Quarterly Report • Jun 30, 2020
Quarterly Report
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und
für das Geschäftsjahr
der
Dietzenbach
| I. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 5 | |
|---|---|
| 1. Grundlagen des Konzerns 5 | |
| a) Geschäftsmodell des Konzerns 5 | |
| 2. Wirtschaftsbericht 6 | |
| a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 6 | |
| b) Geschäftsverlauf DVS TECHNOLOGY Konzern 8 | |
| aa) Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz 8 | |
| bb) Beschaffung, Personal 9 | |
| cc) Forschung und Entwicklung 9 | |
| dd) Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften 9 | |
| (1) PITTLER T & S GmbH 9 | |
| (2) Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH | 10 |
| (3) BUDERUS - Schleiftechnik GmbH | 10 |
| (4) PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH | 11 |
| (5) NAXOS- DISKUS Schleifmittelwerke GmbH | 11 |
| (6) DVS Production South GmbH | 11 |
| (7) DVS Production GmbH | 11 |
| (8) DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH | 12 |
| (9) Weitere operative Gesellschaften | 12 |
| c) Lage DVS Technology Konzern | 13 |
| aa) Ertragslage | 13 |
| bb) Finanzlage | 15 |
| cc) Vermögenslage | 15 |
| d) Finanzielle Leistungsindikatoren | 16 |
| 3. Prognosebericht | 17 |
| a) Planungsprämissen | 17 |
| b) Unternehmensplanung | 18 |
| aa) Auftragseingang, Umsatz | 18 |
| bb) Beschaffung | 18 |
| cc) Personal | 19 |
| dd) Investitionen | 19 |
| c) Gesamtbetrachtung | 19 |
| 4. Chancen- und Risikobericht | 20 |
| a) Risikobericht | 20 |
| aa) Markt | 21 |
| bb) Technologie | 21 |
| cc) Beschaffung | 22 |
|---|---|
| dd) Fertigung | 22 |
| ee) Entwicklung | 23 |
| ff) Finanzwirtschaft | 23 |
| b) Chancenbericht | 24 |
| aa) Markt | 24 |
| bb) Technologie | 25 |
| cc) Beschaffung | 26 |
| dd) Finanzwirtschaft | 26 |
| c) Gesamtbetrachtung | 27 |
| 5. Abhängigkeitsbericht | 28 |
| II. Konzernbilanz | 29 |
| III. Konzern Gewinn- und Verlustrechnung | 30 |
| IV. Konzernanhang | 31 |
| 1. Grundlagen | 31 |
| 2. Konsolidierungskreis | 31 |
| 3. Konsolidierungsgrundsätze einschließlich Währungsumrechnung | 34 |
| a) Kapitalkonsolidierung | 34 |
| b) Schuldenkonsolidierung | 34 |
| c) Zwischenergebniseliminierung | 34 |
| d) Aufwands- und Ertragskonsolidierung | 35 |
| e) Währungsumrechnung | 35 |
| f) Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen | 35 |
| 4. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 35 |
| a) Anlagevermögen | 36 |
| b) Vorräte | 36 |
| c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 37 |
| d) Liquide Mittel | 37 |
| e) Latente Steuern | 37 |
| f) Rückstellungen | 37 |
| g) Verbindlichkeiten | 38 |
| 5. Angaben zur Konzernbilanz | 39 |
| a) Anlagevermögen | 39 |
| b) Finanzanlagen | 40 |
| c) Vorräte | 40 |
| d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 41 |
| e) Latente Steuern | 41 |
| f) Überleitungsrechnung | 42 |
| Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019 | |
|---|---|
| g) Rechnungsabgrenzungsposten | 42 |
| h) Konzerneigenkapital | 42 |
| i) Sonderposten | 43 |
| j) Rückstellungen | 43 |
| k) Verbindlichkeiten | 43 |
| l) Kompensatorische Bewertungseinheiten | 44 |
| 6. Angaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung | 45 |
| a) Allgemeines | 45 |
| b) Positionen der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung | 45 |
| c) Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn/Verlust | 45 |
| d) Sonstige Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 45 |
| aa) Umsatzerlöse | 45 |
| bb) Sonstige betriebliche Erträge | 46 |
| cc) Sonstige betriebliche Aufwendungen | 46 |
| 7. Angaben zur Kapitalflussrechnung | 47 |
| 8. Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Ausschüttungssperre | 47 |
| 9. Sonstige Angaben | 47 |
| a) Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane | 47 |
| aa) Aufsichtsrat | 47 |
| bb) Vorstand | 49 |
| b) Zahl der Beschäftigten | 49 |
| c) Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten gemäß § 314 Abs. 1 | |
| Nr. 14 HGB | 49 |
| d) Abschlussprüferhonorare gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB | 49 |
| e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 a. HGB | 50 |
| f) Haftungsverhältnisse | 50 |
| g) Außerbilanzielle Geschäfte | 50 |
| h) Konzernverhältnisse | 50 |
| 10. Anlage: Konzern-Anlagenspiegel | 51 |
| V. Konzernkapitalflussrechnung | 53 |
| VI. Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 54 |
Der DVS TECHNOLOGY AG Konzern (nachfolgend DVS TECHNOLOGY GROUP genannt) ist ein Zusammenschluss von dreizehn operativ selbständigen Produktionsunternehmen der Werkzeugmaschinenbau- und Schleifmittelbranche sowie drei internationaler Vertriebs- und Servicegesellschaften unter dem gemeinsamen Dach der DVS TECHNOLOGY AG.
Die DVS-Unternehmen definieren sich als Lösungsanbieter für zerspanende Bearbeitungsprozesse in definierten Marktsegmenten. Folgende drei Geschäftsbereiche sind integrierter Bestandteil des Geschäftsmodells der DVS TECHNOLOGY GROUP:
DVS Machine Tools & Automation: Die Herstellung und der Vertrieb von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und Automationseinheiten sowie das dazugehörige Servicegeschäft (Technischer Service, Ersatzteile, Überholungen/ Reparaturen).
DVS Production: Die Serienfertigung/Systemlieferantenschaft von PKW- und Nutzfahrzeugkomponenten auf DVS Werkzeugmaschinen.
DVS Tools & Components: Die kundenindividuelle Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugen und Schleifmitteln.
Das Jahr 2019 ist gekennzeichnet durch ein weltweites Wachstum von nur 3,2 % (Branchen-Report Deutschland/Commerzbank, 12/2019) bei einer eingetrübten weltweiten Konjunktur, insbesondere auch in der Automobilindustrie. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung (BIP-Wachstum) ist differenziert pro Region verlaufen (Europa + 1,0%, Deutschland + 0,4 %, USA + 2,3 %). Das Wachstum in Asien (ohne Japan und China) betrug 5,3%, in China 6,2%.
Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich im Jahr 2019 rückläufig. Nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) reduzierte sich die weltweite Produktion von Werkzeugmaschinen im Jahr 2019 um 4,5% gegenüber dem Rekordjahr 2018. Auf Eurobasis wurden 2019 weltweit Werkzeugmaschinen für Mrd. EUR 72,1 (2018: Mrd. EUR 75,5) produziert. Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen in 2019 ist unverändert China mit Mrd. EUR 16,8 gefolgt von Deutschland (Mrd. EUR 12,5) und Japan (Mrd. EUR 11,7).
Die deutsche Werkzeugmaschinenbranche blickt auf ein schwieriges Jahr 2019 zurück. Nach Angaben des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) sanken die Auftragseingänge in 2019 signifikant um 22%, im für uns relevanten Segment der Zerspanung sogar um 26% aufgrund der weltweit sinkenden Automobilproduktion, allgemeiner Konjunkturschwäche und Transformation hin zur E-Mobilität. Der Umsatz/die Produktion Gesamt (Maschinen, Ersatzteile, Reparaturen) im Werkzeugmaschinenbau ist 2019 im Vergleich zu 2018 in etwa gleichgeblieben. Jedoch zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung in den Segmenten Umformtechnik und Zerspanung. Für das für uns relevante Segment der Zerspanung reduzierte sich der Umsatz/die Produktion in 2019 um 5%.
Die Gesamtproduktion liegt in 2019 mit Mrd. EUR 16,9 in etwa auf dem Niveau 2018. Dabei erhöhte sich die Produktion/der Umsatz im Inland um +16%, während sich die Exporte (rd. Mrd. EUR 10) um 9% reduzierten.
Die Kapazitäten der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie waren in 2019 schlechter ausgelastet als im Jahresdurchschnitt 2018 mit guten 91,9%. Bis Jan. 2020 sank die Kapazitätsauslastung auf rd. 82%.
Mit Mio. EUR 1.782 in 2019 ist der chinesische Markt weiterhin mit Abstand das größte Exportland für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie. Allerdings sind die Exporte nach China in 2019 um rd. 13 % zurückgegangen. Auf den weiteren Plätzen in 2019 folgen die USA mit Mio. EUR 1.017 Exportvolumen (./. 15%) gefolgt von Italien (Mio. EUR 434), Frankreich (Mio. EUR 412), Polen (Mio. EUR 387), Schweiz (Mio. EUR 379) und Österreich (Mio. EUR 372). Von den 15 wichtigsten Exportländern Deutschlands im Werkzeugmaschinenbau verzeichneten in 2019 nur die Exporte nach Frankreich, Schweiz und Ungarn moderate Zuwächse, in allen anderen Märkten war ein zweistelliger Rückgang im Werkzeugmaschinen-Export zu verzeichnen.
Das Geschäftsjahr 2019 verlief für die DVS TECHNOLOGY GROUP schwierig. Neben einem Rückgang im Auftragseingang um rd. 18% ist das Ergebnis in 2019 massiv belastet durch hohe Verluste bei den 3 DVS Gesellschaften Buderus Schleiftechnik GmbH, DVS Production GmbH und DVS Production South GmbH.
Aufgrund der rückläufigen Marktentwicklung und deutlich unter den Erwartungen liegenden Zahlen im 1.Hj. 2019 hat der Vorstand der DVS TECHNOLOGY AG im Juni 2019 einen 5-Punkte-Plan für die DVS TECHNOLOGY GROUP verabschiedet mit folgenden Schwerpunkten: Vertriebsoffensive, Investitionsstopp, Personaleinstellungsstopp, Kostensenkungsmaßnahmen Material-, Personal- und Sachkosten sowie Fokus auf das Working Capital Management (WCM) und Verbesserung der Liquidität. Oberstes Gebot ist eine strikte Kapital- und Kostendisziplin. Auf dieser Basis wurden Maßnahmenpakete für jede DVS Gesellschaft festgelegt. Die Umsetzung erfolgte im 2.Hj. 2019, einige Maßnahmen werden jedoch erst in 2020 ergebniswirksam.
Der Konzern verzeichnete in 2019 einen Auftragseingang von TEUR 225.667. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um rd. 18%. Fast alle DVS Gruppengesellschaften spürten die Marktschwäche und Zurückhaltung der Kunden insbes. im 2.Hj. 2019. Der Auftragsbestand lag per 31.12.2019 bei nur noch TEUR 101.041, dies sind rd. 27% unter dem Vorjahr. Mit diesem Auftragsbestand beträgt die Auftragsreichweite rd. 5-6 Monate im Durchschnitt und sichert eine Auslastung für das 1.Hj. 2020.
Im Geschäftsjahr 2019 konnte ein Umsatz von TEUR 261.630 erzielt werden. Der realisierte Umsatz liegt rd.1% unter dem Vorjahr. Der Exportanteil in 2019 liegt mit rd. 61% rd. 2 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.
Die Situation in unseren Beschaffungsmärkten war in 2019 geprägt durch die abgeschwächte konjunkturelle Entwicklung, d.h. die Preise sind stabil und teilweise unter Druck. Die Lieferzeiten bewegen sich insgesamt auf einem normalen Niveau.
In 2019 waren durchschnittlich 1.434 Mitarbeiter (Vj. 1.354) beschäftigt, davon 543 Angestellte (Vj. 510) und 890 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 844). Dies ist ein Aufbau gegenüber dem Vorjahr um 80 Mitarbeiter begründet durch den Anlauf und das Hochfahren neuer Aufträge im Geschäftsbereich Serienproduction (DVS Production GmbH).
Innovationsfähigkeit schafft Vorsprung im Wettbewerb und ist somit Mittel zur Stärkung der Ertragskraft und Sicherung des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolges der DVS TECHNOLOGY GROUP. Die Forschung und Entwicklung leistet mit hoch qualifizierten Mitarbeitern einen wesentlichen Beitrag zur Absatzsicherung und –ausweitung auch auf neuen Märkten. Unter Einsatz modernster Verfahren und Technologien werden zusammen mit Kunden und Lieferanten bestehende Produkte, Prozesse und Dienstleistungen kontinuierlich weiterentwickelt und neue Lösungen erarbeitet.
Der Fokus der F&E-Aktivitäten lag in 2019 in der Markteinführung bzw. Umsetzung der auf verschiedenen Messen präsentierten Innovationen (u.a. neue Maschinentypen und -plattformen UGrind, DFine, SkiveLine, BV235 sowie die Weiterentwicklung der Technologie des Innenverzahnungshonens). Die DVS TECHNOLOGY GROUP hat sich in 2019 auf den Messen CIMT in Peking und EMO in Hannover mit Schwerpunkt E-Mobilität präsentiert. Daneben gibt es sowohl im Geschäftsbereich Mashine Tools als auch im Geschäftsbereich Production zahlreiche neue Projekte mit E-Mobilitätsteilen.
Die PITTLER T & S GmbH verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 ein starkes Wachstum. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 40% auf TEUR 28.928 (Vj. TEUR 20.548) während die Auftragseingänge im Berichtszeitraum auf hohem Niveau blieben mit TEUR 30.194 (Vj. TEUR 30.010). Die Gesellschaft erzielte ein verbessertes operatives EBIT von TEUR 690 (Vj. TEUR -16). Das ausgewiesene Ergebnis vor Steuern ist negativ mit TEUR – 1.268 aufgrund der Verlustübernahme für die Organgesellschaft DVS Production GmbH. Das operative Ergebnisniveau ist jedoch noch nicht zufriedenstellend. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 28.603 (Vj. TEUR 30.235); das Eigenkapital erhöhte sich auf TEUR 4.804 (Vj. TEUR 2.842). Daraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 16,8% (Vj. 9,4%).
Das Geschäftsjahr 2019 verlief für die Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH rückläufig, insbes. im 2.Hj. 2019, mit sinkenden Auftragseingängen, Umsätzen und einem reduzierten Ergebnis mit TEUR 1.083. Der Umsatz reduzierte sich um 14,8% auf TEUR 18.520 (Vj. TEUR 21.474). Der Auftragseingang ist mit TEUR 19.487 um rd. 13,5% gesunken (Vj. TEUR 22.531). Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung liegt bei TEUR 1.083 (Vj. TEUR 1.574). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 17.876 (Vj. TEUR 16.868), das Eigenkapital TEUR 6.741 (Vj. TEUR 6.082) und die daraus resultierende Eigenkapitalquote 37,7% (Vj. 36,1%).
Die BUDERUS-Schleiftechnik GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2019 mit TEUR 29.999 einen um 32,8% niedrigen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR 44.636). Die Auftragseingänge mit TEUR 18.406 in 2019 (Vj. TEUR 37.825) haben sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50% stark reduziert. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung liegt bei TEUR -5.292 (Vj. TEUR 393). Der hohe Verlust in 2019 ist neben dem drastischen Auftragseingang- und Umsatzrückgang begründet durch hohe Nachlaufkosten für Projekte, überproportional zugekaufte Leistungen sowie hohe Fixkosten und liegt deutlich unter unseren Erwartungen. Diese negative Entwicklung ist zum einen auf die Marktentwicklung zurückzuführen, zum anderen auf unternehmensinterne Defizite. Aufgrund der negativen Entwicklung Mitte 2019 wurde begonnen, die Gesellschaft unter Hinzuziehung eines Sanierungsberaters zu restrukturieren und downzusizen sowie strategisch neu zu positionieren. Dies hatte auch zur Folge, dass betriebsbedingte Kündigungen in 2019 ausgesprochen werden mussten. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Jahresende 2019 TEUR 37.821 (Vj. TEUR 39.690). Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 13.770 (Vj. TEUR 13.532). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 36,4% (Vj. 34,1%).
Die PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH hat im Geschäftsjahr 2019 das hohe Niveau bei Umsatz und Ergebnis halten können während die Auftragseingänge aufgrund des schwachen Marktes stark rückläufig waren. Die Umsatzerlöse blieben mit TEUR 94.286 nahezu unverändert (Vj. TEUR 94.546). Die Auftragseingänge reduzierten sich um 25,8% auf TEUR 70.355 (Vj. TEUR 94.871). Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung stieg auf TEUR 9.949 (Vj. TEUR 9.422). Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich auf TEUR 67.349 (Vj. TEUR 65.450). Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 31.505 (Vj. TEUR 26.771). Daraus leitet sich eine Eigenkapitalquote von 46,8% (Vj. 40,9%) ab.
Im Geschäftsjahr 2019 reduzierte sich der Umsatz der NAXOS-DISKUS Schleifmittelwerke GmbH gegenüber dem Vorjahr um 6,9% auf TEUR 18.532 (Vj. TEUR 19.910). Die Auftragseingänge gingen um 17,0% auf TEUR 17.819 (Vj. TEUR 21.476) zurück. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 1.262 (Vj. TEUR 1.895). Die Bilanzsumme der Gesellschaft liegt bei TEUR 14.417 (Vj. TEUR 12.270), das Eigenkapital bei TEUR 8.072 (Vj. TEUR 7.180). Hieraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 56,0% (Vj. 58,5%).
Bei der DVS Production South GmbH reduzierten sich im Geschäftsjahr 2019 die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 15.737 (Vj. 18.908 TEUR) um rd. 17% aufgrund schwacher Umsätze mit einem Hauptkunden. Durch Unterauslastung und hohe Fixkosten ist das Ergebnis vor Steuern negativ mit TEUR -2.671 (Vj. TEUR -179). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2018 TEUR 4.165 (Vj. TEUR 6.213).
Für die DVS Production GmbH verlief das Geschäftsjahr 2019 nicht zufriedenstellend. Während sich der Umsatz deutlich erhöhte, ist das Ergebnis stark beeinträchtigt durch hohe Investitionen/Vorleistungen und Belastungen für das Hochfahren neuer Serienaufträge im Bereich E-Mobilität. Die Umsatzerlöse stiegen auf TEUR 35.454 (Vj. TEUR 30.614). Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt TEUR -1.494 (Vj. TEUR 861). Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich auf TEUR 24.906 (Vj. TEUR 22.756). Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 3.500 (Vj. TEUR 3.500). Daraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 14,1% (Vj. 15,4%).
Die DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH konnte im Geschäftsjahr 2019 das hohe Umsatzniveau halten. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 2,1% auf TEUR 21.441 (Vj. TEUR 21.006), während die Auftragseingänge sich deutlich auf TEUR 14.629 reduzierten (Vj. TEUR 25.451). Die Umsatzerlöse enthalten Umsatzerlöse mit der Schwestergesellschaft DVS Universal Grinding GmbH in Höhe TEUR 1.181 wegen der Verlagerung der Maschinensparte. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung ist positiv mit 133 TEUR (Vj. TEUR 418), jedoch bei weitem nicht zufriedenstellend. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2019 TEUR 11.403 (Vj. TEUR 12.320). Bei einem Eigenkapital von TEUR 2.608 (Vj. TEUR 2.608) ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 22,9% (Vj. 21,2%).
Neben den zuvor aufgeführten Gesellschaften gibt es noch weitere operative Unternehmen, die in den DVS TECHNOLOGY AG Konzernabschluss einbezogen wurden. Hierzu zählen:
Die Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH verzeichnete einen positiven Geschäftsverlauf und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz in Höhe von TEUR 5.420 (Vj. TEUR 4.280). Die DVS Tooling GmbH erzielte in 2019 einen Umsatz von TEUR 12.659 (Vj. TEUR 12.591). Die DVS Universal Grinding GmbH erzielte in 2019 einen Umsatz in Höhe von TEUR 4.880 (Vj. TEUR 2.523). Die DVS Technology America Inc. konnte das Jahr 2019 sehr positiv abschließen mit einem Umsatz von TEUR 11.231 (Vj. TEUR 9.626) und einem Auftragseingang von TEUR 13.320 (Vj. TEUR 10.781). Die in 2018 mehrheitlich erworbene rbc-Fördertechnik GmbH erzielte in 2019 einen Umsatz von TEUR 8.903 (Vj. TEUR 7.737). DVS Technology (Taicang) Co.Ltd. wurde in 2019 in den Konsolidierungskreis der DVS TECHNOLOGY GROUP aufgenommen. Sie erzielte in 2019 einen Umsatz von TEUR 3.780.
Im Geschäftsjahr 2019 konnte ein Umsatz von TEUR 261.630 (Vj. TEUR 263.996) erzielt werden. Der realisierte Umsatz liegt rd. 1% unter dem Vorjahr.
Der Umsatz 2019 (2018) verteilte sich nach den 3 Geschäftsbereichen wie folgt:
Der Umsatz 2019 (2018) verteilt sich nach Regionen wie folgt:
| 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| GuV | TEUR | % | TEUR | % |
| Umsatzerlöse | 261.630 | 99,6% | 263.996 | 97,3% |
| Bestandsveränderung | -2.540 | -1,0% | 5.433 | 2,0% |
| aktivierte Eigenleistung | 3.692 | 1,4% | 1.808 | 0,7% |
| Betriebsleistung | 262.782 | 100,0% | 271.237 | 100,0% |
| sonstige betriebliche Erträge | 3.738 | 1,4% | 4.475 | 1,6% |
| Gesamtleistung | 266.520 | 101,4% | 275.712 | 101,6% |
| Materialaufwand | 113.800 | 43,3% | 126.083 | 46,5% |
| Personalaufwand | 85.941 | 32,7% | 80.250 | 29,6% |
| Abschreibungen | 11.593 | 4,4% | 9.815 | 3,6% |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 46.344 | 17,6% | 42.347 | 15,6% |
| EBIT (reported) | 8.842 | 3,4% | 17.217 | 6,3% |
| EBIT (adjusted) | 7.431 | 2,8% | ||
| Finanz- und Zinsergebnis | -3.515 | -1,3% | -2.650 | -1,0% |
| Ergebnis vor Steuern | 5.327 | 2,0% | 14.567 | 5,4% |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 5.054 | 1,9% | 5.739 | 2,1% |
| sonstige Steuern | 239 | 0,1% | 222 | 0,1% |
| Jahresergebnis | 34 | 0,0% | 8.606 | 3,2% |
Die DVS TECHNOLOGY GROUP verzeichnete in 2019 einen Umsatzrückgang von rd. 1% auf TEUR 261.630 während sich die Betriebsleistung um rd. 3% auf TEUR 262.782 reduzierte. Die Materialquote liegt in 2019 bei 43,3%, die Personalquote bei 32,7%. Operativ wurde ein EBIT adjusted (Earnings Before Interests and Taxes) von TEUR 7.431 erwirtschaftet, das einer Marge von 2,8% (EBIT zu Betriebsleistung) entspricht. Das EBIT (reported) ist höher als das operative EBIT (adjusted) aufgrund von zwei Sondereffekten: zum einen ./. 1.419 TEUR durch eine außerplanmäßige Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen und Goodwills, zum anderen +2.830 TEUR durch Ausübung eines Wahlrechts in der Vorratsbewertung. Das Finanz- und Zinsergebnis enthält Verluste aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sowie den Zinssaldo und ist insgesamt negativ mit TEUR 3.514. Die Steuerposition enthält neben Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstigen Steuern auch den Steueraufwand/-ertrag aufgrund latenter Steuern auf Bewertungsunterschiede und Verbrauch ertragsteuerlicher Verlustvorträge. In 2019 erzielte der DVS TECHNOLOGY AG Konzern ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 5.327 (Vj. TEUR 14.567). Insgesamt wird in 2019 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 34 (Vj. TEUR 8.606) ausgewiesen.
Insgesamt wurde im Berichtszeitraum 01.01.2019 – 31.12.2019 ein Cash Flow (CF) aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 13.095 erwirtschaftet. Im CF aus Investitionstätigkeit sind Investitionen im Sachanlagevermögen mit T€ 9.774 enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist im Zeitraum 01.01.2019 bis 31.12.2019 geprägt durch die gezahlte Dividende von T€ 2.419 sowie Zahlung der Zinsen von T€ 3.426. Im Saldo der Zahlungsströme sind stichtagsbezogen die Finanzmittel leicht zurückgegangen von T€ 9.881 per 31.12.2018 auf T€ 9.237 per 31.12.2019.
Der DVS TECHNOLOGY Konzern verfügte während des Geschäftsjahres 2019 über ausreichende Kreditlinien (inkl. Avalkredite), um allen fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit und unverzüglich nachkommen zu können. Das Finanzmanagement unserer Konzerngesellschaften ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele skontiert zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die von den Kernbanken an die Konzerngesellschaften ausgereichten Kreditlinien waren in 2019 so bemessen, dass finanzielle Mittel jederzeit in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt wurden.
Die Gesellschaft hat am 09.09.2019 eine neue strukturierte Betriebsmittel-Finanzierung (Club Deal) über Mio. EUR 70 mit einer Laufzeit bis zum 09.09.2024 mit ihren Kernbanken vorzeitig neu abgeschlossen. Diese Fazilität stellt uns ausreichende Betriebsmittellinien für die nächsten Jahre zur Verfügung mit angepassten Flexibilisierungsmöglichkeiten (z.B. Freie Linien, Factoring).
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 unechte Pensionsgeschäfte gemäß § 340b Abs. 3 HGB zur Optimierung des Working Capital abgeschlossen.
Der Vorstand sieht derzeit keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken.
Die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich per 31.12.2019 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bilanz | TEUR | % | TEUR | % |
| Aktiva | ||||
| Anlagevermögen | 93.027 | 36,7% | 94.268 | 36,4% |
| Umlaufvermögen | 155.027 | 61,2% | 159.525 | 61,5% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 682 | 0,3% | 682 | 0,3% |
| Aktive latente Steuern | 4.614 | 1,8% | 4.843 | 1,9% |
| Bilanzsumme | 253.350 | 100,0% | 259.318 | 100,0% |
| Passiva | ||||
| Eigenkapitel | 129.340 | 51,1% | 131.536 | 50,7% |
| Sonderposten | 0 | 0,0% | 223 | 0,1% |
| Rückstellungen | 21.821 | 8,6% | 25.193 | 9,7% |
| Verbindlichkeiten | 100.645 | 39,7% | 101.585 | 39,2% |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 0,0% | 6 | 0,0% |
| Passive latente Steuern | 1.544 | 0,6% | 775 | 0,3% |
| Bilanzsumme | 253.350 | 100,0% | 259.318 | 100,0% |
Die Bilanzsumme zum 31.12.2019 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.969 reduziert auf TEUR 253.350. Auf der Aktivseite haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 1.145 reduziert während sich die Sachanlagen investitionsbedingt um TEUR 1.822 erhöht haben. Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte insgesamt um TEUR 9.573 erhöht, im Wesentlichen begründet durch den Rückgang der erhaltenen Anzahlungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten zum Stichtag 31.12.2019 deutlich um TEUR 12.816 reduziert werden. Auf der Passivseite hat es folgende Veränderungen gegeben: Während die Rückstellungen sich um TEUR 3.372 reduzierten, sind die Bankverbindlichkeiten per 31.12.2019 mit TEUR 76.648 um TEUR 2.333 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen auf 51,1% (Vj. 50,7%).
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Material-/Personalaufwandsquote (in Relation zur Betriebsleistung), Cash Flow und Kennzahlen zum Working Capital heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich in 2019 auf TEUR 186 (Vj. TEUR 196) reduziert. Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) beträgt 2,0% (Vj. 5,5%). Die Materialaufwandsquote hat sich auf 43,3% (Vj. 46,5%) reduziert. Die Personalaufwandsquote hat sich auf 32,7% (Vj. 29,6%) erhöht. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 13.095. Die Kennzahlen zum Working Capital haben sich wie folgt entwickelt: die Anzahlungsquote (erhaltene Anzahlungen zu Umsatz) ist mit 6,9% (Vj. 10,7%) deutlich gesunken. Die Vorratsdauer (Vorräte zu Umsatz mal 365 Tage) ist konstant geblieben mit 134 Tage (Vj. 133 Tage). Die Forderungsdauer (Forderungen L+L zu Umsatz mal 365 Tage) hat sich auf 86 Tage (Vj. 103 Tage) deutlich reduziert.
Die folgenden Ausführungen im Prognosebericht beziehen sich auf die im Januar 2020 verabschiedete Planung/Budget 2020 vor der Coronakrise. Im Chancen- und Risikobericht unter 4. wird auf die aktuelle Situation und die sich drastisch veränderten Marktbedingungen durch die weltweite Coronakrise eingegangen.
Für 2020 gingen wir von einem befriedigendem gesamtwirtschaftlichen Umfeld aus. Wachstumsprognose aus 12/2019:
| Walibrailisi aleitues Dir Titausgewahlen negibilen del Welt | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | $2019 -$ erwartet |
2020- erwartet |
|
| Industrieländer | 1.2% | 1.9% | 2.1% | 1.8% | 2.3% | 2.4% | 2,2% | 2,0% |
| Deutschland | 0.1% | 1.6% | 1.7% | 1.9% | 2.1% | 1.5% | 0,4% | 0,8% |
| Europa | $-0.4%$ | 0,9% | 1,6% | 1,8% | 2,5% | 1,9% | 1,0% | 0,7% |
| USA | 2,2% | 2.4% | 2.6% | 1,5% | 2.2% | 2,9% | 2,3% | 1,7% |
| Lateinamerika | 2,3% | 1,1% | $-0.8%$ | $-1.9%$ | 1,0% | 1,2% | 1,8% | 1.7% |
| Asien ohne Japan & China | 4,2% | 5,3% | 5.0% | 5,6% | 5,6% | 5,6% | 5,3% | 5,1% |
| Japan | 1,5% | $-0,1%$ | 0,6% | 1,0% | 1,5% | 0.8% | 1,0% | 0,2% |
| China | 7.7% | 7,3% | 6.9% | 6,7% | 6.9% | 6.6% | 6,2% | 5,8% |
| Welt | 2.9% | 3.2% | 2.9% | 3.0% | 3.7% | 3.7% | 3.2% | 3.1% |
Für 2020 erwartete die Commerzbank (oder auch der Internationale Währungsfonds (IWF)) eine abgeschwächte Entwicklung und ein verringertes weltwirtschaftliches Wachstum von real nur 3,1% bedingt durch die generell schwache wirtschaftliche Entwicklung/Konjunktur. Hinzu kamen die weltweit rückläufige Automobilproduktion in 2019 sowie eine große Unsicherheit durch die Transformation hin zur E-Mobilität. In den Industrieländern wurde prognostiziert, dass sich das wirtschaftliche Wachstum auf 2,0% in 2020 und in Deutschland auf 0,8% reduziert. In den USA wurde nur noch ein Wachstum von 1,7% erwartet, in Asien (ohne Japan und China) ein Wachstum von 5,1%, in China von 5,8%.
Die Wachstumsprognosen und -erwartungen aus 12/2019 sind mit der Coronakrise obsolet. In 2020 ist eine schwere Rezession in allen Regionen sehr wahrscheinlich.
Der VDW ging in seiner Prognose für 2020 davon aus, dass die Produktion/der Umsatz in 2020 signifikant um 18 % schrumpft aufgrund der schwachen Auftragseingänge in 2019. Die Auftragseingänge in 2020 wurden auf dem niedrigen Niveau 2019 gesehen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im zweiten Halbjahr 2020.
Auch die Prognose des VDW aus 02/2020 ist mit der Coronakrise obsolet. In Q1 2020 haben sich die Marktzahlen weiter verschlechtert. Im für uns relevanten Segment der Zerspanung sind die Auftragseingänge in Q1 2020 um 30% zurückgegangen (vs. Q1 2019), während sich der Umsatz/die Produktion im gleichen Zeitraum um 23% reduzierte. Eine neue Prognose des VDW für 2020 gibt es aufgrund der hohen Unsicherheiten z.B. über Umfang und Dauer der Krise, Investitionsverhalten in der Automobilindustrie bisher nicht.
Neben einer Budgetplanung erstellt die DVS TECHNOLOGY GROUP eine Mittelfristplanung für drei Jahre (2020 – 2022). Nach dem deutlichen Marktrückgang in 2019 erwarteten wir eine moderate Erholung in den nächsten Jahren. Wir erwarteten in den Planjahren keine drastischen Marktrückgänge oder -verwerfungen. Auch diese Einschätzung und Planung ist durch die Coronakrise hinfällig.
Die ursprüngliche Unternehmensplanung 2020 für die DVS TECHNOLOGY GROUP aus 01/2020 sah folgende Eckdaten vor:
Wir planten Auftragseingänge für das Gesamtjahr 2020 in Höhe von TEUR 245.000. Dies lag rd. 9% über dem schwachen Niveau in 2019. Für das Jahr 2020 betrug das Umsatzziel TEUR 245.000 (./.7% vs. Vj. aufgrund der schwachen Auftragseingänge in 2019). Der Auftragsbestand per 31.12.2019 lag bei rd. 101 Mio. EURO als Startpunkt für 2020. Im Geschäftsbereich Serienproduktion haben wir in 2019 angelaufene, neue Produktionsaufträge, die in 2020 weiter hochgefahren werden sollten. Durch diese neuen Serienaufträge sollte es in 2020 zu einer Volumensteigerung kommen, die sich positiv auf die Stückkosten auswirken sollte. Für das Jahr 2020 planten wir mit einer verbesserten Rentabilität.
Aufgrund der schwachen Marktentwicklung in 2019 war es auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten zu einer deutlichen Entspannung gekommen. Die Lieferzeiten bewegten sich in allen Bereichen auf einem normalen Niveau. Daher gingen wir für 2020 von stabilen Beschaffungsmärkten mit stagnierenden und teilweise sinkenden Preisen aus.
Die Personalplanung sah vor, die Stammbelegschaft in 2020 deutlich zu reduzieren aufgrund der abgeschwächten Marktentwicklung und Erwartungen. Seit 06/2019 besteht ein Personaleinstellungsstopp. Zunächst wollen wir konsequent folgende Flexibilisierungsmöglichkeiten nutzen: keine Nachbesetzung altersbedingt freiwerdender Stellen, Abbau Leiharbeitereinsatz, keine Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen und Reduktion der Arbeitszeit. Daneben sichern wir die Beschäftigung durch konsequentes Insourcing von Leistungen an Dritte inkl. Abbau von Werkverträgen.
In den 3 DVS Gesellschaften mit hohen Verlusten in 2019 (Buderus Schleiftechnik GmbH, DVS Production South GmbH, DVS Production GmbH) hatten wir seit Mitte 2019 Personalanpassungen eingeleitet und durchgeführt, als ultima ratio auch durch betriebsbedingte Kündigungen.
Durch die Coronakrise hat sich die Situation im Personalbereich drastisch verändert. Zum einen sind die meisten DVS Firmen seit April 2020 in Kurzarbeit, wir nutzen dieses Instrument, um Entlassungen zu vermeiden. Zum anderen haben wir kurzfristig Personalanpassungen z.B. im Geschäftsbereich DVS Production vorgenommen. Weitere Anpassungen werden in 2020 folgen, abhängig von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung,
Seit Mitte 2019 bestand ein Investitionsstopp. Bereits beauftragte und in Abwicklung befindliche Projekte haben wir teilweise abgespeckt und planmäßig zu Ende geführt. Daher planten wir die Investitionen in 2020 auf 4,5 Mio. EURO zu begrenzen und auf das absolut Notwendige zu reduzieren. Durch die Coronakrise wollen wir die Investitionen 2020 begrenzen auf unter 4 Mio. EURO.
Insgesamt erwarteten wir in unserer ursprünglichen Unternehmensplanung 2020 für die DVS TECHNOLOGY GROUP einen Geschäftsverlauf auf niedrigerem Niveau mit einem Auftragseingang und einem Umsatz bei 245 Mio. EURO und einem verbesserten Ergebnis (EBIT-Rendite 4,4%).
Aufgrund der Coronakrise ist unsere ursprüngliche Planung 2020 zu großen Teilen obsolet und die ursprünglichen Umsatz- und Ergebnisziele werden wir in 2020 nicht erreichen. Während Januar und Februar 2020 noch weitgehend im Plan waren, ist es bereits im März 2020 zu erheblichen Umsatzrückgängen aufgrund der Shutdowns der Automobilwerke gekommen. Das Q2 2020 wird sehr schwierig und herausfordernd aufgrund der erwarteten schwachen Umsätze.
Ein fundierter Ausblick für das Jahr 2020 mit Chancen und Risiken fiel schon vor der Coronakrise nicht leicht angesichts des eingetrübten und unsicheren Marktumfelds (Rückläufige Entwicklung und Investitionsbereitschaft der internationalen Automobilindustrie, geopolitische Krisenherde, Feinstaubdiskussion, Dieselskandal, Protektionismus/ Handelspolitik, Transformation zur E-Mobilität).
Durch die aktuelle Coronakrise sind die Markterwartungen in der Automobilindustrie drastisch eingebrochen (Angebots- und Nachfrageschock). Eine schwere Rezession in 2020 ist sehr wahrscheinlich. Diese Entwicklung wird auch unsere Unternehmensgruppe hart treffen. Die gesamte Weltwirtschaft befindet sich im Krisenmodus und Krisenmanagement.
Aufgrund der Coronakrise ist unsere ursprüngliche Planung 2020 zu großen Teilen obsolet (s.o.). Die Chancen/Risiken in 2020 haben wir untergliedert in die Kategorien Markt, Technologie, Beschaffung, Fertigung, Entwicklung und finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken. Die Gesellschaft hat ein systematisches und effizientes Risikomanagementsystem installiert. Wichtiges Steuerungsinstrument ist dabei ein umfangreiches, standardisiertes Monats- und Quartalsberichtswesen.
Als Risiko definieren wir die Unsicherheit und Gefahr einer Planabweichung mit der Möglichkeit erheblicher Verluste. Ein Großteil der Risiken lässt sich nur schwer quantifizieren und wird daher nach subjektiven Einschätzungen in den Prozess des Risikomanagements einbezogen. Entscheidungstheoretisch haben wir die Risiken wie folgt kategorisiert:
Subjektive Eintrittswahrscheinlichkeit: Sehr unwahrscheinlich 5-10%, sehr möglich 50- 70%, wahrscheinlich 60-80%; Subjektive Ausprägung bzw. Stärke: gering, mittel, hoch; Fristigkeit bzw. Dauer einer Planabweichung: kurzfristig, mittelfristig, langfristig
In allen Prognosen zum Jahresanfang 2020 wurde mit einem wahrscheinlich gleichbleibenden konjunkturellen Branchenumfeld, jedoch auf dem niedrigen Niveau von 2019, ausgegangen. Dies ist mit der Coronakrise obsolet.
In 2019 ist die weltweite Automobilproduktion bereits um rd. 5% gesunken auf rd. 90 Mio. Fahrzeuge. Für 2020 ist sehr wahrscheinlich, dass die weltweite Automobilproduktion um 15-20% auf nur noch 72-75 Mio. Fahrzeuge einbrechen wird. Mit mittlerer Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die Stückzahlen vor der Krise erst wieder in 3-4 Jahren erreicht werden. Das Risiko einer deutlich negativen Planabweichung in unseren Zahlen ist als sehr hoch einzustufen aufgrund der durch die Coronakrise bedingten negativen Abweichungen ab März 2020.
Die Unternehmen der DVS TECHNOLOGY GROUP produzieren und vertreiben Präzisionswerkzeugmaschinen und Werkzeuge mit zugesagten Leistungs- und Qualitätsparametern. Denkbar ist, dass zugesagte Parameter nicht eingehalten werden können, es dadurch zu Garantieleistungen und Pönalen kommt oder womöglich Aufträge rückabgewickelt werden müssen. Aufgrund der hohen technologischen Kompetenz in den Konzerngesellschaften, der Qualifikation der Mitarbeiter und der langjährigen Erfahrung mit den Produktprogrammen der Gesellschaften erachten wir dieses Risiko als recht unwahrscheinlich. Bei Auftragsannahme wird u.a. eine technologische Risikobeurteilung vorgenommen. Pönalen mussten in der Vergangenheit nur in Einzelfällen gezahlt werden und die Garantieleistungen bewegten sich in einem normalen branchenüblichen Rahmen.
Risiken auf der Beschaffungsseite bestehen zum einen im Ausfall von strategischen Lieferanten oder Lieferengpässe durch überlange Liefertermine, die die pünktliche Auslieferung der Produkte verzögern könnte. Wir versuchen Lieferengpässe zu vermeiden durch eine vorausschauende, frühzeitige Disposition und eine gruppenweite Lagerhaltungsstrategie kritischer Komponenten sowie eine regelmäßige Analyse und Beurteilung der Beschaffungssituation inkl. alternativer Lieferanten/ Beschaffungskanäle. Wir sind glücklicherweise kaum von einzelnen kritischen Lieferanten abhängig und haben oft mehrere gleichwertige Lieferanten, so dass der Ausfall eines Lieferanten mit negativen Konsequenzen für unsere Lieferkette recht unwahrscheinlich ist. Weiterhin besteht in der DVS TECHNOLOGY GROUP ein Leistungsverbund zwischen den Einzelgesellschaften und ein Großteil der mechanischen Schlüsselkomponenten wird in der Gruppe gefertigt. Durch die Coronakrise könnte es zu Verwerfungen und Lieferengpässen in den internationalen Lieferketten kommen. Dies ist jedoch bis heute nicht der Fall außer längerer Lieferzeiten in vertretbarem Umfang bei einzelnen Bauteilen/-gruppen z.B. Komponenten für Steuerungen aus China.
Die Auslastung unserer Produktion wollen wir weiterhin durch konsequentes Insourcing absichern. Bei Unterauslastung nutzen wir das Instrument Kurzarbeit. Die derzeitige Marktlage verlangt immer schnellere und stärkere Anpassungen durch schwankende Kapazitätsbedarfe und extreme Lieferzeitanforderungen. Dem begegnen wir mit unserer flexiblen Arbeitszeitregelung sowie weiteren Flexibilisierungsmöglichkeiten. Die Produktivität und Qualität der eigenen Fertigung sollen weiter gesteigert werden. Denkbar wäre, dass die Fertigung der DVS TECHNOLOGY GROUP technologisch und/oder wirtschaftlich nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dieses Risiko erachten wir als recht unwahrscheinlich an, da die Gesellschaften mit eigener Fertigung ihre Kapazitäten am Markt anbieten und seit Jahren Drittkunden haben, die Firmen seit Jahrzehnten über ein eigenes Fertigungs-know how und qualifizierte
Mitarbeiter verfügen und permanent in die neuesten Technologien/Maschinen investiert wird. Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften wird seit Jahren durch unsere eigene Ausbildung unterstützt.
Denkbar wäre, dass Maschinen oder Werkzeugsysteme der DVS TECHNOLOGY GROUP kopiert werden oder Wettbewerber leistungsfähigere Maschinen in den Markt bringen. Dieses Risiko erachten wir als eher unwahrscheinlich, da die Konzerngesellschaften in definierten Marktnischen tätig sind mit hohen Eintrittsbarrieren. Weiterhin versucht die DVS TECHNOLOGY GROUP durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Maschinenprogramms und hohen Entwicklungsaufwendungen seinen technologischen Vorsprung zu halten und auszubauen.
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Aussichten für den deutschen Werkzeugmaschinenbau haben sich durch die Coronakrise drastisch verändert. Eine schwere Rezession in 2020 in allen Regionen ist sehr wahrscheinlich. Das BIP in Deutschland in 2020 wird wahrscheinlich um 5-8% schrumpfen. Die gesamte Weltwirtschaft befindet sich im Krisenmodus und Krisenmanagement. Diese Entwicklung wird auch unsere Unternehmensgruppe hart treffen.
Unsere ursprüngliche Planung 2020 ist seit Mitte März 2020 größtenteils obsolet. Folgende 5 Eckpunkte fassen unsere kurzfristigen Maßnahmen zusammen, um gegenzusteuern und die Krise zu meistern:
Minimierung der Liquiditätsabflüsse, enge Führung der DVS Gesellschaften, Sofortmaßnahmen zur Reduktion der Investitionen, Personal und Fixkosten
Seit April/Mai 2020 sind fast alle DVS Gesellschaften in Kurzarbeit, teilweise haben wir auch Shutdowns unsere Werke vorgenommen mit Kurzarbeit zu 100%.
Unsere hochmodernen Maschinenparks, überwiegend DVS Werkzeugmaschinen, können durch die Shutdowns seit März 2020 nur noch eingeschränkt oder gar nicht genutzt werden. Daher haben wir mit unseren Leasinggesellschaften die Aussetzung der Leasingraten um bis zu 6 Monate vereinbart.
Kern unserer Betriebsmittelfinanzierung ist ein Konsortialdarlehensvertrag mit einem Bankenkonsortium, den wir in 09/2019 vorzeitig verlängert haben bis 09/ 2024. Aktuell werden alle Verpflichtungen des Vertrages eingehalten. Wir sind jedoch in Verhandlungen, wie mit der coronabedingten Verschlechterung der Zahlen in 2020 umgegangen wird (z.B. Vereinbarung einer Covenant Holiday). Daneben haben wir bei unseren Immobiliendarlehen eine Tilgungsaussetzung um bis zu 6 Monate vereinbart.
Maßnahmen pro DVS Gesellschaft zur Senkung aller Material-, Sach- und Personalkosten.
Wir haben Szenarioanalysen erstellt, die die Auswirkungen der Coronakrise auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität darstellen inkl. unserer umfangreichen Maßnahmen (s.o.). Die eingeleiteten Maßnahmen werden teilweise ab April 2020 wirksam und voll wirksam ab Mai 2020.
Verlässliche Prognosen sind derzeit nicht möglich, wir fahren und steuern unsere Unternehmensgruppe auf Sicht, d.h. rollierende Erwartung für die nächsten 3 Monate. Insgesamt sehen wir die DVS TECHNOLOGY GROUP auch in der Krise gut aufgestellt und erwarten nicht, in eine existenzgefährdende Situation zu kommen. Entscheidend wird sein, in welcher Geschwindigkeit und auf welchem Niveau es nach den Shutdowns ab Mai 2020 wieder aufwärts geht.
Die Gesellschaft ist von Währungsrisiken weitestgehend nicht betroffen, da grundsätzlich in Euro fakturiert wird. Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken Zinsswaps abgeschlossen. Einzelheiten hierzu sind in den Erläuterungen im Anhang zum Konzernabschluss angeführt.
Der Automobilmarkt wird sich nach der Coronakrise erholen, jedoch haben sich die strukturellen Themen nicht verändert. Die weltweite Automobilindustrie steht vor gewaltigen Herausforderungen in den nächsten Jahren. Der Transformationsprozess hin zur E-Mobilität hat begonnen und die Frage ist nicht, ob die E-Mobilität kommt, sondern wann, in welcher Geschwindigkeit und mit welchen Stückzahlen. Dabei wird zunächst die Hybridisierung im Vordergrund stehen. Der Transformationsprozess
durch die E-Mobilität beschleunigt sich und erfordert von den OEMs und Zulieferern hohe Investitionen. Diese Entwicklung bietet auch enorme Chancen: Wertschöpfungsketten werden neu aufgeteilt, neue Anbieter entstehen, die Kunden suchen flexible Fertigungskapazitäten. Daher wird sich die Investitionsbereitschaft in unserer Hauptkundengruppe, der Automobilindustrie und deren Zulieferer, nach der Krise normalisieren und ist unserer Einschätzung nach intakt, da die Umstellung auf Hybrid- und Elektroantriebe hohe Investitionen erfordert. Auch in anderen für uns wichtigen Abnehmerbranchen wie z.B. allgemeiner Maschinenbau wird sich die Nachfragesituation nach der Coronakrise erholen. Die Entwicklung in der Automobilbranche wird je nach Region und Fahrzeugsegment unterschiedlich ausfallen. Nach dem Markteinbruch in 2020 wird China sehr wahrscheinlich weiter wachsen, wenn auch abgeschwächt. In Europa und in den USA ist eine moderate Entwicklung wahrscheinlich. Mit mittlerer Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die Stückzahlen vor der Krise erst wieder in 3-4 Jahren erreicht werden.
Am Markt ist der Trend zur Forderung nach immer kürzeren Lieferzeiten ungebrochen. Die Preise sind aufgrund der schwachen Nachfrage unter Druck. Wir werden jedoch keine betriebswirtschaftlich ruinösen Aufträge annehmen. Durch unsere hohe eigene Wertschöpfungstiefe in der DVS TECHNOLOGY GROUP sowie einer effizienten Auftragsabwicklung versuchen wir interne Kostenpotentiale zu heben.
Verlässliche Prognosen sind derzeit nicht möglich, wir fahren und steuern unsere Unternehmensgruppe auf Sicht. Für den Geschäftbereich Production und den Geschäftsbereich Tools and Components wird entscheidend sein, in welcher Geschwindigkeit und welcher Amplitude die Automobilwerke hochgefahren werden. Für den Geschäftsbereich Machine Tools and Automation ist entscheidend, wie sich die im April 2020 weiter eingebrochenen Auftragseingänge in den nächsten Monaten entwickeln. Die Projektanfragen und Auftragseingänge insbesondere in der Automobilindustrie sehen wir nach der Coronakrise verhalten positiv in allen Regionen, auch wenn Großprojekte fehlen.
Seit Jahren erarbeitet die DVS TECHNOLOGY GROUP in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden Konzepte, die speziell auf die gestellten Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind. Hierdurch wird die bestehende Produktpalette ständig weiterentwickelt. Z.B. ist das PRÄWEMA-Leistungshonen das Resultat einer kontinuierlichen Entwicklung, die sich am Markt durchgesetzt hat und zwischenzeitlich als neuer Standard etabliert ist. Durch gemeinsame Forschung und Entwicklung mit Kunden und Werkzeuglieferanten konnten die Werkzeugstandzeiten in den letzten Jahren weiter erhöht und die Bearbeitungszeiten verkürzt werden. Getriebe, in denen Zahnräder dieser Qualität laufen, sind deutlich geräuschärmer. Aktuelle Innovationen der DVS TECHNOLOGY GROUP sind z.B. die neuen Maschinentypen und -plattformen UGrind, DFine, SkiveLine, BV235 sowie die Weiterentwicklung der Technologie des Innenverzahnungshonens. Ziel der DVS TECHNOLOGY GROUP ist es, den technologischen Vorsprung in unseren Marktnischen zu halten und auszubauen.
Der Boom im Maschinenbau und insbes. in der Werkzeugmaschinenbaubranche hatte in der Vergangenheit zu teilweise dramatisch verlängerten Lieferzeiten geführt. Allerdings hat sich die Situation im Beschaffungsmarkt bereits in 2019 normalisiert und nun in 2020 extrem verändert. Neben der drastisch eingebrochenen Nachfrage sind teilweise internationale Lieferketten zusammengebrochen. Wir sind bisher von unterbrochenen Lieferketten nicht betroffen. In Einzelfällen ist es zu einer noch vertretbaren Verlängerung der Lieferzeiten gekommen. Wir erwarten, dass sich mit Hochfahren der Werke und der Wirtschaft allgemein die Situation an den Beschaffungsmärkten normalisiert. Die Preise sind jedoch unter Druck. Die Beschaffungsstrategie ist für unsere Sondermaschinen aufgrund hoher Qualitäts- und Lieferzeitanforderungen sowie niedriger Stückzahlen überwiegend lokal. Weiterhin fertigen wir fast alle mechanischen Schlüsselkomponenten unserer Maschinen in der eigenen Firmengruppe. Auch der Werkzeugbedarf wird zunehmend über die Gesellschaften der DVS TECHNOLOGY GROUP abgedeckt, was die Wettbewerbsfähigkeit verbessert (Technologie, Kosten).
Unsere Unternehmensplanung 2020, die im Januar 2020 verabschiedet wurde, ist seit Mitte März 2020 größtenteils obsolet. Verlässliche Prognosen sind derzeit nicht möglich, wir fahren und steuern unsere Unternehmensgruppe auf Sicht, d.h. rollierende Erwartung für die nächsten 3 Monate. Sollten in einem positiven Szenario das Hochfahren der Wirtschaft schneller als erwartet erfolgen, so ist der Konzern aufgrund der aufgebauten Kapazitäten und Stammbelegschaft und der Möglichkeit von Kapazitätsausgleichen in der DVS TECHNOLOGY GROUP oder außerhalb der Gruppe darauf vorbereitet.
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Aussichten für den deutschen Werkzeugmaschinenbau haben sich durch die Coronakrise extrem verändert. Durch die Coronakrise sind die Markterwartungen in der Automobilindustrie, die schon vor der Krise eingetrübt und unsicher waren, drastisch eingebrochen. Durch die Shutdowns der Automobilwerke, beginnend 02/2020 in Asien und ab Mitte/Ende 03/2020 in Europa und Nafta ist es zu einer weltweiten Ausnahmesituation gekommen mit gravierenden negativen Folgen für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Eine schwere Rezession in 2020 in allen Regionen ist sehr wahrscheinlich. Die gesamte Weltwirtschaft befindet sich im Krisenmodus und Krisenmanagement. Diese Entwicklung wird auch unsere Unternehmensgruppe hart treffen.
Unsere ursprüngliche Planung 2020 ist seit Mitte März 2020 größtenteils obsolet. Wir haben umfangreiche kurzfristige Maßnahmen ab März 2020 eingeleitet und umgesetzt, um gegenzusteuern und die Krise zu meistern.
Wir haben Szenarioanalysen erstellt, die die Auswirkungen der Coronakrise auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität darstellen inkl. unserer Maßnahmen.
Verlässliche Prognosen sind derzeit nicht möglich, wir fahren und steuern unsere Unternehmensgruppe auf Sicht, d.h. rollierende Erwartung für die nächsten 3 Monate. Insgesamt sehen wir die DVS TECHNOLOGY GROUP auch in der Krise gut aufgestellt und erwarten nicht, in eine existenzgefährdende Situation zu kommen. Entscheidend wird sein, in welcher Geschwindigkeit und auf welchem Niveau es nach den Shutdowns ab Mai 2020 wieder aufwärts geht.
Die DVS TECHNOLOGY AG hat einen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2019 nach § 312 AktG erstellt. Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, erhielten die Unternehmen des DVS TECHNOLOGY Konzerns bei jedem in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung und wurden durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt.
Dietzenbach, den 26. Mai 2020 Vorstand der DVS TECHNOLOGY AG
Josef Friedrich Preis Axel Loehr Bernd Rothenberger Mario Preis Vorsitzender
| A K T I V A | 31.12.2019 | 31.12.2018 | P A S S I V A | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | TEUR | A. | Eigenkapital | TEUR | ||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | I. | Gezeichnetes Kapital | 25.000 | 25.000 | ||||
| 1. Selbst geschaffene gew erbliche Schutzrechte und | II. | Kapitalrücklage | 50.638 | 50.638 | |||||
| ähnliche Rechte und Werte | 2.625 | 774 | III. | Gew innrücklagen | |||||
| 2. Entgeltlich erw orbene Konzessionen, gew erbliche | 1. Gesetzliche Rücklage | 586 | 586 | ||||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 1.185 | 885 | 2. Andere Gew innrücklagen | 460 | 460 | ||||
| 3. Geschäfts- oder Firmenw ert | 18.601 | 21.897 | IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 71 | 34 | ||||
| 22.411 | 23.556 | V. | Konzernbilanzgew inn/-verlust | 29.865 | 26.848 | ||||
| II. | Sachanlagen | VI. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 22.720 | 27.970 | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten | 129.340 | 131.536 | |||||||
| einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 46.147 | 43.609 | |||||||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 12.033 | 12.151 | |||||||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.233 | 6.457 | B. | Sonderposten | 0 | 223 | |||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.648 | 2.022 | |||||||
| 66.061 | 64.239 | C. | Rückstellungen | ||||||
| III. | Finanzanlagen | 1. Rückstellungen für Pensionen und | |||||||
| 1. Assoziierte Unternehmen | 4.555 | 6.473 | ähnliche Verpflichtungen | 2.417 | 2.483 | ||||
| 2. Steuerrückstellungen | 841 | 1.552 | |||||||
| B. | Umlaufvermögen | 3. Sonstige Rückstellungen | 18.563 | 21.159 | |||||
| I. | Vorräte | 21.821 | 25.193 | ||||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 32.847 | 27.429 | D. | Verbindlichkeiten | |||||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 55.813 | 59.711 | 1. Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 6.580 | 8.530 | Kreditinstituten | 76.649 | 74.316 | ||||
| 4. Geleistete Anzahlungen | 484 | 772 | 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||||||
| 5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -18.054 | -28.343 | Leistungen | 18.109 | 22.881 | ||||
| 77.672 | 68.099 | 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||||
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | Unternehmen | 195 | 84 | |||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61.775 | 74.591 | 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unter | ||||||
| 2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | 134 | 97 | nehmen mit denen ein Beteiligungs | ||||||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit | verhältnis besteht | 881 | 421 | ||||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 417 | 719 | 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.811 | 3.882 | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 5.792 | 6.138 | davon aus Steuern TEUR 1.813 (TEUR 444) | ||||||
| 68.118 | 81.545 | davon im Rahmen der | |||||||
| III. | Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, | sozialen Sicherheit TEUR 185 (TEUR 17) | |||||||
| Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 9.237 | 9.881 | 100.645 | 101.585 | |||||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 682 | 682 | E. | Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 7 | ||
| D. | Aktive latente Steuern | 4.614 | 4.843 | F. | Passive latente Steuern | 1.544 | 775 | ||
| 253.350 | 259.318 | 253.350 | 259.318 | ||||||
| 01.01.2019- | 01.01.2018- | ||
|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
| TEUR | TEUR | ||
| 1 . Umsatzerlöse | 261.630 | 263.996 | |
| 2 . Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen | |||
| und unfertigen Erzeugnissen | -2.540 | 5.433 | |
| 3 . Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.692 | 1.808 | |
| 4 . Sonstige betriebliche Erträge | 3.738 | 4.475 | |
| davon aus Kursgewinnen T€ 6 (T€ 19) | |||
| 5 . Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für | |||
| bezogene Waren | 92.189 | 103.550 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 21.611 | 22.533 | |
| 6 . Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 71.659 | 67.308 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor- | |||
| gung und Unterstützung, | 14.282 | 12.942 | |
| davon für Altersversorgung T€ 318 (T€ 355) | |||
| 7 . Abschreibungen | |||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage- | |||
| vermögens und Sachanlagen | 10.593 | 9.814 | |
| 8 . Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| davon aus Kursverlusten T€ 62 (T€ 6) | 46.344 | 42.347 | |
| 9 . Verluste/Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unterne | -289 | 210 | |
| 10 . Erträge aus Beteiligungen | |||
| 11 . Zinsen und ähnliche Erträge | 89 | 50 | |
| davon aus der Abzinsung T€ 1 (T€ 0) | |||
| 12 . Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere | |||
| des Umlaufvermögens | 1.000 | 0 | |
| 13 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3.314 | 2.911 | |
| davon aus der Aufzinsung T€ 79 (T€ 92) | |||
| 14 . Ergebnis vor Steuern | 5.327 | 14.567 | |
| 15 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | |||
| a) Laufender Steueraufwand | 4.055 | 5.760 | |
| b) Latenter Steueraufwand/ -ertrag | 999 | -21 | |
| 16 . Ergebnis nach Steuern | 274 | 8.828 | |
| 17 . Sonstige Steuern | 240 | 222 | |
| 18 . Konzernjahresüberschuss | 34 | 8.606 | |
| 19 . Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn/Verlust (-) | -5.402 | 2.938 | |
| 20 . Konzerngewinn | 5.436 | 5.668 | |
| 21 . Gewinnvortrag Vorjahr | 26.848 | 23.598 | |
| 22 . Ausschüttung der Muttergesellschaft | 2.419 | 2.419 | |
| 23 . | Konzernbilanzgewinn | 29.865 | 26.848 |
Amtsgericht: Dietzenbach Handelsregisternummer: HRB 50187
Mutterunternehmen ist die DVS TECHNOLOGY AG, Dietzenbach, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Dietzenbach in der Abteilung B unter der Nummer 50187. Der Konzernabschluss für das Jahr 2019 der DVS TECHNOLOGY AG und ihrer Tochterunternehmen, im Folgenden auch als "wir" oder "das Unternehmen" bezeichnet, wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Die Ausweisstetigkeit wurde grundsätzlich gewahrt. Die Bewertungsstetigkeit wurde ebenfalls gewahrt, mit Ausnahme der erstmaligen Einbeziehung der Verwaltungsgemeinkosten bei den unfertigen Erzeugnissen. Auf Punkt 5 c) des Anhangs wird verwiesen. Das Geschäftsjahr aller einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.
Neben der DVS TECHNOLOGY AG werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die DVS TECHNOLOGY AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass die Gesellschaften des Konzerns aus der Tätigkeit dieser Unternehmen (Tochterunternehmen) Nutzen ziehen. Eine Einbeziehung beginnt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr geändert, jedoch ist die Vergleichbarkeit der aufeinander folgenden Konzernabschlüsse nur unwesentlich beeinträchtigt. Mit Handelsregistereintragung vom 07.01.2019 wurde die DVS Technology (Taicang) Co.,Ltd., Taicang (VR China) gegründet, an der die DVS Asia Co. Ltd. 70% der Anteile hält. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dadurch die Bilanzsumme um TEUR 4.018 und die Umsatzerlöse um TEUR 555 erhöht. Der Konsolidierungskreis des Berichtszeitraums ist in folgender Abbildung dargestellt:
32
Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen, die nicht einbezogen werden, aber auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, werden nach der Equity-Methode gem. § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB bewertet. Andere Beteiligungen mit widerlegter Assoziierungsvermutung werden nicht konsolidiert. Sie werden mit ihren historischen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss ausgewiesen. Im Konzernabschluss werden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:
| Name der einbezogenen Gesellschaft | Sitz | Anteilsbesit | |
|---|---|---|---|
| 1 DVS TECHNOLOGY AG | Dietzenbach | z Quote in % |
|
| 2 DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH | Dietzenbach | 100,00 | |
| 3 PITTLER T & S GmbH | Dietzenbach | 100,00 | |
| 4 Diskus-PITTLER Grundstücksgesellschaft mbH | Dietzenbach | 80,00 | |
| 5 Diskus Erste Grundstücksgesellschaft mbH | Dietzenbach | 80,00 | |
| 6 Diskus Zweite Grundstücksgesellschaft mbH | Dietzenbach | 80,00 | |
| 7 Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH | Schwalmstadt | 100,00 | |
| 8 Günter Rothenberger Industries GmbH | Dietzenbach | 74,90 | |
| 9 BUDERUS - Schleiftechnik GmbH | Aßlar | 94,80 | |
| 10 | PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH | Eschwege | 100,00 |
| 11 | NAXOS-DISKUS Schleifmittelwerke GmbH | Butzbach | 100,00 |
| 12 | DVS-Technology GmbH | Krauthausen | 93,08 |
| 13 | DVS Production GmbH | Krauthausen | 100,00 |
| 14 | DVS Technology Europe GmbH | Sinsheim | 100,00 |
| 15 | HEID Beteiligungs GmbH | Krauthausen | 100,00 |
| 16 | HEID Magdeburg Grundstücksverwaltung GmbH & | Krauthausen | 100,00 |
| 17 | Co. KG Maschintec Produktion GmbH |
Krauthausen | 100,00 |
| 18 | Grundstücksverwaltung Krauthausen GmbH | Krauthausen | 63,61 |
| 19 | Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH | Sinsheim | 90,00 |
| 20 | DVS Innovation GmbH | Eschwege | 100,00 |
| 21 | DVS Real Estate GmbH | Dietzenbach | 100,00 |
| 22 | DVS Asia Co., Ltd. | Hong Kong | 100,00 |
| 23 | DVS Production South GmbH | Kürnbach | 90,00 |
| 24 | DVS Tooling GmbH | Dietzenbach | 51,00 |
| 25 | DVS Technology America Inc. | Plymouth (USA) | 100,00 |
| 26 | DVS Universal Grinding GmbH | Butzbach | 100,00 |
| 27 | DVS Tools & Components GmbH | Dietzenbach | 100,00 |
| 28 | rbc-Fördertechnik GmbH | Bad Camberg | 60,00 |
| 29 | DVS Asia II Co., Ltd. | Hong Kong | 100,00 |
| 30 | DVS Precision Components (Taicang) Co., Ltd. | Taicang (VR China) | 100,00 |
| 31 | DVS Technology (Taicang) Co., Ltd. | Taicang (VR China) | 70,00 |
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Soweit die Anschaffungskosten für die Beteiligung deren neubewerteten Eigenkapitalanteil übersteigt, entsteht ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert wird. Beruht ein aktivischer Unterschiedsbetrag auf Verlusten, die zwischen dem Erwerbszeitpunkt und der Erstkonsolidierung entstanden sind, erfolgt eine Verrechnung mit den Gewinnvorträgen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird, soweit er den Zeitwerten der monetären Vermögensgegenständen zugrunde lag, planmäßig über die durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst und unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte im Konzern beträgt nach bisherigen Bewertungsgrundsätzen zwischen 5 und 20 Jahre. Für die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wird in der Konzernbilanz gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten ausgewiesen. Der bilanzierte Ausgleichsposten beinhaltet sowohl die aus der Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB resultierenden Anteile der anderen Gesellschafter am Eigenkapital als auch grundsätzlich die nach dem Posten Jahresüberschuss in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesenen, anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Gewinne und Verluste. Bei Auf- und Abstockungen von Mehrheitsbeteiligungen wird das Wahlrecht des DRS 23.171 ausgenutzt und die Transaktion entsprechend der Einheitstheorie als Kapitalvorgang abgebildet.
Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.
Ergebnisse zwischen den Tochtergesellschaften wurden eliminiert, soweit sie wesentlich waren. Die Zwischenergebniseliminierung war im Wesentlichen auf Gewinne aus der konzerninternen Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Fertigerzeugnissen vorzunehmen.
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit dem auf sie entfallenden Materialaufwand und sonstige betrieblichen Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB nicht angewendet. Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Grundsätzen des DRS 25.
Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, zu Devisenkassamittelkurs am Konzern-Abschlussstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung ausgewiesen.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde wie im Vorjahr in tausend Euro aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften wurden an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der DVS TECHNOLOGY AG angepasst. Die Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Unternehmen werden nach den für den DVS TECHNOLOGY AG Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen bereinigen wir um Zwischenergebnisse. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern.
Die immateriellen Anlagenwerte und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibungsberechnung liegen bis zu fünfzehn Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und überwiegend drei bis acht Jahre bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zugrunde. Soweit den Gegenständen des Sachanlagevermögens am Bilanzstichtag dauernde niedrigere Werte beizulegen waren, wurden in Höhe der Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Nicht konsolidierte Anteile an verbundenen Unternehmen sowie sonstige Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen entgeltlich erworbene Vertriebsrechte, Kundenkarteien und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungskosten sind als laufender Aufwand der Periode erfasst. Entwicklungskosten wurden, soweit die tatbestandsmäßigen Voraussetzungen erfüllt waren, als immaterielle Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bzw. als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu Herstellungskosten i.H.v. TEUR 4.231 angesetzt und auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. als laufender Aufwand der Periode erfasst. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens der Fertigung. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten, Verwaltungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens der Fertigung. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch Abwertung berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.
Forderungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden in angemessenem Umfang Wertberichtigungen gebildet. Niedrige und unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisen-Mittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung zum Abschlussstichtag berücksichtigt.
Bargeldbestände sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisen-Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Aktive und passive latente Steuern werden für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und sogenannten "Tax Credits" ergeben. Auf temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30 % bzw. 15 % bei Grundstücksgesellschaften.
Den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Als Berechnungsgrundlagen der Pensionsrückstellungen dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck bei Anwendung eines Rechnungszinsfusses von 2,71 % (Vj. 3,21 %) in der Projected Unit Credit Method, die erwartete Kostensteigerung liegt zwischen 0,5-1,0 % p.a. Im
Konzern wurde von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Die aus der BilMoG-Umbewertung der Pensionsrückstellungen resultierende Unterdeckung wird bis zum 31.12.2024 jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen zugeführt, der nicht ausgewiesene Fehlbetrag beläuft sich auf TEUR 113 (Vj. TEUR 150). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinsen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 93. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten und betreffen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Altersteilzeitverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen, noch zu erbringende Montageleistungen, ausstehende Rechnungen, Konventionalstrafen für verspätete Maschinenlieferungen sowie Verpflichtungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (Deckungsvermögen) mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 72 wurden mit Altersteilzeitverpflichtungen mit einem Erfüllungsbeitrag in Höhe von TEUR 152 verrechnet. Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen für noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und ggf. des Vorjahres.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die gemäß § 255 Abs. 2a S. 2 HGB angefallenen Entwicklungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden, soweit die Voraussetzungen dafür erfüllt waren, unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgenommen. Die Abschreibungen richten sich nach der geschätzten Dauer des jeweiligen Produktlebenszykluses. Soweit keine Schätzungen vorgenommen werden können, erfolgen die Abschreibungen über 10 Jahre. Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2019 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Konzern-Anlagenspiegel). Die gemäß § 255 Abs. 2a S. 2 HGB im Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in Höhe von 2.228 TEUR wurden in voller Höhe unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgenommen. Von den Zugängen sind noch in der Entwicklung Projekte mit einem Volumen von TEUR 1.733 und werden erst ab der Betriebsbereitschaft abgeschrieben. Der für die Werkzeugmaschinen Ziegenhain GmbH zum 01.01.2007 unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierte aktivische Unterschiedsbetrag wird unverändert planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Im Rahmen der Erstkonsolidierung des Günter Rothenberger Industries GmbH (GRI) - Teilkonzerns wurden dort aktivierte aktivische Unterschiedsbeträge übernommen und mit dem aktivischen Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb des GRI-Teilkonzerns auf den 01.01.2008 zusammengefasst und planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren nach bisherigen Grundsätzen abgeschrieben. Es wurde ein umfangreicher Goodwill Impairment Test durchgeführt. Anhaltspunkte, welche eine Änderung des bestehenden Abschreibungsplans rechtfertige, bestehen zum Stichtag der Berichtsperiode nicht. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung der rbc-Fördertechnik GmbH in Höhe von TEUR 654 wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreffen die at equity bilanzierte HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH, Gießen und das Joint Venture DVS Technology (Shenyang) Co., Ltd. In der Zugangspalte werden die fortgeführten Anschaffungskosten und Kapitalerhöhungen bei Beteiligungen und assoziierten Unternehmen ausgewiesen sowie anteilige Ergebnisse aus at equity Konsolidierungen. Es wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH um 1.000 TEUR sowie auf den Goodwill i.H.v. 419 TEUR vorgenommen, wegen einer dauerhaften Wertminderung nach § 253 Abs. 3 HGB. Von den anteiligen Ergebnissen ist ein Wert von TEUR -474 (Vj. TEUR 69) der HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH und der DVS Technology (Shenyang) Co., Ltd. ein Wert von TEUR 185 (Vj. TEUR 139) im Konzernergebnis enthalten. Übersicht der Unternehmen die nach der Equity-Methode bilanziert sind:
| Assoziierte Unternehmen: | § 16 AktG Anteil in % |
Eigenkapital zum 31.12.2019 |
Ergebnis 01.01.- 31.12.2019 |
GFW oder negativer UB (-) zum 31.12.2019 |
Buchwert 31.12.2019 TEUR |
Buchw ert 31.12.2018 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH, Giessen | 50 | 9.229 | -949 | 0 | 3.681 | 5.787 |
| DVS Technology (Shenyang) Co., Ltd. | 50 | 1.800 | 371 | 0 | 874 | 686 |
Summe Assoziierte Unternehmen: 4.555 6.473
Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Um konzernweit einen konsistenten und einheitlichen Ausweis der Herstellungskosten zu gewährleisten, machen wir ab 2019 von dem Bewertungswahlrecht nach § 255 Abs.2 S.3 HGB gebrauch. Bei der Berechnung der Herstellungskosten dürfen angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung einbezogen werden, soweit dies auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Durch die Anwendung dieses Wahlrechts ab dem Jahr 2019 sind folgende Auswirkungen entstanden:
| Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse | TEUR 2.830 | |
|---|---|---|
| Minderung der aktiven latenten Steuern auf Bewertungsunterschiede | TEUR | 849 |
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB abgesetzt.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 1.216, Ansprüche auf Erstattung bzw. Verrechnung von Vorsteuern für erhaltene aber erst nach dem Bilanzstichtag berechnete Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.679 (Vj. TEUR 2.982) sowie Forderungen aus Darlehen in Höhe TEUR 744 und Boni TEUR 221 enthalten.
Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 4.614 (Vj. TEUR 4.843) betreffen Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanzen und Steuerbilanzen der einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Handelsbilanzen I und II und Konsolidierungssachverhalte sowie latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Unter Heranziehung des steuerpflichtigen Einkommens früherer Jahre sowie der Prognose über das steuerpflichtige Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, ist der Vorstand der Auffassung, dass die Realisierung der Steuervorteile aus den aktivierten latenten Steuern wahrscheinlich ist. Steuerlatenzen werden mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 15% für Körperschaftsteuer und 15% für Gewerbesteuer bewertet. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.544 (Vj. TEUR 775) betreffen zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen Steuerbilanzen und Handelsbilanzen I sowie II und Konsolidierungssachverhalte.
Die Zusammensetzung latenter Steuern ist nachfolgend dargestellt:
| Latente Steuern im Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2019- | Verbrauch/ | 01.01.2018- | Ver | ||
| 31.12.2019 | Zuführung | Auflösung | 31.12.2018 | änderung | in % | |
| Aktive latente Steuern | ||||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 3.985 | 1.076 | 6 | 2.916 | 1.069 | 36,67 |
| Steuerabgrenzung für Bewertungsunterschiede | 629 | 43 | 1.342 | 1.927 | -1.298 | -67,37 |
| Gesamt | 4.614 | 1.119 | 1.348 | 4.843 | -229 | -4,73 |
| Passive latente Steuern | ||||||
| Steuerabgrenzung für Bewertungsunterschiede | 1.544 | 779 | 10 | 775 | 770 | 99,33 |
| Gesamt | 1.544 | 779 | 10 | 775 | 770 | 99,33 |
Zum 31. Dezember 2019 bestehen im Konzern zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähige inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 25.571 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 20.827. Hieraus resultierende weitere latente Steuern in Höhe von TEUR 2.975 auf gewerbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge wurden nicht aktiviert, da die Realisierung weiterer Steuervorteile aus den Verlustvorträgen nicht hinreichend verlässlich bestimmt werden konnte.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lassen sich aus dem Konzernergebnis vor Steuern wie folgt entwickeln:
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.087 | 14.345 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | ||
| (Konzern-)Steuersatz 30,0 %; Vorjahr: 30,0 % | 1.526 | 4.304 |
| Überleitung: | ||
| Abweichend für Grundstücksunternehmen +/- | -29 | -17 |
| Steueranteil für: | ||
| steuerfreie Erträge aus Beteiligungserträgen | 0 | -30 |
| steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen + | 79 | 51 |
| steuerlichen Verlustvorträge (Abschreibungen und | ||
| Zuschreibungen auf Verlustvorträge) | -1.076 | 0 |
| temporäre Differenzen und Verluste, für die keine latenten | ||
| Steuern erfasst wurden +/- | 4.019 | 1.813 |
| Sonstige Steuereffekte +/- | 535 | -361 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 5.054 | 5.760 |
| Effektiver (Konzern-) Steuersatz (%) | 99,3% | 40,2% |
Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungs- und Rückzahlungsbeträgen von Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 5 (Vj. TEUR 8) i.S. von § 250 Abs.3 HGB enthalten.
Das voll einbezahlte gezeichnete Kapital der DVS TECHNOLOGY AG beträgt TEUR 25.000. Das Grundkapital ist zum Bilanzstichtag 31.12.2019 in 9.677.413 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 31.12.2019 ist im Anhang dargestellt. Die Kapitalrücklage entfällt mit TEUR 50.638 auf die Kapitalrücklage der Muttergesellschaft.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 04.07.2017 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 01.07.2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 12.499.998,99 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei die neuen Aktien grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten sind (Genehmigtes Kapital 2017/I).
Der Konzernbilanzgewinn ermittelt sich wie folgt:
| TEUR | 01.01.2019- 31.12.2019 |
01.01.2018- 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Konzernbilanzgewinn zum 01.01. | 26.848 | 23.598 |
| Ausschüttungen des Mutterunternehmens | - 2.419 |
- 2.419 |
| Gewinnvortrag | 24.429 | 21.179 |
| Konzernjahresüberschuss | 34 | 8.606 |
| Einstellung/ Minderung andere Gewinnrücklagen | - | - |
| Anderen Gesellschaftern zustehender Verlust/Gewinn (-) | 5.4 02 |
- 2.938 |
| Konzernbilanzgewinn | 29.865 | 26.848 |
Der Sonderposten entfällt auf erhaltene Investitionszuschüsse und −zulagen. Der Posten wird unter stetiger Beibehaltung der bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethode über die durchschnittlichen Nutzungsdauern der geförderten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Inbetriebnahme Maschinen | 6.181 | 7.426 |
| Garantierückstellung | 2.316 | 2.327 |
| Urlaubslöhne/ - gehälter | 1.681 | 2.020 |
| sonstige Personalkosten | 2.265 | 2.274 |
| Altersteilzeit | 80 | 68 |
| Konventionalstrafen | 1.380 | 1.488 |
| Berufsgenossenschaft | 152 | 169 |
| Jahresabschluss-/Prüfungskosten | 343 | 329 |
| Ausstehende Rechnungen | 296 | 1.059 |
| Archivierungskosten | 78 | 73 |
| Übrige | 3.793 | 3.927 |
| Sonstige Rückstellungen | 18.563 | 21.159 |
Der Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2019 ist in der Anlage dargestellt.
Die derivativen Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzgeschäft und Grundgeschäft besteht. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Die Bewertung erfolgt nach der Einschätzung der Bank über den Wert des betreffenden Finanzinstruments unter den vorherrschenden Marktbedingungen und leitet sich ab entweder vom Mid Market-Preis oder, wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt, vom indikativen Preis, zu dem die Bank das Finanzinstrument beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte, und zwar jeweils zum Geschäftsschluss bzw. zu einem anderen vereinbarten Zeitpunkt am relevanten Finanzplatz am jeweils angegebenen Bewertungstag. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Von den zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von nominal TEUR 33.850 werden TEUR 33.850 in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Davon entfallen TEUR 33.850 auf Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps). Die Zinsswaps werden insbesondere eingesetzt, um das Zinsänderungsrisiko aus den variabel verzinslichen Darlehen zu minimieren.
Die Nominalwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit dem variabel verzinslichen Teil der Konsortialdarlehen zu einer kompensatorischen Bewertungseinheit zusammengefasst:
| in TEUR | Laufzeit | Nominalwert | Marktwert 31.12.2019 |
Kompensation der Bewertungseinheit |
|---|---|---|---|---|
| Zinsswap | 01.01.2016 31.12.2020 |
5.000 | 4.953 | -47 |
| Zinsswap | 04.01.2016 31.12.2020 |
5.000 | 4.963 | -37 |
| Zinsswap | 30.12.2015 30.12.2030 |
4.730 | 4.378 | -352 |
| Zinsswap | 31.03.2017- 30.09.2021 |
5.000 | 4.931 | -69 |
| Zinsswap | 29.09.2018- 30.09.2021 |
5.000 | 4.931 | -69 |
| Zinsswap | 31.03.2017- 10.09.2021 |
5.000 | 4.952 | -48 |
| Zinsswap | 31.12.2016- 30.09.2036 |
2.120 | 2.019 | -101 |
| Zinsswap | 30.12.2019- 30.06.2034 |
2.000 | 1.997 | -3 |
| Summe: | 33.850 | 33.123 | -727 |
Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist.
Es handelt sich bei dem auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinn oder Verlust um einen ihrer Beteiligungsquote entsprechenden Anteil am Jahresergebnis des einbezogenen Tochterunternehmens. Ermittlungsgrundlage ist die HB II mit der konzerneinheitlichen Bewertung, d.h. unter Berücksichtigung der konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsanpassungen und unter Berücksichtigung hieraus entstehender latenter Steuern.
Die Hauptgeschäftstätigkeit des Konzerns verteilt sich auf die Segmente Herstellung von Präzisionswerkzeugmaschinen, welche in den Umsatzerlösen, und Grundbesitzverwaltung, welche in den sonstigen betrieblichen Erträgen, erfasst werden.
Die Umsatzerlöse werden erzielt mit der Herstellung und Vertrieb von Dreh-, Fräs- und Honmaschinen, Herstellung und Vertrieb von Schleifmaschinen und Ersatzteilen (Produkte), sowie Lohnbearbeitung, Lohnfertigung und Servicegeschäft (Dienstleistung). Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich nach Art und Region wie folgt:
| in TEUR | 2019 | Vorjahr |
|---|---|---|
| Produkte | 227.734 | 224.076 |
| Dienstleistungen | 33.896 | 39.920 |
| Umsatzerlöse | 261.630 | 263.996 |
| in TEUR | 2019 | Vorjahr |
|---|---|---|
| Inland | 104.732 | 110.998 |
| Europa | 70.028 | 58.680 |
| Amerika | 26.908 | 17.030 |
| Asien | 59.962 | 77.288 |
| Umsatzerlöse | 261.630 | 263.996 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Ver | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2019 | Vorjahr | änderung | in % |
| Abgang von VG des Anlagevermögens | 124 | 670 | -546 | -81,45 |
| Auflösung von Rückstellungen | 635 | 1.068 | -433 | -40,51 |
| Übrige | 2.978 | 2.737 | 241 | 8,81 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.738 | 4.475 | -737 | -113,15 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Ve | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2019 | Vorjahr | änderung | in % |
| Mieten, Pachten und Nebenkosten unbewegliche VG | 2.690 | 3.154 | -464 | -14,70 |
| Miete und Leasing bewegliche Vermögensgegenstände | 13.787 | 10.110 | 3.678 | 36,38 |
| Kfz- und Reisekosten | 5.760 | 5.648 | 112 | 1,99 |
| Kosten der Warenabgabe | 3.592 | 3.831 | -239 | -6,25 |
| Rechts- und Beratungskosten | 880 | 1.026 | -146 | -14,21 |
| Provisionen | 5.262 | 5.112 | 150 | 2,94 |
| Instandhaltung, Wartung, Reparatur | 2.209 | 1.739 | 470 | 27,05 |
| Fremdleistung | 1.863 | 1.390 | 473 | 34,01 |
| Marketing | 1.457 | 1.161 | 296 | 25,46 |
| Inbetriebnahmen und sonstige | 8.843 | 9.176 | -333 | -3,63 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 46.344 | 42.347 | 3.997 | 9,44 |
Die Veränderung in der Position Miete und Leasing bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe TEUR 3.678 (36,38%) ist im Wesentlichen auf Neuinvestitionen der DVS Production GmbH Krauthausen zurückzuführen.
Für die Kapitalflussrechnung wird der DRS 21 angewandt. Im Bundesanzeiger vom 08. April 2014 ist der DRS 21 "Kapitalflussrechnung" durch das Bundesministerium der Justiz bekannt gemacht worden. Ausgangspunkt der Kapitalflussrechnung ist der Finanzmittelfond zu Beginn der Periode. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme getrennt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit darzustellen. Hierbei entspricht die Summe der Cashflows aus diesen drei Tätigkeitsbereichen der Veränderung des Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode, soweit diese nicht auf wechselkurs-, konsolidierungskreis- oder sonstigen bewertungsbedingten Änderungen beruhen.
Die Zahlungsströme sind entsprechend der jeweiligen wirtschaftlichen Tätigkeit des Unternehmens entweder der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investition- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Eigenkapitalspiegel. Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 770. Die Ausschüttungssperre resultiert aus dem Einzelabschluss der Muttergesellschaft und betrifft den Aktivüberhang latenter Steuern. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital steht den Aktionären des Mutterunternehmens wegen des ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von TEUR 3.655 kein Ausschüttungspotenzial zur Verfügung.
Dem Aufsichtsrat obliegt die Überwachung der Geschäftsführung und die Genehmigung wichtiger unternehmerischer Vorgänge. Zudem bestellt der Aufsichtsrat den Vorstand. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Mitglieder an:
Dr. Steen Rothenberger, Diplom-Kaufmann, Bad Homburg v.d.H. Geschäftsführer der ROTHENBERGER 4xS Holding GmbH Vorsitzender des Aufsichtsrates der DVS TECHNOLOGY AG Sonstige Mandate:
Managing Director der William Blair and Company L.L.C., Frankfurt am Main
Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der DVS TECHNOLOGY AG
Günter Rothenberger, Bad Homburg v.d.H. Geschäftsführer der Günter Rothenberger Beteiligungen GmbH Sonstige Mandate:
Peter Heinz, Bankkaufmann, Frankfurt am Main Sonstige Mandate:
Meinert Hahnemann, Stuttgart
Sonstige Mandate:
Dr. Sven Rothenberger, Diplom-Kaufmann, Bad Homburg v.d.H. Vorstandsvorsitzender der a.a.a. allgemeine anlageverwaltung AG Sonstige Mandate:
Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen des Konzerns beliefen sich für das Geschäftsjahr auf insgesamt TEUR 104 (Vj. TEUR 120).
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch folgende Personen geführt:
Dipl.-Ing. Josef Friedrich Preis (Vorsitzender) Dipl.-Wirtschaftsing. Axel Loehr Dipl.-Kaufm. Bernd Rothenberger Dipl.-Ing. Mario Preis (ab 01.09.2019)
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen des Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 924 (Vj. TEUR 1.019). An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Witwen wurden im Geschäftsjahr 2019 TEUR 24 (Vj. TEUR 24) geleistet.
Im Jahr 2019 wurden bei den vollkonsolidierten Konzerngesellschaften durchschnittlich 1.437 Mitarbeiter (Vj. 1.354) beschäftigt, davon 530 (Vj. 510) Angestellte und 907 (Vj. 844) gewerbliche Arbeitnehmer.
Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich in 2019 auf TEUR 3.516; davon wurden TEUR 2.228 Entwicklungskosten unter den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert.
Für die Konzernabschlussprüfung und die Einzelabschlussprüfung der DVS TECHNOLOGY AG und einbezogene Unternehmen (TEUR):
| Abschlussprüferleistungen: | 135 |
|---|---|
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 |
| Steuerberatungsleistungen: | 21 |
| Sonstige Leistungen: | 14 |
Im Konzern bestehen finanzielle Verpflichtungen, überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen, in Höhe von TEUR 60.091.
| in TEUR | Mietverträge | Leasing | Wartung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 4.596 | 53.858 | 637 | 59.091 |
| davon bis 1 Jahr | 565 | 14.487 | 592 | |
| > 1 Jahr | 4.031 | 39.371 | 45 |
Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB aufgrund der Mithaftung für Verpflichtungen Dritter.
Der Konzern hat in 2019 Sale-and-lease-back Geschäfte im Gesamtvolumen in Höhe TEUR 11.864 abgeschlossen. Die Verträge haben eine durchschnittliche Laufzeit von 6 Jahren mit einer finanziellen jährlichen Verpflichtung in Höhe von TEUR 2.076.
Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ROTHENBERGER 4xS Holding GmbH, Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 102182. Die Veröffentlichungen der Konzern-Jahresabschlüsse erfolgen im elektronischen Bundesanzeiger (eBanz).
Dietzenbach, den 26. Mai 2020 Vorstand der DVS TECHNOLOGY AG
Josef Friedrich Preis Axel Loehr Bernd Rothenberger Mario Preis Vorsitzender
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | Abschreibungen | Nettowerte | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowerte 01.01.2019 |
Änderung Konsolidierungs- kreis |
Zugänge | Umbuchung | Abgänge | Währung | Bruttowerte 31.12.2019 |
kumuliert Stand 01.01.2019 |
Änderung Konsolidierungs- kreis |
Zugänge | Abgänge | Währung | kumuliert Stand 31.12.2019 |
zum 31.12.2019 |
Vorjahr | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |||
| I. Immaterielle Vermö gensgegenstände | |||||||||||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
2.139 | 0 | 2.228 | 81 | 217 | 0 | 4.231 | 1.365 | 0 | 241 | 0 | 0 | 1.606 | 2.625 | 774 |
| 2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
8.433 | 0 | 682 | 2 | 66 | 0 | 9.051 | 7.547 | 0 | 375 | 57 | 0 | 7.865 | 1.185 | 885 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 55.033 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 55.033 | 33.137 | 0 | 3.296 | 0 | 0 | 36.433 | 18.601 | 21.897 |
| Immaterielle Vermö gensgegenstände | 65.605 | 0 | 2.910 | 83 | 283 | 0 | 68.315 | 42.049 | 0 | 3.913 | 57 | 0 | 45.904 | 22.411 | 23.556 |
| II. Sachanlagen | |||||||||||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund-stücken |
54.572 | 0 | 1.946 | 2.011 | 378 | 2 | 58.152 | 10.963 | 0 | 1.303 | 260 | 0 | 12.005 | 46.147 | 43.609 |
| 2. Techn. Anlagen und M aschinen | 46.386 | 0 | 3.630 | 687 | 6.792 | 15 | 43.928 | 34.235 | 0 | 3.291 | 5.631 | 0 | 31.895 | 12.033 | 12.151 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.996 | 0 | 1.494 | 74 | 994 | 2 | 19.570 | 12.538 | 0 | 1.455 | 656 | -1 | 13.337 | 6.233 | 6.4570 |
| 4. geleistete Anzahlungen und | |||||||||||||||
| Anlagen im Bau | 2.026 | 0 | 2.704 | -2.855 | 214 | -8 | 1.652 | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4 | 1.648 | 2.022 |
| Sachanlagen | 121.980 | 0 | 9.774 | -83 | 8.378 | 11 | 123.303 | 57.740 | 0 | 6.049 | 6.547 | 0 | 57.242 | 66.061 | 64.239 |
| III. F inanzanlagen | |||||||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 0 | 0 |
| 2. Assoziierte Unternehmen | 9.210 | 0 | 185 | 0 | 474 | 3 | 8.924 | 2.735 | 0 | 1.632 | 0 | 0 | 4.367 | 4.555 | 6.473 |
| F inanzanlagen | 9.212 | 0 | 185 | 0 | 474 | 3 | 8.926 | 2.737 | 0 | 1.632 | 0 | 0 | 4.369 | 4.555 | 6.473 |
| 196.797 | 0 | 12.869 | 0 | 9.135 | 14 | 200.545 | 102.528 | 0 | 11.593 | 6.604 | 0 | 107.517 | 93.027 | 94.268 | |
| in TEUR | 31.12.2019 | davon mit einer Restlaufzeit | Vorjahr | davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gesamt | < 1 Jahr | > 1 Jahren | gesamt | < 1 Jahr | > 1 Jahren | |||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 76.649 | 27.442 | 49.207 | 74.316 | 29.512 | 44.804 | |
| 2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.109 | 18.109 | - | 22.881 | 22.881 | - | |
| 3. | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
195 | 195 | - | 84 | 84 | - | |
| 4. | Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
881 | 881 | - | 421 | 421 | - | |
| 5. | Sonstige Verbindlichkeiten | 4.811 | 4.811 | - | 3.882 | 3.882 | - | |
| 100.645 | 51.438 | 49.207 | 101.585 | 56.780 | 44.804 |
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit über 5 Jahre in Höhe von TEUR 16.869 (Vj. TEUR 15.601).
Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beläuft sich im Konzern auf TEUR 76.649, davon sind grundpfandrechtliche Sicherheiten in Höhe von TEUR 30.029 (Vj. TEUR 27.555) bestellt und Sicherungsübereignungen für Maschinenfinanzierungen in Höhe von TEUR 840 (Vj. TEUR 458) gewährt worden. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen branchenübliche Sicherheiten.
| in TEUR | 01.01.2019- | 01.01.2018- | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| 1. | Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich | |||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) | 34 | 8.606 | ||
| 2. | +/- | Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 11.593 | 9.814 |
| 3. | +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -2.662 | 1.190 |
| 4. | +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -336 | -407 |
| 5. | +/- | Ergebnisse aus at equity bewerteten Untern., soweit nicht zahlungswirksam | 289 | -210 |
| 6. | -/+ | Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und | ||
| Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und | ||||
| Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 3.855 | -8.952 | ||
| 7. | +/- | Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit | ||||
| usw. zuzuordnen sind | -3.278 | -499 | ||
| 8. | -/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -104 | -670 |
| 9. | -/+ | Zinsaufwendungen / Zinserträge | 3.225 | 2.861 |
| 10. - | Sonstige Beteiligungserträge | 0 | -75 | |
| 11. +/- | Ertragsteueraufwand/-ertrag | 5.054 | 5.777 | |
| 12. -/+ | Ertragsteuerzahlungen | -4.766 | -7.404 | |
| 13. = | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 12) | 12.903 | 10.031 | |
| 14. + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen | |||
| Anlagevermögens | 0 | 0 | ||
| 15. - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -2.910 | -412 | |
| 16. + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2.363 | 3.127 | |
| 17. - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -9.774 | -18.706 | |
| 18. - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 0 | |
| 19. - | Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | 0 | -685 | |
| 20. + | Erhaltene Zinsen | 89 | 50 | |
| 21. + | Erhaltenen Dividenden | 0 | 75 | |
| 22. = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 14 bis 21) | -10.232 | -16.551 | |
| 23. + | Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern | 0 | 21 | |
| 24. + | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) | |||
| Krediten | 57 | 8.205 | ||
| 25. - | gezahlte Zinsen | -3.235 | -2.819 | |
| 26. - | Gezahlte Dividenen / nicht beherrschende Anteile | -2.419 | -2.419 | |
| 27. - | Gezahlte Dividenen an andere Gesellschafter | 0 | -196 | |
| 28. = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 23 bis 27) | -5.598 | 2.792 | |
| 29. = | Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | |||
| ( Summe aus Positionen 13, 22 u.28) | -2.927 | -3.728 | ||
| 30. +/- | Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 7 | 40 | |
| 31. +/- | Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 | |
| 32. + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.067 | 4.758 | |
| 33. = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 29 bis 32) | -1.853 | 1.067 | |
| 1. | Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode: | ||
|---|---|---|---|
| 2. | Finanzmittel | 9.237 | 9.881 |
| 3. | - kurzfristig fällige Bankverbindlichkeiten |
-11.090 | -8.814 |
| 4. | = Finanzmittel am Ende der Periode |
-1.853 | 1.067 |
| Eigenkapitalspiegel | Anteilseigner des Mutterunternehmens | Anteil | Konzern | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Fremde | ||||||||||
| gez. | Kapital | gel. | gesetzlich | andere | Eigenkapit | Gewinn- | Konzern | Summe | kum. | gesamt | |
| Kapital | rücklage rücklage |
Einlage | e Rücklage |
Gewinn Gewinn- |
al Differenz |
vortrag | Gewinn/- Gewinn/- |
Eigenkapital | übriges | ||
| zur Kapital | rücklagen | Währungs | verlust | ||||||||
| erhöhung | umrechnun | ||||||||||
| 01.01.2018 | 25.000 | 50.638 | - | 586 | 460 | - 16 |
23.598 | - | 100.266 | 25.096 | 125.362 |
| Einstellung/ Verw andere Gewinnrücklagen | - | - | |||||||||
| Kapitalerhöhung (geleistete Einlage) | - | - | |||||||||
| Einstellung in die Kapitalrücklage | - | 21 | 21 | ||||||||
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | - | - | |||||||||
| Dividende | - 2.419 |
- 2.419 |
- 196 |
- 2.615 |
|||||||
| Erstkonsolidierung | - | 111 | 111 | ||||||||
| Auflösung passiver Unterschiedsbetrag | - | - | |||||||||
| Kapitalkonsolidierung/Sonstiges | 50 | - | 50 | 50 | |||||||
| Konzerngewinn/-verlust | 5.668 | 5.668 | 2.938 | 8.606 | |||||||
| 31.12.2018 | 25.000 | 50.638 | - | 586 | 460 | 34 | 23.598 | 3.249 | 103.565 | 27.970 | 131.536 |
| Umbuchung | 3.249 | - 3.249 |
|||||||||
| 01.01.2019 | 25.000 | 50.638 | - | 586 | 460 | 34 | 26.848 | - | 103.565 | 27.970 | 131.536 |
| Einstellung/ Verw andere Gewinnrücklagen | - | - | |||||||||
| Kapitalerhöhung (geleistete Einlage) | - | - | |||||||||
| Einstellung in die Kapitalrücklage | - | - | |||||||||
| Einstellung in die gesetzliche Rücklage | - | - | |||||||||
| Dividende | - 2.419 |
- 2.419 |
- | - 2.419 |
|||||||
| Erstkonsolidierung | - | 152 | 152 | ||||||||
| Auflösung passiver Unterschiedsbetrag | - | - | |||||||||
| Kapitalkonsolidierung/Sonstiges | 36 | - | 36 | 36 | |||||||
| Konzerngewinn/-verlust | 5.436 | 5.436 | - 5.402 |
35 | |||||||
| 31.12.2019 | 25.000 | 50.638 | - | 586 | 460 | 71 | 26.848 | 3.017 | 106.620 | 22.720 | 129.340 |
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