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Annual Report

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www.ezag.de Geschäftsbericht 2014

Weltweit für die Gesundheit

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
zum Vorjahr
2013 2014
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro + 9% 117.138 127.256
EBITDA Tsd. Euro – 6 % 21.332 20.099
Abschreibungen Tsd. Euro – 22 % 9.187 7.143
EBIT Tsd. Euro + 7% 12.145 12.956
EBIT-Marge % – 2% 10% 10%
Steuerquote % + 202% 15% 45%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro – 25% 9.035 6.775
Ergebnis pro Aktie Euro – 25% 1,71 1,28
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro – 27% 14.675 10.653
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro – 26% 29.414 21.824
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro + 5% 90.265 94.490
Bilanzsumme Tsd. Euro + 5% 178.407 187.329
Eigenkapitalquote % – 0% 51% 50%
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro – 54% 6.787 3.119
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen + 10% 613 674
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen + 4% 686 711
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro + 6% 15,79 16,76
Dividende Euro 0,60 0,60**
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 3. Juni 2015

UMSATZENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN (in Mio. Euro) UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN 2014 (in %)

Inhaltsverzeichnis

Brief an unsere Aktionäre
03
Konzernleitung
06
Bericht des Aufsichtsrates
08
WELTWEIT FÜR DIE GESUNDHEIT
12
UNTERNEHMEN
20
Die Aktie
20
Umwelt und Sicherheit
22
Soziales Engagement
24
KONZERNLAGEBERICHT
31
1. Grundlagen des Konzerns
32
2. Wirtschaftsbericht
35
3. Nachtragsbericht
43
4. Chancen- & Risikobericht
43
5. Prognosebericht
51
6. Sonstige Angaben
53
FINANZTEIL
58
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen
59
Konzerngesamtergebnis
60
Konzernbilanz
61
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
62
Konzern-Kapitalflussrechnung
64
Konzernanhang
65
Konzernanlagenspiegel
144
Bilanzeid
148
Bestätigungsvermerk
149
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG
150
MANAGEMENT 02

WEITERE ANGABEN

Glossar 152
Finanzkalender Impressum Kontakt 154

UMSCHLAG

Jahresrückblick 2014

PROMINENTER BESUCH

DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer, der Berliner Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum und der SPD-Fraktionschef des Berliner Abgeordnetenhauses Raed Saleh besuchen Eckert & Ziegler am Firmenstandort in Berlin-Buch und informieren sich über die Leistungsfähigkeit des Medizintechnikspezialisten.

ÜBERNAHME EINES BRASILIA-NISCHEN ISOTOPENSPEZIALISTEN

Eckert & Ziegler übernimmt die Isotopensparte der REM Indústria e Comércio Ltda. (REM) mit Sitz in São Paulo, Brasilien. Die Isotopensparte von REM hat sich auf den Import von Isotopentechnik nach Brasilien spezialisiert und ist einer der führenden Anbieter für nuklearmedizinische Komponenten in Südamerika.

AUSZEICHNUNG

Eckert & Ziegler wird von der Munich Strategy Group auf Platz 6 der 50 innovativsten Mittelständler in Deutschland gewählt. Der in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftswoche erstellten Auswertung lagen rund 3.000 deutsche Unternehmen mit einem Umsatz zwischen zehn Millionen und etwa einer Milliarde Euro zugrunde.

KLEININDIKATIONSSTATUS FÜR SOMSCAN®

SOMscan® ein Peptid zum Aufspüren neuroendokriner Tumore, das von der Minderheitsbeteiligung Octreopharm Sciences GmbH entwickelt wird, wurde von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA mit dem begehrten und wirtschaftlich vorteilhaften Kleinindikationsstatus (orphan drug) ausgezeichnet.

ZULASSUNG FÜR GALLIUM-68-GENERATOR

Der pharmazeutische 68Ge/68Ga-Generator erhält vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die deutsche Marktzulassung. Es ist weltweit der erste und einzige Radionuklidgenerator, der ein Radionuklid für die Krebsdiagnose mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Verfügung stellt.

ENTWICKLUNGSPARTNER FÜR MEDIKAMENT GEGEN BAUCHSPEICHELDRÜSENKREBS

Eckert & Ziegler wird Auftragsproduzent für ein aussichtsreiches Medikament gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, das von einem amerikanischen Arzneimittelentwickler in klinischen Studien der Phase III getestet wird.

ERSTMALS KREBS-BESTRAHLUNGSANLAGE IN ÄTHIOPIEN INSTALLIERT

Im Rahmen eines Hilfsprogramms der Vereinten Nationen liefert Eckert & Ziegler erstmals ein Krebsbestrahlungsgerät zur Behandlung von Cervixkarzinomen nach Addis Abeba.

NACHWUCHSWISSENSCHAFTLER AUSGEZEICHNET

Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) in Göteborg wird zum siebten Mal der "Eckert & Ziegler Reisepreis" an herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Nuklearmedizin verliehen.

Dr. André Heß Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler

MANAGEMENT || UNTERNEHMEN | KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2014 | Eckert & Ziegler 3 Brief an unsere Aktionäre

Brief an unsere Aktionäre

das Clausewitzsche Diktum, dass kein Plan den Zusammenstoß mit der Wirklichkeit unbeschadet überstehe, kann gut als Motto für das abgelaufene Geschäftsjahr dienen. Angesichts von zwei Firmenzukäufen im Therapiesegment prognostizierten wir Ende 2013 selbstsicher, dass der Konzern im kommenden Jahr 2014 nun endlich das Umsatzniveau hinter sich bringen würde, an dem er seit einigen Jahren regelrecht zu kleben schien. Ein Umsatzsprung auf Werte jenseits von 140 Mio. Euro schien plausibel und in Reichweite, neue Rekorde bei Erträgen am Horizont. Der Zukauf der neuen amerikanischen Firmen plus ein wenig "Normalität" in den anderen Segmenten, so der Ansatz, müsste 2014 reichen, um an die erfolgreichen Vorjahre anzuschließen oder sie sogar zu übertreffen.

Der Plan ging nur zum Teil auf. Bei den Umweltdiensten und der Holding gab es 2014 in der Tat keine Sonderbelastungen. Sie entwickelten sich wie vorgesehen und legten um massive 45 Cent pro Aktie zu. Das Radiopharmaziesegment verzeichnete zwar eine Halbierung seines Jahresgewinns auf 0,11 Euro pro Aktie, die neun Cent weniger als im Vorjahr fielen jedoch in der Summe nicht übermäßig ins Gewicht. Im wichtigen Industriesegment, in dem der Löwenanteil der Erträge erwirtschaftet wird, konnten wir durch überplanmäßige Umsatzzuwächse in den neuen Geschäftsfeldern den Ertrag um zehn Cent auf 1,82 Euro pro Aktie steigern.

Was uns rechnerisch das Genick brach, kam aus einer anderen Ecke. Im Therapiesegment wurden im Vorjahr 0,45 Euro pro Aktie erwirtschaftet, und obwohl ein Großteil des Erfolges im Jahr 2013 auf günstigen Einmaleffekten basierte, stand nicht im Programm, dass sich dieser Gewinn zu Ende 2014 in einen Verlust in gleicher Höhe verwandeln würde. Am Jahresergebnis fehlte plötzlich beim Ertrag pro Aktie fast ein Euro (0,91 Euro), den wir am Jahresanfang mehr oder weniger als "gesetzt" gesehen hatten. Es reichte in der Summe so lediglich für 1,28 Euro pro Aktie, nicht einmal entfernt in Reichweite der magischen Ergebnis-Schallgrenze von 2 Euro pro Aktie, die wir eigentlich hatten durchbrechen wollen.

Überraschend hat uns vor allem die Ukrainekrise getroffen. Auf der Nachfrageseite, bei den Ausschreibungen, waren am Jahresanfang noch keine dramatischen Veränderungen zu bemerken. Bei der Umsetzung in Aufträge und Anzahlungen zeigte sich jedoch, dass viele Nachfolgestaaten der Sowjetunion viel enger als erwartet auf Moskau und den Rubel ausgerichtet waren. In der gesamten Region fiel Händlern plötzlich die Auftragsvorfinanzierung schwer, wurden Budgetansätze durch den Währungsverfall überholt, Aufträge storniert. Es stockte merklich. Da die Eckert & Ziegler AG historisch gesehen bis zu einem Drittel seiner Tumorbestrahlungsanlagen in die GUS-Staaten lieferte, schlug der Rückgang der Verkäufe in dieser Region sofort auf den Gesamtumsatz des Segments durch. Ein schleppender Verkauf von Tumorbestrahlern im Nahen Osten, wo der Syrienkonflikt sich bemerkbar machte, tat ein Übriges. Hinzu kam, dass unsere Erwartungen hinsichtlich der neu gekauften amerikanischen Geschäfte bei weitem nicht erfüllt wurden. Am Jahresende fehlten dem Segment so fast 20% Planumsatz.

» … die Segmentleitung hat einen wichtigen Meilenstein für den Eintritt in den amerikanischen Markt erreicht und die Zulassung der amerikanischen Gesundheitsbehörde …

Der unerwartete Umsatzrückgang deckte schonungslos Schwächen auf, die im Therapiesegment in den letzten Jahren durch das Umsatzwachstum bei den Bestrahlungsgeräten und die positiven Sondereffekte zum Teil aus dem Blick geraten waren. Ermutigt durch stetige Zuwachsraten bei den Bestrahlungsgeräteverkäufen hatte das Segment in den vergangenen Quartalen erheblich in neue Vertriebsstrukturen investiert und den Gemeinkostenblock dadurch auf über fast zwei Drittel der gesamten Kostenbasis aufgeblasen. Der Apparat wuchs überproportional an. Verschärfte Regularien bei der Zulassung von Medizinprodukten sowie Effizienzdefizite bei betrieblichen Abläufen verstärkten den Effekt. Als die erwarteten lukrativen Umsätze mit Bestrahlungsgeräten hinter dem Plan zurück blieben, und nicht durch positive Einmaleffekte kompensiert wurden, kippte das Ergebnis sofort in einen Verlust.

Eine Kennzahl, an der das Problem gut sichtbar wird, ist die durchschnittliche Umsatzproduktivität pro Kopf der Belegschaft. Sie sank im Jahr 2014 von niedrigen 180.000 Euro im Vorjahr nochmals um 30.000 Euro auf 150.000 Euro pro Beschäftigten. Für einen international ausgerichteten produzierenden Medizintechniker ist sie viel zu niedrig.

Um in den kommenden Quartalen ein wettbewerbsfähiges Niveau zu erreichen, wird die Geschäftsleitung den Segmentumsatz steigern müssen. Trotz der anhaltenden politischen Krisen sind die Aussichten dafür gut. Im April hat die Segmentleitung einen wichtigen Meilenstein für den Eintritt in den amerikanischen Markt erreicht und die Zulassung der amerikanischen Gesundheitsbehörde für das neue SagiNova®-Tumorbestrahlungsgerät erhalten. Spät, aber nicht zu spät kann sie nun den großen, unerschlossenen amerikanischen Markt ins Visier nehmen. Von dem neuen Gerät werden auch Impulse für andere Regionen, etwa Lateinamerika, ausgehen.

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender) … für das neue SagiNova®-Tumorbestrahlungsgerät erhalten. Von dem neuen Gerät werden Impulse für andere Regionen, etwa Lateinamerika, ausgehen. «

Unumgänglich wird es weiterhin sein, eine Flexibilisierung der Kostenbasis zu erreichen. Nur so lässt sich vermeiden, dass Umsatzrückgänge weiterhin überproportional auf die Ertragslage durchschlagen. In der Vergangenheit hatte dieser Aspekt weniger Bedeutung. Im traditionellen Implantategeschäft schwankt der Absatz pro Quartal nicht so stark wie bei Krebsbestrahlungsgeräten, was mit der Stabilität der Absatzmärkte – hier innereuropäisch, dort Schwellenländer – zusammenhängt. Mit der angestrebten stärkeren Globalisierung des Segments wird die Abhängigkeit von politischen Entwicklungen steigen. Eine stärke Flexibilisierung der Kostenbasis wird also schon durch den Wechsel des Geschäftsmodells erzwungen.

Es liegen Herausforderungen vor uns. Wir sind zuversichtlich diese zu erreichen und freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten. Lassen Sie uns weiter gemeinsam die Zukunft von Eckert & Ziegler gestalten.

Ihr

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

Konzernleitung

Die Konzernleitung besteht aus den Leitern der wichtigsten Segmente. Sie ist zum Teil mit dem Vorstand personenidentisch, umfasst aber auch Führungskräfte größerer Tochtergesellschaften. Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Konzernleitung gehören die gegenseitige fortlaufende Unterrichtung über Geschäftsentwicklungen und Geschäftsvorfälle, die Erörterung strategischer Fragen sowie die Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

1 | Dr. Andreas Eckert

Vorstandsvorsitzender

Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Heidelberg, New York und Berlin. Mehrjährige Tätigkeit als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Nach der Wiedervereinigung selbstständiger Unternehmensberater in Berlin. Gründer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG sowie mehrerer Technologieunternehmen, vorwiegend im Bereich der Lebenswissenschaften.

2 | Dr. Edgar Löffler

Mitglied des Vorstands | Segment Strahlentherapie

Nach der Promotion in Physik war Dr. Löffler mehrere Jahre im Bereich der medizinischen Physik klinisch tätig. Danach leitete er das Produktmanagement und Business Development von Nucletron und war zuletzt Geschäftsführer der Theranostic GmbH, ein deutsches Tochterunternehmen von Nucletron. Seit Mai 2001 Vorstandsmitglied.

3 | Dr. André Heß

Mitglied des Vorstands | Segment Radiopharma

Nach seiner Promotion in Chemie und einem Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur war Dr. Heß mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 kam er zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Radiochemiker, später als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften. Seit März 2008 Vorstandsmitglied.

4 | Dr. Gunnar Mann

Mitglied der Konzernleitung | Segment Sonstiges

Studium und Promotion in Physik, Ergänzungsstudium MBA. Nach Tätigkeiten an der TU Dresden und bei der TÜV Energie- und Systemtechnik GmbH kam Dr. Mann 1998 zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Physiker, später als Entwicklungsleiter. Seit 2000 ist Dr. Mann in verschiedenen Tochterunternehmen und Beteiligungen der Eckert & Ziegler AG als Geschäftsführer tätig. Seit Januar 2012 Leiter des Segments Umweltdienste. Seit dem Geschäftsjahr 2014 werden die Umweltdienste nicht mehr als eigenes Segment sondern als Kostenzentrum in der Holding geführt und als Segment Sonstiges ausgewiesen.

5 | Frank Yeager

Mitglied der Konzernleitung | Segment Isotope Products

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre (MBA) und Maschinenbau war Herr Yeager in führenden Positionen internationaler Industrieunternehmen tätig. Ende 2001 kam er als Geschäftsführer zum amerikanischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. und verantwortet seitdem das Segment Isotope Products.

Bericht des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Aufsichtsratsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Zudem fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden zu Fragen der Strategie, der Planung, der allgemeinen Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens statt.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum fünf Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Zustimmungen auch im schriftlichen Verfahren erteilt. Beschlüsse von grundlegender Bedeutung erfolgten entweder auf der Basis aussagekräftiger Unterlagen oder einer direkten Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Mit Ausnahme von einem Mitglied, das nur bei zwei Sitzungen persönlich anwesend sein konnte, nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrates an allen Aufsichtsratssitzungen teil. Die Gesamtteilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder betrug 91%.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:

In der Sitzung am 28. Januar 2014 informierte der Vorstand im Wesentlichen über die vorläufigen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2013 sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns und eine mögliche Akquisition der Isotopensparte der brasilianischen REM Indústria e Comércio Ltda. Im schriftlichen Beschlussverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 25. März 2014 dieser Akquisition durch die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH zu.Wesentlicher Gegenstand der Sitzung am 25. März 2014 bildete die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte für den Konzern und die Gesellschaft. Des Weiteren wurde im Rahmen dieser Sitzung der Risikobericht der Gesellschaft, in dem die wichtigsten Risikopositionen sowie das Risikomanagement im Konzern beschrieben sind, vorgelegt und besprochen.

Auf der Sitzung vom 22. Mai 2014 standen vor allem die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2014 und die Vorbereitung für die Jahreshauptversammlung im Fokus. Zudem wurde Herr Prof. Dr. Nikolaus Fuchs im Anschluss an die Jahreshauptversammlung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates wiedergewählt.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 4. August 2014 wurden neben den Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2014 u. a. das Engagement bei OctreoPharm Sciences GmbH besprochen.

Schwerpunkt der Sitzung am 17. Oktober 2014 war die Vorstellung und Verabschiedung des Budgets für das Geschäftsjahr 2015 sowie die Vorstellung der Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2014. Ein weiteres Thema war die gesellschaftliche Umgliederung der Eckert&Ziegler Nuclitec GmbH.

LEITLINIEN DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) und berücksichtigte dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 24. Juni 2014. Am 3. Dezember 2014 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Weitere Details finden Sie im Corporate-Governance-Bericht des Konzerns, der im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Webseite veröffentlicht ist. Um die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats zu steigern, beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand in mehreren Fällen mit der Überarbeitung von Vorlagen.

Im Berichtsjahr bestanden keine Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates.

PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2014

Der Jahresabschluss der Eckert&Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert&Ziegler Gruppe sowie die Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014 bestellten Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. In Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 17. März 2015 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Eckert&Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und den Konzernabschluss der Eckert&Ziegler Gruppe. Der Jahresabschluss der Eckert&Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Die Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 wählte Herrn Prof. Dr. Nikolaus Fuchs und Herrn Prof. Dr. Detlev Ganten für eine weitere Amtszeit zu Mitgliedern des Aufsichtsrates. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 22. Mai 2014 wurde Herr Prof. Dr. Fuchs sodann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Herr Prof. Dr. Helmut Grothe wurde mit Wirkung zum 1. August 2014 zum neuen Mitglied des Aufsichtsrates bestellt und folgte damit auf Herrn Dr. Fritz Oesterle, der zum 31. Juli 2014 auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden war. Die Bestellung erfolgte im Wege des den Gründern der Gesellschaft gemäß Satzung zustehenden Rechts zur Entsendung von Mitgliedern in den Aufsichtsrat.

DANKSAGUNG

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert&Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2014. Besonderer Dank gilt auch Herrn Dr. Oesterle für seine engagierte Mitarbeit im Aufsichtsrat.

Berlin, im März 2015 Für den Aufsichtsrat

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Vorsitzender des Aufsichtsrates

Vertriebsstandort

MAGAZIN WELTWEIT FÜR DIE GESUNDHEIT

Die Produkte von Eckert & Ziegler helfen Patienten weltweit bei der Diagnose und Therapie von Krebs und anderen Erkrankungen.

HILFE GEGEN EINE TRAGISCHE KRIEGSFOLGE: LEBERKREBS

8° bis 23° nördl. Breite 102° bis 109° östl. Länge

In Vietnam erkranken die Menschen fünfmal so häufig an Leberkrebs wie in Deutschland. Eine Folge des Chemiewaffeneinsatz im Vietnam-Krieg. Mit der selektiven internen Radiotherapie (SIRT) kann der Krebsherd von innen bekämpft werden.

Die selektive interne Radiotherapie (SIRT) ist eine palliative Behandlungsoption, bei der dem Patienten winzige, mit Yttrium-90 markierte Kunstharzkügelchen in die Leberarterie injiziert werden. Von dort aus gelangen sie direkt zum erkrankten Gewebe, wo die Strahlung auf den Tumor trifft. Das umliegende gesunde Gewebe der Leber wird durch die geringe Strahlungsreichweite geschont. Eckert & Ziegler stellt Yttrium-90 an seinem Standort in Braunschweig her und verschickt es weltweit an Produktionszentren, in denen es mit dem biologischen Wirkstoff gekoppelt und an die radiologischen und nuklearmedizinischen Kliniken geliefert wird.

Yttrium-90 wird weltweit in der Krebsmedizin eingesetzt.

SEGMENT RADIOPHARMA

Deutscher Marktführer für das Kontrastmittel FDG zur Krebsfrüherkennung. Internationaler Hersteller von radioaktiven Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodulen (Modular-Lab) zur Herstellung von Radiopharmazeutika.

ANZAHL DER JÄHRLICH AN LEBERKREBS ERKRANKTEN PERSONEN

IN DEUTSCHLAND

10wq WELTWEIT

FRAUENLEIDEN: NACHHALTIGE THERAPIE

Südafrika 22° bis 35° südl. Breite 17° bis 33° östl. Länge

In Südafrika zählen Brust- und Gebärmutterhalskrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Hilfe verspricht die so genannte Brachytherapie. Dabei wird eine miniaturisierte Strahlenquelle direkt an die Krebszellen geführt und gesundes Gewebe weitgehend verschont.

Bei der temporären Brachytherapie wird der Tumor zunächst mit Schläuchen, Hohlröhren oder Hohlnadeln gespickt. Dann wird für einen kurzen Zeitraum eine winzige Strahlenquelle ferngesteuert eingeführt und am Ende der Therapie wieder entfernt. Das hierfür verwendete Tumorbestrahlungsgerät bietet eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, so dass auch die Behandlung von anderen Krebsarten wie z.B. Prostata, Lunge, Darm, Speiseröhre und Blase ermöglicht wird. Eckert & Ziegler nutzt bei seinem Tumorbestrahlungsgerät MultiSource® eine konkurrenzlose Kobalttechnologie. Die eingesetzte Cobalt-60 Quelle hat eine lange Halbwertszeit und muss deswegen nur alle rund fünf Jahre ausgetauscht

werden. Kunden in aller Welt profitieren zuneh-

SEGMENT STRAHLENTHERAPIE

mutterhals

Einer der weltweit führenden Hersteller für Brachytherapieprodukte. Brachytherapie ist eine Form der Strahlentherapie, die den Tumor aus einer sehr kurzen Entfernung bestrahlt. Zu den Produkten gehören radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs (Seeds) sowie Tumorbestrahlungsgeräte (Afterloader).

röhre

DIE 5 HÄUFIGSTEN KREBSARTEN IN SÜDAFRIKA

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HERZERKRANKUNGEN RECHTZEITIG ERKENNEN

18 Geschäftsbericht 2014 | Eckert & Ziegler

Brasilien 5° nördl. bis 34° südl. Breite 35° bis 74° westl. Länge

In Brasilien zählen Herzkreislauferkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Eine frühzeitige Diagnose ist daher oft lebensrettend. Mit nuklearmedizinischen Untersuchungsverfahren können krankhafte Veränderungen an Organen sichtbar gemacht werden.

Die Herz-Szintigraphie ist eine nuklearmedizinische Untersuchung, bei der dem Patienten ein Kontrastmittel injiziert wird. Es gelangt mit dem Blutstrom in den Herzmuskel und reichert sich dort für kurze Zeit an. Eine sogenannte Gammakamera macht die Strahlung auf einem Bild sichtbar. Daraus kann der Arzt krankhafte Veränderungen ablesen. Um sicherzustellen, dass die Gammakamera Aufnahmen in höchster Präzision liefert, muss am Gerät täglich eine Qualitätsprüfung durchgeführt werden. Mit PerflexionTM gibt Eckert & Ziegler den Anwendern dazu ein einfach zu bedienendes Werkzeug an die Hand. Die flexible Cobalt-57 Flächenquelle lässt sich aufrollen, ist besonders leicht und lässt sich mühelos in einen handlichen Verpackungszylinder stecken. Im Geschäftsjahr 2014 hat Eckert & Ziegler den führenden Anbieter für nuklearmedizinische Komponenten in Südamerika übernommen.

Perflexion™: Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras in der Nuklearmedizin

SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS

Weltweit einer der führenden Hersteller von Strahlenquellen für bildgebende Verfahren, Messungen und Analysen, Qualitätssicherung und Umweltüberwachungen. Das Portfolio reicht von Kalibrierquellen für PET-Kameras in Krankenhäusern bis hin zu Strahlenquellen für radiometrische Füllstandsmessungen.

Anzahl von Myokardszintigraphien in Brasilien

Quelle: SBMN – Sociedade Brasileira de Medicina Nuclear / SUS – Sistema Único de Saúde

Anzahl von Gammakameras in Brasilien

Die Aktie

BASISINFORMATIONEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

International Securities Identification Number (ISIN) de0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Zulassungssegment Prime Standard, Frankfurt

Börsenkürzel und -symbole

EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)

Streubesitz

59,6%

Zugehörigkeit zu Indizes der Deutschen Börse

CDAX DAX International Mid 100 DAXplus Family Index DAXsector All Pharma & Healthcare DAXsector Pharma & Healthcare DAXsubsector All Medical Technology DAXsubsector Medical Technology Prime All Share Technology All Share

IR-KONTAKT

Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin

Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de

ECKDATEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

31.12.2013 31.12.2014 in %
Schlusskurs im Geschäftsjahr * in Euro 28,65 18,98 – 34
Höchstkurs im Geschäftsjahr * in Euro 30,00 30,50 2
Tiefstkurs im Geschäftsjahr * in Euro 23,52 18,75 – 20
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 17 15 – 12
Ergebnis pro Aktie (EPS) in Euro 1,71 1,28 – 25
Cashflow je Aktie in Euro 2,78 3,13 13
Buchwert je Aktie in Euro 15,79 16,76 6
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Marktkapitalisierung in Mio. Euro 152 100 – 34
Durchschnittliches
Handelsvolumen pro Tag in Stück 7.431 5.902 – 21
* Xetra

Entwicklung der Aktie

Die weltweiten Aktienmärkte entwickelten sich im Jahr 2014 weiterhin volatil und schlossen das Berichtsjahr in einigen Regionen mit kräftigen Zuwächsen ab. Insgesamt profitierten sie von der anhaltenden Bereitstellung von Liquidität durch die Notenbanken und vom anhaltend niedrigen Zinsniveau. Die Eckert & Ziegler Aktie entwickelte sich in diesem Marktumfeld bis Mitte Januar ebenfalls positiv und erreichte am 17. Januar 2014 mit 30,50 Euro ihren Höchstwert. Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2013 und eines zu erwartenden Gewinnrückgangs kam es jedoch zu einer Kursanpassung. Auf die Veröffentlichung der positiven Q1-Zahlen reagierte die Aktie zunächst erfreulich, entwickelte sich im weiteren Jahresverlauf aber seitwärts. Den Zuschlag für die Auftragsproduktion eines Medikamentes gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs honorierte der Kapitalmarkt im dritten Quartal mit leichten Kursgewinnen. Nach Bekanntgabe der moderaten Q3-Zahlen und Jahresausblick setzte die Aktie ihre Abwärtsbewegung fort und erreichte am 22. Dezember 2014 mit 18,75 Euro ihren Tiefstwert. Zum Ende des Geschäftsjahres schloss die Aktie mit einem Kurs von 18,98 Euro mit einem Rückgang von 34 %. Das Handelsvolumen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt pro Tag 5.902 Stück (Vorjahr: 7.431 Stück).

Ergebnis je Aktie von 1,28 Euro

Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 1,28 Euro. Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

Dividende von 0,60 Euro

Das Unternehmen möchte seine stetige Dividendenpolitik aus den vergangenen Jahren fortsetzen und rund ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deswegen am 3. Juni 2015 die Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 vorschlagen. Gemessen am Jahresschlusskurs von 18,98 Euro errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 3,16%. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der sieben TecDAX-

KURSVERLAUF DER ECKERT & ZIEGLER-AK TIE IN 2014 (INDIZIERT AUF 100)

Werte, die der Gesundheitsbranche zugehören bei nur 1,5%.

Analystenempfehlungen

Hauck & Aufhäuser, DZ-Bank und WGZ-Bank berichten regelmäßig über Eckert & Ziegler. Im Berichtsjahr wurden von diesen Instituten insgesamt 18 Studien und Kurzanalysen zu Eckert & Ziegler veröffentlicht.

Rating

Die Deutsche Bundesbank hat der Eckert & Ziegler AG das Prädikat "notenbankfähig" (Rangstufe 4–) attestiert. Damit stellt das Unternehmen seine gute Bonität unter Beweis. Der von der Bundesbank ermittelte Bonitätsgrad wird durch eine Rangstufe dargestellt, die sich auf einer Skala von 1 bis 7 bewegt.

Aktionärsbetreuung (Investor Relations)

Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren.

Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Analystenkonferenz im März, der DVFA-Frühjahrskonferenz im Mai, der Hauptversammlung im Mai, dem Eigenkapitalforum im November und mehreren Investorenrunden in Frankfurt und Amsterdam präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich. Er stand darüber hinaus zusammen mit Mitarbeitern der Abteilungen Unternehmenskommunikation und Finanzen das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung. Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investor Relations.

Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail dazu genügt.

DIVIDENDENZAHLUNG DER ECKERT & ZIEGLER AG

Umwelt und Sicherheit

ARBEITSSICHERHEIT

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei Eckert & Ziegler. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern.

Daran arbeiten wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im Berichtsjahr konzernweit mit 7 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollbeschäftigten (Vorjahr: 5) deutlich unter vergleichbaren Werten, die etwa die Berufsgenossenschaft Energie Textil Feinmechanik laut Jahresbericht 2013

für Deutschland und das Jahr 2013 bei etwa 19 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter sieht. Der Vergleichswert der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie liegt laut ihrem Jahresbericht 2013 bei rund 18. Beim Strahlenschutz kam es im Berichtsjahr konzernweit zu keinem (Vorjahr: 0) radiologischen Vorfall, wobei anzumerken ist, dass es sich bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf handelte. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant. Entsprechend der Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber informiert. Obwohl weder Personen noch die Umwelt Schaden genommen haben, wurde jeweils die Ursache genauestens geprüft und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen. Bei den getroffenen Vorkehrungen handelt es sich im Wesentlichen um organisatorische und administrative Änderungen bei den jeweiligen Arbeitsabläufen.

ARBEITSUNFÄLLE UND RADIOLOGISCHE VORFÄLLE
2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Arbeitsunfälle (in absoluten Werten)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 6 3 3 5 4 3 5
meldepflichtige Wegeunfälle 2 5 1 6 5 4 2
Arbeitsunfälle (pro 1.000 Beschäftigte)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 11,8 5,9 5,9 9,1 6,7 5,2 7,0
meldepflichtige Wegeunfälle 3,9 9,8 1,9 10,9 8,4 6,9 2,8
Strahlenschutz
radiologische Vorkommisse * 1 2 0 3 2 0 0

* meldepflichtige Ereignisse entsprechend Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide. Bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren handelte es sich lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant.

Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Prioritat bei Eckert & Ziegler

UMWELT

Die Betriebe der Eckert & Ziegler Gruppe sind der metallverarbeitenden Branche oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuzurechnen. Wie alle Betriebe des produzierenden Gewerbes unterliegen sie umfangreichen Regelwerken, die Vorgaben hinsichtlich der Umweltauswirkungen enthalten.

Sie schreiben oft nicht nur vor, welche Grenzwerte für Emissionen gelten, sondern auch, wie diese zu überwachen sind. Meist sind die Vorschriften so gefasst, dass die Messwerte von unabhängigen Dritten oder gar Behörden erfasst sind. Die Qualität der Daten kann daher als sehr hoch eingeschätzt werden. Im Berichtsjahr gab es keine Vorfälle, bei

denen Messwerte überschritten wurden. Auch hinsichtlich des Qualitätsmanagementsystems (DIN EN ISO 9001:2008; DIN EN ISO 13485:2012; CMDCAS; FDA; PAL u. a.) wurden im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Abweichungen von den Vorgaben festgestellt.

Bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen setzen wir auf eine energiesparende Bauweise. Das Paradebeispiel ist die im Jahr 2012 bezogene Konzernzentrale in Berlin-Buch. Dort kombiniert das nachhaltige Bau- und Betriebskonzept unterschiedliche Verfahren: Erhöhter Dämmstandard der Gebäudehülle; Fernwärme, die durch Kraft-Wärmekopplung erzeugt wird; solare Warmwasserbereitung zur Brauchwassererwärmung; solareingepeister Strom aus einer Photovoltaikanlage; Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch diese Maßnahmen liegt der berechnete spezifische Primärenergiebedarf von 154 kWh/m2 a des Gebäudes um 25% niedriger als es die ohnehin strengen Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fordern.

Mit der Rücknahme gebrauchter Quellen und der Aufarbeitung für neue Produkte leistet Eckert & Ziegler einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Diese Wiederverwertung ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.

Soziales Engagement

An seinen Standorten engagiert sich Eckert & Ziegler in Projekten und Initiativen – durch finanzielle Unterstützung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dafür wurden strategische Schwerpunkte festgelegt. Das Unternehmen unterstützt insbesondere Initiativen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Projekte im lokalen Umfeld einzelner Firmenstandorte. Zur Stärkung der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung hat Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik vor einigen Jahren den "Forschergarten"

(www.forschergarten.de) ins Leben gerufen. Diese Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Der Forschergarten stößt auf große Resonanz und umfasst in der Berliner Region mittlerweile über 100 teilnehmende Kindertagesstätten und Schulen. Im Jahr 2014 erreichte der Forschergarten knapp 22.000 Kinder. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot weiterentwickelt und speziell für Physikklassen ausgebaut. Unter dem Motto "Atome zum Anfassen" werden seit 2013 Kurse angeboten, die Schülern der Oberstufe die Grundlagen radioaktiver Strahlung praktisch und anschaulich vermittelt. Dabei dürfen die Kursteilnehmer zum Beispiel natürliche Radioaktivität in Alltagsgegenständen wie z.B. Baumaterialien, Zigarettenasche oder Dünger mit einem Geigerzähler nachweisen und sich einen Einblick verschaffen über den Einsatz von Radioaktivität in der Medizin. Diese Kurse erfreuen sich so großer Beliebtheit, dass die Teilnehmerzahl innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt werden konnte. Im Jahr 2014 profitierten fast 1.200 Jugendliche von diesem Schulungsangebot.

Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung.

Eckert & Ziegler unterstützt Berliner Grundschüler bei naturwissenschaftlichen Erkundungen in Wald und Flur.

Am Standort Berlin fördern wir ein Projekt zur Umweltpädagogik. Um Berliner Grundschülern naturwissenschaftliche Erkundungen in Wald und Flur zu ermöglichen, unterstützt Eckert&Ziegler seit 2011 die Initiative "Bucher Füchse". Eine Naturpädagogin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch Wald und Flur und erklärt einzelne Naturphänomene. Welche Tiere leben im Boden? Wie sieht der Lebensraum Wiese aus? Wie sauber ist unser Bach? Dabei erleben die Kinder mit Becherlupe, Käscher und Pinzette die Natur hautnah und werden so zum Staunen über Naturzusammenhänge angeregt.

Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern lobt Eckert & Ziegler gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) seit 2008 jedes Jahr den "Eckert & Ziegler Reisepreis" aus. Der Preis soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000 Euro dotierten Reisepreise wurden im Oktober 2014 auf der Jahrestagung der EANM in Göteborg verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Australien, Großbritannien, Deutschland, Italien und Kanada. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter 560 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Forschungsarbeiten auf den Gebieten der onkologischen Diagnostik und Therapie.

Auch unsere ausländischen Konzerngesellschaften engagieren sich in sozialen Projekten. Ein Team von amerikanischen Mitarbeitern, das Eckert & Ziegler als Sponsor und Spender unterstützt, konnte auf dem von der amerikanischen Gesellschaft für Multiple Sklerose ins Leben gerufenen alljährlichen "Walk MS" gegen Multiple Sklerose mehr als 37.000 US-Dollar an Spendengeldern einsammeln. Die Spenden kommen der Forschung zur Bekämpfung der bisher unheilbaren Krankheit und der Unterstützung betroffener Menschen zugute. Die Spendenkampagne zählt bereits seit vielen Jahren zu unseren Förderprojekten. Darüber hinaus engagierten sich Mitarbeiter unseres kalifornischen Tochterunternehmens beim lokalen Obdachlosenheim. Wir unterstützten diesen freiwilligen Einsatz und ergänzten die Sach- und Geldspenden der Mitarbeiter.

Spendenlauf zugunsten der amerikanischen Multiple Sklerose Gesellschaft

ECKERT & ZIEGLER | UNSERE PRODUKTE

Segment Strahlentherapie

  • 1 | SagiNova® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloader) Bei der Afterloading Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont.
  • 2 | Bestrahlungsplanungssoftware für die Afterloading-Therapie
  • 3 | Applikator für das Tumorbestrahlungsgerät
  • 4 | Applikatoren zur Implantation von Jod-Seeds
  • 5 | Ruthenium-Applikatoren zur Behandlung von Augenkrebs
  • 6 | Schwach radioaktive Jod-Seeds zur minimalinvasiven Behandlung von Prostatakrebs

ECKERT & ZIEGLER | UNSER TEAM

Arbeiten und Feiern im Team

Herstellung von Synthesekassetten im Reinraum

Teambesprechung im Vertriebsinnendienst

Assistentin des Vorstands in Elternzeitvertretung

Montage von Elektronikbauteilen für Modular-Lab

Mitglieder des Managements am Unternehmensstandort Braunschweig

Manuelle Einstellung am Modular-Lab

In der Konstruktionsabteilung

Gemeinsam sind wir noch besser!

Herstellung von GalliaPharm 68Ga Radionuklidgenerator im Reinraum

Herstellung von Strahlenquellen für Füllstandsmessungen am Standort Prag

Sichtprüfung von Reagenzien

KONZERNLAGEBERICHT

1. Grundlagen des Konzerns 32
1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS 32
1.2 GESCHÄFTSMODELL DER ECKERT UND ZIEGLER STRAHLEN- UND MEDIZINTECHNIK AG 33
1.3 ZIELE UND STRATEGIEN 33
1.4 STEUERUNGSSYSTEM 33
1.5 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG 34
2. Wirtschaftsbericht 35
2.1 GESCHÄFTSVERLAUF UND VERMÖGENS-, FINANZ- UND
ERTRAGSLAGE DES KONZERNS 35
2.2 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER ECKERT & ZIEGLER
STRAHLEN- UND MEDIZINTECHNIK AG – ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB
(HANDELSGESETZBUCH) 39
2.3 MITARBEITER 41
2.4 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 42
3. Nachtragsbericht 43
4. Chancen- & Risikobericht 43
4.1 ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS 43
4.2 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES RISIKOMANAGEMENT UND
INTERNES KONTROLLSYSTEM 44
4.3 FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN 46
4.4 RECHTLICHE RISIKEN 47
4.5 IT-RISIKEN 47
4.6 PERSONELLE RISIKEN 48
4.7 ALLGEMEINE RISIKEN AUS DER PRODUKTION UND DEM UMGANG MIT
RADIOAKTIVITÄT IM BESONDEREN SOWIE DARAUS ERWACHSENDE CHANCEN 48
4.8 ALLGEMEINE KOMMERZIELLE UND STRATEGISCHE RISIKEN 49
4.9 HAUPTKUNDENRISIKO 49
4.10 RISIKEN AUS FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 49
4.11 CHANCENBERICHT NACH SEGMENTEN 49
4.12 RISIKOBERICHTERSTATTUNG BEZÜGLICH FINANZINSTRUMENTEN 50
4.13 RISIKOENTWICKLUNG 50
5. Prognosebericht 51
5.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 51
5.2 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT STRAHLENTHERAPIE 51
5.3 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM REST DES KONZERNS 52
5.4 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM KONZERN 52
5.5 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER ECKERT & ZIEGLER
STRAHLEN- UND MEDIZINTECHNIK AG 52
6. Sonstige Angaben 53
6.1 VERGÜTUNGSBERICHT 53
6.2 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN 55
6.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289A HGB) 56
6.4 ABHÄNGIGKEITSBERICHT 56

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS

Die Eckert & Ziegler Gruppe (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Hersteller von isotopentechnischen Komponenten für Medizin, Wissenschaft und Industrie. Neben der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, einer börsennotierten Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Berlin, umfasst der Konzern einschließlich Minderheitsbeteiligungen 37 weitere Gesellschaften. Geführt wird die Gruppe durch den Vorstand, der sich bei seinen Entscheidungen auf den Rat der erweiterten Konzernleitung stützt. Sie besteht aus dem Vorstand der Eckert & Ziegler AG und Leitern ausgewählter Geschäftsbereiche.

Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von isotopentechnischen Materialien in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus entwickelt, produziert und verkauft Eckert & Ziegler Medizinprodukte für die Krebstherapie und Synthesegeräte zur Herstellung von Radiopharmaka. Der Anlagenbau und die Rücknahme von isotopentechnischen Reststoffen aus Krankenhäusern und Forschungsinstituten komplettieren das Portfolio.

In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenige Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Situation in der Zukunft nicht ändern wird, weil dem Markteintritt eines Wettbewerbers immer die Erfüllung hoher genehmigungsrechtlicher Auflagen vorausgehen müsste.

Das operative Geschäft wird über Tochterunternehmen in den vier Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma, Isotope Products und Sonstige geführt, die mit ihren unterschiedlichen Produktgruppen auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet sind.

Im Segment Isotope Products werden isotopentechnische Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und industrielle Messzwecke hergestellt. Der Hauptsitz des Segments befindet sich in Los Angeles. Weitere Produktionsstandorte sind Braunschweig und Prag.

Das Segment Strahlentherapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die beiden wichtigsten Produkte sind Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") und Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte "Afterloader"). Das Segment Strahlentherapie wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der NYSE Euronext in Brüssel notierten Eckert & Ziegler BEBIG s. a. geführt, an der Eckert & Ziegler zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 zu 74% am wirtschaftlichen Ergebnis und mit 80% an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in Mainz, Bonn, Braunschweig, Wien und Warschau, umfassen Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmaka sowie Geräte zur Qualitätskontrolle. Die Module und Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Ein weiteres Produkt des Segments ist Yttrium-90 als zugelassenes Arzneimittel. Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Präparaten für eine Radioembolisation zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt. Die Produkte des Segments werden weltweit vertrieben, mit Ausnahme der PET-Diagnostika, die im Wesentlichen auf Deutschland, Polen und Österreich sowie daran angrenzende Gebiete beschränkt sind.

Das Segment Sonstige bündelt die konzerninternen Dienstleistungen wie Strahlenschutz, Buchhaltung, IT und Personal sowie die Verarbeitung von Produktionsabfällen. Darüber hinaus werden im Segment auch isotopentechnischer Reststoffe geringer Aktivität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zurückgenommen, verarbeitet und konditioniert.

Die Märkte der Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.

1.2 GESCHÄFTSMODELL DER ECKERT UND ZIEGLER STRAHLEN-UND MEDIZINTECHNIK AG

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist als Finanz- und Verwaltungsholding sowie als strategischer Entwicklungspartner für ihre Tochtergesellschaften tätig und führt keinen eigenen operativen Geschäftsbetrieb. Haupteinnahmequellen sind folglich die von den Tochtergesellschaften erhaltenen Dienstleistungsvergütungen, Zinsen und Gewinnausschüttungen bzw. -abführungen.

1.3 ZIELE UND STRATEGIEN

Nachhaltiges und profitables Wachstum ist das Ziel der mittelfristigen Unternehmensentwicklung. Es soll zum einen durch organisches Wachstum erreicht werden, etwa aufgrund der (Weiter-)Entwicklung von neuen und bestehenden Produkten oder durch den Einstieg in geographisch neue Märkte. Zum anderen sucht der Konzern Gelegenheiten für profitable Akquisitionen und bemüht sich um Erträge aus Effizienzsteigerungen.

1.4 STEUERUNGSSYSTEM

Der Vorstand steuert die Produktions- und Vertriebsgesellschaften des Konzerns. Er gibt die strategische Entwicklung vor, trifft wichtige Entscheidungen mit den Geschäftsführungen und überwacht die Zielerreichung der Tochtergesellschaften.

Im Konzern wird eine Mittelfristplanung über fünf Geschäftsjahre erstellt, die jährlich rollierend fortgeschrieben wird. Die jährliche Einzelplanung erfolgt von unten nach oben durch die von den einzelnen Geschäftsführern mit dem Vorstand erarbeiteten Planungen je Geschäftsbereich. Für die einzelnen Produktions- und Vertriebsgesellschaften werden dabei Detailziele hinsichtlich vordefinierter Steuerungsgrößen und Kennzahlen formuliert. In diese Einzelplanungen werden Einschätzungen zur Entwicklung der Branche einbezogen.

Im 4. Quartal jedes Geschäftsjahres legt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine detaillierte Konzern-Jahresplanung für das folgende Geschäftsjahr vor. Im Rahmen des zentralen quartalsweisen Reportings erfolgt die laufende Erfolgskontrolle der Budgetgrößen.

Die Segment-Controller erstellen Berichte der Geschäftsbereiche und überwachen die Entwicklung im Vergleich zur Planung, insbesondere die Kennzahlen Umsatzerlöse und EBIT. Die Controller berichten quartalsweise direkt an die Konzernleitung in einem vorstrukturierten Finanzbericht über quantitative und qualitative Entwicklungen im Berichtszeitraum.

Die finanzielle Steuerung des Konzerns erfolgt maßgeblich auf der Segmentebene mit teilweise unterschiedlichen Ausgestaltungen.

In regelmäßigen Treffen informiert sich der Vorstand über die Marktsituation und nimmt mit den Geschäftsführern und Segmentverantwortlichen Weichenstellungen vor. Einmal im Jahr wird eine umfassende Überarbeitung der Jahresplanung vorgenommen.

1.5 FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Die Gesamtausgaben für Forschung & Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen sind von 5,8 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro im Jahr 2014 zurückgegangen. Im Segment Radiopharma wurden im Vergleich zum Vorjahr nur noch zu circa einem Drittel Entwicklungsleistungen aktiviert und im Segment Strahlentherapie wurden keine aktivierungsfähigen Projekte umgesetzt.

Die geringere Entwicklungsintensität spiegelt sich im Rückgang der Innovationsquote wider. Sie lag im Berichtsjahr bei 16%. Als Kennzahl besagt die Quote, dass rund 22,5 Mio. Euro Umsatz mit Produkten erzielt wurde, die erst innerhalb der letzten zwei Jahre in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden. Mit Abstand den größten Anteil an dem Wert hat der im Jahr 2013 akquirierte österreichische Zyklotronstandort. Im Vorjahr waren in der Kennzahl noch Tumorbestrahlungsgeräte enthalten, so dass der Umsatz mit so definierten neuen Produkten damals noch 21% oder 24,4 Mio. Euro ausmachte.

Zu den Aktivitäten im Einzelnen:

Im Segment Strahlentherapie wurde fokussiert an der Weiterentwicklung des Produktportfolios für die temporäre Brachytherapie gearbeitet. Diverse Produktneuentwicklungen wurden spezifiziert und befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Nachdem bereits im Jahr 2013 eine Produktionsanlage zur Herstellung von Seedketten in Russland installiert worden ist, wurde in 2014 dort eine Anlage zur Herstellung der Seeds erfolgreich übergeben und in Betrieb genommen.

Im Segment Radiopharma wurde der Bereich der Gerätesparte um eine neue Generation von innovativen Synthesegeräten erweitert. Hierbei handelt es sich um das Modular-Lab eazy, welches für die schnelle und kostengünstige Herstellung von diagnostischen und therapeutischen Radiopharmaka verwendet werden kann. Diese neue und revolutionäre Technologie wurde 2014 sehr erfolgreich dem weltweiten Markt vorgestellt und etabliert. Um auch kleinen nuklearmedizinischen Abteilungen und Praxen den Einstieg in die Herstellung von Radiopharmaka mit dem Diagnostischen Kontrastmittel 68Ga im eigenen Haus ermöglichen zu können, wurde auch im Bereich der notwendigen Qualitätskontrolle – der Freigabe von Kontrastmitteln – die Entwicklung vorangetrieben. Die Produkte TLC-Scan und HPLC-Scan vervollständigen nunmehr den Bereich der sogenannten Analytik, die in jedem radiochemischen und nuklearmedizinischen Labor eine Notwendigkeit ist. Somit hat sich die Gerätesparte im Geschäftsjahr 2014 zunehmend zu einem Anbieter von Komplettlösungen entwickelt, was die Kunden sehr zu schätzen wissen. Nach dem Motto: "alles aus einer Hand". Des Weiteren liegt der Fokus auf einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Portfolios, um die Marktführerschaft um unsere Ga-68-Produkte weiterhin auszubauen und neue Märkte zu erschließen.

Im Segment Isotope Products lag der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren. Damit sollen Herstellzeiten für vorhandene Produktlinien verkürzt und Produktionsprozesse optimiert werden. Darüber hinaus wurden die Anwendungen des segmenteigenen Beschleuniger-Massenspektrometers ausgedehnt. Bislang wurde das Verfahren in der Biotechnologie und Medikamentenentwicklung unter anderem in strategischen Entwicklungspartnerschaften mit GreenCross (Korea), Xenobiotic Laboratories (USA/China), CuraChem (Korea) und Loma Linda University Medical Center (USA) eingesetzt. Im Oktober 2013 wurde das "Eckert & Ziegler Vitalea ArcLab" eröffnet. Hier werden archäologische Karbondatierungen durchgeführt, bei denen Materialien analysiert werden, die bei Bodenarbeiten freigelegt werden. Die Aufträge kommen von öffentlichen und privaten Gesellschaften. Die für Straßen-, Brücken- und Schienenbau in den West-USA zuständige staatliche Agentur hat Eckert & Ziegler für die Karbondatierung zertifiziert.

  1. Wirtschaftsbericht

2. Wirtschaftsbericht

2.1 GESCHÄFTSVERLAUF UND VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE DES KONZERNS

2.1.1 Geschäftsverlauf des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Umsatz von 127,3 Mio. Euro erzielt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 10,1 Mio. Euro oder 9%. Der Durchschnittskurs des US-Dollars lag in beiden Jahren 2013 und 2014 bei exakt 1,33 Euro /USD. Eine Bereinigung der Umsatzentwicklung um Wechselkurseffekte ist demzufolge nicht erforderlich. Allerdings ist die Umsatzsteigerung aus Akquisitionen von insgesamt 8,6 Mio. Euro gesondert hervorzuheben. Somit verbleibt ein organisches Umsatzwachstum von 1,5 Mio. Euro.

Die im Prognosebericht für das Jahr 2014 erwartete Umsatzmarke von mindestens 129,0 Mio. Euro wurde verfehlt, da zum einen die Akquisitionen im Vorjahr nicht den erwarteten Zusatzumsatz im Berichtsjahr lieferten und zum anderen bei einigen Produktkategorien die Umsätze in 2014 zurück gingen.

Umsatzentwicklung im Einzelnen

Das größte Segment Isotope Products verzeichnete mit einer Steigerung um 5,8 Mio. Euro auf 59,5 Mio. Euro das höchste absolute Umsatzwachstum. Die Steigerung basiert zum größten Teil auf organischem Wachstum aller Produktbereiche, wobei am stärksten das im Vorjahr vorübergehend schwächelnde Industriequellengeschäft zulegte, gefolgt vom geringermargigen Handelsgeschäft.

Das größte relative Wachstum erzielte mit einer Zunahme um 14% auf 32,3 Mio. Euro das Segment Radiopharma, wobei hier der Basiseffekt der zur Jahresmitte 2013 akquirierten österreichischen Beteiligung als stärkste Auswirkung hervorzuheben ist. Daneben sorgten die Gerätesparte, die Gallium-Generatoren und die Yttrium-Produkte für ein organisches Umsatzwachstum.

Das Segment Strahlentherapie enttäuschte im Jahr 2014. Der Umsatz stieg zwar um 1,0 Mio. Euro auf 28,8 Mio. Euro, allerdings nur aufgrund der zum Jahresende 2013 getätigten Akquisitionen. Sie trugen mit insgesamt 5,3 Mio. Euro zum Umsatzwachstum bei. Im bestehenden Geschäft dagegen fielen die Umsätze um 4,3 Mio. Euro. Die Tumorbestrahlungsgeräte verfehlten den Planumsatz vorwiegend aufgrund der Ukraine-Krise und Projektverzögerungen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Darüber hinaus verringerte sich im Jahr 2014 das Marktpotenzial für Permanentimplantate gegen Prostatakrebs. Rückläufige Krebs-Früherkennungsuntersuchungen mittels Bluttests (PSA-Test) führten zu einer reduzierten Zahl von Personen, bei denen bereits im Frühstadium ein Prostatakarzinom diagnostiziert wurde. Diese Entwicklung wirkte sich sowohl auf den Umsatz des Bestandsgeschäfts in Europa als auch auf den Umsatz einer der Neuakquisitionen in den USA aus, so dass beide Regionen hinter den Erwartungen zurück blieben.

Im Segment Sonstige, welches ab dem Jahr 2014 auch die Umweltdienste beinhaltet, wurden die Umsätze bewusst zurück gefahren, da das Hauptaugenmerk auf eine Reduktion der im Eigentum befindlichen Abfälle gelegt wurde.

Mit einem Umsatz von 67,6 Mio. Euro blieb im Jahr 2014 aus geographischer Perspektive wiederum Europa die wichtigste Absatzregion. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde hier ein Umsatzanteil von 53% erzielt, im Vorjahr waren es noch 68,9 Mio. Euro oder 59%. Ursache für den relativen Rückgang sind vor allem geringere Umsätze des Segments Strahlentherapie in Russland. Wichtigstes europäisches Abnehmerland blieb Deutschland mit 24,7 Mio. Euro (Vorjahr 25,8 Mio. Euro). Der größte nationale Einzelmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2014 erneut die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 39,8 Mio. Euro (vorwiegend in USD) fakturiert wurden. Die gesamten USD-Umsätze betrugen 43% (Vorjahr 38%) des Konzernumsatzes. Gegenüber dem Vorjahr ist die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns gestiegen.

2.1.2 Ertragslage des Konzerns

Der Konzerngewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen ist von 9,0 Mio. Euro um 25% auf 6,8 Mio. Euro zurückgegangen. Die Aktienanzahl blieb konstant bei 5,3 Mio. Stück. Das Ergebnis pro Aktie fiel um 0,43 Euro /Aktie auf 1,28 Euro /Aktie.

Mit dem Konzernabschluss 2014 wurden Korrekturen am 2013er Konzernabschluss vorgenommen. Sie sind im Konzernanhang näher beschrieben. In der Summe ergibt sich für das Jahr 2013 eine Verringerung des Konzernüberschusses um 54 Tsd. Euro. Im folgenden Vergleich wird jeweils Bezug auf die angepassten Zahlen für 2013 genommen.

Der Umsatz ist, wie im Abschnitt Geschäftsentwicklung geschildert, um 9% gestiegen. In Relation dazu haben die Umsatzkosten leicht unterproportional zugenommen, so dass die Rohmarge um 12% anstieg. Die Steigerung bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten verlief in Relation zum Umsatzwachstum ebenfalls unterproportional.

Einschneidender waren die Veränderungen bei den Sonstigen betrieblichen Erträgen. Sie gingen im Vorjahr von 7,8 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro im Berichtsjahr zurück, da im Vorjahr Sondereffekte im Zusammenhang mit der OctreoPharm Transaktion sowie aus zwei gewonnenen Rechtsstreitigkeiten enthalten waren. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche nun die Entwicklungskosten beinhalten, sind 2014 von 6,1 Mio. Euro auf 3,9 Mio. Euro zurück gegangen. Hauptverantwortlich für den Rückgang ist der Wegfall von außerordentlichen Abschreibungen.

Das EBIT stieg damit um 0,8 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro. Allerdings hat sich aufgrund des Wegfalls von Zinserstattungen des Finanzamtes sowie dem Ausbleiben von Zinseffekten aus langfristigen Forderungen der Zinssaldo um 1,3 Mio. Euro verschlechtert. Trotz des geringeren Vorsteuergewinns hat sich der Steueraufwand um 3,5 Mio. Euro auf 5,3 Mio. Euro verschlechtert. Hintergrund sind hierfür Steuererstattungen im Vorjahr und teilweise Korrekturen aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge einer ausländischen Gesellschaft aufgrund der angepassten geplanten Nutzung von Verlustvorträgen in 2014. Eine gegenläufige Entwicklung ergibt sich aufgrund des geringeren Ergebnisses des Segments Strahlentherapie in der Position Minderheitsanteile.

2.1.3 Entwicklung der Segmente

Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products ist das größte und ertragreichste Segment des Konzerns.

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Industrielle Komponenten für die Messtechnik
    1. Strahlenquellen für die medizinische Qualitätssicherung
    1. Kalibrier- und Messquellen
    1. Handel mit Rohisotopen und Sonstiges

In den wichtigen ersten drei Produktgruppen besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte und durch die Akquisition früherer Wettbewerber in Teilbereichen auf fast 100% gesteigert wurde. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich imposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickelt sich der Gesamtmarkt nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum.

In der vierten Hauptproduktgruppe werden die Einkaufsvorteile von Eckert & Ziegler genutzt, um Rohisotope mit Gewinn an fremde Dritte weiterzuverkaufen. Darüber hinaus werden hier Projektumsätze der im Jahr 2012 akquirierten US-amerikanischen Gesellschaft Vitalea Science, Inc. realisiert. Diese bietet für medizinische und industrielle Anwendungen Radiokarbondatierungen mit Kohlenstoff-14 Isotopen an.

Die externen Umsätze des Segments stiegen um 5,8 Mio. Euro auf 59,5 Mio. Euro. Das Bruttoergebnis vom Umsatz verbesserte sich nahezu um den gleichen Wert, da die Umsatzkosten fast unverändert blieben. Diese positive Entwicklung ist auf den verbesserten Produktmix zugunsten höhermargiger Produkte zurückzuführen. Insgesamt erwirtschaftete das Segment einen um 6% auf 10,2 Mio. Euro gestiegenen Jahresüberschuss.

Segment Radiopharma

Das Segment Radiopharma umfasst einerseits die Gerätesparte für Synthesemodule und passendes Zubehör (Modular-Lab), zum anderen kurzlebige Radiodiagnostika für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (Zyklotronprodukte) und drittens langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen (insbesondere Yttrium-90).

Bei den zyklotronbasierten Radiodiagnostika und sonstigen Produkten handelt es sich vor allem um den mit Fluor-18 isotopenmarkierten Zucker [18F] Fludeoxyglucose (18F; FDG). Er wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Eckert & Ziegler liefert die Produkte nach Deutschland, Polen und Österreich sowie in angrenzende Gebiete und gehört damit europaweit zu den führenden Lieferanten.

Der Umsatz mit zyklotronbasierten Radiodiagnostika ist aufgrund der Akquisition in Österreich um insgesamt 8% gewachsen. In der Gerätesparte einschließlich der Galliumgeneratoren haben sich die Umsätze nach einem schwachen Jahr 2013 wieder deutlich erholt und stiegen um 30%. Die Yttrium-90 Produkte erzielten einen um 13% höheren Umsatz.

Während der Umsatz des Segments um 14% gestiegen ist, nahmen die Kosten insgesamt nur um 5% zu. Dadurch konnte der im Vorjahr enthaltene Sonderertrag aus der Transaktion im Zusammenhang der OctreoPharm Sciences GmbH von 2,3 Mio. Euro vollständig kompensiert werden. Das EBIT stieg um 7% auf 2,5 Mio. Euro.

Segment Strahlentherapie

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs "Seeds"
    1. Tumorbestrahlungsgeräte "Afterloader"
    1. Therapiezubehör
    1. Ophthalmologische Produkte
    1. Sonstige Therapieprodukte und Anlagenbau

Eckert & Ziegler bietet Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs in Europa an und zählt hier zu den größten Anbietern. Weltweit besitzt der Markt für Implantate ein Volumen von ca. 100 Mio. Euro. Er ist von den Behandlungszahlen her leicht rückläufig und steht unter Margendruck. Eckert & Ziegler versucht dieser ungünstigen Entwicklung durch Akquisitionen zu begegnen, die Skaleneffekte ermöglichen. Im letzten Jahr gelang dabei der Wiedereintritt in den interessanten US-Markt.

Bei den Tumorbestrahlungsgeräten hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber schneller als der Gesamtmarkt. Hauptabsatzmärkte liegen in Russland, Südamerika, Asien und im Nahen Osten. Mit Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und damit verbundenen Dienstleistungen werden global schätzungsweise 200 Mio. Euro pro Jahr umgesetzt. Der Wettbewerbsvorteil der Geräte von Eckert & Ziegler besteht in den vergleichsweise geringeren Betriebskosten. Im Großteil der Eckert & Ziegler Geräte werden Kobalt-Strahler eingesetzt. Kobalt hat im Unterschied zu dem in Konkurrenzgeräten verwendeten Iridium eine deutliche längere Halbwertszeit. Deswegen muss die Strahlenquelle des Eckert & Ziegler-Gerätes seltener getauscht werden, woraus sich Kosten- und Logistikvorteile ergeben, die insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern zählen.

2014 stieg der Gesamtumsatz des Segments mit externen Kunden um 4% auf 28,8 Mio. Euro. Das Segment war für das Jahr 2014 kostenseitig allerdings auf ein höheres Umsatzniveau eingestellt, so dass in der Summe ein negatives EBIT von –1,6 Mio. Euro ausgewiesen werden musste. Bereits zum Jahresende eingeleitete Umstrukturierungsmaßnahmen zeigten im abgelaufenen Jahr noch keine entscheidende Wirkung.

Umfassende Aussagen zum Segment Strahlentherapie können dem Geschäftsbericht der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. entnommen werden (www.bebig.eu). Bei der Gegenüberstellung des Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und der Segmentberichtberichterstattung des Eckert & Ziegler Konzerns ergeben sich Abweichungen, die in folgender Tabelle [in Tsd. Euro] dargestellt sind.

Segment
Strahlentherapie
des Eckert & Ziegler
Konzerns
Konzernbericht
der börsennotierten
Eckert & Ziegler
BEBIG S.A.
Abweichungen aus
Kundenstamm und
Steueranpassungen
Umsätze mit externen Kunden 28.829 28.816 13
Sonstige Kosten & Erträge – 30.694 – 30.337 – 357
EBT – 1.865 – 1.521 – 344
Ertragsteuern – 1.422 – 1.526 104
Konzernergebnis – 3.287 – 3.047 – 240

Segment Sonstige

Das Segment Sonstige enthält die im Vorjahr separat ausgewiesenen Umweltdienste sowie die Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG. Letztere kann ihre Aufwendungen naturgemäß nicht vollständig an die Segmente weitergeben und finanziert sich deshalb über erbrachte Dienstleistungen, wie Buchhaltung, Personalverwaltung, IT und Strahlenschutz, die jeweils zuzüglich eines Gewinnaufschlags weiterberechnet werden. Darüber hinaus vergibt die Holding Darlehen und erhält Zinsen sowie Ergebnisabführungen.

Außenumsätze erzielt das Segment im Wesentlichen nur mit:

    1. Quellenrücknahme von Kunden des Segments Isotope Products
    1. Annahme von isotopentechnischen Reststoffen geringer Aktivität
    1. Projekte im Rahmen der Konditionierung

Im Berichtsjahr gingen die externen Umsätze leicht um 0,7 Mio. Euro zurück. Das EBIT verbesserte sich um 2,8 Mio. Euro. Anders als im Vorjahr musste diesmal kein Sondereffekt aus der Rückstellungserhöhung für die Entsorgung von Abfällen verbucht werden. Nichtsdestotrotz liegt das EBIT im negativen Bereich bei – 2,6 Mio. Euro.

2.1.4 Finanzlage des Konzerns

Die Kapitalflussrechnung beginnt mit einem Konzernergebnis von 6,5 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und vor Anteilen nicht beherrschende Gesellschafter aus der Gewinn- und Verlustrechnung liegt damit um 4,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 4,0 Mio. Euro auf nun 10,7 Mio. Euro zurück gegangen. Zwar stiegen die zu eliminierenden nicht-zahlungswirksamen Aufwendungen um 1,3 Mio. Euro, woraus sich eine Verbesserung des Kapitalflusses ergibt, doch andererseits wurde der Effekt insbesondere durch einen Aufbau der Vorräte überkompensiert. Er führt zu einer gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. Euro stärkeren Ausweitung des Nettoumlaufvermögens. Hintergrund des Lageraufbaus bilden nicht abverkaufte Tumorbestrahlungsgeräte sowie der Aufbau einer strategischen Rohmaterialreserve.

  1. Wirtschaftsbericht

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist 2014 um 6,6 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro gesunken. Das liegt zum einen an der rückläufigen Investitionstätigkeit in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Jahr 2013 aufgrund der wesentlichen Bauphase des neuen Warschauer Zyklotronstandorts einen Höchstwert verzeichnete. Zum anderen sind die Ausgaben für Akquisitionen zurück gegangen. Im Vorjahr wurden noch fünf Akquisitionsprojekte abgeschlossen, im Jahr 2014 jedoch lediglich ein Vertriebsstandort des Segments Isotope Products in Brasilien dazugekauft.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Mittelabfluss von 8,5 Mio. Euro, während im Vorjahr an dieser Stelle noch 1,7 Mio. Euro zugeflossen sind. Als wesentlicher Effekt ist hier die Darlehensveränderung zu nennen. Während im Vorjahr die Darlehensaufnahmen mit netto 6,1 Mio. Euro überwogen, wurden im Jahr 2014 nahezu ausschließlich Darlehen getilgt und die Bankdarlehen netto um 4,1 Mio. Euro zurück geführt. Die konstante Dividende von 0,60 Euro /Aktie sorgte für einen gleichbleibenden Mittelabfluss von 3,2 Mio. Euro.

Ein positiver Wechselkurseffekt aus dem gestiegenen US-Dollar-Kurs sorgt für eine Aufwertung der Barmittel um 1,1 Mio. Euro. Zusammengerechnet wurde im Jahr 2014 die Liquidität um 7,6 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro reduziert.

2.1.5 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2014 um 8,9 Mio. Euro auf 187,3 Mio. Euro angewachsen. Auf der Aktivseite verteilt sich der Effekt zu etwa gleichen Teilen auf die kurz- und langfristigen Vermögenswerte. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten sind zwar, wie in der Finanzlage dargestellt, die liquiden Mittel gefallen, jedoch wird dieser Effekt durch die Zunahme der Vorräte und Forderungen überkompensiert. Bei den langfristigen Vermögenswerten sorgten die Investitionen für eine Zunahme der Sachanlagen.

Auf der Passivseite ist Dank des nur zum Teil ausgeschütteten Gewinns das Eigenkapital gestiegen. Daneben ist die Verschiebung von den langfristigen zu den kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten aufgrund der Nicht-Einhaltung der Covenants im Segment Strahlentherapie auffallend.

Da im Vergleich zum Vorjahr das Eigenkapital etwa im gleichen Verhältnis wie die Bilanzsumme gestiegen ist, liegt die Eigenkapitalquote nahezu unverändert bei 50,4% (Vorjahr 50,6%).

2.2 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER ECKERT & ZIEGLER STRAHLEN- UND MEDIZINTECHNIK AG – ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB (HANDELSGESETZBUCH)

Geschäftsverlauf der AG

Während des Geschäftsjahres 2014 bestanden zwischen der Eckert & Ziegler AG und einer direkten Tochter sowie zwischen dieser und deren Tochtergesellschaft Ergebnisabführungsverträge. Die erwirtschafteten Jahresergebnisse der übrigen Tochtergesellschaften werden nicht vollständig an die Muttergesellschaft ausgeschüttet, so dass das Ergebnis des Einzelabschlusses der Eckert & Ziegler AG erheblich vom Konzernergebnis abweicht.

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Eckert & Ziegler AG im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von ihrem deutschen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH einen Gewinn in Höhe von 4.876 Tsd. Euro übernommen.

Ertragslage der AG

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende wesentliche Veränderungen:

  • a) Die Umsatzerlöse stiegen um 39 Tsd. Euro auf 3.930 Tsd. Euro. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Erträge aus Dienstleistungen und Mieten für verbundene Unternehmen.
  • b) Die sonstigen betriebliche Erträge gingen um 1.565 Tsd. Euro auf 500 Tsd. Euro zurück, da sich im Vorjahr aus dem Verkauf von Lizenzen sowie einer Gesellschaft erzielte Erträge innerhalb der Eckert & Ziegler Gruppe im Geschäftsjahr nicht wiederholten.
  • c) Der Personalaufwand ist leicht um 42 Tsd. Euro auf 2.607 Tsd. Euro gestiegen. Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder ist im Vergütungsbericht erläutert.
  • d) Die Abschreibungen sind um 701 Tsd. Euro auf 537 Tsd. Euro gesunken, da im Vorjahr ein Sondereffekt erfasst wurde. Die bis zunächst erfolgte Aktivierung von Kosten für ein ERP-System am Standort Berlin wurde nach Abbruch des Projekts ergebniswirksam erfasst.
  • e) Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1.002 Tsd. Euro auf 2.141 Tsd. Euro zurückgegangen, insbesondere aufgrund von Einsparungen in den Bereichen IT und Infrastruktur aufgrund der Beendigung der ERP-Projekte in Berlin und Braunschweig sowie geringerer Mietnebenkosten.
  • f) Der Ertrag aus Gewinnabführungen ist gegenüber dem Vorjahr um 1.694 Tsd. Euro auf 4.876 Tsd. Euro zurück gegangen, da im Vorjahr auch die Gewinnabführung einer französischen Gesellschaft enthalten war. Aus Verwaltungsgründen wird diese Ausschüttung nicht jedes Jahr vorgenommen, sondern über mehrere Jahre angespart. Darüber hinaus wurde die Ausschüttung einer amerikanischen Gesellschaft reduziert um die Zeitspanne zwischen Dividendenbeschluss und Zahlung der Gewinnabführung zu verkürzen.
  • g) Aufgrund planmäßiger Tilgungen sowohl von gewährten wie auch von erhaltenen Darlehen gingen die Zinserträge um 72 Tsd. Euro auf 529 Tsd. Euro und die Zinsaufwendungen um 61 Tsd. Euro auf 484 Tsd. Euro zurück.

Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss von 4.433 Tsd. Euro ausgewiesen. Dieser Wert entspricht dem Bilanzgewinn für 2014.

Vermögens- und Finanzlage der AG

Die Bilanzsumme der Eckert & Ziegler AG ist gegenüber dem Vorjahr um 2.179 Tsd. Euro auf 86.445 Tsd. Euro gefallen.

Auf der Aktivseite gab es folgende wesentliche Veränderungen: Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen gingen aufgrund planmäßiger Tilgungen um 4.018 Tsd. Euro auf 3.959 Tsd. Euro zurück. Gleichzeitig stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 2.276 Tsd. Euro, im Wesentlichen aufgrund noch nicht gezahlter Gewinnabführungen.

Das Eigenkapital beträgt 81.365 Tsd. Euro und liegt damit um 1.261 Tsd. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg erklärt sich aus der Differenz zwischen dem Jahresüberschuss von 4.433 Tsd. Euro und der ausgeschütteten Dividende von 3.173 Tsd. Euro.

Als weitere wesentliche Veränderung ist auf der Passivseite der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3.191 Tsd. Euro auf 1.350 Tsd. Euro zu nennen. Grund sind hier erneut die planmäßigen Tilgungen.

Der Gesellschaft wurden Kreditlinien von 3.000 Tsd. Euro eingeräumt und standen zum Stichtag in voller Höhe zur Verfügung. Hinzu kommen Guthaben bei Kreditinstituten von 1.160 Tsd. Euro. Somit verfügt die Gesellschaft über ausreichend große Liquiditätsreserven für die laufende Finanzdisposition.

Insgesamt schätzt der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft nach wie vor als sehr gut ein. Die Eigenkapitalquote stieg von 90% auf 94%.

2.3 MITARBEITER

Zum 31. Dezember 2014 waren bei Eckert & Ziegler konzernweit insgesamt 711 Mitarbeiter (2013: 686) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mitarbeiteranzahl somit um 25 Personen oder 4% gestiegen. Die Steigerung erklärt sich zunächst vollständig aus die Akquisition des Segments Isotope Products, wodurch 29 Mitarbeiter in Brasilien hinzukamen. Die Veränderungen in den anderen Segmenten gleichen sich demzufolge aus. Das Segment Sonstige hat ebenfalls Mitarbeiter aufgebaut, vor allem im Bereich der Umweltdienste um den Abbau von Altabfällen zu beschleunigen. Das Segment Radiopharma ist vor allem durch Einstellungen am neuen Zyklotronstandort in Warschau gewachsen. Im Segment Strahlentherapie mussten dagegen in Folge des schwachen Geschäfts Mitarbeiter abgebaut werden.

Legt man für die Berechnung der Mitarbeiterkennzahlen die HGB-Definition zugrunde, welche sich auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter innerhalb des Jahres bezieht und Vorstände und Geschäftsführer, sowie Auszubildende und Praktikanten ausblendet, Teilzeit- und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter jedoch einschließt, so stieg die Anzahl von 613 auf 674.

Die Fluktuationsrate, also die Zahl der nach dieser Definition im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitarbeiter, lag mit 13% über dem Vorjahreswert von 11%, und damit oberhalb der durchschnittlichen Fluktuationsrate in Deutschland von etwa 12%. Der Grund für den Anstieg der Fluktuationsrate liegt in den Sanierungsbemühungen des Segments Strahlentherapie. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr konstant bei 40% geblieben. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsjahr bei 43 Jahren (2013: 45 Jahre) mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 40- bis 45-Jährigen, jedoch dicht gefolgt von der Gruppe der 30 bis 35-jährigen. Knapp die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss/Bachelor oder eine höherwertigere Ausbildung.

Bei der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG waren im Durchschnitt 42 Mitarbeiter (Vorjahr: 36 Mitarbeiter) beschäftigt.

DURCHSCHNIT TLICHE MITARBEITERANZAHL NACH SEGMENTEN

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 44,9 Mio. Euro (2013: 38,7 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand von rund 67 Tsd. Euro im Jahr 2014 gegenüber rund 63 Tsd. Euro im Vorjahr. Die Steigerung ergibt sich aus regulären Gehaltserhöhungen und im Personalaufwand ebenfalls enthaltenen Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit dem Stellenabbau des Segments Strahlentherapie.

2.4 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Erfreulich am Jahr 2014 war die Umsatzsteigerung im Konzern, auch wenn diese noch hinter den Erwartungen zurück geblieben ist und somit nicht der geplante Gewinn erzielt werden konnte. Entscheidend ist, dass das Basisgeschäft insgesamt als stabil einzustufen ist. Bei einem guten Kapitalfluss und soliden Bilanzrelationen ist die Gruppe weiterhin in der Lage künftiges Wachstum und sich ergebende Geschäftschancen in allen relevanten Bereichen sowohl verfolgen als auch finanzieren zu können.

  1. Nachtragsbericht • 4. Chancen- & Risikobericht

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung aufgetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

4. Chancen- & Risikobericht

Aktionäre von Eckert & Ziegler AG müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.

Diese Chancen und Risiken des Konzerns wirken sich auf die Muttergesellschaft, die EZAG, mittelbar über ihre Beteiligungsverhältnisse aus.

4.1 ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich des jeweiligen Segmentmanagements und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Diese Ebene unterhalb des Vorstandes trägt die inhaltliche Verantwortung für das in ihrem Bereich durchgeführte Risikomanagement. Das operative Management ist neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme verpflichtet, seinen Bereich ständig nach einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzernrechnungswesen.

Das oben erwähnte, jährlich durchgeführte Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme befragt die Fach- und Führungskräfte von Eckert & Ziegler. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Chancen und Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u. a. Markt- und Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Die Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe wird einmal pro Jahr dem Aufsichtsrat berichtet.

Im Rahmen des Risikomanagements findet eine Klassifikation der Risiken in finanzwirtschaftliche Risiken, rechtliche Risiken, IT-Risiken, rechnungslegungsbezogene Risiken und Risiken des internen Kontrollsystems, personelle Risiken, allgemeine Risiken aus der Produktion und dem Umgang mit Radioaktivität, allgemeine kommerzielle und strategische Risiken sowie Entwicklungsrisiken statt. Die Risikoverantwortlichen werden definiert. In einer Risikomatrix werden die identifizierten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potentiellen finanziellen Auswirkung auf das EBIT jeweils in den Kategorien gering /mittel/hoch/sehr hoch dargestellt. Risiken, die bestandsgefährdenden Charakter haben könnten, werden – sofern vorhanden – separat hervorgehoben und berichtet. Es wurde folgende Klassifizierung der Risiken vorgenommen:

Klassifizierung Eintrittswahrscheinlichkeit Intensität
1-Gering Bis 25% Bis 50.000 Euro
2-Mittel 25 bis 50% 50.000 bis 200.000 Euro
3-Hoch 50 bis 75% 200.000 bis 500.000 Euro
4-Sehr hoch Über 75% Über 500.000 Euro

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Beginn an auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

4.2 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit den Risiken der Finanzberichterstattung. Mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontrollsystem sicherstellen, dass die Finanzberichterstattung unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eckert & Ziegler Konzerns vermittelt.

In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG insgesamt 37 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, in Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.

Zwei wesentliche Komponenten sichern die Vermeidung oder Reduzierung von Risiken in der EZ-Gruppe ab: ein System von Anweisungen und Geschäftsordnungen auf der einen Seite und ein der Kontrolle und Information dienendes Reporting auf der anderen Seite. Geschäftsordnungen regeln für den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Geschäftsführer aller Konzerngesellschaften Handlungsspielräume und die Einbeziehung verschiedener Hierarchieebenen im Entscheidungsprozess. Einzelanweisungen, die für alle Mitarbeiter gelten, sind im Intranet des Konzerns abrufbar. Kontrollierende Berichte zur Risikosituation werden allen Verantwortlichen in verschiedenen Detaillierungsgraden in festgelegten angemessenen Frequenzen zugeleitet. Der Aufsichtsrat wird jährlich mit einem Risikobericht über die Risiken informiert.

Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses ist es, Fehlerquellen zu minimieren und Fehler schnell zu erkennen. Es wurde ein auf die Größe des Konzerns abgestimmtes System implementiert. Nachfolgende organisatorische Regelungen und Prozesse sind implementiert, um die Normenkonformität der Rechnungslegung zu gewährleisten:

  1. Chancen- & Risikobericht

  2. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzern einbezogenen Einheiten eingebunden. Die dafür notwendigen Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie Prozessdefinitionen sind dokumentiert und werden stets den aktuellen Entwicklungen angepasst.

  3. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach einem Abschlusskalender, der von der Konzernabschlussabteilung zentral vorgegeben wird. In ihm sind alle wichtigen Tätigkeiten und deren Termine definiert.
  4. Die Buchhaltungsabteilungen des Konzerns sind sehr zentral und in verschiedenen Fällen länderübergreifend organisiert. Die Mitwirkung externer Dienstleister am Abschlussprozess beschränkt sich normalerweise auf Steuerberechnungen. In kleineren Ausnahmefällen werden Abschlüsse auch extern erstellt.
  5. Neue Sachverhalte werden mit der Konzernzentrale abgestimmt. Änderungen in der Konzernrechnungslegung werden unmittelbar an alle beteiligten Mitarbeiter und betroffenen externen Dienstleister kommuniziert.
  6. Das Reporting der Tochtergesellschaften erfolgt mittels einheitlicher Formulare, die zu jedem Monats-, Quartals- und Jahresabschluss von den jeweiligen Buchhaltungsabteilungen ausgefüllt werden.
  7. Alle Angaben fließen in den Controlling-Abteilungen der Segmente zusammen und werden von diesen überwacht. Dabei werden Abweichungsanalysen vorgenommen und Auffälligkeiten auch im Hinblick auf die Einhaltung der abschlussrelevanten Konzernrichtlinien untersucht mit der betreffenden Tochtergesellschaft geklärt und gegebenenfalls an die Konzernabschlussabteilung kommuniziert.
  8. In den zentralen Controlling-Abteilungen erfolgen auf Segmentebene erste konzerninterne Abstimmungen und Konsolidierungen. Hierzu gehören u. a. eine Abstimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften.
  9. Die Kontrolle im Bereich der Konsolidierung ergibt sich aus dem Konsolidierungsprozess. Abstimmungsdifferenzen in der Konsolidierung werden an die beteiligten Tochtergesellschaften kommuniziert und korrigiert.
  10. Die Konsolidierung erfolgt mit Hilfe eines Standard-Konsolidierungsprogramms, das nur von den entsprechend geschulten und berechtigten Mitarbeitern angewendet wird.
  11. Die Ermittlung von abschlussrelevanten Positionen, die Steuern beinhalten, erfolgt unter Mitwirkung der internen Steuerabteilung.
  12. Flache Hierarchien, direkte Berichtswege und monatliche Zwischenabschlüsse ermöglichen die Erkennung von Risiken und die frühzeitige Aufdeckung von Fehlern.

Verschiedene Bilanzposten unterliegen in besonderem Maße einem Ermessen und werden daher in besonderem Maße im Rahmen der Erstellung des Abschlusses gewürdigt:

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift gemäß § 315a Abs. 1 HGB, nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für bestimmte immaterielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Vermögenswerte jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte. Daher werden soweit verpflichtend jährlich und darüber hinaus bei Anzeichen von Wertminderungen Wertminderungstests durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Vergleichsgruppen oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass immaterielle Vermögenswerte sich als nicht werthaltig herausstellen bzw. dass ihr Wert schnell und im erheblichen Umfang schwankt. Dies betrifft unter anderem aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, deren Bewertung ebenfalls von Ergebnisprognosen abhängig ist.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler-Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, unter Analyse der künftigen Markt- und Absatzmöglichkeiten, eingegrenzt werden.

Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken im Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Mit den eingerichteten Prozessen, Systemen und Kontrollen ist hinreichend gewährleistet, dass der Konzernrechnungslegungsprozess im Einklang mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), dem HGB sowie anderen rechnungslegungsrelevanten Regelungen und Gesetzen erfolgt und somit zulässig ist.

4.3 FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2014 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt oder von Banken eigenständig vorgelegt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität des Konzerns ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den profitablen, operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Verbindlichkeiten mehr als gedeckt sind.

In bestehenden Darlehensverträgen sind Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Bilanzrelationen ("Covenants") enthalten. Deren Einhaltung wird von Eckert & Ziegler quartalsweise und in Vorbereitung neuer Investitions- und Finanzierungsvorhaben überprüft. Aufgrund der unerwartet schlechten Ergebnisse des Segments Strahlentherapie wurden die Covenants, welche sich ausschließlich auf Kennzahlen dieser Unternehmensgruppe beziehen, bei einem Kreditvertrag zum 31. Dezember 2014 nicht eingehalten. Der Vorstand erörtert derzeit Möglichkeiten zur Bereinigung dieser Lage. Im Konzernabschluss 2014 wurde der Darlehensbetrag in der Konzernbilanz vollständig in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

Aus den Fremdfinanzierungen ist der Konzern prinzipiell einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Allerdings sind die wesentlichen Kredite zu Festzinskonditionen abgeschlossen, bzw. es wurden zur Tilgungsstruktur passende Zinsswaps abgeschlossen, sodass Eckert & Ziegler effektiv einen festen Zinssatz als Kalkulationsbasis verwenden kann. Somit ist der Konzern bei bestehenden Darlehen nicht dem Risiko aus Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand stellt möglichst sicher, dass die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe begrenzt bleiben.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Auf Grund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, das für die meisten dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen aber auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.

Für den Konzern entsteht ein Debitorenausfallrisiko aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen, und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkasse oder Akkreditiven abgesichert.

Die Überwachung des Risikos erfolgt mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG hat teilweise Bürgschaften für an Tochterunternehmen gewährte Darlehen übernommen. Für ein Darlehen, welches die Gesellschaft selbst an ein Tochterunternehmen gewährt hat, besteht ein Rangrücktritt.

Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet, da die Tochtergesellschaften ihre Verpflichtungen voraussichtlich selber erfüllen können.

4.4 RECHTLICHE RISIKEN

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Der Konzern ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen oder behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen er entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind nicht vorhersehbar, sodass sich aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen ergeben können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage haben können.

Es gibt derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis haben könnten.

4.5 IT-RISIKEN

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Sehr hoch

Eckert & Ziegler ist dem Risiko des Ausfalls der EDV-Systeme ausgesetzt. Im Schadensfall kann es dadurch zu Datenverlusten und schlimmstenfalls zu Betriebsunterbrechungen kommen. Als Absicherungsmaßnahmen werden regelmäßig Backups durchgeführt, Anti-Virussoftware eingesetzt und die meisten Server virtualisiert.

4.6 PERSONELLE RISIKEN

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb ist das Unternehmen auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen und nachweisbar hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.

4.7 ALLGEMEINE RISIKEN AUS DER PRODUKTION UND DEM UMGANG MIT RADIOAKTIVITÄT IM BESONDEREN SOWIE DARAUS ERWACHSENDE CHANCEN

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Sehr hoch

Zum Produktionsrisiko zählt, dass nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können. Dieses Risiko kann niemals restlos ausgeschlossen werden. Es wird ihm jedoch durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem man sich strengen Qualitätskriterien unterwirft. Die überwiegende Zahl von Betriebsstätten ist ISO-zertifiziert, und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann.

Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch den langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben und somit einen Wissensvorsprung gegenüber potentiellen Wettbewerbern, die planen neu in den Markt einzutreten. Gleichzeitig bieten sich daraus auch vielfältige Chancen, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in den Geschäftsfeldern zu beschleunigen.

Eckert & Ziegler ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.

Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Genehmigungen voraus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Änderungen gesetzlicher oder behördlicher Rahmenbedingungen die Herstellung oder Handhabung in Einzelfällen oder an bestimmten Standorten verteuert, behindert oder gar verhindert wird.

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  1. Chancen- & Risikobericht

4.8 ALLGEMEINE KOMMERZIELLE UND STRATEGISCHE RISIKEN

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Sehr hoch

Als Spezialist für ein breites Portfolio aus isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus sowie in den Kunden- und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte und die Identifikation und den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Der wirtschaftliche Erfolg der Produkte von Eckert & Ziegler hängt im Fall der medizinischen Sparten von der Kostenerstattung für die jeweiligen Anwendungen ab. Eine Reduzierung oder gar der Wegfall der Kostenerstattung hätte deutliche negative Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. In den Segmenten werden zudem Investitionsgüter vertrieben. Dabei existiert ein Risiko aus eingeschränkten Budgets der öffentlichen und privaten Auftraggeber.

4.9 HAUPTKUNDENRISIKO

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Sehr hoch

Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 10,5 Mio. Euro, also etwa 8% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr, wo die fünf größten Kunden noch einen Umsatzanteil von 9% ausmachten, wurde die Kundenbasis weiter gestreut.

4.10 RISIKEN AUS FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Eintrittswahrscheinlichkeit: Gering /Intensität: Hoch

Die Eckert & Ziegler Gruppe treibt im Rahmen ihrer Möglichkeiten eigene Entwicklungsprojekte voran. Bei diesen Projekten werden hauptsächlich die eigenen bestehenden Produkte weiter entwickelt, um die relative Wettbewerbsposition gegenüber der Konkurrenz und alternativen Anwendungsmethoden aufrecht zu erhalten oder zu verringern. Diese Maßnahmen können aufgrund schnellerer Marktentwicklungen oder aufgrund der falschen Zielausrichtung oder auch der Nichterreichung der Entwicklungsziele erfolglos bleiben. Es wird versucht diese Risiken durch Marktbeobachtungen und Projektsteuerungsmaßnahmen zu minimieren. Gleichzeitig ergeben sich aus erfolgreich abgeschlossenen Entwicklungsprojekten Chancen für ein überproportionales organisches Wachstum.

4.11 CHANCENBERICHT NACH SEGMENTEN

Durch die herausgehobene Marktstellung von Eckert & Ziegler in den Produktbereichen des Segments Isotope Products, welche neben dem operativen, sehr guten Management von Produktion und Verkauf vor allem durch eine erfolgreiche Folge von Akquisitionen erreicht wurde, ergeben sich Chancen, den Markt weiter zu dominieren, die Umsätze und die Rentabilität weiter zu steigern sowie die Akquisitionsstrategie weiter fortzusetzen.

Im Segment Strahlentherapie werden insbesondere Chancen aus der weiteren regionalen Expansion gesehen.

Im Segment Radiopharma werden insbesondere Chancen im neu entwickelten pharmazeutischen Gallium-Generator und der Ausweitung von Lohnfertigungsprojekten gesehen.

4.12 RISIKOBERICHTERSTAT TUNG BEZÜGLICH FINANZINSTRUMENTEN

Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Absicherungszwecken des operativen Geschäfts abgeschlossen, etwa um Risiken aus Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinsen abzusichern. Da Finanzinstrumente nur zur Absicherung von Geschäften abgeschlossen werden, deren Volumina oberhalb bestimmter Schwellwerte liegen, haben nach wie vor Wechselkursschwankungen und Zinsänderungen eine gewisse Auswirkung auf das Ergebnis des Konzerns.

Wie im Abschnitt 4.3 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken geschildert, wurden wesentliche langfristige Finanzierungen zu Festzinskonditionen abgeschlossen, bzw. es wurden zur Tilgungsstruktur passende Zinsswaps abgeschlossen. Diesen Finanzinstrumenten stehen somit deckungsgleiche reale Kreditgeschäfte gegenüber, welche sich entgegensetzt zur Bewertung der Finanzinstrumente entwickeln. Der Zweck des Geschäfts ist die Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Diese Transaktionen werden jedoch nicht als Bewertungseinheiten bilanziert, da die entsprechenden hohen Anforderungen an die Dokumentationspflichten nicht erfüllt werden.

Es wird weiterhin auf die Absicherung des Fremdwährungsrisikos mittels Termingeschäften und Put-Optionen hingewiesen. Dazu ist anzumerken, dass auch im Fall von derartigen Sicherungsgeschäften stets ein reales gegenläufiges Geschäft existiert. Einzig die Identität der Vertragspartner ist nicht gegeben. Sollte ein Kunde nicht zahlen, müsste trotzdem das Absicherungsgeschäft mit der Bank erfüllt werden, woraus dann wieder ein Risiko resultiert, entsprechend wird der Abschluss derartiger Geschäfte in eingeschränktem Maße vorgenommen und abgewogen. Zum Abschlussstichtag bestanden keine derartigen Termin- und Optionsgeschäfte.

Zum Jahresanfang 2011, als die Zinssätze für langfristige Kredite relativ gering, allerdings gerade im Steigen begriffen waren, wurde in Anbetracht geplanter Investitionsprojekte ein Zinsswap abgeschlossen. Somit können zukünftige Investitionsprojekte effektiv mit dem Zinssatz von Anfang 2011 finanziert werden. Da jedoch seitdem der maßgebliche Swapsatz wieder gefallen ist, entstanden im Jahr 2014 Buchverluste. Für die kommenden Jahre ergibt sich die Chance, zukünftige Finanzierungen zu einem relativ günstigen Zinssatz abzuschließen, aber auch ein Risiko erneuter Verluste, falls die Investitionsprojekte ausbleiben und der maßgebliche Swapsatz wieder fällt.

4.13 RISIKOENTWICKLUNG

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Eine Vielzahl der bestehenden Risiken ist bereits in der detaillierten Konzernplanung für das kommende Jahr berücksichtigt.

Der Vorstand erwartet aus den oben genannten Risiken keinen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2015.

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5. Prognosebericht

5. Prognosebericht

5.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Konjunkturentwicklung im Jahr 2014 war uneinheitlich. Die Weltwirtschaft ist um ca. 2% gewachsen, vor allem aufgrund eines noch immer starken Wachstums in China von ca. 7%. Das Wachstum in den USA und Deutschland lag dagegen im weltweiten Durchschnitt bei 2%. Die Eurozone insgesamt konnte immerhin minimal um 1% zulegen. Die Prognosen gehen für das Jahr 2015 von einer Erholung aus. Das Wachstum in China sollte immer noch über 7% liegen, während das Wachstum in den restlichen Ländern einschließlich der Eurozone teilweise deutlich anziehen soll.

Eckert & Ziegler ist zwar nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen, da die Nachfrage im Gesundheitswesen anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. Trotzdem unterliegt auch das operative Geschäft von Eckert & Ziegler den globalen Konjunkturrhythmen. Das gilt insbesondere, wenn durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte Großprojekte in staatlichen Institutionen gestrichen werden oder versucht wird, die Ausgaben im Gesundheitsbereich administrativ zu reduzieren.

Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro für Eckert & Ziegler von Bedeutung. Da wesentliche Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge vom Segment Isotope Products erwirtschaftet werden, das in den USA beheimatet ist, schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs spürbar auf Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Gruppe durch. Auch für die Wettbewerbssituation ist der Wechselkurs von Bedeutung, insbesondere in den Segmenten Strahlentherapie und Radiopharma. Je schwächer der Dollar, desto besser die Kostensituation amerikanischer Wettbewerber und desto höher der Druck auf Verkaufspreise und Margen von Eckert & Ziegler.

Im Jahr 2014 lag der gewichtete Durchschnittskurs bei 1,33 USD pro Euro und damit exakt auf dem Jahresdurchschnitt von 2013. Zur Zeit der Aufstellung des Konzernabschlusses notiert der Wechselkurs bei etwa 1,11 USD pro Euro. Damit liegt der Durchschnittskurs im 1. Quartal 2015 deutlich unter dem Jahresdurchschnitt 2014 und somit im für Eckert & Ziegler günstigen Bereich.

Bisher ergaben sich aus diesen Währungsschwankungen keine wesentlichen negativen Effekte. Eine Prognose des Wechselkurses für den Rest des Jahres 2015 ist schwierig und hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter der Haushaltsentwicklung und der politischen Lage in den südeuropäischen Ländern und dem Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA, ab. Der Konsens verschiedener Wirtschaftforscher für den Jahresendkurs 2015, der von der Consensus Economics, Inc. zuletzt ermittelt wurde, liegt bei 1,16 USD pro Euro. Solange sich der Wechselkurs in der Bandbreite der letzten Jahre bewegt, sind die Schwankungen für Eckert & Ziegler handhabbar und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzern.

Vor dem Hintergrund dieser Annahmen zu Konjunktur und Wechselkurs ergeben sich folgende Prognosen:

5.2 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT STRAHLENTHERAPIE

Das Segment Strahlentherapie befindet sich nach den Enttäuschungen des Jahres 2014 in einer schwierigen Position. Einerseits werden mit Blick auf unsichere Umsatzperspektiven die Kosten reduziert. Anderseits werden Maßnahmen unternommen, die Umsätze zukünftig deutlich zu steigern, indem weiter in die Produktentwicklung und den Ausbau der Serviceabteilung investiert wird. Für das Jahr 2015 wird ein Umsatz von mindestens 31,0 Mio. Euro erwartet, was einem Anstieg von ca. 8% entspricht. Das Ergebnis des Segmentes Strahlentherapie wird damit in 2015 voraussichtlich noch negativ ausfallen, wenngleich deutlich geringer als im Berichtsjahr (2014: – 3,3 Mio. Euro).

5.3 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM REST DES KONZERNS

Für das Jahr 2015 wird im Segment Isotope Products ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich und ein geringfügig verbessertes Ergebnis erwartet. Für das Segment Radiopharma plant der Vorstand ebenfalls einen Anstieg des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich sowie eine Ergebnisverbesserung von ca. 0,5 bis 1,0 Mio. Euro. Der sonstige Bereich sollte sich in etwa auf dem Niveau des Jahres 2014 bewegen.

5.4 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM KONZERN

In der Summe wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzanstieg auf über 133 Mio. Euro und ein Ergebnisanstieg über das Niveau von 2014 hinaus, also über 1,71 Euro pro Aktie, erwartet.

Damit wird eine Erhöhung des Umsatzes auf Konzernebene von ca. 5% und eine leichte Ergebnisverbesserung erwartet.

Die Prognosen stehen unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,20 USD pro Euro. Weiterhin gehen wir davon aus, dass sich der Ölpreis auf einem Niveau von über 70 USD (Brent) stabilisiert, ansonsten besteht das Risiko, dass weniger neue Ölquellen erschlossen werden und die Nachfrage nach entsprechenden Komponenten von Eckert & Ziegler drastisch sinkt.

5.5 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER ECKERT & ZIEGLER STRAHLEN- UND MEDIZINTECHNIK AG

Die Planung der Holding für das Jahr 2015 geht von konstanten Erträgen aus Dienstleistungen und von konstanten Aufwendungen aus. Operativ wird die Gesellschaft voraussichtlich einen Verlust erwirtschaften. Dieser Verlust wird durch den positiven Saldo aus Zinsertrag und -aufwand gemindert werden. Auch die Dividendenerträge und Gewinnabführungen sollten in etwa konstant zum Jahr 2014 bleiben und damit einen positiven Ergebnisbeitrag liefern. In der Summe wird ein Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 von ca. 4 Mio. Euro erwartet, der eine konstante Dividendenausschüttung an die Aktionäre ermöglichen wird.

  1. Sonstige Angaben

6. Sonstige Angaben

6.1 VERGÜTUNGSBERICHT

6.1.1 Grundzüge des Vergütungssystems

Das System der Vorstandsvergütung ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu setzen. Wesentlicher Aspekt des Vergütungssystems ist dabei, dass neben fixen Vergütungsteilen auch variable Vergütungsteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vereinbart werden, sodass die Mitglieder des Vorstandes sowohl an positiven als auch an negativen Entwicklungen angemessen beteiligt sind.

Bei der Festlegung der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungsteile werden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich und die persönliche Leistung bewertet. Des Weiteren werden die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens in die Bewertung einbezogen. Schließlich soll die Vergütung auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld und zur Vergütungsstruktur im Unternehmen, sowohl im Verhältnis zum oberen Führungskreis als auch zur Belegschaft, attraktiv und angemessen sein.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandes sowie das Vergütungssystem werden vom Aufsichtsrat für einen mehrjährigen Zeitraum festgesetzt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Ziel ist eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurden die Vorstandsverträge mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2011 angepasst, sodass die variablen Vergütungsteile nunmehr grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Höchstbeträge aufweisen. Eingeführt wurde zugleich die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstandes für den Zeitraum der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf eine angemessene Höhe herabsetzen zu können. Die fixen Vergütungsteile werden monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen, die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen, jedoch in der Höhe je nach der persönlichen Situation variieren können. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.

Als variable Vergütungsteile werden Tantiemen mit grundsätzlich mehrjähriger Bemessungsgrundlage vereinbart. Diese basieren auf einem Prozentsatz vom kumulierten EBIT bzw. Jahresüberschuss des direkten Verantwortungsbereichs, der über einen definierten mehrjährigen Zeitraum betrachtet wird. Nach Feststellung des Jahresabschlusses werden jährlich Abschlagszahlungen geleistet; die Endabrechnung erfolgt am Ende des vereinbarten Zeitraums. Daneben können auch variable Vergütungsteile vereinbart werden, die lediglich auf einer jährlichen Erfolgsbetrachtung und damit entweder auf einer konkreten Zielerreichung oder einer prozentualen Beteiligung am Jahresergebnis basieren. Die variablen Vergütungsteile sehen betragsmäßige Höchstgrenzen vor.

Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds sind keine Abfindungen vereinbart worden. Für zwei Vorstandmitglieder wurden jedoch Wettbewerbsklauseln vereinbart, wonach ein Teil des Fixgehalts über eine bestimmte Dauer als Entschädigung für das Verbot einer Beschäftigung in der Branche zu zahlen ist. Es bestehen keine Versorgungszusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit bei der Gesellschaft. Allerdings gewährt die Gesellschaft zwei aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sogenannten rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 10.000,00 Euro. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieses Betrages.

Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Geschäftsjahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.

Über die feste jährliche Vergütung hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für jede Teilnahme an einer Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000,00 Euro.

6.1.2 Gesamtbezüge des Vorstandes

Name Fixe
Vergütungsteile
Variable
Vergütungsteile
Summe
Tsd. Euro Fixgehalt1) Sachbezüge Gewinntantieme/
Boni1)
Dr. Andreas Eckert 300 31 217 548
(2013: 300) (2013: 29) (2013: 212) (2013: 541)
Dr. Edgar Löffler 186 30 35 251
(2013: 186) (2013: 37) (2013: 96) (2013: 319)
Dr. André Heß 180 29 137 346
(2013: 150) (2013: 28) (2013: 142) (2013: 320)

1) Das Fixgehalt sowie die Gewinntantieme / Boni der Vorstandsmitglieder Dr. Edgar Löffler und Dr. André Heß sind nicht im Personalaufwand der AG enthalten, da diese Vergütungen über Tochtergesellschaften abgerechnet werden.

Die Pensionsrückstellungen betreffen in Höhe von 482 Tsd. Euro (2013: 433 Tsd. Euro) ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Im Geschäftsjahr 2014 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen 32 Tsd. Euro (2013: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

6.1.3 Gesamtbezüge des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2014 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2013: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 27 Tsd. Euro (2013: 31 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 102 Tsd. Euro (2013: 106 Tsd. Euro).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Name
Tsd. Euro
Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 5 25
Aufsichtsrates (2013: 20) (2013: 5) (2013: 25)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender 15 5 20
des Aufsichtsrates (2013: 15) (2013: 6) (2013: 21)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2013: 10) (2013: 6) (2013: 16)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 5 15
Aufsichtsrates (2013: 10) (2013: 6) (2013: 16)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 2 12
Aufsichtsrates (2013: 10) (2013: 4) (2013: 14)
Dr. Fritz Oesterle Mitglied des
Aufsichtsrates
(bis 31.7.2014)
6
(2013: 10)
3
(2013: 4)
9
(2013: 14)
Prof. Dr. Helmut Grothe Mitglied des
Aufsichtsrates
(seit 31.7.2014)
4
(2013: 0)
2
(2013: 0)
6
(2013: 0)
  1. Sonstige Angaben

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungsund Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.

6.2 ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2014 5.292.983 Euro (im Vorjahr 5.292.983 Euro) und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3%. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Eckert, hielt zum 31. Dezember 2014 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Panketal, eine Beteiligung in Höhe von 1.692.990 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, die insgesamt 32,21% des Grundkapitals der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG von 5.292.983 Stück darstellen. Der Gesamtbesitz der übrigen Mitglieder des Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates an den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ausgegebenen Aktien lag zum 31. Dezember 2014 unter 1% des Grundkapitals.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 AktG geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 300 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32 Tsd. Euro durch Ausgabe von 31.650 Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 33 Tsd. Euro durch Ausgabe von 32.700 Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639 Tsd. Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Zum 31. Dezember 2014 hält die Gesellschaft 4.818 (2013: 4.818) eigene Aktien zum Nennwert von 5 Tsd. Euro, die in der Bilanz vom gezeichneten Kapital abgesetzt sind. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

6.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289A HGB)

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben, die auf der Webseite unter www.ezag.de > Investoren > Gute Unternehmensführung > Entsprechenserklärung einsehbar ist.

6.4 ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Es wurde ein Abhängigkeitsbericht mit folgender Erklärung des Vorstandes erstellt:

"Wir erklären, dass die EZAG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Es sind keine Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen worden."

  1. Sonstige Angaben

6.5 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jahresabschlusses und des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 16. März 2015

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

FINANZTEIL

Konzernabschluss 59
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 59
Konzerngesamtergebnis 60
Konzernbilanz 61
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 62
Konzern-Kapitalflussrechnung 64
Konzernanhang 65
Grundlagen, Grundsätze und Methoden 65
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 92
Erläuterungen zur Konzernbilanz 102
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 129
Sonstige Angaben 130
Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB 143
Konzernanlagenspiegel 144
Bilanzeid 148
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 149
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG 150
Gewinn- und Verlustrechnung 150
Bilanz 151

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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. Euro Anhang 2013 2014
(angepasst)
Umsatzerlöse 7. 117.138 127.256
Umsatzkosten 8. – 60.063 – 63.474
Bruttoergebnis vom Umsatz 57.075 63.782
Vertriebskosten 9. – 21.933 – 23.576
Allgemeine Verwaltungskosten 10. – 23.939 – 25.044
Sonstige betriebliche Erträge 14. 7.796 1.067
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.,15.,17. – 6.102 – 3.914
Betriebsergebnis 12.897 12.315
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 16. – 183 – 609
Währungsgewinne 179 1.811
Währungsverluste – 748 – 561
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 12.145 12.956
Zinserträge 18. 1.314 468
Zinsaufwendungen 18. – 1.188 – 1.628
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.271 11.796
Ertragsteuern 19. – 1.824 – 5.299
Konzernergebnis 10.447 6.497
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Verlust/Gewinn 20. 1.412 – 278
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 9.035 6.775
Ergebnis je Aktie 21.
Unverwässert (Euro je Aktie) 1,71 1,28
Verwässert (Euro je Aktie) 1,71 1,28
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
KONZERNGESAMTERGEBNIS
Tsd. Euro Anhang 2013 2014
(angepasst)
Konzernergebnis 10.447 6.497
davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend 9.035 6.775
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 1.412 – 278
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind – 1.391 3.303
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe – 1.391 3.303
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 – 2
Latente Steuern 0 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 – 2
Latente Steuern 0 0
– 1.391 3.301
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/Verluste (–)
aus leistungsorientierten Pensionszusagen
1.178 – 2.675
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung 1.178 – 2.675
Latente Steuern – 371
843
807 – 1.832
Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern – 584 1.469
Konzerngesamtergebnis 9.863 7.966
Vom Gesamtergebnis entfallen auf:
die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 8.523 8.257

Konzerngesamtergebnis | Konzernbilanz

KONZERNBILANZ
Tsd. Euro Anhang 1.1.2013 31.12.2013 31.12.2014
Aktiva (angepasst) (angepasst)
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 22. 31.122 34.906 38.321
Übrige Immaterielle Vermögenswerte 22. 14.697 17.808 17.297
Sachanlagen 23. 31.158 33.542 36.119
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 24. 0 3.439 5.323
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25. 1.886 2.853 368
Aktive Latente Steuern 19. 9.104 10.105 9.465
Übrige langfristige Vermögenswerte 26. 4.027 3.104 2.501
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 91.994 105.757 109.394
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27. 30.842 29.414 21.824
Wertpapiere 28. 22 22 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29. 20.115 20.277 23.401
Vorräte 30. 15.466 17.778 24.322
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 31. 6.005 5.159 7.426
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 23. 0 0 962
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 72.450 72.650 77.935
Bilanzsumme 164.444 178.407 187.329
Passiva
Kapital und Rücklagen 32.
Gezeichnetes Kapital 5.293 5.293 5.293
Kapitalrücklagen 53.500 53.500 53.500
Gewinnrücklagen 25.257 28.534 32.136
Übrige Rücklagen – 3.296 – 3.808 – 2.326
Eigene Anteile – 27 – 27 – 27
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital 80.727 83.492 88.576
Nicht beherrschende Anteile 20. 6.243 6.773 5.914
Summe Kapital und Rücklagen 86.970 90.265 94.490
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehensverbindlichkeiten 33. 9.773 17.572 7.279
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (langfristig) 34. 954 715 680
Passive Latente Steuern 19. 1.521 1.932 2.728
Rückstellungen für Pensionen 35. 8.863 7.963 11.094
Übrige langfristige Rückstellungen 36. 20.627 23.991 23.637
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 37. 1.521 4.354 4.632
Langfristige Schulden, gesamt 43.259 56.527 50.050
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten 33. 5.673 5.055 11.426
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.454 7.779 8.220
Erhaltene Anzahlungen 2.344 2.241 3.090
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (kurzfristig) 34. 92 104 117
Ertragssteuerverbindlichkeiten 2.075 915 2.142
Kurzfristige Rückstellungen 36. 3.599 4.014 3.600
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 38. 12.978 11.507 14.194
Kurzfristige Schulden, gesamt 34.215 31.615 42.789

Bilanzsumme 164.444 178.407 187.329

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Stammaktien Kumuliertes übriges Gesamtergebnis

Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand 1. Januar 2014 5.292.983 5.293 53.500 28.534
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Konzernergebnis 6.775
Konzernergebnis 0 0 0 6.775
Dividendenzahlung bzw. -beschluss – 3.173
Stand 31. Dezember 2014 5.292.983 5.293 53.500 32.136

Stammaktien Kumuliertes übriges Gesamtergebnis

Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Stand 1. Januar 2013 vor Anpassung 5.292.983 5.293 53.500 25.257
Anpassungen nach IAS 8 * 0 0 0 0
Stand 1. Januar 2013 nach Anpassungen 5.292.983 5.293 53.500 25.257
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Konzernergebnis (angepasst) 9.035
Gesamtergebnis der Periode 0 0 0 9.035
Dividendenzahlung bzw. -beschluss – 3.173
Erwerb/Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen – 2.585
Stand 31. Dezember 2013 (angepasst) 5.292.983 5.293 53.500 28.534

* die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz, siehe Hinweise im Konzernanhang Tz 6.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Kumuliertes übriges Gesamtergebnis
Auf Aktionäre Unrealisiertes
Eckert & Ziegler Ergebnis Unrealisiertes
Strahlen- und versicherungs Ergebnis
Nicht Medizin Fremd mathe zur Ver
beherr technik AG währungs matischer äußerung
Konzern schende entfallendes Eigene umrechnungs Gewinne/ verfügbare
Eigenkapital Anteile Eigenkapital Anteile differenzen Verluste Wertpapiere
90.265 6.773 83.492 – 27 – 2.977 – 833 2
1.469 – 13 1.482 0 3.316 – 1.832 – 2
6.497 – 278 6.775
7.966 – 291 8.257 0 3.316 – 1.832 – 2
– 3.741 – 568 – 3.173
94.490 5.914 88.576 – 27 339 – 2.665 0
Kumuliertes übriges Gesamtergebnis
Auf Aktionäre Unrealisiertes
Eckert & Ziegler Ergebnis Unrealisiertes
Strahlen- und versicherungs Ergebnis
Medizin
Nicht
technik AG
beherr
Fremd
währungsum
mathe
matischer
zur Ver
äußerung
entfallendes
schende
Eigene rechnungs Gewinne/ verfügbare
Eigenkapital
Anteile
Eigenkapital
Anteile differenzen Verluste Wertpapiere
80.727
6.243
– 27 – 1.658 – 1.640 2
0
0
0
0 0 0
80.727
6.243
– 27 – 1.658 – 1.640 2
0
– 512
– 72
– 1.319 807 0
9.035
1.412
0
8.523
1.340
– 1.319 807 0
– 3.173
– 552
– 2.585
– 258
83.492
6.773
– 27 – 2.977 – 833 2
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2013 2014
(angepasst)
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 40.
Konzernergebnis 10.447 6.497
Anpassungen für:
Abschreibungen und Wertminderungen 9.187 7.143
Ertragsteueraufwand 1.824 5.299
Ertragsteuerzahlungen – 3.961 – 3.946
Nicht zahlungswirksame Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Zuschüsse – 440 – 22
Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 39 12
Gewinn aus dem Verkauf von Wertpapieren – 3
Veränderung der langfristigen Rückstellungen,
sonstige langfristige Verbindlichkeiten
4.132 – 336
Veränderung der übrigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen 351 1.701
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge – 3.993 – 1.408
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen – 161 – 766
Vorräte – 2.064 – 5.149
Veränderung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte 2.888 – 1.470
Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen – 3.574 3.101
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 14.675 10.653
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 41.
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerten und Sachanlagen – 9.650 – 7.815
Einnahmen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen 17 38
Ausgaben für Akquisitionen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) – 7.356 – 780
Ausgaben für Anteile an at-equity konsolidierten Unternehmen – 10 – 2.278
Ausgaben für langfristige finanzielle Vermögenswerte – 368
Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren 22
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit – 17.367 – 10.813
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 42.
Gezahlte Dividenden – 3.173 – 3.173
Ausschüttung Anteile Dritter – 243 – 393
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 11.853 2.962
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen – 5.773 – 7.020
Kauf von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterunternehmen – 987 – 150
Erhaltene Zinsen 707 433
Gezahlte Zinsen – 733 – 1.206
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 1.651 – 8.547
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes – 387 1.117
Abnahme des Finanzmittelbestandes – 1.428 – 7.590
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 30.842 29.414
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 29.414 21.824

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 16. März 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014

Grundlagen, Grundsätze und Methoden

1 | ORGANISATION UND BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt), ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z.B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert& Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.

2 | GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Das Gesamtergebnis wird in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin Charlottenburg unter der Nr. HRB 64997 registriert. Der zum 31. Dezember 2014 aufgestellte Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

3 | BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden • Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis • Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen • Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht (Tz. 6).

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden • Langfristige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Wertpapiere werden grundsätzlich als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert, so dass die zu bilanzierenden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst werden. Sofern Wertpapiere als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden, fließen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte insoweit unmittelbar in das Konzernergebnis ein.

Geschäfts- oder Firmenwerte • Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben sondern entsprechend den Regelungen des IAS 36 jährlich mindestens einmal einem Impairmenttest unterzogen.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte • Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Anhang

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich nicht um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:

selbst erstellt erworben
Kundenbeziehungen 8 bis 15 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 3 bis 10 Jahre
Patente, Warenzeichen etc. 6 bis 20 Jahre 10 Jahre
Sonstige 3 bis 5 Jahre 3 bis 5 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.

Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen • Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, und weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist. Die CGUs entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte).

Der Vorstand erachtet Beträge die 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwertes des Konzerns übersteigen als signifikant. Diesem Kriterium entsprechen die CGUs der Segmente Isotope Products ohne VSU und Strahlentherapie.

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus den Mittelfristplanungen für die Segmente abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanungen beträgt fünf Jahre. Die Zahlungsströme nach der Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 0%–1% extrapoliert, die das erwartete durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet.

Die Diskontierungssätze werden auf Basis des gewichteten Kapitalkostensatzes der jeweiligen CGU ermittelt. In den folgenden der Berechnung zugrundegelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Mittelfristplanung:

Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen.

Diskontierungssätze:

Die Kapitalisierungszinssätze wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten ermittelt.

Wachstumsraten:

Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde.

Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäftsoder Firmenwert erfolgt nicht.

Sachanlagen • Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und – soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 gegeben sind – Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Auf Grund von Finanzierungsleasingverträgen erworbene Sachanlagen und Mietereinbauten werden entweder über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer der betroffenen Vermögenswerte abgeschrieben. Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung der Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt unter Berücksichtigung auslösender Ereignisse des Geschäftsumfelds die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte. Auf dieser Basis wurden im Jahr 2013 die Nutzungsdauer verschiedener Vermögenswerte der Sachanlagen neu eingeschätzt, woraus in einigen Fällen Verlängerungen der angenommenen Nutzungsdauern resultierten. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2014 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern können.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte • Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der langfristige Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort zur Veräußerung verfügbar ist und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Der Vorstand muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Anhang

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Vorräte • Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden auf Grund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.

Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage einer Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Forderungen • Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen wertgemindert sind.

Finanzanlagen und Wertpapiere • Anlagen in börsengängige Wertpapiere werden nicht zum Zwecke des Handelns oder des Haltens bis zur Endfälligkeit gehalten. Sie werden daher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert (fair value), der auf den Börsenkursen am Bilanzstichtag basiert, bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung der available-for-sale-Wertpapiere werden abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird bzw. eine objektive Wertminderung eintritt. Zu diesen Zeitpunkten ist der kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Konzernergebnis zu erfassen.

Derivative Finanzinstrumente • Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Devisentermingeschäfte oder Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden, da mangels Erfüllung der umfangreichen Dokumentationsanforderungen kein Ausweis als Bewertungseinheit erfolgt.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte • Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten".

Finanzmittelbestand • Der Konzern betrachtet sämtliche Bar- und Sichteinlagen sowie Zahlungsmitteläquivalente die kurzfristig in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen (hochliquide Mittel) mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten • Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen • Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 zur Vereinheitlichung der konzernweiten Vorgehensweise unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im sonstigen Konzernergebnis erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Rückstellungen • Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen und Entsorgungsverpflichtungen • Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, so dass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten werden abgezinst.

Nach IAS 37 werden die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Rückbauverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Rückbaufalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.

Ferner wird radioaktiver Abfall aus der laufenden Produktion sowie von Dritten übernommener radioaktiver Abfall erfasst und entsprechend der erwarteten Kosten für Entsorgung oder Aufbereitung bewertet. Dieser Aufwand wird unter den Umsatzkosten ausgewiesen.

Leasing • Wenn die Voraussetzungen eines "finance lease" erfüllt sind, werden die genutzten Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als Sachanlagen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder die Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der Leasingraten.

Ertragsrealisierung • Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.

Anhang

Erträge aus Fertigungsaufträgen werden gemäß IAS 11 wie folgt realisiert. Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags zuverlässig geschätzt werden, erfolgt die Erfassung der Erträge und Aufwendungen im Laufe der Leistungserbringung bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Maßgabe des Grades der Fertigstellung (percentage of completion method), d.h. Teilgewinne werden in den einzelnen Perioden ausgewiesen. Sind die Voraussetzungen für eine zuverlässige Schätzung des Fertigstellungsgrads nicht erfüllt, erfolgt die Erlöserfassung nur in Höhe der angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Auftragskosten. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust in voller Höhe sofort als Aufwand erfasst. Zur Ermittlung des Fertigstellungsgrades der Fertigungsaufträge wird in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Projektes die entsprechend am besten geeignete Methode angewendet. Die percentage of completion Methode wird ebenfalls für längerfristige Dienstleistungsaufträge, die keine Fertigungsaufträge gemäß IAS 11 darstellen, angewandt.

Werbung • Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung • Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Die Herstellungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Die Abschreibungen der aktivierten Entwicklungskosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Ertragsteuern • Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 angesetzt, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen ergeben. Ferner werden aktive latente Steuern auf Zins- und Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen. Latente Steuern werden nach IAS 12 unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden ausgewiesen und unterliegen keiner Abzinsung.

Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen • Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Zeitpunkt des Zuflusses als Passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie • Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Konzernergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Konzernergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt. Aus den vom IASB im Rahmen verschiedener Projekte zur Fortentwicklung der IFRS und zur Erzielung einer Konvergenz mit den US-GAAP verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2014 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.

Neue und überarbeitete Standards im Hinblick auf die Konsolidierung, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und Anhangangaben

Im Mai 2011 wurde durch das IASB ein Paket von fünf Standards veröffentlicht:

  • IFRS 10 Konzernabschlüsse,
  • IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen,
  • IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen,
  • IAS 27 (2011) Einzelabschlüsse,
  • IAS 28 (2011) Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.
  • Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden (Änderungen an IAS 32)
  • Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten (Änderungen an IAS 36)
  • Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Änderungen an IAS 39)
  • Konzernabschlüsse, gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12)
  • Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27)

Im Juni 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, um den Regelungsgehalt bestimmter Übergangsleitlinien zu deren Erstanwendung klarzustellen. Die IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sehen eine verpflichtende Anwendung dieser Vorschriften für Geschäftsjahre vor, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieser Standards werden nachfolgend dargestellt.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften:

Im Geschäftsjahr 2014 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Mit Ausnahme von IAS 28 (2011) hatte keine dieser neuen Rechnungslegungsvorschriften einen materiellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns oder das Ergebnis je Aktie. Die sich für Ausweis- und Angabepflichten ergebenden Änderungen wurden im Konzernabschluss, insbesondere in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzerngesamtergebnisrechnung sowie im Konzernanhang, berücksichtigt.

Die wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieser Standards werden nachfolgend dargestellt.

Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 10 – Konzernabschlüsse

IFRS 10 ersetzt die bisher geltenden Regelungen über Konzernabschlüsse in IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse und SIC-12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften. Mit IFRS 10 schreibt das IASB den Beherrschungsansatz nunmehr als einheitliches Prinzip fest. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:

  • (a) Ein Unternehmen muss über das Beteiligungsunternehmen Macht ausüben können;
  • (b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und
  • (c) es muss die Renditen aufgrund seiner Macht der Höhe nach beeinflussen können.

Bisher wurde Beherrschung definiert als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. IFRS 10 enthält zusätzliche Anwendungsleitlinien, die darlegen, wann ein Unternehmen die Beherrschung über ein Beteiligungsunternehmen ausüben kann. Die darin enthaltenen Leitlinien zur Frage, ob oder wann ein Unternehmen, das weniger als 50% der Stimmrechte besitzt, trotzdem die Beherrschung ausüben kann, haben keine Relevanz für den Konzernabschluss der Gesellschaft.

Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 11 – Gemeinsame Vereinbarungen

IFRS 11 ersetzt IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. IFRS 11 regelt die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung wird als eine vertragliche Übereinkunft definiert, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftliche Führung ausüben. In IFRS 11 wird nur noch in zwei Arten von gemeinsamen Vereinbarungen unterschieden – gemeinschaftliche Tätigkeit und Gemeinschaftsunternehmen.

Die Klassifizierung einer gemeinsamen Vereinbarung als gemeinschaftliche Tätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen hängt von den Rechten und Pflichten ab, die den Parteien der Vereinbarung zuwachsen. Dabei sind die Struktur, die rechtliche Form der Vereinbarung, die von den Parteien der Vereinbarung festgelegten Vertragsbedingungen und gegebenenfalls sonstige relevante Tatsachen und Umstände zu berücksichtigen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn zwei oder mehr Unternehmen eine Vereinbarung treffen, bei der sie unmittelbar Rechte aus den Vermögenswerten und Pflichten aus den Verbindlichkeiten haben. Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als eine gemeinsame Vereinbarung definiert, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Unternehmens, an dem sie beteiligt sind, haben. Der bisherige IAS 31 sah drei Typen von Gemeinschaftsunternehmen vor – gemeinschaftlich geführte Unternehmen, gemeinschaftlich geführte Tätigkeiten und gemeinschaftlich geführte Vermögenswerte. Die Klassifizierung der Gemeinschaftsunternehmen nach IAS 31 basierte im Wesentlichen auf der rechtlichen Form der Vereinbarung (z.B. wurde ein Gemeinschaftsunternehmen, das in Form einer separaten rechtlichen Einheit geführt wird, als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen bilanziert).

Die Bilanzierung von gemeinschaftlicher Tätigkeit und Gemeinschaftsunternehmen ist unterschiedlich. Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind unter Anwendung der Equity-Methode bilanziell zu erfassen (die Quotenkonsolidierung ist nicht mehr zulässig). Die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten erfolgt dergestalt, dass jeder gemeinsame Betreiber seine Vermögenswerte (einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten), seine Verbindlichkeiten (einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Verbindlichkeiten), seine Erlöse (einschließlich seines Anteils an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Dienstleistungen der gemeinsamen Vereinbarung) und seine Aufwendungen (einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich entstandenen Aufwendungen) erfasst. Dabei sind diese Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erlöse und Aufwendungen in Übereinstimmung mit den für diese jeweils maßgeblichen IFRS zu bilanzieren. Die Anwendung von IFRS 11 hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 12 – Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

IFRS 12 bündelt die Anhangangaben zu Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und/oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten in einem Standard. Grundsätzlich hat IFRS 12 zu weitgehenderen Angaben im Konzernabschluss der Gesellschaft geführt.

Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 – Investmentgesellschaften

Die Änderungen an IFRS 10 definieren eine Investmentgesellschaft. Wenn ein Unternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt, darf es seine Tochterunternehmen nicht konsolidieren, sondern muss seine Beteiligungen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten.

Die Folgeänderungen an IFRS 12 und IAS 27 beinhalten neue Angabepflichten für Investmentgesellschaften. Der Vorstand sieht aus diesen Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da die Gesellschaft die Definition einer Investmentgesellschaft nicht erfüllt.

Auswirkungen aus der Anwendung von IAS 27 (2011) – Einzelabschlüsse

Infolge der neuen Standards zum Konsolidierungspaket (IFRS 10, IFRS 11) wurde IAS 27 geändert. IAS 27 enthält infolge der Veröffentlichung des neuen IFRS 10 nur noch Leitlinien zur Bilanzierung und zu Anhangangaben von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im IFRS-Einzelabschluss.

Da sich der Standard auf Einzelabschlüsse bezieht hatte die Anwendung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Auswirkungen aus der Anwendung von IAS 28 (2011) – Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

IAS 28 (2011) ersetzt die bisher geltenden Regelungen in IAS 28 (2003) Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. IAS 28.13 (2011) regelt, dass unter bestimmten Umständen die Anteile eines Unternehmens an einem assoziierten Unternehmen unter Berücksichtigung der möglichen Ausübung oder Umwandlung potenzieller Stimmrechte bestimmt werden.

Der Vorstand ist bei der erstmaligen Anwendung von IAS 28 (2011) zu der Auffassung gelangt, dass die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG durch den Anteils- und Optionsvertrag mit der ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH bereits gegenwärtig ein Recht auf die aus den Anteilen an der OctreoPharm Science GmbH herrührenden Erträge hat. Die potenziellen Anteile sind daher bereits nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Bisher wurde der Darlehens- und Optionsvertrag als derivatives Finanzinstrument erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

AUSWIRKUNGEN AUF DEN JAHRESÜBERSCHUSS Tsd. Euro 2013 Verminderung des Ergebnises aus at-equity bewerteten Beteiligungen – 63 Verminderung des Ergebnises aus zum Zeitwert bewerteten Finanzinvestitionen – 564 Verminderung des Ertragsteueraufwands 171 Veränderung des Jahresüberschusses – 456 Die Veränderung des Jahresüberschusses entfällt auf: Gesellschafter der Eckert & Ziegler AG – 456 Nicht beherrschende Gesellschafter 0

Quantitative Auswirkungen aus der Anwendung von IAS 28 (2011)

31.12.13
(wie berichtet)
Anpassungen
aufgrund von IAS 28
31.12.13
(angepasst)
Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro Tsd. Euro
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 493 1.437 1.930
Übrige langfristige Vermögenswerte – 63 – 2.064 – 2.127
Latente Steuern 9.937 171 10.108
Gesamtauswirkung auf das Nettovermögen 10.367 – 456 9.911
Nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0
Gesamtauswirkung auf das Nettovermögen 10.367 – 456 9.911

AUSWIRKUNGEN AUF NET TOVERMÖGEN UND EIGENK APITAL ZUM 31.12.2013

Auswirkungen aus der Anwendung der Änderung an IAS 32 – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Die Änderungen an IAS 32 klären bestehende Anwendungsprobleme im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Insbesondere stellen die Änderungen die Bedeutungen der Begriffe "gegenwärtiges durchsetzbares Recht zur Saldierung" und "gleichzeitige Realisation und Erfüllung" klar.

Die Anwendung dieser Änderungen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern keine finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufweist, für die eine Saldierung zulässig ist.

Auswirkungen aus der Anwendung der Änderung an IAS 36 – Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Änderungen stellen eine Korrektur von Angabevorschriften dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 umfassender als beabsichtigt geändert wurden. Dabei geht es um wertgeminderte Vermögenswerte, bei denen der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Derzeit ist der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen einer Wertminderung anzugeben. Die Korrektur grenzt die Angabevorschrift nunmehr auf tatsächliche Wertminderungsfälle ein, weitet die notwendigen Angaben in diesen Fällen jedoch weiter aus.

Die Anwendung der Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Auswirkungen aus der Anwendung der Änderung an IAS 39 – Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Durch die Änderungen bleiben Derivate trotz einer Novation unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, bei denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats sich darüber einigen, dass ein Zentralkontrahent ihre ursprüngliche Gegenpartei ersetzen soll und somit der Zentralkontrahent jeweils die Gegenpartei bildet. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Zudem dürfen Änderungen der vertraglichen Regelungen nur solche Bereiche betreffen, die im Rahmen der Novation notwendig sind. Zielsetzung der Änderungen ist die Vermeidung von Auswirkungen auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen als Konsequenz der Ausbuchung des Derivats bei Umstellung des Vertrags auf eine zentrale Gegenpartei.

Die Anwendung der Änderungen hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss, da bestehende Derivate im Konzern nicht im Rahmen von Sicherungsgeschäften bilanziert werden.

Auswirkungen aus der Anwendung der Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 – Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsleitlinien

Die Änderungen dienen der Klarstellung zur Erstanwendung von IFRS 10 und beinhalten zusätzliche Erleichterungen in allen Standards des Konsolidierungspakets. Darüber hinaus wird die wegen der retrospektiven Anwendung gebotene Anpassung der Vergleichszahlen auch bei Berichterstattung von mehr als einer Vergleichsperiode nur für die (unmittelbar vorausgehende) Vorperiode verlangt.

Die Anwendung der Änderungen hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen:

Die folgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Die Gesellschaft hat die Regelungen im vorliegenden Konzernabschluss noch nicht vorzeitig angewandt.

Norm Bezeichnung Verpflichtend für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Anwendung
geplant ab
Mögliche
Auswirkungen
auf künftige
Abschlüsse
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 * 01.01.2018 unbestimmt
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016 * 01.01.2016 keine
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2017 * 01.01.2017 unbestimmt
Änderungen
an IFRS 10 und
IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von
Vermögenswerten zwischen einem
Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Joint Venture
01.01.2016 * 01.01.2016 keine
Änderungen
an IFRS 11
Bilanzierung von Erwerben von
Anteilen an einer gemeinsamen
Geschäftstätigkeit
01.01.2016 * 01.01.2016 unwesentlich
Änderungen an
IAS 16 und IS 38
Klarstellung akzeptabler
Abschreibungsmethoden
01.01.2016 * 01.01.2016 keine
Änderungen
an IAS 16 und
IAS 41
Landwirtschaft: Fruchttragende
Pflanzen
01.01.2016 * 01.01.2016 keine
Änderungen
an IAS 19
Leistungsorientierte Pläne:
Arbeitnehmerbeiträge
01.07.2014 * 01.01.2015 unwesentlich
Änderungen
an IAS 27
Anwendung der Equity-Methode
in separaten Abschlüssen
01.01.2016 * 01.01.2016 keine
IFRIC 21 Abgaben 01.01.2014 ** 01.01.2015 keine
Jährliche Ver
besserungen
an den IFRS
Zyklus 2010 – 2012 01.07.2014 * 01.01.2015 unwesentlich
Jährliche Ver
besserungen
an den IFRS
Zyklus 2011 – 2013 01.07.2014 * 01.01.2015 unwesentlich
Jährliche Ver
besserungen
an den IFRS
Zyklus 2012 – 2014 01.01.2016 * 01.01.2016 unwesentlich

* In der EU ist die Erstanwendung (abweichend von den Vorschriften des IASB) erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend.

** Abweichendes Inkrafttreten aufgrund von EU Endorsement: 17. Juni 2014

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Anhang

  • Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert.
  • Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor.
  • Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung.
  • Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen.
  • IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).
  • Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen.

Der Vorstand geht davon aus, dass die künftige Anwendung von IFRS 9 die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen wird. Allerdings kann eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 erst vorgenommen werden, wenn eine detaillierte Analyse durchgeführt wurde.

IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten

Mit IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten wird einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist, gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Dies gilt sowohl im ersten IFRS-Abschluss als auch in den Folgeabschlüssen. Regulatorische Abgrenzungsposten und Veränderungen in ihnen müssen in der Darstellung der Finanzlage und in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Gesamtergebnis separat ausgewiesen werden.

Der Vorstand erkennt aus diesen Änderungen keinen Einfluss auf den Konzernabschluss, da die Gesellschaft keine regulatorischen Abgrenzungsposten hat.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:

  • Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen;
  • Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen;

  • Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge; und

  • nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern.

Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen.

Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind. Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:

  • seine Verträge mit Kunden,
  • wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden,
  • jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.

Der Vorstand der Gesellschaft erwartet aufgrund der tiefgreifenden Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, dass wesentliche Anpassungen in den Bereichen "interne Kontrollen" sowie in der IT-Architektur nötig werden könnten.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture

Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures und IFRS 10 Konzernabschlüsse. Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen.

Bislang beinhalteten Transaktionen mit assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzern keinen Geschäftsbetrieb i. S.d. IFRS 3, sondern lediglich einzelne Vermögenswerte. Der Vorstand geht daher davon aus, dass die Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis haben werden.

Anhang

Änderungen an IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit

Die Änderungen an IFRS 11 enthalten Leitlinien, wie der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit zu bilanzieren ist, wenn diese einen Geschäftsbetrieb i. S.d. IFRS 3 darstellt. In diesem Fall sind alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

Die Änderungen sind auf Erwerbe von Anteilen an einer bestehenden gemeinschaftlichen Tätigkeit und auf die Erwerbe von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit bei ihrer Gründung anzuwenden, solange die Begründung der gemeinschaftlichen Tätigkeit nicht mit der Begründung des Geschäftsbetriebs einhergeht. Es wird derzeit nicht davon ausgegangen, dass die Änderungen an IFRS 11 einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Änderungen an IAS 16 und IAS 38 Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden

Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht sachgerecht sind. Durch die Änderung an IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung eingeführt, dass Umsatzerlöse keine angemessene Basis für die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten darstellen. Diese Vermutung kann nur in den folgenden beiden Fällen widerlegt werden:

  • a) Wenn der immaterielle Vermögenswert als Maß für die Umsatzerlöse ausgedrückt werden kann. Das wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn die Vertragslaufzeit einer Konzession zur Förderung von Bodenschätzen nicht an einen bestimmten Zeitraum, sondern an den Gesamtumsatzerlös, den die Förderung der Bodenschätze generiert, geknüpft wäre.
  • b) Wenn Umsätze und der Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens stark miteinander korrelieren.

Der Vorstand geht davon aus, dass eine lineare Abschreibungsmethodik den Werteverzehr des ökonomischen Nutzens am ehesten widerspiegelt. Es wird daher nicht davon ausgegangen, dass der Konzern von den Änderungen an IAS 16 und IAS 38 betroffen sein wird.

Änderungen an IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen

Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nur zur Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte verwendet werden, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen zu bilanzieren sind. Um fruchttragende Pflanzen aus dem Anwendungsbereich auszunehmen und in den Anwendungsbereich von IAS 16 zu bringen und somit Unternehmen zu ermöglichen, sie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder nach dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren, wird die Definition einer 'fruchttragenden Pflanze' in beide Standards aufgenommen.

Da das Geschäftsmodell des Konzerns nicht auf fruchttragenden Pflanzen aufsetzt, sind keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch die Änderung zu erwarten.

Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge

Durch die Änderungen wird klargestellt, wie Arbeitnehmerbeiträge oder Beiträge Dritter zu leistungsorientierten Plänen zu bilanzieren sind. Dabei ist die Bilanzierung davon abhängig, ob die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre abhängen oder nicht. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn die Höhe der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Ist die Höhe der Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre, können die Beiträge als Reduzierung des Dienstzeitaufwands in der Periode erfasst werden, in der die entsprechende Leistung erbracht wird oder mithilfe des Anwartschaftsbarwertverfahrens auf die Dienstzeit des Arbeitnehmers verteilt werden.

Sofern die Höhe der Beiträge von der Anzahl der Dienstjahre abhängig ist, müssen die Beiträge den Dienstleistungsperioden zugerechnet werden. Die Gesellschaft geht derzeit nicht davon aus, dass die Änderungen an IAS 19 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss entfalten werden.

Änderungen an IAS 27 Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen

Mit den Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. Mit den Änderungen wird einem Unternehmen gestattet, Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss nach einer der folgenden Möglichkeiten zu bilanzieren:

  • a) zu Anschaffungskosten,
  • b) im Einklang mit IFRS 9 Finanzinstrumente,
  • c) unter Anwendung der Equity-Methode wie in IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures.

Für den Konzernabschluss entfalten die Änderungen an IAS 27 keine Wirkung, da sich das Wahlrecht auf Einzelabschlüsse eines Unternehmens bezieht.

IFRIC 21 Abgaben

IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z.B. Bankenabgabe). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, sodass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist.

Der Vorstand geht davon aus, dass IFRIC 21 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird, da der Konzern derzeit keinen entsprechenden Abgaben unterliegt.

Anhang

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS beziehen sich auf Änderungen mehrerer Standards. Die Änderungen werden nachfolgend in tabellarischer Form dargestellt:

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS-ZYKLUS 2010 – 2012
Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 2
Anteilsbasierte
Vergütungen
Definition von Ausübungs
bedingungen
Stellt die Definitionen von Ausübungsbedingungen und Markt
bedingung klar und fügt Definitionen für Leistungsbedingung
und Dienstbedingung hinzu (die vorher Teil der Definition von
Ausübungsbedingungen waren).
IFRS 3
Unternehmens
zusammenschlüsse
Bilanzierung von bedingten
Gegenleistungen bei einem Unter
nehmenszusammenschluss
Stellt klar, dass bedingte Gegenleistungen, die als Vermögens
wert oder Schuld klassifiziert werden, zu jedem Berichtsstichtag
zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.
IFRS 8
Geschäftssegmente
Zusammenfassung von
Geschäftssegmenten
Schreibt vor, dass ein Unternehmen die Ermessensentscheidun
gen offenzulegen hat, die von der Unternehmensleitung bei
der Anwendung der Zusammenfassungskriterien auf Geschäfts
segmente getroffen wurden.
Überleitung der Summe der zu
berichtenden Vermögenswerte des
Geschäftssegments auf die Ver
mögenswerte des Unternehmens
Stellt klar, dass ein Unternehmen nur Überleitungen der Summe
der zu berichtenden Vermögenswerte auf die Vermögenswerte
des Unternehmens zur Verfügung stellen muss, wenn die
Vermögenswerte des Segments regelmäßig berichtet werden.
IFRS 13
Bemessung des
beizulegenden
Zeitwerts
Kurzfristige Forderungen und
Verbindlichkeiten
Stellt klar, dass die Veröffentlichung von IFRS 13 und die
Folgeänderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht die Möglichkeit
unterbinden, kurzfristige unverzinsliche Forderungen und
Verbindlichkeiten zu ihrem Rechnungsbetrag zu bewerten und
nicht abzuzinsen, solange die Auswirkungen der nicht erfolgten
Abzinsung nicht wesentlich sind.
IAS 16
Sachanlagen
Neubewertungmethode –
anteilsmäßige Neudarstellung der
kumulierten Abschreibungen
Stellt klar, dass bei einer Neubewertung einer Sachanlage der
Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die im
Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht und dass
die kumulierten Abschreibungen der Differenz zwischen Brutto
buchwert und neubewertetem Buchwert abzüglich Wertminde
rungsaufwendungen entsprechen.
IAS 24
Angaben über
Beziehungen zu nahe
stehenden Unternehmen
und Personen
Mitglieder der Unternehmens
führung
Stellt klar, dass ein Unternehmen, das Dienstleistungen im
Bereich der Unternehmensführung für die Berichtseinheit oder
das Mutterunternehmen der Berichtseinheit erbringt, ein nahe
stehendes Unternehmen der Berichtseinheit ist.
IAS 38
Immaterielle
Vermögenswerte
Neubewertungmethode –
anteilsmäßige Neudarstellung der
kumulierten Abschreibungen
Stellt klar, dass bei einer Neubewertung eines immateriellen
Vermögenswerts der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise
angepasst wird, die im Einklang mit der Neubewertung des
Buchwerts steht und dass die kumulierten Abschreibungen der
Differenz zwischen Bruttobuchwert und neubewertetem Buch
wert abzüglich Wertminderungsaufwendungen entsprechen.

JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS-ZYKLUS 2011 – 2013

Standard
Art der Änderungen
Details der Änderungen
IFRS 1
Erstmalige Anwendung
der International
Financial Reporting
Standards
Bedeutung von in Kraft
getreten in Bezug auf IFRS
Stellt klar, dass ein Unternehmen in seinem ersten IFRS-Abschluss die Wahl
zwischen der Anwendung von bestehenden und derzeit geltenden IFRS
und der vorzeitigen Anwendung von neuen oder überarbeiteten IFRS hat,
die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, sofern deren vorzeitige
Anwendung gestattet ist. Ein Unternehmen muss die gleiche Fassung
eines Standards über alle Perioden hinweg anwenden, die im ersten IFRS
Abschluss abgedeckt werden.
IFRS 3
Unternehmens
zusammenschlüsse
Anwendungsbereich der
Ausnahme für Joint Ventures
Stellt klar, dass vom Anwendungsbereich von IFRS 3 die Bilanzierung der
Gründung aller Arten von gemeinsamen Vereinbarungen im Abschluss der
gemeinsamen Vereinbarung selbst ausgeschlossen ist.
IFRS 13
Bemessung des
beizulegenden
Zeitwerts
Anwendungsbereich von
Paragraf 52
(Ausnahme für Portfolios)
Stellt klar, dass die Ausnahme für Portfolios in Paragraf 52 von IFRS 13 alle
Verträge umfasst, die nach IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewer
tung oder IFRS 9 Finanzinstrumente bilanziert werden; dies gilt unabhän
gig davon, ob sie die Definition eines finanziellen Vermögenswerts oder
einer finanziellen Verbindlichkeit nach IAS 32 Finanzinstrumente: Ausweis
erfüllen.
IAS 40
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
Klarstellung der Beziehung
zwischen IFRS 3 und IAS 40 bei
der Klassifizierung einer Immo
bilie als Finanzinvestition gehal
ten oder als eigentümergenutzt
Stellt klar, dass die Bestimmung, ob eine bestimmte Transaktion sowohl
die Definition eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3
Unternehmenszusammenschlüsse als auch die Definition einer als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilie nach IAS 40 als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien erfüllt, die Anwendung beider Standards unabhän
gig voneinander erfordert.
JÄHRLICHE VERBESSERUNGEN AN DEN IFRS-ZYKLUS 2012 – 2014
Standard Art der Änderungen Details der Änderungen
IFRS 5
Zur Veräußerung
gehaltene langfristige
Vermögenswerte
und aufgegebene
Geschäftsbereiche
Änderungen in der
Veräußerungsmethode
Aufnahme gesonderter Leitlinien in IFRS 5 für Fälle, in denen ein Unter
nehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie zur Veräußerung gehal
ten in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten umklassifiziert
oder anders herum; Aufnahme gesonderter Leitlinien für Fälle, in denen
die Bilanzierung als zu Ausschüttungszwecken gehalten beendet wird.
IFRS 7
Verwaltungsverträge
Finanzinstrumente:
Angaben
Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungsver
trag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Ver
mögenswert darstellt (zwecks Bestimmung der erforderlichen Angaben).
Anwendbarkeit der Änderungen
an IFRS 7 auf zusammengefasste
Zwischenberichte
Klarstellung der Anwendbarkeit der Änderungen an IFRS 7 in Bezug auf
Angaben zur Saldierung auf zusammengefasste Zwischenberichte.
IAS 19
Leistungen an
Arbeitnehmer
Abzinsungssatz:
Regionalmarktfrage
Klarstellung, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei
der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung
denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen (daher sollte die
Markttiefe für hochwertige Unternehmensanleihen auf Währungsebene
beurteilt werden).
IAS 34
Zwischenbericht
erstattung
Angabe von Informationen
an anderer Stelle im Zwischen
bericht
Klarstellung der Bedeutung von an anderer Stelle im Zwischenbericht und
Aufnahme einer Vorschrift, einen Verweis auf diese andere Stelle aufzu
nehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Berichts liegt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 und IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualverbindlichkeiten werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Überprüfung sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden. Joint Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnisbestandteile werden separat im Konzernperiodenergebnis ausgewiesen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG sind alle Unternehmen einbezogen, über welche die Gesellschaft Macht ausüben kann und von denen die Gesellschaft schwankende Renditen bezieht, welche aufgrund ihrer Machtstellung von ihr beinflussbar sind (Control-Konzept). Die zum 31. Dezember 2014 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:

Stimmrechtsquote
Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe, Belgien *** 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin * 80,2%
Eckert & Ziegler Iberia SLU, Madrid, Spanien * 80,2%
Eckert & Ziegler Italia s.r. l., Mailand, Italien * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG S. a.r. l., Paris, Frankreich * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Didcot, Großbritannien * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Oxford (Connecticut), USA * 80,2%
Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon (New York), USA * 80,2%
Eckert & Ziegler BEBIG do Brasil Ltda., Fortaleza, Brasilien * 80,2%
OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland * 80,2%
Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin 100%
Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100%
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * 100%
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik * 80%
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** 100%
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * 100%
Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc., Davis, USA * 100%
Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig 100%
Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * 100%
Eckert & Ziegler to Brasil Participacoes Ltda., São Paulo, Brasilien * 100%
Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda., São Paulo, Brasilien * 100%
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin 100%
Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH, Berlin * 100%
Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH, Berlin * 100%
BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * 100%
Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * 99,1%
Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn * 99,1%
Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa sp. z o.o., Warschau, Polen * 99,1%
Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA * 100%
Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH, Braunschweig 100%
Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd., Didcot, Großbritannien * 100%

* indirekte Beteiligung.

** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber Ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.

*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2014 80,2% der Stimmrechte der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., was 74,6% der dividendenberechtigten Aktien entspricht.

ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (Die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 43):

  • Im Geschäftsjahr 2014 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH eine Tochtergesellschaft (Eckert & Ziegler Brasil Participacoes Ltda.) in São Paulo, Brasilien gegründet und über diese Gesellschaft am 19. März 2014 einen Vertrag zum Erwerb von 100% der Anteile an der brasilianischen Gesellschaft TOF Comercial Ltda. unterzeichnet. Diese Gesellschaft wurde nach dem Erwerb in Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. umfirmiert. Der Erwerb erfolgte vor allem, um die Wachstumsstrategie des Segments Isotope Products in Südamerika zu unterstützen, da die erworbene Gesellschaft über flächendeckende Vertriebsstrukturen und alle erforderlichen lokalen Zulassungen für den Umgang mit isotopentechnischen Stoffen verfügte.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde die Isotron Isotopentechnik GmbH (Berlin) auf die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin, verschmolzen.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde die Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH, Berlin, auf die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH (Braunschweig) verschmolzen.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurden die Comtech Laborgeräte GmbH, Wien, und die MEDPRO Vertrieb für medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m. b. H., Wien, auf die BSM Diagnostica Gesellschaft m. b. H., Wien, verschmolzen.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (Die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 43):

  • Im Februar 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH sämtliche Anteile an der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf, erworben.
  • Im Mai 2013 hat die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH eine Tochtergesellschaft in Didcot (Großbritannien) gegründet und über diese Gesellschaft im Juni 2013 den Geschäftsbereich Entsorgung von der Energy Solutions EU erworben.
  • Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH sämtliche Anteile an der österreichischen BSM Diagnostica Gesellschaft m. b.H. inklusive deren beiden Tochtergesellschaften Comtech Laborgeräte GmbH sowie MEDPRO Vertrieb für medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m. b.H. jeweils mit Sitz in Wien erworben.
  • Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. den Geschäftsbereich Brachytherapie der amerikanischen Biocompatibles Inc. erworben.
  • Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. sämtliche Anteile der amerikanischen Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. erworben.

ANTEILE AN JOINT VENTURES

Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund derer der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gewinn und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der at-equity bewerteten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den at-equity bewerteten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).

Anhang

4 | WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinnund Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital bzw. unter den Anteilen anderer Gesellschafter erfasst.

Bei ihrem Zugang werden Fremdwährungspositionen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Land Währung 31.12.2014 31.12.2013 Durchschnittskurs
2014
Durchschnittskurs
2013
USA USD 1,2141 1,3791 1,3285 1,3281
CZ CZK 27,7350 27,4270 27,5359 25,9129
GB GBP 0,7789 0,8337 0,8061 0,8493
PL PLN 4,2732 4,1543 4,1843 4,1745
RU RUB 72,3370 44,8968 50,9518 40,6783
BR BRL 3,2207 3,2504 3,1211 2,6641

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:

5 | EINGESCHRÄNKTE VERGLEICHBARKEIT DES KONZERNABSCHLUSSES MIT DEM VORJAHR

Die Änderungen des Konsolidierungskreises in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 haben Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns, wodurch die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Konzerngesamtergebnisrechnung mit dem Vorjahr teilweise beeinträchtigt ist.

6 | ANGABEN NACH IAS 8 – ÄNDERUNGEN VON RECHNUNGSLEGUNGS-BEZOGENEN SCHÄTZUNGEN UND FEHLER

In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 hat der Konzern in folgenden Bereichen Schätzungsänderungen vorgenommen und Fehler korrigert:

a) Ausweiskorrekturen

Im Jahresabschluss 2013 wurden der kurzfristige Anteil der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 403 Tsd. Euro sowie der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten aus den abgeschlossenen Zinsswaps in Höhe von 134 Tsd. Euro in der Bilanz jeweils unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Da es sich bei den Rückstellungen für Pensionen und den Verbindlichkeiten aus den Zinsswaps insgesamt aber um langfristige Schulden handelt und entsprechend den IAS ein separater Ausweis eines kurzfristigen Anteils dieser langfristigen Schulden nicht vorgeschrieben ist, werden im Konzernabschluss 2014 die entsprechenden Beträge vollständig unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Bilanz des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 4.865 Tsd. Euro wurden im Konzernabschluss 2013 in einer separaten Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. IAS 1.103 schreibt für die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren keine verbindliche Gliederung vor. Gemäß IASB sind bei Anwendung des Umsatzkostenverfahrens Forschungs- und Entwicklungskosten nicht separat darzustellen, entsprechend werden die nicht aktivierten Forschungs- und Entwicklungskosten nunmehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und im Konzernanhang entsprechend erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

Gemäß IAS 10.12 sind am Bilanzstichtag bereits beschlossene, aber noch nicht ausbezahlte Dividenden als Verbindlichkeiten auszuweisen. Im Konzern betrifft das beschlossene Dividendenausschüttungen an nicht beherrschende Gesellschafter im Segment Isotope Products in Höhe von 309 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2013, welche bisher in der Bilanz unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen waren. Die entsprechenden Verbindlichkeiten werden nunmehr unter den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, die Bilanz des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

b) Bilanzierung der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH sowie eine Option auf weitere Anteile an der Gesellschaft erworben. Daneben verfügte der Konzern aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH.

Bei der Bilanzierung der mit dem Anteilserwerb verbundenen Transaktionen ging der Vorstand im Vorjahr davon aus, dass für die Optionen eine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert möglich wäre. Aus der Bewertung der Optionen zum beizulegenden Zeitwert über ein Black-Scholes-Optionspreismodell resultierte im Geschäftsjahr 2013 ein Ertrag in Höhe von 2.799 Tsd. Euro. Die erworbenen Anteile wurden mit den Anschaffungskosten in Höhe von 610 Tsd. Euro bilanziert, wobei 10 Tsd. Euro in bar bezahlt wurden und 600 Tsd. Euro auf die Einbringung eines Sublizenzvertrages entfielen. In diesem Zusammenhang wurden 600 Tsd. Euro aus den immateriellen Vermögenswerten in die at-equity bewertete Beteiligung erfolgsneutral umgebucht. Die Verlustzuweisung für die at-equity bewertete Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH betrug 117 Tsd. Euro.

Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses 2014 wurde die gesamte Bilanzierung der mit dem Anteilserwerb verbundenen Transaktionen noch einmal einer kritischen Prüfung unterzogen. Dabei wurde festgestellt, dass entgegen den ursprünglichen Annahmen, doch keine verlässliche Bestimmung des Zeitwerts der Optionen möglich war, da das Black-Scholes-Optionspreismodell für den gegebenen Sachverhalt ungeeignet ist und die für eine Monte-Carlo-Simulation notwendigen Parameter nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH hat für den Erwerb der Anteile und der Option auf weitere Anteile neben dem Baranteil in Höhe von 19 Tsd. Euro und dem Verzicht auf Forderungen in Höhe von 600 Tsd. Euro zusätzlich noch einen Sublizenzvertrag in die OctreoPharm Sciences GmbH eingebracht.

Die erhaltenen Optionen wurden dabei im Zugangszeitpunkt mit dem inneren Wert in Höhe von 646 Tsd. Euro bewertet, wobei zur Bestimmung des inneren Wertes der Preis herangezogen wurde, den zum gleichen Zeitpunkt ein fremder Dritter Investor für Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH bezahlt hatte.

Der Wert der erhaltenen Anteile betrug 2.841 Tsd. Euro. Zur Bestimmung dieses Wertes wurde dabei wieder der von dem fremden Dritten gezahlte Kaufpreis zugrunde gelegt. Damit erzielte die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH aus dem Tauschgeschäft insgesamt einen Gewinn in Höhe von 2.868 Tsd. Euro. Da der Gewinn aus "Upstream"-Transaktionen zwischen dem Konzern und der at-equity bewerteten Beteiligung resultierte, wurde der Gewinn gemäß IAS 28.28 um den darin enthaltenen Zwischengewinn in Höhe von 719 Tsd. Euro bereinigt. Die Anschaffungskosten der at-equity bewerteten Beteiligung betrugen somit 2.122 Tsd. Euro.

Anhang

Aus der seit dem 1. Januar 2014 verpflichtenden Anwendung des neuen IAS 28 (2011) resultierten außerdem weitere Änderungen in Bezug auf die Bilanzierung des Anteils- und Optionsvertrages der Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH, da nach IAS 28.13 der Konzern bereits "present access" über die mit der Option verbundenen Anteile ausübt (zu den Einzelheiten siehe "Auswirkungen aus der Anwendung von IAS 28 (2011) – Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen"). Der zuvor als langfristiger Vermögenswert bilanzierte Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag wurde daher in Höhe der Anschaffungskosten von 1.500 Tsd. Euro in die at-equity bewertete Beteiligung umgebucht. Demnach verfügte der Konzern zum 31. Dezember 2013 insgesamt über 25,1% der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, so dass sich der für das zweite Halbjahr 2013 zugewiesene at-equity Verlustanteil insgesamt auf 183 Tsd. Euro beläuft.

Die Auswirkungen der oben angegebenen Ausweiskorrekturen und der geänderten Bilanzierung der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH stellen sich gesamt wie folgt dar:

Die Änderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf Nettovermögen und Eigenkapital des Konzerns zum 1. Januar 2013 und zum 31. Dezember 2013 sowie keinen wesentlichen Einfluss auf die Cashflows des Geschäftsjahres 2013.

Die wesentlichen Auswirkungen bestehen im geänderten Ausweis einzelner Posten der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagespiegels und sind in den nachfolgenden Überleitungen dargestellt.

BILANZ
31.12.2013
Tsd. Euro
(wie berichtet)
Ausweis
korrekturen
Änderungen
OPS
Bilanzierung
31.12.2013
Tsd. Euro
(angepasst)
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 34.906 34.906
Übrige Immaterielle Vermögenswerte 17.744 64 17.808
Sachanlagen 33.542 33.542
Anteile an at-equity bewerteten
Beteiligungen
493 2.946 3.439
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
2.853 2.853
Aktive Latente Steuern 9.937 168 10.105
Übrige langfristige Vermögenswerte 6.785 – 3.681 3.104
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 106.260 0 – 503 105.757
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungs
mitteläquivalente
29.414 29.414
Wertpapiere 22 22
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
20.277 20.277
Vorräte 17.778 17.778
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 5.159 5.159
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 72.650 0 0 72.650
Bilanzsumme 178.910 0 – 503 178.407

Anhang

BILANZ
31.12.2013 Änderungen 31.12.2013
Tsd. Euro Ausweis OPS Tsd. Euro
(wie berichtet) korrekturen Bilanzierung (angepasst)
PASSIVA
Kapital und Rücklagen
Gezeichnetes Kapital 5.293 5.293
Kapitalrücklagen 53.500 53.500
Gewinnrücklagen 28.588 28.588
Übrige Rücklagen – 3.808 – 54 – 3.862
Eigene Anteile – 27 – 27
Den Aktionären der Eckert & Ziegler
AG zustehendes Eigenkapital
83.546 0 – 54 83.492
Nicht beherrschende Anteile 7.082 – 309 6.773
Summe Kapital und Rücklagen 90.628 – 309 – 54 90.265
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehens
verbindlichkeiten
17.572 17.572
Abgrenzung von Zuschüssen und
sonstige Abgrenzungsposten
(langfristig)
715 715
Passive Latente Steuern 2.381 – 449 1.932
Rückstellungen für Pensionen 7.560 403 7.963
Übrige langfristige Rückstellungen 23.991 23.991
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 4.220 134 4.354
Langfristige Schulden, gesamt 56.439 537 – 449 56.527
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehens
verbindlichkeiten
5.055 5.055
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 7.779 7.779
Erhaltene Anzahlungen 2.241 2.241
Abgrenzungen von Zuschüssen
und sonstige Abgrenzungsposten
(kurzfristig)
104 104
Ertragssteuerverbindlichkeiten 915 915
Rückstellungen für Pensionen
(kurzfristig) 403 – 403 0
Kurzfristige Rückstellungen 4.014 4.014
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 11.332 175 11.507
Kurzfristige Schulden, gesamt 31.843 – 228 0 31.615
Bilanzsumme 178.910 0 – 503 178.407
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
2013
Tsd. Euro
(wie berichtet)
Ausweis
korrekturen
Änderungen
OPS
Bilanzierung
2013
Tsd. Euro
(angepasst)
Umsatzerlöse 117.138 117.138
Umsatzkosten – 60.063 – 60.063
Bruttoergebnis vom Umsatz 57.075 0 0 57.075
Vertriebskosten – 21.933 – 21.933
Allgemeine Verwaltungskosten – 23.939 – 23.939
Forschungs- und Entwicklungskosten – 4.865 4.865 0
Sonstige betriebliche Erträge 5.665 2.131 7.796
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1.301 – 4.865 64 – 6.102
Betriebsergebnis 10.702 0 2.195 12.897
Ergebnis aus at-equity bewerteten
Beteiligungen
– 117 – 66 – 183
Ergebnis aus zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanz
investitionen
2.799 – 2.799 0
Währungsgewinne 179 179
Währungsverluste – 748 – 748
Ergebnis vor Zinsergebnis und
Ertragsteuern (EBIT)
12.815 0 – 670 12.145
Zinserträge 1.314 1.314
Zinsaufwendungen – 1.188 – 1.188
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.941 0 – 670 12.271
Ertragsteuern – 2.440 616 – 1.824
Konzernergebnis 10.501 0 – 54 10.447
Auf nicht beherrschende Anteile
entfallender Gewinn
1.412 1.412
Ergebnisanteil der Aktionäre der
Eckert & Ziegler AG
9.089 0 – 54 9.035
Ergebnis je Aktie
Unverwässert (Euro je Aktie) 1,72 0,00 – 0,01 1,71
Verwässert (Euro je Aktie) 1,72 0,00 – 0,01 1,71
Durchschnittlich im Umlauf befindliche
Aktien (unverwässert – in Tausend
Stück)
5.288 5.288 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche
Aktien (verwässert – in Tausend Stück)
5.288 5.288 5.288 5.288
ANLAGESPIEGEL Erworbene immaterielle
Vermögenswerte
Tsd. Euro Anschaffungs
kosten
Abschrei
bungen
Stand Zugänge zum 31.12.2013 (wie berichtet) 2.284 1.187
Änderungen OPS Bilanzierung 600 536
Stand Zugänge zum 31.12.2013 (angepasst) 2.884 1.723

c) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten materiellen Vermögenswerten (2013)

Segmente Isotope Products, Radiopharma und Umweltdienste: Im August 2013 endete der bisherige Mietvertrag für eine Betriebsstätte der angegebenen Segmente. Im Zusammenhang mit dem unmittelbar bevorstehenden Abschluss eines neuen langfristigen Mietvertrages hat der Vorstand im Rahmen der mittelfristigen Planung auch die angenommenen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens der betroffenen Betriebsstätte einer kritischen Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis wurde die angenommene Nutzungsdauer für die Mietereinbauten und technischen Anlagen grundsätzlich um ca. fünf Jahre verlängert. Gleichzeitig wurden die Rückstellungen für den am Ende der Nutzungszeit notwendigen Rückbau und die Entsorgung der Anlagen unter Berücksichtigung von Kostenentwicklungen neu berechnet. Daraus resultierten zum 31. Dezember 2013 Erhöhungen der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 330 Tsd. Euro sowie eine damit korrespondierende Erhöhung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens um 288 Tsd. Euro. Die Änderungen der Nutzungsdauer sowie der Rückbaukosten wirken sich in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst werden, sowie auf die Zinsaufwendungen wie folgt aus:

Tsd. Euro 2014 2015 2016 2017 danach
Verminderung (–)/Erhöhung
(+) der Abschreibungen
– 55 – 55 37 61 142
Zinsaufwendungen 15 15 15 15 15

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnug

7 | UMSATZERLÖSE

Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen und aus langfristigen Fertigungsaufträgen. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2014 von 117.138 Tsd. Euro auf 127.256 Tsd. Euro gestiegen. Der Zuwachs in 2014 resultiert aus einem organischen Umsatzwachstum in Höhe von 1,5 Mio. Euro sowie einem Umsatzzuwachs in Höhe von 8,6 Mio. Euro aus den erfolgten Unternehmenserwerben.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2014 2013
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern 116.986 107.189
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9.970 9.849
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 300 100
Summe 127.256 117.138

Beim Verkauf von Gütern und bei der Erbringung von Dienstleistungen werden Umsatzerlöse bei Übergang des wirtschaftlichen Eigentums realisiert.

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Konzern ein 2010 begonnenes Projekt bezüglich des Baus von Produktionsanlagen für Dritte abgeschlossen und daraus Umsatzerlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen, entsprechend der POC-Methode, in Höhe von 300 Tsd. Euro (2013: 100 Tsd. Euro) erzielt. Zur Ermittlung des Grades der Fertigstellung wurde dabei die cost-to-cost Methode angewendet.

Tsd. Euro 2014 2013
Umsatzerlöse 300 100
Auftragskosten – 50 – 10
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 0 200
Gewinn 250 290
passivischer Saldo 0 0

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist in der Segmentberichterstattung ersichtlich.

8 | UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand betrug 33.481 Tsd. Euro für 2014 und 28.919 Tsd. Euro für 2013.

Anhang

9 | VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2014 2013
Personal- und Personalnebenkosten 10.864 9.387
Kosten der Warenabgabe 6.378 5.091
Werbung 1.358 1.450
Abschreibungen 1.166 2.049
Provisionen 641 1.187
Sonstige 3.169 2.769
Summe 23.576 21.933

10 | ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:

Tsd. Euro 2014 2013
Personal- und Personalnebenkosten 12.425 10.453
Mietkosten 2.425 2.581
Abschreibungen 2.156 2.918
Beratungskosten 1.935 2.027
Versicherungen, Beiträge, Gebühren, eingekaufte Dienstleistungen 1.884 1.636
Kommunikationskosten 419 392
IR-Kosten 183 303
Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten – 41 – 41
Sonstige 3.658 3.670
Summe 25.044 23.939

11 | FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Im Gegensatz zu früheren Jahren werden die nicht aktivierten Kosten für Forschung und Entwicklung nicht mehr in einer separaten Position der Gewinn- und Verlustrechnung sondern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst (siehe auch Erläuterungen unter Tz 6).

12 | LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER UND ANZAHL BESCHÄFTIGTE

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 44.877 Tsd. Euro (2013: 38.722 Tsd. Euro).

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 setzen sich folgendermaßen zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Löhne und Gehälter 39.233 33.482
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
5.644 5.240
davon für Altersversorgung 161 191

2014 2013 Fertigung 295 266 FuE Anlagenbau 63 63 Verwaltung 108 95 Vertrieb 154 138 Qualitätsmanagement 54 51 Gesamt 674 613

Während des Jahres 2014 waren durchschnittlich 674 (2013: 613) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.

Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 2.907 Tsd. Euro (2013: 2.485 Tsd. Euro) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2014 bzw. 2013 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.

Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind in Tz. 49 angegeben.

13 | ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2014 2013
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 683 0 779 0
Vertriebskosten 669 0 807 556
Allgemeine Verwaltungskosten 1.007 0 990 764
Sonstige betriebliche Aufwendungen 51 0 88 937
Summe 2.410 0 2.664 2.257

Anhang

Tsd. Euro 2014 2013 Abschreibungen Wertminderungen Abschreibungen Wertminderungen Umsatzkosten 2.805 0 2.341 0 Vertriebskosten 497 0 686 0 Allgemeine Verwaltungskosten 1.149 0 1.164 0 Sonstige betriebliche Aufwendungen 282 0 139 0 Summe 4.733 0 4.330 0

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:

14 | SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 1.067 Tsd. Euro (2013: 7.796 Tsd. Euro) zurückgegangen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Erträge aus der ertragswirksamen Reduzierung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 376 Tsd. Euro und Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 207 Tsd. Euro. Weiterhin beinhaltet diese Position Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, Versicherungsentschädigungen, erhaltene Zuschüsse, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und sonstige Erträge.

Im Geschäftsjahr 2013 enthielt die Position im Wesentlichen Erträge die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen und Optionen auf Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH in Höhe von 2.148 Tsd. Euro angefallen sind. Weiterhin enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge vor allem Erträge aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 1.326 Tsd. Euro, erhaltene Fördermittel in Höhe von 1.141 Tsd. Euro, Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 756 Tsd. Euro und Erträge aus der ertragswirksamen Reduzierung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 388 Tsd. Euro.

15 | SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Gegensatz zu früheren Jahren jetzt auch die nicht aktivierten Kosten für Forschung und Entwicklung. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst (siehe auch Erläuterungen unter TZ. 6).

Gegenüber dem Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2.188 Tsd. Euro auf 3.914 Tsd. Euro deutlich zurückgegangen. Neben den Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 3.623 Tsd. Euro (2013: 4.801 Tsd. Euro) enthält die Position im Wesentlichen Wertminderungen von Forderungen beziehungsweise Forderungsverluste in Höhe von 171 Tsd. Euro (2013: 567 Tsd. Euro), Rückzahlungen von Fördermitteln in Höhe von 66 Tsd. Euro (2013: 0 Tsd. Euro) sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 22 Tsd. Euro (2013: 40 Tsd. Euro).

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Kosten für Forschung und Entwicklung setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren nicht aktivierungsfähigen Personal- und Materialkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche,
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche für erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten in Bezug auf die Vermögenswerte, die für Forschungszwecke eingesetzt werden,
  • Wertminderungen von in den Vorjahren aktivierten, selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten,

  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche sowie

  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung von 3.623 Tsd. Euro (2013: 4.865 Tsd. Euro) enthalten Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 333 Tsd. Euro (2013: 1.164 Tsd. Euro), Personalaufwand in Höhe von 2.613 Tsd. Euro (2013: 2.877 Tsd. Euro), Material- und Fremdleistungsaufwand in Höhe von 337 Tsd. Euro (2013: 714 Tsd. Euro) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von 340 Tsd. Euro (2013: 113 Tsd. Euro) sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten in Höhe von 0 Tsd. Euro (2013: 3 Tsd. Euro).

16 | ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, Berlin, sowie eine Option auf weitere Anteile an der Gesellschaft erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügt der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2014 betrug 609 Tsd. Euro (2013: 183 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz 6 und Tz 24).

Joint Venture "NanoBrachyTech": Im Geschäftsjahr 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. gemeinsam mit der OOO Santis und dem russischen Staatsfonds "RUSNANO" das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" gegründet. Die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture eingebracht und im Gegenzug dafür einen Anteil von 15% am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" erhalten. Mangels Verfügbarkeit von verlässlichen Abschlüssen nach IFRS des Joint-Venture-Unternehmens ZAO "NanoBrachyTech" zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 beruhen die Angaben zu GuV- und Bilanzdaten des Joint Ventures auf Schätzungen. Danach entfiel in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 kein Ergebnis auf die at-equity bewerteten Anteile des Joint Ventures.

17 | ERGEBNIS AUS ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINVESTITIONEN

Im Zusammenhang mit der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH hält der Konzern mehrere Optionen auf den Erwerb weiterer Anteile. Diese Optionen wurden zum 31. Dezember 2013 zunächst zum beizulegenden Zeitwert bewertet, daraus resultierte ein Ertrag in Höhe von 2.799 Tsd. Euro.

Bei einer nochmaligen Überprüfung der Bilanzierung des Erwerbs der Anteile sowie der Optionen auf Anteile der OctreoPharm Sciences GmbH gelangte der Vorstand zu der Überzeugung, dass entgegen den ursprünglichen Annahmen doch keine verlässliche Bewertung der Optionen zum beizulegenden Zeitwert möglich ist. Die Optionen wurden daher mit ihrem inneren Wert bewertet und der Ertrag, der aus dem Erwerb der Anteile sowie der Optionen auf weitere Anteile resultierte, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. (siehe auch Erläuterungen unter Tz 6).

Anhang

18 | ZINSERGEBNIS

Zinsen und ähnliche Erträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 468 Tsd. Euro (2013: 1.314 Tsd. Euro), während die Zinsaufwendungen 1.628 Tsd. Euro (2013: 1.188 Tsd. Euro) betrugen.

Die Zinsaufwendungen enthalten 350 Tsd. Euro (2013: 416 Tsd. Euro), die aus der Aufzinsung langfristiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen resultieren.

19 | ERTRAGSTEUERN

Der bei der Berechnung des Steueraufwands als Konzernsteuersatz verwendete Steuersatz des Mutterunternehmens für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 auf 30,175%. Der Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen:

2014 2013
Gewerbesteuermesszahl 3,5% 3,5%
Gewerbesteuerhebesatz 410% 410%
Körperschaftsteuer 15% 15%
Solidaritätszuschlag auf
Körperschaftsteuer 5,5% 5,5%

Der Ertragsteueraufwand setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Ergebnis vor Steuern:
Deutschland 1.370 1.293
Ausländische Tochtergesellschaften 10.426 10.978
11.796 12.271
Tsd. Euro 2014 2013
Laufende Steuern:
Deutschland 411 125
Ausländische Tochtergesellschaften 3.518 2.985
3.929 3.110

Von den laufenden Steuern im Jahr 2014 entfallen –8 Tsd. Euro (Ertrag) auf Vorjahre (2013: –127 Tsd. Euro).

Tsd. Euro 2014 2013
Latente Steuern:
Deutschland – 200 266
Ausländische Tochtergesellschaften 1.570 – 1.552
1.370 – 1.286
Steuern gesamt: 5.299 1.824

Die Überleitung des Ertragsteueraufwands des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

Tsd. Euro 2014 2013
Basis zur Ermittlung des Steueraufwandes (Ergebnis vor Steuern) 11.796 12.271
Erwarteter Steueraufwand auf Basis Konzernsteuersatzes 3.560 3.703
Steuersatzunterschiede bei Tochtergesellschaften 177 – 1
Steuern für Vorjahre – 8 – 127
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 521 405
Steuerfreies Einkommen – 320 – 956
Aktivierung bisher nicht berücksichtigter Verlustvorträge – 355 0
Ansatzkorrekturen latenter Steuern – 408 0
Wertminderung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 1.653 0
Nutzung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge – 162 – 1.779
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres 646 707
Sonstige – 5 – 128
Effektivsteueraufwand 5.299 1.824

Zur Berechnung der latenten Steuern wurden beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2014 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2013 unveränderte Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14,35%. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.

Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von 3.276 Tsd. Euro (2013: 1.693 Tsd. Euro) sowie latente Steuererträge von 1.767 Tsd. Euro (2013: 3.207 Tsd. Euro), während auf temporäre Differenzen latente Steuererträge in Höhe von 139 Tsd. Euro (2013: latente Steueraufwendungen in Höhe von 844 Tsd. Euro) entfallen.

Insgesamt sind 7.414 Tsd. Euro (2013: 8.923 Tsd. Euro) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Belgien, Großbritannien und in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden. Verlustvorträge in Höhe von 700 Tsd. Euro (2013: 582 Tsd. Euro) entfallen auf Verlustvorträge US-amerikanischer Gesellschaften bzw. polnischer Gesellschaften, bei denen teilweise ab dem Jahr 2017 der Verfall der Verlustvorträge beginnt.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.221 Tsd. Euro (2013: 2.825 Tsd. Euro) entfallen auf Gesellschaften, die in 2014 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Verlustvorträge in Höhe von 162 Tsd. Euro genutzt (2013: 1.779 Tsd. Euro), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. Zum 31. Dezember 2014 verfügte der Konzern über Verlustvorträge in Höhe von 12.213 Tsd. Euro (2013: 5.713 Tsd. Euro), für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Aufgrund der unterschiedlichen Steuersysteme und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern halten wir die Angabe eines Gesamtbetrages der bestehenden Verlustvorträge nur für bedingt aussagekräftig. Aus diesem Grund wird nachfolgend auch der Betrag der aktiven latenten Steuern der auf diese Verlustvorträge entAnhang

fallen würde angegeben. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf diese Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2014 nicht angesetzt wurden beträgt 4.354 Tsd. Euro (2013: 1.912 Tsd. Euro).

Aus der Währungsumrechnung resultieren Erhöhungen der passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 85 Tsd. Euro (2013: 44 Tsd. Euro Erhöhung der passiven latenten Steuern).

Im Berichtsjahr wurden latente Steuererträge in Höhe von 843 Tsd. Euro (2012: latente Steueraufwendungen in Höhe von 371 Tsd. Euro Steuerertrag) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

In der Bilanz wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. sowie der nachträglichen Kaufpreisverteilung für die im Vorjahr akquirierten Mick Radio Nuclear Instruments Inc. passive latente Steuern in Höhe von 824 Tsd. Euro angesetzt (2013: 290 Tsd. Euro passive latente Steuern im Rahmen der Erstkonsolidierung der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft GmbH und der BSM Diagnostica Gesellschaft m. b.H. sowie aktive latente Steuern in Höhe von 8 Tsd. Euro im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereiches Entsorgung durch die Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd.). Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 22.507 Tsd. Euro (2013: 14.984 Tsd. Euro) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Eckert & Ziegler AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Tsd. Euro 2014 2013 2014 2013
Steuerliche Verlustvorträge 7.414 8.923 0 0
Anlagevermögen 113 88 7.792 7.308
Wertpapiere 0 0 0 1
Forderungen 175 745 165 239
Vorräte 72 216 672 111
Rückstellungen 6.991 4.902 0 0
Sonstige 767 958 166 0
Zwischensumme 15.532 15.832 8.795 7.659
Saldierung – 6.067 – 5.727 – 6.067 – 5.727
Bestand laut Konzernbilanz 9.465 10.105 2.728 1.932

20 | NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf nicht beherrschende Anteile entfallende Verlustanteile in Höhe von 278 Tsd. Euro (2013: Gewinnanteile in Höhe von 1.412 Tsd. Euro) enthalten.

Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

Beteiligungsquote der
nicht beherrschenden
Anteile
Auf nicht beherrschende
Anteile entfallender
Gewinn oder Verlust (–)
beherrschende Anteile Kumulierte nicht
Name des Toch
terunternehmens
Sitz 31.12.2014 31.12.2013 2014
Tsd. Euro
2013
Tsd. Euro
31.12.2014
Tsd. Euro
31.12.2013
Tsd. Euro
Eckert & Ziegler
BEBIG s. a.
Seneffe, Belgien 20% 20% – 868 829 5.306 6.174
Eckert & Ziegler
CESIO s.r.o
Prag, Tschechi
sche Republik
20% 20% 590 583 608 599

Die zusammengefassten Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammengefasten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

ECKERT & ZIEGLER BEBIG S. A.
Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 17.240 17.571
Langfristige Vermögenswerte 37.914 41.989
Kurzfristige Schulden – 15.646 – 8.844
Langfristige Schulden – 7.839 – 15.627
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer
Anteil am Eigenkapital
26.363 28.915
Nicht beherrschende Gesellschafter 5.306 6.174
Tsd. Euro 2014 2013
Umsatzerlöse 28.998 27.929
Aufwendungen – 32.285 – 24.709
Jahresüberschuss – 3.287 3.220
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender
Jahresüberschuss
– 2.419 2.391
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallender
Jahresüberschuss
– 868 829
Gesamter Jahresüberschuss – 3.287 3.220
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes
sonstiges Ergebnis
0 0
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes
sonstiges Ergebnis
0 0
Gesamtes sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes
Gesamtergebnis
– 2.419 2.391
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes
Gesamtergebnis
– 868 829
Gesamtergebnis – 3.287 3.220
Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden 0 0

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2014 | Eckert & Ziegler 101

ECKERT & ZIEGLER CESIO s. r. o.
Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 7.066 4.893
Langfristige Vermögenswerte 819 883
Kurzfristige Schulden – 4.679 – 2.551
Langfristige Schulden – 236 – 300
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer
Anteil am Eigenkapital
2.362 2.326
Nicht beherrschende Gesellschafter 608 599
Tsd. Euro 2014 2013
Umsatzerlöse 7.116 6.358
Aufwendungen – 4.171 – 3.444
Jahresüberschuss 2.945 2.914
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender
Jahresüberschuss
2.355 2.331
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallender
Jahresüberschuss
590 583
Gesamter Jahresüberschuss 2.945 2.914
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes
sonstiges Ergebnis
– 65 – 360
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes
sonstiges Ergebnis
– 13 – 72
Gesamtes sonstiges Ergebnis – 78 – 432
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes
Gesamtergebnis
2.290 1.971
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes
Gesamtergebnis
577 511
Gesamtergebnis 2.867 2.482
Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden 393 243

21 | ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:

Zum Jahresende
Tsd. Euro 2014 2013
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten Gewinns je Aktie –
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
6.775 9.035
Nenner für Berechnung des Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Wirkung verwässernder Aktienoptionen 0 0
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie –
gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 1,28 1,71
Verwässerter Gewinn je Aktie (in Euro) 1,28 1,71

Erläuterungen zur Konzernbilanz

22 | IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

a) Immaterielle Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen

Die immateriellen Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen betreffen ausschließlich die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Position Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2014 bzw. 2013 wie folgt:

Tsd. Euro 2014 2013
Stand zum 01.01. 34.906 31.122
Zugänge 1.538 4.374
Wertminderung 0 – 27
Währungsumrechnungsdifferenzen 1.877 – 563
Stand zum 31.12. 38.321 34.906

Der Anstieg beruht auf den Zugängen von Geschäfts- oder Firmenwerten in den Segmenten Isotope Products im Zusammenhang mit dem im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Erwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. sowie im Segment Strahlentherapie im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen Kaufpreisverteilung für die im Vorjahr erfolgten Akquisitionen (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43).

Hinzu kommt ein Zugang in Höhe von 1.877 Tsd. Euro (2013: Rückgang in Höhe von 563 Tsd. Euro), welcher auf Währungsumrechnungsdifferenzen beruht, da ein wesentlicher Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Gesellschaften des Segmentes Isotope Products und des Segmentes Strahlentherapie entfällt, die in US-Dollar bilanzieren.

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:

Geschäfts
oder
Firmenwert
Geschäfts
oder
Firmenwert
Tsd. Euro 2014 2013
Strahlentherapie (entspricht CGU) 17.246 15.879*
Isotope Products (ohne VSU) 18.277 16.393
Isotope Products (VSU) 8 7
Radiopharma (Zyklotronsparte) 454 454
Radiopharma (Gerätesparte) 2.336 2.173
Stand zum 31.12. 38.321 34.906

* davon 3.751 Tsd. Euro aus vorläufigen Kaufpreisallokationen

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2014 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Sie entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte).

Anhang

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cashflows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cashflows mit einer Wachstumsrate zwischen 0% und 1% (Vorjahr: 0% bis 1%) angesetzt. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug für das Segment Strahlentherapie 8,5% (2013: 13,2%), für die Zyklotronsparte 9,9% (2013: 17,0%), für die Gerätesparte 9,9% (2013: 16,0%) für die CGUs des Segmentes Isotope Products 11,2% (2013: 16,6%) (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Tz. 3).

Im Segment Sonstige resultierte im Vorjahr aus der Kaufpreisverteilung zum Erwerb des Geschäftsbereiches "Entsorgung" von der Energy Solutions EU (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43) ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27 Tsd. Euro. Der anschließend durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von 27 Tsd. Euro. Diese Aufwendungen wurden im Vorjahr unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Im Ergebnis der weiteren Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2014 hat sich unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten erzielbaren Beträge kein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben (2013: ebenfalls kein Wertminderungsbedarf).

Die Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert der CGUs des Segmentes Isotope Products führen zu dem Ergebnis, dass denkbare mögliche Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte den erzielbaren Betrag übersteigen könnte. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte der Zyklotronsparte und der Gerätesparte wurden keine Szenario-Analysen durchgeführt, da die entsprechenden Werte im Konzern als nicht signifikant eingestuft wurden.

Veränderung im Vergleich
zum Basisszenario
Basis
szenario
Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Szenario
4
Szenario
5
Veränderung Umsatzerlöse 0% – 5% – 10% 0% 0% – 10%
Veränderung Umsatzkosten 0% – 4% – 8% 0% 0% – 8%
Veränderung WACC 0% 0% 0% + 2% + 4% + 3%
kumulative Umsatzerlöse
über 5 Jahre
100% 95% 90% 100% 100% 90%
kumulative EBIT über 5 Jahre 100% 70% 90% 100% 100% 40%
kumulative FCF über 5 Jahre 100% 77% 40% 100% 100% 54%
Ermittelter Firmenwert 100% 74% 49% 70% 54% 30%
Ermittelter Firmenwert
(Anteil EZAG) im Verhältnis
zum Buchwert
1,06 1,0 0,66 0,94 0,72 0,41
Bedarf zur Wertminderung nein ja ja ja ja ja

Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:

  • b) Immaterielle Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt zusammen:
  • (1) Erworbene immaterielle Vermögenswerte
2014
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2013
Tsd. Euro
Kundenbeziehungen 4.791 1–15 Jahre 5.095
Lizenzen/Software/Zulassungen 4.094 1–8 Jahre 4.151
Patente/Technologien 2.934 1–15 Jahre 4.194
Stand zum 31.12. 11.819 13.440

(2) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

2014
Tsd. Euro
verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2013
Tsd. Euro
Aktivierte Entwicklungskosten
(noch nicht abgeschlossene Projekte)
3.645 4.355
Patente 11 19–20 Jahre 0
Übrige 1.822 1–15 Jahre 13
Stand zum 31.12. 5.478 4.368

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Entwicklungskosten von insgesamt 1.343 Tsd. Euro (2013: 2.049 Tsd. Euro) aktiviert. Für die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungstests durchgeführt, die die Werthaltigkeit der jeweils aktivierten Beträge bestätigen.

Im Segment Strahlentherapie wurde im Vorjahr im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereiches Brachytherapie von der amerikanischen Biocompatibles Inc. ein Entwicklungsprojekt für den Implantatebereich gestoppt, da der erworbene Geschäftsbereich bereits über eine ähnliche Technologie verfügte. Die bis zu diesem Zeitpunkt angefallenen aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 937 Tsd. Euro wurden vollständig wertgemindert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungsund nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten bzw. den Allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 13).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 ist im Anlagenspiegel, der sich am Ende des Anhangs befindet, dargestellt.

23 | SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 ist im Anlagenspiegel, der sich am Ende des Anhangs befindet, dargestellt.

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2014 betreffen neben laufenden Ersatzinvestitionen im Wesentlichen den Aufbau einer neuen Produktionsstätte sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Produktionsanlagen.

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen. Aus diesem Vertrag resultieren jährliche Zahlungen von 167 Tsd. Euro, von denen jedoch 89 Tsd. Euro mit den durch den Konzern getragenen Herstellungskosten des Gebäudes verrechnet werden. Der Vertrag lief vorerst bis zum 31. Dezember 2014, nach Ablauf dieser Zeit hat der Konzern das Recht – auch mehrfach und für Teilflächen –, solange für eine Verlängerung der Nutzungszeit zu optieren, bis die vom Konzern getragenen Herstellungskosten für das neu errichtete Gebäude durch kalkulatorische Mieten verbraucht wurden. Bis zum 31. Dezember 2014 durfte das Nutzungsentgelt für alle Flächen nicht erhöht werden, für die neu geschaffenen Flächen wird das Nutzungsentgelt dann zu diesem Zeitpunkt neu verhandelt. Der Konzern hat die Verlängerungsoption rechtzeitig ausgeübt, die Verhandlungen über die Vertragsdetails der Verlängerung sind derzeit noch nicht abgeschlossen, so dass zurzeit weiterhin die alten Konditionen gelten.

Anhang

Der Konzern beabsichtigt, ein derzeit nur noch im geringen Umfang genutztes Gebäude inklusive Grundstück innerhalb der nächsten sechs Monate zu veräußern. Das Gebäude wurde bisher als Verwaltungs- und Produktionsgebäude im Segment Strahlentherapie genutzt und ist aufgrund der früheren Produktionstätigkeit teilweise radioaktiv kontaminiert. Der Konzern plant, Grundstück und Gebäude zusammen mit den damit verbundenen Dekontaminationsverpflichtungen zu veräußern. Die Käufersuche ist bereits angelaufen. Weder zum Zeitpunkt der Umklassifizierung als zur Veräußerung gehalten noch zum 31. Dezember 2014 wurden Wertminderungen erfasst, da der Vorstand davon ausgeht, dass der beizulegende Zeitwert (geschätzt auf Basis der Erfahrungen aus den laufenden Vertragsverhandlungen) abzüglich Veräußerungskosten über dem zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Buchwert in Höhe von 962 Tsd. Euro liegt. Dieser Betrag wird in der Bilanz zum 31. Dezember 2014 unter der Position "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen.

24 | ANTEILE AN AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. gemeinsam mit der OOO Santis und dem russischen Staatsfond "RUSNANO" das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" gegründet. Die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. brachte immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ein und erhielt im Gegenzug dafür einen Anteil von 15% am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech". Der at-equity bewertete Anteil der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. am Joint Venture betrug zum 31. Dezember 2014 0 Tsd. Euro (2013: 0 Tsd. Euro). Obwohl der Konzern zu weniger als 20% am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" beteiligt ist, hat der Konzern die Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auf das Joint Venture auszuüben, da entsprechend dem Gesellschaftsvertrag bestimmte wesentliche Entscheidungen nur einstimmig getroffen werden können.

Für das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" liegen keine verlässlichen Informationen vor und können auch nicht hinreichend genau geschätzt werden. Wir gehen allerdings nach unserer Schätzung davon aus, dass das Eigenkapital der Gesellschaft noch negativ ist.

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügt der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28.13 verfügt der Konzern schon derzeit über "present access" auf diese Anteile. Unter Einbeziehung dieser Anteile und der bereits direkt über die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH gehaltenen Anteile verfügt der Konzern insgesamt über 25% der Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH und übt damit einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus. Die Anteile werden deshalb im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode bilanziert. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 3.622 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2014 betrug 609 Tsd. Euro (2013: 183 Tsd. Euro). Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2014 beträgt 2.830 Tsd. Euro (2013: 3.439 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz 6 und Tz 16).

Folgende Tabellen geben einen Überblick über die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der at-equity bewerteten Beteiligung OctreoPharm Sciences GmbH. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen im in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Unternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst):

Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013
Kurzfristige Vermögenswerte 1.619 3.909
Langfristige Vermögenswerte 5.116 5.338
Kurzfristige Schulden – 265 – 254
Langfristige Schulden – 2.141 – 2.199

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten: Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013

1.415 3.672
– 104 – 97
– 1.950 – 1.950
2014 2013
0 0
– 2.465 – 1.232
0 0
– 2.465 – 1.232
0 0
– 2.465 – 1.232
0 0

Der vorstehend aufgeführte Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:

Tsd. Euro 2014 2013
Planmäßige Abschreibungen – 241 – 124
Zinserträge 3 2
Zinsaufwendungen 0 0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 56 28

Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH im Konzernabschluss

Tsd. Euro 31.12.2014 31.12.2013
Nettoreinvermögen der OctreoPharm Sciences GmbH 4.329 6.794
Beteiliungsquote des Konzerns 25% 25%
Geschäfts- oder Firmenwert 1.732 1.732
Anpassung um Effekte aus "upstream" Transaktionen 14 4
Buchwert der Konzernbeteiligung an OctreoPharm Sciences GmbH 2.830 3.439

Im Dezember 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. mit einem amerikanischen Partner einen Vertrag über die Gründung eines Joint Ventures, der Americium Consortium LLC, abgeschlossen. Beide Partner halten jeweils 50% der Anteile am Joint Venture, beide dürfen jeweils ein Mitglied des Managements des Joint Ventures berufen und wesentliche Entscheidungen müssen einstimmig getroffen werden. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf das Joint Venture Unternehmen aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity-Methode. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 2.493 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der Americium Consortium LLC im Geschäftsjahr 2014 betrug 0 Tsd. Euro. Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2014 beträgt 2.493 Tsd. Euro (2013: 0 Tsd. Euro) (siehe auch Erläuterungen unter Tz 16).

Anhang

Folgende Tabellen geben einen Überblick über die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der at-equity bewerteten Beteiligung am Joint-Venture Americium Consortium LLC. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen im in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst):

Tsd. Euro 31.12.2014
Kurzfristige Vermögenswerte 1
Langfristige Vermögenswerte 4.985
Kurzfristige Schulden 0
Langfristige Schulden 0

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind die folgenden Beträge enthalten: Tsd. Euro 31.12.2014

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen)
0
Tsd. Euro 2014
Umsatzerlöse 0
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen – 1
Nachsteuerergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche 0
Jahresüberschuss – 1
Sonstiges Ergebnis 0
Gesamtergebnis – 1
Vom Joint Venture erhaltene Dividenden 0
Der vorstehend aufgeführte Jahresüberschuss enthält die folgenden Beträge:
Tsd. Euro 2014
Planmäßige Abschreibungen 0
Zinserträge 0
Zinsaufwendungen 0
Ertragsteueraufwand oder -ertrag 0

Überleitung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an dem Joint Venture Americium Consortium LLC im Konzernabschluss

Tsd. Euro 31.12.2014
Nettoreinvermögen des Joint Ventures 4.986
Beteiliungsquote des Konzerns 50%
Buchwert der Konzernbeteiligung am Joint Venture 2.493

25 | LANGFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die im Vorjahr unter dieser Position ausgewiesenen Forderungen aus dem Verkauf von Know-how in Höhe von 1.359 Tsd. Euro wurden im Geschäftsjahr 2014 vom Kunden vollständig bezahlt.

Weiterhin wurden im Vorjahr unter dieser Positionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden in südeuropäischen Ländern (Spanien, Italien, Frankreich) ausgewiesen, die überwiegend fällig waren, bei denen die Gesellschaft aber davon ausging, diese Forderungen erst langfristig realisieren zu können. Zum 31. Dezember 2014 wurde ein geringer Teil dieser Forderungen wertberichtigt. Zum 31. Dezember 2014 bestehen langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 368 Tsd. Euro.

26 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten wird unter anderem eine Forderung gegen OOO BEBIG einer 100%igen Tochter des Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" in Höhe von 1.037 Tsd. Euro (2013: 1.496 Tsd. Euro) ausgewiesen. Diese Forderung resultiert aus der erfolgten Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in zwei langfristige Darlehen der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. an OOO BEBIG. Ein Darlehen war zum 31. Dezember 2014 bereits vollständig getilgt, das zweite Darlehen hatte zum 31. Dezember einen Restwert von 1.608 Tsd. Euro (Nominalwert 1.714 Tsd. Euro, vereinbarter Zinssatz 2,5%; rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2017). Der im kommenden Jahr fällige Teilbetrag des Darlehens in Höhe von 571 Tsd. Euro wird in der Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) ein Darlehen in Höhe von 368 Tsd. Euro gewährt (Nominalwert bis zu 400 Tsd. Euro, vereinbarter Zinssatz 3,25%, rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2017). Dieses Darlehen wird ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Weiterhin wird unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten der Wert von zwei Optionen auf den Erwerb von Anteilen an der OctreoPharm Sciences GmbH ausgewiesen. Die Optionen wurden zum Zeitpunkt des Zugangs (im Juni 2013) mit dem inneren Wert in Höhe von 646 Tsd. Euro bewertet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 6).

Außerdem beinhaltet diese Position geleistete Kautionszahlungen in Höhe von 72 Tsd. Euro (2013: 64 Tsd. Euro).

27 | ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 21.824 Tsd. Euro (2013: 29.414 Tsd. Euro) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.

Anhang

28 | WERTPAPIERE

Die Wertpapiere wurden im Geschäftsjahr 2014 vollständig veräußert. Sie waren bisher sämtlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) klassifiziert. Die Zusammensetzung der Wertpapiere zum 31. Dezember 2013 stellte sich wie folgt dar:

31.12.2013
Anschaffungs Nicht
realisierte
Nicht
realisierte
Beizulegender
Zeitwert
Tsd. Euro kosten Gewinne Verluste (Fair Value)
Investmentfonds 19 3 0 22
Summe Wertpapiere des
Umlaufvermögens
19 3 0 22

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere wurde durch notierte Kurse bestimmt.

29 | KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2014 bzw. 2013 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.783 21.550
abzüglich Wertberichtigungen – 1.382 – 1.273
Stand zum 31.12. 23.401 20.277

30 | VORRÄTE

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2014 bzw. 2013 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.107 11.621
Fertige Erzeugnisse 5.147 5.239
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 1.698 1.431
24.952 18.291
abzgl. Wertminderungen – 630 – 513
Stand zum 31.12. 24.322 17.778

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertminderungen haben sich um 117 Tsd. Euro erhöht (2013: 25 Tsd. Euro).

31 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 7.426 Tsd. Euro (2013: 5.159 Tsd. Euro) betreffen neben geleisteten Steuervorauszahlungen in Höhe von 3.577 Tsd. Euro (2013: 1.075 Tsd. Euro) und Umsatzsteuerforderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 1.496 Tsd. Euro (2013: 2.378 Tsd. Euro) im Wesentlichen Aufwandsabgrenzungen und geleistete Vorauszahlungen in Höhe von 2.132 Tsd. Euro (2013: 1.542 Tsd. Euro).

32 | KAPITAL UND RÜCKLAGEN

Die Entwicklung des auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallende Eigenkapital und der nicht beherrschenden Anteile ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2014 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2013 in Höhe von 6.421 Tsd. Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet (3.173 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (3.248 Tsd. Euro).

Das Grundkapital der Eckert & Ziegler AG beträgt zum 31. Dezember 2014 5.292.983 Euro und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 5.288.165 Stück.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2014 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von 3.173 Tsd. Euro (0,60 Euro je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 19. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.000.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010).

Der Ausschluss der Bezugsrechte ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen zulässig. Weiterhin kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustünde.

Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage ist ein Bezugsrechtsausschluss nur insoweit zulässig, als es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist oder die Kapitalerhöhung insgesamt einen Betrag von 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 300.000 Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Im September 2009 hatte der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von 31.650 Euro durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.

Anhang

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates erneut von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32.700 Euro durch Ausgabe von 32.700 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Mitteilungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils

Im Jahr 2014 gab es folgende gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte:

Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 4,84% (256.120 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland.

Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 4,84% (256.120 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland.

Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 4,84% (256.120 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland.

Die Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 4. Dezember 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,84% (das entspricht 256.120 Stimmrechten) betragen hat.

Die Allianz Global Investors Europe GmbH, Frankfurt, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. April 2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 2. April 2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,28% (das entspricht 173.700 Stimmrechten) betragen hat. 0,07% der Stimmrechte (das entspricht 3.700 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 5,02% (266.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 5,02% (266.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 5,02% (266.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland, am 13. Januar 2014 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,02% (das entspricht 266.000 Stimmrechten) betragen hat.

Anhang

Rücklagen

In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde.

Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen.

In den Übrigen Rücklagen werden die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 338 Tsd. Euro (2013: – 2.977 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2014 bzw. 2013 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den übrigen Rücklagen die im sonstigen Konzernergebnis zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von 2.665 Tsd. Euro (2013: – 833 Tsd. Euro) sowie erfolgsneutral zu berücksichtigende Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (nach Steuern) in Höhe von 0 Tsd. Euro (2013: 2 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat, noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:

  • Die eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
  • Die eigenen Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teile von Unternehmen, gewerbliche Schutzrechte wie z.B. Patente, Marken bzw. hierauf gerichtete Lizenzen oder sacheinlagefähige Wirtschaftsgüter bzw. Leistungen zu erwerben.
  • Die eigenen Aktien können gegen Barzahlung veräußert werden, wobei der Verkaufspreis den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Wirksamwerden der Veräußerung (ohne Erwerbsnebenkosten) gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nicht wesentlich unterschreiten darf.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung der Verpflichtungen der Hauptversammlung vom 30. April 1999 beschlossenen und in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 geänderten Aktienoptionsplan der Gesellschaft verwendet werden, wobei die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft obliegt, soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft übertragen werden sollen.
  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten aus von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen verwendet werden.

Im März 2003 hat der Vorstand von der in Vorjahren erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8% des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.

Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Darüber hinaus wurden im März bzw. August 2006 fällige Darlehen mit der Hingabe von 17.214 Aktien beglichen. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 51.000 (2007: 2.700 Aktien, 2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 200 eigene Aktien, die zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen eingesetzt wurden, über die Börse wieder zurückgekauft.

Im Zusammenhang mit der Option auf den Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien an der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat die Eckert & Ziegler AG die Verpflichtung übernommen bei Ausübung der Option durch den Vertragspartner einen Teil des Ausübungspreises mit 66.667 eigenen Aktien zu begleichen. Diese Verbindlichkeit wurde im Jahr 2008 bilanziert, indem ein Betrag in Höhe von 566 Tsd. Euro ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Im März 2011 wurde die Option ausgeübt und 66.667 Aktien aus dem Bestand an eigenen Aktien an die SMI Steglitz MedInvest UG übertragen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 35.331 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 12,33 Euro je Aktie über die Börse zurückgekauft. Zur Bedienung von ausgeübten Aktienoptionen wurden aus dem Bestand an eigenen Aktien 1.600 Stück eingesetzt, 15.331 eigene Aktien wurden über die Börse verkauft. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 20.000 eigene Aktien über die Börse verkauft, 33.750 eigene Aktien wurden für den Erwerb von Anteilen bzw. Darlehensforderungen von Minderheitsgesellschaftern eingesetzt. Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Geschäftsjahr 2010 insgesamt ein Gewinn in Höhe von 951 Tsd. Euro (2009: 208 Tsd. Euro) realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde.

Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2014 4.818 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 0,1% am Grundkapital der Gesellschaft. Die Anzahl (5.288.165) der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 nicht verändert.

Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen ist im Teil "Sonstige Angaben" dargestellt.

33 | DARLEHENSVERBINDLICHKEITEN

Die Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18.705 21.539
sonstige Darlehensverbindlichkeiten 0 1.088
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 18.705 22.627
davon kurzfristig 11.426 5.055
davon langfristig 7.279 17.572

Im Geschäftsjahr 2014 wurden für ein Darlehen im Segment Strahlentherapie die mit der Bank vereinbarten Covenants nicht eingehalten. Die Bank hätte daher theoretisch die Möglichkeit das Darlehen zu kündigen und kurzfristig fällig zu stellen. Aus diesem Grund wurde die Restschuld aus diesem Darlehen in der Bilanz (im Gegensatz zu den vertraglich vereinbarten Fristen) komplett unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Konzern geht nicht davon aus, dass die Bank von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wird, sieht aber für den theoretisch denkbaren Fall auch keine Probleme das Darlehen gegebenenfalls anderweitig zu refinanzieren.

Anhang
-- -------- --
Tsd. Euro Zinssatz p. a. 2014 2013
Darlehen der Commerzbank AG 3,99% 6.500 6.500
Darlehen der DZ Bank 3,10% 5.373 5.931
Darlehen der Commerzbank AG 4,80% 1.441 1.631
Darlehen der Deutschen Bank AG 3,17% 1.355 1.500
Darlehen der Deutschen Industrie Bank AG (IKB)
(ERP-Innovationsprogramm)
4,75% bis 4,85% 937 2.187
Darlehen der Comerica Bank (USA) Prime +1% 721 852
Darlehen der Deutschen Bank AG 3M EURIBOR +2,4% 413 2.063
Darlehen der Credit Agricole 5,00% 205 360
Darlehen von Altgesellschaftern aus der
Übernahme von Anteilen
10,00% 0 1.088
Darlehen der Commerzbank AG
(KfW-Globaldarlehen)
6,10% 0 291
sonstige Darlehen 4,5% bis 5,1% 110 223
kurzfristige Geldmarktdarlehen 2,50% 1.650 0
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 18.705 22.627

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehensverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

Die Darlehensverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Der Rückgang beruht auf der planmäßigen Tilgung der bestehenden Darlehen. Im Geschäftsjahr 2014 wurden zwei kurzfristige Geldmarktdarlehen in Höhe von 1.650 Tsd. Euro neu aufgenommen, welche bis März 2015 vollständig zurückgezahlt werden. Im Vorjahr beruhte der Anstieg der Darlehensverbindlichkeiten im Wesentlichen aus der Aufnahme neuer Darlehen im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Produktionsstätte in Warschau, der Modernisierung einer deutschen Produktionsstätte und den Unternehmenserwerben des Segmentes Therapie. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. wurde außerdem ein Verkäuferdarlehen in Höhe von 1,5 Mio. USD (1.088 Tsd. Euro) übernommen.

Im September 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH ein Darlehen über 6.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der im November erfolgten Unternehmenserwerbe aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018 und wird beginnend ab dem zweiten Quartal 2015 in vierteljährlichen Raten von 465 Tsd. Euro getilgt.

Im Mai 2012 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ein Darlehen zur Finanzierung des Neubaus einer Produktionsstätte ihrer polnischen Tochtergesellschaft in Warschau aufgenommen. Das Darlehen hatte ein Gesamtvolumen von bis zu 6.530 Tsd. Euro von denen 5.931 Tsd. Euro in Anspruch genommen wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2019 und wird beginnend ab dem Jahr 2014 in vierteljährlichen Raten von 327 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Im Juni 2011 wurde ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von 2.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 und ist, beginnend ab 30. September 2013 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD zurück zu zahlen.

Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der Modernisierung ihrer Produktionsstätte aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und wird seit dem zweiten Quartal 2014 in vierteljährlichen Raten von 48 Tsd. Euro getilgt.

Das Darlehen der Deutschen Industriebank AG (IKB) aus dem ERP- Innovationsprogramm diente der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bei der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2015 und wird beginnend ab 30. Dezember 2009 in vierteljährlichen Raten von zunächst 104 Tsd. Euro bzw. ab 30. Dezember 2012 in vierteljährlichen Raten von 312 Tsd. Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.

Im Oktober 2012 hat die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. ein Darlehen über 1.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 10. Oktober 2017 und wird in monatlichen Raten von 25 Tsd. USD zurückgezahlt.

Im Mai 2010 hat die Eckert & Ziegler AG zur teilweisen Refinanzierung der im Rahmen eines Übernahmeangebotes erworbenen zusätzlichen Anteile an der International Brachytherapy S.A. ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von 8.250 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2015 und wird in vierteljährlichen Raten von 412 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Zur anteiligen Finanzierung des Erwerbs der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH hat die Eckert & Ziegler AG im Januar 2009 ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von 3.000 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013 und wurde in vierteljährlichen Raten von 158 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Ebenfalls im Januar 2009 hat die Eckert & Ziegler AG ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von 2.000 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen wurde von der Eckert & Ziegler AG an ihre amerikanische Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL) weitergereicht und diente der Ablösung des kurzfristigen Darlehens, welches der Verkäufer der NASM-Industriequellensparte der IPL gewährt hatte. Das Darlehen wurde seit dem 31. März 2010 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD bis zum 31. Dezember 2013 vollständig getilgt.

Zur Ablösung des im Geschäftsjahr 2007 im Rahmen des Unternehmenserwerbes von den Altgesellschaftern gewährten Darlehens hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH im Jahr 2008 ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von 2.200 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2013 und wurde beginnend ab 30. März 2009 in vierteljährlichen Raten von 110 Tsd. Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Als Sicherheit für das Darlehen wurde das Zyklotron der Gesellschaft an die Bank sicherungsübereignet.

Im Jahr 2009 wurde das Darlehen gegenüber der Deutschen Industriebank AG (IKB) (Partiarisches Darlehen) in der ursprünglichen Höhe von 2.812 Tsd. Euro zum 30. Juni 2008 vollständig getilgt. Die Umfinanzierung erfolgte über ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von 2.000 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2014. Das Darlehen wird in gleich bleibenden vierteljährlichen Raten (inklusive Zinsen) in Höhe von 100 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Der Konzern verfügt insgesamt über Kreditlinienzusagen in Höhe von 8.000 Tsd. Euro, von denen zum 31. Dezember 2014 Kreditlinien in Höhe von 1.935 Tsd. Euro Anspruch genommen waren.

Die vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten der Darlehensverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2014 und 2013 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Restlaufzeit bis 1 Jahr 6.321 5.055
Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre 11.997 15.606
Restlaufzeit über 5 Jahre 387 1.966
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 18.705 22.627

Anhang

34 | ABGRENZUNG VON ZUSCHÜSSEN UND SONSTIGE ABGRENZUNGSPOSTEN

Die Position Abgrenzung von Zuschüssen setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig 117 104
abgegrenzte Zuschüsse langfristig 680 715
Stand zum 31.12. 797 819

35 | RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 (revised) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (PUC-Methode) und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2014 (ebenso wie im Vorjahr) von der Longial AG bzw. von der Allianz Lebensversicherung AG durchgeführt.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

% 31.12.2014 31.12.2013
Abzinsungssatz(-sätze) 2,0 bis 2,1 2,75 bis 3,80
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 2,75 2,75
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 2,50 2,50
Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen 1,50 1,50
Erwartete prozentuale Inflationsrate 2,00 2,00

Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

Tsd. Euro 2014 2013
Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche 11.263 8.316
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert – 169 – 353
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 11.094 7.963

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

Tsd. Euro 2014 2013
Pensionsrückstellungen zum 01.01. 7.963 8.863
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 457 489
Versicherungsmathematische Gewinne (–) bzw. Verluste (+) 2.675 – 1.178
Auszahlungen aus dem Planvermögen 197 4
Ertrag aus Planvermögen – 13 – 13
Pensionszahlungen – 185 – 202
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 11.094 7.963

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

Tsd. Euro 2014 2013
Dienstzeitaufwand 161 191
Zinsaufwand 296 298
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen – 13 – 10
Summe der erfassten Beträge 444 479

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge im sonstigen Konzernergebnis erfasst:

Tsd. Euro 2014 2013
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+)
am 1.1.
1.241 2.419
Zugang/Abgang 2.675 – 1.178
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+)
am 31.12.
3.916 1.241

Das Planvermögen besteht aus einer, ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen finanzierten Rückdeckungsversicherung. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2014 2013
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens
353 344
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 13 10
Versicherungsmathematischer Gewinn 0 3
Auszahlungen aus dem Planvermögen – 197 – 4
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Planvermögens
169 353

Für das Geschäftsjahr 2015 werden Pensionszahlungen in Höhe von 253 Tsd. Euro erwartet. Im Vorjahr wurden die für das Jahr 2014 erwarteten Pensionszahlungen in Höhe von 403 Tsd. Euro ursprünglich unter den kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Dieser Ausweis wurde korrigiert und die Bilanz des Vorjahres wurde dementsprechend angepasst. (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 6).

Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2014 2013 2012 2011 2010
Defined benefit obligation – 11.263 – 8.316 – 9.207 – 7.149 – 6.238
Planvermögen 169 353 344 333 325
Funded status – 11.094 – 7.963 – 8.863 – 6.816 – 5.913

Weiterhin existieren Versorgungspläne für zwei aktuelle Vorstandsmitglieder, die als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für die Versorgungspläne belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 120 Tsd. Euro (2013: 120 Tsd. Euro). Die Versorgungszusagen werden über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse abgesichert.

Anhang

36 | ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2014 und 2013.

Tsd. Euro 2014 2013
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (langfristig) 14.233 13.230
Sonstige Rückstellungen (langfristig) 9.404 10.761
Übrige Rückstellungen zum 31.12. 23.637 23.991
Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 3.600 4.014
Übrige kurfristige Rückstellungen zum 31.12. 3.600 4.014

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beinhalten erwartete Aufwendungen für den Rückbau und die Entsorgung der Produktionsanlagen und Mietereinbauten und haben sich in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2014 2013
Rückstellungen zum 01.01. 13.230 13.706
Zugänge/Abgänge 485 – 796
Aufzinsung 295 445
Inanspruchnahme – 54 0
Währungsumrechnung 277 – 125
Rückstellungen zum 31.12. 14.233 13.230

Für die Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfolgte im Geschäftsjahr 2014 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 0,2% bis 3,1%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 0,5% bis 2,3% hätte sich eine um 545 Tsd. Euro niedrigere (2013: 444 Tsd. Euro) Rückstellung ergeben. Auszahlungen für den Rückbau werden in den Geschäftsjahren 2015 bis 2030 erwartet.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf den zukünftigen Rückbau beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen 72 Tsd. Euro (2013: 64 Tsd. Euro).

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2014 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen in Höhe von 8.773 Tsd. Euro (2013: 7.961 Tsd. Euro). Diese Rückstellungen werden auf der Grundlage der für die Verarbeitung zu erwartenden internen und externen Kosten gebildet sowie regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Ermittlung der Kosten erfolgt dabei auf der Basis von Erfahrungswerten und bereits in der Vergangenheit durchgeführten Entsorgungen. Die Extrapolation historischer Kosten in die Zukunft beinhaltet Schätzungsunsicherheiten insbesondere durch:

  • Ungewissheit hinsichtlich der zukünftigen den Bewertungen zugrunde liegenden Entsorgungswege, dem Umfang ihrer Nutzbarkeit und den damit verbundenen externen Kosten.
  • Unmöglichkeit der Berücksichtigung eventueller zukünftiger Änderungen gesetzlicher und/oder behördlicher Anforderungen, die sowohl Auswirkungen auf den internen Aufwand als auch auf die externen Entsorgungskosten haben können.
  • Bewertungsrisiken durch den Ansatz pauschalisierter Preissteigerungsraten und festgelegter Diskontierungssätze.

37 | ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Position übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter aus dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 1.338 Tsd. Euro (2013: 1.620 Tsd. Euro) sowie langfristige Verbindlichkeiten aus einem im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Lizenzvertrag in Höhe von 2.057 Tsd. Euro (2013: 2.257 Tsd. Euro).

Weiterhin beinhaltet die Position übrige langfristige Verbindlichkeiten zwei Zinsswaps in Höhe von 864 Tsd. Euro (2013: 815 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Derivate, welche gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert werden. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 39 enthalten. Der im Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich fällige Teil dieser Zinsswaps in Höhe von 134 Tsd. Euro wurde in der Vorjahresbilanz unter den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dieser Ausweis wurde korrigiert und die Bilanz des Vorjahres entsprechend angepasst (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 6).

38 | ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Position übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2014 2013
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 4.486 3.558
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 415 462
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 792 1.164
Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen 6.258 5.135
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern 484 309
Sonstige Verbindlichkeiten 1.759 879
Stand zum 31.12. 14.194 11.507

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum 31. Dezember 2014 eine Earn-out Verbindlichkeit aus einem Unternehmenserwerb in Höhe von 778 Tsd. Euro.

39 | ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.

Anhang

Übersicht über finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:

Tsd. Euro 2014 2013
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21.824 29.414
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 0 22
Forderungen und Darlehen 24.209 23.562
Stand zum 31.12. 46.033 52.998
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 69.388 46.267
Derivative Finanzinstrumente 864 815
Stand zum 31.12. 70.252 47.082

In der Position zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte wurden im Vorjahr börsennotierte Wertpapiere ausgewiesen.

In der Position derivative Finanzinstrumente bei den finanziellen Verbindlichkeiten werden die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Zinsswaps ausgewiesen. Für diese Swaps werden Marktpreise ermittelt, zu denen die Swaps jederzeit aufgelöst werden können.

Die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Tsd. Euro 2014 2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristig 23.401 20.277
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Langfristig 368 2.853
Übrige Vermögenswerte Langfristig 440 432
Stand zum 31.12. 24.209 23.562

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

VERBINDLICHKEITEN ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Tsd. Euro 2014 2013
Darlehensverbindlichkeiten kurzfristig 11.426 5.055
Darlehensverbindlichkeiten langfristig 7.279 17.572
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig 8.220 7.779
Verbindlichkeiten gegenüber Personal kurzfristig 3.866 4.364
Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig 11.106 7.277
Übrige Verbindlichkeiten langfristig 4.632 4.220
Stand zum 31.12. 46.529 46.267

Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten ist in Tz. 35 erläutert.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.

2014 2013
Beizulegender Beizulegender
Tsd. Euro Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel
äquivalente
21.824 21.824 29.414 29.414
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen
24.209 24.209 23.562 23.562
Stand zum 31.12. 46.033 46.033 52.976 52.976
Finanzielle Verbindlichkeiten, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
8.220 8.220 7.779 7.779
Verbindlichkeiten gegenüber Kredit
instituten und sonstige Finanzschul
den 18.421 18.705 24.103 22.627
Sonstige nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
19.604 19.604 15.861 15.861
Stand zum 31.12. 46.245 46.529 47.743 46.267

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, die mit einem festen (vom Marktzins abweichenden) Zinssatz ausgestattet sind, bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden aktuellen Marktzinssatz.

Die nach IAS 39 Kategorien gebildeten Nettogewinne bzw. -verluste bestehen im Wesentlichen aus Abgangsgewinnen bzw. -verlusten, Änderungen im fair value, Wertminderungen sowie nachträglichen Eingängen an abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/-verluste nach Kategorien.

Tsd. Euro 2014 2013
Forderungen – 109 975
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert – 49 211

Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" betrifft Zinsswaps.

Anhang

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:

Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Verbindlichkeiten,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 0 – 864 – 864
Stand zum 31.12.2014 0 0 – 864 – 864
Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
22 0 0 22
Stand zum 31.12.2013 22 0 0 22
Finanzielle Verbindlichkeiten,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 0 – 815 – 815
Stand zum 31.12.2013 0 0 – 815 – 815

Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.

Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Risikoanalyse

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.

Kreditrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultieren zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Für den Konzern entsteht ein mögliches Kreditrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert. Die Überwachung des Kreditrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Risikoexposition

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte zum Stichtag in Höhe von 23.769 Tsd. Euro (2013: 23.584 Tsd. Euro).

Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.

Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:

Tsd. Euro 2014 2013
Europa 13.567 10.154
Nordamerika 5.670 3.956
Sonstige 4.164 6.167
Stand zum 31.12. 23.401 20.277

Die Altersstruktur der überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31.12. wie folgt dar:

Tsd. Euro 2014 2013
1 bis 90 Tage 9.106 9.491
über 90 Tage 3.650 2.404
12.756 11.895

Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Auf Grund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.

Bei der Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zu Grunde gelegt. Dabei wird in der Regel vor der Wertminderung einer Forderung das bisherige Zahlungsverhalten des jeweiligen Kunden individuell ausgewertet. Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2014 2013
Stand zum 01. Januar 1.273 2.253
Netto-Zuführungen 191 196
Inanspruchnahme – 88 – 1.171
Wechselkurseffekte 6 – 5
Stand zum 31. Dezember 1.382 1.273

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.

Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.

Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2014 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von 8.000 Tsd. Euro (2013: 8.035 Tsd. Euro) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend den oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2014 wurden für verschiedene Projekte Fremdfinanzierungen bei Kreditinstituten angefragt oder von Banken eigenständig vorgelegt. Die Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf, woraus sich eine gute Bonität des Konzerns ableiten lässt. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den profitablen, operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Verbindlichkeiten mehr als gedeckt sind. In bestehenden Darlehensverträgen sind Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Covenants enthalten. Aufgrund der unerwartet schlechten Ergebnisse des Segments Strahlentherapie wurden die Covenants, welche sich ausschließlich auf Kennzahlen dieser Unternehmensgruppe beziehen, bei einem Kreditvertrag nicht eingehalten. Der Vorstand erörtert derzeit Möglichkeiten zur Bereinigung dieser Lage. Der Darlehensbetrag wurde vollständig in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert.

Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Risikoexposition

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:

ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE 31.12.2014
Buchwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festver
zinslich
17.572 19.427 12.260 7.167 0
Darlehensverbindlichkeiten variabel
ver
zinslich
1.133 1.183 689 494 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
8.220 8.220 8.220 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Personal
unver
zinslich
3.866 3.866 3.866 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten unver
zinslich
38.539 38.539 38.539 0 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
864 864 142 722 0
Stand zum 31.12. 70.194 72.099 63.716 8.383 0
ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE 31.12.2013
Buchwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festver
zinslich
20.564 24.202 5.686 17.867 649
Darlehensverbindlichkeiten variabel
ver
zinslich
2.063 2.124 1.707 417 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
7.779 7.779 7.747 32 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Personal
unver
zinslich
4.364 4.364 4.364 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten unver
zinslich
11.497 11.497 9.877 1.071 549
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten 815 815 134 681 0
Stand zum 31.12. 47.082 50.781 29.515 20.068 1.198

Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2014 von 2,7% (2013: 2,5%) zu Grunde.

Währungsrisiken

Aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).

Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzt.

Exportgeschäfte in Polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisentermin- und -optionsgeschäften.

Risikoexposition

Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:

Fremdwährungsexposition 31.12.2014 31.12.2013
umgerechnet in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Zahlungsmittel 8.775 222 141 151 9.819 396 185 218
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen
7.061 585 513 174 5.276 747 747 50
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
– 3.005 – 77 – 123 – 39 – 912 – 217 – 66 – 1
Bilanzexposition 12.831 730 531 286 14.183 926 866 267

Anhang

Die Bilanzexposition entspricht dabei jeweils der Netto-Exposition, da zu den Abschlussstichtagen keine Fremdwährungsswaps existierten.

Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg des Euro von 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Gesamtergebnisses geführt:

31.12.2014 31.12.2013
Effekt in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Gesamtergebnis – 1.283 – 73 – 53 – 29 – 1.418 – 93 – 87 – 27

Eine Senkung des Euro von 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 4 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken ist der Konzern im Wesentlichen im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Grund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.

Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von zwölf Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 2.000 Tsd. Euro zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von 17.650 Euro bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats EURIBOR) bis Ablauf des Vertrages.

Ein weiterer Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für variabel verzinste Finanzierungsdarlehen wurde im Februar 2011 abgeschlossen. Dieser Swap hat eine Laufzeit von zehn Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 8.000 Tsd. Euro, der beginnend ab 31. Dezember 2013, jeweils zum Quartalsende um 250 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 3,21% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert dieser Swap-Geschäfte zum 31. Dezember 2014 beträgt –864 Tsd. Euro (2013: –815 Tsd. Euro) und wird in der Bilanz unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Verlust aus der Veränderung der Marktbewertung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem die Swap-Geschäfte abgeschlossen wurden, mitgeteilt. Danach wurde für die Ermittlung des aktuellen Barwerts der Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Risikoexposition

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende verzinsliche Vermögenswerte und Schulden aus:

Tsd. Euro 2014 2013
Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte 2.055 2.098
davon variabel verzinslich 79 371
davon festverzinslich 1.976 1.727
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 18.705 22.627
davon variabel verzinslich 1.133 2.063
davon festverzinslich 17.572 20.564

Die festverzinslichen Vermögenswerte enthalten ein Darlehen aus umgewandelten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eines Joint Ventures.

Sensitivität der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – hätte zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:

2014 2013
Effekt in Tsd. Euro + 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
+ 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
Zinsergebnis für variabel verzinsliche
Finanzinstrumente
190 – 228 341 – 364

Kapitalmanagement

Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50% des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist im Geschäftsjahr 2014 nicht eingetreten.

Der Konzern verfolgt eine konservative und auf Flexibilität ausgerichtete Anlage- und Verschuldungspolitik mit einem ausgewogen gestalteten Investitions- und Finanzierungsportfolio. Dabei unterliegt der Konzern keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen. Die wichtigsten Ziele des Finanzmangements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zugangs zum Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes.

Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele sind die Optimierung der Kapitalstruktur, die Dividendenpolitik, Akquisitionen sowie im Bedarfsfall auch Eigenkapitalmaßnahmen. Kapitalbedarf und Kapitalbeschaffung sollen so aufeinander abgestimmt werden, dass den Erfordernissen an Ertrag, Liquidität, Sicherheit und Unabhängigkeit ausgewogen Rechnung getragen wird. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber 2013 unverändert.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtlichen hochliquiden Mittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Auf Grund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

40 | OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Ausgehend vom Konzernergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

41 | INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, die nicht Bestandteil der liquiden Mittel sind.

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Konzern 100% der Anteile an der REM Industry and Commerce Ltda. (anschließend umfirmiert in: Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda.) erworben. Der gesamte Kaufpreis betrug 3.678 Tsd. BRL (1.178 Tsd. Euro) wovon im Geschäftsjahr 2014 eine fällige Rate in Höhe von 2.452 Tsd. BRL (785 Tsd. Euro) in Zahlungsmitteln bezahlt wurde. Im Rahmen des Unternehmenserwerbes wurden Zahlungsmittel in Höhe von 17 Tsd. BRL (5 Tsd. Euro) übernommen (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43).

42 | FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.

Gezahlte und erhaltene Zinsen werden entsprechend dem Wahlrecht in IAS 7.33 ebenfalls als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Sonstige Angaben

43 | UNTERNEHMENSERWERBE UND –VERÄUSSERUNGEN

a) Erwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. im Geschäftsjahr 2014

Am 19. März hat die Eckert & Ziegler Brasil Participacoes Ltda. einen Vertrag zum Erwerb sämtlicher Anteile an der TOF Comercial Ltda., São Paulo, Brasilien, von der brasilianischen REM Industry and Commerce Ltda. unterzeichnet. Der Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 1.643 Tsd. USD (3.678 Tsd. BRL). Der Kaufpreis ist in drei Raten zu zahlen, wovon die erste Rate in Höhe von 1.099 Tsd. USD (2.452 Tsd. BRL) am 1. September 2014 fällig war und bezahlt wurde. Der Erwerb wurde somit zum 1. September 2014 wirksam, die TOF Comercial Ltda. wurde anschließend in Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. umfirmiert.

Die beiden weiteren Raten des vereinbarten Gesamtkaufpreises in Höhe von 454 Tsd. USD (1.022 Tsd. BRL) und 90 Tsd. USD (204 Tsd. BRL) werden erst in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter im Kaufvertrag vereinbarter Konditionen fällig. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 146 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.607 Tsd. BRL. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. BRL Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 6 2.432 2.438
Sachanlagevermögen 497 0 497
Forderungen 1.465 0 1.465
Bankguthaben und Kassenbestände 17 0 17
Verbindlichkeiten – 1.519 0 – 1.519
latente Steuern 0 – 827 – 827
Nettovermögen 466 1.605 2.071
Kaufpreis – 3.678 – 3.678
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.607

Mit dem Erwerb der Eckert & Ziegler Brazil Comercial Ltda. wurden liquide Mittel in Höhe von 17 Tsd. BRL übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –2.435 Tsd. BRL betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 967 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 351 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2014 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 2.201 Tsd. Euro und der Verlust um 361 Tsd. Euro höher ausgefallen.

b) Erwerb der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH im Geschäftsjahr 2013

c) Am 15. Februar 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH sämtliche Anteile der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft, Düsseldorf, erworben. Der in bar beglichene Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 490 Tsd. Euro, zuzüglich einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 56 Tsd. Euro, welche auf Basis der für die Jahre 2014 bis 2018 prognostizierten Umsatzerlöse berechnet wurde. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 2 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 339 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 137 137
Sachanlagevermögen 2 0 2
Forderungen 486 0 486
Bankguthaben und Kassenbestände 11 0 11
Verbindlichkeiten – 388 0 – 388
latente Steuern 0 – 41 – 41
Nettovermögen 111 96 207
Kaufpreis – 546 – 546
Geschäfts- oder Firmenwert – 339

Mit dem Erwerb der Chemotrade GmbH wurden liquide Mittel in Höhe von 11 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb – 535 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 1.028 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 60 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 147 Tsd. Euro und der Verlust um 67 Tsd. Euro höher ausgefallen.

d) Erwerb des Geschäftsbereiches Entsorgung von der Energy Solutions EU im Geschäftsjahr 2013 Im Mai 2013 hat die Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd. den Geschäftsbereich Entsorgung von der britischen Energy Solutions EU mit Wirkung zum 1. Juni 2013 übernommen. Der Kaufpreis für die übernommenen Vermögenswerte und Schulden betrug 2 GBP und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 3 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig.

Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Latente Steuern 0 8 8
Verbindlichkeiten 0 – 35 – 35
Nettovermögen 0 – 27 – 27
Kaufpreis 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert – 27

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 1.609 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 146 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 891 Tsd. Euro und der Gewinn um 18 Tsd. Euro höher ausgefallen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde im Ergebnis des zum Erwerbsstichtages durchgeführten Werthaltigkeitstests in voller Höhe von 27 Tsd. Euro wertgemindert, da der erzielbare Betrag null ist.

e) Erwerb der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H. im Geschäftsjahr 2013

Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH sämtliche Anteile der BSM Diagnostika Gesellschaft m. b.H, Wien, Österreich, (einschließlich ihrer beiden 100%igen Tochtergesellschaften Comtec Laborgeräte GmbH und MEDPRO Vertrieb medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m. b.H.) erworben. Der Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 1.500 Tsd. Euro und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 20 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 257 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 9 995 1.004
Sachanlagevermögen 131 131
Forderungen 1.282 1.282
Bankguthaben und Kassenbestände 304 304
Verbindlichkeiten – 1.229 – 1.229
latente Steuern 0 – 249 – 249
Nettovermögen 497 746 1.243
Kaufpreis – 1.500 – 1.500
Geschäfts- oder Firmenwert – 257

Mit dem Erwerb der BSM wurden liquide Mittel in Höhe von 304 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –1.196 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 2.964 Tsd. Euro und ein Gewinn in Höhe von 104 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 2.964 Tsd. Euro und der Gewinn um 588 Tsd. Euro höher ausgefallen.

f) Erwerb des Geschäftsbereiches Brachytherapie der Biocompatibles Inc. im Geschäftsjahr 2013

Am 1. November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. den Geschäftsbereich Brachytherapie der amerikanischen Biocompatibles Inc. übernommen und anschließend auf die BEBIG S.A. übertragen. Der in bar beglichene Kaufpreis für die erworbenen Vermögenswerte betrug 5,0 Mio. USD (3.657 Tsd. Euro), zuzüglich einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 2,0 Mio. USD (1.492 Tsd. Euro).

Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde auf Basis prognostizierter Umsatzerlöse berechnet und bei der Kaufpreisallokation als Verbindlichkeit des Geschäftsbereiches berücksichtigt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 30 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung war gemäß IFRS 3.45 vorläufig. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.812 Tsd. Euro, welcher entsprechend dem US-amerikanischen Steuerrecht als für Steuerzwecke abzugsfähig betrachtet wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde im Geschäftsjahr 2013 zunächst vorläufig wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte* 2.756 2.756
Sachanlagevermögen 227 227
Forderungen 58 58
Sonstige Vermögenswerte 296 296
Verbindlichkeiten – 1.492 – 1.492
Nettovermögen 1.845 0 1.845
Kaufpreis – 3.657 – 3.657
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.812

* Die immateriellen Vermögenswerte wurden zunächst vorläufig auf Basis der im Kaufvertrag vorgenommenen Aufteilung des Kaufpreises bewertet.

Mit dem Erwerb des Geschäftsbereiches wurden keine liquiden Mittel übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb – 3.657 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 52 Tsd. Euro und ein Nettoverlust in Höhe von 214 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 8.000 Tsd. Euro höher ausgefallen, der Ergebnisbeitrag hätte 0 Tsd. Euro betragen. Diese Zahlen basieren auf den Zahlen des Geschäftsjahres 2012 für den Geschäftsbereich und berücksichtigen nicht den freiwilligen Produktionsstop der Geschäftstätigkeit vom Mai bis November 2013. Sofern die in diesem Zeitraum tatsächlich erzielten Umsätze und Ergebnisse in den Konzernabschluss eingeflossen wären, hätten diese einen bedeutenden Verlust beigetragen, die genauen Zahlen wurden uns aber vom Verkäufer nicht zur Verfügung gestellt.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die im Vorjahr zunächst vorläufig vorgenommene Verteilung des Kaufpreises finalisiert. Die endgültige Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 983 983
Sachanlagevermögen 227 0 227
Vorräte 287 166 453
Forderungen 58 0 58
Sonstige Vermögenswerte 9 0 9
Verbindlichkeiten 0 – 1.492 – 1.492
latente Steuern 0 – 79 – 79
Nettovermögen 581 – 422 159
Kaufpreis – 3.657 – 3.657
Geschäfts- oder Firmenwert – 3.498

g) Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. im Geschäftsjahr 2013

Am 5. November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. die Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon, USA, erworben. Der Kaufpreis für sämtliche Anteile an der Gesellschaft betrug 3,0 Mio. USD (2.194 Tsd. Euro) und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Kosten betrugen 20 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung ist gemäß IFRS 3.45 vorläufig. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.939 Tsd. Euro, welcher entsprechend dem US-amerikanischen Steuerrecht als für Steuerzwecke abzugsfähig betrachtet wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde im Geschäftsjahr 2013 zunächst vorläufig wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 10 10
Sachanlagevermögen 30 30
Forderungen 583 583
Sonstige Vermögenswerte 430 430
Bankguthaben und Kassenbestände 447 447
Verbindlichkeiten – 1.245 – 1.245
Nettovermögen 255 0 255
Kaufpreis – 2.194 – 2.194
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.939

Mit dem Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. wurden liquide Mittel in Höhe von 447 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb – 1.747 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 421 Tsd. Euro und ein Nettoverlust in Höhe von 87 Tsd. Euro erfasst.

Anhang

Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 4.091 Tsd. Euro und der Gewinn um 182 Tsd. Euro höher ausgefallen.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde die im Vorjahr zunächst vorläufig vorgenommene Verteilung des Kaufpreises finalisiert. Die endgültige Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 10 768 778
Sachanlagevermögen 30 0 30
Vorräte 372 326 698
Forderungen 583 0 583
Sonstige Vermögenswerte 58 0 58
Bankguthaben und Kassenbestände 447 0 447
Verbindlichkeiten – 1.244 0 – 1.244
latente Steuern 0 – 383 – 383
Nettovermögen 256 711 967
Kaufpreis – 2.194 – 2.194
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.227

Im Rahmen des Erwerbes wurde mit dem Verkäufer eine erfolgsabhängige Kaufpreiskomponente vereinbart. Aus der Anpassung dieses Kaufpreisbestandteiles zum 31. Dezember 2014 resultierte im Geschäftsjahr 2014 ein Ertrag in Höhe von 376 Tsd. Euro, der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

44 | MITARBEITERBETEILIGUNGSPROGRAMM

Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen.

Zum 31. Dezember 2013 gab es keine ausstehenden Aktienoptionen mehr. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist beendet, so dass auch keine weiteren Aktienoptionen mehr ausgegeben werden.

45 | LEASINGVERHÄLTNISSE

Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer

Der Konzern hat ausschließlich nicht aktivierungspflichtige (operating lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2014 und 2013 auf 2.739 Tsd. Euro bzw. 2.341 Tsd. Euro.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (operating lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) belaufen sich zum 31. Dezember 2014 auf folgende Summen:

Tsd. Euro Miet- und Leasingverträge
Jeweils zum Jahresende (31. Dezember)
2015 2.906
2016 2.201
2017 1.821
2018 1.395
2019 912
danach 5.875
Mindestmiet- bzw. -leasingzahlungen gesamt 15.110

Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Vereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

46 | SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND EVENTUALFORDERUNGEN

Bei einem bestehenden Vertragsverhältnis zwischen einer Gesellschaft der Eckert & Ziegler Gruppe und einem externen Unternehmen existieren unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Kostenaufteilung für zukünftig anfallende Aufwendungen. Die Rückstellungen zum Abschlussstichtag enthalten nur den Wert der wahrscheinlich durch die Eckert & Ziegler Gruppe zu tragen sein wird. Darüber hinaus gehende Aufwendungen werden als nicht überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt.

47 | SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Der Konzern hat "IFRS 8 Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in drei operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Isotope Products fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z.B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen und bei der Erdölexploration, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Anhang

Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter.

Das Segment Strahlentherapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jod-Seeds. Hier ist Eckert & Ziegler Marktführer in Europa. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte. Die Produktion erfolgt in Deutschland und in den USA, während die Produkte weltweit vertrieben werden.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Standorten in Berlin, Holzhausen, Bonn, Braunschweig und Washington umfassen radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Strahlentherapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam der Auriga-Bereich hinzu. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 zu nennen sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung. Während der Vertrieb der PET-Diagnostika auf Mittel- und Ost-Europa beschränkt ist, werden die Synthesemodule und das Yttrium-90 weltweit vertrieben. Die Auftragsfertigung findet zentral in Braunschweig statt und nimmt Aufträge aus aller Welt entgegen.

Der Bereich Sonstiges enthält zum einen die im Vorjahr noch getrennt ausgewiesenen Umweltdienste, die sich mit der Rücknahme, der Verarbeitung und der Konditionierung von isotopentechnischen Reststoffen beschäftigen. Zum anderen sind die Posten der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG enthalten. Die Vorjahreswerte in den nachfolgenden Tabellen wurden gemäß IFRS 8.29 an die geänderte Zusammensetzung der Segmente entsprechend angepasst.

Isotope Products Strahlentherapie
Radiopharma
Sonstige
Eliminierung Gesamt
Tsd. Euro 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Umsätze mit externen
Kunden
59.496 53.714 28.829 27.838 32.296 28.273 6.635 7.313 0 0 127.256 117.138
Umsätze mit anderen
Segmenten
1.955 3.600 169 91 54 163 5.635 5.074 – 7.813 – 8.928 0 0
Segmentumsätze insgesamt 61.451 57.314 28.998 27.929 32.350 28.436 12.270 12.387 – 7.813 – 8.928 127.256 117.138
Ergebnis aus at-equity
bewerteten Anteilen
– 609 – 183 – 609 – 183
Segmentergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern (EBIT)
14.732 13.518 – 1.649 1.615 2.549 2.380 – 2.632 – 5.417 – 44 49 12.956 12.145
Zinserträge 277 247 340 944 1 112 946 1.420 – 1.096 – 1.409 468 1.314
Zinsaufwendungen – 360 – 442 – 556 – 347 – 1.264 – 1.155 – 588 – 536 1.140 1.292 – 1.628 – 1.188
Ertragsteuern – 4.427 – 3.656 – 1.422 1.008 – 684 – 271 1.234 1.095 0 0 – 5.299 – 1.824
Ergebnis vor nicht
beherrschenden Anteilen
10.222 9.667 – 3.287 3.220 602 1.066 – 1.040 – 3.438 0 – 68 6.497 10.447

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope Products Strahlentherapie Radiopharma Sonstige Gesamt
Tsd. Euro 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Vermögen der Segmente 90.362 94.570 55.154 59.561 36.667 36.744 97.061 98.009 279.244 288.884
Eliminierung von Anteilen, Beteiligungen und
Forderungen zwischen den Segmenten
– 91.915 – 110.477
Konsolidiertes Gesamtvermögen 187.329 178.407
Verbindlichkeiten der Segmente – 47.228 – 47.397 – 23.485 – 24.471 – 35.684 – 35.790 – 13.784 – 8.678 – 120.181 – 116.336
Eliminierung von Verbindlichkeiten
zwischen den Segmenten
27.342 28.194
Konsolidiertes Verbindlichkeiten – 92.839 – 88.142
Beteiligungsansatz an assoziierten Unternehmen 2.493 2.830 3.439 5.323 3.439
Investitionen (ohne Unternehmenserwerbe) 1.783 1.630 2.189 1.931 2.432 5.532 1.373 540 7.777 9.633
Abschreibungen – 2.547 – 2.520 – 2.093 – 3.273 – 1.586 – 1.814 – 917 – 1.580 – 7.143 – 9.187
Andere wesentliche nicht zahlungswirksame
Erträge (+)/Aufwendungen (–)
1.982 1.428 – 1.662 522 – 354 2.601 – 490 176 – 524 4.727
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN NACH REGIONEN
Tsd. Euro 2014 2013
Deutschland 48.484 46.782
USA 27.712 25.108
Belgien 5.489 5.559
Sonstige 11.014 8.807
Gesamt 92.699 86.256

EXTERNE UMSÄTZE NACH GEOGRAPHISCHEN REGIONEN

2014 2013
Mio. Euro % Mio. Euro %
Europa 67,6 53 68,9 59
Nordamerika 41,6 33 32,8 28
Asien/Pazifik 11,8 9 11,3 10
Sonstige 6,3 5 4,1 3
Gesamt 127,3 100 117,1 100

Die Abgrenzung der geographischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

48 | NAHE STEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.

a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, 2014 verantwortlich für die Bereiche Konzernstrategie, Finanzen und Kapitalmarktkommunikation sowie für die Segmente Isotope Products und Sonstige), Wandlitz, Kaufmann

In anderen Gremien: Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)

Anhang

Dr. Edgar Löffler (Vorstand, 2014 verantwortlich für das Segment Strahlentherapie), Berlin, Medizin-Physiker

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia (USA); Geschäftsführender Direktor und Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien); Mitglied des Verwaltungsrates der geschlossenen Aktiengesellschaft ZAO "NanoBrachyTech", Moskau (Russland)

Dr. André Heß (Vorstand, 2014 verantwortlich für den Bereich Personal und das Segment Radiopharma), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA, Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)

Weitere Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Dr. Gunnar Mann (2014 verantwortlich für die Bereiche Strahlenschutz, Informationstechnologie und Infrastruktur sowie für den Bereich Umweltdienste des Segments Sonstige)

Axel Schmidt (2014 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH)

Frank Yeager (2014 Präsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Joseph Hathcock (2014 Vizepräsident der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc.)

Ivan Simmer (2014 Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter der Eckert & Ziegler Cesio s.r. o.)

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der GRETA AG, Hasloh (bis November 2014)

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs (stellv. Vorsitzender), Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH sowie anderer Unternehmen und Unternehmer In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der CARISMA Wohnbauten GmbH In anderen Kontrollgremien: keine

Dr. Gudrun Erzgräber, Birkenwerder, Physikerin In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Vorsitzender des Stiftungsrates der Charité Berlin, Vorsitzender des Kuratoriums der Max-Planck Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG) und für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Glyco Universe GmbH & Co KGaA, Berlin

Dr. Fritz Oesterle, Stuttgart, Rechtsanwalt

(Im Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler AG tätig bis 31. Juli 2014)

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Untertürkheimer Volksbank e.G., Stuttgart, Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEPD N.V., Amsterdam

Prof. Dr. Helmut Grothe, Wandlitz, Jurist, Universitätsprofessor an der Freien Universität Berlin (Im Aufsichtsrat der Eckert & Ziegler AG tätig seit 31. Juli 2014) In anderen Kontrollgremien: keine

b) Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen

  • Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK), die 32,2 % der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter, Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist.
  • Eckert Beteiligungen 2 GmbH (EB2), die eine 100%ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • Eckert Life Science Accelerator GmbH (ELSA), die eine 100%ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • OctreoPharm Sciences GmbH (at-equity konsolidiertes Unternehmen)

In den Jahren 2014 und 2013 wurden folgende Transaktionen mit diesen nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen, wobei sämtliche Transaktionen zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt wurden:

Im September 2012 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH einen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag abgeschlossen. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2014 Zinserträge für die Eckert & Ziegler AG in Höhe von 11 Tsd. Euro (2013: 11 Tsd. Euro). Die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH hat den Vertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 auf ihre Tochtergesellschaft Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen.

Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) einen weiteren Darlehensvertrag über maximal 400 Tsd. Euro abgeschlossen, von denen bisher 368 Tsd. Euro an die EWK ausgezahlt wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 und wird mit 3,25% verzinst. Im Geschäftsjahr 2014 resultierten daraus Zinserträge für die Eckert und Ziegler AG in Höhe von 12 Tsd. Euro (2013: 2 Tsd. Euro).

Im Geschäftsjahr 2014 hat die Eckert Life Science Accelerator GmbH für die Eckert & Ziegler AG Dienstleistungen in Höhe von 7 Tsd. Euro (2013: 14 Tsd. Euro) im Zusammenhang mit der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH erbracht. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Eckert Life Science Accelerator GmbH auf 9 Tsd. Euro (2013: 17 Tsd. Euro).

Die Eckert & Ziegler AG hat mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH einen Generalübernehmervertrag zur Errichtung eines neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Berlin-Buch geschlossen. Die Eckert & Ziegler AG war dabei der Generalübernehmer und erhielt im Geschäftsjahr 2013 für diese Tätigkeit eine Vergütung von 264 Tsd. Euro. Nachdem das Gebäude fertiggestellt war, haben die Eckert & Ziegler AG, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und die Ecker & Ziegler EUROTOPE GmbH im Oktober 2012 Teile des Gebäudes angemietet. Im Geschäftsjahr 2014 fielen Miete und Mietnebenkosten in Höhe von 975 Tsd. Euro (2013: 864 Tsd. Euro) an.

Im Geschäftsjahr 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH im Rahmen einer Kapitalerhöhung Anteile sowie Optionen auf weitere Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben und dafür im Gegenzug Barmittel, Forderungen und einen Sublizenzvertrag in die OctreoPharm Sciences GmbH eingebracht. Aus der Einbringung resultierte bei der Eckert & Ziegler GmbH ein, um nicht realisierte Zwischengewinne bereinigter, Ertrag in Höhe von 2.148 Tsd. Euro. Im Geschäftsjahr 2014 haben Gesellschaften des Konzerns Dienstleistungen und Warenlieferungen für die OctreoPharm Sciences GmbH in Höhe von 74 Tsd. Euro (2013: 183 Tsd. Euro) erbracht. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Forderungen gegen die OctreoPharm Sciences GmbH auf 4 Tsd. Euro (2013: 1 Tsd. Euro).

Gesellschaften des Segmentes Strahlentherapie haben einen Beratungsvertrag mit der Ehefrau eines Mitgliedes des Managements abgeschlossen. Im Rahmen dieses Vertrages wurden im Geschäftsjahr 2014 Beratungsleistungen in Höhe von 42 Tsd. Euro (2013: 63 Tsd. Euro) in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus diesem Vertrag betrugen zum 31. Dezember 2014 8 Tsd. Euro (2013: 0 Tsd. Euro).

Anhang

c) Joint Ventures, bei denen der Konzern ein Partnerunternehmen ist

Im Juni 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15% der Anteile an dem Joint Venture Unternehmen erhalten. Die Eckert & Ziegler BEBIG liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO BEBIG, welche ein 100%iges Tochterunternehmen des Joint Ventures ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO BEBIG beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 1.550 Tsd. Euro (2013: 1.312 Tsd. Euro). Zusätzlich erhielt die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. im Geschäftsjahr 2014 im Zusammenhang mit einem aus der Umwandlung von Forderungen entstandenen Darlehen Zins- und Tilgungszahlungen in Höhe von 292 Tsd. Euro (2013: 0 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Forderungen gegen die OOO BEBIG auf 1.920 Tsd. Euro (2013: 1.945 Tsd. Euro).

Die Salden der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt dar:

Tsd. Euro 2014 2013
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 2.230 2.327
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen und Unternehmen 9 17

49 | ANGABEN ZUR VERGÜTUNG DER ORGANMITGLIEDER

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder wird im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht erläutert.

Vergütung des Vorstandes

Im Geschäftsjahr 2014 wurde an die Mitglieder des Vorstandes eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.145 Tsd. Euro (2013: 1.180 Tsd. Euro) gewährt. Dies entspricht einem Rückgang von 3% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dieser Gesamtvergütung entfielen 756 Tsd. Euro (2013: 730 Tsd. Euro) auf fixe und 389 Tsd. Euro (2013: 450 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsteile.

An die einzelnen Mitglieder des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr folgende Vergütungen gewährt (individualisierte Angaben):

Name Fixe
Vergütungsteile
Variable
Vergütungsteile
Gewinntantieme/
Summe
Tsd. Euro Fixgehalt Sachbezüge Boni
Dr. Andreas Eckert 300 31 217 548
(2013: 300) (2013: 29) (2013: 212) (2013: 541)
Dr. Edgar Löffler 186 30 35 251
(2013: 186) (2013: 37) (2013: 96) (2013: 319)
Dr. André Heß 180 29 137 346
(2013: 150) (2013: 28) (2013: 142) (2013: 320)

In diesen Werten sind alle Vergütungen von Gesellschaften der Eckert & Ziegler Gruppe enthalten.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von 484 Tsd. Euro (2013: 379 Tsd. Euro; Berechnung jeweils nach IFRS). Im Geschäftsjahr 2014 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2013: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2014 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2013: 75 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 27 Tsd. Euro (2013: 31 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 102 Tsd. Euro (2013: 106 Tsd. Euro).

Name Vergütete Funktion Feste Vergütung Sitzungsgelder Summe Tsd. Euro Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des Aufsichtsrates 20 (2013: 20) 5 (2013: 5) 25 (2013: 25) Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates 15 (2013: 15) 5 (2013: 6) 20 (2013: 21) Hans-Jörg Hinke Mitglied des Aufsichtsrates 10 (2013: 10) 5 (2013: 6) 15 (2013: 16) Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des Aufsichtsrates 10 (2013: 10) 5 (2013: 6) 15 (2013: 16) Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des Aufsichtsrates 10 (2013: 10) 2 (2013: 4) 12 (2013: 14) Dr. Fritz Oesterle Mitglied des Aufsichtsrates (bis 31.7.2014) 6 (2013: 10) 3 (2013: 4) 9 (2013: 14) Prof. Dr. Helmut Grothe Mitglied des Aufsichtsrates (seit 31.7.2014) 4 (2013: 0) 2 (2013: 0) 6 (2013: 0)

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungsund Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.

50 | EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns hatten.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2014 | Eckert & Ziegler 143

Anhang

Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB

51 | SONSTIGE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 18 Tsd. Euro (2013: 13 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 30 Tsd. Euro (2013: 52 Tsd. Euro).

52 | GESAMTHONORAR FÜR ABSCHLUSSPRÜFER

Die Prüfungskosten enthalten das Honorar für die Abschlussprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2014 in Höhe von 100 Tsd. Euro (2013: 287 Tsd. Euro). Der Abschlussprüfer hat außerdem Vergütungen für sonstige Leistungen in Höhe von 3 Tsd. Euro erhalten.

53 | ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUR BEACHTUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ENTSPRECHENSERKLÄRUNG)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 16. März 2015

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

Konzernanlagenspiegel

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2014

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2014
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
übrige
Zugänge
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2014
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
40.371 569 0 0 969 2.003 43.912
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
30.226 524 613 16 – 969 1.267 31.645
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
8.318 0 1.343 0 0 – 1 9.660
4.
Geleistete
Anzahlungen 0
78.915
0
1.093
4
1.960
0
16
0
0
0
3.269
4
85.221
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
15.824 0 370 4.145 3.252 876 16.177
2.
Technische Anlagen
41.453 120 2.098 502 6.170 874 50.213
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
10.796 41 1.801 533 51 151 12.307
4.
Anlagen im Bau
9.139 0 3.133 16 – 9.473 12 2.795
77.212 161 7.402 5.196 0 1.913 81.492
156.127 1.254 9.362 5.212 0 5.182 166.713
Abschreibungen Restbuchwerte
Stand
01.01.2014
Zugänge Wertmin
derungen
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2014
Stand
01.01.2014
Stand
31.12.2014
5.465 0 0 0 0 126 5.591 34.906 38.321
16.786 2.176 0 15 0 883 19.830 13.440 11.815
3.950 233 0 0 0 – 1 4.182 4.368 5.478
0 0 0 0 0 0 0 0
26.201 2.409 0 15 0 1.008 29.603 52.714 55.618
6.573 842 0 3.170 0 385 4.630 9.251 11.547
29.099 2.837 0 506 – 40 612 32.002 12.354 18.211
7.998 1.054 0 486 40 135 8.741 2.798 3.566
0 0 0 0 0 0 0 9.139 2.795
43.670 4.733 0 4.162 0 1.132 45.373 33.542 36.119
69.871 7.142 0 4.177 0 2.140 74.976 86.256 91.737

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2013 (angepasst)

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2013
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
übrige
Zugänge
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2013
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
36.640 4.374 0 0 0 – 643 40.371
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
24.046 3.907 2.884 1.203 1.003 – 411 30.226
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
7.615 0 1.974 957 – 304 – 10 8.318
4.
Geleistete
Anzahlungen 1.479 0 0 780 – 699 0 0
69.780 8.281 4.858 2.940 0 – 1.064 78.915
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
15.466 0 91 99 652 – 286 15.824
2.
Technische Anlagen
40.397 220 1.240 1.749 1.764 – 419 41.453
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
10.541 140 838 796 137 – 64 10.796
4.
Anlagen im Bau
6.180 30 5.541 0 – 2.553 – 59 9.139
72.584 390 7.710 2.644 0 – 828 77.212
142.364 8.671 12.568 5.584 0 – 1.892 156.127
Abschreibungen Restbuchwerte
Stand
01.01.2013
Zugänge Wertmin
derungen
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2013
Stand
01.01.2013
Stand
31.12.2013
5.518 0 27 0 0 – 80 5.465 31.122 34.906
14.073 3.144 556 1.187 446 – 246 16.786 9.973 13.440
4.370 56 937 937 – 446 – 30 3.950 3.245 4.368
0 0 737 737 0 0 0 1.479
23.961 3.200 2.257 2.861 0 – 356 26.201 45.819 52.714
5.984 785 0 82 0 – 114 6.573 9.482 9.251
27.727 2.436 0 792 0 – 272 29.099 12.670 12.354
7.715 1.109 0 775 0 – 51 7.998 2.826 2.798
0 0 0 0 0 0 0 6.180 9.139
41.426 4.330 0 1.649 0 – 437 43.670 31.158 33.542
65.387 7.530 2.257 4.510 0 – 793 69.871 76.977 86.256

Bilanzeid

Versicherung des Vorstands nach § 315 Abs. 1 HGB i.V.m. § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 26. März 2015

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

Bilanzeid | Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 17. März 2015

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rehmer gez. Weisner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2014
Tsd. Euro 2013 2014
1. Umsatzerlöse 3.891 3.930
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.065 500
5.956 4.430
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter – 2.283 – 2.290
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung – 282 – 317
davon für Altersversorgung: 17 Tsd. Euro (Vorjahr: 11 Tsd. Euro)
– 2.565 – 2.607
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen – 1.238 – 537
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen – 3.143 – 2.141
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 6.570 4.876
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 570 365
davon aus verbundenen Unternehmen: 352 Tsd. Euro (Vorjahr: 568 Tsd. Euro)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 601 529
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 423 – 484
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.328 4.431
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 68 2
12. Sonstige Steuern 25 0
13. Jahresüberschuss 6.421 4.433
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014
Tsd. Euro 31.12.2013 31.12.2014
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.037 1.684
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31 28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 371 400
402 428
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.706 64.725
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.977 3.959
3. Sonstige Ausleihungen 368 368
73.051 69.052
75.490 71.164
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.262 12.538
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.793 1.570
12.055 14.108
II. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 19 0
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.043 1.160
13.117 15.268
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17 13
88.624 86.445
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
Nennbetrag des bedingten Kapitals: 1.875 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.875 Tsd. Euro)
abzüglich Nennbetrag eigener Anteile: 5 Tsd. Euro (Vorjahr: 5 Tsd. Euro) 5.288 5.288
II. Kapitalrücklage 51.395 51.395
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen abzüglich eigene Anteile: 22 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro) 17.000 20.248
IV. Jahresüberschuss 6.421 4.433
80.104 81.364
B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen 205 186
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 379 381
2. Sonstige Rückstellungen 1.915 1.794
2.294 2.175
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.541 1.350
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 184 201
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.242 1.130
4. Sonstige Verbindlichkeiten 54 38
(davon aus Steuern: 35 Tsd. Euro; Vorjahr: 54 Tsd. Euro)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 Tsd. Euro; Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
6.021 2.719
88.624 86.445

Glossar

Afterloader Gerät für die Afterloading-Therapie: Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene, radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich

Augenapplikator Anatomisch geformtes Teil mit Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren

Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe

Bildgebendes Verfahren Siehe Nuklearmedizinische Bildgebung

Cobaltquelle Strahler mit dem Radionuklid Cobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Die Krebsbestrahlungsgeräte MultiSource® und SagiNova® verwenden Cobalt-60-Quellen

ERP-Software (Enterprise Ressource Planning Software) Anwendungssoftware zur Geschäftsprozessoptimierung

Fludeoxyglucose (FDG) auch: Fluordesoxyglucose Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glucose (Zucker)

Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Markierung von Trägermolekülen eingesetzt, die spezifische Zielstrukturen im Organismus ansteuern und im Verbund mit Gallium-68 die Diagnose verschiedener Krebserkrankungen ermöglichen

Gammakamera Diagnostisches Gerät in der Nuklearmedizin, mit dem die Verteilung eines radioaktiven Arzneimittels im Körper sichtbar gemacht werden kann

IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde

Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)

Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus

Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope, Radioisotope)

Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt

Kalibrier-Referenzstrahler, auch: Kalibrierquelle Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten nach vorgegebenen Standards dienen

Konditionierung Hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern (Konradkonditionierung bei Verbringung ins Endlager Konrad)

Kontrastmittel Arzneimittel, das in bildgebenden Verfahren die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers Ermöglicht

Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika

Neuroendokrine Tumore (NET) Gut- oder bösartige Tumore, die aus hormonbildenden (endokrinen) Zellen hervorgehen

Nuklearmedizinische Bildgebung und -verarbeitung Prozess bei dem nach Gabe von radioaktiven Substanzen (Radiopharmaka) mit einer speziellen Kamera die Strahlung aus dem Körperinneren gemessen und ein Bild berechnet werden kann. Siehe auch Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger Radionuklide befasst

Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst

Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)

Palliativ Schmerzlindernd bei Patienten mit unheilbaren Krankheiten in fortgeschrittenem Stadium

Permanentimplantate Implantate, die zum dauernden Verbleib im Organismus/Körper bestimmt sind

Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, in dem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon, PET-Tracer) unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen sichtbar macht

Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt

Planungssoftware Spezielle Software zur Unterstützung der Planung der Brachytherapiebehandlung

Quelle, Strahlenquelle Siehe Strahler

Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns, Teilchen (Alpha und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren

Radiodiagnostika Radioaktive Substanzen, die zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden. Siehe auch Radiopharmaka

Radioembolisation Therapieform für die Behandlung von nicht operierbarem Leberkrebs. Dabei werden dem Patienten winzige, mit Yttrium-90 markierte Kügelchen injiziert

Radioisotop Siehe Isotope

Radionuklid Siehe Radioisotop, Isotope

Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und in der Nuklearmedizin ihre Anwendung in Diagnose und Therapie finden

Radiopeptid Peptide sind kleine, eiweißähnliche Strukturen. Bei Radiopeptiden fungieren die Peptide als Träger für radioaktive Partikel (z.B. Yttrium-90)

Rohisotop Radioaktiver Ausgangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen

Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie

Strahler Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt

Synthesemodule Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien

Tumorbestrahlungsgerät Siehe Afterloader

Yttrium-90 Radioaktives Isotop, das bei der internen Radiotherapie u. a. zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Für den Transport zum Tumor wird das Yttrium-90 entweder an chemische Wirkstoffe gekoppelt oder auf kleine Kügelchen geladen (siehe Radioembolisatoren)

Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Isotopen

Finanzkalender

26. März 2015 Geschäftsbericht 2014
5. Mai 2015 Quartalsbericht i/2015
6. Mai 2015 DVFA Frühjahrskonferenz in Frankfurt
3. Juni 2015 Hauptversammlung in Berlin
4. August 2015 Quartalsbericht ii/2015
5. November 2015 Quartalsbericht iii/2015
November 2015 Eigenkapitalforum in Frankfurt

Impressum

HERAUSGEBER Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

KREATION & SATZ

Ligaturas, Berlin

FOTOS Kopf & Kragen, Berlin Nils Hendrik Müller, Braunschweig Eckert & Ziegler Archiv

DRUCK Druckerei Arnold, Großbeeren

Kontakt

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin www.ezag.de

Karolin Riehle Investor Relations

Telefon + 49 30 94 10 84 – 0 Telefax + 49 30 94 10 84 – 112 [email protected]

ISIN DE0005659700 WKN 565970

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
zum Vorjahr
2011 2012 2013 2014
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro + 9% 116.197 119.997 117.138 127.256
EBITDA Tsd. Euro – 6% 30.412 27.475 21.332 20.099
Abschreibungen Tsd. Euro – 22% 7.511 7.747 9.187 7.143
EBIT Tsd. Euro + 7% 22.901 19.728 12.145 12.956
EBIT-Marge % – 2% 20% 16% 10% 10%
Steuerquote % + 202% 44% 33% 15% 45%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro – 25% 10.418 10.293 9.035 6.775
Ergebnis pro Aktie Euro – 25% 1,98 1,95 1,71 1,28
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro – 27% 20.159 16.574 14.675 10.653
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro – 26% 32.304 30.842 29.414 21.824
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro + 5% 80.896 86.970 90.265 94.490
Bilanzsumme Tsd. Euro + 5% 154.353 164.444 178.407 187.329
Eigenkapitalquote % – 0% 52% 53% 51% 50%
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro – 54% 14.315 15.396 6.787 3.119
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen + 10% 538 573 613 674
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen + 4% 573 611 686 711
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 5.274 5.288 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro + 6% 14,23 15,27 15,79 16,76
Dividende Euro 0,60 0,60 0,60 0,60**
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 3.6.2015

Beteiligungen (Stand 31.12.2014)

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin

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