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DVS Technology AG

Management Reports Jun 10, 2016

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Management Reports

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KONZERNLAGEBERICHT

und

KONZERNABSCHLUSS

für das Geschäftsjahr

2015

der

DISKUS WERKE AG

Frankfurt am Main

Inhaltsverzeichnis
I. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015

4
1. Grundlagen des Konzerns
4
a) Geschäftsmodell des Konzerns
4
2. Wirtschaftsbericht

4
a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
4
b) Geschäftsverlauf DISKUS WERKE Konzern

5
aa) Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz

5
bb) Beschaffung, Personal
6
cc) Forschung und Entwicklung
6
dd) Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften

6
(1) DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH

6
(2) PITTLER T & S GmbH

7
(3) Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH
7
(4) HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH

7
(5) BUDERUS -
Schleiftechnik GmbH
7
(6) PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH
8
(7) NAXOS-
DISKUS Schleifmittelwerke GmbH

8
(8) Weitere operative Gesellschaften

9
c) Lage DISKUS WERKE Konzern
9
aa) Ertragslage
9
bb) Finanzlage
10
cc) Vermögenslage
11
d) Finanzielle Leistungsindikatoren

12
3. Nachtragsbericht
13
4. Prognosebericht
13
a) Planungsprämissen

13
b) Unternehmensplanung
14
aa) Auftragseingang, Umsatz

14
bb) Beschaffung
14
cc) Personal
14
dd) Investitionen
15
c) Gesamtbetrachtung

15
5. Chancen-
und Risikobericht
15
a) Risikobericht

15
DISKUS WERKE AG
Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015
aa) Markt
bb) Technologie
cc) Beschaffung
dd) Fertigung
ee) Entwicklung
ff) Finanzwirtschaft
b) Chancenbericht
aa) Markt
bb) Technologie
cc) Beschaffung
dd) Finanzwirtschaft
c) Gesamtbetrachtung
6. Abhängigkeitsbericht
II. Konzernbilanz
III. Konzern Gewinn-
und Verlustrechnung
IV. Konzernanhang
1. Grundlagen
2. Konsolidierungskreis
3. Konsolidierungsgrundsätze einschließlich Währungsumrechnung
a) Kapitalkonsolidierung
b) Schuldenkonsolidierung
c) Zwischenergebniseliminierung
d) Aufwands-
und Ertragskonsolidierung
e) Währungsumrechnung
f) Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen
4. Allgemeine Bilanzierungs-
und Bewertungsgrundsätze
a) Anlagevermögen
b) Vorräte
c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
d) Liquide Mittel
e) Latente Steuern
f) Rückstellungen
g) Verbindlichkeiten

Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

b) Finanzanlagen
33
c) Vorräte

34
d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
34
e) Latente Steuern
34
f) Rechnungsabgrenzungsposten
35
g) Konzernbilanzgewinn

35
h) Sonderposten

36
i) Rückstellungen

36
j) Verbindlichkeiten

36
k) Kompensatorische Bewertungseinheiten
37
6. Angaben zur Konzern Gewinn-
und Verlustrechnung

38
a) Allgemeines

38
b) Positionen der Konzern Gewinn-
und Verlustrechnung
38
c) Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn/Verlust
38
d) Sonstige Angaben zur Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung
38
aa) Umsatzerlöse
38
bb) Sonstige betriebliche Erträge
39
cc) Sonstige betriebliche Aufwendungen
39
7. Angaben zur Kapitalflussrechnung

40
8. Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Ausschüttungssperre

40
9. Sonstige Angaben

41
a) Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane
41
aa) Aufsichtsrat

41
bb) Vorstand

42
b) Zahl der Beschäftigten

42
c) Gesamtbetrag der Forschungs-
und Entwicklungskosten gemäß § 314
Abs. 1 Nr. 14 HGB
42
d) Abschlussprüferhonorare gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB
43
e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 a. HGB
43
f) Haftungsverhältnisse
43
g) Konzernverhältnisse
43
10. Anlage: Konzern-Anlagenspiegel
44
11. Anlage: Konzern-Verbindlichkeiten
45
V. Konzernkapitalflussrechnung

46
VI. Entwicklung des Konzerneigenkapitals

47

I. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015

1. Grundlagen des Konzerns

a) Geschäftsmodell des Konzerns

Der DISKUS WERKE Konzern/DVS TECHNOLOGY GROUP ist ein Zusammenschluss von dreizehn operativ selbständigen Unternehmen der Werkzeugmaschinenbau- und Schleifmittelbranche unter dem gemeinsamen Dach der DISKUS WERKE AG. Die DVS-Unternehmen definieren sich als Lösungsanbieter für zerspanende Bearbeitungsprozesse in definierten Marktsegmenten. Folgende ineinander verzahnte Geschäftseinheiten sind integraler Bestandteil des Geschäftsmodells der DVS TECHNOLOGY GROUP:

  1. DVS Machine Tools & Automation: Die Herstellung und der Vertrieb von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und Automationseinheiten sowie das dazugehörige Servicegeschäft (technischer Service, Ersatzteile, Überholungen/ Reparaturen).

  2. DVS Production: Die Systemlieferantenschaft/Serienfertigung von PKW- und Nutzfahrzeugkomponenten auf DVS Werkzeugmaschinen.

  3. DVS Tools & Components: Die kundenindividuelle Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Werkzeugen und Schleifmitteln.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2015 ist gekennzeichnet durch ein weltweites Wachstum von 2,9% (Branchenreport Deutschland/Commerzbank, 11/2015). Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist differenziert pro Region verlaufen (Europa +1,5%, Deutschland +1,8 %, USA +2,5%). Wachstumstreiber waren unverändert Asien (+4,8%) insbes. China (+6,8%), wenn auch mit nachlassender Dynamik.

Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich im Jahr 2015 moderat. Nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) stieg die Weltproduktion in 2015 zwar um 7% auf Mrd. EUR 67,4, jedoch zu großen Teilen bedingt durch Wechselkurseffekte (USD vs. Euro). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen in 2015 ist unverändert China mit Mrd. EUR 15,9 gefolgt von Japan (Mrd. EUR 12,0) und Deutschland (Mrd. EUR 11,2). Die deutsche Werkzeugmaschinenbranche blickt auf ein zufriedenstellendes Jahr 2015 zurück. Nach Angaben des VDW stiegen die Auftragseingänge im Werkzeugmaschinenbau in 2015 um 1%, jedoch war ursprünglich ein Zuwachs von 7% prognostiziert worden. Der Umsatz/die Produktion erhöhte sich insgesamt um 4%. Jedoch zeigte sich eine unterschiedliche Entwicklung in den Segmenten Umformtechnik und Zerspanung. Für das für uns relevante Segment der Zerspanung stiegen in 2015 die Auftragseingänge als auch der Umsatz/die Produktion um jeweils 4%. Die Gesamtproduktion liegt in 2015 mit Mrd. EUR 15,1 auf einem Rekordniveau. Dabei erhöhte sich die Produktion/der Umsatz im Inland um +4% als auch die Exporte (rd. Mrd. EUR 9,4) um ebenfalls 4%. Die Kapazitäten der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie waren in 2015 im Jahresdurchschnitt mit rd. 88% weiterhin gut ausgelastet. Die Reichweite des Auftragsbestands in der Werkzeugmaschinenindustrie bewegte sich in 2015 auf einem Niveau von rd. 6,8 Monaten. Mit Mio. EUR 1.885 in 2015 ist der chinesische Markt mit Abstand das größte Exportland für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie, auch wenn sich die Exporte nach China in 2015 um 8% reduzierten. Auf den weiteren Plätzen in 2015 folgen die USA mit Mio. EUR 859 Exportvolumen (+9%) gefolgt von Italien (Mio. EUR 382), Russland (Mio. EUR 345 ), Schweiz (Mio. EUR 338), Mexiko (Mio. EUR 330) und Frankreich (Mio. EUR 315). Von den 15 wichtigsten Exportländern Deutschlands im Werkzeugmaschinenbau verzeichneten in 2015 die Exporte nach Mexiko den größten Zuwachs mit 75%.

b) Geschäftsverlauf DISKUS WERKE Konzern

Das Geschäftsjahr 2015 verlief für den DISKUS WERKE Konzern positiv. Sowohl der Auftragseingang als auch Umsatz und Betriebsleistung liegen deutlich über Plan und Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit TEUR 10.859 rd. 5% unter dem Plan 2015 und rd. 90% über Vorjahr.

aa) Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz

Der Konzern verzeichnete in 2015 einen Auftragseingang von TEUR 211.115. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rd. 28% und liegt rd. 16% über Plan. Fast alle DVS Gruppengesellschaften konnten gute bis sehr gute Auftragseingänge in 2015 erzielen. Der Auftragsbestand lag per 31.12.2015 bei TEUR 122.778, dies sind rd. 2% über Plan und rd. 11% über Vorjahr. Mit diesem Auftragsbestand beträgt die Auftragsreichweite rd. 7-8 Monate im Durchschnitt und sichert eine gute Auslastung für 2016. Im Geschäftsjahr 2015 konnte ein Umsatz von TEUR 199.153 erzielt werden. Der realisierte Umsatz liegt rd. 10% über dem Plan 2015 sowie rd. 24% über dem Vorjahr. Der Exportanteil in 2015 liegt mit rd. 59% auf Vorjahresniveau.

bb) Beschaffung, Personal

Die Situation in unseren Beschaffungsmärkten war in 2015 weitestgehend stabil und die Verfügbarkeit und Lieferzeiten bewegten sich bei den meisten Lieferanten in einem normalen Niveau.

In 2015 waren durchschnittlich 1.067 Mitarbeiter beschäftigt, davon 416 Angestellte (Vj. 393) und 651 gewerbliche Arbeitnehmer (Vj. 589). Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 85 Mitarbeiter.

cc) Forschung und Entwicklung

Innovationsfähigkeit schafft Vorsprung im Wettbewerb und ist somit Mittel zur Stärkung der Ertragskraft und Sicherung des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolges des DISKUS WERKE Konzerns. Die Forschung und Entwicklung leistet mit hoch qualifizierten Mitarbeitern einen wesentlichen Beitrag zur Absatzsicherung und – ausweitung auch auf neuen Märkten. Unter Einsatz modernster Verfahren und Technologien werden zusammen mit Kunden und Lieferanten bestehende Produkte, Prozesse und Dienstleistungen kontinuierlich weiterentwickelt und neue Lösungen erarbeitet. Highlights im Berichtsjahr 2015 waren die Markteinführung/Umsetzung unserer auf der AMB 2014 und EMO 2015 gezeigten Innovationen:

  • − Modulares Fertigungssystems ModuLine (inkl. Automation)
  • − Weiterentwicklung der HM SynchroFine 205 HS (VarioDressing, Messtechnik)
  • − Technologie Wälzschälen (PITTLER, PRÄWEMA)
  • − Werkzeuge insbes. für die Technologien Honen und Wälzschälen

Darüber hinaus werden wir unsere FuE-Arbeiten zur Markteinführung neuer Technologien konsequent fortführen.

dd) Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften

(1) DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH

Für die DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH verlief das Geschäftsjahr 2015 nicht zufriedenstellend. Zwar erhöhten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 17.863 (Vj. 15.383 TEUR), allerdings reduzierten sich die Auftragseingänge auf 14.112 TEUR (Vj. TEUR 17.454). Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung erhöhte sich leicht auf 335 TEUR (Vj. TEUR 313). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2015 TEUR 11.737 (Vj. TEUR 9.631). Bei einem Eigenkapital von TEUR 2.608 (Vj. TEUR 2.608) ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 22,2% (Vj 27,1%).

(2) PITTLER T & S GmbH

Für die PITTLER T & S GmbH verlief das Geschäftsjahr 2015 wie folgt: Die Umsatzerlöse stiegen um 37,6% auf TEUR 20.855 (Vj. TEUR 15.155). Die Auftragseingänge verbesserten sich im Berichtszeitraum ebenfalls leicht auf nun TEUR 22.805 (Vj. TEUR 21.605). Die Gesellschaft weist ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 105 (Vj TEUR - 25) aus. Das Ergebnisniveau ist nicht zufriedenstellend. Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 14.715 (Vj. TEUR 15.963 ); das Eigenkapital erhöhte sich auf TEUR 2.856 (Vj. TEUR 1.652). Daraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 19,4% (Vj. 10,3%).

(3) Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH

Das Geschäftsjahr 2015 verlief für die Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH positiv, da Umsatz und Ergebnis deutlich gestiegen sind. Der Umsatz erhöhte sich um 26,4% auf TEUR 16.591 (Vj. TEUR 13.128). Der Auftragseingang verringerte sich um 3,3% auf TEUR 17.653 (Vj. TEUR 18.258). Der Jahresüberschuß vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 669 (Vj. TEUR -248). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 14.491 (Vj. TEUR 16.715 ), das Eigenkapital TEUR 5.000 (Vj. TEUR 5.000 ) und die daraus resultierende Eigenkapitalquote 34,5% (Vj. 29,9%).

(4) HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH

Im Geschäftsjahr 2015 konnte die HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH einen Umsatz in Höhe von TEUR 14.764 (Vj. TEUR 18.460) erzielen. Die Auftragseingänge verringerten sich auf TEUR 10.909 (Vj. TEUR 17.148). Der Jahresüberschuss vor Steuern liegt bei TEUR 524 (Vj. TEUR 972). Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 46%. Mit einer Bilanzsumme in Höhe von TEUR 16.978 (Vj. TEUR 12.613) und einem Eigenkapital von TEUR 10.242 (Vj. TEUR 9.909) verfügt die Gesellschaft über eine Eigenkapitalquote von 60,3% (Vj. 78,6%). Die Gesellschaft wurde im Konzernabschluss zum 31.12.2015 at-equity bilanziert.

(5) BUDERUS - Schleiftechnik GmbH

Die BUDERUS-Schleiftechnik GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2015 mit TEUR 42.628 einen um 13,5% höheren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (Vj. TEUR 37.549). Die Auftragseingänge konnten mit TEUR 45.283 in 2015 (Vj. TEUR 41.002) im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung erhöhte sich und liegt bei TEUR 3.724 (Vj. TEUR 2.524). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Jahresende 2015 TEUR 33.848 (Vj. TEUR 27.097). Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 11.000 (Vj. TEUR 10.200). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 32,5% (Vj. 37,6%).

(6) PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH

Die PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH hat das Geschäftsjahr 2015 mit deutlich verbessertem Umsatz und Ergebnis abgeschlossen; auch die Auftragseingänge haben sich deutlich erhöht. Die Umsatzerlöse stiegen um 28,0% auf TEUR 70.417 (Vj. TEUR 54.977). Die Auftragseingänge erhöhten sich um 35,6% auf TEUR 77.244 (Vj. 56.093). Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt 6.478 TEUR (Vj. TEUR 3.734). Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich auf TEUR 54.575 (Vj. TEUR 43.478). Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 17.944 (Vj. TEUR 16.838). Daraus leitet sich eine Eigenkapitalquote von 32,9% (Vj. 38,7%) ab.

(7) NAXOS- DISKUS Schleifmittelwerke GmbH

Im Geschäftsjahr 2015 erhöhte sich der Umsatz der NAXOS-DISKUS Schleifmittelwerke GmbH gegenüber dem Vorjahr um 4,3% auf TEUR 15.278 (Vj. TEUR 14.650). Die Auftragseingänge haben sich um 4,7% auf TEUR 15.668 (Vj. TEUR 14.969) erhöht. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung konnte im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 289 gesteigert werden (Vj. TEUR 217). Die Bilanzsumme der Gesellschaft liegt bei TEUR 10.102 (Vj. TEUR 10.063), das Eigenkapital bei TEUR 6.515 (Vj. TEUR 6.215). Hieraus errechnet sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 64,5% (Vj. 61,8%).

(8) Weitere operative Gesellschaften

Neben den zuvor aufgeführten Gesellschaften gibt es noch weitere operative Unternehmen, die in den DISKUS WERKE AG Konzernabschluss einbezogen wurden. Hierzu zählen:

  • − DVS-Technology GmbH
  • − DVS Produktions GmbH
  • − Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH
  • − CARBORUNDUM-DILUMIT Schleiftechnik GmbH
  • Fröhlich CNC Produktion GmbH
  • DVS Tooling GmbH
  • DVS Technology America, Inc. (seit 23.02.2015)

Die DVS-Technology GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von TEUR 6.296 (Vj. TEUR 7.504) während die DVS Produktions GmbH einen Umsatz in Höhe von TEUR 11.717 (Vj. TEUR 6.155) erreichte. Die Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH weist in 2015 einen Umsatz in Höhe von TEUR 5.050 (Vj. TEUR 4.793) aus. Die Gesellschaft CARBORUNDUM-DILUMIT Schleiftechnik GmbH erzielte in 2015 einen Umsatz in Höhe von TEUR 3.179 (Vj. TEUR 3.216). Die Fröhlich CNC Produktion GmbH weist für 2015 einen Umsatz von TEUR 12.164 (Vj. TEUR 4.535) aus. Die DVS Tooling GmbH weist im ersten operativen Geschäftsjahr einen Umsatz von TEUR 1.794 aus.

c) Lage DISKUS WERKE Konzern

aa) Ertragslage

Die Ertragslage hat sich wie folgt entwickelt:

DISKUS WERKE AG

Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

2015 2014
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 199.153 93,8 160.498 100,1
Bestandsveränderung 12.777 6,0 -1.027 -0,6
aktivierte Eigenleistungen 477 0,2 803 0,5
Betriebsleistung 212.407 100,0 160.274 100,0
sonstige betriebliche Erträge 2.574 1,2 3.150 2,0
Gesamtleistung 214.982 101,2 163.424 102,0
Materialaufwand -98.438 46,3 -62.888 39,2
Personalaufwand -62.147 29,3 -56.164 35,0
Abschreibungen -9.346 4,4 -9.589 6,0
sonstige betriebliche Aufwendungen -31.047 14,6 -25.762 16,1
EBIT 14.004 6,5 9.021 5,6
Außerordentliches Ergebnis 0 0,0 -18 0,0
Finanz- und Zinsergebnis -3.145 1,5 -3.306 2,1
Ergebnis vor Steuern 10.858 5,2 5.697 3,6
Steuern -3.282 -1,5 -2.216 -1,4
Jahresergebnis 7.576 3,6 3.481 2,2

Der DISKUS WERKE Konzern verzeichnete in 2015 eine Umsatzsteigerung von rd. 24% auf TEUR 199.153 während sich die Betriebsleistung um rd. 32% auf TEUR 212.407 erhöhte. Die Materialquote liegt in 2015 bei 46,3%, die Personalquote bei 29,3%. Operativ wurde ein EBIT (Earnings Before Interests and Taxes) von TEUR 14.004 erwirtschaftet; dies entspricht einer Marge von 6,5% (EBIT zu Betriebsleistung). Das Finanz- und Zinsergebnis enthält Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sowie den Zinssaldo und ist insgesamt negativ mit TEUR 3.145. Die Steuerposition enthält neben Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie sonstigen Steuern auch Steueraufwand aufgrund latenter Steuern auf Bewertungsunterschiede und Verbrauch ertragsteuerlicher Verlustvorträge. In 2015 erzielte der DISKUS WERKE Konzern ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von TEUR 10.858 (Vj. TEUR 5.715). Insgesamt wird in 2015 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.576 (Vj. TEUR 3.481) ausgewiesen.

bb) Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 6.994 erwirtschaftet. Demgegenüber stehen Investitionen, überwiegend im Sachanlagevermögen i.H.v. TEUR 7.620. Im Saldo der Zahlungsströme verminderte sich der Finanzmittelfonds um TEUR 761 auf TEUR 1.359 am 31.12.2015. Die Bankverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um

DISKUS WERKE AG Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

TEUR 4.966 auf TEUR 59.173 zum 31.12.2015. Dies ist im Wesentlichen auf erhöhte Auftragsfinanzierungen zurückzuführen. Der DISKUS WERKE Konzern verfügte während des Geschäftsjahres 2015 über ausreichende Kreditlinien (inkl. Avalkredite), um allen fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit und unverzüglich nachkommen zu können. Das Finanzmanagement unserer Konzerngesellschaften ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsziele skontiert zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die von den Kernbanken an die Konzerngesellschaften ausgereichten Kreditlinien waren in 2015 so bemessen, dass finanzielle Mittel jederzeit in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt wurden. Die Gesellschaft hat am 30.10.2013 eine neue strukturierte Betriebsmittel-Finanzierung (Club Deal) über Mio. EUR 55 mit einer Laufzeit bis zum 30.09.2017 mit ihren Kernbanken vorzeitig neu abgeschlossen. Die Ablösung erfolgte zum 14.11.2013. Diese Fazilität stellt uns ausreichende Betriebsmittellinien für die nächsten Jahre zur Verfügung. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 unechte Pensionsgeschäfte gemäß § 340b Abs. 3 HGB zur Optimierung des Working Capital abgeschlossen. Der Vorstand sieht derzeit keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken.

cc) Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur des Konzerns stellt sich per 31.12.2015 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

DISKUS WERKE AG

Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

31.12.2015 31.12.2014
TEUR % TEUR %
Aktiva
Anlagevermögen 87.286 40,0 88.951 44,4
Umlaufvermögen 125.251 57,4 104.161 52,0
Rechnungsabgrenzungsposten 500 0,1 751 0,4
Latente Steuern 5.051 2,3 6.539 3,3
Bilanzsumme 218.088 100,0 200.402 100,0
Passiva
Eigenkapital 117.248 53,8 110.893 55,3
Sonderposten 1.522 0,7 2.064 1,0
Rückstellungen 17.641 8,1 13.418 6,7
Verbindlichkeiten 81.425 37,3 73.739 36,8
Rechnungsabgrenzungsposten 7 0,1 7 0,0
Passive latente Steuern 244 0,1 281 0,1
Bilanzsumme 218.088 100,0 200.402 100,0
Umsatzerlöse
Bestandsveränderungen
aktivierte Eigenleistungen
Betriebsleistung
sonstige betriebliche Erträge
Gesamtleistung
Materialaufwand
Personalaufwand
Abschreibung
EBIT
Finanz- und Zinsergebnis
Ergebnis vor Steuern
Steuern Jahresüberschuss
betriebl. Aufwendungen
TEUR
104.223
107.276111.348-40.085-43.520-18.476-6.948-5.040-2.721-1.1241.5011.5524.0722.3191.5972009
%
100,0
103,8-37,4-40,6-17,297,2-6,5-4,7-2,5-1,01,43,82,21,5
TEUR
140.991
153.613155.366-68.628-42.446-24.03710.82713.33711.987-6.918-4.3941.7951.7538.9433.0442008

Die Bilanzsumme zum 31.12.2015 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 17.686 erhöht auf TEUR 218.088. Auf der Aktivseite haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 3.438 reduziert während sich die Sachanlagen um TEUR 1.828 erhöht haben. Im Umlaufvermögen haben sich die Vorräte insgesamt um TEUR 14.110 erhöht im Wesentlichen begründet durch den Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Stichtag 31.12.2015 um TEUR 7.733 erhöht. Dadurch ist das Umlaufvermögen insgesamt um rd. Mio. EUR 21 zum Stichtag gestiegen. Auf der Passivseite hat es folgende Veränderungen gegeben: Neben der Erhöhung der Rückstellungen um TEUR 4.223 sind die Bankverbindlichkeiten per 31.12.2015 mit TEUR 59.173 um TEUR 4.966 gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken auf 53,8% (Vj. 55,3%).

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite, Material-/Personalaufwandsquote (in Relation zur Betriebsleistung), Cash Flow und Kennzahlen zum Working Capital heran. Der Umsatz pro Mitarbeiter hat sich in 2015 deutlich gesteigert auf TEUR 187 (Vj. TEUR 163). Die Umsatzrendite (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) beträgt 5,5% (Vj. 3,5%). Die Materialaufwandsquote hat sich erhöht auf 46,3% (Vj. 39,2%) während sich die Personalaufwandsquote auf 29,3% (Vj. 35,0%) reduziert hat. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 6.994 TEUR und ist positiv. Die Kennzahlen zum Working Capital haben sich wie folgt entwickelt: die Anzahlungsquote ist auf 11% (Vj. 14%) gesunken, während die Vorratsdauer mit 137 Tagen (Vj. 139 Tage) leicht verbessert wurde. Die Forderungsdauer hat sich auf 120 Tage (Vj.131 Tage) reduziert.

3. Nachtragsbericht

Weitere über die vorstehenden Ausführungen hinausgehende Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres lagen nicht vor.

4. Prognosebericht

a) Planungsprämissen

Für 2016 gehen wir von einem verbesserten gesamtwirtschaftlichen Umfeld aus. Wachstumsprognose aus 12/2015:

2015 - 2016 -
2011 2012 2013 2014 erwartet erwartet
Industrieländer 1,7% 1,3% 1,2% 1,9% 2,0% 2,2%
Deutschland 3,6% 0,4% 0,1% 1,6% 1,8% 1,5%
Europa 1,5% -0,6% -0,4% 0,9% 1,5% 1,3%
USA 1,8% 2,8% 2,2% 2,4% 2,5% 2,8%
Lateinamerika 4,4% 2,6% 2,3% 1,1% -0,5% 0,6%
Asien ohne Japan & China 5,2% 4,2% 4,2% 5,3% 4,8% 5,1%
Japan -0,4% 1,4% 1,5% -0,1% 0,7% 1,3%
China 9,3% 7,7% 7,7% 7,3% 6,8% 6,3%
Welt 3,8% 3,0% 2,9% 3,2% 2,9% 3,3%

Wachstumsraten des BIP in ausgewählten Regionen der Welt

Quelle: Branchen-Report Deutschland/Commerzbank

Für 2015 erwartet die Commerzbank (oder auch der Internationale Währungsfonds (IWF)) ein weiterhin moderates weltwirtschaftliches Wachstum von real 3,3 Prozent, in den Industrieländern von 2,2%. Zuversichtlich sind die Ökonomen bezüglich der Entwicklung in den Vereinigten Staaten mit einem BIP-Zuwachs von 2,8 Prozent. Die Wirtschaft der Euro-Zone soll vergleichsweise deutlich weniger nur um durchschnittlich 1,3 Prozent wachsen, während in Deutschland ein Wachstum von 1,5 % erwartet wird.

Verglichen mit früheren Jahren fällt das Wachstum in Asien und den Schwellen- und Entwicklungsländern heterogen aus. Für Japan wird ein Plus von 1,3 % prognostiziert. In der VR China wird mit einer weiteren Wachstumsverlangsamung (+ 6,3 %) gerechnet. In Russland und Brasilien wird mit einer weiteren schwierigen gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2016 gerechnet.

Der VDW geht in seiner Prognose für 2016 davon aus, dass sich die Auftragseingänge in 2016 auf hohem Niveau stabilisieren (+1%), ebenso die Produktion/der Umsatz auf einem Niveau von rd. 15,3 Mrd. EURO. Neben einer Budgetplanung erstellt der DISKUS WERKE Konzern eine Mittelfristplanung für drei Jahre (2016 – 2018). Hier wurde von einem moderaten Marktwachstum (+ 3% für die Jahre 2017 und 2018) ausgegangen. Wir erwarten in den Planjahren keine drastischen Marktrückgänge oder –verwerfungen

b) Unternehmensplanung

aa) Auftragseingang, Umsatz

Der DISKUS WERKE Konzern plant Auftragseingänge für das Gesamtjahr 2016 in Höhe von TEUR 210.000. Dies liegt auf dem hohem Niveau in 2015. Für das Jahr 2016 beträgt das Umsatzziel TEUR 210.000 (+ 5%), wodurch der Auftragsbestand auf einem hohem Niveau bleibt. Der geplante Umsatz 2016 ist durch den hohen Auftragsbestand der Werkzeugmaschinenfirmen sowie das Hochfahren neuer Produktionsaufträge im Geschäftsbereich Production abgesichert. Für das Jahr 2016 planen wir eine weiter verbesserte Rentabilität.

bb) Beschaffung

Auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten planen wir mit einer stabilen Situation in 2016 (Preise und Lieferzeiten). Ein Preiserhöhungsdruck ist nur bedingt gegeben. Die Jahresgespräche für 2016 sind geführt und wir können für 2016 von einer weitestgehend stabilen Preissituation ausgehen. Preiserhöhungsforderungen konnten wir überwiegend abwehren und nur in Einzelfällen mussten wir moderate Preisanpassungen zwischen 1-2% akzeptieren.

cc) Personal

Die Personalplanung sieht vor, die Stammbelegschaft in 2016 auf dem Niveau 2015 stabil zu halten und punktuell z.B. im Vertrieb, Service zu verstärken. Personalbedarf besteht bei DVS Technology aufgrund der neuen Aufträge. Unverändert sollen Flexibilisierungsmöglichkeiten im Bereich altersbedingt freiwerdender Stellen, Leiharbeitereinsatz, Befristung von Arbeitsverträgen und Arbeitszeit weiter genutzt werden. Die hohe Ausbildungsquote wird beibehalten.

dd) Investitionen

Insgesamt sind für 2016 hohe Investitionen in das Sachanlagevermögen i.H.v. TEUR 9.644 geplant. Dies betrifft sowohl Erweiterungsinvestitionen am Standort Dietzenbach (Zusammenführung der Produktions- und Verwaltungseinrichtungen PITTLER, DISKUS WERKE Schleiftechnik und DISKUS WERKE AG), Investitionen am Standort Eschwege (PRÄWEMA) als auch Rationalisierungsinvestitionen in neue Maschinen für die eigene mechanische Fertigung.

c) Gesamtbetrachtung

Insgesamt erwarten wir in 2016 einen positiven Geschäftsverlauf mit einem Umsatzwachstum von rd. 5%. Der geplante Auftragseingang beträgt Mio. EUR 210, der Umsatz ebenso mit Mio. EUR 210. Die Umsatzrendite (EBIT zu Umsatz) wollen wir verbessern auf rd. 7,6%.

5. Chancen- und Risikobericht

Die Entwicklung hängt naturgemäß von der weiteren Stabilität der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ab, wobei insbesondere die internationale Automobilindustrie mit Investitionen in Asien und Amerika als Zugpferd agiert. Das gesamtwirtschaftliche Marktumfeld ist für den DISKUS WERKE Konzern als Sondermaschinenbauer insbesondere aufgrund der Schulden-/ Euro-Krise und der geopolitischen Krisenherde über das Jahr 2015 hinaus herausfordernd, es bietet jedoch auch viele neue Chancen nicht zuletzt durch Markt- und Wettbewerbsbereinigungen. Wir wollen mit neuen/weiterentwickelten Produkten von der anhaltenden Investitionsphase profitieren und erwarten, dass wir die Umsatz- und Ergebnisziele in 2016 erreichen können. Die Chancen/Risiken in 2016 haben wir untergliedert in die Kategorien Markt, Technologie, Beschaffung, Fertigung, Entwicklung und finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken. Die Gesellschaft hat ein systematisches und effizientes Risikomanagementsystem installiert. Wichtiges Steuerungsinstrument ist dabei ein umfangreiches, standardisiertes Monats- und Quartalsberichtswesen.

a) Risikobericht

aa) Markt

Für 2016 wird von einem verbesserten konjunkturellen Branchenumfeld ausgegangen. Sollte entgegen allen Branchendaten und unseren Erwartungen während des Jahres 2016 erneut eine Krise mit drastischen Rückgängen einsetzen, so ist das Unternehmen darauf vorbereitet, Kapazitäten und Ressourcen flexibel anzupassen. So arbeiten die Konzerngesellschaften mit befristet Beschäftigten, die in der Regel übernommen werden, Leiharbeitnehmern und sonstigen zugekauften Leistungen ("verlängerte Werkbank"). Auch für dieses "Worst Case" -Szenario gehen wir nicht davon aus, in eine bestandsgefährdende Finanz- und Ertragslage zu kommen, was entsprechende Sensitivitätsanalysen unserer Kostenstrukturen belegen.

Wir sehen keine negativen Auswirkungen durch den "VW-Dieselgate"-Skandal. Die VW Gruppe gehörte in den letzten Jahren immer zu unseren Top-Kunden. Auch wenn die Investitionsbereitschaft in der VW Gruppe zurückgehen sollte, denken wir dies durch andere OEM und Zulieferkunden, wie in der Vergangenheit auch, kompensieren zu können.

bb) Technologie

Die Unternehmen der DVS TECHNOLOGY GROUP produzieren und vertreiben Präzisionswerkzeugmaschinen und Werkzeuge mit zugesagten Leistungs- und Qualitätsparametern. Denkbar ist, dass zugesagte Parameter nicht eingehalten werden können, es dadurch zu Garantieleistungen und Pönalen kommt oder womöglich Aufträge rückabgewickelt werden müssen. Aufgrund der hohen technologischen Kompetenz in den Konzerngesellschaften, der Qualifikation der Mitarbeiter und der langjährigen Erfahrung mit den Produktprogrammen der Gesellschaften erachten wir dieses Risiko als gering und überschaubar. Bei Auftragsannahme wird u.a. eine technologische Risikobeurteilung vorgenommen. Pönalen mussten in der Vergangenheit nur in Einzelfällen gezahlt werden und die Garantieleistungen bewegten sich in einem branchenüblichen Rahmen.

cc) Beschaffung

Risiken auf der Beschaffungsseite bestehen zum einen im Ausfall von strategischen Lieferanten oder Lieferengpässe durch überlange Liefertermine, die die pünktliche Auslieferung der Produkte verzögern könnte. Wir versuchen Lieferengpässe zu vermeiden durch eine vorausschauende, frühzeitige Disposition und eine gruppenweite Lagerhaltungsstrategie kritischer Komponenten. Wir sind glücklicherweise kaum von einzelnen kritischen Lieferanten abhängig und haben oft mehrere gleichwertige Lieferanten, so dass der Ausfall eines Lieferanten nicht bedrohlich wäre. Weiterhin besteht in der DVS TECHNOLOGY GROUP ein Leistungsverbund zwischen den Einzelgesellschaften und ein Großteil der mechanischen Schlüsselkomponenten wird in der DVS Unternehmensgruppe gefertigt.

dd) Fertigung

Die Auslastung unserer Produktion wollen wir weiterhin durch konsequentes Insourcing absichern. Daneben nutzen wir bei Bedarf auch externe Kapazitäten. Die derzeitige Marktlage verlangt immer schnellere und stärkere Anpassungen durch schwankende Kapazitätsbedarfe und extreme Lieferzeitanforderungen. Dem begegnen wir mit unserer flexiblen Arbeitszeitregelung sowie weiteren Flexibilisierungsmöglichkeiten. Die Produktivität und Qualität der eigenen Fertigung soll weiter gesteigert werden. Denkbar wäre, dass die Fertigung der DVS TECHNOLOGY GROUP technologisch und/oder wirtschaftlich nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Dieses Risiko erachten wir als gering, da die Gesellschaften mit eigener Fertigung ihre Kapazitäten am Markt anbieten und seit Jahren Drittkunden haben, die Firmen seit Jahrzehnten über ein eigenes Fertigungs-know how und qualifizierte Mitarbeiter verfügen und permanent in die neuesten Technologien/Maschinen investiert wird. Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften wird seit Jahren durch unsere eigene Ausbildung unterstützt.

ee) Entwicklung

Denkbar wäre, dass Maschinen der DVS TECHNOLOGY GROUP kopiert werden oder Wettbewerber leistungsfähigere Maschinen in den Markt bringen. Dieses Risiko erachten wir als beherrschbar, da die Konzerngesellschaften in definierten Marktnischen tätig sind mit hohen Eintrittsbarrieren. Weiterhin versucht die DVS TECHNO-LOGY GROUP durch kontinuierliche Weiterentwicklung des Maschinenprogramms und hohe Entwicklungsaufwendungen seinen technologischen Vorsprung zu halten und auszubauen.

ff) Finanzwirtschaft

Im Rahmen der Planung werden Szenarien durchgerechnet, um Risiken in den Bereichen Preisänderungen, Kapitalbindung und Liquidität abzubilden. Der Konzern verfügt über ein robustes Geschäftsmodell mit hoher Planungssicherheit aufgrund der hohen Vorlauf- und Lieferzeiten im Sondermaschinenbau. Entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Risiken sehen wir nicht. Die Gesellschaft ist von Währungsrisiken nicht betroffen, da grundsätzlich in Euro fakturiert wird. Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken Zinsswaps abgeschlossen. Einzelheiten hierzu sind in den Anhangerläuterungen zum Konzernabschluss angeführt.

b) Chancenbericht

aa) Markt

Die Zuversicht im Markt und der Nachholbedarf an Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen ist nach unserer Einschätzung in unserer Hauptkundengruppe, der Automobilindustrie und deren Zulieferer, nach wie vor ungebrochen. Auch in anderen für uns wichtigen Abnehmerbranchen wie z.B. Allgemeiner Maschinenbau ist die Nachfragesituation intakt. Außerdem hilft die Währungssituation (schwacher Euro). Die Entwicklung in der Automobilbranche wird je nach Region und Fahrzeugsegment unterschiedlich ausfallen. Asien wird weiter wachsen auf hohem Niveau, während in Europa eine moderate Entwicklung zu erwarten ist. In den USA besteht unverändert ein Nachholbedarf und unsere Kunden investieren kräftig seit 2012/13. Am Markt ist der Trend zur Forderung nach immer kürzeren Lieferzeiten ungebrochen. Dies läuft konträr zur Auftrags- und Beschaffungssituation vieler Wettbewerber, die lange Lieferzeiten und eine schlechte Liefertreue haben können. Die Preisqualität ist stabil. Durch unsere hohe eigene Wertschöpfungstiefe in der DVS TECHNOLPOGY GROUP und nur in einigen Bereichen moderat gestiegene Beschaffungspreise sowie eine effiziente Auftragsabwicklung versuchen wir, die Kostensteigerungen weitestgehend zu kompensieren. Der aktuelle Auftragsbestand und die damit verbundenen Liefertermine sichern uns eine gute Auslastung in 2016 und teilweise bis in das Jahr 2017 hinein. Die Projektanfragen und Auftragseingänge insbesondere in der Automobilindustrie sehen wir unverändert positiv in allen Regionen. Die DVS TECHNOLOGY GROUP konnte neue Kunden in Nordamerika und China gewinnen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Neuaufträge in den nächsten Monaten in 2016 entwickeln werden. Der VDW sieht in 2016 Auftragseingänge und die Produktion auf einem hohen Niveau. Wir sehen z.Zt. keinen drastischen Rückgang oder Einbruch in den Auftragseingängen.

bb) Technologie

Seit Jahren erarbeitet die DVS TECHNOLOGY GROUP in enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Kunden Konzepte, die speziell auf die gestellten Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind. Hierdurch wird die bestehende Produktpalette ständig weiterentwickelt. Z.B. ist das PRÄWEMA-Leistungshonen das Resultat einer kontinuierlichen Entwicklung, die sich am Markt durchgesetzt hat und zwischenzeitlich als neuer Standard etabliert ist. Durch gemeinsame Forschung und Entwicklung mit Kunden und Werkzeuglieferanten konnten die Werkzeugstandzeiten in den letzten Jahren weiter erhöht und die Bearbeitungszeiten verkürzt werden. Getriebe, in denen Zahnräder dieser Qualität laufen, sind deutlich geräuschärmer. Aktuelle Innovationen der DVS TECHNOLOGY GROUP sind z.B. die weiterentwickelte Honmaschine mit neuen Anwendungen (VarioDressing, Messtechnik) als auch die DVS ModuLine, die neue Maschinenplattform der DVS TECHNOLOGY GROUP, mit der Technologie Wälzschälen. Ziel der DVS TECHNOLOGY GROUP ist es, den technologischen Vorsprung in unseren Marktnischen zu halten und auszubauen.

cc) Beschaffung

Der Boom im Maschinenbau und insbes. in der Werkzeugmaschinenbaubranche hatte in der Vergangenheit zu teilweise dramatisch verlängerten Lieferzeiten geführt. Allerdings hat sich die Situation im Beschaffungsmarkt seit 2012/13 deutlich entspannt und die Lieferzeiten haben sich normalisiert. Der Preiserhöhungsdruck hat abgenommen aufgrund der aktuellen Marktsituation. Wir gehen davon aus, Preiserhöhungen für 2016 in vielen Fällen abwehren zu können. Die Beschaffungsstrategie ist für unsere Sondermaschinen aufgrund hoher Qualitäts- und Lieferzeitanforderungen sowie niedriger Stückzahlen überwiegend lokal. Weiterhin fertigen wir fast alle Mechanischen Schlüsselkomponenten unserer Maschinen in der eigenen Firmengruppe. Auch der Werkzeugbedarf wird zunehmend über die Gesellschaften der DVS TECHNOLOGY GROUP abgedeckt.

dd) Finanzwirtschaft

Die Unternehmensplanung 2016, die im Dezember 2015 verabschiedet wurde, mit einem Auftragseingang von Mio. EUR 210 und einem Umsatz von Mio. EUR 210 und einer Rentabilität auf hohem Niveau erachten wir als anspruchsvolles, jedoch realistisches Szenario. Sollten in einem positiven Szenario die anstehenden Projekte alle kurzfristig und zu unseren Gunsten entschieden werden, so ist der Konzern aufgrund der aufgebauten Stammbelegschaft und der Möglichkeit externen Kapazitätserweiterungen in der DVS TECHNOLOGY GROUP oder außerhalb durchaus in der Lage einen noch höheren Umsatz in 2016 zu realisieren. Bereits in den vergangenen Jahren wurde in erheblichem Umfang auf den Leistungsverbund und Kapazitäten innerhalb und außerhalb der DVS TECHNOLOGY GROUP zurückgegriffen. Dies werden wir auch in 2016 nutzen.

c) Gesamtbetrachtung

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Aussichten für den deutschen Werkzeugmaschinenbau in 2016 sind positiv, da die Auftragsbestände sehr hoch sind und wir nicht mit einem drastischen Rückgang oder Einbruch bei den Auftragseingängen rechnen. Der VDW rechnet mit einer Produktionssteigerung und einem moderaten Wachstum bei den Auftragseingängen von 1%. Unser konsolidierter Auftragsbestand per 31.12.2015 in Höhe von rd. Mio. EUR 123 und den damit verbundenen Lieferterminen sichern uns eine gute Auslastung für 2016. In den ersten 3 Monaten 2016 haben wir einen soliden Auftragseingang i.H.v. Mio. EUR 50,7 erzielen können. Dies liegt rd. 3% unter unserer Planung. Unsere Unternehmensplanung 2016, die im Dezember 2015 verabschiedet wurde, zielt darauf ab, einen Auftragseingang sowie einen Umsatz in 2016 von Mio. EUR 210 zu erwirtschaften. Das Ergebnis vor Steuern soll bei rd. Mio. EUR 13 liegen. Aus heutiger Sicht ist dies ein anspruchsvolles, jedoch realistisches Szenario. Sollte die positive Investitionshaltung unserer Kunden entgegen der Branchenerwartungen und unserer Erwartungen in 2016 drastisch einbrechen, so ist das Unternehmen darauf vorbereitet, Kapazitäten und Ressourcen flexibel anzupassen. Auch für dieses "Worst Case"-Szenario gehen wir nicht davon aus, in eine bestandsgefährdende Finanz- und Ertragslage zu kommen. Die Gesellschaft ist weitgehend abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der von ihr bearbeiteten Branchen und Märkte. Die DVS TECHNOLOGY GROUP ist in definierten Marktnischen des Sondermaschinenbaus tätig, wobei die Markteintrittsbarrieren hoch sind. Hinzuweisen bleibt auf die Risiken, die sich aus dem Verhalten und der Entwicklung von Wettbewerbern ergeben können, der weiteren Entwicklung der Schulden-/Eurokrise und der geopolitischen Krisenherde sowie der Marktentwicklung in China und Russland. Die Geschäftsführung sieht derzeit keine entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken. Wir beurteilen deshalb die Entwicklung des Unternehmens für 2016 als positiv.

6. Abhängigkeitsbericht

Die DISKUS WERKE AG hat einen Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2015 nach § 312 AktG erstellt. Nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, erhielten die Unternehmen des DIS-KUS WERKE Konzerns bei jedem in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte eine angemessene Gegenleistung und wurden durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt.

Frankfurt am Main, den 3. Mai 2016 Vorstand der DISKUS WERKE AG

Josef Friedrich Preis Axel Loehr Bernd Rothenberger Vorsitzender

II. Konzernbilanz

A K T I V A 31.12.2015 31.12.2014 P A S S I V A 31.12.2015 31.12.2014
A. Anlagevermögen TEUR A. Eigenkapital TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
1. Selbst geschaffene gew
erbliche Schutzrechte und
II. Kapitalrücklage 50.638 50.638
ähnliche Rechte und Werte 1.735 2.237 III. Gew
innrücklagen
2. Entgeltlich erw
orbene Konzessionen, gew
erbliche
1. Gesetzliche Rücklage 586 586
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 115 377 2. Andere Gew
innrücklagen
460 460
3. Geschäfts- oder Firmenw
ert
29.454 32.129 IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 86 60
31.305 34.743 V Konzernbilanzgew
inn/-verlust
23.327 17.683
II. Sachanlagen VI. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 17.152 16.466
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten 117.248 110.893
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken25.435 22.515
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.227 18.060
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung4.215 3.456 B. Sonderposten 1.522 2.064
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.029 3.047
48.906 47.078 C. Rückstellungen
III. Finanzanlagen 1. Rückstellungen für Pensionen und
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 162 162 ähnliche Verpflichtungen 2.586 2.493
2. Assoziierte Unternehmen 6.913 6.968 2. Steuerrückstellungen 950 798
7.075 7.130 3. Sonstige Rückstellungen 14.104 10.127
B. Umlaufvermögen 17.641 13.418
I. Vorräte D. Verbindlichkeiten
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.796 21.690 1. Verbindlichkeiten gegenüber
2. Unfertige Erzeugnisse 28.481 23.803 Kreditinstituten 59.173 54.207
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 23.433 15.346 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
4. Geleistete Anzahlungen 265 303 Leistungen 15.209 11.041
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -22.497 -22.774 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
52.479 38.369 Unternehmen 154 953
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unter
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.317 57.584 nehmen mit denen ein Beteiligungs
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 101 97 verhältnis besteht 213 253
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.676 7.285
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 166 112 davon aus Steuern TEUR 1.736 (TEUR 2.227)
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.140 3.663 davon im Rahmen der
68.725 61.456 sozialen Sicherheit TEUR 15 (TEUR 18)
III. Wertpapiere 24 21 81.425 73.739
IV. Kassenbestand, Bundesbank- und Postgiroguthaben, E. Rechnungsabgrenzungsposten 7 7
Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.023 4.315 F. Passive latente Steuern 244 281
C. Rechnungsabgrenzungsposten 501 751
D. Aktive latente Steuern 5.051 6.539
218.088 200.402 218.088 200.402

III. Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2015- 01.01.2014-
31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
1 . Umsatzerlöse 199.153 160.498
2 . Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen 12.777 -1.027
3 . Andere aktivierte Eigenleistungen 477 803
4 . Sonstige betriebliche Erträge 2.574 3.150
davon aus Kursgewinnen T€ 71 (T€ 5)
5 . Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe und für
bezogene Waren 82.473 55.893
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.964 6.995
6 . Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 51.942 46.689
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor-
gung und Unterstützung, 10.205 9.475
davon für Altersversorgung T€ 361 (T€ 290)
7 . Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlage-
vermögens und Sachanlagen 9.346 9.589
8 . Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.047 25.762
davon aus Kursverlusten T€ 19 (T€ 11)
9 . Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 155 376
10 . Zinsen und ähnliche Erträge 30 121
davon aus der Abzinsung T€ 1 (T€ 5)
11 . Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.331 3.803
davon aus der Aufzinsung T€ 122 (T€ 128)
12 . Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 10.859 5.715
13 . Außerordentliches Ergebnis 0 18
14 . Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) Laufender Steueraufwand 1.699 506
b) Latenter Steueraufwand 1.451 1.599
15 . Sonstige Steuern 133 111
16 . Konzernjahresüberschuss 7.576 3.481
17 . Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn/Verlust (-) 964 2.890
18 . Konzerngewinn 6.612 591
19 . Gewinnvortrag Vorjahr 17.683 18.060
20 . Ausschüttung der Muttergesellschaft 968 968
21 .
Konzernbilanzgewinn
23.327 17.683

IV. Konzernanhang

1. Grundlagen

Mutterunternehmen ist die DISKUS WERKE AG, Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main in der Abteilung B unter der Nummer 6617. Der Konzernabschluss für das Jahr 2015 der DISKUS WERKE AG und ihrer Tochterunternehmen, im Folgenden auch als "wir" oder "das Unternehmen" bezeichnet, wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. Das Geschäftsjahr aller einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

2. Konsolidierungskreis

Neben der DISKUS WERKE AG werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, bei denen die DISKUS WERKE AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik so zu bestimmen, dass die Gesellschaften des Konzerns aus der Tätigkeit dieser Unternehmen (Tochterunternehmen) Nutzen ziehen. Eine Einbeziehung beginnt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr geändert, aber die Vergleichbarkeit der aufeinander folgenden Konzernabschlüsse ist nur unwesentlich beeinträchtigt worden. Daher kann auf zusätzliche Angaben gem. § 294 Abs.2 HGB verzichtet werden. Der Konsolidierungskreis des Berichtszeitraums ist in folgender Abbildung dargestellt:

DISKUS WERKE AG Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

25

Tochtergesellschaften bzw. Beteiligungen, die nicht einbezogen werden, aber auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, werden nach der Equity-Methode gem. § 312 Abs. 1 Nr. 2 HGB bewertet. Andere Beteiligungen mit widerlegter Assoziierungsvermutung werden nicht konsolidiert. Sie werden mit ihren historischen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Zeitwerten im Konzernabschluss ausgewiesen. Im Konzernabschluss werden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:

Name der einbezogenen Gesellschaft Sitz Anteilsbesit
1 DISKUS WERKE AG Frankfurt/Main z
Quote in %
2 DISKUS WERKE Schleiftechnik GmbH Dietzenbach 100,00
3 PITTLER T & S GmbH Dietzenbach 100,00
4 Diskus-PITTLER Grundstücksgesellschaft mbH Dietzenbach 80,00
5 Diskus Erste Grundstücksgesellschaft mbH Dietzenbach 80,00
6 Diskus Zweite Grundstücksgesellschaft mbH Dietzenbach 80,00
7 Werkzeugmaschinenbau Ziegenhain GmbH Schwalmstadt 100,00
8 Günter Rothenberger Industries GmbH Frankfurt/Main 74,90
9 BUDERUS - Schleiftechnik GmbH Aßlar 94,80
10 PRÄWEMA Antriebstechnik GmbH Eschwege 100,00
11 NAXOS-DISKUS Schleifmittelwerke GmbH Butzbach 100,00
12 DVS-Technology GmbH Krauthausen 93,08
13 DVS Produktions GmbH Krauthausen 100,00
14 DVS Sales & Service GmbH Sinsheim 100,00
15 HEID Beteiligungs GmbH Krauthausen 100,00
16 HEID Magdeburg Grundstücksverwaltung GmbH & Krauthausen 100,00
17 Co. KG
Maschintec Produktion GmbH
Krauthausen 100,00
18 Grundstücksverwaltung Krauthausen GmbH Krauthausen 63,61
19 Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH Sinsheim 90,00
20 DVS Innovation GmbH Eschwege 100,00
21 CABORUNDUM -DILUMIT Schleiftechnik GmbH Düsseldorf 100,00
22 DVS Asia Co., Ltd. Hong Kong 100,00
23 Fröhlich CNC Produktion GmbH Kürnbach 75,00
24 DVS Tooling GmbH Frankfurt/Main 51,00
25 DVS Technology America Inc. Plymouth (USA) 100,00

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die 100% an der indirekt über die Günter Rothenberger Industries GmbH gehaltenen Anteile der Seeger Verwaltungs GmbH ausgewiesen. Diese Gesellschaft wird wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzern einbezogen.

3. Konsolidierungsgrundsätze einschließlich Währungsumrechnung

a) Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Soweit die Anschaffungskosten für die Beteiligung deren neubewerteten Eigenkapitalanteil übersteigt, entsteht ein aktivischer Unterschiedsbetrag, der als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert wird. Beruht ein aktivischer Unterschiedsbetrag auf Verlusten, die zwischen dem Erwerbszeitpunkt und der Erstkonsolidierung entstanden sind, erfolgt eine Verrechnung mit den Gewinnvorträgen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird, soweit er den Zeitwerten der monetären Vermögensgegenständen zugrunde lag, planmäßig über die durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst und unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte im Konzern beträgt nach bisherigen Bewertungsgrundsätzen zwischen 5 und 20 Jahre. Für die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wird in der Konzernbilanz gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten ausgewiesen. Der bilanzierte Ausgleichsposten beinhaltet sowohl die aus der Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB resultierenden Anteile der anderen Gesellschafter am Eigenkapital als auch grundsätzlich die nach dem Posten Jahresüberschuss in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesenen, anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Gewinne und Verluste.

b) Schuldenkonsolidierung

Sämtliche Forderungen und Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet.

c) Zwischenergebniseliminierung

Ergebnisse zwischen den Tochtergesellschaften wurden eliminiert, soweit sie wesentlich waren. Die Zwischenergebniseliminierung war im Wesentlichen auf Gewinne aus der konzerninternen Veräußerung von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen und Fertigerzeugnissen vorzunehmen.

d) Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit dem auf sie entfallenden Materialaufwand und sonstige betrieblichen Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

e) Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB nicht angewendet.

f) Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen

Die Aktiv- und Passivposten einer auf fremde Währung lautenden Bilanz werden mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wird, zu Devisenkassamittelkurs am Konzern-Abschlussstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

4. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde wie im Vorjahr in tausend Euro aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften wurden an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der DISKUS WERKE AG angepasst. Die Vermögensgegenstände und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Unternehmen werden nach den für den DISKUS WERKE Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen bereinigen wir um Zwischenergebnisse. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Abgrenzung latenter Steuern.

a) Anlagevermögen

Die immateriellen Anlagenwerte und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibungsberechnung liegen bis zu fünfzehn Jahre bei technischen Anlagen und Maschinen und überwiegend drei bis acht Jahre bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zugrunde. Soweit den Gegenständen des Sachanlagevermögens am Bilanzstichtag dauernde niedrigere Werte beizulegen waren, wurden in Höhe der Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Nicht konsolidierte Anteile an verbundenen Unternehmen sowie sonstige Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen entgeltlich erworbene Vertriebsrechte, Kundenkarteien und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungskosten sind als laufender Aufwand der Periode erfasst. Entwicklungskosten wurden, soweit die tatbestandsmäßigen Voraussetzungen erfüllt waren, als immaterielle Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten bzw. als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände zu Herstellungskosten i.H.v. TEUR 2.453 angesetzt und auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben bzw. als laufender Aufwand der Periode erfasst. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens der Fertigung.

b) Vorräte

Der Wertansatz der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Einzelkosten auch notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen des Anlagevermögens der Fertigung. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt.

c) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen wurden in angemessenem Umfang Wertberichtigungen gebildet. Niedrige und unverzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisen-Mittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung zum Abschlussstichtag berücksichtigt.

d) Liquide Mittel

Bargeldbestände sowie Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisen-Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

e) Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden für zu erwartende Steuerminderungen und für zu erwartende Steuermehrbelastungen nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt, sofern sie aus unterschiedlichen Wertansätzen einzelner Bilanzposten resultieren. Grundsätzlich können sich diese Bewertungsunterschiede zwischen der nationalen Steuerbilanz und der nationalen Handelsbilanz, der konzerneinheitlich bewerteten Bilanz und der nationalen Handelsbilanz sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und sogenannten "Tax Credits" ergeben. Auf temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen wurden keine latenten Steuern gebildet. Buchungen latenter Steuern auf Konzernebene erfolgen grundsätzlich unter Ansatz des Konzernsteuersatzes von 30 % bzw. 15 % bei Grundstücksgesellschaften.

f) Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Als Berechnungsgrundlagen der Pensionsrückstellungen dienten die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck bei Anwendung eines Rechnungszinsfusses von 3,89 % in der Projected Unit Credit Method, die erwartete Kostensteigerung liegt zwischen 0,5-1,0 % p.a. Im Konzern wurde von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Die aus der BilMoG-Umbewertung der Pensionsrückstellungen resultierende Unterdeckung wird bis zum 31.12.2024 jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen zugeführt, der nicht ausgewiesene Fehlbetrag beläuft sich auf TEUR 246 (Vj. TEUR 250 ). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten und betreffen überwiegend Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Altersteilzeitverpflichtungen, Gewährleistungsverpflichtungen, noch zu erbringende Montageleistungen, ausstehende Rechnungen, Konventionalstrafen für verspätete Maschinenlieferungen sowie Verpflichtungen im Rahmen der Jahresabschlussprüfung. Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (Deckungsvermögen) mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 48 wurden mit Altersteilzeitverpflichtungen mit einem Erfüllungsbeitrag in Höhe von TEUR 99 verrechnet. Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen für noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres und ggf. des Vorjahres.

g) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

5. Angaben zur Konzernbilanz

a) Anlagevermögen

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die gemäß § 255 Abs. 2a S. 2 HGB angefallenen Entwicklungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden, soweit die Voraussetzungen dafür erfüllt waren, unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgenommen. Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2015 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Konzern-Anlagenspiegel). Die gemäß § 255 Abs. 2a S. 2 HGB im Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in Höhe von 25 TEUR wurden in voller Höhe unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgenommen. Der für die Werkzeugmaschinen Ziegenhain GmbH zum 01.01.2007 unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierte aktivische Unterschiedsbetrag wird unverändert planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Im Rahmen der Erstkonsolidierung des Günter Rothenberger Industries GmbH (GRI) -Teilkonzerns wurden dort aktivierte aktivische Unterschiedsbeträge übernommen und mit dem aktivischen Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb des GRI-Teilkonzerns auf den 01.01.2008 zusammengefasst und planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 Jahren nach bisherigen Grundsätzen abgeschrieben. Indikatoren, welche auf eine dauerhafte Wertminderung des GRI Goodwills schließen lassen, lagen zum Stichtag der Berichtsperiode nicht vor. Anhaltspunkte, welche eine Änderung des bestehenden Abschreibungsplans rechtfertigen, bestehen zum Stichtag der Berichtsperiode nicht.

b) Finanzanlagen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Nettobuchwerte der Anteile von 100% an der Seeger Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main, mit TEUR 162 ausgewiesen. Wegen untergeordneter Bedeutung wird diese Gesellschaft gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den DISKUS WERKE Konzern einbezogen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen betreffen die at equity bilanzierte HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH, Gießen und das Joint Venture WMZ Precision Machinery (Shenyang) Co., Ltd. In der Zugangspalte werden die fortgeführten Anschaffungskosten und Kapitalerhöhungen bei Beteiligungen und assoziierten Unternehmen ausgewiesen sowie anteilige Ergebnisse aus at equity Konsolidierungen. Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung wurden bei der HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH nicht vorgenommen. Geschäfts- und Firmenwerte (GFW) oder passive Unterschiedsbeträge (UB) gemäß § 312 Abs. 1 HGB entstehen bei der Erstkonsolidierung, wenn das anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens den Buchwert unterschreitet (GFW) bzw. übersteigt (negativer UB). Der GFW der HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH wird planmäßig über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren nach bisherigen Grundsätzen abgeschrieben, der GFW der WMZ Precision Machinery (Shenyang) Co., Ltd. wird über 5 Jahre abgeschrieben. Indikatoren, welche auf eine dauerhafte Wertminderung schließen lassen bzw. Anhaltspunkte, welche eine Änderung des bestehenden Abschreibungsplans rechtfertigen, bestehen nicht. Von den anteiligen Ergebnissen ist ein Wert von TEUR 166 (Vj. TEUR 373 ) der HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH und der WMZ Precision Machinery (Shenyang) Co.,Ltd. ein Wert von TEUR 6 (Vj. TEUR 3 ) im Konzernergebnis enthalten. Übersicht der Unternehmen die nach der Equity-Methode bilanziert sind:

Assoziierte Unternehmen: § 16 AktG
Anteil in %
Eigenkapital
zum
31.12.2015
Ergebnis
01.01.-
31.12.2015
GFW oder
negativer
UB (-) zum
31.12.2015
Buchwert
31.12.2015
TEUR
Buchw
ert
31.12.2014
TEUR
HEYLIGENSTAEDT Werkzeugmaschinen GmbH, Giessen 50 10.242 332 1.158 6.459 6.523
WMZ Precision Machinery (Shenyang) Co., Ltd. 50 723 11 40 454 445

Summe Assoziierte Unternehmen: 6.913 6.968

c) Vorräte

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Auf das Wahlrecht gemäß § 255 Abs. 2 S. 3 HGB wurde verzichtet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB abgesetzt.

d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche aus Ertragssteuern in Höhe von TEUR 872 , Ansprüche auf Erstattung bzw. Verrechnung von Vorsteuern für erhaltene aber erst nach dem Bilanzstichtag berechnete Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 888 (Vj. TEUR 1.069) sowie Forderungen aus Darlehen und Bonus enthalten. Davon sind Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 13 (Vj. TEUR 14).

e) Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 5.051 (Vj. TEUR 6.539) betreffen Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanzen und Steuerbilanzen der einbezogenen Konzerngesellschaften sowie Handelsbilanzen I und II und Konsolidierungssachverhalte sowie latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Unter Heranziehung des steuerpflichtigen Einkommens früherer Jahre sowie der Prognose über das steuerpflichtige Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, ist der Vorstand der Auffassung, dass die Realisierung der Steuervorteile aus den aktivierten latenten Steuern wahrscheinlich ist. Steuerlatenzen werden mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 15% für Körperschaftsteuer und 15% für Gewerbesteuer bewertet. Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 244 (Vj. TEUR 281) betreffen zeitliche Bewertungsunterschiede zwischen Handelsbilanzen I und II und Konsolidierungssachverhalte.

Latente Steuern im Konzern
TEUR 01.01.2015- Verbrauch/ 01.01.2014- Ver
31.12.2015 Zuführung Auflösung 31.12.2014 änderung in %
Aktive latente Steuern
Steuerliche Verlustvorträge 3.075 0 1.420 4.495 -1.420 -31,59
Steuerabgrenzung für Bewertungsunterschiede 1.976 149 218 2.044 -68 -3,34
Gesamt 5.051 149 1.638 6.539 -1.488 -22,76
Passive latente Steuern
Steuerabgrenzung für Bewertungsunterschiede 244 6 43 281 -37 -13,05
Gesamt 244 6 43 281 -37 -12,99

Die Zusammensetzung latenter Steuern ist nachfolgend dargestellt:

Zum 31. Dezember 2015 bestehen im Konzern zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähige inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.507 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 8.207. Hieraus resultierende weitere latente Steuern in Höhe von TEUR 632 auf gewerbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge wurden nicht aktiviert, da die Realisierung weiterer Steuervorteile aus den Verlustvorträgen nicht hinreichend verlässlich bestimmt werden konnte.

f) Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungs- und Rückzahlungsbeträgen von Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 11 (Vj. TEUR 13) i.S. von § 250 Abs.3 HGB enthalten.

g) Konzernbilanzgewinn

Das voll einbezahlte gezeichnete Kapital der DISKUS WERKE AG beträgt TEUR 25.000. Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 31.12.2015 ist im Anhang dargestellt. Die Kapitalrücklage entfällt mit TEUR 50.638 auf die Kapitalrücklage der Muttergesellschaft.

Der Konzernbilanzgewinn ermittelt sich wie folgt:

TEUR 01.01.2015-
31.12.2015
01.01.2014-
31.12.2014
Konzernbilanzgewinn zum 01.01. 17.683 18.060
Ausschüttungen des Mutterunternehmens -
968
-
968
Konsolidierung/ Sonstiges - -
Gewinnvortrag 16.715 17.092
Konzernjahresüberschuss 7.576 3.481
Einstellung/ Minderung andere Gewinnrücklagen - -
Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn -
964
-
2.890
Konzernbilanzgewinn 23.327 17.683

h) Sonderposten

Der Sonderposten entfällt auf erhaltene Investitionszuschüsse und −zulagen. Der Posten wird unter stetiger Beibehaltung der bisherigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethode über die durchschnittlichen Nutzungsdauern der geförderten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst.

i) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015 2014
Inbetriebnahme Maschinen 3.998 3.929
Garantierückstellung 1.837 1.664
Urlaubslöhne/ - gehälter 1.166 1.134
sonstige Personalkosten 1.500 898
Altersteilzeit 51 13
Konventionalstrafen 626 199
Berufsgenossenschaft 151 132
Jahresabschluss-/Prüfungskosten 272 260
Ausstehende Rechnungen 148 40
Archivierungskosten 61 53
Übrige 4.292 1.804
Sonstige Rückstellungen 14.104 10.127

j) Verbindlichkeiten

Der Konzernverbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2015 ist in der Anlage dargestellt.

k) Kompensatorische Bewertungseinheiten

Die derivativen Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzgeschäft und Grundgeschäft besteht. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Die Bewertung erfolgt nach der Einschätzung der Bank über den Wert des betreffenden Finanzinstruments unter den vorherrschenden Marktbedingungen und leitet sich ab entweder vom Mid Market-Preis oder, wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt, vom indikativen Preis, zu dem die Bank das Finanzinstrument beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte, und zwar jeweils zum Geschäftsschluss bzw. zu einem anderen vereinbarten Zeitpunkt am relevanten Finanzplatz am jeweils angegebenen Bewertungstag. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Von den zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von nominal TEUR 1.118 werden TEUR 1.118 in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Davon entfallen TEUR 1.118 auf Zinssicherungsgeschäfte (Zinsswaps). Die Zinsswaps werden insbesondere eingesetzt, um das Zinsänderungsrisiko aus den variabel verzinslichen Darlehen zu minimieren.

Die Nominalwerte und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit dem variabel verzinslichen Teil der Konsortialdarlehen zu einer kompensatorischen Bewertungseinheit zusammengefasst:

in Laufzeit Nominalwert Marktwert Kompensation der
TEUR 31.12.2015 Bewertungseinheit
Zinswap 28.09.2012- 1.118 1.092 -26
30.09.2019
Summe: 1.118 1.092 -26

6. Angaben zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

a) Allgemeines

Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

b) Positionen der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erfassung von Umsatzerlösen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich erst dann, wenn die Leistung erbracht bzw. die Waren oder Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert worden ist.

c) Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn/Verlust

Es handelt sich bei dem auf andere Gesellschafter entfallenden Gewinn oder Verlust um einen ihrer Beteiligungsquote entsprechenden Anteil am Jahresergebnis des einbezogenen Tochterunternehmens. Ermittlungsgrundlage ist die HB II mit der konzerneinheitlichen Bewertung, d.h. unter Berücksichtigung der konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsanpassungen und unter Berücksichtigung hieraus entstehender latenter Steuern.

d) Sonstige Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Hauptgeschäftstätigkeit des Konzerns verteilt sich auf die Segmente Herstellung von Präzisionswerkzeugmaschinen, welche in den Umsatzerlösen, und Grundbesitzverwaltung, welche in den sonstigen betrieblichen Erträgen, erfasst werden.

aa) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden erzielt mit der Herstellung und Vertrieb von Dreh-, Fräs- und Honmaschinen, Herstellung und Vertrieb von Schleifmaschinen und Ersatzteilen (Produkte), sowie Lohnbearbeitung, Lohnfertigung und Servicegeschäft (Dienstleistung). Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich nach Art und Region wie folgt:

Umsatzerlöse

in TEUR 2015 Vorjahr
Produkte 176.499 138.822
Dienstleistungen 22.654 21.676
Umsatzerlöse 199.153 160.498
in TEUR 2015 Vorjahr
Inland 85.608 63.913
Europa 45.032 39.788
Amerika 19.218 17.436
Asien 49.294 39.361
Umsatzerlöse 199.153 160.499

Umsatzerlöse nach Regionen

bb) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Ver
in TEUR 2015 Vorjahr änderung in %
Abgang von VG des Anlagevermögens 3 216 -213 -98,73
Auflösung von Rückstellungen 179 510 -331 -64,84
Miet- und Pachteinnahmen 177 104 73 70,04
Übrige 2.215 2.320 -105 -4,53
Sonstige betriebliche Erträge 2.574 3.150 -576 -18,29

cc) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Ver
in TEUR 2015 Vorjahr änderung in %
Mieten, Pachten und Nebenkosten 6.932 4.598 2.334 50,75
Kfz- und Reisekosten 3.911 4.094 -183 -4,47
Kosten der Warenabgabe 2.228 1.840 388 21,11
Rechts- und Beratungskosten 739 756 -17 -2,21
Provisionen 4.882 4.779 103 2,15
Instandhaltung, Wartung, Reparatur 1.677 1.233 444 36,01
Fremdleistung 2.360 2.688 -328 -12,22
Marketing 863 964 -101 -10,52
Übrige 7.456 4.810 2.646 55,02
Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.047 25.762 5.285 20,52

7. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Für die Kapitalflussrechnung ist erstmalig der DRS 21 angewandt worden. Im Bundesanzeiger vom 08. April 2014 ist der DRS 21 "Kapitalflussrechnung" durch das Bundesministerium der Justiz bekannt gemacht worden. Ausgangspunkt der Kapitalflussrechnung ist der Finanzmittelfond zu Beginn der Periode. In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme getrennt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit darzustellen. Hierbei entspricht die Summe der Cashflows aus diesen drei Tätigkeitsbereichen der Veränderung des Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode, soweit diese nicht auf wechselkurs-, konsolidierungskreis- oder sonstigen bewertungsbedingten Änderungen beruhen.

Die Zahlungsströme sind entsprechend der jeweiligen wirtschaftlichen Tätigkeit des Unternehmens entweder der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investition- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen.

8. Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Ausschüttungssperre

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem als Anlage beigefügten Eigenkapitalspiegel. Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 186. Die Ausschüttungssperre resultiert aus dem Einzelabschluss der Muttergesellschaft und betrifft den Aktivüberhang latenter Steuern. Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen den Aktionären des Mutterunternehmens der Bilanzgewinn abzüglich Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 3.053 zur Verfügung.

9. Sonstige Angaben

a) Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane

aa) Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat obliegt die Überwachung der Geschäftsführung und die Genehmigung wichtiger unternehmerischer Vorgänge. Zudem bestellt der Aufsichtsrat den Vorstand. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr folgende Mitglieder an:

Dr. Philipp Mohr, Oberursel, Managing Director der William Blair and Company L.L.C., Frankfurt am Main

Vorsitzender des Aufsichtsrates der DISKUS WERKE AG

Dr. Steen Rothenberger, Diplom-Kaufmann, Bad Homburg v.d.H., Geschäftsführer der ROTHENBERGER 4xS Vermögensverwaltung GmbH

Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der DISKUS WERKE AG Sonstige Mandate:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung
  • Geschäftsführer der Rothenberger 4 x S Holding GmbH, Hamburg

Günter Rothenberger, Bad Homburg v.d.H., Geschäftsführer der Günter Rothenberger Beteiligungen GmbH Sonstige Mandate:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der a.a.a. aktiengesellschaft allgemeine anlageverwaltung
  • Vorstand der Maschinenfabrik HEID AG, Stockerau
  • Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Pittler Maschinenfabrik Aktiengesellschaft, Langen

Peter Heinz, Frankfurt am Main, Bankkaufmann Sonstige Mandate:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der AVECO Holding AG, Frankfurt am Main
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Maschinenfabrik HEID AG, Stockerau
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Faro Fiduciary Management AG, Frankfurt am Main

Meinert Hahnemann, Stuttgart, Rechtsanwalt

Sonstige Mandate:

  • Mitglied des Aufsichtsrates der ROTHENBERGER AG, Kelkheim Dr. Sven Rothenberger, Diplom-Kaufmann, Bad Homburg v.d.H. Vorstandsvorsitzender der a.a.a. allgemeine anlageverwaltung AG Sonstige Mandate:

  • Geschäftsführer der ROTHENBERGER 4 x S Holding GmbH, Hamburg

Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen des Konzerns beliefen sich für das Geschäftsjahr auf insgesamt TEUR 45 (Vj. TEUR 45).

bb) Vorstand

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Mutterunternehmens durch folgende Personen geführt:

Dipl.-Ing. Josef Friedrich Preis (Vorsitzender)

Dipl.-Wirt.-Ing. Axel Loehr

Dipl.-Kaufm. Bernd Rothenberger

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen des Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 856 (Vj. TEUR 697). An frühere Mitglieder des Vorstands und deren Witwen wurden im Geschäftsjahr 2015 TEUR 24 (Vj. TEUR 24) geleistet.

b) Zahl der Beschäftigten

Im Jahr 2015 wurden bei den vollkonsolidierten Konzerngesellschaften durchschnittlich 1.067 Mitarbeiter (Vj. 983) beschäftigt, davon 416 (Vj. 393) Angestellte und 651 (Vj. 589) gewerbliche Arbeitnehmer.

c) Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 14 HGB

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich in 2015 auf TEUR 1.676; davon wurden TEUR 25 Entwicklungskosten unter den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert.

d) Abschlussprüferhonorare gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Für Konzernabschlussprüfung und Einzelabschlussprüfung der DISKUS WERKE AG und einbezogene Unternehmen (TEUR):

Abschlussprüferleistungen: 121
Andere Bestätigungsleistungen 1
Steuerberatungsleistungen: 16
Sonstige Leistungen: 5

e) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 a. HGB

Im Konzern bestehen finanzielle Verpflichtungen, überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen, in Höhe von TEUR 35.497.

in TEUR Mietverträge Leasing Wartung Gesamt
Gesamt 7.145 27.833 519 35.497
davon bis 1 Jahr 825 5.766 500
> 1 Jahr 6.319 22.068 18

f) Haftungsverhältnisse

Die Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen in Höhe von TEUR 179 aufgrund der Mithaftung für Verpflichtungen Dritter. Anhaltspunkte, welche ein gesteigertes Risiko der Inanspruchnahme indizieren könnten, liegen nicht vor.

g) Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Rothenberger 4xS Holding GmbH, Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 102182. Die Veröffentlichungen der Konzern-Jahresabschlüsse erfolgen im elektronischen Bundesanzeiger (eBanz).

Frankfurt am Main, den 3. Mai 2016 Vorstand der DISKUS WERKE AG

Josef Friedrich Preis Axel Loehr Bernd Rothenberger Vorsitzender

DISKUS WERKE AG Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

10. Anlage: Konzern-Anlagenspiegel

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Abschreibungen Nettowerte
Bruttowerte Bruttowerte kumuliert kumuliert
Stand Stand zum
01.01.2015 Zugänge Umbuchung Abgänge Währung 31.12.2015 01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchuung 31.12.2015 31.12.2015 Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle Vermö
gensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
2.780 25 -352 0 0 2.453 543 174 0 0 717 1.736 2.237
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
5.566 183 352 7 0 6.094 5.188 797 7 0 5.978 115 377
Geschäfts- oder Firmenwert 54.353 0 0 0 0 54.353 22.224 2.675 0 0 24.899 29.454 32.129
Immaterielle Vermö
gensgegenstände
62.699 208 0 7 0 62.899 27.955 3.646 7 0 31.594 31.305 34.743
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grund-stücken
29.731 806 2.852 0 0 33.389 7.216 739 0 0 7.955 25.435 22.516
Techn. Anlagen und M
aschinen
43.070 1.725 -33 38 0 44.723 25.009 3.529 35 -
6
28.496 16.227 18.061
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.240 1.987 2 132 1 14.098 8.785 1.208 117 6 9.881 4.215 3.4550
geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 3.047 3.102 -3.119 0 0 3.030 0 1 0 0 1 3.029 3.047
Sachanlagen 88.088 7.620 -299 170 1 95.240 41.010 5.478 152 -
1
46.334 48.906 47.079
F
inanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 162 0 0 0 0 162 0 0 0 0 0 162 162
Assoziierte Unternehmen 8.836 168 0 0 0 9.004 1.867 223 0 0 2.090 6.913 6.969
F
inanzanlagen
8.998 168 0 0 0 9.166 1.867 223 0 0 2.090 7.075 7.131
159.785 7.996 -299 178 1 167.306 70.834 9.346 160 -
1
80.020 87.286 88.953

DISKUS WERKE AG Konzernabschluss für den Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2015

11. Anlage: Konzern-Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2015
gesamt
1 Jahr davon mit einer Restlaufzeit bis/mehr als
1-5 Jahren
5 Jahre Vorjahr
gesamt
davon mit
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 59.173 30.806 24.189 4.178 54.207 22.832
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.209 15.209 - - 11.041 11.041
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
154 154 - 953 84
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
213 213 - - 253 253
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.676 4.176 2.500 - 7.285 4.010
81.425 50.558 26.689 4.178 73.739 38.220

Sicherheiten:

Der Gesamtbetrag der gesicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beläuft sich im Konzern auf TEUR 59.173, davon sind grundpfandrechtliche Sicherheiten in Höhe von TEUR 14.687 (Vj. TEUR 10.390) bestellt und Sicherungsübereignungen für Maschinenfinanzierungen in Höhe von TEUR 3.871 (Vj. TEUR 5.280) gewährt worden. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen branchenübliche Sicherheiten.

V. Konzernkapitalflussrechnung

in TEUR 01.01.2015-
31.12.2015
1. Periodenhergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) 7.576
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 9.346
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 93
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2
5. +/- Ergebnisse aus at equity bewerteten Untern., soweit nicht zahlungswirksam -142
6. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -20.833
7. +/- Zunahme /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit
usw. zuzuordnen sind 6.307
8. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 15
9. -/+ Zinsaufwendungen / Zinserträge 3.179
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.451
11. - Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0
12. -/+ Ertragsteuerzahlungen 0
13. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 12) 6.994
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -208
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.620
17. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0
18. + Erhaltene Zinsen 30
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 14 bis 18) -7.795
20. + Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 42
21. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)
Krediten 4.495
22. - Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0
23. - gezahlte Zinsen -3.209
24. - Gezahlte Dividenen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -968
25. - Gezahlte Dividenen an andere Gesellschafter -320
26. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 25) 40
27. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands
( Summe aus Positionen 16, 31 u.44) -761
28. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0
29. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.120
30. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 27 bis 29) 1.359
1. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode:
2. Finanzmittel 4.023
3. - kurzfristig fällige Bankverbindlichkeiten -2.664
4. = Finanzmittel am Ende der Periode 1.359

VI. Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Anteilseigner des Mutterunternehmens
Eigenkapitalspiegel
Anteil Konzern
in TEUR Fremde
gez. Kapital gel. gesetzlich andere Eigenkapital Gewinn- Konzern Summe kum. gesamt
Kapital rücklage
rücklage
Einlage e
Rücklage
Gewinn
Gewinn-
Differenz vortrag Gewinn/-
Gewinn/-
Eigenkapital übriges
rücklagen Währungs verlust
umrechnung
01.01.2014 25.000 50.638 - 586 442 26 18.060 - 94.752 14.514 109.266
Einstellung/ Verw andere Gewinnrücklagen 18 18 18
Kapitalerhöhung (geleistete Einlage) - -
Einstellung in die Kapitalrücklage - 78 78
Einstellung in die gesetzliche Rücklage - -
Dividende -
968
-
968
- 1.139 -
2.107
Endkonsolidierung 122 122
Auflösung passiver Unterschiedsbetrag - -
Kapitalkonsolidierung/Sonstiges 34 - 34 34
Konzerngewinn/-verlust 590 590 2.890 3.481
31.12.2014 25.000 50.638 - 586 460 60 18.060 -
378
94.426 16.466 110.893
Umbuchungen -
378
378
01.01.2015 25.000 50.638 - 586 460 60 17.683 - 94.426 16.466 110.893
Einstellung/ Verw andere Gewinnrücklagen - -
Kapitalerhöhung (geleistete Einlage) - -
Einstellung in die Kapitalrücklage - 42 42
Einstellung in die gesetzliche Rücklage - -
Dividende -
968
-
968
-
320
-
1.288
Erstkonsolidierung - -
Auflösung passiver Unterschiedsbetrag - -
Kapitalkonsolidierung/Sonstiges 26 - 26 26
Konzerngewinn/-verlust 6.612 6.612 964 7.576
31.12.2015 25.000 50.638 - 586 460 86 17.683 5.644 100.096 17.152 117.249

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