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Annual Report

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Geschäftsbericht 2013

Wir helfen zu heilen

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
zum Vorjahr
2012 2013
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro – 2% 119.997 117.138
EBITDA Tsd. Euro – 20% 27.475 22.066
Abschreibungen Tsd. Euro + 19% – 7.747 9.251
EBIT Tsd. Euro – 35% 19.728 12.815
EBIT-Marge % – 33% 16% 11%
Steuerquote % – 42% 33% 19%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro – 12% 10.293 9.089
Ergebnis pro Aktie Euro – 12% 1,95 1,72
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro – 12% 16.574 14.649
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro – 5% 30.842 29.414
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro + 4% 86.970 90.628
Bilanzsumme Tsd. Euro + 9% 164.444 178.910
Eigenkapitalquote % – 4% 53% 51%
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro – 56% 15.396 6.787
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen + 7% 573 613
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen + 12% 611 686
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro + 3% 15,27 15,80
Dividende Euro 0,60 0,60**
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 22.5.2014

UMSATZENTWICKLUNG NACH SEGMENTEN (in Mio. Euro) UMSATZVERTEILUNG NACH SEGMENTEN 2013 (in %)

Inhaltsverzeichnis

MANAGEMENT

Brief an unsere Aktionäre 02
Konzernleitung 04
Bericht des Aufsichtsrates 06
WIR HELFEN ZU HEILEN 11
UNTERNEHMEN
Jahresrückblick 2013 18
Die Aktie 20
Umwelt und Sicherheit 22
Soziales Engagement 24
KONZERNLAGEBERICHT 27
1. Grundlagen des Konzerns 28
2. Wirtschaftsbericht 30
3. Forschung & Entwicklung 42
4. Nachtragsbericht 44
5. Chancen- & Risikoberichterstattung 45
6. Prognosebericht 52
7. Corporate Governance 54
8. Übernahmerechtliche Angaben 55
FINANZTEIL 58
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen 59
Sonstiges Konzernergebnis 60
Konzernbilanz 61
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 62
Konzern-Kapitalflussrechnung 64
Konzernanhang 65
Konzernanlagenspiegel 130
Bilanzeid 134
Bestätigungsvermerk 135
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG 136
WEITERE ANGABEN
Glossar 138
Finanzkalender Impressum Kontakt 140

UMSCHLAG

STANDORTE UND UMSATZVERTEILUNG WELTWEIT

NORD-/SÜD-AMERIKA

  • 1 San Francisco, Kalifornien, USA
  • 2 Los Angeles, Kalifornien, USA
  • 3 Atlanta, Georgia, USA
  • 4 Washington D.C., USA
  • 5 Hopkinton, Massachusetts, USA
  • 6 Oxford, Connecticut, USA
  • 7 Mount Vernon, New York, USA
  • 8 Fortaleza, Brasilien

EUROPA

  • ASIEN UND RESTLICHE WELT
  • 9 Berlin, Deutschland (Hauptsitz)
  • 10 Braunschweig, Deutschland
  • 11 Bonn, Deutschland
  • 12 Holzhausen, Deutschland
  • 13 Wien, Österreich
  • 14 Seneffe, Belgien
  • 15 Paris, Frankreich
  • 16 London, Großbritannien
  • 17 Madrid, Spanien
  • 18 Mailand, Italien
  • 19 Prag, Tschechien
  • 20 Warschau, Polen

  • 21 Chennai, Indien

  • 22 Moskau, Russland

Brief an unsere Aktionäre

2013 verlief wirtschaftlich weniger erfolgreich als erhofft und angekündigt. Der erwartete Ausbruch auf ein Umsatzniveau von deutlich über 120 Mio. Euro misslang. Gegenüber dem Vorjahr ging das Geschäftsvolumen um 2% auf 117 Mio. Euro zurück, die Erträge sogar um 12% auf 1,72 Euro pro Aktie. Überraschend kamen das wichtige Industriekomponentengeschäft und die Gerätesparte ins Stottern. Hinzu trat der geplante Ausstieg aus dem Handel mit Zubehör in Frankreich. Den Gewinn belasteten neben den dadurch fehlenden Deckungsbeiträgen zusätzlich unerwartete Erhöhungen bei den Entsorgungsrückstellungen. Sie konnten durch mehrere positive Überraschungen an anderer Stelle, etwa durch gewonnene Prozesse, nicht ausgeglichen werden. Entsprechend sank 2013 nicht nur der Ertrag pro Aktie, sondern auch der Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit. Er fiel um ebenfalls 12% auf knapp 15 Mio. Euro. Kombiniert mit andererseits erheblich gestiegenen Investitionen führte die geringere Innenfinanzierungskraft zu einem höheren Verschuldungsgrad. In der Summe überstiegen im Konzern die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2013 zwar noch immer die Darlehensschulden, doch die Nettoliquidität sank um knapp 9 Mio. Euro.

Letzteres ist allerdings kein schlechtes Zeichen. Ursache für die gesunkene Nettoliquidität waren mehrere Akquisitionen, die das Potenzial besitzen, schon 2014 den erhofften Umsatzschub herbeizubringen. Die besten Chancen für Zuwächse sicherte sich das Therapiesegment, das zwei neue Firmen erwarb. Mit Mick Radio Nuclear und der amerikanischen Implantatesparte von Biocompatibles erhielt es nicht nur Zusatzumsatz, sondern zugleich wichtige Brückenköpfe für die geplante Expansion in den Vereinigten Staaten. Das Radiopharmaziesegment angelte sich eine Vertriebsgesellschaft für Zyklotronisotope in Österreich, das Industriesegement übernahm einen Isotopenhändler in Düsseldorf. In der Summe stiegen die Investitionen so auf 17 Mio. Euro, ein neuer Rekord und hoffentlich Vorbote für kommendes Wachstum. Für die Hauptversammlung im Mai blieb es daher trotz der Enttäuschungen unverändert bei einer Dividendenempfehlung von 0,60 Euro pro Aktie.

Lässt sich die wirtschaftliche Lage mit knappen Sätzen und Zahlen skizzieren, benötigt die Frage nach den inhaltlichen Leistungen weitergehende Ausführungen. Maßstab im produzierenden Gesundheitswesen sind in dieser Hinsicht die sogenannten "qualitätsadjustierten Lebensjahre", auf die alles hinausläuft. Sie sind es, für die ein Unternehmen auf dem Gebiet der Krebstherapie bezahlt wird, sei es, je nach Gesundheitssystem, durch den Leistungserbringer, den Kostenträger oder den Patienten selbst. Oft sind qualitätsadjustierte Lebensjahre jedoch nur schwer zu schätzen oder gar zu errechnen. Man behilft sich in diesem Fall mit Annäherungen, etwa der Zahl der Patienten, die von den Produkten profitierten.

Diese Zahl ist 2013 trotz der Umsatzrückgänge erneut gestiegen. Größte homogene Gruppe waren wie in den Vorjahren Prostatakrebspatienten. Knapp 75.000 wurden im Berichtsjahr mit Implantaten der Gruppe behandelt, rund 15% mehr als im Vorjahr. Aufgrund eines bereits länger beobachteten Preisverfalls wirkte sich das gestiegene Volumen leider nicht auf das Niveau der Umsätze aus, so dass die Verkäufserlöse in dieser wichtigen Artikelgruppe erneut, wie in den letzten fünf Jahren, gesunken Brief an unsere Aktionäre

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender)

sind. Bei den Bestrahlungsgeräten konnten dagegen sowohl die mengenmäßigen Auslieferungen als auch die Gesamtumsätze gesteigert werden. Rund zehn Jahre nach der Entscheidung, in den Markt für Bestrahlungsgeräte einzutreten, können wir konstatieren, dass der Schritt geglückt ist. Wir haben die Platzhirsche zwar nicht aus ihren angestammten Positionen verdrängen können, doch neue Märkte in den aufstrebenden Schwellenländern gefunden. Hier ist die Bedeutung der lebensrettenden Brachytherapie besonders groß, vor allem bei gynäkologischen Tumoren. Von den Bestrahlungsgeräten profitieren nicht nur die Patienten selbst, sondern gleichermaßen ihre Familien, denen der Verlust eines Familienmitglieds nun häufiger als früher erspart bleibt.

In den weltweit über 260 Kliniken, in denen unsere Geräte installiert sind, werden bei einem Durchschnittsdurchsatz von mindestens 250 Behandlungen pro Gerät und Jahr gut 65.000 Krebskranke behandelt. Nimmt man die vom Volumen her stabilen Augenkalotten hinzu, so kommt man für das Therapiesegment im Jahr 2013 so auf ca. 140.000 behandelte Patienten, etwa 20.000 mehr als im Vorjahr. Zusammen mit den mittlerweile über 50.000 jährlich ausgelieferten Kontrastmitteldosen (zumeist FDG) profitierten von den medizinischen Produkten 2013 also weltweit fast 200.000 Kranke.

Für industrielle Produkte sind Effekte schwieriger zu quantifizieren. Bei Artikeln, die zur Qualitätssicherung eingesetzt werden, etwa bei Flächenquellen, könnte man versuchen, die Bedeutung der Produkte über die Zahl der vermiedenen Kunstfehler zu entwickeln. Die Ausfallraten von Detektoren sind bekannt, folglich lässt sich abschätzen, wie viele unbemerkte Geräteschäden durch Flächenquellen entdeckt und wie vielen Menschen so Fehldiagnosen erspart wurden. Allerdings haben diese Rechnereien schnell etwas Besserwisserisches und Pedantisches. Es reicht für den vorliegenden Zweck völlig aus, lediglich apodiktisch darauf hinzuweisen, dass die nicht-medizinischen Produkte der Gruppe ebenfalls einen erheblichen Beitrag zu Sicherheit und Lebensqualität liefern. Wenn einmal im Jahr Rechenschaft über die Leistungen der Gruppe abgelegt wird, soll man diesen Aspekt nicht verschweigen. Sie wissen ja, es reicht nicht, allein Gutes zu tun, man muss gelegentlich darüber berichten.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre.

Ihr

DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender

Konzernleitung

Joe Hathcock | Frank Yeager | Dr. Edgar Löffler | Dr. Andreas Eckert | Dr. Gunnar Mann | Dr. André Heß

Die Konzernleitung besteht aus den Leitern der wichtigsten Segmente. Sie ist zum Teil mit dem Vorstand personenidentisch, umfasst aber auch Führungskräfte größerer Tochtergesellschaften. Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Konzernleitung gehören die gegenseitige fortlaufende Unterrichtung über Geschäftsentwicklungen und Geschäftsvorfälle, die Erörterung strategischer Fragen sowie die Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.

Von links, vordere Reihe:

Joe Hathcock

Chief Operating Officer

Joe Hathcock studierte Wirtschaftswissenschaften, Finanzen und Technik und erwarb einen Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik. Bei der US-amerikanischen Northrop Grumman Corporation hatte er verschiedene Fach- und Managementpositionen im Bereich der Entwicklung von modernen Fluggeräten inne. Danach verantwortete er technische Geschäftsbereiche bei British Petroleum. Im Jahr 2002 kam Herr Hathcock als Geschäftsführer für das amerikanische Tochterunternehmen Isotope Products zu Eckert & Ziegler.

Dr. Edgar Löffler

Mitglied des Vorstands | Segment Strahlentherapie

Nach der Promotion in Physik war Dr. Löffler mehrere Jahre im Bereich der medizinischen Physik klinisch tätig. Danach leitete er das Produktmanagement und Business Development von Nucletron und war zuletzt Geschäftsführer der Theranostic GmbH, ein deutsches Tochterunternehmen von Nucletron. Seit Mai 2001 Vorstandsmitglied.

Dr. Gunnar Mann

Mitglied der Konzernleitung | Segment Umweltdienste

Studium und Promotion in Physik, Ergänzungsstudium MBA. Nach Tätigkeiten an der TU Dresden und bei der TÜV Energie- und Systemtechnik GmbH kam Dr. Mann 1998 zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Physiker, später als Entwicklungsleiter. Seit 2000 ist Dr. Mann in verschiedenen Tochterunternehmen und Beteiligungen der Eckert & Ziegler AG als Geschäftsführer tätig. Seit Januar 2012 Leiter des Segments Umweltdienste.

Von links, hintere Reihe:

Frank Yeager

Mitglied der Konzernleitung | Segment Isotope Products

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre (MBA) und Maschinenbau war Herr Yeager in führenden Positionen internationaler Industrieunternehmen tätig. Ende 2001 kam er als Geschäftsführer zum amerikanischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. und verantwortet seitdem das Segment Isotope Products.

Dr. Andreas Eckert

Vorstandsvorsitzender

Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Heidelberg, New York und Berlin. Mehrjährige Tätigkeit als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Nach der Wiedervereinigung selbstständiger Unternehmensberater in Berlin. Gründer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG sowie mehrerer Technologieunternehmen, vorwiegend im Bereich der Lebenswissenschaften.

Dr. André Heß

Mitglied des Vorstands | Segment Radiopharma

Nach seiner Promotion in Chemie und einem Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur war Dr. Heß mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 kam er zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Radiochemiker, später als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften. Seit März 2008 Vorstandsmitglied.

Bericht des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Aufsichtsratsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Zudem fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden zu Fragen der Strategie, der Planung, der allgemeinen Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens statt.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Zustimmungen auch im schriftlichen Verfahren erteilt. Beschlüsse von grundlegender Bedeutung erfolgten entweder auf der Basis aussagekräftiger Unterlagen oder einer direkten Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als zwei Dritteln der Sitzungen teil; vielmehr betrug die Gesamtteilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder 86%.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:

In der Sitzung am 29. Januar 2013 informierte der Vorstand im Wesentlichen über die Prognose der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2012 sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Erschließung neuer Produktfelder.

Wesentlicher Gegenstand der Beratungen auf der Sitzung am 26. März 2013 bildete die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte für den Konzern und die Gesellschaft. Des Weiteren wurde im Rahmen dieser Sitzung der Risikobericht der Gesellschaft, in dem die wichtigsten Risikopositionen sowie das Risikomanagement im Konzern beschrieben sind, vorgelegt und besprochen.

Auf der Sitzung vom 17. Mai 2013 standen vor allem die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2013 und die Vorbereitung für die Jahreshauptversammlung im Fokus der Beratungen. Zudem wurde Herr Prof. Dr. Wolfgang Maennig im Anschluss an die Jahreshauptversammlung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wiedergewählt.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 12. August 2013 wurden neben den Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2013 u.a. das Engagement bei OctreoPharm Sciences GmbH und damit zusammenhängende Finanzierungsfragen besprochen.

Am 23. Juni 2013 genehmigte der Aufsichtsrat den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der BSM Diagnostica Ges. m.b.H., Wien, durch die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH.

Im schriftlichen Beschlussverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 16. September 2013 der Akquisition des Brachytherapie-Geschäfts der Biocompatibles, Inc., Oxford, (CT), USA, durch die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. zu.

Schwerpunkt der Sitzung am 18. Oktober 2013 war die Vorstellung und Verabschiedung des Budgets für das Geschäftsjahr 2014 sowie die Vorstellung der Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2013. Ein weiteres Thema war der Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Mick Radio-Nuclear Instruments, Inc., Mt. Vernon (NY), USA, durch die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. Zudem wurde Herr Dr. André Heß für weitere drei Jahre zum Vorstand der Eckert & Ziegler Strahlen und Medizintechnik AG bestellt.

Gegenstand der schriftlichen Beschlussfassung vom 29. November 2013 war die Neuausrichtung der Konzernstruktur innerhalb der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Aufsichtsrat stimmte einer Verringerung der Segmente und in diesem Zusammenhang einer Auflösung der Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH zu. Die verbliebenen Gesellschaftsanteile werden auf die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH verschmolzen.

LEITLINIEN DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) und berücksichtigte dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13. Mai 2013. Am 3. Dezember 2013 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Weitere Details finden Sie im Corporate-Governance-Bericht des Konzerns, der im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Webseite veröffentlicht ist.

Um die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats zu steigern, beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand in mehreren Fällen mit der Überarbeitung von Vorlagen.

Im Berichtsjahr bestanden keine Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates.

PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES 2013

Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 bestellten Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß §91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. In Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 25. März 2014 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2013 wählte Herrn Prof. Dr. Wolfgang Maennig und Frau Dr. Gudrun Erzgräber für eine weitere Amtszeit zu Mitgliedern des Aufsichtsrates.

In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 17. Mai 2013 wurde Herr Prof. Dr. Maennig sodann zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.

Herr Dr. André Heß wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 18. Oktober 2013 für weitere drei Jahre als Mitglied des Vorstandes bestellt.

DANKSAGUNG

Wir möchten den Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert & Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2013 unseren Dank aussprechen.

Berlin, im März 2014 Für den Aufsichtsrat

PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Vorsitzender des Aufsichtsrates

WIR HELFEN ZU HEILEN

Eckert & Ziegler ist ein weltweit tätiger Spezialist für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen von Radioisotopen.

Mit unseren Produkten und Dienstleistungen helfen wir insbesondere Krebspatienten, indem wir Ärzten effiziente Lösungen zur Heilbehandlung anbieten. Dabei kommen unsere Produkte nicht nur bei der Behandlung zum Einsatz, sondern auch in Vorstufen wie der Diagnostik oder in nachgeordneten Phasen wie der Qualitätssicherung und Entsorgung.

Unsere Kalibrierquellen sorgen dafür, dass diagnostische Geräte wie beispielsweise Gammakameras täglich präzise Aufnahmen liefern und die Grundlage für eine Therapiewahl schaffen. Mit unseren Synthesemodulen und Radiodiagnostika tragen wir dazu bei, dass Krebserkrankungen schon in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden können. Unsere miniaturisierten Seeds für die Brachytherapie bieten Prostatakrebspatienten eine schonende, ambulant durchführbare Behandlungsmethode. Und in Schwellenländern können dank unserer Tumorbestrahlungsgeräte gynäkologische Tumore oder andere Krebsarten flächendeckend und effizient bekämpft werden.

Am Ende des Spektrums steht die Abholung von isotopentechnischen Reststoffen wie beispielsweise gebrauchte Injektionskanülen, Spritzen und Kittel, die wir von den Kliniken einsammeln und fachgerecht entsorgen.

Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen ausgewählte Anwendungsfelder vor.

SEGMENT STRAHLENTHERAPIE

Einer der weltweit führenden Hersteller für Brachytherapieprodukte. Brachytherapie ist eine Form der Strahlentherapie, die den Tumor aus einer sehr kurzen Entfernung bestrahlt. Zu den Produkten gehören radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs (Seeds) sowie Tumorbestrahlungsgeräte (Afterloader).

GEBÄRMUTTERHALSKREBS IN BANGLADESCH BEKÄMPFEN

PROF. DR. SHEIKH GOLAM MOSTOFA

Radiation Oncology Mohakhali, Dhaka, Bangladesch

WELCHE ROLLE SPIELT DIE BRACHYTHERAPIE BEI DER KREBSBEHANDLUNG?

Bei der Brachytherapie wird der Tumor mit Hilfe einer radioaktiven Strahlenquelle aus kurzer Entfernung (direkt auf der Körperoberfläche, im Gewebe oder in Körperhöhlen) bestrahlt. Die temporäre Brachytherapie, auch Afterloading genannt, bei der die Strahlenquelle nur kurzzeitig an das Tumorgewebe platziert wird, bekommt in den Schwellenländern aufgrund des konkurrenzlosen Preis-Leistungs-Verhältnisses einen immer höheren Stellenwert.

AUS WELCHEM GRUND HABEN SIE SICH AUF DIE BRACHY-THERAPIE SPEZIALISIERT?

Für Regionen, die über eine geringere finanzielle Ausstattung verfügen als westliche Industrieländer, ist die temporäre Brachytherapie eine der bestmöglichen Methoden um eine effiziente medizinische Versorgung von krebskranken Menschen zu gewährleisten.

WELCHE ARTEN VON KREBS BEHANDELN SIE MIT DER BRACHYTHERAPIE?

Jedes Jahr erkranken in Bangladesch 200.000 Menschen an Krebs. Das National Institute of Cancer Research & Hospital in Dhaka mit jährlich rund 18.000 Patienten ist die führende Krebsklinik in Bangladesch. Mit der Brachytherapie behandeln wir rund 100 Patienten im Monat. Vorwiegend gegen Gebärmutterhals-, Prostata-, Darm- oder Blasenkrebs.

Tumorbestrahlungsgerät

WARUM HABEN SIE SICH FÜR DAS TUMORBESTRAHLUNGS-GERÄT MULTISOURCE® VON ECKERT & ZIEGLER ENTSCHIEDEN? Die Entscheidung zugunsten von MultiSource® fiel aufgrund der konkurrenzlosen Kobalttechnologie. Die verwendete Co-60 Quelle hat eine lange Halbwertszeit und muss deswegen nur alle rund 5 Jahre ausgetauscht werden. Das ist ein enormer logistischer und finanzieller Vorteil. Außerdem bietet das Gerät eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, sodass die Behandlung diverser Krebsarten ermöglicht wird. Und dies zu sehr niedrigen Behandlungskosten.

SEGMENT RADIOPHARMA

Deutscher Marktführer für das Kontrastmittel FDG zur Krebsfrüherkennung. Internationaler Hersteller von radioaktiven Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodulen (Modular-Lab) zur Herstellung von Radiopharmazeutika.

MIT DER RADIOREZEPTORTHERAPIE DEN KREBS BEKÄMPFEN

DER KREBSMEDIZIN HALTEN SIE

Die Zentralklinik Bad Berka zählt europaweit zu den führenden Kliniken für die Radiorezeptortherapie. Diese spezielle nuklearmedizinische Therapie bekämpft den Tumor selektiv, da die Strahlung nahezu ausschließlich auf die erkrankten Zellen und nicht das gesunde Gewebe einwirkt. Besonders erfolgversprechend sind diese Radiopeptide bei Patienten, deren Tumore eine bestimmte Art von Rezeptoren (dies sind Haftstellen, die wie kleine Magnete auf der Tumorzelloberfläche sitzen) aufweisen.

PROF. DR. MED. RICHARD P. BAUM

Im Vergleich zu anderen Therapiemöglichkeiten sind bei der Radiorezeptortherapie die Ansprechraten und das progressionsfreie Überleben deutlich höher. Eine klinikinterne Studie mit 415 analysierten Patienten zeigt eine Ansprechrate auf die Therapie von über 90%. Bei nahezu allen Patienten mit Tumorwachstum kann das weitere Fortschreiten (Progression) verhindert werden und bei vielen Patienten kommt es zu einer lang andauernden Tumorrückbildung (Remission), vereinzelt auch zu einer vollständigen Heilung (Kuration). Das heißt, der Patient erhält im Vergleich zu anderen Therapieverfahren eine höhere Lebensqualität.

Viele unserer Patienten haben einen oft langen und schweren Weg hinter sich. Sie sind dann sehr erleichtert, dass mit der modernen Bildgebung endlich die Ursache für ihre Beschwerden gefunden wird. Dazu zählen beispielsweise Patienten mit neuroendokrinen Tumoren. Diese Tumore verursachen entweder erst spät oder nur relativ unspezifische Symptome und werden daher nur schwer entdeckt.

Mit modernen Bildgebungsverfahren wie z.B. PET/CT können wir die Beschaffenheit des Tumors spezifizieren und daraus eine zielgerichtete, personalisierte Therapie ableiten. Der Patient wird dann mit der Radiorezeptortherapie behandelt. Dabei bekommt er ein Radiopharmazeutikum gespritzt, das an der Tumorzelloberfläche andockt und so das Tumorwachstum stoppt. Im Vergleich zu anderen Therapieverfahren bietet die Radiorezeptortherapie eine überlegenere klinische Effizienz bei gleichzeitig höherer Lebensqualität.

WARUM VERWENDEN SIE DIE

Unsere Radiopharmazeutika müssen aufgrund ihrer geringen Halbwertszeit täglich frisch zubereitet werden. Dazu setzen wir sog. Synthesegeräte ein. Dabei ist höchste Zuverlässigkeit und flexible Handhabung besonders wichtig. Modular-Lab erfüllt beide Kriterien und erleichtert damit unsere Routineprozesse seit vielen Jahren.

SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS

16 Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler

Weltweit einer der führenden Hersteller von Strahlenquellen für bildgebende Verfahren, Messungen und Analysen, Qualitätssicherung und Umweltüberwachungen. Das Portfolio reicht von Kalibrierquellen für PET-Kameras in Krankenhäusern bis hin zu Strahlenquellen für radiometrische Füllstandsmessungen.

HÖCHSTE PRÄZISION FÜR UNTER-SUCHUNGEN IN DER NUKLEARMEDIZIN

DR. HIROYUKI TSUSHIMA Associate Professor Ibaraki Prefectural University of Health Sciences Hospital Ami-Machi, Japan

WAS MACHT DIE NUKLEARMEDIZIN?

Die Nuklearmedizin lässt Dinge sichtbar werden, die sonst im Verborgenen bleiben. Mit modernen bildgebenden Verfahren können kleinste Tumore oder neurodegenerative Erkrankungen wie Epilepsie, Parkinson oder Alzheimer entdeckt werden.

MIT WELCHEN BESCHWERDEN KOMMEN DIE PATIENTEN ZU IHNEN?

Es geht meist um Erkrankungen, deren Ursachen im Gehirn des Patienten liegen. Bei einem Patienten mit Gehirnschlag können wir beispielsweise feststellen, ob er einen Schlaganfall erlitten hat. Oder inwieweit ein Patient an Epilepsie oder an Alzheimer erkrankt ist. Mit Hilfe von nuklearmedizinischen Verfahren kommen wir den Turbulenzen im Kopf auf die Spur.

WIE HELFEN SIE DEN PATIENTEN?

Wir injizieren ihm zunächst ein Radiodiagnostikum. Mit Hilfe einer speziellen Kamera (der sog. Gammakamera) kann diese Substanz im Körper von außen abgebildet werden und so die zu untersuchende Körperregion präzise darstellen. Die Aufnahme (Szintigrafie) macht es möglich, zum Beispiel den Blutfluss im Gehirn zu bestimmen.

Perflexion™ Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras in der Nuklearmedizin

WARUM HABEN SIE SICH FÜR PERFLEXIONTM VON ECKERT & ZIEGLER ENTSCHIEDEN?

Um sicherzustellen, dass die Gammakamera Aufnahmen in höchster Präzision liefert, müssen wir am Gerät täglich eine Qualitätsprüfung durchführen. Eckert & Ziegler gibt uns mit PerflexionTM dafür ein einfach zu bedienendes Werkzeug an die Hand. Die flexible Cobalt-57 Flächenquelle PerflexionTM lässt sich aufrollen und mühelos in einen handlichen Verpackungszylinder stecken. Sie wiegt nur ein Bruchteil der herkömmlichen, sperrigen Flächenquellen und bietet einen hervorragenden Strahlenschutz.

Jahresrückblick 2013

EXPANSION IN ÖSTERREICH

Eckert & Ziegler erwirbt sämtliche Anteile an der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., einem der führenden Anbieter für FDG (18F-Fluordesoxyglucose) in Österreich und profitiert damit von der positiven Erstattungssituation für PET-Untersuchungen durch die Krankenkassen in Österreich.

DEUTSCH-CHINESISCHE PHARMAENTWICKLUNGS-GESELLSCHAFT

Eckert & Ziegler beteiligt sich an der OctreoPharm Sciences GmbH, einem nuklearmedizinischen Arzneimittelspezialisten, der ein Peptid zum Aufspüren neuroendokriner Tumore in der präklinischen Entwicklung hat.

KOOPERATION MIT KOREANISCHEM PHARMADIENSTLEISTER

Mit dem führenden koreanischen Auftragsforschungsinstitut für Bioanalyse, BioCore Co. Ltd. wird ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, das den Vertrieb von Dienstleistungen für die Auftragsentwicklung im schnell wachsenden asiatischen Pharmamarkt umfasst.

NACHWUCHSWISSENSCHAFTLER GEFÖRDERT

Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) in Lyon wird zum sechsten Mal der "Eckert & Ziegler Reisepreis" an herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Nuklearmedizin verliehen.

Jahresrückblick 2013

AUSSCHREIBUNG IN BANGLADESCH GEWONNEN

Eckert & Ziegler erhält den Zuschlag für die Ausstattung von bengalischen Krebskliniken mit Tumorbestrahlungsgeräten. Das Investitionsprogramm wird u.a. von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation finanziert.

NEUE PRODUKTIONSSTÄTTE IN POLEN

Die neue Produktionsstätte für zyklotronbasierte Radiopharmaka in Warschau erhält die Betriebsgenehmigung.

EINSTIEG INS AMERIKANISCHE IMPLANTATGESCHÄFT

Mit der Übernahme des amerikanischen Herstellers von Prostatakrebsimplantaten, Biocompatibles Inc. steigt Eckert & Ziegler ins amerikanische Implantatgeschäft ein und avanciert weltweit zum drittgrößten Anbieter für schwach-radioaktive Prostataseeds.

MARKTFÜHRER FÜR BRACHYTHERAPIEZUBEHÖR

Eckert & Ziegler erwirbt, Mick Radio-Nuclear Instruments, Inc. (MRNI), einen der führenden amerikanischen Hersteller von Brachytherapiezubehör und legt damit einen weiteren Brückenkopf für den Einstieg in den US-amerikanischen Markt.

TOP 10 DES DEUTSCHEN MITTELSTANDS

Eckert & Ziegler wird von der Munich Strategy Group unter die Top 10 des deutschen Mittelstands gewählt.

Die Aktie

BASISINFORMATIONEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

International Securities Identification Number (ISIN) DE0005659700

Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970

Zulassungssegment Prime Standard, Frankfurt

Börsenkürzel und -symbole

EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)

Streubesitz

64,6%

Zugehörigkeit zu Indizes der Deutschen Börse

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ECKDATEN ZUR ECKERT & ZIEGLER-AKTIE

31.12.2012 31.12.2013 in %
Schlusskurs im Geschäftsjahr * in EUR 23,67 28,65 21
Höchstkurs im Geschäftsjahr * in EUR 25,31 30,00 19
Tiefstkurs im Geschäftsjahr * in EUR 20,51 23,52 15
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) 12 17 42
Ergebnis pro Aktie (EPS) in EUR 1,95 1,72 – 12
Cashflow je Aktie in EUR 3,13 2,77 – 12
Buchwert je Aktie in EUR 15,27 15,80 3
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Anzahl der Aktien zum Stichtag in Stück 5.288.165 5.288.165 0
Marktkapitalisierung in Mio. EUR 125 152 21
Durchschnittliches
Handelsvolumen pro Tag in Stück 7.144 7.431 4
* Xetra

Entwicklung der Aktie

In Europa und in den USA kletterten die Aktienkurse in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 auf neue Höchststände; hierzu trugen die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Weltkonjunktur und eine nach wie vor lockere Geldpolitik der Notenbanken bei. Die Eckert & Ziegler Aktie entwickelte sich in diesem Marktumfeld bis Anfang Mai ebenfalls sehr positiv und lag deutlich über den Vergleichsindizes TECDAX, Prime All Share und DAXSector All Pharma & Healthcare. Nach der Veröffentlichung der moderaten Q1-Zahlen kam es jedoch zu einer Korrekturanpassung. Der Jahrestiefststand von 23,52 Euro wurde Mitte August erreicht. Auf die Veröffentlichung der positiven Q2-Zahlen reagierte die Aktie erfreulich und erreichte Ende Oktober ihren Höchstwert von 30 Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres schloss die Aktie mit einem Kurs von 28,65 Euro mit einem Zuwachs von über 20%. Die Stärke der Eckert & Ziegler Aktie zeigt sich noch deutlicher im langfristigen Vergleich: in den letzten fünf Jahren hat sich ihr Wert um rund 220% erhöht. Das Handelsvolumen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt pro Tag 7.431 Stück (Vorjahr: 7.144 Stück).

Ergebnis je Aktie von 1,72 EUR

Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 1,72 Euro. Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.

Dividende von 0,60 EUR

Das Unternehmen möchte seine Dividendenpolitik aus den vergangenen Jahren fortsetzen und rund ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deswegen am 22. Mai 2014 die Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 vorschlagen. Gemessen am Jahresschlusskurs von 28,65 Euro errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 2,1%. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der sieben TecDAX-Werte, die der Gesundheitsbranche zugehören bei nur 1,7%.

KURSVERLAUF DER ECKERT & ZIEGLER-AK TIE IN 2013 (INDIZIERT AUF 100)

Analystenempfehlungen

Im Berichtsjahr wurden von Hauck & Aufhäuser, DZ-Bank und WGZ-Bank insgesamt 16 Studien und Kurzanalysen zu Eckert & Ziegler veröffentlicht. Alle Studien kamen zu dem Bewertungsergebnis "Kaufen".

Rating

Die Deutsche Bundesbank hat der Eckert & Ziegler AG das Prädikat "notenbankfähig" (Rangstufe 4) attestiert. Damit stellt das Unternehmen seine gute Bonität unter Beweis. Der von der Bundesbank ermittelte Bonitätsgrad wird durch eine Rangstufe dargestellt, die sich auf einer Skala von 1 bis 7 bewegt.

Aktionärsbetreuung (Investor Relations)

Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Bilanzpressekonferenz im März, der Entry & General Standard Konferenz im Mai, der Hauptversammlung im Mai, dem Eigenkapitalforum im November und mehreren Investorenrunden in Frankfurt, London, Paris und Zürich präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich. Er stand darüber hinaus zusammen mit Mitarbeitern der Abteilungen Unternehmenskommunikation und Finanzen das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung. Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investor Relations.

Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail dazu genügt.

DIVIDENDENZAHLUNG DER ECKERT & ZIEGLER AG

* Vorschlag an die Hauptversammlung am 22.5.2014

Umwelt und Sicherheit

ARBEITSSICHERHEIT

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei Eckert & Ziegler. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im Berichtsjahr konzernweit mit 5 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollbeschäftigten (Vorjahr: 7) deutlich unter vergleichbaren Werten, die etwa die Berufsgenossenschaft Elektro Textil Feinmechanik laut Jahresbericht 2012

für Deutschland und das Jahr 2012 bei etwa 20 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter sieht. Der Vergleichswert der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie liegt laut ihrem Jahresbericht 2012 bei rund 19. Beim Strahlenschutz kam es im Berichtsjahr konzernweit zu keinem (Vorjahr: 2) radiologischen Vorfall, wobei anzumerken ist, dass es sich bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf handelte. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant. Entsprechend der Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber informiert. Obwohl weder Personen noch die Umwelt Schaden genommen haben, wurde jeweils die Ursache genauestens geprüft und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen. Bei den getroffenen Vorkehrungen handelt es sich im Wesentlichen um organisatorische und administrative Änderungen bei den jeweiligen Arbeitsabläufen.

ARBEITSUNFÄLLE UND RADIOLOGISCHE VORFÄLLE
2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Arbeitsunfälle (in absoluten Werten)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 5 6 3 3 5 4 3
meldepflichtige Wegeunfälle 1 2 5 1 6 5 4
Arbeitsunfälle (pro 1.000 Beschäftigte)
meldepflichtige Arbeitsunfälle 9,8 11,8 5,9 5,9 9,1 6,7 5,2
meldepflichtige Wegeunfälle 1,9 3,9 9,8 1,9 10,9 8,4 6,9
Strahlenschutz
radiologische Vorfälle * 1 1 2 0 3 2 0

* meldepflichtige Ereignisse entsprechend Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide. Bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren handelte es sich lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant.

Hauptsitz der Eckert & Ziegler AG in Berlin-Buch

UMWELT

Die Betriebe der Eckert & Ziegler Gruppe sind der metallverarbeitenden Branche oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuzurechnen. Wie alle Betriebe des produzierenden Gewerbes unterliegen sie umfangreichen Regelwerken, die Vorgaben hinsichtlich der Umweltauswirkungen enthalten. Sie schreiben oft nicht nur vor, welche Grenzwerte für Emissionen gelten, sondern auch, wie diese zu überwachen sind. Meist sind die Vorschriften so gefasst, dass die Messwerte von unabhängigen Dritten oder gar Behörden erfasst sind. Die Qualität der Daten kann daher als sehr hoch eingeschätzt werden. Im Berichtsjahr gab es keine Vorfälle, bei denen Messwerte überschritten wurden.

Auch hinsichtlich des Qualitätsmanagementsystems (DIN EN ISO 9001:2008; EN ISO 13485:2003; CMDCAS; FDA u.a.) wurden im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Abweichungen von den Vorgaben festgestellt.

Bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen setzen wir auf eine energiesparende Bauweise. Das Paradebeispiel ist die im Jahr 2012 bezogene Konzernzentrale in Berlin-Buch. Dort kombiniert das nachhaltige Bau- und Betriebskonzept unterschiedliche Verfahren: Erhöhter Dämmstandard der Gebäudehülle; Fernwärme, die durch Kraft-Wärmekopplung erzeugt wird; solare Warmwasserbereitung zur Brauchwassererwärmung; solareingepeister Strom aus einer Photovoltaikanlage; Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch diese Maßnahmen liegt der berechnete spezifische Primärenergiebedarf von 154 kWh/m2 a des Gebäudes um 25% niedriger als es die ohnehin strengen Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fordern.

Mit der Rücknahme gebrauchter Quellen und der Aufarbeitung für neue Produkte leistet Eckert & Ziegler einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Diese Wiederverwertung ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.

Soziales Engagement

An seinen Standorten engagiert sich Eckert & Ziegler in Projekten und Initiativen – durch finanzielle Unterstützung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dafür wurden strategische Schwerpunkte festgelegt. Das Unternehmen unterstützt insbesondere Initiativen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Projekte im lokalen Umfeld einzelner Firmenstandorte. Zur Stärkung der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung hat Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik vor einigen Jahren den "Forschergarten" (www.forschergarten.de) ins Leben gerufen. Diese Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Der Forschergarten stößt auf große Resonanz und umfasst in der Berliner Region mittlerweile über 100 teilnehmende Kindertagesstätten und Schulen. Im Jahr 2013 erreichte der Forschergarten knapp 24.000 Kinder. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot weiterentwickelt und speziell für Physikklassen ausgebaut. Unter dem Motto "Atome zum Anfassen" wurden in 2013 Kurse angeboten, die Schülern der Oberstufe die Grundlagen radioaktiver Strahlung praktisch und anschaulich vermittelt. Dabei dürfen die Kursteilnehmer zum Beispiel natürliche Radioaktivität in Alltagsgegenständen wie z.B. Baumaterialien, Zigarettenasche oder Dünger mit einem Geigerzähler nachweisen und sich einen Einblick verschaffen über den Einsatz von Radioaktivität in der Medizin.

Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung.

Eckert & Ziegler unterstützt Berliner Grundschüler bei naturwissenschaftlichen Erkundungen in Wald und Flur.

Preisverleihung an nuklearmedizinische Nachwuchswissenschaftler

Am Standort Berlin fördern wir ein Projekt zur Umweltpädagogik. Um Berliner Grundschülern naturwissenschaftliche Erkundungen in Wald und Flur zu ermöglichen, unterstützt Eckert & Ziegler seit 2011 die Initiative "Bucher Füchse". Eine Waldpädagogin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch Flora und Fauna und erklärt einzelne Naturphänomene. Welche heimischen Tier- und Pflanzenarten leben im Wald? Wie sieht der Lebensraum Wiese aus? Wie sauber ist unser Bach? Dabei erleben die Kinder die Natur hautnah und werden so zum Staunen über Naturzusammenhänge angeregt.

Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern lobt Eckert & Ziegler gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) seit 2008 jedes Jahr den "Eckert & Ziegler Reisepreis" aus. Der Preis soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000 Euro dotierten Reisepreise wurden im Oktober 2013 auf der Jahrestagung der EANM in Lyon verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Australien, Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter knapp 600 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Forschungsarbeiten auf den Gebieten der onkologischen Diagnostik und Therapie.

Auch unsere ausländischen Konzerngesellschaften engagieren sich in sozialen Projekten. Ein Team von amerikanischen Mitarbeitern, das Eckert & Ziegler als Sponsor und Spender unterstützt, konnte auf dem von der amerikanischen Gesellschaft für Multiple Sklerose ins Leben gerufenen alljährlichen "Walk MS" gegen Multiple Sklerose mehr als 34.000 US-Dollar an Spendengeldern einsammeln. Die Spenden kommen der Forschung zur Bekämpfung der bisher unheilbaren Krankheit und der Unterstützung betroffener Menschen zugute. Die Spendenkampagne zählt bereits seit vielen Jahren zu unseren Förderprojekten. Darüber hinaus engagierten sich Mitarbeiter unseres kalifornischen Tochterunternehmens beim lokalen Obdachlosenheim. Wir unterstützten diesen freiwilligen Einsatz und ergänzten die Sach- und Geldspenden der Mitarbeiter.

Spendenlauf zugunsten der amerikanischen Multiple Sklerose Gesellschaft

KONZERNLAGEBERICHT

1. Grundlagen des Konzerns 28
2. 2.1
2.2
2.3
2.4
2.5
2.6
2.7
Wirtschaftsbericht
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
ERTRAGSLAGE
ENTWICKLUNG DER SEGMENTE
FINANZLAGE
VERMÖGENSLAGE
MITARBEITER
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
30
30
31
33
37
38
39
41
3. Forschung und Entwicklung 42
4. Nachtragsbericht 44
5. 5.1 Chancen- und Risikoberichterstattung
RISIKOMANAGEMENT
45
45
5.2 FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN 45
5.3 RECHTLICHE RISIKEN 47
5.4 IT-RISIKEN 47
5.5 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES RISIKOMANAGEMENT UND
INTERNES KONTROLLSYSTEM 47
5.6 PERSONELLE RISIKEN 48
5.7 ALLGEMEINE RISIKEN AUS DER PRODUKTION UND DEM UMGANG MIT
RADIOAKTIVITÄT IM BESONDEREN SOWIE DARAUS ERWACHSENDE CHANCEN
48
5.8 ALLGEMEINE KOMMERZIELLE UND STRATEGISCHE RISIKEN 49
5.9 HAUPTKUNDENRISIKO 50
5.10 CHANCEN IN DEN SEGMENTEN 50
5.11 RISIKOBERICHTERSTATTUNG BEZÜGLICH FINANZINSTRUMENTEN 50
5.12 RISIKOENTWICKLUNG 51
6. Prognosebericht 52
6.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 52
6.2 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS 52
6.3 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT STRAHLENTHERAPIE 53
6.4 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT RADIOPHARMA 53
6.5
6.6
KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM BEREICH SONSTIGES
KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM KONZERN
53
53
7. Corporate Governance 54
7.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG 54
7.2 VERGÜTUNGSBERICHT 54
8. Übernahmerechtliche Angaben 55

Segment Strahlentherapie

  • 1 Bestrahlungsplanungssoftware für die Afterloading-Therapie
  • 2 Applikator für das MultiSource® Tumorbestrahlungsgerät

3 MultiSource® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloader) Bei der Afterloading Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont.

1. Grundlagen des Konzerns

Die Eckert & Ziegler Gruppe (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Hersteller von isotopentechnischen Komponenten für Medizin, Wissenschaft und Industrie. Neben der Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG, einer börsennotierten Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Berlin, umfasst der Konzern einschließlich Minderheitsbeteiligungen 34 weitere Gesellschaften. Geführt wird die Gruppe durch den Vorstand, der sich bei seinen Entscheidungen auf den Rat der erweiterten Konzernleitung stützt. Sie besteht aus dem Vorstand der Eckert & Ziegler AG und Leitern ausgewählter Geschäftsbereiche.

Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von isotopentechnischen Materialien in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus entwickelt, produziert und verkauft Eckert & Ziegler Medizinprodukte für die Krebstherapie und Synthesegeräte zur Herstellung von Radiopharmaka. Der Anlagenbau und die Rücknahme von isotopentechnischen Reststoffen aus Krankenhäusern und Forschungsinstituten komplettieren das Portfolio.

In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenige Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Situation in der Zukunft nicht ändern wird, weil dem Markteintritt eines Wettbewerbers immer die Erfüllung hoher genehmigungsrechtlicher Auflagen vorausgehen müsste.

Das operative Geschäft wird über Tochterunternehmen in den vier Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma, Isotope Products und Umweltdienste geführt, die mit ihren unterschiedlichen Produktgruppen auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet sind. Ein weiteres Segment, das die Kosten und Erträge der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG als Holding abbildet, ist nicht operativ tätig.

Im Segment Isotope Products werden isotopentechnische Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und industrielle Messzwecke hergestellt. Der Hauptsitz des Segments befindet sich in Los Angeles, Kalifornien, USA. Eine wichtige Akquisition in der Vergangenheit war die Übernahme des bislang größten Wettbewerbers, der nuclitec GmbH (heute Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH), Braunschweig.

Das Segment Strahlentherapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die beiden wichtigsten Produkte sind Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") und Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 29 1. Grundlagen des Konzerns

4 5 6

Segment Strahlentherapie

  • 4 Ruthenium-Applikatoren zur Behandlung von Augenkrebs
  • 5 Schwach radioaktive Jod-Seeds zur minimalinvasiven Behandlung von Prostatakrebs
  • 6 Applikatoren zur Implantation von Jod-Seeds

"Afterloader"). Das Segment Strahlentherapie wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der NYSE Euronext in Brüssel notierten Eckert & Ziegler BEBIG s.a. geführt, an der Eckert & Ziegler zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 zu 75% am wirtschaftlichen Ergebnis und mit 80% an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in Mainz, Bonn, Braunschweig und Wien (Österreich), umfassen Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmaka sowie Geräte zur Qualitätskontrolle. Die Module und Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Ein weiteres Produkt des Segments ist Yttrium-90 als zugelassenes Arzneimittel. Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Radioembolisatoren zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt. Die Produkte des Segments werden weltweit vertrieben, mit Ausnahme der PET-Diagnostika, die im Wesentlichen auf Deutschland, Polen und Österreich sowie daran angrenzende Gebiete beschränkt sind.

Das Segment Umweltdienste mit Hauptsitz in Braunschweig beschäftigt sich mit der Rücknahme, Verarbeitung und Konditionierung isotopentechnischer Reststoffe geringer Aktivität. Zum Kundenstamm gehören insbesondere Krankenhäuser und andere Einrichtungen, bei denen isotopentechnische Reststoffe entstehen. Des Weiteren gibt es ein Projektgeschäft, bei dem Dienstleistungen im Rahmen der Konditionierung angeboten werden. In diesen Fällen verbleiben die Reststoffe im Eigentum des Auftraggebers.

In den Geschäftsberichten der Jahre 2010 bis 2013 wird das Segment Umweltdienste separat ausgewiesen. Da sich die erwarteten Umsatz- und Ertragssteigerungen nicht eingestellt haben und der Fokus zukünftig auf internen Dienstleistungen wie dem Abbau geerbter Altlasten und der Rücknahme und Entsorgung von Produktionsabfällen vor allem aus den medizinischen Sparten liegt, wird das Segment Umweltdienste künftig nicht mehr separat ausgewiesen. Ab dem Jahr 2014 wird das Segment Umweltdienste mit den Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zusammengelegt und dem Vorstand als Einheit berichtet. In der Segmentberichterstattung erfolgt der Ausweis unter "Sonstiges".

Die Märkte der Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.

Segment Radiopharma

  • 1 Modular-Lab eazy: das kleinste am Markt erhältliche Radiosynthesesystem
  • 2 Radiopharmaka FDG zur Diagnose von onkologischen, kardiologischen und neurologischen Erkrankungen
  • 3 Modular-Lab PharmTracer: Vollautomatisches Synthesesystem zur Routineproduktion von Radiodiagnostika

2. Wirtschaftsbericht

2.1 GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Erstmalig seit dem Jahr 2003 konnte keine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Der Konzernumsatz ging vielmehr um 2,9 Mio. Euro oder 2% auf 117,1 Mio. Euro zurück. Ein Umsatzrückgang von 6,0 Mio. Euro in den bestehenden Geschäften, der planmäßige Ausstieg aus dem Zubehörhandel in Frankreich und der damit zusammenhängende Umsatzwegfall sowie nachteilige Effekte aus der Entwicklung des Wechselkurses vom Euro zum US-Dollar konnten nicht durch den Zusatzumsatz aus Akquisitionen ausgeglichen werden.

Die im Prognosebericht des Jahres 2012 erwartete Umsatzmarke von 125 Mio. Euro wurde verfehlt. Für wichtige Produktkategorien blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück bzw. wuchs nicht so stark, wie ursprünglich angenommen. Betroffen waren hiervon die Segmente Isotope Products und Strahlentherapie. Die Akquisitionen konnten in diesen Segmenten den Umsatzrückgang nicht ausgleichen, da sie entweder erst zum Jahresende wirksam wurden (Segment Strahlentherapie) oder vom Umfang her zu gering waren (Segment Isotope Products). Bei den Segmenten Radiopharma und Umweltdienste entwickelte sich das Geschäft vom Umsatz her dagegen wie prognostiziert.

Umsatzentwicklung im Einzelnen

Den größten absoluten Umsatzrückgang um 3,9 Mio. Euro auf nunmehr 27,8 Mio. Euro verzeichnete nominell das Segment Strahlentherapie. Ursache hierfür waren vor allem Sonderumsätze im Vorjahr, die aus einer einmaligen Lizenzgebühr für die Nutzung von firmeneigenen Patenten und Technologien in Russland resultierten. Sie führten von vorn herein zu einer überhöhten Vergleichsbasis. Zudem enthielten die Verkaufszahlen des Vorjahres 2012 noch Umsätze aus dem niedrigmargigen Handel mit Bestrahlungszubehör. Er war weitgehend auf Frankreich beschränkt und wurde 2013 eingestellt.

Korrigiert man die Umsatzstatistik des Segments Therapie um beide Effekte, lässt sich im Saldo ein Umsatzwachstum feststellen. Er resultiert vor allem aus der stabilen Nachfrage nach Bestrahlungsgeräten, die um 7% zulegten. Bei der anderen großen Umsatzsäule des Segments, den Implantaten, stiegen nur die ausgelieferten Stückzahlen. Fallende Preise und Erstattungsgebühren führten 2013 netto erneut zu einem Wertrückgang. Er betrug etwa 10% und konnte vorerst noch nicht durch das neue Amerikageschäft ausgeglichen werden. Da dieses nur während der letzten Jahresmonate mit 0,5 Mio. Euro zu den Umsätzen in der Implantatesparte beitrug, wird die Trendumkehr bei Implantaten erst im kommenden Geschäftsjahr 2014 erwartet.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 31 2. Wirtschaftsbericht

Segment Isotope Products

  • 4 Kalibrierquelle für die Qualitätssicherung bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
  • 5 Strahlenquellen für die radiometrische Dicken-, Dichteund Füllstandsmesstechnik in der Industrie
  • 6 Perflexion™: Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras

Auch das Segment Isotope Products litt unter schwächeren Verkäufen. Sie sanken um 4% auf 54 Mio. Euro. Betroffen waren vor allem die industriellen Komponenten, deren Volumen aufgrund einer schwachen Nachfrage in China und Amerika um 14% gegenüber dem Vorjahr einbrach. Bei den medizinischen und wissenschaftlichen Komponenten gingen die Verkäufe weniger stark um jeweils nur 3% zurück, was durch Umsätze der 2013 neu erworbenen Düsseldorfer Chemotrade GmbH und den Basiseffekt der bereits 2012 akquirierten kalifornischen Vitalea Science Inc. (zusammen 1,8 Mio. Euro) jedoch überkompensiert wurde. In der Summe reichte es dennoch nicht, an den Umsatzrekord des Vorjahres anzuknüpfen. Zudem litt das Segment, das etwa zwei Drittel seiner Umsätze in USD fakturiert, unter der ungünstigen Entwicklung des Euro-Wechselkurses zum USD. Diese Effekte machten über den Gesamtkonzern etwa 1,4 Mio. Euro aus.

Im Segment Radiopharma stieg der Umsatz um 2,3 Mio. Euro oder 9%. Dies lag maßgeblich am Kauf der österreichischen BSM Diagnostica GmbH, die 3,0 Mio. Euro beitrug. Durch sie erhöhten sich die Umsätze mit kurzlebigen Zyklotronisotopen um ein Viertel. In der Gerätesparte dagegen war ein gegenläufiger Trend zu beobachten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 14% weniger Synthesemodule und dazugehörige Komponenten verkauft. Bei den langlebigeren pharmazeutischen Radioisotopen, der dritten Produktsäule des Segments, blieben die Umsätze auf Vorjahresniveau.

Auch im Segment Umweltdienste war eine Auslandsakquisition mit 1,6 Mio. Euro entscheidend für das Wachstum der Umsätze. Sie verbesserten sich durch die erstmalige Einbeziehung der von Energy Solutions übernommenen britischen Entsorgungssparte um 1,1 Mio. Euro oder 18%.

Mit einem Umsatz von 68,9 Mio. Euro blieb im Jahr 2013 aus geographischer Perspektive wiederum Europa die wichtigste Absatzregion. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde hier ein Umsatzanteil von knapp 60% erzielt, was fast dem Niveau des Vorjahres entspricht. Wichtigstes europäisches Abnehmerland war Deutschland mit 25,8 Mio. Euro. Größter nationaler Einzelmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2013 jedoch erneut die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 30,8 Mio. Euro (vorwiegend in USD) fakturiert wurden. Die gesamten USD-Umsätze betrugen wie im Vorjahr 38% des Gesamtkonzernumsatzes. Somit liegt die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns auf Vorjahresniveau.

2.2 ERTRAGSLAGE

Der Konzerngewinn nach Steuern und Minderheiten ist von 10,3 Mio. Euro um 12% auf 9,1 Mio. Euro zurückgegangen. Die Aktienanzahl blieb konstant bei 5,3 Mio. Stück. Das Ergebnis pro Aktie fiel um 0,23 Euro/Aktie auf 1,72 Euro/Aktie.

Größte Auswirkungen auf den Ertrag hatte 2013 der Einbruch der Rohmarge. Trotz eines nur zweiprozentigen Umsatzrückganges sank sie absolut um 12% und verschlechterte sich damit um etwa 8,1 Mio. Euro. Ursache hierfür waren gegenläufige Einmaleffekte von erheblichem Ausmaß, die 2013 gegen und 2012 für die Rohmarge wirkten. Im Berichtsjahr ist die Erhöhung der Rückstellung für die Entsorgungskosten, in der Summe 2,5 Mio. Euro, in den Umsatzkosten enthalten, im Vorjahr ließ der Einmaleffekt aus dem lukrativen Verkauf von Lizenzen das Pendel dagegen in die andere Richtung ausschlagen. Neben diesen Sondereffekten belasteten die Rohmarge zum Teil Verschiebungen in der Artikelstruktur. Hochmargige Produkte im Industrie- und Strahlentherapiesegment wurden 2013 durch geringermargige Umsätze ersetzt, unter anderem aus Dienstleistungen und Handelsware.

Bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten kam es durch die Neuakquisitionen und die damit gestiegene Mitarbeiterzahl zu einem Anstieg von 2,5 Mio. Euro, das entspricht bei Gesamtfixkosten von 50,7 Mio. Euro einem Anstieg von 5%. Im Vergleich zu den Auswirkungen, die sich aus der Verschlechterung der Rohmargen ergaben, belastete der Kostenanstieg das EBIT (Gewinn vor Zinsergebnis und Steuern) somit zwar nur moderat, in Kombination mit den Rohmargeneffekten aber ergab sich ein rechnerischer Rückstand gegenüber 2012 von immerhin 12,0 Mio. Euro.

Entlastung für das Betriebsergebnis kam im Berichtsjahr deshalb vor allem aus dem Sonstigen Ergebnis. Sichtbar wird die Tatsache allerdings erst, wenn man aus dem Vorjahr die Effekte heraus rechnet, die sich durch die Errichtung des Neubaus ergaben. Man erhält als Basis für den Vergleich dann 1,9 Mio. Euro an Sonstigen Erträgen und 0,4 Mio. Euro an sonstigem Aufwand. Letzerer hat sich von der Höhe her 2013 zwar auf 1,3 Mio. Euro mehr als verdreifacht, gleichzeitig aber haben sich die Sonstigen Erträge ebenfalls verdreifacht. Zwei gewonnene juristische Auseinandersetzungen und eine Reihe kleinerer Positionen führen in der Summe zu einem um 3,8 Mio. Euro höheren Wert als im Vorjahr und reduzierten den Rückstand zu 2012 beim Betriebsergebnis auf 9,2 Mio. Euro. Es beträgt 2013 mit 10,7 Mio. Euro somit etwas mehr als die Hälfte des Vorjahres.

Beim EBIT sieht es aufgrund von Zeitwertgewinnen in Höhe von 2,8 Mio. Euro noch besser aus. Per Saldo wurde beim EBIT dadurch der Rückstand auf 6,9 Mio. Euro oder 65% des Vorjahreswertes von 19,7 Mio. Euro reduziert. Das Zinsergebnis hat sich im Jahr 2013 aufgrund höherer Guthabenzinsen (darunter Finanzamtszinsen) und geringerer Zinsaufwendungen wegen planmäßiger Tilgungen sowie Zinseffekten aus langfristigen Forderungen um 2,4 Mio. Euro verbessert, und führte zu einem nur noch um 4,5 Mio. Euro schlechteren Vorsteuerergebnis. Aufgrund einer Zunahme steuerlich nutzbarer Verlustvorträge sank die Steuerquote auf 19%, so dass sich der Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mio. Euro verringerte. Dadurch lag der Jahresüberschuss bei annähernd konstanten Minderheitsanteilen mit 9,1 Mio. Euro (1,72 EUR pro Aktie) nur etwa 1,2 Mio. Euro niedriger als 2012 und damit bei 88% des Vorjahreswertes.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 33 2. Wirtschaftsbericht

2.3 ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

Segment Isotope Products

Das Segment Isotope Products ist das größte und ertragreichste Segment des Konzerns.

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Industrielle Komponenten für die Messtechnik
    1. Strahlenquellen für die medizinische Qualitätssicherung
    1. Kalibrier- und Messquellen
    1. Handel mit Rohisotopen und Sonstiges

In den wichtigen ersten drei Produktgruppen besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte und durch die Akquisition der nuclitec GmbH (heute Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH) in Teilbereichen auf fast 100% gesteigert wurde. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich imposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickelt sich der Gesamtmarkt nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum.

In der vierten Hauptproduktgruppe werden die Einkaufsvorteile von Eckert & Ziegler genutzt, um Rohisotope mit Gewinn an fremde Dritte weiterzuverkaufen. Darüber hinaus werden hier Projektumsätze der im Jahr 2012 akquirierten US-amerikanischen Gesellschaft Vitalea Science, Inc. realisiert. Diese bietet für medizinische und industrielle Anwendungen Radiokarbondatierungen mit Kohlenstoff-14 Isotopen an.

Die externen Umsätze des Segments gingen um 2,4 Mio. Euro auf 53,7 Mio. Euro zurück. Dies betrifft im Wesentlichen den Absatz von industriellen Komponenten in China und den USA. Ohne die Akquisitionen wäre der Umsatzrückgang noch stärker ausgefallen, jedoch weisen die neuen Gesellschaften noch nicht die Rentabilität des Bestandsgeschäfts auf. Dadurch sank das EBIT um 2,4 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro.

Segment Strahlentherapie

Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:

    1. Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs "Seeds"
    1. Tumorbestrahlungsgeräte "Afterloader"
    1. Therapiezubehör
    1. Ophthalmologische Produkte
    1. Sonstige Therapieprodukte und Anlagenbau

Die amerikanische Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. mit Sitz in Davis (CA) ist ein pharmazeutischer Dienstleister und bietet Forschungseinrichtungen und Medizinern Analysen mit der sogenannten Beschleuniger-Massen-Spektrometrie (AMS) an.

KONZERNLAGEBERICHT

Eckert & Ziegler bietet Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs in Europa an und zählt hier zu den größten Anbietern. Der relevante Markt für Implantate besitzt dabei ein Volumen in Europa von rund 50 Mio. Euro und wies in den letzten Jahren allerdings geringer werdende Zuwachsraten auf. Seit einigen Jahren ist zudem ein erheblicher Margendruck spürbar, der auf reduzierte Erstattungen sowie auf große amerikanische Konkurrenten zurückgeht. Diese nutzen den für sie günstigen Dollarkurs, um trotz hoher Transportkosten in verstärktem Maß in Europa zu expandieren. Durch den strategischen Zusammenschluss mit dem damaligen belgischen Wettbewerber IBt s.a. (heute Eckert & Ziegler BEBIG s.a.) und der sich daran anschließenden Konzentration der Produktion in Berlin gelang es, die Herstellungskosten pro Implantat weiter zu senken. Durch die erzielten Skaleneffekte ist Eckert & Ziegler weiterhin wettbewerbsfähig. Durch die Akquisitionen in den USA gelang der Wiedereintritt in den interessanten US-Markt.

Bei den Tumorbestrahlungsgeräten hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Hauptabsatzmärkte liegen in Russland, Südamerika, Asien und im Nahen Osten. Mit Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und damit verbundenen Dienstleistungen werden heute global schätzungsweise 200 Mio. Euro pro Jahr umgesetzt. Der Wettbewerbsvorteil der Geräte von Eckert & Ziegler besteht in den im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wesentlich geringeren Betriebskosten. Im Großteil der Eckert & Ziegler Geräte werden Kobalt-Strahler eingesetzt. Kobalt hat im Unterschied zu dem in Konkurrenzgeräten verwendeten Iridium eine deutlich längere Halbwertszeit. Deswegen muss die Strahlenquelle des Eckert & Ziegler-Gerätes seltener getauscht werden, woraus sich Kosten- und Logistikvorteile ergeben. Damit hat Eckert & Ziegler einen Wettbewerbsvorteil, der insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern zu einem höheren Marktanteil führt.

Der Umsatz mit externen Kunden ging um 12% auf 27,8 Mio. Euro zurück. Die Ursachen wurden bereits im Abschnitt zur Geschäftsentwicklung detailliert erläutert.

Ähnlich wie im Gesamtkonzern, fiel auch im Segment Strahlentherapie die Rohmarge. Gründe waren hier der Wegfall des Projektumsatzes, die Seed-Preisnachlässe und die Fixkosten der neuen Gesellschaften. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten wurden dagegen gesenkt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten den Effekt aus einer Einigung mit Core Oncology, Inc. Im Jahr 2009 wurde Core Oncology, Inc. ein Darlehen über 2,0 Mio. USD gewährt, welches im Jahr 2010 aufwandswirksam abgeschrieben wurde. Aus der im Jahr 2013 erfolgten Einigung wurden 1,3 Mio. Euro erzielt. Trotz dieses Effekts sank die EBIT-Marge um 3,3 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro.

Umfassende Aussagen zum Segment Strahlentherapie können dem Geschäftsbericht der Eckert & Ziegler BEBIG s.a. entnommen werden (www.bebig.eu). Bei der Gegenüberstellung des (Teil-) Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler BEBIG s.a. und der Segmentberichterstattung der gesamten Eckert & Ziegler Gruppe ergeben sich Abweichungen, die in folgender Tabelle [in Tsd. Euro] dargestellt sind.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 35 2. Wirtschaftsbericht

Herstellung von Medizinprodukten für die Strahlentherapie am neuen Produktionsstandort in Mount Vernon, New York, USA

Tsd. Euro Segment
Strahlentherapie der
Eckert & Ziegler AG
Konzernbericht der
börsennotierten
Eckert & Ziegler
BEBIG s.a.
Abweichungen aus
Kundenstamm und
Steueranpassungen
Umsätze mit externen Kunden 27.838 27.838 0
Sonstige Kosten & Erträge – 25.626 – 25.626 – 343
EBT 2.212 2.212 – 343
Ertragsteuern 1.008 1.008 103
Konzernergebnis 3.220 3.220 – 240

Segment Radiopharma

Das Segment Radiopharma umfasst einerseits die Gerätesparte für Synthesemodule und passendes Zubehör (Modular-Lab), zum anderen kurzlebige Radiodiagnostika für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (Zyklotronprodukte) und drittens langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen (insbesondere Yttrium-90).

Bei den zyklotronbasierten Radiodiagnostika und sonstigen Produkten handelt es sich vor allem um den mit Fluor-18 isotopenmarkierten Zucker [18F] Fludeoxyglucose (18F; FDG). Er wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Eckert & Ziegler liefert die Produkte nach Deutschland, Polen und Österreich sowie in angrenzende Gebiete und gehört damit europaweit zu den führenden Lieferanten.

In der medizinischen Diagnostik werden mit Kontrastmitteln zum Beispiel kleinste Tumorherde oder Störungen der Stoffwechselfunktionen bildlich dargestellt. Eckert & Ziegler produziert dafür die isotopentechnische Substanzen und Synthesegeräte, auf denen diese hergestellt werden können. Für die Entwicklung von Arzneimitteln werden Wirkungsweise und Verträglichkeit zunächst in präklinischen und später in klinischen Studien getestet. Setzt man dabei isotopentechnisch markierte Substanzen ein, kann die Verteilung des zu testenden Arzneistoffs im Organismus sichtbar gemacht werden.

Der Umsatz mit zyklotronbasierten Radiodiagnostika ist aufgrund der Akquisition in Österreich, aber auch an den etablierten Standorten um insgesamt 25% gewachsen. Die Yttrium-90 Produkte sind seit der Umsatzspitze im Jahr 2010 leicht rückläufig. Grund ist hier das Auslaufen diverser Projektverträge, für die bislang keine Folgeaufträge gewonnen werden konnten. In der Gerätesparte sind die Umsätze erstmalig seit ihrem Bestehen zurückgegangen und liegen nun unter dem Niveau von 2011.

Während der Umsatz des Segments um 9% gestiegen ist, konnte die Rohmarge nur um 3% zulegen.

Grund für die überproportional gestiegenen Kosten sind die zusätzlichen Ausgaben für die neuen Standorte Wien und Warschau. Das EBIT ist jedoch um 10% auf 2,4 Mio. Euro gewachsen, da hier noch ein Sonderertrag (2,4 Mio. Euro) aus der Fair-value-Bewertung von Optionen auf Anteile an der Octreo-Pharm Sciences GmbH enthalten ist.

Segment Umweltdienste

Das Segment Umweltdienste wird seit dem Jahr 2010 als separates Segment ausgewiesen. Das Geschäft kam im Jahr 2009 durch die Akquisition der nuclitec GmbH (heute Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH) zur Eckert & Ziegler Gruppe.

Die angebotenen Dienstleistungen lassen sich wie folgt kategorisieren:

    1. Quellenrücknahme von Kunden des Segments Isotope Products
    1. Annahme von isotopentechnischen Reststoffen geringer Aktivität
    1. Projekte im Rahmen der Konditionierung

Die Quellenrücknahme ist der Ausgangspunkt dieses Geschäftsbereichs und ergänzt hervorragend das Segment Isotope Products, da die Kundenbindung durch die Rücknahme der gebrauchten Quellen verbessert wird. Außerdem bietet sich so die Möglichkeit, die Quellen aufzuarbeiten und erneut zu verkaufen. Dieses Recycling ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.

Zudem wird die Rücknahme und fachgerechte Entsorgung isotopentechnischer Reststoffe aus Krankenhäusern und anderen Einrichtungen angeboten. Dabei werden Abfälle, die gegebenenfalls mit Isotopen in Kontakt gekommen sind nach behördlich genehmigten Verfahren untersucht und freigegeben oder, sofern eine Freigabe in Ausnahmefällen nicht möglich ist, für die finale Unterbringung vorbereitet. Dieses Geschäft ist aus gesetzlichen Gründen auf Deutschland beschränkt.

Die langjährigen spezialisierten Erfahrungen bei der Verarbeitung isotopentechnischer Reststoffe ermöglicht es Eckert & Ziegler, die dabei erworbene Expertise als Dienstleistungen auch an Dritte anzubieten. Im Rahmen derartiger Projekte erfolgt jedoch keine Übernahme dieser Reststoffe in das Eigentum von Eckert & Ziegler.

Der Umsatz des Segments mit externen Kunden stieg im Jahr 2013 um 1,1 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro. Entscheidend für das Wachstum war die Akquisition der Entsorgungssparte von Energy Solutions in Großbritannien.

Bereits im Jahr 2012 war das EBIT mit 1,7 Mio. Euro negativ. Der Verlust entstand unter anderem aus einer Anpassung der Entsorgungsrückstellungen sowie aus Aufwendungen zur Sicherstellung der Regelkonformität. Auch im Jahr 2013 mussten die Rückstellungen erhöht werden. Ursache hierfür war eine Erhöhung der behördlich festgesetzten Annahmegebühren bei einem wichtigen Entsorgungsweg.

Veredelung von Prostataimplantaten am neuen Produktionsstandort in Oxford, Connecticut, USA.

Zudem überstiegen die tatsächlichen Entsorgungskosten beim Abbau von Abfällen die in der Vergangenheit gebildeten Rückstellungen, was eine Anpassung und damit weitere Rückstellungserhöhungen zur Folge hatte. Insgesamt zeigte das EBIT im Jahr 2013 einen Verlust von 2,7 Mio. Euro.

2.4 FINANZLAGE

Die Kapitalflussrechnung beginnt mit einem Periodenergebnis von 10,5 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und vor Minderheiten aus der Gewinn- und Verlustrechnung liegt damit um 11% unter dem Vorjahreswert.

Hinzugerechnet werden die nicht-zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge von insgesamt 7,1 Mio. Euro im Jahr 2013. Dieser Wert ist gegenüber dem Jahr 2012 um 1,5 Mio. Euro gestiegen, da im Jahr 2013 hohe, nicht zahlungswirksame Aufwendungen erfolgten. Zu ihnen zählen insbesondere Rückstellungserhöhungen für die Entsorgung isotopentechnischer Reststoffe sowie diverse Abschreibungen. Somit ist der Brutto-Cashflow, also die Summe aus den bisher erläuterten Sachverhalten, um 1% auf 17,6 Mio. Euro gestiegen.

Im Vergleich zum Vorjahr floss im Jahr 2013 weniger Liquidität in die Veränderung der kurzfristigen Aktiva. Dagegen wurden die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen reduziert, so dass insgesamt 2,9 Mio. Euro in den Aufbau des Nettoumlaufvermögens flossen, was einer Steigerung um 2,1 Mio. Euro entspricht. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit, berechnet als Summe der oben beschriebenen Effekte, ging gegenüber dem Vorjahr um 12% auf 14,6 Mio. Euro zurück.

Die Investitionen in Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 9,6 Mio. Euro gefallen. Der im Langfristvergleich immer noch hohe Wert erklärt sich vor allem aus den fortgesetzten Investitionen in den Bau des neuen Produktionsstandorts in Polen des Segments Radiopharma. Die Investitionen in den übrigen Segmenten gingen dagegen zurück. Das lag zum einen am Auslaufen des Projekts zur Einführung der neuen ERP-Software. Zum anderen konzentrierten sich die Segmente auf Akquisitionen wofür Kaufpreise von zusammen 7,4 Mio. Euro anfielen.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Mittelzufluss im Jahr 2013 von 1,7 Mio. Euro. Hauptgrund ist die Nettozunahme von Darlehen um 6,1 Mio. Euro, vor dem Hintergrund der Akquisitionen, die zum Teil fremdfinanziert wurden. Wie im Vorjahr wurde eine Dividende von 0,60 Euro/Aktie, insgesamt 3,2 Mio. Euro, ausgeschüttet. Zusammengerechnet wurde im Jahr 2013 die Liquidität um 1,4 Mio. Euro auf 29,4 Mio. Euro reduziert.

2.5 VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme ist im Jahr 2013 um 9% oder 14,5 Mio. Euro auf 178,9 Mio. Euro angewachsen.

Auf der Aktivseite findet sich die Erhöhung vor allem bei den diversen Positionen der langfristigen Vermögenswerte, die aufgrund der Akquisitionen deutlich stiegen. Dies betrifft vor allem die Positionen, die typischerweise im großen Maß von der Kaufpreisverteilung betroffen sind, also die Geschäfts- und Firmenwerte, die immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen.

Ferner wurde im Geschäftsjahr ein Minderheitenanteil an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben, dessen Anschaffungskosten als Finanzanlage ("at-equity") 0,6 Mio. Euro betrug. Darüber hinaus bestehende Optionen auf weitere Anteile sind mit 2,3 Mio. Euro und ein ebenso die Gesellschaft betreffender Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag mit 2,0 Mio. Euro unter den "Übrigen langfristigen Vermögenswerten" erfasst, der entsprechende Ergebniseffekt aus der Fair-Value Bewertung (2,8 Mio. Euro) im Finanzergebnis.

Aber auch die kurzfristigen Vermögenswerte sind angewachsen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt nahmen um 5% auf 23,1 Mio. Euro zu. Da der Umsatz um 2% abnahm, ergibt sich daraus eine deutliche Erhöhung der Forderungslaufzeit von 67 auf 72 Tage. Die Steigerung geht allein auf das Segment Strahlentherapie zurück, in welchem die Forderungslaufzeit um 49 Tage auf 126 Tage anstieg. Grund sind hier zum einen die Seed-Umsätze mit staatlichen Kliniken in Spanien, Italien und Frankreich. Hier beobachten wir seit langem eine zunehmende Verzögerung bei der Bezahlung von Rechnungen, sehen jedoch kein Ausfallrisiko. Zum anderen enthalten die Forderungen auch mit Bankbürgschaften abgesicherte Umsätze von Bestrahlungsgeräten, bei denen das Ausfallrisiko ebenfalls marginal ist. Eine überproportionale Steigerung weisen die Vorräte auf, die um 2,3 Mio. Euro auf 17,8 Mio. Euro zunahmen. Die Steigerung betrifft zu etwa gleichen Teilen die Segmente Strahlentherapie und Isotope Products, die aufgrund der nicht eingetroffenen Umsatzerwartungen über einen relativ hohen Bestand an Bestrahlungsgeräten bzw. Rohmaterialien für die Produktion robuster Bohrlochquellen verfügen. Darüber hinaus hat das Segment Strahlentherapie zusätzliche Vorräte aus den Akquisitionen in den USA dazu gewonnen. Die durchschnittliche Lagerdauer stieg insgesamt um 5 Tage auf 108 Tage an.

Auf der Passivseite liegt der Hauptgrund für die Bilanzverlängerung in der Zunahme der langfristigen Verbindlichkeiten. Am stärksten sind die Darlehen gewachsen, da einige der Akquisitionen fremdfinanziert wurden. Aber auch die Rückstellungen sind gestiegen, was sich aus den aufwands- aber überwiegend nicht zahlungswirksamen Rückstellungserhöhungen für die Entsorgung isotopentechnischer Reststoffe des Segments Umweltdienste sowie aus Earn-Out-Verbindlichkeiten aus Akquisitionen erklärt.

Im Ergebnis dieser Entwicklungen ist die Eigenkapitalquote von 53% auf 51% gefallen.

An 22 Standorten weltweit arbeiten rund 700 Mitarbeiter für Eckert & Ziegler.

KONZERNLAGEBERICHT

2.6 MITARBEITER

Zum 31. Dezember 2013 waren bei Eckert & Ziegler konzernweit insgesamt 686 Mitarbeiter (2012: 611) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mitarbeiteranzahl somit um 75 Personen oder 12% gestiegen. Die Steigerung geht fast ausschließlich auf das Segment Strahlentherapie zurück, wo vor allem durch den Kauf zweier amerikanischer Unternehmen 55 Beschäftigte hinzukamen. Die Mitarbeiterzahl des Segments erhöhte sich dadurch um ein gutes Drittel (37%). Eine Steigerung in ähnlicher Größenordnung (22%), allerdings auf niedrigerem absolutem Niveau, erfolgte bei den Umweltdiensten. Zehn neue Mitarbeiter stießen im Berichtsjahr zur bestehenden Belegschaft (46 Personen) hinzu. In den Segmenten Radiopharma und Isotope Products sowie bei der Holding blieb die Mitarbeiterzahl im Wesentlichen stabil.

Legt man für die Berechnung der Mitarbeiterkennzahlen die HGB-Definition zugrunde, welche sich auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter innerhalb des Jahres bezieht und Vorstände und Geschäftsführer, sowie Auszubildende und Praktikanten ausblendet, Teilzeit- und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter jedoch einschließt, so stieg die Anzahl von 573 auf 613.

Die Fluktuationsrate, also die Zahl der nach dieser Definition im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitarbeiter, lag mit 11% nur leicht über dem Vorjahreswert von 10%, und damit immer noch am unteren Rand der durchschnittlichen Fluktuationsrate in Deutschland von etwa 10 bis 14%. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr leicht von 39% auf 40% gestiegen. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsjahr bei 45 Jahren (2012: 44 Jahre) mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen, jedoch dicht gefolgt von der Gruppe der 30 bis 39-jährigen. Knapp die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss oder eine höherwertigere Ausbildung.

MITARBEITERANZAHL NACH SEGMENTEN

UMSATZ PRO MITARBEITER IN TSD. EURO

MITARBEITERANZAHL NACH ABTEILUNG

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 41 2. Wirtschaftsbericht

Eckert & Ziegler bietet seinen Mitarbeitern eine Vielzahl von beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und ein modernes Arbeitsumfeld.

MITARBEITERANZAHL NACH REGION

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 38,7 Mio. Euro (2012: 38,6 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand von rund 63 Tsd. Euro im Jahr 2013 gegenüber rund 67 Tsd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ergibt sich zum einen aus der Wechselkursentwicklung des US-Dollars zum Euro und zum anderen aus den Akquisitionen produktionslastiger Unternehmen.

2.7 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Trotz des leichten Umsatz- und stärkeren Ertragsrückgangs blickt Eckert & Ziegler auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück, in dem zwar nicht alle Erwartungen erfüllt wurden, jedoch wichtige Weichenstellungen für zukünftiges Wachstum geschaffen wurden. Das Basisgeschäft ist nach wie vor als stabil einzustufen, zudem gelangen im Berichtsjahr mehrere aussichtsreiche Akquisitionen. Bei einem guten Kapitalfluss und soliden Bilanzrelationen ist die Gruppe weiterhin in der Lage künftiges Wachstum und sich ergebende Geschäftschancen in allen relevanten Bereichen sowohl verfolgen als auch finanzieren zu können.

3. Forschung & Entwicklung

Die Gesamtausgaben für Forschung & Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen sind von 5,1 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro im Jahr 2013 gestiegen. Aus der Gewinnund Verlustrechnung lassen sich diese Werte nicht direkt ablesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind von 3,5 Mio. Euro im Jahr 2012 auf 4,9 Mio. Euro angestiegen. Die Entwicklung liegt jedoch überwiegend in gestiegenen Abschreibungen begründet, die von 0,3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro zunahmen. Dabei handelt es sich im Jahr 2013 überwiegend um außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen betreffen die Entwicklungstätigkeiten in Vorjahren und müssen aus den Kennzahlen herausgerechnet werden. Dagegen müssen die Ausgaben für Entwicklungen, die aktiviert wurden, hinzugerechnet werden. Im Vorjahr wurden Entwicklungsleistungen von 1,9 Mio. Euro aktiviert. Im Jahr 2013 stieg der Wert auf 2,0 Mio. Euro.

Wie sehr eine generelle Innovationsorientierung Eckert & Ziegler prägt, verdeutlicht die Tatsache, dass im Berichtsjahr die Innovationsquote bei 21% lag. Diese Kennzahl besagt, dass rund 24,4 Mio. Euro Umsatz mit Produkten erzielt wurde, die erst innerhalb der letzten zwei Jahre in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden. Mit Abstand den größten Anteil an dieser Kennzahl hat das im Jahr 2011 neu auf den Markt gebrachte Tumorbestrahlungsgerät. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Umsatz mit so definierten neuen Produkten etwa 16% oder 19,6 Mio. Euro ausmachte, ist die Neuproduktumsatzquote aufgrund der Akquisitionen im Jahr 2013 wieder gestiegen.

Zu den Aktivitäten im Einzelnen:

Im Segment Strahlentherapie konzentrierten sich die Arbeiten auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios für permanente und temporäre Brachytherapie. Ziel dabei ist, neue Anwendungsoptionen zu implementieren und die Anwenderfreundlichkeit noch weiter zu erhöhen. Im Jahr 2013 wurden diverse Projekte zu Afterloader-Applikatoren und -Zubehör erfolgreich abgeschlossen. Applikatoren stellen die Verbindung zwischen dem Tumorbestrahlungsgerät und dem Patienten her. Ein neuer Applikator für gynäkologische Anwendungen erlaubt die kombinierte Bestrahlung von Tumoren über natürliche Körperöffnungen (Intrakavitäre Brachytherapie) und über Hohlnadeln im Gewebe (Interstitielle Brachytherapie). Weitere Produktentwicklungen im Afterloader-Bereich sind spezifiziert und befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Ein besonders ambitioniertes Entwicklungsprojekt mit dem Ziel unsere Position auf dem Afterloader-Markt nachhaltig zu stärken, ist weit fortgeschritten und erfährt vermutlich im Jahr 2014 Marktreife. Bereits Anfang des Jahres wurde erfolgreich eine Produktionsanlage zur Herstellung von Seedketten in Russland installiert. Eine Produktionsanlage zur Herstellung von Seeds ist für die Installation in Russland vorbereitet worden.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 43 3. Forschung & Entwicklung

Die Innovationsquote bei Eckert & Ziegler betrug im Berichtsjahr 21%. Diese Kennzahl besagt, dass rund 24 Mio. Euro Umsatz mit Produkten erzielt wurde, die erst innerhalb der letzten zwei Jahre in das Portfolio aufgenommen wurden

KONZERNLAGEBERICHT

Im Segment Radiopharma wurde für die Gerätefamilie Modular-Lab, mit dem unter anderem in der Nuklearmedizin Kontrastmittel hergestellt werden, eine völlig neue Technik zum Transfer von Flüssigkeiten innerhalb eines Synthesesystems entwickelt. Hierdurch wird nicht, wie bei herkömmlichen Geräten eine Vielzahl von medienberührenden Ventilen benötigt, sondern der Transfer der Flüssigkeiten erfolgt innerhalb des Systems durch Druckdifferenzen. Diese Technik ermöglicht eine signifikant kleinere Bauweise des Synthesegerätes, eine kostengünstigere Herstellung und eine einfachere Bedienung durch den Kunden. Die zum Patent angemeldete Technologie wurde in dem neuen Produkt Modular-Lab eazy erfolgreich implementiert. Mit Modular-Lab eazy wurde der kleinste Synthesizer zur Routineherstellung von Radiopharmaka dem Markt vorgestellt.

Im Segment Isotope Products lag der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren. Damit sollen Herstellzeiten für vorhandene Produktlinien verkürzt und Produktionsprozesse optimiert werden. Darüber hinaus wurden die Anwendungen des segmenteigenen Beschleuniger-Massenspektrometers ausgedehnt. Bislang wurde das Verfahren in der Biotechnologie und Medikamentenentwicklung unter anderem in strategischen Entwicklungspartnerschaften mit GreenCross (Korea), Xenobiotic Laboratories (USA/ China), CuraChem (Korea) und Loma Linda University Medical Center (USA) eingesetzt. Im Oktober 2013 wurde das "Eckert & Ziegler Vitalea ArcLab" eröffnet. Hier werden archäologische Karbondatierungen durchgeführt, bei denen Materialien analysiert werden, die bei Bodenarbeiten freigelegt werden. Die Aufträge kommen von öffentlichen und privaten Gesellschaften. Die für Straßen-, Brücken- und Schienenbau in den West-USA zuständige staatliche Agentur hat Eckert & Ziegler für die Karbondatierung zertifiziert.

4. Nachtragsbericht

Zu Beginn des Jahres 2014 hat die US-amerikanische Gesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. einen Vertrag geschlossen und sich an einem Joint Venture beteiligt. Ziel des Geschäfts ist die langfristige Sicherung von Rohmaterialien aus dem nationalen Markt. Im Rahmen dieses Vertrages fallen bereits vor Aufnahme der Lieferungen Auszahlungen im einstelligen Mio. USD-Bereich an. Danach bestehen Mindestabnahmeverpflichtungen.

  1. Nachtragsbericht | 5. Chancen- & Risikoberichterstattung

5. Chancen- & Risikoberichterstattung

Aktionäre von Eckert & Ziegler müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.

5.1 RISIKOMANAGEMENT

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich des jeweiligen Segmentmanagements und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Diese Ebene unterhalb des Vorstandes trägt die inhaltliche Verantwortung für das in ihrem Bereich durchgeführte Risikomanagement. Das operative Management ist neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme verpflichtet, seinen Bereich ständig nach einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzernrechnungswesen.

Das oben erwähnte, jährlich durchgeführte Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme befragt die Fach- und Führungskräfte von Eckert & Ziegler. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u.a. Marktund Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Die Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe wird einmal pro Jahr dem Aufsichtsrat berichtet.

Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Beginn an auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.

Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.

5.2 FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2013 wurden diverse Akquisitionsprojekte verfolgt und einige auch erfolgreich abgeschlossen. Für einige der Projekte wurden Kreditangebote eingeholt und es wurden im Jahr 2013 neue Darlehensverträge geschlossen. Die vorgelegten Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf. Aus den Finanzierungsrunden lässt sich auf eine gute Bonität des Konzerns schließen. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den profitablen, operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Verbindlichkeiten mehr als gedeckt sind.

In bestehenden Darlehensverträgen sind Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Bilanzrelationen ("Covenants") enthalten. Deren Einhaltung wird von Eckert & Ziegler quartalsweise und in Vorbereitung neuer Investitions- und Finanzierungsvorhaben überprüft. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Verpflichtungen eingehalten und kein Kredit und keine Kreditlinie gekündigt wurde.

Aus den Fremdfinanzierungen ist der Konzern prinzipiell einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Allerdings sind die wesentlichen Kredite zu Festzinskonditionen abgeschlossen bzw. es wurden zur Tilgungsstruktur passende Zinsswaps abgeschlossen, sodass Eckert & Ziegler effektiv einen festen Zinssatz als Kalkulationsbasis verwenden kann. Somit ist der Konzern bei bestehenden Darlehen nicht dem Risiko aus Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.

Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand stellt möglichst sicher, dass die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe begrenzt bleiben.

Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.

Auf Grund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, das für die meisten dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen aber auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.

Für den Konzern entsteht ein Debitorenausfallrisiko aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen, und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkasse oder Akkreditiven abgesichert.

Die Überwachung des Risikos erfolgt mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

5.3 RECHTLICHE RISIKEN

Der Konzern ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen oder behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen er entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind nicht vorhersehbar, sodass sich aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen ergeben können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage haben können.

Es gibt derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis haben könnten.

5.4 IT-RISIKEN

Eckert & Ziegler ist dem Risiko des Ausfalls der EDV-Systeme ausgesetzt. Im Schadensfall kann es dadurch zu Datenverlusten und schlimmstenfalls zu Betriebsunterbrechungen kommen. Als Absicherungsmaßnahmen werden regelmäßig Backups durchgeführt, Anti-Virussoftware eingesetzt und teilweise Server virtualisiert.

5.5 RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEM

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit den Risiken der Finanzberichterstattung. Mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontrollsystem sicherstellen, dass die Finanzberichterstattung unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eckert & Ziegler Konzerns vermittelt.

In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG insgesamt 34 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, in Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.

Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden von der Gesellschaft folgende wesentliche Maßnahmen ergriffen:

  • Prozessintegrierte Kontrollen (EDV-gestützte Kontrollen und Zugriffsbeschränkungen, Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung und analytische Kontrollen)
  • Zentrale Abwicklung der Finanzbuchhaltung sämtlicher deutschen Gesellschaften am Sitz der Muttergesellschaft in Berlin
  • Einheitliche Berichtspakete für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Gesellschaftsbetreuern in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle für die übernommenen Daten bilden und bei komplexen Fragestellungen den Tochterunternehmen zur Seite stehen.
  • Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung und Bewertung durch konzerneinheitliche Verfahren und Schulungen
  • Analyse der monatlichen Berichte der Tochterunternehmen

Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift gemäß § 315a HGB, nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für bestimmte immaterielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Vermögenswerte jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte. Daher werden soweit verpflichtend jährlich und darüber hinaus bei Anzeichen von Wertminderungen Wertminderungstests durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Vergleichsgruppen oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass immaterielle Vermögenswerte sich als nicht werthaltig herausstellen bzw. dass ihr Wert schnell und im erheblichen Umfang schwankt. Dies betrifft unter anderem aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, deren Bewertung ebenfalls von Ergebnisprognosen abhängig ist. Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, unter Analyse der künftigen Markt- und Absatzmöglichkeiten, eingegrenzt werden. Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken im Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Generell gilt konzernweit das Vier-Augen-Prinzip bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.

5.6 PERSONELLE RISIKEN

Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb ist das Unternehmen auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen und nachweisbar hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.

5.7 ALLGEMEINE RISIKEN AUS DER PRODUKTION UND DEM UMGANG MIT RADIOAKTIVITÄT IM BESONDEREN SOWIE DARAUS ERWACHSENDE CHANCEN

Zum Produktionsrisiko zählt, dass nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können. Dieses Risiko kann niemals restlos ausgeschlossen werden. Es wird ihm jedoch durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.

Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem man sich strengen Qualitätskriterien unterwirft. Die überwiegende Zahl von Betriebsstätten ist ISO-zertifiziert, und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann.

Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch den langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben und somit einen Wissensvorsprung gegenüber potentiellen Wettbewerbern, die planen neu in den Markt einzutreten. Gleichzeitig bieten sich daraus auch vielfältige Chancen, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in den Geschäftsfeldern zu beschleunigen.

Eckert & Ziegler ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.

Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Genehmigungen voraus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Änderungen gesetzlicher oder behördlicher Rahmenbedingungen die Herstellung oder Handhabung in Einzelfällen oder an bestimmten Standorten verteuert, behindert oder gar verhindert wird.

5.8 ALLGEMEINE KOMMERZIELLE UND STRATEGISCHE RISIKEN

Als Spezialist für ein breites Portfolio aus isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus sowie in den Kunden und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.

Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte und die Identifikation und den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.

Der wirtschaftliche Erfolg der Produkte von Eckert & Ziegler hängt im Fall der medizinischen Sparten von der Kostenerstattung für die jeweiligen Anwendungen ab. Eine Reduzierung oder gar der Wegfall der Kostenerstattung hätte deutliche negative Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. In den Segmenten werden zudem Investitionsgüter vertrieben. Dabei existiert ein Risiko aus eingeschränkten Budgets der öffentlichen und privaten Auftraggeber.

5.9 HAUPTKUNDENRISIKO

Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 11,1 Mio. Euro, also etwa 9% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr, wo die fünf größten Kunden noch einen Umsatzanteil von 14% ausmachten, wurde die Kundenbasis weiter gestreut.

5.10 CHANCEN IN DEN SEGMENTEN

Durch die herausgehobene Marktstellung von Eckert & Ziegler in den Produktbereichen des Segments Isotope Products, welche neben dem operativen, sehr guten Management von Produktion und Verkauf vor allem durch eine erfolgreiche Folge von Akquisitionen erreicht wurde, ergeben sich Chancen, den Markt weiter zu dominieren, die Umsätze und die Rentabilität weiter zu steigern sowie die Akquisitionsstrategie weiter fortzusetzen.

Im Segment Strahlentherapie werden insbesondere Chancen aus der weiteren regionalen Expansion gesehen.

Im Segment Radiopharma werden insbesondere Chancen im neu entwickelten pharmazeutischen Gallium-Generator und der Ausweitung von Lohnfertigungsprojekten gesehen.

5.11 RISIKOBERICHTERSTAT TUNG BEZÜGLICH FINANZINSTRUMENTEN

Wie im Abschnitt 5.2 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken geschildert, wurden wesentliche langfristige Finanzierungen zu Festzinskonditionen abgeschlossen, bzw. es wurden zur Tilgungsstruktur passende Zinsswaps abgeschlossen. Diesen Finanzinstrumenten stehen somit deckungsgleiche reale Kreditgeschäfte gegenüber, welche sich entgegensetzt zur Bewertung der Finanzinstrumente entwickeln. Der Zweck des Geschäfts ist die Absicherung des Zinsänderungsrisikos.

Es wird weiterhin auf die Absicherung des Fremdwährungsrisikos mittels Termingeschäften und Put-Optionen hingewiesen. Dazu ist anzumerken, dass auch hierbei ein reales gegenläufiges Geschäft existiert. Einzig die Identität der Vertragspartner ist nicht gegeben. Sollte also der Kunde nicht zahlen, so müsste trotzdem das Absicherungsgeschäft mit der Bank erfüllt werden, woraus dann wieder ein Risiko resultiert. Allerdings bestanden zum Abschlussstichtag keine derartigen Termin- und Optionsgeschäfte.

Zum Jahresanfang 2011, als die Zinssätze für langfristige Kredite relativ gering, allerdings gerade im Steigen begriffen waren, wurde in Anbetracht geplanter Investitionsprojekte ein Zinsswap abgeschlossen. Somit können zukünftige Investitionsprojekte effektiv mit dem Zinssatz von Anfang 2011 finanziert werden. Da jedoch seitdem der maßgebliche Swapsatz wieder gefallen ist, entstanden in den Jahren 2011 und 2012 Buchverluste. Im Jahr 2013 wurde bereits ein Buchgewinn aus dem gestiegenen Restwert des Swaps realisiert. Für die kommenden Jahre ergibt sich die Chance, zukünftige Finanzierungen zu einem relativ günstigen Zinssatz abzuschließen, aber auch ein Risiko erneuter Verluste, falls die Investitionsprojekte ausbleiben und der maßgebliche Swapsatz wieder fällt.

Ein Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag und zwei Optionen, jeweils betreffend die OctreoPharm Sciences GmbH, eine Pharma-Entwicklungsgesellschaft, sind im Konzernabschluss mit insgesamt 4,3 Mio. Euro bewertet. Es existieren Risiken dahingehend, dass bei einer negativen Entwicklung des Unternehmenswerts der OctreoPharm Sciences GmbH entsprechende Verluste aus der Fair-Value-Bewertung der genannten Finanzinstrumente entstehen.

  1. Chancen- & Risikoberichterstattung

5.12 RISIKOENTWICKLUNG

Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Eine Vielzahl der bestehenden Risiken ist bereits in der detaillierten Konzernplanung für das kommende Jahr berücksichtigt.

Der Vorstand erwartet aus den oben genannten Risiken keinen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2014.

6. Prognosebericht

6.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Konjunkturentwicklung im Jahr 2013 war uneinheitlich. Die Weltwirtschaft ist um ca. 2% gewachsen, vor allem aufgrund eines noch immer starken Wachstums in China von ca. 8% und eines moderaten Wachstums der US-Wirtschaft. Die Eurozone kommt dagegen nicht voran. Hier ist die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr insgesamt geschrumpft, nur Deutschland wuchs um rund 1%. Die Prognosen gehen für das Jahr 2014 von einer Verbesserung aus. Das Wachstum in China sollte immer noch über 7% liegen, während das Wachstum in den restlichen Ländern einschließlich der Eurozone teilweise deutlich anzieht.

Eckert & Ziegler ist zwar nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen, da die Nachfrage im Gesundheitswesen anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. Trotzdem unterliegt auch das operative Geschäft von Eckert & Ziegler den globalen Konjunkturrhythmen. Das gilt insbesondere, wenn durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte Großprojekte in staatlichen Institutionen gestrichen werden oder versucht wird, die Ausgaben im Gesundheitsbereich administrativ zu reduzieren.

Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro für Eckert & Ziegler von Bedeutung. Da wesentliche Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge vom Segment Isotope Products erwirtschaftet werden, das in den USA beheimatet ist, schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs spürbar auf Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Gruppe durch. Auch für die Wettbewerbssituation ist der Wechselkurs von Bedeutung, insbesondere in den Segmenten Strahlentherapie und Radiopharma. Je schwächer der Dollar, desto besser die Kostensituation amerikanischer Wettbewerber und desto höher der Druck auf Verkaufspreise und Margen von Eckert & Ziegler.

Im Jahr 2013 lag der gewichtete Durchschnittskurs bei 1,33 USD pro Euro und damit über dem Jahresdurchschnitt von 2012. Zur Zeit der Erstellung des Jahresabschlusses notiert der Wechselkurs etwas über 1,35 USD pro Euro. Damit liegt der Durchschnittskurs im 1. Quartal 2014 deutlich über dem Jahresdurchschnitt 2013 und somit im für Eckert & Ziegler ungünstigen Bereich.

Bisher ergaben sich aus diesen Währungsschwankungen keine wesentlichen negativen Effekte. Eine Prognose des Wechselkurses für den Rest des Jahres 2014 ist schwierig und hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter der Haushaltsentwicklung und der politischen Lage in den südeuropäischen Ländern und dem Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA, ab. Aktuelle Prognosen von DZ Bank und HSBC gehen übereinstimmend von einer kontinuierlichen USD-Aufwertung auf 1,27 bzw. 1,28 USD pro Euro bis zum Jahresende 2014 aus. Solange sich der Wechselkurs in der Bandbreite unterhalb dieses Niveaus bewegt, sind die Schwankungen für Eckert & Ziegler handhabbar und haben keine wesentliche Auswirkung.

Vor dem Hintergrund dieser Annahmen zu Konjunktur und Wechselkurs ergeben sich folgende Prognosen:

6.2 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS

Das Segment Isotope Products ist aufgrund der Marktführerschaft bei vielen Produkten gut aufgestellt. Bleibt es bei den oben beschriebenen konjunkturellen Impulsen, sollten der Umsatz und Ertrag 2014 gegenüber dem Berichtsjahr im einstelligen Prozentbereich wachsen. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,30 USD/Euro. Zur Rückkehr der Umsätze auf das Niveau des Vorvorjahres 2012 sollen im Segment Zuwächse bei den industriellen Komponenten beitragen, zudem ein Anstieg der Umsätze aus Radiokarbondatierungen. Weitere Wachstumsimpulse ergeben sich aus erwarteten Firmenzukäufen.

  1. Prognosebericht

6.3 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT STRAHLENTHERAPIE

Das Segment Strahlentherapie sollte seine Umsätze im Jahr 2014 aufgrund der US-Akquisitionen deutlich um einen zweistelligen Prozentsatz steigern. In ihn geht auch das organische Wachstum bei den Bestrahlungsgeräten ein. Aufgrund der Zusatzkosten für die Integration der neuen amerikanischen Betriebe, wegen des anhaltenden Verfalls der Preise bei den Implantaten sowie zu guter Letzt wegen der erheblichen ergebnisstützenden Sondereffekte im Jahr 2013 bedarf es jedoch einer günstigen Konstellation, um den Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten im Jahr 2014 erheblich zu steigern. Realistischerweise wird mit einem leichten Ergebnisrückgang zu rechnen sein.

6.4 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT RADIOPHARMA

Durch den Umsatzrückgang in der Gerätesparte war 2013 für das Segment Radiopharma ein schwieriges Jahr. Ergebnisrettend wirkte im Wesentlichen die Zeitbewertung von derivativen Finanzinstrumenten. Ohne das positive Finanzergebnis wären die ursprünglichen Ziele des Jahres 2013 weit verfehlt worden. Entsprechend vorsichtig ist der Ausblick für 2014. Beim Umsatz basiert er auf dem Basiseffekt aus dem Kauf eines österreichischen Vertriebsunternehmens für Zyklotronprodukte, beim Ergebnis auf der Annahme der Erholung der Gerätesparte und der Inbetriebnahme der Warschauer Produktionsstätte und damit einhergehend der Stärkung der Zyklotronsparte. Im Endeffekt sollen daher im Jahr 2014 die Umsätze im zweistelligen Prozentbereich steigen und die Erträge prozentual deutlich wachsen.

6.5 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM BEREICH SONSTIGES

Ab dem Jahr 2014 wird das Segment Umweltdienste mit den Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zusammengelegt und dem Vorstand als Einheit berichtet. In der Segmentberichterstattung erfolgt der Ausweis unter "Sonstiges". Die bisher getrennt ausgewiesenen Bereiche haben gemein, dass hier im wesentlichen Umfang zentrale Dienstleistungen für die operativen Segmente erbracht werden. Externe Umsätze werden wie in der Vergangenheit nur im geringen Umfang anfallen. Sofern keine exogenen Effekte zu einer wesentlichen Rückstellungserhöhung für zukünftige Entsorgungsaufwendungen führen, sollten die Umweltdienste ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaften. Die Holding kann naturgemäß nicht sämtliche Aufwendungen an die Segmente weitergeben. Der Gewinnaufschlag auf Dienstleistungen sowie die Zinsmarge wird nicht ausreichen, um alle Ausgaben zu decken. Insgesamt wird jedoch erwartet, dass im Bereich Sonstiges der Jahresfehlbetrag deutlich unter den Vergleichswert des Jahres 2013 (3,0 Mio. Euro) gesenkt werden kann.

6.6 KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM KONZERN

In der Summe wird für das Geschäftsjahr 2014 ein Umsatz- und Ergebnisanstieg um einen jeweils zweistelligen Prozentsatz erwartet. Bezogen auf das Berichtsjahr 2013 werden die zu dieser Aussage passenden Schwellwerte erreicht a) bei einem Umsatz von rund 129 Mio. Euro und b) einem Ergebnis nach Steuern und Minderheiten von rund 10 Mio. Euro (was einem Gewinn von ca. 1,90 Euro/Aktie entspricht). Die internen Planungen liegen merklich höher als diese Schwellwerte.

7. Corporate Governance

7.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben, die auf der Webseite unter www.ezag.de > Investoren > Gute Unternehmensführung > Entsprechenserklärung einsehbar ist.

7.2 VERGÜTUNGSBERICHT

Das System der Vorstandsvergütung ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu setzen. Wesentlicher Aspekt des Vergütungssystems ist dabei, dass neben fixen Vergütungsteilen auch variable Vergütungsteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vereinbart werden, sodass die Mitglieder des Vorstandes sowohl an positiven als auch an negativen Entwicklungen angemessen beteiligt sind.

Bei der Festlegung der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungsteile werden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich und die persönliche Leistung bewertet. Des Weiteren werden die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens in die Bewertung einbezogen. Schließlich soll die Vergütung auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld und zur Vergütungsstruktur im Unternehmen, sowohl im Verhältnis zum oberen Führungskreis als auch zur Belegschaft, attraktiv und angemessen sein.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandes sowie das Vergütungssystem werden vom Aufsichtsrat für einen mehrjährigen Zeitraum festgesetzt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Ziel ist eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurden die Vorstandsverträge mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2011 angepasst, sodass die variablen Vergütungsteile nunmehr grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Höchstbeträge aufweisen. Eingeführt wurde zugleich die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstandes für den Zeitraum der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf eine angemessene Höhe herabsetzen zu können. Die fixen Vergütungsteile werden monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen, die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen, jedoch in der Höhe je nach der persönlichen Situation variieren können. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.

Als variable Vergütungsteile werden Tantiemen mit grundsätzlich mehrjähriger Bemessungsgrundlage vereinbart. Diese basiert auf einem Prozentsatz vom kumulierten EBIT bzw. Jahresüberschuss des direkten Verantwortungsbereichs, der über einen definierten mehrjährigen Zeitraum betrachtet wird. Nach Feststellung des Jahresabschlusses werden jährlich Abschlagszahlungen geleistet; die Endabrechnung erfolgt am Ende des vereinbarten Zeitraums. Daneben können auch variable Vergütungsteile vereinbart werden, die lediglich auf einer jährlichen Erfolgsbetrachtung und damit entweder auf einer konkreten Zielerreichung oder einer prozentualen Beteiligung am Jahresergebnis basieren. Die variablen Vergütungsteile sehen betragsmäßige Höchstgrenzen vor.

Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds sind keine Abfindungen vereinbart worden. Ebenso bestehen keine Versorgungszusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit bei der Gesellschaft. Allerdings gewährt die Gesellschaft zwei aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sogenannten rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.

  1. Corporate Governance | 8. Übernahmerechtliche Angaben

8. Übernahmerechtliche Angaben

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2013 5.292.983 Euro (im Vorjahr 5.292.983 Euro) und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3%. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:

Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Eckert, hielt zum 31. Dezember 2013 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Panketal, eine Beteiligung in Höhe von 1.692.990 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, die insgesamt 32,21% des Grundkapitals der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG von 5.292.983 Stück darstellen. Der Gesamtbesitz der übrigen Mitglieder des Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates an den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ausgegebenen Aktien lag zum 31. Dezember 2013 unter 1% des Grundkapitals.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 AktG geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.

Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.

Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 300 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32 Tsd. Euro durch Ausgabe von 31.650 Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 33 Tsd. Euro durch Ausgabe von 32.700 Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639 Tsd. Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Zum 31. Dezember 2013 hält die Gesellschaft 4.818 (2012: 4.818) eigene Aktien zum Nennwert von 5 Tsd. Euro, die in der Bilanz vom Gezeichneten Kapital abgesetzt sind. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.

Berlin, den 25. März 2014

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

FINANZTEIL

Konzernabschluss 59
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 59
Sonstiges Konzernergebnis 60
Konzernbilanz 61
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 62
Konzern-Kapitalflussrechnung 64
Konzernanhang 65
Grundlagen, Grundsätze und Methoden 65
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 83
Erläuterungen zur Konzernbilanz 91
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung 116
Sonstige Angaben 117
Angaben gemäß § 315a HGB 129
Konzernanlagenspiegel 130
Bilanzeid 134
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 135
Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG 136
Gewinn- und Verlustrechnung 136
Bilanz 137

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 59

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

KONZERNABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Tsd. Euro Anhang 2012 2013
Umsatzerlöse 7. 119.997 117.138
Umsatzkosten 8. – 54.814 – 60.063
Bruttoergebnis vom Umsatz 65.183 57.075
Vertriebskosten 9. – 20.612 – 21.933
Allgemeine Verwaltungskosten 10. – 22.766 – 23.939
Forschungs- und Entwicklungskosten 11. – 3.454 – 4.865
Sonstige betriebliche Erträge 14. 8.583 5.665
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15. – 7.000 – 1.301
Betriebsergebnis 19.934 10.702
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 16. – 117
Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinvestitionen 17. 2.799
Währungsgewinne 913 179
Währungsverluste – 1.119 – 748
Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 19.728 12.815
Zinserträge 18. 526 1.314
Zinsaufwendungen 18. – 2.794 – 1.188
Ergebnis vor Ertragsteuern 17.460 12.941
Ertragsteuern 19. – 5.695 – 2.440
Periodenergebnis 11.765 10.501
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 20. 1.472 1.412
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 10.293 9.089
Ergebnis je Aktie 21.
Unverwässert (EUR je Aktie) 1,95 1,72
Verwässert (EUR je Aktie) 1,95 1,72
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) 5.288 5.288
SONSTIGES KONZERNERGEBNIS
Tsd. Euro Anhang 2012 2013
Jahresüberschuss 11.765 10.501
davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend 10.293 9.089
davon auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 1.472 1.412
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig
in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind – 369 – 1.391
Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe 28. – 369 – 1.391
Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die unter bestimmten Bedingungen
nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
0 0
– 369 – 1.391
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/
Verluste (–) aus leistungsorientierten Pensionszusagen
– 1.786 1.178
Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung 35. – 1.786 1.178
Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die unter bestimmten Bedingungen
nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
563 – 371
– 1.223 807
Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern – 1.592 – 584
Gesamtergebnis 10.173 9.917
Vom Gesamtergebnis entfallen auf:
die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG 8.681 8.577

Sonstiges Konzernergebnis | Konzernbilanz

KONZERNBILANZ
Tsd. Euro Anhang 2012 2013
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 22. 31.122 34.906
Übrige Immaterielle Vermögenswerte 22. 14.697 17.744
Sachanlagen 23. 31.158 33.542
Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 24. 0 493
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25. 1.886 2.853
Aktive Latente Steuern 19. 9.104 9.937
Übrige langfristige Vermögenswerte 26. 4.027 6.785
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 91.994 106.260
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27. 30.842 29.414
Wertpapiere 28. 22 22
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29. 20.115 20.277
Vorräte 30. 15.466 17.778
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 31. 6.005 5.159
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 72.450 72.650
Bilanzsumme 164.444 178.910
Passiva
Kapital und Rücklagen 32.
Gezeichnetes Kapital 5.293 5.293
Kapitalrücklagen 53.500 53.500
Gewinnrücklagen 25.257 28.588
Übrige Rücklagen – 3.296 – 3.808
Eigene Anteile – 27 – 27
Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital 80.727 83.546
Nicht beherrschende Anteile 6.243 7.082
Summe Kapital und Rücklagen 86.970 90.628
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten 33. 9.773 17.572
Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (langfristig) 34. 954 715
Passive Latente Steuern 19. 1.521 2.381
Rückstellungen für Pensionen (langfristig) 35. 8.476 7.560
Übrige langfristige Rückstellungen 36. 20.627 23.991
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 37. 1.345 4.220
Langfristige Schulden, gesamt 42.696 56.439
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten 33. 5.673 5.055
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.454 7.779
Erhaltene Anzahlungen 2.344 2.241
Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (kurzfristig) 34. 92 104
Ertragssteuerverbindlichkeiten 2.075 915
Rückstellungen für Pensionen 35. 387 403
Übrige kurzfristige Rückstellungen 36. 3.599 4.014
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 38. 13.154 11.332
Kurzfristige Schulden, gesamt 34.778 31.843
Bilanzsumme 164.444 178.910

KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Kapital Gewinn
Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert rücklage rücklagen
Stand 1. Januar 2013 5.292.983 5.293 53.500 25.257
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Unrealisierte Gewinne/Verluste bei leistungs
orientierten Pensionszusagen am Bilanzstichtag
(nach Steuern von – 408 Tsd. Euro)
Unrealisierte Wertpapiergewinne/-verluste
am Bilanzstichtag (nach Steuern von 1 Tsd. Euro)
Umkehrung unrealisierter Gewinne/-verluste
am vorherigen Bilanzstichtag
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Jahresüberschuss 9.089
Gesamtergebnis der Periode 0 0 0 9.089
Dividendenzahlung – 3.173
Erwerb/Verkauf von nicht
beherrschenden Anteilen
– 2.585
Stand 31. Dezember 2013 5.292.983 5.293 53.500 28.588
Stammaktien Kumuliertes übriges Gesamtergebnis
------------- ------------------------------------
Kapital Gewinn
Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl Anzahl Nominalwert rücklage rücklagen
Stand 1. Januar 2012 5.292.983 5.293 53.500 18.125
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Unrealisierte Gewinne/Verluste bei leistungs
orientierten Pensionszusagen am Bilanzstichtag
(nach Steuern von – 779 Tsd. Euro)
Unrealisierte Wertpapiergewinne/-verluste
am Bilanzstichtag (nach Steuern von 1 Tsd. Euro)
Umkehrung unrealisierter Gewinne/-verluste
am vorherigen Bilanzstichtag
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten
Aufwendungen und Erträge
0 0 0 0
Jahresüberschuss 10.293
Gesamtergebnis der Periode 0 0 0 10.293
Dividendenzahlung – 3.173
Erwerb/Verkauf von nicht
beherrschenden Anteilen
12
Stand 31. Dezember 2012 5.292.983 5.293 53.500 25.257

Stammaktien Kumuliertes übriges Gesamtergebnis

Kumuliertes übriges Gesamtergebnis
Konzern
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Auf Aktionäre
entfallendes
Eigenkapital
Eigene
Anteile
Fremd
währungsum
rechnungs
differenzen
Unrealisiertes
Ergebnis
Pensions
zusagen
Unrealisiertes
Ergebnis
Wertpapiere
86.970 6.243 80.727 – 27 – 1.658 – 1.640 2
– 1.391 – 72 – 1.319 – 1.319
– 833 – 833 – 833
2 2 2
1.638 1.638 1.640 – 2
– 584 – 72 – 512 0 – 1.319 807 0
10.501 1.412 9.089
9.917 1.340 8.577 0 – 1.319 807 0
– 3.416 – 243 – 3.173
– 2.843 – 258 – 2.585
90.628 7.082 83.546 – 27 – 2.977 – 833 2
Kumuliertes übriges Gesamtergebnis
Konzern
Eigenkapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Auf Aktionäre
entfallendes
Eigenkapital
Eigene
Anteile
Fremd
währungsum
rechnungs
differenzen
Unrealisiertes
Ergebnis
Pensions
zusagen
Unrealisiertes
Ergebnis
Wertpapiere
80.896 5.689 75.207 – 27 – 1.269 – 417 2
– 369 20 – 389 – 389
– 1.640 – 1.640 – 1.640
2 2 2
415 415 417 – 2
– 1.592 20 – 1.612 0 – 389 – 1.223 0
11.765 1.472 10.293
10.173 1.492 8.681 0 – 389 – 1.223 0
– 3.886 – 713 – 3.173
– 213 – 225 12
86.970 6.243 80.727 – 27 – 1.658 – 1.640 2
KONZERN KAPITALFLUSSRECHNUNG
Tsd. Euro Anhang 2012 2013
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: 40.
Jahresergebnis 11.765 10.501
Anpassungen für:
Abschreibungen und Wertminderungen 7.747 9.251
Zinsergebnis 2.268 – 126
Zinszahlungen – 999 – 26
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (–) 5.695 2.440
Ertragsteuerzahlungen – 4.769 – 3.961
Nicht zahlungswirksame Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Zuschüsse – 182 – 440
Gewinn (–)/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen 12 39
Veränderung der langfristigen Rückstellungen,
sonstige langfristige Verbindlichkeiten
121 4.258
Veränderung der übrigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen – 3.083 351
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge – 1.216 – 4.727
Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva:
Forderungen – 2.167 – 161
Vorräte – 1.328 – 2.064
Veränderung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte – 2.823 2.888
Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.533 – 3.574
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 16.574 14.649
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: 41.
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerten und Sachanlagen – 9.832 – 9.650
Einnahmen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
24 17
Ausgaben für Akquisitionen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) – 39 – 7.356
Ausgaben für langfristige finanzielle Vermögenswerte – 1.500 – 378
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit – 11.347 – 17.367
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: 42.
Gezahlte Dividenden – 3.173 – 3.173
Ausschüttung Anteile Dritter – 713 – 243
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 3.225 11.853
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen – 5.717 – 5.773
Kauf von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterunternehmen – 213 – 987
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit – 6.591 1.677
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes – 98 – 387
Abnahme (im Vorjahr Zunahme) des Finanzmittelbestandes – 1.462 – 1.428
Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 32.304 30.842
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 30.842 29.414

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 25. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

Grundlagen, Grundsätze und Methoden

1. ORGANISATION UND BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt), ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.

Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z.B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.

2. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2013 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns.

Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Das sonstige Ergebnis wird in der "Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Konzernergebnis" dargestellt.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin Charlottenburg unter der Nr. HRB 64 997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2013 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.

Ausweis – Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.

Beurteilungen und Schätzungen – Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht (Tz. 6).

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Wertpapiere werden grundsätzlich als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert, so dass die zu bilanzierenden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Sofern Wertpapiere als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden, fließen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte insoweit unmittelbar in das Periodenergebnis ein.

Geschäfts- oder Firmenwerte – Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte – Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Anhang

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich nicht um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:

selbst erstellt erworben
Kundenbeziehungen 8 bis 15 Jahre
Aktivierte Entwicklungskosten 3 bis 10 Jahre
Patente, Warenzeichen etc. 6 bis 20 Jahre 10 Jahre
Sonstige 3 bis 5 Jahre 3 bis 5 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.

Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, und weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist. Die CGUs entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte). Dem Segment Umweltdienste wurde durch den Erwerb des Geschäftsbereiches Entsorgung im Geschäftsjahr 2013 ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, der im Ergebnis des zum Stichtag durchgeführten Werthaltigkeitstest vollständig wertgemindert wurde.

Der Vorstand erachtet Beträge die 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwertes des Konzerns übersteigen als signifikant. Diesem Kriterium entsprechen die CGUs der Segmente Isotope Products ohne VSU und Strahlentherapie.

Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus den Mittelfristplanungen für die Segmente abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanungen beträgt fünf Jahre. Die Zahlungsströme nach der Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 0%–1% extrapoliert, die das erwartete durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet.

Die Diskontierungssätze werden auf Basis des gewichteten Kapitalkostensatzes der jeweiligen CGU ermittelt und betragen zwischen 9,1 und 11,9% nach Steuern bzw. 13,2% und 17,0% vor Steuern. In den folgenden der Berechnung zugrundegelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Mittelfristplanung:

Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen.

Diskontierungssätze:

Die Kapitalisierungszinssätze wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten ermittelt.

Wachstumsraten:

Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde.

Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäftsoder Firmenwert erfolgt nicht.

Sachanlagen – Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und – soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 gegeben sind – Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Auf Grund von Finanzierungsleasingverträgen erworbene Sachanlagen und Mietereinbauten werden entweder über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer der betroffenen Vermögenswerte abgeschrieben. Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:

Gebäude 25 bis 45 Jahre
Mietereinbauten 10 bis 15 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.

Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung der Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt unter Berücksichtigung auslösender Ereignisse des Geschäftsumfelds die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte. Auf dieser Basis wurden in den Jahren 2013 und 2012 die Nutzungsdauer verschiedener Vermögenswerte der Sachanlagen neu eingeschätzt, woraus in einigen Fällen Verlängerungen der angenommenen Nutzungsdauern resultierten. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2013 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern können.

Vorräte – Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden auf Grund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.

Anhang

Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage einer Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.

Forderungen – Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen wertgemindert sind.

Finanzanlagen und Wertpapiere – Anlagen in börsengängige Wertpapiere werden nicht zum Zwecke des Handelns oder des Haltens bis zur Endfälligkeit gehalten. Sie werden daher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert (fair value), der auf den Börsenkursen am Bilanzstichtag basiert, bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung der available-for-sale-Wertpapiere werden abzüglich der darauf entfallenden Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird bzw. eine objektive Wertminderung eintritt. Zu diesen Zeitpunkten ist der kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Periodenergebnis zu erfassen.

Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Devisentermingeschäfte oder Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden.

Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.

Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.

Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten".

Finanzmittelbestand – Der Konzern betrachtet sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.

Finanzielle Verbindlichkeiten – Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen – Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 zur Vereinheitlichung der konzernweiten Vorgehensweise unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral über das sonstige Konzernergebnis erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.

Rückstellungen – Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.

Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen – Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, so dass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Dabei wird nur der radioaktive Abfall aus dem Rückbau von Anlagegegenständen berücksichtigt. Abfall, der in der laufenden Produktion anfällt, wird regelmäßig entsorgt und die damit verbundenen Kosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Nach IAS 37 werden die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Rückbauverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Rückbaufalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.

Leasing – Wenn die Voraussetzungen eines "finance lease" erfüllt sind, werden die genutzten Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als Sachanlagen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder die Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der Leasingraten.

Ertragsrealisierung – Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.

Erträge aus Fertigungsaufträgen werden gemäß IAS 11 wie folgt realisiert. Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags zuverlässig geschätzt werden, erfolgt die Erfassung der Erträge und Aufwendungen im Laufe der Leistungserbringung bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Maßgabe des Grades der Fertigstellung (percentage of completion method), d.h. Teilgewinne werden in den einzelnen Perioden ausgewiesen. Sind die Voraussetzungen für eine zuverlässige Schätzung des Fertigstellungsgrads nicht erfüllt, erfolgt die Erlöserfassung nur in Höhe der angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Auftragskosten. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust in voller Höhe sofort als Aufwand erfasst. Zur Ermittlung des Fertigstellungsgrades der Fertigungsaufträge wird in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Projektes die entsprechend am besten geeignete Methode angewendet. Die percentage of completion Methode wird ebenfalls für längerfristige Dienstleistungsaufträge, die keine Fertigungsaufträge gemäß IAS 11 darstellen, angewandt.

Anhang

Werbung – Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.

Forschung und Entwicklung – Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Die Herstellungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Ertragsteuern – Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 angesetzt, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen ergeben. Ferner werden aktive latente Steuern auf Zins- und Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen.

Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.

Aktienoptionsplan/Mitarbeiterbeteiligungsprogramm – Die Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung). Danach ist der beizulegende Zeitwert (fair value) sämtlicher ausgereichter Aktienoptionen im Zeitpunkt ihrer Ausgabe zu ermitteln und als Personalaufwand über die Erdienungszeit (vesting period) zu verteilen. Der beizulegende Zeitwert jeder ausgegebenen Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet. Mit den Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden, da der Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens erfolgt.

Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen – Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Zeitpunkt des Zuflusses als Passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.

Ergebnis je Aktie – Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Periodenergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Periodenergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt. Aus den vom IASB im Rahmen verschiedener Projekte zur Fortentwicklung der IFRS und zur Erzielung einer Konvergenz mit den US-GAAP verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2013 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.

Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften:

Im Geschäftsjahr 2013 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Keine dieser neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen materiellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage oder das Ergebnis je Aktie. Allerdings kann die Anwendung die Bilanzierung künftiger Transaktionen oder Vereinbarungen beeinflussen. Die sich für Ausweis- und Angabepflichten ergebenden Änderungen wurden im Konzernabschluss, insbesondere in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis sowie im Konzernanhang, berücksichtigt.

Überarbeitung von lFRS 7 – Finanzinstrumente

(Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten) Die Änderungen an IFRS 7 verlangen für Finanzinstrumente die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten und damit in Beziehung stehenden Vereinbarungen (z.B. Sicherungsanforderungen) in einem durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvertrag bzw. einer entsprechenden Vereinbarung.

Die Änderung wurde rückwirkend angewendet. Da der Konzern keine Aufrechnungsvereinbarungen abgeschlossen hat, ergeben sich aus der Anwendung der Änderung keine Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.

Die erstmalige Anwendung der Änderungen an IFRS 7 führte zu keinen wesentlichen Anpassungen der Angaben. Falls der Konzern jedoch zukünftig andere Arten von Übertragungen finanzieller Vermögenswerte vornehmen sollte, könnten sich die dazugehörigen Angaben ändern.

lFRS 13 – Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

In IFRS 13 werden einheitliche Leitlinien hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie zu den damit verbundenen Angaben geregelt. Der Standard definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, steckt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts ab und schreibt Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vor. Der Anwendungsbereich von IFRS 13 ist weitreichend und umfasst sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Posten. IFRS 13 gelangt immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet bzw. Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. Dies gilt nicht bei anteilsbasierten Vergütungen, die in den Anwendungsbereich von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung fallen, Leasingverhältnissen, die in den Anwendungsbereich von IAS 17 Leasingverhältnisse fallen und Bewertungen, die Ähnlichkeiten mit einem beizulegenden Zeitwert aufweisen, aber kein beizulegender Zeitwert sind (z.B. der Nettoveräußerungswert in IAS 2 Vorräte oder der Nutzungswert in IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten).

IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den der Bilanzierende in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern auf dem Hauptmarkt (oder dem vorteilhaftesten Markt) am Bewertungsstichtag unter aktuellen Marktbedingungen beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Der beizulegende Zeitwert gemäß IFRS 13 ist ein Preis auf dem Absatzmarkt, unabhängig davon, ob dieser Preis direkt beobachtbar ist oder unter Verwendung eines anderen Bewertungsverfahrens zu schätzen ist. Daneben enthält IFRS 13 weitreichende Angabepflichten.

Anhang

IFRS 13 ist ab dem 1. Januar 2013 prospektiv anzuwenden. Außerdem sehen die Übergangsvorschriften vor, dass die Angabepflichten nicht auf Vergleichsinformationen angewendet werden müssen, die für Perioden vor der erstmaligen Anwendung dieses Standards bereitgestellt werden. Dementsprechend hat der Konzern keine der nach IFRS 13 neu geforderten Angaben für die Vergleichszahlen des Jahres 2012 gemacht. Außer diesen zusätzlichen Angaben hat die Anwendung von IFRS 13 keine wesentlichen Auswirkungen auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge.

Überarbeitung von lAS 1 – Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses

Durch die Änderungen an IAS 1 wird eine neue Terminologie für die vormals als Gesamtergebnisrechnung bezeichnete Ergebnisrechnung eingeführt. Demnach wurde der Begriff der Gesamtergebnisrechnung durch "Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis" ersetzt. Diese ist jedoch nicht verpflichtend. Die Gesellschaft hat die neue Terminologie übernommen.

Der geänderte IAS 1 behält die Möglichkeit zum Ausweis der Gewinn- und Verlustrechnung und des sonstigen Ergebnisses in einer Ergebnisrechnung oder in zwei direkt aufeinander folgenden Ergebnisrechnungen bei. Gleichwohl verlangen die Änderungen an IAS 1 die Gruppierung der Posten des sonstigen Ergebnisses in zwei Kategorien:

  • (a) Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und
  • (b) Posten, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind.

Den Posten des sonstigen Ergebnisses sind die auf diese entfallenden Ertragsteuern zuzuordnen. Dies schließt die Möglichkeit der Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern indes nicht aus. Die Änderungen wurden vom Konzern rückwirkend angewendet und die Posten des sonstigen Ergebnisses entsprechend angepasst. Abgesehen von den o.g. Darstellungsänderungen ergeben sich aus der Anwendung des geänderten IAS 1 keine weiteren Konsequenzen für die Darstellung der Gewinnund Verlustrechnung und des sonstigen Ergebnisses.

Überarbeitung von lAS 1 – Darstellung des Abschlusses (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009–2011, veröffentlicht im Mai 2012)

Die Änderungen von IAS 1 (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009– 2011) verlangt von Unternehmen die Aufstellung einer dritten Bilanz auf den Beginn der Vergleichsperiode, wenn Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze rückwirkend angewendet oder Bilanzposten rückwirkend angepasst oder umgegliedert werden. Durch die Änderungen an IAS 1 wird klargestellt, dass eine Verpflichtung zur Aufstellung der dritten Bilanz nur dann besteht, wenn sich die rückwirkenden Anpassungen wesentlich auf die Informationen der dritten Bilanz auswirken. Ferner wird klargestellt, dass Anhangangaben zur dritten Bilanz nicht vorgenommen werden müssen.

Die Anwendung neuer und geänderter Standards im aktuellen Geschäftsjahr hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Informationen in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2012. In Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 1 hat der Konzern deshalb keine dritte Bilanz zum 1. Januar 2012 aufgestellt.

lAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer

IAS 19 (2011) ändert die Behandlung von leistungsorientierten Versorgungsplänen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die bedeutendste Neuerung bezieht sich auf die bilanzielle Abbildung von Änderungen leistungsorientierter Verpflichtungen und des Planvermögens. Die Neuregelung erfordert die sofortige Erfassung von Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens im Zeitpunkt ihres Auftretens. Der nach dem bislang gültigen IAS 19 mögliche "Korridor"-Ansatz wurde abgeschafft. Weiterhin erfolgt eine beschleunigte Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand. Sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind unmittelbar im Jahr des Auftretens im sonstigen Gesamtergebnis zu verbuchen. Somit zeigt die Nettopensionsverbindlichkeit bzw. der Nettopensionsvermögenswert in der Bilanz die volle Unter- bzw. Überdeckung. Darüber hinaus werden der Zinsaufwand sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechend der vorigen Fassung des IAS 19 nunmehr durch eine Nettozinsgröße ersetzt, die sich durch die Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Netto-Verbindlichkeit bzw. den Netto-Vermögenswert des leistungsorientierten Plans errechnet.

Die Anwendung des geänderten IAS 19 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009–2011

Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009–2011 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Von den Änderungen sind u.a. folgende Standards betroffen:

  • Änderungen an IAS 16 Sachanlagen
  • Änderungen an IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung

Die Änderungen an IAS 16 stellen klar, dass Ersatzteil, Ersatzausrüstung und Wartungsgeräte als Sachanlagen zu klassifizieren sind, wenn sie deren Definitionskriterien erfüllen. Andernfalls sind sie als Vorräte zu behandeln.

Die Änderungen an IAS 32 stellen klar, dass Ertragsteuern im Zusammenhang mit Ausschüttungen an Inhaber eines Eigenkapitalinstruments sowie mit Kosten einer Eigenkapitaltransaktion nach IAS 12 zu behandeln sind.

IFRIC 20 bezieht sich auf Abraumbeseitigungskosten, welche während der Förderphase einer über Tagebau erschlossenen Mine entstehen. Nach der Interpretation werden die Kosten der Entsorgung (Abraumaktivität), welche einen verbesserten Zugang zu Erzen verschafft, als langfristige Vermögenswerte erfasst, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Demgegenüber sind laufende Entsorgungskosten im Rahmen des IAS 2 zu erfassen. Der Vermögenswert aus der Abraumaktivität wird als Mehrung oder Verbesserung eines bestehenden Vermögenswerts verstanden und als materiell oder immateriell klassifiziert, abhängig von der Natur des Vermögenswerts, zu dessen Nutzensteigerung die Abraumaktivität beiträgt.

Der Konzern hat die Änderungen im Rahmen der Jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2009–2011) im aktuellen Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Die Anwendung hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Anhang

Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften:

Folgende Standards und Interpretationen, deren Anwendung bislang nicht verpflichtend ist, werden im vorliegenden Abschluss noch nicht angewandt.

Norm Bezeichnung Verpflichtend
für
Geschäftsjahre
beginnend ab
Anwendung
geplant ab
Mögliche
Auswirkungen
auf künftige
Abschlüsse
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2015 01.01.2015 unwesentlich
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2013 * 01.01.2014 unbestimmt
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2013 * 01.01.2014 unbestimmt
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an
anderen Unternehmen
01.01.2013 * 01.01.2014 unbestimmt
Änderungen an
IFRS 9 und
IFRS 7
Zeitpunkt der verpflichtenden
Anwendung von IFRS 9 und Angaben
bezüglich des Übergangs
01.01.2015 01.01.2015 unwesentlich
Änderungen an
IFRS 10, IFRS 11
und IFRS 12
Investmentgesellschaften 01.01.2014 01.01.2014 keine
IAS 27 (2011) Einzelabschlüsse 01.01.2013 * 01.01.2014 unbestimmt
IAS 28 (2011) Anteile an assoziierten Unternehmen
und Joint Ventures
01.01.2013 * 01.01.2014 unbestimmt
Änderungen an
IAS 32
Saldierung finanzieller Vermögenswerte
und Schulden
01.01.2014 01.01.2014 keine
IFRIC 21 Abgaben 01.01.2014 01.01.2014 keine
Änderungen an
IAS 36
Angaben zum erzielbaren Betrag für
nicht-finanzielle Vermögenswerte
01.01.2014 01.01.2014 unwesentlich
Änderungen an
IAS 39
Novation von außerbörslichen
Derivaten und Fortsetzung der
bestehenden Sicherungsbeziehung
01.01.2014 01.01.2014 unwesentlich

* In der EU ist die Erstanwendung (abweichend von den Vorschriften des IASB) erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend.

Der im November 2009 veröffentlichte IFRS 9 Finanzinstrumente beinhaltet neue Klassifizierungs- und Bewertungsregelungen für finanzielle Vermögenswerte. Der im Oktober 2010 geänderte IFRS 9 umfasst weiterhin Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Ausbuchung. Die zentralen Anforderungen von IFRS 9 sind wie folgt:

● Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ferner besteht nach IFRS 9 ein später nicht mehr änderbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Eigenkapitalinstruments (welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird) im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen.

● Im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten (die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) verlangt IFRS 9, dass die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Erfassung dieser Änderungen im sonstigen Ergebnis zur Entstehung oder Vergrößerung einer Rechnungslegungsanomalie im Rahmen der bzw. im Vergleich zur Gewinn- und Verlustrechnung führen würde. Die aufgrund der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden. IAS 39 sieht hingegen für die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Schuldtiteln, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, eine vollständige Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung vor.

IFRS 9 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, anzuwenden, eine frühere Anwendung ist erlaubt. Der Vorstand geht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 9 im Konzernabschluss für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2015 beginnen, die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen wird.

Im Mai 2011 wurde durch das IASB ein Paket von fünf Standards veröffentlicht, die sich mit der Konsolidierung (IFRS 10), mit gemeinsamen Vereinbarungen (IFRS 11), mit Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen (IFRS 12), mit Einzelabschlüssen (IAS 27 (2011)) und Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (IAS 28 (2011)) befassen.

Die wesentlichen Anforderungen der neuen Standards stellen sich wie folgt dar:

IFRS 10 ersetzt die Regelungen über Konzernabschlüsse in IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse. Auch SIC-12 Konsolidierung Zweckgesellschaften wird durch IFRS 10 ersetzt. Mit IFRS 10 schreibt das IASB den Beherrschungsansatz nunmehr als einheitliches Prinzip fest. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: (a) Ein Unternehmen muss Macht über das Beteiligungsunternehmen ausüben können; (b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und (c) es muss die Renditen aufgrund seiner Machtfülle der Höhe nach beeinflussen können. Weiterhin enthält der Standard umfangreiche Leitlinien zur Umsetzung komplexer Sachverhalte.

IFRS 11 ersetzt IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. IFRS 11 regelt die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung wird als eine vertragliche Übereinkunft definiert, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich Führung über etwas ausüben. Gemeinschaftliche Führung kann sich auf eine gemeinsame Geschäftstätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen erstrecken. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte wird im Gegensatz zu IAS 31 in IFRS 11 nicht mehr separat adressiert; hier kommen die Regelungen für gemeinsame Geschäftstätigkeit zur Anwendung. Die Klassifizierung einer gemeinsamen Vereinbarung als gemeinsame Geschäftstätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen hängt von den Rechten und Pflichten ab, die den Parteien der Vereinbarung zuwachsen.

Ferner muss nach IFRS 11 für die Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen die Equity-Methode angewandt werden, während nach IAS 31 für gemeinschaftlich geführte Unternehmen entweder die Quotenkonsolidierung oder die Equity-Methode zulässig ist.

IFRS 12 ist ein Standard zu Anhangangaben. Er ist anwendbar auf Unternehmen, die an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen), assoziierten Unternehmen und/oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten beteiligt sind. Grundsätzlich sind die in IFRS 12 geforderten Angaben deutlich weitgehender als nach den derzeit gültigen Standards.

Anhang

Im Juni 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, um den Regelungsgehalt bestimmter Übergangsleitlinien zu deren Erstanwendung klarzustellen.

Die fünf neuen Standards einschließlich der Änderungen der Übergangsleitlinien sind grundsätzlich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, erstmalig anzuwenden. Die IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sehen eine verpflichtende Anwendung dieser Vorschriften für Geschäftsjahre vor, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Damit weichen die in der EU angewandten IFRS von den Vorschriften des IASB ab. Eine vorzeitige freiwillige Anwendung ist jedoch erlaubt, sofern sämtliche fünf Standards gleichzeitig angewandt werden. Die Gesellschaft hat von diesem Wahlrecht jedoch keinen Gebrauch gemacht.

Nach einer vorläufigen Analyse werden aus der Anwendung der fünf neuen Standards keine größeren Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.

Durch die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 – Investmentgesellschaften, wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt (beispielsweise bestimmte Investmentfonds). Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet.

Der Vorstand geht davon aus, dass die erstmalige Anwendung für das am 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahr keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird, da der Konzern nicht unter die Definition der "Investmentgesellschaft" fällt.

Die Änderungen an IAS 32 klären bestehende Anwendungsprobleme im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Insbesondere stellen die Änderungen die Bedeutungen der Begriffe "gegenwärtiges durchsetzbares Recht zur Saldierung" und "gleichzeitige Realisation und Erfüllung" klar.

Der Vorstand erwartet aus der Anwendung dieser Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern keine finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufweist, für die eine Saldierung zulässig ist.

IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z.B. Bankenabgaben). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, so dass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist.

Der Vorstand geht davon aus, dass IFRIC 21 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird, da der Konzern derzeit keinen entsprechenden Abgaben unterliegt.

Die Änderungen an IAS 36 stellen eine Korrektur von Angabevorschriften dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden. Dabei geht es um wertgeminderte Vermögenswerte, bei denen der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Derzeit ist der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen einer Wertminderung anzugeben. Die Korrektur grenzt die Angabevorschrift nunmehr auf tatsächliche Wertminderungsfälle ein, weitet die notwendigen Angaben in diesen Fällen aber aus.

Der Vorstand geht davon aus, dass die Änderungen außer im Einzelfall möglicher zusätzlicher Angaben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Durch die Änderungen an IAS 39 bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, bei denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats sich darüber einigen, dass ein Zentralkontrahent ihre ursprüngliche Gegenpartei ersetzen soll und somit der Zentralkontrahent jeweils die Gegenpartei bildet. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Zudem dürfen Änderungen der vertraglichen Regelungen nur solche Bereiche betreffen, die im Rahmen der Novation notwendig sind. Zielsetzung der Änderungen ist die Vermeidung von Auswirkungen auf das Hedge Accounting als Konsequenz der Ausbuchung des Derivats bei Umstellung des Vertrags auf eine zentrale Gegenpartei.

Die Vorstand geht nicht davon aus, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden, da bestehende Derivate im Konzern keinen gesetzlichen oder regulatorischen Anforderungen zur Umstellung auf eine zentrale Gegenpartei unterliegen.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 und IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden. Joint-Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Anhang

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Eckert & Ziegler AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen (Control-Konzept). Die zum 31. Dezember 2013 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:

Stimmrechts
quote
Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe, Belgien *** 80,1%
Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin * 80,1%
Isotron Isotopentechnik GmbH, Berlin * 80,1%
Eckert & Ziegler Iberia S.L.U., Madrid, Spanien * 80,1%
Eckert & Ziegler Italia s.r.l., Mailand, Italien * 80,1%
Eckert & Ziegler BEBIG s.a.r.l., Paris, Frankreich * 80,1%
Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Cardiff, Großbritannien * 80,1%
Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Oxford, USA * 80,1%
Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon, USA * 80,1%
Eckert & Ziegler BEBIG do Brasil Ltda., Fortaleza, Brasilien * 80,1%
OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland * 80,1%
Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin 100%
Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100%
Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * 100%
Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik * 80%
Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** 100%
Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * 100%
Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc., Davis, USA * 100%
Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig 100%
Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * 100%
Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin 100%
Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH, Berlin * 100%
Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH, Berlin * 100%
BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * 100%
Comtech Laborgeräte GmbH, Wien Österreich * 100%
MEDPRO Vertrieb für medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * 100%
Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * 99,1%
Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn * 99,1%
Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa sp. z o.o., Warschau, Polen * 99,1%
Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA * 100%
Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH, Braunschweig 100%
Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd., Didcot, Großbritannien * 100%
Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH, Berlin * 100%

* indirekte Beteiligung.

** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber Ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.

*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2013 80,1% der Stimmrechte der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., was 74,5% der dividendenberechtigten Aktien entspricht.

ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Im Geschäftsjahr 2013 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (Die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 43):

  • Im Februar 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH sämtliche Anteile an der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf erworben.
  • Im Mai 2013 hat die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH eine Tochtergesellschaft in Didcot (Großbritannien) gegründet und über diese Gesellschaft im Juni 2013 den Geschäftsbereich Entsorgung von der Energy Solutions EU erworben.
  • Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH sämtliche Anteile an der österreichischen BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H. inklusive deren beiden Tochtergesellschaften Comtech Laborgeräte GmbH sowie MEDPRO Vertrieb für medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m.b.H. jeweils mit Sitz in Wien erworben.
  • Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. den Geschäftsbereich Brachytherapie der amerikanischen Biocompatibles Inc. erworben.
  • Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. sämtliche Anteile der amerikanischen Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. erworben.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:

  • Im April 2012 wurde die Eckert & Ziegler BEBIG do Brasil Ltda. in Fortaleza (Brasilien) als Vertriebsgesellschaft des Segmentes Strahlentherapie auf dem lateinamerikanischen Markt gegründet.
  • Im April 2012 wurde die OOO "Eckert & Ziegler BEBIG" in Moskau (Russland) gegründet. Die Gesellschaft gehört zum Segment Strahlentherapie.
  • Im September 2012 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. das bioanalytische Auftragsforschungsinstitut Vitalea Science Inc. (VSU) in Davis (USA) erworben.
  • Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH ihren Geschäftsbereich "Umweltdienste" an die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH verkauft.

ANTEILE AN JOINT VENTURES

Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund derer der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gewinn und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der at-equity bilanzierten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den at-equity bilanzierten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).

Joint Venture "NanoBrachyTech": Im Geschäftsjahr 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. gemeinsam mit der OOO Santis und dem russischen Staatsfonds "RUSNANO" das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" gegründet. Die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture eingebracht und im Gegenzug dafür einen Anteil von 15% am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" erhalten.

Anhang

4. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinnund Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital bzw. unter den Anteilen anderer Gesellschafter erfasst.

Bei ihrem Zugang werden Fremdwährungspositionen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst.

Land Währung 31.12.2013 31.12.2012 Durchschnittskurs
2013
Durchschnittskurs
2012
USA USD 1,3791 1,3194 1,3281 1,2867
CZ CZK 27,4270 25,1510 25,9129 25,1459
GB GBP 0,8337 0,8161 0,8493 0,8115
PL PLN 4,1543 4,0740 4,1745 4,1045
RU RUB 44,8968 40,2261 40,6783 10,4750
BR BRL 3,2504 2,7093 2,6641 2,5733

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:

5. EINGESCHRÄNKTE VERGLEICHBARKEIT DES KONZERNABSCHLUSSES MIT DEM VORJAHR

Die Änderungen des Konsolidierungskreises in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 haben Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns, wodurch die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr teilweise beeinträchtigt ist.

6. ÄNDERUNGEN VON SCHÄTZUNGEN

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 hat der Konzern in folgenden Bereichen Schätzungsänderungen vorgenommen:

a) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten materiellen Vermögenswerten (2013)

Segmente Isotope Products, Radiopharma und Umweltdienste: Im August 2013 endete der bisherige Mietvertrag für eine Betriebsstätte der angegebenen Segmente. Im Zusammenhang mit dem unmittelbar bevorstehenden Abschluss eines neuen langfristigen Mietvertrages hat der Vorstand im Rahmen der mittelfristigen Planung auch die angenommenen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens der betroffenen Betriebsstätte einer kritischen Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis wurde die angenommene Nutzungsdauer für die Mietereinbauten und technischen Anlagen grundsätzlich um ca. fünf Jahre verlängert. Gleichzeitig wurden die Rückstellungen für den am Ende der Nutzungszeit notwendigen Rückbau und die Entsorgung der Anlagen unter Berücksichtigung von Kostenentwicklungen neu berechnet. Daraus resultierten zum 31. Dezember 2013 Erhöhungen der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 330 Tsd. Euro sowie eine damit korrespondierende Erhöhung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens 288 Tsd. Euro. Die Änderungen der Nutzungsdauer sowie der Rückbaukosten wirken sich in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst werden, sowie auf die Zinsaufwendungen wie folgt aus:

Tsd. Euro 2014 2015 2016 2017 danach
Verminderung (Erhöhung)
der Abschreibungen
– 55 – 55 37 61 142
Zinsaufwendungen 15 15 15 15 15

b) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten materiellen Vermögenswerten (2012)

Segment Radiopharma: Im Zusammenhang mit dem Aufbau einer neuen Produktionsstätte in Polen hat der Vorstand im Rahmen der mittelfristigen Planung auch die angenommenen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens der bestehenden deutschen Produktionsstätten einer kritischen Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis wurde die angenommene Nutzungsdauer für zwei bestehende Zyklotrone jeweils um zwei Jahre verlängert. Gleichzeitig wurden für den am Ende der Nutzungszeit vorgesehenen Rückbau und die Entsorgung der Anlagen neue Gutachten eingeholt. Daraus resultierten zum 31. Dezember 2012 Erhöhungen der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 103 Tsd. Euro sowie eine damit korrespondierende Erhöhung der Anschaffungskosten der Zyklotrone um 103 Tsd. Euro. Die Änderungen der Nutzungsdauer sowie der Rückbaukosten wirken sich in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die in den Herstellungskosten erfasst werden, sowie auf die Zinsaufwendungen wie folgt aus:

Tsd. Euro 2013 2014 2015 2016 danach
Verminderung (Erhöhung)
der Abschreibungen – 30 – 30 – 30 96 97
Zinsaufwendungen 4 4 4 8 9

Anhang

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

7. UMSATZERLÖSE

Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen, aus Fertigungsaufträgen oder aus der Gewährung von Lizenzen oder ähnlichen Rechten. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2013 von 119.997 Tsd. Euro auf 117.138 Tsd. Euro gesunken. Der Rückgang in 2013 resultiert aus einem organischen Umsatzrückgang in Höhe von 6 Mio. Euro und einem Rückgang in Höhe von 1,4 Mio. Euro, der aus der, aus Konzernsicht nachteiligen Entwicklung des USD-EUR Wechselkurses, resultiert. Demgegenüber steht ein Umsatzzuwachs in Höhe von 4,6 Mio. Euro aus den im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Akquisitionen.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2013 2012
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern 107.189 108.087
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9.849 9.824
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 100 0
Umsatzerlöse aus Lizenzverkäufen 0 2.086
Summe 117.138 119.997

Im Geschäftsjahr 2013 hat der Konzern für ein 2010 begonnenes Projekt bezüglich des Baus von Produktionsanlagen für Dritte einen weiteren Meilenstein erreicht und daraus Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen, entsprechend der POC-Methode, erzielt. Zusätzlich wurden 200 Tsd. Euro Rückstellungen aufgelöst, da sich die noch zu erbringenden Leistungen innerhalb des verbleibenden Budgets realisieren lassen. Die Umsatzerlöse für die jeweilig erbrachten Leistungen werden nach Fertigstellung der vertraglich festgelegten Teilleistung (Meilensteine) realisiert. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine dementsprechenden Umsatzerlöse erzielt. Die Fertigstellung ist für 2014 geplant.

Tsd. Euro 2013 2012
Umsatzerlöse 100 0
Auftragskosten – 10 0
Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen 200 0
Gewinn 290 0
passivischer Saldo 0 – 200

Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist in der Segmentberichterstattung ersichtlich.

8. UMSATZKOSTEN

Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand betrug 28.919 Tsd. Euro für 2013 und 27.119 Tsd. Euro für 2012.

9. VERTRIEBSKOSTEN

Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:

Tsd. Euro 2013 2012
Personal- und Personalnebenkosten 9.387 8.646
Kosten der Warenabgabe 5.091 5.452
Provisionen 1.187 935
Abschreibungen 2.049 1.525
Werbung 1.450 1.494
Sonstige 2.769 2.560
Summe 21.933 20.612

10. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:

2013 2012
10.453 11.244
2.918 2.055
1.636 1.845
2.027 1.842
2.581 1.747
392 402
303 309
– 41 – 104
3.670 3.426
23.939 22.766

11. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen 4.865 Tsd. Euro für 2013 und 3.454 Tsd. Euro für 2012. Die Kosten setzen sich zusammen aus:

  • direkt zurechenbaren nicht aktivierungsfähigen Personal- und Materialkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche,
  • Abschreibungen der Forschungs- und Entwicklungsbereiche für erworbene Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten,

Anhang

  • Wertminderungen von in den Vorjahren aktivierten, selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten sowie die korrespondierende Auflösung von Abgrenzungsposten,
  • sonstigem, direkt zurechenbarem Aufwand der Forschungs- und Entwicklungsbereiche sowie
  • anteiligen Gemeinkosten der Forschungs- und Entwicklungsbereiche.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung von 4.865 Tsd. Euro (2012: 3.454 Tsd. Euro) enthalten Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 1.164 Tsd. Euro (2012: 323 Tsd. Euro), Personalaufwand in Höhe von 2.877 Tsd. Euro (2012: 2.538 Tsd. Euro), Material- und Fremdleistungsaufwand in Höhe von 714 Tsd. Euro (2012: 331 Tsd. Euro) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von 113 Tsd. Euro (2012: 275 Tsd. Euro) sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten in Höhe von 3 Tsd. Euro (2012: 13 Tsd. Euro).

12. LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER UND ANZAHL BESCHÄFTIGTE

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 38.722 Tsd. Euro (2012: 38.628 Tsd. Euro).

Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 setzen sich folgendermaßen zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Löhne und Gehälter 33.482 33.438
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
für Unterstützung
5.240 5.190
davon für Altersversorgung 191 158

Während des Jahres 2013 waren durchschnittlich 613 (2012: 573) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:

Tsd. Euro 2013 2012
Fertigung 266 248
FuE Anlagenbau 63 68
Verwaltung 95 93
Vertrieb 138 121
Qualitätsmanagement 51 43
Gesamt 613 573

Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.

Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 2.485 Tsd. Euro (2012: 2.701 Tsd. Euro) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.

Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht in Tz. 49 angegeben.

13. ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:

2013 2012
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 779 0 1.134 0
Vertriebskosten 807 556 662 0
Allgemeine Verwaltungskosten 990 764 825 0
Forschungs- und
Entwicklungskosten
88 937 23 0
Summe 2.664 2.257 2.644 0

Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:

2013 2012
Tsd. Euro Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Abschrei
bungen
Wert
minderungen
Umsatzkosten 2.341 0 2.710 0
Vertriebskosten 686 0 863 0
Allgemeine Verwaltungskosten 1.164 0 1.230 0
Forschungs- und
Entwicklungskosten
139 0 300 0
Summe 4.330 0 5.103 0

14. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen Erträge aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 1.326 Tsd. Euro, erhaltene Fördermittel in Höhe von 1.141 Tsd. Euro, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 970 Tsd. Euro, Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 756 Tsd. Euro und Erträge aus der ertragswirksamen Reduzierung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 388 Tsd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2012 enthielt diese Position im Wesentlichen Erträge aus dem Generalübernehmervertrag mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH zur Errichtung eines neuen Labor- und Verwaltungsgebäudes am Stammsitz des Unternehmens in Berlin-Buch in Höhe von 6.696 Tsd. Euro, welche im Geschäftsjahr 2013 nur noch in Höhe von 264 Tsd. Euro anfielen.

15. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 5.699 Tsd. Euro auf 1.301 Tsd. Euro deutlich zurückgegangen. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Beendigung des o.a. Generalübernehmervertrages wodurch nur noch Aufwendungen in Höhe von 259 Tsd. Euro (2012: 6.598 Tsd. Euro) resultierten.

Anhang

Weiterhin enthalten sind Wertminderungen von Forderungen beziehungsweise Forderungsverluste in Höhe von 567 Tsd. Euro (2012: 146 Tsd. Euro), sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 40 Tsd. Euro (2012: 37 Tsd. Euro).

16. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Mangels Verfügbarkeit von Abschlüssen nach IFRS des Joint-Venture-Unternehmens ZAO "NanoBrachyTech" zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 beruhen die Angaben zu GuV- und Bilanzdaten des Joint Ventures auf Schätzungen. Danach entfiel in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 kein Ergebnis auf die at-equity bewerteten Anteile des Joint Ventures.

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, Berlin sowie eine Option auf weitere Anteile an der Gesellschaft erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügt der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2013 betrug 117 Tsd. Euro (siehe auch Erläuterungen unter Tz 24).

17. ERGEBNIS AUS ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZINVESTITIONEN

Im Zusammenhang mit der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH hält der Konzern mehrere Optionen auf den Erwerb weiterer Anteile. Diese Optionen wurden zum 31. Dezember 2013 zum beizulegenden Zeitwert bewertet, daraus resultierte ein Ertrag in Höhe von 2.799 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro).

18. ZINSERGEBNIS

Zinsen und ähnliche Erträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.314 Tsd. Euro (2012: 526 Tsd. Euro), während die Zinsaufwendungen 1.188 Tsd. Euro (2012: 2.794 Tsd. Euro) betrugen.

Die Zinsaufwendungen enthalten 416 Tsd. Euro (2012: 1.054 Tsd. Euro), die aus der Aufzinsung langfristiger Verbindlichkeiten resultieren.

19. ERTRAGSTEUERN

Der bei der Berechnung des Steueraufwands als Konzernsteuersatz verwendete Steuersatz des Mutterunternehmens für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 auf 30,175%. Der Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen:

2013 2012
Gewerbesteuermesszahl 3,5% 3,5%
Gewerbesteuerhebesatz 410% 410%
Körperschaftsteuer 15% 15%
Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer 5,5% 5,5%

Der Aufwand(+)/Ertrag (–) für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Ergebnis vor Steuern
Deutschland 2.633 4.207
Ausländische Tochtergesellschaften 10.308 13.253
12.941 17.460
Tsd. Euro 2013 2012
Laufende Steuern
Deutschland 125 1.219
Ausländische Tochtergesellschaften 2.985 3.524
3.110 4.743

Von den laufenden Steuern im Jahr 2013 entfallen – 127 Tsd. Euro (Ertrag) auf Vorjahre (2012: – 67 Tsd. Euro).

Tsd. Euro 2013 2012
Latente Steuern
Deutschland 882 593
Ausländische Tochtergesellschaften – 1.552 359
– 670 952
Steuern gesamt 2.440 5.695

Die Überleitung des Steueraufwands des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:

Tsd. Euro 2013 2012
Basis zur Ermittlung des Steueraufwandes (Ergebnis vor Steuern) 12.941 17.460
Erwarteter Steueraufwand auf Basis Konzernsteuersatzes 3.905 5.269
Steuersatzunterschiede bei Tochtergesellschaften – 1 338
Steuern für Vorjahre – 127 – 67
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 405 408
Steuerfreies Einkommen – 542 – 267
Nutzung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge – 1.779 – 490
Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres 707 601
Sonstige – 128 – 97
Effektivsteueraufwand 2.440 5.695

Zur Berechnung der latenten Steuern wurden beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2013 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2012 unveränderte Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14,35%. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.

Anhang

Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.

Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von 1.693 Tsd. Euro (2012: 1.201 Tsd. Euro) sowie latente Steuererträge von 3.207 Tsd. Euro (2012: 356 Tsd. Euro), während auf temporäre Differenzen latente Steueraufwendungen in Höhe von 844 Tsd. Euro (2012: 638 Tsd. Euro) entfallen. Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Belgien und in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden. Verlustvorträge in Höhe von 582 Tsd. Euro entfallen auf Verlustvorträge US-amerikanischer Gesellschaften, bei denen teilweise ab dem Jahr 2017 der Verfall der Verlustvorträge beginnt.

Insgesamt sind 8.923 Tsd. Euro (2012: 7.408 Tsd. Euro) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Die zum 31. Dezember 2013 vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge sind zum überwiegenden Teil in voller Höhe unbegrenzt vortragsfähig. Aktive latente Steuern in Höhe von 2.825 Tsd. Euro (2012: 121 Tsd. Euro) entfallen auf Gesellschaften, die in 2013 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Verlustvorträge in Höhe von 1.779 Tsd. Euro genutzt (2012: 490 Tsd. Euro), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. Zum 31. Dezember 2013 verfügte der Konzern über Verlustvorträge in Höhe von 5.713 Tsd. Euro, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Aufgrund der unterschiedlichen Steuersysteme und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern halten wir die Angabe eines Gesamtbetrages der bestehenden Verlustvorträge nur für bedingt aussagekräftig. Aus diesem Grund wird nachfolgend auch der Betrag der aktiven latenten Steuern der auf diese Verlustvorträge entfallen würde angegeben. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf diese Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 nicht angesetzt wurden beträgt 1.912 Tsd. Euro (2012: 3.910 Tsd. Euro).

Aus der Währungsumrechnung resultieren Erhöhungen der passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 44 Tsd. Euro (2012: 26 Tsd. Euro Erhöhung der aktiven latenten Steuern).

Im Berichtsjahr wurden latente Steueraufwendungen in Höhe von 371 Tsd. Euro (2012: 587 Tsd. Euro Steuerertrag) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

In der Bilanz wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH und der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H. passive latente Steuern in Höhe von 290 Tsd. Euro angesetzt (2012: 80 Tsd. Euro passive latente Steuern im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc.) sowie im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereiches Entsorgung durch die Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd. aktive latente Steuern in Höhe von 8 Tsd. Euro. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 14.984 Tsd. Euro (2012: 15.018 Tsd. Euro) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Eckert & Ziegler AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Tsd. Euro 2013 2012 2013 2012
Steuerliche Verlustvorträge 8.923 7.408 0 0
Anlagevermögen 88 493 7.308 5.765
Wertpapiere 0 0 1 1
Forderungen 745 387 239 162
Verbindlichkeiten 0 381 0 0
Vorräte 216 232 111 42
Rückstellungen 4.902 4.400 0 0
Sonstige 341 306 0 54
Zwischensumme 15.215 13.607 7.659 6.024
Saldierung – 5.278 – 4.503 – 5.278 – 4.503
Bestand laut Konzernbilanz 9.937 9.104 2.381 1.521

Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:

20. AUF NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE ENTFALLENDER GEWINN

Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinnanteile in Höhe von 1.412 Tsd. Euro (2012: 1.472 Tsd. Euro) enthalten.

21. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:

Zum Jahresende
Tsd. Euro 2013 2012
Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten Gewinns je Aktie –
Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG
9.089 10.293
Nenner für Berechnung des Gewinns je Aktie – gewichteter Durchschnitt
der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Wirkung verwässernder Aktienoptionen 0 0
Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie – gewichteter
Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück)
5.288 5.288
Unverwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 1,72 1,95
Verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) 1,72 1,95

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 91

Anhang

Erläuterungen zur Konzernbilanz

22. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.

a) Immaterielle Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen

Die immateriellen Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen betreffen ausschließlich die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Position Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2013 bzw. 2012 wie folgt:

Tsd. Euro 2013 2012
Stand zum 01.01. 31.122 31.252
Zugänge 4.374 87
Wertminderung – 27 0
Währungsumrechnungsdifferenzen – 563 – 217
Stand zum 31.12. 34.906 31.122

Der Anstieg beruht auf dem Zugang von Geschäfts- oder Firmenwerten in den Segmenten Therapie, Isotope Products und Radiopharma im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Erwerben (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43).

Demgegenüber steht ein Rückgang in Höhe von 574 Tsd. Euro, welcher auf Währungsumrechnungsdifferenzen beruht, da ein wesentlicher Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Gesellschaften des Segmentes Isotope Products entfällt, die in US-Dollar bilanzieren.

Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:

Geschäfts
oder
Firmenwert
Geschäfts
oder
Firmenwert
Tsd. Euro 2013 2012
Strahlentherapie 15.879* 12.148
Isotope Products 16.400 16.550
Radiopharma 2.627 2.424
Stand zum 31.12. 34.906 31.122

* davon 3.751 Tsd. Euro aus vorläufigen Kaufpreisallokationen

Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2013 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Sie entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotronund Gerätesparte).

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cash-Flows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cash-Flows mit einer Wachstumsrate zwischen 0% und 1% (Vorjahr: 0 bis 3%) angesetzt. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug für das Segment Strahlentherapie 13,2% (2012: 17,6%), für die Zyklotronsparte 17,0% (2012: 16,3%), für die Gerätesparte 16,0% (2012: 16,3%) für die CGUs des Segmentes Isotope Products 16,6% (2012: 15,7%) (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Tz. 3).

Im Segment Umweltdienste resultierte aus der Kaufpreisverteilung zum Erwerb des Geschäftsbereiches "Entsorgung" von der Energy Solutions EU (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43) ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27 Tsd. Euro. Der anschließend durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von 27 Tsd. Euro. Diese Aufwendungen wurden unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Im Ergebnis der weiteren Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2013 hat sich unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten erzielbaren Beträge kein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben (2012: ebenfalls kein Wertminderungsbedarf).

Der Werthaltigkeitstest für den Geschäfts- oder Firmenwert des Segmentes Isotope Products ohne VSU führt zu dem Ergebnis, dass denkbare mögliche Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes den erzielbaren Betrag übersteigen könnte.

Veränderung im Vergleich
zum Basisszenario
Basis
szenario
Szenario
1
Szenario
2
Szenario
3
Szenario
4
Szenario
5
Veränderung Umsatzerlöse 0% – 5% – 10% 0% 0% – 10%
Veränderung Umsatzkosten 0% – 4% – 8% 0% 0% - 8%
Veränderung WACC 0% 0% 0% + 2% + 4% + 3%
kumulative Umsatzerlöse
über 5 Jahre
100% 95% 90% 100% 100% 90%
kumulative EBIT über 5 Jahre 100% 82% 64% 100% 100% 64%
kumulative FCF über 5 Jahre 100% 79% 58% 100% 100% 58%
Ermittelter Firmenwert 100% 82% 63% 79% 64% 44%
Ermittelter Firmenwert
(Anteil EZAG) im
Verhältnis zum Buchwert
1,38 1,12 0,87 1,08 0,89 0,61
Bedarf zur Wertminderung nein nein ja nein ja ja

Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:

b) Immaterielle Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:

(1) Erworbene immaterielle Vermögenswerte

verbleibende
Abschrei
Tsd. Euro 2013 bungsdauer 2012
Kundenbeziehungen 5.095 1–15 Jahre 5.096
Lizenzen/Software/Zulassungen 4.087 1–8 Jahre 3.154
Patente/Technologien 4.194 1–15 Jahre 1.723
Stand zum 31.12. 13.376 9.973

Anhang

(2) Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Tsd. Euro 2013 verbleibende
Abschrei
bungsdauer
2012
Aktivierte Entwicklungskosten
(noch nicht abgeschlossene Projekte)
4.355 3.128
Übrige 13 3 Jahre 117
Stand zum 31.12. 4.368 3.245

Im Geschäftsjahr 2013 wurden Entwicklungskosten von insgesamt 2.049 Tsd. Euro (2012: 1.553 Tsd. Euro) aktiviert. Für die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungstests durchgeführt, die, mit einer Ausnahme, die Werthaltigkeit der jeweils aktivierten Beträge bestätigen.

Im Segment Strahlentherapie wurde im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereiches Brachytherapie von der amerikanischen Biocompatibles Inc. ein Entwicklungsprojekt für den Implantatebereich gestoppt, da der erworbene Geschäftsbereich bereits über eine ähnliche Technologie verfügte. Die bisher angefallenen aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 937 Tsd. Euro wurden vollständig wertgemindert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungsund nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten bzw. den Allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 13).

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

23. SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Vermögenswerte, im Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverträgen sind in den bilanzierten Sachanlagen enthalten. Die Nettobuchwerte der als Finanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2013 0 Tsd. Euro (2012: 61 Tsd. Euro).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2013 betreffen neben laufenden Ersatzinvestitionen im Wesentlichen den Aufbau einer neuen Produktionsstätte sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Produktionsanlagen.

Zur Besicherung von Bankkrediten wurden Vermögenswerte der Sachanlagen in Höhe von 0 Tsd. Euro (2012: 1.249 Tsd. Euro) sicherungsübereignet.

24. ANTEILE AN AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGEN

Im Geschäftsjahr 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. gemeinsam mit der OOO Santis und dem russischen Staatsfond "RUSNANO" das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" gegründet. Die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. brachte immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ein und erhielt im Gegenzug dafür einen Anteil von 15 % am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech". Der at-equity bewertete Anteil der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. am Joint Venture betrug zum 31. Dezember 2013 0 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro).

Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügt der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 610 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2013 betrug 117 Tsd. Euro. Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2013 beträgt somit 493 Tsd. Euro (siehe auch Erläuterungen unter Tz 16).

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz der at-equity bewerteten Beteiligung OctreoPharm Sciences GmbH:

Tsd. Euro 2013
Umsatzerlöse 0
Jahresergebnis – 1.365
Vermögenswerte 10.122
Schulden 7.166

Für das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" liegen keine Informationen vor und können auch nicht hinreichend genau geschätzt werden. Wir gehen allerdings nach unserer Schätzung davon aus, dass das Eigenkapital der Gesellschaft noch negativ ist.

25. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Im Dezember 2012 hat das Segment Strahlentherapie Know How im Wert von 2.086 Tsd. Euro an einen Kunden verkauft. Die daraus resultierenden Forderungen sind in Höhe eine Teilbetrages von 527 Tsd. Euro im Jahr 2014 fällig, der verbleibende Betrag von 1.359 Tsd. Euro wird in mehreren Teilbeträgen bis zum Jahr 2016 zur Zahlung fällig und wird deshalb in der Bilanz unter den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Im Segment Strahlentherapie gibt es außerdem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden in südeuropäischen Ländern (Spanien, Italien, Frankreich), die überwiegend fällig sind, bei denen die Gesellschaft aber davon ausgeht, diese Forderungen erst langfristig realisieren zu können. Aus diesem Grund wurde ein Betrag in Höhe von 1.494 Tsd. Euro von den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.

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26. ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten wird unter anderem eine Forderung gegenüber OOO BEBIG einer 100%igen Tochter des Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" in Höhe von 1.496 Tsd. Euro (2012: 1.855 Tsd. Euro) ausgewiesen. Diese Forderung resultiert aus der erfolgten Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in zwei langfristige Darlehen der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. an OOO BEBIG. Die Darlehen haben am 31. Dezember 2013 einen Nominalwert von 280 Tsd. Euro (vereinbarter Zinssatz 8% p.a.; rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2014) und einen Nominalwert von 1.714 Tsd. Euro (vereinbarter Zinssatz 2,5%; rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2017).

Im September 2012 wurde mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) ein Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag (welchen die EWK im Jahr 2013 auf ihre Tochtergesellschaft Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen hat) abgeschlossen. Der Wert dieses Vertrages in Höhe von 2.052 Tsd. Euro (2012: 1.500 Tsd. Euro) wird ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde mit Hilfe von Black-Scholes-Modellen ermittelt.

Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG der EWK ein neues Darlehen in Höhe von 368 Tsd. Euro gewährt. Dieses Darlehen wird ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Weiterhin wird unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten der Wert von zwei Optionen auf den Erwerb von Anteilen an der OctreoPharm Sciences GmbH ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert dieser Optionen zum 31. Dezember 2013 beträgt 2.257 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro). Der beizulegende Zeitwert wurde jeweils mit Hilfe von Black-Scholes-Modellen ermittelt.

Außerdem beinhaltet diese Position geleistete Kautionszahlungen in Höhe von 64 Tsd. Euro (2012: 66 Tsd. Euro).

27. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 29.414 Tsd. Euro (2012: 30.842 Tsd. Euro) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.

28. WERTPAPIERE

Die Wertpapiere sind sämtlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (availablefor-sale financial assets) klassifiziert. Die Zusammensetzung der Wertpapiere zum 31. Dezember 2013 und 2012 stellt sich wie folgt dar:

31.12.2013
Tsd. Euro Anschaffungs
kosten
Nicht
realisierte
Gewinne
Nicht
realisierte
Verluste
Beizulegender
Zeitwert
(Fair Value)
Investmentfonds 19 3 0 22
Summe Wertpapiere des
Umlaufvermögens
19 3 0 22
31.12.2012
Tsd. Euro Anschaffungs
kosten
Nicht
realisierte
Gewinne
Nicht
realisierte
Verluste
Beizulegender
Zeitwert
(Fair Value)
Investmentfonds 19 3 0 22
Summe Wertpapiere des
Umlaufvermögens
19 3 0 22

Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere wird durch notierte Kurse bestimmt.

29. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.550 21.734
abzüglich Wertberichtigungen – 1.273 – 1.619
Stand zum 31.12. 20.277 20.115

30. VORRÄTE

Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.621 10.926
Fertige Erzeugnisse 5.239 3.600
Unfertige Erzeugnisse 1.431 1.478
18.291 16.004
abzgl. Wertberichtigung – 513 – 538
Stand zum 31.12. 17.778 15.466

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.

Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertminderungen haben sich um 25 Tsd. Euro vermindert (2012: um 28 Tsd. Euro erhöht).

31. ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 5.159 Tsd. Euro (2012: 6.005 Tsd. Euro) betreffen neben geleisteten Steuervorauszahlungen in Höhe von 906 Tsd. Euro (2012: 883 Tsd. Euro) und Umsatzsteuerforderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 2.378 Tsd. Euro (2012: 1.436 Tsd. Euro) im Wesentlichen Aufwandsabgrenzungen und geleistete Vorauszahlungen.

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Anhang

32. KAPITAL UND RÜCKLAGEN

Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Minderheitsanteile ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2013 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 6.392 Tsd. Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet (3.173 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (3.219 Tsd. Euro).

Das Grundkapital der Eckert & Ziegler AG beträgt zum 31. Dezember 2013 5.292.983 Euro und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 5.288.165 Stück.

Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2013 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von 3.173 Tsd. Euro (0,60 Euro je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 19. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.000.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010).

Der Ausschluss der Bezugsrechte ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen zulässig. Weiterhin kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustünde.

Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage ist ein Bezugsrechtsausschluss nur insoweit zulässig, als es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist oder die Kapitalerhöhung insgesamt einen Betrag von 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 300.000 Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.

Im September 2009 hatte der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von 31.650 Euro durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates erneut von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32.700 Euro durch Ausgabe von 32.700 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.

Mitteilungen von Veränderungen des Stimmrechtsanteils

Der Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,1% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.

Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 3,10% (164.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:

Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 3,10% (164.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:

Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.

Davon sind ihr 3,10% (164.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Anhang

Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:

Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland

Im Jahr 2012 gab es keine gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte.

Rücklagen

In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde.

Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.

Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen. Ebenfalls werden in den Gewinnrücklagen die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von –2.977 Tsd. Euro (2012: – 1.658 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2013 bzw. 2012 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den Rücklagen erfolgsneutral zu berücksichtigende Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (nach Steuern) in Höhe von 2 Tsd. Euro (2012: 2 Tsd. Euro) sowie die im sonstigen Konzernergebnis zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von – 833 Tsd. Euro (2012: – 1.640 Tsd. Euro) ausgewiesen.

Eigene Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteile der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat, noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:

  • Die eigenen Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
  • Die eigenen Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen, Teile von Unternehmen, gewerbliche Schutzrechte wie z. B. Patente, Marken bzw. hierauf gerichtete Lizenzen oder sacheinlagefähige Wirtschaftsgüter bzw. Leistungen zu erwerben.
  • Die eigenen Aktien können gegen Barzahlung veräußert werden, wobei der Verkaufspreis den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Wirksamwerden der Veräußerung (ohne Erwerbsnebenkosten) gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nicht wesentlich unterschreiten darf.

  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung der Verpflichtungen der Hauptversammlung vom 30. April 1999 beschlossenen und in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 geänderten Aktienoptionsplan der Gesellschaft verwendet werden, wobei die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft obliegt, soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft übertragen werden sollen.

  • Die eigenen Aktien können zur Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Wandlungsrechten bzw. Wandlungspflichten aus von der Gesellschaft begebenen Wandelschuldverschreibungen verwendet werden.

Im März 2003 hat der Vorstand von der in Vorjahren erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8% des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.

Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Darüber hinaus wurden im März bzw. August 2006 fällige Darlehen mit der Hingabe von 17.214 Aktien beglichen. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 51.000 (2007: 2.700 Aktien, 2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 200 eigene Aktien, die zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen eingesetzt wurden, über die Börse wieder zurückgekauft.

Im Zusammenhang mit der Option auf den Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien an der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat die Eckert & Ziegler AG die Verpflichtung übernommen bei Ausübung der Option durch den Vertragspartner einen Teil des Ausübungspreises mit 66.667 eigenen Aktien zu begleichen. Diese Verbindlichkeit wurde im Jahr 2008 bilanziert, indem ein Betrag in Höhe von 566 Tsd. Euro ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Im März 2011 wurde die Option ausgeübt und 66.667 Aktien aus dem Bestand an eigenen Aktien an die SMI Steglitz MedInvest UG übertragen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 35.331 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 12,33 Euro je Aktie über die Börse zurückgekauft. Zur Bedienung von ausgeübten Aktienoptionen wurden aus dem Bestand an eigenen Aktien 1.600 Stück eingesetzt, 15.331 eigene Aktien wurden über die Börse verkauft. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 20.000 eigene Aktien über die Börse verkauft, 33.750 eigene Aktien wurden für den Erwerb von Anteilen bzw. Darlehensforderungen von Minderheitsgesellschaftern eingesetzt. Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Geschäftsjahr 2010 insgesamt ein Gewinn in Höhe von 951 Tsd. Euro (2009: 208 Tsd. Euro) realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde.

Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2013 4.818 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 0,1% am Grundkapital der Gesellschaft. Die Anzahl (5.288.165) der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 nicht verändert.

Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen ist im Teil "Sonstige Angaben" dargestellt.

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33. DARLEHEN UND FINANZLEASINGVERBINDLICHKEITEN

Die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.539 15.319
Leasingverbindlichkeiten 0 88
sonstige Darlehensverbindlichkeiten 1.088 39
Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 22.627 15.446
davon kurzfristig 5.055 5.673
davon langfristig 17.572 9.773

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:

Tsd. Euro Zinssatz p.a. 2013 2012
Darlehen der Commerzbank AG 3,99% 6.500 0
Darlehen der DZ Bank 3,10% 5.931 2.076
Darlehen von Altgesellschaftern aus der
Übernahme von Anteilen
0% bis 10% 1.088 40
Darlehen der Deutschen Industrie Bank AG (IKB)
(ERP-Innovationsprogramm)
4,75% bis 4,85% 2.187 3.437
Darlehen der Deutschen Bank AG 3M EURIBOR + 2,4% 2.063 3.713
Darlehen der Commerzbank AG 4,65% 1.631 1.895
Darlehen der Deutschen Bank AG 3,17% 1.500 0
Darlehen der Comerica Bank (USA) Prime + 1 % 852 1.118
Darlehen der Credit Agricole 5,00% 360 508
Darlehen der Commerzbank AG
(KfW-Globaldarlehen)
6,10% 291 660
Darlehen der Deutschen Bank AG 4,45% 0 632
Darlehen der Commerzbank AG
(KfW-Globaldarlehen)
4,27% 0 440
Darlehen der Commerzbank AG 4,90% 0 379
Darlehen von nahestehenden Personen 6,50% 0 0
sonstige Darlehen 0% bis 6% 223 460
Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 22.627 15.446

Die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Aufnahme neuer Darlehen im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Produktionsstätte in Warschau, der Modernisierung einer deutschen Produktionsstätte und den Unternehmenserwerben des Segmentes Therapie. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. wurde außerdem ein Verkäuferdarlehen in Höhe von 1,5 Mio. USD (1.088 Tsd. Euro) übernommen.

Im September 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH ein Darlehen über 6.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der im November erfolgten Unternehmenserwerbe aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018 und wird beginnend ab dem zweiten Quartal 2015 in vierteljährlichen Raten von 465 Tsd. Euro getilgt.

Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der Modernisierung ihrer Produktionsstätte aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und wird beginnend ab dem zweiten Quartal 2014 in vierteljährlichen Raten von 48 Tsd. Euro getilgt.

Im Mai 2012 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ein Darlehen zur Finanzierung des Neubaus einer Produktionsstätte ihrer polnischen Tochtergesellschaft in Warschau aufgenommen. Das Darlehen hat ein Gesamtvolumen von 6.530 Tsd. Euro von denen bis zum 31. Dezember 2013 5.931 Tsd. Euro (2012: 2.076 Tsd. Euro) in Anspruch genommen waren. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2019 und wird beginnend ab dem Jahr 2014 in vierteljährlichen Raten von zunächst 218 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Im Oktober 2012 hat die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. ein Darlehen über 1.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 10. Oktober 2017 und wird in monatlichen Raten von 25 Tsd. USD zurückgezahlt.

Im Juni 2011 wurde ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von 2.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 und ist, beginnend ab 30. September 2013 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD zurück zu zahlen.

Im Mai 2010 hat die Eckert & Ziegler AG zur teilweisen Refinanzierung der im Rahmen eines Übernahmeangebotes erworbenen zusätzlichen Anteile an der International Brachytherapy S.A. ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von 8.250 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2015 und wird in vierteljährlichen Raten von 412 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Das Darlehen der Deutschen Industriebank AG (IKB) aus dem ERP- Innovationsprogramm diente der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bei der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2015 und wird beginnend ab 30. Dezember 2009 in vierteljährlichen Raten von zunächst 104 Tsd. Euro bzw. ab 30. Dezember 2012 in vierteljährlichen Raten von 312 Tsd. Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.

Zur anteiligen Finanzierung des Erwerbs der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH hat die Eckert & Ziegler AG im Januar 2009 ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von 3.000 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013 und wurde in vierteljährlichen Raten von 158 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Ebenfalls im Januar 2009 hat die Eckert & Ziegler AG ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von 2.000 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen wurde von der Eckert & Ziegler AG an ihre amerikanische Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL) weitergereicht und diente der Ablösung des kurzfristigen Darlehens, welches der Verkäufer der NASM-Industriequellensparte der IPL gewährt hatte. Das Darlehen wurde seit dem 31. März 2010 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD bis zum 31. Dezember 2013 vollständig getilgt.

Im Jahr 2009 wurde das Darlehen gegenüber der Deutschen Industriebank AG (IKB) (Partiarisches Darlehen) in der ursprünglichen Höhe von 2.812 Tsd. Euro zum 30. Juni 2008 vollständig getilgt. Die Umfinanzierung erfolgte über ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von 2.000 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2014. Das Darlehen wird in gleich bleibenden vierteljährlichen Raten (inklusive Zinsen) in Höhe von 100 Tsd. Euro zurückgezahlt.

Anhang

Zur Ablösung des im Geschäftsjahr 2007 im Rahmen des Unternehmenserwerbes von den Altgesellschaftern gewährten Darlehens hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH im Jahr 2008 ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von 2.200 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2013 und wurde beginnend ab 30. März 2009 in vierteljährlichen Raten von 110 Tsd. Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Als Sicherheit für das Darlehen wurde das Zyklotron der Gesellschaft an die Bank sicherungsübereignet.

Der Konzern verfügt insgesamt über Kreditlinienzusagen in Höhe von 8.035 Tsd. Euro. Die Restlaufzeiten der Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2013 und 2012 wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Restlaufzeit bis 1 Jahr 5.055 5.673
Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre 15.606 9.030
Restlaufzeit über 5 Jahre 1.966 743
Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt 22.627 15.446

34. ABGRENZUNG VON ZUSCHÜSSEN UND SONSTIGE ABGRENZUNGSPOSTEN

Die Position Abgrenzung von Zuschüssen setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig 104 92
abgegrenzte Zuschüsse langfristig 715 954
Stand zum 31.12. 819 1.046

35. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 (revised) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (PUC-Methode) und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2013 (ebenso wie im Vorjahr) von der Longial AG bzw. von der Allianz Lebensversicherung AG durchgeführt.

Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:

% 31.12.2013 31.12.2012
Abzinsungssatz(-sätze) 2,75 bis 3,80 2,75 bis 3,45
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 2,75 2,75
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 2,50 3,00
Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen 1,50 1,75
Erwartete prozentuale Inflationsrate 2,00 2,00

Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden versicherungsmathematisch ermittelten Werte:

Tsd. Euro 2013 2012
Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche 8.316 9.207
Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert – 353 – 344
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 7.963 8.863

Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:

Tsd. Euro 2013 2012
Pensionsrückstellungen zum 01.01. 8.863 6.816
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 489 473
Versicherungsmathematische Gewinne (-) bzw. Verluste (+) – 1.178 1.786
Auszahlungen aus dem Planvermögen 4 4
Ertrag aus Planvermögen – 13 – 15
Pensionszahlungen – 202 – 201
Pensionsrückstellungen zum 31.12. 7.963 8.863
davon kurzfristiger Anteil 403 387
davon langfristiger Anteil 7.560 8.476

In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:

Tsd. Euro 2013 2012
Dienstzeitaufwand 191 158
Zinsaufwand 298 315
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen – 10 – 9
Summe der erfassten Beträge 479 464

Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge im sonstigen Konzernergebnis erfasst:

Tsd. Euro 2013 2012
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) am 1.1. 2.419 633
Zugang/Abgang – 1.178 1.786
kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) am 31.12. 1.241 2.419

Das Planvermögen besteht aus einer, ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen finanzierten Rückdeckungsversicherung. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2013 2012
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens 344 333
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 10 9
Versicherungsmathematischer Gewinn 3 6
Auszahlungen aus dem Planvermögen – 4 – 4
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens 353 344

Anhang

Für das Geschäftsjahr 2014 werden Pensionszahlungen in Höhe von 403 Tsd. Euro erwartet. Dieser Anteil wird in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 erstmalig unter den kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz des Vorjahres wurde dementsprechend angepasst.

Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2013 2012 2011 2010 2009
Defined benefit obligation 8.316 9.207 7.149 6.238 6.029
Planvermögen 353 344 333 325 322
Funded status – 7.963 – 8.863 – 6.816 – 5.913 – 5.707

Weiterhin existieren Versorgungspläne für zwei aktuelle Vorstandsmitglieder, die als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für die Versorgungspläne belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 111 Tsd. Euro (2012: 111 Tsd. Euro). Die Versorgungszusagen werden über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert.

36. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2013 und 2012.

Tsd. Euro 2013 2012
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (langfristig) 13.230 13.706
Sonstige Rückstellungen (langfristig) 10.761 6.921
Übrige Rückstellungen zum 31.12. 23.991 20.627
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (kurzfristig) 0 0
Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) 4.014 3.599
Übrige kurfristige Rückstellungen zum 31.12. 4.014 3.599

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beinhalten erwartete Aufwendungen für den Rückbau und die Entsorgung der Produktionsanlagen und Mietereinbauten und haben sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt entwickelt:

Tsd. Euro 2013 2012
Rückstellungen zum 01.01. 13.706 12.638
Zugänge/Abgänge – 796 621
Aufzinsung 445 488
Währungsumrechnung – 125 – 41
Rückstellungen zum 31.12. 13.230 13.706

Für die Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfolgte im Geschäftsjahr 2013 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 0,5% bis 2,3%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 0,2% bis 2,5% hätte sich eine um 800 Tsd. Euro höhere (2012: 405 Tsd. Euro niedrigere) Rückstellung ergeben. Auszahlungen für den Rückbau werden in den Geschäftsjahren 2015 bis 2030 erwartet.

Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf den zukünftigen Rückbau beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen 64 Tsd. Euro (2012: 66 Tsd. Euro).

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2013 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen in Höhe von 7.961 Tsd. Euro (2012: 7.665 Tsd. Euro).

37. ÜBRIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Position Übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter aus dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 1.620 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro) sowie langfristige Verbindlichkeiten aus einem im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Lizenzvertrag in Höhe von 1.957 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro)

Weiterhin beinhaltet die Position Übrige langfristige Verbindlichkeiten drei Zinsswaps in Höhe von 681 Tsd. Euro (2012: 1.026 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Derivate, welche gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert werden. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 39 enthalten. Der voraussichtlich kurzfristig fällige Teil dieser Zinsswaps in Höhe von 134 Tsd. Euro (2012: 176 Tsd. Euro) wird unter den Übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

38. ÜBRIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Position Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:

Tsd. Euro 2013 2012
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 3.558 4.474
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 462 284
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 1.164 1.098
Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen 5.135 5.466
Sonstige Verbindlichkeiten 1.013 1.832
Stand zum 31.12. 11.332 13.154

39. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE

Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.

Anhang

Übersicht über finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:

Tsd. Euro 2013 2012
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 29.414 30.842
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 22 22
Forderungen und Darlehen 23.562 26.558
Derivative Finanzinstrumente 4.309 1.500
Stand zum 31.12. 57.307 58.922
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 45.958 40.997
Derivative Finanzinstrumente 815 1.202
Stand zum 31.12. 46.773 42.199

In der Position Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden die Wertpapiere ausgewiesen. Das Unternehmen hält zum 31. Dezember 2013 einen Geldmarktfonds. Dieser wird an der Börse gehandelt. Die Werte sind täglich verfügbar. In der Position Derivative Finanzinstrumente sind der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehens- und Optionsvertrag mit der ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH sowie Optionen auf den Erwerb weiterer Anteile an der Octreo-Pharm Sciences GmbH enthalten.

In der Position Derivative Finanzinstrumente bei den finanziellen Verbindlichkeiten werden die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Zinsswaps ausgewiesen. Für diese Swaps werden Marktpreise ermittelt, zu denen die Swaps jederzeit aufgelöst werden können.

Die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

DARLEHEN UND FORDERUNGEN
Tsd. Euro 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kurzfristig 20.277 20.115
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Langfristig 2.853 1.886
Forderungen gegen nahe stehende Personen
und Unternehmen
Kurzfristig 0 1.983
Forderungen gegen nahe stehende Personen
und Unternehmen
Langfristig 368 1.855
Sonstige Forderungen Langfristig/Kurzfristig 64 719
Stand zum 31.12. 23.562 26.558

Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

2012
5.585
9.773
88
7.454
4.831
11.921
1.345
40.997

Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten und Finanzleasingverbindlichkeiten ist in Tz. 35 erläutert.

Beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.

2013 2012
Beizulegender Beizulegender
Tsd. Euro Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
Finanzielle Vermögenswerte, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
29.414 29.414 30.842 30.842
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen 23.562 23.562 26.558 26.558
Stand zum 31.12. 52.976 52.976 57.400 57.400
Finanzielle Verbindlichkeiten, be
wertet zu Anschaffungskosten oder
fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
7.779 7.779 7.454 7.454
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten und sonstige
Finanzschulden
24.103 22.627 15.169 15.318
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungs-Leasing
0 0 88 88
Sonstige nicht-derivative
finanzielle Verbindlichkeiten
15.552 15.552 18.137 18.137
Stand zum 31.12. 47.434 45.958 40.848 40.997

Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.

Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.

Die nach IAS 39 Kategorien gebildeten Nettogewinne bzw. -verluste bestehen im Wesentlichen aus Abgangsgewinnen bzw. -verlusten, Änderungen im fair value, Wertminderungen sowie nachträglichen Eingängen an abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/ -verluste nach Kategorien.

Tsd. Euro 2013 2012
Forderungen 975 – 551
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 2.881 – 367

Anhang

Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" betrifft Zinsswaps und Optionen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:

Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
22 0 0 22
Derivative Finanzinstrumente 0 0 4.304 4.304
Stand zum 31.12.2013 22 0 4.304 4.326
Finanzielle Verbindlichkeiten,
bewertet zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 – 815 0 – 815
Stand zum 31.12.2013 0 – 815 0 – 815
Tsd. Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet
zum beizulegenden Zeitwert
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
22 0 0 22
Derivative Finanzinstrumente 0 0 1.500 1.500
Stand zum 31.12.2012 22 0 1.500 1.522
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet
zum beizulegenden Zeitwert
Derivative Finanzinstrumente 0 – 1.202 0 – 1.202
Stand zum 31.12.2012 0 – 1.202 0 – 1.202

Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.

Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

Risikoanalyse

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.

Kreditrisiko

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultieren zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Für den Konzern entsteht ein mögliches Kreditrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.

Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert. Die Überwachung des Kreditrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Risikoexposition

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte zum Stichtag in Höhe von 27.893 Tsd. Euro (2012: 28.080 Tsd. Euro).

Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.

Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:

Tsd. Euro 2013 2012
Europa 10.154 10.003
Nordamerika 3.956 5.212
Sonstige 6.167 4.900
Stand zum 31.12. 20.277 20.115

Die Altersstruktur der überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

Tsd. Euro 2013 2012
1 bis 90 Tage 9.491 7.403
über 90 Tage 2.404 2.640
11.895 10.043

Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Auf Grund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.

Bei der Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zu Grunde gelegt. Dabei wird in der Regel vor der Wertminderung einer Forderung das bisherige Zahlungsverhalten des jeweiligen Kunden individuell ausgewertet. Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Tsd. Euro 2013 2012
Stand zum 01. Januar 2.253 1.702
Netto-Zuführungen 196 1.784
Inanspruchnahme – 1.171 – 1.235
Wechselkurseffekte – 5 2
Stand zum 31. Dezember 1.273 2.253

Anhang

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.

Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.

Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2013 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von 8.035 Tsd. Euro (2012: 18.628 Tsd. Euro) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend den oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.

Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine wesentliche Kapitalmaßnahme abgeschlossen. Zur teilweisen Refinanzierung des IBt-Übernahmeangebots wurde ein Kredit über 8,25 Mio. Euro abgeschlossen. Das Darlehen ist grundsätzlich variabel auf Basis des 3-Monats-EURIBORs verzinst, allerdings wurde das Zinsänderungsrisiko mit einem äquivalent zur Tilgungsstruktur laufenden Zinsswap komplett abgesichert. Der Kredit ist mit quartalsweisen Tilgungen belegt und wird vollständig über die Laufzeit von 5 Jahren zurückgezahlt. Darüber hinaus gab es zu verschiedenen Projekten, die nicht im Jahr 2010 realisiert wurden, Kreditanfragen, zu denen Eckert & Ziegler Angebote von verschiedenen Banken erhalten hat. Auch während der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigten sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Steigerung der Eigen- und Fremdfinanzierung der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit noch immer relativ hoher Eigenkapitalquote und großem Gründeranteil sowie der guten Perspektive der profitablen operativen Einheiten. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Financial Covenants eingehalten wurden und kein Kredit und keine Kreditlinie im Geschäftsjahr 2013 von der Gegenseite gekündigt wurde.

Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.

Risikoexposition

Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:

ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE 31.12.2013
Buchwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festver
zinslich
20.564 24.202 5.686 17.867 649
Darlehensverbindlichkeiten variabel
ver
zinslich 2.063 2.124 1.707 417 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
7.779 7.779 7.747 32 0
Verbindlichkeiten
gegenüber Personal
unver
zinslich
4.364 4.364 4.364 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten unver
zinslich
11.188 11.188 9.568 1.071 549
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
815 815 134 681 0
Stand zum 31.12. 46.773 50.472 29.206 20.068 1.198
ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE
31.12.2012
Buchwert Zahlungsmittelabfluss
Tsd. Euro Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Darlehensverbindlichkeiten festver
zinslich
10.528 11.432 4.116 6.569 747
Darlehensverbindlichkeiten variabel
ver
zinslich
4.830 4.950 1.921 3.029 0
Finanzleasing
verbindlichkeiten
festver
zinslich
88 88 88 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
unver
zinslich
7.454 7.454 7.454 0 0
Verbindlichkeiten
gegenüber Personal
unver
zinslich
4.831 4.831 4.831 0 0
Sonstige
Verbindlichkeiten
unver
zinslich
13.266 13.266 13.266 0 0
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
1.202 1.451 318 937 196
Stand zum 31.12. 42.199 43.472 31.994 10.535 943

Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2013 von 2,5% (2012: 1,2%) zu Grunde.

Währungsrisiken

Aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).

Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzt.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 113

Anhang

Exportgeschäfte in Polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisenterminund -optionsgeschäften.

Risikoexposition

Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:

Fremdwährungsexposition 31.12.2013 31.12.2012
umgerechnet in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Zahlungsmittel 9.819 396 185 218 6.753 248 174 156
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen 5.276 747 747 50 6.602 195 525 149
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen – 912 – 217 – 66 – 1 – 1.007 – 39 – 263 – 19
Bilanzexposition 14.183 926 866 267 12.348 404 436 286

Die Bilanzexposition entspricht dabei jeweils der Netto-Exposition, da zu den Abschlussstichtagen keine Fremdwährungsswaps existierten.

Sensitivitätsanalyse

Ein Anstieg des Euro von 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Gesamtergebnisses geführt:

31.12.2013 31.12.2012
Effekt in Tsd. Euro USD GBP PLN CZK USD GBP PLN CZK
Gesamtergebnis – 1.418 – 93 – 87 – 27 – 1.235 – 40 – 44 – 29

Eine Senkung des Euro von 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.

Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 4 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.

Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken ist der Konzern im Wesentlichen im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Grund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.

Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 2.000 Tsd. Euro zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von 17.650 Euro bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats EURIBOR) bis Ablauf des Vertrages.

Im Mai 2010 hat der Konzern einen weiteren Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für ein variabel verzinstes Darlehen abgeschlossen. Der Swap hat eine Laufzeit von 4 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 6.250 Tsd. Euro, der jeweils zum Quartalsende um 412 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 1,55% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.

Ein weiterer Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für variabel verzinste Finanzierungsdarlehen wurde im Februar 2011 abgeschlossen. Dieser Swap hat eine Laufzeit von 10 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 8.000 Tsd. Euro, der beginnend ab 31. Dezember 2013, jeweils zum Quartalsende um 250 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 3,21% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert dieser Swap-Geschäfte zum 31. Dezember 2013 beträgt –815 Tsd. Euro (2012: –1.202 Tsd.) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Verlust aus der Veränderung der Marktbewertung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem die Swap-Geschäfte abgeschlossen wurden, mitgeteilt. Danach wurde für die Ermittlung des aktuellen Barwerts der Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.

Risikoexposition

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende verzinsliche Vermögenswerte und Schulden aus:

Tsd. Euro 2013 2012
Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte 2.098 3.670
davon variabel verzinslich 371 1.703
davon festverzinslich 1.727 1.967
Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 22.627 15.446
davon variabel verzinslich 2.063 4.830
davon festverzinslich 20.564 10.616

Die festverzinslichen Vermögenswerte enthalten ein Darlehen aus umgewandelten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eines Joint Ventures.

Sensitivität der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Finanzinstrumente

Ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – hätte zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:

2013 2012
Effekt in Tsd. Euro + 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
+ 100 Basis
punkte
– 100 Basis
punkte
Zinsergebnis für variabel
verzinsliche Finanzinstrumente
341 – 364 450 – 407

Anhang

Die variabel verzinslichen Darlehen an die ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH sowie die damit verbundenen Optionsgeschäfte weisen folgende Sensitivitäten auf:

Szenario I II III IV
Variable Diskontierungsfaktor Preis des Basiswertes
+/– + 100 Bsp. – 100 Bsp. + 30% – 30%
Szenariowert Tsd. Euro 4 2 493 266
Veränderung ggü. Basis + 615 + 615 + 1.235 – 5
Szenario I II III IV
Variable Volatilitäten Preis des Basiswertes
+/– + 50% – 50% + 30% – 30%
Szenariowert Tsd. Euro 1 0 493 266
Veränderung ggü. Basis + 617 – 523 + 975 – 915

Kapitalmanagement

Die Grundlage für das Kapitalmanagement bildet das Capital at Risk. Dazu werden alle Forderungen, Beteiligungswerte und Garantien, welche die Eckert & Ziegler AG an bzw. für Tochtergesellschaften gegeben hat, herangezogen. Dem Capital at Risk gegenübergestellt wird das EBIT des Segments. Der Quotient aus beiden Werten ergibt den Return on Capital at Risk. Die Entwicklung dieses Wertes für die Segmente wird vom Vorstand über den Zeitablauf beobachtet und für rückwärtsgewandte Bewertungen und vorwärtsorientierte Zielsetzungen verwendet.

Für die vergangenen vier Jahre stellt sich die Entwicklung der Kennzahl "Return on Capital at Risk" wie folgt dar:

2010 2011 2012 2013
Gesamtkonzern 20% 28% 26% 17%
Isotope Products 61% 80% 80% 40%
Strahlentherapie 7% 8% 9% 3%
Radiopharma 10% 24% 14% 13%
Umweltdienste N.A. N.A. N.A. N.A.

Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50 % des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist im Geschäftsjahr 2013 nicht eingetreten.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammensetzt.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.

40. OPERATIVE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Ausgehend vom Periodenergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.

41. INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, die nicht Bestandteil der liquiden Mittel sind.

42. FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Auf Grund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.

Sonstige Angaben

43. UNTERNEHMENSERWERBE UND –VERÄUSSERUNGEN

a) Erwerb der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH im Geschäftsjahr 2013

Am 15. Februar 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH sämtliche Anteile der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft, Düsseldorf erworben. Der in bar beglichene Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 490 Tsd. Euro, zuzüglich einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 56 Tsd. Euro, welche auf Basis der für die Jahre 2014 bis 2018 prognostizierten Umsatzerlöse berechnet wurde. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 2 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 339 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 0 137 137
Sachanlagevermögen 2 2
Forderungen 486 486
Bankguthaben und Kassenbestände 11 11
Verbindlichkeiten – 388 – 388
latente Steuern 0 – 41 – 41
Nettovermögen 111 96 207
Kaufpreis – 546 – 546
Geschäfts- oder Firmenwert – 339

Mit dem Erwerb der Chemotrade GmbH wurden liquide Mittel in Höhe von 11 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –535 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 1.028 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 60 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 147 Tsd. Euro und der Verlust um 67 Tsd. Euro höher ausgefallen.

b) Erwerb des Geschäftsbereiches Entsorgung von der Energy Solutions EU im Geschäftsjahr 2013 Im Mai 2013 hat die Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd. den Geschäftsbereich Entsorgung von der britischen Energy Solutions EU mit Wirkung zum 1. Juni 2013 übernommen. Der Kaufpreis für die übernommenen Vermögenswerte und Schulden betrug 2 GBP und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 3 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Latente Steuern 0 8 8
Verbindlichkeiten 0 – 35 – 35
Nettovermögen 0 – 27 – 27
Kaufpreis 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert – 27

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 1.609 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 146 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 891 Tsd. Euro und der Gewinn um 18 Tsd. Euro höher ausgefallen. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde im Ergebnis des zum Erwerbsstichtages durchgeführten Werthaltigkeitstests in voller Höhe von 27 Tsd. Euro wertgemindert, da der erzielbare Betrag null ist.

c) Erwerb der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H. im Geschäftsjahr 2013

Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH sämtliche Anteile der BSM Diagnostika Gesellschaft m.b.H, Wien (einschließlich ihrer beiden 100%igen Tochtergesellschaften Comtec Laborgeräte GmbH und MEDPRO Vertrieb medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m.b.H.) erworben. Der Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 1.500 Tsd. Euro und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 20 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 257 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 9 995 1.004
Sachanlagevermögen 131 131
Forderungen 1.282 1.282
Bankguthaben und Kassenbestände 304 304
Verbindlichkeiten -1.229 -1.229
latente Steuern 0 -249 -249
Nettovermögen 497 746 1.243
Kaufpreis -1.500 -1.500
Geschäfts- oder Firmenwert -257

Mit dem Erwerb der BSM wurden liquide Mittel in Höhe von 304 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –1.196 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 2.964 Tsd. Euro und ein Gewinn in Höhe von 104 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 2.964 Tsd. Euro und der Gewinn um 588 Tsd. Euro höher ausgefallen.

d) Erwerb des Geschäftsbereiches Brachytherapie der Biocompatibles Inc. im Geschäftsjahr 2013

Am 1. November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. den Geschäftsbereich Brachytherapie der amerikanischen Biocompatibles Inc. übernommen und anschließend auf die BEBIG s.a. übertragen. Der in bar beglichene Kaufpreis für die erworbenen Vermögenswerte betrug 5,0 Mio. USD (3.657 Tsd. Euro), zuzüglich einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 2,0 Mio. USD (1.492 Tsd. Euro).

Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde auf Basis prognostizierter Umsatzerlöse berechnet und bei der Kaufpreisallokation als Verbindlichkeit des Geschäftsbereiches berücksichtigt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 30 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung ist gemäß IFRS 3.45 vorläufig. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.812 Tsd. Euro, welcher entsprechend dem US-amerikanischen Steuerrecht als für Steuerzwecke abzugsfähig betrachtet wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde vorläufig wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte* 2.756 2.756
Sachanlagevermögen 227 227
Forderungen 58 58
Sonstige Vermögenswerte 296 296
Verbindlichkeiten – 1.492 – 1.492
Nettovermögen 1.845 0 1.845
Kaufpreis – 3.657 – 3.657
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.812

* Die immateriellen Vermögenswerte wurden zunächst vorläufig auf Basis der im Kaufvertrag vorgenommenen Aufteilung des Kaufpreises bewertet.

Mit dem Erwerb des Geschäftsbereiches wurden keine liquiden Mittel übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –3.657 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 52 Tsd. Euro und ein Nettoverlust in Höhe von 214 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 8.000 Tsd. Euro höher ausgefallen, der Ergebnisbeitrag hätte 0 Tsd. Euro betragen. Diese Zahlen basieren auf den Zahlen des Geschäftsjahres 2012 für den Geschäftsbereich und berücksichtigen nicht den freiwilligen Produktionsstop der Geschäftstätigkeit vom Mai bis November 2013. Sofern die in diesem Zeitraum tatsächlich erzielten Umsätze und Ergebnisse in den Konzernabschluss eingeflossen wären, hätten diese einen bedeutenden Verlust beigetragen, die genauen Zahlen wurden uns aber vom Verkäufer nicht zur Verfügung gestellt.

e) Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. im Geschäftsjahr 2013

Am 5. November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. die Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon erworben. Der Kaufpreis für sämtliche Anteile an der Gesellschaft betrug 3,0 Mio. USD (2.194 Tsd. Euro) und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Kosten betrugen 20 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.

Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung ist gemäß IFRS 3.45 vorläufig. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.939 Tsd. Euro, welcher entsprechend dem US-amerikanischen Steuerrecht als für Steuerzwecke abzugsfähig betrachtet wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde vorläufig wie folgt vorgenommen:

Tsd. Euro Buchwert zum
Erwerbszeitpunkt
Umbewertung Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 10 10
Sachanlagevermögen 30 30
Forderungen 583 583
Sonstige Vermögenswerte 430 430
Bankguthaben und Kassenbestände 447 447
Verbindlichkeiten – 1.245 – 1.245
Nettovermögen 255 0 255
Kaufpreis – 2.194 – 2.194
Geschäfts- oder Firmenwert – 1.939

Mit dem Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. wurden liquide Mittel in Höhe von 447 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb – 1.747 Tsd. Euro. betrug Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 421 Tsd. Euro und ein Nettoverlust in Höhe von 87 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 4.091 Tsd. Euro und der Gewinn um 182 Tsd. Euro höher ausgefallen.

44. MITARBEITERBETEILIGUNGSPROGRAMM

Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen. Auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 wurde der Aktienoptionsplan in einigen Details geringfügig neu gefasst. Das vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sah die Ausgabe von Optionen zum Kauf von maximal 300.000 Aktien aus dem bedingten Kapital vor, sofern die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Eine Option berechtigt den Inhaber zum Bezug einer Stückaktie. Der Ausübungspreis für die erste Tranche an Optionen entspricht dem bei der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis, während der Ausübungspreis für nachfolgende Tranchen aus dem Durchschnittskurs der Eckert & Ziegler-Aktie an den letzten fünf Handelstagen vor der Beschlussfassung des Vorstands über die Begebung der Optionen ermittelt wird.

Zum 31. Dezember 2013 gab es keine ausstehenden Aktienoptionen mehr. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist beendet, so dass auch keine weiteren Aktienoptionen mehr ausgegeben werden.

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45. LEASINGVERHÄLTNISSE

Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer

Der Konzern hat aktivierungspflichtige (Finance Lease) und nicht aktivierungspflichtige (operating lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2013 und 2012 auf 2.341 Tsd. Euro bzw. 1.539 Tsd. Euro.

In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen (finance lease). Aus diesem Vertrag resultieren jährliche Zahlungen von 167 Tsd. Euro, von denen jedoch 89 Tsd. Euro mit den durch den Konzern getragenen Herstellungskosten des Gebäudes verrechnet werden. Der Vertrag läuft vorerst bis zum 31. Dezember 2014, nach Ablauf dieser Zeit hat der Konzern das Recht – auch mehrfach und für Teilflächen –, solange für eine Verlängerung der Nutzungszeit zu optieren, bis die vom Konzern getragenen Herstellungskosten für das neu errichtete Gebäude durch kalkulatorische Mieten verbraucht wurden. Bis zum 31. Dezember 2014 darf das Nutzungsentgelt für alle Flächen nicht erhöht werden, für die neu geschaffenen Flächen wird das Nutzungsentgelt dann zu diesem Zeitpunkt neu verhandelt.

Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (operating lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf folgende Summen:

Tsd. Euro Miet- und Leasingverträge
Jeweils zum Jahresende (31. Dezember)
2014 2.474
2015 2.041
2016 1.712
2017 1.620
2018 1.481
danach 7.004
Mindestmiet- bzw. -leasingzahlungen gesamt 16.332

Im Vorjahr handelte es sich bei dem Finanzierungsleasing ausschließlich um Sachanlagen. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2013 0 Tsd. Euro (2012: 61 Tsd. Euro). In der Berichtsperiode wurden 42 Tsd. Euro (2012: 162 Tsd. Euro) als Aufwand für Finanzierungsleasing erfasst. Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Leasingvereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.

46. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND EVENTUALFORDERUNGEN

Im Zusammenhang mit der Errichtung einer Produktionsstätte in Warschau und der Modernisierung einer deutschen Produktionsstätte wurden Verträge mit einem Generalunternehmer und Hauptlieferanten geschlossen. Hieraus besteht zum 31. Dezember 2013 ein Bestellobligo von ca. 1,2 Mio. Euro (2012: 3,5 Mio. Euro). Dieses wird sich innerhalb des Geschäftsjahres 2014 realisieren.

Bei einem bestehenden Vertragsverhältnis zwischen einer Gesellschaft der Eckert & Ziegler Gruppe und einem externen Unternehmen existieren unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Kostenaufteilung für zukünftig anfallende Aufwendungen. Die Rückstellungen zum Abschlussstichtag enthalten nur den Wert der wahrscheinlich durch die Eckert & Ziegler Gruppe zu tragen sein wird. Darüber hinaus gehende Aufwendungen werden als nicht überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt.

47. SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Der Konzern hat "IFRS 8 Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in vier operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Das Segment Isotope Products fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z.B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras. Seit 2008 liefert Eckert & Ziegler auch Strahlenquellen, die bei der Erdölexploration eingesetzt werden. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter.

Das Segment Umweltdienste beschäftigt sich mit der Rücknahme, Verarbeitung und Konditionierung von isotopentechnischen Reststoffen. Zum Kundenstamm gehören insbesondere Krankenhäuser und andere Einrichtungen, bei denen derartige Reststoffe anfallen. Des Weiteren gibt es ein Projektgeschäft, bei dem Dienstleistungen zur Dekontamination von Anlagen und Abfallkonditionierung angeboten werden, wobei in diesen Fällen die Reststoffe im Eigentum des Auftraggebers verbleiben.

Das Segment Strahlentherapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jod-Seeds. Der Zusammenschluss mit einem früheren Wettbewerber, der belgischen IBt S.A., mit der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH resultierte in der europäischen Marktführerschaft für Prostataprodukte unter Konsolidierung im Eckert & Ziegler Konzern. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte. Komplettiert wird die Produktpalette, die sich hauptsächlich an Strahlentherapeuten richtet, durch Iridium- Strahlenquellen. Die Produktion erfolgt ausschließlich in Europa, während die Produkte weltweit vertrieben werden.

Die Produkte des Segments Radiopharma mit Standorten in Berlin, Holzhausen, Bonn, Braunschweig und Washington umfassen radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Strahlentherapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam der Auriga-Bereich hinzu. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 zu nennen sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung. Während der Vertrieb der PET-Diagnostika auf Mittel- und Ost-Europa beschränkt ist, werden die Synthesemodule und das Yttrium-90 weltweit vertrieben. Die Auftragsfertigung findet zentral in Braunschweig statt und nimmt Aufträge aus aller Welt entgegen.

Anhang

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope
Products
Strahlentherapie Radiopharma Umweltdienste Sonstige Eliminierung Gesamt
Segmentbericht
erstattung
2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Umsätze mit
externen Kunden
53.714 56.064 27.838 31.779 28.273 25.957 7.296 6.183 17 14 0 0 117.138 119.997
Umsätze mit an
deren Segmenten
3.600 3.279 91 26 163 89 1.289 2.413 3.785 3.484 – 8.928 – 9.291 0 0
Segmentumsätze
insgesamt
57.314 59.343 27.929 31.805 28.436 26.046 8.585 8.596 3.802 3.498 – 8.928 – 9.291 117.138 119.997
Ergebnis aus
at-equity bewer
teten Anteilen
– 117 – 117 0
Segmentergebnis
vor Zinsen und
Ertragsteuern
(EBIT)
13.518 15.946 1.615 4.918 2.435 2.213 – 2.694 – 1.697 – 2.108 – 1.561 49 – 91 12.815 19.728
Zinserträge 247 275 944 278 112 139 74 58 1.346 1.104 – 1.409 – 1.328 1.314 526
Zinsaufwen
dungen
– 442 – 964 – 347 – 663 – 1.155 – 1.014 – 117 – 130 – 419 – 1.348 1.292 1.325 – 1.188 – 2.794
Ertragsteuern – 3.656 – 4.976 1.008 – 1.020 – 720 – 527 906 199 22 629 0 0 – 2.440 – 5.695
Ergebnis vor nicht
beherrschenden
Anteilen
9.667 10.281 3.220 3.513 672 811 – 1.831 – 1.570 – 1.159 – 1.176 – 68 – 94 10.501 11.765

SEGMENTBERICHTERSTAT TUNG

Isotope
Products Strahlentherapie Radiopharma Umweltdienste Sonstige Gesamt
Segmentberichterstattung 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Vermögen der Segmente 94.570 97.341 59.561 49.623 36.799 26.336 – * – * 98.457 101.158 289.387 274.458
Eliminierung von Anteilen,
Beteiligungen und Forderungen
zwischen den Segmenten
– 110.477 – 110.014
Konsolidiertes Gesamtvermögen 178.910 164.444
Verbindlichkeiten der Segmente – 47.088 – 49.232 – 24.471 – 17.768 – 36.239 – 23.895 – * – * – 8.678 – 13.637 – 116.476 – 104.532
Eliminierung von Verbindlichkeiten
zwischen den Segmenten
28.194 27.058
Konsolidiertes Verbindlichkeiten – 88.282 – 77.474
Beteiligungsansatz an assoziierten
Unternehmen
493 493 0
Investitionen
(ohne Unternehmenserwerbe)
1.630 2.782 1.931 2.405 5.532 3.517 – * – * 540 1.501 9.633 10.205
Abschreibungen – 2.520 – 2.315 – 3.273 – 2.648 – 1.878 – 1.961 – 342 – 512 – 1.238 – 311 – 9.251 – 7.747
Andere wesentliche nicht
zahlungswirksame
Erträge (+)/Aufwendungen (–)
1.428 27 522 – 282 2.601 701 – * – * 176 991 4.727 1.437

* Im internen Reporting werden die Vermögens- und Verbindlichkeitspositionen des Segments Umweltdienste noch im Segment Isotope Products ausgewiesen. Aus diesem Grund erfolgt die Darstellung in der Segmentberichterstattung auf die gleiche Art.

Immaterielle Vermögenswerte & Sachanlagen nach Regionen

Tsd. Euro 2013 2012
Deutschland 46.718 47.185
USA 25.108 22.930
Belgien 5.559 3.249
Sonstige 8.807 3.614
Gesamt 86.192 76.978

Externe Umsätze nach geographischen Regionen

2013 2012
Mio. Euro % Mio. Euro %
Europa 68,9 59 69,6 58
Nordamerika 32,8 28 33,1 27
Asien/Pazifik 11,3 10 13,1 11
Sonstige 4,1 3 4,2 4
Gesamt 117,1 100 120,0 100

Die Abgrenzung der geographischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.

48. NAHE STEHENDE PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.

a) Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Vorstand

Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, 2013 verantwortlich für die Bereiche Konzernstrategie, Finanzen und Kapitalmarktkommunikation sowie für die Segmente Isotope Products und Umweltdienste), Wandlitz, Kaufmann

In anderen Gremien: Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)

Dr. Edgar Löffler (Vorstand, 2013 verantwortlich für das Segment Strahlentherapie), Grünheide/ Mark, Medizinphysiker

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia (USA); Geschäftsführender Direktor und Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien); Mitglied des Verwaltungsrates der geschlossenen Aktiengesellschaft ZAO "NanoBrachyTech", Moskau (Russland)

Dr. André Heß (Vorstand, 2013 verantwortlich für den Bereich Personal und das Segment Radiopharma), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur

In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA, Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)

Anhang

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der GRETA AG, Hasloh

Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, Berlin (stellv. Vorsitzender), Geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH und Unternehmer In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG

Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der CARISMA Wohnbauten GmbH, Berlin In anderen Kontrollgremien: keine

Dr. Gudrun Erzgräber, Birkenwerder, Physikerin In anderen Kontrollgremien: keine

Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Vorsitzender des Stiftungsrates der Charité Berlin, Vorsitzender des Kuratoriums der Max-Planck Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG) und für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Glyco Universe GmbH & Co KGaA, Berlin

Dr. Fritz Oesterle, Stuttgart, Rechtsanwalt

In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart; Mitglied des Aufsichtsrates der Untertürkheimer Volksbank e.G., Stuttgart, Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEPD N.V., Amsterdam

b) Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen

  • Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK), die 31,65% der Aktien der Eckert & Ziegler AG hält, und deren Alleingesellschafter, Dr. Andreas Eckert, Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG, ist.
  • Eckert Beteiligungen 2 GmbH (EB2) die eine 100%ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.
  • Eckert Life Science Accelerator GmbH (ELSA) die eine 100%ige Tochter der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH ist.

In den Jahren 2013 und 2012 wurden folgende Transaktionen mit diesen nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen:

Im September 2012 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH einen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag abgeschlossen. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2013 Zinserträge für die Eckert & Ziegler AG in Höhe von 11 Tsd. Euro (2012: 2 Tsd. Euro). Der Wert des Vertrages zum 31. Dezember 2013 beträgt 2.052 Tsd. Euro (2012: 1.500 Tsd. Euro). Die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH hat den Vertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 auf ihre Tochtergesellschaft Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen.

Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital einen weiteren Darlehensvertrag über maximal 400 Tsd. Euro abgeschlossen, von denen bisher 368 Tsd. Euro an die EWK ausgezahlt wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 und wird mit 3,25% verzinst. Im Geschäftsjahr 2013 resultierten daraus Zinserträge für die Eckert und Ziegler AG in Höhe von 2 Tsd. Euro.

Die Eckert & Ziegler AG hat mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH, einen Generalübernehmervertrag zur Errichtung eines neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Berlin-Buch geschlossen. Die Eckert & Ziegler AG war dabei der Generalübernehmer und erhielt im Geschäftsjahr für diese Tätigkeit eine Vergütung von 264 Tsd. Euro (2012: 6.696 Tsd. Euro). Nachdem das Gebäude fertiggestellt war, haben die Eckert & Ziegler AG, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und die Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH im Oktober 2012 Teile des Gebäudes angemietet. Im Geschäftsjahr 2013 fielen Miete und Mietnebenkosten in Höhe von 864 Tsd. Euro (2012: 166 Tsd. Euro) an.

c) Joint Ventures, bei denen der Konzern ein Partnerunternehmen ist

Im Juni 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15% der Anteile an dem Joint Venture Unternehmen erhalten. Die Eckert & Ziegler BEBIG liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO BEBIG, welche ein 100%iges Tochterunternehmen des Joint Ventures ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO BEBIG beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1.312 Tsd. Euro (2012: 2.098 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die Forderungen gegenüber der OOO BEBIG auf 1.945 Tsd. Euro (2012: 2.394 Tsd. Euro).

Weiterhin hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. im Geschäftsjahr 2009 mehrere Verträge mit dem Joint Venture über den Verkauf von Produkt-Know-how (2.749 Tsd. Euro), exklusiven Vertriebsrechten (2.500 Tsd. Euro) und unter Einbindung einer externen Leasinggesellschaft den Auftrag zur Herstellung einer mehrteiligen Produktionsanlage abgeschlossen. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2011 Erlöse aus der Realisierung von vertraglichen Verpflichtungen in Höhe von 2.549 Tsd. Euro. Dem Joint Venture wurden in 2011 erhaltene Anzahlungen in Höhe von 2.749 Tsd. Euro zugerechnet, im Geschäftsjahr 2013 fanden weitere Transaktionen im Zusammenhang mit diesen Verträgen statt. Die entstandenen Forderungen gegenüber der Leasinggesellschaft in Höhe von 100 Tsd. Euro sind in 2013 beglichen worden.

Die Salden der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt dar:

Tsd. Euro 2013 2012
Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen 4.365 5.677
Verbindlichkeiten gegen Joint Venture Unternehmen 0 200

49. ANGABEN ZUR VERGÜTUNG DER ORGANMITGLIEDER

Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder wird im Vergütungsbericht erläutert.

Vergütung des Vorstandes

Im Geschäftsjahr 2013 wurde an die Mitglieder des Vorstandes eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.180 Tsd. Euro (2012: 1.450 Tsd. Euro) gewährt. Dies entspricht einem Rückgang von 19% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dieser Gesamtvergütung entfielen 730 Tsd. Euro (2012: 720 Tsd. Euro) auf fixe und 450 Tsd. Euro (2012: 730 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsteile.

Anhang

An die einzelnen Mitglieder des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr folgende Vergütungen gewährt (individualisierte Angaben):

Name Fixe Vergütungsteile Variable
Vergütungsteile
Summe
Tsd. Euro Fixgehalt Sachbezüge Gewinntantieme/
Boni
Dr. Andreas Eckert 300 29 212 541
(2012: 300) (2012: 26) (2012: 329) (2012: 655)
Dr. Edgar Löffler 186 37 96 319
(2012: 186) (2012: 30) (2012: 251) (2012: 467)
Dr. André Heß 150 28 142 320
(2012: 140) (2012: 28) (2012: 150) (2012: 328)

In diesen Werten sind alle Vergütungen von Gesellschaften der Eckert & Ziegler Gruppe enthalten.

Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von 379 Tsd. Euro (2012: 410 Tsd. Euro; Berechnung jeweils nach IFRS). Im Geschäftsjahr 2013 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2012: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.

Vergütung des Aufsichtsrates

Für das Geschäftsjahr 2013 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2012: 60 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 31 Tsd. Euro (2012: 25 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 106 Tsd. Euro (2012: 85 Tsd. Euro).

Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:

Name
Tsd. Euro
Vergütete
Funktion
Feste
Vergütung
Sitzungsgelder Summe
Prof. Dr. Wolfgang Maennig Vorsitzender des 20 5 25
Aufsichtsrates (2012: 16) (2012: 4) (2012: 20)
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs Stellv. Vorsitzender 15 6 21
des Aufsichtsrates (2012: 12) (2012: 4) (2012: 16)
Hans-Jörg Hinke Mitglied des 10 6 16
Aufsichtsrates (2012: 8) (2012: 4) (2012: 12)
Dr. Gudrun Erzgräber Mitglied des 10 6 16
Aufsichtsrates (2012: 8) (2012: 4) (2012: 12)
Prof. Dr. Detlev Ganten Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2012: 8) (2012: 4) (2012: 12)
Dr. Fritz Oesterle Mitglied des 10 4 14
Aufsichtsrates (2012: 8) (2012: 4) (2012: 12)

Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungsund Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.

50. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Zu Beginn des Jahres 2014 hat die US-amerikanische Gesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. einen Vertrag geschlossen und sich an einem Joint Venture beteiligt. Ziel des Geschäfts ist die langfristige Sicherung von Rohmaterialien aus dem nationalen Markt. Im Rahmen dieses Vertrages fallen in den Folgejahren verpflichtend Auszahlungen für die Bereitstellung der Rohmaterialien an.

Im Februar 2014 hat die Geschäftsleitung der Eckert & Ziegler BEBIG Inc. ein Restrukturierungsprogramm beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde ein Teil der Belegschaft abgebaut sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen verabschiedet.

MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 129

Anhang

Angaben gemäß § 315a HGB

51. SONSTIGE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 13 Tsd. Euro (2012: 25 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 52 Tsd. Euro (2012: 37 Tsd. Euro).

52. HONORARE FÜR WIRTSCHAFTSPRÜFER

Die Prüfungskosten enthalten das Honorar für die Abschlussprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 in Höhe von 287 Tsd. Euro (2012: 185 Tsd. Euro). Der Abschlussprüfer hat außerdem Vergütungen für sonstige Leistungen in Höhe von 20 Tsd. Euro (2012: 55 Tsd. Euro), für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 3 Tsd. Euro (2012: 2 Tsd. Euro) und für Steuerberatungsleistungen in Höhe von 5 Tsd. Euro (2012: 3 Tsd. Euro) erhalten.

53. ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG ZUR BEACHTUNG DES DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX (ENTSPRECHENSERKLÄRUNG)

Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, 25. März 2014

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

Konzernanlagenspiegel

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2013

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2013
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
übrige
Zugänge
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2013
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
36.640 4.374 0 0 0 – 643 40.371
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
24.046 3.907 2.284 1.203 1.003 – 411 29.626
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
7.615 0 1.974 957 – 304 – 10 8.318
4.
Geleistete
Anzahlungen 1.479 0 0 780 – 699 0 0
69.780 8.281 4.258 2.940 0 – 1.064 78.315
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
15.466 0 91 99 652 – 286 15.824
2.
Technische Anlagen
40.397 220 1.240 1.749 1.764 – 419 41.453
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
10.541 140 838 796 137 – 64 10.796
4.
Anlagen im Bau
6.180 30 5.541 0 – 2.553 – 59 9.139
72.584 390 7.710 2.644 0 – 828 77.212
142.364 8.671 11.968 5.584 0 – 1.892 155.527
Abschreibungen
Stand
Zugänge
derungen
01.01.2013
5.518
0
14.073
2.608
4.370
56
0
0
2.664 23.961
5.984
785
27.727
2.436
7.715
1.109
0
0
4.330 41.426
65.387
6.994

FINANZTEIL

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2012

Anschaffungskosten
Tsd. Euro Stand
01.01.2012
Zugänge
durch
Unterneh
menserwerb
übrige
Zugänge
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2012
ANLAGEVERMÖGEN
I.
Immaterielle
Vermögenswerte
1.
Geschäfts- oder
Firmenwerte
36.792 87 0 0 0 – 239 36.640
2.
erworbene
immaterielle
Vermögenswerte
23.233 450 571 33 15 – 190 24.046
3.
selbst erstellte
immaterielle
Vermögenswerte
6.066 0 1.553 0 0 – 4 7.615
4.
Geleistete
Anzahlungen 415
66.507
0
537
1.095
3.219
16
49
– 15
0
0
– 433
1.479
69.781
II.
Sachanlagen
1.
Grundstücke und
Bauten
13.457 7 1.679 94 554 – 137 15.466
2.
Technische Anlagen
39.889 747 1.631 1.713 67 – 223 40.397
3.
Andere Anlagen,
Betriebs
Geschäftsausstattung
10.129 3 938 359 – 144 – 26 10.541
4.
Anlagen im Bau
3.917 0 2.738 0 – 477 2 6.180
67.392 757 6.986 2.166 0 – 384 72.584
133.899 1.294 10.205 2.215 0 – 817 142.365
Abschreibungen Restbuchwerte
Stand
01.01.2012
Wertmin
Zugänge
derungen
Abgänge Um
buchungen
Währungs
umrechnung
Stand
31.12.2012
Stand
01.01.2012
Stand
31.12.2012
5.540 0
0
0 0 – 22 5.518 31.252 31.122
12.321 2.243
0
33 – 342 – 116 14.073 10.912 9.973
3.632 402
0
0 342 – 6 4.370 2.434 3.245
0 0
0
0 0 0 0 415 1.479
21.493 2.645
0
33 0 – 144 23.961 45.014 45.819
5.305
26.252
769
0
2.949
0
57
1.626
14
219
– 47
– 67
5.984
27.727
8.152
13.637
9.482
12.670
2.826
6.947
0
1.384
0
0
0
360
0
– 233
0
– 23
0
7.715
0
3.182
3.917
6.180
38.504 5.102
0
2.043 0 – 137 41.426 28.889 31.158
59.997 7.747
0
2.076 0 – 281 65.387 73.902
76.978

FINANZTEIL

Bilanzeid

Versicherung des Vorstands nach § 315 Abs. 1 HGB i.V.m. § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Berlin, den 25. März 2014

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand

Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß

Bilanzeid | Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Sonstiges Konzernergebnis, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 25. März 2014

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Scharpenberg Rietz Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013
Tsd. Euro 2012 2013
1. Umsatzerlöse 3.499 3.891
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.800 2.065
10.299 5.956
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter – 2.462 – 2.283
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung – 211 – 282
davon für Altersversorgung: 11 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro)
– 2.673 – 2.565
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen – 332 – 1.238
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen – 9.208 – 3.143
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 8.563 6.570
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 606 570
davon aus verbundenen Unternehmen: 568 Tsd. Euro (Vorjahr: EUR 606)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 497 601
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 991 – 423
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.761 6.328
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 323 68
12. sonstige Steuern – 46 25
13. Jahresüberschuss 6.392 6.421
14. Bilanzgewinn 6.392 6.421
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013
Tsd. Euro 31.12.2012 31.12.2013
Aktiva
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.537 2.037
2. Geleistete Anzahlungen 1.478 0
3.015 2.037
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 589 31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264 371
853 402
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 64.269 64.706
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.658 7.977
3. Sonstige Ausleihungen 0 368
72.927 73.051
76.795 75.490
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.782 10.262
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.580 1.793
12.362 12.055
II. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 19 19
19 19
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.090 1.043
13.471 13.117
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4 17
90.270 88.624
Passiva
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.288 5.288
Nennbetrag des bedingten Kapitals: 1.875 Tsd. Euro (Vorjahr: Tsd. Euro 1.875) abzüg
lich Nennbetrag eigener Anteile: 5 Tsd. Euro (Vorjahr: 5 Tsd. Euro)
II. Kapitalrücklage 51.395 51.395
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen abzüglich eigene Anteile: 22 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro) 13.781 17.000
IV. Bilanzgewinn 6.392 6.421
B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen 76.856
223
80.104
205
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 382 379
2. Sonstige Rückstellungen 2.159 1.915
2.541 2.294
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.820 4.541
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 460 184
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.300 1.242
4. Sonstige Verbindlichkeiten 70 54
(davon aus Steuern: 54 Tsd. Euro; Vorjahr: 67 Tsd. Euro)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 Tsd. Euro; Vorjahr: 3 Tsd. Euro)
10.650 6.021
90.270 88.624

Glossar

Abfallkonditionierung Siehe Konditionierung

Afterloader Gerät für die Afterloading-Therapie: Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich

Augenapplikator Anatomisch geformtes Teil mit Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren

Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe

Bildgebendes Verfahren Siehe Nuklearmedizinische Bildgebung

Cobaltquelle Strahler mit dem Radionuklid Cobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Das Krebsbestrahlungsgerät MultiSource® verwendet Cobalt-60-Quellen

ERP-Software (Enterprise Ressource Planning Software) Anwendungssoftware zur Geschäftsprozessoptimierung

Fludeoxyglucose (FDG) auch: Fluordesoxyglucose Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glucose (Zucker)

Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Markierung von Trägermolekülen eingesetzt, die spezifische Zielstrukturen im Organismus ansteuern und im Verbund mit Gallium-68 die Diagnose verschiedener Krebserkrankungen ermöglichen

Gammakamera Diagnostisches Gerät in der Nuklearmedizin, mit dem die Verteilung eines radioaktiven Arzneimittels im Körper sichtbar gemacht werden kann

IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde

Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)

Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus

Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope, Radioisotope)

Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt

Kalibrier-Referenzstrahler, auch: Kalibrierquelle Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten nach vorgegebenen Standards dienen

Konditionierung Hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern (Konradkonditionierung bei Verbringung ins Endlager Konrad)

Kontrastmittel Arzneimittel, das in bildgebenden Verfahren die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers ermöglicht

Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika

Neuroendokrine Tumore (NET) gut- oder bösartige Tumore, die aus hormonbildenden (endokrinen) Zellen hervorgehen

Nuklearmedizinische Bildgebung und -verarbeitung Prozess bei dem nach Gabe von radioaktiven Substanzen (Radiopharmaka) mit einer speziellen Kamera die Strahlung aus dem Körperinneren gemessen und ein Bild berechnet werden kann. Siehe auch Positronen-Emissions-Tomographie (PET)

Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger Radionuklide befasst

Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst

Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)

Permanentimplantate Implantate, die zum dauernden Verbleib im Organismus/Körper bestimmt sind

Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung

Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, in dem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon, PET-Tracer) unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen sichtbar macht

Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt

Planungssoftware Spezielle Software zur Unterstützung der Planung der Brachytherapiebehandlung

Quelle, Strahlenquelle Siehe Strahler

Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns, Teilchen (Alpha und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren

Radiodiagnostika Radioaktive Substanzen, die zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden. Siehe auch Radiopharmaka

Radioembolisatoren Mit radioaktiven Substanzen beladene kleine Kugeln, die zur Therapie von Lebertumoren eingesetzt werden. Die Kügelchen bleiben in den tumorversorgenden feinsten Blutgefäßen stecken und mit Hilfe der radioaktiven Substanz werden lokal die Krebszellen bestrahlt und zerstört

Radioisotop Siehe Isotope

Radiomarkierung Markierung von biologischen Einheiten (z.B. Zuckermoleküle, Eiweißbausteine an Tumorzellen) mit radioaktiven Nukliden für Therapie (Bestrahlung) und Diagnostik (Bildgebung)

Radionuklid Siehe Radioisotop, Isotope

Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und in der Nuklearmedizin ihre Anwendung in Diagnose und Therapie finden

Radiopeptid Peptide sind kleine, eiweißähnliche Strukturen. Bei Radiopeptiden fungieren die Peptide als Träger für radioaktive Partikel (z.B. Yttrium-90)

Radiorezeptortherapie Bei der Radiorezeptortherapie erfolgt eine Bestrahlung der Tumorzelle "von innen", die zu einer Zerstörung der Tumorzelle führt. Dabei werden kleine Peptide mit einem strahlenwirksamen Molekül, einem Radionuklid, gekoppelt. Die Radiopeptide lagern sich an der Tumoroberfläche an und schonen damit das gesunde Gewebe.

Rohisotop Radioaktiver Ausgangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen

Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie

Strahler Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt

Synthesemodule Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien

Yttrium-90 Radioaktives Isotop, das bei der internen Radiotherapie u.a. zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Für den Transport zum Tumor wird das Yttrium-90 entweder an chemische Wirkstoffe gekoppelt oder auf kleine Kügelchen geladen (siehe Radioembolisatoren)

Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Isotopen

Finanzkalender

6. Mai 2014 Quartalsbericht i/ 2014
6./7. Mai 2014 Frühjahrskonferenz Deutsche Börse in Frankfurt
22. Mai 2014 Hauptversammlung
5. August 2014 Quartalsbericht ii/ 2014
6. November 2014 Quartalsbericht iii/ 2014
November 2014 Eigenkapitalforum in Frankfurt

6./7. Mai 2014 Frühjahrskonferenz Deutsche Börse in Frankfurt

Impressum

HERAUSGEBER Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

KREATION & SATZ

DianaDesign, Berlin www.dianadesign.de

FOTOS

Hermann Bredehorst, Berlin Nils Hendrik Müller, Brunswick Eckert & Ziegler Archiv

DRUCK

Druckerei Arnold, Großbeeren

Kontakt

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG

Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin www.ezag.de

Karolin Riehle Investor Relations

Telefon + 49 30 94 10 84 – 0 Telefax + 49 30 94 10 84 – 112 [email protected]

ISIN DE0005659700 WKN 565970

KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER Veränderung
zum Vorjahr
2010 2011 2012 2013
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Tsd. Euro – 2% 111.093 116.197 119.997 117.138
EBITDA Tsd. Euro – 20% 26.413 30.412 27.475 22.066
Abschreibungen Tsd. Euro + 19% 9.842 7.511 – 7.747 9.251
EBIT Tsd. Euro – 35% 16.571 22.901 19.728 12.815
EBIT-Marge % – 33% 15% 20% 16% 11%
Steuerquote % – 42% 27% 44% 33% 19%
Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten Tsd. Euro – 12% 9.413 10.418 10.293 9.089
Ergebnis pro Aktie Euro – 12% 1,81 1,98 1,95 1,72
Kapitalfluss
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. Euro – 12% 15.025 20.159 16.574 14.649
Liquide Mittel zum 31.12. Tsd. Euro – 5% 29.216 32.304 30.842 29.414
Bilanz
Eigenkapital Tsd. Euro + 4% 73.605 80.896 86.970 90.628
Bilanzsumme Tsd. Euro + 9% 144.467 154.353 164.444 178.910
Eigenkapitalquote % – 4% 51% 52% 53% 51%
Netto-Finanzbestand
(Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) Tsd. Euro – 56% 7.413 14.315 15.396 6.787
Mitarbeiter
Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* Personen + 7% 512 538 573 613
Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende Personen + 12% 546 573 611 686
Kennzahlen zur Aktie
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien Tsd. Stück 5.194 5.274 5.288 5.288
Buchwert pro Aktie Euro + 3% 12,98 14,23 15,27 15,80
Dividende Euro 0,60 0,60 0,60 0,60**
* ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 22.5.2014

Beteiligungen (Stand 31.12.2013)

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin www.ezag.de

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