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Dürr AG — Interim / Quarterly Report 2007
Nov 16, 2007
124_10-q_2007-11-16_fd3bab90-7d56-4119-98bf-78da96796081.pdf
Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht 1. Januar bis 30. September 2007
Inhalt
- 3 Kennzahlen
- 4 Highlights
- 5 Lagebericht
- 20 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 21 Konzernbilanz
- 22 Konzern-Eigenkapitalspiegel
- 23 Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
- 24 Konzern-Kapitalflussrechnung
- 25 Konzernanhang
- 32 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- 33 Finanzkalender
- 33 Kontakt
Titelbild:
Die neue EcoRP-Robotergeneration bewegt sich auf Verfahrschienen. Das steigert die Flexibilität, verkürzt Installations- und Inbetriebnahmezeiten und ermöglicht kleinere Lackierkabinen.
Kennzahlen Dürr-Konzern (IFRS)
(fortgeführte Aktivitäten)
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
3. Quartal 2007 |
3. Quartal 2006 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 1.307,1 | 1.160,8 | 394,7 | 315,5 |
| Auftragsbestand (30. September) | Mio. € | 1.088,5 | 890,0 | 1.088,5 | 890,0 |
| Umsatz | Mio. € | 1.015,0 | 984,0 | 364,7 | 357,6 |
| EBITDA vor Einmalaufwendungen | Mio. € | 41,4 | 34,2 | 21,0 | 14,1 |
| EBIT vor Einmalaufwendungen (Operatives Ergebnis) |
Mio. € | 27,4 | 19,3 | 16,1 | 9,6 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 5,7 | 0,1 | 5,7 | 3,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | -32,7 | -79,8 | -9,4 | -28,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | Mio. € | -11,4 | 15,5 | -4,6 | -2,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | Mio. € | 2,4 | -16,0 | 16,5 | -6,3 |
| Bilanzsumme (30. September) | Mio. € | 1.107,3 | 1.063,4 | 1.107,3 | 1.063,4 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30. September) |
Mio. € | 247,9 | 242,7 | 247,9 | 242,7 |
| Nettofinanzverschuldung (30. September) | Mio. € | 170,5 | 164,4 | 170,5 | 164,4 |
| Net Working Capital (30. September) | Mio. € | 204,3 | 223,1 | 204,3 | 223,1 |
| Mitarbeiter (30. September) | 5.869 | 5.667 | 5.869 | 5.667 | |
| Dürr-Aktie ISIN: DE0005565204 |
|||||
| Höchst1) | € | 34,09 | 26,90 | 34,09 | 21,50 |
| Tiefst1) | € | 20,20 | 17,14 | 27,75 | 18,50 |
| Schluss1) | € | 29,86 | 19,25 | 29,86 | 19,25 |
| Anzahl der Aktien (30. September) | Tsd. | 15.728 | 15.728 | 15.728 | 15.728 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert / unverwässert) | € | 0,38 | 0,00 | 0,35 | 0,21 |
1) XETRA
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei den Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
Highlights
- Starkes drittes Quartal im Vergleich zum Vorjahr: − Auftragseingang +25,1% •
- − Auftragsbestand +22,3%
- − Operatives Ergebnis (EBIT vor Einmalaufwendungen) +67,2%
- Operativer Cashflow spürbar verbessert, aber noch negativ. Vorübergehender Aufbau des Net Working Capital verhindert bessere Entwicklung •
- Factory Assembly Systems: Ausrichtung auf wachstums- und renditestärkere Geschäftsfelder •
- Turnaround bei Cleaning and Filtration Systems stärker als erwartet •
- US-Turnaround im Plan •
- Ausblick für 2007 unverändert positiv; Prognose für Auftragseingang angehoben: jetzt mindestens +10% erwartet •
Lagebericht Wesentliche Ereignisse
Im Berichtszeitraum
Strategieprozess "Dürr 2010" eingeleitet
Zur Jahreswende 2006/2007 wurden das Konzernprogramm FOCUS abgeschlossen und Teile davon in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess überführt. Auf Basis der mit FOCUS erreichten Verbesserungen hat der Vorstand im nächsten Schritt den Strategieprozess "Dürr 2010" für die Gruppe und ihre Business Units eingeleitet, der kurz vor dem Abschluss steht. Die detaillierten Ergebnisse werden wir bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2007 am 20. März 2008 präsentieren.
Wichtige Zielsetzungen des Strategieprozesses sind:
- Anhebung der Renditen auf das Niveau führender, strukturell vergleichbarer Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus (Benchmarking)
- Konsequente Steuerung nach Risiko und Rendite auf das eingesetzte Kapital
- Weitere Globalisierung von Engineering und Produktion
- Umsetzung ausgesuchter Wachstumsinitiativen
Neuausrichtung von Factory Assembly Systems
Ein erstes Ergebnis des Strategieprozesses ist die Neupositionierung des Geschäftsbereichs Factory Assembly Systems:
- Factory Assembly Systems konzentriert sich stärker auf wachstums- und ertragsträchtige Geschäftsfelder. So soll zum Beispiel das Geschäft mit Systemen für die Flugzeugmontage deutlich ausgebaut werden. In diesem Bereich sind wir gut aufgestellt, weil die Flugzeugindustrie verstärkt leistungsfähige Partner mit Turnkey-Kompetenz sucht. Zum Beispiel entwickeln und bauen wir gemeinsam mit dem Engineering-Unternehmen EDAG die Montagelinie für das neue Airbus-Werk im chinesischen Tianjin.
- Das Turnkey-Geschäft als Systemanbieter für komplette Fahrzeugendmontagelinien wird selektiver und ergebnisorientierter betrieben. Das heißt: Wir werden uns nur in Projekten mit einem ausgewogenen Chancen-/Risikenprofil engagieren. In diesem Zusammenhang werden die Fördertechnik-Aktivitäten am Standort Stuttgart neu ausgerichtet.
- Das Montage- und Fördertechnikkonzept FAStplant® werden wir verstärkt weiterentwickeln und vermarkten. Für das System bestehen gute Marktchancen, zudem sind wir in diesem Bereich dem Wettbewerb technologisch voraus.
- Das Consulting-Geschäft (zum Beispiel Fabrikplanung) bringen wir in eine eigenständige Gesellschaft ein. Die Consulting-Dienstleistungen werden verstärkt geschäftsbereichsübergreifend angeboten.
Projekt Campus: Dürr bündelt Aktivitäten in Bietigheim-Bissingen
In Deutschland werden wir unsere Aktivitäten in der Lackier-, Endmontage- und Umwelttechnik am Standort Bietigheim-Bissingen konzentrieren. Dieser Prozess wird im Rahmen des Projekts Campus bis zum Jahr 2009 abgeschlossen. Durch die Bündelung lassen sich die betrieblichen Abläufe noch effizienter gestalten, zudem verbessern sich Kommunikation und Kooperation zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen.
Der Standort in Bietigheim-Bissingen, wo sich heute die Zentrale unseres Lackierroboter- und Applikationstechnikgeschäfts mit rund 600 Mitarbeitern befindet, wird im Zuge von Campus stark ausgebaut. Wir errichten einen Technologie- und Bürokomplex, der modernste Arbeitsplätze für rund 1.500 Mitarbeiter bietet. Er beinhaltet unter anderem ein neues Kundenzentrum zur Schulung an unseren Produkten. Außerdem wird das Entwicklungszentrum am Standort stark erweitert, um noch mehr Raum für Forschung und Entwicklung zu schaffen und damit unsere führenden Markt- und Technologiepositionen zu untermauern. Voraussichtlich Mitte 2009 werden rund 900 Mitarbeiter vom Standort Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen umziehen. Juristischer Sitz der Dürr AG bleibt Stuttgart.
Die Gebäude und Grundstücke von Dürr in Stuttgart-Zuffenhausen übernimmt die benachbarte Porsche AG. Eine entsprechende Vereinbarung haben Dürr und Porsche am 5. Juli 2007 unterschrieben. In Bietigheim-Bissingen werden wir rund 50 Mio. € investieren. Der neue Technologie- und Gebäudekomplex wird voraussichtlich geleast. Die finanzielle Belastung daraus dürfte leicht über den bisherigen Leasingraten in Stuttgart und Bietigheim-Bissingen liegen; dem stehen allerdings deutliche Effizienzpotenziale gegenüber.
Nach dem Berichtszeitraum
Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts sind keine außergewöhnlichen Ereignisse eingetreten.
Wirtschafliches Umfeld
Die Weltwirtschaft entwickelte sich in den ersten drei Quartalen insgesamt positiv. Allerdings waren zuletzt erste Auswirkungen der Subprime-Krise auf die Realwirtschaft zu registrieren. So schwächte sich das Wachstumstempo in den USA deutlich ab, was die amerikanische Notenbank zu zwei Zinssenkungen veranlasste. In Europa wuchs das Bruttoinlandsprodukt stärker als erwartet; das trifft besonders auf Deutschland zu. In Asien hielt die dynamische Entwicklung an; wichtigster Wachstumsmotor war China, dessen weltwirtschaftliche Bedeutung weiter zunimmt.
Für 2008 gehen die Forschungsinstitute generell von einem abgeschwächten Wirtschaftswachstum aus. Hintergrund sind unter anderem die gestiegenen Rohstoffund Erzeugerpreise, in Europa dürfte zudem die Schwäche von US-Dollar und Yen für ein langsameres Wachstum sorgen.
Für 2007 erwarten wir einen Zuwachs der weltweiten Light-Vehicle-Produktion von rund 3%. Die Automobilnachfrage hat sich im bisherigen Jahresverlauf regional sehr unterschiedlich entwickelt. In den USA, Westeuropa und Japan setzten vor allem Faktoren wie die hohen Treibstoffkosten oder die Auswirkungen der Subprime-Krise die Absatzzahlen unter Druck, während die Nachfrage in den aufstrebenden Märkten teilweise kräftig zunahm. Insbesondere Indien, China und Osteuropa mit Russland rücken in der Automobilindustrie immer stärker ins Blickfeld, weil diese Märkte nicht nur stark wachsende, sondern mittlerweile auch hohe Absatzvolumina bieten. So verkaufte der Volkswagen-Konzern im dritten Quartal in China erstmals so viele Autos wie im Heimatmarkt Deutschland. Weltweit kaufen die Kunden verstärkt preisgünstigere, kleinere und Kraftstoff sparende Fahrzeuge. Auch der CO2 -Ausstoß rückt immer stärker in den Vordergrund; daher arbeitet die Automobilindustrie an Konzepten zur Emissionsreduzierung.
Bei den Ausrüstungsinvestitionen der Automobilindustrie schlägt sich die deutlich steigende Automobilnachfrage in den Emerging Markets nieder. In diesen Märkten baut die Automobilindustrie ihre Kapazitäten stark aus. Dieser Trend dürfte in den nächsten Jahren anhalten, wenngleich auch in Westeuropa und Nordamerika einige Neuanlagen-Projekte zur Vergabe stehen. Das Geschäft mit Werksmodernisierungen nimmt kontinuierlich zu, da viele Hersteller ältere Anlagen flexibilisieren und effizienter gestalten.
Geschäftsverlauf*
Auftragseingang stark verbessert
Der Auftragseingang des Dürr-Konzerns entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf sehr gut. Für die ersten neun Monate 2007 stehen 1.307,1 Mio. € zu Buche (Vorjahr: 1.160,8 Mio. €); das bedeutet mit +12,6% einen erneuten starken Zuwachs, nachdem Dürr den Ordereingang bereits in den ersten neun Monaten 2006 um 18% steigern konnte. Im dritten Quartal 2007 konnten wir den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum (315,5 Mio. €) um deutliche 25,1% auf 394,7 Mio. € verbessern.
Im Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems nahmen die Bestellungen zwischen Januar und September 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,0% zu. Die stärksten Zuwächse gab es in den Geschäftsbereichen Factory Assembly Systems und Paint Systems. Environmental and Energy Systems konnte weiter zulegen, während Application Technology in etwa auf dem Vorjahresniveau lag.
* Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich alle Werte und Aussagen in diesem Zwischenbericht auf die fortgeführten Aktivitäten des Dürr-Konzerns. Dieser Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Der Unternehmensbereich Measuring and Process Systems steigerte den Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2007 um 11,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei erzielten beide Geschäftsbereiche ein starkes Wachstum. Dies ist vor allem bei Cleaning and Filtration Systems bemerkenswert, weil dieser Geschäftsbereich im zweiten Quartal des Vorjahres einen außergewöhnlich großen Auftrag erhalten hatte. Balancing and Diagnostic Systems setzte auch im dritten Quartal seine starke Aufwärtsbewegung fort.
In Deutschland verzeichneten wir einen deutlichen Anstieg des Auftragseingangs. Auch die anderen EU-Länder übertrafen das hohe Niveau der Vorjahresperiode spürbar. Größere Aufträge kamen aus Polen und der Tschechischen Republik, während im Vorjahreszeitraum besonders Italien stark zugelegt hatte. In Osteuropa entwickelte sich vor allem der russische Markt sehr dynamisch. Der Auftragseingang aus Asien ging in den ersten neun Monaten zurück, was aus einer vorübergehenden Beruhigung in China resultierte. In Indien stand dagegen ein deutlicher Zuwachs von 40,0% zu Buche.
Umsatz moderat gestiegen
In den ersten drei Quartalen 2007 stieg der Umsatz um 3,2% auf 1.015,0 Mio. € (Vorjahr: 984,0 Mio. €); im dritten Quartal betrug das Wachstum 2,0%. Die Geschäftsbereiche Paint Systems und Application Technology wiesen nach wie vor leicht rückläufige Erlöse aus, während die vier anderen Geschäftsbereiche zum Teil zweistellige Zuwachsraten erreichten. Cleaning and Filtration Systems konnte den Umsatzrückstand, der bis zum Halbjahr bestanden hatte, mehr als aufholen.
Das Absinken des US-Dollars im Vergleich zum Vorjahresstichtag belastete den Umsatzausweis mit knapp 1,5%. Die Auswirkungen auf den Ergebnisausweis sind begrenzt, weil ein Großteil der Umsatzkosten in der Region der Umsatzrealisierung anfällt ("natural hedge"). 59,0% unseres Umsatzes entfielen auf Europa (einschließlich Osteuropa), 20,6% auf Asien und 20,4% auf Nord- und Südamerika. Die Bookto-Bill-Ratio, das heißt das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz, lag mit 1,3 auch nach dem dritten Quartal über dem Vorjahreswert (1,2). Der Auftragsbestand erhöhte sich zum 30. September 2007 gegenüber dem Vorjahresstichtag (30.9.2006: 890,0 Mio. €) um 198,5 Mio. € auf 1.088,5 Mio. €, im Vergleich zum Jahresende 2006 betrug der Zuwachs 283,3 Mio. €. Die Auftragsreichweite hat sich somit nochmals erhöht.
Die Umsatzkosten nahmen in den ersten neun Monaten 2007 um 3,7% und damit leicht überproportional zum Umsatz zu. Entsprechend reduzierte sich die Bruttomarge von 16,5% auf 16,0%. Im dritten Quartal 2007 war sie mit 15,8% allerdings 0,1 Prozentpunkte höher als im zweiten Quartal und lag um 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresquartals. Projektverzögerungen in Indien, die wir bereits im Halbjahresbericht 2007 beschrieben hatten, belasteten das Bruttoergebnis auch im dritten Quartal mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag. Wir haben auf die Verzögerungen im zweiten Quartal unverzüglich mit einem umfassenden Maßnahmenpaket reagiert und sehen die Ergebnisbelastung aus diesem Effekt nunmehr als abgeschlossen an. Neben den Verzögerungen drückte auch die Abwicklung von Lackier- und Montagetechnik-Projekten, die im ersten Halbjahr 2006 mit schwächeren Margen akquiriert worden waren, auf das Bruttoergebnis.
Overhead-Kosten im Griff
Trotz des steigenden Auftragseingangs verringerten sich die Vertriebskosten in den ersten neun Monaten um 2,7% – das spricht für unsere Vertriebseffizienz. Die Verwaltungskosten konnten wir stabil halten. Die Zunahme der Forschungsund Entwicklungskosten um 20,1% geht vor allem darauf zurück, dass wir die Entwicklungsaktivitäten in vielen Bereichen forciert haben. Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen weisen nach den ersten neun Monaten 2007 einen positiven Saldo von 14,3 Mio. € auf (Vorjahr: +5,6 Mio. €). Er resultierte vor allem aus niedrigeren Aufwendungen sowie aus Buchgewinnen aus der Veräußerung von Anlagevermögen, Rückstellungsauflösungen und einem Sonderertrag aus dem Projekt Campus.
Ergebnislage deutlich verbessert
Das EBITDA vor Einmalaufwendungen stieg in den ersten neun Monaten 2007 auf 41,4 Mio. € (Vorjahr: 34,2 Mio. €). Auch das operative Ergebnis (EBIT vor Einmalaufwendungen) verbesserte sich deutlich: von 19,3 Mio. € auf 27,4 Mio. €. Im dritten Quartal lag es mit 16,1 Mio. € um 67,2% über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode (9,6 Mio. €). Neben dem leicht höheren Bruttoergebnis trug dazu vor allem das verbesserte sonstige betriebliche Ergebnis bei.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich in den ersten drei Quartalen 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Mio. € auf -17,3 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war neben einer durchschnittlich leicht höheren Verschuldung auch ein Sonderertrag im Vorjahr. Der durchschnittliche Steuersatz wird 2007 bei voraussichtlich rund 40% liegen. Dieser Durchschnittssatz wurde auch auf die ersten drei Quartale angewendet. Der höher als geplante Steuersatz resultiert aus einmaligen Effekten der abgeschlossenen Betriebsprüfung; steuerlich gebildete Abschreibungen wurden nicht vollumfänglich anerkannt. Allerdings hat die höhere Steuerquote keinen Einfluss auf die tatsächliche Steuerzahlung. Die Auswirkungen der 2008 in Kraft tretenden Steuerreform erhöhen das Ergebnis 2007 um voraussichtlich 2,3 Mio. €.
Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich in den ersten neun Monaten auf 5,7 Mio. € nach 0,1 Mio. € im selben Zeitraum des Vorjahres; allein im dritten Quartal erzielten wir ein Nettoergebnis von 5,7 Mio. €.
Finanzwirtschaftliche Situation
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbessert*
Im Vergleich zur Vorjahresperiode verbesserte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in den ersten neun Monaten 2007 um 47,1 Mio. € auf -32,7 Mio. €. Allerdings ist der Cashflow noch von der moderaten Einnahmeentwicklung im bisherigen Jahresverlauf geprägt, die sich im traditionell starken vierten Quartal aber deutlich verbessern wird. Außerdem fielen in der Berichtsperiode Mittelabflüsse für Steuern und FOCUS-Maßnahmen an (FOCUS: 8,7 Mio. €). Die erhaltenen Anzahlungen entwickelten sich entsprechend des wachsenden Auftragsvolumens erfreulich. Gegenüber dem Jahresende 2006 stiegen sie zum 30. September 2007 um 16,3 Mio. € auf 142,5 Mio. €. Eine weitere Folge des größeren Geschäftsvolumens ist der vorübergehende Anstieg von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Er bewirkte, dass das währungsbereinigte Net Working Capital im Vergleich zum 31. Dezember 2006 um 49,6 Mio. € anstieg, was den Cashflow belastete.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2007 auf -11,4 Mio. € (Vorjahr: 15,5 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte stiegen wie geplant stark an: von 4,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 10,5 Mio. €. In erster Linie entfielen sie auf unser Projekt zur konzernweiten IT-Standardisierung (u. a. Softwarelizenzen, Aktivierung von Projektkosten). Mit 7,0 Mio. € überstiegen auch die Investitionen in Sachanlagen den Wert des Vorjahreszeitraums (5,4 Mio. €). Zum Teil wurde der Anstieg der Investitionen durch Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte − im Wesentlichen nicht mehr benötigte Immobilien − kompensiert. Der Mittelzufluss in der Vergleichsperiode des Vorjahres resultierte überwiegend aus einer außergerichtlichen Einigung in einem Schiedsverfahren.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag nach den ersten drei Quartalen 2007 bei 2,4 Mio. € (Vorjahr: -16,0 Mio. €). Wesentliche Einflussfaktoren waren die gezahlten Zinsen und der Aufbau der Bankverbindlichkeiten um 25,8 Mio. €.
Höhere Bilanzsumme aufgrund der Geschäftsausweitung
Die Nettofinanzverschuldung belief sich zum 30. September 2007 auf 170,5 Mio. €, nachdem sie am Jahresende 2006 bei 96,5 Mio. € gelegen hatte. Wir haben unseren Finanzmittelbedarf sowohl aus den flüssigen Mitteln als auch durch den temporären Aufbau von Bankverbindlichkeiten gedeckt. Die flüssigen Mittel sanken im Vergleich zum 31. Dezember 2006 um 40,3 Mio. € auf 61,2 Mio. €. Üblicherweise ist der Finanzierungsbedarf bei Dürr unterjährig höher als am Jahresende.
* In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden.
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres um 6,5% auf 1.107,3 Mio. € (31.12.2006: 1.040,1 Mio. €). Dazu trug der oben erwähnte Anstieg von Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei. Auffällig war auch die Ausweitung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte, die hauptsächlich auf höheren Umsatzsteuerforderungen basiert.
Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2007 mit 22,4% leicht unter dem Wert vom Jahresende 2006 (23,6%). Die größte Veränderung auf der Passivseite war die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 353,8 Mio. € (31.12.2006: 303,6 Mio. €) aufgrund des größeren Geschäftsvolumens. Ursache für den Anstieg der Bankverbindlichkeiten gegenüber dem Jahresende 2006 war der bereits erwähnte unterjährig höhere Finanzierungsbedarf.
Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten
| 30. September 2007 |
30. September 2006 |
31. Dezember 2006 |
|
|---|---|---|---|
| Angaben in Mio. € | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 47,0 | 35,4 | 20,5 |
| Unternehmensanleihe | 191,4 | 189,3 | 189,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
353,8 | 273,3 | 303,6 |
| davon erhaltene Anzahlungen |
142,5 | 110,3 | 126,2 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 25,2 | 21,9 | 25,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 86,2 | 105,9 | 90,8 |
| Gesamt | 703,6 | 625,8 | 630,4 |
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F&E und Investitionen
Die Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten neun Monate 2007 enthält unmittelbare Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) in Höhe von 16,8 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €). Die F&E-Quote − also der prozentuale Anteil dieser Aufwendungen am Umsatz − belief sich auf 1,7%. Bei Einbeziehung zusätzlicher Entwicklungsaufwendungen, die projektbezogen im Rahmen von Kundenaufträgen anfielen, lagen Aufwand und Quote deutlich höher.
Auf unserer einwöchigen Hausmesse "Open House" in Bietigheim-Bissingen präsentierten wir im September mehrere Innovationen zur Stückkostensenkung in der Automobillackierung: von den Lack sparenden Zerstäubermodellen "HD" und "ICC" aus der EcoBell2-Serie über das Kolbendosiersystem EcoCharge D bis hin zum Lackierroboter EcoRP L für die Innnenlackierung. Weitere Highlights waren vollautomatische Applikationslösungen für das Dämmmatten-Spritzen und die Abdichtung von Bördelnähten. Damit wollen wir das Wachstum im Geschäftsfeld "Sealing" weiter forcieren. Unter dem Titel "Digitale Fabrik" präsentierten wir die Integration von Prozess- und Materialflusssimulationen in die 3D-Visualisierung von Lackierereien.
In der Endmontagetechnik haben wir die mobile Prüfeinrichtung Dürr x-cal zur Kalibrierung von Rollprüfständen vorgestellt. Der Fokus unserer F&E-Arbeit in der Abluftreinigungstechnik liegt im laufenden Jahr auf der Weiterentwicklung unserer Anlagen für den Einsatz in zusätzlichen Branchen, zum Beispiel Chemie, Pharma, Druck und Holzverarbeitung, die reges Interesse für unsere Technologien zeigen.
In der Auswucht- und Diagnosetechnik präsentierten wir die neue Vertikalauswuchtmaschine VIRIO auf der Leitmesse EMO in Hannover. Mit VIRIO können scheibenförmige Rotoren direkt auf der Maschine ausgeglichen werden. In der Reinigungstechnik nutzten wir die renommierte Fachmesse "parts2clean" in Stuttgart, um neue Produkte vorzustellen. Dazu zählt die Anlage EcoCSpeed, mit der es erstmals möglich ist, geometrisch komplexe Werkstücke mit nicht halogeniertem Kohlenwasserstoff im Fertigungstakt zu reinigen.
Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,3 Mio. € auf 17,5 Mio. €. Sie betrafen schwerpunktmäßig die konzernweite IT-Harmonisierung. Dementsprechend haben wir mit 10,5 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €) deutlich mehr in immaterielle Vermögenswerte investiert als in das Sachanlagevermögen.
Investitionen*
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
|
|---|---|---|
| Angaben in Mio. € | ||
| Paint and Assembly Systems | 13,7 | 8,3 |
| Measuring and Process Systems | 3,6 | 1,9 |
| Corporate Center | 0,2 | 0,0 |
| Gesamt | 17,5 | 10,2 |
* in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Mitarbeiter
Mitarbeiterzahl steigt im Zuge der guten Auftragssituation
Infolge der guten Auftragslage haben wir die Belegschaft des Konzerns zum 30. September 2007 auf 5.869 Mitarbeiter vergrößert. Gegenüber dem Jahresende 2006 (5.650) ist das ein Plus von 3,9%; im dritten Quartal stellten wir per Saldo 33 zusätzliche Mitarbeiter ein. Der Zuwachs entfiel primär auf die Wachstumsregion Asien, wo die Personalstärke seit Jahresbeginn um 20,0% auf 721 Mitarbeiter zunahm (31.12.2006: 601). Dabei wurde in allen Ländern Asiens, in denen wir Gesellschaften unterhalten, aufgestockt. Der stärkste Aufbau erfolgte in Indien; dort stieg die Mitarbeiterzahl um 40,5% auf 236 Mitarbeiter, um das wachsende Geschäftsvolumen sicher zu beherrschen. In Deutschland kamen in den ersten neun Monaten 2007 44 Mitarbeiter – vor allem Ingenieure – hinzu. Das entspricht einem Plus von 1,5%. Aufgrund der erstmaligen Vollkonsolidierung der Gesellschaften CPM S.p.A., Italien, und Dürr Systems Limited Şirketi, Türkei, wurden 45 zusätzliche Mitarbeiter einbezogen. Auch der Ausbau des weltweiten Service-Geschäfts schlägt sich in den Mitarbeiterzahlen nieder: So stieg die Zahl der Service-Mitarbeiter zum 30. September 2007 auf 661; vor Jahresfrist waren es 163 weniger.
Mitarbeiter
| 30. September 2007 |
30. September 2006 |
31. Dezember 2006 |
|
|---|---|---|---|
| Paint and Assembly Systems | 3.964 | 3.764 | 3.786 |
| Measuring and Process Systems |
1.861 | 1.862 | 1.821 |
| Corporate Center | 44 | 41 | 43 |
| Gesamt | 5.869 | 5.667 | 5.650 |
Unternehmensbereiche im Überblick
Paint and Assembly Systems
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
3. Quartal 2007 |
3. Quartal 2006 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 1.048,5 | 928,2 | 297,8 | 248 ,0 |
| Umsatz | Mio. € | 794,6 | 793,2 | 282 ,0 |
295,0 |
| EBITDA | Mio. € | 22,1 | 28,8 | 10,1 | 12,0 |
| EBIT | Mio. € | 13,2 | 20,6 | 6,8 | 9,7 |
| Mitarbeiter (30. September) |
3.964 | 3.764 | 3.964 | 3.764 |
Paint and Assembly Systems konnte seinen Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2007 auf 1.048,5 Mio. € steigern (Vorjahr: 928,2 Mio. €). Maßgeblich dafür waren unter anderem Großaufträge in der Lackiertechnik aus Tschechien, Russland und Indien. In den USA stabilisierte sich die Investitionstätigkeit; in Mexiko konnten wir zwei größere Aufträge akquirieren. Insbesondere in Deutschland und Asien gewährleisten die Großaufträge eine gute Auslastung in den Bereichen Lackier- und Umwelttechnik. Auch Factory Assembly Systems konnte bei den Bestellungen im bisherigen Jahresverlauf stark zulegen.
Das operative Ergebnis (EBIT) wurde von den beschriebenen Verzögerungen in Indien beeinträchtigt. Zudem haben wir in der Lackieranlagen- und Montagetechnik Projekte abgewickelt, die im Frühjahr 2006 mit schwächeren Margen akquiriert worden waren. Beide Faktoren wirkten sich im dritten Quartal letztmalig ergebnisbelastend aus.
Measuring and Process Systems
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
3. Quartal 2007 |
3. Quartal 2006 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | Mio. € | 258 ,6 |
232,6 | 96,9 | 67,5 |
| Umsatz | Mio. € | 220,4 | 190,8 | 82,8 | 62,7 |
| EBITDA | Mio. € | 13,8 | -3,1 | 6,3 | -1,2 |
| EBIT | Mio. € | 9,5 | -6,8 | 5,0 | -2,4 |
| Mitarbeiter (30. September) |
1.861 | 1.862 | 1.861 | 1.862 |
Aufgrund eines sehr starken dritten Quartals erzielte Measuring and Process Systems in den ersten neun Monaten 2007 einen Zuwachs von 11,2% beim Auftragseingang. Cleaning and Filtration Systems konnte die verhaltene Orderentwicklung des ersten Halbjahres im dritten Quartal mehr als aufholen. Dazu trugen auch die im Frühjahr 2007 eingeführten Produktlinien EcoLution und EcoBase bei, die im Markt auf gute Akzeptanz stießen. Bei Balancing and Diagnostic Systems entwickelte sich der Auftragseingang weiterhin stetig und sehr erfreulich.
Auch beim Umsatz verzeichneten Measuring and Process Systems auf Neunmonatssicht Zuwächse, wobei sich der Aufwärtstrend im dritten Quartal beschleunigte. Erfreulich ist auch, dass der absolute Auftragseingang den Umsatz der ersten neun Monate deutlich überstieg. Beide Geschäftsbereiche erzielten in diesem Zeitraum ein positives EBIT. Dies resultierte neben der Verbesserung der operativen Prozesse auch aus dem optimierten Produktmix. Cleaning and Filtration Systems konnte im bisherigen Jahresverlauf einen beeindruckenden Turnaround erzielen.
Corporate Center
Das EBIT des Corporate Center (Dürr AG) für die ersten neun Monate 2007 stieg unter anderem infolge eines Sonderertrags aus dem Projekt Campus auf 4,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Im Corporate Center machten sich die organisatorischen Verbesserungen durch FOCUS bemerkbar, außerdem schlugen sich niedrigere Sachkosten im Ergebnis nieder.
Chancen und Risiken
Wir waren im Berichtszeitraum den in unserem Geschäft üblichen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören zum Beispiel Preisdruck im Geschäft mit der Automobilindustrie, unterschiedliche regionale Nachfrageentwicklungen und Risiken in der Auftragsabwicklung. Eine ausführliche Beschreibung dieser und anderer Risiken finden Sie im Geschäftsbericht 2006.
Im zweiten und dritten Quartal kam es bei einem Auftrag in Indien zu Abwicklungsproblemen infolge von Ausfällen und Terminverzögerungen bei lokalen Zulieferern. Wir haben deshalb neue Lieferanten beauftragt und mehr Zulieferungen als geplant aus Deutschland bezogen. Im vierten Quartal sollten die Abwicklungsprobleme das Ergebnis nicht mehr belasten. Für zukünftige Projekte in Indien und anderen Emerging Markets sind wir gut gerüstet, weil wir unsere Organisation vor Ort deutlich gestärkt haben. So haben wir die Kapazität ausgebaut und erfahrene Mitarbeiter entsandt, die vor allem die Bereiche Beschaffung und Baustellen-Management unterstützen.
Die Schwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro wirkt sich anhaltend negativ auf den Umsatzausweis aus. Aufgrund unserer globalen Wertschöpfungsstruktur wird die Ertragslage davon aber kaum beeinträchtigt. Auch die Schwäche des Yen gegenüber dem Euro macht sich bemerkbar, da ein wichtiger Wettbewerber im Lackieranlagengeschäft aus Japan kommt.
Die Risiken für das vierte Quartal 2007 stufen wir als überschaubar ein. Risiken, die unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2007 nachhaltig beeinträchtigen könnten, sind nicht zu erkennen.
Die Chancen unseres Geschäfts beurteilen wir ähnlich wie im Geschäftsbericht 2006. Gute Perspektiven bietet neben der wachsenden Nachfrage in Osteuropa auch der Ausbau des Service- und Modernisierungsgeschäfts. Hier verfügen wir aufgrund der großen Verbreitung unserer Anlagentechnik über eine gute Ausgangsposition. Die zunehmende Modellvielfalt der Automobilhersteller eröffnet uns zusätzliche Chancen, weil unsere Kunden verstärkt hoch flexible Lösungen nachfragen, um bei steigender Modell- und Variantenvielfalt wirtschaftlich fertigen zu können. Außerdem profitieren wir von der steigenden Nachfrage nach umweltverträglichen Produktionsprozessen und der verstärkten Integration der Zulieferer in den Wertschöpfungsprozess der Automobilindustrie. Zusätzliche Nachfrageimpulse erwarten wir im Nachgang zur Vorstellung neuer Produkte auf unserer Hausmesse "Open House" (Lackiertechnik, September) und auf den Leitmessen "EMO" (Metallverarbeitende Industrie, September) und "parts2clean" (Reinigungstechnik, Oktober).
Ausblick
Wir bestätigen unsere Umsatz-, Ergebnis- und Cashflowprognosen für das Gesamtjahr 2007. Beim Auftragseingang gehen wir mittlerweile von einer Steigerung von mindestens 10% aus, nachdem wir bisher einen konstanten Auftragseingang prognostiziert hatten.
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006 wird der Konzernumsatz 2007 aus heutiger Sicht voraussichtlich um 5 bis 10% steigen. Beim Ertrag rechnen wir 2007 mit einer deutlichen Steigerung. Im vierten Quartal erwarten wir einen deutlich höheren Umsatz sowie eine spürbare Ausweitung der Bruttomarge. Zudem sollten die Kosten für Verwaltung und Vertrieb in etwa gleich bleiben. Die Marge des operativen Ergebnisses sollte 2007 3,5% betragen nach 2,9% im Vorjahr. Das Zinsergebnis wird sich 2007 nicht verbessern, da es im Jahr 2006 Sondererträge enthielt und wir unterjährig einen höheren Finanzierungsbedarf hatten.
Wir gehen davon aus, dass der Turnaround im Geschäftsbereich Cleaning and Filtration Systems mit deutlich größerem Erfolg abgeschlossen wird als bisher unterstellt. Im US-Geschäft dürften wir die Ergebniswende wie geplant erreichen. Der Unternehmensbereich Paint and Assembly Systems sollte 2007 aufgrund der beschriebenen Abwicklungsprobleme in Indien und der Abarbeitung margenschwacher, älterer Aufträge nur eine leichte Ergebnisausweitung gegenüber dem Vorjahr ausweisen. Der Unternehmensbereich Measuring and Process Systems wird hingegen eine deutliche Ergebnisverbesserung erzielen, die von beiden Geschäftsbereichen (Cleaning and Filtration Systems und Balancing and Diagnostic Systems) getragen wird.
Wir erwarten für 2007 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Beim Net Working Capital gehen wir von einem leichten Rückgang trotz steigender Umsätze aus. Wir werden weiterhin einen klaren Fokus auf die Verbesserung des Net Working Capital Management legen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollten rund 28 Mio. € erreichen (2006: 18,0 Mio. €). Die Nettofinanzverschuldung dürfte am Jahresende 2007 leicht über dem Vorjahresstand (96,5 Mio. €) liegen. Die Mitarbeiterzahl wird sich zum Jahresende 2007 gegenüber dem 30. September um rund 100 Personen auf knapp 6.000 erhöhen. Gegenüber dem 31. Dezember 2006 würde dies eine Steigerung von 6% bedeuten, wobei der Großteil des Zuwachses auf Asien entfällt.
Für 2008 rechnen wir mit einer weiteren Ertragsverbesserung. Dafür spricht, dass sich die Qualität der Aufträge im Bestand verbessert hat. Die Zielrendite für 2008 beträgt 5% bezogen auf das operative Ergebnis (EBIT vor Einmalaufwendungen).
Eigene Aktien und Kapitalveränderungen
Die Dürr AG besitzt keine eigenen Aktien. Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderung des Grundkapitals.
Entwicklung der Dürr-Aktie
Die Aktienmärkte zeigen seit Jahresbeginn zwar eine insgesamt positive Entwicklung, im dritten Quartal war jedoch eine große Verunsicherung aufgrund der Folgen der Subprime-Krise zu spüren. Die Notenbanken stellten kurzfristig Mittel zur Verfügung und beruhigten so die Märkte. In dem per saldo freundlichen Umfeld konnte sich die Dürr-Aktie besonders hervorheben. Zwischen Anfang Januar und Ende September legte der Kurs 42,3% zu. Dagegen gewannen DAX und SDAX lediglich 19,2% beziehungsweise 3,0% hinzu. Maßgeblich für das gute Abschneiden der Dürr-Aktie waren mehrere Faktoren: Zum einen konnte die Dürr-Aktie im Jahr 2006 der allgemeinen Marktentwicklung nicht folgen, zum anderen erhielt der Kurs Impulse durch die Aufnahme in den SDAX im Januar. Vor allem jedoch haben wir die angekündigten Unternehmensziele für 2006 erreicht, zum Teil konnten wir die Markterwartungen sogar übertreffen. Auch der hohe Auftragseingang im bisherigen Jahresverlauf und die Erfolge der Neuausrichtung wurden von den Investoren honoriert.
Veränderungen in der Aktionärsstruktur
Die Familie Dürr hat ihre Position als größter Aktionär der Dürr AG im dritten Quartal 2007 weiter ausgebaut. Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, hält zusammen mit der Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, jetzt 44,4% des Kapitals der Dürr AG. Zweitgrößter Einzelaktionär bleibt die Aton GmbH, Fulda, die im Juni 2007 10,1% der Anteile der Dürr AG übernommen hat. Sie erwarb die Aktien von der Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH (5%) und der Kreissparkasse Biberach (5,1%). Die Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH beabsichtigt, zukünftig einen 5%-Anteil an der Dürr AG zu halten.
Stuttgart, 15. November 2007
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 30. September 2007
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
3. Quartal 2007 |
3. Quartal 2006 |
|
|---|---|---|---|---|
| Angaben in Tsd. € | ||||
| Umsatzerlöse | 1.015.013 | 983.977 | 364.740 | 357.635 |
| Umsatzkosten | -852.769 | -822.006 | -307.218 | -302.127 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 162.244 | 161.971 | 57.522 | 55.508 |
| Vertriebskosten | -69.546 | -71.457 | -22.489 | -22.052 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -62.677 | -62.775 | -20.058 | -20.053 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -16.835 | -14.017 | -5.195 | -4.680 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 14.253 | 5.579 | 6.292 | 889 |
| 27.439 | 19.301 | 16.072 | 9.612 | |
| Aufwand aus Restrukturierung/belastenden Verträgen | -560 | -4.955 | -167 | -1.279 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen, Zinsen und ähnlichen Aufwendungen |
||||
| und Ertragsteuern | 26.879 | 14.346 | 15.905 | 8.333 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 789 | 53 | 237 | 500 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | - | 721 | - | 721 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.956 | 5.035 | 423 | 2.285 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -20.092 | -19.623 | -7.120 | -6.543 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten | 9.532 | 532 | 9.445 | 5.296 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.799 | -463 | -3.757 | -1.909 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 5.733 | 69 | 5.688 | 3.387 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 197 | 25 | -21 | -5 |
| Periodenüberschuss des Dürr-Konzerns | 5.930 | 94 | 5.667 | 3.382 |
| Ergebnisanteil fremder Gesellschafter | ||||
| Fortgeführte Aktivitäten | -179 | 125 | 142 | 61 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | - | 3 | - | - |
| Dürr-Konzern | -179 | 128 | 142 | 61 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | ||||
| Fortgeführte Aktivitäten | 5.912 | -56 | 5.546 | 3.326 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | 197 | 22 | -21 | -5 |
| Dürr-Konzern | 6.109 | -34 | 5.525 | 3.321 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | ||||
| Fortgeführte Aktivitäten | 0,38 | 0,00 | 0,35 | 0,21 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | 0,01 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dürr-Konzern | 0,39 | 0,00 | 0,35 | 0,21 |
der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, zum 30. September 2007
| 30. September 2007 |
30. September 2006 |
31. Dezember 2006 |
|
|---|---|---|---|
| Angaben in Tsd. € | |||
| Aktiva | |||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 261.564 | 264.185 | 262.296 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 28.108 | 19.973 | 22.367 |
| Sachanlagen | 100.841 | 114.313 | 106.539 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 13.652 | 12.850 | 13.269 |
| Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 10.665 | 12.234 | 12.981 |
| Übrige Finanzanlagen | 426 | 4.350 | 5.221 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.536 | - | 1.701 |
| Ertragsteuerforderungen | 64 | - | 319 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 5.542 | - | 2.727 |
| Latente Steuern | 13.757 | 48.223 | 19.151 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 474 | 247 | 573 |
| Langfristige Vermögenswerte | 437.629 | 476.375 | 447.144 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 69.543 | 57.160 | 50.664 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 487.364 | 442.777 | 408.646 |
| Ertragsteuerforderungen | 7.931 | 6.076 | 7.370 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 40.518 | 26.866 | 21.707 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 61.160 | 48.639 | 101.482 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 3.162 | 5.550 | 1.924 |
| 669.678 | 587.068 | 591.793 | |
| Vermögenswerte einer Veräußerungsgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird | - | - | 1.129 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 669.678 | 587.068 | 592.922 |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 1.107.307 | 1.063.443 | 1.040.066 |
| Passiva | |||
| Gezeichnetes Kapital | 40.264 | 40.264 | 40.264 |
| Kapitalrücklage | 160.459 | 160.459 | 160.459 |
| Gewinnrücklagen | 79.110 | 65.933 | 73.021 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -33.470 | -25.348 | -29.257 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge aus Vermögenswerten einer Veräußerungsgruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird |
- | - | -495 |
| Eigenkapital ohne Anteile im Fremdbesitz | 246.363 | 241.308 | 243.992 |
| Anteile im Fremdbesitz | 1.574 | 1.419 | 1.708 |
| Eigenkapital mit Anteilen im Fremdbesitz | 247.937 | 242.727 | 245.700 |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 57.187 | 65.325 | 60.739 |
| Übrige Rückstellungen | 7.554 | 10.540 | 7.319 |
| Anleihe | 191.433 | 189.340 | 189.840 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 8.505 | 11.285 | 10.639 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 12.577 | 14.342 | 12.585 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.757 | - | 13.343 |
| Latente Steuern | 21.824 | 50.386 | 25.725 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 1.295 | 1.560 | 1.485 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 313.132 | 342.778 | 321.675 |
| Übrige Rückstellungen | 65.774 | 66.467 | 66.197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 353.784 | 273.276 | 303.575 |
| Finanzverbindlichkeiten | 38.531 | 24.098 | 9.869 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 12.614 | 7.512 | 13.070 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 73.439 | 105.905 | 77.460 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 2.096 | 680 | 2.520 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 546.238 | 477.938 | 472.691 |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 1.107.307 | 1.063.443 | 1.040.066 |
Konzern-Eigenkapitalspiegel
der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 30. September 2007
| Gezeichne tes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Kumu liertes übriges Eigen kapital |
Aus zur Ver äußerung gehaltenen Vermö gens werten re sultierende Beträge |
Eigen kapital ohne Anteile im Fremd besitz |
Anteile im Fremd besitz |
Eigen kapital mit Anteilen im Fremd besitz |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in Tsd. € | ||||||||
| 1. Januar 2006 | 40.264 | 160.459 | 65.967 | -20.140 | - | 246.550 | 1.517 | 248.067 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | - | - | -56 | - | - | -56 | 125 | 69 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten |
- | - | 22 | - | - | 22 | 3 | 25 |
| Kumuliertes übriges Eigekapital | - | - | - | -5.208 | - | -5.208 | 3 | -5.205 |
| Übrige Veränderungen | - | - | - | - | - | - | -229 | -229 |
| 30. September 2006 | 40.264 | 160.459 | 65.933 | -25.348 | - | 241.308 | 1.419 | 242.727 |
| 1. Januar 2007 | 40.264 | 160.459 | 73.021 | -29.257 | -495 | 243.992 | 1.708 | 245.700 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | - | - | 5.912 | - | - | 5.912 | -179 | 5.733 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten |
- | - | 197 | - | - | 197 | - | 197 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | -4.213 | 495 | -3.718 | 45 | -3.673 |
| Übrige Veränderungen | - | - | -20 | - | - | -20 | - | -20 |
| 30. September 2007 | 40.264 | 160.459 | 79.110 | -33.470 | - | 246.363 | 1.574 | 247.937 |
Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
im Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 30. September 2007
| 9 Monate 2007 | 9 Monate 2006 | |
|---|---|---|
| Angaben in Tsd. € | ||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten |
2.015 | 697 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
-6.684 | -5.421 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge aus Vermögenswerten einer Veräußerungs gruppe, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird |
495 | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen |
2.603 | -205 |
| Latente Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen |
-2.147 | -276 |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen davon Anteile fremder Gesellschafter |
-3.718 - |
-5.205 3 |
| Ergebnis nach Steuern davon Anteile fremder Gesellschafter |
5.930 -179 |
94 128 |
| Summe aus Periodenergebnis und erfolgsneutral erfassten Wertänderungen der Periode davon Anteile fremder Gesellschafter |
2.212 -179 |
-5.111 131 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 30. September 2007
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
|
|---|---|---|
| Angaben in Tsd. € | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern | 27.668 | 15.120 |
| Ertragsteuerzahlungen | -5.078 | -4.844 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -789 | -53 |
| Dividenden von assoziierten Unternehmen | 155 | 155 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 14.014 | 14.906 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -6.865 | -521 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 268 | -395 |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | ||
| Vorräte | -19.751 | -14.728 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -73.610 | 25.759 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | -11.993 | -4.017 |
| Rückstellungen | 778 | -14.919 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 46.167 | -68.948 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) | -3.428 | -26.149 |
| Sonstige Aktiva und Passiva | -215 | -1.156 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit fortgeführte Aktivitäten | -32.679 | -79.790 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht fortgeführte Aktivitäten | 4 | 1.374 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -32.675 | -78.416 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -10.502 | -4.762 |
| Erwerb von Sachanlagen | -6.991 | -5.386 |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | - | -585 |
| Erlöse aus dem Verkauf langfristiger Vermögenswerte | 6.994 | 2.151 |
| Mittelzufluss aus außergerichtlicher Einigung | - | 20.000 |
| Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | 300 | - |
| Veräußerung nicht fortgeführter Aktivitäten abzüglich abgegangener flüssiger Mittel | -2.945 | 1.758 |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 1.772 | 2.290 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit fortgeführte Aktivitäten | -11.372 | 15.466 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit nicht fortgeführte Aktivitäten | - | -3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -11.372 | 15.463 |
| Veränderung der Bankverbindlichkeiten | 25.847 | 6.216 |
| Zahlungen für Finanzierungsleasing | -612 | -657 |
| Veränderung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | -726 | -47 |
| Interne Finanzierung | - | 1.220 |
| Geleistete Zinsausgaben | -22.137 | -22.771 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit fortgeführte Aktivitäten | 2.372 | -16.039 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit nicht fortgeführte Aktivitäten | -4 | -1.238 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 2.368 | -17.277 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 1.357 | 4.012 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -40.322 | -76.218 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Zum Periodenanfang | 101.482 | 124.857 |
| Zum Periodenende | 61.160 | 48.639 |
Konzernanhang 1. Januar bis 30. September 2007
- Grundlagen der Rechnungslegung
Das Unternehmen
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder die "Gesellschaft") hat ihren Firmensitz in der Otto-Dürr-Straße 8 in 70435 Stuttgart, Deutschland. Die Dürr AG und ihre Tochtergesellschaften ("Dürr" oder "der Konzern") sind ein weltweit führender Anbieter von Systemen, Maschinen und Dienstleistungen für die Automobilfertigung. Das Angebot umfasst wesentliche Fertigungsstufen eines Fahrzeugs: Als Systemanbieter plant und baut Dürr Lackierereien und Endmontagewerke. Darüber hinaus liefert Dürr Reinigungssysteme, Filtrationsanlagen und Auswuchtmaschinen für die Produktion von Motoren-, Getriebe- und Fahrzeugkomponenten. Die Hauptkunden von Dürr sind Automobilhersteller und -zulieferer weltweit.
Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union zum Abschlussstichtag anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss entspricht sämtlichen bis zum Bilanzstichtag verpflichtend in Kraft getretenen IFRS. Durch die Anwendung von IAS 34 "Zwischenberichterstattung" enthält dieser Zwischenabschluss demzufolge nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Zwischenabschluss zum 30. September 2007 wurde keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht unterzogen.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, welche die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2006 angewandten Methoden; wir verweisen hierzu auf den Geschäftsbericht 2006.
Erträge, die innerhalb des Geschäftsjahres saisonal bedingt, konjunkturell bedingt oder nur gelegentlich erzielt werden, werden im Konzern-Zwischenabschluss nicht vorgezogen oder abgegrenzt. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde.
Die Ertragsteuern wurden auf der Basis eines geschätzten durchschnittlichen jährlichen effektiven Ertragsteuersatzes ermittelt.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
2. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 30. September 2007 sind neben der Dürr AG die inund ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat (Control-Verhältnis). Die Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird.
Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften neben der Dürr AG als Mutterunternehmen im Konsolidierungskreis berücksichtigt wurden.
| 30. September 2007 |
31. Dezember 2006 |
|
|---|---|---|
| Anzahl der vollkonsolidierten Gesellschaften | ||
| Inland | 10 | 11 |
| Ausland | 42 | 39 |
| 52 | 50 | |
| 30. September 2007 |
31. Dezember 2006 |
|
| Anzahl der at-Equity bilanzierten Gesellschaften |
Der Konzernabschluss enthält drei (31.12.2006: eine) Gesellschaften, an denen Minderheitsgesellschafter beteiligt sind. Ein assoziiertes Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2006 umgegliedert und als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert ausgewiesen. Dieses Unternehmen wurde im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres veräußert.
Inland 1 0 Ausland 2 4
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2007 wurde die Dürr Special Material Handling GmbH, Wyhlen, auf die Dürr Systems GmbH, Stuttgart, verschmolzen.
3 4
Zum 31. Januar 2007 wurde die Dürr Systems Limited Şirketi in Istanbul, Türkei, gegründet.
Zum 30. April 2007 hat Dürr ein weiteres Prozent der Anteile an der CPM S.p.A., Beinasco, Italien, erworben. Zum 30. September 2007 befanden sich somit 51% der Geschäftsanteile der CPM S.p.A. im Besitz von Dürr. Daher wurde die CPM S.p.A. mit Wirkung zum 1. Mai 2007 im Konzernabschluss der Dürr AG erstmalig vollkonsolidiert. Bis 30. April 2007 wurde die Beteiligung an der CPM S.p.A. im Rahmen der at-Equity-Bewertung als assoziiertes Unternehmen bilanziert.
Durch die erstmalige Vollkonsolidierung der CPM S.p.A. wird auch die Stimas Engineering S.r.l., Turin, Italien, an der die CPM S.p.A. 51% der Anteile hält, fortan als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.
Ferner wurde die Polisistem S.r.l., Turin, Italien, zum 2. Mai 2007 liquidiert. Die Gesellschaft war als assoziiertes Unternehmen at-Equity bilanziert.
Zum 8. Juni 2007 wurde die Schenck Vaegt- og Maskinfabrik ApS., Kopenhagen, Dänemark, liquidiert.
Zum 1. August 2007 wurde die OOO Dürr Systems RUS in Moskau, Russland, gegründet.
Die Dürr Systems GmbH (Dürr) hat zusammen mit der EDAG Engineering + Design AG (EDAG), Fulda, die Arbeitsgemeinschaft Prime Contractor Consortium FAL China (PCC) gegründet. Die Arbeitsgemeinschaft entwickelt und baut die Montagelinie für das neue Airbus-Werk im chinesischen Tianjin. PCC hat einen Rahmenvertrag mit Airbus und dessen chinesischem Joint-Venture-Partner unterzeichnet, der die Zusammenarbeit zwischen Airbus, dem chinesischen Joint-Venture-Partner sowie EDAG und Dürr regelt. PCC wird als Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss at-Equity bilanziert.
3. Nicht fortgeführte Aktivitäten
Mit Wirkung zum 10. März 2006 wurde die SRH Systems Ltd., Worcester, Großbritannien, die dem Geschäftsbereich Development Test Systems (DTS) zugeordnet war, an Horiba Ltd., Kyoto, Japan, veräußert. Die Gesellschaft war Teil der nicht fortgeführten Aktivitäten. Des Weiteren enthielt der Konzernabschluss für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2006 nachgelagerte Effekte aus den im Geschäftsjahr 2005 getätigten Veräußerungen von DTS, Services sowie Measuring and Process Technologies (MPT). Auch der Konzernabschluss für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2007 enthält nachgelagerte Effekte aus diesen Veräußerungen, die das Ergebnis mit 197 Tsd. € positiv beeinflussten.
4. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 "Ergebnis je Aktie" ermittelt.
Es resultiert aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft durch den gewogenen Durchschnitt der Zahl der ausgegebenen Aktien. Die Berechnung ist in nachfolgender Übersicht dargestellt. In den Perioden 1. Januar bis 30. September 2007 beziehungsweise 2006 gab es keine Verwässerungseffekte.
| 9 Monate 2007 |
9 Monate 2006 |
||
|---|---|---|---|
| Ergebnisanteil auf Anteilseigner der Dürr Aktiengesellschaft entfallend |
Tsd. € | 6.109 | -34 |
| davon fortgeführte Aktivitäten | Tsd. € | 5.912 | -56 |
| davon nicht fortgeführte Aktivitäten |
Tsd. € | 197 | 22 |
| Anzahl ausgegebener Aktien (gewogener Durchschnitt) |
Tsd. | 15.728,0 | 15.728,0 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) |
€ | 0,39 | 0,00 |
| davon fortgeführte Aktivitäten | € | 0,38 | 0,00 |
| davon nicht fortgeführte Aktivitäten |
€ | 0,01 | 0,00 |
5. Verbindlichkeiten aus Restrukturierungsmaßnahmen
Die Verbindlichkeiten aus Restrukturierungsmaßnahmen haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2006 um 8.163 Tsd. € auf 11.213 Tsd. € reduziert. Die Verminderung ist im Wesentlichen auf den Verbrauch in Vorperioden ergebniswirksam gebildeter Verbindlichkeiten zurückzuführen.
Die Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen beliefen sich in den ersten neun Monaten 2007 auf 560 Tsd. € (Vorjahreszeitraum: 4.955 Tsd. €).
6. Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung wurde nach IAS 14 "Segmentberichterstattung" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Unternehmensbereichen dargestellt. Die Segmentierung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten transparent machen.
Die primäre Berichterstattung basiert auf den Unternehmensbereichen des Konzerns. Der Dürr-Konzern besteht aus einer Management-Holding und zwei nach Produkt- und Leistungsspektrum differenzierten Unternehmensbereichen, welche die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen.
Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Dürr AG.
| 1. Januar bis 30. September 2007 | Paint and Assembly Systems |
Measur ing and Process Systems |
Corporate Center |
Konsoli dierung |
Fortge führte Aktivi täten |
Nicht fortge führte Aktivi täten |
Summe Unter nehmens bereiche |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
Tsd. € | 794.598 | 220.415 | - | - | 1.015.013 | - | 1.015.013 |
| Umsatzerlöse mit anderen Unternehmensbereichen |
Tsd. € | 231 | 2.987 | - | -3.218 | - | - | - |
| Summe Umsatzerlöse | Tsd. € | 794.829 | 223.402 | - | -3.218 | 1.015.013 | - | 1.015.013 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern |
Tsd. € | 13.158 | 9.495 | 4.259 | -33 | 26.879 | 201 | 27.080 |
| Beschäftigte (zum 30.09.) | 3.964 | 1.861 | 44 | - | 5.869 | - | 5.869 | |
| 1. Januar bis 30. September 2006 | Paint and Assembly Systems |
Measur ing and Process Systems |
Corporate Center |
Konsoli dierung |
Fortge führte Aktivi täten |
Nicht fortge führte Aktivi täten |
Summe Unter nehmens bereiche |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
Tsd. € | 793.169 | 190.808 | - | - | 983.977 | 143 | 984.120 |
| Umsatzerlöse mit anderen Unternehmensbereichen |
Tsd. € | 209 | 3.583 | - | -3.792 | - | - | - |
| Summe Umsatzerlöse | Tsd. € | 793.378 | 194.391 | - | -3.792 | 983.977 | 143 | 984.120 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern |
Tsd. € | 20.568 | -6.802 | 449 | 131 | 14.346 | -604 | 13.742 |
| Beschäftigte (zum 30.09.) | 3.764 | 1.862 | 41 | - | 5.667 | - | 5.667 |
7. Angaben zu nahe stehenden Parteien
Herr Dr.-Ing. E. h. Heinz Dürr ist Aufsichtsratsvorsitzender der Dürr AG. Darüber hinaus ist er Mitglied des Verwaltungsrats der Landesbank Baden-Württemberg. Aus der Erstattung für Büro- und Reisekosten im Rahmen der Aufsichtsratstätigkeit sowie für Kostenerstattungen für das Dürr-Hauptstadtbüro Berlin sind in den ersten neun Monaten 2007 Aufwendungen in Höhe von 263 Tsd. € gegenüber der Heinz Dürr GmbH, Berlin, angefallen, in der Herr Dr.-Ing. E. h. Heinz Dürr als Geschäftsführer tätig ist. Ferner hat Herr Dr.-Ing. E. h. Heinz Dürr für seine ehemalige Geschäftsführertätigkeit Leistungen aus der Versorgungszusage (vom 2. April 1978, mit Ergänzung vom 21. Dezember 1988) in Höhe von 273 Tsd. € erhalten.
Herr Joachim Schielke ist Aufsichtratsmitglied der Dürr AG, Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg und Vorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank. Aus laufender Geschäftsbeziehung bestand zum Bilanzstichtag ein Guthaben bei der Baden-Württembergischen Bank von 7.465 Tsd. €. Aus Transaktionen mit der Baden-Württembergischen Bank resultierten im Berichtszeitraum Zinsaufwendungen in Höhe von 237 Tsd. €. Die von der Baden-Württembergischen Bank im Auftrag von Dürr heraus gelegten Bürgschaften und Garantien beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 20.721 Tsd. €.
Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahe stehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären.
8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 30. September 2007 haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Vergleich zum 31. Dezember 2006 nicht wesentlich verändert.
Dagegen gab es einen Anstieg beim Volumen der Haftungsverhältnisse zu verzeichnen. Diese Erhöhung resultiert zum einen aus Bürgschaften und Garantien, die aufgrund des größeren Geschäftsvolumens gegeben wurden. Zum anderen erhöhten sich die gegenüber Banken heraus gelegten Konzernhaftungen, die sich auf verbleibende vertragliche Verpflichtungen aus Verträgen von Tochtergesellschaften über den regresslosen Verkauf (Forfaitierung) einzelner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Banken beziehen. Forfaitierungen sind Bestandteil des Net Working Capital Management des Dürr-Konzerns. Die von Dürr übernommene Haftung besteht bis zur Erfüllung der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Zahlungsverpflichteten.
9. Unternehmenssteuerreform
Infolge des Gesetzes zur Unternehmenssteuerreform 2008 sind die nominellen Unternehmenssteuersätze für deutsche Gesellschaften deutlich gesenkt worden. Ab dem Veranlagungszeitraum 2008 gilt ein von 25% auf 15% abgesenkter Körperschaftssteuersatz.
Die Gewerbesteuermesszahl wird von derzeit 5% auf zukünftig 3,5% reduziert. Allerdings entfällt die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe.
Aufgrund der Verabschiedung des Gesetzes zur Unternehmenssteuerreform 2008 am 6. Juli 2007 durch den Bundesrat und der damit einhergehenden Umbewertung der aktiven und passiven latenten Steuern bei einigen Konzerngesellschaften ergeben sich auch Änderungen des zu erwartenden Steuersatzes.
Die Umbewertung der aktiven und passiven latenten Steuern hatte zum 30. September 2007 einen positiven Ergebniseinfluss von etwa 2,3 Mio. €.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Stuttgart, 15. November 2007
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Ralf Dieter Ralph Heuwing Vorsitzender des Vorstands Mitglied des Vorstands
Finanzkalender
| 20. März 2008 | Bilanzpressekonferenz, Stuttgart |
|---|---|
| 20. März 2008 | Analystenkonferenz, Frankfurt/Main |
| 02. Mai 2008 | Hauptversammlung, Stuttgart |
| 08. Mai 2008 | Zwischenbericht über das erste Quartal 2008 |
| 07. August 2008 | Zwischenbericht über das erste Halbjahr 2008 |
| 06. November 2008 | Zwischenbericht über die ersten neun Monate 2008 |
Kontakt
Für weitere Informationen Dürr AG stehen wir Ihnen gerne zur Günter Dielmann
Verfügung: Corporate Communications & Investor Relations Otto-Dürr-Straße 8 70435 Stuttgart Tel.: +49 711 136-1785 Fax: +49 711 136-1716 [email protected] [email protected]
www.durr.com
Dieser Zwischenbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
Dieser Zwischenbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Diese Aussagen sind − ebenso wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld − stets mit Unsicherheit verbunden. Unseren Angaben liegen Überzeugungen und Annahmen des Vorstands der Dürr AG zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen. Folgende Faktoren können aber den Erfolg unserer strategischen und operativen Maßnahmen beeinflussen: geopolitische Risiken, Veränderungen der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen, insbesondere eine anhaltende wirtschaftliche Rezession in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, Produkteinführungen von Wettbewerbern, mangelnde Kundenakzeptanz neuer Dürr-Produkte oder -Dienstleistungen einschließlich eines wachsenden Wettbewerbsdrucks. Sollten diese Faktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse von den prognostizierten abweichen. Die Dürr AG beabsichtigt nicht, vorausschauende Aussagen und Informationen laufend zu aktualisieren. Sie beruhen auf den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung.