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Dürr AG — Interim / Quarterly Report 2022
Aug 4, 2022
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 31121449

Dürr Aktiengesellschaft
Stuttgart
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
INHALT
3 Kennzahlen Dürr-Konzern
4 Überblick H1 2022
5 Konzernlagebericht
26 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
27 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
28 Konzernbilanz
30 Konzern-Kapitalflussrechnung
32 Konzern-Eigenkapitalspiegel
33 Konzernanhang 1. Januar bis 30. Juni 2022
46 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
47 Mehrjahresübersicht 2019 bis 2022
48 Finanzkalender
48 Kontakt
Titelbild
Photovoltaik am Standort Bietigheim-Bissingen
Im November 2021 haben wir unsere Klimastrategie vorgestellt. Dazu gehört auch, dass wir unsere Standorte Schritt für Schritt mit Photovoltaikanlagen ausrüsten, um die emissionsfreie Eigenerzeugung von Strom auszuweiten. Auch unser Geschäft profitiert von der Hinwendung zu erneuerbaren Energien: Im April erhielt unsere Automatisierungstochter Teamtechnik den bisher größten Auftrag im Bereich Anlagen für die Solarmodulfertigung.
KENNZAHLEN DÜRR-KONZERN
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 2.609,4 | 2.110,9 | 1.208,9 | 1.078,7 |
| Auftragsbestand (30.6.) | Mio. € | 4.105,1 | 3.175,1 | 4.105,1 | 3.175,1 |
| Umsatz | Mio. € | 1.954,6 | 1.632,8 | 1.048,9 | 843,0 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 435,3 | 381,1 | 221,5 | 203,0 |
| EBITDA | Mio. € | 140,3 | 121,2 | 65,6 | 67,7 |
| EBIT | Mio. € | 76,7 | 62,0 | 33,0 | 37,9 |
| EBIT vor Sondereffekten 1 | Mio. € | 85,0 | 78,8 | 40,4 | 49,6 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 42,5 | 31,7 | 15,4 | 23,2 |
| Bruttomarge | % | 22,3 | 23,3 | 21,1 | 24,1 |
| EBIT-Marge | % | 3,9 | 3,8 | 3,1 | 4,5 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten 1 | % | 4,3 | 4,8 | 3,9 | 5,9 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | 78,5 | 140,1 | -27,2 | 48,2 |
| Free Cashflow | Mio. € | 7,9 | 72,8 | -66,9 | 7,0 |
| Investitionen | Mio. € | 60,9 | 44,0 | 29,3 | 24,6 |
| Bilanzsumme (30.6.) | Mio. € | 4.500,9 | 3.975,3 | 4.500,9 | 3.975,3 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30.6.) | Mio. € | 1.052,7 | 928,9 | 1.052,7 | 928,9 |
| Eigenkapitalquote (30.6.) | % | 23,4 | 23,4 | 23,4 | 23,4 |
| Gearing (30.6.) | % | 9,9 | 11,4 | 9,9 | 11,4 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA 2 | 0,4 | 0,7 | 0,4 | 0,7 | |
| ROCE 2 | % | 13,0 | 11,5 | 11,2 | 14,1 |
| Nettofinanzstatus (30.6.) | Mio. € | -116,2 | -119,9 | -116,2 | -119,9 |
| Net Working Capital (30.6.) | Mio. € | 416,8 | 387,2 | 416,8 | 387,2 |
| Beschäftigte (30.6.) | 18.126 | 17.114 | 18.126 | 17.114 | |
| Dürr-Aktie | |||||
| Höchst | € | 42,60 | 37,78 | 27,34 | 37,78 |
| Tiefst | € | 21,38 | 31,06 | 21,38 | 31,06 |
| Schluss | € | 21,96 | 32,08 | 26,82 | 32,08 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 153.836 | 188.475 | 159.499 | 154.100 |
| Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) | Tsd. | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | € | 0,61 | 0,47 | 0,23 | 0,33 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | € | 0,59 | 0,45 | 0,23 | 0,32 |
1 Sondereffekte: H1 2022: -8,3 Mio. € (darin enthaltene Kaufpreisallokationseffekte: -11,9 Mio. €), H1 2021: -16,9 Mio. €
2 annualisiert
ÜBERBLICK H1 2022
REKORDAUFTRAGSEINGANG IN H1 UND KRÄFTIGE UMSATZAUSWEITUNG IN Q2
• Auftragseingang in H1 über 2,6 Mrd. €, weiterhin hohe Nachfrage
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| ― | HOMAG erstmals über 1 Mrd. € im Halbjahr |
| ― | Zweistellige Zuwachsraten in allen fünf Divisions |
• Umsatz in Q2 auf hohem Niveau trotz China-Lockdowns und Lieferkettenproblemen
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| ― | 1,05 Mrd. € nach 0,91 Mrd. € in Q1 |
| ― | Rasche Beschleunigung in China seit Ende der Lockdowns |
• Auftragsbestand erreicht Höchstwert (4,1 Mrd. €), Book-to-Bill trotz Umsatzbeschleunigung bei 1,34
• EBIT in Q2 wie angekündigt vorübergehend schwächer, deutliche Zuwächse für H2 erwartet
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| ― | Vor Sondereffekten: 40,4 Mio. € (EBIT-Marge vor Sondereffekten 3,9 %) |
| ― | Einmalige Ergebnisbeeinträchtigung durch harte Lockdowns in China |
| ― | Bruttomarge seit Juni wieder auf Erholungskurs |
• Positive Wechselkurseffekte bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis
• Cashflow in H1 positiv, in Q2 beeinflusst von steigendem Net Working Capital (NWC)
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| ― | Free Cashflow H1: 7,9 Mio. € |
| ― | NWC-Aufbau Q2: Umsatzbeschleunigung, hoher Auftragsbestand, erhöhte Lagerhaltung |
• Nettofinanzstatus mit -116,2 Mio. € auf Vorjahresniveau
• Jahresprognose
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| ― | Auftragseingang: erhöht auf 4.400 bis 4.700 Mio. € |
| ― | Umsatz: 3.900 bis 4.200 Mio. € |
| ― | EBIT-Marge vor Sondereffekten: 5,0 bis 6,5 % |
| ― | EBIT-Marge nach Sondereffekten: 4,4 bis 5,9 % |
| ― | Free Cashflow: 50 bis 100 Mio. € |
KONZERNLAGEBERICHT
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Trotz Lieferengpässen waren die ersten beiden Monate des Jahres von wirtschaftlicher Erholung geprägt. Der Kriegsbeginn in der Ukraine am 24. Februar veränderte dann die Weltlage - auch in ökonomischer Hinsicht. Insbesondere die Sanktionen gegen Russland und die eingeschränkte Produktion in der Ukraine sorgten für Rohstoff- und Energieknappheit sowie zusätzliche Lieferkettenprobleme. Die Inflationsraten stiegen unter anderem aufgrund der stark erhöhten Energiepreise drastisch an. In etlichen fortgeschrittenen Volkswirtschaften, einschließlich der USA und einiger europäischer Länder, erreichten sie den höchsten Stand seit über 40 Jahren. Entsprechend verstärkt sich der Druck auf die Zentralbanken zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik. Währenddessen sehen sich die Staaten hohen Ausgaben für Sicherheit, Energieversorgung und den sozialen Ausgleich gegenüber. Zwar sind die pandemiebedingten Einschränkungen fast weltweit stark rückläufig, die strikte Pandemiepolitik in China sorgte jedoch zwischenzeitlich mit teils großflächigen Lockdowns für neue Belastungen für die Unternehmen. Die wirtschaftliche Unsicherheit ist gegenüber dem Jahresbeginn deutlich gestiegen.
Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sind nach den starken ersten zwei Monaten Bremsspuren erkennbar. Der Auftragseingang lag im März, April und Juni unter dem jeweiligen Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr 2022 nahm der Auftragseingang der Branche preisbereinigt um 2 % zu. Allerdings bestehen große Unterschiede zwischen den Teilbranchen.
Insbesondere im europäischen Automotive-Geschäft hat sich die Invasion in der Ukraine unmittelbar ausgewirkt. Neben der allgemein angespannten Versorgungslage, beispielsweise bei Halbleitern, fehlten plötzlich etwa Kabelbäume aus der Ukraine. Automobilwerke mussten ihre Produktion zeitweise drosseln oder aussetzen. Zuletzt hat sich die Sitation auf niedrigem Niveau wieder etwas verbessert.
GESCHÄFTSVERLAUF
HINWEISE ZUM VORJAHRESVERGLEICH
Die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2022 enthalten die Beiträge folgender akquirierter Gesellschaften, die im Vorjahreszeitraum noch nicht beziehungsweise nicht während der gesamten sechs Monate konsolidiert wurden:
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| • | Teamtechnik-Gruppe (Paint and Final Assembly Systems, vollkonsolidiert seit 5. Februar 2021) |
| • | Cogiscan Inc. (Paint and Final Assembly Systems, vollkonsolidiert seit 15. Februar 2021) |
| • | Kallesoe Machinery A/S (Woodworking Machinery and Systems, vollkonsolidiert seit 28. April 2021) |
| • | Hekuma GmbH (Paint and Final Assembly Systems, vollkonsolidiert seit 30. Juli 2021) |
| • | Roomle GmbH (Woodworking Machinery and Systems, vollkonsolidiert seit 13. August 2021) |
Der Gesamteffekt aus diesen akquirierten Gesellschaften belief sich im ersten Halbjahr 2022 beim Umsatz auf 41,7 Mio. €, beim Auftragseingang auf 61,0 Mio. € und beim EBIT auf 3,6 Mio. €. Ausführliche Informationen zu den Unternehmen enthält der Geschäftsbericht 2021 auf den Seiten 27/28, 34, 95 sowie 172 bis 176.
Zum 1. Januar 2022 haben wir das bislang in der Division Woodworking Machinery and Systems beheimatete Tooling-Geschäft der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Neben einem kleinen Geschäftsbereich bei der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Stiles Machinery Inc. geht es dabei insbesondere um die Geschäftsaktivitäten der Benz GmbH Werkzeugsysteme. Benz ist einer der weltweit führenden Anbieter von Komponenten und Systemen der Werkzeug- und Maschinentechnik. Das Produktportfolio umfasst metall-, holz- und verbundwerkstoffverarbeitende Werkzeugsysteme für Drehmaschinen, Bearbeitungszentren und Transferstraßen. Das Tooling-Geschäft hat rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von rund 50 Mio. €. Ziel der Neuzuordnung ist der weitere Ausbau des Industrie- und Automobilgeschäfts von Benz außerhalb der Holzindustrie.
Aufgrund der Umgliederung weisen wir in den Divisions seit dem ersten Quartal 2022 auch konzerninterne Umsätze mit anderen Divisions aus. Diese Umsätze werden auf Konzernebene in der Konsolidierung wieder bereinigt. Die umgegliederten Tooling-Einheiten machen einen wesentlichen Teil des Geschäfts mit Lösungen für die Holzindustrie und liefern intern an die Division Woodworking Machinery and Systems, wo die daraus resultierenden externen Umsätze ausgewiesen werden. Vor diesem Hintergrund ist das Holzindustriegeschäft der umgegliederten Tooling-Einheiten in den Kennzahlen beider Divisions enthalten. Nach der Umgliederung der Aktivitäten und der Anpassung im Ausweis wäre der Umsatz 2021 bei Measuring and Process Systems um 50 Mio. € höher, bei Woodworking Machinery and Systems um rund 25 Mio. € niedriger gewesen. Die konzerninternen Umsätze zwischen den anderen Divisions sind sehr gering. Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir die Division-Werte für das zweite Quartal, das erste Halbjahr und das Gesamtjahr 2021 angepasst (siehe dazu Abschnitt Segmentbericht auf Seite 17 und Ausblick Divisions auf Seite 25).
AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, AUFTRAGSBESTAND
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 2.609,4 | 2.110,9 | 1.208,9 | 1.078,7 |
| Umsatz | 1.954,6 | 1.632,8 | 1.048,9 | 843,0 |
| Auftragsbestand (30.6.) | 4.105,1 | 3.175,1 | 4.105,1 | 3.175,1 |
AUFTRAGSEINGANG: STARKES PLUS VON 23,6 % IM ERSTEN HALBJAHR 2022
Die Nachfrage nach unseren Technologien und Services war im ersten Halbjahr 2022 trotz des schwierigen politischen und makroökonomischen Umfelds sehr gut. Der Auftragseingang stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23,6 % auf 2.609,4 Mio. € und erreichte damit den bisher höchsten Halbjahreswert.
Im zweiten Quartal erreichte das Bestellvolumen mit 1.208,9 Mio. € abermals ein hohes Niveau, nachdem wir im Auftaktquartal einen neuen Quartalsrekord erzielt hatten (1.400,5 Mio. €), der teilweise aus Nachholeffekten resultiert hatte. Gegenüber dem zweiten Quartal 2021 ergab sich ein Zuwachs von 12,1 %. Besonders bei größeren Neuaufträgen, aber auch bei einigen Projekten im Auftragsbestand konnten wir mit Kunden Preisgleitklauseln vereinbaren und so die Folgen des Materialpreisanstiegs begrenzen. Die Wechselkursveränderungen hatten im ersten Halbjahr einen positiven Einfluss auf den Auftragseingang, ohne sie wäre er 101,5 Mio. € niedriger ausgefallen.
Der guten Bestellentwicklung im ersten Halbjahr lagen zweistellige Zuwachsraten in allen fünf Divisions zugrunde. Den höchsten Anstieg verzeichnete Paint and Final Assembly Systems mit 32,2 %. Dazu trugen neben dem anhaltend starken Geschäft mit E-Mobility-Produktionstechnik auch hohe Auftragseingänge im neuen Geschäftsfeld Automatisierungstechnik bei. Dieses besteht aus den im Vorjahr akquirierten Unternehmen Teamtechnik und Hekuma, die in Summe Bestellungen im Wert von rund 130 Mio. € beisteuerten. Woodworking Machinery and Systems (HOMAG) steigerte den Auftragseingang um weitere 18,2 %, obwohl der Basiswert aus dem ersten Halbjahr 2021 sehr hoch war.
Im zweiten Quartal erreichten alle Divisions höhere Auftragseingänge als in der Vorjahresperiode. Am höchsten fiel der Zuwachs mit 22,5 % bei Application Technology aus. Clean Technology Systems erzielte im zweiten Quartal ein Bestellplus von 18,6 % und erreichte dank der starken Nachfrage nach Umwelttechnik mit 126,1 Mio. € das zweithöchste Bestellniveau seit der Akquisition von Megtec/Universal im Jahr 2018.
Das Wachstum des Auftragseingangs speiste sich im ersten Halbjahr vor allem aus Zuwächsen in Nord- und Südamerika (+48 %) und Asien (+42 %). In China stieg das Bestellvolumen trotz äußerst strikter Covid-Maßnahmen um 32 % auf den sehr hohen Wert von 582,2 Mio. €, wozu alle fünf Divisions beitrugen. Der starke Auftragseingang in Nord- und Südamerika wurde vor allem von kräftigen Zuwächsen der volumenstarken Divisions Paint and Final Assembly Systems und Woodworking Machinery and Systems getragen. Die Emerging Markets wiesen ein Wachstum von 18 % und einen Anteil von 40 % am Konzernwert auf.

UMSATZ IM ZWEITEN QUARTAL MIT 1,05 MRD. € AUF HOHEM NIVEAU
Der Umsatz legte im zweiten Quartal stark zu und erreichte mit 1.048,9 Mio. € den höchsten Wert seit Beginn der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Lieferkettenprobleme. Gegenüber dem ersten Quartal ergab sich eine deutliche Verbesserung um 15,8 %, verglichen mit dem schwachen zweiten Quartal 2021 betrug das Plus 24,4 %. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,7 % auf 1.954,6 Mio. €. Damit sind wir mit Blick auf die Zielspanne für das Gesamtjahr (3.900 bis 4.200 Mio. €) auf Kurs. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz im ersten Halbjahr 68,8 Mio. € und im zweiten Quartal 48,0 Mio. € niedriger gewesen. Trotz der starken Verbesserung wurde der Umsatz auch im zweiten Quartal von den Verwerfungen in den Lieferketten beeinträchtigt, wenngleich in einigen Bereichen zuletzt leichte Besserungstendenzen erkennbar waren.
Der hohe Umsatz im zweiten Quartal ist bemerkenswert, da das Geschäft in China bis Mitte Mai erheblich durch die Lockdowns beeinträchtigt wurde. Danach konnten die chinesischen Standorte die Umsatzrealisierung jedoch zügig beschleunigen und bereits im Juni sehr hohe Erlöse beisteuern. Sofern die hohe Umsatzdynamik in China anhält und neuerliche Lockdowns ausbleiben, dürfte der Großteil des während der Lockdowns entstandenen Rückstands bis zum Jahresende aufgeholt werden.
Das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr wurde von allen fünf Divisions getragen. Außer bei Measuring and Process Systems, wo sich die Lieferkettenprobleme und der Lockdown in Shanghai stark auswirkten, betrugen die Zuwachsraten durchweg über 20 %. 43 % des Konzernumsatzes entfielen im ersten Halbjahr auf Europa (H1 2021: 42 %). Der Anteil Amerikas wuchs von 26 auf 29 %. Der Anteil Chinas blieb mit 21 % stabil, trotz der pandemiebedingten Beschränkungen im April und Mai stieg der in China erwirtschaftete Umsatz im ersten Halbjahr um 19,2 % auf 406,5 Mio. €.
Der Service-Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 10,0 % auf 559,6 Mio. €; die Basis dafür bildeten Zuwächse in allen fünf Divisions. 282,1 Mio. € des Service-Umsatzes, also etwas mehr als die Hälfte, entfielen auf das zweite Quartal, in dem die Wachstumsrate 11,4 % betrug. Das Wachstum im zweiten Quartal ist umso höher einzuschätzen, als das Ersatzteilgeschäft besonders von den Lockdowns in China betroffen war. Der Anteil des Service-Geschäfts am Konzernumsatz nahm vorübergehend ab, da der Umsatz im Neugeschäft stark anzog, während die Lockdowns in China die Service-Erlöse bremsten. Im ersten Halbjahr lag der Service-Anteil bei 28,6 % und im zweiten Quartal bei 26,9 % des Konzernumsatzes. Die Service-Bruttomarge war im ersten Halbjahr etwas höher als im Gesamtjahr 2021.
AUFTRAGSBESTAND AUF 4,1 MRD. € GESTIEGEN
Da der Umsatz trotz der Zuwächse hinter dem hohen Auftragseingang zurückblieb, fiel die Book-to-Bill-Ratio für das erste Halbjahr mit 1,34 hoch aus. Im zweiten Quartal rückte der Umsatz näher an den Auftragseingang heran, sodass die Book-to-Bill-Ratio bei 1,15 lag. Der Auftragsbestand setzte sein Wachstum fort und überstieg zur Jahresmitte mit 4.105,1 Mio. € erstmals die Marke von 4 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahresstichtag betrug der Anstieg 29,3 %, seit Ende 2021 wuchs der Auftragsbestand um 22,1 %.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZAHLEN
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 1.954,6 | 1.632,8 | 1.048,9 | 843,0 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 435,3 | 381,1 | 221,5 | 203,0 |
| Overhead-Kosten 1 | Mio. € | 364,2 | 320,5 | 187,7 | 165,4 |
| EBITDA | Mio. € | 140,3 | 121,2 | 65,6 | 67,7 |
| EBIT | Mio. € | 76,7 | 62,0 | 33,0 | 37,9 |
| EBIT vor Sondereffekten 2 | Mio. € | 85,0 | 78,8 | 40,4 | 49,6 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -11,2 | -16,9 | -6,1 | -4,9 |
| EBT | Mio. € | 65,5 | 45,0 | 26,9 | 33,0 |
| Ertragsteuern | Mio. € | -23,1 | -13,3 | -11,5 | -9,8 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 42,5 | 31,7 | 15,4 | 23,2 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | € | 0,61 | 0,47 | 0,23 | 0,33 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | € | 0,59 | 0,45 | 0,23 | 0,32 |
| Bruttomarge | % | 22,3 | 23,3 | 21,1 | 24,1 |
| EBITDA-Marge | % | 7,2 | 7,4 | 6,3 | 8,0 |
| EBIT-Marge | % | 3,9 | 3,8 | 3,1 | 4,5 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten 2 | % | 4,3 | 4,8 | 3,9 | 5,9 |
| EBT-Marge | % | 3,4 | 2,8 | 2,6 | 3,9 |
| Umsatzrendite nach Steuern | % | 2,2 | 1,9 | 1,5 | 2,8 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA 3 | 0,4 | 0,7 | 0,4 | 0,7 | |
| Steuerquote | % | 35,2 | 29,5 | 42,8 | 29,7 |
1 Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
2 Sondereffekte: H1 2022: -8,3 Mio. € (darin enthaltene Kaufpreisallokationseffekte: -11,9 Mio. €), H1 2021: -16,9 Mio. €
3 annualisiert
BRUTTOMARGE IM ZWEITEN QUARTAL DURCH CHINA-LOCKDOWNS BEEINTRÄCHTIGT
Mit 14,2 % stieg das Bruttoergebnis im ersten Halbjahr weniger stark als der Umsatz (19,7 %). Daher reduzierte sich die Bruttomarge von 23,3 % im Vorjahreszeitraum auf 22,3 %. Allerdings gab es deutliche Unterschiede zwischen dem ersten und zweiten Quartal: Im Auftaktquartal erzielten wir trotz zunehmender Materialkosten und Lieferkettenprobleme eine hohe Bruttomarge von 23,6 %. Grundlage dafür waren die im Jahr 2021 umgesetzten Effizienz- und Kapazitätsmaßnahmen, rückläufige Sonderaufwendungen sowie die hohen Umsatzanteile des Service-Geschäfts und der margenstarken Division Woodworking Machinery and Systems. Im zweiten Quartal verringerte sich die Bruttomarge trotz steigendem Umsatz und geringerer Sonderaufwendungen auf 21,1 %. Dies resultierte in hohem Maße aus der Unterauslastung und dem verhaltenen Ersatzteilgeschäft während der Lockdowns in China sowie aus der angespannten Materialkostensituation. Im Juni, also nach Beendigung der Lockdowns in China, nahm die Bruttomarge wieder deutlich zu.
Die Overhead-Kosten wiesen im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal annähernd identische Wachstumsraten von 13,6 % und 13,5 % auf und erhöhten sich damit weniger stark als der Umsatz. Bereinigt um Akquisitionseffekte hätte der Anstieg im ersten Halbjahr 11,0 % betragen. Die in den Overhead-Kosten enthaltenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben wir in den ersten sechs Monaten um 14,4 % auf 67,6 Mio. € angehoben. Die Vertriebskosten nahmen mit 17,7 % deutlich geringer zu als der Auftragseingang (23,6 %).
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verzeichneten wir im ersten Halbjahr einen positiven Saldo von 5,6 Mio. €. Maßgeblich für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr (H1 2021: 1,4 Mio. €) war vor allem ein Sonderertrag im mittleren einstelligen Millionenbereich, der im ersten Quartal aus der Beendigung eines Rechtsstreits beim Automatisierungsspezialisten Hekuma resultierte. Darüber hinaus wurde die Position vor allem durch Währungsgewinne und -verluste geprägt.
EBIT VOR SONDEREFFEKTEN MIT ANSTIEG VON 7,8% IM ERSTEN HALBJAHR
Das EBIT vor Sondereffekten wuchs im ersten Halbjahr um 7,8 % auf 85,0 Mio. €. Allerdings war es von mehreren belastenden Faktoren geprägt, die einen stärkeren Anstieg verhinderten. Dazu zählten neben den Lieferkettenproblemen vor allem die Folgen der Lockdowns in China im zweiten Quartal. Zudem haben wir die Aufwendungen für die OneDürrGroup-Projekte, mit denen Synergien im Konzern realisiert werden, erhöht. Dadurch schwächte sich das Ergebnis des Corporate Centers gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 um 5,5 Mio. € ab.
Das EBIT vor Sondereffekten für das zweite Quartal belief sich auf 40,4 Mio. €, was einem Rückgang von 18,6 % gegenüber dem Vorjahresquartal und von 9,4 % im Vergleich zum Auftaktquartal 2022 entspricht. Für das erste Halbjahr errechnet sich eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 4,3 %, im ersten Quartal betrug sie 4,9 % und im zweiten Quartal 3,9 %. Den mit Abstand größten Ergebnisbeitrag von 69 % leistete im ersten Halbjahr die Division Woodworking Machinery and Systems, die von Skaleneffekten und den Effizienzmaßnahmen der Vorjahre profitierte. Trotz der China-Lockdowns konnte die Division die EBIT-Marge vor Sondereffekten im zweiten Quartal sequenziell verbessern (Q2 2022: 7,7 %) und setzte damit ihr Profitabilitätswachstum in Richtung der Zielmarke von 9 % im Jahr 2023 fort. Auch Application Technology konnte das EBIT vor Sondereffekten gegenüber dem zweiten Quartal 2021 trotz pandemiebedingter Service-Einbußen in China steigern.
Das EBIT nach Sondereffekten verbesserte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 um 23,8 % auf 76,7 Mio. €. Dabei machte sich unter anderem der hohe Sonderertrag bei Hekuma im ersten Quartal bemerkbar. Die EBIT-Marge nach Sondereffekten erreichte 3,9 % im ersten Halbjahr und 3,1 % im zweiten Quartal. Die Sonderaufwendungen enthielten hauptsächlich Kaufpreisallokationseffekte im erwarteten Umfang von 11,9 Mio. €. Per Saldo betrugen die Sondereffekte -8,3 Mio. €. 5,1 Mio. € des EBIT-Anstiegs resultierten aus Wechselkurseffekten.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich auf -11,2 Mio. € (H1 2021: -16,9 Mio. €). Ein wichtiger Grund dafür waren niedrigere Zinsaufwendungen infolge der Rückzahlung einer Unternehmensanleihe und einer Schuldscheintranche im Volumen von insgesamt 349 Mio. € im April 2021. Überdies waren im ersten Quartal 2021 Aufwendungen für die vorfristige Rückführung langfristiger Finanzierungsinstrumente von Teamtechnik angefallen. Auch die Zinserträge verbesserten sich im ersten Halbjahr 2022 spürbar, weshalb das vorübergehend schwächere Beteiligungsergebnis kaum ins Gewicht fiel.
Das verbesserte Finanzergebnis trug dazu bei, dass das Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr um 20,5 Mio. € auf 65,5 Mio. € stieg. Dies führte dazu, dass sich das Nettoergebnis um ein Drittel auf 42,5 Mio. € erhöhte, woraus sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,61 € ergab.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
ANSTIEG DES NET WORKING CAPITALS REDUZIERT FREE CASHFLOW
CASHFLOWS
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 78,5 | 140,1 | -27,2 | 48,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -35,7 | -57,6 | -26,8 | -17,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -62,5 | -283,2 | -52,0 | -404,5 |
ERMITTLUNG CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND FREE CASHFLOW 1
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65,5 | 45,0 | 26,9 | 33,0 |
| Abschreibungen | 63,6 | 59,2 | 32,6 | 29,8 |
| Zinsergebnis | 10,1 | 16,7 | 5,7 | 5,6 |
| Ertragsteuerzahlungen | -30,0 | -18,7 | -15,2 | -17,3 |
| Veränderung Rückstellungen | -23,7 | -12,6 | -6,7 | -8,8 |
| Veränderung Net Working Capital | 13,5 | 42,3 | -47,9 | 19,7 |
| Sonstiges | -20,5 | 8,3 | -22,5 | -13,7 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 78,5 | 140,1 | -27,2 | 48,2 |
| Zinszahlungen (netto) | -13,9 | -22,7 | -9,0 | -18,5 |
| Tilgung Leasingverbindlichkeiten | -15,8 | -16,7 | -8,4 | -9,4 |
| Investitionen | -40,9 | -28,0 | -22,3 | -13,3 |
| Free Cashflow | 7,9 | 72,8 | -66,9 | 7,0 |
| Dividendenzahlungen | -37,0 | -23,5 | -37,0 | -23,5 |
| Mittelfluss aus Akquisitionen und Transaktionen mit Inhabern nicht beherrschender Anteile | -4,4 | -37,4 | -6,0 | -6,9 |
| Sonstiges 2 | 16,8 | -82,8 | 5,1 | 5,2 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | -16,7 | -70,9 | -104,7 | -18,2 |
1 In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.
2 Das erste Halbjahr 2021 enthielt Effekte aus der Konsolidierung von Teamtechnik (vor allem Übernahme Finanzverbindlichkeiten)
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nahm im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 deutlich um 61,6 Mio. € ab und betrug 78,5 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war unter anderem die Entwicklung des Net Working Capitals (NWC), das im zweiten Quartal um rund 50 Mio. € auf 416,8 Mio. € anstieg. Einerseits haben wir im ersten Halbjahr infolge des deutlich angewachsenen Auftragseingangs höhere Anzahlungen erhalten und fällige Fortschritts- und Abschlusszahlungen planmäßig vereinnahmt. Andererseits kam es insbesondere im zweiten Quartal zu einem deutlichen Anstieg der Vorräte und vertraglichen Vermögenswerte. Gründe dafür waren der gestiegene Auftragsbestand und die Absicherung gegen die weiterhin bestehenden Lieferkettenengpässe. Die Days Working Capital nahmen im Vergleich zum Ende des ersten Quartals leicht auf 38,4 Tage zu, lagen aber weiterhin unterhalb des Zielkorridors von 40 bis 50 Tagen. Zum Jahresende rechnen wir aufgrund der beschleunigten Verumsatzung von Projekten mit einer Normalisierung der Days Working Capital innerhalb des Zielbereichs. Negativ auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit haben sich des Weiteren höhere Ertragsteuerzahlungen und ein Rückgang der auftragsbezogenen Rückstellungen ausgewirkt.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegelt die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wider. Sie lagen im ersten Halbjahr mit 40,9 Mio. € rund 46 % über dem Vorjahreswert von 28,0 Mio. €. Der Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten im ersten Quartal ergab einen Zahlungsmittelzufluss von 6,4 Mio. €. Die Vorjahresperiode enthielt Ausgaben für die Akquisition von Teamtechnik.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -62,5 Mio. € enthält im Wesentlichen die Dividendenzahlungen in Höhe von 37,0 Mio. € sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und die geleisteten Zinszahlungen. Die Vorjahresperiode war geprägt durch die Rückzahlung von fälligen Finanzinstrumenten sowie durch die Tilgung von Schulden, die im Rahmen der Teamtechnik-Akquisition übernommen worden waren. Dem entgegen stand ein Mittelzufluss von rund 200 Mio. € aus dem Schuldscheindarlehen, das im Dezember 2020 vereinbart und im Januar 2021 ausgezahlt wurde.
Der Free Cashflow des ersten Halbjahrs 2022 sank im Einklang mit dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 64,9 Mio. € auf 7,9 Mio. €. Infolge der Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr lagen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit 574,7 Mio. € nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau.
INVESTITIONEN 1
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 13,7 | 10,8 | 6,6 | 7,5 |
| Application Technology | 6,5 | 3,9 | 4,3 | 1,9 |
| Clean Technology Systems | 2,5 | 2,9 | 0,8 | 1,9 |
| Measuring and Process Systems | 8,6 | 8,6 | 4,2 | 3,1 |
| Woodworking Machinery and Systems | 28,0 | 17,4 | 12,2 | 10,0 |
| Corporate Center | 1,7 | 0,4 | 1,2 | 0,2 |
| Gesamt | 60,9 | 44,0 | 29,3 | 24,6 |
1 ohne Akquisitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Halbjahr um 38,5 % über dem Vorjahresniveau. Wesentlicher Treiber war das Investitionsprogramm bei HOMAG.
NETTOFINANZSTATUS
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| Mio. € | |
|---|---|
| 30. Juni 2022 | -116,2 |
| 31. Dezember 2021 | -99,5 |
| 30. Juni 2021 | -119,9 |
Die Nettofinanzverschuldung lag in etwa auf demselben Niveau wie am Ende der Vorjahresperiode. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahresende ist im Wesentlichen auf die Zahlung der Dividenden und den niedrigen Free Cashflow zurückzuführen. Die Nettofinanzverschuldung enthält Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 100,5 Mio. €.
BILANZ: KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESTIEGEN
KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
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| Mio. € | 30. Juni 2022 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2021 | 30. Juni 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 728,9 | 16,2 | 730,8 | 725,2 |
| Sachanlagen | 582,5 | 12,9 | 568,0 | 533,3 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 185,0 | 4,1 | 165,9 | 163,3 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.496,4 | 33,2 | 1.464,7 | 1.421,7 |
| Vorräte | 864,2 | 19,2 | 688,8 | 602,7 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 557,3 | 12,4 | 457,0 | 447,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 574,1 | 12,8 | 558,6 | 515,4 |
| Liquide Mittel | 574,7 | 12,8 | 583,1 | 576,1 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 434,2 | 9,6 | 401,5 | 411,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.004,5 | 66,8 | 2.689,0 | 2.553,6 |
| Bilanzsumme | 4.500,9 | 100,0 | 4.153,6 | 3.975,3 |
Seit Ende 2021 hat sich die Bilanzsumme um 8,4 % auf 4.500,9 Mio. € erhöht. Auf der Aktivseite blieben die langfristigen Vermögenswerte dabei nahezu unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen hingegen deutlich an. Neben den vertraglichen Vermögenswerten nahmen insbesondere die Vorräte aufgrund der guten Auftragslage und eines Bestandsaufbaus zur Absicherung der Lieferkette zu. Die liquiden Mittel lagen auf dem Niveau zum Jahresende 2021. Die Gesamtliquidität inklusive Termingeldern belief sich auf 829,3 Mio. €.

EIGENKAPITAL LEICHT ERHÖHT
EIGENKAPITAL
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| Mio. € | 30.Juni 2022 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2021 | 30.Juni 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 177,2 | 3,9 | 177,2 | 177,2 |
| Sonstiges Eigenkapital | 870,3 | 19,3 | 823,0 | 746,6 |
| Eigenkapital Aktionäre | 1.047,5 | 23,3 | 1.000,1 | 923,7 |
| Nicht beherrschende Anteile | 5,2 | 0,1 | 5,5 | 5,1 |
| Summe Eigenkapital | 1.052,7 | 23,4 | 1.005,6 | 928,9 |
Das Eigenkapital nahm gegenüber dem Jahresende 2021 um 4,7 % zu. Maßgeblich dazu beigetragen haben das Nachsteuerergebnis von 42,5 Mio. € sowie positive Effekte aus Wechselkursen und der Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne. Die Dividenden in Höhe von 37,0 Mio. € reduzierten den Anstieg des Eigenkapitals. Infolge der Bilanzverlängerung lag die Eigenkapitalquote mit 23,4 % unter dem Niveau zum 31. Dezember 2021 von 24,2 %.
KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| Mio. € | 30.Juni 2022 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2021 | 30. Juni 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Wandelanleihe und Schuldscheindarlehen) | 945,6 | 21,0 | 937,4 | 946,1 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 230,5 | 5,1 | 269,4 | 263,0 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 1.055,7 | 23,5 | 932,8 | 764,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 553,3 | 12,3 | 373,0 | 442,3 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten und latente Steuern | 118,5 | 2,6 | 104,0 | 90,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 544,6 | 12,1 | 531,4 | 540,8 |
| Gesamt | 3.448,2 | 76,6 | 3.148,0 | 3.046,5 |
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten nahmen seit Ende 2021 um 300,2 Mio. € zu. Maßgeblich dafür waren vor allem höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Hauptgrund für ihren Anstieg war, dass wir das Beschaffungsvolumen deutlich ausgeweitet haben, um dem hohen Auftragsbestand zu entsprechen und unsere Lieferfähigkeit trotz der weiter bestehenden Lieferkettenengpässe abzusichern. Zudem legten die vertraglichen Verbindlichkeiten weiter zu, die unter anderem aus Projektzahlungen von Kunden resultierten. Die Finanzverbindlichkeiten blieben im Vergleich zum Jahresende 2021 und zum Ende des Vorjahresquartals nahezu unverändert.
FREMDKAPITALAUSSTATTUNG UND FINANZIERUNGSSTRUKTUR
Im ersten Halbjahr 2022 wurden weder Finanzierungsinstrumente begeben noch zurückgezahlt. Unsere Finanzierungsstruktur bestand zum 30. Juni 2022 aus folgenden Elementen:
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| • | Wandelanleihe über 150 Mio. € mit Sustainability-Komponente, 0,75 % Kupon, anfänglicher Wandlungspreis 34,22 € (Prämie von 40 %) (Laufzeitende: Januar 2026) |
| • | Syndizierter Kredit über 750 Mio. € mit Sustainability-Komponente, davon 500 Mio. € als Kreditlinie und 250 Mio. € als Avallinie (Laufzeitende: August 2026) |
| • | Vier Schuldscheindarlehen über insgesamt 665 Mio. €, zum Teil mit Sustainability-Komponente (unterschiedliche Laufzeiten bis 2030) |
| • | Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 100,5 Mio. € |
| • | Bilaterale Barkreditfazilitäten in Höhe von 45,5 Mio. € |
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen im ersten Halbjahr 2022 haben wir auch die F&E-Ausgaben um 14,4 % auf 67,6 Mio. € erhöht (H1 2021: 59,1 Mio. €). Das entspricht einer F&E-Quote von 3,5 % (H1 2021: 3,6 %). Im zweiten Quartal 2022 legten die F&E-Ausgaben um 13,8 % zu und erreichten 34,6 Mio. € (Q2 2021: 30,4 Mio. €); die F&E-Quote lag bei 3,3 % (Q2 2021: 3,6 %). Wichtige Schwerpunkte unserer Entwicklungsarbeit sind insbesondere Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Weitere Entwicklungskosten entstehen im Zusammenhang mit Kundenaufträgen und werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Die aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich im ersten Halbjahr auf 11,0 Mio. € (H1 2021: 10,4 Mio. €), davon entfielen 5,4 Mio. € auf das zweite Quartal (Q2 2021: 5,2 Mio. €). Die Zahl der Beschäftigten in den F&E-Abteilungen stieg zum 30. Juni 2022 auf 945 (30. Juni 2021: 832 Mitarbeiter). Der stärkste Kapazitätsaufbau erfolgte im Zuge der kontinuierlichen Lokalisierung unseres Angebots im Chinageschäft der Division Woodworking Machinery and Systems.
Zu den Ergebnissen der F&E-Abteilungen im ersten Halbjahr 2022 gehören unter anderem folgende Innovationen:
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| • | Mit einem neuen Konzept unterstützt Paint and Final Assembly Systems Automobilhersteller, ihre Energieeffizienz in bestehenden Lackieranlagen zu steigern und gleichzeitig Emissionen zu minimieren. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Elektrifizierung von bislang noch gasbetriebenen Anlagen, etwa beim Trocknen von Karosserien und bei der Abluftreinigung. Alle Trockner von Dürr können mittlerweile auch elektrisch beheizt werden. Zu den weiteren Instrumenten gehören Hocheffizienz-Wärmetauscher sowie digitale Steuerungskonzepte wie die lastabhängige Frisch- und Abluftsteuerung. Wird der Trocknungsprozess von Erdgas auf regenerative Energie umgestellt, können Automobilhersteller die CO 2 -Emissionen einer Standardlackieranlage um rund 40 % reduzieren. |
| • | Application Technology hat den Applikator EcoSealJet Pro entwickelt und steigert damit den Automatisierungsgrad in der Nahtabdichtung (Sealing) weiter. Die Lösung ersetzt bislang manuelle Arbeiten in schwer zugänglichen Bereichen von Fahrzeugkarosserien. Anlagenbetreiber profitieren von höchster Präzision, gleichbleibender Qualität sowie kosten- und umweltschonenden Materialeinsparungen. |
| • | Das F&E-Team von Clean Technology Systems hat die thermische Abluftreinigungsanlage Oxi.X RV für die Anwendung in der Automobilindustrie weiterentwickelt. Anpassungen waren insbesondere nötig, weil Lackieranlagenabluft in geringem Umfang Phosphor- und Siliziumverbindungen enthält, deren Behandlung kompliziert ist. Als erster Anbieter ermöglicht Dürr damit die Elektrifizierung der Abluftreinigung im Lackierprozess. Wenn Automobilhersteller zusätzlich auf regenerative Energiequellen zurückgreifen, können sie ihre Emissionen und die Abhängigkeit von Erdgas deutlich senken. |
| • | Measuring and Process Systems verhilft Kunden in der Auswuchttechnik mit einem neuen Ansatz zu einer schnelleren Produktentwicklung. Durch Einbeziehung von 3-D-Druckern können beispielsweise Teile für den Prototypenbau deutlich schneller und mit reduziertem Aufwand hergestellt werden. Außerdem lassen sich Formen umsetzen, die mit bisherigen Fertigungsmethoden nicht möglich waren. Unkompliziert mit den 3-D-Druckern produzierte Ersatzteile helfen auch im Service für Bestandsanlagen. Nicht zuletzt sorgt der Einsatz der 3-D-Drucker für eine weitere Beschleunigung der eigenen Produktentwicklung von Measuring and Process Systems. |
| • | Woodworking Machinery and Systems hat das vertikale CNC-Bearbeitungszentrum DRILLTEQ V-310 neu entwickelt. Aufgrund der vertikalen Werkstückzuführung benötigt diese Maschine deutlich weniger Platz - ein sehr wichtiges Verkaufsargument, da gerade im Handwerk und in der mittelständischen Möbelproduktion Platz und Ressourcen oft begrenzt sind. Das Bearbeitungszentrum bietet umfangreiche Lösungen zum Fräsen, Bohren und Nuten und somit zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Dank des anwenderfreundlichen Bedienkonzepts können Bediener über einen Touchscreen die nötigen Werkzeuge aussuchen und einrichten lassen. Ein LED-Assistenzsystem hilft beim Einlegen der Werkstücke und vermeidet damit Fehler. |
BESCHÄFTIGTE
Verglichen mit dem Jahresende 2021 hat sich die Beschäftigtenzahl zum 30. Juni 2022 um 1,8 % auf 18.126 Personen erhöht. Die Zunahme entfiel vor allem auf die wachstumsstarke Division Woodworking Machinery and Systems.
BESCHÄFTIGTE NACH DIVISIONS
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| 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 | 30. Juni 2021 | |
|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 5.292 | 5.258 | 4.923 |
| Application Technology | 1.981 | 2.026 | 2.025 |
| Clean Technology Systems | 1.413 | 1.381 | 1.373 |
| Measuring and Process Systems 1 | 1.694 | 1.652 | 1.707 |
| Woodworking Machinery and Systems 1 | 7.333 | 7.164 | 6.800 |
| Corporate Center | 413 | 321 | 286 |
| Gesamt | 18.126 | 17.802 | 17.114 |
1 Zum 1. Januar 2022 wurde das Tooling-Geschäft von Woodworking Machinery and Systems zu Measuring and Process Systems umgegliedert, Vorjahreswerte wurden angepasst.
BESCHÄFTIGTE NACH REGIONEN
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| 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 | 30. Juni 2021 | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 8.614 | 8.643 | 8.271 |
| Sonstige europäische Länder | 3.051 | 2.888 | 2.747 |
| Nord- / Zentralamerika | 2.299 | 2.171 | 2.010 |
| Südamerika | 343 | 340 | 325 |
| Asien, Afrika, Australien | 3.819 | 3.760 | 3.761 |
| Gesamt | 18.126 | 17.802 | 17.114 |
SEGMENTBERICHT
UMSATZ NACH DIVISIONS
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 589,9 | 490,6 | 326,0 | 242,1 |
| Application Technology | 264,2 | 219,1 | 141,3 | 112,2 |
| Clean Technology Systems | 212,2 | 172,6 | 116,5 | 91,3 |
| Measuring and Process Systems 1 | 129,2 | 121,6 | 62,4 | 63,3 |
| Woodworking Machinery and Systems 1 | 781,5 | 646,7 | 414,7 | 344,1 |
| Corporate Center | -22,5 | -17,8 | -12,0 | -10,0 |
| Gesamt | 1.954,6 | 1.632,8 | 1.048,9 | 843,0 |
1 Zum 1. Januar 2022 wurde das Tooling-Geschäft von Woodworking Machinery and Systems zu Measuring and Process Systems umgegliedert, Vorjahreswerte wurden angepasst.
EBIT NACH DIVISIONS
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 13,0 | 8,6 | -0,7 | 4,0 |
| Application Technology | 18,9 | 13,9 | 9,3 | 7,6 |
| Clean Technology Systems | 0,9 | 4,0 | 2,1 | 2,6 |
| Measuring and Process Systems 1 | 4,0 | 6,7 | 0,3 | 3,6 |
| Woodworking Machinery and Systems 1 | 50,6 | 33,9 | 27,8 | 22,7 |
| Corporate Center/ Konsolidierung | -10,6 | -5,1 | -5,7 | -2,6 |
| Gesamt | 76,7 | 62,0 | 33,0 | 37,9 |
1 Zum 1. Januar 2022 wurde das Tooling-Geschäft von Woodworking Machinery and Systems zu Measuring and Process Systems umgegliedert, Vorjahreswerte wurden angepasst.
PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS'
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 872,5 | 659,9 | 411,9 | 358,0 |
| Umsatz | Mio. € | 589,9 | 490,6 | 326,0 | 242,1 |
| EBITDA | Mio. € | 29,8 | 23,0 | 8,0 | 11,4 |
| EBIT | Mio. € | 13,0 | 8,6 | -0,7 | 4,0 |
| EBIT vor Sondereffekten | Mio. € | 10,1 | 14,7 | 1,1 | 9,1 |
| EBIT-Marge | % | 2,2 | 1,7 | -0,2 | 1,6 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten | % | 1,7 | 3,0 | 0,3 | 3,7 |
| ROCE 2 | % | 7,4 | 5,8 | -0,8 | 5,4 |
| Beschäftigte (30.6.) | 5.292 | 4.923 | 5.292 | 4.923 |
1 Teamtechnik seit 5. Februar 2021 konsolidiert, Cogiscan seit 15. Februar 2021, Hekuma seit 30. Juli 2021
2 annualisiert
Paint and Final Assembly Systems steigerte den Auftragseingang im ersten Halbjahr 2022 um 32,2 % und im zweiten Quartal um 15,1 %. Ein wichtiger Faktor dafür war die rege Nachfrage nach Produktionstechnik für Elektroautos. Davon profitierte neben dem Lackieranlagenbau auch das Prüftechnikgeschäft des Automatisierungsspezialisten Teamtechnik. Auch im Non-Auto-Bereich gingen in der Automatisierungstechnik zwei Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 30 Mio. € ein: Teamtechnik erhielt im April den bisher größten Auftrag in der Produktionstechnik für Solarmodule. Dieses Segment gewinnt infolge der Neuorientierung in der europäischen Energiepolitik an Bedeutung. Zudem gewann Hekuma zusammen mit Teamtechnik ein großes Projekt in Nordamerika, bei dem Automatisierungsanlagen zur Herstellung medizintechnischer Kunststoffprodukte geliefert werden.
Die Umsatzentwicklung zeigt, dass die Division die Schwächephase, die auf den pandemiebedingt niedrigen Auftragseingang des Jahres 2020 folgte, zunehmend hinter sich lässt. Im zweiten Quartal erreichten die Erlöse 326,0 Mio. €. Dies entspricht einem Zuwachs von über einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum sowie von 23,5 % im Vergleich zum Auftaktquartal 2022. Für das erste Halbjahr ergab sich ein Anstieg von 20,2 %. Die deutlichen Zuwächse wurden realisiert, obwohl die Lockdowns in China im April und Mai sowie die anhaltenden Lieferkettenprobleme zu Beeinträchtigungen führten. Ein wichtiger Grund für die positive Entwicklung war, dass der Umsatz in China sofort nach Beendigung des Lockdowns in Shanghai anzog und im Juni ein sehr hohes Niveau erreichte. Den Service-Umsatz konnte Paint and Final Assembly Systems trotz des Lockdowns weiter ausbauen.
Die EBIT-Marge vor Sondereffekten sank im zweiten Quartal deutlich auf 0,3 %, da die Lockdowns in China zu Auslastungsdefiziten führten und die Lieferkettenprobleme andauerten. Überdies wurden weiterhin margenschwächere Altaufträge abgewickelt. Im ersten Halbjahr betrug die EBIT-Marge vor Sondereffekten 1,7 %, für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer deutlich besseren Performance. Die Pipeline mit geplanten Investitionen der Automobilindustrie ist weiterhin gut gefüllt. Größere Auftragsvergaben stehen neben China auch in Europa und Nordamerika an. Nach der Kapazitätsreduzierung der Jahre 2020 und 2021 verfolgen wir bei der Akquisition von Neuprojekten einen verstärkt margenorientierten Kurs.
APPLICATION TECHNOLOGY
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 318,6 | 252,5 | 150,9 | 123,1 |
| Umsatz | Mio. € | 264,2 | 219,1 | 141,3 | 112,2 |
| EBITDA | Mio. € | 25,6 | 20,4 | 12,9 | 10,7 |
| EBIT | Mio. € | 18,9 | 13,9 | 9,3 | 7,6 |
| EBIT vor Sondereffekten | Mio. € | 18,7 | 14,0 | 9,2 | 7,6 |
| EBIT-Marge | % | 7,2 | 6,4 | 6,6 | 6,8 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten | % | 7,1 | 6,4 | 6,5 | 6,8 |
| ROCE 1 | % | 12,7 | 10,9 | 12,5 | 11,9 |
| Beschäftigte (30.6.) | 1.981 | 2.025 | 1.981 | 2.025 |
1 annualisiert
Der Auftragseingang von Application Technology lag mit 150,9 Mio. € auch im zweiten Quartal 2022 auf hohem Niveau. Hauptgrund dafür waren umfangreiche Lackierroboterbestellungen im chinesischen E-Mobility-Sektor. Gegenüber dem zweiten Quartal 2021 stieg der Auftragseingang um 22,5 %; im ersten Halbjahr wuchs er um 26,2 % auf 318,6 Mio. €.
Der Umsatz nahm ebenfalls deutlich zu: im ersten Halbjahr um 20,6 % und im zweiten Quartal trotz der Lockdowns in China sogar um 26,0 %. Dabei kam uns zugute, dass viele Beschäftigte in China im Lockdown mobil arbeiten konnten und die auf Deutschland konzentrierte Lackierroboterfertigung nicht betroffen war. Dadurch kam es bei den laufenden Neubauprojekten in China nur zu geringen Beeinträchtigungen. Auch die Lieferkettenprobleme nahmen etwas ab: Bei einigen Kaufteilen verbesserte sich die Verfügbarkeit, zum Teil konnten wir Materialengpässe durch Konstruktionsänderungen umgehen, sodass die Roboterauslieferungen anzogen. Der Service-Umsatz war niedriger als geplant, da in China wegen der Lockdowns weniger Ersatzteile bestellt wurden.
Das EBIT vor Sondereffekten stieg im ersten Halbjahr um ein Drittel und damit stärker als der Umsatz, obwohl das Ersatzteilgeschäft in China im zweiten Quartal geringere Ergebnisbeiträge brachte als üblich. Vor diesem Hintergrund verbesserte sich die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 7,1 % (H1 2021: 6,4 %). Wichtige Ursachen dafür waren die gute Auslastung und die verbesserte Anpassung an die angespannte Lieferketten- und Beschaffungssituation. In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir aus heutiger Sicht weitere Margenverbesserungen.
CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 238,3 | 208,1 | 126,1 | 106,3 |
| Umsatz | Mio. € | 212,2 | 172,6 | 116,5 | 91,3 |
| EBITDA | Mio. € | 5,9 | 8,8 | 4,7 | 4,9 |
| EBIT | Mio. € | 0,9 | 4,0 | 2,1 | 2,6 |
| EBIT vor Sondereffekten | Mio. € | 3,7 | 7,5 | 3,5 | 4,7 |
| EBIT-Marge | % | 0,4 | 2,3 | 1,8 | 2,8 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten | % | 1,8 | 4,3 | 3,0 | 5,2 |
| ROCE 1 | % | 1,3 | 6,0 | 6,3 | 7,7 |
| Beschäftigte (30.6.) | 1.413 | 1.373 | 1.413 | 1.373 |
1 annualisiert
Der Auftragseingang von Clean Technology Systems stieg im zweiten Quartal um 18,6 % und erreichte mit 126,1 Mio. € ein sehr hohes Niveau. Für das erste Halbjahr ergaben sich ein Plus von 14,5 % und ein Bestellvolumen von 238,3 Mio. €. Besonders in Europa war die Nachfrage hoch, dort konnten wir unsere starke Marktposition bei Großprojekten in der Abluftreinigungstechnik nutzen und unter anderem einen Auftrag über knapp 20 Mio. € akquirieren. In Korea verlief der Auftragseingang ebenfalls positiv, während das Neugeschäft in China im zweiten Quartal pandemiebedingt verhaltener war.
Zunehmende Chancen bieten sich auch im Geschäft mit Herstellern von Batterien und Batteriematerialien. In Europa stehen in diesem Segment Auftragsvergaben für Anlagen zur Abluftreinigung und Lösemittelrückgewinnung bevor. Mit dem japanischen Kooperationspartner Techno Smart treiben wir die gemeinsame Erschließung des europäischen Marktes für Anlagen zur Elektrodenbeschichtung voran.
Der Umsatz zog im bisherigen Jahresverlauf deutlich an: Im zweiten Quartal wuchs er um 27,5 % und im ersten Halbjahr um 23,0 %. Das Wachstum kam vor allem aus Nordamerika, China und Europa. Besonders in den USA ging das hohe Umsatzvolumen mit hohen Beschaffungspreisen einher. In Europa beeinträchtigte der Materialmangel die Auftragsabwicklung und erforderte Mehraufwendungen. Daher lag die EBIT-Marge vor Sondereffekten im ersten Halbjahr mit 1,8 % unter dem Normalniveau. Allerdings brachte das zweite Quartal eine Margenverbesserung auf 3,0 %, die sich im zweiten Halbjahr fortsetzen dürfte.
MEASURING AND PROCESS SYSTEMS 1
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 177,4 | 136,8 | 76,2 | 70,8 |
| Umsatz | Mio. € | 129,2 | 121,6 | 62,4 | 63,3 |
| EBITDA | Mio. € | 9,8 | 12,0 | 3,3 | 6,3 |
| EBIT | Mio. € | 4,0 | 6,7 | 0,3 | 3,6 |
| EBIT vor Sondereffekten | Mio. € | 4,1 | 7,4 | 0,4 | 4,0 |
| EBIT-Marge | % | 3,1 | 5,5 | 0,5 | 5,6 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten | % | 3,2 | 6,1 | 0,6 | 6,4 |
| ROCE 2 | % | 4,1 | 8,3 | 0,6 | 9,3 |
| Beschäftigte (30.6.) | 1.694 | 1.707 | 1.694 | 1.707 |
1 Zum 1. Januar 2022 wurde das Tooling-Geschäft von Woodworking Machinery and Systems zu Measuring and Process Systems umgegliedert, Vorjahreswerte wurden angepasst (außer ROCE).
2 annualisiert
Nach dem außerordentlich starken ersten Quartal erreichte der Auftragseingang von Measuring and Process Systems auch im zweiten Quartal ein gutes Niveau (76,2 Mio. €). Dabei machte sich vor allem die gute Nachfrageentwicklung in den USA bemerkbar. Für das erste Halbjahr ergaben sich ein Plus von 29,7 % und ein Gesamtwert von 177,4 Mio. €, was rund 60 % des Jahresziels für 2022 entspricht (280 bis 300 Mio. €).
Der Umsatz fiel im zweiten Quartal mit 62,4 Mio. € verhaltener aus als im Auftaktquartal (66,8 Mio. €). Dafür war neben den fortdauernden Lieferkettenproblemen vor allem der Lockdown in Shanghai verantwortlich. Seit dessen Ende im Mai verzeichnen wir jedoch eine zügige Umsatzrealisierung. Daher sind wir zuversichtlich, dass der Umsatzrückstand in China bis zum Jahresende größtenteils aufgeholt werden kann. Der Service-Umsatz erreichte im zweiten Quartal ein hohes Niveau.
Der Lockdown in Shanghai beeinträchtigte die Kapazitätsauslastung und das Ergebnis stark. Weitere Belastungen entstanden durch die eingeschränkte Teileversorgung und Verzögerungen bei der Fertigstellung von Maschinen. Vor diesem Hintergrund nahm die EBIT-Marge vor Sondereffekten im zweiten Quartal zwar vorübergehend ab, war aufgrund des stabilen Service-Geschäfts mit 0,6 % aber positiv. Im dritten und vierten Quartal ist aus heutiger Sicht wieder mit einer deutlichen Margenverbesserung zu rechnen.
WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS 1, 2
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| 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 1.030,8 | 872,4 | 457,0 | 432,3 |
| Umsatz | Mio. € | 781,5 | 646,7 | 414,7 | 344,1 |
| EBITDA | Mio. € | 78,7 | 60,8 | 41,9 | 36,2 |
| EBIT | Mio. € | 50,6 | 33,9 | 27,8 | 22,7 |
| EBIT vor Sondereffekten | Mio. € | 58,6 | 40,3 | 31,7 | 26,8 |
| EBIT-Marge | % | 6,5 | 5,2 | 6,7 | 6,6 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten | % | 7,5 | 6,2 | 7,7 | 7,8 |
| ROCE 3 | % | 27,0 | 18,0 | 29,7 | 23,8 |
| Beschäftigte (30.6.) | 7.333 | 6.800 | 7.333 | 6.800 |
1 Kallesoe seit 28. April 2021 konsolidiert, Roomle seit 13. August 2021
2 Zum 1. Januar 2022 wurde das Tooling-Geschäft von Woodworking Machinery and Systems zu Measuring and Process Systems umgegliedert, Vorjahreswerte wurden angepasst (außer ROCE).
3 annualisiert
Nach dem Rekordauftragseingang im Auftaktquartal (573,8 Mio. €) hielt die starke Nachfrage bei Woodworking Machinery and Systems im zweiten Quartal an und führte zu Bestellungen im Wert von 457,0 Mio. €. Das hohe Volumen entfiel sowohl auf das Einzelmaschinengeschäft als auch auf das Systemgeschäft. Am stärksten schnitt die Division in Nordamerika ab, wo unter anderem ein Großauftrag über die Lieferung automatisierter Produktionsanlagen für Holzhauselemente einging. Der Auftragseingang für das erste Halbjahr überstieg mit 1.030,8 Mio. € erstmals die Marke von 1 Mrd. €.
Der Umsatz wuchs das sechste Quartal in Folge und erreichte im zweiten Quartal einen neuen Rekordwert von 414,7 Mio. €. Die Basis dafür bildeten der hohe Auftragsbestand, eine effiziente Kapazitätsausnutzung und die verbesserte Anpassung an die Materialknappheit. Hinzu kamen positive Wechselkurseffekte und ein temporär höherer Anteil an Handelsware ohne eigene Wertschöpfung bei einem US-Großauftrag, der im zweiten Quartal knapp 40 Mio. € Umsatz beisteuerte. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 20,8 % auf 781,5 Mio. €, womit wir hinsichtlich des Jahresziels (1.450 bis 1.600 Mio. €) auf Kurs sind. Der Service-Umsatz lag angesichts der starken Auslastung unserer Kunden in beiden Quartalen auf hohem Niveau.
Die EBIT-Marge vor Sondereffekten verbesserte sich im zweiten Quartal weiter und erreichte 7,7 %, obwohl die Lieferkettenprobleme weiter zu Mehraufwendungen führten und der Umsatzanteil der margenschwächeren Handelsware überdurchschnittlich hoch war. Positive Ergebniseffekte hatten die hohe Auslastung, das wachsende Service-Geschäft und die Effizienzsteigerungen der Vorjahre. Mit dem im ersten Halbjahr erzielten EBIT vor Sondereffekten von 58,6 Mio. € sind wir auf einem guten Weg, um die Schwelle von 100 Mio. € im Gesamtjahr klar zu überschreiten.
CORPORATE CENTER
Das EBIT des Corporate Centers (vor allem Dürr AG und Dürr IT Service GmbH) belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf -10,6 Mio. € nach -5,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund für die Abschwächung waren Aufwendungen für Synergieprojekte im Rahmen des OneDürrGroup-Programms. Die im EBIT enthaltenen Konsolidierungseffekte betrugen -0,3 Mio. €.
RISIKEN UND CHANCEN
Eine ausführliche Darstellung unserer Chancen und Risiken sowie der dazugehörigen Managementsysteme finden Sie im Geschäftsbericht 2021 ab Seite 95.
RISIKEN
Die Risikosituation hat sich seit der Berichterstattung zum ersten Quartal nicht wesentlich verändert. Es besteht weiterhin das Risiko, dass der Krieg in der Ukraine länger fortdauert oder sich schlimmstenfalls zu einem überregionalen Konflikt auswächst und damit die weltweite Konjunktur stärker als bisher beeinträchtigt. Auch eine Rezession ist nicht auszuschließen. Negative Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaftsentwicklung könnte auch ein Gasengpass in Europa während der Heizperiode haben. Unsere Geschäftsprozesse sind wenig energieintensiv, da unsere Fertigungstiefe niedrig ist und unser Fokus stärker auf Produktentwicklung und Engineering liegt. Die Corona- bedingten Lockdowns in China im April wurden zwar im Laufe des zweiten Quartals wieder deutlich zurückgefahren, wir sehen aber weiterhin das Risiko, dass es zu neuen Lockdowns und damit zu weiteren Beeinträchtigungen der Lieferketten kommen könnte, sollte die Anzahl der Corona-Infektionen wieder zunehmen. Auch zukünftig sehen wir aber weder in den Corona-bedingten Risiken noch in anderen Risiken oder deren Wechselwirkungen eine Gefahr für den Fortbestand des Konzerns.
CHANCEN
Die Chancensituation blieb seit der Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Quartal nahezu unverändert. Die Bestrebungen vieler Länder und Unternehmen, sich unabhängiger vom Import fossiler Energieträger zu machen, treibt die Investitionen in ressourceneffiziente Produktionstechnik und Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien. Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen ist weiterhin gut und wird unter anderem auch durch den Fachkräftemangel angetrieben. Wir sehen unverändert Investitionen im Bereich E-Mobilität, zum Beispiel in Bezug auf den Neubau oder die Modernisierung von Fertigungslinien für E-Autos oder den Aufbau von Batteriekapazitäten in Europa. Zudem setzt sich der Trend zum Bauen mit Holz weiter fort.
PERSONELLE VERÄNDERUNGEN
Zum 1. Januar 2022 hat Dr. Jochen Weyrauch den Vorstandsvorsitz der Dürr AG übernommen. Er folgte auf Ralf W. Dieter, der seine Ämter im Dürr-Konzern im Rahmen einer geregelten Nachfolge zum 31. Dezember 2021 zur Verfügung gestellt hatte. Weitere Informationen finden Sie im Geschäftsbericht 2021 auf Seite 61.
AUSBLICK
KONJUNKTUR
Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der angespannten Lieferketten, der hohen Inflation und der pandemiebedingten Lockdowns in China wurden die Schätzungen für das Wachstum der Weltwirtschaft deutlich reduziert. Seit Ende Juli erwartet der internationale Währungsfonds für das Jahr 2022 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 3,2 %, das sind 1,2 Prozentpunkte weniger als noch im Januar. Für Deutschland beträgt das erwartete Wachstum 1,2 % nach 3,8 % im Januar. Die globale Inflation wird länger anhalten und höher ausfallen als bislang angenommen. In Deutschland gilt seit 23. Juni die zweite von drei Eskalationsstufen im Notfallplan Gas. Nachdem Lieferungen an Deutschland und andere Länder gedrosselt wurden, wächst die Sorge vor einem vollständigen russischen Lieferstopp und einer nicht ausreichenden Gasversorgung im Winter. Abgesehen von den höheren Preisen können Beeinträchtigungen der Industrieproduktion nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der genannten Faktoren bestehen erhebliche Unsicherheiten über die Entwicklung der Weltwirtschaft und eine steigende Gefahr einer Rezession. Bezüglich der Risiken verweisen wir auf das Kapitel "Risiken und Chancen" auf Seite 22.
KONJUNKTURPROGNOSE
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| Wachstum Bruttoinlandsprodukt (BIP) (%) | 2021 | 2022P | 2023P |
|---|---|---|---|
| Welt | 6,1 | 3,2 | 2,9 |
| Eurozone | 5,4 | 2,6 | 1,2 |
| Deutschland | 2,9 | 1,2 | 0,8 |
| Russland | 4,7 | -6,0 | -3,5 |
| USA | 5,7 | 2,3 | 1,0 |
| China | 8,1 | 3,3 | 4,6 |
| Indien | 8,7 | 7,4 | 6,1 |
| Japan | 1,7 | 1,7 | 1,7 |
| Brasilien | 4,6 | 1,7 | 1,1 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds, Juli 2022
P = Prognose
LMC Automotive erwartet für das Jahr 2022 eine Light-Vehicle-Produktion von 81,5 Mio. Fahrzeugen. Die Schätzung von Ende Februar von 85,3 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2022 war im Laufe des ersten Halbjahres stark gekürzt worden, konnte zuletzt aber wieder angehoben werden. Die Jahresprognose entspricht einem Plus von 6,0 % gegenüber dem infolge von Lieferkettenproblemen nur um 3,0 % angestiegenen Vorjahreswert von 76,9 Mio. Einheiten.
Die Schätzung des VDMA von Ende Juni 2022 beinhaltet für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ein nominales Umsatzplus von 8 % und ein reales Umsatzplus von 1 %.
PRODUKTION VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN
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| Mio. Einheiten | 2021 | 2022P | 2029P |
|---|---|---|---|
| Nord- und Südamerika | 15,6 | 17,4 | 21,3 |
| Asien (ohne China) | 19,3 | 20,8 | 25,2 |
| China | 24,5 | 25,3 | 30,7 |
| Europa | 15,7 | 15,8 | 21,8 |
| Andere | 1,9 | 2,2 | 3,0 |
| Gesamt | 76,9 | 81,5 | 102,0 |
Quelle: LMC Automotive, Juni 2022
P = Prognose
UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND EBIT
Unser Ausblick setzt voraus, dass der Krieg in der Ukraine auf das Land begrenzt bleibt und die weltwirtschaftliche Entwicklung nicht stärker beeinträchtigt als bisher. Zudem gehen wir davon aus, dass es zu keinen neuerlichen Lockdowns in China mit massiven Auswirkungen auf die Lieferketten kommt. Eine weitere Prämisse ist, dass die Gasknappheit in Europa nicht derart zunimmt, dass es zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die industrielle Produktion kommt.
Die Lockdowns in China wurden im Mai beendet und die Lieferkettenengpässe haben nicht weiter zugenommen. Daher bestätigen wir die angepasste Ergebnisprognose vom 2. Mai. Aufgrund der anhaltend guten Nachfrage nach unseren Produkten erhöhen wir den Ausblick für den Auftragseingang.
AUSBLICK KONZERN
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| Ist 2021 | Prognose 24. Februar 2022 | Aktuelle Prognose | ||
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang 1 | Mio. € | 4.291,0 | 4.100 bis 4.400 | 4.400 bis 4.700 |
| Umsatz | Mio. € | 3.536,7 | 3.900 bis 4.200 | 3.900 bis 4.200 |
| EBIT-Marge 2 | % | 5,0 | 5,9 bis 6,9 | 4,4 bis 5,9 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten 2 | % | 5,6 | 6,5 bis 7,5 | 5,0 bis 6,5 |
| Ergebnis nach Steuern 2 | Mio. € | 84,9 | 130 bis 180 | 100 bis 150 |
| ROCE 2 | % | 15,5 | 17 bis 21 | 13 bis 18 |
| Free Cashflow | Mio. € | 120,8 | 50 bis 100 | 50 bis 100 |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | Mio. € | -99,5 | -75 bis -125 | -75 bis -125 |
| Investitionen 3 | Mio. € | 107,8 (3,0 % des Umsatzes) | 4,0 bis 5,0 % des Umsatzes | 4,0 bis 5,0 % des Umsatzes |
1 Prognose am 4. August 2022 angehoben
2 Prognose am 2. Mai 2022 gesenkt
3 ohne Akquisitionen
Nach den Rekordbestellungen von 1,4 Mrd. € im ersten Quartal blieb der Auftragseingang im zweiten Quartal mit 1,2 Mrd. € auf einem hohen Niveau. In Anbetracht der weiterhin insgesamt guten Auftragslage heben wir den im Februar festgelegten Zielkorridor für den Auftragseingang im Jahr 2022 von 4,1 bis 4,4 Mrd. € auf 4,4 bis 4,7 Mrd. € an.
Beim Umsatz gehen wir unverändert davon aus, das Ziel von 3,9 bis 4,2 Mrd. € zu erreichen. Seit dem Ende der Lockdowns in China im Mai wurde bereits ein Teil der verzögerten Umsätze aufgeholt. Der hohe Auftragseingang gibt uns zudem die Möglichkeit, nicht realisierte Umsätze aus verzögerten Projekten durch die Abwicklung anderer Projekte teilweise auszugleichen. Zusätzlich wirken die Wechselkurseffekte umsatzerhöhend.
Die im Mai angepasste Ergebnisprognose für das Jahr 2022 behalten wir unverändert bei. Die schnellen Aufholanstrengungen in China nach den Lockdowns und das Ausbleiben einer weiteren Verschlechterung der Lieferketten stimmen uns zuversichtlich, dass wir unsere Ziele erreichen können. Wir arbeiten weiterhin daran, die Engpässe in der Lieferkette zu reduzieren, den Kostenanstieg zu begrenzen und die höheren Kosten so weit wie möglich an die Kunden weiterzugeben. Den Zielkorridor für die EBIT-Marge vor Sondereffekten belassen wir unverändert bei 5,0 bis 6,5 %. Für die EBIT-Marge nach Sondereffekten liegt das Ziel entsprechend bei 4,4 bis 5,9 %. Der Zielkorridor für das Ergebnis nach Steuern liegt unverändert bei 100 bis 150 Mio. € und für den ROCE bei 13 bis 18 %.
Das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von mindestens 8 % bis spätestens 2024 gilt unverändert weiter.
CASHFLOW UND NETTOFINANZSTATUS
Wir gehen unverändert davon aus, dass der Free Cashflow im Jahr 2022 eine Spanne von 50 Mio. € bis 100 Mio. € erreicht. Zwar hat die Mittelbindung im zweiten Quartal infolge des Umsatzwachstums deutlich zugenommen, die Anzahlungen von Kunden bewegen sich aufgrund der guten Auftragssituation aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Investitionen werden eher den unteren Bereich der Zielspanne (4,0 bis 5,0 % vom Umsatz) erreichen. Entsprechend dürfte der Nettofinanzstatus zum Jahresende, wie im Februar prognostiziert, zwischen -75 und -125 Mio. € betragen.
DIVISIONS
Mit dem vorliegenden Bericht nehmen wir die Prognose für die Division-Ergebnisse wieder auf. Die Veränderungen im Vergleich zur Prognose vom Februar sind in der folgenden Tabelle farbig markiert und stehen in Einklang mit den Anfang Mai bekanntgegebenen Anpassungen der Konzernprognose.
AUSBLICK DIVISIONS
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| Auftragseingang | Umsatz | EBIT-Marge vor Sondereffekten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Mio. €) | (Mio. €) | (%) | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ist 2021 | Ziel 2022 | Ist 2021 | Ziel 2022 | Ist 2021 | Ziel 2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Paint and Final Assembly Systems | 1.362 | 1.500 bis 1.650 (bisher 1.350 bis 1.500) | 1.089 | 1.300 bis 1.400 | 3,8 | 3,0 bis 4,5 (bisher 4,3 bis 5,3) |
| Application Technology | 535 | 540 bis 580 (bisher 530 bis 570) | 471 | 510 bis 550 | 8,8 | 9,0 bis 10,5 (bisher 9,7 bis 10,7) |
| Clean Technology Systems | 450 | 460 bis 500 (bisher 440 bis 480) | 388 | 420 bis 450 (bisher 390 bis 420) | 4,3 | 3,0 bis 4,5 (bisher 5,7 bis 6,7) |
| Measuring and Process Systems | 268 | 280 bis 300 | 260 | 260 bis 280 (bisher 290 bis 310) | 7,1 | 5,0 bis 6,5 (bisher 8,5 bis 9,5) |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.713 | 1.600 bis 1.750 (bisher 1.450 bis 1.600) | 1.366 | 1.450 bis 1.600 (bisher 1.450 bis 1.550) | 6,7 | 7,5 bis 9,0 (bisher 8,0 bis 9,0) |
NACHTRAGSBERICHT
Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat am 3. August 2022 die Bestellung von Finanzvorstand Dietmar Heinrich bis zum 30. September 2026 verlängert. Herr Heinrich gehört dem Vorstand der Dürr AG seit August 2020 an. Sein Vertrag hatte ursprünglich eine Laufzeit bis 31. Juli 2023. Mit der nun vereinbarten Verlängerung um drei Jahre und zwei Monate endet die Bestellung mit dem Erreichen der Altersgrenze von 63 Jahren.
Bietigheim-Bissingen, 4. August 2022
Dürr Aktiengesellschaft
Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender
Dietmar Heinrich, Finanzvorstand
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.954.559 | 1.632.842 | 1.048.881 | 843.022 |
| Umsatzkosten | -1.519.231 | -1.251.780 | -827.384 | -640.008 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 435.328 | 381.062 | 221.497 | 203.014 |
| Vertriebskosten | -190.631 | -161.930 | -99.234 | -82.682 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -105.934 | -99.429 | -53.931 | -52.365 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -67.627 | -59.128 | -34.581 | -30.378 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28.838 | 17.041 | 17.280 | 5.080 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -23.288 | -15.661 | -18.015 | -4.766 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 76.686 | 61.955 | 33.016 | 37.903 |
| Beteiligungsergebnis | -1.101 | -279 | -453 | 667 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.080 | 1.579 | 1.128 | 871 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -13.155 | -18.245 | -6.810 | -6.427 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65.510 | 45.010 | 26.881 | 33.014 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -23.057 | -13.296 | -11.494 | -9.792 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 42.453 | 31.714 | 15.387 | 23.222 |
| davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 494 | -530 | -513 | 171 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 41.959 | 32.244 | 15.900 | 23.051 |
| Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. | 69.202,08 | 69.202,08 | 69.202,08 | 69.202,08 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 0,61 | 0,47 | 0,23 | 0,33 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 0,59 | 0,45 | 0,23 | 0,32 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 42.453 | 31.714 | 15.387 | 23.222 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen | 20.436 | 5.605 | - | - |
| darauf entfallende latente Steuern | -5.037 | -1.041 | - | -10 |
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von erfolgsneutral bewerteten Eigenkapitalinstrumenten | -159 | - | -159 | - |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | -8.622 | -2.898 | -5.579 | 1.672 |
| darauf entfallende latente Steuern | 2.244 | 767 | 1.433 | -501 |
| Translationseffekte aus der Währungsumrechnung | 32.716 | 18.965 | 19.560 | -709 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern | 41.578 | 21.398 | 15.255 | 452 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 84.031 | 53.112 | 30.642 | 23.674 |
| davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 651 | -467 | -537 | 255 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 83.380 | 53.579 | 31.179 | 23.419 |
KONZERNBILANZ
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, ZUM 30. JUNI 2022
AKTIVA
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| Tsd. € | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 | 30. Juni 2021 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 508.207 | 501.917 | 492.313 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 220.687 | 228.901 | 232.872 |
| Sachanlagen | 582.531 | 567.961 | 533.292 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 18.036 | 17.480 | 18.510 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 16.502 | 18.462 | 19.050 |
| Übrige Finanzanlagen | 18.173 | 18.454 | 17.024 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 30.160 | 29.358 | 28.102 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5.680 | 6.168 | 5.553 |
| Latente Steueransprüche | 92.276 | 72.575 | 70.925 |
| Sonstige Vermögenswerte | 4.144 | 3.378 | 4.102 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.496.396 | 1.464.654 | 1.421.743 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 864.211 | 688.812 | 602.669 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 557.292 | 456.963 | 447.461 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 574.108 | 558.566 | 515.383 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 286.859 | 285.531 | 295.935 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 574.681 | 583.144 | 576.133 |
| Ertragsteuerforderungen | 31.185 | 30.816 | 24.573 |
| Sonstige Vermögenswerte | 116.163 | 78.944 | 85.865 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 6.194 | 5.566 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.004.499 | 2.688.970 | 2.553.585 |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 4.500.895 | 4.153.624 | 3.975.328 |
PASSIVA
scrollen
| Tsd. € | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 | 30. Juni 2021 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 177.157 | 177.157 | 177.157 |
| Kapitalrücklage | 74.428 | 74.428 | 74.428 |
| Gewinnrücklagen | 793.894 | 787.952 | 733.106 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 1.986 | -39.424 | -60.958 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 1.047.465 | 1.000.113 | 923.733 |
| Nicht beherrschende Anteile | 5.226 | 5.474 | 5.125 |
| Summe Eigenkapital | 1.052.691 | 1.005.587 | 928.858 |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 30.097 | 50.894 | 53.353 |
| Übrige Rückstellungen | 21.132 | 27.504 | 20.977 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 2.963 | 3.324 | 3.308 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.461 | 976 | 1.519 |
| Wandelanleihe und Schuldscheindarlehen | 755.036 | 803.700 | 802.390 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 95.848 | 94.073 | 100.907 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 40.423 | 40.211 | 36.182 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 47.464 | 36.037 | 38.026 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 91 | 92 | 64 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 994.515 | 1.056.811 | 1.056.726 |
| Übrige Rückstellungen | 179.281 | 190.979 | 188.672 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 1.052.723 | 929.465 | 760.795 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 551.849 | 372.032 | 440.794 |
| Wandelanleihe und Schuldscheindarlehen | 49.950 | - | - |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 44.743 | 39.634 | 42.781 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 351.571 | 376.774 | 353.164 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 71.035 | 68.008 | 52.187 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 152.537 | 114.334 | 151.351 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.453.689 | 2.091.226 | 1.989.744 |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 4.500.895 | 4.153.624 | 3.975.328 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65.510 | 45.010 | 26.881 | 33.014 |
| Ertragsteuerzahlungen | -30.032 | -18.681 | -15.192 | -17.278 |
| Zinsergebnis | 10.075 | 16.666 | 5.682 | 5.556 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 500 | -249 | -48 | -213 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 63.597 | 59.215 | 32.584 | 29.757 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -730 | -65 | -92 | -3 |
| Erträge von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | -156 | -1.942 | - | -211 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 10.580 | 3.351 | 7.468 | -2.099 |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | ||||
| Vorräte | -156.794 | -64.496 | -76.223 | -15.652 |
| Vertragliche Vermögenswerte | -93.532 | -34.079 | -55.086 | -40.638 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.422 | 30.816 | -12.855 | 33.475 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | -37.078 | -7.568 | -13.949 | -10.795 |
| Rückstellungen | -23.675 | -12.644 | -6.724 | -8.791 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 89.883 | 66.577 | -35.681 | 19.971 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 168.561 | 43.442 | 131.964 | 22.510 |
| Übrige Verbindlichkeiten (nicht aus Finanzierungstätigkeit) | 6.364 | 14.736 | -15.893 | -941 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 78.495 | 140.089 | -27.164 | 47.662 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -12.197 | -11.950 | -6.405 | -6.168 |
| Erwerb von Sachanlagen 1 | -28.727 | -16.023 | -15.890 | -7.097 |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | -436 | -936 | - | - |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 1.338 | 974 | 482 | 542 |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | -4.980 | -35.050 | -6.000 | -5.545 |
| Anlage in Termingeldern und sonstige Wertpapiere | 182 | -35 | -1 | -35 |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 6.350 | 4.540 | - | 389 |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 2.789 | 873 | 1.027 | 413 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -35.681 | -57.607 | -26.787 | -17.501 |
| Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten | 7.184 | -2.493 | 4.190 | -1.464 |
| Tilgung Schuldscheindarlehen und langfristige Finanzverbindlichkeiten | -1.256 | -114.515 | -744 | -49.801 |
| Tilgung der Anleihe | - | -300.000 | - | -300.000 |
| Aufnahme eines Schuldscheindarlehens | - | 199.000 | - | - |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -15.775 | -16.688 | -8.439 | -9.447 |
| Transaktionen mit Inhabern nicht beherrschender Anteile | 1.000 | -1.400 | - | -1.400 |
| Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | -34.601 | -20.761 | -34.601 | -20.761 |
| Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile | -2.381 | -2.759 | -2.381 | -2.759 |
| Geleistete Zinsausgaben | -16.701 | -23.549 | -10.002 | -18.884 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -62.530 | -283.165 | -51.977 | -404.516 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 11.918 | 7.342 | 5.742 | -1.720 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -7.798 | -193.341 | -100.186 | -376.075 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||
| Zum Periodenanfang | 583.946 | 770.157 | 676.334 | 952.891 |
| Zum Periodenende | 576.148 | 576.816 | 576.148 | 576.816 |
| Abzüglich Risikovorsorge gemäß IFRS 9 | -1.467 | -683 | -1.467 | -683 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende (Konzernbilanz) | 574.681 | 576.133 | 574.681 | 576.133 |
1 In der Position "Erwerb von Sachanlagen" sind keine Zahlungsmittelabflüsse durch Zugänge von Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen enthalten, da im Zugangszeitpunkt der Nutzungsrechte keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen (Ausnahme: gezahlte Anschaffungsnebenkosten und geleistete An- und Vorauszahlungen).
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022
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| --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2021 | 177.157 | 74.428 | 734.455 |
| Ergebnis | - | - | 32.244 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 32.244 |
| Dividenden | - | - | -20.761 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | -12.299 |
| Übrige Veränderungen | - | - | -533 |
| 30. Juni 2021 | 177.157 | 74.428 | 733.106 |
| 1. Januar 2022 | 177.157 | 74.428 | 787.952 |
| Ergebnis | - | - | 41.959 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 41.959 |
| Dividenden | - | - | -34.601 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | -1.427 |
| Übrige Veränderungen | - | - | 11 |
| 30. Juni 2022 | 177.157 | 74.428 | 793.894 |
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| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||
|---|---|---|
| Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| --- | --- | --- |
| Tsd. € | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | Neubewertung von Eigenkapitalinstrumenten |
| --- | --- | --- |
| 1. Januar 2021 | -39.153 | - |
| Ergebnis | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 4.564 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 4.564 | - |
| Dividenden | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - |
| Übrige Veränderungen | -111 | - |
| 30. Juni 2021 | -34.700 | - |
| 1. Januar 2022 | -34.241 | - |
| Ergebnis | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 15.399 | -159 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 15.399 | -159 |
| Dividenden | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - |
| 30. Juni 2022 | -18.842 | -159 |
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| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Unrealisierte Gewinne / Verluste aus Cashflow Hedges | Änderungen Konsolidierungskreis / Umgliederungen | Währungsumrechnung | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2021 | 73 | 564 | -43.844 | -82.360 |
| Ergebnis | - | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -2.131 | - | 18.902 | 21.335 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -2.131 | - | 18.902 | 21.335 |
| Dividenden | - | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | -11 | 189 | 67 |
| 30. Juni 2021 | -2.058 | 553 | -24.753 | -60.958 |
| 1. Januar 2022 | -3.445 | 547 | -2.285 | -39.424 |
| Ergebnis | - | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -6.378 | - | 32.559 | 41.421 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -6.378 | - | 32.559 | 41.421 |
| Dividenden | - | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | -11 | - | -11 |
| 30. Juni 2022 | -9.823 | 536 | 30.274 | 1.986 |
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| --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2021 | 903.680 | 4.458 | 908.138 |
| Ergebnis | 32.244 | -530 | 31.714 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 21.335 | 63 | 21.398 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 53.579 | -467 | 53.112 |
| Dividenden | -20.761 | -2.759 | -23.520 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | -12.299 | -1.573 | -13.872 |
| Übrige Veränderungen | -466 | 5.466 | 5.000 |
| 30. Juni 2021 | 923.733 | 5.125 | 928.858 |
| 1. Januar 2022 | 1.000.113 | 5.474 | 1.005.587 |
| Ergebnis | 41.959 | 494 | 42.453 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | 41.421 | 157 | 41.578 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 83.380 | 651 | 84.031 |
| Dividenden | -34.601 | -2.381 | -36.982 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | -1.427 | 1.427 | - |
| Übrige Veränderungen | - | 55 | 55 |
| 30. Juni 2022 | 1.047.465 | 5.226 | 1.052.691 |
KONZERNANHANG 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2022
1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
DAS UNTERNEHMEN
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern, der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern steht der Konzern an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen wie der Maschinenbau, Chemie, Pharma und Holzbearbeitung mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie sowie Prüftechnik, Montageprodukte und Befülltechnik für die Fahrzeugendmontage. Ferner umfasst Paint and Final Assembly Systems das Geschäft der Teamtechnik-Gruppe, deren Schwerpunkte Prüfsysteme für Elektroantriebe sowie Montage- und Prüfsysteme zur Herstellung medizintechnischer Produkte sind. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt vor allem Anlagen zur Abluftreinigung und bietet zudem Schallschutzsysteme sowie Lösungen für die Beschichtung von Batterieelektroden. Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Lösungen zur Befüllung von Kühlschränken, Klimageräten und Wärmepumpen mit Kältemitteln. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung, die in der Produktion von Möbeln und Küchen zum Einsatz kommen. Ein weiterer Schwerpunkt der Division sind Systeme für die Produktion von Bauelementen für klimafreundliche Holzhäuser.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022 ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2021 und sollte in Zusammenhang mit diesem gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.
Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 angewendeten Methoden; hierzu wird auf den Geschäftsbericht 2021 verwiesen. Die Änderungen an IFRS-Standards und Interpretationen, die zum 1. Januar 2022 erstmalig anzuwenden waren, haben für den Dürr-Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der globalen Unwägbarkeiten aufgrund des Russland-Ukraine-Kriegs, der Corona-Pandemie und der anhaltend schwierigen Situation in den Lieferketten. Die Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 angewendeten Schätzungsmethoden.
Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit des Dürr-Konzerns unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen. Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften für das Gesamtjahr abgegrenzt.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
2. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei vier Gesellschaften hat der Dürr-Konzern aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben. Darüber hinaus bezieht der Konzern fünf strukturierte Unternehmen in den Konzernabschluss mit ein. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn der Dürr-Konzern die Beherrschung über die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die der Dürr-Konzern maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % angenommen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst.
ANZAHL GESELLSCHAFTEN
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| 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 | |
|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Inland | 34 | 34 |
| Ausland | 90 | 93 |
| 124 | 127 | |
| At equity bilanzierte Unternehmen | ||
| Inland | - | - |
| Ausland | 1 | 1 |
| 1 | 1 | |
| Sonstige Beteiligungen | ||
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 3 | 3 |
| 5 | 5 |
Der Konzernzwischenabschluss enthält 21 (31.12.2021: 21) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen vier Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden.
VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES
ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN
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| Gesellschaft | Mit Wirkung zum | Anmerkung |
|---|---|---|
| HOMAG ESPAÑA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Vallès (Barcelona)/Spanien | 1. Januar 2022 | Verschmelzung auf HOMAG MACHINERY BARCELONASA, L'Ametlla del Vallès/Spanien |
| HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland/Neuseeland | 24. Januar 2022 | Schließung |
| Carl Schenck spol. s r.o., Modřice/Tschechische Republik | 24. März 2022 | Schließung |
3. AUSWIRKUNGEN DES RUSSLAND-UKRAINE-KRIEGS
Der Kriegsbeginn in der Ukraine am 24. Februar veränderte die Weltlage auch in ökonomischer Hinsicht. Insbesondere die Sanktionen gegen Russland und die eingeschränkte Produktion in der Ukraine sorgen für Rohstoff- und Energieknappheit sowie zusätzliche Lieferkettenprobleme. Die Inflationsraten stiegen unter anderem aufgrund der stark erhöhten Energiepreise drastisch an. Insgesamt ist die wirtschaftliche Unsicherheit gegenüber dem Jahresbeginn deutlich gestiegen. Der Dürr-Konzern überwacht fortlaufend die Risiken, die sich in diesem Zusammenhang ergeben.
Im ersten Halbjahr 2022 ergaben sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg sowie den damit zusammenhängenden Sanktionen nur geringe direkte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns. Die Vermögenswerte der beiden russischen Konzerngesellschaften und in laufenden Projekten in Russland betrugen zum 30. Juni 2022 insgesamt weniger als 1 % der Bilanzsumme des Dürr-Konzerns.
Infolge des Russland-Ukraine-Kriegs wurde die Risikovorsorge nach IFRS 9 "Finanzinstrumente" überprüft und an die aktuellen Risikoeinschätzungen am Markt angepasst. Die daraus abgeleiteten Risikovorsorgesätze sind im vorliegenden Abschluss verarbeitet. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden Werthaltigkeitstests für die Geschäfts- oder Firmenwerte durchgeführt, die die Werthaltigkeit der jeweils zugrundeliegenden Buchwerte bestätigten. Weitere Informationen finden sich in Textziffer 4.
4. WERTHALTIGKEITSTEST VON GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTEN
Der Dürr-Konzern überprüft die Werthaltigkeit des Buchwerts von Geschäfts- oder Firmenwerten grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres. Der Russland-Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen wurden als Indikator dafür identifiziert, dass die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sein könnten. Der Dürr-Konzern hat deshalb im ersten Halbjahr 2022 eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Die Überprüfung auf Werthaltigkeit hat ergeben, dass kein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht. Die grundsätzliche Vorgehensweise wurde im Konzernanhang zum 31. Dezember 2021 beschrieben.
Zusätzlich hat der Dürr-Konzern Sensitivitätsanalysen zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Diese haben ergeben, dass auch unter diesen Annahmen aus heutiger Sicht bei keiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht.
Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten hat der Konzern die Divisions beziehungsweise Bereiche innerhalb der Divisions definiert. Diese sind Paint and Final Assembly Systems, Teamtechnik Group, Application Technology, Clean Technology Systems, Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems.
5. UMSATZERLÖSE
UMSATZERLÖSE
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.115.680 | 893.615 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 836.861 | 737.098 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | 2.018 | 2.129 |
| Summe Umsatzerlöse | 1.954.559 | 1.632.842 |
| davon | ||
| Umsatzerlöse mit der Automobilindustrie | 831.865 | 697.723 |
Der Anteil der Umsatzerlöse aus dem Service-Geschäft beträgt 29 % (Vorjahr: 31 %) und setzt sich wie folgt zusammen:
UMSATZERLÖSE AUS SERVICE-GESCHÄFT
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Ersatzteile | 256.407 | 248.414 |
| Modifikationen | 205.601 | 175.763 |
| Sonstige | 97.593 | 84.593 |
| Summe Umsatzerlöse aus Service-Geschäft | 559.601 | 508.770 |
6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Berichtszeitraum im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von 17.679 Tsd. €, Erträge aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 4.903 Tsd. € und eine nachträgliche Kaufpreiserstattung in Höhe von 1.145 Tsd. € aus dem Erwerb der Hekuma GmbH (Vorjahr: im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von 11.193 Tsd. € und Erträge aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in Höhe von 1.942 Tsd. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten wie im Vorjahr größtenteils Währungsverluste. Im ersten Halbjahr 2022 betrugen diese 19.970 Tsd. € (Vorjahr: 11.454 Tsd. €).
7. ZINSERGEBNIS
ZINSERGEBNIS
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.080 | 1.579 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -13.155 | -18.245 |
| davon | ||
| Zinsaufwand aus den Schuldscheindarlehen | -4.147 | -4.739 |
| Zinsaufwand aus der Folgebilanzierung des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG | -2.272 | -2.706 |
| Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen | -1.633 | -1.511 |
| Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung von Anleihe, Wandelanleihe und Schuldscheindarlehen | -1.450 | -1.775 |
| Zinsaufwand aus der Wandelanleihe | -563 | -563 |
| Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | - | -2.204 |
| Vorfälligkeitsentschädigung Finanzierungsinstrumente Teamtechnik | - | -2.161 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -3.090 | -2.586 |
| Zinsergebnis | -10.075 | -16.666 |
8. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE
IM GESCHÄFTSJAHR 2022 VERÄUSSERTE VERMÖGENSWERTE
Am Standort Goldkronach, Deutschland, wurden Immobilien und weitere Sachanlagen, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft waren, mit einem Veräußerungserlös von 2.790 Tsd. € und einem Ertrag in Höhe von 68 Tsd. € am 28. Januar 2022 verkauft. Zuvor wurde im Geschäftsjahr 2021 eine im Vorjahr vorgenommene Wertberichtigung in Höhe von 472 Tsd. € ertragswirksam aufgelöst. Die Sachanlagen waren der Division Clean Technology Systems zugeordnet.
Als weiterer Teil der im Geschäftsjahr 2020 eingeleiteten Kapazitäts- und Standortanpassungen wurden am Standort Wolfsburg, Deutschland, Immobilien und weitere Sachanlagen als zur Veräußerung gehalten eingestuft und am 4. Februar 2022 mit einem Veräußerungserlös von 3.560 Tsd. € und einem Ertrag in Höhe von 88 Tsd. € verkauft. Die Sachanlagen waren der Division Application Technology zugeordnet.
9. RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 um 20.797 Tsd. € und betrugen zum 30. Juni 2022 30.097 Tsd. € (31.12.2021: 50.894 Tsd. €). Der Rückgang resultiert insbesondere aus einer Verringerung der leistungsorientierten Verpflichtungen aufgrund von höheren angenommenen Abzinsungssätzen. Dieser Effekt wurde teilweise durch eine gegenläufige Entwicklung des Planvermögens kompensiert.
Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz erhöhte sich von 0,90 % zum 31. Dezember 2021 auf 3,30 % zum 30. Juni 2022.
10. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN
Die vom Dürr-Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf:
ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIESTUFEN
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| Fair-Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd.€ | 30. Juni 2022 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 4.519 | - | - | 4.519 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.125 | - | 2.125 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 13.776 | - | - | 13.776 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 2.019 | - | 2.019 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 605 | - | 605 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 14.786 | - | 14.786 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verpflichtung aus Optionen | 5.648 | - | - | 5.648 |
| Verbindlichkeiten aus Kaufpreisraten | 8.770 | - | - | 8.770 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 2.274 | - | 2.274 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.989 | - | 2.989 | - |
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| Fair-Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 31. Dezember 2021 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 4.678 | - | - | 4.678 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.954 | - | 1.954 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Übrige Finanzanlagen | 13.776 | - | - | 13.776 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.027 | - | 1.027 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 419 | - | 419 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 6.234 | - | 6.234 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verpflichtung aus Optionen | 5.648 | - | - | 5.648 |
| Verbindlichkeiten aus Kaufpreisraten | 14.263 | - | - | 14.263 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 438 | - | 438 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.003 | - | 3.003 | - |
Im ersten Halbjahr 2022 fand keine Umgliederung zwischen den Stufen statt.
SENSITIVITÄTEN STUFE 3
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, bedingten Kaufpreisraten und Optionen, die der Fair-Value-Hierarchie-Stufe 3 zugeordnet sind, unterliegen bei einer unterstellten Änderung der Input-Parameter den nachfolgend beschriebenen Wertschwankungen.
Der beizulegende Zeitwert der ADAMOS GmbH beruht maßgeblich auf den erwarteten Free Cashflows der kommenden Jahre.
Der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreisbestandteile der Cogiscan Inc. basiert auf dem durchschnittlichen Umsatz der Geschäftsjahre 2021 bis 2024 sowie auf dem durchschnittlichen EBIT der Geschäftsjahre 2021 und 2022. Die bedingten Kaufpreisbestandteile kommen nur zur Auszahlung, wenn die durchschnittlichen Umsatzerlöse beziehungsweise das durchschnittliche EBIT die vereinbarten Schwellenwerte übersteigen.
Der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreisbestandteile der HOMAG China Golden Field-Gruppe beruht auf dem Umsatz und dem Ergebnis der Gruppe für die Geschäftsjahre 2020 und 2021. Der Kaufpreis wurde in der Berichtsperiode final festgelegt und wird in Tranchen gezahlt.
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Parker Engineering Co., Ltd. basiert hauptsächlich auf Einschätzungen des Managements zur Entwicklung der zukünftigen Free Cashflows der Gesellschaft. Der Wert der zugehörigen Verkaufsoption orientiert sich am anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft und würde bei einer unterstellten Änderung der zukünftigen Free Cashflows nach oben beziehungsweise nach unten schwanken.
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Teamtechnik Production Technology SP z.o.o. basiert hauptsächlich auf Einschätzungen des Managements zur Entwicklung der zukünftigen Free Cashflows der Gesellschaft. Der Wert der zugehörigen Verkaufsoption orientiert sich an den geprüften Geschäftszahlen der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung der Option und würde bei einer unterstellten Änderung der zukünftigen Free Cashflows nach oben beziehungsweise nach unten schwanken.
BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER FINANZINVESTITIONEN IN EIGENKAPITALINSTRUMENTE, BEDINGTEN
KAUFPREISRATEN UND OPTIONEN
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| 30. Juni 2022 | |||
|---|---|---|---|
| Tsd.€ | Buchwert | Sensitivitätsanalyse | |
| --- | --- | --- | --- |
| +10 % | -10% | ||
| ADAMOS GmbH | 4.372 | 4.822 | 3.923 |
| Cogiscan Inc. | 4.437 | 4.437 | - |
| Parker Engineering Co., Ltd. | 11.661 | 12.559 | 10.763 |
| Parker Engineering Co., Ltd. - Option | 4.041 | 4.938 | 3.142 |
| Teamtechnik Production Technology Sp z.o.o. | 2.115 | 2.327 | 1.904 |
| Teamtechnik Production Technology Sp z.o.o. - Option | 1.607 | 1.819 | 1.396 |
| HOMAG China Golden Field-Gruppe | 4.333 | 4.333 | 4.333 |
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| 31. Dezember 2021 | |||
|---|---|---|---|
| Tsd.€ | Buchwert | Sensitivitätsanalyse | |
| --- | --- | --- | --- |
| +10 % | -10% | ||
| ADAMOS GmbH | 4.372 | 4.822 | 3.923 |
| Cogiscan Inc. | 4.133 | 4.133 | - |
| Parker Engineering Co., Ltd. | 11.661 | 12.559 | 10.763 |
| Parker Engineering Co., Ltd. - Option | 4.041 | 4.938 | 3.142 |
| Teamtechnik Production Technology Sp z.o.o. | 2.115 | 2.327 | 1.904 |
| Teamtechnik Production Technology Sp z.o.o. - Option | 1.607 | 1.819 | 1.396 |
| HOMAG China Golden Field-Gruppe | 10.005 | 11.000 | 7.375 |
BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN
BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTEN
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| 30. Juni 2022 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert | Buchwert |
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 574.681 | 574.681 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | 604.242 | 604.242 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 26 | 26 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 287.668 | 287.668 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 553.310 | 553.310 |
| Wandelanleihe | 137.073 | 141.360 |
| Schuldscheindarlehen | 638.071 | 663.626 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.418 | 32.751 |
| Weitere übrige Finanzverbindlichkeiten | 7.305 | 7.305 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 251.218 | 249.448 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 103.032 | 103.032 |
| DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.466.617 | 1.466.617 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.725.427 | 1.750.832 |
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| 31. Dezember 2021 | ||
|---|---|---|
| Tsd.€ | Beizulegender Zeitwert | Buchwert |
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 583.144 | 583.144 |
| Forderungen aus L&L gegen Dritte | 587.881 | 587.881 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 43 | 43 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 288.299 | 288.299 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 373.008 | 373.008 |
| Wandelanleihe | 201.570 | 140.222 |
| Schuldscheindarlehen | 666.402 | 663.478 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 35.172 | 26.959 |
| Weitere übrige Finanzverbindlichkeiten | 11.078 | 11.078 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 256.760 | 252.741 |
| Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 130.858 | 130.858 |
| DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.459.367 | 1.459.367 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.674.848 | 1.598.344 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus L&L, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus L&L sowie übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Der Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht - mit Ausnahme der Wandelanleihe, der Schuldscheindarlehen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verpflichtungen aus Optionen - kaum vom Buchwert ab.
11. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Bereiche darstellen. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| 1. Halbjahr 2022 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd.€ | Paint and Final Assembly Systems | Application Technology | Clean Technology Systems | Measuring and Process Systems | Woodworking Machinery and Systems | Summe Segmente | Überleitung 1 | Summe Dürr-Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 541.855 | 194.593 | 175.553 | 40.780 | 162.899 | 1.115.680 | - | 1.115.680 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 46.803 | 69.263 | 35.985 | 69.674 | 614.925 | 836.650 | 211 | 836.861 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | - | - | - | 2.018 | - | 2.018 | - | 2.018 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 1.197 | 333 | 685 | 16.763 | 3.683 | 22.661 | -22.661 | - |
| Summe Umsatzerlöse | 589.855 | 264.189 | 212.223 | 129.235 | 781.507 | 1.997.009 | -22.450 | 1.954.559 |
| davon aus Service-Geschäft | 175.378 | 91.454 | 71.213 | 44.001 | 181.938 | 563.984 | -4.383 | 559.601 |
| EBIT | 12.973 | 18.895 | 882 | 3.963 | 50.601 | 87.314 | -10.628 | 76.686 |
| Vermögen (zum 30.06.) | 1.064.405 | 577.263 | 341.469 | 337.420 | 1.283.743 | 3.604.300 | -56.267 | 3.548.033 |
| Schulden (zum 30.06.) | 790.960 | 298.324 | 228.612 | 122.832 | 883.123 | 2.323.851 | 160.812 | 2.484.663 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 5.292 | 1.981 | 1.413 | 1.694 | 7.333 | 17.713 | 413 | 18.126 |
1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und zeitpunktbezogenen Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden betreffen das Corporate Center.
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| 1. Halbjahr 2021 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd.€ | Paint and Final Assembly Systems | Application Technology | Clean Technology Systems | Measuring and Process Systems 2 | Woodworking Machinery and Systems 2 | Summe Segmente | Überleitung 1, 2 | Summe Dürr-Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 445.335 | 148.449 | 138.594 | 43.292 | 117.945 | 893.615 | - | 893.615 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 42.975 | 69.810 | 33.696 | 65.216 | 525.396 | 737.093 | 5 | 737.098 |
| Umsatzerlöse aus Leasingverträgen | - | - | - | 2.129 | - | 2.129 | - | 2.129 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 2.248 | 834 | 293 | 11.005 | 3.385 | 17.765 | -17.765 | - |
| Summe Umsatzerlöse | 490.558 | 219.093 | 172.583 | 121.642 | 646.726 | 1.650.602 | -17.760 | 1.632.842 |
| davon aus Service-Geschäft | 162.757 | 89.013 | 52.870 | 40.240 | 167.566 | 512.446 | -3.676 | 508.770 |
| EBIT | 8.550 | 13.923 | 4.024 | 6.666 | 33.888 | 67.051 | -5.096 | 61.955 |
| Vermögen (zum 31.12.) | 987.445 | 525.688 | 317.832 | 319.500 | 1.110.836 | 3.261.301 | -48.991 | 3.212.310 |
| Schulden (zum 31.12.) | 715.355 | 251.193 | 197.098 | 107.284 | 722.518 | 1.993.448 | 208.807 | 2.202.255 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 4.923 | 2.025 | 1.373 | 1.707 | 6.800 | 16.828 | 286 | 17.114 |
1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und zeitpunktbezogenen Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden betreffen das Corporate Center.
2 Das Tooling-Geschäft wurde zum 1. Januar 2022 von Woodworking Machinery and Systems zu Measuring and Process Systems transferiert. Die Angaben für das erste Halbjahr 2021 und zum 30. Juni sowie 31. Dezember 2021 wurden entsprechend angepasst.
ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS
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| Tsd.€ | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| EBIT der Segmente | 87.314 | 67.051 |
| EBIT Corporate Center | -10.308 | -5.094 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -320 | -2 |
| EBIT des Dürr-Konzerns | 76.686 | 61.955 |
| Beteiligungsergebnis | -1.101 | -279 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.080 | 1.579 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -13.155 | -18.245 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 65.510 | 45.010 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -23.057 | -13.296 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 42.453 | 31.714 |
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| Tsd.€ | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
|---|---|---|
| Segmentvermögen | 3.604.300 | 3.261.301 |
| Vermögen Corporate Center | 1.107.838 | 1.076.733 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -1.164.105 | -1.125.724 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 574.681 | 583.144 |
| Termingelder und übrige Finanzforderungen | 254.720 | 254.779 |
| Ertragsteuerforderungen | 31.185 | 30.816 |
| Latente Steueransprüche | 92.276 | 72.575 |
| Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns | 4.500.895 | 4.153.624 |
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| Tsd.€ | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
|---|---|---|
| Segmentschulden | 2.323.851 | 1.993.448 |
| Schulden Corporate Center | 226.751 | 236.071 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -65.939 | -27.264 |
| Wandelanleihe und Schuldscheindarlehen | 804.986 | 803.700 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 32.751 | 26.959 |
| Weitere übrige Finanzverbindlichkeiten | 7.305 | 11.078 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 71.035 | 68.008 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 47.464 | 36.037 |
| Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns * | 3.448.204 | 3.148.037 |
* Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital
12. ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PARTEIEN
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Etwaige Geschäfte zwischen dem Dürr-Konzern und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands wird auf den Geschäftsbericht 2021 verwiesen.
Nahestehende Parteien beinhalten das at equity bilanzierte Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns sowie Unternehmen, für die die Dürr AG ein assoziiertes Unternehmen darstellt.
GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN
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| Tsd. € | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
|---|---|---|
| Lieferungs- und Leistungsbeziehungen | ||
| Assoziierte Unternehmen | 305 | 367 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | - | - |
| Sonstiges nahestehendes Unternehmen | 30 | 60 |
| Summe Lieferungs- und Leistungsbeziehungen | 335 | 427 |
SALDEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN
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| Tsd. € | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen | ||
| Assoziierte Unternehmen | 26 | 43 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | - | - |
| Sonstiges nahestehendes Unternehmen | - | - |
| Summe Forderungen | 26 | 43 |
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| Tsd.€ | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | ||
| Assoziierte Unternehmen | 134 | 163 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 1.065 | 1.070 |
| Sonstiges nahestehendes Unternehmen | 15 | 15 |
| Summe Verbindlichkeiten | 1.214 | 1.248 |
Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig.
13. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| Tsd.€ | 30. Juni 2022 | 31. Dezember 2021 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften | 1.726 | 1.826 |
| Sonstige | 341 | 337 |
| Summe | 2.067 | 2.163 |
Der Dürr-Konzern geht davon aus, dass aus den Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.
Die Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen betragen 3.669 Tsd. € (31.12.2021: 5.109 Tsd. €). Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.
14. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat am 3. August 2022 die Bestellung von Finanzvorstand Dietmar Heinrich bis zum 30. September 2026 verlängert. Herr Heinrich gehört dem Vorstand der Dürr AG seit August 2020 an. Sein Vertrag hatte ursprünglich eine Laufzeit bis 31. Juli 2023. Mit der nun vereinbarten Verlängerung um drei Jahre und zwei Monate endet die Bestellung mit dem Erreichen der Altersgrenze von 63 Jahren.
Es gab keine weiteren außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 4. August 2022
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender
Dietmar Heinrich, Finanzvorstand
MEHRJAHRESÜBERSICHT 2019 BIS 2022
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| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 2.609,4 | 2.110,9 | 1.483,0 | 1.921,0 | 1.208,9 | 1.078,7 | 644,8 | 815,1 |
| Auftragsbestand (30.6.) | 4.105,1 | 3.175,1 | 2.478,8 | 2.622,2 | 4.105,1 | 3.175,1 | 2.478,8 | 2.622,2 |
| Umsatz | 1.954,6 | 1.632,8 | 1.615,2 | 1.880,4 | 1.048,9 | 843,0 | 772,6 | 930,5 |
| Bruttoergebnis 1 | 435,3 | 381,1 | 295,6 | 414,1 | 221,5 | 203,0 | 118,7 | 207,7 |
| EBITDA | 140,3 | 121,2 | 63,4 | 150,4 | 65,6 | 67,7 | 11,6 | 74,7 |
| EBIT | 76,7 | 62,0 | 6,6 | 95,2 | 33,0 | 37,9 | -16,4 | 46,6 |
| EBIT vor Sondereffekten | 85,0 | 78,8 | 23,7 | 106,9 | 40,4 | 49,6 | -8,9 | 52,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 42,5 | 31,7 | -3,0 | 63,6 | 15,4 | 23,2 | -16,3 | 30,6 |
| Bruttomarge 1 in % | 22,3 | 23,3 | 18,3 | 22,0 | 21,1 | 24,1 | 15,4 | 22,3 |
| EBIT-Marge in % | 3,9 | 3,8 | 0,4 | 5,1 | 3,1 | 4,5 | -2,1 | 5,0 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten in % | 4,3 | 4,8 | 1,5 | 5,7 | 3,9 | 5,9 | -1,2 | 5,6 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 78,5 | 140,1 | 106,0 | -59,1 | -27,2 | 48,2 | 37,3 | 16,6 |
| Free Cashflow | 7,9 | 72,8 | 44,3 | -106,8 | -66,9 | 7,0 | -1,5 | -10,4 |
| Investitionen | 60,9 | 44,0 | 37,2 | 47,5 | 29,3 | 24,6 | 17,6 | 25,4 |
| Bilanzsumme (30.6.) | 4.500,9 | 3.975,3 | 3.811,1 | 3.510,6 | 4.500,9 | 3.975,3 | 3.811,1 | 3.510,6 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30.6.) | 1.052,7 | 928,9 | 956,1 | 985,4 | 1.052,7 | 928,9 | 956,1 | 985,4 |
| Eigenkapitalquote (30.6.) in % | 23,4 | 23,4 | 25,1 | 28,1 | 23,4 | 23,4 | 25,1 | 28,1 |
| Gearing (30.6.) in % | 9,9 | 11,4 | 11,2 | 24,4 | 9,9 | 11,4 | 11,2 | 24,4 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA 2 | 0,4 | 0,7 | 0,5 | 0,9 | 0,4 | 0,7 | 0,5 | 0,9 |
| ROCE 2 in % | 13,0 | 11,5 | 1,2 | 14,5 | 11,2 | 14,1 | -6,0 | 14,2 |
| Nettofinanzstatus (30.6.) | -116,2 | -119,9 | -120,9 | -318,3 | -116,2 | -119,9 | -120,9 | -318,3 |
| Net Working Capital (30.6.) | 416,8 | 387,2 | 410,1 | 603,4 | 416,8 | 387,2 | 410,1 | 603,4 |
| Beschäftigte (30.6.) | 18.126 | 17.114 | 16.283 | 16.384 | 18.126 | 17.114 | 16.283 | 16.384 |
| Dürr-Aktie ISIN: DE0005565204 | ||||||||
| Höchst in € | 42,60 | 37,78 | 32,90 | 42,26 | 27,34 | 37,78 | 26,24 | 42,26 |
| Tiefst in € | 21,38 | 31,06 | 15,72 | 29,18 | 21,38 | 31,06 | 16,69 | 29,29 |
| Schluss in € | 21,96 | 32,08 | 23,20 | 29,84 | 26,82 | 32,08 | 23,20 | 29,84 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz (Aktienzahl) | 153.836 | 188.475 | 326.582 | 209.280 | 159.499 | 154.100 | 269.808 | 223.164 |
| Anzahl der Aktien (Tsd.) | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 0,61 | 0,47 | -0,06 | 0,88 | 0,23 | 0,33 | -0,24 | 0,43 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 0,59 | 0,45 | -0,06 | 0,88 | 0,23 | 0,32 | -0,24 | 0,43 |
1 Seit dem Geschäftsjahr 2021 weisen wir Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerten in den Umsatzkosten aus, zuvor waren sie in den Vertriebskosten enthalten. Aus Gründen der Vergleichbarkeit haben wir die entsprechenden Vorjahreswerte im Vergleich zum Vorjahresausweis geringfügig angepasst.
2 annualisiert
FINANZKALENDER
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| 7. September 2022 | Commerzbank ODDO BHF European Conference, Frankfurt |
| 8. September 2022 | Morgan Stanley Industrial CEOs Unplugged, London |
| 12. September 2022 | UBS Quo Vadis Tour, virtuell |
| 20. September 2022 | Berenberg and Goldman Sachs Eleventh German Corporate Conference, München |
| 21. September 2022 | Baader Investment Conference, München |
| 10. November 2022 | Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate 2022 Telefonkonferenz Analysten/Investoren |
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