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Dürr AG — Interim / Quarterly Report 2015
Nov 3, 2015
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Interim / Quarterly Report
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Dürr Aktiengesellschaft
Stuttgart
Zwischenbericht zum 30.09.2015
LEADING IN PRODUCTION EFFICIENCY
ZWISCHENBERICHT
1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015
www.durr.de
Kennzahlen Dürr-Konzern (IFRS)
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| 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 2.694,6 | 1.928,3 | 899,1 | 656,8 |
| Auftragsbestand (30. September) | Mio. € | 2.682,6 | 2.488,6 | 2.682,6 | 2.488,6 |
| Umsatz | Mio. € | 2.761,7 | 1.641,7 | 988,2 | 581,3 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 593,0 | 369,0 | 213,0 | 135,4 |
| EBITDA | Mio. € | 248,6 | 170,0 | 101,8 | 67,5 |
| EBIT | Mio. € | 189,8 | 149,8 | 81,8 | 60,6 |
| EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group1 | Mio. € | 210,1 | 149,8 | 83,9 | 60,6 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 110,9 | 100,3 | 57,4 | 42,4 |
| Bruttomarge | % | 21,5 | 22,5 | 21,6 | 23,3 |
| EBIT-Marge | % | 6,9 | 9,1 | 8,3 | 10,4 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten HOMAG Group1 | % | 7,6 | 9,1 | 8,5 | 10,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | -2,8 | 182,5 | -13,7 | 158,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | Mio. € | -29,4 | -48,4 | -18,7 | 282,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | Mio. € | -155,4 | 5,9 | -7,2 | -235,0 |
| Free Cashflow | Mio. € | -74,7 | 140,8 | -38,5 | 135,5 |
| Investitionen | Mio. € | 61,8 | 25,8 | 25,6 | 8,0 |
| Bilanzsumme (30. September) | Mio. € | 2.915,7 | 2.223,2 | 2.915,7 | 2.223,2 |
| Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) (30. September) | Mio. € | 646,7 | 566,2 | 646,7 | 566,2 |
| Eigenkapitalquote (30. September) | % | 22,2 | 25,5 | 22,2 | 25,5 |
| ROCE2 | % | 40,8 | 91,0 | 52,7 | 110,4 |
| Nettofinanzstatus (30. September) | Mio. € | 34,6 | 377,7 | 34,6 | 377,7 |
| Net Working Capital (30. September) | Mio. € | 293,2 | -90,3 | 293,2 | -90,3 |
| Mitarbeiter (30. September) | 14.710 | 8.551 | 14.710 | 8.551 | |
| Dürr-Aktie | |||||
| ISIN: DE0005565204 | |||||
| Höchst3 | € | 109,80 | 68,13 | 90,30 | 66,79 |
| Tiefst3 | € | 58,22 | 55,31 | 58,22 | 54,54 |
| Schluss3 | € | 62,79 | 57,83 | 62,79 | 57,83 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 163.561 | 121.005 | 208.544 | 87.474 |
| Anzahl der Aktien (durchschnittlich gewichtet) | Tsd. | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) | € | 3,10 | 2,85 | 1,61 | 1,21 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Die HOMAG Group war in den ersten neun Monaten 2014 noch nicht konsolidiert.
1 Aufwand aus Kaufpreisallokation und Ablösung Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogramm HOMAG Group
2 Annualisiert
3 Xetra
Highlights 9M/Q3 2015
―
Auftragseingang mit anhaltend positiver Entwicklung:
| ― | +40% in 9M 2015 |
| ― | Q3 auf hohem Niveau der Vorquartale |
―
Auftragsbestand mit 2,7 Mrd. € nahezu unverändert gegenüber Ende 2014
―
Starke Umsatzentwicklung:
| ― | +68% in 9M 2015 |
| ― | Ausweitung in Q3 fortgesetzt |
―
Ergebnis in Q3 deutlich verbessert:
| ― | EBIT: +35% auf 81,8 Mio. € |
| ― | Nach Steuern: + 36% auf 57,4 Mio. € |
| ― | Operative Verbesserung, geringere Sondereffekte HOMAG Group |
―
Cashflow 9M: leicht negativ aufgrund planmäßigem NWC-Anstieg
―
Nettofinanzstatus dennoch positiv: 34,6 Mio. € (31.12.2014: 167,8 Mio. €)
―
Ausblick Gesamtjahr 2015:
| ― | Umsatzziel wird auf 3,6 bis 3,7 Mrd. € angehoben (zuvor 3,4 bis 3,5 Mrd. €) |
| ― | Auftragseingang: Prognose wird auf 3,4 bis 3,5 Mrd. € präzisiert (zuvor 3,2 bis 3,5 Mrd. €) |
| ― | EBIT-Marge: unverändert 7,0 bis 7,5% (nach Sondereffekten durch Übernahme HOMAG Group) |
KONZERNLAGEBERICHT
Wirtschaftliches Umfeld
KONJUNKTUR
Das dritte Quartal war von zunehmenden konjunkturellen Unsicherheiten geprägt, besonders die Emerging Markets entwickelten sich verhalten. Die chinesische Wirtschaft wuchs nach offiziellen Angaben um 6,9%, wobei die Industrieproduktion deutlich geringer zunahm. Dennoch erwarten Experten für die nächsten Quartale ein relativ stabiles Wachstum in China. Russland und Brasilien durchlaufen eine tiefe Rezession; auch in Japan lag das BIP-Wachstum unter den Erwartungen. In Europa und Nordamerika hielt der Aufwärtstrend an. Den europäischen Unternehmen kamen neben dem niedrigen Außenwert des Euros auch die günstigen Rohstoffpreise zugute. In den USA sah die Federal Reserve nochmals von einer Zinserhöhung ab, allerdings wird zur Jahreswende 2015/2016 mit einer ersten moderaten Anhebung gerechnet. Dennoch dürften viele Notenbanken ihre offensive Geldpolitik fortsetzen und an dem niedrigen Zinsniveau festhalten. Weltweit prognostizieren Konjunkturforscher für 2015 ein BIP-Plus von 3,1 %, das ist etwas weniger als in den Vorjahren. Für 2016 wird dagegen wieder mit einem leicht stärkeren Wachstum gerechnet.
KONJUNKTURPROGNOSE
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| 2013 | 2014 | 2015P | 2016P | |
|---|---|---|---|---|
| BIP-Wachstum, % | ||||
| G7 | 1,4 | 1,7 | 2,2 | 2,4 |
| USA | 2,2 | 2,4 | 2,4 | 2,5 |
| Japan | 1,6 | -0,1 | 0,6 | 1,1 |
| Euroland | -0,4 | 0,9 | 1,5 | 1,6 |
| Emerging Markets | 4,5 | 4,6 | 4,0 | 4,4 |
| China | 7,7 | 7,4 | 7,0 | 6,7 |
| Indien | 4,7 | 7,2 | 7,5 | 7,5 |
| Russland | 1,5 | 0,6 | -5,2 | -3,4 |
| Brasilien | 2,2 | 0,0 | -0,7 | 1,2 |
| Welt | 3,2 | 3,4 | 3,1 | 3,4 |
Quelle: Deutsche Bank Global Markets Research, Oktober 2015
P = Prognose
AUTOMOBILINDUSTRIE
Seit Jahresbeginn verlief der Automobilabsatz in den einzelnen Weltregionen uneinheitlich. Die wichtigsten Absatzmärkte verzeichneten jedoch Zuwächse. In China, dem größten Automobilmarkt der Welt, stiegen die Verkäufe um 5%. Nach Rückgängen in den Monaten Juni, Juli und August nahm der Absatz im September und in der ersten Oktoberhälfte wieder spürbar zu. In Europa bildeten günstige Benzinpreise und Finanzierungsmöglichkeiten die Basis für erfreuliche Absatz- und Produktionszahlen der Automobilindustrie. In den USA stieg der Automobilabsatz in den ersten drei Quartalen 2015 um 5%. Dagegen ging er in Brasilien, Russland und Japan deutlich zurück. Allerdings scheint der russische Markt den Tiefpunkt hinter sich gelassen zu haben. In Indien wurden bis Ende September 6 % mehr Pkw abgesetzt als im Vorjahr.
PKW-ABSATZ JANUAR - SEPTEMBER 2015
Veränderung zum Vorjahr in %

Quelle: VDA
VERHALTENE ENTWICKLUNG IM MASCHINENBAU
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat seine Produktionsprognose für 2015 im Juli von +2 % auf 0 % reduziert. In den Sommermonaten blieben Produktion und Auftragseingang stabil. Die Bestellungen nahmen zwischen Juni und August um 2 % zu, bis Jahresende ist mit einer ähnlichen Größenordnung zu rechnen. Der Markt für Holzbearbeitungsmaschinen entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf besser. Hier stieg der Auftragseingang von Januar bis August 2015 um 3 %; im August fiel das Plus sogar deutlich zweistellig aus.
Geschäftsverlauf*
AUFTRAGSEINGANG DEUTLICH ÜBER VORJAHR
In den ersten neun Monaten 2015 lag der Auftragseingang mit 2.694,6 Mio. € um 39,7% über dem Vorjahreswert. Dies resultierte aus der Einbeziehung der im Oktober 2014 mehrheitlich erworbenen HOMAG Group. Bereinigt um den Beitrag der HOMAG Group erreichte das Ordervolumen mit -2,5% knapp das Vorjahresniveau. Im bisherigen Jahresverlauf verlief der Auftragseingang stetig, im dritten Quartal betrug er 899,1 Mio. €. Wechselkursveränderungen trugen 6 Prozentpunkte zum Wachstum des Bestellvolumens zwischen Januar und September bei.
In der Division Measuring and Process Systems (Auswucht- und Reinigungstechnik) erhöhte sich das Bestellvolumen in den ersten neun Monaten 2015 um 3,4%. Clean Technology Systems (Umwelt- und Energieeffizienztechnik) verzeichnete im dritten Quartal 2015 eine deutliche Belebung des Geschäfts mit Abluftreinigungstechnik, für die ersten neun Monate ergab sich ein Bestellplus von 18,9%. Die beiden Lackiertechnik-Divisions meldeten wie geplant leichte Rückgänge: 6,5% bei Paint and Final Assembly Systems sowie 5,1% bei Application Technology. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im zweiten Quartal 2014 ein außerordentlich großer Auftrag aus Polen eingegangen war. Die HOMAG Group (Division Woodworking Machinery and Systems) erreichte mit 814,7 Mio. € den höchsten Neunmonats-Auftragseingang der Firmengeschichte. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug der Zuwachs 11 % bei vergleichbarer Berechnungsweise.
Das Bestellvolumen in den Emerging Markets (Mexiko, Brasilien, Osteuropa, Asien ohne Japan) erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 um 17,8% auf 1.377,3 Mio. €. Maßgeblich für den unterproportionalen Anstieg im Vergleich zum Gesamtauftragseingang waren zwei Faktoren: die hohe Vorjahresbasis infolge des VW-Großauftrags in Polen sowie der geringere Geschäftsanteil der HOMAG Group in den Emerging Markets. Der Anteil der Emerging Markets am Auftragseingang betrug dennoch 51%. Das Bestellvolumen in China erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 um 14% auf 735,7 Mio. €; bereinigt um den Beitrag der HOMAG Group hätte sich ein zuwachs von 2% ergeben. In Brasilien, Indien und Russland blieben die Bestellungen auf niedrigem Niveau stabil. In Nordamerika konnten wir das Ordervolumen mit 133% mehr als verdoppeln, dazu trugen vor allem die HOMAG Group und die Division Paint and Final Assembly Systems bei. Das Plus von 28% in Europa geht mehrheitlich auf die Einbeziehung der HOMAG Group zurück. In Deutschland wuchs der Auftragseingang um 26%.
* Dieser Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards erstellt.
AUFTRAGSEINGANG (MIO. €) JANUAR - SEPTEMBER 2015

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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 2.694,6 | 1.928,3 | 899,1 | 656,8 |
| Umsatz | 2.761,7 | 1.641,7 | 988,2 | 581,3 |
| Auftragsbestand (30. September) | 2.682,6 | 2.488,6 | 2.682,6 | 2.488,6 |
STARKE UMSATZAUSWEITUNG
Mit 2.761,7 Mio. € erreichte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 ein hohes Niveau. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum betrug 68,2% und resultiert zum einen aus der Konsolidierung der HOMAG Group. Zum anderen entwickelte sich auch der Umsatz der bisherigen Aktivitäten des Dürr-Konzerns mit einem Plus von 21,7% sehr positiv. Dazu trugen vor allem starke Zuwächse im Anlagenbaugeschäft von Paint and Final Assembly Systems bei. Dort erreichten viele Projekte ein Stadium mit hoher Umsatzrealisierung, darüber hinaus konnten Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014 aufgeholt werden.
Im bisherigen Jahresverlauf hat sich die Umsatzgenerierung sukzessive beschleunigt. Nach 849,2 Mio. € beziehungsweise 924,4 Mio. € im ersten und zweiten Quartal erreichten die Erlöse im dritten Quartal 988,2 Mio. €, dies entspricht einem Plus von 70% gegenüber dem Vorjahr.
Der Umsatzanstieg in den ersten neun Monaten wurde von allen fünf Divisions getragen. Das stärkste Wachstum erreichte Paint and Final Assembly Systems mit 34,3%, obwohl das Geschäft mit Flugzeugmontagetechnik, das im Vorjahreszeitraum noch Teil der Division war, Ende 2014 verkauft wurde. Die HOMAG Group steigerte den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 15,4%. 6 Prozentpunkte der Erlöszuwächse des Konzerns gehen auf positive Währungseffekte zurück.
Der Service-Umsatz wuchs in den ersten neun Monaten 2015 um 56,9% und damit etwas weniger stark als der Konzernumsatz, der von hohen Abrechnungsvolumina im Anlagenbau geprägt war. Der Service-Anteil am Konzernumsatz betrug 23,6%. Bereinigt um den Beitrag der HOMAG Group nahm der Service-Umsatz um 13% zu. Im Zuge des konzernweiten Optimierungsprogramms CustomerExcellence@Dürr dürfte sich das Service-Geschäft auch weiterhin positiv entwickeln.
Die regionale Umsatzverteilung fällt auch nach der HOMAG-Akquisition ausgewogen aus. In den ersten neun Monaten 2015 entfielen 14% der Erlöse auf Deutschland, 30% auf die weiteren europäischen Länder, 24% auf Nord- und Südamerika und 32% auf Asien, Afrika und Australien. Der Umsatzanteil der Emerging Markets betrug 50% nach 56% im Vorjahr.
Da der Auftragseingang den Umsatz leicht unterschritt, lag die Book-to-Bill-Ratio bei 0,98. zum 30. September 2015 verfügten wir über einen Auftragsbestand von 2.682,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 194 Mio. € im Vergleich zum Vorjahresstichtag, gegenüber dem Jahresende 2014 verringerte sich der Auftragsbestand geringfügig um 43 Mio. €.
DEUTLICHE ERTRAGSSTEIGERUNG
Das Bruttoergebnis erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 um 60,7% auf 593,0 Mio. €. Der im Vergleich zum Umsatz leicht unterproportionale Anstieg geht auf zwei Faktoren zurück: die Abrechnung margenschwächerer Aufträge in der Lackiertechnik und den niedrigeren Margenbeitrag der HOMAG Group. Die Bruttomarge verringerte sich damit wie erwartet von 22,5% auf 21,5%.
Die Overhead-Kosten (einschließlich F&E-Kosten) stiegen mit 86,3% stärker als der Umsatz und erreichten 408,8 Mio. €. Dies ist in erster Linie eine Folge strukturell höherer Funktionskosten bei der HOMAG Group. Die strategisch wichtigen Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben wir unter Einbeziehung der HOMAG Group um 111,1% auf 69,6 Mio. € angehoben. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen war mit 5,6 Mio. € höher als in der Vergangenheit (9M 2014: 0,2 Mio. €). Die größten Einzelpositionen bildeten Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung; sie ergaben einen Saldobetrag von 4,2 Mio. €.
Für die ersten neun Monate 2015 steht ein EBIT von 189,8 Mio. € zu Buche (+26,7%). Darin sind nicht-operative Sondereffekte in Höhe von 20,3 Mio. € enthalten, die infolge der HOMAG-Akquisition anfielen. Die Sondereffekte wurden größtenteils im ersten Quartal gebucht. Sie enthalten Aufwendungen in Zusammenhang mit der HOMAG-Kaupfreisallokation (15,9 Mio. €) sowie für die Kündigung des Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogramms der HOMAG Group (4,4 Mio. €). Nach Sondereffekten steuerte die HOMAG Group in den ersten neun Monaten 2015 24,8 Mio. € zum EBIT des Dürr-Konzerns bei. Operativ, also bereinigt um die Sonderaufwendungen, waren es 45,1 Mio. €.
Im dritten Quartal stieg das Konzern-EBIT um 35,0% auf 81,8 Mio. €. Damit war es deutlich höher als im ersten und zweiten Quartal (Q1 2015: 47,4 Mio. € / Q2 2015: 60,5 Mio. €). Maßgeblich dafür waren eine verbesserte operative Performance; zudem betrugen die Sondereffekte aus der HOMAG-Akquisiton nur noch 2,1 Mio. € (Kaufpreisallokationseffekte).
Die EBIT-Marge für die ersten neun Monate 2015 lag bei 6,9% und damit wie geplant unter dem Vorjahreswert (9,1%). Ein wichtiger Faktor dafür waren die Sondereffekte infolge der HOMAG-Akquisition. Bereinigt um die Sondereffekte erzielten wir ein operatives EBIT von 210,1 Mio. € und eine operative EBIT-Marge von 7,6%. Im dritten Quartal 2015 belief sich die operative EBIT-Marge auf 8,5% (Q3 2014: 10,4%).
Bei Abschreibungen von 58,8 Mio. € stieg das EBITDA in den ersten neun Monaten 2015 um 46,2% auf 248,6 Mio. €. Rein rechnerisch entfielen rund 8% unseres EBIT auf positive Wechselkurseffekte. Berücksichtigt man auch die negativen Effekte aus im Vorjahr abgeschlossenen Hedging-Kontrakten zur Wechselkurssicherung, ergibt sich per Saldo ein zwar positiver, aber deutlich geringerer Währungseffekt.
Das Finanzergebnis schwächte sich in den ersten neun Monaten 2015 von -14,4 Mio. € auf -18,8 Mio. € ab. Dafür gab es vier Ursachen:
| ― | das neu hinzugekommene (negative) Zinsergebnis der HOMAG Group |
| ― | Sondereffekte infolge des seit 17. März 2015 geltenenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG |
| ― | Einmalaufwendungen von 3,9 Mio. € für die Integration der HOMAG Group in die günstigere Konzernfinanzierung von Dürr |
| ― | die Garantiedividende an die freien Aktionäre der HOMAG Group, die gemäß den IFRS im Zinsergebnis auszuweisen ist. |
Diese Aufwendungen wurden größtenteils im ersten Quartal 2015 gebucht. Im dritten Quartal verzeichneten wir ein deutlich verbessertes Finanzergebnis von -1,6 Mio. €. Dazu trugen neben Erträgen aus at Equity bilanzierten Unternehmen vor allem Synergien aus der im zweiten Quartal vorgenommenen Integration der HOMAG Group in den Dürr-Finanzierungsverbund bei.
Bei den Steuern hatten die Einbeziehung der HOMAG Group sowie der seit 17. März 2015 geltende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag spürbaren Einfluss. Vor diesem Hintergrund stieg unsere Steuerquote im ersten Quartal vorübergehend auf 52,7%. Bereits im zweiten Quartal sank sie aber wieder auf 33,4%. Im dritten Quartal verringerte sie sich weiter und erreichte 28,5%. Für die ersten neun Monate ergibt sich daraus eine Steuerquote von 35,2%. Auch für das Gesamtjahr erwarten wir über 30%, 2016 dürfte die Steuerquote wieder rund 30% betragen.
Das Ergebnis nach Steuern für die ersten neun Monate 2015 betrug 110,9 Mio. €; dies entspricht einem Zuwachs von 10,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (100,3 Mio. €). Mit 57,4 Mio. € war der Ergebnisbeitrag im dritten Quartal deutlich höher als in den beiden Vorquartalen, im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres stieg er um 35,5%. zu dieser Ergebnisverbesserung trug auch die HOMAG Group bei.
GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN
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| 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 2.761,7 | 1.641,7 | 988,2 | 581,3 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 593,0 | 369,0 | 213,0 | 135,5 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten | Mio. € | 339,2 | 186,5 | 108,7 | 63,7 |
| F&E-Kosten | Mio. € | 69,6 | 33,0 | 23,4 | 10,9 |
| EBITDA | Mio. € | 248,6 | 170,0 | 101,8 | 67,5 |
| EBIT | Mio. € | 189,8 | 149,8 | 81,8 | 60,6 |
| EBIT vor Sondereffekten HOMAG Group* | Mio. € | 210,1 | 149,8 | 83,9 | 60,6 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -18,8 | -14,4 | -1,6 | -5,3 |
| EBT | Mio. € | 171,0 | 135,4 | 80,2 | 55,3 |
| Ertragsteuern | Mio. € | -60,1 | -35,1 | -22,8 | -12,9 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 110,9 | 100,3 | 57,4 | 42,4 |
| Ergebnis je Aktie | € | 3,10 | 2,85 | 1,61 | 1,21 |
| Bruttomarge | % | 21,5 | 22,5 | 21,6 | 23,3 |
| EBITDA-Marge | % | 9,0 | 10,4 | 10,3 | 11,6 |
| EBIT-Marge | % | 6,9 | 9,1 | 8,3 | 10,4 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten HOMAG Group* | % | 7,6 | 9,1 | 8,5 | 10,4 |
| EBT-Marge | % | 6,2 | 8,2 | 8,1 | 9,5 |
| Umsatzrendite nach Steuern | % | 4,0 | 6,1 | 5,8 | 7,3 |
| Zinsdeckungsgrad | 9,0 | 10,0 | 30,9 | 11,1 | |
| Steuerquote | % | 35,2 | 26,0 | 28,5 | 23,5 |
* Aufwand aus Kaufpreisallokation und Ablösung Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogramm HOMAG Group
WESENTLICHE EREIGNISSE
Im Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2015 gab es neben dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG keine singulären Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten. Die Marktschwäche in Russland übte nur einen geringen Einfluss aus, da das Volumen des Russlandgeschäfts bereits in den Vorjahren relativ gering war. Das Ausbleiben von Großprojekten in Brasilien konnten wir auf der Ertragsseite durch unsere gute Position im Service- und Modernisierungsgeschäft weitgehend kompensieren. Der vorübergehend rückläufige Automobilabsatz in China hatte in den ersten neun Monaten keinen Effekt auf unseren Auftragseingang; im dritten Quartal verzeichneten wir dort ein anhaltend hohes Nachfrageniveau. Die Schwäche des Euro kam uns zugute.
IST-ENTWICKLUNG VERSUS PROGNOSE:
UMSATZ ÜBER DEN ERWARTUNGEN
Wir beurteilen den Geschäftsverlauf im bisherigen Jahresverlauf insgesamt positiv. Umsatz, Auftragseingang und operatives Ergebnis haben sich deutlich erhöht. Die Sondereffekte im Zuge der HOMAG-Akquisition erreichten im ersten Quartal 2015 wie erwartet den Höhepunkt und normalisierten sich in den beiden Folgequartalen. Unsere im März 2015 formulierte Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2015 heben wir mit Blick auf die gute Entwicklung in den ersten drei Quartalen an. Statt den bisher angestrebten 3,4 bis 3,5 Mrd. € streben wir nun einen Umsatz von 3,6 bis 3,7 Mrd. € an. Die Jahresprognose für den Auftragseingang präzisieren wir auf 3,4 bis 3,5 Mrd. € (zuvor 3,2 bis 3,5 Mrd. €). Die Prognose für die EBIT-Marge (7,0 bis 7,5%) bestätigen wir. Angesichts der unveränderten Margenerwartung und des höheren Umsatzziels dürfte das absolute Ergebnis höher ausfallen als ursprünglich angenommen. Weitere Informationen zu unseren Jahresprognosen enthält das Kapitel Ausblick auf Seite 28.
Finanzwirtschaftliche Situation
CASHFLOW DURCH STEIGENDES NET WORKING CAPITAL BELASTET
In den ersten neun Monaten 2015 war der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit -2,8 Mio. € leicht negativ und deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum (9M 2014: 182,5 Mio. €). Ausschlaggebend dafür war, dass sich das Net Working Capital (NWC) seit Ende 2014 aufgrund des ungewöhnlich hohen Abrechnungsvolumens im Anlagenbau um 201,8 Mio. € erhöhte. Wie erwartet ist die hohe Überschussliquidität aus erhaltenen Anzahlungen, die wir Ende 2014 ausgewiesen hatten, zwischenzeitlich nahezu komplett in die Auftragsabwicklung geflossen. In den ersten neun Monaten des Vorjahres hatte sich das NWC noch um 57,2 Mio. € reduziert. Bereinigt um diese großen NWC-Schwankungen wäre der Cashflow auch im laufenden Jahr deutlich positiv. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen lagen zum 30. September 2015 wieder annähernd auf dem Normalniveau. Daher dürften die NWC-Schwankungen zukünftig weniger stark ausfallen als in den vergangenen zwei Jahren, allerdings werden sie auch weiterhin von Zeitpunkt und Umfang neuer Anzahlungen beeinflusst. Im vierten Quartal rechnen wir wieder mit einem leicht positiven Cashflow.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten auf -29,4 Mio. € (9M 2014: -48,4 Mio. €). Wichtige Einflussfaktoren waren die Auflösung von Termingeldern (Mittelzufluss) und die gestiegenen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Mittelabfluss). Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit im Vorjahreszeitraum resultierte unter anderem aus der Anlage der Mittel, die uns durch die Emission unserer Unternehmensanleihe zugeflossen waren.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte -155,4 Mio. € (9M 2014: 5,9 Mio. €). Er reflektiert Zinszahlungen, den Abfluss der Dividende und die Rückführung des syndizierten Kredits der HOMAG Group AG durch Mittel aus dem Liquiditätsbestand von Dürr.
Der leicht negative operative Cashflow der ersten neun Monate 2015 führte zu einem Free Cashflow von -74,7 Mio. € (9M 2014: 140,8 Mio. €). Dennoch blieb der Nettofinanzstatus mit 34,6 Mio. € positiv.
CASHFLOW*
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 171,0 | 135,4 | 80,2 | 55,3 |
| Abschreibungen | 58,8 | 20,2 | 20,0 | 6,9 |
| Zinsergebnis | 21,4 | 15,1 | 2,7 | 5,5 |
| Ertragsteuerzahlungen | -49,4 | -27,5 | -9,9 | -7,8 |
| Veränderung Rückstellungen | 17,0 | -10,0 | -3,9 | 1,3 |
| Veränderung Net Working Capital | -201,8 | 62,1 | -115,2 | 88,1 |
| Sonstiges | -19,8 | -12,8 | 12,4 | 9,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -2,8 | 182,5 | -13,7 | 158,3 |
| Zinszahlungen (netto) | -10,3 | -15,9 | 0,8 | -14,8 |
| Investitionen | -61,6 | -25,8 | -25,6 | -8,0 |
| Free Cashflow | -74,7 | 140,8 | -38,5 | 135,5 |
| Sonstige Zahlungsströme (einschl. Dividende) | -58,5 | -43,6 | -15,6 | 15,0 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | -133,2 | +97,2 | -54,1 | +150,5 |
* In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.
BILANZSUMME SEIT ENDE 2014 LEICHT REDUZIERT
KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
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| Mio. € | 30. September 2015 |
in % der Bilanzsumme |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 607,3 | 20,8 | 617,9 | 330,5 |
| Sachanlagen | 377,8 | 13,0 | 362,1 | 184,3 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 139,0 | 4,8 | 144,2 | 97,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.124,1 | 38,6 | 1.124,2 | 611,9 |
| Vorräte | 436,8 | 15,0 | 364,8 | 198,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 912,2 | 31,3 | 849,4 | 652,0 |
| Liquide Mittel | 340,6 | 11,7 | 522,0 | 608,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 102,0 | 3,5 | 115,7 | 152,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.791,6 | 61,4 | 1.851,9 | 1.611,3 |
| Bilanzsumme | 2.915,7 | 100,0 | 2.976,1 | 2.223,2 |
Seit dem 31. Dezember 2014 sank die Bilanzsumme um 2,0% auf 2.915,7 Mio. €, obwohl die veränderten Wechselkurse erhöhend auf Sachanlagevermögen, Vorräte und liquide Mittel wirkten. Im bisherigen Jahresverlauf haben wir keine neuen Firmen akquiriert, folglich gab es keine wesentlichen akquisitionsbedingten Veränderungen in der Bilanz. In zwei Fällen wurden aber bestehende Beteiligungen aufgestockt: Unseren Anteil an der bereits zuvor vollkonsolidierten Thermea Energiesysteme GmbH erhöhten wir von 30,0% auf 87,6%, zugleich wurde das Unternehmen in Dürr Thermea GmbH umbenannt. Ferner haben wir unsere Beteiligung an dem chinesischen Auswuchttechnik-Unternehmen Shenlian von 49% auf 100% aufgestockt.
Im bisherigen Jahresverlauf haben zwei größere Faktoren die Bilanzstruktur beeinflusst: der Aufbau des Net Working Capitals und der seit 17. März 2015 geltende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 um insgesamt 134,8 Mio. €, zugleich gingen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur um 71,9 Mio. € zurück. In der Konsequenz stieg das um Wechselkursveränderungen bereinigte Net Working Capital seit Ende 2014 um 205,6 Mio. € auf 293,2 Mio. €. Die Days Working Capital lagen mit 28,7 Tagen leicht über dem Normalniveau. Die langfristigen Vermögenswerte blieben gegenüber dem 31. Dezember 2014 mit 1.124,1 Mio. € nahezu konstant. Für den Rückgang der flüssigen Mittel um 181,4 Mio. € auf 340,6 Mio. € gab es drei Hauptgründe: den negativen Free Cashflow, den Dividendenabfluss und die Rückführung des syndizierten Kredits der HOMAG Group.
NETTOFINANZSTATUS
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| Mio. € | |
|---|---|
| 30. September 2015 | 34,6 |
| 31. Dezember 2014 | 167,8 |
| 30. September 2014 | 377,7 |
LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG
Mio. €

Der negative Free Cashflow und die Dividendenzahlung ließen den Nettofinanzstatus zum 30. September 2015 auf 34,6 Mio. € sinken (31.12.2014: 167,8 Mio. €). Im bisherigen Jahresverlauf haben wir den Finanzmittelbedarf aus dem Cashflow und den liquiden Mitteln gedeckt (weitere Informationen im Kapitel Ausblick auf Seite 28).
EIGENKAPITAL GEGENÜBER VORJAHRESSTICHTAG UM 14% GESTIEGEN
EIGENKAPITAL
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| Mio. € | 30. September 2015 |
in % der Bilanzsumme |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 88,6 | 3,0 | 88,6 | 88,6 |
| Sonstiges Eigenkapital | 541,8 | 18,6 | 526,7 | 470,9 |
| Eigenkapital Aktionäre | 630,4 | 21,6 | 615,3 | 559,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 16,3 | 0,6 | 110,4 | 6,7 |
| Summe Eigenkapital | 646,7 | 22,2 | 725,8 | 566,2 |
Seit dem Jahresende 2014 hat sich das auf die Aktionäre der Dürr AG entfallende Eigenkapital um 15,1 Mio. € erhöht. Bei der Summe des Eigenkapitals ergab sich jedoch ein Sondereffekt: Da der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG am 17. März in Kraft trat, haben wir die Anteile der freien Aktionäre der HOMAG Group AG gemäß den IFRS aus den nicht beherrschenden Anteilen in die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umgebucht. Daher verringerte sich die Position "nicht beherrschende Anteile" gegenüber dem Jahresende 2014 von 110,4 Mio. € auf 16,3 Mio. €. Dies führte zu einem Rückgang des Eigenkapitals um 79,1 Mio. € auf 646,7 Mio. €. Grund für die Umbuchung ist, dass wir mit dem Vertrag die Beherrschung über die HOMAG Group erlangt haben und die freien Aktionäre der HOMAG Group nunmehr eine Garantiedividende erhalten, aber keinen variablen Gewinnanspruch mehr haben. Die Ansprüche aus der Garantiedividende werden ebenfalls in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Verglichen mit dem Jahresende 2014 hat sich die Eigenkapitalquote zum 30. September 2015 um 2,2 Prozentpunkte auf 22,2% reduziert. Dies ist eine Konsequenz aus der oben beschriebenen Ausbuchung der nicht beherrschenden Anteile. Im Vergleich zur Jahresmitte 2015 (20,5%) hat sich die Eigenkapitalquote im dritten Quartal aber bereits wieder verbessert. Dieser positive Trend dürfte sich im vierten Quartal weiter fortsetzen. Längerfristig streben wir durch Thesaurierung wieder unseren Zielwert von 30% an.
KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| Mio. € | 30. September 2015 |
in % der Bilanzsumme |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) | 350,6 | 12,0 | 426,5 | 341,7 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 181,6 | 6,2 | 180,8 | 126,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.056,4 | 36,2 | 1.128,3 | 941,6 |
| Davon erhaltene Anzahlungen | 621,0 | 21,3 | 763,3 | 682,2 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 35,9 | 1,2 | 29,5 | 24,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) |
644,5 | 22,1 | 485,3 | 222,6 |
| Gesamt | 2.269,0 | 77,8 | 2.250,4 | 1.657,0 |
Das Gesamtvolumen der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten blieb gegenüber dem 31. Dezember 2014 nahezu konstant. Bei einzelnen Positionen gab es aber stärkere Veränderungen. Zum Beispiel erhöhten sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aufgrund des Garantiedividenden-Anspruchs der freien Aktionäre der HOMAG Group AG deutlich. Mit 1.056,4 Mio. € blieben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die größte Position auf der Passivseite, obwohl sie sich um 71,9 Mio. € verringerten. Die darin erfassten Anzahlungen von Kunden haben sich seit dem Jahresende 2014 um 142,3 Mio. € auf 621,0 Mio. € reduziert. Die Finanzverbindlichkeiten nahmen infolge der Tilgung des syndizierten Kredits der HOMAG Group deutlich ab. Die Rückstellungen blieben per Saldo nahezu konstant. Die Pensionsrückstellungen verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2014 sogar um 2,1 Mio. € auf 51,6 Mio. €.
FREMDKAPITALAUSSTATTUNG UND FINANZIERUNGSSTRUKTUR
Die Konzernfinanzierung setzte sich zum 30. September 2015 aus vier Bausteinen zusammen:
| ― | Unternehmensanleihe der Dürr AG über 300 Mio. € |
| ― | Syndizierter Kredit der Dürr AG über 465 Mio. € |
| ― | Immobiliendarlehen für den Kauf des Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (2011) mit einem Buchwert von 38,3 Mio. € zum 30. September 2015 |
| ― | Bilaterale Kreditfazilitäten in kleinerem Umfang sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
Im zweiten Quartal haben wir größere Veränderungen an der Finanzierungsstruktur vorgenommen. Im Zuge der Integration der HOMAG Group wurde der syndizierte Kredit der HOMAG Group AG (210,0 Mio. €) zum 29. Mai 2015 gekündigt. Stattdessen nutzt die HOMAG Group nun die günstigere Finanzierung des Dürr-Konzerns. Dafür wurde der im März 2014 vereinbarte syndizierte Kredit der Dürr AG ebenfalls zum 29. Mai 2015 von 300 Mio. € auf 465 Mio. € aufgestockt (250 Mio. € Barlinie, zuvor 100 Mio. € / 215 Mio. € Avallinie, zuvor 200 Mio. €). Die Integration der HOMAG Group in den Dürr-Finanzierungsverbund hat sich bereits im dritten Quartal positiv auf das Finanzergebnis ausgewirkt, ab 2016 erwarten wir daraus eine jährliche Entlastung von 2,3 Mio. €. Für die Neustrukturierung der Finanzierung fielen im ersten Halbjahr 2015 nicht zahlungswirksame Einmalaufwendungen von 3,9 Mio. € an, davon entfielen 3,3 Mio. € auf das erste Quartal und 0,6 Mio. € auf das zweite Quartal 2015.
AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN
Das Volumen der wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen (ohne Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten) hat sich seit Ende 2014 um 7,5 Mio. € auf 183,2 Mio. € erhöht. Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen beliefen sich zum 30. September 2015 auf 116,2 Mio. € (31.12.2014: 135,1 Mio. €). Die Operating-Lease-Verträge bilden die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Forderungsverkäufe (Forfaitierung, Factoring, Negoziierung) wurden in den ersten neun Monaten 2015 in geringem Umfang durchgeführt (27,3 Mio. €).
Der Gesamtumfang aller Kredit- und Avallinien belief sich am 30. September 2015 auf 1.029,9 Mio. € (31.12.2014: 1.111,2 Mio. €). Ihre Gesamtinanspruchnahme erreichte 354,9 Mio. € (31.12.2014: 495,7 Mio. €). Die Avale umfassen hauptsächlich Kreditgarantien und -bürgschaften und stellen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente dar.
F&E und Investitionen
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In den ersten neun Monaten 2015 stiegen die direkten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 111,1% auf 69,6 Mio. €, davon fielen 23,4 Mio. € im dritten Quartal an (9M 2014: 33,0 Mio. €, Q3 2014: 10,9 Mio. € Mio. €). Hauptgrund für die starke Zunahme war die Konsolidierung der HOMAG Group, allerdings erhöhten sich die F&E-Ausgaben auch ohne Berücksichtigung der HOMAG Group deutlich. Der Anteil der F&E-Ausgaben am Umsatz lag in den ersten neun Monaten bei 2,5%, im dritten Quartal erreichte die F&E-Quote 2,4% (9M 2014: 2,0%, Q3 2014: 1,9%). Neben den direkten F&E-Ausgaben werden weitere Entwicklungskosten, die im Rahmen von Kundenaufträgen entstehen, in den Umsatzkosten berücksichtigt. 8,3 Mio. € wurden in den ersten neun Monaten - hauptsächlich bei der HOMAG Group - als immaterielle Entwicklungskosten aktiviert, davon entfielen 2,6 Mio. € auf das dritte Quartal (9M 2014: 2,3 Mio. €, Q3 2014: 0,8 Mio. €). Zum 30. September 2015 waren in den F&E-Abteilungen des Konzerns 609 Mitarbeiter beschäftigt, der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahresstichtag (30.09.2014: 277) resultiert aus der HOMAG-Konsolidierung.
AUSGEWÄHLTE F&E-ERGEBNISSE AUS DEN DIVISIONS
Application Technology hat eine energiesparende Produktweiterentwicklung in der Zerstäubertechnik vorgestellt. Bei der Turbine, die unsere Rotationszerstäuber EcoBell2 und EcoBell3 antreibt, wurden sowohl die Schaufelräder als auch die Geometrie der Luftkanäle optimiert. Dadurch benötigt die Turbine bei gleicher Leistung rund 20% weniger Druckluft. Bei der Optimierung der EcoBell-Turbine arbeitete Application Technology eng mit den Mikrogasturbinen-Experten der Division Clean Technology Systems zusammen.
Mit der Vertikalmaschine Distectool bietet Measuring and Process Systems eine neue Systemlösung für das vollautomatisierte Auswuchten von Präzisionswerkzeugen in der Serienfertigung. Distectool arbeitet mit energieeffizienten Antrieben und lässt sich dank ihrer geringen Aufstellfläche problemlos in bestehende Produktionslinien integrieren. Das Messgerät CAB 850 ermöglicht eine einfache Touch-Screen-Eingabe der Werkzeugdaten sowie diverse statistische Auswertungen.
Zum Reinigen großer Werkstücke in kurzen Taktzeiten hat Measuring and Process Systems das Großkammer-Reinigungssystem EcoCDuty entwickelt. Die Anlage, die sich zum Beispiel für die Automobil- und Luftfahrtindustrie eignet, reinigt mit Lösemitteln und ist modular aufgebaut. Dadurch können sich Kunden gemeinsam mit dem Dürr-Vertrieb eine Ausführung konfigurieren, die exakt auf ihren Bedarf zugeschnitten ist. EcoCDuty lässt sich einfach bedienen und warten und bietet eine hohe Verfügbarkeit.
Auf mehreren Hausmessen präsentierte Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) im September Neuheiten und Weiterentwicklungen in der Holzbearbeitungstechnik. Dazu gehört eine neue Kapptechnik für das hochpräzise Kappen von Dünnkanten, die auf Holzplatten aufgebracht werden. Weitere Innovationen sind ein Servo-Formfräsaggregat, das erstmals zur Massivholzprofilierung eingesetzt werden kann, sowie eine Anlage zur schnelleren Profilierung von Vinyl-Fußböden, die immer beliebter werden.
INVESTITIONEN
Gegenüber den ersten neun Monaten 2014 stiegen die Investitionen (ohne Finanzinvestitionen) um mehr als 100% auf 61,8 Mio. €. Der Großteil des Zuwachses (19,9 Mio. €) entfiel auf die Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group).
Die Sachinvestitionen haben wir auf 45,3 Mio. € angehoben (9M 2014: 20,5 Mio. €). Wichtige aktuelle Projekte sind der Bau zweier neuer Campus-Standorte in den USA und China sowie die Einrichtung eines Schulungszentrums in Südkorea. Die HOMAG Group investierte vor allem in die Verbesserung ihrer IT-Struktur.
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte erreichten 16,5 Mio. € (9M 2014: 5,4 Mio. €) und flossen vor allem in den Erwerb von Lizenzen und Software. Die Investitionen des Corporate Centers (2,0 Mio. €) umfassen vor allem Anschaffungen der global agierenden Dürr IT Service Gmbh (Software und Rechte); die Dürr AG hat als Holding-Gesellschaft einen geringen Investitionsbedarf.
In Beteiligungserwerbe wurden 8,9 Mio. € investiert. Der Großteil davon entfiel auf die Aufstockung unseres Anteils an der Thermea Energiesysteme Gmbh von 30,0% auf 87,6%. Die Gesellschaft, die auf umweltfreundliche Großwärmepumpen spezialisiert ist, wurde bereits vor der Anteilsaufstockung voll konsolidiert. Ein kleiner Teil der Beteiligungsinvestitionen entfiel auf die Aufstockung der Beteiligung an der Auswuchttechnik-Gesellschaft Shenlian in China (von 49% auf 100%).
Mit Wirkung zum 14. Januar 2015 haben wir die Dürr Automation S.A.S. (Frankreich) veräußert. Käufer war die Automation Holding Gmbh, eine Tochtergesellschaft der Quantum International Partners Gmbh Die verkauften Aktivitäten waren Teil des bei Measuring and Process Systems angesiedelten Geschäfts mit industrieller Reinigungstechnik und gehörten nicht mehr zum Kerngeschäft. Aus der Transaktion ergab sich ein Verlust von 4,3 Mio. €, der bereits im Geschäftsjahr 2014 erfasst wurde.
INVESTITIONEN*
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 15,9 | 6,1 | 8,0 | 2,2 |
| Application Technology | 14,0 | 6,8 | 5,5 | 1,7 |
| Measuring and Process Systems | 4,8 | 7,8 | 1,5 | 2,6 |
| Clean Technology Systems | 5,2 | 2,6 | 2,8 | 1,3 |
| Woodworking Machinery and Systems | 19,9 | 0,0 | 6,7 | 0,0 |
| Corporate Center | 2,0 | 2,5 | 1,1 | 0,2 |
| Gesamt | 61,8 | 25,8 | 25,6 | 8,0 |
* in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Mitarbeiter
MITARBEITERZAHL IN NORDAMERIKA UND CHINA AUSGEWEITET
Seit Ende 2014 vergrößerte sich die Belegschaft des Dürr-Konzerns um 4,0% auf 14.710 Beschäftigte. Vor allem in unseren größten Märkten, Nordamerika und China, haben wir zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Gegenüber dem 30. September 2014 - damals war die HOMAG Group noch nicht Teil des Konzerns - stieg die Mitarbeiterzahl um 72,0% beziehungsweise 6.159 Personen. In Deutschland verdoppelte sich die Belegschaft im selben Zeitraum auf 7.948 Mitarbeiter. In den Emerging Markets wuchs sie um 48,0% auf 4.375 Personen, daraus ergibt sich ein Anteil von 29,7% an der Stammbelegschaft des Konzerns. zum 30. September 2014 (vor Einbeziehung der HOMAG Group) betrug der Anteil der Emerging Markets 34,6%.
MITARBEITER NACH DIVISONS
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| 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|
|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 3.274 | 3.069 | 3.154 |
| Application Technology | 1.849 | 1.784 | 1.755 |
| Measuring and Process Systems | 2.987 | 3.018 | 3.050 |
| Clean Technology Systems | 491 | 473 | 455 |
| Woodworking Machinery and Systems | 5.899 | 5.659 | 0 |
| Corporate Center | 210 | 148 | 137 |
| Gesamt | 14.710 | 14.151 | 8.551 |
MITARBEITER NACH REGIONEN
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| 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|
|---|---|---|---|
| Deutschland | 7.948 | 7.749 | 3.972 |
| Sonstige europäische Länder | 2.149 | 2.180 | 1.456 |
| Nord-/Zentralamerika | 1.253 | 1.134 | 718 |
| Südamerika | 393 | 419 | 337 |
| Asien, Afrika, Australien | 2.967 | 2.669 | 2.068 |
| Gesamt | 14.710 | 14.151 | 8.551 |
Segmentbericht
UMSATZ NACH DIVISONS
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 1.003,4 | 747,1 | 365,5 | 270,0 |
| Application Technology | 443,1 | 380,7 | 164,1 | 131,5 |
| Measuring and Process Systems | 440,6 | 418,8 | 156,7 | 146,4 |
| Clean Technology Systems | 110,1 | 95,1 | 42,1 | 33,4 |
| Woodworking Machinery and Systems | 763,9 | 0,0 | 259,8 | 0,0 |
| Corporate Center / Konsolidierung | 0,6 | 0,0 | 0,1 | 0,0 |
| Konzern | 2.761,7 | 1.641,7 | 988,2 | 581,3 |
EBIT NACH DIVISIONS
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Paint and Final Assembly Systems | 75,8 | 68,8 | 27,8 | 29,4 |
| Application Technology | 45,7 | 39,4 | 16,8 | 13,3 |
| Measuring and Process Systems | 47,2 | 45,4 | 20,6 | 19,8 |
| Clean Technology Systems | 1,7 | 4,2 | 1,5 | 1,9 |
| Woodworking Machinery and Systems | 24,8 | 0,0 | 15,7 | 0,0 |
| Corporate Center / Konsolidierung | -5,4 | -8,1 | -0,7 | -3,8 |
| Konzern | 189,8 | 149,8 | 81,8 | 60,6 |
PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 902,9 | 965,4 | 314,8 | 356,5 |
| Umsatz | 1.003,4 | 747,1 | 365,5 | 270,0 |
| EBITDA | 81,9 | 74,0 | 29,9 | 31,2 |
| EBIT | 75,8 | 68,8 | 27,8 | 29,4 |
| Mitarbeiter (30. September) | 3.274 | 3.154 | 3.274 | 3.154 |
Der Auftragseingang von Paint and Final Assembly Systems lag in den ersten neun Monaten 2015 um 6,5% unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Die Division verzeichnete ein anhaltend reges China-Geschäft, auch aus Nordamerika und Europa kamen mehrere Großaufträge. Vor dem Hintergrund unserer breiten installierten Basis gewinnt das Modernisierungsgeschäft (Brownfield) zunehmend an Bedeutung. Mit 68% entfiel ein großer Teil des Bestellvolumens auf die Emerging Markets. Im Vorjahr waren es 73% infolge eines Großauftrags aus Polen. Für das vierte Quartal 2015 erwarten wir eine moderate Entwicklung beim Auftragseingang. In China stehen im vierten Quartal oder im Auftaktquartal 2016 verschiedene Projekte lokaler Automobilhersteller zur Vergabe an. Der Umsatz stieg mit 34,3% stärker als geplant. Eine Ursache dafür war, dass wir Projektverzögerungen aus dem Vorjahr aufholen konnten. Zugleich generierte die planmäßige Abwicklung neuer Projekte hohe Umsatzbeiträge. Infolge des Umsatzwachstums stieg das EBIT um 10,2% auf 75,8 Mio. €. Die EBIT-Marge verringerte sich auch aufgrund eines veränderten Umsatzmix erwartungsgemäß von 9,2% auf 7,6%. Im Auftragseingang ist die Margenqualität in den vergangenen Monaten etwas gesunken. Um dies zu kompensieren, hat Paint and Final Assembly Systems interne Prozessverbesserungen auf den Weg gebracht.
APPLICATION TECHNOLOGY
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 401,3 | 423,0 | 132,6 | 117,4 |
| Umsatz | 443,1 | 380,7 | 164,1 | 131,5 |
| EBITDA | 51,7 | 44,1 | 18,9 | 15,0 |
| EBIT | 45,7 | 39,4 | 16,8 | 13,3 |
| Mitarbeiter (30. September) | 1.849 | 1.755 | 1.849 | 1.755 |
Auch bei Application Technology lag der Auftragseingang mit 401,3 Mio. € nur leicht unter dem von dem Großauftrag aus Polen geprägten Vorjahreswert. Wie bei Paint and Final Assembly Systems kamen die größten Bestellungen aus China, Europa und Nordamerika. Das im Jahr 2014 gegründete Geschäftsfeld Industrielackierung leistete noch einen geringen Beitrag und wies wie geplant ein leicht negatives Ergebnis aus. Der Umsatz von Application Technology stieg in den ersten neun Monaten 2015 um 16,4% auf 443,1 Mio. €. Daraus ergab sich eine Book-to-Bill-Ratio von 0,9. Das EBIT erhöhte sich parallel zum Umsatz um 15,9% und erreichte 45,7 Mio. €, die EBIT-Marge betrug unverändert 10,3%. Für den Mitarbeiterzuwachs von 5,4% seit dem 30. September 2014 waren zwei Faktoren verantwortlich: der Einstieg in das Industrielackiergeschäft und die vermehrte Eigenfertigung von Kernkomponenten.
MEASURING AND PROCESS SYSTEMS
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 447,4 | 432,5 | 138,8 | 147,1 |
| Umsatz | 440,6 | 418,8 | 156,7 | 146,4 |
| EBITDA | 54,1 | 52,0 | 22,9 | 22,0 |
| EBIT | 47,2 | 45,4 | 20,6 | 19,8 |
| Mitarbeiter (30. September) | 2.987 | 3.050 | 2.987 | 3.050 |
Measuring and Process Systems verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 ein Bestellplus von 3,4%. Dies resultiert aus Zuwächsen bei Balancing and Assembly Products (Auswucht-, Befüll- und Prüftechnik). Cleaning and Surface Processing (Reinigungs- und Oberflächenbearbeitungstechnik) setzte seinen Kurs einer margenorientierten Auftragshereinnahme fort und verzichtete daher auf einige schwächere Projekte. Der Umsatz von Measuring and Process Systems stieg mit 5,2% etwas stärker als der Auftragseingang, dennoch erreichte die Book-to-Bill-Ratio 1,02. Die EBIT-Marge verbesserte sich im dritten Quartal weiter, für den Zeitraum Januar bis September lag sie bei 10,7% und damit nahezu auf dem sehr guten Vorjahresniveau. Der Bereich Cleaning and Surface Processing, der im Jahr 2014 die Ergebniswende erreicht hatte, konnte seine EBIT-Marge bei konstantem Umsatz erneut leicht verbessern. Balancing and Assembly Products erreichte einmal mehr ein anspruchsvolles Margenniveau.
CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 127,7 | 107,4 | 55,5 | 35,8 |
| Umsatz | 110,1 | 95,1 | 42,1 | 33,4 |
| EBITDA | 3,4 | 5,7 | 2,1 | 2,4 |
| EBIT | 1,7 | 4,2 | 1,5 | 1,9 |
| Mitarbeiter (30. September) | 491 | 455 | 491 | 455 |
Das Geschäft von Clean Technology Systems entfällt größtenteils auf die Abluftreinigungstechnik. Der deutlich kleinere Bereich Energieeffizienztechnik befindet sich noch in der Aufbauphase.
Nach der moderaten Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang zu Jahresbeginn setzte Clean Technology Systems den Erholungskurs des zweiten Quartals auch im dritten Quartal fort. Für die ersten neun Monate ergab sich ein Bestellplus von 18,9%, während der Umsatz um 15,8 % zulegte. Im dritten Quartal verzeichneten wir insbesondere in China einen regen Auftragseingang. Während der Auftragsbestand weiter anwuchs, ging das EBIT vor allem im ersten Halbjahr spürbar zurück. Dies resultierte zum einen aus dem verschärften Wettbewerb in Europa. Zum anderen war die Energieeffizienztechnik angesichts niedriger Energiepreise unterausgelastet. Im dritten Quartal setzte aber eine Ergebnisverbesserung ein; infolge höherer Abrechnungen erreichte die EBIT-Marge 3,6% nach 0,3 % im ersten Halbjahr. Die Mitarbeiterzahl stieg um 7,9%, da wir unsere Marktpräsenz in China und den USA ausgebaut haben.
WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS
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| Mio. € | 9 Monate 2015 |
3. Quartal 2015 |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 814,7 | 257,2 |
| Umsatz | 763,9 | 259,8 |
| EBITDA | 60,8 | 28,0 |
| EBIT | 24,8 | 15,7 |
| Mitarbeiter (30. September) | 5.899 | 5.899 |
Für Woodworking Machinery and Systems existieren keine Vergleichszahlen für das Vorjahr, da die HOMAG Group erst seit dem 3. Oktober 2014 konsolidiert wird. In den ersten neun Monaten 2015 wurde das EBIT der Division durch Sondereffekte in Höhe von 20,3 Mio. € belastet. Davon resultierten 15,9 Mio. € aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group und 4,4 Mio. € aus der Kündigung des Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogramms der HOMAG Group im Juni 2015. Die Belastungen aus der Kaufpreisallokation fielen hauptsächlich im ersten Quartal an (11,5 Mio. €), im zweiten und dritten Quartal normalisierten sie sich auf 2,3 Mio. € beziehungsweise 2,1 Mio. €. Auch zukünftig werden sie nur noch rund 2 Mio. € pro Quartal ausmachen.
Bestellvolumen und Umsatz von Woodworking Machinery and Systems haben sich in den ersten neun Monaten 2015 deutlich erhöht. Der Auftragseingang stieg auf vergleichbarer Basis um 10,8%, der Umsatz erhöhte sich um 15,4%. Insbesondere in Westeuropa und Nordamerika entwickelte sich das Geschäft positiv. Trotz der hohen Sondereffekte (20,3 Mio. €) lag das EBIT nur 14,8% unter dem von der HOMAG Group im Vorjahr berichteten Wert (29,1 Mio. €). Bereinigt um die Sondereffekte erreichte Woodworking Machinery and Systems ein operatives EBIT von 45,1 Mio. €. Daraus ergibt sich eine operative EBIT-Marge von 5,9%, im dritten Quartal stieg die operative EBIT-Marge sogar auf 6,9%. Positive Effekte auf das Ergebnis hatte der Wegfall von Kaufpreisallokationseffekten, die im Vorjahr infolge der Übernahme des US-Vertriebsunternehmens Stiles angefallen waren. Zudem wirkten sich operative Verbesserungen, Volumeneffekte und der starke US-Dollar positiv aus.
Ausführliche Informationen zum strategischen Hintergrund der HOMAG-Akquisition, zur Integration und zum Optimierungsprogramm FOCUS finden Sie im Geschäftsbericht 2014 (ab Seite 72) und im Zwischenbericht über das erste Quartal 2015 (ab Seite 5). FOCUS wird seit Mitte 2015 bei der HOMAG Group umgesetzt, die wichtigsten Bestandteile des Programms sind:
| ― | Ausbau des Geschäfts in China und den USA |
| ― | Ausbau des Service-Geschäfts |
| ― | Stärkung des Projektgeschäfts mit kompletten Produktionslinien für die Holzbearbeitung |
| ― | Organisatorische Neuausrichtung mit weltweit verantwortlichen Business Units gemäß dem Leitgedanken "One HOMAG" |
| ― | Prozessoptimierung |
| ― | IT-Optimierung |
| ― | Anpassung der Incentive-Systeme |
Zum 15. Juni 2015 hat der Aufsichtsrat der HOMAG Group AG Pekka Paasivaara zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Sein Vorgänger, Ralph Heuwing, in Personalunion Finanzvorstand der Dürr AG, wechselte im Oktober 2015 in den Aufsichtsrat der HOMAG Group AG und übernahm dessen Vorsitz. In dieser Funktion begleitet er die weitere Entwicklung der HOMAG Group intensiv. Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats der HOMAG Group AG, Ralf W. Dieter, bleibt weiterhin Mitglied des Aufsichtsrats.
CORPORATE CENTER
Das Corporate Center umfasst die Dürr AG, die Dürr IT Service GmbH, die Dürr Technologies GmbH und - seit dem zweiten Quartal 2015 - die Zentralbereiche des Personalwesens. Für die ersten neun Monate 2015 wies das Corporate Center ein EBIT von -5,4 Mio. € aus (9M 2014: -8,1 Mio. €). Die Investitionen enthalten vor allem die IT-Investitionen des Konzerns. Der Umsatz ist naturgemäß gering (9M 2015: 0,6 Mio. €). Die Mitarbeiterzahl stieg zum 30. September 2015 um 53% auf 210 Personen, Grund war die Einbeziehung der Personalzentralbereiche.
Chancen und Risiken
Dieses Kapitel informiert kursorisch über die wichtigsten aktuellen Chancen und Risiken. Eine umfassende Beschreibung der für unser Geschäft typischen Chancen und Risiken sowie der Risiko- und Chancenmanagementsysteme enthält der Geschäftsbericht 2014 (ab Seite124).
RISIKEN
Aus heutiger Sicht beurteilen wir unsere Gesamtrisikosituation als gut beherrschbar. Risiken, die separat oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht zu erkennen.
Volkswagen hat angekündigt, die Investitionen seiner Kernmarke um 1 Mrd. € pro Jahr zu kürzen. Der Konzern ist mit einem Umsatzanteil von gut 10 % unser größter Kunde. Es ist möglich, dass sich die Investitionskürzungen von Volkswagen in unserem zukünftigen Auftragseingang niederschlagen werden. In welchem Umfang dies der Fall sein könnte, lässt sich derzeit nicht absehen. Dass bereits erteilte Großaufträge zurückgezogen werden, halten wir für wenig wahrscheinlich.
Das Risiko, dass die Automobilindustrie ihre Investitionen in China nachhaltig reduziert, stufen wir als gering ein. Wir können aber nicht ausschließen, dass das hohe Bestellvolumen in China im vierten Quartal beziehungsweise im Jahr 2016 vorübergehend etwas abnimmt. Allerdings haben die Automobilverkäufe in China bereits im September wieder zugenommen, nachdem sie von Juni bis August gesunken waren. Zu berücksichtigen ist auch, dass mehrere rein chinesische Automobilhersteller keine Einbußen verzeichneten, sondern - im Gegenteil - mit preiswerten SUVs sehr erfolgreich sind. Diese Hersteller gehören zu unseren Kunden und treiben ihre Investitionsprojekte voran. Für den Zeitraum 2015 bis 2019 erwartet PricewaterhouseCoopers, dass die Automobilproduktion in China um durchschnittlich 6,1% pro Jahr wächst. Diese Größenordnung würde es uns erlauben, unser hohes Geschäftsvolumen fortzusetzen.
Wie bei jedem Firmenkauf besteht auch bei der HOMAG-Übernahme das Risiko, dass Umsatz, Ertrag und Synergieeffekte hinter den Zielsetzungen zurückbleiben. Diesem Risiko haben wir durch eine sorgfältige Due Diligence und ein intensives Integrationsprogramm vorgebeugt.
CHANCEN
Die Mehrheitsübernahme der HOMAG Group eröffnet zahlreiche Chancen. Um vorhandene Umsatz- und Ertragspotenziale zu erschließen, setzt die HOMAG Group seit Mitte 2015 das Optimierungsprogramm FOCUS um. Durch FOCUS soll der Umsatz der HOMAG Group bis zum Jahr 2020 auf 1,25 Mrd. € steigen, während die EBIT-Marge 8 bis 10 % erreichen soll. Das Programm umfasst die Optimierung von Prozessen, IT, Unternehmensorganisation und Produktspektrum. Zugleich zielt es auf Wachstum in China und den USA, im Service und im Projektgeschäft ab.
Mit jeder verkauften Anlage und Maschine wächst unsere installierte Basis und damit das Potenzial im Service- und Modernisierungsgeschäft. Um dieses Potenzial effektiv auszunutzen, optimieren wir unsere Strukturen und Prozesse im Service mithilfe des Programms CustomerExcellence@Dürr. Es umfasst unter anderem den Ausbau unserer Service-Mannschaft und des Service-Standortnetzwerks, vor allem in den Emerging Markets.
In der Applikationstechnik expandieren wir über die Automobilindustrie hinaus in die allgemeine Industrie. Dafür haben wir das neue Geschäftsfeld Industrielackierung gegründet, in dem wir Industriezweige wie Kunststoff, Schiffsbau, Keramik, Holz und Möbel mit Applikationskomponenten versorgen. Mittelfristig streben wir in diesem Geschäft einen Umsatz von 100 Mio. € an. Das jährliche Marktvolumen für Applikationstechnik im Non-Automotive-Geschäft beträgt rund 3 Mrd. €.
Personelle Veränderungen
Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen.
Angaben zu nahestehenden Parteien
Diese Angaben finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 57.
Corporate Governance: Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen
Das am 1. Mai 2015 in Deutschland in Kraft getretene Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen schreibt eine Mindestquote von 30% für Frauen und Männer (sog. Geschlechterquote) in den Aufsichtsräten von Unternehmen vor, die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung unterliegen. Die Geschlechterquote ist ab 2016 für die neu zu besetzenden Aufsichtsratsposten zu beachten. Dürr wird voraussichtlich bereits im Jahr 2016 einen Frauenanteil von 30% umsetzen, da reguläre Aufsichtsratswahlen anstehen. 2015 beträgt die Frauenquote im Aufsichtsrat 8%.
Unternehmen, die börsennotiert sind oder der Mitbestimmung unterliegen, sind dazu verpflichtet, sich selbst verbindliche Ziele hinsichtlich des Frauenanteils in ihren Vorständen und in ihren beiden obersten Managementebenen unterhalb des Vorstands zu setzen und diese eigenständig definierten Ziele zusammen mit einer Frist für die Zielerreichung zu veröffentlichen. Dabei ist, in den Grenzen des Verschlechterungsverbots, auch eine 0%-Quote zulässig. Der Vorstand der Dürr AG besteht aus Herrn Ralf W. Dieter und Herrn Ralph Heuwing, folglich beträgt der Frauenanteil im Vorstand 0%. Es ist nicht vorgesehen, den Frauenanteil im Vorstand der Dürr AG zu erhöhen. In den beiden obersten Managementebenen der Dürr AG beträgt der Frauenanteil 8%, das Ziel ist eine Frauenquote von 10%. Dieses Ziel soll bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden.
Ausblick
WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Im vierten Quartal 2015 ist mit einem weiterhin stetigen Konjunkturverlauf zu rechnen. Für das Gesamtjahr 2015 erwarten Experten aus heutiger Sicht ein weltweites BIP-Plus von 3,1%. Den Hintergrund bilden niedrige Energiepreise, steigende Konsumausgaben und die expansive Geldpolitik der Notenbanken mit historisch niedrigen Zinsen. Für 2016 wird eine moderate Wachstumsbeschleunigung prognostiziert, die zu einem BIP-Plus von 3,4% führen dürfte. Dies würde bedeuten, dass die Weltwirtschaft seit 2013 in jedem Jahr um mehr als 3% wächst. Eine Übersicht gibt die Tabelle auf Seite 5.
Branchenexperten beurteilen die Absatzchancen der Automobilindustrie längerfristig positiv. PricewaterhouseCoopers (PwC) hat seinen Produktionsausblick für 2015 im Oktober angepasst, damit trägt PwC neben der Marktschwäche in Brasilien und Russland auch der zuletzt verhalteneren Entwicklung in China Rechnung. Bis 2019 wird dennoch ein robustes weltweites Produktionswachstum von durchschnittlich 4,1% p.a. erwartet. Für China prognostiziert PwC im selben Zeitraum ein durchschnittliches Plus von 6,1% p.a. In den kommenden Monaten dürfte die jüngst beschlossene Steuervergünstigung den Fahrzeugabsatz in China positiv beeinflussen. Bis Ende 2016 profitieren Autokäufer bei einem Hubraum von unter 1,6 Litern von einer Halbierung des Mehrwertsteuersatzes auf 5%.
PRODUKTION VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN
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| 2015P | 2019P | CAGR 2015P-2019P |
|
|---|---|---|---|
| Mio. Einheiten | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Nordamerika | 18,1 | 19,6 | 2,8% |
| Mercosur | 3,1 | 4,7 | 4,3% |
| Westeuropa | 14,4 | 16,0 | 3,9% |
| Osteuropa | 6,6 | 7,8 | 2,8% |
| Asien | 44,6 | 54,6 | 3,8% |
| Davon China | 23,1 | 29,7 | 6,1% |
| Andere | 2,0 | 2,7 | 7,3% |
| Gesamt | 88,2 | 105,4 | 4,1% |
Quelle: PwC Autofacts, Oktober 2015
P = Prognose
AUSBLICK KONZERN
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| Ist 2014 | Ursprüngliche Prognose 2015 |
Aktuelle Prognose 2015 |
||
|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 2.793,0 | 3.200 bis 3.500 | 3.400 bis 3.500 |
| Auftragsbestand (31.12.) | Mio. € | 2.725,3 | 2.400 bis 2.800 | 2.400 bis 2.800 |
| Umsatz | Mio. € | 2.574,9 | 3.400 bis 3.500 | 3.600 bis 3.700 |
| EBIT-Marge | % | 8,6 | 7,0 bis 7,5 | 7,0 bis 7,5 |
| ROCE | % | 38,7 | 30 bis 40 | 30 bis 40 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -16,2 | schwächer | schwächer |
| Steuerquote | % | 26,6 | > 30 | > 30 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 150,3 | leicht steigend | leicht steigend |
| Operativer Cashflow | Mio. € | 291,3 | schwächer | schwächer |
| Free Cashflow | Mio. € | 221,1 | schwächer | schwächer |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | Mio. € | 167,8 | 50 bis 150 | 0 bis 50 |
| Liquidität (31.12.) | Mio. € | 522,0 | 400 bis 500 | 330 bis 380 |
| Investitionen1 | Mio. € | 54,9 | 70 bis 80 | 70 bis 80 |
1 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)
UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND ERGEBNIS
Nach der guten Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf heben wir unsere im März formulierte Umsatzprognose für 2015 von 3,4 bis 3,5 Mrd. € auf 3,6 bis 3,7 Mrd. € an. Unsere Prognose für den Auftragseingang präzisieren wir. Bisher haben wir eine Bandbreite von 3,2 bis 3,5 Mrd. € erwartet, nun gehen wir von 3,4 bis 3,5 Mrd. € aus. Bei der EBIT-Marge streben wir unverändert 7,0 und 7,5% an; aus heutiger Sicht dürften wir die Mitte dieser Zielbandbreite erreichen. Die EBIT-Prognose berücksichtigt die durchschnittlich niedrigeren Margen der HOMAG Group sowie die nicht-operativen Sondereffekte im zuge der HOMAG-Akquisition (Kaufpreisallokation, Kündigung Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogramm HOMAG Group). Angesichts der unveränderten Margenerwartung und des höheren Umsatzziels dürfte das absolute Ergebnis höher ausfallen als ursprünglich angenommen. Der Auftragsbestand wird am Jahresende mindestens 2,4 Mrd. € betragen.
Das Finanzergebnis wird sich 2015 abschwächen. Grund dafür sind die oben beschriebenen Effekte infolge der Akquisition der HOMAG Group. Für 2016 erwarten wir wieder eine substanzielle Verbesserung, dazu werden auch positive Effekte aus der Integration der HOMAG Group in den Dürr-Finanzierungsverbund beitragen. Die Steuerquote dürfte im Jahr 2015 über 30% liegen, Ursache hierfür sind ebenfalls Sondereffekte im Zusammenhang mit der HOMAG-Übernahme. Das Ergebnis nach Steuern dürfte daher leicht ansteigen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2015 soll gemäß unserer langfristigen Ausschüttungspolitik zwischen 30 und 40% des Konzerngewinns betragen.
DIVISIONS
Paint and Final Assembly Systems erwartet nach dem außergewöhnlich hohen Ergebnis des Jahres 2014 eine etwas rückläufige EBIT-Marge, der Umsatz wird 2015 jedoch deutlich zunehmen. Die Division Application Technology erwartet abrechnungsbedingt höhere Umsätze und Erträge; der Umsatzbeitrag des neuen Geschäftsfelds Industrielackierung ist noch gering. Das Geschäftsvolumen von Measuring and Process Systems dürfte zumindest konstant bleiben. Das Ergebnis dürfte aus heutiger Sicht mindestens den Höchstwert des Vorjahres erreichen. Clean Technology Systems plant für 2015 einen deutlichen Umsatzzuwachs. Die ursprünglich angestrebte Ertragssteigerung dürfte mit Blick auf die unbefriedigende Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr und das herausfordernde Marktumfeld in Europa nicht erreichbar sein. Die Division Woodworking Machinery and Systems rechnet aus heutiger Sicht mit einem Auftragseingang und einem Umsatz von jeweils 1.000 bis 1.020 Mio. €. Aufgrund der hohen Sondereffekte (vor allem Kaufpreisallokation) wird die EBIT-Marge jedoch nicht über 3,5 bis 4% hinausgehen. Operativ dürfte die EBIT-Marge jedoch rund 6% erreichen.
CASHFLOW, INVESTITIONEN, BILANZ
Die hohen Cashflows der Jahre 2014 und 2013 waren geprägt von außergewöhnlich umfangreichen, teils vorgezogenen Anzahlungen. 2015 rechnen wir mit einer Normalisierung der Anzahlungen und dementsprechend mit einem deutlichen Rückgang von operativem Cashflow und Free Cashflow. Der operative Cashflow sollte aber positiv ausfallen. Der um Net-Working-Capital-Schwankungen bereinigte operative Cashflow sollte erneut 250 bis 300 Mio. € erreichen. Wir erwarten, dass der Cashflow und die umfangreichen liquiden Mittel den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenzahlung im Jahr 2015 gut abdecken werden.
Im Jahr 2014 betrugen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 54,9 Mio. €. 2015 werden wir dieses Niveau aufgrund der ganzjährigen Einbeziehung der HOMAG Group überschreiten und voraussichtlich 70 bis 80 Mio. € investieren (ohne Akquisitionen). Die Investitionen dürften zu rund 55% auf Ersatzbeschaffungen und zu rund 45% auf Standortprojekte entfallen. Letztere umfassen vor allem den Bau neuer Campus-Standorte in China und den USA. Wir planen, weitere Akquisitionen durchzuführen. Zur Finanzierung können wir auf die hohen liquiden Mittel und den Cashflow zurückgreifen.
Aus heutiger Sicht rechnen wir zum Jahresende 2015 mit einem Nettofinanzstatus von 0 bis 50 Mio. €. Die flüssigen Mittel sollten zwischen 330 und 380 Mio. € betragen. Das Eigenkapital wird im vierten Quartal weiter zunehmen, sodass die Eigenkapitalquote zum Jahresende wieder 24 bis 25% betragen sollte. Aus heutiger Sicht planen wir im laufenden und im kommenden Jahr keine Kapitalmaßnahmen. Den syndizierten Kredit werden wir in Einzelfällen in Anspruch nehmen, insbesondere zur Finanzierung des Net Working Capitals.
MITARBEITER
Die Mitarbeiterzahl dürfte im Jahr 2015 um rund 4% zunehmen. Der Zuwachs wird größtenteils auf Asien und Nordamerika entfallen. In Brasilien reduzieren wir die Belegschaft leicht.
Eigene Aktien und Kapitalveränderungen
Die Dürr AG besitzt keine eigenen Aktien. Das Grundkapital von 88,6 Mio. €, das in 34,6 Mio. Aktien eingeteilt ist, blieb im Berichtszeitraum unverändert.
Dürr am Kapitalmarkt
VERLAUF VON DÜRR-AKTIE, DAX UND MDAX SEIT ANFANG 2015

Nach einem sehr guten Start in das Jahr verzeichneten die europäischen Aktienmärkte seit April Kursverluste. Den Hintergrund bildete zunächst die Griechenland-Krise, später die rückläufigen Wachstumserwartungen in China und anderen Schwellenländern. Der DAX stand am 30. September 2015 bei 9.660 Punkten, nachdem er bis Mitte April noch auf 12.391 Punkte geklettert war. Für den Zeitraum Januar bis September 2015 ergab sich ein Minus von 1,5%. Dagegen konnte der MDAX trotz des zuletzt negativen Trends ein Plus von 13,9% behaupten. Die Dürr-Aktie, die am 10. April 2015 ein Allzeithoch von 109,80 € erreicht hatte, ging Ende September mit 62,79 € aus dem Handel. Dies entspricht einem Minus von 14,3% seit Jahresbeginn. Hintergründe für die schwache Performance der Dürr-Aktie waren Zweifel an der chinesischen Konjunktur sowie der schwächere Automobilabsatz in China während der Sommermonate. Generell haben sich im Herbst viele Investoren von zyklischeren Werten getrennt. Im Oktober konnte die Dürr-Aktie den Abwärtstrend stoppen. Ausgangspunkt war vor allem die Entscheidung der chinesischen Regierung, den Kauf verbrauchsarmer Autos mit steuerlichen Anreizen zu fördern. Dagegen führte die Ankündigung von Investitionskürzungen bei Volkswagen am Aktienmarkt zu Skepsis gegenüber Zulieferern und Ausrüstern.
ANALYSTEN: 96% EMPFEHLEN "KAUFEN" ODER "HALTEN"
55% der 23 Analysten, die unsere Aktie beurteilen, sehen Dürr als "Kauf". Weitere 41 % empfehlen, die Aktie zu halten; nur 4% raten zum Verkauf. Die mehrheitlich positive Einstellung reflektiert das Umsatz- und Ergebnispotenzial des Dürr-Konzerns einschließlich des Ergebnispotenzials der HOMAG Group. Zudem sollte China längerfristig ein großes Geschäftspotenzial für Dürr bieten, auch wenn zuletzt Zweifel an der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung des Landes aufkamen. Nach dem Kursrückgang im zweiten und dritten Quartal haben Analysten die Kursziele für Dürr teils reduziert, dennoch besteht in vielen Fällen nach wie vor beträchtliches Upside-Potenzial. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 93,45 €. Die einzelnen Kursziele sind unter www.durr.com/de/investor/aktie/analysen-analysten/ zu finden.
ANLEIHE RENTIERT BEI 1,8%
Unsere nominal mit 2,875% p.a. verzinste Anleihe über 300 Mio. € (ISIN XS1048589458) notierte zum 30. September 2015 bei 105,5%. Dies entspricht einer Rendite von 1,8%. Die Anleihe wurde im April 2014 emittiert und hat eine Laufzeit bis 2021.
AKTIONÄRSSTRUKTUR
Die Familie Dürr besitzt als Ankeraktionär 28,7% der Aktien der Dürr AG. Der Großteil ihrer Aktien (25,2% des Grundkapitals) wird von der Heinz Dürr GmbH gehalten, weitere 3,5% entfallen auf die Heinz und Heide Dürr Stiftung. Auch zukünftig will die Familie Dürr eine Beteiligung von über 25% beibehalten. Die Vorstandsmitglieder Ralf W. Dieter (Vorsitzender) und Ralph Heuwing (Finanzvorstand) halten einen Aktienbesitz von insgesamt 0,6%. Der nach der Definition der Deutschen Börse berechnete Streubesitz blieb mit 71,3% konstant. An den deutschen Börsen wurden in den ersten neun Monaten 2015 durchschnittlich 164.000 Dürr-Aktien pro Tag gehandelt. Im dritten Quartal fiel das tägliche Handelsvolumen mit durchschnittlich 209.000 Stück höher aus.

1 Freefloat gemäß Deutsche Börse AG
2 auf Basis der WpHG-Mitteilungen
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts gab es keine außergewöhnlichen beziehungsweise berichtspflichtigen Ereignisse.
Bietigheim-Bissingen, 3. November 2015
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART,
1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015
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| Tsd. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.761.739 | 1.641.721 | 988.196 | 581.301 |
| Umsatzkosten | -2.168.762 | -1.272.674 | -775.213 | -445.831 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 592.977 | 369.047 | 212.983 | 135.470 |
| Vertriebskosten | -203.109 | -103.056 | -63.245 | -33.432 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -136.077 | -83.400 | -45.460 | -30.178 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -69.645 | -32.986 | -23.436 | -10.890 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 53.884 | 20.238 | 15.138 | 11.287 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -48.237 | -20.022 | -14.177 | -11.665 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 189.793 | 149.821 | 81.803 | 60.592 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 2.188 | 641 | 1.093 | 230 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 417 | 49 | - | - |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.341 | 5.618 | 2.525 | 2.052 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -27.701 | -20.708 | -5.207 | -7.526 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 171.038 | 135.421 | 80.214 | 55.348 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -60.134 | -35.147 | -22.826 | -12.992 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 110.904 | 100.274 | 57.388 | 42.356 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 3.626 | 1.708 | 1.609 | 608 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 107.278 | 98.566 | 55.779 | 41.748 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | 3,10 | 2,85 | 1,61 | 1,21 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART,
1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015
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| Tsd. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 110.904 | 100.274 | 57.388 | 42.356 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
||||
| Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen |
2.941 | -9.596 | 3.031 | -1.491 |
| darauf entfallende latente Steuern | -778 | 2.480 | -839 | 352 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
||||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten |
-7.408 | -8.123 | -294 | -8.278 |
| Gewinne/Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
- | 21 | - | - |
| Ergebniswirksame Reklassifizierungen aus Währungsumrechnung | - | -4 | - | - |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
16.523 | 20.814 | -16.014 | 18.099 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer at equity bilanzierter Unternehmen |
1.425 | 514 | 81 | 17 |
| darauf entfallende latente Steuern | 1.973 | 2.378 | -25 | 2.497 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern | 14.676 | 8.484 | -14.060 | 11.196 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 125.580 | 108.758 | 43.328 | 53.552 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 3.167 | 1.703 | 1.377 | 607 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 122.413 | 107.055 | 41.951 | 52.945 |
Konzernbilanz
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART,
ZUM 30. SEPTEMBER 2015
AKTIVA
scroll
| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 401.117 | 397.311 | 295.376 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 206.188 | 220.545 | 35.086 |
| Sachanlagen | 377.843 | 362.072 | 184.288 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 21.029 | 21.601 | 21.716 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 27.460 | 24.587 | 12.892 |
| Übrige Finanzanlagen | 41.829 | 41.854 | 32.331 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 681 | 1.759 | 1.313 |
| Ertragsteuerforderungen | 692 | 1.190 | 331 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.789 | 6.684 | 5.109 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.810 | 3.042 | 225 |
| Latente Steuern | 36.172 | 41.030 | 21.496 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 2.442 | 2.501 | 1.793 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.124.052 | 1.124.176 | 611.956 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 436.820 | 364.846 | 197.981 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 912.189 | 849.443 | 652.041 |
| Ertragsteuerforderungen | 6.991 | 11.343 | 6.763 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 29.626 | 53.606 | 90.432 |
| Sonstige Vermögenswerte | 54.102 | 36.819 | 24.851 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 340.582 | 521.957 | 608.944 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 10.073 | 5.356 | 5.853 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 1.245 | 8.578 | 24.402 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.791.628 | 1.851.948 | 1.611.267 |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 2.915.680 | 2.976.124 | 2.223.223 |
PASSIVA
scroll
| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
30. September 2014 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 88.579 | 88.579 | 88.579 |
| Kapitalrücklage | 155.896 | 155.896 | 155.896 |
| Gewinnrücklagen | 413.891 | 414.567 | 363.630 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -27.943 | -43.699 | -48.562 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 630.423 | 615.343 | 559.543 |
| Nicht beherrschende Anteile | 16.302 | 110.425 | 6.683 |
| Summe Eigenkapital | 646.725 | 725.768 | 566.226 |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 51.610 | 53.702 | 46.758 |
| Übrige Rückstellungen | 16.437 | 30.806 | 6.639 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.351 | 5.945 | 821 |
| Anleihe | 296.751 | 296.388 | 296.261 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 46.814 | 113.039 | 41.667 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 38.077 | 12.225 | 5.531 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 8.443 | 478 | 471 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.199 | 4.222 | 9.260 |
| Latente Steuern | 130.189 | 125.896 | 48.427 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 62 | 374 | 127 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 595.933 | 643.075 | 455.962 |
| Übrige Rückstellungen | 113.505 | 96.328 | 73.431 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.052.020 | 1.122.351 | 940.795 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.073 | 17.110 | 3.782 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 263.464 | 157.068 | 44.372 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 27.440 | 28.996 | 23.823 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 208.338 | 177.047 | 93.344 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 1.182 | 1.782 | 614 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | - | 6.599 | 20.874 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.673.022 | 1.607.281 | 1.201.035 |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 2.915.680 | 2.976.124 | 2.223.223 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART,
1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015
scroll
| Tsd. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 171.038 | 135.421 | 80.214 | 55.348 |
| Ertragsteuerzahlungen | -49.447 | -27.467 | -9.851 | -7.770 |
| Zinsergebnis | 21.360 | 15.090 | 2.682 | 5.474 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | -2.188 | -641 | -1.093 | -230 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 58.788 | 20.178 | 20.041 | 6.860 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | 40 | 191 | -80 | 138 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 2 | -178 | 6 | 114 |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | ||||
| Vorräte | -65.458 | -42.145 | -8.863 | -14.844 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -51.206 | 33.340 | -42.080 | -20.058 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | -17.854 | -5.983 | -4.260 | 2.830 |
| Rückstellungen | 16.955 | -10.034 | -3.880 | 1.261 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -85.116 | 70.904 | -64.274 | 122.998 |
| Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) | 5.928 | -5.674 | 15.649 | 4.936 |
| Sonstige Aktiva und Passiva | -5.600 | -498 | 2.126 | 1.198 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -2.758 | 182.504 | -13.663 | 158.255 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -16.524 | -5.372 | -5.760 | -1.436 |
| Erwerb von Sachanlagen | -45.133 | -20.416 | -19.859 | -6.574 |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | -5 | -4.313 | -1 | -2 |
| Erlöse aus dem Verkauf langfristiger Vermögenswerte | 2.080 | 2.673 | 393 | 250 |
| Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | 127 | -11.679 | 527 | -827 |
| Anlage in Termingeldern | 25.098 | -16.122 | 3.908 | 288.966 |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
-455 | 1.171 | - | -105 |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 5.385 | 5.612 | 2.080 | 2.340 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -29.427 | -48.446 | -18.712 | 282.612 |
| Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten |
4.504 | 9.546 | -4.796 | 7.789 |
| Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -73.842 | -1.723 | -564 | -576 |
| Tilgung der Anleihe aus dem Jahr 2010 | - | -225.000 | - | -225.000 |
| Aufnahme einer Anleihe | - | 296.025 | - | -6 |
| Zahlungen für Finanzierungsleasing | -2.914 | -316 | -509 | -106 |
| Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | - | 500 | - | - |
| Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | -8.234 | - | - | - |
| Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | -57.092 | -50.172 | - | - |
| Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile | -2.169 | -1.463 | - | - |
| Geleistete Zinsausgaben | -15.683 | -21.523 | -1.309 | -17.079 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -155.430 | 5.874 | -7.178 | -234.978 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 6.240 | 10.499 | -11.510 | 9.527 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -181.375 | 150.431 | -51.063 | 215.416 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||
| Zum Periodenanfang | 521.957 | 458.513 | 391.645 | 393.528 |
| Zum Periodenende | 340.582 | 608.944 | 340.582 | 608.944 |
Konzern-Eigenkapitalspiegel
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART,
1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2015
scroll
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
|||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Neu- bewertung leistungs- orientierter Pläne |
Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges |
Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2014 | 88.579 | 155.896 | 317.059 | -26.939 | 877 | 30 |
| Ergebnis | - | - | 98.566 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | -7.116 | -5.740 | 16 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 98.566 | -7.116 | -5.740 | 16 |
| Dividenden | - | - | -50.172 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile |
- | - | -1.802 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -21 | - | - | - |
| 30. September 2014 | 88.579 | 155.896 | 363.630 | -34.055 | -4.863 | 46 |
| 1. Januar 2015 | 88.579 | 155.896 | 414.567 | -37.778 | -4.676 | 52 |
| Ergebnis | - | - | 107.278 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | 2.163 | -5.435 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 107.278 | 2.163 | -5.435 | - |
| Dividenden | - | - | -57.092 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile |
- | - | -9.361 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -41.501 | - | - | - |
| 30. September 2015 | 88.579 | 155.896 | 413.891 | -35.615 | -10.111 | 52 |
scroll
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tsd. € | Änderungen Konsolidie- rungskreis/ Umgliederung |
Währungs- umrechnung |
Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktien- gesellschaft |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2014 | 715 | -31.718 | -57.035 | 504.499 | 6.875 | 511.374 |
| Ergebnis | - | - | - | 98.566 | 1.708 | 100.274 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | 21.329 | 8.489 | 8.489 | -5 | 8.484 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | 21.329 | 8.489 | 107.055 | 1.703 | 108.758 |
| Dividenden | - | - | - | -50.172 | -1.463 | -51.635 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | -1.802 | -969 | -2.771 |
| Übrige Veränderungen | -16 | - | -16 | -37 | 537 | 500 |
| 30. September 2014 | 699 | -10.389 | -48.562 | 559.543 | 6.683 | 566.226 |
| 1. Januar 2015 | 694 | -1.991 | -43.699 | 615.343 | 110.425 | 725.768 |
| Ergebnis | - | - | - | 107.278 | 3.626 | 110.904 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | 19.044 | 15.772 | 15.772 | -1.096 | 14.676 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | 19.044 | 15.772 | 123.050 | 2.530 | 125.580 |
| Dividenden | - | - | - | -57.092 | -2.169 | -59.261 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile |
- | - | - | -9.361 | -1.228 | -10.589 |
| Übrige Veränderungen | -16 | - | -16 | -41.517 | -93.256 | -134.773 |
| 30. September 2015 | 678 | 17.053 | -27.943 | 630.423 | 16.302 | 646.725 |
Konzernanhang 1. Januar bis 30. September 2015
1. Grundlagen der Rechnungslegung
Das Unternehmen
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern") besteht aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften. Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern an der Spitze des Weltmarkts steht und rund 60% seines Umsatzes im Geschäft mit der Automobilindustrie erwirtschaftet. Darüber hinaus werden Branchen wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Dürr ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Endmontage zum Einsatz. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das dritte Quartal 2015 und 2014 sowie die ersten neun Monate 2015 und 2014 wurde für den Konzernzwischenabschluss erstellt. Dasselbe gilt für die Konzern-Gesamtergebnisrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2015 und 2014, für die Konzernbilanz zum 30. September 2015, 31. Dezember 2014 und 30. September 2014 sowie für den Konzern-Eigenkapitalspiegel für die ersten neun Monate 2015 und 2014 und den Anhang, der zur Erläuterung dient. Dieser Konzernzwischenabschluss ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angewandten Methoden; wir verweisen hierzu auf den Geschäftsbericht 2014.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergaben sich durch die erstmalige Anwendung der folgenden neuen oder überarbeiteten Standards
| ― | Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Die Änderungen regeln die Erfassung von Beiträgen von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen als Reduktion des Dienstzeitaufwands, sofern diese die in der Berichtsperiode erbrachte Leistung widerspiegeln. Im Dürr-Konzern haben die Änderungen nur eine geringe Auswirkung, da nur wenige Pensionspläne in bestimmten Ländern von den Änderungen betroffen sind. |
Die verabschiedeten Änderungen des jährlichen Verbesserungsprozesses der Zyklen 2010 - 2012 und 2011 - 2013 haben keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.
Jährlicher Verbesserungsprozess Zyklus 2010 - 2012
| ― | IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung": Die Änderung beinhaltet eine Klarstellung der Definitionen von Ausübungsbedingungen (Vesting Conditions) und Marktbedingungen (Market Conditions). |
| ― | IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse": Durch Änderung dieses Standards und entsprechende Folgeänderungen an weiteren Standards wird nunmehr für sämtliche nicht als Eigenkapital eingestufte bedingte Gegenleistungen eine Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert mit Buchung sämtlicher resultierender Effekte im Gewinn oder Verlust festgeschrieben. |
| ― | IFRS 8 "Geschäftssegmente": In IFRS 8 neu aufgenommen wurde die Klarstellung, dass die zugrunde gelegten Überlegungen bei der Zusammenfassung von Geschäftssegmenten zu berichtspflichtigen Segmenten anzugeben sind und eine Überleitungsrechnung der Segmentvermögenswerte auf die entsprechenden Beträge in der Bilanz nur erforderlich ist, wenn Angaben zu den Segmentvermögenswerten regelmäßig an die verantwortliche Unternehmensinstanz berichtet werden. |
| ― | IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": Durch eine Änderung der "Grundlagen für Schlussfolgerungen" des IFRS 13 wird klargestellt, dass das IASB mit den aus IFRS 13 resultierenden Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht die Möglichkeit beseitigen wollte, bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten im Fall von Unwesentlichkeit auf eine Abzinsung zu verzichten. |
| ― | IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte": Die Änderung stellt klar, wie bei Anwendung des Neubewertungsmodells gemäß IAS 16 beziehungsweise IAS 38 kumulierte Abschreibungen zum Bewertungszeitpunkt zu ermitteln sind. |
Jährlicher Verbesserungsprozess Zyklus 2011 - 2013
| ― | IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards": Die Änderung stellt die Bedeutung des Zeitpunkts des Inkrafttretens (Effective Date) im Zusammenhang mit IFRS 1 klar. |
| ― | IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse": Die Änderung formuliert die bestehende Ausnahme von Gemeinschaftsunternehmen vom Anwendungsbereich des IFRS 3 neu. |
| ― | IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts": IFRS 13 gestattet es Unternehmen, die eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten auf Basis ihres Nettomarktrisikos oder -ausfallrisikos steuern, den beizulegenden Zeitwert dieser Gruppe in Übereinstimmung damit zu ermitteln, wie Marktteilnehmer die Nettorisikoposition am Bewertungsstichtag bewerten würden (Portfolio Exception). Durch die Änderung wird klargestellt, dass sich diese Ausnahme zur Bestimmung eines beizulegenden Zeitwerts auf sämtliche Verträge im Anwendungsbereich des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" oder des IFRS 9 "Finanzinstrumente" bezieht, selbst wenn diese nicht die Definition eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit des IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" erfüllen. |
| ― | IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien": Die Änderung stellt klar, dass die Anwendungsbereiche des IAS 40 und des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unabhängig voneinander sind, das heißt sich in keinem Fall gegenseitig ausschließen. |
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angewandten Schätzungsmethoden.
Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit von Dürr unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.
Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften für das Gesamtjahr abgegrenzt. Zu den infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten Sondereffekten verweisen wir auf Textziffer 7.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Am 17. März 2015 trat der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG in Kraft. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 3.
Im Berichtszeitraum traten keine weiteren ungewöhnlichen Sachverhalte auf, die sich wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 ausgewirkt haben.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 30. September 2015 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen.
Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei zwei Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über die Gesellschaft verliert.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst.
ANZAHL VOLLKONSOLIDIERTER GESELLSCHAFTEN
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| 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|
|---|---|---|
| Inland | 28 | 30 |
| Ausland | 77 | 79 |
| 105 | 109 |
Der Konzernabschluss enthält 13 (31.12.2014: 51) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Die Verringerung der Anzahl der Gesellschaften mit nicht beherrschenden Anteilen ist im Wesentlichen auf den Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG zurückzuführen (wir verweisen auf Textziffer 3).
Es bestehen sieben Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden.
At equity bilanzierte unternehmen
Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 ausüben kann (assoziierte Unternehmen), und Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% angenommen. Bei Gemeinschaftsunternehmen führt Dürr gemeinsam mit anderen Parteien wirtschaftliche Tätigkeiten unter gemeinschaftlicher Führung durch. Die Parteien, die an der gemeinschaftlichen Führung partizipieren, haben Rechte am Reinvermögensüberschuss, jedoch nicht an den einzelnen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die gemeinschaftliche Führung beziehungsweise die Möglichkeit des maßgeblichen Einflusses besteht. zum 30. September 2015 bestanden keine materiellen Gemeinschaftsunternehmen.
ANZAHL AT EQUITY BILANZIERTER GESELLSCHAFTEN
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| 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|
|---|---|---|
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 2 | 3 |
| 4 | 5 |
Sonstige Beteiligungen
Bei Stimmrechtsanteilen unter 20% werden die Anteile an diesen Gesellschaften in der Regel unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.
ANZAHL SONSTIGER BETEILIGUNGEN
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| 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|
|---|---|---|
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 4 | 4 |
Änderungen Konsolidierungskreis
ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER GESELLSCHAFTEN
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| Gesellschaft | Mit Wirkung zum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China |
5. August 2015 | vormals at equity bilanzierte Gesellschaft |
ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN
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| Gesellschaft | Mit Wirkung zum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Homag US, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA |
1. Januar 2015 | Verschmelzung auf Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan / USA |
| Howard S. Twichell Company, Inc., Coppell, Texas / USA |
1. Januar 2015 | Verschmelzung auf Stiles Machinery Inc., Grand Rapids, Michigan / USA |
| Dürr Automation S.A.S., Loué / Frankreich |
14. Januar 2015 | Veräußerung |
| Dürr Systems Karlstein GmbH, Karlstein am Main / Deutschland |
29. Juli 2015 | Verschmelzung auf Dürr Systems GmbH, Stuttgart / Deutschland |
| Homag GUS GmbH, Schopfloch / Deutschland |
3. August 2015 | Verschmelzung auf Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH, Schopfloch / Deutschland |
3. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG
Am 5. März 2015 hat die außerordentliche Hauptversammlung der HOMAG Group AG dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Dürr Technologies GmbH zugestimmt. Mit diesem Vertrag hat die Dürr Technologies GmbH die Möglichkeit, den Organen der HOMAG Group AG Weisungen zu erteilen und den gesamten Gewinn der HOMAG Group AG zu vereinnahmen sowie die Verpflichtung, etwaige Verluste zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichtet sich Dürr zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach § 304 AktG in Höhe von 1,18 € je HOMAG-Aktie brutto (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1,01 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) für ein volles Geschäftsjahr sowie zu einer Abfindung nach § 305 AktG in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Aktie. Für das laufende Geschäftsjahr garantiert die Dürr Technologies GmbH eine Garantiedividende entsprechend der Ausgleichszahlung. Mit Eintragung des Vertrags in das Handelsregister am 17. März 2015 übernahm der Dürr-Konzern gemäß den Regelungen der IFRS für Zwecke der Konsolidierung die Kontrolle über alle Anteile an der HOMAG Group AG. Daher wurden zu diesem Zeitpunkt die nicht beherrschenden Anteile an der HOMAG Group AG in Höhe von 91.718 Tsd. € aus dem Eigenkapital des Konzerns ausgebucht. Gleichzeitig wurde eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und in diesem Zusammenhang entstehende Steuern erfasst. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen den ausgebuchten nicht beherrschenden Anteilen und der neu erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeit verminderte die Gewinnrücklagen im Konzern-Eigenkapital um 34.839 Tsd. €. Fortan wird das Ergebnis der HOMAG Group AG vollständig den Dürr-Aktionären zugeordnet, es entfällt kein Ergebnis auf nicht beherrschende Anteile.
Aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG wurde die sonstige finanzielle Verbindlichkeit gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann aus Optionen neu bewertet, da diese Aktionärsgruppe fortan auch Anspruch auf Ausgleichszahlungen hat. Infolgedessen wurde ein Betrag in Höhe von 3.823 Tsd. € erfolgswirksam erfasst.
4. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" ermittelt. Es resultiert aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Dürr AG durch den gewogenen Durchschnitt der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Die Berechnung ist in nachfolgender Übersicht dargestellt. In den ersten neun Monaten 2015 und 2014 gab es keine Verwässerungseffekte.
ERGEBNIS JE AKTIE
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| 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
||
|---|---|---|---|
| Ergebnisanteil auf Aktionäre der Dürr AG entfallend | Tsd. € | 107.278 | 98.566 |
| Anzahl ausgegebener Aktien | Tsd. | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | € | 3,10 | 2,85 |
5. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Währungsgewinne und -verluste.
6. Zinsergebnis
ZINSERGEBNIS
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| Tsd. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.341 | 5.618 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -27.701 | -20.708 |
| davon: | ||
| Nominaler Zinsaufwand aus Unternehmensanleihen | -6.469 | -16.339 |
| Zinsaufwand aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG |
-9.983 | - |
| Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung einer Anleihe und Aufnahme von syndizierten Krediten |
-4.125 | -208 |
| Nettozinsaufwand aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen | -1.108 | -1.653 |
| Zinsaufwendungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogrammen | -2.030 | - |
| Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing | -305 | -240 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -3.681 | -2.268 |
| Zinsergebnis | -21.360 | -15.090 |
7. Ertragsteuern
Der Steueraufwand der ersten neun Monate 2015 ist durch einmalige Sondereffekte aus der bilanziellen Abbildung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG gekennzeichnet. Insbesondere aus einmaligen Abzinsungseffekten und zukünftigen Steuerzahlungen über die Laufzeit des Vertrags ergeben sich Steueraufwendungen in Höhe von 7.070 Tsd. €. Des Weiteren wurden im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Zinsaufwendungen erfasst, die steuerlich nicht abzugsfähig sind. Bei Abzugsfähigkeit hätten diese Zinsaufwendungen den Steueraufwand um 1.849 Tsd. € vermindert.
8. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Verbindlichkeiten
In den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten sind ein bebautes Grundstück sowie verschiedene weitere Sachanlagen in Deutschland enthalten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Dürr geht davon aus, dass diese Sachanlagen im Geschäftsjahr 2015 veräußert werden. Zum 30. September 2015 waren die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte der Division Woodworking Machinery and Systems zugeordnet.
Die Vermögenswerte und damit verbundene Verbindlichkeiten der Gesellschaft Dürr Automation S.A.S. in Frankreich, die seit dem 20. Dezember 2013 als zur Veräußerung gehalten eingestuft waren, wurden am 14. Januar 2015 veräußert. Die veräußerten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren der Division Measuring and Process Systems zugeordnet.
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - |
| Sachanlagen | 1.245 | 3.347 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | - | 822 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | - | 4.409 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | - |
| Langfristige Verbindlichkeiten | - | -1.823 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | - | -4.776 |
| Nettovermögen | 1.245 | 1.979 |
9. Kumuliertes übriges Eigenkapital
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals und der damit verbundenen Steuereffekte aus ergebnisneutralen Bestandteilen des Gesamtergebnisses unter Berücksichtigung der Veränderung der Position "Nicht beherrschende Anteile".
KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPITAL
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| 9 Monate 2015 | 9 Monate 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | vor Steuern | Steuer- effekt |
Netto | vor Steuern | Steuer- effekt |
Netto |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | 2.941 | -778 | 2.163 | -9.596 | 2.480 | -7.116 |
| Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Nettogewinne/Nettoverluste aus Derivaten zur Absicherung von Zahlungsströmen | -7.408 | 1.973 | -5.435 | -8.123 | 2.383 | -5.740 |
| Gewinne/Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung gehaltenen Wertpapieren | - | - | - | 21 | -5 | 16 |
| Ergebniswirksame Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung | - | - | - | -4 | - | -4 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 16.523 | - | 16.523 | 20.814 | - | 20.814 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung von at equity bilanzierten Unternehmen | 1.425 | - | 1.425 | 514 | - | 514 |
| Veränderung des kumulierten übrigen Eigenkapitals | 13.481 | 1.195 | 14.676 | 3.626 | 4.858 | 8.484 |
Der Anstieg der währungsabhängigen ergebnisneutralen Bestandteile des Gesamtergebnisses ist im Wesentlichen auf die Abwertung des Euro gegenüber US-Dollar, chinesischem Renminbi und Schweizer Franken zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Stärkung des Euro gegenüber dem brasilianischem Real aus.
10. Mitarbeiterkapitalbeteiligung
Am 15. Juni 2015 wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 das an einigen deutschen HOMAG-Standorten existierende Mitarbeiterkapitalbeteiligungsprogramm gekündigt. Zum 30. September 2015 betrug der Buchwert der zu zahlenden Verpflichtungen aus dem Programm 25.855 Tsd. €. Der Ausweis erfolgt fortan als kurzfristige sonstige Verbindlichkeit. Die im Rahmen der Planbeendigung angefallenen Einmalaufwendungen aufgrund versicherungsmathematischer Anpassungen in Höhe von 4.435 Tsd. € sind in den Funktionskosten als Teil des Personalaufwands enthalten.
11. Finanzierung des Konzerns
Mit Wirkung zum 29. Mai 2015 wurde der syndizierte Kredit der HOMAG Group AG gekündigt. Im Gegenzug wurden die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG um 150.000 Tsd. € und die Avallinie um 15.000 Tsd. € erhöht. Die HOMAG Group wurde in die Konzernfinanzierung der Dürr AG eingebunden, um damit die Finanzierungskosten für den Gesamtkonzern zu verringern.
Im Rahmen der Kündigung des syndizierten Kredits der HOMAG Group AG wurden Darlehen in Höhe von 60.054 Tsd. € getilgt. Sondereffekte aufgrund der Kündigung in Höhe von 2.935 Tsd. € wurden aufwandswirksam im Zinsergebnis erfasst.
Darüber hinaus wurde ein Darlehen in Höhe von 15.000 Tsd. USD vorzeitig getilgt.
12. Sonstige Angaben zu den Finanzinstrumenten
Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen festgelegt:
| ― | Notierte (unbereinigte) Werte in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1); |
| ― | Andere Input-Werte als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, für die entweder direkt oder indirekt bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit beobachtbare Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 2); |
| ― | Input-Werte, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3). |
Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf:
ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIESTUFEN
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| Fair-Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 30. September 2015 |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 385 | 385 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.706 | - | 4.706 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 2 | 2 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.003 | - | 1.003 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 763 | - | 763 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 28.437 | - | - | 28.437 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 21.636 | - | 21.636 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 210.049 | - | - | 210.049 |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 2.598 | - | - | 2.598 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 199 | - | 199 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.951 | - | 1.951 | - |
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| Fair-Value-Hierarchie | ||||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | 31. Dezember 2014 |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 385 | 385 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.115 | - | 1.115 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 5.350 | 5.350 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.438 | - | 1.438 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 546 | - | 546 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 18.694 | - | - | 18.694 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 12.264 | - | 12.264 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 86.482 | - | - | 86.482 |
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 3.143 | - | - | 3.143 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 2.660 | - | 2.660 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 778 | - | 778 | - |
ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIESTUFE 3
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| Tsd. € | 2015 |
|---|---|
| Stand 1. Januar | 108.319 |
| Zugänge aus dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG | 120.484 |
| Abgänge | -580 |
| Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 12.861 |
| Stand 30. September | 241.084 |
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| Tsd. € | 2014 |
|---|---|
| Stand 1. Januar | 18.605 |
| Änderungen Konsolidierungskreis | 87.382 |
| Abgänge | -1.405 |
| Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 3.737 |
| Stand 31. Dezember | 108.319 |
Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Verbindlichkeiten wurden erfolgswirksam beziehungsweise direkt im Eigenkapital berücksichtigt. In den ersten neun Monaten 2015 fand keine Umgliederung zwischen den Stufen statt.
Bewertungstechniken
Der beizulegende Zeitwert der in Stufe 2 der Bemessungshierarchie eingeordneten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basiert auf täglich beobachtbaren Devisenkursen und Zinsstrukturkurven. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" in der Bewertung sowohl das Kontrahenten- als auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Inputfaktoren für die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos sind an den Märkten beobachtbare Credit Default Swaps (CDS) der an der jeweiligen Transaktion beteiligten Kreditinstitute. Ist für ein einzelnes Kreditinstitut kein CDS vorhanden, wird aus anderen beobachtbaren Marktdaten (wie beispielsweise Ratinginformationen) ein synthetischer CDS abgeleitet. Eine Minimierung des Kontrahentenausfallrisikos erfolgt durch Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Für die Berechnung des eigenen Ausfallrisikos wird auf Informationen, die Dürr von Kreditinstituten und Versicherungen erhält, zurückgegriffen, um einen synthetischen CDS für Dürr abzuleiten.
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten Optionen und bedingten Kaufpreisraten basiert auf vertraglichen Vereinbarungen beziehungsweise unternehmensinternen Plandaten. Dazu zählen erwartete Ergebnisse der jeweiligen Gesellschaft sowie erwartete Verkaufszahlen einzelner Produkte, von denen die Höhe der finanziellen Verbindlichkeit abhängt. Eine Anpassung der Plandaten wird vorgenommen, wenn dafür Anhaltspunkte vorliegen. Sofern anwendbar werden auch Aufzinsungseffekte, die sich aus einer zeitlichen Annäherung an den Fälligkeitszeitpunkt ergeben, in die Bewertung einbezogen.
Sensitivitäten Stufe 3
Für die im Rahmen des Erwerbs der HOMAG Group erfassten Verpflichtungen aus Optionen ergeben sich keine Sensitivitäten, da ein Festpreis für die Anteile vereinbart wurde.
Unterstellt man zum nächstmöglichen Ausübungszeitpunkt um 10% höhere (niedrigere) zugrunde liegende Parameter (Eigenkapital und kumulierte Ergebnisse vor Ertragsteuern), wäre der Wert der unter Stufe 3 berichteten Verkaufsoption für die CPM S.p.A. 2.644 Tsd. € höher (niedriger) ausgefallen (31.12.2014: keine Sensitivität).
Die in Zusammenhang mit dem Erwerb der Dürr Cyplan Ltd. stehende Verbindlichkeit aus bedingten Kaufpreisraten der Stufe 3 würde sich um 48 Tsd. € (31.12.2014: 46 Tsd. €) erhöhen, wenn die vertraglichen Bedingungen ein Jahr früher als erwartet erfüllt würden. Des Weiteren wäre damit ein Mittelabfluss von 500 Tsd. € verbunden. Würden die vertraglichen Bedingungen ein Jahr später als erwartet erfüllt, würde sich die Verbindlichkeit aus bedingten Kaufpreisraten um 56 Tsd. € (31.12.2014: 56 Tsd. €) verringern.
Die Verkaufsoption im Zusammenhang mit dem Erwerb der Dürr Thermea GmbH (vormals Thermea Energiesysteme GmbH) würde sich nicht verändern, wenn sich das geplante EBIT der Gesellschaft für die nächsten drei Jahre um 10% erhöht (verringert). Unverändert bleibt in diesem Fall auch die Kaufoption (derzeit 0 Tsd. €), da der anteilige Unternehmenswert der Dürr Thermea GmbH den nach oben begrenzten Ausübungspreis durch die 10%-Variation im EBIT nicht übersteigt.
Beizulegende Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten
Die nachfolgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte der zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente entsprechen den Buchwerten (mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungskosten bewertet werden, da deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist).
BEIZULEGENDE ZEITWERTE BILANZIERTER FINANZINSTRUMENTE
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| 30. September 2015 | 31. Dezember 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 340.582 | 340.582 | 521.957 | 521.957 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 378.999 | 378.999 | 366.308 | 366.308 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | 524.198 | 524.198 | 479.493 | 479.493 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 9.673 | 9.673 | 5.401 | 5.401 |
| Sonstige originäre Finanzinstrumente | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 30.809 | 30.809 | 52.409 | 52.409 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 25.420 | 24.988 | 26.082 | 25.313 |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 435.059 | 435.059 | 364.538 | 364.538 |
| Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 271 | 271 | 456 | 456 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 36.671 | 36.671 | 45.272 | 45.272 |
| Anleihe | 316.590 | 296.751 | 319.500 | 296.388 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 47.277 | 44.787 | 121.811 | 118.414 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 9.988 | 9.100 | 13.332 | 11.735 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAs 39 | ||||
| Kredite und Forderungen | 905.262 | 905.262 | 1.059.260 | 1.059.260 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 25.420 | 24.988 | 26.082 | 25.313 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
845.856 | 822.639 | 864.909 | 836.803 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, übrige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Der beizulegende Zeitwert für bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Fair-Value-Hierarchiestufe 1) entspricht dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung des jeweiligen Finanzinstruments.
Für zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 15.588 Tsd. € konnten keine beizulegenden Zeitwerte ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren. Hierbei handelt es sich um Anteile an elf nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Zahlungsflüsse auf eine Bewertung mittels Diskontierung von erwarteten Zahlungsflüssen verzichtet wurde. In diesem Fall wurde angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Aus heutiger Sicht plant Dürr nicht, die Eigenkapitalanteile zu veräußern.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit - mit Ausnahme der Anleihe, des Darlehens zur Campus-Finanzierung sowie mehrerer Darlehen der HOMAG Group - kaum vom Buchwert ab. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe (Fair-Value-Hierarchiestufe 1) berechnet sich aus dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Zum 30. September 2015 notierte die Anleihe mit 105,53%, was einem Marktwert von 316.590 Tsd. € entspricht. Am 31. Dezember 2014 notierte die Anleihe mit 106,50%, was einem Marktwert von 319.500 Tsd. € entsprach. Die beizulegenden Zeitwerte des Campus-Darlehens (Fair-Value-Hierarchiestufe 2) und der Darlehen der HOMAG Group (Fair-Value-Hierarchiestufe 2) ermitteln sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme mit den aktuellen Marktzinsen vergleichbarer Darlehen.
Finanzwerte, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen
Mit Banken abgeschlossene Devisentermingeschäfte unterliegen teilweise vertraglichen Verrechnungsvereinbarungen, die es Dürr im Falle einer Insolvenz eines Kreditinstituts erlauben, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit bestimmten finanziellen Verbindlichkeiten zu verrechnen.
DERIVATIVE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte | 6.472 | 3.099 |
| Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | - | - |
| Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | 6.472 | 3.099 |
| Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden | -4.216 | -1.842 |
| Nettobetrag | 2.256 | 1.257 |
DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten | 23.786 | 15.702 |
| Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | - | - |
| Nettobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | 23.786 | 15.702 |
| Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden | -4.216 | -1.842 |
| Nettobetrag | 19.570 | 13.860 |
13. Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten darstellen.
Die Berichterstattung basiert auf den Divisions des Konzerns. Zum 30. September 2015 bestand der Dürr-Konzern aus dem Corporate Center und fünf nach Produkt- und Leistungsspektrum differenzierten Divisions, die die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen. Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Dürr AG und die Dürr Technologies GmbH als Holdings und die Dürr IT Service GmbH, die konzernweit Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie erbringt. Transaktionen zwischen den Divisions werden vollzogen, wie sie auch mit fremden Dritten durchgeführt werden (Arm's-Length-Prinzip).
Das EBIT (Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern) der fünf Divisions wird vom Management einzeln überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen, um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen sowie die Entwicklung der Segmente zu bewerten. Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Berichterstattung (Management Approach). Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| 9 Monate 2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems |
Application Technology |
Measuring and Process Systems |
Clean Technology Systems |
Wood- working Machinery and Systems* |
Summe Segmente |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 1.003.430 | 443.092 | 440.593 | 110.103 | 763.884 | 2.761.102 |
| Umsatzerlöse mit anderen Unternehmensbereichen | 5.767 | 3.723 | 8.520 | 2.583 | 2 | 20.595 |
| Summe Umsatzerlöse | 1.009.197 | 446.815 | 449.113 | 112.686 | 763.886 | 2.781.697 |
| EBIT | 75.817 | 45.717 | 47.197 | 1.665 | 24.806 | 195.202 |
| Vermögen (zum 30.09.) | 543.657 | 478.162 | 521.815 | 107.558 | 827.498 | 2.478.690 |
| Schulden (zum 30.09.) | 667.433 | 293.471 | 213.801 | 63.090 | 331.206 | 1.569.001 |
| Beschäftigte (zum 30.09.) | 3.274 | 1.849 | 2.987 | 491 | 5.899 | 14.500 |
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| 9 Monate 2015 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 637 | 2.761.739 |
| Umsatzerlöse mit anderen Unternehmensbereichen | -20.595 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -19.958 | 2.761.739 |
| EBIT | -5.409 | 189.793 |
| Vermögen (zum 30.09.) | -10.447 | 2.468.243 |
| Schulden (zum 30.09.) | 183.244 | 1.752.245 |
| Beschäftigte (zum 30.09.) | 210 | 14.710 |
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| 9 Monate 2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems |
Application Technology |
Measuring and Process Systems |
Clean Technology Systems |
Wood- working Machinery and Systems* |
Summe Segmente |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 747.050 | 380.740 | 418.809 | 95.108 | - | 1.641.707 |
| Umsatzerlöse mit anderen Unternehmensbereichen | 5.253 | 8.519 | 7.104 | 1.461 | - | 22.337 |
| Summe Umsatzerlöse | 752.303 | 389.259 | 425.913 | 96.569 | - | 1.664.044 |
| EBIT | 68.825 | 39.448 | 45.414 | 4.218 | - | 157.905 |
| Vermögen (zum 31.12.) | 500.509 | 463.333 | 460.043 | 97.969 | 798.923 | 2.320.777 |
| Schulden (zum 31.12.) | 725.087 | 294.124 | 205.803 | 50.670 | 304.861 | 1.580.545 |
| Beschäftigte (zum 30.09.) | 3.154 | 1.755 | 3.050 | 455 | - | 8.414 |
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| 9 Monate 2014 | ||
|---|---|---|
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 14 | 1.641.721 |
| Umsatzerlöse mit anderen Unternehmensbereichen | -22.337 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -22.323 | 1.641.721 |
| EBIT | -8.084 | 149.821 |
| Vermögen (zum 31.12.) | -5.410 | 2.315.367 |
| Schulden (zum 31.12.) | 87.904 | 1.668.449 |
| Beschäftigte (zum 30.09.) | 137 | 8.551 |
* Inklusive der Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven
Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.
Die folgende Tabelle stellt die Überleitungsrechnung der Segmentwerte auf die Werte des Dürr-Konzerns dar.
ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS
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| Tsd. € | 9 Monate 2015 |
9 Monate 2014 |
|---|---|---|
| EBIT der Segmente | 195.202 | 157.905 |
| EBIT Corporate Center | -5.448 | -7.593 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | 39 | -491 |
| EBIT des Dürr-Konzerns | 189.793 | 149.821 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 2.188 | 641 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 417 | 49 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 6.341 | 5.618 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -27.701 | -20.708 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 171.038 | 135.421 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -60.134 | -35.147 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 110.904 | 100.274 |
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Segmentvermögen | 2.478.690 | 2.320.777 |
| Vermögen Corporate Center | 970.373 | 827.764 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -980.820 | -833.174 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 340.582 | 521.957 |
| Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere | 9.684 | 34.769 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen | 25.856 | 25.881 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 27.460 | 24.587 |
| Ertragsteuerforderungen | 7.683 | 12.533 |
| Aktive latente Steuern | 36.172 | 41.030 |
| Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns | 2.915.680 | 2.976.124 |
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Segmentschulden | 1.569.001 | 1.580.545 |
| Schulden Corporate Center | 252.232 | 123.330 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -68.988 | -35.426 |
| Anleihe | 296.751 | 296.388 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 44.787 | 118.414 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 9.100 | 11.735 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 35.883 | 29.474 |
| Passive latente Steuern | 130.189 | 125.896 |
| Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns* | 2.268.955 | 2.250.356 |
* Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital
14. Angaben zu nahestehenden Parteien
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2014.
Nahestehende Parteien beinhalten die assoziierten Unternehmen, die Gemeinschaftsunternehmen sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns.
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 65.878 Tsd. € (Vorjahr: 1.590 Tsd. €). Der Anstieg resultiert aus der Einbeziehung der HOMAG Group. Zum 30. September 2015 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 10.507 Tsd. € (31.12.2014: 5.457 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.677 Tsd. € (31.12.2014: 7.051 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen von 23.909 Tsd. € (31.12.2014: 5.830 Tsd. €) gegenüber nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten.
Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären.
15. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Garantien, Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 5.221 | 4.462 |
| Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 16.812 | 16.143 |
| Sonstige | 31.433 | 38.670 |
| 53.466 | 59.275 |
Im Zusammenhang mit der Einbringung des Bereichs Flugzeugmontagetechnik in die Broetje-Gruppe im Geschäftsjahr 2014 wurden Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten gestellt und Eventualverbindlichkeiten erfasst. Die verbleibenden Eventualverbindlichkeiten betreffen überwiegend Forfaitierungen sowie anhängige Steuerverfahren in Brasilien. Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.
Der Konzern hat folgende Sicherheiten gewährt:
GEWÄHRTE SICHERHEITEN
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Im Eigentum des Konzerns stehende Grundstücke und Gebäude | 19.061 | 19.421 |
| Im Eigentum des Konzerns stehende technische Anlagen und Maschinen | 190 | 415 |
| 19.251 | 19.836 |
Zusätzlich sind Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen durch Rechte der Leasinggeber an den Leasingvermögenswerten besichert. Zur Besicherung des Konsortialkreditvertrags der HOMAG Group AG gab es bis zu dessen Kündigung eine Globalzession aus Forderungen aus Warenlieferungen, Dienstleistungen und Werkverträgen.
SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
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| Tsd. € | 30. September 2015 |
31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge | 116.153 | 135.106 |
| Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge | 10.428 | 13.380 |
| Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen | 29.294 | 2.230 |
| 155.875 | 150.716 |
In den Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen sind im Wesentlichen Verpflichtungen für den Bau eines neuen Campus-Standortes in den USA enthalten. Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.
16. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 3. November 2015
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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| Ralf W. Dieter | Ralph Heuwing |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand |
Mehrjahresübersicht 2012 bis 20151
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| 9 Monate | 3. Quartal | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2015 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | Mio. € | 2.694,6 | 1.928,3 | 1.797,5 | 1.954,3 | 899,1 |
| Auftragsbestand (30. September) | Mio. € | 2.682,6 | 2.488,6 | 2.253,8 | 2.332,1 | 2.682,6 |
| Umsatz | Mio. € | 2.761,7 | 1.641,7 | 1.746,1 | 1.757,5 | 988,2 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 593,0 | 369,0 | 340,3 | 311,0 | 213,0 |
| EBITDA | Mio. € | 248,6 | 170,0 | 156,5 | 138,6 | 101,8 |
| EBIT | Mio. € | 189,8 | 149,8 | 134,1 | 118,9 | 81,8 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 110,9 | 100,3 | 87,6 | 71,3 | 57,4 |
| Bruttomarge | % | 21,5 | 22,5 | 19,5 | 17,7 | 21,6 |
| EBIT-Marge | % | 6,9 | 9,1 | 7,7 | 6,8 | 8,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | -2,8 | 182,5 | 45,4 | -18,4 | -13,7 |
| Free Cashflow | Mio. € | -74,7 | 140,8 | -4,7 | -59,2 | -38,5 |
| Investitionen | Mio. € | 61,8 | 25,8 | 36,2 | 22,1 | 25,6 |
| Bilanzsumme (30. September) | Mio. € | 2.915,7 | 2.223,2 | 1.943,3 | 1.752,7 | 2.915,7 |
| Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) (30. September) |
Mio. € | 646,7 | 566,2 | 464,7 | 411,3 | 646,7 |
| Eigenkapitalquote (30. September) | % | 22,2 | 25,5 | 23,9 | 23,5 | 22,2 |
| ROCE2 | % | 40,8 | 91,0 | 38,2 | 33,7 | 52,7 |
| Nettofinanzstatus (30. September) | Mio. € | 34,6 | 377,7 | 37,0 | -25,8 | 34,6 |
| Net Working Capital (30. September) | Mio. € | 293,2 | -90,3 | 181,8 | 177,7 | 293,2 |
| Mitarbeiter (30. September) | 14.710 | 8.551 | 8.128 | 7.511 | 14.710 | |
| Dürr-Aktie3 | ||||||
| ISIN: DE0005565204 | ||||||
| Höchst4 | € | 109,80 | 68,13 | 55,97 | 29,00 | 90,30 |
| Tiefst4 | € | 58,22 | 55,31 | 33,73 | 16,88 | 58,22 |
| Schluss4 | € | 62,79 | 57,83 | 54,29 | 25,92 | 62,79 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 163.561 | 121.005 | 149.574 | 223.652 | 208.544 |
| Anzahl der Aktien | Tsd. | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) | € | 3,10 | 2,85 | 2,52 | 2,00 | 1,61 |
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| 3. Quartal | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2012 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 656,8 | 504,0 | 550,0 |
| Auftragsbestand (30. September) | 2.488,6 | 2.253,8 | 2.332,1 |
| Umsatz | 581,3 | 614,4 | 594,2 |
| Bruttoergebnis | 135,4 | 120,4 | 112,9 |
| EBITDA | 67,5 | 60,6 | 53,5 |
| EBIT | 60,6 | 51,7 | 46,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 42,4 | 35,2 | 27,3 |
| Bruttomarge | 23,3 | 19,6 | 19,0 |
| EBIT-Marge | 10,4 | 8,4 | 7,8 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 158,3 | 33,3 | 46,3 |
| Free Cashflow | 135,5 | 5,6 | 22,7 |
| Investitionen | 8,0 | 14,4 | 6,1 |
| Bilanzsumme (30. September) | 2.223,2 | 1.943,3 | 1.752,7 |
| Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) (30. September) |
566,2 | 464,7 | 411,3 |
| Eigenkapitalquote (30. September) | 25,5 | 23,9 | 23,5 |
| ROCE2 | 110,4 | 44,2 | 39,6 |
| Nettofinanzstatus (30. September) | 377,7 | 37,0 | -25,8 |
| Net Working Capital (30. September) | -90,3 | 181,8 | 177,7 |
| Mitarbeiter (30. September) | 8.551 | 8.128 | 7.511 |
| Dürr-Aktie3 | |||
| ISIN: DE0005565204 | |||
| Höchst4 | 66,79 | 55,97 | 29,00 |
| Tiefst4 | 54,54 | 46,30 | 24,26 |
| Schluss4 | 57,83 | 54,29 | 25,92 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | 87.474 | 109.577 | 172.736 |
| Anzahl der Aktien | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) | 1,21 | 1,01 | 0,76 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
1 HOMAG Group AG seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
2 Annualisiert
3 Verdopplung der Aktienstückzahl durch Ausgabe von Gratisaktien am 27. Mai 2013; dadurch Anpassung von historischen Kursen, Tagesumsätzen und Ergebnis je Aktie
4 Xetra
Finanzkalender
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| 10. November 2015 | UBS European Conference, London |
| 10. November 2015 | BAIRD Industrial Conference, Chicago |
| 17. November 2015 | DZ BANK Equity Conference, Frankfurt |
| 23. November 2015 | Deutsches Eigenkapitalforum, Frankfurt |
| 02. Dezember 2015 | Goldman Sachs European Industrials Conference, London |
| 03. Dezember 2015 | Berenberg European Conference, Bagshot |
| 25. Februar 2016 | Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 |
Kontakt
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dürr AG
Günter Dielmann
Corporate Communications & Investor Relations
Carl-Benz-Straße 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: +49 7142 78-1785
Fax: +49 7142 78-1716
www.durr.de
Dieser Zwischenbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
Dieser Zwischenbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Diese Aussagen sind - ebenso wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld - stets mit Unsicherheit verbunden. Unseren Angaben liegen Überzeugungen und Annahmen des Vorstands der Dürr AG zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen. Folgende Faktoren können aber den Erfolg unserer strategischen und operativen Maßnahmen beeinflussen: geopolitische Risiken, Veränderungen der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen, insbesondere eine anhaltende wirtschaftliche Rezession, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Produkteinführungen von Wettbewerbern, mangelnde Kundenakzeptanz neuer Dürr-Produkte oder -Dienstleistungen einschließlich eines wachsenden Wettbewerbsdrucks. Sollten diese Faktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen. Die Dürr AG beabsichtigt nicht, vorausschauende Aussagen und Informationen laufend zu aktualisieren. Sie beruhen auf den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung.