Annual Report • Apr 30, 2014
Annual Report
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Geschäftsbericht 2013
| KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER | Veränderung zum Vorjahr |
2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | ||||
| Umsatzerlöse | Tsd. Euro | – 2% | 119.997 | 117.138 |
| EBITDA | Tsd. Euro | – 20% | 27.475 | 22.066 |
| Abschreibungen | Tsd. Euro | + 19% | – 7.747 | 9.251 |
| EBIT | Tsd. Euro | – 35% | 19.728 | 12.815 |
| EBIT-Marge | % | – 33% | 16% | 11% |
| Steuerquote | % | – 42% | 33% | 19% |
| Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten | Tsd. Euro | – 12% | 10.293 | 9.089 |
| Ergebnis pro Aktie | Euro | – 12% | 1,95 | 1,72 |
| Kapitalfluss | ||||
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | Tsd. Euro | – 12% | 16.574 | 14.649 |
| Liquide Mittel zum 31.12. | Tsd. Euro | – 5% | 30.842 | 29.414 |
| Bilanz | ||||
| Eigenkapital | Tsd. Euro | + 4% | 86.970 | 90.628 |
| Bilanzsumme | Tsd. Euro | + 9% | 164.444 | 178.910 |
| Eigenkapitalquote | % | – 4% | 53% | 51% |
| Netto-Finanzbestand | ||||
| (Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) | Tsd. Euro | – 56% | 15.396 | 6.787 |
| Mitarbeiter | ||||
| Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* | Personen | + 7% | 573 | 613 |
| Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende | Personen | + 12% | 611 | 686 |
| Kennzahlen zur Aktie | ||||
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien | Tsd. Stück | – | 5.288 | 5.288 |
| Buchwert pro Aktie | Euro | + 3% | 15,27 | 15,80 |
| Dividende | Euro | – | 0,60 | 0,60** |
| * ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. | ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 22.5.2014 |
| Brief an unsere Aktionäre | 02 |
|---|---|
| Konzernleitung | 04 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 06 |
| WIR HELFEN ZU HEILEN | 11 |
| UNTERNEHMEN | |
| Jahresrückblick 2013 | 18 |
| Die Aktie | 20 |
| Umwelt und Sicherheit | 22 |
| Soziales Engagement | 24 |
| KONZERNLAGEBERICHT | 27 |
| 1. Grundlagen des Konzerns | 28 |
| 2. Wirtschaftsbericht | 30 |
| 3. Forschung & Entwicklung | 42 |
| 4. Nachtragsbericht | 44 |
| 5. Chancen- & Risikoberichterstattung | 45 |
| 6. Prognosebericht | 52 |
| 7. Corporate Governance | 54 |
| 8. Übernahmerechtliche Angaben | 55 |
| FINANZTEIL | 58 |
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen | 59 |
| Sonstiges Konzernergebnis | 60 |
| Konzernbilanz | 61 |
| Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung | 62 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 64 |
| Konzernanhang | 65 |
| Konzernanlagenspiegel | 130 |
| Bilanzeid | 134 |
| Bestätigungsvermerk | 135 |
| Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG | 136 |
| WEITERE ANGABEN | |
| Glossar | 138 |
|---|---|
| Finanzkalender Impressum Kontakt | 140 |
20 Warschau, Polen
21 Chennai, Indien
2013 verlief wirtschaftlich weniger erfolgreich als erhofft und angekündigt. Der erwartete Ausbruch auf ein Umsatzniveau von deutlich über 120 Mio. Euro misslang. Gegenüber dem Vorjahr ging das Geschäftsvolumen um 2% auf 117 Mio. Euro zurück, die Erträge sogar um 12% auf 1,72 Euro pro Aktie. Überraschend kamen das wichtige Industriekomponentengeschäft und die Gerätesparte ins Stottern. Hinzu trat der geplante Ausstieg aus dem Handel mit Zubehör in Frankreich. Den Gewinn belasteten neben den dadurch fehlenden Deckungsbeiträgen zusätzlich unerwartete Erhöhungen bei den Entsorgungsrückstellungen. Sie konnten durch mehrere positive Überraschungen an anderer Stelle, etwa durch gewonnene Prozesse, nicht ausgeglichen werden. Entsprechend sank 2013 nicht nur der Ertrag pro Aktie, sondern auch der Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit. Er fiel um ebenfalls 12% auf knapp 15 Mio. Euro. Kombiniert mit andererseits erheblich gestiegenen Investitionen führte die geringere Innenfinanzierungskraft zu einem höheren Verschuldungsgrad. In der Summe überstiegen im Konzern die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2013 zwar noch immer die Darlehensschulden, doch die Nettoliquidität sank um knapp 9 Mio. Euro.
Letzteres ist allerdings kein schlechtes Zeichen. Ursache für die gesunkene Nettoliquidität waren mehrere Akquisitionen, die das Potenzial besitzen, schon 2014 den erhofften Umsatzschub herbeizubringen. Die besten Chancen für Zuwächse sicherte sich das Therapiesegment, das zwei neue Firmen erwarb. Mit Mick Radio Nuclear und der amerikanischen Implantatesparte von Biocompatibles erhielt es nicht nur Zusatzumsatz, sondern zugleich wichtige Brückenköpfe für die geplante Expansion in den Vereinigten Staaten. Das Radiopharmaziesegment angelte sich eine Vertriebsgesellschaft für Zyklotronisotope in Österreich, das Industriesegement übernahm einen Isotopenhändler in Düsseldorf. In der Summe stiegen die Investitionen so auf 17 Mio. Euro, ein neuer Rekord und hoffentlich Vorbote für kommendes Wachstum. Für die Hauptversammlung im Mai blieb es daher trotz der Enttäuschungen unverändert bei einer Dividendenempfehlung von 0,60 Euro pro Aktie.
Lässt sich die wirtschaftliche Lage mit knappen Sätzen und Zahlen skizzieren, benötigt die Frage nach den inhaltlichen Leistungen weitergehende Ausführungen. Maßstab im produzierenden Gesundheitswesen sind in dieser Hinsicht die sogenannten "qualitätsadjustierten Lebensjahre", auf die alles hinausläuft. Sie sind es, für die ein Unternehmen auf dem Gebiet der Krebstherapie bezahlt wird, sei es, je nach Gesundheitssystem, durch den Leistungserbringer, den Kostenträger oder den Patienten selbst. Oft sind qualitätsadjustierte Lebensjahre jedoch nur schwer zu schätzen oder gar zu errechnen. Man behilft sich in diesem Fall mit Annäherungen, etwa der Zahl der Patienten, die von den Produkten profitierten.
Diese Zahl ist 2013 trotz der Umsatzrückgänge erneut gestiegen. Größte homogene Gruppe waren wie in den Vorjahren Prostatakrebspatienten. Knapp 75.000 wurden im Berichtsjahr mit Implantaten der Gruppe behandelt, rund 15% mehr als im Vorjahr. Aufgrund eines bereits länger beobachteten Preisverfalls wirkte sich das gestiegene Volumen leider nicht auf das Niveau der Umsätze aus, so dass die Verkäufserlöse in dieser wichtigen Artikelgruppe erneut, wie in den letzten fünf Jahren, gesunken Brief an unsere Aktionäre
Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender)
sind. Bei den Bestrahlungsgeräten konnten dagegen sowohl die mengenmäßigen Auslieferungen als auch die Gesamtumsätze gesteigert werden. Rund zehn Jahre nach der Entscheidung, in den Markt für Bestrahlungsgeräte einzutreten, können wir konstatieren, dass der Schritt geglückt ist. Wir haben die Platzhirsche zwar nicht aus ihren angestammten Positionen verdrängen können, doch neue Märkte in den aufstrebenden Schwellenländern gefunden. Hier ist die Bedeutung der lebensrettenden Brachytherapie besonders groß, vor allem bei gynäkologischen Tumoren. Von den Bestrahlungsgeräten profitieren nicht nur die Patienten selbst, sondern gleichermaßen ihre Familien, denen der Verlust eines Familienmitglieds nun häufiger als früher erspart bleibt.
In den weltweit über 260 Kliniken, in denen unsere Geräte installiert sind, werden bei einem Durchschnittsdurchsatz von mindestens 250 Behandlungen pro Gerät und Jahr gut 65.000 Krebskranke behandelt. Nimmt man die vom Volumen her stabilen Augenkalotten hinzu, so kommt man für das Therapiesegment im Jahr 2013 so auf ca. 140.000 behandelte Patienten, etwa 20.000 mehr als im Vorjahr. Zusammen mit den mittlerweile über 50.000 jährlich ausgelieferten Kontrastmitteldosen (zumeist FDG) profitierten von den medizinischen Produkten 2013 also weltweit fast 200.000 Kranke.
Für industrielle Produkte sind Effekte schwieriger zu quantifizieren. Bei Artikeln, die zur Qualitätssicherung eingesetzt werden, etwa bei Flächenquellen, könnte man versuchen, die Bedeutung der Produkte über die Zahl der vermiedenen Kunstfehler zu entwickeln. Die Ausfallraten von Detektoren sind bekannt, folglich lässt sich abschätzen, wie viele unbemerkte Geräteschäden durch Flächenquellen entdeckt und wie vielen Menschen so Fehldiagnosen erspart wurden. Allerdings haben diese Rechnereien schnell etwas Besserwisserisches und Pedantisches. Es reicht für den vorliegenden Zweck völlig aus, lediglich apodiktisch darauf hinzuweisen, dass die nicht-medizinischen Produkte der Gruppe ebenfalls einen erheblichen Beitrag zu Sicherheit und Lebensqualität liefern. Wenn einmal im Jahr Rechenschaft über die Leistungen der Gruppe abgelegt wird, soll man diesen Aspekt nicht verschweigen. Sie wissen ja, es reicht nicht, allein Gutes zu tun, man muss gelegentlich darüber berichten.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre.
Ihr
DR. ANDREAS ECKERT Vorstandsvorsitzender
Joe Hathcock | Frank Yeager | Dr. Edgar Löffler | Dr. Andreas Eckert | Dr. Gunnar Mann | Dr. André Heß
Die Konzernleitung besteht aus den Leitern der wichtigsten Segmente. Sie ist zum Teil mit dem Vorstand personenidentisch, umfasst aber auch Führungskräfte größerer Tochtergesellschaften. Zu den Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Konzernleitung gehören die gegenseitige fortlaufende Unterrichtung über Geschäftsentwicklungen und Geschäftsvorfälle, die Erörterung strategischer Fragen sowie die Vorbereitung von Vorstandsentscheidungen.
Joe Hathcock studierte Wirtschaftswissenschaften, Finanzen und Technik und erwarb einen Abschluss in Luft- und Raumfahrttechnik. Bei der US-amerikanischen Northrop Grumman Corporation hatte er verschiedene Fach- und Managementpositionen im Bereich der Entwicklung von modernen Fluggeräten inne. Danach verantwortete er technische Geschäftsbereiche bei British Petroleum. Im Jahr 2002 kam Herr Hathcock als Geschäftsführer für das amerikanische Tochterunternehmen Isotope Products zu Eckert & Ziegler.
Nach der Promotion in Physik war Dr. Löffler mehrere Jahre im Bereich der medizinischen Physik klinisch tätig. Danach leitete er das Produktmanagement und Business Development von Nucletron und war zuletzt Geschäftsführer der Theranostic GmbH, ein deutsches Tochterunternehmen von Nucletron. Seit Mai 2001 Vorstandsmitglied.
Studium und Promotion in Physik, Ergänzungsstudium MBA. Nach Tätigkeiten an der TU Dresden und bei der TÜV Energie- und Systemtechnik GmbH kam Dr. Mann 1998 zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Physiker, später als Entwicklungsleiter. Seit 2000 ist Dr. Mann in verschiedenen Tochterunternehmen und Beteiligungen der Eckert & Ziegler AG als Geschäftsführer tätig. Seit Januar 2012 Leiter des Segments Umweltdienste.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre (MBA) und Maschinenbau war Herr Yeager in führenden Positionen internationaler Industrieunternehmen tätig. Ende 2001 kam er als Geschäftsführer zum amerikanischen Tochterunternehmen Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. und verantwortet seitdem das Segment Isotope Products.
Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Heidelberg, New York und Berlin. Mehrjährige Tätigkeit als Information Officer für das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Nach der Wiedervereinigung selbstständiger Unternehmensberater in Berlin. Gründer der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG sowie mehrerer Technologieunternehmen, vorwiegend im Bereich der Lebenswissenschaften.
Nach seiner Promotion in Chemie und einem Zusatzstudium als Wirtschaftsingenieur war Dr. Heß mehrere Jahre wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1996 kam er zur Eckert & Ziegler Gruppe, zunächst als Radiochemiker, später als Entwicklungsleiter und Geschäftsführer verschiedener Tochtergesellschaften. Seit März 2008 Vorstandsmitglied.
Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Aufsichtsratsvorsitzender
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Zudem fand ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstandsvorsitzenden zu Fragen der Strategie, der Planung, der allgemeinen Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens statt.
Insgesamt fanden im Berichtszeitraum sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Zustimmungen auch im schriftlichen Verfahren erteilt. Beschlüsse von grundlegender Bedeutung erfolgten entweder auf der Basis aussagekräftiger Unterlagen oder einer direkten Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als zwei Dritteln der Sitzungen teil; vielmehr betrug die Gesamtteilnahmequote der Aufsichtsratsmitglieder 86%.
Im Vordergrund der Beratungen des Aufsichtsrates in den einzelnen Sitzungen standen die folgenden Schwerpunktthemen:
In der Sitzung am 29. Januar 2013 informierte der Vorstand im Wesentlichen über die Prognose der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2012 sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Erschließung neuer Produktfelder.
Wesentlicher Gegenstand der Beratungen auf der Sitzung am 26. März 2013 bildete die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Lageberichte für den Konzern und die Gesellschaft. Des Weiteren wurde im Rahmen dieser Sitzung der Risikobericht der Gesellschaft, in dem die wichtigsten Risikopositionen sowie das Risikomanagement im Konzern beschrieben sind, vorgelegt und besprochen.
Auf der Sitzung vom 17. Mai 2013 standen vor allem die Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2013 und die Vorbereitung für die Jahreshauptversammlung im Fokus der Beratungen. Zudem wurde Herr Prof. Dr. Wolfgang Maennig im Anschluss an die Jahreshauptversammlung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates wiedergewählt.
Auf der Aufsichtsratssitzung vom 12. August 2013 wurden neben den Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2013 u.a. das Engagement bei OctreoPharm Sciences GmbH und damit zusammenhängende Finanzierungsfragen besprochen.
Am 23. Juni 2013 genehmigte der Aufsichtsrat den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der BSM Diagnostica Ges. m.b.H., Wien, durch die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH.
Im schriftlichen Beschlussverfahren stimmte der Aufsichtsrat am 16. September 2013 der Akquisition des Brachytherapie-Geschäfts der Biocompatibles, Inc., Oxford, (CT), USA, durch die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. zu.
Schwerpunkt der Sitzung am 18. Oktober 2013 war die Vorstellung und Verabschiedung des Budgets für das Geschäftsjahr 2014 sowie die Vorstellung der Geschäftszahlen für das 3. Quartal 2013. Ein weiteres Thema war der Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der Mick Radio-Nuclear Instruments, Inc., Mt. Vernon (NY), USA, durch die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. Zudem wurde Herr Dr. André Heß für weitere drei Jahre zum Vorstand der Eckert & Ziegler Strahlen und Medizintechnik AG bestellt.
Gegenstand der schriftlichen Beschlussfassung vom 29. November 2013 war die Neuausrichtung der Konzernstruktur innerhalb der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Aufsichtsrat stimmte einer Verringerung der Segmente und in diesem Zusammenhang einer Auflösung der Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH zu. Die verbliebenen Gesellschaftsanteile werden auf die Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH verschmolzen.
Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung (Corporate Governance) und berücksichtigte dabei den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 13. Mai 2013. Am 3. Dezember 2013 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat eine neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Weitere Details finden Sie im Corporate-Governance-Bericht des Konzerns, der im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Webseite veröffentlicht ist.
Um die Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats zu steigern, beauftragte der Aufsichtsrat den Vorstand in mehreren Fällen mit der Überarbeitung von Vorlagen.
Im Berichtsjahr bestanden keine Interessenkonflikte von Mitgliedern des Aufsichtsrates.
Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe sowie die Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 bestellten Abschlussprüfer Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß §91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. In Bezug auf den vom Vorstand vorgelegten Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und dass bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.
Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen einschließlich des Abhängigkeitsberichts und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Ein Vertreter des Abschlussprüfers hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 25. März 2014 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.
Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen und den Abhängigkeitsbericht einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG und den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Jahresabschluss der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu.
Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2013 wählte Herrn Prof. Dr. Wolfgang Maennig und Frau Dr. Gudrun Erzgräber für eine weitere Amtszeit zu Mitgliedern des Aufsichtsrates.
In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 17. Mai 2013 wurde Herr Prof. Dr. Maennig sodann zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt.
Herr Dr. André Heß wurde in der Sitzung des Aufsichtsrates vom 18. Oktober 2013 für weitere drei Jahre als Mitglied des Vorstandes bestellt.
Wir möchten den Mitgliedern des Vorstandes und der Geschäftsführungen sowie den Mitarbeitern der zur Eckert & Ziegler Gruppe gehörenden Unternehmen für ihr tatkräftiges Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2013 unseren Dank aussprechen.
Berlin, im März 2014 Für den Aufsichtsrat
PROF. DR. WOLFGANG MAENNIG Vorsitzender des Aufsichtsrates
Eckert & Ziegler ist ein weltweit tätiger Spezialist für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen von Radioisotopen.
Mit unseren Produkten und Dienstleistungen helfen wir insbesondere Krebspatienten, indem wir Ärzten effiziente Lösungen zur Heilbehandlung anbieten. Dabei kommen unsere Produkte nicht nur bei der Behandlung zum Einsatz, sondern auch in Vorstufen wie der Diagnostik oder in nachgeordneten Phasen wie der Qualitätssicherung und Entsorgung.
Unsere Kalibrierquellen sorgen dafür, dass diagnostische Geräte wie beispielsweise Gammakameras täglich präzise Aufnahmen liefern und die Grundlage für eine Therapiewahl schaffen. Mit unseren Synthesemodulen und Radiodiagnostika tragen wir dazu bei, dass Krebserkrankungen schon in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden können. Unsere miniaturisierten Seeds für die Brachytherapie bieten Prostatakrebspatienten eine schonende, ambulant durchführbare Behandlungsmethode. Und in Schwellenländern können dank unserer Tumorbestrahlungsgeräte gynäkologische Tumore oder andere Krebsarten flächendeckend und effizient bekämpft werden.
Am Ende des Spektrums steht die Abholung von isotopentechnischen Reststoffen wie beispielsweise gebrauchte Injektionskanülen, Spritzen und Kittel, die wir von den Kliniken einsammeln und fachgerecht entsorgen.
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen ausgewählte Anwendungsfelder vor.
Einer der weltweit führenden Hersteller für Brachytherapieprodukte. Brachytherapie ist eine Form der Strahlentherapie, die den Tumor aus einer sehr kurzen Entfernung bestrahlt. Zu den Produkten gehören radioaktive Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs (Seeds) sowie Tumorbestrahlungsgeräte (Afterloader).
Radiation Oncology Mohakhali, Dhaka, Bangladesch
Bei der Brachytherapie wird der Tumor mit Hilfe einer radioaktiven Strahlenquelle aus kurzer Entfernung (direkt auf der Körperoberfläche, im Gewebe oder in Körperhöhlen) bestrahlt. Die temporäre Brachytherapie, auch Afterloading genannt, bei der die Strahlenquelle nur kurzzeitig an das Tumorgewebe platziert wird, bekommt in den Schwellenländern aufgrund des konkurrenzlosen Preis-Leistungs-Verhältnisses einen immer höheren Stellenwert.
Für Regionen, die über eine geringere finanzielle Ausstattung verfügen als westliche Industrieländer, ist die temporäre Brachytherapie eine der bestmöglichen Methoden um eine effiziente medizinische Versorgung von krebskranken Menschen zu gewährleisten.
Jedes Jahr erkranken in Bangladesch 200.000 Menschen an Krebs. Das National Institute of Cancer Research & Hospital in Dhaka mit jährlich rund 18.000 Patienten ist die führende Krebsklinik in Bangladesch. Mit der Brachytherapie behandeln wir rund 100 Patienten im Monat. Vorwiegend gegen Gebärmutterhals-, Prostata-, Darm- oder Blasenkrebs.
Tumorbestrahlungsgerät
Deutscher Marktführer für das Kontrastmittel FDG zur Krebsfrüherkennung. Internationaler Hersteller von radioaktiven Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodulen (Modular-Lab) zur Herstellung von Radiopharmazeutika.
Die Zentralklinik Bad Berka zählt europaweit zu den führenden Kliniken für die Radiorezeptortherapie. Diese spezielle nuklearmedizinische Therapie bekämpft den Tumor selektiv, da die Strahlung nahezu ausschließlich auf die erkrankten Zellen und nicht das gesunde Gewebe einwirkt. Besonders erfolgversprechend sind diese Radiopeptide bei Patienten, deren Tumore eine bestimmte Art von Rezeptoren (dies sind Haftstellen, die wie kleine Magnete auf der Tumorzelloberfläche sitzen) aufweisen.
Im Vergleich zu anderen Therapiemöglichkeiten sind bei der Radiorezeptortherapie die Ansprechraten und das progressionsfreie Überleben deutlich höher. Eine klinikinterne Studie mit 415 analysierten Patienten zeigt eine Ansprechrate auf die Therapie von über 90%. Bei nahezu allen Patienten mit Tumorwachstum kann das weitere Fortschreiten (Progression) verhindert werden und bei vielen Patienten kommt es zu einer lang andauernden Tumorrückbildung (Remission), vereinzelt auch zu einer vollständigen Heilung (Kuration). Das heißt, der Patient erhält im Vergleich zu anderen Therapieverfahren eine höhere Lebensqualität.
Viele unserer Patienten haben einen oft langen und schweren Weg hinter sich. Sie sind dann sehr erleichtert, dass mit der modernen Bildgebung endlich die Ursache für ihre Beschwerden gefunden wird. Dazu zählen beispielsweise Patienten mit neuroendokrinen Tumoren. Diese Tumore verursachen entweder erst spät oder nur relativ unspezifische Symptome und werden daher nur schwer entdeckt.
Mit modernen Bildgebungsverfahren wie z.B. PET/CT können wir die Beschaffenheit des Tumors spezifizieren und daraus eine zielgerichtete, personalisierte Therapie ableiten. Der Patient wird dann mit der Radiorezeptortherapie behandelt. Dabei bekommt er ein Radiopharmazeutikum gespritzt, das an der Tumorzelloberfläche andockt und so das Tumorwachstum stoppt. Im Vergleich zu anderen Therapieverfahren bietet die Radiorezeptortherapie eine überlegenere klinische Effizienz bei gleichzeitig höherer Lebensqualität.
Unsere Radiopharmazeutika müssen aufgrund ihrer geringen Halbwertszeit täglich frisch zubereitet werden. Dazu setzen wir sog. Synthesegeräte ein. Dabei ist höchste Zuverlässigkeit und flexible Handhabung besonders wichtig. Modular-Lab erfüllt beide Kriterien und erleichtert damit unsere Routineprozesse seit vielen Jahren.
16 Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler
Weltweit einer der führenden Hersteller von Strahlenquellen für bildgebende Verfahren, Messungen und Analysen, Qualitätssicherung und Umweltüberwachungen. Das Portfolio reicht von Kalibrierquellen für PET-Kameras in Krankenhäusern bis hin zu Strahlenquellen für radiometrische Füllstandsmessungen.
DR. HIROYUKI TSUSHIMA Associate Professor Ibaraki Prefectural University of Health Sciences Hospital Ami-Machi, Japan
Die Nuklearmedizin lässt Dinge sichtbar werden, die sonst im Verborgenen bleiben. Mit modernen bildgebenden Verfahren können kleinste Tumore oder neurodegenerative Erkrankungen wie Epilepsie, Parkinson oder Alzheimer entdeckt werden.
Es geht meist um Erkrankungen, deren Ursachen im Gehirn des Patienten liegen. Bei einem Patienten mit Gehirnschlag können wir beispielsweise feststellen, ob er einen Schlaganfall erlitten hat. Oder inwieweit ein Patient an Epilepsie oder an Alzheimer erkrankt ist. Mit Hilfe von nuklearmedizinischen Verfahren kommen wir den Turbulenzen im Kopf auf die Spur.
Wir injizieren ihm zunächst ein Radiodiagnostikum. Mit Hilfe einer speziellen Kamera (der sog. Gammakamera) kann diese Substanz im Körper von außen abgebildet werden und so die zu untersuchende Körperregion präzise darstellen. Die Aufnahme (Szintigrafie) macht es möglich, zum Beispiel den Blutfluss im Gehirn zu bestimmen.
Perflexion™ Strahlenquelle zur Kalibrierung von diagnostischen Kameras in der Nuklearmedizin
Um sicherzustellen, dass die Gammakamera Aufnahmen in höchster Präzision liefert, müssen wir am Gerät täglich eine Qualitätsprüfung durchführen. Eckert & Ziegler gibt uns mit PerflexionTM dafür ein einfach zu bedienendes Werkzeug an die Hand. Die flexible Cobalt-57 Flächenquelle PerflexionTM lässt sich aufrollen und mühelos in einen handlichen Verpackungszylinder stecken. Sie wiegt nur ein Bruchteil der herkömmlichen, sperrigen Flächenquellen und bietet einen hervorragenden Strahlenschutz.
Eckert & Ziegler erwirbt sämtliche Anteile an der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., einem der führenden Anbieter für FDG (18F-Fluordesoxyglucose) in Österreich und profitiert damit von der positiven Erstattungssituation für PET-Untersuchungen durch die Krankenkassen in Österreich.
Eckert & Ziegler beteiligt sich an der OctreoPharm Sciences GmbH, einem nuklearmedizinischen Arzneimittelspezialisten, der ein Peptid zum Aufspüren neuroendokriner Tumore in der präklinischen Entwicklung hat.
Mit dem führenden koreanischen Auftragsforschungsinstitut für Bioanalyse, BioCore Co. Ltd. wird ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, das den Vertrieb von Dienstleistungen für die Auftragsentwicklung im schnell wachsenden asiatischen Pharmamarkt umfasst.
Auf der Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine (EANM) in Lyon wird zum sechsten Mal der "Eckert & Ziegler Reisepreis" an herausragende Nachwuchswissenschaftler in der Nuklearmedizin verliehen.
Jahresrückblick 2013
Eckert & Ziegler erhält den Zuschlag für die Ausstattung von bengalischen Krebskliniken mit Tumorbestrahlungsgeräten. Das Investitionsprogramm wird u.a. von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation finanziert.
Die neue Produktionsstätte für zyklotronbasierte Radiopharmaka in Warschau erhält die Betriebsgenehmigung.
Mit der Übernahme des amerikanischen Herstellers von Prostatakrebsimplantaten, Biocompatibles Inc. steigt Eckert & Ziegler ins amerikanische Implantatgeschäft ein und avanciert weltweit zum drittgrößten Anbieter für schwach-radioaktive Prostataseeds.
Eckert & Ziegler erwirbt, Mick Radio-Nuclear Instruments, Inc. (MRNI), einen der führenden amerikanischen Hersteller von Brachytherapiezubehör und legt damit einen weiteren Brückenkopf für den Einstieg in den US-amerikanischen Markt.
Eckert & Ziegler wird von der Munich Strategy Group unter die Top 10 des deutschen Mittelstands gewählt.
International Securities Identification Number (ISIN) DE0005659700
Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN) 565 970
Zulassungssegment Prime Standard, Frankfurt
EUZ (Deutsche Börse) EUZ (Bloomberg) EUZG (Reuters)
64,6%
CDAX DAX International Mid 100 DAXplus Family Index DAXsector All Pharma & Healthcare DAXsector Pharma & Healthcare DAXsubsector All Medical Technology DAXsubsector Medical Technology Prime All Share Technology All Share
Karolin Riehle Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin
Tel. +49 30 941084-138 Fax +49 30 941084-112 [email protected] www.ezag.de
| 31.12.2012 | 31.12.2013 | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Schlusskurs im Geschäftsjahr * | in EUR | 23,67 | 28,65 | 21 |
| Höchstkurs im Geschäftsjahr * | in EUR | 25,31 | 30,00 | 19 |
| Tiefstkurs im Geschäftsjahr * | in EUR | 20,51 | 23,52 | 15 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) | 12 | 17 | 42 | |
| Ergebnis pro Aktie (EPS) | in EUR | 1,95 | 1,72 | – 12 |
| Cashflow je Aktie | in EUR | 3,13 | 2,77 | – 12 |
| Buchwert je Aktie | in EUR | 15,27 | 15,80 | 3 |
| Durchschnittlich im Umlauf | ||||
| befindliche Aktien | in Stück | 5.288.165 | 5.288.165 | 0 |
| Anzahl der Aktien zum Stichtag | in Stück | 5.288.165 | 5.288.165 | 0 |
| Marktkapitalisierung | in Mio. EUR | 125 | 152 | 21 |
| Durchschnittliches | ||||
| Handelsvolumen pro Tag | in Stück | 7.144 | 7.431 | 4 |
| * Xetra |
In Europa und in den USA kletterten die Aktienkurse in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 auf neue Höchststände; hierzu trugen die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Weltkonjunktur und eine nach wie vor lockere Geldpolitik der Notenbanken bei. Die Eckert & Ziegler Aktie entwickelte sich in diesem Marktumfeld bis Anfang Mai ebenfalls sehr positiv und lag deutlich über den Vergleichsindizes TECDAX, Prime All Share und DAXSector All Pharma & Healthcare. Nach der Veröffentlichung der moderaten Q1-Zahlen kam es jedoch zu einer Korrekturanpassung. Der Jahrestiefststand von 23,52 Euro wurde Mitte August erreicht. Auf die Veröffentlichung der positiven Q2-Zahlen reagierte die Aktie erfreulich und erreichte Ende Oktober ihren Höchstwert von 30 Euro. Zum Ende des Geschäftsjahres schloss die Aktie mit einem Kurs von 28,65 Euro mit einem Zuwachs von über 20%. Die Stärke der Eckert & Ziegler Aktie zeigt sich noch deutlicher im langfristigen Vergleich: in den letzten fünf Jahren hat sich ihr Wert um rund 220% erhöht. Das Handelsvolumen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres im Durchschnitt pro Tag 7.431 Stück (Vorjahr: 7.144 Stück).
Im Berichtsjahr erzielte die Eckert & Ziegler Gruppe ein Konzernergebnis pro Aktie von 1,72 Euro. Das Ergebnis pro Aktie wird berechnet, indem der Konzernjahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird.
Das Unternehmen möchte seine Dividendenpolitik aus den vergangenen Jahren fortsetzen und rund ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung deswegen am 22. Mai 2014 die Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2013 vorschlagen. Gemessen am Jahresschlusskurs von 28,65 Euro errechnet sich hieraus eine Dividendenrendite von 2,1%. Im Vergleich dazu liegt die durchschnittliche Dividendenrendite der sieben TecDAX-Werte, die der Gesundheitsbranche zugehören bei nur 1,7%.
Im Berichtsjahr wurden von Hauck & Aufhäuser, DZ-Bank und WGZ-Bank insgesamt 16 Studien und Kurzanalysen zu Eckert & Ziegler veröffentlicht. Alle Studien kamen zu dem Bewertungsergebnis "Kaufen".
Die Deutsche Bundesbank hat der Eckert & Ziegler AG das Prädikat "notenbankfähig" (Rangstufe 4) attestiert. Damit stellt das Unternehmen seine gute Bonität unter Beweis. Der von der Bundesbank ermittelte Bonitätsgrad wird durch eine Rangstufe dargestellt, die sich auf einer Skala von 1 bis 7 bewegt.
Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist es, Privataktionäre, institutionelle Investoren, Finanzanalysten und die Presse umfassend, offen und zeitnah über das Unternehmen zu informieren. Wesentliche Bestandteile der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt sind Börsenpflicht- und Pressemeldungen, Quartalsberichte, Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Auf der Bilanzpressekonferenz im März, der Entry & General Standard Konferenz im Mai, der Hauptversammlung im Mai, dem Eigenkapitalforum im November und mehreren Investorenrunden in Frankfurt, London, Paris und Zürich präsentierte der Vorstand zudem neue Entwicklungen persönlich. Er stand darüber hinaus zusammen mit Mitarbeitern der Abteilungen Unternehmenskommunikation und Finanzen das ganze Jahr über für Anfragen oder Besuche interessierter Kreise zur Verfügung. Studien von Aktienanalysten sowie weitere Informationen zum Unternehmen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite www.ezag.de > Investor Relations.
Um Börsenpflicht- und Pressemeldungen regelmäßig per E-Mail zu erhalten, können sich Interessenten auf den IR-Verteiler setzen lassen. Ein kurzer Anruf oder eine E-Mail dazu genügt.
* Vorschlag an die Hauptversammlung am 22.5.2014
Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei Eckert & Ziegler. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Die Zahl der Arbeitsunfälle lag im Berichtsjahr konzernweit mit 5 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollbeschäftigten (Vorjahr: 7) deutlich unter vergleichbaren Werten, die etwa die Berufsgenossenschaft Elektro Textil Feinmechanik laut Jahresbericht 2012
für Deutschland und das Jahr 2012 bei etwa 20 Arbeitsunfällen pro 1.000 Vollarbeiter sieht. Der Vergleichswert der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie liegt laut ihrem Jahresbericht 2012 bei rund 19. Beim Strahlenschutz kam es im Berichtsjahr konzernweit zu keinem (Vorjahr: 2) radiologischen Vorfall, wobei anzumerken ist, dass es sich bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf handelte. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant. Entsprechend der Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide wurden die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber informiert. Obwohl weder Personen noch die Umwelt Schaden genommen haben, wurde jeweils die Ursache genauestens geprüft und in Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde Maßnahmen ergriffen, um zu vermeiden, dass sich ähnliche Vorfälle in der Zukunft wiederholen. Bei den getroffenen Vorkehrungen handelt es sich im Wesentlichen um organisatorische und administrative Änderungen bei den jeweiligen Arbeitsabläufen.
| ARBEITSUNFÄLLE UND RADIOLOGISCHE VORFÄLLE | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
| Arbeitsunfälle (in absoluten Werten) | |||||||
| meldepflichtige Arbeitsunfälle | 5 | 6 | 3 | 3 | 5 | 4 | 3 |
| meldepflichtige Wegeunfälle | 1 | 2 | 5 | 1 | 6 | 5 | 4 |
| Arbeitsunfälle (pro 1.000 Beschäftigte) | |||||||
| meldepflichtige Arbeitsunfälle | 9,8 | 11,8 | 5,9 | 5,9 | 9,1 | 6,7 | 5,2 |
| meldepflichtige Wegeunfälle | 1,9 | 3,9 | 9,8 | 1,9 | 10,9 | 8,4 | 6,9 |
| Strahlenschutz | |||||||
| radiologische Vorfälle * | 1 | 1 | 2 | 0 | 3 | 2 | 0 |
* meldepflichtige Ereignisse entsprechend Strahlenschutzverordnung oder spezieller Auflagen der jeweiligen Genehmigungsbescheide. Bei den radiologischen Vorfällen in den vergangenen Jahren handelte es sich lediglich um Abweichungen vom normalen Betriebsablauf. Keines der Vorkommnisse war sicherheitsrelevant.
Hauptsitz der Eckert & Ziegler AG in Berlin-Buch
Die Betriebe der Eckert & Ziegler Gruppe sind der metallverarbeitenden Branche oder der chemisch-pharmazeutischen Industrie zuzurechnen. Wie alle Betriebe des produzierenden Gewerbes unterliegen sie umfangreichen Regelwerken, die Vorgaben hinsichtlich der Umweltauswirkungen enthalten. Sie schreiben oft nicht nur vor, welche Grenzwerte für Emissionen gelten, sondern auch, wie diese zu überwachen sind. Meist sind die Vorschriften so gefasst, dass die Messwerte von unabhängigen Dritten oder gar Behörden erfasst sind. Die Qualität der Daten kann daher als sehr hoch eingeschätzt werden. Im Berichtsjahr gab es keine Vorfälle, bei denen Messwerte überschritten wurden.
Auch hinsichtlich des Qualitätsmanagementsystems (DIN EN ISO 9001:2008; EN ISO 13485:2003; CMDCAS; FDA u.a.) wurden im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Abweichungen von den Vorgaben festgestellt.
Bei Neubauten und Gebäudemodernisierungen setzen wir auf eine energiesparende Bauweise. Das Paradebeispiel ist die im Jahr 2012 bezogene Konzernzentrale in Berlin-Buch. Dort kombiniert das nachhaltige Bau- und Betriebskonzept unterschiedliche Verfahren: Erhöhter Dämmstandard der Gebäudehülle; Fernwärme, die durch Kraft-Wärmekopplung erzeugt wird; solare Warmwasserbereitung zur Brauchwassererwärmung; solareingepeister Strom aus einer Photovoltaikanlage; Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung. Durch diese Maßnahmen liegt der berechnete spezifische Primärenergiebedarf von 154 kWh/m2 a des Gebäudes um 25% niedriger als es die ohnehin strengen Auflagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) fordern.
Mit der Rücknahme gebrauchter Quellen und der Aufarbeitung für neue Produkte leistet Eckert & Ziegler einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Diese Wiederverwertung ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.
An seinen Standorten engagiert sich Eckert & Ziegler in Projekten und Initiativen – durch finanzielle Unterstützung und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dafür wurden strategische Schwerpunkte festgelegt. Das Unternehmen unterstützt insbesondere Initiativen für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie weitere Projekte im lokalen Umfeld einzelner Firmenstandorte. Zur Stärkung der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung hat Eckert & Ziegler gemeinsam mit dem Gläsernen Labor in Berlin-Buch und der Friedrich-Fröbel-Schule für Sozialpädagogik vor einigen Jahren den "Forschergarten" (www.forschergarten.de) ins Leben gerufen. Diese Initiative macht Naturwissenschaften und Technik für Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen erlebbar, baut Schwellenängste ab und erhöht die Qualität der frühkindlichen Bildung. Der Forschergarten stößt auf große Resonanz und umfasst in der Berliner Region mittlerweile über 100 teilnehmende Kindertagesstätten und Schulen. Im Jahr 2013 erreichte der Forschergarten knapp 24.000 Kinder. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage wurde das Angebot weiterentwickelt und speziell für Physikklassen ausgebaut. Unter dem Motto "Atome zum Anfassen" wurden in 2013 Kurse angeboten, die Schülern der Oberstufe die Grundlagen radioaktiver Strahlung praktisch und anschaulich vermittelt. Dabei dürfen die Kursteilnehmer zum Beispiel natürliche Radioaktivität in Alltagsgegenständen wie z.B. Baumaterialien, Zigarettenasche oder Dünger mit einem Geigerzähler nachweisen und sich einen Einblick verschaffen über den Einsatz von Radioaktivität in der Medizin.
Zur Stärkung des Innovations- und Forschungsstandorts Deutschland engagiert sich Eckert & Ziegler in der frühkindlichen naturwissenschaftlichen Bildung.
Eckert & Ziegler unterstützt Berliner Grundschüler bei naturwissenschaftlichen Erkundungen in Wald und Flur.
Preisverleihung an nuklearmedizinische Nachwuchswissenschaftler
Am Standort Berlin fördern wir ein Projekt zur Umweltpädagogik. Um Berliner Grundschülern naturwissenschaftliche Erkundungen in Wald und Flur zu ermöglichen, unterstützt Eckert & Ziegler seit 2011 die Initiative "Bucher Füchse". Eine Waldpädagogin geht mit den Kindern auf Entdeckungsreise durch Flora und Fauna und erklärt einzelne Naturphänomene. Welche heimischen Tier- und Pflanzenarten leben im Wald? Wie sieht der Lebensraum Wiese aus? Wie sauber ist unser Bach? Dabei erleben die Kinder die Natur hautnah und werden so zum Staunen über Naturzusammenhänge angeregt.
Zur Förderung von nuklearmedizinischen Nachwuchswissenschaftlern lobt Eckert & Ziegler gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM) seit 2008 jedes Jahr den "Eckert & Ziegler Reisepreis" aus. Der Preis soll junge Wissenschaftler anspornen, ihre Ideen einem größeren Publikum zu präsentieren und ihren Gedankenaustausch mit anderen Nuklearmedizinern zu intensivieren. Die fünf mit jeweils 1.000 Euro dotierten Reisepreise wurden im Oktober 2013 auf der Jahrestagung der EANM in Lyon verliehen und gingen an fünf talentierte Nuklearmediziner aus Australien, Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Die Preisträger wurden von einer Jury der European Association of Nuclear Medicine (EANM) unter knapp 600 Einsendungen ausgewählt. Ausgezeichnet wurden Forschungsarbeiten auf den Gebieten der onkologischen Diagnostik und Therapie.
Auch unsere ausländischen Konzerngesellschaften engagieren sich in sozialen Projekten. Ein Team von amerikanischen Mitarbeitern, das Eckert & Ziegler als Sponsor und Spender unterstützt, konnte auf dem von der amerikanischen Gesellschaft für Multiple Sklerose ins Leben gerufenen alljährlichen "Walk MS" gegen Multiple Sklerose mehr als 34.000 US-Dollar an Spendengeldern einsammeln. Die Spenden kommen der Forschung zur Bekämpfung der bisher unheilbaren Krankheit und der Unterstützung betroffener Menschen zugute. Die Spendenkampagne zählt bereits seit vielen Jahren zu unseren Förderprojekten. Darüber hinaus engagierten sich Mitarbeiter unseres kalifornischen Tochterunternehmens beim lokalen Obdachlosenheim. Wir unterstützten diesen freiwilligen Einsatz und ergänzten die Sach- und Geldspenden der Mitarbeiter.
Spendenlauf zugunsten der amerikanischen Multiple Sklerose Gesellschaft
| 1. | Grundlagen des Konzerns | 28 | |
|---|---|---|---|
| 2. | 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 |
Wirtschaftsbericht GESCHÄFTSENTWICKLUNG ERTRAGSLAGE ENTWICKLUNG DER SEGMENTE FINANZLAGE VERMÖGENSLAGE MITARBEITER GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE |
30 30 31 33 37 38 39 41 |
| 3. | Forschung und Entwicklung | 42 | |
| 4. | Nachtragsbericht | 44 | |
| 5. | 5.1 | Chancen- und Risikoberichterstattung RISIKOMANAGEMENT |
45 45 |
| 5.2 | FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN | 45 | |
| 5.3 | RECHTLICHE RISIKEN | 47 | |
| 5.4 | IT-RISIKEN | 47 | |
| 5.5 | RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES RISIKOMANAGEMENT UND | ||
| INTERNES KONTROLLSYSTEM | 47 | ||
| 5.6 | PERSONELLE RISIKEN | 48 | |
| 5.7 | ALLGEMEINE RISIKEN AUS DER PRODUKTION UND DEM UMGANG MIT RADIOAKTIVITÄT IM BESONDEREN SOWIE DARAUS ERWACHSENDE CHANCEN |
48 | |
| 5.8 | ALLGEMEINE KOMMERZIELLE UND STRATEGISCHE RISIKEN | 49 | |
| 5.9 | HAUPTKUNDENRISIKO | 50 | |
| 5.10 | CHANCEN IN DEN SEGMENTEN | 50 | |
| 5.11 | RISIKOBERICHTERSTATTUNG BEZÜGLICH FINANZINSTRUMENTEN | 50 | |
| 5.12 | RISIKOENTWICKLUNG | 51 | |
| 6. | Prognosebericht | 52 | |
| 6.1 | WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN | 52 | |
| 6.2 | KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT ISOTOPE PRODUCTS | 52 | |
| 6.3 | KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT STRAHLENTHERAPIE | 53 | |
| 6.4 | KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM SEGMENT RADIOPHARMA | 53 | |
| 6.5 6.6 |
KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM BEREICH SONSTIGES KÜNFTIGE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM KONZERN |
53 53 |
|
| 7. | Corporate Governance | 54 | |
| 7.1 | ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG | 54 | |
| 7.2 | VERGÜTUNGSBERICHT | 54 | |
| 8. | Übernahmerechtliche Angaben | 55 |
3 MultiSource® Tumorbestrahlungsgerät (Afterloader) Bei der Afterloading Technik wird die Strahlenquelle (des Afterloaders) computergesteuert und mit Hilfe von Applikatoren in unmittelbarer Nähe des Tumors platziert. Somit wird der Tumor gezielt bestrahlt und umliegendes gesundes Gewebe geschont.
Die Eckert & Ziegler Gruppe (Eckert & Ziegler) ist ein international tätiger Hersteller von isotopentechnischen Komponenten für Medizin, Wissenschaft und Industrie. Neben der Eckert & Ziegler Strahlenund Medizintechnik AG, einer börsennotierten Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Berlin, umfasst der Konzern einschließlich Minderheitsbeteiligungen 34 weitere Gesellschaften. Geführt wird die Gruppe durch den Vorstand, der sich bei seinen Entscheidungen auf den Rat der erweiterten Konzernleitung stützt. Sie besteht aus dem Vorstand der Eckert & Ziegler AG und Leitern ausgewählter Geschäftsbereiche.
Zur Kernkompetenz des Unternehmens gehören der Umgang und die Verarbeitung von isotopentechnischen Materialien in speziell dafür ausgerüsteten und genehmigten Fertigungsstätten in Europa und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus entwickelt, produziert und verkauft Eckert & Ziegler Medizinprodukte für die Krebstherapie und Synthesegeräte zur Herstellung von Radiopharmaka. Der Anlagenbau und die Rücknahme von isotopentechnischen Reststoffen aus Krankenhäusern und Forschungsinstituten komplettieren das Portfolio.
In den internationalen Märkten, in denen Eckert & Ziegler operativ tätig ist, gibt es vergleichsweise wenige Anbieter. In der Breite seiner Produktpalette hat Eckert & Ziegler keinen direkten Wettbewerber, weil die Konkurrenten jeweils nur spezielle Marktnischen bedienen. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Situation in der Zukunft nicht ändern wird, weil dem Markteintritt eines Wettbewerbers immer die Erfüllung hoher genehmigungsrechtlicher Auflagen vorausgehen müsste.
Das operative Geschäft wird über Tochterunternehmen in den vier Segmenten Strahlentherapie, Radiopharma, Isotope Products und Umweltdienste geführt, die mit ihren unterschiedlichen Produktgruppen auf verschiedene Kundengruppen ausgerichtet sind. Ein weiteres Segment, das die Kosten und Erträge der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG als Holding abbildet, ist nicht operativ tätig.
Im Segment Isotope Products werden isotopentechnische Komponenten für bildgebende Verfahren, wissenschaftliche Anwendungen, Qualitätssicherung und industrielle Messzwecke hergestellt. Der Hauptsitz des Segments befindet sich in Los Angeles, Kalifornien, USA. Eine wichtige Akquisition in der Vergangenheit war die Übernahme des bislang größten Wettbewerbers, der nuclitec GmbH (heute Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH), Braunschweig.
Das Segment Strahlentherapie richtet sich mit seinen Erzeugnissen an Strahlentherapeuten, eine Ärztegruppe, die auf die Behandlung von Krebs durch Bestrahlung spezialisiert ist. Die beiden wichtigsten Produkte sind Kleinimplantate zur Behandlung von Prostatakrebs auf der Basis von Jod-125 (sogenannte "Seeds") und Tumorbestrahlungsgeräte auf der Basis von Cobalt-60 oder Iridium-192 (sogenannte MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 29 1. Grundlagen des Konzerns
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Segment Strahlentherapie
"Afterloader"). Das Segment Strahlentherapie wird seit dem Jahr 2008 unter dem Dach der an der NYSE Euronext in Brüssel notierten Eckert & Ziegler BEBIG s.a. geführt, an der Eckert & Ziegler zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 zu 75% am wirtschaftlichen Ergebnis und mit 80% an den Hauptversammlungsstimmrechten beteiligt war.
Die Produkte des Segments Radiopharma mit Hauptsitz in Berlin und weiteren Standorten in Mainz, Bonn, Braunschweig und Wien (Österreich), umfassen Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmaka sowie Geräte zur Qualitätskontrolle. Die Module und Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Ein weiteres Produkt des Segments ist Yttrium-90 als zugelassenes Arzneimittel. Diese Substanz wird unter anderem für die Herstellung von Radioembolisatoren zur Behandlung von Lebertumoren eingesetzt. Die Produkte des Segments werden weltweit vertrieben, mit Ausnahme der PET-Diagnostika, die im Wesentlichen auf Deutschland, Polen und Österreich sowie daran angrenzende Gebiete beschränkt sind.
Das Segment Umweltdienste mit Hauptsitz in Braunschweig beschäftigt sich mit der Rücknahme, Verarbeitung und Konditionierung isotopentechnischer Reststoffe geringer Aktivität. Zum Kundenstamm gehören insbesondere Krankenhäuser und andere Einrichtungen, bei denen isotopentechnische Reststoffe entstehen. Des Weiteren gibt es ein Projektgeschäft, bei dem Dienstleistungen im Rahmen der Konditionierung angeboten werden. In diesen Fällen verbleiben die Reststoffe im Eigentum des Auftraggebers.
In den Geschäftsberichten der Jahre 2010 bis 2013 wird das Segment Umweltdienste separat ausgewiesen. Da sich die erwarteten Umsatz- und Ertragssteigerungen nicht eingestellt haben und der Fokus zukünftig auf internen Dienstleistungen wie dem Abbau geerbter Altlasten und der Rücknahme und Entsorgung von Produktionsabfällen vor allem aus den medizinischen Sparten liegt, wird das Segment Umweltdienste künftig nicht mehr separat ausgewiesen. Ab dem Jahr 2014 wird das Segment Umweltdienste mit den Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zusammengelegt und dem Vorstand als Einheit berichtet. In der Segmentberichterstattung erfolgt der Ausweis unter "Sonstiges".
Die Märkte der Segmente sind nur lose miteinander verbunden und weisen jeweils eigene Zyklen und Besonderheiten auf. Hinzu kommen nationale Unterschiede hinsichtlich der Rahmenbedingungen. Dies ist insbesondere bei medizinischen Produkten der Fall, wo die Intensität und Dynamik der Nachfrage durch den Leistungsstand der nationalen Gesundheitssysteme und die Anwesenheit lokaler Konkurrenten beeinflusst wird.
Erstmalig seit dem Jahr 2003 konnte keine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Der Konzernumsatz ging vielmehr um 2,9 Mio. Euro oder 2% auf 117,1 Mio. Euro zurück. Ein Umsatzrückgang von 6,0 Mio. Euro in den bestehenden Geschäften, der planmäßige Ausstieg aus dem Zubehörhandel in Frankreich und der damit zusammenhängende Umsatzwegfall sowie nachteilige Effekte aus der Entwicklung des Wechselkurses vom Euro zum US-Dollar konnten nicht durch den Zusatzumsatz aus Akquisitionen ausgeglichen werden.
Die im Prognosebericht des Jahres 2012 erwartete Umsatzmarke von 125 Mio. Euro wurde verfehlt. Für wichtige Produktkategorien blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück bzw. wuchs nicht so stark, wie ursprünglich angenommen. Betroffen waren hiervon die Segmente Isotope Products und Strahlentherapie. Die Akquisitionen konnten in diesen Segmenten den Umsatzrückgang nicht ausgleichen, da sie entweder erst zum Jahresende wirksam wurden (Segment Strahlentherapie) oder vom Umfang her zu gering waren (Segment Isotope Products). Bei den Segmenten Radiopharma und Umweltdienste entwickelte sich das Geschäft vom Umsatz her dagegen wie prognostiziert.
Den größten absoluten Umsatzrückgang um 3,9 Mio. Euro auf nunmehr 27,8 Mio. Euro verzeichnete nominell das Segment Strahlentherapie. Ursache hierfür waren vor allem Sonderumsätze im Vorjahr, die aus einer einmaligen Lizenzgebühr für die Nutzung von firmeneigenen Patenten und Technologien in Russland resultierten. Sie führten von vorn herein zu einer überhöhten Vergleichsbasis. Zudem enthielten die Verkaufszahlen des Vorjahres 2012 noch Umsätze aus dem niedrigmargigen Handel mit Bestrahlungszubehör. Er war weitgehend auf Frankreich beschränkt und wurde 2013 eingestellt.
Korrigiert man die Umsatzstatistik des Segments Therapie um beide Effekte, lässt sich im Saldo ein Umsatzwachstum feststellen. Er resultiert vor allem aus der stabilen Nachfrage nach Bestrahlungsgeräten, die um 7% zulegten. Bei der anderen großen Umsatzsäule des Segments, den Implantaten, stiegen nur die ausgelieferten Stückzahlen. Fallende Preise und Erstattungsgebühren führten 2013 netto erneut zu einem Wertrückgang. Er betrug etwa 10% und konnte vorerst noch nicht durch das neue Amerikageschäft ausgeglichen werden. Da dieses nur während der letzten Jahresmonate mit 0,5 Mio. Euro zu den Umsätzen in der Implantatesparte beitrug, wird die Trendumkehr bei Implantaten erst im kommenden Geschäftsjahr 2014 erwartet.
MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 31 2. Wirtschaftsbericht
Segment Isotope Products
Auch das Segment Isotope Products litt unter schwächeren Verkäufen. Sie sanken um 4% auf 54 Mio. Euro. Betroffen waren vor allem die industriellen Komponenten, deren Volumen aufgrund einer schwachen Nachfrage in China und Amerika um 14% gegenüber dem Vorjahr einbrach. Bei den medizinischen und wissenschaftlichen Komponenten gingen die Verkäufe weniger stark um jeweils nur 3% zurück, was durch Umsätze der 2013 neu erworbenen Düsseldorfer Chemotrade GmbH und den Basiseffekt der bereits 2012 akquirierten kalifornischen Vitalea Science Inc. (zusammen 1,8 Mio. Euro) jedoch überkompensiert wurde. In der Summe reichte es dennoch nicht, an den Umsatzrekord des Vorjahres anzuknüpfen. Zudem litt das Segment, das etwa zwei Drittel seiner Umsätze in USD fakturiert, unter der ungünstigen Entwicklung des Euro-Wechselkurses zum USD. Diese Effekte machten über den Gesamtkonzern etwa 1,4 Mio. Euro aus.
Im Segment Radiopharma stieg der Umsatz um 2,3 Mio. Euro oder 9%. Dies lag maßgeblich am Kauf der österreichischen BSM Diagnostica GmbH, die 3,0 Mio. Euro beitrug. Durch sie erhöhten sich die Umsätze mit kurzlebigen Zyklotronisotopen um ein Viertel. In der Gerätesparte dagegen war ein gegenläufiger Trend zu beobachten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 14% weniger Synthesemodule und dazugehörige Komponenten verkauft. Bei den langlebigeren pharmazeutischen Radioisotopen, der dritten Produktsäule des Segments, blieben die Umsätze auf Vorjahresniveau.
Auch im Segment Umweltdienste war eine Auslandsakquisition mit 1,6 Mio. Euro entscheidend für das Wachstum der Umsätze. Sie verbesserten sich durch die erstmalige Einbeziehung der von Energy Solutions übernommenen britischen Entsorgungssparte um 1,1 Mio. Euro oder 18%.
Mit einem Umsatz von 68,9 Mio. Euro blieb im Jahr 2013 aus geographischer Perspektive wiederum Europa die wichtigste Absatzregion. Bezogen auf den Konzernumsatz wurde hier ein Umsatzanteil von knapp 60% erzielt, was fast dem Niveau des Vorjahres entspricht. Wichtigstes europäisches Abnehmerland war Deutschland mit 25,8 Mio. Euro. Größter nationaler Einzelmarkt für die Produkte von Eckert & Ziegler waren 2013 jedoch erneut die Vereinigten Staaten, in denen Waren im Wert von 30,8 Mio. Euro (vorwiegend in USD) fakturiert wurden. Die gesamten USD-Umsätze betrugen wie im Vorjahr 38% des Gesamtkonzernumsatzes. Somit liegt die Wechselkursabhängigkeit des Konzerns auf Vorjahresniveau.
Der Konzerngewinn nach Steuern und Minderheiten ist von 10,3 Mio. Euro um 12% auf 9,1 Mio. Euro zurückgegangen. Die Aktienanzahl blieb konstant bei 5,3 Mio. Stück. Das Ergebnis pro Aktie fiel um 0,23 Euro/Aktie auf 1,72 Euro/Aktie.
Größte Auswirkungen auf den Ertrag hatte 2013 der Einbruch der Rohmarge. Trotz eines nur zweiprozentigen Umsatzrückganges sank sie absolut um 12% und verschlechterte sich damit um etwa 8,1 Mio. Euro. Ursache hierfür waren gegenläufige Einmaleffekte von erheblichem Ausmaß, die 2013 gegen und 2012 für die Rohmarge wirkten. Im Berichtsjahr ist die Erhöhung der Rückstellung für die Entsorgungskosten, in der Summe 2,5 Mio. Euro, in den Umsatzkosten enthalten, im Vorjahr ließ der Einmaleffekt aus dem lukrativen Verkauf von Lizenzen das Pendel dagegen in die andere Richtung ausschlagen. Neben diesen Sondereffekten belasteten die Rohmarge zum Teil Verschiebungen in der Artikelstruktur. Hochmargige Produkte im Industrie- und Strahlentherapiesegment wurden 2013 durch geringermargige Umsätze ersetzt, unter anderem aus Dienstleistungen und Handelsware.
Bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten kam es durch die Neuakquisitionen und die damit gestiegene Mitarbeiterzahl zu einem Anstieg von 2,5 Mio. Euro, das entspricht bei Gesamtfixkosten von 50,7 Mio. Euro einem Anstieg von 5%. Im Vergleich zu den Auswirkungen, die sich aus der Verschlechterung der Rohmargen ergaben, belastete der Kostenanstieg das EBIT (Gewinn vor Zinsergebnis und Steuern) somit zwar nur moderat, in Kombination mit den Rohmargeneffekten aber ergab sich ein rechnerischer Rückstand gegenüber 2012 von immerhin 12,0 Mio. Euro.
Entlastung für das Betriebsergebnis kam im Berichtsjahr deshalb vor allem aus dem Sonstigen Ergebnis. Sichtbar wird die Tatsache allerdings erst, wenn man aus dem Vorjahr die Effekte heraus rechnet, die sich durch die Errichtung des Neubaus ergaben. Man erhält als Basis für den Vergleich dann 1,9 Mio. Euro an Sonstigen Erträgen und 0,4 Mio. Euro an sonstigem Aufwand. Letzerer hat sich von der Höhe her 2013 zwar auf 1,3 Mio. Euro mehr als verdreifacht, gleichzeitig aber haben sich die Sonstigen Erträge ebenfalls verdreifacht. Zwei gewonnene juristische Auseinandersetzungen und eine Reihe kleinerer Positionen führen in der Summe zu einem um 3,8 Mio. Euro höheren Wert als im Vorjahr und reduzierten den Rückstand zu 2012 beim Betriebsergebnis auf 9,2 Mio. Euro. Es beträgt 2013 mit 10,7 Mio. Euro somit etwas mehr als die Hälfte des Vorjahres.
Beim EBIT sieht es aufgrund von Zeitwertgewinnen in Höhe von 2,8 Mio. Euro noch besser aus. Per Saldo wurde beim EBIT dadurch der Rückstand auf 6,9 Mio. Euro oder 65% des Vorjahreswertes von 19,7 Mio. Euro reduziert. Das Zinsergebnis hat sich im Jahr 2013 aufgrund höherer Guthabenzinsen (darunter Finanzamtszinsen) und geringerer Zinsaufwendungen wegen planmäßiger Tilgungen sowie Zinseffekten aus langfristigen Forderungen um 2,4 Mio. Euro verbessert, und führte zu einem nur noch um 4,5 Mio. Euro schlechteren Vorsteuerergebnis. Aufgrund einer Zunahme steuerlich nutzbarer Verlustvorträge sank die Steuerquote auf 19%, so dass sich der Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mio. Euro verringerte. Dadurch lag der Jahresüberschuss bei annähernd konstanten Minderheitsanteilen mit 9,1 Mio. Euro (1,72 EUR pro Aktie) nur etwa 1,2 Mio. Euro niedriger als 2012 und damit bei 88% des Vorjahreswertes.
MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT | FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 33 2. Wirtschaftsbericht
Das Segment Isotope Products ist das größte und ertragreichste Segment des Konzerns.
Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:
In den wichtigen ersten drei Produktgruppen besitzt Eckert & Ziegler seit Längerem eine gute Marktposition von jeweils mindestens einem Drittel des Weltmarktes, die auch im Berichtszeitraum gehalten bzw. ausgebaut werden konnte und durch die Akquisition der nuclitec GmbH (heute Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH) in Teilbereichen auf fast 100% gesteigert wurde. Obwohl einzelne Nischen in diesem Bereich imposante Wachstumsraten vorweisen können, entwickelt sich der Gesamtmarkt nur etwa im Gleichschritt mit dem globalen BIP-Wachstum.
In der vierten Hauptproduktgruppe werden die Einkaufsvorteile von Eckert & Ziegler genutzt, um Rohisotope mit Gewinn an fremde Dritte weiterzuverkaufen. Darüber hinaus werden hier Projektumsätze der im Jahr 2012 akquirierten US-amerikanischen Gesellschaft Vitalea Science, Inc. realisiert. Diese bietet für medizinische und industrielle Anwendungen Radiokarbondatierungen mit Kohlenstoff-14 Isotopen an.
Die externen Umsätze des Segments gingen um 2,4 Mio. Euro auf 53,7 Mio. Euro zurück. Dies betrifft im Wesentlichen den Absatz von industriellen Komponenten in China und den USA. Ohne die Akquisitionen wäre der Umsatzrückgang noch stärker ausgefallen, jedoch weisen die neuen Gesellschaften noch nicht die Rentabilität des Bestandsgeschäfts auf. Dadurch sank das EBIT um 2,4 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro.
Die Hauptproduktgruppen des Segments sind:
Die amerikanische Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. mit Sitz in Davis (CA) ist ein pharmazeutischer Dienstleister und bietet Forschungseinrichtungen und Medizinern Analysen mit der sogenannten Beschleuniger-Massen-Spektrometrie (AMS) an.
KONZERNLAGEBERICHT
Eckert & Ziegler bietet Implantate zur Behandlung von Prostatakrebs in Europa an und zählt hier zu den größten Anbietern. Der relevante Markt für Implantate besitzt dabei ein Volumen in Europa von rund 50 Mio. Euro und wies in den letzten Jahren allerdings geringer werdende Zuwachsraten auf. Seit einigen Jahren ist zudem ein erheblicher Margendruck spürbar, der auf reduzierte Erstattungen sowie auf große amerikanische Konkurrenten zurückgeht. Diese nutzen den für sie günstigen Dollarkurs, um trotz hoher Transportkosten in verstärktem Maß in Europa zu expandieren. Durch den strategischen Zusammenschluss mit dem damaligen belgischen Wettbewerber IBt s.a. (heute Eckert & Ziegler BEBIG s.a.) und der sich daran anschließenden Konzentration der Produktion in Berlin gelang es, die Herstellungskosten pro Implantat weiter zu senken. Durch die erzielten Skaleneffekte ist Eckert & Ziegler weiterhin wettbewerbsfähig. Durch die Akquisitionen in den USA gelang der Wiedereintritt in den interessanten US-Markt.
Bei den Tumorbestrahlungsgeräten hat Eckert & Ziegler vorerst nur geringe Weltmarktanteile, wächst aber deutlich schneller als der Gesamtmarkt. Hauptabsatzmärkte liegen in Russland, Südamerika, Asien und im Nahen Osten. Mit Tumorbestrahlungsgeräten auf Isotopenbasis und damit verbundenen Dienstleistungen werden heute global schätzungsweise 200 Mio. Euro pro Jahr umgesetzt. Der Wettbewerbsvorteil der Geräte von Eckert & Ziegler besteht in den im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wesentlich geringeren Betriebskosten. Im Großteil der Eckert & Ziegler Geräte werden Kobalt-Strahler eingesetzt. Kobalt hat im Unterschied zu dem in Konkurrenzgeräten verwendeten Iridium eine deutlich längere Halbwertszeit. Deswegen muss die Strahlenquelle des Eckert & Ziegler-Gerätes seltener getauscht werden, woraus sich Kosten- und Logistikvorteile ergeben. Damit hat Eckert & Ziegler einen Wettbewerbsvorteil, der insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern zu einem höheren Marktanteil führt.
Der Umsatz mit externen Kunden ging um 12% auf 27,8 Mio. Euro zurück. Die Ursachen wurden bereits im Abschnitt zur Geschäftsentwicklung detailliert erläutert.
Ähnlich wie im Gesamtkonzern, fiel auch im Segment Strahlentherapie die Rohmarge. Gründe waren hier der Wegfall des Projektumsatzes, die Seed-Preisnachlässe und die Fixkosten der neuen Gesellschaften. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten wurden dagegen gesenkt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten den Effekt aus einer Einigung mit Core Oncology, Inc. Im Jahr 2009 wurde Core Oncology, Inc. ein Darlehen über 2,0 Mio. USD gewährt, welches im Jahr 2010 aufwandswirksam abgeschrieben wurde. Aus der im Jahr 2013 erfolgten Einigung wurden 1,3 Mio. Euro erzielt. Trotz dieses Effekts sank die EBIT-Marge um 3,3 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro.
Umfassende Aussagen zum Segment Strahlentherapie können dem Geschäftsbericht der Eckert & Ziegler BEBIG s.a. entnommen werden (www.bebig.eu). Bei der Gegenüberstellung des (Teil-) Konzernabschlusses der Eckert & Ziegler BEBIG s.a. und der Segmentberichterstattung der gesamten Eckert & Ziegler Gruppe ergeben sich Abweichungen, die in folgender Tabelle [in Tsd. Euro] dargestellt sind.
Herstellung von Medizinprodukten für die Strahlentherapie am neuen Produktionsstandort in Mount Vernon, New York, USA
| Tsd. Euro | Segment Strahlentherapie der Eckert & Ziegler AG |
Konzernbericht der börsennotierten Eckert & Ziegler BEBIG s.a. |
Abweichungen aus Kundenstamm und Steueranpassungen |
|---|---|---|---|
| Umsätze mit externen Kunden | 27.838 | 27.838 | 0 |
| Sonstige Kosten & Erträge | – 25.626 | – 25.626 | – 343 |
| EBT | 2.212 | 2.212 | – 343 |
| Ertragsteuern | 1.008 | 1.008 | 103 |
| Konzernergebnis | 3.220 | 3.220 | – 240 |
Das Segment Radiopharma umfasst einerseits die Gerätesparte für Synthesemodule und passendes Zubehör (Modular-Lab), zum anderen kurzlebige Radiodiagnostika für die Bildgebung mittels Positronen-Emissions-Tomographie (Zyklotronprodukte) und drittens langlebigere Radioisotope für pharmazeutische Anwendungen (insbesondere Yttrium-90).
Bei den zyklotronbasierten Radiodiagnostika und sonstigen Produkten handelt es sich vor allem um den mit Fluor-18 isotopenmarkierten Zucker [18F] Fludeoxyglucose (18F; FDG). Er wird europaweit in ca. 200 Krankenhäusern im Rahmen der sogenannten Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zur Diagnose von Krebserkrankungen genutzt. Eckert & Ziegler liefert die Produkte nach Deutschland, Polen und Österreich sowie in angrenzende Gebiete und gehört damit europaweit zu den führenden Lieferanten.
In der medizinischen Diagnostik werden mit Kontrastmitteln zum Beispiel kleinste Tumorherde oder Störungen der Stoffwechselfunktionen bildlich dargestellt. Eckert & Ziegler produziert dafür die isotopentechnische Substanzen und Synthesegeräte, auf denen diese hergestellt werden können. Für die Entwicklung von Arzneimitteln werden Wirkungsweise und Verträglichkeit zunächst in präklinischen und später in klinischen Studien getestet. Setzt man dabei isotopentechnisch markierte Substanzen ein, kann die Verteilung des zu testenden Arzneistoffs im Organismus sichtbar gemacht werden.
Der Umsatz mit zyklotronbasierten Radiodiagnostika ist aufgrund der Akquisition in Österreich, aber auch an den etablierten Standorten um insgesamt 25% gewachsen. Die Yttrium-90 Produkte sind seit der Umsatzspitze im Jahr 2010 leicht rückläufig. Grund ist hier das Auslaufen diverser Projektverträge, für die bislang keine Folgeaufträge gewonnen werden konnten. In der Gerätesparte sind die Umsätze erstmalig seit ihrem Bestehen zurückgegangen und liegen nun unter dem Niveau von 2011.
Während der Umsatz des Segments um 9% gestiegen ist, konnte die Rohmarge nur um 3% zulegen.
Grund für die überproportional gestiegenen Kosten sind die zusätzlichen Ausgaben für die neuen Standorte Wien und Warschau. Das EBIT ist jedoch um 10% auf 2,4 Mio. Euro gewachsen, da hier noch ein Sonderertrag (2,4 Mio. Euro) aus der Fair-value-Bewertung von Optionen auf Anteile an der Octreo-Pharm Sciences GmbH enthalten ist.
Das Segment Umweltdienste wird seit dem Jahr 2010 als separates Segment ausgewiesen. Das Geschäft kam im Jahr 2009 durch die Akquisition der nuclitec GmbH (heute Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH) zur Eckert & Ziegler Gruppe.
Die angebotenen Dienstleistungen lassen sich wie folgt kategorisieren:
Die Quellenrücknahme ist der Ausgangspunkt dieses Geschäftsbereichs und ergänzt hervorragend das Segment Isotope Products, da die Kundenbindung durch die Rücknahme der gebrauchten Quellen verbessert wird. Außerdem bietet sich so die Möglichkeit, die Quellen aufzuarbeiten und erneut zu verkaufen. Dieses Recycling ist für alle Beteiligten äußerst sinnvoll und ressourcenschonend.
Zudem wird die Rücknahme und fachgerechte Entsorgung isotopentechnischer Reststoffe aus Krankenhäusern und anderen Einrichtungen angeboten. Dabei werden Abfälle, die gegebenenfalls mit Isotopen in Kontakt gekommen sind nach behördlich genehmigten Verfahren untersucht und freigegeben oder, sofern eine Freigabe in Ausnahmefällen nicht möglich ist, für die finale Unterbringung vorbereitet. Dieses Geschäft ist aus gesetzlichen Gründen auf Deutschland beschränkt.
Die langjährigen spezialisierten Erfahrungen bei der Verarbeitung isotopentechnischer Reststoffe ermöglicht es Eckert & Ziegler, die dabei erworbene Expertise als Dienstleistungen auch an Dritte anzubieten. Im Rahmen derartiger Projekte erfolgt jedoch keine Übernahme dieser Reststoffe in das Eigentum von Eckert & Ziegler.
Der Umsatz des Segments mit externen Kunden stieg im Jahr 2013 um 1,1 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro. Entscheidend für das Wachstum war die Akquisition der Entsorgungssparte von Energy Solutions in Großbritannien.
Bereits im Jahr 2012 war das EBIT mit 1,7 Mio. Euro negativ. Der Verlust entstand unter anderem aus einer Anpassung der Entsorgungsrückstellungen sowie aus Aufwendungen zur Sicherstellung der Regelkonformität. Auch im Jahr 2013 mussten die Rückstellungen erhöht werden. Ursache hierfür war eine Erhöhung der behördlich festgesetzten Annahmegebühren bei einem wichtigen Entsorgungsweg.
Veredelung von Prostataimplantaten am neuen Produktionsstandort in Oxford, Connecticut, USA.
Zudem überstiegen die tatsächlichen Entsorgungskosten beim Abbau von Abfällen die in der Vergangenheit gebildeten Rückstellungen, was eine Anpassung und damit weitere Rückstellungserhöhungen zur Folge hatte. Insgesamt zeigte das EBIT im Jahr 2013 einen Verlust von 2,7 Mio. Euro.
Die Kapitalflussrechnung beginnt mit einem Periodenergebnis von 10,5 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern und vor Minderheiten aus der Gewinn- und Verlustrechnung liegt damit um 11% unter dem Vorjahreswert.
Hinzugerechnet werden die nicht-zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge von insgesamt 7,1 Mio. Euro im Jahr 2013. Dieser Wert ist gegenüber dem Jahr 2012 um 1,5 Mio. Euro gestiegen, da im Jahr 2013 hohe, nicht zahlungswirksame Aufwendungen erfolgten. Zu ihnen zählen insbesondere Rückstellungserhöhungen für die Entsorgung isotopentechnischer Reststoffe sowie diverse Abschreibungen. Somit ist der Brutto-Cashflow, also die Summe aus den bisher erläuterten Sachverhalten, um 1% auf 17,6 Mio. Euro gestiegen.
Im Vergleich zum Vorjahr floss im Jahr 2013 weniger Liquidität in die Veränderung der kurzfristigen Aktiva. Dagegen wurden die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen reduziert, so dass insgesamt 2,9 Mio. Euro in den Aufbau des Nettoumlaufvermögens flossen, was einer Steigerung um 2,1 Mio. Euro entspricht. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit, berechnet als Summe der oben beschriebenen Effekte, ging gegenüber dem Vorjahr um 12% auf 14,6 Mio. Euro zurück.
Die Investitionen in Sachanlagen sind gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 9,6 Mio. Euro gefallen. Der im Langfristvergleich immer noch hohe Wert erklärt sich vor allem aus den fortgesetzten Investitionen in den Bau des neuen Produktionsstandorts in Polen des Segments Radiopharma. Die Investitionen in den übrigen Segmenten gingen dagegen zurück. Das lag zum einen am Auslaufen des Projekts zur Einführung der neuen ERP-Software. Zum anderen konzentrierten sich die Segmente auf Akquisitionen wofür Kaufpreise von zusammen 7,4 Mio. Euro anfielen.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Mittelzufluss im Jahr 2013 von 1,7 Mio. Euro. Hauptgrund ist die Nettozunahme von Darlehen um 6,1 Mio. Euro, vor dem Hintergrund der Akquisitionen, die zum Teil fremdfinanziert wurden. Wie im Vorjahr wurde eine Dividende von 0,60 Euro/Aktie, insgesamt 3,2 Mio. Euro, ausgeschüttet. Zusammengerechnet wurde im Jahr 2013 die Liquidität um 1,4 Mio. Euro auf 29,4 Mio. Euro reduziert.
Die Bilanzsumme ist im Jahr 2013 um 9% oder 14,5 Mio. Euro auf 178,9 Mio. Euro angewachsen.
Auf der Aktivseite findet sich die Erhöhung vor allem bei den diversen Positionen der langfristigen Vermögenswerte, die aufgrund der Akquisitionen deutlich stiegen. Dies betrifft vor allem die Positionen, die typischerweise im großen Maß von der Kaufpreisverteilung betroffen sind, also die Geschäfts- und Firmenwerte, die immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen.
Ferner wurde im Geschäftsjahr ein Minderheitenanteil an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben, dessen Anschaffungskosten als Finanzanlage ("at-equity") 0,6 Mio. Euro betrug. Darüber hinaus bestehende Optionen auf weitere Anteile sind mit 2,3 Mio. Euro und ein ebenso die Gesellschaft betreffender Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag mit 2,0 Mio. Euro unter den "Übrigen langfristigen Vermögenswerten" erfasst, der entsprechende Ergebniseffekt aus der Fair-Value Bewertung (2,8 Mio. Euro) im Finanzergebnis.
Aber auch die kurzfristigen Vermögenswerte sind angewachsen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt nahmen um 5% auf 23,1 Mio. Euro zu. Da der Umsatz um 2% abnahm, ergibt sich daraus eine deutliche Erhöhung der Forderungslaufzeit von 67 auf 72 Tage. Die Steigerung geht allein auf das Segment Strahlentherapie zurück, in welchem die Forderungslaufzeit um 49 Tage auf 126 Tage anstieg. Grund sind hier zum einen die Seed-Umsätze mit staatlichen Kliniken in Spanien, Italien und Frankreich. Hier beobachten wir seit langem eine zunehmende Verzögerung bei der Bezahlung von Rechnungen, sehen jedoch kein Ausfallrisiko. Zum anderen enthalten die Forderungen auch mit Bankbürgschaften abgesicherte Umsätze von Bestrahlungsgeräten, bei denen das Ausfallrisiko ebenfalls marginal ist. Eine überproportionale Steigerung weisen die Vorräte auf, die um 2,3 Mio. Euro auf 17,8 Mio. Euro zunahmen. Die Steigerung betrifft zu etwa gleichen Teilen die Segmente Strahlentherapie und Isotope Products, die aufgrund der nicht eingetroffenen Umsatzerwartungen über einen relativ hohen Bestand an Bestrahlungsgeräten bzw. Rohmaterialien für die Produktion robuster Bohrlochquellen verfügen. Darüber hinaus hat das Segment Strahlentherapie zusätzliche Vorräte aus den Akquisitionen in den USA dazu gewonnen. Die durchschnittliche Lagerdauer stieg insgesamt um 5 Tage auf 108 Tage an.
Auf der Passivseite liegt der Hauptgrund für die Bilanzverlängerung in der Zunahme der langfristigen Verbindlichkeiten. Am stärksten sind die Darlehen gewachsen, da einige der Akquisitionen fremdfinanziert wurden. Aber auch die Rückstellungen sind gestiegen, was sich aus den aufwands- aber überwiegend nicht zahlungswirksamen Rückstellungserhöhungen für die Entsorgung isotopentechnischer Reststoffe des Segments Umweltdienste sowie aus Earn-Out-Verbindlichkeiten aus Akquisitionen erklärt.
Im Ergebnis dieser Entwicklungen ist die Eigenkapitalquote von 53% auf 51% gefallen.
An 22 Standorten weltweit arbeiten rund 700 Mitarbeiter für Eckert & Ziegler.
KONZERNLAGEBERICHT
Zum 31. Dezember 2013 waren bei Eckert & Ziegler konzernweit insgesamt 686 Mitarbeiter (2012: 611) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist die Mitarbeiteranzahl somit um 75 Personen oder 12% gestiegen. Die Steigerung geht fast ausschließlich auf das Segment Strahlentherapie zurück, wo vor allem durch den Kauf zweier amerikanischer Unternehmen 55 Beschäftigte hinzukamen. Die Mitarbeiterzahl des Segments erhöhte sich dadurch um ein gutes Drittel (37%). Eine Steigerung in ähnlicher Größenordnung (22%), allerdings auf niedrigerem absolutem Niveau, erfolgte bei den Umweltdiensten. Zehn neue Mitarbeiter stießen im Berichtsjahr zur bestehenden Belegschaft (46 Personen) hinzu. In den Segmenten Radiopharma und Isotope Products sowie bei der Holding blieb die Mitarbeiterzahl im Wesentlichen stabil.
Legt man für die Berechnung der Mitarbeiterkennzahlen die HGB-Definition zugrunde, welche sich auf die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter innerhalb des Jahres bezieht und Vorstände und Geschäftsführer, sowie Auszubildende und Praktikanten ausblendet, Teilzeit- und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter jedoch einschließt, so stieg die Anzahl von 573 auf 613.
Die Fluktuationsrate, also die Zahl der nach dieser Definition im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitarbeiter, lag mit 11% nur leicht über dem Vorjahreswert von 10%, und damit immer noch am unteren Rand der durchschnittlichen Fluktuationsrate in Deutschland von etwa 10 bis 14%. Der Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft ist im Berichtsjahr leicht von 39% auf 40% gestiegen. Der Altersdurchschnitt lag im Geschäftsjahr bei 45 Jahren (2012: 44 Jahre) mit einem Schwerpunkt in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen, jedoch dicht gefolgt von der Gruppe der 30 bis 39-jährigen. Knapp die Hälfte aller Mitarbeiter verfügt über einen Fachhochschulabschluss oder eine höherwertigere Ausbildung.
Eckert & Ziegler bietet seinen Mitarbeitern eine Vielzahl von beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten und ein modernes Arbeitsumfeld.
Die Personalaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 38,7 Mio. Euro (2012: 38,6 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Personalaufwand von rund 63 Tsd. Euro im Jahr 2013 gegenüber rund 67 Tsd. Euro im Vorjahr. Der Rückgang ergibt sich zum einen aus der Wechselkursentwicklung des US-Dollars zum Euro und zum anderen aus den Akquisitionen produktionslastiger Unternehmen.
Trotz des leichten Umsatz- und stärkeren Ertragsrückgangs blickt Eckert & Ziegler auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück, in dem zwar nicht alle Erwartungen erfüllt wurden, jedoch wichtige Weichenstellungen für zukünftiges Wachstum geschaffen wurden. Das Basisgeschäft ist nach wie vor als stabil einzustufen, zudem gelangen im Berichtsjahr mehrere aussichtsreiche Akquisitionen. Bei einem guten Kapitalfluss und soliden Bilanzrelationen ist die Gruppe weiterhin in der Lage künftiges Wachstum und sich ergebende Geschäftschancen in allen relevanten Bereichen sowohl verfolgen als auch finanzieren zu können.
Die Gesamtausgaben für Forschung & Entwicklung zuzüglich aktivierter Entwicklungskosten und ohne Abschreibungen sind von 5,1 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro im Jahr 2013 gestiegen. Aus der Gewinnund Verlustrechnung lassen sich diese Werte nicht direkt ablesen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind von 3,5 Mio. Euro im Jahr 2012 auf 4,9 Mio. Euro angestiegen. Die Entwicklung liegt jedoch überwiegend in gestiegenen Abschreibungen begründet, die von 0,3 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro zunahmen. Dabei handelt es sich im Jahr 2013 überwiegend um außerplanmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen betreffen die Entwicklungstätigkeiten in Vorjahren und müssen aus den Kennzahlen herausgerechnet werden. Dagegen müssen die Ausgaben für Entwicklungen, die aktiviert wurden, hinzugerechnet werden. Im Vorjahr wurden Entwicklungsleistungen von 1,9 Mio. Euro aktiviert. Im Jahr 2013 stieg der Wert auf 2,0 Mio. Euro.
Wie sehr eine generelle Innovationsorientierung Eckert & Ziegler prägt, verdeutlicht die Tatsache, dass im Berichtsjahr die Innovationsquote bei 21% lag. Diese Kennzahl besagt, dass rund 24,4 Mio. Euro Umsatz mit Produkten erzielt wurde, die erst innerhalb der letzten zwei Jahre in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden. Mit Abstand den größten Anteil an dieser Kennzahl hat das im Jahr 2011 neu auf den Markt gebrachte Tumorbestrahlungsgerät. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Umsatz mit so definierten neuen Produkten etwa 16% oder 19,6 Mio. Euro ausmachte, ist die Neuproduktumsatzquote aufgrund der Akquisitionen im Jahr 2013 wieder gestiegen.
Im Segment Strahlentherapie konzentrierten sich die Arbeiten auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios für permanente und temporäre Brachytherapie. Ziel dabei ist, neue Anwendungsoptionen zu implementieren und die Anwenderfreundlichkeit noch weiter zu erhöhen. Im Jahr 2013 wurden diverse Projekte zu Afterloader-Applikatoren und -Zubehör erfolgreich abgeschlossen. Applikatoren stellen die Verbindung zwischen dem Tumorbestrahlungsgerät und dem Patienten her. Ein neuer Applikator für gynäkologische Anwendungen erlaubt die kombinierte Bestrahlung von Tumoren über natürliche Körperöffnungen (Intrakavitäre Brachytherapie) und über Hohlnadeln im Gewebe (Interstitielle Brachytherapie). Weitere Produktentwicklungen im Afterloader-Bereich sind spezifiziert und befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Ein besonders ambitioniertes Entwicklungsprojekt mit dem Ziel unsere Position auf dem Afterloader-Markt nachhaltig zu stärken, ist weit fortgeschritten und erfährt vermutlich im Jahr 2014 Marktreife. Bereits Anfang des Jahres wurde erfolgreich eine Produktionsanlage zur Herstellung von Seedketten in Russland installiert. Eine Produktionsanlage zur Herstellung von Seeds ist für die Installation in Russland vorbereitet worden.
Die Innovationsquote bei Eckert & Ziegler betrug im Berichtsjahr 21%. Diese Kennzahl besagt, dass rund 24 Mio. Euro Umsatz mit Produkten erzielt wurde, die erst innerhalb der letzten zwei Jahre in das Portfolio aufgenommen wurden
KONZERNLAGEBERICHT
Im Segment Radiopharma wurde für die Gerätefamilie Modular-Lab, mit dem unter anderem in der Nuklearmedizin Kontrastmittel hergestellt werden, eine völlig neue Technik zum Transfer von Flüssigkeiten innerhalb eines Synthesesystems entwickelt. Hierdurch wird nicht, wie bei herkömmlichen Geräten eine Vielzahl von medienberührenden Ventilen benötigt, sondern der Transfer der Flüssigkeiten erfolgt innerhalb des Systems durch Druckdifferenzen. Diese Technik ermöglicht eine signifikant kleinere Bauweise des Synthesegerätes, eine kostengünstigere Herstellung und eine einfachere Bedienung durch den Kunden. Die zum Patent angemeldete Technologie wurde in dem neuen Produkt Modular-Lab eazy erfolgreich implementiert. Mit Modular-Lab eazy wurde der kleinste Synthesizer zur Routineherstellung von Radiopharmaka dem Markt vorgestellt.
Im Segment Isotope Products lag der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren. Damit sollen Herstellzeiten für vorhandene Produktlinien verkürzt und Produktionsprozesse optimiert werden. Darüber hinaus wurden die Anwendungen des segmenteigenen Beschleuniger-Massenspektrometers ausgedehnt. Bislang wurde das Verfahren in der Biotechnologie und Medikamentenentwicklung unter anderem in strategischen Entwicklungspartnerschaften mit GreenCross (Korea), Xenobiotic Laboratories (USA/ China), CuraChem (Korea) und Loma Linda University Medical Center (USA) eingesetzt. Im Oktober 2013 wurde das "Eckert & Ziegler Vitalea ArcLab" eröffnet. Hier werden archäologische Karbondatierungen durchgeführt, bei denen Materialien analysiert werden, die bei Bodenarbeiten freigelegt werden. Die Aufträge kommen von öffentlichen und privaten Gesellschaften. Die für Straßen-, Brücken- und Schienenbau in den West-USA zuständige staatliche Agentur hat Eckert & Ziegler für die Karbondatierung zertifiziert.
Zu Beginn des Jahres 2014 hat die US-amerikanische Gesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products, Inc. einen Vertrag geschlossen und sich an einem Joint Venture beteiligt. Ziel des Geschäfts ist die langfristige Sicherung von Rohmaterialien aus dem nationalen Markt. Im Rahmen dieses Vertrages fallen bereits vor Aufnahme der Lieferungen Auszahlungen im einstelligen Mio. USD-Bereich an. Danach bestehen Mindestabnahmeverpflichtungen.
Aktionäre von Eckert & Ziegler müssen sich bewusst sein, dass die Gesellschaft einer Vielzahl von Chancen und Risiken ausgesetzt ist, welche die Geschäftstätigkeit und den Aktienkurs beeinflussen können. Dieser Bericht schildert im Folgenden, welche Risiken und Chancen existieren und welche Auswirkungen sich dadurch auf den Gesamtkonzern ergeben. Des Weiteren werden das Konzernrisikomanagementsystem und getroffene Absicherungsmaßnahmen beschrieben.
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich des jeweiligen Segmentmanagements und der Geschäftsführung der Tochtergesellschaften. Diese Ebene unterhalb des Vorstandes trägt die inhaltliche Verantwortung für das in ihrem Bereich durchgeführte Risikomanagement. Das operative Management ist neben dem einmal jährlich durchgeführten Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme verpflichtet, seinen Bereich ständig nach einer sich ändernden Risikosituation hin zu überwachen. Wesentliche Änderungen der bereichsspezifischen Risikosituation sind umgehend an die Segmentleitung und den Vorstand zu melden. Meldungen von Risikoänderungen mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen erfolgen darüber hinaus an das Konzernrechnungswesen.
Das oben erwähnte, jährlich durchgeführte Verfahren zur strukturierten Risikoaufnahme befragt die Fach- und Führungskräfte von Eckert & Ziegler. Dabei wird neben der Benennung neuer und bestehender Risiken deren Einordnung bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen abgefragt. Zu diesen Risiken werden, soweit möglich, vorbeugende Maßnahmen getroffen, Notfallpläne erstellt und regelmäßige Evaluierungen organisiert. Dazu gehören u.a. Marktund Konkurrenzbeobachtungen, die Auswertung wissenschaftlicher Literatur, die Analyse von Kundenbeschwerden, Kosten- und Umsatzstatistiken und Ähnliches. Die Bewertung der Risiken nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe wird einmal pro Jahr dem Aufsichtsrat berichtet.
Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt. Bestehende Risiken werden konsequent überwacht und durch kontinuierliche Prozessverbesserungen minimiert beziehungsweise abgesichert. Neue Produktentwicklungen und Akquisitionen werden von Beginn an auf mögliche Risiken geprüft und in das Risikomanagement einbezogen. Die Marktentwicklungen werden ebenso wie die Aktivitäten der Wettbewerber überwacht, um frühzeitig eigene Strategien anzupassen und zeitnah umsetzen zu können.
Der Aufsichtsrat, dem alle wesentlichen Entscheidungen präsentiert, erklärt und zur Genehmigung vorgelegt werden, und der regelmäßig über die wirtschaftliche Entwicklung unterrichtet wird, dient als weiteres Element im Schutz gegen Risiken.
Der Konzern sieht sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen absichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Jahr 2013 wurden diverse Akquisitionsprojekte verfolgt und einige auch erfolgreich abgeschlossen. Für einige der Projekte wurden Kreditangebote eingeholt und es wurden im Jahr 2013 neue Darlehensverträge geschlossen. Die vorgelegten Kreditangebote wiesen jeweils günstige Konditionen auf. Aus den Finanzierungsrunden lässt sich auf eine gute Bonität des Konzerns schließen. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit hoher Eigenkapitalquote sowie der guten Perspektive bei den profitablen, operativen Einheiten. Neben der hohen Eigenkapitalquote sprechen gute Bilanzrelationen für die Bonität des Konzerns, da die langfristigen Vermögenswerte durch das Eigenkapital und die langfristigen Verbindlichkeiten mehr als gedeckt sind.
In bestehenden Darlehensverträgen sind Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung verschiedener Bilanzrelationen ("Covenants") enthalten. Deren Einhaltung wird von Eckert & Ziegler quartalsweise und in Vorbereitung neuer Investitions- und Finanzierungsvorhaben überprüft. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Verpflichtungen eingehalten und kein Kredit und keine Kreditlinie gekündigt wurde.
Aus den Fremdfinanzierungen ist der Konzern prinzipiell einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Allerdings sind die wesentlichen Kredite zu Festzinskonditionen abgeschlossen bzw. es wurden zur Tilgungsstruktur passende Zinsswaps abgeschlossen, sodass Eckert & Ziegler effektiv einen festen Zinssatz als Kalkulationsbasis verwenden kann. Somit ist der Konzern bei bestehenden Darlehen nicht dem Risiko aus Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.
Neben den wirtschaftlichen und technischen Entwicklungsrisiken ist Eckert & Ziegler dem Wechselspiel der Märkte ausgesetzt. Daraus erwachsen naturgemäß nicht nur Ertrags-, sondern auch Liquiditätsrisiken, da der Konzern einige seiner Zukäufe fremdfinanziert und Bürgschaften für Darlehen von Tochterunternehmen erteilt. Selbst bei einer schnellen Reaktion des Managements und einer Reduzierung der Kosten bzw. einem Ausstieg aus einem bedrohten Geschäftsfeld bliebe der Konzern hier bei Problemen exponiert. Der Vorstand stellt möglichst sicher, dass die Risiken durch Darlehens- oder Garantievergabe auf eine im Verhältnis zum Konzerngesamtvermögen vertretbare Größe begrenzt bleiben.
Die Überwachung und Steuerung zur Vermeidung finanzieller Risiken erfolgt durch den Einsatz von Instrumenten wie der jährlichen Finanzplanung mit unterjährigen Anpassungen und der engmaschigen Analyse von Planabweichungen. Hierdurch lassen sich schon früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.
Auf Grund des hohen US-Anteils am Umsatz ist eine Abhängigkeit vom Wechselkurs der amerikanischen Währung vorhanden. Da bei dem Tochterunternehmen in den USA, das für die meisten dieser Umsätze verantwortlich ist, den USD-Umsätzen aber auch USD-Kosten gegenüberstehen, sind die Auswirkungen von Wechselkursänderungen geringer als bei herkömmlichen Exportgeschäften. Bei Bedarf werden für die deutschen Exporte die Fremdwährungsumsätze mit Termingeschäften und einfachen Put-Optionen abgesichert.
Für den Konzern entsteht ein Debitorenausfallrisiko aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.
Für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen, und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkasse oder Akkreditiven abgesichert.
Die Überwachung des Risikos erfolgt mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Konzern ist rechtlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen oder behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen er entweder aktuell beteiligt ist oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen oder künftigen Verfahren sind nicht vorhersehbar, sodass sich aufgrund gerichtlicher oder behördlicher Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen ergeben können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage haben können.
Es gibt derzeit keine Rechtsstreitigkeiten oder Gerichtsprozesse, die einen erheblichen negativen Einfluss auf das Konzernergebnis haben könnten.
Eckert & Ziegler ist dem Risiko des Ausfalls der EDV-Systeme ausgesetzt. Im Schadensfall kann es dadurch zu Datenverlusten und schlimmstenfalls zu Betriebsunterbrechungen kommen. Als Absicherungsmaßnahmen werden regelmäßig Backups durchgeführt, Anti-Virussoftware eingesetzt und teilweise Server virtualisiert.
Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement umfasst alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und zum Umgang mit den Risiken der Finanzberichterstattung. Mit Blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess soll das interne Kontrollsystem sicherstellen, dass die Finanzberichterstattung unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eckert & Ziegler Konzerns vermittelt.
In den Konzernabschluss werden neben dem Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG insgesamt 34 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. Aufgrund dieser Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, in Falschaussagen im Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können.
Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden von der Gesellschaft folgende wesentliche Maßnahmen ergriffen:
Als börsennotiertes Unternehmen unterliegt Eckert & Ziegler der Vorschrift gemäß § 315a HGB, nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards zu bilanzieren. Hieraus resultiert die Vorschrift, für bestimmte immaterielle Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Zeitwerte zu ermitteln. Da für viele immaterielle Vermögenswerte jedoch keine Märkte mit sicheren Preisinformationen existieren, beruhen die Zeitwerte in der Regel auf Schätzungen oder Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten. Es besteht daher prinzipiell ein Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte. Daher werden soweit verpflichtend jährlich und darüber hinaus bei Anzeichen von Wertminderungen Wertminderungstests durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf anerkannte Ratingagenturen, Vergleichsgruppen oder durch den Einsatz von externen Sachverständigen objektiviert, um eine Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass immaterielle Vermögenswerte sich als nicht werthaltig herausstellen bzw. dass ihr Wert schnell und im erheblichen Umfang schwankt. Dies betrifft unter anderem aktive latente Steuern auf Verlustvorträge, deren Bewertung ebenfalls von Ergebnisprognosen abhängig ist. Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit in der Eckert & Ziegler Gruppe müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, welche durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung, unter Analyse der künftigen Markt- und Absatzmöglichkeiten, eingegrenzt werden. Aus den Zusagen von Pensionsleistungen bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken im Konzernabschluss von Eckert & Ziegler. Für eine Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.
Generell gilt konzernweit das Vier-Augen-Prinzip bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.
Eckert & Ziegler hängt in vielen Geschäftsbereichen von den spezialisierten Kenntnissen seiner Mitarbeiter ab. Insbesondere beim Aufbau neuer Geschäftsfelder, aber auch in der Entwicklung und im Vertrieb ist das Unternehmen auf das Wissen und die Kompetenzen besonders qualifizierter Schlüsselpersonen angewiesen. Um das Risiko der personellen Fluktuation von talentierten Mitarbeitern zu minimieren, bemüht sich das Unternehmen um eine angenehme und kollegiale Arbeitsatmosphäre, ein modernes und sicheres Arbeitsumfeld, eine adäquate Entlohnung, Angebote zur berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung sowie flexible Arbeitszeiten. Trotz dieser Maßnahmen und nachweisbar hoher Mitarbeiterzufriedenheit kann Eckert & Ziegler nicht garantieren, dass diese Mitarbeiter beim Unternehmen bleiben oder sich in der notwendigen Form engagieren.
Zum Produktionsrisiko zählt, dass nicht alle Roh- und Hilfsmaterialien zeitgerecht und in den benötigten Mengen bezogen werden können. Dieses Risiko kann niemals restlos ausgeschlossen werden. Es wird ihm jedoch durch Lagerhaltungen und den Aufbau alternativer Bezugsquellen begegnet.
Sowohl die Radioaktivität selbst als auch deren Verwendung in einem Medizinprodukt oder Arzneimittel beinhalten Produkthaftungsrisiken. Eckert & Ziegler begegnet diesen Risiken, indem man sich strengen Qualitätskriterien unterwirft. Die überwiegende Zahl von Betriebsstätten ist ISO-zertifiziert, und die Funktion der Qualitätsmanagementsysteme wird regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft. Um betriebliche Unfälle zu vermeiden, die Mitarbeiter beeinträchtigen, Umweltschäden verursachen oder zur Stilllegung von Produktionseinrichtungen durch Genehmigungsbehörden führen könnten, haben die Mitarbeiter regelmäßig Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und Strahlenschutz zu absolvieren. Trotz aller Maßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Haftungstatbestände dennoch eintreten und zu einer Gefährdung des Unternehmens führen. Für Haftungsrisiken wurden, soweit sinnvoll und möglich, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.
Beim weltweiten Versand der oft als Gefahrgut transportierten Produkte ist Eckert & Ziegler auf spezialisierte Dienstleister angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass diese Angebote in der bestehenden Form aufrechterhalten werden. Für die Herstellung und den Versand vieler Produkte sind behördliche Spezialgenehmigungen nötig, auf deren Erteilung oder Verlängerung Eckert & Ziegler nur mittelbar Einfluss nehmen kann.
Zweifellos hat Eckert & Ziegler durch den langjährigen Umgang mit Radioaktivität sehr viel Know-how erworben und somit einen Wissensvorsprung gegenüber potentiellen Wettbewerbern, die planen neu in den Markt einzutreten. Gleichzeitig bieten sich daraus auch vielfältige Chancen, das organische und akquisitionsgetriebene Wachstum in den Geschäftsfeldern zu beschleunigen.
Eckert & Ziegler ist auf Entsorgungsmöglichkeiten isotopentechnischer Reststoffe angewiesen, die bei der Quellenrücknahme oder der Produktion entstehen. Eine Schließung oder verzögerte Eröffnung von Entsorgungseinrichtungen kann zu erheblichen Kostensteigerungen führen. Es werden Anstrengungen unternommen, dieses Risiko in seinen Auswirkungen durch internes Recycling so weit wie möglich zu reduzieren, gänzlich beherrschen lässt sich diese Unsicherheit allerdings nicht.
Die Handhabung radioaktiver Stoffe setzt entsprechende behördliche Genehmigungen voraus. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Änderungen gesetzlicher oder behördlicher Rahmenbedingungen die Herstellung oder Handhabung in Einzelfällen oder an bestimmten Standorten verteuert, behindert oder gar verhindert wird.
Als Spezialist für ein breites Portfolio aus isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmaka ist Eckert & Ziegler besser als ein Einproduktunternehmen gegen Markteinbrüche geschützt. Die verschiedenen Geschäftsfelder stehen sich zwar technologisch nahe, unterscheiden sich jedoch erheblich im Produktlebenszyklus sowie in den Kunden und Marktstrukturen. In der Regel reduziert diese Streuung das Risiko, dass Wettbewerber mit neuen, besseren Produkten die Geschäftsgrundlage des Unternehmens untergraben. Trotzdem kann nie ausgeschlossen werden, dass verbesserte Verfahren und Anstrengungen der Konkurrenz wichtige Märkte wegbrechen lassen und damit das Unternehmen gefährden.
Zum Schutz gegen diese Bedrohung bemüht sich Eckert & Ziegler aktiv um die Entwicklung neuer Produkte und die Identifikation und den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Es besteht allerdings das Risiko, dass solche Anstrengungen erfolglos bleiben und neue Geschäftsfelder zu spät, nur ungenügend oder gar nicht entwickelt werden können. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Konkurrenten mit anderen Produkten oder Markteinführungsstrategien erfolgreicher agieren.
Der wirtschaftliche Erfolg der Produkte von Eckert & Ziegler hängt im Fall der medizinischen Sparten von der Kostenerstattung für die jeweiligen Anwendungen ab. Eine Reduzierung oder gar der Wegfall der Kostenerstattung hätte deutliche negative Auswirkungen auf Umsatz und Ertrag. In den Segmenten werden zudem Investitionsgüter vertrieben. Dabei existiert ein Risiko aus eingeschränkten Budgets der öffentlichen und privaten Auftraggeber.
Auf die fünf größten Kunden des Konzerns entfielen im Berichtsjahr zusammen Umsätze in Höhe von 11,1 Mio. Euro, also etwa 9% der Gesamtleistung. Im Vergleich zum Vorjahr, wo die fünf größten Kunden noch einen Umsatzanteil von 14% ausmachten, wurde die Kundenbasis weiter gestreut.
Durch die herausgehobene Marktstellung von Eckert & Ziegler in den Produktbereichen des Segments Isotope Products, welche neben dem operativen, sehr guten Management von Produktion und Verkauf vor allem durch eine erfolgreiche Folge von Akquisitionen erreicht wurde, ergeben sich Chancen, den Markt weiter zu dominieren, die Umsätze und die Rentabilität weiter zu steigern sowie die Akquisitionsstrategie weiter fortzusetzen.
Im Segment Strahlentherapie werden insbesondere Chancen aus der weiteren regionalen Expansion gesehen.
Im Segment Radiopharma werden insbesondere Chancen im neu entwickelten pharmazeutischen Gallium-Generator und der Ausweitung von Lohnfertigungsprojekten gesehen.
Wie im Abschnitt 5.2 zu den finanzwirtschaftlichen Risiken geschildert, wurden wesentliche langfristige Finanzierungen zu Festzinskonditionen abgeschlossen, bzw. es wurden zur Tilgungsstruktur passende Zinsswaps abgeschlossen. Diesen Finanzinstrumenten stehen somit deckungsgleiche reale Kreditgeschäfte gegenüber, welche sich entgegensetzt zur Bewertung der Finanzinstrumente entwickeln. Der Zweck des Geschäfts ist die Absicherung des Zinsänderungsrisikos.
Es wird weiterhin auf die Absicherung des Fremdwährungsrisikos mittels Termingeschäften und Put-Optionen hingewiesen. Dazu ist anzumerken, dass auch hierbei ein reales gegenläufiges Geschäft existiert. Einzig die Identität der Vertragspartner ist nicht gegeben. Sollte also der Kunde nicht zahlen, so müsste trotzdem das Absicherungsgeschäft mit der Bank erfüllt werden, woraus dann wieder ein Risiko resultiert. Allerdings bestanden zum Abschlussstichtag keine derartigen Termin- und Optionsgeschäfte.
Zum Jahresanfang 2011, als die Zinssätze für langfristige Kredite relativ gering, allerdings gerade im Steigen begriffen waren, wurde in Anbetracht geplanter Investitionsprojekte ein Zinsswap abgeschlossen. Somit können zukünftige Investitionsprojekte effektiv mit dem Zinssatz von Anfang 2011 finanziert werden. Da jedoch seitdem der maßgebliche Swapsatz wieder gefallen ist, entstanden in den Jahren 2011 und 2012 Buchverluste. Im Jahr 2013 wurde bereits ein Buchgewinn aus dem gestiegenen Restwert des Swaps realisiert. Für die kommenden Jahre ergibt sich die Chance, zukünftige Finanzierungen zu einem relativ günstigen Zinssatz abzuschließen, aber auch ein Risiko erneuter Verluste, falls die Investitionsprojekte ausbleiben und der maßgebliche Swapsatz wieder fällt.
Ein Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag und zwei Optionen, jeweils betreffend die OctreoPharm Sciences GmbH, eine Pharma-Entwicklungsgesellschaft, sind im Konzernabschluss mit insgesamt 4,3 Mio. Euro bewertet. Es existieren Risiken dahingehend, dass bei einer negativen Entwicklung des Unternehmenswerts der OctreoPharm Sciences GmbH entsprechende Verluste aus der Fair-Value-Bewertung der genannten Finanzinstrumente entstehen.
Die Eckert & Ziegler Gruppe weist trotz gewachsener Produktbandbreite keine erhöhte Risikostruktur auf, die das Unternehmen in seiner Substanz gefährden könnte. Eine Vielzahl der bestehenden Risiken ist bereits in der detaillierten Konzernplanung für das kommende Jahr berücksichtigt.
Der Vorstand erwartet aus den oben genannten Risiken keinen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2014.
Die Konjunkturentwicklung im Jahr 2013 war uneinheitlich. Die Weltwirtschaft ist um ca. 2% gewachsen, vor allem aufgrund eines noch immer starken Wachstums in China von ca. 8% und eines moderaten Wachstums der US-Wirtschaft. Die Eurozone kommt dagegen nicht voran. Hier ist die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr insgesamt geschrumpft, nur Deutschland wuchs um rund 1%. Die Prognosen gehen für das Jahr 2014 von einer Verbesserung aus. Das Wachstum in China sollte immer noch über 7% liegen, während das Wachstum in den restlichen Ländern einschließlich der Eurozone teilweise deutlich anzieht.
Eckert & Ziegler ist zwar nur teilweise von konjunkturellen Schwankungen betroffen, da die Nachfrage im Gesundheitswesen anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. Trotzdem unterliegt auch das operative Geschäft von Eckert & Ziegler den globalen Konjunkturrhythmen. Das gilt insbesondere, wenn durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte Großprojekte in staatlichen Institutionen gestrichen werden oder versucht wird, die Ausgaben im Gesundheitsbereich administrativ zu reduzieren.
Von den übrigen Rahmenbedingungen ist ansonsten der Wechselkurs des amerikanischen Dollars zum Euro für Eckert & Ziegler von Bedeutung. Da wesentliche Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge vom Segment Isotope Products erwirtschaftet werden, das in den USA beheimatet ist, schlagen schon kleine Änderungen im Wechselkurs spürbar auf Umsätze, Aufwendungen und Erträge der Gruppe durch. Auch für die Wettbewerbssituation ist der Wechselkurs von Bedeutung, insbesondere in den Segmenten Strahlentherapie und Radiopharma. Je schwächer der Dollar, desto besser die Kostensituation amerikanischer Wettbewerber und desto höher der Druck auf Verkaufspreise und Margen von Eckert & Ziegler.
Im Jahr 2013 lag der gewichtete Durchschnittskurs bei 1,33 USD pro Euro und damit über dem Jahresdurchschnitt von 2012. Zur Zeit der Erstellung des Jahresabschlusses notiert der Wechselkurs etwas über 1,35 USD pro Euro. Damit liegt der Durchschnittskurs im 1. Quartal 2014 deutlich über dem Jahresdurchschnitt 2013 und somit im für Eckert & Ziegler ungünstigen Bereich.
Bisher ergaben sich aus diesen Währungsschwankungen keine wesentlichen negativen Effekte. Eine Prognose des Wechselkurses für den Rest des Jahres 2014 ist schwierig und hängt von einer Vielzahl von Faktoren, darunter der Haushaltsentwicklung und der politischen Lage in den südeuropäischen Ländern und dem Haushalts- und Handelsbilanzdefizit der USA, ab. Aktuelle Prognosen von DZ Bank und HSBC gehen übereinstimmend von einer kontinuierlichen USD-Aufwertung auf 1,27 bzw. 1,28 USD pro Euro bis zum Jahresende 2014 aus. Solange sich der Wechselkurs in der Bandbreite unterhalb dieses Niveaus bewegt, sind die Schwankungen für Eckert & Ziegler handhabbar und haben keine wesentliche Auswirkung.
Vor dem Hintergrund dieser Annahmen zu Konjunktur und Wechselkurs ergeben sich folgende Prognosen:
Das Segment Isotope Products ist aufgrund der Marktführerschaft bei vielen Produkten gut aufgestellt. Bleibt es bei den oben beschriebenen konjunkturellen Impulsen, sollten der Umsatz und Ertrag 2014 gegenüber dem Berichtsjahr im einstelligen Prozentbereich wachsen. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt eines Wechselkurses von höchstens 1,30 USD/Euro. Zur Rückkehr der Umsätze auf das Niveau des Vorvorjahres 2012 sollen im Segment Zuwächse bei den industriellen Komponenten beitragen, zudem ein Anstieg der Umsätze aus Radiokarbondatierungen. Weitere Wachstumsimpulse ergeben sich aus erwarteten Firmenzukäufen.
Das Segment Strahlentherapie sollte seine Umsätze im Jahr 2014 aufgrund der US-Akquisitionen deutlich um einen zweistelligen Prozentsatz steigern. In ihn geht auch das organische Wachstum bei den Bestrahlungsgeräten ein. Aufgrund der Zusatzkosten für die Integration der neuen amerikanischen Betriebe, wegen des anhaltenden Verfalls der Preise bei den Implantaten sowie zu guter Letzt wegen der erheblichen ergebnisstützenden Sondereffekte im Jahr 2013 bedarf es jedoch einer günstigen Konstellation, um den Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten im Jahr 2014 erheblich zu steigern. Realistischerweise wird mit einem leichten Ergebnisrückgang zu rechnen sein.
Durch den Umsatzrückgang in der Gerätesparte war 2013 für das Segment Radiopharma ein schwieriges Jahr. Ergebnisrettend wirkte im Wesentlichen die Zeitbewertung von derivativen Finanzinstrumenten. Ohne das positive Finanzergebnis wären die ursprünglichen Ziele des Jahres 2013 weit verfehlt worden. Entsprechend vorsichtig ist der Ausblick für 2014. Beim Umsatz basiert er auf dem Basiseffekt aus dem Kauf eines österreichischen Vertriebsunternehmens für Zyklotronprodukte, beim Ergebnis auf der Annahme der Erholung der Gerätesparte und der Inbetriebnahme der Warschauer Produktionsstätte und damit einhergehend der Stärkung der Zyklotronsparte. Im Endeffekt sollen daher im Jahr 2014 die Umsätze im zweistelligen Prozentbereich steigen und die Erträge prozentual deutlich wachsen.
Ab dem Jahr 2014 wird das Segment Umweltdienste mit den Positionen der Holdinggesellschaft Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG zusammengelegt und dem Vorstand als Einheit berichtet. In der Segmentberichterstattung erfolgt der Ausweis unter "Sonstiges". Die bisher getrennt ausgewiesenen Bereiche haben gemein, dass hier im wesentlichen Umfang zentrale Dienstleistungen für die operativen Segmente erbracht werden. Externe Umsätze werden wie in der Vergangenheit nur im geringen Umfang anfallen. Sofern keine exogenen Effekte zu einer wesentlichen Rückstellungserhöhung für zukünftige Entsorgungsaufwendungen führen, sollten die Umweltdienste ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaften. Die Holding kann naturgemäß nicht sämtliche Aufwendungen an die Segmente weitergeben. Der Gewinnaufschlag auf Dienstleistungen sowie die Zinsmarge wird nicht ausreichen, um alle Ausgaben zu decken. Insgesamt wird jedoch erwartet, dass im Bereich Sonstiges der Jahresfehlbetrag deutlich unter den Vergleichswert des Jahres 2013 (3,0 Mio. Euro) gesenkt werden kann.
In der Summe wird für das Geschäftsjahr 2014 ein Umsatz- und Ergebnisanstieg um einen jeweils zweistelligen Prozentsatz erwartet. Bezogen auf das Berichtsjahr 2013 werden die zu dieser Aussage passenden Schwellwerte erreicht a) bei einem Umsatz von rund 129 Mio. Euro und b) einem Ergebnis nach Steuern und Minderheiten von rund 10 Mio. Euro (was einem Gewinn von ca. 1,90 Euro/Aktie entspricht). Die internen Planungen liegen merklich höher als diese Schwellwerte.
Die Gesellschaft hat eine Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben, die auf der Webseite unter www.ezag.de > Investoren > Gute Unternehmensführung > Entsprechenserklärung einsehbar ist.
Das System der Vorstandsvergütung ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu setzen. Wesentlicher Aspekt des Vergütungssystems ist dabei, dass neben fixen Vergütungsteilen auch variable Vergütungsteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vereinbart werden, sodass die Mitglieder des Vorstandes sowohl an positiven als auch an negativen Entwicklungen angemessen beteiligt sind.
Bei der Festlegung der Gesamtvergütung sowie der Aufteilung auf einzelne Vergütungsteile werden insbesondere der dem jeweiligen Vorstandsmitglied übertragene Verantwortungsbereich und die persönliche Leistung bewertet. Des Weiteren werden die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens in die Bewertung einbezogen. Schließlich soll die Vergütung auch im Vergleich zum Wettbewerbsumfeld und zur Vergütungsstruktur im Unternehmen, sowohl im Verhältnis zum oberen Führungskreis als auch zur Belegschaft, attraktiv und angemessen sein.
Die Gesamtvergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstandes sowie das Vergütungssystem werden vom Aufsichtsrat für einen mehrjährigen Zeitraum festgesetzt und in regelmäßigen Abständen überprüft. Ziel ist eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Im Hinblick auf die Bestimmungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wurden die Vorstandsverträge mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2011 angepasst, sodass die variablen Vergütungsteile nunmehr grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Höchstbeträge aufweisen. Eingeführt wurde zugleich die Möglichkeit, die Vergütung des Vorstandes für den Zeitraum der Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens auf eine angemessene Höhe herabsetzen zu können. Die fixen Vergütungsteile werden monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten außerdem Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung, Telefon sowie Versicherungsprämien bestehen, die allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zustehen, jedoch in der Höhe je nach der persönlichen Situation variieren können. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.
Als variable Vergütungsteile werden Tantiemen mit grundsätzlich mehrjähriger Bemessungsgrundlage vereinbart. Diese basiert auf einem Prozentsatz vom kumulierten EBIT bzw. Jahresüberschuss des direkten Verantwortungsbereichs, der über einen definierten mehrjährigen Zeitraum betrachtet wird. Nach Feststellung des Jahresabschlusses werden jährlich Abschlagszahlungen geleistet; die Endabrechnung erfolgt am Ende des vereinbarten Zeitraums. Daneben können auch variable Vergütungsteile vereinbart werden, die lediglich auf einer jährlichen Erfolgsbetrachtung und damit entweder auf einer konkreten Zielerreichung oder einer prozentualen Beteiligung am Jahresergebnis basieren. Die variablen Vergütungsteile sehen betragsmäßige Höchstgrenzen vor.
Für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds sind keine Abfindungen vereinbart worden. Ebenso bestehen keine Versorgungszusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit bei der Gesellschaft. Allerdings gewährt die Gesellschaft zwei aktiven Mitgliedern des Vorstandes eine betriebliche Altersversorgung im Wege einer sogenannten rückgedeckten Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlung finanziert wird.
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2013 5.292.983 Euro (im Vorjahr 5.292.983 Euro) und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Aktien mit Mehrfachstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten sowie Höchststimmrechte existieren nicht.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht beträgt 3%. Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft wie folgt mitgeteilt worden:
Der Vorstandsvorsitzende, Dr. Andreas Eckert, hielt zum 31. Dezember 2013 mittelbar durch die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH, Panketal, eine Beteiligung in Höhe von 1.692.990 Aktien und unmittelbar eine Beteiligung in Höhe von 12.001 Aktien, die insgesamt 32,21% des Grundkapitals der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG von 5.292.983 Stück darstellen. Der Gesamtbesitz der übrigen Mitglieder des Vorstandes sowie der Mitglieder des Aufsichtsrates an den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG ausgegebenen Aktien lag zum 31. Dezember 2013 unter 1% des Grundkapitals.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes ist in § 84 AktG geregelt. Danach werden die Mitglieder des Vorstandes vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder eine Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Sie bedarf eines erneuten Aufsichtsratsbeschlusses, der frühestens ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Amtszeit gefasst werden kann. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstandes zum Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Dieser kann beispielsweise in einer groben Pflichtverletzung, der Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung oder dem Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung liegen.
Der Vorstand besteht gemäß § 6 der Satzung aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Mitglieder des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat bestimmt.
Die Satzung enthält grundlegende Bestimmungen zur Verfassung der Gesellschaft. Eine Änderung der Satzung kann gemäß § 179 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung erfolgen, die eine Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 300 Tsd. Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32 Tsd. Euro durch Ausgabe von 31.650 Stückaktien Gebrauch gemacht. Der Vorstand hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 33 Tsd. Euro durch Ausgabe von 32.700 Stückaktien Gebrauch gemacht.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639 Tsd. Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteilen der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.
Zum 31. Dezember 2013 hält die Gesellschaft 4.818 (2012: 4.818) eigene Aktien zum Nennwert von 5 Tsd. Euro, die in der Bilanz vom Gezeichneten Kapital abgesetzt sind. Im Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben.
Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. Weiterhin bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes.
Berlin, den 25. März 2014
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand
Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
| Konzernabschluss | 59 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 59 |
| Sonstiges Konzernergebnis | 60 |
| Konzernbilanz | 61 |
| Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung | 62 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 64 |
| Konzernanhang | 65 |
| Grundlagen, Grundsätze und Methoden | 65 |
| Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 83 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 91 |
| Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung | 116 |
| Sonstige Angaben | 117 |
| Angaben gemäß § 315a HGB | 129 |
| Konzernanlagenspiegel | 130 |
| Bilanzeid | 134 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 135 |
| Einzelabschluss der Eckert & Ziegler AG | 136 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 136 |
| Bilanz | 137 |
MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 59
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Tsd. Euro | Anhang | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 7. | 119.997 | 117.138 |
| Umsatzkosten | 8. | – 54.814 | – 60.063 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 65.183 | 57.075 | |
| Vertriebskosten | 9. | – 20.612 | – 21.933 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 10. | – 22.766 | – 23.939 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 11. | – 3.454 | – 4.865 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 14. | 8.583 | 5.665 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 15. | – 7.000 | – 1.301 |
| Betriebsergebnis | 19.934 | 10.702 | |
| Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 16. | – | – 117 |
| Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinvestitionen | 17. | – | 2.799 |
| Währungsgewinne | 913 | 179 | |
| Währungsverluste | – 1.119 | – 748 | |
| Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 19.728 | 12.815 | |
| Zinserträge | 18. | 526 | 1.314 |
| Zinsaufwendungen | 18. | – 2.794 | – 1.188 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 17.460 | 12.941 | |
| Ertragsteuern | 19. | – 5.695 | – 2.440 |
| Periodenergebnis | 11.765 | 10.501 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn | 20. | 1.472 | 1.412 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG | 10.293 | 9.089 | |
| Ergebnis je Aktie | 21. | ||
| Unverwässert (EUR je Aktie) | 1,95 | 1,72 | |
| Verwässert (EUR je Aktie) | 1,95 | 1,72 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert – in Tausend Stück) | 5.288 | 5.288 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert – in Tausend Stück) | 5.288 | 5.288 |
| SONSTIGES KONZERNERGEBNIS | |||
|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Anhang | 2012 | 2013 |
| Jahresüberschuss | 11.765 | 10.501 | |
| davon auf die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG entfallend | 10.293 | 9.089 | |
| davon auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn | 1.472 | 1.412 | |
| Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||
| Kursdifferenzen, die während des Geschäftsjahres eingetreten sind | – 369 | – 1.391 | |
| Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 28. | – 369 | – 1.391 |
| Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
0 | 0 | |
| – 369 | – 1.391 | ||
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne (+)/ Verluste (–) aus leistungsorientierten Pensionszusagen |
– 1.786 | 1.178 | |
| Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtung | 35. | – 1.786 | 1.178 |
| Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
563 | – 371 | |
| – 1.223 | 807 | ||
| Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern | – 1.592 | – 584 | |
| Gesamtergebnis | 10.173 | 9.917 | |
| Vom Gesamtergebnis entfallen auf: | |||
| die Aktionäre der Eckert & Ziegler AG | 8.681 | 8.577 |
Sonstiges Konzernergebnis | Konzernbilanz
| KONZERNBILANZ | |||
|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Anhang | 2012 | 2013 |
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 22. | 31.122 | 34.906 |
| Übrige Immaterielle Vermögenswerte | 22. | 14.697 | 17.744 |
| Sachanlagen | 23. | 31.158 | 33.542 |
| Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen | 24. | 0 | 493 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 25. | 1.886 | 2.853 |
| Aktive Latente Steuern | 19. | 9.104 | 9.937 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 26. | 4.027 | 6.785 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 91.994 | 106.260 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 27. | 30.842 | 29.414 |
| Wertpapiere | 28. | 22 | 22 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 29. | 20.115 | 20.277 |
| Vorräte | 30. | 15.466 | 17.778 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 31. | 6.005 | 5.159 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 72.450 | 72.650 | |
| Bilanzsumme | 164.444 | 178.910 | |
| Passiva | |||
| Kapital und Rücklagen | 32. | ||
| Gezeichnetes Kapital | 5.293 | 5.293 | |
| Kapitalrücklagen | 53.500 | 53.500 | |
| Gewinnrücklagen | 25.257 | 28.588 | |
| Übrige Rücklagen | – 3.296 | – 3.808 | |
| Eigene Anteile | – 27 | – 27 | |
| Den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zustehendes Eigenkapital | 80.727 | 83.546 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 6.243 | 7.082 | |
| Summe Kapital und Rücklagen | 86.970 | 90.628 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten | 33. | 9.773 | 17.572 |
| Abgrenzung von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (langfristig) | 34. | 954 | 715 |
| Passive Latente Steuern | 19. | 1.521 | 2.381 |
| Rückstellungen für Pensionen (langfristig) | 35. | 8.476 | 7.560 |
| Übrige langfristige Rückstellungen | 36. | 20.627 | 23.991 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 37. | 1.345 | 4.220 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 42.696 | 56.439 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten | 33. | 5.673 | 5.055 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.454 | 7.779 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 2.344 | 2.241 | |
| Abgrenzungen von Zuschüssen und sonstige Abgrenzungsposten (kurzfristig) | 34. | 92 | 104 |
| Ertragssteuerverbindlichkeiten | 2.075 | 915 | |
| Rückstellungen für Pensionen | 35. | 387 | 403 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen | 36. | 3.599 | 4.014 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 38. | 13.154 | 11.332 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 34.778 | 31.843 | |
| Bilanzsumme | 164.444 | 178.910 |
| Kapital | Gewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl | Anzahl | Nominalwert | rücklage | rücklagen |
| Stand 1. Januar 2013 | 5.292.983 | 5.293 | 53.500 | 25.257 |
| Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen | ||||
| Unrealisierte Gewinne/Verluste bei leistungs orientierten Pensionszusagen am Bilanzstichtag (nach Steuern von – 408 Tsd. Euro) |
||||
| Unrealisierte Wertpapiergewinne/-verluste am Bilanzstichtag (nach Steuern von 1 Tsd. Euro) |
||||
| Umkehrung unrealisierter Gewinne/-verluste am vorherigen Bilanzstichtag |
||||
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Jahresüberschuss | 9.089 | |||
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 9.089 |
| Dividendenzahlung | – 3.173 | |||
| Erwerb/Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen |
– 2.585 | |||
| Stand 31. Dezember 2013 | 5.292.983 | 5.293 | 53.500 | 28.588 |
| Stammaktien | Kumuliertes übriges Gesamtergebnis |
|---|---|
| ------------- | ------------------------------------ |
| Kapital | Gewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Beträge in Tausend, ausgenommen Aktienanzahl | Anzahl | Nominalwert | rücklage | rücklagen |
| Stand 1. Januar 2012 | 5.292.983 | 5.293 | 53.500 | 18.125 |
| Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen | ||||
| Unrealisierte Gewinne/Verluste bei leistungs orientierten Pensionszusagen am Bilanzstichtag (nach Steuern von – 779 Tsd. Euro) |
||||
| Unrealisierte Wertpapiergewinne/-verluste am Bilanzstichtag (nach Steuern von 1 Tsd. Euro) |
||||
| Umkehrung unrealisierter Gewinne/-verluste am vorherigen Bilanzstichtag |
||||
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Jahresüberschuss | 10.293 | |||
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 0 | 10.293 |
| Dividendenzahlung | – 3.173 | |||
| Erwerb/Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen |
12 | |||
| Stand 31. Dezember 2012 | 5.292.983 | 5.293 | 53.500 | 25.257 |
| Kumuliertes übriges Gesamtergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern Eigenkapital |
Nicht beherr schende Anteile |
Auf Aktionäre entfallendes Eigenkapital |
Eigene Anteile |
Fremd währungsum rechnungs differenzen |
Unrealisiertes Ergebnis Pensions zusagen |
Unrealisiertes Ergebnis Wertpapiere |
| 86.970 | 6.243 | 80.727 | – 27 | – 1.658 | – 1.640 | 2 |
| – 1.391 | – 72 | – 1.319 | – 1.319 | |||
| – 833 | – 833 | – 833 | ||||
| 2 | 2 | 2 | ||||
| 1.638 | 1.638 | 1.640 | – 2 | |||
| – 584 | – 72 | – 512 | 0 | – 1.319 | 807 | 0 |
| 10.501 | 1.412 | 9.089 | ||||
| 9.917 | 1.340 | 8.577 | 0 | – 1.319 | 807 | 0 |
| – 3.416 | – 243 | – 3.173 | ||||
| – 2.843 | – 258 | – 2.585 | ||||
| 90.628 | 7.082 | 83.546 | – 27 | – 2.977 | – 833 | 2 |
| Kumuliertes übriges Gesamtergebnis | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern Eigenkapital |
Nicht beherr schende Anteile |
Auf Aktionäre entfallendes Eigenkapital |
Eigene Anteile |
Fremd währungsum rechnungs differenzen |
Unrealisiertes Ergebnis Pensions zusagen |
Unrealisiertes Ergebnis Wertpapiere |
| 80.896 | 5.689 | 75.207 | – 27 | – 1.269 | – 417 | 2 |
| – 369 | 20 | – 389 | – 389 | |||
| – 1.640 | – 1.640 | – 1.640 | ||||
| 2 | 2 | 2 | ||||
| 415 | 415 | 417 | – 2 | |||
| – 1.592 | 20 | – 1.612 | 0 | – 389 | – 1.223 | 0 |
| 11.765 | 1.472 | 10.293 | ||||
| 10.173 | 1.492 | 8.681 | 0 | – 389 | – 1.223 | 0 |
| – 3.886 | – 713 | – 3.173 | ||||
| – 213 | – 225 | 12 | ||||
| 86.970 | 6.243 | 80.727 | – 27 | – 1.658 | – 1.640 | 2 |
| KONZERN KAPITALFLUSSRECHNUNG | |||
|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Anhang | 2012 | 2013 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: | 40. | ||
| Jahresergebnis | 11.765 | 10.501 | |
| Anpassungen für: | |||
| Abschreibungen und Wertminderungen | 7.747 | 9.251 | |
| Zinsergebnis | 2.268 | – 126 | |
| Zinszahlungen | – 999 | – 26 | |
| Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (–) | 5.695 | 2.440 | |
| Ertragsteuerzahlungen | – 4.769 | – 3.961 | |
| Nicht zahlungswirksame Erträge aus der Auflösung abgegrenzter Zuschüsse | – 182 | – 440 | |
| Gewinn (–)/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | 12 | 39 | |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen, sonstige langfristige Verbindlichkeiten |
121 | 4.258 | |
| Veränderung der übrigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen | – 3.083 | 351 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge | – 1.216 | – 4.727 | |
| Veränderungen der kurzfristigen Aktiva und Passiva: | |||
| Forderungen | – 2.167 | – 161 | |
| Vorräte | – 1.328 | – 2.064 | |
| Veränderung der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte | – 2.823 | 2.888 | |
| Veränderung der kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 5.533 | – 3.574 | |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 16.574 | 14.649 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit: | 41. | ||
| Ausgaben für immaterielle Vermögenswerten und Sachanlagen | – 9.832 | – 9.650 | |
| Einnahmen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
24 | 17 | |
| Ausgaben für Akquisitionen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) | – 39 | – 7.356 | |
| Ausgaben für langfristige finanzielle Vermögenswerte | – 1.500 | – 378 | |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | – 11.347 | – 17.367 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: | 42. | ||
| Gezahlte Dividenden | – 3.173 | – 3.173 | |
| Ausschüttung Anteile Dritter | – 713 | – 243 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 3.225 | 11.853 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen | – 5.717 | – 5.773 | |
| Kauf von Eigenkapitalinstrumenten von Tochterunternehmen | – 213 | – 987 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | – 6.591 | 1.677 | |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestandes | – 98 | – 387 | |
| Abnahme (im Vorjahr Zunahme) des Finanzmittelbestandes | – 1.462 | – 1.428 | |
| Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode | 32.304 | 30.842 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 30.842 | 29.414 |
Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 25. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin (im folgenden "Eckert & Ziegler AG" genannt), ist eine Holdinggesellschaft, deren spezialisierte Tochterunternehmen sich weltweit mit der Verarbeitung von Radioisotopen und der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von isotopentechnischen Komponenten, Bestrahlungsgeräten und Radiopharmazeutika oder verwandten Produkten beschäftigen. Hauptanwendungsgebiete für die Erzeugnisse der Gruppe sind die Medizintechnik, insbesondere die Krebstherapie, sowie die nuklearmedizinische Bildgebung und die industrielle Messtechnik. In diesen Bereichen wenden sich die Eckert & Ziegler AG und ihre Tochterunternehmen unter anderem an Strahlentherapeuten und Radioonkologen sowie an Nuklearmediziner.
Der Konzern agiert in einem Markt, der durch schnellen technologischen Fortschritt, erheblichen Forschungsaufwand und ständig neue wissenschaftliche Entdeckungen gekennzeichnet ist. Dieser Markt unterliegt der Kontrollaufsicht durch Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Zu den zuständigen Kontrollbehörden gehören das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo), der TÜV Nord CERT GmbH, Essen, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die entsprechenden ausländischen Institutionen, z.B. die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder die Nuclear Regulatory Commission (NRC). Deshalb haben Änderungen in der Technologie und in den Produkten, die zur Krebsbehandlung und zur nuklearmedizinischen Bildgebung eingesetzt werden, die staatlichen Bestimmungen in der Branche, in der die Eckert & Ziegler AG sich betätigt sowie die allgemeinen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen direkte Auswirkungen auf den Konzern.
Der Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2013 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag in der EU anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) bzw. des Standing Interpretations Committee (SIC) berücksichtigt. Zudem wurden die ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns.
Die Berichtswährung ist Euro. Die im Konzernabschluss dargestellten Beträge wurden auf tausend Euro gerundet.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden zum Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Abschlussstichtag der Eckert & Ziegler AG entspricht, aufgestellt. Der Konzernabschluss umfasst den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden. Das sonstige Ergebnis wird in der "Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Konzernergebnis" dargestellt.
Die Gesellschaft ist im Handelsregister in Berlin Charlottenburg unter der Nr. HRB 64 997 B registriert. Der zum 31. Dezember 2013 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Die Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen inländischen und ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für die Vergleichsinformationen des Vorjahres verwendet wurden.
Ausweis – Gemäß IAS 1.56 (Darstellung des Abschlusses) wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten sowie kurz- und langfristigen Schulden unterschieden.
Beurteilungen und Schätzungen – Für die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen haben. Wesentliche Annahmen und Schätzungen werden für die Nutzungsdauern, die erzielbaren Erträge der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, den Bestand sowie die Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern getroffen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen. Die Sensitivität der Buchwerte hinsichtlich der Annahmen und der Schätzungen, die der Berechnung der Buchwerte zugrunde liegen, wurde anhand von Sensitivitätsanalysen untersucht. Im Falle einer signifikanten Auswirkung von Schätzungsänderungen, werden Angaben im Sinne von IAS 1.125 gemacht (Tz. 6).
Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. Wertpapiere werden grundsätzlich als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert, so dass die zu bilanzierenden Änderungen der beizulegenden Zeitwerte erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Sofern Wertpapiere als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert werden, fließen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte insoweit unmittelbar in das Periodenergebnis ein.
Geschäfts- oder Firmenwerte – Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert den Unterschiedsbetrag, um den der Gesamtkaufpreis für ein Unternehmen oder einen Geschäftsbetrieb den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) des erworbenen Nettovermögens übersteigt.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte – Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden Kundenbeziehungen, aktivierte Entwicklungskosten, Patente, Technologien, Wettbewerbsverbote, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen. Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung von selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 38 kumulativ erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die ab dem Zeitpunkt anfallen, an dem sämtliche Kriterien zur Aktivierung erfüllt sind. Nach erfolgreichem Abschluss des Entwicklungsprojektes werden aktivierte Entwicklungskosten über die geplante Produktlebensdauer abgeschrieben. Forschungskosten sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.
Anhang
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, sofern es sich nicht um immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer handelt, über ihre jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Für die abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte werden folgende Nutzungsdauern angenommen:
| selbst erstellt | erworben | |
|---|---|---|
| Kundenbeziehungen | – | 8 bis 15 Jahre |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 3 bis 10 Jahre | – |
| Patente, Warenzeichen etc. | 6 bis 20 Jahre | 10 Jahre |
| Sonstige | 3 bis 5 Jahre | 3 bis 5 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann.
Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden vorgenommen, sofern aufgrund bestimmter Ereignisse oder veränderter Umstände der Buchwert der Vermögenswerte den erzielbaren Betrag dieser Vermögenswerte übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft.
Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests werden die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien der Unternehmens- und Geschäftserwerbe profitieren. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugt, und weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten ist. Die CGUs entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotron- und Gerätesparte). Dem Segment Umweltdienste wurde durch den Erwerb des Geschäftsbereiches Entsorgung im Geschäftsjahr 2013 ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, der im Ergebnis des zum Stichtag durchgeführten Werthaltigkeitstest vollständig wertgemindert wurde.
Der Vorstand erachtet Beträge die 10% des gesamten Geschäfts- oder Firmenwertes des Konzerns übersteigen als signifikant. Diesem Kriterium entsprechen die CGUs der Segmente Isotope Products ohne VSU und Strahlentherapie.
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt durch Ermittlung des Nutzungswertes anhand geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus den Mittelfristplanungen für die Segmente abgeleitet werden. Der Planungshorizont der Mittelfristplanungen beträgt fünf Jahre. Die Zahlungsströme nach der Detailplanungsphase werden unter Nutzung einer Wachstumsrate von 0%–1% extrapoliert, die das erwartete durchschnittliche Markt- oder Branchenwachstum nicht überschreitet.
Die Diskontierungssätze werden auf Basis des gewichteten Kapitalkostensatzes der jeweiligen CGU ermittelt und betragen zwischen 9,1 und 11,9% nach Steuern bzw. 13,2% und 17,0% vor Steuern. In den folgenden der Berechnung zugrundegelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:
Die Mittelfristplanung basiert auf vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten und berücksichtigt geschäftssegmentspezifische Marktwachstumserwartungen.
Die Kapitalisierungszinssätze wurden basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten ermittelt.
Den Wachstumsraten liegen veröffentlichte branchenbezogene Marktforschungen zugrunde.
Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt. Die Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme vorheriger Wertminderungen ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf einen wertgeminderten Geschäftsoder Firmenwert erfolgt nicht.
Sachanlagen – Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Ausrüstungen und Anlagen umfassen sämtliche direkte Kosten und die zurechenbaren Fertigungsgemeinkosten und – soweit die Voraussetzungen nach IAS 23 gegeben sind – Finanzierungskosten. Soweit vorhanden, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswertes und die Wiederherstellung des Standortes. Selbst erstellte Anlagen betreffen im Wesentlichen Produktionslinien. Auf Grund von Finanzierungsleasingverträgen erworbene Sachanlagen und Mietereinbauten werden entweder über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder die kürzere geschätzte Nutzungsdauer der betroffenen Vermögenswerte abgeschrieben. Der Abschreibungsaufwand wird auf der Grundlage der linearen Methode ermittelt. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß der voraussichtlichen Nutzungsdauer festgelegt. Angenommen werden folgende Nutzungsdauern:
| Gebäude | 25 bis 45 Jahre |
|---|---|
| Mietereinbauten | 10 bis 15 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 13 Jahre |
Bei Verschrottung oder Verkauf werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlagegegenstände ebenso wie die zugehörigen kumulierten Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen ausgebucht und die aus dem Abgang resultierenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam erfasst.
Ein signifikanter Anteil der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns wird für die Herstellung der Produkte genutzt. Der Vorstand beurteilt unter Berücksichtigung auslösender Ereignisse des Geschäftsumfelds die Werthaltigkeit dieser Vermögenswerte. Auf dieser Basis wurden in den Jahren 2013 und 2012 die Nutzungsdauer verschiedener Vermögenswerte der Sachanlagen neu eingeschätzt, woraus in einigen Fällen Verlängerungen der angenommenen Nutzungsdauern resultierten. Der Vorstand geht davon aus, dass zum 31. Dezember 2013 keine Beeinträchtigungen der Nutzbarkeit vorliegen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Beurteilungen des Vorstands in Bezug auf die Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der abnutzbaren Vermögenswerte des Konzerns auf Grund von Änderungen im technologischen und behördlichen Umfeld auch kurzfristig ändern können.
Vorräte – Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen und Erzeugnisse sowie fertige Erzeugnisse ausgewiesen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem zum Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, produktionsbezogene Verwaltungs- und Sozialbereichskosten. Finanzierungskosten werden auf Grund des kurzfristigen Herstellungsvorganges nicht als Teil der Herstellungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachung wird – sofern erforderlich – die Durchschnittsmethode angewandt.
Anhang
Wertminderungen für veraltete oder Überhang-Vorräte werden auf der Grundlage einer Vorratsanalyse und der künftigen Absatzprognosen vorgenommen.
Forderungen – Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne oder Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Forderungen wertgemindert sind.
Finanzanlagen und Wertpapiere – Anlagen in börsengängige Wertpapiere werden nicht zum Zwecke des Handelns oder des Haltens bis zur Endfälligkeit gehalten. Sie werden daher als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available-for-sale financial assets) eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert (fair value), der auf den Börsenkursen am Bilanzstichtag basiert, bewertet. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung der available-for-sale-Wertpapiere werden abzüglich der darauf entfallenden Steuern direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird bzw. eine objektive Wertminderung eintritt. Zu diesen Zeitpunkten ist der kumulierte Gewinn bzw. Verlust im Periodenergebnis zu erfassen.
Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie z.B. Devisentermingeschäfte oder Swaps werden grundsätzlich nur für Sicherungszwecke eingesetzt. Sie werden in der Konzernbilanz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Wertänderungen erfolgswirksam erfasst werden.
Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte – Eingeschränkt verfügbare Vermögenswerte betreffen von der US Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA in einen Fonds eingezahlte Beträge, die der Sicherstellung der Erfüllung ihrer künftigen Sanierungsverpflichtungen für kontaminierte Anlagen dienen.
Des Weiteren unterliegen Vermögenswerte, die der nach dem Altersteilzeitgesetz vorgeschriebenen Insolvenzsicherung von Altersteilzeitguthaben dienen, Verfügungsbeschränkungen.
Wir verweisen auf die Erläuterungen in den Teilen "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Übrige langfristige Vermögenswerte" und "Darlehen und Finanzleasingverbindlichkeiten".
Finanzmittelbestand – Der Konzern betrachtet sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Fälligkeit von bis zu drei Monaten als geldnahe Anlagen, die im Finanzmittelbestand ausgewiesen werden. Der Nennwert dieser Mittel wird auf Grund ihrer Kurzfristigkeit als ihr beizulegender Zeitwert (Fair Value) angesehen.
Finanzielle Verbindlichkeiten – Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Verbindlichkeiten. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Pensionsrückstellungen – Die Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) in Übereinstimmung mit IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer). Beim Anwartschaftsbarwertverfahren werden künftige Gehalts- und Rentenentwicklungen bei der Bemessung der Verpflichtung berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden seit dem 1. Januar 2009 zur Vereinheitlichung der konzernweiten Vorgehensweise unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral über das sonstige Konzernergebnis erfasst sowie vollständig in der Pensionsrückstellung ausgewiesen.
Rückstellungen – Die Rückstellungen sind insoweit gebildet, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt. Der Ansatz erfolgt, wenn die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Die als Rückstellungen angesetzten Beträge stellen die bestmögliche Schätzung der Ausgaben dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist.
Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen – Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standortes sind nach IAS 16 Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, soweit für die Kosten nach IAS 37 Rückstellungen zu bilden sind.
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen basieren auf den öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen, radioaktiv kontaminierte Anlagegegenstände und Gebäude zu dekontaminieren, freizumessen und sie nach dem Gebrauch wieder gefahrlos zugänglich und nutzbar zu machen. Die Kostenschätzung beinhaltet demzufolge die Arbeitskosten für den Abbau der Anlagen, Kosten für die Aufbereitung der Abfälle, so dass sie entsorgt werden können, Reinigungskosten der Räume, Kosten für die Abnahme durch Sachverständige sowie die Abfallkosten für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Dabei wird nur der radioaktive Abfall aus dem Rückbau von Anlagegegenständen berücksichtigt. Abfall, der in der laufenden Produktion anfällt, wird regelmäßig entsorgt und die damit verbundenen Kosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Nach IAS 37 werden die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen auf Basis ihres Verkehrswertes ermittelt. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt mit dem Barwert der am Abschlussstichtag erwarteten Ausgaben. Der Ermittlung der Rückbauverpflichtungen liegen verschiedene Annahmen zu Grunde, die auf Schätzungen beruhen. Dazu zählen Einschätzungen über benötigte Arbeitstage, Tagessätze und erwartete Sachkosten. Erwartete Kostensteigerungen bis zum Eintritt des Rückbaufalls sind in der Bewertung der Rückstellung berücksichtigt. Der Wert der Verpflichtung wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Bei Wertänderungen werden entsprechende Anpassungen der Sachanlagen und der Rückstellungen vorgenommen.
Leasing – Wenn die Voraussetzungen eines "finance lease" erfüllt sind, werden die genutzten Leasinggegenstände gemäß IAS 17 als Sachanlagen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder die Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Ansatz der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in Höhe des Barwerts der Leasingraten.
Ertragsrealisierung – Erträge aus Produktumsätzen werden gemäß IAS 18 im Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert, sofern eine vertragliche Vereinbarung zu einem fixen und bestimmbaren Preis vorliegt und mit einer Zahlung durch den Kunden gerechnet werden kann. Dem Kunden werden keine über die gesetzlichen Rechte hinausgehenden Garantie- oder Rückgaberechte eingeräumt. Lizenzgebühren werden in der Periode ertragswirksam vereinnahmt, für die sie gewährt werden.
Erträge aus Fertigungsaufträgen werden gemäß IAS 11 wie folgt realisiert. Kann das Ergebnis eines Fertigungsauftrags zuverlässig geschätzt werden, erfolgt die Erfassung der Erträge und Aufwendungen im Laufe der Leistungserbringung bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Maßgabe des Grades der Fertigstellung (percentage of completion method), d.h. Teilgewinne werden in den einzelnen Perioden ausgewiesen. Sind die Voraussetzungen für eine zuverlässige Schätzung des Fertigstellungsgrads nicht erfüllt, erfolgt die Erlöserfassung nur in Höhe der angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Auftragskosten. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust in voller Höhe sofort als Aufwand erfasst. Zur Ermittlung des Fertigstellungsgrades der Fertigungsaufträge wird in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Projektes die entsprechend am besten geeignete Methode angewendet. Die percentage of completion Methode wird ebenfalls für längerfristige Dienstleistungsaufträge, die keine Fertigungsaufträge gemäß IAS 11 darstellen, angewandt.
Anhang
Werbung – Ausgaben für Werbung und andere vertriebsbezogene Kosten werden bei ihrem Anfall aufwandswirksam erfasst.
Forschung und Entwicklung – Forschungsaufwendungen werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten sind gemäß IAS 38 (immaterielle Vermögenswerte) beim kumulativen Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zu aktivieren. Die Herstellungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Kosten, die erforderlich sind, den Vermögenswert zu entwerfen, herzustellen und so vorzubereiten, dass er für den vom Management beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.
Ertragsteuern – Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 angesetzt, um die zukünftigen steuerlichen Auswirkungen widerzuspiegeln, die sich aus den temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva und den jeweiligen Werten in den Steuerbilanzen ergeben. Ferner werden aktive latente Steuern auf Zins- und Verlustvorträge gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden auf der Grundlage der gesetzlichen Steuersätze bemessen, die auf das steuerpflichtige Einkommen in den Jahren anwendbar sind, in denen sich diese zeitweiligen Differenzen voraussichtlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen einer Änderung der Steuersätze auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in dem Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die Gesetzesänderungen verabschiedet wurden. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit eine Realisierung dieser Vermögenswerte wahrscheinlich ist. Aktive und passive latente Steuern werden bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen des IAS 12 saldiert ausgewiesen.
Die laufenden Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet.
Aktienoptionsplan/Mitarbeiterbeteiligungsprogramm – Die Bilanzierung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung). Danach ist der beizulegende Zeitwert (fair value) sämtlicher ausgereichter Aktienoptionen im Zeitpunkt ihrer Ausgabe zu ermitteln und als Personalaufwand über die Erdienungszeit (vesting period) zu verteilen. Der beizulegende Zeitwert jeder ausgegebenen Option am Ausgabetag wird mittels eines Optionspreismodells berechnet. Mit den Personalaufwendungen ist eine Erhöhung der Kapitalrücklage verbunden, da der Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens erfolgt.
Investitionszuschüsse und andere Zuwendungen – Eine Erfassung von Zuwendungen erfolgt gemäß IAS 20.7 nur dann, wenn das Unternehmen die mit der Zuschussgewährung verbundenen Bedingungen erfüllt. Mittel, die der Konzern von öffentlichen oder privaten Zuschussgebern für Investitionen beziehungsweise Entwicklungsprojekte erhält, werden im Zeitpunkt des Zuflusses als Passivischer Abgrenzungsposten erfasst. Aufwandszuschüsse werden im Geschäftsjahr des Anfalls mit den geförderten Aufwendungen verrechnet. Die im Konzernabschluss abgegrenzten Zuschüsse wurden für den Erwerb von Sachanlagen sowie Entwicklungskosten gewährt. Sie werden über die Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlagen beziehungsweise immateriellen Vermögenswerte ertragswirksam aufgelöst.
Ergebnis je Aktie – Der Gewinn bzw. Verlust je Aktie wird berechnet, indem das den Aktionären der Eckert & Ziegler AG zuzurechnende Periodenergebnis durch die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Verwässerte Aktienerträge reflektieren die potenzielle Verwässerung, die entstünde, wenn sämtliche Optionen auf den Bezug von Stammaktien, deren Ausübungspreis unter dem durchschnittlichen Aktienkurs der Periode liegt, ausgeübt würden. Sie werden berechnet, indem der den Eckert & Ziegler Aktionären zuzurechnende Anteil am Periodenergebnis durch die Summe aus der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien und den bei Ausübung sämtlicher ausstehender Optionen entstehenden verwässernden Aktien (berechnet unter Anwendung der Treasury-Stock-Methode) dividiert wird.
Im Konzernabschluss wurden alle am Abschlussstichtag in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards des IASB sowie die gültigen IFRIC bzw. SIC berücksichtigt. Aus den vom IASB im Rahmen verschiedener Projekte zur Fortentwicklung der IFRS und zur Erzielung einer Konvergenz mit den US-GAAP verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2013 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.
Im Geschäftsjahr 2013 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Keine dieser neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen materiellen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage oder das Ergebnis je Aktie. Allerdings kann die Anwendung die Bilanzierung künftiger Transaktionen oder Vereinbarungen beeinflussen. Die sich für Ausweis- und Angabepflichten ergebenden Änderungen wurden im Konzernabschluss, insbesondere in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis sowie im Konzernanhang, berücksichtigt.
(Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten) Die Änderungen an IFRS 7 verlangen für Finanzinstrumente die Angabe von Informationen zu Saldierungsrechten und damit in Beziehung stehenden Vereinbarungen (z.B. Sicherungsanforderungen) in einem durchsetzbaren Aufrechnungsrahmenvertrag bzw. einer entsprechenden Vereinbarung.
Die Änderung wurde rückwirkend angewendet. Da der Konzern keine Aufrechnungsvereinbarungen abgeschlossen hat, ergeben sich aus der Anwendung der Änderung keine Auswirkungen auf die Angaben oder die ausgewiesenen Beträge im Konzernabschluss.
Die erstmalige Anwendung der Änderungen an IFRS 7 führte zu keinen wesentlichen Anpassungen der Angaben. Falls der Konzern jedoch zukünftig andere Arten von Übertragungen finanzieller Vermögenswerte vornehmen sollte, könnten sich die dazugehörigen Angaben ändern.
In IFRS 13 werden einheitliche Leitlinien hinsichtlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert sowie zu den damit verbundenen Angaben geregelt. Der Standard definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, steckt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts ab und schreibt Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vor. Der Anwendungsbereich von IFRS 13 ist weitreichend und umfasst sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Posten. IFRS 13 gelangt immer dann zur Anwendung, wenn ein anderer IFRS eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet bzw. Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. Dies gilt nicht bei anteilsbasierten Vergütungen, die in den Anwendungsbereich von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung fallen, Leasingverhältnissen, die in den Anwendungsbereich von IAS 17 Leasingverhältnisse fallen und Bewertungen, die Ähnlichkeiten mit einem beizulegenden Zeitwert aufweisen, aber kein beizulegender Zeitwert sind (z.B. der Nettoveräußerungswert in IAS 2 Vorräte oder der Nutzungswert in IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten).
IFRS 13 definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den der Bilanzierende in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern auf dem Hauptmarkt (oder dem vorteilhaftesten Markt) am Bewertungsstichtag unter aktuellen Marktbedingungen beim Verkauf eines Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Der beizulegende Zeitwert gemäß IFRS 13 ist ein Preis auf dem Absatzmarkt, unabhängig davon, ob dieser Preis direkt beobachtbar ist oder unter Verwendung eines anderen Bewertungsverfahrens zu schätzen ist. Daneben enthält IFRS 13 weitreichende Angabepflichten.
Anhang
IFRS 13 ist ab dem 1. Januar 2013 prospektiv anzuwenden. Außerdem sehen die Übergangsvorschriften vor, dass die Angabepflichten nicht auf Vergleichsinformationen angewendet werden müssen, die für Perioden vor der erstmaligen Anwendung dieses Standards bereitgestellt werden. Dementsprechend hat der Konzern keine der nach IFRS 13 neu geforderten Angaben für die Vergleichszahlen des Jahres 2012 gemacht. Außer diesen zusätzlichen Angaben hat die Anwendung von IFRS 13 keine wesentlichen Auswirkungen auf die im Konzernabschluss erfassten Beträge.
Durch die Änderungen an IAS 1 wird eine neue Terminologie für die vormals als Gesamtergebnisrechnung bezeichnete Ergebnisrechnung eingeführt. Demnach wurde der Begriff der Gesamtergebnisrechnung durch "Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis" ersetzt. Diese ist jedoch nicht verpflichtend. Die Gesellschaft hat die neue Terminologie übernommen.
Der geänderte IAS 1 behält die Möglichkeit zum Ausweis der Gewinn- und Verlustrechnung und des sonstigen Ergebnisses in einer Ergebnisrechnung oder in zwei direkt aufeinander folgenden Ergebnisrechnungen bei. Gleichwohl verlangen die Änderungen an IAS 1 die Gruppierung der Posten des sonstigen Ergebnisses in zwei Kategorien:
Den Posten des sonstigen Ergebnisses sind die auf diese entfallenden Ertragsteuern zuzuordnen. Dies schließt die Möglichkeit der Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses vor Steuern indes nicht aus. Die Änderungen wurden vom Konzern rückwirkend angewendet und die Posten des sonstigen Ergebnisses entsprechend angepasst. Abgesehen von den o.g. Darstellungsänderungen ergeben sich aus der Anwendung des geänderten IAS 1 keine weiteren Konsequenzen für die Darstellung der Gewinnund Verlustrechnung und des sonstigen Ergebnisses.
Die Änderungen von IAS 1 (im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009– 2011) verlangt von Unternehmen die Aufstellung einer dritten Bilanz auf den Beginn der Vergleichsperiode, wenn Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze rückwirkend angewendet oder Bilanzposten rückwirkend angepasst oder umgegliedert werden. Durch die Änderungen an IAS 1 wird klargestellt, dass eine Verpflichtung zur Aufstellung der dritten Bilanz nur dann besteht, wenn sich die rückwirkenden Anpassungen wesentlich auf die Informationen der dritten Bilanz auswirken. Ferner wird klargestellt, dass Anhangangaben zur dritten Bilanz nicht vorgenommen werden müssen.
Die Anwendung neuer und geänderter Standards im aktuellen Geschäftsjahr hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Informationen in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2012. In Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 1 hat der Konzern deshalb keine dritte Bilanz zum 1. Januar 2012 aufgestellt.
IAS 19 (2011) ändert die Behandlung von leistungsorientierten Versorgungsplänen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die bedeutendste Neuerung bezieht sich auf die bilanzielle Abbildung von Änderungen leistungsorientierter Verpflichtungen und des Planvermögens. Die Neuregelung erfordert die sofortige Erfassung von Änderungen der leistungsorientierten Verpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens im Zeitpunkt ihres Auftretens. Der nach dem bislang gültigen IAS 19 mögliche "Korridor"-Ansatz wurde abgeschafft. Weiterhin erfolgt eine beschleunigte Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand. Sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sind unmittelbar im Jahr des Auftretens im sonstigen Gesamtergebnis zu verbuchen. Somit zeigt die Nettopensionsverbindlichkeit bzw. der Nettopensionsvermögenswert in der Bilanz die volle Unter- bzw. Überdeckung. Darüber hinaus werden der Zinsaufwand sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen entsprechend der vorigen Fassung des IAS 19 nunmehr durch eine Nettozinsgröße ersetzt, die sich durch die Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Netto-Verbindlichkeit bzw. den Netto-Vermögenswert des leistungsorientierten Plans errechnet.
Die Anwendung des geänderten IAS 19 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS – Zyklus 2009–2011 umfassen eine Vielzahl von Änderungen an verschiedenen Standards. Von den Änderungen sind u.a. folgende Standards betroffen:
Die Änderungen an IAS 16 stellen klar, dass Ersatzteil, Ersatzausrüstung und Wartungsgeräte als Sachanlagen zu klassifizieren sind, wenn sie deren Definitionskriterien erfüllen. Andernfalls sind sie als Vorräte zu behandeln.
Die Änderungen an IAS 32 stellen klar, dass Ertragsteuern im Zusammenhang mit Ausschüttungen an Inhaber eines Eigenkapitalinstruments sowie mit Kosten einer Eigenkapitaltransaktion nach IAS 12 zu behandeln sind.
IFRIC 20 bezieht sich auf Abraumbeseitigungskosten, welche während der Förderphase einer über Tagebau erschlossenen Mine entstehen. Nach der Interpretation werden die Kosten der Entsorgung (Abraumaktivität), welche einen verbesserten Zugang zu Erzen verschafft, als langfristige Vermögenswerte erfasst, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Demgegenüber sind laufende Entsorgungskosten im Rahmen des IAS 2 zu erfassen. Der Vermögenswert aus der Abraumaktivität wird als Mehrung oder Verbesserung eines bestehenden Vermögenswerts verstanden und als materiell oder immateriell klassifiziert, abhängig von der Natur des Vermögenswerts, zu dessen Nutzensteigerung die Abraumaktivität beiträgt.
Der Konzern hat die Änderungen im Rahmen der Jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2009–2011) im aktuellen Geschäftsjahr erstmalig angewendet. Die Anwendung hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss.
Anhang
Folgende Standards und Interpretationen, deren Anwendung bislang nicht verpflichtend ist, werden im vorliegenden Abschluss noch nicht angewandt.
| Norm | Bezeichnung | Verpflichtend für Geschäftsjahre beginnend ab |
Anwendung geplant ab |
Mögliche Auswirkungen auf künftige Abschlüsse |
|---|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2015 | 01.01.2015 | unwesentlich |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.2013 * | 01.01.2014 | unbestimmt |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 01.01.2013 * | 01.01.2014 | unbestimmt |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen |
01.01.2013 * | 01.01.2014 | unbestimmt |
| Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 |
Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von IFRS 9 und Angaben bezüglich des Übergangs |
01.01.2015 | 01.01.2015 | unwesentlich |
| Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 |
Investmentgesellschaften | 01.01.2014 | 01.01.2014 | keine |
| IAS 27 (2011) | Einzelabschlüsse | 01.01.2013 * | 01.01.2014 | unbestimmt |
| IAS 28 (2011) | Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures |
01.01.2013 * | 01.01.2014 | unbestimmt |
| Änderungen an IAS 32 |
Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden |
01.01.2014 | 01.01.2014 | keine |
| IFRIC 21 | Abgaben | 01.01.2014 | 01.01.2014 | keine |
| Änderungen an IAS 36 |
Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte |
01.01.2014 | 01.01.2014 | unwesentlich |
| Änderungen an IAS 39 |
Novation von außerbörslichen Derivaten und Fortsetzung der bestehenden Sicherungsbeziehung |
01.01.2014 | 01.01.2014 | unwesentlich |
* In der EU ist die Erstanwendung (abweichend von den Vorschriften des IASB) erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend.
Der im November 2009 veröffentlichte IFRS 9 Finanzinstrumente beinhaltet neue Klassifizierungs- und Bewertungsregelungen für finanzielle Vermögenswerte. Der im Oktober 2010 geänderte IFRS 9 umfasst weiterhin Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Ausbuchung. Die zentralen Anforderungen von IFRS 9 sind wie folgt:
● Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte, die derzeit in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ferner besteht nach IFRS 9 ein später nicht mehr änderbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Eigenkapitalinstruments (welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird) im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen.
● Im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten (die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) verlangt IFRS 9, dass die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Erfassung dieser Änderungen im sonstigen Ergebnis zur Entstehung oder Vergrößerung einer Rechnungslegungsanomalie im Rahmen der bzw. im Vergleich zur Gewinn- und Verlustrechnung führen würde. Die aufgrund der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dürfen später nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden. IAS 39 sieht hingegen für die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von Schuldtiteln, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden, eine vollständige Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung vor.
IFRS 9 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, anzuwenden, eine frühere Anwendung ist erlaubt. Der Vorstand geht davon aus, dass die Anwendung von IFRS 9 im Konzernabschluss für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2015 beginnen, die Abbildung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen wird.
Im Mai 2011 wurde durch das IASB ein Paket von fünf Standards veröffentlicht, die sich mit der Konsolidierung (IFRS 10), mit gemeinsamen Vereinbarungen (IFRS 11), mit Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen (IFRS 12), mit Einzelabschlüssen (IAS 27 (2011)) und Anteilen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures (IAS 28 (2011)) befassen.
Die wesentlichen Anforderungen der neuen Standards stellen sich wie folgt dar:
IFRS 10 ersetzt die Regelungen über Konzernabschlüsse in IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse. Auch SIC-12 Konsolidierung Zweckgesellschaften wird durch IFRS 10 ersetzt. Mit IFRS 10 schreibt das IASB den Beherrschungsansatz nunmehr als einheitliches Prinzip fest. Beherrschung liegt nach IFRS 10 dann vor, wenn die folgenden drei Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: (a) Ein Unternehmen muss Macht über das Beteiligungsunternehmen ausüben können; (b) es muss schwankenden Renditen aus seiner Beteiligung ausgesetzt sein und (c) es muss die Renditen aufgrund seiner Machtfülle der Höhe nach beeinflussen können. Weiterhin enthält der Standard umfangreiche Leitlinien zur Umsetzung komplexer Sachverhalte.
IFRS 11 ersetzt IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie SIC-13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. IFRS 11 regelt die Klassifizierung von gemeinsamen Vereinbarungen. Eine gemeinsame Vereinbarung wird als eine vertragliche Übereinkunft definiert, bei der zwei oder mehr Parteien gemeinschaftlich Führung über etwas ausüben. Gemeinschaftliche Führung kann sich auf eine gemeinsame Geschäftstätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen erstrecken. Die Bilanzierung gemeinschaftlich beherrschter Vermögenswerte wird im Gegensatz zu IAS 31 in IFRS 11 nicht mehr separat adressiert; hier kommen die Regelungen für gemeinsame Geschäftstätigkeit zur Anwendung. Die Klassifizierung einer gemeinsamen Vereinbarung als gemeinsame Geschäftstätigkeit oder als Gemeinschaftsunternehmen hängt von den Rechten und Pflichten ab, die den Parteien der Vereinbarung zuwachsen.
Ferner muss nach IFRS 11 für die Einbeziehung von Gemeinschaftsunternehmen die Equity-Methode angewandt werden, während nach IAS 31 für gemeinschaftlich geführte Unternehmen entweder die Quotenkonsolidierung oder die Equity-Methode zulässig ist.
IFRS 12 ist ein Standard zu Anhangangaben. Er ist anwendbar auf Unternehmen, die an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten oder Gemeinschaftsunternehmen), assoziierten Unternehmen und/oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten beteiligt sind. Grundsätzlich sind die in IFRS 12 geforderten Angaben deutlich weitgehender als nach den derzeit gültigen Standards.
Anhang
Im Juni 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, um den Regelungsgehalt bestimmter Übergangsleitlinien zu deren Erstanwendung klarzustellen.
Die fünf neuen Standards einschließlich der Änderungen der Übergangsleitlinien sind grundsätzlich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, erstmalig anzuwenden. Die IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sehen eine verpflichtende Anwendung dieser Vorschriften für Geschäftsjahre vor, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Damit weichen die in der EU angewandten IFRS von den Vorschriften des IASB ab. Eine vorzeitige freiwillige Anwendung ist jedoch erlaubt, sofern sämtliche fünf Standards gleichzeitig angewandt werden. Die Gesellschaft hat von diesem Wahlrecht jedoch keinen Gebrauch gemacht.
Nach einer vorläufigen Analyse werden aus der Anwendung der fünf neuen Standards keine größeren Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Durch die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 – Investmentgesellschaften, wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen gewährt, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt (beispielsweise bestimmte Investmentfonds). Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet.
Der Vorstand geht davon aus, dass die erstmalige Anwendung für das am 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahr keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird, da der Konzern nicht unter die Definition der "Investmentgesellschaft" fällt.
Die Änderungen an IAS 32 klären bestehende Anwendungsprobleme im Hinblick auf die Voraussetzungen für eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden. Insbesondere stellen die Änderungen die Bedeutungen der Begriffe "gegenwärtiges durchsetzbares Recht zur Saldierung" und "gleichzeitige Realisation und Erfüllung" klar.
Der Vorstand erwartet aus der Anwendung dieser Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern keine finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufweist, für die eine Saldierung zulässig ist.
IFRIC 21 enthält Leitlinien dazu, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften durch die öffentliche Hand auferlegt wird (z.B. Bankenabgaben). Dabei wird das verpflichtende Ereignis für den Ansatz einer Schuld als die Aktivität identifiziert, die die Zahlung nach der einschlägigen Gesetzgebung auslöst. Erst bei Eintritt des verpflichtenden Ereignisses sind Abgaben bilanziell zu erfassen. Das verpflichtende Ereignis kann auch sukzessive über einen Zeitraum eintreten, so dass die Schuld zeitanteilig anzusetzen ist.
Der Vorstand geht davon aus, dass IFRIC 21 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird, da der Konzern derzeit keinen entsprechenden Abgaben unterliegt.
Die Änderungen an IAS 36 stellen eine Korrektur von Angabevorschriften dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden. Dabei geht es um wertgeminderte Vermögenswerte, bei denen der erzielbare Betrag dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht. Derzeit ist der erzielbare Betrag unabhängig vom Vorliegen einer Wertminderung anzugeben. Die Korrektur grenzt die Angabevorschrift nunmehr auf tatsächliche Wertminderungsfälle ein, weitet die notwendigen Angaben in diesen Fällen aber aus.
Der Vorstand geht davon aus, dass die Änderungen außer im Einzelfall möglicher zusätzlicher Angaben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.
Durch die Änderungen an IAS 39 bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Unter einer Novation werden Sachverhalte verstanden, bei denen die ursprünglichen Vertragsparteien eines Derivats sich darüber einigen, dass ein Zentralkontrahent ihre ursprüngliche Gegenpartei ersetzen soll und somit der Zentralkontrahent jeweils die Gegenpartei bildet. Grundlegende Voraussetzung hierfür ist, dass die Einschaltung einer zentralen Gegenpartei infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen vorgenommen wird. Zudem dürfen Änderungen der vertraglichen Regelungen nur solche Bereiche betreffen, die im Rahmen der Novation notwendig sind. Zielsetzung der Änderungen ist die Vermeidung von Auswirkungen auf das Hedge Accounting als Konsequenz der Ausbuchung des Derivats bei Umstellung des Vertrags auf eine zentrale Gegenpartei.
Die Vorstand geht nicht davon aus, dass die Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden, da bestehende Derivate im Konzern keinen gesetzlichen oder regulatorischen Anforderungen zur Umstellung auf eine zentrale Gegenpartei unterliegen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 und IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein hieraus resultierender positiver Unterschiedsbetrag wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen, ein negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Alle wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen sind im Rahmen der Konsolidierung eliminiert worden. Joint-Ventures und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Anhang
In den Konzernabschluss der Eckert & Ziegler AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Eckert & Ziegler AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen (Control-Konzept). Die zum 31. Dezember 2013 in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind:
| Stimmrechts quote |
|
|---|---|
| Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe, Belgien *** | 80,1% |
| Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, Berlin * | 80,1% |
| Isotron Isotopentechnik GmbH, Berlin * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler Iberia S.L.U., Madrid, Spanien * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler Italia s.r.l., Mailand, Italien * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler BEBIG s.a.r.l., Paris, Frankreich * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler BEBIG Ltd., Cardiff, Großbritannien * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler BEBIG Inc., Oxford, USA * | 80,1% |
| Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon, USA * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler BEBIG do Brasil Ltda., Fortaleza, Brasilien * | 80,1% |
| OOO "Eckert & Ziegler BEBIG", Moskau, Russland * | 80,1% |
| Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH, Berlin | 100% |
| Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH, Düsseldorf | 100% |
| Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH, Berlin * | 100% |
| Eckert & Ziegler Cesio s.r.o., Prag, Tschechische Republik * | 80% |
| Eckert & Ziegler Isotope Products Inc., Valencia, USA ** | 100% |
| Eckert & Ziegler Analytics Inc., Atlanta, USA * | 100% |
| Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc., Davis, USA * | 100% |
| Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH, Braunschweig | 100% |
| Eckert & Ziegler Isotope Products SARL, Les Ulis, Frankreich * | 100% |
| Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH, Berlin | 100% |
| Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH, Berlin * | 100% |
| Eckert & Ziegler EURO-PET Berlin GmbH, Berlin * | 100% |
| BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * | 100% |
| Comtech Laborgeräte GmbH, Wien Österreich * | 100% |
| MEDPRO Vertrieb für medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich * | 100% |
| Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH, Holzhausen * | 99,1% |
| Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH, Bonn * | 99,1% |
| Eckert & Ziegler EURO-PET Warszawa sp. z o.o., Warschau, Polen * | 99,1% |
| Eckert & Ziegler Radiopharma Inc., Hopkinton, USA * | 100% |
| Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH, Braunschweig | 100% |
| Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd., Didcot, Großbritannien * | 100% |
| Kompetenzzentrum für sichere Entsorgung GmbH, Berlin * | 100% |
* indirekte Beteiligung.
** Die Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. hat sich gegenüber Ihrer Bank zur Einhaltung bestimmter finanzieller Covenants verpflichtet. Die Zahlung einer Dividende von der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. an die Eckert & Ziegler AG ist nur möglich, wenn dadurch diese Covenants nicht verletzt werden.
*** Die Eckert & Ziegler AG hielt zum 31. Dezember 2013 80,1% der Stimmrechte der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., was 74,5% der dividendenberechtigten Aktien entspricht.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen (Die Darstellung der Erwerbe erfolgt in Tz. 43):
Im Geschäftsjahr 2012 wurden folgende Unternehmensanteile erworben bzw. Änderungen des Konsolidierungskreises vorgenommen:
Ein Joint Venture basiert auf einer vertraglichen Vereinbarung, aufgrund derer der Konzern und andere Vertragsparteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, die der gemeinschaftlichen Führung unterliegt; dies ist der Fall, wenn die mit der Geschäftstätigkeit des Joint Ventures verbundene strategische Finanz- und Geschäftspolitik die Zustimmung aller gemeinschaftlich führender Parteien erfordert. Anteile an Joint Ventures werden entsprechend der Equity-Methode bilanziert. Die konsolidierte Gewinn und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns an den Erträgen und Aufwendungen sowie an Eigenkapitalveränderungen der at-equity bilanzierten Beteiligungen. Wenn der Konzernanteil am Verlust des Joint Ventures den at-equity bilanzierten Anteil übersteigt, wird dieser Anteil bis auf null abgeschrieben. Weitere Verluste werden nicht erfasst, es sei denn, der Konzern hat eine vertragliche Verpflichtung oder hat Zahlungen zugunsten des Joint Ventures geleistet. Unrealisierte Gewinne oder Verluste aus Transaktionen von Konzernunternehmen mit dem Joint Venture werden gegen den Beteiligungswert des Joint Ventures eliminiert (Verluste maximal bis zur Höhe des Beteiligungswertes).
Joint Venture "NanoBrachyTech": Im Geschäftsjahr 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. gemeinsam mit der OOO Santis und dem russischen Staatsfonds "RUSNANO" das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" gegründet. Die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture eingebracht und im Gegenzug dafür einen Anteil von 15% am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" erhalten.
Anhang
Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen, entspricht die funktionale Währung der einbezogenen Unternehmen der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinnund Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung erfolgt zum gewichteten Jahresdurchschnittskurs. Eigenkapitalkomponenten werden zum historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Aus der Umrechnung resultierende Währungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital bzw. unter den Anteilen anderer Gesellschafter erfasst.
Bei ihrem Zugang werden Fremdwährungspositionen in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Die sich hieraus ergebenden Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst.
| Land | Währung | 31.12.2013 | 31.12.2012 | Durchschnittskurs 2013 |
Durchschnittskurs 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| USA | USD | 1,3791 | 1,3194 | 1,3281 | 1,2867 |
| CZ | CZK | 27,4270 | 25,1510 | 25,9129 | 25,1459 |
| GB | GBP | 0,8337 | 0,8161 | 0,8493 | 0,8115 |
| PL | PLN | 4,1543 | 4,0740 | 4,1745 | 4,1045 |
| RU | RUB | 44,8968 | 40,2261 | 40,6783 | 10,4750 |
| BR | BRL | 3,2504 | 2,7093 | 2,6641 | 2,5733 |
Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse verwendet:
Die Änderungen des Konsolidierungskreises in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 haben Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns, wodurch die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr teilweise beeinträchtigt ist.
In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 hat der Konzern in folgenden Bereichen Schätzungsänderungen vorgenommen:
a) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten materiellen Vermögenswerten (2013)
Segmente Isotope Products, Radiopharma und Umweltdienste: Im August 2013 endete der bisherige Mietvertrag für eine Betriebsstätte der angegebenen Segmente. Im Zusammenhang mit dem unmittelbar bevorstehenden Abschluss eines neuen langfristigen Mietvertrages hat der Vorstand im Rahmen der mittelfristigen Planung auch die angenommenen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens der betroffenen Betriebsstätte einer kritischen Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis wurde die angenommene Nutzungsdauer für die Mietereinbauten und technischen Anlagen grundsätzlich um ca. fünf Jahre verlängert. Gleichzeitig wurden die Rückstellungen für den am Ende der Nutzungszeit notwendigen Rückbau und die Entsorgung der Anlagen unter Berücksichtigung von Kostenentwicklungen neu berechnet. Daraus resultierten zum 31. Dezember 2013 Erhöhungen der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 330 Tsd. Euro sowie eine damit korrespondierende Erhöhung der Vermögenswerte des Sachanlagevermögens 288 Tsd. Euro. Die Änderungen der Nutzungsdauer sowie der Rückbaukosten wirken sich in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die im Wesentlichen in den Herstellungskosten erfasst werden, sowie auf die Zinsaufwendungen wie folgt aus:
| Tsd. Euro | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | danach |
|---|---|---|---|---|---|
| Verminderung (Erhöhung) der Abschreibungen |
– 55 | – 55 | 37 | 61 | 142 |
| Zinsaufwendungen | 15 | 15 | 15 | 15 | 15 |
b) Änderung der Nutzungsdauer von bestimmten materiellen Vermögenswerten (2012)
Segment Radiopharma: Im Zusammenhang mit dem Aufbau einer neuen Produktionsstätte in Polen hat der Vorstand im Rahmen der mittelfristigen Planung auch die angenommenen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens der bestehenden deutschen Produktionsstätten einer kritischen Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis wurde die angenommene Nutzungsdauer für zwei bestehende Zyklotrone jeweils um zwei Jahre verlängert. Gleichzeitig wurden für den am Ende der Nutzungszeit vorgesehenen Rückbau und die Entsorgung der Anlagen neue Gutachten eingeholt. Daraus resultierten zum 31. Dezember 2012 Erhöhungen der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in Höhe von 103 Tsd. Euro sowie eine damit korrespondierende Erhöhung der Anschaffungskosten der Zyklotrone um 103 Tsd. Euro. Die Änderungen der Nutzungsdauer sowie der Rückbaukosten wirken sich in den Folgeperioden auf die Abschreibungen, die in den Herstellungskosten erfasst werden, sowie auf die Zinsaufwendungen wie folgt aus:
| Tsd. Euro | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | danach |
|---|---|---|---|---|---|
| Verminderung (Erhöhung) | |||||
| der Abschreibungen | – 30 | – 30 | – 30 | 96 | 97 |
| Zinsaufwendungen | 4 | 4 | 4 | 8 | 9 |
Anhang
Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend aus dem Verkauf von Gütern sowie zu einem geringen Teil aus der Erbringung von Dienstleistungen, aus Fertigungsaufträgen oder aus der Gewährung von Lizenzen oder ähnlichen Rechten. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2013 von 119.997 Tsd. Euro auf 117.138 Tsd. Euro gesunken. Der Rückgang in 2013 resultiert aus einem organischen Umsatzrückgang in Höhe von 6 Mio. Euro und einem Rückgang in Höhe von 1,4 Mio. Euro, der aus der, aus Konzernsicht nachteiligen Entwicklung des USD-EUR Wechselkurses, resultiert. Demgegenüber steht ein Umsatzzuwachs in Höhe von 4,6 Mio. Euro aus den im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Akquisitionen.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern | 107.189 | 108.087 |
| Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 9.849 | 9.824 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen | 100 | 0 |
| Umsatzerlöse aus Lizenzverkäufen | 0 | 2.086 |
| Summe | 117.138 | 119.997 |
Im Geschäftsjahr 2013 hat der Konzern für ein 2010 begonnenes Projekt bezüglich des Baus von Produktionsanlagen für Dritte einen weiteren Meilenstein erreicht und daraus Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen, entsprechend der POC-Methode, erzielt. Zusätzlich wurden 200 Tsd. Euro Rückstellungen aufgelöst, da sich die noch zu erbringenden Leistungen innerhalb des verbleibenden Budgets realisieren lassen. Die Umsatzerlöse für die jeweilig erbrachten Leistungen werden nach Fertigstellung der vertraglich festgelegten Teilleistung (Meilensteine) realisiert. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine dementsprechenden Umsatzerlöse erzielt. Die Fertigstellung ist für 2014 geplant.
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 100 | 0 |
| Auftragskosten | – 10 | 0 |
| Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen | 200 | 0 |
| Gewinn | 290 | 0 |
| passivischer Saldo | 0 | – 200 |
Die Gliederung der Umsatzerlöse nach geografischen Segmenten und Geschäftsfeldern ist in der Segmentberichterstattung ersichtlich.
Die Umsatzkosten enthalten neben den direkt den Umsätzen zurechenbaren Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen auch anteilige Material- und Personalgemeinkosten sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten. Der Materialaufwand betrug 28.919 Tsd. Euro für 2013 und 27.119 Tsd. Euro für 2012.
Die Vertriebskosten gliedern sich wie folgt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Personal- und Personalnebenkosten | 9.387 | 8.646 |
| Kosten der Warenabgabe | 5.091 | 5.452 |
| Provisionen | 1.187 | 935 |
| Abschreibungen | 2.049 | 1.525 |
| Werbung | 1.450 | 1.494 |
| Sonstige | 2.769 | 2.560 |
| Summe | 21.933 | 20.612 |
Die Allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten:
| 2013 | 2012 |
|---|---|
| 10.453 | 11.244 |
| 2.918 | 2.055 |
| 1.636 | 1.845 |
| 2.027 | 1.842 |
| 2.581 | 1.747 |
| 392 | 402 |
| 303 | 309 |
| – 41 | – 104 |
| 3.670 | 3.426 |
| 23.939 | 22.766 |
Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen 4.865 Tsd. Euro für 2013 und 3.454 Tsd. Euro für 2012. Die Kosten setzen sich zusammen aus:
Anhang
Die Kosten für Forschung und Entwicklung von 4.865 Tsd. Euro (2012: 3.454 Tsd. Euro) enthalten Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 1.164 Tsd. Euro (2012: 323 Tsd. Euro), Personalaufwand in Höhe von 2.877 Tsd. Euro (2012: 2.538 Tsd. Euro), Material- und Fremdleistungsaufwand in Höhe von 714 Tsd. Euro (2012: 331 Tsd. Euro) und Sonstige Aufwendungen in Höhe von 113 Tsd. Euro (2012: 275 Tsd. Euro) sowie Erträge aus der Auflösung von Abgrenzungsposten in Höhe von 3 Tsd. Euro (2012: 13 Tsd. Euro).
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten Personalaufwendungen in Höhe von 38.722 Tsd. Euro (2012: 38.628 Tsd. Euro).
Die Personalkosten für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 33.482 | 33.438 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
5.240 | 5.190 |
| davon für Altersversorgung | 191 | 158 |
Während des Jahres 2013 waren durchschnittlich 613 (2012: 573) Mitarbeiter bei den Konzerngesellschaften beschäftigt. Diese arbeiteten in den folgenden Abteilungen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Fertigung | 266 | 248 |
| FuE Anlagenbau | 63 | 68 |
| Verwaltung | 95 | 93 |
| Vertrieb | 138 | 121 |
| Qualitätsmanagement | 51 | 43 |
| Gesamt | 613 | 573 |
Die Arbeitnehmer der deutschen und anderen europäischen Konzernunternehmen gehören den staatlichen Versorgungsplänen an, die durch die staatlichen Behörden verwaltet werden. Die Unternehmen müssen zur Dotierung der Leistungen einen bestimmten Prozentsatz ihres Personalaufwands in die Versorgungspläne einzahlen. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieser Altersversorgungspläne besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.
Die amerikanischen Tochtergesellschaften unterhalten beitragsorientierte Altersversorgungspläne für alle anspruchsberechtigten Arbeitnehmer dieser Unternehmen. Die Vermögenswerte dieser Pläne werden separat von denen des Konzerns unter treuhänderischer Kontrolle gehalten.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 2.485 Tsd. Euro (2012: 2.701 Tsd. Euro) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu den angegebenen Altersversorgungsplänen dar. Zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 waren jeweils alle fälligen Beiträge in die Versorgungspläne eingezahlt.
Informationen über die Gesamtbezüge von aktiven und früheren Mitgliedern des Vorstands sowie aktiven Mitgliedern des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht in Tz. 49 angegeben.
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| 2013 | 2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Abschrei bungen |
Wert minderungen |
Abschrei bungen |
Wert minderungen |
|
| Umsatzkosten | 779 | 0 | 1.134 | 0 | |
| Vertriebskosten | 807 | 556 | 662 | 0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 990 | 764 | 825 | 0 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten |
88 | 937 | 23 | 0 | |
| Summe | 2.664 | 2.257 | 2.644 | 0 |
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen sind in den folgenden Posten der Gewinnund Verlustrechnung enthalten:
| 2013 | 2012 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Abschrei bungen |
Wert minderungen |
Abschrei bungen |
Wert minderungen |
|
| Umsatzkosten | 2.341 | 0 | 2.710 | 0 | |
| Vertriebskosten | 686 | 0 | 863 | 0 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.164 | 0 | 1.230 | 0 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten |
139 | 0 | 300 | 0 | |
| Summe | 4.330 | 0 | 5.103 | 0 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2013 im Wesentlichen Erträge aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 1.326 Tsd. Euro, erhaltene Fördermittel in Höhe von 1.141 Tsd. Euro, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 970 Tsd. Euro, Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 756 Tsd. Euro und Erträge aus der ertragswirksamen Reduzierung von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 388 Tsd. Euro.
Im Geschäftsjahr 2012 enthielt diese Position im Wesentlichen Erträge aus dem Generalübernehmervertrag mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH zur Errichtung eines neuen Labor- und Verwaltungsgebäudes am Stammsitz des Unternehmens in Berlin-Buch in Höhe von 6.696 Tsd. Euro, welche im Geschäftsjahr 2013 nur noch in Höhe von 264 Tsd. Euro anfielen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 5.699 Tsd. Euro auf 1.301 Tsd. Euro deutlich zurückgegangen. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf der Beendigung des o.a. Generalübernehmervertrages wodurch nur noch Aufwendungen in Höhe von 259 Tsd. Euro (2012: 6.598 Tsd. Euro) resultierten.
Anhang
Weiterhin enthalten sind Wertminderungen von Forderungen beziehungsweise Forderungsverluste in Höhe von 567 Tsd. Euro (2012: 146 Tsd. Euro), sowie Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von 40 Tsd. Euro (2012: 37 Tsd. Euro).
Mangels Verfügbarkeit von Abschlüssen nach IFRS des Joint-Venture-Unternehmens ZAO "NanoBrachyTech" zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 beruhen die Angaben zu GuV- und Bilanzdaten des Joint Ventures auf Schätzungen. Danach entfiel in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 kein Ergebnis auf die at-equity bewerteten Anteile des Joint Ventures.
Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH, Berlin sowie eine Option auf weitere Anteile an der Gesellschaft erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügt der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2013 betrug 117 Tsd. Euro (siehe auch Erläuterungen unter Tz 24).
Im Zusammenhang mit der Beteiligung an der OctreoPharm Sciences GmbH hält der Konzern mehrere Optionen auf den Erwerb weiterer Anteile. Diese Optionen wurden zum 31. Dezember 2013 zum beizulegenden Zeitwert bewertet, daraus resultierte ein Ertrag in Höhe von 2.799 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro).
Zinsen und ähnliche Erträge auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.314 Tsd. Euro (2012: 526 Tsd. Euro), während die Zinsaufwendungen 1.188 Tsd. Euro (2012: 2.794 Tsd. Euro) betrugen.
Die Zinsaufwendungen enthalten 416 Tsd. Euro (2012: 1.054 Tsd. Euro), die aus der Aufzinsung langfristiger Verbindlichkeiten resultieren.
Der bei der Berechnung des Steueraufwands als Konzernsteuersatz verwendete Steuersatz des Mutterunternehmens für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer belief sich für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 auf 30,175%. Der Konzernsteuersatz setzt sich wie folgt zusammen:
| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Gewerbesteuermesszahl | 3,5% | 3,5% |
| Gewerbesteuerhebesatz | 410% | 410% |
| Körperschaftsteuer | 15% | 15% |
| Solidaritätszuschlag zur Körperschaftsteuer | 5,5% | 5,5% |
Der Aufwand(+)/Ertrag (–) für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich für die jeweils am 31. Dezember endenden Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | ||
| Deutschland | 2.633 | 4.207 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | 10.308 | 13.253 |
| 12.941 | 17.460 |
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | ||
| Deutschland | 125 | 1.219 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | 2.985 | 3.524 |
| 3.110 | 4.743 |
Von den laufenden Steuern im Jahr 2013 entfallen – 127 Tsd. Euro (Ertrag) auf Vorjahre (2012: – 67 Tsd. Euro).
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Latente Steuern | ||
| Deutschland | 882 | 593 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | – 1.552 | 359 |
| – 670 | 952 | |
| Steuern gesamt | 2.440 | 5.695 |
Die Überleitung des Steueraufwands des Konzerns, ermittelt auf der Grundlage der in Deutschland geltenden Steuersätze, auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand des Konzerns stellt sich folgendermaßen dar:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Basis zur Ermittlung des Steueraufwandes (Ergebnis vor Steuern) | 12.941 | 17.460 |
| Erwarteter Steueraufwand auf Basis Konzernsteuersatzes | 3.905 | 5.269 |
| Steuersatzunterschiede bei Tochtergesellschaften | – 1 | 338 |
| Steuern für Vorjahre | – 127 | – 67 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 405 | 408 |
| Steuerfreies Einkommen | – 542 | – 267 |
| Nutzung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge | – 1.779 | – 490 |
| Nicht aktivierte latente Steuern auf Verluste des Geschäftsjahres | 707 | 601 |
| Sonstige | – 128 | – 97 |
| Effektivsteueraufwand | 2.440 | 5.695 |
Zur Berechnung der latenten Steuern wurden beim Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2013 folgende, gegenüber dem 31. Dezember 2012 unveränderte Steuersätze verwendet: Körperschaftsteuer 15%, Solidaritätszuschlag 5,5% auf die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 14,35%. Bei den ausländischen Gesellschaften wurden für die Berechnung der latenten Steuern jeweils die länderspezifischen Steuersätze verwendet.
Anhang
Latente Steuern werden auf der Grundlage der Differenzen hinsichtlich der Wertansätze, mit denen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und in den jeweiligen Steuerbilanzen der Konzernunternehmen ausgewiesen werden sowie für die verfügbaren steuerlichen Verlustvorträge berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden in der Bilanz, soweit nach IAS 12 zulässig, saldiert.
Auf die Veränderung von steuerlichen Verlustvorträgen entfallen im Berichtsjahr latente Steueraufwendungen in Höhe von 1.693 Tsd. Euro (2012: 1.201 Tsd. Euro) sowie latente Steuererträge von 3.207 Tsd. Euro (2012: 356 Tsd. Euro), während auf temporäre Differenzen latente Steueraufwendungen in Höhe von 844 Tsd. Euro (2012: 638 Tsd. Euro) entfallen. Bei den Verlustvorträgen handelt es sich im Wesentlichen um Verlustvorträge der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. und um Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften des Eckert & Ziegler Konzerns. Die Verluste in Belgien und in Deutschland können auf unbefristete Zeit vorgetragen werden. Verlustvorträge in Höhe von 582 Tsd. Euro entfallen auf Verlustvorträge US-amerikanischer Gesellschaften, bei denen teilweise ab dem Jahr 2017 der Verfall der Verlustvorträge beginnt.
Insgesamt sind 8.923 Tsd. Euro (2012: 7.408 Tsd. Euro) latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Die zum 31. Dezember 2013 vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge sind zum überwiegenden Teil in voller Höhe unbegrenzt vortragsfähig. Aktive latente Steuern in Höhe von 2.825 Tsd. Euro (2012: 121 Tsd. Euro) entfallen auf Gesellschaften, die in 2013 noch einen steuerrechtlichen Verlust erlitten haben.
Im Geschäftsjahr 2013 wurden Verlustvorträge in Höhe von 1.779 Tsd. Euro genutzt (2012: 490 Tsd. Euro), für die zum 31. Dezember des Vorjahres jeweils keine aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge angesetzt waren. Zum 31. Dezember 2013 verfügte der Konzern über Verlustvorträge in Höhe von 5.713 Tsd. Euro, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Aufgrund der unterschiedlichen Steuersysteme und steuerrechtlichen Regelungen in den einzelnen Ländern halten wir die Angabe eines Gesamtbetrages der bestehenden Verlustvorträge nur für bedingt aussagekräftig. Aus diesem Grund wird nachfolgend auch der Betrag der aktiven latenten Steuern der auf diese Verlustvorträge entfallen würde angegeben. Der Betrag der aktiven latenten Steuern auf diese Verlustvorträge, die in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 nicht angesetzt wurden beträgt 1.912 Tsd. Euro (2012: 3.910 Tsd. Euro).
Aus der Währungsumrechnung resultieren Erhöhungen der passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 44 Tsd. Euro (2012: 26 Tsd. Euro Erhöhung der aktiven latenten Steuern).
Im Berichtsjahr wurden latente Steueraufwendungen in Höhe von 371 Tsd. Euro (2012: 587 Tsd. Euro Steuerertrag) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.
In der Bilanz wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft mbH und der BSM Diagnostica Gesellschaft m.b.H. passive latente Steuern in Höhe von 290 Tsd. Euro angesetzt (2012: 80 Tsd. Euro passive latente Steuern im Rahmen der Erstkonsolidierung der Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc.) sowie im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereiches Entsorgung durch die Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd. aktive latente Steuern in Höhe von 8 Tsd. Euro. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen in Höhe von 14.984 Tsd. Euro (2012: 15.018 Tsd. Euro) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Eckert & Ziegler AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | |
| Steuerliche Verlustvorträge | 8.923 | 7.408 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen | 88 | 493 | 7.308 | 5.765 | |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 1 | 1 | |
| Forderungen | 745 | 387 | 239 | 162 | |
| Verbindlichkeiten | 0 | 381 | 0 | 0 | |
| Vorräte | 216 | 232 | 111 | 42 | |
| Rückstellungen | 4.902 | 4.400 | 0 | 0 | |
| Sonstige | 341 | 306 | 0 | 54 | |
| Zwischensumme | 15.215 | 13.607 | 7.659 | 6.024 | |
| Saldierung | – 5.278 | – 4.503 | – 5.278 | – 4.503 | |
| Bestand laut Konzernbilanz | 9.937 | 9.104 | 2.381 | 1.521 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:
Im Konzernergebnis nach Steuern sind auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinnanteile in Höhe von 1.412 Tsd. Euro (2012: 1.472 Tsd. Euro) enthalten.
Das Ergebnis je Stückaktie wurde wie folgt berechnet:
| Zum Jahresende | ||
|---|---|---|
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
| Zähler für Berechnung des Gewinns und des verwässerten Gewinns je Aktie – Ergebnisanteil der Aktionäre der Eckert & Ziegler AG |
9.089 | 10.293 |
| Nenner für Berechnung des Gewinns je Aktie – gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück) |
5.288 | 5.288 |
| Wirkung verwässernder Aktienoptionen | 0 | 0 |
| Nenner für Berechnung des verwässerten Gewinns je Aktie – gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (in Tausend Stück) |
5.288 | 5.288 |
| Unverwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) | 1,72 | 1,95 |
| Verwässerter Gewinn je Aktie (in EUR) | 1,72 | 1,95 |
MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 91
Anhang
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte, Kundenbeziehungen, Wettbewerbsverbote, Patente und Technologien, Lizenzen und Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen.
Die immateriellen Vermögenswerte, die keiner planmäßigen Abschreibung unterliegen betreffen ausschließlich die Geschäfts- oder Firmenwerte.
Die Position Geschäfts- oder Firmenwerte entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2013 bzw. 2012 wie folgt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 31.122 | 31.252 |
| Zugänge | 4.374 | 87 |
| Wertminderung | – 27 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | – 563 | – 217 |
| Stand zum 31.12. | 34.906 | 31.122 |
Der Anstieg beruht auf dem Zugang von Geschäfts- oder Firmenwerten in den Segmenten Therapie, Isotope Products und Radiopharma im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Erwerben (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43).
Demgegenüber steht ein Rückgang in Höhe von 574 Tsd. Euro, welcher auf Währungsumrechnungsdifferenzen beruht, da ein wesentlicher Teil der Geschäfts- oder Firmenwerte auf Gesellschaften des Segmentes Isotope Products entfällt, die in US-Dollar bilanzieren.
Im Einzelnen verteilen sich die Geschäfts- oder Firmenwerte auf die Geschäftsfelder wie folgt:
| Geschäfts oder Firmenwert |
Geschäfts oder Firmenwert |
|
|---|---|---|
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
| Strahlentherapie | 15.879* | 12.148 |
| Isotope Products | 16.400 | 16.550 |
| Radiopharma | 2.627 | 2.424 |
| Stand zum 31.12. | 34.906 | 31.122 |
* davon 3.751 Tsd. Euro aus vorläufigen Kaufpreisallokationen
Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2013 gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) unterzogen. Dabei wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units = CGU) zugeordnet. Diese repräsentieren die unterste Ebene, auf der die Geschäfts- oder Firmenwerte und Vermögenswerte für Zwecke der Unternehmenssteuerung überwacht werden. Sie entsprechen im Segment Strahlentherapie dem Segment. In den Segmenten Isotope Products und Radiopharma wurden jeweils zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten identifiziert (VSU und Segment Isotope Products ohne VSU sowie Zyklotronund Gerätesparte).
Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus den diskontierten künftigen Cash-Flows, die auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen über einen Fünfjahreszeitraum ermittelt wurden. Für den anschließenden Zeitraum wurden die Cash-Flows mit einer Wachstumsrate zwischen 0% und 1% (Vorjahr: 0 bis 3%) angesetzt. Der Diskontierungssatz vor Steuern betrug für das Segment Strahlentherapie 13,2% (2012: 17,6%), für die Zyklotronsparte 17,0% (2012: 16,3%), für die Gerätesparte 16,0% (2012: 16,3%) für die CGUs des Segmentes Isotope Products 16,6% (2012: 15,7%) (siehe hierzu auch die Erläuterungen unter Tz. 3).
Im Segment Umweltdienste resultierte aus der Kaufpreisverteilung zum Erwerb des Geschäftsbereiches "Entsorgung" von der Energy Solutions EU (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 43) ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27 Tsd. Euro. Der anschließend durchgeführte Werthaltigkeitstest führte zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von 27 Tsd. Euro. Diese Aufwendungen wurden unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.
Im Ergebnis der weiteren Werthaltigkeitstests zum 31. Dezember 2013 hat sich unter Zugrundelegung der jeweilig ermittelten erzielbaren Beträge kein Wertminderungsbedarf bezüglich der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben (2012: ebenfalls kein Wertminderungsbedarf).
Der Werthaltigkeitstest für den Geschäfts- oder Firmenwert des Segmentes Isotope Products ohne VSU führt zu dem Ergebnis, dass denkbare mögliche Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes den erzielbaren Betrag übersteigen könnte.
| Veränderung im Vergleich zum Basisszenario |
Basis szenario |
Szenario 1 |
Szenario 2 |
Szenario 3 |
Szenario 4 |
Szenario 5 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung Umsatzerlöse | 0% | – 5% | – 10% | 0% | 0% | – 10% |
| Veränderung Umsatzkosten | 0% | – 4% | – 8% | 0% | 0% | - 8% |
| Veränderung WACC | 0% | 0% | 0% | + 2% | + 4% | + 3% |
| kumulative Umsatzerlöse über 5 Jahre |
100% | 95% | 90% | 100% | 100% | 90% |
| kumulative EBIT über 5 Jahre | 100% | 82% | 64% | 100% | 100% | 64% |
| kumulative FCF über 5 Jahre | 100% | 79% | 58% | 100% | 100% | 58% |
| Ermittelter Firmenwert | 100% | 82% | 63% | 79% | 64% | 44% |
| Ermittelter Firmenwert (Anteil EZAG) im Verhältnis zum Buchwert |
1,38 | 1,12 | 0,87 | 1,08 | 0,89 | 0,61 |
| Bedarf zur Wertminderung | nein | nein | ja | nein | ja | ja |
Für den Werthaltigkeitstest des Geschäfts- oder Firmenwertes des Segmentes Strahlentherapie wurde eine Szenario-Analyse durchgeführt, die die nachfolgenden Ergebnisse liefert:
b) Immaterielle Vermögenswerte, welche planmäßig abgeschrieben werden, setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:
| verbleibende Abschrei |
|||
|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | 2013 | bungsdauer | 2012 |
| Kundenbeziehungen | 5.095 | 1–15 Jahre | 5.096 |
| Lizenzen/Software/Zulassungen | 4.087 | 1–8 Jahre | 3.154 |
| Patente/Technologien | 4.194 | 1–15 Jahre | 1.723 |
| Stand zum 31.12. | 13.376 | 9.973 |
Anhang
| Tsd. Euro | 2013 | verbleibende Abschrei bungsdauer |
2012 |
|---|---|---|---|
| Aktivierte Entwicklungskosten (noch nicht abgeschlossene Projekte) |
4.355 | 3.128 | |
| Übrige | 13 | 3 Jahre | 117 |
| Stand zum 31.12. | 4.368 | 3.245 |
Im Geschäftsjahr 2013 wurden Entwicklungskosten von insgesamt 2.049 Tsd. Euro (2012: 1.553 Tsd. Euro) aktiviert. Für die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte wurden Wertminderungstests durchgeführt, die, mit einer Ausnahme, die Werthaltigkeit der jeweils aktivierten Beträge bestätigen.
Im Segment Strahlentherapie wurde im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereiches Brachytherapie von der amerikanischen Biocompatibles Inc. ein Entwicklungsprojekt für den Implantatebereich gestoppt, da der erworbene Geschäftsbereich bereits über eine ähnliche Technologie verfügte. Die bisher angefallenen aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 937 Tsd. Euro wurden vollständig wertgemindert.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode. Sie sind in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend dem Funktionsbereich der jeweiligen immateriellen Vermögenswerte den Umsatzkosten, Vertriebskosten, Forschungsund nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten bzw. den Allgemeinen Verwaltungskosten zugeordnet (siehe auch Erläuterungen unter Tz. 13).
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Die Entwicklung der Sachanlagen vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 ist im Anlagenspiegel dargestellt.
Vermögenswerte, im Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverträgen sind in den bilanzierten Sachanlagen enthalten. Die Nettobuchwerte der als Finanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2013 0 Tsd. Euro (2012: 61 Tsd. Euro).
Die Zugänge im Geschäftsjahr 2013 betreffen neben laufenden Ersatzinvestitionen im Wesentlichen den Aufbau einer neuen Produktionsstätte sowie die Erweiterung und Modernisierung bestehender Produktionsanlagen.
Zur Besicherung von Bankkrediten wurden Vermögenswerte der Sachanlagen in Höhe von 0 Tsd. Euro (2012: 1.249 Tsd. Euro) sicherungsübereignet.
Im Geschäftsjahr 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. gemeinsam mit der OOO Santis und dem russischen Staatsfond "RUSNANO" das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" gegründet. Die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. brachte immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ein und erhielt im Gegenzug dafür einen Anteil von 15 % am Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech". Der at-equity bewertete Anteil der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. am Joint Venture betrug zum 31. Dezember 2013 0 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro).
Im Juni 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH erworben. Aus dem im September 2012 mit der Eckert Wagniskapital- und Frühphasenfinanzierung GmbH abgeschlossenen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag verfügt der Konzern über eine Option auf den Erwerb weiterer Anteile an der OctreoPharm Sciences GmbH. Gemäß IAS 28 übt die Gesellschaft einen maßgeblichen Einfluss auf die OctreoPharm Sciences GmbH aus und bilanziert deshalb die Anteile im vorliegenden Konzernabschluss nach der Equity Methode. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen 610 Tsd. Euro. Der Anteil des Konzerns am Verlust der OctreoPharm Sciences GmbH im Geschäftsjahr 2013 betrug 117 Tsd. Euro. Der at-equity bewertete Anteil zum 31. Dezember 2013 beträgt somit 493 Tsd. Euro (siehe auch Erläuterungen unter Tz 16).
Folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz der at-equity bewerteten Beteiligung OctreoPharm Sciences GmbH:
| Tsd. Euro | 2013 |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 0 |
| Jahresergebnis | – 1.365 |
| Vermögenswerte | 10.122 |
| Schulden | 7.166 |
Für das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" liegen keine Informationen vor und können auch nicht hinreichend genau geschätzt werden. Wir gehen allerdings nach unserer Schätzung davon aus, dass das Eigenkapital der Gesellschaft noch negativ ist.
Im Dezember 2012 hat das Segment Strahlentherapie Know How im Wert von 2.086 Tsd. Euro an einen Kunden verkauft. Die daraus resultierenden Forderungen sind in Höhe eine Teilbetrages von 527 Tsd. Euro im Jahr 2014 fällig, der verbleibende Betrag von 1.359 Tsd. Euro wird in mehreren Teilbeträgen bis zum Jahr 2016 zur Zahlung fällig und wird deshalb in der Bilanz unter den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Im Segment Strahlentherapie gibt es außerdem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden in südeuropäischen Ländern (Spanien, Italien, Frankreich), die überwiegend fällig sind, bei denen die Gesellschaft aber davon ausgeht, diese Forderungen erst langfristig realisieren zu können. Aus diesem Grund wurde ein Betrag in Höhe von 1.494 Tsd. Euro von den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.
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Unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten wird unter anderem eine Forderung gegenüber OOO BEBIG einer 100%igen Tochter des Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" in Höhe von 1.496 Tsd. Euro (2012: 1.855 Tsd. Euro) ausgewiesen. Diese Forderung resultiert aus der erfolgten Umwandlung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in zwei langfristige Darlehen der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. an OOO BEBIG. Die Darlehen haben am 31. Dezember 2013 einen Nominalwert von 280 Tsd. Euro (vereinbarter Zinssatz 8% p.a.; rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2014) und einen Nominalwert von 1.714 Tsd. Euro (vereinbarter Zinssatz 2,5%; rückzahlbar bis zum 31. Dezember 2017).
Im September 2012 wurde mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH (EWK) ein Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag (welchen die EWK im Jahr 2013 auf ihre Tochtergesellschaft Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen hat) abgeschlossen. Der Wert dieses Vertrages in Höhe von 2.052 Tsd. Euro (2012: 1.500 Tsd. Euro) wird ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde mit Hilfe von Black-Scholes-Modellen ermittelt.
Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG der EWK ein neues Darlehen in Höhe von 368 Tsd. Euro gewährt. Dieses Darlehen wird ebenfalls unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Weiterhin wird unter den Übrigen langfristigen Vermögenswerten der Wert von zwei Optionen auf den Erwerb von Anteilen an der OctreoPharm Sciences GmbH ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert dieser Optionen zum 31. Dezember 2013 beträgt 2.257 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro). Der beizulegende Zeitwert wurde jeweils mit Hilfe von Black-Scholes-Modellen ermittelt.
Außerdem beinhaltet diese Position geleistete Kautionszahlungen in Höhe von 64 Tsd. Euro (2012: 66 Tsd. Euro).
Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 29.414 Tsd. Euro (2012: 30.842 Tsd. Euro) handelt es sich um Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Fälligkeit innerhalb von drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein.
Die Wertpapiere sind sämtlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (availablefor-sale financial assets) klassifiziert. Die Zusammensetzung der Wertpapiere zum 31. Dezember 2013 und 2012 stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Anschaffungs kosten |
Nicht realisierte Gewinne |
Nicht realisierte Verluste |
Beizulegender Zeitwert (Fair Value) |
| Investmentfonds | 19 | 3 | 0 | 22 |
| Summe Wertpapiere des Umlaufvermögens |
19 | 3 | 0 | 22 |
| 31.12.2012 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Anschaffungs kosten |
Nicht realisierte Gewinne |
Nicht realisierte Verluste |
Beizulegender Zeitwert (Fair Value) |
| Investmentfonds | 19 | 3 | 0 | 22 |
| Summe Wertpapiere des Umlaufvermögens |
19 | 3 | 0 | 22 |
Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere wird durch notierte Kurse bestimmt.
Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.550 | 21.734 |
| abzüglich Wertberichtigungen | – 1.273 | – 1.619 |
| Stand zum 31.12. | 20.277 | 20.115 |
Das Vorratsvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2013 bzw. 2012 wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 11.621 | 10.926 |
| Fertige Erzeugnisse | 5.239 | 3.600 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.431 | 1.478 |
| 18.291 | 16.004 | |
| abzgl. Wertberichtigung | – 513 | – 538 |
| Stand zum 31.12. | 17.778 | 15.466 |
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen hauptsächlich Nuklide sowie zur Herstellung der Endprodukte benötigte Komponenten.
Die auf Basis einer Gegenüberstellung des Nettoveräußerungswertes und des Buchwertes vorgenommenen Wertminderungen haben sich um 25 Tsd. Euro vermindert (2012: um 28 Tsd. Euro erhöht).
Die Übrigen kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 5.159 Tsd. Euro (2012: 6.005 Tsd. Euro) betreffen neben geleisteten Steuervorauszahlungen in Höhe von 906 Tsd. Euro (2012: 883 Tsd. Euro) und Umsatzsteuerforderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von 2.378 Tsd. Euro (2012: 1.436 Tsd. Euro) im Wesentlichen Aufwandsabgrenzungen und geleistete Vorauszahlungen.
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Die Entwicklung des Eigenkapitals und der Minderheitsanteile ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.
Nach Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2013 wurde der handelsrechtliche Bilanzgewinn der Eckert & Ziegler AG zum 31. Dezember 2012 in Höhe von 6.392 Tsd. Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie verwendet (3.173 Tsd. Euro) und der verbleibende Betrag in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt (3.219 Tsd. Euro).
Das Grundkapital der Eckert & Ziegler AG beträgt zum 31. Dezember 2013 5.292.983 Euro und ist in 5.292.983 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt und voll eingezahlt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne Berücksichtigung der eigenen Aktien) beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 5.288.165 Stück.
Nach dem Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Eckert & Ziegler AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2013 der Eckert & Ziegler AG eine Dividende von 3.173 Tsd. Euro (0,60 Euro je Aktie) an die Aktionäre auszuschütten.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 19. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.000.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010).
Der Ausschluss der Bezugsrechte ist bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder anderen Vermögensgegenständen zulässig. Weiterhin kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Inhabern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustünde.
Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage ist ein Bezugsrechtsausschluss nur insoweit zulässig, als es zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist oder die Kapitalerhöhung insgesamt einen Betrag von 10% des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien zum Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 1999, geändert durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003, ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 300.000 Euro, eingeteilt in bis zu 300.000 Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1999). Die bedingte Kapitalerhöhung darf nur insoweit durchgeführt werden, wie die Inhaber von Aktienoptionen, zu deren Ausgabe der Vorstand von der Hauptversammlung vom 30. April 1999 ermächtigt wurde, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt.
Im September 2009 hatte der Vorstand von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht und aus dem bedingten Kapital eine Kapitalerhöhung in Höhe von 31.650 Euro durch Ausgabe von 31.650 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt.
Im Geschäftsjahr 2010 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates erneut von der Ermächtigung zur bedingten Kapitalerhöhung um 32.700 Euro durch Ausgabe von 32.700 auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien Gebrauch gemacht.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde das von der Hauptversammlung am 20. Mai 2009 beschlossene "Bedingte Kapital 2009" aufgehoben, gleichzeitig wurde ein Beschluss über die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2012) getroffen. Dabei wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.639.316 Euro beschlossen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit von der Gesellschaft nicht eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden.
Der Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,1% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.
Die Taaleritehdas Plc, Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 3,10% (164.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:
Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland
Die Taaleritehdas Wealth Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 3,10% (164.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:
Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland
Die Taaleritehdas Fund Management Ltd., Helsinki, Finnland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 16. August 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, Deutschland am 25. Juli 2013 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,10% (das entspricht 164.000 Stimmrechten) betragen hat.
Davon sind ihr 3,10% (164.000 Stimmrechte) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Anhang
Von folgendem Aktionär, deren Stimmrechtsanteil an der Eckert & Ziegler AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet:
Taaleritehdas ArvoRein Equity Fund, Helsinki, Finnland
Im Jahr 2012 gab es keine gemäß WpHG meldepflichtigen Sachverhalte.
In der Kapitalrücklage ist der Betrag ausgewiesen, der bei der Ausgabe von Anteilen einschließlich von Aktien über den Nennbetrag hinaus (Agio) abzüglich der Emissionskosten (nach Steuern) erzielt wurde.
Weiterhin werden in der Kapitalrücklage diejenigen Beträge ausgewiesen, die im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen (IFRS 2) erfasst werden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Aufwendungen aus der Ausgabe von Aktienoptionen in der Kapitalrücklage erfasst.
Bestandteil der Gewinnrücklagen sind in der Vergangenheit erzielte und nicht ausgeschüttete Ergebnisse von in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Außerdem beinhalten die Gewinnrücklagen die im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS erfassten Anpassungen. Ebenfalls werden in den Gewinnrücklagen die aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften resultierenden Umrechnungsdifferenzen in Höhe von –2.977 Tsd. Euro (2012: – 1.658 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Bewegungen in 2013 bzw. 2012 betrafen im Wesentlichen die amerikanischen Tochtergesellschaften. Des Weiteren werden in den Rücklagen erfolgsneutral zu berücksichtigende Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (nach Steuern) in Höhe von 2 Tsd. Euro (2012: 2 Tsd. Euro) sowie die im sonstigen Konzernergebnis zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste (nach Steuern) aus leistungsorientierten Pensionszusagen in Höhe von – 833 Tsd. Euro (2012: – 1.640 Tsd. Euro) ausgewiesen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 19. November 2015 eigene Aktien zu anderen Zwecken als dem Wertpapierhandel bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zu erwerben. Auf die nach dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Anteile der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat, noch besitzt oder welche ihr nach §§ 71a ff. Aktiengesetz zuzurechnen sind, nicht mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Der Vorstand wird weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund früherer Ermächtigungen bereits erworben wurden, wie folgt, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre, zu verwenden:
Die eigenen Aktien können gegen Barzahlung veräußert werden, wobei der Verkaufspreis den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Wirksamwerden der Veräußerung (ohne Erwerbsnebenkosten) gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nicht wesentlich unterschreiten darf.
Die eigenen Aktien können zur Erfüllung der Verpflichtungen der Hauptversammlung vom 30. April 1999 beschlossenen und in der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 geänderten Aktienoptionsplan der Gesellschaft verwendet werden, wobei die Entscheidung hierüber dem Aufsichtsrat der Gesellschaft obliegt, soweit eigene Aktien an Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft übertragen werden sollen.
Im März 2003 hat der Vorstand von der in Vorjahren erteilten Ermächtigung Gebrauch gemacht und insgesamt 320.000 eigene Aktien (ca. 9,8% des Grundkapitals) zu einem durchschnittlichen Kurs von 3,35 Euro je Aktie erworben.
Im Oktober 2003 wurden 5.503 dieser Aktien wieder veräußert. Die im Geschäftsjahr 2004 erfolgten Akquisitionen der Eckert & Ziegler MMI GmbH sowie der Eckert & Ziegler Isotope Products GmbH wurden teilweise mit eigenen Aktien finanziert. Dabei wurden insgesamt 139.648 eigene Aktien eingesetzt. Darüber hinaus wurden im März bzw. August 2006 fällige Darlehen mit der Hingabe von 17.214 Aktien beglichen. Zur Bedienung der im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms ausgegebenen Optionen wurden bisher 51.000 (2007: 2.700 Aktien, 2006: 2.900 Aktien, 2005: 32.000 Aktien, 2004: 13.400 Aktien) eigene Aktien verwendet. Im Geschäftsjahr 2007 wurden 200 eigene Aktien, die zur Bedienung von Mitarbeiteroptionen eingesetzt wurden, über die Börse wieder zurückgekauft.
Im Zusammenhang mit der Option auf den Erwerb weiterer Stimmrechtsaktien an der Eckert & Ziegler BEBIG S.A. hat die Eckert & Ziegler AG die Verpflichtung übernommen bei Ausübung der Option durch den Vertragspartner einen Teil des Ausübungspreises mit 66.667 eigenen Aktien zu begleichen. Diese Verbindlichkeit wurde im Jahr 2008 bilanziert, indem ein Betrag in Höhe von 566 Tsd. Euro ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde. Im März 2011 wurde die Option ausgeübt und 66.667 Aktien aus dem Bestand an eigenen Aktien an die SMI Steglitz MedInvest UG übertragen.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms 35.331 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 12,33 Euro je Aktie über die Börse zurückgekauft. Zur Bedienung von ausgeübten Aktienoptionen wurden aus dem Bestand an eigenen Aktien 1.600 Stück eingesetzt, 15.331 eigene Aktien wurden über die Börse verkauft. Im Geschäftsjahr 2010 wurden 20.000 eigene Aktien über die Börse verkauft, 33.750 eigene Aktien wurden für den Erwerb von Anteilen bzw. Darlehensforderungen von Minderheitsgesellschaftern eingesetzt. Durch die Transaktionen mit eigenen Aktien wurde im Geschäftsjahr 2010 insgesamt ein Gewinn in Höhe von 951 Tsd. Euro (2009: 208 Tsd. Euro) realisiert, welcher ergebnisneutral der Kapitalrücklage für eigene Aktien zugeführt wurde.
Der Bestand an eigenen Aktien betrug zum 31. Dezember 2013 4.818 Stück. Dies entspricht rechnerisch einem Anteil von 0,1% am Grundkapital der Gesellschaft. Die Anzahl (5.288.165) der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 nicht verändert.
Die Entwicklung der Anzahl der ausstehenden Aktienoptionen ist im Teil "Sonstige Angaben" dargestellt.
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Anhang
Die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.539 | 15.319 |
| Leasingverbindlichkeiten | 0 | 88 |
| sonstige Darlehensverbindlichkeiten | 1.088 | 39 |
| Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt | 22.627 | 15.446 |
| davon kurzfristig | 5.055 | 5.673 |
| davon langfristig | 17.572 | 9.773 |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres:
| Tsd. Euro | Zinssatz p.a. | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Darlehen der Commerzbank AG | 3,99% | 6.500 | 0 |
| Darlehen der DZ Bank | 3,10% | 5.931 | 2.076 |
| Darlehen von Altgesellschaftern aus der Übernahme von Anteilen |
0% bis 10% | 1.088 | 40 |
| Darlehen der Deutschen Industrie Bank AG (IKB) (ERP-Innovationsprogramm) |
4,75% bis 4,85% | 2.187 | 3.437 |
| Darlehen der Deutschen Bank AG | 3M EURIBOR + 2,4% | 2.063 | 3.713 |
| Darlehen der Commerzbank AG | 4,65% | 1.631 | 1.895 |
| Darlehen der Deutschen Bank AG | 3,17% | 1.500 | 0 |
| Darlehen der Comerica Bank (USA) | Prime + 1 % | 852 | 1.118 |
| Darlehen der Credit Agricole | 5,00% | 360 | 508 |
| Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) |
6,10% | 291 | 660 |
| Darlehen der Deutschen Bank AG | 4,45% | 0 | 632 |
| Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) |
4,27% | 0 | 440 |
| Darlehen der Commerzbank AG | 4,90% | 0 | 379 |
| Darlehen von nahestehenden Personen | 6,50% | 0 | 0 |
| sonstige Darlehen | 0% bis 6% | 223 | 460 |
| Darlehensverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt | 22.627 | 15.446 |
Die Darlehens- und Finanzleasingverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Aufnahme neuer Darlehen im Zusammenhang mit dem Aufbau einer Produktionsstätte in Warschau, der Modernisierung einer deutschen Produktionsstätte und den Unternehmenserwerben des Segmentes Therapie. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. wurde außerdem ein Verkäuferdarlehen in Höhe von 1,5 Mio. USD (1.088 Tsd. Euro) übernommen.
Im September 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH ein Darlehen über 6.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der im November erfolgten Unternehmenserwerbe aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2018 und wird beginnend ab dem zweiten Quartal 2015 in vierteljährlichen Raten von 465 Tsd. Euro getilgt.
Im November 2013 hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH ein Darlehen über 1.500 Tsd. Euro zur Finanzierung der Modernisierung ihrer Produktionsstätte aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 und wird beginnend ab dem zweiten Quartal 2014 in vierteljährlichen Raten von 48 Tsd. Euro getilgt.
Im Mai 2012 hat die Eckert & Ziegler f-con Deutschland GmbH ein Darlehen zur Finanzierung des Neubaus einer Produktionsstätte ihrer polnischen Tochtergesellschaft in Warschau aufgenommen. Das Darlehen hat ein Gesamtvolumen von 6.530 Tsd. Euro von denen bis zum 31. Dezember 2013 5.931 Tsd. Euro (2012: 2.076 Tsd. Euro) in Anspruch genommen waren. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2019 und wird beginnend ab dem Jahr 2014 in vierteljährlichen Raten von zunächst 218 Tsd. Euro zurückgezahlt.
Im Oktober 2012 hat die Eckert & Ziegler Vitalea Science Inc. ein Darlehen über 1.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 10. Oktober 2017 und wird in monatlichen Raten von 25 Tsd. USD zurückgezahlt.
Im Juni 2011 wurde ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von 2.500 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2018 und ist, beginnend ab 30. September 2013 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD zurück zu zahlen.
Im Mai 2010 hat die Eckert & Ziegler AG zur teilweisen Refinanzierung der im Rahmen eines Übernahmeangebotes erworbenen zusätzlichen Anteile an der International Brachytherapy S.A. ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von 8.250 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2015 und wird in vierteljährlichen Raten von 412 Tsd. Euro zurückgezahlt.
Das Darlehen der Deutschen Industriebank AG (IKB) aus dem ERP- Innovationsprogramm diente der Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten bei der Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. September 2015 und wird beginnend ab 30. Dezember 2009 in vierteljährlichen Raten von zunächst 104 Tsd. Euro bzw. ab 30. Dezember 2012 in vierteljährlichen Raten von 312 Tsd. Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt.
Zur anteiligen Finanzierung des Erwerbs der Eckert & Ziegler Nuclitec GmbH hat die Eckert & Ziegler AG im Januar 2009 ein Darlehen der Deutschen Bank AG in Höhe von 3.000 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2013 und wurde in vierteljährlichen Raten von 158 Tsd. Euro zurückgezahlt.
Ebenfalls im Januar 2009 hat die Eckert & Ziegler AG ein Darlehen der Commerzbank AG in Höhe von 2.000 Tsd. USD aufgenommen. Das Darlehen wurde von der Eckert & Ziegler AG an ihre amerikanische Tochtergesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL) weitergereicht und diente der Ablösung des kurzfristigen Darlehens, welches der Verkäufer der NASM-Industriequellensparte der IPL gewährt hatte. Das Darlehen wurde seit dem 31. März 2010 in vierteljährlichen Raten von 125 Tsd. USD bis zum 31. Dezember 2013 vollständig getilgt.
Im Jahr 2009 wurde das Darlehen gegenüber der Deutschen Industriebank AG (IKB) (Partiarisches Darlehen) in der ursprünglichen Höhe von 2.812 Tsd. Euro zum 30. Juni 2008 vollständig getilgt. Die Umfinanzierung erfolgte über ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von 2.000 Tsd. Euro mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2014. Das Darlehen wird in gleich bleibenden vierteljährlichen Raten (inklusive Zinsen) in Höhe von 100 Tsd. Euro zurückgezahlt.
Anhang
Zur Ablösung des im Geschäftsjahr 2007 im Rahmen des Unternehmenserwerbes von den Altgesellschaftern gewährten Darlehens hat die Eckert & Ziegler EURO-PET Köln/Bonn GmbH im Jahr 2008 ein Darlehen der Commerzbank AG (KfW-Globaldarlehen) in Höhe von 2.200 Tsd. Euro aufgenommen. Das Darlehen hatte eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2013 und wurde beginnend ab 30. März 2009 in vierteljährlichen Raten von 110 Tsd. Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Als Sicherheit für das Darlehen wurde das Zyklotron der Gesellschaft an die Bank sicherungsübereignet.
Der Konzern verfügt insgesamt über Kreditlinienzusagen in Höhe von 8.035 Tsd. Euro. Die Restlaufzeiten der Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2013 und 2012 wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 5.055 | 5.673 |
| Restlaufzeit >1 bis 5 Jahre | 15.606 | 9.030 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 1.966 | 743 |
| Darlehens- und Leasingverbindlichkeiten zum 31.12., gesamt | 22.627 | 15.446 |
Die Position Abgrenzung von Zuschüssen setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| abgegrenzte Zuschüsse kurzfristig | 104 | 92 |
| abgegrenzte Zuschüsse langfristig | 715 | 954 |
| Stand zum 31.12. | 819 | 1.046 |
Die Pensionsverpflichtungen wurden gemäß IAS 19 (revised) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet (PUC-Methode) und mit dem Barwert der am Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche inklusive wahrscheinlicher künftiger Erhöhungen von Renten berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Bewertungen des Planvermögens und des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wurden zum 31. Dezember 2013 (ebenso wie im Vorjahr) von der Longial AG bzw. von der Allianz Lebensversicherung AG durchgeführt.
Die wichtigsten Annahmen, welche der versicherungsmathematischen Bewertung zugrunde gelegt wurden, sind:
| % | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz(-sätze) | 2,75 bis 3,80 | 2,75 bis 3,45 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | 2,75 | 2,75 |
| Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen | 2,50 | 3,00 |
| Erwartete prozentuale Pensionssteigerungen | 1,50 | 1,75 |
| Erwartete prozentuale Inflationsrate | 2,00 | 2,00 |
Zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres ergeben sich die folgenden versicherungsmathematisch ermittelten Werte:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Barwerte der leistungsorientierten Versorgungsansprüche | 8.316 | 9.207 |
| Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert | – 353 | – 344 |
| Pensionsrückstellungen zum 31.12. | 7.963 | 8.863 |
Der bilanziell ausgewiesene Betrag für die Pensionsrückstellungen entwickelte sich wie folgt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen zum 01.01. | 8.863 | 6.816 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 489 | 473 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) bzw. Verluste (+) | – 1.178 | 1.786 |
| Auszahlungen aus dem Planvermögen | 4 | 4 |
| Ertrag aus Planvermögen | – 13 | – 15 |
| Pensionszahlungen | – 202 | – 201 |
| Pensionsrückstellungen zum 31.12. | 7.963 | 8.863 |
| davon kurzfristiger Anteil | 403 | 387 |
| davon langfristiger Anteil | 7.560 | 8.476 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung des jeweiligen Geschäftsjahres wurden die folgenden Beträge erfasst:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 191 | 158 |
| Zinsaufwand | 298 | 315 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | – 10 | – 9 |
| Summe der erfassten Beträge | 479 | 464 |
Im Geschäftsjahr wurden die folgenden Beträge im sonstigen Konzernergebnis erfasst:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) am 1.1. | 2.419 | 633 |
| Zugang/Abgang | – 1.178 | 1.786 |
| kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) am 31.12. | 1.241 | 2.419 |
Das Planvermögen besteht aus einer, ausschließlich aus Arbeitgeberbeiträgen finanzierten Rückdeckungsversicherung. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens | 344 | 333 |
| Erwarteter Ertrag aus Planvermögen | 10 | 9 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn | 3 | 6 |
| Auszahlungen aus dem Planvermögen | – 4 | – 4 |
| Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens | 353 | 344 |
Anhang
Für das Geschäftsjahr 2014 werden Pensionszahlungen in Höhe von 403 Tsd. Euro erwartet. Dieser Anteil wird in der Bilanz zum 31. Dezember 2013 erstmalig unter den kurzfristigen Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz des Vorjahres wurde dementsprechend angepasst.
Der Barwert der leistungsorientierten Versorgungsansprüche und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens haben sich wie folgt entwickelt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Defined benefit obligation | 8.316 | 9.207 | 7.149 | 6.238 | 6.029 |
| Planvermögen | 353 | 344 | 333 | 325 | 322 |
| Funded status | – 7.963 | – 8.863 | – 6.816 | – 5.913 | – 5.707 |
Weiterhin existieren Versorgungspläne für zwei aktuelle Vorstandsmitglieder, die als arbeitnehmerfinanzierte beitragsorientierte Leistungszusage (Entgeltumwandlung) konzipiert worden sind. Die Höhe der Entgeltumwandlung für die Versorgungspläne belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 111 Tsd. Euro (2012: 111 Tsd. Euro). Die Versorgungszusagen werden über eine kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Übrigen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2013 und 2012.
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (langfristig) | 13.230 | 13.706 |
| Sonstige Rückstellungen (langfristig) | 10.761 | 6.921 |
| Übrige Rückstellungen zum 31.12. | 23.991 | 20.627 |
| Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (kurzfristig) | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) | 4.014 | 3.599 |
| Übrige kurfristige Rückstellungen zum 31.12. | 4.014 | 3.599 |
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen beinhalten erwartete Aufwendungen für den Rückbau und die Entsorgung der Produktionsanlagen und Mietereinbauten und haben sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt entwickelt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen zum 01.01. | 13.706 | 12.638 |
| Zugänge/Abgänge | – 796 | 621 |
| Aufzinsung | 445 | 488 |
| Währungsumrechnung | – 125 | – 41 |
| Rückstellungen zum 31.12. | 13.230 | 13.706 |
Für die Bewertung der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen erfolgte im Geschäftsjahr 2013 in Übereinstimmung mit IFRIC 1 eine Anpassung der laufzeitadäquaten Abzinsungssätze an die Entwicklung der Kapitalmärkte. Die angepassten Zinssätze liegen zwischen 0,5% bis 2,3%. Bei Beibehaltung der Vorjahreszinssätze von 0,2% bis 2,5% hätte sich eine um 800 Tsd. Euro höhere (2012: 405 Tsd. Euro niedrigere) Rückstellung ergeben. Auszahlungen für den Rückbau werden in den Geschäftsjahren 2015 bis 2030 erwartet.
Für einige Betriebsstätten werden Gelder in einen Fonds eingezahlt, deren Verwendung auf den zukünftigen Rückbau beschränkt ist. Die Einzahlungen werden unter der Position "Übrige langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen und betragen 64 Tsd. Euro (2012: 66 Tsd. Euro).
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2013 betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für die Verpflichtung zur Verarbeitung von eigenen und von Dritten angenommenen radioaktiven Reststoffen in Höhe von 7.961 Tsd. Euro (2012: 7.665 Tsd. Euro).
Die Position Übrige langfristige Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber einem Minderheitsgesellschafter aus dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 1.620 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro) sowie langfristige Verbindlichkeiten aus einem im Geschäftsjahr 2013 abgeschlossenen Lizenzvertrag in Höhe von 1.957 Tsd. Euro (2012: 0 Tsd. Euro)
Weiterhin beinhaltet die Position Übrige langfristige Verbindlichkeiten drei Zinsswaps in Höhe von 681 Tsd. Euro (2012: 1.026 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich um Derivate, welche gemäß IAS 39.9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten bilanziert werden. Weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten sind in den Erläuterungen unter Tz. 39 enthalten. Der voraussichtlich kurzfristig fällige Teil dieser Zinsswaps in Höhe von 134 Tsd. Euro (2012: 176 Tsd. Euro) wird unter den Übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Position Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten setzt sich zum 31. Dezember jeweils wie folgt zusammen:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt | 3.558 | 4.474 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 462 | 284 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden | 1.164 | 1.098 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Aufwandsabgrenzungen | 5.135 | 5.466 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.013 | 1.832 |
| Stand zum 31.12. | 11.332 | 13.154 |
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten für die Eckert & Ziegler AG und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 29.414 | 30.842 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 22 | 22 |
| Forderungen und Darlehen | 23.562 | 26.558 |
| Derivative Finanzinstrumente | 4.309 | 1.500 |
| Stand zum 31.12. | 57.307 | 58.922 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 45.958 | 40.997 |
| Derivative Finanzinstrumente | 815 | 1.202 |
| Stand zum 31.12. | 46.773 | 42.199 |
In der Position Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden die Wertpapiere ausgewiesen. Das Unternehmen hält zum 31. Dezember 2013 einen Geldmarktfonds. Dieser wird an der Börse gehandelt. Die Werte sind täglich verfügbar. In der Position Derivative Finanzinstrumente sind der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehens- und Optionsvertrag mit der ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH sowie Optionen auf den Erwerb weiterer Anteile an der Octreo-Pharm Sciences GmbH enthalten.
In der Position Derivative Finanzinstrumente bei den finanziellen Verbindlichkeiten werden die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Zinsswaps ausgewiesen. Für diese Swaps werden Marktpreise ermittelt, zu denen die Swaps jederzeit aufgelöst werden können.
Die Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
| DARLEHEN UND FORDERUNGEN | |||
|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kurzfristig | 20.277 | 20.115 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Langfristig | 2.853 | 1.886 |
| Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen |
Kurzfristig | 0 | 1.983 |
| Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen |
Langfristig | 368 | 1.855 |
| Sonstige Forderungen | Langfristig/Kurzfristig | 64 | 719 |
| Stand zum 31.12. | 23.562 | 26.558 | |
Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012 |
|---|
| 5.585 |
| 9.773 |
| 88 |
| 7.454 |
| 4.831 |
| 11.921 |
| 1.345 |
| 40.997 |
Die Zusammensetzung der Darlehensverbindlichkeiten und Finanzleasingverbindlichkeiten ist in Tz. 35 erläutert.
Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der Finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.
| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Beizulegender | Beizulegender | |||
| Tsd. Euro | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | Buchwert |
| Finanzielle Vermögenswerte, be wertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten |
||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
29.414 | 29.414 | 30.842 | 30.842 |
| Forderungen aus Lieferungen und | ||||
| Leistungen und sonstige Forderungen | 23.562 | 23.562 | 26.558 | 26.558 |
| Stand zum 31.12. | 52.976 | 52.976 | 57.400 | 57.400 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, be wertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten |
||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
7.779 | 7.779 | 7.454 | 7.454 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden |
24.103 | 22.627 | 15.169 | 15.318 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing |
0 | 0 | 88 | 88 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
15.552 | 15.552 | 18.137 | 18.137 |
| Stand zum 31.12. | 47.434 | 45.958 | 40.848 | 40.997 |
Der beizulegende Zeitwert von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.
Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt der Konzern durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.
Die nach IAS 39 Kategorien gebildeten Nettogewinne bzw. -verluste bestehen im Wesentlichen aus Abgangsgewinnen bzw. -verlusten, Änderungen im fair value, Wertminderungen sowie nachträglichen Eingängen an abgeschriebenen Finanzinstrumenten. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne/ -verluste nach Kategorien.
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen | 975 | – 551 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 2.881 | – 367 |
Anhang
Die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" betrifft Zinsswaps und Optionen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen:
| Tsd. Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
22 | 0 | 0 | 22 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 4.304 | 4.304 |
| Stand zum 31.12.2013 | 22 | 0 | 4.304 | 4.326 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | – 815 | 0 | – 815 |
| Stand zum 31.12.2013 | 0 | – 815 | 0 | – 815 |
| Tsd. Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
22 | 0 | 0 | 22 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 1.500 | 1.500 |
| Stand zum 31.12.2012 | 22 | 0 | 1.500 | 1.522 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert |
||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | – 1.202 | 0 | – 1.202 |
| Stand zum 31.12.2012 | 0 | – 1.202 | 0 | – 1.202 |
Stufe 1: Die Marktwertermittlung erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese Vermögenswerte und Schulden.
Stufe 2: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die entweder direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.
Stufe 3: Die Marktwertermittlung erfolgte für diese Vermögenswerte und Schulden auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der Konzern im Finanzbereich Kredit-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Die Marktrisiken betreffen insbesondere Zinsänderungs- und Währungskursrisiken.
Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Kunde oder Kontrahent der Eckert & Ziegler Gruppe seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultieren zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.
Für den Konzern entsteht ein mögliches Kreditrisiko im Wesentlichen aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikoexposition wird primär durch die Größe der Kunden und die landesspezifischen Regeln und Usancen zur Abwicklung von Erstattungen medizinischer Leistungen durch öffentliche Träger beeinflusst.
Für Neukunden wird grundsätzlich ein Rating eingeholt und erste Lieferungen erfolgen prinzipiell gegen Vorkasse. Lieferungen an Kunden, die wegen ihrer Größe oder ihres Standorts als dauerhaft unsicher gelten, werden mittels Vorkassen oder Akkreditiven abgesichert. Die Überwachung des Kreditrisikos erfolgt im Rahmen des konzernübergreifenden Risikomanagements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte zum Stichtag in Höhe von 27.893 Tsd. Euro (2012: 28.080 Tsd. Euro).
Mit Ausnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält die Bilanz keine überfälligen oder wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser übrigen finanziellen Vermögenswerte als sehr niedrig ein.
Die maximale Kreditexposition zum Abschlussstichtag hinsichtlich der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war, nach geografischen Regionen, wie folgt:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Europa | 10.154 | 10.003 |
| Nordamerika | 3.956 | 5.212 |
| Sonstige | 6.167 | 4.900 |
| Stand zum 31.12. | 20.277 | 20.115 |
Die Altersstruktur der überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen stellt sich zum 31. Dezember wie folgt dar:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| 1 bis 90 Tage | 9.491 | 7.403 |
| über 90 Tage | 2.404 | 2.640 |
| 11.895 | 10.043 |
Die überfälligen, jedoch nicht wertgeminderten Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Arztpraxen und ausländische Kliniken. Auf Grund der Erfahrung aus der Vergangenheit wird der Zahlungseingang in obiger Höhe erwartet.
Bei der Ermittlung von Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden die kundenspezifischen Besonderheiten zu Grunde gelegt. Dabei wird in der Regel vor der Wertminderung einer Forderung das bisherige Zahlungsverhalten des jeweiligen Kunden individuell ausgewertet. Die Entwicklung der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand zum 01. Januar | 2.253 | 1.702 |
| Netto-Zuführungen | 196 | 1.784 |
| Inanspruchnahme | – 1.171 | – 1.235 |
| Wechselkurseffekte | – 5 | 2 |
| Stand zum 31. Dezember | 1.273 | 2.253 |
Anhang
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln.
Im Rahmen der Finanzplanung wird eine Liquiditätsvorschau erstellt, aus welcher sich unter anderem zusätzlicher Fremdfinanzierungsbedarf im Voraus erkennen lässt.
Der Konzern generiert seine finanziellen Mittel grundsätzlich durch das operative Geschäft. Zum 31. Dezember 2013 standen der Eckert & Ziegler AG und ihren Tochtergesellschaften darüber hinaus im Bedarfsfall Kreditlinien in Höhe von 8.035 Tsd. Euro (2012: 18.628 Tsd. Euro) zur Verfügung. Für außerordentliche Investitionen und Akquisitionen sowie für die Ablösung endfälliger Darlehen werden teilweise neue Fremdfinanzierungen entsprechend den oben beschriebenen Rahmenbedingungen aufgenommen.
Zum Abschlussstichtag weist die Konzernbilanz diverse kurz- und langfristige Verbindlichkeiten auch gegen Kreditinstitute aus. Für die zukünftige Liquidität des Konzerns ist es notwendig, dass diese Fremdfinanzierungen weiter bestehen bzw. kurzfristig umfinanziert werden können.
Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine wesentliche Kapitalmaßnahme abgeschlossen. Zur teilweisen Refinanzierung des IBt-Übernahmeangebots wurde ein Kredit über 8,25 Mio. Euro abgeschlossen. Das Darlehen ist grundsätzlich variabel auf Basis des 3-Monats-EURIBORs verzinst, allerdings wurde das Zinsänderungsrisiko mit einem äquivalent zur Tilgungsstruktur laufenden Zinsswap komplett abgesichert. Der Kredit ist mit quartalsweisen Tilgungen belegt und wird vollständig über die Laufzeit von 5 Jahren zurückgezahlt. Darüber hinaus gab es zu verschiedenen Projekten, die nicht im Jahr 2010 realisiert wurden, Kreditanfragen, zu denen Eckert & Ziegler Angebote von verschiedenen Banken erhalten hat. Auch während der Finanz- und Wirtschaftskrise zeigten sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Steigerung der Eigen- und Fremdfinanzierung der Eckert & Ziegler Gruppe. Der Vorstand sieht den Grund dafür in der soliden Finanzierung des Konzerns mit noch immer relativ hoher Eigenkapitalquote und großem Gründeranteil sowie der guten Perspektive der profitablen operativen Einheiten. Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Financial Covenants eingehalten wurden und kein Kredit und keine Kreditlinie im Geschäftsjahr 2013 von der Gegenseite gekündigt wurde.
Aus den Möglichkeiten zur Fremdfinanzierung und der Vorhersage von Liquiditätsbedarf lässt sich ableiten, dass der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um seinen Bestand und seine Weiterentwicklung sichern zu können. Er sieht sich auch in der Lage, sämtliche Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, selbst wenn in den kommenden Geschäftsjahren ein leichter Anstieg des Verschuldungsgrades notwendig wäre, um das Wachstum durch weitere Akquisitionen abzusichern und Neuproduktentwicklungen finanzieren zu können.
Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive Zinszahlungen stellen sich wie folgt dar:
| ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE | 31.12.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Zahlungsmittelabfluss | |||||
| Tsd. Euro | Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | festver zinslich |
20.564 | 24.202 | 5.686 | 17.867 | 649 |
| Darlehensverbindlichkeiten | variabel ver |
|||||
| zinslich | 2.063 | 2.124 | 1.707 | 417 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
unver zinslich |
7.779 | 7.779 | 7.747 | 32 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal |
unver zinslich |
4.364 | 4.364 | 4.364 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | unver zinslich |
11.188 | 11.188 | 9.568 | 1.071 | 549 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
815 | 815 | 134 | 681 | 0 | |
| Stand zum 31.12. | 46.773 | 50.472 | 29.206 | 20.068 | 1.198 |
| ANALYSE DER VERTRAGLICH VEREINBARTEN FÄLLIGKEITSTERMINE 31.12.2012 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Zahlungsmittelabfluss | |||||
| Tsd. Euro | Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||
| Darlehensverbindlichkeiten | festver zinslich |
10.528 | 11.432 | 4.116 | 6.569 | 747 |
| Darlehensverbindlichkeiten | variabel ver zinslich |
4.830 | 4.950 | 1.921 | 3.029 | 0 |
| Finanzleasing verbindlichkeiten |
festver zinslich |
88 | 88 | 88 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
unver zinslich |
7.454 | 7.454 | 7.454 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal |
unver zinslich |
4.831 | 4.831 | 4.831 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
unver zinslich |
13.266 | 13.266 | 13.266 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
1.202 | 1.451 | 318 | 937 | 196 | |
| Stand zum 31.12. | 42.199 | 43.472 | 31.994 | 10.535 | 943 |
Den Zahlungsabflüssen für die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten liegt ein Zinssatz in 2013 von 2,5% (2012: 1,2%) zu Grunde.
Aus seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungen auf die Geschäftsvorfälle und die in Fremdwährung nominierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten resultieren (Transaktionsrisiken).
Die wesentlichen Fremdwährungstransaktionen in der Eckert & Ziegler Gruppe betreffen den US-Dollar durch Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen der amerikanischen Tochterunternehmen und Export-Geschäfte der deutschen Tochterunternehmen. Nur teilweise kompensiert wird der Effekt durch die operative Tätigkeit einiger Tochtergesellschaften, die Vorprodukte und Waren teilweise in US-Dollar einkaufen und die Endprodukte größtenteils in Euro absetzt.
MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 113
Anhang
Exportgeschäfte in Polnischen Złoty werden im Bedarfsfall mittels Fremdwährungs-Optionen und Termingeschäften gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Positionen aus Devisenterminund -optionsgeschäften.
Die Risikoexposition des Konzerns hinsichtlich des Transaktionsrisikos war zum Abschlussstichtag wie folgt:
| Fremdwährungsexposition | 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| umgerechnet in Tsd. Euro | USD | GBP | PLN | CZK | USD | GBP | PLN | CZK |
| Zahlungsmittel | 9.819 | 396 | 185 | 218 | 6.753 | 248 | 174 | 156 |
| Forderungen aus Lieferungen und |
||||||||
| Leistungen | 5.276 | 747 | 747 | 50 | 6.602 | 195 | 525 | 149 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
||||||||
| und Leistungen | – 912 | – 217 | – 66 | – 1 | – 1.007 | – 39 | – 263 | – 19 |
| Bilanzexposition | 14.183 | 926 | 866 | 267 | 12.348 | 404 | 436 | 286 |
Die Bilanzexposition entspricht dabei jeweils der Netto-Exposition, da zu den Abschlussstichtagen keine Fremdwährungsswaps existierten.
Ein Anstieg des Euro von 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Gesamtergebnisses geführt:
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Effekt in Tsd. Euro | USD | GBP | PLN | CZK | USD | GBP | PLN | CZK |
| Gesamtergebnis | – 1.418 | – 93 | – 87 | – 27 | – 1.235 | – 40 | – 44 | – 29 |
Eine Senkung des Euro von 10% gegenüber den oben aufgeführten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleichen, aber entgegengesetztem Effekt auf die angeführten Währungen geführt.
Als Basis der Sensitivitätsanalyse wurden die unter Tz. 4 angegebenen Währungsumrechnungskurse verwendet.
Zinsänderungsrisiken ist der Konzern im Wesentlichen im Bereich der mittel- und langfristig verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Grund von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt.
Für Posten, die bei Zinsänderungen keine Zahlungswirkung erzeugen, werden keine Absicherungsmaßnahmen getroffen.
Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos bei der kurzfristigen Kreditmittelbeschaffung hat der Konzern im Oktober 2005 einen Zinsswap mit einer Laufzeit von 12 Jahren abgeschlossen. Abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 2.000 Tsd. Euro zu einem Festzinssatz von 3,53%. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei jeweils quartalsweise einen Festbetrag von 17.650 Euro bis Oktober 2017. Im Gegenzug dazu zahlt die Bank quartalsweise variable Beträge (jeweils den 3-Monats EURIBOR) bis Ablauf des Vertrages.
Im Mai 2010 hat der Konzern einen weiteren Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für ein variabel verzinstes Darlehen abgeschlossen. Der Swap hat eine Laufzeit von 4 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 6.250 Tsd. Euro, der jeweils zum Quartalsende um 412 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 1,55% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.
Ein weiterer Zinsswap zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos für variabel verzinste Finanzierungsdarlehen wurde im Februar 2011 abgeschlossen. Dieser Swap hat eine Laufzeit von 10 Jahren, abgesichert wurde ein Bezugsbetrag von 8.000 Tsd. Euro, der beginnend ab 31. Dezember 2013, jeweils zum Quartalsende um 250 Tsd. Euro reduziert wird. Die Eckert & Ziegler AG zahlt dabei quartalsweise auf den jeweiligen Bezugsbetrag einen festen Zins von 3,21% und erhält dafür im Gegenzug variable Beträge in Höhe des 3-Monats EURIBOR Zinssatzes auf den jeweiligen Bezugsbetrag.
Der beizulegende Zeitwert dieser Swap-Geschäfte zum 31. Dezember 2013 beträgt –815 Tsd. Euro (2012: –1.202 Tsd.) und wird in der Bilanz unter den Übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Verlust aus der Veränderung der Marktbewertung wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert wurde dem Konzern von dem Kreditinstitut, mit dem die Swap-Geschäfte abgeschlossen wurden, mitgeteilt. Danach wurde für die Ermittlung des aktuellen Barwerts der Zins-Swaps alle vom Kunden beziehungsweise von der Bank zu leistenden Zahlungen vom Bewertungstag bis zum Vertragsende berechnet, auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve abgezinst, addiert und saldiert. Die Abzinsung der variablen Zinszahlungen (EURIBOR) erfolgte dabei auf Basis der aus der aktuellen Zinsstrukturkurve errechneten Terminzinssätze für den entsprechenden Zeitraum. Die sich hieraus ergebenden Salden weisen dann für die Kontrahenten einen positiven und einen negativen Barwert aus dem bestehenden Vertragsverhältnis aus.
Zum Bilanzstichtag weist der Konzern folgende verzinsliche Vermögenswerte und Schulden aus:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Verzinsliche finanzielle Vermögenswerte | 2.098 | 3.670 |
| davon variabel verzinslich | 371 | 1.703 |
| davon festverzinslich | 1.727 | 1.967 |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 22.627 | 15.446 |
| davon variabel verzinslich | 2.063 | 4.830 |
| davon festverzinslich | 20.564 | 10.616 |
Die festverzinslichen Vermögenswerte enthalten ein Darlehen aus umgewandelten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eines Joint Ventures.
Ein Anstieg des Marktzinses von 100 Basispunkten zum Abschlussstichtag – unter Voraussetzung sonst gleich bleibender Annahmen – hätte zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Periodenergebnisses geführt:
| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Effekt in Tsd. Euro | + 100 Basis punkte |
– 100 Basis punkte |
+ 100 Basis punkte |
– 100 Basis punkte |
| Zinsergebnis für variabel verzinsliche Finanzinstrumente |
341 | – 364 | 450 | – 407 |
Anhang
Die variabel verzinslichen Darlehen an die ELSA Eckert Life Science Accelerator GmbH sowie die damit verbundenen Optionsgeschäfte weisen folgende Sensitivitäten auf:
| Szenario | I | II | III | IV |
|---|---|---|---|---|
| Variable | Diskontierungsfaktor | Preis des Basiswertes | ||
| +/– | + 100 Bsp. | – 100 Bsp. | + 30% | – 30% |
| Szenariowert Tsd. Euro | 4 | 2 | 493 | 266 |
| Veränderung ggü. Basis | + 615 | + 615 | + 1.235 | – 5 |
| Szenario | I | II | III | IV |
|---|---|---|---|---|
| Variable | Volatilitäten | Preis des Basiswertes | ||
| +/– | + 50% | – 50% | + 30% | – 30% |
| Szenariowert Tsd. Euro | 1 | 0 | 493 | 266 |
| Veränderung ggü. Basis | + 617 | – 523 | + 975 | – 915 |
Die Grundlage für das Kapitalmanagement bildet das Capital at Risk. Dazu werden alle Forderungen, Beteiligungswerte und Garantien, welche die Eckert & Ziegler AG an bzw. für Tochtergesellschaften gegeben hat, herangezogen. Dem Capital at Risk gegenübergestellt wird das EBIT des Segments. Der Quotient aus beiden Werten ergibt den Return on Capital at Risk. Die Entwicklung dieses Wertes für die Segmente wird vom Vorstand über den Zeitablauf beobachtet und für rückwärtsgewandte Bewertungen und vorwärtsorientierte Zielsetzungen verwendet.
Für die vergangenen vier Jahre stellt sich die Entwicklung der Kennzahl "Return on Capital at Risk" wie folgt dar:
| 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtkonzern | 20% | 28% | 26% | 17% |
| Isotope Products | 61% | 80% | 80% | 40% |
| Strahlentherapie | 7% | 8% | 9% | 3% |
| Radiopharma | 10% | 24% | 14% | 13% |
| Umweltdienste | N.A. | N.A. | N.A. | N.A. |
Die Eckert & Ziegler AG (Mutterunternehmen) unterliegt nach aktien- und handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland der Mindestkapitalisierung nach § 92 AktG. Danach muss eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen werden, wenn die Summe des handelsrechtlichen Eigenkapitals der Muttergesellschaft 50 % des Grundkapitals unterschreitet. Dieses ist im Geschäftsjahr 2013 nicht eingetreten.
Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelbestand umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die sich aus Kassenbeständen, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten und sämtliche hochliquiden Mittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammensetzt.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung stellt dar, wie sich die Zahlungsmittel des Eckert & Ziegler Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Konzern-Kapitalflussrechnung in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) nach Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterteilt.
Ausgehend vom Periodenergebnis nach Steuern werden die Mittelzu- und -abflüsse indirekt abgeleitet. Das Ergebnis nach Steuern wird dazu um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen korrigiert und um die Veränderungen der Aktiva und Passiva ergänzt.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt. Er umfasst Zahlungsströme im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Herstellung und der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens, die nicht Bestandteil der liquiden Mittel sind.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird anhand der tatsächlichen Zahlungsvorgänge ermittelt und umfasst neben der Aufnahme und Tilgung von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten Zahlungsströme zwischen dem Konzern und seinen Anteilseignern, wie z.B. Dividendenzahlungen.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Konzern-Kapitalflussrechnung betrachtet werden, werden um die nicht zahlungswirksamen Effekte aus der Währungsumrechnung und Konsolidierungskreisänderungen bereinigt. Zudem werden Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von liquiden Mitteln geführt haben, nicht in die Kapitalflussrechnung einbezogen. Auf Grund der zuvor genannten Bereinigungen sind die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen nicht unmittelbar mit den entsprechenden Werten aus der veröffentlichten Konzernbilanz abstimmbar.
Am 15. Februar 2013 hat die Eckert & Ziegler Isotope Products Holdings GmbH sämtliche Anteile der Chemotrade Chemiehandelsgesellschaft, Düsseldorf erworben. Der in bar beglichene Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 490 Tsd. Euro, zuzüglich einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 56 Tsd. Euro, welche auf Basis der für die Jahre 2014 bis 2018 prognostizierten Umsatzerlöse berechnet wurde. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 2 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 339 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:
| Tsd. Euro | Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Umbewertung | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 137 | 137 |
| Sachanlagevermögen | 2 | 2 | |
| Forderungen | 486 | 486 | |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 11 | 11 | |
| Verbindlichkeiten | – 388 | – 388 | |
| latente Steuern | 0 | – 41 | – 41 |
| Nettovermögen | 111 | 96 | 207 |
| Kaufpreis | – 546 | – 546 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | – 339 |
Mit dem Erwerb der Chemotrade GmbH wurden liquide Mittel in Höhe von 11 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –535 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 1.028 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 60 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen, wäre der Konzernumsatz um 147 Tsd. Euro und der Verlust um 67 Tsd. Euro höher ausgefallen.
b) Erwerb des Geschäftsbereiches Entsorgung von der Energy Solutions EU im Geschäftsjahr 2013 Im Mai 2013 hat die Eckert & Ziegler Environmental Services Ltd. den Geschäftsbereich Entsorgung von der britischen Energy Solutions EU mit Wirkung zum 1. Juni 2013 übernommen. Der Kaufpreis für die übernommenen Vermögenswerte und Schulden betrug 2 GBP und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 3 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 27 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:
| Tsd. Euro | Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Umbewertung | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Latente Steuern | 0 | 8 | 8 |
| Verbindlichkeiten | 0 | – 35 | – 35 |
| Nettovermögen | 0 | – 27 | – 27 |
| Kaufpreis | 0 | 0 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | – 27 |
Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 1.609 Tsd. Euro und ein Verlust in Höhe von 146 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 891 Tsd. Euro und der Gewinn um 18 Tsd. Euro höher ausgefallen. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde im Ergebnis des zum Erwerbsstichtages durchgeführten Werthaltigkeitstests in voller Höhe von 27 Tsd. Euro wertgemindert, da der erzielbare Betrag null ist.
Mit Wirkung zum 1. Juli 2013 hat die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH sämtliche Anteile der BSM Diagnostika Gesellschaft m.b.H, Wien (einschließlich ihrer beiden 100%igen Tochtergesellschaften Comtec Laborgeräte GmbH und MEDPRO Vertrieb medizinisch-diagnostische Produkte Gesellschaft m.b.H.) erworben. Der Kaufpreis für die Gesellschaft betrug 1.500 Tsd. Euro und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 20 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 257 Tsd. Euro. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert ist für Steuerzwecke nicht abzugsfähig. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde wie folgt vorgenommen:
| Tsd. Euro | Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Umbewertung | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 9 | 995 | 1.004 |
| Sachanlagevermögen | 131 | 131 | |
| Forderungen | 1.282 | 1.282 | |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 304 | 304 | |
| Verbindlichkeiten | -1.229 | -1.229 | |
| latente Steuern | 0 | -249 | -249 |
| Nettovermögen | 497 | 746 | 1.243 |
| Kaufpreis | -1.500 | -1.500 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | -257 | ||
Mit dem Erwerb der BSM wurden liquide Mittel in Höhe von 304 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –1.196 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung sind im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 2.964 Tsd. Euro und ein Gewinn in Höhe von 104 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 2.964 Tsd. Euro und der Gewinn um 588 Tsd. Euro höher ausgefallen.
Am 1. November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. den Geschäftsbereich Brachytherapie der amerikanischen Biocompatibles Inc. übernommen und anschließend auf die BEBIG s.a. übertragen. Der in bar beglichene Kaufpreis für die erworbenen Vermögenswerte betrug 5,0 Mio. USD (3.657 Tsd. Euro), zuzüglich einer bedingten Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 2,0 Mio. USD (1.492 Tsd. Euro).
Die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit wurde auf Basis prognostizierter Umsatzerlöse berechnet und bei der Kaufpreisallokation als Verbindlichkeit des Geschäftsbereiches berücksichtigt. Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Kosten betrugen 30 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung ist gemäß IFRS 3.45 vorläufig. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.812 Tsd. Euro, welcher entsprechend dem US-amerikanischen Steuerrecht als für Steuerzwecke abzugsfähig betrachtet wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde vorläufig wie folgt vorgenommen:
| Tsd. Euro | Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Umbewertung | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte* | 2.756 | 2.756 | |
| Sachanlagevermögen | 227 | 227 | |
| Forderungen | 58 | 58 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 296 | 296 | |
| Verbindlichkeiten | – 1.492 | – 1.492 | |
| Nettovermögen | 1.845 | 0 | 1.845 |
| Kaufpreis | – 3.657 | – 3.657 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | – 1.812 |
* Die immateriellen Vermögenswerte wurden zunächst vorläufig auf Basis der im Kaufvertrag vorgenommenen Aufteilung des Kaufpreises bewertet.
Mit dem Erwerb des Geschäftsbereiches wurden keine liquiden Mittel übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb –3.657 Tsd. Euro betrug. Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 52 Tsd. Euro und ein Nettoverlust in Höhe von 214 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 8.000 Tsd. Euro höher ausgefallen, der Ergebnisbeitrag hätte 0 Tsd. Euro betragen. Diese Zahlen basieren auf den Zahlen des Geschäftsjahres 2012 für den Geschäftsbereich und berücksichtigen nicht den freiwilligen Produktionsstop der Geschäftstätigkeit vom Mai bis November 2013. Sofern die in diesem Zeitraum tatsächlich erzielten Umsätze und Ergebnisse in den Konzernabschluss eingeflossen wären, hätten diese einen bedeutenden Verlust beigetragen, die genauen Zahlen wurden uns aber vom Verkäufer nicht zur Verfügung gestellt.
Am 5. November 2013 hat die Eckert & Ziegler BEBIG Inc. die Mick Radio-Nuclear Instruments Inc., Mt. Vernon erworben. Der Kaufpreis für sämtliche Anteile an der Gesellschaft betrug 3,0 Mio. USD (2.194 Tsd. Euro) und wurde in bar bezahlt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Kosten betrugen 20 Tsd. Euro und wurden als Aufwand unter den Allgemeinen und Verwaltungskosten erfasst.
Der Kauf wurde nach der Erwerbsmethode im Konzernabschluss abgebildet. Der Kaufpreis wurde auf der Grundlage der geschätzten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) zum Zeitpunkt der Akquisition auf die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden aufgeteilt. Die Aufteilung ist gemäß IFRS 3.45 vorläufig. Aus der Kaufpreisaufteilung ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.939 Tsd. Euro, welcher entsprechend dem US-amerikanischen Steuerrecht als für Steuerzwecke abzugsfähig betrachtet wurde. Die Aufteilung des Kaufpreises auf Basis der geschätzten beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden wurde vorläufig wie folgt vorgenommen:
| Tsd. Euro | Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Umbewertung | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 10 | 10 | |
| Sachanlagevermögen | 30 | 30 | |
| Forderungen | 583 | 583 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 430 | 430 | |
| Bankguthaben und Kassenbestände | 447 | 447 | |
| Verbindlichkeiten | – 1.245 | – 1.245 | |
| Nettovermögen | 255 | 0 | 255 |
| Kaufpreis | – 2.194 | – 2.194 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | – 1.939 |
Mit dem Erwerb der Mick Radio-Nuclear Instruments Inc. wurden liquide Mittel in Höhe von 447 Tsd. Euro übernommen, so dass der Netto-Kapitalfluss aus dem Unternehmenserwerb – 1.747 Tsd. Euro. betrug Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurden im Konzernabschluss 2013 Umsatzerlöse in Höhe von 421 Tsd. Euro und ein Nettoverlust in Höhe von 87 Tsd. Euro erfasst. Wäre die Gesellschaft bereits seit dem 1. Januar 2013 in den Konzernabschluss einbezogen worden, wäre der Konzernumsatz um 4.091 Tsd. Euro und der Gewinn um 182 Tsd. Euro höher ausgefallen.
Am 30. April 1999 ermächtigte die Hauptversammlung den Vorstand, einen Aktienoptionsplan für die Angestellten und das Management der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften aufzulegen. Auf der Hauptversammlung vom 20. Mai 2003 wurde der Aktienoptionsplan in einigen Details geringfügig neu gefasst. Das vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossene Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sah die Ausgabe von Optionen zum Kauf von maximal 300.000 Aktien aus dem bedingten Kapital vor, sofern die Gesellschaft die Optionsrechte nicht durch Übertragung eigener Aktien oder im Wege einer Barzahlung erfüllt. Eine Option berechtigt den Inhaber zum Bezug einer Stückaktie. Der Ausübungspreis für die erste Tranche an Optionen entspricht dem bei der Börseneinführung festgelegten Platzierungspreis, während der Ausübungspreis für nachfolgende Tranchen aus dem Durchschnittskurs der Eckert & Ziegler-Aktie an den letzten fünf Handelstagen vor der Beschlussfassung des Vorstands über die Begebung der Optionen ermittelt wird.
Zum 31. Dezember 2013 gab es keine ausstehenden Aktienoptionen mehr. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist beendet, so dass auch keine weiteren Aktienoptionen mehr ausgegeben werden.
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Finanzielle Verpflichtungen als Leasingnehmer
Der Konzern hat aktivierungspflichtige (Finance Lease) und nicht aktivierungspflichtige (operating lease) Leasingverträge bezüglich Ausrüstungen, Fahrzeugen sowie Grundstücken und Gebäuden abgeschlossen. Der Miet- und Leasingaufwand für operative Leasingverhältnisse belief sich in den jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahren 2013 und 2012 auf 2.341 Tsd. Euro bzw. 1.539 Tsd. Euro.
In Verbindung mit dem auf einem fremden Grundstück selbst errichteten Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Berlin hat der Konzern einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen (finance lease). Aus diesem Vertrag resultieren jährliche Zahlungen von 167 Tsd. Euro, von denen jedoch 89 Tsd. Euro mit den durch den Konzern getragenen Herstellungskosten des Gebäudes verrechnet werden. Der Vertrag läuft vorerst bis zum 31. Dezember 2014, nach Ablauf dieser Zeit hat der Konzern das Recht – auch mehrfach und für Teilflächen –, solange für eine Verlängerung der Nutzungszeit zu optieren, bis die vom Konzern getragenen Herstellungskosten für das neu errichtete Gebäude durch kalkulatorische Mieten verbraucht wurden. Bis zum 31. Dezember 2014 darf das Nutzungsentgelt für alle Flächen nicht erhöht werden, für die neu geschaffenen Flächen wird das Nutzungsentgelt dann zu diesem Zeitpunkt neu verhandelt.
Die künftigen Mindestmietzahlungen aus unkündbaren nicht aktivierungspflichtigen Leasingverträgen (operating lease; mit anfänglichen oder verbleibenden Laufzeiten von über einem Jahr) belaufen sich zum 31. Dezember 2013 auf folgende Summen:
| Tsd. Euro | Miet- und Leasingverträge |
|---|---|
| Jeweils zum Jahresende (31. Dezember) | |
| 2014 | 2.474 |
| 2015 | 2.041 |
| 2016 | 1.712 |
| 2017 | 1.620 |
| 2018 | 1.481 |
| danach | 7.004 |
| Mindestmiet- bzw. -leasingzahlungen gesamt | 16.332 |
Im Vorjahr handelte es sich bei dem Finanzierungsleasing ausschließlich um Sachanlagen. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2013 0 Tsd. Euro (2012: 61 Tsd. Euro). In der Berichtsperiode wurden 42 Tsd. Euro (2012: 162 Tsd. Euro) als Aufwand für Finanzierungsleasing erfasst. Bedingte Mietzahlungen liegen weder in der Berichtsperiode noch in der Zukunft vor. Die Leasingvereinbarungen enthalten darüber hinaus keinerlei Beschränkungen oder Verpflichtungen.
Im Zusammenhang mit der Errichtung einer Produktionsstätte in Warschau und der Modernisierung einer deutschen Produktionsstätte wurden Verträge mit einem Generalunternehmer und Hauptlieferanten geschlossen. Hieraus besteht zum 31. Dezember 2013 ein Bestellobligo von ca. 1,2 Mio. Euro (2012: 3,5 Mio. Euro). Dieses wird sich innerhalb des Geschäftsjahres 2014 realisieren.
Bei einem bestehenden Vertragsverhältnis zwischen einer Gesellschaft der Eckert & Ziegler Gruppe und einem externen Unternehmen existieren unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Kostenaufteilung für zukünftig anfallende Aufwendungen. Die Rückstellungen zum Abschlussstichtag enthalten nur den Wert der wahrscheinlich durch die Eckert & Ziegler Gruppe zu tragen sein wird. Darüber hinaus gehende Aufwendungen werden als nicht überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt.
Der Konzern hat "IFRS 8 Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichtserstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Konzerns im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.
Die Eckert & Ziegler Gruppe hat ihre Geschäftstätigkeit in vier operativen Berichtseinheiten organisiert. Die einzelnen Segmente bieten unterschiedliche Produkte an und sind auch organisatorisch durch die Standorte getrennt. Die angewandten Rechnungslegungsgrundsätze der einzelnen Segmente stimmen mit den in der Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Erläuterung 3) geschilderten überein. Die Segmentangaben sind nicht konsolidiert. Dies entspricht den vom Vorstand im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung verwendeten Informationen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.
Das Segment Isotope Products fertigt und vertreibt Standards sowie Strahlenquellen für medizinische und industrielle Zwecke. Standards sind Radioisotope für Kalibrierzwecke. Sie werden im Allgemeinen an wissenschaftliche Einrichtungen verkauft. Industrielle Strahlenquellen finden in verschiedenen Messeinrichtungen für Industrieanlagen und anderen messtechnischen Geräten, wie z.B. Sicherheitseinrichtungen an Flughäfen, Anwendung. Sie werden an die Hersteller oder die Betreiber der Anlagen verkauft. Die medizinischen Strahlenquellen umfassen radioaktive Quellen für die Kalibrierung von so genannten Gammakameras. Seit 2008 liefert Eckert & Ziegler auch Strahlenquellen, die bei der Erdölexploration eingesetzt werden. Die Produktionsstandorte des Segments befinden sich in Nordamerika und Europa. Der weltweite Vertrieb erfolgt ebenfalls von diesen Standorten. Nach der Übernahme des größten Wettbewerbers Nuclitec zu Beginn des Jahres 2009 ist Eckert & Ziegler bei sehr vielen Produkten und Anwendungen Weltmarktführer bzw. teilweise der einzige Anbieter.
Das Segment Umweltdienste beschäftigt sich mit der Rücknahme, Verarbeitung und Konditionierung von isotopentechnischen Reststoffen. Zum Kundenstamm gehören insbesondere Krankenhäuser und andere Einrichtungen, bei denen derartige Reststoffe anfallen. Des Weiteren gibt es ein Projektgeschäft, bei dem Dienstleistungen zur Dekontamination von Anlagen und Abfallkonditionierung angeboten werden, wobei in diesen Fällen die Reststoffe im Eigentum des Auftraggebers verbleiben.
Das Segment Strahlentherapie konzentriert sich auf die Produktentwicklung, die Herstellung und Markteinführung sowie den Vertrieb von radioaktiven Produkten für die Krebstherapie. Zu den besonderen Schwerpunkten gehört die Prostatakrebsbehandlung mittels radioaktiver Jod-Seeds. Der Zusammenschluss mit einem früheren Wettbewerber, der belgischen IBt S.A., mit der Eckert & Ziegler BEBIG GmbH resultierte in der europäischen Marktführerschaft für Prostataprodukte unter Konsolidierung im Eckert & Ziegler Konzern. Einen weiteren wesentlichen Bestandteil im Segment bilden die Low- und High-Dose-Rate Strahlentherapie-Geräte. Komplettiert wird die Produktpalette, die sich hauptsächlich an Strahlentherapeuten richtet, durch Iridium- Strahlenquellen. Die Produktion erfolgt ausschließlich in Europa, während die Produkte weltweit vertrieben werden.
Die Produkte des Segments Radiopharma mit Standorten in Berlin, Holzhausen, Bonn, Braunschweig und Washington umfassen radioaktive Diagnostika für die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und Synthesemodule zur Herstellung von Radiopharmazeutika. Die Geräte kommen sowohl in der Praxis der nuklearmedizinischen Diagnostik und Strahlentherapie als auch in der Forschung zur Anwendung. Durch die Akquisition der Nuclitec Anfang 2009 kam der Auriga-Bereich hinzu. Als wichtigste Produkte sind hier Yttrium-90 zu nennen sowie die Projekte aus der Auftragsfertigung. Während der Vertrieb der PET-Diagnostika auf Mittel- und Ost-Europa beschränkt ist, werden die Synthesemodule und das Yttrium-90 weltweit vertrieben. Die Auftragsfertigung findet zentral in Braunschweig statt und nimmt Aufträge aus aller Welt entgegen.
Anhang
| Isotope Products |
Strahlentherapie | Radiopharma | Umweltdienste | Sonstige | Eliminierung | Gesamt | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentbericht erstattung |
2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| Umsätze mit externen Kunden |
53.714 | 56.064 | 27.838 | 31.779 | 28.273 | 25.957 | 7.296 | 6.183 | 17 | 14 | 0 | 0 | 117.138 | 119.997 |
| Umsätze mit an deren Segmenten |
3.600 | 3.279 | 91 | 26 | 163 | 89 | 1.289 | 2.413 | 3.785 | 3.484 | – 8.928 | – 9.291 | 0 | 0 |
| Segmentumsätze insgesamt |
57.314 | 59.343 | 27.929 | 31.805 | 28.436 | 26.046 | 8.585 | 8.596 | 3.802 | 3.498 | – 8.928 | – 9.291 | 117.138 | 119.997 |
| Ergebnis aus at-equity bewer teten Anteilen |
– 117 | – 117 | 0 | |||||||||||
| Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) |
13.518 | 15.946 | 1.615 | 4.918 | 2.435 | 2.213 | – 2.694 | – 1.697 | – 2.108 | – 1.561 | 49 | – 91 | 12.815 | 19.728 |
| Zinserträge | 247 | 275 | 944 | 278 | 112 | 139 | 74 | 58 | 1.346 | 1.104 | – 1.409 | – 1.328 | 1.314 | 526 |
| Zinsaufwen dungen |
– 442 | – 964 | – 347 | – 663 | – 1.155 | – 1.014 | – 117 | – 130 | – 419 | – 1.348 | 1.292 | 1.325 | – 1.188 | – 2.794 |
| Ertragsteuern | – 3.656 | – 4.976 | 1.008 | – 1.020 | – 720 | – 527 | 906 | 199 | 22 | 629 | 0 | 0 | – 2.440 | – 5.695 |
| Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen |
9.667 | 10.281 | 3.220 | 3.513 | 672 | 811 | – 1.831 | – 1.570 | – 1.159 | – 1.176 | – 68 | – 94 | 10.501 | 11.765 |
| Isotope | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Products | Strahlentherapie | Radiopharma | Umweltdienste | Sonstige | Gesamt | |||||||
| Segmentberichterstattung | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| Vermögen der Segmente | 94.570 | 97.341 | 59.561 | 49.623 | 36.799 | 26.336 | – * | – * | 98.457 | 101.158 | 289.387 | 274.458 |
| Eliminierung von Anteilen, Beteiligungen und Forderungen zwischen den Segmenten |
– 110.477 | – 110.014 | ||||||||||
| Konsolidiertes Gesamtvermögen | 178.910 | 164.444 | ||||||||||
| Verbindlichkeiten der Segmente | – 47.088 | – 49.232 | – 24.471 | – 17.768 | – 36.239 | – 23.895 | – * | – * | – 8.678 | – 13.637 | – 116.476 | – 104.532 |
| Eliminierung von Verbindlichkeiten zwischen den Segmenten |
28.194 | 27.058 | ||||||||||
| Konsolidiertes Verbindlichkeiten | – 88.282 | – 77.474 | ||||||||||
| Beteiligungsansatz an assoziierten Unternehmen |
493 | 493 | 0 | |||||||||
| Investitionen (ohne Unternehmenserwerbe) |
1.630 | 2.782 | 1.931 | 2.405 | 5.532 | 3.517 | – * | – * | 540 | 1.501 | 9.633 | 10.205 |
| Abschreibungen | – 2.520 | – 2.315 | – 3.273 | – 2.648 | – 1.878 | – 1.961 | – 342 | – 512 | – 1.238 | – 311 | – 9.251 | – 7.747 |
| Andere wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge (+)/Aufwendungen (–) |
1.428 | 27 | 522 | – 282 | 2.601 | 701 | – * | – * | 176 | 991 | 4.727 | 1.437 |
* Im internen Reporting werden die Vermögens- und Verbindlichkeitspositionen des Segments Umweltdienste noch im Segment Isotope Products ausgewiesen. Aus diesem Grund erfolgt die Darstellung in der Segmentberichterstattung auf die gleiche Art.
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Deutschland | 46.718 | 47.185 |
| USA | 25.108 | 22.930 |
| Belgien | 5.559 | 3.249 |
| Sonstige | 8.807 | 3.614 |
| Gesamt | 86.192 | 76.978 |
| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. Euro | % | Mio. Euro | % | |
| Europa | 68,9 | 59 | 69,6 | 58 |
| Nordamerika | 32,8 | 28 | 33,1 | 27 |
| Asien/Pazifik | 11,3 | 10 | 13,1 | 11 |
| Sonstige | 4,1 | 3 | 4,2 | 4 |
| Gesamt | 117,1 | 100 | 120,0 | 100 |
Die Abgrenzung der geographischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers. Die Umsätze in Nordamerika betreffen fast ausschließlich die USA.
Nach IAS 24 sind Transaktionen mit Personen oder Unternehmen, die die Eckert & Ziegler AG beherrschen oder von ihr beherrscht werden, anzugeben. Transaktionen der Eckert & Ziegler AG mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu Bedingungen wie unter fremden Dritten abgewickelt.
Dr. Andreas Eckert (Vorstandsvorsitzender, 2013 verantwortlich für die Bereiche Konzernstrategie, Finanzen und Kapitalmarktkommunikation sowie für die Segmente Isotope Products und Umweltdienste), Wandlitz, Kaufmann
In anderen Gremien: Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA; Vorsitzender des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)
Dr. Edgar Löffler (Vorstand, 2013 verantwortlich für das Segment Strahlentherapie), Grünheide/ Mark, Medizinphysiker
In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia (USA); Geschäftsführender Direktor und Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien); Mitglied des Verwaltungsrates der geschlossenen Aktiengesellschaft ZAO "NanoBrachyTech", Moskau (Russland)
Dr. André Heß (Vorstand, 2013 verantwortlich für den Bereich Personal und das Segment Radiopharma), Berlin, Diplom-Chemiker und Wirtschaftsingenieur
In anderen Gremien: Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. (IPL), Valencia, USA, Mitglied des Verwaltungsrates der Eckert & Ziegler BEBIG S.A., Seneffe (Belgien)
Anhang
Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:
Prof. Dr. Wolfgang Maennig (Vorsitzender), Berlin, Universitätsprofessor In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der GRETA AG, Hasloh
Prof. Dr. Nikolaus Fuchs, Berlin (stellv. Vorsitzender), Geschäftsführender Gesellschafter der Lexington Consulting GmbH und Unternehmer In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG
Hans-Jörg Hinke, Berlin, Geschäftsführender Gesellschafter der CARISMA Wohnbauten GmbH, Berlin In anderen Kontrollgremien: keine
Dr. Gudrun Erzgräber, Birkenwerder, Physikerin In anderen Kontrollgremien: keine
Prof. Dr. Detlev Ganten, Berlin, Vorsitzender des Stiftungsrates der Charité Berlin, Vorsitzender des Kuratoriums der Max-Planck Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung (MPI-KG) und für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP), Potsdam
In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Glyco Universe GmbH & Co KGaA, Berlin
In anderen Kontrollgremien: Mitglied des Aufsichtsrates der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart; Mitglied des Aufsichtsrates der Untertürkheimer Volksbank e.G., Stuttgart, Vorsitzender des Aufsichtsrates der CEPD N.V., Amsterdam
In den Jahren 2013 und 2012 wurden folgende Transaktionen mit diesen nahe stehenden Personen und Unternehmen vorgenommen:
Im September 2012 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH einen Darlehens- und Anteilsoptionsvertrag abgeschlossen. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2013 Zinserträge für die Eckert & Ziegler AG in Höhe von 11 Tsd. Euro (2012: 2 Tsd. Euro). Der Wert des Vertrages zum 31. Dezember 2013 beträgt 2.052 Tsd. Euro (2012: 1.500 Tsd. Euro). Die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH hat den Vertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2013 auf ihre Tochtergesellschaft Eckert Life Science Accelerator GmbH übertragen.
Im Oktober 2013 hat die Eckert & Ziegler AG mit der Eckert Wagniskapital einen weiteren Darlehensvertrag über maximal 400 Tsd. Euro abgeschlossen, von denen bisher 368 Tsd. Euro an die EWK ausgezahlt wurden. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017 und wird mit 3,25% verzinst. Im Geschäftsjahr 2013 resultierten daraus Zinserträge für die Eckert und Ziegler AG in Höhe von 2 Tsd. Euro.
Die Eckert & Ziegler AG hat mit der Eckert Beteiligungen 2 GmbH, einen Generalübernehmervertrag zur Errichtung eines neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Berlin-Buch geschlossen. Die Eckert & Ziegler AG war dabei der Generalübernehmer und erhielt im Geschäftsjahr für diese Tätigkeit eine Vergütung von 264 Tsd. Euro (2012: 6.696 Tsd. Euro). Nachdem das Gebäude fertiggestellt war, haben die Eckert & Ziegler AG, die Eckert & Ziegler BEBIG GmbH, die Eckert & Ziegler Radiopharma GmbH und die Eckert & Ziegler EUROTOPE GmbH im Oktober 2012 Teile des Gebäudes angemietet. Im Geschäftsjahr 2013 fielen Miete und Mietnebenkosten in Höhe von 864 Tsd. Euro (2012: 166 Tsd. Euro) an.
Im Juni 2009 hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. immaterielle Vermögenswerte in das Joint Venture ZAO "NanoBrachyTech" eingebracht und dafür 15% der Anteile an dem Joint Venture Unternehmen erhalten. Die Eckert & Ziegler BEBIG liefert schwach radioaktive Implantate an die OOO BEBIG, welche ein 100%iges Tochterunternehmen des Joint Ventures ist. Die Umsatzerlöse mit der OOO BEBIG beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1.312 Tsd. Euro (2012: 2.098 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die Forderungen gegenüber der OOO BEBIG auf 1.945 Tsd. Euro (2012: 2.394 Tsd. Euro).
Weiterhin hat die Eckert & Ziegler BEBIG S.A. im Geschäftsjahr 2009 mehrere Verträge mit dem Joint Venture über den Verkauf von Produkt-Know-how (2.749 Tsd. Euro), exklusiven Vertriebsrechten (2.500 Tsd. Euro) und unter Einbindung einer externen Leasinggesellschaft den Auftrag zur Herstellung einer mehrteiligen Produktionsanlage abgeschlossen. Daraus resultierten im Geschäftsjahr 2011 Erlöse aus der Realisierung von vertraglichen Verpflichtungen in Höhe von 2.549 Tsd. Euro. Dem Joint Venture wurden in 2011 erhaltene Anzahlungen in Höhe von 2.749 Tsd. Euro zugerechnet, im Geschäftsjahr 2013 fanden weitere Transaktionen im Zusammenhang mit diesen Verträgen statt. Die entstandenen Forderungen gegenüber der Leasinggesellschaft in Höhe von 100 Tsd. Euro sind in 2013 beglichen worden.
Die Salden der Eckert & Ziegler Gruppe nahe stehenden Personen und Unternehmen bezüglich Forderungen, Darlehensforderungen, Verbindlichkeiten und Darlehensverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt dar:
| Tsd. Euro | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen nahe stehende Personen und Unternehmen | 4.365 | 5.677 |
| Verbindlichkeiten gegen Joint Venture Unternehmen | 0 | 200 |
Das Vergütungssystem der Gesellschaft für die Bezüge der Organmitglieder wird im Vergütungsbericht erläutert.
Im Geschäftsjahr 2013 wurde an die Mitglieder des Vorstandes eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.180 Tsd. Euro (2012: 1.450 Tsd. Euro) gewährt. Dies entspricht einem Rückgang von 19% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von dieser Gesamtvergütung entfielen 730 Tsd. Euro (2012: 720 Tsd. Euro) auf fixe und 450 Tsd. Euro (2012: 730 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsteile.
Anhang
An die einzelnen Mitglieder des Vorstandes wurden im Geschäftsjahr folgende Vergütungen gewährt (individualisierte Angaben):
| Name | Fixe Vergütungsteile | Variable Vergütungsteile |
Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Fixgehalt | Sachbezüge | Gewinntantieme/ Boni |
||||
| Dr. Andreas Eckert | 300 | 29 | 212 | 541 | |||
| (2012: 300) | (2012: 26) | (2012: 329) | (2012: 655) | ||||
| Dr. Edgar Löffler | 186 | 37 | 96 | 319 | |||
| (2012: 186) | (2012: 30) | (2012: 251) | (2012: 467) | ||||
| Dr. André Heß | 150 | 28 | 142 | 320 | |||
| (2012: 140) | (2012: 28) | (2012: 150) | (2012: 328) |
In diesen Werten sind alle Vergütungen von Gesellschaften der Eckert & Ziegler Gruppe enthalten.
Für ein ehemaliges Vorstandsmitglied bestehen aufgrund einer Pensionszusage Rückstellungen in Höhe von 379 Tsd. Euro (2012: 410 Tsd. Euro; Berechnung jeweils nach IFRS). Im Geschäftsjahr 2013 sind an dieses ehemalige Vorstandsmitglied Pensionszahlungen in Höhe von 32 Tsd. Euro (2012: 32 Tsd. Euro) geleistet worden.
Für das Geschäftsjahr 2013 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates feste Vergütungen in Höhe von 75 Tsd. Euro (2012: 60 Tsd. Euro) und Sitzungsgelder in Höhe von 31 Tsd. Euro (2012: 25 Tsd. Euro). Das entspricht einem Gesamtaufwand von 106 Tsd. Euro (2012: 85 Tsd. Euro).
Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen dabei folgende Einzelvergütungen:
| Name Tsd. Euro |
Vergütete Funktion |
Feste Vergütung |
Sitzungsgelder | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Wolfgang Maennig | Vorsitzender des | 20 | 5 | 25 |
| Aufsichtsrates | (2012: 16) | (2012: 4) | (2012: 20) | |
| Prof. Dr. Nikolaus Fuchs | Stellv. Vorsitzender | 15 | 6 | 21 |
| des Aufsichtsrates | (2012: 12) | (2012: 4) | (2012: 16) | |
| Hans-Jörg Hinke | Mitglied des | 10 | 6 | 16 |
| Aufsichtsrates | (2012: 8) | (2012: 4) | (2012: 12) | |
| Dr. Gudrun Erzgräber | Mitglied des | 10 | 6 | 16 |
| Aufsichtsrates | (2012: 8) | (2012: 4) | (2012: 12) | |
| Prof. Dr. Detlev Ganten | Mitglied des | 10 | 4 | 14 |
| Aufsichtsrates | (2012: 8) | (2012: 4) | (2012: 12) | |
| Dr. Fritz Oesterle | Mitglied des | 10 | 4 | 14 |
| Aufsichtsrates | (2012: 8) | (2012: 4) | (2012: 12) |
Für persönlich erbrachte Leistungen außerhalb der Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere für Beratungsund Vermittlungsleistungen, wurden im Berichtsjahr keine Vergütungen oder Vorteile gewährt.
Zu Beginn des Jahres 2014 hat die US-amerikanische Gesellschaft Eckert & Ziegler Isotope Products Inc. einen Vertrag geschlossen und sich an einem Joint Venture beteiligt. Ziel des Geschäfts ist die langfristige Sicherung von Rohmaterialien aus dem nationalen Markt. Im Rahmen dieses Vertrages fallen in den Folgejahren verpflichtend Auszahlungen für die Bereitstellung der Rohmaterialien an.
Im Februar 2014 hat die Geschäftsleitung der Eckert & Ziegler BEBIG Inc. ein Restrukturierungsprogramm beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde ein Teil der Belegschaft abgebaut sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen verabschiedet.
MANAGEMENT| UNTERNEHMEN| KONZERNLAGEBERICHT| FINANZTEIL Geschäftsbericht 2013 | Eckert & Ziegler 129
Anhang
Die sonstigen Erträge/Aufwendungen enthalten periodenfremde Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 13 Tsd. Euro (2012: 25 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 52 Tsd. Euro (2012: 37 Tsd. Euro).
Die Prüfungskosten enthalten das Honorar für die Abschlussprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 in Höhe von 287 Tsd. Euro (2012: 185 Tsd. Euro). Der Abschlussprüfer hat außerdem Vergütungen für sonstige Leistungen in Höhe von 20 Tsd. Euro (2012: 55 Tsd. Euro), für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von 3 Tsd. Euro (2012: 2 Tsd. Euro) und für Steuerberatungsleistungen in Höhe von 5 Tsd. Euro (2012: 3 Tsd. Euro) erhalten.
Die nach § 161 AktG für die Eckert & Ziegler AG als börsennotiertes Unternehmen vorgeschriebene Erklärung zur Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Webseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Berlin, 25. März 2014
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand
Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
| Anschaffungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Stand 01.01.2013 |
Zugänge durch Unterneh menserwerb |
übrige Zugänge |
Abgänge | Um buchungen |
Währungs umrechnung |
Stand 31.12.2013 |
| ANLAGEVERMÖGEN | |||||||
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwerte |
36.640 | 4.374 | 0 | 0 | 0 | – 643 | 40.371 |
| 2. erworbene immaterielle Vermögenswerte |
24.046 | 3.907 | 2.284 | 1.203 | 1.003 | – 411 | 29.626 |
| 3. selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
7.615 | 0 | 1.974 | 957 | – 304 | – 10 | 8.318 |
| 4. Geleistete |
|||||||
| Anzahlungen | 1.479 | 0 | 0 | 780 | – 699 | 0 | 0 |
| 69.780 | 8.281 | 4.258 | 2.940 | 0 | – 1.064 | 78.315 | |
| II. Sachanlagen |
|||||||
| 1. Grundstücke und Bauten |
15.466 | 0 | 91 | 99 | 652 | – 286 | 15.824 |
| 2. Technische Anlagen |
40.397 | 220 | 1.240 | 1.749 | 1.764 | – 419 | 41.453 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs Geschäftsausstattung |
10.541 | 140 | 838 | 796 | 137 | – 64 | 10.796 |
| 4. Anlagen im Bau |
6.180 | 30 | 5.541 | 0 | – 2.553 | – 59 | 9.139 |
| 72.584 | 390 | 7.710 | 2.644 | 0 | – 828 | 77.212 | |
| 142.364 | 8.671 | 11.968 | 5.584 | 0 | – 1.892 | 155.527 |
| Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand Zugänge derungen |
01.01.2013 | |||||
| 5.518 0 |
||||||
| 14.073 2.608 |
||||||
| 4.370 56 |
||||||
| 0 0 |
||||||
| 2.664 | 23.961 | |||||
| 5.984 785 |
||||||
| 27.727 2.436 |
||||||
| 7.715 1.109 |
||||||
| 0 0 |
||||||
| 4.330 | 41.426 | |||||
| 65.387 6.994 |
FINANZTEIL
| Anschaffungskosten | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. Euro | Stand 01.01.2012 |
Zugänge durch Unterneh menserwerb |
übrige Zugänge |
Abgänge | Um buchungen |
Währungs umrechnung |
Stand 31.12.2012 |
||
| ANLAGEVERMÖGEN | |||||||||
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|||||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwerte |
36.792 | 87 | 0 | 0 | 0 | – 239 | 36.640 | ||
| 2. erworbene immaterielle Vermögenswerte |
23.233 | 450 | 571 | 33 | 15 | – 190 | 24.046 | ||
| 3. selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
6.066 | 0 | 1.553 | 0 | 0 | – 4 | 7.615 | ||
| 4. Geleistete |
|||||||||
| Anzahlungen | 415 66.507 |
0 537 |
1.095 3.219 |
16 49 |
– 15 0 |
0 – 433 |
1.479 69.781 |
||
| II. Sachanlagen |
|||||||||
| 1. Grundstücke und Bauten |
13.457 | 7 | 1.679 | 94 | 554 | – 137 | 15.466 | ||
| 2. Technische Anlagen |
39.889 | 747 | 1.631 | 1.713 | 67 | – 223 | 40.397 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs Geschäftsausstattung |
10.129 | 3 | 938 | 359 | – 144 | – 26 | 10.541 | ||
| 4. Anlagen im Bau |
3.917 | 0 | 2.738 | 0 | – 477 | 2 | 6.180 | ||
| 67.392 | 757 | 6.986 | 2.166 | 0 | – 384 | 72.584 | |||
| 133.899 | 1.294 | 10.205 | 2.215 | 0 | – 817 | 142.365 |
| Abschreibungen | Restbuchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 |
Wertmin Zugänge derungen |
Abgänge | Um buchungen |
Währungs umrechnung |
Stand 31.12.2012 |
Stand 01.01.2012 |
Stand 31.12.2012 |
||
| 5.540 | 0 0 |
0 | 0 | – 22 | 5.518 | 31.252 | 31.122 | ||
| 12.321 | 2.243 0 |
33 | – 342 | – 116 | 14.073 | 10.912 | 9.973 | ||
| 3.632 | 402 0 |
0 | 342 | – 6 | 4.370 | 2.434 | 3.245 | ||
| 0 | 0 0 |
0 | 0 | 0 | 0 | 415 | 1.479 | ||
| 21.493 | 2.645 0 |
33 | 0 | – 144 | 23.961 | 45.014 | 45.819 | ||
| 5.305 26.252 |
769 0 2.949 0 |
57 1.626 |
14 219 |
– 47 – 67 |
5.984 27.727 |
8.152 13.637 |
9.482 12.670 |
||
| 2.826 | |||||||||
| 6.947 0 |
1.384 0 0 0 |
360 0 |
– 233 0 |
– 23 0 |
7.715 0 |
3.182 3.917 |
6.180 | ||
| 38.504 | 5.102 0 |
2.043 | 0 | – 137 | 41.426 | 28.889 | 31.158 | ||
| 59.997 | 7.747 0 |
2.076 | 0 | – 281 | 65.387 | 73.902 | |||
| 76.978 |
FINANZTEIL
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Berlin, den 25. März 2014
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Der Vorstand
Dr. Andreas Eckert Dr. Edgar Löffler Dr. André Heß
Bilanzeid | Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Sonstiges Konzernergebnis, Konzernanhang, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 der Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, Berlin, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 25. März 2014
Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Scharpenberg Rietz Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2013 | ||
|---|---|---|
| Tsd. Euro | 2012 | 2013 |
| 1. Umsatzerlöse | 3.499 | 3.891 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 6.800 | 2.065 |
| 10.299 | 5.956 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | – 2.462 | – 2.283 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | – 211 | – 282 |
| davon für Altersversorgung: 11 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro) | ||
| – 2.673 | – 2.565 | |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des | ||
| Anlagevermögens und Sachanlagen | – 332 | – 1.238 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | – 9.208 | – 3.143 |
| 6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 8.563 | 6.570 |
| 7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 606 | 570 |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 568 Tsd. Euro (Vorjahr: EUR 606) | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 497 | 601 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | – 991 | – 423 |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.761 | 6.328 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | – 323 | 68 |
| 12. sonstige Steuern | – 46 | 25 |
| 13. Jahresüberschuss | 6.392 | 6.421 |
| 14. Bilanzgewinn | 6.392 | 6.421 |
| BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2013 | ||
|---|---|---|
| Tsd. Euro | 31.12.2012 | 31.12.2013 |
| Aktiva | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzreche und ähnliche Rechte | ||
| und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.537 | 2.037 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 1.478 | 0 |
| 3.015 | 2.037 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 589 | 31 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 264 | 371 |
| 853 | 402 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 64.269 | 64.706 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.658 | 7.977 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0 | 368 |
| 72.927 | 73.051 | |
| 76.795 | 75.490 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.782 | 10.262 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.580 | 1.793 |
| 12.362 | 12.055 | |
| II. Wertpapiere | ||
| 1. Sonstige Wertpapiere | 19 | 19 |
| 19 | 19 | |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 1.090 | 1.043 |
| 13.471 | 13.117 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 4 | 17 |
| 90.270 | 88.624 | |
| Passiva | ||
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5.288 | 5.288 |
| Nennbetrag des bedingten Kapitals: 1.875 Tsd. Euro (Vorjahr: Tsd. Euro 1.875) abzüg | ||
| lich Nennbetrag eigener Anteile: 5 Tsd. Euro (Vorjahr: 5 Tsd. Euro) | ||
| II. Kapitalrücklage | 51.395 | 51.395 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Andere Gewinnrücklagen abzüglich eigene Anteile: 22 Tsd. Euro (Vorjahr: 22 Tsd. Euro) | 13.781 | 17.000 |
| IV. Bilanzgewinn | 6.392 | 6.421 |
| B. Sonderposten für Zuwendungen zum Anlagevermögen | 76.856 223 |
80.104 205 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 382 | 379 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 2.159 | 1.915 |
| 2.541 | 2.294 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.820 | 4.541 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 460 | 184 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.300 | 1.242 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 70 | 54 |
| (davon aus Steuern: 54 Tsd. Euro; Vorjahr: 67 Tsd. Euro) | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 Tsd. Euro; Vorjahr: 3 Tsd. Euro) | ||
| 10.650 | 6.021 | |
| 90.270 | 88.624 | |
Abfallkonditionierung Siehe Konditionierung
Afterloader Gerät für die Afterloading-Therapie: Kurzzeitige Bestrahlung zur Krebsbehandlung, bei der eine meist drahtgebundene radioaktive Quelle mit Hilfe eines elektrischen Antriebes über einen schlauchartigen Katheter bzw. Hohlnadeln in das Tumor-Zielvolumen für kurze Zeit eingebracht wird. In der Regel sind mehrere Sitzungen erforderlich
Augenapplikator Anatomisch geformtes Teil mit Strahlenquelle zur Strahlentherapie von Augentumoren
Brachytherapie Kontakttherapie, meist als radioaktive Bestrahlung mit minimaler Distanz zwischen Strahlenquelle und zu bestrahlendem Gewebe
Bildgebendes Verfahren Siehe Nuklearmedizinische Bildgebung
Cobaltquelle Strahler mit dem Radionuklid Cobalt-60, das sich sehr gut zur Oberflächenbestrahlung von Tumoren eignet. Das Krebsbestrahlungsgerät MultiSource® verwendet Cobalt-60-Quellen
ERP-Software (Enterprise Ressource Planning Software) Anwendungssoftware zur Geschäftsprozessoptimierung
Fludeoxyglucose (FDG) auch: Fluordesoxyglucose Zuckerstoffwechselmarker. Radioaktiv markierte Glucose (Zucker)
Gallium-Generator Gerät zur Erzeugung von Gallium-68, das aus Germanium-68 gewonnen wird. Gallium-68 wird zur Markierung von Trägermolekülen eingesetzt, die spezifische Zielstrukturen im Organismus ansteuern und im Verbund mit Gallium-68 die Diagnose verschiedener Krebserkrankungen ermöglichen
Gammakamera Diagnostisches Gerät in der Nuklearmedizin, mit dem die Verteilung eines radioaktiven Arzneimittels im Körper sichtbar gemacht werden kann
IFRS Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Internationale Rechnungslegungsvorschriften, nach denen der vorliegende Konzernabschluss aufgestellt wurde
Implantate Natürliche oder künstliche Teile zur Einbringung in den Körper (hier synonym mit Seeds verwendet)
Implantation Einbringen oder Einpflanzen von körperfremden Materialien in den Organismus
Isotop Atomart eines chemischen Elements mit gleicher Ordnungszahl, aber abweichender Massenzahl. Isotope können stabil sein oder unter Aussendung ionisierender Strahlung zerfallen (radioaktive Isotope, Radioisotope)
Jod-125 Radioisotop von Jod. Therapeutisch wird die niederenergetische Photonenstrahlung genutzt
Kalibrier-Referenzstrahler, auch: Kalibrierquelle Strahler, die zum Abgleich von Messinstrumenten nach vorgegebenen Standards dienen
Konditionierung Hier: Bearbeitung schwach bis mittelradioaktiver Abfälle; umfasst unter anderem die umfangreiche Vermessung und Charakterisierung von Rohabfällen, das Hochdruckverpressen von Abfallfässern zur Volumenreduktion sowie die endlagergerechte Verpackung von Abfallpresslingen in speziellen Containern (Konradkonditionierung bei Verbringung ins Endlager Konrad)
Kontrastmittel Arzneimittel, das in bildgebenden Verfahren die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers ermöglicht
Modular-Lab Synthesegerät zur Herstellung radioaktiver Diagnostika
Neuroendokrine Tumore (NET) gut- oder bösartige Tumore, die aus hormonbildenden (endokrinen) Zellen hervorgehen
Nuklearmedizinische Bildgebung und -verarbeitung Prozess bei dem nach Gabe von radioaktiven Substanzen (Radiopharmaka) mit einer speziellen Kamera die Strahlung aus dem Körperinneren gemessen und ein Bild berechnet werden kann. Siehe auch Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
Nuklearmedizin Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung offener, meist kurzlebiger Radionuklide befasst
Onkologie Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Entstehung und Behandlung von bösartigen Tumoren befasst
Ophthalmologie Wissenschaft vom Auge und den Augenerkrankungen (Augenheilkunde)
Permanentimplantate Implantate, die zum dauernden Verbleib im Organismus/Körper bestimmt sind
Positron Elementarteilchen mit der Masse eines Elektrons, aber mit positiver Ladung
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin, das Schnittbilder von lebenden Organismen erzeugt, in dem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz (Radiopharmakon, PET-Tracer) unter Nutzung der beim Positronenzerfall entstehenden Photonen sichtbar macht
Prostata Vorsteherdrüse. Kastaniengroßes Organ, das den Anfangsteil der männlichen Harnröhre umgibt
Planungssoftware Spezielle Software zur Unterstützung der Planung der Brachytherapiebehandlung
Quelle, Strahlenquelle Siehe Strahler
Radioaktivität Eigenschaft instabiler Nuklide, spontan oder unter Umwandlung des Atomkerns, Teilchen (Alpha und Betastrahler) oder elektromagnetische Wellen (Gammastrahler) zu emittieren
Radiodiagnostika Radioaktive Substanzen, die zur Diagnose von Krankheiten eingesetzt werden. Siehe auch Radiopharmaka
Radioembolisatoren Mit radioaktiven Substanzen beladene kleine Kugeln, die zur Therapie von Lebertumoren eingesetzt werden. Die Kügelchen bleiben in den tumorversorgenden feinsten Blutgefäßen stecken und mit Hilfe der radioaktiven Substanz werden lokal die Krebszellen bestrahlt und zerstört
Radiomarkierung Markierung von biologischen Einheiten (z.B. Zuckermoleküle, Eiweißbausteine an Tumorzellen) mit radioaktiven Nukliden für Therapie (Bestrahlung) und Diagnostik (Bildgebung)
Radiopharmaka Substanzen bzw. Arzneimittel, die auf Basis radioaktiver Nuklide ihre Wirkung entfalten und in der Nuklearmedizin ihre Anwendung in Diagnose und Therapie finden
Radiopeptid Peptide sind kleine, eiweißähnliche Strukturen. Bei Radiopeptiden fungieren die Peptide als Träger für radioaktive Partikel (z.B. Yttrium-90)
Radiorezeptortherapie Bei der Radiorezeptortherapie erfolgt eine Bestrahlung der Tumorzelle "von innen", die zu einer Zerstörung der Tumorzelle führt. Dabei werden kleine Peptide mit einem strahlenwirksamen Molekül, einem Radionuklid, gekoppelt. Die Radiopeptide lagern sich an der Tumoroberfläche an und schonen damit das gesunde Gewebe.
Rohisotop Radioaktiver Ausgangsstoff für die Herstellung von Strahlenquellen
Seed Von englisch Samenkorn. Kleine, radioisotopenhaltige Metallstiftchen zur interstitiellen Strahlentherapie
Strahler Hier: Vorrichtung, die radioaktive Strahlung aussendet. Manchmal auch "Quelle" genannt
Synthesemodule Hier: Bestandteile des modularen Gerätesystems Modular-Lab zur automatisierten Synthese von Radiopharmaka und -chemikalien
Yttrium-90 Radioaktives Isotop, das bei der internen Radiotherapie u.a. zur Behandlung chronisch-entzündlicher Gelenkerkrankungen (Radiosynoviorthese) oder zur Krebsbehandlung eingesetzt wird. Für den Transport zum Tumor wird das Yttrium-90 entweder an chemische Wirkstoffe gekoppelt oder auf kleine Kügelchen geladen (siehe Radioembolisatoren)
Zyklotron Kreisrunder Teilchenbeschleuniger zur Erzeugung radioaktiver Isotopen
| 6. Mai 2014 | Quartalsbericht i/ 2014 |
|---|---|
| 6./7. Mai 2014 | Frühjahrskonferenz Deutsche Börse in Frankfurt |
| 22. Mai 2014 | Hauptversammlung |
| 5. August 2014 | Quartalsbericht ii/ 2014 |
| 6. November 2014 | Quartalsbericht iii/ 2014 |
| November 2014 | Eigenkapitalforum in Frankfurt |
6./7. Mai 2014 Frühjahrskonferenz Deutsche Börse in Frankfurt
HERAUSGEBER Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
DianaDesign, Berlin www.dianadesign.de
Hermann Bredehorst, Berlin Nils Hendrik Müller, Brunswick Eckert & Ziegler Archiv
Druckerei Arnold, Großbeeren
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG
Robert-Rössle-Straße 10 13125 Berlin www.ezag.de
Karolin Riehle Investor Relations
Telefon + 49 30 94 10 84 – 0 Telefax + 49 30 94 10 84 – 112 [email protected]
ISIN DE0005659700 WKN 565970
| KENNZAHLEN ECKERT & ZIEGLER | Veränderung zum Vorjahr |
2010 | 2011 | 2012 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz und Ergebnis | ||||||
| Umsatzerlöse | Tsd. Euro | – 2% | 111.093 | 116.197 | 119.997 | 117.138 |
| EBITDA | Tsd. Euro | – 20% | 26.413 | 30.412 | 27.475 | 22.066 |
| Abschreibungen | Tsd. Euro | + 19% | 9.842 | 7.511 | – 7.747 | 9.251 |
| EBIT | Tsd. Euro | – 35% | 16.571 | 22.901 | 19.728 | 12.815 |
| EBIT-Marge | % | – 33% | 15% | 20% | 16% | 11% |
| Steuerquote | % | – 42% | 27% | 44% | 33% | 19% |
| Jahresüberschuss nach Steuern und Minderheiten | Tsd. Euro | – 12% | 9.413 | 10.418 | 10.293 | 9.089 |
| Ergebnis pro Aktie | Euro | – 12% | 1,81 | 1,98 | 1,95 | 1,72 |
| Kapitalfluss | ||||||
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | Tsd. Euro | – 12% | 15.025 | 20.159 | 16.574 | 14.649 |
| Liquide Mittel zum 31.12. | Tsd. Euro | – 5% | 29.216 | 32.304 | 30.842 | 29.414 |
| Bilanz | ||||||
| Eigenkapital | Tsd. Euro | + 4% | 73.605 | 80.896 | 86.970 | 90.628 |
| Bilanzsumme | Tsd. Euro | + 9% | 144.467 | 154.353 | 164.444 | 178.910 |
| Eigenkapitalquote | % | – 4% | 51% | 52% | 53% | 51% |
| Netto-Finanzbestand | ||||||
| (Liquidität abzügl. Finanzverbindlichkeiten) | Tsd. Euro | – 56% | 7.413 | 14.315 | 15.396 | 6.787 |
| Mitarbeiter | ||||||
| Anzahl der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt* | Personen | + 7% | 512 | 538 | 573 | 613 |
| Anzahl aller Mitarbeiter zum Jahresende | Personen | + 12% | 546 | 573 | 611 | 686 |
| Kennzahlen zur Aktie | ||||||
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien | Tsd. Stück | – | 5.194 | 5.274 | 5.288 | 5.288 |
| Buchwert pro Aktie | Euro | + 3% | 12,98 | 14,23 | 15,27 | 15,80 |
| Dividende | Euro | – | 0,60 | 0,60 | 0,60 | 0,60** |
| * ohne Vorstände, Geschäftsführer, Praktikanten etc. | ** Dividendenvorschlag der Gesellschaft an die Hauptversammlung am 22.5.2014 |
Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG Robert-Rössle-Str. 10 13125 Berlin www.ezag.de
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