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ecotel communication ag Annual Report 2010

May 2, 2011

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Annual Report

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ecotel communication ag

Düsseldorf

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010

Konzernlagebericht 2010 der ecotel communication ag

I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. ECOTEL IM ÜBERBLICK

Die ecotel Gruppe (nachfolgend "ecotel" genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über drei Geschäftsbereiche: "Geschäftskundenlösungen", "Wiederverkäuferlösungen" und "New Business".

Geschäftskundenlösungen

Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand an.

Die folgende Übersicht zeigt das komplette Produktportfolio im Geschäftskundenbereich:

Geschäftskunden Produktportfolio der ecotel Gruppe

Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, Mietleitungen (Leased Lines) und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Seit 2008 vermarktet ecotel zudem auch eigene Mobilfunkprodukte und bietet Geschäftskunden Sprachtarife in Verbindung mit Optionen zur mobilen Datennutzung an.

Über die letzten drei Jahre hat sich im Rahmen der Produkterweiterungsstrategie der "Umsatzmix" des Geschäftskundenbereichs erheblich verändert. Während in 2006 noch ca. 96 % der Geschäftskundenumsätze mit Sprach- und Mehrwertdiensten erwirtschaftet wurden, verminderte sich dieser Bereich im Gesamtbild im Jahr 2010 auf knapp über 50 %. Die übrigen Produktbereiche Sprach- und Vollanschlüsse (18 %), VPN und Datendienste (19 %) sowie Housing / Hosting (7 %) und Mobilfunk (3 %) steuern mittlerweile 47 % der Geschäftskundenumsätze bei. Zudem werden die rückläufigen Sprachumsätze des klassischen Preselection-Geschäfts zunehmend durch Neuumsätze im Bereich Vollanschlüsse, Daten und Mobilfunk kompensiert.

Verlagerung der Umsatzverteilung im Geschäftskundensegment

Je nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 500 aktiven Vertriebspartnern. Dadurch erhält ecotel einen breiten Zugang zu ihrer Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit ca. 30.000 kleine und mittelständische Unternehmen aus allen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Wiederverkäuferlösungen

Im Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter von Telekommunikationsdiensten zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskundenlösungen". Hierfür unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit ca. 100 internationalen Carriern.

In diesem Segment befinden sich zudem die Beteiligungsgesellschaft mvneco GmbH als technischer Dienstleister für Mobilfunkangebote sowie das verbundene Unternehmen i-cube GmbH als technischer Dienstleister für entbündelte DSL und Voice over IP Produkte für andere Reseller.

New Business

Im Bereich "New Business" sind die neuen wachstumsstarken Geschäftsfelder der ecotel vereint. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft. Zudem hält ecotel einen Minderheitsanteil an der PPRO GmbH, einer Gesellschaft, die im Bereich der Internet-basierten Zahlungssysteme aktiv ist.

Infrastruktur

ecotel unterhält eigene Komponenten einer Telekommunikationsinfrastruktur, unter anderem einen IP-Backbone mit Standorten in Frankfurt am Main und Düsseldorf, ein eigenes Rechenzentrum, einen Voice Switch sowie zentrale Einwahlplattformen. Für das New-Media-Geschäft unterhält der Konzern verschiedene Server-Farmen. mvneco GmbH betreibt eine zentrale Mobilfunkplattform.

IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für Ordermanagement und Billing. Im Rahmen einer Systemkonsolidierung konnten die vier Bestandssysteme 2010 auf zwei Systeme migriert werden.

2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).

Leitungsorgan

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an.

Vergütung der Organmitglieder

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und Vorstandsvergütungsgesetz (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (u.a. Auftragseingang, EBITDA, EBIT) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.

Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.

Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung [29], "Organbezüge") aufgeführt.

Änderungen der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Kapitalverhältnisse

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel 147.500 eigene Aktien, so dass das gezeichnete Kapital in der Bilanz 3.752.500 EUR beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Aktienoptionen an Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung hat die Gesellschaft mit Beschluss vom 30. Juli 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 29. Juli 2015. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2010 hält ecotel 147.500 eigene Aktien.

Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2010 mehr als 10 % beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

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Aktionär Aktienbesitz (in %)
Peter Zils 25,64
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 14,56
AvW Management-Beteiligungs AG (in Insolvenz) 10,12
Gesamt 75,41

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote

Wesentliche Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder der ecotel bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots.

Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.

3. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die ecotel communication ag als Muttergesellschaft hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. 2010 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 157 Mitarbeiter, 21 Mitarbeiter mehr als Ende 2009. Der Zuwachs an Mitarbeitern entstand im Wesentlichen durch die Verschmelzung der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH mit ecotel.

Die Tochterunternehmen der ecotel communication ag haben ihre Standorte in Deutschland und beschäftigten 2010 inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden durchschnittlich 52 feste Mitarbeiter (nach 57 Mitarbeitern Ende 2009).

Struktur und Beteiligungen von ecotel

nacamar GmbH

Die nacamar GmbH wurde ursprünglich 1995 gegründet, firmierte zwischenzeitlich unter World Online und später als Tiscali Business GmbH, bevor das B2B-Geschäft auf die ecotel verschmolzen wurde. Die seit 2007 wieder unter nacamar GmbH firmierende Gesellschaft ist ein eigenständiger New Media Full Service Provider. Daneben bietet die 100%ige Tochtergesellschaft der ecotel communication ag Großunternehmen aus der Medienbranche New Media- sowie weiterführende Internet- und Datendienste an. nacamar bereitet Radio- und TV-Inhalte für das Internet auf und liefert sie anschließend live, on-demand oder als Podcast/Vodcast über das Internet an die Internet-Nutzer aus. nacamar betreibt eine eigene Streaming-Plattform im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte 2010 durchschnittlich 17 Mitarbeiter (Vorjahr: 16 Mitarbeiter).

ecotel private GmbH

Die ecotel private GmbH ist eine 100%-ige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White-Label-Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die ecotel private GmbH hält 51 % der Anteile an der easybell GmbH.

easybell GmbH

Die easybell GmbH hat ihren Sitz in Potsdam und beschäftigte 2010 durchschnittlich zehn feste Mitarbeiter. Die Gesellschaft bietet technisch versierten Privatkunden preisaggressive Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig ist die easybell GmbH im Bereich "Schmalbanddienste und ADSL" aktiv. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "01028" vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "010010" vermarktet.

toBEmobile GmbH

An der im Jahr 2006 gegründeten toBEmobile GmbH hält die ecotel communication ag 51 % der Anteile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig. Die toBEmobile GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf.

i-cube GmbH

Die i-cube GmbH mit Sitz in Düsseldorf bietet ecotel, anderen Telekommunikationsunternehmen und branchenfremden Vermarktern das komplette Portfolio an entbündelten DSL-Dienstleistungen und Voice over IP an. Die Kunden können somit über eine standardisierte Schnittstelle Vorleistungen mit einer bundesweiten Verfügbarkeit von verschiedenen Lieferanten wie Telefonica, QSC oder Deutsche Telekom (DTAG) ohne Abnahmeverpflichtungen beziehen. ecotel hält 50,1 % der Anteile an der i-cube GmbH.

mvneco GmbH

ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet. ecotel hält 49% der Anteile des Unternehmens. 2010 beschäftigte die mvneco GmbH durchschnittlich neun feste Mitarbeiter. Sie füngiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel communication ag, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfonknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfonkdienste ermöglicht wird.

synergyPLUS GmbH

Die synergyPLUS GmbH wurde im Februar 2009 gegründet. Die synergyPLUS GmbH agiert als exklusiver Vertriebspartner der ecotel und vermarktet insbesondere die neuen Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter. Das Telesales- und Handelsvertreter-Konzept ermöglicht es, die Fixkosten niedrig zu halten und gleichzeitig den Zugriff auf einen direkt steuerbaren Vertrieb zu haben. Ende 2010 beschäftigte die synergyPLUS GmbH zehn feste Mitarbeiter. ecotel hält 49 % der Anteile des Unternehmens.

PPRO GmbH

PPRO GmbH mit Sitz in Bad Heilbrunn ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren "giropay" für über das Internet agierende Händler. 2010 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich sechs feste Mitarbeiter. ecotel hält 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft.

4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNS

ecotel steuert die drei Geschäftsbereiche nach der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfließen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Kostenträgerverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten sowie die Personalkosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Ebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifische Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge) verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Entwicklungsaufwendungen von ecotel im Jahr 2010 betreffen im Wesentlichen eigenentwickelte Softwarelösungen und Produktentwicklungen. Bei der ecotel communication ag waren dies in erster Linie das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie das Kundenportal. Bei der nacamar GmbH waren dies im Wesentlichen Entwicklungen im Rahmen des Media Delivery Netzwerks (MDN), des Video Asset Management System (medianac) sowie des Kundenportals.

6. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELD

Die deutsche Wirtschaft konnte sich von der Finanzkrise deutlich schneller erholen, als von vielen Experten angenommen. Im Jahr 2010 betrug das Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung laut statistischem Bundesamt 3,6 % nach einem Rückgang von 4,7 % im Vorjahr. Für 2011 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von über 2 %.

Telekommunikations-Marktvolumen sank auch 2010

2010 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland um 1,3 % von 61,8 Milliarden EUR auf 61,0 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 5). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich gleichzeitig von 56 % auf 58 %.

Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 33 Milliarden EUR 54 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.

Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland (in Mrd. EUR)

Zu beachten ist, dass mittlerweile auch die Kabelnetzbetreiber ihren Umsatz im Telekommunikationsbereich signifikant gesteigert haben. So betrug 2010 der Umsatzanteil der Kabelnetzbetreiber am Gesamt-TK-Markt 6 %.

Der Mobilfunkumsatz erhöhte sich 2010 von 24,1 Milliarden EUR auf 24,3 Milliarden EUR, im Wesentlichen getrieben durch den Anstieg an Datendienstumsätzen mit der neuen Generation von Mobilfunkgeräten, den sogenannten Smartphones. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten lag Ende 2010 wie im Vorjahr bei ca. 108 Mio. Stück.

Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber über 15 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 35 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 43 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 11). Während jedoch die Zahl der klassischen Festnetzanschlüsse bei den Wettbewerbern nur noch leicht ansteigt, ist bei den entbündelten Voice-over-IP-Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.

Festnetz-Telefon-Komplettanschlüsse der Wettbewerber (in Mio.)

Ende 2010 gab es in Deutschland fast 27 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 25 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2009. Dabei entfielen 9,0 Mio. Anschlüsse (33 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 1,9 Mio. Anschlüsse (7 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12,1 Mio. Anschlüsse (45 %) auf die Deutsche Telekom AG (DTAG) sowie 3,9 Mio. Anschlüsse (15 %) auf andere Zugangsarten wie Kabel-TV. Die Wettbewerber der DTAG haben somit einen Marktanteil von 55 %.

Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten, insbesondere bei den Komplettanschlüssen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bei Call-by-Call und Preselection ist das Volumen dagegen stark rückläufig (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 10). Mittlerweile nimmt der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetznetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, mehr als 80 % ein. Hinzu kommt eine Substitution von Festnetz durch Mobilfonk sowie eine Substitution von PSTN (Public Switched Telephone Network) Sprache durch VoIP (Voice over IP).

Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste in Deutschland nach Produkten (in Mio. Minuten pro Tag)

Trends im B2B-Markt

Ähnlich wie im Vorjahr ist die Umsatzentwicklung im Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.

Wichtige TK Trends der Zukunft im Geschäftskundenbereich sind der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (VDSL, FFTH) als auch über Mobilfunk (HSPA+, LTE), die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT. Hierzu gehört u.a. auch das Trendthema "Cloud Computing" mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in sichere Rechenzentren im Internet, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift.

Regulatorische Trends

ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.

Wichtige aktuelle Themengebiete sind:

Beschleunigung des Ausbaus von hochleistungsfähigen öffentlichen Telekommunikationsnetzen der nächsten Generation inklusive verbesserter Rahmenbedingungen für wettbewerbskonforme Infrastrukturinvestitionen
Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandi-gen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen
Netzneutralität (d.h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben)
Stärkung des Verbraucherschutzes hinsichtlich der Zeitdauer zur Speicherung von Verkehrsdaten
Regelung zu kostenlosen Warteschleifen

Im Bereich Mobilfunk beschloss die BNetzA zum 1. Dezember 2010 eine signifikante Absenkung der Terminierungsentgelte, die bis zum 30. November 2012 befristet ist. Im Rahmen der EU-Roaming-Verordnung ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren die Sprach- und Datenroaming-Entgelte weiter abgesenkt werden.

7. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2010

Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2010 der ecotel gegeben.

Erfolgreiche Vermarktung der Vollanschlüsse

ecotel vertreibt seit Ende 2009 ISDN Sprach- und Datenanschlüsse (sogenannte Vollanschlüsse) (ISDN + DSL) auf der Basis der Infrastruktur von Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH und deckt damit mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland ab (sogenannte on-net Gebiete).

Beim Einkauf dieser Vollanschlüsse bezieht ecotel die Sprach- und Datenanschlüsse mit einem attraktiven Großhandelsrabatt und senkt somit seine Kostenbasis in on-net Gebieten um 35 % verglichen mit dem Einkauf über die Deutsche Telekom AG (DTAG), und das bei gleichbleibender ISDN-Qualität. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im TNB-eigenen Netz erfolgt. Diese Kosteneinsparung erhöht einerseits die Profitabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen vermarkten kann. Damit einher ging die zusätzliche Herausforderung, möglichst viele Bestandskunden auf die neuen Produkte umzustellen und über weitere Rabatte besser an sich zu binden.

Zum Ende des Jahres 2010 konnten bereits ca. 10.000 Vollanschluss-Aufträge als Auftragseingang verbucht werden. Davon waren ca. 6.000 Vollanschlüsse Ende 2010 aktiv.

Durchschnittliche Verbesserung der Einkaufskosten bei Vollanschluss Aufträgen

Das Vollanschluss-Produkt bildet somit eine neue Geschäftsgrundlage der ecotel und trägt signifikant zur Erhöhung des Rohertrags im Geschäftskundensegment bei.

Verschmelzung der ADTG GmbH und der /bin/done GmbH auf die ecotel

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurden die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH sowie die /bin/done digital solutions GmbH auf die ecotel communication ag verschmolzen. Somit wird nun das Geschäftskundensegment aus einer rechtlichen Einheit heraus bedient.

Abschluss des Projektes "NetMig"

Im ersten Quartal 2010 konnte die Umstellung der Backbone-Netzinfrastruktur auf die nächste Netzgeneration (Projekt NetMig) abgeschlossen werden, was einerseits zu einer variablen Kostenbasis, andererseits zu einer Verbesserung der Servicequalität und signifikanten Bandbreitenerhöhung für die Kunden geführt hat. Zudem konnte mit diesem Projekt die langfristige Kostenbasis im Infrastrukturbereich gesenkt werden.

Systemkonsolidierung erfolgreich gestartet

ecotel migriert gegenwärtig seine IT Systemlandschaft von vier Bestandssystemen auf ein System. Mittlerweile konnten zwei Systemmigrationen durchgeführt und zwei IT-Systeme abgeschaltet werden, bis Mitte 2011 wird die Systemkonsolidierung auf ein IT-System abgeschlossen sein.

Einführung neuer Mobilfunkprodukte

Mit der Einführung des Produkts "AllnetFlat Mobile" wurde das Mobilfunk-Produktportfolio um ein attraktives Flatrate-Produkt erweitert, bei der die Verbindungen ins Internet, ins Festnetz und zu allen anderen deutschen Mobilfunknetzen (Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus) in die Flatrate eingeschlossen sind. Das Produkt AllnetFlat Mobile wird in Paketen mit wahlweise drei, fünf oder zehn SIM-Karten vertrieben, die Kosten je SIM-Karte bewegen sich abhängig von der Paketgröße zwischen 30 EUR und 50 EUR. Der Kunde hat somit volle Transparenz, Kostenkontrolle und Planungssicherheit bei seinen Mobilfunkkosten.

II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

1. ERTRAGSLAGE

2010 wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 98,3 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus entspricht dies einem Umsatzanstieg von 6,1 Mio. EUR bzw. einem Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1 % von 22,7 Mio. EUR auf 22,9 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus erhöhte sich der Rohertrag um 0,7 Mio. EUR bzw. um 3 %. Die Rohertragsmarge blieb verglichen mit dem Vorjahreszeitraum konstant bei 23 %.

Rückläufige Umsätze bei steigender Marge im Geschäftskundensegment

Der Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 46 % (Vorjahr: 49 %) an den Gesamterlösen und einen Anteil von 76 % (Vorjahr: 79 %) am Rohertrag der ecotel-Gruppe. Der Umsatz im Geschäftskundensegment betrug 44,8 Mio. EUR verglichen mit 48,2 Mio. EUR im Vorjahr. Der Umsatzrückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist auf den weiterhin anhaltenden Kundenverlust beim klassischen Preselection-Geschäft zurückzuführen, welcher 2010 noch nicht ausreichend durch Neugeschäfte mit Vollanschlüssen und Mobilfunkprodukten kompensiert werden konnte. Der Rohertrag lag 2010 bei 17,5 Mio. EUR - nach 17,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Rohertragsmarge erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 37 % auf 39 %.

Wachsendes Geschäft im Wiederverkäufersegment

Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 39 % (Vorjahr: 35 %) zu den Gesamterlösen und mit 6 % (Vorjahr: 6 %) zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 13 % von 34,4 Mio. EUR auf 38,7 Mio. EUR, der Rohertrag betrug ähnlich wie im Vorjahr 1,3 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 3 %.

Anhaltendes Wachstum im Bereich New Business

Der Geschäftsbereich New Business trug mit 15 % (Vorjahr: 16 %) zu den Gesamterlösen und mit 18 % (Vorjahr: 16 %) zum gesamten Rohertrag bei. Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus erhöhten sich die New-Business-Umsätze um 54% von 9,6 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR, der Rohertrag erhöhte sich von bereinigt 3,1 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohmarge von 28 %.

Niedrigerer Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Personalaufwand reduzierte sich 2010 leicht um 0,1 Mio. EUR von 9,6 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl aller konsolidierten Gesellschaften erhöhte sich auf 206 (Vorjahr: 193).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht von 9,8 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR.

Gleiches EBITDA wie im Vorjahr, positives EBIT und Konzernergebnis

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 2010 wie im Vorjahr 4,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 5,0 %.

Die planmäßigen Abschreibungen reduzierten sich 2010 von 4,0 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR. Hiervon entfallen 0,6 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von Kundenstämmen der übernommenen Unternehmen. Hinzu kommen 0,1 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen von Anlagevermögen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 1,5 Mio. EUR, nach -2,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Finanzergebnis betrug 2010 -0,7 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2009. Es umfasst Aufwendungen für Zinsen in Höhe von 0,5 Mio. EUR sowie eine Verlustverrechnung des Gesellschafterdarlehens gegen die mvneco GmbH in Höhe von 0,2 Mio. EUR.

Der Steueraufwand für 2010 lag bei 0,4 Mio. EUR.

Das Konzernergebnis 2010 nach Anteilen Fremder betrug 0,1 Mio. EUR, nach -2,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,02 EUR versus -0,57 EUR im Vorjahr.

2. FINANZLAGE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2010 betrug 5,3 Mio. EUR, verglichen mit 6,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das Working Capital (Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten) blieb konstant.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit 2010 betrug -1,8 Mio. EUR nach -3,6 Mio. EUR im Vorjahr. Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Investitionen von 0,5 Mio. EUR in Softwarelizenzen und eigenentwickelte Software sowie Investitionen von 1,2 Mio. EUR für Server-, Netzwerk- und Rechenzentramsinfrastraktur. Dem stehen Einzahlungen aufgrund der Erstkonsolidierung der carrier-services.de GmbH, Einzahlungen aus Anlagenabgängen sowie Zinsenzahlungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR entgegen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2010 bei -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) und setzt sich aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 3,5 Mio. EUR, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. EUR und Zinsauszahlungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR zusammen.

Der Bestand des Finanzmittelfonds hat sich von 7,1 Mio. EUR Anfang 2010 auf 6,1 Mio. EUR Ende 2010 um 1,0 Mio. EUR verringert.

ecotel hat eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2010 1,9 Mio. EUR als Aval genutzt und somit 1,0 Mio. EUR noch offen.

Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.

3. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2010 48,8 Mio. EUR, was einer Reduktion um 7 % gegenüber 52,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2009 entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch die Abschreibungen in Höhe von insgesamt 3,5 Mio. EUR sowie die Tilgung der Finanzkredite bedingt.

Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 6 % von 28,8 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR. Der Goodwill beträgt 12,1 Mio. EUR. Der Wert der Kundenbeziehungen verringerte sich aufgrund der laufenden Abschreibungen von 4,5 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) reduzierten sich von 16,8 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 2 % von 19,6 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR. Somit erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 37 % Ende 2009 auf 41 % Ende 2010. Die langfristigen Rückstellungen und Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich von 14,1 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR. Davon entfallen 0,1 Mio. EUR auf latente Ertragsteuern. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich aufgrund der Abschlusstilgung des Investitionsdarlehens in Höhe von 4,6 Mio. EUR Ende 2011 von 19,0 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrugen unter Berücksichtigung des eigenkapitalnahen Charakters der KfW Nachrangtranche (2,5 Mio. EUR) 4,6 Mio. EUR, was einer Reduktion um 2,8 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr entspricht.

III. NACHTRAGSBERICHT

Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2010.

IV. RISIKOBERICHT

1. RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.

Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.

Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifiziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten.

Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das 4-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.

2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Provisionierung, Rechnungsstellung, Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit von Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Durch das "Projekt Netmig" konnte das Risiko eines Ausfalls der Backbone Infrastruktur praktisch eliminiert werden. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der Vermittlungstechnik sind dadurch minimiert, dass nur der internationale B2B- sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert wird und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Für den Mobilfunkverkehr besteht ein Fallback Szenario, dass bei einem Ausfall des eigenen Netzes der Verkehr über das Netz des Vorlieferanten geroutet wird. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen des nacamar-Media-Delivery-Netzwerks wurden 2010 die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert.

Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur werden kontinuierliche Modernisierungs- und Wartungsmaßnahmen durchgeführt. Potenzielle Risiken liegen in externen Kapazitätsengpässen bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Der Fokus von Ausbaumaßnahmen des Rechenzentrums 2011 / 2012 liegt daher weiterhin in der Kapazitätserweiterung der Stromversorgung und der Schaffüng weiterer Redundanzen im Bereich der Notstromversorgung.

Weitere operative Risikofaktoren sind die Schnittstellen zur einheitlichen Auftragserfassung und -bearbeitung mit der DTAG (WITA) sowie Vodafone. Während die WITA-Schnittstelle 2010 nicht fehlerfrei funktionierte, wird die Schnittstelle mit Vodafone aufgrund einer systemseitigen Verzögerung voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2011 in Betrieb genommen. Beide Umstände führten im Berichtszeitraum zu erheblichen Behinderungen bei der Auftragsabwicklung und somit zu Kunden- und Partnerunzufriedenheit.

Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte im Bereich der Anschlussübernahme dadurch gemindert werden, dass ecotel die Anschlussübernahme über die DTAG nur noch in sogenannten Off-net Gebieten einsetzt, in denen alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) kein eigenes Netz besitzen (ca. 30 % der Deutschen Geschäftskunden). Da mittlerweile DSL Anschlüsse im Rahmen der Anschlussübernahme nur gegen ein zusätzliches Entgelt und signifikante Mehraufwände von der DTAG übernommen werden können, setzt ecotel auf eine neue Lösung mit direkter Bestellung von Standalone DSL Anschlüssen. Diese können zukünftig als Basis für eine Migration auf eine ecotel-Voice over IP Lösung genutzt werden.

ecotel hat inzwischen einen größeren Teil seiner Bestandskundenbasis auf Vollanschlüsse alternativer Vorlieferanten migriert. Da Migrationen typischerweise mit Risiken behaftet sind (z.B. Prozess- und Schnittstellenprobleme), kann es im Rahmen der Migration unter ungünstigen Umständen zu einer erhöhten Wechselbereitschaft von Kunden kommen, was die Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig schädigen könnte. Bisher blieben höhere Wechselquoten bei der Kundenbasis aus.

Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.

Gegenwärtig läuft eine gegen die nacamar GmbH eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware-Equipment. Der Streitwert beträgt 166 TEUR. ecotel hält den Ausgang des Klageverfahrens für offen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.

Im Rahmen der Akquisitionsfinanzierungen hat ecotel mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden können. Bei zwei der drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL: >25%; IST: 40 %), Netto Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: 1,0)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Beim dritten Covenant (EBITDA gemäß Covenant Vereinbarung / Umsatzerlöse (SOLL: >5 %; IST: 4,7 %)) hat ecotel 2010 den vereinbarten Schwellenwert im Rahmen einer temporären Covenant Anpassung erreicht. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2011 alle Covenant Schwellenwerte eingehalten werden.

ecotel verfügte zum Jahresende 2010 über liquide Mittel in Höhe von 6,1 Mio. EUR. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 4,6 Mio. EUR (nach 7,4 Mio. EUR im Vorjahr) und liegen damit unterhalb des EBITDA aus 2010. In 2011 muss neben der laufenden Darlehenstilgung in Höhe von 3,6 Mio. EUR zum Jahresende 2011 auch die letzte Tranche eines Investitionsdarlehens in Höhe von 4 Mio. EUR getilgt werden. Grundsätzlich können diese Tilgungen aus dem bestehenden Finanzmittelfonds, den laufenden Cashflows sowie der bestehenden Kreditlinie getilgt werden. Um jedoch die Auswirkungen auf die Liquiditätspuffer des Unternehmens gering zu halten, plant ecotel eine Refinanzierung dieser endfälligen Tranche. Ein Kreditinstitut hat bereits Bereitschaft signalisiert, diese Refinanzierung bereitzustellen. Abgesehen davon geht die Gesellschaft davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen, um die weitere Unternehmensstrategie zu finanzieren und gleichzeitig die Nettoverschuldung zu reduzieren. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2010 1,9 Mio. EUR als Avallinie genutzt und somit 1,0 Mio. EUR noch offen.

Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für einen Großteil der ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps abgeschlossen hat.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.

Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für wesentliche Produkte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird.

Ein strategisches Risiko ist weiterhin die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis, der noch nicht ausreichend durch eigene Neuprodukte kompensiert werden konnte. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, kann dies auch signifikante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.

ecotel, mvneco und nacamar versorgen neben einer Vielzahl von mittelständischen Geschäftskunden auch einzelne Großkunden mit Telekommunikations-, Mobilfunk und Streaming-Dienstleistungen. Es besteht das Risiko, dass ecotel-Unternehmen im Jahr 2011 und den Folgejahren neben kleineren Kunden auch Großkunden an Wettbewerber verlieren könnten.

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.

Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.

Bei einem Tochterunternehmen der ecotel besteht das Risiko, dass bei einem Vorlieferanten der Geschäftsbetrieb möglicherweise nicht aufrechterhalten werden kann. Hier muss möglicherweise kurzfristig auf eine alternative Technologielösung zurückgegriffen werden, um Schaden vom eigenen Unternehmen abwenden zu können.

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative geschäftsrelevante Änderungen herbeiführen.

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass ecotel auch 2011 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.

Vermarktung von Vollanschlüssen an Bestandskunden und Neukunden

ecotel hat inzwischen mehr als 20.000 Sprachanschlüsse und 10.000 DSL Datenanschlüsse vermarktet. Bis 2009 bezog ecotel die Sprachanschlüsse fast ausschließlich von der Deutschen Telekom, erhielt hierfür jedoch keine Vergünstigungen z.B. in Form von Großhandelsrabatten. Beim Einkauf insbesondere der Sprach-, aber auch der Datenanschlüsse über alternative Lieferanten wie Vodafone und Versatel bezieht ecotel diese zu attraktiven Großhandelskonditionen. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im jeweiligen TNB-Netz erfolgt. Die deutschlandweite Verfügbarkeit der alternativen Vorlieferanten beträgt mehr als 70 %. Unter Berücksichtigung von Verhinderungsgründen, z.B. bei Anschlüssen für Alarmanlagen, Brandmeldeanlagen und Faxgeräte dürften demnach mehr als die Hälfte der Anschlüsse potenziell migrierbar sein. Darüber hinaus werden vom Vertrieb sukzessiv Produktwechsel bei Preselection-Bestandskunden auf Vollanschlussprodukte durchgeführt. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie bessere Einkaufskonditionen der Verbindungsentgelte kann ecotel die Margensituation erheblich verbessern. Gleichzeitig bilden die neuen Vollanschlüsse für ecotel die Basis für wettbewerbsfähige Produkte und für eine neue Wachstumsperspektive. ecotel plant, bis Mitte 2011 die Migration der verfügbaren und geeigneten Bestandskunden auf die Netze der alternativen Vorlieferanten abgeschlossen zu haben.

Verbesserung der Kostenbasis durch niedrigere Mobilfunk Terminierungsentgelte

Am 24. Februar 2011 gab die Bundesnetzagentur ihre endgültigen Entgeltgenehmigungen für die Mobilfunkterminierung bekannt, die ab 1. Dezember 2010 gültig sind und bis 30. November 2012 Bestand haben. Die daraus resultierende Halbierung der Mobilfunkterminierungsentgelte erhöht einerseits die Profitabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen vermarkten und Bestandskunden über Rabatte besser an sich binden kann.

Vermarktung von Festnetz-/Mobilfunk-Konvergenzprodukten

Seit 2010 vermarktet ecotel an Geschäftskunden integrierte Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen und nahm damit eine Vorreiterfunktion im Markt ein. Aktuell bietet ecotel mit der "AllesDrinFlat" als einer der ersten Anbieter im Markt eine Flatrate für Gespräche in alle Netze, egal ob vom Festnetzanschluss oder vom Handy - unbegrenzte Internetnutzung und Datenübertragung, egal ob per DSL oder mobil mit dem Smartphone. Diese neue Transparenz bei voller Kostenkontrolle und Planungssicherheit der Kommunikationskosten für Geschäftskunden ermöglicht ecotel weiteres Potenzial für Umsatzwachstum, insbesondere bei kleineren Geschäftskunden. Zusätzlich plant ecotel, sein existierendes Mobilfunk-Leistungsangebot noch um ein D-Netz Produkt (Vodafone, T-Mobile) zu ergänzen, um seinen Kunden ein abgerundetes und für mobile Breitbanddienste attraktives Angebot präsentieren zu können.

Neue Marktentwicklungen in den Bereichen Cloud Computing und Hosted PBX

Ein wichtiges Trendthema der Telekommunikation ist die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex). Hinzu kommen das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT und die Verlagerung von IT-Infrastrukturen (z.B. Rechenkapazität, Datenspeicher-, Software- und Programmierumgebungen) vom Endnutzer hinein ins Datennetz. Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. ecotel beobachtet aufmerksam diese Entwicklungen und sieht sich insbesondere als ITK-Ausrüster mit standardisierten Rund-um-Sorglos "ecotel-Office-Paketen" für die SME Zielgruppe (1-20 Arbeitsplätze) gut positioniert. Der wachsende Bereich der Datendienste bietet hierfür die beste Grundlage.

Vermarktung von neuen Privatkundenprodukten

Die easybell GmbH hat 2010 erfolgreich weitere Geschäftsfelder aufgebaut, welche den Rückgang im klassischen Dial-in-Geschäft ausgeglichen haben. Mit der Vermarktung der Call-by-Call-Rufnummern "01028" und "010010" stieg die easybell GmbH innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten und bekanntesten Call-by-Call-Anbieter in Deutschland auf. Zudem bietet easybell seinen Kunden entbündelte Anschlussprodukte für Sprache und DSL (Double Play) an und flankiert diese seit 2010 auch mit eigenen Mobilfunkangeboten (Triple Play). Neue Features wie Fax-to-Mail (weltweiter Fax Empfang per E-mail) komplettieren das Angebot.

Weiteres Wachstum des New-Media-Geschäfts der nacamar GmbH

Der Markt für Audio-/Video-Anwendungen im Internet, in welchem die nacamar GmbH tätig ist, gehört zu den stärksten Wachstumsfeldern im ITK-Marktsegment (IT + Telekommunikation). Großkunden wie die ZDF-Mediathek bildeten die Basis für den weiteren Ausbau des Media-Delivery-Netzwerks (MDN) der nacamar GmbH. Die hochmoderne Server-Farm-Infrastruktur zusammen mit einem erneuerten Backoffice/Kundenportal schaffen eine gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum in den nächsten Jahren. Neben den klassischen Standbeinen Audio- und Video-Streaming sowie Werbung hat nacamar mit seiner Video-Asset-Management-Lösung "medianac" ein weiteres attraktives B2B-Geschäftsfeld für die Zukunft erschlossen.

Effizienzsteigerungen der internen und externen Geschäftsprozesse

Der Abschluss der Systemkonsolidierung auf ein IT System bis Mitte 2011 sowie die Inbetriebnahme der Provisionierungsschnittstelle mit Vodafone wird zu einer effizienteren Auftragsbearbeitung und Auftragsabwicklung führen. Gleichzeitig verbessert sich der Kunden-Support. Weitere Effizienzsteigerungseffekte erwarten wir uns von der Optimierung der Rechnungsstellungsprozesse und der Weiterentwicklung des ecotel Kunden- und Partnerportals. Zudem werden zukünftig weitere Prozesse papierlos ablaufen.

4. HINWEISE ZU PROGNOSEN

Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel-Gruppe liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel-Gruppe wesentlich abweichen von den in zu-kunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.

V. PROGNOSEBERICHT

Steigerung der Profitabilität und EBITDA Marge

Die Verbesserung der Kostenbasis durch die Migration von Bestandskunden auf Vollanschlüsse alternativer Vorlieferanten und die niedrigeren Mobilfunk Terminierungsentgelte einerseits sowie die Optimierung der internen und externen Geschäftsprozesse andererseits ermöglicht es ecotel, die Profitabilität des Unternehmens mittelfristig signifikant zu steigern. Das Management verfolgt das Ziel, die EBITDA Marge bis 2013 von aktuell 5 % in einen zweistelligen Prozentbereich zu führen.

Weitere Reduktion der Nettofinanzverbindlichkeiten

Für 2011 strebt die Gesellschaft an, die Nettofinanzverbindlichkeiten auf unter 3 Mio. EUR zu senken. Für Ende 2012 plant das Unternehmen, die Nettofinanzverbindlichkeiten auf Null zu reduzieren.

Prognose 2011 und 2012

Für 2011 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von ca. 90 Mio. EUR. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass der Umsatz des margenschwachen Wholesale Geschäfts aufgrund der Reduzierung der Mobilfunk Terminierungsentgelte im Jahr 2011 erheblich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen wird. Gleichzeitig rechnet ecotel aufgrund des neuen Umsatzmix sowie der neuen Kostenstruktur für 2011 mit einer signifikanten Steigerung der Profitabilität und plant einen EBITDA von 5,5 bis 6,5 Mio. EUR.

Für 2012 erwartet das Unternehmen bei konstanten Umsätzen eine Steigerung der EBITDA Marge auf 8%.

VI. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 24. März 2011

ecotel communication ag

Der Vorstand

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Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 24. März 2011

ecotel communication ag

Der Vorstand

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Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis

Konzernabschluss der

ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2010

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

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EUR Anhang 31.12.2009 31.12.2010
Aktiva
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A. Langfristige Vermögenswerte
I. Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte (1) 19.758.791,64 18.501.999,45
II. Sachanlagen (2) 6.305.178,23 5.860.123,80
III. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen (3) 1.602.490,63 1.523.272,09
IV. Sonstige Finanzanlagen (3) 219.529,19 112.000,00
V. Langfristige Forderungen (4) 171.275,01 521.674,29
VI. Latente Ertragsteueransprüche (7) 775.339,01 537.390,46
Summe Langfristige Vermögenswerte 28.832.603,71 27.056.460,09
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (5) 107.297,91 133.698,55
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 14.726.109,55 14.391.255,89
III. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (6) 1.745.051,74 817.722,63
IV. Tatsächliche Ertragsteueransprüche (7) 222.743,79 222.743,79
V. Finanzmittel (8) 7.071.935,85 6.133.176,51
Summe Kurzfristige Vermögenswerte 23.873.138,84 21.698.597,37
Summe Aktiva 52.705.742,55 48.755.057,46

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EUR Anhang 31.12.2009 31.12.2010
Passiva
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (9) 3.752.500,00 3.752.500,00
II. Kapitalrücklage (9) 17.602.454,58 1.661.096,69
III. Sonstige Rücklagen (9) -2.078.362,24 13.974.231,78
Summe Konzernaktionären zustehendes Eigenkapital 19.276.592,34 19.387.828,47
IV. Anteile anderer Gesellschafter (9) 314.233,94 585.190,90
Summe Eigenkapital 19.590.826,28 19.973.019,37
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
I. Latente Ertragsteuern (10) 852.910,26 792.328,39
II. Langfristige Darlehen (11) 12.750.000,00 5.331.604,17
III. Sonstige Finanzschulden (11) 473.766,82 69.913,17
Summe Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 14.076.677,08 6.193.845,73
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
I. Tatsächliche Ertragsteuern (10) 18.603,26 351.854,69
II. Finanzschulden (11) 3.963.256,81 7.918.409,12
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (11) 14.077.264,19 12.801.971,24
IV. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen (11) 115.793,42 130.797,79
V. Sonstige Verbindlichkeiten (11) 863.321,51 1.385.159,52
Summe Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 19.038.239,19 22.588.192,36
Summe Passiva 52.705.742,55 48.755.057,46

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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EUR Anhang 1.1.-31.12.2009 1.1.-31.12.2010
1. Umsatzerlöse (14) 98.698.796,43 98.314.011,76
2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 1.131.734,48 1.045.276,34
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 469.511,82 116.812,78
4. Gesamtleistung 100.300.042,73 99.476.100,88
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (16) -75.963.307,99 -75.369.415,34
6. Personalaufwand (17)
6.1 Löhne und Gehälter -8.391.866,01 -8.242.959,50
6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.217.384,28 -1.235.132,51
7. Planmäßige Abschreibungen (18) -3.922.655,84 -3.238.395,12
8. Außerplanmäßige Wertminderungen (18)
8.1 von langfristigen Vermögenswerten -2.953.049,89 -135.812,55
8.2 von kurzfristigen Vermögenswerten -216.002,61 -85.004,17
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) -9.785.917,59 -9.702.968,32
10. Betriebliches Ergebnis (EBIT) -2.150.141,48 1.466.413,37
11. Finanzerträge 2.209.052,76 139.638,07
12. Finanzaufwendungen -1.388.658,60 -670.432,64
13. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen -910.297,61 -205.117,08
14. Finanzergebnis (20) -89.903,45 -735.911,65
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern -2.240.044,93 730.501,72
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) -31.369,42 -392.168,65
17. Konzernergebnis (= Konzerngesamtergebnis) -2.271.414,35 338.333,07
18. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter (22) 116.765,56 -281.871,36
19. Den Aktionären der ecotel communication ag zustehendes Konzernergebnis -2.154.648,79 56.461,71

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EUR Anhang 1.1.-31.12.2009 1.1.-31.12.2010
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (23) -0,57 0,02
Verwässertes Ergebnis je Aktie (23) -0,57 0,02

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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EUR Anhang 2009 2010
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern und vor Anteilen Fremder (24) -2.240.044,93 730.501,72
Zinsergebnis (24) 667.597,51 455.044,88
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (24) 7.091.708,29 3.425.336,86
Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens (24) 0,00 85.004,17
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen (24) 910.297,61 205.117,08
Cashflow 6.429.558,48 4.901.004,71
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) (24) 299.397,41 43.860,00
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (24) 12.482,01 -9.331,32
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (24) -337.586,08 1.792.080,86
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (24) -82.245,10 770.121,18
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 157.404,37 -2.874.444,46
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) (24) 60.722,54 531.798,47
Gezahlte (-) / erhaltene (+) Ertragsteuern (24) -434.167,89 115.924,00
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.105.565,74 5.271.013,44
Einzahlungen aus Abgängen von Sach- und immateriellem Anlagevermögen (24) 0,00 21.891,85
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen (24) -3.639.435,77 -1.666.495,91
Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen (24) 135.761,15 0,00
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (24) -149.700,00 -20.016,18
Veränderungen aufgrund der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen (24) 0,00 233.271,15
Auszahlungen an nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen (24) 0,00 -350.399,28
Zinseinzahlungen (24) 32.545,83 31.328,71
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -3.620.828,79 -1.750.419,66
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (24) 5.587.090,00 0,00
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten (24) -3.681.172,14 -3.790.060,21
Zinsauszahlungen (24) -784.871,06 -669.292,91
Mittelab-/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit 1.121.046,80 -4.459.353,12
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 3.605.783,75 -938.759,34
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 3.466.152,10 7.071.935,85
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.071.935,85 6.133.176,51

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Gezeichnetes Kapital Kapital-rückage Gewinnrücklagen den Aktionären der ecotel communication ag zuzurechnendes Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter
TEUR Sonstige Gewinnrücklagen Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Anhang (9)
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2009 3.900 17.914 4.235 -4.188 21.861 594
Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe 0 0 0 0 0 -134
Rückerhalt eigene Aktien -148 -390 0 0 -538 0
Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH 0 0 29 0 29 -29
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 -4.188 4.188 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -148 -390 -4.159 4.188 -509 -163
Aktienoptionsplan 0 79 0 0 79 0
Konzernergebnis 2009 0 0 0 -2.154 -2.154 -117
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 79 0 -2.154 -2.075 -117
Stand am 31. Dezember 2009 3.752 17.603 76 -2.154 19.277 314
Veränderung durch Erstkonsolidierung 0 0 -21 0 -21 21
Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH 0 0 32 0 32 -32
Entnahme Kapitalrücklage ecotel communication ag 0 -15.985 15.985 0 0 0
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 -2.154 2.154 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 -15.985 13.842 2.154 11 -11
Aktienoptionsplan 0 44 0 0 44 0
Konzernergebnis 2010 0 0 0 56 56 282
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 44 0 56 100 282
Stand am 31. Dezember 2010 3.752 1.662 13.918 56 19.388 585

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Summe
TEUR
--- ---
Anhang (9)
--- ---
Stand am 1. Januar 2009 22.455
Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe -134
Rückerhalt eigene Aktien -538
Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH 0
Umbuchung Vorjahresergebnis 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -672
Aktienoptionsplan 79
Konzernergebnis 2009 -2.271
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -2.192
Stand am 31. Dezember 2009 19.591
Veränderung durch Erstkonsolidierung 0
Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH 0
Entnahme Kapitalrücklage ecotel communication ag 0
Umbuchung Vorjahresergebnis 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0
Aktienoptionsplan 44
Konzernergebnis 2010 338
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 382
Stand am 31. Dezember 2010 19.973

Konzernanhang der ecotel communication ag

GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Allgemeine Angaben

Die ecotel communication ag ist ein in Deutschland (Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf) ansässiges Unternehmen und hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen in drei Geschäftsbereichen spezialisiert.

Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet der ecotel-Konzern mittelständischen Unternehmen sowie Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen als Komplettpaket aus einer Hand an. Deutschlandweit versorgt ecotel ca. 30.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet die ecotel-Gruppe Vorprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter. Über moderne Enabling- und Vermittlungs-Plattformen erhalten diese Zugriff auf das gesamte Produktportfolio der ecotel Gruppe, beispielsweise entbündelte Teilnehmer- und Breitbandanschlüsse oder Mobilfunklösungen. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden". Neben dem Wholesale Geschäft der ecotel communication ag ist die i-cube GmbH und mvneco GmbH diesem Bereich zugeordnet.

Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft. Zudem hält ecotel einen Minderheitsanteil an der PPRO GmbH, einer Gesellschaft, die im Bereich der Internet-basierten Zahlungssysteme aktiv ist.

Unter Beachtung von § 315a Abs. 1 HGB werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat eine Reihe von Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS verabschiedet, die seit dem 1. Januar 2010 verpflichtend anzuwenden sind. Die nachfolgenden erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine wesentlichen oder mangels relevanter Sachverhalte gar keine Auswirkungen auf den ecotel-Konzernabschluss:

Änderungen an IFRS 1 - Änderungen in Bezug auf Vermögenswerte des Öl- und Gasbereichs und Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält

Änderung des IFRS 2 - Änderungen in Bezug auf in bar erfüllte anteilsbasierte Vergütungen im Konzern

Änderungen des IAS 28 und IAS 31 - Folgeänderungen aus den Änderungen an IFRS 3

Änderungen des IAS 39 - Änderungen hinsichtlich zulässiger Grundgeschäfte sowie eingebetteter Derivate bei Umklassifizierung finanzieller Vermögenswerte

Diverse Verbesserungen der IFRS (Improvement Projects) hinsichtlich

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards"
IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung"
IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche"
IFRS 8 "Geschäftssegmente"
IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"
IAS 7 "Aufstellung über die Zahlungsströme"
IAS 17 "Leasingverhältnisse"
IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten"
IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte"
IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung"
IFRIC 9 "Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate"
IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb"

IFRIC 17 - Sachausschüttungen an Eigentümer

IFRIC 18 - Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden

Änderung des IFRS 3 - Umfassende Überarbeitung zur Anwendung der Erwerbsmethode sowie Folgeänderungen des IAS 27 aus den Änderungen an IFRS 3:

Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse (IFRS 3 (2008)), und IAS 27, Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (IAS 27 (2008)), die im Geschäftsjahr 2009 von der EU übernommen wurden. Die überarbeiteten Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, und werden grundsätzlich ab dem Geschäftsjahr 2010 inklusive entsprechender Anpassungen in IFRS 2, IFRS 7 und IAS 39 angewendet.

In IFRS 3 (2008) wird die Anwendung der Akquisitionsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach der Neuregelung kann die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung zum Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen. Eine Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.

Wesentliche Änderungen des IAS 27 (2008) betreffen die Bilanzierung von Transaktionen ohne Kontrollübergang sowie Transaktionen mit Kontrollwechsel. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungswechsels hingegen zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Nach dem überarbeiteten Standard ist bei nicht beherrschenden Anteilen der Ausweis von Negativsalden zulässig, da sowohl Gewinne als auch Verluste zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet werden.

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag wurden noch nicht vollständig analysiert, so dass die zu erwartenden Effekte, wie sie am Fuße der Tabelle dargestellt sind, lediglich eine erste Einschätzung darstellen.

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Standard / Interpretation FN Anzuwenden für

Geschäftsjahre

ab
Geplante erstmalige Anwendung ab
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards 1 1. Juli 2010 1.Januar 2011
- Änderung in Bezug auf Ausnahmen von den Angabepflichten des IFRS
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards 1, 3 1. Juli 2011 1. Januar 2012
-Änderung in Bezug auf feste Zeitpunkte in der Ausnahme für Ausbuchungen
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards 1, 3 1. Juli 2011 1. Januar 2012
-Änderung in Bezug auf ausgeprägte Hochinflation
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 1 3 1. Januar 2011 1.Januar 2011
-Änderungen zur Verdeutlichung offenzulegender Anhangangaben
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 1, 3 1. Juli 2011 1. Januar 2012
- Änderungen zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten
IFRS 9 Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung 1, 3 1. Januar 2013 1. Januar 2013
IAS 12 Ertragsteuern 1 1.Januar 2012 1. Januar 2012
- begrenzte Änderung in Bezug auf die Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte
IAS 24 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen (überarbeitete Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen) 1 1. Januar 2011 1.Januar 2011
IAS 32 Finanzinstrumente: Ausweis 1 1. Februar 2010 1.Januar 2011
-Änderungen in Bezug auf die Klassifizierung von Bezugsrechten
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung 1 1. Januar 2011 1.Januar 2011
-Änderungen vom November 2009 hinsichtlich freiwilliger Vorauszahlungen
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente 1 1. Juli 2010 1.Januar 2011
Diverse Improvements to IFRSs 1, 3 diverse 1. Januar 2011

1 Es werden keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss derecotel communication ag erwartet.

2 Es werden vor allem zusätzliche/modifizierte Anhangangaben zum Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet.

3 Verlautbarung des IASB/IFRIC wurde noch nicht von der EU übernommen.

Neben der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung werden eine Kapitalflussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der ecotel communication ag und ihrer voll konsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend EURO (TEUR) angegeben.

Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird voraussichtlich am 28. März 2011 durch den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.

Konsolidierungsgrundsätze

Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens durchgeführt (IFRS 3). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge werden sofort ertragswirksam vereinnahmt. Im Rahmen der Entkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der negativen Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und insofern in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden mit einer Ausnahme zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: bis auf zwei) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das ukrainische Tochterunternehmen Phase Five R&D Ltd. wurde im Vorjahr aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligung an der Phase Five R&D Ltd. wurde im Geschäftsjahr 2010 veräußert.

Die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte carrier-services.de GmbH wird mit Wirkung zum 1. Januar 2010 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaft wurde zu 100% am 1.7.2007 im Rahmen des Erwerbs der easybell zu einem Kaufpreis von TEUR 56 in bar erworben. Aufgrund der geringfügigen Geschäftstätigkeit wurden für die Erstkonsolidierung die wirtschaftlichen Verhältnisse zum 01.01.2010 zu Grunde gelegt. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der carrier-services.de GmbH wiesen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 01.01.2010 die folgenden Buchwerte auf, die mangels vorhandener stiller Reserven auch deren Zeitwerten entsprachen:

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carrier-services.de GmbH

TEUR
Buchwert Anpassungsbetrag an den

beizulegenden Zeitwert
Beizulegender Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwert 0,0 17,3 17,3
Immaterielle Vermögenswerte 1,1 0,0 1,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.411,4 0,0 1.411,4
Liquide Mittel 233,3 0,0 233,3
Rückstellungen -5,0 0,0 -5,0
Sonstige Schulden -1.599,2 0,0 -1.599,2
Latente Steuern -2,5 0,0 -2,5
Kaufpreis 39,1 17,3 56,4

Die Erst- bzw. Entkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Kontrollerwerbs bzw. -verlusts.

Im Berichts- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:

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Vorjahreszahlen in Klammern Anteil am Eigenkapital Ergebnis Umsatz Mitarbeiter1)
Kapital in %2) in TEUR2) in TEUR2) in TEUR2) (Durchschnitt)2)
--- --- --- --- --- ---
easybell GmbH, Düsseldorf 100,0 781 47 31 0
(100,0) (579) (24) (42) (0)
easybell GmbH, Potsdam 50,98 446 116 2.258 10
(50,98) (342) (61) (2.738) (5)
carrier-services.de GmbH, Berlin 100,0 130 91 2.158 0
(vormals: 010010 Telecom GmbH) (100,0) (33) (3) (340) (0)
sparcall GmbH, Potsdam 100,0 474 438 5.892 0
(100,0) (23) (-2) (1.598) (0)
i-cube GmbH, Düsseldorf 50,1 79 -54 2.245 0
(50,1) (133) (-3) (543) (0)
Phase Five R&D Ltd. / Ukraine, Kharkiv 100,0 0 0 0 0
(im Geschäftsjahr veräußert) (100,0) (28) (1) (184) (1)
/bin/done digital solutions GmbH 0 0 0 0
(verschmolzen auf ecotel communication ag) (100,0) (29) (-35) (227) (3)
toBEmobile GmbH, Düsseldorf 51,03 96 -14 16 0
(51,03) (27) (-48) (102) (1)
nacamar GmbH, Düsseldorf 100,0 5.375 -46 4.935 17
(100,0) (5.000) (-690) (5.223) (30)
ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs 0 0 0 0
GmbH, Düsseldorf (100,0) (22) (545) (6.320) (16)
(verschmolzen auf ecotel communication ag)
PPRO GmbH, Bad Heilbrunn 11,2 308 4 9.254 6
(11,2) (304) (-33) (6.543) (2)
mvneco GmbH, Düsseldorf 48,65 -3.446 -515 2.033 9
(45,0) (-2.931) (-1.465) (1.466) (9)
synergyPLUS GmbH, Rathenow 49,9 -383 -276 184 10
(49,9) (-107) (-407) (23) (1)

1) ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende

2) Vorjahreszahlen in Klammern

Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften ist.

Beteiligungserwerbe und -veräußerungen

Im Geschäftsjahr 2010 wurde die bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmen ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH und /bin/done digital solutions GmbH auf die ecotel communication ag zum Stichtag 1. Januar 2010 verschmolzen. Effekte haben sich hieraus im Konzern nicht ergeben. Weiterhin wurden alle Anteile am verbundenen Unternehmen Phase Five R&D Ltd. veräußert.

Die toBEmobile GmbH wird seit 2006 voll konsolidiert. ecotel hält seit dem Erwerb auch zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 unverändert einen Anteil von 51,03 % und verfügt über eine Kaufoption zum Erwerb der Minderheitenanteile von 48,97 %. Die Kaufoption konnte von ecotel frühestens zum 31. Dezember 2008 ausgeübt werden. Der Optionskaufpreis würde in diesem Fall zum Kaufzeitpunkt basierend auf der Summe des Unternehmenswertes zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2010 wurde diese Option von ecotel nicht ausgeübt. Zum 31. Dezember 2010 kann der Option mangels positiver Ergebnisse der toBEmobile GmbH kein wesentlicher Wert beigemessen werden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften der IFRS bestimmt.

Für den Konzernabschluss wurden zudem die ergänzenden Bestimmungen des § 315a HGB beachtet.

Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die auf den Erwerb oder die Herstellung eines nicht qualifizierten Vermögenswerts entfallen, werden nicht aktiviert.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Hierbei wird i.d.R. der Nutzungswert unter der Annahme der Unternehmensfortführung ermittelt. Bei konkreten Veräußerungsabsichten wird der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

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Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 3 - 5 Jahre
Entwicklungskosten 5 Jahre
Software 3 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

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Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 7 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen im ecotel-Konzern nicht vor.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden abgezinst. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Latente Steuern auf körperschaftssteuerliche Verlustvorträge der inländischen Konzerngesellschaften wurden wie im Vorjahr mit 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 13-16 % gerechnet. Diese Sätze wurden entsprechend für die Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen verwendet, soweit sich die Differenzen in der Zukunft umkehren.

Derivative Finanzinstrumente werden in der ecotel-Gruppe nur begrenzt und ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf öffentlich notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre Einbuchung erfolgt erstmals am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Die eingesetzten Zinsswap-Kontrakte der ecotel communication ag fallen unter die Finanzinstrumente-Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39.9) und werden bis zu ihrer Ausbuchung im Falle des Auslaufens oder der Ablösung entsprechend ihrer Marktwerte als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bilanziert.

Die Wertpapiere werden zur kurzfristigen Anlage liquider Mittel gehalten und werden der Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Somit erfolgt deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag.

Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Marktpreisen zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel-Gruppe betreffen die Kategorie "Kredite und Forderungen". Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspflege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Werthaltigkeit von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und von Vermögenswerten zugrunde liegenden Parameter. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.129, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(1) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:

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TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungskosten Kundenbeziehungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2010 14.649 6.359 2.730 9.424 33.162
Veränderung des Konsolidierungskreises 17 1 0 0 18
Zugänge 0 183 289 0 472
Umbuchungen 0 10 0 0 10
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 14.666 6.553 3.019 9.424 33.662
Abschreibungen Stand 1.1.2010 2.534 4.641 1.341 4.887 13.403
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Zugänge planmäßig 0 472 477 727 1.676
Zugänge außerplanmäßig 0 0 81 0 81
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 2.534 5.113 1.899 5.614 15.160
Buchwerte Stand 31.12.2009 12.115 1.718 1.389 4.537 19.759
Buchwerte Stand 31.12.2010 12.132 1.440 1.120 3.810 18.502

Im Vorjahr 2009 hatten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt:

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TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungskosten Kundenbeziehungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2009 16.711 5.565 2.183 9.263 33.722
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 -74 0 0 -74
Zugänge 0 868 547 164 1.579
Abgänge -2.062 0 0 -3 -2.065
Stand 31.12.2009 14.649 6.359 2.730 9.424 33.162
Abschreibungen Stand 1.1.2009 3.240 3.928 496 2.444 10.108
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 -46 0 0 -46
Zugänge planmäßig 0 759 495 843 2.097
Zugänge außerplanmäßig 1.003 0 350 1.600 2.953
Abgänge -1.709 0 0 0 -1.709
Stand 31.12.2009 2.534 4.641 1.341 4.887 13.403
Buchwerte Stand 31.12.2008 13.471 1.637 1.687 6.819 23.614
Buchwerte Stand 31.12.2009 12.115 1.718 1.389 4.537 19.759

Die aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2010 betrugen TEUR289 (Vorjahr: TEUR 547). Diese betreffen bei der ecotel communication ag im Wesentlichen das Aufsetzen eines einheitlichen Auftragsabwicklungs-, Abrechnungs- und Kundenbetreuungssystems für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie das neue Vollanschlussprodukt (TEUR 155). Ferner wurden bei der ecotel communication ag Entwicklungskosten für die Weiterentwicklungen des Vertriebspartner-Abrechnungstools (TEUR 25) sowie des Online-Kundenportals (TEUR 22) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 88 bei der nacamar GmbH umfassen im Wesentlichen Weiterentwicklungen des Media Delivery Netzwerks (TEUR 21), des Video Asset Management System "medianac" (TEUR 43) sowie des Kundenportals (TEUR 24).

Außerdem werden in 2007 erworbene Kundenstämme bei der nacamar GmbH (TEUR 2.421, Vorjahr: TEUR 2.631) und bei ecotel aus der verschmolzenen früheren ADtG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (TEUR 563, Vorjahr: TEUR 788) bilanziert. Dieser Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren, der Kundenstamm "nacamar" abhängig vom Kundensegment über eine Nutzungsdauer zwischen zehn und 18 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Kundenbeziehungen hinsichtlich der in 2006 erworbenen DSLCOMP GmbH werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 783 (Vorjahr: TEUR 983) ausgewiesen, sie werden über zehn Jahre linear abgeschrieben. Weitere Kundenbeziehungen werden zum Bilanzstichtag bei der easybell GmbH (TEUR 43, Vorjahr: TEUR 135) bilanziert, sie werden linear über sechs bzw. zwei Jahre abgeschrieben.

Im Berichtsjahr 2010 ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten auf aktivierte Entwicklungskosten bei der toBEmobile GmbH (TEUR 81) sowie auf Anlagen im Bau bei der ecotel communication ag (TEUR 54). Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 85 betreffen das bisher nicht über T-Net abgerufene IP Transit Übertragungsvolumen, welches Ende 2010 verfallen ist.

Im Vorjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von TEUR 1.300 auf den Kundenstamm "nacamar" und in Höhe von TEUR 300 auf den Kundenstamm "DSLCOMP" an sowie waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Entwicklungskosten (Projekt "Balloon") mit einem Betrag von TEUR 350 zu berücksichtigen.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich unter Berücksichtigung der in 2009 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund gesunkener Werthaltigkeit wie folgt zusammen:

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Cash-Generating Unit (CGU) Buchwert 31.12.2009 Außerplanmäßige Abschreibungen Zugang wegen Erstkonsolidierung Buchwert 31.12.2010
2010 2010
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Geschäftskunden

DSL COMP /ecotel
8.732 0 0 8.732
i-cube 25 0 0 25
nacamar 3.234 0 0 3.234
easybell 124 0 0 124
carrier-services 0 0 17 17
Summe 12.115 0 17 12.132

Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted Cashflow Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre). Im Berichtsjahr 2010 wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Im Vorjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt TEUR 1.003 sowie eine Abschreibung und ein Abgang wegen Endkonsolidierung in Höhe von TEUR 353 an.

Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung der Impairmenttests zugrunde gelegt: Kapitalisierungszinssatz 6,2% (Vorjahr: 8,6%) nach Steuern bzw. 8,4% (Vorjahr: 11,7%) vor Steuern, Beta-Faktor 0,9 (Vorjahr: 1,3), Debt-Ratio 46% (Vorjahr: 41 %). Die Wachstumsraten für die ersten fünf Jahre betrugen bei der nacamar 8 % (Vorjahr: 3 %) und allen anderen CGUs 0 % (Vorjahr: zwischen 0 % und 5 %). Für die ewige Rente wurde bei der nacamar eine Wachstumsrate von 2 % (Vorjahr: 0 %) sowie bei allen anderen CGUs eine Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 0 %) verwendet. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt wie im Vorjahr 31 %.

(2) SACHANLAGEN

Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2010 5.179 7.155 182 12.516
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Zugänge 306 770 118 1.194
Umbuchungen 34 0 -44 -10
Abgänge -11 -161 0 -172
Stand 31.12.2010 5.508 7.764 256 13.528
Abschreibungen Stand 1.1.2010 1.598 4.613 0 6.211
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Zugänge planmäßig 538 1.025 0 1.563
Zugänge außerplanmäßig 0 0 54 54
Abgänge -11 -149 0 -160
Stand 31.12.2010 2.125 5.489 54 7.668
Buchwerte Stand 31.12.2009 3.581 2.542 182 6.305
Buchwerte Stand 31.12.2010 3.383 2.275 202 5.860

Im Geschäftsjahr 2009 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschließlich der Bauten auf

fremden Grundstücken
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2009 4.926 5.665 109 10.700
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 -57 0 -57
Zugänge 330 1.658 73 2.061
Umbuchungen 0 0 0 0
Abgänge -77 -111 0 -188
Stand 31.12.2009 5.179 7.155 182 12.516
Abschreibungen Stand 1.1.2009 861 3.724 0 4.585
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 -21 0 -21
Zugänge 771 1.055 0 1.826
Abgänge -34 -145 0 -179
Stand 31.12.2009 1.598 4.613 0 6.211
Buchwerte Stand 31.12.2008 4.065 1.942 109 6.116
Buchwerte Stand 31.12.2009 3.581 2.542 182 6.305

Im Berichtsjahr 2010 fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 54 bei der ecotel communication ag an.

Leasingzahlungen in Folgejahren

Die ausstehenden Leasingverpflichtungen aus Operating- und Finanzierungsleasingverträgen stellen sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:

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TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt 31.12.2010
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 134 141 0 275
Übrige Mietverträge 1.126 1.986 0 S.112
1.260 2.127 0 3.387

Die Leasingverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von technischem Equipment und Software, von Firmenfahrzeugen sowie Mietverpflichtungen aus gemieteter Büroausstattung. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums sowie Rahmenverträge für Leitungslieferungen.

Aus Finanzierungsleasingverhältnissen der nacamar bestehen zum 31.12.2010 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 219 (davon TEUR 149 kurzfristig) sowie der ecotel in Höhe von TEUR 93, die vollständig kurzfristiger Natur sind. Die hierfür bilanzierten Buchwerte betragen insgesamt TEUR 307.

Zum 31. Dezember 2009 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasinaverträaen:

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TEUR bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt 31.12.2009
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 147 94 0 241
Übrige Mietverträge 1.161 2.679 98 3.938
1.308 2.773 98 4.179

(3) FINANZANLAGEN

Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen mit TEUR 1.523 (Vorjahr: TEUR 1.594) um ein Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH, welches jährlich mit 5 % verzinst wird und mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen ist. In Höhe des negativen Equity-Wertes der mvneco GmbH zum 31. Dezember 2010 (TEUR 946) wurde eine weitere Abschreibung der Ausleihung in Höhe von TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 769) vorgenommen.

Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten mvneco GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2010 wie im Vorjahr auf TEUR 0, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 234 sowie der Zugang im Berichtsjahr von TEUR 20 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft vollständig abgeschrieben werden mussten. Der Buchwert enthielt einen anteiligen Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 45). Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 1.530 sowie Schulden in Höhe von TEUR 4.975 aus.

Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten synergyPLUS GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8), da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 150 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft in 2010 weiter abgeschrieben werden mussten. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 223 sowie Schulden in Höhe von TEUR 605 aus. Der negative Equity-Wert beträgt zum Abschlussstichtag TEUR -88.

Ferner wird in den Finanzanlagen die Minderheits-Beteiligung an der PPRO GmbH (TEUR 112) ausgewiesen.

(4) LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

Bei den langfristigen Forderungen handelt es sich mit TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 171) um sonstige Forderungen sowie Darlehen an assoziierte Unternehmen.

(5) VORRÄTE

Der ausgewiesene Vorratsbestand betrifft im Wesentlichen Daten-Endgeräte sowie SIM Karten. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert hat sich nicht ergeben.

(6) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

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TEUR Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit Gesamt
über 1 Jahr 31.12.2009 über 1 Jahr 31.12.2010
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen Dritte 0 13.244 0 14.335
gegen verbundene Unternehmen 0 1.475 0 0
gegen assoziierte Unternehmen 0 7 0 56
14.726 0 14.391
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Wertpapiere 0 0 0 0
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0 323 0 143
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0 1.422 0 675
0 1.745 0 818

Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.475 bestanden gegen die carrier-services.de GmbH, welche seit Jahresbeginn vollkonsolidiert wird. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen den Zeitwerten.

(7) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHE

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TEUR 31.12.2009 31.12.2010
Latente Ertragsteueransprüche 775 537
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 223 223
998 760

Die latenten Ertragsteueransprüche betreffen mit TEUR 537 (Vorjahr: TEUR 656) latente Steueransprüche aufgrund bestehender körperschafts- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge bei zwei (Vorjahr: zwei) Tochterunternehmen. Im Vorjahr betrafen weitere TEUR 119 aktive latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen bei Tochterunternehmen. Zum 31.12.2010 wurden TEUR 388 aktive latente Steuern aus temporären Differenzen der nacamar aufgrund des ertragsteuerlichen Organkreises mit passiven latenten Steuern der ecotel saldiert. Die tatsächlichen Ertragsteueransprüche betreffen ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Zinsabschlagsteuerguthaben.

(8) FINANZMITTEL

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TEUR 31.12.2009 31.12.2010
Guthaben bei Kreditinstituten 7.045 6.119
Kassenbestand und Schecks 27 14
7.072 6.133

(9) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Die Anzahl der zum 31. Dezember 2010 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.752.500 Stück (nach Verrechnung der selbst gehaltenen 147.500 Stück). Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.

Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 1.661 (Vorjahr: TEUR 17.603).

Aktienbasierte Vergütung

Der Aktienoptionsplan basiert auf dem Beschluss der Hauptversammlung der ecotel communication ag vom 27. Juli 2007. Für 45.000 Stück dieses Optionsplans, die bereits vor 2007 ausgegeben wurden, entspricht der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (EUR 13,45). Die Laufzeit des Optionsplans beträgt fünf Jahre. Die Aktienoptionen dürfen erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von zwei Jahren nach Zuteilungstag ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartezeit kann pro Jahr ein Drittel der Optionen gewandelt werden. Optionen können nach Ablauf der Wartezeit nur ausgeübt werden, wenn der Durchschnittskurs der Aktie im Vergleich zum Ausübungspreis um mindestens 5 % pro Jahr gestiegen ist und er sich um mindestens zwei Prozentpunkte besser entwickelt hat als der HDAX (fasst die Werte aller 110 Unternehmen aus den Auswahlindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammen).

Die Höhe des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung aus der aktienbasierten Vergütungszusage wurde auf der Grundlage eines Binomialmodells bewertet. Dabei wurden die folgenden Parameter verwendet:

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Dividendenrendite 0,00 %
Risikoloser Zinssatz 3,90 %
Volatilität der ecotel-Aktie 35,97 %
Volatilität des HDAX-Indizes 15,96 %

Der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft entspricht auch bei den mit Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 insgesamt zusätzlich ausgegebenen 100.000 Stück Aktienoptionen zum 1. Oktober 2007 dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (EUR 12,27). Gemäß IFRS 2 wurde für die Bewertung der alten 45.000 Aktienoptionen ein Ausübungspreis von EUR 13,45 beibehalten. Die zu Grunde gelegten Volatilitäten beruhen für alle Optionen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt drei bis fünf Jahre.

Die Ende 2010 bestehenden 145.000 Optionen wurden zwei Vorstandsmitgliedern (120.000 Optionen, Marktwert bei Begebung insgesamt TEUR 282) sowie einer weiteren leitenden Angestellten der ecotel communication ag gewährt, für die der Aufwand aus der Zuführung zur Kapitalrücklage TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 11) beträgt (25.000 Optionen, Marktwert bei Begebung: TEUR 36). Eine personenbezogene Aufgliederung der Marktwerte ist im Anhang Tz. 29 enthalten. Die Eigenschaften der neu gewährten Optionen gleichen denen der zuvor gewährten Optionen. Aufgrund der Wertverhältnisse im Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 wurden allerdings für die Ermittlung des Fair Value dieser neu gewährten Optionen ebenfalls unter Verwendung eines Binomialmodells folgende Parameter verwendet:

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Dividendenrendite 0,00 %
Risikoloser Zinssatz 4,15 %
Volatilität der ecotel-Aktie 36,00 %
Volatilität des HDAX-Indizes 15,13 %

Die zugrunde gelegten Volatilitäten beruhen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt drei bis fünf Jahre.

Die zeitanteilige Zuführung zur Kapitalrücklage (TEUR 44; Vorjahr: TEUR 79) ist im Personalaufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2010 ist in der Kapitalrücklage ein Betrag von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 257) für die bestehenden Aktienoptionen enthalten.

Minderheitenanteile

Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der toBEmobile GmbH (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 54), der i-cube GmbH (TEUR 39; Vorjahr TEUR 66) und der easybell GmbH (TEUR 219, Vorjahr: TEUR 194) sowie die indirekten Minderheiten an der sparcall GmbH (TEUR 220, Vorjahr TEUR 0) und der carrier-services.de GmbH (TEUR 60).

Aktienbesitz

Folgende wesentliche Beteiligungen über 10 % werden an der Gesellschaft gehalten:

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TEUR %
Peter Zils 25,64 %
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09 %
IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH 14,56 %
AvW Gruppe AG 10,12 %

Während des Geschäftsjahres 2010 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1 a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben:

11. Januar 2010

Mitteilung der IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 5. Januar 2010 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 14,56 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 567.879). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 10 % der Stimmrechte haben: (1) MARTRADE Logistic GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf, (2) MARTRADE Logistic Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, (3) Günther Hahn, Deutschland.

11. Januar 2010

Mitteilung der pisaZ GmbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 7. Juli 2008 die Stimmrechtsschwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,41 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 210.896, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000). Weitere Mitteilung der pisaZ GmbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, am 5. Januar 2010 die Stimmrechtsschwelle von 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,0 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 0, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).

11. Januar 2010

Mitteilung von Herrn Peter Zils, Deutschland, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 5. Januar 2010 die Schwelle von 30 % unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64% beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).

Kapitalmanagement

Der ecotel-Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit dem Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese werden daher laufend überwacht. Dabei werden künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

(10) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERN

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TEUR Anfangsbestand 1.1.2010 Veränderungen des Konsolidierungskreises Verbrauch Auflösung Zuführung Umbuchungen/ Saldierung
Tatsächliche Ertragsteuern 19 0 17 0 350 0
Latente Ertragsteuern 853 2 0 102 427 -388
Rückstellungen Ertragsteuern 872 2 17 102 777 -388
Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 19 0 17 0 350 0

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TEUR Endbestand

31.12.2010
Tatsächliche Ertragsteuern 352
Latente Ertragsteuern 792
Rückstellungen Ertragsteuern 1.144
Davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr 352

(11) SONSTIGE FINANZSCHULDEN, VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

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TEUR Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr 31.12.2009 bis 1 Jahr 31.12.2010
--- --- --- --- ---
Kreditverbindlichkeiten 3.963 16.713 7.918 13.250
Sonstige 0 474 0 70
Finanzschulden 3.963 17.187 7.918 13.320
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.077 14.077 12.802 12.802
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 116 116 131 131
Sonstige Steuern 459 459 314 314
Soziale Sicherheit 21 21 36 36
auszuzahlende Löhne und Gehälter 0 0 395 395
Sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten 87 87 365 365
Abschlussprüfung/Aufsichtsrat 98 98 105 105
Sonstige 198 198 170 170
Sonstige Verbindlichkeiten 863 863 1.385 1.385

Die Finanzschulden bestehen gegenüber Kreditinstituten. Aus der Bewertung eines Zins-swaps zum beizulegenden Zeitwert resultierten finanzielle Schulden von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 175). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten.

Die Kreditverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den Restbetrag zweier in 2007 aufgenommener Akquisitionsdarlehen sowie ein in 2009 aufgenommenes KfW Innovationsdarlehen. Die in 2007 aufgenommen Darlehen haben eine Laufzeit von fünf Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge. Zur Sicherung wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet. Das in 2009 aufgenommene Darlehen besteht hälftig aus einer Fremdkapitaltranche und hälftig aus einer Nachrangtranche. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von zehn Jahren, die Verzinsung ist fest. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die in 2011 fällige Tilgung der beiden in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehen.

(12) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Kreditpreisänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Die Gesellschaft prüft den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Da das Währungsrisiko in den abgelaufenen Geschäftsjahren gering war, wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.

Zinsrisiko: Im ecotel-Konzern bestehen Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden und der zinstragenden Anlagen des Konzerns. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen erfolgen Absicherungen durch originäre und derivative Finanzgeschäfte. Ende 2010 bestanden zwei Zinsswaps. Die beiden Zinsswaps weisen ein Nominalvolumen von TEUR 5.000 bzw. TEUR 2.750 auf. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven oder negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen i.d.R. Grundgeschäfte mit kompensierenden Risiken gegenüberstehen. Die Laufzeit der abgeschlossenen Zinsderivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurz- bis mittelfristigen Bereich.

Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen in den üblichen Zahlungsfristen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:

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Wertberichtigungen für Forderungen 2010 Forderungen aus Lieferungen und Leistunge Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Gesamt 31.12.2010
TEUR
--- --- --- ---
Stand 1.1.2010 489 0 489
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 22 85 107
Abgänge 70 0 70
Stand 31.12.2010 441 85 526

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Wertberichtigungen für Forderungen 2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Sonstige Vermögenswerte Gesamt 31.12.2009
TEUR
--- --- --- ---
Stand 1.1.2009 393 110 503
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 256 216 472
Abgänge 160 326 486
Stand 31.12.2009 489 0 489

Die Wertberichtigungen betreffen vollständig finanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen".

Zum 31. Dezember 2010 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen Bruttowert Überfällige, wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
TEUR 31.12.2010 bis 30 31-60 61-90 91-120
--- --- --- --- --- --- ---
Tage Tage Tage Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzforderungen 522 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.832 441 237 495 172 10
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 903 85 0 0 0 0
16.257 526 237 495 172 10

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
TEUR über 120
--- ---
Tage
--- ---
Finanzforderungen 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 378
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0
378

Einzelwertberichtigungen werden auf überfällige ausfallbedrohte finanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der beizulegende Zeitwert dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt.

Die dargestellten nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 250) betreffen hauptsächlich Forderungen, die von einem Inkassobüro betreut werden und nur mit 30% wertberichtigt wurden. Weitere TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 37) betreffen das BarterGeschäft der nacamar GmbH, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen passiviert sind.

Zum 31. Dezember 2009 ergab sich folgende Situation:

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen Bruttowert Überfällige, wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
TEUR 31.12.2009 bis 30 31-60 61-90 91-120
--- --- --- --- --- --- ---
Tage Tage Tage Tage
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzforderungen 171 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.215 489 279 309 83 4
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.745 0 0 0 0 0
17.131 489 279 309 83 4

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Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen
TEUR über 120
--- ---
Tage
--- ---
Finanzforderungen 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 250
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0
250

In der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:

Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

Ecotel verfügt ausschließlich über Finanzinstrumente der Stufen 1 und 2. Während des Geschäftsjahres 2010 wurden keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 vorgenommen. Alle in der folgenden Darstellung zum 31. Dezember 2010 aufgeführte zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind der Stufe 1 zugeordnet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten gehören die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 98 zur Stufe 2. Diese betreffen zum 31. Dezember 2010 den negativen Marktwert der gehaltenen Zinsswaps der ecotel communication ag.

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

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Buchwerte
Finanzielle Vermögenswerte

zum 31.12.2010 (TEUR)
Fair Value Zahlungsmittel und -äquivalente Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte

Finanzinstrumente
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- --- --- ---
Flüssige Mittel 6.133 6.133 0 0 0 6.133
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.391 0 14.391 0 0 14.391
Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 818 0 818 0 0 818
Finanzanlagen 1.635 0 0 0 1.635 1.635
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 522 0 522 0 0 522
GESAMT 23.499 6.133 15.731 0 1.635 23.499

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Buchwerte
Finanzielle Vermögenswerte

zum 31.12.2010 (TEUR)
Fair Value Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum

beizulegenden Zeitwert bilanzierte

Finanzinstrumente
GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- ---
Finanzschulden kurzfristig 7.918 7.820 98 7.918
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.802 12.802 0 12.802
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 1.385 1.385 0 1.385
Langfristige Darlehen 5.332 5.332 0 5.332
Sonstige Finanzschulden langfristig 70 70 0 70
GESAMT 27.507 27.409 98 27.507

Zum 31.12.2009 ergab sich folgende Aufteilung:

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Finanzielle Vermögenswerte

zum 31.12.2009 (TEUR)
Fair Value Buchwerte
Zahlungsmittel und -äquivalente Kredite und Forderungen Erfolgswirksam zum

beizulegenden Zeitwert bilanzierte

Finanzinstrumente
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- --- --- ---
Flüssige Mittel 7.072 7.072 0 0 0 7.072
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.726 0 14.726 0 0 14.726
Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 1.745 0 1.745 0 0 1.745
Finanzanlagen 1.822 0 0 0 1.822 1.822
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 171 0 171 0 0 171
GESAMT 25.536 7.072 16.642 0 1.822 25.536

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Buchwerte
Finanzielle Vermögenswerte

zum 31.12.2010 (TEUR)
Fair Value Sonstige Schulden Erfolgswirksam zum

beizulegenden Zeitwert bilanzierte

Finanzinstrumente
GESAMTBUCHWERTE
--- --- --- --- ---
Finanzschulden kurzfristig 3.963 3.788 175 3.963
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.077 14.077 0 14.077
Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig 863 863 0 863
Langfristige Darlehen 12.750 12.750 0 12.750
Sonstige Finanzschulden langfristig 474 474 0 474
GESAMT 32.127 31.952 175 32.127

Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wurden am jeweiligen Bilanzstichtag Aufwendungen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung von TEUR-77 (Vorjahr: TEUR-175) erfasst. Die Effekte resultieren ausschließlich aus den Zinsswaps.

Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der ecotel-Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2011 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von EUR 7,6 Mio. fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von EUR 6,1 Mio. zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über eine vertraglich vereinbarte Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 2,9 Mio., die sich nach Abzug der Avalschulden in Höhe von EUR 1,9 Mio. zum 31. Dezember 2010 auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) beläuft. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (EUR 23 Mio.) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen und der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als mäßig eingeschätzt.

Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

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Tilgungs-/Zinszahlungen für Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
finanzielle Schulden 31.12.2010 2011 2012 bis Ab 2016 2011 2012 bis
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR 2015 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.750 7.578 1.500 3.672 370 744
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 322 251 71 0 12 1
Derivative finanzielle Schulden 98 0 0 0 97 1

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Tilgungs-/Zinszahlungen für Zinszahlungen
finanzielle Schulden Ab 2016
--- ---
TEUR
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 349
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Derivative finanzielle Schulden 0

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:

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Tilgungs-/Zinszahlungen für Buchwerte Tilgungszahlungen Zinszahlungen
finanzielle Schulden 31.12.2009 2010 2011 bis Ab 2015 2010 2011 bis
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR 2014 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.250 3.500 8.766 3.984 120 990
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 610 288 322 0 28 13
Derivative finanzielle Schulden 175 0 0 0 155 99

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Tilgungs-/Zinszahlungen für Zinszahlungen
finanzielle Schulden Ab 2015
--- ---
TEUR
--- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 510
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Derivative finanzielle Schulden 0

(13) EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN SOWIE SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 1.878 (Vorjahr: TEUR 2.532) für Avalschulden.

Gegenwärtig läuft eine gegen die ecotel communication ag eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware. Für die mit dem Rechtsstreit verbundenen Prozesskosten wurde eine Rückstellungen in Höhe von TEUR 50 gebildet.

Eventualforderungen resultieren aus einer derzeit noch laufenden Klage. Hier wird hinsichtlich eines Anspruchs auf Schadensersatz gegen die ancotel GmbH aufgrund einer Sachbeschädigung von ecotel IT-Ausstattung im Rechenzentrum der ancotel GmbH geklagt. In dem Verfahren werden zukünftige Ansprüche für wahrscheinlich gehalten, sind derzeit jedoch nicht zuverlässig quantifizierbar.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(14) UMSATZERLÖSE

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TEUR 2009 2010
Inland 82.260 84.434
Ausland 16.439 13.880
98.699 98.314

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche "Geschäftskunden", "Wiederverkäufer" und "New Business" ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt.

(15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2009 2010
Auflösung von Verbindlichkeiten 571 80
Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen 189 119
Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 19 75
Währungskursgewinne 13 17
Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen 2 22
Übrige 338 732
1.132 1.045

Die in 2010 ausgewiesenen anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen wie im Vorjahr konzernintern verrechnete Programmierarbeiten.

(16) MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.

(17) PERSONALAUFWAND

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TEUR 2009 2010
Löhne und Gehälter 8.392 8.243
Soziale Abgaben 1.217 1.235
- Davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 636 632
9.609 9.478

Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:

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Mitarbeiter 2009 2010
Angestellte 174 171
174 171

Außerdem betrug die Anzahl der Vorstände bzw. Geschäftsführer bei den konsolidierten Konzerngesellschaften 5 (Vorjahr: 8) sowie die der Auszubildenden 8 (Vorjahr: 12). Bei den at equity bewerteten Gesellschaften waren 17 (Vorjahr: 12) Angestellte und 2 (Vorjahr: 2) Geschäftsführer beschäftigt. Bei der PPRO GmbH waren in 2010 neben dem Geschäftsführer 5 (Vorjahr: keine) Angestellte beschäftigt.

(18) PLANMÄSSIGEABSCHREIBUNGEN UND AUSSERPLANMÄSSIGE WERTMINDERUNGEN

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.003), auf sonstige immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens von TeUr 81 (Vorjahr: TEUR 1.950) sowie auf das Sachanlagevermögen von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 0).

Außerdem wurden in 2010 sonstige Vermögenswerte des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 216) abgeschrieben.

(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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TEUR 2009 2010
Kosten der Warenabgabe 3.951 3.866
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.421 1.089
Mieten, Pachten, Raumkosten 946 728
EDV-Kosten 842 920
Sonstige Verwaltungskosten 505 1.831
Kfz-Kosten 436 430
Vertriebsaufwendungen 345 446
Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen 256 24
Versicherungsbeiträge 161 187
Reparaturen und Instandhaltung 46 0
Leasing 38 29
Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1 0
Übrige 838 153
9.786 9.703

(20) FINANZERGEBNIS

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TEUR 2009 2010
Zinserträge
Zinserträge aus Bankguthaben/Festgeld 3 3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 315 134
318 137
Zinsaufwendungen
Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten -669 -615
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -202 77
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -114 -54
-985 -592
Zinsergebnis -667 -455
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Kaufpreisrückerstattung nacamar 1.650 0
Kaufpreisrückerstattung ADTG 173 0
Übrige sonstige finanzielle Erträge 68 2
Kosten der Aktienkurspflege sowie sonstige

finanzielle Aufwendungen
-404 -78
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -910 -205
577 -281
Finanzergebnis -90 -736

(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

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TEUR 2009 2010
Effektive Ertragsteuern -6 -218
Latente Ertragsteuern -25 -174
Ertragsteueraufwand -31 -392

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 32 % (Vorjahr: 32 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 16 % (Vorjahr: 16 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.

Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 2009 2010
Ergebnis vor Steuern -2.240 731
Steuersatz im Konzern 32,0 % 32,0 %
Erwarteter Steuerertrag 717 -234
Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz -31 14
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge 278 240
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -306 -400
Steuern Vorjahre 0 27
Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge -373 24
Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen -286 -64
Sonstige Steuereffekte -30 1
Steueraufwand laut GuV (Aufwand -/Ertrag +) -31 -392
Effektiver Steuersatz in % 1,4 % -53,6 %

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2009 nicht ergeben.

Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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TEUR 2009 2009 2010 2010
aktiv passiv aktiv passiv
--- --- --- --- ---
Verlustvorträge 656 0 537 0
Sachanlagen/Immaterielle Vermögenswerte 770 1.407 461 1.218
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 38 0 66
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 114 0 0
Sonstige Rückstellungen/Schulden 0 0 0 0
Finanzschulden 55 0 31 0
Sonstige Posten 0 0 0 0
Saldierung aktiv/passiv -706 -706 -492 -492
Wertberichtigung 0 0
775 853 537 792

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet und desselben Steuersubjekts werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes und Steuersubjekts insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.

Es wurden sämtliche ertragsteuerlichen Verlustvorträge zu den Bilanzstichtagen bei der Aktivierung latenter Ertragsteueransprüche berücksichtigt, da in den Folgejahren voraussichtlich ausreichend hohe steuerliche Erträge für deren Nutzung zu Verfügung stehen werden. Bei der ecotel communication ag wurde der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag bis 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 1.994 (Vorjahr: TEUR 2.002) bzw. der gewerbesteuerliche Verlustvortrag bis 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 823 (Vorjahr: TEUR 1.327)

für den steuerlichen Organkreis mit der nacamar GmbH und der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH einschließlich für 2010 zu berücksichtigender steuerlicher Anpassungen beim Ansatz aktiver latenter Steuern vollständig berücksichtigt. Bei der ecotel private GmbH wurde insgesamt ein bestehender ertragsteuerlicher Verlustvortrag in Höhe von TEUR 352 berücksichtigt.

Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at equity bewerteten Beteiligungen werden keine latenten Steuern gebildet, soweit die Bedingungen der Ausnahmeregelung des IAS 12.39 erfüllt sind.

(22) ERGEBNISANTEIL ANDERER GESELLSCHAFTER

Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR-117) betrifft den anteiligen Jahresüberschuss der easybell GmbH (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 10), der sparcall GmbH (TEUR 214) und der carrier-services.de GmbH (TEUR 45) sowie die anteiligen Verluste der toBEmobile GmbH (TEUR -7; Vorjahr: TEUR -42) und der i-cube GmbH (TEUR -27; Vorjahr: TEUR -45).

(23) ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2008 sind die bestehenden 145.000 Stück Aktienoptionen grundsätzlich als verwässernde Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Aufgrund der Wertverhältnisse am 31. Dezember 2010 und ebenso am Vorjahresstichtag lag jedoch der Ausübungspreis dieser Optionen deutlich über dem für die entsprechende Periode notierten durchschnittlichen Börsenkurs der ecotel Aktie. Entsprechend IAS 33.47 hatten diese Optionen somit zum 31. Dezember 2010 und zum Vorjahresstichtag keinen verwässernden Effekt, so dass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.

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2009 2010
Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) -2.154.648,79 56.461,71
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 3.752.500,00 3.752.500,00
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,57 0,02
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,57 0,02

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

(24) KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einflüsse von Konsolidierungskreisänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Finanzmittel" abzüglich kurzfristiger Kontokorrentverbindlichkeiten.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

(25) DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNGEN

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der ecotel communication ag ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG das im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag ausgewiesene Bilanzergebnis maßgeblich; dieses beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -13.936).

(26) ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Das Volumen der an nahestehende Unternehmen bzw. von nahestehenden Unternehmen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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TEUR Volumen der erbrachten Leistungen Volumen der in Anspruch genommenen Leistungen
2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- ---
Phase Five R&D Ltd.
- aus Lieferungen und Leistungen 197 98 0 0
synergyPLUS GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 16 160 32 14
mvneco gmbh
- aus Lieferungen und Leistungen 550 847 169 120

Die Forderungen gegen die at equity bewerteten Unternehmen synergyPLUS GmbH und mvneco GmbH sind in der Konzernbilanz mit TEUR 578 (Vorjahr: TEUR 178) enthalten.

Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH in Höhe von TEUR 2.469 (Vorjahr: TEUR 2.363) wurde wegen des negativen Equity-Werts der mvneco GmbH zum 31. Dezember 2010 infolge der Wertminderung um TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 769) abgeschrieben.

Mit folgenden nahestehenden Personen bzw. Unternehmen unterhielt der ecotel Konzern in 2010 Leistungsbeziehungen:

Vereinbarungen mit der QITS GmbH

Die QITS GmbH, Quality Information Technology Services ("QITS"), deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist, erbringt seit 1999 verschiedene Dienstleistungen für die ecotel communication ag. Neben Dienstleistungen aufgrund des Rahmenvertrages für Software, insbesondere für das Billingsystem der Gesellschaft, betraf dies Druckdienstleistungen, IT-Leistung, Datenschutz sowie Finanz-buchhaltungs-Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2010 sind an die QITS Vergütungen in Höhe von rund TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 861) gezahlt worden.

Vereinbarungen mit Noerr LLP

Noerr LLP (bis zum 31.12.2009: Nörr Stiefenhofer Lutz Partnerschaftsgesellschaft) erbringt seit November 2005 Beratungsleistungen für die Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Rechtsanwalt und Partner bei Noerr. Im Geschäftsjahr 2010 sind an Noerr Vergütungen in Höhe von rund TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 34) gezahlt worden.

Vereinbarungen mit der MPC Service GmbH

Zwischen der MPC Service GmbH und ecotel communication ag sowie dem Tochterunternehmen ADTG GmbH besteht seit August 2002 ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Service GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von MPC vermittelten Kunden. Die Vereinbarung entspricht der Vereinbarung mit den übrigen Vertriebspartnern der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Service GmbH und war ehemaliger Gesellschafter der ADTG GmbH. Im Geschäftsjahr 2010 sind an MPC Vertriebspartnerprovisionen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 342) gezahlt worden.

Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen unter Tz. 29 verwiesen.

(27) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien für die Geschäftssegmente bei der ecotel communication ag.

Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:

Im Segment Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von "Komplettpaketen" Sprach-, Daten und Mehrwertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach- und Datenverkehr aus einer Hand an.
Im Segment Wiederverkäufer vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (einschließlich Reseller und Call-Shops) sowie branchenfremde Vermarkter.
Im Bereich New Business sind die wachstumsstarken Geschäftsfelder und Tochtergesellschaften sowie das New Media-Geschäft zusammengefasst.

Als Segmentergebnis, das der Vorstand zur Unternehmenssteuerung und -Überwachung verwendet, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden.

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TEUR Geschäftskunden Wiederverkäufer New Business
2009 2010 2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsätze 48.192 44.813 34.414 38.667 16.093 14.834
Intersegment-Umsätze 2.597 0 1.880 5.561 381 457
EBIT -1.024 900 386 183 -1.456 727
Jahresergebnis -181 331 386 183 -2.421 168
Rohertrag 17.877 17.455 1.250 1.271 3.608 4.219
Abschreibungen -2.972 -2.168 -167 -260 -3.952 -1.031
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen -141 -8 -769 -197 0 0
Segmentvermögen 26.320 23.147 9.329 9.416 14.965 13.372
Segmentschulden 11.312 6.882 6.645 6.278 2.906 2.618
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1.782 897 350 4 1.507 765

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TEUR Konsolidierung / Konzern
Segmentübergreifend
--- --- --- --- ---
2009 2010 2009 2010
--- --- --- --- ---
Außenumsätze 0 0 98.699 98.314
Intersegment-Umsätze -4.857 -6.018 0 0
EBIT -56 -344 -2.150 1.466
Jahresergebnis -56 -344 -2.271 338
Rohertrag 0 0 22.735 22.945
Abschreibungen 0 0 -7.092 -3.459
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0 0 -910 -205
Segmentvermögen 2.092 3.208 52.706 49.143
Segmentschulden 12.252 13.392 33.115 29.170
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0 0 3.639 1.666

Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt.

Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verwiesen. Segmentvermögen und Segmentinvestitionen entfallen vollständig auf Deutschland.

(28) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB EINSCHLIESSLICH DER ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.

(29) ORGANE UND ORGANBEZÜGE

Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2010 wie folgt zusammen:

Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender)
Bernhard Seidl, Ingenieur, München
Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010 bestellt:

Johannes Borgmann, Kaufmann, Düsseldorf (Vorsitzender)
Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg
Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Frankfurt/Main
Stephan Brühl, Kaufmann, Düsseldorf (bis 09.08.2010)
Mag. Reinhold Oblak, Kaufmann, Krumpendorf (bis 09.08.2010)
Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin (ab 09.08.2010)
Dr. Joachim Dreyer, selbständiger Unternehmensberater, Heiligenberg (ab 09.08.2010)

Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2010 wie folgt zusammen:

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TEUR Feste

Vergütung
Erfolgsbezogene

Vergütung
Aktienoptions-

plan
Summe Aktienoptionen-

Anzahl
Aktienoptionen-

Fair Value bei Begebung
Bernhard Seidl 210,3 33,3 30,7 274,3 90.000 239
Achim Theis 193,1 21,7 7,2 222,0 30.000 43
Peter Zils 298,5 16,7 0 315,2 0 0
Johannes Borgmann 12,4 0 0 12,4 0 0
Brigitte Holzer 6,3 0 0 6,3 0 0
Dr. Thorsten Reinhard 4,9 0 0 4,9 0 0
Mirko Mach 6,6 0 0 6,6 0 0
Stephan Brühl 1,5 0 0 1,5 0 0
Mag. Reinhold Oblak 1,5 0 0 1,5 0 0
Dr. Norbert Bensel 2,0 0 0 2,0 0 0
Dr. Joachim Dreyer 2,0 0 0 2,0 0 0

Zusätzlich stehen dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 variable Vergütungen in Höhe von TEUR 143 zu. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Dieser betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 72. Für die Vergütungsansprüche wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.

In 2010 bezog Frau Sandra Zils Vergütungen von insgesamt TEUR 9 für ihre Tätigkeit im Ecotel-Konzern (Vorjahr: TEUR 11).

Im Jahr 2009 setzten sich die Vergütungen wie folgt zusammen:

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TEUR Feste

Vergütung
Erfolgsbezogene

Vergütung
Aktienoptions-

plan
Summe Aktienoptionen-

Anzahl
Aktienoptionen-

Fair Value bei Begebung
Bernhard Seidl 201,1 0 53,7 254,8 90.000 239
Achim Theis 199,2 0 13,8 213,0 30.000 43
Peter Zils 295,6 0 0 295,6 0 0
Johannes Borgmann 8,0 0 0 8,0 0 0
Brigitte Holzer 4,5 0 0 4,5 0 0
Dr. Thorsten Reinhard 3,5 0 0 3,5 0 0
Mirko Mach 4,8 0 0 4,8 0 0
Stephan Brühl 2,5 0 0 2,5 0 0
Mag. Reinhold Oblak 2,1 0 0 2,1 0 0

Zum 31. Dezember 2010 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien:

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Aufsichtsratsmitglied Funktion Unternehmen
Johannes Borgmann Geschäftsführer ADCO Umweltdienste Holding GmbH, Ratingen
derzeit Member Board of Directors ADCO HOLDINGS, Inc., Marietta, Georgia/USA
Geschäftsführer ADCO Beteiligungs-GmbH, Ratingen
Geschäftsführer ADCO Immobilien GmbH, Ratingen
Geschäftsführer ADCO International GmbH, Ratingen
derzeit Präsident des Verwaltungsrates TOI TOI AG, Affoltern/Schweiz
Geschäftsführer MEPS GmbH, Ratingen
Geschäftsführer QITS GmbH, Ratingen
Mirko Mach Geschäftsführender Gesellschafter MPC Service GmbH, Heidelberg
Liquidator 1stopmobile.com AG i. L., Heidelberg
Dr. Norbert Bensel Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, Kirkel
Mitglied des Aufsichtsrats DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und
HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrich
tung der Deutschen Bahn, Köln
Mitglied des Aufsichtsrats Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel
Vorsitzender des Aufsichtsrats TransCare AG, Wiesbaden
Mitglied des Beirats BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen
Mitglied des Beirats BREUER Nachrichtentechnik GmbH, Bonn
Mitglied des Beirats IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH,
Düsseldorf
Mitglied des Verwaltungsrats Qnamic AG, Hägendorf/Schweiz
Dr. Joachim Dreyer Mitglied des Beirats Zeppelin University gGmbH, Friedrichshafen
Mitglied des Beirats EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe
Mitglied des Beirats Mobile One GmbH, Ratingen
Brigitte Holzer Mitglied des Aufsichtsrats Linux Information Systems AG, München
Director INCORBUS Ltd., London/Großbritannien
Inhaber, Geschäftsführerin Holzer Holding GmbH, Berg
Inhaber, Geschäftsführerin OCTAGON CAPITAL GmbH, Berg
FP & A Manager Eastern Europe, Adobe Systems GmbH, München
Middle East & Africa
Dr. Thorsten Reinhard Partner Noerr LLP, London/Großbritannien
Mitglied des Aufsichtsrats Wackler Holding SE, München

(30) AUFWAND FÜR ABSCHLUSSPRÜFER

Im Geschäftsjahr 2010 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 60). Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer keine Aufwendungen erfasst.

(31) BEFREIUNG VON DER OFFENLEGUNG DES EINZELABSCHLUSSES

Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH, Düsseldorf, wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Düsseldorf, den 24. März 2011

Der Vorstand

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Peters Zils Bernhard Seidl Achim Theis

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 24. März 2011

Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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gez. Schlereth gez. Frank
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer