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Dürr AG Board/Management Information 2018

Apr 26, 2018

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Board/Management Information

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Dürr Aktiengesellschaft Stuttgart Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, es ist mir eine Ehre, mich mit diesem Bericht erstmals als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Dürr AG an Sie wenden zu dürfen. Am 1. Januar 2018 habe ich dieses Amt von Herrn Klaus Eberhardt übernommen, der den Aufsichtsrat seit April 2013 umsichtig und mit großer Expertise geleitet hat. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich ihm für seine erfolgreiche Arbeit und sein großes Engagement zum Wohle von Dürr. Ich habe den Vorsitz des Aufsichtsrats in einer spannenden Zeit übernommen. Mit der Strategie digital@DÜRR treibt Dürr die digitale Transformation voran und lebt vor, wie die Synthese von klassischem Maschinen- und Anlagenbau und moderner Software- und Internettechnologie zum Erfolg führt. Ich werde alles daransetzen, mich als Kenner der Software-Branche einzubringen und Dürr gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Aufsichtsrat, dem Vorstand sowie allen Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gut für die digitale Zukunft zu rüsten. Selbstverständlich gilt meine Aufmerksamkeit als Aufsichtsratsvorsitzender neben der Digitalisierung auch den weiteren Belangen des Unternehmens. Der Dürr-Konzern ist strategisch gut aufgestellt. Dank seiner Innovations- und Automatisierungskompetenz bieten sich neue Chancen im Geschäft mit Produktionstechnik für Elektroautos. Durch die erfolgreiche Akquisition der HOMAG Group verfügt Dürr über eine gute Portfolio-Balance. Die starke Marktstellung im Automotive-Kerngeschäft wird ergänzt durch führende Positionen von Schenck und der HOMAG Group in einer Reihe attraktiver Maschinenbaunischen. Im Service zahlt sich die Optimierung der vergangenen Jahre aus. Das Geschäft besitzt weiteres Wachstumspotenzial und liefert wichtige Ergebnisbeiträge. Besondere Aufmerksamkeit widmet der Vorstand dem Lackieranlagenbau (Paint and Final Assembly Systems) sowie der Umwelt- und Energieeffizienztechnik (Clean Technology Systems). In beiden Divisions werden die Weichen gestellt, um nachhaltig gute Margen erzielen zu können. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Jahr 2017 aufmerksam begleitet und beraten. Alle benötigten Informationen zu Geschäftsentwicklung, strategischen Maßnahmen, Unternehmensplanung und zustimmungspflichtigen Geschäften wurden vom Vorstand unverzüglich und vollständig zur Verfügung gestellt. Sämtliche Aufsichtsratsbeschlüsse ergingen nach eingehender Prüfung und Erörterung auf Basis schriftlicher Entscheidungsvorlagen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsmäßig und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat das Risikomanagementsystem bei operativen, finanzwirtschaftlichen und juristischen Fragen effektiv genutzt; dabei standen ihm die Konzernabteilungen Compliance, Recht, Controlling und interne Revision zur Seite. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig und umfassend über Risiken und Chancen unterrichtet; bei der Weiterentwicklung des Risikokontroll- und Überwachungssystems hat er den Vorstand effektiv unterstützt. Im Jahr 2017 fanden fünf ordentliche und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt. Nur in einem Fall konnte ein Mitglied nicht an einer Sitzung teilnehmen; bei der außerordentlichen Sitzung waren zwei Teilnehmer telefonisch zugeschaltet. Bei den Ausschusssitzungen gab es ebenfalls nur eine Nichtteilnahme. Abseits der Sitzungen stand Herr Eberhardt als Vorsitzender des Aufsichtsrats in regelmäßigem Austausch mit dem Vorstand. Auch ich spreche häufig mit Herrn Dieter, Herrn Crosetto und Herrn Dr. Weyrauch. Über die Ergebnisse dieser Unterredungen werden die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats zeitnah informiert. WICHTIGE THEMEN DER SITZUNGEN Marktlage, Geschäftsverlauf, finanzielle Situation und der Ausblick wurden in allen Aufsichtsratssitzungen des Jahres 2017 behandelt. In den Diskussionen zur wirtschaftlichen Entwicklung achtete der Aufsichtsrat besonders auf Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie auf ROCE, Cashflow und Liquidität. Auch die größten Aufträge der Divisions und bevorstehende Auftragsvergaben wurden regelmäßig beleuchtet, ebenso die Optimierungsprogramme bei der HOMAG Group und im Lackieranlagenbau, die Situation in der Energieeffizienztechnik sowie digital@DÜRR. Die erste Zusammenkunft des Aufsichtsrats war eine außerordentliche Sitzung am 8. Februar 2017. In ihr wurde Herr Carlo Crosetto zum neuen Finanzvorstand der Dürr AG bestellt. Zudem beschloss der Aufsichtsrat zwei Geschäftsverteilungspläne: Der erste Plan trat mit dem Dienstbeginn von Herrn Crosetto am 1. März 2017 in Kraft. Mit dem zweiten Plan regelte der Aufsichtsrat die Geschäftsverteilung nach dem Austritt von Herrn Ralph Heuwing aus dem Vorstand der Dürr AG (14. Mai 2017). Herr Heuwing gehörte dem Vorstand zehn Jahre an und hat sich große Verdienste um Dürr erworben. Der Aufsichtsrat dankt ihm herzlich für seine erfolgreiche Arbeit an der Seite von Herrn Dieter. In der Sitzung am 16. März 2017 prüfte und verabschiedete der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2016. Ferner erörterte und verabschiedete er die Tagesordnung für die Hauptversammlung. Auf Empfehlung des Personalausschusses legte der Aufsichtsrat die rollierende LTI-Tranche für die Jahre 2017 bis 2019 fest; sie ist Teil der variablen Vergütung für den Vorstand. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Durchsprache des ersten Personalberichts des Jahres. Am 5. Mai 2017 hielt der Aufsichtsrat vor Beginn der Hauptversammlung eine Sitzung ab. Der Konzernleiter Personal erläuterte das Dürr-Führungskompetenzmodell und dessen Funktion bei der Besetzung von Führungspositionen. Der Aufsichtsrat beschloss für den Zeitraum bis 30. Juni 2022 eine Zielquote von 0 % für den Frauenanteil im Vorstand. Zugleich erklärte er, dass das bei Dürr bestehende Programm zur Förderung von Frauen in Führungspositionen weiter ausgebaut werden solle. In der Sitzung vom 25. Juli 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem ersten Risikobericht des Jahres und den Themen Compliance und Konzernrevision. Der Vorstand erläuterte seine Entscheidung, den Betrieb der defizitären Energieeffizienzgesellschaft Dürr thermea GmbH einzustellen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Antrag des Vorstands zu, die Finanzierung für einige Gebäude am Standort Bietigheim-Bissingen vorfristig abzulösen, um Kosten zu senken. Zudem stellte er nach eingehender Prüfung fest, dass er die Anzahl von sieben unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern für angemessen erachtet. Einen weiteren Sitzungsschwerpunkt bildeten die Planungen des Vorstands zur ADAMOS-Kooperation. Die Sitzung am 4. Oktober 2017 fand auf dem neuen Dürr-Campus in Southfield (USA) statt. Herr Eberhardt informierte den Aufsichtsrat über die Niederlegung seines Mandats zum Jahresende. Er erläuterte die Empfehlung des Nominierungsausschusses, Herrn Dr. Rolf Breidenbach zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen und ihn zuvor gerichtlich als Mitglied bestellen zu lassen. Dieser Empfehlung schloss sich der Aufsichtsrat an. Im weiteren Sitzungsverlauf berichtete der Vorstand ausführlich über die Entwicklung der IIoT-Plattform ADAMOS und die bevorstehenden weiteren Schritte. Nach der Durchsprache des zweiten Personalberichts beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der neuen CSR-Richtlinie. Aufgabe des Aufsichtsrats ist es gemäß § 171 Abs. 1 AktG n.F., die nichtfinanzielle Konzernerklärung (§ 315b Abs. 1 HGB) im Hinblick auf Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit zu prüfen. Die Dürr AG hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) der nichtfinanziellen Konzernerklärung für 2017 beauftragt. Die Sitzung am 13. Dezember stand im Zeichen von Strategie und Budget. Zunächst präsentierten der Vorstand und die Leiter der Divisions Ziele und Maßnahmen der Strategie "Dürr 2020". Danach genehmigte der Aufsichtsrat das Budget für 2018, nahm die Planung für den Zeitraum 2019 bis 2021 zur Kenntnis und beschäftigte sich mit dem zweiten Risikobericht sowie dem Bericht zum internen Kontrollsystem. Die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichneten die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Ferner verabschiedete der Aufsichtsrat ein Kompetenzprofil und Ziele für seine Zusammensetzung. Weiterführende Informationen dazu enthält der Corporate-Governance-Bericht. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT Nachdem Herr Eberhardt über sein bevorstehendes Ausscheiden informiert hatte, wählte der Aufsichtsrat mich am 4. Oktober 2017 zu seinem neuen Vorsitzenden. Der Wechsel im Vorsitz erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2018; Mitglied im Aufsichtsrat bin ich bereits seit dem Jahr 2011. Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurde Herr Dr. Rolf Breidenbach gerichtlich als neues Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Dr. Breidenbach wird sich auf der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 zur Wahl stellen. Die Hauptversammlung vom 5. Mai 2017 wählte Herrn Richard Bauer zum Mitglied des Aufsichtsrats; zum 1. Januar 2018 übernahm Herr Bauer das Amt des weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Er folgt als Aufsichtsratsmitglied auf Herrn Professor Dr.-Ing. Holger Hanselka, der sein Mandat am 5. Mai 2017 niederlegte. Grund für das Ausscheiden von Herrn Professor Dr.-Ing. Hanselka war, dass er den Vorsitz des Technology Council von Dürr übernommen hat. Dieser neu geschaffene Expertenbeirat berät den Vorstand der Dürr AG in Technologiefragen. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Professor Dr.-Ing. Hanselka für sein Engagement in den vergangenen Jahren und wünscht ihm in seiner neuen Funktion viel Erfolg. Im Zuge des Ausscheidens von Herrn Eberhardt gab es auch Veränderungen in den Ausschüssen. Mit Wirkung vom 1. Januar 2018 wurde Herr Bauer zum Mitglied des Personal-, Vermittlungs- und Nominierungsausschusses gewählt. Ich selbst habe den Vorsitz dieser drei Ausschüsse übernommen. ARBEIT DER AUSSCHÜSSE Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, trat im Jahr 2017 zwei Mal zusammen. Am 23. Januar führte er abschließende Gespräche mit den zwei Kandidaten für die Position des Finanzvorstands. Im Anschluss daran empfahl er dem Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Crosetto. In der Sitzung am 16. März beschäftigte sich der Personalausschuss mit Modalitäten und Vergütungsfragen im Zuge des Ausscheidens von Herrn Heuwing. Der Nominierungsausschuss hielt ebenfalls zwei Sitzungen ab. Am 17. Februar beschloss er, dem Aufsichtsrat in der März-Sitzung Herrn Bauer als Kandidaten für die Wahl auf der Hauptversammlung zu empfehlen. Am 27. September beschäftigte er sich mit dem geplanten Ausscheiden von Herrn Eberhardt und verständigte sich darauf, Herrn Dr. Breidenbach als neues Aufsichtsratsmitglied zu empfehlen. Diese Empfehlung wurde am 4. Oktober im Plenum ausgesprochen. Der Prüfungsausschuss kam im Jahr 2017 zu vier Sitzungen zusammen und befasste sich mit den Quartals-, Jahres- und Konzernabschlüssen sowie verschiedenen Bilanzierungsthemen. Dazu zählte beispielsweise die Umsatzrealisierung nach dem neu gefassten Rechnungslegungsstandard IFRS 15. Ferner setzte sich der Ausschuss intensiv mit der neuen CSR-Richtlinie und den Anforderungen an die nichtfinanzielle Konzernerklärung im Lagebericht auseinander. In diesem Kontext empfahl er dem Plenum, die nichtfinanzielle Konzernerklärung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) durch den Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen. Der Prüfungsausschuss schlug auch die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung vor und überwachte die Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Vorschriften. Er kontrollierte und bestätigte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems und beachtete dabei auch neu hinzugekommene Anforderungen. Ferner überprüfte er den Rechnungslegungsprozess und ließ das Compliance-Management-System durch den Wirtschaftsprüfer evaluieren. Die Prüfungsergebnisse sowie die vorläufigen Evaluierungserkenntnisse wurden dem Aufsichtsrat am 13. Dezember 2017 vorgetragen und im Plenum diskutiert. Weitere Berichte erstattete der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in den Sitzungen am 16. März und 25. Juli 2017. Eine Einberufung des Vermittlungsausschusses war wie in den Vorjahren nicht erforderlich. PRÜFUNG UND FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand auf den 31. Dezember 2017 aufgestellten Jahresabschluss der Dürr AG, den Dürr-Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden mit dem Vorstand in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 21. März 2018 ausführlich diskutiert und geprüft. Dasselbe gilt für die ebenfalls fristgerecht vorgelegten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer. Die Wirtschaftsprüfer, die den Bestätigungsvermerk unterzeichnet haben, nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie an der Prüfungsausschusssitzung am selben Tag teil. Sie berichteten über ihre Prüfung und standen für weitere Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer für Dürr war bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstmals Herr Marco Koch. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses äußerte sich Herr Federer in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich zu den Prüfungsunterlagen, den Vorgesprächen mit den Wirtschaftsprüfern und den Prüfungsschwerpunkten. Letztere waren die Bilanzierung der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe und die Angaben im Konzernanhang zu den Auswirkungen des IFRS 15 zur Umsatzrealisierung. Auf Basis der ihm vorgelegten Unterlagen sowie der Berichte von Prüfungsausschuss und Wirtschaftsprüfern hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht, der erstmalig eine nichtfinanzielle Konzernerklärung enthält, geprüft und akzeptiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Wirtschaftsprüfer zu, schließt sich bei der Beurteilung der Lage von Konzern und Dürr AG der Einschätzung des Vorstands an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns - vorgesehen ist eine Dividende von 2,20 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 - schließt sich der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eigener Prüfung an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Leitern der Divisions, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung im Jahr 2017. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für ihr Vertrauen in Dürr. BIETIGHEIM-BISSINGEN, 21. MÄRZ 2018 KARL-HEINZ STREIBICH, Vorsitzender des Aufsichtsrats ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT Wir haben den Dürr-Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB mit dem Lagebericht der Dürr AG zusammengefasst. Der Lagebericht wird daher als zusammengefasster Lagebericht bezeichnet. Soweit nichts anderes vermerkt ist, gelten die folgenden Informationen sowohl für den Dürr-Konzern als auch für die Dürr AG. Aussagen, die sich ausschließlich auf die Dürr AG beziehen, sind entsprechend gekennzeichnet. Sie finden sich am Ende des zusammengefassten Lageberichts. SEITENVERWEISE Die im Text in Klammern gesetzten Seitenangaben verweisen auf weitere Informationen im Lagebericht, im Anhang zum Konzernabschluss oder im Glossar. GRUNDLAGEN DER KONZERN IM ÜBERBLICK PROFIL Dürr gehört zu den weltweit führenden Konzernen im Maschinen- und Anlagenbau. Wir verfügen über eine ausgeprägte Kompetenz für die Digitalisierung und Automatisierung industrieller Fertigungsprozesse. Unsere Maschinen, Anlagen und Services ermöglichen maximale Produktionseffizienz, sei es in der Automobilindustrie, auf die rund 55 % unseres Umsatzes entfallen, oder in Branchen wie Holzbearbeitung, Maschinenbau, Chemie, Pharma und Elektro. Wir betreiben 92 Standorte in 31 Ländern. Mit den Marken Dürr, Schenck und HOMAG operieren wir weltweit. Außer in Nordamerika und Westeuropa sind wir auch in den Emerging Markets1 stark vertreten. Dort erzielten wir im Geschäftsjahr 2017 51 % des Auftragseingangs sowie 48 % des Umsatzes. ORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNS Die Dürr AG ist die Management-Holding des Konzerns. Sie steuert die Divisions und übernimmt übergeordnete Aufgaben wie Finanzierung, Controlling und Rechnungswesen sowie Recht, Steuern, interne Revision, Unternehmenskommunikation und Personalmanagement. Gemeinsam mit der BeteiligungsHolding Dürr Technologies GmbH, der Dürr International GmbH und der Dürr IT Service GmbH bildet die Dürr AG das Corporate Center. Unser operatives Geschäft führen wir in fünf Divisions, die auch die berichtspflichtigen Segmente im Sinne der IFRS bilden: ― Paint and Final Assembly Systems ― Application Technology ― Clean Technology Systems ― Measuring and Process Systems ― Woodworking Machinery and Systems DIVISIONS, ABSATZMÄRKTE, MARKTANTEILE2 , WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN Paint and Final Assembly Systems Paint and Final Assembly Systems plant, baut und modernisiert schlüsselfertige Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie. In der Lackieranlagentechnik bieten wir Produkte und Verfahren für alle Prozessstufen. Kernprodukte sind das Tauchlackiersystem RoDip, mit dem Karosserien ihre Korrosionsschutzschicht erhalten, und das energieeffiziente Lackierkabinensystem EcoDryScrubber. Meist umfasst unser Lieferumfang auch Steuerungs-, Trockner- [ S. 204 ] und Fördertechnik sowie die Zu- und Ablufttechnik. Unser SoftwareSpektrum deckt alle Anforderungen ab, im Zentrum steht die iTAC.MES.Suite für die Vernetzung und Steuerung von Produktionsanlagen. Mit 40 bis 50 % Weltmarktanteil stehen wir an der Spitze des Wettbewerbs, gefolgt von zwei Unternehmen aus Japan und Deutschland mit Marktanteilen von 20 % beziehungsweise 10 bis 15 %. 2.1 - KONZERNSTRUKTUR scroll Management-Holding • Dürr AG Divisions • Paint and Final Assembly Systems • Application Technology • Clean Technology Systems • Measuring and Process Systems • Woodworking Machinery and Systems 1 Asien (ohne Japan), Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa 2 intern ermittelt Auch in der Endmontagetechnik gehören wir zu den wenigen Anbietern weltweit, die komplette Werke realisieren können. In diesem Bereich eröffnet die Elektromobilität zusätzliche Geschäftschancen: Da Elektroautos einen weniger komplexen Antriebsstrang besitzen als herkömmliche Autos, lässt sich ihre Montage stärker automatisieren. Zu Paint and Final Assembly Systems gehört auch die Einheit Dürr Consulting. Sie berät Kunden bei der Planung und Optimierung von Produktionsprozessen, vor allem in der Lackier- und Endmontagetechnik. Application Technology Application Technology erwirtschaftet rund 90 % des Umsatzes mit Technologien für den automatischen Sprühauftrag von Füller-, Basis- und Klarlack. Hauptprodukte sind der Hochrotationszerstäuber [ S. 204 ] EcoBell3, der Farbwechsler EcoLCC2 und die Lackierroboterfamilie EcoRP, deren dritte Generation seit Ende 2016 auf dem Markt ist. Hinzu kommen zum Beispiel Systeme für Farbversorgung, Qualitätssicherung sowie Prozesssteuerung und -auswertung. Im AutomotiveGeschäft sind wir mit rund 50 % Weltmarktanteil der führende Anbieter. Unsere zwei wichtigsten Wettbewerber sind Hersteller von Industrierobotern mit Marktanteilen zwischen 15 und 20 %. Zusätzlich zur Lackapplikationstechnik operieren wir in zwei angrenzenden Geschäftsfeldern: der Sealing-Technik und der Klebetechnik [ S. 204 ]. Sealing-Verfahren dienen zur Schweißnahtversiegelung, zum Auftrag des Unterbodenschutzes und zum Spritzen von Dämmmatten in Autos. Das Kleben ist eine Alternative zum Schweißen von Fahrzeugbauteilen in Rohbau und Endmontage. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass es den Einsatz nicht schweißbarer Leichtbau-Materialen [ S. 204 ] im Karosseriebau ermöglicht. In der Endmontage werden zum Beispiel Scheiben, Glasdächer, Cockpits und Tanks eingeklebt. Seit dem Jahr 2014 expandiert Application Technology auch außerhalb der Automobilbranche. Der dafür zuständige Bereich Industrial Products bietet Produkte für Branchen wie Kunststoff, Keramik, Schiffsbau, Holz und Möbel. Clean Technology Systems Clean Technology Systems ist vor allem in der Abluftreinigungstechnik aktiv. Unsere Ecopure-Abluftreinigungsanlagen kommen in Branchen wie Chemie, Pharma, Druck, Holzbearbeitung und Carbonfaserherstellung zum Einsatz. Darüber hinaus entfallen rund 30 % des Umsatzes in der Abluftreinigungstechnik auf die Ausrüstung von Automobillackierereien. In diesem Geschäft liegt unser Marktanteil bei 40 bis 50 %, auch im stärker fragmentierten Non-Automotive-Segment gehören wir zu den größten Anbietern. Unser wichtigstes Verfahren ist die thermische Abluftreinigung, bei der Schadstoffe bei bis zu 1.000 °C verbrannt werden. Zu Clean Technology Systems gehören auch unsere Aktivitäten in der Energieeffizienztechnik. In diesem Geschäftsfeld haben wir im Jahr 2017 Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung umgesetzt. Wesentlich war die Einstellung des Geschäftsbetriebs der auf Großwärmepumpen spezialisierten Dürr thermea GmbH. Weitere Informationen dazu finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Portfolioveränderungen". Measuring and Process Systems Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnikprodukte [ S. 204 ] an. Auswuchtanlagen der Marke Schenck kommen in verschiedensten Branchen zum Einsatz, der Automotive-Anteil beträgt rund 65 %. Mit rund 45 % Marktanteil sind wir mit Abstand der weltgrößte Anbieter, auf den Plätzen zwei und drei folgen Wettbewerber mit Marktanteilen von rund 15 und 10 %. In der Montage-, Prüf- und Befülltechnik rüsten wir vor allem die Automobilindustrie aus. Mit Marktanteilen von jeweils rund 50 % sind wir auch in diesen Bereichen weltweit führend. In der Befülltechnik bieten wir über die Agramkow-Gruppe auch Anlagen zur automatisierten Befüllung von Kühlschränken, Klimageräten und Wärmepumpen mit Kältemitteln. Die gefragtesten Produkte in der Prüftechnik sind Teststände für Bremsen, Elektronik und Fahrwerkgeometrie. Das Angebot in der Montagetechnik besteht im Wesentlichen aus sogenannten Hochzeitsstationen, in denen Karosserie und Antriebsstrang zusammengeführt werden. Das Geschäft mit industrieller Reinigungstechnik und Oberflächenbearbeitungstechnik (Cleaning and Surface Processing / Dürr-Ecoclean-Gruppe) haben wir zum 31. März 2017 veräußert. Weitere Informationen dazu finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Portfolioveränderungen". 2.2 - TÄTIGKEITSFELDER UND ABSATZMÄRKTE DIVISION PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Anlagenbau • Lackieranlagen • Automobilhersteller • Einzelne Lackierprozessstationen • Automobilzulieferer • Endmontagesysteme • Allgemeine Industrie • Service (z. B. Bau- und Landmaschinen) • Consulting • Beratung • Automobilhersteller • Automobilzulieferer • Allgemeine Industrie DIVISION APPLICATION TECHNOLOGY scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Maschinenbau und Komponentengeschäft • Produkte für den automatischen Sprühauftrag von Lack • Automobilhersteller • Automobilzulieferer • Sealing-Technik • Allgemeine Industrie • Klebetechnik (z. B. Kunststoff, Keramik, Holz, Schiffsbau) • Service DIVISION CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Anlagenbau und Komponentengeschäft • Abluftreinigungsanlagen • Chemie • Energiemanagement und -beratung • Pharma • Service • Carbonfaserproduktion • Druck / Beschichtung • Automobilhersteller (Lackierereien) • Automobilzulieferer (Lackierereien) • Holzbearbeitung • Betreiber dezentraler Kraftanlagen • Energiewirtschaft • Allgemeine Industrie DIVISION MEASURING AND PROCESS SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Maschinenbau • Auswucht- und Diagnosetechnik • Automobilhersteller • Montagetechnik für die Fahrzeugendmontage • Automobilzulieferer • Prüftechnik für die Fahrzeugendmontage • Elektroindustrie • Befülltechnik • Turbomaschinenbau / Kraftwerke • Service • Maschinenbau • Luftfahrt und Raumfahrt • Haushaltsgeräteindustrie DIVISION WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Maschinen- und Anlagenbau • Maschinen und verkettete Produktionslinien für die Holzbearbeitung • Holzbearbeitende Industrie • Service • Holzbearbeitendes Handwerk Woodworking Machinery and Systems Woodworking Machinery and Systems besteht aus der im Jahr 2014 erworbenen HOMAG Group, dem weltweit führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung. Mit gut 30 % Weltmarktanteil rangiert die HOMAG Group deutlich vor den beiden nächstplatzierten Wettbewerbern, die jeweils etwas mehr als 10 % auf sich vereinen. Unsere Technik wird von der Möbelindustrie und vom Handwerk eingesetzt, zum Beispiel für die Produktion von Möbeln, Küchen, Parkett- und Laminatfußböden, Fenstern, Türen, Treppen und Holzsystemhäusern. Das Angebot reicht von der Einstiegsmaschine bis zur vollautomatisierten Produktionslinie für die Losgröße-1-Fertigung. Kernprodukte sind zum Beispiel Plattenaufteilsägen, Durchlaufsägen und -bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Kantenanleimmaschinen, CNC-Bearbeitungszentren und Handling-Systeme. DIGITALISIERUNG / INDUSTRIAL INTERNET OF THINGS (IIOT) Die Digitalisierung der Produktion ist derzeit die wichtigste Anforderung unserer Kunden. Darauf haben wir uns eingestellt: Mit der IIoT-Plattform ADAMOS für den Maschinenbau und den darauf basierenden Digitalmarktplätzen LOXEO und tapio verfügen wir über eine zukunftsweisende Infrastruktur, um Nutzer unserer Maschinen und Anlagen mit digitalen Services zu unterstützen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden modulare Software-Lösungen für alle Stufen des Produktionsprozesses. Die strategische Plattform ADAMOS haben wir mit Partnern aus den Branchen Maschinenbau und Software entwickelt. Der Marktplatz LOXEO wendet sich an Kunden von Dürr und Schenck, mit tapio spricht die HOMAG Group Unternehmen aus der holzbearbeitenden Industrie an. Weitere Informationen zu ADAMOS, unserer Strategie digital@DÜRR und intelligenten Produkten finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Portfolioveränderungen" sowie in den Kapiteln Strategie [ S. 29 ] und Forschung und Entwicklung [ S. 34 ]. UMFANGREICHES SERVICE-ANGEBOT Mit dem Programm CustomerExcellence@ Dürr haben wir unsere Service-Organisation in den vergangenen Jahren ausgebaut. Dadurch sind wir in der Lage, mehr Service-Geschäft aus unserer breiten installierten Basis zu generieren. Unser Service-Angebot umfasst Planung, Umbau, Modernisierung, Optimierung und Verlagerung von Anlagen und Maschinen, ferner Audits zu Anlagenproduktivität und Energieeffizienz, Software-Updates, Schulung, Wartung, Remote-Diagnose, Reparatur und Ersatzteillieferung. Im Jahr 2017 beliefen sich die Service-Umsätze auf 945,9 Mio. €, dies entspricht einem Anteil von 25,5 % am Konzernumsatz. Ende 2017 waren 2.296 Mitarbeiter beziehungsweise 15,3 % der Konzernbelegschaft im Service beschäftigt. TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK GMBH (TIP): IMMOBILIENDIENSTLEISTER IN DARMSTADT Die zu Measuring and Process Systems gehörende Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP) vermarktet und betreibt am Schenck-Standort Darmstadt Büros sowie Produktions- und Logistikflächen. Auf 105.000 m2 Grund und Boden werden 109.900 m2 Fläche vermietet; davon entfallen 46 % auf Büros. RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die Dürr AG hält jeweils 100 % der Anteile an folgenden Gesellschaften: Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Dürr Technologies GmbH, Carl Schenck AG und Dürr IT Service GmbH. Zwischen den vier erstgenannten Unternehmen und der Dürr AG bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Mit der Dürr IT Service GmbH hat die Dürr AG einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Über die Dürr Technologies GmbH halten wir 55,9 % der Aktien der HOMAG Group AG. Seit März 2015 ist zwischen beiden Unternehmen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wirksam. Zwischen der Dürr Technologies GmbH und der Aktionärsgruppe Schuler / Klessmann, die rund 22,1 % der Anteile an der HOMAG Group AG hält, besteht eine Pool-Vereinbarung. Dadurch verfügen wir bei Abstimmungen auf der Hauptversammlung über rund 78 % der Stimmrechte. Der Aktionärsgruppe Schuler / Klessmann gehören die HOMAG-Gründer-familie Schuler und die Klessmann Stiftung an. Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG halten direkte oder indirekte Beteiligungen an den übrigen Konzerngesellschaften, meist handelt es sich um 100%ige Beteiligungen. Die Vorstandsmitglieder von Dürr AG, Carl Schenck AG, Dürr Systems AG und HOMAG Group AG sind in den Aufsichtsgremien wesentlicher Auslandsgesellschaften vertreten. PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN Akquisitionen / Beteiligungserwerbe / Gründungen ― Zum 5. September 2017 haben wir gemeinsam mit den Partnern ASM PT, Carl Zeiss AG, DMG Mori Aktiengesellschaft und Software AG das Joint Venture ADAMOS GmbH gegründet. Die Gesellschaft treibt die Vermarktung und Weiterentwicklung der gemeinsamen IIoT-Plattform [ S. 204 ] ADAMOS voran. Am 13. Dezember 2017 ist die Engel Austria GmbH dem Gesellschafterkreis beigetreten; im März 2018 erfolgte der Beitritt der Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH. Detaillierte Informationen zu ADAMOS enthält das Kapitel Strategie [ S. 29 ]. ― Zum 29. September 2017 hat die Schenck Corporation 100 % der Anteile des US-Unternehmens Test Devices Inc. (TDI) übernommen und damit die Position von Schenck im internationalen Markt für Prüf- und Auswuchttechnik [ S. 204 ] weiter ausgebaut. TDI ist spezialisiert auf Maschinen und Services für die Highspeed-Rotationsprüfung von Rotoren, die in der Luftfahrt-, Automobil-, Energie- und Medizintechnik zum Einsatz kommen. ― Die HOMAG Group AG hat mit Wirkung zum 26. Januar 2017 ihre Beteiligung an der Benz GmbH Werkzeugsysteme von 51 % auf 75 % erhöht. Die restlichen 25 % der Anteile wird die HOMAG Group AG im Jahr 2019 übernehmen. Benz bietet Werkzeugsysteme und Aggregate zum Zerspanen von Holz, Metall und Verbundwerkstoffen an. Weitere Informationen zu den drei beschriebenen Transaktionen finden Sie in Tabelle 2.3. Desinvestition Zum 31. März 2017 haben wir die Dürr-Ecoclean-Gruppe (Bereich Cleaning and Surface Processing innerhalb der Division Measuring and Process Systems) an die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd. veräußert und dekonsolidiert. Die Käuferin ist eine Tochtergesellschaft des chinesischen Maschinenbauunternehmens Shenyang Blue Silver Group (SBS Group). Die in der industriellen Reinigungstechnik aktive Dürr-Ecoclean-Gruppe erzielte im Jahr 2016 knapp 200 Mio. € Umsatz und ein EBIT von rund 14 Mio. €. Im ersten Quartal 2017, in dem die Dürr-Ecoclean-Gruppe noch zum Dürr-Konzern gehörte, steuerte sie 51,1 Mio. € Auftragseingang, 47,5 Mio. € Umsatz und 2,2 Mio. € EBIT bei. Der Verkaufserlös betrug 107,9 Mio. € für 85 % des Geschäfts der Ecoclean-Gruppe. Der Buchgewinn in Höhe von 23,0 Mio. € wurde als Sonderertrag im Corporate Center gebucht. Zudem erhielten wir ohne Zahlungsmittelabfluss eine Beteiligung von 15 % an der neuen Holding-Gesellschaft SBS Ecoclean GmbH. Die SBS Group hat angekündigt, diese Beteiligung im Jahr 2018 zu übernehmen, dafür übt sie eine ihr eingeräumte Call-Option aus. Aus der Veräußerung unserer Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH erwarten wir keinen weiteren Buchgewinn. Zusätzlich verweisen wir auf die Textziffern 4 [ S.118 ], 18 [ S. 136 ] und 24 [ S. 144 ] im Anhang zum Konzernabschluss. Dort finden Sie auch Angaben zu weiteren, betragsmäßig untergeordneten Transaktionen, auf deren Darstellung im Lagebericht wir mit Blick auf den Grundsatz der Wesentlichkeit verzichtet haben. 2.3 - WESENTLICHE AKQUISITIONEN / BETEILIGUNGSERWERBE / GRÜNDUNGEN scroll Beteiligung Konsolidierungsart In Konzernabschluss einbezogen seit Kaufpreis Mitarbeiter (31.12.2017) Division ADAMOS GmbH 20,0 % Finanzbeteiligung 05.09.2017 -1 8 - Test Devices Inc. 100,0 % Vollkonsolidiert 29.09.2017 4,2 Mio. € 34 Measuring and Process Systems Benz GmbH Werkzeugsysteme 75,0 % (zuvor: 51,0 %) Vollkonsolidiert 03.10.2014 6,5 Mio. € 303 Woodworking Machinery and Systems 1 Gesellschaftsgründung gemeinsam mit Partnerunternehmen 2.4 - PROZESSE DES ANLAGENBAUS Einstellung Geschäftsbetrieb Dürr thermea Im dritten Quartal 2017 haben wir den Geschäftsbetrieb der Dürr thermea GmbH eingestellt. Die auf Großwärmepumpen spezialisierte Gesellschaft war Teil des defizitären Geschäftsfelds Energieeffizienztechnik in der Division Clean Technology Systems. Im ersten Halbjahr 2017 verzeichnete sie bei einem Umsatz von 1,1 Mio. € einen erheblichen Verlust. Das EBIT des Corporate Centers enthält Kosten in Höhe von 5,3 Mio. € für die Einstellung des Geschäftsbetriebs von Dürr thermea. GESCHÄFTSMODELL Unsere Kernkompetenz ist das Engineering [ S. 204 ] effizienter Produktionstechnik. Wir unterstützen unsere Kunden sowohl mit Einzelmaschinen als auch mit kompletten Fertigungssystemen. Im Rahmen von Industrie 4.0 bauen wir unser Angebot für die digitale Vernetzung und Steuerung von Produktionssystemen aus. Unsere Technologien und Services verhelfen unseren Kunden zu einer höheren Effizienz in der Produktion. Dafür steht der Dürr-Claim "Leading in Production Efficiency". Um dieses Nutzenversprechen zu erfüllen und uns im Wettbewerb zu differenzieren, setzen wir vor allem auf die folgenden Faktoren: ― Digitalisierung und technologische Innovation ― Planungs- und Engineering-Kompetenz ― Verlässliche Auftragsabwicklung ― Effiziente Produktions- und Montagestätten für Kernprodukte ― Umfassende After-Sales-Services ― Globale Präsenz, Kundennähe in allen Marktregionen Gut 60 % des Geschäftsvolumens des Konzerns entfallen auf den Maschinenbau und knapp 40 % auf den Anlagenbau. Im Maschinenbau streben wir EBIT-Margen von 10 bis 12 % an, in einzelnen Nischen auch mehr. Im Anlagenbau beträgt die Zielspanne 6 bis 7 %. Bei der Kapitalrendite erzielt das Anlagenbaugeschäft höhere Werte. Der ROCE [ S. 205 ] kann im Anlagenbaugeschäft 100 % übersteigen, da das Capital Employed [ S. 205 ] dort sehr gering ist. In den Maschinenbauaktivitäten streben wir einen ROCE von 15 bis 25 % an. Finanzielle Bedeutung einzelner Produkte, Dienstleistungen und Absatzmärkte Angesichts unseres breiten Angebotsspektrums ist die finanzielle Bedeutung einzelner Produkte und Dienstleistungen begrenzt. Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Lackieranlagengeschäft ist unsere Systemkompetenz, also die Fähigkeit, komplette Anlagen schlüsselfertig zu planen und zu bauen. Das ServiceGeschäft generiert im Konzern einen überdurchschnittlichen Ergebnisbeitrag und wird daher ausgebaut. Dank unserer internationalen Präsenz verfügen wir über eine ausgewogene regionale Umsatzverteilung. Im Jahr 2017 stammten 13 % der Erlöse aus Deutschland, 29 % aus anderen europäischen Ländern, 27 % aus Nord- und Südamerika sowie 31 % aus Asien, Afrika und Australien. Der Ergebnisbeitrag in den einzelnen Regionen entspricht ungefähr der Umsatzverteilung. In Regionen mit überdurchschnittlich hohen Marktanteilen erzielen wir tendenziell etwas höhere Margen. Geschäftsprozesse / Prozessvorteile Unsere wichtigsten Geschäftsprozesse sind Planung, Engineering / Konstruktion, Auftragsabwicklung und Service. Mit Blick auf Qualität, Liefertreue und Know-how-Schutz haben wir unsere Eigenfertigung in den zurückliegenden Jahren gezielt ausgeweitet. Besonders bei Großprojekten im Anlagenbau ist ein professionelles Projektmanagement erfolgskritisch. Ein Großprojekt benötigt meist 15 bis 24 Monate bis zum Abschluss, Aufträge im Maschinenbau benötigen zwischen 2 und 12 Monaten. Kleinere Umbau-, Modernisierungs- und Service-Projekte haben kürzere Laufzeiten. Großprojekte erfordern eine reibungslose Kooperation verschiedener Abteilungen und Standorte. Daher arbeiten wir mit standardisierten Prozessen in Planung, Auftragsabwicklung, Service und Verwaltung. Unsere Prozesse werden durch weltweit durchgängige IT-Systeme unterstützt. Dies vermeidet Schnittstellenprobleme, automatisiert Abläufe und ermöglicht den internationalen Austausch von Arbeitspaketen sowie eine effektive Kapazitätssteuerung. Zudem können wir dank einheitlicher Prozesse und IT-Tools bei reduziertem Risiko mehr Aufträge parallel abwickeln. Kundenbeziehungen Die meisten Automobilhersteller und viele Zulieferer produzieren mit Dürr-Technik. Das Geschäft mit ihnen ist technisch komplex und langfristig angelegt, deshalb pflegen wir einen kontinuierlichen Austausch. Wir agieren als Planer, Berater und Anlagenlieferant. Bei großen Investitionsprojekten werden wir bis zu zwei Jahre vor Auftragsvergabe hinzugezogen. Als Service-Partner unterstützen wir unsere Kunden im Anlagenbetrieb und bei Modernisierungen. Oft informieren uns Kunden frühzeitig über die Entwicklung neuer Modelle, damit wir rechtzeitig die benötigte Produktionstechnik bereitstellen können. Die Maschinenbau-Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems haben eine sehr breite Marktbasis mit mehreren zehntausend Kunden. Daher ist der Vertriebsaufwand höher als im Anlagenbaugeschäft mit der Automobilindustrie. Neben der Lieferung von Einzelmaschinen gibt es aber auch im Maschinenbau größere Projekte mit längeren Laufzeiten. Lieferantenbeziehungen Wir beschaffen Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen bei über 12.000 Lieferanten. Neben Teile- und Komponentenzulieferern beauftragen wir oft auch Auftragsfertiger, Ingenieurdienstleister und Logistikunternehmen. Bei wichtigen Warengruppen schließen wir weltweit gültige Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten. Dadurch können wir Bedarfe mehrerer Gesellschaften und Divisions bündeln und Mengenvorteile nutzen. Weitere Informationen enthält das Kapitel Beschaffung [ S. 37 ]. Weitere Merkmale unseres Geschäftsmodells Unsere Wertschöpfungstiefe ist mit 37 % relativ gering, hat aber in den vergangenen Jahren etwas zugenommen. Maßgeblich dafür waren der Ausbau unserer Eigenfertigung und die Übernahme der HOMAG Group mit einer Wertschöpfungstiefe von 43 %. In der Anlagenbau-Division Paint and Final Assembly Systems beträgt die Wertschöpfungstiefe lediglich 28 %. Aufgrund der niedrigen Wertschöpfungstiefe sind auch Anlagenintensität [ S. 205 ] und Kapitalbindung relativ gering. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen decken einen großen Teil der Forderungen und Vorräte im Umlaufvermögen ab. Daher ist das Net Working Capital (NWC) [ S. 205 ] im Anlagenbau gering oder sogar negativ. Auch bei den Fixkosten profitieren wir von der niedrigen Wertschöpfungstiefe und Anlagenintensität, was uns flexibler bei zyklischen Auftragsschwankungen macht. Die Days Working Capital betrugen im Jahr 2017 durchschnittlich 35,1 Tage. Damit lagen sie innerhalb des Zielkorridors, den wir von 25 bis 35 Tagen auf 30 bis 40 Tage angehoben haben. Maßgeblich für die Anhebung des Zielkorridors waren Veränderungen im Anzahlungsverhalten unserer Kunden und die starke Geschäftsausweitung im Maschinenbau. Gemessen am Umsatz ist unser üblicher Investitionsbedarf (ohne Akquisitionen) mit 75 bis 85 Mio. € pro Jahr niedrig. Auch hier macht sich der geringe Bedarf an Sachanlagen im Anlagenbau bemerkbar. Im Jahr 2017 lagen die Investitionen mit 88,0 Mio. € etwas über dem Normalniveau. Hauptgrund war eine Immobilientransaktion am Standort BietigheimBissingen. Die HOMAG Group investiert mit rund 30 Mio. € pro Jahr mehr als die anderen Divisions, da ihre Wertschöpfungstiefe höher ist und sie ihre Kapazitäten an die überaus hohe Nachfrage anpassen muss. Unsere Materialkostenquote1 (Anteil der Materialkosten am Umsatz) ist in den vergangenen Jahren gesunken: von 46,8 % im Jahr 2012 auf 38,2 % im Berichtsjahr. Dies resultiert aus dem Kauf der HOMAG Group, zudem konnten wir den Aufwand für externe Produktionsdienstleister infolge unserer höheren Eigenfertigung verringern. Die meisten Divisions verfügen in großen Auslandsmärkten über lokale Produktionswerke und Beschaffungsstrukturen. Dies reduziert ihren Exportbedarf und damit die Transaktionsrisiken. Wichtiger sind Translationseffekte infolge der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro. Der Erwerb der HOMAG Group (2014) hat unser Transaktionsrisiko etwas erhöht. Da die HOMAG Group viel in Deutschland produziert, weist sie eine höhere Exportquote und ein entsprechend höheres Währungsrisiko auf. Im Geschäft mit der Automobilindustrie haben Projekte oft lange Vorlaufzeiten. Dies verschafft uns eine hohe Visibilität hinsichtlich des künftigen Auftragseingangs. Folglich können wir unsere künftige Umsatz-, Auslastungs- und Ertragssituation für einen Großteil des Geschäfts gut abschätzen. 1 Materialkosten: Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Kaufteile und den Einkauf bei Sublieferanten STANDORTE UND ARBEITSTEILUNG IM KONZERN Unsere 92 Standorte sorgen für Kundennähe. In den vergangenen Jahren haben die Standorte in den Emerging Markets an Bedeutung gewonnen. Dort waren Ende 2017 32 % der Belegschaft angestellt. Mit rund 2.300 Beschäftigten (inklusive durchschnittlich rund 300 Externer) ist Schanghai der größte Standort in den Emerging Markets. Unsere Leitstandorte in Deutschland steuern das weltweite Geschäft des Konzerns. Der Dürr-Campus in BietigheimBissingen (rund 2.100 Mitarbeiter) ist die Zentrale des Konzerns und der Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems. Der Standort Darmstadt (rund 580 Mitarbeiter) koordiniert die Aktivitäten von Measuring and Process Systems. Der Stammsitz der HOMAG Group in Schopfloch (rund 1.650 Mitarbeiter) steuert das Geschäft von Woodworking Machinery and Systems. Seit dem Jahr 2012 haben wir unser Standortnetzwerk modernisiert und erweitert. In die über 15 Baumaßnahmen wurden zwischen 2012 und 2017 insgesamt 161,3 Mio. € investiert (seit Oktober 2014 inklusive HOMAG Group). Den Abschluss des Investitionsprogramms bildete der Bau eines Campus-Standorts in Schanghai mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 20,4 Mio. €, davon entfielen 8,2 Mio. € auf das Jahr 2017. Der neue Standort wurde im Februar 2017 mit rund 1.100 Mitarbeitern eröffnet. Richtlinien definieren, wie die Konzerngesellschaften bei länderübergreifenden Systemprojekten im Anlagenbau zusammenarbeiten. Bei Großaufträgen von Paint and Final Assembly Systems übernimmt meist das System Center Bietigheim-Bissingen die Projektführung. Die Auslandsgesellschaften sind für Vertrieb und Service vor Ort zuständig und unterstützen die Auftragsabwicklung, zum Beispiel durch Engineering- [ S. 204 ], Einkaufs- und Fertigungsleistungen. Auch im Maschinenbau bilden die deutschen Leitstandorte die Drehscheibe für internationale Projekte. UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE FRÜHINDIKATOREN Für die Steuerung des Unternehmens beobachten wir verschiedene Frühindikatoren. Dadurch können wir uns rechtzeitig auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen. Wir verwenden vier Indikatortypen: ― Wichtige konjunkturelle Frühindikatoren sind Geldmengen, Rohstoff- und Energiepreise sowie Einkaufsmanager- und Geschäftsklimaindizes. Auch Research-Berichte und gesamtwirtschaftliche Statistiken helfen uns, Konjunkturentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Zudem verfolgen wir die Entwicklung der Zinsen aufmerksam. Der Geschäftsverlauf in unseren Hauptabnehmerbranchen (Automobil- und Holzbearbeitungsindustrie) korreliert stark mit der Entwicklung der Weltwirtschaft. ― Spezifischere Indikatoren zur Abschätzung des zukünftigen Geschäftspotenzials sind die Investitionspläne von Kunden sowie Statistiken und Prognosen zu Produktion und Absatz. Zudem verfolgen wir die Erwartungen von Analysten bezüglich der Cashflows und Investitionen unserer Kunden. ― Der dritte Frühindikator sind konkrete Investitionsprojekte unserer Kunden. Informationen darüber sammeln wir in unserer Datenbank zusammen mit einer Einschätzung unserer Akquisitionschancen. Im Jahr 2017 hat sich das von uns erfasste chancengewichtete Marktvolumen erhöht. Im Produktgeschäft dient die Quotierungszeit von Angeboten als Indikator. Eine Zunahme der durchschnittlichen Quotierungszeit zeigt, dass die Kunden länger für Investitionsentscheidungen benötigen. Dies deutet auf eine Nachfrage-abschwächung hin. ― Die vierte Indikatorgruppe bilden Auftragseingang und Auftragsbestand. Da viele Projekte eine lange Laufzeit haben, eignen sich beide Kennzahlen, um Auslastung und Umsatz der nächsten Quartale abzuschätzen. EXTERNE EINFLUSSFAKTOREN Der wichtigste externe Einflussfaktor für unser Geschäft ist der Absatz der Automobil- und Möbelindustrie. In beiden Branchen ist für die kommenden Jahre mit einer wachsenden Endkundennachfrage und einem entsprechenden Produktionsplus von 3 bis 4 % zu rechnen. Daraus ergeben sich für uns weitere Wachstumsmöglichkeiten. Auch die Entwicklung der Motorisierungsrate, also die Anzahl von Motorfahrzeugen (ohne Zweiräder) pro 1.000 Einwohner, ist wichtig. Während die Motorisierungsrate in den USA über 800 und in der Europäischen Union bei knapp 600 liegt, beträgt sie in China nur rund 120. Bis 2030 oder später soll dieser Wert Experten zufolge auf 200 bis 300 Fahrzeuge steigen. Auch in Indien, wo es pro 1.000 Einwohner nur gut 20 Motorfahrzeuge gibt, sowie in anderen Schwellenländern dürfte die Motorisierungsrate deutlich wachsen. Dafür sprechen höhere verfügbare Einkommen und das zunehmende Bedürfnis nach individueller Mobilität. Eine ähnliche Situation besteht beim Möbelbesitz. Auch hier weisen die Schwellenländer noch eine wesentlich niedrigere Durchdringungsrate auf als die Industriestaaten. In bestimmten Bereichen beeinflussen staatliche Regelungen zum Emissionsschutz unser Geschäft. In der Regel verstärken anspruchsvollere Grenzwerte, zum Beispiel für CO2 , die Nachfrage nach Produktionstechnik mit geringerem Schadstoffausstoß. Dies trifft zum Beispiel für das Umwelttechnikgeschäft und den Lackieranlagenbau zu. Oft resultiert aus neuen Produkten unserer Kunden auch ein Bedarf an neuer Produktionstechnik. Ein Beispiel sind Elektroautos: Da ihr Antriebsstrang weniger komplex ist als bei Autos mit Verbrennungsmotor, lässt sich die Montage stärker automatisieren. Dies generiert zusätzlichen Bedarf für neue Montagekonzepte mit höherem Automatisierungsgrad. Zudem benötigen viele Hersteller von Elektroautos eine komplett neue Produktionsbasis, da sie bisher keine Autos gebaut haben. Wechselkursveränderungen haben nur geringen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Da wir in großen Auslandsmärkten über lokale Produktionswerke und Beschaffungsstrukturen verfügen, ist unser Exportbedarf gering. Dies senkt die Transaktionsrisiken. Wichtiger sind Translationseffekte infolge der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro. STRATEGIE Die Strategie "Dürr 2020" bestimmt den Kurs für die Weiterentwicklung des Konzerns bis zum Jahr 2020. Die damit verbundenen Kennzahlenziele sind: ― Umsatz: Bis 2020 soll der Umsatz durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen auf bis zu 5 Mrd. € steigen. ― EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen. ― ROCE: Der ROCE [ S. 205 ] soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen. NEUE GESCHÄFTSFELDER DURCH AKQUISITIONEN ERSCHLIESSEN Ein wichtiges Element von "Dürr 2020" ist die Erschließung neuer Felder für profitables Wachstum. Dazu wollen wir nach der erfolgreichen Übernahme der HOMAG Group (2014) unseren Akquisitionskurs fortsetzen. Wie bei der HOMAG Group suchen wir potenzielle Akquisitionsziele vor allem außerhalb des Automotive-Kerngeschäfts. Denn angesichts unserer hohen Marktanteile ist das Wachstumspotenzial im Geschäft mit der Automobilindustrie begrenzt. Für die kommenden Jahre erwarten wir in diesem Bereich ein Wachstum von durchschnittlich 3 bis 4 % p. a. Unser Ziel ist die Akquisition eines Unternehmens mit einem Umsatz von bis zu 1,5 Mrd. €. Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen sind: ― Maschinen- und Anlagenbau ― Nischenmarkt ― Führende Markt- und Technologieposition ― Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung und Synergien ― Passende Unternehmenskultur Denkbar sind aber auch kleinere Unternehmenszukäufe, entweder zur Stärkung einer bestehenden Division oder um unserem Portfolio eine komplementäre Technologie hinzuzufügen, von der mehrere Divisions profitieren können. Infrage kämen hierfür zum Beispiel Zukäufe in den Bereichen Software oder Digitalisierung. MARKTFÜHRER IM ZEITALTER DER DIGITALISIERUNG Mit "Dürr 2020" verfolgen wir ein zentrales Ziel: Dürr soll als Maschinen- und Anlagenbauer auch im Zeitalter der Digitalisierung wachsen und den Wettbewerb anführen. Dafür steht der Strategiekern digital@DÜRR. Mit diesen Aktivitäten treiben wir die Digitalisierung unserer Produkte, Systeme, Services und Geschäftsprozesse voran. digital@ DÜRR hat vier Dimensionen: ― Smart Products: Wir entwickeln intelligente Produkte, die sich selbst regulieren, wechselnde Aufgaben erkennen und Service-Bedarf frühzeitig melden. ― Smart Services: Via Internet analysieren wir Anlagen bei Kunden online. Big-Data-Analysen ermöglichen eine vorausschauende Anlagenwartung (Predictive Maintenance). ― Smart Processes: Wir optimieren unsere Auftragsabwicklung durch intelligente Software und Simulationen. ― Smart Factories: Mithilfe von Sensoren und Software vernetzen wir die Maschinen in einer Fabrik und machen die gesamte Produktion transparent und effizienter. Einzigartige Kombination von IT-Know-how und Shopfloor-Wissen In allen Branchen, die unsere Technik nutzen, ist die Digitalisierung der wichtigste Trend in der Fertigung. Sie steigert die Anlagenverfügbarkeit, senkt Kosten und ermöglicht die automatische Herstellung individueller Produkte in Losgröße 1. Wir wollen für unsere Kunden der leistungsfähigste Partner in Sachen Digitalisierung sein. Dieser Anspruch gründet auf einem wichtigen Alleinstellungsmerkmal: der Kombination aus IT-Know-how und produktionstechnischer Shopfloor-Kompetenz. Das bedeutet, dass wir unseren Kunden nicht nur Software für die digitale Vernetzung bieten, sondern auch unser Expertenwissen über Produktionstechnik und Fertigungsprozesse einbringen. Das hebt uns von branchenfernen Wettbewerbern ab. ADAMOS: Rückgrat für das Digitalgeschäft Wir verfügen über eine komplette Infrastruktur, um unser Digitalgeschäft auszubauen. Das Rückgrat bildet die Plattform ADAMOS für das Industrial Internet of Things (IIoT) [ S. 204 ]. Sie ist vergleichbar mit dem Betriebssystem eines Computers und erfasst große Datenmengen aus der Produktion. Auf Basis von ADAMOS sind wir in der Lage, Maschinenbetreibern wertvolle digitale Services anzubieten, zum Beispiel Apps, die den Maschinenzustand überwachen. Für die Kunden sind solche digitalen Services der Schlüssel zur Produktionsoptimierung. ADAMOS ist das Resultat einer einzigartigen Kooperation. Im September 2017 haben wir mit den Maschinenbauern DMG Mori, Zeiss und ASM sowie der Software AG das Joint Venture ADAMOS GmbH gegründet. Als weitere ADAMOS-Partner sind seither das Maschinenbauunternehmen Engel Austria und die Karl Mayer Textilmaschinenfabrik hinzugekommen. ADAMOS enthält führende Technologien der Software AG - des zweitgrößten Software-Hauses Deutschlands - und ist eine offene Plattform. Jeder Maschinenbauer kann ADAMOS nutzen. Je mehr Unternehmen sich beteiligen, desto schneller kann die Plattform zum Standard in der Maschinenbaubranche werden. Der Kooperationsansatz von ADAMOS bringt viele Vorteile. Die teilnehmenden Unternehmen tauschen Know-how und Lösungen aus, reduzieren den Aufwand und können ihren Kunden IIoT-Software und Hardware aus einer Hand bieten. Keines der beteiligten Unternehmen hätte eine Lösung wie ADAMOS allein realisieren können. Mit ADAMOS können wir als digitaler Lösungsanbieter auftreten und unsere Kundenbeziehungen stärken. 2.5 - "DÜRR 2020": VIER STRATEGIEFELDER LOXEO und tapio: Unser Auftritt als digitaler Lösungsanbieter Entscheidend dafür, dass unsere Kunden uns als Anbieter digitaler Lösungen wahrnehmen, sind die Online-Marktplätze LOXEO (für Dürr- und Schenck-Kunden) und tapio (für die holzbearbeitende Industrie). Sie basieren auf ADAMOS und bilden die Schnittstelle zu unseren Kunden. Anlagenbetreiber können auf LOXEO und tapio Daten auswerten, ihre Produktion digital abbilden und digitale Services und Apps erwerben, zum Beispiel für Predictive Maintenance, die adaptive Fertigungsplanung oder für das Management von Betriebsstoffen. Damit sind LOXEO und tapio für unsere Kunden die Drehscheibe zur digitalen Produktionsoptimierung. LOXEO und tapio sind attraktiv, da wir dort kontinuierlich neue Apps und Services mit Zusatznutzen anbieten. Dafür sorgt die ADAMOS App Factory, ein einzigartiger Entwicklungsverbund aus Software-Einheiten der ADAMOS-Partner. Von Dürr-Seite gehören ihr die Software-Unternehmen iTAC und DUALIS sowie die App-Entwicklungsabteilungen von Dürr Systems, Schenck und der HOMAG Group an. WEITERE STRATEGIEFELDER Der Strategiekern digital@DÜRR strahlt auf die vier Strategiefelder aus, die ihn umgeben. In allen vier Feldern setzen wir Digitalisierungsinitiativen um. Parallel arbeiten wir an weiteren erfolgskritischen Themen wie beispielsweise Organisationsoptimierung und Technologieentwicklung. STRATEGIEFELD INNOVATION Durch Innovation generieren wir Investitionsanreize für unsere Kunden und sichern unseren Wettbewerbsvorsprung. Wir haben den Anspruch, mit jedem neuen Produkt die Stückkosten unserer Kunden zu senken und die Produktionseffizienz zu steigern. Dank eines vergleichsweise hohen FSE-Budgets können wir neue Technologien schneller und in größerer Zahl als unsere Wettbewerber anbieten. Pro Jahr fließen über 100 Mio. € unmittelbar in Innovationsprojekte. Der derzeit wichtigste Innovationstrend bei Dürr ist die Digitalisierung. In diesem Kontext entwickeln wir zum Beispiel Software und intelligente Produkte (Smart Products). Details zu unserer Innovationsstrategie sowie aktuelle Beispiele finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung [S. 34]. STRATEGIEFELD GLOBALISIERUNG Weltweite Aufstellung Durch unsere Lokalisierungsstrategie sind wir in allen wichtigen Märkten gut vertreten. Dadurch können wir vorübergehende Nachfrageschwächen in einzelnen Regionen meist durch Zuwächse in anderen Märkten ausgleichen. Unsere Kunden wollen so marktnah wie möglich produzieren. Daher entstehen in vielen Schwellenländern neue Fabriken. Davon profitieren wir, da wir kontinuierlich in neue Regionen mit Wachstumspotenzial expandieren. Dank unseres hohen Lokalisierungsgrades sind wir in der Lage, unsere Kunden beim Aufbau von Fertigungsstätten in Auslandsmärkten effektiv zu unterstützen. Nach der Finanzkrise von 2008 / 2009 haben wir unsere Aktivitäten vor allem in den Emerging Markets ausgebaut. Dort rechnet die Automobilindustrie weiterhin mit den stärksten Absatz- und Produktionszuwächsen. Besonders in China sind wir mit rund 2.300 Mitarbeitern (inklusive durchschnittlich rund 300 externer Mitarbeiter) stark vertreten. Seit 2010 haben wir unsere Marktposition in Südostasien und Japan verstärkt; wir haben Gesellschaften in Indonesien, Malaysia und Thailand gegründet und eine strategische Beteiligung am japanischen Lackieranlagenbauer Parker Engineering erworben. Wachsendes Marktpotenzial verzeichnen wir auch in Vorderasien und Zentralasien. 2017 erzielten wir zum Beispiel in Pakistan beachtliche Auftragseingänge. Afrika ist ebenfalls ein langfristiger Perspektivmarkt. Wir betreiben seit über 40 Jahren einen Standort in Südafrika und erschließen neue Zukunftsmärkte wie zum Beispiel Nigeria. Unsere Leistungsfähigkeit haben wir mit mehreren Projekten in Süd- und Nordafrika unter Beweis gestellt. Globale Expansion in neuen Geschäftsfeldern Zum Strategiefeld Globalisierung gehört auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die an das Kerngeschäft angrenzen. Ein Beispiel ist der Bereich Industrial Products, mit dem Application Technology seit 2014 in die allgemeine Industrie expandiert. Zu den Zielbranchen zählen unter anderem Kunststoff, Schiffsbau, Keramik, Holz und Möbel. Da auch Non-Automotive-Kunden verstärkt Lösungen für das automatisierte Lackieren wünschen, haben wir im Jahr 2017 eine Kooperation mit dem Roboterhersteller Kuka gestartet. Das Resultat ist der "ready2spray"-Lackierroboter, der sofort einsatzbereit ist. Bisher mussten Unternehmen, die ihre Lackierung automatisieren wollten, Roboter und Applikationstechnik [ S. 204 ] separat kaufen und integrieren. Das Marktvolumen in der Applikationstechnik für die allgemeine Industrie ist beträchtlich. Bis 2020 streben wir im Industrial-Geschäft rund 50 Mio. € Umsatz an. Weitere Geschäftsfelder, die wir in den Vorjahren erschlossen haben, sind unter anderem Klebetechnik für die Automobilindustrie und Befülltechnik [ S. 204 ] für die Haushaltsgeräteindustrie. 2.6 - GLOBALE AUTOMOBILPRODUKTION Mio. Einheiten 1 Prognose Quelle: PwC Autofacts 01 / 2018 STRATEGIEFELD SERVICE Expansion im Service-Geschäft Der Ausbau des Service-Geschäfts ist aus mehreren Gründen strategisch wichtig: ― Unsere installierte Basis ist stark gewachsen, da wir nach der Finanzkrise 2008 / 2009 überdurchschnittlich viele Anlagen ausgeliefert haben. Entsprechend groß ist das Potenzial im Service-Geschäft. ― Unser Service bedeutet maximale Anlagenverfügbarkeit für Dürr-Kunden. Damit steigern wir nicht nur die Produktivität, sondern auch die Kundenzufriedenheit. ― Das Service-Geschäft generiert stabilere und höhere Ergebnisbeiträge als das Neugeschäft. Seit 2012 ist der Service-Umsatz im Schnitt um 13,3 % p. a. gewachsen. Dieser Erfolg basiert zu einem großen Teil auf dem Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr (2013 bis 2015). Wichtige Maßnahmen waren zum Beispiel der Ausbau der Service-Belegschaft, die Einführung neuer IT-Systeme und die Beschleunigung der Ersatzteillogistik. Zudem haben wir in Kundenorientierungstrainings und die Kundenzufriedenheitsmessung mit dem "Dürr Promoter Score" investiert. Mittelfristig soll der Service-Anteil am Konzernumsatz auf bis zu 30 % steigen (2017: 25,5 %). Wachsendes Marktpotenzial im Modernisierungsgeschäft Wir bauen das Geschäft mit Anlagenmodernisierungen - sogenannte Brownfield-Projekte [ S. 204 ] - systematisch aus. Unsere Kunden steigern die Modernisierungsinvestitionen, da sich damit die Produktivität bei moderatem Mitteleinsatz und kurzen Amortisationszeiten beträchtlich erhöhen lässt. Bis 2020 soll der Brownfield-Anteil im Lackiertechnikgeschäft von 24 % (2017) auf rund 35 % steigen. Dazu soll neben den etablierten Märkten auch China beitragen, wo immer mehr Anlagen Modernisierungsbedarf aufweisen. Weltweit ist rund die Hälfte der über 670 Automobillackierereien älter als 20 Jahre. Im Lackierrobotergeschäft stehen wir am Beginn eines Modernisierungszyklus. Wir haben vor rund 15 Jahren begonnen, Roboter in großen Stückzahlen zu installieren. Bei einer Lebenszeit von 12 bis 15 Jahren wird der Ersatzbedarf in den kommenden Jahren zunehmen. STRATEGIEFELD EFFIZIENZ Durch kontinuierliche Prozessoptimierung passen wir uns an neue Marktanforderungen an und verbessern unsere Kostenstruktur. Wichtige Ansatzpunkte sind: ― Digitalisierung: Wir treiben die Digitalisierung von Prozessen in allen Bereichen des Unternehmens voran. Ein Beispiel ist die Vorabprüfung aller Softwares, die in einer Lackiererei miteinander verbunden sind. Damit können wir die Software-Pakete und ihre Parametrisierung weitgehend fertigstellen, noch bevor der Bau der Lackiererei beginnt. ― Globale Prozesse: Eine international arbeitsteilige Auftragsabwicklung erfordert konzernweit einheitliche Prozesse. Dabei integrieren wir kontinuierlich neue Erkenntnisse in unsere Standardprozesse und IT-Systeme. ― Globale IT-Integration: Mit durchgängigen IT-Systemen können wir von jedem Standort aus auf dieselben Daten zugreifen und Arbeitspakete an verschiedene Konzerngesellschaften vergeben. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG F&E-ZIELE Ziel unserer FSE-Arbeit sind Innovationen, die unseren Kunden zu maximaler Produktionseffizienz und niedrigeren Stückkosten verhelfen. Darüber hinaus wollen wir uns im Wettbewerb differenzieren und unsere Marktführerschaft sichern. F&E-KENNZAHLEN UND -MITARBEITER Wir haben die direkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Jahr 2017 erneut gesteigert: Bei einem Plus von 10,2 % gegenüber dem Vorjahr erreichten sie den Rekordwert von 116,7 Mio. €. Hauptgrund für den starken Zuwachs waren Innovationsprojekte im Bereich Digitalisierung. Die FSE-Quote erreichte mit 3,1 % ebenfalls einen neuen Höchststand (Vorjahr: 3,0 %). Auftragsbezogene Entwicklungskosten wurden nicht in den direkten FSE-Kosten berücksichtigt, sondern in den Umsatzkosten. Die aktivierten Entwicklungskosten und die Abschreibungen darauf beliefen sich auf 9,6 Mio. € beziehungsweise 12,7 Mio. € (Vorjahr: 12,4 Mio. € und 13,1 Mio. €). Gemessen an den direkten FSE-Ausgaben errechnet sich eine Aktivierungsquote von 8,2 % (Vorjahr: 11,7 %). Seit Ende 2016 stieg die Anzahl der FSE-Mitarbeiter um 2,6 % auf 713 Personen. Ihr Anteil an der Konzernbelegschaft erreichte 4,8 %. Gut 90 % der FSE-Mitarbeiter sind in Deutschland beschäftigt. Weitere FSE-Aktivitäten sind an Standorten in Europa, Amerika und China angesiedelt. Außerhalb der FSE-Abteilungen arbeiten zahlreiche weitere Experten im Rahmen von Kundenaufträgen an neuen Lösungen. Bei Innovationsprojekten deckt ein konzernweites Prozessschema alle Schritte von der Produktidee bis zur Produktfreigabe ab. Die Verantwortung für Forschung und Entwicklung liegt in den Divisions; die Koordination der FSE-Aktivitäten übernimmt das Querschnittsteam "F&E / Technologie". Rund 70 % der FSE-Mittel fließen in die Entwicklung neuer Lösungen und etwa 30 % in die Pflege vorhandener Produkte. Unsere FSE-Arbeit ist meist produkt- und anwendungsorientiert, ein geringer Teil entfällt auf Grundlagenforschung. NEUENTWICKLUNGEN UND PATENTE Im Jahr 2017 wurden konzernweit 67 Produktinnovationen abgeschlossen. Zum Jahresende zählten wir 1.127 Patentfamilien und 6.107 Einzelpatente (31.12.2016: 1.126 und 5.856). Die meisten Patente entfielen auf Application Technology mit einem Anteil von 39 %. Der Aufwand für den Schutz unseres geistigen Eigentums betrug 7,3 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €). FORSCHUNGSKOOPERATIONEN UND ZUKAUF VON F&E-LEISTUNGEN Aktive Kontakte zu rund 100 wissenschaftlichen Instituten und Entwicklungspartnern sichern uns Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen. Der Aufwand für den Zukauf externer FSE-Dienstleistungen belief sich im Jahr 2017 auf 49,3 Mio. € (Vorjahr: 41,9 Mio. €). Von der öffentlichen Hand erhielten wir wie im Vorjahr Forschungsgelder in Höhe von 0,5 Mio. €; dies entspricht 0,4 % der gesamten FSE-Kosten. 2.7 - F&E-KENNZAHLEN scroll 2017 2016 2015 F&E-Quote Konzern % 3,1 3,0 2,6 Paint and Final Assembly Systems % 1,1 1,2 0,8 Application Technology % 4,1 4,3 3,6 Clean Technology Systems % 2,0 1,7 2,0 Measuring and Process Systems % 1,8 1,8 1,9 Woodworking Machinery and Systems % 5,2 5,0 4,7 Aktivierte Entwicklungskosten Mio. € 9,6 12,4 11,5 Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten Mio. € -12,7 -13,1 -10,4 F&E-Mitarbeiter (31.12.) 713 695 667 F&E-Personalkosten Mio. € -69,1 -68,0 -75,1 2.8 - F&E-MITARBEITER 2017 scroll Konzern Paint and Final Assembly Systems Application Technology Clean Technology Systems Measuring and Process Systems Woodworking Machinery and Systems Gesamt 713 62 176 18 63 394 in % der Division-Mitarbeiterzahl 4,8 1,8 8,5 3,0 2,8 6,2 F&E-AUSRICHTUNG Unsere Innovationsarbeit orientiert sich an den Anforderungen unserer Kunden und an übergeordneten Technologie- und Fertigungstrends. Besonders wichtig sind derzeit: ― Digitalisierung / Industrial Internet of Things (IIoT): Der beherrschende Trend in der Produktionstechnik ist die Digitalisierung. Sie steigert die Gesamtanlageneffektivität (Overall Equipment Effectiveness) unserer Kunden und ermöglicht adaptive Fertigungsprozesse. Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Ausbau der IIoT-Plattform ADAMOS sowie der digitalen Marktplätze LOXEO und tapio, der Entwicklung digitaler Services und unserem Angebot zur Datenanalyse. Weitere Arbeitsgebiete sind zum Beispiel intelligente Sensorik, Manufacturing-Execution-Systeme sowie Tools für die Simulation und virtuelle Inbetriebnahme von Produktionsanlagen. ― Flexibilisierung: Um eine große Modell- und Variantenvielfalt anbieten zu können, benötigen unsere Kunden flexible Produktionslinien. ― Individualisierung / Losgröße 1: Wir verzeichnen ein wachsendes Interesse an Anlagen, mit denen sich individuell konfigurierte Endprodukte automatisch und effizient fertigen lassen. ― Stückkostenoptimierung: Ein wichtiges Ziel unserer Kunden ist die Reduktion der Herstellkosten pro Stück. Dafür entwickeln wir neue Produkte und Prozesse mit verringertem Material-, Energie-, Wartungs- und Personalbedarf. ― Automatisierung: Maximale Automatisierung ist der Schlüssel zu reproduzierbarer Spitzenqualität und Effizienz in der industriellen Produktion. Nach wie vor bestehen große Automatisierungspotenziale bei unseren Kunden. ― Elektromobilität: Die Endmontage von batteriebetriebenen und konventionellen Autos weist Unterschiede auf - zum Beispiel bei der Verbindung von Antriebsstrang und Karosserie oder bei der Funktionsprüfung am Bandende [ S. 204 ]. Daher entwickeln wir gezielt Montage- und Prüftechnik [ S. 204 ] speziell für Elektroautos. ― Mensch-Roboter-Kollaboration: Die Verbindung von menschlichem Geschick und maschineller Effizienz verbessert Arbeitsprozesse. In die Entwicklung solcher Verfahren fließt Know-how aus Bereichen wie Robotik, Sensortechnik, Steuerungstechnik und Arbeitssicherheit ein. ― Energie- und Ressourceneffizienz: Konsumenten entscheiden sich zunehmend für umwelt- und ressourcenschonend produzierte Güter. Daher und aus Kostengründen benötigen unsere Kunden Produktionstechnik mit geringem Energie- und Ressourcenverbrauch. ― Fahrerassistenzsysteme / autonomes Fahren: Immer mehr Autos verfügen über Fahrerassistenzsysteme; zudem arbeitet die Automobilindustrie mit Hochdruck an Konzepten für das autonome Fahren. Um die dafür benötigte Technik zu prüfen und zu kalibrieren, entwickeln wir hochsensible Prüfsysteme. F&E-ERGEBNISSE Paint and Final Assembly Systems Ein Meilenstein auf dem Weg zur intelligenten Lackiererei ist ein gemeinsames Projekt mit Volkswagen. Im Nutzfahrzeugwerk Wrzesnia rüsten wir die Lackiererei mit der intelligenten Diagnose-Software EcoPRO Smart Diagnostic aus. Die Software erkennt Wartungsbedarf vorausschauend und diagnostiziert die Ursachen von Fehlfunktionen. Zudem kann sie riesige Datenmengen (Big Data [s. 204]) auswerten und Business-Intelligence-Berichte bereitstellen. Dadurch gewinnt der Kunde wichtige Erkenntnisse für die Optimierung von Produktion und Instandhaltung. Kernfunktionen von EcoPRO Smart Diagnostic sind das Condition Monitoring für die Zustandsüberwachung und die Route Cause Analysis für die Ursachenforschung. Im Bereich Fahrzeugendmontage arbeiten wir an neuen Konzepten für die effiziente Fertigung von Elektroautos. Besonders wichtig ist die Verbindung von Antriebsstrang und Karosserie: Bei diesem Schritt bestehen große Automatisierungspotenziale, da der Antriebsstrang von Elektroautos weniger komplex ist als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Auch für das Layout von Endmontagewerken entwickeln wir innovative Lösungen: Der Trend geht weg von der starren Linienmontage hin zu flexiblen, modular aufgebauten Montagewerken, in denen fahrerlose Transportfahrzeuge die Karosserien von Station zu Station befördern. Application Technology Auch Application Technology richtet den Fokus seiner FSE-Arbeit auf die Digitalisierung. Die neue Analyse-Software EcoScreen Equipment Analytics erhebt in Echtzeit Daten aus der Lackierkabine. Betreiber können zum Beispiel aktuelle und historische Daten gegenüberstellen, die Leistung ihrer Roboter vergleichen und Positions- und Bewegungsdaten visualisieren. Anhand der von EcoScreen Equipment Analytics ausgewerteten Daten lassen sich Wartungsarbeiten besser planen und Lackierprozesse optimieren. Gemeinsam mit verschiedenen Automobilherstellern haben wir die oversprayfreie Lackapplikation vorangetrieben. Bei diesem Verfahren erreichen 100 % des versprühten Lacks die Oberfläche, es setzt sich also kein Sprühnebel mehr neben der Karosserie ab. Das oversprayfreie Lackieren ist trennscharf und eignet sich besonders für Zweiton-Lackierungen und individuelle Fahrzeuglackierungen. Auch in der Sealing-Technik [ S. 204 ] haben wir eine oversprayfreie Lösung entwickelt. Mit dem neuen Sharp-Edge-Coating-Verfahren können Schweller an Karosserien scharfrandig und ohne Materialverluste mit dem PVC-haltigen Versiegelungsmaterial beschichtet werden. Clean Technology Systems Mit dem neuen EcoPure Digital Lifecycle Assistant stellen wir unseren Kunden ein umfassendes Informationssystem für Abluftreinigungsanlagen zur Verfügung. Die Software speichert Informationen über den Zustand von Bauteilen und dokumentiert Instandhaltungsarbeiten und Informationen aus dem laufenden Betrieb. Ein übersichtliches Dashboard macht alle hinterlegten Daten transparent. Der EcoPure Digital Lifecycle Assistant vereinfacht die Planung von Wartungen, Inspektionen und Reparaturen - eine wichtige Voraussetzung, um Ausfallzeiten zu verringern und die Lebensdauer der Anlage zu verlängern. In der Energieeffizienztechnik waren wir an einem Forschungsprojekt zur dezentralen Stromgewinnung in Indonesien beteiligt. Als Technologiepartner rüsteten wir eine Niedrigtemperatur-Geothermieanlage in Lahendong mit unserer ORC-Technik (Organic Rankine Cycle) aus. Das ORC-Verfahren ist ein thermischer Kreisprozess, der Wärmeenergie zur Stromerzeugung nutzt. Bei dem von der Bundesregierung unterstützten Pilotprojekt generiert unsere Technik Strom aus Erdwärme mit einer Temperatur von 145 °C. Im Normalbetrieb kann die Anlage 1.200 Haushalte mit Strom versorgen. Measuring and Process Systems Die neue Auswuchtmaschine CHITU ist ein Beispiel für internationale Produktentwicklung bei Measuring and Process Systems. Das System zur Unwuchtbeseitigung bei Turboladern wurde von Teams in Deutschland und China gemeinsam konzipiert. Durch die Luftlagerung der Werkstücke ermöglicht CHITU eine hohe Messgenauigkeit. Die in China gefertigte Maschine richtet sich mit ihrem attraktiven Preis-LeistungsVerhältnis besonders an Kunden aus den Emerging Markets. Eine Digitalinnovation in der Auswuchttechnik [ S. 204 ] ist die Service+ App. Sie hilft Maschinenbedienern und -instandhaltern dabei, die Ausfallzeiten ihrer Anlagen zu reduzieren. Die mobile App erleichtert den Kontakt zum Schenck-Service, verkürzt Reaktionszeiten und Ersatzteilbezug und vereinfacht Bauteilidentifikation und Fehleranalyse. Für die Prüfung fertig montierter Autos am Bandende [ S. 204 ] haben wir die smarte Lenkradwaage Ergo Smart Level vorgestellt. Das mobile Gerät misst den Lenkradeinschlagwinkel von Autos und kommuniziert mit den Steuergeräten im Fahrzeug. Ergo Smart Level ist leicht, kabellos und arbeitet mit induktiver Ladetechnik. In der Befülltechnik [ S. 204 ] haben wir Lösungen für die Befüllung bei Elektrofahrzeugen entwickelt. Die Antriebsbatterie der Autos muss im Betrieb gekühlt werden, um die Lebensdauer zu verlängern und die Reichweite zu erhöhen. Unsere Befüllanlage mit dem flexiblen Adapter G3 Blue gewährleistet eine zuverlässige Befüllung der komplexen Batteriesysteme mit dem gasförmigen Kühlmittel. Dieses Vakuum-Druck-Befüllsystem kommt unter anderem in der Montagelinie für den Elektrolieferwagen Streetscooter der Deutschen Post zum Einsatz. Woodworking Machinery and Systems Die HOMAG Group hat mit tapio den ersten digitalen Marktplatz für die Holzindustrie präsentiert. tapio ist eine offene IIoT-Lösung [ S. 204 ], die die komplette Wertschöpfungskette der Holzbearbeitung abdeckt und die Produktivität der Anwender erhöht. Die tapio-Apps bieten viele Vorteile, zum Beispiel lässt sich der Maschinenzustand in Echtzeit von jedem Ort aus begutachten. Auch Produktionsdaten sind "live" abrufbar - so sieht der Kunde auf seinem Smartphone oder Tablet, wie weit einzelne Aufträge in seiner Fertigung abgearbeitet sind. Weitere Applikationen unterstützen zum Beispiel bei der Optimierung der Produktion. Neue Möglichkeiten in der Interaktion von Mensch und Maschine eröffnet der "IntelliGuide". Die Software macht die Anlagenbedienung so einfach, dass sich auch Nichtfachkräfte schnell zurechtfinden. Zum Beispiel reagieren die gespeicherten Zuschnittprogramme für Spanholzplatten intelligent auf den Bediener und leiten ihn intuitiv durch den Bearbeitungsprozess. Der jeweils nächste Schritt wird nicht nur auf dem Bedienmonitor angezeigt, sondern mithilfe einer LED-Leiste direkt auf das Werkstück projiziert. Durch integrierte Kamera- und Lasersysteme erhält die Maschine "Augen" und kann auf den Bediener reagieren. BESCHAFFUNG Die Materialkosten beliefen sich im Jahr 2017 auf 1.418,0 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie lediglich um 1 % und damit deutlich langsamer als der Umsatz. Grund dafür ist, dass wir die Eigenfertigung in der Lackiertechnik erhöht haben und daher weniger zukaufen mussten. Besonders im Anlagenbau entfällt ein Großteil des Beschaffungsvolumens auf den Einkauf von Fertigungs- und Montageumfängen, Komplettgewerken und Konstruktionsdienstleistungen; im Maschinenbau beziehen wir viele vormontierte Baugruppen. Weitere wichtige Beschaffungsgüter für alle Divisions sind Rohmaterialien sowie Fertig- und Halbfertigprodukte, wie zum Beispiel elektrische Komponenten und Antriebe. Bei Zukaufteilen und Dienstleistungen waren wir zum Teil mit höheren Preisforderungen von Lieferanten konfrontiert. Den Hintergrund dafür bildeten steigende Personalkosten und Rohstoffpreise. Einen dämpfenden Einfluss auf die Beschaffungskosten hatten dagegen Volumennachlässe, die wir als Großabnehmer von Lieferanten erhalten. Auch durch attraktive Vergabepakete und technische Produktoptimierungen konnten wir Einsparungen erzielen. Die Lieferantenverfügbarkeit war im Jahr 2017 unterschiedlich. Im Anlagenbau verzeichneten wir eine gute Verfügbarkeit in China, den USA und Südamerika, wenngleich saisonale Schwankungen auftraten. In Europa und Mexiko war die Situation etwas angespannter, da viele Lieferanten angesichts der guten Entwicklung im Maschinenbau stark ausgelastet waren. Bei der HOMAG Group (Division Woodworking Machinery and Systems) traten infolge der kräftigen Geschäftsausweitung einzelne Engpässe bei Zulieferern auf, daher verbreitert die HOMAG Group ihre Lieferantenbasis. Konzernweit nutzen wir verschiedene Instrumente, um auch bei hoher Auslastung eine ausreichende Lieferantenverfügbarkeit zu sichern. Dazu gehören Prognosemodelle, eine langfristige Kapazitätsplanung und eine enge Termin- und Meilensteinverfolgung bei Lieferanten. Der Einkauf hat große Bedeutung für die Effizienz der Auftragsabwicklung. Um Kosten zu senken, nutzen wir weltweite Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und bauen die Lokalisierung des Einkaufs in China und anderen Emerging Markets aus. Mengenvorteile werden realisiert, indem wir internationale Einkaufsbedarfe bündeln. Eine wichtige Rolle bei Lokalisierung und Bündelung spielen unsere Global Lead Buyers, die weltweit und Division-übergreifend für bestimmte Warengruppen zuständig sind. Weitere Maßnahmen, um Kostenvorteile zu erzielen, sind die verstärkte Nutzung von Beschaffungsauktionen sowie Produktoptimierungen mit dem Ziel, die Beschaffungs- und Fertigungskosten zu senken. Bei Letzteren arbeiten wir eng mit unseren Produktentwicklern und wichtigen Lieferanten zusammen. Die Digitalisierung wird für die Optimierung der Beschaffungsprozesse immer wichtiger. Große Projekte sind zum Beispiel die elektronische Lieferantenanbindung im operativen Geschäft (WEB-EDI-Integration), die Automatisierung von Auftragsbestätigungen und die stärkere Nutzung des Intranets für globale Beschaffungsprozesse. In den Bereichen Einkauf und Supply Chain des Konzerns arbeiten knapp 450 Mitarbeiter. Die weltweite Einkaufssteuerung liegt in den Händen des Global Sourcing Board (GSB), das aus den Einkaufsleitern der Divisions besteht. Bei Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems entscheidet das Global Sourcing Committee (GSC) über Rahmenverträge, große Vergaben und die internationale Bündelung von Bedarfen. Das zentrale Team Coordination International Purchasing (CIP) unterstützt die weltweiten Konzerngesellschaften und bringt sich bei der Beschaffung für große Systemprojekte im Anlagenbau ein. NACHHALTIGKEIT1 Nachhaltigkeit ist bei Dürr schon seit Jahren ein wichtiges Element der Unternehmensführung. Wir stehen zu unserer Verantwortung - im Umgang mit Ressourcen, als Teil der Gesellschaft oder im Verhältnis zu Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten. Wir beteiligen uns an Nachhaltigkeitsinitiativen wie dem Carbon Disclosure Project, EcoVadis und VigeoEiris. Nachhaltigkeitsanfragen von Kunden und Nichtregierungsorganisationen beantworten wir detailliert. Wir streben an, stets im Einklang mit den Prinzipien des Globalen Pakts der Vereinten Nationen zu handeln. Der Globale Pakt enthält Grundsätze für faire Arbeitsbeziehungen und verantwortliches Wirtschaften. Das vorliegende Nachhaltigkeitskapitel enthält erstmals die nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß § 315b Abs. 1 HGB. Die nichtfinanzielle Konzernerklärung war nicht Gegenstand der Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Wirtschaftsprüfers Ernst S Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Ernst S Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat aber im Auftrag der Dürr AG eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) der nichtfinanziellen Konzernerklärung vorgenommen. NICHTFINANZIELLE KONZERNERKLÄRUNG Im Vorstand ist das Thema Corporate Social Responsibility dem Finanzvorstand zugeordnet. Maßnahmen und Initiativen werden in der Regel dezentral geplant und umgesetzt, dabei sind verschiedene konzernweite Regelungen zu beachten. Ein Rahmenwerk für unsere Berichterstattung, wie beispielsweise die Standards der Global Reporting Initiative (GRI), findet aktuell keine Anwendung, da wir noch die Auswirkungen eines solchen prüfen. Geschäftsmodell Unser Geschäftsmodell ist im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ] beschrieben. Bestimmung der wesentlichen nichtfinanziellen Themen Um die wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte bei Dürr im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zu ermitteln, haben wir analysiert, mit welchen Anspruchsgruppen (Stakeholdern) wir in Beziehung stehen. Diese sind: ― Mitarbeiter ― Kunden ― Geschäftspartner und Lieferanten ― Aktionäre ― Medien ― Regierungen, Behörden und Schulen ― Nichtregierungsorganisationen Im zweiten Schritt haben wir in einem Workshop die unterschiedlichen Belange unserer Anspruchsgruppen (Stakeholder) erfasst und nach ihrer Wesentlichkeit bewertet. Die bereits im Lagebericht 2016 präsentierten wesentlichen Themen haben wir 2017 in einem weiteren Workshop konkretisiert und strukturiert. Die von uns als wesentlich eingestuften nichtfinanziellen Themen wurden unter zwei Gesichtspunkten analysiert: ― Welche Bedeutung haben die Themen für unsere Geschäftstätigkeit? ― Welche Auswirkungen hat unsere Geschäftstätigkeit auf die Themen? Als Engineering-Unternehmen [ S. 204 ] mit geringer Fertigungstiefe haben wir auch die Bedeutung der Lieferkette in der Analyse berücksichtigt. Insgesamt haben wir die folgenden Themen als wesentlich im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes definiert: ― Innovation ― Integrität ― Compliance / Anti-Korruption ― Menschenrechte ― Mitarbeiter ― Weiterbildung und Personalentwicklung ― Arbeitssicherheit und Gesundheit ― Mitarbeiterzufriedenheit / -bindung ― Mitarbeiterrekrutierung 1 einschließlich nichtfinanzielle Konzernerklärung Das Thema Umwelt wird im Anschluss an diese nichtfinanzielle Konzernerklärung vorgestellt, da es bei Dürr und in unserer Lieferkette unserer Ansicht nach nicht wesentlich im Sinne der oben genannten Gesichtspunkte ist. Auch das Thema Sozialbelange erachten wir als nicht wesentlich für Dürr und erläutern es daher im Anschluss an die nichtfinanzielle Konzernerklärung. Die auf Dürr einwirkenden Risiken und unsere Gegenmaßnahmen sind im Kapitel Risikobericht [ S. 82 ] dargestellt. Im Risikomanagementsystem betrachten wir auch Risiken, die aus wesentlichen nichtfinanziellen Themen für Dürr resultieren können. Das mit diesen Risiken verbundene Nettorisikopotenzial schätzen wir als gering ein. Mit einer zusätzlichen Analyse haben wir indes die Bedeutung von Geschäftstätigkeit, Geschäftsbeziehungen (Lieferkette) sowie Produkten und Dienstleistungen für die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen ermittelt. Im Ergebnis können wir einen negativen Einfluss auf die wesentlichen nichtfinanziellen Themen nicht ausschließen. Wir sehen jedoch keine berichtspflichtigen Risiken. Innovation Unser Innovationsmanagement orientiert sich an den Marktanforderungen. Es sichert unsere Marktführerschaft und ist eine unverzichtbare Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die Verantwortung für Forschung und Entwicklung (FSE) liegt in den Divisions. Bei allen FSE-Projekten wirken neben der Entwicklungsabteilung auch Vertrieb, Engineering und Beschaffung mit. Das Querschnittsteam "F&E / Technologie" koordiniert das Vorgehen bei Division-übergreifenden Innovationsthemen, unterstützt den Wissenstransfer zwischen den Divisions und entwickelt Best Practices für die F&E-Arbeit. Der Vorstand der Dürr AG wird seit dem Jahr 2017 durch das Dürr Technology Council beraten. Diesem Gremium gehören erfahrene Topmanager aus den Bereichen IT, Automatisierung und Automobil an. Geleitet wird es von Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der Dürr AG. Durch neue, effizientere Lösungen verhelfen wir unseren Kunden zu niedrigeren Stückkosten und einem kleineren ökologischen Fußabdruck in der Produktion. Dafür steht unser Claim "Leading in Production Efficiency". Der Schwerpunkt unserer Innovationstätigkeit liegt derzeit auf der Digitalisierung; weitere Informationen zu Maßnahmen und Ergebnissen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung [ S. 34 ]. Ziel unserer F&E-Arbeit ist der Erhalt und der Ausbau unserer Innovations- und Marktführerschaft. Wir erreichen dies über Innovationen, die unseren Kunden zu maximaler Produktionseffizienz und niedrigeren Stückkosten verhelfen. Indikatoren für unsere F&E-Tätigkeit sind unter anderem die F&E-Quote und die Anzahl der FSE-Mitarbeiter. Die F&E-Quote stieg im Jahr 2017 von 3,0 % auf 3,1 %, die Anzahl der FSE-Mitarbeiter wuchs zum Jahresende 2017 auf 713 (31.12.2016: 695). Integrität Wir wollen durch Rechtschaffenheit und Anstand Vertrauen schaffen und nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr. Compliance / Anti-Korruption Gesetze und interne Richtlinien sind bei Dürr zwingend einzuhalten. Wir lehnen Bestechung und Bestechlichkeit strikt ab. Grundlegende Aussagen dazu sind im Dürr-Verhaltenskodex enthalten. Der Kodex liegt in zehn Sprachen vor. Der Schutz vor Korruption ist eine der Kernaufgaben unserer Compliance-Organisation. An der Spitze des Ressorts Corporate Compliance steht der Vorstandsvorsitzende. Unser Compliance-Management-System ist in einer konzernweiten Organisationsanweisung beschrieben. Es definiert unter anderem Zuständigkeiten, Prozesse und Meldewege bei Verdachtsfällen. Mit der Ausgestaltung und Fortentwicklung des Compliance-Management-Systems ist das Corporate Compliance Board betraut. Es setzt sich insbesondere zusammen aus dem Corporate Compliance Officer, dem Leiter der internen Revision, dem Corporate Risk Manager sowie den Finanzverantwortlichen der Divisions. In den Konzerngesellschaften unterstützen Compliance Manager die Mitarbeiter bei der Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Fragliches Verhalten kann dem Corporate Compliance Officer -auch anonym - mitgeteilt werden. Ergibt eine von der internen Revision unterstützte Überprüfung konkrete Verdachtsmomente, werden der Vorstandsvorsitzende und das Corporate Compliance Board unverzüglich unterrichtet. Über weitere Schritte entscheidet das Gremium einzelfallabhängig. Wir haben ein Online-Compliance-Training für alle Mitarbeiter entwickelt, das mögliche Verstöße aufzeigt, deren Folgen für Handelnde und das Unternehmen beschreibt und Verhaltenstipps gibt. In den Jahren 2016 und 2017 haben rund 8.400 Mitarbeiter daran teilgenommen, das entspricht knapp 100 % der aktiv Beschäftigten mit einem Internetzugang in den Teilkonzernen Dürr und Schenck. Die Mitarbeiter der HOMAG Group werden zukünftig in das Schulungsprogramm des Dürr-Compliance-Systems aufgenommen. Beruflich besonders exponierte Mitarbeiter müssen zusätzlich eine vertiefte Schulung zum Thema Korruption absolvieren. Wir planen regelmäßige Auffrischungstrainings. Weitere Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption sind in unserem internen Kontrollsystem verankert, wie beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip bei Zahlungsfreigaben. Für Lieferanten haben wir einen speziellen Verhaltenskodex entwickelt, der die besondere Bedeutung der Compliance bei Dürr unterstreicht. Ein Indikator für die Wirksamkeit unseres Compliance-Management-Systems ist, dass sich in den vergangenen Jahren keine wesentlichen Korruptionsfälle bestätigt haben. Wir haben das Ziel, dass Gesetze und interne Normen lückenlos eingehalten werden und es insbesondere nicht zu Bestechung und Bestechlichkeit kommt. Menschenrechte Unabhängig von den unterschiedlichen gesetzlichen Standards einzelner Staaten bestimmt die Achtung vor Menschenrechten unser Handeln - weltweit und auch in unserer Lieferkette. Unser Verhaltenskodex verbietet - auch unseren Lieferanten -Kinder- und Zwangsarbeit sowie jede Form der Diskriminierung. Eine konzernweite Organisation, die über die Einhaltung der Menschenrechte wacht, existiert bei Dürr bisher nicht. Besteht der Verdacht einer Menschenrechtsverletzung, erfolgt die Prüfung ebenfalls im Rahmen des oben beschriebenen Compliance-Prozesses. Als Engineering-Konzern [ S. 204 ] kaufen wir Güter und Leistungen in großem Umfang zu. Daher fordert der Verhaltenskodex für Lieferanten explizit die Einhaltung der Menschenrechte bei unseren Zulieferern und Sublieferanten. Darüber hinaus besteht bisher noch kein Konzept, um Menschenrechtsverletzungen zu erkennen und zu vermeiden; insbesondere haben wir noch keine systematische Schulung, Beratung oder Überprüfung von Lieferanten eingeführt. Selbstverständlich haben wir das Ziel, dass es weder bei Dürr noch bei unseren Lieferanten zu Menschenrechtsverletzungen kommt. Mitarbeiter Motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind entscheidend für unser Unternehmen. Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, behandeln unsere Beschäftigten fair und achten ihre Rechte. Wesentlich im Sinne des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes sind für uns die Gebiete Weiterbildung und Personalentwicklung, Arbeitssicherheit und Gesundheit sowie die Zufriedenheit, Bindung und Rekrutierung von Mitarbeitern. Der Bereich Corporate Human Resources ist dem Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor zugeordnet und koordiniert die Personalthemen im Konzern. Die Betreuung der Mitarbeiter übernehmen die Personalabteilungen der Standorte. Der Dürr-Verhaltenskodex enthält die Leitlinien für einen respektvollen Umgang mit unseren Mitarbeitern. Konzernweite Richtlinien regeln beispielsweise Vergütungs- und Bonusthemen. Selbstverständlich muss unser Handeln im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Tarifverträgen stehen. Weiterbildung und Personalentwicklung Um den Unternehmenserfolg zu sichern, setzen wir auf lebenslanges Lernen und führen Nachwuchskräfte gezielt an Leitungsaufgaben heran. Die Abteilung Corporate People Development steuert die konzernweite Mitarbeiterentwicklung. Strukturen und Prozesse im Bereich Personalentwicklung sind in einer Organisationsanweisung geregelt. Der Personalentwicklungsprozess "People Development" dient dazu, talentierte Nachwuchskräfte zu identifizieren und auf Führungsaufgaben vorzubereiten. "People Development" ist softwaregestützt, beinhaltet aber auch den regelmäßigen Austausch von Personalentwicklern und Führungskräften über die Förderung von Potenzialträgern. Ein umfassendes Weiterbildungsangebot unterstützt unsere Mitarbeiter weltweit dabei, ihr Wissen permanent an neue Anforderungen anzupassen. Die konzernweite Online-Trainingsplattform MyTraining ermöglicht eine effiziente Auswahl, Buchung und Evaluierung von Kursen und zeigt darüber hinaus die individuelle Weiterbildungshistorie an. Ein Schwerpunkt unserer Weiterbildungsmaßnahmen ist die Digitalisierung; daher haben wir zusätzliche Trainings in den Bereichen Software, Sensorik und Datenanalyse in unser Kursprogramm aufgenommen. Einen hohen Praxisbezug gewährleisten wir, indem rund ein Drittel der Schulungen von eigenen Mitarbeitern abgehalten wird. Die Anzahl der weltweiten Schulungsteilnahmen stieg 2017 von rund 10.000 auf rund 12.300. Das entspricht einem Wert von 0,8 Schulungen je Mitarbeiter (Vorjahr: 0,7). Bei den OnlineTrainings zu Datensicherheit und Compliance verzeichneten wir zusätzlich rund 15.700 Teilnahmen. Wir haben das Ziel, unsere Mitarbeiter bestmöglich auf neue Herausforderungen vorzubereiten und die Verfügbarkeit gut ausgebildeter Führungskräfte sicherzustellen. Arbeitssicherheit und Gesundheit Die Unversehrtheit bei der Arbeit ist der nächstliegende Aspekt beim Thema Mitarbeitergesundheit. Denn viele unserer Mitarbeiter reisen häufig oder sind auf Baustellen von Kunden im Einsatz. Darüber hinaus fördern wir das körperliche und seelische Wohlbefinden der Mitarbeiter. An der Spitze unserer konzernweiten Health S Safety-Organisation steht der Vorstandsvorsitzende. Eine Arbeitsschutzrichtlinie definiert Standards und Prozesse zur Vermeidung von Unfällen. Grundsätzliche Aussagen zum Arbeitsschutz enthält auch unser Verhaltenskodex. Die Arbeitsschutzbeauftragten der Standorte informieren und schulen die Mitarbeiter in gesundheitsrelevanten Bereichen. Die Teilnahme an den entsprechenden Veranstaltungen ist verpflichtend. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter im Rahmen der internen Kommunikation für Arbeitsschutzrisiken. Unfälle und Beinaheunfälle werden gemeldet und genau untersucht, um daraus verbesserte Sicherheitsvorkehrungen abzuleiten. Regelmäßige interne Audits unterstützen uns dabei, die Richtlinien und Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz an den Standorten umzusetzen. Ein professionelles Notfallmanagement sorgt weltweit dafür, dass reisende Mitarbeiter in Not sofort professionelle Hilfe bekommen. 2017 verzeichneten wir in Deutschland 12,9 meldepflichtige Unfälle je 1.000 Mitarbeiter. Ab 2018 werden wir diesen Wert konzernweit berichten. Unser Ziel kann nur sein, Unfälle zu vermeiden und damit ihre Anzahl zu verringern. An den deutschen Standorten bieten wir eine Fülle von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und zur Vermeidung von Beeinträchtigungen an. Dazu zählen Gesundheitstage, Vorträge, kostenlose ärztliche Zusatzuntersuchungen oder Betriebssportangebote. Die Krankenquote lag 2017 bei 2,9 %. Auch wenn es nur bedingt in unserer Hand liegt: Wir streben für 2018 eine Krankenquote an, die unter dem Durchschnitt der vergangenen zwei Jahre liegt. Mitarbeiterzufriedenheit / -bindung Wir setzen auf einen offenen Austausch mit den Mitarbeitern und ihre langfristige Bindung an Dürr. Ihre Zufriedenheit und Einstellung haben wesentlichen Einfluss auf den langfristigen Unternehmenserfolg. Insbesondere die Kundenzufriedenheit und unser Arbeitgeberimage hängen davon ab. Wir streben an, Mitarbeiter lange an Dürr zu binden. Die systematische Erfassung der Mitarbeiterzufriedenheit ist Aufgabe des Bereichs Corporate Human Resources. An den Standorten stehen Geschäftsleitung, Personalabteilung, Mitarbeiter und gegebenenfalls die Arbeitnehmervertretung im ständigen Austausch miteinander. Durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen erhalten wir ein Meinungs- und Stimmungsbild - sowohl für den Konzern als auch für einzelne Standorte und Bereiche. Aus den Resultaten leiten wir gezielte Verbesserungsmaßnahmen ab. Bei unseren weltweiten Mitarbeiterumfragen sind uns insbesondere die Beteiligung sowie das Ergebnis im Bereich "Engagement" wichtig. Bei der Befragung im Jahr 2016 betrug die Beteiligungsquote 77 %. In der Kategorie "Engagement" ergab sich ein hoher Wert von 83 %, darin wurden die Einstellungen zu folgenden Aussagen berücksichtigt: ― Ich engagiere mich über definierte Aufgaben hinaus. ― Ich habe Spaß an der Arbeit. ― Ich kann meine Arbeitsbelastung gut bewältigen. ― Ich bin stolz auf meinen Arbeitgeber. ― Ich würde meinen Arbeitgeber weiterempfehlen. Verbesserungsmöglichkeiten haben wir bei der FeedbackKultur und den persönlichen Weiterbildungsmöglichkeiten identifiziert; hier wurden bereits Maßnahmen zur Verbesserung umgesetzt. Wir streben an, bei zukünftigen Mitarbeiterbefragungen die Beteiligungsquote und das Ergebnis im Bereich "Engagement" weiter zu verbessern. Maßstab dafür sind die entsprechenden Durchschnittswerte aus den beiden zurückliegenden Befragungen. Mitarbeiterrekrutierung Im Wettlauf um die besten Kräfte müssen wir potenzielle Kandidaten von uns überzeugen. Um weiter zu wachsen und den digitalen Wandel erfolgreich zu bewältigen, benötigen wir weitere gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. Personal- und Hochschulmarketing sind in der Abteilung Corporate People Development angesiedelt, die zum Bereich Corporate Human Resources gehört. Unsere Arbeitgebermarken bilden die Basis unserer Rekrutierung. Im Rahmen einer umfangreichen strategischen Neuausrichtung haben wir gemeinsame Kernwerte von Dürr, Schenck und der HOMAG Group definiert, die sprachlich und visuell zum Ausdruck kommen. Wir stehen für Faszination Technik, Innovation, Leidenschaft und Internationalität. Auf dieser Basis entstand unsere Employer-Branding-Kampagne mit dem Titel "Pure Passioneering", die ein Bündel an Maßnahmen enthält. Beispielsweise sprechen wir junge, digital affine Menschen gezielt über die sozialen Medien und Netzwerke an. Ziel ist es, uns attraktiv und glaubwürdig zu präsentieren und den Bekanntheitsgrad auf dem Arbeitsmarkt weiter zu erhöhen. Neben Anreizen durch Vergütung und Karriereperspektiven bieten wir insbesondere an unseren wesentlichen Standorten Angebote für Work-Life-Balance, Sport, Kultur und Kinderbetreuung. Weitere Argumente für Dürr als Arbeitgeber sind unser Unternehmenserfolg, eigenverantwortliches Arbeiten und technologisch attraktive Arbeitsgebiete wie Robotik, Digitalisierung und Automatisierung. Unabhängige Auszeichnungen prägen das Image eines Arbeitgebers. Unser gutes Abschneiden bei Kununu, FOCUS Beste Arbeitgeber und weiteren Rankings bestätigt unsere Attraktivität am Arbeitsmarkt. Hochschul- und Recruiting-Messen sind wichtige Plattformen für den Kontakt zu Absolventen und Professionals. Auch mit Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten bieten wir Gelegenheit, Dürr kennenzulernen. Unser Ziel ist es, offene Stellen zeitnah und adäquat zu besetzen; allein im Jahr 2017 konnten wir rund 1.500 neue Mitarbeiter einstellen (Vorjahr: rund 1.200). ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN (kein Bestandteil der nichtfinanziellen Konzernerklärung) Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl des Konzerns sank im Jahr 2017 um 1,7 % auf 14.974 Personen. Grund war die Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe mit 839 Mitarbeitern. Während die Veräußerung bei Measuring and Process Systems zu einer Verkleinerung der Belegschaft führte (-24 %), hoben die anderen vier Divisions ihre Mitarbeiterzahl moderat an. Bereinigt um den Ecoclean-Effekt wuchs die Mitarbeiterzahl des Konzerns zum 31. Dezember 2017 um 4 %. Abhängig von der Auslastung beschäftigen wir neben der Stammbelegschaft auch externe Mitarbeiter. Gut die Hälfte unserer Belegschaft (52 %) entfällt auf Deutschland. An zweiter Stelle folgt China mit rund 2.000 fest angestellten Mitarbeitern und weiteren rund 300 externen Kräften. In den Emerging Markets haben wir die Belegschaft im Jahr 2017 um 4 % auf 4.779 Personen angehoben. Dies entspricht einem Anteil von 32 % an der Gesamtzahl. 2.9 - MITARBEITER NACH DIVISIONS (31.12.) Unsere Belegschaft Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt 42 Jahre. In Deutschland bilden die 45- bis 54-Jährigen mit einem Anteil von 32 % die größte Altersgruppe. In allen anderen Regionen sind es die 25- bis 34-Jährigen, in China ist diese Altersgruppe mit einem Anteil von 53 % besonders groß. Der Anteil der weiblichen Mitarbeiter beträgt 16 %, am höchsten ist er in China (21 %), in Deutschland liegt der Frauenanteil bei 15 %. Mit 44 % ist unser Akademikeranteil hoch, eine nichtakademische Berufsausbildung besitzen 52 % unserer Mitarbeiter. Im Konzern sind rund 700 Projektmanager und 1.800 Engineering-Mitarbeiter [ S. 204 ] tätig; diese hohen Werte spiegeln die große Bedeutung des Projektgeschäfts bei Dürr wider. 34 % der Mitarbeiter sind in Montage und Fertigung beschäftigt. Damit bilden sie die größte Funktionsgruppe; im Vergleich mit fertigungsintensiveren Industrieunternehmen ist die Quote allerdings gering. Weitere Personalkennzahlen finden Sie in Tabelle 2.11. Wir setzen uns dafür ein, den Frauenanteil bei Dürr zu erhöhen. Zudem organisieren wir Kooperationen mit Schulen, Girls' Days, Events am Weltfrauentag und das Frauennetzwerk she@Dürr. Als global tätiges Unternehmen stehen wir für einen wertschätzenden Umgang miteinander und fördern die weltweite Zusammenarbeit, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, Kultur und Alter. Vielfalt zu schätzen ist einer der Unternehmenswerte, an denen wir uns orientieren. Weiterbildung und Personalentwicklung Im Rahmen des oben vorgestellten Weiterbildungskonzepts erhöhten wir die Anzahl der Schulungsveranstaltungen allein in Deutschland von 1.881 auf 2.020. Knapp 50 % der Schulungen entfielen auf Fachtrainings in den Bereichen IT, Technik, Managementsysteme / Normen und kaufmännisches Know-how. 19 % drehten sich um Service und Kundenorientierung und weitere 18 % um Führungskompetenzen. Um den länderübergreifenden Austausch zu fördern, legen wir Wert auf unsere international besetzten Corporate Trainings. Im Jahr 2017 nahmen daran 856 Mitarbeiter teil (Vorjahr: 535), dabei ging es um Führung, Projektmanagement und Vertrieb sowie um technisches und kaufmännisches Wissen. In der HOMAG Group absolvierten 424 Vertriebsmitarbeiter das internationale Training "Pro Sales". Führungskräfte durchlaufen obligatorische Qualifizierungsprogramme, die sich an den Werten des Dürr-Führungskompetenzmodells orientieren. Das "Advanced Leadership Program" für erfahrene Manager hatte im Berichtsjahr 45 Teilnehmer. Im Programm "Fit for Leadership" zählten wir 298 jüngere Führungskräfte. Am fachspezifischen "Leadership Project Management Training" nahmen 220 Projektmanager teil. 2.10 - MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.) 2.11 - KENNZAHLEN SOZIALES scroll 2017 2016 2015 Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 14.974 15.235 14.850 davon Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (31.12.) 420 464 481 Anteil weiblicher Mitarbeiter (31.12.) (%) 16 16 16 Teilzeitarbeitnehmer (31.12.) 499 514 464 Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (Jahre) 11 11 11 Krankenquote (%) 2,9 3,2 3,1 Fluktuation (%) 7,7 7,3 7,2 Anzahl meldepflichtige Unfälle pro Tsd. Mitarbeiter (Deutschland, ohne Wegeunfälle) 12,91 13,5 15,6 1 Arbeitsunfälle externer Mitarbeiter sind seit 2017 nicht mehr inbegriffen. Mitarbeiterrekrutierung Die bereits zum fünften Mal veranstaltete "Dürr Challenge" steigert unsere Bekanntheit an Hochschulen und im Internet. Bei dem Filmwettbewerb schicken wir jedes Jahr drei Teams aus Studierenden in verschiedene Metropolen, um ihre Eindrücke mit der Kamera festzuhalten. Unabhängige Auszeichnungen attestieren uns eine hohe Qualität als Arbeitgeber: ― Kununu Top & Open Company: Auf der Bewertungsplattform Kununu beträgt unsere Durchschnittsnote 3,9 (mögliche Bestnote: 5). Damit schneiden wir besser ab als der Branchendurchschnitt (3,2). ― FOCUS Beste Arbeitgeber: Im Arbeitgeber-Ranking der Zeitschrift FOCUS belegen wir Platz 17 unter 79 bewerteten Maschinen- und Anlagenbauern aus Deutschland. ― Fair Company: Wir beschäftigen Praktikanten anspruchsvoll und bezahlen sie fair. Absolventen werden nicht als Praktikanten eingestellt, sondern als feste Mitarbeiter. ― Erfolgsfaktor Familie: Wir bekennen uns zu einer familienbewussten Personalpolitik. ― Ausgezeichnetes Trainee-Programm: Das Siegel bestätigt, dass unser Dürr Graduate Program fair und karrierefördernd ist. Im Jahr 2017 knüpften wir bei 42 Hochschul- und Recruiting-Messen Kontakte zu Absolventen und Professionals. Darüber hinaus begrüßten wir studentische Besuchergruppen an unseren Standorten. 189 Praktikanten und 97 Werkstudenten erhielten Einblicke in das Berufsleben. 56 Studierende und angehende Techniker schrieben bei Dürr ihre Abschlussarbeiten. Ausbildung Die Ausbildung junger Menschen sichert uns zuverlässige Nachwuchskräfte und ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Im Jahr 2017 bereiteten sich im Dürr-Konzern 420 Auszubildende sowie Studierende im Dualen Studium und im Studium plus auf das Berufsleben vor. Davon waren gut 70 % bei der HOMAG Group angestellt. Unser Ausbildungsspektrum umfasst 12 kaufmännische und gewerblich-technische Berufe. Wer ein kooperatives Studium bei Dürr beginnen möchte, hat die Wahl zwischen 11 Fachrichtungen. Dazu zählen beispielsweise Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Maschinenbau und diverse Informatikrichtungen. Hervorragenden Hochschulabsolventen ermöglicht das Dürr Graduate Program den Einstieg in eine zukunftssichere Fach- oder Führungslaufbahn; Ende 2017 nahmen 8 Trainees an dem Programm teil. Umwelt Wir nehmen unsere ökologische Verantwortung sehr ernst. Dennoch ist sie kein wesentlicher Aspekt im Sinne der nichtfinanziellen Konzernerklärung, da unser Handeln nur vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die Umwelt hat. Grund dafür ist, dass wir als Engineering-Unternehmen [ S. 204 ] eine niedrige Fertigungstiefe haben, entsprechend gering sind unser Energie- und Ressourcenverbrauch sowie das Abfallaufkommen. Unsere Produkte Unser Produktportfolio leistet einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Als führender Anbieter von Lösungen für effiziente Produktionsprozesse arbeiten wir daran, Ressourcenverbrauch und Emissionen unserer Maschinen und Anlagen immer weiter zu senken. Weitere Informationen dazu finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung [ S. 34 ]. Unser ökologischer Fußabdruck Wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Wirtschaften zu langfristigem Unternehmenserfolg beiträgt. Die Einhaltung von Umweltschutzgesetzen ist selbstverständlich und im Dürr-Ver-haltenskodex verankert. Die Hauptverantwortung für Umweltaspekte liegt bei der jeweiligen Standortleitung. Der Großteil unserer Produktionsgesellschaften setzt das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 ein. 10 Standorte verfügen über ein zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001. Etliche Standorte führen Energie- und Qualitätsaudits durch. Eine Übersicht der Zertifizierungen enthält unsere Website im Bereich Unternehmen / Nachhaltigkeit / Zertifikate. Unsere Geschäftstätigkeit (einschließlich des Einkaufs von Gütern und Leistungen) führt nach unserer Einschätzung nicht zu wesentlichen ökologischen Beeinträchtigungen. Wir streben an, den Energie-, Material- und Ressourcenverbrauch an unseren Standorten zu verringern. Bei Um- und Neubauten von Gebäuden achten wir auf energiesparende Technik. Beispielsweise tauschen wir alte Beleuchtungssysteme gegen neue LED-Systeme, installieren moderne Klimageräte oder modernisieren unseren Maschinenpark. 2.12 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (ABSOLUT) scroll 20171 2016 2015 Anzahl Standorte 91 92 92 davon mit Qualitätsmanagementzertifikat nach ISO 90012 41 47 51 davon mit Umweltmanagementzertifikat nach ISO 140012 14 19 21 davon mit Energiemanagementzertifikat nach ISO 500012 10 10 - Verbrauch Strom (MWh) 57.080 61.249 60.640 Gas / Öl / Fernwärme (MWh) 67.736 69.721 67.717 Wasser (m3 ) 208.362 183.823 191.918 Abwasseraufkommen (m3 ) 192.099 168.368 175.489 Abfall (t) 10.508 11.189 12.123 davon wiederverwertet (t) 8.664 8.962 9.737 Emissionen CO2 (t) 61.416 62.909 62.097 davon auf Dürr-Fuhrpark entfallend (t) 11.010 9.474 9.481 SO2 (t) 30 32 32 NOx (t) 46 49 48 1 Die zum 31. März 2017 veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe ist in den Ökologiekennzahlen für 2017 nicht mehr berücksichtigt. 2 Standorte, die von mehreren Dürr-Gesellschaften genutzt werden, verfügen zum Teil über mehrere Zertifikate. 2.13 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (INDEXIERT) scroll 2017 2016 2015 Verbrauch Strom 68,9 76,9 72,2 Gas / Öl/ Fernwärme 55,2 59,0 54,4 Wasser 92,0 84,4 83,6 Abwasseraufkommen 95,6 87,1 86,2 Abfall 123,3 136,5 140,3 Abfall wiederverwertet 133,2 143,3 147,7 Emissionen CO2 69,3 73,8 69,1 CO2 auf Dürr-Fuhrpark entfallend 109,3 97,8 92,8 SO2 68,1 75,9 71,3 NOx 65,1 71,7 67,0 (2010 = 100; im Verhältnis zum Umsatz) Gesellschaftliches Engagement Unser gesellschaftliches Engagement ist vielfältig. Wir pflegen zum Beispiel Technikkooperationen mit Schulen und finanzieren Stipendien, unter anderem für Jugendliche mit Migrationshintergrund. Zudem unterstützen wir Flüchtlingsinitiativen wie "PerjuF - Perspektive für junge Flüchtlinge". Zum 31. Dezember 2017 waren bei Dürr in Deutschland 5 fest angestellte Mitarbeiter und 14 Praktikanten und Aushilfen mit Fluchthintergrund beschäftigt. Den Schwerpunkt unseres humanitärkaritativen Engagements bilden Spenden in den Bereichen Bildung sowie Breiten-, Jugend- und Behindertensport. Auch lokale Gemeinschaften im Umfeld unserer Standorte unterstützen wir finanziell, ein Beispiel ist das Sponsoring eines Musikfestivals in Bietigheim-Bissingen. Die HOMAG Group verkauft Möbel, die auf Fachmessen zu Demonstrationszwecken produziert werden, für einen guten Zweck. Zuletzt ging ein entsprechender Erlös an die Organisation Future Chances - For Kids and Poor in Tanzania (p(e)d-world e.V.). Diese Organisation unterstützt eine Schule in Tansania, die auch armen Kindern eine gute Ausbildung sichert. Eine Spendenrichtlinie regelt die finanzielle Förderung durch Dürr. Im Jahr 2017 summierten sich die Spenden auf 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). CORPORATE GOVERNANCE Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält Regeln und Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle börsennotierter Gesellschaften. Im Jahr 2017 hat die Kodexkommission mehrere Änderungen an dem Regelwerk vorgenommen. Neu ist die Empfehlung, die Grundzüge des Compliance-Management-Systems offenzulegen (Ziffer 4.1.3). Ferner soll der Aufsichtsrat ein Kompetenzprofil für sich erarbeiten, über dessen Umsetzungsstand informieren und die Lebensläufe seiner Mitglieder sowie neuer Kandidaten veröffentlichen (Ziffer 5.4.1). Zudem soll er die Namen seiner unabhängigen Mitglieder angeben, über die aus seiner Sicht angemessene Zahl der unabhängigen Mitglieder informieren (Ziffer 5.4.1) und bei der Festlegung dieser Zahl die Eigentümerstruktur berücksichtigen (Ziffer 5.4.2). Weitere Kodexänderungen beziehen sich zum Beispiel auf die Bemessungsgrundlage für die variable Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.3), die Bestellung des Abschlussprüfers und die Zusammenarbeit mit ihm (Ziffer 5.3.2), die Besetzung des Prüfungsausschussvorsitzes (Ziffer 5.3.2) und die Veröffentlichung von Zwischeninformationen (Ziffer 7.1.1). Wir haben alle neuen Kodexempfehlungen berücksichtigt. Seit dem 13. Dezember 2017 folgen wir auch den Kodexempfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 4 (Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder, Dauer der Aufsichtsratszugehörigkeit). Zudem haben wir zum 1. Januar 2018 einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung eingeführt (Ziffer 3.8 Absätze 2 und 3). Damit befolgen wir ausnahmslos alle aktuellen Empfehlungen des Kodex. Der unten stehende Auszug aus unserer Entsprechenserklärung datiert vom 13. Dezember 2017. Folglich enthält er noch die damalige Kodexabweichung bei der D&O-Versicherung. Die Erklärung bezieht sich für den Zeitraum von 14. Dezember 2016 bis 6. Februar 2017 auf die alte Fassung des Kodex und ab dem 7. Februar 2017 auf die neue Fassung. Ihr vollständiger Wortlaut ist auf unserer Website im Bereich Investoren / Corporate Governance veröffentlicht. AUSZUG ENTSPRECHENSERKLÄRUNG VOM 13. DEZEMBER 2017 Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Absatz 3) Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht bis zum 31. Dezember 2017 im Rahmen einer Gruppenversicherung eine DSO-Versicherung ohne Selbstbehalt. Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher bis Ende des Jahres 2017 nicht entsprochen. Ein Selbstbehalt für Mitglieder des Aufsichtsrats bestand nicht, weil die Dürr AG nicht der Auffassung war, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbst-behalts weiter gesteigert werden könnte. Der Aufsichtsrat beschloss in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2017, ab 1. Januar 2018 einen Selbstbehalt einzuführen und damit der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex ab diesem Zeitpunkt zu entsprechen. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Begrenzung der Aufsichtsratszugehörigkeitsdauer (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 4) Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 4 des Kodex wird bis zum 13. Dezember 2017 nicht entsprochen. Nach bisheriger Auffassung des Aufsichtsrats ging mit der Benennung und Veröffentlichung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung und deren regelmäßiger Anpassung ein nicht unerheblicher Aufwand einher, der mit Blick auf die Größe des Aufsichtsrats und die Arbeitsbelastung des Gremiums nicht mehr gerechtfertigt erschien. Außerdem vertrat der Aufsichtsrat die Auffassung, dass mit der Festsetzung starrer Ziele die Möglichkeit verloren gehen könnte, herausragende Persönlichkeiten, die nicht in den gesteckten Rahmen passen, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen. Auch eine pauschale Altersgrenze und eine Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer wurden bislang kritisch gesehen, weil die Leistungsfähigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nicht vom Erreichen einer unflexiblen Altersgrenze abhängig sein dürfte. Der Aufsichtsrat befasste sich deshalb jeweils erst im Vorfeld der Beschlussfassung über seine Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern mit der gewünschten Zusammensetzung des Gremiums. Dabei berücksichtigte er möglicherweise auch andere als die in Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex benannten Kriterien. In seiner Sitzung vom 13. Dezember 2017 kam der Aufsichtsrat darin überein, die vom Kodex neu aufgenommene Empfehlung, ein Kompetenzprofil zu erstellen, zum Anlass zu nehmen, den in Ziffer 5.4.1 enthaltenen Empfehlungen ab diesem Tag vollumfänglich zu entsprechen. WEITERE ANGABEN ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG1 VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte, definiert die Strategie und setzt sie in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat um. Dabei ist er dem Interesse und den geschäftspolitischen Grundsätzen des Unternehmens verpflichtet. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über Geschäftsverlauf, Strategie und Risiken. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Ressortverteilung im Vorstand, die Modalitäten der Beschlussfassung und weitere Aspekte. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. In Einklang mit dem deutschen Mitbestimmungsgesetz setzt er sich paritätisch aus zwölf Mitgliedern zusammen. Die sechs Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung gewählt, die sechs Arbeitnehmervertreter von den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Standorte. Herrscht bei Abstimmungen im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, zählt das Votum des Vorsitzenden doppelt. Eilbedürftige Beschlüsse kann der Aufsichtsrat auch im schriftlichen Umlaufverfahren fassen. Im Jahr 2017 machte er im Zusammenhang mit der Einrichtung der IIoT-Plattform ADAMOS [ S. 204 ] von dieser Möglichkeit Gebrauch. Der Aufsichtsrat wird alle fünf Jahre neu gewählt, die letzten turnusmäßigen Wahlen fanden im Jahr 2016 statt. Scheidet ein Mitglied des Aufsichtsrats vor Ende seiner Amtszeit aus, wird gerichtlich ein Nachfolger bestellt, sofern kein bereits gewähltes Ersatzmitglied zur Verfügung steht. Gerichtlich bestellte Aufsichtsratsmitglieder müssen sich bei der nächsten Hauptversammlung (Vertreter der Anteilseigner) oder beim nächsten Wahltermin (Vertreter der Arbeitnehmer) zur Wahl stellen. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat sieben unabhängige Mitglieder an; der Aufsichtsrat erachtet diese Zahl als angemessen. Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Sie behandeln Spezialthemen und bereiten Beschlüsse vor. Nach jeder Sitzung informieren die Ausschussvorsitzenden das Plenum über die Ergebnisse. ― Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, ist vor allem für die Bestellung und Vergütung der Vorstandsmitglieder zuständig und bereitet entsprechende Plenumsbeschlüsse vor. ― Der Prüfungsausschuss beschäftigt sich mit Rechnungslegung, Risikomanagement, internem Kontrollsystem und interner Revision. Außerdem kontrolliert er das Compliance-Management-System, prüft die Jahresabschlüsse von DürrKonzern und Dürr AG und bereitet die entsprechenden Beschlüsse des Plenums vor. ― Der Vermittlungsausschuss tagt, falls im Aufsichtsrat Meinungsverschiedenheiten bei der Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern auftreten. Bei Dürr musste dieser Ausschuss noch nie einberufen werden. ― Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat fachlich und persönlich geeignete Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter auf der Hauptversammlung vor. Er berücksichtigt dabei die Bestimmungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie das Kompetenzprofil und die Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Außer dem dreiköpfigen Nominierungsausschuss, dem naturgemäß ausschließlich Vertreter der Anteilseigner angehören, setzen sich alle Ausschüsse paritätisch aus vier Mitgliedern zusammen. 1 Die vollständige Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie auf unserer Website im Bereich Investoren / Corporate Governance. KOMPETENZPROFIL FÜR DEN AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat hat ein Kompetenzprofil sowie Ziele für seine Zusammensetzung verabschiedet. Damit stellt er sicher, dass seine Mitglieder insgesamt die Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Aufsichtsratsarbeit erfüllen. Gefordert werden zum Beispiel Kenntnisse über die Maschinen- und Anlagenbaubranche und unsere Märkte sowie Wissen in den Bereichen Management, Mitarbeiterführung, Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement, Compliance und Governance. Nicht jedes Mitglied muss in allen Wissensgebieten gleich bewandert sein; vielmehr sollen sich die verschiedenen Kompetenzen ergänzen. Mindestens ein Mitglied muss über Sachverstand in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses muss besondere Kenntnisse in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren vorweisen. Jedes Aufsichtsratsmitglied muss die relevanten rechtlichen Normen kennen, ausreichend Zeit zur Verfügung haben und sich weiterbilden. In puncto Diversität werden unterschiedliche berufliche und internationale Erfahrungen erwartet; der Anteil von Frauen und Männern im Aufsichtsrat muss gemäß § 96 Abs. 2 AktG jeweils mindestens 30 % betragen. Weitere Eckpunkte sind eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder, die Vermeidung von Interessenkonflikten, eine grundsätzliche Altersgrenze von 70 Jahren bei der Wahl und eine grundsätzliche Zugehörigkeitshöchstdauer von 15 Jahren. In seiner derzeitigen Besetzung erfüllt der Aufsichtsrat die Anforderungen des Kompetenzprofils. Im Dezember 2018 wird das Kompetenzprofil erstmals überprüft. HAUPTVERSAMMLUNG Auf der Hauptversammlung findet die Generaldebatte zwischen Anteilseignern, Vorstand und Aufsichtsrat statt, ferner üben die Anteilseigner ihr Stimmrecht aus. Alle Beschlussanträge werden in der Tagesordnung erläutert, die vom Unternehmen fristgerecht vor der Hauptversammlung zu versenden ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet die Hauptversammlung und berichtet über die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im zurückliegenden Geschäftsjahr. TRANSPARENZ Unsere Unternehmenskommunikation informiert umfassend und zeitnah. Ausführliche Angaben und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung enthalten der Geschäftsbericht sowie unsere Zwischenmitteilungen, Finanzberichte, Presse- und Ad-hoc-Meldungen. Alle Veröffentlichungen sind auf unserer Website zugänglich. Zu wichtigen Anlässen veranstalten wir Presse- und Telefonkonferenzen. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG Unsere IFRS-Konzernabschlüsse werden seit mehreren Jahren von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft, die von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats auch für den Jahresabschluss 2017 bestellt wurde. Der Abschlussprüfer prüft den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss sowie den Einzelabschluss der Dürr AG, danach werden die Abschlüsse vom Aufsichtsrat geprüft, gebilligt und spätestens 90 Tage nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht. Gemäß Ziffer 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex informiert der Abschlussprüfer den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich, falls er bei der Prüfung Erkenntnisse erlangt, die für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlich sind. Auch über Abweichungen von der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz unterrichtet der Prüfer den Aufsichtsrat. Vor Erteilung des Prüfungsmandats versichert der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit. STEUERUNGSGRÖSSEN, KONTROLLSYSTEM, INSIDERVERZEICHNIS Die wichtigsten Größen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge und ROCE [ S. 205 ]. Angaben zu den im Jahr 2017 erzielten Werten und den Berechnungsmethoden enthält das Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 73 ]. Unser Risikomanagementsystem deckt 15 spezifische Risikofelder ab und erfasst die Risikolage des Konzerns. Zum Risikomanagementsystem gehört auch das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKS). Ausführliche Informationen finden Sie im Risikobericht [ S. 82 ]. 2.14 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND scroll Ralf W. Dieter (Vorsitzender) Carlo Crosetto (Eintritt 01.03.2017) (Finanzvorstand) Dr. Jochen Weyrauch (Eintritt 01.01.2017) Ralph Heuwing (Austritt 14.05.2017) (Finanzvorstand) • Divisions / operative • Paint and Final Assembly Systems1 • Paint and Final Assembly Systems2 Verantwortung • Application Technology • Clean Technology Systems • Woodworking Machinery and Systems • Measuring and Process Systems • Zentralfunktionen • Unternehmens-kommunikation • Finanzen / Controlling3 • Corporate Development • Finanzen / Controlling4 • Personal (Arbeitsdirektor) • Investor Relations3 • Informationstechnologie • Investor Relations4 • Forschung & Entwicklung • Risikomanagement3 • Risikomanagement4 • Qualitätsmanagement • Recht / Patente / Versicherungen3 • Recht / Patente / Versicherungen4 • Interne Revision • Global Sourcing3 • Global Sourcing4 • Corporate Compliance • Corporate Social Responsibility3 • Corporate Social Responsibility4 1 bis 31. Dezember 2017 2 seit 1. Januar 2018 3 seit 1. März 2017 4 bis 28. Februar 2017 Wir führen anlassbezogene Insiderlisten gemäß Artikel 18 Marktmissbrauchsverordnung (MMVO). Alle Insider werden über die damit verbundenen gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert. ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT BEI DÜRR Der Vorstand der Dürr AG besteht aus drei Mitgliedern: ― Ralf W. Dieter ist seit 1. Januar 2006 Vorstandsvorsitzender und verantwortet die Divisions Application Technology und Woodworking Machinery and Systems sowie verschiedene Zentralfunktionen. Er steht an der Spitze des Vertriebs und vertritt Dürr auf den Entscheidungsebenen der Kunden. ― Carlo Crosetto trat am 1. März 2017 in den Vorstand ein und folgte als Finanzvorstand auf Ralph Heuwing, der am 14. Mai 2017 aus der Dürr AG ausschied. ― Dr. Jochen Weyrauch ist seit 1. Januar 2017 Mitglied des Vorstands und verantwortet die Divisions Paint and Final Assembly Systems, Clean Technology Systems und Measuring and Process Systems sowie die Ressorts Corporate Development und Informationstechnologie. Eine Übersicht zur Geschäftsverteilung im Vorstand der Dürr AG bietet Tabelle 2.14. Die zweite Management-Ebene im Konzern besteht aus den Leitern der Divisions. Sie tragen die weltweite Ergebnisverantwortung für ihr jeweiliges Geschäft und stehen in engem Austausch mit dem Vorstand. Die Fachabteilungen der Dürr AG arbeiten dem Vorstand zu. Auf Konzernebene existieren zwei Führungskreise: Der oberste Führungskreis (Dürr Management Board) umfasst 18 Mitglieder und besteht aus dem Vorstand, den Leitern und Finanzverantwortlichen der Divisions sowie weiteren Führungskräften. Der weiter gefassten Senior Management Group gehören rund 80 Geschäftsführer und Führungskräfte des Konzerns an. Eine Übersicht über die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sowie über deren Mandate findet sich unter Textziffer 40 [ S. 178 ] im Anhang zum Konzernabschluss. KONTROLLE Gemäß § 6 der Satzung der Dürr AG bestimmt der Aufsichtsrat Größe und Besetzung des Vorstands. Die Geschäftsordnung, die der Aufsichtsrat für den Vorstand beschlossen hat, enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte sowie einen Geschäftsverteilungsplan. In den Aufsichtsratssitzungen nimmt der Vorstand Stellung zu den Tagesordnungspunkten und beantwortet Fragen. Die schriftlichen Beschlussanträge für den Aufsichtsrat werden den Mitgliedern mindestens eine Woche vor der Sitzung zusammen mit einer ausführlichen Unterlage zugestellt. Am Sitzungstag finden meist getrennte Vorgespräche der Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter statt, dabei steht der Vorstand für Erläuterungen zur Verfügung. Auch außerhalb der Sitzungen bespricht sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand. AKTIENBESITZ UND MANAGERS' TRANSACTIONS Wir veröffentlichen meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß Artikel 19 MMVO, die sogenannten Managers' Transactions, umgehend nach Eingang der Mitteilung. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Website unter Investoren / Corporate Governance. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 31. Dezember 2017 0,1 % der Anteile an der Dürr AG. Der Vorstand hielt zum selben Stichtag in Summe 0,2 % der Anteile. GESETZ FÜR DIE GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE VON FRAUEN UND MÄNNERN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN Die Anforderungen aus dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir wie folgt erfüllt: ― Dem Aufsichtsrat der Dürr AG gehören seit den Wahlen im Jahr 2016 vier weibliche Mitglieder an. Dies entspricht einem Frauenanteil von 33 %, damit ist die gesetzliche Mindestquote von 30 % erfüllt. ― Der Frauenanteil im Vorstand der Dürr AG beträgt 0 %, eine Erhöhung ist bis zum 30. Juni 2022 nicht vorgesehen. ― In der obersten Managementebene der Dürr AG beträgt der Frauenanteil 0 %, in der zweiten Managementebene waren es zum 30. Juni 2017 33 %. Als Zielgrößen wurden für die erste Managementebene 0 % und für die zweite Ebene 20 % festgelegt. Die Erreichungsfrist endet für beide Zielgrößen am 30. Juni 2022. DIVERSITÄT Diversität gehört zu den fünf Grundwerten unseres Führungskompetenzmodells. Jede Form von Diskriminierung ist bei Dürr tabu, sei es wegen Geschlecht, Alter, Religion, Krankheit, Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder aus anderen Gründen. Bei der Besetzung von Stellen achten wir auf Vielfalt und Chancengleichheit. Wir streben eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Flexible Arbeitszeitmodelle, die individuellen Bedürfnissen Rechnung tragen, fördern die Chancengleichheit. Mit Blick auf den internationalen Charakter unseres Geschäfts sind interkulturelle Vielfalt und Toleranz wichtige Werte bei Dürr. Maßnahmen im Bereich Arbeitsschutz, Menschenrechte und Inklusion beschreibt der DürrVerhaltenskodex. In Vorträgen und Workshops zu gesellschaftspolitischen Themen können sich unsere Mitarbeiter mit unterschiedlichen Positionen auseinandersetzen. Bei der Bestellung der Vorstandsmitglieder achtet der Aufsichtsrat vor allem auf fachliche und soziale Kompetenz sowie auf langjährige Erfahrung in vergleichbaren Positionen, in unserer Branche und im internationalen Umfeld. Hinzu kommen die charakterliche Eignung und ein angemessener Bildungshintergrund (Hochschulstudium oder vergleichbarer Abschluss). Es ist nicht entscheidend, ob ein Kandidat männlich oder weiblich ist. Mit Blick auf eine ausgewogene Altersstruktur besteht für Vorstandsmitglieder grundsätzlich eine Altersgrenze von 63 Jahren. ANGABEN GEMÄSS §§ 289A ABS. 1 UND 315A ABS. 1 HGB Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals ― Das gezeichnete Kapital der Dürr AG ist in 34.601.040 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Stimmrechts- / Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen ― Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen von Aktionären der Dürr AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 28 S. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkonflikten). Beteiligungen, die 10 % überschreiten ― Die Heinz Dürr GmbH ist mit 25,3 % am Grundkapital der Dürr AG beteiligt. Unter Berücksichtigung des Anteilsbesitzes der Heinz und Heide Dürr Stiftung (3,5 %) kontrolliert die Familie Dürr 28,8 % der Aktien (Stand: 31. Dezember 2017). Aktien mit Sonderrechten ― Es existieren keine Aktien der Dürr AG, die Sonderrechte einräumen. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben ― Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder ― Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG. Die Satzung der Dürr AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 6 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern zulässig ist. § 6 (2) sieht vor, dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann. Bestimmungen zur Änderung der Satzung ― Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 20 (1) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 14 (4) der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Gemäß § 4 (4) und § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, bei Ausnutzung des bedingten oder genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend der Ausnutzung zu ändern. Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen ― Informationen zu diesem Punkt finden Sie unter Textziffer 25 [ S. 146 ] im Anhang zum Konzernabschluss. ― Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots Anleihe: § 7 der Bedingungen unserer Unternehmensanleihe sieht vor, dass die Anleihegläubiger das Recht haben, im Fall eines Rückzahlungsereignisses die vorzeitige Rückzahlung ihrer Schuldverschreibungen von der Dürr AG zu verlangen. Der Rückzahlungsbetrag beträgt in diesem Fall 100 % des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum Rückzahlungstag. Ein Rückzahlungsereignis tritt ein, wenn kumulativ ein Kontrollwechsel und ein Ratingereignis vorliegen. Ein Kontrollwechsel bedeutet hierbei (a), dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG geworden ist, oder (b), dass wir sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögenswerte der Dürr AG an Dritte (außer einer Tochtergesellschaft der Dürr AG) veräußern oder anderweitig abgeben werden. Ein Ratingereignis liegt in den folgenden Fällen vor: Die Schuldverschreibungen weisen kein Rating auf und keine Ratingagentur vergibt binnen 90 Tagen nach Eintritt des Kontrollwechsels ein Investmentgrade-Rating für die Schuldverschreibungen. Die Schuldverschreibungen verfügen zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels über ein Rating und am Ende einer 90-Tage-Periode nach dem Kontrollwechsel stellt dieses Rating kein InvestmentgradeRating dar oder wurde entzogen. Derartige Regelungen sind üblich und in vergleichbarer Form auch in den Anleihebedingungen anderer Emittenten enthalten. Sie dienen zur Absicherung der Interessen der Anleiheinhaber. Syndizierter Kredit: Die Vertragsbedingungen unseres syndizierten Kredits sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels keine zusätzlichen Barinanspruchnahmen vorgenommen oder Avale beantragt werden können. Außerdem kann jeder Kreditgeber seine gewährten Kreditzusagen kündigen, was dazu führen könnte, dass der syndizierte Kredit teilweise oder sogar insgesamt zurückzuführen wäre. Über einen Kontrollwechsel muss der Agent, der die Interessen des Bankenkonsortiums vertritt, unverzüglich nach Kenntniserlangung informiert werden. Ein Kontrollwechsel tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der Dürr AG von einer oder mehreren Personen, die sich über die Ausübung von Stimmrechten verständigen oder mit dem Ziel einer dauerhaften und erheblichen Änderung der unternehmerischen Ausrichtung der Dürr AG in sonstiger Weise zusammenwirken, gehalten oder kontrolliert werden. Entschädigungsvereinbarungen bei Übernahmeangeboten ― Sofern mit den Mitgliedern des Vorstands der Dürr AG eine Regelung für den Fall einer Übernahme getroffen wurde, enthält diese Regelung bei Eintritt eines Kontrollwechselfalls eine für das Vorstandsmitglied zeitlich befristete Option auf Eigenkündigung des Vertrags mit Kapitalisierung aller vertraglichen Entgeltbestandteile als Abfindung, jedoch nur bis zu einer maximalen Höhe des sich aus der verbleibenden, regulären Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags ergebenden Vergütung. Dabei werden variable Vergütungsbestandteile, die in die Berechnung anteilig einbezogen werden, erst mit der rechtlichen Beendigung des Dienstvertrags ausbezahlt. VERGÜTUNGSBERICHT Neben den folgenden Angaben sind die Informationen unter Textziffer 40 [ S. 178 ] des Anhangs zum Konzernabschluss ausdrücklicher Bestandteil des Vergütungsberichts. NEBENTÄTIGKEITEN Die Mitglieder des Vorstands üben außer den Mandaten, die unter Textziffer 40 [ S. 178 ] des Anhangs zum Konzernabschluss aufgeführt sind, keine weiteren Nebentätigkeiten aus. Zwischen den Vorstandsmitgliedern und der Dürr AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften bestehen keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Haftungsverhältnisse. REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand und arbeitet gegebenenfalls Vorschläge zur Weiterentwicklung aus. Der Aufsichtsrat setzt sich sorgfältig mit diesen Empfehlungen auseinander und nutzt sie als Grundlage für seine Beschlüsse. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird anhand mehrerer Kriterien beurteilt. Dazu gehören die Aufgaben von Gesamtvorstand und Einzelmitgliedern, die persönliche Leistung, das wirtschaftliche Umfeld sowie der nachhaltige Erfolg und die Perspektiven des Unternehmens. Außerdem verfolgt der Aufsichtsrat, wie sich die Vorstandsvergütung im Vergleich mit anderen Unternehmen sowie im Vergleich mit dem obersten Führungskreis und der Belegschaft bei Dürr entwickelt. Das aktuelle Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2010. Alle Vorstandsverträge enthalten Short Term und Long Term Incentives (einjährige und mehrjährige variable Vergütung), definierte Höchstgrenzen (Caps) sowie einen Selbstbehalt bei der Versicherung für Haftungsfälle (D&O-Versicherung). BESTANDTEILE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS Die Vorstandsvergütung besteht aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen (variablen) Komponenten. Zur erfolgsunabhängigen Vergütung zählen die Grundvergütung (Festvergütung), die in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt wird, sowie die Nebenleistungen. Letztere umfassen zum Beispiel die Dienstwagennutzung. Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus den Short Term und Long Term Incentives zusammen; ferner sind Sondervergütungen möglich. Das Short Term Incentive (STI) ergibt sich aus der Multiplikation des um 100 Mio. € reduzierten Konzernergebnisses vor Steuern mit einem individuell festgelegten Faktor. Die STI-Vergütung darf eine Höchstgrenze (Cap) nicht überschreiten; zudem wird sie erst gewährt, wenn das Konzern-EBT die Mindestgröße von 100 Mio. € überschreitet. Weitere Informationen enthält die Abbildung 2.16. Die Vergütung aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTI) hängt davon ab, wie sich der Kurs der Dürr-Aktie und die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns in einem Zeitraum von drei Jahren entwickeln (LTI-Laufzeit). Das LTI-Programm ist rollierend angelegt, seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurden acht LTI-Tranchen aufgelegt. Jedes Jahr wird eine festgelegte Anzahl an virtuellen Dürr-Aktien ausgegeben, sogenannte Performance Share Units. Im Jahr 2017 betrug die Anzahl der ausgegebenen Performance Share Units 25.000 für Ralf W. Dieter, 3.000 für Carlo Crosetto und 4.000 für Dr. Jochen Weyrauch. Der Auszahlungsbetrag für die dreijährige LTI-Laufzeit ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der Performance Share Units mit einem Aktienkurs-Multiplikator und einem EBIT-Multiplikator. Der Aktienkurs-Multiplikator entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Börsentagen vor der ersten Hauptversammlung nach Ablauf der dreijährigen LTI-Laufzeit. Der EBIT-Multiplikator bemisst sich nach der durchschnittlichen EBIT-Marge, die der Konzern während der dreijährigen LTI-Laufzeit erzielte. Für die LTI-Vergütung und den EBIT-Multiplikator bestehen Höchstgrenzen. Eine beispielhafte Darstellung zur LTI-Zielerreichung finden Sie in Abbildung 2.17. 2.15 - VORSTANDSVERGÜTUNG: GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN scroll RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER CARLO CROSETTO FINANZVORSTAND EINTRITT 01.03.2017 CARLO CROSETTO FINANZVORSTAND EINTRITT 01.03.2017 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Grundvergütung (Festvergütung) 800.000 800.000 800.000 800.000 416.667 416.667 416.667 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 49.179 50.908 50.908 50.908 13.162 13.162 13.162 Summe 849.179 850.908 850.908 850.908 429.829 429.829 429.829 Einjährige variable Vergütung (STI) 1.581.260 1.600.000 0 1.600.000 566.183 0 583.333 Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.200.000 1.200.000 0 1.200.000 125.000 0 125.000 Variable Vergütung - LTI 2014 - 2016 400.000 -- -- -- -- -- -- Variable Vergütung - LTI 2015 - 2017 400.000 400.000 0 400.000 -- -- -- Variable Vergütung - LTI 2016 - 2018 400.000 400.000 0 400.000 -- -- -- Variable Vergütung - LTI 2017 - 2019 -- 400.000 0 400.000 125.000 0 125.000 Sonstige variable Vergütung 0 0 0 10.000 0 0 175.000 Summe 3.630.439 3.650.908 850.908 3.660.908 1.121.012 429.829 1.313.162 Beitrag Versorgungszusage 640.000 640.000 480.000 640.000 69.976 41.667 70.833 Gesamtvergütung 4.270.439 4.290.908 1.330.908 4.300.908 1.190.988 471.495 1.383.995 Ein weiterer Vergütungsbestandteil ist der arbeitgeberfinanzierte Beitrag für die Altersversorgung. Er orientiert sich an Grundvergütung und STI und wird in unser "VORaB"-Pro-gramm ("Vorsorge aus Bruttogehalt") einbezahlt. VORaB ist das betriebliche Altersversorgungsinstrument des Dürr-Konzerns, das als rückgedeckte Pensionszusage ausgestaltet ist. Nach Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds fallen daraus keine Aufwendungen mehr an. Der Aufsichtsrat kann mit den Vorstandsmitgliedern Ziele zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vereinbaren und bei erfolgreicher Umsetzung eine zusätzliche Sondervergütung gewähren. Auch für außerordentliche Leistungen und Erfolge eines Vorstandsmitglieds ist eine Sondervergütung möglich. Für diese Vergütungen besteht eine Höchstgrenze, bei deren Festlegung das Maximum für die Gesamtvergütung berücksichtigt wird. Neben dem Vorstand können weitere Top-Manager am LTI-Programm teilnehmen. VERGÜTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017 Im Jahr 2017 betrug der Gesamtvergütungsaufwand für den Vorstand 8.407 Tsd. € (Vorjahr: 7.886 Tsd. €). An frühere Vorstandsmitglieder wurden Pensionsbezüge in Höhe von 550 Tsd. € ausbezahlt (Vorjahr: 542 Tsd. €). Der in Tabelle 2.15 gezeigte LTI-Aufwand enthält die Beträge, die zeitanteilig für die laufenden LTI-Tranchen als Verbindlichkeit gebucht wurden. Für die Buchung waren zwei Größen maßgeblich: der durchschnittliche Schlusskurs der DürrAktie an den letzten 20 Handelstagen im Dezember 2017 und 2016 sowie die jeweils erzielte beziehungsweise geplante durchschnittliche EBIT-Marge für die Laufzeiten der drei laufenden Tranchen. Die tatsächlichen LTI-Bezüge können, je nach weiterer Entwicklung von Aktienkurs und EBIT, von den passivierten Beträgen abweichen, unterliegen jedoch den Höchstgrenzen. Als Auszahlung aus der LTI-Tranche 2014 bis 2016 erhielten Ralf W. Dieter und Ralph Heuwing im Jahr 2017 insgesamt 3.999 Tsd. €. Den im Jahr 2017 eingetretenen Vorstandsmitgliedern Carlo Crosetto und Dr. Jochen Weyrauch flossen keine LTI-Zahlungen zu. Bei der in Tabelle 2.15 ausgewiesenen Vergütung für Herrn Heuwing ist Folgendes zu berücksichtigen: Im Zuge seines Ausscheidens aus dem Vorstand im Jahr 2017 wurden Herrn Heuwing bereits sämtliche Bezüge aus den drei noch laufenden LTI-Tranchen (2015 bis 2017, 2016 bis 2018 und 2017 bis 2019) ausbezahlt. Diese Zahlungen wurden abgezinst, ferner wurde mit Herrn Heuwing ein Abschlag auf die Zahlungen vereinbart. Der STI-Zufluss für Herrn Heuwing im Jahr 2017 enthält die STI-Bezüge für das Jahr 2016 sowie die ihm zustehenden anteiligen Bezüge für 2017. scroll DR. JOCHEN WEYRAUCH VORSTANDSMITGLIED EINTRITT 01.01.2017 RALPH HEUWING FINANZVORSTAND AUSTRITT 14.05.2017 RALPH HEUWING FINANZVORSTAND AUSTRITT 14.05.2017 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Grundvergütung (Festvergütung) 500.000 500.000 500.000 650.000 240.219 240.219 240.219 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 15.762 15.762 15.762 33.125 11.787 11.787 11.787 Summe 515.762 515.762 515.762 683.125 252.006 252.006 252.006 Einjährige variable Vergütung (STI) 679.420 0 700.000 1.423.134 600.000 0 600.000 Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 200.000 0 200.000 1.200.000 566.667 0 566.667 Variable Vergütung - LTI 2014 - 2016 -- -- -- 400.000 -- -- -- Variable Vergütung - LTI 2015 - 2017 -- -- -- 400.000 322.222 0 322.222 Variable Vergütung - LTI 2016 - 2018 -- -- -- 400.000 188.889 0 188.889 Variable Vergütung - LTI 2017 - 2019 200.000 0 200.000 -- 55.556 0 55.556 Sonstige variable Vergütung 0 0 260.000 100.000 0 0 -- Summe 1.395.182 515.762 1.675.762 3.406.259 1.418.673 252.006 1.418.673 Beitrag Versorgungszusage 83.971 50.000 85.000 209.000 27.083 27.083 27.083 Gesamtvergütung 1.479.153 565.762 1.760.762 3.615.259 1.445.756 279.089 1.445.756 VORSTANDSVERTRÄGE Die Vorstandsverträge werden bei Dienstantritt für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses wird meist die gesetzlich mögliche Verlängerung auf insgesamt fünf Jahre gewählt. Herrn Dieters Dienstvertrag mit fünfjähriger Laufzeit endet am 31. Dezember 2020. Die Verträge von Herrn Crosetto und Herrn Dr. Weyrauch haben eine Laufzeit von drei Jahren, Herrn Crosettos Vertrag endet am 29. Februar 2020 und Herrn Dr. Weyrauchs Vertrag am 31. Dezember 2019. 2.16 - VORSTANDSVERGÜTUNG: STI STI (€): (EBT Berichtsjahr - 100) * individueller Faktor 2.17 - VORSTANDSVERGÜTUNG: LTI LTI (€): Anzahl Performance Share Units (PSU) * Aktienkurs * EBIT-Multiplikator (Dreijahres-Durchschnitt) Beispiel LTI-Berechnung EBIT-Multiplikator 1,5 ( = 7 % EBIT-Marge, Ø 3 Jahre) 3.500 PSU * 100 € Aktienkurs = 525.000 € 2.18 - VORSTANDSVERGÜTUNG: ZUFLUSS scroll RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER CARLO CROSETTO FINANZVORSTAND EINTRITT 01.03.2017 DR. JOCHEN WEYRAUCH VORSTANDSMITGLIED EINTRITT 01.01.2017 RALPH HEUWING FINANZVORSTAND AUSTRITT 14.05.2017 2016 2017 2017 2017 2016 2017 Grundvergütung (Festvergütung) 800.000 800.000 416.667 500.000 650.000 240.219 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 49.179 50.908 11.182 15.762 33.125 11.787 Summe 849.179 850.908 427.849 515.762 683.125 252.006 Einjährige variable Vergütung (STI) 645.120 1.581.260 - - 600.608 2.023.1341 Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.200.000 1.200.000 - - 1.200.000 2.799.4302 Sonstige variable Vergütung 0 0 - - 100.000 0 Summe 2.694.299 3.632.168 427.849 515.762 2.583.733 5.074.570 Beitrag Versorgungszusage 424.512 638.126 16.667 25.000 195.061 130.740 Gesamtvergütung 3.118.811 4.270.294 444.516 540.762 2.778.794 5.205.310 1 STI 2016 und 2017 2 LTI-Tranchen 2014 bis 2016, 2015 bis 2017, 2016 bis 2018, 2017 bis 2019 Bitte beachten Sie auch die Angaben im Absatz "Angaben gemäß §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB". VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN AUFSICHTSRAT § 15 der Satzung der Dürr AG regelt die Vergütung des Aufsichtsrats. Die Satzung ist auf unserer Website im Bereich Investoren / Corporate Governance einsehbar. Das seit 2016 angewandte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat sieht pro Mitglied eine jährliche Festvergütung von 40.000 € vor, die am Jahresende fällig ist. Das Sitzungsgeld beträgt 1.000 € pro Sitzung, Auslagen werden ersetzt. Die variable Vergütung errechnet sich aus dem gleitenden Dreijahresdurchschnitt der EBT-Marge und darf 24.000 € nicht überschreiten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds, den stellvertretenden Vorsitzenden steht das Eineinhalbfache zu. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss wird mit 10.000 € pro Jahr vergütet, der Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte. Mitglieder des Personalausschusses erhalten 5.000 € pro Jahr, während dem Vorsitzenden das Eineinhalbfache zusteht. Die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird mit 2.500 € pro Sitzung vergütet, im Fall des Vorsitzenden mit dem Eineinhalbfachen. Scheidet ein Mitglied unterjährig aus dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss aus, wird eine zeitanteilige Vergütung fällig. Im Jahr 2017 betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 1.220 Tsd. € (Vorjahr: 1.214 Tsd. €). Über die individuelle Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder informiert Textziffer 40 [ S. 178 ] im Anhang zum Konzernabschluss. ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG FÜR WEITERE ANGESTELLTE Außertariflich bezahlte Mitarbeiter erhalten neben dem Jahresgrundgehalt eine erfolgsabhängige Tantieme. Diese hängt vom Erreichen finanzieller und individueller Ziele ab. Meist beträgt sie 5 bis 10 % des Grundgehalts, bei Führungskräften mehr. Die tariflich bezahlten Mitarbeiter fast aller deutschen Konzerngesellschaften erhalten eine Erfolgsbeteiligung, wenn das Ergebnis einen zuvor mit dem Betriebsrat vereinbarten Wert übersteigt. Die Erfolgsbeteiligung für 2017 beträgt 2.750 € für Vollzeit-Tarifmitarbeiter von Dürr, Schenck und der HOMAG Group. WIRTSCHAFTSBERICHT KONJUNKTUR UND BRANCHENUMFELD WIRTSCHAFTLICHE DYNAMIK STÄRKER ALS ERWARTET Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahr 2017 um 3,7 % und damit so stark wie seit sieben Jahren nicht mehr. Noch zum Jahresanfang hatten Konjunkturexperten geringere Zuwächse erwartet, im weiteren Jahresverlauf hat die wirtschaftliche Dynamik diese Erwartungen merklich übertroffen. Dies gilt besonders für Europa, wo sich rückläufige Arbeitslosenquoten und niedrige Zinsen positiv bemerkbar machten. In der Eurozone und in Deutschland legte das BIP um jeweils 2,3 % zu. In China lag das Plus mit 6,8 % leicht über dem Vorjahreswert. Auch Indien setzte seinen Aufwärtstrend fort. Russland und Brasilien kehrten nach zwei Jahren der Rezession auf den Wachstumspfad zurück. In den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, beschleunigte sich das BIP-Wachstum auf 2,3 % nach 1,5 % im Vorjahr. Angesichts der guten Konjunktur zogen die Weltmarktpreise für Rohstoffe und Energie in der zweiten Jahreshälfte teils deutlich an. Im Februar 2017 sank der Euro auf den Tiefststand von 1,05 US-Dollar. Danach überraschte die Gemeinschaftswährung viele Marktbeobachter mit einer deutlichen Aufwertung - nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch gegenüber dem japanischen Yen und dem chinesischen Renminbi. Nach dem Jahreswechsel 2017 / 2018 hielt die Euro-Stärke an, was für exportorientierte Unternehmen in der Eurozone nachteilig ist. Das britische Pfund setzte seine Talfahrt infolge der Brexit-Entscheidung auch im Jahr 2017 fort. UMLAUFRENDITE: LEICHT STEIGENDE TENDENZ In Deutschland stieg die Umlaufrendite festverzinslicher Anleihen zum Jahresende 2017 auf 0,3 %. Den Hintergrund für den Aufwärtstrend bildeten die US-Zinswende und das unerwartet kräftige Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Obwohl sich die Inflationsrate 2017 von 1,2 auf 1,7 % erhöhte, nahm die Europäische Notenbank keinen Kurswechsel in der Zinspolitik vor. Die Aktienmärkte zeigten sich in guter Verfassung und ließen sich weder durch politische Krisen noch durch den bevorstehenden Brexit und die unstetige US-Politik verunsichern. Die positive Entwicklung vieler Aktien wurde begünstigt durch die hohe Liquidität der Investoren und mangelnde Anlagealternativen. 2.19 - WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT scroll Veränderung gegenüber Vorjahr, % 2017 2016 2015 Welt 3,7 3,2 3,5 Deutschland 2,3 1,9 1,7 Eurozone 2,3 1,8 2,0 Emerging Markets CEEMEA1 2,6 1,6 1,8 USA 2,3 1,5 2,9 China 6,8 6,7 6,9 Indien 6,3 7,9 7,5 Japan 1,8 0,9 1,4 Lateinamerika 1,1 -1,2 -0,2 Quelle: Deutsche Bank 12 / 2017 1 Central and Eastern Europe, Middle East and Africa 2.20 - DURCHSCHNITTLICHE WECHSELKURSE scroll 1 € entspricht 2017 2016 2015 USD 1,1371 1,1037 1,1044 GBP 0,8764 0,8228 0,7240 JPY 127,3383 120,4308 133,5808 CNY 7,6614 7,3399 6,8898 Quelle: Commerzbank 2.21 - UMLAUFRENDITE (%) IN DEUTSCHLAND Quelle: Deutsche Bundesbank 1 / 2018 WELTWEITE AUTOMOBILPRODUKTION SETZT AUFWÄRTSTREND FORT Die Weltautomobilproduktion (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) erreichte im Jahr 2017 mit 94,0 Mio. Einheiten einen neuen Rekord. Mit 2,0 % blieb die Steigerungsrate allerdings hinter dem hohen Vorjahreswert von 4,5 % zurück. In China wuchs die Automobilproduktion lediglich um 1,9 % auf 27,1 Mio. Einheiten - dies entspricht einem Anteil von knapp 29 % am weltweiten Fertigungsvolumen. Ursächlich für das moderate Wachstum war der Abbau von Steuervergünstigungen beim Neuwagenkauf. In Nordamerika ging die Automobilproduktion wie erwartet leicht zurück, nachdem sie 2016 ein Rekordhoch erreicht hatte. Brasilien und Russland verzeichneten erstmals seit Jahren wieder steigende Produktionszahlen. Der indische Automobilmarkt setzte seinen Aufwärtstrend fort, auch die westeuropäischen Märkte wuchsen weiter. 2.22 - PRODUKTION LIGHT VEHICLES scroll Mio. Einheiten 2017 2016 2015 Welt 94,0 92,2 88,2 Westeuropa 15,2 15,0 14,5 Deutschland 6,0 6,1 6,0 Osteuropa 6,9 6,6 6,7 Russland 1,4 1,2 1,3 Nordamerika (inkl. Mexiko) 17,1 17,6 17,5 USA 11,2 11,8 11,9 Südamerika 3,2 2,8 3,1 Brasilien 2,5 2,1 2,3 Asien 49,1 47,9 44,3 China 27,1 26,6 23,3 Japan 8,5 8,5 8,5 Indien 4,3 4,1 3,7 Quellen: PwC 1/ 2018, eigene Schätzungen Weltweit sank die Auslastung der Automobilwerke gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 Prozentpunkte auf 72 %. Ausschlaggebend dafür war, dass die Produktionskapazitäten deutlich erweitert wurden. Die Investitionen der Automobilkonzerne in Produktionstechnik erreichten angesichts guter Erträge und Cashflows erneut ein relativ hohes Niveau. Darüber hinaus investierte die Automobilindustrie verstärkt in die Elektromobilität, das autonome Fahren und andere Zukunftstechnologien. MASCHINEN- UND ANLAGENBAU DEUTLICH VERBESSERT Die deutschen Investitionsgüterhersteller blicken auf ein sehr gutes Jahr 2017 zurück. Mit knapp 5 % fiel das Plus bei den Bestellungen wesentlich höher aus als in den Vorjahren. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau meldet ein Umsatzplus von 4 % und ein Produktionswachstum von 3 %, damit konnte die Branche die Seitwärtsentwicklung der vergangenen Jahre hinter sich lassen. Die Basis für die Zuwächse im Jahr 2017 bildeten hohe Ausrüstungsinvestitionen und zunehmende Exporte insbesondere nach China. Im EU-Raum war die Nachfrage nach deutschen Maschinen und Anlagen erfreulich, erreichte aber nicht das hohe Niveau Chinas und der USA. Das Russlandgeschäft erholte sich spürbar. STARKE NACHFRAGE NACH HOLZBEARBEITUNGSMASCHINEN Das Segment Holzbearbeitungsmaschinen schnitt abermals besser ab als der Gesamtsektor des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland. Der zuständige VDMA-Fachverband verzeichnete für den Zeitraum von Januar bis September 2017 Zuwächse von 4 % beim Umsatz und 14 % beim Auftragseingang. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet der Verband mit einem Umsatzplus von 5 %. Vor allem Einzelmaschinen und halbautomatische Anlagen für Kunden aus den Emerging Markets verkaufen sich sehr gut. Die erfreuliche Geschäftslage in Europa resultiert zum einen aus der Investitionsfreude im holzbearbeitenden Handwerk, zum anderen stehen viele Betriebe der Möbelindustrie unter Modernisierungsdruck. Mit Ausnahme Südamerikas verzeichnete der Holzmaschinenbau auch in allen anderen Marktregionen eine gute Nachfrage. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS UND ZIELERREICHUNG Wir sind mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2017 insgesamt zufrieden. Auftragseingang und EBIT stiegen auf neue Höchstwerte. Dasselbe gilt für das Ergebnis nach Steuern, das erstmals die Marke von 200 Mio. € überschritt. Trotz des ausgeprägten Wettbewerbsdrucks im Lackieranlagengeschäft haben wir alle im Februar 2017 formulierten Ergebnisziele für 2017 erreicht. Auftragseingang und Umsatz lagen etwas über den im Oktober 2017 angehobenen Zielwerten. Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass durch den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe (31. März 2017) rund 150 Mio. € Geschäftsvolumen entfielen. Der Auftragseingang stieg um 4,7 % auf 3.876,0 Mio. € und übertraf damit unsere Erwartungen. Zunächst hatten wir 3.300 bis 3.700 Mio. € angestrebt, später erhöhten wir die Prognose auf 3.600 bis 3.800 Mio. €. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe und Wechselkurseffekte, ergab sich ein Bestellplus von 10,4 %. Der Auftragseingang wies eine breite internationale Streuung auf und profitierte von kräftigen Zuwächsen bei Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group). Auch das Bestellvolumen aus der Automobilindustrie erhöhte sich auf vergleichbarer Basis gegenüber 2016. Der Umsatz wuchs um 4,0 % auf 3.715,4 Mio. €. Damit lag er trotz des Verkaufs der Ecoclean-Gruppe gut 100 Mio. € über dem oberen Ende der im Oktober präzisierten Zielbandbreite (3.500 bis 3.600 Mio. €). Bereinigt um den Ecoclean-Verkauf und Wechselkurseffekte betrug der Zuwachs 9,8 %. Außer der Division Measuring and Process Systems, die infolge des Verkaufs der Ecoclean-Gruppe rückläufige Erlöse auswies, trugen alle Divisions zum Umsatzwachstum bei. Die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) stiegen um 3,7 % und damit erwartungsgemäß in derselben Größenordnung wie der Umsatz. Wie angekündigt gingen die Vertriebs- und Verwaltungskosten vor allem infolge des Verkaufs der Ecoclean-Gruppe spürbar zurück (- 3,2 %). Die Overhead-Kosten sanken mit 0,9 % weniger stark als prognostiziert (- 4 %), was vorwiegend aus höheren Kosten für Forschung und Entwicklung resultierte. Die Bruttomarge erreichte mit 23,1 % ein befriedigendes Niveau, im Vergleich zum hohen Vorjahreswert (24,0 %) ergab sich aber ein leichter Rückgang; dies resultierte vor allem aus geringeren Ergebnisbeiträgen des Lackieranlagenbaus (Paint and Final Assembly Systems). Die Material- und Personalkosten bewegten sich wie angekündigt auf dem Vorjahresniveau. Das EBIT stieg um 6,7 % auf 289,6 Mio. €. Die Zunahme wurde in erster Linie getragen von hohen Ergebniszuwächsen bei Woodworking Machinery and Systems, hinzu kamen positive Sondereffekte von 7,8 Mio. €. Die EBIT-Marge lag mit 7,8 % in der Mitte der angestrebten Bandbreite (7,5 bis 8,25 %). Vor Sondereffekten ergab sich eine operative EBIT-Marge von 7,6 %. Eine Übersicht zu den Sondereffekten enthält Tabelle 2.34 im Kapitel Geschäftsverlauf [ S. 62 ]. Der ROCE [ S. 205 ] (bereinigt um Effekte aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe) erreichte mit 39,5 % das obere Ende unserer Zielbandbreite von 30 bis 40 %. Ein wichtiger Faktor für die hohe Kapitalverzinsung ist, dass unser Capital Employed [ S. 205 ] aufgrund der geringen Kapitalintensität im Anlagenbau grundsätzlich niedrig ausfällt. Das Finanzergebnis gab etwas stärker nach als erwartet und belief sich auf - 19,8 Mio. € (Vorjahr: - 13,3 Mio. €). Der Hauptgrund war das sinkende Beteiligungsergebnis, das im Vorjahr einen Sonderertrag aus der Veräußerung unserer 11-%-Beteiligung an der Tec4Aero GmbH enthalten hatte. 2.23 - ZIELERREICHUNG KONZERN 2017 scroll Ist 2016 Ist 2017 Ziel 2017 (Prognose Februar 2017) Auftragseingang Mio. € 3.701,7 3.876,0 3.300 - 3.700 Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.568,4 2.516,3 2.400 - 2.900 Umsatz Mio. € 3.573,5 3.715,4 3.400 - 3.600 EBIT-Marge % 7,6 7,8 7,5 - 8,251 ROCE2 % 41,1 39,5 30 - 40 Finanzergebnis Mio. € -13,3 -19,8 leicht schwächer Steuerquote % 27,2 25,3 etwa auf Vorjahresniveau Ergebnis nach Steuern Mio. € 187,8 201,5 leicht steigend1 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 227,4 119,8 etwa auf Vorjahresniveau Free Cashflow Mio. € 129,9 14,3 etwa auf Vorjahresniveau Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 176,5 191,5 300 - 3801 Liquidität Mio. € 724,2 659,9 850 - 9251 Investitionen3 Mio. € 81,9 88,0 75 - 85 1 einschließlich Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe 2 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe 3 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) Die Steuerquote sank auf 25,3 %, da der Buchgewinn in Höhe von 23,0 Mio. € aus der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe weitgehend steuerfrei blieb. Infolgedessen stieg das Ergebnis nach Steuern trotz des schwächeren Finanzergebnisses um 7,3 % auf 201,5 Mio. €. Damit haben wir den prognostizierten Anstieg erreicht. Der operative Cashflow und der Free Cashflow [ S. 205 ] waren positiv, verringerten sich aber gegenüber 2016. Ursprünglich hatten wir Werte wie im Vorjahr erwartet, im Oktober haben wir die Prognose für den operativen Cashflow aber auf 140 bis 190 Mio. € gesenkt und ein Free-Cashflow-Ziel von 50 bis 100 Mio. € formuliert. Der Cashflow war geprägt von einem veränderten Anzahlungsverhalten unserer Kunden und - damit verbunden - einem unerwartet starken Aufbau des Net Working Capital [ S. 205 ]. Im vierten Quartal verzeichneten wir wie üblich einen hohen operativen Cashflow. Die flüssigen Mittel bewegten sich mit 659,9 Mio. € zwar auf komfortablem Niveau, erreichten aber nicht den ursprünglichen Zielkorridor (850 bis 925 Mio. €). Gründe dafür waren die Cashflow-Entwicklung, die Ablösung eines Immobiliendarlehens und Investitionen in Termingelder. Die flüssigen Mittel enthalten einen Mittelzufluss von 108,5 Mio. € infolge der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Die Investitionen erreichten mit 88,0 Mio. € die im Oktober 2017 veröffentlichte Zielbandbreite von 85 bis 95 Mio. €. Zunächst hatten wir ein Investitionsvolumen von 75 bis 85 Mio. € erwartet. Der höhere Ist-Wert resultiert aus einer Immobilientransaktion am Standort Bietigheim-Bissingen. DIVISIONS: ZIELE MEHRHEITLICH ERREICHT Die fünf Divisions haben ihre Ziele im Wesentlichen erreicht oder übertroffen. Gemessen an den teils schwierigen Marktbedingungen sind wir mit ihrer Performance mehrheitlich zufrieden oder sehr zufrieden. Lediglich die Division Clean Technology Systems blieb mit Ausnahme des Umsatzes hinter den Erwartungen zurück. Bei Paint and Final Assembly Systems haben wir die Ziele für Umsatz und Auftragseingang im November auf jeweils 1.100 bis 1.200 Mio. € angehoben. Das Umsatzziel hat die Division sicher erreicht, der Auftragseingang überstieg das obere Ende des Zielkorridors sogar leicht. Die EBIT-Marge erreichte mit 6,0 % erwartungsgemäß den unteren Bereich des prognostizierten Korridors, angesichts des derzeit hohen Wettbewerbsdrucks im Lackieranlagenbau ist dies ein passabler Wert. 2.24 - ZIELERREICHUNG DIVISIONS 2017 scroll AUFTRAGSEINGANG (Mio.€) UMSATZ (MIO.€) EBIT-MARGE (%) ROCE (%) Ziel 2017 Ist 2017 Ziel 2017 Ist 2017 Ziel 2017 Ist 2017 Ziel 2017 Ist 2017 Paint and Final Assembly Systems 1.000 - 1.150 1.210,1 1.050 - 1.175 1.174,9 6,0 - 6,5 6,0 > 1001 > 100 Application Technology 540 - 610 602,4 540 - 610 620,3 9,5 - 11,0 10,3 27 - 32 28,9 Clean Technology Systems 180 - 200 165,8 175 -195 185,4 4,0 - 4,5 1,8 15 - 20 5,6 Measuring and Process Systems 400 - 500 531,4 450 - 525 511,2 11,5 - 14,0 12,7 20 - 25 24,92 Woodworking Machinery and Systems 1.125 - 1.225 1.366,3 1.100 - 1.150 1.223,5 6,0 - 7,0 7,0 13 - 18 22,5 1 negatives Capital Employed 2 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe Application Technology hat bei Auftragseingang und Umsatz neue Rekordwerte erreicht. Der Umsatz ging über den angestrebten Korridor hinaus. Die EBIT-Marge lag mit 10,3 % in der Mitte der Zielbandbreite. Im Vergleich zum Vorjahr (13,6 %) sank die Marge zwar, dies geht aber weitgehend auf Sondererträge im Jahr 2016 zurück. Das operative EBIT von Application Technology stieg 2017 auf einen neuen Bestwert. Clean Technology Systems erreichte das angestrebte Umsatzniveau. Der Auftragseingang blieb hinter den Planungen zurück, da einige Aufträge im zweiten Halbjahr zwar erwartet, aber noch nicht erteilt wurden. Für 2018 geht die Division von einem deutlich steigenden Bestellvolumen aus. Der Hauptgrund für die unbefriedigende EBIT-Marge waren Verluste in der Energieeffizienztechnik, deren Entwicklung hinter den Erwartungen zurückblieb. Um gegenzusteuern, haben wir den Geschäftsbetrieb der defizitären Dürr thermea GmbH eingestellt und weitere Maßnahmen zur Ertragsverbesserung eingeleitet. Measuring and Process Systems erreichte beim Umsatz das obere Ende der Zielbandbreite und übertraf beim Auftragseingang die Erwartungen. Mit der Dürr-Ecoclean-Gruppe haben wir den ertragsschwächeren Teil der Division zum 31. März 2017 veräußert. Dass die EBIT-Marge mit 12,7 % nicht über das Vorjahresniveau hinausging, lag an einmaligen Kosten in der Befülltechnik [ S. 204 ]. Sie fielen für die Refokussierung der Aktivitäten von Agramkow (Befülltechnik für Haushaltsgeräteindustrie) an. Woodworking Machinery and Systems verzeichnete ein äußerst erfolgreiches Jahr und leistete den höchsten Beitrag zum Konzernergebnis. Dank einer starken Nachfrage aus der Möbelindustrie erzielte die Division hohe Volumenzuwächse; das EBIT verbesserte sich überproportional zum Umsatzwachstum. Der Umsatz erreichte das obere Ende der im November angehobenen Zielspanne, der Auftragseingang lag leicht darüber. Die Ziele der Divisions für 2018 finden Sie im Prognosebericht [ S. 92 ]. GRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung im Dürr-Konzern sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie der ROCE (EBIT zu Capital Employed [ S. 205 ]). Weitere wichtige finanzielle Kennzahlen -besonders auf Konzernebene - sind der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Free Cashflow [ S. 205 ]. Detaillierte Informationen zur Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren enthält der Abschnitt "Operative Steuerungsgrößen" im Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 73 ]. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie / Nachhaltigkeit und FSE / Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Eine ausführliche Analyse der nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel Nachhaltigkeit [ S. 38 ] und der darin enthaltenen nichtfinanziellen Konzernerklärung. WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE Zum 31. März 2017 verzeichneten wir einen Erlös von 107,9 Mio. € und einen Sonderertrag von 23,0 Mio. € aus der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Darüber hinaus gab es im Jahr 2017 keine einzelnen Ereignisse, die sich wesent lich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns auswirkten. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie war gut, allerdings nahm der Wettbewerbsdruck im Lackieranlagenbau zu. Ein wichtiger Schrittmacher für das hohe Bestellvolumen aus der Möbelindustrie war der Trend zu automatisierten Holzbearbeitungssystemen mit Losgröße-1-Fähigkeit. GESCHÄFTSVERLAUF IFRS, AUSWEISPRAXIS, HOMAG GROUP, VERKAUF DÜRR-ECOCLEAN-GRUPPE Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2015 bis 2017. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis. Im operativen EBIT wurden Sondereffekte bereinigt; eine Übersicht über die Sondereffekte enthält Tabelle 2.34. Änderungen der IFRS hatten im Jahr 2017 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, ihre Nutzung beeinflusst unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur geringfügig. Wahlrechte existieren zum Beispiel bei den Vorräten oder dem Sachanlagevermögen. Bei wichtigen Bilanzpositionen nehmen wir Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Zum Beispiel werden Finanzinstrumente, soweit möglich, zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zu Zeitwerten bilanziert. 2017 haben wir sämtliche Wahlrechte in unveränderter Form wahrgenommen. Auch der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen beeinflusst die Darstellung der operativen Ertragslage kaum. Zudem widerspricht er in vielen Fällen unserem Streben nach Kontinuität und periodenübergreifender Nachvollziehbarkeit. Die im Jahr 2014 erworbene HOMAG Group bildet im Dürr-Konzern die Division Woodworking Machinery and Systems. Der seit dem 17. März 2015 wirksame Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann erstmals zum Jahresende 2020 ordentlich gekündigt werden. Aufgrund des Vertrags fließt Dürr seit dem 1. Januar 2016 das gesamte Jahresergebnis der HOMAG Group AG zu. Die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG (44 % des Kapitals) haben keinen variablen Dividendenanspruch, sondern erhalten während der Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine Garantiedividende von 1,01 € pro Aktie. Seit April 2015 ist, wie in solchen Situationen üblich, beim Landgericht Stuttgart ein Spruchverfahren anhängig, in dem einige außenstehende Aktionäre der HOMAG Group AG die Höhe der Garantiedividende und unseres Barabfindungsangebots (31,56 € je Aktie der HOMAG Group AG) gerichtlich überprüfen lassen. Mit einer Entscheidung ist im Jahr 2018 nicht zu rechnen. Der aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG resultierende Zinsaufwand (2017: 6,5 Mio. €) wird im Finanzergebnis des Dürr-Konzerns gebucht. Verkauf Dürr-Ecoclean-Gruppe Die zum 31. März 2017 veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe erzielte im Jahr 2016 knapp 200 Mio. € Umsatz und ein EBIT von rund 14 Mio. €. Im ersten Quartal 2017 steuerte sie 51,1 Mio. € Auftragseingang, 47,5 Mio. € Umsatz und 2,2 Mio. € EBIT zum Zahlenwerk des Dürr-Konzerns beziehungsweise der Division Measuring and Process Systems bei. Der Verkaufserlös von 107,9 Mio. € für 85 % des Dürr-Ecoclean-Geschäfts floss uns zum 31. März 2017 zu, der Buchgewinn in Höhe von 23,0 Mio. € wurde als Sonderertrag im Corporate Center gebucht. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Dürr-Ecoclean-Gruppe haben wir bereits in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen; zu diesem Stichtag wurden Aktiva der Ecoclean-Gruppe in Höhe von 167,2 Mio. € in den kurzfristigen Vermögenswerten erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2016 und das erste Quartal 2017 sind die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Ecoclean-Gruppe enthalten. Bei der Ermittlung des ROCE [ S. 205 ] haben wir die Effekte aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe bereinigt, um vollständige Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Weitere Informationen enthält der Abschnitt "Portfolioveränderungen" im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ]. 2.25 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH ABSATZGEBIETEN Akquisitionen Die Unternehmensakquisitionen und Beteiligungserwerbe der Jahre 2016 und 2017 beeinflussten die Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns nur in geringem Maße. Der Anteil von Test Devices Inc. (TDI) an Umsatz und Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2017 bei unter 1 %. Die Benz Werkzeugsysteme GmbH wurde schon vor der Beteiligungsaufstockung auf 75 % vollkonsolidiert. AUFTRAGSEINGANG ERREICHT NEUEN BESTWERT Im Geschäftsjahr 2017 stieg der Auftragseingang um 4,7 % auf den neuen Bestwert von 3.876,0 Mio. €. Bei unveränderten Wechselkursen hätte das Plus 5,9 % betragen. Bereinigt man zudem die Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe, ergibt sich sogar ein Bestellzuwachs von 10,4 %. Am stärksten konnte die Division Woodworking Machinery and Systems zulegen (+ 17,2 %), gefolgt von Paint and Final Assembly Systems (+ 10,6 %) und Application Technology (+ 3,4 %). Der Rückgang bei Measuring and Process Systems (- 22,1 %) resultiert hauptsächlich aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe. Clean Technology Systems wies einen Bestellrückgang von 6,1 % auf, erwartet für 2018 aber wieder ein deutliches Plus. Im Konzern sorgte der hohe Auftragseingang für eine Vollauslastung unserer Kapazitäten. 2.26 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH QUARTALEN Mio. € 2.27 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN In den Emerging Markets erzielten wir einen kräftigen Bestellzuwachs von 27,2 %. Der dortige Auftragseingang von 1.971,4 Mio. € entspricht einem Anteil von 50,9 % am Auftragseingang des Konzerns (Vorjahr: 41,8 %). Der größte Beitrag zum Wachstum in den Emerging Markets kam aus China. Nach einer schwächeren Phase im Vorjahr stieg der Auftragseingang dort um 27,7 % auf 789,3 Mio. €. Bei Woodworking Machinery and Systems wuchs das Chinageschäft sogar um 47,8 % auf 215,9 Mio. €; auch im chinesischen Automotive-Geschäft setzte ein starker Aufwärtstrend ein. Neben China zogen die Bestellungen auch in den meisten anderen Ländern der Emerging Markets an. In Nord- und Zentralamerika verringerte sich der Auftragseingang erwartungsgemäß um 22,6 % auf 808,7 Mio. €. Im Vorjahr war das Ordervolumen dort infolge mehrerer Großaufträge auf ein außerordentlich hohes Niveau von mehr als 1 Mrd. € gestiegen. In Europa (ohne Deutschland) konnten wir gegenüber dem starken Vorjahr nochmals leicht zulegen (+ 1,4 %). Insgesamt weist der hohe Auftragseingang eine breite internationale Streuung auf. Das ist eine Stärke von Dürr: Dank unserer weltweiten Präsenz sind wir in der Lage, auch bei Bestellrückgängen in einzelnen Regionen zu wachsen. Die Verteilung des Auftragseingangs auf die Quartale ist bei Dürr wenig aussagekräftig, denn durch große Systemaufträge können sich im Quartalsvergleich starke Schwankungen ergeben. Im vierten Quartal 2017 lag das Bestellvolumen mit 982,0 Mio. € nahe an der Marke von 1 Mrd. €. Damit schnitten wir trotz des Verkaufs der Ecoclean-Gruppe besser ab als in den Schlussquartalen der beiden Vorjahre. UMSATZ STEIGT AUF VERGLEICHBARER BASIS UM FAST 10 % Der Umsatz verbesserte sich im Jahr 2017 um 4,0 % auf 3.715,4 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte und den Verkauf der Ecoclean-Gruppe beträgt das Plus 9,8 %. Drei Divisions erzielten zweistellige Zuwachsraten: Application Technology, Clean Technology Systems und Woodworking Machinery and Systems. Der Rückgang bei Measuring and Process Systems resultiert ausschließlich aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe; auf vergleichbarer Basis nahmen die Erlöse der Division zu. 2.28 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH QUARTALEN Mio. € 2.29 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSBESTAND (31.12.) NACH ABSATZGEBIETEN Tabelle 2.27 zeigt eine regional ausgewogene Umsatzverteilung. Der größte Anteil entfiel erneut auf Europa (42,4 %), gefolgt von Asien, Afrika und Australien (30,5 %) sowie Nord-, Süd- und Zentralamerika (27,1 %). Der Umsatzanteil der Emerging Markets war mit 48,0 % praktisch konstant (Vorjahr: 48,5 %) und dürfte in den kommenden Jahren zunehmen. Bei der quartalsweisen Umsatzbetrachtung zeigt sich - anders als beim Auftragseingang - ein Verlaufsmuster. Üblicherweise realisieren wir im dritten und vierten Quartal höhere Erlöse als im ersten Halbjahr. Meist ist das Schlussquartal der umsatzstärkste Abschnitt, da am Jahresende vermehrt Projekte zur Endabrechnung kommen. Durch den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe reduzierte sich der Service-Umsatz im Jahr 2017 um 3,7 % auf 945,9 Mio. €. Bereinigt um den Ecoclean-Effekt erhöhte er sich um 0,8 %. Während die Maschinenbauaktivitäten weiter zulegten, waren die Service-Umsätze bei Paint and Final Assembly Systems nach dem hohen Vorjahresniveau rückläufig. Ein Grund dafür war eine selektivere Annahme von Aufträgen, zudem war das Vorjahr von mehreren großen Modernisierungsprojekten geprägt. Im Konzern steuerte das Service-Geschäft 25,5 % zum Umsatz bei, unser langfristiges Ziel ist eine Service-Quote von 30 %. AUFTRAGSBESTAND NAHEZU STABIL Da der Auftragseingang größer war als der Umsatz, ergab sich eine Book-to-Bill-Ratio1 von 1,04. Vor allem aufgrund von Wechselkursveränderungen sank der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 um 2,0 % auf 2.516,3 Mio. € (31.12.2016: 2.568,4 Mio. €). Der Großteil des kurzfristigen Service-Geschäfts ist nicht im Auftragsbestand enthalten. Rechnet man dieses Service-Volumen hinzu, erscheint unser Umsatzziel für 2018 (3,7 bis 3,9 Mrd. €) gut erreichbar. Ende 2017 deckte der Auftragsbestand rund zwei Drittel des für 2018 angestrebten Umsatzes ab. BRUTTOMARGE UNTER BESTWERT DES VORJAHRES Die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und FSE-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) beliefen sich im Jahr 2017 auf 3.503,2 Mio. €. Mit 3,7 % erhöhten sie sich leicht unterproportional zur Umsatzausweitung. Die direkt vom Umsatz abhängigen Kosten stiegen mit 5,2 % etwas stärker als der Umsatz; sie enthalten sämtliche Anschaffungs- und Herstellungskosten für unsere Produkte und Dienstleistungen. Vor diesem Hintergrund erreichte die Bruttomarge, also die Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz, 23,1 % nach 24,0 % im Vorjahr. Die MaschinenbauDivisions konnten ihre Bruttomarge ungefähr konstant halten oder steigern; Paint and Final Assembly Systems verzeichnete infolge des starken Wettbewerbs einen spürbaren Rückgang. Das Bruttoergebnis des Konzerns blieb mit 858,3 Mio. € konstant. 2.30 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN scroll 2017 2016 2015 Umsatz Mio. € 3.715,4 3.573,5 3.767,1 Umsatzkosten Mio. € -2.857,1 -2.715,3 -2.939,1 davon: Materialkosten Mio. € -1.418,0 -1.403,6 -1.613,3 davon: Personalkosten Mio. € -623,0 -620,2 -603,9 davon: Abschreibungen Mio. € -56,9 -57,5 -56,2 Bruttoergebnis Mio. € 858,3 858,3 828,0 Overhead-Kosten1 Mio. € -600,3 -605,5 -566,4 EBITDA Mio. € 370,3 360,3 348,2 EBIT Mio. € 289,6 271,4 267,8 EBIT vor Sondereffekten2 Mio. € 281,8 286,4 294,3 Finanzergebnis Mio. € -19,8 -13,3 -23,3 EBT Mio. € 269,9 258,1 244,5 Ertragsteuern Mio. € -68,4 -70,3 -78,0 Ergebnis nach Steuern Mio. € 201,5 187,8 166,6 Ergebnis je Aktie € 5,62 5,26 4,67 Bruttomarge % 23,1 24,0 22,0 EBITDA-Marge % 10,0 10,1 9,2 EBIT-Marge % 7,8 7,6 7,1 EBIT-Marge vor Sondereffekten2 % 7,6 8,0 7,8 EBT-Marge % 7,3 7,2 6,5 Umsatzrendite nach Steuern % 5,4 5,3 4,4 Zinsdeckungsgrad 13,5 13,7 10,7 Steuerquote % 25,3 27,2 31,9 Eigenkapitalrendite % 22,3 22,6 23,3 Gesamtkapitalrendite % 6,7 6,4 6,7 ROCE % 39,53 41,13 45,3 1 Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten 2 Sondereffekte 2017: 7,8 Mio. € (Vorjahr: -15,0 Mio. €), weitere Informationen in Tabelle 2.34 3 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe MATERIALKOSTENQUOTE WEITER REDUZIERT Die Materialkosten betrugen 1.418,0 Mio. €, gegenüber dem Vorjahr stiegen sie um 1,0 % und damit weniger stark als der Umsatz. Infolgedessen sank die Materialkostenquote trotz höherer Preise für Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse von 39,3 % auf 38,2 %. Maßgeblich dafür war ein höherer Eigenfertigungsanteil in der Lackiertechnik. Die Materialkosten werden vollständig in den Umsatzkosten erfasst und entfallen hauptsächlich auf den Einkauf von Teilen sowie Fertigungs- und Montagedienstleistungen. Weitere Informationen enthält das Kapitel Beschaffung [ S. 37 ]. F&E-AUSGABEN STEIGEN AUF REKORDNIVEAU Die Overhead-Kosten sanken trotz des Umsatzanstiegs um 0,9 % auf 600,3 Mio. €. Ein Faktor dafür war, dass die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 3,2 % abnahmen. Die in den Vertriebskosten enthaltenen Marketingkosten stiegen um 9,8 % auf 20,0 Mio. €. Die Kosten für Forschung und Entwicklung (FSE) haben wir im Zuge der Digitalisierungsstrategie digital@DÜRR um weitere 10,2 % auf 116,7 Mio. € angehoben. Die Stammbelegschaft verkleinerte sich zum 31. Dezember 2017 um 1,7 % auf 14.974 Personen. Im Jahresdurchschnitt waren 14.807 Mitarbeiter im Konzern tätig (- 1,8 %). Durch den Verkauf der Ecoclean-Gruppe sind 839 Mitarbeiter aus dem Konzern ausgeschieden. Die Personalkosten nahmen wegen höherer Löhne und Gehälter leicht zu (+ 0,6 %). Bereinigt um den Verkauf der Ecoclean-Gruppe stieg die Mitarbeiterzahl um 4,0 %. 2.31 - OVERHEAD-KOSTEN UND MITARBEITER 2017 scroll Mitarbeiter Kosten (Mio. €) Personalaufwendungen (Mio. €) Abschreibungen (Mio. €) Sonstige Kosten (Mio. €) Vertrieb 1.728 -307,4 -211,0 -6,6 -89,8 (2016) 1.760 -322,0 -205,7 -17,2 -99,2 Verwaltung 1.312 -176,2 -114,4 -6,8 -54,9 (2016) 1.346 -177,6 -117,5 -7,4 -52,7 F&E 713 -116,7 -69,1 -7,9 -39,7 (2016) 695 -105,9 -68,0 -8,4 -29,4 2.32 - MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN scroll 2017 2016 2015 Mitarbeiter (31.12.) 14.974 15.235 14.850 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 14.807 15.079 14.489 Personalkosten (Mio. €) -1.017,6 -1.011,8 -970,2 Personalkostenquote (%) 27,4 28,3 25,8 Personalkosten je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) -68.725 -67.100 -67.000 Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) 250.923 237.000 260.000 Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ergab sich im Jahr 2017 ein außerordentlich hoher Saldo von +31,6 Mio. € (Vorjahr: +18,6 Mio. €). Ursächlich dafür war vor allem der Sonderertrag in Höhe von 23,0 Mio. € aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe. Die größten Einzelpositionen waren abermals Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung, sie saldierten sich auf +1,2 Mio. €. Die weiteren sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen bewegten sich im üblichen Rahmen. EBIT: ACHTER ANSTIEG IN FOLGE Beim EBIT - der wichtigsten Ergebnisgröße für die Unternehmenssteuerung - brachte das Jahr 2017 die achte Verbesserung in Folge. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Zuwachs von 6,7 % auf 289,6 Mio. €. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das EBIT um 1,2 % höher ausgefallen. Die EBIT-Marge verbesserte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 7,8 % und erreichte damit die Mitte der Zielbandbreite von 7,5 bis 8,25 %. 2.33 - EBIT NACH QUARTALEN Mio. € 2.34 - SONDEREFFEKTE IM EBIT scroll Mio. € 2017 2016 2015 Paint and Final Assembly Systems - - -4,8 • Schließungskosten Werk Zistersdorf - - Application Technology - 0,1 • Aufwand Neuausrichtung Klebetechnik (Standort Wolfratshausen) 17,3 • Ertrag Immobilienverkauf USA • Ertrag aus Schadensersatzanspruch • Ertrag Rechtsstreitigkeiten Clean Technology Systems - - - - - - Measuring and Process Systems -1,0 • Aufwand Neuausrichtung Befülltechnik (Agramkow) - - - - Woodworking Machinery and Systems -8,7 • Aufwand Kaufpreisallokation HOMAG Group -26,3 • Aufwand Kaufpreisallokation HOMAG Group -26,6 • Aufwand Kaufpreisallokation HOMAG Group • Abschreibung Markenrechte • Aufwand Beendigung Mitarbeiterkapitalbeteiligung • Schließungskosten Werk Weinsberg • Aufwand Beendigung Mitarbeiterkapitalbeteiligung Corporate Center 17,7 • Verkaufsertrag Dürr-Ecoclean-Gruppe -1,2 • Transaktionskosten Verkauf Dürr-Ecoclean-Gruppe • Einstellung Geschäftsbetrieb Dürr thermea GmbH • Ertrag infolge Anteilsverkauf Tec4Aero (11 %) Gesamt 7,8 -15,0 -26,6 Das EBIT enthielt einen saldierten Sondereffekt in Höhe von 7,8 Mio. € nach -15,0 Mio. € im Vorjahr. Das um die Sondereffekte bereinigte EBIT (operatives EBIT) betrug 281,8 Mio. €, die operative EBIT-Marge lag bei 7,6 % (Vorjahr: 286,4 Mio. € und 8,0 %). Eine Übersicht zu den Sondereffekten enthält Tabelle 2.34. Im vierten Quartal 2017 ging das EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück; dies resultierte vorwiegend aus Sondereffekten. FINANZERGEBNIS ABGESCHWÄCHT Das Finanzergebnis schwächte sich im Jahr 2017 auf - 19,8 Mio. € ab (Vorjahr: - 13,3 Mio. €). Der Hauptgrund war ein rückläufiges Beteiligungsergebnis; es sank von 7,0 auf 1,8 Mio. €, nachdem es im Vorjahr einen Sonderertrag aus der Veräußerung unserer 11-%-Beteiligung an der Tec4Aero GmbH enthalten hatte. ERGEBNIS NACH STEUERN ERREICHT ERSTMALS 200 MIO. € Trotz eines höheren Vorsteuerergebnisses (+4,5 %) verminderte sich der Steueraufwand im Jahr 2017 um 2,8 % auf 68,4 Mio. €. Für den Rückgang der Steuerquote von 27,2 % auf 25,3 % gab es zwei Gründe: Zum einen war der Sonderertrag aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe weitgehend steuerfrei, zum anderen wurden nicht mehr benötigte Steuerrückstellungen aus den Vorjahren aufgelöst. Das Ergebnis nach Steuern (201,5 Mio. €) wuchs um 7,3 % und überschritt erstmals die Marke von 200 Mio. € (Vorjahr: 187,8 Mio. €). Die Umsatzrendite nach Steuern verbesserte sich von 5,3 % auf 5,4 %. Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg das Ergebnis je Aktie auf 5,62 € (Vorjahr: 5,26 €). Unser Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2017 beläuft sich auf 2,20 € je Aktie. Dies wäre die achte Anhebung nacheinander und entspricht einem Plus von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr (2,10 €) sowie einer Ausschüttungssumme von 76,1 Mio. € (Vorjahr: 72,7 Mio. €). Die Ausschüttungsquote von 37,8 % des Konzernergebnisses nach Steuern (Vorjahr: 38,7 %) liegt wieder im oberen Bereich der bei Dürr üblichen Spanne von 30 bis 40 %. Der verbleibende Bilanzgewinn der Dürr AG in Höhe von 425,3 Mio. € (Vorjahr: 291,0 Mio. €) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 2.35 - UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND MITARBEITER (31.12.2017) NACH DIVISIONS Infolge des Verkaufsertrags für die Dürr-Ecoclean-Gruppe (23,0 Mio. €) verbesserte sich das EBIT des Corporate Centers auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: -12,5 Mio. €). Allerdings enthält es auch Sonderaufwendungen, unter anderem für die Einstellung des Geschäftsbetriebs der Dürr thermea GmbH (5,3 Mio. €). Hinzu kommen höhere Personalkosten sowie Kosten für die Digitalstrategie digital@DÜRR. Die im EBIT des Corporate Centers berücksichtigten Konsolidierungseffekte betrugen 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €). 2.36 - EBIT NACH DIVISIONS scroll Mio. € 2017 2016 2015 Paint and Final Assembly Systems 70,3 77,2 100,2 Application Technology 64,1 76,1 60,8 Clean Technology Systems 3,4 6,1 5,8 Measuring and Process Systems 64,9 79,7 69,8 Woodworking Machinery and Systems 85,7 44,9 36,6 Corporate Center/ Konsolidierung 1,1 -12,5 -5,4 Gesamt 289,6 271,4 267,8 2.37 - INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE NACH DIVISIONS1 scroll Mio. € 2017 2016 2015 Paint and Final Assembly Systems 22,2 20,6 22,9 Application Technology 26,2 17,5 27,8 Clean Technology Systems 3,8 6,3 7,5 Measuring and Process Systems 5,6 9,4 9,5 Woodworking Machinery and Systems 26,2 24,3 29,7 Corporate Center / Konsolidierung 4,0 3,7 4,8 Gesamt 88,0 81,9 102,3 1 Ohne Akquisitionen 2.38 - ABSCHREIBUNGEN (INKL. AUSSERPLANMÄSSIGER ABSCHREIBUNGEN UND ZUSCHREIBUNGEN) NACH DIVISIONS1 scroll Mio. € 2017 2016 2015 Paint and Final Assembly Systems -14,3 -14,8 -9,2 Application Technology -11,6 -9,1 -8,2 Clean Technology Systems -2,7 -2,6 -2,3 Measuring and Process Systems -7,6 -7,2 -9,3 Woodworking Machinery and Systems -37,2 - 51,12 -47,5 Corporate Center/ Konsolidierung -7,2 - 4,1 -4,0 Gesamt -80,7 -88,9 -80,5 1 Im Finanzergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten. 2 Einschließlich 11,1 Mio. € außerplanmäßige Abschreibung von Markenrechten 2.39 - KENNZAHLEN PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS scroll Mio. € 2017 2016 2015 2014 Auftragseingang 1.210,1 1.094,5 1.125,5 1.291,8 Umsatz 1.174,9 1.140,0 1.364,6 1.078,2 Materialkosten (konsolidiert) -487,6 -535,9 -709,5 -493,6 EBITDA 84,6 92,0 109,3 113,2 EBIT 70,3 77,2 100,2 106,2 EBIT-Marge 6,0 % 6,8 % 7,3 % 9,8 % Investitionen 22,2 20,6 22,9 13,9 Mitarbeiter (31.12.) 3.457 3.384 3.374 3.069 SEGMENTBERICHT: DIVISIONS Paint and Final Assembly Systems Die Division Paint and Final Assembly Systems erzielte im Jahr 2017 eine zweistellige Zuwachsrate beim Auftragseingang (+ 10,6 %). Die stärkste Marktregion war Europa, auch das Geschäft in China zog an. In Nordamerika normalisierte sich das Bestellvolumen nach mehreren Großaufträgen im Vorjahr. Der Anteil der Emerging Markets am Auftragseingang der Division stieg von 48 % im Vorjahr auf nunmehr 61 %. Das vierte Quartal war mit einem Auftragseingang von 383,6 Mio. € das stärkste Quartal des Jahres. Der Umsatz folgte der positiven Entwicklung des Auftragseingangs und stieg um 3,1 % auf 1.174,9 Mio. €. Auch bei den Erlösen entfiel der höchste Beitrag (359,4 Mio. €) auf das vierte Quartal. Angesichts des steigenden Wettbewerbs- und Preisdrucks im Lackieranlagenbau verringerte sich das EBIT von Paint and Final Assembly Systems um 8,9 % auf 70,3 Mio. €. Zu berücksichtigen ist, dass im Jahr 2016 ein Sonderaufwand von 4,8 Mio. € enthalten war. Die EBIT-Marge für 2017 betrug 6,0 % (Vorjahr: 6,8 %). Mit dem Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 passt sich Paint and Final Assembly Systems an das schwierige Marktumfeld mit preisaggressiven Wettbewerbern an. Das Programm wurde im ersten Quartal 2018 gestartet und setzt auf bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Ertragssteigerung auf. Wichtige Bereiche von FOCUS 2.0 sind die Produktkostensenkung, Effizienzsteigerungen in Prozessen und Organisation und die Nutzung von Wachstumschancen, beispielsweise im Service. Die Division wird ihre Strukturen und Kosten so anpassen, dass sie auf margenschwache Aufträge verzichten und den Fokus auf profitables Geschäft legen kann. Zudem wird die Zusammenarbeit mit den Schwester-Divisions Application Technology und Clean Technology Systems verbessert, um Doppelarbeit zu vermeiden und Synergiepotenziale zu nutzen. Mit FOCUS 2.0 will Paint and Final Assembly Systems im Jahr 2020 wieder eine EBIT-Marge zwischen 6 und 7 % erreichen. Aus heutiger Sicht rechnen wir für 2018 mit Sonderaufwendungen von 5 bis 10 Mio. € für FOCUS 2.0; weitere Kosten sind im Lauf des Programms nicht auszuschließen. 2.40 - KENNZAHLEN APPLICATION TECHNOLOGY scroll Mio. € 2017 2016 2015 2014 Auftragseingang 602,4 582,7 538,3 560,9 Umsatz 620,3 560,6 599,7 526,0 Materialkosten (konsolidiert) -209,7 -211,0 -267,3 -213,4 EBITDA 75,8 85,2 69,1 61,8 EBIT 64,1 76,1 60,8 55,1 EBIT-Marge 10,3 % 13,6 % 10,1 % 10,5 % Investitionen 26,2 17,5 27,8 11,1 Mitarbeiter (31.12.) 2.063 1.956 1.858 1.784 Die Investitionen wurden im Jahr 2017 nochmals gesteigert und erreichten mit 22,2 Mio. € ein hohes Niveau. Die größte Einzelinvestition war eine Immobilientransaktion am Standort Bietigheim-Bissingen. Auch für den im Frühjahr 2017 bezogenen Campus in Schanghai-Qingpu fielen abschließende Investitionen an. Application Technology Application Technology konnte den Auftragseingang im Jahr 2017 um 3,4 % steigern und übertraf erstmals die Marke von 600 Mio. €. Im Service-Geschäft erzielte die Division überproportionale Zuwächse. In Europa (ohne Deutschland) blieb die Nachfrage auf hohem Niveau konstant, während sie in China merklich anzog. In Nordamerika führte die Marktberuhigung nach dem außerordentlich dynamischen Vorjahr zu rückläufigen Bestellungen. Auch beim Umsatz erzielte Application Technology einen neuen Bestwert. Getragen vom hohen Auftragseingang der Vorjahre erhöhten sich die Erlöse um 10,6 % auf 620,3 Mio. €. Das EBIT nahm ab, nachdem es im Vorjahr hohe Sondererträge von 17.3Mio. € enthalten hatte. Auf vergleichbarer Basis ergab sich aber ein Zuwachs. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten lag bei 10.4% nach 10,5 % im Vorjahr. Das EBIT-Margenziel für 2017 (9,5 bis 11,0 %) hat Application Technology sicher erreicht. 2.41 - KENNZAHLEN CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS scroll Mio. € 2017 2016 2015 2014 Auftragseingang 165,8 176,6 166,3 144,9 Umsatz 185,4 167,0 159,2 136,0 Materialkosten (konsolidiert) -99,9 -85,2 -83,6 -73,4 EBITDA 6,1 8,7 8,1 9,8 EBIT 3,4 6,1 5,8 7,6 EBIT-Marge 1,8 % 3,7 % 3,6 % 5,6 % Investitionen 3,8 6,3 7,5 3,9 Mitarbeiter (31.12.) 603 569 499 473 Der Bereich Industrial Products, der seit 2014 den Non-Automotive-Markt bearbeitet, steigerte seinen Umsatz auf 22 Mio. €. Das EBIT blieb infolge von Anlaufkosten noch negativ. Mittelfristig bietet das Geschäftsfeld, mit dem wir Branchen wie Glas, Keramik, Holz und Möbel ansprechen, allerdings interessante Wachstumspotenziale. Die Investitionen erreichten mit 26,2 Mio. € beinahe den Spitzenwert des Jahres 2015. Hauptgrund war eine Immobilientransaktion in Bietigheim-Bissingen, an der auch Paint and Final Assembly Systems beteiligt war. Clean Technology Systems Der Auftragseingang von Clean Technology Systems verringerte sich im Jahr 2017 um 6,1 %, da einige für das zweite Halbjahr erwartete Aufträge noch nicht erteilt wurden. Mit Blick auf die gut gefüllte Projekt-Pipeline rechnen wir für 2018 jedoch mit einer deutlichen Verbesserung. Der Umsatz stieg aufgrund des hohen Auftragsbestands um 11,0 % auf 185,4 Mio. €. Dennoch verringerte sich das EBIT um 44,5 % auf 3,4 Mio. €; die EBIT-Marge verfehlte mit 1,8 % den Zielwert für 2017 (4,0 bis 4,5 %). Die Hauptursache für die unbefriedigende Ergebnissituation waren anhaltende Verluste im Geschäftsfeld Energieeffizienztechnik, wo das niedrige Energiepreisniveau die Nachfrage dämpft. Darauf haben wir im zweiten Quartal 2017 reagiert und das Geschäft der defizitären Dürr thermea GmbH mit Großwärmepumpen eingestellt. Die Kosten für die Einstellung des Geschäftsbetriebs betrugen 5,3 Mio. € und wurden vollständig im EBIT des Corporate Centers gebucht. Weitere Maßnahmen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung sind geplant. 2.42 - KENNZAHLEN MEASURING AND PROCESS SYSTEMS scroll Mio. € 2017 2016 2015 2014 Auftragseingang 531,4 682,5 578,2 577,1 Umsatz 511,2 623,8 603,7 581,9 Materialkosten (konsolidiert) -185,0 -208,7 -206,0 -187,5 EBITDA 72,6 86,9 79,1 79,3 EBIT 64,9 79,7 69,8 70,3 EBIT-Marge 12,7 % 12,8 % 11,6 % 12,1 % Investitionen 5,6 9,4 9,5 9,8 Mitarbeiter (31.12.) 2.279 3.010 2.992 3.018 Measuring and Process Systems Zum 31. März 2017 haben wir die zu Measuring and Process Systems gehörende Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) an die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd. veräußert. Die Dürr-Ecoclean-Gruppe erzielte im Jahr 2016 mit rund 850 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 200 Mio. € und ein EBIT von rund 14 Mio. €. Der Verkaufserlös betrug 107,9 Mio. € für 85 % des Dürr-Ecoclean-Geschäfts. Der Buchgewinn von 23,0 Mio. € wurde im Corporate Center gebucht. Die Ergebnisse der Dürr-Ecoclean-Gruppe für das erste Quartal 2017 wurden noch im Zahlenwerk von Measuring and Process Systems berücksichtigt. Aufgrund des Verkaufs der Ecoclean-Gruppe sind die Zahlen für 2017 in Tabelle 2.42 nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Der Rückgang des Auftragseingangs von Measuring and Process Systems um 22,1 % resultierte größtenteils aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe; die verbleibenden Aktivitäten (Auswucht-, Befüll- und Prüftechnik [ S. 204 ]) konnten das Vorjahresniveau knapp behaupten. Der Umsatz der Division ging durch die Ecoclean-Veräußerung um 18,1 % zurück, die verbleibenden Aktivitäten erreichten 2017 ein Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich. Bei einem EBIT-Rückgang von 18,5 % erreichte die EBIT-Marge 12,7 % nach 12,8 % im Vorjahr. Das EBIT der verbleibenden Aktivitäten war ungefähr konstant, obwohl im vierten Quartal Sonderaufwendungen für die Neuausrichtung der Befülltechnikgesellschaft Agramkow anfielen. Agramkow konzentriert sich nun ausschließlich auf Befüll-anlagen für die Haushaltsgeräteindustrie. 2.43 - KENNZAHLEN WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS scroll Mio. € 2017 2016 2015 2014 Auftragseingang 1.366,3 1.165,3 1.058,4 218,3 Umsatz 1.223,5 1.082,0 1.039,3 252,8 Materialkosten (konsolidiert) -493,4 -425,1 -403,9 -86,0 EBITDA 123,0 95,9 84,2 6,0 EBIT 85,7 44,9 36,6 -7,9 EBIT-Marge 7,0 % 4,1 % 3,5 % -3,1 % Investitionen 26,2 24,3 29,7 12,8 Mitarbeiter (31.12.) 6.371 6.126 5.906 5.659 HOMAG Group /Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Woodworking Machinery and Systems Die Division Woodworking Machinery and Systems umfasst die Aktivitäten der HOMAG Group. Im Jahr 2017 erzielte sie ein kräftiges Bestellplus von 17,2 % und einen Rekordauftragseingang von 1.366,3 Mio. €. Die starke Nachfrage verteilte sich auf alle großen Marktregionen, besonders in China entwickelte sich das Geschäft sehr gut. Ein wichtiger Wachstumstreiber war der starke Bedarf der Möbelindustrie an kompletten Produktionslinien mit hohem Automatisierungsgrad und Los-größe-1-Fähigkeit. Die Book-to-Bill-Ratio erreichte mit 1,1 einen hohen Wert. Mit einem Plus von 91,1 % stieg das EBIT im Jahr 2017 deutlich überproportional zur Umsatzausweitung auf 85,7 Mio. €. Es enthielt lediglich 8,7 Mio. € Sonderaufwendungen infolge der Kaufpreisallokation für die 2014 erworbene HOMAG Group; 2016 waren dagegen Sonderaufwendungen in Höhe von 26,3 Mio. € angefallen. Daher ist die Entwicklung des um Sondereffekte bereinigten EBIT (operatives EBIT) aussagekräftiger. Im Jahr 2017 verbesserte sich das operative EBIT um 32,6 % und damit überproportional zum Umsatz auf 94,4 Mio. €. Die operative EBIT-Marge erhöhte sich von 6,6 % auf 7,7 %. Nach Sondereffekten erreichte sie 7,0 % nach 4,1 % im Vorjahr. Einer noch stärkeren Ergebnisausweitung stand entgegen, dass die HOMAG Group im Dezember 2017 eine umfangreiche SoftwareEinführung am Hauptstandort Schopfloch begann. Durch die Einführung wurde die Umsatz- und Ergebnisrealisierung am Jahresende verzögert. FINANZWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT Unser zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt zwei Hauptziele: die Optimierung von Erträgen und Kosten und die Reduktion finanzwirtschaftlicher Risiken. Darüber hinaus schafft es Transparenz über den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf im Konzern. Bei der Liquiditätssteuerung folgen wir dem Grundsatz, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um unsere Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Fremdmittel werden in der Regel von der Dürr AG aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Das Liquiditätsmanagement ist ebenfalls Aufgabe der Dürr AG. Sie organisiert ein Cash-Pooling-System, das - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns zusammenfasst. Gesellschaften in Ländern mit gesetzlichen Beschränkungen des Kapitalverkehrs (zum Beispiel China, Indien, Brasilien) finanzieren sich weitgehend lokal. Die Anlage überschüssiger Liquidität wird durch eine Richtlinie für das Financial Asset Management geregelt und ist Aufgabe des Konzern-Treasury. Unsere Partner sind ausschließlich Banken mit guter Bonität. Mit 659,9 Mio. € lagen die liquiden Mittel zum Jahresende 2017 um 8,9 % unter dem Vorjahreswert. Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug 19,3 % nach 21,6 % am Vorjahresstichtag. Die Gesamtliquidität, bei der zusätzlich auch Termingelder und bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere eingerechnet werden, belief sich auf 798,9 Mio. € (31.12.2016: 822,6 Mio. €). Durch ein systematisches Net Working Capital Management [ S. 205 ] optimieren wir die Innenfinanzierungskraft und die Mittelbindung. Davon profitieren Kennzahlen wie Bilanzstruktur und ROCE [ S. 205 ]. Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im Risikobericht [ S. 82 ]. FINANZIERUNGSSTRUKTUR DES DÜRR-KONZERNS Zum 31. Dezember 2017 bestand unsere Finanzierungsstruktur aus folgenden Komponenten: Schuldscheindarlehen: Unser im Jahr 2016 platziertes Schuldscheindarlehen über 300 Mio. € setzt sich aus drei gleich großen Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren zusammen und wird mit durchschnittlich 1,6 % p. a. verzinst. Unternehmensanleihe: Die im Jahr 2014 emittierte Unternehmensanleihe über nominal 300 Mio. € hat eine Laufzeit bis 2021 und einen Kupon von 2,875 % (Effektivverzinsung: 3,085 %). Ende 2017 rentierte sie mit 0,7 %. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich. Syndizierter Kredit: Der syndizierte Kredit im Gesamtvolumen von 465 Mio. € besteht ebenfalls seit 2014. Er umfasst eine Barlinie über 250 Mio. € und eine Avallinie über 215 Mio. €. Es besteht die Möglichkeit, die Barlinie in Höhe von bis zu 50 Mio. € temporär als Avallinie zu nutzen. Die ursprünglich vereinbarte Laufzeit des syndizierten Kredits (bis 2019) haben wir in den Jahren 2015 und 2016 bis 2021 verlängert. Leasing: Ende 2017 beliefen sich die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing auf 5,8 Mio. €. Hinzu kamen Geld- und Kapitalmarktinstrumente, außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente in Form von Operating Leases (31.12.2017: 89,8 Mio. €) sowie Forfaitierungen und die vorfristige Erfüllung von Akkreditiven (31.12.2017: 28,0 Mio. €). Bilaterale Kreditfazilitäten: Ihr Volumen belief sich zum Bilanzstichtag 2017 auf 16,4 Mio. €. Zum 30. September 2017 haben wir ein Immobiliendarlehen über 34,2 Mio. € für den Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen vorfristig zurückgezahlt, um unsere Zinsbelastung zu reduzieren. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fiel dafür nicht an. 2.44 - FINANZVERBINDLICHKEITEN (31.12.) scroll Mio. € 2017 2016 2015 Anleihe/ Schuldscheindarlehen 597,3 596,6 296,9 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,9 35,5 43,2 Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 5,8 8,5 10,8 Sonstige zinstragende Verbindlichkeiten 8,3 13,9 0,0 Gesamt 613,2 654,5 350,9 davon innerhalb eines Jahres fällig 3,4 5,3 6,8 Zum 31. Dezember 2017 betrug das Gesamtvolumen aller verfügbaren Kredit- und Avallinien 963,6 Mio. €. Davon wurden 300,6 Mio. € in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits blieb im Jahr 2017 ungenutzt. Neben der Avallinie aus dem syndizierten Kredit bestehen weitere Avallinien in Höhe von 482,2 Mio. €, die von Versicherungen und Banken bereitgestellt werden. Den Financial Covenant unseres syndizierten Kredits haben wir 2017 zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Die Verzinsung besteht aus dem laufzeitkongruenten Refinanzierungssatz zuzüglich einer variablen Marge. Weitere Informationen zur Fremdkapitalfinanzierung enthält der Anhang zum Konzernabschluss unter Textziffer 29 [ S. 154 ]. POSITIVER FREE CASHFLOW Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im Jahr 2017 mit 119,8 Mio. € klar positiv, blieb aber unter dem Vorjahreswert (227,4 Mio. €). Dies resultierte aus einem Anstieg des Net Working Capital [ S. 205 ] um 171,4 Mio. € (Vorjahr: 33,6 Mio. €). Innerhalb des Net Working Capital verringerte sich der positive Zahlungssaldo mit unseren Kunden um 117,7 Mio. €. Der Hintergrund ist, dass Kunden aus der Automobilindustrie zurzeit dazu tendieren, Anzahlungen später zu leisten. Auf die Profitabilität hat diese Verschiebung jedoch keine Auswirkungen. Für 2018 gehen wir davon aus, dass sich das Net Working Capital allenfalls leicht erhöhen wird. Neben der Veränderung des Net Working Capital war der operative Cashflow im Jahr 2017 geprägt durch höhere Rückstellungen (+ 31,8 Mio. €); insbesondere die Auftragsrückstellungen wurden deutlich erhöht. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war mit - 17,2 Mio. € nur leicht negativ (Vorjahr: - 116,9 Mio. €). Der Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe führte zu einem Netto-Barausgleich von 108,5 Mio. €, einen Teil dieser Mittel haben wir umgehend in Termingeldern angelegt. Darüber hinaus war der Cashflow aus Investitionstätigkeit geprägt von weiteren Erlösen aus der Veräußerung von Vermögenswerten sowie dem Mittelabfluss für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf -152,2 Mio. € (Vorjahr: 192,5 Mio. €). Er wurde durch die Dividendenausschüttung sowie durch Zinszahlungen für die Unternehmensanleihe und das Schuldscheindarlehen beeinflusst. Hinzu kam die Rückzahlung eines langfristigen Immobiliendarlehens für den Campus in Bietigheim-Bissingen zum 30. September 2017. Im Vorjahr hatte die Begebung des Schuldscheindarlehens zu einem Mittelzufluss von 300 Mio. € geführt. Der Free Cashflow war mit 14,3 Mio. € positiv, unterschritt aber den Vorjahreswert von 129,9 Mio. €. Er enthält neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch Zinseinnahmen und Investitionen (im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten) sowie Zinsausgaben (im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten). Der Free Cashflow [ S. 205 ] beziffert die Summe der Mittel, die nach allen Ausgaben einer Periode frei zur Verfügung stehen. 2.45 - CASHFLOW1 scroll Mio. € 2017 2016 2015 Ergebnis vor Ertragsteuern 269,9 258,1 244,5 Abschreibungen 80,7 88,9 80,5 Zinsergebnis 21,6 20,2 25,2 Ertragsteuerzahlungen -74,8 -75,3 -88,6 Veränderung Rückstellungen 31,8 -18,7 20,6 Veränderung Net Working Capital -171,4 -33,6 -137,8 Sonstiges -38,0 -12,4 28,6 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 119,8 227,4 173,0 Zinszahlungen (netto) -17,9 -15,8 -10,4 Investitionen -87,5 -81,6 -99,8 Free Cashflow 14,3 129,9 62,8 Sonstige Zahlungsströme 0,6 -82,8 -101,2 Veränderung Nettofinanzstatus 15,0 47,1 -38,4 1 In der Kapitalflussrechnung wurden Wechselkurseffekte eliminiert. Daher können die dort gezeigten Veränderungen von Bilanzpositionen nicht vollständig in der Bilanz nachvollzogen werden. 2.46 - STEUERUNGSGRÖSSEN scroll 2017 2016 2015 Auftragseingang Mio. € 3.876,0 3.701,7 3.467,5 Umsatz Mio. € 3.715,4 3.573,5 3.767,1 EBIT Mio. € 289,6 271,4 267,8 EBIT-Marge % 7,8 7,6 7,1 ROCE % 39,51 41,1 45,3 1 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe Der Nettofinanzstatus [ S. 205 ] belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 191,5 Mio. € und erreichte damit den zweitbesten Wert der Unternehmensgeschichte. Ende 2013 hatte er 280,5 Mio. € betragen, im Folgejahr reduzierte er sich aufgrund der Akquisition der HOMAG Group deutlich. Im Jahr 2017 profitierte der Nettofinanzstatus von dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Ecoclean-Gruppe, mindernd wirkte sich der Dividendenabfluss in Höhe von 72,7 Mio. € aus. OPERATIVE STEUERUNGSGRÖSSEN: AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, EBIT UND ROCE Die wichtigsten Steuerungskennzahlen bei Dürr sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT / EBIT-Marge und ROCE (EBIT zu Capital Employed [ S. 205 ]). Insbesondere auf Konzernebene spielen auch der operative Cashflow und der Free Cashflow eine zentrale Rolle. Auf Division-Ebene stehen zusätzlich die Auftragsmargen und das Net Working Capital im Fokus. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie / Nachhaltigkeit und F&E / Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Eine ausführliche Analyse der nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel Nachhaltigkeit [ S. 38 ] und der darin enthaltenen nichtfinanziellen Konzernerklärung. 2.47 - WERTBEITRAG scroll 2017 2016 2015 Capital Employed (31.12.) Mio. € 726,9 670,6 590,6 ROCE % 39,51 41,1 45,3 NOPAT Mio. € 202,7 190,0 187,5 Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) % 7,88 7,20 6,98 EVA Mio. € 145,51 142,51 146,2 1 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe Die Analyse des Auftragseingangs und des daraus resultierenden Umsatzes erlaubt uns eine vorausschauende Kapazitätsplanung. Üblicherweise folgt die Umsatzrealisierung dem Auftragseingang mit einem Zeitversatz von etwa zwölf Monaten. Im Jahr 2017 übertraf der Auftragseingang mit 3.876,0 Mio. € sowohl die ursprüngliche Prognose (3.300 bis 3.700 Mio. €) als auch die im Oktober angehobene Prognose (3.600 bis 3.800 Mio. €). Auch der Umsatz lag mit 3.715,4 Mio. € etwas über dem Zielkorridor (3.400 bis 3.600 Mio. €). Anhand von EBIT und EBIT-Marge messen wir unsere Ertragskraft. Im Jahr 2017 stieg das EBIT auf den neuen Bestwert von 289,6 Mio. €. Mit 7,8 % erreichte die EBIT-Marge die Zielbandbreite von 7,5 bis 8,25 %. Der ROCE zeigt, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erwirtschaften, und bildet damit die Basis für eine effiziente Kapitalallokation. Das Capital Employed berücksichtigt alle Aktiva ohne liquide Mittel und ohne Finanzanlagen, vermindert um die nicht zinstragenden Verbindlichkeiten. Mit 39,5 % lag der ROCE 2017 am oberen Ende der Zielbandbreite von 30 bis 40 % - ein guter Wert im internationalen Peer-Group-Vergleich. Der geringe Rückgang gegenüber den Vorjahren resultiert aus dem etwas höheren gebundenen Kapital. Der ROCE (in %) wird wie folgt ermittelt: Der Economic Value Added (EVA) zeigt den Mehrwert, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr generiert. Seit 2011 konnten wir einen hohen Wertzuwachs erzielen, der sich auch in der Performance der Aktie widerspiegelt. Im Jahr 2017 verzeichneten wir einen leichten Anstieg des EVA. Die Kapitalkosten ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital: WACC). Bei der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von Peer-Group-Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird. Die Zunahme der Kapitalkosten im Jahr 2017 geht in erster Linie auf die gestiegenen Marktzinsen zurück. Der EVA wird wie folgt ermittelt: 2.48 - CAPITAL EMPLOYED DER DIVISIONS scroll Mio. € 2017 2016 2015 Paint and Final Assembly Systems 53,1 -41,5 -104,4 Application Technology 221,6 190,4 188,3 Clean Technology Systems 60,6 45,0 49,4 Measuring and Process Systems 251,71 330,01 283,8 Woodworking Machinery and Systems 381,4 396,1 413,1 1 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe 2.49 - ROCE DER DIVISIONS scroll 2017 2016 2015 Paint and Final Assembly Systems >100 >1001 >1001 Application Technology 28,9 40,0 32,3 Clean Technology Systems 5,6 13,6 11,7 Measuring and Process Systems 24,92 24,92 24,6 Woodworking Machinery and Systems 22,5 11,3 8,9 1 negatives Capital Employed 2 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe Beim Leistungsindikator ROCE [ S. 205 ] gilt: Zusätzlicher Wert entsteht, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Im Jahr 2017 war dies in vier von fünf Divisions der Fall. Bei Paint and Final Assembly Systems war das Capital Employed [ S. 205 ] zwar höher als in den Vorjahren, dennoch erreichte der ROCE einen Wert von über 100 %. Bei Application Technology, Measuring and Process Systems sowie Woodworking Machinery and Systems lag der ROCE zwischen 20 und 30 %. Dies ist im Maschinenbau als sehr gut einzustufen. Bei Application Technology nahm der ROCE ab, da das EBIT im Vorjahr durch hohe Sondererträge beeinflusst war. Bei Clean Technology Systems resultierte der niedrige ROCE aus der unbefriedigenden Ertragssituation. Auf Basis der eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen dürfte der ROCE der Division die Kapitalkosten bereits 2018 wieder übertreffen. EIGENKAPITALQUOTE BEI KNAPP 27 % Zum 31. Dezember 2017 überstieg die Bilanzsumme den Vorjahreswert um 1,9 % beziehungsweise 63,2 Mio. €, obwohl sich Wechselkursveränderungen reduzierend auf Sachanlagevermögen, Vorräte und flüssige Mittel auswirkten. Durch den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe entfielen Vermögenswerte in Höhe von 161,4 Mio. €, dem stand der Zufluss des Verkaufserlöses von 107,9 Mio. € gegenüber. Zudem halten wir 15 % der Anteile an der Nachfolgegesellschaft SBS Ecoclean GmbH. Die SBS Group hat angekündigt, diese Anteile im Jahr 2018 zu übernehmen, dafür übt sie eine ihr eingeräumte Call-Option aus. Aus der Veräußerung der Anteile an SBS Ecoclean erwarten wir keinen weiteren Buchgewinn. Maßgeblich für die Zunahme der Bilanzsumme war vor allem ein gestiegenes Umlaufvermögen, das aus höheren Vorräten und Forderungen resultierte. Wie bereits in der Cashflow-Diskussion beschrieben, hat sich das Anzahlungsverhalten unserer Kunden aus der Automobilindustrie verändert. Allerdings führte dies lediglich dazu, dass sich Zahlungen um einige Monate verschoben, eine weitere deutliche Erhöhung des Net Working Capital [ S. 205 ] ist aus heutiger Sicht nicht zu erwarten. Bereinigt um Wechselkursveränderungen stieg das Net Working Capital im Jahr 2017 um 171,4 Mio. € auf 362,1 Mio. €. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Jahresende 2017 auf 659,9 Mio. € (31.12.2016: 724,2 Mio. €). Die Gesamtliquidität, die auch Termingelder und bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere enthält, war mit 798,9 Mio. € nur geringfügig niedriger als Ende 2016 (822,6 Mio. €). Die Unternehmenskäufe und Beteiligungserwerbe des Jahres 2017 hatten keine wesentlichen Effekte auf die Bilanz. Eine Übersicht zu diesen Transaktionen enthält der Abschnitt "Portfolioveränderungen" im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21]. 2.50 - BILANZKENNZAHLEN scroll 2017 2016 2015 Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 191,5 176,5 129,4 Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA - - - Gearing (31.12.) % -26,9 -27,0 -22,1 Net Working Capital (NWC) (31.12.) Mio. € 362,1 194,4 236,8 Days Working Capital Tage 35,1 27,2 22,6 Umschlagdauer Vorräte Tage 42,4 40,4 37,0 Umschlagdauer Forderungen / Days Sales Outstanding Tage 46,8 47,3 51,9 Anlagendeckungsgrad (31.12.) % 81,5 73,8 60,4 Vermögensdeckungsgrad (31.12.) % 152,5 148,8 109,9 Anlagenintensität (31.12.) % 32,5 33,6 39,6 Umlaufintensität (31.12.) % 67,5 66,4 60,4 Anlagenabnutzungsgrad % 36,1 34,3 32,1 Anlagenabschreibungsquote % 6,5 6,7 6,4 Liquidität ersten Grades (31.12.) % 38,4 43,3 26,4 Liquidität zweiten Grades (31.12.) % 93,1 89,8 80,8 Eigenkapitalquote (31.12.) % 26,5 24,8 23,9 Bilanzsumme (31.12.) Mio. € 3.411,8 3.348,5 2.986,7 2.51 - LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (31.12.) scroll Mio. € 2017 in % der Bilanzsumme 2016 2015 Immaterielle Vermögenswerte 592,7 17,4 611,1 648,9 Sachanlagen 408,4 12,0 394,6 394,7 Sonstige langfristige Vermögenswerte 107,8 3,2 119,6 138,4 Langfristige Vermögenswerte 1.109,0 32,5 1.125,3 1.182,0 Vorräte 437,7 12,8 381,1 386,7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 941,1 27,6 779,4 895,8 Liquide Mittel 659,9 19,3 724,2 435,6 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 264,1 7,7 338,6 86,5 Kurzfristige Vermögenswerte 2.302,8 67,5 2.223,2 1.804,6 2.52 - EIGENKAPITAL (31.12.) scroll Mio. € 2017 in % der Bilanzsumme 2016 2015 Gezeichnetes Kapital 88,6 2,6 88,6 88,6 Sonstiges Eigenkapital 800,5 23,5 720,9 608,5 Eigenkapital Aktionäre 889,1 26,1 809,5 697,1 Nicht beherrschende Anteile 14,6 0,4 21,4 17,3 Summe Eigenkapital 903,7 26,5 831,0 714,4 2.53 - KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN (31.12.) scroll Mio. € 2017 in % der Bilanzsumme 2016 2015 Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) 613,2 18,0 654,5 350,9 Rückstellungen (einschl. Pensionen) 193,7 5,7 165,1 185,7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.027,1 30,1 982,5 1.046,1 davon erhaltene Anzahlungen 648,9 19,0 648,1 647,0 Ertragsteuerverbindlichkeiten 50,4 1,5 40,3 41,7 Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) 623,6 18,3 675,2 647,8 Gesamt 2.508,1 73,5 2.517,6 2.272,2 Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 um 72,7 Mio. € auf 903,7 Mio. €. Der Hauptfaktor dafür war das hohe Ergebnis nach Steuern. Gegenläufige Effekte resultierten aus der Dividendenzahlung (72,7 Mio. €) sowie aus Einbußen von 38,4 Mio. € durch die Währungsumrechnung von Vermögenswerten. Die Eigenkapitalquote stieg von 24,8 % am Vorjahresstichtag auf 26,5 %; mittelfristig streben wir 30 % an. Auf der Passivseite nahmen die übrigen Finanzverbindlichkeiten zum Jahresende 2017 deutlich ab. Zum 30. September 2017 haben wir ein Immobiliendarlehen über 34,2 Mio. € für den Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen vorfristig zurückgezahlt. Die größte Position auf der Passivseite waren unverändert die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 1.027,1 Mio. €. Die darin enthaltenen Anzahlungen von Kunden erreichten am Jahresende 2017 mit 648,9 Mio. € das Vorjahresniveau. Die Pensionsrückstellungen reduzierten sich infolge eines etwas höheren Abzinsungsfaktors auf 49,8 Mio. € (31.12.2016: 51,8 Mio. €). Bei den übrigen Rückstellungen führten höhere Auftragsrückstellungen zu einer Zunahme um 30,7 Mio. € auf 143,9 Mio. €. Die Finanzverbindlichkeiten fielen mit 613,2 Mio. € am Jahresende 2017 deutlich niedriger aus als die Gesamtliquidität (798,9 Mio. €). STILLE RESERVEN / ZEITWERTE Die stillen Reserven sind bei Dürr - gemessen an Marktkapitalisierung (31.12.2017: 3.686,7 Mio. €) und Bilanzsumme (31.12.2017: 3.411,8 Mio. €) - von untergeordneter Bedeutung. Ähnliches gilt für die Differenz zwischen Zeitwerten und bilanzierten Werten, auch sie fallen gering aus. In der Regel bilanzieren wir die Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungs-beziehungsweise Herstellungskosten, dabei werden Niederstwerttests berücksichtigt. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß der Percentage-of-Completion-Methode (POC) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, Verpflichtungen aus Optionen im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile und Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten ermitteln wir zu Zeitwerten. Die Buchwertermittlung bei Finanzinstrumenten erläutert Textziffer 33 [ S. 157 ] im Anhang zum Konzernabschluss. 2.54 - VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR (31.12.) % 1 ohne liquide Mittel Im Sachanlagevermögen können stille Reserven vor allem bei Grundstücken und Immobilien entstehen. Zu nennen ist die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt. Ihr Zeitwert übersteigt den Buchwert nach unserer Einschätzung um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Nicht aktivierte F&E-Kosten sind im F&E-Aufwand berücksichtigt. Sie betreffen auch den Aufwand für Patente in Höhe von 7,3 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €). Der Wert unserer 6.107 Patente lässt sich schwer beziffern. Der Zeitwert aller zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte übersteigt deren Buchwert um 0,1 Mio. €, die Differenz besteht bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen. Auf der Passivseite unterschreiten die Bilanzansätze der Verbindlichkeiten die Zeitwerte bei der Anleihe, den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und der Bewertung der Verpflichtungen aus Optionen. Beim Schuldscheindarlehen liegt der Buchwert über dem Zeitwert. In allen genannten Fällen beträgt die Differenz weniger als 1 % der Bilanzsumme (siehe Textziffer 33 [ S. 157 ] im Anhang zum Konzernabschluss). INVESTITIONEN AUSGEWEITET Die Investitionen (ohne Akquisitionen) erhöhten sich im Jahr 2017 um 7,4 % auf 88,0 Mio. €. Die größte Einzelinvestition war eine Immobilientransaktion in Bietigheim-Bissingen. Auch für den Campus in Schanghai-Qingpu fielen abschließende Investitionen an. 2.55 - INVESTITIONEN1 UND ABSCHREIBUNGEN2 scroll Mio. € 2017 2016 2015 Investitionen in Sachanlagen 65,6 57,4 75,2 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 22,4 24,5 27,0 Beteiligungsinvestitionen 15,3 13,6 42,0 Abschreibungen -80,7 - 88,93 -80,5 1 Die Investitionen in dieser Übersicht weichen von den Angaben in der Cashflow-Rechnung gemäß den IFRS ab. 2 inklusive außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen. Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten. 3 einschließlich 11,1 Mio. € außerplanmäßige Abschreibung von Markenrechten Die Investitionen in Lizenzen, Software und andere immaterielle Vermögenswerte erreichten 22,4 Mio. € und lagen damit um 8,5 % unter dem Vorjahreswert. Auch zukünftig werden die IT-Investitionen - insbesondere im Bereich Industrial Internet of Things / Industrie 4.0 [ S. 204 ] - einen Schwerpunkt bilden. Die Investitionen in Sachanlagen stiegen um 14,2 % auf 65,6 Mio. €. Knapp drei Viertel davon entfielen auf Ersatzinvestitionen und gut ein Viertel auf Erweiterungsinvestitionen. Die Beteiligungsinvestitionen erhöhten sich im Jahr 2017 von 13,6 auf 15,3 Mio. €. Wie im Vorjahr haben wir nur kleinere Arrondierungsakquisitionen getätigt. Erläuterungen zur in den USA erworbenen Test Devices Inc. (TDI) und zur Beteiligungsaufstockung bei der Benz GmbH Werkzeugsysteme enthält das Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ] unter der Zwischenüberschrift "Portfolioveränderungen". Dort und im Kapitel Strategie [ S. 29 ] finden Sie auch ausführliche Informationen über das Joint Venture ADAMOS GmbH, das wir mit anderen Maschinenbauern und der Software AG gegründet haben, um die Digitalisierung von Produktionsprozessen voranzutreiben. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deckte die Investitionen (inklusive Akquisitionen) wie im Vorjahr ab. Die Gesamtliquidität erreichte mit 798,9 Mio. € ein komfortables Niveau und lag nur 2,9 % unter dem Vorjahreswert. Auch im Jahr 2018 dürften der Cashflow und der hohe Finanzmittelbestand den operativen Finanzierungsbedarf problemlos abdecken. Bei Bedarf können wir auf die Barlinie des syndizierten Kredits zugreifen. Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operating Lease) belaufen sich im Jahr 2018 auf 26,2 Mio. € (Vorjahr: 26,9 Mio. €). Die Mindestzahlungen aus Finanzierungsleasing betragen 1,6 Mio. €, ferner bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 3,4 Mio. €. Die Fälligkeiten aus Finanzverschuldung sind im Jahr 2018 mit 3,4 Mio. € gering. 2.56 - SACHINVESTITIONEN: ERSATZ- UND ERWEITERUNGSINVESTITIONEN scroll Mio. € 2017 2016 2015 Ersatzinvestitionen 47,7 29,5 31,8 Erweiterungsinvestitionen 18,0 28,0 43,4 Investitionen in Sachanlagen 65,6 57,4 75,2 2.57 - LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG Mio. € 2.58 - FÄLLIGKEITSSTRUKTUR FINANZVERBINDLICHKEITEN Mio. € AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN Die außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen stehen in einem angemessenen Verhältnis zum Geschäftsvolumen, im Jahr 2017 machten sie rund 3 % der Bilanzsumme aus. Ende 2017 belief sich das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen auf insgesamt 127,6 Mio. € (ohne Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten), damit stieg es gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht an (31.12.2016: 120,4 Mio. € inklusive Forderungsverkäufe). Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen sanken auf 89,8 Mio. € (31.12.2016: 104,6 Mio. €). Die Operating-Lease-Verträge sind die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Die Forderungsverkäufe (Forfaitierung, vorfristige Erfüllung von Akkreditiven) stiegen 2017 von 5,1 Mio. € auf 28,0 Mio. €, lagen aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die in Anspruch genommenen Avale in Höhe von 143,3 Mio. € umfassen hauptsächlich Kreditgarantien und -bürgschaften und stellen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente dar. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente reduzieren die Bilanzsumme und verbessern bestimmte Kapitalkennziffern. Ihr Umfang steht in angemessenem Verhältnis zum Geschäftsvolumen. Würden wir auf Operating-Lease-Verträge und Forderungsverkäufe verzichten, würde die Bilanzsumme um gut 3 % steigen und die Eigenkapitalquote um rund 1 Prozentpunkt sinken. Zudem würde sich die Ergebniszusammensetzung verändern: Das EBIT würde ungefähr um denselben Betrag steigen, um den sich das Zinsergebnis abschwächen würde. Die Auswirkungen auf das Ergebnis nach Steuern sind folglich gering. NACHTRAGSBERICHT Zum 1. Januar 2018 hat Herr Karl-Heinz Streibich den Vorsitz des Aufsichtsrats der Dürr AG übernommen. Er folgte auf Herrn Klaus Eberhardt, der Vorsitz und Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zum Jahresende 2017 niederlegte. Herr Streibich ist Vorstandsvorsitzender der Software AG und gehört dem Aufsichtsrat der Dürr AG seit dem Jahr 2011 an. Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurde Herr Dr. Rolf Breidenbach gerichtlich als neues Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Dr. Breidenbach, der Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA ist, wird sich auf der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 zur Wahl stellen. Am 2. Februar 2018 hat die Dürr Technologies GmbH der Aktionärsgruppe Schuler/ Klessmann mitgeteilt, dass sie von der ihr eingeräumten Call-Option über den Erwerb von 7,05 % der Aktien der HOMAG Group AG Gebrauch machen wird. Die Übertragung der Aktien an die Dürr Technologies GmbH wird voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2018 wirksam. Der Kaufpreis pro Aktie beträgt 25 €, daraus ergibt sich ein Gesamtkaufpreis von 27,7 Mio. €. Durch die Transaktion wird der Anteil der Dürr Technologies GmbH am Grundkapital der HOMAG Group AG auf 63 % steigen. Der Aktienerwerb verringert den Zinsaufwand, der aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG resultiert. RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT RISIKEN Mit unternehmerischem Handeln sind stets Chancen und Risiken verbunden. Unsere Strategie ist es, die Risiken so zu steuern und zu verringern, dass die Chancen überwiegen. Dafür nutzen wir ein effektives Risikomanagementsystem. DÜRR-RISIKOMANAGEMENTSYSTEM Anwendungsbereich Das Dürr-Risikomanagementsystem wird konzernweit eingesetzt. Es existiert in seiner Grundstruktur seit 2008 und wurde seither kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Im Jahr 2017 blieb es im Wesentlichen unverändert. Ziele Unser Risikomanagementsystem orientiert sich an den Erfordernissen im Maschinen- und Anlagenbau. Es erlaubt uns, Risiken systematisch und einheitlich zu erfassen, zu analysieren und - soweit möglich - zu bewerten. Auf dieser Basis können wir frühzeitig wirksame Gegenmaßnahmen einleiten. Wir erfassen alle spezifischen Risiken, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Allgemeine Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, zum Beispiel Naturkatastrophen, werden nicht erfasst. Auch unsere Chancen erfassen und bewerten wir, darüber informiert der Chancenbericht [ S. 90 ]. Methoden und Prozesse Das Risikomanagementsystem deckt alle wesentlichen Geschäfts- und Entscheidungsprozesse ab. Wir fördern einen offenen Umgang mit Risiken und ermutigen Mitarbeiter, Fehlentwicklungen frühzeitig zu melden. Der Risikomanagementprozess berücksichtigt alle Risiken der beteiligten Gesellschaften. Das zentrale Risikomanagement bei der Dürr AG stößt den neunstufigen Prozess halbjährlich an. Herzstück dieses Standardrisikozyklus ist die Risikoinventur der Konzerngesellschaften. Darin werden die Einzelrisiken ermittelt, bewertet und verdichtet, das heißt einem von 15 spezifischen Risikofeldern zugeordnet (Abbildung 2.59). Die Risikofelder decken sowohl die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse als auch die externen Risikobereiche ab. Die Bewertung der Einzelrisiken nehmen die Risikomanager der operativen Einheiten und der Dürr AG vor. Dabei nutzen sie das Risikomanagementhandbuch sowie Risikostrukturblätter. Der Bewertungsprozess ist dreistufig: Zunächst wird das Schadenspotenzial kalkuliert, also die maximale EBIT-Belastung, die in den nächsten 24 Monaten aus einem Risiko resultieren kann. Danach beurteilen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Einzelrisikos. Im dritten Schritt wird die Wirksamkeit möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet. Unter dem Strich steht das Nettorisikopotenzial, also das Netto-EBIT-Risiko, das nach der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Effektivität der Gegenmaßnahmen verbleibt. Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je wirksamer die Gegenmaßnahmen sind, desto geringer ist das Netto-EBIT-Risiko. Die Netto-EBIT-Risiken der 15 Risikofelder entsprechen der Summe der Netto-EBIT-Risiken aller zugeordneten Einzelrisiken. Je nach Höhe seines Netto-EBIT-Risikos wird jedes Risikofeld einer von vier Kategorien zugeordnet: ― Sehr gering (< 5 Mio. €) ― Gering (> 5 bis < 20 Mio. €) ― Mittel (> 20 bis < 40 Mio. €) ― Hoch (> 40 Mio. €) Die Netto-EBIT-Risiken aller Risikofelder summieren sich zum Gesamtrisikopotenzial des Konzerns. Portfolio- und Korrelationseffekte bleiben dabei unberücksichtigt. Nach der Risikoinventur erstellen die Konzerngesellschaften und Divisions ihre Risikoberichte. Aus ihnen geht der Konzernrisikobericht hervor, in dem das Risikomanagement der Dürr AG über Einzelrisiken und das Gesamtrisiko informiert. Nach der Analyse im Vorstand und im Dürr Management Board wird der Konzernrisikobericht dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet. Dessen Vorsitzender nimmt im Aufsichtsrat dazu Stellung. 2.59 - RISIKOFELDER BEI DÜRR Akute Risiken werden dem Vorstand und den Leitern der betreffenden Divisions unmittelbar gemeldet. Die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken sowie die Berichterstattung obliegen den Risikomanagern von Konzern, Divisions und Konzerngesellschaften; meist handelt es sich um die Leiter der Controlling-Abteilungen. Auch die interne Revision ist beteiligt. WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS/RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS FÜR DEN RECHNUNGSLEGUNGS-PROZESS BEI DÜRR Das interne Kontrollsystem (IKS) beziehungsweise das Risikomanagementsystem (RMS) für den Rechnungslegungsprozess ist Teil des Dürr-Risikomanagementsystems. Es umfasst alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung mit hinreichender Sicherheit gewährleisten und sicherstellen, dass die Abschlüsse des Konzerns und seiner Gesellschaften IFRS-konform erstellt werden. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS / RMS und hat dafür eine Führungs- und Berichtsorganisation eingerichtet, die alle organisatorischen und rechtlichen Einheiten des Konzerns abdeckt. Die Überwachung des IKS / RMS ist Aufgabe der internen Revision. Das interne Kontrollsystem berücksichtigt die spezifischen Merkmale der Rechnungslegung im Konzern. Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen für den Rechnungslegungsprozess sind: ― Die Bilanzierungsrichtlinie der Dürr AG definiert den Rechnungslegungsprozess in den Einzelgesellschaften und im Konzern. Sie wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert und deckt alle relevanten IFRS-Regelungen ab. Ergänzende interne Bilanzierungsstandards beschreiben zum Beispiel die Prozesse der konzerninternen Abstimmung von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. ― In einem mehrstufigen Validierungsprozess nehmen wir Stichproben, Plausibilitätschecks und weitere Kontrollen der Rechnungslegung vor. Beteiligt sind die operativen Gesellschaften, die Divisions sowie Konzern-Controlling, Konzernrechnungswesen und interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf diverse Gebiete, zum Beispiel Zuverlässigkeit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit von Rückstellungen oder Bewertung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Ergebnisse aller wesentlichen Kontrollen werden systematisch dokumentiert, durch das Risikomanagement der Dürr AG erfasst und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats übermittelt. Nach eingehender Prüfung der Ergebnisdokumentation berichtet dessen Vorsitzender dem Aufsichtsrat. ― Alle wesentlichen Konzerngesellschaften dokumentieren ihre internen Kontrollen, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen. Die Dokumentationen, die im Rahmen des Dürr-IKS / RMS entstehen, werden hinterlegt und dem Konzernrechnungswesen zugeleitet. Die interne Revision prüft Existenz und Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen und Instrumente. ― Unser ERP-System und das Konsolidierungssystem kontrollieren automatisch Buchungsprozesse und stellen sicher, dass Sachverhalte den korrekten Bilanzpositionen zugeordnet werden. Zudem nehmen wir manuelle Prüfungen vor. ― Zugang zum Konsolidierungssystem hat nur ein ausgewählter Mitarbeiterkreis. Der Zugriff auf alle Daten ist wenigen Mitarbeitern aus Konzernrechnungswesen und KonzernControlling vorbehalten. Bei anderen Nutzern ist er auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten beschränkt. Daten, die in den Konzerngesellschaften eingegeben werden, sind in einem zweistufigen Prozess zu kontrollieren - zunächst durch das Controlling der zuständigen Division, danach durch das Konzernrechnungswesen. ― Für die kaufmännischen Prozesse, die Buchungen im Konsolidierungssystem auslösen, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Bei Rechnungen ist je nach Höhe eine Freizeichnung durch Bereichsleitung, Geschäftsführung oder Vorstand erforderlich. Um Risiken zu vermeiden und einwandfreie Abschlüsse zu gewährleisten, beschäftigen wir uns sorgfältig mit wesentlichen Regelungen und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung. Besonderes Gewicht haben die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode, der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Zuverlässigkeit der qualitativen Aussagen im Lagebericht und im Corporate-Governance-Bericht. Im Rahmen des IKS / RMS schulen wir die Mitarbeiter unserer Finanzabteilungen regelmäßig, zum Beispiel in der Anwendung von Rechnungslegungsstandards, Bilanzierungsregeln und IT-Systemen des Rechnungswesens. Bei Firmenakquisitionen passen wir die Rechnungslegungsprozesse zügig an und machen neue Mitarbeiter mit allen relevanten Prozessen, Inhalten und Systemen vertraut. GESAMTRISIKOSITUATION Das Gesamtrisikopotenzial des Konzerns lag Ende 2017 bei rund 200 Mio. € nach rund 180 Mio. € im Vorjahr. Die moderate Zunahme halten wir angesichts der Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang für angemessen. Berücksichtigt wurden die Nettorisikopotenziale von 254 bewerteten Einzelrisiken. Die gegenwärtige Gesamtrisikosituation ist mit Blick auf Geschäftsvolumen und gesamtwirtschaftliches Umfeld als adäquat und gut beherrschbar einzustufen. Risiken, die einzeln oder zusammen mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Das wichtigste Risikofeld blieb der Bereich "Markt". Dort erhöhte sich das Nettorisikopotenzial infolge des gestiegenen Margendrucks im Lackieranlagenbau für die Automobilindustrie. An die zweite Stelle rückte das Risikofeld "Wirtschaftliches Umfeld / Kapitalmarkt", während das Feld "Finanzen / Controlling" von Position zwei auf drei wechselte. In der Gruppe der größeren Risikofelder stieg das Risikopotenzial im Bereich "Beschaffung" prozentual am stärksten. Ursächlich waren das wachsende Geschäftsvolumen und die entsprechend hohe Auslastung von Lieferanten, insbesondere bei Woodworking Machinery and Systems. RISIKOFELDER UND BEDEUTENDE EINZELRISIKEN Wirtschaftliches Umfeld Die Risiken aus dem wirtschaftlichen Umfeld sind im Jahr 2017 gestiegen. Der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA und die instabile Lage im Nahen und Mittleren Osten belasten das Wirtschaftsklima. Darüber hinaus besteht weiterhin Unsicherheit über den wirtschaftspolitischen Kurs der USA. Die US-Steuerreform, die Ende 2017 beschlossen wurde, dürfte sich positiv auf unseren Steueraufwand auswirken. Unsicherheitsfaktoren in Europa sind Terrorgefahr, Staatsverschuldung und der nationalistische Kurs in der Türkei und Teilen Osteuropas. Die Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Brexit stellen ein latentes Konjunkturrisiko dar. Allerdings ist das Vereinigte Königreich für uns ein relativ kleiner Markt. Nur 2 % des Umsatzes und 1 % der Vermögenswerte werden in britischen Pfund gebucht. In China hat sich das BIP-Wachstum bei 6 bis 7 % p. a. eingependelt. Daher ist momentan nicht mit einer gravierenden Konjunkturabkühlung zu rechnen. Käme es doch dazu, würde dies Umsatz und Ergebnis des Konzerns stark beeinträchtigen. Konjunkturschwächen in kleineren Märkten lassen sich durch unsere ausgewogene regionale Geschäftsverteilung relativ gut überbrücken. Meist wirken sich konjunkturelle Schwankungen vergleichsweise spät auf Dürr aus, da unser Anlagenbaugeschäft von langfristigen Investitionsentscheidungen der Automobilindustrie geprägt ist. Im frühzyklischen Maschinenbaugeschäft machen sich Konjunkturschwankungen schneller bemerkbar. Kapitalmarkt Eine Wirtschaftskrise oder ein erneuter Ausbruch der EU-Schuldenkrise könnte die Kapitalmärkte erschüttern und neue Finanzierungen verteuern. Allerdings sehen wir in der näheren Zukunft keinen Finanzierungsbedarf. Das Risiko einer feindlichen Übernahme der Dürr AG beurteilen wir als relativ gering, da die Familie Dürr 28,8 % der Aktien besitzt. Als Folge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erhalten die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group eine Bardividende von 1,01 €; zudem haben wir ihnen ein Barabfindungsangebot über 31,56 € je Aktie unterbreitet. In einem Spruchverfahren lassen einige außenstehende Aktionäre der HOMAG Group die Höhe von Garantiedividende und Barabfindung gerichtlich überprüfen. Falls das Gericht höhere Beträge für angemessen hält, würde das zu Mehraufwand führen. 2.60 - RISIKOFELDER UND NETTORISIKEN scroll RISIKOFELD NETTORISIKO Sehr gering (< 5 Mio. €) Gering (>5 bis < 20 Mio. €) Mittel (>20 bis < 40 Mio. €) Hoch (>40 Mio. €) • Wirtschaftliches Umfeld / Kapitalmarkt • • Vertriebs- / Angebotsphase • • Projektabwicklung / Engineering • • Steuern, Gesetze, Compliance • • Markt • • Forschung und Entwicklung • • Wettbewerb • • Beschaffung • • Personal • • IT • • Fertigung • • Gesellschaft / Umwelt • • After-Sales-Phase • • Finanzen / Controlling • • Führungsprozess • Operative Risiken: Vertriebs- und Angebotsphase Bei hoher Wettbewerbsintensität kann es sein, dass wir unsere Margenziele in Auftragsverhandlungen nicht durchsetzen können. Bei der Kalkulation von Aufträgen können wir Kosten falsch einschätzen. Um vorzubeugen, holen wir in der Beschaffung aktuelle Marktpreise ein und lassen die Kalkulationsannahmen intern gegenprüfen. Unsere Vertriebsposition in den einzelnen Märkten ist meist gut. Woodworking Machinery and Systems hat in China einen eingeschränkten Endkundenkontakt, da der Vertrieb über ein Partnerunternehmen erfolgt, an dem die HOMAG Group eine Minderheitsbeteiligung hält. Allerdings wird die Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner systematisch intensiviert. Operative Risiken: Projektabwicklung / Engineering Sollten wir bei der Auftragsabwicklung Termine oder andere Zusagen nicht einhalten, können Mehrkosten entstehen. Wir beurteilen dieses Risiko als beherrschbar, da unsere Kapazitäten an das Geschäftsvolumen angepasst sind. Ferner sind wir dank standardisierter Produkte und Prozesse in der Lage, eine Vielzahl von Großprojekten parallel abzuwickeln. Technischen oder logistischen Problemen bei Großprojekten beugen wir durch ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews vor. In der HOMAG Group bildet die margenorientierte Abwicklung von Großprojekten einen Schwerpunkt des Optimierungsprogramms FOCUS. Steuern, Gesetze, Compliance und Compliance-Management-System Wir müssen unterschiedliche nationale Rechtsnormen befolgen. Um Verstöße zu vermeiden, arbeiten wir mit lokalen Rechtsexperten zusammen und schulen unsere Mitarbeiter. Neue Handelsbarrieren und Gesetze können unsere Kosten erhöhen und die Absatzchancen mindern. Steuerrechtliche Veränderungen können zu höheren Steuerzahlungen führen und unsere Steuerforderungen und -verbindlichkeiten beeinflussen, zudem besteht das Risiko von Unklarheiten bei der Auslegung der zugrunde liegenden Steuergesetze. Die US-Steuerreform dürfte sich positiv auf unseren Steueraufwand auswirken. Wesentliche rechtliche Risiken sind Gewährleistungsansprüche, Schadenersatzforderungen bei Produktionsausfällen und Patentauseinandersetzungen. Falls wir vertragliche Verpflichtungen bei der Leistungserbringung nicht erfüllen, drohen Konventionalstrafen. Bevor wir vertragliche Zusicherungen abgeben, prüfen wir mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Unerfüllbare Ansprüche schließen wir prinzipiell aus. Zurzeit sind keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig. Compliance-Verstöße können Strafverfolgung, Haftungsrisiken und Imageschäden nach sich ziehen. Derzeit sind uns keine schwerwiegenden Verstöße bekannt. Wir schützen uns durch ein wirksames Compliance-Management-System. Dieses wird regelmäßig überprüft und umfasst alle Aktivitäten mit dem Ziel, dass sich alle Mitarbeiter im täglichen Geschäftsbetrieb regelkonform und mit hohem ethischem Anspruch verhalten. Es regelt die Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Maßnahmen in drei zentralen Handlungsfeldern, die eng miteinander verzahnt sind: Vermeidung und Früherkennung von Compliance-Verstößen sowie die Reaktion darauf. Damit unterstützt das Compliance-Management-System die Mitarbeiter dabei, Zuwiderhandlungen und damit verbundene Haftungs- und Strafrisiken zu vermeiden. Eine Beschreibung der Grundzüge des Systems findet sich auf unserer Website im Bereich Investoren / Corporate Governance. Markt Die Automobilindustrie hat großen Investitionsbedarf in den Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren und Connectivity. Infolgedessen könnten die für uns relevanten Investitionen in Produktionstechnik verringert werden. Allerdings erwarten wir keinen Einbruch. Denn für die Entwicklung der neuen Technologien benötigen die Automobilproduzenten hohe Cashflows aus dem Geschäft mit herkömmlichen Fahrzeugen. Dies setzt voraus, dass sie weiterhin angemessen in effizienzsteigernde Produktionstechnik investieren. Hinzu kommt: Der Trend zur E-Mobilität generiert auch zusätzliche Geschäftschancen für uns; Informationen dazu finden Sie im Chancenbericht [ S. 90 ]. Im Automotive-Geschäft können Abhängigkeitsrisiken entstehen, da es weltweit nur wenige Automobilproduzenten gibt. Im Jahr 2017 erzielten wir 31,1 % unseres Umsatzes im Geschäft mit den zehn größten Kunden. Außerhalb der Automobilindustrie bestehen geringe Abhängigkeitsrisiken, da unsere Kundenbasis sehr breit ist. In unseren Märkten herrscht ein stetiger Preisdruck, dem wir durch Innovationen, Prozessoptimierung und Kostenkontrolle begegnen. Das Risiko von Forderungsausfällen erachten wir als moderat. Unser Forderungsvolumen ist begrenzt, zudem stehen einem großen Teil der Forderungen erhaltene Anzahlungen von Kunden gegenüber. Hohe Forderungen bestehen vor allem gegenüber bonitätsstarken Automobilherstellern. Besonders in China treten neue Produzenten von Elektrofahrzeugen in den Markt ein. Bei Projekten mit ihnen überprüfen wir die Bonität vorab gründlich. Forderungen gegenüber Kunden ohne Investment-Grade-Rating überwachen wir sorgfältig. Es ist nicht auszuschließen, dass es bei Kunden zu Forderungsausfällen kommt, die sich negativ auf uns auswirken können. Wir beobachten die Entwicklung neuer Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle in unseren Branchen genau. Bedrohliche Trends sind nicht erkennbar. Disruptive Technologien im Automobilsektor wie Elektromobilität und autonomes Fahren führen nicht dazu, dass der Bedarf an Lackier-, Montage- und Prüftechnik [ S. 204 ] sinkt. Vielmehr dürfte die Nachfrage in der Endmontagetechnik steigen, da die Montage von Elektroautos zum Teil neue Verfahren erfordert. Das autonome Fahren erhöht den Bedarf an Prüftechnik für Sensoren und Fahrerassistenzsysteme. In der Lackiertechnik bestehen keine gravierenden Substitutionsrisiken, da Aluminium, Stahl und Kunststoffe im Großserien-Karosseriebau weiterhin alternativlos sind. Auch die zur Gewichtsreduktion eingesetzten Verbundwerkstoffe werden konventionell lackiert. In der Möbelfertigung, wo Holz und Spanplatten dominieren, bestehen keine wesentlichen Substitutionsrisiken für die HOMAG Group. Im Zuge der Digitalisierung müssen wir unseren Kunden leistungsfähige Software- und IT-Lösungen zur Verfügung stellen. Andernfalls könnten sich Wettbewerber aus der SoftwareBranche mit entsprechenden Angeboten zwischen unsere Kunden und uns schieben. Mit ADAMOS, LOXEO, tapio und weiteren Smart-Angeboten sind wir jedoch gut aufgestellt, um unsere Marktposition zu verteidigen. Zudem kennen wir als Maschinen- und Anlagenlieferant die Produktionsprozesse unserer Kunden besser als branchenfremde Wettbewerber. Unternehmensstrategische Risiken in den Emerging Markets Der hohe Geschäftsanteil in den Emerging Markets (48,0 % des Umsatzes) bringt spezifische Risiken mit sich: ― Kulturelle und sprachliche Barrieren, unzureichende Informationen über Lieferanten, Kunden und Marktgepflogenheiten sowie spezielle rechtliche und politische Rahmenbedingungen können zu Nachteilen führen. ― Die Personalfluktuation ist in Ländern wie China und Indien höher als in Deutschland. Eine attraktive Vergütung, unsere Weltmarktführerschaft und eine gezielte Karriereplanung helfen uns, leistungsfähige Mitarbeiter zu binden. ― Produkt- und Markenpiraterie sind in den Emerging Markets stärker verbreitet als in den etablierten Märkten. Kerntechnologien sichern wir durch Patente ab; zudem lassen sich solche Technologien aufgrund ihrer Komplexität kaum gleichwertig kopieren. ― Mit lokaler Produktentwicklung stellen wir sicher, dass regionalspezifische Kundenanforderungen berücksichtigt werden. Dies reduziert die Akzeptanzrisiken neuer Lösungen. Unternehmensstrategische Risiken: Akquisitionen / neue Geschäftsfelder Bei Firmenakquisitionen können Umsatz, Ertrag und Synergieeffekte künftig geringer ausfallen als geplant. Dagegen schützen wir uns durch Due Diligences und Integrationspläne. Risiken bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder sind Fehleinschätzungen hinsichtlich Ressourceneinsatz, Kundenanforderungen und Preisziele sowie Nachfrage-, Markt- und Wettbewerbsentwicklung. Zudem können Probleme bei der Technologieentwicklung auftreten. Derartige Fehleinschätzungen und Probleme können das Abschreibungsrisiko bei Investitionen, Beteiligungsbuchwerten und aktivierten Entwicklungskosten erhöhen. Die Entwicklung des seit 2011 betriebenen Geschäftsfelds Energieeffizienz blieb auch im Jahr 2017 hinter den Planungen zurück. F&E und Produkthaftung Bei Innovationen besteht das Risiko, dass wir die Entwicklungskosten nicht ausreichend auf die Produktpreise umlegen können. Um Marktakzeptanzrisiken zu vermeiden, analysieren wir den Bedarf genau, binden Pilotkunden ein und entwickeln Produkte mit hohem Return on Investment. Dadurch sinkt auch das Risiko außerplanmäßiger Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten. In der Energieeffizienztechnik bestehen Abschreibungsrisiken infolge der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung. Damit neue Produkte keine Schutzrechte Dritter verletzen, prüfen wir die Patentsituation. Um Produkthaftungsfällen vorzubeugen, stellen wir sicher, dass unsere Produkte den Arbeitsschutzvorschriften entsprechen, und schließen entsprechende Versicherungen ab. Wettbewerb Angesichts unserer hohen Marktanteile beauftragen einige Kunden gezielt kleinere Wettbewerber. Dies kann die Durchsetzung unserer Preisziele erschweren. Zum Teil unterbieten lokale Wettbewerber unsere Preise. Dem begegnen wir, indem wir die Wertschöpfung vor Ort erhöhen und unseren Technologievorsprung durch Innovationen schützen. Im Lackieranlagengeschäft mit der Automobilindustrie ist der Wettbewerbs- und Margendruck gestiegen. Hauptgrund war das preisaggressive Auftreten eines Wettbewerbers aus Deutschland. Daraus resultierte ein verringertes Margenniveau im Auftragseingang des Jahres 2017. Dies wird sich im Jahr 2018 voraussichtlich im Ergebnis von Paint and Final Assembly Systems niederschlagen. Weitere Informationen enthält der Prognosebericht [ S. 92 ]. Konkurrenzprodukte, die unsere Marktstellung gefährden könnten, sind uns nicht bekannt. Auf Innovationen von Wettbewerbern können wir mit eigenen Entwicklungen reagieren. Bedrohliche Zusammenschlüsse oder Fusionsabsichten von Wettbewerbern sind uns nicht bekannt. In einigen Ländern ist die Wettbewerbsintensität überdurchschnittlich hoch. In keinem wichtigen Markt werden wir von staatlicher Seite gegenüber inländischen Wettbewerbern systematisch benachteiligt. Einige wenige Kunden bevorzugen in bestimmten Ländern die Zusammenarbeit mit inländischen Lieferanten von Produktionstechnik. Beschaffung und Fertigung Unser großes Geschäftsvolumen kann zu Engpässen bei Lieferanten führen. Dies betrifft vor allem die Division Woodworking Machinery and Systems. Um Verfügbarkeits- und Preisrisiken zu mindern, sichern wir uns durch Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und die Bündelung von Einkaufsvolumina ab. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gering. Besonders in den Emerging Markets kann es bei Lieferanten zu Qualitätsmängeln oder Terminverzögerungen kommen. Um dies zu vermeiden, setzen wir auf eine sorgfältige Auswahl und Kontrolle der Lieferanten. Zudem haben wir die Abhängigkeit von Lieferanten durch den Ausbau unserer Eigenfertigung reduziert. Steigende Lieferantenpreise können wir oft nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben. Das Insolvenzrisiko von Lieferanten ist in den meisten Ländern niedrig. Personal Um Auslastungsrisiken zu vermeiden, setzen wir externe Leiharbeitskräfte ein. In Deutschland gilt für deren Einsatz seit dem 1. April 2017 eine neue gesetzliche Regelung. Sie beinhaltet unter anderem eine Überlassungshöchstdauer und den Equal-Pay-Grundsatz. Die Neuregelung hat die Kosten für die Beschäftigung von Leiharbeitskräften erhöht. Da wir viele hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, können Austritte zu Know-how-Verlusten führen. Deshalb verteilen wir Spezialkenntnisse auf mehrere Personen und fördern den Wissenstransfer durch Dokumentationen, Schulungen, Patenschaften und unser Intranet. Angesichts niedriger Absolventenzahlen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sind Engpässe bei der Personalbeschaffung möglich. Dieses Risiko steigt durch die Digitalisierung und den entsprechenden Fachkräftebedarf. Um gegenzusteuern, setzen wir auf eine langfristige Karriereplanung für Experten sowie auf Personal- und Hochschulmarketing, betriebliche Ausbildung und duale Studiengänge. Das Lohn- und Gehaltsniveau steigt in den Emerging Markets vergleichsweise zügig an. Dadurch erhöhen sich unsere Kosten in diesen Ländern. Wir haben Pensionsverpflichtungen teilweise an externe Pensionsfonds ausgelagert, an denen auch andere Unternehmen beteiligt sind. Sollte eines dieser Unternehmen Insolvenz anmelden, bestünde das Risiko einer Mithaftung für dessen Versorgungszusagen. Daher beobachten wir regelmäßig den Finanzierungsstatus der Pensionsfonds und die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Unternehmen. IT und Führungsprozesse Mit der Digitalisierung nehmen IT-Risiken wie Datenverlust, Hacking und Virenangriffe zu. Wir schützen uns durch eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation und eine robuste IT-Infrastruktur mit aktuellen Firewall- und Antivirenprogrammen. Um Ausfälle zu vermeiden, haben wir Back-up-Server, redundante Datenleitungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen eingerichtet. Das Risiko, von Hacker- und Ausspähungsangriffen betroffen zu sein, beurteilen wir als branchenüblich. Wir sind in zunehmendem Maße Cyberbetrugsversuchen durch Computer- und Datenmanipulationen ausgesetzt. Dies hat bisher nur zu geringen Schäden geführt - auch weil wir zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und -technologien eingeführt haben. Beispiele sind erhöhte Authentifizierungsstandards im elektronischen Zahlungsverkehr, Sicherheitszertifikate für E-Mails, sichere Smartphones und die ausschließliche Nutzung geprüfter Bankverbindungen. Zudem sensibilisieren wir die Mitarbeiter für typische Betrugspraktiken. Bei fehlerhafter Vergabe von IT-Zugriffsrechten besteht das Risiko, dass Daten von Unbefugten gelesen oder verändert werden. Dagegen schützen wir uns durch eine restriktive Rechtevergabe. Lese- und Eingaberechte für sensible Daten erhalten nur Mitarbeiter, die unbedingt darauf angewiesen sind. Umwelt und Arbeitssicherheit Dem Risiko von Arbeitsunfällen begegnen wir mit umfassenden Sicherheitsstandards und -prozeduren, die in unserer Health & Safety-Richtlinie beschrieben sind. Mitarbeiter erhalten regelmäßige Sicherheitsunterweisungen; zudem kooperieren wir mit unseren Kunden, um die Arbeitssicherheit auf den Baustellen zu gewährleisten. Beim Emissionsschutz befolgen wir gesetzliche Regelungen, interne Richtlinien und die Vorgaben von Zertifizierungssystemen. Gesundheits- und umweltschädliche Stoffe werden nur in begrenztem Umfang verwendet, etwa bei Versuchen in der Lackiertechnik. WÄHRUNGS-, ZINS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE FINANZINSTRUMENTE ZUR RISIKOMINIMIERUNG Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sind im Anhang zum Konzernabschluss detailliert beschrieben (Textziffer 39 [ S. 173 ]). Ihr Management folgt einer Konzernrichtlinie. Im Zentrum steht das Finanzrisiko-Komitee, das aus dem Finanzvorstand, den Leitern von Konzern-Controlling und Konzern-Treasury sowie den Finanzverantwortlichen der Divisions besteht. Es diskutiert finanzstrategische Fragen und bereitet Vorstandsbeschlüsse vor. Absicherung von Fremdwährungsrisiken Wir setzen Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Meist handelt es sich um Devisenterminkontrakte zur Währungssicherung. Ende 2017 betrug ihr Nominalwert 460,0 Mio. € (31.12.2016: 519,6 Mio. €). Abgesichert wurden vor allem Zahlungsströme in den maßgeblichen Fremdwährungen, die unter Textziffer 39 [ S. 173 ] im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt sind. Im Jahr 2017 haben wir derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung im Volumen von 200 Mio. € für die variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens eingesetzt. Fremdwährungsrisiken bei Aufträgen sichern wir meist unmittelbar nach Auftragseingang ab. Grundsätzlich gehen wir für jedes größere Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft ein (Micro Hedge). Im Standardmaschinen- und Ersatzteilgeschäft nutzen wir auch Macro Hedges für mehrere Aufträge. Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte werden regelmäßig kontrolliert und bewertet. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der wirtschaftlichen Absicherung von Darlehen und des operativen Geschäfts. Die Translationsrisiken bei der Umrechnung in Euro haben 2017 etwas zugenommen. Die exportbedingten Transaktionsrisiken fallen bei Dürr relativ moderat aus, da wir viele Güter vor Ort produzieren oder in Landeswährung kaufen. Absicherung von Zinsrisiken Wir verfolgen eine konservative Zins- und Finanzierungsstrategie mit drei Kernelementen: langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot. Unsere Finanzverschuldung umfasst in erster Linie das Schuldscheindarlehen aus dem Jahr 2016 und die 2014 begebene Anleihe. Das Zinsänderungsrisiko unserer Konzernfinanzierung ist begrenzt. Das Zinsrisikomanagement deckt alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen ab. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig erkennen. Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung sind prinzipiell Aufgaben des Konzern-Treasury, Ausnahmen sind ab einer bestimmten Größe durch den Finanzvorstand zu genehmigen. Unsere Pensionsrisiken sind überschaubar. Der Abzinsungsfaktor für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland lag am 31. Dezember 2017 bei 1,7 % und damit leicht höher als am Vorjahresstichtag (1,5 %). Die Pensionsrückstellungen lagen mit 49,8 Mio. € etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Absicherung von Liquiditätsrisiken Wir decken unseren Liquiditätsbedarf weitgehend aus dem Cashflow. Bei vorübergehend negativen Cashflows können wir die flüssigen Mittel und die Barlinie des syndizierten Kredits nutzen. Letzteres war 2017 nicht erforderlich. Bitte beachten Sie dazu auch das Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 73 ]. Durch unser Cash Pooling können wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften für andere Konzerntöchter nutzbar machen, sofern die einzelstaatlichen Kapitaltransferbestimmungen dies zulassen. Dies vermeidet die Inanspruchnahme von Krediten und Zinsaufwendungen. Finanzierungsrisiken Risiken bei der Fremdkapitalversorgung bestehen derzeit nicht. Unsere Anleihe, das Schuldscheindarlehen und der syndizierte Kredit haben Laufzeiten bis mindestens 2021. Die Anleihebedingungen enthalten die üblichen Beschränkungen und Verpflichtungen. Bei einem Verstoß könnte der Anleihebetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig gestellt werden. Auch das Schuldscheindarlehen kann bei Verletzung wesentlicher Vertragsverpflichtungen, bei Insolvenz oder bei einem Kontrollwechsel bei Dürr außerordentlich fällig gestellt werden. Der Vertrag zu unserem syndizierten Kredit sieht die Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl vor. Bei Nichteinhaltung dieses Financial Covenants kann das Bankenkonsortium den Vertrag vorzeitig kündigen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Absicherung von Anlagerisiken Unsere Richtlinie für das Financial Asset Management regelt den Umgang mit Anlagerisiken. Unter anderem definiert sie die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen. Wir besitzen keine Staatsanleihen, folglich bestehen keine entsprechenden Rückzahlungs- und Abschreibungsrisiken. RATINGS Wir lassen keine Ratings zur Bonitätsbewertung durchführen. CHANCEN CHANCENMANAGEMENTSYSTEM Mithilfe unseres Chancenmanagementsystems können wir neue Geschäftsmöglichkeiten identifizieren, bewerten und nutzen. Im Zentrum des konzernweit eingesetzten Systems stehen die Divisions. Im Dialog mit Kunden, Lieferanten und Partnern gewinnen sie Informationen über neue Trends und Marktanforderungen. Diese Erkenntnisse werden zu Chancenkomplexen verdichtet und bewertet. Chancenkomplexe mit nachhaltigem wirtschaftlichen Potenzial werden in Strategie-Workshops mit dem Vorstand und den Leitern der Divisions erörtert. Die Divisions integrieren gebilligte Chancenkomplexe in ihre Strategie und definieren Ziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Zeitpläne. Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess, den die Leiter der Divisions steuern. Auf Ebene der Dürr AG sind der Vorstand und die Abteilung Corporate Development zuständig. Bei strategisch wichtigen Chancen bilden wir interdisziplinäre Teams für Potenzialanalyse, Planung und - gegebenenfalls - Akquisitionsprozesse. Zum Chancenmanagement gehört auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Durch sie können wir abschätzen, inwiefern neue wissenschaftliche Ergebnisse zu Chancen für Dürr führen können. Auch aus gesetzlichen Neuregelungen, beispielsweise zu Emissionsschutz und internationalem Handel, können sich Chancen ergeben. Unser Chancenmanagementsystem berücksichtigt weltweite und regionale Geschäftschancen sowie Potenziale mit bestimmten Produkten, Kunden und Geschäftsmodellen. CHANCENPOTENZIAL Im Folgenden beschreiben wir die wichtigsten Chancen des Konzerns und der Divisions. In der Geschäftsplanung für 2018 und der strategischen Planung bis 2021 haben wir das daraus resultierende Umsatz- und Ertragspotenzial realistisch berücksichtigt. Falls wir unsere Chancen stärker nutzen können als unterstellt, könnten Umsatz beziehungsweise EBIT die für 2018 geplanten Werte um bis zu 4 % beziehungsweise um bis zu 9 % überschreiten. Diese Zusatzpotenziale bei Umsatz und EBIT sind aber nur im besten Fall erreichbar. STRATEGISCHE CHANCEN Digitalisierung / Industrial Internet of Things: Die Digitalisierung der Fertigung ermöglicht unseren Kunden erhebliche Produktivitätsgewinne. Mit ADAMOS, LOXEO, tapio und unseren weiteren SMART-Angeboten sind wir ein leistungsfähiger Digitalisierungspartner und können von der wachsenden Nachfrage profitieren. Aufgrund unserer finanziellen Stärke können wir stärker in digitale Anwendungen investieren als kleinere Wettbewerber. Wachstum der Automobilproduktion: Experten zufolge wird die weltweite Automobilproduktion von 2017 bis 2022 im Schnitt um 3,4 % pro Jahr wachsen. Überdurchschnittlich hohe Zuwächse werden im wieder erstarkenden russischen Markt sowie in Osteuropa und Zentralasien erwartet. Davon können wir aufgrund unserer internationalen Projektabwicklungskompetenz profitieren. Elektromobilität: Die E-Mobilität ist eine Chance für Dürr. Die Automobilindustrie investiert in den Umbau von Werken, um neben herkömmlichen Autos auch Elektro- und Hybridmodelle bauen zu können. Zudem treten insbesondere in China und den USA neue Hersteller von Elektroautos in den Markt ein. Dies verbreitert unsere Kundenbasis. Automatisierte Endmontage: In der Automobilendmontage geht der Wandel zur E-Mobilität einher mit einer wachsenden Nachfrage nach automatisierten Prozessen. Denn bei E-Autos ist der Antriebsstrang weniger komplex als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Dies ermöglicht eine stärkere Automatisierung der Montage. Wir verfügen in diesem Bereich über eine ausgeprägte Kompetenz und entsprechende Referenzen. Service: Unsere große installierte Basis eröffnet uns weiteres Wachstumspotenzial im margenstärkeren Service-Geschäft. Um dieses Potenzial nutzen zu können, haben wir unsere ServiceProzesse mithilfe des Programms CustomerExcellence@Dürr optimiert. Wachsendes Modernisierungsgeschäft: Das Geschäft mit Anlagenmodernisierungen wächst. Mit überschaubaren Investitionen können unsere Kunden in bestehenden Werken signifikante Produktivitätssteigerungen erzielen. In der Lackiertechnik wollen wir den Anteil des Modernisierungsgeschäfts bis 2020 auf 35 % steigern; 2017 betrug er 24 %. Lokalisierung: Durch den weiteren Ausbau unserer lokalen Kapazitäten in Marktregionen mit Zukunftspotenzial verbessern wir Kostenstrukturen und Kundennähe. Insbesondere im Einkauf können wir Kostenvorteile erschließen. Langfristige Finanzierung: Unsere Finanzierung ist bis 2021 gesichert. Dadurch können wir uns auf das operative Geschäft konzentrieren, zugleich verfügen wir über finanziellen Spielraum für Akquisitionen. CHANCEN IN DEN DIVISIONS Paint and Final Assembly Systems setzt mit FOCUS 2.0 ein umfassendes Programm zur Effizienzsteigerung um. Dadurch werden sich Kostenstruktur und Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Das Geschäft mit Endmontagelinien soll deutlich ausgebaut werden. Grundlage ist der wachsende Bedarf an modernen Montagelinien für Elektroautos. Chancen in der Lackieranlagentechnik bieten sich durch die Expansion in Zentral- und Südostasien sowie im Geschäft mit japanischen Autoproduzenten. Insbesondere in Nordamerika besteht Potenzial zum Ausbau des Service-Geschäfts. Application Technology verfügt über Wachstumschancen im Geschäft mit der allgemeinen Industrie. Der zuständige Bereich Industrial Products soll seine Expansion beschleunigen und bis 2020 rund 50 Mio. € Umsatz beisteuern. Im AutomotiveGeschäft eröffnen sich Chancen durch die Vollautomatisierung des Lackierprozesses (inklusive Fahrzeuginnenlackierung) und die Typ- und Volumenflexibilisierung in der Produktion. Der Trend zu individuellen Fahrzeuglackierungen führt zu einem höheren Bedarf an flexiblen Farbversorgungssystemen. In der Klebetechnik [ S. 204 ] steigt das Marktvolumen, da die Automobilindustrie zunehmend bereit ist, Bleche im Rohbau zu kleben statt zu schweißen. Im Service profitiert Application Technology davon, dass die ersten, vor rund 12 bis 15 Jahren installierten Lackierroboter das Ende ihres Lebenszyklus erreichen und ersetzt werden müssen. Clean Technology Systems verfügt in China und anderen Schwellenländern über gute Wachstumschancen im Bereich Abluftreinigungstechnik. Grund ist das wachsende Umweltbewusstsein in diesen Ländern und die damit einhergehende Verschärfung von Emissionsgrenzwerten. Ergebnispotenziale entstehen durch eine konsequente Fokussierung auf attraktive Marktsegmente in der Abluftreinigungstechnik. In der Energieeffizienztechnik wird die Einstellung des Geschäfts von Dürr thermea das Ergebnis entlasten, darüber hinaus werden weitere Maßnahmen zur Ertragsverbesserung umgesetzt. Measuring and Process Systems sieht Chancen durch den wachsenden Bedarf an Prüfsystemen für Elektrofahrzeuge. Hinzu kommt der zunehmende Einsatz von Fahrerassistenzsystemen und Sensoren für das autonome Fahren, die vorab getestet werden müssen. Wachstumschancen bieten sich auch mit Befüllanlagen, die Antriebsbatterien von E-Autos mit Kühlmittel versorgen, sowie mit automatischen Montage- und Auswuchtanlagen für Kompletträder. Zudem will Measuring and Process Systems das Geschäft in Asien ausbauen und die Lokalisierung in diesem Markt vorantreiben. Woodworking Machinery and Systems erwartet weiterhin hohe Investitionen der holzbearbeitenden Industrie in komplette Produktionslinien mit hohem Automatisierungsgrad und Losgröße-1-Fähigkeit. Die Nachfrage wird getrieben von der fortschreitenden Industrialisierung der Möbelproduktion in China und anderen Märkten. Die HOMAG Group profitiert stark von diesem Trend: Sie besitzt das breiteste Produktangebot, ist besonders leistungsfähig in den Bereichen Automatisierung und digitale Vernetzung und kann auch Großprojekte sicher abwickeln. Beim Ergebnis besteht weiteres Wachstumspotenzial, zunächst soll eine EBIT-Marge von 8 bis 10 % erreicht werden. Basis dafür ist das Optimierungsprogramm FOCUS. Es umfasst die Verbesserung von Organisation und Prozessen sowie Standardisierung, Lokalisierung und Innovation. Zudem sollen Wachstumsmöglichkeiten in China sowie im Service-und Projektgeschäft genutzt werden. PROGNOSE WELTKONJUNKTUR: ANHALTENDE DYNAMIK In den Jahren 2018 und 2019 dürfte sich die dynamische Entwicklung der Weltwirtschaft mit BIP-Zuwächsen von jeweils 3,7 % fortsetzen. Für die USA werden ähnliche Wachstumsraten wie 2017 (2,3 %) prognostiziert. Die Regierung in Washington unterstützt die Konjunktur mit einer expansiven Fiskalpolitik, geplanten Investitionen in die Infrastruktur und einer unternehmensfreundlichen Steuerreform. In China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, wird für 2018 mit einem BIPPlus von 6,4 % gerechnet. Wichtige Faktoren für die dortige Konjunkturentwicklung sind die Verschuldung des Finanzbereichs und die strukturelle Umgestaltung der Wirtschaft - weg von der exportgetriebenen Massenproduktion hin zu einem höheren Dienstleistungsanteil und stärkerer Binnennachfrage. Für Europa erwarten Konjunkturexperten, dass sich das wirtschaftliche Wachstum auf dem relativ hohen Niveau des Jahres 2017 fortsetzt. Allerdings sorgen die zunehmende EuroStärke sowie Unklarheiten rund um den Brexit für Unsicherheit. In Deutschland wird für 2018 mit einem weiteren Anstieg des BIP um 2,5 % gerechnet. Auch in Russland und Brasilien dürfte sich das Wachstum beschleunigen; für Indien wird abermals ein kräftiges Wachstum von 7 % vorhergesagt. Eine Übersicht zu den Wachstumsprognosen für 2018 und 2019 gibt Tabelle 2.61. Nach wie vor schaffen niedrige Zinsen und die expansive Geldpolitik der Notenbanken ein günstiges Konjunkturumfeld. Allerdings ist mit langsam steigenden Zinsen zu rechnen. 2.61 - WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT scroll Veränderung gegenüber Vorjahr, % 2017 2018 2019 Welt 3,7 3,7 3,7 Deutschland 2,3 2,5 1,8 Eurozone 2,3 2,5 2,3 Russland 1,9 2,9 2,4 USA 2,3 2,3 2,3 China 6,8 6,4 6,2 Indien 6,3 6,6 7,2 Japan 1,8 1,1 1,3 Brasilien 1,0 2,0 2,4 Quelle: Deutsche Bank 1/ 2018, Commerzbank 1/ 2018 Impulse dafür kommen vor allem aus den USA, wo weitere moderate Zinsschritte bevorzustehen scheinen. Für eine sukzessive Straffung der Geldpolitik sprechen die gestiegenen Rohstoffpreise, das weltweit hohe Konsumentenvertrauen und die langsam anziehende Inflation. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ist ein guter Indikator für den Zustand unserer Hauptabnehmermärkte. Die Automobilindustrie und die Möbelbranche wachsen langfristig in ähnlicher Größenordnung wie das BIP. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften auch weiterhin deutlich zunehmen, nicht zuletzt aufgrund von Nachholeffekten. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Weltwirtschaft spricht vieles dafür, dass wir unsere Wachstumsziele erreichen können. Allerdings ist unsere Prognose mit Unwägbarkeiten behaftet. Dazu zählen vor allem das Risiko einer Kreditblase in China, eine weitere Aufwertung des Euro sowie protektionistische Maßnahmen und geopolitische Unsicherheiten. GLOBALE AUTOMOBILPRODUKTION: WEITERES WACHSTUM Nach Einschätzung von PricewaterhouseCoopers (PwC) dürfte die Weltautomobilproduktion im Jahr 2018 um 4,4 % auf 98,1 Mio. Einheiten wachsen. Während das Fertigungsvolumen in Nordamerika voraussichtlich bei 17,1 Mio. Einheiten verharren wird, ist in China mit einem Plus von 6,6 % zu rechnen. 2019 dürfte die Produktion in China ähnlich stark zunehmen und einen Anteil von rund 30 % an der weltweiten Automobilfertigung erreichen. Westeuropa könnte 2018 das zuletzt erreichte Produktionsvolumen von 15,2 Mio. Einheiten leicht übertreffen. In Russland und Brasilien sollte der Aufwärtstrend des Jahres 2017 anhalten; Indien könnte eine Steigerungsrate von gut 10 % erreichen. Das Umfeld für weitere Absatzsteigerungen der Automobilindustrie ist günstig. Das Konsumklima ist gut und nach wie vor lassen sich Fahrzeugkäufe äußerst günstig finanzieren. Auch längerfristig verfügt die Automobilindustrie über beachtliches Wachstumspotenzial. Für den Zeitraum 2017 bis 2022 prognostiziert PwC eine Zunahme der weltweiten Produktion um durchschnittlich 3,4 % pro Jahr. Demnach dürfte das weltweite Fertigungsvolumen bis zum Jahr 2022 auf 111 Mio. Einheiten steigen. AUFSCHWUNG IM MASCHINENBAU DÜRFTE SICH FORTSETZEN Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet für 2018, dass die Produktion wie im Vorjahr um 3 % wächst. Nach Einschätzung des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland um 5,1 % steigen, dies wäre eine deutlich höhere Zuwachsrate als in den Vorjahren. Für die weltweite Möbelindustrie prognostiziert das Centre for Industrial Studies (CSIL) eine Wachstumsbeschleunigung im Jahr 2018. Das erwartete Nachfrageplus von 3,5 % dürfte vor allem von der Region Asien / Pazifik getragen werden. Der VDMA-Fachverband für Holzbearbeitungsmaschinen geht davon aus, dass der Branchenumsatz um 8 % und damit stärker als im Vorjahr (5 %) wächst. AUTOMOBIL- UND MÖBELINDUSTRIE BLEIBEN UNSERE HAUPTABNEHMERBRANCHEN Das relevante Projekt- und Investitionsvolumen im Geschäft mit der Automobilindustrie dürfte 2018 mindestens das Vorjahresniveau erreichen, auch ein leichter Anstieg erscheint möglich. Wir rechnen damit, dass die Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos weiter steigen. Hintergrund ist die wachsende Verbrauchernachfrage nach Batterie- und Hybridfahrzeugen. Insbesondere bei Endmontagelinien für Batteriefahrzeuge verfügen wir über eine ausgeprägte technische Kompetenz. Die wichtigsten Investitionsmotive der Automobilhersteller sind unverändert Kapazitätsbedarf und Stückkostensenkungen durch höhere Produktionseffizienz, sei es in neuen Werken (Greenfield) oder bestehenden Anlagen (Brownfield [ S. 204 ]). In der holzbearbeitenden Industrie rechnen wir auch für 2018 mit einer hohen Nachfrage nach Produktionstechnik. Dafür spricht zum einen der Konsolidierungsprozess in der Möbelindustrie, durch den größere Unternehmenseinheiten entstehen. Zum anderen fragen Konsumenten verstärkt individuelle Möbel nach. Daher investieren die Hersteller in flexible Produktionslinien mit Losgröße-1-Fähigkeit und hohem Automatisierungsgrad. Im Zuge der Industrie 4.0 steigt auch die Nachfrage nach digitalen Services, zum Beispiel für die vorausschauende Anlagenwartung. 2.62 - PRODUKTION PKWS UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE scroll Mio. Einheiten 2017 20181 20191 Welt 94,0 98,1 102,7 Westeuropa 15,2 15,7 15,9 Deutschland 6,0 6,1 6,0 Osteuropa 6,9 7,3 7,5 Russland 1,4 1,6 1,8 Nordamerika (inkl. Mexiko) 17,1 17,1 17,6 USA 11,2 11,2 11,6 Südamerika 3,2 3,3 3,4 Brasilien 2,5 2,7 2,7 Asien 49,1 51,8 55,1 China 27,1 28,9 31,1 Japan 8,5 8,5 8,9 Indien 4,3 4,8 5,3 1 Prognose Quelle: PwC 1 / 2018, eigene Schätzungen Auch im Jahr 2018 bleiben die Automobil- und die Möbelindustrie unsere wichtigsten Abnehmergruppen. Wir planen keine Veränderungen unserer Geschäftspolitik. Die Digitalisierung wird immer bedeutender für unseren Geschäftserfolg. Zugleich bietet sie die Chance, uns im Wettbewerb noch stärker zu differenzieren. Ein wichtiger Erfolgsfaktor wird auch 2018 unsere breite internationale Aufstellung sein. Die größten Wachstumspotenziale bestehen unverändert in den Emerging Markets, wo wir 2017 einen Umsatzanteil von 48 % erzielten. Der chinesische Markt wird weiterhin von zentraler Bedeutung sein. Das Land ist unser größter Absatzmarkt, in den kommenden Jahren werden die Automobil- und Möbelmärkte dort weiter wachsen. UMSATZZIEL 2018: 3.700 BIS 3.900 MIO. € Der vorliegende Ausblick berücksichtigt, dass wir seit dem 1. Januar 2018 den neuen International Financial Reporting Standard 15 (IFRS 15) "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" anwenden. Wir erwarten, dass die Anwendung von IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Im Konzernabschluss 2018 werden wir die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2017 auf vergleichbarer Basis darstellen, das heißt unter Berücksichtigung von IFRS 15. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass die nach IFRS 15 ermittelten Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2017 nicht wesentlich von den im vorliegenden Konzernabschluss enthaltenen Werten abweichen werden. Die ersten gemäß IFRS 15 ermittelten Ergebnisse werden wir in der Zwischenmitteilung über das erste Quartal 2018 am 16. Mai 2018 veröffentlichen. Weitere Informationen zur Umstellung auf IFRS 15 enthält Textziffer 1 [ S. 112 ] im Anhang zum Konzernabschluss. Der Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin positiv entwickelt, keine wirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und das politische Umfeld stabil bleibt. In den kommenden Jahren streben wir ein organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 2 bis 3 % p. a. an. Aus heutiger Perspektive rechnen wir für 2018 mit einem Umsatz zwischen 3.700 und 3.900 Mio. €. Damit wird der Umsatz voraussichtlich höher ausfallen als 2017, obwohl die veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe im ersten Quartal 2017 noch 47,5 Mio. € beisteuerte. Beim Auftragseingang erwarten wir für 2018 eine Bandbreite von 3.600 bis 3.900 Mio. €. Der Auftragsbestand dürfte sich Ende 2018 auf 2.200 bis 2.700 Mio. € belaufen. Die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) dürften 2018 leicht zunehmen. Ein Grund dafür sind die geplanten Einmalkosten für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0, mit dem die Division Paint and Final Assembly Systems ihre Ertragskraft steigert. Die größten Kostenpositionen im Konzern bleiben die Personal- und Materialkosten. Sowohl bei den Personalkosten als auch bei den Materialkosten erwarten wir für 2018 einen leichten Anstieg. Die Abschreibungen werden sich hingegen kaum verändern. Wir rechnen damit, dass sich die umsatzbezogenen Kosten insgesamt ähnlich wie der Umsatz entwickeln, folglich dürfte die Bruttomarge 2018 das Vorjahresniveau erreichen. Die F&E-Quote wollen wir weiter anheben, die Vertriebs- und Verwaltungskosten sollen ungefähr konstant bleiben. Die Overhead-Kosten als Ganzes dürften um etwa 3 bis 4 % steigen. OPERATIVE EBIT-MARGE ETWA AUF VORJAHRESHÖHE ERWARTET Wir erwarten für 2018 aus heutiger Sicht eine EBIT-Marge von 7,0 bis 7,5 %. Beim Vorjahresvergleich ist der im ersten Quartal 2017 angefallene Buchgewinn von 23,0 Mio. € aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zu berücksichtigen. Ferner werden im Jahr 2018 Sonderaufwendungen für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint und Final Assembly Systems anfallen; sie werden voraussichtlich 5 bis 10 Mio. € betragen. Die um Sondereffekte bereinigte operative EBIT-Marge dürfte 2018 voraussichtlich 7,4 bis 7,8 % betragen und damit ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Die EBIT-Marge von Paint and Final Assembly Systems dürfte 2018 den Tiefpunkt von voraussichtlich 4,0 bis 5,0 % erreichen und ab 2019 wieder steigen. Dagegen dürfte Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) das Ergebnis im Jahr 2018 weiter steigern. ERGEBNIS NACH STEUERN: 180 BIS 200 MIO. € ERWARTET Voraussichtlich am Ende des ersten Quartals 2018 werden wir weitere 7,05 % der Aktien der HOMAG Group AG erwerben. Verkäuferin ist die Aktionärsgruppe Schuler / Klessmann; für die Transaktion nutzen wir eine seit dem 1. Januar ausübbare Call-Option. Bei einem Preis pro Aktie von 25 € ergibt sich ein Gesamtkaufpreis von 27,7 Mio. €. Der Aktienerwerb verringert den Zinsaufwand, der aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG resultiert. Dieser Effekt wird zur erwarteten Verbesserung des Finanzergebnisses im Jahr 2018 beitragen. Die Steuerquote wird 2018 voraussichtlich 27 bis 28 % betragen. Beim Ergebnis nach Steuern erwarten wir aus heutiger Sicht eine Bandbreite von 180 bis 200 Mio. €. Aus dem Dividendenvorschlag für 2017 (2,20 € je Aktie) ergibt sich eine Ausschüttungsquote von 37,8 %. Auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 wird sich voraussichtlich in der Spanne zwischen 30 und 40 % des Nachsteuerergebnisses des Konzerns bewegen. Dadurch können wir ausreichend Mittel im Unternehmen belassen und das Geschäft mithilfe weiterer Akquisitionen ausbauen. Der ROCE [ S. 205 ] soll auch 2018 das obere Ende der Zielbandbreite von 30 bis 40 % erreichen. 2.63 - AUSBLICK KONZERN scroll 2017 Ziel 2018 Auftragseingang Mio. € 3.876,0 3.600 - 3.900 Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.516,3 2.200 - 2.700 Umsatz Mio. € 3.715,4 3.700 - 3.900 EBIT-Marge % 7,8 7,0 - 7,5 EBIT-Marge vor Sondereffekten % 7,6 7,4 - 7,8 ROCE % 39,51 30 - 40 Finanzergebnis Mio. € -19,8 leicht besser Steuerquote % 25,3 27 - 28 Ergebnis nach Steuern Mio. € 201,5 180 - 200 deutlich über Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 119,8 Vorjahresniveau deutlich über Free Cashflow Mio. € 14,3 Vorjahresniveau Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 191,5 240 - 280 Liquidität (31.12.) Mio. € 659,9 690 - 730 Investitionen2 Mio. € 88,0 75 - 85 1 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe 2 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) DIVISIONS Paint and Final Assembly Systems erwartet im Jahr 2018 einen Auftragseingang zwischen 1.000 und 1.200 Mio. € und einen Umsatz in ähnlicher Größenordnung wie 2017. Für die EBIT-Marge haben wir einen Zielkorridor von 4,0 bis 5,0 % festgelegt. Er berücksichtigt den intensiven Wettbewerb im Lackieranlagenbau, zudem werden Sonderaufwendungen von voraussichtlich 5 bis 10 Mio. € für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 anfallen. Mit FOCUS 2.0 strebt Paint and Final Assembly Systems eine nachhaltige Ergebnisverbesserung an; im Jahr 2020 soll die Division wieder eine EBIT-Marge von 6 bis 7 % erzielen. Application Technology sieht bei Auftragseingang und Umsatz Potenzial für weitere Zuwächse und strebt 2018 bei beiden Kennzahlen eine Spanne von 600 bis 650 Mio. € an. Die EBIT-Marge könnte das Vorjahresniveau leicht übertreffen. Im Bereich Industrial Products, der das Non-Automotive-Geschäft von Application Technology ausbaut, dürften die Anlaufkosten abnehmen. Bei Clean Technology Systems soll der Auftragseingang im Jahr 2018 deutlich zunehmen; die Zielbandbreite beträgt 190 bis 220 Mio. €. Zum Wachstum sollen vor allem die Märkte in China und Südkorea beitragen. Der Umsatz dürfte 180 bis 200 Mio. € erreichen. Die EBIT-Marge soll auf 3,0 bis 4,0 % steigen. Dafür sprechen die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen in der Energieeffizienztechnik und der Ausbau des Geschäfts mit Abluftreinigungstechnik. Measuring and Process Systems strebt 2018 einen Umsatz von 440 bis 480 Mio. € und einen Auftragseingang von 430 bis 460 Mio. € an. Diese Prognose berücksichtigt den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe, die im ersten Quartal 2017 noch zum Zahlenwerk von Measuring and Process Systems beitrug. Die EBIT-Marge soll bis zu 13,5 % erreichen. Woodworking Machinery and Systems erwartet für 2018 einen weiteren Umsatzzuwachs auf bis zu 1.400 Mio. €; der Auftragseingang könnte bis zu 1.500 Mio. € erreichen. Die EBIT-Marge soll sich auf 7,5 bis 8,0 % verbessern. Im EBIT sind Kaufpreisallokationseffekte von 8,7 Mio. € zu berücksichtigen, die etwa 0,6 % vom Umsatz ausmachen. 2.64 - AUSBLICK DIVISIONS scroll AUFTRAGSEINGANG (MIO. €) UMSATZ (MIO. €) EBIT-MARGE (%) ROCE (%) 2017 Ziel 2018 2017 Ziel 2018 2017 Ziel 2018 2017 Ziel 2018 Paint and Final Assembly Systems 1.210,1 1.000 - 1.200 1.174,9 1.100 - 1.200 6,0 4,0 - 5,01 > 100 > 100 Application Technology 602,4 600 - 650 620,3 600 - 650 10,3 10,0 - 11,0 28,9 27 - 32 Clean Technology Systems 165,8 190 - 220 185,4 180-200 1,8 3,0 - 4,0 5,6 15 - 20 Measuring and Process Systems 531,4 430 - 4602 511,2 440 - 4802 12,7 12,5 - 13,5 24,93 30 - 35 Woodworking Machinery and Systems 1.366,3 1.350 - 1.500 1.223,5 1.300 - 1.400 7,0 7,5 - 8,0 22,5 25 - 30 1 einschließlich Optimierungskosten von 5 bis 10 Mio. € für FOCUS 2.0 2 Der angenommene Rückgang gegenüber 2017 basiert vorwiegend auf dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe zum 31. März 2017. 3 adjustiert um Effekte aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe CASHFLOW Aus heutiger Sicht erwarten wir für 2018 einen deutlichen Anstieg des operativen Cashflows. Das Net Working Capital [ S. 205 ] dürfte nur noch wenig zunehmen, nachdem es 2017 infolge des veränderten Anzahlungsverhaltens von Kunden um 171,4 Mio. € wuchs. Das veränderte Anzahlungsverhalten führt jedoch nur zu einer Verschiebung der Zahlungsströme um wenige Monate und hat keine strukturelle Auswirkung auf den Cashflow. Der Free Cashflow [ S. 205 ] wird 2018 voraussichtlich klar positiv ausfallen und gegenüber dem Vorjahr deutlich zunehmen. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken. INVESTITIONEN Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte dürften 2018 das Normalniveau von 75 bis 85 Mio. € erreichen. Der Fokus wird auf IT-Investitionen und Ersatzbeschaffungen liegen. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" streben wir weitere Firmen- und Technologiezukäufe an. Passende Akquisitionsgelegenheiten werden wir nutzen. Zur Finanzierung stehen die hohen liquiden Mittel und der Cashflow zur Verfügung. LIQUIDITÄT, EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG Aus heutiger Perspektive planen wir für Ende 2018 einen Nettofinanzstatus [ S. 205 ] von 240 bis 280 Mio. €. Darin ist der bevorstehende Kauf von weiteren 7,05 % der Aktien der HOMAG Group AG für 27,7 Mio. € berücksichtigt. Für die flüssigen Mittel ergibt sich eine Zielspanne von 690 bis 730 Mio. € am Jahresende 2018. Das Eigenkapital dürfte durch den einbehaltenen Gewinnanteil weiter zunehmen. Wir gehen davon aus, dass die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2018 um circa einen Prozentpunkt steigt. Auf die Barlinie des syndizierten Kredits werden wir voraussichtlich nicht zugreifen. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht geplant; eine Kapitalmaßnahme könnte nur im Ausnahmefall einer großen Akquisition notwendig werden. Bis zum Jahr 2021 sind wir stabil finanziert. MITARBEITER Die Mitarbeiterzahl wird bis Ende 2018 voraussichtlich leicht steigen. Insbesondere bei Woodworking Machinery and Systems ist aufgrund der hohen Auslastung mit einer Zunahme zu rechnen. Dagegen dürfte sich die Belegschaft bei Paint and Final Assembly Systems leicht verkleinern. Der Anteil der Mitarbeiter in den Emerging Markets wird sich voraussichtlich weiter vergrößern. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Wir planen, die FSE-Ausgaben im Jahr 2018 abermals deutlich zu erhöhen; die Steigerungsrate dürfte im hohen einstelligen Prozentbereich liegen. Der Schwerpunkt unserer Innovationsarbeit bleibt die Digitalisierung. Ein wichtiges Projekt ist die Entwicklung neuer Apps für die digitalen Marktplätze LOXEO und tapio. Solche Apps verhelfen unseren Kunden zu einer digital vernetzten, adaptiven Produktion mit maximaler Anlagenverfügbarkeit. Eine Kernanforderung ist, dass die Apps sowohl über die Cloud als auch "on premise" - also im Netzwerk des Kunden - nutzbar sind. Auch in den Bereichen Produktionssteuerung und Big-Data-Analyse arbeiten wir an neuen Software-Lösungen. Um unsere Entwicklungskapazitäten im Bereich Digitalisierung optimal zu nutzen, haben wir Anfang 2018 die Digital Factory gegründet. Dieses Digital-Kompetenzzentrum vereint Experten aus unterschiedlichen Divisions und beschleunigt die Entwicklungsarbeit. Ein Innovationsschwerpunkt im Rahmen von FOCUS 2.0 ist die Entwicklung wettbewerbsfähiger Produkte mit geringeren Produktkosten. Dabei ersetzen wir Komplexität durch Funktionalität und vermeiden die Übererfüllung von Spezifikationen. ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG Unserer Planung für 2018 liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft ähnlich stark wächst wie 2017 und die globale Produktion von Autos und Möbeln um bis zu 4 % steigt. Wir rechnen damit, dass die Investitionen der Automobilindustrie 2018 mindestens das Vorjahresniveau erreichen werden. Die wichtigsten Investitionsmotive sind die Flexibilisierung und Modernisierung der Produktion. Zudem werden die Automobilhersteller verstärkt in Produktionstechnik für Elektroautos investieren, um die geplanten Absatzsteigerungen in diesem Bereich realisieren zu können. Neue Automobilfabriken werden hauptsächlich in den Emerging Markets entstehen, allerdings dürften die Greenfield-Investitionen leicht abnehmen. In der Möbelindustrie erwarten wir eine Fortsetzung des positiven Trends der beiden Vorjahre. Für weitere Zuwächse bei Woodworking Machinery and Systems sprechen der wachsende Bedarf an automatisierten Produktionslinien, die zunehmende Losgröße-1-Fertigung von Möbeln und der Konzentrationsprozess in der Möbelindustrie. Der Umsatz wird 2018 voraussichtlich steigen; die Zielbandbreite beträgt 3,7 bis 3,9 Mrd. €. Die EBIT-Marge dürfte 7,0 bis 7,5 % erreichen. In dieser Prognose sind Sonderaufwendungen von voraussichtlich 5 bis 10 Mio. € für das Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 bei Paint and Final Assembly Systems berücksichtigt. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten dürfte ungefähr auf dem Niveau von 2017 (7,6 %) liegen. Nach Steuern erwarten wir für 2018 ein Ergebnis von 180 bis 200 Mio. €. Operativer Cashflow und Free Cashflow dürften das Vorjahresniveau deutlich übertreffen, der Nettofinanzstatus dürfte sich Ende 2018 auf 240 bis 280 Mio. € belaufen. Unser Dividendenvorschlag für 2017 beträgt 2,20 € je Aktie, daraus ergibt sich eine Ausschüttungsquote von 37,8 % des Konzerngewinns. Mit dem Optimierungsprogramm FOCUS 2.0 begegnen wir dem hohen Wettbewerbsdruck im Lackieranlagenbau für die Automobilindustrie. FOCUS 2.0 wird die Effizienz von Paint and Final Assembly Systems nachhaltig steigern. Auf dieser Basis soll die Division im Jahr 2020 wieder eine EBIT-Marge von 6 bis 7 % erzielen. Bei Woodworking Machinery and Systems soll die EBIT-Marge bis zum Jahr 2020 auf bis zu 10 % steigen. Im Konzern streben wir für 2020 eine EBIT-Marge von 8 bis 10 % an, aus heutiger Sicht dürften wir die Mitte dieser Spanne erreichen. Unsere Ziel-EBIT-Marge im Anlagenbaugeschäft beträgt 6 bis 7 %. In den Maschinenbauaktivitäten sind es 10 bis 12 %, in einzelnen Nischen auch mehr. Die wichtigste Herausforderung ist, unseren Kunden erstklassige Lösungen für die digitale Vernetzung ihrer Produktion zu bieten. Wir bauen unsere Kompetenzen in diesem Bereich aus, investieren entsprechend und passen unsere Organisation an. Damit sichern wir die Marktführerschaft von Dürr in der Zukunft. Wir verfügen über die finanziellen Mittel, um den Konzern durch Akquisitionen weiterzuentwickeln. Der für 2018 erwartete Anstieg des Free Cashflows wird unseren Spielraum weiter erhöhen. Potenzielle Akquisitionsziele sind Anbieter von komplementären Technologien für das Kerngeschäft oder Maschinen- und Anlagenbauer, mit denen wir unser Portfolio um wachstumsstarke Geschäftsfelder ergänzen können. DÜRR AG (HGB) Der Jahresabschluss der Dürr AG folgt den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), während der Konzernabschluss nach den IFRS erstellt wird. Die Dürr AG umfasst als Holding-Gesellschaft die Zentralfunktionen des Konzerns und betreibt keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die Dürr AG hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 124 Gesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Dürr AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, wie sie im Kapitel Konjunktur und Branchenumfeld [ S. 57 ] beschrieben sind. ERTRAGSLAGE Der Umsatz der Dürr AG war im Jahr 2017 mit 34,1 Mio. € relativ konstant. Er speist sich hauptsächlich aus den Umlagezahlungen, die die Konzerngesellschaften für erhaltene Holding-Dienstleistungen an die Dürr AG entrichten. Der Aufwand für die Erbringung der Holding-Dienstleistungen wird überwiegend im Personalaufwand erfasst. Der Materialaufwand resultiert aus von Dritten erhaltenen Leistungen, die den Konzerngesellschaften in Rechnung gestellt werden. Mit 1,9 Mio. € ist er jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Jahr 2017 um 21,8 %. Maßgeblich dafür waren rückläufige Währungsgewinne. Zugleich reduzierten sich auch die Währungsverluste, was zu einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,8 % führte. Der Personalaufwand stieg um 12,3 %. Ein Grund dafür war die Erweiterung des Vorstands und die Tatsache, dass der Vorstand vorübergehend aus vier Mitgliedern bestand. Hinzu kam, dass sich die Belegschaft der Dürr AG vergrößerte. Das Beteiligungsergebnis der Dürr AG enthält die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen. Im Jahr 2017 hat es sich mehr als verdoppelt und erreichte 253,2 Mio. €. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferte die Dürr Systems AG. Ihre Ergebnisabführung fiel deutlich höher aus als im Vorjahr, da verbesserte Ertragsaussichten zu einer Wertaufholung bei der US-Tochter Dürr Systems Inc. führten. Auch die HOMAG Group AG führte infolge ihrer guten Ertragslage ein höheres Ergebnis an die Dürr AG ab. Die Ergebnisabführung der Carl Schenck AG stieg hauptsächlich infolge des Buchgewinns aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Das Finanzergebnis schwächte sich von - 9,6 Mio. € auf - 11,8 Mio. € ab. Dies resultierte zum einen aus rückläufigen Zinserträgen infolge des niedrigen Zinsniveaus. Zum anderen fiel der Zinsaufwand für das im April 2016 platzierte Schuldscheindarlehen erstmals ganzjährig an. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sanken trotz des höheren Ergebnisses. Ursache dafür waren hohe steuerfreie Erträge aus der Wertaufholung bei der Dürr Systems Inc. und aus dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe. 2.65 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB) scroll Mio. € 2017 2016 Umsatzerlöse 34,1 35,3 Sonstige betriebliche Erträge 28,7 36,7 Materialaufwand -1,9 -1,8 Personalaufwand -18,9 -16,8 Abschreibungen -1,2 -0,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen -48,2 -52,9 Beteiligungsergebnis 253,2 121,7 Finanzergebnis -11,8 -9,6 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -23,7 -29,6 Jahresüberschuss 210,4 82,2 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 291,0 281,5 Bilanzgewinn 501,4 363,7 2.66 - BILANZ EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB) scroll Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 AKTIVA Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände 9,0 9,8 Sachanlagen 0,3 0,3 Finanzanlagen 768,3 763,6 777,6 773,6 Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 450,5 313,5 Sonstige Wertpapiere 3,0 - Flüssige Mittel 407,1 387,2 860,6 700,7 Rechnungsabgrenzungsposten, Sonstiges 5,2 5,3 865,7 706,0 Summe Aktiva 1.643,3 1.479,6 PASSIVA Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 88,6 88,6 Kapitalrücklage 156,2 156,2 Bilanzgewinn 501,4 363,7 746,2 608,5 Fremdkapital Rückstellungen 19,8 27,8 Verbindlichkeiten 877,4 843,3 897,1 871,1 Summe Passiva 1.643,3 1.479,6 Das hohe Beteiligungsergebnis ließ den Jahresüberschuss auf 210,4 Mio. € steigen. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein deutlicher Anstieg des Bilanzgewinns auf 501,4 Mio. € (+ 37,9 %). Die vorgeschlagene Dividendenausschüttung wird durch den Jahresüberschuss problemlos abgedeckt. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme der Dürr AG erhöhte sich zum Jahresende 2017 um 11,1 % auf 1.643,3 Mio. €. Während sich das Anlagevermögen und seine einzelnen Positionen kaum veränderten, nahm das Umlaufvermögen spürbar zu. Der Hauptgrund waren höhere Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen. Außerdem stiegen die Termingelder, da Mittel aus dem Cash Pooling des Dürr-Konzerns angelegt wurden. Beide Faktoren führten dazu, dass die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 43,7 % auf 450,5 Mio. € anstieg. Die flüssigen Mittel erhöhten sich dagegen um lediglich 5,1 % auf 407,1 Mio. €. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital infolge des deutlich gestiegenen Bilanzgewinns um 22,6 % auf 746,2 Mio. €. Die Verringerung der Rückstellungen um 29,0 % ist auf niedrigere Steuerrückstellungen zurückzuführen. Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung wurden die unterjährigen Steuervorauszahlungen höher angesetzt, daher waren weniger Rückstellungen zu bilden. Die Verbindlichkeiten nahmen zum 31. Dezember 2017 geringfügig zu (+4,0 %). Maßgeblich dafür waren steigende Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Rahmen des konzernweiten Cash Poolings umfangreiche flüssige Mittel an die Dürr AG transferierten. RISIKEN UND CHANCEN Die Dürr AG ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation hängt von der jeweiligen Beteiligungsquote ab. Bitte beachten Sie dazu den Risiko-, Chancen- und Prognosebericht [ S. 82 ]. Zudem können Belastungen aus den Haftungsverhältnissen entstehen, die zwischen der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften existieren. PROGNOSE Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Dürr AG ist eng an die weitere operative Performance des Konzerns gekoppelt. Über unsere Perspektiven und Planungen für das operative Geschäft informiert der Risiko-, Chancen- und Prognosebericht [ S. 82 ]. Der vollständige Einzelabschluss der Dürr AG findet sich auf unserer Website im Bereich Investoren / Finanzberichte. Bietigheim-Bissingen, den 13. März 2018 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand RALF W. DIETER CARLO CROSETTO DR. JOCHEN WEYRAUCH 3.1 - KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2017 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart scroll Tsd. € ANHANG 2017 2016 Umsatzerlöse (7) 3.715.422 3.573.517 Umsatzkosten (8) -2.857.121 -2.715.250 Bruttoergebnis vom Umsatz 858.301 858.267 Vertriebskosten (9) -307.417 -322.023 Allgemeine Verwaltungskosten (10) -176.190 -177.624 Forschungs- und Entwicklungskosten (11) -116.718 -105.873 Sonstige betriebliche Erträge (13) 77.368 75.686 Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -45.729 -57.038 Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 289.615 271.395 Beteiligungsergebnis (15) 1.813 6.977 Zinsen und ähnliche Erträge (16) 6.091 6.233 Zinsen und ähnliche Aufwendungen (16) -27.664 -26.479 Ergebnis vor Ertragsteuern 269.855 258.126 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -68.389 -70.326 Ergebnis des Dürr-Konzerns 201.466 187.800 Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 7.065 5.925 Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 194.401 181.875 Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. 34.601,04 34.601,04 Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) 5,62 5,26 3.2 - KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2017 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart scroll Tsd. € ANHANG 2017 2016 Ergebnis des Dürr-Konzerns 201.466 187.800 Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen (26) 636 -7.029 darauf entfallende latente Steuern (17) -279 1.742 Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (39) 11.252 -3.052 darauf entfallende latente Steuern (17) -3.425 1.228 Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (33) 449 -63 darauf entfallende latente Steuern (17) - 16 Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung -2.981 - Translationseffekte aus der Währungsumrechnung -35.738 4.491 Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern -30.086 -2.667 Gesamtergebnis nach Steuern 171.380 185.133 Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 6.648 5.832 Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 164.732 179.301 3.3 - KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2017 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart AKTIVA scroll Tsd. € ANHANG 31.12.2017 31.12.2016 Geschäfts- oder Firmenwerte (18, 41) 396.551 401.600 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (18, 41) 196.155 209.533 Sachanlagen (18, 41) 408.443 394.577 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18, 41) 20.180 20.664 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (19, 41) 30.772 32.726 Übrige Finanzanlagen (19, 41) 4.393 11.901 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21) 10.970 16.878 Ertragsteuerforderungen (17) - 90 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (22) 4.853 4.162 Sonstige Vermögenswerte (23) 467 527 Latente Steuern (17) 34.440 29.891 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.753 2.746 Langfristige Vermögenswerte 1.108.977 1.125.295 Vorräte und geleistete Anzahlungen (20) 437.658 381.056 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21) 941.086 779.420 Ertragsteuerforderungen (17) 20.035 22.234 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (22) 190.653 117.264 Sonstige Vermögenswerte (23) 45.300 26.972 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 724.179 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 7.160 4.883 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (24) 978 167.220 Kurzfristige Vermögenswerte 2.302.781 2.223.228 Summe Aktiva Dürr-Konzern 3.411.758 3.348.523 PASSIVA Tsd. € ANHANG 31.12.2017 31.12.2016 Gezeichnetes Kapital (25) 88.579 88.579 Kapitalrücklage (25) 155.896 155.896 Gewinnrücklagen (25) 693.574 588.705 Kumuliertes übriges Eigenkapital -48.992 -23.649 Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 889.057 809.531 Nicht beherrschende Anteile 14.637 21.429 Summe Eigenkapital 903.694 830.960 Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (26) 49.830 51.817 Übrige Rückstellungen (27) 17.552 17.564 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 4.089 4.136 Anleihe und Schuldscheindarlehen (29) 597.285 596.630 Übrige Finanzverbindlichkeiten (29) 12.564 52.564 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (30) 2.801 6.944 Ertragsteuerverbindlichkeiten (17, 31) 6.711 6.711 Übrige Verbindlichkeiten (31) 4.916 4.603 Latente Steuern (17) 91.634 102.316 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 110 38 Langfristige Verbindlichkeiten 787.492 843.323 Übrige Rückstellungen (27) 126.359 95.686 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (28) 1.023.035 978.338 Finanzverbindlichkeiten (29) 3.383 5.339 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (30) 298.488 283.215 Ertragsteuerverbindlichkeiten (17, 31) 43.694 33.573 Übrige Verbindlichkeiten (31) 221.572 216.253 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 3.417 1.928 Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (24) 624 59.908 Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.720.572 1.674.240 Summe Passiva Dürr-Konzern 3.411.758 3.348.523 3.4 - KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2017 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart scroll Tsd. € ANHANG 2017 2016 (34) Ergebnis vor Ertragsteuern 269.855 258.126 Ertragsteuerzahlungen -74.837 -75.254 Zinsergebnis 21.573 20.246 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -3.624 -3.693 Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen 2.808 490 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 80.695 88.939 Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -509 -523 Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen und von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten -22.986 -5.767 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -3.079 -1.612 Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva Vorräte -77.216 -16.206 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -186.741 3.103 Übrige Forderungen und Vermögenswerte -24.297 -6.142 Rückstellungen 31.839 -18.654 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 92.621 -20.767 Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) 14.104 5.800 Sonstige Aktiva und Passiva -425 -717 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 119.781 227.369 Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -22.420 -24.495 Erwerb von Sachanlagen -65.120 -57.121 Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten -2.006 -39 Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 9.502 39.378 Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel -4.567 -7.983 Anlage in Termingeldern -46.563 -80.767 Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 108.517 8.489 Erhaltene Zinseinnahmen 5.436 5.635 Cashflow aus Investitionstätigkeit -17.221 -116.903 scroll Tsd. € ANHANG 2017 2016 (34) Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten 795 -3.784 Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -40.987 -8.681 Aufnahme eines Schuldscheindarlehens - 299.079 Zahlungen für Finanzierungsleasing -3.071 -2.356 Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -8.355 -4.000 Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft -72.662 -64.012 Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile -4.629 -2.299 Geleistete Zinsausgaben -23.328 -21.469 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -152.237 192.478 Einfluss von Wechselkursänderungen -14.591 -529 Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds - 295 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -64.268 302.710 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Periodenanfang (Konzernbilanz) 724.179 435.633 Zum Periodenende 659.911 738.343 Abzüglich Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte - -14.164 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende (Konzernbilanz) 659.911 724.179 3.5 - KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL 1. Januar bis 31. Dezember 2017 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, scroll KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPiTAL Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Tsd. € (25) (25) (25) 1. Januar 2016 88.579 155.896 473.662 - 35.433 -6.231 47 Ergebnis - - 181.875 - - - Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - -5.265 -1.824 -47 Gesamtergebnis nach Steuern - - 181.875 -5.265 -1.824 - 47 Dividenden - - -64.012 - - - Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - 2.303 - - - Übrige Veränderungen - - -5.123 - - - 31. Dezember 2016 88.579 155.896 588.705 -40.698 -8.055 - Ergebnis - - 194.401 - - - Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - 462 7.827 449 Gesamtergebnis nach Steuern - - 194.401 462 7.827 449 Dividenden - - -72.662 - - - Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -3.648 - - - Übrige Veränderungen - - -13.222 4.312 - - 31. Dezember 2017 88.579 155.896 693.574 -35.924 -228 449 scroll KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPiTAL Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Änderung Konsolidierungskreis / Umgliederung Währungsumrechnung Kumuliertes übriges Eigenkapital Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft Nicht beherrschende Anteile Tsd. € 1. Januar 2016 673 19.890 -21.054 697.083 17.335 Ergebnis - - - 181.875 5.925 Kumuliertes übriges Eigenkapital - 4.562 -2.574 -2.574 -93 Gesamtergebnis nach Steuern - 4.562 -2.574 179.301 5.832 Dividenden - - - -64.012 -2.299 Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - 2.303 -588 Übrige Veränderungen -21 - -21 -5.144 1.149 31. Dezember 2016 652 24.452 -23.649 809.531 21.429 Ergebnis - - - 194.401 7.065 Kumuliertes übriges Eigenkapital - -38.407 -29.669 -29.669 -417 Gesamtergebnis nach Steuern - -38.407 -29.669 164.732 6.648 Dividenden - - - -72.662 -4.629 Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - -3.648 -2.314 Übrige Veränderungen -22 36 4.326 -8.896 -6.497 31. Dezember 2017 630 -119 -48.992 889.057 14.637 scroll Summe Eigenkapital Tsd. € 1. Januar 2016 714.418 Ergebnis 187.800 Kumuliertes übriges Eigenkapital -2.667 Gesamtergebnis nach Steuern 185.133 Dividenden -66.311 Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile 1.715 Übrige Veränderungen -3.995 31. Dezember 2016 830.960 Ergebnis 201.466 Kumuliertes übriges Eigenkapital -30.086 Gesamtergebnis nach Steuern 171.380 Dividenden -77.291 Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile -5.962 Übrige Veränderungen -15.393 31. Dezember 2017 903.694 Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017 GRUNDLAGEN UND METHODEN 1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG Das Unternehmen Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern"), der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern steht Dürr an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern ist in 5 weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 3l5e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards angewandt, die für das Geschäftsjahr 2017 erstmals verpflichtend anzuwenden waren. [ Tab. → 3.6 ] ― Änderungen an International Accounting Standard (IAS) 7 "Kapitalflussrechnungen": Ziel der Änderungen ist es, die Informationslage der Abschlussadressaten in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten zu verbessern. Diese Zielsetzung wird durch zusätzliche Anhangsangaben erreicht, die die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten und dazugehörige Vermögenswerte des Unternehmens nachvollziehbarer gestalten. Die Änderungen an IAS 7 haben keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Dürr. Die Überleitungsrechnung zu den Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten ist in Textziffer 34 "Kapitalflussrechnung" enthalten. Im Folgenden werden neue, noch nicht angewendete Standards oder Änderungen von Standards erläutert, die für den Konzernabschluss der Gesellschaft grundsätzlich von Bedeutung sind. [ Tab. → 3.7 ] 3.6 - ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN AUS DER ANWENDUNG DER ÜBERARBEITETEN STANDARDS UND INTERPRETATIONEN scroll Standard / Interpretation Erstmalige Anwendung1 Übernahme durch die EU-Kommission Auswirkungen auf Dürr Geänderte Standards IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" - Angabeninitiative 1. Januar 2017 Ja Grundsätzlich von Bedeutung IAS 12 "Ertragsteuern" - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 1. Januar 2017 Ja Unwesentlich Jährlicher Verbesserungsprozess 2014-2016 (IFRS 12) 1. Januar 2017 Ja Unwesentlich 3.7 - VERÖFFENTLICHTE, JEDOCH IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN scroll Standard / Interpretation Erstmalige Anwendung1 Übernahme durch die EU-Kommission Auswirkungen auf Dürr Neue Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. Januar 2018 Ja Grundsätzlich von Bedeutung IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" einschließlich veröffentlichter Klarstellungen 1. Januar 2018 Ja Grundsätzlich von Bedeutung IFRS 16 "Leasingverhältnisse" 1. Januar 2019 Ja Grundsätzlich von Bedeutung IFRS 17 "Versicherungsverträge" 1. Januar 2021 Nein Unwesentlich Geänderte Standards / Interpretationen IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" - Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen 1. Januar 2018 Ja Unwesentlich IFRS 4 "Versicherungsverträge" - Anwendung von IFRS 9 mit IFRS 4 1. Januar 2018 Ja Keine IFRS 9 "Finanzinstrumente" - Rückzahlungsklauseln mit negativer Ausgleichszahlung 1. Januar 2019 Nein Unwesentlich IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" - Planänderung, Plankürzung oder Planabgeltung 1. Januar 2019 Nein Unwesentlich IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" 1. Januar 2019 Nein Keine IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" - Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1. Januar 2018 Nein Unwesentlich IFRIC 22 "Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen" 1. Januar 2018 Nein Unwesentlich IFRIC 23 "Unsicherheiten bezüglich ertragsteuerlicher Behandlung" 1. Januar 2019 Nein Unwesentlich Jährlicher Verbesserungsprozess 2014 - 2016 (IFRS 1 und IAS 28) 1. Januar 2018 Ja Unwesentlich Jährlicher Verbesserungsprozess 2015 - 2017 1. Januar 2019 Nein Unwesentlich 1 Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die zum oder nach dem genannten Datum beginnen. ― IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 regelt Ansatz und Bewertung, Ausbuchung und die Sicherungsbilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten neu. Die grundlegenden Änderungen des Standards ersetzen in weiten Teilen den bisher gültigen IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Die geänderten Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen. Daneben sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen grundlegend neu geregelt. Diese basieren nun auf einem Modell der erwarteten Verluste. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und stärker darauf ausgerichtet, das betriebliche Risikomanagement abzubilden. Die Erstanwendung des Standards hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden verschiedene Vereinfachungsoptionen gewährt. Dürr wird das Wahlrecht nutzen und gemäß den Übergangsvorschriften frühere Perioden nicht anpassen. Zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hat Dürr eine konzernweite Analyse durchgeführt. Die Untersuchungen lassen aufgrund des Geschäftsmodells und der vertraglichen Zahlungsströme in Summe nur geringe Änderungen erwarten. Eigenkapitalinstrumente wird Dürr in Zukunft voraussichtlich als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet einstufen. Bei der Klassifizierung von vertraglichen Vermögenswerten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und finanziellen Verbindlichkeiten geht der Konzern von keinen Auswirkungen aus. Aus der Prüfung der neuen Wertminderungsvorschriften ergab sich Anpassungsbedarf im Vergleich zur bisherigen Ermittlung der Wertminderungen, da es zu einer früheren Erfassung von Wertminderungen kommen wird. Ferner erwartet der Konzern, dass die Wertminderungen steigen und volatiler werden. Dürr nutzt grundsätzlich die Vereinfachungsoption und bildet die Wertminderungen im Bereich der vertraglichen Vermögenswerte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Grundlage von kundenspezifischen Wertminderungsmatrizen ab. Die Kreditrisiken werden anhand von gemeinsamen Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Für die Beurteilung werden unter anderem Informationen über den Zahlungsverzug, allgemeine Marktinformationen, externe Ratingeinschätzungen und die Bedeutung beziehungsweise das Volumen der Kundenbeziehung der Vergangenheit herangezogen. Im Umstellungszeitpunkt wird eine ergebnisneutrale Verringerung des Eigenkapitals im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet. Dies resultiert insbesondere aus der frühzeitigen Risikovorsorge bei den vertraglichen Vermögenswerten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den flüssigen Mitteln und Termingeldern wird insgesamt durch die höhere Risikovorsorge ein Effekt von knapp 1 Mio. € erwartet. Zusätzlich erweitern sich die qualitativen und quantitativen Anhangsangaben zu den Finanzinstrumenten. Während Dürr die neuen Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung sowie die Regelungen zur Wertminderung ab 1. Januar 2018 einführt, wird Dürr die neuen Regelungen zur Sicherungsbilanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt anwenden. ― IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Standards IAS 18 "Erlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe erlösbezogener Interpretationen. In IFRS 15 werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für fast alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Die Frage, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt beziehungsweise über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, ist mithilfe eines FünfStufen-Modells zu beantworten. Außerdem enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangsangaben. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden verschiedene Vereinfachungsoptionen gewährt. Dürr hat in einem konzernweiten Implementierungsprojekt die Geschäftsmodelle aller Divisions einer Analyse im Hinblick auf das neue Regelwerk unterzogen. Aufgrund der Notwendigkeit einer einzelfallbezogenen Prüfung wesentlicher Verträge hat Dürr Leitlinien zur Sicherstellung standardisierter Prozesse implementiert. Darüber hinaus wurden Anpassungen in den IT-Systemen vorgenommen sowie Schulungen durchgeführt. Kundenspezifische Fertigungsaufträge, die derzeit nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, machen einen bedeutenden Teil des Geschäfts von Dürr aus. Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 15 wurde insbesondere geprüft, ob die Aufträge auch weiterhin nach Leistungsfortschritt bilanziert werden können, das heißt den neuen Kriterien für zeitraumbezogene Bilanzierung entsprechen. Eine Vertragsanalyse konnte belegen, dass der Nachweis eines zeitraumbezogenen Kontrollübergangs für den Großteil der Fertigungsaufträge im Dürr-Konzern möglich ist. In der Division Woodworking Machinery and Systems ist eine Umstellung auf eine zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung für bestimmte Maschinentypen mit alternativer Nutzungsmöglichkeit jedoch erforderlich. Folge ist die zeitlich verzögerte Ertragserfassung im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise. Die Separierung eines Vertrages in mehrere Leistungsverpflichtungen wird durch die neuen Bilanzierungsvorgaben zukünftig in Einzelfällen häufiger erforderlich sein. Dies ist beispielsweise bei Ersatzteilpaketen, die als Teil des Hauptauftrags mitverkauft werden, notwendig. Ebenfalls führen explizit geregelte Sonderthemen wie beispielsweise die Behandlung von Vertragsanbahnungskosten zu einer abweichenden Bilanzierung. Anstatt die Kosten für Vertriebsprovisionen in der Berechnung des Fertigstellungsgrads eines Auftrags zu berücksichtigen, sind diese bei Vertragsabschluss zu aktivieren und gemäß dem Kontrollübergang erfolgswirksam abzuschreiben. Des Weiteren sind Auswirkungen aus einer geänderten Darstellung der Bilanz, beispielsweise durch Separierung von vertraglichen Vermögenswerten und vertraglichen Verbindlichkeiten als eigenständige Bilanzposten, sowie einer Ausweitung der qualitativen und quantitativen Anhangsangaben zu erwarten. Dürr hat sich für eine vollständig retrospektive Erstanwendung der Regelungen entschieden. Der Effekt im Umstellungszeitpunkt zum 1. Januar 2017 ist unwesentlich. Er wirkt sich in Höhe von 1.315 Tsd. € eigenkapitalmindernd auf die Gewinnrücklagen des Konzerns aus. Zudem ergibt sich ein leichter Anstieg der Bilanzsumme in Höhe von 0,82 %. Auch in den Vergleichsquartalen 2017 ergeben sich aus der Erstanwendung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage. ― IFRS 16 "Leasingverhältnisse": Der neue Standard zur Leasingbilanzierung ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse" und dessen Interpretationen. Die wesentlichen Neuerungen des Standards betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Künftig wird der Leasingnehmer nicht mehr zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterscheiden, sondern die meisten Leasingverhältnisse und die damit verbundenen Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten bilanziell erfassen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Für Leasinggeber hingegen gibt es lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. Dürr hat ein Projekt zur konzernweiten Einführung des IFRS 16 aufgesetzt, in dessen Rahmen die wesentlichen Leasingverträge analysiert wurden. Derzeit werden die Auswirkungen der untersuchten Leasingverhältnisse und der diversen Anwendungserleichterungen auf den Konzernabschluss geprüft. Dürr geht davon aus, dass eine Vielzahl der bisher nicht bilanzierten Leasingverträge bilanziell erfasst wird. Dies führt im Erstanwendungszeitpunkt zu einer Erhöhung der Bilanzsumme. Der neue Standard führt außerdem zu einer Zunahme an qualitativen und quantitativen Anhangsangaben zu Leasingverhältnissen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch darf die bisherige Einschätzung bei bestehenden Leasingverhältnissen für die Identifizierung von Leasingverhältnissen übernommen werden. Die Regelungen des IFRS 16 unterscheiden zwischen einer vollständig und einer modifiziert retrospektiven Erstanwendung. Letztere gewährt dem Leasingnehmer eine Reihe von weiteren Anwendungserleichterungen im Erstanwendungszeitpunkt. Dürr wird eine finale Entscheidung zur Erstanwendung abhängig vom weiteren Projektverlauf im Jahr 2018 treffen. Für Angaben zu den Verpflichtungen aus Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen verweisen wir auf Textziffer 38. Der Konzern hat Standards und IFRIC-Interpretationen, die bereits herausgegeben wurden, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt. Dürr beabsichtigt grundsätzlich, alle Standards zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung zu berücksichtigen. Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt. Der Abschluss vermittelt damit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Cashflows des Konzerns. Das Geschäftsjahr von Dürr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Vermögenswerte und Schulden sind grundsätzlich mit historischen beziehungsweise fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Ausnahmen bilden derivative Finanzinstrumente, Verpflichtungen aus Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile, Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten, Verpflichtungen aus anteilsbasierter Vergütung sowie finanzielle Vermögenswerte, die als zu Handelszwecken gehalten oder als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind. Diese sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als kurzfristig behandelt, sofern sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden. Innerhalb der Bilanz erfolgt der Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristig. Abweichend hiervon werden im Konzernanhang Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren als mittelfristig, bei einer Restlaufzeit von über fünf Jahren als langfristig ausgewiesen. 2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Grundlage für den Konzernabschluss von Dürr sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2017 erstellten und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften IFRS-Abschlüsse der Dürr AG sowie ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften und at equity bilanzierten Unternehmen. Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften wird die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten gehen vollständig zum Anschaffungszeitpunkt in die Konzernbilanz ein, dabei werden stille Reserven und Lasten berücksichtigt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. Für Unternehmenserwerbe, bei denen weniger als 100 % der Anteile erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht zwischen der Erfassung des beteiligungsproportionalen Geschäfts- oder Firmenwerts (Purchased-Goodwill-Methode) und der Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts inklusive des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Anteils (Full-Goodwill-Methode) vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Dürr prüft für jeden einzelnen Unternehmenserwerb, welche Methode zur Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwerts angewandt wird. Zur Ausübung des Wahlrechts bei einzelnen Unternehmenserwerben verweisen wir auf Textziffer 18 - Akquisitionen. Anteilsveränderungen bei Tochtergesellschaften, durch die sich die Beteiligungsquote des Konzerns ohne Verlust der Beherrschung erhöht oder vermindert, werden als erfolgsneutrale Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern abgebildet. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Ergebnisse zwischen konsolidierten Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden herausgerechnet. Tochtergesellschaften, die aufgrund ihrer nur geringen oder ruhenden Geschäftstätigkeit für den Konzern und die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Sie werden unter den nicht konsolidierten Tochterunternehmen aufgeführt. Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an der Finanz- und Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken. Die erstmalige Erfassung von Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten, die den Anteil am Reinvermögen des at equity bilanzierten Unternehmens nach der Berücksichtigung stiller Reserven oder Lasten übersteigen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des at equity bilanzierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem at equity bilanzierten Unternehmen auf eine mögliche Wertminderung überprüft. In der Folgebewertung wird der Anteil vom Ergebnis des at equity bilanzierten Unternehmens, der Dürr zusteht, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Beteiligungsergebnis erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des at equity bilanzierten Unternehmens. Erhaltene Dividenden mindern den Buchwert. Entsprechen die Verluste eines at equity bilanzierten Unternehmens, die Dürr zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Dürr ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das at equity bilanzierte Unternehmen geleistet. Alle übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da Marktwerte nicht zur Verfügung stehen und Zeitwerte auch anderweitig nicht zuverlässig ermittelt werden können. 3. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei 4 Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben, obwohl Dürr nur jeweils 50 % der Anteile beziehungsweise 50 % oder weniger der Stimmrechte der Gesellschaft besitzt. Bei zwei der Gesellschaften kann Dürr bei Stimmrechtsgleichheit die Entscheidung herbeiführen, bei den beiden anderen Gesellschaften hat Dürr die operative Führung. Darüber hinaus bezieht Dürr ein strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss mit ein. Dürr steuert die variablen Rückflüsse der Gesellschaft, ohne im Besitz der Anteile zu sein. Die Konsolidierung einer in den Konzern-abschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über die Gesellschaft verliert. Strukturierte Unternehmen Ein strukturiertes Unternehmen zeichnet sich häufig durch beschränkte Tätigkeiten und einen engen und genau definierten Zweck aus. Ein wesentliches Merkmal ist dabei, dass Stimmrechte keine wesentliche Auswirkung auf die Rückflüsse aus diesem Unternehmen haben. Die Möglichkeit der Beherrschung resultiert nicht aus der Mehrheit am Kapital oder an den Stimmrechten, sondern aus vertraglichen Vereinbarungen. Bei dem konsolidierten strukturierten Unternehmen im DürrKonzern handelt es sich um eine Leasing-Objektgesellschaft, die Immobilien am Standort Bietigheim-Bissingen besitzt. Dürr ist sowohl Mieter dieser Immobilien als auch Darlehensgeber der Gesellschaft, hält jedoch keine Anteile an diesem Unternehmen. Verpflichtungen zur finanziellen Unterstützung bestehen nicht, das Darlehen ist durch eine auf Dürr lautende Grundschuld besichert. At equity bilanzierte Unternehmen Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), sowie Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % angenommen. Assoziierte Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit des maßgeblichen Einflusses besteht. Bei Stimmrechtsanteilen unter 20 % werden in der Regel Anteile an Gesellschaften unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. 3.8 - ANZAHL GESELLSCHAFTEN scroll 31.12.2017 31.12.2016 Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Inland 30 28 Ausland 80 84 110 112 At equity bilanzierte Unternehmen Inland 2 2 Ausland 2 2 4 4 Sonstige Beteiligungen Inland 3 2 Ausland 2 2 5 4 Der Konzernabschluss enthält 13 (Vorjahr: 14) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen 5 Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden. Ihr Umsatzbeitrag am gesamten Konzernumsatz, der Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis (vor Steuern) sowie der Beitrag des Eigenkapitals zum Konzerneigenkapital beträgt weniger als 0,5 %. Aufgrund der Unternehmensgröße, des Umsatzbeitrags, der Komplexität und der geringfügigen Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaften resultieren für den Konzern hieraus keine Risiken. 4. VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES 3.9 - ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN scroll Gesellschaft Anteil am Kapital Mit Wirkung zum Art des Anteilserwerbs Anmerkung Blitz 17-38 GmbH, München / Deutschland 100 % 4. Mai 2017 Akquisition Umbenennung in Tapio GmbH Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts / USA 100 % 29. September 2017 Akquisition Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach im Isartal / Deutschland 0 % 12. Oktober 2017 Kontrollerwerb Loxeo GmbH, Stuttgart/ Deutschland 100 % 9. November 2017 Gründung 3.10 - ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN scroll Gesellschaft Mit Wirkung zum Anmerkung Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt / Deutschland 31. März 2017 Veräußerung Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans / Frankreich 31. März 2017 Veräußerung Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany / Tschechische Republik 31. März 2017 Veräußerung UCM AG, Rheineck /Schweiz 31. März 2017 Veräußerung Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan / USA 31. März 2017 Veräußerung Mhitraa Engineering Equipment Private Limited, Sriperumbudur / Indien 31. März 2017 Veräußerung Weitere Informationen zu den Entkonsolidierungen enthält Textziffer 24. 5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" in Euro. Bei der überwiegenden Anzahl der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. [Tab. 3.11 ] In den Einzelabschlüssen der Dürr AG und ihrer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bewertet; laufende Geschäftsvorfälle werden zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Für eine betragsmäßige Darstellung der erfolgswirksamen Kursgewinne und -verluste wird auf die Textziffern 8 und 13 verwiesen. In den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit dem Kurs am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Die aus Akquisitionen aufgedeckten stillen Reserven werden in der funktionalen Währung der erworbenen Gesellschaft bilanziert. Bei den unterjährig erstkonsolidierten Gesellschaften wurde ein angepasster Durchschnittskurs verwendet. 3.11 - MASSGEBENDE WECHSELKURSE scroll STICHTAGSKURS DURCHSCHNITTSKURS im Verhältnis zu einem Euro 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016 US-Dollar (USD) 1,1988 1,0560 1,1371 1,1037 Chinesischer Renminbi (CNY) 7,8327 7,3252 7,6614 7,3399 Brasilianischer Real (BRL) 3,9707 3,4368 3,6406 3,8260 Mexikanischer Peso (MXN) 23,6070 21,8417 21,4141 20,7055 Indische Rupie (INR) 76,5603 71,6388 73,8182 74,2162 Britisches Pfund (GBP) 0,8874 0,8586 0,8764 0,8228 Koreanischer Won (KRW) 1.276,3339 1.267,8959 1.275,0855 1.277,4843 Dänische Krone (DKK) 7,4453 7,4348 7,4389 7,4450 Schweizer Franken (CHF) 1,1693 1,0750 1,1161 1,0911 6. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, selbsterstellte Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenbeziehungen, Aufträge und erworbenes technologisches Know-how. Erworbene und selbst geschaffene i immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert. Neben anderen Kriterien muss mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich sein; zudem müssen die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmbar sein. Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Amortisation von immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgt planmäßig linear über die Nutzungsdauer, soweit keine außerplanmäßige Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird einmal jährlich überprüft, ob die Ereignisse und Umstände die Einschätzung der unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin rechtfertigen. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Nutzungsdauer von unbestimmt auf bestimmt als Schätzungsänderung gemäß IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" prospektiv bilanziert. Ebenfalls einmal jährlich oder wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird auf Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer geprüft. Neben Geschäfts- oder Firmenwerten werden im Dürr-Konzern Markennamen als weitere immaterielle Vermögenswerte mit zumeist unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert. Die Werthaltigkeit dieser Markennamen wird jährlich im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte überprüft. Die Markennamen sind - wie die Geschäfts- oder Firmenwerte - Teil des zugeordneten Nettovermögens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Konzern werden Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nur unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert. Danach müssen unter anderem die folgenden Kriterien erfüllt sein: ― technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf, ― Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils aus der Nutzung des Vermögenswerts, ― Fähigkeit, die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewerten zu können. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten ab dem Zeitpunkt, an dem die Ansatzkriterien erstmals erfüllt werden. Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, sowie Forschungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzkosten ausgewiesen. 3.12 - NUTZUNGSDAUERN IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE (GESCHÄTZT) scroll Jahre Markennamen mit bestimmter Nutzungsdauer (STILES, DUALIS) 0 bis 5 Aktivierte Entwicklungskosten 2 bis 10 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2 bis 20 Kundenbeziehungen 8 bis 10 Technologisches Know-how 10 bis 15 Übrige Markennamen unbestimmt Geschäfts- oder Firmenwerte unbestimmt Weitere Informationen zu den Markennamen enthält Textziffer 18. Sachanlagen Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. 3.13 - NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEN (GESCHÄTZT) scroll Jahre EDV-Hardware 2 bis 5 Maschinen und Ausrüstungen 2 bis 20 Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25 Gebäude, Erbbaurechte, Um- und Einbauten 3 bis 50 Grundstücke unbestimmt Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Sachanlagen enthalten größere Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen. Bei verkauften und verschrotteten Anlagegütern werden die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst. Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Immobilien werden den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses mit einer anderen Partei belegt wird. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei der erstmaligen Erfassung zu (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Der Buchwert enthält die Kosten für Ersatzinvestitionen einer bestehenden, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie zum Zeitpunkt des Anfalls dieser Kosten, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Der Buchwert beinhaltet nicht die Kosten der täglichen Instandhaltung dieser Immobilien. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Still-legung oder der Veräußerung erfasst. Wertminderungsprüfung Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind, sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwerts grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Bei den weiteren immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte, das heißt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht erzielbar ist. Überwiegend fremdvermietete, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, ermittelt. Für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechen die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Bereichen innerhalb der Divisions des Dürr-Konzerns aufgrund der internen Berichtsstrukturen. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Frühere Wertminderungen werden erfolgswirksam revidiert, soweit sie nicht mehr bestehen oder sich verringert haben. Die Wertaufholung beziehungsweise die Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur so weit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen bei Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht vorgenommen werden. Weitere Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen finden sich unter Textziffer 18. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sofern die Zuwendungen eine Investition betreffen, werden sie vom Buchwert des geförderten Vermögenswerts abgesetzt. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden passivisch abgegrenzt und dann periodengerecht aufgelöst. Leasingvereinbarungen Mehrere Gesellschaften des Dürr-Konzerns sind Leasing-nehmer von Grundstücken, Bauten sowie Maschinen und technischen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software. Die Mehrheit der Leasingverträge wird als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, führen zur Aktivierung des Leasingvermögenswerts zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasingvermögenswerts oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Gleichzeitig wird eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe gebildet. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Der Leasingvermögenswert wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - geschätzte Nutzungsdauer oder Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" in die folgenden Kategorien eingeteilt: ― zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, ― bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, ― vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, ― zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, ― finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und ― finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen nach IAS 39 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen nach IAS 39 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert. Dies gilt nicht, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig sind. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag zu veräußern. Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese setzen sich aus dem Zeitwert der Gegenleistung und - mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte - den Transaktionskosten zusammen. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Als Zeitwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eintritt, so wird diese erfolgswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn eine Wertaufholung objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Wertaufholung wird nur insoweit erfasst, wie sie denjenigen Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat Dürr bislang keinen Gebrauch gemacht. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verpflichtungen aus Optionen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden nach der erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthalten zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten. Derivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrument designiert und sind als solches effektiv. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat Dürr von dem Wahlrecht, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Dürr setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaliger Bilanzierung und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Um dessen Veränderungen zu erfassen, sei es erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage), ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Sind die Voraussetzungen des IAS 39, die die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting ermöglichen, nicht erfüllt, werden die Veränderungen der Zeitwerte erfolgswirksam erfasst. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert: ― als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es darum geht, das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines erfassten Vermögenswerts, einer Schuld, einer noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung oder eines identifizierbaren Teils solcher Vermögenswerte, Schulden oder festen Verpflichtungen abzusichern, das Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Fair Value Hedge), ― als Absicherung von Zahlungsströmen, wenn das Risiko von Cashflow-Schwankungen abgesichert wird, das einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Schuld oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Cashflow Hedge), oder ― als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation). Die Behandlung erfolgt analog der eines Cash-flow Hedges. Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge Accounting) Bei Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird der Buchwert eines gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam um den Gewinn oder Verlust angepasst, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist. Ferner wird das derivative Finanzinstrument mit seinem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Gewinne oder Verluste, die sich daraus ergeben, werden ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einem perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, werden die Buchwertanpassungen ergebniswirksam über die Laufzeit des Buchwerts bis zur Fälligkeit aufgelöst. Jede Anpassung des Buchwerts eines gesicherten Finanzinstruments wird ergebniswirksam aufgelöst. Dabei wird die Effektivzinsmethode angewandt. Die Auflösung kann beginnen, sobald eine Anpassung vorgenommen wird. Sie muss aber spätestens dann beginnen, wenn das Grundgeschäft nicht mehr um die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts angepasst wird, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind. Wird das Grundgeschäft ausgebucht, so wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wird eine bilanzunwirksame feste Verpflichtung als Grundgeschäft designiert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung ihres beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Schuld mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments werden ebenfalls im Periodenergebnis erfasst. Dies ist allerdings nicht der Fall, wenn es sich um die Absicherung des Währungsrisikos handelt, da dieses als Absicherung von Cashflows behandelt wird. Die Bilanzierung eines Sicherungsgeschäfts zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird eingestellt, wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird oder die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht weiter erfüllt. Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge Accounting) Bei der Absicherung des Risikos von Schwankungen in Zahlungsströmen wird der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil wird dagegen erfolgswirksam erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derjenigen Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Schuld, so werden die Beträge, die im Eigenkapital erfasst werden, im Zugangszeitpunkt Teil der Anschaffungskosten des nichtfinanziellen Vermögenswerts beziehungsweise der nichtfinanziellen Schuld. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die Beträge, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in das Periodenergebnis umgegliedert. Wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dasselbe gilt, wenn das Sicherungsinstrument ohne Ersatz oder ohne Überrollen in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird und wenn die Voraussetzungen für ein Cashflow Hedge Accounting nicht mehr vorliegen. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst. Weitere Ausführungen zu derivativen Finanzinstrumenten enthält Textziffer 39. Übrige Finanzanlagen Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen marktgängigen Wertpapiere enthalten als bis zur Endfälligkeit gehalten eingestufte Papiere, die zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet werden. Weiterhin werden unter den übrigen Finanzanlagen Anteile an Gesellschaften gezeigt, die zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen werden. Vorräte und geleistete Anzahlungen Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung und Fertigerzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Netto-veräußerungswert erfasst. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf der Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden einbezogen, sofern sie qualifizierte Vermögenswerte betreffen. Kundenspezifische Fertigungsaufträge Dürr erwirtschaftet seine Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) gemäß IAS 11 "Fertigungsaufträge" ausgewiesen. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Bruttomarge entsprechend dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags bilanziert. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf der Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags. Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten systematisch erfasst und damit die Ergebnisse periodengerecht realisiert. Die Zero-Profit-Methode (ZP-Methode) wird bei Aufträgen angewandt, bei denen die bis zur Fertigstellung eines Auftrags anfallenden Kosten nicht verlässlich geschätzt werden können, die Erstattung der angefallenen Kosten jedoch wahrscheinlich ist. Bei dieser Methode werden Umsatzerlöse und zugehörige Kosten bis zum Abschluss des Auftrags in gleicher Höhe realisiert. Die Bruttomarge wird damit erst mit Abschluss des Auftrags erfolgswirksam. An Kunden gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen werden erfolgsneutral mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen verrechnet oder unter den erhaltenen Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen erfasst. Soweit aufgelaufene Auftragskosten entsprechend den vertraglichen Regelungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, werden sie zusammen mit den geschätzten Teilgewinnen als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen unter den Forderungen ausgewiesen. Die Fakturierung dieser Beträge ist vom Erreichen vertraglich festgelegter Größen (Meilensteine) abhängig. Die noch nicht abgerechneten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten unmittelbar zurechenbare Einzelkosten (Material- und Personalkosten sowie Fremdleistungen) sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den anteiligen Gewinn. In den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind auch Beträge enthalten, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht endgültig vereinbarten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die Dürr diesen Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden mit den zu erwartenden Werten angesetzt, sofern ihre Realisierung wahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden. Die POC-Methode und die ZP-Methode basieren auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden. Verkauf von Gütern / Sonstige Umsatzerlöse Neben den Umsatzerlösen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen generiert Dürr Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Leistungen mit vergleichsweise hohem Standardisierungsgrad. Diese sonstigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 "Umsatzerlöse" erfasst, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmen lässt. Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, an dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden, das heißt bei Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken, ungeachtet des Zahlungszeitpunkts. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Konzern bewertet deren Einbringlichkeit auf Grundlage mehrerer Faktoren. Für den Fall, dass Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Schuldners mindern könnten, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, bucht Dürr eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und setzt die erfassten Nettovermögenswerte auf den Betrag herab, der angemessenerweise als einbringbar erscheint. Die Wertminderungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten gebucht. Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Die Einschätzung einzelner debitorischer Konten als überfällig beziehungsweise in Verzug erfolgt durch das Management. Für sämtliche anderen Schuldner bildet der Konzern auf Grundlage des Zeitraums, in dem die Forderungen beziehungsweise originären finanziellen Vermögenswerte überfällig sind, des aktuellen Geschäftsumfelds und von Vergangenheitswerten pauschalierte Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen beziehungsweise originäre finanzielle Vermögenswerte. Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Sie umfassen regelmäßige Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert angesetzt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen handelt es sich um Vermögenswerte des Anlagevermögens beziehungsweise kurz- und langfristige Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Die Veräußerungsgruppe kann auch direkt mit den Vermögenswerten in Verbindung stehende Verbindlichkeiten umfassen. Der zugehörige Buchwert muss überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind als gesonderter Posten in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten auszuweisen. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Gemäß IFRS 5 wird ein langfristiger Vermögenswert, solange er als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder zu einer als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Veräußerungsgruppe gehört, nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mit seinem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern der beizulegende Zeitwert niedriger ist als der Buchwert. Kumuliertes übriges Eigenkapital In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals inklusive der darauf entfallenden latenten Steuern ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (zum Beispiel Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges), bewertet zum beizulegenden Zeitwert. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten umfassen Zinsaufwendungen, zinsähnliche Aufwendungen, sonstige Finanzierungsaufwendungen und Anschaffungskosten des Fremdkapitals. Gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" wurden die durch die Begebung der Anleihe und des Schuldscheindarlehens entstandenen Fremdkapitalkosten in der Konzernbilanz passivisch gekürzt ausgewiesen. Die Amortisation der Fremdkapitalkosten - berechnet nach der Effektivzinsmethode - erfolgt über die Laufzeit der Anleihe und des Schuldscheindarlehens. Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungs- und Beitragszusagen. Die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) garantieren den Begünstigten grundsätzlich eine monatliche Altersrente oder einen einmaligen Betrag beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Leistungszusagen sind sowohl unternehmens- als auch mitarbeiterfinanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt nach dem in IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Hierbei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen (zum Beispiel bezüglich Gehaltsentwicklungen oder Rententrend) für die relevanten Größen berücksichtigt, die sich auf die Leistungshöhe auswirken. Der Aufwand für leistungsorientierte Versorgungspläne (Defined Benefit Cost) unterteilt sich in Dienstzeitaufwand und Nettozinsen, die ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sowie Neubewertungen, die ergebnisneutral nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen werden. Rückstellungen für rückgedeckte Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach den Kriterien des IAS 19 mit dem darauf entfallenden Fondsvermögen (Planvermögen) unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung saldiert. Als Planvermögen unter IAS 19 werden - neben qualifizierten Versicherungspolicen - Vermögenswerte eines externen Versorgungsträgers anerkannt, wenn diese Vermögenswerte ausschließlich dem Versorgungszweck dienen und dem Zugriff möglicher Gläubiger entzogen sind. Übrige Rückstellungen Übrige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtungen erfasst werden. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der gewichtete Durchschnittswert erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden zu Leasingbeginn mit dem Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt (wir verweisen auf die vorgenannten Erläuterungen zu den Leasingvereinbarungen). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten für Re-strukturierung werden gebildet, sofern ein detaillierter, formaler Plan aufgestellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. Verbindlichkeiten, die nicht schon im Folgejahr zu einem Vermögensabfluss führen, werden zum Bilanzstichtag mit Marktzinssätzen abgezinst. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode nach IAS 12 "Ertragsteuern" gebildet. Danach werden latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sie werden nicht gebildet, wenn die zu versteuernde temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden in einer Transaktion (soweit sie kein Unternehmenszusammenschluss ist) entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften oder assoziierten Unternehmen sowie aus Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenz steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden, auf Basis des geltenden Steuerrechts beziehungsweise von sicher einzuschätzenden Steuerrechtsänderungen. Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen, und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die die jeweiligen latenten Steuerverbindlichkeiten übersteigen, werden nur bilanziert, wenn deren Realisierung von zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen gedeckt ist. Anteilsbasierte Vergütung Die aktienbasierte Vergütung gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" umfasst Vergütungssysteme, deren Ausgleich in bar erfolgt. Zur Bewertung ermittelt Dürr den beizulegenden Zeitwert der Vergütungsinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung, zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zu ihrer Abgeltung erfolgswirksam angesammelt und in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse abhängt, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualverbindlichkeiten können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil ― der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder ― die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt, ansonsten werden im Anhang Angaben dazu gemacht. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind übernommene Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt selbst dann anzusetzen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Erfüllung dieser Verpflichtung erforderlich ist. 3.14 - ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN scroll Bilanzposten Bewertungsmethode Geschäfts- oder Firmenwerte Anschaffungskosten unter Verwendung der Impairment-Only-Methode Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Anschaffungskosten unter Verwendung der Impairment-Only-Methode mit bestimmter Nutzungsdauer (Fortgeführte) Anschaffungskosten Sachanlagen (Fortgeführte) Anschaffungskosten Finanzielle Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit gehalten (Fortgeführte) Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen Percentage-of-Completion-Methode/ Zero-Profit-Methode Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Nennwert Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Niedrigerer Wert aus beizulegendem Zeitwert und Veräußerungsgruppen abzüglich Veräußerungskosten oder Buchwert Rückstellungen Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens Sonstige Rückstellungen Barwert des Erfüllungsbetrags Finanzielle Verbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten / beizulegender Zeitwert Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten Verbindlichkeiten aus anteilsbasierter Vergütung Beizulegender Zeitwert Übrige Verbindlichkeiten Erfüllungsbetrag Beim Vorliegen von Wertminderungen können sich abweichende Bewertungsmaßstäbe ergeben. Verwendung von Annahmen und Schätzungen Die Erstellung des Konzernabschlusses gemäß den IFRS-Regelungen macht Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer sich im nächsten Geschäftsjahr das Risiko einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden ergeben könnte, werden nachstehend erläutert. Künftige Forderungen aus Auftragsfertigung Kundenspezifische Fertigungsaufträge machen einen großen Teil des Geschäfts von Dürr aus. Die Umsatzrealisierung und die Bilanzierung von Forderungen aus Fertigungsaufträgen erfolgen in der Regel gemäß Leistungsfortschritt (POC-Methode). Wesentlich hierbei ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Diese Schätzungen werden regelmäßig überprüft und angepasst. Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Dazu muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Darüber hinaus muss ein angemessener Abzinsungssatz gewählt werden, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 18 verwiesen. Ertragsteuern Dürr ist in zahlreichen Ländern tätig und unterliegt daher unterschiedlichen Steuerhoheiten. Für jedes Besteuerungssubjekt müssen die erwarteten laufenden und latenten Ertragsteuern bestimmt werden. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie voraussichtlich genutzt werden können. Die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit wird unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren beurteilt. Derartige Faktoren sind zum Beispiel zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in den Planperioden, Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen, Steuerstrategien und erreichte Ergebnisse der Vergangenheit. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Die Unternehmensleitung beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern. Da bei diesen Beurteilungen teilweise Annahmen über die Zukunft zugrunde gelegt werden, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Sie werden dann entsprechend der ursprünglichen Bildung erfolgswirksam oder erfolgsneutral angepasst. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden zukünftigen Einkommens geht Dürr davon aus, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Aktive und passive latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Verpflichtung gültig sind. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 17 verwiesen. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 26 verwiesen. Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden entsprechend den unter Textziffer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Optionen in Zusammenhang mit dem Besitz nicht beherrschender Anteile Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der CPM S.p.A. im Geschäftsjahr 2007 wurde eine Option der Inhaber nicht beherrschender Anteile über den Verkauf von deren Geschäftsanteilen nach IAS 32 zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als sonstige finanzielle Verbindlichkeit bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Bilanzstichtag ermittelt. Aufgrund geänderter vertraglicher Regelungen basiert die Berechnung seit dem Geschäftsjahr 2017 auf bilanzierten Werten und unterliegt damit keiner Schätzung mehr. Optionen im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG Durch den 2015 in Kraft getretenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat die Dürr Technologies GmbH die Möglichkeit, den Organen der HOMAG Group AG Weisungen zu erteilen und den gesamten Gewinn der HOMAG Group AG zu vereinnahmen, sowie die Verpflichtung, etwaige Verluste zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichtete sich Dürr zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach § 304 AktG in Höhe von 1,18 € brutto je HOMAG-Aktie (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1,01 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) für jedes Geschäftsjahr sowie zu einer Abfindung nach § 305 AktG in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Aktie. Seither garantiert die Dürr Technologies GmbH eine Garantiedividende entsprechend der Ausgleichszahlung. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag kann erstmalig zum 31. Dezember 2020 ordentlich gekündigt werden. Für weitere Informationen im Zusammenhang mit der im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG gebildeten sonstigen finanziellen Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche verweisen wir auf Textziffer 30. Bei den Ansprüchen der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG kann es grundsätzlich zu Anpassungen der Abfindung und der Ausgleichszahlung durch ein von Aktionären der HOMAG Group AG angestrengtes Spruchverfahren kommen. Dürr ging allerdings zum Bilanzstichtag nicht davon aus, dass es zu solchen Anpassungen durch das Spruchverfahren kommen wird. Für die Anpassung der passivierten Verpflichtung gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann verweisen wir auf Textziffer 40. Anteilsbasierte Vergütung Die Bewertung der Vergütungsinstrumente mit Barausgleich basiert auf dem erwarteten Aktienkurs am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit sowie auf Ergebnisgrößen im Zeitraum des Programms. Der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendete Aktienkurs beruht auf historischen Kursen. Die verwendeten Ergebnisgrößen basieren auf unternehmensinternen Planungen. Die tatsächlich eintretenden Aktienkurse und Ergebnisgrößen können von den getroffenen Annahmen abweichen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" werden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, beinhaltet Schätzungen und Annahmen der Unternehmensleitung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind. Die tatsächlich eintretenden Verkaufserlöse können von den getroffenen Annahmen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind zudem erforderlich für die Bilanzierung und Bewertung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (wir verweisen auf die Textziffern 21 und 39) sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen, ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte. ERLÄUTERUNGEN DER ABSCHLUSSPOSTEN Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 7. UMSATZERLÖSE 3.15 - UMSATZERLÖSE scroll Tsd. € 2017 2016 Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 2.236.509 2.176.760 Sonstige Umsatzerlöse 1.478.913 1.396.757 Summe Umsatzerlöse 3.715.422 3.573.517 davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft 945.946 981.906 8. UMSATZKOSTEN 3.16 - UMSATZKOSTEN scroll Tsd. € 2017 2016 Materialaufwand 1.418.040 1.403.591 Personalaufwand 623.044 620.190 Währungsgewinne -29.348 -40.794 Währungsverluste 32.595 44.707 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 56.863 57.461 Sonstige Umsatzkosten 755.927 630.095 Summe Umsatzkosten 2.857.121 2.715.250 Bruttomarge in % 23,1 24,0 Von den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte entfallen 12.662 Tsd. € (Vorjahr: 13.957 Tsd. €) auf aktivierte Entwicklungskosten. 9. VERTRIEBSKOSTEN Die Vertriebskosten umfassen Vertriebseinzelkosten und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs. Zudem sind in den Vertriebskosten Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. 3.17 - VERTRIEBSKOSTEN scroll Tsd. € 2017 2016 Personalaufwand 211.016 205.656 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 6.637 17.195 Ausbuchung von Forderungen 3.235 901 Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.488 5.550 Übrige Vertriebskosten 84.041 92.721 307.417 322.023 Für nähere Informationen zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen verweisen wir auf Textziffer 21. 10. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche, die nicht mit Auftragsabwicklung, Produktion, Vertrieb oder Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen. 3.18 - ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN scroll Tsd. € 2017 2016 Personalaufwand 114.434 117.490 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 6.845 7.445 Übrige Verwaltungskosten 54.911 52.689 176.190 177.624 11. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln oder Produkte und Produktionsprozesse zu verbessern. Sie enthalten Personal- und Sachkosten und werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Vermindert werden die Forschungs- und Entwicklungskosten um die Entwicklungskosten, die die Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllen. 3.19 - FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN scroll Tsd. € 2017 2016 Personalaufwand 69.118 68.043 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 7.852 8.401 Aktivierte Entwicklungskosten -9.569 -12.423 Übrige Forschungs- und Entwicklungskosten 49.317 41.852 116.718 105.873 12. PERSONALAUFWENDUNGEN In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Personalaufwendungen gemäß Tabelle 3.20 enthalten. 3.20 - PERSONALAUFWENDUNGEN scroll Tsd. € 2017 2016 Löhne und Gehälter 857.676 856.757 Sozialaufwendungen 159.936 155.005 Summe Personalaufwendungen 1.017.612 1.011.762 davon Altersversorgung 60.852 57.541 13. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN 3.21 - SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN scroll Tsd. € 2017 2016 Sonstige betriebliche Erträge Währungsgewinne 39.881 45.145 Erträge aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 22.986 5.241 Erstattungen aus Schadensfällen 4.903 808 Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.725 2.026 Zuwendungen der öffentlichen Hand 1.167 1.795 Auflösung von Rückstellungen 607 667 Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 253 12.492 Erträge aus nachträglich erhaltenen Ausgleichszahlungen - 2.200 Anpassung bedingter Kaufpreisraten - 1.000 Übrige 5.846 4.312 77.368 75.686 Sonstige betriebliche Aufwendungen Währungsverluste 38.666 45.767 Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.216 1.503 Aufwendungen aus Transaktionskosten im Zusammenhang mit Akquisitionen und Veräußerungen 756 3.600 Aufwendungen für Kantinen 695 795 Aufwendungen für sonstige lokale Steuern 592 1.301 Aufwendungen aus Wertminderungen und Abgang von Umlaufvermögen 577 300 Aufwendungen aus Zuführung zu Rückstellungen 573 156 Übrige 2.654 3.616 45.729 57.038 Abgesehen von dem Ergebnis aus Rechtsstreitigkeiten, der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen sowie einem Teil der Erstattungen aus Schadensfällen gibt es keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge oder Aufwendungen. Wir verweisen hinsichtlich der Erträge aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten auf Textziffer 24. 14. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND Im Geschäftsjahr 2017 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von Aufwendungen des Konzerns in Höhe von 1.179 Tsd. € (Vorjahr: 1.842 Tsd. €) erfasst. Die Zuwendungen beinhalten unter anderem die Förderung kostenintensiver Innovationsprojekte. Im Vorjahr waren zusätzlich Zuwendungen für die Förderung von Aus- und Weiterbildung enthalten. Darüber hinaus führten Zuwendungen der öffentlichen Hand zu einer Reduzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 67 Tsd. € (Vorjahr: 219 Tsd. €). Die Gewährung der Zuwendungen ist mit Auflagen verbunden, von deren Erfüllung derzeit ausgegangen wird. 15. BETEILIGUNGSERGEBNIS Das Beteiligungsergebnis enthält unter anderem das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen sowie Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen betrug 3.624 Tsd. € (Vorjahr: 3.693 Tsd. €). Es beinhaltet die Ergebnisanteile aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode und erhaltene Dividenden. Ergebnisse aus dem Verkauf von Gütern durch konsolidierte Gesellschaften an at equity bilanzierte Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden im Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen entsprechend der Anteilsquote herausgerechnet. Das Ergebnis aus Beteiligungen umfasst Erträge aus Ausschüttungen, den Gewinn aus der Veräußerung der Beteiligung an der Tec4Aero GmbH mit Sitz in Wiefelstede, Deutschland, in Höhe von 427 Tsd. € (Vorjahr: 3.922 Tsd. €) sowie Währungseffekte aus der Absicherung von Dividendenzahlungen. 16. ZINSERGEBNIS Wie im Vorjahr wurde der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2017 nicht um Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der kundenspezifischen Auftragsfertigung verringert, da die Aufträge aufgrund erhaltener Kundenanzahlungen keiner externen Finanzierung bedurften. [Tab. 3.22 ] 17. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, die Gewerbeertragsteuer sowie vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochtergesellschaften werden anhand der Steuersätze und -regelungen des jeweiligen nationalen Steuerrechts gebildet. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) herangezogen. [Tab. 3.23 ] 3.22 - ZINSERGEBNIS scroll Tsd. € 2017 2016 Zinsen und ähnliche Erträge 6.091 6.233 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -27.664 -26.479 davon: Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe -8.625 -8.625 Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen -4.340 -3.163 Zinsaufwand aus der Folgebilanzierung des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG -6.503 -6.336 Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung einer Anleihe und eines Schuldscheindarlehens -655 -641 Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing -278 -398 Nettozinsaufwand aus der Bewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -813 -1.149 Sonstige Zinsaufwendungen -6.450 -6.167 Zinsergebnis -21.573 -20.246 3.23 - ZUSAMMENSETZUNG DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS scroll Tsd. € 2017 2016 Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ertragsteueraufwand Inland 33.403 36.133 Ertragsteueraufwand Ausland 58.967 41.088 Anpassung für Vorjahre -4.168 -3.917 Summe tatsächliche Steuern 88.202 73.304 Latente Steuern Latenter Steuerertrag Inland -4.614 -2.895 Latenter Steuerertrag/-aufwand Ausland -12.231 1.799 Anpassung für Vorjahre -2.968 -1.882 Summe latente Steuern -19.813 -2.978 Gesamtsteueraufwand 68.389 70.326 3.24 - ÜBERLEITUNG ERTRAGSTEUERAUFWAND scroll Tsd. € 2017 2016 Ergebnis vor Ertragsteuern 269.855 258.126 Theoretischer Ertragsteueraufwand in Deutschland von 28,7% (Vorjahr: 28,7%) 77.448 74.082 Anpassungen von in Vorjahren angefallenen Ertragsteuern -7.136 -5.799 Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie Quellensteuern 13.329 9.646 Besteuerungsunterschied Ausland -6.247 -7.251 Nicht aktivierte latente Steuern insbesondere auf Verlustvorträge 4.234 5.358 Nachaktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und Veränderungen von latenten Steuern auf Wertberichtigungen -5.794 -5.732 Veränderung von Steuersätzen -39 324 Steuerfreie Erträge -7.319 -351 Sonstiges -87 49 Effektiver Ertragsteueraufwand des Dürr-Konzerns 68.389 70.326 Tabelle 3.24 leitet den theoretischen Ertragsteueraufwand auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand über. Für das Geschäftsjahr 2017 sah das deutsche Körperschaftsteuerrecht einen gesetzlichen Steuersatz von 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung betrug für das Geschäftsjahr 2017 12,9 % (Vorjahr: 12,9 %). Damit basiert die Überleitung auf der inländischen Gesamtsteuerbelastung von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %). Für die ausländischen Gesellschaften liegen die jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze zwischen 8,75 % und 39,1 % (Vorjahr: 8,75 % und 37,3 %). [Tab. → 3.24 ] Ein latenter Steueranspruch für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und andere abzugsfähige temporäre Differenzen ist nach IAS 12 "Ertragsteuern" nur in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus und berücksichtigt die in einigen Ländern anzuwendende Mindestbesteuerung bei der Bestimmung der Verlustnutzungsmöglichkeiten. Im Inland bestehende Verluste aus vororganschaftlicher Zeit werden nicht angesetzt. In den steuerfreien Erträgen ist ein Betrag von 5.173 Tsd. € enthalten, der auf die Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) zurückzuführen ist. Zum 31. Dezember 2017 bestanden insgesamt Zins- und Verlustvorträge in Höhe von 179.133 Tsd. € (Vorjahr: 167.180 Tsd. €). Im Vorjahr bestanden Verlustvorträge in Höhe von 18.613 Tsd. € bei Bereichen, die als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen waren und für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Die Zins- und Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden, betrugen 127.441 Tsd. € (Vorjahr: 115.552 Tsd. €) und bestehen überwiegend in Deutschland, Frankreich, Polen und Brasilien. In Deutschland bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, in Höhe von 51.750 Tsd. € (Vorjahr: 42.610 Tsd. €). Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sind zurzeit unbegrenzt vortragsfähig. Von den nicht angesetzten Zins- und Verlustvorträgen verfallen Beträge in Höhe von 2.064 Tsd. € innerhalb der nächsten 10 Jahre (Vorjahr: 3.119 Tsd. €). Die restlichen Verlustvorträge sind zurzeit unverfallbar. Andere abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 9.277 Tsd. € wurden zum 31. Dezember 2017 (Vorjahr: 7.301 Tsd. €) nicht bilanziert. Eine Verrechnung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt, wenn eine Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden einklagbar ist. Ferner müssen sich die Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern eines Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. 3.25 - AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN scroll KONZERNBILANZ KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016 Latente Ertragsteueransprüche Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten 3.203 3.322 -119 -275 Neubewertung der Grundstücke und Gebäude sowie Sachanlagen 1.488 2.699 -1.211 1.194 Wertberichtigungen auf Forderungen 1.192 1.140 52 -166 Zins-/Währungsgeschäfte 4.504 7.108 -2.604 2.696 Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte 24.907 17.232 7.675 -4.340 Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten 4.897 3.838 1.059 -9.962 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 11.174 13.534 -2.360 6.235 Steuerlich nicht zulässige Rückstellungen 15.783 12.600 3.183 3.181 Steuerliche Zins- und Verlustvorträge 13.195 16.101 -2.906 -1.725 Summe aktive latente Ertragsteueransprüche 80.343 77.574 Saldierungen -45.903 -47.683 Alle aktiven latenten Steuern 34.440 29.891 Latente Ertragsteuerschulden Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten -35.998 -40.065 4.067 3.946 Aktivierte Entwicklungskosten -9.556 -10.207 651 932 Steuerlich absetzbare Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte -10.553 -15.046 4.493 1.395 Neubewertung der Grundstücke und Gebäude sowie Sachanlagen -23.901 -26.682 2.781 -4.690 Bewertung von Anteilen an Tochtergesellschaften -14.283 -15.162 879 -288 Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte -36.912 -34.328 -2.584 13.707 Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten -6.079 -8.191 2.112 -1.733 Amortisation der Kosten für Anleihe und Schuldscheindarlehen -255 -318 63 66 Summe passive latente Ertragsteuerschulden -137.537 -149.999 Saldierungen 45.903 47.683 Alle passiven latenten Steuern -91.634 -102.316 Überleitungseffekt aus Erstkonsolidierungen 182 1.175 Überleitungseffekt aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - -6.122 Translationseffekte auf latente Steuerpositionen 696 738 Erfolgsneutrale Effekte 3.704 -2.986 Latenter Ertragsteuerertrag 19.813 2.978 Für ausschüttungsfähige Gewinne von Tochtergesellschaften werden im Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Ertrag- und Quellensteuern als passive latente Steuern ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen, oder beabsichtigt ist, diese Gewinne auf Dauer nicht zu reinvestieren. Für aufgelaufene Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 225.872 Tsd. € (Vorjahr: 237.835 Tsd. €) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Dürr geht davon aus, dass während bestehender Organschaftsverhältnisse keine Rücklagen an den jeweiligen Organträger ausgeschüttet werden. 18. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN Einzelheiten zu Veränderungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen des Konzerns sind aus der Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte unter Textziffer 41 ersichtlich. Abschreibungen Die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatz- und Funktionskosten ausgewiesen. [Tab. - 3.26, 3.27 ] Im Rahmen der Weiterführung des Programms ONE HOMAG fand im Geschäftsjahr 2017 eine Neuausrichtung der Markenarchitektur der Division Woodworking Machinery and Systems statt. Seit dem 1. März 2017 tritt die HOMAG Group am Markt nur noch mit der Marke HOMAG auf. Aus diesem Grund wurden im Vorjahr die Nutzungsdauern der künftig nicht mehr genutzten Markennamen WEEKE, BRANDT, HOLZMA und AUTOMATION von unbestimmt auf bestimmt umgestellt und in Höhe von 11.098 Tsd. € vollständig abgeschrieben. Aufgrund der Betriebsstilllegung der Dürr thermea GmbH mit Sitz in Ottendorf-Okrilla, Deutschland, wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 2.496 Tsd. € außerplanmäßig abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte Unter den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden neben den Geschäfts- oder Firmenwerten auch Markennamen im Wert von 50.733 Tsd. € (Vorjahr: 51.202 Tsd. €) bilanziert. Dürr beabsichtigt, diese Markennamen auch weiterhin einzusetzen. In den geleisteten Anzahlungen für immaterielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen laufende Investitionen in Softwareprodukte für IT-Großprojekte der HOMAG Group enthalten. 3.26 - PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN scroll 2017 2016 Tsd. € Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Summe planmäßige Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Summe planmäßige Abschreibungen Umsatzkosten -29.421 -27.442 -56.863 -29.601 -26.953 -56.554 Vertriebskosten -1.850 -4.787 -6.637 -12.920 -4.275 -17.195 Allgemeine Verwaltungskosten -1.390 -5.455 -6.845 -1.479 -5.966 -7.445 Forschungs- und Entwicklungskosten -2.959 -4.893 -7.852 -3.505 -4.896 -8.401 Sonstige betriebliche Aufwendungen - -2 -2 -3 -9 -12 -35.620 -42.579 -78.199 - 47.508 -42.099 -89.607 3.27 - AUSSERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN scroll 2017 2016 Tsd. € Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Summe außerplanmäßige Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Summe außerplanmäßige Abschreibungen Umsatzkosten -1.449 -751 -2.200 -843 -64 -907 Allgemeine Verwaltungskosten -34 -262 -296 - - - -1.483 -1.013 -2.496 -843 -64 -907 Werthaltigkeitstest von Geschäfts- oder Firmenwerten Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten hat Dürr die Divisions beziehungsweise Bereiche innerhalb der Divisions definiert. Diese sind Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Clean Technology Systems, Balancing and Assembly Products und Woodworking Machinery and Systems. Das Berechnungsschema ist für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten identisch, da die wesentlichen Parameter alle Bereiche gleichermaßen betreffen. Im zwischenzeitlich veräußerten Bereich Cleaning and Surface Processing wurden im Vorjahr Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 21.316 Tsd. € in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert und zuvor auf Wertminderung getestet. Da der erwartete Verkaufserlös das Nettovermögen überstieg, lag keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts vor. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Berechnung eines Nutzungswerts ermittelt. Die Nutzungswerte der Bereiche übertrafen jeweils das zugeordnete Nettovermögen. Die Berechnung basiert auf Cashflow-Prognosen, die auf Planungen für einen Zeitraum von vier Jahren beruhen. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2017 zwischen 9,17 % und 13,37 % (Vorjahr: 8,96 % bis 10,91 %). Cashflows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden mit einer Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) extrapoliert, die sich an der langfristigen Wachstumsrate der Bereiche orientiert. Dürr überprüft die Werthaltigkeit des Buchwerts von Geschäfts- oder Firmenwerten grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres. Geplante Bruttogewinnmargen Die geplanten Bruttogewinnmargen werden im Rahmen der Bottom-up-Planung durch die Konzerngesellschaften und Bereiche ermittelt. Sie basieren auf den in den vorangegangenen Geschäftsjahren ermittelten Werten unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostenentwicklungen sowie Effizienzsteigerungen. Kapitalkosten (Abzinsungssatz) Die Kapitalkosten ergeben sich aus dem gewogenen Mittel der Fremd- und Eigenkapitalkosten vor Steuern. Im Rahmen der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von mit Dürr vergleichbaren Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird. Materialpreissteigerungen Die zukünftigen Preissteigerungen bei von Dürr benötigten Vorprodukten und Materialien werden vorrangig abgeleitet aus den erwarteten Preisänderungen der zu ihrer Herstellung notwendigen Rohstoffe. Bei diesen wiederum werden die Preisindizes der Länder zugrunde gelegt, aus denen die Vorprodukte und Materialien durch die jeweiligen Konzerngesellschaften bezogen werden. Steigerung von Lohn- und Gehaltskosten Die deutschen Tochtergesellschaften haben für die Vierjahresplanung Entgeltsteigerungen von durchschnittlich 2,7 % p.a. ab dem Jahr 2018 (Vorjahr: 2,8 % p.a.) unterstellt. Alle ausländischen Tochtergesellschaften haben für die jeweilige Planungsperiode ihre jeweiligen nationalen Steigerungsraten verwendet. Sensitivitätsanalyse von Geschäfts- oder Firmenwerten Unabhängig von der aktuellen und der erwarteten wirtschaftlichen Lage hat Dürr Sensitivitätsanalysen zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte in den Bereichen vorgenommen. Geprüft wurden die Auswirkungen folgender Szenarien: ― EBIT-Rückgang um 10 % in allen Planjahren ab 2018 (im Vergleich zu den verabschiedeten Unternehmensplanungen), ― Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte, ― Verringerung der Wachstumsrate in der ewigen Rente auf 0,75 %. Die Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch unter diesen Annahmen aus heutiger Sicht bei keinem Bereich ein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht. 3.28 - ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE scroll Tsd. € Buchwert zum 1. Januar 2016 Währungsdifferenz Zugänge Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Buchwert zum 31. Dezember 2016 Währungsdifferenz Zugänge Buchwert zum 31. Dezember 2017 Paint and Final Assembly Systems 106.026 782 1.172 - 107.980 -1.964 - 106.016 Application Technology 66.037 366 637 - 67.040 -611 - 66.429 Clean Technology Systems 13.408 209 3.613 - 17.230 -817 - 16.413 Balancing and Assembly Products 102.663 334 - - 102.997 -1.356 160 101.801 Cleaning and Surface Processing 20.793 523 - -21.316 - - - - Measuring and Process Systems 123.456 857 - -21.316 102.997 -1.356 160 101.801 Woodworking Machinery and Systems 106.235 118 - - 106.353 - 461 - 105.892 Dürr-Konzern 415.162 2.332 5.422 -21.316 401.600 -5.209 160 396.551 Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte Tabelle 3.28 zeigt die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Bereichen und Divisions. [Tab. → 3.28 ] Die Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen mit einem Wert von 105.719 Tsd. € auf den Erwerb der HOMAG Group im Jahr 2014 sowie mit 11.192 Tsd. € auf den Erwerb der iTAC-Gesellschaften im Jahr 2015. Aus historischen Erwerben, Verkäufen und Umstrukturierungen entfallen heute 98.453 Tsd. € auf die Akquisition früherer Alstom-Gesellschaften und 93.832 Tsd. € auf die Akquisition der damaligen Schenck-Gruppe. Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus Zugängen im Geschäftsjahr 2017 wird nachfolgend erläutert. Akquisitionen Sonstige Akquisitionen Zur Stärkung des Geschäftsfelds Auswuchttechnik für Turbolader in Mexiko übernahm Schenck Mexico, S.A. de C.V. mit Sitz in Mexiko-Stadt, Mexiko, Aktivitäten einer Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals mit Wirkung zum 15. März 2017. Am 4. Mai 2017 erwarb Dürr per Mantelkauf 100 % der Anteile an der Gesellschaft Blitz 17-38 GmbH mit Sitz in München, Deutschland. Nach dem Erwerb wurde die Gesellschaft in Tapio GmbH mit Sitz in München umfirmiert. Am 29. September 2017 erwarb Dürr 100 % der Aktien der Test Devices Inc. mit Sitz in Hudson, Massachusetts, USA, zur Stärkung des lokalen Serviceangebots, insbesondere im Bereich Schleuderservices für die Luftfahrtindustrie. Die Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Full-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der Gesellschaften werden seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisitionen betrug 4.828 Tsd. € und wurde in voller Höhe bar beglichen. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen 756 Tsd. €, die als Aufwand im Geschäftsjahr 2017 erfasst wurden. Tabelle 3.29 stellt die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften und das erworbene Nettovermögen dar: 3.29 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE SONSTIGE AKQUISITIONEN scroll Tsd. € Kaufpreis 4.828 Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens -4.668 Geschäfts- oder Firmenwerte 160 Die Geschäfts- oder Firmenwerte spiegeln Synergien unter anderem im Bereich Vertrieb und die Ertragsaussichten in den USA und Mexiko wider und wurden dem Bereich Balancing and Assembly Products zugeordnet. In Höhe von 160 Tsd. € sind die Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich absetzbar. Die Zurechnung des Kaufpreises zu den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kann Tabelle 3.30 entnommen werden. 3.30 - KAUFPREISALLOKATION SONSTIGE AKQUISITIONEN scroll Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition Immaterielle Vermögenswerte 33 2.745 2.778 Sachanlagen 774 - 774 Aktive latente Steuern - - - Vorräte und geleistete Anzahlungen 399 - 399 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 2.170 - 2.170 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 375 - 375 Langfristige Verbindlichkeiten -83 - -83 Passive latente Steuern - -182 -182 Kurzfristige Verbindlichkeiten -1.563 - -1.563 Nettovermögen 2.105 2.563 4.668 Die Buchwerte nach Akquisition entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how und Kundenbeziehungen aktiviert wurden. Bei den Erstkonsolidierungen wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert. 3.31 - AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN SONSTIGER AKQUISITIONEN scroll Tsd. € Beizulegender Zeitwert Technologisches Know-how 1.174 Kundenbeziehungen 1.332 Sonstiges 239 2.745 Der beizulegende Zeitwert des technologischen Know-hows wurde anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, der Zeitwert der Kundenbeziehungen nach der Multi-Period-Excess-Earnings-Methode. Der Ergebnisbeitrag der akquirierten Gesellschaften vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2017 stellt sich gemäß Tabelle 3.32 wie folgt dar: 3.32 - ERGEBNISBEITRAG DER SONSTIGEN AKQUISITIONEN AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT scroll Tsd. € Umsatzerlöse 1.910 Ergebnis nach Steuern -57 Im Ergebnis nach Steuern sind die auf das Geschäftsjahr 2017 entfallenden Effekte aus der Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kaufpreisallokation enthalten. Wären die erworbenen Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2017 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 3.721.089 Tsd. € sowie das Ergebnis des Dürr-Konzerns 201.758 Tsd. € betragen. Sachanlagen Als Anlagen im Bau sind Sachanlagen aktiviert, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- und/oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertiggestellt wurden. Zum 31. Dezember 2017 entfiel der Großteil der Anlagen im Bau auf die Errichtung neuer Gebäude an den Standorten Schopfloch und Bietigheim-Bissingen, Deutschland (Vorjahr: Campus Großraum Schanghai in der V. R. China). Der Konzern hat im Eigentum stehende Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen im Wert von 469 Tsd. € (Vorjahr: 43.935 Tsd. €) als Sicherheit gewährt. Der Rückgang resultiert überwiegend aus der Rückzahlung des Darlehens zur Finanzierung des Campus am Standort Bietigheim-Bissingen und der damit zusammenhängenden Freigabe der Grundschulden. Grundstücke und Gebäude Im Geschäftsjahr 2017 wurden 28.388 Tsd. € in Immobilien investiert. Der Großteil hiervon entfiel auf die Erstkonsolidierung der Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG. Bei dieser Gesellschaft handelt es sich um eine Leasingobjektgesellschaft, die Immobilien am Standort Bietigheim-Bissingen besitzt. Die Immobilien mit einem Buchwert in Höhe von 17.636 Tsd. € werden als Zugang zu Grundstücken und Gebäuden ausgewiesen. Darüber hinaus entfielen weitere Investitionen auf die Fertigstellung des Dürr-Campus im Großraum Schanghai in der V. R. China und den Erwerb weiterer Immobilien in den USA. Im Vorjahr wurden 6.800 Tsd. € in Immobilien investiert. Der Großteil hiervon entfiel auf die Fertigstellung des Dürr-Campus in Southfield, USA, und eines Trainingscenters in Ulsan, Südkorea. Finanzierungsleasing Am 31. Dezember 2017 waren ein Gebäude in Großbritannien, ein unter den Grundstücken und Gebäuden aktiviertes Heizwasserverteilnetz in Deutschland sowie ein Gebäude in Italien als Finanzierungsleasing aktiviert. Dürr ist nicht rechtlicher Eigentümer der Gebäude und des Heizwasserverteilnetzes. Die Abschreibungen auf diese Immobilien sind in den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen enthalten. Die im Geschäftsjahr 2016 als Finanzierungsleasing aktivierte Produktionshalle in den USA wurde im Geschäftsjahr 2017 erworben und ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr Teil der als Finanzierungsleasing aktivierten Immobilien. Tabelle 3.33 zeigt die in den Sachanlagen enthaltenen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen für die als Finanzierungsleasing aktivierten Immobilien. 3.33 - ALS FINANZIERUNGSLEASING AKTIVIERTE IMMOBILIEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Historische Anschaffungskosten 9.528 12.024 Kumulierte Abschreibungen -4.100 -4.434 Restbuchwert 5.428 7.590 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Dürr unterscheidet zwischen überwiegend fremd- und überwiegend eigengenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn der selbstgenutzte Anteil unbedeutend ist. Dürr bewertet diese als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach dem Anschaffungskostenmodell. Bei den Immobilien handelt es sich um eine Gruppe von Gebäuden sowie anteilige Infrastrukturflächen der Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt, die der Division Measuring and Process Systems zugeordnet sind. 3.34 - EINNAHMEN UND AUFWENDUNGEN AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN scroll Tsd. € 2017 2016 Mieteinnahmen im Geschäftsjahr 3.578 3.552 Erwartete künftige Mieteinnahmen auf Basis der bestehenden Verträge 12.120 12.643 Direkt zurechenbaren Aufwendungen 1.231 1.287 Direkt zurechenbare Aufwendungen für leer stehende Immobilien 72 77 Die Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich die Zusammensetzung der Gruppe der Immobilien, die nach IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bilanziert wird, im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2017 lag bei 31.860 Tsd. € (Vorjahr: 31.860 Tsd. €) und wird Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet (Erläuterungen zu den Fair-Value-Hierarchie-Stufen finden sich unter Textziffer 33). Grundlage für die Wertermittlung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bildet eine jährlich erstellte interne Berechnung; ein Gutachter wurde zur Bestimmung der Werte nicht herangezogen. Der Zeitwert der Immobilien wird anhand der kapitalisierten Erträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt; Basis hierfür sind die Marktmieten unter Berücksichtigung regional üblicher Risikoabschläge. Für die Berechnung wurden eine Leerstandsquote von 10 % (Vorjahr: 10 %) und ein Liegenschaftszins von 7,5 % (Vorjahr: 7,5 %) zugrunde gelegt. Die kumulierten Anschaffungswerte der Grundstücke und Gebäude betrugen zum 31. Dezember 2016 43.643 Tsd. € und zum 31. Dezember 2017 43.922 Tsd. €. Die kumulierten Abschreibungen einschließlich aller Wertminderungen beziehungsweise Zuschreibungen erhöhten sich von 22.979 Tsd. € am 31. Dezember 2016 auf 23.742 Tsd. € zum 31. Dezember 2017. 19. BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN UND ÜBRIGE FINANZANLAGEN Wesentliche at equity bilanzierte Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. Das Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. hat seinen Sitz in Hongkong, V. R. China, und ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft, die die Produkte der produzierenden Gesellschaften der HOMAG Group vertreibt und für eine funktionierende Serviceorganisation und die Bearbeitung des chinesischen Markts zuständig ist. 3.35 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD. scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Langfristige Vermögenswerte 10.303 4.085 Kurzfristige Vermögenswerte 179.888 140.108 Langfristige Schulden - 24 Kurzfristige Schulden 158.135 113.049 Eigenkapital 32.056 31.120 Buchwert der Beteiligung 12.578 12.299 Beteiligungsquote Dürr 25,0% 25,0% Der Buchwert der Beteiligung ist durch Währungseffekte beeinflusst. 3.36 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN ZUR HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD. scroll Tsd. € 2017 2016 Umsatzerlöse 291.744 178.970 Ergebnis nach Ertragsteuern 9.075 6.006 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 22.814 37.082 Cashflow aus Investitionstätigkeit -16.231 -127 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 8.042 -5.142 Von Homag China Golden Field Ltd. erhaltene Dividenden 1.054 490 Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2017 wie im Vorjahr keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende. Aggregierte Angaben zu den weiteren at equity bilanzierten Unternehmen 3.37 - AGGREGIERTE ANGABEN ZU DEN WEITEREN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN scroll Tsd. € 2017 2016 Buchwert der weiteren at equity bilanzierten Unternehmen (Stand 31. Dezember) 18.194 20.427 Ergebnis nach Ertragsteuern 2.348 4.112 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.222 6.939 Cashflow aus Investitionstätigkeit -78 -1.118 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.084 1.542 Ein assoziiertes Unternehmen hat den Abschlussstichtag 30. September und wird auf Basis seiner Abschlussdaten in die Equity-Bewertung einbezogen. Wesentliche Effekte zwischen diesem Stichtag und dem 31. Dezember werden berücksichtigt. Für weitere Informationen zu den einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die Textziffern 3 und 4. Übrige Finanzanlagen 3.38 - ÜBRIGE FINANZANLAG EN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Sonstige Beteiligungen 4.393 2.946 Wertpapiere des Anlagevermögens - 8.955 4.393 11.901 In den sonstigen Beteiligungen ist im Jahr 2017 die Beteiligung an der ADAMOS GmbH mit einem Buchwert von 2.000 Tsd. € hinzugekommen. 20. VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN 3.39 - VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 207.005 173.842 abzüglich Wertberichtigungen -25.737 -22.019 Unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung 99.064 92.852 abzüglich Wertberichtigungen -4.407 -4.470 Fertigerzeugnisse und Handelswaren 117.862 119.043 abzüglich Wertberichtigungen -15.260 -15.649 Geleistete Anzahlungen 59.269 37.457 abzüglich Wertberichtigungen -138 - 437.658 381.056 Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Summe der Wertberichtigungen auf die Vorräte erhöhte sich nach Berücksichtigung von Wechselkursdifferenzen sowie Verbräuchen auf 45.542 Tsd. € (Vorjahr: 42.138 Tsd. €). Die Zuführung zu den Wertberichtigungen von 8.647 Tsd. € im Geschäftsjahr 2017 (Vorjahr: 16.119 Tsd. €) wurde erfolgswirksam erfasst. 21. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN [Tab. -»3.40 ] Tabelle 3.41 zeigt eine Fälligkeitsanalyse der bilanzierten, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. [Tab. 3.41 ] 3.40 - FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 469.334 469.334 - 357.149 357.149 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 473.565 462.595 10.970 418.481 401.606 16.875 Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.157 9.157 - 20.668 20.665 3 952.056 941.086 10.970 796.298 779.420 16.878 3.41 - FÄLLIGKEITSANALYSE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN (L&L) GEGEN DRITTE FORDERUNGEN AUS L&L GEGEN AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 469.334 357.149 346.325 305.084 6.545 18.820 Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig weniger als 3 Monate - - 82.289 69.684 1.728 991 zwischen 3 und 6 Monaten - - 20.179 19.224 287 516 zwischen 6 und 9 Monaten - - 10.304 6.802 565 11 zwischen 9 und 12 Monaten - - 4.574 3.198 2 286 mehr als 12 Monate - - 7.894 9.375 30 44 Gesamt - - 125.240 108.283 2.612 1.848 Einzelwertberichtigte Forderungen (netto) - - 2.000 5.114 - - Buchwert (netto) 469.334 357.149 473.565 418.481 9.157 20.668 3.42 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN scroll Tsd. € 2017 2016 Stand 1. Januar 15.088 11.032 Währungsdifferenz -436 66 Verbrauch -1.265 -654 Auflösung -4.502 -1.721 Zugang (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 6.990 7.271 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 7 -906 Stand 31. Dezember 15.882 15.088 3.43 - ZUSAMMENSETZUNG DER KÜNFTIGEN FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN SOWIE ERHALTENEN ANZAHLUNGEN scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Aktivischer Ausweis Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 1.891.696 1.891.696 - 1.550.575 1.550.575 - Abzüglich fakturierter Beträge 1.422.362 1.422.362 - 1.193.426 1.193.426 - Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 469.334 469.334 - 357.149 357.149 - Passivischer Ausweis Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 1.926.771 1.926.771 - 2.420.602 2.420.602 - Abzüglich fakturierter Beträge 2.407.963 2.404.135 3.828 2.942.968 2.939.140 3.828 Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen 481.192 477.364 3.828 522.366 518.538 3.828 Gesamt Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 3.818.467 3.818.467 - 3.971.177 3.971.177 - Abzüglich fakturierter Beträge 3.830.325 3.826.497 3.828 4.136.394 4.132.566 3.828 Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen 11.858 8.030 3.828 165.217 161.389 3.828 Bei den weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sowie gegen at equity bilanzierte Unternehmen haben sich wie in Tabelle 3.42 dargestellt entwickelt. [ Tab. → 3.42 ] Im Geschäftsjahr 2017 wurden Forderungen in Höhe von 3.235 Tsd. € (Vorjahr: 901 Tsd. €) ausgebucht, wovon 1.265 Tsd. € (Vorjahr: 654 Tsd. €) bereits in der Vergangenheit wertberichtigt worden waren. Die Ausbuchung der restlichen 1.970 Tsd. € (Vorjahr: 247 Tsd. €) wurde im Geschäftsjahr 2017 ergebniswirksam. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen Diese Beträge sind je Auftrag saldiert entweder in den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Ausweis) oder in den Verbindlichkeiten (passivischer Ausweis) enthalten; wir verweisen auch auf Textziffer 28. [ Tab. → 3.43 ] 22. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE [ Tab. → 3.44 ] In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind unter anderem Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 12.387 Tsd. € (Vorjahr: 12.383 Tsd. €), Guthaben bei Lieferanten in Höhe von 3.572 Tsd. € (Vorjahr: 3.157 Tsd. €) und Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von 1.693 Tsd. € (Vorjahr: 1.602 Tsd. €) enthalten. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 sind unter Textziffer 33 dargestellt. Für weitere Informationen zu den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten verweisen wir auf Textziffer 24. 23. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE [Tab. 3.45 ] 24. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE VERBINDLICHKEITEN UND VERKÄUFE 3.44 - SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Derivative finanzielle Vermögenswerte 5.928 5.758 170 3.545 3.493 52 Mietkautionen und sonstige hinterlegte Sicherheiten 6.951 4.092 2.859 6.541 3.612 2.929 Termingelder 136.008 136.008 - 89.445 89.445 - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 19.507 19.507 - - - - Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2.996 2.996 - - - - Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 6 - 6 6 - Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 24.110 22.286 1.824 21.889 20.708 1.181 195.506 190.653 4.853 121.426 117.264 4.162 3.45 - SONSTIGE VERMÖGENSWERTE scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Steuererstattungsansprüche ohne Ertragsteuern 45.660 45.296 364 27.499 26.972 527 Übrige 107 4 103 - - - 45.767 45.300 467 27.499 26.972 527 Im Geschäftsjahr 2017 veräußerte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V. R. China, (SBS) hat das Geschäft des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) mit Wirkung zum 31. März 2017 übernommen. Die dem Bereich Cleaning and Surface Processing zugeordneten Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten waren als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und in der Konzernbilanz der Dürr AG zum 31. Dezember 2016 separat ausgewiesen. Diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2016 der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Die Transaktion umfasst neben verschiedenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der V. R. China, Mexiko und in einigen weiteren Ländern die folgenden Gesellschaften: ― Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt, Deutschland, ― Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans, Frankreich, ― Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany, Tschechische Republik, ― UCM AG, Rheineck, Schweiz, ― Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan, USA, ― Mhitraa Engineering Equipment Private Limited, Sriperumbudur, Indien. Der Ertrag aus dem Verkauf betrug 22.986 Tsd. €. Im Rahmen der Veräußerung erhielt Dürr neben einem Netto-Barausgleich von 108.517 Tsd. € eine 15 %-Beteiligung an der neuen HoldingGesellschaft SBS Ecoclean GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland. Die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co. hat die Option ausgeübt, die restlichen 15 % der Beteiligung an der SBS Ecoclean GmbH von Dürr zu übernehmen. Der Ausweis erfolgt in den kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten. Im ersten Quartal 2017 steuerte der Bereich Cleaning and Surface Processing 47.475 Tsd. € zum Konzern-Umsatz und 2.183 Tsd. € zum Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) bei. Im Vorjahr waren die Erträge und Aufwendungen vollständig in der KonzernGewinn- und Verlustrechnung enthalten. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing werden nachgelagert noch weitere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Diese sind der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. 3.46 - ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Immaterielle Vermögenswerte - 24.384 Sachanlagen 15 16.037 Aktive latente Steuern - 1.297 Vorräte und geleistete Anzahlungen 388 20.225 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 575 91.113 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 14.164 Langfristige Verbindlichkeiten -28 -4.993 Passive latente Steuern - -7.419 Kurzfristige Verbindlichkeiten -596 -47.496 Nettovermögen 354 107.312 Kumuliertes übriges Eigenkapital - -3.573 Im Geschäftsjahr 2016 veräußerte Vermögenswerte Im Rahmen des Umzugs in den Dürr-Campus in Southfield, Michigan, USA, wurden das nicht länger benötigte Gebäude in Auburn Hills, ebenfalls in Michigan, USA, und weitere technische Anlagen und Büroausstattung an diesem Standort im Geschäftsjahr 2015 als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Mit Wirkung zum 31. März 2016 wurden das Gebäude und die weiteren Sachanlagen veräußert. Der Veräußerungsgewinn betrug 4.935 Tsd. € und war als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Vermögenswerte waren zum Umgliederungszeitpunkt mit dem Buchwert bewertet. Zum 31. Dezember 2015 waren die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der Division Application Technology zugeordnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva 25. EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT Gezeichnetes Kapital (Dürr AG) Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2017 88.579 Tsd. € (Vorjahr: 88.579 Tsd. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Ermächtigungen Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien (Dürr AG) Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10 %-Grenze. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu veräußern. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurde dem Vorstand auch die Möglichkeit eingeräumt, unter festgelegten Voraussetzungen das Andienungs- und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital (Dürr AG) Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 Tsd. € gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in festgelegten Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen. Bedingtes Kapital (Dürr AG) Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.600.000 Tsd. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in festgelegten Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen. Von keiner der drei Ermächtigungen wurde bislang Gebrauch gemacht. Kapitalrücklage (Dürr AG) Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2017 155.896 Tsd. € (Vorjahr: 155.896 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, und betrugen zum 31. Dezember 2017 693.574 Tsd. € (Vorjahr: 588.705 Tsd. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Einstellung des Jahresergebnisses, der Erfassung und Bewertung der auf die Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallenden Optionen sowie der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2016. Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre im handelsrechtlichen Einzelabschluss der Dürr AG (§ 253 Abs. 6 HGB und § 285 Nr. 28 HGB) Aufgrund der gesetzlichen Regelungen zur Bewertung von Rückstellungen im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Dürr AG bestehen Ausschüttungsrestriktionen. Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.505 Tsd. € (Vorjahr: 1.235 Tsd. €), der ausschüttungsgesperrt ist. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert ergab sich im Vorjahr eine weitere Ausschüttungssperre in Höhe von 1.998 Tsd. €. Dividende Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die Ausschüttung nach dem Bilanzgewinn, den die Dürr AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2017 schüttete die Dürr AG aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2016 eine Dividende von 2,10 € je Aktie an ihre Aktionäre aus (Vorjahr: 1,85 €). Die Gesamtausschüttungssumme betrug 72.662 Tsd. € (Vorjahr: 64.012 Tsd. €). Aufgrund der Ertragslage im Geschäftsjahr 2017 schlägt der Vorstand der Dürr AG dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende in Höhe von 2,20 € je Aktie auszuschütten, was einer Gesamtausschüttungssumme von 76.122 Tsd. € entspricht. Auswirkungen im Eigenkapital aufgrund der Veränderungen der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung Benz Bei der Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal, Deutschland, und ihrer Tochtergesellschaft in den USA wurde im Geschäftsjahr 2017 die Beteiligungsquote von 51 % auf 75 % erhöht. Beide Unternehmen wurden aufgrund vertraglicher Regelungen bereits zu 100 % in den Konzernabschluss der Dürr AG einbezogen. Eine Verbindlichkeit über den noch zu zahlenden Kaufpreis für die restlichen 25 % der Anteile wurde erfasst. 3.47 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG BENZ scroll Tsd. € 2017 Gewinnrücklagen -8.320 Kumuliertes übriges Kapital 35 Nicht beherrschende Anteile -6.752 -15.037 Dürr Thermea Bei der Dürr Thermea GmbH mit Sitz in Ottendorf-Okrilla, Deutschland, wurde im Geschäftsjahr 2017 die Beteiligungsquote von 87,6 % auf 100 % erhöht. Da bereits eine Verbindlichkeit aus Optionen für den Erwerb der restlichen Anteile erfasst war, ergab sich keine Auswirkung auf das Eigenkapital. 3.48 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG DÜRR THERMEA scroll Tsd. € 2017 Gewinnrücklagen 136 Nicht beherrschende Anteile -136 - Homag Korea Bei der HOMAG KOREA CO., LTD. mit Sitz in Seoul, Südkorea, wurde im Geschäftsjahr 2017 die Beteiligungsquote von 54,6 % auf 100 % erhöht. 3.49 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG HOMAG KOREA scroll Tsd. € 2017 Gewinnrücklagen 80 Kumuliertes übriges Kapital 1 Nicht beherrschende Anteile -1.547 -1.466 Vorjahr Dürr Cyplan Bei der Dürr Cyplan Ltd. mit Sitz in Aldermaston, Großbritannien, wurde im Geschäftsjahr 2016 die Beteiligungsquote von 50 % auf 100 % erhöht. Das Unternehmen war zuvor aufgrund vertraglicher Regelungen bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. 3.50 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG DÜRR CYPLAN scroll Tsd. € 2016 Gewinnrücklagen -5.144 Nicht beherrschende Anteile 1.144 -4.000 Angaben zum Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist es, die operative Geschäftstätigkeit zu unterstützen, eine angemessene Eigenkapitalquote sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Dürr überwacht sein Kapital auf monatlicher Basis mithilfe der so genannten Gearing Ratio. Dabei handelt es sich um eine Kapitalausstattungskennzahl, die das Verhältnis von Netto-finanzverschuldung zu Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung wiedergibt. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll die Kennzahl keinen größeren Wert als 30 % annehmen. Dieser Wert wurde am Bilanzstichtag 2017 mit - 26,9 % (Vorjahr: - 27,0 %) signifikant unterschritten, da wie im Vorjahr ein Nettofinanzguthaben anstelle einer Nettofinanzverschuldung bestand. [Tab. -»3.51] 3.51 - GEARING RATIO scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -659.911 -724.179 Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere -139.010 -89.451 Wertpapiere des Anlagevermögens - -8.955 Anleihe und Schuldscheindarlehen 597.285 596.630 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 35.545 Sonstige Finanzverbindlichkeiten 8.262 13.878 Nettofinanzverschuldung -191.499 -176.532 Eigenkapital 903.694 830.960 Nettofinanzverschuldung -191.499 -176.532 Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 712.195 654.428 Nettofinanzverschuldung -191.499 -176.532 Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 712.195 654.428 Gearing Ratio -26,9% -27,0% 26. RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Beitrags- und Leistungszusagen. Beitragsorientierte Pläne Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) entrichtet Dürr Beitragszahlungen an einen staatlichen oder privaten Versorgungsträger. Neben der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung bestehen keine weiteren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen für Dürr. Eine Inanspruchnahme aus der Subsidiärhaftung ist derzeit unwahrscheinlich. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand innerhalb der Funktionskosten erfasst. Den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Gesellschaften steht im Rahmen der Altersversorgung ein der Tarifgruppe entsprechendes Lebensversicherungsprogramm (Betriebliche Zusatzversorgung - BZV) beziehungsweise eine betriebliche Altersversorgung (DAZU) zur Verfügung, für die der Konzern Beiträge von 916 Tsd. € (Vorjahr: 923 Tsd. €) als Aufwand erfasst hat. Darüber hinaus hat Dürr Beiträge von 42.955 Tsd. € (Vorjahr: 42.227 Tsd. €) in das deutsche Rentenversicherungssystem eingezahlt, das ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt. Die US-Tochtergesellschaften entrichten für die einer Gewerkschaft angehörenden Arbeitnehmer Beiträge an externe Pensionsfonds. Die Pensionsaufwendungen für diese Arbeitnehmer betrugen im Geschäftsjahr 2017 4.739 Tsd. € (Vorjahr: 3.513 Tsd. €). Die Zahlungen für sonstige beitragsorientierte Pläne in weiteren Ländern, unter anderem für staatliche Rentenversicherungssysteme, betrugen 10.852 Tsd. € (Vorjahr: 8.368 Tsd. €). Dürr hat für seine US-Tochtergesellschaften darüber hinaus einen Gewinnbeteiligungsplan nach dem Regelwerk "401(k)" für bestimmte Beschäftigte eingerichtet. Grundlage für die Gewinnbeteiligung sind die geleisteten Dienstjahre und die Höhe der Vergütung der Angestellten. Dürr leistet hierzu nach seinem Ermessen Beiträge, die durch die Geschäftsleitung jährlich festgelegt werden. Die Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2017 rund 2.017 Tsd. € (Vorjahr: 1.798 Tsd. €). Leistungsorientierte Pläne Gegenüber einzelnen ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Dürr AG sowie Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern der deutschen Tochtergesellschaften bestehen Pensionszusagen, die sich nach den zuletzt bezogenen Festgehältern und der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten. Für die außertariflich Beschäftigten der deutschen Dürr-Gesellschaften inklusive der Vorstände der Dürr AG, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG besteht die Möglichkeit, neben laufenden arbeitgeberfinanzierten Beiträgen auch arbeitnehmerfinanzierte Beiträge in eine Versorgungszusage umzuwandeln. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat Dürr eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich Dürr zu. Für Dürr besteht daher kein wesentliches versicherungsmathematisches oder Anlagerisiko. Die Höhe der Altersrente entspricht der Leistung aus der von Dürr abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert Dürr saldiert mit dem Fondsvermögen aus der Rückdeckungsversicherung. Bei den deutschen Dürr-Gesellschaften haben die zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigten Mitarbeiter der Schenck-Gesellschaften Pensionszusagen. Grundlage dafür sind die geleisteten Dienstjahre. Die nach den Versorgungsplänen vorgesehenen Zahlungen bestehen aus Festbeträgen zuzüglich einer Komponente, die von den geleisteten Dienstjahren abhängt. Bei einer US-amerikanischen Gesellschaft existiert für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter ein Pensionsplan. Dieser Plan wurde 2003 geschlossen, die Ansprüche für aktive Mitarbeiter wurden zu diesem Zeitpunkt eingefroren. Die Höhe der zukünftigen Versorgungsleistungen basiert auf den durchschnittlich verdienten Gehältern und Dienstzeiten vor dem Einfrieren der Pensionszusagen im Jahr 2003. Eine US-amerikanische Tochtergesellschaft ist mit circa 37 % an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit anderen, nicht verbundenen Metallverarbeitungsunternehmen unterhalten wird (Multi-Employer-Plan). Der leistungsorientierte Versorgungsplan wird als beitragsorientierter Plan bilanziert, da keine anteilige Zuordnung von Verpflichtungen und Planvermögen zu den einzelnen Trägerunternehmen möglich ist. Die Begünstigten des Versorgungsplans sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Die Beiträge berechnen sich nach den von den Mitgliedern erbrachten Produktionsstunden. Wegen temporärer Unterauslastung sowie niedriger Renditen des Fondsvermögens entstand in der Vergangenheit ein Fehlbetrag. Zum 31. März 2017 betrugen die nicht ausfinanzierten Versorgungsverpflichtungen aus dem Plan 7.338 Tsd. € (Vorjahr: 21.714 Tsd. €), für die Dürr bei Ausfall der anderen Trägerunternehmen in voller Höhe haften würde. Für das Jahr 2017 erwartet Dürr Beitragszahlungen in den Pensionsplan in Höhe von 1.102 Tsd. € (Vorjahr: 1.664 Tsd. €). Darüber hinaus existieren in verschiedenen Ländern Pläne, die Auszahlungen im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsehen, sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Pensionspläne. Planpopulation und Risikomanagement Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die Altersversorgung variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des betreffenden Landes und beruht dabei in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2017 bestanden 2.618 Zusagen an Anspruchsberechtigte (Vorjahr: 2.722), davon 2.044 aktive Mitarbeiter (Vorjahr: 2.105), 126 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen (Vorjahr: 156) sowie 448 Pensionäre und Hinterbliebene (Vorjahr: 461). Die leistungsorientierten Versorgungspläne sind größtenteils über Rückstellungen finanziert, denen als Planvermögen qualifiziertes Fondsvermögen gegenübersteht, das mit den Verpflichtungen saldiert wird. Der überwiegende Teil des Fondsvermögens besteht in Form von verpfändeten Rück-deckungsversicherungen. Um den mit Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einhergehenden Risiken hinreichend Rechnung zu tragen, hat Dürr vor einigen Jahren das Corporate Pension Committee (CPC) ins Leben gerufen. Dieses tagt vierteljährlich und überprüft und bewertet sämtliche weltweiten Versorgungspläne im Dürr-Konzern. Regelmäßige Teilnehmer des CPC sind der Finanzvorstand der Dürr AG sowie die Leiter der konzernübergreifenden Funktionsbereiche Personal, Rechnungswesen & Controlling, Finanzen und Recht. Weiterhin werden bereits seit vielen Jahren zur Verminderung des Risikos aus Pensionsverpflichtungen in Deutschland keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen mehr gewährt, deren Wert nicht überwiegend durch eine externe Gegenfinanzierung abgesichert ist. Gleichzeitig sehen die aktuellen Versorgungspläne mehrheitlich eine Finanzierung durch Entgeltumwandlung vor. Entwicklung der leistungsorientierten Pläne 3.52 - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 114.924 111.394 Währungsdifferenz -1.837 278 Laufender Dienstzeitaufwand 3.132 4.399 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -8 -398 Zinsaufwand 2.035 2.740 Neubewertung des Anwartschaftsbarwerts -3.008 11.836 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der demografischen Annahmen 497 -96 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen -2.680 11.874 davon erfahrungsbedingte Anpassungen -825 58 Arbeitgeberbeiträge zu den Versorgungsplänen 7 28 Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen 1.912 951 Zahlungen der Versorgungspläne -6.858 -7.126 Zahlungen aus Planabgeltungen - -303 Änderungen Konsolidierungskreis 6.432 - Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten - -8.816 Sonstiges 8 -59 Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 116.739 114.924 3.53 - VERÄNDERUNG DES FONDSVERMÖGENS scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Fondsvermögen zum Zeitwert zu Beginn des Geschäftsjahres 64.213 64.054 Währungsdifferenz -1.278 161 Zinsertrag 1.238 1.648 Neubewertung des Fondsvermögens -2.064 3.333 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen -825 3.341 davon erfahrungsbedingte Anpassungen -1.239 -8 Arbeitgeberbeiträge zu den Versorgungsplänen 3.146 2.465 Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen 1.911 2.169 Zahlungen der Versorgungspläne -3.621 -4.335 Zahlungen aus Planabgeltungen - -270 Änderungen Konsolidierungskreis 4.813 - Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten - -4.954 Sonstiges -18 -58 Fondsvermögen zum Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 68.340 64.213 Effekt aus der Vermögenswertbegrenzung -1.431 -1.106 Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 66.909 63.107 Finanzierungsstatus1 49.830 51.817 1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 3.54 - FINANZIERUNGSSTATUS scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Anwartschaftsbarwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 110.600 108.228 Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 66.909 63.107 Das Fondsvermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 43.691 45.121 Anwartschaftsbarwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 6.139 6.696 Finanzierungsstatus1 49.830 51.817 1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung Der beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres gemäß Tabelle 3.55 zusammen: 3.55 - ZUSAMMENSETZUNG DES FONDSVERMÖGENS scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Rückdeckungsversicherungen 57.950 53.649 Festverzinsliche Wertpapiere 8.447 9.524 Aktien 1.513 700 Immobilien 114 110 Sonstiges 316 230 68.340 64.213 Das Fondsvermögen der deutschen Gesellschaften beinhaltet im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen, die eine Garantieleistung gewähren. Diese Rückdeckungsversicherungen sind überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren (darunter Bundesanleihen und Pfandbriefe) angelegt. Bei der Auswahl der Emittenten werden unter anderem das individuelle Rating durch internationale Agenturen sowie die Eigenkapitalausstattung der Emittenten berücksichtigt. Die Investitionsstrategie zielt einerseits auf einen langfristigen Kapitalzuwachs ab, andererseits auf laufende Zinseinnahmen. Dies führt zu einer leicht höheren Volatilität. Im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sieht der Portfolio-Mix fremdkapital- und eigenkapitalverbriefte Wertpapiere vor. Der langfristige Kapitalzuwachs soll hauptsächlich über festverzinsliche Wertpapiere, die auch laufende Zinseinnahmen sicherstellen sollen, erreicht werden. Einen weiteren Anteil am Anlagenportfolio bilden Aktienanlagen. Bei dem Pensionsplan in den USA beträgt der Anteil der Aktienanlagen am Anlagenportfolio 8,5 % (Vorjahr: 6,1 %). Außer für Aktien und festverzinsliche Wertpapiere existieren keine an einem aktiven Markt notierten Preise. Soweit Rückdeckungsversicherungen als qualifizierte Versicherungspolicen zum Planvermögen gehören und sie die zugesagten Leistungen kongruent abdecken, gilt der Barwert der abgedeckten Verpflichtungen als ihr beizulegender Zeitwert. Ansonsten wird in der Regel der beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens auf der Basis der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise berechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen setzen sich aus den in Tabelle 3.56 aufgeführten Positionen zusammen: 3.56 - IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER ANTEIL DER AUFWENDUNGEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN scroll Tsd. € 2017 2016 Laufender Dienstzeitaufwand 3.132 4.399 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -8 -398 Nettozinsaufwand 813 1.149 Sonstiges -269 67 3.668 5.217 Aus der Vermögenswertbegrenzung ergab sich im Gesamtergebnis eine Veränderung von - 307 Tsd. € (Vorjahr: 1.231 Tsd. €). Davon wurden - 291 Tsd. € (Vorjahr: 1.288 Tsd. €) ergebnisneutral und - 16 Tsd. € (Vorjahr: - 57 Tsd. €) im Zinsergebnis erfasst. 3.57 - DURCHSCHNITTLICHE FAKTOREN ZUR BERECHNUNG DER VERPFLICHTUNGEN scroll 2017 2016 % Deutschland USA Restliche Welt Deutschland USA Restliche Welt Abzinsungsfaktor 1,70 3,50 1,59 1,50 3,85 1,45 Langfristige Entgeltsteigerungen 3,00 - 2,00 3,00 - 2,01 3.58 - ERWARTETE ZAHLUNGEN AUS DEN LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLANEN scroll Tsd. € 2018 2019 2020 2021 2022 2023 bis 2027 Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen 5.088 5.241 5.029 5.399 5.429 26.041 scroll Tsd. € Gesamt Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen 52.227 Der Stichtag für die Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen und des Fondsvermögens ist der 31. Dezember; der Bewertungsstichtag für die Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen ist der 1. Januar. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung, die für die deutschen Konzernunternehmen aus den biometrischen Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck entnommen wurden, wurden die Prämissen in Tabelle 3.57 für die Berechnung des Anwartschaftsbarwerts und des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zugrunde gelegt. [Tab. 3.57 1 Der Rententrend, der in Deutschland eine wesentliche Wirkung auf den Anwartschaftsbarwert zum Bilanzstichtag hat, betrug im Geschäftsjahr 2017 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %). Die Berechnung der durchschnittlichen Faktoren basiert auf dem gewichteten Durchschnitt des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen. Die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Ende des Geschäftsjahres 2017 betrug 14 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2018 werden Dotierungen in das Fondsvermögen durch die Arbeitgeber in Höhe von 2.813 Tsd. € erwartet. Tabelle 3.58 gibt einen Überblick über die in kommenden Geschäftsjahren erwarteten Zahlungen für Leistungszusagen. [Tab. → 3.58] Sensitivitäten Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind der Abzinsungsfaktor und für Verpflichtungen in Deutschland zusätzlich der Rententrend. Durch Absicherung der wesentlichen Risiken durch Rückdeckungsversicherungen spielt das Langlebigkeitsrisiko für die Verpflichtungen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Tabelle 3.59 zeigt in Sensitivitätsanalysen, wie der Anwartschaftsbarwert durch mögliche Änderungen der entsprechenden Annahmen beeinflusst wird. 3.59 - SENSITIVITÄTEN - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Abzinsungsfaktor + 1 %-Punkt -14.204 -13.822 - 1 %-Punkt 17.462 17.318 Rententrend + 0,25 %-Punkte 2.548 2.665 - 0,25 %-Punkte -2.451 -2.548 Zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht. 27. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN [ Tab. → 3.60 ] Die Auftragsrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen, Garantien und drohende Verluste im Auftragsbestand. Rund 62 % (Vorjahr: 74 %) der Auftragsrückstellungen entfallen auf Rückstellungen für Garantien und Nachtragsaufwendungen. Die Personalrückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie für Jubiläumsaufwendungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen. Die als kurzfristig eingestuften übrigen Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen. Die Auszahlungen für langfristige Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre anfallen. [Tab. → 3.61 ] 3.60 - ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN - ENTWICKLUNG IM GESCHÄFTSJAHR 2017 scroll Tsd. € Auftragsrückstellungen Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Stand 1. Januar 2017 89.226 18.457 5.567 Änderungen Konsolidierungskreis 13 - - Währungsdifferenz -3.447 -97 -396 Verbrauch -35.624 -4.521 -1.590 Auflösung -14.917 -1.330 -91 Zuführung 78.838 9.453 3.282 Umgliederung 73 - -73 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten 971 139 -22 Stand 31. Dezember 2017 115.133 22.101 6.677 3.61 - ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN - VORAUSSICHTLICHE INANSPRUCHNAHME scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Auftragsrückstellungen 115.133 113.814 1.319 89.226 85.579 3.647 Personalrückstellungen 22.101 9.750 12.351 18.457 7.377 11.080 Sonstige Rückstellungen 6.677 2.795 3.882 5.567 2.730 2.837 143.911 126.359 17.552 113.250 95.686 17.564 28. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN [ Tab. → 3.62] In den erhaltenen Anzahlungen sind 43.640 Tsd. € (Vorjahr: 31.316 Tsd. €) von at equity bilanzierten Unternehmen enthalten. 29. ANLEIHE, SCHULDSCHEINDARLEHEN UND ÜBRIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN Unter diesen Positionen werden alle verzinslichen Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen. [ Tab. → 3.63 ] In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind überwiegend Darlehen von Mitarbeitern deutscher HOMAG-Group-Gesellschaften enthalten. Finanzierung des Konzerns Anleihe Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an Dürr und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating. 3.62 - VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen (aus Kleinserienfertigung resultierend) 167.703 167.703 - - - (2016) (125.745) (125.745) (-) (-) (-) Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen (aus Auftragsfertigung resultierend) 481.192 477.364 3.828 3.828 - (2016) (522.366) (518.538) (3.828) (3.828) (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (L&L) 378.026 377.765 261 173 88 (2016) (333.853) (333.545) (308) (182) (126) Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 203 203 - - - (2016) (510) (510) (-) (-) (-) 31. Dezember 2017 1.027.124 1.023.035 4.089 4.001 88 (31. Dezember 2016) (982.474) (978.338) (4.136) (4.010) (126) 3.63 - FINANZVERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig Anleihe 298.027 - 298.027 298.027 - (2016) (297.474) (-) (297.474) (297.474) (-) Schuldscheindarlehen 299.258 - 299.258 99.753 199.505 (2016) (299.156) (-) (299.156) (99.719) (199.437) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 1.875 - - - (2016) (35.545) (1.783) (33.762) (10.459) (23.303) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.810 1.347 4.463 3.497 966 (2016) (8.480) (1.736) (6.744) (5.636) (1.108) Sonstige Finanzverbindlichkeiten 8.262 161 8.101 8.101 - (2016) (13.878) (1.820) (12.058) (12.058) (-) 31. Dezember 2017 613.232 3.383 609.849 409.378 200.471 (31. Dezember 2016) (654.533) (5.339) (649.194) (425.346) (223.848) Schuldscheindarlehen Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und führt so zu einer breiteren Streuung des Fälligkeitenprofils. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von der Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität. Syndizierter Kredit Dürr AG Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 Tsd. € und einer Avallinie über 215.000 Tsd. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es bestand die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit nunmehr eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung des vereinbarten Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge. Sonstige Darlehen Zum 30. September 2017 wurde das Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien in Bietigheim-Bissingen mit einem Buchwert von 34.198 Tsd. € vorfristig zurückgezahlt. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fiel nicht an, da die Zinsbindungsfrist abgelaufen war. [ Tab. → 3.64 ] Im Rahmen der Integration der HOMAG Group in die DürrKonzernfinanzierung wurden im Geschäftsjahr 2016 weitere bilaterale Darlehen vorzeitig getilgt. Kredit- und Avallinien Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 143.282 Tsd. € (Vorjahr: 148.160 Tsd. €) in Anspruch genommen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Barlinie in Höhe von bis zu 50.000 Tsd. € temporär als Avallinie zu nutzen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich bestehen bei verschiedenen Kreditinstituten und Versicherungen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 16.366 Tsd. € (nutzbar zur Betriebsmittelfinanzierung oder Avalinanspruchnahme), Avallinien in Höhe von 482.227 Tsd. € sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Kreditlinien. Die Kredit- und Avallinien sind an keine besonderen Zwecke gebunden und dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Projektabwicklung. [ Tab. → 3.65 ] 3.64 - WESENTLICHE DARLEHEN - VORJAHR scroll Buchwert Restlaufzeit Effektiver 31. Dezember 2016 Währung Tsd.€ Monate Zinssatz in % Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien EUR 35.494 93 4,49 3.65 - KREDIT- UND AVALLINIEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Gesamtbetrag der zur Verfügung stehenden Kredit- und Avallinien 963.593 1.026.501 Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Kredite / Avale 300.606 345.034 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 180.383 273.576 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 120.223 71.458 30. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 3.66 - SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 6.271 4.975 1.296 1.296 - (2016) (18.025) (13.005) (5.020) (5.020) (-) Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung 9.452 9.452 - - - (2016) (9.395) (9.395) (-) (-) (-) Verpflichtungen aus Optionen 245.011 245.011 - - - (2016) (238.829) (238.829) (-) (-) (-) Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 9.445 230 230 - (2016) (1.619) (1.159) (460) (460) (-) Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 30.880 29.605 1.275 1.229 46 (2016) (22.291) (20.827) (1.464) (1.112) (352) 31. Dezember 2017 301.289 298.488 2.801 2.755 46 (31. Dezember 2016) (290.159) (283.215) (6.944) (6.592) (352) Verpflichtungen aus Optionen in Höhe von 209.729 Tsd. € (Vorjahr: 210.217 Tsd. €) betreffen die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Darüber hinaus betreffen die Optionen Geschäftsanteile in Höhe von 35.282 Tsd. € (Vorjahr: 28.612 Tsd. €), die sich im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile befinden. Die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 sind unter Textziffer 33 dargestellt. 31. ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN UND ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN 3.67 - ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig Ertragsteuerverbindlichkeiten 50.405 43.694 6.711 6.711 - (2016) (40.284) (33.573) (6.711) (6.711) (-) 31. Dezember 2017 50.405 43.694 6.711 6.711 - (31. Dezember 2016) (40.284) (33.573) (6.711) (6.711) (-) 3.68 - ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Zwischensumme Mittelfristig Langfristig Steuerverbindlichkeiten, die nicht Ertragsteuern betreffen 50.541 50.534 7 7 - (2016) (52.134) (52.043) (91) (91) (-) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.712 7.712 - - - (2016) (6.266) (6.266) (-) (-) (-) Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 160.108 155.293 4.815 4.815 - (2016) (156.264) (151.752) (4.512) (4.509) (3) Sonstige Verbindlichkeiten 8.127 8.033 94 94 - (2016) (6.192) (6.192) (-) (-) (-) 31. Dezember 2017 226.488 221.572 4.916 4.916 - (31. Dezember 2016) (220.856) (216.253) (4.603) (4.600) (3) 32. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG Für die Mitglieder des Vorstands der Dürr AG und des obersten Führungskreises der Dürr-Gruppe existiert ein langfristiges aktienbasiertes Incentive-Programm (Long Term Incentive -LTI). Die Ausgestaltung erfolgt in Tranchen, die jedes Jahr herausgegeben werden und jeweils eine Laufzeit von drei Jahren haben. Die Auszahlungen erfolgen nach Ablauf der vertraglich festgelegten Laufzeit jeweils im Anschluss an die darauf folgende Hauptversammlung. Gemäß dem Programm erhalten die Berechtigten eine individuell festgelegte Anzahl virtueller Dürr-Aktien (Performance Share Units). Zum 31. Dezember 2017 betrug die Anzahl der ausgegebenen virtuellen Aktien 117.000 Stück (Vorjahr: 169.875 Stück). Am Ende der Laufzeit des Incentive-Programms erfolgt eine Barvergütung der erworbenen Ansprüche. Die Vergütung ermittelt sich aus der Anzahl der virtuellen Aktien, dem geglätteten Stichtagsaktienkurs (Aktienkurs-Multiplikator) und einem EBIT-Multiplikator gemäß der erzielten durchschnittlichen EBIT-Marge während der Laufzeit. Für den EBIT-Multiplikator besteht eine Höchstgrenze. Ein maximaler Auszahlungsbetrag (Cap) ist individuell festgelegt. Im Geschäftsjahr 2017 wurden 4.678 Tsd. € (Vorjahr: 3.200 Tsd. €) als Aufwendungen für das LTI-Programm in den Verwaltungskosten erfasst. Der in den übrigen Verbindlichkeiten passivierte Betrag belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 6.744 Tsd. € (Vorjahr: 6.975 Tsd. €). 33. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien Aus Tabelle 3.69 sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. [ Tab. → 3.69 ] 3.69 - BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIEN scroll WERTANSATZ Tsd. € Buchwert 31.12.2017 Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 - 659.911 - - Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen1 469.334 - - - - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 473.565 - 473.565 - - Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.157 - 9.157 - - Sonstige originäre Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Vermögenswerte 167.069 - 167.069 - - Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 - - - 6 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.996 - 2.996 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 23.900 4.393 - 19.507 - Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung 496 - - - 496 Derivate mit Hedge-Beziehung 5.432 - - 4.436 996 Passiva Verbindlichkeiten aus L&L 378.026 - 378.026 - - Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 203 - 203 - - Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 48.594 - 48.594 - - Anleihe 298.027 - 298.027 - - Schuldscheindarlehen 299.258 - 299.258 - - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 - 1.875 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing2 5.810 - - - - Verpflichtungen aus Optionen 245.011 - 209.729 35.282 - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 - - - 9.675 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - - - 452 Derivate mit Hedge-Beziehung 5.819 - - 4.607 1.212 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 502 - - - 502 Kredite und Forderungen 1.779.036 - 1.309.702 - - Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.996 - 2.996 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 23.900 4.393 - 19.507 - Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 45.409 - - 35.282 10.127 Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 1.241.522 - 1.235.712 - - 1 Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach IAS 11 "Fertigungsaufträge" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. 2 Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. scroll WERSTANSATZ Tsd. € Buchwert 31.12.2016 Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 724.179 - 724.179 - - Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen1 357.149 - - - - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 418.481 - 418.481 - - Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 20.668 - 20.668 - - Sonstige originäre Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Vermögenswerte 117.875 - 117.875 - - Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 - - - 6 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 8.955 - 8.955 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.946 2.946 - - - Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung 562 - - - 562 Derivate mit Hedge-Beziehung 2.983 - - 2.382 601 Passiva Verbindlichkeiten aus L&L 333.853 - 333.853 - - Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 510 - 510 - - Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 45.564 - 45.564 - - Anleihe 297.474 - 297.474 - - Schuldscheindarlehen 299.156 - 299.156 - - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.545 - 35.545 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing2 8.480 - - - - Verpflichtungen aus Optionen 238.829 - 210.217 28.612 - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 - - - 1.619 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.552 - - - 1.552 Derivate mit Hedge-Beziehung 16.473 - - 14.095 2.378 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 568 - - - 568 Kredite und Forderungen 1.638.352 - 1.281.203 - - Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 8.955 - 8.955 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.946 2.946 - - - Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 31.783 28.612 3.171 Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 1.230.799 - 1.222.319 - - 1 Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach IAS 11 "Fertigungsaufträge" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. 2 Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. Um die Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen festgelegt: ― Notierte (unbereinigte) Werte in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1); ― Andere Input-Werte als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, für die entweder direkt oder indirekt bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit beobachtbare Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 2); ― Input-Werte, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3). Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchie-Stufen auf: 3.70 - ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIE-STUFEN scroll FAIR-VALUE- HIERARCHIE Tsd. € 31.12.2017 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 19.507 - - 19.507 Derivate mit Hedge-Beziehung 4.436 - 4.436 - Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 6 - - Derivate ohne Hedge-Beziehung 496 - 496 - Derivate mit Hedge-Beziehung 996 - 996 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Verpflichtungen aus Optionen 35.282 - - 35.282 Derivate mit Hedge-Beziehung 4.607 - 4.607 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 - - 9.675 Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - 452 - Derivate mit Hedge-Beziehung 1.212 - 1.212 - scroll FAIR-VALUE- HIERARCHIE Tsd. € 31.12.2016 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - - Derivate mit Hedge-Beziehung 2.382 - 2.382 - Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 6 - - Derivate ohne Hedge-Beziehung 562 - 562 - Derivate mit Hedge-Beziehung 601 - 601 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Verpflichtungen aus Optionen 28.612 - - 28.612 Derivate mit Hedge-Beziehung 14.095 - 14.095 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 - - 1.619 Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.552 - 1.552 - Derivate mit Hedge-Beziehung 2.378 - 2.378 - Zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode erfolgt die Beurteilung, ob es zu Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen oder Bewertungskategorien gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2017 fanden keine Umgliederungen zwischen den Fair-Value-Hierarchie-Stufen oder Bewertungskategorien statt. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum 31. Dezember 2017 im Bestand befindlichen Finanzinstrumente der Stufen 1, 2 und 3 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: 3.71 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN scroll Tsd. € 2017 2016 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte - - Derivative Finanzinstrumente 1.158 1.232 Im Eigenkapital erfasst Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 449 - Derivative Finanzinstrumente 5.047 2.258 3.72 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € 2017 2016 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten -83 - Derivative Finanzinstrumente -1.585 -3.853 Im Eigenkapital erfasst Verpflichtungen aus Optionen -6.790 1.715 Derivative Finanzinstrumente -131 -13.042 3.73 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 VON VERMÖGENSWERTEN scroll Tsd. € 2017 2016 Stand 1. Januar - - Zugänge 19.058 - Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts 449 - Stand 31. Dezember 19.507 - Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Vermögenswerte wurden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital berücksichtigt. 3.74 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 VON VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € 2017 2016 Stand 1. Januar 30.231 32.047 Zugänge 9.007 1.179 Abgänge -1.154 -1.280 Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts 6.873 -1.715 Stand 31. Dezember 44.957 30.231 Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Verbindlichkeiten wurden erfolgswirksam beziehungsweise direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Bewertungstechniken Der beizulegende Zeitwert der in Stufe 2 der Bemessungshierarchie eingeordneten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basiert auf täglich beobachtbaren Devisenkursen und Zinsstrukturkurven. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" in der Bewertung sowohl das Kontrahenten- als auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Inputfaktoren für die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos sind an den Märkten beobachtbare Credit Default Swaps (CDS) der an der jeweiligen Transaktion beteiligten Kreditinstitute. Ist für ein einzelnes Kreditinstitut kein CDS vorhanden, wird aus anderen beobachtbaren Marktdaten (wie beispielsweise Ratinginformationen) ein synthetischer CDS abgeleitet. Eine Minimierung des Kontrahentenausfallrisikos erfolgt durch Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Für die Berechnung des eigenen Ausfallrisikos wird auf Informationen, die Dürr von Kreditinstituten und Versicherungen erhält, zurückgegriffen, um einen synthetischen CDS für Dürr abzuleiten. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten Optionen und bedingten Kaufpreisraten basiert auf vertraglichen Vereinbarungen beziehungsweise unternehmensinternen Daten. Dazu zählen vor allem Ergebnisse der jeweiligen Gesellschaft, von denen die Höhe der finanziellen Verbindlichkeiten abhängt. Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte berechnet sich aus den vertraglichen Vereinbarungen eines Verkaufspreises und einer fixen Zinskomponente. Eine Anpassung der Annahmen wird vorgenommen, wenn dafür Anhaltspunkte vorliegen. Sofern anwendbar werden auch Aufzinsungseffekte, die sich aus einer zeitlichen Annäherung an den Fälligkeitszeitpunkt ergeben, in die Bewertung einbezogen. 3.75 - BEIZULEGENDE ZEITWERTE BILANZIERTER FINANZINSTRUMENTE scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 659.911 724.179 724.179 Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 469.334 469.334 357.149 357.149 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 473.565 473.565 418.481 418.481 Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 9.157 9.157 20.668 20.668 Sonstige originäre Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Vermögenswerte 167.069 167.069 117.875 117.875 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 3.050 2.996 9.146 8.955 Passiva Verbindlichkeiten aus L&L 378.026 378.026 333.853 333.853 Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 203 203 510 510 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 48.594 48.594 45.564 45.564 Anleihe 320.490 298.027 320.940 297.474 Schuldscheindarlehen 295.402 299.258 306.036 299.156 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 1.875 36.341 35.545 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6.342 5.810 9.339 8.480 Verpflichtungen aus Optionen 219.123 209.729 225.040 210.217 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Kredite und Forderungen 1.309.702 1.309.702 1.281.203 1.281.203 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 3.050 2.996 9.146 8.955 Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 1.263.713 1.235.712 1.268.284 1.222.319 Sensitivitäten Stufe 3 Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der 15 %-Be-teiligung an der SBS Ecoclean GmbH geht Dürr im Moment nicht davon aus, dass ergebnisabhängige Vertragsklauseln, die den Wert positiv beeinflussen können, zur Anwendung kommen. Bei einer Erhöhung beziehungsweise Verminderung der vertraglich vereinbarten ergebnisbezogenen Parameter um jeweils 10 % sind keine Änderungen des Zeitwerts zu erwarten. Beizulegende Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten Tabelle 3.75 zeigt die beizulegenden Zeitwerte der zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente entsprechen den Buchwerten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist. [ Tab. → 3.75 ] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert für bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) entspricht dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung des jeweiligen Finanzinstruments. Für zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 4.393 Tsd. € (Vorjahr: 2.946 Tsd. €) konnten keine beizulegenden Zeitwerte ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren. Diese Eigenkapitalanteile sind in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Zahlungsflüsse auf eine Bewertung mittels Diskontierung von erwarteten Zahlungsflüssen verzichtet wurde. In diesem Fall wurde angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Aus heutiger Sicht plant Dürr nicht, die Eigenkapitalanteile zu veräußern. Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit - mit Ausnahme der Anleihe, des Schuldscheindarlehens und der Verpflichtungen aus Optionen - kaum vom Buchwert ab. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) berechnet sich aus dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Zum 31. Dezember 2017 notierte die Anleihe mit 106,83 % (Vorjahr: 106,98 %), was einem Marktwert von 320.490 Tsd. € (Vorjahr: 320.940 Tsd. €) entspricht. Der beizulegende Zeitwert des Schuldscheindarlehens (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermitteln sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme auf den Bewertungsstichtag mit laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssätzen. Der beizulegende Zeitwert des Campus-Darlehens (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermittelte sich im Vorjahr aus der Abzinsung der Zahlungsströme mit den aktuellen Marktzinsen vergleichbarer Darlehen. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verpflichtungen aus Optionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3) handelt es sich um im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Die erwartete Laufzeit des Spruchverfahrens sowie die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung determinieren die Bewertung der Option. Sowohl die Laufzeit des Spruchverfahrens als auch die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung werden unverändert zum Vorjahr eingeschätzt. Der beizulegende Zeitwert wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten Barabfindung einschließlich Ausgleichszahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung und einem laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssatz basiert. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert ergibt sich aus dem Umstand, dass der beizulegende Zeitwert Veränderungen des tatsächlichen Zinsumfelds berücksichtigt, während der für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten verwendete Diskontierungszinssatz über die Laufzeit zumeist unverändert bleibt. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 3.76 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN scroll AUS DER FOLGEBEWERTUNG Tsd. € aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang Nettoergebnis Kredite und Forderungen 5.924 - -2.633 -2.486 -1.970 -1.165 (2016) (5.668) (-) (-7.119) (-4.127) (-247) (-5.825) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 167 - - - - 167 (2016) (565) (-) (-) (-) (-) (565) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - -520 446 -74 (2016) (-) (-) (-) (-) (3.985) (3.985) Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden -83 -1.746 - - - -1.829 (2016) (-) (-1.057) (-) (-) (1.000) (-57) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -26.490 - 32 - - -26.458 (2016) (-24.932) (-) (126) (-) (-) (-24.806) 2017 -20.482 -1.746 -2.601 -3.006 -1.524 -29.359 (2016) (-18.699) (-1.057) (-6.993) (-4.127) (4.738) (-26.138) 3.77 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte 5.928 3.545 Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden - - Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden 5.928 3.545 Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden -3.455 -1.933 Nettobetrag 2.473 1.612 3.78 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten 6.271 18.025 Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden - - Nettobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden 6.271 18.025 Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden -3.455 -1.933 Nettobetrag 2.816 16.092 Finanzwerte, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen Mit Banken abgeschlossene Devisentermingeschäfte unterliegen teilweise vertraglichen Verrechnungsvereinbarungen, die es Dürr im Fall einer Insolvenz eines Kreditinstituts erlauben, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit bestimmten finanziellen Verbindlichkeiten zu verrechnen. [ Tab. → 3.77, 3.78 ] Verpfändungen Zum Bilanzstichtag waren finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 4.238 Tsd. € (Vorjahr: 25.906 Tsd. €) überwiegend als Barhinterlegungen für Avale von Konzerngesellschaften verpfändet. 34. ERLÄUTERUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr 2017 verändert haben, und gibt somit Auskunft über die Mittelherkunft und Mittelverwendung. Die gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" erstellte Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns, das heißt Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie eine ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben. Der im Vorjahr in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds unterschied sich damit zum 31. Dezember 2016 von der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Der Unterschied resultierte aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die zum 31. Dezember 2016 von der Dürr-Ecoclean-Gruppe gehalten wurden. Diese waren als Teil der Veräußerungsgruppe in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert worden. Die Überleitung des in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds zur Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" ist am Ende der Kapitalflussrechnung dargestellt. Aufgrund gesetzlicher Kapitalverkehrsbeschränkungen - hauptsächlich in einigen asiatischen Ländern - ist ein Betrag von 85.633 Tsd. € (Vorjahr: 175.806 Tsd. €) eingeschränkt verfügbar. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet. Dem Ergebnis vor Ertragsteuern werden die Ertragsteuerzahlungen hinzugerechnet, zudem wird es um das Zinsergebnis sowie nicht zahlungswirksame Größen bereinigt. Letztere umfassen unter anderem die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und das Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen. Um auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit überzuleiten, werden Veränderungen von Bilanzpositionen, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, berücksichtigt. Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen werden herausgerechnet. Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva in der Konzern-Kapitalflussrechnung stimmen daher nicht notwendigerweise mit den Veränderungen der betreffenden Positionen in der Konzernbilanz überein. Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Abschreibungen wurden um 565 Tsd. € (Vorjahr: 2.296 Tsd. €) reduziert, da diese Abschreibungen bereits im Zinsergebnis oder im Beteiligungsergebnis enthalten sind. Der Ertrag in Höhe von 22.986 Tsd. € aus der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe, der im Ergebnis vor Steuern enthalten ist, wird im operativen Cashflow bereinigt und im Cashflow aus Investitionstätigkeit gezeigt. Im Vorjahr wurden Erträge in Höhe von 5.767 Tsd. € aus der Veräußerung von Beteiligungen und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte bereinigt. Darin enthalten waren unter anderem Erträge aus dem Verkauf der Beteiligung an der Tec4Aereo GmbH und der Veräußerung einer Immobilie am ehemaligen Standort Auburn Hills in den USA. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Effekte in Höhe von 28.012 Tsd. € aus Forfaitierungen und vorfristiger Erfüllung von Akkreditiven (Vorjahr: 5.128 Tsd. €). 3.79 - NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE scroll Tsd. € 2017 2016 Aufwendungen oder Erträge aus bedingten Kaufpreisraten -83 1.000 Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte und Beteiligungen -770 - Währungseffekte und Sonstiges 3.932 612 Summe 3.079 1.612 Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus Zahlungsmittelabflüssen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte und Akquisitionen. Die Zahlungsmittelabflüsse für den Erwerb von Sachanlagen teilen sich auf in 17.843 Tsd. € für Erweiterungsinvestitionen und 47.277 Tsd. € für Ersatzinvestitionen. Zuflüsse an Zahlungsmitteln entstehen durch den Abgang langfristiger Vermögenswerte sowie durch erhaltene Zinsen. Investitionen in das Anlagevermögen aus dem Abschluss oder der Verlängerung von Finanzierungs-Leasingverträgen mit simultaner Erfassung entsprechender Verbindlichkeiten werden in der Kapitalflussrechnung nicht ausgewiesen, da hiermit kein Zahlungsmittelabfluss verbunden ist. Im Geschäftsjahr 2017 hatte der Dürr-Konzern Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 18 Tsd. € (Vorjahr: 16.282 Tsd. €) und von sonstigen Finanzanlagewerten in Höhe von 5.920 Tsd. € (Vorjahr: 15.954 Tsd. €). Aus der Anlage in Termingeldern resultieren Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 46.563 Tsd. € (Vorjahr: Abflüsse in Höhe von 80.767 Tsd. €). Die Zahlungsströme resultieren aus der Anlagestrategie zur Verbesserung des Zinsergebnisses. Im Rahmen dieser Anlagestrategie investiert Dürr freie Liquidität in Euro-Termingelder, die zu 0,00 % p.a. rentieren, sowie in höher verzinsliche US-Dollar-Termingelder. Die US-DollarLiquidität wird hierzu der Dürr AG im Rahmen des manuellen Cash-Poolings von US-amerikanischen Konzerngesellschaften zur Verfügung gestellt, sodass Währungsrisiken ausgeschlossen sind. Tabelle 3.80 stellt die Zahlungsmittelabflüsse aus Akquisitionen dar. Für weitere Angaben zu den Unternehmenserwerben verweisen wir auf Textziffer 18. Aus der Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing ergibt sich ein Mittelzufluss nach Abzug der abgegangenen flüssigen Mittel der Dürr-Ecoclean-Gruppe in Höhe von 108.517 Tsd. €. Im Vorjahr ergab sich aus dem Verkauf der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 8.489 Tsd. €. Davon entfielen 10.375 Tsd. € auf die Veräußerung der Immobilie und der Sachanlagen am ehemaligen Standort Auburn Hills, Michigan, USA, sowie 1.504 Tsd. € auf den Verkauf von Immobilien in Deutschland und Österreich. Auf die geplante Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing entfielen Transaktionskosten in Höhe von 3.390 Tsd. €. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Er enthält Dividenden und Auszahlungen an Aktionäre und Inhaber nicht beherrschender Anteile, geleistete Zinszahlungen für die Anleihe, das Schuldscheindarlehen und die sonstigen Finanzierungstätigkeiten. Auch Tilgungen für im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen passivierte Verbindlichkeiten und weitere langfristige Darlehen werden erfasst. In der Position "Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten" werden unter anderem Zu- und Abflüsse aus Kontokorrentkrediten zusammengefasst. Zum 30. September 2017 wurde das restliche Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien in BietigheimBissingen in Höhe von 34.198 Tsd. € vorfristig zurückgezahlt. 3.80 - FIRMENERWERBE ABZÜGLICH ERHALTENER FLÜSSIGER MITTEL scroll Tsd. € Kaufpreis Bedingte Kaufpreisraten Erhaltene flüssige Mittel Saldo 2017 Sonstige Akquisitionen 4.828 - -375 4.453 Zahlung bedingter Kaufpreisraten - 114 - 114 Summe 4.828 114 -375 4.567 scroll Tsd. € Kaufpreis Bedingte Kaufpreisraten Erhaltene flüssige Mittel Saldo 2016 Sonstige Akquisitionen 9.590 -1.179 -528 7.883 Zahlung bedingter Kaufpreisraten - 100 - 100 Summe 9.590 -1.079 -528 7.983 3.81 - ENTWICKLUNG DER FINANZVERBINDLICHKEITEN scroll ZAHLUNGSUNWIRKSAM ZAHLUNGS- UNWIRKSAM Tsd. € Buchwert zum 1. Januar 2017 Zahlungs- wirksam Währungs- differenz Änderungen Konsoli- dierungskreis Zugang Veränderungen beizulegender Zeitwerte Sonstige Veränderungen Buchwert zum 31. Dezember 2017 Anleihe 297.474 - - - - - 553 298.027 Schuldscheindarlehen 299.156 - - - - - 102 299.258 Sonstige Finanzverbindlichkeiten 49.423 -40.192 14 578 - - 314 10.137 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8.480 -3.071 -176 119 458 - - 5.810 Verbindlichkeiten aus Optionen 146.944 -3.617 - - - 6.790 3.670 153.787 Verbindlichkeiten aus Kaufpreisverpflichtungen für nicht beherrschende Anteile 740 -740 9.007 83 9.090 Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung 9.395 -9.395 - - 9.452 - - 9.452 811.612 -57.015 -162 697 18.917 6.873 4.639 785.561 Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016 in Höhe von 299.079 Tsd. € nach Abzug von Transaktionskosten. Im Geschäftsjahr 2017 erwarb Dürr weitere 24 % der Anteile an der Benz GmbH Werkzeugsysteme und ihrer Tochtergesellschaft in den USA. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 6.457 Tsd. €. Des Weiteren erwarb Dürr die restlichen 12,4 % der Anteile an der Dürr Thermea GmbH und die ausstehenden Anteile in Höhe von 45,4 % der HOMAG KOREA CO., LTD. Der Kaufpreis für die weiteren Tranchen betrug 120 Tsd. € beziehungsweise 1.038 Tsd. €. Darüber hinaus flossen weitere 740 Tsd. € aus Kaufpreisverpflichtungen im Rahmen des Erwerbs der Dürr Cyplan GmbH ab. Der Zahlungsmittelabfluss für die weiteren Anteile war gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in der Position "Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen" enthalten, da die Gesellschaften bereits zuvor vollständig in den Dürr-Konzern einbezogen wurden. In den geleisteten Zinsausgaben ist die Zahlung der Garantiedividende an die außenstehenden HOMAG-Aktionäre enthalten, da der Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags dazu geführt hat, dass die außenstehenden Aktionäre im Rahmen der IFRS bilanziell nicht als Inhaber nicht beherrschender Anteile angesehen werden. Gemäß den Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" werden in der Überleitungsrechnung in Tabelle 3.81 die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten dargestellt. Diese sind als die Verbindlichkeiten definiert, deren Zahlungsmittelzu- und -abflüsse in der Kapitalflussrechnung als Cashflows aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden. Dazu zählen unter anderem die Verbindlichkeiten zum Erwerb nicht beherrschender Anteile. Ebenfalls aufgeführt werden die Vermögenswerte, die der Sicherung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten dienen. [ Tab. → 3.81 ] Der Konzern verfügt über nicht genutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von 662.987 Tsd. € (Vorjahr: 681.467 Tsd. €). Die Kredit- und Avallinien sind an keine besonderen Zwecke gebunden und dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Projektabwicklung. Für nähere Informationen zur Finanzierung des Konzerns verweisen wir auf Textziffer 29. Eine Aufgliederung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit nach den Divisions des Dürr-Konzerns enthält Textziffer 35. Eine detaillierte wirtschaftliche Erläuterung der Kapitalflussrechnung enthält das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" im zusammengefassten Lagebericht. SONSTIGE ANGABEN 35. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten darstellen. Die Berichterstattung basiert auf den Divisions des Konzerns. Zum 31. Dezember 2017 bestand der Dürr-Konzern aus dem Corporate Center und 5 operativ tätigen Divisions, die die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen. Paint and Final Assembly Systems plant und baut Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie und bietet Software für die übergeordnete Produktionssteuerung. Application Technology entwickelt und produziert Produkte und Systeme für den automatisierten Auftrag von Lack, Dichtstoffen und Klebstoffen. Clean Technology Systems ist auf Abluftreinigungssysteme und Energieeffizienztechnik spezialisiert. Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Prüf-, Befüll- und 3.82 - SEGMENTBERICHTERSTATTUNG scroll Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Clean Technology Systems Measuring and Process Systems Woodworking Machinery and Systems Summe Segmente Überleitung1 Dürr-Konzern 2017 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 1.174.941 620.264 185.436 511.165 1.223.549 3.715.355 67 3.715.422 Umsatzerlöse mit anderen Divisions 2.031 4.598 3.664 6.492 78 16.863 -16.863 - Summe Umsatzerlöse 1.176.972 624.862 189.100 517.657 1.223.627 3.732.218 -16.796 3.715.422 EBIT 70.349 64.127 3.401 64.936 85.710 288.523 1.092 289.615 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - - 1.183 2.441 3.624 - 3.624 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -35.847 50.933 -11.548 55.358 107.089 165.985 -46.204 119.781 Cashflow aus lnvestitionstätigkeit -15.758 -27.805 -716 75.390 -22.987 8.124 -25.345 -17.221 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -28.816 -9.526 4.353 -135.478 -77.527 -246.994 94.757 - 152.237 Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -14.295 -11.647 -2.683 -7.636 -37.240 -73.501 -4.698 -78.199 Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -2.496 -2.496 Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -303 -5 319 -271 -329 -589 3.668 3.079 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 3.193 4.890 1.626 1.253 9.148 20.110 2.470 22.580 Zugänge zu Sachanlagen 19.013 21.347 2.197 4.469 17.039 64.065 1.513 65.578 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - - 18.194 12.578 30.772 - 30.772 Vermögen (zum 31.12.) 610.918 518.325 129.702 433.706 813.944 2.506.595 1.488 2.508.083 Schulden (zum 31.12.) 552.445 306.925 68.260 204.172 394.141 1.525.943 226.850 1.752.793 Beschäftigte (zum 31.12.) 3.457 2.063 603 2.279 6.371 14.773 201 14.974 1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center. Montagetechnik. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung. Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Holdings Dürr AG und Dürr Technologies GmbH sowie die Dürr IT Service GmbH, die konzernweit Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie erbringt. Eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten der einzelnen Divisions enthält das Kapitel "Der Konzern im Überblick" im zusammengefassten Lagebericht. Transaktionen zwischen den Divisions werden vollzogen, wie sie auch mit fremden Dritten durchgeführt werden (Arm's-Length-Prinzip). Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Berichterstattung. Das EBIT (Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern) jeder der 5 Divisions wird vom Management einzeln überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen, um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen sowie die Entwicklung der Segmente zu bewerten. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet. scroll Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Clean Technology Systems Measuring and Process Systems Wood- working Machinery and Systems Summe Segmente Überleitung1 Dürr-Konzern 2016 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 1.140.015 560.638 167.036 623.816 1.081.982 3.573.487 30 3.573.517 Umsatzerlöse mit anderen Divisions 7.054 4.147 1.722 10.570 58 23.551 -23.551 - Summe Umsatzerlöse 1.147.069 564.785 168.758 634.386 1.082.040 3.597.038 -23.521 3.573.517 EBIT 77.202 76.086 6.124 79.655 44.855 283.922 -12.527 271.395 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - - 2.054 1.639 3.693 - 3.693 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 33.465 66.109 21.542 44.534 82.156 247.806 -20.437 227.369 Cashflow aus lnvestitionstätigkeit -22.875 902 -11.461 -8.402 -17.333 -59.169 -57.734 -116.903 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.142 -56.603 -8.560 -19.014 -23.540 -110.859 303.337 192.478 Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -14.698 -9.040 -2.598 -8.229 -50.946 -85.511 -4.096 -89.607 Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -144 -64 - -699 - -907 -907 Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 1 -4 1.000 204 415 1.616 -4 1.612 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 5.025 3.479 6.060 2.270 10.866 27.700 2.217 29.917 Zugänge zu Sachanlagen 16.785 14.688 3.853 7.151 13.472 55.949 1.484 57.433 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - - 20.427 12.299 32.726 - 32.726 Vermögen (zum 31.12.) 550.491 458.947 121.085 554.751 772.431 2.457.705 -16.708 2.440.997 Schulden (zum 31.12.) 599.293 278.448 73.295 230.877 324.911 1.506.824 213.606 1.720.430 Beschäftigte (zum 31.12.) 3.384 1.956 569 3.010 6.126 15.045 190 15.235 1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center. 3.83 - ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS scroll Tsd. € 2017 2016 EBIT der Segmente 288.523 283.922 EBIT Corporate Center 401 -14.403 Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen 691 1.876 EBIT des Dürr-Konzerns 289.615 271.395 Beteiligungsergebnis 1.813 6.977 Zinsen und ähnliche Erträge 6.091 6.233 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -27.664 -26.479 Ergebnis vor Ertragsteuern 269.855 258.126 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -68.389 -70.326 Ergebnis des Dürr-Konzerns 201.466 187.800 scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Segmentvermögen 2.506.595 2.457.705 Vermögen Corporate Center 983.471 970.632 Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -981.983 -987.340 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 659.911 724.179 Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere 139.010 89.451 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 19.507 - Wertpapiere des Anlagevermögens - 8.955 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 30.772 32.726 Ertragsteuerforderungen 20.035 22.324 Aktive latente Steuern 34.440 29.891 Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns 3.411.758 3.348.523 Segmentschulden 1.525.943 1.506.824 Schulden Corporate Center 251.366 258.431 Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -24.516 -44.825 Anleihe und Schuldscheindarlehen 597.285 596.630 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.137 49.423 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.810 8.480 Ertragsteuerverbindlichkeiten 50.405 40.284 Passive latente Steuern 91.634 102.316 Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns2 2.508.064 2.517.563 2 Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital Regionale Aufteilung In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standorts des Projekts beziehungsweise des Lieferstandorts zugewiesen. Die Vermögenswerte des Konzerns werden auf der Grundlage des Standorts der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die diese Vermögenswerte ausweist. Sie beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen. 3.84 - REGIONALE AUFTEILUNG scroll Tsd. € Deutschland Sonstige europäische Länder Nord-/ Zentralamerika Südamerika Asien / Afrika / Australien DürrKonzern 2017 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 485.791 1.088.202 928.477 79.493 1.133.459 3.715.422 Zugänge zu Sachanlagen 41.603 7.066 5.085 184 11.640 65.578 Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 690.131 177.476 106.725 12.513 67.009 1.053.854 Beschäftigte (zum 31.12.) 7.830 2.361 1.394 313 3.076 14.974 scroll Tsd. € Deutschland Sonstige europäische Länder Nord-/ Zentralamerika Südamerika Asien / Afrika / Australien DürrKonzern 2016 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 542.766 1.010.927 770.766 79.356 1.169.702 3.573.517 Zugänge zu Sachanlagen 25.793 5.233 12.255 432 13.720 57.433 Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 661.539 187.562 128.662 14.654 69.519 1.061.936 Beschäftigte (zum 31.12.) 8.205 2.306 1.329 323 3.072 15.235 Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Umsatzerlöse in der VR China 847.274 Tsd. € (Vorjahr: 914.915 Tsd. €) und in den USA 663.739 Tsd. € (Vorjahr: 530.183 Tsd. €). Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2017 7,5 % (Vorjahr: 11,0 %) der konsolidierten Nettoumsatzerlöse erzielt. Die Anteile des zweit- und drittgrößten Kunden beliefen sich auf 5,0 % (Vorjahr: 3,5 %) und 3,2 % (Vorjahr: 3,4 %). Die Nettoumsatzerlöse mit diesen Kunden entfielen auf alle Divisions. Unternehmen, von denen bekannt ist, dass sie unter einheitlicher Kontrolle stehen, werden als ein Kunde betrachtet. 36. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dürr AG können Textziffer 40 entnommen werden. Nahestehende Parteien beinhalten die at equity bilanzierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2017 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 174.743 Tsd. € (Vorjahr: 114.727 Tsd. €). Diese resultieren im Wesentlichen aus dem regulären Projektgeschäft und entfallen hauptsächlich auf die Homag China Golden Field Ltd. Zum 31. Dezember 2017 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 9.925 Tsd. € (Vorjahr: 21.839 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.358 Tsd. € (Vorjahr: 1.720 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen von 43.640 Tsd. € (Vorjahr: 31.316 Tsd. €) von nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten. Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären. 37. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 3.85 - HAFTUNGSVERHÄLTNISSE scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Wechselobligo 19.650 14.735 Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften 10.171 12.175 Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 184 - Sonstige 3.571 4.638 33.576 31.548 Die sonstigen Haftungsverhältnisse betreffen überwiegend anhängige Verfahren in Brasilien sowie Selbstbehalte aus hermesgedeckten Absatzfinanzierungen. Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden. 38. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN 3.86 - SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge 89.845 104.649 Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge 6.400 9.380 Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen 3.360 1.304 99.605 115.333 Neben den in Tabelle 3.86 aufgeführten Verpflichtungen bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang. Miet- und Leasingverträge Operating-Leasingverhältnisse Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Einrichtungen, Büroräume und Fahrzeuge. 3.87 - NOMINALWERTE DER KÜNFTIGEN MINDESTZAHLUNGEN FÜR OPERATING-LEASINGVERTRÄGE scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Innerhalb eines Jahres 26.170 26.892 Zwischen einem und fünf Jahren 44.657 48.639 Über fünf Jahre 19.018 29.118 89.845 104.649 Die Laufzeiten dieser Leasingverhältnisse liegen überwiegend zwischen unter einem Jahr und 10 Jahren, in Einzelfällen laufen die Verträge länger als 15 Jahre. Die Operating-Leasingverhältnisse enthalten zum Teil Verlängerungsoptionen und in geringem Umfang Preisanpassungsklauseln, die auf Verbraucherpreisindizes basieren. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Aufwendungen in Höhe von 34.770 Tsd. € (Vorjahr: 37.350 Tsd. €) für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzierungs-Leasingverhältnisse Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen und für Software Finanzierungs-Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing. Tabelle 3.88 zeigt eine Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen auf die Verbindlichkeiten. [ Tab. → 3.88 ] Neben den in Tabelle 3.86 aufgeführten Verpflichtungen bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang. 3.88 - NOMINALWERTE DER FINANZIERUNGS-LEASINGVERHÄLTNISSE scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Mindestleasing- zahlungen In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Mindestleasing- zahlungen In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Innerhalb eines Jahres 1.589 242 1.347 2.062 326 1.736 Zwischen einem und fünf Jahren 3.821 324 3.497 6.185 549 5.636 Über fünf Jahre 990 24 966 1.133 25 1.108 6.400 590 5.810 9.380 900 8.480 39. RISIKOMANAGEMENT UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Der Konzern betreibt Geschäfte in Ländern, in denen politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Im Geschäftsjahr 2017 hatten diese Risiken keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Dürr kann im Zuge seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten einschließlich Fragen der Produkthaftung verwickelt werden. Gegenwärtig bestehen nach Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf das Geschäft des Konzerns und seine Finanzlage keine wesentlichen Risiken dieser Art. Erwartete Prozesskosten wurden zurückgestellt. Dürr ist grundsätzlich finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Darunter fallen insbesondere Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Die Regelungen für die konzernweite Risikopolitik sind in konzerninternen Richtlinien festgelegt. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns sind im Kapitel "Risikobericht" im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Bonitäts- oder Ausfallrisiko Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit, dass Geschäftspartner bei einem Geschäft mit einem originären oder derivativen Finanzinstrument ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und dadurch Vermögensverluste entstehen können. Bei Neukunden werden Bonitätsanalysen getätigt. Bestandskunden werden laufend anhand ihres Zahlungsverhaltens analysiert. Zur weiteren Limitierung des Ausfallrisikos werden bei Dürr entsprechende Zahlungsbedingungen sowie Akkreditive, Warenkreditversicherungen und Bundesdeckungen eingesetzt. 3.89 - VOR AUSFALL GESICHERTE FORDERUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Akkreditive 7.866 20.890 Warenkreditversicherungen 823 5.615 8.689 26.505 Der Dürr-Konzern hatte zum 31. Dezember 2017 vornehmlich im Rahmen der Absatzfinanzierung bestehende Forfaitierungen in Höhe von 25.815 Tsd. € (Vorjahr: 5.128 Tsd. €). Daneben wurden vorfristige Erfüllungen von Akkreditiven in Höhe von 2.197 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) durchgeführt. Bei der Anlage von liquiden Mitteln, Investitionen im Rahmen des Financial Asset Managements sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten im Zusammenhang mit Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute und Unternehmen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Dürr steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel, Investitionen des aktiven Asset Managements oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Konzentration des Geschäfts auf wenige Kunden Die Entwicklung von Dürr hängt in hohem Maße von der Investitionsbereitschaft der Automobilbranche ab. Ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse wird mit einer überschaubaren Zahl von Kunden erwirtschaftet, da im weltweiten Automobilmarkt vergleichsweise wenige Hersteller aktiv sind. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegenüber Automobilherstellern. Diese Forderungen sind in der Regel nicht durch Bankbürgschaften oder sonstige Sicherheiten besichert. Zum 31. Dezember 2017 entfielen 40,1 % (Vorjahr: 40,1 %) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf zehn Kunden. Der ausgewiesene Gesamtbestand an Forderungen enthält Wertberichtigungen für risikobehaftete Forderungen in Höhe von 15.882 Tsd. € (Vorjahr: 15.088 Tsd. €). Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert der Forderungen ersichtlich. Trotz der Verteilung des Geschäfts auf verhältnismäßig wenige Kunden sieht Dürr aufgrund der Konzernstruktur seiner Kunden mit internationalen Tochterunternehmen keine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern beziehungsweise Schuldnergruppen. Die Kundendiversifikation ist im Vergleich zu anderen Automobilzulieferern als hoch zu bewerten und wurde durch die Übernahme der HOMAG Group weiter erhöht. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, das entsteht, wenn der Konzern nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen bei Fälligkeit oder zu einem angemessenen Preis zu erfüllen. Die Liquiditätsversorgung wird durch vorhandene Finanzmittelbestände sowie dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien sichergestellt. Sie wird durch eine auf einen Planungshorizont von 18 Monaten ausgerichtete Liquiditätsplanung und eine kurzfristige Liquiditätsvorschau überwacht und gesteuert. Darüber hinaus führt der Einsatz von länderübergreifenden Cash-Pooling-Strukturen durch eine Liquiditätskonzentration zu einer verbesserten Bilanzstruktur, zu reduzierten Fremd-finanzierungsvolumina und dadurch zu einem verbesserten Finanzergebnis. Gleichzeitig ergibt sich eine erhöhte Transparenz der Liquiditätssituation. Zudem werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Mittelbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Der syndizierte Kredit der Dürr AG mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2021 kann bei Verletzung einer vereinbarten Kennzahl (Financial Covenant) durch das Bankenkonsortium vorzeitig gekündigt werden. Der Financial Covenant beinhaltet bestimmte Zielgrößen in Bezug auf den Verschuldungsgrad. Im Geschäftsjahr 2017 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 29. Tabelle 3.90 zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten. [Tab. -»3.90 ] Währungsrisiko Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft existieren beziehungsweise bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsflüsse des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Zahlungsflüsse des Konzerns nicht beeinflussen (das heißt, die Risiken, die aus der Umrechnung von Bilanzpositionen ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung Euro resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus dem Zahlungsmittelzufluss und -abfluss erwarteter Einkaufs- und Verkaufstransaktionen wurden Devisentermingeschäfte mit ursprünglichen Laufzeiten von bis zu 84 Monaten (Vorjahr: 84 Monate) abgeschlossen. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Dürr Finanzinstrumente besitzt. 3.90 - ZINS- UND TILGUNGSZAHLUNGEN FÜR FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN scroll CASHFLOWS Tsd. € Buchwert 31.12.2017 2018 2019 2020 2021 2022 und später Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus L&L 378.026 377.765 44 43 43 131 Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 203 203 - - - - Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 48.594 39.462 1.571 579 7.832 91 Anleihe 298.027 8.625 8.625 8.625 308.625 - Schuldscheindarlehen 299.258 4.325 4.325 4.325 104.325 212.635 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.875 1.877 - - - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.810 1.589 1.504 1.223 738 1.346 Verpflichtungen aus Optionen 245.011 245.0111 - - - - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 9.675 9.445 230 - - - Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 434 18 - - - Derivate mit Hedge-Beziehung 5.819 4.541 1.278 - - - scroll CASHFLOWS Tsd. € Buchwert 31.12.2016 2017 2018 2019 2020 2021 und später Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus L&L 333.853 333.545 53 43 43 169 Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 510 510 - - - - Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 45.564 32.497 3.133 2.400 595 8.601 Anleihe 297.474 8.625 8.625 8.625 8.625 308.625 Schuldscheindarlehen 299.156 4.325 4.325 4.325 4.325 316.960 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.545 3.311 3.885 3.878 3.869 29.546 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8.480 2.062 1.797 1.968 1.660 1.893 Verpflichtungen aus Optionen 238.829 238.8291 - - - - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 1.159 230 230 - - Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.552 1.527 25 - - - Derivate mit Hedge-Beziehung 16.473 11.478 4.995 - - - 1 Die Cashflows für Verpflichtungen aus Optionen betreffen überwiegend die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeit. Die erwarteten Cashflows wurden als kurzfristig eingestuft. Die Ausübung der Optionen kann jedoch auch mit abweichender Fristigkeit erfolgen. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 6. Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken für Dürr bestehen, sind Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften, die eine unterschiedliche funktionale Währung haben. Originäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken resultieren könnten, werden in der Regel durch derivative Finanzinstrumente gesichert, die als Fair Value Hedges bilanziert werden. Hierbei wird sowohl die Veränderung des originären Finanzinstruments als auch die Wertänderung des derivativen Finanzinstruments erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Des Weiteren bestehen Währungsrisiken durch den Einsatz von Derivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der Währungen, die diesen Geschäften zugrunde liegen, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert der Sicherungsgeschäfte. Zur Berechnung der Währungssensitivitäten wurden die für Dürr wesentlichen Währungspaare betrachtet. Hierbei wurden eine hypothetische Auf- beziehungsweise Abwertung des Euro um 10 % zu US-Dollar, chinesischem Renminbi, dänischer Krone, tschechischer Krone sowie eine Auf- beziehungsweise Abwertung des US-Dollar zum mexikanischen Peso angenommen. [Tab. -»3.91 ] Zinsrisiko Zinsrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Zinsschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsergebnisses sowie der Bilanzwerte der verzinslichen Vermögenswerte. Im Jahr 2017 hat die Dürr AG zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens Zinsswaps mit einem Nominalwert von 200 Mio. € abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, variable verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals um 372 Tsd. € geführt. Eine hypothetische Verringerung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals um 8 Tsd. € geführt. 3.91 - ERGEBNISEFFEKTE AUF GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND EIGENKAPITAL scroll 31.12.2017 31.12.2016 Tsd. € Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung Effekt auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital Effekt auf die Gewinn- bund Verlustrechnung Effekt auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital EUR / USD EUR +10% -1.928 4.715 -435 6.691 EUR -10% 2.377 -5.690 533 -8.159 EUR / CNY EUR +10% -1.598 4.942 -2.712 3.253 EUR -10% 1.996 -5.942 3.317 -3.923 EUR / DKK EUR +10% -272 142 -84 197 EUR -10% 441 -167 17 -247 EUR / CZK EUR +10% -1.251 49 33 -278 EUR -10% 1.535 -61 -40 341 USD / MXN USD +10% 2.272 -4.152 509 -3.308 USD -10% -2.767 5.108 -628 4.016 3.92 - UMFANG UND ZEITWERT DER FINANZINSTRUMENTE scroll NOMINALWERT POSITIVER MARKTWERT NEGATIVER MARKTWERT Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges 200.000 100.000 124 - 585 79 Devisenterminkontrakte 459.838 519.570 5.804 3.545 5.686 17.946 davon in Verbindung mit Cashflow Hedges 266.797 310.080 4.312 2.382 4.022 14.016 davon in Verbindung mit Fair Value Hedges 94.627 97.784 996 601 1.212 2.378 davon ohne Hedge-Beziehung 98.414 111.706 496 562 452 1.552 Dürr verfügt über liquide Mittel, die zum 31. Dezember 2017 Zinssatzänderungen unterlagen. Eine hypothetische Erhöhung dieser Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des Zinsertrags um 1.580 Tsd. € (Vorjahr: 1.227 Tsd. €) geführt. Eine hypothetische Verringerung um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Verringerung des Zinsertrags um 1.580 Tsd. € (Vorjahr: 1.227 Tsd. €) geführt. Sonstige Preisrisiken IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben zu den Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Risikovariablen auf die Preise von Finanzinstrumenten. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Zum 31. Dezember 2017 hatte Dürr keine als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand, aus der sich wesentliche sonstige Preisrisiken ergeben. Zur Darstellung des Preisrisikos der als Finanzinstrument der Stufe 3 berichteten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, Optionen und Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten verweisen wir auf Textziffer 33. Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten Der Konzern verwendet Finanzderivate zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinssatzänderungen auf Zahlungsströme sowie von Änderungen des Zeitwerts der Forderungen und Verbindlichkeiten. Dürr trägt für den Fall, dass die Geschäftspartner (Kreditinstitute) bei den nachfolgend beschriebenen Finanzinstrumenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, das Wiedereindeckungsrisiko. Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts und auf die Absicherung von Darlehen begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während des gesamten Zeitraums, für den die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger finanzieller Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen. [ Tab. → 3.92 ] Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern. Bilanzierung und Ausweis von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting Währungssicherungskontrakte, die eindeutig der Absicherung zukünftiger Cashflows aus Fremdwährungstransaktionen zugeordnet werden können und die Anforderungen des IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität erfüllen, werden als Cashflow Hedge bilanziert. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Hedge-effektiven Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktion (Grundgeschäft) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten oder in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 wurde im kumulierten übrigen Eigenkapital ein unrealisiertes Ergebnis ausgewiesen. Es resultiert aus der ergebnisneutralen Buchung von Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von 11.252 Tsd. € (Vorjahr: - 3.052 Tsd. €). Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2017 89 Tsd. € (Vorjahr: - 5.467 Tsd. €) aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und dort erfolgserhöhend in den Umsatzerlösen oder den Umsatzkosten ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr 2018 erwarteten Ergebnisauswirkungen (vor Steuern) aus den zum Bilanzstichtag im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Werten betragen 1.489 Tsd. €. In den darauffolgenden Geschäftsjahren werden kumulierte Ergebnisauswirkungen von - 533 Tsd. € erwartet. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Anforderungen an ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 40. WEITERE ANGABEN Deutscher Corporate Governance Kodex / Erklärung nach § 161 AktG Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 13. Dezember 2017 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. Für weitere Angaben verweisen wir auf den zusammengefassten Lagebericht. Beschäftigtenzahl Die Anzahl der Mitarbeiter im Dürr-Konzern stellte sich zum 31. Dezember 2017 und im Jahresdurchschnitt für das Geschäftsjahr 2017 entsprechend den Tabellen 3.93 und 3.94 dar. 3.93 - BESCHÄFTIGTE ZUM STICHTAG scroll 31.12.2017 31.12.2016 Gewerbliche Mitarbeiter 7.073 7.102 Angestellte 6.967 7.132 Mitarbeiter ohne Praktikanten/ Auszubildende/Übrige 14.040 14.234 Praktikanten/Auszubildende/Übrige 934 1.001 Mitarbeiter gesamt 14.974 15.235 3.94 - BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT scroll 2017 2016 Gewerbliche Mitarbeiter 6.977 7.099 Angestellte 6.893 7.010 Mitarbeiter ohne Praktikanten/ Auszubildende/Übrige 13.870 14.109 Praktikanten/Auszubildende/Übrige 937 970 Mitarbeiter gesamt 14.807 15.079 Honorarvolumen des Konzernabschlussprüfers Tabelle 3.95 zeigt das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. 3.95 - HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS scroll Tsd. € 2017 2016 Abschlussprüfung 1.519 1.378 Sonstige Bestätigungsleistungen 170 5 Steuerberatungsleistungen 335 393 Sonstige Leistungen 370 527 2.394 2.303 Die Honorare für Abschlussprüfungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse der Dürr AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen. In den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen sind Honorare für freiwillige Jahresabschlussprüfungen in Höhe von 94 Tsd. € (Vorjahr: 134 Tsd. €) enthalten. Die weiteren Honorare für Nichtprüfungsleistungen setzen sich zusammen aus Honoraren für sonstige Bestätigungsleistungen, für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 875 Tsd. € (Vorjahr: 925 Tsd. €), wobei der Großteil auf Beratungsleistungen im Zusammenhang mit Projekten im Bereich Industrial Internet of Things (IIoT) und Bestätigungsleistungen im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing entfällt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 2. Februar 2018 hat die Dürr Technologies GmbH der Aktionärsgruppe Schuler / Klessmann mitgeteilt, dass sie von der ihr eingeräumten Call-Option über den Erwerb von 7,05 % der Aktien an der HOMAG Group AG Gebrauch machen wird. Die Übertragung der Aktien an die Dürr Technologies GmbH wird voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2018 wirksam. Der Kaufpreis pro Aktie beträgt 25 €, daraus ergibt sich ein Gesamtkaufpreis von 27.653 Tsd. €. Durch die Transaktion steigt der Anteil der Dürr Technologies GmbH am Grundkapital der HOMAG Group AG auf 63 %. Der Aktienerwerb reduziert den Zinsaufwand, der aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG besteht. Zum 1. Januar 2018 hat Herr Karl-Heinz Streibich den Vorsitz des Aufsichtsrats der Dürr AG übernommen. Er folgte auf Herrn Klaus Eberhardt, der Vorsitz und Mitgliedschaft im Aufsichtsrat zum Jahresende 2017 niederlegte. Herr Streibich ist Vorstandsvorsitzender der Software AG und gehört dem Aufsichtsrat der Dürr AG seit dem Jahr 2011 an. Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurde Herr Dr. Rolf Breidenbach gerichtlich als neues Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Dr. Breidenbach, der Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA ist, wird sich auf der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 zur Wahl stellen. Es gab keine weiteren außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts. Freigabe und Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2017 aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG wurden in der Vorstandssitzung am 13. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben und werden voraussichtlich am 22. März 2018 mit dem Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. MITGLIEDER DES VORSTANDS Ralf W. Dieter Vorsitzender · Unternehmenskommunikation, Personal (Arbeitsdirektor), Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement, Interne Revision, Corporate Compliance · Division Paint and Final Assembly Systems (bis 31.12.2017 ) · Division Application Technology · Division Woodworking Machinery and Systems • Carl Schenck AG, Darmstadt1 (Vorsitzender) • Dürr Systems AG, Stuttgart1 (Vorsitzender) • HOMAG Group AG, Schopfloch1 ,2 (Vorsitzender) • iTAC Software AG, Montabaur1 (Vorsitzender) • Körber AG, Hamburg • Schuler AG, Göppingen2 o Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V.R. China1 (Supervisor) Carlo Crosetto (seit 01.03.2017) · Finanzen / Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht / Patente / Versicherungen, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility • Carl Schenck AG, Darmstadt1 (seit 27.02.2017) • Dürr Systems AG, Stuttgart1 (seit 01.03.2017) • HOMAG Group AG, Schopfloch1 ,2 (seit 03.05.2017) Ralph Heuwing (bis 14.05.2017) · Finanzen / Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht / Patente / Versicherungen, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility (bis 28.02.2017, ab 01.03.2017 Übergabe an Carlo Crosetto) • Carl Schenck AG, Darmstadt1 (bis 27.02.2017) • Dürr Systems AG, Stuttgart1 (bis 28.02.2017) • HOMAG Group AG, Schopfloch1 ,2 (bis 03.05.2017) • MCH Management Capital Holding AG, München • Ringmetall AG, München2 o Ivoclar Vivadent AG, Schaan, Liechtenstein (Mitglied des Verwaltungsrats) Dr. Jochen Weyrauch (seit 01.01.2017) · Informationstechnologie, Corporate Development · Division Paint and Final Assembly Systems (seit 01.01.2018) · Division Clean Technology Systems · Division Measuring and Process Systems · Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten o Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 1 Konzernmandat 2 börsennotiert Die Mitglieder des Vorstands erhielten die in Tabelle 3.96 ausgewiesene Vergütung. 3.96 - VORSTANDSVERGÜTUNG scroll Tsd. € 2017 2016 Kurzfristige fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 5.494 4.637 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 821 849 Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - - Aktienbasierte Vergütungen 2.092 2.400 8.407 7.886 An frühere Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2017 Pensionsbezüge in Höhe von 550 Tsd. € (Vorjahr: 542 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen zum 31. Dezember 2017 669 Tsd. € (Vorjahr: 1.086 Tsd. €). Die Bezüge umfassen den Vorstand der Dürr AG. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Abschnitt "Vergütungsbericht" des zusammengefassten Lageberichts dargestellt. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS Klaus Eberhardt1,4,5 Selbstständiger Berater, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf Vorsitzender (bis 31.12.2017) • ElringKlinger AG, Dettingen/Erms6 (Vorsitzender seit 16.05.2017) • MTU Aero Engines AG, München6 (Vorsitzender) Hayo Raich1,3,5 Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Stv. Vorsitzender • Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender) Karl-Heinz Streibich1,4,5 Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt Weiterer Stv. Vorsitzender bis 31.12.2017, Vorsitzender seit 01.01.2018 • Deutsche Telekom AG, Bonn6 • Deutsche Messe AG, Hannover • Siemens Healthineers AG, München (seit 01.03.2018) • WITTENSTEIN SE, Igersheim (seit 19.09.2017) Richard Bauer1,4,5 Aufsichtsrat, Wentorf bei Hamburg (seit 05.05.2017) Weiterer Stv. Vorsitzender seit 01.01.2018 • Körber AG, Hamburg (Vorsitzender) Mirko Becker2,3 Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Dr. Rolf Breidenbach Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt (seit 01.01.2018) Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr2,5 Professorin für medizinische Genetik an der Sorbonne Université und dem ICM (Institut du Cerveau et de la Moelle épinière), Paris, Frankreich Gerhard Federer2 Selbstständiger Berater, Gengenbach • HOMAG Group AG, Schopfloch6 Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe (bis 05.05.2017) • Harmonic Drive AG, Limburg an der Lahn (01.01. bis 30.04.2017) Carmen Hettich-Günther3,4 Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der HOMAG Group AG, Schopfloch Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der HOMAG GmbH, Schopfloch • HOMAG GmbH, Schopfloch (Stv. Vorsitzende) • HOMAG Group AG, Schopfloch6 (Stv. Vorsitzende seit 28.09.2017) Thomas Hohmann3 Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart Dr. Anja Schuler Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz • HOMAG Group AG, Schopfloch6 Dr. Martin Schwarz-Kocher2,3 Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart Dr. Astrid Ziegler1,3 Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt / Main • Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten 1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss 2 Mitglied Prüfungsausschuss 3 Vertreter der Arbeitnehmer 4 Mitglied Vermittlungsausschuss 5 Mitglied Nominierungsausschuss 6 börsennotiert Tabelle 3.97 zeigt die individuellen Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2017 nach Bestandteilen: 3.97 - AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG 2017 scroll € Grundvergütung Vergütung Ausschussmitgliedschaft Sitzungsgeld3 Variable Vergütung Gesamt Klaus Eberhardt, Vorsitzender, (bis 31.12.2017) 120.000 15.000 8.000 61.500 204.500 (2016) (120.000) (1 1.250) (9.000) (61.500) (201.750) Hayo Raich1, 2 , Stellvertretender Vorsitzender 63.000 5.000 8.600 30.750 107.350 (2016) (63.000) (5.000) (10.200) (30.750) (108.950) Karl-Heinz Streibich, Stellvertretender Vorsitzender bis 31.12.2017 60.000 10.000 8.000 30.750 108.750 (2016) (60.000) (7.500) (7.000) (30.750) (105.250) Stefan Albert2 - - - - - (bis 04.05.2016) (16.667) (-) (2.000) (8.542) (27.209) Richard Bauer (seit 05.05.2017) 26.667 - 2.000 13.667 42.334 (2016) (-) (-) (-) (-) (-) Mirko Becker2 40.000 10.000 10.000 20.500 80.500 (2016) (40.000) (10.000) (9.000) (20.500) (79.500) Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr 40.000 15.000 9.000 20.500 84.500 (2016) (40.000) (12.500) (9.000) (20.500) (82.000) Gerhard Federer1 50.000 38.000 20.000 20.500 128.500 (seit 04.05.2016) (36.667) (31.333) (16.000) (13.667) (97.667) Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka (bis 05.05.2017) 16.667 - 3.000 8.542 28.209 (2016) (40.000) (-) (6.000) (20.500) (66.500) Carmen Hettich-Günther1, 2 58.750 10.500 21.000 35.500 125.750 (seit 04.05.2016) (44.167) (10.500) (17.000) (28.667) (100.334) Thomas Hohmann 40.000 - 6.000 20.500 66.500 (2016) (40.000) (-) (6.000) (20.500) (66.500) Guido Lesch2 - - - - - (bis 04.05.2016) (16.667) (2.083) (3.000) (8.542) (30.292) Dr. Herbert Müller - - - - - (bis 04.05.2016) (16.667) (8.333) (3.000) (8.542) (36.542) Dr. Anja Schuler1 50.000 3.000 16.000 20.500 89.500 (seit 03.02.2016) (46.667) (3.000) (14.000) (18.792) (82.459) Dr. Martin Schwarz-Kocher2 40.000 10.000 10.000 20.500 80.500 (2016) (40.000) (10.000) (9.000) (20.500) (79.500) Dr. Astrid Ziegler2 40.000 5.000 8.000 20.500 73.500 (seit 04.05.2016) (26.667) (3.333) (6.000) (13.667) (49.667) Gesamt 645.084 121.500 129.600 324.209 1.220.393 (2016) (647.169) (114.832) (126.200) (325.919) (1.214.120) * Arbeitnehmervertreter 1 ebenfalls im Aufsichtsrat der Dürr Systems AG beziehungsweise HOMAG Group AG und HOMAG GmbH 2 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 3 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen 41. ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE 3.98 - IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE scroll Tsd. € Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte Dürr-Konzern Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2016 415.162 275.536 66.800 16.712 774.210 Währungsdifferenz 2.332 86 10 -1 2.427 Änderungen Konsolidierungskreis - 4.896 - - 4.896 Zugänge 5.422 6.762 9.963 7.770 29.917 Abgänge - -2.216 -418 -1.430 -4.064 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -21.316 -6.643 -2.275 - -30.234 Umgliederungen - 655 1.136 -1.233 558 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 401.600 279.076 75.216 21.818 777.710 Währungsdifferenz -5.209 -2.042 -26 2 -7.275 Änderungen Konsolidierungskreis - 2.778 - - 2.778 Zugänge 160 7.287 8.077 7.056 22.580 Abgänge - -4.974 -132 - -5.106 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - -106 19 - -87 Umgliederungen - 9.172 2.085 -6819 4.438 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2017 396.551 291.191 85.239 22.057 795.038 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2016 - 95.528 27.660 2.116 125.304 Währungsdifferenz - 88 9 - 97 Änderungen Konsolidierungskreis - 17 - - 17 Zugänge planmäßiger Abschreibungen - 34.394 13.114 - 47.508 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - 843 - 843 Abgänge - -1.208 -381 - -1.589 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - -3.975 -1.875 - -5.850 Umgliederungen - 233 14 - 247 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 - 125.077 39.384 2.116 166.577 Währungsdifferenz - -1.049 -21 - -1.070 Zugänge planmäßiger Abschreibungen - 22.958 12.662 - 35.620 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - 1.483 - - 1.483 Abgänge - -4.838 -132 - -4.970 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 136 17 - 153 Umgliederungen - 5.311 - -772 4.539 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2017 - 149.078 51.910 1.344 202.332 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 396.551 142.113 33.329 20.713 592.706 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 401.600 153.999 35.832 19.702 611.133 Restbuchwerte zum 1. Januar 2016 415.162 180.008 39.140 14.596 648.906 3.99 - SACHANLAGEN scroll Tsd. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Dürr-Konzern Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2016 330.689 43.365 64.637 137.903 36.208 612.802 Währungsdifferenz 1.054 - 11 680 -402 1.343 Änderungen Konsolidierungskreis - - 38 133 - 171 Zugänge 6.427 373 13.768 25.071 11.794 57.433 Abgänge -506 -95 -3.510 -6.916 -44 -11.071 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -21.731 - -3.197 -6.842 - -31.770 Umgliederungen 31.258 - 5.277 2.523 -35.885 3.173 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 347.191 43.643 77.024 152.552 11.671 632.081 Währungsdifferenz -7.922 - -2.117 -4.217 -436 -14.692 Änderungen Konsolidierungskreis 202 - 449 78 45 774 Zugänge 27.652 736 10.037 20.117 7.036 65.578 Abgänge -840 -457 -5.021 -10.843 -562 -17.723 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 267 - 39 -328 -2 -24 Umgliederungen 7.007 - 6.292 1.628 -10.460 4.467 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2017 373.557 43.922 86.703 158.987 7.292 670.461 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2016 67.294 22.104 31.609 75.658 160 196.825 Währungsdifferenz -314 - 52 252 - -10 Änderungen Konsolidierungskreis - - 21 27 - 48 Zugänge planmäßiger Abschreibungen 14.252 923 7.485 19.439 - 42.099 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - - - 64 64 Abgänge -19 -48 -2.214 -4.646 - -6.927 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -9.332 - -1.762 -4.244 - -15.338 Umgliederungen 60 - 31 -12 - 79 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 71.941 22.979 35.222 86.474 224 216.840 Währungsdifferenz -992 - -1.083 -2.316 3 -4.388 Änderungen Konsolidierungskreis - - - - - - Zugänge planmäßiger Abschreibungen 14.603 1.187 7.666 19.123 - 42.579 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - 375 259 379 1.013 Abgänge -315 -424 -3.905 -9.621 -539 -14.804 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -2 - 41 -54 - -15 Umgliederungen -10 - 1 622 - 613 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2017 85.225 23.742 38.317 94.487 67 241.838 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 288.332 20.180 48.386 64.500 7.225 428.623 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 275.250 20.664 41.802 66.078 11.447 415.241 Restbuchwerte zum 1. Januar 2016 263.395 21.261 33.028 62.245 36.048 415.977 3.100 - FINANZANLAGEN scroll Tsd. € Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Sonstige Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen Dürr-Konzern Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2016 28.615 15.970 26.585 602 71.772 Währungsdifferenz 1.360 -52 - - 1.308 Zugänge 3.203 33 6 - 3.242 Abgänge - -12.615 -17.203 - -29.818 Umgliederungen - -192 - - -192 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 33.178 3.144 9.388 602 46.312 Währungsdifferenz -2.770 13 - - -2.757 Zugänge 816 21.492 6 - 22.314 Abgänge -452 -18 -6.398 - -6.868 Umgliederungen - -19.507 -2.996 - -22.503 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2017 30.772 5.124 - 602 36.498 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2016 393 125 1.328 297 2.143 Währungsdifferenz 59 -52 - - 7 Zugänge Abschreibungen - 125 291 - 416 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - - 305 305 Abgänge - - -1.186 - -1.186 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 452 198 433 602 1.685 Währungsdifferenz - 13 - - 13 Zugänge Abschreibungen - - 45 - 45 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - 520 - - 520 Abgänge -452 - -478 - -930 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2017 - 731 - 602 1.333 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 30.772 4.393 35.165 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 32.726 2.946 8.955 - 44.627 Restbuchwerte zum 1. Januar 2016 28.222 15.845 25.257 305 69.629 42. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS 3.101 - AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS scroll Name und Sitz Anteil am Kapital in % Eigenkapitalin Tsd.€ Jahresergebnis in Tsd. € A. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN Deutschland Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 75,0 14.463 2.213 Carl Schenck AG, Darmstadt1, 2 100,0 94.960 - DUALIS GmbH IT Solution, Dresden1 100,0 192 - Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen1, 2 100,0 5.981 - Dürr Clean Energy GmbH, Stuttgart 100,0 42 -2 Dürr International GmbH, Stuttgart1, 2 100,0 12.428 - Dürr IT Service GmbH, Stuttgart1, 2 100,0 30 - Dürr Somac GmbH, Stollberg1, 2 100,0 5.015 - Dürr Systems AG, Stuttgart1, 2 100,0 145.363 - Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg1, 2 100,0 1.566 - Dürr Technologies GmbH, Stuttgart1, 2 100,0 269.606 - Dürr thermea GmbH, Ottendorf-Okrilla 100,0 72 -4.429 HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgebirge1, 2 100,0 15.488 - HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz 100,0 38.015 8.229 HOMAG eSOLUTION GmbH, Schopfloch 51,0 1.512 -248 HOMAG Finance GmbH, Schopfloch 100,0 63.429 15.491 HOMAG GmbH, Schopfloch1, 2 100,0 86.546 - Homag Group AG, Schopfloch1 55,9 106.207 - HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo1, 2 100,0 19.602 - HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw1, 2 100,0 14.025 - iTAC Software AG, Montabaur 100,0 9.751 -2.294 LOXEO GmbH, Stuttgart1,2 100,0 25 - Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach1, 2 100,0 2.700 - Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach im Isartal5 0,0 2.037 99 Schenck RoTec GmbH, Darmstadt1, 2 100,0 9.226 - Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt1, 2 100,0 12.540 - SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100,0 15 -637 tapio GmbH, München 100,0 971 -54 Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch 100,0 15 -1 Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann 75,9 3.105 28 Andere EU-Länder AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sanderborg / Dänemark 100,0 -7.526 -106 Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam/ Niederlande 100,0 914 219 Carl Schenck spol. s r.o., Modrice / Tschechische Republik 100,0 527 74 CPM S.p.A., Beinasco/Italien 51,0 21.074 9.166 Datatechnic S.A.S., Uxegney /Frankreich 100,0 11.220 3.664 Duerr Cyplan Limited, Aldermaston / Großbritannien 100,0 3.063 -1.121 Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H. in Liqu., Wien / Österreich 100,0 3.017 13 Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien 100,0 7.006 2.187 Dürr Poland Sp. z o.o., Radom/ Polen 100,0 9.526 1.866 Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sàzavou / Tschechische Republik 100,0 4.621 46 Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich 100,0 20.665 1.487 Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastian / Spanien 100,0 9.690 5.381 Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei 100,0 658 691 E&P Turbo Ltd., Aldermaston / Großbritannien 100,0 22 - HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee / Österreich 100,0 1.160 414 HOMAG DANMARK A/S, Galten / Dänemark 100,0 1.874 639 HOMAG ESPANA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Valles / Spanien 100,0 1.989 568 HOMAG France S.A.S., Schiltigheim / Frankreich 100,0 6.020 3.106 HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100,0 759 169 HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano / Italien 100,0 5.017 2.252 HOMAG MACHINERY BARCELONA SA, L'Amettla del Valles / Spanien 100,0 5.258 2.399 HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen6 100,0 19.091 -21.130 HOMAG SERVICES POLAND Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen 100,0 2.322 874 HOMAG U.K. LTD., Castle Donington / Großbritannien 100,0 4.749 1.297 Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien 65,0 5.327 -379 Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien 100,0 460 24 Schenck Limited, Warwick / Großbritannien 100,0 2.446 672 Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich 100,0 8.525 2.829 Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien 51,0 117 17 Verind S.p.A., Rodano /Italien3 50,0 7.705 1.627 Sonstige europäische Länder CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100,0 171 8 Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli / Türkei 100,0 882 296 Homag (Schweiz) AG, Höri/ Schweiz 100,0 3.424 333 OOO "Homag Russland", Moskau / Russland 100,0 1.134 776 OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland 100,0 305 -1.200 Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz 100,0 16.712 5.395 Nordamerika/ Zentralamerika BENZ INCORPORATED, Hickory, North Carolina/ USA 100,0 1.301 478 Dürr de Mexico, S.A. de C.V., Santiago de Queretaro/ Mexiko 100,0 14.587 6.415 Dürr Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 41.757 -142 Dürr Systems Canada, Corp., Windsor, Ontario / Kanada 100,0 - - Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 116.267 6.626 HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario/ Kanada 100,0 4.871 1.612 Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 -118 -187 iTAC Software Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 -935 -292 Schenck Corporation, Deer Park, New York/ USA 100,0 62.400 -3.144 Schenck Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/ Mexiko 100,0 524 -27 Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan / USA 100,0 4.295 732 Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 9.957 513 STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 21.113 9.706 Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts / USA 100,0 4.095 6 Südamerika AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100,0 1.596 -889 Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo/ Brasilien 100,0 11.851 716 HOMAG INDÜSTRIA E COMERCIO DE MÀQUINAS PARA MADEIRA LTDA, Taboao da Serra / Brasilien 100,0 2.140 -800 Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires / Argentinien 100,0 86 - VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP, Betim / Brasilien3 100,0 1.271 401 Afrika / Asien / Australien AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100,0 1.828 964 Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand 100,0 2.300 233 Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100,0 2.886 1.788 Dürr India Private Ltd., Chennai/ Indien 100,0 4.796 1.518 Dürr Japan K.K., Tokio / Japan 100,0 -652 -275 Dürr Korea Inc., Seoul/ Südkorea 100,0 12.656 1.192 Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 92.510 36.801 Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia 100,0 507 -483 Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko 100,0 364 34 EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika3 100,0 10 - HA (THAILAND) CO. LTD., Bangkok / Thailand 100,0 309 -13 HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong / Malaysia 100,0 -379 37 HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur / Singapur 100,0 1.135 -141 Homag Australia Pty. Limited, Sydney / Australien 100,0 3.123 1.049 Homag India Private Limited, Bangalore / Indien 100,0 1.633 444 Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka / Japan 100,0 6.139 1.014 HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul/ Südkorea 100,0 3.902 518 Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3 20.243 7.202 HOMAG Machinery Bangalore Private Limited, Bangalore / Indien 100,0 2.174 362 HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland / Neuseeland 100,0 10 5 Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika3 75,0 632 120 PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien 100,0 223 -605 Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100,0 7.182 1.114 Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai / V. R. China 100,0 25.322 7.048 Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 233 -22 B. NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN Aviva Vermögensverwaltung GmbH, München / Deutschland 100,0 -1.075 -2 Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100,0 25 - H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate4 49,0 -418 -129 HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -165 -254 Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100,0 1.138 7 C. AT EQUITY BEWERTETE BETEILIGUNGEN HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong / V. R. China 25,0 32.056 9.075 LaTherm Abwicklungsgesellschaft mbH, Dortmund / Deutschland 28,1 - - Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka /Japan 50,0 36.212 2.348 Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart /Deutschland 50,0 - - D. SONSTIGE BETEILIGUNGEN ADAMOS GmbH, Darmstadt / Deutschland7 20,0 8.866 -1.134 Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4 - - HeatMatrix Group B.V., Utrecht / Niederlande 14,6 1.039 17 Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10,0 66.588 7.223 SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart / Deutschland 15,0 128.921 -3.573 * Beteiligung gemäß § 16 AktG ** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte, Werte für jeweils 100 % Kapitalanteil 1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft 2 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB 3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten 4 Anteil am Stimmrecht 100% 5 Kontrolle der variablen Rückflüsse 6 Beinhaltet einen spaltungsbedingten Buchverlust auf konzernintern veräußerte Verbundanteile in Höhe von 27.235 Tsd. € 7 Konstitutive Wirkung des Handelsregisters; durch die Eintragung der Kapitalerhöhung eines neuen Gesellschafters im Januar 2018 reduziert sich der Kapitalanteil auf 16,7 %. Bietigheim-Bissingen, den 13. März 2018 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand RALF W. DIETER CARLO CROSETTO DR. JOCHEN WEYRAUCH Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dürr Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017, der mit dem Lagebericht zusammengefasst wurde (im Folgenden: "Konzernlagebericht"), geprüft. Die im Abschnitt "Nachhaltigkeit" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die auf der Unternehmenswebsite zugänglich gemachte Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Nachhaltigkeit" des Konzernlageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie auf die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die auf der Unternehmenswebsite zugänglich gemachte Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: 1. Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Im Konzernabschluss der Dürr AG werden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 397 Mio. EUR (Vorjahr: 402 Mio. EUR) ausgewiesen. Dies entspricht 12 % der Bilanzsumme. Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen einem jährlichen Werthaltigkeitstest (Impairment Test). Grundlage der Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für vier Detailplanungsjahre zugrunde. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die in die Ermittlung des Abzinsungssatzes eingehenden Parameter beruhen teilweise auf geschätzten Markterwartungen und sind daher ermessensbehaftet. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Prüferisches Vorgehen: Wir haben geprüft, ob die den Bewertungen zugrunde liegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze eine sachgerechte Grundlage für die Impairment Tests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bilden. Die Planungen der Tochtergesellschaften werden nach Divisionen konsolidiert und in einem mehrstufigen Prozess von dem Vorstand der Gesellschaft geprüft und verabschiedet. Der Aufsichtsrat genehmigt die Budget-Planung für das Folgejahr und nimmt die Langfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre zur Kenntnis. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf diese unternehmensinternen Kontrollen gestützt und deren Wirksamkeit geprüft. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreichen Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Außerdem wurden die Planungen hinsichtlich ihrer Konsistenz mit anderen internen Erwartungen, wie zum Beispiel mit den Angaben zu den Prognosen im Konzernlagebericht, verglichen. Zudem haben wir die Planungstreue der Vergangenheit auf der Basis einer SollIst-Abweichungsanalyse überprüft. Die Ableitung des WACC und die Angemessenheit des Bewertungsmodells haben wir gewürdigt, indem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben. Die Ableitung des Buchwerts der Nettovermögenswerte haben wir auf Vollständigkeit geprüft. Abschließend haben wir die rechnerische Richtigkeit des Werthaltigkeitstests verifiziert und die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests mit Hilfe von eigenen Sensitivitäten plausibilisiert und die von der Gesellschaft durchgeführten Sensitivitäten gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft sind im Konzernanhang in den Textziffern 1 und 18 enthalten. 2. Umsatzrealisierung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Metho-de (PoC-Methode) Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Dürr AG erzielte im Berichtsjahr 2.237 Mio. EUR (Vorjahr: 2.177 Mio. EUR) an Umsatzerlösen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Dies entspricht 60 % der im Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion Methode (PoC-Methode) gemäß IAS 11 ermittelt. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Auftragsmarge entsprechend dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags bilanziert. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf der Basis der bisher angefallenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags. Soweit aufgelaufene Auftragskosten entsprechend den vertraglichen Regelungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, werden sie zusammen mit den geschätzten Teilgewinnen als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen unter den Forderungen ausgewiesen. Übersteigen die erhaltenen Kundenanzahlungen die künftigen Forderungen eines Fertigungsauftrags, so erfolgt ein saldierter Ausweis auf der Passivseite der Konzernbilanz. Der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen betrug zum Bilanzstichtag 469 Mio. EUR (Vorjahr: 357 Mio. EUR) aktivisch bzw. 481 Mio. EUR (Vorjahr: 522 Mio. EUR) passivisch. Die Anwendung der PoC-Methode erfordert erhebliche Ermessensausübung, insbesondere bezüglich der Schätzung der Gesamtkosten eines Auftrages sowie der Berücksichtigung von Auftragsänderungen und Projektrisiken. Prüferisches Vorgehen: Wir haben die Übereinstimmung der von dem Dürr-Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen für die Realisierung von Umsatzerlösen nach der POC-Methode mit den Regelungen des IAS 11 (Fertigungsaufträge) gewürdigt. Für die von Dürr implementierten wesentlichen Kontrollen für die Abwicklung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen, insbesondere für die Ermittlung der Auftragswerte, die Prozesse zur Schätzung der Auftragskosten sowie die Erfassung und Allokation von angefallenen Kosten haben wir deren Ausgestaltung beurteilt und deren Wirksamkeit getestet. Insbesondere haben wir Unternehmenskontrollen im Bereich der Auftragsannahme und Projektierung sowie im Bereich der Kostenplanung und Kostenkontrolle auf ihre Funktionsfähigkeit getestet. Darüber hinaus haben wir für einzelne Fertigungsaufträge folgende Einzelfallprüfungen vorgenommen: ― die der Umsatzkalkulation zugrunde liegenden Auftragswerte mit den zugehörigen Kundenverträgen abgeglichen. ― uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrunde liegenden künftigen Auftragskosten und die verwendeten Planungsannahmen insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Ermittlung des Fertigstellungsgrades der einzelnen Fertigungsaufträge bilden. Hierzu haben wir unter anderem die Qualität der Planungen auf Basis von Soll-/Ist-Analysen überprüft. ― geprüft, ob die auf dem jeweiligen Fertigungsauftrag erfassten Material- und Fertigungskosten sach- und zeitgerecht alloziert wurden. ― externe Bestätigungen der wesentlichen Forderungen und Kundenanzahlungen von den jeweiligen Kunden eingeholt, um die von Dürr erhaltenen für die Bilanzierung relevanten Informationen zu verifizieren. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf die Umsatzrealisierung und Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der PoC-Methode. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft sind im Konzernanhang in den Textziffern 6, 7 und 21 enthalten. 3. Ansatz und Bewertung von Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Im Konzernabschluss 2017 der Dürr AG werden ein Ertragsteueraufwand von 68 Mio. EUR (Vorjahr: 70 Mio. EUR), Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten in Höhe von 50 Mio. EUR (Vorjahr: 40 Mio. EUR) sowie aktive latente Steuern in Höhe von 34 Mio. EUR (Vorjahr: 30 Mio. EUR) und passive latente Steuern in Höhe von 92 Mio. EUR (Vorjahr: 102 Mio. EUR) ausgewiesen. Ertragsteuerliche Sachverhalte haben daher einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage von Dürr. Der Dürr-Konzern betreibt seine Geschäftstätigkeit in verschiedenen Rechtsordnungen mit der hiermit einhergehenden Komplexität der sich ändernden Steuergesetze sowie Verrechnungspreisthematik. Die Ermittlung der Rückstellungen für ertragsteuerliche Verpflichtungen sowie die bilanzielle Würdigung und Bewertung latenter und unsicherer Steuerpositionen erfordert, dass Dürr Ermessen bei der Beurteilung von Steuersachverhalten ausübt und Schätzungen bezüglich der ertragsteuerlichen Risiken vornimmt. Für die Bilanzierung und Bewertung von latenten Steuerposten ist auf Ebene des jeweiligen Steuersubjekts eine vollständige Ermittlung aller Differenzen zwischen dem Ansatz und der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden nach den lokalen ertragsteuerlichen Vorschriften und der Rechnungslegung nach den IFRS notwendig. Zudem ist eine Einschätzung über die zukünftige Nutzbarkeit der Verlustvorträge sowie anderer aktiver latenter Steuern aus temporären Differenzen erforderlich. Der Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge hängt somit von der Nutzbarkeit der Verluste in den jeweiligen Ländern aufgrund länderspezifischer Regelungen einerseits und von Planungsannahmen über zukünftig zu versteuernde Einkommen andererseits ab. Insbesondere die Unternehmensplanungen in Bezug auf künftige zu versteuernde Einkommen sind stark ermessensbehaftet. Die gesetzlichen Vertreter nehmen Schätzungen in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung des jeweiligen Steuersubjekts, welche vom aktuellen und zukünftigen Marktumfeld beeinflusst wird, vor. Passive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen von Vermögenswerten nach den Regelungen der IFRS sowie der landesspezifischen steuerlichen Regelungen. Die passiven latenten Steuern resultieren bei Dürr vorwiegend aus Neubewertungen von Vermögenswerten im Rahmen von Unternehmenserwerben sowie der unterschiedlichen Bilanzierung von Fertigungsaufträgen. Die Bewertungen sind ermessenbehaftet, da bei den Bewertungen im Rahmen von Erstkonsolidierungen sowie bei der PoC-Bilanzierung Ermessensentscheidungen im Rahmen von Schätzprozessen erfolgen. Aufgrund unterschiedlicher meist komplexer lokaler Steuerregelungen erfordern der Ansatz und die Bewertung von Ertragsteuerrückstellungen sowie latenten Steuern aufwendige Berechnungen. Hierfür sind detaillierte Kenntnisse im Bereich des anzuwendenden Ertragsteuerrechts notwendig. Prüferisches Vorgehen: Aufgrund der Komplexität im Bereich der steuerlichen Vorschriften haben wir interne Experten aus unserer weltweiten Steuerabteilung mit den entsprechenden Kenntnissen in den jeweiligen lokalen Rechtsordnungen und Regelungen einbezogen. Unsere Spezialisten beurteilten auch die Korrespondenz mit den zuständigen Steuerbehörden, analysierten und prüften die Annahmen zur Ermittlung der Ertragsteuerrückstellungen auf der Grundlage ihres Wissens und ihrer Erfahrungen über die derzeitige Anwendung der einschlägigen Rechtsvorschriften durch Behörden und Gerichte. Zur Beurteilung der Angemessenheit des Ansatzes und der Bewertung der latenten Steuern haben wir uns bei den Konzerngesellschaften unter anderem mit den zugrundeliegenden Prozessen zur vollständigen Erfassung und Bewertung latenter Steuern sowie den eingerichteten Kontrollen zur Verhinderung oder Aufdeckung und Korrektur von Fehlern befasst. Wir haben zudem in Stichproben die vollständige Identifikation und richtige Quantifizierung von Abweichungen zwischen dem Ansatz und der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden nach den ertragsteuerlichen Vorschriften und der Rechnungslegung nach IFRS überprüft sowie die Berechnung der latenten Steuern und die Anwendung des zutreffenden Ertragsteuersatzes nachvollzogen. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit von latenten Steuerforderungen aus temporären Differenzen sowie aus Verlustvorträgen haben wir für Stichproben sichergestellt, dass die Steuerplanungen korrekt aus der Unternehmensplanung abgeleitet, der konzernweit vorgegebene Planungshorizont für die Beurteilung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen herangezogen und die jeweiligen landesspezifischen steuerlichen Vorschriften für die Nutzung von Verlustvorträgen beachtet wurden. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen zu den passiven latenten Steuern haben wir uns insbesondere mit den Annahmen zu Reinvestitionsquoten von aufgelaufenen Ergebnissen von Tochtergesellschaften befasst und diese unter Hinzuziehung der Dividendenplanung gewürdigt. Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Bezug auf unsichere Steuerpositionen haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2017, aus denen sich unsichere Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender unsicherer Steuerpositionen haben können, auf Einklang mit dem Steuerrecht beurteilt. Dies beinhaltet insbesondere ertragsteuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, Feststellungen von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalte mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise die Bestimmung von Verrechnungspreisen. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Dürr Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der Steuerrechtsprechung gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung der Ertragsteuerrückstellungen und latenten Steuern. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft sind im Konzernanhang in den Textziffern 6 und 17 enthalten. SONSTIGE INFORMATIONEN Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen insbesondere folgende für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile: Den Brief des Vorstandsvorsitzenden, den Bericht des Aufsichtsrats, das Kapitel "Dürr am Kapitalmarkt", die zum Konzernabschluss dargestellte Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid), die im Abschnitt "Nachhaltigkeit" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die auf der Unternehmenswebsite zugänglich gemachte Erklärung zur Unternehmensführung. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; ― holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunfts-orientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Konzernabschlussprüfer der Dürr Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marco Koch. Stuttgart, 13. März 2018 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft MARBLER, Wirtschaftsprüfer KOCH, Wirtschaftsprüfer VERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS ÜBER EINE PRÜFUNG ZUR ERLANGUNG BEGRENZTER SICHERHEIT An die Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Dürr Aktiengesellschaft nach § 315b HGB, bestehend aus dem Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" im Kapitel "Nachhaltigkeit" sowie den durch Verweisung als Bestandteile qualifizierten Kapiteln "Der Konzern im Überblick" und "Forschung und Entwicklung" des zusammengefassten Lageberichts (nachfolgend: nichtfinanzielle Konzernerklärung), für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung in Übereinstimmung mit § 315c HGB. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. ERKLÄRUNGEN DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS IN BEZUG AUF DIE UNABHÄNGIGKEIT UND QUALITÄTSSICHERUNG Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unsere Prüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1). VERANTWORTUNG DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Konzernerklärung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit einer begrenzten Sicherheit beurteilen können, ob die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit § 315c HGB aufgestellt worden ist. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Im Rahmen unserer Prüfung, die wir im Wesentlichen in den Monaten Dezember 2017 bis März 2018 durchgeführt haben, haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt: ― Befragung von Mitarbeitern hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nichtfinanzielle Konzernerklärung, der Risikoeinschätzung und der Konzepte von Dürr für die als wesentlich identifizierten Themen, ― Befragung von Mitarbeitern, die mit der Datenerfassung und -konsolidierung sowie der Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung beauftragt sind, zur Beurteilung des Berichterstattungssystems, der Methoden der Datengewinnung und -aufbereitung sowie der internen Kontrollen, soweit sie für die Prüfung der Angaben der nichtfinanziellen Konzernerklärung relevant sind, ― Einsichtnahme in die relevanten Dokumentationen der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Analyse und Aggregation der Daten aus den relevanten Bereichen wie im Berichtszeitraum sowie deren stichprobenartige Überprüfung, ― Befragungen und Dokumenteneinsicht in Stichproben hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten qualitativen Angaben und Daten, ― analytische Handlungen auf Ebene des Konzerns hinsichtlich der Qualität der berichteten Daten, ― Beurteilung der Darstellung der Angaben der nichtfinanziellen Konzernerklärung. PRÜFUNGSURTEIL Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sach-verhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Dürr Aktiengesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit § 315c HGB aufgestellt worden ist. VERWENDUNGSZWECK DES VERMERKS Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Dürr Aktiengesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Dieser Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens) Entscheidungen treffen. AUFTRAGSBEDINGUNGEN UND HAFTUNG Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 (http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/EY-idw-aab-2017-de/$FILE/EY-idw-aab-2017-de.pdf). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. München, den 13. März 2018 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NICOLE RICHTER, Wirtschaftsprüferin ANNETTE JOHNE, Wirtschaftsprüferin VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. @@SODBIETIGHEIM-BISSINGEN, 13. MÄRZ 2018 scroll R@@PNameALF W. DIETER C@@PNameARLO CROSETTO D@@PNameR. JOCHEN WEYRAUCH Jahresabschluss 2017 DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT Zusammengefasster Lagebericht Der Lagebericht der Dürr AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Dürr Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG für das Geschäftsjahr 2017 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Dürr AG sowie der Jahresbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 stehen auch im Internet unter www.durr.com/de/investor/finanzberichte/ zur Verfügung. Bilanz zum 31. DEZEMBER 2017 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART AKTIVA scroll Tsd. € Anhang 31.12.2017 31.12.2016 A. Anlagenvermögen (1) I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.985 9.756 II. Sachanlagen 336 261 III. Finanzanlagen 768.252 763.550 777.573 773.567 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 450.528 313.510 II. Sonstige Wertpapiere (3) 2.996 - III. Flüssige Mittel (4) 407.053 387.159 860.577 700.669 c. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 1.404 1.678 D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung (6) 3.750 3.657 Summe AKTIVA 1.643.304 1.479.571 PASSIVA Anhang 31.12.2017 31.12.2016 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital (7) 88.579 88.579 II. Kapitalrücklage (8) 156.174 156.174 III. Bilanzgewinn (9) 501.421 363.705 746.174 608.458 B. Rückstellungen (11) 19.775 27.845 c. Verbindlichkeiten (12) 877.355 843.268 Summe PASSIVA 1.643.304 1.479.571 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 der dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart scroll Tsd. € Anhang 2017 2016 1. Umsatzerlöse (14) 34.124 35.255 2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 28.702 36.701 3. Materialaufwand (16) -1.851 -1.754 4. Personalaufwand (17) -18.883 - 16.809 5. A bschreibungen (1) -1.173 -946 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) -48.246 - 52.885 7. Beteiligungsergebnis (19) 253.160 121.748 8. Finanzergebnis (20) -11.757 -9.572 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) - 23.698 - 29.557 10. Ergebnis nach Steuern 210.378 82.181 11.Jahresüberschuss 210.378 82.181 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 291.043 281.524 13. Bilanzgewinn 501.421 363.705 Anhang für das Geschäftsjahr 2017 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART I. GRUNDLAGEN UND METHODEN Sitz der Dürr Aktiengesellschaft ist Stuttgart. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 13677 im Register des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unverändert gegenüber dem Vorjahr bilanziert. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage A beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage B beigefügt. Immaterielles Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Sachanlagen Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 410,00 € werden seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Langfristige verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nominalbetrag beziehungsweise mit ihrem Sicherungskurs bewertet. Der als Ausleihungen ausgewiesene Betrag betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens waren zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die Gesellschaft hatte Unternehmensanleihen erworben, die zum 31. Dezember 2016 mit einem Buchwert von 8.955 Tsd. € ausgewiesen waren. Zum 31. Dezember 2017 wurden verbleibende Unternehmensanleihen mit einem Buchwert von 2.996 Tsd. € in das Umlaufvermögen umgegliedert, da diese Unternehmensanleihen in 2018 fällig werden. (2) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 297.966 205.831 Sonstige Vermögensgegenstände 152.562 107.679 450.528 313.510 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf die Anpassung an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherung durch ein Devisentermingeschäft verzichtet. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22 Tsd. €. ausgewiesen. (3) SONSTIGE WERTPAPIERE Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. (4) FLÜSSIGE MITTEL Die Position enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten aus Termingeldern werden, soweit ihre Laufzeit drei Monate übersteigt, in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. (5) AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG Die Position beinhaltet ein Disagio in Höhe von 1.085 Tsd. € aus der im Geschäftsjahr 2014 begebenen Anleihe (Vorjahr: 1.419 Tsd. €). Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Anleihe abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen zu der von der Dürr AG begebenen Anleihe wird auf Textziffer 12 verwiesen. Darüber hinaus werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt. (6) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und im Vorjahr auch der Sicherung betrieblicher Wertguthaben dienen beziehungsweise dienten und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen zur Sicherung der Altersversorgungsverpflichtungen und im Vorjahr auch um Wertpapiere und Bankguthaben zur Sicherung der betrieblichen Wertguthaben. Im Geschäftsjahr wurden die betrieblichen Wertguthaben in Lebensarbeitszeitkonten überführt und ausfinanziert. ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB [PENSIONSVERPFLICHTUNG): scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 8.597 8.505 davon aktivisch ausgewiesen 8.239 7.854 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 10.107 7.958 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 10.107 10.292 davon aktivisch ausgewiesen 10.107 9.960 Verrechnete Erträge 636 22 Verrechnete Aufwendungen 23 67 ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR ALTERSVERSORGUNGSVERPFLICHTUNGEN (VORAB-PROGRAMM): scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 3.654 2.931 davon aktivisch ausgewiesen 3.654 2.931 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 5.535 4.014 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 5.535 4.482 davon aktivisch ausgewiesen 5.535 4.014 Verrechnete Erträge 67 718 Verrechnete Aufwendungen 954 346 Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines eventuell vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung). Die Rückstellungen für betriebliche Wertguthaben wurden im Vorjahr saldiert mit der entsprechenden Insolvenzsicherung gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen. ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR BETRIEBLICHE WERTGUTHABEN: scroll Tsd. € 31.12.2016 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 315 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 312 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 312 (7) GEZEICHNETES KAPITAL Grundkapital Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2017 88.579 Tsd. € (Vorjahr: 88.579 Tsd. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10 %-Grenze. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Voraussetzungen eigene Aktien zu veräußern. Im Rahmen dieser Ermächtigung wurde dem Vorstand auch die Möglichkeit eingeräumt, unter festgelegten Voraussetzungen das Andienungs- und das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Genehmigtes Kapital Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 Tsd. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in festgelegten Fällen unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen. Bedingtes Kapital Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.600.000 Tsd. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Der Vorstand wurde auch ermächtigt, unter bestimmten Voraussetzungen und in festgelegten Grenzen das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen. Von keiner der drei Ermächtigungen wurde bislang Gebrauch gemacht. (8) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2017 156.174 Tsd. € (Vorjahr: 156.174 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG. (9) Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt: scroll Tsd. € Bilanzgewinn am 31. Dezember 2016 363.705 Dividendenausschüttung - 72.662 Jahresüberschuss 2017 210.378 Bilanzgewinn am 31. Dezember 2017 501.421 (10) AUSSCHÜTTUNGS-, ABFÜHRUNGS- UND ENTNAHMESPERRE (VGL. § 253 (6) HGB UND § 285 NR. 28 HGB) Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.505 Tsd. € (Vorjahr: 1.235 Tsd. €), der ausschüttungsgesperrt ist. Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert ergab sich im Vorjahr eine weitere Ausschüttungssperre in Höhe von 1.998 Tsd. €. (11) RÜCKSTELLUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Rückstellungen für Pensionen 358 319 Steuerrückstellungen 7.833 15.158 Sonstige Rückstellungen 11.584 12.368 19.775 27.845 Pensionsverpflichtungen Die Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (PUC-Verfahren) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. a) Herkömmliche Pensionsverpflichtungen Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,68 % (Vorjahr: 4,00 %). Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Vorjahr ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass ein begünstigter Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden kann. Eine unternehmensspezifische alters- und dienstzeitabhängige Fluktuationstabelle (Vorjahr Fluktuationsrate: 3,0 %) ist daher in die Berechnungen eingeflossen. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u.a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde eine Rate von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtungen eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung eines Teils der Pensionsverpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6). b) VORaB-Programm Die Gesellschaft bietet ihren Beschäftigten die Möglichkeit, eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage (VORaB-Programm) in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich der Gesellschaft zu. Die Höhe der Altersrente entspricht im Wesentlichen der Leistung aus der von der Gesellschaft abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert die Gesellschaft saldiert mit dem Planvermögen aus der Rückdeckungsversicherung, wobei sich durch versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste eine Über- beziehungsweise Unterdeckung ergeben kann. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,68 % (Vorjahr: 4,00 %). Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Sie betreffen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten aus Tantiemenzahlungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Hauptversammlung beziehungsweise des Geschäftsberichts. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Im Geschäftsjahr 2017 wurden für die Mitarbeiter neue Lebensarbeitszeitkonten eingeführt. Durch Einbringung von angesammelten Überstunden oder Gehaltsbestandteilen können Mitarbeiter Wertguthaben für Zeiten einer Freistellung von der Arbeitsleistung aufbauen. Die Gesellschaft hat die Ansprüche durch Rückdeckungsversicherungen finanziell abgedeckt und gegen die Insolvenz der Gesellschaft abgesichert. Die Rückstellungen für diese Lebensarbeitszeitkonten wurden saldiert mit den entsprechenden Aktivwerten der Rückdeckungsversicherungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für Lebensarbeitszeitkonten: scroll Tsd. € 31.12.2017 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 245 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 245 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 245 (12) VERBINDLICHKEITEN scroll davon mit einer Restlaufzeit Tsd. € Gesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Anleihe 300.000 - 300.000 - (2016) (300.000) (-) (300.000) (-) Schuldscheindarlehen 300.000 - 100.000 200.000 (2016) (300.000) (-) (100.000) (200.000) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 184 184 - - (2016) (152) (152) (-) (-) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 267.512 267.512 - - (2016) (233.475) (233.475) (-) (-) Sonstige Verbindlichkeiten 9.659 9.659 - - (2016) (9.641) (9.641) (-) (-) davon aus Steuern 273 273 - - (2016) (310) (310) (-) (-) 31. Dezember 2017 877.355 277.355 400.000 200.000 (31. Dezember 2016) (843.268) (243.268) (400.000) (200.000) Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit in den Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf Anpassungen an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherungen durch Devisentermingeschäfte verzichtet. Anleihe Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an die Dürr AG und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating. Schuldscheindarlehen Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und führt so zu einer breiteren Streuung des Fälligkeitenprofils. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 Tsd. € und einer Avallinie über 215.000 Tsd. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es bestand die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit nunmehr eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung des vereinbarten Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge. Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 143.185 Tsd. € (Vorjahr: 148.163 Tsd. €) in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 nicht in Anspruch genommen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die sich aus dem Liquiditätsmanagement ergebenden Salden (Cash Pooling) und weitere Finanzdarlehen. (13) LATENTE STEUERN scroll Tsd. € 31.12.2017 31.12.2016 Aktive latente Steuern Geschäfts- und Firmenwerte 963 625 Andere immaterielle Vermögensgegenstände 653 741 Sachanlagen 95 147 Wertpapiere des Anlagevermögens 336 90 Sonstige Ausleihungen 4.715 6.324 Vorräte 986 698 Sonstige Vermögensgegenstände 9.066 12.181 Sonstige Rückstellungen 9.045 2.424 Summe aktive latente Steuern 25.859 23.230 Passive latente Steuern Pensionsrückstellungen 4.211 6.360 Langzeitkonten 4.320 5.441 Summe passive latente Steuern 8.531 11.801 Summe latente Steuern 17.328 11.429 Nicht angesetzte latente Steuern -17.328 - 11.429 Bilanzausweis 0 0 Die Dürr AG bilanziert sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Verlustvorträge wurden verbraucht, sodass keine aktiven latenten Steuern hierauf zu berücksichtigen sind. Soweit vororganschaftliche Verlustvorträge bestehen, sind diese nicht angesetzt. Berichtet wird über die Gesellschaften der Dürr-Systems-Gruppe, der Schenck-Gruppe und der HOMAG Group, soweit ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (14) UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse beinhalten vor allem Erträge aus Konzernumlagen und Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 33.112 Tsd. €. Die weiterbelasteten Kosten beinhalten überwiegend Personalaufwendungen der unterstützenden Fachabteilungen. (15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Diese Position beinhaltet unter anderem Erträge von 27.885 Tsd. € (Vorjahr: 36.321 Tsd. €) aus der Währungsumrechnung und Erträge von 816 Tsd. € (Vorjahr: 371 Tsd. €) aus Rückstellungsauflösungen. (16) MATERIALAUFWAND Der Materialaufwand beinhaltet ausschließlich Aufwendungen für bezogene Leistungen. (17) PERSONALAUFWAND scroll Tsd. € 2017 2016 Gehälter 17.697 16.195 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.186 614 davon für Altersversorgung - 108 -281 18.883 16.809 Im Jahresdurchschnitt wurden 82 Angestellte (Vorjahr: 71 Angestellte) beschäftigt. (18) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 28.198 Tsd. € (Vorjahr: 35.319 Tsd. €). Darüber hinaus werden Rechts- und Beratungskosten, EDV-Dienstleistungen sowie Kosten für die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen ausgewiesen. Im Vorjahr waren Transaktionskosten für den Abschluss des Schuldscheindarlehens enthalten. (19) BETEILIGUNGSERGEBNIS Das Beteiligungsergebnis beinhaltet Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen. Für weitere Angaben zu den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) verwiesen, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. (20) FINANZERGEBNIS scroll Tsd. € 2017 2016 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 907 152 davon aus verbundenen Unternehmen 907 152 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.309 5.793 davon aus verbundenen Unternehmen 1.757 3.318 davon aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 167 565 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -16.973 - 15.517 davon aus verbundenen Unternehmen -2.032 -1.869 davon aus Abzinsungen -646 -423 -11.757 -9.572 (21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den inländischen laufenden Steueraufwand in Höhe von 29.661 Tsd. € (Vorjahr: 33.633 Tsd. €), anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von 1 Tsd. € (Vorjahr: 4 Tsd. €) sowie Erträge für Vorjahre in Höhe von 5.965 Tsd. € (Vorjahr: Erträge von 4.080 Tsd. €). V. SONSTIGE ANGABEN 1. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Von den der Dürr AG gewährten Kredit- und Avallinien können Teilbeträge unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dürr AG durch Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Gesamtlinie durch die Dürr AG und die Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften 143.185 Tsd. €. Des Weiteren stehen Aval-/Garantielinien bei Kautionsversicherungen in Höhe von 275.000 Tsd. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 95.868 Tsd. € in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus besteht für die Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit eine ungenutzte Avallinie in Höhe von 10 Mio. €. Zudem bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften in Höhe von 122.465 Tsd. € gegenüber Banken für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Linien durch die Tochtergesellschaften, für welche die Dürr AG bürgt, 18.690 Tsd. €. Ferner haftet die Dürr AG im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings gesamtschuldnerisch mit den eingebundenen Tochtergesellschaften für Sollsalden gegenüber der finanzierenden Bank. Im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Tochtergesellschaften ist die Dürr AG Vertragserfüllungsgarantien und ähnliche Verpflichtungen eingegangen, die sich zum Bilanzstichtag auf 299.480 Tsd. € beliefen. Die Dürr AG hat sich ferner dazu verpflichtet, für Verbindlichkeiten aus ausstehenden Mietzahlungen von Tochtergesellschaften zu haften. Zudem haftet die Dürr AG für Zahlungsverpflichtungen der Dürr IT GmbH, Stuttgart, aus IT-Leasingverträgen. Das Risiko einer Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren guter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft. 2. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 129 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2018, 110 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2019 und 91 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2020. Darin enthalten sind finanzielle Mindestverpflichtungen aus Mietverhältnissen gegenüber der Dürr Systems AG, Stuttgart, in Höhe von 85 Tsd. €. 3. GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht 4. FINANZDERIVATE Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle der drei folgenden Merkmale aufweist: 1.) Sein Wert ändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstruments, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen. 2.) Es erfordert entweder keine Anschaffungsauszahlung oder eine Anschaffungsauszahlung, die geringer ist als bei anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren. 3.) Es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der Dürr AG und Kreditinstituten abgewickelt werden, so genannte Over-the-Counter-Produkte (OTC-Produkte). Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern. scroll Währungsbezogene Geschäfte: Nominalbetrag Positiver beizulegender Zeitwert Negativer beizulegender Zeitwert Buchwert (sofern vorhanden) in Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst) Devisentermingeschäfte Mit Banken 524 kCHF - 44 Tsd. € - - 16.000 kCZK - 2 Tsd. € - - 55.227 kDKK - 17 Tsd. € - - 7.806 kDKK - 11 Tsd. € - - 15.382 kDKK - 13 Tsd. € - - 275 kDKK 1 Tsd. € - - - 2.995 kAUD - 15 Tsd. € - - 710 kAUD 5 Tsd. € - - - 1.508 kCAD - 2 Tsd. € - - 3.650 kCHF 69 Tsd. € - - - 82.633 kCZK - 10 Tsd. € - 10 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 163.496 kDKK - 154 Tsd. € - 4 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 5.924 kDKK 2 Tsd. € - - - 4.563 kGBP - 91 Tsd. € - - 6.867 kGBP 124 Tsd. € - - - 6.569.676 kIDR - 8 Tsd. € - 8 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 8.264.135 kIDR 12 Tsd. € - - - 513.515 kJPY 60 Tsd. € - - - 56.786 kMXN - 55 Tsd. € - - 642.136 kMXN 1.456 Tsd. € - - - 1.447 kMYR - 6 Tsd. € - 6 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 4.045 kMYR 2 Tsd. € - - - 365 kNZD 1 Tsd. € - - - 104.485 kPLN - 133 Tsd. € - 91 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 0 kSGD - - - - 0 kSGD - - - - 3.424 kUSD - 18 Tsd. € - - 58.225 kUSD 1.515 Tsd. € - - - 0 kGBP - - - - 2.861 kGBP - 53 Tsd. € - - 772 kGBP 9 Tsd. € - - - 47.659 kMXN 31 Tsd. € - 1 Tsd. € Sonstige Rückstellungen - 80.517 kUSD - 3.447 Tsd. € - - 3.754 kUSD 302 Tsd. € - - - 16.659 kPLN 61 Tsd. € - - - 550 kSGD - 1 Tsd. € - - 1.465 kSGD 2 Tsd. € - - - 8.546 kUSD - 148 Tsd. € - - 121 kUSD 1 Tsd. € - - - 433 kUSD 8 Tsd. € - - - Mit verbundenen Unternehmen 710 kAUD - 5 Tsd. € - - 2.995 kAUD 15 Tsd. € - - - 1.508 kCAD 2 Tsd. € - - - 3.125 kCHF - 25 Tsd. € - - 5.924 kDKK - 2 Tsd. € - - 107.084 kDKK 149 Tsd. € - - - 16.000 kCZK 2 Tsd. € - - - 55.227 kDKK 17 Tsd. € - - - 772 kGBP - 9 Tsd. € - - 2.861 kGBP 53 Tsd. € - - - 14.659 kMXN 30 Tsd. € - - - 16.659 kPLN - 61 Tsd. € - - 1.465 kSGD - 2 Tsd. € - - 550 kSGD 1 Tsd. € - - - 121 kUSD - 1 Tsd. € - - 8.546 kUSD 148 Tsd. € - - - 945 kGBP 11 Tsd. € - - - 6.867 kGBP - 124 Tsd. € - - 4.563 kGBP 91 Tsd. € - - - 338.515 kJPY - 56 Tsd. € - - 517.486 kMXN - 1.446 Tsd. € - - 56.786 kMXN 55 Tsd. € - - - 433 kUSD - 8 Tsd. € - - 365 kNZD - 1 Tsd. € - - 11.012 kPLN 41 Tsd. € - - - 42 kUSD - 1 Tsd. € - - 2.464 kUSD 13 Tsd. € - - - 58.225 kUSD - 1.515 Tsd. € - - 3.424 kUSD 18 Tsd. € - - - 3.754 kUSD - 302 Tsd. € - - 80.517 kUSD 3.447 Tsd. € - - - Zinsbezogene Geschäfte: Mit Banken 100.000 kEUR - - 585 Tsd. € - - 100.000 kEUR 124 Tsd. € - - - Der Betrag der Wertänderung eines Derivats wird in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in dem auch die Wertänderung des Grundgeschäfts erfasst wurde. Wenn keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden Derivate maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bei negativem beizulegendem Zeitwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. 5. Bewertungseinheiten Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB n.F. In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden: scroll Betrag Bilanzposition Art der abgesicherten Risiken Art der Bewertungseinheit Gesichertes Volumen Bilanzunwirksame Geschäfte: Mit Banken 5 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 710 kAUD 15 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.995 kAUD 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.508 kCAD 25 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.125 kCHF 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 5.924 kDKK 149 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 107.084 kDKK 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.000 kCZK 17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 55.227 kDKK 9 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 772 kGBP 53 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.861 kGBP 30 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 14.659 kMXN 61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.659 kPLN 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.465 kSGD 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 550 kSGD 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 121 kUSD 148 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 8.546 kUSD 11 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 945 kGBP 124 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 6.867 kGBP 91 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.563 kGBP 56 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 338.51 5 kJPY 1.446 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 517.486 kMXN 55 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 56.786 kMXN 8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 433 kUSD 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 365 kNZD 41 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 11.012 kPLN 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 42 kUSD 13 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.464 kUSD 1.515 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 58.225 kUSD 18 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.424 kUSD 302 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.754 kUSD 3.447 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 80.517 kUSD Mit verbundenen Unternehmen 5 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 710 kAUD 15 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.995 kAUD 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.508 kCAD 25 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.125 kCHF 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 5.924 kDKK 149 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 107.084 kDKK 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.000 kCZK 17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 55.227 kDKK 9 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 772 kGBP 53 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.861 kGBP 30 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 14.659 kMXN 61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.659 kPLN 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.465 kSGD 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 550 kSGD 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 121 kUSD 148 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 8.546 kUSD 11 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 945 kGBP 124 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 6.867 kGBP 91 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.563 kGBP 56 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 338.51 5 kJPY 1.446 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 517.486 kMXN 55 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 56.786 kMXN 8 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 433 kUSD 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 365 kNZD 41 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 11.012 kPLN 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 42 kUSD 13 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.464 kUSD 1.515 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 58.225 kUSD 18 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.424 kUSD 302 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.754 kUSD 3.447 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 80.517 kUSD Bilanzwirksame Geschäfte: Mit Banken 585 Tsd. € - Zinsrisiko Micro Hedge 100.000 kEUR 124 Tsd. € - Zinsrisiko Micro Hedge 100.000 kEUR Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro Hedges, bei denen ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweilig abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitestgehend ausgleichen, da gemäß Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäfte) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 1 bis 48 Monaten. Im Wesentlichen schließt die Dürr AG kurzfristige Devisentermingeschäfte im Auftrag von Tochtergesellschaften ab und leitet die Konditionen entsprechend weiter, sodass eine Bewertungseinheit zwischen dem externen und internen Devisentermingeschäft vorliegt und somit für diese Geschäfte auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste verzichtet wird. 6. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG Der Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2017 weist einen Bilanzgewinn von 501.421 Tsd. € aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, 76.122 Tsd. € als Dividende für das Geschäftsjahr 2017 auszuschütten und 425.299 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Demnach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von 2,20 €. 7. KONZERNABSCHLUSS Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2017 einen Konzernabschluss nach § 315a HGB auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger sowie im Internet unter www.durr.de veröffentlicht. 8. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX/ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 13. Dezember 2017 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. 9. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der Dürr AG angegeben. 10. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Es gab keine weiteren außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts. 11. MITGLIEDER DES VORSTANDS Ralf W. Dieter Vorsitzender • Unternehmenskommunikation, Personal (Arbeitsdirektor), Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement, Interne Revision, Corporate Compliance • Division Paint and Final Assembly Systems (bis 31.12.2017) • Division Application Technology • Division Woodworking Machinery and Systems ■ Carl Schenck AG, Darmstadt1 (Vorsitzender) ■ Dürr Systems AG, Stuttgart1 (Vorsitzender) ■ Homag Group AG, Schopfloch1 ,2 (Vorsitzender) ■ iTAC Software AG, Montabaur1 (Vorsitzender) ■ Körber AG, Hamburg ■ Schuler AG, Göppingen2 □ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V.R. China1 (Supervisor) Carlo Crosetto (seit 01.03.2017) • Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente/Versicherungen, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility ■ Carl Schenck AG, Darmstadt1 (seit 27.02.2017) ■ Dürr Systems AG, Stuttgart1 (seit 01.03.2017) ■ Homag Group AG, Schopfloch1 ,2 (seit 03.05.2017) Ralph Heuwing (bis 14.05.2017) • Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente/Versicherungen, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility (bis 28.02.2017, ab 01.03.2017 Übergabe an Carlo Crosetto), ■ Carl Schenck AG, Darmstadt1 (bis 27.02.2017) ■ Dürr Systems AG, Stuttgart1 (bis 28.02.2017) ■ Homag Group AG, Schopfloch1 ,2 (bis 03.05.2017) ■ MCH Management Capital Holding AG, München ■ Ringmetall AG, München2 □ Ivoclar Vivadent AG, Schaan, Liechtenstein (Mitglied des Verwaltungsrats) Dr. Jochen Weyrauch (seit 01.01.2017) • Informationstechnologie, Corporate Development • Division Paint and Final Assembly Systems (seit 01.01.2018) • Division Clean Technology Systems • Division Measuring and Process Systems • Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder ■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten □ Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 1 Konzernmandat 2 börsennotiert Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Grundvergütung in Höhe von 1.957 Tsd. € sowie Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) in Höhe von 92 Tsd. €. Die variable Vergütung betrug 5.537 Tsd. €. Für Versorgungszusagen wurden Beiträge in Höhe von 821 Tsd. € abgeführt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 8.407 €. An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Pensionsbezüge in Höhe von 550 Tsd. € (Vorjahr: 542 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind im Geschäftsjahr 2017 in einem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 1.451 Tsd. € (Vorjahr: 1.716 Tsd. €) ausgewiesen. Der Bilanzausweis resultiert aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.106 Tsd. € (Vorjahr: 8.014 Tsd. €) abzüglich der Zeitwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 9.557 Tsd. € (Vorjahr: 9.731 Tsd. €). 12. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS Klaus Eberhardt1,4,5 Selbstständiger Berater, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf Vorsitzender (bis 31.12.2017) ■ ElringKlinger AG, Dettingen/Erms6 (Vorsitzender seit 16.05.2017) ■ MTU Aero Engines AG, München6 (Vorsitzender) Hayo Raich1,3,4 Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Stv. Vorsitzender ■ Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender) Karl-Heinz Streibich1,4,5 Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt Weiterer Stv. Vorsitzender (bis 31.12.2017), Vorsitzender (seit 01.01.2018) ■ Deutsche Telekom AG, Bonn6 ■ Deutsche Messe AG, Hannover ■ Siemens Healthineers AG, München (seit 01.03.2018) ■ WITTENSTEIN SE, Igersheim (seit 19.09.2017) Richard Bauer1,4,5 Aufsichtsrat, Wentorf bei Hamburg (seit 05.05.2017) Weiterer Stv. Vorsitzender seit 01.01.2018 ■ Körber AG, Hamburg (Vorsitzender) Mirko Becker2,3 Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Dr. Rolf Breidenbach Vorsitzender der Geschäftsführung der HELLA GmbH & Co. KGaA, Lippstadt (seit 01.01.2018) Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr2,5 Professorin für medizinische Genetik an der Sorbonne Universite und dem ICM (Institut du Cerveau et de la Moelle epiniere), Paris, Frankreich Gerhard Federer2 Selbstständiger Berater, Gengenbach ■ Homag Group AG, Schopfloch6 Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe (bis 05.05.2017) ■ Harmonic Drive AG, Limburg an der Lahn (01.01. bis 30.04.2017) Carmen Hettich-Günther3,4 Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der Homag Group AG, Schopfloch Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der HOMAG GmbH, Schopfloch ■ HOMAG GmbH, Schopfloch (Stv. Vorsitzende) ■ Homag Group AG, Schopfloch6 (Stv. Vorsitzende seit 28.09.2017) Thomas Hohmann3 Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart Dr. Anja Schuler Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz ■ Homag Group AG, Schopfloch6 Dr. Martin Schwarz-Kocher2,3 Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart Dr. Astrid Ziegler1,3 Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/Main ■ Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats 1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss 2 Mitglied Prüfungsausschuss 3 Vertreter der Arbeitnehmer 4 Mitglied Vermittlungsausschuss 5 Mitglied Nominierungsausschuss 6 börsennotiert ■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten DIE INDIVIDUELLEN VERGÜTUNGEN DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER SETZEN SICH WIE FOLGT ZUSAMMEN: scroll € Grundvergütung Vergütung Ausschussmitgliedschaft Sitzungsgeld2 Variable Vergütung gesamt Klaus Eberhardt Vorsitzender (bis 31.12.2017) 120.000,00 1 5.000,00 8.000,00 61.500,00 204.500,00 (2016) (120.000,00) (1 1.250,00) (9.000,00) (61.500,00) (201.750,00) Hayo Raich1 Stv. Vorsitzender 60.000,00 5.000,00 8.000,00 30.750,00 103.750,00 (2016) (60.000,00) (5.000,00) (9.000,00) (30.750,00) (104.750,00) Karl-Heinz Streibich Weiterer Stv. Vorsitzender bis 31.12.2017 60.000,00 10.000,00 8.000,00 30.750,00 108.750,00 (2016) (60.000,00) (7.500,00) (7.000,00) (30.750,00) (105.250,00) Stefan Albert1 - - - - - (bis 04.05.2016) (16.666,67) (-) (2.000,00) (8.541,67) (27.208,34) Richard Bauer (seit 05.05.2017) 26.666,67 - 2.000,00 13.666,67 42.333,34 (2016) - - - - - Mirko Becker1 40.000,00 10.000,00 10.000,00 20.500,00 80.500,00 (2016) (40.000,00) (10.000,00) (9.000,00) (20.500,00) (79.500,00) Prof. Dr. Dr. Alexandra Dürr 40.000,00 1 5.000,00 9.000,00 20.500,00 84.500,00 (2016) (40.000,00) (12.500,00) (9.000,00) (20.500,00) (82.000,00) Gerhard Federer 40.000,00 20.000,00 10.000,00 20.500,00 90.500,00 (seit 04.05.2016) (26.666,67) (13.333,33) (6.000,00) (13.666,67) (59.666,67) Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka (bis 05.05.2017) 16.666,67 - 3.000,00 8.541,67 28.208,34 (2016) (40.000,00) (-) (6.000,00) (20.500,00) (66.500,00) Carmen Hettich-Günther1 40.000,00 - 6.000,00 20.500,00 66.500,00 (seit 04.05.2016) (26.666,67) (-) (4.000,00) (13.666,67) (44.333,34) Thomas Hohmann 40.000,00 - 6.000,00 20.500,00 66.500,00 (2016) (40.000,00) (-) (6.000,00) (20.500,00) (66.500,00) Guido Lesch1 - - - - - (bis 04.05.2016) (16.666,67) (2.083,33) (3.000,00) (8.541,67) (30.291,67) Dr. Herbert Müller - - - - - (bis 04.05.2016) (16.666,67) (8.333,33) (3.000,00) (8.541,67) (36.541,67) Dr. Anja Schuler 40.000,00 - 6.000,00 20.500,00 66.500,00 (seit 03.02.2016) (36.666,67) (-) (6.000,00) (18.791,67) (61.458,34) Dr. Martin Schwarz-Kocher1 40.000,00 10.000,00 10.000,00 20.500,00 80.500,00 (2016) (40.000,00) (10.000,00) (9.000,00) (20.500,00) (79.500,00) Dr. Astrid Ziegler1 40.000,00 5.000,00 8.000,00 20.500,00 73.500,00 (seit 04.05.2016) (26.666,67) (3.333,33) (6.000,00) (13.666,67) (49.666,67) gesamt 603.333,34 90.000,00 94.000,00 309.208,34 1.096.541,68 (Gesamt 2016) (606.666,69) (83.333,32) (94.000,00) (310.916,69) (1.094.916,70) * Arbeitnehmervertreter ■ Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt' ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 2 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen 13. OFFENLEGUNGSPFLICHTIGE MITTEILUNGEN ÜBER BETEILIGUNGEN Folgende Mitteilungen wurden europaweit veröffentlicht: Stimmrechtsmitteilung vom 28.02.2018 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 22.02.2018 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 2,68 % 0 % 2,68 % 34601040 letzte Mitteilung 3,21 % 0 % 3,21 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) DE0005565204 0 928573 % 2,68 % Summe 928573 2,68 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 14.02.2018 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: AXA S.A., Paris, Frankreich 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 07.02.2018 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 4,74 % 0,33 % 5,07 % 34601040 letzte Mitteilung 3,01 % N/A % 3,01 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) DE0005565204 1640505 % 4,74 % Summe 1604505 4,74 % b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 31.01.2018 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 25.01.2018 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 3,21 % % 3,21 % 34601040 letzte Mitteilung 2,83 % % 2,83 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) DE0005565204 1109040 0 3,21 % % Summe 1109040 3,21 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 10.11.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 03.1 1.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,23 % 3,52 % 4,75 % 34601040 letzte Mitteilung 1,23 % 3,81 % 5,03 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 423937 % 1,23 % Summe 423937 1,23% b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1218129 3,52 % Summe 1218129 3,52 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 08.11.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 02.1 1.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,23 % 3,81 % 5,03 % 34601040 letzte Mitteilung 1,26 % 3,63 % 4,90 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 423937 % 1,23 % Summe 423937 1,23% b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1316725 3,81 % Summe 1316725 3,81 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 25.10.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 19.10.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,26 % 3,63 % 4,90 % 34601040 letzte Mitteilung 0,63 % 4,48 % 5,11 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 436948 % 1,26 % Summe 436948 1,26% b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1257033 3,63 % Summe 1257033 3,63 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 29.08.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 22.08.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,63 % 4,48 % 5,11 % 34601040 letzte Mitteilung 0,50 % 4,48 % 4,98 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 216675 % 0,63 % Summe 216675 0,63% b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1551011 4,48 % Summe 1551011 4,48 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 28.08.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 21.08.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,50 % 4,48 % 4,98 % 34601040 letzte Mitteilung 0,48 % 4,53 % 5,01 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 172002 % 0,50 % Summe 172002 0,50 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1551387 4,48 % Summe 1551387 4,48 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 23.08.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 16.08.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,48 % 4,53 % 5,01 % 34601040 letzte Mitteilung 0,09 % 4,82 % 4,91 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 167560 % 0,48 % Summe 167560 0,48 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1566401 4,53 % Summe 1566401 4,53 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 09.08.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 02.08.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,09 % 4,82 % 4,91 % 34601040 letzte Mitteilung 0,18 % 4,86 % 5,04 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 30558 % 0,09 % Summe 30558 0,09 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1667272 4,82 % Summe 1667272 4,82 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 07.08.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 01.08.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,18 % 4,86 % 5,04 % 34601040 letzte Mitteilung 0,10 % 5,08 % 5,18 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 63850 % 0,18 % Summe 63850 0,18 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1680537 4,86 % Summe 1680537 4,86 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 31.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 25.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,10 % 5,08 % 5,18 % 34601040 letzte Mitteilung 0,10 % 4,99 % 5,09 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 33765 % 0,10 % Summe 33765 0,10 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1757522 5,08 % Summe 1757522 5,08 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 31.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 24.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,10 % 4,99 % 5,09 % 34601040 letzte Mitteilung 0,10 % 4,87 % 4,97 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 34001 % 0,10 % Summe 34001 0,10 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1728279 4,99 % Summe 1728279 4,99 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 28.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 21.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,10 % 4,87 % 4,97 % 34601040 letzte Mitteilung 0,10 % 4,92 % 5,02 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 34001 % 0,10 % Summe 34001 0,10 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1685820 4,87 % Summe 1685820 4,87 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 26.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 20.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,10 % 4,92 % 5,02 % 34601040 letzte Mitteilung 0,10 % 5,03 % 5,13 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 34001 % 0,10 % Summe 34001 0,10 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1701885 4,92 % Summe 1701885 4,92 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 24.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 17.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,10 % 5,03 % 5,13 % 34601040 letzte Mitteilung 0,10 % 4,99 % 5,10 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 35625 % 0,10 % Summe 35625 0,10 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1738748 5,03 % Summe 1738748 5,03 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 18.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 12.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,10 % 4,99 % 5,10 % 34601040 letzte Mitteilung 0,21 % 5,01 % 5,22 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 35625 % 0,10 % Summe 35625 0,10 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1727463 4,99 % Summe 1727463 4,99 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 14.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 07.07.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,21 % 5,01 % 5,22 % 34601040 letzte Mitteilung 0,38 % 4,85 % 5,23 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 71333 % 0,21 % Summe 71333 0,21 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe Offen 1735070 5,01 % Summe 1735070 5,01 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 27.06.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,38 % 4,85 % 5,23 % 34601040 letzte Mitteilung 0,23 % 4,73 % 4,96 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 131458 % 0,38 % Summe 131458 0,38 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1677988 4,85 % Summe 1677988 4,85 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 30.06.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 23.06.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,23 % 4,73 % 4,96 % 34601040 letzte Mitteilung 0,35 % 4,95 % 5,30 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 80428 % 0,23 % Summe 80428 0,23 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe Offen 1635026 4,73 % Summe 1635026 4,73 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 19.06.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 12.06.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,35 % 4,95 % 5,30 % 34601040 letzte Mitteilung 0,37 % 5,03 % 5,39 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 121768 % 0,35 % Summe 121768 0,35 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1711245 4,95 % Summe 1711245 4,95 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 19.06.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 09.06.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,37 % 5,03 % 5,39 % 34601040 letzte Mitteilung 0,38 % 4,71 % 5,09 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 126463 % 0,37 % Summe 126463 0,37 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1740094 5,03 % Summe 1740094 5,03 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 08.06.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 01.06.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,38 % 4,71 % 5,09 % 34601040 letzte Mitteilung 0,35 % 4,65 % 4,997 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 132422 % 0,38 % Summe 132422 0,38 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1629205 4,71 % Summe 1629205 4,71 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 07.06.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 31.05.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,35 % 4,65 % 4,997 % 34601040 letzte Mitteilung 0,56 % 4,73 % 5,29 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 121768 % 0,35 % Summe 121768 0,35 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1607407 4,65 % Summe 1607407 4,65 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 29.05.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 18.05.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,56 % 4,73 % 5,29 % 34601040 letzte Mitteilung 0,40 % 5,01 % 5,41 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 193804 % 0,56 % Summe 193804 0,56 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1636674 4,73 % Summe 1636674 4,73 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 19.05.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 12.05.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,40 % 5,01 % 5,41 % 34601040 letzte Mitteilung 0,34 % 4,94 % 5,28 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 137962 % 0,40 % Summe 137962 0,40 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen 1734966 5,01 % Summe 1734966 5,01 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 10.05.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 03.05.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,34 % 4,94 % 5,28 % 34601040 letzte Mitteilung 0,34 % 5,06 % 5,40 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 116926 % 0,34 % Summe 116926 0,34 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen / open 1709694 4,94 % Summe 1709694 4,94 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 09.05.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 02.05.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,34 % 5,06 % 5,40 % 34601040 letzte Mitteilung 0,41 % 4,79 % 5,21 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 116926 % 0,34 % Summe 116926 0,34 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen / open 1751679 5,06 % Summe 1751679 5,06 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 09.05.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 27.04.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,41 % 4,79 % 5,21 % 34601040 letzte Mitteilung 0,29 % 5,01 % 5,30 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 143349 % 0,41 % Summe 143349 0,41 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen / open 1658134 4,79 % Summe 1658134 4,79 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 09.05.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 24.03.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,29 % 5,01 % 5,30 % 34601040 letzte Mitteilung 0,28 % 4,79 % 5,07 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 101095 % 0,29 % Summe 101095 0,29 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe offen / open 1732844 5,01 % Summe 1732844 5,01 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 31.03.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: AXA S.A., Paris, Frankreich 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 24.03.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 3,01 % N/A % 3,01 % 34601040 letzte Mitteilung 2,99 % N/A % 2,99 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 1042175 % 3,01 % Summe 1042175 3,01 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 31.03.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: The Goldman Sachs Group, Inc., Corporation Trust Centre, 1209 Orange Street, Wilmington DE19801, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 22.03.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 0,28 % 4,79 % 5,07 % 34601040 letzte Mitteilung n/a % n/a % n/a % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 96648 % 0,28 % Summe 96648 0,28 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Wertpapierleihe Offen / Open 1657850 4,79 % Summe 1657850 4,79 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 28.03.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: AXA S.A., Paris, Frankreich 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 23.03.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 2,99 % N/A % 2,99 % 34601040 letzte Mitteilung 3,002 % N/A % 3,002 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 1035121 % 2,99 % Summe 1035121 2,99 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 28.03.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: AXA S.A., Paris, Frankreich 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 21.03.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 3,002 % N/A % 3,002 % 34601040 letzte Mitteilung N/A % N/A % N/A % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 1038721 % 3,002 % Summe 1038721 3,002 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - 10. Sonstige Erläuterungen: - Stimmrechtsmitteilung vom 28.02.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 23.02.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzah Stimmrechte des Emittenten neu 3,21 % 0,00 % 3,21 % 34601040 letzte Mitteilung N/A % N/A % N/A % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 1111708 0 3,21 % 0,00 % Summe 1111708 3,21 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 02.03.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 24.02.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,69 % 3,04 % 4,73 % 34601040 letzte Mitteilung 1,93 % 3,32 % 5,25 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 583236 0 1,69 % 0,00 % Summe 583236 1,69 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Optionsscheine 14.12.2016 81837 0,24 % Rückerwerbsansprüche 16822 0,05 % Kaufoption 16.12.2016 Jederzeit / Anytime 120500 0,35 % Summe 219159 0,63 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Verkaufsoption 16.12.2016 Jederzeit Physisch 288053 0,83 % Swaps 04.01.2018 Bar 545056 1,58 % 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 11.01.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 31.12.2015 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,52 % 2,49 % 4,01 % 34601040 letzte Mitteilung 1,60 % 6,54 % 8,14 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 0 525832 0 % 1,52 % Summe 525832 1,52 % b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Rückforderungsanspruch aus Wertpapier-darlehensverträgen zu jeder Zeit zu jeder Zeit 860672 2,49 % Summe 860672 2,49 % b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 17.11.2014 Die ALECTA PENSIONSFÖRSÄKRING, Stockholm, Schweden hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 11.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,15% (das entspricht 1090000 Stimmrechten) betragen hat. Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013 Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,468 % (das entspricht 1200000 Stimmrechten) betragen hat. Stimmrechtsmitteilung vom 05.04.2011 Herr Heinz Dürr, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN : 556520 am 31.03.201 1 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. 28,14 % der Stimmrechte (das entspricht 4867806 Stimmrechten) sind Herrn Dürr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Heinz Dürr GmbH zuzurechnen. Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens. Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.201 1 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens. Bietigheim-Bissingen, den 13. März 2018 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand Ralf W. Dieter Carlo Crosetto Dr. Jochen Weyrauch ANLAGE A Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017 scroll Tsd. € Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geleistete Anzahlungen Sachanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Wertpapiere Gesamt Kumulierte Anschaffungswerte zum 1.Januar 2017 15.069 40 636 744.912 9.683 9.388 779.728 Zugänge 299 19 159 - 15.944 6 16.427 Abgänge - - - - - 2.287 - 6.398 - 8.685 Umbuchungen - - - - - - 2.996 - 2.996 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2017 15.368 59 795 744.912 23.340 784.474 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2017 5.353 375 433 6.161 Abschreibungen 1.089 - 84 - - 45 1.218 Abgänge - - - - - - 478 - 478 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2017 6.442 459 6.901 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2017 8.926 59 336 744.912 23.340 777.573 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 9.716 40 261 744.912 9.683 8.955 773.567 * Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung. ** Die verbleibenden Unternehmensanleihen wurden in das Umlaufvermögen umgegliedert. ANLAGE B Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB zum 31.12.2017 Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar. scroll Name und sitz Anteil am Kapital in %* Eigenkapitalin Tsd.€ Jahresergebnis**in Tsd.€ A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Deutschland Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 75,0 14.463 2.213 Carl Schenck AG, Darmstadt1 100,0 94.960 - DUALIS GmbH IT Solution, Dresden1 100,0 192 - Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen1 100,0 5.981 - Dürr Clean Energy GmbH, Stuttgart 100,0 42 -2 Dürr International GmbH, Stuttgart1 100,0 12.428 - Dürr IT Service GmbH, Stuttgart1 100,0 30 - Dürr Somac GmbH, Stollberg1 100,0 5.015 - Dürr Systems AG, Stuttgart1 100,0 145.363 - Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg1 100,0 1.566 - Dürr Technologies GmbH, Stuttgart1 100,0 269.606 - Dürr thermea GmbH, Ottendorf-Okrilla 100,0 72 -4.429 HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgebirge1 100,0 15.488 - HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz 100,0 38.015 8.229 HOMAG eSOLUTION GmbH, Schopfloch 51,0 1.512 -248 HOMAG Finance GmbH, Schopfloch 100,0 63.429 15.491 HOMAG GmbH, Schopfloch1 100,0 86.546 - Homag Group AG, Schopfloch1 55,9 106.207 - HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo1 100,0 19.602 - HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw1 100,0 14.025 - iTAC Software AG, Montabaur 100,0 9.751 -2.294 LOXEO GmbH, Stuttgart1 100,0 25 - Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach1 100,0 2.700 - Olivia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Pullach im Isartal4 0,0 2.037 99 Schenck RoTec GmbH, Darmstadt1 100,0 9.226 - Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt1 100,0 12.540 - SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100,0 15 -637 tapio GmbH, München 100,0 971 - 54 Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch 100,0 15 - 1 Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann 75,9 3.105 28 Andere Eu-Länder AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sonderborg / Dänemark 100,0 -7.526 -106 Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande 100,0 914 219 Carl Schenck spol. s r.o., Modrice / Tschechische Republik 100,0 527 74 CPM S.p.A., Beinasco / Italien 51,0 21.074 9.166 Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich 100,0 11.220 3.664 Duerr Cyplan Limited, Aldermaston / Großbritannien 100,0 3.063 -1.121 Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H. in Liqu., Wien / Österreich 100,0 3.017 13 Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien 100,0 7.006 2.187 Dürr Poland Sp. z o.o., Radom / Polen 100,0 9.526 1.866 Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledec nad Sazavou / Tschechische Republik 100,0 4.621 46 Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich 100,0 20.665 1.487 Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastian / Spanien 100,0 9.690 5.381 Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei 100,0 658 691 E&P Turbo Ltd., Aldermaston / Großbritannien 100,0 22 - HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee / Österreich 100,0 1.160 414 HOMAG DANMARK A/S, Galten / Dänemark 100,0 1.874 639 HOMAG ESPANA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Valles / Spanien 100,0 1.989 568 HOMAG France S.A.S., Schiltigheim / Frankreich 100,0 6.020 3.106 HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100,0 759 169 HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano / Italien 100,0 5.017 2.252 HOMAG MACHINERY BARCELONA SA, L'Amettla del Valles / Spanien 100,0 5.258 2.399 HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen5 100,0 19.091 -21.130 HOMAG SERVICES POLAND Sp. z o.o., Sroda Wielkopolska / Polen 100,0 2.322 874 HOMAG U.K. LTD., Castle Donington / Großbritannien 100,0 4.749 1.297 Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien 65,0 5.327 -379 Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien 100,0 460 24 Schenck Limited, Warwick / Großbritannien 100,0 2.446 672 Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich 100,0 8.525 2.829 Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien 51,0 117 17 Verind S.p.A., Rodano / Italien2 50,0 7.705 1.627 Sonstige europäische Länder CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100,0 171 8 Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli / Türkei 100,0 882 296 Homag (Schweiz) AG, Höri / Schweiz 100,0 3.424 333 000 "Homag Russland", Moskau / Russland 100,0 1.134 776 000 Dürr Systems RUS, Moskau / Russland 100,0 305 -1.200 Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz 100,0 16.712 5.395 Nordamerika / Zentralamerika BENZ INCORPORATED, Hickory, North Carolina / USA 100,0 1.301 478 Dürr de Mexico, S.A. de C.V., Santiago de Queretaro / Mexiko 100,0 14.587 6.415 Dürr Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 41.757 -142 Dürr Systems Canada, Corp., Windsor, Ontario / Kanada 100,0 - - Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 116.267 6.626 HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario / Kanada 100,0 4.871 1.612 Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 -118 -187 iTAC Software Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 -935 -292 Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 62.400 -3.144 Schenck Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt / Mexiko 100,0 524 -27 Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan / USA 100,0 4.295 732 Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 9.957 513 STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 21.113 9.706 Test Devices Inc., Hudson, Massachusetts / USA 100,0 4.095 6 Südamerika AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100,0 1.596 -889 Dürr Brasil Ltda., Sao Paulo / Brasilien 100,0 11.851 716 HOMAG INDÜSTRIA E COMERCIO DE MÄQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboao da Serra / Brasilien 100,0 2.140 -800 Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires / Argentinien 100,0 86 - VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP, Betim / Brasilien2 100,0 1.271 401 Afrika / Asien / Australien AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100,0 1.828 964 Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 100,0 2.300 233 Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100,0 2.886 1.788 Dürr India Private Ltd., Chennai / Indien 100,0 4.796 1.518 Dürr Japan K.K., Tokio / Japan 100,0 -652 -275 Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea 100,0 12.656 1.192 Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 92.510 36.801 Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia 100,0 507 -483 Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko 100,0 364 34 EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika2 100,0 10 - HA (THAILAND) CO. LTD., Bangkok / Thailand 100,0 309 - 13 HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong / Malaysia 100,0 -379 37 HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur / Singapur 100,0 1.135 -141 Homag Australia Pty. Limited, Sydney / Australien 100,0 3.123 1.049 Homag India Private Limited, Bangalore / Indien 100,0 1.633 444 Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka / Japan 100,0 6.139 1.014 HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul / Südkorea 100,0 3.902 518 Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3 20.243 7.202 HOMAG Machinery Bangalore Private Limited, Bangalore / Indien 100,0 2.174 362 HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland / Neuseeland 100,0 10 5 Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika2 75,0 632 120 PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien 100,0 223 -605 Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100,0 7.182 1.114 Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai / V. R. China 100,0 25.322 7.048 Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 233 -22 B. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Aviva Vermögensverwaltung GmbH, München / Deutschland 100,0 -1.075 -2 Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100,0 25 - H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate3 49,0 -418 -129 HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -165 -254 Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100,0 1.138 7 C. Assoziierte Beteiligungen HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong / V. R. China 25,0 32.056 9.075 LaTherm Abwicklungsgesellschaft mbH, Dortmund / Deutschland 28,1 - - Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan 50,0 36.212 2.348 Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart / Deutschland 50,0 - - D. Sonstige Beteiligungen ADAMOS GmbH, Darmstadt / Deutschland6 20,0 8.866 -1.134 Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4 - - HeatMatrix Group B.V., Utrecht / Niederlande 14,6 1.039 17 Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10,0 66.588 7.223 SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart / Deutschland 15,0 128.921 -3.573 * Beteiligung gemäß § 16 AktG ** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte, Werte für jeweils 100% Kapitalanteil 1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft 2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten 3 Anteil am Stimmrecht 100% 4 Kontrolle der variablen Rückflüsse 5 Beinhaltet einen spaltungsbedingten Buchverlust auf konzernintern veräußerte Verbundanteile in Höhe von 27.235 Tsd. € 6 Konstitutive Wirkung des Handelsregisters; durch die Eintragung der Kapitalerhöhung eines neuen Gesellschafters im Januar 2018 reduziert sich der Kapitalanteil auf 16,7%. Bestätigungsvermerk DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS PRÜFUNGSURTEILE "Wir haben den Jahresabschluss der Dürr AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Dürr AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 (im Folgenden: "Lagebericht") geprüft. Die im Kapitel "Nachhaltigkeit" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung sowie die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die auf der Unternehmenswebsite zugänglich gemachte Erklärung zur Unternehmensführung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse: ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und ― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Kapitel "Nachhaltigkeit" des Lageberichts enthaltenen nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie auf die Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die auf der Unternehmenswebsite zugänglich gemachte Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: (1) WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Dürr AG werden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 745 Mio. EUR (Vj. 745 Mio. EUR) ausgewiesen. Dies entspricht 45 % der Bilanzsumme. Die Anteile an verbundenen Unternehmen unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung. Hierzu werden die Ertragswerte einer jeden Beteiligung ermittelt. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Erträge des jeweiligen zu bewertenden Unternehmens. Nur bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen Wertberichtigungen auf die Beteiligungsansätze. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der verbundenen Unternehmen für vier Detailplanungsjahre zugrunde, die vom Management erstellt und verabschiedet werden. Die Abzinsung erfolgt mittels der jeweils unternehmensspezifischen risikoadjustierten Kapitalisierungszinssätze. Die in die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes eingehenden Parameter beruhen teilweise auf geschätzten Markterwartungen und sind daher ermessensbehaftet. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Erträge durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Prüferisches Vorgehen: Wir haben geprüft, ob die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Erträge und die verwendeten Kapitalisierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Ertragswertberechnungen der jeweiligen zu bewertenden Unternehmen bilden. Die Planungen der Tochtergesellschaften werden nach Divisionen konsolidiert und in einem mehrstufigen Prozess von dem Vorstand der Gesellschaft geprüft und verabschiedet. Der Aufsichtsrat genehmigt die Budget-Planung für das Folgejahr und nimmt die Langfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre zur Kenntnis. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns auf diese unternehmensinternen Kontrollen gestützt und deren Wirksamkeit geprüft. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreichen Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Außerdem wurden die Planungen hinsichtlich ihrer Konsistenz mit anderen internen Erwartungen, wie zum Beispiel mit den Angaben zu den Prognosen im Lagebericht verglichen. Zudem haben wir die Planungstreue der Vergangenheit auf der Basis einer Soll-Ist-Abweichungsanalyse überprüft. Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes und die Angemessenheit des Bewertungsmodells haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, in dem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben. Abschließend haben wir die rechnerische Richtigkeit des Werthaltigkeitstests verifiziert und die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests mit Hilfe von eigenen Sensitivitäten plausibilisiert und die von der Gesellschaft durchgeführten Sensitivitäten gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft sind in III. Textziffer (1) des Anhangs enthalten. (2) ANSATZ UND BEWERTUNG VON STEUERRÜCKSTELLUNGEN UND LATENTEN STEUERN: Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Im Jahresabschluss 2017 der Dürr AG werden ein Steueraufwand von 24 Mio. EUR (Vj. 30 Mio. EUR) sowie Steuerrückstellungen in Höhe von 8 Mio. EUR (Vj. 15 Mio. EUR) ausgewiesen. Ein Ansatz aktiver latenter Steuern erfolgt nur in Höhe der passiven latenten Steuern (9 Mio. EUR, Vj. 12 Mio. EUR). Steuerliche Sachverhalte haben daher einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft. Die Bilanzierung von Ertragsteuern war aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die bilanzielle Würdigung und Bewertung von unsicheren Steuerpositionen und deren Vollständigkeit, den Ansatz und die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern sowie die Bewertung und Vollständigkeit passiver latenter Steuern. Prüferisches Vorgehen: Aufgrund der Komplexität im Bereich der steuerlichen Vorschriften haben wir interne Experten aus unserer Steuerabteilung einbezogen. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den von der Dürr AG eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Ertragsteuerpositionen befasst. Im Rahmen unserer aussagebezogenen Prüfungshandlungen in Bezug auf unsichere Steuerpositionen haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu ertragsteuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2017, aus denen sich unsichere Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender unsicherer Steuerpositionen haben können, auf Einklang mit dem Steuerrecht beurteilt. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, Feststellungen von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalte mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise die Bestimmung von Verrechnungspreisen. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen in Bezug auf den Ansatz und die Bewertung der Steuerrückstellungen und latenten Steuern. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft sind in III. Textziffern (11) und (13) des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen: Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Kapitel "Nachhaltigkeit" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung sowie Angaben im Abschnitt "Weitere Angaben zur Unternehmensführung" und die auf der Unternehmenswebsite zugänglich gemachte Erklärung zur Unternehmensführung. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; ― beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Abschlussprüfer der Dürr AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marco Koch." Stuttgart, 13. März 2018 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Marbler, Wirtschaftsprüfer Koch, Wirtschaftsprüfer Entsprechenserklärung der Dürr AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr Aktiengesellschaft erklären hiermit gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz, dass seit der Entsprechenserklärung vom 14. Dezember 2016 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Kodex") zunächst in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - und im Anschluss daran in der Fassung vom 7. Februar 2017 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 - mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde: Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Absatz 3) Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht bis zum 31. Dezember 2017 im Rahmen einer Gruppenversicherung eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt. Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher bis Ende des Jahres 2017 nicht entsprochen. Ein Selbstbehalt für Mitglieder des Aufsichtsrats bestand nicht, weil die Dürr AG nicht der Auffassung war, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts weiter gesteigert werden könnte. Der Aufsichtsrat beschloss in seiner Sitzung vom 13. Dezember 2017, ab 1. Januar 2018 einen Selbstbehalt einzuführen und damit der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex ab diesem Zeitpunkt zu entsprechen. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Begrenzung der Aufsichtsratszugehörigkeitsdauer (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 4) Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 4 des Kodex wird bis zum 13. Dezember 2017 nicht entsprochen. Nach bisheriger Auffassung des Aufsichtsrats ging mit der Benennung und Veröffentlichung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung und deren regelmäßiger Anpassung ein nicht unerheblicher Aufwand einher, der mit Blick auf die Größe des Aufsichtsrats und die Arbeitsbelastung des Gremiums nicht mehr gerechtfertigt erschien. Außerdem vertrat der Aufsichtsrat die Auffassung, dass mit der Festsetzung starrer Ziele die Möglichkeit verloren gehen könnte, herausragende Persönlichkeiten, die nicht in den gesteckten Rahmen passen, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen. Auch eine pauschale Altersgrenze und eine Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer wurden bislang kritisch gesehen, weil die Leistungsfähigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nicht vom Erreichen einer unflexiblen Altersgrenze abhängig sein dürfte. Der Aufsichtsrat befasste sich deshalb jeweils erst im Vorfeld der Beschlussfassung über seine Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern mit der gewünschten Zusammensetzung des Gremiums. Dabei berücksichtigte er möglicherweise auch andere als die in Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex benannten Kriterien. In seiner Sitzung vom 13. Dezember 2017 kam der Aufsichtsrat darin überein, die vom Kodex neu aufgenommene Empfehlung, ein Kompetenzprofil zu erstellen, zum Anlass zu nehmen, den in Ziffer 5.4.1 enthaltenen Empfehlungen ab diesem Tag vollumfänglich zu entsprechen. Bietigheim-Bissingen, den 13. Dezember 2017 Für den Aufsichtsrat Bietigheim-Bissingen, den 13. Dezember 2017 Für den Vorstand Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands