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ecotel communication ag — Annual Report 2010
Apr 7, 2011
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Annual Report
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Kennzahlen
| Angaben in Mio.EUR | 2008 | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 105,5 | 98,7 | 98,3 |
| Geschäftskunden | 58,0 | 48,2 | 44,8 |
| Wiederverkäufer | 31,9 | 34,4 | 38,7 |
| New Business | 15,6 | 16,1 | 14,8 |
| Rohertrag | 26,4 | 22,7 | 22,9 |
| Geschäftskunden | 21,6 | 17,9 | 17,5 |
| Wiederverkäufer | 1,7 | 1,2 | 1,3 |
| New Business | 3,1 | 3,6 | 4,1 |
| EBITDA | 6,0 | 4,9 | 4,9 |
| in % vom Umsatz | 5,7 % | 5,0 % | 5,0 % |
| EBIT | -3,7 1 | -2,2 2 | 1,5 |
| in % vom Umsatz | -3,5 % | -2,2 % | 1,5 % |
| Konzern-Ergebnis | -4,2 | -2,2 | 0,1 |
| Ergebnis je Aktie 3 (in EUR) |
-1,07 | -0,57 | 0,02 |
| Bilanzsumme | 55,0 | 52,7 | 48,8 |
| Eigenkapital | 22,5 | 19,6 | 20,0 |
| in % der Bilanzsumme | 40,9 % | 37,2 % | 41,0 % |
| Aktienstückzahl zum 31.12. (ausstehende Aktien) | 3.900.000 | 3.752.500 | 3.752.500 |
| Nettofi nanzverbindlichkeiten | 11,7 | 7,44 | 4,64 |
| als Multiple vom EBITDA | 1,95 | 1,5 | 0,9 |
| Mitarbeiter zum 31.12. | 222 | 193 | 184 5 |
1) darin sind Sonderabschreibungen in Höhe von 6,1 Mio. EUR enthalten
2) darin sind Sonderabschreibungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR enthalten
3) sowohl unverwässert als auch verwässert
4) durch den eigenkapitalnahen Charakter der Nachrangtranche (2,5 Mio. EUR) des KfW-Innovationsdarlehens wird diese nicht als Finanzverbindlichkeit ausgewiesen
5) ohne Minderheitsgesellschaften (PPRO GmbH, synergyPLUS GmbH, mvneco GmbH)
| Wesentliche Daten zum Cashfl ow | Angaben in Mio. EUR | 2008 | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzmittelfonds zum 01.01. | 3,9 | 3,5 | 7,1 | |
| Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6,5 | 6,1 | 5,3 | |
| Cashfl ow aus Investitionstätigkeit | -2,5 | -3,6 | -1,8 | |
| Erzeugter Free Cashfl ow | 4,0 | 2,5 | 3,5 | |
| Cashfl ow aus Finanzierungsstätigkeit | -4,4 | 1,1 | -4,5 | |
| Finanzmittelfonds zum 31.12. | 3,5 | 7,1 | 6,1 |
Unternehmensprofi l
Die ecotel communication ag hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf drei Geschäftsbereiche spezialisiert.
Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" versorgt ecotel rund 30.000 Geschäftskunden mit einem integrierten Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen. In diesem Geschäftsbereich werden die Aktivitäten des B2B-Geschäftes der ecotel und der in 2010 auf die ecotel verschmolzene ADTG GmbH zusammengeführt.
Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet die ecotel Gruppe Vorproduktean andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter. Über moderne Enabling- und Vermittlungs-Plattformen erhalten diese Zugriff auf das gesamte Produktportfolioder ecotel, beispielsweise entbündelte Teilnehmer- und Breitbandanschlüsse oder Mobilfunklösungen. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden". Neben dem Wholesale-Geschäft der ecotel communication ag sind die i-cube GmbH und die mvneco GmbH diesem Bereich zugeordnet.
Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Neben der easybell GmbH ist die auf das New Media Geschäft fokussierte nacamar GmbH Teil dieser eigenständigen Business Unit.
Die Unternehmensgruppe hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf und beschäftigt mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen aktuell ca. 210 Mitarbeiter. ecotel zählt zu den am schnellsten wachsenden Technologieunternehmenin Deutschland und konnte sich beim Deloitte-Wettbewerb "Technology Fast 50" fünf Mal erfolgreich unter den 50 besten deutschen Unternehmen platzieren.
INHALT
- 01 Unternehmensprofi l
- 02 Vorwort des Vorstandes
- 06 Das Geschäftsmodell
- 26 Die ecotel Aktie
KONZERNLAGEBERICHT
- 28 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
- 40 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
- 32 Nachtragsbericht
- 44 Risikobericht
- 50 Prognosebericht
- 51 Erklärung der gesetzlichen Vertreter
KONZERNABSCHLUSS
- 52 Konzern-Bilanz
- 54 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 55 Konzern-Kapitalfl ussrechnung
- 56 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
- 58 Konzernanhang der ecotel communication ag
- 98 Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
- 99 Corporate Governance
- 102 Bericht des Aufsichtsrates
- 106 Glossar
- 108 Finanzkalender
- 108 Impressum
Vorwort des Vorstandes
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das Geschäftsjahr 2010 nahm für die ecotel communication ag insbesondere durch die erfolgreiche Einleitung des Turnarounds einen positiven Verlauf. Wir sind heute sehr stolz darauf, dass uns dies trotz des harten Wettbewerbs offensichtlich gelungen ist. Der Konzernumsatz betrug 98,3 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus entspricht dies einem Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus resultierend erhöhte sich auch der Rohertrag um 3 % auf 22,9 Mio. EUR.
Das EBITDA lag mit 4,9 Mio. EUR auf Vorjahresniveau und damit deutlich über dem prognostizierten Ergebnis. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 1,5 Mio. EUR, nach -2,2 Mio. EUR im Vorjahr. Das Konzernergebnis 2010 nach Anteilen Fremder betrug 0,1 Mio. EUR, nach -2,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,02 EUR versus -0,57 EUR im Vorjahr.
Die Nettofi nanzverbindlichkeiten konnten durch die laufende Tilgung weiter planmäßig reduziert werden und betrugen zum 31. Dezember 2010 nur noch 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,4 Mio. EUR). Dies entspricht einer Reduktion von 2,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Die liquiden Mittel reduzierten sich seit Jahresbeginn von 7,1 Mio. EUR auf 6,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 37 % auf 41 %.
Nachfolgend geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse in 2010. Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde die ADTG GmbH auf die ecotel communication ag verschmolzen. Somit wird nun das Geschäftskundensegment aus einer rechtlichen Einheit heraus bedient.
Im ersten Quartal 2010 konnte die Umstellung der Backbone-Netzinfrastruktur auf die nächste Netzgeneration (Projekt NetMig) abgeschlossen werden, was einerseits zu einer variablen Kostenbasis, andererseits zu einer Verbesserung der Servicequalität und signifi kanten Bandbreitenerhöhung für die Kunden geführt hat. Zudem konnte mit diesem Projekt die langfristige Kostenbasis im Infrastrukturbereich deutlich gesenkt werden.
Darüber hinaus konnten im Bereich der IT-Systemlandschaft wichtige Optimierungen durchgeführt werden. Von den ursprünglich vier Bestandssystemen waren zum Stichtag nur noch zwei IT-Systeme in Betrieb. Bis Mitte 2011 wird die Systemkonsolidierung auf ein IT-System abgeschlossen sein, was zu einer nachhaltigen Produktivitätssteigerung führen wird.
Im Bereich Geschäftskunden vermarktet ecotel seit Ende 2009 erfolgreich ISDN Sprach- und Datenanschlüsse (sogenannte Vollanschlüsse) auf Basis alternativer Teilnehmer-Netzbetreiber (Vodafone D2 GmbH und Versatel AG) und deckt damit mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland ab (sogenannte On-Net-Gebiete). Damit konnte für den B2B-Bereich eine neue Geschäftsgrundlage geschaffen werden. Zum Ende des Jahres 2010 waren bereits mehr als 10.000 Vollanschluss-Aufträge als Auftragseingang verbucht, ca. 6.000 Vollanschlüsse davon waren umsatzrelevant. Der Transformationsprozess, die Preselection-Kunden auf Vollanschlussprodukte zu migrieren, ist somit in vollem Gange und trägt signifi kant zur Erhöhung des Rohertrags im Geschäftskundensegment bei.
Die Symbiose aus der Stärkung der Kundenbindung bei gleichzeitiger Vertiefung der Wertschöpfung und der Optimierung der Geschäftsprozesse wird uns mitttelfristig eine deutliche Steigerung der Profi tabilität ermöglichen. Das Management geht deshalb davon aus, die EBITDA Marge von aktuell 5 % bis 2013 verdoppeln zu können.
von links Bernhard Seidl, Peter Zils, Achim Theis
Für das laufende Geschäftsjahr verfolgt die Gesellschaft das Ziel, die Nettofi nanzverbindlichkeiten auf unter 3 Mio. EUR zu senken. Bis Ende 2012 sollen die Nettofi nanzverbindlichkeiten komplett zurückgeführt sein.
Für 2011 erwartet das Unternehmen eine signifi kante Steigerung der Profi tabilität im Geschäftskundenbereich und daraus resultierend eine Erhöhung des EBITDA auf 5,5 bis 6,5 Mio. EUR bei einem Konzernumsatz von ca. 90 Mio. EUR.
Zuletzt möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ecotel Gruppe für die erbrachte Leistung und ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens sowie bei unseren Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Wir sind fest davon überzeugt, dass ecotel auch in 2011 innovative Akzente im deutschen Telekommunikationsmarkt setzen wird.
Bernhard Seidl Vorstand Finanzen
Peter Zils Vorstandsvorsitzender
Achim Theis Vorstand Vertrieb
In den letzten Jahren stand ecotel vor großen Herausforderungen. Für das Kerngeschäft mit unseren Businesskunden musste eine neue Grundlage geschaffen werden, bei unseren Tochtergesellschaften waren umfangreiche Integrations- und Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich und zugleich bestand die Notwendigkeit unsere IT-Systemlandschaft zu vereinheitlichen. Den Großteil der hieraus resultierenden Aufgaben haben wir inzwischen gemeistert. Heute können wir wieder mit Zuver-
Peter Zils Vorstandsvorsitzender
sicht nach vorne schauen. Unsere Mitarbeiter haben auf diesem Weg enorm viel geleistet und deshalb gilt ihnen an dieser Stelle mein besonderer Dank.
Das Geschäftsmodell
ALL AROUND COMMUNICATION – SUCCESS FOR YOUR BUSINESS!
Drei Geschäftsfelder
Das Geschäft der ecotel Gruppe bestand auch im Jahr 2010 aus den drei Säulen Geschäftskunden, Wiederverkäufer und New Business.
Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" versorgt ecotel rund 30.000 Geschäftskunden mit einem integrierten Produktportfolio aus Sprache, Daten, Internet und Mobilfunk. In diesem Geschäftsbereich sind die Aktivitäten des B2B-Geschäftes der ecotel communication ag und der in 2010 auf die ecotel verschmolzenen ADTG GmbH gebündelt.
Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet die ecotel Gruppe Vorleistungsprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden".
Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt.
Neue Wachstumstreiber: Vollanschluss- und Ethernet-Produkte
Mit der Vermarktung des neuen ISDN-Vollaschlussproduktes auf Basis verschiedener Teilnehmernetzbetreiber hat ecotel in 2010 eine neue Geschäftsgrundlage geschaffen. Seit Ende 2009 bietet ecotel ISDN- und DSL-Vollanschlussprodukte über alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) in sogenannten On-Net-Gebieten an. Mithilfe dieser Vorlieferanten kann ecotel nun mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland mit "echten" ISDN-Komplettpaketen bedienen. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie bessere Einkaufskonditionen der Verbindungsentgelte optimiert ecotel erheblich die Margensituation. In den restlichen Regionen (Off-Net) liefert ecotel das Vollanschluss-Produkt auf Basis der Deutschen Telekom AG (DTAG) und bietet somit als erster alternativer Anbieter an jedem Standort in Deutschland einen "echten" ISDN-Anschluss.
Mit Produktwechseln bei Bestandskunden sowie durch Gewinnung von Neukunden konnte die Gesellschaft in 2010 bereits mehr als 10.000 Vollanschlussaufträge generieren, wovon zum Ende des Berichtszeitraumes 6.000 Anschlüsse umsatzrele-
vant waren.
Als ebenso erfreulich kann die Entwicklung des ecotel Datengeschäftes bezeichnet werden. Hier bietet die Gesellschaft als einziges alternatives Technologieunternehmen der Branche Ethernet Datenanbindungen mit Bandbreiten von 10 Mbit/s bis zu 10 Gbit/s bundesweit an jedem Standort an. ecotel Kunden nutzen dieses Produkt in erster Linei zur Vernetzung von Unternehmensstandorten (VPNs) und profi tieren dabei von der doppelten Netzabstützung über zwei Breitband-POP-Standorte. Im eigenen ecotel Backbone wird dies zusätzlich mit redundanter Leitungsführung abgesichert. Abgerundet wird dieses Produkt durch die über 10-jährige Erfahrung im Bereich der Standortvernetzung. Damit ist ecotel der erste B2B-Komplettanbieter im deutschen Markt, der neben Festnetz, DSL und Mobilfunk auch breitbandige Hochleistungsanschlüsse an jedem Standort in Deutschland anbietet. So konnten im Bereichtszeitraum mehr als 250 Kundenstandorte mit hochperformanten Ethernet-Leitungen angebunden werden, darunter auch einige bekannte DAX-Unternehmen.
Auszeichnungen für innovative Produkte und Leistungen
Als zweitbeste Lösung in der Kategorie Telekommunikation wurde das ecotel-Konvergenzangebot für Festnetz, Internet und Mobilfunk beim Innovationspreis-IT 2010 ausgezeichnet. Die Jury hat das ecotel Konvergenzangebot als Lösung mit hohem Nutzwert, Innovationsgehalt und besonderer Mittelstandseignung bewertet. Damit hat sich ecotel bei diesem Wettbewerb bereits
zum dritten Mal in Folge erfolgreich platziert.
Top-Seller des ZGV
Seit nunmehr 10 Jahren Jahren ist die Kooperation mit "Der Mittelstandsverbund (ZGV)" ein Erfolgskonzept. Mehr als 100 Verbundgruppen und zahlreiche Verbundgruppenmitglieder profi tieren bereits über eine spezielle Rahmenvereinbarung von den Produkten und Dienstleistungen der ecotel. Darüber hinaus wurde ecotel vom Kooperationspartner "Der Mittelstandsverbund (ZGV) für die besonderen vertrieblichen Leistungen bei der Gewinnung von Verbundgruppenmitgliedern als einer der Top-Seller 2010 ausgezeichnet.
Deloitte Technology Fast 50
Auch im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen im Telekommunikationsmarkt und IT-Umfeld konnte sich ecotel aufgrund überdurchschnittlicher Wachstumsraten erneut erfolgreich behaupten. Beim Deloitte-Wettbewerb "Technology Fast 50" belegte ecotel im Jahr 2010 zum fünften Mal einen Platz unter den 50 am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen in Deutschland.
| 2005 | Deloitte. |
|---|---|
| Deloitte. | 2006 |
| Technology Fast 50 | Technology Fast 50 |
| Deutschland | Deutschland |
| 2007 | Deloitte. |
| Deloitte. | 2008 |
| Technology Fast 50 | Technology Fast 50 |
| Deutschland | Deutschland |
| Deloitte. 2010 |
|
| Technology Fast 50 Deutschland |
ecotel hat einen Weg gewählt, der uns von vielen anderen Telekommunikationsunternehmen unterscheidet. Ein Konzept mit Ideen und Lösungen, geprägt von engagierten, motivierten Mitarbeitern und Partnern, das nur ein Ziel verfolgt: Unseren Kunden die Kommunikation so einfach, so komfortabel, so sicher und so günstig möglich
Achim Theis Vorstand Vertrieb
zu machen. Mehr als 30.000 Kunden profi tieren aktuell von den Vorteilen der ecotel. Auf den nächsten Seiten möchte ich Ihnen einige Referenzprojekte im Detail vorstellen.
Kunden und Partner sind unser Antrieb!
Erfolgsfaktor Partnervertrieb
Deutschlandweit werden über 30.000 Geschäftskunden durch den ecotel Direktvertrieb sowie den Partnervertrieb betreut. ecotel fokussiert hierbei weiterhin die Vermarktung über Vertriebspartner. So generieren mittlerweile mehr als 500 bundesweit agierende Vertriebspartner über 90 % der Neuaufträge. Zu den Vertriebspartnern zählen IT-Consultants, Telekommunikationsmakler, ITK-Systemhäuser und Callcenter.
Die SH business communications zählt zu den TOP-Partnern der ecotel. Entscheidender Vorteil der Herbolzheimer Telekommunikationsprofi s: SH business communications verfügt zum einen über
eigene erfahrene und qualifi zierte Mitarbeiter im Direktvertrieb. "Zum anderen haben wir wiederum direkten
Zugriff auf mehr als 50 zuverlässige und engagierte Vertriebspartner", erklärt Frank Hin, einer der Geschäftsführer und Gründer der SH business communications. Seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 2004 konnte daher gemeinsam mit ecotel eine vierstellige Zahl neuer Kunden gewonnen werden.
Gemeinsam Synergiepotenziale erkennen, ausbauen, nutzen: Die Fokussierung auf das B2B-Geschäft verbindet die beiden Unternehmen von Beginn an. So positioniert sich SH business communications auf dem Markt als unabhängiger Kommunikationsexperte. Geschäftskunden profi tieren von kompetenter Beratung sowie von bedarfsgerechten und innovativen Konzepten in Sachen Telekommunikation, ob Festnetz, Mobilfunk, TK- oder IT-Systeme.
"Aufgrund dieser Firmenphilosophie, die wir seit fast zwanzig Jahren konsequent verfolgen, bieten wir unseren Kunden immer die optimale Lösung. Daher arbeiten wir grundätzlich mit allen wichtigen und führenden Anbietern im Markt zusammen", betont Frank Hin.
Da sich die ecotel communication ag als exklusiver B2B-Anbieter mittlerweile hervorragend im Markt positioniert hat, genießt ecotel in der Zusammenarbeit mit SH business communications herausragende Priorität.
Gleiche Interessen, volles Vertrauen, ein gemeinsamer Nenner:
Die solide Basis einer erfolgreichen Partnerschaft!
Ihre Kommunikation in einer Hand: SH business communications
Ob Mobilfunk oder Festnetz-Telefonie, ob IT- oder TK-Systeme: Die 1994 gegründete SH business communications ist spezialisiert auf Leistungen und Lösungen rund um die Telekommunikation. Sowohl zahlreiche Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen als auch Kommunen und Privatkunden profi tieren von der kompetenten Beratung und den bedarfsgerechten Konzepten der unabhängigen Kommunikations-Experten.
Mit zukunftsweisender Technologie und immer aktueller Marktkenntnis bringt die SH mehr Sicherheit, Klarheit und Effi zienz in die Telekommunikation ihrer Kunden. Fachkundige Berater analysieren die Ist-Situation, ermitteln Erforderliches und Überfl üssiges, Kostenfallen und Optimierungsbedarf. Auf dieser Basis werden dann ganzheitliche ausgerichtete Gesamtlösungen entwickelt.
Immer im Mittelpunkt: SH mobility ̶ eine innovative Dienstleistung, die maximale Transparenz in den Tarif- und Kostenstrukturen schafft, die Telekommunikationsprozesse rationeller gestaltet und somit einen echten Kostenvorteil für den Kunden erzielt.
Selbstverständlich bietet die SH business communications auch Produkte und Tarife, die exakt zum individuellen Bedarf des Kunden passen. Auch die für einen reibungslosen Betrieb erforderlichen Service- und Supportleistungen werden angeboten.
Mit diesem überragenden Spektrum, mit über 60 Mitarbeitern an den Standorten Offenburg, Herbolzheim und Karlsruhe, mit über 50 Vertriebspartnern zählt SH business communications somit bundesweit zu den größten und leistungsstärksten Kommunikationszentren.
"ecotel bietet in ihrem Kernbereich umfassende Lösungen sowie ein integriertes Produktportfolio speziell für den mittelständischen Geschäftskun-
den. Mit diesem Spektrum haben wir einen klaren gemeinsamen Nenner gefunden ̶ und dies macht die ecotel auch zukünftig zum perfekten Partner für die SH business communications", so Frank Hin.
Frank Hin Geschäftsführer SH business communications
Starke Partnerschaften mit Verbundgruppen
Einen weiteren Schwerpunkt im Vertrieb stellt das Geschäft mit sogenannten Verbundgruppenmitgliedern dar. Verbundgruppen sind Zusammenschlüsse unabhängiger Industrie- und Handelsunternehmen zur Bündelung gemeinsamer Beschaffungsoder Marketingmaßnahmen. Die Geschäftstätigkeit in Bezug auf die Mitglieder der Verbundgruppen basiert zum Großteil auf Rahmenverträgen mit dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e.V. (DGRV) und der ServiCon Service & Consult eG, der Dienstleistungsgesellschaft im Verband DER MITTELSTANDSVERBUND (ZGV).
ecotel arbeitet seit nunmehr 10 Jahren erfolgreich mit diesen Dachverbänden zusammen und verfügt mittlerweile über mehr als 100 Rahmenverträge aus diesem Umfeld. Erst im Jahr 2010 wurde ecotel von der ZGV zum Top-Seller ausgezeichnet.
Die progros zählt dabei zu den Top-Partnern der ecotel. Bereits seit mehr als 10 Jahren arbeitet man erfolgreich zusammen. Die Partnerschaft lebt insbesondere von der starken Bindung und Unterstützung seitens der Zentrale und der Abrechnung über Zentralregulierung.
Darüber hinaus wurde mit dem größten progros Mitglied Best Western Hotels Deutschland ein gemeinsames VPN zur zentralen Nutzung eines innovativen Buchungssystems für die Hotels erfolgreich umgesetzt.
Hohe Kompetenz und individuelle Lösungen im Geschäft mit Verbundgruppen!
progros ist die größte Einkaufsberatung der Hotellerie und damit eine der führenden Einkaufsgesellschaften. Als Dienstleistungsunternehmen schafft sie messbare Einkaufsvorteile. Damit werden die Wertschöpfung und der Markterfolg von Hotels erhöht. Umgehend und nachhaltig.
Mehr als 630 Hotels & Hotelketten ̶ darunter Best Western Hotels, Lindner Hotels, QGD Hotelmanagement, Westbridge, Rocco Forte Hotels, Choice Hotels, Upstalsboom oder Welcome Hotels, aber auch Privathotels wie Brenner`s Park Hotel & Spa in Baden-Baden, die Traube in Tonbach oder der Schindlerhof in Nürnberg ̶ nutzen die progros in unterschiedlicher Weise, um bessere Einkaufsergebnisse zu erreichen.
Über 30 Mitarbeiter beschäftigen sich bei progros mit der Verbesserung der Einkaufskosten und Einkaufsabläufe in Hotels und bei Hotelketten. Sei es bei der Bearbeitung von Einkaufsanfragen, der Ausschreibung und Verhandlung von Kernsortimenten, der Beschaffungsplanung bei neuen Hotelprojekten oder der Beratung für die Entwicklung einer maßgeschneiderten Einkaufsstrategie.
"ecotel sticht in zwei für uns extrem wichtigen Bereichen deutlich heraus: Bei den erstklassigen Kostenergebnissen für unsere Hotels, die wir im Einkauf betreuen. Aber auch bei der Beratung und Dienstleistung, die für uns gerade bei schwierigen Aufgabenstellungen hohen Wert haben."
Jochen Oehler Geschäftsführer progros Einkaufsgesellschaft mbH
Eine starke Kooperation
ecotel und KOMSA Systems kooperieren in der Vermarktung von Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen.
ecotel lebt mit der KOMSA SYSTEMS einem der führenden Dienstleister in der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche (IKT), einen Kooperationsvertrag zur gemeinsamen bundesweiten Vermarktung von Telekommunikationsdiensten für Geschäftskunden. Hierdurch erhalten die Partner der KOMSA SYSTEMS Zugriff auf das komplette ecotel Produktportfolio inklusive der DSL-, Ethernet-, Housing- und VPN-Datendienste. ecotel unterstützt dazu projektbezogen bei der Planung, Angebotserstellung und Beratung der Geschäftskunden durch erfahrene Key-Account-Betreuer in den jeweiligen Vertriebsregionen.
"Mit ecotel erweitern wir konsequent unsere Produktstrategie und bieten unseren Partnern einen hervorragend positionierten Anbieter für Geschäftskunden, der bundesweit sämtliche Telekommuni-
kationsdienste zur Verfügung stellen kann. In Kombination mit den eigenen Kommunikationslösungen und Dienstleistungen können unsere Partner damit attraktive Angebote aus einer Hand anbieten, die von vielen Geschäftskunden ver-
stärkt nachgefragt werden", so Rolf Mittag, Geschäftsführer der KOMSA SYSTEMS.
Durch die Nutzung der ecotel Services können die Geschäftskunden der KOMSA Systems-Partner Einsparpotenziale erschließen, die sie zur Erweiterung des Investitionsbudgets für die Finanzierung neuer IT-Hard- und Softwarelösungen nutzen können. Das bedeutet doppelte Umsatzpotenziale für die Partner der KOMSA Systems.
Die KOMSA SYSTEMS beschäftigt 26 Mitarbeiter, die IT-Systemhäuser bundesweit unterstützen, wenn es darum geht, unternehmensweite Telekommunikations- und Netzwerklösungen zu entwickeln und diese auch in die Praxis zu überführen. Derzeit bedient das Unternehmen die Themenbereiche TK-Systeme und -Peripherie, Voice over IP, Kommunikationssoftware, Datenkommunikation, Networking, Security, Konferenztechnologie sowie Wireless LAN.
Zusammen mit der Komsa / aetka hat ecotel eine Vermarktungsaktion "Sonderaktion Kommuniktionspaket AllesDrinFlat" ins Leben gerufen. Eine Go-to-Market-Sonderaktion, zur Aktivierung und zum Support von aetka-Fachhändlern mit B2B-Kundenanteil mit dem für diese Zielgruppe geeigneten "AllesDrinFlat". Das Paket besteht aus einem Leporello mit passendem Aufsteller, Newslettern, Anzeige und Poster.
Mit ecotel haben wir einen kompetenten Partner an unserer Seite.
Die Welten von Telefonie, IP-Infrastruktur und Netzanbieter wachsen immer stärker zusammen. Mit der stückweisen Integration der Sprach-Infrastruktur in die IT-Welt beim Kunden entsteht eine Plattform für neue Lösungsmöglichkeiten.
Egal, ob Projektierung in der Presales-Phase oder Unterstützung im Service-Fall. Wir bieten außerdem die komplette Vorinstallation der Kommunikationssysteme inklusive Test und Lizenzierung. Das senkt die Kosten und unsere Partner können sich auf neue Kundenprojekte konzentrieren.
Neben den klassischen Stärken eines zuverlässigen Lieferanten, die wir als KOMSA SYSTEMS bieten, erhalten unsere Partner durch uns die optimale Unterstützung in allen Phasen des Projektgeschäfts.
Firmenzentrale KOMSA SYSTEMS Firmenzentrale KOMSA
Erfolgsorientierte Kunden
Die ecotel communication ag hat von der CTS EVENTIM AG, Europas Marktführer im Ticketing, den Auftrag für den Einsatz von innovativer Racktechnologie für Unterbringung und Management für Teile der IT Systeme im Rechenzentrum von ecotel erhalten.
Um den Verkauf der Tickets über die eigene Internetplattform ausfallsicher und effi zient anbieten zu können, setzt der langjährige Kunde für die Bereitstellung seiner Online-Dienste schon seit dem Jahr 2002 auf die hoch verfügbaren Leistungen im Rechenzentrum von ecotel. Für die erneute Beauftragung von ecotel war der besondere Managed Service auf Basis neuester Racktechnologie für die Server der CTS EVENTIM AG in Verbindung mit der hochperformanten Anbindung zum Internet inklusive dediziertem Support und dauerhafter Überwachung der Systemerreichbarkeit rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr.
Im Rahmen des starken Wachstums der CTS EVENTIM AG erfolgte hierfür der zusätzliche Einsatz innovativer bladefähiger Racksysteme für die Unterbringung der CTS EVENTIM AG Serversysteme. Mit dieser innovativen Technologie werden Anforderungen an neueste Rechnersysteme, die als State of the Art gelten, von ecotel effi zient und ausfallsicher umgesetzt. Die Lösung für die CTS EVENTIM AG basiert weiterhin auf einem sehr leistungsfähigen Konzept mit redundant ausgelegter Kühl- (High Performance Cooling) und Stromleistung. Abgerundet wird diese Lösung durch modernste Alarm- und
Überwachungssysteme, welche die permanente Erreichbarkeit der Systeme zusätzlich absichern. Die Unterbringung der Racks erfolgt in dedizierten Kundenräumen, wobei Optionen auf Erweiterung und Skalierbarkeit der Leistung zusätzlich gegeben sind.
"Mit der skalierbaren und zukunftsfähigen Infrastruktur bietet uns ecotel höchste Standards in Bezug auf Sicherheit und Erreichbarkeit unserer Systeme und damit das ideale Fundament, das für den Betrieb unserer Online-Services unabdingbar ist", erklärt Alexander Ruoff, COO der CTS EVENTIM AG. "Denn im Extremfall sind Großevents wie die Konzerte von Madonna oder Coldplay innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Dazu benötigen wir einen zuverlässigen Partner, der uns die bestmögliche Verfügbarkeit unserer Services sichert."
Mit ecotel haben wir uns unser Telekommunikations-Ticket für die nächsten Jahre gesichert!
Die im SDAX notierte CTS EVENTIM AG (ISIN DE0005470306) ist Europas Marktführer im Ticketing und in 20 Ländern aktiv. Über die Systeme der EVENTIM-Gruppe werden jährlich europaweit insgesamt über 100 Mio. Veranstaltungstickets für mehr als 140.000 Events vermarktet. Zur Vermarktung der Tickets nutzt EVENTIM ein Netz von europaweit über als 20.000 Vorverkaufsstellen, mehrere Callcenter sowie insbesondere auch Internetplattformen wie www.eventim.de und www.getgo.de. Mit zusammen über 360 Mio. Besuchern waren die von der EVENTIM-Gruppe betriebenen Websites im Jahr 2010 bei Weitem die erfolgreichsten europäischen Ticket-Portale.
Zur EVENTIM-Gruppe gehört außerdem das Segment Live Entertainment mit der Planung, Organisation und Abwicklung von Konzertveranstaltungen, Konzerttourneen, Festivals und anderen Live-Events. Mehrheitsbeteiligungen an vielen der erfolgreichsten Konzertveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz, gute und langjährige Kontakte zu nationalen und internationalen Künstlern, erfolgreiche Open-Air-Festivals und zahlreiche weitere Veranstaltungen sichern der EVENTIM-Gruppe eine hervorragende Position als Marktführer in der europäischen Konzert- und Entertainmentbranche. Die weltweit erstmals bei EVENTIM umgesetzte unmittelbare Verbindung von Live Entertainment und Ticketing innerhalb eines Konzerns führt dabei zu einer besonders attraktiven Wertschöpfungskette."
ethernet VPN für K + P Logistik
Das mittelständische Unternehmen K + P Logistik GmbH verfügt über mehr als 170 Jahre Erfahrung im Logistikbereich. An acht Standorten in Nord- und Mitteldeutschland werden von 350 Mitarbeitern qualifi zierte Dienstleistungen aus den Bereichen Transportmanagement, Vertragslogistik und Lagerverwaltung erbracht.
Größten Wert legt das Traditionsunternehmen auf eine besonders wirtschaftliche, sichere und umweltverträgliche Handlungsweise. Deshalb sind sämtliche Standorte der K + P Gruppe nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 zertifi ziert. Zusätzlich sind die Standorte, an denen Gefahrstoffe verschiedenster Klassen gelagert werden, nach den strengen Richtlinien der chemischen Industrie SQAS Road Transportation und SQAS Packaged Warehouse zertifi ziert.
Genauso sicher und effi zient wie die Arbeitsweise der gesamten Unternehmensgruppe sollte das neue Datennetz für die Standortvernetzung zwischen der Hauptverwaltung in Schwentinental (bei Kiel) und den sieben Niederlassungen sein. Zentrale Anforderung war ein breitbandiges und kostengünstiges Hochleistungsnetz, das mit dem Wachstum der Gesellschaft Schritt halten kann und zukunftssicher ist.
Diese Vorgabe erfordert eine stabile und intelligente Standortvernetzung in Form eines Virtual Private Network (VPN) auf Basis von moderner MPLS-Technologie, bei der große Datenpakete besonders schnell verarbeitet werden. Denn für die operativen Tätigkeiten des Dienstleisters mit einer Logistikfl äche von insgesamt über 100.000 m2 ist der zuverlässige und schnelle Datenaustausch zwischen den Standorten unerlässlich.
Im Rahmen der Auftragsvergabe führte das von K + P eingeschaltete, unabhängige Beratungsunternehmen CSW Consulting Group aus Hamburg
auf Basis einer Bedarfsanalyse zunächst eine Ausschreibung durch. Nach Auswertung und Verhandlung sämtlicher Angebote wurde aufgrund der innovativen Technik und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses das Ethernet-VPN von ecotel favorisiert und empfohlen. Ein wesentlicher Grund für die fi nale Beauftragung von ecotel war auch die deutschlandweite Verfügbarkeit der Anschlüsse.
Für das neue Unternehmensnetz von K + P wurde die fortschrittliche Ethernet-Technologie eingesetzt. Die Standorte erreichen jetzt mit ecotel garantierte symmetrische Bandbreiten von 8 Mbit/s bei Verfügbarkeiten von 99,2 %. Absolute Zuverlässigkeit wird durch netzseitige Redundanz in Form von permanent doppelt abgestützten Verbindungen zu zwei ecotel POP-Standorten gesichert. Eine feste öffentliche IP-Adresse, unbegrenzte IP-Verkehrstransportleistung, also eine echte Datenfl atrate und ein von ecotel administrierter Router sind inklusive und runden die Leistung ab.
"Die besondere Herausforderung war die Anbindung von sämtlichen Standorten mit der neuesten Zugangstechnologie Ethernet ", so Martin Teschner, verantwortlicher Sales-Manager bei ecotel. Damit erhält die Unternehmensgruppe eine besonders sichere Vernetzung, die gleichzeitig auch noch kostengünstig ist.
K + P Logistik vertraut auf sicheres Ethernet Datennetz von ecotel!
Hartmut Kant, Geschäftsführer der K + P Logistik GmbH, erklärt: "Bei der Einführung unseres neuen Datennetzes haben wir nach einer einheitlichen Lösung gesucht, um sämtliche Standorte, die sich teilweise in ländlichen Gebieten befi nden, hochwertig anzubinden und die bisherige Performance im Unternehmensnetz zu steigern. Hier hat uns das Angebot von ecotel schnell überzeugt. Diverse Wettbewerber konnten hier zum gleichen Preis lediglich DSL-Anbindungen bieten."
"Zusätzlich nutzen wir für unsere Telefonate an allen Standorten jetzt auch das neue Komplettangebot fürs Festnetz von ecotel. Damit erzielen wir gegenüber unserem bisherigen Anbieter Einsparungen von ca. 40% und haben den praktischen Vorteil, mit ecotel sämtliche Telekommunikationsdienste aus einer Hand zu beziehen", so Hartmut Kant.
Der professionelle Internetzugang ecotel ethernet access eignet sich insbesondere für Unternehmen, die permanent hohen Bedarf an schnellem und stabilem Datenaustausch haben und die von der klassischen Standleitung auf die innovative Technologie Ethernet umstellen wollen. Ebenso für alle Firmen, die über mehrere Standorte verfügen und im Rahmen der Standortvernetzung (VPN) auf konstant hohe Übertragungsqualität in Form von garantierten Bandbreiten, erhöhte Ausfallsicherheit und fl exible Skalierbarkeit angewiesen sind. Die Variante ecotel ethernet access pro bietet zusätzlich neben verkürzten Latenzzeiten die Möglichkeit von Quality of Service (QoS). Im Rahmen der Multi-Lieferanten-Strategie von ecotel ist ecotel ethernet access bundesweit an jedem Standort in Deutschland verfügbar.
K + P Logistik GmbH, Zentrale Schwentinental
Konvergenzlösung fürTOI TOI & DIXI
Wenn es um die Nutzung von professionellen Telekommunikations- und Datendiensten aus einer Hand geht, entscheiden sich mittelständische Geschäftskunden immer häufi ger für ecotel. Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen bietet mit seinem neuen Konvergenzangebot ein Bündelangebot für Festnetz und Mobilfunk in Verbindung mit speziellen Sprach- und Datentarifen.
Auf Basis von "echten" ISDN-Anschlüssen alternativer Teilnehmernetzbetreiber liefert ecotel zuverlässige und stabile Lösungen mit Premium-Service und kürzeren Entstörzeiten. Im Rahmen ihrer Multi-Lieferantenstrategie, d.h. dem unabhängigen Bezug von Anschlüssen von entsprechend spezialisierten Vorlieferanten, erzielt ecotel neben der Deutschen Telekom AG die höchstmögliche Flächendeckung (>70 %) innerhalb Deutschlands. An den übrigen Standorten (30 %) führt ecotel eine Übernahme der vorhandenen Telekom-Anschlüsse durch. Als einziger alternativer Anbieter für Geschäftskunden kann ecotel auf diese Weise einen entsprechenden Qualitäts-Anschluss an jedem Standort in Deutschland realisieren. Mit den dazu gehörenden Tarifkonzepten lassen sich gegenüber Einzellösungen Ersparnisse von bis zu 50 % realisieren.
Qualitativ hochwertige Telekommunikationslösungen mit deutlichen Einsparpotenzialen sind auch der Grund für den führenden Anbieter von mobilen Sanitärsystemen, die TOI TOI & DIXI Sanitärsysteme GmbH, gewesen, auf das neue Konvergenzangebot von ecotel umzustellen.
Neben dem Festnetzanschluss müssen mehr als 100 SIM-Karten die Kommunikation von der Zentrale zu den Fahrern bzw. der Fahrer untereinander wie auch von Zentrale und Fahrern zu den Kunden in Nordrhein-Westfalen leisten. Stabile Lösungen sind hier eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Geschäftsbetrieb des Marktführers.
Das Fazit von Susanne Holtmann, Prokuristin der TOI TOI & DIXI Sanitärsysteme GmbH, ist eindeutig: "Mit dem Konvergenzangebot von ecotel haben wir unsere Telekommunikationskosten gleich dreifach gesenkt. Bei der Grundgebühr für unseren Primärmultiplex-Anschluss sparen wir jetzt monatlich ca. 65 %, im Mobilfunk beläuft sich unsere Ersparnis aus Grundgebühr und Minutenpreisen auf über 40 %. Und zusätzlich telefonieren wir mit der Option 'Company Mobile' kostenlos vom Festnetz zu unseren eigenen SIM-Karten. Insgesamt haben wir unsere Telekommunikationskosten mit ecotel um ca. 16.000 Euro pro Jahr reduziert.
Besonders positiv hat sich auch die professionelle Begleitung von ecotel in der Umstellungsphase bemerkbar gemacht: Wir hatten jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner, und es kam zu keinerlei Ausfällen. Mit früheren Anbietern haben wir andere Erfahrungen gemacht.
Das Komplettangebot von ecotel bedeutet darüber hinaus eine große administrative Erleichterung, da der Aufwand der kontinuierlichen Prüfung von Rechnungen verschiedener Anbieter entfällt. Wir erhalten von ecotel sämtliche Dienste aus einer Hand, inklusive kostenlosem EVN-Tool zur komfortablen Zuordnung interner Kostenstellen.
Unsere Entscheidung für den Auftrag einer 0800-Servicerufnummer, mit der interessierte Kunden und Neukunden bundesweit kostenfrei mit uns in Kontakt treten können, fi el dann natürlich auch zugunsten von ecotel."
Marktführer TOI TOI & DIXI setzt auf Kommunikationslösung von ecotel!
Deutschland hat als Kernland die älteste und größte Bedeutung innerhalb Europas. Hier garantieren elf selbstständige TOI TOI & DIXI-Firmen mit über 70 Servicestellen, mehr als 80.000 Toilettenkabinen und Containern für unzählige Einsatzzwecke eine fl ächendeckende Präsenz und damit einen lückenlosen Service.
Seit 30 Jahren vereint die Dienstleistung von TOI TOI & DIXI drei wesentliche Aspekte unseres täglichen Lebens: Hygiene, Intimität und Umweltschutz.
Unser Kerngeschäft umfasst die Produktion und Vermietung mobiler Sanitärsysteme, deren regelmäßige Reinigung und Entsorgung. Auf der Basis selbstständig agierender Tochtergesellschaften setzen wir die regionalen und lokalen Anforderungen unserer Kunden fl exibel und individuell um.
Als Lieferant fl exibler Sanitäreinheiten sind wir aufgrund unserer langjährigen Erfahrung ein kompetenter Partner für alle Gelegenheiten.
Das Angebot von TOI TOI & DIXI ist vielfältig. Neben verschiedenen Varianten mobiler Toiletten wie z.B. die Original DIXI TOI-Fresh mit Handwaschbecken und Frischwasserspülung, Urinalständer etc., bieten wir moderne Toilettenwagen sowie Toiletten-, Dusch-, Büro- oder Schlafcontainer in verschiedenen Ausführungen an.
Schülerhilfe erteilt Bestnoten für die Bereitstellung von ecotel Vollanschlüssen!
Als einer der führenden Nachhilfe- und Bildungsanbieter erteilte die Schülerhilfe der ecotel den Auftrag, alle 300 GmbH-Schülerhilfen mit den neuen ecotel Vollanschlüssen auszustatten. Darüber hinaus wurde für die mehr als 700 Franchise-Schülerhilfen eine Rahmenvereinbarung mit Sonderkonditionen zur Nutzung der ecotel Vollanschlüsse vereinbart. Die Entscheidung, auf ecotel umzustellen, war insbesondere darin begründet, dass ecotel als einziger alternativer Anbieter an sämtlichen Standorten in Deutschland einen echten ISDN-Anschluss auf Basis verschiedener Vorlieferanten zur Verfügung stellen kann.
Neben der Optimierung der Festnetzgebühren stand die Installation eines Business ADSL-Anschlusses im Vordergrund. Darüber hinaus sollte die im Netz eingerichtete LSN-Weiterleitung funktionsfähig übernommen werden, so dass die auf den Rufnummern der Büros eingehenden Anrufe außerhalb der Bürozeiten wie gewohnt ins Servicecenter geleitet werden.
Die Umstellung der Anschlüsse auf ecotel erfolgte schnell und nahezu reibungslos, und schon nach kurzer Zeit waren die Einsparungen für die Schülerhilfe sichtbar.
Bernd Schäper, Leiter IT & Organisation der Schülerhilfe GmbH & Co.KG, zieht ein positives Fazit: "Wir fühlen uns bei ecotel gut aufgehoben. Neben den attraktiven Tarifen profitieren wir von einer professionellen Betreuung exklusiv für Geschäftskunden rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Die hohe Quote der Zustimmung unserer Partner – bislang nutzen 170 Franchise-Partner das ecotel-Angebot – unterstreicht die Leistungsfähigkeit von ecotel."
Die Schülerhilfe bietet seit über 35 Jahren ein umfassendes Nachhilfe- und Prüfungsvorbereitungsangebot für alle Klassen und Schulformen. Mit über 1.000 Standorten ist die Schülerhilfe der größte Franchise-Geber im Bildungsbereich in Deutschland und Österreich.
Die Schülerhilfe bietet Einzelunterricht in kleinen Gruppen von drei bis fünf Schülern an. Qualifi zierte und motivierte Nachhilfelehrer gehen auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers ein. Dieses Konzept fördert Sozialkompetenzen wie Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Die intensive und individuelle Betreuung der Schülerhilfe zeigt Wirkung: Die Noten verbessern sich und die Kinder und Jugendlichen gewinnen neues Selbstvertrauen. Ein Qualitätsmanagementsystem, zertifi ziert nach DIN EN ISO 9001, dient dazu, ein Höchstmaß an Qualität und Kundenorientierung zu erzielen. Mit
Erfolg, denn 94 Prozent der Kunden sind zufrieden und würden die Schülerhilfe weiterempfehlen.
Eine Tochter wird groß ecotel Tochter easybell behauptet sich!
Erfolgsstory easybell
easybell setzt auf integrierte Angebote in den Wachstumsmärkten Voice over IP, Mobilfunk und DSL. Zielgruppe sind Privatkunden, die technisch hochwertige und gleichzeitig preiswerte Lösungen suchen.
Kunden erhalten von easybell einen vollwertigen Telefonanschluss inklusive Ortsrufnummer ohne Vertragslaufzeit, der auf die mobilen Lebensgewohnheiten der heutigen Zeit optimiert ist. easybell ermöglicht die weltweite Nutzung des Telefonanschlusses, etwa auf Smartphones oder anderen internetfähigen Geräten. Ergänzt werden die Angebote durch innovative Features, wie Fax2Mail oder Voice2Mail.
easybell bietet ausschließlich ratenadaptive ADSL2+-Anschlüsse an, die im Vergleich zu herkömmlichen DSL-Angeboten wesentlich höhere reale Verbindungsgeschwindigkeiten bieten. Durch hochwertige Angebote und guten Service gehört easybell als junges Unternehmen bereits zu den Top 5 der deutschen Breitband Anbieter, wie die 2010er- Studie des Deutschen Instituts für Servicequalität im Rahmen einer Studie festgestellt hat.
Seit 2010 ist easybell auch Mobilfunk-Service-Provider. Die Angebote werden vorerst im Bundle mit DSL-Anschlüssen vermarktet, sollen jedoch konsequent ausgebaut werden.
Im klassischen Call-by-Call- und Internet-by-Call-Geschäft ist easybell seit Langem erfolgreich. Bei den wichtigen Preisportalen führt easybell die Tarifvergleiche an und überzeugt mit fairen, auf langfristige Kundenbindung ausgerichteten Tarifen. Das hohe Wachstum wurde in einem wettbewerbsintensiven Umfeld ausschließlich aus dem operativen Cashfl ow fi nanziert. Ermöglicht wurde dies durch eine konsequente Automatisierung aller Geschäftsprozesse, so dass easybell mit sehr konkurrenzfähigen Kosten arbeitet. Weiterhin konnte easybell die Kundengewinnungskosten aufgrund intelligenter Preis- und Vermarktungsstrategien niedrig halten. Dies wurde auch durch die Verleihung des 2010er- "Pricing Excellence Award" durch die Unternehmensberatung Batten & Company gewürdigt.
Die Zahlen machen wieder Spaß!
Die ecotel Aktie
Die ecotel Aktie ist seit dem 29. März 2006 an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Am 6. August 2007 erfolgte der Wechsel vom Entry Standard in den Prime Standard. Das Grundkapital beträgt 3.900.000 Aktien. Davon hält die Gesellschaft 147.500 eigene Aktien. Somit sind zum 31.12.2010 3.752.500 Aktien ausstehend.
Kursentwicklung 2010
Der Aktienmarkt sowie die Indizes führten bis zum dritten Quartal 2010 eine Seitwärtsbewegung durch und beendeten das Jahr nach einem starken 4. Quartal mit Zugewinnen. So legte der DAX als Repräsentant der Large-Cap-Unternehmen in 2010 um 14 % zu, der TecDAX als Repräsentant der Technologiewerte konnte sich um 2 % verbessern.
Die ecotel Aktie eröffnete das Jahr mit 4,3 EUR. Nachdem sich die Aktie im Jahresverlauf bis zum 3. Quartal annähernd identisch zum TecDax entwickelt hatte, legte der Kurs der ecotel Aktie im September kurzfristig auf über 5 EUR zu, konnte diesen Kursgewinn aber nicht halten und schloss das Jahr mit 3,3 Euro.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der Aktie lag in 2010 bei 1.100 Stück pro Tag verglichen mit 3.700 Stück im Vorjahr. Zum Jahresende wies ecotel bei einem Aktienkurs von 3,3 Euro und 3.752.500 ausstehenden Aktien eine Marktkapitalisierung von 12,4 Millionen Euro auf.
Investor Relations
ecotel steht in einem kontinuierlichen Dialog mit Investoren, Analysten und Journalisten, führte in 2010 jedoch nur begrenzte Investor Relations IR-Aktivitäten durch, u.a. eine Analysten-Telefonkonferenz Ende 2010. Die Gesellschaft beabsichtigt ab 2011 wieder gesteigerte IR-Aktivitäten zu realisieren und plant diese auch mit einer Research Coverage zu unterlegen. Aktuelle Informationen zum Unternehmen, wie z.B. Quartalsberichte, Pressemitteilungen und Finanzkalender sowie die Analystenpräsentationen, können von allen Anlegern auf der Website des Unternehmens unmittelbar nach Veröffentlichung abgerufen werden.
Aktionärsstruktur
In 2010 gab es zwei wesentliche Veränderungen in der Aktionärsstruktur der ecotel. Peter Zils (CEO der ecotel) trat Anfang 2010 5,41 % der stimmberechtigten Aktien an die IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH ab und hält nunmehr 25,64 % der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft. Die anderen Großinvestoren der Gesellschaft sind weiterhin die Intellect Investment & Management Ltd. mit 25,09 % der Stimmrechte, die IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH mit 14,56 % der Stimmrechte sowie die AVW Management-Beteiligungs AG mit 10,12 % der Stimmrechte. Der Streubesitz beträgt 20,81 %.
Kennzahlen Ø 2010
| WKN | 585434 | Datum Erstnotierung | 29.03.2006 |
|---|---|---|---|
| ISIN | DE0005854343 | Aktienstückzahl | 3.752.500 |
| Symbol | E4C | Tagesvolumen | 1.117 |
| Höchstkurs 2010 (€) | 5,4 | ||
| Marktsegment ab 08.08.2007 |
Prime Standard | Tiefstkurs 2010 (€) | 3,3 |
| Index zugehörigkeit |
CDAX, Prime All Share Technology All Share |
Marktkapitalisierung zum 31.12.2010 (€ m)* |
12,4 |
| Gattung | Stückaktien | Designated Sponsor | Close Brothers Seydler Bank AG |
Aktienbesitz (31.12.2010) in Prozent
Kursentwicklung der ecotel Aktie in 2010 in Prozent
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
1. ECOTEL IM ÜBERBLICK
Die ecotel Gruppe (nachfolgend "ecotel" genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über drei Geschäftsbereiche: "Geschäftskundenlösungen", "Wiederverkäuferlösungen" und "New Business".
Geschäftskundenlösungen
Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand an.
Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, Mietleitungen (Leased Lines) und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Seit 2008 vermarktet ecotel zudem auch eigene Mobilfunkprodukte und bietet Geschäftskunden Sprachtarife in Verbindung mit Optionen zur mobilen Datennutzung an.
Über die letzten drei Jahre hat sich im Rahmen der Produkterweiterungsstrategie der "Umsatzmix" des Geschäftskundenbereichs erheblich verändert. Während in 2006 noch ca. 96 % der Geschäftskundenumsätze mit Sprach- und Mehrwertdiensten erwirtschaftet wurden, verminderte sich dieser Bereich im Gesamtbild im Jahr 2010 auf knapp über 50 %. Die übrigen Produktbereiche Sprachund Vollanschlüsse (18 %), VPN und Datendienste (19 %) sowie Housing / Hosting (7 %) und Mobilfunk (3 %) steuern mittlerweile 47 % der Geschäftskundenumsätze bei. Zudem werden die rückläufi gen Sprachumsätze des klassischen Preselection-Geschäfts zunehmend durch Neuumsätze im Bereich Vollanschlüsse, Daten und Mobilfunk kompensiert.
Je nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 500 aktiven Vertriebspartnern. Dadurch erhält ecotel einen breiten Zugang zu seiner Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber
| Sprachanschluss | Vollanschluss (ISDN) oder Anschlussübernahme (ISDN) oder entbündelte TAL mit VoIP |
||
|---|---|---|---|
| Festnetz | Sprache | Telefonie | Minutentarife, Minutenpakete oder Flatrates |
| Mehrwertdienste | Servicerufnummern (0800, 0180x, 0900) | ||
| Daten | Datenanschluss | via ADSL, SDSL, Ethernet oder Mietleitung (Leased Line) |
|
| VPN / Security | Sichere Unternehmensvernetzung via IP VPN | ||
| 1 Hosting / Housing |
Housing von Serverfarmen sowie Hosting von Shared Services im eigenen Rechenzentrum |
||
| Sprache | Attraktive Mobilfunktarife inkl. Konvergenzprodukten (Festnetz zu Mobil) |
||
| Mobilfunk | Daten | Datenfl atrates und Blackberry-Lösungen/ iPhone-Lösungen |
Geschäftskunden-Produktportfolio der ecotel Gruppe
hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.
Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit ca. 30.000 kleine und mittelständische Unternehmen aus allen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.
Wiederverkäuferlösungen
Im Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter von Telekommunikationsdiensten zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskundenlösungen". Hierfür unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit ca. 100 internationalen Carriern.
In diesem Segment befi nden sich zudem die Beteiligungsgesellschaft mvneco GmbH als technischer Dienstleister für Mobilfunkangebote sowie das verbundene Unternehmen i-cube GmbH als technischer Dienstleister für entbündelte DSL und Voiceover-IP-Produkte für andere Reseller.
New Business
Im Bereich "New Business" sind die neuen wachstumsstarken Geschäftsfelder der ecotel vereint. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft. Zudem hält ecotel einen Minderheitsanteil an der PPRO GmbH, einer Gesellschaft, die im Bereich der internetbasierten Zahlungssysteme aktiv ist.
Infrastruktur
ecotel unterhält eigene Komponenten einer Telekommunikationsinfrastruktur, unter anderem einen IP-Backbone mit Standorten in Frankfurt am Main und Düsseldorf, ein eigenes Rechenzentrum, einen Voice Switch sowie zentrale Einwahlplattformen. Für das New-Media-Geschäft unterhält der Konzern verschiedene Server-Farmen. mvneco GmbH betreibt eine zentrale Mobilfunkplattform.
IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für Ordermanagement und Billing. Im Rahmen einer Systemkonsolidierung konnten die vier Bestandssysteme 2010 auf zwei Systeme migriert werden.
2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG).
Leitungsorgan
Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des
Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an.
Vergütung der Organmitglieder
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und Vorstandsvergütungsgesetz (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (u.a. Auftragseingang, EBITDA, EBIT) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über 3 Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpfl ichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpfl ichtversicherung (D&O-Versicherung) mit angemessener Selbstbeteiligung abgeschlossen.
Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung [29], "Organbezüge") aufgeführt.
Änderungen der Satzung
Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.
Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Kapitalverhältnisse
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel 147.500 eigene Aktien, so dass das gezeichnete Kapital in der Bilanz 3.752.500 EUR beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Genehmigtes Kapital
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Aktienoptionen an
den Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung hat die Gesellschaft mit Beschluss vom 30. Juli 2010 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befi nden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft bis zum 29. Juli 2015. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. Zum 31. Dezember 2010 hält ecotel 147.500 eigene Aktien.
Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2010 mehr als 10 % beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.
| Aktionär | Aktienbesitz (in %) |
|---|---|
| Peter Zils | 25,64 % |
| Intellect Investment & Management Ltd. |
25,09 % |
| IQ Martrade Holding und Manage mentgesellschaft mbH |
14,56 % |
| AvW Management-Beteiligungs AG | 10,12 % |
| Gesamt | 75,41 % |
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.
Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote
Wesentliche Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für die Vorstandsmitglieder der ecotel bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots.
Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.
3. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT
Die ecotel communication ag als Muttergesellschaft hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. 2010 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 157 Mitarbeiter, 21 Mitarbeiter mehr als Ende 2009. Der Zuwachs an Mitarbeitern entstand im Wesentlichen durch die Verschmelzung der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH mit ecotel.
Die Tochterunternehmen der ecotel communication ag haben ihre Standorte in Deutschland und beschäftigten 2010 inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden durchschnittlich 52 feste Mitarbeiter (nach 57 Mitarbeitern Ende 2009).
nacamar GmbH
Die nacamar GmbH wurde ursprünglich 1995 gegründet, fi rmierte zwischenzeitlich unter World Online und später als Tiscali Business GmbH, bevor das B2B-Geschäft auf die ecotel verschmolzen wurde. Die seit 2007 wieder unter nacamar GmbH fi rmierende Gesellschaft ist ein eigenständiger New-Media-Full-Service-Provider. Daneben bietet die 100-prozentige Tochtergesellschaft der ecotel communication ag Großunternehmen aus der Medienbranche New-Media- sowie weiterführende Internet- und Datendienste an. nacamar bereitet Radio- und TV-Inhalte für das Internet auf und liefert sie anschließend live, on demand oder als Podcast/ Vodcast über das Internet an die Internet-Nutzer aus. nacamar betreibt eine eigene Streaming-Plattform im konzerneigenen Rechenzentrum mit Anbindung an alle wichtigen nationalen und internationalen Netze. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte 2010 durchschnittlich 17 Mitarbeiter (Vorjahr: 16 Mitarbeiter).
ecotel private GmbH
Die ecotel private GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White-Label-Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Die ecotel private GmbH
hält 51 % der Anteile an der easybell GmbH.
easybell GmbH
Die easybell GmbH hat ihren Sitz in Potsdam und beschäftigte 2010 durchschnittlich zehn feste Mitarbeiter. Die Gesellschaft bietet technisch versierten Privatkunden preisaggressive Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig ist die easybell GmbH im Bereich "Schmalbanddienste und ADSL" aktiv. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call-Nummer "01028" vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call-Nummer "010010" vermarktet.
toBEmobile GmbH
An der im Jahr 2006 gegründeten toBEmobile GmbH hält die ecotel communication ag 51 % der Anteile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig. Die toBEmobile GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf.
i-cube GmbH
Die i-cube GmbH mit Sitz in Düsseldorf bietet ecotel, anderen Telekommunikationsunternehmen und branchenfremden Vermarktern das komplette Portfolio an entbündelten DSL-Dienstleistungen und Voice over IP an. Die Kunden können somit über eine standardisierte Schnittstelle Vorleistungen mit einer bundesweiten Verfügbarkeit von verschiedenen Lieferanten wie Telefonica, QSC oder Deutsche Telekom (DTAG) ohne Abnahmeverpfl ichtungen beziehen. ecotel hält 50,1 % der Anteile an der i-cube GmbH.
mvneco GmbH
ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet. ecotel hält 49 % der Anteile des Unternehmens. 2010 beschäftigte die mvneco GmbH durchschnittlich neun feste Mitarbeiter. Sie fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel communication ag, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.
synergyPLUS GmbH
Die synergyPLUS GmbH wurde im Februar 2009 gegründet. Die synergyPLUS GmbH agiert als exklusiver Vertriebspartner der ecotel und vermarktet insbesondere die neuen Vollanschlussprodukte in Verbindung mit den ergänzenden ecotel Mobilfunklösungen als Konvergenzprodukt über Telesales und Handelsvertreter. Das Telesales- und Handelsvertreter-Konzept ermöglicht es, die Fixkosten niedrig zu halten und gleichzeitig den Zugriff auf einen direkt steuerbaren Vertrieb zu haben. Ende 2010 beschäftigte die synergyPLUS GmbH zehn feste Mitarbeiter. ecotel hält 49 % der Anteile des Unternehmens.
PPRO GmbH
PPRO GmbH mit Sitz in Bad Heilbrunn ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren "giropay" für über das Internet agierende Händler. 2010 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich sechs feste Mitarbeiter. ecotel hält 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft.
4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNS
ecotel steuert die drei Geschäftsbereiche nach der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfl ießen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Kostenträgerverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten sowie die Personalkosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ergebnis- und Cashfl ow-Ebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifi sche Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge) verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden.
5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Entwicklungsaufwendungen von ecotel im Jahr 2010 betreffen im Wesentlichen eigenentwickelte Softwarelösungen und Produktentwicklungen. Bei der ecotel communication ag waren dies in erster Linie das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie das Kundenportal. Bei der nacamar GmbH waren dies im Wesentlichen Entwicklungen im Rahmen des Media-Delivery-Netzwerks (MDN), des Video Asset Management System (medianac) sowie des Kundenportals.
6. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELD
Die deutsche Wirtschaft konnte sich von der Finanzkrise deutlich schneller erholen, als von vielen Experten angenommen. Im Jahr 2010 betrug das Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung laut Statistischem Bundesamt 3,6 % nach einem Rückgang von 4,7 % im Vorjahr. Für 2011 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von über 2 %.
Telekommunikations-Marktvolumen sank auch 2010
2010 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (inklusive Kabelnetze) in Deutschland um 1,3 % von 61,8 Milliarden EUR auf 61,0 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 5). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt erhöhte sich gleichzeitig von 56 % auf 58 %.
Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 33 Milliarden EUR 54 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.
Zu beachten ist, dass mittlerweile auch die Kabelnetzbetreiber ihren Umsatz im Telekommunikationsbereich signifi kant gesteigert haben. So betrug 2010 der Umsatzanteil der Kabelnetzbetreiber am Gesamt-TK-Markt 6 %.
Der Mobilfunkumsatz erhöhte sich 2010 von 24,1 Milliarden EUR auf 24,3 Milliarden EUR, im Wesentlichen getrieben durch den Anstieg an Datendienstumsätzen mit der neuen Generation von Mobilfunkgeräten, den sogenannten Smartphones. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten lag Ende 2010 wie im Vorjahr bei ca. 108 Mio. Stück.
Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber über 15 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inklusive der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 35 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 43 % (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 11). Während jedoch die Zahl der klassischen Festnetzanschlüsse bei den Wettbewerbern nur noch leicht ansteigt, ist bei den entbündelten Voice-over-IP-Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.
Ende 2010 gab es in Deutschland fast 27 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 25 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2009. Dabei entfi elen 9,0 Mio. Anschlüsse (33 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 1,9 Mio. Anschlüsse (7 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 12,1 Mio. Anschlüsse (45 %) auf die Deutsche Telekom AG (DTAG) sowie 3,9 Mio. Anschlüsse (15 %) auf andere Zugangsarten wie Kabel-TV. Die Wettbewerber der DTAG haben somit einen Marktanteil von 55 %.
Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten, insbesondere bei den Komplettanschlüssen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bei Call-by-Call und Preselection ist das Volumen dagegen stark rückläufi g (Quelle: VATM-Marktanalyse 2010, S. 10). Mittlerweile nimmt der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetznetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, mehr als 80 % ein.
Hinzu kommt eine Substitution von Festnetz durch Mobilfunk sowie eine Substitution von PSTN (Public Switched Telephone Network) -Sprache durch VoIP (Voice over IP).
Trends im B2B-Markt
Ähnlich wie im Vorjahr ist die Umsatzentwicklung im Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland rückläufi g, im Wesentlichen getrieben durch die weiterhin hohe Wettbewerbsintensität. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt.
Wichtige TK-Trends der Zukunft im Geschäftskundenbereich sind der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (VDSL, FFTH) als auch über Mobilfunk (HSPA+, LTE), die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT. Hierzu gehört u.a. auch das Trendthema "Cloud Computing" mit seinen Ausprägungen Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechenleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in sichere Rechenzentren im Internet, auf welche der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift.
Regulatorische Trends
ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche.
Wichtige aktuelle Themengebiete sind:
- Beschleunigung des Ausbaus von hochleistungs fähigen öffentlichen Telekommunikationsnetzen der nächsten Generation inklusive verbesserter Rahmenbedingungen für werbskonforme Infra strukturinvestitionen
- Sicherstellung einer fl ächendeckenden gleichar tigen Grundversorgung in städtischen und länd lichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandi gen Anschlüssen zu erschwinglichen Preisen
- Netzneutralität (d.h. Gleichberechtigte und un veränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben)
- Stärkung des Verbraucherschutzes hinsichtlich der Zeitdauer zur Speicherung von Verkehrs daten
- Regelung zu kostenlosen Warteschleifen
Im Bereich Mobilfunk beschloss die BNetzA zum 1. Dezember 2010 eine signifi kante Absenkung der Terminierungsentgelte, die bis zum 30. November 2012 befristet ist. Im Rahmen der EU-Roaming-Verordnung ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren die Sprach- und Datenroaming-Entgelte weiter abgesenkt werden.
7. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2010
Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2010 der ecotel gegeben.
Erfolgreiche Vermarktung der Vollanschlüsse
ecotel vertreibt seit Ende 2009 ISDN Sprach- und Datenanschlüsse (sogenannte Vollanschlüsse) (ISDN + DSL) auf der Basis der Infrastruktur von Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH und deckt damit mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland ab (sogenannte On-Net-Gebiete).
Beim Einkauf dieser Vollanschlüsse bezieht ecotel die Sprach- und Datenanschlüsse mit einem attraktiven Großhandelsrabatt und senkt somit seine Kostenbasis in On-Net-Gebieten um 35 % verglichen mit dem Einkauf über die Deutsche Telekom AG (DTAG), und das bei gleichbleibender ISDN-Qualität. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im TNB-eigenen Netz erfolgt. Diese Kosteneinsparung erhöht einerseits die Profi tabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen vermarkten kann. Damit einher ging die zusätzliche Herausforderung, möglichst viele Bestandskunden auf die neuen Produkte umzustellen und über weitere Rabatte besser an sich zu binden.
Zum Ende des Jahres 2010 konnten bereits ca. 10.000 Vollanschluss-Aufträge als Auf-
tragseingang verbucht werden. Davon waren ca. 6.000 Vollanschlüsse Ende 2010 aktiv.
Das Vollanschluss-Produkt bildet somit eine neue Geschäftsgrundlage der ecotel und trägt signifi kant zur Erhöhung des Rohertrags im Geschäftskundensegment bei.
Verschmelzung der ADTG GmbH und der /bin/done GmbH auf die ecotel
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurden die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH sowie die /bin/done digital solutions GmbH auf die ecotel communication ag verschmolzen. Somit wird nun das Geschäftskundensegment aus einer rechtlichen Einheit heraus bedient.
Abschluss des Projektes "NetMig"
Im ersten Quartal 2010 konnte die Umstellung der Backbone-Netzinfrastruktur auf die nächste Netzgeneration (Projekt "NetMig") abgeschlossen werden, was einerseits zu einer variablen Kostenbasis, andererseits zu einer Verbesserung der Servicequalität und signifi kanten Bandbreitenerhöhung für die Kunden geführt hat. Zudem konnte mit diesem Projekt die langfristige Kostenbasis im Infrastrukturbereich gesenkt werden.
Systemkonsolidierung erfolgreich gestartet
ecotel migriert gegenwärtig seine IT-Systemlandschaft von vier Bestandssystemen auf ein System. Mittlerweile konnten zwei Systemmigrationen durchgeführt und zwei IT-Systeme abgeschaltet werden, bis Mitte 2011 wird die Systemkonsolidierung auf ein IT-System abgeschlossen sein.
Einführung neuer Mobilfunkprodukte
Mit der Einführung des Produkts "AllnetFlat Mobile" wurde das Mobilfunk-Produktportfolio um ein attraktives Flatrate-Produkt erweitert, bei der die Verbindungen ins Internet, ins Festnetz und zu allen anderen deutschen Mobilfunknetzen (Deutsche
Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus) in die Flatrate eingeschlossen sind. Das Produkt AllnetFlat Mobile wird in Paketen mit wahlweise drei, fünf oder zehn SIM-Karten vertrieben, die Kosten je SIM-Karte bewegen sich abhängig von der Paketgröße zwischen 30 EUR und 50 EUR. Der Kunde hat somit volle Transparenz, Kostenkontrolle und Planungssicherheit bei seinen Mobilfunkkosten.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
1. ERTRAGSLAGE
2010 wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 98,3 Mio. EUR erzielt (Vorjahr: 98,7 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus entspricht dies einem Umsatzanstieg von 6,1 Mio. EUR bzw. einem Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1 % von 22,7 Mio. EUR auf 22,9 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus erhöhte sich der Rohertrag um 0,7 Mio. EUR bzw. um 3 %. Die Rohertragsmarge blieb verglichen mit dem Vorjahreszeitraum konstant bei 23 %.
Rückläufi ge Umsätze bei steigender Marge im Geschäftskundensegment
Der Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 46 % (Vorjahr: 49 %) an den Gesamterlösen und einen Anteil von 76 % (Vorjahr: 79 %) am Rohertrag der ecotel Gruppe. Der Umsatz im Geschäftskundensegment betrug 44,8 Mio. EUR verglichen mit 48,2 Mio. EUR im Vorjahr. Der Umsatzrückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist auf den weiterhin anhaltenden Kundenverlust beim klassischen Preselection-Geschäft zurückzuführen, welcher 2010 noch nicht ausreichend durch Neugeschäfte mit Vollanschlüssen und Mobilfunkprodukten kompensiert werden konnte. Der Rohertrag lag 2010 bei 17,5 Mio. EUR – nach 17,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Rohertragsmarge erhöhte sich verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 37 % auf 39 %.
Wachsendes Geschäft im Wiederverkäufersegment
Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 39 % (Vorjahr: 35 %) zu den Gesamterlösen und mit 6 % (Vorjahr: 6 %) zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 13 % von 34,4 Mio. EUR auf 38,7 Mio. EUR, der Rohertrag betrug ähnlich wie im Vorjahr 1,3 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohertragsmarge von 3 %.
Anhaltendes Wachstum im Bereich New Business
Der Geschäftsbereich New Business trug mit 15 % (Vorjahr: 16 %) zu den Gesamterlösen und mit 18 % (Vorjahr: 16 %) zum gesamten Rohertrag bei. Unter Berücksichtigung des um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveaus erhöhten sich die New-Business-Umsätze um 54 % von 9,6 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR, der Rohertrag erhöhte sich von bereinigt 3,1 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer Rohmarge von 28 %.
Niedrigerer Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Personalaufwand reduzierte sich 2010 leicht um 0,1 Mio. EUR von 9,6 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl aller konsolidierten Gesellschaften erhöhte sich auf 206 (Vorjahr: 193).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht von 9,8 Mio. EUR auf 9,7 Mio. EUR.
Gleiches EBITDA wie im Vorjahr, positives EBIT und Konzernergebnis
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 2010 wie im Vorjahr 4,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 5,0 %.
Die planmäßigen Abschreibungen reduzierten sich 2010 von 4,0 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR. Hiervon entfallen 0,6 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von Kundenstämmen der übernommenen Unternehmen. Hinzu kommen 0,1 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen von Anlagevermögen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 1,5 Mio. EUR, nach -2,2 Mio. EUR im Vorjahr.
Das Finanzergebnis betrug 2010 -0,7 Mio. EUR nach -0,1 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2009. Es umfasst Aufwendungen für Zinsen in Höhe von 0,5 Mio. EUR sowie eine Verlustverrechnung des Gesellschafterdarlehens gegen die mvneco GmbH in Höhe von 0,2 Mio. EUR.
Der Steueraufwand für 2010 lag bei 0,4 Mio. EUR. Das Konzernergebnis 2010 nach Anteilen Fremder betrug 0,1 Mio. EUR, nach -2,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,02 EUR versus -0,57 EUR im Vorjahr.
2. FINANZLAGE
Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2010 betrug 5,3 Mio. EUR, verglichen mit 6,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das Working Capital (Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten) blieb konstant.
Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit 2010 betrug -1,8 Mio. EUR nach -3,6 Mio. EUR im Vorjahr. Er setzt sich im Wesentlichen zusammen aus Investitionen von 0,5 Mio. EUR in Softwarelizenzen und eigenentwickelte Software sowie Investitionen von 1,2 Mio. EUR für Server-, Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Dem stehen Einzahlungen aufgrund der Erstkonsolidierung der carrier-services.de GmbH, Einzahlungen aus Anlagenabgängen sowie Zinseinzahlungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR entgegen.
Der Cashfl ow aus Finanzierungstätigkeit lag 2010 bei -4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) und setzt sich aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 3,5 Mio. EUR, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. EUR und Zinsauszahlungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR zusammen.
Der Bestand des Finanzmittelfonds hat sich von
7,1 Mio. EUR Anfang 2010 auf 6,1 Mio. EUR Ende 2010 um 1,0 Mio. EUR verringert.
ecotel hat eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2010 1,9 Mio. EUR als Aval genutzt und somit 1,0 Mio. EUR noch offen.
Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpfl ichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.
3. VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2010 48,8 Mio. EUR, was einer Reduktion um 7 % gegenüber 52,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2009 entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch die Abschreibungen in Höhe von insgesamt 3,5 Mio. EUR sowie die Tilgung der Finanzkredite bedingt.
Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 6 % von 28,8 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR. Der Goodwill beträgt 12,1 Mio. EUR. Der Wert der Kundenbeziehungen verringerte sich aufgrund der laufenden Abschreibungen von 4,5 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) reduzierten sich von 16,8 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR.
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 2 % von 19,6 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR. Somit erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 37 % Ende 2009 auf 41 % Ende 2010. Die langfristigen Rückstellungen und Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich von 14,1 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR. Davon entfallen 0,1 Mio. EUR auf latente Ertragsteuern. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich aufgrund der Abschlusstilgung des Investitionsdarlehens in Höhe von 4,6 Mio. EUR Ende 2011 von 19,0 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrugen unter Berücksichtigung des eigenkapitalnahen Charakters der KfW-Nachrangtranche (2,5 Mio. EUR) 4,6 Mio. EUR, was einer Reduktion um 2,8 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr entspricht.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2010.
Risikobericht
1. RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM
Zur frühzeitigen Identifi zierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.
Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifi zierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.
Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifi zierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifi kation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifi zierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifi ziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten.
Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfl uss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifi zieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.
2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, fi nanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.
Operative Risiken
Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Provisionierung, Rechnungsstellung, Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung.
Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbar-
keit von Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Durch das "Projekt Netmig" konnte das Risiko eines Ausfalls der Backbone Infrastruktur praktisch eliminiert werden. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der Vermittlungstechnik sind dadurch minimiert, dass nur der internationale B2B- sowie der Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert wird und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Für den Mobilfunkverkehr besteht ein Fallback-Szenario, dass bei einem Ausfall des eigenen Netzes der Verkehr über das Netz des Vorlieferanten geroutet wird. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen des nacamar-Media-Delivery-Netzwerks wurden 2010 die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeiten vollständig dupliziert.
Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur werden kontinuierliche Modernisierungs- und Wartungsmaßnahmen durchgeführt. Potenzielle Risiken liegen in externen Kapazitätsengpässen bei der Stromversorgung des Rechenzentrums in Frankfurt am Main, welche möglicherweise zu Behinderungen beim künftigen Kundenwachstum führen können. Der Fokus von Ausbaumaßnahmen des Rechenzentrums 2011/2012 liegt daher weiterhin in der Kapazitätserweiterung der Stromversorgung und der Schaffung weiterer Redundanzen im Bereich der Notstromversorgung.
Weitere operative Risikofaktoren sind die Schnittstellen zur einheitlichen Auftragserfassung und -bearbeitung mit der DTAG (WITA) sowie Vodafone. Während die WITA-Schnittstelle 2010 nicht fehlerfrei funktionierte, wird die Schnittstelle mit Vodafone aufgrund einer systemseitigen Verzögerung voraussichtlich erst im zweiten Quartal 2011 in Betrieb genommen. Beide Umstände führten im Berichtszeitraum zu erheblichen Behinderungen bei
der Auftragsabwicklung und somit zu Kunden- und Partnerunzufriedenheit.
Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte im Bereich der Anschlussübernahme dadurch gemindert werden, dass ecotel die Anschlussübernahme über die DTAG nur noch in sogenannten Off-Net-Gebieten einsetzt, in denen alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) kein eigenes Netz besitzen (ca. 30 % der Deutschen Geschäftskunden). Da mittlerweile DSL Anschlüsse im Rahmen der Anschlussübernahme nur gegen ein zusätzliches Entgelt und signifi kante Mehraufwände von der DTAG übernommen werden können, setzt ecotel auf eine neue Lösung mit direkter Bestellung von Standalone-DSL-Anschlüssen. Diese können zukünftig als Basis für eine Migration auf eine Voice-over-IP-Lösung der ecotel genutzt werden.
ecotel hat inzwischen einen größeren Teil seiner Bestandskundenbasis auf Vollanschlüsse alternativer Vorlieferanten migriert. Da Migrationen typischerweise mit Risiken behaftet sind (z.B. Prozessund Schnittstellenprobleme), kann es im Rahmen der Migration unter ungünstigen Umständen zu einer erhöhten Wechselbereitschaft von Kunden kommen, was die Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig schädigen könnte. Bisher blieben höhere Wechselquoten bei der Kundenbasis aus.
Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.
Gegenwärtig läuft eine gegen die nacamar GmbH eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware-Equipment. Der Streitwert beträgt 166 TEUR. ecotel hält den Ausgang des Klageverfahrens für offen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.
Im Rahmen der Akquisitionsfi nanzierungen hat ecotel mit den fi nanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifi kante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refi nanzierung erzielt werden können. Bei zwei der drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL: >25 %; IST: 40 %), Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: 1,0)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Beim dritten Covenant (EBITDA gemäß Covenant Vereinbarung / Umsatzerlöse (SOLL: >5 %; IST: 4,7 %)) hat ecotel 2010 den vereinbarten Schwellenwert im Rahmen einer temporären Covenant-Anpassung erreicht. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2011 alle Covenant-Schwellenwerte eingehalten werden.
ecotel verfügte zum Jahresende 2010 über liquide Mittel in Höhe von 6,1 Mio. EUR. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 4,6 Mio. EUR (nach 7,4 Mio. EUR im Vorjahr) und liegen damit unterhalb des EBITDA aus 2010. In 2011 muss neben der laufenden Darlehenstilgung in Höhe von 3,6 Mio. EUR zum Jahresende 2011 auch die letzte Tranche eines Investitionsdarlehens in Höhe von 4 Mio. EUR getilgt werden. Grundsätzlich können diese Tilgungen aus dem bestehenden Finanzmittelfonds, den laufenden Cashfl ows sowie der bestehenden Kreditlinie getilgt werden. Um jedoch die Auswirkungen auf die Liquiditätspuffer des Unternehmens gering zu halten, plant ecotel eine Refi nanzierung
dieser endfälligen Tranche. Ein Kreditinstitut hat bereits Bereitschaft signalisiert, diese Refi nanzierung bereitzustellen. Abgesehen davon geht die Gesellschaft davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufl uss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen, um die weitere Unternehmensstrategie zu fi nanzieren und gleichzeitig die Nettoverschuldung zu reduzieren. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hält ecotel eine Betriebsmittellinie von 2,9 Mio. EUR. Davon waren Ende 2010 1,9 Mio. EUR als Avallinie genutzt und somit 1,0 Mio. EUR noch offen.
Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für einen Großteil der ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps abgeschlossen hat.
Strategische Risiken
Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.
Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für wesentliche Produkte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird.
Ein strategisches Risiko ist weiterhin die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis, der noch nicht ausreichend durch eigene Neuprodukte kompensiert werden konnte. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, kann dies auch signifi kante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.
ecotel, mvneco und nacamar versorgen neben einer Vielzahl von mittelständischen Geschäftskunden auch einzelne Großkunden mit Telekommunikations-, Mobilfunk- und Streaming-Dienstleistungen. Es besteht das Risiko, dass ecotel Unternehmen im Jahr 2011 und den Folgejahren neben kleineren Kunden auch Großkunden an Wettbewerber verlieren könnten.
Risiken des Marktumfelds
Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.
Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.
Bei einem Tochterunternehmen der ecotel besteht das Risiko, dass bei einem Vorlieferanten der Geschäftsbetrieb möglicherweise nicht aufrechterhalten werden kann. Hier muss möglicherweise kurzfristig auf eine alternative Technologielösung zurückgegriffen werden, um Schaden vom eigenen Unternehmen abwenden zu können.
Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.
Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative geschäftsrelevante Änderungen herbeiführen.
Gesamtrisiko kalkulierbar
Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifi zierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass ecotel auch 2011 durch das fl exible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.
3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.
Vermarktung von Vollanschlüssen an Bestandskunden und Neukunden
ecotel hat inzwischen mehr als 20.000 Sprachanschlüsse und 10.000 DSL-Datenanschlüsse vermarktet. Bis 2009 bezog ecotel die Sprachanschlüsse fast ausschließlich von der Deutschen Telekom, erhielt hierfür jedoch keine Vergünstigungen z.B. in Form von Großhandelsrabatten. Beim Einkauf insbesondere der Sprach-, aber auch der Datenanschlüsse über alternative Lieferanten wie Vodafone und Versatel bezieht ecotel diese zu attraktiven Großhandelskonditionen. Zudem entfallen die Kosten für die Zuführung des Sprachverkehrs, da die Zuführung im jeweiligen TNB-Netz erfolgt. Die deutschlandweite Verfügbarkeit der alternativen Vorlieferanten beträgt mehr als 70 %. Unter Berücksichtigung von Verhinderungsgründen, z.B. bei Anschlüssen für Alarmanlagen, Brandmeldeanlagen und Faxgeräte dürften demnach mehr als die Hälfte der Anschlüsse potenziell migrierbar sein. Darüber hinaus werden vom Vertrieb sukzessiv Produktwechsel bei Preselection-Bestandskunden auf Vollanschlussprodukte durchgeführt. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie bessere Einkaufskonditionen der Verbindungsentgelte kann ecotel die Margensituation erheblich verbessern. Gleichzeitig bilden die neuen Vollanschlüsse für ecotel die Basis für wettbewerbsfähige Produkte und für eine neue Wachstumsperspektive. ecotel plant, bis Mitte 2011 die Migration der verfügbaren und geeigneten Bestandskunden auf die Netze der alternativen Vorlieferanten abgeschlossen zu haben.
Verbesserung der Kostenbasis durch niedrigere Mobilfunk-Terminierungsentgelte
Am 24. Februar 2011 gab die Bundesnetzagentur ihre endgültigen Entgeltgenehmigungen für die Mobilfunkterminierung bekannt, die ab 1. Dezember 2010 gültig sind und bis 30. November 2012 Bestand haben. Die daraus resultierende Halbierung der Mobilfunkterminierungsentgelte erhöht einerseits die Profi tabilität der ecotel und führt andererseits dazu, dass ecotel Neuprodukte zu attraktiven Konditionen vermarkten und Bestandskunden über Rabatte besser an sich binden kann.
Vermarktung von Festnetz-/Mobilfunk-Konvergenzprodukten
Seit 2010 vermarktet ecotel an Geschäftskunden integrierte Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen und nahm damit eine Vorreiterfunktion im Markt ein. Aktuell bietet ecotel mit der "AllesDrin-Flat" als einer der ersten Anbieter im Markt eine Flatrate für Gespräche in alle Netze, egal ob vom Festnetzanschluss oder vom Handy ̶ unbegrenzte Internetnutzung und Datenübertragung, egal ob per DSL oder mobil mit dem Smartphone. Diese neue Transparenz bei voller Kostenkontrolle und Planungssicherheit der Kommunikationskosten für Geschäftskunden ermöglicht ecotel weiteres Potenzial für Umsatzwachstum, insbesondere bei kleineren Geschäftskunden. Zusätzlich plant ecotel, sein existierendes Mobilfunk-Leistungsangebot noch um ein D-Netz-Produkt (Vodafone, T-Mobile) zu ergänzen, um seinen Kunden ein abgerundetes und für mobile Breitbanddienste attraktives Angebot präsentieren zu können.
Neue Marktentwicklungen in den Bereichen Cloud Computing und Hosted PBX
Ein wichtiges Trendthema der Telekommunikation ist die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Hosted PBX / IP Centrex). Hinzu kommen das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT und die Verlagerung von IT-Infrastrukturen (z.B. Rechenkapazität, Datenspeicher-, Softwareund Programmierumgebungen) vom Endnutzer hinein ins Datennetz. Machbar wurde diese Veränderung erst durch die fl ächendeckende Verfügbarkeit von breitbandigen Internetzugängen. ecotel beobachtet aufmerksam diese Entwicklungen und sieht sich insbesondere als ITK-Ausrüster mit standardisierten "Rundum-sorglos" ecotel-Offi ce-Paketen für die SME-Zielgruppe (1-20 Arbeitsplätze) gut positioniert. Der wachsende Bereich der Datendienste bietet hierfür die beste Grundlage.
Vermarktung von neuen Privatkundenprodukten
Die easybell GmbH hat 2010 erfolgreich weitere Geschäftsfelder aufgebaut, welche den Rückgang im klassischen Dial-in-Geschäft ausgeglichen haben. Mit der Vermarktung der Call-by-Call-Rufnummern "01028" und "010010" stieg die easybell GmbH innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten und bekanntesten Call-by-Call-Anbieter in Deutschland auf. Zudem bietet easybell seinen Kunden entbündelte Anschlussprodukte für Sprache und DSL (Double Play) an und fl ankiert diese seit 2010 auch mit eigenen Mobilfunkangeboten (Triple Play). Neue Features wie Fax-to-Mail (weltweiter Fax-Empfang per E-Mail) komplettieren das Angebot.
Weiteres Wachstum des New-Media-Geschäfts der nacamar GmbH
Der Markt für Audio-/Video-Anwendungen im Internet, in welchem die nacamar GmbH tätig ist, gehört zu den stärksten Wachstumsfeldern im ITK-Marktsegment (IT + Telekommunikation). Großkunden wie die ZDF-Mediathek bildeten die Basis für den weiteren Ausbau des Media-Delivery-Netzwerks (MDN) der nacamar GmbH. Die hochmoderne Server-Farm-Infrastruktur zusammen mit einem erneuerten Backoffi ce/Kundenportal schaffen eine gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum in den nächsten Jahren. Neben den klassischen Standbeinen Audio- und Video-Streaming sowie Werbung hat nacamar mit seiner Video-Asset-Management-Lösung "medianac" ein weiteres attraktives B2B-Geschäftsfeld für die Zukunft erschlossen.
Effi zienzsteigerungen der internen und externen Geschäftsprozesse
Der Abschluss der Systemkonsolidierung auf ein IT-System bis Mitte 2011 sowie die Inbetriebnahme der Provisionierungsschnittstelle mit Vodafone wird zu einer effi zienteren Auftragsbearbeitung und Auftragsabwicklung führen. Gleichzeitig verbessert sich der Kunden-Support. Weitere Effi zienzsteigerungseffekte erwarten wir uns von der Optimierung der Rechnungsstellungsprozesse und der Weiterentwicklung des ecotel Kunden- und Partnerportals. Zudem werden zukünftig weitere Prozesse papierlos ablaufen.
4. HINWEISE ZU PROGNOSEN
Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel-Gruppe liegen, beeinfl usst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel Gruppe wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.
Prognosebericht
Steigerung der Profi tabilität und EBITDA-Marge
Die Verbesserung der Kostenbasis durch die Migration von Bestandskunden auf Vollanschlüsse alternativer Vorlieferanten und die niedrigeren Mobilfunk-Terminierungsentgelte einerseits sowie die Optimierung der internen und externen Geschäftsprozesse andererseits ermöglicht es ecotel, die Profi tabilität des Unternehmens mittelfristig signifi kant zu steigern. Das Management verfolgt das Ziel, die EBITDA-Marge bis 2013 von aktuell 5 % in einen zweistelligen Prozentbereich zu führen.
Weitere Reduktion der Nettofi nanzverbindlichkeiten
Für 2011 strebt die Gesellschaft an, die Nettofi nanzverbindlichkeiten auf unter 3 Mio. EUR zu senken. Für Ende 2012 plant das Unternehmen, die Nettofi nanzverbindlichkeiten auf null zu reduzieren
Prognose 2011 und 2012
Für 2011 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von ca. 90 Mio. EUR. Das Unternehmen geht derzeit davon aus, dass der Umsatz des margenschwachen Wholesale-Geschäfts aufgrund der Reduzierung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte im Jahr 2011 erheblich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen wird. Gleichzeitig rechnet ecotel aufgrund des neuen Umsatzmixes sowie der neuen Kostenstruktur für 2011 mit einer signifi kanten Steigerung der Profi tabilität und plant einen EBITDA von 5,5 bis 6,5 Mio. EUR.
Für 2012 erwartet das Unternehmen bei konstanten Umsätzen eine Steigerung der EBITDA-Marge auf 8 %.
Erklärungen
Erklärung zur Unternehmensführung
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (www.ecotel. de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, den 25. März 2011 ecotel communication ag
Der Vorstand Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis
Konzern-Bilanz
zum 31. Dezember 2010
| Aktiva | Angaben in EUR | (Anhang) | 31.12.2009 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||||
| I. | Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte | (1) | 19.758.791,64 | 18.501.999,45 | |
| II. Sachanlagen | (2) | 6.305.178,23 | 5.860.123,80 | ||
| III. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen | (3) | 1.602.490,63 | 1.523.272,09 | ||
| IV. Sonstige Finanzanlagen | (3) | 219.529,19 | 112.000,00 | ||
| V. Langfristige Forderungen | (4) | 171.275,01 | 521.674,29 | ||
| VI. Latente Ertragsteueransprüche | (7) | 775.339,01 | 537.390,46 | ||
| Summe langfristige Vermögenswerte | 28.832.603,71 | 27.056.460,09 | |||
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| I. | Vorräte | (5) | 107.297,91 | 133.698,55 | |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (6) | 14.726.109,55 | 14.391.255,89 | ||
| III. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | (6) | 1.745.051,74 | 817.722,63 | ||
| IV. Tatsächliche Ertragsteueransprüche | (7) | 222.743,79 | 222.743,79 | ||
| V. Finanzmittel | (8) | 7.071.935,85 | 6.133.176,51 | ||
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 23.873.138,84 | 21.698.597,37 | |||
| Summe Aktiva | 52.705.742,55 | 48.755.057,46 |
| Passiva | Angaben in EUR | (Anhang) | 31.12.2009 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | |||||
| I. | Gezeichnetes Kapital | (9) | 3.752.500,00 | 3.752.500,00 | |
| II. Kapitalrücklage | (9) | 17.602.454,58 | 1.661.096,69 | ||
| III. Sonstige Rücklagen | -2.078.362,24 | 13.974.231,78 | |||
| Summe Konzernaktionären zustehendes Eigenkapital |
19.276.592,34 | 19.387.828,47 | |||
| IV. Anteile anderer Gesellschafter | (9) | 314.233,94 | 585.190,90 | ||
| Summe Eigenkapital | 19.590.826,28 | 19.973.019,37 | |||
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
|||||
| I. | Latente Ertragsteuern | (10) | 852.910,26 | 792.328,39 | |
| II. Langfristige Darlehen | (11) | 12.750.000,00 | 5.331.604,17 | ||
| III. Sonstige Finanzschulden | (11) | 473.766,82 | 69.913,17 | ||
| Summe langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
14.076.677,08 | 6.193.845,73 | |||
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
|||||
| I. | Tatsächliche Ertragsteuern | (10) | 18.603,26 | 351.854,69 | |
| II. Finanzschulden | (11) | 3.963.256,81 | 7.918.409,12 | ||
| III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (11) | 14.077.264,19 | 12.801.971,24 | ||
| IV. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen |
(11) | 115.793,42 | 130.797,79 | ||
| V. Sonstige Verbindlichkeiten | (11) | 863.321,51 | 1.385.159,52 | ||
| Summe kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
19.038.239,19 | 22.588.192,36 | |||
| Summe Passiva | 52.705.742,55 | 48.755.057,46 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
für das Geschäftsjahr 2010
| Angaben in EUR | (Anhang) | 01.01.-31.12. 2009 |
01.01.-31.12. 2010 |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | (14) | 98.698.796,43 | 98.314.011,76 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | (15) | 1.131.734,48 | 1.045.276,34 |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 469.511,82 | 116.812,78 | |
| 4. | Gesamtleistung | 100.300.042,73 | 99.476.100,88 | |
| 5. | Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | (16) | -75.963.307,99 | -75.369.415,34 | |
| 6. | Personalaufwand | (17) | ||
| 6.1 Löhne und Gehälter | -8.391.866,01 | -8.242.959,50 | ||
| 6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung |
-1.217.384,28 | -1.235.132,51 | ||
| 7. Planmäßige Abschreibungen | (18) | -3.922.655,84 | -3.238.395,12 | |
| 8. Außerplanmäßige Wertminderungen | (18) | |||
| 8.1 von langfristigen Vermögenswerten | (18) | -2.953.049,89 | -135.812,55 | |
| 8.2 von kurzfristigen Vermögenswerten | (18) | -216.002,61 | -85.004,17 | |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (19) | -9.785.917,59 | -9.702.968,32 | |
| 10. Betriebliches Ergebnis (EBIT) | -2.150.141,48 | 1.466.413,37 | ||
| 11. Finanzerträge | 2.209.052,76 | 139.638,07 | ||
| 12. Finanzaufwendungen | -1.388.658,60 | -670.432,64 | ||
| 13. Ergebnis aus den nach Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen |
-910.297,61 | -205.117,08 | ||
| 14. Finanzergebnis | (20) | -89.903,45 | -735.911,65 | |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig- keit vor Ertragsteuern |
-2.240.044,93 | 730.501,72 | ||
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (21) | -31.369,42 | -392.168,65 | |
| 17. Konzernergebnis (= Konzerngesamtergebnis) | -2.271.414,35 | 338.333,07 | ||
| 18. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | (22) | 116.765,56 | -281.871,36 | |
| 19. Den Aktionären der ecotel communication ag zustehendes Konzernergebnis |
-2.154.648,79 | 56.461,71 | ||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | (23) | -0,57 | 0,02 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (23) | -0,57 | 0,02 |
Konzern-Kapitalfl ussrechnung
für das Geschäftsjahr 2010
| Angaben in EUR | (Anhang) | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern | (24) | -2.240.044,93 | 730.501,72 |
| und vor Anteilen Fremder Zinsergebnis |
(24) | 667.597,51 | 455.044,88 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | (24) | 7.091.708,29 | 3.425.336,86 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens | (24) | 0,00 | 85.004,17 |
| Ergebnis aus den nach Equity-Methode bewerteten | |||
| Unternehmen | (24) | 910.297,61 | 205.117,08 |
| Cashfl ow | 6.429.588,48 | 4.901.004,71 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) |
(24) | 299.397,41 | 43.860,00 |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens |
(24) | 12.482,01 | -9.331,32 |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus Lieferun gen und Leistungen |
(24) | -337.586,08 | 1.792.080,86 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte |
(24) | -82.245,10 | 770.121,18 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen |
(24) | 157.404,37 | -2.874.444,46 |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) |
(24) | 60.722,54 | 531.798,47 |
| Gezahlte (-) / erhaltende (+) Ertragsteuern | (24) | -434.167,89 | 115.924,00 |
| Mittelzufl uss aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.105.565,74 | 5.271.013,44 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sach- und immateriellem Anlagevermögen |
(24) | 0,00 | 21.891,85 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immateriel le Anlagevermögen |
(24) | -3.639.435,77 | -1.666.495,91 |
| Einzahlung aus dem Verkauf von Finanzanlagen | (24) | 135.761,15 | 0,00 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanz anlagevermögen |
(24) | -149.700,00 | -20.016,80 |
| Veränderungen aufgrund der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen |
(24) | 0,00 | 233.271,15 |
| Auszahlungen an nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen |
(24) | 0,00 | -350.399,28 |
| Zinseinzahlungen | (24) | 32.545,83 | 31.328,71 |
| Mittelabfl uss aus Investitionstätigkeit | -3.620.828,79 | -1.750.419,66 | |
| Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzkrediten | (24) | 5.587.090,00 | 0,00 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | (24) | -3.681.172,14 | -3.790.060,21 |
| Zinsauszahlungen | (24) | -784.871,06 | -669.292,91 |
| Mittelab-/-zufl uss aus Finanzierungstätigkeit | 1.121.046,80 | -4.459.353,12 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands |
3.605.783,75 | -938.759,34 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 3.466.152,10 | 7.071.935,85 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 7.071.935,85 | 6.133.176,51 | |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Angaben in TEUR Anhang (9) |
Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2009 | 3.900 | 17,914 |
| Veränderung durch Beteiligungszu- und -verkäufe | 0 | 0 |
| Rückerhalt eigene Aktien | -148 | -390 |
| Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH | 0 | 0 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen |
-148 | -390 |
| Aktienoptionsplan | 0 | 79 |
| Konzernergebnis 2009 | 0 | 0 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen |
0 | 79 |
| Stand am 31. Dezember 2009 | 3.752 | 17.603 |
| Veränderung durch Erstkonsolidierung | 0 | 0 |
| Umgliederung aufgrund EAV easybell GmbH | 0 | 0 |
| Entnahme Kapitalrücklage ecotel communication ag | 0 | -15.985 |
| Umbuchung Vorjahresergebnis | 0 | 0 |
| Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen |
0 | -15.985 |
| Aktienoptionsplan | 0 | 44 |
| Konzernergebnis 2010 | 0 | 0 |
| Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen |
0 | 44 |
| Stand am 31. Dezember 2010 | 3.752 | 1.662 |
| Gewinnrücklagen | den Aktionären der | |||
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Gewinnrücklagen |
Konzernergebnis | ecotel communication ag zuzurechnendes Eigenkapital |
Anteile anderer Gesellschafter |
Summe |
| 4.235 | -4.188 | 21.861 | 594 | 22.455 |
| 0 | 0 | 0 | -134 | -134 |
| 0 | 0 | -538 | 0 | -538 |
| 29 | 0 | 29 | -29 | 0 |
| -4.188 | 4.188 | 0 | 0 | 0 |
| -4.159 | 4.188 | -509 | -163 | -672 |
| 0 | 0 | 79 | 0 | 79 |
| 0 | -2.154 | -2.154 | -117 | -2.271 |
| 0 | -2.154 | -2.075 | -117 | -2.192 |
| 76 | -2.154 | 19.277 | 314 | 19.591 |
| -21 | 0 | -21 | 21 | 0 |
| 32 | 0 | 32 | -32 | 0 |
| 15.985 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -2.154 | 2.154 | 0 | 0 | 0 |
| 13.842 | 2.154 | 11 | -11 | 0 |
| 0 | 0 | 44 | 0 | 44 |
| 0 | 56 | 56 | 282 | 338 |
| 0 | 56 | 100 | 282 | 382 |
| 13.918 | 56 | 19.388 | 585 | 19.973 |
Konzernanhang der ecotel communication ag
Grundlagen bei der Rechnungslegung ALLGEMEINE ANGABEN
Die ecotel communication ag ist ein in Deutschland (Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf) ansässiges Unternehmen und hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen in drei Geschäftsbereichen spezialisiert.
Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet der ecotel Konzern mittelständischen Unternehmen sowie Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mo-bilfunklösungen als Komplettpaket aus einer Hand an. Deutschlandweit versorgt ecotel ca. 30.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.
Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet die ecotel Gruppe Vorprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter. Über moderne Enabling- und Vermittlungs-Plattformen erhalten diese Zugriff auf das gesamte Produktportfolio der ecotel Gruppe, beispielsweise entbündelte Teilnehmer- und Breitbandanschlüsse oder Mobilfunklösungen. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden". Neben dem Wholesale Geschäft der ecotel communication ag sind die i-cube GmbH und mvneco GmbH diesem Bereich zugeordnet.
Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Hierzu gehören unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft. Zudem hält ecotel einen Minderheitsanteil an der PPRO GmbH, einer Gesellschaft, die im Bereich der Internet-basierten Zahlungssysteme aktiv ist.
Unter Beachtung von § 315a Abs. 1 HGB werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.
Der International Accounting Standards Board (IASB) hat eine Reihe von Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS verabschiedet, die seit dem 1. Januar 2010 verpfl ichtend anzuwenden sind. Die nachfolgenden, erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine wesentlichen oder mangels relevanter Sachverhalte gar keine Auswirkungen auf den ecotel Konzernabschluss:
- Änderungen an IFRS 1 Änderungen in Bezug auf Vermögenswerte des Öl- und Gasbe reichs und Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält
- Änderung des IFRS 2 Änderungen in Bezug auf in bar erfüllte anteilsbasierte Vergütungen im Konzern
- Änderungen des IAS 28 und IAS 31 Folgeänderungen aus den Änderungen an IFRS 3
- Änderungen des IAS 39 Änderungen hinsichtlich zulässiger Grundgeschäfte sowie einge betteter Derivate bei Umklassifi zierung fi nanzieller Vermögenswerte
• Diverse Verbesserungen der IFRS (Improvement Projects) hinsichtlich IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" IFRS 8 "Geschäftssegmente" IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" IAS 7 "Aufstellung über die Zahlungsströme" IAS 17 "Leasingverhältnisse" IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" IFRIC 9 "Erneute Beurteilung eingebetteter Derivate" IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" IFRIC 17 – Sachausschüttungen an Eigentümer IFRIC 18 – Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden
Änderung des IFRS 3 – Umfassende Überarbeitung zur Anwendung der Erwerbsmethode sowie Folgeänderungen des IAS 27 aus den Änderungen an IFRS 3:
Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse (IFRS 3 (2008)), und IAS 27, Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (IAS 27 (2008)), die im Geschäftsjahr 2009 von der EU übernommen wurden. Die überarbeiteten Standards sind verpfl ichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, und werden grundsätzlich ab dem Geschäftsjahr 2010 inklusive entsprechender Anpassungen in IFRS 2, IFRS 7 und IAS 39 angewendet.
In IFRS 3 (2008) wird die Anwendung der Akquisitionsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach der Neuregelung kann die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifi zierbaren Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung zum Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen. Eine Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Wesentliche Änderungen des IAS 27 (2008) betreffen die Bilanzierung von Transaktionen ohne Kontrollübergang sowie Transaktionen mit Kontrollwechsel. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungswechsels hingegen zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Nach dem überarbeiteten Standard ist bei nicht beherrschenden Anteilen der Ausweis von Negativsalden zulässig, da sowohl Gewinne als auch Verluste zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet werden.
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag wurden noch nicht vollständig analysiert, so dass die zu erwartenden Effekte, wie sie am Fuße der Tabelle dargestellt sind, lediglich eine erste Einschätzung darstellen.
| Standard/ Interpretation |
FN | Anzuwenden für Geschäftsjahre ab |
Geplante erstmalige Anwendung ab |
|
|---|---|---|---|---|
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Änderung in Bezug auf Ausnahmen von den Angabepfl ichten des IFRS |
1 | 1. Juli 2010 | 1. Januar 2011 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Änderung in Bezug auf feste Zeitpunkte in der Ausnahme für Ausbuchungen |
1,3 | 1. Juli 2011 | 1. Januar 2012 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – Änderung in Bezug auf ausgeprägte Hochinfl ation |
1,3 | 1. Juli 2011 | 1. Januar 2012 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben – Änderungen zur Verdeutlichung offenzu- legender Anhangangaben |
1,3 | 1. Januar 2011 | 1. Januar 2011 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben – Änderungen zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von fi nanziellen Vermögenswerten |
1,3 | 1. Juli 2011 | 1. Januar 2012 |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente – Klassifi zierung und Bewertung |
1,3 | 1. Januar 2013 | 1. Januar 2013 |
| IAS 12 | Ertragsteuern – begrenzte Änderung in Bezug auf die Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte |
1 | 1. Januar 2012 | 1. Januar 2012 |
| IAS 24 | Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen (überarbeitete Defi nition der nahestehenden Unternehmen und Personen) |
1 | 1. Januar 2011 | 1. Januar 2011 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Ausweis (überarbeitet) – Änderungen in Bezug auf die Klassifi - zierung von Bezugsrechten |
1 | 1. Februar 2010 | 1. Januar 2011 |
| IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsver- pfl ichtungen und ihre Wechselwirkung – Änderungen vom November 2009 hinsichtlich freiwilliger Vorauszahlungen |
1 | 1. Januar 2011 | 1. Januar 2011 | |
| IFRIC 19 Tilgung fi nanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente |
1 | 1. Juli 2010 | 1. Januar 2011 | |
| Diverse Improvements to IFRSs | 1,3 | diverse | 1. Januar 2011 |
FN
1 Es werden keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet.
2 Es werden vor allem zusätzliche/modifi zierte Anhangangaben zum Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet.
3 Verlautbarung des IASB/IFRIC wurde noch nicht von der EU übernommen.
Neben der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung werden eine Kapitalfl ussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Das Geschäftsjahr der ecotel communication ag und ihrer voll konsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend EURO (TEUR) angegeben.
Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird voraussichtlich am 28. März 2011 durch den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifi zierbaren Nettovermögens durchgeführt (IFRS 3). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge werden sofort ertragswirksam vereinnahmt. Im Rahmen der Entkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der negativen Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.
Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und insofern in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden mit einer Ausnahme zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich, werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.
KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: bis auf zwei) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das ukrainische Tochterunternehmen Phase Five R&D Ltd. wurde im Vorjahr aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Beteiligung an der Phase Five R&D Ltd. wurde im Geschäftsjahr 2010 veräußert.
Die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte carrier-services.de GmbH wird mit Wirkung zum 1. Januar 2010 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaft wurde zu 100% am 1.7.2007 im Rahmen des Erwerbs der easybell zu einem Kaufpreis von TEUR 56 in bar erworben. Aufgrund der geringfügigen Geschäftstätigkeit wurden für die Erstkonsolidierung die wirtschaftlichen Verhältnisse zum 01.01.2010 zugrunde gelegt. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der carrier-services.de GmbH wiesen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 01.01.2010 die folgenden Buchwerte auf, die mangels vorhandener stiller Reserven auch deren Zeitwerten entsprachen:
| carrier-services.de GmbH Angaben in TEUR |
Buchwert | Anpassungs betrag an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0,0 | 17,3 | 17,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1,1 | 0,0 | 1,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.411,4 | 0,0 | 1.411,4 |
| Liquide Mittel | 233,3 | 0,0 | 233,3 |
| Rückstellungen | -5,0 | 0,0 | -5,0 |
| Sonstige Schulden | -1.599,2 | 0,0 | -1.599,2 |
| Latente Steuern | -2,5 | 0,0 | -2,5 |
| Kaufpreis | 39,1 | 17,3 | 56,4 |
Die Erst- bzw. Entkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Kontrollerwerbs bzw. -verlusts.
Im Berichts- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:
| Anteil | Eigenkapital | Ergebnis | Umsatz | Mitarbeiter1) | |
|---|---|---|---|---|---|
| am Kapital in %2) |
in TEUR2) | in TEUR2) | in TEUR2) | (Durchschnitt)2) | |
| ecotel private GmbH, | 100,0 | 781 | 47 | 31 | 0 |
| Düsseldorf | (100,0) | (579) | (24) | (42) | (0) |
| easybell GmbH, | 50,98 | 446 | 116 | 2.258 | 10 |
| Potsdam | (50,98) | (342) | (61) | (2.738) | (5) |
| carrier-services.de GmbH, Berlin (vorm.: 010010 Telecom GmbH) |
100,0 (100,0) |
130 (33) |
91 (3) |
2.158 (340) |
0 (0) |
| sparcall GmbH, | 100,0 | 474 | 438 | 5.892 | 0 |
| Potsdam | (100,0) | (23) | (-2) | (1.598) | (0) |
| i-cube GmbH, | 50,1 | 79 | -54 | 2.245 | 0 |
| Düsseldorf | (50,1) | (133) | (-3) | (543) | (0) |
| Phase Five R&D Ltd./ Ukraine, Kharkiv (im Geschäftsjahr veräußert) |
100,0 (100,0) |
0 (28) |
0 (1) |
0 (184) |
0 (1) |
| /bin/done digital solutions GmbH (verschmolzen auf ecotel communication ag) |
(100,0) | 0 (29) |
0 (-35) |
0 (227) |
0 (3) |
| toBEmobile GmbH, | 51,03 | 96 | -14 | 16 | 0 |
| Düsseldorf | (51,03) | (27) | (-48) | (102) | (1) |
| nacamar GmbH, | 100,0 | 5.375 | -46 | 4.935 | 17 |
| Düsseldorf | (100,0) | (5.000) | (-690) | (5.223) | (30) |
| ADTG Allgemeine Telefon dienstleistungen GmbH, Düsseldorf (verschmolzen auf ecotel communication ag) |
(100,0) | 0 (22) |
0 (545) |
0 (6.320) |
0 (16) |
| PPRO GmbH, | 11,2 | 308 | 4 | 9.254 | 6 |
| München | (11,2) | (304) | (-33) | (6.543) | (2) |
| mvneco GmbH, | 48,65 | -3.446 | -515 | 2.033 | 9 |
| Düsseldorf | (45,0) | (-2.931) | (-1.465) | (1.466) | (9) |
| synergyPLUS GmbH, | 49,9 | -383 | -276 | 184 | 10 |
| Rathenow | (49,9) | (-107) | (-407) | (23) | (1) |
1) ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende
2) Vorjahreszahlen in Klammern
Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften ist.
Beteiligungserwerbe und -veräußerungen
Im Geschäftsjahr 2010 wurden die bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmen ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH und /bin/done digital solutions GmbH auf die ecotel communication ag zum Stichtag 1. Januar 2010 verschmolzen. Effekte haben sich hieraus im Konzern nicht ergeben. Weiterhin wurden alle Anteile am verbundenen Unternehmen Phase Five R&D Ltd. veräußert.
Die toBEmobile GmbH wird seit 2006 voll konsolidiert. ecotel hält seit dem Erwerb auch zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 unverändert einen Anteil von 51,03 % und verfügt über eine Kaufoption zum Erwerb der Minderheitenanteile von 48,97 %. Die Kaufoption konnte von ecotel frühestens zum 31. Dezember 2008 ausgeübt werden. Der Optionskaufpreis würde in diesem Fall zum Kaufzeitpunkt basierend auf der Summe des Unternehmenswertes zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2010 wurde diese Option von ecotel nicht ausgeübt. Zum 31. Dezember 2010 kann der Option mangels positiver Ergebnisse der toBEmobile GmbH kein wesentlicher Wert beigemessen werden.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinfl usst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften der IFRS bestimmt.
Für den Konzernabschluss wurden zudem die ergänzenden Bestimmungen des § 315a HGB beachtet.
Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter fi nanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die auf den Erwerb oder die Herstellung eines nicht qualifi zierten Vermögenswerts entfallen, werden nicht aktiviert.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufl ießt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.
Forschungskosten werden als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzufl üsse gedeckt werden.
Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Hierbei wird i.d.R. der Nutzungswert unter der Annahme der Unternehmensfortführung ermittelt. Bei konkreten Veräußerungsabsichten wird der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen.
Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:
| Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte | 3 - 5 Jahre |
|---|---|
| Entwicklungskosten | 5 Jahre |
| Software | 3 Jahre |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 7 Jahre |
|---|---|
| ---------------------------------------------------- | ------------- |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.
Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifi zierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen im ecotel Konzern nicht vor.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpfl ichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpfl ichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanz stichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden abgezinst. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schul-den in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Latente Steuern auf körperschaftssteuerliche Verlustvorträge der inländischen Konzerngesellschaften wurden wie im Vorjahr mit 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 13-16 % gerechnet. Diese Sätze wurden entsprechend für die Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen verwendet, soweit sich die Differenzen in der Zukunft umkehren.
Derivative Finanzinstrumente werden in der ecotel Gruppe nur begrenzt und ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf öffentlich notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen fi nanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre Einbuchung erfolgt erstmals am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpfl ichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Die eingesetzten Zinsswap-Kontrakte der ecotel communication ag fallen unter die FinanzinstrumenteKategorie "Zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39.9) und werden bis zu ihrer Ausbuchung im Falle des Auslaufens oder der Ablösung entsprechend ihrer Marktwerte als fi nanzielle Vermögenswerte oder fi nanzielle Schulden bilanziert.
Die Wertpapiere werden zur kurzfristigen Anlage liquider Mittel gehalten und werden der Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Somit erfolgt deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag.
Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden aufgrund mangelnder Verfügbarkeit von Marktpreisen zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel Gruppe betreffen die Kategorie "Kredite und Forderungen". Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspfl ege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten und von Vermögenswerten zugrunde liegenden Parameter. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis
erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.129, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifi ziert.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
(1) Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige imma terielle Vermö genswerte
Entwicklung 2010 Angaben in TEUR Geschäftsoder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Entwicklungskosten Kundenbeziehungen Gesamt Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2010 14.649 6.359 2.730 9.424 33.162 Veränderung des Konsolidierungskreises 17 1 0 0 18 Zugänge 0 183 289 0 472 Umbuchungen 0 10 0 0 10 Abgänge 0 0 0 0 0 Stand 31.12.2010 14.666 6.553 3.019 9.424 33.662 Abschreibungen Stand 01.01.2010 2.534 4.641 1.341 4.887 13.403 Veränderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 -46 Zugänge planmäßig 0 472 477 727 1.676 Zugänge außerplanmäßig 0 0 81 0 81 Abgänge 0 0 0 00 Stand 31.12.2010 2.534 5.113 1.899 5.614 15.160 Buchwerte Stand 31.12.2009 12.115 1.718 1.389 4.537 19.759 Buchwerte Stand 31.12.2010 12.132 1.440 1.120 3.810 18.502
Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:
Im Vorjahr 2009 hatten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt:
| Entwicklung 2009 Angaben in TEUR |
Geschäfts oder Firmen werte |
Konzes sionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
Ent wicklungs kosten |
Kundenbe ziehungen |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungs kosten Stand 01.01.2009 |
16.711 | 5.565 | 2.183 | 9.263 | 33.722 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -74 | 0 | 0 | -74 |
| Zugänge | 0 | 868 | 547 | 164 | 1.579 |
| Abgänge | -2.062 | 0 | 0 | -3 | -2.065 |
| Stand 31.12.2009 | 14.649 | 6.359 | 2.730 | 9.424 | 33.162 |
| Abschreibungen Stand 01.01.2009 | 3.240 | 3.928 | 496 | 2.444 | 10.108 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -46 | 0 | 0 | -46 |
| Zugänge planmäßig | 0 | 759 | 495 | 843 | 2.097 |
| Zugänge außerplanmäßig | 1.003 | 0 | 350 | 1.600 | 2.953 |
| Abgänge | -1.709 | 0 | 0 | 0 | -1.709 |
| Stand 31.12.2009 | 2.534 | 4.641 | 1.341 | 4.887 | 13.403 |
| Buchwerte Stand 31.12.2008 | 13.471 | 1.637 | 1.687 | 6.819 | 23.614 |
| Buchwerte Stand 31.12.2009 | 12.115 | 1.718 | 1.389 | 4.537 | 19.759 |
Die aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2010 betrugen TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 547). Diese betreffen bei der ecotel communication ag im Wesentlichen das Aufsetzen eines einheitlichen Auftragsabwicklungs-, Abrechnungs- und Kundenbetreuungssystems für Festnetz, Daten und Mobilfunk sowie das neue Vollanschlussprodukt (TEUR 155). Ferner wurden bei der ecotel communication ag Entwicklungskosten für die Weiterentwicklungen des Vertriebspartner-Abrechnungstools (TEUR 25) sowie des Online-Kundenportals (TEUR 22) aktiviert. Die aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 88 bei der nacamar GmbH umfassen im Wesentlichen Weiterentwicklungen des Media Delivery Netzwerks (TEUR 21), des Video Asset Management Systems "medianac" (TEUR 43) sowie des Kundenportals (TEUR 24).
Außerdem werden in 2007 erworbene Kundenstämme bei der nacamar GmbH (TEUR 2.421, Vorjahr: TEUR 2.631) und bei ecotel aus der verschmolzenen früheren ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (TEUR 563, Vorjahr: TEUR 788) bilanziert. Dieser Kundenstamm wird über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren, der Kundenstamm "nacamar" abhängig vom Kundensegment über eine Nutzungsdauer zwischen 10 und 18 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Kundenbeziehungen hinsichtlich der in 2006 erworbenen DSLCOMP GmbH werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 783 (Vorjahr: TEUR 983) ausgewiesen, sie werden über 10 Jahre linear abgeschrieben. Weitere Kundenbeziehungen werden zum Bilanzstichtag bei der easybell GmbH (TEUR 43, Vorjahr: TEUR 135) bilanziert, sie werden linear über 6 bzw. 2 Jahre abgeschrieben.
Im Berichtsjahr 2010 ergaben sich außerplanmäßige Abschreibungen von langfristigen Vermögenswerten auf aktivierte Entwicklungskosten bei der toBEmobile GmbH (TEUR 81) sowie auf Anlagen im Bau bei der ecotel communication ag (TEUR 54). Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 85 betreffen das bisher nicht über T-Net abgerufene IP Transit Übertragungsvolumen, welches Ende 2010 verfallen ist.
Im Vorjahr fi elen außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von TEUR 1.300 auf den Kundenstamm "nacamar" und in Höhe von TEUR 300 auf den Kundenstamm "DSLCOMP" an, und es waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Entwicklungskosten (Projekt "Balloon") mit einem Betrag von TEUR 350 zu berücksichtigen.
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich unter Berücksichtigung der in 2009 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund gesunkener Werthaltigkeit wie folgt zusammen:
| Cash-Generating Unit (CGU) Angaben in TEUR |
Buchwert 31.12.2009 |
Außerplanmäßige Abschreibungen 2010 |
Abgang wegen Entkonsolidierung 2010 |
Buchwert 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftskunden (DSLCOMP/ecotel) | 8.732 | 0 | 0 | 8.732 |
| i-cube | 25 | 0 | 0 | 25 |
| nacamar | 3.234 | 0 | 0 | 3.234 |
| easybell | 124 | 0 | 0 | 124 |
| carrier-services | 0 | 0 | 17 | 17 |
| Summe | 12.115 | 0 | 17 | 12.132 |
Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted-Cashfl ow-Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre). Im Berichtsjahr 2010 wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Im Vorjahr fi elen außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt TEUR 1.003 sowie eine Abschreibung und ein Abgang wegen Entkonsolidierung in Höhe von TEUR 353 an.
Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung der Impairmenttests zugrunde gelegt: Kapitalisierungszinssatz 6,2 % (Vorjahr: 8,6 %) nach Steuern bzw. 8,4 % (Vorjahr: 11,7 %) vor Steuern, Beta-Faktor 0,9 (Vorjahr: 1,3), Debt-Ratio 46 % (Vorjahr: 41 %). Die Wachstumsraten für die ersten fünf Jahre betrugen bei der nacamar 8 % (Vorjahr: 3 %) und allen anderen CGUs 0 % (Vorjahr: zwischen 0 % und 5 %). Für die ewige Rente wurde bei der nacamar eine Wachstumsrate von 2 % (Vorjahr: 0 %) sowie bei allen anderen CGUs eine Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 0 %) verwendet. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt wie im Vorjahr 31 %.
(2) Sachanlagen
Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:
| Entwicklung 2010 Angaben in TEUR |
Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund stücken |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2010 |
5.179 | 7.155 | 182 | 12.516 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 306 | 770 | 118 | 1.194 |
| Umbuchungen | 34 | 0 | -44 | -10 |
| Abgänge | -11 | -161 | 0 | -172 |
| Stand 31.12.2010 | 5.508 | 7.764 | 256 | 13.528 |
| Abschreibungen Stand 01.01.2010 | 1.598 | 4.613 | 0 | 6.211 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge planmäßig | 538 | 1.025 | 0 | 1.563 |
| Zugänge außerplanmäßig | 0 | 0 | 54 | 54 |
| Abgänge | -11 | -149 | 0 | -160 |
| Stand 31.12.2010 | 2.125 | 5.489 | 54 | 7.668 |
| Buchwerte Stand 31.12.2009 | 3.581 | 2.542 | 182 | 6.305 |
| Buchwerte Stand 31.12.2010 | 3.383 | 2.275 | 202 | 5.860 |
| Entwicklung 2009 Angaben in TEUR |
Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund stücken |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.01.2009 |
4.926 | 5.665 | 109 | 10.700 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -57 | 0 | -57 |
| Zugänge | 330 | 1.658 | 73 | 2.061 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -77 | -111 | 0 | -188 |
| Stand 31.12.2009 | 5.179 | 7.155 | 182 | 12.516 |
| Abschreibungen Stand 01.01.2009 | 861 | 3.724 | 0 | 4.585 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0 | -21 | 0 | -21 |
| Zugänge | 771 | 1.055 | 0 | 1.826 |
| Abgänge | -34 | -145 | 0 | -179 |
| Stand 31.12.2009 | 1.598 | 4.613 | 0 | 6.211 |
| Buchwerte Stand 31.12.2008 | 4.065 | 1.942 | 109 | 6.116 |
| Buchwerte Stand 31.12.2009 | 3.581 | 2.542 | 182 | 6.305 |
Im Geschäftsjahr 2009 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:
Im Berichtsjahr 2010 fi elen außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 54 bei der ecotel communication ag an.
Leasingzahlungen in Folgejahren
Die ausstehenden Leasingverpfl ichtungen aus Operating- und Finanzierungsleasingverträgen stellen sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:
| Angaben in TEUR | Bis 1 Jahr | ab 1 Jahr bis 5 Jahre |
ab 5 Jahre | Gesamt 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) | 134 | 141 | 0 | 275 |
| Übrige Mietverträge | 1.126 | 1.986 | 0 | 3.112 |
| 1.260 | 2.127 | 0 | 3.387 |
Die Leasingverpfl ichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von technischem Equipment und Software, von Firmenfahrzeugen sowie Mietverpfl ichtungen aus gemieteter Büroausstattung. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Bürofl ächen sowie des Rechenzentrums sowie Rahmenverträge für Leitungslieferungen.
Aus Finanzierungsleasingverhältnissen der nacamar bestehen zum 31.12.2010 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 219 (davon TEUR 149 kurzfristig) sowie der ecotel in Höhe von TEUR 93, die vollständig kurzfristiger Natur sind. Die hierfür bilanzierten Buchwerte betragen insgesamt TEUR 307.
Zum 31. Dezember 2009 bestanden folgende fi nanzielle Verpfl ichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen:
| Angaben in TEUR | Bis 1 Jahr | ab 1 Jahr bis 5 Jahre |
ab 5 Jahre | Gesamt 31.12.2009 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) | 147 | 94 | 0 | 241 |
| Übrige Mietverträge | 1.161 | 2.679 | 98 | 3.938 |
| 1.308 | 2.773 | 98 | 4.179 |
Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen mit TEUR 1.523 (Vorjahr: TEUR 1.594) um ein Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH, welches jährlich mit 5 % verzinst wird und mit einem qualifi zierten Rangrücktritt versehen ist. In Höhe des negativen Equity-Wertes der mvneco GmbH zum 31. Dezember 2010 (TEUR 946) wurde eine weitere Abschreibung der Ausleihung in Höhe von TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 769) vorgenommen. (3) Finanzanlagen
Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten mvneco GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2010 wie im Vorjahr auf TEUR 0, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 234 sowie der Zugang im Berichtsjahr von TEUR 20 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft vollständig abgeschrieben werden mussten. Der Buchwert enthielt einen anteiligen Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 45). Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 1.530 sowie Schulden in Höhe von TEUR 4.975 aus.
Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten synergyPLUS GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8), da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 150 aufgrund der anteiligen kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft in 2010 weiter abgeschrieben werden mussten. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 223 sowie Schulden in Höhe von TEUR 605 aus. Der negative Equity-Wert beträgt zum Abschlussstichtag TEUR -88.
Ferner wird in den Finanzanlagen die Minderheits-Beteiligung an der PPRO GmbH (TEUR 112) ausgewiesen.
(4) Langfristige Forderungen Bei den langfristigen Forderungen handelt es sich mit TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 171) um sonstige Forderungen sowie Darlehen an assoziierte Unternehmen.
(5) Vorräte
Der ausgewiesene Vorratsbestand betrifft im Wesentlichen Daten-Endgeräte sowie SIM-Karten. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert hat sich nicht ergeben.
(6) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forde rungen und Vermögenswerte
| Angaben in TEUR | Restlaufzeit über 1 Jahr |
Gesamt 31.12.2009 |
Restlaufzeit über 1 Jahr |
Gesamt 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
||||
| gegen Dritte | 0 | 13.244 | 0 | 14.335 |
| gegen verbundene Unternehmen | 0 | 1.475 | 0 | 0 |
| gegen assoziierte Unternehmen | 0 | 7 | 0 | 56 |
| 0 | 14.726 | 0 | 14.391 | |
| sonstige Forderungen und Vermögenswerte | ||||
| Wertpapiere | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 323 | 0 | 143 |
| Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 1.422 | 0 | 675 |
| 0 | 1.745 | 0 | 818 |
Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.475 bestanden gegen die carrier-services.de GmbH, welche seit Jahresbeginn vollkonsolidiert wird. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Aufl ösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen den Zeitwerten.
(7) Tatsächliche und latente Ertrag steueransprüche
| Angaben in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Latente Ertragsteueransprüche | 775 | 537 |
| Tatsächliche Ertragsteueransprüche | 223 | 223 |
| 998 | 760 |
Die latenten Ertragsteueransprüche betreffen mit TEUR 537 (Vorjahr: TEUR 656) latente Steueransprüche aufgrund bestehender körperschafts- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge bei zwei (Vorjahr: zwei) Tochterunternehmen. Im Vorjahr betrafen weitere TEUR 119 aktive latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen bei Tochterunternehmen. Zum 31.12.2010 wurden TEUR 388 aktive latente Steuern aus temporären Differenzen der nacamar aufgrund des ertragsteuerlichen Organkreises mit passiven latenten Steuern der ecotel saldiert. Die effektiven Ertragsteueransprüche betreffen ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Zinsabschlagsteuerguthaben.
(8) Finanzmittel
| Angaben in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 7.045 | 6.119 | |
| Kassenbestand und Schecks | 27 | 14 | |
| 7.072 | 6.133 |
(9) Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Die Anzahl der zum 31. Dezember 2010 im Umlauf befi ndlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.752.500 Stück (nach Verrechnung der selbst gehaltenen 147.500 Stück). Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.
Die Kapitalrücklagen betragen TEUR 17.646 (Vorjahr: TEUR 17.603). Die Veränderung resultiert aus der ratierlichen Berücksichtigung des Aufwands aus dem Aktienoptionsplan mit TEUR 44.
Aktienbasierte Vergütung
Der Aktienoptionsplan basiert auf dem Beschluss der Hauptversammlung der ecotel communication ag vom 27. Juli 2007. Für 45.000 Stück dieses Optionsplans, die bereits vor 2007 ausgegeben wurden, entspricht der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (EUR 13,45). Die Laufzeit des Optionsplans beträgt fünf Jahre. Die Aktienoptionen dürfen erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von zwei Jahren nach Zuteilungstag ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartezeit kann pro Jahr ein Drittel der Optionen gewandelt werden. Optionen können nach Ablauf der Wartezeit nur ausgeübt werden, wenn der Durchschnittskurs der Aktie im Vergleich zum Ausübungspreis um mindestens 5 % pro Jahr gestiegen ist und er sich um mindestens zwei Prozentpunkte besser entwickelt hat als der HDAX (fasst die Werte aller 110 Unternehmen aus den Auswahlindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammen).
Die Höhe des beizulegenden Zeitwertes der Verpfl ichtung aus der aktienbasierten Vergütungszusage wurde auf der Grundlage eines Binomialmodells bewertet. Dabei wurden die folgenden Parameter verwendet:
| Dividendenrendite | 0,00 % |
|---|---|
| Risikoloser Zinssatz | 3,90 % |
| Volatilität der ecotel Aktie | 35,97 % |
| Volatilität des HDAX-Indizes | 15,96 % |
Der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft entspricht auch bei den mit Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 insgesamt zusätzlich ausgegebenen 100.000 Stück Aktienoptionen zum 1. Oktober 2007 dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (EUR 12,27). Gemäß IFRS 2 wurde für die Bewertung der alten 45.000 Aktienoptionen ein Ausübungspreis von EUR 13,45 beibehalten. Die zugrunde gelegten Volatilitäten beruhen für alle Optionen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tages-Zeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt 3 bis 5 Jahre.
Die Ende 2010 bestehenden 145.000 Optionen wurden zwei Vorstandsmitgliedern (120.000 Optionen, Marktwert bei Begebung insgesamt TEUR 282) sowie einer weiteren leitenden Angestellten der ecotel communication ag gewährt, für die der Aufwand aus der Zuführung zur Kapitalrücklage TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 11) beträgt (25.000 Optionen, Marktwert bei Begebung: TEUR 36). Eine personenbezogene Aufgliederung der Marktwerte ist im Anhang Tz. 29 enthalten. Die Eigenschaften der neu gewährten Optionen gleichen denen der zuvor gewährten Optionen. Aufgrund der Wertverhältnisse im Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 wurden allerdings für die Ermittlung des Fair Value dieser neu gewährten Optionen ebenfalls unter Verwendung eines Binomialmodells folgende Parameter verwendet:
| Dividendenrendite | 0,00 % |
|---|---|
| Risikoloser Zinssatz | 4,15 % |
| Volatilität der ecotel Aktie | 36,00 % |
| Volatilität des HDAX-Indizes | 15,13 % |
Die zugrunde gelegten Volatilitäten beruhen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tages-Zeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt 3 bis 5 Jahre.
Die zeitanteilige Zuführung zur Kapitalrücklage (TEUR 44; Vorjahr: TEUR 79) ist im Personalaufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2010 ist in der Kapitalrücklage ein Betrag von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 257) für die bestehenden Aktienoptionen enthalten.
Minderheitenanteile
Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der toBEmobile GmbH (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 54), der i-cube GmbH (TEUR 39; Vorjahr TEUR 66) und der easybell GmbH (TEUR 219, Vorjahr: TEUR 194) sowie die indirekten Minderheiten an der sparcall GmbH (TEUR 220, Vorjahr TEUR 0) und der carrier-services.de GmbH (TEUR 60).
Aktienbesitz
Folgende wesentliche Beteiligungen über 10 % werden an der Gesellschaft gehalten:
| % | |
|---|---|
| Peter Zils | 25,64 % |
| Intellect Investment & Management Ltd. | 25,09 % |
| IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH | 14,56 % |
| AvW Gruppe AG | 10,12 % |
Während des Geschäftsjahres 2010 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben:
11. Januar 2010
Mitteilung der IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 5. Januar 2010 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 14,56 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 567.879). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 10 % der Stimmrechte haben: (1) MARTRADE Logistic GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf, (2) MARTRA-DE Logistic Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, (3) Günther Hahn, Deutschland.
11. Januar 2010
Mitteilung der pisaZ GmbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 7. Juli 2008 die Stimmrechtsschwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,41 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 210.896, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000). Weitere Mitteilung der pisaZ GmbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag, am 5. Januar 2010 die Stimmrechtsschwelle von 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,0 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 0, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).
11. Januar 2010
Mitteilung von Herrn Peter Zils, Deutschland, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 5. Januar 2010 die Schwelle von 30 % unterschritten hat und zu diesem Tag 25,64 % beträgt (Anzahl Stimmrechte: 1.000.000, Gesamtzahl Stimmrechte: 3.900.000).
Kapitalmanagement
Der ecotel-Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit dem Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese werden daher laufend überwacht. Dabei werden künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
| Angaben in TEUR | Anfangs bestand 01.01.2010 |
Verände rung des Konsolidie rungskrei ses |
Verbrauch | Aufl ösung | Zuführung | Umbu chungen |
Endbe stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Effektive Ertragsteuern | 19 | 0 | 17 | 0 | 350 | 0 | 0 |
| Latente Ertragsteuern | 853 | 2 | 0 | 102 | 427 | -388 | -388 |
| Rückstellungen Ertragsteuern | 872 | 2 | 17 | 102 | 777 | -388 | -388 |
| davon mit einer Laufzeit bis zu 1 Jahr |
19 | 0 | 17 | 0 | 350 | 0 | 352 |
(10) Effektive und latente Ertrag steuern
(11) Sonstige Finanz schulden, Ver bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbind lichkeiten
| Angaben in TEUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Gesamt 31.12.2009 |
Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Gesamt 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Kreditverbindlichkeiten | 3.963 | 16.713 | 7.918 | 13.250 |
| Sonstige | 0 | 474 | 0 | 70 |
| Finanzschulden | 3.963 | 17.187 | 7.918 | 13.320 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.077 | 14.077 | 12.802 | 12.802 |
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen |
116 | 116 | 131 | 131 |
| Sonstige Steuern | 459 | 459 | 314 | 314 |
| Soziale Sicherheit | 21 | 21 | 36 | 36 |
| Auszuzahlende Löhne und Gehälter | 0 | 0 | 395 | 395 |
| Sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten | 87 | 87 | 365 | 365 |
| Abschlussprüfung/Aufsichtsrat | 98 | 98 | 105 | 105 |
| Sonstige | 198 | 198 | 170 | 170 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 863 | 863 | 1.385 | 1.385 |
Die Finanzschulden bestehen gegenüber Kreditinstituten. Aus der Bewertung eines Zinsswaps zum beizulegenden Zeitwert resultierten fi nanzielle Schulden von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 175). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten.
Die Kreditverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den Restbetrag zweier in 2007 aufgenommener Akquisitionsdarlehen sowie ein in 2009 aufgenommenes KfW-Innovationsdarlehen. Die in 2007 aufgenommenen Darlehen haben eine Laufzeit von 5 Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge. Zur Sicherung wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet. Das in 2009 aufgenommene Darlehen besteht hälftig aus einer Fremdkapitaltranche und hälftig aus einer Nachrangtranche. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von 10 Jahren, die Verzinsung ist fest. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die in 2011 fällige Tilgung der beiden in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehen.
(12) Berichterstattung zu Finanz instrumenten
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Kreditpreisänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfl uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, fl üssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Die Gesellschaft prüft den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Da das Währungsrisiko in den abgelaufenen Geschäftsjahren gering war, wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.
Zinsrisiko: Im ecotel Konzern bestehen Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden und der zinstragenden Anlagen des Konzerns. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen erfolgen Absicherungen durch originäre und derivative Finanzgeschäfte. Ende 2010 bestanden zwei Zinsswaps. Die beiden Zinsswaps weisen ein Nominalvolumen von TEUR 5.000 bzw. TEUR 2.750 auf. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als fi nanzielle Vermögenswerte oder fi nanzielle Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet. Bei der Interpretation der positiven oder negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen i.d.R. Grundgeschäfte mit kompensierenden Risiken gegenüberstehen. Die Laufzeit der abgeschlossenen Zinsderivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurz- bis mittelfristigen Bereich.
Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Verpfl ichtungen in den üblichen Zahlungsfristen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen fi nanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifi zieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.
Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:
| Wertberichtigungen für Forderungen 2010 Angaben in TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige Forde rungen und Sons tige Vermögens werte |
Gesamt 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 | 489 | 0 | 489 |
| Wertberichtigungen des Berichtsjahres | 22 | 85 | 107 |
| Abgänge | 70 | 0 | 70 |
| Stand 31.12.2010 | 441 | 85 | 526 |
| Wertberichtigungen für Forderungen 2009 Angaben in TEUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige Forde rungen und Sons tige Vermögens werte |
Gesamt 31.12.2009 |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2009 | 393 | 110 | 503 |
| Wertberichtigungen des Berichtsjahres | 256 | 216 | 472 |
| Abgänge | 160 | 326 | 486 |
| Stand 31.12.2009 | 489 | 0 | 489 |
Die Wertberichtigungen betreffen vollständig fi nanzielle Vermögenswerte der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen".
| Überfällige, nicht wert berichtigte Forderungen |
Bruttowert 31.12.2010 |
Überfällige, wertberich tigte Forderungen |
Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | bis 30 Tage |
31-60 Tage |
61-90 Tage |
91-120 Tage |
über 120 Tage |
||
| Finanzforderungen | 522 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Liefe rungen und Leistungen |
14.832 | 441 | 237 | 495 | 172 | 10 | 378 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Ver mögenswerte |
903 | 85 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 16.257 | 526 | 237 | 495 | 172 | 10 | 378 |
Zum 31. Dezember 2010 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:
Einzelwertberichtigungen werden auf überfällige ausfallbedrohte fi nanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der beizulegende Zeitwert dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt.
Von den dargestellten nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 250) betreffen TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 126) zum Stichtag erbrachte Leistungen für das Produkt "Anschlussübernahme" der ecotel communication ag. Es handelt sich hierbei um unstrittige, jedoch noch nicht fakturierte Umsätze. Zum Stichtag erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen in Form von Provisionsansprüchen bestehen im aktuellen Geschäftsjahr nicht (im Vorjahr TEUR 904). Weitere TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 37) betreffen das Barter-Geschäft der nacamar GmbH, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen passiviert sind.
Zum 31. Dezember 2009 ergab sich folgende Situation:
| Überfällige, nicht wert berichtigte Forderungen |
Bruttowert 31.12.2009 |
Überfällige, wertberich tigte Forderungen |
Nicht wertberichtigte, in den folgenden Zeitbändern überfällige Forderungen |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | bis 30 Tage |
31-60 Tage |
61-90 Tage |
91-120 Tage |
über 120 Tage |
||
| Finanzforderungen | 171 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Liefe rungen und Leistungen |
15.215 | 489 | 279 | 309 | 83 | 4 | 250 |
| Sonstige Forderungen und sonstige Ver mögenswerte |
1.745 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 17.131 | 489 | 279 | 309 | 83 | 4 | 250 |
In der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:
Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
ecotel verfügt ausschließlich über Finanzinstrumente der Stufen 1 und 2. Während des Geschäftsjahres 2010 wurden keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 vorgenommen. Alle in der folgenden Darstellung zum 31. Dezember 2010 aufgeführten zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi nanziellen Vermögenswerte sind der Stufe 1 zugeordnet. Bei den fi nanziellen Verbindlichkeiten gehören die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 98 zur Stufe 2. Diese betreffen zum 31. Dezember 2010 den negativen Marktwert der gehaltenen Zinsswaps der ecotel communication ag.
| Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2010 |
Fair Value | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | Zahlungs mittel und -Äquivalente |
Kredite und Forderun gen |
Erfolgswirk sam zum beizulegen den Zeitwert bilanzierte Finanzinst rumente |
Zur Ver äußerung verfügbare fi nanzielle Vermögens werte |
Gesamt buchwerte |
|||
| Flüssige Mittel | 6.133 | 6.133 | 0 | 0 | 0 | 6.133 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
14.391 | 0 | 14.391 | 0 | 0 | 14.391 | ||
| Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte |
818 | 0 | 818 | 0 | 0 | 818 | ||
| Finanzanlagen | 1.635 | 0 | 0 | 0 | 1.635 | 1.635 | ||
| Langfristige fi nanzielle Vermö genswerte |
522 | 0 | 522 | 0 | 0 | 522 | ||
| Gesamt | 23.499 | 6.133 | 15.731 | 0 | 1.635 | 23.499 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2010 |
Fair Value | Buchwerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | Sonstige Schulden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente |
Gesamtbuchwerte | |||
| Finanzschulden kurzfristig | 7.918 | 7.820 | 98 | 7.918 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferun gen und Leistungen |
12.802 | 12.802 | 0 | 12.802 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig |
1.385 | 1.385 | 0 | 1.385 | ||
| Langfristige Darlehen | 5.332 | 5.332 | 0 | 5.332 | ||
| Sonstige Finanzschulden langfristig |
70 | 70 | 0 | 70 | ||
| Gesamt | 27.507 | 27.409 | 98 | 27.507 |
Zum 31.12.2009 ergab sich folgende Aufteilung:
| Finanzielle Vermögenswerte zum 31.12.2009 |
Fair Value | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | Zahlungs mittel und -Äquivalente |
Kredite und Forderun gen |
Erfolgswirk sam zum beizulegen den Zeitwert bilanzierte Finanz instrumente |
Zur Ver äußerung verfügbare fi nanzielle Vermögens werte |
Gesamt buchwerte |
|||
| Flüssige Mittel | 7.072 | 7.072 | 0 | 0 | 0 | 7.072 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
14.726 | 0 | 14.726 | 0 | 0 | 14.726 | ||
| Übrige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte |
1.745 | 0 | 1.745 | 0 | 0 | 1.745 | ||
| Finanzanlagen | 1.822 | 0 | 0 | 0 | 1.822 | 1.822 | ||
| Langfristige fi nanzielle Vermö genswerte |
171 | 0 | 171 | 0 | 0 | 171 | ||
| Gesamt | 25.536 | 7.072 | 16.642 | 0 | 1.822 | 25.538 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zum 31.12.2009 |
Fair Value | Buchwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | Sonstige Schulden | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente |
Gesamtbuchwerte | |
| Finanzschulden kurzfristig | 3.963 | 3.788 | 175 | 3.963 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferun gen und Leistungen |
14.077 | 14.077 | 0 | 14.077 |
| Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig |
863 | 863 | 0 | 863 |
| Langfristige Darlehen | 12.750 | 12.750 | 0 | 12.750 |
| Sonstige Finanzschulden langfristig |
474 | 474 | 0 | 474 |
| Gesamt | 32.127 | 31.952 | 175 | 32.127 |
Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wurden am jeweiligen Bilanzstichtag Aufwendungen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung von TEUR -77 (Vorjahr: TEUR -175) erfasst. Die Effekte resultieren ausschließlich aus den Zinsswaps.
Liquiditätsrisiko: Die Refi nanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die fi nanziellen Verpfl ichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2011 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von EUR 7,6 Mio. fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen fl üssige Mittel in Höhe von EUR 6,1 Mio. zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über eine vertraglich vereinbarte Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 2,9 Mio., die sich nach Abzug der Avalschulden in Höhe von EUR 1,9 Mio. zum 31. Dezember 2010 auf EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) beläuft. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (EUR 23 Mio.) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Darlehen und der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refi nanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als mäßig eingeschätzt.
| Tilgungs-/Zinszahlungen für fi nanzielle Schulden |
Buchwerte 31.12.2010 |
Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | 2011 | 2012 bis 2015 |
Ab 2016 | 2011 | 2012 bis 2015 |
Ab 2016 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
12.750 | 7.578 | 1.500 | 3.672 | 370 | 744 | 349 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzie rungsleasing |
322 | 251 | 71 | 0 | 12 | 1 | 0 | |
| Derivative fi nanzielle Schulden | 98 | 0 | 0 | 0 | 97 | 1 | 0 |
Aus den fi nanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:
Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:
| Tilgungs-/Zinszahlungen für fi nanzielle Schulden |
Buchwerte 31.12.2009 |
Tilgungszahlungen | Zinszahlungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | 2010 | 2010 bis 2014 |
Ab 2015 | 2010 | 2010 bis 2014 |
Ab 2015 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
16.250 | 3.500 | 8.766 | 3.984 | 120 | 990 | 510 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzie rungsleasing |
610 | 288 | 322 | 0 | 28 | 13 | 0 |
| Derivative fi nanzielle Schulden | 175 | 0 | 0 | 0 | 155 | 99 | 0 |
(13) Eventualforder ungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige fi nanzielle Ver pfl ichtungen
Nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 1.878 (Vorjahr: TEUR 2.532) für Avalschulden.
Gegenwärtig läuft eine gegen die ecotel communication ag eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware. Für die mit dem Rechtsstreit verbundenen Prozesskosten wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 50 gebildet.
Eventualforderungen resultieren aus einer derzeit noch laufenden Klage. Hier wird hinsichtlich eines Anspruchs auf Schadensersatz gegen die ancotel GmbH aufgrund einer Sachbeschädigung von ecotel IT-Ausstattung im Rechenzentrum der ancotel GmbH geklagt. In dem Verfahren werden zukünftige Ansprüche für wahrscheinlich gehalten, sind derzeit jedoch nicht zuverlässig quantifi zierbar.
Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpfl ichtungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
(14) Umsatzerlöse
(15) Sonstige betriebliche Erträge und andere aktivierte Eigenleistungen
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Inland | 82.260 | 84.434 |
| Ausland | 16.439 | 13.880 |
| 98.699 | 98.314 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche "Geschäftskunden", "Wiederverkäufer" und "New Business" ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Aufl ösung von Verbindlichkeiten | 571 | 80 |
| Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen | 189 | 119 |
| Aufl ösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen | 19 | 75 |
| Währungskursgewinne | 13 | 17 |
| Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen |
2 | 22 |
| Übrige | 338 | 732 |
| 1.132 | 1.045 |
Die in 2010 ausgewiesenen anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen wie im Vorjahr konzernintern verrechnete Programmierarbeiten.
(16) Materialaufwand Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.
(17) Personalaufwand
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 8.392 | 8.243 |
| Soziale Abgaben | 1.217 | 1.235 |
| Davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 636 | 632 |
| 9.609 | 9.478 |
Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:
| Mitarbeiter | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Angestellte | 174 | 171 |
| 174 | 171 |
Außerdem betrug die Anzahl der Vorstände bzw. Geschäftsführer bei den konsolidierten Konzerngesellschaften 5 (Vorjahr: 8) sowie die der Auszubildenden 8 (Vorjahr: 12). Bei den at equity bewerteten Gesellschaften waren 17 (Vorjahr: 12) Angestellte und 2 (Vorjahr: 2) Geschäftsführer beschäftigt. Bei der PPRO GmbH waren in 2010 neben dem Geschäftsführer 5 (Vorjahr: keine) Angestellte beschäftigt.
(18) Planmäßige Abschreibungen und außerplan mäßige Wert minderungen
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.
Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.003), auf sonstige immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 1.950) sowie auf das Sachanlagevermögen von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 0).
Außerdem wurden in 2010 sonstige Vermögenswerte des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 216) abgeschrieben.
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Kosten der Warenabgabe | 3.951 | 3.866 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.421 | 1.089 |
| Mieten, Pachten, Raumkosten | 946 | 728 |
| EDV-Kosten | 842 | 920 |
| Sonstige Verwaltungskosten | 505 | 1.831 |
| Kfz-Kosten | 436 | 430 |
| Vertriebsaufwendungen | 345 | 446 |
| Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen | 256 | 24 |
| Versicherungsbeiträge | 161 | 187 |
| Reparaturen und Instandhaltung | 46 | 0 |
| Leasing | 38 | 29 |
| Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
1 | 0 |
| Übrige | 838 | 153 |
| 9.786 | 9.703 |
(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(20) Finanzergebnis
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Zinserträge | ||
| Zinserträge aus Bankguthaben/Festgeld | 3 | 3 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 315 | 134 |
| 318 | 137 | |
| Zinsaufwendungen | ||
| Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten | -669 | -615 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | -202 | 77 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -114 | -54 |
| -985 | -592 | |
| Zinsergebnis | -667 | -455 |
| Sonstige fi nanzielle Aufwendungen und Erträge | ||
| Kaufpreisrückerstattung nacamar | 1.650 | 0 |
| Kaufpreisrückerstattung ADTG | 173 | 0 |
| Übrige sonstige fi nanzielle Erträge | 68 | 2 |
| Kosten der Aktienkurspfl ege sowie sonstige fi nanzielle Aufwendungen | -404 | -78 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | -910 | -205 |
| 577 | -281 | |
| Finanzergebnis | -90 | -736 |
(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Effektive Ertragsteuern | -6 | -218 |
| Latente Ertragsteuern | -25 | -174 |
| Ertragsteueraufwand | -31 | -392 |
Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 32 % (Vorjahr: 32 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 16 % (Vorjahr: 16 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -2.240 | 731 |
| Steuersatz im Konzern | 32,0 % | 32,0 % |
| Erwarteter Steuerertrag | 717 | -234 |
| Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz | -31 | 14 |
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge | 278 | 240 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | -306 | -400 |
| Steuern Vorjahre | 0 | 27 |
| Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | -373 | 24 |
| Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen | -286 | -64 |
| Sonstige Steuereffekte | -30 | 1 |
| Steueraufwand laut GuV (Aufwand - / Ertrag +) | 31 | -392 |
| Effektiver Steuersatz in % | -1,4 % | -53,6 % |
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2009 nicht ergeben.
Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
| Angaben in TEUR | 2009 aktiv |
2009 passiv |
2010 aktiv |
2010 passiv |
|---|---|---|---|---|
| Verlustvorträge | 656 | 0 | 537 | 0 |
| Sachanlagen / Immaterielle Vermögenswerte | 770 | 1.407 | 461 | 1.218 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 38 | 0 | 66 |
| Sonstige fi nanzielle Vermögenswerte | 0 | 114 | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen / Schulden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzschulden | 55 | 0 | 31 | 0 |
| Sonstige Posten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Saldierung aktiv / passiv | -706 | -706 | -492 | -492 |
| Wertberichtigung | 0 | 0 | ||
| 775 | 853 | 537 | 792 |
Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet und desselben Steuersubjekts werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes und Steuersubjekts insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.
Es wurden sämtliche ertragsteuerlichen Verlustvorträge zu den Bilanzstichtagen bei der Aktivierung latenter Ertragsteueransprüche berücksichtigt, da in den Folgejahren voraussichtlich ausreichend hohe steuerliche Erträge für deren Nutzung zu Verfügung stehen werden. Bei der ecotel communication ag wurde der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag bis 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 1.994 (Vorjahr: TEUR 2.002) bzw. der gewerbesteuerliche Verlustvortrag bis 31. Dezember 2010 in Höhe von TEUR 823 (Vorjahr: TEUR 1.327) für den steuerlichen Organkreis mit der nacamar GmbH und der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH einschließlich für 2010 zu berücksichtigender steuerlicher Anpassungen beim Ansatz aktiver latenter Steuern vollständig berücksichtigt. Bei der ecotel private GmbH wurde insgesamt ein bestehender ertragsteuerlicher Verlustvortrag in Höhe von TEUR 352 berücksichtigt.
Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at equity bewerteten Beteiligungen werden keine latenten Steuern gebildet, soweit die Bedingungen der Ausnahmeregelung des IAS 12.39 erfüllt sind.
- Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis von TEUR 282 (Vorjahr: TEUR -117) betrifft den anteiligen Jahresüberschuss der easybell GmbH (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 10), der sparcall GmbH (TEUR 214) und der carrier-services.de GmbH (TEUR 45) sowie die anteiligen Verluste der toBEmobile GmbH (TEUR -7; Vorjahr: TEUR -42) und der i-cube GmbH (TEUR -27; Vorjahr: TEUR -45). (22) Ergebnisanteil anderer Gesell schafter
- Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befi ndlichen Inhaberstückaktien ermittelt. (23) Ergebnis je Aktie
Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2008 sind die bestehenden 145.000 Stück Aktienoptionen grundsätzlich als verwässernde Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Aufgrund der Wertverhältnisse am 31. Dezember 2010 und ebenso am Vorjahresstichtag lag jedoch der Ausübungspreis dieser Optionen deutlich über dem für die entsprechende Periode notierten durchschnittlichen Börsenkurs der ecotel Aktie. Entsprechend IAS 33.47 hatten diese Optionen somit zum 31. Dezember 2010 und zum Vorjahresstichtag keinen verwässernden Effekt, so dass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.
| 2009 | 2010 | |
|---|---|---|
| Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) | -2.154.648,79 | 56.461,71 |
| Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl | 3.752.500,00 | 3.752.500,00 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,57 | 0,02 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,57 | 0,02 |
Erläuterungen zur Kapitalfl ussrechnung
(24) Kapitalfl uss rechnung
Die Kapitalfl ussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einfl üsse von Konsolidierungskreisänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.
Der Finanzmittelfonds der Kapitalfl ussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Finanzmittel" abzüglich kurzfristiger Kontokorrentverbindlichkeiten.
Sonstige Erläuterungen
(25) Dividendenaus schüttung
Für Ausschüttungen an die Aktionäre der ecotel communication ag ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG das im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag ausgewiesene Bilanzergebnis maßgeblich; dieses beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -13.936).
(26) Angaben über die Beziehungen zu nahestehen den Unterneh men und Per sonen
Das Volumen der an nahestehende Unternehmen bzw. von nahestehenden Unternehmen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| Volumen der erbrachten Leistungen |
Volumen der in Anspruch genommenen Leistungen |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | |
| PhaseFive R&D Ltd. | |||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 197 | 98 | 0 | 0 | |
| synergyPLUS GmbH | |||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 160 | 32 | 14 | |
| mvneco GmbH | |||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 550 | 847 | 169 | 120 |
Die Forderungen gegen die at equity bewerteten Unternehmen synergyPLUS GmbH und mvneco GmbH sind in der Konzernbilanz mit TEUR 578 (Vorjahr: TEUR 178) enthalten.
Das unter den Finanzanlagen ausgewiesene Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH in Höhe von TEUR 2.469 (Vorjahr: TEUR 2.363) wurde wegen des negativen Equity-Werts der mvneco GmbH zum 31. Dezember 2010 infolge der Wertminderung um TEUR 177 (Vorjahr: TEUR 769) abgeschrieben.
Mit folgenden nahestehenden Personen bzw. Unternehmen unterhielt der ecotel Konzern in 2010 Leistungsbeziehungen:
Vereinbarungen mit der QITS GmbH
Die QITS GmbH, Quality Information Technology Services ("QITS"), deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist, erbringt seit 1999 verschiedene Dienstleistungen für die ecotel communication ag. Neben Dienstleistungen aufgrund des Rahmenvertrages für Software, insbesondere für das Billingsystem der Gesellschaft, betraf dies Druckdienstleistungen, IT-Leistung, Datenschutz sowie Finanzbuchhaltungs-Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2010 sind an die QITS Vergütungen in Höhe von rund TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 861) gezahlt worden.
Vereinbarungen mit Noerr LLP
Noerr LLP (bis zum 31.12.2009: Noerr Stiefenhofer Lutz Partnerschaftsgesellschaft) erbringt seit November 2005 Beratungsleistungen für die Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Rechtsanwalt und Partner bei Noerr. Im Geschäftsjahr 2010 sind an Noerr Vergütungen in Höhe von rund TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 34) gezahlt worden.
Vereinbarungen mit der MPC Service GmbH
Zwischen der MPC Service GmbH und ecotel communication ag sowie dem Tochterunternehmen ADTG GmbH besteht seit August 2002 ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Service GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von MPC vermittelten Kunden. Die Vereinbarung entspricht der Vereinbarung mit den übrigen Vertriebspartnern der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Service GmbH und war ehemaliger Gesellschafter der ADTG GmbH. Im Geschäftsjahr 2010 sind an MPC Vertriebspartnerprovisionen in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 342) gezahlt worden.
Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen unter Tz. 29 verwiesen.
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien für die Geschäftssegmente bei der ecotel communication ag. (27) Segmentbericht erstattung
Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:
- Im Segment Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel kleinen und mittel ständischen Unternehmen in Form von "Komplettpaketen" Sprach-, Daten- und Mehr wertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach- und Datenverkehr aus einer Hand an.
- Im Segment Wiederverkäufer vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (einschließlich Reseller und Call-Shops) sowie branchenfremde Vermarkter.
- Im Bereich New Business sind die wachstumsstarken Geschäftsfelder und Tochter gesellschaften sowie das New-Media-Geschäft zusammengefasst.
Als Segmentergebnis, das der Vorstand zur Unternehmenssteuerung und -überwachung verwendet, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden.
| Geschäftskunden | Wiederverkäufer | New Business |
Konsolidierung segmentüber greifend |
Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 |
| Außenumsätze | 48.192 | 44.813 | 34.414 | 38.667 | 16.093 | 14.834 | 0 | 0 | 98.699 | 98.314 |
| Intersegment-Umsätze | 2.597 | 0 | 1.880 | 5.561 | 381 | 457 | -4.857 | -6.018 | 0 | 0 |
| EBIT | -1.024 | 900 | 386 | 183 | -1.456 | 727 | -56 | -344 | -2.150 | 1.466 |
| Jahresergebnis | -181 | 331 | 386 | 183 | -2.421 | 168 | -56 | -344 | -2.271 | 338 |
| Rohertrag | 17.877 | 17.455 | 1.250 | 1.271 | 3.608 | 4.219 | 0 | 0 | 22.735 | 22.945 |
| Abschreibungen | -2.972 | -2.168 | -167 | -260 | -3.952 | -1.031 | 0 | 0 | -7.092 | -3.459 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unterneh men |
-141 | -8 | -769 | -197 | 0 | 0 | 0 | 0 | -910 | -205 |
| Segmentvermögen | 26.320 | 23.147 | 9.329 | 9.416 | 14.965 | 13.372 | 2.092 | 3.208 | 52.706 | 49.143 |
| Segmentschulden | 11.312 | 6.882 | 6.645 | 6.278 | 2.906 | 2.618 | 12.252 | 13.392 | 33.115 | 29.170 |
| Investitionen in im materielle Vermögens werte und Sachanlagen |
1.782 | 897 | 350 | 4 | 1.507 | 765 | 0 | 0 | 3.639 | 1.666 |
Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt.
Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verwiesen. Segmentvermögen und Segmentinvestitionen entfallen vollständig auf Deutschland.
(28) Erklärung zur Unternehmens führung gemäß § 289 A HGB einschließlich der Erklärung gemäß § 161 AKTG zum deutschen Corpo rate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und der Öffentlichkeit auf der Internetseite der ecotel communication ag (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.
(29) Organe und Organbezüge
Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2010 wie folgt zusammen:
- Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender)
- Bernhard Seidl, Ingenieur, München
- Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Jahr 2010 bestellt:
- Johannes Borgmann, Kaufmann, Düsseldorf (Vorsitzender)
- Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)
- Brigitte Holzer, Kauffrau, Murnau
- Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Frankfurt/Main
- Stephan Brühl, Kaufmann, Düsseldorf (bis 09.08.2010)
- Mag. Reinhold Oblak, Kaufmann, Krumpendorf (bis 09.08.2010)
- Dr. Norbert Bensel, selbständiger Unternehmensberater, Berlin (ab 09.08.2010)
- Dr. Joachim Dreyer, selbständiger Unternehmensberater, Heiligenberg (ab 09.08.2010)
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2010 wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | Feste Vergütung |
Erfolgs bezogene Vergütung |
Aktien options plan |
Summe | Aktien optionen Anzahl |
Aktien optionen Fair Value bei Begebung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bernhard Seidl | 210,3 | 33,3 | 30,7 | 274,3 | 90.000 | 239 |
| Achim Theis | 193,1 | 21,7 | 7,2 | 222,0 | 30.000 | 43 |
| Peter Zils | 298,5 | 16,7 | 0 | 315,2 | 0 | 0 |
| Johannes Borgmann | 12,4 | 0 | 0 | 12,4 | 0 | 0 |
| Brigitte Holzer | 6,3 | 0 | 0 | 6,3 | 0 | 0 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 4,9 | 0 | 0 | 4,9 | 0 | 0 |
| Mirko Mach | 6,6 | 0 | 0 | 6,6 | 0 | 0 |
| Stephan Brühl | 1,5 | 0 | 0 | 1,5 | 0 | 0 |
| Mag. Reinhold Oblak | 1,5 | 0 | 0 | 1,5 | 0 | 0 |
| Dr. Norbert Bensel | 2,0 | 0 | 0 | 2,0 | 0 | 0 |
| Dr. Joachim Dreyer | 2,0 | 0 | 0 | 2,0 | 0 | 0 |
Zusätzlich stehen dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 variable Vergütungen in Höhe von TEUR 143 zu. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Dieser betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 72. Für die Vergütungsansprüche wurden entsprechende Rückstellungen gebildet.
In 2010 bezog Frau Sandra Zils Vergütungen von insgesamt TEUR 9 für ihre Tätigkeit im ecotel Konzern (Vorjahr: TEUR 11).
| Angaben in TEUR | Feste Vergütung |
Erfolgs bezogene Vergütung |
Aktien options plan |
Summe | Aktien optionen Anzahl |
Aktien optionen Fair Value bei Begebung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bernhard Seidl | 201,1 | 0 | 53,7 | 254,8 | 90.000 | 239 |
| Achim Theis | 199,2 | 0 | 13,8 | 213,0 | 30.000 | 43 |
| Peter Zils | 295,6 | 0 | 0 | 295,6 | 0 | 0 |
| Johannes Borgmann | 8,0 | 0 | 0 | 8,0 | 0 | 0 |
| Brigitte Holzer | 4,5 | 0 | 0 | 4,5 | 0 | 0 |
| Dr. Thorsten Reinhard | 3,5 | 0 | 0 | 3,5 | 0 | 0 |
| Mirko Mach | 4,8 | 0 | 0 | 4,8 | 0 | 0 |
| Stephan Brühl | 2,5 | 0 | 0 | 2,5 | 0 | 0 |
| Mag. Reinhold Oblak | 2,1 | 0 | 0 | 2,1 | 0 | 0 |
Im Jahr 2009 setzten sich die Vergütungen wie folgt zusammen:
Zum 31. Dezember 2010 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien:
| Aufsichtsratsmitglied | Funktion | Unternehmen |
|---|---|---|
| Johannes Borgmann | Geschäftsführer | ADCO Umweltdienste Holding GmbH |
| derzeit Member Board of Directors | ADCO HOLDINGS, Inc., Marietta | |
| Geschäftsführer | ADCO Beteiligungs-GmbH, Ratingen | |
| Geschäftsführer | ADCO Immobilien GmbH, Ratingen | |
| Geschäftsführer | ADCO International GmbH, Ratingen | |
| derzeit Präsident des Verwaltungsrates | TOI TOI AG, Affoltern/Schweiz | |
| Geschäftsführer | MEPS GmbH, Ratingen | |
| Geschäftsführer | QITS GmbH, Ratingen | |
| Mirko Mach | Geschäftsführender Gesellschafter | MPC Service GmbH, Heidelberg |
| Liquidator | 1stopmobile.com AG i. L., Heidelberg |
| Aufsichtsratsmitglied | Funktion | Unternehmen | ||
|---|---|---|---|---|
| Dr. Norbert Bensel | Mitglied des Aufsichtsrats | Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG, Kirkel |
||
| Mitglied des Aufsichtsrats | DEVK Deutsche Eisenbahn Versiche rung Sach- und HUK-Versicherungs verein a.G. Betriebliche Sozialeinrich tung der Deutschen Bahn, Köln |
|||
| Vorsitzender des Aufsichtsrats | TransCare AG, Wiesbaden | |||
| Mitglied des Beirats | BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen |
|||
| Mitglied des Beirats BREUER Nachrichtentechnik GmbH, Bonn |
||||
| Mitglied des Beirats | IQ Martrade Holding- und Manage mentgesellschaft mbH, Düsseldorf |
|||
| Mitglied des Verwaltungsrats | Qnamic AG, Hägendorf/Schweiz | |||
| Dr. Joachim Dreyer | Mitglied des Beirats | ZU Stiftung, Friedrichshafen | ||
| Mitglied des Beirats | EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe |
|||
| Mitglied des Beirats | Mobile One GmbH, Ratingen | |||
| Brigitte Holzer | Mitglied des Aufsichtsrats | Linux Information Systems AG, München |
||
| Director | INCORBUS Ltd., London/Groß britannien |
|||
| Inhaber, Geschäftsführerin | Holzer Holding GmbH, Berg | |||
| Inhaber, Geschäftsführerin | OCTAGON CAPITAL GmbH, Berg | |||
| FP & A Manager Eastern Europe, Middle East & Africa |
Adobe Systems GmbH, München | |||
| Dr. Thorsten Reinhard | Partner | Noerr LLP, London/Großbritannien, | ||
| Mitglied des Aufsichtsrats | Wacker Holding SE, München | |||
(30) Aufwand für Ab schlussprüfer
Im Geschäftsjahr 2010 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 60). Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer keine Aufwendungen erfasst.
Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH, Düsseldorf, wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. (31) Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses
Düsseldorf, den 25. März 2011
Der Vorstand
Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis
Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
Wir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss ‒ bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalfl ussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang ‒ sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 24. März 2011 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Schlereth Wirtschaftsprüfer gez. Frank Wirtschaftsprüfer
Corporate Governance
Die ecotel communication ag (ecotel) orientiert sich an internationalen und nationalen Standards für wertorientierte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit offener Information und transparenten Entscheidungsstrukturen versuchen wir Vertrauen bei Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit zu schaffen. Dabei versteht ecotel Corporate Governance als einen kontinuierlichen Prozess.
Im Folgenden berichten Vorstand und Aufsichtsrat von ecotel über die Corporate Governance gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. ab deren Geltung vom 26. Mai 2010 (der Kodex) und erläutern hierbei auch Abweichungen von dessen Empfehlungen. Der nachfolgende Bericht integriert ebenfalls den nach Ziffer 4.2.5 des Kodex geforderten Vergütungsbericht.
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen mit dem gemeinsamen Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens, die Geschäftsentwicklung, Unternehmensplanung sowie die Risikosituation.
Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig, um seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion nachzukommen. Er hat einen dreiköpfi gen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, um insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance effi zienter behandeln zu können. Der Aufsichtsrat hat zudem einen dreiköpfi gen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet.
Die zentrale Informationsveranstaltung für Aktionäre ist die Hauptversammlung. Dieser legt der Vorstand den vom Aufsichtsrat gebilligten Jahres- und Konzernabschluss vor. Der Jahresabschluss ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, sofern nicht Vorstand und Aufsichtsrat beschließen, die Feststellung des Jahresabschlusses der Hauptversammlung zu überlassen. Die Hauptversammlung entscheidet über die Verwendung eines Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie des Abschlussprüfers, die Satzung sowie in weiteren, gesetzlich vorgesehenen Fällen. Rechtzeitig vor Beginn der Hauptversammlung können sich die Anteilseigner umfassend anhand des Ge-schäftsberichtes sowie der Tagesordnung zur Hauptversammlung über die anstehenden Ent-scheidungen unterrichten. Sämtliche Dokumente und Informationen sind auch auf der Website von ecotel verfügbar.
Die Unternehmenskommunikation folgt dem Anspruch, wahr, vollständig, regelmäßig und zeitnah zu sein. Über wichtige Termine werden die Aktionäre regelmäßig in den Quartalsberichten sowie laufend im Internet auf der Website des Unternehmens informiert. Präsentationen auf Roadshows oder bei anderen Informationsveranstaltungen werden unverzüglich vollständig auf der ecotel Homepage unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. Dort fi ndet man auch sämtliche Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Presse- und Ad-hoc-Meldungen.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Verhältnis zu ihren Aufgaben und ihrer Verant-
wortung angemessen. Sie besteht aus einer festen und variablen Komponente; die Einzelheiten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2010 können die Mitglieder des Aufsichtsrates nur die feste Vergütungskomponente beanspruchen.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und Vorstandsvergütungsgesetz (VorstAG) und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Die Zielvorgaben (u.a. Auftragseingang, EBITDA, EBIT) für den variablen Anteil werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2010 stehen dem Vorstand variable Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 143 zu. Die Auszahlung des variablen Anteils ist an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt und erfolgt nur in Höhe des zu diesem Zeitpunkt bereits sicher verdienten Anteils. Für 2010 betrug der sicher verdiente variable Anteil TEUR 72. Den drei Vorstandmitgliedern steht jeweils ein Firmenwagen zu. Zudem ist ein Aktienoptionsprogramm für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter der ecotel auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 implementiert. Weitere Information zum Aktienoptionsprogramm fi ndet man auf der Homepage www.ecotel.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance sowie im Anhang des Jahres- bzw. Konzernabschlusses. Für die Vorstandsmitglieder der ecotel bestehen keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots.
Die individuellen Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat in 2010 sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Beteiligung von Vorstand und Aufsichtsrat am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2010:
| Organ | Aktienbesitz (in % |
|---|---|
| Vorstand | 25,8 % |
| Aufsichtsrat | 1,2 % |
| Gesamt | 27,0 % |
Die Angaben über Geschäfte mit Aktien der ecotel von Vorständen, Aufsichtsräten und sonstigen Personen mit Führungsaufgaben bzw. mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen (Directors' Dealings) fi ndet man ebenfalls auf der Homepage www.ecotel.de unter der Rubrik Investor Relations /Corporate Governance.
Ferner hat ecotel für den Vorstand sowie die Aufsichtsratsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpfl ichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem dem Corporate Governance Codex entsprechenden Selbstbehalt abgeschlossen.
ecotel ist den Empfehlungen des Kodexes seit dem 1. Januar 2010 mit folgenden Ausnahmen gefolgt:
Ziffer 3.8 Abs. 2
Bis Juli 2010 sah die D&O-Versicherung keinen Selbstbehalt für die Organmitglieder vor. Mit dem Abschluss einer neuen D&O-Versicherung im Juli 2010 wurde ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds bzw. des Aufsichtsratsmitglieds vereinbart.
Ziffer 5.1.2
Der Aufsichtsrat betrachtet Vielfalt (Diversity) als ein wichtiges Kriterium bei der Zusammensetzung des Vorstands und ist insbesondere der Auffassung, dass Frauen bei der Besetzung von Vorstandspositionen angemessen zu berücksichtigen sind. Im Jahr 2010 hat diese Haltung allerdings nicht zu der Bestellung eines weiblichen Vorstandsmitglieds geführt.
Vorstand und Aufsichtsrat tauschen sich regelmäßig zur Entwicklung der Führungskräfte der ecotel aus. Fragen der langfristigen Nachfolgeplanung sind im Jahr 2010 aber nicht erörtert worden.
Ziffer 5.2
Der Aufsichtsratsvorsitzende hatte bisher auch den Vorsitz des Prüfungsausschusses inne. Der Prüfungsausschuss hat seinen Vorsitz mit Wirkung ab dem 31. März 2011 auf ein anderes Aufsichtsratmitglied übertragen.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2
Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2010 noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt, beabsichtigt dies aber im Jahr 2011 zu tun.
Ziffer 5.4.3
Der Aufsichtsrat hält es weder für praktikabel noch zielführend, Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz gegenüber den Aktionären bekannt zu geben.
Der vollständige Kodex befi ndet sich im Internet unter www.corporate-governance-code.de.
Die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz der ecotel communication ag kann auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.ecotel.de eingesehen werden. Der vollständige Kodex befi ndet sich im Internet unter www.corporate-governance-code.de.
ecotel communication ag
Der Vorstand Der Aufsichtsrat
der ecotel communication ag der ecotel communication ag
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Darüber hinaus haben verschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats dem Vorstand ihre Fachkenntnisse beratend zur Verfügung gestellt, ohne hierfür ein über die satzungsmäßige Aufsichtsratsvergütung hinausgehendes Entgelt verlangt oder erhalten zu haben. Dies betraf unter anderem die Bereiche Organisation, Personal, Vertrieb, Finanzen, Recht und Kommunikation.
Der Aufsichtsrat der ecotel kam im Berichtsjahr zu insgesamt acht Sitzungen zusammen, von denen eine Sitzung in Form einer Telefonkonferenz abgehalten wurde. Zudem gab es sieben Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. Ein Mitglied des Aufsichtsrats hat nur an drei der acht Sitzungen teilgenommen. Sämtliche Verhinderungen waren entschuldigt.
In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt. Dies betraf unter anderem die Zustimmung zu einem Darlehen der Gesellschaft an die synergyPLUS GmbH sowie die Gestattung einer ehrenamtlichen Nebentätigkeit des Vorstandsvorsitzenden Herrn Peter Zils, der in das Präsidium des VATM gewählt wurde.
1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat
Neben den vorstehend genannten zustimmungsbedürftigen Geschäften hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr insbesondere mit der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und der Entwicklung der Vermarktung von Vollanschlüssen beschäftigt – dem für die Gesellschaft mit Abstand wichtigsten Produkt.
Auch im Jahr 2010 hat der Aufsichtsrat zudem Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So ließ er sich regelmäßig den Risikobericht des Vorstands und dessen Fortschreibungen erläutern. Die erörterten Risiken spannten sich über alle Unternehmensfunktionen. Der Aufsichtsrat hat die Risikoberichte jeweils mit dem Vorstand erörtert und auch selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. In diesem Rahmen hat sich der Aufsichtsrat auch eingehend mit dem Internen Kontrollsystem der Gesellschaft beschäftigt, dies insbesondere in einer Telefonkonferenz am 4. März 2010 und einer Sitzung am 27. Mai 2010. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifi zierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist. Beispielhaft hierfür erscheint dem Aufsichtsrat, wie der Vorstand mit dem Risiko der Verletzung einer Financial Covenant aus den Kreditverträgen der Gesellschaft umgegangen ist: Der Vorstand hat das Risiko frühzeitig erkannt, mit dem Aufsichtsrat verschiedene Maßnahmen des Risikomanagements diskutiert, die nach seiner Ansicht vorteilhafteste Option verfolgt und schließlich erfolgreich umgesetzt.
In der Aufsichtsratssitzung am 30. März 2010 stand der Jahresabschluss 2009 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 30. März 2010 vorsorglich verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind (dazu näher unten).
2. Behandlung von Interessenkonfl ikten im Aufsichtsrat
Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpfl ichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonfl ikte oder die Besorgnis von Interessenkonfl ikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich jeweils seiner Stimme enthalten und, sofern dies im Einzelfall opportun schien, auch nicht an der vorangegangenen Aussprache beteiligt. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinfl usst von dem (potentziellen) Interessenkonfl ikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betrifft die Herren Johannes Borgmann, Herrn Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard.
3. Jahres- und Konzernabschluss
Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der Abschlussprüfer der ecotel, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Auf-sichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat ist mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer einverstanden.
Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 28. März 2011 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2010 festgestellt.
4. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr
Im Berichtsjahr haben die Herren Stephan Brühl und Reinhold Oblak ihre Aufsichtsratsmandate niedergelegt. Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juli 2010 die Herren Dr. Norbert Bensel und Dr. Joachim Dreyer für die verbleibende Amtszeit der ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder in den Aufsichtsrat gewählt.
5. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr
Die Bestellung des Vorstandsmitglieds Achim Theis endete am 31. Mai 2010 turnusmäßig. Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 24. Februar 2010 wurde die Bestellung um drei Jahre verlängert. Zugleich wurde der Anstellungsvertrag zu veränderten Konditionen für den gleichen Zeitraum verlängert.
6. Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfi gen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den Quartalsberichten und dem Jahresabschluss 2009 auseinandergesetzt.
Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfi gen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2010 einmal getagt, um den an die Hauptversammlung gerichteten Vorschlag des Aufsichtsrats, die Herren Dr. Bensel und Dr. Dreyer in den Aufsichtsrat zu wählen, vorzubereiten.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2010 geleistete Arbeit. Ebenso dankt er den im Berichtsjahr aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Herren Brühl und Oblak für wertvolle Impulse und tatkräftige Unterstützung.
Düsseldorf, den 28. März 2011 Für den Aufsichtsrat:
Johannes Borgmann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Glossar
ARPU
Durchschnittlicher Umsatz pro Kunde (Average Revenue per User).
Backbone-Netz
Ein Backbone ist ein Hochleistungs- oder Hauptnetz für den Anschluss von lokalen Subnetzen, territorial verteilten Endgeräten oder zentral gesteuerten Netzen. In der Regel verfügt das Backbone über eine höhere Übertragungskapazität als die an ihm angeschlossenen und miteinander verbundenen Geräte und Netze.
Breitbandzugang
Teilnehmerseitiger breitbandiger Netzanschluss (breitbandiger Zugang) mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit. Der Anschluss ist drahtgebunden möglich über die vorhandene Kupfer-Doppelader mittels DSL-Verfahren über Glasfaser oder über das Breitband-Kabelnetz (BK).
Carrier
Unter einem Carrier/Netzbetreiber versteht man eine Gesellschaft zum Betrieb von Telekommunikationsnetzen. Ein Carrier/ Netzbetreiber verfügt über eigene Netze oder über wesentlich, für die Übertragung wichtige Komponenten, Vermittlungseinrichtungen oder Netzwerkmanagementsysteme. Netzbetreiber unterscheiden sich hinsichtlich der räumlichen Ausdehnung in globale Carrier, nationale Carrier, regionale Carrier und Stadtnetz-Carrier oder sog. City Carrier. Globale Carrier agieren weltweit oder international, nationale Carrier bieten ihr Leistungsangebot und ihre Netzinfrastruktur in einem geografi sch abgegrenzten Gebiet innerhalb eines Landes an und City Carrier agieren innerhalb von Stadtgrenzen bzw. innerhalb eines städtischen Ballungsraums.
Customer Relationship Management (CRM)
Customer Relationship Management hat zum Ziel, Kundenbedürfnisse individuell zu adressieren, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und sie damit langfristig an das Unternehmen zu binden. Hierzu werden die kundenbezogenen Abteilungen eines Unternehmens wie Vertrieb, Marketing und Support systematisch auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet.
DSL
Digital Subscriber Line (engl. für Digitale Teilnehmeranschlussleitung) – digitale Technologie einer breitbandigen Übertragungstechnik, mit der Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu mehreren Megabit/Sek. bei herkömmlichen Telefonnetzen (über Kupferkabel) erreicht werden können.
Ethernet
Hauptsächlich im lokalen Datennetz (LAN) genutzte kabelgebundene Datennetztechnik. Sie ermöglicht den Datenaustausch zwischen allen in einem LAN angeschlossenen Geräten (PC, Drucker etc.). In seiner traditionellen Ausprägung erstreckt sich das LAN dabei nur auf ein Gebäude. Heute verbindet Ethernet auch Geräte über weite Entfernungen und ermöglicht dabei die
Übertragung auch großer Datenmengen.
HGB
Handelsgesetzbuch
Housing/Hosting
Bereitstellung von Rechenzentrumsfl äche und Rechnerkapazitäten im Rechenzentrum durch Internet-Dienstleistungsanbieter für die Anbindung an das Internet.
IFRS
International Financial Reporting Standards – Normen der internationalen Rechnungslegung.
IP Bitstream Access
Das "IP Bitstream Access"-Produkt der Deutschen Telekom AG ermöglicht Anbietern ohne eigene Zugangsinfrastruktur die eigenständige Vermarktung von DSL-Anschlüssen ohne den bisher zusätzlich erforderlichen Telefonanschluss.
Konvergenzprodukt
Ein Konvergenzprodukt ist ein integriertes Festnetz-, Internetund Mobilfunkprodukt.
medianac
Der medianac ist eine hochverfügbare, datenbankgestützte Webapplikation zur Verwaltung von Video-Diensten. Der medianac wird im Datacenter der nacamar GmbH gehostet und betrieben und dient der vereinfachten Abwicklung der immer komplexer werdenden Streaming-Projekte von Geschäftskunden.
Media-Streaming
Aus einem Computernetzwerk empfangene und gleichzeitig wiedergegebene Audio- und Videodaten.
MVNE
Während der Mobile Virtual Network Operator (MVNO) als virtueller Netzbetreiber eigene Dienste entwickelt, betreibt und vermarktet, ist der Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) wiederum Partner des MVNO. Er betreibt die notwendige Infrastruktur, um Dienste des MVNO an die Kommunikationsinfrastruktur eines Mobilfunknetzes anzubinden, für die Übertragung auch großer Datenmengen.
MVNO
Der Mobile Virtual Network Operator (MVNO) ist eine neue Geschäftsform der Mobilfunkbranche zwischen dem eigentlichen Netzbetreiber und dem Service-Provider oder Reseller. Im Gegensatz zum Netzbetreiber betreibt der MVNO kein eigenes Accessnetzwerk mit eigenen Funkstationen. Der MVNO hat jedoch die Möglichkeit, Kernnetzleistungen – z.B. Vermittlung, IN-Plattform, Kundenverwaltung, Home Location Register (HLR), Billing – selbst zu betreiben oder vom Netzbetreiber zu mieten. Damit hat der MVNO die gleichen Möglichkeiten, Dienste zu gestalten wie der Mobilfunknetzbetreiber selbst. Für den Service Provider begrenzen sich die Gestaltungsmöglichkeiten auf die Umsetzung von Preismodellen, die auf der Basis der vom Carrier gelieferten Gesprächsdaten berechnet werden können.
"NetMig"-Projekt
Der Begriff "NetMig" (Abk. für Netzmigration) beschreibt das Projekt der Konzentration des IP-Backbone von 21 dezentralen Zugangspunkten auf 2 redundante Zugangspunkte durch die Zusammenführung der Netzinfrastruktur. In diesem Projekt werden die herkömmlichen Anbindungen von Bestandskunden über Festnetzverbindungen (Leased Lines) durch performante Ethernet-Anbindungen ersetzt.
Network Operation Center (NOC)
Das Network Operation Center (NOC) ist die technische Betriebsstelle für ein Netzwerk und verantwortlich für die Überwachung (Monitoring) des Netzwerkes.
On-Net-/Off-Net-Gebiet
In On-Net-Gebieten sind Vollanschlussprodukte von alternativen Netzbetreibern verfügbar. In den so genannten Off-Net-Gebieten werden Telekommunikationsdienstleistungen mittels Anschlussübernahme über die DTAG realisiert.
Prepaidkarte
Mit dem Begriff Guthabenkarte wird die Nutzung von Dienstleistungen über vorausbezahlte Guthabenkonten umschrieben, die im Telekommunikationsbereich verbreitet ist. Die häufi g verwendete Bezeichnung "Prepaidkarte" leitet sich aus dem englischen "prepaid" für "vorausbezahlt" ab.
Preselection
Dauerhafte Voreinstellung des Anschlusses beim Teilnehmernetzbetreiber (TNB) auf einen Verbindungsnetzbetreiber (VNB) zur Abwicklung von Gesprächen. Die Voreinstellung erfordert in der Regel eine vertragliche Vereinbarung mit dem gewünschten VNB. Die Realisierung der Voreinstellung am Anschluss wird vom TNB vorgenommen.
Prime Standard
Der Prime Standard ist das Zulassungssegment für Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse, die sich international positionieren wollen. Im Prime Standard müssen Aktiengesellschaften über das Maß des General Standard hinausgehende internationale Transparenzanforderungen erfüllen.
PSTN
Public Switched Telephone Network (PSTN) ist ein Fernsprechnetz, das für die Abwicklung von Telefongesprächen konstruiert ist.
Reseller
Unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung erfolgender Weiterverkauf von Telekommunikationsdienstleistungen anderer Telekommunikationsunternehmen. So genannte Switch-based Reseller verfügen über eine eigene Vermittlungstechnologie, Reseller ohne eigene Vermittlungsrechner werden als Rebiller oder
Switchless Reseller bezeichnet.
Roaming
Ermöglicht Telefonate über Netze verschiedener Netzbetreiber, wie zum Beispiel beim internationalen Roaming im paneuro-päischen GSM-System.
Virtual Network Operator (VNO)
Virtuelle Netzwerkbetreiber verfügen über keine eigenen Netzwerkinfrastrukturen. Stattdessen stellen sie ein Netzwerk aus den Infrastrukturen anderer Anbieter zusammen und verbinden diese mit eigenen Bestandteilen zu einem virtuellen (Gesamt-) Netz, etwa mittels eigener Switch-Technologie.
VoIP
Voice over IP – Auf dem Internet Protocol basierende Sprachdienste (sog. VoIP-Dienste), die in Hinsicht auf Qualität und Produktgestaltung mit traditionellen Telefondiensten vergleichbar sind. VoIP-Dienste zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Nutzer auf der Basis eines paketvermittelten Datennetzes telefonieren können. Dabei kann es sich um das Internet oder um gemanagte IP-Netze handeln.
Vollanschlussprodukt
Bereitstellung eines "echten" ISDN-Anschlusses über alternative Teilnehmernetzbetreiber statt einer Anschlussübernahme durch die Deutsche Telekom AG. Der Vollanschluss kann optional auch mit einem DSL-Anschluss erworben werden.
VPN
Virtual Private Network – Unternehmensnetze, die zur geschlossenen Vernetzung von Unternehmensstandorten verwendet werden.
White Label Service
Als White Label werden Produkte bezeichnet, die nicht unter einer Eigenmarke, sondern als Marke anderer Unternehmen an Kunden vermarktet werden.
Wholesale Service
Netzübergreifender Handel (An- und Verkauf) von Telefonminuten in größeren Volumina.
Finanzkalender
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Mai 2011 Veröffentlichung des Quartalsberichtes Q1 29. Juli 2011 Hauptversammlung
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August 2011 Veröffentlichung des Quartalsberichtes Q2
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November 2011 Veröffentlichung des Quartalsberichtes Q3
Impressum
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