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ecotel communication ag — Annual Report 2011
Apr 18, 2012
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Annual Report
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ecotel communication ag
Düsseldorf
Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2011
Konzernlagebericht und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011
Konzernlagebericht 2011 der ecotel communication ag
I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
1. ECOTEL IM ÜBERBLICK
Die ecotel Gruppe (nachfolgend "ecotel" genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über drei Geschäftsbereiche: "Geschäftskundenlösungen", "Wiederverkäuferlösungen" und "New Business".
Geschäftskundenlösungen
Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand an.
Die folgende Übersicht zeigt das komplette Produktportfolio im Geschäftskundenbereich:

Geschäftskunden Produktportfolio der ecotel Gruppe
Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, Mietleitungen (Leased Lines) und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Zudem vermarktet ecotel auch eigene Mobilfunkprodukte und bietet Geschäftskunden kombinierte Sprach- und Datentarife zu Festpreisen an.
Über die letzten fünf Jahre hat sich ecotels "Umsatzmix" im Geschäftskundenbereich erheblich verändert. In 2006 erwirtschaftete ecotel noch ca. 94 % der Geschäftskundenumsätze mit reinen Preselect Sprachdiensten. Mittlerweile hat die erfolgreiche Vermarktung der Vollanschlüsse den Vertrieb von reinen Verbindungsminuten über Preselectionangebote nahezu abgelöst. Im Rahmen von kontinuierlichen Kundenbindungsmaßnahmen werden bei Bestandskunden sukzessive Produktwechsel von Preselection auf ecotel Vollanschlüsse durchgeführt. Mittlerweile beträgt der Umsatzanteil von Preselection nur noch ca. 26 % der Geschäftskundenumsätze und wird zukünftig noch weiter zurückgehen, bedingt durch gezielte Produktwechsel und hohe Kündigungsquoten.
Im Gegensatz dazu konnten die neuen Produktbereiche ihre Anteile am Gesamtumsatz deutlich ausbauen. Neben den ecotel Vollanschlüssen haben sich insbesondere die Daten und VPN Umsätze positiv entwickelt. Mit den Vollanschlüssen (43 %), Datendiensten (21 %), Housing/Hosting Dienstleistungen (7 %) sowie Mobilfunk (3 %) steuern zukunftsträchtige und nachhaltige Produktbereiche bereits 74 % zum B2B-Geschäftskundenumsatz bei.

Verlagerung der Umsatzverteilung im Geschäftskundensegment
Je nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 500 aktiven Vertriebspartnern. Damit verfügt ecotel über einen breiten Zugang zu ihrer Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.
Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit mehr als 20.000 kleine und mittelständische Unternehmen mit 40 Millionen Euro Jahresumsatz aus verschiedenen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.
Wiederverkäuferlösungen
Im Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und unterhält hierfür Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über das Wholesale Geschäft wickelt ecotel auch den Großteil seiner nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab. Dem Wiederverkäufersegment zugeordnet ist die Beteiligung der mvneco GmbH als technischer Dienstleister bzw. Enabler für den Mobilfunk.
New Business
Im Bereich "New Business" sind die neuen wachstumsstarken "Geschäftsfelder der ecotel vereint. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem Streaming-Geschäft für Medienunternehmen sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft.
Infrastruktur
Auf der Infrastrukturseite ist das Geschäftsmodell der ecotel effizient und "lean" ausgerichtet.
ecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind die Deutsche Telekom (DTAG), Vodafone, Versatel, Telefonica, QSC und Eplus zu nennen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleistung ist ein Großteil der Kostenbasis der ecotel variabel.
ecotel besitzt ein eigenes Rechenzentrum auf dem Campus des größten Europäischen Internetknotens in Frankfurt a.M. und hält ein eigenes zentrales Voice und Daten Backbone-Netz vor, um eine optimale Netzzusammenschaltung mit allen wichtigen globalen Carriern sicherzustellen.
Für das New-Media-Geschäft unterhält der Konzern ein eigenes Content Delivery Netzwerk (CDN). mvneco GmbH betreibt eine zentrale Mobilfunkplattform.
IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für das Auftragsmanagement sowie die Rechnungsstellung.

ecotel hält eine begrenzt eigene Infrastruktur vor.
2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).
Leitungsorgan
Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden für die Dauer von fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an.
Vergütung der Organmitglieder
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und Vorstandsvergütungsgesetz (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (z.B. Auftragseingang, EBITDA, Net Income, Aktienkursentwicklung) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung [29], "Organbezüge") aufgeführt.
Änderungen der Satzung
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.
Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Kapitalverhältnisse
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel 147.500 eigene Aktien, so dass das ausgegebene Kapital in der Bilanz 3.752.500 EUR beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2011 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2011 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. In den Geschäftsjahren 2009 - 2011 wurden die Erfolgsziele zur Ausübung der ausgegebenen 145.000 Bezugsrechte nicht erreicht und die gewährten Bezugsrechte sind verfallen.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat die Gesellschaft mit Beschluss vom 30. Juli 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 29. Juli 2015. Im Geschäftsjahr 2011 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2011 hält ecotel 147.500 eigene Aktien.
Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2011 mehr als 3 % beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.
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| Aktionär | Aktienbesitz (in %) |
|---|---|
| Peter Zils | 25,64 |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,09 |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 14,56 |
| PVM Private Values Media AG | 9,31 |
| Eigene Aktien | 3,78 |
| Gesamt | 78,38 |
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.
Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote
Die Darlehensgewährung einzelner Banken ist auf der Grundlage erfolgt, dass die Beteiligung von Herrn Peter Zils an der ecotel einen Anteil von 25 % zuzüglich einer Stimme am Grundkapital während der gesamten Laufzeit des Darlehensvertrags nicht unterschreitet oder gänzlich aufgegeben wird. Ferner darf die direkte oder indirekte Beteiligung der ecotel an der nacamar GmbH einen Anteil von 75 % des Stammkapitals nicht unterschreiten. Weitere Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder der ecotel bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme.
Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.
3. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die ecotel communication ag als Muttergesellschaft hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. 2011 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 160 Mitarbeiter, 3 Mitarbeiter mehr als durchschnittlich 2010.
Die Tochterunternehmen und Beteiligungen der ecotel communication ag haben ihre Standorte in Deutschland und beschäftigten 2011 inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden durchschnittlich 56 feste Mitarbeiter (nach 52 Mitarbeitern in 2010).

Struktur und Beteiligungen von ecotel
nacamar GmbH
Die nacamar GmbH wurde ursprünglich 1995 gegründet. Die Gesellschaft firmierte zwischenzeitlich unter World Online und später als Tiscali Business GmbH. Nachdem ecotel in 2007 das Unternehmen zu 100 % erworben hatte und in 2009 das B2B-Geschäft der Gesellschaft auf die Muttergesellschaft verschmolzen hat, agiert nacamar nunmehr als eigenständiger Service Provider im New Media Geschäft und bietet Unternehmen aus der Medienbranche ein weitgefächertes Angebot an Medienapplikationen an. Hierzu gehören die Aufbereitung sowie das Streaming von Audio- und Videoinhalten für verschiedenste Endgeräte, das Management von Medienbibliotheken für Unternehmen sowie eine eigene Werbevermarktung. nacamar betreibt ein eigenes Content Delivery Netzwerk (CDN) sowie die größte deutsche Radio Streaming Plattform (freestream) im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte 2011 durchschnittlich 17 Mitarbeiter (Vorjahr: 17 Mitarbeiter).
ecotel private GmbH
Die ecotel private GmbH ist eine 100%-ige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 gegründet und betreibt Sprachdienste an Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die ecotel private GmbH hält 51 % der Anteile an der easybell GmbH.
easybell GmbH
Die easybell GmbH hat ihren Sitz in Berlin und beschäftigte 2011 durchschnittlich zwölf feste Mitarbeiter. Die Gesellschaft bietet technisch versierten Privatkunden preisaggressive Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig ist die easybell GmbH im Bereich Festnetzanschluss, Sprache sowie DSL unterwegs. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "01028" vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "010010" und "01041" (Tellina) vermarktet. Im November 2011 wurde die init.voice GmbH mit Sitz in Berlin zur Abwicklung des Voice over IP Services gegründet, an der easybell wiederum 100 % der Anteile hält.
mvneco GmbH
ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet. ecotel hält 48,7 % der Anteile des Unternehmens. 2011 beschäftigte die mvneco GmbH durchschnittlich 13 feste Mitarbeiter. Sie fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel communication ag, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.
synergyPLUS GmbH
Die synergyPLUS GmbH, Rathenow, wurde im Februar 2009 gegründet. Die synergyPLUS GmbH agiert als exklusiver Vertriebspartner der ecotel und vermarktet insbesondere die neuen Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter. Das Telesales- und Handelsvertreter-Konzept ermöglicht es, die Fixkosten niedrig zu halten und gleichzeitig den Zugriff auf einen direkt steuerbaren Vertrieb zu haben. 2011 beschäftigte die synergyPLUS GmbH 12 feste Mitarbeiter. ecotel hält 49 % der Anteile des Unternehmens.
toBEmobile GmbH
Die Anteile an der toBEmobile GmbH, Düsseldorf, wurden im Oktober 2011 an André Borutta veräußert.
PPRO GmbH
Ebenfalls wurden im Dezember 2011 die verbleibenden Anteile an der PPRO GmbH, Bad Heilbrunn, an die Nieland Technologies GmbH verkauft.
i-cube GmbH
Im November 2011 verkaufte ecotel den operativen Geschäftsbetrieb der i-cube GmbH, Düsseldorf, an die infinity3 GmbH, Bielefeld. Anschließend erwarb ecotel die ausstehenden Anteile an der i-cube GmbH, um diese auf Basis des Verschmelzungsvertrags vom 7.2.2012 zu Buchwerten auf die ecotel zu verschmelzen.
4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNS
ecotel steuert die drei Geschäftsbereiche nach der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfließen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Kostenträgerverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten sowie die Personalkosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Ebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifische Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste) verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden.
5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen von ecotel im Jahr 2011 (TEUR 174) betreffen im Wesentlichen eigenentwickelte Softwarelösungen und Produktentwicklungen. Bei der ecotel communication ag waren dies in erster Linie das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie neue Schnittstellen zu weiteren Vorlieferanten. Bei der nacamar GmbH umfassten die Entwicklungen im Wesentlichen die Nutzerstatistik, http Caching sowie das Kundenportal.
6. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELD
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland betrug in 2011 laut statistischem Bundesamt 3,0 % - nach 3,6 % Wachstum im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaftskraft hat Ende 2011 einen leichten Dämpfer erhalten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im vierten Quartal 2011 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Für 2012 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von 0,6 %.
Telekommunikations-Marktvolumen sank auch 2011
2011 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland um 0,8 % von 60,8 Milliarden EUR auf 60,3 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2011, S. 5). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich gleichzeitig von 58 % auf 59,4 %.
Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 32,6 Milliarden EUR 54 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.

Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland (in Mrd. EUR)
Der Mobilfunkumsatz reduzierte sich in 2011 trotz zunehmenden Sprachverkehrs von 24,2 Milliarden EUR auf 23,9 Milliarden EUR, im Wesentlichen getrieben durch den signifikanten Rückgang bei den durchschnittlichen Minutenpreisen. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten lag Ende 2011 leicht oberhalb des Vorjahreswertes bei ca. 111 Mio. Stück.
Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber im Festnetz mehr als 15 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 39 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von fast 40 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2011, S. 12). Während jedoch die Zahl der klassischen Vollanschlüsse bei den Wettbewerbern mittlerweile leicht zurückgeht, ist bei den entbündelten Voice-over-IP-Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.

Festnetz-Komplettanschlüsse (in Mio.)
Ende 2011 gab es in Deutschland über 27 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 26 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2010. Dabei entfielen 9 Mio. Anschlüsse (34 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 2 Mio. Anschlüsse (8 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12 Mio. Anschlüsse (44 %) auf die DTAG sowie 4 Mio. Anschlüsse (13 %) auf Kabel-TV. 0,3 Mio. Haushalte (1 %) sind mittlerweile über einen breitbandigen Glasfaserzugang angeschlossen. Die Wettbewerber der DTAG haben einen Marktanteil von 55 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2011, S. 13).
Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, im Wesentlichen bedingt durch den steigenden Anteil der Wettbewerber an eigenen Komplettanschlüssen, dieser Anteil betrug 2011 64 % des gesamten Verkehrsvolumens im Deutschen Festnetzmarkt. Mittlerweile nimmt der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetznetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, fast 84 % ein. Bei Call-by-Call und Preselection (VNB Vorwahl aus dem Netz der DTAG) ist das Volumen dagegen stark rückläufig (Quelle: VATM-Marktanalyse 2011, S. 10).

Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste in Deutschland nach Produkten (in Mio. Minuten pro Tag)
Trends im B2B-Markt
Ähnlich wie im Vorjahr ist die Umsatzentwicklung im Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.
Wichtige TK Trends der Zukunft im Geschäftskundenbereich sind der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (VDSL, FTTH) als auch über Mobilfunk (HSPA+, LTE), die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT.
Der bedeutendste aktuelle IT Trend ist "Cloud Computing" mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in sichere Rechenzentren im Internet, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift.
Weitere wichtige ITK Trends sind mobile Applikationen, IT Security, Social Media, Virtualisierung, Business Intelligence, IT Outsourcing, Business Process Management, Smart Metering und M-Payment (Quelle: Bitkom, 37. Branchenbarometer).
Regulatorische Trends
ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.
Wichtige aktuelle Themengebiete sind:
| ― | Beschleunigung des Ausbaus von hochleistungsfähigen öffentlichen Telekommunikationsnetzen der nächsten Generation inklusive verbesserter Rahmenbedingungen für wettbewerbskonforme Infrastrukturinvestitionen |
| ― | Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandigen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen |
| ― | Netzneutralität (d.h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben) |
| ― | Stärkung des Verbraucherschutzes hinsichtlich der Zeitdauer zur Speicherung von Verkehrsdaten |
Anfang 2012 wurde die Novelle des Telekommunikationsgesetzes verabschiedet.
Die wichtigsten Inhalte sind:
| ― | Investitionsfreundliche Regulierungsgrundsätze (Berücksichtigung von regionalen Besonderheiten, Investitionsrisiken, Unternehmenskooperationen durch die BNetzA) |
| ― | Erhöhung der Planungssicherheit von Unternehmen (z.B. Unternehmen haben Auskunftsrecht über zu erwartende regulatorische Rahmenbedingungen beim Netzausbau) |
| ― | Mitnutzung alternativer Infrastrukturen (z.B. Abwasserkanäle, Energienetze) und Duldungspflicht der Grundstückseigentümer |
| ― | Microtrenching (Verlegen von Glasfaserleitungen in geringerer Tiefe) |
| ― | Stärkung der Verbraucherrechte (u.a. Kostenlose Warteschleifen, Sperren von Mehrwertdiensterufnummern beim Handy, Erleichterung des Wechsels des TK Anbieters, kürzere Vertragslaufzeiten, Preisansage bei Call-by-Call, Stärkung des Datenschutzes z.B. bei Handy Ortung) |
Im Rahmen der EU-Roaming-Verordnung ist zu erwarten, dass in 2012 und den Folgejahren die Sprach- und Datenroaming-Entgelte weiter abgesenkt werden.
7. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2011
Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2011 der ecotel gegeben.
Erfolgreiche Vermarktung der Vollanschlussprodukte
ecotel vertreibt seit Ende 2009 ISDN Sprach- und Datenanschlüsse (sogenannte Vollanschlüsse) auf Basis der Infrastruktur von Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH und deckt damit mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland ab (sogenannte On-net Gebiete). Beim Einkauf dieser Vollanschlüsse bezieht ecotel die ISDN Sprach- und Datenanschlüsse mit einem attraktiven Großhandelsrabatt und senkt somit nachhaltig seine Kostenbasis in On-net Gebieten um 35 % verglichen mit dem Einkauf über den bisherigen Vorlieferanten DTAG. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im Teilnehmernetzbetreiber (TNB)-eigenen Netz erfolgt. Diese Kosteneinsparung erhöht einerseits die Profitabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen an Bestands- und Neukunden vermarkten kann.
Das Vollanschluss-Produkt bildet somit die neue Geschäftsgrundlage der ecotel und trägt signifikant zur Erhöhung des Rohertrags im Geschäftskundensegment bei. Ende 2011 waren bereits 13.000 Vollanschluss-Aufträge aktiv, welche über alternative Vorlieferanten realisiert wurden.
Erfolgreiche Vermarktung der Daten- und VPN-Produkte
Bei der Vermarktung seiner Datenprodukte konnte ecotel in 2011 wesentliche Erfolge feiern. Unter anderem wurden in 2011 135 neue breitbandige Ethernetleitungen und 250 SHDSL Leitungen realisiert. Zudem konnte ecotel in 2011 einen Großauftrag von der ING DiBa zur Anbindung von mehr als 1.200 Geldautomaten abschließen.
Verbesserung der Kostenbasis durch niedrigere Mobilfunk Terminierungsentgelte
Am 24. Februar 2011 gab die Bundesnetzagentur ihre endgültigen Entgeltgenehmigungen für die Mobilfunkterminierung bekannt, die bis 30. November 2012 Bestand haben. Die daraus resultierende Halbierung der Mobilfunkterminierangsentgelte für 2011 war neben der erfolgreichen Vermarktung der Vollanschlüsse ein wesentlicher Treiber zur Erhöhung des Rohertrags der ecotel im letzten Jahr.
Konsolidierung weiterer Tochtergesellschaften
Mit der Veräußerung der Beteiligung an der toBEmobile GmbH sowie der PPRO GmbH hat ecotel den Umfang des Beteiligungsportfolios weiter auf die strategische Gesamtausrichtung der Gesellschaft angepasst. Hierzu zählen auch die Veräußerung des Geschäftsbetriebs der i-cube GmbH und deren anschließende Verschmelzung auf die Gesellschaft.
Vermarktung von neuen Privatkundenprodukten
Die easybell GmbH hat 2011 erfolgreich weitere Geschäftsfelder aufgebaut. Unter anderem startete easybell die Vermarktung einer weiteren Call-by-Call-Rufnummer (01041). Das entbündelte Anschlussprodukt für Sprache und DSL stößt auf hohe Nachfrage. Neuprodukte wie das seit Ende 2011 angebotene VDSL Paket komplettieren das Angebot. Zudem hat das Deutsche Institut für Service-Qualität easybell neben Kabel Deutschland und Netcologne als Deutschlands beste Internetanbieter 2011 ausgezeichnet.
Effizienzsteigerungen der internen und externen Geschäftsprozesse
Die Weiterführung der IT Systemkonsolidierung sowie die Inbetriebnahme der automatisierten Provisionierungsschnittstelle mit Vodafone führten zu einer effizienteren Auftragsbearbeitung und Auftragsabwicklung. Zudem laufen mittlerweile mehr und mehr Prozesse papierlos ab. Die Effizienzsteigerung auf Systemseite ging einher mit einem neuen Auftragsmanagementprozess zur Steigerung der Kundenzufriedenheit. Der vollständige Anschalteprozess (Auftragsprüfung, Auftragsbestätigung, Terminbestätigung, Quality Call, Erstrechnungskontrolle) für Neuprodukte und die zugehörige Kommunikation zwischen ecotel und dem Endkunden läuft über feste Ansprechpartner (Contract Ownership).
II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
1. ERTRAGSLAGE
2011 wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 84,5 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 98,3 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf den Bereich Wholesale sowie in zweiter Linie auf den Geschäftskunden- und New Business-Bereich zurückzuführen. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 7 % von 22,9 Mio. EUR auf 24,6 Mio. EUR. Der Grund für die Verbesserung der Kostenbasis resultiert aus verbesserten Einkaufskonditionen bei Mobilfunk sowie des weiter fortgeschrittenen Migrationsprozesses von Preselection-Kunden auf Vollanschlussprodukte. Die Rohertragsmarge erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 23 % auf 29 %.
Steigende Roherträge im Geschäftskundensegment
Der Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 49 % (Vorjahr: 46 %) an den Gesamterlösen und einen Anteil von 76 % (Vorjahr: 76 %) am Rohertrag der ecotel-Gruppe. Der Umsatz im Geschäftskundensegment betrug 41,6 Mio. EUR verglichen mit 44,8 Mio. EUR im Vorjahr. Der Umsatzrückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist auf den weiterhin anhaltenden Kundenverlust beim klassischen Preselection-Geschäft zurückzuführen, welcher 2011 noch nicht ausreichend durch Neugeschäfte mit Vollanschlüssen, Daten- und Mobilfunkprodukten kompensiert werden konnte. Der Rohertrag lag 2011 bei 18,7 Mio. EUR nach 17,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum, was einer Verbesserung um 7 % entspricht. Die Rohertragsmarge erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 39 % auf 45 %.
Rückläufige Umsätze im Wiederverkäufersegment
Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 36 % (Vorjahr: 39 %) zu den Gesamterlösen und mit 6 % (Vorjahr: 6 %) zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment reduzierte sich um 21 % von 38,7 Mio. EUR auf 30,6 Mio. EUR. Der Rückgang erklärt sich durch die Reduzierung der Mobilfunk Terminierungsentgelte, die 1:1 an andere Carrier weitergegeben werden und so zu einer korrelierenden Reduzierung der Umsätze führen. Der Rohertrag erhöhte sich leicht von 1,3 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 5 %.
Konstante Roherträge im Bereich New Business
Der Geschäftsbereich New Business trug mit 15 % (Vorjahr: 15 %) zu den Gesamterlösen und mit 18 % (Vorjahr: 18 %) zum gesamten Rohertrag bei. Die New-Business-Umsätze reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 14,8 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR, im Wesentlichen verursacht durch den Rückgang des Call-by-Call Sprachvolumen. Der Rohertrag erhöhte sich von 4,2 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohmarge von 37 %.
Höhere sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich in 2011 auf 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0). Die Steigerung erklärt sich im Westlichen durch den Verkauf der Geschäftsaktivitäten der i-cube an die infinity3 GmbH.
Höherer Personalaufwand und niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Personalaufwand erhöhte sich 2011 um 0,2 Mio. EUR von 9,5 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl der ecotel Gruppe erhöhte sich auf 214 (Vorjahr: 206).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht von 9,7 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR.
Signifikante Verbesserung des EBITDA und EBIT
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich 2011 gegenüber dem Vorjahr um 45 % von 4,9 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 8,3 % (Vorjahr: 5,0 %). Im EBITDA ist ein Sondereffekt aufgrund der höheren sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,5 Mio. EUR enthalten.
Die planmäßigen Abschreibungen verhielten sich auf Vorjahresniveau in Höhe von 3,3 Mio. EUR. Hiervon entfallen 1,7 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögensständen wie Entwicklungskosten und Kundenstämmen sowie 1,6 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen.
Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 0,6 Mio. EUR setzen sich im Wesentlichen zusammen aus 0,4 Mio. EUR Abschreibungen auf den Firmenwert (Goodwill) bei der Tochtergesellschaft nacamar, welche auf der Tatsache beruhte, dass ein großer Broadcast Kunde im zweiten Quartal 2011 unerwartet auf den Streaming-Rahmenvertrag eines anderen Fernsehsenders mit einem neuen Vorlieferanten wechselte, sowie aus Abschreibungen auf sonstige immateriellen Vermögensstände in Höhe von 0,1 Mio. EUR und Abschreibungen auf kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,1 Mio. EUR.
Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 3,1 Mio. EUR, nach 1,5 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 106%.
Das Finanzergebnis betrug 2011 -0,4 Mio. EUR nach -0,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2010. Es umfasst Aufwendungen für Zinsen in Höhe von 0,3 Mio. EUR sowie eine Drohverlustrückstellung für den negativen Barwert von Zinsswaps in Höhe von 0,1 Mio. EUR.
Der Steueraufwand für 2011 lag bei 1,0 Mio. EUR und setzt sich aus 0,5 Mio. EUR effektivem Steueraufwand und 0,5 Mio. EUR latentem Steueraufwand durch Ausnutzung der Verlustvorträge zusammen.
Das Konzernergebnis 2011 vor Anteilen Fremder betrug 1,7 Mio. EUR nach 0,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das Konzernergebnis 2011 nach Anteilen Fremder belief sich auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,29 EUR (Vorjahr: 0,02 EUR). Ohne latente Steuern hätte das Ergebnis je Aktie 0,43 EUR betragen.
Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf
Mit 84,5 Mio. EUR lag der tatsächlich erwirtschafte Umsatz innerhalb des zum 30.06.2011 prognostizierten Intervalls von 80-90 Mio. EUR.
Das erwirtschafte EBITDA in Höhe von 7,1 Mio. EUR lag im Vergleich mit den geplanten Werten in Höhe von 5,5-6,5 Mio. EUR signifikant oberhalb dieses Intervalls.
Ebenfalls konnte die geplante Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten auf unter 3 Mio. EUR übertroffen werden und lag zum Stichtag bei 0,5 Mio. EUR.
2. FINANZLAGE
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2011 betrug 6,3 Mio. EUR, verglichen mit 5,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das Working Capital (Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,5 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit 2011 betrug -1,6 Mio. EUR nach -1,8 Mio. EUR im Vorjahr. Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Investitionen von 0,7 Mio. EUR in Softwarelizenzen und eigenentwickelte Software sowie Investitionen von 1,0 Mio. EUR für Server-, Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur sowie Erlöse aus dem Verkauf von Finanzanlagen in Höhe von 0,1 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2011, wie auch im Vorjahr, bei -4,5 Mio. EUR und umfasst die Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 7,5 Mio. EUR, die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 0,2 Mio. EUR, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. EUR, der Aufnahme neuer Finanzkredite in Höhe von 4 Mio. EUR und Zinsauszahlungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR.
Der Bestand des Finanzmittelfonds hat sich von 6,1 Mio. EUR Anfang 2011 auf 6,2 Mio. EUR Ende 2011 leicht erhöht.
ecotel hat eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2011 1,6 Mio. EUR als Aval genutzt. Somit standen noch 1,3 Mio. EUR zur weiteren Verfügung.
Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.
3. VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2011 45,4 Mio. EUR, was einer Reduktion um 7 % gegenüber 48,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2010 entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch die Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen (z.B. Kundenstamm) sowie die Tilgung der Finanzkredite bedingt, welche beide zu einer Bilanzverkürzung führen.
Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 10 % von 27,1 Mio. EUR auf 24,5 Mio. EUR. Der Goodwill reduzierte sich durch die Sonderabschreibung auf 11,8 Mio. EUR. Der Wert der Kundenbeziehungen verringerte sich aufgrund der laufenden Abschreibungen von 3,8 Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) reduzierten sich von 15,6 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 7 % von 20,0 Mio. EUR auf 21,4 Mio. EUR. Somit erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 41 % Ende 2010 auf 47 % Ende 2011. Die langfristigen Rückstellungen und Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich von 6,2 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR. Davon entfallen 1,0 Mio. EUR auf passive latente Ertragsteuern. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten reduzierten sich Ende 2011 im Wesentlichen aufgrund der getätigten Abschlusstilgung des Investitionsdarlehens in Höhe von 4,6 Mio. EUR von 22,6 Mio. EUR auf 16,1 Mio. EUR. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrugen Ende 2011 3,0 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des eigenkapitalnahen Charakters der KfW Nachrangtranche (2,5 Mio. EUR) beliefen sich die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 0,5 Mio. EUR, was einer Reduktion um 4,1 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr entspricht.
4. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNS
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die wirtschaftliche Lage des ecotel-Konzerns deutlich verbessert. Dazu trug insbesondere die positive Entwicklung der Ertragslage bei, die die Grundlage für die erfolgreiche Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten und der damit einhergehenden Entlastung des Finanzergebnisses bildete.
III. NACHTRAGSBERICHT
Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2011. Als bedeutsamer Geschäftsvorfall nach dem Bilanzstichtag ist die Verschmelzung der i-cube GmbH auf die ecotel zu nennen. Der diesbezügliche Verschmelzungsvertrag datiert vom 7.2.2012, die Handelsregistereintragungen vom 11./16. Februar 2012 beim übernehmenden bzw. übertragenden Rechtsträger. Somit geht das wirtschaftliche und rechtliche Eigentum an den Vermögensgegenständen und Schulden im Geschäftsjahr 2012 auf die ecotel über. Die Verschmelzung hat keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns.
IV. RISIKOBERICHT
1. RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM
Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.
Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.
Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifiziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten.
Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfalle das 4-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.
2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.
Operative Risiken
Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Provisionierung, Rechnungsstellung, Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung.
Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit von Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik- als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der eigenen Vermittlungstechnik sind dadurch minimiert, dass nur der internationale B2B- sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert wird und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Für den Mobilfunkverkehr besteht ein Fallback Szenario, dass bei einem Ausfall des eigenen Netzes der Verkehr über das Netz des Vorlieferanten geroutet wird. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen des nacamar-CDN sind die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert.
Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung. Die Notstromversorgung ist redundant ausgebaut, im Bereich der Klimatechnik wird in 2012 eine n+1 Redundanz umgesetzt. Zudem wird zukünftig eine Freiluftkühlung implementiert, welche die Energieeffizienz des Rechenzentrums weiter erhöht und die Risiken durch möglicherweise zukünftig steigende Strompreise mindert. Weiterhin existieren externe Kapazitätsengpässe bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Da eventuelle Ausbaumaßnahmen in der Stromversorgung mit signifikanten Investitionen verbunden sind, wird dieses Projekt erst bei entsprechenden zusätzlichen Kapazitätsnachfragen von Kunden in Angriff genommen.
Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte im Bereich der Anschlussübernahme dadurch gemindert werden, dass ecotel die Anschlussübernahme über die DTAG nur noch in sogenannten Off-net Gebieten einsetzt, in denen alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) kein eigenes Netz besitzen (ca. 30 % der Deutschen Geschäftskunden).
Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.
Im Rahmen der Akquisitionsfinanzierungen hat ecotel mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL:>25 % / 35 %; IST: 47 %), Netto Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: 0,08), EBITDA / Umsatzerlöse (SOLL:>5 %; IST: 7,6 %)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2012 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden.
ecotel verfügte zum Jahresende 2011 über liquide Mittel in Höhe von 6,2 Mio. EUR. Die Nettofinanzverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 3,0 Mio. EUR (nach 7,1 Mio. EUR im Vorjahr). Davon entfallen 2.5 Mio. EUR auf eine Nachrangtranche. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen, um die weitere Unternehmensstrategie zu finanzieren und gleichzeitig die Nettoverschuldung auf null zu reduzieren. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2011 1,6 Mio. EUR als Avallinie genutzt.
Gegenwärtig läuft eine gegen die nacamar GmbH eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware-Equipment. Der Streitwert beträgt 166 TEUR.
Zudem läuft eine durch die DTAG gegen ecotel eingeleitete Rechtsstreitigkeit für aus Sicht von ecotel strittige Nachforderungen. Der Streitwert beläuft sich auf 500 TEUR. Hierfür hat die Gesellschaft Vorsorge durch Bildung einer entsprechenden Rückstellung getroffen. Aufgrund des mit Unsicherheiten behafteten Ausgangs des Rechtsstreits kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass der möglicherweise festgestellte Anspruch der Gegenseite die getroffene Vorsorge übersteigt.
Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für die ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps bzw. Festsatzdarlehen abgeschlossen hat.
Strategische Risiken
Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.
Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für wesentliche Produkte eine ZweiLieferanten-Strategie eingehalten wird.
Ein strategisches Risiko ist weiterhin die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis, der noch nicht ausreichend durch eigene Neuprodukte kompensiert werden konnte. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, kann dies auch signifikante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.
Verschlechterte Zukunftsaussichten könnten eventuell auch zu Sonderabschreibungen auf den Wert des Gesellschafterdarlehens an die mvneco GmbH (1,6 Mio. EUR) führen. Unter anderem könnten diese dadurch eintreten, dass die von mvneco betriebenen Plattformdienstleistungen zukünftig obsolet würden, wenn deren Kunden (versatel, ecotel etc.) ihre Verträge nicht verlängern könnten, weil wiederum deren IN-MVNO Verträge mit E-Plus, als Lieferant der notwendigen Mobilfunknetzlösung, in 2013 nicht verlängert würden und sie hierdurch bedingt auf alternative Vertragsmodelle (z.B. Service-providing) schwenken würden. In einem solchen Fall würden die Gesellschafter der mvneco, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessenlagen, darüber befinden müssen, mit welchem der weiteren Geschäftsfelder (Managed Services / Consulting) die Gesellschaft zukünftig weiterhin erfolgreich agieren kann. Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich der Markt für technische Enabling-Modelle im Mobilfunk zukünftig entwickeln wird und die aktuell positive Geschäftsentwicklung der mvneco hierdurch beeinträchtigt wird.
Bei der nacamar GmbH besteht das Risiko, dass bei einer nicht ausreichend positiven Entwicklung der Gesellschaft in 2012 Sonderabschreibungen auf den Goodwill der Gesellschaft (2,9 Mio. EUR) notwendig werden könnten.
Risiken des Marktumfelds
Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.
Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.
Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.
Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen (bspw. verpflichtende Preisansagen bei Call-by-Call Gesprächen) beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen.
Gesamtrisiko kalkulierbar
Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass ecotel auch 2012 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.
Vermarktung von Vollanschlüssen an Bestandskunden und Neukunden
Bis 2009 bezog ecotel die Sprachanschlüsse fast ausschließlich von der DTAG, erhielt hierfür jedoch keine Vergünstigungen z.B. in Form von Großhandelsrabatten. Beim Einkauf insbesondere der Sprach-, aber auch der Datenanschlüsse über alternative Lieferanten wie Vodafone und Versatel bezieht ecotel diese zu attraktiven Großhandelskonditionen. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im jeweiligen TNB-Netz erfolgt. Ende 2011 hatte ecotel 13.000 aktive Vollanschlüsse geschaltet. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie den besseren Einkaufskonditionen bei den Verbindungsentgelten kann ecotel die Margensituation erheblich verbessern und hat die Basis für weitere wettbewerbsfähige Produkte geschaffen. Zudem bildet der ISDN-Vollanschluss eine Brückentechnologie für eine zukünftige Migration der Kunden auf Voice over IP Technologie.
Neue Marktentwicklungen in den Bereichen Voice over IP und Hosted PBX
Ein wichtiges Trendthema der Telekommunikation ist die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) in Kombination mit Voice over IP. Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. ecotel beobachtet aufmerksam diese Entwicklungen und plant mittelfristig, seine Kundenbasis in den nicht durch Versatel und Vodafone versorgten offnet-Gebieten auf sogenannte NGN (Next Generation Network) Anschlüsse zu schwenken. Unter anderem können die Kunden damit innovative Dienstleistungen (z.B. konvergente Festnetz- und Mobilfunkprodukte) nutzen. Gleichzeitig profitiert ecotel von signifikanten Kosteneinsparungen.
Erweiterung des Datenportfolios
Für 2012 plant ecotel weiteres Wachstum im Datenbereich. Unter anderem soll die bestehende Ethernet und SHDSL Produktpalette um neue Standardfunktionalitäten (Auslandsabdeckung, MPLS Integration), Zugangstechnologien (z.B. Satellit, LTE) und Kapazitäten (SHDSL 10 Mbps) erweitert werden.
Weiteres Wachstum des New-Media-Geschäfts
Der Markt für Audio-/Video-Anwendungen im Internet, in welchem die nacamar GmbH tätig ist, gehört zu den stärksten Wachstumsfeldern im ITK-Marktsegment. Nacamar verfügt als Marktführer im Radio Streaming, mit seinem hochmodernen CDN, seiner Online Video-Management-Lösung "medianac", sowie Neuprodukten wie HbbTV / Social Media über beste Voraussetzungen, vom Marktwachstum zu profitieren.
Effizienzsteigerungen der internen und externen Geschäftsprozesse
Der Abschluss der Systemkonsolidierung sowie die Inbetriebnahme der Provisionierungsschnittstelle mit Vodafone führten zu einer wesentlich besseren Auftragsabwicklung und Kundenbetreuung. Die zugehörigen Effizienz- und Produktivitätssteigerungen müssen jedoch noch umgesetzt werden, um ecotels Wettbewerbsposition dauerhaft zu sichern. Weiterhin plant ecotel, seine Infrastrukturkosten durch verschiedenste Optimierungsmaßnahmen im Netzwerk und Rechenzentrum in 2012 weiter zu senken.
Einmalerträge aus Klageverfahren
ecotel führt gegenwärtig zwei aktive juristische Auseinandersetzungen. Beide Verfahren sind derzeit offen und können in den nächsten Jahren zu erheblichen sonstigen betrieblichen Erträgen führen.
4. HINWEISE ZU PROGNOSEN
Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel-Gruppe liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel-Gruppe wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.
V. PROGNOSEBERICHT
Steigerung der EBITDA Marge
Das Management verfolgt das Ziel, die EBITDA Marge bis 2013 von aktuell 8 % auf 10 % zu führen.
Steigerung der B2B Umsätze
In Kombination mit verbesserten Rahmenbedingungen wie z.B. Contract Ownership, Neuprodukten und Neutarifen ist es das erklärte Ziel der Geschäftsführung, ab 2013 wieder steigende B2B Umsätze zu erwirtschaften und bis 2015 wieder einen dreistelligen Gruppen-Umsatz zu generieren. Unter anderem soll dies durch stärkere Kundenbindungsmaßnahmen als auch durch eine Steigerung des Neukundengeschäfts geschehen.
Weitere Reduktion der Nettofinanzverbindlichkeiten
Für 2012 strebt die Gesellschaft auf Grundlage des operativen Geschäftsverlaufs an, die Nettofinanzverbindlichkeiten von aktuell 3 Mio. EUR auf null EUR zu senken. Mögliche Sondereffekte, wie Aktien-Rückkäufe, Dividendenzahlungen oder zusätzliche Investitionen, sind bei dieser Planung nicht berücksichtigt.
Prognose 2012
Für 2012 erwartet das Unternehmen einen Konzernumsatz von ca. 80 - 90 Mio. EUR sowie ein EBITDA von 6 - 7 Mio. EUR.
VI. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 23. März 2012
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, den 23. März 2012
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis
Konzernabschluss der ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2011
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2011
Aktiva
scroll
| EUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte | (1) | 18.501.999,45 | 16.967.170,81 |
| II. Sachanlagen | (2) | 5.860.123,80 | 5.079.565,01 |
| III. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen | (3) | 1.523.272,09 | 1.586.134,39 |
| IV. Sonstige Finanzanlagen | (3) | 112.000,00 | 25.000,00 |
| V. Langfristige Forderungen | (4) | 521.674,29 | 623.799,25 |
| VI. Latente Ertragsteueransprüche | (7) | 537.390,46 | 193.361,40 |
| Summe Langfristige Vermögenswerte | 27.056.460,09 | 24.475.030,86 | |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Vorräte | (5) | 133.698,55 | 88.777,48 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (6) | 14.391.255,89 | 13.424.477,59 |
| III. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | (6) | 817.722,63 | 1.211.435,67 |
| IV. Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (7) | 222.743,79 | 9.194,76 |
| V. Finanzmittel | (8) | 6.133.176,51 | 6.235.215,59 |
| Summe Kurzfristige Vermögenswerte | 21.698.597,37 | 20.969.101,09 | |
| Summe Aktiva | 48.755.057,46 | 45.444.131,95 | |
| Passiva | |||
| EUR | Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2011 |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | (9) | 3.752.500,00 | 3.752.500,00 |
| II. Kapitalrücklage | (9) | 1.661.096,69 | 1.678.036,50 |
| III. Sonstige Rücklagen | (9) | 13.974.231,78 | 15.087.043,00 |
| Summe den Aktionären zuzurechnendes Eigenkapital | 19.387.828,47 | 20.517.579,50 | |
| IV. Anteile anderer Gesellschafter | (9) | 585.190,90 | 900.115,78 |
| Summe Eigenkapital | 19.973.019,37 | 21.417.695,28 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| I. Latente Ertragsteuern | (10) | 792.328,39 | 979.058,08 |
| II. Langfristige Darlehen | (11) | 5.331.604,17 | 6.609.375,00 |
| III. Sonstige Finanzschulden | (11) | 69.913,17 | 0,00 |
| Summe Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 6.193.845,73 | 7.588.433,08 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| I. Tatsächliche Ertragsteuern | (10) | 351.854,69 | 313.903,36 |
| II. Finanzschulden | (11) | 7.918.409,12 | 2.715.502,70 |
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (11) | 12.801.971,24 | 11.555.216,98 |
| IV. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | (11) | 130.797,79 | 133.765,95 |
| V. Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | (11) | 1.385.159,52 | 1.719.614,60 |
| Summe Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 22.588.192,36 | 16.438.003,59 | |
| Summe Passiva | 48.755.057,46 | 45.444.131,95 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011
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| EUR | Anhang | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (14) | 98.314.011,76 | 84.481.325,08 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | (15) | 1.045.276,34 | 1.599.973,98 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 116.812,78 | 849,00 | |
| 4. Gesamtleistung | 99.476.100,88 | 86.082.148,06 | |
| 5. Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | (16) | -75.369.415,34 | -59.854.073,84 |
| 6. Personalaufwand | (17) | ||
| 6.1 Löhne und Gehälter | -8.242.959,50 | -8.398.146,02 | |
| 6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -1.235.132,51 | -1.306.711,76 | |
| 7. Planmäßige Abschreibungen | (18) | -3.238.395,12 | -3.309.930,54 |
| 8. Außerplanmäßige Wertminderungen | (18) | ||
| 8.1 von langfristigen Vermögenswerten | -135.812,55 | -541.547,56 | |
| 8.2 von kurzfristigen Vermögenswerten | -85.004,17 | -104.276,55 | |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (19) | -9.702.968,32 | -9.471.044,88 |
| 10. Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 1.466.413,37 | 3.096.416,91 | |
| 11. Finanzerträge | 139.638,07 | 144.145,74 | |
| 12. Finanzaufwendungen | -670.432,64 | -545.365,45 | |
| 13. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | -205.117,08 | -12.137,70 | |
| 14. Finanzergebnis | (20) | -735.911,65 | -413.357,41 |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern | 730.501,72 | 2.683.059,50 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (21) | -392.168,65 | -982.536,42 |
| 17. Konzernergebnis (= Konzerngesamtergebnis) | 338.333,07 | 1.700.523,08 | |
| 18. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | (22) | -281.871,36 | -627.371,44 |
| 19. Den Aktionären der ecotel communication ag zustehendes Konzernergebnis | 56.461,71 | 1.073.151,64 |
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| EUR | Anhang | 1.1. - 31.12.2010 | 1.1. - 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | (23) | 0,02 | 0,29 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (23) | 0,02 | 0,29 |
Mangels entsprechender Sachverhalte wird auf die Darstellung des "Sonstigen Ergebnisses"
("other comprehensive income") verzichtet.
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011
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| EUR | Anhang | 2010 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und vor Anteilen Fremder | (24) | 730.501,72 | 2.683.059,50 |
| Zinsergebnis | (24) | 455.044,88 | 343.973,04 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | (24) | 3.425.336,86 | 3.851.478,10 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens | (24) | 85.004,17 | 104.276,55 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen | (24) | 205.117,08 | 12.137,70 |
| Cashflow | 4.901.004,71 | 6.994.924,89 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) | (24) | 43.860,00 | 66.080,97 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | (24) | -9.331,32 | -25.801,27 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (24) | 1.792.080,86 | 997.660,48 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | (24) | 770.121,18 | -487.529,66 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (24) | -2.874.444,46 | -1.246.016,46 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | (24) | 531.798,47 | 238.027,16 |
| Gezahlte (-) / erhaltene (+) Ertragsteuern | (24) | 115.924,00 | -276.179,97 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 5.271.013,44 | 6.261.166,14 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sach- und immateriellem Anlagevermögen | (24) | 21.891,85 | 142.853,34 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | (24) | -1.666.495,91 | -1.717.732,09 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen | (24) | 0,00 | 119.034,45 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | (24) | -20.016,18 | -25.000,00 |
| Veränderungen aufgrund der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen | (24) | 233.271,15 | 0,00 |
| Auszahlungen zum Anteilserwerb von Minderheitsgesellschaftern | (24) | 0,00 | -113.800,00 |
| Auszahlungen an nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen | (24) | -350.399,28 | -70.000,00 |
| Zinseinzahlungen | (24) | 31.328,71 | 37.020,78 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1.750.419,66 | -1.627.623,52 | |
| Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter | (24) | 0,00 | -48.336,00 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | (24) | 0,00 | 4.000.000,00 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | (24) | -3.790.060,21 | -7.980.210,86 |
| Zinsauszahlungen | (24) | -669.292,91 | -502.956,68 |
| Mittelab- / zufluss aus Finanzierungstätigkeit | -4.459.353,12 | -4.531.503,54 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | -938.759,34 | 102.039,08 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 7.071.935,85 | 6.133.176,51 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 6.133.176,51 | 6.235.215,59 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
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| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrückage | Gewinnrücklagen | den Aktionären der ecotel communication ag zuzurechnendes Eigenkapital | Anteile anderer Gesellschafter | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhang (9) | Sonstige Gewinnrückagen | Konzernergebnis | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2010 | 3.752 | 17.603 | 76 | -2.154 | 19.277 | 314 |
| Veränderung durch Erstkonsolidierung | 0 | 0 | -21 | 0 | -21 | 21 |
| Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH | 0 | 0 | 32 | 0 | 32 | -32 |
| Entnahme Kapitalrücklage ecotel ag | 0 | -15.985 | 15.985 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 | -2.154 | 2.154 | 0 | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | -15.985 | 13.842 | 2.154 | 11 | -11 |
| Aktienoptionsplan | 0 | 44 | 0 | 0 | 44 | 0 |
| Konzernergebnis 2010 | 0 | 0 | 0 | 56 | 56 | 282 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 44 | 0 | 56 | 100 | 282 |
| Stand am 31. Dezember 2010 | 3.752 | 1.662 | 13.918 | 56 | 19.388 | 585 |
| Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe | 0 | 0 | 40 | 0 | 40 | -158 |
| Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -154 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 | 56 | -56 | 0 | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 0 | 96 | -56 | 40 | -312 |
| Aktienoptionsplan | 0 | 16 | 0 | 0 | 16 | 0 |
| Konzernergebnis 2011 | 0 | 0 | 0 | 1.073 | 1.073 | 627 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 | 16 | 0 | 1.073 | 1.089 | 627 |
| Stand am 31. Dezember 2011 | 3.752 | 1.678 | 14.014 | 1.073 | 20.517 | 900 |
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| TEUR | Summe |
|---|---|
| Anhang (9) | |
| --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2010 | 19.591 |
| Veränderung durch Erstkonsolidierung | 0 |
| Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH | 0 |
| Entnahme Kapitalrücklage ecotel ag | 0 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 0 |
| Aktienoptionsplan | 44 |
| Konzernergebnis 2010 | 338 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 382 |
| Stand am 31. Dezember 2010 | 19.973 |
| Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe | -118 |
| Ausgleichszahlung aufgrund EAV easybell GmbH | -154 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | -272 |
| Aktienoptionsplan | 16 |
| Konzernergebnis 2011 | 1.700 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen | 1.716 |
| Stand am 31. Dezember 2011 | 21.417 |
Konzernanhang der ecotel communication ag
GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Allgemeine Angaben
Die ecotel communication ag ist ein in Deutschland (Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf) ansässiges Unternehmen und hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen in drei Geschäftsbereichen spezialisiert.
Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet der ecotel Konzern mittelständischen Unternehmen sowie Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen als Komplettpaket aus einer Hand an. Deutschlandweit versorgt ecotel ca. 20.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.
Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet der ecotel-Konzern Vorprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden". Neben dem Wholesale Geschäft der ecotel communication ag ist die mvneco GmbH diesem Bereich zugeordnet.
Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft.
Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.
Die folgenden Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB bzw. des IFRIC waren von ecotel im Konzernabschluss zum 31.Dezember 2011 erstmals anzuwenden:
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| Verlautbarung | Datum der Veröffentlichung durch das IASB | Titel |
|---|---|---|
| IAS 24 | 4. November 2009 | Related Party Disclosures |
| IAS 32 | 8. Oktober 2009 | Financial Instruments: Presentation |
| IFRIC 14 | 26. November 2009 | Prepayments of a Minimum Funding Requirement |
| IFRIC 19 | 26. November 2009 | Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments |
| Annual Improvements Project | 6. Mai 2010 | Improvements to IFRSs 2010 |
Das IASB hat im Oktober 2009 eine Ergänzung des Standards IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" veröffentlicht. Diese Ergänzung wurde im Dezember 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Klarstellung der Klassifizierung von Bezugsrechten als Eigen- oder Fremdkapital, wenn die Bezugsrechte auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lauten. Bislang wurden solche Rechte als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Die Ergänzung sieht vor, dass solche Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Währungsbetrag anteilig an die Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die Währung des Ausübungspreises ist dabei nicht von Belang. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Aus der Ergänzung haben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des ecotel-Konzerns ergeben.
Das IASB hat im November 2009 eine Änderung der Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen herausgegeben. Die Änderung wurde im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Sie betrifft die Interpretation IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement", die ihrerseits eine Auslegung von IAS 19 "Employee Benefits" darstellt. Die Änderung gilt unter den begrenzten Umständen, unter denen ein Unternehmen Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung der Beiträge leistet, die diesen Anforderungen genügen. Sie erlaubt es Unternehmen, den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert anzusetzen. Die Änderung tritt verpflichtend zum 1. Januar 2011 in Kraft. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben. Die Anwendung der Interpretation IFRIC 14 hatte keine Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des ecotel-Konzerns.
Das IASB hat im November 2009 die Interpretation IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" veröffentlicht. IFRIC 19 wurde im Juli 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation bietet Hilfestellung bei der Auslegung von IFRS für Kreditnehmer, die im Rahmen von Neuverhandlungen mit einem Kreditgeber erreichen, dass dieser Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten akzeptiert. IFRIC 19 stellt klar, dass die Eigenkapitalinstrumente, die an den Kreditgeber ausgegeben werden, als "gezahltes Entgelt" anzusehen sind, um die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen. Des Weiteren sind diese Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, werden die Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit bewertet. Eine etwaige Differenz zwischen dem Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit und dem erstmaligen Bewertungsbetrag der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Aus der Anwendung des IFRIC 19 haben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des ecotel-Konzerns ergeben.
Das IASB hat im Mai 2010 im Rahmen des dritten "Annual Improvements Project" Verlautbarungen veröffentlicht, die Änderungen an sechs Standards und an einer Interpretation enthalten. Die Änderungen wurden im Februar 2011 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, und hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des ecotel-Konzerns.
Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2011 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Eine Kurzbeschreibung des Inhalts dieser Neuerungen bzw. Änderungen sowie eine erste Einschätzung ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag werden im Folgenden wiedergegeben:
Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten und Hedge Accounting werden derzeit vom IASB überarbeitet. IFRS 9 schreibt vor, dass finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden zwei Bewertungskategorien zuzuordnen sind: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "at Fair Value". Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, finanzielle Vermögenswerte, die normalerweise der Kategorie "at Amortized Cost" zuzuordnen wären, der Kategorie "at Fair Value" zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstrumente sind zwingend der Kategorie "at Fair Value" zuzuordnen. Der Standard gestattet jedoch beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht zu Handelszwecken erworben wurden, das unwiderrufliche Wahlrecht auszuüben, diese erfolgsneutral direkt im Eigenkapital "at Fair Value" zu designieren. Hieraus erhaltene Dividenden werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Der ecotel-Konzern prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns.
Im Oktober 2010 hat das IASB die Verlautbarung "Disclosures - Transfers of Financial Assets" als Ergänzung zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. Die Änderung schreibt quantitative und qualitative Angaben zu solchen Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten vor, bei denen die übertragenen Vermögenswerte vollständig ausgebucht werden oder beim übertragenden Unternehmen ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) verbleibt. Dadurch soll den Anwendern ein besserer Einblick in solche Transaktionen (z. B. Verbriefungen) ermöglicht und die potenziellen Auswirkungen zurückbehaltener Risiken auf das übertragende Unternehmen dargestellt werden. Die Änderung verlangt außerdem zusätzliche Angaben, falls ein unangemessen hoher Anteil solcher Transaktionen in zeitlicher Nähe zum Abschlussstichtag vorgenommen wird. Die Änderungen sind anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Diese Verlautbarung wurde im November 2011 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns. Möglicherweise ergeben sich erweiterte Angabepflichten.
Ebenfalls im Oktober 2010 hat das IASB die Vorschriften zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Diese werden in IFRS 9 "Financial Instruments" integriert und ersetzen die hierzu existierenden Vorschriften in IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die neue Verlautbarung übernimmt die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39. Vorschriften zur Fair Value Option für finanzielle Verbindlichkeiten, um die Problematik des eigenen Kreditrisikos zu regeln, werden hingegen im neuen IFRS 9 modifiziert. Das Verbot der Bewertung solcher derivativer Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert, die mit einem nicht notierten Eigenkapitalinstrument verbunden sind und nur durch Lieferung solcher erfüllt werden können, wird eliminiert. Die Verlautbarung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Diese Verlautbarung wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns.
Das IASB hat im Dezember 2010 die Verlautbarungen "Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets - Amendments to IAS 12" veröffentlicht. Die neue Verlautbarung bestimmt, welche Art der Realisierung für bestimmte Vermögenswerte zu unterstellen ist. Dies ist wichtig in Fällen, in denen sich je nach Art der Realisierung unterschiedliche Steuerkonsequenzen ergeben. Die Verlautbarung setzt die widerlegbare Vermutung, dass der Buchwert einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, die nach dem Neubewertungsmodell des IAS 40 "Investment Property" zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Des Weiteren gilt in jedem Fall die unwiderlegbare Vermutung, dass der Buchwert eines nicht abnutzbaren Vermögenswerts, der nach dem Neubewertungsmodell des IAS 16 "Property, Plant and Equipment" zum Neubewertungsbetrag bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Durch die neue Verlautbarung wird die Interpretation SIC-21 "Income Taxes -Recovery of Revalued Non-Depreciable Assets" außer Kraft gesetzt. Sie ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, und wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern erwartet hieraus keine resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns, da weder Investment Properties gehalten werden noch das Neubewertungsmodell des IAS 16 angewandt wird.
Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie zwei überarbeitete Standards (IAS 27, IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS wird möglicherweise Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des ecotel-Konzerns bei zukünftigen Unternehmenszusammenschlüssen haben und zu zusätzlichen Anhangangaben des ecotel-Konzerns führen. Davon ausgenommen ist allerdings die Neufassung des IAS 27, da dieser sich nunmehr ausschließlich auf den Einzelabschluss erstreckt, ecotel hingegen keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt.
Mit IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt das IASB ein einheitliches Konsolidierungskonzept ein. Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen "klassischen" Tochterunternehmen (IAS 27) und Zweckgesellschaften (SIC-12) aufgegeben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Mit Inkrafttreten des IFRS 10 wird SIC-12 "Consolidation - Special Purpose Entities" aufgehoben; ebenfalls aufgehoben werden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements".
IFRS 11 "Joint Arrangements" wird IAS 31 "Interests in Joint Ventures" sowie SIC-13 "Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers" ersetzen. Er regelt die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Mit Aufhebung von IAS 31 ist die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode für Gemeinschaftsunternehmen nicht länger zulässig. Die Anwendung der Equity-Methode ist nunmehr in der Neufassung des IAS 28 "Interests in Associates and Joint Ventures" geregelt und erstreckt sich sowohl auf assoziierte Unternehmen als auch Gemeinschaftsunternehmen. Bei Bestehen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit werden die zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge gemäß der Beteiligungsquote unmittelbar in den Konzern und Jahresabschluss des "Joint Operator" übernommen.
In IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" werden sämtliche Angabepflichten, die im Konzernabschluss in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen zu tätigen sind, zentral gebündelt.
Die Neufassung des IAS 27 "Separate Financial Statements" regelt ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen im Jahresabschluss sowie zugehörige Anhangangaben (Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB). Die Neufassung des IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" regelt die Einbeziehung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode.
Ebenfalls im Mai 2011 hat das IASB den IFRS 13 "Fair Value Measurement" veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung schafft das IASB einen einheitlichen übergreifenden Standard zur Fair Value-Bewertung. IFRS 13 ist verpflichtend prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. IFRS 13 regelt, wie zum Fair Value zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Fair Value-Bewertung (oder die Fair Value-Angabe) vorschreibt. Es gilt eine neue Fair Value-Definition, die den Fair Value als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen am Bewertungsstichtag charakterisiert. Der Standard gilt nahezu allumfassend, lediglich IAS 2 "Inventories", IAS 17 "Leases" und IFRS 2 "Share-based Payment" sind ausgenommen. Während für Finanzinstrumente der Umfang dieser Vorschriften nahezu unverändert bleibt, ist dies für andere Sachverhalte (z. B. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) nunmehr umfassender bzw. präziser geregelt. Die bereits bekannte dreistufige Fair Value-Hierarchie ist übergreifend anzuwenden. Die Anwendung des IFRS 13 führt voraussichtlich zu erweiterten Anhangangaben im ecotel-Konzernabschluss. Die Regelungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen.
Das IASB hat im Juni 2011 Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen, dass die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilt werden müssen - in Abhängigkeit davon, ob sie in Zukunft über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden (Recycling) oder nicht. Die Änderungen zu IAS 1 sind verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern prüft derzeit die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns und geht derzeit von den oben beschriebenen Änderungen im Ausweis der Gesamtergebnisrechnung aus.
Ebenfalls im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" veröffentlicht. Die Änderungen führen zum Wegfall bestehender Wahlrechte bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Da die sog. Korridormethode zukünftig nicht mehr zulässig sein wird, sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort in voller Höhe und ausschließlich erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals zu erfassen, welches unserer derzeitigen Vorgehensweise entspricht. Weitere Änderungen betreffen die Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und die Darstellung des Nettozinsergebnisses bei leistungsorientierten Pensionsplänen sowie die Unterscheidung zwischen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) und anderen Leistungen an Arbeitnehmer. Als eine wesentliche Folge dieser Änderungen dürfen die Aufstockungsbeträge in Altersteilzeitprogrammen zukünftig nicht mehr als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses klassifiziert werden und müssen daher über den Zeitraum der Erdienung angesammelt werden. Zudem werden Angabepflichten erweitert, z. B. für Eigenschaften und Risiken von leistungsorientierten Plänen. Die Änderungen zu IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern geht derzeit von einer Relevanz der erweiterten Angabepflichten auf den Abschluss aus und prüft darüber hinaus die aus der Änderung resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns.
Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und er damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows, geht jedoch derzeit von keinen wesentlichen Änderungen aus.
Ebenfalls im Dezember 2011 hat das IASB in IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" erweiterte Angabepflichten zu Saldierungsrechten veröffentlicht. Neben erweiterten Angaben zu nach IAS 32 tatsächlich vorgenommenen Saldierungen werden für bestehende Saldie-rungsrechte unabhängig davon, ob eine Saldierung nach IAS 32 tatsächlich vorgenommen wird, Angabepflichten eingeführt. Die neuen Vorschriften sind verpflichtend rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der ecotel-Konzern prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns und geht von erweiterten Angabepflichten aus.
Neben der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung werden eine Kapitalflussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Da der ecotel-Konzern weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2011 über entsprechende Sachverhalte verfügte, wird auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses ("other comprehensive income") im Anschluss an die Konzern-Gesamtergebnisrechnung verzichtet.
Das Geschäftsjahr der ecotel communication ag und ihrer voll konsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend EURO (TEUR) angegeben.
Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird voraussichtlich am 27. März 2012 durch den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.
Konsolidierungsgrundsätze
Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern ebenfalls in Höhe seines Anteils unmittelbar im Eigenkapital erfasst und insofern in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmens werden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag bis auf ein Tochterunternehmen alle (Vorjahr: alle) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Die im Geschäftsjahr 2011 gegründete init.voice GmbH, ein deutsches Tochterunternehmen der voll konsolidierten easybell GmbH, wurde aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung.
Im Berichts- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:
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| Vorjahreszahlen in Klammern | Anteil am Kapital in %2) |
Eigenkapital in TEUR2) |
Ergebnis in TEUR2) |
Umsatz in TEUR2) |
Mitarbeiter1) (Durchschnitt)2) |
|---|---|---|---|---|---|
| ecotel private GmbH | 100,0 | 931 | 304 | 23 | 0 |
| Düsseldorf | (100,0) | (781) | (47) | (31) | (0) |
| easybell GmbH | 50,98 | 365 | -81 | 2.456 | 12 |
| Potsdam | (50,98) | (446) | (116) | (2.258) | (10) |
| carrier-services.de GmbH | 100,0 | 196 | 66 | 2.046 | 0 |
| Berlin | (100,0) | (130) | (91) | (2.158) | (0) |
| sparcall GmbH | 100,0 | 1.308 | 834 | 4.640 | 0 |
| Potsdam | (100,0) | (474) | (438) | (5.892) | (0) |
| Init.voice GmbH | 100,0 | 24 | -1 | 0 | 0 |
| Berlin | - | - | - | - | - |
| i-cube GmbH | 100,0 | - | 230 | 1.987 | - |
| Düsseldorf | (50,1) | (79) | (-54) | (2.245) | (0) |
| (verschmolzen auf ecotel communication ag in 2012) | |||||
| toBEmobile GmbH | - | - | -42 | 5 | - |
| Düsseldorf | (51,03) | (96) | (-14) | (16) | (0) |
| (im Geschäftsjahr veräußert) | |||||
| nacamar GmbH | 100,0 | 2.913 | 653 | 3.488 | 17 |
| Düsseldorf | (100,0) | (5.375) | (-46) | (4.935) | (17) |
| PPRO GmbH | - | - | - | - | - |
| München | (11,2) | (308) | (4) | (9.254) | (6) |
| (im Geschäftsjahr veräußert) | |||||
| mvneco GmbH | 48,65 | -3.472 | -27 | 3.292 | 13 |
| Düsseldorf | (48,65) | (-3.446) | (-515) | (2.033) | (9) |
| synergyPlus GmbH | 49,9 | -511 | -129 | 333 | 12 |
| Rathenow | (49,9) | (-383) | (-276) | (184) | (10) |
1) ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende
2) Vorjahreszahlen in Klammern
Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften ist.
Beteiligungserwerbe und -veräußerungen
Durch Kaufvertrag vom 7. November 2011 sind die Minderheitenanteile (49,8%) des bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmens i-cube GmbH für TEUR 279 erworben worden. Aufgrund des bereits vor dem Erwerb bestehenden Beherrschungsverhältnisses wurde die ursprüngliche Kaufpreisallokation mit dem Ausweis des erworbenen Goodwill nicht angepasst, sondern als Eigenkapital-Transaktion zwischen Anteilseignern behandelt. Die Gesellschaft wurde auf Basis des Verschmelzungsvertrags vom 7. Februar 2012 und einem Eigenkapital von TEUR 308 im nachfolgenden Geschäftsjahr auf die ecotel communication ag verschmolzen (Verschmelzungsstichtag: 1.12.2011). Effekte haben sich hieraus im Konzern nicht ergeben.
Die bisher voll konsolidierte toBEmobile GmbH wurde mit Verkaufsvertrag vom 11. November 2011 zu einem Verkaufspreis von 1 EUR veräußert. Die restliche Beteiligung an der PPRO GmbH (11,2%) wurde im Geschäftsjahr 2011 ebenfalls veräußert.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften der IFRS bestimmt.
Für den Konzernabschluss wurden zudem die ergänzenden Bestimmungen des § 315a Abs. 1 HGB beachtet.
Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu setzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden grundsätzlich als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen im ecotel-Konzern nicht vor.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.
Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich einem Wertminderungstest auf der betreffenden Cash Generating Unit unterzogen. Hierbei wird i.d.R. der Nutzungswert unter der Annahme der Unternehmensfortführung ermittelt. Bei konkreten Veräußerungsabsichten wird der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen.
Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:
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| Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte | 3 - 5 Jahre |
| Entwicklungskosten | 5 Jahre |
| Software | 3 Jahre |
| Kundenstamm | 6 - 18 Jahre |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
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| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 7 Jahre |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden auf Basis marktgerechter Zinssätze abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird bei Vorliegen einzelfallbezogener Hinweise durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen im ecotel-Konzern nicht vor.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten bei finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden auf Basis marktgerechter Zinssätze abgezinst. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Latente Steuern auf körperschaftssteuerliche Verlustvorträge der inländischen Konzerngesellschaften wurden wie im Vorjahr mit 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 13-16 % gerechnet. Diese Sätze wurden entsprechend für die Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen verwendet, soweit sich die Differenzen in der Zukunft umkehren. Ausländische Konzerngesellschaften bestehen derzeit nicht.
Derivative Finanzinstrumente werden im ecotel-Konzern nur begrenzt und ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus der Fremdfinanzierung der Geschäftstätigkeit eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre Einbuchung erfolgt erstmals am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Die eingesetzten Zinsswap-Kontrakte der ecotel communication ag fallen unter die Finanzinstrumente-Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39.9) und werden bis zu ihrer Ausbuchung im Falle des Auslaufens oder der Ablösung entsprechend ihrer Marktwerte als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bilanziert.
Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Marktpreisen zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die übrigen Finanzinstrumente des ecotel-Konzerns betreffen die Kategorie "Kredite und Forderungen". Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet.
Im Mobilfunk-Geschäft werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten und einmalige Bereitstellungsentgelte generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die den Kunden der ecotel in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen.
Umsatzerlöse aus dem Daten- und Internet-Geschäft werden mit Bereitstellung der Leistung erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. verkaufsartigen Miet und Leasing-Geschäften werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst.
Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspflege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten und von Vermögenswerten zugrunde liegenden Parameter. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.129, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
(1) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:
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| TEUR | Geschäfts- oder Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | Entwicklungskosten | Kundenbeziehungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2011 | 14.666 | 6.553 | 3.019 | 9.424 | 33.662 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | -240 | -322 | 0 | 0 | -562 |
| Zugänge | 0 | 481 | 174 | 0 | 655 |
| Umbuchungen | 0 | 70 | 0 | 0 | 70 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2011 | 14.426 | 6.782 | 3.193 | 9.424 | 33.825 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2011 | 2.534 | 5.113 | 1.899 | 5.614 | 15.160 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | -240 | -268 | 0 | 0 | -508 |
| Zugänge planmäßig | 0 | 564 | 485 | 670 | 1.719 |
| Zugänge außerplanmäßig | 375 | 112 | 0 | 0 | 487 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2011 | 2.669 | 5.521 | 2.384 | 6.284 | 16.858 |
| Buchwerte Stand 31.12.2010 | 12.132 | 1.440 | 1.120 | 3.810 | 18.502 |
| Buchwerte Stand 31.12.2011 | 11.757 | 1.261 | 809 | 3.140 | 16.967 |
Im Vorjahr 2010 hatten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt:
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| TEUR | Geschäfts- oder Firmenwerte | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | Entwicklungskosten | Kundenbeziehungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2010 | 14.649 | 6.359 | 2.730 | 9.424 | 33.162 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 17 | 1 | 0 | 0 | 18 |
| Zugänge | 0 | 183 | 289 | 0 | 472 |
| Umbuchungen | 0 | 10 | 0 | 0 | 10 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 14.666 | 6.553 | 3.019 | 9.424 | 33.662 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2010 | 2.534 | 4.641 | 1.341 | 4.887 | 13.403 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge planmäßig | 0 | 472 | 477 | 727 | 1.676 |
| Zugänge außerplanmäßig | 0 | 0 | 81 | 0 | 81 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 2.534 | 5.113 | 1.899 | 5.614 | 15.160 |
| Buchwerte Stand 31.12.2009 | 12.115 | 1.718 | 1.389 | 4.537 | 19.759 |
| Buchwerte Stand 31.12.2010 | 12.132 | 1.440 | 1.120 | 3.810 | 18.502 |
Die Zugänge der aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2011 betrugen TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 289). Diese betreffen bei der ecotel communication ag mit TEUR 131 eigenentwickelte Softwarelösungen und Produktentwicklungen. Bei der ecotel communication ag waren dies in erster Linie das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie neue Schnittstellen zu weiteren Vorlieferanten. Bei der nacamar GmbH umfassten die Entwicklungen im Wesentlichen die Nutzerstatistik, http Caching sowie das Kundenportal in Höhe von TEUR 43.
Unter den Kundenbeziehungen sind erworbene Kundenstämme aus dem in 2007 erfolgten Nacamar-Erwerb in Höhe von TEUR 2.210 (Vorjahr: TEUR 2.421) enthalten. Ein weiterer Kundenstamm resultiert bei der ecotel aus der im Vorjahr verschmolzenen früheren ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (TEUR 338, Vorjahr: TEUR 563). Dieser Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren, der Kundenstamm "nacamar" abhängig vom Kundensegment über eine Nutzungsdauer zwischen 10 und 18 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Kundenbeziehungen hinsichtlich der in 2006 erworbenen DSLCOMP GmbH werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 783) ausgewiesen, sie werden über zehn Jahre linear abgeschrieben. Weitere Kundenbeziehungen werden zum Bilanzstichtag bei der easybell GmbH (TEUR 9, Vorjahr: TEUR 43) bilanziert, die linear über sechs Jahre abgeschrieben werden.
Im Berichtsjahr 2011 betreffen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 375 die Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte der nacamar (TEUR 350) aufgrund des Wechsels des nacamar-Kunden ZDF auf einen Streaming-Rahmenvertrag eines anderen Fernsehsenders mit einem anderen Vorlieferanten sowie der i-cube (TEUR 25) aufgrund des Verkaufs des Reseller-Geschäfts. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten betreffen Lizenzen der i-cube mit TEUR 112 und Anlagen im Bau der ecotel communication ag mit TEUR 54. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 104 betreffen Forderungsverluste der toBEmobile.
Im Vorjahr ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten auf aktivierte Entwicklungskosten bei der toBEmobile GmbH (TEUR 81) sowie auf Anlagen im Bau bei der ecotel communication ag (TEUR 54). Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TeUr 85 betrafen das zuvor nicht über T-Net abgerufene IP Transit Übertragungsvolumen, welches Ende 2010 verfallen ist.
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich unter Berücksichtigung der in 2011 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund gesunkener Werthaltigkeit wie folgt zusammen:
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| Cash-Generating Unit (CGU) | Buchwert 31.12.2010 TEUR |
Außerplanmäßige Abschreibungen 2011 TEUR |
Buchwert 31.12.2011 TEUR |
|---|---|---|---|
| Geschäftskunden | 8.732 | 0 | 8.732 |
| i-cube | 25 | 25 | 0 |
| nacamar | 3.234 | 350 | 2.884 |
| easybell | 124 | 0 | 124 |
| carrier-services | 17 | 0 | 17 |
| Summe | 12.132 | 375 | 11.757 |
Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Ermittlung des Value in Use Wertminderungstests nach der Discounted Cashflow Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre).
Im Vorjahr fielen keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte an sowie eine Abschreibung und ein Abgang wegen Endkonsolidierung in Höhe von TEUR 353 an.
Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung der Impairmenttests zugrunde gelegt: Kapitalisierungszinssatz 6,0 % (Vorjahr: 6,2 %) nach Steuern bzw. 8,6 % (Vorjahr: 8,4 %) vor Steuern, Beta-Faktor 0,9 (Vorjahr: 0,9), Debt-Ratio 34 % (Vorjahr: 46 %). Die Wachstumsraten für die ersten fünf Jahre betrugen bei der nacamar GmbH 5 % (Vorjahr: 8 %) und allen anderen Unternehmen wie im Vorjahr 0 %. Für die ewige Rente wurde bei der nacamar GmbH eine Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 2 %) sowie bei allen anderen Unternehmen eine Wachstumsrate von 0 % (Vorjahr: 1 %) verwendet. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt 31% (Vorjahr 31 %).
(2) SACHANLAGEN
Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:
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| TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2011 | 5.508 | 7.764 | 256 | 13.528 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -11 | 0 | -11 |
| Zugänge | 170 | 840 | 52 | 1.062 |
| Umbuchungen | 0 | 58 | -128 | -70 |
| Abgänge | 132 | 85 | 0 | 217 |
| Stand 31.12.2011 | 5.546 | 8.566 | 180 | 14.292 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2011 | 2.125 | 5.489 | 54 | 7.668 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -10 | 0 | -10 |
| Zugänge planmäßig | 543 | 1.048 | 0 | 1.591 |
| Zugänge außerplanmäßig | 0 | 0 | 54 | 54 |
| Abgänge | 6 | 85 | 0 | 91 |
| Stand 31.12.2011 | 2.662 | 6.442 | 108 | 9.212 |
| Buchwerte Stand 31.12.2010 | 3.383 | 2.275 | 202 | 5.860 |
| Buchwerte Stand 31.12.2011 | 2.884 | 2.124 | 72 | 5.080 |
Im Geschäftsjahr 2010 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:
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| TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2010 | 5.179 | 7.155 | 182 | 12.516 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 306 | 770 | 118 | 1.194 |
| Umbuchungen | 34 | 0 | -44 | -10 |
| Abgänge | -11 | -161 | 0 | -172 |
| Stand 31.12.2010 | 5.508 | 7.764 | 256 | 13.528 |
| Abschreibungen Stand 1.1.2010 | 1.598 | 4.613 | 0 | 6.211 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge planmäßig | 538 | 1.025 | 0 | 1.563 |
| Zugänge außerplanmäßig | 0 | 0 | 54 | 54 |
| Abgänge | -11 | -1 49 | 0 | -160 |
| Stand 31.12.2010 | 2.125 | 5.489 | 54 | 7.668 |
| Buchwerte Stand 31.12.2009 | 3.581 | 2.542 | 182 | 6.305 |
| Buchwerte Stand 31.12.2010 | 3.383 | 2.275 | 202 | 5.860 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Anlagen im Bau des Vorjahres in Höhe von TEUR 54 fielen bei der ecotel communication ag an.
Leasingzahlungen in Folgejahren
Die ausstehenden Leasingverpflichtungen aus Operating- und Finanzierungsleasingverträgen stellen sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:
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| TEUR | bis 1 Jahr | ab 1 Jahr bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) | 197 | 230 | 0 | 427 |
| Übrige Mietverträge | 1.521 | 1.105 | 1.152 | 3.778 |
| 1.718 | 1.335 | 1.152 | 4.205 |
Die Leasingverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von technischem Equipment und Software, von Firmenfahrzeugen sowie Mietverpflichtungen aus gemieteter Büroausstattung. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums sowie Rahmenverträge für Leitungslieferungen.
Aus Finanzierungsleasingverhältnissen der nacamar bestehen zum 31.12.2011 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 219) sowie der ecotel in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 93), die alle vollständig kurzfristiger Natur sind. Die hierfür bilanzierten Buchwerte betragen insgesamt TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 307).
Zum 31. Dezember 2010 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus Operating- und Finanzierungsleasingverträgen:
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| TEUR | bis 1 Jahr | ab 1 Jahr bis 5 Jahre | ab 5 Jahre | Gesamt 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) | 134 | 141 | 0 | 275 |
| Übrige Mietverträge | 1.126 | 1.986 | 0 | 3.112 |
| 1.260 | 2.127 | 0 | 3.387 |
(3) FINANZANLAGEN
Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen handelt es sich mit TEUR 1.586 (Vorjahr: TEUR 1.523) um ein Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH, welches jährlich mit 5 % verzinst wird und mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen ist. In Höhe der Veränderung des negativen Equity-Wertes der mvneco GmbH von TEUR 946 im Vorjahr auf TEUR 958 zum 31. Dezember 2011 wurde eine weitere Abschreibung der Ausleihung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 177) vorgenommen.
Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten mvneco GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2011 wie im Vorjahr auf TEUR 0, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 254 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft vollständig abgeschrieben werden mussten. Der Buchwert enthielt einen anteiligen Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 131). Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 1.902 sowie Schulden in Höhe von TEUR 5.374 aus.
Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten synergyPlus GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2011 wie im Vorjahr auf TEUR 0, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 150 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft abgeschrieben werden mussten. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 224 sowie Schulden in Höhe von TEUR 735 aus. Der negative Equity-Wert zum 31.12.2011 beträgt TEUR 133 (Vorjahr TEUR 88).
Ferner werden in den Finanzanlagen die Anteile an der nicht konsolidierten Init.voice GmbH (TEUR 25) ausgewiesen.
(4) LANGFRISTIGE FORDERUNGEN
Bei den langfristigen Forderungen handelt es sich mit TEUR 624 (Vorjahr TEUR 522) um Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen synergyPlus GmbH.
(5) VORRÄTE
Der ausgewiesene Vorratsbestand betrifft im Wesentlichen Router. Diese werden den Kunden bei Abschluss eines Dienstleistungsvertrags über dessen Dauer befristet zur Verfügung gestellt und bei Nutzungsbeginn dem planmäßig abzuschreibenden Sachanlagevermögen zugeordnet. Eine Abwertung der sich noch nicht im Einsatz befindlichen Endgeräte auf den Nettoveräußerungswert hat sich im Geschäftsjahr nicht ergeben.
(6) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE
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| TEUR | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2010 | Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| gegen Dritte | 0 | 14.335 | 0 | 13.337 |
| gegen verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 27 |
| gegen assoziierte Unternehmen | 0 | 56 | 0 | 60 |
| 0 | 14.391 | 0 | 13.424 | |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | ||||
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 143 | 0 | 286 |
| Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 675 | 0 | 925 |
| 0 | 818 | 0 | 1.211 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 27 bestehen gegen die nicht konsolidierte Init.voice GmbH. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der sehr kurzfristigen Zahlungsziele den beizulegenden Zeitwerten.
(7) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Latente Ertragsteueransprüche | 537 | 193 |
| Effektive Ertragsteueransprüche | 223 | 9 |
| 760 | 202 |
Die latenten Ertragsteueransprüche betreffen mit TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 537) latente Steueransprüche aufgrund bestehender körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge bei zwei (Vorjahr: zwei) Tochterunternehmen. Die effektiven Ertragsteueransprüche betreffen ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Zinsabschlagsteuerguthaben.
(8) FINANZMITTEL
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| TEUR | 31.12.2010 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 6.119 | 6.212 |
| Kassenbestand und Schecks | 14 | 23 |
| 6.133 | 6.235 |
(9) EIGENKAPITAL
Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Die Anzahl der zum 31. Dezember 2011 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.752.500 Stück (nach Verrechnung der selbst gehaltenen 147.500 Stück Aktien). Die Gesellschaft hält eine Anzahl von 147.500 eigenen Aktien. Davon entfallen 100.000 Aktien auf die im Geschäftsjahr 2008 erfolgte unentgeltliche Rückübertragung von ecotel-Aktien durch Gesellschafter der ehemaligen ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH. Die Rückübertragung fand auf Basis einer mit diesen Gesellschaftern geschlossenen Earn-Out-Vereinbarung statt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden weitere 47.500 Aktien aufgrund einer in Bezug auf die Anteile an der ehemaligen ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH geltend gemachten Kaufpreisanpassung zurückgegeben.
Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.
Die Kapitalrücklagen betragen TEUR 1.678 (Vorjahr: TEUR 1.661). Die Veränderung resultiert aus der ratierlichen Berücksichtigung des Aufwands aus dem Aktienoptionsplan mit TEUR 17.
Aktienbasierte Vergütung
Der Aktienoptionsplan basiert auf dem Beschluss der Hauptversammlung der ecotel communication ag vom 27. Juli 2007. Für 45.000 Stück dieses Optionsplans, die bereits vor 2007 ausgegeben wurden, entspricht der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (EUR 13,45). Die Laufzeit des Optionsplans beträgt fünf Jahre. Die Aktienoptionen dürfen erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von zwei Jahren nach Zuteilungstag ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartezeit kann pro Jahr ein Drittel der Optionen gewandelt werden. Optionen können nach Ablauf der Wartezeit nur ausgeübt werden, wenn der Durchschnittskurs der Aktie im Vergleich zum Ausübungspreis um mindestens 5 % pro Jahr gestiegen ist und er sich um mindestens zwei Prozentpunkte besser entwickelt hat als der HDAX (fasst die Werte aller 110 Unternehmen aus den Auswahlindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammen).
Die Höhe des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung aus der aktienbasierten Vergütungszusage wurde auf der Grundlage eines Binomialmodells bewertet. Dabei wurden die folgenden Parameter verwendet:
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| Dividendenrendite | 0,00 % |
| Risikoloser Zinssatz | 3,90 % |
| Volatilität der ecotel-Aktie | 35,97 % |
| Volatilität des HDAX-Indizes | 15,96 % |
Der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft entspricht auch bei den mit Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 insgesamt zusätzlich ausgegebenen 100.000 Stück Aktienoptionen zum 1. Oktober 2007 dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (EUR 12,27). Gemäß IFRS 2 wurde für die Bewertung der alten 45.000 Aktienoptionen ein Ausübungspreis von EUR 13,45 beibehalten. Die zu Grunde gelegten Volatilitäten beruhen für alle Optionen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt drei bis fünf Jahre.
Da die Erfolgsziele zur Ausübung der ausgegebenen 145.000 Bezugsrechte nicht erreicht wurden, sind zum 30. September 2011 alle 145.000 ausstehenden Bezugsrechte verfallen.
Die 145.000 Bezugsrechte wurden zwei Vorstandsmitgliedern (120.000 Optionen, Marktwert bei Begebung insgesamt TEUR 282) sowie einer weiteren leitenden Angestellten der ecotel communication ag gewährt, für die der Aufwand aus der Zuführung zur Kapitalrücklage TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6) beträgt (25.000 Optionen, Marktwert bei Begebung: TEUR 36). Eine personenbezogene Aufgliederung der Marktwerte ist im Anhang Tz. 29 enthalten. Die Eigenschaften der neu gewährten Optionen gleichen denen der zuvor gewährten Optionen. Aufgrund der Wertverhältnisse im Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 wurden allerdings für die Ermittlung des Fair Value dieser neu gewährten Optionen ebenfalls unter Verwendung eines Binomialmodells folgende Parameter verwendet:
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| Dividendenrendite | 0,00 % |
| Risikoloser Zinssatz | 4,15 % |
| Volatilität der ecotel-Aktie | 36,00 % |
| Volatilität des HDAX-Indizes | 15,13 % |
Die zugrunde gelegten Volatilitäten beruhen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt drei bis fünf Jahre.
Die zeitanteilige Zuführung zur Kapitalrücklage (TEUR 17; Vorjahr: TEUR 44) ist im Personalaufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2011 ist in der Kapitalrücklage ein Betrag von TEUR 318 (Vorjahr: TEUR 301) für die bestehenden Aktienoptionen enthalten.
Minderheitenanteile
Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die indirekten Minderheitenanteile am Eigenkapital der easybell GmbH (TEUR 179, Vorjahr: TEUR 219), der sparcall GmbH (TEUR 629, Vorjahr TEUR 220) und der carrier-services.de GmbH (TEUR 92, Vorjahr TEUR 60). Im Vorjahr waren zudem die Minderheitenanteile an der inzwischen veräußerten toBEmobile GmbH mit TEUR 47 sowie an der i-cube GmbH mit TEUR 39 ausgewiesen.
Aktienbesitz
Folgende wesentliche Beteiligungen über 3 % werden an der Gesellschaft gehalten:
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| TEUR | % |
|---|---|
| Peter Zils | 25,64% |
| Eigene Aktien | 3,78% |
| Streubesitz | 21,62% |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,09% |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 14,56% |
| PVM Private Values Media AG | 9,31% |
Während des Geschäftsjahres 2011 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben.
31.03.2011
Mitteilung der AvW Gruppe AG, Krumpendorf, Österreich, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwellen von 10%, 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.
07.04.2011
Mitteilung der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf, Deutschland, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat.
07.04.2011
Mitteilung der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf, Deutschland, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat.
07.04.2011
Mitteilung der PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main, Deutschland, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der Gesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG von der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG zuzurechnen.
07.04.2011
Mitteilung der PVM Private Values Media AG, Frankfurt am Main, Deutschland, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der Gesellschaft gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG von der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG zuzurechnen.
08.04.2011
Mitteilung der Augur Financial Opportunity SICAV, Luxemburg, Luxemburg, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Financial Holding II S.A., Luxemburg |
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Financial Holding II S.A., Luxemburg, Luxemburg, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main, Deutschland, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt: - Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf.
08.04.2011
Mitteilung der Augur Capital GmbH, Bad Soden am Taunus, Deutschland, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Zwei Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main |
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Zwei Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwelle von 3%, 5% und 10% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,21% (das entspricht 398.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Financial Opportunity SICAV, Luxemburg, Luxemburg, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Financial Holding II S.A., Luxemburg |
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Financial Holding II S.A., Luxemburg, Luxemburg, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Deutschland, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Capital GmbH, Bad Soden am Taunus, Deutschland, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Zwei Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main |
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
08.04.2011
Mitteilung der Augur Zwei Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.04.2011 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,31% (das entspricht 363.305 Stimmrechten) betragen hat. Die Stimmrechte werden ihr gemäß § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt:
| ― | Augur Financial Holding Zwei GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main |
| ― | Schnigge Wertpapierhandelsbank AG, Düsseldorf |
11.08.2011
Mitteilung der Auer von Welsbach Privatstiftung, Wien, Österreich, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 31.03.2011 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und seitdem 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
11.08.2011
Mitteilung der AvW Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien, Österreich, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, am 31.03.2011 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und seitdem 0 % (0 Stimmrechte) beträgt.
Weitere Mitteilungen
Mitteilung der Intellect Investment & Management Ltd., Tortola, British Virgin Island, vom 01.07. 2009, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.07.2008 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 25,09 % beträgt (Anzahl Aktien: 978.489, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von Andrey Morozov, Finnland, gehalten, der mehr als 3 % der Stimmrechte an der Gesellschaft besitzt.
Mitteilung von Herrn Peter Zils, Deutschland, vom 11.01.2010, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 05.01.2010 die Schwelle von 30 % unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).
Mitteilung der IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, vom 11.01.2010, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 05.01.2010 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 14,56 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 567.879). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 10 % der Stimmrechte haben:
(1) MARTRADE Logistic GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf,
(2) MARTRADE Logistic Verwaltungs GmbH, Düsseldorf,
(3) Günther Hahn, Deutschland.
Kapitalmanagement
Der ecotel-Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese werden daher laufend überwacht. Dabei werden künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
(10) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERN
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| TEUR | Anfangsbestand 1.1.2011 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Umbuchungen/ Saldierung | Endbestand 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | 352 | 232 | 1 | 195 | 0 | 314 |
| Latente Ertragsteuern | 792 | 0 | 71 | 495 | -237 | 979 |
| Rückstellungen Ertragsteuern | 1.144 | 232 | 72 | 690 | -237 | 1.293 |
| Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr | 352 | 232 | 1 | 195 | 0 | 314 |
(11) SONSTIGE FINANZSCHULDEN, VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| TEUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt 31.12.2010 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Kreditverbindlichkeiten | 7.918 | 13.250 | 2.716 | 9.325 |
| Sonstige | 0 | 70 | 0 | 0 |
| Finanzschulden | 7.918 | 13.320 | 2.716 | 9.325 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber | 12.802 | 12.802 | 11.555 | 11.555 |
| assoziierten Unternehmen | 131 | 131 | 134 | 134 |
| Sonstige Steuern | 314 | 314 | 330 | 330 |
| Soziale Sicherheit | 36 | 36 | 41 | 41 |
| Auszuzahlende Löhne und Gehälter | 395 | 395 | 408 | 408 |
| Sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten | 365 | 365 | 192 | 192 |
| Abschlussprüfung/Aufsichtsrat | 105 | 105 | 102 | 102 |
| Sonstige | 170 | 170 | 647 | 647 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.385 | 1.385 | 1.720 | 1.720 |
Die Finanzschulden bestehen gegenüber Kreditinstituten und im Vorjahr zu einem kleinen Teil (TEUR 70) gegenüber einer Leasinggesellschaft. Aus der Bewertung eines Zinsswaps zum beizulegenden Zeitwert resultierten finanzielle Schulden von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 98). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten.
Die Kreditverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den Restbetrag eines in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehens in Höhe von TEUR 250, ein in 2009 aufgenommenes KfW Innovationsdarlehen in Höhe von TEUR 4.922 sowie ein in 2011 aufgenommenes Investitionsdarlehen in Höhe von TEUR 4.000. Das in 2007 aufgenommene Darlehen hat eine Laufzeit von fünf Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge. Das in 2009 aufgenommene Darlehen besteht hälftig aus einer Fremdkapitaltranche und hälftig aus einer Nachrangtranche. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von zehn Jahren, die Verzinsung ist fest. Das in 2011 aufgenommene Darlehen hat eine Laufzeit von zwei Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge. Zur Sicherung wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich um die in 2012 fällige Tilgung aller drei Darlehen.
(12) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Bonitätsänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Fremdwährungsrisiko:
Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Die Gesellschaft prüft den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Da das Währungsrisiko in den abgelaufenen Geschäftsjahren gering war, wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.
Zinsrisiko:
Im ecotel-Konzern bestehen Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden des Konzerns. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen erfolgen Absicherungen durch derivative Finanzgeschäfte. Ende 2011 bestanden drei Zinsswaps. Die Zinsswaps weisen ein Nominalvolumen von TEUR 2.000, TEUR 4.000 bzw. TEUR 250 auf. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven oder negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen Grundgeschäfte mit kompensierenden Risiken gegenüberstehen. Die Laufzeit der abgeschlossenen Zinsderivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurz- bis mittelfristigen Bereich.
Kreditrisiko:
Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen in den üblichen Zahlungsfristen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:
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| Wertberichtigungen für Forderungen 2011 TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | Gesamt 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2011 | 441 | 85 | 526 |
| Wertberichtigungen des Berichtsjahres | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 79 | 85 | 164 |
| Stand 31.12.2011 | 362 | 0 | 362 |
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| Wertberichtigungen für Forderungen 2010 TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | Gesamt 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2010 | 489 | 0 | 489 |
| Wertberichtigungen des Berichtsjahres | 22 | 85 | 107 |
| Abgänge | 70 | 0 | 70 |
| Stand 31.12.2010 | 441 | 85 | 526 |
Die Wertberichtigungen betreffen vollständig die Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen".
Zum 31. Dezember 2011 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen | Bruttowert | Wertberichtigte Forderungen | Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2011 | bis 30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.786 | 362 | 174 | 379 | 410 | 25 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.211 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 14.997 | 362 | 174 | 379 | 410 | 25 |
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen TEUR |
Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen über 120 Tage |
|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 287 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 |
| 287 |
Einzelwertberichtigungen werden bei Vorliegen von Wertminderungshinweisen auf überfällige ausfallbedrohte finanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der beizulegende Zeitwert dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt.
Von den dargestellten nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 378) betreffen Forderungen, deren Einbringung noch erwartet wird. Hiervon betreffen TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 37) das Barter-Geschäft der nacamar GmbH, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen passiviert sind.
Zum 31. Dezember 2010 ergab sich folgende Situation:
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen | Bruttowert | Wertberichtigte Forderungen | Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändernüberfällige Forderungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2010 | bis 30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzforderungen | 522 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.832 | 441 | 237 | 495 | 172 | 10 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 903 | 85 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 16.257 | 526 | 237 | 495 | 172 | 10 |
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| Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen TEUR |
Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen über 120 Tage |
|---|---|
| Finanzforderungen | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 378 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 |
| 378 |
In der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:
Stufe 1:
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Stufe 2:
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3:
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
Der ecotel-Konzern verfügt ausschließlich über Finanzinstrumente der Stufen 1 und 2. Während des Geschäftsjahres 2011 wurden keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 vorgenommen. Alle in der folgenden Darstellung zum 31. Dezember 2011 aufgeführten zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind der Stufe 1 zugeordnet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten gehören die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: TEUR 98) zur Stufe 2. Diese betreffen zum 31. Dezember 2011 - wie auch im Vorjahr - den negativen Marktwert der gehaltenen Zinsswaps der ecotel.
Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:
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| Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2011 (TEUR) | Fair Value | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Äquivalente | Kredite und Forderungen | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | GESAMT- BUCHWERTE | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Flüssige Mittel | 6.235 | 6.235 | 0 | 0 | 0 | 6.235 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.424 | 0 | 13.424 | 0 | 0 | 13.424 |
| Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 1.211 | 0 | 1.211 | 0 | 0 | 1.211 |
| Finanzanlagen | 1.611 | 0 | 0 | 0 | 1.611 | 1.611 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 624 | 0 | 624 | 0 | 0 | 624 |
| GESAMT | 23.105 | 6.235 | 15.259 | 0 | 1.611 | 23.105 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2011 (TEUR) | Fair Value | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Schulden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente | GESAMT- BUCHWERTE | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden kurzfristig | 2.716 | 2.633 | 83 | 2.716 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.555 | 11.555 | 0 | 11.555 |
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 133 | 133 | 133 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig | 1.720 | 1.720 | 0 | 1.720 |
| Langfristige Darlehen | 6.497 | 6.609 | 0 | 6.609 |
| Sonstige Finanzschulden langfristig | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GESAMT | 22.621 | 22.650 | 83 | 22.733 |
Zum 31.12.2010 ergab sich folgende Aufteilung:
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| Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2010 (TEUR) | Fair Value | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Äquivalente | Kredite und Forderungen | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | GESAMT- BUCHWERTE | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Flüssige Mittel | 6.133 | 6.133 | 0 | 0 | 0 | 6.133 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 14.391 | 0 | 14.391 | 0 | 0 | 14.391 |
| Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 818 | 0 | 818 | 0 | 0 | 818 |
| Finanzanlagen | 1.635 | 0 | 0 | 0 | 1.635 | 1.635 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 522 | 0 | 522 | 0 | 0 | 522 |
| GESAMT | 23.499 | 6.133 | 15.731 | 0 | 1.635 | 23.499 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2010 (TEUR) | Fair Value | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Schulden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente | GESAMT- BUCHWERTE | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden kurzfristig | 8.049 | 7.951 | 98 | 8.049 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12.802 | 12.802 | 0 | 12.802 |
| Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig | 1.385 | 1.385 | 0 | 1.385 |
| Langfristige Darlehen | 5.332 | 5.332 | 0 | 5.332 |
| Sonstige Finanzschulden langfristig | 70 | 70 | 0 | 70 |
| GESAMT | 27.638 | 27.638 | 98 | 27.638 |
Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wurden am jeweiligen Bilanzstichtag Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 15 (Vorjahr: Aufwendungen von TEUR -77) erfasst. Die Effekte resultieren ausschließlich aus den Zinsswaps.
Liquiditätsrisiko:
Die Refinanzierung der ecotel-Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2012 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von EUR 2,6 Mio. fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von EUR 6,3 Mio. zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über eine vertraglich vereinbarte Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 2,9 Mio., die sich nach Abzug der Avalschulden in Höhe von EUR 1,6 Mio. zum 31. Dezember 2011 auf EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.) beläuft. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (Restwert: EUR 9,2 Mio.) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung des Investitionsdarlehens von TEUR 4.000 sowie der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.
Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:
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| Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Schulden | Buchwerte 31.12.2011 | Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2012 | 2013 bis 2016 | Ab 2017 | 2012 | 2013 bis 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 9.172 | 2.563 | 3.458 | 3.151 | 335 | 724 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 70 | 70 | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Derivative finanzielle Schulden | 83 | 0 | 0 | 0 | 83 | 0 |
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| Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Schulden TEUR |
Zinszahlungen Ab 2017 |
|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 199 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 |
| Derivative finanzielle Schulden | 0 |
Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:
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| Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Schulden | Buchwerte | Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2010 | 2011 | 2012 bis 2015 | Ab 2016 | 2011 | 2012 bis 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.750 | 7.578 | 1.500 | 3.672 | 370 | 744 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 322 | 251 | 71 | 0 | 12 | 1 |
| Derivative finanzielle Schulden | 98 | 0 | 0 | 0 | 97 | 1 |
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| Tilgungs-/Zinszahlungen für finanzielle Schulden TEUR |
Zinszahlungen Ab 2016 |
|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 349 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 |
| Derivative finanzielle Schulden | 0 |
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung (Finanzschulden) wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 50 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 1 niedriger (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von TEUR 31 und originären variabel verzinslichen Finanzschulden von TEUR -32.
(13) EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN SOWIE SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 1.612 (Vorjahr: TEUR 1.878) für Avalschulden.
Gegenwärtig laufen gegen die ecotel communication ag zwei eingeleitete Rechtsstreitigkeiten, zum einen für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware und zum anderen durch die von DTAG eingeleitete Rechtsstreitigkeit für aus Sicht von ecotel strittige Nachforderungen. Für die mit dem Rechtsstreit verbundenen Prozesskosten wurden angemessene Rückstellungen gebildet.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
(14) UMSATZERLÖSE
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Inland | 84.434 | 74.309 |
| Ausland | 13.880 | 10.172 |
| 98.314 | 84.481 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche "Geschäftskunden", "Wiederverkäufer" und "New Business" ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt.
(15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Auflösung von Verbindlichkeiten | 80 | 120 |
| Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen | 119 | 85 |
| Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen | 75 | 79 |
| Währungskursgewinne | 17 | 12 |
| Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen | 22 | 27 |
| Übrige | 732 | 1.277 |
| 1.045 | 1.600 |
Die in 2011 ausgewiesenen anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen wie im Vorjahr konzernintern verrechnete Programmierarbeiten.
(16) MATERIALAUFWAND
Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.
(17) PERSONALAUFWAND
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 8.243 | 8.398 |
| Soziale Abgaben | 1.235 | 1.307 |
| - Davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 632 | 654 |
| 9.478 | 9.705 |
Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:
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| Mitarbeiter | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Angestellte | 171 | 176 |
| 171 | 176 |
Außerdem betrug die Anzahl der Vorstände bzw. Geschäftsführer bei den konsolidierten Konzerngesellschaften 6 (Vorjahr: 5) sowie die der Auszubildenden 7 (Vorjahr: 8). Bei den at equity bewerteten Gesellschaften waren 23 (Vorjahr: 17) Angestellte und 2 (Vorjahr: 2) Geschäftsführer beschäftigt.
(18) PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN UND AUSSERPLANMÄSSIGE WERTMINDERUNGEN
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.
Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units von insgesamt TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 0), auf sonstige immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 81) sowie auf das Sachanlagevermögen von TEUR 54 (Vorjahr: TEUR 55).
Außerdem wurden in 2011 kurzfristige finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 85) abgeschrieben.
(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Kosten der Warenabgabe | 3.866 | 3.842 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 1.089 | 1.246 |
| Mieten, Pachten, Raumkosten | 728 | 708 |
| EDV-Kosten | 920 | 1.002 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 1.535 | 993 |
| Kfz-Kosten | 430 | 283 |
| Vertriebsaufwendungen | 416 | 447 |
| Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen/Forderungsverluste | 350 | 418 |
| Versicherungsbeiträge | 187 | 182 |
| Reparaturen und Instandhaltung | 0 | 135 |
| Leasing | 29 | 153 |
| Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0 | 1 |
| Übrige | 153 | 61 |
| 9.703 | 9.471 |
(20) FINANZERGEBNIS
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Zinserträge | ||
| Zinserträge aus Bankguthaben/Festgeld | 3 | 19 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 134 | 125 |
| 137 | 144 | |
| Zinsaufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten | -615 | -486 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 77 | 15 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -54 | -17 |
| -592 | -488 | |
| Zinsergebnis | -455 | -344 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge | ||
| Übrige sonstige finanzielle Erträge | 2 | 0 |
| Kosten der Aktienkurspflege sowie sonstige finanzielle Aufwendungen | -78 | -57 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | -205 | -12 |
| -281 | -69 | |
| Finanzergebnis | -736 | -413 |
(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | -218 | -453 |
| Latente Ertragsteuern | -174 | -529 |
| Ertragsteueraufwand | -392 | -982 |
Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31 % (Vorjahr: 32 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 15 % (Vorjahr: 16 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.
Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2010 | 2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 731 | 2.683 |
| Steuersatz im Konzern | 32,0 % | 31,0 % |
| Erwarteter Steuerertrag | -234 | -832 |
| Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz | 14 | -11 |
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge | 240 | -23 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | -400 | -189 |
| Steuern Vorjahre | 27 | 0 |
| Veränderung Wertberichtigung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 24 | 120 |
| Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen | -64 | -4 |
| Sonstige Steuereffekte | 1 | -44 |
| Steueraufwand laut GuV (Aufwand -/Ertrag +) | -392 | -983 |
| Effektiver Steuersatz in % | -53,6 % | -36,6 % |
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 nicht ergeben.
Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
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| TEUR | 2010 aktiv | 2010 passiv | 2011 aktiv | 2011 passiv |
|---|---|---|---|---|
| Verlustvorträge | 537 | 0 | 193 | 0 |
| Sachanlagen/Immaterielle Vermögenswerte | 461 | 1.218 | 743 | 1.691 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 66 | 0 | 57 |
| Finanzschulden | 31 | 0 | 26 | 0 |
| Sonstige Posten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Saldierung aktiv/passiv | -492 | -492 | -769 | -769 |
| Wertberichtigung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 537 | 792 | 193 | 979 |
Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.
Es wurden sämtliche ertragsteuerlichen Verlustvorträge zu den Bilanzstichtagen bei der Aktivierung latenter Ertragsteueransprüche berücksichtigt, da in den Folgejahren voraussichtlich ausreichend hohe steuerliche Erträge für deren Nutzung zu Verfügung stehen werden. Bei der ecotel communication ag wurde der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag bis 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 957 (Vorjahr: TEUR 1.994) bzw. der gewerbesteuerliche Verlustvortrag bis 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 823) für den steuerlichen Organkreis mit der nacamar GmbH in 2011 beim Ansatz aktiver latenter Steuern vollständig berücksichtigt. Bei ecotel private wurde insgesamt ein bestehender ertragsteuerlicher Verlustvortrag in Höhe von TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 352) vollständig berücksichtigt.
Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at equity bewerteten Beteiligungen werden keine latenten Steuern gebildet, soweit die Bedingungen der Ausnahmeregelung des IAS 12.39 erfüllt sind.
(22) ERGEBNISANTEIL ANDERER GESELLSCHAFTER
Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis von TEUR 627 (Vorjahr: TEUR 282) betrifft die anteiligen Jahresergebnisse der easybell GmbH (TEUR -40; Vorjahr: TEUR 57), der sparcall GmbH (TEUR 409; Vorjahr: TEUR 214), der carrier-services.de GmbH (TEUR 32; Vorjahr: TEUR 45), der toBEmobile GmbH (TEUR -42; Vorjahr: TEUR -7) und der i-cube GmbH bis zum Erwerb der Minderheitenanteile im November 2011 (TEUR 114; Vorjahr: TEUR -27). Im Zusammenhang mit dem Ergebnisabführungsvertrag mit der easybell GmbH ergab sich in 2011 ein Ausgleichsanspruch des Minderheitsgesellschafters in Höhe von TEUR 154.
(23) ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt.
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2008 sind die bestehenden 145.000 Stück Aktienoptionen grundsätzlich als verwässernde Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Aufgrund der Wertverhältnisse bis zum Verfall der Aktienoptionen zum Ende des dritten Quartals 2011 und ebenso am Vorjahresstichtag lag jedoch der Ausübungspreis dieser Optionen deutlich über dem für die entsprechende Periode notierten durchschnittlichen Börsenkurs der ecotel-Aktie. Entsprechend IAS 33.47 hatten diese Optionen im Geschäftsjahr 2011 und zum Vorjahresstichtag keinen verwässernden Effekt, so dass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.
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| 2010 | 2011 | |
|---|---|---|
| Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) | 56.461,71 | 1.073.151,64 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl | 3.752.500,00 | 3.752.500,00 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,02 | 0,29 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,02 | 0,29 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
(24) KAPITALFLUSSRECHNUNG
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einflüsse von Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.
Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Finanzmittel" abzüglich kurzfristiger Kontokorrentverbindlichkeiten.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
(25) DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNGEN
Für Ausschüttungen an die Aktionäre der ecotel communication ag ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG das im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag ausgewiesene Bilanzergebnis maßgeblich; dieses beträgt TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 0).
(26) ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Das Volumen der an nahestehende Unternehmen erbrachten bzw. in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen | Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Phase Five R&D Ldt. | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 98 | 0 | 0 | 0 |
| synergyPlus GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 160 | 6 | 14 | 297 |
| mvneco GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 847 | 146 | 120 | 1.167 |
| init.voice GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 27 | 0 | 0 |
Die Forderungen gegen die at equity bewerteten Unternehmen synergyPlus GmbH und mvneco GmbH sind in der Konzernbilanz mit TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 578) enthalten.
Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH in Höhe von TEUR 2.544 (Vorjahr: TEUR 2.469) wurde wegen des negativen Equity-Werts der mvneco GmbH zum 31. Dezember 2011 infolge der Wertminderung um weitere TEUR 12 (Vorjahre kumuliert: TEUR 946) abgeschrieben.
Mit folgenden nahestehenden Personen unterhielt der ecotel-Konzern in 2011 Leistungsbeziehungen:
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| Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen | Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Noerr LLP | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 38 | 6 |
| QITS GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 11 | 10 | 853 | 785 |
| ADCO Umweltdienste Holding GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 86 | 143 | 0 | 0 |
| MPC Service GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 3 | 12 | 339 | 301 |
| GFEI Aktiengesellschaft | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 4 |
| Mobile One GmbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 91 | 109 | 0 | 0 |
| IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen | 1 | 1 | 0 | 0 |
Vereinbarungen mit der QITS GmbH
Die QITS GmbH, Quality Information Technology Services ("QITS"), deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist, erbringt seit 1999 verschiedene Dienstleistungen für die ecotel communication ag. Neben Dienstleistungen aufgrund des Rahmenvertrages für Software, insbesondere für das Billingsystem der Gesellschaft, betraf dies Druckdienstleistungen, IT-Leistung, Datenschutz sowie Finanzbuchhaltungs-Dienstleistungen.
Vereinbarungen mit Noerr LLP
Noerr LLP, eine Partnerschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, erbringt seit November 2005 Beratungsleistungen für die Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Rechtsanwalt und Partner bei Noerr.
Vereinbarungen mit der MPC Service GmbH
Zwischen der MPC Service GmbH und ecotel communication ag besteht seit August 2002 ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Service GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von MPC vermittelten Kunden. Die Vereinbarung entspricht der Vereinbarung mit den übrigen Vertriebspartnern der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Service GmbH und war ehemaliger Gesellschafter der im Vorjahr auf ecotel verschmolzenen ADTG GmbH.
Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen unter Tz. 29 verwiesen.
(27) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien für die Geschäftssegmente bei der ecotel communication ag.
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:
| ― | Im Segment Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet der ecotel-Konzern kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von "Komplettpaketen" Sprach-, Daten und Mehrwertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach- und Datenverkehr aus einer Hand an. |
| ― | Im Segment Wiederverkäufer vermarktet der ecotel-Konzern Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (einschließlich Reseller und Call-Shops). |
| ― | Im Bereich New Business ist das Privatkundengeschäft der easybell GmbH sowie das New Media Geschäft der nacamar GmbH zusammengefasst. |
Als Segmentergebnis, das seitens des Vorstands zur Unternehmenssteuerung und -überwachung verwendet wird, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden.
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| TEUR | Geschäftskunden | Wiederverkäufer | New Business | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsätze | 44.813 | 41.563 | 38.667 | 30.618 | 14.834 | 12.300 |
| Intersegment-Umsätze | 0 | 0 | 5.561 | 4.392 | 457 | 357 |
| EBIT | 900 | 1.805 | 183 | 551 | 727 | 740 |
| Jahresergebnis | 331 | 1.140 | 183 | 371 | 168 | 189 |
| Rohertrag | 17.455 | 18.717 | 1.271 | 1.390 | 4.219 | 4.520 |
| Abschreibungen | -2.168 | -2.342 | -260 | -483 | -1.031 | -1.131 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | -8 | 0 | -197 | -12 | 0 | 0 |
| Segmentvermögen | 23.147 | 23.525 | 9.416 | 9.149 | 13.372 | 9.038 |
| Segmentschulden | 6.882 | 6.117 | 6.278 | 5.431 | 2.618 | 1.926 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 897 | 1.237 | 4 | 205 | 765 | 276 |
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| TEUR | Konsolidierung segmentübergreifend | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsätze | 0 | 0 | 98.314 | 84.481 |
| Intersegment-Umsätze | -6.018 | -4.749 | 0 | 0 |
| EBIT | -344 | 0 | 1.466 | 3.096 |
| Jahresergebnis | -344 | 0 | 338 | 1.700 |
| Rohertrag | 0 | 0 | 22.945 | 24.627 |
| Abschreibungen | 0 | 0 | -3.459 | -3.956 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 0 | 0 | -205 | -12 |
| Segmentvermögen | 2.820 | 3.732 | 48.755 | 45.444 |
| Segmentschulden | 13.392 | 10.553 | 29.170 | 24.027 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 0 | 0 | 1.666 | 1.718 |
Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt.
Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verwiesen. Segmentvermögen und Segmentinvestitionen entfallen vollständig auf Deutschland.
(28) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB EINSCHLIESSLICH DER ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.
(29) ORGANE UND ORGANBEZÜGE
Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2011 wie folgt zusammen:
| ― | Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender) |
| ― | Bernhard Seidl, Ingenieur, München |
| ― | Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf |
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2011 bestellt:
| ― | Johannes Borgmann, Kaufmann, Düsseldorf (Vorsitzender) |
| ― | Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin |
| ― | Dr. Joachim Dreyer, selbständiger Unternehmensberater, Heiligenberg (bis 29.07.2011) |
| ― | Brigitte Holzer, Kauffrau, Murnau |
| ― | Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main |
| ― | Sascha Magsamen, Kaufmann, Frankfurt am Main (ab 29.07.2011) |
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2011 wie folgt zusammen:
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| TEUR | Feste Vergütung | Erfolgsbezogene/ Variable Vergütung | Aktienoptionsplan | Summe | Aktienoptionen -Anzahl | Aktienoptionen -Fair Value bei Begebung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bernhard Seidl | 191,9 | 50,0 | 12,0 | 253,9 | 90.000 | 239 |
| Achim Theis | 191,5 | 35,8 | 4,9 | 232,2 | 30.000 | 43 |
| Peter Zils | 314,2 | 25,0 | 0 | 339,2 | 0 | 0 |
| Johannes Borgmann | 14,0 | 0,2 | 0 | 14,2 | 0 | 0 |
| Brigitte Holzer | 10,0 | 0 | 0 | 10,0 | 0 | 0 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 7,0 | 0 | 0 | 7,0 | 0 | 0 |
| Mirko Mach | 9,5 | 0 | 0 | 9,5 | 0 | 0 |
| Sascha Magsamen | 3,0 | 0,1 | 0 | 3,1 | 0 | 0 |
| Dr. Norbert Bensel | 5,0 | 0 | 0 | 5,0 | 0 | 0 |
| Dr. Joachim Dreyer | 2,5 | 0,4 | 0 | 2,9 | 0 | 0 |
Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2011 variable Vergütungen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 143) zu. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Für die sicher verdienten variablen Vergütungsansprüche wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.
In 2011 bezog Frau Sandra Zils Vergütungen von insgesamt TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 9) für ihre Tätigkeit im ecotel-Konzern.
Im Jahr 2010 setzten sich die Vergütungen wie folgt zusammen:
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| TEUR | Feste Vergütung | Erfolgsbezogene/ Variable Vergütung | Aktienoptionsplan | Summe | Aktienoptionen -Anzahl | Aktienoptionen -Fair Value bei Begebung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bernhard Seidl | 210,3 | 33,3 | 30,7 | 274,3 | 90.000 | 239 |
| Achim Theis | 193,1 | 21,7 | 7,2 | 222,0 | 30.000 | 43 |
| Peter Zils | 298,5 | 16,7 | 0 | 315,2 | 0 | 0 |
| Johannes Borgmann | 11,2 | 1,2 | 0 | 12,4 | 0 | 0 |
| Brigitte Holzer | 5,8 | 0,5 | 0 | 6,3 | 0 | 0 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 4,4 | 0,5 | 0 | 4,9 | 0 | 0 |
| Mirko Mach | 6,0 | 0,6 | 0 | 6,6 | 0 | 0 |
| Stephan Brühl | 1,5 | 0 | 0 | 1,5 | 0 | 0 |
| Mag. Reinhold Oblak | 1,5 | 0 | 0 | 1,5 | 0 | 0 |
| Dr. Norbert Bensel | 1,6 | 0,4 | 0 | 2,0 | 0 | 0 |
| Dr. Joachim Dreyer | 1,6 | 0,4 | 0 | 2,0 | 0 | 0 |
Zum 31. Dezember 2011 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien:
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| Aufsichtsratmitglied | Funktion | Unternehmen |
|---|---|---|
| Johannes Borgmann | Geschäftsführer | ADCO Umweltdienste Holding GmbH |
| Member Board of Directors | ADCO HOLDINGS, Inc. in Marietta, Georgia 30062, USA | |
| CEO | ADCO HOLDINGS, Inc. in Marietta, Georgia 30062, USA | |
| Geschäftsführer | ADCO Beteiligungs- GmbH (Ratingen) | |
| Geschäftsführer | ADCO Immobilien GmbH (Ratingen) | |
| Geschäftsführer | ADCO International GmbH | |
| Präsident des Verwaltungsrates | TOI TOI AG in Affoltern (Schweiz) | |
| Geschäftsführer | MEPS GmbH in Ratingen | |
| Geschäftsführer | QITS GmbH in Ratingen | |
| Brigitte Holzer | Mitglied des Aufsichtsrats | Linux Information Systems AG, München |
| Inhaber, Geschäftsführerin | Holzer Holding GmbH, Berg | |
| Inhaber, Geschäftsführerin | OCTAGON CAPITAL GmbH, Berg | |
| FP & A Manager | ||
| Eastern Europe, Middle East & Africa | Adobe Systems GmbH, München | |
| Mirko Mach | Geschäftsführender Gesellschafter | MPC Service GmbH, Heidelberg |
| Liquidator | 1stopmobile.com AG i. L., Heidelberg | |
| Dr. Thorsten Reinhard | Partner | Noerr LLP, London |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Wackler Holding SE, München | |
| Dr. Norbert Bensel | Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG / Praktiker AG |
| Mitglied des Aufsichtsrats | DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Deutschland GmbH | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | IAS Institut für Arbeits- und Sozialhygiene AG | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Compass Group Deutschland GmbH | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | TransCare AG | |
| Mitglied des Beirats | BLG Logistics Group AG & Co. KG | |
| Mitglied des Beirats | BREUER Nachrichtentechnik GmbH | |
| Mitglied des Beirats | IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH | |
| Mitglied des Verwaltungsrats | Qnamic AG, Schweiz | |
| Dr. Joachim Dreyer | Mitglied des Beirats | ZU Stiftung, Friedrichshafen |
| Mitglied des Beirats | EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe | |
| Mitglied des Beirats | Mobile One GmbH, Ratingen | |
| Sascha Magsamen | Vorsitzender des Aufsichtsrats | Wige Media AG, Köln |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | ICM Media AG, Frankfurt am Main | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | GFEI AG, Frankfurt am Main | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | Mistral Media AG, Köln | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | Nextevolution AG, Mainz | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Close Brothers Seydler Research AG, Frankfurt am Main |
Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Ämter in Kontrollgremien i.S.d. § 285 Nr. 10 HGB.
(30) AUFWAND FÜR ABSCHLUSSPRÜFER
Im Geschäftsjahr 2011 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 65). Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer keine Aufwendungen erfasst.
(31) BEFREIUNG VON DER OFFENLEGUNG DES EINZELABSCHLUSSES
Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
Düsseldorf, den 23. März 2012
Der Vorstand
Peters Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis
Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
Wir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 23. März 2012
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. Schlereth, Wirtschaftsprüfer
gez. Frank, Wirtschaftsprüfer