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Dürr AG — Interim / Quarterly Report 2018
Aug 9, 2018
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Interim / Quarterly Report
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Dürr Aktiengesellschaft
Stuttgart
Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2018
HALBJAHRESFINANZBERICHT
1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018
www.durr-group.de
Kennzahlen Dürr-Konzern (IFRS)
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 1.955,0 | 2.078,3 | 935,9 | 1.033,9 |
| Auftragsbestand (30.6.) | Mio. € | 2.750,3 | 2.744,2 | 2.750,3 | 2.744,2 |
| Umsatz | Mio. € | 1.749,6 | 1.753,5 | 909,5 | 863,2 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 404,1 | 424,2 | 205,5 | 206,8 |
| EBITDA | Mio. € | 140,9 | 187,6 | 69,8 | 82,6 |
| EBIT | Mio. € | 101,4 | 147,1 | 50,3 | 60,9 |
| EBIT vor Sondereffekten2 | Mio. € | 110,4 | 132,2 | 54,9 | 66,5 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 68,1 | 101,9 | 33,6 | 40,5 |
| Bruttomarge | % | 23,1 | 24,2 | 22,6 | 24,0 |
| EBIT-Marge | % | 5,8 | 8,4 | 5,5 | 7,1 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten2 | % | 6,3 | 7,5 | 6,0 | 7,7 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | - 59,7 | -40,8 | 16,6 | -36,7 |
| Free Cashflow | Mio. € | -106,7 | -85,7 | -9,6 | - 55,1 |
| Investitionen | Mio. € | 34,3 | 33,6 | 21,4 | 15,2 |
| Bilanzsumme (30.6.) | Mio. € | 3.466,5 | 3.339,3 | 3.466,5 | 3.339,3 |
| Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) (30.6.) |
Mio. € | 882,1 | 834,0 | 882,1 | 834,0 |
| Eigenkapitalquote (30.6.) | % | 25,4 | 25,0 | 25,4 | 25,0 |
| ROCE3 | % | 22,0 | 37,1 | 21,8 | 33,3 |
| Nettofinanzstatus (30.6.) | Mio. € | -29,9 | 96,2 | -29,9 | 96,2 |
| Net Working Capital (30.6.) | Mio. € | 452,9 | 337,9 | 452,9 | 337,9 |
| Mitarbeiter (30.6.) | 15.236 | 14.545 | 15.236 | 14.545 | |
| Dürr-Aktie4 | |||||
| ISIN: DE0005565204 | |||||
| Höchst5 | € | 57,18 | 53,85 | 49,85 | 53,85 |
| Tiefst5 | € | 39,16 | 35,78 | 39,61 | 40,63 |
| Schluss5 | € | 39,79 | 52,33 | 39,79 | 52,33 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 291.300 | 304.254 | 323.300 | 299.380 |
| Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) |
Tsd. | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,95 | 1,45 | 0,46 | 0,57 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Sondereffekte H1 2018: -9,0 Mio. € (u.a. -4,3 Mio. € Kaufpreisallokation HOMAG Group, -3,5 Mio. € Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems, -1,5 Mio. € Transaktionskosten MEGTEC/Universal), H1 2017: +14,9 Mio. €
3 Annualisiert
4 Die Anzahl der Aktien hat sich durch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis von 1:1 am 22. Juni 2018 auf 69.202.080 erhöht. Die Aktienanzahl, das Ergebnis je Aktie, die Aktienkurse und die Tagesumsätze wurden entsprechend angepasst.
5 Xetra
Highlights H1 2018: Cashflow in Q2 verbessert
―
Vorjahresvergleich beeinflusst durch Ecoclean-Verkauf und Wechselkursveränderungen
| ― | Ecoclean Q1 2017: 22,7 Mio. € außerordentlicher Verkaufsertrag und 3,5 Mio. € operatives EBIT |
―
Vergleichbarer H1-Auftragseingang* auf Vorjahresniveau (-1 %)
―
Auftragsbestand: 2,8 Mrd. €, 215 Mio. € über Jahresende 2017
―
Vergleichbarer H1-Umsatz*: +6 %
―
Book-to-Bill H1: 1,1
―
H1-EBIT: -31 % auf 101,4 Mio. €, u.a. durch hohen Sonderertrag aus Ecoclean-Verkauf in Q1 2017
―
Operatives H1-EBIT (vor Sondereffekten): -16,4 % auf 110,4 Mio. €
―
Erwarteter Margenrückgang bei Paint and Final Assembly Systems
| ― | Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 in Umsetzung |
| ― | Marge im Auftragseingang in H1 2018 leicht verbessert |
―
HOMAG erwartet stärkere Umsatzrealisierung in H2 nach vorübergehenden Ausbringungsproblemen in H1
―
Positiver Cashflow-Trend seit Q2
| ― | H1: Cashflow nach erwartetem NWC-Aufbau bei -59,7 Mio. € |
| ― | Q2: positiver Cashflow |
| ― | Weitere Verbesserung in H2 erwartet |
―
Ausblick für 2018 unverändert (ohne Berücksichtigung des anstehenden Erwerbs von MEGTEC/Universal)
| ― | Auftragseingang: 3,6 bis 3,9 Mrd. € |
| ― | Umsatz: 3,7 bis 3,9 Mrd. € |
| ― | EBIT-Marge: 7,0 bis 7,5 % |
| ― | EBIT-Marge vor Sondereffekten: 7,4 bis 7,8 % |
―
Ausblick 2018 (inklusive MEGTEC/Universal, Konsolidierung voraussichtlich ab 9/2018)
| ― | Auftragseingang: 3,7 bis 4,0 Mrd. € |
| ― | Umsatz: 3,8 bis 4,0 Mrd. € |
| ― | EBIT-Marge: 6,8 bis 7,3 % |
| ― | EBIT-Marge vor Sondereffekten: 7,4 bis 7,8 % |
* Adjustiert um Ecoclean-Effekt und Wechselkursveränderungen
KONZERNLAGEBERICHT
Strategie
Die Strategie "Dürr 2020" bestimmt den Kurs für die Weiterentwicklung des Konzerns bis zum Jahr 2020. Die damit verbundenen Kennzahlenziele sind:
| ― | Umsatz: Bis 2020 soll der Umsatz durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen auf bis zu 5 Mrd. € steigen. |
| ― | EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen. |
| ― | ROCE: Der ROCE soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen. |
PORTFOLIOSTRATEGIE: NEUE WACHSTUMSFELDER ERSCHLIESSEN
Ein wichtiges Element von "Dürr 2020" ist die Erschließung neuer Felder für profitables Wachstum. Wie bei der 2014 erworbenen HOMAG Group suchen wir potenzielle Akquisitionsziele vor allem außerhalb des Automotive-Kerngeschäfts. Denn angesichts unserer hohen Marktanteile ist das Wachstumspotenzial im Geschäft mit der Automobilindustrie begrenzt. Für die kommenden Jahre erwarten wir in diesem Bereich ein Wachstum von durchschnittlich 3 bis 4 % p. a.
Im Rahmen unserer Akquisitionsstrategie haben wir im Juni 2018 den Erwerb des industriellen Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox (B&W) mit einem Unternehmenswert von rund 110 Mio. € bekanntgegeben. Wir beabsichtigen, jeweils 100 % der Anteile an den B&W-Töchtern Babcock & Wilcox MEGTEC LLC, Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc. und Babcock & Wilcox Universal Inc. zu erwerben und die drei Gesellschaften in unsere Division Clean Technology Systems einzubringen. Dadurch entsteht ein führender Anbieter umwelttechnischer Anlagen zur industriellen Abluftreinigung. Gemeinsam können wir Kundenbedürfnisse besser bedienen und Synergien nutzen, unter anderem im Service-Geschäft. In der Division Clean Technology Systems streben wir für 2021 einen Umsatz von bis zu 500 Mio. € und eine EBIT-Marge von 6 bis 7 % an. Wir erwarten die behördlichen Genehmigungen für die Akquisition im August/September und rechnen mit einer Erstkonsolidierung der Gesellschaften zum 1. September 2018.
Auch nach dem Zukauf von MEGTEC/Universal werden wir den eingeschlagenen Akquisitionskurs fortsetzen. Potenzielle Zielunternehmen sollen über einen Umsatz von bis zu 1,5 Mrd. € verfügen und diese Akquisitionskriterien erfüllen:
| ― | Maschinen- und Anlagenbau |
| ― | Nischenmarkt |
| ― | Führende Markt- und Technologieposition |
| ― | Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung und Synergien |
| ― | Passende Unternehmenskultur |
Denkbar sind darüber hinaus kleinere Unternehmenszukäufe, entweder zur Stärkung einer bestehenden Division oder um unserem Portfolio eine komplementäre Technologie hinzuzufügen, von der mehrere Divisions profitieren können.
MARKTFÜHRER IM ZEITALTER DER DIGITALISIERUNG
Mit "Dürr 2020" verfolgen wir ein zentrales Ziel: Dürr soll als Maschinen- und Anlagenbauer auch im Zeitalter der Digitalisierung wachsen und den Wettbewerb anführen. Dafür steht der Strategiekern digital@DÜRR. Mit diesen Aktivitäten treiben wir die Digitalisierung unserer Produkte, Systeme, Services und Geschäftsprozesse voran.
Mit der Plattform ADAMOS für das Industrial Internet of Things (IIoT) verfügen wir über eine wichtige Infrastrukturvoraussetzung, um unser Digitalgeschäft auszubauen. Das gleichnamige Joint Venture haben wir im September 2017 zusammen mit den Maschinenbauern DMG Mori, Zeiss und ASM sowie der Software AG gegründet, weitere Partner sind das Maschinenbauunternehmen Engel Austria und die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik. ADAMOS ist eine offene Plattform und soll sich zum Standard in der Maschinenbaubranche entwickeln. Die teilnehmenden Unternehmen tauschen Know-how und Lösungen aus, reduzieren den Aufwand und können ihren Kunden IIoT-Software und Hardware aus einer Hand bieten.
Entscheidend dafür, dass unsere Kunden uns als Anbieter digitaler Lösungen wahrnehmen, sind die Online-Marktplätze LOXEO (für Dürr- und Schenck-Kunden) und tapio (für die holzbearbeitende Industrie). Sie basieren auf ADAMOS und bilden die Schnittstelle zu unseren Kunden. Anlagenbetreiber können auf LOXEO und tapio Daten auswerten, ihre Produktion digital abbilden und digitale Services und Apps erwerben, zum Beispiel für Predictive Maintenance.
"DÜRR 2020": VIER STRATEGIEFELDER
LEADING IN PRODUCTION EFFICIENCY

Der Strategiekern digital@DÜRR ist richtungsweisend für unsere vier Strategiefelder. Digitalisierungsinitiativen finden sich in jedem Feld. Parallel arbeiten wir an weiteren erfolgskritischen Themen wie beispielsweise Organisationsoptimierung und Technologieentwicklung. Besondere Bedeutung haben dabei:
Innovation:
| ― | Industrial Internet of Things (IIoT) |
| ― | Smart Factories, Smart Products, Smart Processes |
| ― | Automatisierung |
Globalisierung:
| ― | Weitere Lokalisierung der Wertschöpfung in den Emerging Markets |
Service:
| ― | Smart Services (z.B. Predictive Maintenance) |
| ― | Customer Relationship Management |
| ― | Wachstum durch optimierte Service-Versorgung der installierten Basis |
Effizienz:
| ― | Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse |
| ― | Prozessoptimierung |
Erstanwendung IFRS 15 und IFRS 9
IFRS 15
Seit dem 1. Januar 2018 wenden wir den neuen International Financial Reporting Standard 15 (IFRS 15) "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" an. Die Erstanwendung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns. Einen Überblick über die Veränderungen bei den wichtigsten Kennzahlen in den Konzernabschlüssen für das Geschäftsjahr 2017, das zweite Quartal 2017 und das erste Halbjahr 2017 geben die folgenden Tabellen. Die Werte, die in der vorliegenden Zwischenmitteilung für das Geschäftsjahr 2017, das zweite Quartal 2017 und das erste Halbjahr 2017 gezeigt werden, wurden nach IFRS 15 ermittelt und können daher von den ursprünglich veröffentlichten Werten abweichen.
GESCHÄFTSJAHR 2017
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| Mio. € | GJ 2017 berichtet | IFRS 15 Anpassungen | GJ 2017 angepasst |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 3.876,0 | 12,7 | 3.888,7 |
| Umsatz | 3.715,4 | -2,2 | 3.713,2 |
| Auftragsbestand | 2.516,3 | 18,7 | 2.535,1 |
| EBIT | 289,6 | -2,6 | 287,0 |
| EBIT vor Sondereffekten | 281,8 | -2,6 | 279,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 201,5 | -1,8 | 199,6 |
| Ergebnisanteil | |||
| Dürr-Aktionäre | 194,4 | -1,8 | 192,6 |
| Eigenkapital | 903,7 | -3,2 | 900,5 |
| Bilanzsumme | 3.411,8 | 99,8 | 3.511,6 |
| Net Working Capital | 362,1 | 11,6 | 373,7 |
2. QUARTAL 2017
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| Mio. € | Q2 2017 berichtet | IFRS 15 Anpassungen | Q2 2017 angepasst |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.022,7 | 11,2 | 1.033,9 |
| Umsatz | 859,9 | 3,3 | 863,2 |
| Auftragsbestand | 2.743,0 | 1,2 | 2.744,2 |
| EBIT | 56,5 | 4,4 | 60,9 |
| EBIT vor Sondereffekten | 62,1 | 4,4 | 66,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 37,2 | 3,3 | 40,5 |
| Ergebnisanteil | |||
| Dürr-Aktionäre | 36,2 | 3,3 | 39,5 |
| Eigenkapital | 833,2 | 0,8 | 834,0 |
| Bilanzsumme | 3.272,5 | 66,8 | 3.339,3 |
| Net Working Capital | 328,9 | 9,0 | 337,9 |
1. HALBJAHR 2017
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| Mio. € | H1 2017 berichtet | IFRS 15 Anpassungen | H1 2017 angepasst |
|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 2.078,7 | -0,4 | 2.078,3 |
| Umsatz | 1.751,3 | 2,3 | 1.753,5 |
| Auftragsbestand | 2.743,0 | 1,2 | 2.744,2 |
| EBIT | 144,2 | 2,9 | 147,1 |
| EBIT vor Sondereffekten | 129,3 | 2,9 | 132,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 99,7 | 2,1 | 101,9 |
| Ergebnisanteil | |||
| Dürr-Aktionäre | 97,9 | 2,1 | 100,1 |
| Eigenkapital | 833,2 | 0,8 | 834,0 |
| Bilanzsumme | 3.272,5 | 66,8 | 3.339,3 |
| Net Working Capital | 328,9 | 9,0 | 337,9 |
IFRS 9
IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird ebenfalls seit dem 1. Januar 2018 angewendet. Darin sind der Ansatz sowie die Bewertung, Ausbuchung und Sicherungsbilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten neu geregelt. Im Umstellungszeitpunkt (1. Januar 2018) wurde das Eigenkapital ergebnisneutral um 3,6 Mio. € verringert. Für das Geschäftsjahr 2018 und darüber hinaus erwarten wir infolge der Anwendung von IFRS 9 nur geringe Auswirkungen auf die Ertragslage.
Wirtschaftliches Umfeld
KONJUNKTUR
Wie schon öfter in den zurückliegenden Jahren nahm die US-Wirtschaft nach einem vergleichsweise verhaltenen Jahresauftakt im zweiten Quartal Fahrt auf. Das belegen eine Reihe von Konjunkturdaten und Stimmungsindikatoren. Auch in China zeigte sich ein relativ stabiler Konjunkturaufschwung, während das Wachstum in Europa etwas geringer ausfiel als im Vorjahr. Durch die eskalierenden Handelskonflikte trüben sich die Konjunkturaussichten allerdings zunehmend ein. Die Rohstoffpreise gaben im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresbeginn nach. Auch die Zinsen setzten den im ersten Quartal eingeschlagenen Aufwärtstrend nicht fort. Das attraktive Zinsniveau in den USA sorgte im zweiten Quartal für eine Stärkung des US-Dollars.
KONJUNKTURPROGNOSE
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| BIP-Wachstum (%) | 2017 | 2018p | 2019p |
|---|---|---|---|
| USA | 2,3 | 3,0 | 2,8 |
| Japan | 1,7 | 0,8 | 0,5 |
| Euroland | 2,6 | 2,1 | 1,8 |
| Deutschland | 2,2 | 2,0 | 1,8 |
| China | 6,9 | 6,6 | 6,3 |
| Welt | 3,8 | 3,9 | 3,9 |
Quelle: Deutsche Bank, Juli 2018
P = Prognose
AUTOMOBILINDUSTRIE
Der weltweite PKW-Absatz entwickelte sich im ersten Halbjahr 2018 insgesamt positiv. Die meisten großen Märkte konnten teils deutlich zulegen. In Europa setzte sich das robuste Absatzwachstum mit einem Plus von 3 % fort. In China, dem weltgrößten Automarkt, nahmen die Verkäufe um knapp 6 % zu. In den USA ergab sich ein Zuwachs von 2 %, nachdem das erste Halbjahr 2017 noch einen Rückgang gebracht hatte. Lediglich der japanische Markt verzeichnete einen Absatzrückgang von 2 %.
PKW-ABSATZ JANUAR - JUNI 2018
Veränderung zum Vorjahr in %

Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA), Juli 2018
MASCHINENBAU
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2018 weiterhin ein Produktionsplus von 5 %. Allerdings ging der Auftragseingang im Mai nach starken Zuwächsen in den Vormonaten erstmals wieder zurück. Von März bis Mai 2018 nahmen die Bestellungen um durchschnittlich 2 % zu, getragen wurde der positive Trend von einer lebhaften Nachfrage im Inland.
Der VDMA-Fachverband für sekundäre Holzbearbeitung (relevanter Teilmarkt für HOMAG) meldet für den Zeitraum Januar bis Mai 2018 ein preisbereinigtes Bestellwachstum von 2 %. Im Sektor Holzbearbeitungsmaschinen erwarten wir für 2018 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem die Vorjahre von hohen Zuwächsen im Auftragseingang geprägt waren.
Geschäftsverlauf*
* Dieser Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
AUFTRAGSEINGANG AUF VERGLEICHBARER BASIS NAHEZU KONSTANT
Im ersten Halbjahr 2018 erreichte der Auftragseingang 1.955,0 Mio. € und lag damit 5,9 % unter dem Rekordwert des Vorjahres (2.078,3 Mio. €). Zu berücksichtigen ist aber, dass die veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe im ersten Quartal 2017 noch enthalten war. Auf vergleichbarer Basis, also adjustiert um Wechselkurseffekte und den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zum 31. März 2017, erreichten die Bestellungen im ersten Halbjahr 2018 mit -1,4 % nahezu den Vorjahreswert. Im zweiten Quartal 2018 lag der Auftragseingang bei 935,9 Mio. € und damit 9,5 % unter dem sehr hohen Wert des Vorjahreszeitraums (1.033,9 Mio. €).
Mit einem Plus von 22,4 % erreichte die Division Clean Technology Systems (Umwelttechnik) das stärkste Bestellwachstum im ersten Halbjahr. Application Technology (Roboter- und Applikationstechnik) konnte den Auftragseingang um 6,1 % steigern. Paint and Final Assembly Systems (Lackier- und Montagesysteme) verzeichnete nach einem sehr hohen Vorjahreswert einen Rückgang von 10,5 %. Dies resultierte nicht zuletzt aus einem selektiveren Vertrieb mit stärkerem Fokus auf die Margenqualität neuer Aufträge. Bei Woodworking Machinery and Systems (Holzbearbeitungstechnik, HOMAG Group) ging der Auftragseingang um 4,4 % zurück, bewegte sich aber dennoch auf einem hohen Niveau. Der Rückgang von 23,0 % bei Measuring and Process Systems (Auswucht-, Befüll-, Prüftechnik) geht hauptsächlich auf die Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) zurück.
Der Auftragseingang aus den Emerging Markets (Asien ohne Japan, Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa) sank im ersten Halbjahr 2018 um 24,8 % auf 862,1 Mio. €, dies entspricht einem Anteil von 44,1 % am Gesamtbestellvolumen. Der darin enthaltene Auftragseingang aus China erhöhte sich leicht auf 420,4 Mio. €. Auch in den USA verzeichneten wir Bestellzuwächse. Ein Grund dafür war ein umfangreicher Lackiertechnikauftrag eines japanischen Automobilproduzenten. Dieses strategisch wichtige Projekt ist der bisher größte Auftrag für Dürr aus der japanischen Autoindustrie und könnte Signalwirkung auf andere Kunden aus Japan haben. In Europa reduzierte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2018 um 8,6 % auf 917,1 Mio. €.
Wechselkursveränderungen bewirkten im ersten Halbjahr 2018 Einbußen von 3 bis 4 % bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT.
AUFTRAGSEINGANG (MIO. €), ERSTES HALBJAHR 20181

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 1.955,0 | 2.078,3 | 935,9 | 1.033,9 |
| Umsatz | 1.749,6 | 1.753,5 | 909,5 | 863,2 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.750,3 | 2.744,2 | 2.750,3 | 2.744,2 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
VERGLEICHBARER UMSATZ IM ERSTEN HALBJAHR UM 6,0 % GESTIEGEN
Mit 1.749,6 Mio. € erreichte der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 beinahe exakt den Vorjahreswert; bereinigt um Währungseffekte und den Verkauf von Dürr Ecoclean erzielten wir ein Umsatzplus von 6,0 %. Im zweiten Quartal beschleunigte sich die Umsatzrealisierung: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichneten wir einen Zuwachs von 5,4 %, gegenüber dem ersten Quartal 2018 stieg der Umsatz um 8,3 %.
Die Divisions Paint and Final Assembly Systems und Application Technolgy erzielten im ersten Halbjahr 2018 die stärksten Umsatzzuwächse (6,7 % und 3,9 %), gefolgt von Woodworking Machinery and Systems (1,3 %). Bei Measuring and Process Systems bewirkte der Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe einen Umsatzrückgang. Clean Technology Systems verzeichnete einen sinkenden Umsatz, da die Auslastung in einigen Marktregionen nicht ausreichend war.
Der Service-Umsatz des Konzerns stieg im ersten Halbjahr 2018 um 1,6 % auf 460,5 Mio. €, dabei entwickelte sich das Service-Geschäft im zweiten Quartal dynamischer als im ersten. Die Service-Quote erreichte 26,3 % vom Gesamtumsatz (H1 2017: 25,8 %). In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir weitere Zuwächse im Service.
Gemessen am Umsatz war Europa im ersten Halbjahr unser größter Markt: 15 % der Erlöse kamen aus Deutschland, das Geschäft in den weiteren europäischen Ländern steuerte 30 % bei. Auf Nord - und Südamerika entfielen 25 % des Umsatzes, auf Asien, Afrika und Australien 31 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets erreichte 50 % (H1 2017: 46 %).
Die Book-to-Bill-Ratio (Auftragseingang zu Umsatz) erreichte mit 1,1 abermals einen guten Wert. Der Auftragsbestand erhöhte sich zur Jahresmitte deutlich auf 2.750,3 Mio. €, dies entspricht einem Zuwachs von 215,2 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2017. Auch gegenüber dem 30. Juni 2017 (2.744,2 Mio. €) ergab sich ein leichter Anstieg.
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 1.749,6 | 1.753,5 | 909,5 | 863,2 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 404,1 | 424,2 | 205,5 | 206,8 |
| Overheadkosten2 | Mio. € | 298,5 | 300,2 | 152,9 | 145,5 |
| EBITDA | Mio. € | 140,9 | 187,6 | 69,8 | 82,6 |
| EBIT | Mio. € | 101,4 | 147,1 | 50,3 | 60,9 |
| EBIT vor Sondereffekten3 | Mio. € | 110,4 | 132,2 | 54,9 | 66,5 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -7,1 | -9,7 | -3,8 | -4,2 |
| EBT | Mio. € | 94,3 | 137,4 | 46,5 | 56,7 |
| Ertragsteuern | Mio. € | -26,2 | -35,5 | - 12,9 | -16,2 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 68,1 | 101,9 | 33,6 | 40,5 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,95 | 1,45 | 0,46 | 0,57 |
| Bruttomarge | % | 23,1 | 24,2 | 22,6 | 24,0 |
| EBITDA-Marge | % | 8,1 | 10,7 | 7,7 | 9,6 |
| EBIT-Marge | % | 5,8 | 8,4 | 5,5 | 7,1 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten3 | % | 6,3 | 7,5 | 6,0 | 7,7 |
| EBT-Marge | % | 5,4 | 7,8 | 5,1 | 6,6 |
| Umsatzrendite nach Steuern | % | 3,9 | 5,8 | 3,7 | 4,7 |
| Steuerquote | % | 27,8 | 25,8 | 27,8 | 28,6 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
3 Sondereffekte H1 2018: -9,0 Mio. € (u.a. -4,3 Mio. € Kaufpreisallokation HOMAG Group, -3,5 Mio. € Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems, -1,5 Mio. € Transaktionskosten MEGTEC/Universal), H1 2017: +14,9 Mio. €
BRUTTOMARGE AUF GUTEM NIVEAU
Das Bruttoergebnis verringerte sich im ersten Halbjahr 2018 um 4,7 % auf 404,1 Mio. €. Dennoch erreichte die Bruttomarge mit 23,1 % einen guten Wert, wenngleich sie nicht an das sehr hohe Vorjahresniveau (24,2 %) herankam. Im zweiten Quartal sank die Bruttomarge auf 22,6 % nach 24,0 % im Vorjahreszeitraum. Gründe dafür waren die schwachen Auftragsmargen bei Paint and Final Assembly Systems aus dem Jahr 2017, die Unterauslastung bei Clean Technology Systems in einigen Regionen und vorübergehende Ausbringungsprobleme bei HOMAG.
ERGEBNIS DURCH ECOCLEAN-EFFEKT BEEINTRÄCHTIGT
Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@DÜRR haben wir die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im ersten Halbjahr 2018 um 9,3 % auf 61,3 Mio. € ausgeweitet. Die sonstigen Overhead-Kosten gingen bei ungefähr konstantem Umsatz um 2,8 % zurück. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ergab sich ein Saldo von -4,1 Mio. €; die größte Einzelposition waren saldierte Wechselkursverluste von 2,7 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2017 hatte der hohe Buchgewinn von 22,7 Mio. € aus dem Ecoclean-Verkauf zu einem saldierten sonstigen betrieblichen Ertrag von 23,1 Mio. € geführt.
Das EBIT reduzierte sich im ersten Halbjahr 2018 um 31,1 % auf 101,4 Mio. € (H1 2017: 147,1 Mio. €). Hauptursachen waren das geringere Bruttoergebnis und der Wegfall des Ecoclean-Sonderertrags. Zu berücksichtigen ist auch, dass Dürr Ecoclean im ersten Halbjahr 2017 noch ein operatives EBIT in Höhe von 3,5 Mio. € beisteuerte. Im zweiten Quartal wirkte sich zudem der hohe Tarifabschluss in der deutschen Metall- und Elektroindustrie aus; der daraus resultierende Aufwand überstieg die budgetierten Kosten um 3 Mio. €. Vor diesem Hintergrund belief sich das EBIT im zweiten Quartal auf 50,3 Mio. €, dies entspricht einem Rückgang von 17,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das um Sonderaufwendungen in Höhe von 9,0 Mio. € bereinigte operative EBIT sank im ersten Halbjahr 2018 um 16,4 % auf 110,4 Mio. € (H1 2017 operativ: 132,2 Mio. €). 3,5 Mio. € Sonderaufwendungen entfielen auf das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems, 4,3 Mio. € wurden für die HOMAG-Kaufpreisallokation aufgewendet und 1,5 Mio. € fielen im zweiten Quartal für die Akquisition von MEGTEC/Universal an. Die operative EBIT-Marge für das erste Halbjahr betrug 6,3 % nach 7,5 % im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal ergab sich bei einem operativen EBIT von 54,9 Mio. € (Q2 2017: 66,5 Mio. €) eine operative Marge von 6,0 % (Q2 2017: 7,7 %). Bei Abschreibungen von 39,5 Mio. € belief sich das EBITDA im ersten Halbjahr auf 140,9 Mio. € (H1 2017: 187,6 Mio. €).
Das Finanzergebnis verbesserte sich von -9,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2017 auf -7,1 Mio. €. Maßgeblich dafür war vor allem ein Beteiligungsertrag in Höhe von 2,9 Mio. €, der im zweiten Quartal 2018 bei der chinesischen HOMAG-Vertriebsgesellschaft anfiel. Die Steuerquote erreichte im ersten Halbjahr 2018 mit 27,8 % das Normalniveau. Im Vorjahreszeitraum war sie auf 25,8 % gesunken, da der Sonderertrag aus dem Ecoclean-Verkauf weitgehend steuerfrei war. Das Ergebnis nach Steuern sank infolge der höheren Steuerquote und des niedrigeren EBIT um 33,1 % auf 68,1 Mio. €. Beim Ergebnis je Aktie ist zu berücksichtigen, dass wir am 22. Juni 2018 Gratisaktien im Verhältnis von 1:1 ausgegeben haben. Dadurch hat sich die Anzahl der Aktien auf 69.202.080 verdoppelt, folglich haben wir alle Kennzahlen je Aktie entsprechend angepasst. Das Ergebnis je Aktie für das erste Halbjahr 2018 betrug 0,95 € (H1 2017: 1,45 €).
WESENTLICHE EREIGNISSE
Im ersten Halbjahr 2018 gab es keine einzelnen Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten. Zum 30. April haben wir weitere 8,0 % der Aktien der HOMAG Group AG für 34,8 Mio. € erworben. Verkäuferin war die Aktionärsgruppe Schuler-Klessmann. Den Großteil der zusätzlichen Aktien haben wir durch die Ausübung einer Call-Option über 7,05 % der Aktien der HOMAG Group AG erworben. Seit der Transaktion besitzen wir 63,9 % der Aktien der HOMAG Group AG.
Um die EBIT-Marge der Division Paint and Final Assembly Systems wieder auf das Zielniveau von 6 bis 7 % zu steigern, haben wir im Februar das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 gestartet. In der HOMAG Group zog die Einführung einer ERP-Software am Jahresanfang eine verlängerte Betriebsruhe und entsprechend geringere Umsätze nach sich. Hinzu kamen Verzögerungen in der Produktion und daraus resultierende Ausbringungsprobleme im zweiten Quartal. Um aufzuholen, wird die HOMAG Group die Umsatz- und Ergebnisrealisierung im zweiten Halbjahr konsequent beschleunigen.
Finanzwirtschaftliche Situation
CASHFLOW IM ZWEITEN QUARTAL VERBESSERT UND POSITIV
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf -59,7 Mio. € (H1 2017: -40,8 Mio. €). Das erste Halbjahr war geprägt von einem nochmaligen Anstieg des Net Working Capitals (NWC) um 82,4 Mio. € sowie von Veränderungen bei den Rückstellungen. Ein Grund für den NWC-Anstieg war, dass sich Projektzahlungen von Automobilherstellern auf die Folgequartale verschoben. Zudem haben wir die Vorräte erhöht, um das Risiko kurzfristiger Lieferengpässe bei stark ausgelasteten Lieferanten zu umgehen. Im zweiten Quartal verbesserte sich der operative Cashflow deutlich und erreichte mit 16,6 Mio. € einen positiven Wert (Q2 2017: -36,7 Mio. €). Dem lag unter anderem eine NWC-Verringerung um 17,1 Mio. € zugrunde. Im Rahmen unserer Liquiditätsplanung erwarten wir deutlich höhere Zahlungseingänge von Kunden aus der Automobilindustrie in den kommenden Quartalen. Zudem planen wir für die zweite Jahreshälfte eine deutlich stärkere Umsatzrealisierung in allen Divisions. Daher bestätigen wir unsere Prognose, im Gesamtjahr 2018 einen deutlich höheren Cashflow als im Vorjahr zu erzielen.
CASHFLOW1
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20172 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20172 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 94,3 | 137,4 | 46,5 | 56,7 |
| Abschreibungen | 39,5 | 40,5 | 19,5 | 21,7 |
| Zinsergebnis | 10,7 | 10,1 | 6,8 | 5,0 |
| Ertragsteuerzahlungen | -49,0 | -27,0 | -26,6 | -9,5 |
| Veränderung Rückstellungen | -14,8 | 28,8 | - 5,6 | 7,4 |
| Veränderung Net Working Capital | -82,4 | -136,1 | 17,1 | - 51,4 |
| Sonstiges | -57,9 | -94,5 | -41,0 | -66,6 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 59,7 | -40,8 | 16,6 | -36,7 |
| Zinszahlungen (netto) | -13,0 | - 11,6 | - 5,0 | -3,4 |
| Investitionen | -34,1 | -33,2 | -21,2 | - 14,9 |
| Free Cashflow | - 106,7 | -85,7 | -9,6 | -55,1 |
| Sonstige Zahlungsströme | - 114,6 | 5,3 | -114,4 | -94,1 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | -221,4 | -80,3 | -124,0 | -149,2 |
1 In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.
2 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 2,5 Mio. € wurde hauptsächlich durch die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bestimmt. Sie beliefen sich im ersten Halbjahr 2018 auf 34,1 Mio. €. Dem standen Auflösungen von Termingeldern in Höhe von 32,4 Mio. € gegenüber.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2018 bei -130,5 Mio. € (H1 2017: -111,8 Mio. €). Wichtige Faktoren waren die Auszahlung der Dividende (76,1 Mio. €) und die Aufstockung unseres Aktienanteils an der HOMAG Group AG auf 63,9 % (34,8 Mio. €).
Auf Basis des negativen operativen Cashflows ergab sich im ersten Halbjahr 2018 ein Free Cashflow von -106,7 Mio. € (H1 2017: -85,7 Mio. €). Im zweiten Quartal war der Free Cashflow mit -9,6 Mio. € nur leicht negativ. Der Nettofinanzstatus verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2017 um 221,4 Mio. € auf -29,9 Mio. €.
NETTOFINANZSTATUS
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| Mio. € | |
|---|---|
| 30. Juni 2018 | -29,9 |
| 31. Dezember 2017 | 191,5 |
| 30. Juni 2017 | 96,2 |
BILANZSUMME KAUM VERÄNDERT
KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
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| Mio. € | 30. Juni 2018 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 20171 | 30. Juni 20171 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 586,2 | 16,9 | 592,7 | 598,8 |
| Sachanlagen | 410,2 | 11,8 | 408,4 | 387,7 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 109,6 | 3,2 | 109,0 | 136,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.105,9 | 31,9 | 1.110,1 | 1.122,6 |
| Vorräte | 571,3 | 16,5 | 457,6 | 468,7 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 505,9 | 14,6 | 488,4 | 407,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 540,9 | 15,6 | 522,4 | 464,6 |
| Liquide Mittel | 472,2 | 13,6 | 659,9 | 571,6 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 270,2 | 7,8 | 273,1 | 303,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.360,5 | 68,1 | 2.401,4 | 2.216,7 |
| Bilanzsumme | 3.466,5 | 100,0 | 3.511,6 | 3.339,3 |
1 Die Werte für 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Die Erstanwendung von IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" führte zu Veränderungen in der Darstellung der Bilanz. Die wichtigste Neuerung ist der Ausweis der vertraglichen Vermögenswerte und vertraglichen Verbindlichkeiten als eigenständige Bilanzpositionen. Die im vorliegenden Zwischenbericht gezeigten Bilanzwerte zum 30. Juni 2017 und 31. Dezember 2017 wurden gemäß IFRS 15 ermittelt und im Vergleich zum bisherigen Ausweis angepasst.
Seit Ende 2017 sank die Bilanzsumme um 1,3 % auf 3.466,5 Mio. €. Während sich die liquiden Mittel reduzierten, nahmen die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die vertraglichen Vermögenswerte deutlich zu. Auf der Passivseite waren die Veränderungen gering. Sowohl das Eigenkapital als auch die langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten blieben gegenüber dem Jahresende 2017 weitgehend konstant. Das Net Working Capital erhöhte sich von 373,7 Mio. € am Jahresende 2017 auf 452,9 Mio. € zum 30. Juni 2018. Allerdings verzeichneten wir im zweiten Quartal eine leichte NWC-Reduzierung; dieser positive Trend dürfte sich im zweiten Halbjahr beschleunigen.
LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

EIGENKAPITAL SEIT MITTE 2017 UM 6 % GESTIEGEN
EIGENKAPITAL
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| Mio. € | 30. Juni 2018 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 20171 | 30. Juni 20171 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 177,2 | 5,1 | 88,6 | 88,6 |
| Sonstiges Eigenkapital | 691,1 | 19,9 | 797,3 | 734,4 |
| Eigenkapital Aktionäre | 868,2 | 25,0 | 885,9 | 823,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 13,9 | 0,4 | 14,6 | 11,1 |
| Summe eigenkapital | 882,1 | 25,4 | 900,5 | 834,0 |
1 Die Werte für 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Das Eigenkapital stieg seit dem 30. Juni 2017 um 6 % auf 882,1 Mio. €. Gegenüber dem Jahresende 2017 nahm es leicht ab, da dem positiven Effekt aus dem Ergebnis nach Steuern die Dividendenzahlung und translationsbedingte Wechselkursverluste gegenüber standen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich seit Mitte 2017 leicht: von 25,0 % auf 25,4 %.
KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| Mio. € | 30. Juni 2018 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 20171 | 30. Juni 20171 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe, Schuldscheindarlehen) | 614,0 | 17,7 | 613,2 | 650,1 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 205,1 | 5,9 | 219,1 | 202,4 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 731,8 | 21,1 | 715,2 | 661,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 436,6 | 12,6 | 390,1 | 360,9 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 37,5 | 1,1 | 50,4 | 43,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) | 559,4 | 16,1 | 623,1 | 586,7 |
| Gesamt | 2.584,4 | 74,6 | 2.611,0 | 2.505,3 |
1 Die Werte für 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten haben seit dem 31. Dezember 2017 geringfügig abgenommen. Die größte Position auf der Passivseite bildeten die vertraglichen Verbindlichkeiten, sie enthalten die von Kunden erhaltenen Anzahlungen und erhöhten sich leicht gegenüber dem Jahresende 2017.
FREMDKAPITALAUSSTATTUNG UND FINANZIERUNGSSTRUKTUR
Im ersten Halbjahr 2018 haben wir keine Finanzierungstransaktionen durchgeführt. Unsere Finanzierungsstruktur bestand zum 30. Juni 2018 aus folgenden Bausteinen:
| ― | Unternehmensanleihe über 300 Mio. € |
| ― | Schuldscheindarlehen über 300 Mio. € |
| ― | Syndizierter Kredit über 465 Mio. € |
| ― | Bilaterale Kreditfazilitäten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in kleinerem Umfang |
| ― | Operating Leases in Höhe von 85,3 Mio. € |
AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN
Das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen hat sich seit Ende 2017 nicht wesentlich verändert. Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen beliefen sich zum 30. Juni 2018 auf 85,3 Mio. € (31.12.2017: 89,8 Mio. €). Die Operating-Lease-Verträge sind die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Die Forderungsverkäufe (Forfaitierung, Factoring, Negoziierung) gingen seit Ende 2017 um 14,5 Mio. € zurück und erreichten mit 13,5 Mio. € ein geringes Volumen.
Unsere Kredit- und Avallinien erreichten zum 30. Juni 2018 ein Gesamtvolumen von 966,5 Mio. € (31.12.2017: 963,3 Mio. €); ihre Inanspruchnahme belief sich auf 255,4 Mio. € (31.12.2017: 300,6 Mio. €). Die Avale umfassen hauptsächlich Kreditgarantien und -bürgschaften und sind keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente.
IST-ENTWICKLUNG VERSUS PROGNOSE: GESCHÄFTSVERLAUF UND FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION WEITGEHEND IM RAHMEN DER ERWARTUNGEN
Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2018 deckt sich weitgehend mit unseren Erwartungen. Der Schwerpunkt der Ertragsrealisierung wird auf dem zweiten Halbjahr liegen. Die HOMAG Group wird Ausbringung und Umsatzrealisierung deutlich forcieren. Auftragseingang und Umsatz des Dürr-Konzerns lagen im ersten Halbjahr 2018 auf den erwarteten Niveaus. Cashflow und Nettofinanzstatus waren rückläufig, beide Kennzahlen verbessern sich jedoch üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt sind wir zuversichtlich, unsere Zielwerte für das Gesamtjahr erreichen zu können. Beim Ergebnis gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, eher das unter Ende der angestrebten Bandbreite zu erreichen. Weitere Informationen zur Jahresprognose enthält das Kapitel Ausblick auf Seite 24.
F&E und Investitionen
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die direkten Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) haben wir im ersten Halbjahr 2018 um 9,3 % angehoben. Mit 61,3 Mio. € erreichten sie einen neuen Halbjahres-Rekordwert. Auch im zweiten Quartal waren die F&E-Kosten mit 30,4 Mio. € (+10,1 %) höher als je zuvor in einem Dreimonatszeitraum. Der Hauptgrund für die Steigerung der Innovationsausgaben ist die Strategie digital@DÜRR, in deren Rahmen wir digitale Lösungen für smarte Produktionsprozesse bei unseren Kunden entwickeln. Neben den direkten F&E-Ausgaben sind weitere Entwicklungskosten, die in Kundenaufträgen anfielen, in den Umsatzkosten enthalten. Im ersten Halbjahr wurden 6,6 Mio. € als Entwicklungskosten aktiviert (H1 2017: 5,3 Mio. €), davon fielen 4,4 Mio. € im zweiten Quartal an (Q2 2017: 2,3 Mio. €). Zur Jahresmitte waren konzernweit 741 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig (30.06.2017: 688).
Alle fünf Division haben in der ersten Jahreshälfte neue Technologien oder Produktverbesserungen vorgestellt. Ausgewählte Beispiele sind:
| ― | Paint and Final Assembly Systems hat das Einsatzspektrum seiner Software für die übergeordnete Produktionssteuerung im Automobilbau ausgeweitet. Das System kann nun auch die Prozesse in Roboterzellen für den Rohbau abdecken. Zudem wurde gemeinsam mit einem Kunden eine Lösung zur Steuerung und Prozess-Feinplanung in Presswerken entwickelt. |
| ― | Application Technology hat das Portfolio rund um seine dritte Robotergeneration vervollständigt. Neu sind die Swingarm-Roboter EcoRP S053i mit acht Bewegungsachsen und EcoRP S153i mit neun Achsen für die Innenlackierung von Transportern. Zudem hat die Division eine platzsparende Mitfahrachse entwickelt, die oben und unten an der Kabinenwand angebracht wird und Sechsachs-Lackierroboter während des Lackauftrags transportiert. |
| ― | Clean Technology Systems hat den Wirkungsgrad seiner ORC-Anlagen gesteigert. Die ORC-Technologie gewinnt mithilfe einer Turbine Strom aus heißem Dampf. Eine konstruktive Optimierung sorgt nun dafür, dass weniger von dem zur Turbine strömenden Dampf entweicht. |
| ― | Measuring and Process Systems hat eine vollautomatische Auswuchtmaschine für die Produktion von E-Mobility-Antrieben entwickelt. Das Modell eTENO wuchtet Elektroanker aus, die für Autos mit Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und rein elektrischem Antrieb benötigt werden. |
| ― | Woodworking Machinery and Systems (HoMAG) hat die erste komplett autonom arbeitende Werkstatt für die Holzbearbeitung präsentiert. Sie besteht aus zwei automatischen Bearbeitungszellen für das Kantenanleimen und die roboterbasierte CNC-Bearbeitung. Die beiden Zellen sind durch fahrerlose Transportfahrzeuge miteinander verbunden. |
INVESTITIONEN BEI HOMAG AUSGEWEITET
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben wir im ersten Halbjahr 2018 leicht auf 34,3 Mio. € angehoben (+2,3 %). In der Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) verdoppelten sich die Investitionen, da im Zuge des Geschäftswachstums zwei Montagehallen in Betrieb genommen wurden. Einen konzernweiten Investitionsschwerpunkt bildete der Bereich IT und Digitalisierung. 9,5 Mio. € wurden in immaterielle Vermögenswerte investiert (H1 2017: 11,3 Mio. €).
34,9 Mio. € flossen in die Aufstockung von Beteiligungen (H1 2017: 8,2 Mio. €). Zu nennen ist hauptsächlich die Aufstockung unseres Aktienanteils an der HOMAG Group AG um weitere 8,0 %.
INVESTITIONEN1
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 2017 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 4,7 | 10,3 | 2,6 | 4,2 |
| Application Technology | 5,2 | 6,3 | 2,8 | 3,3 |
| Clean Technology Systems | 1,7 | 2,3 | 0,9 | 1,0 |
| Measuring and Process Systems | 2,8 | 2,9 | 1,8 | 1,1 |
| Woodworking Machinery and Systems | 18,4 | 9,4 | 12,1 | 4,8 |
| Corporate Center | 1,6 | 2,3 | 1,2 | 0,8 |
| Gesamt | 34,3 | 33,6 | 21,4 | 15,2 |
1 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Mitarbeiter
MITARBEITERZAHL UM KNAPP 2 % GESTIEGEN
Zur Jahresmitte 2018 waren 15.236 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt, das bedeutet einen Zuwachs von 1,7 % seit Ende 2017. Die Divisions Application Technology und Woodworking Machinery and Systems vergrößerten die Belegschaft vorwiegend aufgrund der hohen Auslastung um 4,4 % beziehungsweise 3,1 %. In den Emerging Markets stieg die Mitarbeiterzahl seit Mitte 2017 um 6,9 % auf 4.790 Beschäftigte, in Deutschland nahm sie um 3,7 % auf 8.020 Beschäftigte zu.
MITARBEITER NACH DIVISIONS
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| 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 | 30. Juni 2017 | |
|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 3.405 | 3.457 | 3.384 |
| Application Technology | 2.154 | 2.063 | 1.985 |
| Clean Technology Systems | 600 | 603 | 586 |
| Measuring and Process Systems | 2.303 | 2.279 | 2.244 |
| Woodworking Machinery and Systems | 6.567 | 6.371 | 6.149 |
| Corporate Center | 207 | 201 | 197 |
| Gesamt | 15.236 | 14.974 | 14.545 |
MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 | 30. Juni 2017 | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 8.020 | 7.830 | 7.737 |
| Sonstige europäische Länder | 2.449 | 2.361 | 2.248 |
| Nord-/Zentralamerika | 1.398 | 1.394 | 1.293 |
| Südamerika | 321 | 313 | 314 |
| Asien, Afrika, Australien | 3.048 | 3.076 | 2.953 |
| Gesamt | 15.236 | 14.974 | 14.545 |
Segmentbericht
UMSATZ NACH DIVISIONS
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 567,3 | 531,7 | 297,1 | 256,4 |
| Application Technology | 298,0 | 286,9 | 152,5 | 152,7 |
| Clean Technology Systems | 65,0 | 86,3 | 34,7 | 47,7 |
| Measuring and Process Systems | 213,5 | 250,6 | 114,2 | 105,2 |
| Woodworking Machinery and Systems | 605,7 | 598,0 | 311,1 | 301,2 |
| Corporate Center | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Konzern | 1.749,6 | 1.753,5 | 909,5 | 863,2 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
EBIT NACH DIVISIONS
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| Mio. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 24,9 | 30,9 | 12,5 | 13,9 |
| Application Technology | 30,7 | 29,4 | 15,5 | 15,5 |
| Clean Technology Systems | -2,5 | 1,6 | -1,6 | 1,2 |
| Measuring and Process Systems | 23,9 | 30,0 | 13,5 | 15,7 |
| Woodworking Machinery and Systems | 37,2 | 43,7 | 17,4 | 23,4 |
| Corporate Center / Konsolidierung | - 12,7 | 11,4 | -7,0 | -8,8 |
| Konzern | 101,4 | 147,1 | 50,3 | 60,9 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 577,5 | 645,5 | 303,3 | 377,3 |
| Umsatz | Mio. € | 567,3 | 531,7 | 297,1 | 256,4 |
| EBITDA | Mio. € | 32,1 | 37,6 | 16,1 | 17,3 |
| EBIT | Mio. € | 24,9 | 30,9 | 12,5 | 13,9 |
| EBIT-Marge | % | 4,4 | 5,8 | 4,2 | 5,4 |
| ROCE2 | % | 96,1 | >1003 | 96,3 | >1003 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 3.405 | 3.384 | 3.405 | 3.384 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Annualisiert
3 Negatives Capital Employed
Die Division Paint and Final Assembly Systems verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 einen Rückgang des Auftragseingangs auf 577,5 Mio. € (-10,5 %). Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms FOCUS 2.0 sind wir bei der Auswahl unserer Aufträge selektiver geworden und achten noch mehr auf die Projektmargen. Die Margenqualität der im ersten Halbjahr gewonnenen Aufträge hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verbessert. Unter anderem erhielten wir im ersten Halbjahr den bislang größten Auftrag eines japanischen Automobilherstellers, daraus erhoffen wir uns positive Impulse für unsere Beziehungen mit japanischen Kunden. Erneut zeigten sich auch junge Hersteller von Elektroautos als wichtige Kunden: Für den chinesischen Produzenten Future Mobility Corporation (FMC) mit seiner Marke Byton bauen wir eine ressourcenschonende Lackiererei. Anzahl und Volumen der zeitnah zu vergebenden Kundenprojekte (die so genannte Projektpipeline) haben sich gegenüber dem Vorjahr spürbar erhöht.
Während der Umsatz dank des starken Auftragseingangs des Vorjahres um 6,7 % zulegte, sank die EBIT-Marge auf 4,4 % (H1 2017: 5,8 %). Damit lag sie in der prognostizierten Spanne von 4 bis 5 %. Der Ergebnisrückgang resultiert insbesondere aus dem schwierigeren Wettbewerbsumfeld im Vorjahr und der damit einhergehenden Margenschwäche. Um gegenzusteuern, implementieren wir das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 mit vier Hauptbereichen:
| ― | Senkung der Produktkosten |
| ― | Lean Processes / Effizienz in der Auftragsabwicklung |
| ― | Ausbau Wachstumsbereiche (zum Beispiel Service und Digitalisierung) |
| ― | Effizientere Organisation des internationalen Standortnetzwerks und bessere Kooperation mit den Schwester-Divisions Application Technology und Clean Technology Systems |
FOCUS 2.0 läuft plangemäß, erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Durch das Optimierungsprogramm soll Paint and Final Assembly Systems im Jahr 2020 wieder die Ziel-EBIT-Marge von 6 bis 7 % erreichen. Im ersten Halbjahr 2018 wurden im Corporate Center Beratungskosten in Höhe von 3,5 Mio. € für FOCUS 2.0 berücksichtigt. Im Jahresverlauf erwarten wir darüber hinaus im Division-EBIT gebuchte Sonderaufwendungen von 5 bis 10 Mio. €.
APPLICATION TECHNOLOGY
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 345,1 | 325,3 | 176,6 | 168,3 |
| Umsatz | Mio. € | 298,0 | 286,9 | 152,5 | 152,7 |
| EBITDA | Mio. € | 36,4 | 34,6 | 18,3 | 18,0 |
| EBIT | Mio. € | 30,7 | 29,4 | 15,5 | 15,5 |
| EBIT-Marge | % | 10,3 | 10,3 | 10,2 | 10,1 |
| ROCE2 | % | 24,4 | 24,2 | 24,6 | 25,4 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 2.154 | 1.985 | 2.154 | 1.985 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Annualisiert
Bei Application Technology verzeichneten wir im ersten Halbjahr Zuwächse bei Auftragseingang (+6,1 %) und Umsatz (+3,9 %). Die Margenqualität der gewonnenen Aufträge nahm wie bei Paint and Final Assembly Systems leicht zu. Während das EBIT um 4,2 % auf 30,7 Mio. € anstieg, lag die EBIT-Marge stabil bei 10,3 %. Anlaufkosten im Industrielackiergeschäft (Geschäftsfeld Industrial Products) hatten zwar noch einen negativen Einfluss, den Auftragseingang konnten wir allerdings ausweiten. Application Technology wies auch im ersten Halbjahr 2018 eine für den Konzern überdurchschnittliche Service-Quote aus.
CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 116,5 | 95,1 | 58,8 | 38,6 |
| Umsatz | Mio. € | 65,0 | 86,3 | 34,7 | 47,7 |
| EBITDA | Mio. € | - 1,1 | 3,0 | -0,9 | 1,9 |
| EBIT | Mio. € | -2,5 | 1,6 | -1,6 | 1,2 |
| EBIT-Marge | % | -3,9 | 1,9 | -4,5 | 2,5 |
| ROCE2 | % | -7,1 | 5,2 | -8,8 | 7,7 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 600 | 586 | 600 | 586 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Annualisiert
Clean Technology Systems buchte im zweiten Quartal 2018 52,5 % mehr Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum; im ersten Halbjahr betrug das Plus 22,4 %. Das hohe Bestellvolumen entfiel insbesondere auf China; auch Europa und die USA trugen im zweiten Quartal zur Verbesserung bei. Die verhaltene Nachfrage im zweiten Halbjahr 2017 sorgte für einen Umsatz- und Ergebnisrückgang in den ersten beiden Quartalen 2018; in Europa und den USA waren unsere Kapazitäten nicht voll ausgelastet. Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer deutlichen Umsatzbeschleunigung, das EBIT für das Gesamtjahr dürfte positiv sein.
Durch die Akquisition des industriellen Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox (siehe Kapitel Strategie auf Seite 5) dürften sich Auftragseingang und Umsatz im Jahr 2018 um jeweils rund 70 Mio. € ausweiten. Zudem rechnen wir mit einem operativen EBIT-Beitrag von 3 bis 3,5 Mio. €. Dem stehen im Jahr 2018 Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation und weitere akquisitionsbedingte Sonderaufwendungen gegenüber. Wir streben eine Konsolidierung ab dem 1. September 2018 an, die behördlichen Genehmigungen sind beantragt.
MEASURING AND PROCESS SYSTEMS
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 214,6 | 278,7 | 111,1 | 117,1 |
| Umsatz | Mio. € | 213,5 | 250,6 | 114,2 | 105,2 |
| EBITDA | Mio. € | 28,0 | 33,7 | 15,5 | 17,6 |
| EBIT | Mio. € | 23,9 | 30,0 | 13,5 | 15,7 |
| EBIT-Marge | % | 11,2 | 12,0 | 11,8 | 14,9 |
| ROCE2+3 | % | 18,1 | 21,6 | 20,4 | 25,5 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 2.303 | 2.244 | 2.303 | 2.244 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Annualisiert
3 Adjustiert 2017 (Dürr Ecoclean)
Die Halbjahreszahlen der Division Measuring and Process Systems zeigen Rückgänge bei Auftragseingang (-23,0 %), Umsatz (-14,8 %) und EBIT (-20,5 %). Allerdings veräußerten wir zum Ende des ersten Quartals 2017 die Dürr-Ecoclean-Gruppe, die im Vorjahreszeitraum noch mit einem Umsatzbeitrag von 45,7 Mio. € und einem operativen EBIT-Beitrag von 3,5 Mio. € enthalten war. Im zweiten Quartal 2018 verringerte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,1 %, der Umsatz legte dagegen um 8,5 % zu. Verglichen mit dem ersten Quartal 2018 hat das Geschäft im zweiten Quartal spürbar an Dynamik gewonnen; auch die EBIT-Marge erreichte mit 11,8 % ein deutlich höheres Niveau als im ersten Quartal 2018 (10,5 %).
WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS
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| 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 20171 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 20171 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 701,3 | 733,5 | 286,1 | 332,6 |
| Umsatz | Mio. € | 605,7 | 598,0 | 311,1 | 301,2 |
| EBITDA | Mio. € | 56,6 | 62,3 | 26,9 | 32,6 |
| EBIT | Mio. € | 37,2 | 43,7 | 17,4 | 23,4 |
| EBIT-Marge | % | 6,1 | 7,3 | 5,6 | 7,8 |
| ROCE2 | % | 16,5 | 23,6 | 15,4 | 25,2 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 6.567 | 6.149 | 6.567 | 6.149 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Annualisiert
Nach der rasanten Ausweitung im ersten Halbjahr 2017 (+33 %) verringerte sich der Auftragseingang von Woodworking Machinery and Systems im ersten Halbjahr 2018 um 4,4 %. Dennoch überschritt das Bestellvolumen erneut die Marke von 700 Mio. €. Der Umsatz stieg anders als erwartet nur leicht (+1,3 %). Maßgeblich dafür war zum einen eine längere Betriebsschließung aufgrund einer ERP-System-Umstellung am Jahresbeginn. Zum anderen war die Ausbringung aufgrund von Liefer- und Produktionsproblemen nicht ausreichend. Allerdings hat die Division ihr Produktionssystem zwischenzeitlich angepasst und die Kapazitäten erhöht. Dies ermöglicht eine stärkere Umsatz- und Ergebnisrealisierung im zweiten Halbjahr. Zudem werden nicht umsatzrelevante Kosten auf den Prüfstand gestellt. Die EBIT-Marge erreichte im ersten Halbjahr 2018 6,1 % nach 7,3 % im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal reduzierte sie sich infolge der Ausbringungsprobleme vorübergehend auf 5,6 % (Q2 2017: 7,8 %). Vor Effekten aus der Kaufpreisallokation verringerte sich die EBIT-Marge im ersten Halbjahr von 8,0 % auf 6,9 %.
CORPORATE CENTER
Nachdem im Vorjahreszeitraum der Buchgewinn aus dem Ecoclean-Verkauf (22,7 Mio. €) angefallen war, normalisierte sich das EBIT des Corporate Centers im ersten Halbjahr 2018 wieder und betrug -12,7 Mio. € (H1 2017: 11,4 Mio. €). Darin sind Beratungskosten in Höhe von 3,5 Mio. € für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 und Transaktionskosten in Höhe von 1,5 Mio. € für die anstehende Übernahme von MEGTEC/ Universal enthalten. Konsolidierungseffekte fielen nur in geringem Umfang an.
Chancen und Risiken
Die üblichen Chancen und Risiken unseres Geschäfts sowie die Systeme für das Chancen- und Risikomanagement sind im Geschäftsbericht 2017 ab Seite 82 beschrieben.
RISIKEN
Derzeit sind uns keine Risiken bekannt, die separat oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Unsere Gesamtrisikosituation hat sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 22. März 2018 nicht erheblich verändert. Allerdings haben die Konjunkturrisiken zugenommen. Grund dafür sind die jüngsten Handelskonflikte zwischen den USA und anderen Ländern, insbesondere China, Mexiko, Kanada und den EU-Staaten. Wir sind von den verhängten Strafzöllen zwar selbst nicht direkt betroffen, aber einige unsere Kunden werden dadurch teils erheblich behindert. Zudem nimmt die Unsicherheit in der Wirtschaft zu. In Summe kann dies dazu führen, dass geplante Investitionen überdacht und zurückgestellt werden. Grund zur Zuversicht geben allerdings die Ergebnisse des Treffens von US-Präsident Trump und EU-Kommissionschef Juncker Ende Juli. Dabei beteuerten beide Seiten den Willen zum Abbau von Zöllen und Handelsschranken.
CHANCEN
Auch unsere Chancensituation hat sich seit dem Erscheinen des Geschäftsberichts 2017 nicht wesentlich verändert. In der Lackiertechnik haben wir zuletzt eine leichte Entspannung bei den Margen im Auftragseingang sowie einen Anstieg des Marktvolumens verzeichnet. Allerdings ist derzeit unklar, wie nachhaltig dieser Anstieg angesichts der derzeitigen Handelskonflikte sein wird. Einen bedeutenden Chancenkomplex stellt für Dürr die digitale Transformation dar. Im Rahmen unserer Strategie digital@DÜRR investieren wir stark in die Digitalisierung. Mit der IIoT-Plattform ADAMOS, den digitalen Marktplätzen LOXEO und tapio sowie weiteren intelligenten Soft- und Hardware-Produkten verfügen wir über ein attraktives Digitalangebot.
Personelle Veränderungen
Zum 1. Januar 2018 hat Karl-Heinz-Streibich den Vorsitz des Aufsichtsrats der Dürr AG übernommen. Herr Streibich war bis 31. Juli 2018 Vorstandsvorsitzender der Software AG und folgte auf Klaus Eberhardt, der sein Aufsichtsratsmandat und den Vorsitz im Aufsichtsrat zum Jahresende 2017 niedergelegt hatte. Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hella GmbH & Co. KGaA, wurde zum 1. Januar gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Dürr AG bestellt. Die Hauptversammlung am 9. Mai 2018 bestätigte die Bestellung und wählte Herrn Dr. Breidenbach in den Aufsichtsrat.
Angaben zu nahestehenden Parteien
Diese Angaben finden Sie im Geschäftsbericht 2017 im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 171.
Ausblick
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Experten prognostizieren, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2018 um 3,9 % wächst. In den USA sorgen konjunkturstimulierende Maßnahmen zumindest kurzfristig für eine Beschleunigung des Wachstums. Auch in Europa profitiert die Konjunktur von positiven Rahmenbedingungen. Dazu zählen die sinkende Arbeitslosigkeit in wichtigen Ländern, günstige Finanzierungsmöglichkeiten und die expansive Finanzpolitik, die nur langsam zurückgenommen wird. Die chinesische Regierung hat angekündigt, einer möglichen konjunkturellen Abschwächung mit fiskalischen Maßnahmen entgegen zu wirken.
Auch für 2019 wurde zuletzt ein weltweites BIP-Wachstum von 3,9 % erwartet. Allerdings ist diese Prognose angesichts der gegenwärtigen Handelskonflikte mit Unsicherheiten behaftet. Eine Zuspitzung der Handelskonflikte könnte die Automobilindustrie mit ihrem globalen Produktionsnetzwerk empfindlich treffen. Dieses Szenario ist im jüngsten Automobil-Produktionsausblick von PricewaterhouseCoopers (PwC), der Ende Juli vorgestellt wurde, nicht berücksichtigt. PwC rechnet damit, dass die Automobilproduktion auch in den kommenden Jahren ungefähr im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft wächst. Für 2018 erwartet PwC ein weltweites Produktionsplus von 3,0 % auf 96,8 Mio. Einheiten. Damit hat PwC seine Prognose vom April 2018 etwas nach unten korrigiert. Für den Zeitraum 2017 bis 2022 erwartet PwC ein durchschnittliches Wachstum der Weltautomobilproduktion von 3,4 % pro Jahr. Für China wird im selben Zeitraum ein Zuwachs von 5,0 % p.a. prognostiziert.
PRODUKTION VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN
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| Mio. Einheiten | 2017 | 2022P | CAGR 2017-2022P |
|---|---|---|---|
| Nordamerika | 17,1 | 18,4 | 1,5% |
| Mercosur | 3,2 | 3,9 | 4,0% |
| Westeuropa | 15,2 | 17,0 | 2,3% |
| Osteuropa | 7,1 | 8,4 | 3,4% |
| Asien | 49,0 | 59,8 | 4,1% |
| davon China | 27,3 | 34,9 | 5,0% |
| Andere | 2,4 | 3,6 | 8,4% |
| Gesamt | 94,0 | 111,1 | 3,4% |
Quelle: PwC Autofacts, Juli 2018
P = Prognose
In der Möbelindustrie und der allgemeinen Industrie haben sich die Wachstumsperspektiven seit dem Jahresbeginn nicht verändert. Experten erwarten für 2018 eine Zunahme der weltweiten Möbelproduktion um 2,7 %.
AUSBLICK KONZERN
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| ist 20171 | Prognose 2018 (ohne MEGTEC/Universal) |
Prognose 2018 (inkl. MEGTEC/Universal)2 |
||
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 3.888,7 | 3.600 - 3.900 | 3.670 - 3.970 |
| Auftragsbestand (31.12.) | Mio. € | 2.535,1 | 2.200 - 2.700 | 2.250 - 2.750 |
| Umsatz | Mio. € | 3.713,2 | 3.700 - 3.900 | 3.770 - 3.970 |
| EBIT-Marge | % | 7,7 | 7,0 - 7,5 | 6,8 - 7,3 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten | % | 7,5 | 7,4 - 7,8 | 7,4 - 7,8 |
| ROCE | % | 39,4 | 30 - 40 | 30 - 40 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -19,8 | leicht besser | leicht besser |
| Steuerquote | % | 25,3 | 27 - 28 | 27 - 28 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 199,6 | 180 - 200 | 177 -197 |
| Operativer Cashflow | Mio. € | 118,9 | deutlich über Vorjahresniveau | deutlich über Vorjahresniveau |
| Free Cashflow | Mio. € | 13,4 | deutlich über Vorjahresniveau | deutlich über Vorjahresniveau |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | Mio. € | 191,5 | 200 - 240 | 80 - 120 |
| Liquidität (31.12.) | Mio. € | 659,9 | 650 - 690 | 530 - 570 |
| Investitionen3 | Mio. € | 88,0 | 75 - 85 | 75 - 85 |
1 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst
2 Annahme: MEGTEC/Universal wird ab 01.09.2018 konsolidiert
3 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)
UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND ERGEBNIS
Trotz des moderaten ersten Halbjahrs in einigen Divisions bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2018 und gehen davon aus, dass wir unsere Ziele erreichen werden. In der folgenden Prognose ist die angekündigte Übernahme von MEGTEC/Universal noch nicht berücksichtigt, da das Closing der Transaktion noch aussteht. In den Tabellen "Ausblick Konzern" und "Ausblick Divisions" sind die Effekte aus der Übernahme von MEGTEC/Universal auf die Prognose jedoch separat ausgewiesen.
Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir mit einem Umsatz zwischen 3.700 und 3.900 Mio. €. Folglich wird der Umsatz voraussichtlich höher ausfallen als 2017, obwohl die veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe 2017 noch 47,5 Mio. € beisteuerte. Beim Auftragseingang streben wir eine Bandbreite von 3.600 bis 3.900 Mio. € an.
Wir erwarten für 2018 aus heutiger Sicht unverändert eine EBIT-Marge von 7,0 bis 7,5 %. Diese Prognose erachten wir nach dem ersten Halbjahr als ambitioniert, aber realistisch. Allerdings ist zu erwarten, dass die EBIT-Marge eher den unteren Rand des Zielkorridors erreichen wird. Beim Vorjahresvergleich ist der im Jahr 2017 angefallene Buchgewinn von 23,0 Mio. € aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zu berücksichtigen. Ferner werden im Jahr 2018 Sonderaufwendungen von voraussichtlich 5 bis 10 Mio. € für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint und Final Assembly Systems anfallen. Die um Sondereffekte bereinigte operative EBIT-Marge dürfte 2018 voraussichtlich 7,4 bis 7,8 % betragen und damit ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Die Prognose für die EBIT-Marge bei Clean Technology Systems haben wir von ursprünglich 3,0 bis 4,0 % auf 1,5 bis 2,5 % angepasst. Grund ist das unbefriedigende Ergebnis im ersten Halbjahr. In der zweiten Jahreshälfte - besonders im vierten Quartal - rechnet die Division mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung.
Das Erreichen unserer Ergebnisprognose für 2018 erfordert eine Performance-Steigerung in der zweiten Jahreshälfte. Insbesondere Woodworking Machinery and Systems plant, die Umsatz- und Ergebnisrealisierung zu beschleunigen. Dazu sollen die vorgenommenen Anpassungen in der Produktion und eine Vertriebsintensivierung im Einzelmaschinengeschäft beitragen. Auch in den weiteren Divisions erwarten wir ein stärkeres zweites Halbjahr mit klarem Fokus auf Ertrag und Kostenkontrolle.
AUSBLICK DIVISIONS
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| Auftragseingang (Mio. €) | Umsatz (Mio. €) | EBIT-Marge (%) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2017 | Ziel 2018 | 2017 | Ziel 2018 | 2017 | ziel 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Paint and Final Assembly Systems | 1.210,1 | 1.000 - 1.200 | 1.175,2 | 1.100 - 1.200 | 6,0 | 4,0 - 5,01 |
| Application Technology | 603,3 | 600 - 650 | 622,4 | 600 - 650 | 10,4 | 10,0 - 11,0 |
| Clean Technology Systems (ohne MEGTEC/Universal) | 165,8 | 190 - 220 | 185,6 | 180 - 200 | 1,8 | 1,5 - 2,5 |
| Clean Technology Systems (inkl. MEGTEC/Universal) | 165,8 | 260 - 290 | 185,6 | 250 - 270 | 1,8 | - 1,0 - 0,0 |
| Measuring and Process Systems | 543,2 | 430 - 4602 | 511,1 | 440 - 4802 | 12,6 | 12,5 - 13,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.366,3 | 1.350 - 1.500 | 1.218,8 | 1.300 - 1.400 | 6,8 | 7,5 - 8,0 |
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| ROCE(%) | ||
|---|---|---|
| 2017 | Ziel 2018 | |
| --- | --- | --- |
| Paint and Final Assembly Systems | > 100 | > 100 |
| Application Technology | 29,2 | 27 - 32 |
| Clean Technology Systems (ohne MEGTEC/Universal) | 5,5 | 5 - 10 |
| Clean Technology Systems (inkl. MEGTEC/Universal) | 5,5 | - 5 - 0 |
| Measuring and Process Systems | 24,6 | 30 - 35 |
| Woodworking Machinery and Systems | 22,0 | 25 - 30 |
1 einschließlich Optimierungskosten von 5 bis 10 Mio. € für FOCUS 2.0
2 Der angenommene Rückgang gegenüber 2017 basiert vorwiegend auf dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zum 31. März 2017.
Das Finanzergebnis wird sich 2018 voraussichtlich leicht verbessern. Die Steuerquote dürfte zwischen 27 und 28 % liegen. Beim Ergebnis nach Steuern erwarten wir aus heutiger Sicht eine Bandbreite von 180 bis 200 Mio. €. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 soll gemäß unserer langfristigen Ausschüttungspolitik zwischen 30 und 40 % des Konzerngewinns betragen.
CASHFLOW, FINANZIERUNG UND INVESTITIONEN
Aus heutiger Perspektive erwarten wir für 2018 einen deutlichen Anstieg des operativen Cashflows. Wir gehen davon aus, dass sich die positive Cashflow-Entwicklung des zweiten Quartals im weiteren Jahresverlauf verstärkt. Ein wichtiger Faktor dafür ist die planmäßige Reduktion des Net Working Capitals im zweiten Halbjahr. Der Free Cashflow sollte ebenfalls deutlich zulegen und positiv ausfallen. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken.
Für das Jahresende 2018 erwarten wir derzeit einen Nettofinanzstatus zwischen 200 und 240 Mio. €. Berücksichtigt man den voraussichtlichen Kaufpreisabfluss für MEGTEC/Universal dürfte der Nettofinanzstatus 80 bis 120 Mio. € erreichen. Auch diese Ziele stufen wir als ambitioniert, aber erreichbar ein. Bei den flüssigen Mitteln rechnen wir mit 650 bis 690 Mio. € am Jahresende (einschließlich MEGTEC/Universal-Akquisition 530 bis 570 Mio. €).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden 2018 voraussichtlich das Normalniveau von 75 bis 85 Mio. € erreichen. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" sind weitere Firmen- und Technologiezukäufe geplant.
Der einbehaltene Gewinnanteil dürfte das Eigenkapital zum Jahresende 2018 erneut vergrößern. Die Barlinie des syndizierten Kredits werden wir voraussichtlich nicht in Anspruch nehmen. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht geplant; eine Kapitalmaßnahme könnte nur im Ausnahmefall einer sehr großen Akquisition notwendig werden. Bis zum Jahr 2021 sind wir stabil finanziert.
MITARBEITER
Wir rechnen damit, dass die Mitarbeiterzahl im weiteren Jahresverlauf allenfalls geringfügig zunehmen wird.
Eigene Aktien und Kapitalveränderungen
Die Dürr AG besitzt keine eigenen Aktien. Im Rahmen der Ausgabe von Gratisaktien wurde das Grundkapital im Berichtszeitraum durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 88,6 Mio. € auf 177,2 Mio. € verdoppelt. Das Grundkapital ist in 69,2 Mio. Aktien eingeteilt.
Dürr am Kapitalmarkt
VERLAUF DER DÜRR AKTIE IN XETRA IN 2018 IM VERGLEICH ZU DAX, MDAX UND SDAX

Nach einem freundlichen Jahresauftakt erreichte der DAX am 23. Januar 2018 ein Allzeithoch von 13.597 Zählern. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres prägten dann insbesondere geopolitische Ereignisse die Stimmung an den Kapitalmärkten. Vor allem die Sorgen vor protektionistischem Verhalten der USA und dessen Auswirkungen auf Exportnationen und die Weltwirtschaft verunsicherten die Anleger. Die Europäische Zentralbank kündigte an, den Leitzins mindestens bis zum Spätsommer 2019 bei 0 % zu belassen; das Anleihekaufprogramm wird sie voraussichtlich zum Jahresende beenden.
Die Dürr-Aktie (ISIN: DE0005565204) entwickelte sich bis Ende Februar mit dem Markt und sah ebenfalls am 23. Januar ihren bisherigen Jahreshöchststand. Sorgen vor Exportbeschränkungen und einer Konjunktureintrübung schwächten den weiteren Kursverlauf. Obwohl die angekündigte Akquisition von MEGTEC/ Universal den Aktienpreis zwischenzeitlich positiv beeinflusste, lag er zur Jahresmitte bei 39,79 € und damit wenige Cent über dem Jahrestief.
KAPITALERHÖHUNG AUS GESELLSCHAFTSMITTELN (GRATISAKTIEN)
Um die Dürr-Aktie liquider und für Investoren noch attraktiver zu machen, haben wir am 22. Juni 2018 Gratisaktien ausgegeben. Aktionäre erhielten für jede Aktie eine weitere Aktie gutgeschrieben. Die Ausgabe der Gratisaktien führte zu einer rechnerischen Halbierung des Aktienkurses. Der Beteiligungsanteil jedes Aktionärs und die Bewertungsrelationen der Dürr-Aktie wurden jedoch nicht beeinflusst. Die neuen Aktien sind rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gewinnberechtigt. Voraussetzung für die Ausgabe der Gratisaktien war die Verdoppelung des Grundkapitals von 88,6 Mio. € auf 177,2 Mio. € im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Dabei wurden offene Rücklagen in Grundkapital umgewandelt, wobei die Höhe des Eigenkapitals unverändert blieb. Die von uns ausgewiesenen Börsenumsätze haben wir rückwirkend an die Verdoppelung der Aktienanzahl angepasst. Im ersten Halbjahr wurden durchschnittlich 291.300 Dürr-Aktien pro Tag auf XETRA gehandelt (H1 2017: 304.000).
GRÜNDERFAMILIE ALS ANKERAKTIONÄR
Die Familie Dürr besitzt unverändert 28,8 % der Aktien unseres Unternehmens und will auch weiterhin über 25 % halten. Die Vorstandsmitglieder Carlo Crosetto und Dr. Jochen Weyrauch haben im Juni weitere Dürr-Aktien im Wert von insgesamt rund 160.000 € erworben. Der Aktienbesitz des Vorstands beträgt nach der Ausgabe der Gratisaktien und den genannten Zukäufen: Ralf W. Dieter (CEO) 160.000, Carlo Crosetto (CFO) 3.000 und Dr. Jochen Weyrauch 4.000. Zusammen besitzen die Vorstandsmitglieder 0,24 % an der Dürr AG. Der nach der Definition der Deutschen Börse berechnete Streubesitz war mit 71,2 % unverändert.
AKTIONÄRSSTRUKTUR DER DÜRR AG* (ZUM 30.06.2018)

1 Freefloat gemäß Deutsche Börse AG
2 auf Basis der WpHG-Mitteilungen
* gerundete Werte
ANLEIHE MIT 0,4 % RENDITE
Unsere mit einem Kupon von 2,875 % ausgestattete Anleihe über 300 Mio. € (ISIN: XS1048589458) notierte am Ende des ersten Halbjahres 2018 bei 106,8 %. Die Rendite lag bei 0,4 %. Der Bond hat eine Laufzeit bis 2021.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts gab es keine außergewöhnlichen beziehungsweise berichtspflichtigen Ereignisse
Bietigheim-Bissingen, 9. August 2018
Dürr Aktiengesellschaft
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| Ralf W. Dieter | Carlo Crosetto | Dr. Jochen Weyrauch |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand | Mitglied des Vorstands |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018
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| Tsd. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 angepasst1 |
2. Quartal 2018 | 2. Quartal 2017 angepasst1 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.749.590 | 1.753.532 | 909.520 | 863.214 |
| Umsatzkosten | - 1.345.497 | - 1.329.362 | - 704.062 | - 656.375 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 404.093 | 424.170 | 205.458 | 206.839 |
| Vertriebskosten | - 147.195 | - 155.104 | - 76.244 | -74.910 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 90.069 | -89.030 | -46.275 | -42.970 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -61.279 | - 56.050 | -30.397 | - 27.600 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17.325 | 46.056 | 7.453 | 15.463 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -21.456 | - 22.938 | -9.686 | -15.918 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 101.419 | 147.104 | 50.309 | 60.904 |
| Beteiligungsergebnis | 3.608 | 344 | 3.032 | 820 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.313 | 2.564 | 744 | 1.383 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14.012 | -12.643 | -7.536 | -6.387 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 94.328 | 137.369 | 46.549 | 56.720 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -26.183 | -35.496 | - 12.921 | -16.245 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 68.145 | 101.873 | 33.628 | 40.475 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 2.431 | 1.797 | 1.450 | 958 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 65.714 | 100.076 | 32.178 | 39.517 |
| Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. | 69.202,08 | 69.202,08 | 69.202,08 | 69.202,08 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert)2 | 0,95 | 1,45 | 0,46 | 0,57 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Das Ergebnis je Aktie bezieht sich auf den Status quo nach der Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 am 22. Juni 2018 und wurde auf der Basis von 69.202.080 Aktien berechnet.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018
scroll
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 angepasst1 | 2. Quartal 2018 | 2. Quartal 2017 angepasst1 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 68.145 | 101.873 | 33.628 | 40.475 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen | - | 3.515 | - | 3.515 |
| Darauf entfallende latente Steuern | - | -862 | - | -862 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | -8.203 | 13.301 | -8.211 | 5.317 |
| Darauf entfallende latente Steuern | 2.009 | -4.056 | 2.132 | - 1.536 |
| Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung | - | -2.951 | - | - |
| Translationseffekte aus der Währungsumrechnung | 3.987 | -18.753 | 8.527 | -26.413 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern | -2.207 | -9.806 | 2.448 | -19.979 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 65.938 | 92.067 | 36.076 | 20.496 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 2.432 | 1.552 | 1.402 | 728 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 63.506 | 90.515 | 34.674 | 19.768 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Konzernbilanz
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, ZUM 30. JUNI 2018
AKTIVA
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| Tsd. € | 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 angepasst1 |
30. Juni 2017 angepasst1 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 397.206 | 396.551 | 398.428 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 188.967 | 196.155 | 200.353 |
| Sachanlagen | 410.194 | 408.443 | 387.680 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 19.728 | 20.180 | 20.423 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 35.448 | 30.772 | 33.207 |
| Übrige Finanzanlagen | 4.262 | 4.393 | 25.844 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.415 | 10.970 | 19.631 |
| Ertragsteuerforderungen | - | - | 90 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 4.377 | 4.853 | 3.995 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.254 | 702 | 1.291 |
| Latente Steuern | 39.325 | 35.343 | 29.012 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 1.755 | 1.753 | 2.630 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.105.931 | 1.110.115 | 1.122.584 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 571.346 | 457.635 | 468.662 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 505.915 | 488.418 | 407.932 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 540.882 | 522.374 | 464.646 |
| Ertragsteuerforderungen | 24.317 | 20.035 | 24.355 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 159.665 | 190.653 | 203.497 |
| Sonstige Vermögenswerte | 65.452 | 54.281 | 59.458 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 472.196 | 659.911 | 571.574 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 20.753 | 7.160 | 15.697 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 978 | 903 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.360.526 | 2.401.445 | 2.216.724 |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 3.466.457 | 3.511.560 | 3.339.308 |
PASSIVA
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| Tsd. € | 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 angepasst1 |
30. Juni 2017 angepasst1 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 177.157 | 88.579 | 88.579 |
| Kapitalrücklage | 67.318 | 155.896 | 155.896 |
| Gewinnrücklagen | 674.434 | 690.411 | 607.201 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - 50.702 | -49.001 | - 28.725 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 868.207 | 885.885 | 822.951 |
| Nicht beherrschende Anteile | 13.851 | 14.637 | 11.083 |
| Summe Eigenkapital | 882.058 | 900.522 | 834.034 |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 50.433 | 49.830 | 49.408 |
| Übrige Rückstellungen | 19.107 | 17.552 | 16.650 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 3.828 | 3.828 | 3.828 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.155 | 496 | 1.400 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 597.581 | 597.285 | 596.917 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 11.792 | 12.564 | 16.735 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.912 | 2.801 | 11.465 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 5.175 | 6.711 | 6.711 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 4.524 | 4.916 | 7.281 |
| Latente Steuern | 86.806 | 91.165 | 112.218 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 97 | 110 | 83 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 782.410 | 787.258 | 822.696 |
| Übrige Rückstellungen | 135.594 | 151.684 | 136.369 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 727.927 | 711.337 | 657.644 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 435.430 | 389.581 | 359.486 |
| Finanzverbindlichkeiten | 4.611 | 3.383 | 36.491 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 264.515 | 298.488 | 266.533 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 32.365 | 43.694 | 36.896 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 196.195 | 221.572 | 183.867 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 5.352 | 3.417 | 4.633 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | - | 624 | 659 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.801.989 | 1.823.780 | 1.682.578 |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 3.466.457 | 3.511.560 | 3.339.308 |
1 Die Werte für 31. Dezember und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Konzern-Kapitalflussrechnung
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018
scroll
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 angepasst1 |
2. Quartal 2018 | 2. Quartal 2017 angepasst1 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 94.328 | 137.369 | 46.549 | 56.720 |
| Ertragsteuerzahlungen | -49.009 | - 26.968 | - 26.553 | -9.540 |
| Zinsergebnis | 10.699 | 10.079 | 6.792 | 5.004 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | -3.362 | -1.620 | -2.524 | -623 |
| Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen | - | 1.054 | - | 1.054 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 39.459 | 40.536 | 19.451 | 21.727 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -27 | -583 | 42 | -249 |
| Ergebnis aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | -63 | - 22.673 | - | 54 |
| Nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -608 | - | 78 | - |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 3.182 | 191 | 4.277 | 7 |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | ||||
| Vorräte | - 112.226 | -82.315 | - 36.997 | - 35.076 |
| Vertragliche Vermögenswerte | -17.533 | - 111.627 | -31.469 | - 29.467 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -7.260 | -3.266 | -31.029 | 59.960 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | -13.480 | -40.243 | 4.884 | - 13.815 |
| Rückstellungen | -14.829 | 28.811 | -5.667 | 7.370 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 10.290 | 22.547 | 69.573 | - 64.908 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 44.468 | 38.372 | 47.229 | 18.019 |
| Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) | -32.122 | -22.186 | -40.305 | - 50.402 |
| Sonstige Aktiva und Passiva | -11.570 | -8.289 | -7.683 | -2.546 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 59.663 | -40.811 | 16.648 | -36.711 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -9.540 | -11.297 | -6.433 | -5.128 |
| Erwerb von Sachanlagen | -24.516 | -21.916 | - 14.813 | -9.756 |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | -1 | -3 | - 1 | -2 |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 1.438 | 8.442 | 476 | 4.406 |
| Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | - 50 | -953 | - 50 | - 53 |
| Anlage in Termingeldern | 32.368 | - 76.270 | 34.602 | -31.463 |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
634 | 106.990 | 634 | -666 |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 2.171 | 2.541 | 1.061 | 1.464 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 2.504 | 7.534 | 15.476 | -41.198 |
| Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten |
105 | -9.029 | 2.084 | -7.650 |
| Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -223 | -1.168 | -223 | -586 |
| Zahlungen für Finanzierungsleasing | -680 | -2.671 | -349 | -459 |
| Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | -34.802 | -7.495 | -34.802 | |
| Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | -76.122 | - 72.662 | -76.122 | - 72.662 |
| Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile | -3.594 | -4.629 | -3.594 | -4.629 |
| Geleistete Zinsausgaben | -15.183 | -14.168 | -6.052 | -4.895 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 130.499 | - 111.822 | -119.058 | - 90.881 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | - 524 | -7.506 | 554 | -9.673 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 467 | - | - | - |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 187.715 | - 152.605 | -86.380 | - 178.463 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||
| Zum Periodenanfang | 659.911 | 724.179 | 558.576 | 750.037 |
| Zum Periodenende | 472.196 | 571.574 | 472.196 | 571.574 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Konzern-Eigenkapitalspiegel
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018
scroll
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Neubewertung Leistungsorientierter Versorgungspläne |
Unrealisierte Gewinne / Verluste aus Cashflow Hedges | Unrealisierte Gewinne / Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31. Dezember 2016 | 88.579 | 155.896 | 588.705 | - 40.698 | -8.055 | - |
| Anpassung IFRS 15 | - | - | - 1.315 | - | - | - |
| 1. Januar 2017 | 88.579 | 155.896 | 587.390 | - 40.698 | -8.055 | - |
| Ergebnis | - | - | 100.076 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | 2.653 | 9.245 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 100.076 | 2.653 | 9.245 | - |
| Dividenden | - | - | - 72.662 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | 5.122 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | - 12.725 | 4.496 | - | - |
| 30. Juni 2017 | 88.579 | 155.896 | 607.201 | - 33.549 | 1.190 | - |
| 31. Dezember 2017 | 88.579 | 155.896 | 690.411 | - 35.924 | -228 | 449 |
| Anpassung IFRS 9 | - | - | -3.557 | - | - | - |
| 1. Januar 2018 | 88.579 | 155.896 | 686.854 | - 35.924 | -228 | 449 |
| Ergebnis | - | - | 65.714 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | - | -6.194 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 65.714 | - | -6.194 | - |
| Kapitalerhöhung der Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln | 88.578 | -88.578 | - | - | - | - |
| Dividenden | - | - | -76.122 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - 1.505 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -507 | - | 518 | - |
| 30. Juni 2018 | 177.157 | 67.318 | 674.434 | - 35.924 | - 5.904 | 449 |
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| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Änderungen Konsolidierungskreis / Umgliederung | Währungsumrechnung | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31. Dezember 2016 | 652 | 24.452 | - 23.649 | 809.531 | 21.429 | 830.960 |
| Anpassung IFRS 15 | - | - | - | - 1.315 | - | - 1.315 |
| 1. Januar 2017 | 652 | 24.452 | - 23.649 | 808.216 | 21.429 | 829.645 |
| Ergebnis | - | - | - | 100.076 | 1.797 | 101.873 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | -21.459 | -9.561 | -9.561 | -245 | -9.806 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | -21.459 | -9.561 | 90.515 | 1.552 | 92.067 |
| Dividenden | - | - | - | - 72.662 | -4.629 | - 77.291 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | 5.122 | 1.030 | 6.152 |
| Übrige Veränderungen | -11 | - | 4.485 | -8.240 | -8.299 | - 16.539 |
| 30. Juni 2017 | 641 | 2.993 | - 28.725 | 822.951 | 11.083 | 834.034 |
| 31. Dezember 2017 | 630 | -13.928 | -49.001 | 885.885 | 14.637 | 900.522 |
| Anpassung IFRS 9 | - | - | - | -3.557 | -73 | -3.630 |
| 1. Januar 2018 | 630 | -13.928 | -49.001 | 882.328 | 14.564 | 896.892 |
| Ergebnis | - | - | - | 65.714 | 2.431 | 68.145 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | 3.986 | -2.208 | -2.208 | 1 | -2.207 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | 3.986 | -2.208 | 63.506 | 2.432 | 65.938 |
| Kapitalerhöhung der Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln | - | - | - | - | - | - |
| Dividenden | - | - | - | -76.122 | -4.689 | -80.811 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | - 1.505 | 1.505 | - |
| Übrige Veränderungen | -11 | - | 507 | - | 39 | 39 |
| 30. Juni 2018 | 619 | - 9.942 | - 50.702 | 868.207 | 13.851 | 882.058 |
Konzernanhang 1. Januar bis 30. Juni 2018
1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG
DAS UNTERNEHMEN
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern"), der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Neben der Automobilindustrie beliefert Dürr auch Branchen wie den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und die holzbearbeitende Industrie. Der Dürr-Konzern ist in 5 weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Measuring and Process Systems bietet Auswuchtanlagen sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnik. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018 ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2017 und sollte in Zusammenhang mit diesem gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewandten Methoden; wir verweisen hierzu auf den Geschäftsbericht 2017. Im Geschäftsjahr 2018 wurden IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erstmalig angewendet. Eine Erläuterung der Effekte und eine Überleitung der betroffenen Positionen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung findet sich unter Textziffer 3 "Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 15". Die sonstigen Änderungen an IFRS-Standards und Interpretationen, die zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden waren, sind für Dürr unwesentlich.
Der neue Standard zur Leasingbilanzierung, IFRS 16 "Leasingverhältnisse", ist ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Er ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse" und dessen Interpretationen. Dürr plant, den Standard modifiziert retrospektiv anzuwenden. Im Umstellungszeitpunkt wird sich die Bilanzsumme nach derzeitigem Kenntnisstand um rund 2 % bis 6 % erhöhen.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewandten Schätzungsmethoden. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit von Dürr unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen. Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften für das Gesamtjahr abgegrenzt. Im Berichtszeitraum traten keine ungewöhnlichen Sachverhalte auf, die sich wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ausgewirkt haben.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts Anderes vermerkt ist.
2. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Bei 5 Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben. Darüber hinaus bezieht Dürr ein strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss mit ein. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% angenommen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst.
ANZAHL GESELLSCHAFTEN
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| 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 | |
|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Inland | 30 | 30 |
| Ausland | 82 | 80 |
| 112 | 110 | |
| At equity bilanzierte Unternehmen | ||
| Inland | - | 2 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 2 | 4 | |
| Sonstige Beteiligungen | ||
| Inland | 3 | 3 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 5 | 5 |
Der Konzernzwischenabschluss enthält 15 (31.12.2017: 13) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen 4 Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden.
ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS
ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER GESELLSCHAFTEN
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| Gesellschaft | Anteil am Kapital | Mit Wirkung zum | Art des Anteilserwerbs | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|
| H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 49,0% | 1. Januar 2018 | - | Vormals nicht konsolidierte Gesellschaft |
| HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate | 100,0% | 1. Januar 2018 | - | Vormals nicht konsolidierte Gesellschaft |
| CPM DO PERNAMBUCO MANUTENÇAO DE MÂQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA, Goiana / Brasilien | 99,0% | 20. Juni 2018 | Gründung | - |
ENTKONSOLIDIERUNG
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| Gesellschaft | Mit Wirkung zum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H. in Liqui., Wien / Österreich | 21. Juni 2018 | Schließung |
Die bisher unter den at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesene LaTherm Abwicklungsgesellschaft mbH mit Sitz in Dortmund, Deutschland, wurde geschlossen. Die bisher ebenfalls unter den at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesene Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart, Deutschland, wird jetzt unter den nicht konsolidierten Gesellschaften ausgewiesen.
3. ERSTANWENDUNG IFRS 9 UND IFRS 15
ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSITIONEN
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| Tsd. € | 31. Dez. 2017 berichtet | Anpassungen IFRS 15 | 31. Dez. 2017 angepasst | Anpassungen IFRS 9 | 1. Januar 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.108.977 | 1.138 | 1.110.115 | -82 | 1.110.033 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.302.781 | 98.664 | 2.401.445 | -4.577 | 2.396.868 |
| von IFRS 15 / IFRS 9 betroffene Bilanzpositionen | |||||
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 437.658 | 19.977 | 457.635 | - | 457.635 |
| Vertragliche Vermögenswerte | - | 488.418 | 488.418 | - 1.365 | 487.053 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) | 941.086 | -418.712 | 522.374 | -2.222 | 520.152 |
| Sonstige finanzielle und sonstige Vermögenswerte | 235.953 | 8.981 | 244.934 | - 184 | 244.750 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 659.911 | - | 659.911 | -806 | 659.105 |
| Summe Aktiva | 3.411.758 | 99.802 | 3.511.560 | -4.659 | 3.506.901 |
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| Tsd. € | 31. Dez. 2017 berichtet | Anpassungen IFRS 15 | 31. Dez. 2017 angepasst | Anpassungen IFRS 9 | 1. Januar 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | |||||
| summe Eigenkapital | 903.694 | -3.172 | 900.522 | -3.630 | 896.892 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 787.492 | -234 | 787.258 | - 1.185 | 786.073 |
| von IFRS 15 / IFRS 9 betroffene Bilanzpositionen | |||||
| Latente Steuern | 91.634 | -469 | 91.165 | - 1.185 | 89.980 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | - | 3.828 | 3.828 | - | 3.828 |
| Verbindlichkeiten aus L&L | 4.089 | -3.593 | 496 | - | 496 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.720.572 | 103.208 | 1.823.780 | 156 | 1.823.936 |
| von IFRS 15 / IFRS 9 betroffene Bilanzpositionen | |||||
| Übrige Rückstellungen | 126.359 | 25.325 | 151.684 | 156 | 151.840 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | - | 711.337 | 711.337 | - | 711.337 |
| Verbindlichkeiten aus L&L | 1.023.035 | - 633.454 | 389.581 | - | 389.581 |
| Summe Passiva | 3.411.758 | 99.802 | 3.511.560 | -4.659 | 3.506.901 |
IFRS 15 "ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN"
Der Standard gibt anhand eines Fünf-Stufen-Modells vor, wie Erlöse aus Verträgen mit Kunden zu realisieren sind. Es wird bestimmt, in welcher Höhe Umsatzerlöse zu erfassen sind und ob sie zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfasst werden.
Dürr wendet IFRS 15 erstmalig im Geschäftsjahr 2018 an. Im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit erfolgte die Umstellung vollständig retrospektiv zum 1. Januar 2017 und wirkte sich kumuliert zum 31. Dezember 2017 eigenkapitalmindernd in Höhe von 3.172 Tsd. € auf die Gewinnrücklagen des Konzerns aus. Es ergab sich ein leichter Anstieg der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 von 2,9 % auf 3.511.560 Tsd. €.
Im Rahmen der Umstellung auf die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 15 hat Dürr die folgenden Erleichterungsvorschriften in Anspruch genommen:
| ― | Erfüllte Verträge, die innerhalb des Geschäftsjahres 2017 begannen und endeten, sind nach IFRS 15 nicht neu beurteilt worden. |
| ― | Bei Verträgen mit variabler Gegenleistung, die im Geschäftsjahr 2017 erfüllt wurden, wurde der Transaktionspreis angesetzt. |
Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage aus der Inanspruchnahme beider Erleichterungsvorschriften sind nicht wesentlich.
Abweichend vom Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergeben sich Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden insbesondere in folgenden Bereichen:
Vorräte und geleistete Anzahlungen
Für bestimmte Maschinentypen mit alternativer Nutzungsmöglichkeit war eine Umstellung auf zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung erforderlich. Folge ist die zeitliche verzögerte Ertragserfassung im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise und damit verbunden ein Anstieg der Vorräte.
Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Ein überwiegender Teil der Aufträge bei Dürr wird nach Leistungsfortschritt bilanziert (Percentage-of-Completion-Methode) und Umsatzerlöse werden entsprechend den IFRS 15 Kriterien über einen Zeitraum erfasst. Für die Bestimmung des Leistungsfortschritts mittels der POC-Methode ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads wesentlich. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Die vertraglichen Vermögenswerte stellen einen bedingten Anspruch für die in Arbeit befindlichen Aufträge dar, bei denen Dürr in Vorleistung gegenüber dem Kunden tritt. Bereits erbrachte Leistungen werden in Form von aufgelaufenen Auftragskosten in Verbindung mit geschätzten Teilgewinnen bilanziert. Sie enthalten unmittelbar zurechenbare Einzelkosten (Material- und Personalkosten sowie Fremdleistungen) sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den anteiligen Gewinn. Den bereits erbrachten Leistungen werden Kundenzahlungen gegenübergestellt: Sie beinhalten sowohl bereits erhaltene als auch fällige (An-) Zahlungen. Soweit die bereits erbrachten Leistungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, da der Zahlungsanspruch noch anderen Bedingungen als dem reinen Zeitablauf unterliegt, weist Dürr seinen Anspruch auf Gegenleistungen als einen vertraglichen Vermögenswert in der Bilanz aus.
Vertragliche Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung gegenüber den Kunden, wenn gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen vor der Erbringung der zugesagten Leistung vereinnahmt werden. Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen stehen in Verbindung mit den bis dato erbrachten Leistungen. Infolgedessen stellt diese Summe eine vertragliche Verbindlichkeit dar, wenn die Verpflichtungen gegenüber den Kunden die Ansprüche von Dürr übersteigen.
Die nun separat dargestellten Bilanzpositionen vertragliche Vermögenswerte und vertragliche Verbindlichkeiten übersteigen jeweils den aus den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgegliederten Betrag, da dieser zuvor einer Verrechnung mit den Rückstellungen für drohende Verluste unterlag. Darüber hinaus sind in den vertraglichen Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten nun ebenfalls fällige Anzahlungsanforderungen enthalten.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen nach IFRS 15 einen unbedingten Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung dar. Dementsprechend sind diese separat von den vertraglichen Vermögenswerten darzustellen, wodurch sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringern. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzieren sich um die Verpflichtungen gegenüber Kunden, die die Ansprüche von Dürr übersteigen. Diese werden jetzt als vertragliche Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte
In Zusammenhang mit Kundenverträgen entstandene Vertragsanbahnungskosten werden in Höhe des angefallenen Betrags innerhalb der sonstigen Vermögenswerte aktiviert. Üblicherweise sind das vertraglich zugesagte Provisionen als prozentualer Anteil des Auftragswerts. Bei Verträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung werden die Vertragsanbahnungskosten aus Vereinfachungsgründen linear über die anfänglich geschätzte Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei Kundenverträgen, die zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs verumsatzt werden, erfolgt zu diesem Zeitpunkt die gesamte Abschreibung der Vertragsanbahnungskosten. Eventuelle Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Vertragsanbahnungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Übrige Rückstellungen
Der Anstieg der übrigen Rückstellungen ist dem Bruttoausweis der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften geschuldet. Bislang wurden letztere mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen beziehungsweise den erhaltenen Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen verrechnet.
IFRS 15 - ÜBERLEITUNG DER GEWINN- UND VERLUSTPOSITIONEN
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| Tsd. € | 1. Halbjahr 2017 wie berichtet | Anpassungen IFRS 15 |
1. Halbjahr 2017 angepasst |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.751.266 | 2.266 | 1.753.532 |
| Davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft | 452.196 | 826 | 453.022 |
| Umsatzkosten | - 1.330.267 | 905 | - 1.329.362 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 420.999 | 3.171 | 424.170 |
| Übrige Funktionskosten und sonstiges Ergebnis | - 276.767 | -299 | - 277.066 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 144.232 | 2.872 | 147.104 |
| Finanzergebnis | -9.735 | - | -9.735 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 134.497 | 2.872 | 137.369 |
| Steuern | -34.752 | -744 | -35.496 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 99.745 | 2.128 | 101.873 |
| Davon entfallen auf | |||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.797 | - | 1.797 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 97.948 | 2.128 | 100.076 |
| Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. | 69.202,08 | - | 69.202,08 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | 1,42 | 0,03 | 1,45 |
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 15 erfasst Dürr seine Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Standardmaschinen, Gütern, Ersatzteilen sowie aus der Erbringung von bestimmten Service-Leistungen zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf den Kunden. Die Anpassungen in der Gewinn- und Verlustrechnung resultierten vorrangig aus der Umstellung auf zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung aufgrund von vorhandenem Alternativnutzen für bestimmte Maschinentypen und für Ersatzteilpakete. Umsätze aus dem Service-Geschäft konnten im Zuge der Umstellung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfasst werden. Die Aktivierung von Kosten für Vertriebsprovisionen bei Vertragsabschluss erfolgt mit anschließender Abschreibung und eventueller Wertberichtigung in die Funktionskosten.
IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"
IFRS 9 regelt Ansatz und Bewertung, Ausbuchung und die Sicherungsbilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten neu. Während Dürr die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie zur Wertminderung zum 1. Januar 2018 eingeführt hat, wird Dürr die neuen Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt anwenden.
Die Anpassungen des IFRS 9 resultieren im Wesentlichen aus der Anwendung der neuen Wertminderungsvorschriften. Im Umstellungszeitpunkt reduzierten sich die Aktiva um insgesamt 4.659 Tsd. €. Durch die Anwendung des Modells der erwarteten Verluste erhöhten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 15.882 Tsd. € am 31. Dezember 2017 um 2.277 Tsd. € auf den kumulierten Eröffnungsbilanzwert zum 1. Januar 2018 von 18.159 Tsd. €. Aus den neuen Wertminderungsvorschriften resultierten auch Anpassungseffekte in den vertraglichen Vermögenswerten, den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Anpassungen in Höhe von 54 Tsd. € aus Anwendung der neuen Klassifizierungsregelungen enthalten.
Abweichend vom Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergeben sich Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden insbesondere in folgenden Bereichen:
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:
| ― | finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
| ― | finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
| ― | finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
| ― | finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und |
| ― | finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
Finanzielle Vermögenswerte
Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt nach IFRS 9 auf Grundlage des Geschäftsmodells zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie auf Grundlage der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Die Zielsetzung des Geschäftsmodells von Dürr besteht im Halten der finanziellen Vermögenswerte, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Gleichzeitig wird geprüft, ob die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen.
Die bei Dürr im Bestand befindlichen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sofern das Geschäftsmodell eingehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme die Bedingungen erfüllen.
Das Geschäftsmodell von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhaltet neben dem Halten der finanziellen Vermögenswerte auch deren Verkauf. Die Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag.
Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren. Jedoch kann beim erstmaligen Ansatz ein unwiderrufliches Wahlrecht ausgeübt werden, die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet einzustufen. Dieses Wahlrecht kann nur ausgeübt werden, sofern die Eigenkapitalinstrumente weder zu Handelszwecken gehalten werden noch eine unbedingte Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellen. Dürr hält seine Eigenkapitalanteile grundsätzlich aus strategischen Gründen, um die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns zu ergänzen. Die Absicht, kurzfristige Veräußerungserträge in wesentlichem Umfang zu erzielen, steht dabei nicht im Fokus. Schwankungen in der Bewertung der Beteiligungen sollen daher keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben. Entsprechend werden die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Diese Eigenkapitalinstrumente sind in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen beziehungsweise in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht die Bedingungen erfüllen, um sie als zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu designieren. Von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, macht Dürr derzeit keinen Gebrauch.
Wertminderung finanzieller Vermögenswerte
IFRS 9 führt ein Wertminderungsmodell basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ein, das für alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente) anzuwenden ist, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Das Modell der erwarteten Verluste allokiert die Wertberichtigung auf drei Stufen. Dürr ordnet die finanziellen Vermögenswerte den einzelnen Wertberichtigungsstufen basierend auf Überfälligkeitskriterien und historisch bewährten, qualitativen internen und externen Risikoeinschätzungen der einzelnen Schuldner zu. Diese Einschätzungen sind für alle Klassen der finanziellen Vermögenswerte anwendbar. Sofern die originären finanziellen Vermögenswerte nicht bereits bei Erwerb wertgemindert sind, werden die Vermögenswerte in Risikostufe 1 eingeordnet. Bei einem signifikanten Anstieg des Ausfallrisikos im Vergleich zur erstmaligen Erfassung werden die Vermögenswerte der Stufe 2 zugeordnet. Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos und damit ein Übergang auf Stufe 2 erfolgt spätestens, wenn der Schuldner mehr als 30 Tage überfällig ist. Dürr ordnet die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 zu, sofern Sachverhalte bekannt sind, die einen Schuldner in seiner Fähigkeit beeinträchtigen können, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Neben der Beachtung von qualitativen Bonitätseinschätzungen des Schuldners erfolgt ein Übergang in Stufe 3 spätestens ab einer Überfälligkeit der Zahlungsverpflichtung von 91 Tagen.
Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die vertraglichen Vermögenswerte werden bereits bei erstmaliger Erfassung der Risikostufe 2 zugeordnet. Für einen Übergang in Stufe 3 beziehungsweise einen angenommenen Ausfall werden dieselben qualitativen Kriterien wie bei den anderen finanziellen Vermögenswerten verwendet. Durch das teils langfristige operative Maschinen- und Anlagengeschäft von Dürr ergibt sich jedoch ein erweitertes Überfälligkeitskriterium von 12 Monaten.
Der Konzern beurteilt die Höhe der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten auf Grundlage mehrerer Faktoren. Zunächst werden die Kreditrisiken der Schuldner anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Die anschließende Quantifizierung der erwarteten Kreditverluste bezieht im Wesentlichen drei Risikoparameter ein: Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote bei Ausfall und die tatsächliche Inanspruchnahme bei Ausfall. Für die Bestimmung der Risikoparameter werden unter anderem Informationen über den bestehenden Zahlungsverzug, aktuelle Informationen und Zukunftserwartungen des Marktes, externe Ratingeinschätzungen, Zukunftseinschätzungen des Managements sowie die Bedeutung beziehungsweise das Volumen der Kundenbeziehung in der Vergangenheit herangezogen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei vertraglichen Vermögenswerten werden die Wertminderungen durch einen vereinfachten Ansatz mithilfe von Wertminderungsmatrizen abgebildet.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie nach angemessener Einschätzung uneinbringlich erscheinen, beispielsweise nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach gerichtlichen Entscheidungen.
Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Dazu gehören regelmäßige Bonitätsprüfungen, der Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert abzüglich einer Risikovorsorge angesetzt. Die Risikovorsorge wird auf Grundlage von aktuellen Marktdaten und internen Risikoeinschätzungen gebildet. Weitere Informationen zur Wertminderung enthält der Abschnitt zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten.
IFRS 9 - ÄNDERUNG DER BEWERTUNGSKATEGORIEN DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE
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| Tsd. € | Bisheriger Wertansatz |
Bewertungskategorie IAS 39 | Buchwert 31. Dez. 2017 angepasst1 | Bewertungskategorie IFRS 9 | Buchwert 1. Januar 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Kredite und Forderungen | 659.911 | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 659.105 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Kredite und Forderungen | 524.187 | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 521.962 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Kredite und Forderungen | 9.157 | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 9.105 |
| Sonstige originäre Finanzinstrumente | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Kredite und Forderungen | 167.069 | Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 166.804 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte |
Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 6 | Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert bewertet | 6 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 2.996 | Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert bewertet | 3.050 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Fortgeführte Anschaffungskosten |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 4.393 | Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet | 4.393 |
| Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) |
19.507 | 19.507 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) |
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 496 | Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert bewertet | 496 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) |
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 |
4.436 | Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 |
4.436 |
| Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) |
996 | 996 |
1 Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Aus der Anwendung der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 resultiert eine Umklassifizierung der bisher als bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen und der Eigenkapitalinstrumente in die Bewertungskategorie zum beizulegenden Zeitwert. Für die Passiva ergaben sich durch die Einführung des IFRS 9 keine Änderungen der Klassifizierung.
4. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste. Darüber hinaus enthielt das sonstige betriebliche Ergebnis im Vorjahr den Ertrag aus der Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) in Höhe von 22.673 Tsd. €.
5. ZINSERGEBNIS
ZINSERGEBNIS
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| Tsd. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.313 | 2.564 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14.012 | - 12.643 |
| Davon: | ||
| Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | -4.313 | -4.313 |
| Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen | -2.198 | -2.166 |
| Zinsaufwand aus der Folgebilanzierung des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG | -3.005 | -3.479 |
| Aufwand aufgrund des Erwerbs von Anteilen der HOMAG Group AG | -2.046 | - |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -2.450 | -2.685 |
| Zinsergebnis | - 10.699 | - 10.079 |
6. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE VERBINDLICHKEITEN
Im Geschäftsjahr 2018 veräußerte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing an die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V. R. China (SBS), wurden nachgelagert zum 31. März 2018 noch weitere Vermögenswerte mit einem Buchwert von 571 Tsd. € und einem Veräußerungserlös in Höhe von 634 Tsd. € veräußert. Diese waren der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Derzeit weist Dürr keine zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus.
7. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN
Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf:
ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIESTUFEN
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| Fair-Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 30. Juni 2018 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente | 23.769 | - | - | 23.769 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.414 | - | 1.414 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | 3.005 | 3.005 | - | - |
| Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente | - | - | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 891 | - | 891 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 691 | - | 691 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 35.282 | - | - | 35.282 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 10.139 | - | 10.139 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 9.489 | - | - | 9.489 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 416 | - | 416 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.531 | - | 2.531 | - |
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| Fair-Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 31. Dezember 2017 angepasst1 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 19.507 | - | - | 19.507 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.436 | - | 4.436 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 6 | 6 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 496 | - | 496 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 996 | - | 996 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 35.282 | - | - | 35.282 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.607 | - | 4.607 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 9.675 | - | - | 9.675 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 452 | - | 452 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.212 | - | 1.212 | - |
1 Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst
Im ersten Halbjahr 2018 fand keine Umgliederung zwischen den Stufen statt.
SENSITIVITÄTEN STUFE 3
Der beizulegende Zeitwert der ADAMOS GmbH beruht maßgeblich auf den erwarteten Free Cashflows der kommenden Jahre. Werden in der Planung der ADAMOS GmbH um 10% höhere (niedrigere) Free Cashflows unterstellt, steigt (fällt) der beizulegenden Zeitwert auf 2.287 Tsd. € (1.735 Tsd. €) (Vorjahr: keine Sensitivität). Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der 15%-Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH geht Dürr im Moment nicht davon aus, dass ergebnisabhängige Vertragsklauseln, die den Wert positiv beeinflussen können, zur Anwendung kommen. Bei einer Erhöhung beziehungsweise Verminderung der vertraglich vereinbarten ergebnisbezogenen Parameter um jeweils 10% sind keine Änderungen des Zeitwerts zu erwarten (Vorjahr: keine Änderung).
BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTEN
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| 30. Juni 2018 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert |
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 472.196 | 472.196 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | 535.255 | 535.255 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 9.042 | 9.042 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 138.534 | 138.534 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 436.063 | 436.063 |
| Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 522 | 522 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 43.419 | 43.419 |
| Anleihe | 317.490 | 298.271 |
| Schuldscheindarlehen | 296.961 | 299.310 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.908 | 1.908 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 5.845 | 5.392 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 179.952 | 174.254 |
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| --- | --- | --- |
| DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9 | ||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.155.027 | 1.155.027 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.276.315 | 1.253.747 |
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| 31. Dezember 2017 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert angepasst1 |
Buchwert angepasst1 |
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 659.911 | 659.911 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | 524.187 | 524.187 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 9.157 | 9.157 |
| Sonstige originäre Finanzinstrumente | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 167.069 | 167.069 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 3.050 | 2.996 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 389.874 | 389.874 |
| Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 203 | 203 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 48.594 | 48.594 |
| Anleihe | 320.490 | 298.027 |
| Schuldscheindarlehen | 295.402 | 299.258 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.875 | 1.875 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.342 | 5.810 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 219.123 | 209.729 |
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| --- | --- | --- |
| DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39 | ||
| Kredite und Forderungen | 1.360.324 | 1.360.324 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 3.050 | 2.996 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 1.275.561 | 1.247.560 |
1 Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
8. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Bereiche darstellen. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| 1. Halbjahr 2018 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems |
Application Technology |
Clean Technology Systems |
Measuring and Process Systems |
Woodworking Machinery and Systems |
Summe Segmente |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 510.410 | 215.690 | 56.241 | 137.501 | 119.560 | 1.039.402 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 56.915 | 82.307 | 8.770 | 73.839 | 486.145 | 707.976 |
| Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | - | - | - | 2.198 | - | 2.198 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 667 | 2.673 | 940 | 3.002 | 49 | 7.331 |
| Summe Umsatzerlöse | 567.992 | 300.670 | 65.951 | 216.540 | 605.754 | 1.756.907 |
| Davon aus Service-Geschäft | 142.237 | 105.520 | 19.167 | 64.266 | 133.822 | 465.012 |
| EBIT | 24.932 | 30.684 | -2.543 | 23.873 | 37.169 | 114.115 |
| Vermögen (zum 30.06.) | 669.498 | 561.666 | 142.013 | 459.252 | 928.555 | 2.760.984 |
| Schulden (zum 30.06.) | 620.488 | 326.875 | 71.032 | 217.435 | 440.332 | 1.676.162 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 3.405 | 2.154 | 600 | 2.303 | 6.567 | 15.029 |
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| 1. Halbjahr 2018 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | - | 1.039.402 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 14 | 707.990 |
| Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | - | 2.198 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | - 7.331 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -7.317 | 1.749.590 |
| Davon aus Service-Geschäft | - 4.519 | 460.493 |
| EBIT | - 12.696 | 101.419 |
| Vermögen (zum 30.06.) | 8.163 | 2.769.147 |
| Schulden (zum 30.06.) | 171.002 | 1.847.164 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 207 | 15.236 |
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| 1. Halbjahr 2017 angepasst1 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems |
Application Technology |
Clean Technology Systems |
Measuring and Process Systems2 |
Woodworking Machinery and Systems |
Summe Segmente |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 499.318 | 219.568 | 81.263 | 168.268 | 106.276 | 1.074.693 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 32.394 | 67.327 | 5.038 | 80.036 | 491.694 | 676.489 |
| Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | - | - | - | 2.309 | - | 2.309 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 918 | 2.708 | 1.203 | 5.321 | 40 | 10.190 |
| Summe Umsatzerlöse | 532.630 | 289.603 | 87.504 | 255.934 | 598.010 | 1.763.681 |
| Davon aus Service-Geschäft | 134.128 | 105.118 | 17.433 | 66.290 | 133.408 | 456.377 |
| EBIT | 30.913 | 29.434 | 1.617 | 30.017 | 43.716 | 135.697 |
| Vermögen (zum 31.12.) | 653.405 | 541.617 | 132.278 | 440.976 | 837.044 | 2.605.320 |
| Schulden (zum 31.12.) | 595.485 | 330.273 | 70.917 | 210.368 | 422.321 | 1.629.364 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 3.384 | 1.985 | 586 | 2.244 | 6.149 | 14.348 |
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| 1. Halbjahr 2017 angepasst1 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | - | 1.074.693 |
| Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 41 | 676.530 |
| Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | - | 2.309 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | - 10.190 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -10.149 | 1.753.532 |
| Davon aus Service-Geschäft | -3.355 | 453.022 |
| EBIT | 11.407 | 147.104 |
| Vermögen (zum 31.12.) | 1.662 | 2.606.982 |
| Schulden (zum 31.12.) | 226.872 | 1.856.236 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 197 | 14.545 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 beziehungsweise 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Umsatzerlöse und EBIT der Dürr-Ecoclean-Gruppe für das erste Quartal 2017 sind enthalten.
Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.
ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS
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| Tsd. € | 1. Halbjahr 2018 | 1. Halbjahr 2017 angepasst1 |
|---|---|---|
| EBIT der Segmente | 114.115 | 135.697 |
| EBIT Corporate Center | -13.417 | 10.278 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | 721 | 1.129 |
| EBIT des Dürr-Konzerns | 101.419 | 147.104 |
| Beteiligungsergebnis | 3.608 | 344 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.313 | 2.564 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -14.012 | - 12.643 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 94.328 | 137.369 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -26.183 | -35.496 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 68.145 | 101.873 |
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| Tsd. € | 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 angepasst1 |
|---|---|---|
| Segmentvermögen | 2.760.984 | 2.605.320 |
| Vermögen Corporate Center | 1.005.243 | 983.471 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | - 997.080 | - 981.809 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 472.196 | 659.911 |
| Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere | 106.517 | 139.010 |
| Sonstige Beteiligung / ehemals: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
19.507 | 19.507 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 35.448 | 30.772 |
| Ertragsteuerforderungen | 24.317 | 20.035 |
| Aktive latente Steuern | 39.325 | 35.343 |
| Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns | 3.466.457 | 3.511.560 |
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| Tsd. € | 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 angepasst1 |
|---|---|---|
| Segmentschulden | 1.676.162 | 1.629.364 |
| Schulden Corporate Center | 213.116 | 251.366 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -42.114 | - 24.494 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 597.581 | 597.285 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 9.916 | 10.137 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 5.392 | 5.810 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 37.540 | 50.405 |
| Passive latente Steuern | 86.806 | 91.165 |
| Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns* | 2.584.399 | 2.611.038 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 beziehungsweise 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
* Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital
9. ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PARTEIEN
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017.
Nahestehende Parteien beinhalten die assoziierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns.
Im ersten Halbjahr 2018 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 103.491 Tsd. € (Vorjahr: 82.894 Tsd. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Umsatzvolumen mit der Homag China Golden Field Limited. Zum 30. Juni 2018 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 9.083 Tsd. € (31.12.2017: 9.925 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.781 Tsd. (31.12.2017: 1.358 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von 28.090 Tsd. € (31.12.2017: 43.640 Tsd. €) gegenüber nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten.
Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären.
10. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| Tsd. € | 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 |
|---|---|---|
| Wechselobligo | - | 19.650 |
| Verbindlichkeiten aus Garantien und Bürgschaften | 9.792 | 10.171 |
| Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 72 | 184 |
| Sonstige | 2.270 | 3.571 |
| 12.134 | 33.576 |
Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| Tsd. € | 30. Juni 2018 | 31. Dezember 2017 |
|---|---|---|
| Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge | 85.323 | 89.845 |
| Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge | 5.890 | 6.400 |
| Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen | 4.362 | 3.360 |
| 95.575 | 99.605 |
Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.
11. WEITERE ANGABEN
Dürr hat im Juni 2018 die Akquisition des industriellen Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox mit einem Unternehmenswert von rund 110 Mio. € bekannt gegeben. Dürr beabsichtigt jeweils 100 % der Anteile an den B&W-Töchtern Babcock & Wilcox MEGTEC LLC, Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc. und Babcock & Wilcox Universal Inc. zu erwerben und die drei Gesellschaften und ihre Tochtergesellschaften in die Division Clean Technology Systems einzubringen. Die behördlichen Genehmigungen für die Akquisition werden für August / September erwartet.
12. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 9. August 2018
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Ralf W. Dieter Vorsitzender des Vorstands |
Carlo Crosetto Finanzvorstand |
| Dr. Jochen Weyrauch Mitglied des Vorstands |
Mehrjahresübersicht 2015 bis 2018
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| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | 2018 | 20171 | 2016 | 2015 | 2018 | 20171 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 1.955,0 | 2.078,3 | 1.989,3 | 1.795,5 | 935,9 | 1.033,9 |
| Auftragsbestand (30.6.) | 2.750,3 | 2.744,2 | 2.698,9 | 2.828,0 | 2.750,3 | 2.744,2 |
| Umsatz | 1.749,6 | 1.753,5 | 1.706,9 | 1.773,5 | 909,5 | 863,2 |
| Bruttoergebnis | 404,1 | 424,2 | 408,0 | 380,0 | 205,5 | 206,8 |
| EBITDA | 140,9 | 187,6 | 157,3 | 146,7 | 69,8 | 82,6 |
| EBIT | 101,4 | 147,1 | 119,0 | 108,0 | 50,3 | 60,9 |
| Ergebnis nach Steuern | 68,1 | 101,9 | 77,8 | 53,5 | 33,6 | 40,5 |
| Bruttomarge in % | 23,1 | 24,2 | 23,9 | 21,4 | 22,6 | 24,0 |
| EBIT-Marge in % | 5,8 | 8,4 | 7,0 | 6,1 | 5,5 | 7,1 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 59,7 | -40,8 | -84,6 | 10,9 | 16,6 | -36,7 |
| Free Cashflow | - 106,7 | -85,7 | -138,4 | -36,2 | -9,6 | - 55,1 |
| Investitionen | 34,3 | 33,6 | 38,6 | 36,2 | 21,4 | 15,2 |
| Bilanzsumme (30.6.) | 3.466,5 | 3.339,3 | 3.107,0 | 2.952,4 | 3.466,5 | 3.339,3 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30.6.) | 882,1 | 834,0 | 711,5 | 604,2 | 882,1 | 834,0 |
| Eigenkapitalquote (30.6.) in % | 25,4 | 25,0 | 22,9 | 20,5 | 25,4 | 25,0 |
| ROCE2 in % | 22,0 | 37,1 | 29,2 | 40,9 | 21,8 | 33,3 |
| Nettofinanzstatus (30.6.) | -29,9 | 96,2 | -90,2 | 88,7 | -29,9 | 96,2 |
| Net Working Capital (30.6.) | 452,9 | 337,9 | 372,1 | 176,1 | 452,9 | 337,9 |
| Mitarbeiter (30.6.) | 15.236 | 14.545 | 15.051 | 14.448 | 15.236 | 14.545 |
| Dürr-Aktie3 ISIN: DE0005565204 | ||||||
| Höchst4 | 57,18 | 53,85 | 36,33 | 54,30 | 49,85 | 53,85 |
| Tiefst4 | 39,16 | 35,78 | 24,76 | 35,75 | 39,61 | 40,63 |
| Schluss4 | 39,79 | 52,33 | 34,00 | 41,83 | 39,79 | 52,33 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz(Aktienzahl) | 291.300 | 304.254 | 440.400 | 282.200 | 323.300 | 299.380 |
| Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) (Tsd.) | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 | 69.202 |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,95 | 1,45 | 1,10 | 0,74 | 0,46 | 0,57 |
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| 2. Quartal | ||
|---|---|---|
| Mio. € | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 940,7 | 900,0 |
| Auftragsbestand (30.6.) | 2.698,9 | 2.828,0 |
| Umsatz | 881,7 | 924,4 |
| Bruttoergebnis | 212,9 | 198,5 |
| EBITDA | 79,3 | 75,9 |
| EBIT | 60,3 | 60,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 39,2 | 36,5 |
| Bruttomarge in % | 24,1 | 21,5 |
| EBIT-Marge in % | 6,8 | 6,5 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -82,0 | -28,6 |
| Free Cashflow | -116,3 | - 58,5 |
| Investitionen | 18,9 | 18,8 |
| Bilanzsumme (30.6.) | 3.107,0 | 2.952,4 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30.6.) | 711,5 | 604,2 |
| Eigenkapitalquote (30.6.) in % | 22,9 | 20,5 |
| ROCE2 in % | 29,6 | 45,8 |
| Nettofinanzstatus (30.6.) | -90,2 | 88,7 |
| Net Working Capital (30.6.) | 372,1 | 176,1 |
| Mitarbeiter (30.6.) | 15.051 | 14.448 |
| Dürr-Aktie3 ISIN: DE0005565204 | ||
| Höchst4 | 36,30 | 54,90 |
| Tiefst4 | 30,15 | 39,33 |
| Schluss4 | 34,00 | 41,85 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz(Aktienzahl) | 563.200 | 310.400 |
| Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) (Tsd.) | 69.202 | 69.202 |
| Ergebnis je Aktie in € | 0,56 | 0,51 |
1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.
2 Annualisiert
3 Die Anzahl der Aktien hat sich durch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis von 1:1 am 22. Juni 2018 auf 69.202.080 erhöht Die Aktienanzahl, das Ergebnis je Aktie, die Aktienkurse und die Tagesumsätze wurden entsprechend angepasst.
4 Xetra
Finanzkalender
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| 9. August 2018 | Halbjahresfinanzbericht 2018 Telefonkonferenz für Analysten und Investoren |
| 29. August 2018 | Commerzbank Sector Conference, Frankfurt/M. |
| 6. September 2018 | Morgan Stanley Industrial CEOs Unplugged, London |
| 26. September 2018 | Baader Investment Conference, München |
| 6. November 2018 | Baird Annual Industrial Conference, Chicago |
| 8. November 2018 | Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate 2018 Telefonkonferenz für Analysten und Investoren |
| 13. November 2018 | UBS European Conference, London |
| 20. November 2018 | DZ BANK Equity Conference, Frankfurt |
| 28. November 2018 | Goldman Sachs European Industrials Conference, London |
| 5. Dezember 2018 | Berenberg European Corporate Conference, Pennyhill |
Kontakt
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dürr AG
Günter Dielmann
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Stefan Tobias Burkhardt
Corporate Communications & Investor Relations
Carl-Benz-Straße 34
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Tel.: +49 7142 78-1785 / -1381 / -3558
Fax: +49 7142 78-1716
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Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern ("Dürr") selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind - wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld - stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen von Dürr, insbesondere im Abschnitt "Risiken" des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von Dürr wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "ausgehen", "rechnen mit", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und "vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Dürr übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.
Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Dürr nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den bei Dürr verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Finanzglossar auf der Dürr-Webseite (https://www.durr-group.com/de/investoren/glossar/).