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ecotel communication ag Annual Report 2007

Mar 31, 2008

131_10-k_2008-03-31_4280aaee-f056-4fbd-a467-611041ae716b.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht 2007

Kennzahlen

Angaben in Mio. € 2005 2006* 2007
Umsatz 34,8 56,3 93,2
Geschäftskunden 32,0 37,5 67,4
Wiederverkäufer 2,3 18,4 20,7
Sonstiges 0,5 0,4 5,1
Rohertrag 11,7 16,0 29,6
Geschäftskunden 11,3 14,6 27,1
Wiederverkäufer 0,2 1,2 1,5
Sonstiges 0,2 0,2 1,0
EBITDA 2,5 4,5 9,2**
in % vom Umsatz 7,2% 8,0% 9,9%
EBIT 2,1 3,7 6,0**
in % vom Umsatz 6,0% 6,6% 6,5%
Konzern-Ergebnis 1,4 2,1 3,3
Ergebnis je Aktie*** (in €) 0,53 0,64 0,90
ohne latente Steuern 0,50 0,78 1,08
Bilanzsumme 8,0 27,7 61,6
Eigenkapital 2,3 19,2 28,6
in % der Bilanzsumme 28,8% 69,3% 46,4%
Aktienstückzahl zum 31.12. 2.565.000 3.500.000 3.900.000
Nettofi nanzverbindlichkeiten -1,5 -9,4 13,9
als Multiple vom EBITDA n/a n/a 1,51
Mitarbeiter zum 31.12. 85 148 217

* gemäß IAS 8.42 wurden Zahlen des Jahres 2006 angepasst.

Im Einzelnen verweisen wir hierzu auf die Ausführungen im Konzernanhang.

* * darin sind Erlöse in Höhe von 2,2 Millionen Euro aus nicht wiederkehrenden Projekten enthalten

* * * sowohl unverwässert als auch verwässert

Wesentliche Daten zum Cashfl ow Angaben in Mio 2005 2006 2007
Finanzmittelfonds zum 01.01. 1,5 1,5 9,4
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,5 2,6 6,5
Cashfl ow aus der Investitionstätigkeit -1,2 -9,3 -28,9
Erzeugter Free Cashfl ow 0,3 -6,7 -22,4
Cashfl ow aus Finanzierungsstätigkeit -0,3 14,6 16,9
Finanzmittelfonds zum 31.12. 1,5 9,4 3,9

Kennzahlen X

Unternehmensprofi l

Die ecotel communication ag hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf drei Geschäftsbereiche spezialisiert.

Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel als eines der ersten Unternehmen der Branche ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen als Komplettpaket aus einer Hand an. Deutschlandweit versorgt ecotel mehr als 45.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen und verfolgt konsequent die Strategie zur Fixed-Mobile-Konvergenz (FMC), dem Zusammenwachsen von Festnetz und Mobilfunk.

Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet ecotel Vorprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter. Über moderne Enabling- und Vermittlungs-Plattformen erhalten diese Zugriff auf das gesamte Produktportfolio der ecotel, beispielsweise entbündelte Teilnehmer- und Breitbandanschlüsse oder Mobilfunklösungen. Zugleich erzielt ecotel mit diesem Geschäftsbereich hohe Volumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden".

Im Bereich New Business werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Neben der PPRO, easybell, ecotel private und toBEmobile wird auch der Bereich New Media in eine eigenständige Business Unit überführt.

Die ecotel communication ag hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf und beschäftigt mit ihren Tochtergesellschaften aktuell ca. 220 Mitarbeiter. ecotel zählt zu den am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen in Deutschland und konnte sich beim Deloitte-Wettbewerb "Technology Fast 50" drei Jahre in Folge unter den 50 besten deutschen Unternehmen platzieren.

INHALT

  • 01 Unternehmensprofi l
  • 03 Vorwort des Vorstandes
  • 06 Das Geschäftsmodell
  • 10 Die ecotel Aktie
  • 12 KONZERNLAGEBERICHT
  • 14 Geschäfts- und Rahmenbedingungen
  • 26 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 30 Nachtragsbericht
  • 31 Risikobericht
  • 35 Prognosebericht

38 KONZERNABSCHLUSS

  • 40 Konzern-Bilanz
  • 42 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 43 Konzern-Kapitalfl ussrechnung
  • 44 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • 46 Konzernanhang der ecotel communication ag
  • 88 Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers
  • 89 Corporate Governance
  • 92 Bericht des Aufsichtsrates
  • 96 Glossar
  • 98 Finanzkalender
  • 98 Impressum

Vorwort des Vorstandes

Sehr verehrte Damen und Herren, verehrte Aktionäre,

die ecotel Gruppe konnte nach einem sehr ereignisreichen Geschäftsjahr 2007 auch im zehnten Jahr der Unternehmenshistorie an das profi table Wachstum der Vorjahre anknüpfen. Die Umsätze stiegen gegenüber 2006 um 66% von 56,3 Millionen Euro auf 93,2 Millionen Euro. Das EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 104% von 4,5 Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro und das EBIT kletterte um 62% von 3,7 Millionen Euro auf 6,0 Millionen Euro. Das Konzernergebnis 2007 nach Anteilen Fremder erhöhte sich um 56% von 2,1 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,90 Euro versus 0,64 Euro im Vorjahr. Bereinigt um latente Steuern beträgt das Ergebnis je Aktie in 2007 1,08 Euro.

Demnach dokumentiert die Entwicklung des reinen Zahlenwerkes für das Geschäftsjahr 2007 durchweg Positives. Dennoch können wir aufgrund der unerwarteten Korrektur der Profi tabilität der nacamar GmbH nicht zufrieden sein. Im Rahmen der im März abgeschlossenen Akquisition der Tiscali Business Unit, der heutigen nacamar GmbH, stellte sich im September 2007 heraus, dass die Finanzkennzahlen in 2006, welche auch die Grundlage für die Planung 2007 bildeten, aus unserer Sicht zu hoch ausgewiesen wurden. Mittlerweile sind unsere Prüfungen abgeschlossen, inwieweit sich rechtliche Schritte und eine darauf aufbauende Kaufpreisreduzierung gegenüber dem Verkäufer ableiten lassen. Über die Ergebnisse bzw. ein mögliches Klageverfahren werden wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

Bedauerlicherweise schlugen sich diese Effekte auch im Aktienkurs nieder. Notierte die Aktie zu Beginn des Jahres bei 12 Euro und kletterte im Laufe des zweiten Quartals auf über 17 Euro, ging die Aktie infolge der Gewinnwarnung vom September zum Ende des Jahres mit 7,44 Euro aus dem Handel. Zwischenzeitlich hatte sich der Kurs der ecotel-Aktie seit dem IPO im März 2006 sogar gedrittelt, obwohl wir Umsatz und EBIT im selben Zeitraum fast haben verdreifachen können. Umso mehr sehen wir uns im Rahmen unserer Investor Relations Aktivitäten gefordert, den Kapitalmarkt von unserem gesunden Geschäftsmodell zu überzeugen.

Im Geschäftsjahr 2007 gab es aber auch viele positive Ereignisse, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen werden.

Mit der Übernahme der Tiscali Nacamar GmbH im Februar 2007 verstärkte ecotel ihr Know-how im Bereich professioneller Datendienste und New Media Services und baute zugleich die Geschäftskundenbasis auf 40.000 Kunden aus.

Im April 2007 erfolgte die Gründung und 45%ige Beteiligung an der mvneco GmbH. Die von der mvneco angebotenen "Managed Services" ermöglichen anderen Carriern die Vermarktung eigener Mobilfunkdienste.

Ende Juni 2007 konnte ecotel mit der Übernahme der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH den Kundenstamm erneut ausbauen und versorgt seitdem bundesweit 45.000 Geschäftskunden mit Telekommunikationslösungen. Gleichzeitig ging ecotel eine langfristige Vertriebspartnerschaft mit den ehemaligen

Gesellschaftern der ADTG GmbH ein, die im Vermarktungsgeschäft allein ca. 30 Millionen Euro Außenumsatz bei anderen Netzbetreibern vorhalten.

Mit den im Juli 2007 durchgeführten Mehrheitsbeteiligungen an der easybell GmbH und PPRO GmbH erschließt ecotel neue wachstumsträchtige Geschäftsfelder im Bereich der entbündelten DSL-Teilnehmernetzzugänge und internetbasierten Zahlungssysteme.

Im August hat ecotel den Segmentwechsel vom Entry Standard in den Prime Standard vollzogen und damit die Basis für den Zugang zu einem breiteren Investorenkreis geschaffen.

Ebenfalls im August 2007 konnte der erste Großkunde, ein im TecDAX notierter bundesweit agierender Teilnehmernetzbetreiber, auf der Plattform der mvneco GmbH mit einer eigenständigen Mobilfunklösung "live" geschaltet werden. Auch ecotel konnte im vierten Quartal auf Basis dieser Managed Service Plattform als MVNO seine neue Mobilfunklösung zur Vermarktung freigeben und zählt seitdem zu den ersten Unternehmen der Branche, die Geschäftskunden sämtliche festnetzbasierten Dienste und Mobilfunklösungen aus einer Hand und auf einer Rechnung anbieten können ("Livestart" und Auslieferung erster SIM-Karten im Februar 2008).

Schließlich haben wir durch gezielte Cross-Selling-Maßnahmen den Durchschnittsumsatz je Kunde (ARPU) um 8% erhöhen können. Hierzu haben in erster Linie die bis Ende 2007 vorliegenden mehr als 20.000 Anschlussübernahmeaufträge beigetragen, die aufgrund verzögerter Bearbeitung durch die Deutsche Telekom zu 50 Prozent erst im Jahr 2008 umsatzwirksam werden können.

Im Rahmen der neuen Bündelangebote durch die Kombination von Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten treiben wir innerhalb der ecotel vor allem das Thema Fixed Mobile Convergence (FMC) voran und erwarten hierdurch eine kontinuierliche und nachhaltige Steigerung des Umsatzes je Kunde.

Daneben setzen wir erhebliche Hoffnungen in das Potenzial der Dienstleistungsplattform CAP, die sich gegenwärtig im Aufbau befi ndet und über die wir ab Mai 2008 anderen Telekommunikationsunternehmen und branchenfremden Vermarktern zusätzlich die komplette Prozesskette für die Abwicklung von DSL-Teilnehmeranschlussleitungen inklusive Rufnummerportierung und Voice over IP anbieten können.

Aufgrund der breit gefächerten Investitionen in neue Prozess- und Systemlandschaften, die sowohl für den Geschäftskunden- als auch für den Wiederverkäuferbereich neue Produkte ermöglichen werden, ist der Erfolg und letztlich auch der Ergebnisbeitrag für 2008 nur bedingt planbar. Aus diesem Grund erwarten wir für 2008 einen Umsatz mit einer Bandbreite von 100 bis 110 Millionen Euro. Die Ertragsseite wird im Rahmen der laufenden juristischen Auseinandersetzungen von verschiedenen Einmaleffekten sowohl auf der Ertrags- als auch Aufwandsseite geprägt sein. Wir gehen davon aus, dass sich das (um Einmalerträge und -aufwendungen bereinigte) EBITDA für 2008 oberhalb des normalisierten Vorjahresniveaus von 7 Millionen Euro einpendeln wird.

Inzwischen hat auch bei ecotel das EBITDA das EBIT (bedingt durch die hohen planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte) als Gradmesser zur Beurteilung der Ertragskraft des Unternehmens zunehmend verdrängt. Daher wird in Zukunft das EBITDA als vorrangige Prognosekennzahl für den erwarteten Ertrag der ecotel in den Vordergrund rücken.

Um nach dem stürmischen Wachstum des Jahres 2007 die Synergien unserer Akquisitionen zu heben, haben wir uns für 2008 zum Ziel gesetzt, eine weitestgehende Konsolidierung unserer Tochtergesellschaften voranzutreiben. Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition wird deshalb das Geschäft der ecotel Gruppe zukünftig aus drei Säulen bestehen: Geschäftskunden, Wiederverkäufer und New Business.

Abschließend möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ecotel Gruppe für die erbrachte Leistung und ihren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens sowie bei unseren Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Mit unserer Strategie und unserem Willen zum Erfolg sind wir fest davon überzeugt, die Erfolgsstory von ecotel auch im Jahr 2008 fortschreiben zu können.

Düsseldorf, im März 2008

Achim Theis (CSO, Vorstand)

Peter Zils (CEO, Vorstandsvorsitzender)

5 5

Bernhard Seidl (CFO, Vorstand)

GESCHÄFTSMODELL

Das Geschäftsmodell ALL AROUND COMMUNICATION – SUCCESS FOR YOUR BUSINESS!

ecotel hat in den letzten zehn Jahren einen Weg gewählt, der sich von dem vieler Telekommunikationsunternehmen unterscheidet. Wir bieten ein Konzept mit Ideen und Lösungen geprägt von engagierten Menschen und modernster Technik, das nur ein Ziel verfolgt: unseren Geschäftskunden und -partnern die Kommunikation so einfach, so komfortabel, so sicher und so günstig wie möglich zu machen.

Erweiterung der Geschäftsfelder

Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition wird das Geschäft der ecotel Gruppe zukünftig aus drei Säulen bestehen: Geschäftskunden, Wiederverkäufer und New Business. Das Sprach-, Daten- und Mobilfunkgeschäft von ecotel, nacamar und ADTG wird in den Geschäftsbereich "Geschäftskunden" zusammengeführt – hier erwartet die Gesellschaft auch weiterhin die höchste Ertragskraft und organisches Wachstum aus den Bestandskunden. Der Geschäftsbereich "Wiederverkäufer" bleibt als bereits existierende Säule bestehen, über die ecotel andere Carrier, Reseller und branchenfremde Vermarkter bedient und gleichzeitig hohe Volumina und attraktive Einkaufskonditionen erzielen kann. Im Bereich New Business werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Neben der PPRO, easybell, ecotel private und toBEmobile wird auch der Bereich New Media, der bislang innerhalb der nacamar angesiedelt war, in eine eigenständige Business Unit überführt und erhält dadurch eine größere Unabhängigkeit und Bedeutung innerhalb der ecotel Gruppe.

ecotel - auf anhaltendem Wachstumskurs

Auch im Vergleich zu anderen Technologieunternehmen im Telekommunikations- und IT-Umfeld konnte sich ecotel aufgrund überdurchschnittlicher Wachstumsraten erneut erfolgreich behaupten. Beim Deloitte-Wettbewerb "Technology Fast 50" belegte ecotel im Jahr 2007 zum dritten Mal in Folge einen Platz unter den 50 am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen in Deutschland.

Deloitte.
200
Technology Fast 50
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Die vier "Erfolgsfaktoren" für unser Kerngeschäft mit Geschäftskunden

Mit dem Einstieg in den Mobilfunkmarkt konnte ecotel das bisherige Produktportfolio erfolgreich erweitern und zählt seitdem zu den ersten Unternehmen der Branche, die Geschäftskunden sämtliche festnetzbasierten Telefon- und Datendienste sowie zusätzlich Mobilfunklösungen aus einer Hand und auf einer Rechnung anbieten können. Durch dieses erweiterte Komplettangebot bilden folgende vier "Eckpunkte" unser Kerngeschäft mit Geschäftskunden:

  • Unsere Geschäftskunden haben Zugriff auf individuelle projektspezifi sche Lösungen und Zugang zu festen Ansprechpartnern
  • Kundengewinnung über effektive Vertriebs strukturen, um SMEs und Großkunden effi zient zu erreichen
  • Niedrigkostenbasis mit quasi-variablen Kosten durch Nutzung der ecotel Plattformen und Aus nutzung des Überangebotes an Netzinfra strukturleistungen
  • Integriertes Produktportfolio, bestehend aus maßgeschneiderten Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen aus einer Hand und auf einer Rechnung

Diese Eckpunkte liefern die Basis für den bisherigen Erfolg des ecotel Geschäftsmodells und zugleich

die Perspektive für einen weiterhin anhaltenden profi tablen Wachstumskurs.

Fixed Mobile Convergence und Carrier Aggregation Plattform als neue Wachstumstreiber

Nachdem ecotel bereits in 2006 den Schritt zum virtuellen Netzbetreiber im Festnetz vollzogen hat, ist mit der weiteren Ausrichtung des Unternehmens zum Mobile Virtual Network Operator (MVNO) seit September 2007 ein weiterer Meilenstein erreicht. Damit ist ecotel gut gerüstet, um im erwarteten Wandel des Telekommunikationsmarktes auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Fixed Mobile Convergence (FMC) bietet hier, aufgrund des Zusammenwachsens von Festnetz und Mobilfunk, neue Herausforderungen, aber auch besondere Wachstumschancen. Um an dieser Entwicklung zu partizipieren, bringen wir unsere gesamte Innovationskraft in die Entwicklung neuer Prozess- und Systemlandschaften ein. Hierzu zählt auch die derzeit im Aufbau befi ndliche Dienstleistungsplattform CAP (Carrier Aggregation Plattform), über die wir auch anderen Telekommunikationsunternehmen, Service Providern und branchenfremden Vermarktern die komplette Bereitstellung und Abrechnung von DSL-, TAL- und Mobilfunk-Produkten ermöglichen werden.

Die ecotel Aktie

Die ecotel communication ag hat am 28. Juni 2007 sowie am 12. Juli 2007 das Grundkapital von 3.500.000 Aktien um 400.000 Aktien auf zuletzt 3.900.000 Aktien erhöht. Die neuen Aktien wurden jeweils gegen eine Sacheinlage im Rahmen der Akquisition der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH sowie 51% der Geschäftsanteile der PPRO Wertkartenverkauf GmbH ausgegeben.

Im dritten Quartal hat die ecotel communication ag auch den bereits angekündigten Segmentwechsel in den Prime Standard vollzogen. Am Montag, den 06. August 2007, erfolgte die Zulassung des Grundkapitals der Gesellschaft von 3.900.000 Stückaktien zum Amtlichen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des Amtlichen Markts mit weiteren Zulassungsfolgepfl ichten (Prime Standard). Ein öffentliches Angebot fand im Rahmen des Segmentwechsels nicht statt. Damit war ecotel das vierte Unternehmen, welches seit dem Bestehen des Entry Standards den Wechsel in den Prime Standard vollzogen hat.

Kursentwicklung 2007

Während der DAX als Repräsentant der Large-Cap-Unternehmen in 2007 um 22% zulegen konnte, der TecDAX sogar um 30% anstieg, fi el die Performance der Nebenwerte deutlich geringer aus. So erreichte der MDax einen Wertzuwachs von 5%, der SDax eine Wertentwicklung von -7%, der Entry Standard Index verbuchte sogar einen Rückgang von -23%.

Die Aktienkursentwicklung der ecotel in 2007 war enttäuschend. Nachdem sich der Aktienkurs im ersten und zweiten Quartal 2007 sehr positiv entwickelte, um im Mai 2007 seinen Höchstkurs von 17,86 Euro zu erreichen, geriet der Kurs der ecotel Aktie im dritten Quartal bedingt durch die Nachrichten über Schwierigkeiten eines ehemaligen Großaktionärs sowie der Gewinnwarnung erheblich unter Druck. So fi el der Kurs der Aktie von 12,24 Euro Anfang des Jahres auf 7,44 Euro zum Ende des Jahres.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der Aktie betrug in 2007 durchschnittlich 12.000 Stück pro Tag verglichen mit 5.000 Stück im Vorjahr. Zum Jahresende wies ecotel bei einem Aktienkurs von 7,44 Euro eine Marktkapitalisierung von 29,0 Millionen Euro auf.

Investor Relations

In 2007 wurden verschiedene Investor Relations Aktivitäten angestoßen. Es wurden zwei Roadshows durchgeführt, um den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen und den Kontakt zu neuen interessierten Anlegern aufzubauen. Eine aktualisierte Research Coverage der ecotel Aktie fand durch die Analysten von SES Research statt. Im Rahmen des Segmentwechsels in den Prime Standard wurde ein Wertpapierprospekt angefertigt, der einen guten Einblick in das Unternehmen ermöglicht. Darüber hinaus präsentierte ecotel sich auf Anlegermessen wie z.B. auf dem Close Brothers Forum in Frankfurt. Weiterhin wurde der Bereich Investor Relations der ecotel Webseite vollständig überarbeitet. Informationen zum Unternehmen, wie Quartalsberichte, Pressemitteilungen und der Finanzkalender, sowie die jeweils aktuellen Unternehmenspräsentationen können von allen Anlegern unmittelbar nach Veröffentlichung auf der neuen Investor-Relations-Internetseite abgerufen werden.

Aktionärsstruktur

Im Laufe von 2007 gab es erhebliche Veränderungen der Besitzverhältnisse der ecotel Aktie. Im zweiten Quartal 2007 wurde ein Großteil der Aktien der Altaktionäre umplatziert, der Streubesitz erhöht und ein neuer Kerninvestor gefunden. Zum 30. Juni 2007 betrug das Grundkapital der ecotel 3.500.000 Aktien, davon hielt die Absolute Activist Value Master Fund Ltd. mehr als 25% der Stimmrechte. Anfang des dritten Quartals erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft um 400.000 Aktien auf 3.900.000 Aktien. Ende Oktober wurde eine Umplatzierung sämtlicher Aktien des Absolute Activist Value Master Funds abgeschlossen. Neue Kerninvestoren der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 sind mit 10,1% die AvW Gruppe AG sowie mit 12,5% die Information Technologies R&D Holding AG. Peter Zils (CEO der ecotel) ist mit 31,1% der stimmberechtigten Aktien weiterhin Hauptaktionär der ecotel. Der Streubesitz beträgt ca. 46%.

Kennzahlen Ø 2007

WKN 585434 Datum Erstnotierung 29.03.2006
ISIN DE0005854343 Aktienstückzahl* 3.900.000
Symbol E4C Tagesvolumen 11.974
Höchstkurs 2007 (€) 17,86
Marktsegment ab
01.07.2007
Prime Standard Tiefstkurs 2007 (€) 5,81
Index
zugehörigkeit
CDAX, Prime All Share,
Technology All Share
Marktkapitalisierung (€ m)* 29,0
Gattung Stückaktien Designated Sponsor Close Brothers Seydler

KONZERNLAGEBERICHT

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. ECOTEL IM ÜBERBLICK

Die Gesellschaft ist ein deutschlandweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das im Jahr 1998 mit der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes gegründet worden ist. ecotel bündelt ihre Produkte und Dienstleistungen in zwei sich ergänzende Geschäftsbereiche: "Geschäftskundenlösungen" und "Wiederverkäuferlösungen".

Geschäftskundenlösungen

Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden sämtliche Telekommunikationslösungen in Form von Sprach-, Daten- und Mehrwertdiensten sowie Mobilfunklösungen aus einer Hand und auf einer Rechnung an.

Das Sprachproduktportfolio der Gesellschaft war bisher durch die "Sprachtelefonie über Preselection" dominiert. Das Angebot wurde seit Ende 2005 um Direktanschlüsse erweitert und ermöglichte es ecotel, Komplettlösungen von Telefon- und Internetanschlüssen inklusive individualisierter Abrechnung anzubieten. ecotel konnte in der Folge zunehmend mehr vom Gesamtbedarf für Telekommunikationsdienste bei Geschäftskunden abdecken und sich entsprechend an das veränderte Nachfrageverhalten anpassen.

Das Datenproduktportfolio wurde durch den Erwerb der nacamar GmbH im Februar 2007 weiter ausgebaut und professionalisiert. So konnte ecotel das Portfolio um die sichere Vernetzung von Unternehmensstandorten (VPN), Housing- und Hosting-Dienstleistungen sowie um New Media Services erweitern.

Im Bereich "New Media Dienste" wird dabei über sogenannte Streamingmodule ein B2B-Produktportfolio für die Aufzeichnung, Codierung und Verteilung von Audio- und Videoinhalten im Internet angeboten. Dabei werden mittels eines entsprechenden Netzwerks (Media Delivery Network) beispielsweise Videos, Musik und sonstige Medieninhalte über das Internet live (in Echtzeit) oder on demand (bei Bedarf) übertragen. Auf diese Weise können etwa Sendungen von lokalen und überregionalen Radio-

Sprachanschluss Anschlussübernahme oder VoIP-Direktanbindung
Sprache Telefonie Minutentarife, Minutenpakete oder Flatrate
Mehrwertdienste Servicerufnummern (0800, 0180x, 0900)
Festnetz Daten Datenanschluss via xDSL oder Leased Lines inkl. Flatrate
VPN / Security Sichere Unternehmensvernetzung via IP VPN
1
Hosting / Housing
Housing von Serverfarmen sowie Hosting von
Shared Services im eigenen Rechenzentrum
Multimedia Streaming Kodierung und Übertragung von Audio
und Videoinhalten über das Internet
Mobilfunk Sprache Attraktive Konvergenzprodukte
Daten Integration mit Festnetz-VPN-Lösungen

Produktportfolio ecotel

und Fernsehsendern weltweit verbreitet werden.

Darüber hinaus bietet ecotel in Zusammenarbeit mit der im April 2007 gegründeten mvneco GmbH mittlerweile eigene Mobilfunkprodukte für Geschäftskunden an. Der ursprüngliche Einstieg in den Mobilfunk erfolgte bereits im September 2006 durch den Erwerb von 51% der Anteile an der im Mobilfunkmarkt tätigen toBEmobile GmbH, welche eigene Prepaid-SIM-Karten mit Discounttarifen vermarktet und günstige Handygespräche im Ausland zu reduzierten Roaminggebühren anbietet. Seit September 2007 werden auch eigene Mobilfunkprodukte für Geschäftskunden angeboten, die seit Anfang 2008 zur Nutzung freigeschaltet sind.

Durch die Neuausrichtung im Zusammenhang mit der Produkterweiterungsstrategie sowie durch die Konsolidierung von Mehrheitsbeteiligungen hat sich der "Umsatzmix" der ecotel in 2007 erheblich verbessert. Während im Vorjahr noch ca. 95% der Geschäftskundenumsätze mit Sprach- und Mehrwertdiensten erwirtschaftet wurden, verminderte sich dieser Bereich im Gesamtbild im Jahr 2007 auf nur noch ca. 62%. Die übrigen Produktbereiche Sprachund Datenanschlüsse (26%), New Media (6%), Hosting (5%) und Mobilfunk (1%) legten demnach auf 38% der Geschäftskundenumsätze zu und unterstreichen die deutliche strukturelle Veränderung.

Der Vertrieb erfolgt in Abhängigkeit von der Zielgruppe sowohl über Direkt- als auch Partnervertrieb, so dass ecotel über einen breiten Zugang zu kleinen und mittelständischen Unternehmen verfügt. Zu den ca. 500 aktiven Vertriebspartnern zählen unter anderem Telekommunikationsmakler, ITK-Berater und Systemhäuser. Darüber hinaus hat sich ecotel mit zielgruppenspezifi schen Lösungen als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mittlerweile mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Mittlerweile versorgt das Unternehmen deutschlandweit mehr als 45.000 Geschäftskunden aus allen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Wiederverkäuferlösungen

Im Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter von Telekommunikationsdiensten zusammen. Zudem ist die Gesellschaft seit August 2005 im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskundenlösungen".

Begrenzter Einsatz eigener Infrastruktur

Die Gesellschaft unterhält einen deutschlandweiten, 3.000 km langen Backbone-Ring für Internet- und Datendienste sowie ein eigenes Rechenzentrum in Frankfurt. ecotel verfügt zudem über eine eigene zentrale Vermittlungstechnik für Sprache. Die Netzzusammenschaltung mit ca. 100 Carriern versetzt das Unternehmen in die Lage, ähnliche Rohmargen wie Netzbetreiber zu erzielen, jedoch mit einer nahezu ausschließlich variablen Kostenbasis.

IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für Ordermanagement und Billing, um fl exibel und schnell auf neue Kundenanforderungen reagieren und zeitnah neue Produkte in die Systeme implementieren zu können. Im Geschäftsbereich New Media verfügt nacamar über eigene Streaming- und Codierungsplattformen. Die Mobilfunkbeteiligung mvneco besitzt eine komplette zentrale Mobilfunkplattform, bestehend aus Signalisierungs-, Messaging- und Applikationsmodulen.

Standorte und Mitarbeiter

Die ecotel communication ag hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Ende 2007 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 102 Mitarbeiter, 14 Mitarbeiter weniger als Ende 2006.

2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).

Leitungsorgan

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat durch seinen Beschluss vom 03. Februar 2006 nachgekommen.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch

ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an.

Vergütung der Organmitglieder

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie bei zwei Vorstandsmitgliedern einen variablen Bestandteil. Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben in Bezug auf das EBIT und den Konzernumsatz der Gesellschaft. Die Zielvorgaben werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpfl ichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. Damit werden die Vorstandsmitglieder am langfristigen Wertzuwachs des Unternehmens beteiligt, wodurch auch eine Bindung an das Unternehmen erreicht werden soll.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpfl ichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung 29, "Organbezüge") aufgeführt.

Änderungen der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Kapitalverhältnisse Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Ende 2007 3.900.000,00 Euro. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 Euro vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel keine eigenen Aktien. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sie sich bespielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 Euro gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007). Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2007 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.500.000,00 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2007 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Am 01. Oktober 2007 wurden im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 145.000 Aktienoptionen an Vorstand und leitende Angestellte der ecotel gewährt.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 27. Juli 2007 die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befi nden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Im Geschäftsjahr 2007 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht.

Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2007 mehr als 10% beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

Gesamt 53,62 %
Information Technologies
R&D Holding AG
12,45 %
AvW Gruppe AG 10,12 %
Peter Zils 31,05 %
Aktionär Aktienbesitz (in %)

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote

Wesentliche Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für das Vorstandsmitglied Bernhard Seidl besteht im Fall einer wesentlichen Veränderung der Eigentümerstruktur

(Change of Control) ein Sonderkündigungsrecht mit einem Abfi ndungsanspruch i.H.v. 75.000,00 Euro für jedes angefangene Jahr, das zwischen dem Zeitpunkt des Change of Control und dem 31. August 2010 liegt. Für die anderen Vorstandsmitglieder bestehen keine Vereinbarungen, die Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots vorsehen.

3. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT

ecotel private ag

Die ecotel private ag ist eine 100%ige Tochter der ecotel communication ag. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White Label Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an gegenwärtig über 1.000 Privatkunden. Die ecotel private ag hat ihren Sitz in Düsseldorf.

PhaseFive AG

Die PhaseFive AG ist ein im Jahr 2000 gegründetes IT-Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf, welches ecotel im Rahmen der DSLCOMP-Verschmelzung im Mai 2006 zu 100% übernahm. PhaseFive hält 99,6% der Anteile an der PhaseFive R&D Ltd., einem in der Ukraine angesiedelten IT-Tochterunternehmen, welches Provisionierungs-, Portal- und Billingsoftware für Telekommunikationsanbieter, unter anderem auch für Teile des ecotel IT-Systems, entwickelt. Ende 2007 beschäftigte PhaseFive zwei feste Mitarbeiter.

RC Communications GmbH

Die RC Communications GmbH ist ein 2003 gegründetes Dialogmarketing-Unternehmen, welches im Rahmen der DSLCOMP-Verschmelzung im Mai 2006 zu 100% von ecotel übernommen wurde. RC Communications führt im Rahmen von gezielten Nachfassktionen Up-Selling-Maßnahmen zur Bindung von Bestandskunden ebenso wie Neukundenakquisition im Bereich der Verbundgruppen durch. Die RC Communications GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Ende 2007 wurden alle Vermögensgegenstände der RC Communications sowie sechs Mitarbeiter im Rahmen eines Einbringungsvertrages auf die ecotel übertragen.

/bin/done digital solutions GmbH

Die /bin/done digital solutions GmbH mit Sitz in München wurde im September 2006 zu 100% von ecotel übernommen. Das Systemhaus ist auf die Bereiche Provisionierung, Prozessautomatisierung und Systemintegration spezialisiert und wirkt maßgeblich am Aufbau der ecotel Provisionierungsplattform zur Anschaltung von Kunden für Sprach-, Daten- und Mobilfunkdienste mit und beschäftigte Ende 2007 drei feste Mitarbeiter.

toBEmobile GmbH

An der im Jahr 2006 gegründeten toBEmobile GmbH hält ecotel seit September 2006 anlässlich einer Kapitalerhöhung 51% der Anteile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig und vermarktet ähnlich wie Simyo oder blau eigene Prepaid-SIM-Karten zu Discounttarifen. Insbesondere für günstige Telefonate mit dem Handy im Ausland zu reduzierten Roaminggebühren hat das Unternehmen innovative Produkte entwickelt und vermarktet diese über namhafte Kooperationspartner mit breiter Kundenbasis. Die toBEmobile hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte Ende 2007 fünf Mitarbeiter.

nacamar GmbH

Im März 2007 erwarb ecotel zunächst sämtliche Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH (nunmehr fi rmierend als nacamar GmbH). Nach Veräußerung von 10% der Anteile an die Geschäftsführer im Mai 2007 hält ecotel nunmehr 90% der Anteile. nacamar hat ihren Sitz in Dreieich und beschäftigte Ende 2007 73 Mitarbeiter. Über die nacamar hat ecotel Zugriff auf professionelle Datendienste, wie etwa die sichere Vernetzung von Unternehmensstandorten (VPN) und Managed Services. Außerdem verfügt die nacamar über ein eigenes deutschlandweites Backbone-Netz sowie ein Rechenzentrum. Das Unternehmen versorgt ca. 6.000 Geschäftskunden.

ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH

Die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH ("ADTG") mit Sitz in Rathenow wurde im Juni 2007 zu 100% im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung mit zusätzlicher Barzahlungskomponente übernommen. ADTG ist ein in Deutschland agierender Telekommunikationsdienstleister für Sprach- und Datendienste mit Fokussierung auf kleine und mittelständische Geschäftskunden. Das Unternehmen versorgt ca. 5.000 Geschäftskunden und beschäftigte Ende 2007 15 Mitarbeiter.

PPRO Wertkartenverkauf GmbH

Im Juli 2007 übernahm ecotel 51,2% der Anteile der PPRO Wertkartenverkauf GmbH ("PPRO") mit Sitz in Bad Heilbrunn. PPRO ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren "giropay" für über das Internet agierende Händler. Die Dienstleistungen der PPRO werden sowohl extern vermarktet und können auch unmittelbar in verschiedenen Geschäftsbereichen der ecotel Gruppe genutzt werden.

easybell GmbH

Die ecotel private ag hält seit Juli 2007 51% der Anteile an der easybell GmbH mit Sitz in Eichwalde. Ende 2007 beschäftigte easybell drei feste Mitarbeiter. Die easybell GmbH bietet preissensitiven und technisch versierten Privatkunden Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig betreibt die easybell GmbH das Geschäftsfeld "Schmalbanddienste und DSL". Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält easybell 100% der Anteile an der 010 010 GmbH, welche die Nutzungsrechte an der Call-by-Call Nummer "010 010" hält.

mvneco GmbH

ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH ("mvneco") mit Sitz in Düsseldorf gegründet und hält seither 45% der Anteile des Unternehmens. Ende 2007 beschäftigte mvneco acht Mitarbeiter. mvneco fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von mvneco an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen und dadurch werden eigene Mobilfunkdienste ermöglicht. Unter

anderem wird damit die Terminierung der Mobilfunkgespräche in andere Netze gesteuert. In Zukunft sollen über diese Plattform auch konvergente Lösungen aus Festnetz und Mobilfunk abgewickelt werden.

Insgesamt beschäftigten die Tochterunternehmen der ecotel communication ag inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden zum Jahresende 2007 115 Mitarbeiter. Ende 2006 waren es noch 32 Mitarbeiter.

4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNS

Die ecotel communication ag steuert die beiden Geschäftsbereiche sowie die Tochtergesellschaften unter der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfl ießen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Gesamtkostenverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ertrags- und Kostenebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts- und Working-Capital-Management-Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifi sche Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge) verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Entwicklungsaufwendungen der ecotel Gruppe betreffen im Wesentlichen eigenentwickelte Softwarelösungen. Bei der ecotel sind dies in erster Linie ein neues Auftragsabwicklungs- und Kundenbetreuungssystem, eine Voice over IP Telefonvermittlungsanlage sowie die Systeme zur Abwicklung der Mobilfunkprozesse. Hierzu gehören unter anderem eine Mobile Number Portability (MNP) Plattform, SIM Logistik Plattform, Provisionierungsplattform und ein Customer Relationship Management System. Bei nacamar sind dies im Wesentlichen ein neues Kundenabrechnungssystem sowie diverse Neuprojekte im Bereich New Media und Media Delivery Netzwerk. Bei toBEmobile umfasste die Entwicklung das Aufsetzen einer neuen Web 2.0 Plattform.

6. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELD

Das Wirtschaftswachstum von 2006 hat sich auch in 2007 fortgesetzt. Nach Einschätzung der Experten dürfte sich ebenfalls in 2007 das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wieder bei 2,5% einpendeln, dem gleichen Wert wie in 2006.

Telekom-Marktvolumen sinkt leicht

In 2007 konnte sich das langjährige Wachstum des Marktes mit Telekommunikationsdienstleistungen in Deutschland nicht weiter fortsetzen, sondern sank mit -2,8% leicht auf ein Marktvolumen der Außenumsatzerlöse von 63,4 Milliarden Euro, (Quelle: BNetzA-Jahresbericht 2007, S. 3, VATM-Jahrbuch 2007, S. 5). Dabei konnten die alternativen Wettbewerber ihren Anteil am Gesamtmarkt von 51% auf 52% weiter ausbauen.

Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 37 Milliarden Euro 58% des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.

Mittlerweile haben die Wettbewerber über 7 Millionen eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inkl. der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 38 Millionen Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 18,6%. Der Großteil der Telefonanschlüsse der Wettbewerber sind ISDN-Basisanschlüsse. Die Zahl der Telefonanschlüsse geht durch die Substitution von Festnetz durch Mobilfunk leicht zurück.

Die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen hielt unvermindert an. Ende 2007 gab es in Deutschland über 19 Millionen Breitbandanschlüsse, eine Wachstumsrate von 30% gegenüber 2006. Rund 95% der Breitbandanschlüsse basierten dabei auf DSL-Technologie. Dabei entfi elen 5,9 Millionen An-

schlüsse (31%) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 3,7 Millionen Anschlüsse (19%) auf Resale DSL, 8,6 Millionen Anschlüsse (45%) auf die Deutsche Telekom AG sowie 0,9 Millionen Anschlüsse (5%) auf andere Zugangsarten wie Kabel-TV, Satellit oder Powerline. Somit kommen die Wettbewerber der DTAG auf einen Marktanteil von 55%.

Das Verkehrsvolumen der Wettbewerber zur DTAG legte nur noch bei Komplettanschlüssen deutlich zu. Bei Call-by-Call stagniert das Volumen auf hohem Niveau, während im Bereich Preselection erneut ein ausgeprägter Rückgang zu verzeichnen ist und sich das Volumen inzwischen wieder auf dem Niveau von 2003 befi ndet (siehe Abbildung). Hinzu kommt eine Substitution von Festnetz durch Mobilfunk sowie eine Substitution von PSTN (Public Switched Telephone Network) Sprache durch VoIP (Voice over IP). Hierbei spielen insbesondere Anbieter wie Google, Kabelanbieter oder Skype eine disruptive Rolle im Markt, da deren Geschäftsmodell durch Werbung, Filme bzw. teure Festnetzterminierung (Skype out) fi nanziert ist und Sprache als Zusatzprodukt kostenlos bzw. sehr günstig angeboten wird.

Der Mobilfunkumsatz gemessen am gesamten Marktvolumen von Telekommunikationsdienstleistungen pendelte sich 2007 bei 26 Milliarden Euro (42% Marktanteil) ein. Mittlerweile hat die Zahl der SIM-Karten mit 96 Millionen Stück die Bevölkerungszahl von Deutschland übertroffen.

Die Strategie der Mobilfunkbetreiber besteht einerseits darin, entweder eine Preisführerschaft (E-Plus) mit einer Vielzahl von Mobilfunkmarken (Simyo, Base, blau) zu erreichen oder eine integrierte Festnetzund Mobilfunkstrategie umzusetzen (O2, Vodafone).

Trends im B2B-Markt

Auch im deutschen B2B-Telekommunikationsmarkt ist ein leichter Rückgang des Volumens von ca. -2% p.a. zu beobachten, der laut Gartner Research auch in den nächsten Jahren weiter anhalten wird (s. Abbildung). Für die Umsatzentwicklung im Bereich PSTN Voice kommt dabei sicherlich erschwerend hinzu, dass die klassischen Sprachdienste zunehmend durch Bündelpakete mit der Anschlussleitung gekoppelt werden sowie durch VoIP ein weiterer Druck auf die Umsätze und Margen ausgehen könnte.

Mögliche Wachstumsfelder der Zukunft sind sodann Komplettanschlussprodukte, die sichere Verknüpfung von Unternehmensstandorten (Leased Lines, IP VPNs, Ethernet WAN), breitbandige Zugangsdienste (xDSL, Ethernet) sowie Internet Services wie Web Hosting oder Streaming.

Weiterhin ist davon auszugehen, dass konvergente Festnetz- und Mobilfunkprodukte (ein Festnetz-/ Mobilfunkanbieter, ein Endgerät, eine Mailbox, eine Nummer, eine Rechnung) in Zukunft auch im B2B-Markt eine wesentliche Rolle spielen werden.

Regulatorische Trends

ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert weiterhin die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche. Im Bereich Festnetz müssen ab 2008 von der Deutschen Telekom die Vorleistungsprodukte "IP Bitstream Access" sowie "PSTN Resale" angeboten werden. Das Bereitstellen beider Vorleistungsprodukte bildet eine wichtige Voraussetzung für das zukünftige Produktangebot der ecotel.

Im Bereich Mobilfunk ist in 2008 von einer Regulierung der Data Roaming-Entgelte sowie einer weiteren Absenkung der Terminierungs entgelte auszugehen.

7. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2007

Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2007 der ecotel communication ag gegeben.

Übernahme der Tiscali nacamar GmbH

Im Februar 2007 übernahm ecotel 100% der Anteile der Tiscali nacamar GmbH und hält nach Veräußerung von 10% der Anteile an die Geschäftsführer im Mai 2007 nunmehr 90% der Anteile. ecotel verstärkte damit seine Kompetenz im Datenbereich und baute die Geschäftskundenbasis auf 40.000 Kunden aus.

Gründung der mvneco GmbH

Im April 2007 erfolgte die Gründung und 45%ige Beteiligung an der mvneco GmbH. Die von der mvneco angebotenen "Managed Services" ermöglichen anderen Carriern die Vermarktung eigener Mobilfunkdienste.

Übernahme der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH

Ende Juni 2007 übernahm ecotel 100% der Anteile der ADTG GmbH und erhöhte damit die Zahl seiner Geschäftskunden auf über 45.000.

Übernahme der easybell GmbH

Ende Juni 2007 übernahm ecotel 51% der Anteile an der easybell GmbH und verschaffte sich damit Zugang zu fokussierten Privatkundenmärkten sowie weitere Kompetenz im Bereich des entbündelten Teilnehmerzugangs.

Übernahme der PPRO Wertkartenverkauf GmbH

Im Juli übernahm ecotel 51% der Anteile der PPRO, um sein Know-how im Bereich der internetbasierten Zahlungssysteme weiter ausbauen zu können.

Segmentwechsel in den Prime Standard

Im August 2007 erfolgte die Zulassung des Grundkapitals der Gesellschaft zum amtlichen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (nunmehr regulierter Markt) mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des amtlichen (nunmehr regulierten) Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepfl ichten (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse. Ziel dieser Maßnahme war es, die ecotel Aktie einem breiteren Investorenkreis zu erschließen.

Einstieg in den Mobilfunk

Im August 2007 wurde ein erster namhafter deutschlandweit agierender Telekommunikationsanbieter auf der Plattform der Beteiligungsgesellschaft mvneco mit eigenen Mobilfunklösungen "live" geschaltet. Zugleich konnte ecotel auf Basis dieser Plattform eine neue Mobilfunklösung zur Vermarktung freigeben. Der "Livestart" mit der Auslieferung der ersten SIM-Karten erfolgte im Februar 2008.

Technology Fast 50

Zum dritten Mal in Folge belegte ecotel 2007 einen Platz unter den 50 am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen in Deutschland.

Neuer Aufsichtsratsvorsitzender

Ende Dezember 2007 hat Tobias Schreyer sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt, um in Zukunft stärker operativ in der ecotel Gruppe tätig sein zu können. Johannes Borgmann wurde zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Start der Vermarktung von CAP

Seit Dezember 2007 vertreibt ecotel die ersten Module der neu entwickelten standardisierten Dienstleistungsplattform CAP (Carrier Aggregation Plattform), über die anderen Telekommunikationsunternehmen, Resellern und branchenfremden Vermarktern die komplette Bereitstellung und Abrechnung von DSL-Produkten bei einer Vielzahl von Vorlieferanten über eine standardisierte Schnittstelle angeboten wird.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage1

1. ERTRAGSLAGE

In 2007 wurde ein Konzernjahresumsatz in Höhe von 93,2 Millionen Euro erzielt, ein Zuwachs um 66% gegenüber dem Vorjahresumsatz von 56,3 Millionen Euro. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 85% von 16,0 Millionen Euro auf 29,6 Millionen Euro. Die Rohertragsmarge stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 28% auf 32%.

Anteil des Geschäftskundensegments am ecotel Umsatz steigt

Der Geschäftsbereich Geschäftskundenlösungen baute mit 72% Anteil an den Gesamterlösen und 92% Anteil am Rohertrag seine zentrale Stellung innerhalb der ecotel Gruppe weiter aus. Der Umsatz konnte in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr um 80% von 37,5 Millionen Euro auf 67,4 Millionen Euro gesteigert werden. Ein wesentlicher Wachstumstreiber für das Geschäftskundensegment war der Erwerb der nacamar sowie der Erwerb der ADTG, die zum 01.02.2007 bzw. zum 01.07.2007 in den Konsolidierungskreis der ecotel aufgenommen wurden. Andererseits wuchs auch das Bestandsgeschäft in einem gesättigten Marktumfeld um über 1 Million Euro, insbesondere getrieben durch die

wachsende Zahl der Anschlussübernahmen, die Ende 2007 bei ca. 20.000 eigenen Anschlüssen lagen. Der Rohertrag im Geschäftskundensegment erhöhte sich gleichzeitig um 86% von 14,6 Millionen Euro auf 27,1 Millionen Euro. Die Rohmarge stieg von 39% in 2006 auf 40% in 2007. Die Verbesserung der Rohmarge wurde einerseits durch eine zunehmende Fokussierung auf Daten- und Bündelprodukte sowie durch optimierte Einkaufsbedingungen aufgrund von Skaleneffekten erreicht.

1) Soweit in diesem Abschnitt Zahlen des Vorjahres 2006 genannt sind, handelt es sich um die gemäß IAS 8.42 angepassten Zahlen. Im Einzelnen verweisen wir hierzu auf die Ausführungen im Konzernanhang.

Weiteres Wachstum im Wiederverkäufersegment

Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 22% zu den Gesamterlösen und mit 5% zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 12% von 18,4 Millionen Euro auf 20,7 Millionen Euro, der Rohertrag betrug 1,5 Millionen Euro im Vergleich zu 1,2 Millionen Euro im Vorjahr. Darüber hinaus liefert das Wiederverkäufergeschäft mit seinen Skaleneffekten die Grundlage für verbesserte Einkaufskonditionen im Geschäftskundensegment.

Auch die sonstigen Umsätze steigen

Die sonstigen Umsätze trugen mit 5% zu den Gesamterlösen und mit 4% zum gesamten Rohertrag bei. Die sonstigen Umsätze erhöhten sich von 0,4 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro, der Rohertrag erhöhte sich von 0,2 Millionen Euro auf 1 Millionen Euro. Getrieben war dieses Wachstum durch die Übernahmen der PPRO GmbH und easybell GmbH, die zum 01.07.2007 in den Konsolidierungskreis der ecotel aufgenommen wurden.

Höherer Personalaufwand

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2007 um 110% von 5,0 Millionen Euro auf 10,5 Millionen Euro. Im Rahmen der getätigten Übernahmen stieg das Personal von 116 Mitarbeitern Ende 2006 auf 217 Mitarbeiter Ende 2007.

Die Kosten für sonstige betriebliche Aufwendungen erhöhten sich um 53% von 6,8 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro. Hauptgrund der Steigerung sind die in 2007 getätigten Übernahmen.

Ergebnis getrieben durch Einmalerlöse stark wachsend

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in 2007 legte um 104% von 4,5 Millionen Euro auf 9,2 Millionen Euro zu. Dies entspricht einer Steigerung der EBITDA-Marge von 8% auf 10%. Im EBITDA 2007 sind

Erlöse aus nicht wiederkehrenden Projekten in Höhe von 2,2 Millionen Euro enthalten, die sich aus nicht wiederkehrenden Weiterverrechnungen von Leistungen bei nacamar, erbrachte Dienstleistungen für andere Telekommunikationsunternehmen, sowie Provisionsforderungen bei ecotel zusammensetzen. Ohne diese Einmalerlöse hätte das "normalisierte" EBITDA 7,0 Millionen Euro betragen.

Die Abschreibungen in 2007 stiegen auf 3,2 Millionen Euro verglichen mit 0,8 Millionen Euro im Vorjahr. Hiervon entfallen 0,8 Millionen Euro auf die periodischen Abschreibungen von Kundenstämmen der übernommenen Unternehmen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 6 Millionen Euro, eine Steigerung von 62% nach 3,7 Millionen Euro in 2006. Die EBIT-Marge reduzierte sich leicht von 6,6% auf 6,5%. Unter Berücksichtigung der oben genannten Einmalerlöse hätte das "normalisierte" EBIT 2007 bei 3,8 Millionen Euro gelegen.

Das Finanzergebnis in 2007 betrug -1,2 Millionen Euro. Davon entfi elen -0,7 Millionen Euro auf Zinszahlungen, -0,3 Millionen Euro auf sonstigen fi nanziellen Aufwendungen (Fair Value Bewertung Zinsswap, Kapitalmarktbetreuung, Kosten Segmentwechsel) sowie -0,2 Millionen Euro auf das Ergebnis der Tochtergesellschaft mvneco, die at equity konsolidiert wurde.

Die Steuern für 2007 betrugen -1,4 Millionen Euro, die sich auf -0,6 Millionen Euro effektive Steuern und -0,8 Millionen Euro latente Steuern aufteilen.

Das Konzernergebnis 2007 nach Anteilen Fremder erhöhte sich um 56% von 2,1 Millionen Euro auf 3,3 Millionen Euro. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,90 Euro versus 0,64 Euro im Vorjahr. Bereinigt um latente Steuern beträgt das Ergebnis je Aktie 1,08 Euro.

2. FINANZLAGE

Der Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2007 betrug 6,5 Millionen Euro, eine Erhöhung um 171% verglichen mit 2,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das Working Capital (Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten) erhöhte sich um 1,5 Millionen Euro aufgrund der Tatsache, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,2 Millionen Euro schneller wuchsen als die Verbindlichkeiten. Dieser Effekt sollte sich in 2008 durch neue Zahlungsmodalitäten mit Vorlieferanten wieder rückläufi g entwickeln.

Der Cashfl ow aus Investitionstätigkeit in 2006 betrug -28,9 Millionen Euro. Die Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielles Anlagevermögen betrugen dabei -4,7 Millionen Euro. Sie setzen sich zusammen aus Investitionen von -3,1 Millionen Euro zur Modernisierung des Rechenzentrums sowie zum Kauf von Hardware, -1,1 Millionen Euro Software-Entwicklungskosten sowie -0,5 Millionen Euro Investitionen zum Kauf des Kundenstamms der Tiscali Business Solutions. Die Auszahlungen zum Erwerb von Tochterunternehmen betrugen -22,5 Millionen Euro und verteilten sich mit 19 Millionen Euro auf die Akquisition der nacamar, mit 0,3 Millionen Euro auf 51% der Anteile der easybell und ihrer 100%igen Tochtergesellschaft 010010 GmbH, mit 2,6 Millionen Euro auf 100% der Anteile der ADTG sowie mit 0,6 Millionen Euro auf 51% der Anteile der PPRO. Weitere 0,2 Millionen Euro entstanden durch die Kapitaleinlage für 45% der Anteile an der neu gegründeten mvneco. Die übernommenen Zahlungsmittel der übernommenen Tochterunternehmen betrugen dabei 0,6 Millionen Euro. Der mvneco wurde zudem ein weiteres Darlehen von 2,1 Millionen Euro gewährt. Die Zinseinzahlungen betrugen 0,3 Millionen Euro.

Der Cashfl ow aus Finanztätigkeit betrug 16,9 Millionen Euro; er stammt aus der Aufnahme von Fremdkapital in Höhe von 18 Millionen Euro abzüglich der Kapitalbeschaffungskosten im Rahmen des Segmentwechsels von -0,1 Millionen Euro sowie Zinauszahlungen von -0,9 Millionen Euro.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich im Laufe des Jahres 2007 von 9,4 Millionen Euro Anfang 2007 auf 3,9 Millionen Euro Ende 2007 verringert, im Wesentlichen verursacht durch die getätigten Akquisitionen sowie durch den Aufbau des Neugeschäfts wie z.B. Anschlussübernahme.

Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpfl ichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.

Wesentliche Daten zum Cashfl ow Angaben in Mio € 2005 2006 2007
Finanzmittelfonds zum 01.01. 1,5 1,5 9,4
Cashfl ow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,5 2,6 6,5
Cashfl ow aus der Investitionstätigkeit -1,2 -9,3 -28,9
Erzeugter Free Cashfl ow 0,3 -6,7 -22,4
Cashfl ow aus Finanzierungsstätigkeit -0,3 14,6 16,9
Finanzmittelfonds zum 31.12. 1,5 9,4 3,9

3. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme betrug 61,6 Millionen Euro zum 31. Dezember 2007, dies entspricht einem Anstieg von 122% gegenüber 27,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2006.

Auf der Seite der Aktiva stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 269% von 10,9 Millionen Euro auf 40,2 Millionen Euro. Der Goodwill stieg dabei von 6,0 Millionen Ende 2006 auf 16,7 Millionen Euro im Rahmen der Übernahmen von nacamar, ADTG, PPRO sowie easybell. Der Wert der Kundenbeziehungen aufgrund der Akquisition von nacamar, ADTG und easybell erhöhte sich von 2,0 Millionen Euro auf 8,2 Millionen Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) erhöhten sich um 136% von 7,4 Millionen Euro auf 17,5 Millionen Euro. Von der Erhöhung entfallen 3 Millionen Euro auf Darlehen an Tochterunternehmen wie mvneco sowie auf aktive Rechnungsabgrenzungsposten.

Auf der Seite der Passiva erhöhte sich das Eigenkapital um 49% von 19,2 Millionen Euro auf 28,6 Millionen Euro. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich im Rahmen der Übernahme von ADTG und PPRO von 3.500.000 Euro auf 3.900.000 Euro.

Somit beträgt die Eigenkapitalquote 46% der Bilanzsumme zum Ende 2007. Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich von 1,0 Millionen Euro auf 16,3 Millionen Euro. Davon entfallen 14,8 Millionen Euro auf die in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehen in Höhe von 18 Millionen Euro abzüglich der in 2008 zu zahlenden Tilgung, der Rest betrifft latente Ertragssteuern. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen um 124% von 7,5 Millionen Euro auf 16,8 Millionen Euro. Davon entfallen 3,2 Millionen auf die in 2008 fällige Tilgung einer ersten Tranche der Akquisitionsdarlehen.

Das Net Working Capital der Gesellschaft, d.h. die Differenz aus kurzfristigen Vermögenswerten (inkl. liquider Mittel) und kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist deutlich positiv.

Aktiva und Passiva in Mio.€

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine weiteren nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2007.

Risikobericht

1. RISIKOMANAGEMENT

Gemäß dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom 01. Mai 1998 ist der Vorstand der ecotel verpfl ichtet, ein angemessenes System zur Überwachung von bestandsgefährdenden Risiken zu unterhalten. Zur frühzeitigen Erkennung, Bewertung und zum richtigen Handeln mit unternehmerischen Risiken setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.

Die generelle konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifi zierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel. Halbjährlich wird die Bewertung der Risiken in Form eines Risikoreports aktualisiert.

2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, fi nanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle von Infrastruktur im Bereich Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik sowie auf die korrekte Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse im Bereich Rechnungsstellung und Kundenbetreuung. Die Sicherstellung einer maximalen Verfügbarkeit durch entsprechende Systemredundanzen ist hierbei eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel auch konsequent umsetzt. Hierzu wurden unter anderem in 2007 erhebliche Investitionen in das Rechenzentrum der nacamar durchgeführt. Zudem prüft das eigene Network Operations Center

(NOC) das Netz laufend auf Störungen und versucht, Netzausfälle durch redundante Auslegung von Netz- und Backbone-Infrastruktur zu vermeiden. Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.

Im Rahmen der Akquisitionsfi nanzierungen hat ecotel mit den fi nanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Mit den derzeitigen Finanzkennzahlen liegt ecotel nach wie vor deutlich innerhalb der von den Financial Covenants gezogenen Grenzen. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise allerdings zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens führen und damit eine signifi kante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder einer Refi nanzierung erzielt werden kann.

ecotel verfügte zum Jahresende 2007 über liquide Mittel (inkl. Wertpapieren) in Höhe von 4,3 Millionen Euro. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 13,9 Millionen Euro, was dem 1,5 fachen des EBITDA von 2007 entspricht. Der angestrebte Wachstumskurs bei einem gleichzeitig aggressiveren Wettbewerbsumfeld könnte es erforderlich machen, einen Teil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten zu refi nanzieren. Die Gesellschaft geht jedoch davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufl uss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen werden, um die Unternehmensstrategie zu fi nanzieren.

Als zusätzliche Liquiditätsreserve besteht bei ecotel eine Betriebsmittellinie von 9 Millionen Euro. Davon waren Ende 2007 2,9 Millionen Euro als Avallinie genutzt.

Gegenwärtig laufen verschiedene durch ecotel eingeleitete Rechtsstreitigkeiten. Im Fall eines für ecotel nachteiligen Ausgangs der Rechtsstreitigkeiten könnten in 2008 und 2009 größere einmalige betriebliche Aufwendungen erforderlich werden.

Es läuft gegenwärtig ein Revisionsverfahren beim Bundesverfassungsgericht hinsichtlich der Ex-Ante-Regelung der Terminierungsentgelte für Mobilfunk. Es besteht ein Restrisiko, dass ein ungünstiger Ausgang des Verfahrens zu erheblichen Nachzahlungen der Festnetzbetreiber in Deutschland an die Mobilfunkbetreiber führen kann. Dies könnte eine signifi kante Verschlechterung der Ertrags-, Finanzund Vermögenslage des Unternehmens bedeuten.

Mögliche Forderungsausfälle im Wholesale- und Geschäftskundensegment werden durch ein kontinuierliches Forderungsmanagement minimiert.

Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für einen Großteil der ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps und Zinscaps abgeschlossen hat.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.

Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für alle wesentlichen Produkte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird. Dies ist wegen der Marktdominanz der Deutschen Telekom jedoch nicht in allen Produktbereichen möglich.

Ein strategisches Risiko ist insbesondere die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu anderen Anbietern. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.

Die Abhängigkeit vom rückläufi gen Preselection-Geschäft wird dadurch gemindert, dass ecotel seinen Kunden seit zwei Jahren ein attraktives Komplettpaket mit Bündelung von Anschluss-, Sprachund Datendiensten und seit Februar 2008 auch Mobilfunk anbietet. In der Bereitstellung der Anschlussübernahme für die Geschäftskunden durch die ecotel ist das Unternehmen nach wie vor auf die Kooperation der Deutschen Telekom AG angewiesen. Schwierigkeiten bei der Übernahme der Anschlüsse haben verstärkt zu Verzögerungen der Dienstleistung gegenüber Endkunden geführt. ecotel arbeitet deshalb intensiv an Alternativlösungen, unter anderem dem "entbündelten Teilnehmerzugang" über alternative Dienstleister.

Auf der IT-Systemseite setzt ecotel auf das neu entwickelte Auftragsmanagementsystem "ecuador", um Neuprodukte zeitnah im System abbilden zu können. Aufgrund der begrenzten Ressourcen der ecotel und der strategischen Fokussierung auf Mobilfunk sowie dem entbündelten Teilnehmeranschluss kann es zu Verzögerungen bei der IT- Systementwicklung und Entwicklung weiterer Neuprodukte kommen.

Die Integration der in 2007 erworbenen Unternehmen ist in vollem Gange. Allerdings könnte sich die Zusammenlegung der IT-Systeme und Mitarbeiter verzögern und teilweise auch fehlschlagen, was

die Geschäftstätigkeit negativ beeinfl usen könnte.

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, liegen im markt- und branchenbedingten Umfeld.

Die Telekommunikationsbranche, in der ecotel tätig ist, ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich möglicherweise in Zukunft auch auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.

Überdies versucht die Deutsche Telekom, im Rahmen von Kundenbindungs- und Retentionmaßnahmen so viele reine Telefoniekunden wie möglich in Laufzeitverträge zu migrieren, um diese am Wechsel zu einem Wettbewerber zu hindern, und erschwert bzw. verhindert damit die Vertriebsaktivitäten des Wettbewerbs und somit auch der ecotel.

Insbesondere entstehen durch den rapiden technologischen Wandel komplett neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann demnach nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative geschäftsrelevante Änderungen herbeiführen.

Ebenso hat eine schwache Konjunkturentwicklung einen unmittelbaren Einfl uss auf die Investitionsbereitschaft von Kunden mit erheblichem Druck auf Umsätze, Margen und potenzielle Forderungsausfälle.

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifi zierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben und dass ecotel auch in 2008 durch das fl exible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem mögliche Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Trotz der Risiken gibt es für 2008 sowie für die kommenden Jahre auch eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen werden.

Cross-Selling bei bestehenden Geschäftskunden

In 2007 konnten bereits die ersten Synergien auf der Umsatz- und Kostenseite im Rahmen der getätigten Akquisitionen gehoben werden. Ein weiteres erhebliches Synergiepotenzial sieht ecotel weiterhin in der kontinuierlichen Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes je Kunde durch die Bündelung von Sprach-, Daten- und Mobilfunkleistungen aus einer Hand. Der Umsatz je Geschäftskunde konnte in 2007 durch Cross-Selling bereits um 8% gesteigert werden. Hier sieht ecotel insbesondere durch die Hinzunahme von Mobilfunk erhebliches Wachstumspotenzial.

Innovative Mobilfunk- und Konvergenzangebote

Das Produktportfolio der ecotel wurde seit Januar 2008 um Mobilfunk erweitert und mit attraktiven konvergenten Festnetz- und Mobilfunklösungen abgerundet. Damit verfügt ecotel über einen Wettbewerbsvorsprung und zählt zu den ersten Anbietern der Branche, die Geschäftskunden sämtliche Telekommunikationsdienste aus einer Hand und auf einer Rechnung anbieten können.

Dienstleistungen für andere Carrier, Reseller und branchenfremde Vermarkter

Über die neu entwickelte standardisierte Dienstleistungsplattform CAP (Carrier Aggregation Plattform) bietet ecotel anderen Telekommunikationsunternehmen, Resellern und branchenfremden Vermarktern die komplette Bereitstellung und Abrechnung von DSL-, TAL- (Teilnehmeranschlussleitung) und Mobilfunkprodukten bei verschiedenen Vorlieferanten an, ohne dass diese dafür eine komplexe und teure IT-Umgebung vorhalten müssen. Auch hier wird in den nächsten Jahren ein erhebliches Wachstum erwartet.

Erschließung neuer Geschäftsfelder

Mit den Mehrheitsbeteiligungen an der PPRO hat ecotel ein neues wachstumsträchtiges Geschäftsfeld im Bereich der internetbasierten Zahlungssysteme und Fremdwährungsverwaltung erschlossen. Die Dienstleistungen der PPRO werden extern vermarktet und können auch von der ecotel und den Tochtergesellschaften selbst genutzt werden. Über die easybell erschließt ecotel profi table Nischen im Privatkundensegment. Auch hier ist weiteres Wachstum geplant.

Einmalerträge

ecotel ist gegenwärtig in mehrere juristische Auseinandersetzungen verwickelt, die in 2008 und 2009 zu erheblichen sonstigen betrieblichen Erträgen führen können.

4. HINWEISE ZU PROGNOSEN

Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel Gruppe liegen, beeinfl usst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel Gruppe wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.

Prognosebericht

Die Geschäftsausrichtung der ecotel Gruppe ist weiterhin darauf ausgerichtet, die Anforderungen von Geschäftkunden mit einem "Komplettpaket" von Telekommunikationsdienstleistungen in den Bereichen Sprache, Daten und Mobilfunk rundum zu versorgen.

Integration von nacamar und ADTG

Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsposition wird das Geschäft der ecotel Gruppe zukünftig aus drei Säulen bestehen: Geschäftskunden, Wiederverkäufer und New Business.

Das Sprach- und Datengeschäft von ecotel, nacamar und ADTG wird in den Geschäftsbereich "Geschäftskunden" zusammengeführt – hier erwartet die Gesellschaft auch weiterhin die höchste Ertragskraft und organisches Wachstum aus den Bestandskunden.

Der Geschäftsbereich "Wiederverkäufer" bleibt als bereits existierende Säule bestehen, über die ecotel andere Carrier, Reseller und branchenfremde Vermarkter bedient und damit hohe Volumina und attraktive Einkaufskonditionen erzielen kann.

Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Neben der PPRO, easybell, ecotel private und toBEmobile wird auch der Bereich New Media, der bislang innerhalb der nacamar angesiedelt war, in eine eigenständige Business Unit überführt.

Mobilfunk und CAP als neue Wachstumsfelder

Das Produktportfolio wurde ab Januar 2008 um Mobilfunk erweitert und mit attraktiven konvergenten Festnetz- und Mobilfunklösungen abgerundet. Weiterhin verkauft ecotel erfolgreich Sprach- und Datenprodukte an mittelständische Bestandskunden. In der Kombination erwartet ecotel eine kontinuierliche Steigerung des Umsatzes je Kunden durch eine Kombination von Sprache, Daten und Mobilfunkleistungen.

Seit Dezember 2007 vertreibt ecotel auch die ersten Module der neu entwickelten standardisierten Dienstleistungsplattform CAP (Carrier Aggregation Plattform), über die anderen Telekommunikationsunternehmen und Resellern die komplette Bereitstellung und Abrechnung von DSL-und TAL-Produkten bei einer Vielzahl von Vorlieferanten über eine standardisierte Schnittstelle angeboten wird. Dies ermöglicht anderen Carriern, ihren Kunden preislich attraktive Telefonie- und Internetlösungen anzubieten, ohne dafür eine komplexe und teure IT-Umgebung vorhalten zu müssen.

Kaufpreisreduzierung nacamar noch offen

Mittlerweile hat ecotel die Prüfung abgeschlossen, inwieweit sich aus möglicherweise nicht korrekt dargestellten Umsatz- und Ertragszahlen der nacamar für 2006 rechtliche Schritte und eine darauf aufbauende Kaufpreisreduzierung gegenüber dem Verkäufer ableiten lassen. Die weiteren Entwicklungen hierzu werden im Rahmen der Quartalsberichte 2008 veröffentlicht.

Prognose 2008 geprägt von verschiedenen Einmaleffekten

Für 2008 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 100 - 110 Millionen Euro.

Die Ertragsseite wird in 2008 im Rahmen der laufenden juristischen Auseinandersetzungen von verschiedenen Einmaleffekten sowohl auf der Ertragsals auch Aufwandsseite geprägt sein. Wir gehen davon aus, dass sich das (um Einmalerträge und -aufwendungen bereinigte) EBITDA für 2008 leicht oberhalb des normalisierten Vorjahresniveaus von 7 Millionen Euro einpendeln wird. Inzwischen hat auch bei ecotel das EBITDA das EBIT (bedingt durch die hohen planmäßigen Abschreibungen der

immateriellen Vermögenswerte) als Gradmesser zur Beurteilung der Ertragskraft des Unternehmens zunehmend verdrängt. Daher wird in Zukunft das EBITDA als vorrangige Prognosekennzahl für den erwarteten Ertrag der ecotel verwendet.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gem. § 37y WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 28. März 2008 ecotel communication ag

Der Vorstand Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis

KONZERNABSCHLUSS

40

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2006

Aktiva Angaben in € (Anhang) 31.12.2006 31.12.2007
A. Langfristige Vermögenswerte
I.
Goodwill und andere immaterielle Vermögenswerte
(1) 8.769.146,32 29.611.345,57
II. Sachanlagen (2) 1.585.626,22 6.870.875,21
III. Finanzanlagen (3) 186.231,42 107.529,19
IV. Langfristige Forderungen (4) 2.497,10 2.176.941,48
V. Latente Ertragsteueransprüche (7) 392.421,21 1.410.288,57
Summe langfristige Vermögenswerte 10.935.922,27 40.176.980,02
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I.
Vorräte
(5) 0,00 23.796,00
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 6.542.287,77 12.865.934,51
III. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (6) 860.216,82 4.288.001,22
IV. Effektive Ertragsansprüche (7) 25.888,00 351.675,21
V. Finanzmittel (8) 9.364.804,29 3.879.398,62
Summe kurzfristige Vermögenswerte 16.793.196,88 21.408.805,56
Summe Aktiva 27.729.119,15 61.585.785,58
Passiva Angaben in € (Anhang) 31.12.2006 31.12.2007
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
(9) 3.500.000,00 3.900.000,00
II. Rücklagen (9)
1. Kapitalrücklage 14.073.168,09 17.826.159,25
2. Sonstige Rücklagen 1.434.696,00 4.746.959,71
III. Anteile anderer Gesellschafter (9) 225.152,11 2.093.763,87
Summe Eigenkapital 19.233.016,20 28.566.882,83
B. Langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
I.
Latente Ertragsteuern
(10) 981.152,11 1.396.248,73
II. Sonstige Rückstellungen (10) 21.004,93 0,00
III. Langfristige Darlehen (11) 0,00 14.750.000,00
IV. Sonstige Finanzschulden (11) 0,00 106.573,97
Summe langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 1.002.157,04 16.252.822,70
C. Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
I.
Effektive Ertragsteuern
(10) 332.669,10 752.082,32
II. Sonstige Rückstellungen (10) 80.775,00 148.760,00
III. Finanzschulden (11) 16.949,11 3.406.635,47
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (11) 6.756.846,41 11.187.217,19
V. Sonstige Verbindlichkeiten (11) 306.706,29 1.271.385,07
Summe kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten 7.493.945,91 16.766.080,05
Summe Passiva 27.729.119,15 61.585.785,58

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 und 2007

Angaben in € (Anhang) 01.01.-31.12.
2006
01.01.-31.12.
2007
1. Umsatzerlöse (14) 56.338.210,48 93.178.080,03
2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 292.071,68 424.793,02
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 129.308,40
4. Gesamtleistung 56.630.282,16 93.732.181,45
5. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen (16) -40.321.191,44 -63.571.808,22
6. Personalaufwand (17)
6.1 Löhne und Gehälter -4.325.023,01 -9.067.244,07
6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und Unterstützung
-689.027,83 -1.478.313,13
7. Planmäßige Abschreibungen (18) -842.493,64 -3.152.083,84
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) -6.772.047,37 -10.451.325,78
9. Betriebliches Ergebnis (EBIT) 3.680.498,87 6.011.406,41
10. Finanzerträge 173.272,62 257.670,45
11. Finanzaufwendungen -458.545,09 -1.268.489,84
12. Ergebnis aus der nach Equity-Methode bewerteten
Unternehmen
0,00 -233.980,66
13. Finanzergebnis (20) -285.272,47 -1.244.800,05
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig-
keit vor Ertragsteuern
3.395.226,40 4.766.606,36
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) -1.323.804,87 -1.391.372,65
16. Konzernergebnis aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen
2.071.421,53 3.375.233,71
17. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter (22) 49.310,23 -62.970,01
18 . Den Aktionären der ecotel communication ag
zustehendes Konzernergebnis
2.120.731,75 3.312.263,70
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (23) 0,64 0,90
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,64 0,90

Konzern-Kapitalfl ussrechnung

für das Geschäftsjahr 2007

Angaben in EUR (Anhang) 2006 2007
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern
und vor Anteilen Fremder (24) 3.395.226,40 4.766.606,36
Zinsergebnis (24) -137.829,66 639.061,27
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände
des Anlagevermögens
(24) 842.493,65 3.152.083,84
Cashfl ow (24) 4.099.890,39 8.557.751,47
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und
Erträge (-)
(24) 291,36 413.165,88
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen
des Anlagevermögens
(24) 41.052,61 0,00
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen
(24) -783.407,59 -5.091.990,49
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen
und sonstigen Vermögenswerte
(24) 241.541,10 -271.722,47
Zunahme (+) / Abnahme (-) der sonstigen Rückstellungen (24) 44.770,94 46.980,07
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
(24) 504.708,50 2.941.600,24
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten
(ohne Finanzschulden)
(24) -935.365,06 842.999,59
Gezahlte Ertragsteuern (24) -780.169,13 -968.286,87
Mittelzufl uss aus laufender Geschäftstätigkeit (24) 2.433.313,12 6.470.497,51
Einzahlungen aus Abgängen von Sach- und
immateriellem Anlagevermögen
(24) 117.287,40 3.913,11
Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und
immaterielle Anlagevermögen
(24) -1.879.532,02 -4.769.910,23
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und
at equity bewerteten Unternehmen
(24) -8.962.567,15 -22.835.025,16
abzüglich übernommener Zahlungsmittel (24) 1.274.827,32 582.903,29
Auszahlungen für an at equity bewertete Unternehmen
gewährte Darlehen
(24) 0,00 -2.151.323,57
Zinseinzahlungen (24) 171.548,56 257.670,45
Mittelabfl uss aus Investitionstätigkeit (24) -9.278.435,89 -28.911.772,11
Einzahlungen aus Kapitalerhöhung
(abzgl. Kapitalbeschaffungskosten)
(24) 14.775.644,56 -97.336,66
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (24) 16.933,79 17.949.937,31
Zinsauszahlungen (24) -33.718,90 -896.731,72
Mittelab-/ zufl uss aus Finanzierungstätigkeit (24) 14.758.859,45 16.955.868,93
Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelbestands
(24) 7.913.736,68 -5.485.405,67
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode (24) 1.451.067,61 9.364.804,29
Finanzmittelbestand am Ende der Periode (24) 9.364.804,29 3.879.398,62

44

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Angaben in TEUR
Anhang (9)
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage
Stand am 1. Januar 2006 2.565 -327
Verrechnung Eigenkapitalbeschaffungskosten 0 -756
Konsolidierungskreisbedingte Eigenkapitalveränderungen 0 0
Nicht ergebniswirksame
Eigenkapitalveränderungen
0 -756
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0
Kapitalerhöhung ecotel communication ag 935 14.960
Konzernergebnis 2006 0 0
Ergebniswirksame
Eigenkapitalveränderungen
0 0
Stand am 31. Dezember 2006 3.500 13.877
Fehlerkorrektur gem. IAS 8 0 196
Stand am 1. Januar 2007 3.500 14.073
Verrechnung Eigenkapitalbeschaffungskosten 0 -97
Konsoldierungskreisbedingte
Eigenkapitalveränderungen
0 0
Nicht ergebniswirksame
Eigenkapitalveränderungen
0 -97
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0
Kapitalerhöhung ecotel communication ag 400 3.760
Aktienoptionsplan 0 90
Konzernergebnis 2007 0 0
Ergebniswirksame
Eigenkapitalveränderungen
0 90
Stand am 31. Dezember 2007 3.900 17.826
Gewinnrücklagen
Sonstige
Gewinnrücklagen
Konzernergebnis den Aktionären der
ecotel communication
ag zuzurechnendes
Eigenkapital
Anteile anderer
Gesellschafter
Summe
-1.274 1.370 2.334 0 2.334
0 0 -756 0 -756
16 0 16 274 290
16 0 -740 274 -466
1.370 -1.370 0 0 0
0 0 15.895 0 15.895
0 2.395 2.395 -49 2.346
0 2.395 2.395 -49 2.346
112 2.395 19.884 225 20.109
-798 -274 -876 0 -876
-686 2.121 19.008 225 19.233
0 0 -97 0 -97
0 0 0 1.806 1.806
0 0 -97 1.806 1.709
2.121 -2.121 0 0 0
0 0 4.160 0 4.160
0 0 90 0 90
0 3.312 3.312 63 3.375
0 3.312 3.402 63 3.465
1.435 3.312 26.473 2.094 28.567

46

Konzernanhang der ecotel communication ag Grundlagen bei der Rechnungslegung

ALLGEMEINE ANGABEN

Die ecotel communication ag ist ein in Deutschland (Prinzenallee 9-11, 40549 Düsseldorf) ansässiges Unternehmen und hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen spezialisiert. Im bisherigen Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel innovative Sprach-, Daten- und Mehrwertdienste inklusive Direktanschluss als kostengünstiges Komplettpaket aus einer Hand an. Seit der Übernahme der nacamar GmbH im ersten Quartal 2007 hat ecotel zudem Zugriff auf professionelle Datendienste, wie z.B. die sichere Vernetzung von Unternehmensstandorten (VPN); seither verfügt ecotel auch über ein eigenes deutschlandweites Backbone-Netz mit Rechenzentrum in Frankfurt. Mittlerweile versorgt das Unternehmen über 45.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen deutschlandweit.

Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen sowie branchenfremde Vermarkter. Zudem unterhält ecotel eine moderne Wholesale-Plattform für den netzübergreifenden Handel von Telefonminuten mit über 100 nationalen und internationalen Carriern und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden".

Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und zwingend anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet. Demzufolge wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 von ecotel communication ag erstmals die folgenden IFRS/IFRIC angewendet:

  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"
  • Änderung des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses: Erläuterungen zum Eigenkapital"
  • IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2"
  • IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung".

Die erstmalige Anwendung von IFRS 7 hat – abgesehen von der Erweiterung der Anhangangaben – keine Auswirkungen auf den ecotel Konzernabschluss. Auch aus der erstmaligen Anwendung der übrigen Verlautbarungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Zahlungsströme des ecotel Konzerns. Die grundsätzlich im Geschäftsjahr 2007 erstmals anzuwendenden IFRIC 7 "Anpassung des Abschlusses gemäß IAS 29 Rechnungslegung in Hochinfl ationsländern" sowie IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" hatten für den ecotel Konzern in den Jahren 2006 und 2007 keine Relevanz.

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2007 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag wurden noch nicht vollständig analysiert, so dass die zu erwartenden Effekte, wie sie am Fuße der Tabelle dargestellt sind, lediglich eine erste Einschätzung darstellen.

Standard/
FN
Anzuwenden für
Interpretation
Geschäftsjahre ab
IFRS 2
Aktienbasierte Vergütung
1,3
1. Januar 2009
IFRS 3
Unternehmenszusammenschlüsse
1,3
1. Januar 2009
IFRS 8
Operative Segmente
2
1. Januar 2009
IAS 1
Darstellung des Abschlusses
1,3
1. Januar 2009
IAS 23
Fremdkapitalkosten (überarbeitet)
1,3
1. Januar 2009
IAS 27
Konzern- und separate Einzelabschlüsse
1,2,3
1. Januar 2009
nach IFRS
IAS 32
Finanzinstrumente: Darstellung
1,3
1. Januar 2009
(überarbeitet)
IFRIC 12 Service Concession Rights
1,3
1. Januar 2008
IFRIC 13 Customer Loyalty Programmes
1,3
1. Juli 2008
IFRIC 14 The Limit on a defi ned Benefi t Asset
1,3
1. Juli 2008
IFRIC 11 IFRS2 - Group and Treasury
Geplante erstmalige
Anwendung ab
1. Januar 2009
1. Januar 2009
1. Januar 2009
1. Januar 2009
1. Januar 2009
1. Januar 2009
1. Januar 2009
1. Januar 2008
1. Juli 2008
1. Juli 2008
Share Transactions 1 1. März 2007 1. Januar 2008

FN

1 Es werden keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet.

2 Es werden vor allem zusätzliche / modifi zierte Anhangangaben zum Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet.

3 Verlautbarung des IASB / IFRIC wurde noch nicht von der EU übernommen.

Neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Kapitalfl ussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der ecotel communication ag und ihrer voll konsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend EURO (TEUR) angegeben.

Die Jahresabschlüsse der ecotel communication ag sowie ihrer Tochterunternehmen – mit Ausnahme der aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierten Tochterunternehmen PhaseFive Ukraine sowie der im Geschäftsjahr 2007 erworbenen 010010 Telecom GmbH - werden in den Konzernabschluss der ecotel communication ag einbezogen. Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird voraussichtlich am 31. März 2008 durch den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.

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KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode durchgeführt (IFRS 3). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge werden sofort ertragswirksam vereinnahmt. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der negativen Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag bis auf zwei (Vorjahr: ein) Tochterunternehmen alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Ein ukrainisches Tochterunternehmen der voll konsolidierten PhaseFive AG, Düsseldorf sowie seit 2007 das deutsche Tochterunternehmen der voll konsolidierten easybell GmbH, 010010 Telecom GmbH, wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung.

Anteil
am Kapital
Eigenkapital Ergebnis Umsatz Mitarbeiter*
in % in TEUR in TEUR in TEUR (Durchschnitt)
ecotel private ag
(Vorjahr)
100,0 640
(349)
-9
(16)
130
(296)
0
(0)
easybell GmbH 50,98 471 77 1.471 2
010010 Telecom GmbH 100,0 24 5 0 0
RC communications GmbH
(Vorjahr)
100,0 82
(146)
136
(-53)
536
(232)
11
(14)
PhaseFive AG
(Vorjahr)
100,0 150
(178)
-28
(-106)
162
(61)
2
(2)
PhaseFive Ukraine
(Vorjahr)
99,0 36
(39)
0,1
(0,3)
120
(83)
1
(5)
/bin/done digital
solutions GmbH
(Vorjahr)
100,0 43
(30)
14
(2)
226
(56)
1
(0)
toBEmobile GmbH
(Vorjahr)
51,03 415
(460)
-45
(-101)
511
(8)
4
(2)
nacamar GmbH 90,0 16.382 781 20.652 70
ADTG Allgemeine Telefon
dienstleistungs GmbH
100,0 1.358 275 2.930 14
PPRO Wertkartenverkauf
GmbH
51,2 230 55 2.744 0
Wertkartenverkauf AT
GmbH/Österreich
100,0 110 50 2.642 0
mvneco GmbH 45,0 -478 -1.229 718 4

Im Bereich- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen:

*) ohne Vorstände / Geschäftsführer und Auszubildene

In dieser Darstellung sind die Ergebnisse und Umsatzerlöse für die in 2007 erworbenen Gesellschaften zeitanteilig für die Dauer der Konzernzugehörigkeit angegeben. Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften ist.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE UND SONSTIGE ERWERBE

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die folgenden Unternehmenserwerbe durchgeführt:

nacamar GmbH, Dreieich

Mit Wirkung vom 04. Februar 2007 hat die ecotel communication ag sämtliche Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH, Dreieich, erworben, welche anschließend in nacamar GmbH umfi rmiert wurde. Die nacamar GmbH ist ein Anbieter von professionellen Internet- und Datendiensten für Geschäftskunden. Basis des Geschäfts ist die sichere und zuverlässige Vernetzung von Unternehmensstandorten. Als Dienstleistungen bietet das Unternehmen den reinen Zugang, aber auch Managed Services, individuelle Sicherheits-Services sowie Housing/Hosting-Dienstleistungen im eigenen Rechenzentrum an. Mit dem Erwerb von nacamar soll die profi table Wachstumsstrategie im Zielsegment Geschäftskunden weiter fortgesetzt und erheblich an Marktpräsenz sowie

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Know-how im Bereich der professionellen Internet- und Datendienste hinzugewonnen werden.

Die Akquisition wurde durch Fremdkapital sowie vorhandene liquide Mittel fi nanziert. Der Kaufpreis betrug TEUR 19.173,9, worin Anschaffungsnebenkosten in Höhe von TEUR 1.060,4 berücksichtigt sind (einschließlich erfolgter Anpassungen im zweiten und vierten Quartal 2007). Im Zusammenhang mit diesem Kauf wurde ein Anteil von 10% an nacamar GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 2.046,0 an Dritte veräußert, was zu einem Anstieg der Minderheitenanteile führte.

Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der nacamar GmbH wiesen die folgenden Buchwerte vor dem Zusammenschluss bzw. beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses auf:

nacamar GmbH
Angaben in TEUR
Buchwert Anpassungs
betrag an den
beizulegenden
Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwert 0,0 4.948,1 4.948,1
Kundenbeziehungen 5.500,0 0,0 5.500,0
Sonstiges Anlagevermögen 6.221,5 0,0 6.221,5
Sonstige Vermögenswerte 1.000,0 0,0 1.000,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25,0 0,0 25,0
Rückstellungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Schulden -279,6 0,0 -279,6
Latente Steuern 1.758,9 0,0 1.758,9
Kaufpreis 14.225,8 4.948,1 19.173,9

In einem "Business Contribution and Transfer Agreement" hat die Tiscali Gruppe am 1. Februar 2007 ihre B2B Vermögenswerte und Schulden in die bis dahin inaktive Tiscali Nacamar GmbH eingebracht. Die Abbildung dieser Einbringung erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten, weshalb zum Zeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses keine Anpassung dieser Werte mehr zu erfolgen hatte.

Aufgrund des Verkaufs des 10%igen Minderheitenanteils an Dritte ergab sich im Konzern zum 31. Dezember 2007 eine Reduzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes um weitere TEUR 494,8. Nach Berücksichtigung der Minderheiten überstiegen somit die Anschaffungskosten die Summe der beizulegenden Zeitwerte um TEUR 4.453,3. Diese Differenz erklärt sich im Wesentlichen durch die mit der Akquisition erworbene strategische Option, den Konzern neben dem Festnetzbereich auch im Internet-Geschäft zu positionieren. Ein separater beizulegender Zeitwert dieser Option kann nicht verlässlich bestimmt werden.

Das erworbene Unternehmen hat in der Zeit von der Akquisition am 04. Februar 2007 bis zum Abschlussstichtag, dem 31. Dezember 2007, zum Konzernjahresergebnis der ecotel communication ag vor Anteilen Fremder mit einem Gewinn von TEUR 780,8 beigetragen. Aufgrund der bestehenden Vertragsverhältnisse steht ecotel trotz der bestehenden Minderheitenanteile der

gesamte Jahresüberschuss 2007 seit dem Erwerbszeitpunkt der nacamar zu.

Hätte die Akquisition am Anfang der Berichtsperiode, also am 01. Januar 2007 stattgefunden, so hätte nacamar für das Jahr 2007 einen Umsatz von TEUR 20.652,4 und einen Jahresüberschuss von ebenfalls TEUR 780,8 beigetragen.

ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH, Rathenow

Mit Vertrag vom 29. Juni 2007 erwarb die Gesellschaft sämtliche Anteile an der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (ADTG) mit Sitz in Rathenow. Die ADTG ist ein in Deutschland agierender Telekommunikationsdienstleister für Sprach- und Datendienste mit Fokussierung auf kleine und mittelständische Geschäftskunden. Die Zahl der Geschäftskunden der ecotel erhöht sich mit dieser Akquisition um 5.000 auf 45.000 Kunden. Neben dem Ausbau der Marktposition im Geschäftskundenbereich soll die Akquisition zu Synergien im Einkauf und Effi zienzsteigerungen durch Optimierung der Organisationsstruktur führen. Gleichzeitig geht ecotel eine langfristige Vertriebspartnerschaft mit den ehemaligen Gesellschaftern der ADTG ein.

Der Kaufpreis für die ADTG betrug TEUR 5.181,9 einschließlich TEUR 121,9 Anschaffungsnebenkosten und wurde in Höhe von TEUR 2.571,9 in bar sowie in Höhe von TEUR 2.610,0 in Aktien der ecotel beglichen. Nach IFRS-Anpassungen zum Erwerbsstichtag 01. Juli 2007 ergibt sich ein Goodwill von TEUR 4.098,9.

Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der ADTG wiesen die folgenden Buchwerte vor dem Zusammenschluss bzw. beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses auf:

ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH
Angaben in TEUR
Buchwert Anpassungs
betrag an den
beizulegenden
Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwert 0 4.098,9 4.098,9
Kundenbeziehungen 0 1.350,0 1.350,0
Sonstiges Anlagevermögen 104,7 0 104,7
Sonstige Vermögenswerte 896,4 0 896,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 289,5 0 289,5
Rückstellungen -180,3 0 -180,3
Sonstige Schulden -868,7 0 -868,7
Latente Steuern -4,5 -504,1 -508,6
Kaufpreis 237,1 4.944,8 5.181,9

Der Vorteil des Erwerbs der ADTG für die ecotel communication ag wurde in erster Linie in der Möglichkeit der Realisierung von Synergiepotenzialen im Einkaufsbereich sowie im Aufbau von Beziehungen zu verschiedenen Vertriebsgesellschaften gesehen.

Das erworbene Unternehmen hat in der Zeit von der Akquisition bis zum 31. Dezember 2007 zum Konzernjahresergebnis der ecotel communication ag mit einem Gewinn von TEUR 274,9

beigetragen.

Hätte die Akquisition am Anfang der Berichtsperiode, also am 01. Januar 2007 stattgefunden, so hätte ADTG für das Jahr 2007 einen Umsatz von TEUR 5.643,3 und einen Jahresüberschuss von TEUR 434,1 beigetragen.

PPRO Wertkartenverkauf GmbH, Bad Heilbrunn

Die ecotel communication ag erwarb mit Vertrag vom 13. Juli 2007 51,2% der Anteile an der PPRO Wertkartenverkauf GmbH mit Sitz in Bad Heilbrunn einschließlich der Anteile am 100%igen Tochterunternehmen Wertkartenverkauf AT GmbH, Graz (Österreich). Die PPRO Wertkartenverkauf GmbH ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren "giropay" für über das Internet agierende Händler. Die Dienstleistungen der PPRO Wertkartenverkauf GmbH können unmittelbar in verschiedenen Geschäftsbereichen der ecotel Gruppe genutzt werden.

Der Kaufpreis betrug TEUR 2.159,0, worin Anschaffungsnebenkosten mit TEUR 59,0 enthalten sind. Er wurde in Höhe von TEUR 609,0 in bar sowie in Höhe von TEUR 1.550,0 in Aktien der ecotel beglichen. Bei Erstkonsolidierung auf den Erwerbsstichtag 01. Juli 2007 ergibt sich unter Berücksichtigung des anteiligen Kapitals ein Goodwill i.H.v. TEUR 2.062,3.

Zum Erwerbsstichtag sind folgende Einheiten von Vermögenswerten und Schulden der PPRO-Gruppe aus diesem Erwerb zugegangen:

PPRO Wertkartenverkauf GmbH
Angaben in TEUR
Buchwert Anpassungsbe
trag an den
beizulegenden
Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwert 0 2.062,3 2.062,3
Immaterielle Vermögenswerte (Internet-Domain) 0 50,0 50,0
Sonstiges Anlagevermögen 5,8 0 5,8
Sonstige Vermögenswerte 346,9 0 346,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 243,2 0 243,2
Rückstellungen -2,4 0 -2,4
Sonstige Schulden -441,4 0 -441,4
Latente Steuern 0 -13,2 -13,2
Nettovermögen 152,1 2.099,1 2.251,2
Minderheitenanteile -92,2
Kaufpreis 2.159,0

Der Vorteil des Erwerbs der PPRO für die ecotel communication ag wurde in erster Linie in der konsequenten Fortführung der Entwicklung der Gesellschaft zum Full Service Provider gesehen sowie in der Erzielung von Synergieeffekten mit anderen Gesellschaften des Konzerns gesehen.

easybell GmbH, Eichwalde

Die ecotel private ag erwarb mit Vertrag vom Juli 2007 50,98% der Anteile an der easybell GmbH, Eichwalde. Die easybell GmbH bietet Telekommunikationsprodukte an und konzentriert sich dabei auf preissensitive Privatkunden mit hohen technischen Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen aus dem Telekommunikationsbereich. Gegenwärtig betreibt die easybell GmbH das Geschäftsfeld "Schmalbanddienste und DSL". Der Vertrieb erfolgt dabei über Preisportale im Internet wie etwa "Teltarif". Die easybell GmbH plant zudem zeitnah den Einstieg in neue Geschäftsfelder wie etwa VoIP sowie den entbündelten DSL-Teilnehmerzugang (ULL). ecotel hat die Absicht, die easybell GmbH als Pilotkunden zur Bereitstellung von Internet- und Sprachanschlüssen für kleine Internet Service Provider zu nutzen. Die Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten mit TEUR 24,9 beliefen sich auf TEUR 324,9. Nach IFRS-Anpassungen zum Erwerbsstichtag 1. Juli 2007 beträgt der Goodwill TEUR 136,6.

Der Kaufpreis des Unternehmenserwerbs lässt sich wie folgt den übergegangenen Vermögenswerten und Schulden zuordnen:

easybell GmbH
Angaben in TEUR
Buchwert Anpassungs
betrag an den
beizulegenden
Zeitwert
Beizulegender
Zeitwert
Geschäfts- oder Firmenwert 0 123,8 123,8
Kundenbeziehungen 0 35,0 35,0
Sonstiges Anlagevermögen 2,7 0 2,7
Sonstige Vermögenswerte 236,0 0 236,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 525,2 0 525,2
Rückstellungen -309,7 0 -309,7
Sonstige Schulden -67,9 0 -67,9
Latente Steuern -17,1 -9,8 -26,9
Nettovermögen 369,2 149,0 518,2
Minderheitenanteile -193,3
Kaufpreis 324,9

Die beiden folgenden Tochterunternehmen wurden aus Wesentlichkeitsgründen zum 31. Dezember 2007 nicht konsolidiert:

PhaseFive R&D (Ukraine) verfügte zum 31. Dezember 2007 über Vermögenswerte von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 39) und Schulden von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0). Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Gesamtjahr 2007 TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 84) bei einem ausgeglichenen Jahresergebnis (Vorjahr: TEUR 0,4).

Die im Geschäftsjahr 2007 von der alleinigen Gesellschafterin easybell GmbH erworbene 010010 Telecom GmbH verfügte zum 31. Dezember 2007 über Vermögenswerte von TEUR 29 und Schulden von TEUR 1, Umsatzerlöse wies die Gesellschaft im Gesamtjahr 2007 nicht aus.

toBEmobile GmbH, Düsseldorf

Die toBEmobile GmbH wird seit 2006 voll konsolidiert. ecotel hält seit dem Erwerb auch zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 unverändert einen Anteil von 51,03% und verfügt über eine Kaufoption zum Erwerb der Minderheitenanteile von 49,97%. Die Kaufoption kann von ecotel frühestens zum 31. Dezember 2008 ausgeübt werden, der Optionskaufpreis wird erst zu diesem zukünftigen Zeitpunkt basierend auf der Summe des Unternehmenswertes zu diesem zukünftigen Stichtag und Jahresüberschuss der toBEmobile GmbH 2008 ermittelt werden. Zum 31. Dezember 2007 kann der Option mangels positiver Ergebnisse noch kein wesentlicher Wert beigemessen werden.

mvneco GmbH

Bezüglich der Vermarktung von Bündelprodukten wurde mit der Gründung der mvneco GmbH im April 2007 die Grundlage für den Einstieg in den Mobilfunkmarkt für Geschäftskunden geschaffen, an welcher die ecotel mit 45% beteiligt ist. Die mvneco GmbH ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen wie etwa der ecotel den Einstieg in den Mobilfunkmarkt als technischer Dienstleister. Die mvneco GmbH schließt ihre technische Plattform an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers an und kontrolliert dadurch die Mobilfunkdienste. Auf diese Weise kann die Terminierung der Mobilfunkgespräche in andere Netze gesteuert werden. Darüber hinaus betreibt die mvneco GmbH zentrale Applikationsplattformen (z.B. Messaging). Ab September 2007 vermarktet die Gesellschaft Konvergenzangebote im Bereich Mobilfunk und Festnetz, welche jedoch voraussichtlich erst ab 2008 zu wesentlichen Ergebnisbeiträgen führen werden.

Die Anschaffungskosten der Beteiligung betrugen TEUR 234 einschließlich angefallener Anschaffungsnebenkosten von TEUR 9. Die Gesellschaft wird nach der Equity-Methode in den Konzern einbezogen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinfl usst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften des IFRS bestimmt.

Für den Konzernabschluss wurden zudem die ergänzenden Bestimmungen nach §315a HGB beachtet.

Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter fi nanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu setzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten für den Erwerb bzw. den Zeitraum der Herstellung werden nicht aktiviert, sondern im Zeitpunkt ihrer Entstehung aufwandswirksam erfasst.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufl ießt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden grundsätzlich als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzufl üsse gedeckt werden.

Kundenbeziehungen aus erworbenen Unternehmen werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, welche über eine durchschnittliche Nutzungsdauer des übernommenen Kundenstamms abgeschrieben werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen.

Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 3 - 5 Jahre
Entwicklungskosten 5 Jahre
Software 3 Jahre

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

56

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden.

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpfl ichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpfl ichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige Verbindlichkeiten werden abgezinst. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Latente Steuern der Vergangenheit wurden aufgrund der in 2007 eingetretenen Änderungen der deutschen steuerrechtlichen Gesetzgebung auf die jeweiligen gesellschaftsbezogenen neuen ertragsteuerlichen Steuersätze angepasst. Latente Steuern auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge der inländischen Konzerngesellschaften wurden daher mit 15% (Vorjahr: 25%) zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 11-17% (Vorjahr: 18-19%) gerechnet. Diese Sätze wurden entsprechend für die Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen verwendet, soweit sich die Differenzen in der Zukunft umkehren.

Derivative Finanzinstrumente werden in der ecotel Gruppe nur begrenzt und ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf öffentlich notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen fi nanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre Einbuchung erfolgt erstmalig am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpfl ichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Die eingesetzten Zinsswap-Kontrakte der ecotel communication ag fallen unter die Finanzinstrumente-Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39.9) und werden bis zu ihrer Ausbuchung im Falle des Auslaufens oder der Ablösung entsprechend ihrer Marktwerte als fi nanzielle Vermögenswerte oder fi nanzielle Schulden bilanziert.

Die Wertpapiere werden zur kurzfristigen Anlage liquider Mittel gehalten und werden der Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Somit erfolgt deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag.

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel Gruppe betreffen die Kategorie "Kredite und Forderungen". Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst.

58

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspfl ege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Entsprechend IAS 8.42 wurde die Bilanzierung des Vorjahresabschlusses zum 31. Dezember 2006 für die folgenden drei Sachverhalte angepasst:

Im Vorjahr wurden Eigenkapitalbeschaffungskosten in Höhe von TEUR 756 nach Verrechnung der hierauf entfallenden Ertragsteuern von TEUR 501 für die in 2006 durchgeführte Kapitalerhöhung mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Um eine dem IAS 32.38 sachgerechtere Darstellung dieses Vorgangs sicherzustellen, wurde rückwirkend die Verrechnung der auf die Altaktionäre der ecotel communication ag entfallenden Eigenkapitalbeschaffungskosten storniert. Hierdurch wurden die Kapitalrücklagen rückwirkend zum 31. Dezember 2006 um TEUR 196 erhöht. Das Jahresergebnis 2006 wurde durch diese Anpassung mit einem Finanzaufwand in Höhe von TEUR 326 negativ beeinfl usst, während sich gegenläufi g ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 130 ergab.

Die bilanzielle Abbildung des Unternehmenserwerbs DSLCOMP zum 01. Juni 2006 wurde rückwirkend korrigiert. Während im Vorjahresabschluss aus der Kaufpreisverteilung lediglich ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 7.414 bilanziert wurde, wurde dieser nun rückwirkend um TEUR 2.000 reduziert, da in dieser Höhe stattdessen ein separater immaterieller Vermögenswert für die erworbenen Kundenbeziehungen angesetzt wurde. Dieser immaterielle Vermögenswert wird nun seit dem Erwerbsstichtag linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Hierdurch wurde das Vorjahreskonzernergebnis um TEUR 117 reduziert, entsprechend wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung 2006 um diesen Betrag erhöhte planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Gegenläufi g ergab sich in 2006 ein Steuerertrag aus der Aufl ösung der passiven latenten Steuern für diesen Vorgang in Höhe von TEUR 47. Dieser ist in der Gewinn- und Verlustrechnung 2006 im Steuerertrag enthalten. Aus der rückwirkenden Bilanzierung der Kundenbeziehungen waren darüber hinaus zum Erwerbsstichtag passive latente

Steuern in Höhe von TEUR 798 zu passivieren, die die Gewinnrücklagen des Vorjahresstichtages entsprechend vermindert haben.

Für die zum 31. Dezember 2006 bilanzierten Rückstellungen aus dem Aktienoptionsplan der ecotel communication ag waren im Vorjahr TEUR 8 aktive latente Steuern bilanziert worden, die nunmehr korrigiert wurden, da eine entsprechende temporäre Differenz nicht bestand. Hieraus resultiert im Vorjahr rückwirkend ein Ertragsteueraufwand von TEUR 8.

Das Ergebnis je Aktie reduzierte sich für 2006 durch die genannten Anpassungen von EUR 0,72 auf EUR 0,64.

In den drei genannten Fällen wurden in allen Rechenwerken des Konzernabschlusses die betreffenden Vorjahreszahlen angepasst. Für die Anpassung von Zahlen, die vor dem 01. Januar 2006 veröffentlicht wurden, bestand keine Notwendigkeit. Die Anpassung nach IAS 8 ist auch gesondert in der Eigenkapitalüberleitungsrechnung ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige imma terielle Vermö genswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt entwickelt:

Entwicklung 2007
Angaben in TEUR
Geschäfts
oder
Firmen
werte
Konzes
sionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte
Ent
wicklungs
kosten
Kundenbe
ziehungen
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungs
kosten Stand 01.01.2007
5.973 877 363 2.164 9.377
Zugänge 0 484 1.175 119 1.778
Veränderung des Konsolidierungskreises 10.738 3.041 0 6.885 20.664
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2007 16.711 4.402 1.538 9.168 31.819
Abschreibungen Stand 01.01.2007 0 489 2 117 608
Zugänge 0 661 37 890 1.588
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 12 0 0 12
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2007 0 1.162 39 1.007 2.208
Buchwerte Stand 31.12.2006 5.973 388 361 2.047 8.769
Buchwerte Stand 31.12.2007 16.711 3.240 1.499 8.162 29.611

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2006 wie folgt entwickelt:

Entwicklung 2006
Angaben in TEUR
Geschäfts
oder
Firmen
werte
Konzes
sionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte
Ent
wicklungs
kosten
Kundenbe
ziehungen
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungs
kosten Stand 01.01.2006
0 475 0 0 475
Zugänge 0 271 209 228 708
Veränderung des Konsolidierungskreises 5.973 131 154 2.000 8.257
Abgänge 0 0 0 -64 -64
Stand 31.12.2006 7.973 877 363 2.164 9.377
Abschreibungen Stand 01.01.2006 0 172 0 0 172
Zugänge 0 205 2 117 324
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 112 0 0 112
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2006 0 489 2 0 608
Buchwerte Stand 31.12.2005 0 303 0 0 303
Buchwerte Stand 31.12.2006 5.973 388 361 2.047 8.769

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Geschäftsjahr betragen TEUR 1.175 (Vorjahr: TEUR 294). Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen eigenentwickelte Software-Lösungen für ein neues Auftragsabwicklungs- und Kundenbetreuungssystem, eine VoIP-Plattform, eine DSL-Dienstleistungsplattform sowie Abwicklungssysteme für die Mobilfunk-Angebote der ecotel communication ag (TEUR 950; Vorjahr: TEUR 209). Die Fertigstellung war bis zum 31. Dezember 2007 noch nicht erfolgt. Im Laufe des Jahres 2008 werden diese Entwicklungen als Eigennutzung zur Verbesserung der Geschäftsabläufe in Betrieb genommen werden. Außerdem ist eine eigenentwickelte Software-Lösung des Tochterunternehmens toBEmobile GmbH für den effi zienteren Vertrieb von Mobilfunk-SIM-Karten aktiviert (TEUR 228; Vorjahr: TEUR 152), deren Nutzung im Dezember 2006 begonnen hat. Die planmäßige lineare Abschreibung erfolgt über fünf Jahre. In 2007 wurden außerdem Entwicklungskosten von TEUR 321 beim Tochterunternehmen nacamar aktiviert. Es handelt sich hierbei um ein neues Kundenabrechnungssystem sowie diverse Projekte für das Media-Delivery-Netzwerk. Die Entwicklung dieser Projekte wird erst in 2008 abgeschlossen werden, eine Inbetriebnahme ist im Laufe des Jahres 2008 vorgesehen.

Als Kundenbeziehungen wurden vorausbezahlte Provisionen an Fremdvermittler für die Akquisition von Neukunden aktiviert (TEUR 45; Vorjahr: TEUR 164), die durchschnittlich über einen Zeitraum von 12 Monaten vertraglich gebunden werden konnten. Die Amortisation dieser Vorauszahlungen erfolgt entsprechend der kundenbezogenen vertraglichen Bindungsdauer.

Außerdem werden im Rahmen der Neuerwerbe von Tochterunternehmen in 2007 erworbene Kundenstämme bei nacamar (TEUR 5.164) und ADTG (TEUR 1.238) bilanziert. Dem Kundenstamm ADTG wurde eine Nutzungsdauer von 6 Jahren zugeordnet, sodass sich bei einer linearen planmäßigen Abschreibung von TEUR 113 seit dem Erwerbszeitpunkt 01. Juli 2007 ein Buchwert von TEUR 1.238 zum 31. Dezember 2007 ergibt. Dem Kundenstamm nacamar wurde abhängig vom Kundensegment eine Nutzungsdauer zwischen 10 und 18 Jahren zugeordnet. Weitere Kundenbeziehungen bzw. eine Internet-Domain werden zum Bilanzstichtag bei easybell (TEUR 32) bzw. PPRO (TEUR 42) bilanziert, sie werden linear über 6 bzw. 3 Jahre abgeschrieben. Die Kundenbeziehungen der im Vorjahr erworbenen DSLCOMP werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.683 ausgewiesen, sie werden über 10 Jahre linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich auf das in 2006 erworbene Geschäft der verschmolzenen DSLCOMP (TEUR 5.414), auf die übrigen im Vorjahr erworbenen Unternehmen (TEUR 559) sowie auf die erläuterten Neuerwerbe von Tochterunternehmen des Geschäftsjahres 2007 (Cash Generating Units). Hierbei entfi elen die wesentlichen Geschäftsoder Firmenwerte auf nacamar (TEUR 4.948), ADTG (TEUR 4.099), PPRO (TEUR 2.062) sowie easybell (TEUR 124).

Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted Cashfl ow Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum 8 Jahre). Wertminderungsaufwendungen aufgrund der Wertminderungstests waren nicht erforderlich.

Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung der Impairmenttests zugrunde gelegt: Kapitalisierungszinssatz 7,5% nach Steuern bzw. 10,6% vor Steuern, Beta-Faktor 1,3, Debt-Ratio 40%. Die Wachstumsraten für die einzelnen Unternehmen wurden zwischen 0% und 5% angesetzt. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt 31%.

62

(2) Sachanlagen Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt entwickelt:

Entwicklung 2007
Angaben in TEUR
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich
der Bauten auf
fremden Grund
stücken
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2007
117 2.850 64 3.031
Zugänge 15 651 2.326 2.992
Veränderung des Konsolidierungskreises 2.012 1.861 0 3.873
Abgänge 0 -16 0 -16
Stand 31.12.2007 2.144 5.346 2.390 9.880
Abschreibungen Stand 01.01.2007 87 1.358 0 1.445
Zugänge 260 1.305 0 1.565
Veränderung des Konsolidierungskreises 0 11 0 11
Abgänge 0 -12 0 -12
Stand 31.12.2007 347 2.662 0 3.009
Buchwerte Stand 31.12.2006 30 1.492 64 1.586
Buchwerte Stand 31.12.2007 1.797 2.684 2.390 6.871
Entwicklung 2006
Angaben in TEUR
Grundstücke,
grundstücks
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich
der Bauten auf
fremden Grund
stücken
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsaus
stattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2006
98 1.831 0 1.929
Zugänge 0 1.003 64 1.067
Veränderung des Konsolidierungskreises 20 184 0 204
Abgänge -1 -168 0 -169
Stand 31.12.2006 117 2.850 64 3.031
Abschreibungen Stand 01.01.2006 69 785 0 854
Zugänge 12 506 0 518
Veränderung des Konsolidierungskreises 7 140 0 147
Abgänge -1 -73 0 -74
Stand 31.12.2006 87 1.358 0 1.445
Buchwerte Stand 31.12.2005 29 1.046 0 1.075
Buchwerte Stand 31.12.2006 30 1.492 64 1.586

Im Geschäftsjahr 2006 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:

Außerplanmäßige Wertminderungen waren weder in der Berichtsperiode noch in der Vergleichsperiode vorzunehmen.

Leasingzahlungen in Folgejahren – Operating Leasing

Die ausstehenden Leasingverpfl ichtungen aus Operating Leasingverträgen stellen sich zum 31. Dezember 2007 wie folgt dar:

Angaben in TEUR Bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis
5 Jahre
ab 5 Jahre Gesamt
31.12.2007
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 908 373 0 1.281
Übrige Mietverträge 1.692 3.240 1.901 6.833
2.600 3.613 1.901 8.114

Die Leasingverpfl ichtungen resultieren im Wesentlichen aus Operating Leasingverträgen von technischem Equipment und Software, von Firmenfahrzeugen sowie Mietverpfl ichtungen aus gemieteter Büroausstattung. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Bürofl ächen und des Rechenzentrums sowie den Wartungsvertrag für das Daten-Backbone.

Zum 31. Dezember 2006 bestanden folgende fi nanzielle Verpfl ichtungen aus Operating Leasingverträgen:

Angaben in TEUR Bis 1 Jahr ab 1 Jahr bis
5 Jahre
ab 5 Jahre Gesamt
31.12.2006
Betriebs- und Geschäftsausstattung (Leasing) 33 8 0 41
Übrige Mietverträge 1.061 583 102 1.746
1.094 591 102 1.787

(3) Finanzanlagen Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzanlagen von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 186) betreffen mit TEUR 51 die Anschaffungskosten der Beteiligung der PhaseFive AG an ihrem ukrainischen Tochterunternehmen, welches nicht konsolidiert wird, sowie mit TEUR 56 die im Geschäftsjahr 2007 erworbene Beteiligung der easybell GmbH an der ebenfalls aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierten 010010 Telecom GmbH.

Im Vorjahr waren außerdem TEUR 135 geleistete Anzahlungen für die im Geschäftsjahr 2006 angefallenen Anschaffungsnebenkosten für den Erwerb des Deutschlandgeschäfts der Tiscali Nacamar Gruppe, welcher erst im Jahr 2007 abgeschlossen wurde, ausgewiesen.

Der Buchwert der Beteiligung an der at equity bewerteten mvneco GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2007 auf Null EUR, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 234 im Erwerbszeitpunkt in 2007 aufgrund des durch die hohen Initialkosten entstandenen Jahresfehlbetrages der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2007 in Höhe von anteilig TEUR -404 vollständig abgeschrieben werden mussten. Der Buchwert enthielt einen anteiligen Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 45. Der nicht bilanziell ausgewiesene negative Equity-Wert aus der Beteiligung an der mvneco GmbH beträgt somit zum 31. Dezember 2007 TEUR -170.

  • Bei den langfristigen Forderungen handelt es sich mit TEUR 2.151 im Wesentlichen um ein Darlehen der ecotel communication ag an das at equity bewertete Unternehmen mvneco GmbH. Es hat eine Laufzeit bis September 2010 und wird mit 5,0% jährlich verzinst. (4) Langfristige Forderungen
  • Als Vorräte sind auf Lager befi ndliche SIM-Mobilfunkkarten der ecotel communication ag mit TEUR 18 sowie Router der easybell GmbH mit TEUR 6 ausgewiesen.
(6) Forderungen aus
Lieferungen und
Angaben in TEUR Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
31.12.2006
Restlaufzeit
über 1 Jahr
Gesamt
31.12.2007
Leistungen und
sonstige Forde-
rungen und
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Vermögenswerte gegen Dritte 0 6.542 0 12.784
sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Wertpapiere 0 111 0 403
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0 43 0 54
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3 709 3 3.831
3 863 3 4.288

(5) Vorräte

Bei den Wertpapieren handelt es sich um kurzfristige Geldanlagen von drei (Vorjahr: eines) Tochterunternehmen. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Aufl ösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen den Zeitwerten.

(7) Effektive und latente Ertrag steueransprüche

Angaben in TEUR 31.12.2006 31.12.2007
Latente Ertragsteueransprüche 392 1.410
Effektive Ertragsteueransprüche 26 352
418 1.762

Die latenten Ertragsteueransprüche betreffen latente Steueransprüche von TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 392) aufgrund bestehender körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge bei vier Tochterunternehmen sowie mit TEUR 1.046 aktive latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen bei Tochterunternehmen. Die effektiven Ertragsteueransprüche betreffen ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Zinsabschlagsteuerguthaben.

(8) Finanzmittel

Angaben in TEUR 31.12.2006 31.12.2007
Guthaben bei Kreditinstituten 9.354 3.878
Kassenbestand und Schecks 11 1
9.365 3.879

(9) Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Am 28. Juni 2007 hat der Vorstand der Gesellschaft von einer durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2006 erteilten und am 27. Januar 2006 in das Handelsregister eingetragenen Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 28. Juni 2007 beschlossen, das Grundkapital zu erhöhen, und zwar von EUR 3.500.000,00 um EUR 300.000,00 auf EUR 3.800.000,00. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Ausgabe von 300.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Sacheinlage von sämtlichen Geschäftsanteilen an der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (ADTG) im Nennbetrag von insgesamt EUR 25.050,00. Der Ausgabepreis je Aktie lag bei EUR 8,70. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 11. Juli 2007 durch Eintragung in das Handelsregister wirksam.

Am 12. Juli 2007 hat der Vorstand der Gesellschaft von einer durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Januar 2006 erteilten und am 27. Januar 2006 in das Handelsregister eingetragenen Ermächtigung Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 12. Juli 2007 beschlossen, das Grundkapital zu erhöhen, und zwar von EUR 3.800.000,00 um

66

EUR 100.000,00 auf EUR 3.900.000,00. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Ausgabe von 100.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Stückaktie gegen Sacheinlage von 51,2 % der Geschäftsanteile an der PPRO Wertkartenverkauf GmbH im Nennbetrag von insgesamt EUR 12.800,00. Der Ausgabepreis je Aktie lag bei EUR 15,50. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20. Juli 2007 durch Eintragung in das Handelsregister wirksam.

Somit beträgt die Anzahl der zum 31. Dezember 2007 im Umlauf befi ndlichen Aktien der ecotel communication ag 3.900.000,00 Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.

Die Kapitalrücklagen betragen TEUR 17.826 (Vorjahr: TEUR 14.073). Im Rahmen der oben beschriebenen Kapitalerhöhungen führte die Ausgabe der neuen Aktien aufgrund des vereinnahmten Aufgeldes zu einer Erhöhung der Kapitalrücklagen von TEUR 3.760. Entsprechend IAS 32.35 wurden zum 31. Dezember 2007 Kosten der Eigenkapitalbeschaffung nach Abzug von Ertragsteuern in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 887) mit den Kapitalrücklagen verrechnet.

Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der toBEmobile (TEUR 203; Vorjahr: TEUR 225), nacamar (TEUR 1.520), PPRO (TEUR 139) sowie easybell (TEUR 231).

Im Hinblick auf das Kapitalmanagement soll die Summe aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital die langfristigen Vermögenswerte übersteigen. In diesem Zusammenhang sollen die mit dem Fremdkapital zusammenhängenden Debt Covenants nicht verletzt werden. Diese sind wie folgt: (1) Eigenkapital mindestens 25% der Bilanzsumme (2) Verhältnis Debt zu EBITDA höchstens 2,5 (3) EBITDA mindestens 5% der Umsatzerlöse.

%
Peter Zils 31,5%
AvW Gruppe AG 10,12%
Information Technologies R&D Holding AG 12,45%

Während des Geschäftsjahres 2007 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben:

08.08.2007:

Mitteilung von der Absolute Capital Management Holdings Limited, George Town, Cayman Islands, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 06.08.2007 22,424% beträgt (Anzahl Aktien: 874.554, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 3% der Stimmrechte haben: (1) Absolute Activist Value Master Fund Limited (2) Absolute Activist Value Fund Limited.

Mitteilung von Herrn Peter Zils, Deutschland, dass sein Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 06.08.2007 die Schwelle von 30% der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 31,05% (das entspricht 1.210.896 Stimmrechten) beträgt.

09.08.2007:

Mitteilung von der AvW Gruppe AG, Krumpendorf, Österreich, dass sie mit 06.08.2007 eine Beteiligung an der ecotel communication ag von 5,743% des stimmberechtigten Kapitals hält. Dies entspricht einer Beteiligung von 223.995 Stimmrechten von insgesamt 3.900.000 Stück Aktien.

27.09.2007:

Mitteilung von der AvW Gruppe AG (FN 206508 p), Krumpendorf, Österreich, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 20.09.2007 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,12% (394712 Stimmrechte) beträgt. Die AvW Gruppe AG hat ihre Meldung im eigenen Namen sowie im Auftrag folgender Personen bzw. Rechtsträge vorgenommen: (1) AvW Beteiligungsverwaltung GmbH (FN 204069 b), Wien, Österreich (2) Auer von Welsbach Privatstiftung (FN 171457 v), Wien, Österreich (3) Dr. Wolfgang Auer von Welsbach, Österreich

28.09.2007:

Mitteilung der Absolute Capital Management Holdings Limited, George Town, Cayman Islands, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 24. September 2007 die Stimmrechtsschwelle von 20% und 15% unterschritten hat und nun 14,452% beträgt (Anzahl Aktien: 563.638; Grundkapital in Stück: 3.900.000). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 3% der Stimmrechte haben: (1) Absolute Activist Value Fund Limited (2) Absolute Activist Value Master Fund Limited.

05.10.2007:

Mitteilung der Information Technologies R&D Holding AG, Zug, Schweiz, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01. Oktober 2007 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 12,45% (485.770 Stimmrechte, Grundkapital in Stück 3.900.000) beträgt. Gleichzeitig wurden die Schwellen von 3% und 5% überschritten.

09.10.2007:

Mitteilung der Absolute Capital Management Holdings Limited, George Town, Cayman Islands, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01. Oktober 2007 die Schwellen von 10, 5 und 3% unterschritten hat und nun 0% beträgt. Die Absolute Activist Value Fund Limited, George Town, Cayman Islands, und die Absolute Activist Value Master Fund Limited, George Town, Cayman Islands, halten ebenfalls keine Stimmrechtsanteile mehr.

(10) Effektive und latente Ertrag steuern und sonstige Rück stellungen

68

Angaben in TEUR Anfangs
bestand
01.01.2007
Verbrauch Aufl ösung Zuführung Umbu
chungen
Endbe
stand
31.12.2007
Effektive Ertragsteuern 333 332 1 752 0 752
Latente Ertragsteuern 981 221 13 649 0 1.396
Rückstellungen Ertragsteuern 1.314 553 14 1.401 0 2.148
davon mit einer Laufzeit
bis zu 1 Jahr
333 332 1 752 0 752
davon aus Erstkonsolidierungen 0 0 0 310 0 310
Personalrückstellungen 46 25 0 77 -21 77
Prüfungskosten 42 33 9 58 0 58
Aufsichtsratsvergütung 14 14 0 14 0 14
Sonstige Rückstellungen 102 72 9 149 -21 149
davon mit einer Laufzeit
bis zu 1 Jahr
81 72 9 149 0 149
davon aus Erstkonsolidierungen 0 0 0 0 0 0

Die Umbuchung von TEUR -68 unter den Personalrückstellungen betrifft den fortgeführten Vorjahreswert der langfristigen Rückstellung für den zeitanteilig erdienten Anteil des beizulegenden Zeitwertes aus der Zusage einer aktienbasierten Vergütung. In 2006 wurde erstmals ein Optionsplan für ecotel aufgesetzt. Da der Aktienoptionsplan erst nach Verabschiedung durch die Hauptversammlung am 27. Juli 2007 in Kraft treten konnte, handelte es sich zum Vorjahresstichtag ausschließlich um virtuelle Aktienoptionen an ein Mitglied des Vorstands. Diese 45.000 virtuellen Optionen konnten gegen reelle Aktienoptionen umgetauscht werden bzw. ein entsprechender Barausgleich konnte gewährt werden.

Dieser alte Aktienoptionsplan wurde in 2007 durch einen neuen Aktienoptionsplan entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung der ecotel communication ag vom 27. Juli 2007 ersetzt. Da dieser neue Plan die Kriterien einer aktienbasierten Vergütungstransaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) erfüllt, wurde IFRS 2.28 (c) entsprechend unter Beibehaltung der bisherigen Wertermittlung eine Umbuchung des zeitanteiligen Zeitwertes in Höhe von TEUR 68 im dritten Quartal 2007 von den sonstigen Rückstellungen in die Kapitalrücklage vorgenommen.

Bei diesem ersetzten Alt-Optionsplan (45.000 Stück) entspricht der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (13,45 EUR). Die Laufzeit des Optionsplans beträgt 5 Jahre. Die Aktienoptionen dürfen erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von 2 Jahren nach Zuteilungstag ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartezeit kann pro Jahr ein Drittel der Optionen gewandelt werden. Optionen können nach Ablauf der Wartzeit nur ausgeübt werden, wenn der Durchschnittskurs der Aktie im Vergleich zum Ausübungspreis um mindestens 5% pro Jahr gestiegen ist und er sich um mindestens 2 Prozentpunkte besser entwickelt hat als der HDAX (fasst die Werte aller 110 Unternehmen aus den Auswahlindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammen).

Die Höhe des beizulegenden Zeitwertes der Verpfl ichtung aus der aktienbasierten Vergütungszusage wurde auf der Grundlage eines Binomialmodells bewertet. Dabei wurden die folgenden Parameter verwendet:

Dividendenrendite 0,00 %
Risikoloser Zinssatz 3,90 %
Volatilität der ecotel Aktie 35,97 %
Volatilität des HDAX-Indizes 15,96 %

Der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft entspricht auch bei den mit Gewährungszeitpunkt 01. Oktober 2007 insgesamt ausgegebenen 145.000 Stück Aktienoptionen zum 01. Oktober 2007 dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (12,27 EUR). Gemäß IFRS 2 wurde für die Bewertung der alten 45.000 Aktienoptionen ein Ausübungspreis von 13,45 EUR beibehalten. Die zu Grunde gelegten Volatilitäten beruhen für alle Optionen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die Ende 2007 bestehenden 145.000 Optionen wurden zwei Vorstandsmitgliedern (120.000 Optionen, Marktwert per 31. Dezember 2007 insgesamt TEUR 282) sowie einer weiteren leitenden Angestellten der ecotel communication ag gewährt, für die der Aufwand aus der Zuführung zur Kapitalrücklage TEUR 3 beträgt (25.000 Optionen, Marktwert per 31. Dezember 2007: TEUR 36). Eine personenbezogene Aufgliederung der Marktwerte ist im Anhang 29 enthalten. Die Eigenschaften der neu gewährten Optionen gleichen denen der zuvor gewährten oben beschriebenen Option. Aufgrund der Wertverhältnisse im Gewährungszeitpunkt 01. Oktober 2007 wurden allerdings für die Ermittlung des Fair Value dieser neu gewährten Optionen ebenfalls unter Verwendung eines Binomialmodells folgende Parameter verwendet:

Dividendenrendite 0,00 %
Risikoloser Zinssatz 4,15 %
Volatilität der ecotel Aktie 36,00 %
Volatilität des HDAX-Indizes 15,13 %

Die zugrunde gelegten Volatilitäten beruhen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt 3 bis 5 Jahre.

Die zeitanteilige Zuführung zur Rückstellung bzw. ab dem dritten Quartal 2007 zur Kapitalrücklage (TEUR 69; Vorjahr: TEUR 21) ist im Personalaufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2007 ist in der Kapitalrücklage ein Betrag von TEUR 90 für die bestehenden Aktienoptionen enthalten.

(11) Sonstige Finanz schulden, Ver bindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbind lichkeiten

70

Angaben in TEUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Gesamt
31.12.2006
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Gesamt
31.12.2007
Kreditverbindlichkeiten 11 11 3.407 18.157
Sonstige 6 6 0 106
Finanzschulden 17 17 3.407 18.263
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
6.757 6.757 11.187 11.187
Sonstige Steuern 106 106 822 822
Soziale Sicherheit 26 26 37 37
Auszuzahlende Löhne und Gehälter 22 22 0 0
Urlaub 88 88 199 199
Kreditorische Debitoren 34 34 0 0
Sonstige 31 31 213 213
Sonstige Verbindlichkeiten 307 307 1.271 1.271

Die Finanzschulden bestehen gegenüber Kreditinstituten. Aus der Bewertung eines Zinsswaps zum beizulegenden Zeitwert resultierten fi nanzielle Schulden von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 6). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten.

Bei den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die in 2008 vorgesehene Tilgung der ersten Tranche der beiden in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehen. Die langfristigen Kreditverbindlichkeiten betreffen den Restbetrag der zwei in 2007 aufgenommenen Darlehen der ecotel communication ag in Höhe von TEUR 14.000 und TEUR 4.000. Diese haben eine Laufzeit von fünf Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Schulden für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.422 (Vorjahr: TEUR 105).

(12) Berichterstattung zu Finanz instrumenten

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Kreditpreisänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfl uss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, fl üssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Die Gesellschaft prüft den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Da das Währungsrisiko in den abgelaufenen Geschäftsjahren gering war, wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.

Zinsrisiko: Die Abhängigkeit von Zinsentwicklungen war im Vorjahr gering, da sich die laufende Geschäftstätigkeit der Gesellschaft überwiegend über das Eigenkapital fi nanzierte und Finanzinvestitionen nur in Zahlungsmitteläquivalenten gehalten wurden. Daher wurde im Vorjahr nur in geringem Umfang ein Zinsswap zur Absicherung des Zinsrisikos der ecotel

communication ag abgeschlossen. In 2007 haben sich die Zinsrisiken aufgrund der Fremdkapitalaufnahme von 18 Mio EUR erhöht. Somit bestehen Zinsrisiken im ecotel Konzern hauptsächlich wegen der Finanzschulden und der zinstragenden Anlagen des Konzerns. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen erfolgen Absicherungen durch originäre und derivative Finanzgeschäfte. Somit bestanden Ende 2007 zwei Zinsderivate in Form eines Swapund eines Cap-Kontraktes. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als fi nanzielle Vermögenswerte oder fi nanzielle Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag angesetzt. Bei der Interpretation der positiven oder negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen i.d.R. Grundgeschäfte mit kompensierenden Risiken gegenüberstehen. Die Laufzeit der abgeschlossenen Zinsderivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurz- bis mittelfristigen Bereich.

Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Verpfl ichtungen in den üblichen Zahlungsfristen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen fi nanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifi zieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen für
Forderungen 2007
Angaben in TEUR Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
Sonstige Forder
ungen und Sons
tige Vermögens
werte
Gesamt
31.12.2007
Stand 01.01.2007 125 0 125
Zu- / Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
65 10 75
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 46 0 46
Abgänge -34 0 -34
Stand 31.12.2007 202 10 212
Wertberichtigungen für
Forderungen 2006
Angaben in TEUR
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
Sonstige Forder
ungen und Sons
tige Vermögens
werte
Gesamt
31.12.2006
Stand 01.01.2006 66 0 66
Zu- / Abgänge durch Änderung des
Konsolidierungskreises
33 0 33
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 28 0 28
Abgänge -2 0 -2
Stand 31.12.2006 125 0 125
Überfällige, nicht wert
berichtigte Forderungen
Bruttowert
31.12.2007
Überfällige,
wertberich
tigte
Forderungen
Nicht wertberichtigte, in den folgenden
Zeitbändern überfällige Forderungen
Angaben in TEUR bis 30
Tage
31-60
Tage
61-90
Tage
91-120
Tage
über 120
Tage
Finanzforderungen 2.177 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Liefe
rungen und Leistungen
13.068 202 359 444 98 237 1.688
Sonstige Forderungen
und sonstige Ver
mögenswerte
4.298 10 10 0 0 0 0
19.172 212 369 444 98 237 1.688

Zum 31. Dezember 2007 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:

Einzelwertberichtigungen werden auf überfällige ausfallbedrohte fi nanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der beizulegende Zeitwert dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt.

Von den dargestellten nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen betreffen TEUR 1.136 zum Stichtag erbrachte unstrittige Leistungen der ecotel communication ag, die jedoch noch nicht abgerechnet sind. Es handelt sich hierbei um unstrittige, jedoch noch nicht fakturierte Umsätze für das Produkt "Anschlussübernahme" (TEUR 232) sowie um Provisionsforderungen (TEUR 904). Die Provisionsforderungen wurden auf Basis eines gültigen Vertrages berechnet, der Schuldner hat bisher jedoch keine Zahlung geleistet. Die ecotel communication ag hat deshalb diesbezüglich Klage erhoben. Weitere TEUR 250 betreffen das Barter-Geschäft der nacamar, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Rückstellungen für ausstehende Rechnungen passiviert sind.

Zum 31. Dezember 2006 ergab sich folgende Situation:

Überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen
Angaben in TEUR
Bruttowert
31.12.2006
Überfällige, wertbe
richtigte Forderungen
Finanzforderungen 2 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.667 125
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 860 0
7.529 125

Aus systemtechnischen Gründen konnte eine Ermittlung und Verteilung der überfälligen, nicht wertberichtigten Forderungen auf die verschiedenen Zeitbänder zum Vorjahresstichtag nicht mehr durchgeführt werden.

Finanzielle Vermögenswerte
zum 31.12.2007
Fair Value Buchwerte
Angaben in TEUR Zahlungs
mittel und
Äquivalente
Kredite und
Forderun
gen
Erfolgswirk
sam zum
beizulegen
den Zeitwert
bilanzierte
Finanzin
strumente
Zur Ver
äußerung
verfügbare
fi nanzielle
Vermögens
werte
Gesamt
buchwerte
Flüssige Mittel 3.879 3.879 0 0 0 3.879
Wertpapiere 403 0 0 403 0 403
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
12.866 0 12.866 0 0 12.866
Übrige kurzfristige Forderungen
und Vermögenswerte
3.885 0 3.885 0 0 3.885
Finanzanlagen 108 0 0 0 108 108
Langfristige fi nanzielle Vermö
genswerte
2.177 0 2.177 0 0 2.177
Gesamt 23.318 3.879 18.928 403 108 23.318

Die fi nanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

Finanzielle Verbindlichkeiten
zum 31.12.2007
Fair Value Buchwerte
Angaben in TEUR Sonstige Schulden Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierte
Finanz
instrumente
Gesamtbuchwerte
Finanzschulden kurzfristig 3.407 3.355 52 3.407
Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen
11.187 11.187 0 11.187
Sonstige Verbindlichkeiten
kurzfristig
1.271 1.271 0 1.271
Langfristige Darlehen 14.750 14.750 0 14.750
Sonstige Finanzschulden
langfristig
107 107 0 107
Gesamt 30.722 30.670 52 30.722
Finanzielle Vermögenswerte
zum 31.12.2006
Fair Value Buchwerte
Angaben in TEUR Zahlungs
mittel und
Äquivalente
Kredite und
Forderun
gen
Erfolgswirk
sam zum
beizulegen
den Zeitwert
bilanzierte
Finanz
instrumente
Zur Ver
äußerung
verfügbare
fi nanzielle
Vermögens
werte
Gesamt
buchwerte
Flüssige Mittel 9.365 9.365 0 0 0 9.365
Wertpapiere 111 0 0 111 0 111
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
6.542 0 6.542 0 0 6.542
Übrige kurzfristige Forderungen
und Vermögenswerte
749 0 749 0 0 749
Finanzanlagen 186 0 0 0 186 186
Langfristige fi nanzielle Vermö
genswerte
2 0 2 0 0 2
Gesamt 16.955 9.365 7.293 111 186 16.955
Finanzielle Verbindlichkeiten
zum 31.12.2006
Fair Value Buchwerte
Angaben in TEUR Sonstige Schulden Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bilanzierte
Finanz
instrumente
Gesamtbuchwerte
Finanzschulden kurzfristig 17 11 6 17
Verbindlichkeiten aus Lieferun
gen und Leistungen
6.757 6.757 0 6.757
Sonstige Verbindlichkeiten
kurzfristig
307 307 0 307
Langfristige Darlehen 0 0 0 0
Sonstige Finanzschulden
langfristig
0 0 0 0
Gesamt 7.081 7.075 6 7.081

Die zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente wurden aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert am jeweiligen Bilanzstichtag in der Gewinn- und Verlustrechnung mit TEUR -52 (Vorjahr: TEUR -6) erfasst.

Liquiditätsrisiko: Die Refi nanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die fi nanziellen Verpfl ichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2008 werden Bankschulden mit einem Nominalvolumen von EUR 3,25 Mio. fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen fl üssige Mittel in Höhe von EUR 3,9 Mio. zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über eine vertraglich vereinbarte ungezogene Kreditlinie, die sich nach Abzug der Avalschulden zum 31. Dezember 2007 auf EUR 6,0 Mio. beläuft. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (EUR 18 Mio.) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sog. Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refi nanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt.

Aus den fi nanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen:

Tilgungs- / Zinszahlungen für
fi nanzielle Schulden
Buchwerte
31.12.2007
Tilgungszahlungen Zinszahlungen
Angaben in TEUR 2008 2009
bis 2012
Ab 2013 2008 2009
bis 2012
Ab 2013
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
18.000 3.250 14.750 0 691 1.252 0
Verbindlichkeiten aus Finanzie
rungsleasing
97 97 0 0 16 0 0
Derivative fi nanzielle Schulden 52 0 0 0 277 472 0
Sonstige Finanzschulden 114 114 0 0 0 0 0
Tilgungs- / Zinszahlungen für
fi nanzielle Schulden
Buchwerte
31.12.2006
Tilgungszahlungen Zinszahlungen
Angaben in TEUR 2007 2008
bis 2011
Ab 2012 2007 2008
bis 2011
Ab 2012
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finanzie
rungsleasing
0 0 0 0 0 0 0
Derivative fi nanzielle Schulden 6 0 0 0 0 0 0
Sonstige Finanzschulden 11 11 0 0 0 0 0

(13) Haftungsverhält nisse und sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Eventualverbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2007 in Höhe von TEUR 3.387 für Avalschulden. Zur Sicherung des Akquisitionskredites über EUR 18 Mio. wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet. Zum Vorjahresstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Eventualverbindlichkeiten. Sonstige fi nanzielle Verpfl ichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpfl ichtungen aus Operate-Leasing-Verhältnissen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(14) Umsatzerlöse

(15) Sonstige betriebliche Erträge und andere aktivierte Eigenleistungen

Angaben in TEUR 2006 2007
Inland 50.812 81.343
Ausland 5.526 11.835
56.338 93.178

Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche "Geschäftskunden" und "Wiederverkäufer" ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt.

Angaben in TEUR 2006 2007
Kfz-Nutzung 70 110
Weiterberechnung von Gebühren und Aufwendungen 11 110
Erträge aus der Aufl ösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen 7 34
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten
Sachanlagen und Finanzanlagen 36 120
Erträge aus der Aufl ösung von Rückstellungen 2 13
Erträge aus Schadensersatz von Versicherungen 27 0
Ertrag aus der Aufl ösung eines passivischen Unterschiedsbetrags
aus der Erstkonsolidierung PhaseFive AG
84 0
Übrige 55 38
292 425

Die in 2007 ausgewiesenen anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen konzernintern verrechnete Programmierarbeiten.

(16) Materialaufwand Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.

(17) Personalaufwand

5.014 10.545
Davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 24 0
Soziale Abgaben 689 1.478
Löhne und Gehälter 4.325 9.067
Angaben in TEUR 2006 2007

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:

Mitarbeiter 2006 2007
Angestellte 88 195
88 195

Außerdem betrug die Anzahl der Vorstände bzw. Geschäftsführer bei den konsolidierten Konzerngesellschaften 8 (Vorjahr: 7) sowie die der Auszubildenden 22 (Vorjahr: 23). Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen waren in 2007 insgesamt ein Angestellter und ein Geschäftsführer, bei der at equity bewerteten mvneco GmbH drei Angestellte und zwei Geschäftsführer beschäftigt.

(18) Planmäßige Abschreibungen und außerplan mäßige Wert minderungen von Anlagevermögen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.

Sowohl im Geschäftsjahr 2007 als auch im Vergleichsjahr 2006 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Abschreibungen

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Angaben in TEUR 2006 2007
Kosten der Warenabgabe 3.673 4.026
EDV-Kosten 247 1.799
Mieten, Pachten, Raumkosten 563 1.052
Rechts- und Beratungskosten 851 834
Vertriebsaufwendungen 561 760
Sonstige Verwaltungskosten 539 442
Leasing 0 300
Kfz-Kosten 0 279
Versicherungsbeiträge 53 186
Veränderung der Einzelwertberichtigung auf Forderung 215 159
Reparaturen und Instandhaltung 14 28
Verlust aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
11 5
Sonstige Steuern 35 3
Übrige 10 578
6.772 10.451

(20) Finanzergebnis

Angaben in TEUR 2006 2007
Zinserträge
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 173 258
173 258
Zinsaufwendungen
Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten 0 -779
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20 -118
-20 -897
Zinsergebnis 153 -639
Sonstige fi nanzielle Aufwendungen und Erträge
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0 -234
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -21 -46
Kosten der Aktienkurspfl ege und des Prime-Standard-Eintritts -417 -326
-438 -606
Finanzergebnis -285 -1.245

(21) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Angaben in TEUR 2006 2007
Effektive Ertragsteuern -845 -724
Latente Ertragsteuern -107 -606
Ertragsteuern aus Verrechnung der Eigenkapitalbeschaffungskosten
(IAS 32.35)
-372 -61
Ertragsteueraufwand -1.324 -1.391

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 40% multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 25% für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5% für Solidaritätszuschlag und 18% für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.

Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

Angaben in TEUR 2006 2007
Ergebnis vor Steuern 3.395 4.767
Steuerersatz im Konzern 40,0% 40,0%
Erwarteter Steueraufwand -1.358 -1.907
Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz -3 55
Unterschiede aus gesetzlicher Steuersatzänderung 0 36
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge 46 367
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -1 -71
Steuern Vorjahre 1 0
Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen 0 -93
Sonstige Steuereffekte 9 223
Steueraufwand laut GuV (Aufwand - / Ertrag +) -1.324 -1.391
Effektiver Steuersatz in % 39,0% 29,2%

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31.12.2007 und zum 31.12.2006 nicht ergeben.

Angaben in TEUR 2006
aktiv
2006
passiv
2007
aktiv
2007
passiv
Verlustvorträge 392 364
Sachanlagen / Immaterielle Vermögenswerte 0 969 1.144 1.374
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 22 0 132
Sonstige Rückstellungen / Schulden 8 0 0 0
Finanzschulden 2 0 10 0
Sonstige Posten 0 0 4 2
Saldierung aktiv / passiv -10 -10 -112 -112
Wertberichtigung 0 0
392 981 1.410 1.396

Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.

Sämtliche ertragsteuerlichen Verlustvorträge zu den Bilanzstichtagen wurden bei der Aktivierung latenter Ertragsteueransprüche berücksichtigt, da in den Folgejahren voraussichtlich ausreichend hohe steuerliche Erträge für deren Nutzung zu Verfügung stehen werden. Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at equity bewerteten Beteiligungen werden entsprechend IAS 12.39 keine latenten Steuern gebildet.

(22) Ergebnisanteil anderer Gesell schafter Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis (TEUR 63) betrifft die anteiligen Jahresüberschüsse der PPRO (TEUR 47), der easybell (TEUR 38) sowie den anteiligen Verlust der toBEmobile GmbH mit TEUR -22.

Im Vorjahr betraf es ausschließlich den anteiligen Verlust der toBEmobile mit TEUR -49.

(23) Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befi ndlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl erhöhte sich im Geschäftsjahr aufgrund der am 28. Juni und 12. Juli 2007 neu ausgegebenen Inhaberstückaktien um 400.000 Stück.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Im Vorjahr hatte das Unternehmen keine verwässernden Eigenkapitalinstrumente ausgegeben, da aus den gewährten virtuellen Aktienoptionen zum 31. Dezember 2006 noch keine potenziell auszugebenden verwässernden Aktien resultierten, so dass das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis je Aktie entsprach. Aufgrund der geänderten Einstufung der Aktienoptionen seit dem 01. Oktober 2007 sind hingegen zum 31. Dezember 2007 die bestehenden 145.000 Stück Aktienoptionen grundsätzlich als verwässernde

80

Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Aufgrund der Wertverhältnisse am 31. Dezember 2007 lag jedoch der Ausübungspreis dieser Optionen deutlich über dem für die entsprechende Periode notierten durchschnittlichen Börsenkurs der ecotel Aktie. Entsprechend IAS 33.47 hatten diese Optionen somit zum 31. Dezember 2007 keinen verwässernden Effekt, so dass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind

2006 2007
Zustehendes Konzernjahresergebnis (in €) 2.120.731,75 3.312.263,70
Gewichtete durchschnittliche Aktienzahl 3.313.000,00 3.698.904,11
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,64 0,90
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,64 0,90

Bereinigt um latente Steuern ergibt sich für das Geschäftsjahr 2007 ein Ergebnis je Aktie von EUR 1,08 (Vorjahr: EUR 0,78).

Erläuterungen zur Kapitalfl ussrechnung

(24) Kapitalfl uss rechnung

Die Kapitalfl ussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einfl üsse von Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt.

Der Finanzmittelfonds der Kapitalfl ussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Finanzmittel".

In der Berichtsperiode wurden für Erwerbe von Tochterunternehmen Kaufpreise von insgesamt TEUR 22.545 (Vorjahr: TEUR 8.828) gezahlt. Die Erwerbe des Jahres 2007 wurden in Höhe von TEUR 16.370 (Vorjahr: TEUR 8.828) durch Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente sowie in Höhe von TEUR 4.160 durch die Ausgabe von ecotel Aktien beglichen. Im Rahmen der Erwerbe wurden Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 1.275) übernommen. Zur Darstellung der sonstigen erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden wird auf die Erläuterungen zu den Unternehmenserwerben verwiesen.

Sonstige Erläuterungen

(25) Ereignisse nach dem Bilanzstich tag

82

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der ecotel communication ag ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG das im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag ausgewiesene Bilanzergebnis maßgeblich; dieses beträgt TEUR -5.229.

Berichtspfl ichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich bis zum Abschluss der Erstellung des Konzernabschlusses nicht ergeben.

(26) Angaben über die Beziehungen zu nahestehen den Unterneh men und Per sonen

Das Volumen der an nahestehende Unternehmen bzw. von nahestehenden Unternehmen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Volumen der erbrachten
Leistungen
Volumen der in Anspruch
genommenen Leistungen
Angaben in TEUR 2006 2007 2006 2007
PhaseFive AG
aus Lieferungen und Leistungen 0 0 52 125
PhaseFive Ukraine
aus Lieferungen und Leistungen 52 125 0 0
ecotel communication ag
aus Lieferungen und Leistungen 0 216 0 134
mvneco GmbH
aus Lieferungen und Leistungen 0 134 0 216

Transaktionen mit dem nicht konsolidierten Tochterunternehmen 010010 Telecom GmbH fanden in 2007 nicht statt, Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber diesem Tochterunternehmen bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

Zum 31. Dezember 2007 bestanden – wie im Vorjahr – keine Forderungen oder Schulden des Konzerns gegen PhaseFive Ukraine (nicht konsolidiertes Tochterunternehmen der Phase Five AG, Düsseldorf).

Die Forderungen gegen das at equity bewertete Unternehmen mvneco sind in der Konzernbilanz mit TEUR 2.151 enthalten.

Mit folgenden nahestehenden Personen bzw. Unternehmen unterhielt der ecotel Konzern in 2007 Leistungsbeziehungen:

Vereinbarungen mit der QITS GmbH

Die QITS GmbH, Quality Information Technology Services ("QITS"), deren geschäftsführender Gesellschafter der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist, erbringt seit 1999 verschiedene Dienstleistungen für die ecotel communication ag. Neben Dienstleistungen aufgrund des Rahmenvertrages für Software, insbesondere für das Billingsystem der Gesellschaft, betraf dies Druckdienstleistungen, IT-Leistung, Datenschutz sowie Finanzbuchhaltung. Im Geschäftsjahr 2007 sind an die QITS Vergütungen in Höhe von rund TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 1.029) gezahlt worden.

Vereinbarungen mit der Vassol GmbH

Die Vassol GmbH ("Vassol"), deren alleiniger Gesellschafter mittelbar der Vorsitzende des Aufsichtsrats Tobias Schreyer war, erbringt seit 2001 Beratungsleistungen und andere Dienstleistungen für die ecotel communication ag, insbesondere im IT-Sicherheitsumfeld. Dazu wird beispielsweise Internet-Sicherheitsinfrastruktur über die Vassol zur Verfügung gestellt. Im Geschäftsjahr 2007 sind an die Vassol Vergütungen in Höhe von rund TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 106) gezahlt worden.

Vereinbarungen mit Nörr Stiefenhofer Lutz

Nörr Stiefenhofer Lutz, eine Partnerschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, erbringt seit November 2005 Beratungsleistungen für die Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Rechtsanwalt und Partner bei Nörr Stiefenhofer Lutz. Im Geschäftsjahr 2007 sind an Nörr Stiefenhofer Lutz Vergütungen in Höhe von rund TEUR 536 (Vorjahr: TEUR 306) gezahlt worden.

Vereinbarungen mit der MPC Service GmbH

Zwischen der MPC Service GmbH und ecotel communication ag sowie dem Tochterunternehmen ADTG GmbH besteht seit August 2002 ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Service GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von MPC vermittelten Kunden. Die Vereinbarung entspricht der Vereinbarung mit den übrigen Vertriebspartnern der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Service GmbH und war ehemaliger Gesellschafter der ADTG GmbH. Im Geschäftsjahr 2007 sind an MPC Vertriebspartnerprovisionen in Höhe von TEUR 303 gezahlt worden.

Darlehensvertrag mit den Geschäftsführern der nacamar GmbH

Im Rahmen einer Management-Incentivierung veräußerte die Gesellschaft im Mai 2007 insgesamt 10% der Anteile an der nacamar an deren Geschäftsführer. Der Erwerb von 9% der Anteile wurde über ein von der Gesellschaft zur Verfügung gestelltes Darlehen (sog. Sweet Equity Darlehen) fi nanziert, wonach die Gesellschaft den Geschäftsführern der nacamar jeweils ein Darlehen in Höhe von TEUR 612 gewährt hat. Die Darlehen sind mit 5% pro Jahr verzinst und laufen bis Ende 2012.

Beratervertrag zwischen easybell GmbH und der Consultist GmbH

Zwischen der easybell GmbH und der Consultist GmbH bestand bis Oktober 2007 ein Beratervertrag. Dr. Andreas Bahr ist gleichzeitig Gesellschafter der easybell GmbH und Consultist GmbH. Insgesamt hat die Consultist bis Oktober 2007 Beratungshonorare von TEUR 43 erhalten. Seit Oktober 2007 ist Dr. Bahr Geschäftsführer der easybell GmbH.

Beratervertrag zwischen toBEmobile GmbH und der Etzel Consulting und Borutta Consulting Consultist GmbH

Zwischen der toBEmobile GmbH und der Etzel Consulting GmbH und Borutta Consulting GmbH besteht seit 2006 ein Beratervertrag. Alexander Etzel und André Borutta sind gleichzeitig Geschäftsführer und Gesellschafter der toBEmobile GmbH sowie der Etzel Consulting GmbH

bzw. Borutta Consulting GmbH. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2007 an die Etzel Consulting GmbH und Borutta Consulting GmbH Beratungshonorare von jeweils TEUR 120 gezahlt worden.

Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen unter Tz. 29 verwiesen.

(27) Segmentbericht erstattung Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien bei der ecotel communication ag.

Die primäre Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Produktbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:

  • Im Segment Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel kleinen und mittelständischen Unternehmen in Form von "Komplettpaketen" Sprach-, Daten und Mehrwertdienste sowie Direktanschlüsse für Sprach- und Datenverkehr aus einer Hand an. Mittlerweile versorgt ecotel über 45.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.
  • Im Segment Wiederverkäufer vermarktet ecotel Produkte und Komplettlösungen für andere Telekommunikationsunternehmen (einschließlich Reseller und Call-Shops) sowie branchenfremde Vermarkter.
  • Im Bereich Konsolidierung/ Übriges sind die nicht den anderen Segmenten zuzu rechnenden Aktivitäten des Konzerns zusammengefasst.

Als Segmentergebnis wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden.

Geschäftskunden Wiederverkäufer Konsolidierung/
Übriges
Konzern
Angaben in TEUR 2006 2007 2006 2007 2006 2007 2006 2007
Außenumsätze 37.510 67.391 18.428 20.719 400 5.068 56.338 93.178
Intersegment-Umsätze 0 0 182 458 -182 -458 0 0
Jahresergebnis 4.599 5.921 -885 -2 -1.593 -2.607 2.121 3.312
Rohertrag 14.611 27.102 1.242 1.457 164 1.047 16.017 29.606
Abschreibungen -553 -2.510 -278 -343 -12 -299 -843 -3.152
Segmentvermögen 23.831 44.363 4.163 4.124 -266 13.099 27.729 61.586
Segmentschulden 4.938 26.465 2.574 2.635 984 3.919 8.496 33.019
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sach
anlagen
9.117 27.277 841 140 215 2.045 10.137 29.462

Im Vermögen zum 31. Dezember 2006 und in den Investitionen 2006 des Segments "Geschäftskunden" sind jeweils TEUR 5.414 für den Geschäftswert aus dem Erwerb der DSLCOMP enthalten. Dies gilt ebenso für das Vermögen zum 31. Dezember 2007.

Im Segmentvermögen "Geschäftskunden" zum 31. Dezember 2007 sind darüber hinaus Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Unternehmenserwerben des Jahres 2007 mit insgesamt TEUR 9.018 enthalten, die auch Bestandteil der Investitionen 2007 dieses Segmentes sind.

Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen (sekundäre Segmentierung) wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verwiesen. Das Segmentvermögen sowie die Segmentinvestitionen der Sekundärsegmente entfallen vollständig auf Deutschland.

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der ecotel communication ag zugänglich gemacht. (28) Erklärung gemäß § 161 AKTG zum deutschen Corpo rate Governance

  • Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2007 wie folgt zusammen: (29) Organbezüge
  • Peter Zils, Ingenieur, Düsseldorf (Vorsitzender)
  • Bernhard Seidl, Ingenieur, München

Kodex

• Achim Theis, Kaufmann, Düsseldorf

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Jahr 2007 bestellt:

  • Tobias Schreyer, Kaufmann, Gibraltar (Vorsitzender bis 31. Dezember 2007)
  • Johannes Borgmann, Kaufmann, Düsseldorf (seit dem 18. Dezember 2007 Vorsit zender, bis dahin stellvertretender Vorsitzender)
  • Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (seit 27. Juli 2007, seit 18. Dezember 2007 stellver tretender Vorsitzender)
  • Brigitte Holzer, Kauffrau, Murnau
  • Stephan Brühl, Kaufmann, Düsseldorf (seit 27. Juli 2007)
  • Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Berlin
  • Enrico Karolczak, Kaufmann, Recklinghausen (bis 27. Juli 2007)
  • Baldur Lücke, Kaufmann, Gelsenkirchen (bis 27. Juli 2007)
Angaben in TEUR Feste
Vergütung
Erfolgs
bezogene
Vergütung
Aktien
optionplan
Summe Aktien
optionen
Anzahl
Aktien
optionen
Fair Value
bei
Begebung
Bernhard Seidl 206,8 0 62,1 268,9 90.000 239
Achim Theis 199,0 0 3,9 202,9 30.000 43
Peter Zils 313,6 0 0 313,6 0 0
Tobias Schreyer *) 0 0 0 0 0 0
Johannes Borgmann 3,8 0 0 3,8 0 0
Brigitte Holzer 2,5 0 0 2,5 0 0
Dr. Thorsten Reinhard 2,5 0 0 2,5 0 0
Baldur Lücke 1,3 0 0 1,3 0 0
Enrico Karolzcak 1,3 0 0 1,3 0 0
Mirko Mach 1,2 0 0 1,2 0 0
Stephan Brühl 1,2 0 0 1,2 0 0

Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2007 wie folgt zusammen:

*) Herr Schreyer hat auf seine Vergütungen in 2007 verzichtet.

Im Vorjahr betrugen die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstandes TEUR 580. Für aktienbasierte Vergütungen wurden in 2006 darüber hinaus insgesamt TEUR 21 im Personalaufwand berücksichtigt. Die kurzfristig fälligen Bezüge des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2006 TEUR 14 betragen.

(30) Aufwand für Abschlussprüfer

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Im Geschäftsjahr 2007 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmens TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 47). Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer keine Aufwendungen erfasst.

Düsseldorf, den 28. März 2008

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers

Wir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalspiegel, Kapitalfl ussrechnung sowie Segmentberichterstattung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 28. März 2008

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank M. Hülsberg Christian Frank Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Corporate Governance

Die ecotel communication ag orientiert sich an internationalen und nationalen Standards für wertorientierte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit offener Information und transparenten Entscheidungsstrukturen versuchen wir Vertrauen bei Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit zu schaffen. Dabei versteht ecotel Corporate Governance als einen kontinuierlichen Prozess.

Im Folgenden berichten Vorstand und Aufsichtsrat von ecotel über die Corporate Governance gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 (der Kodex) und erläutern hierbei auch Abweichungen von dessen Empfehlungen. Der nachfolgende Bericht integriert ebenfalls den nach Ziffer 4.2.5 des Kodex geforderten Vergütungsbericht.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen mit dem gemeinsamen Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens, die Geschäftsentwicklung, Unternehmensplanung sowie die Risikosituation.

Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig, um seiner Überwachungs- und Beraterfunktion nachzukommen. Er hat einen dreiköpfi gen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, um insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance effi zienter behandeln zu können. Der Aufsichtsrat hat zudem einen dreiköpfi gen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet.

Die zentrale Informationsveranstaltung für Aktionäre ist die Hauptversammlung. Dieser legt der Vorstand den vom Aufsichtsrat gebilligten Jahres- und Konzernabschluss vor. Der Jahresabschluss ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, sofern nicht Vorstand und Aufsichtsrat beschließen, die Feststellung des Jahresabschlusses der Hauptversammlung zu überlassen. Die Hauptversammlung entscheidet über die Verwendung eines Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie des Abschlussprüfers, die Satzung sowie in weiteren, gesetzlich vorgesehenen Fällen. Rechtzeitig vor Beginn der Hauptversammlung können sich die Anteilseigner umfassend anhand des Geschäftsberichtes sowie der Tagesordnung zur Hauptversammlung über die anstehenden Entscheidungen unterrichten. Sämtliche Dokumente und Informationen sind auch auf der Webseite von ecotel verfügbar.

Die Unternehmenskommunikation folgt dem Anspruch, wahr, vollständig, regelmäßig und zeitnah zu sein. Über wichtige Termine werden die Aktionäre regelmäßig in den Quartalsberichten sowie laufend im Internet auf der Website des Unternehmens informiert. Präsentationen auf Roadshows oder bei anderen Informationsveranstaltungen werden unverzüglich vollständig auf der ecotel Homepage unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. Dort fi ndet man auch sämtliche Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Presse- und Ad-hoc-Meldungen.

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Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung. Sie besteht aus einer festen und variablen Komponente; die Einzelheiten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2007 können die Mitglieder des Aufsichtsrates nur die feste Vergütungskomponente beanspruchen.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder steht ebenfalls in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung. Zwei der drei Vorstandsmitglieder erhalten eine aus festen und variablen Komponenten bestehende Vergütung, die Vergütung des dritten Vorstandsmitglieds ist fi x. Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben in Bezug auf das EBIT und den Konzernumsatz der Gesellschaft. Den drei Vorstandsmitgliedern steht ein Firmenwagen zu. Zudem ist ein Aktienoptionsprogramm für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter der ecotel auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 implementiert, welches das bisher für ein Vorstandsmitglied bestehende virtuelle Aktienoptionsprogramm ablöst. Weitere Informationen zum Aktienoptionsprogramm fi ndet man auf der Homepage www.ecotel.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance sowie im Anhang des Jahres- bzw. Konzernabschlusses.

Die individuellen Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind ebenfalls im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Beteiligung von Vorstand und Aufsichtsrat am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2007:

Organ Aktienbesitz (in %)
Vorstand 31,2 %
Aufsichtsrat 0,5 %
Gesamt 31,7 %

Die Angaben über Geschäfte mit Aktien der ecotel von Vorständen, Aufsichtsräten und sonstigen Personen mit Führungsaufgaben bzw. mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen (Directors' Dealings) fi ndet man ebenfalls auf der Homepage www.ecotel.de unter der Rubrik Investor Relations/ Corporate Governance.

Ferner hat ecotel für den Vorstand sowie die Aufsichtsratsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpfl ichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

ecotel ist den Empfehlungen des Kodex seit dem 01. Januar 2007 mit folgenden Ausnahmen gefolgt und beabsichtigt derzeit nicht, diese Praxis zu ändern:

Ziffer 3.8 Abs. 2

Die D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt für die Organmitglieder vor. ecotel ist nicht der Ansicht, dass ein Selbstbehalt die Motivation und Verantwortung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat verbessern würde.

Ziffer 4.2.1

Die Geschäftsordnung des Vorstands soll kurzfristig durch Beschluss des Aufsichtsrats um eine Regelung der Ressortzuständigkeiten ergänzt werden. Derzeit entspricht die Geschäftsordnung des Vorstands der bis zum 14. Juni 2007 geltenden Fassung des Kodex.

Ziffer 4.2.3

Zwei der drei Vorstandsmitglieder erhalten eine aus festen und variablen Komponenten bestehende Vergütung, die Vergütung des dritten Vorstandsmitgliedes ist fi x. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, künftig bei sämtlichen zum Neuabschluss oder zur Verlängerung anstehenden Vorstandsverträgen variable Vergütungskomponenten zu vereinbaren.

Ziffer 5.1.2

Vorstand und Aufsichtsrat tauschen sich regelmäßig zur Entwicklung der Führungskräfte der ecotel aus. Fragen der langfristigen Nachfolgeplanung sind im Jahr 2007 aber nicht erörtert worden.

Ziffer 5.4.3

Der Aufsichtsrat hält es weder für praktikabel noch zielführend, Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz gegenüber den Aktionären bekannt zu geben.

Die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz der ecotel communication ag kann auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.ecotel.de eingesehen werden. Der vollständige Kodex befi ndet sich im Internet unter www.corporate-governance-code.de.

ecotel communication ag Der Vorstand Der Aufsichtsrat

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Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2007 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Außerdem stand der Aufsichtsratsvorsitzende im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat der ecotel kam im Berichtsjahr zu insgesamt 13 Sitzungen zusammen, von denen 9 Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen abgehalten wurden. Zudem wurde ein Beschluss im Umlaufverfahren gefasst. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt. Der Aufsichtsrat hat sich zudem regelmäßig über die vom Vorstand identifi zierten Risiken, ihre Bewertung und die zu ihrer Minimierung geplanten Maßnahmen unterrichten lassen, mit dem Vorstand erörtert und Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet.

  1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat

Die folgenden Themen haben die Arbeit des Aufsichtsrats im Berichtsjahr wesentlich geprägt:

• Unternehmensakquisitionen:

In seiner Sitzung am 19. April 2007 stimmte der Aufsichtsrat der Gründung und Finanzie rung der mvneco GmbH, Düsseldorf, zu, an der ecotel 45 % der Anteile hält. Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen den Einstieg in den Mobilfunkmarkt.

In seiner Sitzung am 29. Januar 2007 prüfte und befürwortete der Aufsichtsrat den vom Vor stand vorgeschlagenen Erwerb sämtlicher Anteile an der Tiscali Nacamar GmbH, Dreieich, die inzwischen als nacamar GmbH fi rmiert. Die nacamar GmbH ist ein Anbieter von pro fessionellen Internet- und Datendiensten für Geschäftskunden. Der Kaufpreis betrug EUR 18,5 Millionen.

In seiner Sitzung am 28. Juni 2007 prüfte und befürwortete der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgeschlagenen Erwerb sämtlicher Anteile an der ADTG Allgemeine Telefon dienstleistungs GmbH mit Sitz in Rathenow, einem der größten Reseller im Bereich Telekommunikationslösungen für Geschäftskunden in Deutschland, im Rahmen einer gemischten Sachkapitalerhöhung mit Barausgleich unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals der ecotel. Bewertet nach International Financial Reporting Standards lag der Kaufpreis (ohne Anschaffungsnebenkosten) bei rund EUR 5 Mio. (s. Konzernabschluss).

In seiner Sitzung am 28. Juni 2007 prüfte und befürwortete der Aufsichtsrat gleich zwei Transaktionen, bei denen ecotel jeweils eine Mehrheitsbeteiligung von rund 51 % der An teile erworben hat, nämlich an der PPRO Wertkartenverkauf GmbH, Bad Heilbrunn, und an der easybell GmbH, Eichwalde. Die PPRO Wertkartenverkauf GmbH hat sich auf internet basierte Zahlungsabwicklungen spezialisiert, der für die Mehrheitsbeteiligung geleistete Kaufpreis betrug EUR 550.000 zzgl. 100.000 Aktien aus einer Sachkapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital der ecotel. Die easybell GmbH ist ein Anbieter von Telekommuni kationsprodukten mit Konzentration auf preissensitive technisch versierte Privatkunden, die für die Beteiligung geleistete Einlage betrug EUR 300.000.

• Integration der nacamar GmbH:

Der Aufsichtsrat hat die Integration der nacamar GmbH in die ecotel-Gruppe seit ihrem Er werb begleitet. Nachdem er vom Vorstand in der Sitzung am 22. September 2007 darüber informiert wurde, dass die Finanzkennzahlen der nacamar GmbH in 2006, welche die Grund lage für die bisherige Planung 2007 waren, in erheblichem Umfang zu korrigieren sind, hat er der nacamar GmbH besondere Aufmerksamkeit gewidmet. So war die Finanz- und Er tragslage der nacamar GmbH im Berichtsjahr noch Gegenstand einer weiteren Aufsichtsrats sitzung am 28. November 2007. Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat die Infor mationen analysiert, die ecotel bei dem Erwerb der nacamar GmbH von deren Verkäufer, der zur italienischen Tiscali Gruppe gehörenden Tiscali Business GmbH, Dreieich, zur Ver fügung gestellt wurden, das Bestehen von Ersatzansprüchen gegen den Verkäufer geprüft und der Beauftragung einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei mit der Durchsetzung dieser Ansprüche zugestimmt. Zugleich hat er sich vom Vorstand über die fi nanziellen Auswirkun gen informieren lassen, welche die Planverfehlung der nacamar GmbH auf die ecotel Gruppe hat, und ergebnisverbessernde Maßnahmen sowohl in strategischer als auch in operativer Hinsicht mit dem Vorstand diskutiert.

In seiner Sitzung am 24. August 2007 hat der Aufsichtsrat beschlossen, auf der Grundlage des von der Hauptversammlung der ecotel am 27. Juli 2007 beschlossenen Aktienoptionsprogramms 90.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Bernhard Seidl sowie 30.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Achim Theis auszugeben; zugleich stimmte er der Ausgabe von 25.000 Aktienoptionen an eine leitende Mitarbeiterin der ecotel zu. Weitere Einzelheiten zu den ausgegebenen Aktienoptionen sind im Corporate Governance Bericht der ecotel für das Berichtsjahr enthalten. Zudem hat der Aufsichtsrat am 12. April 2007 den Vertrag des Vorstandsmitglieds Achim Theis bis zum 31. Mai 2010 verlängert.

In den Aufsichtsratssitzungen am 20. März 2008 und am 31. März 2008 stand der Jahresabschluss 2007 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat vorsorglich verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind.

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2. Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der Abschlussprüfer der ecotel, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter von Deloitte haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat ist mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer einverstanden.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 31. März 2008 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2007 festgestellt.

3. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Herr Baldur Lücke und Herr Enrico Karolzcak stellten ihre Ämter als Mitglieder des Aufsichtsrats zum Ablauf der Hauptversammlung am 27. Juli 2007 zur Verfügung. Statt ihrer wählte die Hauptversammlung Herrn Stephan Brühl und Herr Mirko Mach zu Mitgliedern des Aufsichtsrats. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2007 legte der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Tobias Schreyer sein Mandat mit Ablauf des Geschäftsjahres nieder. Daraufhin hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 18. Dezember 2007 Herrn Johannes Borgmann zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Mirko Mach rückte in das Amt des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden auf, das Herr Borgmann bis zu diesem Zeitpunkt bekleidete.

Die Herren Lücke, Karolzcak und Schreyer haben ecotel seit ihrem Börsengang durch ihre Beiträge im Aufsichtsrat gefördert und das profi table Wachstum der Gruppe nachhaltig unterstützt. ecotel ist ihnen allen zu großem Dank verpfl ichtet.

4. Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat Mitte Dezember 2007 Ausschüsse gebildet, und einen dreiköpfi gen Prüfungsausschuss (Audit Committee), der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt, und einen dreiköpfi gen Nominierungsausschuss, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet. Diese Ausschüsse haben im Geschäftsjahr 2007 nicht mehr getagt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2007 geleistete Arbeit.

Düsseldorf, den 31. März 2008 Für den Aufsichtsrat:

Johannes Borgmann Vorsitzender des Aufsichtsrats

Glossar

ARPU

Durchschnittlicher Umsatz pro Kunde (Average Revenue per User)

Backbone-Netz

Ein Backbone ist ein Hochleistungs- oder Hauptnetz für den Anschluss von lokalen Subnetzen, territorial verteilten Endgeräten oder zentral gesteuerten Netzen. In der Regel verfügt das Backbone über eine höhere Übertragungskapazität als die an ihm an-geschlossenen und miteinander verbundenen Geräte und Netze.

Breitbandzugang

Der teilnehmerseitige breitbandige Netzanschluss (breitbandiger Zugang). Der Anschluss ist drahtgebunden möglich über die vorhandene Kupfer-Doppelader mittels DSL-Verfahren oder ISDN, über das Stromnetz mit der Powerline-Übertragung (PLC) oder über das Breitband-Kabelnetz (BK). Wird der Anschluss drahtlos realisiert, erfolgt dies über Richtfunkverbindung als Punkt-zu-Punkt oder über funktechnische Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung.

Carrier

Unter einem Carrier/Netzbetreiber versteht man eine Gesellschaft zum Betrieb von Telekommunikationsnetzen. Ein Carrier/ Netzbe-treiber verfügt über eigene Netze oder über wesentliche, für die Übertragung wichtige Komponenten, Vermittlungseinrichtungen oder Netzwerkmanagementsysteme. Netzbetreiber unterscheiden sich hinsichtlich der räumlichen Ausdehnung in globale Carrier, nationale Carrier, regionale Carrier und Stadtnetz-Carrier oder sog. City Carrier. Globale Carrier agieren weltweit oder international, nationale Carrier bieten ihr Leistungsangebot und ihre Netzinfrastruktur in einem geografi sch abgegrenzten Gebiet innerhalb eines Landes an und City Carrier agieren innherhalb von Stadtgrenzen bzw. innerhalb eines städtischen Ballungsraums.

Customer Relationship Management (CRM )

Customer Relationship Management hat zum Ziel, Kundenbedürfnisse individuell zu adressieren, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und sie damit langfristig an das Unternehmen zu binden. Hierzu werden die kundenbezogenen Abteilungen eines Unternehmens wie Vertrieb, Marketing und Support systematisch auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtet.

DSL

Digital Subscriber Line: (engl. für Digitale Teilnehmernanschlussleitung) – digitale Technologie einer breitbandigen Übertragungstechnik, mit der Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu mehreren Megabit / sek. bei herkömmlichen Telefonnetzen (über Kupfer-Kabel) erreicht werden können.

Entry Standard

Auf dem Freiverkehr (Open Market) basierendes Börsensegment der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB)

HGB

Handelsgesetzbuch

Housing / Hosting

Bereitstellung von Speicherplatz im Rechenzentrum durch Internet- Dienstleistungsanbieter

IFRS

International Financial Reporting Standards – Normen der internationalen Rechnungslegung

IP Bitstream Access

Das "IP Bitstream Access"-Produkt der Deutschen Telekom AG ermöglicht Anbietern ohne eigene Zugangsinfrastruktur die eigenständige Vermarktung von DSL Anschlüssen ohne den bisher zusätzlich erforderlichen Telefonanschluss.

Media-Streaming

Aus einem Computernetzwerk empfangene und gleichzeitig wiedergegebene Audio- und Videodaten

MVNO

Der Mobile Virtual Network Operator (MVNO) ist eine neue Geschäftsform der Mobilfunkbranche zwischen dem eigentlichen Netzbetreiber und dem Service Provider oder Reseller. Im Gegensatz zum Netzbetreiber betreibt der MVNO kein eigenes Accessnetzwerk mit eigenen Funkstationen. Der MVNO hat jedoch die Möglichkeit, Kernnetzleistungen – z.B. Vermittlung, IN-Plattform, Kundenverwaltung, Home Location Register (HLR), Billing – selber zu betreiben oder vom Netzbetreiber zu mieten. Damit hat der MVNO die gleichen Möglichkeiten, Dienste zu gestalten, wie der Mobilfunknetzbetreiber selber. Für den Service Provider

Glossar

97

begrenzen sich die Gestaltungsmöglichkeiten auf die Umsetzung von Preismodellen, die auf der Basis der vom Carrier gelieferten Gesprächsdaten berechnet werden können.

MVNE

Während der Mobile Virtual Network Operator (MVNO) als virtueller Netzbetreiber eigene Dienste entwickelt, betreibt und vermarktet, ist der Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) wiederum Partner des MVNO. Er betreibt die notwendige Infrastruktur, um Dienste des MVNO an die Kommunikationsinfrastruktur eines Mobilfunknetzes anzubinden.

Network Operation Center (NOC)

Das Network Operation Center (NOC) ist die technische Betriebsstelle für ein Netzwerk und ist verantwortlich für die Überwachung (Monitoring) des Netzwerkes.

Prepaid Karte

Mit dem Begriff Guthabenkarte wird die Nutzung von Dienstleistungen über vorausbezahlte Guthabenkonten umschrieben, die im Telekommunikationsbereich verbreitet ist. Die häufi g verwendete Bezeichnung "Prepaidkarte" leitet sich aus dem englischen "prepaid" für "vorausbezahlt" ab.

Preselection

Dauerhafte Voreinstellung des Anschlusses beim Teilnehmernetzbetreiber (TNB) auf einen Verbindungsnetzbetreiber (VNB) zur Abwicklung von Gesprächen. Die Voreinstellung erfordert in der Regel eine vertragliche Vereinbarung mit dem gewünschten VNB. Die Realisierung der Voreinstellung am Anschluss wird vom TNB vorgenommen.

Prime Standard

Der Prime Standard ist das Zulassungssegment für Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse, die sich international positionieren wollen. Im Prime Standard müssen Aktiengesellschaften über das Maß des General Standard hinausgehende internationale Transparenzanforderungen erfüllen.

PSTN

Public Switched Telephone Network (PSTN) ist ein Fernsprechnetz, das für die Abwicklung von Telefongesprächen konstruiert ist.

Reseller

Unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung erfolgender Weiterverkauf von Telekommunikationsdienstleistungen anderer Telekommunikationsunternehmen. Sog. Switch-Based Reseller verfügen über eine eigene Vermittlungstechnologie, Reseller ohne eigene Vermittlungsrechner werden als Rebiller oder Switchless Reseller bezeichnet.

Roaming

Ermöglicht Telefonate über Netze verschiedener Netzbetreiber, wie zum Beispiel beim internationalen Roaming im paneuropäischen GSM-System

Virtual Network Operator (VNO)

Virtuelle Netzwerkbetreiber verfügen über keine eigenen Netzwerkinfrastrukturen. Stattdessen stellen sie ein Netzwerk aus den Infrastrukturen anderer Anbieter zusammen und verbinden diese mit eigenen Bestandteilen zu einem virtuellen (Gesamt)- Netz, etwa mittels eigener Switch-Technologie.

VoIP

Voice over IP – Auf dem Internet Protocol basierende Sprachdienste (sog. VoIP-Dienste), die in Hinscht auf Qualität und Produktgestaltung mit traditionellen Telefondiensten vergleichbar sind. VoIP-Dienste zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Nutzer auf der Basis eines paketvermittelten Datennetzes telefonieren können. Dabei kann es sich um das Internet oder um gemanagte IP-Netze handeln.

VPN

Virtual Private Network – Unternehmensnetze, die zur geschlossenen Vernetzung von Unternehmensstandorten verwendet werden

White Label Service

Als White Label werden Produkte bezeichnet, die nicht unter einer Eigenmarke, sondern als Marke anderer Unternehmen an Kunden vermarktet werden.

Wholesale Service

Netzübergreifender Handel (An- und Verkauf) von Telefonminuten in größeren Volumina

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Finanzkalender

Mai 2008
Veröffentlichung des Quartalsberichtes Q1
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Juli 2008 Hauptversammlung

August 2008 Veröffentlichung des Quartalsberichtes Q2

November 2008 Veröffentlichung des Quartalsberichtes Q3

Impressum

Copyright 2008 ecotel communication ag Fotografi e Peter Boettcher, Köln Druck VVA, Düsseldorf

Notizen

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