AI assistant
ecotel communication ag — Annual Report 2010
May 4, 2011
131_rns_2011-05-04_602534d7-7df1-44c0-a590-8ba0422636ee.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

ecotel communication ag
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Lagebericht 2010 der ecotel communication ag
I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
1. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die deutsche Wirtschaft konnte sich von der Finanzkrise deutlich schneller erholen als von vielen Experten angenommen. Im Jahr 2010 betrug das Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung laut statistischem Bundesamt 3,6 % nach einem Rückgang von 4,7 % im Vorjahr. Für 2011 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von über 2 %.
Telekommunikations-Marktvolumen sank auch 2010
2010 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland um 1,3 % von 61,8 Milliarden EUR auf 61,0 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 5). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich gleichzeitig von 56 % auf 58 %.
Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 33 Milliarden EUR 54 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienst-leistungen aus.
Zu beachten ist, dass mittlerweile auch die Kabelnetzbertreiber ihren Umsatz im Telekommunikationsbereich signifikant gesteigert haben. So betrug 2010 der Umsatzanteil der Kabelnetzbetreiber am Gesamt TK Markt 6 %.
Der Mobilfunkumsatz erhöhte sich 2010 von 24,1 Milliarden EUR auf 24,3 Milliarden EUR, im Wesentlichen getrieben durch den Anstieg an Datendienstumsätzen mit der neuen Generation von Mobilfunkgeräten, den sogenannten Smartphones. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten lag Ende 2010 wie im Vorjahr bei ca. 108 Mio. Stück.
Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber über 15 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 35 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 43 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 11). Während jedoch die Zahl der klassischen Festnetzanschlüsse bei den Wettbewerbern nur noch leicht ansteigt, ist bei den entbündelten Voice-over-IP Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.
Ende 2010 gab es in Deutschland fast 27 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 25 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2009. Dabei entfielen 9,0 Mio. Anschlüsse (33 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 1,9 Mio. Anschlüsse (7 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12,1 Mio. Anschlüsse (45 %) auf die Deutsche Telekom AG (DTAG) sowie 3,9 Mio. Anschlüsse (15 %) auf andere Zugangsarten wie Kabel-TV. Die Wettbewerber der DTAG haben somit einen Marktanteil von 55 %.
Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten, insbesondere bei den Komplettanschlüssen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bei Call-by-Call und Preselection ist das Volumen dagegen stark rückläufig (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 10). Mittlerweile nimmt der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetznetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, mehr als 80 % ein. Hinzu kommt eine Substitution von Festnetz durch Mobilfunk sowie eine Substitution von PSTN (Public Switched Telephone Network) Sprache durch VoIP (Voice over IP).
Trends im B2B-Markt
Ähnlich wie im Vorjahr ist die Umsatzentwicklung im Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.
Wichtige TK Trends der Zukunft im Geschäftskundenbereich sind der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (VDSL, FFTH) als auch über Mobilfunk (HSPA+, LTE), die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT. Hierzu gehört u.a. auch das Trendthema „Cloud Computing“ mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in sichere Rechenzentren im Internet, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift.
Regulatorische Trends
ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elek-trizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.
Wichtige aktuelle Themengebiete sind:
-Beschleunigung des Ausbaus von hochleistungsfähigen öffentlichen Telekommunikations-netzen der nächsten Generation inklusive verbesserter Rahmenbedingungen für wettbewerbskonforme Infrastrukturinvestitionen
-Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandigen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen
-Netzneutralität (d.h. Gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben)
-Stärkung des Verbraucherschutzes hinsichtlich der Zeitdauer zur Speicherung von Verkehrs-daten
-Regelung zu kostenlosen Warteschleifen
Im Bereich Mobilfunk beschloss die BNetzA zum 1. Dezember 2010 eine signifikante Absenkung der Terminierunsentgelte, die bis zum 30. November 2012 befristet ist. Im Rahmen der EU-Roaming-Verordnung ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren die Sprach- und Datenroaming Entgelte weiter abgesenkt werden.
2. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Gesellschaft ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über zwei Geschäftsbereiche: „Geschäftskundenlösungen“ und „Wiederverkäuferlösungen“.
Geschäftskundenlösungen
Im Kernbereich „Geschäftskundenlösungen“ bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand an.
Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, Mietleitungen (Leased Lines) und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Seit 2008 vermarktet ecotel zudem auch eigene Mobilfunkprodukte und bietet Geschäftskunden Sprachtarife in Verbindung mit Optionen zur mobilen Datennutzung an.
Über die letzten drei Jahre hat sich im Rahmen der Produkterweiterungsstrategie der „Umsatzmix“ des Geschäftskundenbereichs erheblich verändert. Während in 2006 noch ca. 96 % der Geschäftskundenumsätze mit Sprach- und Mehrwertdiensten erwirtschaftet wurden, verminderte sich dieser Bereich im Gesamtbild im Jahr 2010 auf knapp über 50 %. Die übrigen Produktbereiche Sprach- und Vollanschlüsse (18 %), VPN und Datendienste (19 %) sowie Housing / Hosting (7 %) und Mobilfunk (3 %) steuern mittlerweile 47 % der Geschäftskundenumsätze bei. Zudem werden die rückläufigen Sprachumsätze des klassischen Preselection-Geschäfts zunehmend durch Neuumsätze im Bereich Vollanschlüsse, Daten und Mobilfunk kompensiert.
Je nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 500 aktiven Vertriebspartnern. Dadurch erhält ecotel einen breiten Zugang zu ihrer Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.
Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit ca. 30.000 kleine und mittelständische Unternehmen aus allen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.
Wiederverkäuferlösungen
Im Geschäftsbereich „Wiederverkäuferlösungen“ fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter von Telekommunikationsdiensten zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich „Geschäftskundenlösungen“. Hierfür unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit ca. 100 internationalen Carriern.
In diesem Segment befinden sich zudem die Beteiligungsgesellschaften mvneco GmbH als technischer Dienstleister für Mobilfunkangebote sowie die i-cube GmbH als technischer Dienstleister für entbündelte DSL und Voice over IP Produkte für andere Reseller.
Infrastruktur
ecotel unterhält eigene Komponenten einer Telekommunikationsinfrastruktur, unter anderem einen IP-Backbone mit Standorten in Frankfurt am Main und Düsseldorf, ein eigenes Rechenzentrum, einen Voice Switch sowie zentrale Einwahlplattformen. Die Beteiligungsgesellschaft mvneco GmbH betreibt eine zentrale Mobilfunkplattform.
IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für Ordermanagement und Billing. Im Rahmen einer Systemkonsolidierung konnten die vier Bestandssysteme 2010 auf zwei Systeme migriert werden.
3. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).
Leitungsorgan
Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmit-glieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an.
Vergütung der Organmitglieder
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und nach den Vorschriften des Vorstandsvergütungsgesetzes (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (u.a. Auftragseingang, EBITDA, EBIT) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung [29], „Organbezüge“) aufgeführt.
Änderungen der Satzung
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.
Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegen-stehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Kapitalverhältnisse
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel 147.500 eigene Aktien, so dass das ausgegebene Kapital in der Bilanz 3.752.500 EUR beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sachein-lagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Aktienoptionen an Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat die Gesellschaft mit Beschluss vom 30. Juli 2010 die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 29. Juli 2015. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2010 hält ecotel 147.500 eigene Aktien.
Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2010 mehr als 10 % beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.
scroll
| Aktionär | Aktienbesitz (in %) |
| Peter Zils | 25,64 |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,09 |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 14,56 |
| AvW Management-Beteiligungs AG (in Insolvenz) | 10,12 |
| Gesamt | 75,41 |
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.
Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote
Wesentliche Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmit-glieder der ecotel bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots.
Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teil-geschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.
4. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die ecotel communication ag hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. 2010 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 157 Mitarbeiter, 21 Mitarbeiter mehr als Ende 2009. Der Zuwachs an Mitarbeitern entstand im Wesentlichen durch die Verschmelzung der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH mit ecotel communication ag.
nacamar GmbH
Die nacamar GmbH wurde ursprünglich 1995 gegründet, firmierte zwischenzeitlich unter World Online und später als Tiscali Business GmbH bevor sie auf die ecotel communication ag verschmolzen wurde. Die seit 2007 wieder unter nacamar GmbH firmierende Gesellschaft ist ein eigenständiger New Media Full Service Provider. Daneben bietet die 100%ige Tochtergesellschaft der ecotel communication ag Großunternehmen aus der Medienbranche New Media- sowie weiterführende Internet- und Datendienste an. nacamar bereitet Radio- und TV-Inhalte für das Internet auf und liefert sie anschließend live, on-demand oder als Podcast/ Vodcast über das Internet an die Internet-Nutzer aus. nacamar betreibt eine eigene Streaming-Plattform im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte 2010 durchschnittlich 17 Mitarbeiter (Vorjahr: 16 Mitarbeiter).
ecotel private GmbH
Die ecotel private GmbH ist eine 100%-ige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White-Label-Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die ecotel private GmbH hält 51 % der Anteile an der easybell GmbH.
toBEmobile GmbH
An der im Jahr 2006 gegründeten toBEmobile GmbH hält die ecotel communication ag 51,03 % der Anteile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig. Die toBEmobile GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf.
i-cube GmbH
Die i-cube GmbH mit Sitz in Düsseldorf bietet ecotel, anderen Telekommunikationsunternehmen und branchenfremden Vermarktern das komplette Portfolio an entbündelten DSL-Dienstleistungen und Voice over IP an. Die Kunden können somit über eine standardisierte Schnittstelle Vorleistungen mit einer bundesweiten Verfügbarkeit von verschiedenen Lieferanten wie Telefonica, QSC oder Deutsche Telekom (DTAG), ohne Abnahmeverpflichtungen beziehen. ecotel hält 50,1 % der Anteile an deri-cube GmbH.
mvneco GmbH
ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet. ecotel hält 48,65 % der Anteile des Unternehmens. 2010 beschäftigte die mvneco GmbH durchschnittlich neun feste Mitarbeiter. Sie fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel communication ag, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.
synergyPLUS GmbH
Die synergyPLUS GmbH mit Sitz in Rathenow wurde im Februar 2009 gegründet. Die synergyPLUS GmbH agiert als exklusiver Vertriebspartner der ecotel und vermarktet insbesondere die neuen Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter. Das Telesales- und Handelsvertreter-Konzept ermöglicht es, die Fixkosten niedrig zu halten und gleichzeitig den Zugriff auf einen direkt steuerbaren Vertrieb zu haben. Ende 2010 beschäftigte die synergyPLUS GmbH zehn feste Mitarbeiter. ecotel hält 49,9 % der Anteile des Unternehmens.
PPRO GmbH
PPRO GmbH mit Sitz in München ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren „giropay“ für über das Internet agierende Händler. 2010 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich sechs feste Mitarbeiter. ecotel hält 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft.
5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2010 ausschließlich im IFRS-Konzernabschluss aktivierte Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen eigenentwickelte Softwarelösungen und Produktentwicklungen. Bei der ecotel communication ag waren dies in erster Linie das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie das Kundenportal. Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag wurden die Entwicklungskosten als Aufwand behandelt. Bei der Beteiligungs-gesellschaft nacamar GmbH sind Entwicklungskosten im Wesentlichen für Entwicklungen im Rahmen des Media Delivery Netzwerks (MDN), des Video Asset Management System (medianac) sowie des Kundenportals angefallen.
6. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2010
Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2010 der ecotel gegeben.
Erfolgreiche Vermarktung der Vollanschlüsse
ecotel vertreibt seit Ende 2009 ISDN Sprach- und Datenanschlüsse (sogenannte Vollanschlüsse) (ISDN + DSL) auf der Basis der Infrastruktur von Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH und deckt damit mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland ab (sogenannte on-net Gebiete).
Beim Einkauf dieser Vollanschlüsse bezieht ecotel die Sprach- und Datenanschlüsse mit einem attraktiven Großhandelsrabatt und senkt somit seine Kostenbasis in on-net Gebieten um 35 % verglichen mit dem Einkauf über die Deutsche Telekom AG (DTAG), und das bei gleichbleibender ISDN Qualität. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im TNB-eigenen Netz erfolgt. Diese Kosteneinsparung erhöht einerseits die Profitabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen vermarkten kann. Damit einher ging die zusätzliche Herausforderung, möglichst viele Bestandskunden auf die neuen Produkte umzustellen und über weitere Rabatte besser an sich zu binden.
Zum Ende des Jahres 2010 konnten bereits ca. 10.000 Vollanschluss-Aufträge als Auftragseingang verbucht werden. Davon waren ca. 6.000 Vollanschlüsse Ende 2010 aktiv.
Das Vollanschluss-Produkt bildet somit eine neue Geschäftsgrundlage der ecotel und trägt signifikant zur Erhöhung des Rohertrags im Geschäftskundensegment bei.
Verschmelzung der ADTG GmbH und der /bin/done GmbH auf die ecotel
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurden die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH sowie die /bin/done digital solutions GmbH auf die ecotel communication ag verschmolzen. Somit wird nun das Geschäftskundensegment aus einer rechtlichen Einheit heraus bedient. Sowohl von der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH als auch von der /bin/done digital solutions GmbH hat die Gesellschaft bis zum 1. Januar 2010 jeweils 100 % der Geschäftsanteile gehalten. Die bei diesen beiden verschmolzenen Gesellschaften tätigen Mitarbeiter sind auf die ecotel communication ag übergegangen.
Abschluss des Projektes „NetMig“
Im ersten Quartal 2010 konnte die Umstellung der Backbone-Netzinfrastruktur auf die nächste Netzgeneration (Projekt NetMig) abgeschlossen werden, was einerseits zu einer variablen Kostenbasis, andererseits zu einer Verbesserung der Servicequalität und signifikanten Bandbreitenerhöhung für die Kunden geführt hat. Zudem konnte mit diesem Projekt die langfristige Kostenbasis im Infrastruktur-bereich gesenkt werden.
Systemkonsolidierung erfolgreich gestartet
ecotel migriert gegenwärtig seine IT Systemlandschaft von vier Bestandssystemen auf ein System. Mittlerweile konnten zwei Systemmigrationen durchgeführt und zwei IT-Systeme abgeschaltet werden, bis Mitte 2011 wird die Systemkonsolidierung auf ein IT-System abgeschlossen sein.
Einführung neuer Mobilfunkprodukte
Mit der Einführung des Produkts „AllnetFlat Mobile“ wurde das Mobilfunk-Produktportfolio um ein attraktives Flatrate-Produkt erweitert, bei der die Verbindungen ins Internet, ins Festnetz und zu allen anderen deutschen Mobilfunknetzen (Deutsche Telekom, Vodafone, o2 und E-Plus) in die Flatrate eingeschlossen sind. Das Produkt AllnetFlat Mobile wird in Paketen mit wahlweise drei, fünf oder zehn SIM-Karten vertrieben, die Kosten je SIM-Karte bewegen sich abhängig von der Paketgröße zwischen 30 EUR und 50 EUR. Der Kunde hat somit volle Transparenz, Kostenkontrolle und Planungssicherheit bei seinen Mobilfunkkosten.
II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
1. ERTRAGSLAGE
2010 wurde ein Umsatz in Höhe von 86,8 Mio. EUR erzielt, eine Steigerung von 8 % gegenüber dem Vorjahresumsatz von 80,2 Mio. EUR. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) steigerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ebenfalls um 8 % von 17,3 Mio. EUR auf 18,6 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge blieb wie im Vorjahr bei 21 %.
Konstante Zahlen im Geschäftskundensegment
Der Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 51 % (Vorjahr: 55 %) an den Gesamterlösen. Der Umsatz verblieb dabei auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 45 Mio. EUR (Vorjahr: 44 Mio. EUR).
Wachsendes Geschäft im Wiederverkäufersegment
Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 49 % (Vorjahr: 45 %) zu den Gesamterlösen bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich von 36 Mio. EUR auf 42 Mio. EUR.
Höhere Aufwendungen
Der Personalaufwand erhöhte sich 2010 um 0,5 Mio. EUR von 7,7 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR aufgrund der Verschmelzungen mit der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH und der bin/done digital solutions GmbH. Die Mitarbeiterzahl steigerte sich auf 157 (Vorjahr: 130).
Hauptsächlich infolge geringerer Vertriebspartnerprovisionen und erzielter Kosteneinsparungen reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um ca. 4 % von 8,5 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR.
Höheres EBITDA als im Vorjahr
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Jahres 2010 erhöhte sich um 13 % von 2,7 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3,5 %.
Die Abschreibungen stiegen 2010 von 2,3 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR. Davon entfallen ca. 1,2 Mio. EUR auf Abschreibungen von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens mit ca. 0,2 Mio. EUR abgeschrieben. Die verbleibenden Abschreibungen beziehen sich auf Abschreibungen auf das sonstige Anlagevermögen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) verblieb nahezu konstant auf Vorjahresniveau in Höhe von ca. 0,3 Mio. EUR. Die EBIT Marge reduzierte sich leicht von 0,4 % auf 0,3 %.
Das Finanzergebnis betrug 2010 -2,2 Mio. EUR nach -4,8 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2009. Das Finanzergebnis des Vorjahres wurde im Wesentlichen durch höhere Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von insgesamt 3,8 Mio. EUR belastet. Ergebnisverbessernd hat sich im Vorjahr der Ertrag aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH in Höhe von 0,5 Mio. EUR ausgewirkt. Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2010 setzt sich im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Tochtergesellschaft nacamar GmbH in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR), Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) und einem negativen Zinsergebnis in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: -0,8 Mio. EUR) zusammen. Die Abschreibungen auf die Finanzanlagen wurden aufgrund einer niedrigeren zukünftigen Ergebniserwartung vorgenommen. Die Verbesserung des Zins-ergebnisses steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr getilgten Bankdarlehen. Der im Vorjahr noch bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH ist durch die zum 1. Januar 2010 vollzogene Verschmelzung der ADTG auf die ecotel communication ag untergegangen.
Der Steueraufwand für 2010 lag bei 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,02 Mio. EUR).
Der Jahresfehlbetrag 2010 betrug 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 4,7 Mio. EUR).
2. FINANZLAGE
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2010 betrug -1,1 Mio. EUR, verglichen mit2,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der negative Cashflow resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung von Verbindlichkeiten gegenüber der nacamar GmbH in Höhe von ca. 4,6 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 2,8 Mio. EUR. Davon entfielen im Wesentlichen 0,6 Mio. EUR auf Investitionen in Sachanlagen, 0,1 Mio. EUR auf Investitionen in immaterielle Anlagen, 0,1 Mio. EUR auf Investitionen in Finanzanlagen (Zugang der Anteile der mvneco GmbH), 0,4 Mio. EUR aus gewährten Inter-Company-Darlehen an die Gesellschaften synergyPlus GmbH und i-cube GmbH sowie 4,6 Mio. EUR aus einer Kapitalrückzahlung von der nacamar GmbH.
Der Cashflow aus Finanztätigkeit lag 2010 bei -3,5 Mio. EUR und betrifft die Tilgung des ausstehenden Akquisitionsdarlehens.
Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich von 4,9 Mio. EUR Anfang 2010 auf 3,6 Mio. EUR Ende 2010 reduziert.
ecotel hat eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2010 1,9 Mio. EUR als Aval genutzt und somit 1,0 Mio. EUR noch offen.
Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.
3. VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2010 33,2 Mio. EUR, was einer Reduktion um 22,6 % gegenüber 42,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2009 entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch Abschreibungen und der Tilgung von Verbindlichkeiten begründet.
Auf der Seite der Aktiva reduzierte sich das Anlagevermögen um 30 % von 22,0 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR. Ursächlich für diesen Rückgang sind im Wesentlichen die Abschreibungen auf den im Rahmen der Verschmelzung der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH auf die ecotel identifizierten und angesetzten Geschäfts- oder Firmenwert, die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen bei der mvneco GmbH und Abschreibungen des Sachanlagevermögens. Weiterhin wurde der Beteiligungsbuchwert der nacamar GmbH mit der erhaltenen Kapitalrückzahlung von der nacamar GmbH in Höhe 4,6 Mio. EUR verrechnet.
Das Umlaufvermögen inklusive Rechungsabgrenzungsposten (ohne liquide Mittel) reduzierte sich von 16,0 Mio. EUR auf 14,1 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen mit einem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der Verschmelzung der ADTG mit ecotel verbunden. Ferner wurden die zuvor auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Anteile aufgrund der Umsetzung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit dem Eigenkapital verrechnet. Die liquiden Mittel reduzierten von 4,9 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR.
Auf der Seite der Passiva reduzierte sich das Eigenkapital um 28,1 % von 9,2 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR. Somit beträgt die Eigenkapitalquote Ende 2010 20 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 22 %). Die Rückstellungen betragen 1,1 Mio. EUR und sind durchgängig kurzfristiger Natur. Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich durch Tilgungsmaßnahmen von 16,3 Mio. EUR auf 12,8 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich im Wesentlichen durch die Zahlung von Verbindlichkeiten gegenüber der nacamar GmbH sowie der Verschmelzung der ADTG mit ecotel von 4,8 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR.
III. NACHTRAGSBERICHT
Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2010.
IV. RISIKOBERICHT
1. RISIKOMANAGEMENT und internes Kontrollsystem
Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt der ecotel-Konzern ein entsprechendes Risiko-managementsystem ein.
Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.
Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifiziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten.
Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der interne und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das 4-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.
2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.
Operative Risiken
Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Provisionierung, Rechnungsstellung, Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung.
Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit von Infrastruktur durch entsprechende System-redundanzen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Durch das „Projekt Netmig“ konnte das Risiko eines Ausfalls der Backbone Infrastruktur praktisch eliminiert werden. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der Vermittlungstechnik sind dadurch minimiert, dass nur der internationale B2B- sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert werden und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Für den Mobilfunkverkehr besteht ein Fallback Szenario, dass bei einem Ausfall des eigenen Netzes der Verkehr über das Netz des Vorlieferanten geroutet wird.
Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur werden kontinuierliche Modernisierungs- und Wartungsmaßnahmen durchgeführt. Potenzielle Risiken liegen in externen Kapazitätsengpässen bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim zukünftigen Kundenwachstum führen können. Der Fokus von Ausbaumaßnahmen des Rechenzentrums 2011 / 2012 liegt daher weiterhin in der Kapazitätserweiterung der Stromversorgung und der Schaffung weiterer Redundanzen im Bereich der Notstromversorgung.
Weitere operative Risikofaktoren sind die Schnittstellen zur einheitlichen Auftragserfassung und -bearbeitung mit der DTAG (WITA) sowie Vodafone. Während die WITA-Schnittstelle 2010 nicht fehlerfrei funktionierte, wird die Schnittstelle mit Vodafone aufgrund einer systemseitigen Verzögerung voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2011 in Betrieb genommen. Beide Umstände führten im Berichtszeitraum zu erheblichen Behinderungen bei der Auftragsabwicklung und somit zu Kunden- und Partnerunzufriedenheit.
Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte im Bereich der Anschlussübernahme dadurch gemindert werden, dass ecotel die Anschlussübernahme über die DTAG nur noch in sogenannten Offnet Gebieten einsetzt, in denen alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) kein eigenes Netz besitzen (ca. 30 % der Deutschen Geschäftskunden). Da mittlerweile DSL Anschlüsse im Rahmen der Anschlussübernahme nur gegen ein zusätzliches Entgelt und signifikante Mehraufwände von der DTAG übernommen werden können, setzt ecotel auf eine neue Lösung mit direkter Bestellung von Standalone DSL Anschlüssen. Diese können zukünftig als Basis für eine Migration auf eine ecotel-Voice over IP Lösung genutzt werden.
ecotel hat inzwischen einen größeren Teil seiner Bestandskundenbasis auf Vollanschlüsse alternativer Vorlieferanten migriert. Da Migrationen typischerweise mit Risiken behaftet sind (z.B. Prozess- und Schnittstellenprobleme), kann es im Rahmen der Migration unter ungünstigen Umständen zu einer erhöhten Wechselbereitschaft von Kunden kommen, was die Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig schädigen könnte. Bisher blieben höhere Wechselquoten bei der Kundenbasis aus.
Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.
Im Rahmen der Akquisitionsfinanzierungen hat der ecotel-Konzern mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen des Konzernabschlusses beziehen. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden können. Bei zwei der drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL: >25 %; IST: 39 %), Netto Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: 1,0)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Beim dritten Covenant (EBITDA / Umsatzerlöse (SOLL: >5 %; IST: 4,7 %)) hat ecotel 2010 den vereinbarten Schwellenwert im Rahmen einer temporären Covenant Anpassung erreicht. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2011 alle Covenant Schwellenwerte sicher eingehalten werden.
Die ecotel-Konzern verfügte zum Jahresende 2010 über liquide Mittel in Höhe von 6,1 Mio. EUR. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 4,6 Mio. EUR (nach 7,4 Mio. EUR im Vorjahr) und liegt damit unterhalb des EBITDA aus 2010. In 2011 muss neben der laufenden Darlehenstilgung in Höhe von 3,6 Mio. EUR zum Jahresende 2011 auch die letzte Tranche eines Investitionsdarlehens in Höhe von 4 Mio. EUR getilgt werden. Grundsätzlich können diese Tilgungen aus dem bestehenden Finanzmittelfonds, den laufenden Cashflows sowie der bestehenden Kreditlinien getilgt werden. Um jedoch die Auswirkungen auf die Liquiditätspuffer des Unternehmens gering zu halten, plant ecotel eine Refinanzierung dieser endfälligen Tranche. Ein Kreditinstitut hat bereits Bereitschaft signalisiert, diese Refinanzierung bereitzustellen. Abgesehen davon geht die Gesellschaft davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen, um die weitere Unternehmensstrategie zu finanzieren und gleichzeitig die Nettoverschuldung zu reduzieren. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2010 1,9 Mio. EUR als Avallinie genutzt und somit 1,0 Mio. EUR noch offen.
Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für einen Großteil der ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps abgeschlossen hat.
Strategische Risiken
Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.
Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für wesentliche Produkte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird.
Ein strategisches Risiko ist weiterhin die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis, der noch nicht ausreichend durch eigene Neuprodukte kompensiert werden konnte. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, kann dies auch signifikante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.
ecotel, mvneco und nacamar versorgen neben einer Vielzahl von mittelständischen Geschäftskunden auch einzelne Großkunden mit Telekommunikations-, Mobilfunk und Streaming-Dienstleistungen. Es besteht das Risiko, dass ecotel-Unternehmen im Jahr 2011 und den Folgejahren neben kleineren Kunden auch Großkunden an Wettbewerber verlieren könnte.
Risiken des Marktumfelds
Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.
Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.
Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.
Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative geschäftsrelevante Änderungen herbeiführen.
Gesamtrisiko kalkulierbar
Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass ecotel auch 2011 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.
Vermarktung von Vollanschlüssen an Bestandskunden und Neukunden
Die ecotel-Gruppe hat inzwischen mehr als 20.000 Sprachanschlüsse und 10.000 DSL Datenanschlüsse vermarktet. Bis 2009 bezog ecotel die Sprachanschlüsse fast ausschließlich von der Deutschen Telekom, erhielt hierfür jedoch keine Vergünstigungen z.B. in Form von Großhandelsrabatten. Beim Einkauf insbesondere der Sprach-, aber auch der Datenanschlüsse über alternative Lieferanten wie Vodafone und Versatel bezieht ecotel diese zu attraktiven Großhandelskonditionen. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im jeweiligen TNB-Netz erfolgt. Die deutschlandweite Verfügbarkeit der alternativen Vorlieferanten beträgt mehr als 70 %. Unter Berücksichtigung von Verhinderungsgründen, z.B. bei Anschlüssen für Alarmanlagen, Brandmelde-anlagen und Faxgeräte, dürften demnach mehr als die Hälfte der Anschlüsse potenziell migrierbar sein. Darüber hinaus werden vom Vertrieb sukzessiv Produktwechsel bei Preselection-Bestandskunden auf Vollanschlussprodukte durchgeführt. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie bessere Einkaufskonditionen der Verbindungsentgelte kann ecotel die Margensituation erheblich verbessern. Gleichzeitig bilden die neuen Vollanschlüsse für ecotel die Basis für wettbewerbsfähige Produkte und für eine neue Wachstumsperspektive. ecotel plant, bis Mitte 2011 die Migration der verfügbaren und geeigneten Bestandskunden auf die Netze der alternativen Vorlieferanten abgeschlossen zu haben.
Verbesserung der Kostenbasis durch niedrigere Mobilfunk Terminierungsentgelte
Am 24. Februar 2011 gab die Bundesnetzagentur ihre endgültigen Entgeltgenehmigungen für die Mobilfunkterminierung bekannt, die ab dem 1. Dezember 2010 gültig sind und bis 30. November 2012 Bestand haben. Die daraus resultierende Halbierung der Mobilfunkterminierungsentgelte erhöht einerseits die Profitabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen vermarkten und Bestandskunden über Rabatte besser an sich binden kann.
Vermarktung von Festnetz-/Mobilfunk-Konvergenzprodukten
Seit 2010 vermarktet ecotel an Geschäftskunden integrierte Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen und nahm damit eine Vorreiterfunktion im Markt ein. Aktuell bietet ecotel mit der„AllesDrinFlat“ als einer der ersten Anbieter im Markt eine Flatrate für Gespräche in alle Netze, egal ob vom Festnetzanschluss oder vom Handy, unbegrenzte Internetnutzung und Datenübertragung, egal ob per DSL oder mobil mit dem Smartphone. Diese neue Transparenz bei voller Kostenkontrolle und Planungssicherheit der Kommunikationskosten für Geschäftskunden ermöglicht ecotel weiteres Potenzial für Umsatzwachstum, insbesondere bei kleineren Geschäftskunden. Zusätzlich plant ecotel, sein existierendes Mobilfunk-Leistungsangebot noch um ein D-Netz Produkt (Vodafone, T-Mobile) zu ergänzen, um seinen Kunden ein abgerundetes und für mobile Breitbanddienste attraktives Angebot präsentieren zu können.
Neue Marktentwicklungen in den Bereichen Cloud Computing und Hosted PBX
Ein wichtiges Trendthema der Telekommunikation ist die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex). Hinzu kommen das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT und die Verlagerung von IT-Infrastrukturen (z.B. Rechenkapazität, Datenspeicher-, Software- und Programmierumgebungen) vom Endnutzer hinein ins Datennetz. Machbar wurde diese Veränderung erst durch die flächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. ecotelbeobachtet aufmerksam diese Entwicklungen und sieht sich insbesondere als ITK-Ausrüster mit standardisierten Rund-um-Sorglos „ecotel-Office-Paketen“ für die SME Zielgruppe (1-20 Arbeitsplätze) gut positioniert. Der wachsende Bereich der Datendienste bietet hierfür die beste Grundlage.
Effizienzsteigerungen der internen und externen Geschäftsprozesse
Der Abschluss der Systemkonsolidierung auf ein IT System bis Mitte 2011 sowie die Inbetriebnahme der Provisionierungsschnittstelle mit Vodafone wird zu einer effizienteren Auftragsbearbeitung und Auftragsabwicklung führen. Gleichzeitig verbessert sich der Kunden-Support. Weitere Effizienz-steigerungseffekte erwarten wir uns von der Optimierung der Rechnungsstellungsprozesse und der Weiterentwicklung des ecotel Kunden- und Partnerportals. Zudem werden zukünftig weitere Prozesse papierlos ablaufen.
4. HINWEISE ZU PROGNOSEN
Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“, „einschätzen“ oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel-Gruppe liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel-Gruppe wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.
V.PROGNOSEBERICHT
Steigerung der Profitabilität und EBITDA Marge
Die Verbesserung der Kostenbasis durch die Migration von Bestandskunden auf Vollanschlüsse alternativer Vorlieferanten und die niedrigeren Mobilfunk Terminierungsentgelte einerseits sowie die Optimierung der internen und externen Geschäftsprozesse andererseits ermöglicht es ecotel, die Profitabilität des Unternehmens mittelfristig signifikant zu steigern. Das Management verfolgt das Ziel, die EBITDA Marge des Konzerns bis 2013 von aktuell 5 % in einen zweistelligen Prozentbereich zu führen.
Weitere Reduktion der Nettofinanzverbindlichkeiten
Für 2011 strebt die Gesellschaft an, die Nettofinanzverbindlichkeiten auf unter 3 Mio. EUR zu senken. Für Ende 2012 plant das Unternehmen, die Nettofinanzverbindlichkeiten auf Null zu reduzieren.
Herstellung der Dividendenfähigkeit
Im Jahresabschluss 2010 wurde durch die Verrechnung der Kapitalrücklage mit dem Bilanzverlust die grundsätzliche Dividendenfähigkeit der ecotel hergestellt. Für das Geschäftsjahr 2011 plant ecotel erstmals die Ausschüttung einer Dividende.
Prognose 2011 und 2012
Für 2011 erwartet der ecotel-Konzern einen Umsatz von ca. 90 Mio. EUR bei einem EBITDA von 5,5 bis 6,5 Mio. EUR. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass der Umsatz des margenschwachen Wholesale Geschäfts aufgrund der Reduzierung der Mobilfunk Terminierungsentgelte im Jahr 2011 erheblich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen wird. Gleichzeitig rechnet ecotel aufgrund des neuen Umsatzmixes sowie der neuen Kostenstruktur für 2011 mit einer signifikanten Steigerung der Profitabilität und plant einen EBITDA von 5,5 bis 6,5 Mio. EUR.
Für 2012 erwartet der ecotel-Konzern bei konstanten Umsätzen eine Steigerung der EBITDA Marge auf 8 %.
Für die ecotel communication ag wird für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 ein Umsatz von jeweils ca. 75 Mio. EUR bei einem EBITDA von ca. 5 Mio. EUR erwartet. Weiterhin wird von einer EBITDA-Marge in Höhe von jeweils 7 % ausgegangen.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6000&companyName=ecotel&language=German) dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 24. März 2011
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Düsseldorf, den 24. März 2011
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis
Bilanz
scroll
| ecotel communication ag, Düsseldorf | |||
| Bilanz zum 31. Dezember 2010 | |||
| Aktiva | |||
| 31.12.2010 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | ||
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. | Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Software und Lizenzen | 501.988,52 | 522.997,85 |
| 2. | Geschäfts- oder Firmenwert | 3.600.000,00 | 0 |
| 4.101.988,52 | 522.997,85 | ||
| II. | Sachanlagen | ||
| 1. | Mietereinbauten | 2.336.655,24 | 2.814.639,63 |
| 2. | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 983.057,10 | 1.286.212,65 |
| 3. | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 202.333,05 | 182.629,52 |
| 3.522.045,39 | 4.283.481,80 | ||
| III. | Finanzanlagen | ||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.194.821,14 | 14.380.633,87 |
| 2. | Beteiligungen | 261.701,00 | 495.680,66 |
| 3. | Ausleihungen an Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.372.997,82 | 2.363.088,25 | |
| 7.829.519,96 | 17.239.402,78 | ||
| 15.453.553,87 | 22.045.882,43 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. | Vorräte | ||
| Waren | 121.096,91 | 100.369,53 | |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.628.632,50 | 11.393.392,26 |
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.253.134,34 | 2.021.079,13 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: | |||
| EUR 159.213,89 (Vorjahr: EUR 286.713,89) | |||
| 3. | Forderungen gegen Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 56.280,55 | 178.231,21 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: | |||
| EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 178.231,21) | |||
| 4. | Sonstige Vermögensgegenstände | 801.005,13 | 1.481.775,64 |
| 13.739.052,52 | 15.074.478,24 | ||
| III. | Wertpapiere | ||
| Eigene Anteile | 0 | 538.375,00 | |
| IV. | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 3.583.908,96 | 4.875.667,40 |
| 17.444.058,39 | 20.588.890,17 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 301.332,87 | 285.120,03 |
| 33.198.945,13 | 42.919.892,63 |
scroll
| Passiva | |||
| 31.12.2010 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | ||
| A. | Eigenkapital | ||
| I. | Gezeichnetes Kapital (Bedingtes Kapital: EUR 1.650.000,00) | 3.900.000,00 | 3.900.000,00 |
| Nennbetrag eigener Anteile | 147.500,00 | ||
| Ausgegebenes Kapital | 3.752.500,00 | ||
| II. | Kapitalrücklage | 2.734.782,12 | 18.720.000,00 |
| III. | Gewinnrücklagen | ||
| 1. | Rücklage für eigene Anteile | 0 | 538.375,00 |
| 2. | Andere Gewinnrücklagen | 147.500,00 | 0 |
| 147.500,00 | 538.375,00 | ||
| IV. | Bilanzgewinn (Vorjahr: -verlust) | 0 | 13.930.750,08 |
| 6.634.782,12 | 9.227.624,92 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. | Steuerrückstellungen | 111.232,00 | 0 |
| 2. | Sonstige Rückstellungen | 1.021.168,14 | 750.579,22 |
| 1.132.400,14 | 750.579,22 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.750.000,00 | 16.250.000,00 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | |||
| EUR 7.578.125,00 (Vorjahr: EUR 3.500.000,00) | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: | |||
| EUR 3.671.875,00 (Vorjahr: EUR 3.984.375,00) | |||
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.793.673,55 | 11.635.237,25 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | |||
| EUR 10.793.673,55 (Vorjahr: EUR 11.635.237,25) | |||
| 3. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.096.194,73 | 4.750.951,79 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | |||
| EUR 1.096.194,73 (Vorjahr: EUR 4.750.951,79) | |||
| 4. | Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 130.797,79 | 115.793,42 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | |||
| EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 115.793,42) | |||
| 5. | Sonstige Verbindlichkeiten | 661.096,80 | 186.232,20 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: | |||
| EUR 661.096,80 (Vorjahr: EUR 186.232,20) | |||
| davon aus Steuern: | |||
| EUR 235.986,33 (Vorjahr: EUR 120.116,26) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | |||
| EUR 4.369,89 (Vorjahr: EUR 455,52) | |||
| 25.431.762,87 | 32.938.214,66 | ||
| D. | Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 3.473,83 |
| 33.198.945,13 | 42.919.892,63 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
scroll
| ecotel communication ag, Düsseldorf | |||
| 2010 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | ||
| 1. | Umsatzerlöse | 86.796.338,59 | 80.219.981,30 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 760.064,16 | 1.539.523,57 |
| 3. | Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 68.208.822,08 | 62.929.929,62 | |
| 4. | Personalaufwand | ||
| a) | Gehälter | 7.134.856,88 | 6.706.825,90 |
| b) | Soziale Abgaben und Aufwendungen | ||
| für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.084.329,34 | 987.856,32 | |
| davon für Altersversorgung: | |||
| EUR 11.939,18 (Vorjahr: EUR 8.171,36) | |||
| 5. | Abschreibungen | ||
| a) | auf immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.519.941,34 | 2.344.364,80 | |
| b) | auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, | ||
| soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen | |||
| Abschreibungen überschreiten | 226.000,00 | 0 | |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.115.288,10 | 8.464.594,96 |
| 7. | Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 0 | 545.026,39 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 145.968,04 | 117.910,55 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: | |||
| EUR 141.661,63 (Vorjahr: 114.871,25) | |||
| 9. | Abschreibungen auf Finanzanlagen | 871.642,91 | 3.831.528,28 |
| 10. | Aufwendungen aus Verlustübernahme | 764.686,15 | 690.150,54 |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 716.763,41 | 950.351,59 |
| davon an verbundene Unternehmen: | |||
| EUR 151.521,29 (Vorjahr: 178.895,38) | |||
| 12. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -1.939.959,42 | -4.483.160,20 |
| 13. | Außerordentliche Aufwendungen | 0 | 150.826,34 |
| 14. | Außerordentliches Ergebnis | 0 | 150.826,34 |
| 15. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 83.197,12 | 15.981,45 |
| 16. | Sonstige Steuern | 31.311,26 | 1.168,72 |
| 17. | Jahresfehlbetrag | 2.054.467,80 | 4.651.136,71 |
| 18. | Verlustvortrag | 13.930.750,08 | 8.855.181,10 |
| 19. | Entnahme aus der Kapitalrücklage | 15.985.217,88 | 0 |
| 20. | Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen | 0 | 108.245,59 |
| 21. | Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage | 0 | 5.697,14 |
| 22. | Einstellung in Rücklage für eigene Anteile | 0 | 538.375,00 |
| 23. | Bilanzgewinn/-verlust | 0 | 13.930.750,08 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2010
ecotel communication ag, Düsseldorf
Der Jahresabschluss der ecotel communication ag wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches („HGB“) sowie des Aktiengesetzes („AktG“) erstellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.
Am 29. März 2006 erfolgte der Börsengang mit der Einbeziehung der Aktien der ecotel communica-tion ag (im Folgenden auch ’ecotel’ oder ’Gesellschaft’ genannt) in den Open Market (Freiverkehr) und gleichzeitiger Einbeziehung in den Teilbereich des Freiverkehrs (Entry Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse.
Am 6. August 2007 erfolgte die Zulassung des Grundkapitals der Gesellschaft zum amtlichen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des Amtlichen Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) mit anschließender Notierungsaufnahme.
Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr nur insoweit geändert, wie es nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vorgeschrieben ist. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund des Wahlrechts in Art. 67 Absatz 8 Satz 2 EGHGB nicht geändert.
1) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs-kosten bilanziert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Lizenzen wird mit fünf Jahren, die von Software mit drei Jahren angesetzt. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt fünf Jahre.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.
Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:
scroll
| Nutzungsdauer in Jahren | |
| Einbauten auf fremden Grundstücken | 7 |
| EDV-Ausstattung | 3 |
| Fuhrpark | 3 bis 6 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 bis 7 |
| GWG Sammelposten (EUR 150 bis EUR 1.000) | 5 |
Geringwertige Vermögensgegenstände unter EUR 150 werden sofort als Aufwand erfasst.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde mit 1 % auf die Nettobeträge berücksichtigt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.
Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten (§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB) sowie den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen (§ 274 Absatz 1 Satz 4 HGB) wird kein Gebrauch gemacht. Die temporären Differenzen in den Wertansätzen bei einem Steuersatz von ca. 31,2 % bestehen im Wesentlichen beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie beim sonstigen Anlagevermögen.
Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostenentwicklungen werden bei der Rückstellungsbewertung insoweit berücksichtigt, wie sie intersubjektiv nachvollziehbar sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechendem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sind indes keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie darauf entfallende Aufwendungen und Erträge werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Buchverluste aus Kursänderungen werden ebenfalls zum Bilanzstichtag berücksichtigt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt.
2) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
a) Verschmelzungen zum 1. Januar 2010
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH, Rathenow, zu Anschaffungskosten auf die ecotel communication ag verschmolzen. Darüber hinaus wurde ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2010 die /bin/done digital solutions GmbH, München, zu Buchwerten auf die ecotel communication ag verschmolzen. Hierbei gingen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 6.009 bzw. TEUR 94 sowie Schulden in Höhe von TEUR 1.472 bzw. TEUR 65 auf die Gesellschaft über. Gleichzeitig wurden die im Finanzanlagevermögen gehaltenen Anteile in Höhe von TEUR 4.537 bzw. TEUR 29 mit dem zugegangenen Nettovermögen verrechnet. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist dadurch bei bestimmten Positionen nur eingeschränkt möglich.
Eine Übersicht der durch die Verschmelzungen auf die Gesellschaft übergegangenen Vermögensgegenstände und Schulden ist folgender Tabelle zu entnehmen:
scroll
| TEUR | ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH | /bin/done digital solutions GmbH | Gesamt |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 117 | 0 | 117 |
| Sachanlagen | 36 | 2 | 38 |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 |
| Vorräte | 13 | 0 | 13 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 915 | 90 | 1.005 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 426 | 1 | 427 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2 | 1 | 3 |
| Summe Vermögensgegenstände | 1.509 | 94 | 1.603 |
| Rückstellungen | 55 | 2 | 57 |
| Verbindlichkeiten | 1.417 | 63 | 1.480 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 0 | 0 |
| Summe Schulden | 1.472 | 65 | 1.537 |
| Übernommenes Netto-Vermögen | 37 | 29 | 66 |
| Abgegangener Buchwert der Beteiligung | 4.537 | 29 | 4.566 |
| Identifizierter Geschäfts- oder Firmenwert | 4.500 | 0 | 4.500 |
b) Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen resultieren im Wesentlichen aus dem im Rahmen der Verschmelzung mit der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH identifizierten und angesetzten Geschäfts- und Firmenwert. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Weitere Zugänge betreffen vor allem Erweiterungsinvestitionen für EDV-Software und den Erwerb von Lizenzen und Nutzungsrechten.
c) Sachanlagen
Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus den Erweiterungen der EDV und der sonstigen Technik.
d) Finanzanlagen
scroll
| Beteiligungsquote | Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 | Jahresergebnis TEUR | |
| % | TEUR | ||
| ecotel private GmbH, Düsseldorf | 100 | 648 | 69 |
| easybell GmbH, Potsdam*** | 50,98 | 342 | **113 |
| carrier-services.de GmbH, Berlin*** | 100 | 74 | 41 |
| sparcall GmbH, Potsdam*** | 100 | 474 | 451 |
| i-cube GmbH, Düsseldorf | 100 | 79 | -54 |
| toBEmobile GmbH, Düsseldorf | 51 | 96 | 69 |
| nacamar GmbH, Düsseldorf | 100 | 4.000 | **-765 |
| PPRO GmbH, Bad Heilbrunn | 11,2 | *308 | *4 |
| synergyPLUS GmbH, Rathenow | 49,9 | -383 | -276 |
| mvneco GmbH, Düsseldorf | 48,65 | -3.446 | -515 |
| * gemäß IFRS-Konzernabschluss | |||
| ** vor Ergebnisabführung | |||
| *** indirekte Beteiligung |
Im Geschäftsjahr 2010 hat die Gesellschaft 3,65 % der Anteile an der mvneco GmbH erworben. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2010 die von der ecotel communication ag gehaltenen Geschäftsanteile an der Phase Five R&D Ltd., Ukraine, veräußert. Der Veräußerungsverlust in Höhe von TEUR 51 ist als Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Die Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen resultieren aus einem mit 5 % verzinstem Darlehen an die mvneco GmbH sowie aus einem mit 7,5 % verzinstem Darlehen an die synergyPLUS GmbH. Im Geschäftsjahr wurde das Darlehen gegenüber der mvneco GmbH um TEUR 618 wertberichtigt.
a) Vorräte
Unter den Vorräten sind im Wesentlichen auf Lager befindliche technische Ausrüstung, die im Rahmen der Dienstleistungserbringung an Kunden vermietet bzw. verkauft wird, ausgewiesen.
b) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2010 resultieren vor allem aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die i-cube GmbH in Höhe von TEUR 773 (Vorjahr: TEUR 568). Ebenfalls bestehen gegen die i-cube GmbH Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: TEUR 152). Schließlich werden hier noch Forderungen gegen die nacamar GmbH in Höhe von TEUR 269 (Vorjahr: TEUR 164) ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zum einen aus der Verlustübernahme der nacamar GmbH in Höhe von TEUR 765 sowie zum anderen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der i-cube GmbH in Höhe von TEUR 331 (Vorjahr: TEUR 217).
c) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten im Wesentlichen einen Provisionsvorschuss an die synergyPlus GmbH in Höhe von TEUR 50.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der mvneco GmbH in Höhe von TEUR 117.
d) Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 122), im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 832), Lieferanten- und Mietkautionen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 68), Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 58) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 59).
e) Eigene Anteile
Die im Vorjahr auf der Aktivseite unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen eigenen Anteile wurden aufgrund des mit dem BilMoG einhergehenden Netto-Ausweises eigener Anteile in Höhe des Nennkapitals offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Differenz zwischen Buchwert der eigenen Anteile und Nennkapital (Agio) wurde mit den Rücklagen für eigene Anteile verrechnet und der überschießende Betrag in die Gewinnrücklagen eingestellt.
f) Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Nutzung einer Dienstleistungsplattform (TEUR 203).
g) Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2010 EUR 3.900.000 Die Anzahl der zum 31. Dezember 2010 ausgegebenen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.900.000 Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben. Die Gesellschaft hält eine Anzahl von 147.500 eigener Aktien. Diese wurden in Höhe ihres Nennbetrages offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Das ausgegebene Kapital beträgt somit EUR 3.752.500.
h) Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.750.000 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007). Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
i) Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 1.500.000 durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 150.000 durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Aktienoptionen an Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt.
j) Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 18.720.000 auf EUR 2.734.782,12 um EUR 15.985.217,88 reduziert. Die Veränderung resultiert aus einer Verrechnung der Kapitalrücklage mit dem Bilanzverlust.
k) Gewinnrücklagen und Bilanzverlust
Die in den Gewinnrücklagen ausgewiesene Rücklage für eigene Anteile in Höhe von EUR 538.375 wurde aufgrund des mit dem BilMoG einhergehenden Netto-Ausweises eigener Anteile gegen die anderen Gewinnrücklagen aufgelöst. Die Verminderung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2010 in Höhe von EUR 538.275, welche den fortgeführten Anschaffungskosten der ausgebuchten eigenen Anteile entspricht, setzt sich aus der Reduzierung des gezeichneten Kapitals um EUR 147.500 sowie der Gewinnrücklagen um EUR 390.875 zusammen.
scroll
| EUR | Stand zum 31. Dezember 2009 [EUR] | Erstanwendung BilMoG[EUR] |
Stand zum 1. Januar 2010[EUR] |
| Gezeichnetes Kapital | 3.900.000,00 | 3.900.000,00 | |
| Nennbetrag eigener Anteile | -147.500,00 | -147.500,00 | |
| Kapitalrücklage | 18.720.000,00 | 18.720.000,00 | |
| Gewinnrücklagen | |||
| Rücklage für eigene Anteile | 538.375,00 | -538.375,00 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 147.500,00 | 147.500,00 | |
| Rücklagen Gesamt | 19.258.375,00 | -390.875,00 | 18.867.500,00 |
| Bilanzverlust | 13.930.750,08 | 13.930.750,08 | |
| Eigenkapital Gesamt | 9.227.614,92 | -538.375,00 | 8.689.239,92 |
Der Bilanzverlust entwickelte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt:
scroll
| EUR | |
| Stand zum 1. Januar 2010 | -13.930.750,08 |
| Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2010 | -2.054.467,80 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 15.985.217,88 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 0 |
a) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
scroll
| Rückstellungsspiegel | Stand 1.1.2010 | Zugang Verschmel-zung | Inanspruch-nahme | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Steuerrückstellungen | 0 | 2 | 2 | 0 | 111 | 111 |
| Urlaub | 66 | 0 | 66 | 0 | 92 | 92 |
| Berufsgenossenschaft | 20 | 20 | 27 | 27 | ||
| Schwerbehindertenabgabe | 3 | 3 | 3 | 3 | ||
| Abschluss- und Prüfungskosten | 60 | 1 | 61 | 55 | 55 | |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 397 | 4 | 41 | 50 | 134 | 444 |
| Aufsichtsratvergütung | 30 | 30 | 37 | 37 | ||
| Sonstige personal-bezogene Rückstellungen | 0 | 250 | 250 | |||
| Zinsswap | 175 | 77 | 0 | 98 | ||
| Sonstige Zinsen | 0 | 0 | 0 | 0 | 15 | 15 |
| Sonstige Rückstellungen | 751 | 5 | 298 | 50 | 613 | 1.021 |
b) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zwei Ratentilgungsdarlehen in Höhe von Mio. EUR 6,5 bzw. Mio. EUR 1,3 mit Laufzeiten bis Dezember 2011 bzw. März 2012 sowie ein langfristiges Innovationsdarlehen in Höhe von Mio. EUR 5,0 mit einer Laufzeit bis September 2019 ausgewiesen. Zur Sicherung des erstgenannten Ratentilgungsdarlehens wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet.
Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:
scroll
| Tilgungs-/ZinszahlungenTEUR | Buchwerte | Tilgungszahlungen | ||
| 31.12.2010 | 2011 | 2012 bis 2015 | Ab 2016 | 2011 |
| Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten | 12.750 | 7.578 | 1.500 | 3.672 |
| Tilgungs-/ZinszahlungenTEUR | Zinszahlungen | |||
| 31.12.2010 | 2012 bis 2015 | Ab 2016 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüberKreditinstituten | 370 | 744 | 349 |
a) Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt in Höhe von TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 4), aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: Anspruch TEUR 116), aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 120), kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 59) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (TEUR 4; Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.
3) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
a) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
scroll
| 2010 | 2009 | + / - | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Erlöse aus Sprachdiensten* | 23.710 | 25.485 | -1.775 |
| Erlöse aus Anschlüsse* | 7.744 | 6.136 | 1.608 |
| Erlöse aus Datendiensten* | 8.318 | 8.070 | 248 |
| Erlöse aus Mobilfunk | 1.194 | 434 | 760 |
| Erlöse aus Mehrwertdienste und Servicenummern | 560 | 473 | 87 |
| Erlöse aus Housing/Hosting | 2.788 | 3.852 | -1.064 |
| Erlöse aus Carrierservices | 5.481 | 2.752 | 2.729 |
| Erlöse Non-Carrierservices | 2.567 | 3.582 | -1.015 |
| Erlöse Wholesale | 34.082 | 29.418 | 4.664 |
| Erlöse Sonstige | 352 | 18 | 334 |
| Gesamt | 86.796 | 80.220 | 6.576 |
| 2010 | 2009 | + / - | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Inland | 73.245 | 64.199 | 9.046 |
| Ausland | 13.551 | 16.021 | -2.470 |
| Gesamt | 86.796 | 80.220 | 6.576 |
* Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr in diesen Erlössegmenten ist aufgrund der Verschmelzungen der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH und der /bin/done digital solutions GmbH auf die Gesellschaft zum 1. Januar 2010 eingeschränkt. Insgesamt entfallen auf diese Umsatzerlöse gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 5.856.
b) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von Kosten (TEUR 646; Vorjahr: TEUR 898), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 50; Vorjahr: TEUR 544) sowie Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 16; Vorjahr: TEUR 13).
c) Materialaufwand
Der Materialaufwand betrifft eingekaufte Vorleistungen bei anderen Telekommunikations-unternehmen.
d) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen (TEUR 3.180; Vorjahr: TEUR 2.590), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 848; Vorjahr: TEUR 1.239), Technischer Support und Entwicklung (TEUR 818; Vorjahr: TEUR 1.195) Kfz- und Reisekosten (TEUR 484; Vorjahr: TEUR 490) sowie Raumkosten (TEUR 672; Vorjahr: TEUR 844). Darüber hinaus ist der mit der Veräußerung der Geschäftsanteile an der Phase Five R&D Ltd., Ukraine, verbundene Verlust aus Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 51 hierin enthalten.
e) Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der nacamar GmbH wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 765 (Vorjahr: TEUR 690) übernommen.
f) Zinserträge und Zinsaufwendungen
Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich aus Kontokorrentguthaben sowie aus Darlehensforderungen gegen Beteiligungsunternehmen. Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Darlehensverbindlichkeiten.
g) Abschreibungen
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Anlagen im Bau um TEUR 54 außerplanmäßig abgeschrieben, da diese Vermögensgegenstände voraussichtlich nicht mehr so genutzt werden können, wie in der Vergangenheit erwartet. Weiterhin waren aufgrund verschlechterter Zukunftserwartungen außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte und Ausleihungen in Höhe von TEUR 872 vorzunehmen. Diese betreffen in beiden Fällen die mvneco GmbH.
Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 226 betreffen zum einen Abschreibungen auf ein an ein verbundenes Unternehmen gewährtes Darlehen (TEUR 141) sowie Abschreibungen auf vorausbezahlte IP-Transit-Leistungen, die nur bis zum 31. Dezember 2010 genutzt werden durften (TEUR 85).
4) SONSTIGE ANGABEN
a) Angabe zur Corporate Governance-Erklärung § 285 Nr. 16 HGB
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB
Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus vertraglichen Bindungen mit Lieferanten erwachsen der Gesellschaft in den nächsten vier Jahren finanzielle Verpflichtungen wie folgt:
scroll
| TEUR | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | Summe |
| Miete | 863 | 863 | 566 | 365 | 2.657 |
| Leasing/Mietkauf | 229 | 90 | 47 | 4 | 370 |
| Gesamt | 1.092 | 953 | 613 | 369 | 3.027 |
Außerdem bestehen vertragliche Vereinbarungen über einen zu erreichenden Mindestumsatz mit Lieferanten bis 2013 über eine Gesamthöhe von TEUR 6.660.
c) Eventualverbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag eingegangene Verpflichtungen aus Bürgschaften betragen TEUR 1.878 (Vorjahr: TEUR 2.668). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als mittel eingeschätzt.
d) Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Finanzierungsvorgänge in Form dreier Zins-Swaps gehalten. Die Zins-Swaps beziehen sich auf ein Nominalvolumen von insgesamt TEUR 9.000. Aus der Bewertung der Zins-Swaps resultierten zum Stichtag finanzielle Schulden von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 175). Hierfür wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.
e) Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre 2010 und 2009 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
scroll
| 2010 | 2009 | |
| Angestellte | 157 | 130 |
| (Ohne Vorstandsmitglieder und Auszubildende) | 147 | 119 |
Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist im Wesentlich auf die übernommenen Mitarbeiter der verschmolzenen ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH zurückzuführen.
f) Vorstand
Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2010 wie folgt zusammen:
- Peter Zils, Düsseldorf, Ingenieur, Vorsitzender
- Bernhard Seidl, München, Ingenieur
- Achim Theis, Düsseldorf, Kaufmann
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind.
g) Aufsichtsrat
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Jahr 2010 bestellt:
- Johannes Borgmann, Kaufmann, Düsseldorf (Vorsitzender)
- Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
- Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin (ab 09.08.2010)
- Stephan Brühl, Kaufmann, Düsseldorf (bis 09.08.2010)
- Dr. Joachim Dreyer, selbständiger Unternehmensberater, Heiligenberg (ab 09.08.2010)
- Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg
- Mag. Reinhold Oblak, Kaufmann, Krumpendorf/Österreich (bis 09.08.2010)
- Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main
Zum 31. Dezember 2010 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft gemäß § 285 Nr. 10 HGB Mitglieder in folgenden Gremien:
scroll
| Aufsichtsratsmitglied | Funktion | Unternehmen |
| Johannes Borgmann | Geschäftsführer | ADCO Umweltdienste Holding GmbH, Ratingen |
| derzeit Member Board of Directors | ADCO HOLDINGS, Inc., Marietta, Georgia/USA | |
| Geschäftsführer | ADCO Beteiligungs-GmbH, Ratingen | |
| Geschäftsführer | ADCO Immobilien GmbH, Ratingen | |
| Geschäftsführer | ADCO International GmbH, Ratingen | |
| derzeit Präsident des Verwaltungsrates | TOI TOI AG, Affoltern/Schweiz | |
| Geschäftsführer | MEPS GmbH, Ratingen | |
| Geschäftsführer | QITS GmbH, Ratingen | |
| Mirko Mach | Geschäftsführender Gesellschafter | MPC Service GmbH, Heidelberg |
| Liquidator | 1stopmobile.com AG i. L., Heidelberg | |
| Dr. Norbert Bensel | Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, Kirkel |
| Mitglied des Aufsichtsrats | DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a.G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn, Köln | |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Deutschland GmbH, Kirkel | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | TransCare AG, Wiesbaden | |
| Mitglied des Beirats | BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen | |
| Mitglied des Beirats | BREUER Nachrichtentechnik GmbH, Bonn | |
| Mitglied des Beirats | IQ Martrade Holding- und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf | |
| Mitglied des Verwaltungsrats | Qnamic AG, Hägendorf/Schweiz | |
| Dr. Joachim Dreyer | Mitglied des Beirats | Zeppelin University gGmbH, Friedrichshafen |
| Mitglied des Beirats | EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe | |
| Mitglied des Beirats | Mobile One GmbH, Ratingen | |
| Brigitte Holzer | Mitglied des Aufsichtsrats | Linux Information Systems AG, München |
| Director | INCORBUS Ltd., London/Großbritannien | |
| Inhaber, Geschäftsführerin | Holzer Holding GmbH, Berg | |
| Inhaber, Geschäftsführerin | OCTAGON CAPITAL GmbH, Berg | |
| FP & A Manager Eastern Europe, Middle East & Africa | Adobe Systems GmbH, München | |
| Dr. Thorsten Reinhard | Partner | Noerr LLP, London/Großbritannien |
| Mitglied des Aufsichtsrats | Wackler Holding SE, München |
h) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie des Vorstandsvergütungsgesetzes.
Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben (u.a. Auftrags-eingang, EBITDA, EBIT). Diese werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Zusätzlich ist die Auszahlung des variablen Anteils an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Auf Basis der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2010 stehen dem Vorstand variable Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 143 zu. Davon sind zum Bilanzstichtag bereits TEUR 72 anteilig verdient. Für die Vergütungsansprüche wurden entsprechende Rückstellungen gebildet. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. Damit werden die Vorstandsmitglieder am langfristigen Wertzuwachs des Unternehmens beteiligt, wodurch auch eine Bindung an das Unternehmen erreicht werden soll.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine variablen Vergütungen an die Aufsichtsräte gezahlt, da die hierfür vereinbarten Zielvorgaben nicht erreicht wurden.
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2010 wie folgt zusammen:
scroll
| TEUR | Feste Vergütung | Erfolgsbezogene Vergütung | Aktien-optionsplan | Summe | Aktien-optionen - | Aktien-optionen - |
| Anzahl | Fair Value bei | |||||
| Begebung | ||||||
| Bernhard Seidl | 210,3 | 33,3 | 30,7 | 274,3 | 90.000 | 239 |
| Achim Theis | 193,1 | 21,7 | 7,2 | 222,0 | 30.000 | 43 |
| Peter Zils | 298,5 | 16,7 | 0 | 315,2 | 0 | 0 |
| Johannes Borgmann | 12,4 | 0 | 0 | 12,4 | 0 | 0 |
| Brigitte Holzer | 6,3 | 0 | 0 | 6,3 | 0 | 0 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 4,9 | 0 | 0 | 4,9 | 0 | 0 |
| Mirko Mach | 6,6 | 0 | 0 | 6,6 | 0 | 0 |
| Stephan Brühl | 1,5 | 0 | 0 | 1,5 | 0 | 0 |
| Mag. Reinhold Oblak | 1,5 | 0 | 0 | 1,5 | 0 | 0 |
| Dr. Norbert Bensel | 2 | 0 | 0 | 2 | 0 | 0 |
| Dr. Joachim Dreyer | 2 | 0 | 0 | 2 | 0 | 0 |
i)Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Gesellschaft hat verschiedene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.
j) Beteiligungen an der Gesellschaft
Folgende wesentliche Beteiligungen über 10 % werden an der Gesellschaft gehalten:
scroll
| TEUR | % |
| Peter Zils | 25,64 % |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,09 % |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 14,56 % |
| AvW Gruppe AG | 10,12 % |
Während des Geschäftsjahres 2010 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben.
11. Januar 2010
Mitteilung der IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 5. Januar 2010 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 14,56 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 567.879). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 10 % der Stimmrechte haben: (1) MARTRADE Logistic GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf, (2) MARTRADE Logistic Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, (3) Günther Hahn, Deutschland.
11. Januar 2010
Mitteilung der pisaZ GmbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 7. Juli 2008 die Stimmrechtsschwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,41 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 210.896, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000). Weitere Mitteilung der pisaZ GmbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, am 5. Januar 2010 die Stimmrechtsschwelle von 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,0 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 0, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).
11. Januar 2010
Mitteilung von Herrn Peter Zils, Deutschland, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 5. Januar 2010 die Schwelle von 30 % unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).
Weitere Mitteilungen
Mitteilung der Intellect Investment & Management Ltd., Tortola, British Virgin Island vom 1. Juli 2009, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 1. Juli 2008 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 25,09 % beträgt (Anzahl Aktien: 978.489, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von Andrey Morozov, Finnland, gehalten, der mehr als 3 % der Stimmrechte an der Gesellschaft besitzt.
k) Honorare Wirtschaftsprüfer
Das Honorar für die Abschlussprüfung betrug TEUR 65.
scroll
| Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 | ||||||
| Bruttobuchwerte | ||||||
| Stand am | Stand am | |||||
| 1.1.2010 | Verschmelzung | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2010 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Software und Lizenzen | 4.624.225,65 | 116.793,00 | 105.267,58 | 9.998,00 | 0,00 | 4.856.284,23 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 | 4.500.000,00 | 0,00 | 0,00 | 4.500.000,00 |
| 4.624.225,65 | 116.793,00 | 4.605.267,58 | 9.998,00 | 0,00 | 9.356.284,23 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Mietereinbauten | 5.138.465,59 | 0,00 | 109.328,60 | 33.623,59 | 10.920,00 | 5.270.497,78 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und | ||||||
| Geschäftsausstattung | 5.691.348,40 | 38.175,50 | 362.815,41 | 0,00 | 159.510,92 | 5.932.828,39 |
| 3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 182.629,52 | 0,00 | 117.797,77 | -43.621,59 | 0,00 | 256.805,70 |
| 11.012.443,51 | 38.175,50 | 589.941,78 | -9.998,00 | 170.430,92 | 11.460.131,87 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.371.728,60 | -4.566.554,68 | 0,00 | 0,00 | 4.619.258,05 | 10.185.915,87 |
| 2. Beteiligungen | 2.086.114,21 | 0,00 | 20.016,19 | 0,00 | 0,00 | 2.106.130,40 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen | ||||||
| eine Beteiligungsverhältnis besteht | 2.363.088,25 | 0,00 | 627.556,63 | 0,00 | 0,00 | 2.990.644,88 |
| 23.820.931,06 | -4.566.554,68 | 647.572,82 | 0,00 | 4.619.258,05 | 15.282.691,15 | |
| 39.457.600,22 | -4.411.586,18 | 5.842.782,18 | 0,00 | 4.789.688,97 | 36.099.107,25 | |
scroll
| kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand am | Stand am | ||
| 1.1.2010 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2010 |
| EUR | EUR | EUR | EUR |
| 4.101.227,80 | 253.067,91 | 0,00 | 4.354.295,71 |
| 0,00 | 900.000,00 | 0,00 | 900.000,00 |
| 4.101.227,80 | 1.153.067,91 | 0,00 | 5.254.295,71 |
| 2.323.825,96 | 620.936,58 | 10.920,00 | 2.933.842,54 |
| 4.405.135,75 | 691.464,20 | 146.828,66 | 4.949.771,29 |
| 0,00 | 54.472,65 | 0,00 | 54.472,65 |
| 6.728.961,71 | 1.366.873,43 | 157.748,66 | 7.938.086,48 |
| 4.991.094,73 | 0,00 | 0,00 | 4.991.094,73 |
| 1.590.433,55 | 253.995,85 | 0,00 | 1.844.429,40 |
| 0,00 | 617.647,06 | 0,00 | 617.647,06 |
| 6.581.528,28 | 871.642,91 | 0,00 | 7.453.171,19 |
| 17.411.717,79 | 3.391.584,25 | 157.748,66 | 20.645.553,38 |
scroll
| Nettobuchwerte | |
| Stand am | |
| 31.12.2010 | Vorjahr |
| EUR | EUR |
| 501.988,52 | 522.997,85 |
| 3.600.000,00 | 0,00 |
| 4.101.988,52 | 522.997,85 |
| 2.336.655,24 | 2.814.639,63 |
| 983.057,10 | 1.286.212,65 |
| 202.333,05 | 182.629,52 |
| 3.522.045,39 | 4.283.481,80 |
| 5.194.821,14 | 14.380.633,87 |
| 261.701,00 | 495.680,66 |
| 2.372.997,82 | 2.363.088,25 |
| 7.829.519,96 | 17.239.402,78 |
| 15.453.553,87 | 22.045.882,43 |
Düsseldorf, den 24. März 2010
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ecotel communication ag, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 24. März 2011
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Schlereth
Wirtschaftsprüfer
gez. Frank
Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Darüber hinaus haben verschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats dem Vorstand ihre Fachkenntnisse beratend zur Verfügung gestellt, ohne hierfür ein über die satzungsmäßige Aufsichtsratsvergütung hinausgehendes Entgelt verlangt oder erhalten zu haben. Dies betraf unter anderem die Bereiche Organisation, Personal, Vertrieb, Finanzen, Recht und Kommunikation.
Der Aufsichtsrat der ecotel kam im Berichtsjahr zu insgesamt acht Sitzungen zusammen, von denen eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz abgehalten wurde. Zudem gab es sieben Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. Ein Mitglied des Aufsichtsrats hat nur an drei der acht Sitzungen teilgenommen. Sämtliche Verhinderungen waren entschuldigt.
In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt. Dies betraf unter anderem die Zustimmung zu einem Darlehen der Gesellschaft an die
synergyPLUS GmbH sowie die Gestattung einer ehrenamtlichen Nebentätigkeit des Vorstandsvorsitzenden Herrn Peter Zils, der in das Präsidium des VATM gewählt wurde.
1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat
Neben den vorstehend genannten zustimmungsbedürftigen Geschäften hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr insbesondere mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und der Entwicklung der Vermarktung von Vollanschlüssen beschäftigt – dem für die Gesellschaft mit Abstand wichtigsten Produkt.
Auch im Jahr 2010 hat der Aufsichtsrat zudem Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So ließ er sich regelmäßig den Risikobericht des Vorstands und dessen Fortschreibungen erläutern. Die erörterten Risiken spannten sich über alle Unternehmensfunktionen. Der Aufsichtsrat hat die Risikoberichte jeweils mit dem Vorstand erörtert und auch selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. In diesem Rahmen hat sich der Aufsichtsrat auch eingehend mit dem Internen Kontrollsystem der Gesellschaft beschäftigt, dies insbesondere in einer Telefonkonferenz am 4. März 2010 und einer Sitzung am 27. Mai 2010. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist. Beispielhaft hierfür erscheint dem Aufsichtsrat, wie der Vorstand mit dem Risiko der Verletzung einer Financial Covenant aus den Kreditverträgen der Gesellschaft umgegangen ist: Der Vorstand hat das Risiko frühzeitig erkannt, mit dem Aufsichtsrat verschiedene Maßnahmen des Risikomanagements diskutiert, die nach seiner Ansicht vorteilhafteste Option verfolgt und schließlich erfolgreich umgesetzt.
In der Aufsichtsratssitzung am 30. März 2010 stand der Jahresabschluss 2009 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 30. März 2010 vorsorglich verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind (dazu näher unten).
2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat
Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich jeweils seiner Stimme enthalten und, sofern dies im Einzelfall opportun schien, auch nicht an der vorangegangenen Aussprache beteiligt. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potentziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betrifft die Herren Johannes Borgmann, Herrn Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard.
3. Jahres- und Konzernabschluss
Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der Abschlussprüfer der ecotel, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Auf-sichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat ist mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer einverstanden.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 28. März 2011 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2010 festgestellt.
4. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr haben die Herren Stephan Brühl und Reinhold Oblak ihre Aufsichtsratsmandate niedergelegt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juli 2010 die Herren Dr. Norbert Bensel und Dr. Joachim Dreyer für die verbleibende Amtszeit der ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder in den Aufsichtsrat gewählt.
5. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr
Die Bestellung des Vorstandsmitglieds Achim Theis endete am 31. Mai 2010 turnusmäßig. Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 24. Februar 2010 wurde die Bestellung um drei Jahre verlängert. Zugleich wurde der Anstellungsvertrag zu veränderten Konditionen für den gleichen Zeitraum verlängert.
6. Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den Quartalsberichten und dem Jahresabschluss 2009 auseinandergesetzt.
Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2010 einmal getagt, um den an die Hauptversammlung gerichteten Vorschlag des Aufsichtsrats, die Herren Dr. Bensel und Dr. Dreyer in den Aufsichtsrat zu wählen, vorzubereiten.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2010 geleistete Arbeit. Ebenso dankt er den im Berichtsjahr aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herren Brühl und Oblak für wertvolle Impulse und tatkräftige Unterstützung.
Düsseldorf, den 28. März 2011
Für den Aufsichtsrat:
Johannes Borgmann
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Entsprechenserklärung
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6000&companyName=ecotel&language=German) dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 24. März 2011
ecotel communication ag
Der Vorstand
Peter Zils
Bernhard Seidl
Achim Theis