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bilanziert.

Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Marktpreisen zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel Gruppe betreffen die Kategorie "Kredite und Forderungen". Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet.

Im Mobilfunk-Geschäft werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten und einmalige Bereitstellungsentgelte generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die den Kunden der ecotel in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen.

Umsatzerlöse aus dem Daten- und Internet-Geschäft werden mit Bereitstellung der Leistung erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst.

Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspflege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten und von Vermögenswerten zugrunde liegenden Parameter. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen und die entsprechenden Buchwerte sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.129, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(1) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:

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TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungskosten Kundenbeziehungen Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2012 14.426 6.782 3.193 9.424 0 33.825
Veränderung des Konsolidierungskreises 1 27 0 0 0 28
Zugänge 0 246 46 0 1 .01 6 1.308
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 7 266 0 0 273
Stand 31.12.2012 14.427 7.048 2.973 9.424 1.016 34.888
Abschreibungen Stand 1.1.2012 2.669 5.521 2.384 6.284 0 16.858
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 1 0 0 0 1
Zugänge planmäßig 0 482 501 640 0 1.623
Zugänge außerplanmäßig 2.884 0 0 0 0 2.884
Abgänge 0 5 267 0 0 272
Stand 31.12.2012 5.553 5.999 2.618 6.924 0 21.094
Buchwerte Stand 31.12.2011 11.757 1.261 809 3.140 0 16.967
Buchwerte Stand 31.12.2012 8.874 1.049 355 2.500 1.016 13.794

Im Vorjahr 2011 hatten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt:

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TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungskosten Kundenbeziehungen Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2011 14.666 6.553 3.019 9.424 0 33.662
Veränderung des Konsolidierungskreises -240 -322 0 0 0 -562
Zugänge 0 481 174 0 0 655
Umbuchungen 0 70 0 0 0 70
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2011 14.426 6.782 3.193 9.424 0 33.825
Abschreibungen Stand 1.1.2011 2.534 5.113 1.899 5.614 0 15.160
Veränderung des Konsolidierungskreises -240 -268 0 0 0 -508
Zugänge planmäßig 0 564 485 670 0 1.719
Zugänge außerplanmäßig 375 112 0 0 0 487
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2011 Buchwerte Stand 31.12.2010 2.669 12.132 5.521 1 .440 2.384 1.120 6.284 3.810 0 0 16.858 18.502
Buchwerte Stand 31.12.2011 11.757 1.261 809 3.140 0 16.967

Die Zugänge der aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2012 betrugen TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 174). Diese betreffen eine bei der ecotel communication ag eigenentwickelte Softwarelösung für eine neue Verfügbarkeitsabfrage von Leitungen.

Unter den Kundenbeziehungen sind erworbene Kundenstämme aus dem in 2007 erfolgten nacamar-Erwerb in Höhe von TEUR 2.001 (Vorjahr: TEUR 2.210) enthalten. Ein weiterer Kundenstamm resultiert bei der ecotel aus der früheren ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (TEUR 113, Vorjahr: TEUR 338). Dieser Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren, der Kundenstamm "nacamar" abhängig vom Kundensegment über eine Nutzungsdauer zwischen 10 und 18 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Kundenbeziehungen hinsichtlich der in 2006 erworbenen dSlCOMP GmbH werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 583) ausgewiesen, sie werden über zehn Jahre linear abgeschrieben. Weitere Kundenbeziehungen werden zum Bilanzstichtag bei der easybell GmbH (TEUR 3, Vorjahr: TEUR 9) bilanziert, die linear über sechs Jahre abgeschrieben werden.

Im Berichtsjahr 2012 ergaben sich die unten dargestellten, in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen außerplanmäßigen Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes nacamar in Höhe von TEUR 2.884. Der Goodwill entstand im Rahmen des Erwerbs der Gesellschaft im Jahr 2007. Aufgrund des Verlusts des größten Kunden im ersten Halbjahr 2011 und der zunächst als wahrscheinlich eingeschätzten, jedoch nicht eingetretenen Akquise von zwei Großkunden, wurde dieser Geschäfts- oder Firmenwert im Geschäftsjahr 2012 vollständig wertberichtigt.

Im Vorjahr betrafen die außerplanmäßigen Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 375 die Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte der nacamar (TEUR 350) aufgrund des Wechsels des nacamar-Kunden ZDF sowie der i-cube (TEUR 25) aufgrund des Verkaufs des Reseller-Geschäfts. Weitere außerplanmäßige Wertminderungen von langfristigen Vermögenswerten ergaben sich im Vorjahr bei Lizenzen der i-cube mit TEUR 112 und Anlagen im Bau der ecotel communication ag mit TEUR 54

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich unter Berücksichtigung der in 2012 vorgenommenen außerplanmäßigen Wertminderungen aufgrund gesunkener Werthaltigkeit wie folgt zusammen:

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Cash-Generating Unit (CGU) Buchwert 31.12.2011

TEUR
Außerplanmäßige Wertminderungen 2012

TEUR
Zugang aus Erstkonsolidierung 2012

TEUR
Buchwert 31.12.2012

TEUR
Geschäftskunden 8.732 0 0 8.732
nacamar 2.884 2.884 0 0
easybell 124 0 0 124
carrier-services 17 0 0 17
Init-voice 0 0 1 1
Summe 11.757 2.884 1 8.874

Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Ermittlung des Value in Use Wertminderungstests nach der Discounted Cashflow Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre).

Im Vorjahr ergab sich eine außerplanmäßige Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 375.

Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung der Impairmenttests zugrunde gelegt: Kapitalisierungszinssatz 6,8 % (Vorjahr: 6,0 %) nach Steuern bzw. 9,9 % (Vorjahr: 8,6 %) vor Steuern, Beta-Faktor 1,0 (Vorjahr: 0,9), Debt-Ratio 28 % (Vorjahr: 34 %). Die jährlichen Wachstumsraten für die ersten fünf Jahre betrugen bei der nacamar GmbH 5 % (Vorjahr: 5 %), bei ecotel 4 % (Vorjahr: 0 %) und bei easybell 10 % (Vorjahr 0 %). Für die ewige Rente wurde bei der nacamar GmbH eine Wachstumsrate von 0 % (Vorjahr: 1 %) sowie bei allen anderen Unternehmen ebenfalls eine Wachstumsrate von 0 % (Vorjahr: 0 %) verwendet. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt 31% (Vorjahr: 31 %).

(2) SACHANLAGEN

Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt entwickelt:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2012 5.546 0 8.566 180 14.292
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Zugänge 274 95 1 .41 5 1.020 2.804
Umbuchungen 0 0 61 -61 0
Abgänge 892 0 39 0 931
Stand 31.12.2012 4.928 95 10.003 1.139 16.165
Abschreibungen Stand 1.1.2012 2.662 0 6.442 108 9.212
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Zugänge planmäßig 770 17 968 0 1.755
Zugänge außerplanmäßig 188 0 0 0 188
Abgänge 891 0 39 0 930
Stand 31.12.2012 2.729 17 7.371 108 10.225
Buchwerte Stand 31.12.2011 2.884 0 2.124 72 5.080
Buchwerte Stand 31.12.2012 2.199 78 2.632 1.031 5.940

Die außerplanmäßigen Wertminderungen des Berichtsjahres auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken in Höhe von TEUR 188 betrafen technisch veraltete Kaltwassersätze und fielen in das Segment der Geschäftskunden.

Zum Stichtag bestand gegenüber einem Großhandelspartner eine Abnahmeverpflichtung für Routerhardware in Höhe von rund Mio. EUR 3,0 (Vorjahr: EUR 0).

Im Geschäftsjahr 2011 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2011 5.508 0 7.764 256 13.528
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 -11 0 -11
Zugänge 1 70 0 840 52 1.062
Umbuchungen 0 0 58 -128 -70
Abgänge 132 0 85 0 217
Stand 31.12.2011 5.546 0 8.566 180 14.292
Abschreibungen Stand 1.1.2011 2.125 0 5.489 54 7.668
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 -10 0 -10
Zugänge planmäßig 543 0 1.048 0 1.591
Zugänge außerplanmäßig 0 0 0 54 54
Abgänge 6 0 85 0 91
Stand 31.12.2011 2.662 0 6.442 108 9.212
Buchwerte Stand 31.12.2010 3.383 0 2.275 202 5.860
Buchwerte Stand 31.12.2011 2.884 0 2.124 72 5.080

Leasingzahlungen in Folgejahren

Ausstehende Leasingverpflichtungen bestanden zum 31. Dezember 2012 nur noch aus Operating- und nicht mehr aus Finanzierungsleasingverträgen. Die Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen stellen sich zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:

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TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt 31.12.2012
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 210 212 0 422
Übrige Mietverträge 845 2.940 820 4.605
1.055 3.152 820 5.027

Die Leasingverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von Firmenfahrzeugen. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums.

Aus Finanzierungsleasingverhältnissen der nacamar bestanden ausschließlich im Vorjahr zum 31. Dezember 2011 kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 70.

Zum 31. Dezember 2011 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus Operating- und Finanzierungsleasingverträgen:

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TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt 31.12.2011
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 197 230 0 427
Übrige Mietverträge 1.521 1.105 1.152 3.778
1.718 1.335 1.152 4.205

Die in der Berichtsperiode als Aufwand erfassten Zahlungen aus Leasingverhältnissen sind in Textziffer 19 angegeben.

(3) FINANZANLAGEN

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen handelt es sich mit TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 1.586) um ein Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH, welches jährlich mit 5 % verzinst wird und mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen ist. In Höhe der Veränderung des negativen Equity-Wertes der mvneco GmbH von TEUR 958 im Vorjahr auf TEUR 790 zum 31. Dezember 2012 konnte eine Wertaufholung der Ausleihung in Höhe von TEUR 168 (Vorjahr Abschreibung: TEUR 12) vorgenommen werden. Aufgrund der nachhaltig verminderten Finanzkraft der mvneco GmbH wurde jedoch zusätzlich eine Wertminderung von TEUR 779 gemäß den Bewertungsvorschriften des IAS 28.31 i.V.m. IAS 39 erforderlich, so dass die Ausleihung zum Stichtag einen Buchwert in Höhe von TEUR 1.050 aufweist.

Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten mvneco GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2012 wie im Vorjahr auf TEUR 0, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 254 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft vollständig abgeschrieben werden mussten. Der Buchwert enthielt einen anteiligen Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 131). Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 2.721 sowie Schulden in Höhe von TEUR 5.701 aus.

Ebenfalls den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen zugeordnet ist ein Darlehen an das at equity bewertete Unternehmen synergyPlus GmbH in Höhe von TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 624). Der negative Equity-Wert zum 31. Dezember 2012 betrug TEUR 191 (Vorjahr: TEUR 131) und wurde zum 31. Dezember 2012 durch eine entsprechende Abschreibung des Darlehens berücksichtigt. Über die Equity-Bewertung hinaus wurde eine außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von TEUR 107 vorgenommen, die in der Gesamtergebnisrechnung unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen wurde.

Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten synergyPlus GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 0, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 150 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft vollständig abgeschrieben werden mussten. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 84 sowie Schulden in Höhe von TEUR 763 aus.

Ferner wird in den Finanzanlagen die Beteiligung an der Mediagate Participations S.a.r.l. mit Sitz in Mamer (Luxemburg) ausgewiesen (TEUR 4).

(4) LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

Die langfristigen Forderungen des Vorjahres umfassen im Wesentlichen das im aktuellen Geschäftsjahr in die nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen gem. IAS 28.29 umgegliederte Darlehen, welches von der ecotel communication ag an die synergyPlus GmbH ausgereicht wurde.

(5) VORRÄTE

Der ausgewiesene Vorratsbestand betrifft im Wesentlichen Router. Diese werden den Kunden bei Abschluss eines Dienstleistungsvertrags über dessen Dauer befristet zur Verfügung gestellt und bei Nutzungsbeginn dem planmäßig abzuschreibenden Sachanlagevermögen zugeordnet. Eine Abwertung der sich noch nicht im Einsatz befindlichen Endgeräte auf den Nettoveräußerungswert hat sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.

(6) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

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TEUR Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2011 Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen Dritte 0 13.337 0 12.460
gegen verbundene Unternehmen 0 27 0 0
gegen assoziierte Unternehmen 0 60 0 54
0 13.424 0 12.514
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0 286 0 361
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0 925 0 959
0 1.211 0 1.320

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen im Vorjahr bestanden gegen die zum damaligen Zeitpunkt nicht konsolidierte init.voice GmbH. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der sehr kurzfristigen Zahlungsziele den beizulegenden Zeitwerten.

(7) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE

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TEUR 31.12.2011 31.12.2012
Latente Ertragsteueransprüche 193 0
Effektive Ertragsteueransprüche 9 27
202 27

Die latenten Ertragsteueransprüche betrafen im Vorjahr mit TEUR 193 latente Steueransprüche aufgrund bestehender körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge bei zwei Tochterunternehmen. Aufgrund des Verbrauchs dieser steuerlichen Verlustvorträge bestanden zum 31. Dezember 2012 keine aktiven latenten Steuern mehr aus Verlustvorträgen. Die effektiven Ertragsteueransprüche betreffen ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Zinsabschlagsteuerguthaben.

(8) FINANZMITTEL

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TEUR 31.12.2011 31.12.2012
Guthaben bei Kreditinstituten 6.212 7.532
Kassenbestand und Schecks 23 1
6.235 7.533

(9) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Die Anzahl der zum 31. Dezember 2012 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.685.096 (Vorjahr: 3.752.500) Stück (nach Verrechnung der selbst gehaltenen 214.904 (Vorjahr: 147.500) Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben. Durch den Rückkauf von Aktien im Geschäftsjahr reduzierte sich das Grundkapital in 2012 um TEUR 67.

Aktienbasierte Vergütung

Aufgrund der Nichterreichung der Erfolgsziele sind alle ausgegebenen Bezugsrechte aus dem früheren Aktienoptionsplan gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung der ecotel communication ag vom 27. Juli 2007 zum 30. September 2011 verfallen.

Die letztmalige zeitanteilige Zuführung zur Kapitalrücklage wurde im Vorjahr mit TEUR 17 im Personalaufwand erfasst. Insgesamt wurden bis zum Auslaufen dieses Aktienoptionsplans TEUR 318 der Kapitalrücklage zugeführt.

Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter betreffen die indirekten Minderheitenanteile am Eigenkapital der easybell GmbH (TEUR 181, Vorjahr: TEUR 179), der sparcall GmbH (TEUR 1.279, Vorjahr TEUR 629), der carrier-services.de GmbH (TEUR 231, Vorjahr: TEUR 92) und der erstmals einbezogenen init.voice GmbH (TEUR 43).

Aktienbesitz

Folgende wesentliche Beteiligungen über 10 % werden an der Gesellschaft gehalten:

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TEUR %
Peter Zils 25,64%
eigene Aktien 5,51%
Streubesitz 19,89%
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09%
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 14,56%
PVM Private Values Media AG 9,31%

ecotel communication ag: Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

05.01.2012

Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung übermittelt durch die DGAP -ein Unternehmen der EquityStory AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Mitteilung der Gesellschaften

1) Augur Financial Opportunity SICAV, Luxemburg, Luxemburg

2) Augur Financial Holding II S.A., Luxemburg, Luxemburg

3) Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland

4) Augur Capital GmbH, Bad Soden am Taunus, Deutschland

5) Augur Zwei Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland,

dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, am 29. Dezember 2011 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,092 % (das entspricht 3600 Stimmrechten) betragen hat.

Die Stimmrechte werden gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG gänzlich allen unter 1) bis 5) genannten Gesellschaften zugerechnet.

Mitteilung der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf, Deutschland, vom 30. Dezember 2011, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf, am 29. Dezember 2011 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,092 % (das entspricht 3600 Stimmrechten) betragen hat.

Weitere Mitteilungen:

23.05.2012

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG

Der Vorstand der ecotel communication ag (WKN 000585434/ISIN DE0005854343) hat heute beschlossen, in der Zeit vom 25. Mai 2012 bis zum Ablauf des 30. September 2012 bis zu 100.000 eigene Aktien (das entspricht 2,6 % des derzeitigen Grundkapitals) zurückzukaufen. Der Erwerb soll über die Börse erfolgen. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den drei Handelstagen vor dem Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Bei Zugrundelegung der Schlusskurse der Aktie im XETRA-Handel an den letzten drei Handelstagen vor dem Tage der Beschlussfassung entspricht dies einem Rückkaufvolumen von bis zu ca. 0,51 Millionen Euro.

Der Vorstand macht damit von dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 30. Juli 2010 Gebrauch, der den Vorstand bis zum 29. Juli 2015 zum Erwerb eigener Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals ermächtigt hat. Die zurück erworbenen Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Der Rückkauf der Aktien erfolgt unter Führung eines Kreditinstituts in Übereinstimmung mit §§ 14 Abs. 2, 20a Abs. 3 WpHG unter Anlehnung an die sog. Safe-Harbor-Regelung gemäß Verordnung (EG) Nr. 2273/2003. Das beauftragte Kreditinstitut trifft seine Entscheidungen über den Zeitpunkt des Aktienerwerbs unabhängig und unbeeinflusst von der ecotel communication ag.

24.08.2012

Mitteilung der ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG, dass ihr Anteil an eigenen Aktien an der ecotel communication ag, Düsseldorf, Deutschland, (ISIN: DE0005854343) am 22. August 2012 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,02 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 195.800, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).

Kapitalmanagement

Der ecotel-Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das gesamte bilanzielle Eigen- als auch das Fremdkapital. Zusammenfassende quantitative Angaben zum gemanagten Kapital sind der Bilanz sowie den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese Financial Covenants bestehen aus der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA und dem Verhältnis EBITDA zu Umsatzerlösen. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die Financial Covenants überprüft. Dabei werden auch künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Bei allen drei derzeitigen Covenants lag die ecotel im Geschäftsjahr 2012 deutlich innerhalb der vorgegebenen Intervalle.

(10) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERN

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TEUR Anfangsbestand 1.1.2012 Verbrauch Auflösung Zuführung Umbuchungen/ Saldierung Endbestand 31.12.2012
Tatsächliche Ertragsteuern 314 165 0 521 0 670
Latente Ertragsteuern 979 291 0 0 0 688
Rückstellungen Ertragsteuern 1.293 456 0 521 0 1.358
Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 314 165 0 521 0 670

(11) SONSTIGE FINANZSCHULDEN, VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt 31.12.2011 Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt 31.12.2012
Kreditverbindlichkeiten 2.716 9.325 2.489 7.320
Sonstige 0 0 0 0
Finanzschulden 2.716 9.325 2.489 7.320
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.555 11.555 12.968 12.968
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 134 134 213 213
Sonstige Steuern 330 330 167 167
Soziale Sicherheit 41 41 11 11
auszuzahlende Löhne und Gehälter 408 408 412 412
Sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten 192 192 98 98
Abschlussprüfung/Aufsichtsrat 102 102 133 133
Sonstige 647 647 685 685
Sonstige Verbindlichkeiten 1.720 1.720 1.506 1.506

Aus der Bewertung eines Zinsswaps zum beizulegenden Zeitwert resultierten finanzielle Schulden von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 83). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten.

Aus der Bewertung eines Wechselkurssicherungsgeschäfts zum beizulegenden Zeitwert resultierten finanzielle Schulden von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 0). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten.

Die Kreditverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ein in 2009 aufgenommenes KfW Innovationsdarlehen in Höhe von TEUR 5.000, ein in 2011 aufgenommenes Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 4.000, ein in 2012 aufgenommenes KfW Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 570 sowie die Zeitwerte des Zinsswaps und Wechselkurssicherungsgeschäfts. Das in 2009 aufgenommene Darlehen besteht hälftig aus einer Fremdkapitaltranche und hälftig aus einer Nachrangtranche. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von zehn Jahren, die Verzinsung ist fest. Das in 2011 aufgenommene Darlehen hat eine Laufzeit von zwei Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge. Zur Sicherung wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet. Das in 2012 aufgenommene Darlehen hat eine Laufzeit von fünf Jahren, die Verzinsung ist fest. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich um die in 2013 fällige Tilgung der drei Darlehen.

(12) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Bonitätsänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Der Konzern setzt seit dem Geschäftsjahr 2012 derivative Finanzinstrumente in der Form von Devisentermingeschäften zur Absicherung von US-Dollar Fremdwährungsrisiken aus zukünftigen erwarteten Auszahlungen in Fremdwährung ein. Ende 2012 bestanden fünf Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von TEUR 3.290. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet. Die Laufzeit der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurzfristigen Bereich. Da das Währungsrisiko in den abgelaufenen Geschäftsjahren gering war, wurden bisher keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.

Zinsrisiko: Im ecotel Konzern bestehen Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden des Konzerns. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen erfolgen Absicherungen durch derivative Finanzgeschäfte. Ende 2012 bestand ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen von TEUR 2.000. Ende 2011 bestanden drei Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von TEUR 6.250. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet. Bei der betriebswirtschaftlichen Interpretation der positiven oder negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen Grundgeschäfte mit kompensierenden Risiken gegenüberstehen. Die Laufzeit der abgeschlossenen Zinsderivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurz- bis mittelfristigen Bereich.

Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen oder nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen für Forderungen 2012

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TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Gesamt 31.12.2012
Stand 1.1.2012 362 0 362
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 17 0 17
Abgänge 177 0 177
Stand 31.12.2012 202 0 202

Wertberichtigungen für Forderungen 2011

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TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Gesamt 31.12.2011
Stand 1.1.2011 441 85 526
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 0 0 0
Abgänge 79 85 164
Stand 31.12.2011 362 0 362

Die Wertberichtigungen betreffen vollständig die Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen".

Zum 31. Dezember 2012 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:

Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen

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TEUR Bruttowert Wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
31.12.2012 bis 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.716 202 522 170 59 24
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.320 0 0 0 0 0
14.036 202 522 170 59 24

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Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
TEUR über 120 Tage
--- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 214
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0
214

Einzelwertberichtigungen werden bei Vorliegen von Wertminderungshinweisen auf überfällige ausfallbedrohte finanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt. Bei den nicht fälligen, nicht wertberichtigten Forderungen wird die Einbringlichkeit in vollem Umfang erwartet.

Die dargestellten nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 287) betreffen Forderungen, deren Einbringung noch erwartet wird. Hiervon betreffen TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) das Barter-Geschäft der nacamar GmbH, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen passiviert sind.

Zum 31. Dezember 2011 ergab sich folgende Situation:

Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen

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TEUR Bruttowert Wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
31.12.2011 bis 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.786 362 174 379 410 25
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.211 0 0 0 0 0
14.997 362 174 379 410 25

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Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
TEUR über 120 Tage
--- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 287
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0
287

In der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:

Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

ecotel verfügt ausschließlich über Finanzinstrumente der Stufen 1 und 2. Während des Geschäftsjahres 2012 wurden keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 vorgenommen. Alle in der folgenden Darstellung zum 31. Dezember 2012 aufgeführten zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind der Stufe 1 (Flüssige Mittel) und Stufe 2 zugeordnet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten gehören die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr TEUR 83) zur Stufe 2. Diese betreffen zum 31. Dezember 2012 die negativen Marktwerte des gehaltenen Zinsswaps (TEUR 30) bzw. der fünf gehaltenen Devisentermingeschäfte (TEUR 111) der ecotel. Der Vorjahreswert betraf zwei Zinsswaps.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2012 (TEUR)

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Fair Value Buchwerte
Zahlungsmittel und Äquivalente Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- --- --- ---
Flüssige Mittel 7.533 7.533 0 0 0 7.533
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.514 0 12.514 0 0 12.514
Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 1.320 0 1.320 0 0 1.320
Finanzanlagen 1.414 0 0 0 1.414 1.414
GESAMT 22.781 7.533 13.834 0 1.414 22.781

Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2012 (TEUR)

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Fair Value Buchwerte
Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- ---
Finanzschulden kurzfristig 2.489 2.349 140 2.489
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.968 12.968 0 12.968
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 213 213 0 213
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 1.506 1.506 0 1.506
Langfristige Darlehen 4.831 4.831 0 4.831
Sonstige Finanzschulden langfristig 0 0 0 0
GESAMT 22.007 21.867 140 22.007

Zum 31. Dezember 2011 ergab sich folgende Aufteilung:

Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2011 (TEUR)

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Fair Value Buchwerte
Zahlungsmittel und Äquivalente Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7) GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- --- --- ---
Flüssige Mittel 6.235 6.235 0 0 0 6.235
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.424 0 13.424 0 0 13.424
Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 1.211 0 1.211 0 0 1.211
Finanzanlagen 1.611 0 0 0 1.611 1.611
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 624 0 624 0 0 624
GESAMT 23.105 6.235 15.259 0 1.611 23.105

Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2011 (TEUR)

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Fair Value Buchwerte
Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- ---
Finanzschulden kurzfristig 2.716 2.633 83 2.716
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.555 11.555 0 11.555
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 133 133 133
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 1.720 1.720 0 1.720
Langfristige Darlehen 6.497 6.609 0 6.609
Sonstige Finanzschulden langfristig 0 0 0 0
GESAMT 22.621 22.650 83 22.733

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wurden am jeweiligen Bilanzstichtag Aufwendungen in der Gesamtergebnisrechnung von TEUR 59 (Vorjahr: Ertrag TEUR 15) erfasst. Die Effekte resultieren ausschließlich aus den Devisentermingeschäften (Verlust TEUR 111) und dem Zinsswap (Gewinn TEUR 52; Vorjahr ausschließlich Gewinn aus Zinsswaps).

Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2013 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von Mio. EUR 2,3 fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von Mio. EUR 7,5 zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über eine vertraglich vereinbarte Betriebsmittellinie in Höhe von Mio. EUR 2,9, die sich nach Abzug der Avalschulden in Höhe von Mio. EUR 1,2 zum 31. Dezember 2012 auf Mio. EUR 1,7 (Vorjahr: Mio. EUR 1,3) beläuft. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (Restwert: Mio. EUR 7,2) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung des Investitionsdarlehens von TEUR 2.000 sowie der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Schulden

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Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
TEUR 31.12.2012 2013 2014 bis 2017 Ab 2018 2013 2014 bis 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.179 2.348 2.826 2.005 249 621
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 0 0 0 0
Derivative finanzielle Schulden 141 111 0 0 30 0

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Zinszahlungen
TEUR Ab 2018
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 84
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Derivative finanzielle Schulden 0

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:

Tilgungs-Zinszahlungen für finanzielle Schulden

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TEUR Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
31.12.2011 2012 2013 bis 2016 Ab 2017 2012 2013 bis 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.172 2.563 3.458 3.151 335 724
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 70 70 0 0 1 0
Derivative finanzielle Schulden 83 0 0 0 83 0

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TEUR Zinszahlungen
Ab 2017
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 199
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Derivative finanzielle Schulden 0

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung (Finanzschulden) wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 50 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 0 niedriger (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zins- und Währungsderivaten von TEUR 17 und originären variabel verzinslichen Finanzschulden von TEUR -17.

Währungskursrisiken werden ebenfalls gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Relevante Risikovariablen sind nicht funktionale Währungen, in denen Konzerngesellschaften Finanzinstrumente eingehen. Die Sensitivitätsanalyse unterstellt, dass die Werte zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr sind. Eine Aufwertung bzw. Abwertung der jeweiligen Fremdwährung (USD) gegenüber der funktionalen Währung (EUR) um 5 %, hätte sich das operative Ergebnis (EBIT) um Mio. EUR 0,2 reduziert bzw. um Mio. EUR 0,2 gesteigert.

(13) EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN SOWIE SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 1.212 (Vorjahr: TEUR 1.612) für Avalschulden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(14) UMSATZERLÖSE

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TEUR 2011 2012
Inland 74.309 76.710
Ausland 10.172 17.588
84.481 94.298

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche "Geschäftskunden", "Wiederverkäufer" und "New Business" ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt. Umsatzerlöse mit Kunden in der Schweiz beliefen sich auf TEUR 10.761 (Vorjahr: TEUR 5.384) und entfallen ausschließlich auf das Wiederverkäufer-Segment.

(15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2011 2012
Auflösung von Verbindlichkeiten 120 151
Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen 85 51
Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 79 177
Sachbezüge Kfz-Nutzung 200 238
Währungskursgewinne 12 3
Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen 27 32
Übrige 1.077 342
1.600 994

(16) MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.

(17) PERSONALAUFWAND

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TEUR 2011 2012
Löhne und Gehälter 8.398 8.674
Soziale Abgaben 1.307 1.361
- Davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 654 698
9.705 10.035

Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:

Mitarbeiter

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2011 2012
Angestellte 176 176
176 176

Außerdem betrug die Anzahl der Vorstände bzw. Geschäftsführer bei den konsolidierten Konzerngesellschaften 5 (Vorjahr: 6) sowie die der Auszubildenden 9 (Vorjahr: 7). Bei den at equity bewerteten Gesellschaften waren 22 (Vorjahr: 23) Angestellte und 2 (Vorjahr: 2) Geschäftsführer beschäftigt.

(18) PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN UND AUSSERPLANMÄßIGE WERTMINDERUNGEN

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2012 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests außerplanmäßige Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units von insgesamt TEUR 2.884 (Vorjahr: TEUR 375), auf sonstige immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 112) sowie auf das Sachanlagevermögen von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 54).

Außerdem wurden in 2012 kurzfristige und langfristige finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 611 (mvneco) bzw. TEUR 299 (synergyPlus) abgeschrieben (Vorjahr: ausschließlich kurzfristig TEUR 104). Hierin ist das Ergebnis aus der Equity-Bewertung in Höhe von -24 TEUR enthalten.

(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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TEUR 2011 2012
Kosten der Warenabgabe 3.842 3.707
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.246 1.162
Mieten, Pachten, Raumkosten 708 714
EDV-Kosten 1.002 1.135
Sonstige Verwaltungskosten 993 899
Kfz-Kosten 283 437
Vertriebsaufwendungen 447 432
Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen/Forderungsverluste 418 336
Versicherungsbeiträge 182 145
Reparaturen und Instandhaltung 135 241
Leasing 153 26
Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1 0
Übrige 61 45
9.471 9.279

(20) FINANZERGEBNIS

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TEUR 2011 2012
Zinserträge
Zinserträge aus Bankguthaben/Festgeld 19 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 125 132
144 132
Zinsaufwendungen
Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten -486 -345
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Zinsswap) 15 53
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17 -2
-488 -294
Zinsergebnis -344 -162
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten (Devisentermingeschäfte) 0 -110
Kosten der Aktienkurspflege sowie sonstige finanzielle Aufwendungen -57 -93
Abwertung Darlehen mvneco und synergyPlus 0 -886
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -12 -24
-69 -1.113
Finanzergebnis -413 -1.275

(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG

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TEUR 2011 2012
Tatsächliche Ertragsteuern -453 -864
Latente Ertragsteuern -530 98
Ertragsteueraufwand -983 -766

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 15 % (Vorjahr: 15 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.

Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2011 2012
Ergebnis vor Steuern 2.683 -882
Steuersatz im Konzern 31,0 % 31,0 %
Erwarteter Steuerertrag (Vorjahr: erwarteter Steueraufwand) -832 273
Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz -11 84
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge -23 -6
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -189 -1.168
Steuern Vorjahre 0 35
Veränderung Wertberichtigung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 120 0
Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen -4 -7
Sonstige Steuereffekte -44 23
Steueraufwand laut GuV (Aufwand -/Ertrag +) -983 -766
Effektiver Steuersatz in % -36,6 % 86,8 %

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31. Dezember 2012 und zum 31. Dezember 2011 nicht ergeben.

Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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TEUR 2011 aktiv 2011 passiv 2012 aktiv 2012 passiv
Verlustvorträge 193 0 0 0
Sachanlagen/Immaterielle Vermögenswerte 743 1.691 746 1.411
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 57 0 67
Finanzschulden 26 0 44 0
Sonstige Posten 0 0 0 0
Saldierung aktiv/passiv -769 -769 -790 -790
Wertberichtigung 0 0 0 0
193 979 0 688

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.

Es wurden sämtliche ertragsteuerlichen Verlustvorträge zu den Bilanzstichtagen bei der Aktivierung latenter Ertragsteueransprüche berücksichtigt, da in den Folgejahren voraussichtlich ausreichend hohe steuerliche Erträge für deren Nutzung zur Verfügung stehen werden. Bei der ecotel communication ag konnte der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag aus 2011 (TEUR 957) im Geschäftsjahr 2012 vollständig verbraucht werden. Bei der ecotel private wurde der aus dem Vorjahr bestehende ertragsteuerliche Verlustvortrag in Höhe von TEUR 134 in 2012 ebenfalls vollständig verbraucht.

Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at equity bewerteten Beteiligungen werden keine latenten Steuern gebildet, soweit die Bedingungen der Ausnahmeregelung des IAS 12.39 erfüllt sind.

(22) ERGEBNISANTEIL NICHT BEHERRSCHENDER GESELLSCHAFTER

Das den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Ergebnis von TEUR 946 (Vorjahr: TEUR 627) betrifft die anteiligen Jahresergebnisse der easybell GmbH (TEUR 2; Vorjahr: TEUR -40), der sparcall GmbH (TEUR 650; Vorjahr: TEUR 409), der carrier-services.de GmbH (TEUR 138; Vorjahr TEUR 32) und der erstmals einbezogenen init.voice GmbH (TEUR 43). Im Vorjahr waren hier noch die toBEmobile GmbH (TEUR -42) und die i-cube GmbH bis zum Erwerb der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter im November 2011 (TEUR 114) enthalten. Im Zusammenhang mit dem Ergebnisabführungsvertrag mit der easybell GmbH ergab sich in 2012 ein Ausgleichsanspruch des nicht beherrschenden Gesellschafters in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 154).

(23) ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Die bis zum Ende des dritten Quartals 2011 bestehenden 145.000 Stück Aktienoptionen waren grundsätzlich als verwässernde Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Aufgrund der Wertverhältnisse bis zum Verfall der Aktienoptionen lag jedoch der Ausübungspreis dieser Optionen deutlich über dem für die entsprechende Periode notierten durchschnittlichen Börsenkurs der ecotel Aktie. Entsprechend IAS 33.47 hatten diese Optionen zum Vorjahresstichtag keinen verwässernden Effekt, so dass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.

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2011 2012
Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) 1.073.151,64 -2.594.888,89
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 3.752.500,00 3.729.659,95
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,29 -0,70
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,29 -0,70

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

(24) KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einflüsse von Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Finanzmittel".

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

(25) DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNGEN

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der ecotel communication ag ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG das im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag ausgewiesene Bilanzergebnis maßgeblich; dieses beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 549).

(26) ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Das Volumen der an nahestehende Unternehmen erbrachten bzw. in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen
TEUR 2011 2012 2011 2012
--- --- --- --- ---
synergyPlus GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 6 2 297 353
mvneco GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 146 140 1.167 765
init.voice GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 27 0 0 0

Die Forderungen gegen die at equity bewerteten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2012 gegen synergyPlus GmbH TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 59) und gegen mvneco GmbH TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH in Höhe von TEUR 2.619 (Vorjahr: TEUR 2.544) wurde wegen des negativen Equity-Werts der mvneco GmbH und gesunkener Werthaltigkeit zum 31. Dezember 2012 auf TEUR 1.050 abgeschrieben.

Das ebenfalls unter den Finanzanlagen ausgewiesene Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen synergyPlus GmbH in Höhe von TEUR 658 (Vorjahr: TEUR 624) wurde zum 31. Dezember 2012 wegen des negativen Equity-Wertes der synergyPlus GmbH und gesunkener Werthaltigkeit insgesamt auf TEUR 360 abgeschrieben.

Mit folgenden nahestehenden Personen unterhielt der ecotel Konzern in 2012 Leistungsbeziehungen:

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Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen
TEUR 2011 2012 2011 2012
--- --- --- --- ---
Nörr LLP
-aus Lieferungen und Leistungen 0 0 6 5
Qits GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 10 10 785 672
ADCO Umweltdienste Holding GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 143 208 0 0
MPC Service GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 12 2 301 315
GFEI Aktiengesellschaft
-aus Lieferungen und Leistungen 0 0 4 0
Mobile One GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 109 0 0 0
IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH
-aus Lieferungen und Leistungen 1 1 0 0
Close Brothers Seydler Research AG
-aus Lieferungen und Leistungen 0 0 25 25
consultist GmbH
-aus Lieferungen und Leistungen 0 0 132 150
Lars Urban
-aus Lieferungen und Leistungen 0 0 50 47

Vereinbarungen mit der QITS GmbH

Die Qits GmbH, Quality Information Technology Services ("Qits"), deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist, erbringt seit 1999 verschiedene Dienstleistungen für die ecotel communication ag. Neben Dienstleistungen aufgrund des Rahmenvertrages für Software, insbesondere für das Billingsystem der Gesellschaft, betraf dies Druckdienstleistungen, Hardwareerwerb, IT-Leistung, Datenschutz sowie Finanzbuchhaltungs-Dienstleistungen. Zum Stichtag bestanden gegenüber der Qits GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 68).

Vereinbarungen mit der MPC Service GmbH

Zwischen der MPC Service GmbH und ecotel communication ag besteht seit August 2002 ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Service GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von MPC vermittelten Kunden. Zudem erbrachte die Gesellschaft für die ecotel Beratungsdienstleistungen für das Allianz-Projekt. Die Vereinbarung entspricht der Vereinbarung mit den übrigen Vertriebspartnern der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Service GmbH und war ehemaliger Gesellschafter der in 2010 auf ecotel verschmolzenen ADTG GmbH. Zum Stichtag bestanden gegenüber der MPC Service GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 0,02 (Vorjahr: TEUR 0,03) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 40).

Vereinbarung mit der consultist GmbH

Seit 2009 besteht zwischen der consultist GmbH und der sparcall GmbH ein Geschäftsbesorgungsvertrag. In beiden Gesellschaften ist Herr Andreas Bahr der Geschäftsführer. Zum Stichtag bestanden aus Sicht der sparcall GmbH Verbindlichkeiten gegenüber der consultist GmbH in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 12).

ADCO Umweltdienste Holding GmbH

Die ecotel communication ag erbringt seit 2008 verschiedene Dienstleistungen für die ADCO Umweltdienste Holding GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist.

Zum Stichtag bestanden gegen die ADCO Umweltdienste Holding GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 22).

Vereinbarungen mit Close Brothers Seydler Research AG

Seit 2011 besteht zwischen der ecotel communication ag und der Close Brothers Seydler Research AG eine Vertragsbeziehung für die Erbringung von Betreuungsdiensten (Designated Sponsoring) auf den XETRA-Handelsplätzen.

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Sascha Magsamen ist zudem auch Mitglied des Aufsichtsrates der Close Brothers Seydler Research AG. Wie im Vorjahr bestanden zum Stichtag gegenüber der Close Brothers Seydler Research AG keine Verbindlichkeiten.

Vereinbarung mit Lars Urban

Seit 2009 besteht zwischen der easybell GmbH und Lars Urban, Geschäftsführer der easy-bell GmbH, eine Geschäftsbeziehung für die Erbringung von Dienstleistungen und Beratertätigkeiten. Wie im Vorjahr bestanden zum Stichtag gegenüber Lars Urban keine Verbindlichkeiten.

Vereinbarungen mit Noerr LLP

Noerr LLP, eine Partnerschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, erbringt seit November 2005 Beratungsleistungen für die Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Rechtsanwalt und Partner bei Noerr. Zum Stichtag bestanden gegenüber der Noerr LLP Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 0).

In 2012 bezog Frau Sandra Zils, die Frau des Vorstandsvorsitzenden, eine Vergütung als Arbeitnehmerin der ecotel communication ag in Höhe von insgesamt TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14) für ihre Tätigkeit im ecotel-Konzern.

Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen unter Tz. 29 verwiesen.

(27) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien für die Geschäftssegmente bei der ecotel communication ag.

Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:

Im Segment Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von "Komplettpaketen" Sprach-, Daten- und Mehrwertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach- und Datenverkehr aus einer Hand an.
Im Segment Wiederverkäufer vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (einschließlich Reseller und Call-Shops).
Im Bereich New Business ist das Privatkundengeschäft der easybell GmbH sowie das New Media Geschäft der nacamar GmbH zusammengefasst.

Als Segmentergebnis, das seitens des Vorstands zur Unternehmenssteuerung und -überwachung verwendet wird, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden.

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TEUR Geschäftskunden Wiederverkäufer New Business
2011 2012 2011 2012 2011 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 41.563 40.744 30.618 40.837 12.300 12.717
Intersegment Umsätze 0 0 4.392 492 357 447
EBIT 1.805 1.342 551 222 740 -1.171
Jahresergebnis 1.140 -978 371 204 189 -994
Rohertrag 18.717 18.899 1.390 953 4.520 5.201
Planmäßige Abschreibungen -2.288 -2.288 -345 -97 -677 -674
Außerplanmäßige Wertminderungen -54 -188 -138 0 -454 -2.884
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0 0 -12 -24 0 0
Segmentvermögen 23.525 25.130 9.149 7.981 9.038 8.725
Segmentschulden 6.117 7.508 5.431 5.101 1.926 2.751
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1.237 3.425 205 0 276 718

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TEUR Konsolidierung segmentübergreifend Konzern
2011 2012 2011 2012
--- --- --- --- ---
Außenumsätze 0 0 84.481 94.298
Intersegment Umsätze -4.749 -939 0 0
EBIT 0 0 3.096 393
Jahresergebnis 0 119 1.700 -1.649
Rohertrag 0 0 24.627 25.053
Planmäßige Abschreibungen 0 0 -3.310 -3.380
Außerplanmäßige Wertminderungen 0 0 -646 --3.072
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0 0 -12 -24
Segmentvermögen 3.732 852 45.444 42.688
Segmentschulden 10.553 8.005 24.027 23.365
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0 0 1.718 4.143

Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt.

Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verwiesen. Segmentvermögen und Segmentinvestitionen entfallen vollständig auf Deutschland.

(28) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB EINSCHLIESSLICH DER ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) zugänglich gemacht.

(29) ORGANE UND ORGANBEZÜGE

Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2012 wie folgt zusammen:

Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender), CEO
Bernhard Seidl, Ingenieur, München, CFO
Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf, CSO

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2012 bestellt:

Johannes Borgmann, Kaufmann, Wesel (Vorsitzender)
Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin
Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg
Sascha Magsamen, Kaufmann, Frankfurt am Main
Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main

Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2012 wie folgt zusammen:

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TEUR Feste Vergütung Nebenleistungen Erfolgsbezogene Vergütung Aktienoptionsplan Summe Aktienoptionen - Anzahl
Bernhard Seidl 220,0 12,6 0 0 232,6 0
Achim Theis 211,7 16,6 0 0 228,3 0
Peter Zils 300,0 23,2 0 0 323,2 0
Johannes Borgmann 12,7 0 0 0 12,7 0
Brigitte Holzer 8,5 0 0 0 8,5 0
Dr. Thorsten Reinhard 7,0 0 0 0 7,0 0
Mirko Mach 9,5 0 0 0 9,5 0
Sascha Magsamen 7,0 0 0 0 7,0 0
Dr. Norbert Bensel 6,8 0 0 0 6,8 0

Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2012 variable Vergütungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 110) zu. Bei den Vergütungen handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen.

Im Jahr 2011 setzten sich die Vergütungen wie folgt zusammen:

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TEUR Feste Vergütung Nebenleistungen Erfolgsbezogene Vergütung Aktienoptionsplan Summe Aktienoptionen -Anzahl
Bernhard Seidl 198,3 10,2 50,0 12,0 270,5 90.000
Achim Theis 191,7 13,9 35,8 4,9 246,3 30.000
Peter Zils 300,0 22,5 25,0 0 347,5 0
Johannes Borgmann 14,0 0,2 0 14,2 0
Brigitte Holzer 10,0 0 0 10,0 0
Dr. Thorsten Reinhard 7,0 0 0 7,0 0
Mirko Mach 9,5 0 0 9,5 0
Sascha Magsamen 3,0 0,1 0 3,1 0
Dr. Norbert Bensel 5,0 0 0 5,0 0
Dr. Joachim Dreyer 2,5 0,4 0 2,9 0

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TEUR Aktienoptionen -Fair Value bei Begebung
Bernhard Seidl 239
Achim Theis 43
Peter Zils 0
Johannes Borgmann 0
Brigitte Holzer 0
Dr. Thorsten Reinhard 0
Mirko Mach 0
Sascha Magsamen 0
Dr. Norbert Bensel 0
Dr. Joachim Dreyer 0

Zum 31. Dezember 2012 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien:

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Aufsichtsratmitglied Funktion Unternehmen
Johannes Borgmann Geschäftsführer ADCO Umweltdienste Holding GmbH
Member Board of Directors ADCO HOLDINGS, Inc. in Marietta, Georgia 30062, USA
CEO ADCO HOLDINGS, Inc. in Marietta, Georgia 30062, USA
Geschäftsführer ADCO Beteiligungs-GmbH (Ratingen)
Geschäftsführer ADCO Immobilien GmbH (Ratingen)
Geschäftsführer ADCO International GmbH
Präsident des Verwaltungsrates TOI TOI AG in Affoltern (Schweiz)
Geschäftsführer MEPS GmbH in Ratingen
Geschäftsführer QITS GmbH in Ratingen
Mirko Mach Geschäftsführender Gesellschafter MPC Service GmbH, Heidelberg
Dr. Norbert Bensel Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker AG
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker Deutschland GmbH
Mitglied des Aufsichtsrats IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG
Mitglied des Aufsichtsrats Compass Group Deutschland GmbH
Vorsitzender des Aufsichtsrats TransCare AG
Mitglied des Beirats BREUER Nachrichtentechnik GmbH
Mitglied des Beirats IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH
Geschäftsführender Gesellschafter NB Consulting- und Beteiligungs GmbH
Brigitte Holzer Inhaber, Geschäftsführerin Holzer Holding GmbH, Berg
Inhaber, Geschäftsführerin OCTAGON CAPITAL GmbH, Berg
CFO PPRO Financial Ltd.
Sascha Magsamen Vorsitzender des Aufsichtsrats ICM Media AG, Frankfurt am Main
Vorsitzender des Aufsichtsrats Wige Media AG, Köln
Vorsitzender des Aufsichtsrats MediNavi AG, Starnberg
Stellvertr. Vorsitzender des Aufsichtsrats Tyros AG, Hamburg
Mitglied des Verwaltungsrats Novavisions AG, Rotkreuz/Schweiz
Mitglied des Aufsichtsrats Ecolutions GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrats Close Brothers Seydler Research AG, Frankfurt am Main
Vorstand PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main
Vorstand Impera Total Return AG, Frankfurt am Main
Vorstand Inspire AG, Paderborn
Geschäftsführer Frames Filmproduktion GmbH, Wien/Österreich
Geschäftsführer Präzisionsdreherei Johann Kölbel Nachfolger GmbH, Puchheim
Dr. Thorsten Reinhard Partner (Member) Noerr LLP, London
Mitglied des Aufsichtsrats Wackler Holding SE, München

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Ämter in Kontrollgremien i.S.d. § 285 Nr. 10 HGB.

(30) AUFWAND FÜR ABSCHLUSSPRÜFER

Im Geschäftsjahr 2012 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 65). Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer keine Aufwendungen erfasst.

(31) BEFREIUNG VON DER OFFENLEGUNG DES EINZELABSCHLUSSES

Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Düsseldorf, den 19. März 2013

Der Vorstand

Peter Zils

Bernhard Seidl

Achim Theis

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ecotel Communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 25. März 2013

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Schlereth, Wirtschaftsprüfer

Frank, Wirtschaftsprüfer