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Dürr AG Interim / Quarterly Report 2018

Aug 9, 2018

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Interim / Quarterly Report

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Dürr Aktiengesellschaft

Stuttgart

Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2018

HALBJAHRESFINANZBERICHT

1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018

www.durr-group.de

Kennzahlen Dürr-Konzern (IFRS)

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang Mio. € 1.955,0 2.078,3 935,9 1.033,9
Auftragsbestand (30.6.) Mio. € 2.750,3 2.744,2 2.750,3 2.744,2
Umsatz Mio. € 1.749,6 1.753,5 909,5 863,2
Bruttoergebnis Mio. € 404,1 424,2 205,5 206,8
EBITDA Mio. € 140,9 187,6 69,8 82,6
EBIT Mio. € 101,4 147,1 50,3 60,9
EBIT vor Sondereffekten2 Mio. € 110,4 132,2 54,9 66,5
Ergebnis nach Steuern Mio. € 68,1 101,9 33,6 40,5
Bruttomarge % 23,1 24,2 22,6 24,0
EBIT-Marge % 5,8 8,4 5,5 7,1
EBIT-Marge vor Sondereffekten2 % 6,3 7,5 6,0 7,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € - 59,7 -40,8 16,6 -36,7
Free Cashflow Mio. € -106,7 -85,7 -9,6 - 55,1
Investitionen Mio. € 34,3 33,6 21,4 15,2
Bilanzsumme (30.6.) Mio. € 3.466,5 3.339,3 3.466,5 3.339,3
Eigenkapital (mit nicht

beherrschenden Anteilen) (30.6.)
Mio. € 882,1 834,0 882,1 834,0
Eigenkapitalquote (30.6.) % 25,4 25,0 25,4 25,0
ROCE3 % 22,0 37,1 21,8 33,3
Nettofinanzstatus (30.6.) Mio. € -29,9 96,2 -29,9 96,2
Net Working Capital (30.6.) Mio. € 452,9 337,9 452,9 337,9
Mitarbeiter (30.6.) 15.236 14.545 15.236 14.545
Dürr-Aktie4
ISIN: DE0005565204
Höchst5 57,18 53,85 49,85 53,85
Tiefst5 39,16 35,78 39,61 40,63
Schluss5 39,79 52,33 39,79 52,33
Durchschnittlicher Tagesumsatz Stück 291.300 304.254 323.300 299.380
Anzahl der Aktien

(durchschnittlich gewichtet)
Tsd. 69.202 69.202 69.202 69.202
Ergebnis je Aktie 0,95 1,45 0,46 0,57

Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Sondereffekte H1 2018: -9,0 Mio. € (u.a. -4,3 Mio. € Kaufpreisallokation HOMAG Group, -3,5 Mio. € Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems, -1,5 Mio. € Transaktionskosten MEGTEC/Universal), H1 2017: +14,9 Mio. €

3 Annualisiert

4 Die Anzahl der Aktien hat sich durch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis von 1:1 am 22. Juni 2018 auf 69.202.080 erhöht. Die Aktienanzahl, das Ergebnis je Aktie, die Aktienkurse und die Tagesumsätze wurden entsprechend angepasst.

5 Xetra

Highlights H1 2018: Cashflow in Q2 verbessert

Vorjahresvergleich beeinflusst durch Ecoclean-Verkauf und Wechselkursveränderungen

Ecoclean Q1 2017: 22,7 Mio. € außerordentlicher Verkaufsertrag und 3,5 Mio. € operatives EBIT

Vergleichbarer H1-Auftragseingang* auf Vorjahresniveau (-1 %)

Auftragsbestand: 2,8 Mrd. €, 215 Mio. € über Jahresende 2017

Vergleichbarer H1-Umsatz*: +6 %

Book-to-Bill H1: 1,1

H1-EBIT: -31 % auf 101,4 Mio. €, u.a. durch hohen Sonderertrag aus Ecoclean-Verkauf in Q1 2017

Operatives H1-EBIT (vor Sondereffekten): -16,4 % auf 110,4 Mio. €

Erwarteter Margenrückgang bei Paint and Final Assembly Systems

Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 in Umsetzung
Marge im Auftragseingang in H1 2018 leicht verbessert

HOMAG erwartet stärkere Umsatzrealisierung in H2 nach vorübergehenden Ausbringungsproblemen in H1

Positiver Cashflow-Trend seit Q2

H1: Cashflow nach erwartetem NWC-Aufbau bei -59,7 Mio. €
Q2: positiver Cashflow
Weitere Verbesserung in H2 erwartet

Ausblick für 2018 unverändert (ohne Berücksichtigung des anstehenden Erwerbs von MEGTEC/Universal)

Auftragseingang: 3,6 bis 3,9 Mrd. €
Umsatz: 3,7 bis 3,9 Mrd. €
EBIT-Marge: 7,0 bis 7,5 %
EBIT-Marge vor Sondereffekten: 7,4 bis 7,8 %

Ausblick 2018 (inklusive MEGTEC/Universal, Konsolidierung voraussichtlich ab 9/2018)

Auftragseingang: 3,7 bis 4,0 Mrd. €
Umsatz: 3,8 bis 4,0 Mrd. €
EBIT-Marge: 6,8 bis 7,3 %
EBIT-Marge vor Sondereffekten: 7,4 bis 7,8 %

* Adjustiert um Ecoclean-Effekt und Wechselkursveränderungen

KONZERNLAGEBERICHT

Strategie

Die Strategie "Dürr 2020" bestimmt den Kurs für die Weiterentwicklung des Konzerns bis zum Jahr 2020. Die damit verbundenen Kennzahlenziele sind:

Umsatz: Bis 2020 soll der Umsatz durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen auf bis zu 5 Mrd. € steigen.
EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen.
ROCE: Der ROCE soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen.

PORTFOLIOSTRATEGIE: NEUE WACHSTUMSFELDER ERSCHLIESSEN

Ein wichtiges Element von "Dürr 2020" ist die Erschließung neuer Felder für profitables Wachstum. Wie bei der 2014 erworbenen HOMAG Group suchen wir potenzielle Akquisitionsziele vor allem außerhalb des Automotive-Kerngeschäfts. Denn angesichts unserer hohen Marktanteile ist das Wachstumspotenzial im Geschäft mit der Automobilindustrie begrenzt. Für die kommenden Jahre erwarten wir in diesem Bereich ein Wachstum von durchschnittlich 3 bis 4 % p. a.

Im Rahmen unserer Akquisitionsstrategie haben wir im Juni 2018 den Erwerb des industriellen Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox (B&W) mit einem Unternehmenswert von rund 110 Mio. € bekanntgegeben. Wir beabsichtigen, jeweils 100 % der Anteile an den B&W-Töchtern Babcock & Wilcox MEGTEC LLC, Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc. und Babcock & Wilcox Universal Inc. zu erwerben und die drei Gesellschaften in unsere Division Clean Technology Systems einzubringen. Dadurch entsteht ein führender Anbieter umwelttechnischer Anlagen zur industriellen Abluftreinigung. Gemeinsam können wir Kundenbedürfnisse besser bedienen und Synergien nutzen, unter anderem im Service-Geschäft. In der Division Clean Technology Systems streben wir für 2021 einen Umsatz von bis zu 500 Mio. € und eine EBIT-Marge von 6 bis 7 % an. Wir erwarten die behördlichen Genehmigungen für die Akquisition im August/September und rechnen mit einer Erstkonsolidierung der Gesellschaften zum 1. September 2018.

Auch nach dem Zukauf von MEGTEC/Universal werden wir den eingeschlagenen Akquisitionskurs fortsetzen. Potenzielle Zielunternehmen sollen über einen Umsatz von bis zu 1,5 Mrd. € verfügen und diese Akquisitionskriterien erfüllen:

Maschinen- und Anlagenbau
Nischenmarkt
Führende Markt- und Technologieposition
Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung und Synergien
Passende Unternehmenskultur

Denkbar sind darüber hinaus kleinere Unternehmenszukäufe, entweder zur Stärkung einer bestehenden Division oder um unserem Portfolio eine komplementäre Technologie hinzuzufügen, von der mehrere Divisions profitieren können.

MARKTFÜHRER IM ZEITALTER DER DIGITALISIERUNG

Mit "Dürr 2020" verfolgen wir ein zentrales Ziel: Dürr soll als Maschinen- und Anlagenbauer auch im Zeitalter der Digitalisierung wachsen und den Wettbewerb anführen. Dafür steht der Strategiekern digital@DÜRR. Mit diesen Aktivitäten treiben wir die Digitalisierung unserer Produkte, Systeme, Services und Geschäftsprozesse voran.

Mit der Plattform ADAMOS für das Industrial Internet of Things (IIoT) verfügen wir über eine wichtige Infrastrukturvoraussetzung, um unser Digitalgeschäft auszubauen. Das gleichnamige Joint Venture haben wir im September 2017 zusammen mit den Maschinenbauern DMG Mori, Zeiss und ASM sowie der Software AG gegründet, weitere Partner sind das Maschinenbauunternehmen Engel Austria und die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik. ADAMOS ist eine offene Plattform und soll sich zum Standard in der Maschinenbaubranche entwickeln. Die teilnehmenden Unternehmen tauschen Know-how und Lösungen aus, reduzieren den Aufwand und können ihren Kunden IIoT-Software und Hardware aus einer Hand bieten.

Entscheidend dafür, dass unsere Kunden uns als Anbieter digitaler Lösungen wahrnehmen, sind die Online-Marktplätze LOXEO (für Dürr- und Schenck-Kunden) und tapio (für die holzbearbeitende Industrie). Sie basieren auf ADAMOS und bilden die Schnittstelle zu unseren Kunden. Anlagenbetreiber können auf LOXEO und tapio Daten auswerten, ihre Produktion digital abbilden und digitale Services und Apps erwerben, zum Beispiel für Predictive Maintenance.

"DÜRR 2020": VIER STRATEGIEFELDER

LEADING IN PRODUCTION EFFICIENCY

Der Strategiekern digital@DÜRR ist richtungsweisend für unsere vier Strategiefelder. Digitalisierungsinitiativen finden sich in jedem Feld. Parallel arbeiten wir an weiteren erfolgskritischen Themen wie beispielsweise Organisationsoptimierung und Technologieentwicklung. Besondere Bedeutung haben dabei:

Innovation:

Industrial Internet of Things (IIoT)
Smart Factories, Smart Products, Smart Processes
Automatisierung

Globalisierung:

Weitere Lokalisierung der Wertschöpfung in den Emerging Markets

Service:

Smart Services (z.B. Predictive Maintenance)
Customer Relationship Management
Wachstum durch optimierte Service-Versorgung der installierten Basis

Effizienz:

Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse
Prozessoptimierung

Erstanwendung IFRS 15 und IFRS 9

IFRS 15

Seit dem 1. Januar 2018 wenden wir den neuen International Financial Reporting Standard 15 (IFRS 15) "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" an. Die Erstanwendung hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns. Einen Überblick über die Veränderungen bei den wichtigsten Kennzahlen in den Konzernabschlüssen für das Geschäftsjahr 2017, das zweite Quartal 2017 und das erste Halbjahr 2017 geben die folgenden Tabellen. Die Werte, die in der vorliegenden Zwischenmitteilung für das Geschäftsjahr 2017, das zweite Quartal 2017 und das erste Halbjahr 2017 gezeigt werden, wurden nach IFRS 15 ermittelt und können daher von den ursprünglich veröffentlichten Werten abweichen.

GESCHÄFTSJAHR 2017

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Mio. € GJ 2017 berichtet IFRS 15 Anpassungen GJ 2017 angepasst
Auftragseingang 3.876,0 12,7 3.888,7
Umsatz 3.715,4 -2,2 3.713,2
Auftragsbestand 2.516,3 18,7 2.535,1
EBIT 289,6 -2,6 287,0
EBIT vor Sondereffekten 281,8 -2,6 279,2
Ergebnis nach Steuern 201,5 -1,8 199,6
Ergebnisanteil
Dürr-Aktionäre 194,4 -1,8 192,6
Eigenkapital 903,7 -3,2 900,5
Bilanzsumme 3.411,8 99,8 3.511,6
Net Working Capital 362,1 11,6 373,7

2. QUARTAL 2017

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Mio. € Q2 2017 berichtet IFRS 15 Anpassungen Q2 2017 angepasst
Auftragseingang 1.022,7 11,2 1.033,9
Umsatz 859,9 3,3 863,2
Auftragsbestand 2.743,0 1,2 2.744,2
EBIT 56,5 4,4 60,9
EBIT vor Sondereffekten 62,1 4,4 66,5
Ergebnis nach Steuern 37,2 3,3 40,5
Ergebnisanteil
Dürr-Aktionäre 36,2 3,3 39,5
Eigenkapital 833,2 0,8 834,0
Bilanzsumme 3.272,5 66,8 3.339,3
Net Working Capital 328,9 9,0 337,9

1. HALBJAHR 2017

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Mio. € H1 2017 berichtet IFRS 15 Anpassungen H1 2017 angepasst
Auftragseingang 2.078,7 -0,4 2.078,3
Umsatz 1.751,3 2,3 1.753,5
Auftragsbestand 2.743,0 1,2 2.744,2
EBIT 144,2 2,9 147,1
EBIT vor Sondereffekten 129,3 2,9 132,2
Ergebnis nach Steuern 99,7 2,1 101,9
Ergebnisanteil
Dürr-Aktionäre 97,9 2,1 100,1
Eigenkapital 833,2 0,8 834,0
Bilanzsumme 3.272,5 66,8 3.339,3
Net Working Capital 328,9 9,0 337,9

IFRS 9

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird ebenfalls seit dem 1. Januar 2018 angewendet. Darin sind der Ansatz sowie die Bewertung, Ausbuchung und Sicherungsbilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten neu geregelt. Im Umstellungszeitpunkt (1. Januar 2018) wurde das Eigenkapital ergebnisneutral um 3,6 Mio. € verringert. Für das Geschäftsjahr 2018 und darüber hinaus erwarten wir infolge der Anwendung von IFRS 9 nur geringe Auswirkungen auf die Ertragslage.

Wirtschaftliches Umfeld

KONJUNKTUR

Wie schon öfter in den zurückliegenden Jahren nahm die US-Wirtschaft nach einem vergleichsweise verhaltenen Jahresauftakt im zweiten Quartal Fahrt auf. Das belegen eine Reihe von Konjunkturdaten und Stimmungsindikatoren. Auch in China zeigte sich ein relativ stabiler Konjunkturaufschwung, während das Wachstum in Europa etwas geringer ausfiel als im Vorjahr. Durch die eskalierenden Handelskonflikte trüben sich die Konjunkturaussichten allerdings zunehmend ein. Die Rohstoffpreise gaben im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresbeginn nach. Auch die Zinsen setzten den im ersten Quartal eingeschlagenen Aufwärtstrend nicht fort. Das attraktive Zinsniveau in den USA sorgte im zweiten Quartal für eine Stärkung des US-Dollars.

KONJUNKTURPROGNOSE

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BIP-Wachstum (%) 2017 2018p 2019p
USA 2,3 3,0 2,8
Japan 1,7 0,8 0,5
Euroland 2,6 2,1 1,8
Deutschland 2,2 2,0 1,8
China 6,9 6,6 6,3
Welt 3,8 3,9 3,9

Quelle: Deutsche Bank, Juli 2018

P = Prognose

AUTOMOBILINDUSTRIE

Der weltweite PKW-Absatz entwickelte sich im ersten Halbjahr 2018 insgesamt positiv. Die meisten großen Märkte konnten teils deutlich zulegen. In Europa setzte sich das robuste Absatzwachstum mit einem Plus von 3 % fort. In China, dem weltgrößten Automarkt, nahmen die Verkäufe um knapp 6 % zu. In den USA ergab sich ein Zuwachs von 2 %, nachdem das erste Halbjahr 2017 noch einen Rückgang gebracht hatte. Lediglich der japanische Markt verzeichnete einen Absatzrückgang von 2 %.

PKW-ABSATZ JANUAR - JUNI 2018

Veränderung zum Vorjahr in %

Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA), Juli 2018

MASCHINENBAU

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2018 weiterhin ein Produktionsplus von 5 %. Allerdings ging der Auftragseingang im Mai nach starken Zuwächsen in den Vormonaten erstmals wieder zurück. Von März bis Mai 2018 nahmen die Bestellungen um durchschnittlich 2 % zu, getragen wurde der positive Trend von einer lebhaften Nachfrage im Inland.

Der VDMA-Fachverband für sekundäre Holzbearbeitung (relevanter Teilmarkt für HOMAG) meldet für den Zeitraum Januar bis Mai 2018 ein preisbereinigtes Bestellwachstum von 2 %. Im Sektor Holzbearbeitungsmaschinen erwarten wir für 2018 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, nachdem die Vorjahre von hohen Zuwächsen im Auftragseingang geprägt waren.

Geschäftsverlauf*

* Dieser Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

AUFTRAGSEINGANG AUF VERGLEICHBARER BASIS NAHEZU KONSTANT

Im ersten Halbjahr 2018 erreichte der Auftragseingang 1.955,0 Mio. € und lag damit 5,9 % unter dem Rekordwert des Vorjahres (2.078,3 Mio. €). Zu berücksichtigen ist aber, dass die veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe im ersten Quartal 2017 noch enthalten war. Auf vergleichbarer Basis, also adjustiert um Wechselkurseffekte und den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zum 31. März 2017, erreichten die Bestellungen im ersten Halbjahr 2018 mit -1,4 % nahezu den Vorjahreswert. Im zweiten Quartal 2018 lag der Auftragseingang bei 935,9 Mio. € und damit 9,5 % unter dem sehr hohen Wert des Vorjahreszeitraums (1.033,9 Mio. €).

Mit einem Plus von 22,4 % erreichte die Division Clean Technology Systems (Umwelttechnik) das stärkste Bestellwachstum im ersten Halbjahr. Application Technology (Roboter- und Applikationstechnik) konnte den Auftragseingang um 6,1 % steigern. Paint and Final Assembly Systems (Lackier- und Montagesysteme) verzeichnete nach einem sehr hohen Vorjahreswert einen Rückgang von 10,5 %. Dies resultierte nicht zuletzt aus einem selektiveren Vertrieb mit stärkerem Fokus auf die Margenqualität neuer Aufträge. Bei Woodworking Machinery and Systems (Holzbearbeitungstechnik, HOMAG Group) ging der Auftragseingang um 4,4 % zurück, bewegte sich aber dennoch auf einem hohen Niveau. Der Rückgang von 23,0 % bei Measuring and Process Systems (Auswucht-, Befüll-, Prüftechnik) geht hauptsächlich auf die Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) zurück.

Der Auftragseingang aus den Emerging Markets (Asien ohne Japan, Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa) sank im ersten Halbjahr 2018 um 24,8 % auf 862,1 Mio. €, dies entspricht einem Anteil von 44,1 % am Gesamtbestellvolumen. Der darin enthaltene Auftragseingang aus China erhöhte sich leicht auf 420,4 Mio. €. Auch in den USA verzeichneten wir Bestellzuwächse. Ein Grund dafür war ein umfangreicher Lackiertechnikauftrag eines japanischen Automobilproduzenten. Dieses strategisch wichtige Projekt ist der bisher größte Auftrag für Dürr aus der japanischen Autoindustrie und könnte Signalwirkung auf andere Kunden aus Japan haben. In Europa reduzierte sich der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2018 um 8,6 % auf 917,1 Mio. €.

Wechselkursveränderungen bewirkten im ersten Halbjahr 2018 Einbußen von 3 bis 4 % bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT.

AUFTRAGSEINGANG (MIO. €), ERSTES HALBJAHR 20181

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

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Mio. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang 1.955,0 2.078,3 935,9 1.033,9
Umsatz 1.749,6 1.753,5 909,5 863,2
Auftragsbestand (30. Juni) 2.750,3 2.744,2 2.750,3 2.744,2

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

VERGLEICHBARER UMSATZ IM ERSTEN HALBJAHR UM 6,0 % GESTIEGEN

Mit 1.749,6 Mio. € erreichte der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 beinahe exakt den Vorjahreswert; bereinigt um Währungseffekte und den Verkauf von Dürr Ecoclean erzielten wir ein Umsatzplus von 6,0 %. Im zweiten Quartal beschleunigte sich die Umsatzrealisierung: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichneten wir einen Zuwachs von 5,4 %, gegenüber dem ersten Quartal 2018 stieg der Umsatz um 8,3 %.

Die Divisions Paint and Final Assembly Systems und Application Technolgy erzielten im ersten Halbjahr 2018 die stärksten Umsatzzuwächse (6,7 % und 3,9 %), gefolgt von Woodworking Machinery and Systems (1,3 %). Bei Measuring and Process Systems bewirkte der Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe einen Umsatzrückgang. Clean Technology Systems verzeichnete einen sinkenden Umsatz, da die Auslastung in einigen Marktregionen nicht ausreichend war.

Der Service-Umsatz des Konzerns stieg im ersten Halbjahr 2018 um 1,6 % auf 460,5 Mio. €, dabei entwickelte sich das Service-Geschäft im zweiten Quartal dynamischer als im ersten. Die Service-Quote erreichte 26,3 % vom Gesamtumsatz (H1 2017: 25,8 %). In der zweiten Jahreshälfte erwarten wir weitere Zuwächse im Service.

Gemessen am Umsatz war Europa im ersten Halbjahr unser größter Markt: 15 % der Erlöse kamen aus Deutschland, das Geschäft in den weiteren europäischen Ländern steuerte 30 % bei. Auf Nord - und Südamerika entfielen 25 % des Umsatzes, auf Asien, Afrika und Australien 31 %. Der Umsatzanteil der Emerging Markets erreichte 50 % (H1 2017: 46 %).

Die Book-to-Bill-Ratio (Auftragseingang zu Umsatz) erreichte mit 1,1 abermals einen guten Wert. Der Auftragsbestand erhöhte sich zur Jahresmitte deutlich auf 2.750,3 Mio. €, dies entspricht einem Zuwachs von 215,2 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2017. Auch gegenüber dem 30. Juni 2017 (2.744,2 Mio. €) ergab sich ein leichter Anstieg.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Umsatz Mio. € 1.749,6 1.753,5 909,5 863,2
Bruttoergebnis Mio. € 404,1 424,2 205,5 206,8
Overheadkosten2 Mio. € 298,5 300,2 152,9 145,5
EBITDA Mio. € 140,9 187,6 69,8 82,6
EBIT Mio. € 101,4 147,1 50,3 60,9
EBIT vor Sondereffekten3 Mio. € 110,4 132,2 54,9 66,5
Finanzergebnis Mio. € -7,1 -9,7 -3,8 -4,2
EBT Mio. € 94,3 137,4 46,5 56,7
Ertragsteuern Mio. € -26,2 -35,5 - 12,9 -16,2
Ergebnis nach Steuern Mio. € 68,1 101,9 33,6 40,5
Ergebnis je Aktie 0,95 1,45 0,46 0,57
Bruttomarge % 23,1 24,2 22,6 24,0
EBITDA-Marge % 8,1 10,7 7,7 9,6
EBIT-Marge % 5,8 8,4 5,5 7,1
EBIT-Marge vor Sondereffekten3 % 6,3 7,5 6,0 7,7
EBT-Marge % 5,4 7,8 5,1 6,6
Umsatzrendite nach Steuern % 3,9 5,8 3,7 4,7
Steuerquote % 27,8 25,8 27,8 28,6

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten

3 Sondereffekte H1 2018: -9,0 Mio. € (u.a. -4,3 Mio. € Kaufpreisallokation HOMAG Group, -3,5 Mio. € Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems, -1,5 Mio. € Transaktionskosten MEGTEC/Universal), H1 2017: +14,9 Mio. €

BRUTTOMARGE AUF GUTEM NIVEAU

Das Bruttoergebnis verringerte sich im ersten Halbjahr 2018 um 4,7 % auf 404,1 Mio. €. Dennoch erreichte die Bruttomarge mit 23,1 % einen guten Wert, wenngleich sie nicht an das sehr hohe Vorjahresniveau (24,2 %) herankam. Im zweiten Quartal sank die Bruttomarge auf 22,6 % nach 24,0 % im Vorjahreszeitraum. Gründe dafür waren die schwachen Auftragsmargen bei Paint and Final Assembly Systems aus dem Jahr 2017, die Unterauslastung bei Clean Technology Systems in einigen Regionen und vorübergehende Ausbringungsprobleme bei HOMAG.

ERGEBNIS DURCH ECOCLEAN-EFFEKT BEEINTRÄCHTIGT

Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie digital@DÜRR haben wir die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im ersten Halbjahr 2018 um 9,3 % auf 61,3 Mio. € ausgeweitet. Die sonstigen Overhead-Kosten gingen bei ungefähr konstantem Umsatz um 2,8 % zurück. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ergab sich ein Saldo von -4,1 Mio. €; die größte Einzelposition waren saldierte Wechselkursverluste von 2,7 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2017 hatte der hohe Buchgewinn von 22,7 Mio. € aus dem Ecoclean-Verkauf zu einem saldierten sonstigen betrieblichen Ertrag von 23,1 Mio. € geführt.

Das EBIT reduzierte sich im ersten Halbjahr 2018 um 31,1 % auf 101,4 Mio. € (H1 2017: 147,1 Mio. €). Hauptursachen waren das geringere Bruttoergebnis und der Wegfall des Ecoclean-Sonderertrags. Zu berücksichtigen ist auch, dass Dürr Ecoclean im ersten Halbjahr 2017 noch ein operatives EBIT in Höhe von 3,5 Mio. € beisteuerte. Im zweiten Quartal wirkte sich zudem der hohe Tarifabschluss in der deutschen Metall- und Elektroindustrie aus; der daraus resultierende Aufwand überstieg die budgetierten Kosten um 3 Mio. €. Vor diesem Hintergrund belief sich das EBIT im zweiten Quartal auf 50,3 Mio. €, dies entspricht einem Rückgang von 17,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Das um Sonderaufwendungen in Höhe von 9,0 Mio. € bereinigte operative EBIT sank im ersten Halbjahr 2018 um 16,4 % auf 110,4 Mio. € (H1 2017 operativ: 132,2 Mio. €). 3,5 Mio. € Sonderaufwendungen entfielen auf das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems, 4,3 Mio. € wurden für die HOMAG-Kaufpreisallokation aufgewendet und 1,5 Mio. € fielen im zweiten Quartal für die Akquisition von MEGTEC/Universal an. Die operative EBIT-Marge für das erste Halbjahr betrug 6,3 % nach 7,5 % im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal ergab sich bei einem operativen EBIT von 54,9 Mio. € (Q2 2017: 66,5 Mio. €) eine operative Marge von 6,0 % (Q2 2017: 7,7 %). Bei Abschreibungen von 39,5 Mio. € belief sich das EBITDA im ersten Halbjahr auf 140,9 Mio. € (H1 2017: 187,6 Mio. €).

Das Finanzergebnis verbesserte sich von -9,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2017 auf -7,1 Mio. €. Maßgeblich dafür war vor allem ein Beteiligungsertrag in Höhe von 2,9 Mio. €, der im zweiten Quartal 2018 bei der chinesischen HOMAG-Vertriebsgesellschaft anfiel. Die Steuerquote erreichte im ersten Halbjahr 2018 mit 27,8 % das Normalniveau. Im Vorjahreszeitraum war sie auf 25,8 % gesunken, da der Sonderertrag aus dem Ecoclean-Verkauf weitgehend steuerfrei war. Das Ergebnis nach Steuern sank infolge der höheren Steuerquote und des niedrigeren EBIT um 33,1 % auf 68,1 Mio. €. Beim Ergebnis je Aktie ist zu berücksichtigen, dass wir am 22. Juni 2018 Gratisaktien im Verhältnis von 1:1 ausgegeben haben. Dadurch hat sich die Anzahl der Aktien auf 69.202.080 verdoppelt, folglich haben wir alle Kennzahlen je Aktie entsprechend angepasst. Das Ergebnis je Aktie für das erste Halbjahr 2018 betrug 0,95 € (H1 2017: 1,45 €).

WESENTLICHE EREIGNISSE

Im ersten Halbjahr 2018 gab es keine einzelnen Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten. Zum 30. April haben wir weitere 8,0 % der Aktien der HOMAG Group AG für 34,8 Mio. € erworben. Verkäuferin war die Aktionärsgruppe Schuler-Klessmann. Den Großteil der zusätzlichen Aktien haben wir durch die Ausübung einer Call-Option über 7,05 % der Aktien der HOMAG Group AG erworben. Seit der Transaktion besitzen wir 63,9 % der Aktien der HOMAG Group AG.

Um die EBIT-Marge der Division Paint and Final Assembly Systems wieder auf das Zielniveau von 6 bis 7 % zu steigern, haben wir im Februar das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 gestartet. In der HOMAG Group zog die Einführung einer ERP-Software am Jahresanfang eine verlängerte Betriebsruhe und entsprechend geringere Umsätze nach sich. Hinzu kamen Verzögerungen in der Produktion und daraus resultierende Ausbringungsprobleme im zweiten Quartal. Um aufzuholen, wird die HOMAG Group die Umsatz- und Ergebnisrealisierung im zweiten Halbjahr konsequent beschleunigen.

Finanzwirtschaftliche Situation

CASHFLOW IM ZWEITEN QUARTAL VERBESSERT UND POSITIV

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf -59,7 Mio. € (H1 2017: -40,8 Mio. €). Das erste Halbjahr war geprägt von einem nochmaligen Anstieg des Net Working Capitals (NWC) um 82,4 Mio. € sowie von Veränderungen bei den Rückstellungen. Ein Grund für den NWC-Anstieg war, dass sich Projektzahlungen von Automobilherstellern auf die Folgequartale verschoben. Zudem haben wir die Vorräte erhöht, um das Risiko kurzfristiger Lieferengpässe bei stark ausgelasteten Lieferanten zu umgehen. Im zweiten Quartal verbesserte sich der operative Cashflow deutlich und erreichte mit 16,6 Mio. € einen positiven Wert (Q2 2017: -36,7 Mio. €). Dem lag unter anderem eine NWC-Verringerung um 17,1 Mio. € zugrunde. Im Rahmen unserer Liquiditätsplanung erwarten wir deutlich höhere Zahlungseingänge von Kunden aus der Automobilindustrie in den kommenden Quartalen. Zudem planen wir für die zweite Jahreshälfte eine deutlich stärkere Umsatzrealisierung in allen Divisions. Daher bestätigen wir unsere Prognose, im Gesamtjahr 2018 einen deutlich höheren Cashflow als im Vorjahr zu erzielen.

CASHFLOW1

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Mio. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20172 2. Quartal 2018 2. Quartal 20172
Ergebnis vor Ertragsteuern 94,3 137,4 46,5 56,7
Abschreibungen 39,5 40,5 19,5 21,7
Zinsergebnis 10,7 10,1 6,8 5,0
Ertragsteuerzahlungen -49,0 -27,0 -26,6 -9,5
Veränderung Rückstellungen -14,8 28,8 - 5,6 7,4
Veränderung Net Working Capital -82,4 -136,1 17,1 - 51,4
Sonstiges -57,9 -94,5 -41,0 -66,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 59,7 -40,8 16,6 -36,7
Zinszahlungen (netto) -13,0 - 11,6 - 5,0 -3,4
Investitionen -34,1 -33,2 -21,2 - 14,9
Free Cashflow - 106,7 -85,7 -9,6 -55,1
Sonstige Zahlungsströme - 114,6 5,3 -114,4 -94,1
Veränderung Nettofinanzstatus -221,4 -80,3 -124,0 -149,2

1 In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.

2 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 2,5 Mio. € wurde hauptsächlich durch die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bestimmt. Sie beliefen sich im ersten Halbjahr 2018 auf 34,1 Mio. €. Dem standen Auflösungen von Termingeldern in Höhe von 32,4 Mio. € gegenüber.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2018 bei -130,5 Mio. € (H1 2017: -111,8 Mio. €). Wichtige Faktoren waren die Auszahlung der Dividende (76,1 Mio. €) und die Aufstockung unseres Aktienanteils an der HOMAG Group AG auf 63,9 % (34,8 Mio. €).

Auf Basis des negativen operativen Cashflows ergab sich im ersten Halbjahr 2018 ein Free Cashflow von -106,7 Mio. € (H1 2017: -85,7 Mio. €). Im zweiten Quartal war der Free Cashflow mit -9,6 Mio. € nur leicht negativ. Der Nettofinanzstatus verringerte sich gegenüber dem Jahresende 2017 um 221,4 Mio. € auf -29,9 Mio. €.

NETTOFINANZSTATUS

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Mio. €
30. Juni 2018 -29,9
31. Dezember 2017 191,5
30. Juni 2017 96,2

BILANZSUMME KAUM VERÄNDERT

KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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Mio. € 30. Juni 2018 in % der Bilanzsumme 31. Dezember 20171 30. Juni 20171
Immaterielle Vermögenswerte 586,2 16,9 592,7 598,8
Sachanlagen 410,2 11,8 408,4 387,7
Sonstige langfristige Vermögenswerte 109,6 3,2 109,0 136,1
Langfristige Vermögenswerte 1.105,9 31,9 1.110,1 1.122,6
Vorräte 571,3 16,5 457,6 468,7
Vertragliche Vermögenswerte 505,9 14,6 488,4 407,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 540,9 15,6 522,4 464,6
Liquide Mittel 472,2 13,6 659,9 571,6
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 270,2 7,8 273,1 303,9
Kurzfristige Vermögenswerte 2.360,5 68,1 2.401,4 2.216,7
Bilanzsumme 3.466,5 100,0 3.511,6 3.339,3

1 Die Werte für 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Die Erstanwendung von IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" führte zu Veränderungen in der Darstellung der Bilanz. Die wichtigste Neuerung ist der Ausweis der vertraglichen Vermögenswerte und vertraglichen Verbindlichkeiten als eigenständige Bilanzpositionen. Die im vorliegenden Zwischenbericht gezeigten Bilanzwerte zum 30. Juni 2017 und 31. Dezember 2017 wurden gemäß IFRS 15 ermittelt und im Vergleich zum bisherigen Ausweis angepasst.

Seit Ende 2017 sank die Bilanzsumme um 1,3 % auf 3.466,5 Mio. €. Während sich die liquiden Mittel reduzierten, nahmen die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die vertraglichen Vermögenswerte deutlich zu. Auf der Passivseite waren die Veränderungen gering. Sowohl das Eigenkapital als auch die langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten blieben gegenüber dem Jahresende 2017 weitgehend konstant. Das Net Working Capital erhöhte sich von 373,7 Mio. € am Jahresende 2017 auf 452,9 Mio. € zum 30. Juni 2018. Allerdings verzeichneten wir im zweiten Quartal eine leichte NWC-Reduzierung; dieser positive Trend dürfte sich im zweiten Halbjahr beschleunigen.

LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG

EIGENKAPITAL SEIT MITTE 2017 UM 6 % GESTIEGEN

EIGENKAPITAL

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Mio. € 30. Juni 2018 in % der Bilanzsumme 31. Dezember 20171 30. Juni 20171
Gezeichnetes Kapital 177,2 5,1 88,6 88,6
Sonstiges Eigenkapital 691,1 19,9 797,3 734,4
Eigenkapital Aktionäre 868,2 25,0 885,9 823,0
Nicht beherrschende Anteile 13,9 0,4 14,6 11,1
Summe eigenkapital 882,1 25,4 900,5 834,0

1 Die Werte für 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Das Eigenkapital stieg seit dem 30. Juni 2017 um 6 % auf 882,1 Mio. €. Gegenüber dem Jahresende 2017 nahm es leicht ab, da dem positiven Effekt aus dem Ergebnis nach Steuern die Dividendenzahlung und translationsbedingte Wechselkursverluste gegenüber standen. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich seit Mitte 2017 leicht: von 25,0 % auf 25,4 %.

KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

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Mio. € 30. Juni 2018 in % der Bilanzsumme 31. Dezember 20171 30. Juni 20171
Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe, Schuldscheindarlehen) 614,0 17,7 613,2 650,1
Rückstellungen (einschl. Pensionen) 205,1 5,9 219,1 202,4
Vertragliche Verbindlichkeiten 731,8 21,1 715,2 661,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 436,6 12,6 390,1 360,9
Ertragsteuerverbindlichkeiten 37,5 1,1 50,4 43,6
Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) 559,4 16,1 623,1 586,7
Gesamt 2.584,4 74,6 2.611,0 2.505,3

1 Die Werte für 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten haben seit dem 31. Dezember 2017 geringfügig abgenommen. Die größte Position auf der Passivseite bildeten die vertraglichen Verbindlichkeiten, sie enthalten die von Kunden erhaltenen Anzahlungen und erhöhten sich leicht gegenüber dem Jahresende 2017.

FREMDKAPITALAUSSTATTUNG UND FINANZIERUNGSSTRUKTUR

Im ersten Halbjahr 2018 haben wir keine Finanzierungstransaktionen durchgeführt. Unsere Finanzierungsstruktur bestand zum 30. Juni 2018 aus folgenden Bausteinen:

Unternehmensanleihe über 300 Mio. €
Schuldscheindarlehen über 300 Mio. €
Syndizierter Kredit über 465 Mio. €
Bilaterale Kreditfazilitäten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in kleinerem Umfang
Operating Leases in Höhe von 85,3 Mio. €

AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN

Das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen hat sich seit Ende 2017 nicht wesentlich verändert. Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen beliefen sich zum 30. Juni 2018 auf 85,3 Mio. € (31.12.2017: 89,8 Mio. €). Die Operating-Lease-Verträge sind die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Die Forderungsverkäufe (Forfaitierung, Factoring, Negoziierung) gingen seit Ende 2017 um 14,5 Mio. € zurück und erreichten mit 13,5 Mio. € ein geringes Volumen.

Unsere Kredit- und Avallinien erreichten zum 30. Juni 2018 ein Gesamtvolumen von 966,5 Mio. € (31.12.2017: 963,3 Mio. €); ihre Inanspruchnahme belief sich auf 255,4 Mio. € (31.12.2017: 300,6 Mio. €). Die Avale umfassen hauptsächlich Kreditgarantien und -bürgschaften und sind keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente.

IST-ENTWICKLUNG VERSUS PROGNOSE: GESCHÄFTSVERLAUF UND FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION WEITGEHEND IM RAHMEN DER ERWARTUNGEN

Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2018 deckt sich weitgehend mit unseren Erwartungen. Der Schwerpunkt der Ertragsrealisierung wird auf dem zweiten Halbjahr liegen. Die HOMAG Group wird Ausbringung und Umsatzrealisierung deutlich forcieren. Auftragseingang und Umsatz des Dürr-Konzerns lagen im ersten Halbjahr 2018 auf den erwarteten Niveaus. Cashflow und Nettofinanzstatus waren rückläufig, beide Kennzahlen verbessern sich jedoch üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt sind wir zuversichtlich, unsere Zielwerte für das Gesamtjahr erreichen zu können. Beim Ergebnis gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, eher das unter Ende der angestrebten Bandbreite zu erreichen. Weitere Informationen zur Jahresprognose enthält das Kapitel Ausblick auf Seite 24.

F&E und Investitionen

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die direkten Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) haben wir im ersten Halbjahr 2018 um 9,3 % angehoben. Mit 61,3 Mio. € erreichten sie einen neuen Halbjahres-Rekordwert. Auch im zweiten Quartal waren die F&E-Kosten mit 30,4 Mio. € (+10,1 %) höher als je zuvor in einem Dreimonatszeitraum. Der Hauptgrund für die Steigerung der Innovationsausgaben ist die Strategie digital@DÜRR, in deren Rahmen wir digitale Lösungen für smarte Produktionsprozesse bei unseren Kunden entwickeln. Neben den direkten F&E-Ausgaben sind weitere Entwicklungskosten, die in Kundenaufträgen anfielen, in den Umsatzkosten enthalten. Im ersten Halbjahr wurden 6,6 Mio. € als Entwicklungskosten aktiviert (H1 2017: 5,3 Mio. €), davon fielen 4,4 Mio. € im zweiten Quartal an (Q2 2017: 2,3 Mio. €). Zur Jahresmitte waren konzernweit 741 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig (30.06.2017: 688).

Alle fünf Division haben in der ersten Jahreshälfte neue Technologien oder Produktverbesserungen vorgestellt. Ausgewählte Beispiele sind:

Paint and Final Assembly Systems hat das Einsatzspektrum seiner Software für die übergeordnete Produktionssteuerung im Automobilbau ausgeweitet. Das System kann nun auch die Prozesse in Roboterzellen für den Rohbau abdecken. Zudem wurde gemeinsam mit einem Kunden eine Lösung zur Steuerung und Prozess-Feinplanung in Presswerken entwickelt.
Application Technology hat das Portfolio rund um seine dritte Robotergeneration vervollständigt. Neu sind die Swingarm-Roboter EcoRP S053i mit acht Bewegungsachsen und EcoRP S153i mit neun Achsen für die Innenlackierung von Transportern. Zudem hat die Division eine platzsparende Mitfahrachse entwickelt, die oben und unten an der Kabinenwand angebracht wird und Sechsachs-Lackierroboter während des Lackauftrags transportiert.
Clean Technology Systems hat den Wirkungsgrad seiner ORC-Anlagen gesteigert. Die ORC-Technologie gewinnt mithilfe einer Turbine Strom aus heißem Dampf. Eine konstruktive Optimierung sorgt nun dafür, dass weniger von dem zur Turbine strömenden Dampf entweicht.
Measuring and Process Systems hat eine vollautomatische Auswuchtmaschine für die Produktion von E-Mobility-Antrieben entwickelt. Das Modell eTENO wuchtet Elektroanker aus, die für Autos mit Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und rein elektrischem Antrieb benötigt werden.
Woodworking Machinery and Systems (HoMAG) hat die erste komplett autonom arbeitende Werkstatt für die Holzbearbeitung präsentiert. Sie besteht aus zwei automatischen Bearbeitungszellen für das Kantenanleimen und die roboterbasierte CNC-Bearbeitung. Die beiden Zellen sind durch fahrerlose Transportfahrzeuge miteinander verbunden.

INVESTITIONEN BEI HOMAG AUSGEWEITET

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben wir im ersten Halbjahr 2018 leicht auf 34,3 Mio. € angehoben (+2,3 %). In der Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) verdoppelten sich die Investitionen, da im Zuge des Geschäftswachstums zwei Montagehallen in Betrieb genommen wurden. Einen konzernweiten Investitionsschwerpunkt bildete der Bereich IT und Digitalisierung. 9,5 Mio. € wurden in immaterielle Vermögenswerte investiert (H1 2017: 11,3 Mio. €).

34,9 Mio. € flossen in die Aufstockung von Beteiligungen (H1 2017: 8,2 Mio. €). Zu nennen ist hauptsächlich die Aufstockung unseres Aktienanteils an der HOMAG Group AG um weitere 8,0 %.

INVESTITIONEN1

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Mio. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017
Paint and Final Assembly Systems 4,7 10,3 2,6 4,2
Application Technology 5,2 6,3 2,8 3,3
Clean Technology Systems 1,7 2,3 0,9 1,0
Measuring and Process Systems 2,8 2,9 1,8 1,1
Woodworking Machinery and Systems 18,4 9,4 12,1 4,8
Corporate Center 1,6 2,3 1,2 0,8
Gesamt 34,3 33,6 21,4 15,2

1 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Mitarbeiter

MITARBEITERZAHL UM KNAPP 2 % GESTIEGEN

Zur Jahresmitte 2018 waren 15.236 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt, das bedeutet einen Zuwachs von 1,7 % seit Ende 2017. Die Divisions Application Technology und Woodworking Machinery and Systems vergrößerten die Belegschaft vorwiegend aufgrund der hohen Auslastung um 4,4 % beziehungsweise 3,1 %. In den Emerging Markets stieg die Mitarbeiterzahl seit Mitte 2017 um 6,9 % auf 4.790 Beschäftigte, in Deutschland nahm sie um 3,7 % auf 8.020 Beschäftigte zu.

MITARBEITER NACH DIVISIONS

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30. Juni 2018 31. Dezember 2017 30. Juni 2017
Paint and Final Assembly Systems 3.405 3.457 3.384
Application Technology 2.154 2.063 1.985
Clean Technology Systems 600 603 586
Measuring and Process Systems 2.303 2.279 2.244
Woodworking Machinery and Systems 6.567 6.371 6.149
Corporate Center 207 201 197
Gesamt 15.236 14.974 14.545

MITARBEITER NACH REGIONEN

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30. Juni 2018 31. Dezember 2017 30. Juni 2017
Deutschland 8.020 7.830 7.737
Sonstige europäische Länder 2.449 2.361 2.248
Nord-/Zentralamerika 1.398 1.394 1.293
Südamerika 321 313 314
Asien, Afrika, Australien 3.048 3.076 2.953
Gesamt 15.236 14.974 14.545

Segmentbericht

UMSATZ NACH DIVISIONS

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Mio. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Paint and Final Assembly Systems 567,3 531,7 297,1 256,4
Application Technology 298,0 286,9 152,5 152,7
Clean Technology Systems 65,0 86,3 34,7 47,7
Measuring and Process Systems 213,5 250,6 114,2 105,2
Woodworking Machinery and Systems 605,7 598,0 311,1 301,2
Corporate Center 0,0 0,0 0,0 0,0
Konzern 1.749,6 1.753,5 909,5 863,2

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

EBIT NACH DIVISIONS

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Mio. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Paint and Final Assembly Systems 24,9 30,9 12,5 13,9
Application Technology 30,7 29,4 15,5 15,5
Clean Technology Systems -2,5 1,6 -1,6 1,2
Measuring and Process Systems 23,9 30,0 13,5 15,7
Woodworking Machinery and Systems 37,2 43,7 17,4 23,4
Corporate Center / Konsolidierung - 12,7 11,4 -7,0 -8,8
Konzern 101,4 147,1 50,3 60,9

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang Mio. € 577,5 645,5 303,3 377,3
Umsatz Mio. € 567,3 531,7 297,1 256,4
EBITDA Mio. € 32,1 37,6 16,1 17,3
EBIT Mio. € 24,9 30,9 12,5 13,9
EBIT-Marge % 4,4 5,8 4,2 5,4
ROCE2 % 96,1 >1003 96,3 >1003
Mitarbeiter (30. Juni) 3.405 3.384 3.405 3.384

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Annualisiert

3 Negatives Capital Employed

Die Division Paint and Final Assembly Systems verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 einen Rückgang des Auftragseingangs auf 577,5 Mio. € (-10,5 %). Im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms FOCUS 2.0 sind wir bei der Auswahl unserer Aufträge selektiver geworden und achten noch mehr auf die Projektmargen. Die Margenqualität der im ersten Halbjahr gewonnenen Aufträge hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht verbessert. Unter anderem erhielten wir im ersten Halbjahr den bislang größten Auftrag eines japanischen Automobilherstellers, daraus erhoffen wir uns positive Impulse für unsere Beziehungen mit japanischen Kunden. Erneut zeigten sich auch junge Hersteller von Elektroautos als wichtige Kunden: Für den chinesischen Produzenten Future Mobility Corporation (FMC) mit seiner Marke Byton bauen wir eine ressourcenschonende Lackiererei. Anzahl und Volumen der zeitnah zu vergebenden Kundenprojekte (die so genannte Projektpipeline) haben sich gegenüber dem Vorjahr spürbar erhöht.

Während der Umsatz dank des starken Auftragseingangs des Vorjahres um 6,7 % zulegte, sank die EBIT-Marge auf 4,4 % (H1 2017: 5,8 %). Damit lag sie in der prognostizierten Spanne von 4 bis 5 %. Der Ergebnisrückgang resultiert insbesondere aus dem schwierigeren Wettbewerbsumfeld im Vorjahr und der damit einhergehenden Margenschwäche. Um gegenzusteuern, implementieren wir das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 mit vier Hauptbereichen:

Senkung der Produktkosten
Lean Processes / Effizienz in der Auftragsabwicklung
Ausbau Wachstumsbereiche (zum Beispiel Service und Digitalisierung)
Effizientere Organisation des internationalen Standortnetzwerks und bessere Kooperation mit den Schwester-Divisions Application Technology und Clean Technology Systems

FOCUS 2.0 läuft plangemäß, erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Durch das Optimierungsprogramm soll Paint and Final Assembly Systems im Jahr 2020 wieder die Ziel-EBIT-Marge von 6 bis 7 % erreichen. Im ersten Halbjahr 2018 wurden im Corporate Center Beratungskosten in Höhe von 3,5 Mio. € für FOCUS 2.0 berücksichtigt. Im Jahresverlauf erwarten wir darüber hinaus im Division-EBIT gebuchte Sonderaufwendungen von 5 bis 10 Mio. €.

APPLICATION TECHNOLOGY

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang Mio. € 345,1 325,3 176,6 168,3
Umsatz Mio. € 298,0 286,9 152,5 152,7
EBITDA Mio. € 36,4 34,6 18,3 18,0
EBIT Mio. € 30,7 29,4 15,5 15,5
EBIT-Marge % 10,3 10,3 10,2 10,1
ROCE2 % 24,4 24,2 24,6 25,4
Mitarbeiter (30. Juni) 2.154 1.985 2.154 1.985

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Annualisiert

Bei Application Technology verzeichneten wir im ersten Halbjahr Zuwächse bei Auftragseingang (+6,1 %) und Umsatz (+3,9 %). Die Margenqualität der gewonnenen Aufträge nahm wie bei Paint and Final Assembly Systems leicht zu. Während das EBIT um 4,2 % auf 30,7 Mio. € anstieg, lag die EBIT-Marge stabil bei 10,3 %. Anlaufkosten im Industrielackiergeschäft (Geschäftsfeld Industrial Products) hatten zwar noch einen negativen Einfluss, den Auftragseingang konnten wir allerdings ausweiten. Application Technology wies auch im ersten Halbjahr 2018 eine für den Konzern überdurchschnittliche Service-Quote aus.

CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang Mio. € 116,5 95,1 58,8 38,6
Umsatz Mio. € 65,0 86,3 34,7 47,7
EBITDA Mio. € - 1,1 3,0 -0,9 1,9
EBIT Mio. € -2,5 1,6 -1,6 1,2
EBIT-Marge % -3,9 1,9 -4,5 2,5
ROCE2 % -7,1 5,2 -8,8 7,7
Mitarbeiter (30. Juni) 600 586 600 586

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Annualisiert

Clean Technology Systems buchte im zweiten Quartal 2018 52,5 % mehr Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum; im ersten Halbjahr betrug das Plus 22,4 %. Das hohe Bestellvolumen entfiel insbesondere auf China; auch Europa und die USA trugen im zweiten Quartal zur Verbesserung bei. Die verhaltene Nachfrage im zweiten Halbjahr 2017 sorgte für einen Umsatz- und Ergebnisrückgang in den ersten beiden Quartalen 2018; in Europa und den USA waren unsere Kapazitäten nicht voll ausgelastet. Im weiteren Jahresverlauf rechnen wir mit einer deutlichen Umsatzbeschleunigung, das EBIT für das Gesamtjahr dürfte positiv sein.

Durch die Akquisition des industriellen Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox (siehe Kapitel Strategie auf Seite 5) dürften sich Auftragseingang und Umsatz im Jahr 2018 um jeweils rund 70 Mio. € ausweiten. Zudem rechnen wir mit einem operativen EBIT-Beitrag von 3 bis 3,5 Mio. €. Dem stehen im Jahr 2018 Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation und weitere akquisitionsbedingte Sonderaufwendungen gegenüber. Wir streben eine Konsolidierung ab dem 1. September 2018 an, die behördlichen Genehmigungen sind beantragt.

MEASURING AND PROCESS SYSTEMS

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang Mio. € 214,6 278,7 111,1 117,1
Umsatz Mio. € 213,5 250,6 114,2 105,2
EBITDA Mio. € 28,0 33,7 15,5 17,6
EBIT Mio. € 23,9 30,0 13,5 15,7
EBIT-Marge % 11,2 12,0 11,8 14,9
ROCE2+3 % 18,1 21,6 20,4 25,5
Mitarbeiter (30. Juni) 2.303 2.244 2.303 2.244

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Annualisiert

3 Adjustiert 2017 (Dürr Ecoclean)

Die Halbjahreszahlen der Division Measuring and Process Systems zeigen Rückgänge bei Auftragseingang (-23,0 %), Umsatz (-14,8 %) und EBIT (-20,5 %). Allerdings veräußerten wir zum Ende des ersten Quartals 2017 die Dürr-Ecoclean-Gruppe, die im Vorjahreszeitraum noch mit einem Umsatzbeitrag von 45,7 Mio. € und einem operativen EBIT-Beitrag von 3,5 Mio. € enthalten war. Im zweiten Quartal 2018 verringerte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,1 %, der Umsatz legte dagegen um 8,5 % zu. Verglichen mit dem ersten Quartal 2018 hat das Geschäft im zweiten Quartal spürbar an Dynamik gewonnen; auch die EBIT-Marge erreichte mit 11,8 % ein deutlich höheres Niveau als im ersten Quartal 2018 (10,5 %).

WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 20171 2. Quartal 2018 2. Quartal 20171
Auftragseingang Mio. € 701,3 733,5 286,1 332,6
Umsatz Mio. € 605,7 598,0 311,1 301,2
EBITDA Mio. € 56,6 62,3 26,9 32,6
EBIT Mio. € 37,2 43,7 17,4 23,4
EBIT-Marge % 6,1 7,3 5,6 7,8
ROCE2 % 16,5 23,6 15,4 25,2
Mitarbeiter (30. Juni) 6.567 6.149 6.567 6.149

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Annualisiert

Nach der rasanten Ausweitung im ersten Halbjahr 2017 (+33 %) verringerte sich der Auftragseingang von Woodworking Machinery and Systems im ersten Halbjahr 2018 um 4,4 %. Dennoch überschritt das Bestellvolumen erneut die Marke von 700 Mio. €. Der Umsatz stieg anders als erwartet nur leicht (+1,3 %). Maßgeblich dafür war zum einen eine längere Betriebsschließung aufgrund einer ERP-System-Umstellung am Jahresbeginn. Zum anderen war die Ausbringung aufgrund von Liefer- und Produktionsproblemen nicht ausreichend. Allerdings hat die Division ihr Produktionssystem zwischenzeitlich angepasst und die Kapazitäten erhöht. Dies ermöglicht eine stärkere Umsatz- und Ergebnisrealisierung im zweiten Halbjahr. Zudem werden nicht umsatzrelevante Kosten auf den Prüfstand gestellt. Die EBIT-Marge erreichte im ersten Halbjahr 2018 6,1 % nach 7,3 % im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal reduzierte sie sich infolge der Ausbringungsprobleme vorübergehend auf 5,6 % (Q2 2017: 7,8 %). Vor Effekten aus der Kaufpreisallokation verringerte sich die EBIT-Marge im ersten Halbjahr von 8,0 % auf 6,9 %.

CORPORATE CENTER

Nachdem im Vorjahreszeitraum der Buchgewinn aus dem Ecoclean-Verkauf (22,7 Mio. €) angefallen war, normalisierte sich das EBIT des Corporate Centers im ersten Halbjahr 2018 wieder und betrug -12,7 Mio. € (H1 2017: 11,4 Mio. €). Darin sind Beratungskosten in Höhe von 3,5 Mio. € für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 und Transaktionskosten in Höhe von 1,5 Mio. € für die anstehende Übernahme von MEGTEC/ Universal enthalten. Konsolidierungseffekte fielen nur in geringem Umfang an.

Chancen und Risiken

Die üblichen Chancen und Risiken unseres Geschäfts sowie die Systeme für das Chancen- und Risikomanagement sind im Geschäftsbericht 2017 ab Seite 82 beschrieben.

RISIKEN

Derzeit sind uns keine Risiken bekannt, die separat oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Unsere Gesamtrisikosituation hat sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 22. März 2018 nicht erheblich verändert. Allerdings haben die Konjunkturrisiken zugenommen. Grund dafür sind die jüngsten Handelskonflikte zwischen den USA und anderen Ländern, insbesondere China, Mexiko, Kanada und den EU-Staaten. Wir sind von den verhängten Strafzöllen zwar selbst nicht direkt betroffen, aber einige unsere Kunden werden dadurch teils erheblich behindert. Zudem nimmt die Unsicherheit in der Wirtschaft zu. In Summe kann dies dazu führen, dass geplante Investitionen überdacht und zurückgestellt werden. Grund zur Zuversicht geben allerdings die Ergebnisse des Treffens von US-Präsident Trump und EU-Kommissionschef Juncker Ende Juli. Dabei beteuerten beide Seiten den Willen zum Abbau von Zöllen und Handelsschranken.

CHANCEN

Auch unsere Chancensituation hat sich seit dem Erscheinen des Geschäftsberichts 2017 nicht wesentlich verändert. In der Lackiertechnik haben wir zuletzt eine leichte Entspannung bei den Margen im Auftragseingang sowie einen Anstieg des Marktvolumens verzeichnet. Allerdings ist derzeit unklar, wie nachhaltig dieser Anstieg angesichts der derzeitigen Handelskonflikte sein wird. Einen bedeutenden Chancenkomplex stellt für Dürr die digitale Transformation dar. Im Rahmen unserer Strategie digital@DÜRR investieren wir stark in die Digitalisierung. Mit der IIoT-Plattform ADAMOS, den digitalen Marktplätzen LOXEO und tapio sowie weiteren intelligenten Soft- und Hardware-Produkten verfügen wir über ein attraktives Digitalangebot.

Personelle Veränderungen

Zum 1. Januar 2018 hat Karl-Heinz-Streibich den Vorsitz des Aufsichtsrats der Dürr AG übernommen. Herr Streibich war bis 31. Juli 2018 Vorstandsvorsitzender der Software AG und folgte auf Klaus Eberhardt, der sein Aufsichtsratsmandat und den Vorsitz im Aufsichtsrat zum Jahresende 2017 niedergelegt hatte. Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hella GmbH & Co. KGaA, wurde zum 1. Januar gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats der Dürr AG bestellt. Die Hauptversammlung am 9. Mai 2018 bestätigte die Bestellung und wählte Herrn Dr. Breidenbach in den Aufsichtsrat.

Angaben zu nahestehenden Parteien

Diese Angaben finden Sie im Geschäftsbericht 2017 im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 171.

Ausblick

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Experten prognostizieren, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2018 um 3,9 % wächst. In den USA sorgen konjunkturstimulierende Maßnahmen zumindest kurzfristig für eine Beschleunigung des Wachstums. Auch in Europa profitiert die Konjunktur von positiven Rahmenbedingungen. Dazu zählen die sinkende Arbeitslosigkeit in wichtigen Ländern, günstige Finanzierungsmöglichkeiten und die expansive Finanzpolitik, die nur langsam zurückgenommen wird. Die chinesische Regierung hat angekündigt, einer möglichen konjunkturellen Abschwächung mit fiskalischen Maßnahmen entgegen zu wirken.

Auch für 2019 wurde zuletzt ein weltweites BIP-Wachstum von 3,9 % erwartet. Allerdings ist diese Prognose angesichts der gegenwärtigen Handelskonflikte mit Unsicherheiten behaftet. Eine Zuspitzung der Handelskonflikte könnte die Automobilindustrie mit ihrem globalen Produktionsnetzwerk empfindlich treffen. Dieses Szenario ist im jüngsten Automobil-Produktionsausblick von PricewaterhouseCoopers (PwC), der Ende Juli vorgestellt wurde, nicht berücksichtigt. PwC rechnet damit, dass die Automobilproduktion auch in den kommenden Jahren ungefähr im Gleichschritt mit der Weltwirtschaft wächst. Für 2018 erwartet PwC ein weltweites Produktionsplus von 3,0 % auf 96,8 Mio. Einheiten. Damit hat PwC seine Prognose vom April 2018 etwas nach unten korrigiert. Für den Zeitraum 2017 bis 2022 erwartet PwC ein durchschnittliches Wachstum der Weltautomobilproduktion von 3,4 % pro Jahr. Für China wird im selben Zeitraum ein Zuwachs von 5,0 % p.a. prognostiziert.

PRODUKTION VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN

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Mio. Einheiten 2017 2022P CAGR 2017-2022P
Nordamerika 17,1 18,4 1,5%
Mercosur 3,2 3,9 4,0%
Westeuropa 15,2 17,0 2,3%
Osteuropa 7,1 8,4 3,4%
Asien 49,0 59,8 4,1%
davon China 27,3 34,9 5,0%
Andere 2,4 3,6 8,4%
Gesamt 94,0 111,1 3,4%

Quelle: PwC Autofacts, Juli 2018

P = Prognose

In der Möbelindustrie und der allgemeinen Industrie haben sich die Wachstumsperspektiven seit dem Jahresbeginn nicht verändert. Experten erwarten für 2018 eine Zunahme der weltweiten Möbelproduktion um 2,7 %.

AUSBLICK KONZERN

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ist 20171 Prognose 2018

(ohne MEGTEC/Universal)
Prognose 2018

(inkl. MEGTEC/Universal)2
Auftragseingang Mio. € 3.888,7 3.600 - 3.900 3.670 - 3.970
Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.535,1 2.200 - 2.700 2.250 - 2.750
Umsatz Mio. € 3.713,2 3.700 - 3.900 3.770 - 3.970
EBIT-Marge % 7,7 7,0 - 7,5 6,8 - 7,3
EBIT-Marge vor Sondereffekten % 7,5 7,4 - 7,8 7,4 - 7,8
ROCE % 39,4 30 - 40 30 - 40
Finanzergebnis Mio. € -19,8 leicht besser leicht besser
Steuerquote % 25,3 27 - 28 27 - 28
Ergebnis nach Steuern Mio. € 199,6 180 - 200 177 -197
Operativer Cashflow Mio. € 118,9 deutlich über Vorjahresniveau deutlich über Vorjahresniveau
Free Cashflow Mio. € 13,4 deutlich über Vorjahresniveau deutlich über Vorjahresniveau
Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 191,5 200 - 240 80 - 120
Liquidität (31.12.) Mio. € 659,9 650 - 690 530 - 570
Investitionen3 Mio. € 88,0 75 - 85 75 - 85

1 Die Werte für 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst

2 Annahme: MEGTEC/Universal wird ab 01.09.2018 konsolidiert

3 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)

UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND ERGEBNIS

Trotz des moderaten ersten Halbjahrs in einigen Divisions bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2018 und gehen davon aus, dass wir unsere Ziele erreichen werden. In der folgenden Prognose ist die angekündigte Übernahme von MEGTEC/Universal noch nicht berücksichtigt, da das Closing der Transaktion noch aussteht. In den Tabellen "Ausblick Konzern" und "Ausblick Divisions" sind die Effekte aus der Übernahme von MEGTEC/Universal auf die Prognose jedoch separat ausgewiesen.

Für das Gesamtjahr 2018 rechnen wir mit einem Umsatz zwischen 3.700 und 3.900 Mio. €. Folglich wird der Umsatz voraussichtlich höher ausfallen als 2017, obwohl die veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe 2017 noch 47,5 Mio. € beisteuerte. Beim Auftragseingang streben wir eine Bandbreite von 3.600 bis 3.900 Mio. € an.

Wir erwarten für 2018 aus heutiger Sicht unverändert eine EBIT-Marge von 7,0 bis 7,5 %. Diese Prognose erachten wir nach dem ersten Halbjahr als ambitioniert, aber realistisch. Allerdings ist zu erwarten, dass die EBIT-Marge eher den unteren Rand des Zielkorridors erreichen wird. Beim Vorjahresvergleich ist der im Jahr 2017 angefallene Buchgewinn von 23,0 Mio. € aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zu berücksichtigen. Ferner werden im Jahr 2018 Sonderaufwendungen von voraussichtlich 5 bis 10 Mio. € für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint und Final Assembly Systems anfallen. Die um Sondereffekte bereinigte operative EBIT-Marge dürfte 2018 voraussichtlich 7,4 bis 7,8 % betragen und damit ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Die Prognose für die EBIT-Marge bei Clean Technology Systems haben wir von ursprünglich 3,0 bis 4,0 % auf 1,5 bis 2,5 % angepasst. Grund ist das unbefriedigende Ergebnis im ersten Halbjahr. In der zweiten Jahreshälfte - besonders im vierten Quartal - rechnet die Division mit einer spürbaren Ergebnisverbesserung.

Das Erreichen unserer Ergebnisprognose für 2018 erfordert eine Performance-Steigerung in der zweiten Jahreshälfte. Insbesondere Woodworking Machinery and Systems plant, die Umsatz- und Ergebnisrealisierung zu beschleunigen. Dazu sollen die vorgenommenen Anpassungen in der Produktion und eine Vertriebsintensivierung im Einzelmaschinengeschäft beitragen. Auch in den weiteren Divisions erwarten wir ein stärkeres zweites Halbjahr mit klarem Fokus auf Ertrag und Kostenkontrolle.

AUSBLICK DIVISIONS

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Auftragseingang (Mio. €) Umsatz (Mio. €) EBIT-Marge (%)
2017 Ziel 2018 2017 Ziel 2018 2017 ziel 2018
--- --- --- --- --- --- ---
Paint and Final Assembly Systems 1.210,1 1.000 - 1.200 1.175,2 1.100 - 1.200 6,0 4,0 - 5,01
Application Technology 603,3 600 - 650 622,4 600 - 650 10,4 10,0 - 11,0
Clean Technology Systems (ohne MEGTEC/Universal) 165,8 190 - 220 185,6 180 - 200 1,8 1,5 - 2,5
Clean Technology Systems (inkl. MEGTEC/Universal) 165,8 260 - 290 185,6 250 - 270 1,8 - 1,0 - 0,0
Measuring and Process Systems 543,2 430 - 4602 511,1 440 - 4802 12,6 12,5 - 13,5
Woodworking Machinery and Systems 1.366,3 1.350 - 1.500 1.218,8 1.300 - 1.400 6,8 7,5 - 8,0

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ROCE(%)
2017 Ziel 2018
--- --- ---
Paint and Final Assembly Systems > 100 > 100
Application Technology 29,2 27 - 32
Clean Technology Systems (ohne MEGTEC/Universal) 5,5 5 - 10
Clean Technology Systems (inkl. MEGTEC/Universal) 5,5 - 5 - 0
Measuring and Process Systems 24,6 30 - 35
Woodworking Machinery and Systems 22,0 25 - 30

1 einschließlich Optimierungskosten von 5 bis 10 Mio. € für FOCUS 2.0

2 Der angenommene Rückgang gegenüber 2017 basiert vorwiegend auf dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zum 31. März 2017.

Das Finanzergebnis wird sich 2018 voraussichtlich leicht verbessern. Die Steuerquote dürfte zwischen 27 und 28 % liegen. Beim Ergebnis nach Steuern erwarten wir aus heutiger Sicht eine Bandbreite von 180 bis 200 Mio. €. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 soll gemäß unserer langfristigen Ausschüttungspolitik zwischen 30 und 40 % des Konzerngewinns betragen.

CASHFLOW, FINANZIERUNG UND INVESTITIONEN

Aus heutiger Perspektive erwarten wir für 2018 einen deutlichen Anstieg des operativen Cashflows. Wir gehen davon aus, dass sich die positive Cashflow-Entwicklung des zweiten Quartals im weiteren Jahresverlauf verstärkt. Ein wichtiger Faktor dafür ist die planmäßige Reduktion des Net Working Capitals im zweiten Halbjahr. Der Free Cashflow sollte ebenfalls deutlich zulegen und positiv ausfallen. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken.

Für das Jahresende 2018 erwarten wir derzeit einen Nettofinanzstatus zwischen 200 und 240 Mio. €. Berücksichtigt man den voraussichtlichen Kaufpreisabfluss für MEGTEC/Universal dürfte der Nettofinanzstatus 80 bis 120 Mio. € erreichen. Auch diese Ziele stufen wir als ambitioniert, aber erreichbar ein. Bei den flüssigen Mitteln rechnen wir mit 650 bis 690 Mio. € am Jahresende (einschließlich MEGTEC/Universal-Akquisition 530 bis 570 Mio. €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden 2018 voraussichtlich das Normalniveau von 75 bis 85 Mio. € erreichen. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" sind weitere Firmen- und Technologiezukäufe geplant.

Der einbehaltene Gewinnanteil dürfte das Eigenkapital zum Jahresende 2018 erneut vergrößern. Die Barlinie des syndizierten Kredits werden wir voraussichtlich nicht in Anspruch nehmen. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht geplant; eine Kapitalmaßnahme könnte nur im Ausnahmefall einer sehr großen Akquisition notwendig werden. Bis zum Jahr 2021 sind wir stabil finanziert.

MITARBEITER

Wir rechnen damit, dass die Mitarbeiterzahl im weiteren Jahresverlauf allenfalls geringfügig zunehmen wird.

Eigene Aktien und Kapitalveränderungen

Die Dürr AG besitzt keine eigenen Aktien. Im Rahmen der Ausgabe von Gratisaktien wurde das Grundkapital im Berichtszeitraum durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von 88,6 Mio. € auf 177,2 Mio. € verdoppelt. Das Grundkapital ist in 69,2 Mio. Aktien eingeteilt.

Dürr am Kapitalmarkt

VERLAUF DER DÜRR AKTIE IN XETRA IN 2018 IM VERGLEICH ZU DAX, MDAX UND SDAX

Nach einem freundlichen Jahresauftakt erreichte der DAX am 23. Januar 2018 ein Allzeithoch von 13.597 Zählern. Im weiteren Verlauf des ersten Halbjahres prägten dann insbesondere geopolitische Ereignisse die Stimmung an den Kapitalmärkten. Vor allem die Sorgen vor protektionistischem Verhalten der USA und dessen Auswirkungen auf Exportnationen und die Weltwirtschaft verunsicherten die Anleger. Die Europäische Zentralbank kündigte an, den Leitzins mindestens bis zum Spätsommer 2019 bei 0 % zu belassen; das Anleihekaufprogramm wird sie voraussichtlich zum Jahresende beenden.

Die Dürr-Aktie (ISIN: DE0005565204) entwickelte sich bis Ende Februar mit dem Markt und sah ebenfalls am 23. Januar ihren bisherigen Jahreshöchststand. Sorgen vor Exportbeschränkungen und einer Konjunktureintrübung schwächten den weiteren Kursverlauf. Obwohl die angekündigte Akquisition von MEGTEC/ Universal den Aktienpreis zwischenzeitlich positiv beeinflusste, lag er zur Jahresmitte bei 39,79 € und damit wenige Cent über dem Jahrestief.

KAPITALERHÖHUNG AUS GESELLSCHAFTSMITTELN (GRATISAKTIEN)

Um die Dürr-Aktie liquider und für Investoren noch attraktiver zu machen, haben wir am 22. Juni 2018 Gratisaktien ausgegeben. Aktionäre erhielten für jede Aktie eine weitere Aktie gutgeschrieben. Die Ausgabe der Gratisaktien führte zu einer rechnerischen Halbierung des Aktienkurses. Der Beteiligungsanteil jedes Aktionärs und die Bewertungsrelationen der Dürr-Aktie wurden jedoch nicht beeinflusst. Die neuen Aktien sind rückwirkend ab dem 1. Januar 2018 gewinnberechtigt. Voraussetzung für die Ausgabe der Gratisaktien war die Verdoppelung des Grundkapitals von 88,6 Mio. € auf 177,2 Mio. € im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Dabei wurden offene Rücklagen in Grundkapital umgewandelt, wobei die Höhe des Eigenkapitals unverändert blieb. Die von uns ausgewiesenen Börsenumsätze haben wir rückwirkend an die Verdoppelung der Aktienanzahl angepasst. Im ersten Halbjahr wurden durchschnittlich 291.300 Dürr-Aktien pro Tag auf XETRA gehandelt (H1 2017: 304.000).

GRÜNDERFAMILIE ALS ANKERAKTIONÄR

Die Familie Dürr besitzt unverändert 28,8 % der Aktien unseres Unternehmens und will auch weiterhin über 25 % halten. Die Vorstandsmitglieder Carlo Crosetto und Dr. Jochen Weyrauch haben im Juni weitere Dürr-Aktien im Wert von insgesamt rund 160.000 € erworben. Der Aktienbesitz des Vorstands beträgt nach der Ausgabe der Gratisaktien und den genannten Zukäufen: Ralf W. Dieter (CEO) 160.000, Carlo Crosetto (CFO) 3.000 und Dr. Jochen Weyrauch 4.000. Zusammen besitzen die Vorstandsmitglieder 0,24 % an der Dürr AG. Der nach der Definition der Deutschen Börse berechnete Streubesitz war mit 71,2 % unverändert.

AKTIONÄRSSTRUKTUR DER DÜRR AG* (ZUM 30.06.2018)

1 Freefloat gemäß Deutsche Börse AG

2 auf Basis der WpHG-Mitteilungen

* gerundete Werte

ANLEIHE MIT 0,4 % RENDITE

Unsere mit einem Kupon von 2,875 % ausgestattete Anleihe über 300 Mio. € (ISIN: XS1048589458) notierte am Ende des ersten Halbjahres 2018 bei 106,8 %. Die Rendite lag bei 0,4 %. Der Bond hat eine Laufzeit bis 2021.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts gab es keine außergewöhnlichen beziehungsweise berichtspflichtigen Ereignisse

Bietigheim-Bissingen, 9. August 2018

Dürr Aktiengesellschaft

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Ralf W. Dieter Carlo Crosetto Dr. Jochen Weyrauch
Vorsitzender des Vorstands Finanzvorstand Mitglied des Vorstands

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018

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Tsd. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017

angepasst1
2. Quartal 2018 2. Quartal 2017

angepasst1
Umsatzerlöse 1.749.590 1.753.532 909.520 863.214
Umsatzkosten - 1.345.497 - 1.329.362 - 704.062 - 656.375
Bruttoergebnis vom Umsatz 404.093 424.170 205.458 206.839
Vertriebskosten - 147.195 - 155.104 - 76.244 -74.910
Allgemeine Verwaltungskosten - 90.069 -89.030 -46.275 -42.970
Forschungs- und Entwicklungskosten -61.279 - 56.050 -30.397 - 27.600
Sonstige betriebliche Erträge 17.325 46.056 7.453 15.463
Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.456 - 22.938 -9.686 -15.918
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 101.419 147.104 50.309 60.904
Beteiligungsergebnis 3.608 344 3.032 820
Zinsen und ähnliche Erträge 3.313 2.564 744 1.383
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.012 -12.643 -7.536 -6.387
Ergebnis vor Ertragsteuern 94.328 137.369 46.549 56.720
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.183 -35.496 - 12.921 -16.245
Ergebnis des Dürr-Konzerns 68.145 101.873 33.628 40.475
Davon entfallen auf
Nicht beherrschende Anteile 2.431 1.797 1.450 958
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 65.714 100.076 32.178 39.517
Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. 69.202,08 69.202,08 69.202,08 69.202,08
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert)2 0,95 1,45 0,46 0,57

1 Die Werte für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Das Ergebnis je Aktie bezieht sich auf den Status quo nach der Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis 1:1 am 22. Juni 2018 und wurde auf der Basis von 69.202.080 Aktien berechnet.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018

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Tsd. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017 angepasst1 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 angepasst1
Ergebnis des Dürr-Konzerns 68.145 101.873 33.628 40.475
Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen - 3.515 - 3.515
Darauf entfallende latente Steuern - -862 - -862
Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten -8.203 13.301 -8.211 5.317
Darauf entfallende latente Steuern 2.009 -4.056 2.132 - 1.536
Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung - -2.951 - -
Translationseffekte aus der Währungsumrechnung 3.987 -18.753 8.527 -26.413
Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern -2.207 -9.806 2.448 -19.979
Gesamtergebnis nach Steuern 65.938 92.067 36.076 20.496
Davon entfallen auf
Nicht beherrschende Anteile 2.432 1.552 1.402 728
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 63.506 90.515 34.674 19.768

1 Die Werte für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Konzernbilanz

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, ZUM 30. JUNI 2018

AKTIVA

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Tsd. € 30. Juni 2018 31. Dezember 2017

angepasst1
30. Juni 2017

angepasst1
Geschäfts- oder Firmenwerte 397.206 396.551 398.428
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 188.967 196.155 200.353
Sachanlagen 410.194 408.443 387.680
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 19.728 20.180 20.423
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 35.448 30.772 33.207
Übrige Finanzanlagen 4.262 4.393 25.844
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.415 10.970 19.631
Ertragsteuerforderungen - - 90
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.377 4.853 3.995
Sonstige Vermögenswerte 1.254 702 1.291
Latente Steuern 39.325 35.343 29.012
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.755 1.753 2.630
Langfristige Vermögenswerte 1.105.931 1.110.115 1.122.584
Vorräte und geleistete Anzahlungen 571.346 457.635 468.662
Vertragliche Vermögenswerte 505.915 488.418 407.932
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 540.882 522.374 464.646
Ertragsteuerforderungen 24.317 20.035 24.355
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 159.665 190.653 203.497
Sonstige Vermögenswerte 65.452 54.281 59.458
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 472.196 659.911 571.574
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 20.753 7.160 15.697
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 978 903
Kurzfristige Vermögenswerte 2.360.526 2.401.445 2.216.724
Summe Aktiva Dürr-Konzern 3.466.457 3.511.560 3.339.308

PASSIVA

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Tsd. € 30. Juni 2018 31. Dezember 2017

angepasst1
30. Juni 2017

angepasst1
Gezeichnetes Kapital 177.157 88.579 88.579
Kapitalrücklage 67.318 155.896 155.896
Gewinnrücklagen 674.434 690.411 607.201
Kumuliertes übriges Eigenkapital - 50.702 -49.001 - 28.725
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 868.207 885.885 822.951
Nicht beherrschende Anteile 13.851 14.637 11.083
Summe Eigenkapital 882.058 900.522 834.034
Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 50.433 49.830 49.408
Übrige Rückstellungen 19.107 17.552 16.650
Vertragliche Verbindlichkeiten 3.828 3.828 3.828
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.155 496 1.400
Anleihe und Schuldscheindarlehen 597.581 597.285 596.917
Übrige Finanzverbindlichkeiten 11.792 12.564 16.735
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.912 2.801 11.465
Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.175 6.711 6.711
Übrige Verbindlichkeiten 4.524 4.916 7.281
Latente Steuern 86.806 91.165 112.218
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 97 110 83
Langfristige Verbindlichkeiten 782.410 787.258 822.696
Übrige Rückstellungen 135.594 151.684 136.369
Vertragliche Verbindlichkeiten 727.927 711.337 657.644
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 435.430 389.581 359.486
Finanzverbindlichkeiten 4.611 3.383 36.491
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 264.515 298.488 266.533
Ertragsteuerverbindlichkeiten 32.365 43.694 36.896
Übrige Verbindlichkeiten 196.195 221.572 183.867
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 5.352 3.417 4.633
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten - 624 659
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.801.989 1.823.780 1.682.578
Summe Passiva Dürr-Konzern 3.466.457 3.511.560 3.339.308

1 Die Werte für 31. Dezember und 30. Juni 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Konzern-Kapitalflussrechnung

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018

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Tsd. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017

angepasst1
2. Quartal 2018 2. Quartal 2017

angepasst1
Ergebnis vor Ertragsteuern 94.328 137.369 46.549 56.720
Ertragsteuerzahlungen -49.009 - 26.968 - 26.553 -9.540
Zinsergebnis 10.699 10.079 6.792 5.004
Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -3.362 -1.620 -2.524 -623
Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen - 1.054 - 1.054
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 39.459 40.536 19.451 21.727
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -27 -583 42 -249
Ergebnis aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten -63 - 22.673 - 54
Nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -608 - 78 -
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 3.182 191 4.277 7
Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva
Vorräte - 112.226 -82.315 - 36.997 - 35.076
Vertragliche Vermögenswerte -17.533 - 111.627 -31.469 - 29.467
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -7.260 -3.266 -31.029 59.960
Übrige Forderungen und Vermögenswerte -13.480 -40.243 4.884 - 13.815
Rückstellungen -14.829 28.811 -5.667 7.370
Vertragliche Verbindlichkeiten 10.290 22.547 69.573 - 64.908
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.468 38.372 47.229 18.019
Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) -32.122 -22.186 -40.305 - 50.402
Sonstige Aktiva und Passiva -11.570 -8.289 -7.683 -2.546
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 59.663 -40.811 16.648 -36.711
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -9.540 -11.297 -6.433 -5.128
Erwerb von Sachanlagen -24.516 -21.916 - 14.813 -9.756
Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten -1 -3 - 1 -2
Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 1.438 8.442 476 4.406
Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel - 50 -953 - 50 - 53
Anlage in Termingeldern 32.368 - 76.270 34.602 -31.463
Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen

Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
634 106.990 634 -666
Erhaltene Zinseinnahmen 2.171 2.541 1.061 1.464
Cashflow aus Investitionstätigkeit 2.504 7.534 15.476 -41.198
Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige

Finanzierungstätigkeiten
105 -9.029 2.084 -7.650
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -223 -1.168 -223 -586
Zahlungen für Finanzierungsleasing -680 -2.671 -349 -459
Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -34.802 -7.495 -34.802
Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft -76.122 - 72.662 -76.122 - 72.662
Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile -3.594 -4.629 -3.594 -4.629
Geleistete Zinsausgaben -15.183 -14.168 -6.052 -4.895
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 130.499 - 111.822 -119.058 - 90.881
Einfluss von Wechselkursänderungen - 524 -7.506 554 -9.673
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 467 - - -
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 187.715 - 152.605 -86.380 - 178.463
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zum Periodenanfang 659.911 724.179 558.576 750.037
Zum Periodenende 472.196 571.574 472.196 571.574

1 Die Werte für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Konzern-Eigenkapitalspiegel

DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2018

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd. € Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung

Leistungsorientierter

Versorgungspläne
Unrealisierte Gewinne / Verluste aus Cashflow Hedges Unrealisierte Gewinne / Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
--- --- --- --- --- --- ---
31. Dezember 2016 88.579 155.896 588.705 - 40.698 -8.055 -
Anpassung IFRS 15 - - - 1.315 - - -
1. Januar 2017 88.579 155.896 587.390 - 40.698 -8.055 -
Ergebnis - - 100.076 - - -
Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - 2.653 9.245 -
Gesamtergebnis nach Steuern - - 100.076 2.653 9.245 -
Dividenden - - - 72.662 - - -
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - 5.122 - - -
Übrige Veränderungen - - - 12.725 4.496 - -
30. Juni 2017 88.579 155.896 607.201 - 33.549 1.190 -
31. Dezember 2017 88.579 155.896 690.411 - 35.924 -228 449
Anpassung IFRS 9 - - -3.557 - - -
1. Januar 2018 88.579 155.896 686.854 - 35.924 -228 449
Ergebnis - - 65.714 - - -
Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - - -6.194 -
Gesamtergebnis nach Steuern - - 65.714 - -6.194 -
Kapitalerhöhung der Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln 88.578 -88.578 - - - -
Dividenden - - -76.122 - - -
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - 1.505 - - -
Übrige Veränderungen - - -507 - 518 -
30. Juni 2018 177.157 67.318 674.434 - 35.924 - 5.904 449

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Kumuliertes übriges Eigenkapital
Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
--- --- --- --- --- --- ---
Tsd. € Änderungen Konsolidierungskreis / Umgliederung Währungsumrechnung Kumuliertes

übriges

Eigenkapital
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft Nicht beherrschende Anteile Summe

Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
31. Dezember 2016 652 24.452 - 23.649 809.531 21.429 830.960
Anpassung IFRS 15 - - - - 1.315 - - 1.315
1. Januar 2017 652 24.452 - 23.649 808.216 21.429 829.645
Ergebnis - - - 100.076 1.797 101.873
Kumuliertes übriges Eigenkapital - -21.459 -9.561 -9.561 -245 -9.806
Gesamtergebnis nach Steuern - -21.459 -9.561 90.515 1.552 92.067
Dividenden - - - - 72.662 -4.629 - 77.291
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - 5.122 1.030 6.152
Übrige Veränderungen -11 - 4.485 -8.240 -8.299 - 16.539
30. Juni 2017 641 2.993 - 28.725 822.951 11.083 834.034
31. Dezember 2017 630 -13.928 -49.001 885.885 14.637 900.522
Anpassung IFRS 9 - - - -3.557 -73 -3.630
1. Januar 2018 630 -13.928 -49.001 882.328 14.564 896.892
Ergebnis - - - 65.714 2.431 68.145
Kumuliertes übriges Eigenkapital - 3.986 -2.208 -2.208 1 -2.207
Gesamtergebnis nach Steuern - 3.986 -2.208 63.506 2.432 65.938
Kapitalerhöhung der Dürr Aktiengesellschaft aus Gesellschaftsmitteln - - - - - -
Dividenden - - - -76.122 -4.689 -80.811
Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - - 1.505 1.505 -
Übrige Veränderungen -11 - 507 - 39 39
30. Juni 2018 619 - 9.942 - 50.702 868.207 13.851 882.058

Konzernanhang 1. Januar bis 30. Juni 2018

1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

DAS UNTERNEHMEN

Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern"), der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung/Industrie 4.0. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Neben der Automobilindustrie beliefert Dürr auch Branchen wie den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und die holzbearbeitende Industrie. Der Dürr-Konzern ist in 5 weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Measuring and Process Systems bietet Auswuchtanlagen sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnik. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018 ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2017 und sollte in Zusammenhang mit diesem gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewandten Methoden; wir verweisen hierzu auf den Geschäftsbericht 2017. Im Geschäftsjahr 2018 wurden IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erstmalig angewendet. Eine Erläuterung der Effekte und eine Überleitung der betroffenen Positionen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung findet sich unter Textziffer 3 "Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 15". Die sonstigen Änderungen an IFRS-Standards und Interpretationen, die zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden waren, sind für Dürr unwesentlich.

Der neue Standard zur Leasingbilanzierung, IFRS 16 "Leasingverhältnisse", ist ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Er ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse" und dessen Interpretationen. Dürr plant, den Standard modifiziert retrospektiv anzuwenden. Im Umstellungszeitpunkt wird sich die Bilanzsumme nach derzeitigem Kenntnisstand um rund 2 % bis 6 % erhöhen.

Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewandten Schätzungsmethoden. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit von Dürr unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen. Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften für das Gesamtjahr abgegrenzt. Im Berichtszeitraum traten keine ungewöhnlichen Sachverhalte auf, die sich wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ausgewirkt haben.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts Anderes vermerkt ist.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Bei 5 Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben. Darüber hinaus bezieht Dürr ein strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss mit ein. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% angenommen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst.

ANZAHL GESELLSCHAFTEN

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30. Juni 2018 31. Dezember 2017
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Inland 30 30
Ausland 82 80
112 110
At equity bilanzierte Unternehmen
Inland - 2
Ausland 2 2
2 4
Sonstige Beteiligungen
Inland 3 3
Ausland 2 2
5 5

Der Konzernzwischenabschluss enthält 15 (31.12.2017: 13) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen 4 Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden.

ÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS

ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER GESELLSCHAFTEN

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Gesellschaft Anteil am Kapital Mit Wirkung zum Art des Anteilserwerbs Anmerkung
H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 49,0% 1. Januar 2018 - Vormals nicht konsolidierte Gesellschaft
HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100,0% 1. Januar 2018 - Vormals nicht konsolidierte Gesellschaft
CPM DO PERNAMBUCO MANUTENÇAO DE MÂQUINAS E EQUIPAMENTOS LTDA, Goiana / Brasilien 99,0% 20. Juni 2018 Gründung -

ENTKONSOLIDIERUNG

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Gesellschaft Mit Wirkung zum Anmerkung
Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H. in Liqui., Wien / Österreich 21. Juni 2018 Schließung

Die bisher unter den at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesene LaTherm Abwicklungsgesellschaft mbH mit Sitz in Dortmund, Deutschland, wurde geschlossen. Die bisher ebenfalls unter den at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesene Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart, Deutschland, wird jetzt unter den nicht konsolidierten Gesellschaften ausgewiesen.

3. ERSTANWENDUNG IFRS 9 UND IFRS 15

ÜBERLEITUNG DER BILANZPOSITIONEN

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Tsd. € 31. Dez. 2017 berichtet Anpassungen IFRS 15 31. Dez. 2017 angepasst Anpassungen IFRS 9 1. Januar 2018
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte 1.108.977 1.138 1.110.115 -82 1.110.033
Kurzfristige Vermögenswerte 2.302.781 98.664 2.401.445 -4.577 2.396.868
von IFRS 15 / IFRS 9 betroffene Bilanzpositionen
Vorräte und geleistete Anzahlungen 437.658 19.977 457.635 - 457.635
Vertragliche Vermögenswerte - 488.418 488.418 - 1.365 487.053
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) 941.086 -418.712 522.374 -2.222 520.152
Sonstige finanzielle und sonstige Vermögenswerte 235.953 8.981 244.934 - 184 244.750
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 - 659.911 -806 659.105
Summe Aktiva 3.411.758 99.802 3.511.560 -4.659 3.506.901

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Tsd. € 31. Dez. 2017 berichtet Anpassungen IFRS 15 31. Dez. 2017 angepasst Anpassungen IFRS 9 1. Januar 2018
PASSIVA
summe Eigenkapital 903.694 -3.172 900.522 -3.630 896.892
Langfristige Verbindlichkeiten 787.492 -234 787.258 - 1.185 786.073
von IFRS 15 / IFRS 9 betroffene Bilanzpositionen
Latente Steuern 91.634 -469 91.165 - 1.185 89.980
Vertragliche Verbindlichkeiten - 3.828 3.828 - 3.828
Verbindlichkeiten aus L&L 4.089 -3.593 496 - 496
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.720.572 103.208 1.823.780 156 1.823.936
von IFRS 15 / IFRS 9 betroffene Bilanzpositionen
Übrige Rückstellungen 126.359 25.325 151.684 156 151.840
Vertragliche Verbindlichkeiten - 711.337 711.337 - 711.337
Verbindlichkeiten aus L&L 1.023.035 - 633.454 389.581 - 389.581
Summe Passiva 3.411.758 99.802 3.511.560 -4.659 3.506.901

IFRS 15 "ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN"

Der Standard gibt anhand eines Fünf-Stufen-Modells vor, wie Erlöse aus Verträgen mit Kunden zu realisieren sind. Es wird bestimmt, in welcher Höhe Umsatzerlöse zu erfassen sind und ob sie zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfasst werden.

Dürr wendet IFRS 15 erstmalig im Geschäftsjahr 2018 an. Im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit erfolgte die Umstellung vollständig retrospektiv zum 1. Januar 2017 und wirkte sich kumuliert zum 31. Dezember 2017 eigenkapitalmindernd in Höhe von 3.172 Tsd. € auf die Gewinnrücklagen des Konzerns aus. Es ergab sich ein leichter Anstieg der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 von 2,9 % auf 3.511.560 Tsd. €.

Im Rahmen der Umstellung auf die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 15 hat Dürr die folgenden Erleichterungsvorschriften in Anspruch genommen:

Erfüllte Verträge, die innerhalb des Geschäftsjahres 2017 begannen und endeten, sind nach IFRS 15 nicht neu beurteilt worden.
Bei Verträgen mit variabler Gegenleistung, die im Geschäftsjahr 2017 erfüllt wurden, wurde der Transaktionspreis angesetzt.

Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage aus der Inanspruchnahme beider Erleichterungsvorschriften sind nicht wesentlich.

Abweichend vom Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergeben sich Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden insbesondere in folgenden Bereichen:

Vorräte und geleistete Anzahlungen

Für bestimmte Maschinentypen mit alternativer Nutzungsmöglichkeit war eine Umstellung auf zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung erforderlich. Folge ist die zeitliche verzögerte Ertragserfassung im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise und damit verbunden ein Anstieg der Vorräte.

Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Ein überwiegender Teil der Aufträge bei Dürr wird nach Leistungsfortschritt bilanziert (Percentage-of-Completion-Methode) und Umsatzerlöse werden entsprechend den IFRS 15 Kriterien über einen Zeitraum erfasst. Für die Bestimmung des Leistungsfortschritts mittels der POC-Methode ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads wesentlich. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Die vertraglichen Vermögenswerte stellen einen bedingten Anspruch für die in Arbeit befindlichen Aufträge dar, bei denen Dürr in Vorleistung gegenüber dem Kunden tritt. Bereits erbrachte Leistungen werden in Form von aufgelaufenen Auftragskosten in Verbindung mit geschätzten Teilgewinnen bilanziert. Sie enthalten unmittelbar zurechenbare Einzelkosten (Material- und Personalkosten sowie Fremdleistungen) sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den anteiligen Gewinn. Den bereits erbrachten Leistungen werden Kundenzahlungen gegenübergestellt: Sie beinhalten sowohl bereits erhaltene als auch fällige (An-) Zahlungen. Soweit die bereits erbrachten Leistungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, da der Zahlungsanspruch noch anderen Bedingungen als dem reinen Zeitablauf unterliegt, weist Dürr seinen Anspruch auf Gegenleistungen als einen vertraglichen Vermögenswert in der Bilanz aus.

Vertragliche Verbindlichkeiten begründen eine Verpflichtung gegenüber den Kunden, wenn gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen vor der Erbringung der zugesagten Leistung vereinnahmt werden. Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen stehen in Verbindung mit den bis dato erbrachten Leistungen. Infolgedessen stellt diese Summe eine vertragliche Verbindlichkeit dar, wenn die Verpflichtungen gegenüber den Kunden die Ansprüche von Dürr übersteigen.

Die nun separat dargestellten Bilanzpositionen vertragliche Vermögenswerte und vertragliche Verbindlichkeiten übersteigen jeweils den aus den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgegliederten Betrag, da dieser zuvor einer Verrechnung mit den Rückstellungen für drohende Verluste unterlag. Darüber hinaus sind in den vertraglichen Vermögenswerten beziehungsweise Verbindlichkeiten nun ebenfalls fällige Anzahlungsanforderungen enthalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen nach IFRS 15 einen unbedingten Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung dar. Dementsprechend sind diese separat von den vertraglichen Vermögenswerten darzustellen, wodurch sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringern. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzieren sich um die Verpflichtungen gegenüber Kunden, die die Ansprüche von Dürr übersteigen. Diese werden jetzt als vertragliche Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte

In Zusammenhang mit Kundenverträgen entstandene Vertragsanbahnungskosten werden in Höhe des angefallenen Betrags innerhalb der sonstigen Vermögenswerte aktiviert. Üblicherweise sind das vertraglich zugesagte Provisionen als prozentualer Anteil des Auftragswerts. Bei Verträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung werden die Vertragsanbahnungskosten aus Vereinfachungsgründen linear über die anfänglich geschätzte Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei Kundenverträgen, die zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs verumsatzt werden, erfolgt zu diesem Zeitpunkt die gesamte Abschreibung der Vertragsanbahnungskosten. Eventuelle Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Vertragsanbahnungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Übrige Rückstellungen

Der Anstieg der übrigen Rückstellungen ist dem Bruttoausweis der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften geschuldet. Bislang wurden letztere mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen beziehungsweise den erhaltenen Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen verrechnet.

IFRS 15 - ÜBERLEITUNG DER GEWINN- UND VERLUSTPOSITIONEN

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Tsd. € 1. Halbjahr 2017 wie berichtet Anpassungen

IFRS 15
1. Halbjahr 2017 angepasst
Umsatzerlöse 1.751.266 2.266 1.753.532
Davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft 452.196 826 453.022
Umsatzkosten - 1.330.267 905 - 1.329.362
Bruttoergebnis vom Umsatz 420.999 3.171 424.170
Übrige Funktionskosten und sonstiges Ergebnis - 276.767 -299 - 277.066
Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 144.232 2.872 147.104
Finanzergebnis -9.735 - -9.735
Ergebnis vor Ertragsteuern 134.497 2.872 137.369
Steuern -34.752 -744 -35.496
Ergebnis des Dürr-Konzerns 99.745 2.128 101.873
Davon entfallen auf
Nicht beherrschende Anteile 1.797 - 1.797
Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 97.948 2.128 100.076
Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. 69.202,08 - 69.202,08
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) 1,42 0,03 1,45

Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 15 erfasst Dürr seine Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Standardmaschinen, Gütern, Ersatzteilen sowie aus der Erbringung von bestimmten Service-Leistungen zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf den Kunden. Die Anpassungen in der Gewinn- und Verlustrechnung resultierten vorrangig aus der Umstellung auf zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung aufgrund von vorhandenem Alternativnutzen für bestimmte Maschinentypen und für Ersatzteilpakete. Umsätze aus dem Service-Geschäft konnten im Zuge der Umstellung bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfasst werden. Die Aktivierung von Kosten für Vertriebsprovisionen bei Vertragsabschluss erfolgt mit anschließender Abschreibung und eventueller Wertberichtigung in die Funktionskosten.

IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"

IFRS 9 regelt Ansatz und Bewertung, Ausbuchung und die Sicherungsbilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten neu. Während Dürr die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie zur Wertminderung zum 1. Januar 2018 eingeführt hat, wird Dürr die neuen Vorschriften zur Sicherungsbilanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt anwenden.

Die Anpassungen des IFRS 9 resultieren im Wesentlichen aus der Anwendung der neuen Wertminderungsvorschriften. Im Umstellungszeitpunkt reduzierten sich die Aktiva um insgesamt 4.659 Tsd. €. Durch die Anwendung des Modells der erwarteten Verluste erhöhten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 15.882 Tsd. € am 31. Dezember 2017 um 2.277 Tsd. € auf den kumulierten Eröffnungsbilanzwert zum 1. Januar 2018 von 18.159 Tsd. €. Aus den neuen Wertminderungsvorschriften resultierten auch Anpassungseffekte in den vertraglichen Vermögenswerten, den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Anpassungen in Höhe von 54 Tsd. € aus Anwendung der neuen Klassifizierungsregelungen enthalten.

Abweichend vom Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergeben sich Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden insbesondere in folgenden Bereichen:

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 9 in die folgenden Bewertungskategorien eingeteilt:

finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet
finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und
finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Finanzielle Vermögenswerte

Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt nach IFRS 9 auf Grundlage des Geschäftsmodells zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie auf Grundlage der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Die Zielsetzung des Geschäftsmodells von Dürr besteht im Halten der finanziellen Vermögenswerte, um die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Gleichzeitig wird geprüft, ob die Vertragsbedingungen der finanziellen Vermögenswerte zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen.

Die bei Dürr im Bestand befindlichen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sofern das Geschäftsmodell eingehalten wird und die vertraglichen Zahlungsströme die Bedingungen erfüllen.

Das Geschäftsmodell von erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten beinhaltet neben dem Halten der finanziellen Vermögenswerte auch deren Verkauf. Die Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich zu Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag.

Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren. Jedoch kann beim erstmaligen Ansatz ein unwiderrufliches Wahlrecht ausgeübt werden, die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet einzustufen. Dieses Wahlrecht kann nur ausgeübt werden, sofern die Eigenkapitalinstrumente weder zu Handelszwecken gehalten werden noch eine unbedingte Gegenleistung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses darstellen. Dürr hält seine Eigenkapitalanteile grundsätzlich aus strategischen Gründen, um die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns zu ergänzen. Die Absicht, kurzfristige Veräußerungserträge in wesentlichem Umfang zu erzielen, steht dabei nicht im Fokus. Schwankungen in der Bewertung der Beteiligungen sollen daher keine Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben. Entsprechend werden die Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Diese Eigenkapitalinstrumente sind in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen beziehungsweise in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht die Bedingungen erfüllen, um sie als zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu klassifizieren, sind als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet zu designieren. Von dem Wahlrecht, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, macht Dürr derzeit keinen Gebrauch.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte

IFRS 9 führt ein Wertminderungsmodell basierend auf dem Modell der erwarteten Kreditverluste ein, das für alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente) anzuwenden ist, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Das Modell der erwarteten Verluste allokiert die Wertberichtigung auf drei Stufen. Dürr ordnet die finanziellen Vermögenswerte den einzelnen Wertberichtigungsstufen basierend auf Überfälligkeitskriterien und historisch bewährten, qualitativen internen und externen Risikoeinschätzungen der einzelnen Schuldner zu. Diese Einschätzungen sind für alle Klassen der finanziellen Vermögenswerte anwendbar. Sofern die originären finanziellen Vermögenswerte nicht bereits bei Erwerb wertgemindert sind, werden die Vermögenswerte in Risikostufe 1 eingeordnet. Bei einem signifikanten Anstieg des Ausfallrisikos im Vergleich zur erstmaligen Erfassung werden die Vermögenswerte der Stufe 2 zugeordnet. Eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos und damit ein Übergang auf Stufe 2 erfolgt spätestens, wenn der Schuldner mehr als 30 Tage überfällig ist. Dürr ordnet die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 zu, sofern Sachverhalte bekannt sind, die einen Schuldner in seiner Fähigkeit beeinträchtigen können, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Neben der Beachtung von qualitativen Bonitätseinschätzungen des Schuldners erfolgt ein Übergang in Stufe 3 spätestens ab einer Überfälligkeit der Zahlungsverpflichtung von 91 Tagen.

Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die vertraglichen Vermögenswerte werden bereits bei erstmaliger Erfassung der Risikostufe 2 zugeordnet. Für einen Übergang in Stufe 3 beziehungsweise einen angenommenen Ausfall werden dieselben qualitativen Kriterien wie bei den anderen finanziellen Vermögenswerten verwendet. Durch das teils langfristige operative Maschinen- und Anlagengeschäft von Dürr ergibt sich jedoch ein erweitertes Überfälligkeitskriterium von 12 Monaten.

Der Konzern beurteilt die Höhe der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten auf Grundlage mehrerer Faktoren. Zunächst werden die Kreditrisiken der Schuldner anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Die anschließende Quantifizierung der erwarteten Kreditverluste bezieht im Wesentlichen drei Risikoparameter ein: Ausfallwahrscheinlichkeit, Verlustquote bei Ausfall und die tatsächliche Inanspruchnahme bei Ausfall. Für die Bestimmung der Risikoparameter werden unter anderem Informationen über den bestehenden Zahlungsverzug, aktuelle Informationen und Zukunftserwartungen des Marktes, externe Ratingeinschätzungen, Zukunftseinschätzungen des Managements sowie die Bedeutung beziehungsweise das Volumen der Kundenbeziehung in der Vergangenheit herangezogen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei vertraglichen Vermögenswerten werden die Wertminderungen durch einen vereinfachten Ansatz mithilfe von Wertminderungsmatrizen abgebildet.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie nach angemessener Einschätzung uneinbringlich erscheinen, beispielsweise nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach gerichtlichen Entscheidungen.

Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Dazu gehören regelmäßige Bonitätsprüfungen, der Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert abzüglich einer Risikovorsorge angesetzt. Die Risikovorsorge wird auf Grundlage von aktuellen Marktdaten und internen Risikoeinschätzungen gebildet. Weitere Informationen zur Wertminderung enthält der Abschnitt zur Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten.

IFRS 9 - ÄNDERUNG DER BEWERTUNGSKATEGORIEN DER FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTE

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Tsd. € Bisheriger

Wertansatz
Bewertungskategorie IAS 39 Buchwert 31. Dez. 2017 angepasst1 Bewertungskategorie IFRS 9 Buchwert 1. Januar 2018
AKTIVA
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte

Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen 659.911 Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 659.105
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte Fortgeführte

Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen 524.187 Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 521.962
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen Fortgeführte

Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen 9.157 Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 9.105
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte

Anschaffungskosten
Kredite und Forderungen 167.069 Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 166.804
Zu Handelszwecken gehaltene

finanzielle Vermögenswerte
Beizulegender

Zeitwert

(erfolgswirksam)
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert bewertet 6
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen Fortgeführte

Anschaffungskosten
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.996 Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert bewertet 3.050
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Fortgeführte

Anschaffungskosten
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 4.393 Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 4.393
Beizulegender

Zeitwert

(erfolgsneutral)
19.507 19.507
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung Beizulegender

Zeitwert

(erfolgswirksam)
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 496 Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert bewertet 496
Derivate mit Hedge-Beziehung Beizulegender

Zeitwert

(erfolgsneutral)
Keine

Bewertungskategorie nach IAS 39
4.436 Keine

Bewertungskategorie nach IFRS 9
4.436
Beizulegender

Zeitwert

(erfolgswirksam)
996 996

1 Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Aus der Anwendung der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 resultiert eine Umklassifizierung der bisher als bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen und der Eigenkapitalinstrumente in die Bewertungskategorie zum beizulegenden Zeitwert. Für die Passiva ergaben sich durch die Einführung des IFRS 9 keine Änderungen der Klassifizierung.

4. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste. Darüber hinaus enthielt das sonstige betriebliche Ergebnis im Vorjahr den Ertrag aus der Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) in Höhe von 22.673 Tsd. €.

5. ZINSERGEBNIS

ZINSERGEBNIS

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Tsd. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
Zinsen und ähnliche Erträge 3.313 2.564
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.012 - 12.643
Davon:
Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe -4.313 -4.313
Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen -2.198 -2.166
Zinsaufwand aus der Folgebilanzierung des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG -3.005 -3.479
Aufwand aufgrund des Erwerbs von Anteilen der HOMAG Group AG -2.046 -
Sonstige Zinsaufwendungen -2.450 -2.685
Zinsergebnis - 10.699 - 10.079

6. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE VERBINDLICHKEITEN

Im Geschäftsjahr 2018 veräußerte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing an die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V. R. China (SBS), wurden nachgelagert zum 31. März 2018 noch weitere Vermögenswerte mit einem Buchwert von 571 Tsd. € und einem Veräußerungserlös in Höhe von 634 Tsd. € veräußert. Diese waren der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Derzeit weist Dürr keine zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus.

7. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN

Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf:

ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIESTUFEN

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Fair-Value-Hierarchie
Tsd. € 30. Juni 2018 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- --- ---
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Finanzielle Vermögenswerte - - - -
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente 23.769 - - 23.769
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.414 - 1.414 -
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Finanzielle Vermögenswerte 3.005 3.005 - -
Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente - - - -
Derivate ohne Hedge-Beziehung 891 - 891 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 691 - 691 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Verpflichtungen aus Optionen 35.282 - - 35.282
Derivate mit Hedge-Beziehung 10.139 - 10.139 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.489 - - 9.489
Derivate ohne Hedge-Beziehung 416 - 416 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 2.531 - 2.531 -

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Fair-Value-Hierarchie
Tsd. € 31. Dezember 2017 angepasst1 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
--- --- --- --- ---
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 19.507 - - 19.507
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.436 - 4.436 -
Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 6 - -
Derivate ohne Hedge-Beziehung 496 - 496 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 996 - 996 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral
Verpflichtungen aus Optionen 35.282 - - 35.282
Derivate mit Hedge-Beziehung 4.607 - 4.607 -
Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam
Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 - - 9.675
Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - 452 -
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.212 - 1.212 -

1 Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst

Im ersten Halbjahr 2018 fand keine Umgliederung zwischen den Stufen statt.

SENSITIVITÄTEN STUFE 3

Der beizulegende Zeitwert der ADAMOS GmbH beruht maßgeblich auf den erwarteten Free Cashflows der kommenden Jahre. Werden in der Planung der ADAMOS GmbH um 10% höhere (niedrigere) Free Cashflows unterstellt, steigt (fällt) der beizulegenden Zeitwert auf 2.287 Tsd. € (1.735 Tsd. €) (Vorjahr: keine Sensitivität). Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der 15%-Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH geht Dürr im Moment nicht davon aus, dass ergebnisabhängige Vertragsklauseln, die den Wert positiv beeinflussen können, zur Anwendung kommen. Bei einer Erhöhung beziehungsweise Verminderung der vertraglich vereinbarten ergebnisbezogenen Parameter um jeweils 10% sind keine Änderungen des Zeitwerts zu erwarten (Vorjahr: keine Änderung).

BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTEN

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30. Juni 2018
Tsd. € Beizulegender

Zeitwert
Buchwert
--- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 472.196 472.196
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 535.255 535.255
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.042 9.042
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 138.534 138.534
Passiva
Verbindlichkeiten aus L&L 436.063 436.063
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 522 522
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 43.419 43.419
Anleihe 317.490 298.271
Schuldscheindarlehen 296.961 299.310
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.908 1.908
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.845 5.392
Verpflichtungen aus Optionen 179.952 174.254

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--- --- ---
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.155.027 1.155.027
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.276.315 1.253.747

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31. Dezember 2017
Tsd. € Beizulegender

Zeitwert

angepasst1
Buchwert

angepasst1
--- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 659.911
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 524.187 524.187
Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.157 9.157
Sonstige originäre Finanzinstrumente
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 167.069 167.069
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 3.050 2.996
Passiva
Verbindlichkeiten aus L&L 389.874 389.874
Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 203 203
Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 48.594 48.594
Anleihe 320.490 298.027
Schuldscheindarlehen 295.402 299.258
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 1.875
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.342 5.810
Verpflichtungen aus Optionen 219.123 209.729

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--- --- ---
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN GEMÄSS IAS 39
Kredite und Forderungen 1.360.324 1.360.324
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 3.050 2.996
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1.275.561 1.247.560

1 Die Werte für 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

8. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Bereiche darstellen. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

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1. Halbjahr 2018
Tsd. € Paint and Final

Assembly Systems
Application

Technology
Clean

Technology

Systems
Measuring

and

Process

Systems
Woodworking

Machinery

and

Systems
Summe

Segmente
--- --- --- --- --- --- ---
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 510.410 215.690 56.241 137.501 119.560 1.039.402
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 56.915 82.307 8.770 73.839 486.145 707.976
Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten - - - 2.198 - 2.198
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 667 2.673 940 3.002 49 7.331
Summe Umsatzerlöse 567.992 300.670 65.951 216.540 605.754 1.756.907
Davon aus Service-Geschäft 142.237 105.520 19.167 64.266 133.822 465.012
EBIT 24.932 30.684 -2.543 23.873 37.169 114.115
Vermögen (zum 30.06.) 669.498 561.666 142.013 459.252 928.555 2.760.984
Schulden (zum 30.06.) 620.488 326.875 71.032 217.435 440.332 1.676.162
Beschäftigte (zum 30.06.) 3.405 2.154 600 2.303 6.567 15.029

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1. Halbjahr 2018
Tsd. € Überleitung Summe

Dürr-Konzern
--- --- ---
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten - 1.039.402
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 14 707.990
Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten - 2.198
Umsatzerlöse mit anderen Divisions - 7.331 -
Summe Umsatzerlöse -7.317 1.749.590
Davon aus Service-Geschäft - 4.519 460.493
EBIT - 12.696 101.419
Vermögen (zum 30.06.) 8.163 2.769.147
Schulden (zum 30.06.) 171.002 1.847.164
Beschäftigte (zum 30.06.) 207 15.236

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1. Halbjahr 2017 angepasst1
Tsd. € Paint and Final

Assembly Systems
Application

Technology
Clean

Technology

Systems
Measuring and

Process Systems2
Woodworking

Machinery

and

Systems
Summe

Segmente
--- --- --- --- --- --- ---
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 499.318 219.568 81.263 168.268 106.276 1.074.693
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 32.394 67.327 5.038 80.036 491.694 676.489
Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten - - - 2.309 - 2.309
Umsatzerlöse mit anderen Divisions 918 2.708 1.203 5.321 40 10.190
Summe Umsatzerlöse 532.630 289.603 87.504 255.934 598.010 1.763.681
Davon aus Service-Geschäft 134.128 105.118 17.433 66.290 133.408 456.377
EBIT 30.913 29.434 1.617 30.017 43.716 135.697
Vermögen (zum 31.12.) 653.405 541.617 132.278 440.976 837.044 2.605.320
Schulden (zum 31.12.) 595.485 330.273 70.917 210.368 422.321 1.629.364
Beschäftigte (zum 30.06.) 3.384 1.985 586 2.244 6.149 14.348

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1. Halbjahr 2017 angepasst1
Tsd. € Überleitung Summe

Dürr-Konzern
--- --- ---
Zeitraumbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten - 1.074.693
Zeitpunktbezogene Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 41 676.530
Sonstige Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten - 2.309
Umsatzerlöse mit anderen Divisions - 10.190 -
Summe Umsatzerlöse -10.149 1.753.532
Davon aus Service-Geschäft -3.355 453.022
EBIT 11.407 147.104
Vermögen (zum 31.12.) 1.662 2.606.982
Schulden (zum 31.12.) 226.872 1.856.236
Beschäftigte (zum 30.06.) 197 14.545

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 beziehungsweise 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Umsatzerlöse und EBIT der Dürr-Ecoclean-Gruppe für das erste Quartal 2017 sind enthalten.

Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.

ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS

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Tsd. € 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017

angepasst1
EBIT der Segmente 114.115 135.697
EBIT Corporate Center -13.417 10.278
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen 721 1.129
EBIT des Dürr-Konzerns 101.419 147.104
Beteiligungsergebnis 3.608 344
Zinsen und ähnliche Erträge 3.313 2.564
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.012 - 12.643
Ergebnis vor Ertragsteuern 94.328 137.369
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.183 -35.496
Ergebnis des Dürr-Konzerns 68.145 101.873

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Tsd. € 30. Juni 2018 31. Dezember 2017

angepasst1
Segmentvermögen 2.760.984 2.605.320
Vermögen Corporate Center 1.005.243 983.471
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen - 997.080 - 981.809
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 472.196 659.911
Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere 106.517 139.010
Sonstige Beteiligung / ehemals:

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
19.507 19.507
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 35.448 30.772
Ertragsteuerforderungen 24.317 20.035
Aktive latente Steuern 39.325 35.343
Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns 3.466.457 3.511.560

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Tsd. € 30. Juni 2018 31. Dezember 2017

angepasst1
Segmentschulden 1.676.162 1.629.364
Schulden Corporate Center 213.116 251.366
Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -42.114 - 24.494
Anleihe und Schuldscheindarlehen 597.581 597.285
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.916 10.137
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.392 5.810
Ertragsteuerverbindlichkeiten 37.540 50.405
Passive latente Steuern 86.806 91.165
Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns* 2.584.399 2.611.038

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 beziehungsweise 31. Dezember 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

* Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital

9. ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PARTEIEN

Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.

Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017.

Nahestehende Parteien beinhalten die assoziierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns.

Im ersten Halbjahr 2018 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 103.491 Tsd. € (Vorjahr: 82.894 Tsd. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Umsatzvolumen mit der Homag China Golden Field Limited. Zum 30. Juni 2018 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 9.083 Tsd. € (31.12.2017: 9.925 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.781 Tsd. (31.12.2017: 1.358 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von 28.090 Tsd. € (31.12.2017: 43.640 Tsd. €) gegenüber nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten.

Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären.

10. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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Tsd. € 30. Juni 2018 31. Dezember 2017
Wechselobligo - 19.650
Verbindlichkeiten aus Garantien und Bürgschaften 9.792 10.171
Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 72 184
Sonstige 2.270 3.571
12.134 33.576

Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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Tsd. € 30. Juni 2018 31. Dezember 2017
Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge 85.323 89.845
Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge 5.890 6.400
Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen 4.362 3.360
95.575 99.605

Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.

11. WEITERE ANGABEN

Dürr hat im Juni 2018 die Akquisition des industriellen Umwelttechnikgeschäfts von Babcock & Wilcox mit einem Unternehmenswert von rund 110 Mio. € bekannt gegeben. Dürr beabsichtigt jeweils 100 % der Anteile an den B&W-Töchtern Babcock & Wilcox MEGTEC LLC, Babcock & Wilcox MEGTEC Holdings Inc. und Babcock & Wilcox Universal Inc. zu erwerben und die drei Gesellschaften und ihre Tochtergesellschaften in die Division Clean Technology Systems einzubringen. Die behördlichen Genehmigungen für die Akquisition werden für August / September erwartet.

12. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bietigheim-Bissingen, 9. August 2018

Dürr Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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Ralf W. Dieter

Vorsitzender des Vorstands
Carlo Crosetto

Finanzvorstand
Dr. Jochen Weyrauch

Mitglied des Vorstands

Mehrjahresübersicht 2015 bis 2018

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1. Halbjahr 2. Quartal
Mio. € 2018 20171 2016 2015 2018 20171
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang 1.955,0 2.078,3 1.989,3 1.795,5 935,9 1.033,9
Auftragsbestand (30.6.) 2.750,3 2.744,2 2.698,9 2.828,0 2.750,3 2.744,2
Umsatz 1.749,6 1.753,5 1.706,9 1.773,5 909,5 863,2
Bruttoergebnis 404,1 424,2 408,0 380,0 205,5 206,8
EBITDA 140,9 187,6 157,3 146,7 69,8 82,6
EBIT 101,4 147,1 119,0 108,0 50,3 60,9
Ergebnis nach Steuern 68,1 101,9 77,8 53,5 33,6 40,5
Bruttomarge in % 23,1 24,2 23,9 21,4 22,6 24,0
EBIT-Marge in % 5,8 8,4 7,0 6,1 5,5 7,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit - 59,7 -40,8 -84,6 10,9 16,6 -36,7
Free Cashflow - 106,7 -85,7 -138,4 -36,2 -9,6 - 55,1
Investitionen 34,3 33,6 38,6 36,2 21,4 15,2
Bilanzsumme (30.6.) 3.466,5 3.339,3 3.107,0 2.952,4 3.466,5 3.339,3
Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30.6.) 882,1 834,0 711,5 604,2 882,1 834,0
Eigenkapitalquote (30.6.) in % 25,4 25,0 22,9 20,5 25,4 25,0
ROCE2 in % 22,0 37,1 29,2 40,9 21,8 33,3
Nettofinanzstatus (30.6.) -29,9 96,2 -90,2 88,7 -29,9 96,2
Net Working Capital (30.6.) 452,9 337,9 372,1 176,1 452,9 337,9
Mitarbeiter (30.6.) 15.236 14.545 15.051 14.448 15.236 14.545
Dürr-Aktie3 ISIN: DE0005565204
Höchst4 57,18 53,85 36,33 54,30 49,85 53,85
Tiefst4 39,16 35,78 24,76 35,75 39,61 40,63
Schluss4 39,79 52,33 34,00 41,83 39,79 52,33
Durchschnittlicher Tagesumsatz(Aktienzahl) 291.300 304.254 440.400 282.200 323.300 299.380
Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) (Tsd.) 69.202 69.202 69.202 69.202 69.202 69.202
Ergebnis je Aktie in € 0,95 1,45 1,10 0,74 0,46 0,57

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2. Quartal
Mio. € 2016 2015
--- --- ---
Auftragseingang 940,7 900,0
Auftragsbestand (30.6.) 2.698,9 2.828,0
Umsatz 881,7 924,4
Bruttoergebnis 212,9 198,5
EBITDA 79,3 75,9
EBIT 60,3 60,5
Ergebnis nach Steuern 39,2 36,5
Bruttomarge in % 24,1 21,5
EBIT-Marge in % 6,8 6,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -82,0 -28,6
Free Cashflow -116,3 - 58,5
Investitionen 18,9 18,8
Bilanzsumme (30.6.) 3.107,0 2.952,4
Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30.6.) 711,5 604,2
Eigenkapitalquote (30.6.) in % 22,9 20,5
ROCE2 in % 29,6 45,8
Nettofinanzstatus (30.6.) -90,2 88,7
Net Working Capital (30.6.) 372,1 176,1
Mitarbeiter (30.6.) 15.051 14.448
Dürr-Aktie3 ISIN: DE0005565204
Höchst4 36,30 54,90
Tiefst4 30,15 39,33
Schluss4 34,00 41,85
Durchschnittlicher Tagesumsatz(Aktienzahl) 563.200 310.400
Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) (Tsd.) 69.202 69.202
Ergebnis je Aktie in € 0,56 0,51

1 Die Werte für das erste Halbjahr 2017 und das zweite Quartal 2017 wurden aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15 angepasst.

2 Annualisiert

3 Die Anzahl der Aktien hat sich durch die Ausgabe von Gratisaktien im Verhältnis von 1:1 am 22. Juni 2018 auf 69.202.080 erhöht Die Aktienanzahl, das Ergebnis je Aktie, die Aktienkurse und die Tagesumsätze wurden entsprechend angepasst.

4 Xetra

Finanzkalender

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9. August 2018 Halbjahresfinanzbericht 2018 Telefonkonferenz für Analysten und Investoren
29. August 2018 Commerzbank Sector Conference, Frankfurt/M.
6. September 2018 Morgan Stanley Industrial CEOs Unplugged, London
26. September 2018 Baader Investment Conference, München
6. November 2018 Baird Annual Industrial Conference, Chicago
8. November 2018 Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate 2018 Telefonkonferenz für Analysten und Investoren
13. November 2018 UBS European Conference, London
20. November 2018 DZ BANK Equity Conference, Frankfurt
28. November 2018 Goldman Sachs European Industrials Conference, London
5. Dezember 2018 Berenberg European Corporate Conference, Pennyhill

Kontakt

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Dürr AG

Günter Dielmann

Mathias Christen

Stefan Tobias Burkhardt

Corporate Communications & Investor Relations

Carl-Benz-Straße 34

74321 Bietigheim-Bissingen

Tel.: +49 7142 78-1785 / -1381 / -3558

Fax: +49 7142 78-1716

[email protected]

[email protected]

www.durr-group.com

Diese Zwischenmitteilung liegt auch in englischer Sprache vor.

Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern ("Dürr") selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind - wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld - stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen von Dürr, insbesondere im Abschnitt "Risiken" des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von Dürr wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "ausgehen", "rechnen mit", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und "vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Dürr übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.

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