AI assistant
Dürr AG — Board/Management Information 2017
Apr 27, 2017
124_rns_2017-04-27_62059fdb-78a3-4a54-b0ad-9459b6e7996f.html
Board/Management Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Dürr Aktiengesellschaft Stuttgart Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016 BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Dürr hat sich 2016 in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld sehr robust gezeigt und einige neue Bestmarken erreicht. Trotz eines vorübergehend schwachen China-Geschäfts in der Lackiertechnik wuchs der Auftragseingang des Konzerns deutlich. Das unterstreicht den Wert unserer starken internationalen Präsenz. Sie versetzt den Konzern in die Lage, Marktchancen weltweit zu nutzen und regionale Nachfrageschwächen zu kompensieren. Wichtig aus strategischer Sicht ist zudem, dass der Service-Umsatz trotz rückläufiger Konzernerlöse weiter zunahm. Denn das Geschäft mit Dienstleistungen hat besondere Bedeutung für die Kundenbindung und die Ergebnisqualität. Der Grundstein für die gute Entwicklung im Service-Geschäft wurde in den Vorjahren mit dem Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr gelegt. Auch weiterhin wird der Aufsichtsrat den Vorstand darin unterstützen, den Konzern auf neue Anforderungen und Chancen einzustellen. Dies gilt besonders für die Industrie 4.0. Die Strategie digital@DÜRR steht für digitale Innovationen zur Bewältigung neuer Produktionsanforderungen. Auch die Fortsetzung der Optimierung des Dürr-Produktportfolios wurde und wird vom Aufsichtsrat positiv begleitet. Die gute Entwicklung der 2014 akquirierten HOMAG Group zeigt: Dürr ist ein guter Eigentümer für mittlere und größere Maschinen- und Anlagenbauer und kann bei der Realisierung von Wachstums- und Effizienzpotenzialen helfen. Im Jahr 2016 hat der Aufsichtsrat den Vorstand konstruktiv und mit kritischem Rat unterstützt. Er hat alle Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und ausführlich über Geschäftsentwicklung, strategische Maßnahmen, Unternehmensplanung und zustimmungspflichtige Geschäfte unterrichtet. Allen Aufsichtsratsbeschlüssen ging eine eingehende Prüfung und Erörterung auf Basis schriftlicher Entscheidungsvorlagen voraus. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig kontrolliert und bestätigt, dass dieser in jeder Hinsicht rechtmäßig, ordnungsmäßig und wirtschaftlich gehandelt hat. Der Vorstand hat das Risikomanagementsystem bei operativen, finanzwirtschaftlichen und juristischen Fragen effektiv genutzt; dabei haben ihn die Konzernabteilungen Compliance, Recht, Controlling und interne Revision beraten und unterstützt. Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig umfassende Berichte über Risiken und Chancen; bei der Weiterentwicklung des Risikokontroll- und Überwachungssystems hat er den Vorstand effektiv unterstützt. Im Jahr 2016 hielt der Aufsichtsrat sechs ordentliche Sitzungen ab. Kein Mitglied war bei mehr als einer Sitzung abwesend; dasselbe gilt für die Ausschusssitzungen. Darüber hinaus führte der Vorsitzende des Aufsichtsrats zahlreiche persönliche und telefonische Gespräche mit dem Vorstand. Über deren Ergebnisse informierte er die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrats zeitnah. WICHTIGE THEMEN DER SITZUNGEN Marktlage, Geschäftsverlauf, finanzielle Situation und Ausblick waren Gegenstand aller Sitzungen des Jahres 2016. Die Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung erstreckte sich vor allem auf Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie auf ROCE, Cashflow und Liquidität. Zudem wurde der Aufsichtsrat über die größten Aufträge der Divisions und bevorstehende Projektvergaben informiert. Weitere wiederkehrende Themen waren die Fortschritte bei der Optimierung der HOMAG Group und die Entwicklung des Service-Geschäfts. In seiner ersten Sitzung des Jahres (16. März 2016) prüfte und verabschiedete der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2015. Danach wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung erörtert und verabschiedet. Auf Empfehlung des Personalausschusses legte der Aufsichtsrat die rollierende LTI-Tranche 2016 bis 2018 für die variable Vorstandsvergütung fest. Zudem wurde der Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand um die Funktion Corporate Social Responsibility ergänzt. Nach ausführlicher Erörterung der Finanzierungsstrategie stimmte der Aufsichtsrat der Begebung eines Schuldscheindarlehens zu. Ferner beschäftigte er sich intensiv mit dem ersten Personalbericht des Jahres. Am 4. Mai 2016, dem Tag der Hauptversammlung, fanden zwei Sitzungen statt. Vor Versammlungsbeginn diskutierte der Aufsichtsrat die Option einer möglichen Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Dabei beantragten die Arbeitnehmervertreter eine ausführliche Darstellung des Vorstands zu den Entwicklungsperspektiven von Dürr Ecoclean innerhalb und außerhalb des Dürr-Konzerns. Nach der Hauptversammlung trat der neu formierte Aufsichtsrat zu einer konstituierenden Sitzung zusammen und wählte den Vorsitzenden, dessen Stellvertreter sowie die Ausschussmitglieder. In der Sitzung vom 27. Juli 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der internationalen Geschäftsverteilung. Neben den hohen Zuwächsen im Nordamerika-Geschäft wurde auch der vorübergehende Bestellrückgang in China beleuchtet. Unter dem Tagesordnungspunkt Personalia erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende die Entscheidung von Herrn Heuwing, seinen Vorstandsvertrag nicht über die aktuelle Vertragslaufzeit hinaus verlängern zu wollen, und informierte über die ersten Schritte bei der Suche nach einem Nachfolger. Weitere Schwerpunktthemen waren die Analyse der Aktionärsstruktur, die Implikationen des Themas E-Mobilität für Dürr und der erste Risikobericht des Jahres. Zudem diskutierte der Aufsichtsrat über die geplante Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe und den voraussichtlichen Verkaufspreis. Im August fasste der Aufsichtsrat zwei Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren. Er stimmte dem Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe an die chinesische SBS Group zu und gab seine Zustimmung, die Beteiligung von 11 % an der Tec4Aero GmbH an die Shanghai Electric Group zu veräußern. Diese Beteiligung war seit Ende 2014 im Besitz von Dürr; sie resultierte aus dem damaligen Verkauf des Dürr-Geschäfts mit Flugzeugmontagetechnik an die Broetje Automation GmbH. In der Sitzung am 5. Oktober 2016 skizzierte der Vorstand die weiteren Schritte bis zum Closing des Ecoclean-Verkaufs. Der Aufsichtsrat stimmte dem zukünftigen Erwerb weiterer Anteile an der zur HOMAG Group gehörenden BENZ GmbH Werkzeugsysteme zu. Bei der Geschäftsanalyse lag der Fokus auf dem hohen Auftragsbestand und der Cashflow-Verbesserung seit der Jahresmitte. Im Zuge des zweiten Personalberichts des Jahres ließ sich der Aufsichtsrat unter anderem über die laufende weltweite Mitarbeiterbefragung informieren. In der Sitzung vom 14. Dezember 2016 berief der Aufsichtsrat Herrn Dr. Jochen Weyrauch zum 1. Januar 2017 in den Vorstand. Die Berufung bedeutet eine Erweiterung des Vorstands auf drei Mitglieder und trägt dem starken Wachstum des Konzerns in den vergangenen Jahren Rechnung. Mit Blick darauf und auf die Nachfolgeplanung für Herrn Heuwing wurde auch der Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand verändert. Herr Dr. Weyrauch ist unter anderem für die Leitung der Divisions Measuring and Process Systems und Clean Technology Systems zuständig. Im weiteren Sitzungsverlauf präsentierten der Vorstand und die Leiter der Divisions Ziele und Maßnahmen im Rahmen der Strategie "Dürr 2020". Der Aufsichtsrat genehmigte das Budget für 2017, nahm die Planung für 2018 bis 2020 zur Kenntnis und beschäftigte sich mit dem zweiten Risikobericht sowie dem Bericht zum internen Kontrollsystem. Die Vorsitzenden von Vorstand und Aufsichtsrat unterzeichneten die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. In einer außerordentlichen Sitzung am 8. Februar 2017 berief der Aufsichtsrat Herrn Carlo Crosetto in den Vorstand. Herr Crosetto trat am 1. März 2017 in die Dürr AG ein und folgt als Finanzvorstand auf Herrn Heuwing. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT Im April und Mai 2016 wurde der Aufsichtsrat turnusgemäß neu gewählt. Für die Arbeitnehmerseite zogen Carmen Hettich-Günther und Dr. Astrid Ziegler neu in das Gremium ein. Die bisherigen Mitglieder Mirko Becker, Thomas Hohmann, Hayo Raich und Dr. Martin Schwarz-Kocher wurden wiedergewählt. Neue Vertreter der Anteilseigner sind Gerhard Federer und Dr. Anja Schuler. Darüber hinaus bestätigte die Hauptversammlung die bisherigen Mitglieder Professor Dr. Alexandra Dürr, Klaus Eberhardt, Professor Dr.-Ing. Holger Hanselka und Karl-Heinz Streibich in ihrem Amt. In der konstituierenden Sitzung am 4. Mai 2016 wurden Herr Eberhardt als Vorsitzender sowie Herr Raich und Herr Streibich als stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats bestätigt. Mit dem Ergebnis der Wahlen liegt der Anteil der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder bei 33,3 %. Damit entspricht Dürr dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen, das eine Frauenquote von mindestens 30 % vorsieht. Die Herren Stefan Albert, Guido Lesch und Dr. Herbert Müller stellten sich nicht wieder zur Wahl und schieden am Tag der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Als Nachfolgerin von Herrn Professor Dr. Dr. E.h. Klaus Wucherer, der sein Mandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt hatte, wurde Frau Dr. Schuler zum 3. Februar 2016 zunächst gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre teils langjährige Mitgliedschaft, ihr Engagement und ihre Verbundenheit mit Dürr. Herr Professor Dr.-Ing. Holger Hanselka hat mitgeteilt, dass er seine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat mit Ablauf der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 niederlegen wird. Grund ist, dass Herr Professor Dr.-Ing. Hanselka den Vorsitz des Technology Council von Dürr übernehmen wird. Dabei handelt es sich um ein neu geschaffenes Expertengremium, das den Vorstand der Dürr AG in Technologiefragen beraten wird. Herrn Professor Dr.-Ing. Hanselka gilt großer Dank für sein Engagement in den vergangenen Jahren. Als Kandidaten für seine Nachfolge schlägt der Aufsichtsrat der Hauptversammlung auf Empfehlung des Nominierungsausschusses Herrn Richard Bauer vor. ARBEIT DER AUSSCHÜSSE In der konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet. Der Personalausschuss, der auch als Präsidium fungiert, trat im Jahr 2016 drei Mal zusammen. Den Schwerpunkt seiner Arbeit bildeten die Suche eines Nachfolgers für Herrn Heuwing und die Erweiterung des Vorstands durch die Berufung von Herrn Dr. Weyrauch. Zudem bereitete er die LTI-Tranche für die Jahre 2016 bis 2018 vor. Der Nominierungsausschuss hielt im Jahr 2016 eine telefonische Sitzung ab. Darin empfahl er, Herrn Federer der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Die Empfehlung für Frau Dr. Schuler hatte der Ausschuss bereits im Dezember 2015 abgegeben. Zu einer weiteren Sitzung kam der Nominierungsausschuss am 17. Februar 2017 zusammen. Darin empfahl er, Herrn Bauer der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich in den drei Sitzungen des Jahres 2016 sorgfältig mit den Quartals-, Jahres- und Konzernabschlüssen sowie mit diversen Bilanzierungsthemen. Dazu zählten zum Beispiel Hedging, latente Steuern und der ab 2018 anzuwendende IFRS 15 zur Umsatzrealisierung. Zudem untersuchte der Ausschuss die Auswirkungen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG auf die Rechnungslegung. Auch die Effekte der zukünftig zu berücksichtigenden EU-Audit-Reform wurden analysiert und dem Plenum des Aufsichtsrats vorgestellt. In diesem Kontext regelte der Prüfungsausschuss das Vorgehen bei der Beauftragung des Wirtschaftsprüfers mit Nichtprüfungsleistungen. Der Prüfungsausschuss schlug die Schwerpunkte für die Abschlussprüfung vor und überwachte die Einhaltung kapitalmarktrechtlicher Vorschriften. Er kontrollierte und bestätigte die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems; ferner überprüfte er das Compliance-Management-System und den Rechnungslegungsprozess. Die Prüfungsergebnisse wurden dem Aufsichtsrat am 14. Dezember 2016 dargelegt und im Plenum diskutiert. Weitere Berichte erstattete der Prüfungsausschuss in den Sitzungen am 16. März und 27. Juli 2016. Eine Einberufung des Vermittlungsausschusses war wie in den Vorjahren nicht erforderlich. PRÜFUNG UND FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand auf den 31. Dezember 2016 aufgestellten Jahresabschluss der Dürr AG, den Dürr-Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht haben den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen. Sie wurden mit dem Vorstand in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. März 2017 ausführlich diskutiert und geprüft. Dasselbe gilt für die ebenfalls fristgerecht vorgelegten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer. Die Wirtschaftsprüfer, die den Bestätigungsvermerk unterzeichnet haben, nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie an der Prüfungsausschusssitzung am selben Tag teil. Sie berichteten über ihre Prüfung und standen für weitere Erläuterungen und Diskussionen zur Verfügung. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer für Dürr ist bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Herr Heiko Hummel. Er hat diese Funktion bisher in sieben Abschlussprüfungen wahrgenommen. Als Vorsitzender des Prüfungsausschusses nahm Herr Federer in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich zu den Prüfungsunterlagen Stellung und berichtete über die Vorgespräche mit den Wirtschaftsprüfern. Zudem ging er ausführlich auf die Prüfungsschwerpunkte ein. Dazu gehörten die Stammdaten von Kreditoren und Debitoren und die internen Kontrollen vor der Aufnahme von Geschäftsbeziehungen mit neuen Kunden und Vertriebspartnern. Auf Basis der ihm vorgelegten Unterlagen sowie der Berichte von Prüfungsausschuss und Wirtschaftsprüfern hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und akzeptiert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Wirtschaftsprüfer zu, schließt sich bei der Beurteilung der Lage von Konzern und Dürr AG der Einschätzung des Vorstands an und billigt den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns - vorgesehen ist eine Dividende von 2,10 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 - schließt sich der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und nach eigener Prüfung an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Leitern der Divisions, den Arbeitnehmervertretern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement im Jahr 2016. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für ihr Vertrauen in Dürr. BIETIGHEIM-BISSINGEN, 16. MÄRZ 2017 KLAUS EBERHARDT, Vorsitzender des Aufsichtsrats ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT Wir haben den Dürr-Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB mit dem Lagebericht der Dürr AG zusammengefasst. Der Lagebericht wird daher als zusammengefasster Lagebericht bezeichnet. Soweit nichts anderes vermerkt ist, gelten die folgenden Informationen sowohl für den Dürr-Konzern als auch für die Dürr AG. Aussagen, die sich ausschließlich auf die Dürr AG beziehen, sind entsprechend gekennzeichnet. Sie finden sich am Ende des zusammengefassten Lageberichts. SEITENVERWEISE Die im Text in Klammern gesetzten Seitenangaben verweisen auf weitere Informationen im Lagebericht, im Anhang zum Konzernabschluss oder im Glossar. GRUNDLAGEN DER KONZERN IM ÜBERBLICK PROFIL Dürr zählt zu den weltweit führenden Engineering-Konzernen. Unsere Maschinen, Anlagen und Services ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Rund 60 % des Umsatzes entfallen auf das Geschäft mit Automobilherstellern und -zulieferern. Weitere Abnehmerbranchen sind zum Beispiel die holzbearbeitende Industrie, der Maschinenbau sowie die Chemie-, Pharma- und Elektroindustrie. Wir betreiben 92 Standorte in 28 Ländern. Mit den Marken Dürr, Schenck und HOMAG operieren wir weltweit. Außer in Nordamerika und Westeuropa sind wir auch in den Emerging Markets1 stark vertreten. Dort erzielten wir im Geschäftsjahr 2016 41,8 % des Auftragseingangs sowie 48,5 % des Umsatzes. Gut 60 % des Geschäftsvolumens des Konzerns entfallen auf den Maschinenbau und knapp 40 % auf den Anlagenbau. 1 Asien (ohne Japan), Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa ORGANISATORISCHE STRUKTUR DES KONZERNS Die Dürr AG erfüllt als Management-Holding übergreifende Aufgaben im Konzern. Dazu gehören neben der Steuerung der Divisions auch Finanzierung, Controlling und Rechnungswesen sowie Recht, Steuern, interne Revision, Unternehmenskommunikation und Personalmanagement. Gemeinsam mit der Beteiligungs-Holding Dürr Technologies GmbH, der Dürr International GmbH und der Dürr IT Service GmbH bildet die Dürr AG das Corporate Center. Unser operatives Geschäft führen wir in fünf Divisions, die auch die berichtspflichtigen Segmente im Sinne der IFRS bilden: ― Paint and Final Assembly Systems ― Application Technology ― Measuring and Process Systems ― Clean Technology Systems ― Woodworking Machinery and Systems DIVISIONS, ABSATZMÄRKTE, MARKTANTEILE2, WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN Paint and Final Assembly Systems Paint and Final Assembly Systems plant, baut und modernisiert schlüsselfertige Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie. In der Lackieranlagentechnik bieten wir Hard- und Software-Lösungen für alle Prozessstufen. Ein Schlüsselprodukt ist unser Tauchlackiersystem RoDip. Damit werden die aus dem Rohbau kommenden Karosserien gereinigt, vorbehandelt und mit einer Korrosionsschutzschicht versehen. Ein weiteres Kernprodukt ist das energieeffiziente Lackierkabinensystem EcoDryScrubber, das beim Auftrag von Füller-, Basis- und Klarlack eingesetzt wird. Meist umfasst unser Lieferumfang auch Trockner- und Fördertechnik [ S. 194 ] sowie die Zu- und Ablufttechnik. Zudem bieten wir mit der Industrie-4.0-Plattform iTAC.IoT.Suite eine Software für die Vernetzung und Steuerung von Produktionsanlagen. 2 intern ermittelt 2.1 - KONZERNSTRUKTUR scroll Management-Holding • Dürr AG Divisions • Paint and Final Assembly Systems • Application Technology • Measuring and Process Systems • Clean Technology Systems • Woodworking Machinery and Systems Zusammen mit der Division Application Technology sind wir der einzige Systemanbieter weltweit, der eigene Lösungen in der Lackieranlagen-, Applikations- und Robotertechnik aus einer Hand liefert. Mit rund 50 % Weltmarktanteil stehen wir an der Spitze des Wettbewerbs, gefolgt von zwei Unternehmen aus Japan und Deutschland mit Marktanteilen von 20 % beziehungsweise 10 bis 15 %. Zu Paint and Final Assembly Systems gehört auch die Einheit Dürr Consulting. Sie berät Kunden bei der Planung und Optimierung ihrer Produktion, vor allem in der Lackier- und Endmontagetechnik sowie in der Logistik. Application Technology Application Technology erzielt rund 85 % seines Umsatzes mit Hard- und Software-Lösungen für den automatischen Sprühauftrag von Lack. Hauptprodukte sind der Hochrotationszerstäuber [ S. 194 ] EcoBell3, der Farbwechsler EcoLCC2 und die Lackierroboterfamilie EcoRP, deren dritte Generation wir im Oktober 2016 präsentiert haben. Hinzu kommen unter anderem Systeme für Farbversorgung, Qualitätssicherung sowie Prozesssteuerung und -auswertung. Im Automotive-Geschäft sind wir mit rund 50 % Weltmarktanteil der führende Anbieter. Unsere zwei wichtigsten Wettbewerber sind Hersteller von Industrierobotern mit Marktanteilen zwischen 15 und 20 %. Zusätzlich zur Lackapplikationstechnik operieren wir in zwei angrenzenden Geschäftsfeldern: der Sealing-Technik und der Klebetechnik [ S. 194 ]. Sealing-Verfahren dienen zur Schweißnahtversiegelung, zum Auftrag des Unterbodenschutzes und zum Spritzen von Dämmmatten in Automobilen. Das Kleben ist eine zunehmend gefragte Technik für das Fügen von Fahrzeugbauteilen in Rohbau und Endmontage. Im Gegensatz zum Schweißen ermöglicht es den Einsatz nicht schweißbarer Leichtbau-Materialien [ S. 194 ] im Karosseriebau. In der Endmontage werden zum Beispiel Scheiben, Glasdächer, Cockpits und Tanks eingeklebt. Seit dem Jahr 2014 baut Application Technology auch das Geschäft außerhalb der Automobilbranche aus. Der für die allgemeine Industrie zuständige Bereich Industrial Products bietet Produkte und Produktsysteme für Branchen wie Kunststoff, Keramik, Schiffsbau, Holz und Möbel. Measuring and Process Systems Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnikprodukte [ S. 194 ] an. Auswuchtanlagen der Marke Schenck kommen in verschiedenen Branchen zum Einsatz, der Automotive-Anteil beträgt 20 bis 25 %. Mit rund 45 % Marktanteil sind wir der weltweit größte Anbieter, auf den Plätzen zwei und drei folgen Wettbewerber mit Marktanteilen von rund 15 und 10 %. In der Montage-, Prüf- und Befülltechnik rüsten wir vor allem die Automobilindustrie aus. Mit Marktanteilen von jeweils rund 50 % sind wir auch in diesen Bereichen weltweit führend. In der Befülltechnik bieten wir über die Agramkow-Gruppe auch Anlagen zur automatisierten Befüllung von Kühlschränken, Klimageräten und Wärmepumpen mit Kältemitteln. Die gefragtesten Produkte in der Prüftechnik sind Teststände für Bremsen, Elektronik und Fahrwerkgeometrie. In der Montagetechnik bieten wir vor allem Hochzeitsstationen an, in denen Karosserie und Antriebsstrang zusammengeführt werden. Das bei Measuring and Process Systems angesiedelte Geschäft mit industrieller Reinigungstechnik [ S. 194 ] und Oberflächenbearbeitungstechnik (Cleaning and Surface Processing / Dürr-Ecoclean-Gruppe) werden wir voraussichtlich zum 31. März 2017 veräußern. Weitere Informationen dazu finden Sie unter der Zwischenüberschrift "Portfolioveränderungen". Clean Technology Systems Clean Technology Systems bietet Abluftreinigungstechnik und Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz von Industrieprozessen. Unsere Ecopure-Abluftreinigungsanlagen werden in Branchen wie Chemie, Pharma, Druck, Holzbearbeitung und Carbonfaserherstellung eingesetzt. Darüber hinaus entfallen rund 25 % des Umsatzes in der Abluftreinigungstechnik auf die Ausrüstung von Automobillackierereien. In diesem Geschäft liegt unser Marktanteil bei 40 bis 50 %, auch im stärker fragmentierten Non-Automotive-Segment gehören wir zu den größten Anbietern. Unser wichtigstes Verfahren ist die thermische Abluftreinigung, bei der Schadstoffe bei bis zu 1.000 °C verbrannt werden. Das kleinere Geschäftsfeld Energieeffizienz wurde im Jahr 2011 gegründet und bietet Produkte für eine effiziente Erzeugung und Nutzung von Wärme, Kälte und Strom. Dazu gehören die ORC-Technologie (Organic Rankine Cycle), das Dürr Compact Power System (Mikrogasturbine) zur Stromerzeugung sowie Großwärmepumpen von Dürr thermea. Woodworking Machinery and Systems Woodworking Machinery and Systems besteht aus der im Jahr 2014 erworbenen HOMAG Group, dem weltweit führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung. Mit gut 30 % Weltmarktanteil rangiert die HOMAG Group deutlich vor den beiden nächstplatzierten Wettbewerbern, die jeweils etwas mehr als 10 % auf sich vereinen. Unsere Technik wird von der Möbelindustrie und vom Handwerk eingesetzt, zum Beispiel für die Produktion von Möbeln, Küchen, Parkett- und Laminatfußböden, Fenstern, Türen, Treppen und Holzsystemhäusern. Das Angebot reicht von der Einstiegsmaschine bis zur vollautomatisierten Produktionslinie. Kernprodukte sind zum Beispiel Plattenaufteilsägen, Durchlaufsägen und -bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Kantenanleimmaschinen, CNC-Bearbeitungszentren und Handling-Systeme. Als Teil ihres Industrie-4.0-Ansatzes bietet die HOMAG Group ein modulares Software-Portfolio, das einen integrierten Datenfluss ermöglicht - von der Möbelbestellung über die Fertigung bis hin zur Auslieferung. 2.2 - TÄTIGKEITSFELDER UND ABSATZMÄRKTE DIVISION PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Anlagenbau • Komplette Lackierereien • Automobilhersteller • Einzelne Lackierprozessstationen • Automobilzulieferer • Endmontagesysteme • Allgemeine Industrie • Service (z. B. Bau- und Landmaschinen) • Consulting • Beratung • Automobilhersteller • Automobilzulieferer • Allgemeine Industrie DIVISION APPLICATION TECHNOLOGY scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Maschinenbau und Komponentengeschäft • Produkte für den automatischen Sprühauftrag von Lack • Automobilhersteller • Sealing-Technik • Automobilzulieferer • Klebetechnik • Allgemeine Industrie • Service (z. B. Kunststoff, Keramik, Holz, Schiffsbau) DIVISION MEASURING AND PROCESS SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Maschinenbau • Auswucht- und Diagnosetechnik • Automobilhersteller • Montagetechnik für die Fahrzeugendmontage • Automobilzulieferer • Prüftechnik für die Fahrzeugendmontage • Elektroindustrie • Befülltechnik • Turbomaschinenbau / Kraftwerke • Industrielle Reinigungstechnik und Systeme zur Oberflächenbearbeitung1 • Maschinenbau • Service • Luftfahrt und Raumfahrt • Haushaltsgeräteindustrie • Medizin- und Labortechnik 1 Das Geschäft mit industrieller Reinigungstechnik und Systemen zur Oberflächenbehandlung (Cleaning and Surface Processing / Dürr-Ecoclean-Gruppe) wird voraussichtlich zum 31. März 2017 an die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd. veräußert. DIVISION CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Anlagenbau und Komponentengeschäft • Abluftreinigungsanlagen • Chemie • Energiemanagement und -beratung • Pharma • Service • Carbonfaserproduktion • Energieeffizienztechnologien • Druck /Beschichtung • Automobilhersteller (Lackierereien) • Automobilzulieferer (Lackierereien) • Holzbearbeitung • Betreiber dezentraler Kraftanlagen Prozessindustrie • Energiewirtschaft • Allgemeine Industrie DIVISION WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS scroll Geschäftsart Tätigkeitsfelder Kundengruppen • Maschinen- und Anlagenbau • Holzbearbeitungsmaschinen • Holzbearbeitende Industrie • Verkettete Produktionslinien für die Holzbearbeitung • Holzbearbeitendes Handwerk • Service UMFANGREICHES SERVICE-ANGEBOT Seit dem Ende der Wirtschaftskrise von 2008/2009 hat unsere installierte Basis, also die Summe aller ausgelieferten Dürr-Maschinen und -Anlagen, stark zugenommen. Dies eröffnet uns gute Wachstumschancen im After-Sales-Geschäft. Um sie zu nutzen, haben wir unsere Service-Organisation in den vergangenen Jahren durch das Programm CustomerExcellence@Dürr ausgebaut und optimiert. Zu unseren Service-Angeboten zählen Planung, Umbau, Modernisierung, Optimierung und Verlagerung von Anlagen und Maschinen, ferner Audits zu Anlagenproduktivität und Energieeffizienz, Software-Updates, Schulung, Wartung, Remote-Diagnose [ S. 194 ], Reparatur und Ersatzteillieferung. Im Jahr 2016 erhöhten sich die Service-Erlöse um 11,0 % auf 981,9 MIO. €, obwohl der Konzernumsatz um 5,1 % auf 3.573,5 MIO. € sank. Der Anteil des Service-Geschäfts am Konzernumsatz stieg vor diesem Hintergrund auf 27,5 % (Vorjahr: 23,5 %) und rückte entsprechend näher an unsere langfristige Zielmarke von 30 % heran. Die Anzahl der Service-Mitarbeiter belief sich zum Jahresende 2016 auf 2.328 Beschäftigte, dies entspricht einem Anteil von 15 % an der Belegschaft. TECHNOLOGIE- UND INDUSTRIEPARK GMBH (TIP): IMMOBILIENDIENSTLEISTER IN DARMSTADT Die zu Measuring and Process Systems gehörende Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (TIP) vermarktet und betreibt am Schenck-Standort Darmstadt Büros sowie Produktions- und Logistikflächen. Auf 105.000 m2 Grund und Boden werden 109.900 m2 Fläche vermietet; davon entfallen 46 % auf Büros. FINANZIELLE BEDEUTUNG EINZELNER PRODUKTE, DIENSTLEISTUNGEN UND ABSATZMÄRKTE Da wir über ein sehr breites Angebotsspektrum verfügen, ist die finanzielle Bedeutung einzelner Produkte und Dienstleistungen überschaubar. Ein wichtiger Erfolgsfaktor im Lackieranlagengeschäft ist unsere Systemkompetenz, also die Fähigkeit, komplette Anlagen schlüsselfertig zu planen und zu realisieren. Das Service-Geschäft generiert in allen Divisions einen stabilisierenden und wachsenden Ergebnisbeitrag und wird daher ausgebaut. Aufgrund unserer internationalen Präsenz erwirtschaften wir knapp 85 % des Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands; 26 % des Umsatzes entfallen auf China. Der Ergebnisbeitrag in den einzelnen Marktregionen entspricht ungefähr der regionalen Umsatzaufteilung. In Regionen mit überdurchschnittlich hohen Marktanteilen erzielen wir tendenziell etwas höhere Margen. RECHTLICHE UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die Dürr AG hält jeweils 100 % der Anteile an folgenden Gesellschaften: Dürr Systems AG (bis August 2016: Dürr Systems GmbH), Dürr International GmbH, Dürr Technologies GmbH, Carl Schenck AG und Dürr IT Service GmbH. Zwischen den vier erstgenannten Unternehmen und der Dürr AG bestehen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge. Mit der Dürr IT Service GmbH hat die Dürr AG einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG ist seit dem 17. März 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wirksam, die darin enthaltene Vereinbarung über die Gewinnabführung war im Geschäftsjahr 2016 erstmals gültig. Dürr Systems AG, Dürr International GmbH, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG halten direkte oder indirekte Beteiligungen an den übrigen Konzerngesellschaften, meist handelt es sich um 100%ige Beteiligungen. Die Vorstandsmitglieder von Dürr AG, Carl Schenck AG, Dürr Systems AG und HOMAG Group AG sind in den Aufsichtsgremien wesentlicher Auslandsgesellschaften vertreten. PORTFOLIOVERÄNDERUNGEN Akquisitionen/Beteiligungserwerbe/Asset Deals ― Zum 2. Dezember 2016 hat die iTAC Software AG 100 % der Anteile der DUALIS GmbH IT Solution erworben. DUALIS ist spezialisiert auf Advanced Planning and Scheduling Software (APS) für die Feinplanung und Optimierung von Produktionsprozessen in intelligenten Fabriken. Damit ergänzt sie das Software-Angebot von iTAC für die übergeordnete Produktionssteuerung. ― Im Rahmen eines Asset Deals hat die Dürr Systems AG zum 30. November 2016 das Abluftreinigungstechnikgeschäft der KBA-MetalPrint GmbH übernommen. KBA-MetalPrint ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Koenig & Bauer AG. Die Transaktion erschließt weiteres Wachstumspotenzial für die Division Clean Technology Systems, besonders im Bereich Abluftreinigungstechnik für den Metalldruck sowie im Service. ― Zum 6. Juli 2016 haben wir unsere Beteiligung an der Dürr Cyplan Ltd. von 50 % auf 100 % aufgestockt. Zudem haben wir 100 % der Anteile an der E&P Turbo Ltd. erworben. Dürr Cyplan ist auf ORC-Anlagen (Organic Rankine Cycle) spezialisiert, die Strom und Heizenergie aus Abwärme gewinnen. E&P Turbo liefert die dabei eingesetzten Turbinen. Weitere Informationen finden Sie in Tabelle 2.3 und unter Textziffer 19 [ S. 131 ] im Anhang zum Konzernabschluss. Desinvestitionen ― Zum 20. Oktober 2016 haben wir unsere Beteiligung von 11 % an der Tec4Aero GmbH an die Shanghai Electric Group veräußert. Die Beteiligung war seit Ende 2014 in unserem Besitz und resultierte aus dem damaligen Verkauf unserer Aktivitäten in der Flugzeugmontagetechnik an die Broetje Automation GmbH. Die Veräußerung der Anteile an Tec4Aero erfolgte im Zuge des Verkaufs von Broetje Automation an die Shanghai Electric Group durch die Deutsche Beteiligungs AG. ― Voraussichtlich zum 31. März 2017 werden wir die Dürr-Ecoclean-Gruppe (Bereich Cleaning and Surface Processing innerhalb der Division Measuring and Process Systems) an die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd. veräußern und entkonsolidieren. Die Käuferin ist eine Tochtergesellschaft des chinesischen Ingenieur- und Maschinenbau-Unternehmens Shenyang Blue Silver Group (SBS Group). Die Dürr-Ecoclean-Gruppe ist in der industriellen Reinigungstechnik [ S. 194 ] aktiv; im Jahr 2016 erzielte sie mit rund 850 Mitarbeitern einen Umsatz von knapp 200 MIO. € und ein EBIT von rund 14 MIO. €. Den Vertrag mit der SBS Group haben wir am 6. August 2016 unterzeichnet. Zum 31. März 2017 erwarten wir einen Verkaufserlös von rund 100 MIO. € für 85 % des Dürr-Ecoclean-Geschäfts. Zudem werden wir eine Beteiligung von 15 % an der neuen Holding-Gesellschaft SBS Ecoclean GmbH erhalten. Diese Beteiligung wird zukünftig in den Finanzanlagen ausgewiesen. Voraussichtlich wird der Buchgewinn (nach Transaktionskosten) für die Gesamttransaktion rund 25 MIO. € betragen und zum 31. März 2017 anfallen. Für unseren Anteil an der SBS Ecoclean GmbH bestehen Kauf- und Verkaufsoptionen für die SBS Group und Dürr; die Optionen sind ab dem 31. März 2018 ausübbar. Weitere Informationen enthält das Kapitel Strategie [ S. 29 ]. 2.3 - AKQUISITIONEN/BETEILIGUNGSERWERBE/ ASSET DEALS scroll Beteiligung Konsolidierungsart In Konzernabschluss einbezogen seit Mitarbeiter (31.12.2016) DUALIS GmbH IT Solution Paint and Final Assembly Systems 100,0 % Vollkonsolidiert 02.12.2016 32 KBA-MetalPrint GmbH1 Clean Technology Systems Asset Deal 30.11.2016 18 Dürr Cyplan Ltd. Clean Technology Systems 100,0 % (2016: 50,0 %, 2011: 50,0 %) Vollkonsolidiert 25.05.2011 17 E&P Turbo Ltd. Clean Technology Systems 100,0 % Vollkonsolidiert 06.07.2016 0 1 Asset Deal 2.4 - PROZESSE DES ANLAGENBAUS Werksschließungen Im vierten Quartal 2016 haben wir zwei unrentable Standorte geschlossen: das Werk Zistersdorf (Österreich, Paint and Final Assembly Systems) und den Standort Weinsberg mit der Friz Kaschiertechnik GmbH (Deutschland, Woodworking Machinery and Systems). Die Schließungskosten für beide Werke beliefen sich auf 9,0 MIO. €. GESCHÄFTSPROZESSE/PROZESSVORTEILE Unsere wichtigsten Geschäftsprozesse sind Planung, Engineering/Konstruktion [ S. 194 ], Auftragsabwicklung und Service. Mit Blick auf Qualitätssicherung, Liefertreue und Know-how-Schutz haben wir in den vergangenen Jahren zudem unsere Eigenfertigung gezielt ausgeweitet. Besonders bei Großprojekten im Anlagenbau hängt unser Geschäftserfolg von der Qualität der Auftragsabwicklung und professionellem Projektmanagement ab. Ein Großprojekt benötigt meist 15 bis 24 Monate bis zum Abschluss, bei Aufträgen im Maschinenbau sind es zwischen 2 und 12 Monaten. Kleinere Umbau-, Modernisierungs- und Service-Projekte haben kürzere Laufzeiten. Komplexe Projekte erfordern eine reibungslose Kooperation verschiedener Abteilungen und Standorte. Daher arbeiten wir mit standardisierten Prozessen in Planung, Auftragsabwicklung, Service und Verwaltung. Unsere Prozesse werden durch weltweit durchgängige IT-Systeme unterstützt. Dies vermeidet Schnittstellenprobleme, automatisiert Abläufe und ermöglicht den internationalen Austausch von Arbeitspaketen und damit eine effektive Kapazitätssteuerung. Die Standardisierung von Prozessen und IT-Tools erlaubt uns, bei reduziertem Risiko mehr Aufträge parallel abzuwickeln. Die 2014 erworbene HOMAG Group ist in eine Reihe von Prozessen und IT-Systemen des Dürr-Konzerns eingebunden. Zugleich harmonisiert und automatisiert sie im Zuge des Optimierungsprogramms FOCUS ihre eigenen geschäftsspezifischen Abläufe und Systeme. KUNDENBEZIEHUNGEN Die meisten Automobilhersteller und viele Zulieferer produzieren mit Dürr-Technik. Das Geschäft mit ihnen ist technisch komplex und langfristig, deshalb pflegen wir einen kontinuierlichen Austausch. Wir agieren als Planer, Berater und Anlagenlieferant. Daher werden wir bei großen Investitionsprojekten bis zu zwei Jahre vor der Auftragsvergabe zu ersten Gesprächen hinzugezogen. Als Service-Partner unterstützen wir unsere Kunden auch im After-Sales-Bereich, zum Beispiel mit Ersatzteilen und Modernisierungen. Oft informieren uns Kunden frühzeitig über die Entwicklung neuer Modelle, damit wir rechtzeitig die erforderliche Produktionstechnik bereitstellen können. Die Maschinenbau-Divisions Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems haben eine sehr breite Marktbasis mit mehreren zehntausend Kunden. Daher ist der Vertriebsaufwand höher und die Vertriebskanäle sind anders strukturiert als im Anlagenbaugeschäft mit der Automobilindustrie. Neben der Lieferung von Einzelmaschinen gibt es auch hier größere Projekte mit längeren Laufzeiten und intensiver Zusammenarbeit. LIEFERANTENBEZIEHUNGEN Wir beschaffen Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen bei über 12.000 Lieferanten. Neben Teile- und Komponentenzulieferern beauftragen wir häufig auch Auftragsfertiger, Ingenieurdienstleister und Logistikunternehmen. Bei wichtigen Warengruppen vereinbaren wir weltweit gültige Rahmenverträge mit langfristig orientierten Vorzugslieferanten. Dadurch können wir Bedarfe mehrerer Gesellschaften und Divisions bündeln und Mengenvorteile nutzen. Weitere Informationen enthält das Kapitel Beschaffung [ S. 43 ]. MERKMALE UNSERES GESCHÄFTSMODELLS Unsere Kernkompetenz ist das Engineering [ S. 194 ] effizienter Produktionstechnik. Häufig realisieren wir komplette Produktionssysteme, dementsprechend sind auch Projektmanagement und Auftragsabwicklung zentrale Kompetenzen von Dürr. Unsere Wertschöpfungstiefe [ S. 194 ] ist mit 37 % relativ gering, wenngleich sie in den vergangenen Jahren etwas zugenommen hat. Maßgeblich dafür waren der Ausbau der Eigenfertigung im Kerngeschäft und die Übernahme der HOMAG Group mit einer Wertschöpfungstiefe von 45 %. In der Anlagenbau-Division Paint and Final Assembly Systems beträgt die Wertschöpfungstiefe lediglich 28 %. Besonders der Anlagenbau ist durch ein Asset-light-Geschäftsmodell gekennzeichnet. Im Konzern geht die niedrige Wertschöpfungstiefe mit einer geringen Anlagenintensität [ S. 195 ] und Kapitalbindung einher. Dies wirkt sich positiv auf den ROCE [ S. 195 ] aus. Die von Kunden erhaltenen Anzahlungen decken die Forderungen und Vorräte im Umlaufvermögen zu einem guten Teil ab. Daher ist das Net Working Capital (NWC) [ S. 195 ] im Anlagenbau gering, zum Teil ist es sogar negativ. Auch die Fixkosten fallen infolge der niedrigen Wertschöpfungstiefe und Anlagenintensität vergleichsweise gering aus, was uns flexibler bei zyklischen Auftragsschwankungen macht. Die Days Working Capital (DWC) lagen im Jahr 2016 bei durchschnittlich 27,2 Tagen (inklusive Dürr Ecoclean) und damit in unserem Zielkorridor von 25 bis 35 Tagen. In Relation zum Umsatz ist unser regulärer Investitionsbedarf (ohne Akquisitionen) mit 70 bis 80 MIO. € pro Jahr gering. Besonders im Anlagenbau kommt es mehr auf das Know-how unserer Mitarbeiter an als auf umfangreiche Sachanlagen. Aufgrund des Baus neuer Standorte in China und den USA fielen die Investitionen im Jahr 2015 höher aus (102,3 MIO. €). Die HOMAG Group investiert mit rund 30 MIO. € pro Jahr mehr als die anderen Divisions, da ihre Wertschöpfungstiefe höher ist. Unsere Materialkostenquote1 (Anteil der Materialkosten am Umsatz) hat in den vergangenen Jahren abgenommen: von 46,8 % im Jahr 2012 auf 39,3 % im Berichtsjahr. Entscheidend dafür war einerseits die Einbeziehung der HOMAG Group, andererseits konnten wir den Aufwand für externe Produktionsdienstleister infolge unserer höheren Eigenfertigung verringern. 1 Materialkosten: Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Kaufteile und den Einkauf bei Sublieferanten Die meisten Divisions verfügen in großen Auslandsmärkten über lokale Produktionswerke und Beschaffungsstrukturen. Sie exportieren daher tendenziell wenig und sind vergleichsweise geringen Transaktionsrisiken ausgesetzt. Wichtiger sind Translationseffekte, die aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro resultieren. Durch den Erwerb der HOMAG Group im Jahr 2014 hat sich unser Transaktionsrisiko etwas erhöht. Da die HOMAG Group viel in Deutschland produziert, weist sie eine höhere Exportquote und ein entsprechend höheres Währungsrisiko auf. Im Geschäft mit der Automobilindustrie haben viele Projekte lange Vorlaufzeiten. Dies verschafft uns eine hohe Visibilität hinsichtlich des künftigen Auftragseingangs. Folglich können wir unsere künftige Umsatz-, Auslastungs- und Ertragssituation für einen Großteil des Geschäfts relativ gut beurteilen. STANDORTE UND ARBEITSTEILUNG IM KONZERN 92 Standorte weltweit gewährleisten eine große Kundennähe. In den vergangenen Jahren haben unsere Standorte in den Emerging Markets stark an Bedeutung gewonnen. Dort waren Ende 2016 30,2 % der Belegschaft angestellt. Mit rund 2.800 Beschäftigten (inklusive rund 750 Externer) ist Schanghai der größte Standort in den Emerging Markets. Für die Steuerung des weltweiten Geschäfts sind die Leitstandorte in Deutschland verantwortlich. Der Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen ist mit rund 2.100 Mitarbeitern die Zentrale des Konzerns und der Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems. Der Standort Darmstadt (rund 550 Mitarbeiter) ist die Drehscheibe für die Aktivitäten von Measuring and Process Systems und unser Kompetenzzentrum für Auswuchttechnik [ S. 194 ]. Der Stammsitz der HOMAG Group in Schopfloch (rund 1.800 Mitarbeiter) steuert das Geschäft von Woodworking Machinery and Systems. Seit dem Jahr 2012 haben wir über 15 Konzernstandorte modernisiert, erweitert oder neu gebaut. Die damit verbundenen Erweiterungsinvestitionen beliefen sich in den Jahren 2012 bis 2016 auf 143,3 MIO. € (seit Oktober 2014 inklusive HOMAG Group). Im Jahr 2016 haben wir zwei große Standortprojekte vorangetrieben: In Southfield (USA) ging ein neuer Campus-Standort für rund 500 Mitarbeiter in Betrieb; in Schanghai entstand ein Büro- und Technologiekomplex, der im Februar 2017 bezogen wurde. Die Investitionen für beide Projekte betragen insgesamt rund 60 MIO. €. Davon entfielen 15,9 MIO. € auf 2016 und 30,7 MIO. € auf 2015; der verbleibende Betrag wird 2017 gebucht. Richtlinien und Prozessvorgaben definieren, wie die Konzerngesellschaften bei länderübergreifenden Systemprojekten im Anlagenbau zusammenarbeiten. Bei Großaufträgen von Paint and Final Assembly Systems übernimmt meist das System Center Bietigheim-Bissingen die Projektführerschaft. Die Auslandsgesellschaften sind für Vertrieb und Service vor Ort zuständig und unterstützen die Auftragsabwicklung, zum Beispiel durch Engineering- [ S. 194 ], Einkaufs- und Fertigungsleistungen. Auch im Maschinenbau werden unsere internationalen Aktivitäten von den deutschen Hauptstandorten koordiniert und unterstützt. UNTERNEHMENSSPEZIFISCHE FRÜHINDIKATOREN Wir nutzen verschiedene Frühindikatoren zur Unternehmenssteuerung. Dadurch können wir uns rechtzeitig auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen. Wir unterscheiden vier Indikatortypen: ― Wichtige konjunkturelle Frühindikatoren sind Geldmengenentwicklung, Rohstoff- und Energiepreise sowie Einkaufsmanager- und Geschäftsklimaindizes. Auch Research-Berichte und gesamtwirtschaftliche Statistiken helfen uns, Konjunkturentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Zudem verfolgen wir die Entwicklung der Zinsen aufmerksam. Der Geschäftsverlauf in unseren beiden Hauptabnehmerbranchen (Automobil- und Holzbearbeitungsindustrie) korreliert stark mit der Entwicklung der Weltwirtschaft. ― Spezifischere Indikatoren zur Abschätzung des zukünftigen Geschäftspotenzials sind die Investitionspläne von Kunden sowie Statistiken und Prognosen zu Produktion und Absatz. Zudem verfolgen wir die Erwartungen von Analysten bezüglich der Cashflows und Investitionen unserer Kunden. ― Der dritte Frühindikator sind konkrete Investitionsprojekte unserer Kunden. Entsprechende Informationen sammeln wir in unserer Datenbank zusammen mit einer Einschätzung unserer Akquisitionschancen. Im Jahr 2016 blieb das von uns erfasste chancengewichtete Marktvolumen auf hohem Niveau. Im Produktgeschäft ist die Quotierungszeit von Angeboten ein aussagekräftiger Indikator. Eine Zunahme der durchschnittlichen Quotierungszeit zeigt, dass die Kunden länger für Investitionsentscheidungen benötigen. Dies deutet auf eine Nachfrageabschwächung hin. ― Die vierte Indikatorgruppe bilden Auftragseingang und Auftragsbestand. Da viele Projekte eine lange Laufzeit haben, eignen sich beide Kennzahlen, um Auslastung und Umsatz der nächsten Quartale abzuschätzen. STRATEGIE STRATEGIE "DÜRR 2020": KENNZAHLENZIELE Die Strategie "Dürr 2020" bestimmt den Kurs für die Weiterentwicklung des Konzerns bis zum Jahr 2020. Die damit verbundenen Kennzahlenziele sind: ― Umsatz: Bis 2020 wollen wir den Umsatz durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen auf bis zu 5 MRD. € steigern. ― EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen. ― ROCE: Der ROCE soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen. Der Konzernumsatz soll bis 2020 um durchschnittlich rund 3 % pro Jahr zunehmen. Dazu sollen die Divisions mit unterschiedlichen Steigerungsraten beitragen. Das Wachstum der einzelnen Divisions kann durch weitere Akquisitionen beeinflusst werden. Bei EBIT-Marge und ROCE [ S. 195 ] gelten für die Divisions unterschiedliche Ziele. Das Anlagenbaugeschäft von Paint and Final Assembly Systems erwirtschaftet weit überdurchschnittliche Kapitalrenditen, da das Net Working Capital [ S. 195 ] meist negativ ist. Dagegen ist die EBIT-Marge geringer als im Konzerndurchschnitt. Ein wichtiger Treiber für die Verbesserung des Konzern-EBIT wird zukünftig die Division Woodworking Machinery and Systems sein. Weitere Informationen zu unseren Zielen enthält der Prognosebericht. Mit Ausnahme der von der Finanzkrise geprägten Jahre 2008/2009 haben wir unsere Kennzahlenziele seit 2006 stets erreicht. Ausschlaggebend dafür waren unsere gute Marktposition, unser Innovationskurs sowie der globale Ausbau des Geschäfts, die Expansion im Service und kontinuierliche Prozessoptimierungen. PORTFOLIOSTRATEGIE: NEUE WACHSTUMSFELDER ERSCHLIESSEN Ein zentrales Element von "Dürr 2020" ist die Erschließung neuer Wachstumsfelder im Maschinen- und Anlagenbau. Dazu wollen wir nach der erfolgreichen Übernahme der HOMAG Group (2014) unseren Akquisitionskurs fortsetzen. Die Grundlage dafür bildet unsere gute Kapitalausstattung. Wie schon bei der HOMAG Group suchen wir potenzielle Akquisitionsziele außerhalb des Automotive-Kerngeschäfts. Denn angesichts unserer hohen Marktanteile ist das Wachstumspotenzial im Geschäft mit der Automobilindustrie naturgemäß begrenzt. Für die kommenden Jahre erwarten wir in diesem Bereich Wachstumsraten von durchschnittlich rund 3 % pro Jahr. HOMAG Group Die HOMAG Group hat sich unter dem Dach von Dürr positiv entwickelt. Mithilfe des seit 2015 laufenden Optimierungsprogramms FOCUS konnte sie Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Der Weltmarktführer bei Holzbearbeitungsmaschinen ist auf dem richtigen Weg, um sein EBIT-Margenziel von 8 bis 10 % bis 2020 zu erreichen. Dieser Erfolg bestärkt uns in der Fortsetzung unseres Akquisitionskurses. Wir wollen angemessen bewertete Unternehmen erwerben, ihre Profitabilität durch Effizienzsteigerungen ausbauen und das Wachstum forcieren. Das Beispiel der HOMAG Group zeigt, dass wir andere Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau wirksam bei der Effizienzsteigerung unterstützen können. Dafür nutzen wir unsere Erfahrung in der Optimierung von Strukturen und Prozessen: Maßnahmen wie die Globalisierung des Geschäfts, die Standardisierung von Produkten, Abläufen und IT-Systemen oder der Ausbau des Service-Geschäfts sind die Basis für den Aufschwung von Dürr in den vergangenen zehn Jahren. Diese Erfahrungen und Kompetenzen bilden das Grundgerüst der HOMAG-Optimierung und sollen auch bei weiteren Akquisitionen zur Wertsteigerung beitragen. Akquisitionskriterien Unsere Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen sind klar definiert: ― Maschinen- und Anlagenbau oder ergänzende Technologien (zum Beispiel Software) und Services ― Führende Markt- und Technologieposition (Nummer eins oder zwei im Wettbewerb) ― Nischenmarkt ohne Großkonzerne als Wettbewerber ― Kein Restrukturierungsbedarf, aber erkennbares Potenzial für Ergebnisverbesserung ― Zu Dürr passende Unternehmenskultur Desinvestition Dürr Ecoclean Zur Optimierung unseres Portfolios gehört auch die Desinvestition von Aktivitäten, die sich außerhalb des Konzerns besser entwickeln können oder längerfristig nicht mehr unseren Portfoliokriterien entsprechen. Voraussichtlich zum 31. März 2017 werden wir die Dürr-Ecoclean-Gruppe an die chinesische SBS Group veräußern. Dürr Ecoclean ist Weltmarktführer in der industriellen Reinigungstechnik [ S. 194 ], außerhalb des Dürr-Konzerns kann sie die erwartete Marktkonsolidierung besser vorantreiben. Grund hierfür sind die hohen Marktanteile, die Dürr insgesamt im Automobilgeschäft hat. Sie machen es für Ecoclean schwer, überdurchschnittlich stark zu wachsen. Die SBS Group ist auf Maschinen zur Werkstückbearbeitung im Motoren- und Getriebebau fokussiert und hat weitere Investitionen bei Dürr Ecoclean zugesagt. Zusätzliche Informationen finden Sie im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ] unter der Zwischenüberschrift "Portfolioveränderungen". 2.5 - "DÜRR 2020": VIER STRATEGIEFELDER WEITERE STRATEGIEFELDER IM KONZERN UND IN DEN DIVISIONS Unsere Strategie für das bestehende Portfolio umfasst vier Felder: Innovation, Globalisierung, Service und Effizienz. Sie gruppieren sich um den Claim "Leading in Production Efficiency", also das Versprechen an unsere Kunden, die Effizienz ihrer Produktionsprozesse zu erhöhen. Die Strategiefelder gelten für alle Divisions, wobei wir bei der Umsetzung Division-spezifische Akzente setzen. STRATEGIEFELD INNOVATION Durch Innovation generieren wir Investitionsanreize für unsere Kunden und sichern unseren Wettbewerbsvorsprung. Wir haben den Anspruch, dass jedes neue Produkt die Stückkosten unserer Kunden senkt und die Produktionseffizienz steigert. Pro Jahr fließen über 100 MIO. € unmittelbar in Innovationsprojekte. Details zu unserer Innovationsstrategie sowie aktuelle Beispiele finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung [ S. 39 ]. digital@DÜRR Die Digitalisierung ist zurzeit der wichtigste Innovationstrend bei Dürr. Wir verstehen darunter den Einsatz intelligenter Produkte, die digitale Vernetzung von Produktionsanlagen und die automatische Anlagenoptimierung mithilfe der Big-Data-Analyse umfangreicher Produktionsdaten. Unseren Kunden eröffnet die Digitalisierung erhebliche Effizienzgewinne in der Produktion: Produktivität, Qualität, Flexibilität und Anlagenverfügbarkeit steigen, neue Produkte stehen früher bereit, die Investitions- und Betriebskosten sinken. Auch uns bietet die Digitalisierung große Chancen: Wir verfügen über ein breites digitales Lösungsangebot, mit dem wir uns im Wettbewerb differenzieren. Darüber hinaus optimieren wir unsere eigenen Prozesse. Dank unserer finanziellen Stärke können wir wirksamer in die Digitalisierung investieren als kleinere Wettbewerber. Unsere Digitalisierungsstrategie "digital@DÜRR" umfasst vier Bereiche: ― Smart Products: Wir entwickeln intelligente Produkte, die sich selbst regulieren, wechselnde Produktionsaufgaben erkennen und Service-Bedarf frühzeitig melden. ― Smart Services: Wir nutzen das Internet, um Anlagen bei Kunden online zu analysieren. Außerdem ermöglichen Big-Data-Analysen eine vorausschauende Anlagenwartung (Predictive Maintenance [ S. 194 ]). ― Smart Processes: Wir optimieren unsere Auftragsabwicklung durch intelligente Software und Simulationen. ― Smart Factories: Wir vernetzen Maschinen und Anlagen einer Fabrik mithilfe von Software und machen so die gesamte Produktion transparent. Der Kern jeder digitalen Fabrik ist eine MES-Software (mes: Manufacturing-Execution-System [ S. 194 ]) für die ganzheitliche Fabriksteuerung. Sie kommuniziert mit allen Maschinen, sammelt Prozessdaten und wertet diese aus. Auf dieser Basis können Fabrikbetreiber ihre Produktion effizienter gestalten. Aufgrund der überragenden Bedeutung der MES-Technik für Industrie 4.0 [ S. 194 ] haben wir im Dezember 2015 mit der iTAC Software AG einen der führenden Anbieter in diesem Bereich übernommen. Die MES-Software von iTAC steuert und vernetzt bereits über 220 Fabriken. Gemeinsam mit iTAC haben wir die Industrie-4.0-Plattform iTAC.IoT.Suite entwickelt. Sie basiert auf den bestehenden MES-Softwares von iTAC und Dürr (iTAC.MES.Suite und Dürr EcoEMOS) und bietet darüber hinaus neue technische Konzepte wie zum Beispiel Cloud-Fähigkeit und weitreichende Big-Data-Analyse [ S. 194 ]. Damit verfügen wir über eine zukunftsweisende State-of-the-Art-Software-Plattform für die digitale Produktionssteuerung. Komplementäres Know-how im Bereich Advanced Planning and Scheduling Software (APS) haben wir durch die Übernahme von DUALIS am Jahresende 2016 hinzugewonnen. Die DUALIS-Lösungen für Simulation und Optimierung von Produktionsprozessen in der Smart Factory [ S. 194 ] werden wir im nächsten Schritt in die Software iTAC.IoT.Suite integrieren. STRATEGIEFELD GLOBALISIERUNG Weltweite Aufstellung Da wir in allen wichtigen Märkten stark vertreten sind, verfügen wir über eine ausgewogene Umsatzverteilung. Temporäre Nachfrageschwächen in einzelnen Regionen können wir meist durch Zuwächse in anderen Märkten kompensieren. Für unsere Kunden wird es immer wichtiger, marktnah zu produzieren. Daher entstehen in vielen Schwellenländern auch zukünftig neue Fabriken. Dieser Trend kommt uns zugute, da wir kontinuierlich in neue Regionen expandieren und auf eine hohe Lokalisierung in den Auslandsmärkten setzen. Dadurch können wir unsere Kunden beim Aufbau lokaler Fertigungsstätten und im Service vor Ort effektiv unterstützen. 2.6 - GLOBALE AUTOMOBILPRODUKTION Mio. Einheiten 1 Prognose Quelle: PwC Autofacts 01/2017 Nach der Finanzkrise von 2008/2009 haben wir unsere Aktivitäten besonders in den Emerging Markets stark ausgebaut. Dort rechnet die Automobilindustrie weiterhin mit den stärksten Absatz- und Produktionszuwächsen. Besonders in China sind wir mit rund 2.800 Mitarbeitern (inklusive rund 750 externer Mitarbeiter) stark vertreten. Von 2012 bis 2014 haben wir auch unsere Marktposition in Südostasien verstärkt und Gesellschaften in Indonesien, Malaysia und Thailand gegründet. Ein Perspektivmarkt mit langfristigem Potenzial ist Afrika. Wir betreiben einen leistungsfähigen Standort in Südafrika, haben auf dem Kontinent bereits mehrere Projekte abgewickelt - unter anderem in Marokko - und sind bereit, gemeinsam mit unseren Kunden die neuen afrikanischen Märkte zu erschließen. Globale Expansion in neuen Geschäftsfeldern Ein Teil des Strategiefelds Globalisierung ist der Ansatz, in neuen Geschäftsfeldern, die an das Kerngeschäft angrenzen, zügig international zu expandieren. Ein wichtiges Beispiel ist das Geschäftsfeld Industrial Products, in dem Application Technology seit 2014 in die allgemeine Industrie expandiert. Zu den Zielbranchen zählen unter anderem Kunststoff, Schiffsbau, Keramik, Holz und Möbel. Das Marktvolumen in der Applikationstechnik [ S. 194 ] für die allgemeine Industrie ist beträchtlich. Bis 2019 streben wir im Industrial-Geschäft rund 50 MIO. € Umsatz an. Weitere neue Geschäftsfelder, die wir in den Vorjahren erschlossen haben, sind unter anderem die Klebetechnik für die Automobilindustrie und die Befülltechnik [ S. 194 ] für die Haushaltsgeräteindustrie. STRATEGIEFELD SERVICE Expansion im Service-Geschäft Der Ausbau des Service-Geschäfts ist aus mehreren Gründen strategisch wichtig: ― Unsere installierte Basis ist stark gewachsen, da wir nach der Finanzkrise 2008/2009 überdurchschnittlich viele Anlagen ausgeliefert haben. Entsprechend groß ist das Wachstumspotenzial im Service. ― Durch professionellen Service sichern wir unseren Kunden eine maximale Anlagenverfügbarkeit. Damit steigern wir nicht nur die Produktivität, sondern auch die Kundenzufriedenheit. ― Das Service-Geschäft generiert stabilere und höhere Ergebnisbeiträge als das Neugeschäft mit Maschinen und Anlagen. Ein hoher Service-Anteil sichert unsere Profitabilität auch bei einer moderaten Entwicklung des Neugeschäfts. Im Jahr 2016 ist der Service-Umsatz um 11 % gestiegen. Dieser Erfolg basiert auf dem Optimierungsprogramm CustomerExcellence@Dürr der Jahre 2013 bis 2015. Mit CustomerExcellence@Dürr haben wir die organisatorischen Weichen für das Wachstum im Service-Geschäft gestellt. Wichtige Maßnahmen waren zum Beispiel der Ausbau und die Schulung der Service-Belegschaft, die Implementierung neuer IT-Systeme und die Beschleunigung der Ersatzteillogistik. Zudem haben wir stark in Kundenorientierungstrainings und die systematische Kundenzufriedenheitsmessung "Dürr Promoter Score" investiert. Auf dieser Basis soll der Service-Anteil am Konzernumsatz auf bis zu 30 % steigen (2016: 27,5 %). Wachsendes Marktpotenzial im Modernisierungsgeschäft Unsere Kunden investieren zunehmend in Anlagenmodernisierungen - so genannte Brownfield-Projekte [ S. 194 ]. Bis 2020 soll der Brownfield-Anteil im Lackiertechnikgeschäft von 25 % (2016) auf rund 35 % steigen. Dazu soll neben den etablierten Märkten auch China beitragen, wo immer mehr Anlagen Modernisierungsbedarf aufweisen. Weltweit ist rund die Hälfte der über 670 Automobillackierereien älter als 20 Jahre. Modernisierungsinvestitionen haben meist kurze Amortisationszeiten, da sie die Produktivität bei moderatem Mitteleinsatz beträchtlich steigern. Im Lackierrobotergeschäft stehen wir am Beginn eines Modernisierungszyklus: Wir haben vor rund 15 Jahren begonnen, Roboter in größeren Stückzahlen zu installieren. Bei einer Lebenszeit von 10 bis 12 Jahren wird der Ersatzbedarf in den kommenden Jahren spürbar zunehmen. Mit unserer dritten Lackierrobotergeneration, die 2016 vorgestellt wurde, haben wir uns dafür gut positioniert. STRATEGIEFELD EFFIZIENZ Die kontinuierliche Prozessoptimierung ist Teil unserer Unternehmenskultur. Dadurch passen wir uns zügig an veränderte Kundenanforderungen an und erschließen Effizienzpotenziale. Wichtige Ansatzpunkte für Verbesserungen sind aktuell: ― Digitalisierung: Wir treiben die Digitalisierung von Prozessen in allen Bereichen des Unternehmens voran. Ein Beispiel ist die virtuelle Inbetriebnahme, bei der wir die Funktionsfähigkeit von Anlagenkomponenten und Softwares vor ihrer Installation auf der Baustelle am PC überprüfen. ― Globale Prozesse: Eine international arbeitsteilige Auftragsabwicklung erfordert konzernweit einheitliche Prozesse. Dabei integrieren wir kontinuierlich neue Erkenntnisse in unsere Standardprozesse und IT-Systeme. ― Globale IT-Integration: Mit durchgängigen IT-Systemen können wir von jedem Standort aus auf dieselben Daten zugreifen und Arbeitspakete an verschiedene Konzerngesellschaften vergeben. NACHHALTIGKEIT Ob im Umgang mit Ressourcen, im Verhältnis zu unseren Mitarbeitern oder bei der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung: Nachhaltigkeit gehört zur DNA von Dürr. Auf Vorstandsebene ist das Ressort Nachhaltigkeit beim Finanzvorstand angesiedelt. Neben dem vorliegenden Kapitel veröffentlichen wir jährlich einen separaten Nachhaltigkeitsbericht. Wir beteiligen uns an Nachhaltigkeitsinitiativen wie dem Carbon Disclosure Project, EcoVadis und Vigeo. Nachhaltigkeitsabfragen unserer Kunden beantworten wir detailliert. Um die Nachhaltigkeit zu messen, verwenden wir Leistungsindikatoren wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Verbrauchs- und Emissionswerte. Als Unternehmen stehen wir in Beziehung zu verschiedenen Anspruchsgruppen: ― Mitarbeiter ― Kunden ― Geschäftspartner und Lieferanten ― Aktionäre ― Medien ― Regierungen und Behörden ― Nichtregierungsorganisationen Wir haben die Belange dieser Anspruchsgruppen analysiert und geprüft, welche Bedeutung sie für unsere Geschäftstätigkeit haben. Unsere zehn wichtigsten Themen im Kontext Nachhaltigkeit sind demnach: ― Verantwortungsvolle Unternehmensführung ― Innovation ― Lieferkette ― Verlässlichkeit als Partner ― Umgang mit Mitarbeitern ― Kommunikation ― Compliance ― Corporate Governance ― Ganzheitliches Risikomanagement ― Werte und Integrität Auf diese Themen werden wir in der zukünftigen Nachhaltigkeitsberichterstattung verstärkt eingehen. Basis dafür sind die Neuerungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes, die erstmals für nach dem 31. Dezember 2016 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden sind. COMPLIANCE Das Ressort Compliance ist dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt. An ihn berichtet das Corporate Compliance Board, das unser Compliance-Management-System ausgestaltet und weiterentwickelt. Das Gremium besteht aus dem Corporate Compliance Officer, dem Leiter der Internen Revision, dem Corporate Risk Manager, den Finanzverantwortlichen der Divisions sowie weiteren Führungskräften. Fragliches Vorgehen kann dem Corporate Compliance Officer - auch anonym - gemeldet werden. Darauf folgt eine Vorabprüfung, die von der Internen Revision unterstützt wird. Verfestigen sich die Verdachtsmomente, werden unverzüglich der Vorstandsvorsitzende und das Corporate Compliance Board informiert. In den Konzerngesellschaften unterstützen Compliance Manager die Mitarbeiter bei der Einhaltung der Compliance-Vorgaben. Der Dürr-Verhaltenskodex und verschiedene Organisationsanweisungen enthalten konzernweit verbindliche Compliance-Vorgaben. Inhalte des Kodex sind unter anderem das Diskriminierungsverbot, Schutz vor Korruption, fairer Wettbewerb, das Recht aller Mitarbeiter auf faire Behandlung und der Umgang mit Insiderwissen. Wir haben den Kodex in die neun wichtigsten Sprachen im Konzern übersetzt. Weitere Compliance-Informationen finden sich im Intranet. Unter anderem sind dort Ansprechpartner, Fragen und Antworten sowie Meldewege verzeichnet. Mitte 2016 haben wir ein weltweites Online-Schulungsprogramm zur Compliance gestartet. Es behandelt den Verhaltenskodex und das Compliance-Management-System anhand konkreter Beispiele. Für bestimmte Mitarbeitergruppen stehen auch vertiefende Schulungsmodule zu fairem Wettbewerb und Schutz vor Korruption zur Verfügung. Das Compliance-Basistraining haben im Jahr 2016 bereits über 7.000 Mitarbeiter absolviert. Ausgenommen waren die Mitarbeiter der HOMAG Group, die bereits zuvor mit einem vergleichbaren Programm geschult worden waren. Unabhängig von den gesetzlichen Grundlagen gelten bei Dürr weltweit folgende Normen: ― Wir treten gegenüber unseren Mitarbeitern fair, höflich und respektvoll auf. Diskriminierung und Belästigung haben keinen Platz und werden streng verfolgt. Wir nehmen Rücksicht auf ethnisch-kulturelle Prägungen und machen keine Unterschiede wegen Religion, Behinderungen, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung. ― Kinderarbeit und Zwangsarbeit sind strikt verboten. Unsere Mitarbeiter können sich ohne Angst vor Nachteilen in gesetzlich vorgesehenen Interessenvertretungen von Arbeitnehmern engagieren. ― Eine gesunde und ansprechende Arbeitsumgebung ist Voraussetzung für gute Leistungen. Wir beachten die Vorschriften zum Arbeitsschutz. ― Unser Handeln orientiert sich am Globalen Pakt der Vereinten Nationen, der Grundsätze für faire Arbeitsbeziehungen und verantwortliches Wirtschaften definiert. ÖKOLOGIE Verbrauchsoptimierte Produkte Unsere Technologie soll Kunden helfen, höchste Qualität bei sinkenden Stückkosten zu produzieren. Nicht umsonst lautet unser Claim "Leading in Production Efficiency". Effizienz steigern bedeutet meist, den Ressourceneinsatz und damit auch Emissionen und Umwelteinflüsse zu minimieren. Daran richten wir unsere Produktentwicklung im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" aus. Beispiele für nachhaltige Innovationen finden Sie im Kapitel Forschung und Entwicklung [ S. 39 ]. Umwelt und Standorte Wir bemühen uns um einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck unserer Fertigung und gehen Verbesserungen konsequent an. Energie, Material und Ressourcen sollen effizient genutzt werden. Bei Neu- und Umbauten setzen wir auf Energieeffizienz. Beim Bau unseres neuen US-Campus in Southfield (Michigan) haben wir die vorhandene Bausubstanz weitestgehend erhalten und mit innovativen Technologien zur Einsparung von Energie und Kosten ergänzt. Dazu zählt neben LED-Beleuchtungen und Spezialfenstern auch eines der größten Variable-Refrigerant-Flow-Systeme in Michigan. Diese Technologie kann Wärme und Kälte gleichzeitig liefern und temperiert verschiedene Gebäudezonen individuell. Im Vergleich zu unseren vorherigen US-Standorten sparen wir in Southfield jährlich fast 900.000 kWh Strom. Auch Bestandsobjekte rüsten wir mit effizienten, umweltschonenden Technologien wie LED nach. Wo möglich, werden Papier, Kunststoffe, Stahl, Altholz und Elektroaltgeräte wiederverwertet. Allein in Bietigheim führt das zu einer jährlichen CO2 -Reduktion von über 400 Tonnen. Der Schenck Technologie- und Industriepark (Darmstadt) kompensiert rund 700 Tonnen CO2 , die jedes Jahr bei der Nutzung von Erdgas und Fernwärme entstehen, indem er zwei Aufforstungsprojekte in Neuseeland und der Demokratischen Republik Kongo unterstützt. 2.7 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (ABSOLUT) scroll 2016 2015 20141 Anzahl Standorte 92 92 53 davon mit Qualitätsmanagementzertifikat nach ISO 90012 47 51 38 davon mit Umweltmanagementzertifikat nach ISO 140012 19 21 18 davon mit Energiemanagementzertifikat nach ISO 500012 10 - - Verbrauch Strom (MWh) 61.249 60.640 33.443 Gas/Öl/Fernwärme (MWh) 69.721 67.717 39.667 Wasser (m3 ) 183.823 191.918 130.685 Abwasseraufkommen (m3 ) 168.368 175.489 122.022 Abfall (t) 11.189 12.123 4.525 davon wiederverwertet (t) 8.962 9.737 3.191 Emissionen CO2 (t) 62.909 62.097 33.493 davon auf Dürr-Fuhrpark entfallend (t) 9.474 9.481 3.965 SO2 (t) 32 32 18 NOx (t) 49 48 27 1 Ohne HOMAG Group 2 Standorte, die von mehreren Dürr-Gesellschaften genutzt werden, verfügen zum Teil über mehrere Zertifikate. Besonders unsere großen Standorte werden regelmäßig nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 sowie den Qualitätsmanagementsystemen ISO 9001 und VDA 6.4 zertifiziert. An 10 Standorten haben wir im Jahr 2016 ein Energiemanagementsystem eingeführt und nach ISO 50001 zertifizieren lassen. Mit internen Audits sichern wir die Qualität der angewandten Systeme. Eine Liste aller Zertifizierungen finden Sie unter www.durr.com im Bereich Unternehmen/Nachhaltigkeit/Zertifikate und Managementsysteme. GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Unser gesellschaftliches Engagement gilt vor allem humanitär-karitativen, kulturellen und bildungsbezogenen Projekten sowie dem Breiten-, Jugend- und Behindertensport. Wir unterstützen vorzugsweise Aktivitäten im lokalen Umfeld unserer Standorte. Im Jahr 2016 haben wir 0,8 MIO. € gespendet (2015: 0,7 MIO. €). Die größte Einzelspende waren 60.000 € für die kulturelle Großveranstaltung "Bietigheimer Wunderland". 2.8 - KENNZAHLEN ÖKOLOGIE (INDEXIERT) scroll 2016 2015 20141 Verbrauch Strom 76,9 72,2 64,6 Gas/Öl/Fernwärme 59,0 54,4 51,7 Wasser 84,4 83,6 92,3 Abwasseraufkommen 87,1 86,2 97,2 Abfall 136,5 140,3 85,0 Abfall wiederverwertet 143,3 147,7 78,5 Emissionen CO2 73,8 69,1 60,5 CO2 auf Dürr-Fuhrpark entfallend 97,8 92,8 63,0 SO2 75,9 71,3 63,9 NOx 71,7 67,0 61,0 (2010 = 100; im Verhältnis zum Umsatz) 1 Ohne HOMAG Group Wir setzen nicht nur auf Spenden, sondern auch auf aktives Engagement. Ein Beispiel ist das Projekt Wissensfabrik e.V., bei dem wir spielerische Technik-Workshops in Schulen anbieten. Eine lange Tradition hat das Programm HOMAG Cares. Dabei verkaufen wir Möbel, die wir zu Demonstrationszwecken auf Messen produzieren, und spenden den von uns aufgestockten Erlös. Im Rahmen des Deutschlandstipendiums unterstützen wir acht Studierende. Jugendliche mit Migrationshintergrund begleiten wir mit START-Stipendien auf ihrem Bildungsweg. Im Jahr 2016 haben wir verschiedene Projekte in der Flüchtlingshilfe unterstützt. Dazu zählen die Initiative "PerjuF - Perspektive für junge Flüchtlinge", aber auch Aktivitäten von Arbeitsagenturen, Landkreisen und IHKS. Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge einsetzen, unterstützen wir zum Beispiel durch Freistellungen im Rahmen des Bildungsanspruchs. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigten wir vier fest angestellte Mitarbeiter und drei Praktikanten mit Fluchthintergrund. Neben mangelnden Sprach- und Fachkenntnissen schränkt derzeit oft der ungeklärte Aufenthaltsstatus die Möglichkeit der Beschäftigung von Flüchtlingen ein. MITARBEITER Unsere Mitarbeiterzahl stieg im Jahr 2016 um 2,6 % auf 15.235 Personen. Infolge von Akquisitionen (DUALIS, Abluftreinigungstechnik von KBA-MetalPrint) traten 50 neue Mitarbeiter in den Konzern ein. Neben der Stammbelegschaft beschäftigen wir auch externe Mitarbeiter, um flexibler auf Auslastungsschwankungen reagieren zu können. Zum 31. Dezember 2016 waren 839 Mitarbeiter in der Dürr-Ecoclean-Gruppe beschäftigt. Im Zuge des Ecoclean-Verkaufs an die SBS Group werden sie voraussichtlich zum 31. März 2017 aus dem Dürr-Konzern ausscheiden. 53,9 % unserer Mitarbeiter sind in Deutschland angestellt. Im Jahr 2016 betrug das Belegschaftswachstum in Deutschland 2,2 %. In den Emerging Markets (inklusive China) fiel der Anstieg mit 4,0 % spürbar geringer aus als in den Vorjahren. Wir beschäftigen dort 4.597 Mitarbeiter, dies entspricht einem Anteil von 30,2 % der Gesamtbelegschaft. Weiterbildung und Personalentwicklung Der Markt für Produktionstechnik wird durch viele neue Trends geprägt - von Big Data [ S. 194 ] über Anlagenvernetzung bis zu Predictive Maintenance [ S. 194 ]. Damit unsere Mitarbeiter stets auf dem neuesten Wissensstand sind, stellen wir ein umfassendes Weiterbildungsangebot bereit. Im Jahr 2016 lag der Schulungsaufwand pro Mitarbeiter mit 780 € auf unverändert hohem Niveau. Die Zahl der Schulungsteilnahmen in Deutschland betrug 10.032 (Vorjahr: 11.848). Hinzu kamen weltweit über 10.000 Online-Trainings - größtenteils im Bereich Compliance. Die Anzahl der Weiterbildungsmaßnahmen stieg von 1.710 auf 1.881. 52 % der Trainings entfielen auf so genannte Fachschulungen in den Bereichen IT, Technik und kaufmännisches Know-how. Die größte Untergruppe bildeten dabei die IT-Trainings (18 %). Sehr gefragt waren auch Service-Trainings. Die im Jahr 2014 angelaufene Schulungsoffensive zur Kundenorientierung ist beinahe abgeschlossen: 92 % von über 8.000 vorgesehenen Mitarbeitern haben das Basistraining bereits absolviert. Einen neuen Schulungsschwerpunkt bildet die Compliance. Etwa ein Drittel aller Trainings wurde von eigenen Mitarbeitern durchgeführt. Zugang zum Weiterbildungsprogramm erhalten Interessenten über das Online-Portal MyTraining. Es steht seit 2016 allen Konzernmitarbeitern zur Verfügung. Ein zum internationalen Charakter von Dürr passendes Weiterbildungsformat sind unsere Corporate Trainings, bei denen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Ländern zusammenkommen. Dabei geht es um konzernweite Best Practices in Projektmanagement, Vertrieb und Führung. 2016 zählten wir 535 Teilnehmer. Auch auf die Weiterentwicklung der Führungskräfte legen wir großen Wert. Im Jahr 2016 besuchten 249 Teilnehmer spezielle Lehrgänge, die auf dem Dürr-Führungskompetenzmodell basieren - einer Art Wertekanon für das Miteinander im Konzern. Neue Module sind das Programm "Fit for Leadership" für junge Führungskräfte oder das Trainingscurriculum "Advanced Leadership", das sich seit Anfang 2017 an erfahrene Manager wendet. 2.9 - MITARBEITER NACH DIVISIONS (31.12.) HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Damit wir Managementpositionen auch zukünftig adäquat besetzen können, haben wir den Personalentwicklungsprozess "People Development" implementiert. Er gewährleistet eine systematische Evaluierung potenzieller Führungskräfte und wird 2017 auch auf die HOMAG Group ausgeweitet. Personal- und Hochschulmarketing Freie Stellen konnten wir im Jahr 2016 meist problemlos besetzen. Dabei half uns das gute Arbeitgeberimage von Dürr. Es basiert nicht nur auf unserem wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch auf der technologischen Attraktivität unserer Produkte, interessanten Vergütungs- und Karrieremöglichkeiten sowie einer ansprechenden Unternehmenskultur, die auch in den sozialen Netzwerken wahrgenommen wird. Im Bereich Work-Life-Balance zeigen wir Flagge, zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeiten sowie Angeboten für Sport und Gesundheit. Ab Mitte 2017 wollen wir potenzielle Job-Interessenten mithilfe einer Arbeitgeberdachmarke noch gezielter auf die Stellenvielfalt im Konzern hinweisen. Zudem werden wir unsere Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Verschiedene Auszeichnungen sowie gute Platzierungen in Rankings bestätigen unsere Qualität als Arbeitgeber: ― Kununu Top & Open Company: Auf der Bewertungsplattform Kununu erreichen wir die Durchschnittsnote 3,82 (mögliche Bestnote: 5) und liegen damit deutlich über dem Branchendurchschnitt (3,11) ― FOCUS Beste Arbeitgeber: Im Arbeitgeber-Ranking der Zeitschrift FOCUS belegen wir Platz 14 unter 75 bewerteten Maschinen- und Anlagenbauern aus Deutschland ― Fair Company: Wir beschäftigen Praktikanten anspruchsvoll und bezahlen sie fair. Absolventen werden nicht als Praktikanten eingestellt, sondern als feste Mitarbeiter. ― Die besten Firmen für Familien: Das Magazin ELTERN zählt uns zu den familienfreundlichsten Unternehmen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. ― Erfolgsfaktor Familie: Wir bekennen uns zu einer familienbewussten Personalpolitik. ― Ausgezeichnetes Trainee-Programm: Das Siegel attestiert, dass unser Dürr Graduate Program fair und karrierefördernd ist. Im Jahr 2016 nahmen wir an 24 Hochschul- und Recruiting-Messen teil, um Absolventen für Dürr zu gewinnen. Wir hatten 24 Besuchergruppen von Hochschulen zu Gast und begrüßten rund 100 Studierende beim StudentsTechnologyDay@Dürr. 91 Praktikanten und 80 Werkstudenten konnten bei uns die Berufspraxis kennenlernen. Wir betreuten 62 Studierende und 13 angehende Techniker bei ihren Abschlussarbeiten. Ein einzigartiges Format, um junge Leute auf Dürr aufmerksam zu machen, ist die Dürr Challenge. Bei diesem Filmwettbewerb schicken wir Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen in drei Weltmetropolen, um dort Kurzfilme zu einem bestimmten Motto zu drehen. 2016 beschäftigten sich die 15 Teilnehmer in Buenos Aires, Dubai und Kuala Lumpur filmisch mit der "World of Tomorrow". 2.10 - MITARBEITER NACH REGIONEN (31.12.) HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.11 - KENNZAHLEN SOZIALES scroll 2016 2015 20141 Anzahl Arbeitnehmer (31.12.) 15.235 14.850 8.492 davon Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (31.12.) 464 481 158 Anteil weiblicher Mitarbeiter (31.12.) (%) 16 16 18 Teilzeitarbeitnehmer (31.12.) 514 464 213 Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (Jahre) 11 11 10 Krankenquote (%) 3,2 3,1 2,1 Fluktuation (%) 7,3 7,2 4,4 Anzahl Unfälle pro Tsd. Mitarbeiter (Deutschland) 13,52 15,62 7,82 1 ohne HOMAG Group 2 ohne Wegeunfälle Ausbildung Die Ausbildung junger Menschen ist Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung und ermöglicht es uns, offene Positionen mit qualifizierten Nachwuchskräften aus dem eigenen Haus zu besetzen. Im Jahr 2016 waren 464 Auszubildende sowie Studierende an Dualen Hochschulen und im Studium plus bei Dürr beschäftigt, rund 70 % von ihnen entfielen auf die HOMAG Group. Unser Ausbildungsspektrum umfasst 14 kaufmännische und gewerblich-technische Berufe. Im Jahr 2016 wurde erstmals eine Ausbildung zum Produkttechnologen angeboten. Zu den zwölf kooperativen Studiengängen, die wir unterstützen, zählen unter anderem Elektrotechnik, Maschinenbau sowie diverse Informatikrichtungen. Hervorragende Hochschulabsolventen können mit dem Dürr Graduate Program die Weichen für eine Fach- oder Führungslaufbahn bei uns stellen. Im Rahmen dieses Trainee-Programms waren Ende 2016 sieben junge Menschen beschäftigt. Mitarbeiterbefragung Um Verbesserungspotenziale zu erkennen und den Dialog im Unternehmen zu intensivieren, führen wir weltweite Mitarbeiterbefragungen durch. Bei der jüngsten Befragung im Herbst 2016 erzielten wir wieder eine hohe Teilnahmequote von knapp 80 %; dabei konnten erstmals auch die Mitarbeiter der HOMAG Group mitwirken. Die Ergebnisse haben sich - auf vergleichbarer Basis - gegenüber der Befragung im Jahr 2013 in fast allen Bereichen weiter verbessert und lagen meist über dem Durchschnitt vergleichbarer Unternehmen. Wieder wurde sichtbar, dass Engagement, Teamgeist und Freude an der Arbeit bei Dürr besonders großgeschrieben werden. Auch der Stolz auf das Unternehmen ist sehr ausgeprägt. Zum Ausdruck kam aber auch der Wunsch nach mehr Feedback und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Wir nehmen die Resultate der Befragung wieder zum Anlass, im Dialog mit den Mitarbeitern Verbesserungen umzusetzen und Stärken weiter auszubauen. Unsere Belegschaft Das Durchschnittsalter unserer 15.235 Mitarbeiter beträgt 41 Jahre. Während die 45- bis 54-Jährigen in Deutschland die stärkste Altersgruppe darstellen, sind es in China, Amerika und dem europäischen Ausland die 25- bis 34-Jährigen. Unser Akademikeranteil liegt mit 43 % auf einem hohen Niveau. Eine nichtakademische Berufsausbildung haben 52 % unserer Mitarbeiter absolviert. Wir beschäftigen rund 700 Projektmanager und 1.900 Engineering-Mitarbeiter [ S. 194 ] - beides hohe Werte, die mit unserem stark ausgeprägten Projektgeschäft korrespondieren. 32 % der Mitarbeiter sind in Montage und Fertigung tätig. Damit bilden sie die größte Gruppe im Konzern; verglichen mit fertigungsintensiveren Industrieunternehmen ist die Quote allerdings gering. Weitere Personalkennzahlen finden Sie in Tabelle 2.11. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG F&E-ZIELE Unser Innovationsmanagement verfolgt zwei übergeordnete Ziele: Durch neue, effizientere Lösungen wollen wir unseren Kunden zu niedrigeren Stückkosten in der Produktion verhelfen, dafür steht unser Claim "Leading in Production Efficiency". Zudem differenzieren wir uns durch Innovation im Wettbewerb und sichern unsere Marktführerschaft. F&E-KENNZAHLEN UND -MITARBEITER Mit 105,9 MIO. € haben die direkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 erstmals die Marke von 100 MIO. € überstiegen. Gegenüber dem Vorjahr haben wir sie um 9,0 % angehoben. Angesichts des niedrigeren Umsatzes stieg die F&E-Quote von 2,6 % auf 3,0 %. Entwicklungskosten, die bei einzelnen Aufträgen anfielen, sind darin nicht enthalten; sie wurden in den Umsatzkosten gebucht. Die aktivierten Entwicklungskosten erreichten 12,4 MIO. € (Vorjahr: 11,5 MIO. €). Gemessen an den direkten F&E-Ausgaben ergibt sich daraus eine Aktivierungsquote von 11,7 %. Im Vergleich zum Jahresende 2015 erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im F&E-Bereich um 4,2 % auf 695 Personen. Dies entspricht einem Anteil von 4,6 % an der Konzernbelegschaft. Der Großteil der F&E-Mitarbeiter - gut 90 % - entfällt auf Deutschland. Weitere F&E-Aktivitäten betreiben wir an verschiedenen Standorten in Europa, Amerika und China. Neben den ausgewiesenen F&E-Mitarbeitern entwickeln zahlreiche weitere Experten im Rahmen von Kundenaufträgen neue Lösungen. Innovation folgt bei Dürr einem konzernweit geltenden Prozessschema, das alle Schritte von der Produktidee bis zur Produktfreigabe abdeckt. Die Verantwortung für Forschung und Entwicklung liegt in den Divisions. Bei allen Projekten wirken neben der Entwicklungsabteilung auch Vertrieb, Engineering und Beschaffung mit. Dadurch werden Kundenbedürfnisse sowie Anforderungen hinsichtlich Preis, Konstruktion, Lieferanten und Produktion gleichermaßen berücksichtigt. Das Querschnittsteam "F&E/Technologie" koordiniert die F&E-Aktivitäten bei Division-übergreifenden Themen, unterstützt den Wissenstransfer zwischen den Divisions und entwickelt Best Practices für die F&E-Arbeit. Rund 70 % der F&E-Mittel nutzen wir für die Entwicklung neuer Lösungen und etwa 30 % für die Pflege vorhandener Produkte. Der Großteil der F&E-Arbeit ist produkt- und anwendungsorientiert, in kleinerem Maßstab betreiben wir auch Grundlagenforschung. 2.12 - F&E-KENNZAHLEN scroll 2016 2015 2014 F&E-Quote Konzern % 3,0 2,6 2,2 Paint and Final Assembly Systems % 1,2 0,8 1,0 Application Technology % 4,3 3,6 3,9 Measuring and Process Systems % 1,8 1,9 1,9 Clean Technology Systems % 1,7 2,0 1,5 Woodworking Machinery and Systems % 5,0 4,7 3,8 Aktivierte Entwicklungskosten Mio. € 12,4 11,5 5,5 Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten Mio. € -13,1 -10,4 -4,3 F&E-Mitarbeiter (31.12.) 695 667 619 F&E-Personalkosten Mio. € -68,0 -75,1 -35,2 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.13 - F&E-MITARBEITER 2016 scroll Konzern Paint and Final Assembly Systems Application Technology Measuring and Process Systems Clean Technology Systems Woodworking Machinery and Systems Gesamt 695 60 155 84 20 376 in % der Division-Mitarbeiterzahl 4,6 1,8 7,9 2,8 3,5 6,1 NEUENTWICKLUNGEN UND PATENTE Im Jahr 2016 wurden im Dürr-Konzern 73 Produktinnovationen abgeschlossen. Zum Jahresende besaßen wir 1.126 Patentfamilien und 5.856 Einzelpatente (31.12.2015: 1.075 und 5.395). Die meisten Patente entfielen auf Application Technology mit einem Anteil von 38 %. Der Aufwand für den Schutz unseres geistigen Eigentums betrug 6,8 MIO. € (Vorjahr: 6,3 MIO. €). FORSCHUNGSKOOPERATIONEN UND ZUKAUF VON F&E-LEISTUNGEN Wir pflegen aktive Kontakte zu rund 100 wissenschaftlichen Instituten und externen Entwicklungspartnern. Dadurch sind wir gut über neue Forschungsergebnisse informiert. Für den Zukauf externer F&E-Dienstleistungen fielen im Jahr 2016 41,9 MIO. € an (Vorjahr: 24,8 MIO. €). Die öffentliche Hand gewährte uns Forschungsgelder in Höhe von 0,5 MIO. € (Vorjahr: 0,7 MIO. €); dies entspricht 0,5 % der gesamten F&E-Kosten. F&E-AUSRICHTUNG Unsere Entwicklungsarbeit orientiert sich an den Anforderungen unserer Kunden und an übergeordneten Trends. Im Fokus stehen derzeit: ― Industrie 4.0 / Digitalisierung: Die digitale Vernetzung von Maschinen und Anlagen ist weltweit der beherrschende Trend in der Produktionstechnik. Wir beschäftigen uns zum Beispiel mit Manufacturing-Execution-Systemen (MES) [ S. 194 ], Smart Products mit intelligenter Sensorik sowie Smart Services wie zum Beispiel Predictive Maintenance und Remote-Diagnose [ S. 194 ]. Zudem entwickeln wir Software für die Simulation und die virtuelle Inbetriebnahme von Produktionsanlagen. ― Flexibilisierung: Um eine große Modell- und Variantenvielfalt anbieten zu können, benötigen unsere Kunden flexible Produktionslinien. ― Individualisierung / Losgröße 1: Wir verzeichnen ein wachsendes Interesse an Anlagen, mit denen sich individualisierte Endprodukte automatisch und effizient fertigen lassen. ― Stückkostenoptimierung: Ein wichtiger Schlüssel zu Effizienzsteigerungen in der Produktion bleibt die Reduktion der Herstellkosten pro Stück. Dafür bringen wir neue Produkte und Prozesse mit verringertem Material-, Energie-, Wartungs- und Personalbedarf zur Marktreife. ― Automatisierung: Maximale Automatisierung ist der Schlüssel zu reproduzierbarer Spitzenqualität in der Großserienfertigung. Dafür entwickeln wir zum Beispiel Roboter für die Fahrzeuginnenlackierung oder verkettete Produktionsanlagen. ― Elektromobilität: Die Endmontage von Elektrofahrzeugen und konventionellen Autos weist Unterschiede auf - zum Beispiel bei der Verbindung von Antriebsstrang und Karosserie oder bei der Funktionsprüfung am Bandende [ S. 194 ]. Daher entwickeln wir gezielt Montagetechnik speziell für Elektroautos. ― Mensch-Roboter-Kollaboration: Die Verbindung von menschlichem Geschick und maschineller Effizienz verbessert Arbeitsprozesse. Bei der Entwicklung solcher Prozesse kombinieren wir Know-how aus Feldern wie Robotik, Sensortechnik, Steuerungstechnik und Arbeitssicherheit. ― Energie- und Ressourceneffizienz: Die Antwort auf die Frage, wie nachhaltig Produkte gefertigt werden, beeinflusst zunehmend die Kaufentscheidung der Konsumenten. Daher und aus Kostengründen benötigen unsere Kunden Produktionstechnik mit geringem Energie- und Ressourcenverbrauch. ― Fahrerassistenzsysteme /autonomes Fahren: Immer mehr Autos enthalten Fahrerassistenzsysteme. Darauf aufbauend arbeitet die Automobilindustrie mit Hochdruck an Konzepten für das autonome Fahren. Um die dafür benötigte Technik zu prüfen und zu kalibrieren, entwickeln wir hochsensible Teststände und Prüfsysteme. F&E-ERGEBNISSE Paint and Final Assembly Systems EcoInCure ist ein innovatives Verfahren für die Trocknung von frisch auf die Karosserieoberfläche aufgetragenem Lack. Anders als bisher wird die Karosserie nicht mehr längs, sondern quer durch den Trocknertunnel bewegt. So kann die warme Trocknerluft durch die Öffnung für die Windschutzscheibe in das Innere der Karosserie strömen. Dies garantiert ein besonders gleichmäßiges Aufheizen und Abkühlen der Karosserie. Der Effekt: optimale Lackierqualität und rund 25 % Energieeinsparung durch eine kürzere Aufheizzeit. Außerdem können wir den Trockner [ S. 194 ] äußerst platzsparend bauen. Mit der Produktionssteuerungssoftware iTAC.IoT.Suite können unsere Kunden die Trocknungsbedingungen für die Karosserien lückenlos digital verfolgen. Für den Transport von Karosserien in der Fahrzeugendmontage haben wir ein neues Schubplattform-Fördersystem vorgestellt. Mit einer Bauhöhe von nur 270 Millimetern ist es sehr kompakt; kostspielige und unflexible Unterflurgruben im Gebäude sind nicht erforderlich. Durch eine innovative Schubketten-Hubvorrichtung lassen sich die Karosserien für jeden Arbeitsvorgang auf die ideale Arbeitshöhe heben oder senken. Zudem benötigt das neue System weniger Energie als herkömmliche Förderanlagen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Entwicklung neuer Automatisierungskonzepte für die Endmontage von Elektroautos. Der Antriebsstrang von Elektroautos ist deutlich weniger komplex als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Dies eröffnet die Möglichkeit, den Montageprozess stärker zu automatisieren. Application Technology Der im Oktober 2016 vorgestellte Roboter EcoRP E043i stellt ein Novum in der vollautomatischen Automobillackierung dar. Während übliche Lackierroboter mit sechs Bewegungsachsen arbeiten, verfügt er über eine siebte rotatorische Achse. Sie macht den Roboter flexibler und vergrößert seinen Arbeitsbereich. Das ist insbesondere bei der Innenlackierung ein Vorteil. Da der Roboter hochbeweglich ist, kann in vielen Fällen auf eine Verfahrschiene [ S. 194 ] in der Lackierkabine verzichtet werden. Dies reduziert die Investitionskosten und den Platzbedarf. Dank einer neuen Smart-Steuerung fährt der EcoRP E043i noch gleichmäßigere Lackierbahnen. Die Steuerung kommuniziert mit übergeordneten Wartungs- und Steuerungssystemen und ist Cloud-fähig. Eine weitere Innovation ist der digitale Wartungsassistent für Roboter. Die Software zeigt mithilfe eines Ampelsystems den aktuellen Wartungsbedarf an und signalisiert, welche Maßnahmen in Kürze erforderlich werden. Mit diesem Predictive-Maintenance-Ansatz müssen unsere Kunden nur noch dann warten, wenn wirklich Bedarf besteht und wenn es in den Produktionsplan passt - starre Wartungsintervalle gehören der Vergangenheit an. Measuring and Process Systems In der Auswuchttechnik [ S. 194 ] haben wir eine Innovation für das vollautomatische Auswuchten von Autorädern vorgestellt. Während die Ausgleichsgewichte bisher manuell auf die Felgen geklebt wurden, übernehmen nun erstmals Roboter diesen Arbeitsschritt. Sie bringen die Gewichte, die exakt auf die berechnete Ausgleichsmasse hin dimensioniert werden, punktgenau an der richtigen Stelle an. Eine hochpräzise Sensorik sorgt für den richtigen Anpressdruck. Dadurch haften die Gewichte optimal, was die Auswuchtqualität deutlich verbessert. Zusätzlich kann die Taktung der Gesamtanlage beschleunigt werden, denn bisher bildete die Station "manuelles Gewichtekleben" häufig einen Engpass. Unsere neue Blue-Series-Produktlinie verbindet Befülltechnik-Standards [ S. 194 ] "made in Germany" mit einem Design, das speziell für Kunden aus den Emerging Markets entwickelt wurde. Das Einstiegsmodell Blue Start basiert technisch auf unserer Compstart-Baureihe und bietet zum Beispiel ergonomische Vorteile, ein optimiertes Display sowie eine einfachere Wartung. Das Design mit der dominierenden Farbe Blau wird in China mit Nachhaltigkeit und Effizienz verbunden. Mit der Blue-Series-Linie wollen wir zusätzlich zum Pkw-Segment auch verstärkt in den Nutzfahrzeugbereich vordringen. In der Prüfstandstechnik haben wir eine integrierte Linie mit unterschiedlichen Funktionstests speziell für fertig montierte Traktoren entwickelt. Sie ermöglicht die Prüfung von Fahrerassistenzsystemen, ABS, Bremsen und Achsen sowie Rollentests. Bei den Rollentests müssen die Traktoren nicht mehr mit Ketten fixiert werden. Dies reduziert den Zeitbedarf erheblich. Weitere Vorteile der neuen Prüflinie sind rund 25 % weniger Energiebedarf sowie maximale Flexibilität hinsichtlich unterschiedlicher Fahrzeuggrößen. Clean Technology Systems In der Energieeffizienztechnik haben wir ein energiesparendes Verfahren für den Trocknerbetrieb in Automobillackierereien entwickelt. Nach dem Auftrag des Basislacks auf die Karosserie folgt ein Zwischentrockner. Darin wird dem Lack mit entfeuchteter Warmluft das enthaltene Wasser entzogen. Für diesen Abdunstungsprozess nutzen wir die Wärmepumpe thermeco2 von Dürr thermea. Sie senkt den Energieverbrauch, da sie nicht nur die Luftentfeuchtung übernimmt, sondern die kalte und trockene Luft auch wieder aufheizt. Außerdem arbeitet die thermeco2 mit dem natürlichen Kältemittel CO2 , das ein vielfach geringeres Treibhauspotenzial aufweist als herkömmliche Kältemittel. Zu den wichtigsten Innovationen in der Abluftreinigungstechnik zählt ein katalytisches Filterverfahren, das mit hochtemperaturbeständigen Filterkerzen aus Keramik arbeitet. Das neue Verfahren wurde erstmals in einem Glaswerk im Großraum Peking realisiert. Es ermöglicht dem Betreiber, die immer strengeren Grenzwerte für Stickoxid, Schwefeldioxid und Staub mit nur einer integrierten Abluftreinigungsanlage zu unterschreiten. Dagegen sind bei herkömmlichen Verfahren oft mehrere Reinigungsschritte nacheinander erforderlich, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Woodworking Machinery and Systems Die HOMAG Group präsentierte mit der Baureihe BMG 110 ein neues CNC-Maschinenkonzept für das Fräsen und Bohren. Durch integrierte Sicherheitstechnik ist es von allen Seiten frei zugänglich. Das bedienungsfreundliche System benötigt weniger Aufstellfläche und kann innerhalb eines Tages in Betrieb genommen werden. Beim Kantenanleimen sollen aus ästhetischen Gründen möglichst keine Fugen an den Möbeln sichtbar sein. Eine neue Einstiegslösung in die Nullfugentechnik ist das energie- und ressourcenschonende airTec-Aggregat. Sein Herzstück bildet ein zum Patent angemeldeter Rotationslufterhitzer. Im Bereich Industrie 4.0 [ S. 194 ] hat die HOMAG Group wichtige Software-Bausteine weiterentwickelt. Dazu zählt die modulare Zellensteuerung woodFlex, die nunmehr auch nichtlineare Materialflüsse abbildet. Die Software woodFactory 2.0 gewährleistet eine ganzheitliche Planung, Organisation und Kontrolle der Fertigung. BESCHAFFUNG Die Materialkosten sanken im Jahr 2016 um 13 % auf 1.403,6 MIO. €. Besonders im Anlagenbau entfällt ein Großteil des Beschaffungsvolumens auf den Bezug von Fertigungs-, Montage- und Konstruktionsdienstleistungen. Darüber hinaus werden Fertig- und Halbfertigprodukte wie zum Beispiel Antriebe und Elektrokomponenten in großem Umfang zugekauft. Die Preise für Zukaufteile blieben 2016 weitgehend stabil. Beim Bezug von Dienstleistungen führten höhere Lohnkosten bei Lieferanten zu einem leichten Preisanstieg. Die Preise der für uns relevanten Rohstoffe, vor allem Aluminium, Kupfer und Stahl, haben zwar angezogen, lagen aber nach wie vor auf sehr niedrigem Niveau. Dasselbe gilt für die Energiepreise. Beim Zukauf von Komponenten war die Lieferantenverfügbarkeit hoch. Dies lag zum einen an unserem leicht verringerten Zukaufvolumen, zum anderen arbeiten wir bewusst mit vielen größeren Partnern zusammen, die Nachfragespitzen gut abdecken können. Der Einkauf von Fertigungs- und Montageumfängen im Anlagenbau erforderte einen hohen Koordinationsaufwand. Ein wesentlicher Faktor hierfür war die große Zahl parallel laufender Umbauprojekte in den Sommer- und Winter-Produktionspausen unserer Kunden. Zudem liefen zeitgleich mehrere Großprojekte an. Zur Begrenzung der Einkaufskosten nutzen wir weltweite Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten sowie Kostenvorteile in den Emerging Markets. Zudem bündeln wir internationale Einkaufsbedarfe, um Mengenvorteile zu realisieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere Global Lead Buyers, die weltweit und Division-übergreifend für bestimmte Warengruppen zuständig sind. 2016 haben wir das Lead Buying neu organisiert, bei bestimmten Warengruppen fungieren nun Einkäufer der HOMAG Group als Lead Buyers. Auch darüber hinaus ist der Einkauf der HOMAG Group in die gemeinsamen Beschaffungsaktivitäten des Konzerns eingebunden. 2016 wurden zum Beispiel diverse konzernweite Rahmenverträge abgeschlossen, an denen die HOMAG Group beteiligt ist. Auch innerhalb der HOMAG Group wird das weltweite Warengruppen-Management intensiviert. Bei der Optimierung des Beschaffungsprozesses haben wir mehrere langfristige Projekte fortgesetzt und abgeschlossen. Dazu zählen zum Beispiel eine elektronische Anbindung von Lieferanten (WEB-EDI-Integration) und die weitgehende Automatisierung von Auftragsbestätigungen. Ein weiteres IT-Projekt ist die Einbindung der HOMAG Group in das Supplier-Relations-Management-System von Dürr. In der Division Paint and Final Assembly Systems spielte der Einkauf eine wichtige Rolle bei verschiedenen Maßnahmen des Effizienzsteigerungsprogramms PACE. Konzernweit sind knapp 500 Mitarbeiter in den Bereichen Einkauf und Supply Chain beschäftigt. Die weltweite Einkaufssteuerung obliegt dem Global Sourcing Board (GSB), das aus den Einkaufsleitern der Divisions besteht. Bei Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Clean Technology Systems entscheidet das Global Sourcing Committee (GSC) über große Vergaben, die internationale Bündelung von Bedarfen und den Abschluss von Rahmenverträgen. Das zentrale Team Coordination International Purchasing (CIP) unterstützt die internationalen Einkaufsorganisationen und Systemprojekte im Anlagenbau. Außerdem kann es bei Bedarf von den Konzerngesellschaften hinzugezogen werden. CORPORATE GOVERNANCE Der Deutsche Corporate Governance Kodex trägt dazu bei, die Interessen von Unternehmen, Investoren und anderen Stakeholdern miteinander zu vereinbaren. Darüber hinaus gibt er Orientierung für eine verlässliche Unternehmensführung. Wir setzen uns regelmäßig mit den Kodexinhalten auseinander und analysieren, welche Implikationen neue Bestimmungen für Dürr haben. Im Jahr 2016 hat die Kodexkommission keine Änderungen an dem Regelwerk vorgenommen. Die Zahl der Kodexabweichungen in unserer Entsprechenserklärung hat sich gegenüber dem Vorjahr von fünf auf vier verringert: Seit 2016 bemisst sich die variable Vergütung des Aufsichtsrats nach dem gleitenden Dreijahresdurchschnitt der EBT-Marge. Damit ist sie nunmehr im Sinne von Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des Kodex an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die verbleibenden vier Kodexabweichungen und die entsprechenden Begründungen finden Sie im unten stehenden Auszug aus der Entsprechenserklärung vom 14. Dezember 2016. Sie bezieht sich auf die aktuell gültige Kodexfassung vom 5. Mai 2015, ihr vollständiger Wortlaut ist veröffentlicht unter www.durr.com/de/investor/corporate-governance. AUSZUG ENTSPRECHENSERKLÄRUNG VOM 14. DEZEMBER 2016 Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Absätze 2 und 3) Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht eine DSO-Versicherung ohne Selbstbehalt (Gruppenversicherung). Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher nicht entsprochen. Die Einführung eines Selbstbehalts für Mitglieder des Aufsichtsrats ist nicht geplant, weil die Dürr AG nicht der Auffassung ist, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts weiter gesteigert werden können. Zudem ist zu berücksichtigen, dass für die sechs Arbeitnehmervertreter des paritätisch besetzten Aufsichtsrats der Dürr AG die persönliche Versicherung des verbleibenden Restrisikos (in Höhe des Selbstbehalts) auf eigene Kosten unverhältnismäßig teuer wäre. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Begrenzung der Aufsichtsratszugehörigkeitsdauer (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3) Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 des Kodex wird nicht entsprochen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats geht mit der Benennung und Veröffentlichung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung und deren regelmäßiger Anpassung ein nicht unerheblicher Aufwand einher, der mit Blick auf die Größe des Aufsichtsrats und die nochmals gestiegene Arbeitsbelastung des Gremiums aufgrund gesetzlicher Neuerungen nicht mehr gerechtfertigt erscheint. Außerdem ginge mit der Festsetzung starrer Ziele die Möglichkeit verloren, herausragende Persönlichkeiten, die nicht in den gesteckten Rahmen passen, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen. Gleiches gilt für eine pauschale Altersgrenze und eine Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer. Zudem ist die Leistungsfähigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nach Auffassung der Dürr AG nicht vom Erreichen einer unflexiblen Altersgrenze abhängig. Der Aufsichtsrat wird sich deshalb jeweils erst im Vorfeld der Beschlussfassung über seine Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern mit der gewünschten Zusammensetzung des Gremiums und der Thematik der Zugehörigkeitsdauer befassen. Dabei wird er möglicherweise auch andere als die in Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex benannten Kriterien berücksichtigen. Im Zeitpunkt dieser Erklärung verfügt der Aufsichtsrat über mehrere Mitglieder, die fundierte Auslandserfahrung mitbringen; die zwei "dienstältesten" Mitglieder arbeiten seit 2006 im Aufsichtsrat mit. WEITERE ANGABEN ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG1 VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte, definiert die Strategie und setzt sie in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat um. Dabei ist er dem Interesse und den geschäftspolitischen Grundsätzen des Unternehmens verpflichtet. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über Geschäftsverlauf, Strategie und Risiken. Eine vom Aufsichtsrat erlassene Geschäftsordnung regelt die Ressortverteilung im Vorstand, die Modalitäten der Beschlussfassung und weitere Aspekte. 1 Die vollständige Erklärung zur Unternehmensführung finden Sie unter www.durr.com/de/investor/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. In Einklang mit dem deutschen Mitbestimmungsgesetz setzt er sich paritätisch aus zwölf Mitgliedern zusammen. Die sechs Vertreter der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung gewählt, die sechs Arbeitnehmervertreter von den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Standorte. Herrscht bei Abstimmungen im Aufsichtsrat Stimmengleichheit, zählt das Votum des Vorsitzenden doppelt. Eilbedürftige Beschlüsse kann der Aufsichtsrat auch im schriftlichen Umlaufverfahren fassen. Im Jahr 2016 machte er zwei Mal von dieser Möglichkeit Gebrauch: bei der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe und beim Verkauf der Beteiligung an der Tec4Aero GmbH. Beide Sachverhalte waren in den vorangegangenen Sitzungen detailliert erörtert worden. Gemäß dem fünfjährigen Turnus wurde der Aufsichtsrat im Jahr 2016 neu gewählt. Scheidet ein Mitglied des Aufsichtsrats vor Ende seiner Amtszeit aus, wird gerichtlich ein Nachfolger bestellt, sofern kein bereits gewähltes Ersatzmitglied zur Verfügung steht. Gerichtlich bestellte Aufsichtsratsmitglieder müssen sich bei der nächsten Hauptversammlung (Vertreter der Anteilseigner) oder beim nächsten Wahltermin (Vertreter der Arbeitnehmer) zur Wahl stellen. Der Aufsichtsrat der Dürr AG hat aus seiner Mitte vier Ausschüsse gebildet. Sie behandeln Spezialthemen und bereiten Beschlüsse vor. Nach jeder Sitzung informieren die Ausschussvorsitzenden das Plenum über die Ergebnisse. ― Der Personalausschuss, der auch das Präsidium bildet, ist vor allem für die Bestellung und Vergütung der Vorstandsmitglieder zuständig und bereitet entsprechende Plenumsbeschlüsse vor. ― Der Prüfungsausschuss beschäftigt sich mit Rechnungslegung, Risikomanagement, internem Kontrollsystem und interner Revision. Außerdem kontrolliert er das Compliance-Management-System. Der Ausschuss prüft die Jahresabschlüsse von Dürr-Konzern und Dürr AG und bereitet die entsprechenden Beschlüsse des Plenums vor. ― Der Vermittlungsausschuss tritt zusammen, falls im Aufsichtsrat Meinungsverschiedenheiten bei der Bestellung oder Abberufung von Vorstandsmitgliedern auftreten. Bei Dürr musste dieser Ausschuss noch nie einberufen werden. ― Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat fachlich und persönlich geeignete Kandidaten für die Wahl der Anteilseignervertreter auf der Hauptversammlung vor. Er berücksichtigt dabei die Bestimmungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen; ferner strebt er eine angemessene Berücksichtigung von Personen mit Auslandserfahrung an. Außer dem dreiköpfigen Nominierungsausschuss, dem naturgemäß ausschließlich Vertreter der Anteilseigner angehören, setzen sich alle Ausschüsse paritätisch aus vier Mitgliedern zusammen. HAUPTVERSAMMLUNG Auf der Hauptversammlung findet die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat statt, ferner üben die Anteilseigner ihr Stimmrecht aus. Alle Beschlussanträge werden in der Tagesordnung erläutert, die vom Unternehmen fristgerecht vor der Hauptversammlung zu versenden ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet die Hauptversammlung und berichtet über die Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im zurückliegenden Geschäftsjahr. TRANSPARENZ Unsere Unternehmenskommunikation informiert umfassend, konsistent und zeitnah. Ausführliche Angaben und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung enthalten der Geschäftsbericht sowie unsere Zwischenmitteilungen, Finanzberichte, Presse- und Ad-hoc-Meldungen. Alle Veröffentlichungen sind unter www.durr.de zugänglich. Zu wichtigen Anlässen veranstalten wir Presse- und Telefonkonferenzen. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG Wir erstellen unsere Konzernabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Abschlussprüfer ist seit mehreren Jahren die Ernst &Young GmbH, sie wurde von der Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats auch für den Jahresabschluss 2016 bestellt. Der Abschlussprüfer prüft den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss sowie den Einzelabschluss der Dürr AG, danach werden die Abschlüsse vom Aufsichtsrat geprüft, gebilligt und spätestens 90 Tage nach dem Bilanzstichtag veröffentlicht. Gemäß Ziffer 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex informiert der Abschlussprüfer den Aufsichtsratsvorsitzenden unverzüglich, falls er bei der Prüfung Erkenntnisse erlangt, die für die Arbeit des Aufsichtsrats wesentlich sind. Auch über Abweichungen von der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz unterrichtet der Prüfer den Aufsichtsrat. Vor Erteilung des Prüfungsmandats versichert der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat seine Unabhängigkeit. STEUERUNGSGRÖSSEN, KONTROLLSYSTEM, INSIDERVERZEICHNIS Die wichtigsten Größen für die Unternehmenssteuerung sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT, EBIT-Marge und ROCE [ S. 195 ]. Angaben zu den im Jahr 2016 erzielten Werten und den Berechnungsmethoden enthält das Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 69 ]. Unser Risikomanagementsystem deckt 15 spezifische Risikofelder ab und beschreibt die weltweite Risikolage des Konzerns. Ein Bestandteil des Risikomanagementsystems ist das interne Kontrollsystem für den Rechnungslegungsprozess (IKS). Ausführliche Informationen finden Sie im Risikobericht [ S. 78 ]. Wir führen anlassbezogene Insiderlisten gemäß Artikel 18 Marktmissbrauchsverordnung (MMVO). Alle Insider werden über die damit verbundenen gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert. ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT BEI DÜRR Der Vorstand der Dürr AG setzt sich wie folgt zusammen: ― Der Vorstandsvorsitzende Ralf W. Dieter verantwortet die Divisions Paint and Final Assembly Systems, Application Technology und Woodworking Machinery and Systems sowie verschiedene Zentralfunktionen. Er steht an der Spitze des Vertriebs und vertritt Dürr auf den Entscheidungsebenen der Kunden. ― Finanzvorstand Ralph Heuwing war bis Ende 2016 zuständig für die Divisions Woodworking Machinery and Systems und Clean Technology Systems sowie für Dürr Consulting und Informationstechnologie. Zum 1. März 2017 übergab er die Verantwortung für die Finanzbereiche an seinen Nachfolger Carlo Crosetto. Herr Heuwing wird Dürr mit Ablauf seines Vertrags im Mai 2017 auf eigenen Wunsch verlassen. Bis zu seinem Ausscheiden unterstützt er Herrn Crosetto bei der Einarbeitung. ― Dr. Jochen Weyrauch ist seit 1. Januar 2017 Mitglied des Vorstands und verantwortet seither die Divisions Measuring and Process Systems und Clean Technology Systems sowie die Ressorts Corporate Development und Informationstechnologie. ― Carlo Crosetto trat am 1. März 2017 in den Vorstand ein und folgt Herrn Heuwing als Finanzvorstand. Die Berufung durch den Aufsichtsrat erfolgte am 8. Februar 2017. Eine Übersicht zur Geschäftsverteilung im Vorstand der Dürr AG bietet Tabelle 2.14. In den Vorjahren setzte sich der Vorstand aus zwei Mitgliedern zusammen. Nach dem Ausscheiden von Herrn Heuwing wird er dauerhaft aus drei Mitgliedern bestehen. Durch die Erweiterung hat der Aufsichtsrat die Top-Management-Kapazitäten an das Wachstum im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" angepasst. Ein wichtiger Wachstumsschritt war die Übernahme der HOMAG Group mit inzwischen über 1 MRD. € Umsatz, weitere Akquisitionen sollen folgen. 2.14 - GESCHÄFTSVERTEILUNG IM VORSTAND scroll Ralf W. Dieter Ralph Heuwing Dr. Jochen Weyrauch Carlo Crosetto (Vorsitzender) (bis 14.05.2017) (Eintritt 01.01.2017) (Eintritt 01.03.2017) (Finanzvorstand) (Finanzvorstand) • Divisions/ operative Verantwortung • Paint and Final Assembly Systems • Clean Technology Systems2 • Measuring and Process Systems1 • Application Technology • Woodworking Machinery and Systems2 • Clean Technology Systems1 • Woodworking Machinery and Systems1 • Dürr Consulting2 • Measuring and Process Systems2 • Zentralfunktionen • Unternehmens- kommunikation • Finanzen / Controlling3 • Corporate Development1 • Finanzen / Controlling4 • Personal (Arbeitsdirektor) • Investor Relations3 • Informations- technologie1 • Investor Relations4 • Forschung &Entwicklung • Risikomanagement3 • Risikomanagement4 • Qualitätsmanagement • Recht / Patente / Versicherungen3 • Recht / Patente / Versicherungen4 • Interne Revision • Informations- technologie2 • Global Sourcing4 • Corporate Compliance • Global Sourcing3 • Corporate Social Responsibility4 • Corporate Social Responsibility3 1 seit 1. Januar 2017 2 bis 31. Dezember 2016 3 bis 28. Februar 2017 4 seit 1. März 2017 Die zweite Management-Ebene im Konzern besteht aus den Leitern der Divisions. Sie tragen die weltweite Ergebnisverantwortung für ihr jeweiliges Geschäft und stehen in engem Austausch mit dem Vorstand. Die Fachabteilungen der Dürr AG arbeiten dem Vorstand zu. Auf Konzernebene existieren zwei Führungskreise: Der oberste Führungskreis (Dürr Management Board) besteht aus dem Vorstand, den Leitern und Finanzverantwortlichen der Divisions sowie einigen weiteren Führungskräften. Der weiter gefassten Senior Management Group gehören Geschäftsführer und Führungskräfte der Konzerngesellschaften und der Dürr AG an. Eine Übersicht über die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand sowie über deren Mandate findet sich unter Textziffer 41 [ S. 175 ] im Anhang zum Konzernabschluss. KONTROLLE Gemäß § 6 der Satzung der Dürr AG bestimmt der Aufsichtsrat Größe und Besetzung des Vorstands. Die Geschäftsordnung, die der Aufsichtsrat für den Vorstand beschlossen hat, enthält einen Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte sowie einen Geschäftsverteilungsplan. In den Aufsichtsratssitzungen nimmt der Vorstand Stellung zu den Tagesordnungspunkten und beantwortet Fragen. Die schriftlichen Beschlussanträge für den Aufsichtsrat werden den Mitgliedern mindestens eine Woche vor der Sitzung zusammen mit einer ausführlichen Unterlage zugestellt. Am Sitzungstag finden meist getrennte Vorgespräche der Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter statt, dabei steht der Vorstand für Erläuterungen zur Verfügung. Auch außerhalb der Sitzungen bespricht sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstand. AKTIENBESITZ UND MANAGERS' TRANSACTIONS Wir veröffentlichen meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gemäß Artikel 19 MMVO, die so genannten Managers' Transactions (früher: Directors' Dealings gemäß § 15a WpHG), umgehend nach Eingang der Mitteilung. Eine Übersicht finden Sie unter www.durr.com/de/investor/corporate-governance/managerstransactions. Die Mitglieder des Aufsichtsrats besaßen zum 31. Dezember 2016 0,1 % der Anteile an der Dürr AG. Der Vorstand hielt zum selben Stichtag in Summe 0,4 % der Aktien. Herr Heuwing plant bis zu seinem Ausscheiden keine weitere Reduktion seiner Anteile. GESETZ FÜR DIE GLEICHBERECHTIGTE TEILHABE VON FRAUEN UND MÄNNERN AN FÜHRUNGSPOSITIONEN Seit dem 1. Mai 2015 gilt in Deutschland das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen. Seine wesentlichen Bestimmungen fanden auch Eingang in den Corporate Governance Kodex. Wir haben die gesetzlichen Anforderungen wie folgt erfüllt: ― Dem Aufsichtsrat der Dürr AG gehören seit den Wahlen im Jahr 2016 vier weibliche Mitglieder an. Dies entspricht einem Frauenanteil von 33 %, damit ist die gesetzliche Mindestquote von 30 % erfüllt. ― Der Frauenanteil im Vorstand der Dürr AG beträgt 0 %, eine Erhöhung ist nicht vorgesehen. ― In der obersten Managementebene der Dürr AG beträgt der Frauenanteil 0 %, in der zweiten Managementebene sind es 33 %. Als Zielgrößen wurden für die erste Managementebene 0 % und für die zweite Ebene 20 % konkretisiert. Folglich haben wir die Zielgröße für die zweite Ebene deutlich übertroffen. Die Erreichungsfrist endet für beide Zielgrößen am 30. Juni 2017. ANGABEN GEMÄSS §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB • Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital der Dürr AG ist in 34.601.040 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. • Stimmrechts-/Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen Dem Vorstand sind keine Vereinbarungen von Aktionären der Dürr AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 28 S. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkollisionen). • Beteiligungen, die 10 % überschreiten Die Heinz Dürr GmbH ist mit 25,3 % am Grundkapital der Dürr AG beteiligt. Unter Berücksichtigung des Anteilsbesitzes der Heinz und Heide Dürr Stiftung (3,5 %) kontrolliert die Familie Dürr 28,8 % der Aktien (Stand: 31. Dezember 2016). • Aktien mit Sonderrechten Es existieren keine Aktien der Dürr AG, die Sonderrechte einräumen. • Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. • Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG. Die Satzung der Dürr AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 6 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass die Bestellung von stellvertretenden Vorstandsmitgliedern zulässig ist. § 6 (2) sieht vor, dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann. • Bestimmungen zur Änderung der Satzung Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 20 (1) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 14 (4) der Satzung ist dem Aufsichtsrat die Befugnis eingeräumt, Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Gemäß § 4 (4) und § 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, bei Ausnutzung des bedingten oder genehmigten Kapitals die Fassung der Satzung entsprechend der Ausnutzung zu ändern. • Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Informationen zu diesem Punkt finden Sie unter Textziffer 26 [ S. 142 ] im Anhang zum Konzernabschluss. • Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots Anleihe: § 7 der Bedingungen unserer Unternehmensanleihe sieht vor, dass die Anleihegläubiger das Recht haben, im Fall eines Rückzahlungsereignisses die vorzeitige Rückzahlung ihrer Schuldverschreibungen von der Dürr AG zu verlangen. Der Rückzahlungsbetrag beträgt in diesem Fall 100 % des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener und nicht gezahlter Zinsen bis zum Rückzahlungstag. Ein Rückzahlungsereignis tritt ein, wenn kumulativ ein Kontrollwechsel und ein Ratingereignis vorliegen. Ein Kontrollwechsel bedeutet hierbei (a), dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer von mehr als 50 % der Stimmrechte der Dürr AG geworden ist, oder (b) dass wir sämtliche oder nahezu sämtliche Vermögenswerte der Dürr AG an Dritte (außer einer Tochtergesellschaft der Dürr AG) veräußern oder anderweitig abgeben werden. Ein Ratingereignis liegt in den folgenden Fällen vor: Die Schuldverschreibungen weisen kein Rating auf und keine Ratingagentur vergibt binnen 90 Tagen nach Eintritt des Kontrollwechsels ein Investmentgrade-Rating für die Schuldverschreibungen. Die Schuldverschreibungen verfügen zum Zeitpunkt des Kontrollwechsels über ein Rating und am Ende einer 90-Tage-Periode nach dem Kontrollwechsel stellt dieses Rating kein Investmentgrade-Rating dar oder wurde entzogen. Derartige Regelungen sind üblich und in vergleichbarer Form auch in den Anleihebedingungen anderer Emittenten enthalten. Sie dienen zur Absicherung der Interessen der Anleiheinhaber. Syndizierter Kredit: Die Vertragsbedingungen unseres syndizierten Kredits sehen vor, dass im Fall eines Kontrollwechsels keine zusätzlichen Barinanspruchnahmen vorgenommen oder Avale beantragt werden können. Außerdem kann jeder Kreditgeber seine gewährten Kreditzusagen kündigen, was dazu führen könnte, dass der syndizierte Kredit teilweise oder sogar insgesamt zurückzuführen wäre. Über einen Kontrollwechsel muss der Agent, der die Interessen des Bankenkonsortiums vertritt, unverzüglich nach Kenntniserlangung informiert werden. Ein Kontrollwechsel tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der Dürr AG von einer oder mehreren Personen, die sich über die Ausübung von Stimmrechten verständigen oder mit dem Ziel einer dauerhaften und erheblichen Änderung der unternehmerischen Ausrichtung der Dürr AG in sonstiger Weise zusammenwirken, gehalten oder kontrolliert werden. • Entschädigungsvereinbarungen bei Übernahmeangeboten Sofern mit den Mitgliedern des Vorstands der Dürr AG eine Regelung für den Fall einer Übernahme getroffen wurde, enthält diese Regelung bei Eintritt eines Kontrollwechselfalls eine für das Vorstandsmitglied zeitlich befristete Option auf Eigenkündigung des Vertrags mit Kapitalisierung aller vertraglichen Entgeltbestandteile als Abfindung, jedoch nur bis zu einer maximalen Höhe des sich aus der verbleibenden, regulären Restlaufzeit des Vorstandsdienstvertrags ergebenden Vergütung. Dabei werden variable Vergütungsbestandteile, die in die Berechnung anteilig einbezogen werden, erst mit der rechtlichen Beendigung des Dienstvertrags ausbezahlt. VERGÜTUNGSBERICHT Neben den folgenden Angaben sind die Informationen unter Textziffer 41 [ S. 175 ] des Anhangs zum Konzernabschluss ausdrücklicher Bestandteil des Vergütungsberichts. NEBENTÄTIGKEITEN Die Mitglieder des Vorstands üben außer den Mandaten, die unter Textziffer 41 [ S. 175 ] des Anhangs zum Konzernabschluss aufgeführt sind, keine weiteren Nebentätigkeiten aus. Zwischen den Vorstandsmitgliedern und der Dürr AG beziehungsweise deren Tochtergesellschaften bestehen keine Darlehen, Bürgschaften oder sonstige Haftungsverhältnisse. REGELMÄSSIGE ÜBERPRÜFUNG Der Personalausschuss des Aufsichtsrats überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand und arbeitet gegebenenfalls Vorschläge zur Weiterentwicklung aus. Der Aufsichtsrat setzt sich sorgfältig mit diesen Empfehlungen auseinander und nutzt sie als Grundlage für seine Beschlüsse. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird anhand mehrerer Kriterien beurteilt. Dazu gehören die Aufgaben von Gesamtvorstand und Einzelmitgliedern, die persönliche Leistung, das wirtschaftliche Umfeld sowie der nachhaltige Erfolg und die Perspektiven des Unternehmens. Außerdem verfolgt der Aufsichtsrat, wie sich die Vorstandsvergütung im Vergleich mit anderen Unternehmen sowie im Vergleich mit dem obersten Führungskreis und der Belegschaft bei Dürr entwickelt. Das aktuelle Vergütungssystem gilt seit dem Jahr 2010; im Jahr 2015 wurde es überprüft und als angemessen bestätigt. Alle Vorstandsverträge enthalten Short Term und Long Term Incentives (einjährige und mehrjährige variable Vergütung), definierte Höchstgrenzen (Caps) sowie einen Selbstbehalt bei der Versicherung für Haftungsfälle (D&O-Versicherung). BESTANDTEILE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS Die Vorstandsvergütung besteht aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen (variablen) Komponenten. Zur erfolgsunabhängigen Vergütung zählen die Grundvergütung (Festvergütung), die in gleichen monatlichen Raten ausgezahlt wird, sowie die Nebenleistungen. Letztere umfassen die Dienstwagennutzung und die Beiträge zur Risikolebens- und Unfallversicherung. Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus den Short Term und Long Term Incentives zusammen; ferner sind Sondervergütungen möglich. Das Short Term Incentive (STI) besteht aus einem vereinbarten Anteil des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) eines jeden Geschäftsjahres, wobei die Vergütung eine Höchstgrenze (Cap) nicht überschreiten darf. Eine STI-Vergütung erfolgt erst dann, wenn eine Mindestgröße beim Konzern-EBIT von 100 MIO. € überschritten wird. Die Vergütung aus dem Long-Term-Incentive-Programm (LTI) hängt davon ab, wie sich der Kurs der Dürr-Aktie und die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns in einem Zeitraum von drei Jahren entwickeln (LTI-Laufzeit). Das LTI-Programm ist rollierend angelegt, seit seiner Einführung im Jahr 2010 wurden sieben LTI-Tranchen aufgelegt. Jedes Jahr wird eine festgelegte Anzahl an virtuellen Dürr-Aktien ausgegeben, so genannte Performance Share Units. Im Jahr 2016 erhielten Ralf W. Dieter 25.000 und Ralph Heuwing 22.500 Performance Share Units (Vorjahr: 25.000 und 22.500). Der Auszahlungsbetrag für die dreijährige LTI-Laufzeit ergibt sich aus der Multiplikation der Anzahl der Performance Share Units mit einem Aktienkurs-Multiplikator und einem EBIT-Multiplikator. Der Aktienkurs-Multiplikator entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Börsentagen vor der ersten Hauptversammlung nach Ablauf der dreijährigen LTI-Laufzeit. Der EBIT-Multiplikator bemisst sich nach der durchschnittlichen EBIT-Marge, die der Konzern während der dreijährigen LTI-Laufzeit erzielte. Für die LTI-Vergütung und den EBIT-Multiplikator bestehen Höchstgrenzen. Während der Laufzeit des LTI-Programms müssen die Teilnehmer dauerhaft eine bestimmte Anzahl von Dürr-Aktien halten, die aus eigenen Mitteln zu finanzieren ist. Ein weiterer Vergütungsbestandteil ist der arbeitgeberfinanzierte Beitrag für die Altersversorgung. Er orientiert sich an Grundvergütung und STI und wird in unser "VORaB"-Programm ("Vorsorge aus Bruttogehalt") einbezahlt. VORaB ist das betriebliche Altersversorgungsinstrument des Dürr-Konzerns, das als rückgedeckte Pensionszusage ausgestaltet ist. Nach Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds fallen daraus keine Aufwendungen mehr an. Ferner wurden für die Mitglieder des Vorstands Unfall- und Risikolebensversicherungen abgeschlossen. Der Aufsichtsrat kann mit den Vorstandsmitgliedern Ziele zur strategischen Weiterentwicklung des Konzerns vereinbaren und bei erfolgreicher Umsetzung eine zusätzliche Sondervergütung gewähren. Auch für außerordentliche Leistungen und Erfolge eines Vorstandsmitglieds ist eine Sondervergütung möglich. Für diese Vergütungen besteht ebenfalls eine Höchstgrenze. Neben dem Vorstand können auch die 14 weiteren Mitglieder des obersten Führungskreises des Konzerns (Dürr Management Board) am LTI-Programm teilnehmen. Auch sie können dazu eine individuell definierte Anzahl von Dürr-Aktien erwerben und während der Teilnahmedauer halten. VERGÜTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016 Im Jahr 2016 betrug der Gesamtvergütungsaufwand für den Vorstand 7.886 TSD. € (Vorjahr: 7.454 TSD. €). An frühere Vorstandsmitglieder wurden Pensionsbezüge in Höhe von 1.891 TSD. € ausbezahlt (Vorjahr: 1.876 TSD. €). Der in Tabelle 2.15 gezeigte LTI-Aufwand enthält die Beträge, die in den Jahren 2016 und 2015 zeitanteilig für die laufenden LTI-Tranchen als Verbindlichkeit gebucht wurden. Für die Buchung waren zwei Größen maßgeblich: der durchschnittliche Schlusskurs der Dürr-Aktie an den letzten 20 Handelstagen im Dezember 2016 und 2015 sowie die jeweils erzielte beziehungsweise geplante durchschnittliche EBIT-Marge für die Laufzeiten der drei laufenden Tranchen. Die tatsächlichen LTI-Bezüge können, je nach weiterer Entwicklung von Aktienkurs und EBIT, von den passivierten Beträgen abweichen, unterliegen jedoch den Höchstgrenzen. Als Auszahlung aus der LTI-Tranche 2013 bis 2015 erhielten die Vorstandsmitglieder Ralf W. Dieter und Ralph Heuwing insgesamt 2.400 TSD. €. Herr Heuwing erhielt im Geschäftsjahr 2016 eine Sonderzahlung von 100 TSD. €. Damit würdigt der Aufsichtsrat seinen Einsatz bei der Integration und Optimierung der HOMAG Group. 2.15 - VORSTANDSVERGÜTUNG: GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN scroll RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER RALPH HEUWING FINANZVORSTAND € 2015 2016 2016 (Min) 2016 (Max) 2015 2016 Grundvergütung (Festvergütung) 800.000 800.000 800.000 800.000 650.000 650.000 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 47.594 49.179 49.179 49.179 35.938 33.125 Summe 847.594 849.179 849.179 849.179 685.938 683.125 Einjährige variable Vergütung (STI) 1.445.120 1.581.260 0 1.600.000 1.300.608 1.423.134 Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.200.000 1.200.000 0 1.200.000 1.200.000 1.200.000 Variable Vergütung LTI 2013 - 2015 400.000 0 0 0 400.000 0 Variable Vergütung LTI 2014 - 2016 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 Variable Vergütung LTI 2015 - 2017 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 0 400.000 0 400.000 0 400.000 Sonstige variable Vergütung 200.000 0 0 350.000 200.000 100.000 Summe 3.692.714 3.630.439 849.179 3.999.179 3.386.546 3.406.259 Beitrag Versorgungszusage 200.000 640.000 480.000 640.000 175.000 209.000 Gesamtvergütung 3.892.714 4.270.439 1.329.179 4.639.179 3.561.546 3.615.259 scroll RALPH HEUWING FINANZVORSTAND € 2016 (Min) 2016 (Max) Grundvergütung (Festvergütung) 650.000 650.000 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 33.125 33.125 Summe 683.125 683.125 Einjährige variable Vergütung (STI) 0 1.440.000 Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 0 1.200.000 Variable Vergütung LTI 2013 - 2015 0 0 Variable Vergütung LTI 2014 - 2016 0 400.000 Variable Vergütung LTI 2015 - 2017 0 400.000 Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 0 400.000 Sonstige variable Vergütung 0 300.000 Summe 683.125 3.623.125 Beitrag Versorgungszusage 100.000 209.000 Gesamtvergütung 783.125 3.832.125 2.16 - VORSTANDSVERGÜTUNG: ZUFLUSS scroll RALF W. DIETER VORSTANDSVORSITZENDER RALPH HEUWING FINANZVORSTAND € 2015 2016 2015 2016 Grundvergütung (Festvergütung) 800.000 800.000 650.000 650.000 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 47.594 49.179 35.938 33.125 Summe 847.594 849.179 685.938 683.125 Einjährige variable Vergütung (STI) 1.200.000 645.120 1.100.000 600.608 Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.500.000 1.200.000 1.500.000 1.200.000 Sonstige variable Vergütung 200.000 0 200.000 100.000 Summe 3.747.594 2.694.299 3.485.938 2.583.733 Beitrag Versorgungszusage 200.000 424.512 175.000 195.061 Gesamtvergütung 3.947.594 3.118.811 3.660.938 2.778.794 VORSTANDSVERTRÄGE Die Vorstandsverträge werden bei Dienstantritt zunächst für eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Bei Verlängerung des Vertragsverhältnisses wird meist die gesetzlich mögliche Verlängerung auf insgesamt fünf Jahre gewählt. Herrn Dieters aktueller Dienstvertrag mit fünfjähriger Laufzeit endet am 31. Dezember 2020. Der aktuelle Vertrag von Herrn Heuwing hat ebenfalls eine Laufzeit von fünf Jahren und endet am 14. Mai 2017. Sein Nachfolger als Finanzvorstand, Herr Crosetto, gehört dem Vorstand seit dem 1. März 2017 an; die Laufzeit seines Vertrags beträgt drei Jahre. Auch der Dienstvertrag von Herrn Dr. Weyrauch, der am 1. Januar 2017 in den Vorstand eintrat, gilt für drei Jahre. Bitte beachten Sie auch die Angaben im Absatz "Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB". VERGÜTUNGSSYSTEM FÜR DEN AUFSICHTSRAT § 15 der Satzung der Dürr AG regelt die Vergütung des Aufsichtsrats. Die Satzung ist auf www.durr.de unter Investor Relations / Corporate Governance / Satzung einsehbar. Auf Basis eines satzungsändernden Beschlusses der Hauptversammlung 2015 gilt seit 2016 folgendes Vergütungssystem: Die Festvergütung beträgt jährlich 40.000 € pro Mitglied und ist am Jahresende fällig. Ferner besteht Anspruch auf 1.000 € Sitzungsgeld pro Sitzung, Auslagen werden ersetzt. Die variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder errechnet sich aus dem gleitenden Dreijahresdurchschnitt der EBT-Marge und darf 24.000 € nicht überschreiten. Der Vorsitzende erhält das Dreifache der Gesamtvergütung eines einfachen Mitglieds, den stellvertretenden Vorsitzenden steht das Eineinhalbfache zu. Die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss wird mit 10.000 € pro Jahr vergütet, der Ausschussvorsitzende erhält das Doppelte. Mitglieder des Personalausschusses erhalten 5.000 € pro Jahr, während dem Vorsitzenden das Eineinhalbfache zusteht. Die Mitgliedschaft im Nominierungsausschuss wird mit 2.500 € pro Sitzung vergütet, im Fall des Vorsitzenden mit dem Eineinhalbfachen. Scheidet ein Mitglied unterjährig aus dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss aus, wird eine zeitanteilige Vergütung fällig. Im Jahr 2016 betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 1.189 TSD. € (Vorjahr: 1.009 TSD. €). Über die individuelle Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder informiert Textziffer 41 [ S. 175 ] im Anhang zum Konzernabschluss. ERFOLGSABHÄNGIGE VERGÜTUNG FÜR WEITERE ANGESTELLTE Außertariflich bezahlte Mitarbeiter erhalten ein Jahresgrundgehalt und eine erfolgsabhängige Tantieme. Die Tantieme hängt vom Konzernergebnis und von der individuellen Zielerreichung ab. Meist beträgt sie 5 bis 10 % des Grundgehalts, bei Führungskräften mehr. Die tariflich bezahlten Mitarbeiter fast aller deutschen Konzerngesellschaften erhalten eine Erfolgsbeteiligung, wenn das Ergebnis einen zuvor mit dem Betriebsrat vereinbarten Wert übersteigt. Die Erfolgsbeteiligung für 2016 beträgt 2.750 € für Vollzeit-Tarifmitarbeiter von Dürr und Schenck sowie 2.500 € bei der HOMAG Group. Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung, die bisher bei mehreren HOMAG-Group-Gesellschaften bestand, wurde zum Jahresende 2015 gekündigt. WIRTSCHAFTSBERICHT KONJUNKTUR UND BRANCHENUMFELD MODERATES WIRTSCHAFTSWACHSTUM Mit 3,0 % blieb der weltweite Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2016 etwas hinter dem Vorjahreswert zurück. Wie in den vergangenen Jahren rechneten die Konjunkturexperten zunächst mit höheren Zuwächsen, dem standen jedoch die nachlassende Dynamik in Nordamerika und ein moderater Konjunkturverlauf in verschiedenen Schwellenländern entgegen. China, die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt, erzielte ein BIP-Plus von 6,6 %. Russland und Brasilien verharrten trotz leichter Besserungstendenzen in der Rezession, während die positive Entwicklung in Indien anhielt. Die Eurozone war von einem moderaten Aufwärtstrend geprägt; die deutsche Wirtschaft wuchs mit 1,9 % vergleichsweise stark. Die Rohstoff- und Energiepreise erholten sich im Jahresverlauf teils deutlich von ihren Tiefs im Winter und Frühjahr 2016. Die wichtigsten Wechselkurse wiesen 2016 eine hohe Volatilität auf, im Jahresdurchschnitt waren die Wechselkursveränderungen jedoch gering. Nach den US-Wahlen im November gewann der Dollar an Stärke, auch die US-Zinsen legten zuletzt spürbar zu. Trotz des Brexit-Votums erholte sich das britische Pfund bis zum Jahresende und notierte auf dem Niveau von 2014. Der Euro gewann gegenüber dem chinesischen Renminbi an Wert, lag Ende 2016 aber immer noch rund 10 % unter dem Niveau des Jahres 2014. Für die europäischen Exportunternehmen ist der relativ schwache Euro ein Vorteil. UMLAUFRENDITE IN DEUTSCHLAND ERSTMALS NEGATIV Mit Blick auf das moderate Wirtschaftswachstum und die nach wie vor schwache Inflation hielten viele Notenbanken an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Die US Federal Reserve erhöhte die Leitzinsen im Dezember 2016 ein zweites Mal, nachdem sie ein Jahr zuvor die erste Anhebung seit 2006 vorgenommen hatte. Den Hintergrund bildete eine leichte Inflationszunahme im zweiten Halbjahr. In der Eurozone sanken die Zinsen per Saldo nochmals. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verringerte sich im Jahresverlauf von 0,6 % auf 0,2 %. Die Umlaufrendite festverzinslicher Anleihen lag am Jahresende bei 0,2 %, nachdem sie im Sommer auf das Tief von -0,1 % gesunken war. Trotz politischer Krisen, verstärkter Terrorgefahr, des unerwarteten Brexit-Votums und der US-Wahl entwickelten sich die Aktienmärkte positiv. Dabei profitierten sie von der hohen Liquidität bei den Anlegern. 2.17 - WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT scroll Veränderung gegenüber Vorjahr, in % 2016 2015 2014 Welt 3,0 3,2 3,4 Deutschland 1,9 1,7 1,6 Eurozone 1,6 1,9 0,9 Russland -0,5 -3,7 0,6 USA 1,5 2,6 2,4 China 6,6 6,9 7,3 Indien 7,0 7,2 7,1 Japan 1,0 0,6 -0,1 Brasilien -3,4 -3,8 0,1 Quelle: Deutsche Bank 1/2017 2.18 - DURCHSCHNITTLICHE WECHSELKURSE scroll 1 € entspricht 2016 2015 2014 USD 1,1037 1,1044 1,3217 GBP 0,8228 0,7240 0,8034 JPY 120,4308 133,5808 140,4908 CNY 7,3399 6,8898 8,1544 Quelle: Commerzbank 2.19 - UMLAUFRENDITE (%) IN DEUTSCHLAND Quelle: Deutsche Bundesbank WELTWEITE AUTOMOBILPRODUKTION NIMMT FAHRT AUF Die Weltautomobilproduktion (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) wuchs im Jahr 2016 um 5,1 % und damit deutlich stärker als im Vorjahr (+2,2 %). Der Rekordausstoß von 92,7 MIO. Einheiten wurde in hohem Maße von der dynamischen Entwicklung in China getragen. Dort nahm die Automobilproduktion um 15,9 % auf 27,0 MIO. Einheiten zu; dies entspricht einem Anteil von 29 % am weltweiten Fertigungsvolumen. Ein Grund für den Produktionsrekord in China waren Steuervergünstigungen beim Kauf von Kleinwagen. Brasilien und Russland wiesen erneut schwache Produktionszahlen aus, während Indien weiter zulegte. In Nordamerika wurden 17,7 MIO. Light Vehicles [ S. 194 ] gebaut - so viele wie nie zuvor. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr war mit 1,1 % aber deutlich geringer als im dynamischen westeuropäischen Automobilmarkt (+4,8 %). 2.20 - PRODUKTION LIGHT VEHICLES scroll Mio. Einheiten 2016 2015 2014 Welt 92,7 88,2 86,3 Westeuropa 15,2 14,5 13,2 Deutschland 6,1 6,0 5,8 Osteuropa 6,7 6,7 6,8 Russland 1,2 1,3 1,8 Nordamerika (inkl. Mexiko) 17,7 17,5 17,1 USA 11,9 11,9 11,5 Südamerika 2,7 3,1 3,8 Brasilien 2,1 2,3 3,0 Asien 48,2 44,3 43,5 China 27,0 23,3 22,1 Japan 8,4 8,5 9,0 Indien 4,1 3,7 3,6 Quellen: PwC 1/2017, eigene Schätzungen Die nordamerikanischen Automobilwerke wiesen 2016 eine hohe Auslastung auf. Auch in Westeuropa erhöhte sich das Niveau infolge der starken Nachfrage deutlich. China verzeichnete ebenfalls Zuwächse, wenngleich Auslastungsunterschiede zwischen den einzelnen Automobilproduzenten bestanden. In Russland und Brasilien waren die Produktionskapazitäten schwach ausgelastet. Die Investitionen der Automobilkonzerne blieben angesichts guter Erträge und Cashflows auf hohem Niveau. Volkswagen schränkte seine Investitionen infolge der Diesel-Problematik ein. MASCHINEN- UND ANLAGENBAU STAGNIERT, HOLZMASCHINENMARKT IM AUFWIND Die deutsche Investitionsgüterindustrie verzeichnete im Jahr 2016 ein Bestellplus von 1 %. Im Maschinen- und Anlagenbau blieb die Produktion auf dem Niveau des Vorjahres; auch der Auftragseingang veränderte sich nach Angaben des Branchenverbands VDMA kaum. Damit setzte die Branche den Seitwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Im EU-Raum war die Nachfrage nach deutschen Maschinen und Anlagen erfreulich, die Exporte nach China, Brasilien und Russland nahmen spürbar ab. Das Segment Holzbearbeitungsmaschinen entwickelte sich deutlich besser als der deutsche Maschinen- und Anlagenbau insgesamt. Der entsprechende VDMA-Fachverband meldet für 2016 Zuwächse von 11 % beim Umsatz. Verantwortlich dafür waren vor allem die hohen Investitionen in Nordamerika und der EU. Auch das China-Geschäft entwickelte sich positiv, negative Impulse resultierten aus der politischen Instabilität in der Türkei und der Marktschwäche in Russland. Die HOMAG Group ist aufgrund ihrer breiten internationalen Präsenz weniger stark vom Nachfragerückgang in einzelnen Ländern betroffen als andere Unternehmen. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS UND ZIELERREICHUNG 2016 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für Dürr. Auftragseingang, EBIT und Ergebnis nach Steuern stiegen auf neue Höchstwerte. Auftragseingang und EBIT-Marge übertrafen die Prognose aus dem Februar 2016 genauso wie das Ergebnis nach Steuern und der ROCE [ S. 195 ]. Die anderen Prognosekennzahlen lagen im Rahmen der Erwartungen und zum Teil am oberen Ende der Zielbandbreiten. Mit 3.701,7 MIO. € erreichte der Auftragseingang das obere Ende der im August 2016 angehobenen Zielbandbreite (3.500 bis 3.700 MIO. €). Ursprünglich hatten wir im Februar einen Auftragseingang von 3.300 bis 3.600 MIO. € prognostiziert. Mit dem erreichten Bestellvolumen sind wir sehr zufrieden. Es kam zustande, obwohl ein im dritten Quartal erhaltener Großauftrag (Ford Mexiko) storniert wurde und obwohl das Lackiertechnikgeschäft in China nachgab. In Nordamerika und Europa verzeichneten wir dagegen deutliche Zuwächse. Auch der Umsatz bewegte sich mit 3.573,5 MIO. € am oberen Rand der erwarteten Bandbreite (3.400 bis 3.600 MIO. €). Der prognostizierte Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte aus einem Sondereffekt: 2015 überschritten die Erlöse von Paint and Final Assembly Systems das Normalniveau um rund 200 MIO. €, da die Division Umsätze nachholte, die 2014 aufgrund kundenseitiger Projektverzögerungen nicht realisiert werden konnten. Die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten, sonstige betriebliche Kosten) entwickelten sich etwas besser als erwartet. Die umsatzabhängigen Kosten gingen deutlich zurück. Zusammen mit einem höheren Service-Anteil im Umsatzmix (27,5 %) führte dies zu einer erfreulichen Ausweitung der Bruttomarge von 22,0 % auf 24,0 %. Die wichtigsten Einzelgrößen entwickelten sich weitgehend planmäßig: Die Personalkosten stiegen mit 4,3 % etwas geringer an als erwartet (5,0 %). Die Materialkosten sanken um 13 % und damit etwas stärker als angenommen. Ursache waren der geringere Umsatz und rückläufige Preise für Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse. Das EBIT übertraf mit 271,4 MIO. € leicht den Vorjahreswert. Steigende Ergebnisbeiträge lieferten Measuring and Process Systems, Clean Technology Systems und Woodworking Machinery and Systems. Die Division Application Technology, bei der Sondereffekte das EBIT positiv beeinflussten, erreichte operativ knapp das Vorjahresniveau. In der Division Paint and Final Assembly Systems normalisierte sich die Ertragslage. Das Konzern-EBIT vor Sondereffekten betrug 286,4 MIO. € nach 294,3 MIO. € im Vorjahr; der Rückgang basiert vor allem auf dem niedrigeren Umsatz. Eine Übersicht zu den Sondereffekten finden Sie in Tabelle 2.32 im Kapitel Geschäftsverlauf [ S. 58 ]. Die EBIT-Marge lag mit 7,6 % leicht über dem Zielkorridor (7,0 bis 7,5 %). Die operative EBIT-Marge übertraf mit 8,0 % das Vorjahresniveau (2015: 7,8 %). Der ROCE betrug 41,1 % und bewegte sich damit oberhalb unserer Zielbandbreite (30 bis 40 %). Der ansprechende Wert unterstreicht die finanzielle Attraktivität unseres Geschäftsmodells. Das Finanzergebnis (- 13,3 MIO. €) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß deutlich. Die Steuerquote verringerte sich von 31,9 % auf 27,2 %. Infolgedessen stieg das Ergebnis nach Steuern um 12,8 % auf 187,8 MIO. €. In unserer Prognose vom Februar 2016 hatten wir einen leichten Anstieg angekündigt. Der operative Cashflow und der Free Cashflow [ S. 195 ] erreichten jeweils ein gutes Niveau. Beide übertrafen nach starken Zuwächsen im zweiten Halbjahr klar die Vorjahreswerte. Der Nettofinanzstatus [ S. 195 ] verbesserte sich daher um 47,1 MIO. € auf 176,5 MIO. € und erreichte die angestrebte Bandbreite von 130 bis 230 MIO. €. Im August 2016 hatten wir unsere Cashflow-Prognosen noch verringert, da die hohen Anzahlungen und Fortschrittszahlungen im weiteren Jahresverlauf noch nicht absehbar waren. 2.21 - ZIELERREICHUNG KONZERN 2016 scroll Ist 2015 Ist 2016 Ziel 2016 (Prognose Februar 2016) Umsatz Mio. € 3.767,1 3.573,5 3.400 bis 3.600 Auftragseingang Mio. € 3.467,5 3.701,7 3.300 bis 3.600 Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 2.465,7 2.568,4 2.200 bis 2.600 EBIT-Marge % 7,1 7,6 7,0 bis 7,5 ROCE % 45,3 41,1 30 bis 40 Finanzergebnis Mio. € -23,3 -13,3 verbessert Steuerquote % 31,9 27,2 ca. 30 Ergebnis nach Steuern Mio. € 166,6 187,8 leicht steigend Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 173,0 227,4 steigend Free Cashflow Mio. € 62,8 129,9 steigend Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 129,4 176,5 130 bis 230 Liquidität Mio. € 435,6 724,2 440 bis 540 Investitionen1 Mio. € 102,3 81,9 90 bis 100 1 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) Mit einer Liquidität von 724,2 MIO. € haben wir die Zielspanne (440 bis 540 MIO. €) zum Jahresende 2016 deutlich übertroffen. Allerdings war in der Prognose die Mittelaufnahme durch das Schuldscheindarlehen (300 MIO. €) noch nicht berücksichtigt. Die Investitionen (ohne Beteiligungen) lagen mit 81,9 MIO. € unterhalb des angekündigten Niveaus. Schwerpunkte waren der Bau neuer Campus-Standorte in den USA und China sowie umfangreiche IT-Investitionen. DIVISIONS: ZIELE MEHRHEITLICH ERREICHT Alle fünf Divisions haben ihre Ziele operativ erreicht, in einigen Fällen wurden die Erwartungen übertroffen. Mit der operativen Entwicklung der Divisions sind wir insgesamt sehr zufrieden. Paint and Final Assembly Systems erreichte sein Umsatzziel. Der Auftragseingang schnitt trotz der Stornierung eines Auftrags (Ford Mexiko) wie erwartet ab. Das EBIT war wegen eines Sondereffekts (Werksschließung Zistersdorf) und des niedrigeren Umsatzes rückläufig. Die EBIT-Marge erreichte aber mit 6,8 % (operativ 7,2 %) den Zielkorridor. Application Technology verzeichnete einen Umsatz in der Mitte des Zielkorridors, der Auftragseingang bewegte sich am oberen Ende. Vor Sondereffekten (Immobilienverkauf Auburn Hills, Ertrag aus Rechtsstreitigkeiten) erreichte die EBIT-Marge mit 10,5 % die angestrebte Bandbreite, nach Sondereffekten lag sie mit 13,6 % darüber. Measuring and Process Systems übertraf die Zielsetzung für den Auftragseingang erheblich. Dazu trug vor allem ein florierendes China- und Nordamerika-Geschäft bei. Auch der Umsatz übertraf die Erwartungen. Mit 12,8 % überschritt die EBIT-Marge auslastungsbedingt sowohl den Vorjahreswert als auch die Zielspanne für 2016. Clean Technology Systems konnte Auftragseingang und Umsatz steigern, blieb jedoch knapp unter den Zielbandbreiten. Das EBIT stieg leicht an, die EBIT-Marge lag mit 3,7 % innerhalb der Zielbandbreite von 3,5 bis 4,5 %. Bei Woodworking Machinery and Systems erreichte das Umsatzplus die erwartete Größenordnung; der Auftragseingang stieg mit 10,1 % stärker als geplant. Das EBIT verbesserte sich um 22,4 %. Hohe Sonderaufwendungen (unter anderem Markenabschreibung, Werksschließung) führten aber dazu, dass die ausgewiesene EBIT-Marge mit 4,1 % nicht das Zielniveau erreichte. Die um die Sonderaufwendungen bereinigte operative EBIT-Marge erhöhte sich erwartungsgemäß von 6,1 % auf 6,6 %. 2.22 - ZIELERREICHUNG DIVISIONS 2016 scroll UMSATZ (MIO. €) AUFTRAGSEINGANG (MIO. €) EBIT-MARGE (%) Ziel 2016 Ist 2016 Ziel 2016 Ist 2016 Ziel 2016 Ist 2016 Paint and Final Assembly Systems 1.100 bis 1.200 1.140,0 950 bis 1.150 1.094,5 6,75 bis 7,25 6,8 Application Technology 530 bis 600 560,6 530 bis 600 582,7 9,5 bis 10,5 13,6 Measuring and Process Systems 550 bis 600 623,8 525 bis 575 682,5 10 bis 11 12,8 Clean Technology Systems 180 bis 200 167,0 180 bis 200 176,6 3,5 bis 4,5 3,7 Woodworking Machinery and Systems 1.000 bis 1.100 1.082,0 1.000 bis 1.100 1.165,3 5,0 bis 6,0 4,1 scroll ROCE (%) Ziel 2016 Ist 2016 Paint and Final Assembly Systems > 1001 > 1001 Application Technology 25 bis 30 40,0 Measuring and Process Systems 20 bis 25 24,9 Clean Technology Systems 15 bis 20 13,6 Woodworking Machinery and Systems 10 bis 15 11,3 1 negatives Capital Employed Die Ziele der Divisions für 2017 finden Sie im Prognosebericht [ S. 88 ]. GRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung im Dürr-Konzern sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBIT-Marge sowie der ROCE [ S. 195 ] (EBIT zu Capital Employed). Weitere wichtige finanzielle Kennzahlen - besonders auf Konzernebene - sind der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und der Free Cashflow [ S. 195 ]. Detaillierte Informationen zur Entwicklung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren enthält der Abschnitt "Operative Steuerungsgrößen" im Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 69 ]. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie/Nachhaltigkeit und F&E/Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden unter anderem im Kapitel Nachhaltigkeit [ S. 33 ] diskutiert. WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE 2016 gab es neben der Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 300 MIO. € keine einzelnen Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns auswirkten. Wie erwartet verzeichneten wir im Lackiertechnikgeschäft in China eine Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie; dies konnten wir allerdings durch hohe Auftragseingänge in Nordamerika und Europa überkompensieren. Auch die Auftragsstornierung von Ford in Mexiko (rund 100 MIO. €) konnten wir ausgleichen. Die wesentlichen Einflussfaktoren im Geschäft mit der Automobilindustrie waren das Wachstum der Automobilproduktion um 5,1 % und der steigende Modernisierungs- und Flexibilisierungsbedarf der Branche. Ein wichtiger Trend im Geschäft der HOMAG Group ist die zunehmende Automatisierung der Möbelproduktion. Der im August 2016 vereinbarte Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe wird voraussichtlich zum 31. März 2017 vollzogen. In der Bilanz zum 31. Dezember 2016 sind die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Dürr Ecoclean als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Durch diese Umgruppierung haben sich unsere Bilanzrelationen nur wenig verändert. Insgesamt beurteilen wir die Bilanz- und Finanzrelationen des Konzerns als solide. GESCHÄFTSVERLAUF IFRS, AUSWEISPRAXIS, KONSOLIDIERUNG HOMAG GROUP, AUSWEIS DÜRR ECOCLEAN Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2014 bis 2016. Das EBIT versteht sich als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis. Im operativen EBIT wurden Sondereffekte bereinigt; eine Übersicht über die Sondereffekte enthält Tabelle 2.32. Änderungen der IFRS hatten im Jahr 2016 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, ihre Nutzung beeinflusst unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur geringfügig. Wahlrechte existieren zum Beispiel bei den Vorräten oder dem Sachanlagevermögen. Bei wichtigen Bilanzpositionen nehmen wir Wahlrechte so wahr, dass größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. Zum Beispiel werden Finanzinstrumente, soweit möglich, zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zu Zeitwerten bilanziert. 2016 haben wir sämtliche Wahlrechte in unveränderter Form wahrgenommen. Auch der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen beeinflusst die Darstellung der operativen Ertragslage kaum. Zudem widerspricht er in vielen Fällen unserem Streben nach Kontinuität und periodenübergreifender Nachvollziehbarkeit. HOMAG Group Die HOMAG Group wird seit dem 3. Oktober 2014 als vollkonsolidierte Unternehmensgruppe in den Konzernabschluss der Dürr AG einbezogen. In der Segmentberichterstattung des Dürr-Konzerns bildet sie die Division Woodworking Machinery and Systems. Bei Angaben zum Dürr-Konzern für 2014 ist die HOMAG Group ab dem 3. Oktober berücksichtigt. Folglich ergeben sich bei Vergleichen zwischen dem Jahr 2014 und den Folgejahren zum Teil erhebliche Unterschiede. Der seit dem 17. März 2015 wirksame Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dürr Technologies GmbH und der HOMAG Group AG ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann erstmals zum Jahresende 2020 ordentlich gekündigt werden. Aufgrund des Vertrags fließt Dürr seit dem 1. Januar 2016 das gesamte Jahresergebnis der HOMAG Group AG zu. Die außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG (44 % des Kapitals) haben keinen variablen Dividendenanspruch mehr, sondern erhalten während der Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags eine Garantiedividende von 1,01 € pro Aktie. Der Aufwand für die Garantiedividende (6,3 MIO. €) wird im Finanzergebnis des Dürr-Konzerns gebucht. Seit April 2015 ist, wie in solchen Situationen üblich, beim Landgericht Stuttgart ein Spruchverfahren anhängig, in dem einige außenstehende Aktionäre der HOMAG Group AG die Höhe der Garantiedividende und unseres Barabfindungsangebots (31,56 € je Aktie der HOMAG Group) gerichtlich überprüfen lassen. Mit einer Entscheidung ist im Jahr 2017 nicht zu rechnen. Verkauf Dürr Ecoclean Infolge des am 6. August 2016 unterzeichneten Vertrags über die Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe sind die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Dürr Ecoclean in der Bilanz als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Zum 31. Dezember 2016 haben wir im Zuge dessen Ecoclean-Aktiva in Höhe von 167,2 MIO. € in den kurzfristigen Vermögenswerten erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2016 sind die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Dürr Ecoclean vollständig enthalten. Bei der Ermittlung von Kennzahlen, die sich sowohl auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch auf die Bilanz beziehen (Days Working Capital, Economic Value Added, Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite, ROCE [ S. 195 ]), haben wir die betreffenden Bilanzwerte von Dürr Ecoclean berücksichtigt, um vollständige Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Akquisitionen Die in den Jahren 2015 und 2016 akquirierten Unternehmen beeinflussten die Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns nur in geringem Maße. Ihr Anteil an Umsatz und Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2016 bei unter 1 %. AUFTRAGSEINGANG AUF REKORDNIVEAU Im Geschäftsjahr 2016 stieg der Auftragseingang um 6,8 % und übertraf damit erstmals die Marke von 3,7 MRD. €. Bei unveränderten Wechselkursen hätte das Plus knapp 9 % betragen. Vier unserer fünf Divisions verzeichneten zum Teil deutliche Bestellzuwächse. Nur Paint and Final Assembly Systems wies aufgrund der Auftragsstornierung von Ford in Mexiko einen leichten Rückgang aus (- 2,8 %). Der hohe Auftragseingang sorgte für eine Vollauslastung unserer Kapazitäten. Das Bestellvolumen aus den Emerging Markets reduzierte sich um 11,1 % auf 1.548,7 MIO. €. Dies entspricht einem Anteil von 41,8 % am Auftragseingang des Konzerns (2015: 50,2 %). In den meisten Ländern der Emerging Markets stiegen die Bestellungen an. In China verringerten sie sich allerdings um 35,2 % auf 618,0 MIO. €, da die Automobilindustrie nach der Expansionswelle der Jahre 2012 bis 2014 und den schwachen Verkaufszahlen im Sommer 2015 wie erwartet weniger investierte. Dies betraf hauptsächlich die Lackiertechnik, dagegen erzielten Measuring and Process Systems und Woodworking Machinery and Systems zweistellige Zuwachsraten. Auch in den Vorjahren waren in China immer wieder Schwankungen im Auftragseingang zu beobachten. 2.23 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH ABSATZGEBIETEN HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert In Nord- und Zentralamerika verzeichneten wir ein kräftiges Bestellplus von 44,7 %. Mit 1.045,3 MIO. € erreichte der Auftragseingang dort ein außerordentlich hohes Niveau. Unter anderem beauftragte uns ein US-Produzent von Elektroautos mit dem Bau eines Fahrzeugendmontagewerks. In Europa entwickelte sich der Auftragseingang mit einem Zuwachs von 16,1 % ebenfalls sehr erfreulich. Die Tatsache, dass der Auftragseingang trotz regionaler Schwankungen zunahm, unterstreicht die Bedeutung unserer breiten regionalen Aufstellung für die Stabilität des Konzerns. Im vierten Quartal 2016 betrug der Auftragseingang 872,3 MIO. €. Damit überstieg er den Vorjahreswert um knapp 100 MIO. €, erreichte aber nicht das Niveau der beiden ersten Quartale. Angesichts des starken Einflusses großer Systemprojekte sind derartige Schwankungen zwischen Quartalen typisch für unser Geschäft. Daher haben die Ergebnisse einzelner Quartale nur begrenzte Aussagekraft. Aus der Entwicklung im vierten Quartal 2016 ist kein genereller Trend für das Jahr 2017 abzuleiten. UMSATZ ERWARTUNGSGEMÄSS UM 5,1 % VERRINGERT Wie erwartet verringerte sich der Umsatz im Jahr 2016 um 5,1 % auf 3.573,5 MIO. €. Der hohe Vorjahreswert war davon geprägt, dass Paint and Final Assembly Systems kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014 aufholen konnte. Bei unveränderten Wechselkursen wäre der Umsatzrückgang zwei Prozentpunkte geringer ausgefallen. 2.24 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSEINGANG NACH QUARTALEN Mio. € HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 1 Der stornierte Auftrag von Ford in Mexiko (rund 100 Mio. €) wurde rückwirkend im dritten Quartal 2016 ausgebucht. 2.25 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH ABSATZGEBIETEN HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Während der Umsatz im Geschäft mit Lackiertechnik (Paint and Final Assembly Systems und Application Technology) abrechnungsbedingt abnahm, erzielten alle übrigen Divisions einstellige Zuwachsraten. Wie Tabelle 2.25 zeigt, verteilte sich der Umsatz regional ausgewogen: Den höchsten Anteil steuerte Europa mit 43,5 % bei, gefolgt von Asien, Afrika und Australien (32,7 %) sowie Nord- und Zentralamerika (21,6 %). Der Umsatzanteil der Emerging Markets war mit 48,5 % ungefähr konstant (Vorjahr: 50,8 %). Die Umsatzgenerierung hat sich wie im Vorjahr von Quartal zu Quartal beschleunigt, im vierten Quartal erreichte sie 965,1 MIO. € (Tabelle 2.26). Hohe Umsätze im Schlussquartal sind typisch für Dürr, da am Jahresende verstärkt Projekte zur Endabrechnung kommen. Trotz der rückläufigen Konzernerlöse setzte der Service-Umsatz seinen Wachstumskurs erwartungsgemäß fort und erreichte mit 981,9 MIO. € erstmals knapp die Milliardengrenze. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug 11,0 %, der Anteil am Gesamtumsatz stieg von 23,5 % auf 27,5 %. Damit sind wir unserem Ziel einer Service-Quote von 30 % ein gutes Stück nähergekommen. Die positive Entwicklung im Service-Geschäft gründet auf unserer wachsenden installierten Basis und dem Programm CustomerExcellence@Dürr, das wir in den Vorjahren umgesetzt haben. Mit diesem Programm haben wir unsere Service-Organisation optimiert und den Fokus noch konsequenter auf die Service-Bedürfnisse unserer Kunden gerichtet. AUFTRAGSBESTAND BEI KNAPP 2,6 MRD. € Der hohe Auftragseingang führte im Verbund mit dem rückläufigen Umsatz zu einer Book-to-Bill-Ratio1 von 1,04. Der Auftragsbestand stieg zum 31. Dezember 2016 um 4,2 % auf 2.568,4 MIO. € (31.12.2015: 2.465,7 MIO. €). Aufgrund seines kurzfristigen Charakters ist der Großteil des Service-Geschäfts nicht im Auftragsbestand enthalten. Rechnet man dieses Service-Volumen hinzu, erscheint unser Umsatzziel für 2017 (3,4 bis 3,6 MRD. €) gut erreichbar. Ende 2016 deckte der Auftragsbestand gut 70 % des für 2017 angestrebten Umsatzes ab (Vorjahr: rund 70 %). 1 Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz 2.26 - KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH QUARTALEN Mio. € HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.27 - KONSOLIDIERTER AUFTRAGSBESTAND (31.12.) NACH ABSATZGEBIETEN HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.28 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZIFFERN scroll 2016 2015 2014 Umsatz Mio. € 3.573,5 3.767,1 2.574,9 Umsatzkosten Mio. € -2.715,3 -2.939,1 -1.983,8 davon Materialkosten Mio. € -1.403,6 -1.613,3 -996,2 davon Personalkosten Mio. € -620,2 -603,9 -396,2 davon Abschreibungen Mio. € -57,5 -56,2 -30,2 Bruttoergebnis Mio. € 858,3 828,0 591,1 Overhead-Kosten1 Mio. € -605,5 -566,4 -359,5 EBITDA Mio. € 360,3 348,2 262,9 EBIT Mio. € 271,4 267,8 220,9 EBIT vor Sondereffekten2 Mio. € 286,4 294,3 237,4 Finanzergebnis Mio. € -13,3 -23,3 -16,2 EBT Mio. € 258,1 244,5 204,7 Ertragsteuern Mio. € -70,3 -78,0 -54,4 Ergebnis nach Steuern Mio. € 187,8 166,6 150,3 Ergebnis je Aktie € 5,26 4,67 4,33 Bruttomarge % 24,0 22,0 23,0 EBITDA-Marge % 10,1 9,2 10,2 EBIT-Marge % 7,6 7,1 8,6 EBIT-Marge vor Sondereffekten2 % 8,0 7,8 9,2 EBT-Marge % 7,2 6,5 8,0 Umsatzrendite nach Steuern % 5,3 4,4 5,8 Zinsdeckungsgrad 13,7 10,7 12,6 Steuerquote % 27,2 31,9 26,6 Eigenkapitalrendite % 22,6 23,3 20,7 Gesamtkapitalrendite % 6,4 6,7 5,9 ROCE % 41,1 45,3 38,7 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 1 Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten 2 Sondereffekte 2016: -15,0 Mio. € (2015: -26,6 Mio. €), weitere Informationen in Tabelle 2.32 BRUTTOMARGE ERREICHT HÖCHSTWERT VON 24,0 % Die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) beliefen sich im Jahr 2016 auf 3.377,8 MIO. €. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sie um 5,5 % und damit überproportional zum Umsatz. Dasselbe gilt für die Umsatzkosten, die sich um 7,6 % auf 2.715,3 MIO. € reduzierten. Sie enthalten sämtliche Anschaffungs- und Herstellungskosten für unsere Produkte und Dienstleistungen. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 3,7 % auf 858,3 MIO. €. Auf dieser Basis stieg die Bruttomarge, also die Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz, auf den neuen Höchstwert von 24,0 %. Gründe für das gute Abschneiden waren Kostendisziplin und Qualität in der Auftragsabwicklung sowie der Ausbau des margenstärkeren Service-Geschäfts. Alle Divisions konnten ihre Bruttomarge ausweiten - auch Paint and Final Assembly Systems, obwohl das Lackieranlagengeschäft von anhaltend hoher Wettbewerbsintensität geprägt ist. MATERIALKOSTENQUOTE STARK RÜCKLÄUFIG Die starke Reduktion der Materialkosten (-13,0 %) auf 1.403,6 MIO. € resultierte aus dem Umsatzrückgang und niedrigeren Preisen für Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse. Der Anteil der Materialkosten am Umsatz ging von 42,8 % auf 39,3 % zurück. Die Materialkosten werden vollständig in den Umsatzkosten erfasst; sie entfallen hauptsächlich auf den Einkauf von Teilen sowie Fertigungs- und Montagedienstleistungen. Weitere Informationen enthält das Kapitel Beschaffung [ S. 43 ]. F&E-AUSGABEN UM WEITERE 9,0 % ANGEHOBEN Die Vertriebs- und Verwaltungskosten nahmen im Jahr 2016 um 6,5 % auf 499,6 MIO. € zu. Neben dem Belegschaftswachstum (+4,1 % im Jahresdurchschnitt) und steigenden Vergütungen trugen dazu auch Kosten für mehrere Hausmessen bei, die zum Teil nur alle zwei Jahre stattfinden. Die in den Vertriebskosten enthaltenen Marketingkosten beliefen sich wie üblich auf weniger als 1 % des Umsatzes. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) haben wir um 9,0 % auf 105,9 MIO. € angehoben, vor allem weil wir unser Portfolio an Digitaltechnologien konsequent ausbauen. Insgesamt erhöhten sich die Overhead-Kosten um 6,9 % auf 605,5 MIO. €. 2.29 - OVERHEAD-KOSTEN UND MITARBEITER 2016 scroll Mitarbeiter Kosten (Mio. €) Personal- aufwendungen (Mio. €) Abschreibungen (Mio. €) Sonstige Kosten (Mio. €) Vertrieb 1.760 -322,0 -205,7 -17,2 -99,2 (2015) 1.566 -282,7 -179,7 -5,1 -97,9 Verwaltung 1.346 -177,6 -117,5 -7,4 -52,7 (2015) 1.352 -186,5 -110,6 -9,6 -66,3 F&E 695 -105,9 -68,0 -8,4 -29,4 (2015) 667 -97,1 -75,1 -9,5 -12,6 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.30 - MITARBEITERBEZOGENE KENNZAHLEN scroll 2016 2015 2014 Mitarbeiter (31.12.) 15.235 14.850 14.151 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 15.079 14.489 9.794 Personalkosten (Mio. €) -1.011,8 -970,2 -634,9 Personalkostenquote (%) 28,3 25,8 24,7 Personalkosten je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) -67.100 -67.000 -64.800 Umsatz je Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) (€) 237.000 260.000 262.900 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Zum 31. Dezember 2016 wuchs die Stammbelegschaft um 2,6 % auf 15.235 Personen. Im Jahresdurchschnitt waren 15.079 Mitarbeiter im Konzern tätig (+4,1 %). Ein wichtiger Grund für die Zunahme war die personelle Stärkung des Vertriebs. Den Anstieg der Personalkosten konnten wir trotz höherer Löhne und Gehälter auf 4,3 % begrenzen (Tabelle 2.30). Mit +18,6 MIO. € erreichte der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen im Jahr 2016 ein vergleichsweise hohes Niveau (Vorjahr: +6,2 MIO. €). Die umfangreichsten Einzelpositionen waren Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung, sie saldierten sich auf - 0,6 MIO. €. Größeren Einfluss hatten Erträge in Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten und dem Verkauf nicht mehr benötigter Liegenschaften. Diesen Erträgen standen jedoch Sonderaufwendungen wie zum Beispiel Transaktionskosten für den Verkauf von Dürr Ecoclean gegenüber (Tabelle 2.32). EBIT: SIEBTER ANSTIEG IN FOLGE Das EBIT - unsere wichtigste Ergebnisgröße für die Unternehmenssteuerung - stieg im Jahr 2016 zum siebten Mal in Folge. Nach 267,8 MIO. € im Vorjahr verbesserte es sich auf 271,4 MIO. €- trotz des Umsatzrückgangs von 5,1 %. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das EBIT um 2 % höher ausgefallen. Die EBIT-Marge legte um 0,5 Prozentpunkte zu und bewegte sich mit 7,6 % knapp über dem Zielkorridor von 7,0 bis 7,5 %. Das vierte Quartal war einmal mehr der margenstärkste Abschnitt des Jahres: Die Bruttomarge erreichte 25,1 % und die EBIT-Marge 9,3 % (Q4 2015: 23,4 % und 7,8 %). 2.31 - EBIT NACH QUARTALEN Mio. € HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.32 - SONDEREFFEKTE IM EBIT scroll Mio. € 2016 2015 2014 Paint and Final Assembly Systems -4,8 • Schließungskosten Werk Zistersdorf - - - - Application Technology 17,3 • Ertrag Immobilienverkauf USA • Ertrag Rechtsstreitigkeiten - - - - Measuring and Process Systems - - - - - - Clean Technology Systems - - - - - - Woodworking Machinery and Systems -26,3 • Aufwand Kaufpreisallokation HOMAG Group • Abschreibung Markenrechte • Schließungskosten Werk Weinsberg • Aufwand Beendigung Mitarbeiterkapital- beteiligung -26,6 • Aufwand Kaufpreisallokation HOMAG Group • Aufwand Beendigung Mitarbeiterkapital- beteiligung -16,5 • Aufwand Kaufpreisallokation HOMAG Group Corporate Center -1,2 • Transaktionskosten Verkauf Dürr Ecoclean • Ertrag infolge Anteilsverkauf Tec4Aero (11 %) - - - - Gesamt -15,0 -26,6 -16,5 Das EBIT enthielt Sonderaufwendungen von 34,5 MIO. € und Sondererträge von 19,5 MIO. €. Per Saldo ergab sich also ein Sondereffekt von -15,0 MIO.€ (Vorjahr: -26,6 MIO.€). Das um die Sondereffekte bereinigte operative EBIT betrug 286,4 MIO. €, die operative EBIT-Marge stieg auf 8,0 % (Vorjahr: 294,3 MIO. € und 7,8 %). Eine Übersicht zu den Sondereffekten enthält Tabelle 2.32. FINANZERGEBNIS DEUTLICH VERBESSERT Das Finanzergebnis betrug -13,3 MIO. € nach -23,3 MIO. € im Vorjahr. Die deutliche Verbesserung resultierte aus zwei Faktoren: dem Wegfall von Sonderaufwand infolge der HOMAG-Integration (neue Finanzierung, Einmaleffekte aus Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag) und einem Einmalertrag von 3,9 MIO. € im Beteiligungsergebnis. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 26,5 MIO. € entfielen vor allem auf die Unternehmensanleihe, das seit April 2016 laufende Schuldscheindarlehen und die Garantiedividende für die außenstehenden HOMAG-Aktionäre. ERGEBNIS NACH STEUERN ERREICHT HÖCHSTWERT Obwohl das Ergebnis vor Steuern um 5,6 % zunahm, sank der Steueraufwand im Jahr 2016 um 9,8 % auf 70,3 MIO. €. Im Vorjahr hatte er Einmalaufwendungen von 8,9 MIO. € infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG enthalten. Die Steuerquote normalisierte sich 2016 auf 27,2 %. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 12,8 % auf 187,8 MIO. € (Vorjahr: 166,6 MIO. €), während die Umsatzrendite nach Steuern von 4,4 % auf 5,3 % stieg. Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile betrug das Ergebnis je Aktie 5,26 € (Vorjahr: 4,67 €). Wir schlagen für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 2,10 € je Aktie vor (Vorjahr: 1,85 €). Dies wäre die siebte Anhebung in Folge und bedeutet einen Zuwachs von 13,5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Dividendenvorschlag entspricht einer Ausschüttungssumme von 72,7 MIO. € (Vorjahr: 64,0 MIO. €) und einer Ausschüttungsquote von 38,7 % des Konzernergebnisses nach Steuern (Vorjahr: 38,4 %). Damit ist die Quote wieder im oberen Bereich der bei Dürr üblichen Spanne von 30 bis 40 % angesiedelt. Der verbleibende Bilanzgewinn der Dürr AG in Höhe von 291,0 MIO. € (Vorjahr: 281,5 MIO. €) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. 2.33 - UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND MITARBEITER (31.12.2016) NACH DIVISIONS HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.34 - EBIT NACH DIVISIONS scroll Mio. € 2016 2015 2014 Paint and Final Assembly Systems 77,2 100,2 106,2 Application Technology 76,1 60,8 55,1 Measuring and Process Systems 79,7 69,8 70,3 Clean Technology Systems 6,1 5,8 7,6 Woodworking Machinery and Systems 44,9 36,6 -7,9 Corporate Center/Konsolidierung -12,5 -5,4 -10,4 Gesamt 271,4 267,8 220,9 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Das EBIT des Corporate Centers schwächte sich im Jahr 2016 um 7,1 MIO. € auf - 12,5 MIO. € ab. Maßgeblich dafür waren höhere Personal- und Beratungskosten. Unter anderem sind Transaktionskosten in Höhe von 3,4 MIO. € für den Ecoclean-Verkauf enthalten. Die im EBIT des Corporate Centers erfassten Konsolidierungseffekte betrugen 1,9 MIO. € (Vorjahr: 1,2 MIO. €). 2.35 - INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE NACH DIVISIONS1 scroll Mio. € 2016 2015 2014 Paint and Final Assembly Systems 20,6 22,9 13,9 Application Technology 17,5 27,8 11,1 Measuring and Process Systems 9,4 9,5 9,8 Clean Technology Systems 6,3 7,5 3,9 Woodworking Machinery and Systems 24,3 29,7 12,8 Corporate Center/Konsolidierung 3,7 4,8 3,4 Gesamt 81,9 102,3 54,9 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 1 Ohne Akquisitionen 2.36 - ABSCHREIBUNGEN (INKL. AUSSERPLANMÄSSIGER ABSCHREIBUNGEN UND ZUSCHREIBUNGEN) NACH DIVISIONS1 scroll Mio. € 2016 2015 2014 Paint and Final Assembly Systems -14,8 -9,2 -7,0 Application Technology -9,1 -8,2 -6,7 Measuring and Process Systems -7,2 -9,3 -9,0 Clean Technology Systems -2,6 -2,3 -2,1 Woodworking Machinery and Systems -51,1 -47,5 -13,9 Corporate Center / Konsolidierung -4,1 -4,0 -3,3 Gesamt -88,9 -80,5 -42,0 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 1 Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten. SEGMENTBERICHT: DIVISIONS Paint and Final Assembly Systems Das Bestellvolumen von Paint and Final Assembly Systems ging im Jahr 2016 nur leicht zurück (-2,8 %), obwohl ein von Ford in Mexiko erteilter Großauftrag wieder storniert wurde. Den größten Beitrag zum Auftragseingang von knapp 1,1 MRD. € lieferte das Nordamerika-Geschäft. Unter anderem erhielten wir einen Großauftrag über den Bau eines Endmontagewerks für einen US-Hersteller von Elektroautos. In Europa verzeichneten wir ein ähnlich großes Projektvolumen wie in Nordamerika, während das China-Geschäft verhalten war. Wir sind zuversichtlich, die Ausbuchung des Auftrags in Mexiko durch neue Investitionsprojekte, die der Kunde für 2017 angekündigt hat, kompensieren zu können. Auf die Emerging Markets entfielen 48 % des Bestellvolumens (Vorjahr: 66 %). Der Umsatz ging wie erwartet um 16,5 % zurück. Der hohe Vorjahreswert enthielt nachgeholte Erlöse, die ursprünglich für 2014 geplant waren, wegen kundenseitiger Projektverzögerungen aber erst 2015 realisiert werden konnten. Der EBIT-Rückgang von 23,0 MIO. € resultierte aus dem geringeren Umsatz sowie einem Sonderaufwand von 4,8 MIO. € für die Schließung eines Werks in Zistersdorf (Österreich). Die EBIT-Marge erreichte 6,8 % und damit den Zielkorridor von 6,75 bis 7,25 %; vor Sonderaufwendungen lag sie bei 7,2 %. Wir erachten ein Margenniveau von 6,0 bis 6,5 % als nachhaltig erzielbar und begegnen dem gestiegenen Wettbewerbsdruck mit Effizienzsteigerungen. Die Investitionen erreichten mit 20,6 MIO. € nochmals ein hohes Niveau. Grund war der Bau zweier moderner Campus-Standorte: Den neuen Gebäudekomplex in Southfield (USA) haben wir Mitte 2016 eingeweiht, der Campus in Schanghai (China) wurde im Februar 2017 bezogen. 2.37 - KENNZAHLEN PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS scroll Mio. € 2016 2015 2014 2013 Auftragseingang 1.094,5 1.125,5 1.291,8 1.124,7 Umsatz 1.140,0 1.364,6 1.078,2 1.176,9 Materialkosten (konsolidiert) -535,9 -709,5 -493,6 -602,0 EBITDA 92,0 109,3 113,2 104,1 EBIT 77,2 100,2 106,2 98,3 EBIT-Marge 6,8 % 7,3 % 9,8 % 8,4 % Investitionen 20,6 22,9 13,9 12,2 Mitarbeiter (31.12.) 3.384 3.374 3.069 3.075 2.38 - KENNZAHLEN APPLICATION TECHNOLOGY scroll Mio. € 2016 2015 2014 2013 Auftragseingang 582,7 538,3 560,9 567,6 Umsatz 560,6 599,7 526,0 540,0 Materialkosten (konsolidiert) -211,0 -267,3 -213,4 -211,1 EBITDA 85,2 69,1 61,8 64,6 EBIT 76,1 60,8 55,1 59,6 EBIT-Marge 13,6 % 10,1 % 10,5 % 11,0 % Investitionen 17,5 27,8 11,1 16,0 Mitarbeiter (31.12.) 1.956 1.858 1.784 1.546 Application Technology Application Technology konnte den Auftragseingang im Jahr 2016 um 8,2 % ausweiten. Wie bei Paint and Final Assembly Systems kamen die meisten Großprojekte aus Europa und Nordamerika. Bei einem Umsatzrückgang von 6,5 % stieg die Book-to-Bill-Ratio auf 1,04. Das EBIT erhöhte sich um 25,1 % auf 76,1 MIO. €, davon entfallen 17,3 MIO. € auf Sondererträge (Immobilienverkauf in den USA, Rechtsstreitigkeiten). Die EBIT-Marge stieg vor diesem Hintergrund auf 13,6 %. Operativ lag sie bei 10,5 %, damit überstieg sie trotz des Umsatzrückgangs den Vorjahreswert und erreichte das obere Ende des Zielkorridors von 9,5 bis 10,5 %. Das im Jahr 2014 gegründete Geschäftsfeld Industrielackierung steigerte seinen Umsatz, während das EBIT infolge von Anlaufkosten negativ blieb. Mittelfristig bietet das Geschäftsfeld, mit dem wir Branchen wie Glas, Keramik, Holz und Möbel ansprechen, allerdings interessante Wachstumspotenziale. Die Investitionen kehrten 2016 nahezu auf ihr Normalniveau zurück, da der Bau des Campus-Standorts in Southfield (USA) abgeschlossen ist. Gründe für den Anstieg der Mitarbeiterzahl in den vergangenen Jahren waren der Einstieg in die Industrielackierung und der Ausbau der Eigenfertigung. 2.39 - KENNZAHLEN MEASURING AND PROCESS SYSTEMS scroll Mio. € 2016 2015 2014 2013 Auftragseingang 682,5 578,2 577,1 561,1 Umsatz 623,8 603,7 581,9 583,6 Materialkosten (konsolidiert) -208,7 -206,0 -187,5 -211,4 EBITDA 86,9 79,1 79,3 57,2 EBIT 79,7 69,8 70,3 46,3 EBIT-Marge 12,8 % 11,6 % 12,1 % 7,9 % Investitionen 9,4 9,5 9,8 14,4 Mitarbeiter (31.12.) 3.010 2.992 3.018 2.967 Measuring and Process Systems Measuring and Process Systems erzielte im Jahr 2016 einen außerordentlich hohen Auftragseingang von 682,5 MIO. €. Das Bestellplus von 18,0 % wurde von beiden Bereichen der Division getragen: Balancing and Assembly Products (Auswucht-, Befüll- und Prüftechnik [ S. 194 ]) einerseits und Cleaning and Surface Processing (Reinigungs- und Oberflächenbearbeitungstechnik von Dürr Ecoclean) andererseits. In einem weltweit günstigen Geschäftsumfeld stachen China und Nordamerika besonders hervor. Der Umsatz legte von Quartal zu Quartal zu, am Jahresende ergab sich ein Zuwachs von 3,3 %. Die Book-to-Bill-Ratio fiel mit 1,09 überdurchschnittlich hoch aus. Dank der ausgeprägten Umsatzdynamik im zweiten Halbjahr und einer guten Auslastung stieg das EBIT um 14,2 %. Die EBIT-Marge erreichte 12,8 % und übertraf damit sowohl den Vorjahreswert als auch den Zielkorridor für 2016 (10,0 bis 11,0 %). Der Bereich Cleaning and Surface Processing wird von der Dürr-Ecoclean-Gruppe gebildet. Voraussichtlich zum 31. März 2017 werden wir Dürr Ecoclean an die chinesische SBS Group veräußern. Wir erwarten einen Verkaufserlös von voraussichtlich rund 100 MIO. € für 85 % des Dürr-Ecoclean-Geschäfts. Der Buchgewinn aus der Gesamttransaktion wird voraussichtlich rund 25 MIO. € betragen. Weitere Informationen enthalten die Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ] und Strategie [ S. 29 ]. 2.40 - KENNZAHLEN CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS scroll Mio. € 2016 2015 2014 2013 Auftragseingang 176,6 166,3 144,9 133,7 Umsatz 167,0 159,2 136,0 106,3 Materialkosten (konsolidiert) -85,2 -83,6 -73,4 -57,2 EBITDA 8,7 8,1 9,8 7,5 EBIT 6,1 5,8 7,6 6,1 EBIT-Marge 3,7 % 3,6 % 5,6 % 5,7 % Investitionen 6,3 7,5 3,9 5,3 Mitarbeiter (31.12.) 569 499 473 426 Clean Technology Systems Der Großteil des Geschäfts von Clean Technology Systems entfällt auf die Abluftreinigungstechnik. Der kleinere Bereich Energieeffizienztechnik hat einen Anteil von unter 10 % am Auftragsvolumen. Im Jahr 2016 konnte die Division sowohl den Umsatz als auch den Auftragseingang weiter steigern (+4,9 % und +6,2 %). Das EBIT stieg von 5,8 auf 6,1 MIO. €. Die Abluftreinigungstechnik verzeichnete insgesamt eine solide Ergebnisentwicklung; allerdings fielen im vierten Quartal projektbezogene Zusatzaufwendungen beim Einsatz einer neuen Lösung an. Die Energieeffizienztechnik verzeichnete anhaltende Verluste und blieb deutlich hinter den Planungen zurück. Im Jahr 2017 werden wir die Ergebnissituation in der Energieeffizienztechnik mithilfe struktureller Maßnahmen verbessern. Angesichts der internationalen Expansion des Geschäfts lagen die Investitionen (6,3 MIO. €) rund 10 % über dem Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Informationen zur Akquisition des Abluftreinigungstechnikgeschäfts der KBA-MetalPrint GmbH im November 2016 enthält der Abschnitt "Portfolioveränderungen" im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ]. 2.41 - KENNZAHLEN WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS scroll Mio. € 2016 2015 2014 Auftragseingang 1.165,3 1.058,4 218,3 Umsatz 1.082,0 1.039,3 252,8 Materialkosten (konsolidiert) -425,1 -403,9 -86,0 EBITDA 95,9 84,2 6,0 EBIT 44,9 36,6 -7,9 EBIT-Marge 4,1 % 3,5 % -3,1 % Investitionen 24,3 29,7 12,8 Mitarbeiter (31.12.) 6.126 5.906 5.659 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Woodworking Machinery and Systems Die Division Woodworking Machinery and Systems umfasst die Aktivitäten der HOMAG Group. Die starken Unterschiede, die in Tabelle 2.41 zwischen den Jahren 2016 und 2015 einerseits und 2014 andererseits sichtbar sind, resultieren daraus, dass die HOMAG Group erst seit dem 3. Oktober 2014 konsolidiert wird. Im Jahr 2016 konnte Woodworking Machinery and Systems den Auftragseingang auf den neuen Rekordwert von 1.165,3 MIO. € steigern (+10,1 %). Die Nachfrage zog weltweit an, besonders in China und Nordamerika nahm das Geschäft zu. Die Umsatzentwicklung beschleunigte sich von Quartal zu Quartal, sodass sich am Jahresende ein Zuwachs von 4,1 % ergab. Aufgrund des hohen Auftragseingangs wuchs die Book-to-Bill-Ratio auf 1,08. Das EBIT stieg um 8,2 MIO. € auf 44,9 MIO. €, obwohl es weiterhin hohe Sonderaufwendungen von 26,3 MIO. € enthielt (Vorjahr: 26,6 MIO. €). Gründe für die Ertragsverbesserung waren Produktivitätszuwächse im Zuge des Optimierungsprogramms FOCUS sowie Volumeneffekte. Die Sonderaufwendungen im Jahr 2016 resultierten aus der Kaufpreisallokation für die HOMAG Group, der Schließung eines kleineren Werks in Weinsberg (Deutschland) sowie aus Abschreibungen auf Markenrechte und Nachlaufkosten für die Beendigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung der HOMAG Group. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 3,5 % im Vorjahr auf 4,1 %, operativ (vor Sonderaufwendungen) stieg sie von 6,1 % auf 6,6 %. FINANZWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG FINANZ- UND LIQUIDITÄTSMANAGEMENT Die Hauptziele unseres zentralen Finanz- und Liquiditätsmanagements sind die Optimierung von Erträgen und Kosten sowie die Reduktion und Abwehr finanzwirtschaftlicher Risiken. Ferner schafft es Transparenz über den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf im Konzern. Der Grundsatz unserer Liquiditätssteuerung ist, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um unsere Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist unsere wichtigste Finanzierungsquelle. Fremdmittel werden in der Regel von der Dürr AG aufgenommen und den Konzerngesellschaften bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Das Liquiditätsmanagement ist ebenfalls Aufgabe der Dürr AG. Sie organisiert ein Cash-Pooling-System, das - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns zusammenfasst. Gesellschaften in Ländern mit gesetzlichen Beschränkungen des Kapitalverkehrs (zum Beispiel China, Indien, Südkorea, Brasilien) finanzieren sich weitgehend lokal. Die Anlage überschüssiger Liquidität wird durch eine Richtlinie für das Financial Asset Management geregelt und ist Aufgabe des Konzern-Treasury. Unsere Partner sind ausschließlich Banken mit guter Bonität; Kontrahentenrisiken reduzieren wir durch ein Limitsystem. Mit 724,2 MIO. € lagen die liquiden Mittel zum Jahresende 2016 um 66,2 % über dem Vorjahreswert. Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug 21,6 % nach 14,6 % am Vorjahresstichtag. Die Gesamtliquidität, die zusätzlich auch Termingelder und bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere enthält, erhöhte sich auf 822,6 MIO. € (31.12.2015: 469,2 MIO. €). Durch ein systematisches Net Working Capital Management [ S. 195 ] optimieren wir unsere Innenfinanzierungskraft und senken die Mittelbindung. Davon profitieren Kennzahlen wie Bilanzstruktur und ROCE [ S. 195 ]. Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im Risikobericht [ S. 78 ]. FINANZIERUNGSSTRUKTUR DES DÜRR-KONZERNS Zum 31. Dezember 2016 bestand unsere Finanzierungsstruktur aus folgenden Komponenten: ― Schuldscheindarlehen: Im März 2016 haben wir ein Schuldscheindarlehen über 300 MIO. € platziert und damit unseren Spielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns vergrößert. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Schuldscheindarlehen besteht aus drei gleich großen Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und wird mit durchschnittlich 1,6 % p.a. verzinst. ― Unternehmensanleihe: Unsere im Jahr 2014 emittierte Unternehmensanleihe über nominal 300 MIO. € verfügt über eine Laufzeit bis 2021 und einen Kupon von 2,875 % (Effektivverzinsung: 3,085 %). Ende 2016 rentierte sie mit 1,2 %. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich. ― Syndizierter Kredit: Der syndizierte Kredit im Gesamtvolumen von 465 MIO. € besteht ebenfalls seit 2014. Er umfasst eine Barlinie über 250 MIO. € und eine Avallinie über 215 MIO. €. Die ursprünglich vereinbarte Laufzeit (bis 2019) haben wir ohne zusätzliche Kosten in zwei Schritten (2015 und 2016) bis 2021 verlängert. ― Immobiliendarlehen: Beim Kauf des Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen im Jahr 2011 haben wir die dazugehörigen Immobiliendarlehen übernommen. Ihr Buchwert belief sich zum 31. Dezember 2016 auf insgesamt 35,5 MIO. € (31.12.2015: 37,7 MIO. €). Die langfristigen Fest- und Annuitätendarlehen laufen bis 30. September 2024. Zum 30. September 2017 besteht die Option, sie nach Ablauf der Zinsbindung ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig zu tilgen. ― Leasing: Ende 2016 bestanden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 8,5 MIO. €. Hinzu kamen Geld- und Kapitalmarktinstrumente sowie außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente in Form von Operating Leases (31.12.2016: 104,6 MIO. €) und Forfaitierungen (31.12.2016: 5,1 MIO. €). ― Bilaterale Kreditfazilitäten: Ihr Volumen belief sich zum Bilanzstichtag 2016 auf 24,4 MIO. €. Die HOMAG Group kann seit dem zweiten Quartal 2015 auf die Konzernfinanzierung von Dürr zugreifen. Dadurch wird das Finanzergebnis jährlich um 2,3 MIO. € entlastet. Zum 31. Dezember 2016 betrug das Gesamtvolumen aller verfügbaren Kredit- und Avallinien 1.026,5 MIO. €. Davon wurden 345,0 MIO. € in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits blieb im Jahr 2016 ungenutzt. Das Gesamtvolumen unserer Avallinien belief sich auf 727,0 MIO. €. Neben der Avallinie aus dem syndizierten Kredit enthält es weitere Avallinien in Höhe von 501,8 MIO. €, die von Versicherungen und Banken bereitgestellt werden. Den Financial Covenant unseres syndizierten Kredits haben wir 2016 zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Die Verzinsung errechnet sich aus dem laufzeitkongruenten Refinanzierungssatz zuzüglich einer variablen Marge. Weitere Informationen zur Fremdkapitalfinanzierung enthält der Anhang zum Konzernabschluss unter Textziffer 30 [ S. 150 ]. 2.42 - FINANZVERBINDLICHKEITEN (31.12.) scroll Mio. € 2016 2015 2014 Anleihe/Schuldscheindarlehen 596,6 296,9 296,4 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35,5 43,2 118,4 Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 8,5 10,8 11,7 Sonstige zinstragende Verbindlichkeiten 13,9 0,0 0,0 Gesamt 654,5 350,9 426,5 davon innerhalb eines Jahres fällig 5,3 6,8 17,1 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.43 - CASHFLOW scroll Mio. € 2016 2015 2014 Ergebnis vor Ertragsteuern 258,1 244,5 204,7 Abschreibungen 88,9 80,5 42,0 Zinsergebnis 20,2 25,2 17,7 Ertragsteuerzahlungen -75,3 -88,6 -51,6 Veränderung Rückstellungen -18,7 20,6 -4,6 Veränderung Net Working Capital -33,6 -137,8 74,3 Sonstiges -12,4 28,6 8,8 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 227,4 173,0 291,3 Zinszahlungen (netto) -15,8 -10,4 -16,6 Investitionen -81,6 -99,8 -53,6 Free Cashflow 129,9 62,8 221,1 Sonstige Zahlungsströme -82,8 -101,2 -333,8 Veränderung Nettofinanzstatus 47,1 -38,4 -112,7 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert CASHFLOW DEUTLICH ERHÖHT Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit war im ersten Halbjahr 2016 von einem Mittelabfluss geprägt, verbesserte sich in der zweiten Jahreshälfte aber signifikant. Im Gesamtjahr stieg er um 31,5 % auf 227,4 MIO. € und damit auf einen sehr zufriedenstellenden Wert. Das für den operativen Cashflow wichtige Net Working Capital [ S. 195 ] erhöhte sich im Jahr 2016 um 33,6 MIO. € (bereinigt um Wechselkursveränderungen). Dieser Wert enthält die Veränderung des Net Working Capital der zur Veräußerung gehaltenen Dürr-Ecoclean-Gruppe. Weitere Mittelabflüsse ergaben sich durch Rückstellungsveränderungen und Auszahlungen für die im Jahr 2015 gekündigte Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei der HOMAG Group. Die höheren Abschreibungen (+10,5 %) sind eine Folge der umfangreichen Investitionen der Vorjahre. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2016 auf -116,9 MIO. € (2015: - 94,4 MIO. €). Ein prägender Faktor war, dass wir Mittel, die uns durch die Emission des Schuldscheindarlehens im April 2016 zuflossen (nominal 300 MIO. €), in Termingeldern angelegt haben. Hinzu kamen Erlöse aus der Veräußerung von Vermögenswerten sowie der Mittelabfluss für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich im Jahr 2016 stark: Der Mittelzufluss aus der Emission des Schuldscheindarlehens sorgte für einen positiven Wert von 192,5 MIO. € nach -162,4 MIO. € im Vorjahr. Mittelabflüsse ergaben sich aus der Dividendenzahlung und den geleisteten Zinszahlungen. Auf Basis des hohen operativen Cashflows konnten wir den Free Cashflow mehr als verdoppeln: von 62,8 MIO. € im Vorjahr auf 129,9 MIO. €. Der Free Cashflow [ S. 195 ] zeigt, welche Mittel für Dividendenausschüttungen, Aktienrückkäufe, Akquisitionen und die Verbesserung des Nettofinanzstatus [ S. 195 ] verfügbar sind. Neben dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält er auch Zinseinnahmen und Investitionen (im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthalten) sowie Zinsausgaben (im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten). Mit 176,5 MIO. € erreichte der Nettofinanzstatus zum 31. Dezember 2016 den zweitbesten Wert der Unternehmensgeschichte. Zum Jahresende 2013 hatte er 280,5 MIO. € betragen, im Folgejahr reduzierte er sich aufgrund der HOMAG-Akquisition jedoch deutlich. OPERATIVE STEUERUNGSGRÖSSEN: AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, EBIT UND ROCE Die wichtigsten Steuerungskennzahlen bei Dürr sind Auftragseingang, Umsatz, EBIT/EBIT-Marge und ROCE (EBIT zu Capital Employed [ S. 195 ]). Insbesondere auf Konzernebene spielen auch der operative Cashflow und der Free Cashflow [ S. 195 ] eine zentrale Rolle. Auf Division-Ebene stehen zusätzlich die Auftragsmargen im Fokus. Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ermitteln wir regelmäßig. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Beispiele sind Kennzahlen zu Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Weiterbildung, Ökologie/Nachhaltigkeit und F&E/Innovation. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden unter anderem im Kapitel Nachhaltigkeit [ S. 33 ] diskutiert. 2.44 - STEUERUNGSGRÖSSEN scroll 2016 2015 2014 Auftragseingang Mio. € 3.701,7 3.467,5 2.793,0 Umsatz Mio. € 3.573,5 3.767,1 2.574,9 EBIT Mio. € 271,4 267,8 220,9 EBIT-Marge % 7,6 7,1 8,6 ROCE % 41,1 45,3 38,7 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Die Analyse des Auftragseingangs und des daraus resultierenden Umsatzes erlaubt uns eine vorausschauende Kapazitätsplanung. Im Jahr 2016 übertraf der Auftragseingang die ursprüngliche Prognose (3.300 bis 3.600 MIO. €) und erreichte den oberen Rand der im August angehobenen Zielbandbreite (3.500 bis 3.700 MIO. €). Der Umsatz lag im oberen Bereich des Zielkorridors (3.400 bis 3.600 MIO. €). Anhand von EBIT und EBIT-Marge messen wir unsere operative Ertragskraft. 2016 stieg das EBIT trotz eines Umsatzrückgangs von 5,1 % auf einen neuen Höchstwert. Mit 7,6 % übertraf die EBIT-Marge die Zielbandbreite (7,0 bis 7,5 %) leicht. Der ROCE zeigt, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erwirtschaften, und bildet damit die Basis für eine effiziente Kapitalallokation. Das Capital Employed berücksichtigt alle Aktiva ohne liquide Mittel und ohne Finanzanlagen, vermindert um die nicht zinstragenden Verbindlichkeiten. Mit 41,1 % übertraf der ROCE 2016 die Zielbandbreite von 30 bis 40 % leicht, im internationalen Peer-Group-Vergleich schneiden wir damit sehr gut ab. Der leichte Rückgang gegenüber dem Vorjahr basiert auf dem etwas höheren gebundenen Kapital. 2.45 - WERTBEITRAG scroll 2016 2015 2014 Capital Employed (31.12.) Mio. € 670,6 590,6 571,5 ROCE % 41,1 45,3 38,7 NOPAT Mio. € 190,0 187,5 154,6 Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) % 7,20 6,98 5,78 EVA Mio. € 142,5 146,2 121,6 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Der ROCE (in %) wird wie folgt ermittelt: Der Economic Value Added (EVA) zeigt den Mehrwert, den ein Unternehmen in einem Geschäftsjahr generiert. In den vergangenen drei Jahren konnten wir stets einen hohen Wertzuwachs im dreistelligen Millionenbereich erzielen. Der leichte Rückgang auf 142,5 MIO. € im Jahr 2016 kam zustande, weil das Capital Employed [ S. 195 ] und die Kapitalkosten etwas stärker zunahmen als das Ergebnis (NOPAT). Die Kapitalkosten ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten vor Steuern (Weighted Average Cost of Capital: WACC). Bei der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von Peer-Group-Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird. Der Anstieg der Kapitalkosten im Jahr 2016 resultiert unter anderem aus einer leicht veränderten Zusammensetzung der Peer Group und einem damit einhergehenden Anstieg des Betafaktors. Der EVA wird wie folgt ermittelt: Beim Leistungsindikator ROCE gilt: Zusätzlicher Wert entsteht, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Dies war im Jahr 2016 in allen fünf Divisions der Fall. Bei Paint and Final Assembly Systems ergibt die ROCE-Ermittlung mathematisch kein sinnvolles Resultat, da das Capital Employed negativ war. Dies liegt an den hohen Anzahlungen von Kunden und dem strukturell geringen Bedarf an Sachanlagen. Der ROCE von Application Technology war mit 40,0 % deutlich höher als im Vorjahr, da das durch Sondererträge beeinflusste Ergebnis stark zunahm. In der Division Measuring and Process Systems nahm der ROCE angesichts des EBIT-Anstiegs leicht zu und erreichte 24,9 %. Auch bei Clean Technology Systems schlug sich die EBIT-Verbesserung in einem höheren ROCE nieder (13,6 %). Der ROCE von Woodworking Machinery and Systems (11,3 %) überstieg den Vorjahreswert deutlich. Die Division hat weiteres Verbesserungspotenzial, wenngleich ihre Wertschöpfungstiefe [ S. 194 ] höher ist als in den anderen Divisions und das gebundene Kapital durch Aktiva aus der HOMAG-Kaufpreisallokation beeinflusst wird. 2.46 - CAPITAL EMPLOYED DER DIVISIONS scroll Mio. € 2016 2015 2014 Paint and Final Assembly Systems -41,5 -104,4 -216,5 Application Technology 190,4 188,3 170,8 Measuring and Process Systems 330,0 283,8 250,9 Clean Technology Systems 45,0 49,4 43,7 Woodworking Machinery and Systems 396,1 413,1 430,2 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.47 - ROCE DER DIVISIONS scroll % 2016 2015 2014 Paint and Final Assembly Systems1 > 100 > 100 > 100 Application Technology 40,0 32,3 32,3 Measuring and Process Systems 24,9 24,6 28,0 Clean Technology Systems 13,6 11,7 17,5 Woodworking Machinery and Systems 11,3 8,9 -1,8 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 1 negatives Capital Employed BILANZSTRUKTUR WEITER VERBESSERT Zum 31. Dezember 2016 überstieg die Bilanzsumme den Vorjahreswert um 361,9 MIO. € (+12,1 %), obwohl sich die veränderten Wechselkurse reduzierend auf Sachanlagevermögen, Vorräte und liquide Mittel auswirkten. Der Konsolidierungskreis blieb nahezu unverändert. Die höhere Bilanzsumme resultierte hauptsächlich aus der Emission des Schuldscheindarlehens über nominal 300 MIO. €. Auf der Aktivseite führte sie zu einer Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte, die unter anderem Termingelder enthalten. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2015 um 288,5 MIO. € auf 724,2 MIO. €. Der eingeleitete Verkauf von Dürr Ecoclean erforderte Umgliederungen in der Bilanz. Aktiva der Ecoclean-Gruppe in Höhe von 167,2 MIO. € wurden als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten erfasst. Infolgedessen sank das Net Working Capital [ S. 195 ] auf 194,4 MIO. € (31.12.2015: 236,8 MIO. €). Bereinigt um Wechselkursveränderungen und die Effekte der Ecoclean-Umgliederung ergab sich ein Anstieg des Net Working Capital um 33,6 MIO. €. Bitte beachten Sie hierzu auch die oben stehende Cashflow-Analyse. 2.48 - BILANZKENNZAHLEN scroll 2016 2015 2014 Nettofinanzstatus (31.12.) Mio. € 176,5 129,4 167,8 Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA - - - Gearing (31.12.) % -27,0 -22,1 -30,1 Net Working Capital (NWC) (31.12.) Mio. € 194,4 236,8 87,6 Days Working Capital Tage 27,2 22,6 12,2 Umschlagdauer Vorräte Tage 40,4 37,0 51,0 Umschlagdauer Forderungen / Days Sales Outstanding Tage 47,3 51,9 67,8 Anlagendeckungsgrad (31.12.) % 73,8 60,4 64,6 Vermögensdeckungsgrad (31.12.) % 148,8 109,9 121,8 Anlagenintensität (31.12.) % 33,6 39,6 37,8 Umlaufintensität (31.12.) % 66,4 60,4 62,2 Anlagenabnutzungsgrad % 34,3 32,1 30,7 Anlagenabschreibungsquote % 6,7 6,4 4,2 Liquidität ersten Grades (31.12.) % 43,3 26,4 32,6 Liquidität zweiten Grades (31.12.) % 89,8 80,8 85,7 Eigenkapitalquote (31.12.) % 24,8 23,9 24,4 Bilanzsumme (31.12.) Mio. € 3.348,5 2.986,7 2.976,1 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Die im Jahr 2016 getätigten Unternehmenskäufe und Beteiligungserwerbe hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz. Eine Übersicht zu diesen Transaktionen enthält der Abschnitt "Portfolioveränderungen" im Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ]. Das Eigenkapital wuchs zum 31. Dezember 2016 um 16,3 % auf 831,0 MIO. €. Ausschlaggebend dafür war vor allem das hohe Ergebnis nach Steuern. Mindernd wirkten sich die Dividendenzahlung und - in geringerem Maße - die Neubewertung der Pensionsrückstellungen infolge des niedrigen Zinsniveaus aus. Die Eigenkapitalquote stieg von 23,9 % am Vorjahresstichtag auf nunmehr 24,8 %; unser mittelfristiges Ziel sind 30 %. Vor allem durch die Emission des Schuldscheindarlehens (nominal 300 MIO. €) erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten um 86,5 % auf 654,5 MIO. €. Die größte Position auf der Passivseite waren die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 982,5 MIO. €. Die darin erfassten Anzahlungen von Kunden erreichten Ende 2016 mit 648,1 MIO. € das Vorjahresniveau. Die Pensionsrückstellungen stiegen leicht auf 51,8 MIO. € (31.12.2015: 49,7 MIO. €). Erhöhungen infolge des geringen Abzinsungsfaktors wurden zum Teil durch Minderungen aufgrund der Ecoclean-Umgliederung kompensiert. Den Finanzverbindlichkeiten steht eine Gesamtliquidität von 822,6 MIO. € gegenüber; sie enthält neben den flüssigen Mitteln auch Termingelder und bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere. 2.49 - LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE (31.12.) scroll Mio. € 2016 in % der Bilanzsumme 2015 2014 Immaterielle Vermögenswerte 611,1 18,3 648,9 617,9 Sachanlagen 394,6 11,8 394,7 362,1 Sonstige langfristige Vermögenswerte 119,6 3,6 138,4 144,2 Langfristige Vermögenswerte 1.125,3 33,6 1.182,0 1.124,2 Vorräte 381,1 11,4 386,7 364,8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 779,4 23,3 895,8 849,4 Liquide Mittel 724,2 21,6 435,6 522,0 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 338,6 10,1 86,5 115,7 Kurzfristige Vermögenswerte 2.223,2 66,4 1.804,6 1.851,9 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.50 - EIGENKAPITAL (31.12.) scroll Mio. € 2016 in % der Bilanzsumme 2015 2014 Gezeichnetes Kapital 88,6 2,6 88,6 88,6 Sonstiges Eigenkapital 720,9 21,5 608,5 526,7 Eigenkapital Aktionäre 809,5 24,2 697,1 615,3 Nicht beherrschende Anteile 21,4 0,6 17,3 110,4 Summe Eigenkapital 831,0 24,8 714,4 725,8 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.51 - KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN (31.12.) scroll Mio. € 2016 in % der Bilanzsumme 2015 2014 Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) 654,5 19,5 350,9 426,5 Rückstellungen (einschl. Pensionen) 165,1 4,9 185,7 180,8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 982,5 29,3 1.046,1 1.128,3 davon erhaltene Anzahlungen 648,1 19,4 647,0 763,3 Ertragsteuerverbindlichkeiten 40,3 1,2 41,7 29,5 Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) 675,2 20,2 647,8 485,3 Gesamt 2.517,6 75,2 2.272,2 2.250,4 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 2.52 - VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR (31.12.) % 1 ohne liquide Mittel STILLE RESERVEN/ZEITWERTE In der Regel bilanzieren wir die Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungsbeziehungsweise Herstellungskosten, dabei werden Niederstwerttests berücksichtigt. Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß der Percentage-of-Completion-Methode (POC) ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente, zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, Verpflichtungen aus Optionen im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile und Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten ermitteln wir zu Zeitwerten. Die Buchwertermittlung bei Finanzinstrumenten erläutert Textziffer 34 [ S. 155 ] im Anhang zum Konzernabschluss. Im Sachanlagevermögen können sich stille Reserven vor allem bei Grundstücken und Immobilien entwickeln. Zu nennen ist die Schenck Technologie- und Industriepark GmbH (tip) in Darmstadt. Ihr Zeitwert übersteigt den Buchwert nach unserer Einschätzung um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Nicht aktivierte F&E-Kosten sind im F&E-Aufwand berücksichtigt. Sie betreffen auch den Aufwand für Patente in Höhe von 6,8 MIO. € (Vorjahr: 6,3 MIO. €). Der Wert unserer knapp 5.900 Patente lässt sich schwer beziffern. Der Zeitwert aller zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte überschreitet deren Buchwert um 0,2 MIO. €, die Differenz besteht bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen. Auf der Aktivseite existieren keine weiteren nennenswerten stillen Reserven. Auf der Passivseite unterschreiten die Bilanzansätze der Verbindlichkeiten die Zeitwerte in folgenden Fällen: bei der Anleihe, dem Schuldscheindarlehen, den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, dem Darlehen für den Campus in Bietigheim und der Bewertung der Verpflichtungen aus Optionen. Die Differenz beträgt wie im Vorjahr rund 1 % der Bilanzsumme (siehe Textziffer 34 [ S. 155 ] im Anhang zum Konzernabschluss). INVESTITIONEN NORMALISIERT Die Investitionen (ohne Akquisitionen) sanken im Jahr 2016 um 19,9 % auf 81,9 MIO. €, nachdem wir im Vorjahr den Höhepunkt des Investitionszyklus erreicht hatten. Die wichtigsten Projekte waren der Bau der neuen Campus-Standorte in den USA und China sowie umfangreiche IT-Investitionen. 2.53 - INVESTITIONEN1 UND ABSCHREIBUNGEN2 scroll Mio. € 2016 2015 2014 Investitionen in Sachanlagen 57,4 75,2 39,9 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 24,5 27,0 15,0 Beteiligungsinvestitionen 13,6 42,0 242,1 Abschreibungen -88,9 -80,5 -42,0 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert 1 Die Investitionen in dieser Übersicht weichen von den Angaben in der Cashflow-Rechnung gemäß den IFRS ab. 2 Inklusive außerplanmäßiger Abschreibungen und Zuschreibungen. Im Zinsergebnis berücksichtigte Abschreibungen sind nicht enthalten. 2.54 - SACHINVESTITIONEN: ERSATZ- UND ERWEITERUNGSINVESTITIONEN scroll Mio. € 2016 2015 2014 Ersatzinvestitionen 29,5 31,8 18,0 Erweiterungsinvestitionen 28,0 43,4 21,9 Investitionen in Sachanlagen 57,4 75,2 39,9 HOMAG Group/Woodworking Machinery and Systems seit 3. Oktober 2014 konsolidiert Die Investitionen in Lizenzen, Software und andere immaterielle Vermögenswerte waren mit 24,5 MIO. € nahezu konstant. Die Optimierung der IT-Struktur bleibt vor allem in der HOMAG Group auch zukünftig ein wichtiges Element unserer Investitionsplanung. Ersatzinvestitionen und Erweiterungsinvestitionen hielten sich im Jahr 2016 mit 29,5 MIO. € beziehungsweise 28,0 MIO. € ungefähr die Waage. Nach den umfangreichen Firmenkäufen der beiden Vorjahre (HOMAG Group, iTAC Software AG) haben wir 2016 nur kleinere Arrondierungsakquisitionen vorgenommen. Dazu zählen die Dualis GmbH IT Solution und das Abluftreinigungsgeschäft der KBA-MetalPrint GmbH. Informationen zu beiden Transaktionen enthält das Kapitel Der Konzern im Überblick [ S. 21 ]. Insgesamt flossen im Jahr 2016 13,6 MIO. € in Beteiligungsinvestitionen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deckte die Investitionen (inklusive Akquisitionen) komfortabel ab. Zudem erhöhte die Begebung des Schuldscheindarlehens (nominal 300 MIO. €) unsere Liquidität weiter. Wir erwarten, dass der Cashflow und der hohe Finanzmittelbestand den operativen Finanzierungsbedarf auch im Jahr 2017 sicher abdecken werden. Bei Bedarf können wir auf die Barlinie des syndizierten Kredits zugreifen. 2.55 - LIQUIDITÄTSENTWICKLUNG Mio. € Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Operating Lease) belaufen sich im Jahr 2017 auf 26,9 MIO. € (Vorjahr: 28,7 MIO. €). Die Mindestzahlungen aus Finanzierungsleasing betragen 2,1 MIO. €, zudem bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 1,3 MIO. €. Die Fälligkeiten aus Finanzverschuldung betragen im Jahr 2017 lediglich 5,3 MIO. €. AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE UND VERPFLICHTUNGEN Zum 31. Dezember 2016 betrug das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen insgesamt 115,3 MIO. € (ohne Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten), damit ging es gegenüber dem Vorjahresstichtag zurück (31.12.2015: 140,8 MIO. €). Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen beliefen sich auf 104,6 MIO. € (31.12.2015: 122,1 MIO. €). Die Operating-Lease-Verträge sind die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Die Forderungsverkäufe (Forfaitierung, Factoring) wurden 2016 auf 5,1 MIO. € reduziert (2015: 17,4 MIO. €). Die in Anspruch genommenen Avale in Höhe von 309,9 MIO. € umfassen hauptsächlich Kreditgarantien und -bürgschaften und sind keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente reduzieren die Bilanzsumme und verbessern bestimmte Kapitalkennziffern. Ihr Umfang steht bei Dürr in angemessenem Verhältnis zum Geschäftsvolumen. Würden wir auf Operating-Lease-Verträge verzichten, würde die Bilanzsumme um rund 3 % steigen und die Eigenkapitalquote um knapp 1 Prozentpunkt sinken. Zudem würde sich die Ergebniszusammensetzung verändern: Das EBIT würde ungefähr um denselben Betrag steigen, um den sich das Zinsergebnis abschwächen würde. Die Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern wären daher überschaubar. 2.56 - FÄLLIGKEITSSTRUKTUR FINANZVERBINDLICHKEITEN Mio. € NACHTRAGSBERICHT Die HOMAG Group AG hat mit Wirkung zum 26. Januar 2017 ihre Beteiligung an der BENZ GmbH Werkzeugsysteme von 51 % auf 75 % erhöht. Die restlichen 25 % der Anteile wird die HOMAG Group AG Ende 2018 übernehmen. BENZ bietet Werkzeugsysteme und Aggregate zum Zerspanen von Holz, Metall und Verbundwerkstoffen. RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT RISIKEN Bei allen unternehmerischen Aktivitäten wägen wir Chancen und Risiken sorgfältig gegeneinander ab. Unsere Strategie ist es, die Risiken so zu steuern und zu reduzieren, dass die Chancen überwiegen. Dafür nutzen wir ein effektives Risikomanagementsystem. DÜRR-RISIKOMANAGEMENTSYSTEM Anwendungsbereich Das Dürr-Risikomanagementsystem wird konzernweit eingesetzt. Es existiert in seiner Grundstruktur seit 2008 und wurde seither kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst. Im Jahr 2016 blieb es im Wesentlichen unverändert. Ziele Unser Risikomanagementsystem orientiert sich an den Erfordernissen im Maschinen- und Anlagenbau. Wir können damit Risiken systematisch und einheitlich erfassen, analysieren und - soweit möglich - bewerten. Auf dieser Basis können wir frühzeitig wirksame Gegenmaßnahmen einleiten. Wir erfassen alle spezifischen Risiken, sofern sie erkennbar und hinreichend konkret sind. Allgemeine Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, zum Beispiel Naturkatastrophen, werden nicht erfasst. Auch unsere Chancen erfassen und bewerten wir, darüber informiert der Chancenbericht [ S. 86 ]. Methoden und Prozesse Das Risikomanagementsystem liegt allen wesentlichen Geschäfts- und Entscheidungsprozessen zugrunde. Wir fördern einen offenen Umgang mit Risiken und ermutigen Mitarbeiter, Fehlentwicklungen frühzeitig zu melden. Der Risikomanagementprozess berücksichtigt alle Risiken der beteiligten Gesellschaften. Das zentrale Risikomanagement bei der Dürr AG stößt den neunstufigen Prozess halbjährlich an. Herzstück dieses Standardrisikozyklus ist die Risikoinventur der Konzerngesellschaften. Darin werden die Einzelrisiken ermittelt, bewertet und verdichtet, das heißt einem von 15 spezifischen Risikofeldern zugeordnet (Abbildung 2.57). Die Risikofelder decken sowohl die Führungs-, Kern- und Unterstützungsprozesse als auch die externen Risikobereiche ab. Die Bewertung der Einzelrisiken nehmen die Risikomanager der operativen Einheiten und der Dürr AG vor. Dabei nutzen sie das Risikomanagement-Handbuch sowie Risikostrukturblätter. Der Bewertungsprozess ist dreistufig: Zunächst wird das Schadenspotenzial kalkuliert, also die maximale EBIT-Belastung, die in den nächsten 24 Monaten aus einem Risiko resultieren kann. Danach beurteilen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Einzelrisikos. Im dritten Schritt wird die Wirksamkeit möglicher Gegenmaßnahmen geprüft und mit einem risikoreduzierenden Faktor bewertet. Unter dem Strich steht das Netto-Risikopotenzial, also das Netto-EBIT-Risiko, das nach der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Effektivität der Gegenmaßnahmen verbleibt. Je geringer die Eintrittswahrscheinlichkeit und je wirksamer die Gegenmaßnahmen sind, desto stärker sinkt das Netto-EBIT-Risiko. Die Netto-EBIT-Risiken der 15 Risikofelder entsprechen der Summe der Netto-EBIT-Risiken aller zugeordneten Einzelrisiken. Abhängig von der Höhe seines Netto-EBIT-Risikos wird jedes Risikofeld einer der folgenden Kategorien zugeordnet: ― Sehr gering (≤ 5 MIO. €) ― Gering (> 5 bis ≤ 20 MIO. €) ― Mittel (> 20 bis ≤ 40 MIO. €) ― Hoch (> 40 MIO. €) Die Netto-EBIT-Risiken aller Risikofelder summieren sich zum Gesamtrisikopotenzial des Konzerns. Portfolio- und Korrelationseffekte bleiben dabei unberücksichtigt. Nach der Risikoinventur erstellen die Konzerngesellschaften und Divisions ihre Risikoberichte. Sie bilden die Grundlage für den Konzernrisikobericht, in dem das Risikomanagement der Dürr AG über wichtige Einzelrisiken und das Gesamtrisiko informiert. Nach der Durchsprache im Dürr Management Board und im Vorstand wird der Konzernrisikobericht dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zugeleitet. Dessen Vorsitzender nimmt im Aufsichtsrat dazu Stellung. 2.57 - RISIKOFELDER BEI DÜRR Akute Risiken werden dem Vorstand und den Leitern der betreffenden Divisions unmittelbar gemeldet. Die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken sowie die Berichterstattung obliegen den Risikomanagern von Konzern, Divisions und Konzerngesellschaften; meist handelt es sich um die Leiter der Controlling-Abteilungen. Auch die interne Revision ist beteiligt. WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS/RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS FÜR DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS BEI DÜRR Das interne Kontrollsystem (IKS) beziehungsweise das Risikomanagementsystem (RMS) für den Rechnungslegungsprozess ist Teil des Dürr-Risikomanagementsystems. Es umfasst alle Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung mit hinreichender Sicherheit gewährleisten und sicherstellen, dass die Abschlüsse des Konzerns und seiner Gesellschaften IFRS-konform erstellt werden. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS/RMS und hat dafür eine Führungs- und Berichtsorganisation eingerichtet, die alle organisatorischen und rechtlichen Einheiten des Konzerns abdeckt. Die Überwachung des IKS/RMS ist Aufgabe der internen Revision. Das interne Kontrollsystem berücksichtigt die spezifischen Merkmale der Rechnungslegung im Konzern. Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen für den Rechnungslegungsprozess sind: ― Die Bilanzierungsrichtlinie der Dürr AG erklärt den Rechnungslegungsprozess auf Ebene der Einzelgesellschaften und des Konzerns. Sie wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert und deckt alle relevanten IFRS-Regelungen ab. Ergänzende interne Bilanzierungsstandards beschreiben zum Beispiel die Prozesse der konzerninternen Abstimmung von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. ― In einem mehrstufigen Validierungsprozess nehmen wir Stichproben, Plausibilitätschecks und weitere Kontrollen der Rechnungslegung vor. Beteiligt sind die operativen Gesellschaften und die Divisions sowie Konzern-Controlling, Konzernrechnungswesen und interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf diverse Gebiete, zum Beispiel Zuverlässigkeit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit von Rückstellungen oder Bewertung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Ergebnisse aller wesentlichen Kontrollen werden systematisch dokumentiert, durch das Risikomanagement der Dürr AG erfasst und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats übermittelt. Nach eingehender Prüfung der Ergebnisdokumentation berichtet dessen Vorsitzender dem Aufsichtsrat. ― Alle wesentlichen Konzerngesellschaften dokumentieren ihre internen Kontrollen, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen. Die Dokumentationen, die im Rahmen des Dürr-IKS/RMS entstehen, werden hinterlegt und dem Konzernrechnungswesen zugeleitet. Die interne Revision überprüft die Existenz und Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen und Instrumente. ― Unser ERP-System und das Konsolidierungssystem kontrollieren automatisch Buchungsprozesse und stellen sicher, dass Sachverhalte den korrekten Bilanzpositionen zugeordnet werden. Zudem nehmen wir manuelle Prüfungen vor. ― Zugang zum Konsolidierungssystem hat nur ein ausgewählter Mitarbeiterkreis. Der Zugriff auf alle Daten ist wenigen Mitarbeitern aus Konzernrechnungswesen und Konzern-Controlling vorbehalten. Bei anderen Nutzern ist er auf die für ihre Tätigkeit relevanten Daten beschränkt. Daten, die in den Konzerngesellschaften eingegeben werden, sind in einem zweistufigen Prozess zu kontrollieren - zunächst durch das Controlling der zuständigen Division, danach durch das Konzernrechnungswesen. ― Für die kaufmännischen Prozesse, die Buchungen im Konsolidierungssystem auslösen, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Bei Rechnungen ist je nach Höhe eine Freizeichnung durch Bereichsleitung, Geschäftsführung oder Vorstand erforderlich. Um Risiken zu vermeiden und einwandfreie Abschlüsse zu gewährleisten, beschäftigen wir uns sorgfältig mit wesentlichen Regelungen und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung. Besonderes Gewicht haben die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode, der Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Zuverlässigkeit der qualitativen Aussagen im Lagebericht und im Corporate-Governance-Bericht. Im Rahmen des IKS/RMS schulen wir die Mitarbeiter unserer Finanzabteilungen regelmäßig, zum Beispiel in der Anwendung von Rechnungslegungsstandards, Bilanzierungsregeln und IT-Systemen des Rechnungswesens. Bei Firmenakquisitionen passen wir die Rechnungslegungsprozesse zügig an und machen neue Mitarbeiter mit allen relevanten Prozessen, Inhalten und Systemen vertraut. GESAMTRISIKOSITUATION Das Gesamtrisikopotenzial des Konzerns lag Ende 2016 bei 180 MIO. € und damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau (rund 175 MIO. €). Eingeflossen sind die Netto-Risikopotenziale von 267 bewerteten Einzelrisiken. Gemessen an Geschäftsvolumen und gesamtwirtschaftlicher Situation halten wir das Gesamtrisikopotenzial für adäquat. Die gegenwärtige Gesamtrisikosituation beurteilen wir als gut beherrschbar. Risiken, die separat oder zusammen mit anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten, sind aus heutiger Perspektive nicht erkennbar. Das wichtigste Risikofeld des Konzerns ist der Bereich "Markt". Hier blieb das Nettorisikopotenzial im Vergleich zum Vorjahr konstant. Einen spürbaren Rückgang des Nettorisikopotenzials verzeichneten wir infolge abnehmender Währungsrisiken im Bereich "Finanzen/Controlling". Dieses Risikofeld stand im Vorjahr an erster Stelle. Größere Risikofelder, in denen die Risiken 2016 zunahmen, waren "Wettbewerb" und "Beschaffung". Hauptgründe dafür waren der Preisdruck in einigen Märkten beziehungsweise die Perspektive, dass die Auslastung von Lieferanten aufgrund unseres gestiegenen Auftragseingangs zunehmen wird. Die Gesamtrisikopotenziale der Divisions haben sich seit Ende 2015 nicht wesentlich verändert. RISIKOFELDER UND BEDEUTENDE EINZELRISIKEN Wirtschaftliches Umfeld Eine gravierende Konjunkturabkühlung in China würde Umsatz und Ergebnis des Konzerns stark beinträchtigen. Dies ist momentan aber nicht absehbar, vielmehr erwartet die chinesische Regierung weiterhin jährliche BIP-Zuwächse von 6 bis 7 %. Bei einem Wachstum in dieser Größenordnung dürfte sich die starke Nachfrage nach Autos und Möbeln fortsetzen. In Europa sorgen der Brexit, der instabile Bankensektor und hohe Staatsschulden für Konjunkturrisiken. Direkte Konsequenzen des Brexit auf unser Geschäft sind kaum zu erwarten. Nur knapp 3 % des Umsatzes werden in britischen Pfund abgerechnet, die Vermögenswerte im Vereinigten Königreich entsprechen nur rund 1 % der Bilanzsumme. Ob der Brexit mittelfristig einen Investitionsrückgang bei unseren Kunden auslösen wird, bleibt abzuwarten. Bisher konnten wir keine Abkühlung feststellen. 2.58 - RISIKOFELDER UND NETTORISIKEN scroll RISIKOFELD NETTORISIKO Sehr gering (≤ 5 Mio. €) Gering (>5 bis ≤ 20 Mio. €) Mittel (>20 bis ≤ 40 Mio. €) Hoch (>40 Mio. €) • Wirtschaftliches Umfeld /Kapitalmarkt • • Vertriebs-/Angebotsphase • • Projektabwicklung/Engineering • • Steuern, Gesetze, Compliance • • Markt • • Forschung und Entwicklung • • Wettbewerb • • Beschaffung • • Personal • • IT • • Fertigung • • Gesellschaft/Umwelt • • After-Sales-Phase • • Finanzen/Controlling • • Führungsprozess • Die Konjunkturrisiken infolge geopolitischer Konflikte und der Terrorgefahr sind im Jahr 2016 gestiegen. In den USA bestehen nach wie vor Unsicherheiten über den handelspolitischen Kurs der Trump-Administration. Sollte es zu Handelsbeschränkungen kommen, hätte dies negative Effekte auf die Weltkonjunktur. Einschränkungen des Freihandels im NAFTA-Raum würden wahrscheinlich zu rückläufigen Investitionen in Mexiko und zu steigenden in den USA führen. Eine Abschottung des US-Markts hätte für uns überschaubare direkte Konsequenzen, da wir in den USA mit eigenen Gesellschaften stark vertreten sind. Regelmäßig von uns angestellte Szenarioberechnungen zeigen, dass wir relativ robust gegenüber regionalen Konjunkturschwächen sind. Schwächephasen in einzelnen Ländern lassen sich durch unsere ausgewogene Geschäftsverteilung relativ gut überbrücken. Konjunkturabkühlungen wirken sich vergleichsweise spät auf Dürr aus, da unser Anlagenbaugeschäft von langfristigen Investitionsentscheidungen der Automobilindustrie geprägt ist. Im frühzyklischen Maschinenbaugeschäft schlagen sie sich schneller nieder. Kapitalmarkt Eine Wirtschaftskrise oder ein Wiederaufflammen der EU-Schuldenkrise könnte die Kapitalmärkte erschüttern und neue Finanzierungen verteuern. Allerdings sehen wir in der näheren Zukunft keinen Finanzierungsbedarf, da wir erst im Jahr 2016 ein Schuldscheindarlehen emittiert haben. Das Risiko einer feindlichen Übernahme der Dürr AG beurteilen wir als relativ gering, da die Gründerfamilie Dürr 28,8 % der Anteile besitzt. Operative Risiken: Vertriebs- und Angebotsphase Bei hoher Wettbewerbsintensität ist es möglich, dass wir unsere Margenziele in Auftragsverhandlungen nicht durchsetzen können. Bei der Kalkulation von Aufträgen können wir Kosten falsch einschätzen. Um vorzubeugen, holen wir in der Beschaffung aktuelle Marktpreise ein und lassen die Kalkulationsannahmen intern gegenprüfen. Unsere Vertriebsposition in den einzelnen Märkten ist meist gut. Woodworking Machinery and Systems hat in China einen eingeschränkten Endkundenkontakt, da der Vertrieb über ein Partnerunternehmen erfolgt, an dem die HOMAG Group eine Minderheitsbeteiligung hält. Allerdings wird die Zusammenarbeit mit dem Vertriebspartner derzeit systematisch intensiviert. Operative Risiken: Projektabwicklung/Engineering Sollten wir Termine oder andere Zusagen nicht einhalten, können in der Auftragsabwicklung Mehrkosten entstehen. Wir beurteilen dieses Risiko als beherrschbar, da unsere Kapazitäten an das Geschäftsvolumen angepasst sind. Ferner sind wir dank standardisierter Produkte und Prozesse in der Lage, eine Vielzahl von Großprojekten parallel abzuwickeln. Technischen oder logistischen Problemen in Großprojekten beugen wir durch ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews vor. In der HOMAG Group bildet die margenorientierte Planung und Abwicklung von Großprojekten einen Schwerpunkt des Optimierungsprogramms FOCUS. Steuern, Gesetze, Compliance Wir müssen eine Vielzahl nationaler Rechtsnormen befolgen. Um Verstöße zu vermeiden, arbeiten wir mit lokalen Rechtsexperten zusammen und schulen unsere Mitarbeiter. Neue Handelsbarrieren, Gesetze oder Steuerregelungen könnten unsere Kosten erhöhen und die Absatzchancen mindern. Wesentliche rechtliche Risiken sind Gewährleistungsansprüche, Schadenersatzforderungen bei Produktionsausfällen und Patentauseinandersetzungen. Falls wir vertragliche Verpflichtungen bei der Leistungserbringung nicht erfüllen, drohen Konventionalstrafen. Bevor wir vertragliche Zusicherungen abgeben, prüfen wir mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen. Unerfüllbare Ansprüche schließen wir prinzipiell aus. Zurzeit sind keine außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeiten anhängig; in keinem Verfahren überschreitet der Streitwert einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag. Gegen Compliance-Verstöße schützen wir uns durch ein Compliance-System, das regelmäßig überprüft wird. Derzeit sind uns keine gravierenden Verstöße bekannt. Der Bundesfinanzhof hat dem Bundesverfassungsgericht eine Vorlage zur Feststellung der Verfassungsmäßigkeit von § 8a Körperschaftsteuergesetz eingereicht. Gegenstand des Paragrafen ist die in Deutschland geltende Zinsschranke. Aufgrund des derzeit nicht abschätzbaren Ausgangs des Verfahrens haben wir keine bilanziellen Auswirkungen erfasst. Markt Die Automobilindustrie muss hohe Investitionen in den Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren und Connectivity [ S. 194 ] tätigen. Dies könnte dazu führen, dass die für uns relevanten Investitionen in Produktionstechnik verringert werden. Wir erwarten allerdings keinen Einbruch, denn für die Entwicklung der neuen Technologien benötigen die Automobilproduzenten hohe Cashflows aus dem Geschäft mit herkömmlichen Fahrzeugen. Dies setzt voraus, dass sie weiterhin angemessen in effizienzsteigernde Produktionstechnik investieren. Hinzu kommt: Der Trend zur E-Mobilität generiert auch zusätzliche Geschäftschancen für uns. 2016 erhielten wir zum Beispiel Aufträge über den Bau eines Montagewerks und einer Lackiererei für Elektroautos. Im Automotive-Geschäft können Abhängigkeitsrisiken entstehen, da es weltweit nur relativ wenige Automobilproduzenten gibt. Im Jahr 2016 entfielen 27 % unseres Umsatzes auf die zehn größten Kunden; vor der HOMAG-Akquisition lag diese Quote über 50 %. Außerhalb der Automobilindustrie ist unsere Kundenbasis sehr breit, entsprechend geringer sind die Abhängigkeitsrisiken. Der Volkswagen-Konzern - einer unserer größten Kunden - reduziert seine Investitionen aufgrund der Diesel-Problematik zumindest temporär. Im Zuge dessen hat sich auch unser Geschäftsvolumen mit Volkswagen verringert. Allerdings sind die Einbußen begrenzt, zudem konnten wir das Geschäft mit anderen Kunden ausweiten. In unseren Absatzmärkten herrscht ein stetiger Preisdruck, dem wir durch Innovation, Prozessoptimierung und Kostenkontrolle begegnen. Das Risiko von Forderungsausfällen beurteilen wir als moderat. Unser Forderungsvolumen ist begrenzt, zudem stehen einem großen Teil der Forderungen erhaltene Anzahlungen von Kunden gegenüber. Hohe Forderungen bestehen vor allem gegenüber bonitätsstarken Automobilherstellern. Forderungen gegenüber Kunden ohne Investment-Grade-Rating überwachen wir sorgfältig. Wir können allerdings nicht ausschließen, dass es bei Kunden zu Forderungsausfällen kommt, die sich negativ auf uns auswirken können. Wir beobachten Produktinnovationen, Technologieentwicklungen und neue Geschäftsmodelle in unseren Branchen sehr intensiv. Trends, die unser Geschäft grundsätzlich bedrohen, sind nicht erkennbar. Disruptive Technologien im Automobilsektor wie Elektromobilität und autonomes Fahren führen nicht zu einem geringeren Bedarf an Lackier-, Montage- und Prüftechnik [ S. 194 ]. Vielmehr dürfte die Nachfrage in der Endmontagetechnik steigen, da die Montage von Elektroautos zum Teil neue Verfahren erfordert. Das autonome Fahren führt tendenziell zu einem höheren Bedarf an Prüftechnik für Sensoren und Fahrerassistenzsysteme. In der Lackiertechnik bestehen keine gravierenden Substitutionsrisiken, da Aluminium, Stahl und Kunststoffe im Großserien-Karosseriebau auch weiterhin alternativlos sind. Auch die zur Gewichtsreduktion eingesetzten Verbundwerkstoffe werden konventionell lackiert. In der Möbelfertigung dominieren weiterhin Holz und Spanplatten, daher bestehen keine wesentlichen Substitutionsrisiken für die HOMAG Group. Unternehmensstrategische Risiken in den Emerging Markets Der hohe Geschäftsanteil in den Emerging Markets (48,5 % des Umsatzes) bringt spezifische Risiken mit sich: ― Kulturelle und sprachliche Barrieren, unzureichende Informationen über Lieferanten, Kunden und Marktgepflogenheiten sowie spezielle rechtliche und politische Rahmenbedingungen können zu Nachteilen führen. ― Die Personalfluktuation ist in Ländern wie China und Indien höher als in Deutschland. Eine attraktive Vergütung, unsere Weltmarktführerschaft und eine gezielte Karriereplanung helfen uns, leistungsfähige Mitarbeiter zu binden. ― Produkt- und Markenpiraterie sind in den Emerging Markets stärker verbreitet als in den etablierten Märkten. Die damit verbundenen Risiken beurteilen wir als beherrschbar. Kerntechnologien werden durch Patente abgesichert und lassen sich aufgrund ihrer Komplexität nicht ohne Weiteres gleichwertig kopieren. ― Zum Teil unterbieten lokale Wettbewerber unsere Preise. Dem begegnen wir, indem wir die Wertschöpfung vor Ort weiter erhöhen und unseren Technologievorsprung durch Innovation schützen. Mit lokaler Produktentwicklung stellen wir sicher, dass regionalspezifische Kundenanforderungen berücksichtigt werden. Dies reduziert die Akzeptanzrisiken für neue Lösungen. Unternehmensstrategische Risiken: Akquisitionen/neue Geschäftsfelder Bei Firmenakquisitionen können Umsatz, Ertrag und Synergieeffekte künftig geringer ausfallen als geplant. Dagegen schützen wir uns durch umfassende Due Diligences und Integrationspläne. Dabei werden auch mögliche Risiken überprüft, zum Beispiel in den Bereichen Kaufpreis und Technologie. Typische Risiken bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder sind Fehleinschätzungen hinsichtlich Ressourceneinsatz, Kundenanforderungen und Preisziele sowie Nachfrage-, Markt- und Wettbewerbsentwicklung. Zudem können Probleme bei der Technologieentwicklung auftreten. Derartige Fehleinschätzungen und Probleme können das Abschreibungsrisiko bei Investitionen, Firmenbeteiligungen und aktivierten Entwicklungsleistungen erhöhen. Um vorzubeugen, nutzen wir in neuen Geschäftsfeldern bewährte Prozesse und Technologien sowie unser weltweites Standortnetzwerk. Die Entwicklung des seit dem Jahr 2011 betriebenen Geschäftsfelds Energieeffizienz ist bisher hinter unseren Planungen zurückgeblieben. F&E und Produkthaftung Bei Innovationen besteht das Risiko, dass wir die Entwicklungskosten nicht ausreichend auf die Produktpreise umlegen können. Um Marktakzeptanzrisiken zu vermeiden, analysieren wir den Bedarf genau, binden Pilotkunden ein und entwickeln Produkte mit hohem Return on Investment für den Kunden. Dadurch sinkt auch das Risiko außerplanmäßiger Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen. Damit neue Produkte keine Schutzrechte Dritter verletzen, prüfen wir die Patentsituation. Um Produkthaftungsfällen vorzubeugen, stellen wir sicher, dass unsere Produkte den Arbeitsschutzvorschriften entsprechen, und schließen entsprechende Versicherungen ab. Wettbewerb Angesichts unserer hohen Marktanteile intensivieren einige Kunden die Zusammenarbeit mit kleineren Wettbewerbern. Dies kann die Durchsetzung unserer Preisziele erschweren. Im unteren Marktsegment, das von geringerer technischer Komplexität geprägt ist, steigt die Anzahl der Wettbewerbsprodukte. Dies gilt besonders für die Emerging Markets. Wir reagieren darauf, indem wir unsere Lokalisierung vorantreiben und punktuell kleinere Anbieter übernehmen. Wir haben keine Kenntnis von Konkurrenzprodukten, die unsere Marktstellung ernsthaft gefährden könnten. Bei Innovationen von Wettbewerbern sind wir in der Lage, mit eigenen Entwicklungen zu reagieren. Bedrohliche Zusammenschlüsse oder Fusionsabsichten von Wettbewerbern sind uns nicht bekannt. In einigen Märkten verzeichnen wir eine überdurchschnittlich hohe Wettbewerbsintensität. In keinem wichtigen Markt werden wir gegenüber inländischen Wettbewerbern systematisch benachteiligt. Beschaffung und Fertigung Besonders in den Emerging Markets kann es bei Lieferanten zu Qualitätsmängeln oder Terminverzögerungen kommen. Um dies zu vermeiden, setzen wir auf eine sorgfältige Auswahl und Kontrolle der Lieferanten. Zudem haben wir die Abhängigkeit von Lieferanten durch den Ausbau unserer Eigenfertigung reduziert. Steigende Lieferantenpreise können wir oft nicht vollständig an unsere Kunden weitergeben. Das Insolvenzrisiko von Lieferanten ist in den meisten Ländern niedrig. Angesichts des hohen Auftragseingangs im Jahr 2016 können bei einzelnen Lieferanten Kapazitätsengpässe auftreten. Gegen Verfügbarkeits- und Preisrisiken sichern wir uns durch Rahmenverträge mit Vorzugslieferanten und die Bündelung von Einkaufsvolumina ab. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen gering. Personal Um Auslastungsrisiken zu vermeiden, setzen wir externe Leiharbeitskräfte ein. In Deutschland gilt für deren Einsatz ab dem 1. April 2017 eine neue gesetzliche Regelung. Sie sieht unter anderem eine Überlassungshöchstdauer und ein Equal-Pay-Modell vor. Wir gehen davon aus, dass die Neuregelung die Kosten für die Beschäftigung von Leiharbeitskräften steigern wird. Da wir viele hoch qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen, kann es bei Austritten zu Know-how-Verlusten kommen. Deshalb verteilen wir Spezialkenntnisse auf mehrere Personen und fördern den Wissenstransfer durch Dokumentationen, Schulungen, Patenschaften und unser Intranet. Angesichts niedriger Absolventenzahlen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) können Engpässe bei der Personalbeschaffung auftreten. Dieses Risiko wird durch die Digitalisierung und den wachsenden Bedarf an entsprechenden Fachkräften zunehmen. Um gegenzusteuern, setzen wir auf eine langfristige Karriereplanung für Experten, verstärktes Personal- und Hochschulmarketing sowie auf Ausbildung und Duale Studiengänge. IT Mit der Digitalisierung nehmen informationstechnische Risiken wie Datenverlust, Hacking und Virenangriffe zu. Wir schützen uns durch eine konzernweite IT-Sicherheitsorganisation und eine robuste IT-Infrastruktur mit aktuellen Firewall- und Antivirenprogrammen. Um Ausfälle zu vermeiden, haben wir Back-up-Server, redundante Datenleitungen und unterbrechungsfreie Stromversorgungen eingerichtet. Unser Risiko von Hacker- und Ausspähungsangriffen beurteilen wir als branchenüblich. Umwelt und Arbeitssicherheit Dem Risiko von Arbeitsunfällen begegnen wir mit umfassenden Sicherheitsstandards und -prozeduren, die in unserer Health & Safety-Richtlinie beschrieben sind. Mitarbeiter erhalten regelmäßige Sicherheitsunterweisungen; zudem kooperieren wir mit unseren Kunden, um die Arbeitssicherheit auf den Baustellen zu gewährleisten. Bei der Modernisierung unseres Standortnetzwerks haben wir in den vergangenen Jahren auch in neue Maschinen mit hohen Sicherheitsstandards investiert. Gesundheits- und umweltschädliche Stoffe werden nur in begrenztem Umfang verwendet, etwa bei Versuchen in der Lackiertechnik. Beim Emissions- und Arbeitsschutz befolgen wir neben gesetzlichen Regelungen auch interne Richtlinien und die Vorgaben der entsprechenden Zertifizierungssysteme. WÄHRUNGS-, ZINS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE FINANZINSTRUMENTE ZUR RISIKOMINIMIERUNG Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sind im Anhang zum Konzernabschluss detailliert beschrieben (Textziffer 40 [ S. 171]). Das Management dieser Risiken folgt einer konzernweiten Richtlinie. In ihrem Zentrum steht das Finanzrisiko-Komitee, das aus dem Finanzvorstand, den Leitern von Konzern-Controlling und Konzern-Treasury sowie den Finanzverantwortlichen der Divisions besteht. Es diskutiert finanzstrategische Fragen und bereitet entsprechende Vorstandsbeschlüsse vor. Absicherung von Fremdwährungsrisiken Wir setzen Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein. Meist handelt es sich um Devisenterminkontrakte zur Währungssicherung. Ende 2016 betrug ihr Nominalwert 519,6 MIO. € (31.12.2015: 736,0 MIO. €). Abgesichert wurden vor allem Zahlungsströme in den maßgeblichen Fremdwährungen, die unter Textziffer 40 [ S. 171] im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt sind. Im Jahr 2016 haben wir derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung im Volumen von 100 MIO. € für die variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens eingesetzt. Fremdwährungsrisiken bei Aufträgen sichern wir meist unmittelbar nach Auftragseingang ab. Grundsätzlich gehen wir für jedes größere Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft ein (Micro Hedge). Im Standardmaschinen- und Ersatzteilgeschäft nutzen wir angesichts der geringeren Auftragswerte auch Macro Hedges für mehrere Aufträge. Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte werden regelmäßig kontrolliert und bewertet. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich zur wirtschaftlichen Absicherung von Darlehen und des operativen Geschäfts. Die Translationsrisiken bei der Umrechnung in Euro haben 2016 ebenso abgenommen wie die exportbedingten Transaktionsrisiken. Letztere fallen bei Dürr relativ moderat aus, da wir viele Güter vor Ort produzieren oder in Landeswährung kaufen. Durch die Übernahme der HOMAG Group haben sie jedoch etwas zugenommen, da die HOMAG Group infolge ihres hohen Wertschöpfungsanteils in Deutschland mehr exportiert. Absicherung von Zinsrisiken Unsere Zins- und Finanzierungsstrategie hat einen konservativen Charakter. Zentrale Elemente sind langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot. Unsere Finanzverschuldung umfasst in erster Linie das im März 2016 platzierte Schuldscheindarlehen, die 2014 begebene Anleihe und die langfristige Campus-Finanzierung. Das Zinsänderungsrisiko unserer Konzernfinanzierung ist begrenzt. Das Zinsrisikomanagement hat alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen im Blick. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig identifizieren. Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung sind prinzipiell Aufgabe des Konzern-Treasury, Ausnahmen erfordern ab einer bestimmten Größe die Genehmigung durch den Finanzvorstand. Unsere Pensionsrisiken sind überschaubar. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik mussten wir den Abzinsungsfaktor für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland im Jahr 2016 zwar von 2,4 % auf 1,5 % senken. Aufgrund der bilanziellen Umgliederung von Dürr Ecoclean fiel der Anstieg der Pensionsrückstellungen mit 4,3 % aber gering aus. Absicherung von Liquiditätsrisiken Wir decken unseren Liquiditätsbedarf weitgehend aus dem Cashflow. Bei vorübergehend negativen Cashflows können wir die flüssigen Mittel und die Barlinie des syndizierten Kredits nutzen. Letzteres war 2016 nicht erforderlich. Bitte beachten Sie dazu auch das Kapitel Finanzwirtschaftliche Entwicklung [ S. 69 ]. Durch unser Cash Pooling können wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften für andere Konzerntöchter nutzbar machen, sofern die einzelstaatlichen Kapitaltransferbestimmungen dies zulassen. Dies vermeidet die Inanspruchnahme von Krediten und Zinsaufwendungen. Finanzierungsrisiken Derzeit existieren keine Risiken bei der Fremdkapitalversorgung. Unsere Anleihe, das Schuldscheindarlehen und der syndizierte Kredit haben Laufzeiten bis mindestens 2021. Die Bedingungen der Anleihe enthalten die üblichen Beschränkungen und Verpflichtungen. Bei einem Verstoß könnte der Anleihebetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen fällig gestellt werden. Auch das Schuldscheindarlehen kann bei Verletzung wesentlicher Vertragsverpflichtungen, bei Insolvenz oder bei einem Kontrollwechsel bei Dürr außerordentlich fällig gestellt werden. Der Vertrag zu unserem syndizierten Kredit sieht die Einhaltung einer bestimmten Finanzkennzahl vor. Bei Nichteinhaltung dieses Financial Covenants kann das Bankenkonsortium den Vertrag vorzeitig kündigen. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Absicherung von Anlagerisiken Unsere Richtlinie für das Financial Asset Management regelt den Umgang mit Anlagerisiken. Unter anderem definiert sie die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen. Wir besitzen keine Staatsanleihen, deren fristgerechte Rückzahlung unsicher ist. Daher besteht kein erhöhtes Risiko einer außerplanmäßigen Abschreibung auf finanzielle Vermögenswerte oder Finanzanlagen. RATINGS Wir lassen keine Ratings zur Bonitätsbewertung durchführen. CHANCEN CHANCENMANAGEMENTSYSTEM Im Chancenmanagementsystem von Dürr spielen die Divisions die zentrale Rolle. Im Kontakt mit Kunden, Lieferanten und Partnern sammeln sie Erkenntnisse über neue Trends und Marktanforderungen. Diese Informationen werden zu Chancenkomplexen zusammengefasst und bewertet. Chancenkomplexe mit nachhaltigem wirtschaftlichen Potenzial werden in Strategie-Workshops mit dem Vorstand und den Leitern der Divisions erörtert. Die Divisions integrieren gebilligte Chancenkomplexe in ihre Strategie und definieren Budgetziele, Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Zeitpläne. Die Identifikation und Bewertung von Geschäftschancen ist ein kontinuierlicher Prozess, den die Leiter der Divisions steuern. Auf Ebene der Dürr AG sind der Vorstand und die Abteilung Corporate Development zuständig. Für strategisch wichtige Chancen bilden wir interdisziplinäre Teams für Potenzialanalyse, Planung und - gegebenenfalls - Akquisitionsprozesse. Auch die Kooperation mit Hochschulen und Forschungsinstituten ist Teil des Chancenmanagements. Dadurch können wir überprüfen, ob sich aus neuen wissenschaftlichen Ergebnissen Chancen für unser Geschäft eröffnen. Gesetzliche Neuregelungen, beispielsweise zu Emissionsschutz und Freihandel, können ebenfalls zu Chancen führen. Unser Chancenmanagementsystem berücksichtigt weltweite und regionale Geschäftschancen sowie Potenziale mit bestimmten Produkten, Kunden und Geschäftsmodellen. CHANCENPOTENZIAL Im Folgenden beschreiben wir die wichtigsten Chancen des Konzerns und der Divisions. In der Geschäftsplanung für 2017 und der strategischen Planung bis 2020 haben wir das daraus resultierende Umsatz- und Ertragspotenzial realistisch berücksichtigt. Falls wir unsere Chancen stärker nutzen können als unterstellt, könnten Umsatz beziehungsweise EBIT die für 2017 geplanten Werte um bis zu 2 % beziehungsweise um bis zu 13 % überschreiten. Diese Zusatzpotenziale bei Umsatz und EBIT sind aber nur im besten Fall erreichbar. STRATEGISCHE CHANCEN Wachstum in den Emerging Markets: Experten erwarten, dass die weltweite Automobilproduktion von 2016 bis 2021 im Schnitt um 3,4 % pro Jahr zunimmt. Für Emerging Markets wie China, Mexiko, Indien und Südostasien werden höhere Wachstumsraten prognostiziert. Davon können wir aufgrund unserer starken Präsenz vor Ort profitieren. Digitalisierung/Industrie 4.0: Die Digitalisierung der Produktion bietet unseren Kunden große Chancen. Für die deutsche Industrie werden bis 2020 Effizienzzuwächse von durchschnittlich 3,3 % p.a. durch Digitalinvestitionen prognostiziert. Wir sind in einer guten Position, um als Fabrikausrüster davon zu profitieren: Anlagen von Dürr, HOMAG und Schenck sind bereits heute in hohem Maße digital vernetzt. Durch die Akquisitionen von iTAC und DUALIS haben wir unser Software-Angebot für Industrie-4.0-Plattformen stark ausgeweitet. Aufgrund unserer finanziellen Stärke können wir stärker in digitale Anwendungen investieren als kleinere Wettbewerber. HOMAG Group: Die im Jahr 2014 erworbene HOMAG Group hat das Potenzial, mittelfristig den höchsten Ergebnisbeitrag im Konzern zu liefern. Bis 2020 soll ihre EBIT-Marge bei 1,25 MRD. € Umsatz auf 8 bis 10 % steigen. Mit dem seit 2015 laufenden Optimierungsprogramm FOCUS wächst die HOMAG Group dynamisch und steigert sukzessive ihre Effizienz. 2016 erreichte ihre operative EBIT-Marge bereits 6,6 % (2014: 4,0 %). Elektromobilität: Der Megatrend E-Mobilität gewinnt stark an Dynamik. Viele etablierte Automobilhersteller planen, in die Großserienfertigung von Elektroautos einzusteigen. Dafür benötigen sie zusätzliche oder modifizierte Produktionskapazitäten wie beispielsweise Lackierereien und Endmontagelinien. Zudem treten insbesondere in China und den USA neue Unternehmen in den Markt ein, die Elektrofahrzeuge bauen wollen oder bereits produzieren. Dies führt potenziell zu einer Verbreiterung unserer Kundenbasis. Service: Im Jahr 2016 stieg der Service-Umsatz bei leicht rückläufigem Gesamtumsatz um 11 %. Das zeigt, dass wir in der Lage sind, aus unserer breiten installierten Basis Zuwächse im margenstärkeren Dienstleistungsgeschäft zu generieren. Diese Chance werden wir weiterhin nutzen. Grundlage dafür ist das Programm CustomerExcellence@Dürr, mit dem wir unsere Prozesse im Service in den vergangenen Jahren systematisch optimiert haben. Wachsendes Modernisierungsgeschäft: Das Geschäft mit Anlagenmodernisierungen wächst. Mit überschaubaren Investitionen und kurzen Payback-Zeiten können unsere Kunden in bestehenden Werken signifikante Produktivitätssteigerungen erzielen. Auch in China nimmt die Zahl modernisierungsbedürftiger Anlagen zu. Im Lackiertechnikgeschäft sehen wir die Chance, den Anteil des Modernisierungsgeschäfts bis 2020 von 25 % auf 35 % zu steigern. Lokalisierung: Wir setzen auf eine direkte Präsenz in allen wesentlichen Märkten, nicht nur in Vertrieb und Service, sondern auch in Engineering [ S. 194 ], Produktion und Auftragsabwicklung. Durch den weiteren Ausbau unserer lokalen Kapazitäten in Marktregionen mit Zukunftspotenzial verbessern wir Kostenstruktur und Kundennähe. Langfristige Finanzierung: Unsere Finanzierung ist bis 2021 gesichert. Dadurch können wir uns auf das operative Geschäft konzentrieren, zugleich verfügen wir über finanziellen Spielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. CHANCEN IN DEN DIVISIONS Paint and Final Assembly Systems sieht gute Chancen im Modernisierungsgeschäft. Dies gilt besonders für Nordamerika und zunehmend für China. Zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten bietet der Trend zur Elektromobilität, unter anderem weil neue Fahrzeughersteller in den Markt eintreten. Durch seine gute Präsenz in Südostasien hat Paint and Final Assembly Systems eine günstige Ausgangsposition, um das Geschäft mit der dort dominierenden japanischen Automobilindustrie auszubauen. Application Technology verfügt über Wachstumschancen im Geschäft mit der allgemeinen Industrie. Der dafür zuständige Bereich Industrial Products soll bis 2019 rund 50 MIO. € Umsatz beisteuern. Als Roboterspezialist kommen Application Technology zwei Trends zugute: einerseits die Vollautomatisierung des Lackierprozesses (inklusive Fahrzeuginnenlackierung), andererseits die Typ- und Volumenflexibilisierung in der Produktion. Mit dem neuen Lackierroboter EcoRP E043i bietet die Division hierfür eine hochinnovative Lösung. Dank seiner Kompetenz bei Farbversorgungssystemen kann Application Technology auch von dem Trend zur Individualisierung in der Fahrzeuglackierung profitieren. Zudem bieten sich - wie bei Paint and Final Assembly Systems - Chancen im Modernisierungsgeschäft. Measuring and Process Systems kommt der wachsende Bedarf der Automobilindustrie an intelligenten Prüfsystemen zugute. Den Hintergrund bildet der zunehmende Einsatz von Fahrerassistenzsystemen, die vorab getestet werden müssen, bis hin zum autonomen Fahren. In der Befülltechnik [ S. 194 ] bieten sich Chancen mit automatisierten Systemen für den Nutzfahrzeugbereich. Zudem soll - genauso wie in der Auswuchttechnik [ S. 194 ] - die Expansion in Asien vorangetrieben werden. Clean Technology Systems besitzt weltweit weiterhin gute Wachstumschancen, besonders in China. Dort nimmt das Marktpotenzial zu, da der Emissionsschutz als politisches Ziel immer wichtiger wird. Darüber hinaus verbreitert die Division ihre Technologiebasis und nutzt Konsolidierungschancen im Markt. Effizienzgewinne erwarten wir durch das Optimierungsprogramm "CTS Fit 2016". Woodworking Machinery and Systems stellt seit der Akquisition durch Dürr die Weichen für Wachstum und nachhaltige Profitabilitätszuwächse. Eckpunkte des Optimierungsprogramms FOCUS sind die Verbesserung von Organisation und Prozessen sowie Standardisierung, Lokalisierung und Innovation. Zudem sollen Wachstumsmöglichkeiten in China, im Service und im Projektgeschäft systematisch genutzt werden. Weitere Chancen eröffnet die Industrialisierung der Möbelproduktion in den Emerging Markets. Durch den Trend zum Kauf individuell konfigurierter Möbel steigt das Absatzpotenzial für digital vernetzte Losgröße-1-Anlagen. PROGNOSE WELTKONJUNKTUR: POSITIVER AUSBLICK, ABER WACHSENDE UNSICHERHEITEN Konjunkturexperten erwarten für 2017 und 2018 ein weltwirtschaftliches Wachstum von 3,4 beziehungsweise 3,8 % und damit eine Beschleunigung gegenüber 2016. Für die USA wird eine Zunahme der konjunkturellen Dynamik prognostiziert. Die Regierung Trump will mit einer expansiven Fiskalpolitik die Infrastruktur modernisieren und Investitionen mithilfe einer restriktiveren Handelspolitik in das eigene Land zurückholen. Ferner stehen eine Deregulierung im Finanzbereich und die Senkung der Unternehmenssteuern auf der Agenda. Allerdings könnten die politischen Unwägbarkeiten, die mit der Trump-Administration verbunden sind, auch eine dämpfende Wirkung auf die US-Konjunktur ausüben. In China erscheinen BIP-Zuwächse von 6 bis 6,5 % realistisch. Dabei muss die chinesische Führung zum einen die Verschuldung des Finanzbereichs im Auge haben. Zum anderen muss sie den eingeleiteten Strukturwandel fortsetzen - weg von der exportgetriebenen Massenproduktion hin zu einer Wirtschaft mit höherem Dienstleistungsanteil und stärkerer Binnennachfrage. In Europa dürfte sich die moderate wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen. Die Folgen des Brexit sind schwer absehbar, insbesondere im Vereinigten Königreich dürfte das Wachstum aber nachlassen. In Deutschland ist 2017 mit einer Abschwächung des BIP-Wachstums auf 1,1 % zu rechnen (Vorjahr: 1,9 %). Russland und Brasilien scheinen den wirtschaftlichen Tiefpunkt nach mehrjähriger Rezession hinter sich zu haben; 2017 könnte in beiden Ländern ein leichtes Wachstum bringen. Für Indien wird ein BIP-Zuwachs von 7 % und damit eine Fortsetzung des kräftigen Aufschwungs prognostiziert. Eine Übersicht zu den Wachstumsprognosen für 2017 und 2018 gibt Tabelle 2.59. 2.59 - WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT scroll Veränderung gegenüber Vorjahr, % 2016 2017 2018 Welt 3,0 3,4 3,8 Eurozone 1,6 1,3 1,5 USA 1,5 2,4 3,6 China 6,6 6,5 6,0 Indien 7,0 7,0 7,8 Brasilien -3,4 0,8 2,2 Japan 1,0 1,1 1,4 Quellen: Deutsche Bank 1/2017 und Kepler Cheuvreux 1/2017 Die Weltkonjunktur profitiert weiterhin von niedrigen Zinsen, wenngleich der Zinstrend erstmals wieder leicht nach oben zeigt. Die Rohstoffpreise haben sich nach dem Tief des Frühjahres 2016 wieder erholt. Ähnliches gilt für Konjunkturfrühindikatoren wie den Baltic Dry Index für den maritimen Gütertransport. Das weltweite Konsumentenvertrauen ist hoch. Die Inflation befindet sich nach den deflatorischen Tendenzen des Jahres 2015 wieder auf Normalisierungskurs, allerdings liegt sie nach wie vor auf niedrigem Niveau. Angesichts dessen dürften viele Notenbanken ihre expansive Geldpolitik fortsetzen, um die Konjunktur zu stützen. Allerdings werden einige Notenbanken bereits vorsichtiger. Die Federal Reserve dürfte die US-Zinsen moderat weiter erhöhen, für 2017 rechnen Experten mit mindestens zwei Anhebungsschritten. Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ist ein guter Indikator für den Zustand unserer wichtigsten Abnehmermärkte. Sowohl die Automobilindustrie als auch die Möbelbranche wachsen langfristig in ähnlicher Größenordnung wie das BIP. Dementsprechend deutet die erwartete Wachstumsbeschleunigung der Weltwirtschaft darauf hin, dass wir unsere Wachstumsziele erreichen können. Risiken für diese Prognose gehen von den weltweit zunehmenden protektionistischen Tendenzen aus. Importbeschränkungen der USA könnten zum Beispiel das Wachstum der Automobilproduktion in Mexiko gefährden. Ein verstärkter Protektionismus würde auch Exportländer wie Deutschland treffen; zudem würden Einschränkungen im internationalen Wettbewerb die Preisrisiken erhöhen. Ferner steht die Stabilität der Europäischen Union auf dem Prüfstand, insbesondere falls es in weiteren Ländern zu Austrittsreferenden kommt. In China könnte die Expansion des Kreditvolumens zu einer Kreditblase führen. GLOBALE AUTOMOBILPRODUKTION: STETIGE AUFWÄRTSENTWICKLUNG ERWARTET PricewaterhouseCoopers (PwC) erwartet, dass die Weltautomobilproduktion im Jahr 2017 um weitere 3,0 % steigt, nachdem Nordamerika und China bereits 2016 neue Spitzenwerte verzeichneten. Der Automobilabsatz dürfte weiterhin von moderaten Kraftstoffpreisen, günstigen Finanzierungsmöglichkeiten und dem positiven Konsumklima stimuliert werden. 2.60 - PRODUKTION PKWS UND LEICHTE NUTZFAHRZEUGE IN MIO. EINHEITEN Veränderung gegenüber Vorjahr scroll Region 2016 20171 20181 20191 20201 20211 Nordamerika 17,7 17,8 18,2 18,9 19,2 19,5 (1,1 %) (0,6 %) (2,2 %) (3,8 %) (1,6 %) (1,6 %) Mercosur 2,7 3,0 3,2 3,3 3,5 3,6 (-12,9 %) (11,1 %) (6,7 %) (3,1 %) (6,1 %) (2,9 %) Westeuropa 15,2 15,4 15,6 15,6 16,3 16,4 (4,8 %) (1,3 %) (1,3 %) (0,0 %) (4,5 %) (0,6 %) Osteuropa 6,7 6,9 7,2 7,5 7,8 8,0 (0,0 %) (3,0 %) (4,3 %) (4,2 %) (4,0 %) (2,6 %) Asien 48,2 50,1 53,2 56,2 58,0 59,1 (8,8 %) (3,9 %) (6,2 %) (5,6 %) (3,2 %) (1,9 %) davon China 27,0 27,7 29,9 31,7 33,1 33,9 (15,9 %) (2,6 %) (7,9 %) (6,0 %) (4,4 %) (2,4 %) Sonstige 2,2 2,3 2,6 2,8 3,0 3,1 (4,8 %) (4,5 %) (13,0 %) (7,7 %) (7,1 %) (3,3 %) Gesamt 92,7 95,5 100,0 104,3 107,8 109,7 (5,1 %) (3,0 %) (4,7 %) (4,3 %) (3,4 %) (1,8 %) scroll Region CAGR22016-2021 Nordamerika 2,0 % Mercosur 5,9 % Westeuropa 1,5 % Osteuropa 3,6 % Asien 4,2 % davon China 4,7 % Sonstige 7,1 % Gesamt 3,4 % 1 Prognose 2 CAGR = Compound Annual Growth Rate (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate) Quelle: PwC 01/2017, eigene Schätzungen Die weltweite Light-Vehicle-Produktion wird 2017 voraussichtlich 95,5 MIO. Einheiten erreichen. Davon dürften rund 29 % auf China entfallen; dort ist nach hohen Zuwächsen im Vorjahr (15,9 %) mit einem Produktionsplus von knapp 3 % zu rechnen. 2018 soll sich das Wachstum dann wieder auf knapp 8 % beschleunigen. 2016 profitierte der chinesische Automobilsektor von einem halbierten Mehrwertsteuersatz von 5 % beim Kauf von Kleinwagen. Anfang 2017 wurde dieser Satz auf 7,5 % angehoben, damit liegt er nach wie vor unter der Mehrwertsteuer von 10 %, die beim Kauf größerer Autos fällig ist. Die Automobilproduktion in Nordamerika erhöhte sich 2016 auf den Rekordwert von 17,7 MIO. Einheiten. 2017 könnte sie um weitere 0,6 % zunehmen; dies hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Mexiko entwickeln. Westeuropa könnte das zuletzt erreichte Produktionsvolumen von 15,2 MIO. Einheiten leicht übertreffen. In Russland und Brasilien sollte nach den schwachen Produktionszahlen der Vorjahre eine leichte Besserung eintreten. Für Indien prognostiziert PwC einen weiteren kräftigen Zuwachs von knapp 10 %, 2017 dürften auf dem Subkontinent rund 4,5 MIO. Light Vehicles [ S. 194 ] gebaut werden. Auch längerfristig besteht ein beachtliches Wachstumspotenzial für die Automobilindustrie. Für den Zeitraum 2016 bis 2021 prognostiziert PwC eine Zunahme der weltweiten Produktion um durchschnittlich 3,4 % pro Jahr. Demnach dürfte das Fertigungsvolumen im Jahr 2021 knapp 110 MIO. Einheiten erreichen. BRANCHENVERBAND SIEHT MODERATES WACHSTUM IM MASCHINEN- UND ANLAGENBAU Nach der Stagnation der Vorjahre erwartet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für 2017 ein Produktionsplus von rund 1 %. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften in Deutschland um 1,8 % steigen, so lautet die Prognose des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die globale Möbelindustrie wird nach Einschätzung des Centre for Industrial Studies (CSIL) 2017 etwas weniger stark expandieren als im Vorjahr. Weltweit dürfte die Nachfrage um 2,7 % zunehmen, dazu soll vor allem die Region Asien/Pazifik beitragen. AUTOMOBIL- UND MÖBELINDUSTRIE BLEIBEN WICHTIGSTE ABNEHMERBRANCHEN Das für Dürr relevante Projekt- und Investitionsvolumen der Automobilindustrie hat sich 2016 leicht reduziert. Ein Grund dafür war die Investitionszurückhaltung in der Lackiertechnik in China nach den starken Jahren 2014 und 2015. Hinzu kamen hohe Entwicklungsausgaben für Elektroautos und das autonome Fahren. Dennoch konnten wir unseren Auftragseingang durch den Gewinn von Marktanteilen ausweiten. 2017 dürfte das Projekt- und Investitionsvolumen etwa das Niveau von 2016 erreichen. Die wichtigsten Investitionsmotive der Automobilhersteller sind Kapazitätsbedarf und Stückkostensenkungen durch höhere Produktionseffizienz, sei es in neuen Werken (Greenfield) oder bestehenden Anlagen (Brownfield [ S. 194 ]). Darüber hinaus erwarten wir für 2017 und 2018 zunehmende Investitionen in Produktionstechnik für Elektroautos. Insbesondere bei Endmontagelinien für Batteriefahrzeuge verfügen wir über eine ausgeprägte technische Kompetenz. In der holzbearbeitenden Industrie dürfte das günstige Investitionsklima anhalten. Im Zuge der Marktkonsolidierung und der zunehmenden Flexibilisierung steigt besonders das Interesse an vollautomatisierten Produktionslinien und Losgröße-1-Anlagen. Zudem werden verstärkt Services nachgefragt, zum Beispiel in der Anlagenwartung. UMSATZZIEL 2017: 3,4 BIS 3,6 MRD. € Die politischen Veränderungen der vergangenen Monate erschweren den Geschäftsausblick für 2017. Die folgende Prognose setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft weiterhin positiv entwickelt, keine wirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und das politische Umfeld stabil bleibt. Wir streben in den kommenden Jahren unverändert ein organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 3 % p.a. an. Für 2017 erwarten wir aus heutiger Sicht einen Umsatz von 3,4 bis 3,6 MRD. €. Dies entspricht in etwa dem Niveau des Jahres 2016, obwohl die Dürr-Ecoclean-Gruppe voraussichtlich zum 31. März 2017 veräußert und dekonsolidiert wird. 2016 steuerte die Dürr-Ecoclean-Gruppe einen Umsatz von knapp 200 MIO. € bei. Der Auftragseingang des Konzerns soll 2017 eine Bandbreite von 3,3 bis 3,7 MRD. € erreichen. Der Auftragsbestand dürfte sich Ende 2017 auf 2,4 bis 2,9 MRD. € belaufen. Die Gesamtkosten (Umsatz- und Overhead-Kosten, sonstige betriebliche Aufwendungen) dürften sich 2017 ungefähr parallel zum Umsatz entwickeln. Die größten Einzelpositionen bleiben die Personal- und Materialkosten. Die Personalkosten werden sich voraussichtlich wenig verändern: Wir rechnen zwar mit Lohnsteigerungen, dafür wird die durchschnittliche Mitarbeiterzahl infolge des Ecoclean-Verkaufs sinken. Die Materialkosten dürften ebenfalls relativ konstant bleiben. Die Abschreibungen werden infolge der höheren Investitionen der Vorjahre leicht steigen. Während wir die F&E-Quote weiter anheben werden, sollen sich die Vertriebs- und Verwaltungskosten aufgrund der Dekonsolidierung der Dürr-Ecoclean-Gruppe deutlich verringern. Unter dem Strich dürften die Overhead-Kosten um bis zu 4 % abnehmen. STEIGENDES ERGEBNIS NACH STEUERN ERWARTET Die EBIT-Marge dürfte 2017 aus heutiger Sicht eine Spanne von 7,5 bis 8,25 % erreichen. Zu berücksichtigen ist, dass das EBIT einen Buchgewinn von voraussichtlich rund 25 MIO. € aus dem Ecoclean-Verkauf enthalten wird. Dagegen werden die operativen Ergebnisbeiträge der Dürr-Ecoclean-Gruppe voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2017 entfallen. Insbesondere bei der HOMAG Group erwarten wir im Zuge des Optimierungsprogramms FOCUS weitere Ergebniszuwächse. Das Finanzergebnis wird sich 2017 leicht abschwächen. Ein Grund dafür ist der ganzjährig anfallende Zinsaufwand für das seit April 2016 laufende Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus enthielt das Beteiligungsergebnis 2016 einen Einmalertrag. Die Steuerquote wird auch 2017 voraussichtlich 27 bis 28 % betragen. Folglich rechnen wir mit einem leicht steigenden Ergebnis nach Steuern. DIVIDENDE: WEITERER ANSTIEG MÖGLICH Der Dividendenvorschlag für 2016 entspricht einer Ausschüttungsquote von 38,7 %. Angesichts des erwarteten Anstiegs des Konzerngewinns im Jahr 2017 ist eine weitere Anhebung der Dividende möglich. Allerdings wird der Spielraum dafür durch unsere langfristige Dividendenpolitik begrenzt. Sie sieht für die Ausschüttungsquote eine Obergrenze von 40 % vor. Zudem wollen wir ausreichend Mittel im Unternehmen belassen, um unser Geschäft mithilfe weiterer Akquisitionen ausbauen zu können. Der ROCE [ S. 195 ] soll 2017 am oberen Ende der Zielbandbreite von 30 bis 40 % liegen. DIVISIONS Paint and Final Assembly Systems erwartet 2017 bei Auftragseingang und Umsatz ähnliche Größenordnungen wie im Vorjahr, leichte Rückgänge sind nicht auszuschließen. Die Zielbandbreite für die EBIT-Marge liegt angesichts der gestiegenen Wettbewerbsintensität bei 6,0 bis 6,5 %. Zur Ergebnisstabilisierung setzt die Division auf Produktivitätssteigerungen und den Ausbau des Service-Geschäfts. Wir erwarten erneut einen ROCE von größer 100 %, da das Capital Employed [ S. 195 ] aufgrund der Abschlags- und Fortschrittszahlungen negativ bleiben dürfte. Application Technology strebt bei Auftragseingang und Umsatz eine Spanne von 540 bis 610 MIO. € an. Bei der EBIT-Marge liegt das obere Ende der Zielbandbreite bei 11,0 %; dies wäre ein Anstieg gegenüber dem um Sondereffekte bereinigten 2016er-Wert von 10,5 % (Sondereffekte 2016: Erträge aus Immobilienverkauf USA und Rechtsstreitigkeiten). Measuring and Process Systems strebt einen Umsatz von 450 bis 525 MIO. € und Bestellungen im Wert von 400 bis 500 MIO. € an. Zu berücksichtigen ist, dass voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2017 keine Beiträge von Dürr Ecoclean mehr anfallen. Dies erklärt den erwarteten Umsatzrückgang. Bei der EBIT-Marge ist eine leichte Steigerung möglich. Die Division Clean Technology Systems will Umsatz und Auftragseingang im Jahr 2017 weiter steigern. Dazu sollen vor allem China und Nordamerika beitragen. Die Zielwerte betragen 175 bis 195 MIO. € (Umsatz) beziehungsweise 180 bis 200 MIO. € (Auftragseingang). Der Zielkorridor für die EBIT-Marge beträgt 4,0 bis 4,5 %. Woodworking Machinery and Systems plant für 2017 einen weiteren Umsatzzuwachs auf bis zu 1.150 MIO. €; die Zielspanne für den Auftragseingang reicht von 1.125 bis 1.225 MIO. €. Mit dem Optimierungsprogramm FOCUS will die Division ihre Profitabilität weiter verbessern. Die EBIT-Zielmarge beträgt 6,0 bis 7,0 %; 2016 war die EBIT-Marge von hohen Sonderaufwendungen geprägt (26,3 MIO. €). Für 2017 erwarten wir geringere Sonderaufwendungen; die Kaufpreisallokation für die HOMAG Group wird das EBIT wieder mit knapp 9 MIO. € belasten (2016: 8,7 MIO. €). Operativ soll sich die EBIT-Marge von 6,6 % auf 7,0 bis 8,0 % erhöhen. 2.61 - AUSBLICK KONZERN scroll 2016 Ziel 2017 Auftragseingang 3.701,7 Mio. € 3.300 - 3.700 Mio. € Auftragsbestand (31.12.) 2.568,4 Mio. € 2.400 - 2.900 Mio. € Umsatz 3.573,5 Mio. € 3.400 - 3.600 Mio. € EBIT-Marge 7,6 % 7,5 - 8,25 %1 ROCE 41,1 % 30 - 40 % Finanzergebnis -13,3 Mio. € leicht schwächer Steuerquote 27,2 % etwa auf Vorjahresniveau Ergebnis nach Steuern 187,8 Mio. € leicht steigend1 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 227,4 Mio. € etwa auf Vorjahresniveau Free Cashflow 129,9 Mio. € etwa auf Vorjahresniveau Nettofinanzstatus (31.12.) 176,5 Mio. € 300 - 380 Mio. €1 Liquidität (31.12.) 724,2 Mio. € 850 - 925 Mio. €1 Investitionen2 81,9 Mio. € 75 - 85 Mio. € 1 Einschließlich Effekte aus dem Ecoclean-Verkauf 2 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen) 2.62 - AUSBLICK DIVISIONS scroll UMSATZ (MIO. €) AUFTRAGSEINGANG (MIO. €) EBIT-MARGE (%) 2016 Ziel 2017 2016 Ziel 2017 2016 Ziel 2017 Paint and Final Assembly Systems 1.140,0 1.050 - 1.175 1.094,5 1.000 - 1.150 6,81 6,0 - 6,5 Application Technology 560,6 540 - 610 582,7 540 - 610 13,63 9,5 - 11,0 Measuring and Process Systems 623,8 450 - 5254 682,5 400 - 5004 12,8 11,5 - 14,0 Clean Technology Systems 167,0 175 - 195 176,6 180 - 200 3,7 4,0 - 4,5 Woodworking Machinery and Systems 1.082,0 1.100 - 1.150 1.165,3 1.125 - 1.225 4,15 6,0 - 7,0 scroll ROCE (%) 2016 Ziel 2017 Paint and Final Assembly Systems > 1002 > 1002 Application Technology 40,0 27 - 32 Measuring and Process Systems 24,9 20 - 25 Clean Technology Systems 13,6 15 - 20 Woodworking Machinery and Systems 11,3 13 - 18 1 beinhaltet Sondereffekte von -4,8 Mio. € (Werksschließung) 2 negatives Capital Employed 3 beinhaltet Sondereffekte von 17,3 Mio. € (Verkaufsertrag US-Immobilie, Ertrag aus Rechtsstreitigkeiten) 4 rd. 150 Mio. € Geschäftsvolumen entfallen durch den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe 5 beinhaltet Sondereffekte von -26,3 Mio. € (u.a. Kaufpreisallokation, Abschreibung Markenrechte) CASHFLOW Der operative Cashflow dürfte 2017 ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Bereinigt um Net-Working-Capital-Veränderungen erwarten wir erneut einen operativen Cashflow von 250 bis 300 MIO. €. Der Free Cashflow [ S. 195 ] wird 2017 voraussichtlich klar positiv sein. Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken. Auch für einen möglichen Aktienrückkauf stünden ausreichend Mittel zur Verfügung. Hierzu bestehen jedoch keine Festlegungen. INVESTITIONEN Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden 2017 voraussichtlich das Normalniveau von 75 bis 85 MIO. € erreichen. Dieser Betrag dürfte sich jeweils hälftig auf Standortprojekte und Ersatzbeschaffungen verteilen. Die umfangreichste Einzelposition bilden 2017 die Kosten für die Fertigstellung des Campus-Standorts in Schanghai. Für 2018 ist mit Investitionen von rund 80 MIO. € zu rechnen. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" sind weitere Firmen- und Technologiezukäufe geplant. Sollten sich passende Akquisitionsgelegenheiten ergeben, werden wir diese 2017 nutzen. Zur Finanzierung stehen die hohen liquiden Mittel und der Cashflow zur Verfügung. LIQUIDITÄT, EIGENKAPITAL UND FINANZIERUNG Für das Jahresende 2017 planen wir derzeit einen Nettofinanzstatus [ S. 195 ] von 300 bis 380 MIO. €. Darin ist der Ecoclean-Verkaufserlös berücksichtigt (voraussichtlich rund 100 MIO. € für 85 % des Ecoclean-Geschäfts). Mit Blick auf den Ecoclean-Verkaufserlös und die Generierung flüssiger Mittel aus dem operativen Geschäft erwarten wir aus heutiger Sicht eine Liquidität von 850 bis 925 MIO. €. Der einbehaltene Gewinnanteil dürfte das Eigenkapital erneut deutlich vergrößern. Die Barlinie des syndizierten Kredits werden wir voraussichtlich nicht in Anspruch nehmen. Eine Kapitalerhöhung ist derzeit nicht geplant; eine Kapitalmaßnahme könnte nur im Ausnahmefall einer sehr großen Akquisition notwendig werden. Bis zum Jahr 2021 sind wir stabil finanziert. MITARBEITER Durch den Ecoclean-Verkauf werden rund 840 Mitarbeiter den Konzern verlassen (5,5 % der Belegschaft). Daher wird die Belegschaftsgröße zum Jahresende 2017 wahrscheinlich unter 15.000 Beschäftigte sinken. Auf vergleichbarer Basis dürfte sie ungefähr konstant bleiben. Der Anteil der Mitarbeiter in den Emerging Markets wird weiterhin über 30 % betragen. In den etablierten Märkten planen wir derzeit keine Vergrößerung der Belegschaft. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Wir werden die F&E-Ausgaben im Jahr 2017 weiter steigern, der Zuwachs dürfte erneut im hohen einstelligen Prozentbereich liegen. Der wichtigste Innovationssektor bleibt die Digitalisierung. In diesem Bereich entwickeln wir zum Beispiel neue Software-Lösungen für Produktionssteuerung und Big-Data-Analyse, selbstregulierende Smart-Produkte sowie Service-Konzepte für die vorausschauende Anlagenwartung. Zudem werden wir die Automatisierung und Flexibilisierung von Produktionsprozessen weiter vorantreiben, um Stückkostensenkungen für unsere Kunden zu ermöglichen. Mit Blick auf die Umweltbilanz arbeiten wir daran, den Energie- und Materialverbrauch unserer Anlagen weiter zu senken. ZUSAMMENFASSENDE AUSSAGE DES VORSTANDS ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG Unserer Planung für 2017 und 2018 liegt die Annahme zugrunde, dass sich das weltwirtschaftliche Wachstum leicht beschleunigt und die globale Produktion von Autos und Möbeln in beiden Jahren um jeweils rund 3 bis 4 % steigt. Die Investitionen der Automobilindustrie dürften 2017 ungefähr das Niveau von 2016 erreichen. Der Anteil der Modernisierungsinvestitionen dürfte weiter zunehmen, da viele Automobilwerke nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik sind. Neue Fabriken werden hauptsächlich in den Emerging Markets entstehen, allerdings rechnen wir insgesamt mit leicht rückläufigen Greenfield-Investitionen. Der Umsatz soll 2017 wieder zwischen 3,4 und 3,6 MRD. € betragen. Die EBIT-Marge dürfte - einschließlich des Verkaufsertrags für Dürr Ecoclean - eine Bandbreite von 7,5 bis 8,25 % erreichen. Nach Steuern erwarten wir einen leichten Ergebnisanstieg. Der Cashflow wird 2017 voraussichtlich das Vorjahresniveau erreichen, der Nettofinanzstatus dürfte Ende 2017 zwischen 300 und 380 MIO. € betragen (inklusive Ecoclean-Verkaufserlös). Für 2016 schlagen wir eine Dividende von 2,10 € je Aktie vor, was einer Ausschüttungsquote von 38,7 % des Konzerngewinns entspricht. Im Folgejahr könnte die Dividende bei einer ähnlichen Quote und einem leicht höheren Konzerngewinn weiter zunehmen. Die politischen Unsicherheiten haben erheblich zugenommen. Im Anlagenbaugeschäft mit der Automobilindustrie hält der ausgeprägte Wettbewerbsdruck an. Dennoch sehen wir Chancen für eine weitere, sukzessive Ertragssteigerung. Wir wollen die EBIT-Marge zunächst wieder in Richtung 8 % steigern, danach soll sie sich bis 2020 in einem Korridor zwischen 8 und 10 % bewegen. Unsere Zuversicht gründet auf mehrere Faktoren: Wir erwarten ein fortgesetztes Wachstum im margenstärkeren Service-Geschäft und werden unsere Kostenposition durch Effizienzsteigerungen weiter verbessern. Die HOMAG Group wird ihr Ergebnis mit dem Optimierungsprogramm FOCUS weiter verbessern und dürfte mittelfristig den höchsten absoluten EBIT-Beitrag im Konzern leisten. Die Elektromobilität ist derzeit die größte Herausforderung für die Automobilindustrie. Für uns stellt sie eine Chance dar: Neue Produzenten von Batteriefahrzeugen treten in den Markt ein, benötigen Produktionsanlagen und verbreitern unsere Kundenbasis. Die etablierten Automobilhersteller rüsten bestehende Anlagen um und benötigen teils neue Fertigungsprozesse. Insbesondere in der Endmontagetechnik für Batterieautos besteht beträchtliches Differenzierungspotenzial für Dürr. Digitalisierung und Automatisierung werden in den kommenden Jahren die entscheidenden Technologiefelder im Maschinen- und Anlagenbau sein. Bei beiden Trends stehen wir an der Spitze, zum Beispiel mit Software für die vernetzte Produktionssteuerung, unserer neuen Lackierrobotergeneration oder automatischen Losgröße-1-Möbelproduktionslinien. Wir verfügen über die finanziellen Mittel, um weitere Akquisitionen vorzunehmen, sofern sich attraktive Gelegenheiten bieten. Infrage kommen Anbieter von komplementären Technologien für das Kerngeschäft oder Maschinen- und Anlagenbauer, mit denen wir unser Portfolio um wachstumsstarke Geschäftsfelder ergänzen können. DÜRR AG (HGB) Der Jahresabschluss der Dürr AG folgt den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), während der Konzernabschluss nach den IFRS erstellt wird. Die Dürr AG umfasst als Holding-Gesellschaft die Zentralfunktionen des Konzerns und betreibt keine operativen Geschäfte. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die Dürr AG hält direkt oder indirekt Beteiligungen an 127 Gesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Dürr AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, wie sie im Kapitel Konjunktur und Branchenumfeld [ S. 53 ] beschrieben sind. ERTRAGSLAGE Die Gewinn- und Verlustrechnung der Dürr AG für 2016 enthält gemäß dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) erstmals einen Ausweis der Umsätze. Die Erlöse in Höhe von 35,3 MIO. € resultieren im Wesentlichen aus den Umlagezahlungen, die die Konzerngesellschaften für erhaltene Holding-Dienstleistungen an die Dürr AG entrichten. Bisher wurden die Umlagezahlungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht. Der Aufwand für die Erbringung der Holding-Dienstleistungen ist überwiegend im Personalaufwand ausgewiesen. Der geringfügige Materialaufwand von 1,8 MIO. € fiel für von Dritten erhaltene Leistungen an, die wir Konzerngesellschaften in Rechnung gestellt haben. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 36,7 MIO. € speisen sich beinahe ausschließlich aus Erträgen aus der Währungsumrechnung (36,3 MIO. €). Der Personalaufwand ging leicht zurück, da der Aufwand für Altersversorgungszahlungen abnahm. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren hauptsächlich geprägt von Aufwendungen in Höhe von 35,3 MIO. € aus der Währungsumrechnung. Das Beteiligungsergebnis besteht wie im Vorjahr aus den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen. Darin wurde im Jahr 2016 erstmals das Ergebnis der HOMAG Group AG berücksichtigt. Die HOMAG Group AG führt ihr Ergebnis an die Dürr Technologies GmbH ab, die ihrerseits einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Dürr AG geschlossen hat. Dass die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen trotz des Beitrags der HOMAG Group auf 121,7 MIO. € sanken, liegt zum einen an Wertberichtigungen auf den Beteiligungsansatz verbundener Unternehmen. Zum anderen wurden im Jahr 2016 keine wesentlichen Dividendenerträge chinesischer Konzerngesellschaften vereinnahmt, da ab 2017 eine verringerte Quellensteuer gilt. Das Finanzergebnis von -9,6 MIO. € reflektiert unter anderem den höheren Zinsaufwand infolge des im April 2016 aufgenommenen Schuldscheindarlehens über 300 MIO. €. 2.63 - GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB) scroll Mio. € 2016 2015 Umsatzerlöse 35,3 - Sonstige betriebliche Erträge 36,7 77,1 Materialaufwand -1,8 - Personalaufwand -16,8 -17,0 Abschreibungen -0,9 -0,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen -52,9 -56,0 Beteiligungsergebnis 121,7 151,2 Finanzergebnis -9,6 -8,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -29,6 -26,9 Jahresüberschuss 82,2 119,5 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 281,5 226,0 Bilanzgewinn 363,7 345,5 2.64 - BILANZ EINZELABSCHLUSS DÜRR AG (HGB) scroll Mio. € 31.12.2016 31.12.2015 AKTIVA Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände 9,8 10,4 Sachanlagen 0,3 0,3 Finanzanlagen 763,6 782,5 773,6 793,2 Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 313,5 231,1 Flüssige Mittel 387,2 154,7 700,7 385,8 Rechnungsabgrenzungsposten, Sonstiges 5,3 5,3 706,0 391,1 Summe Aktiva 1.479,6 1.184,3 PASSIVA Eigenkapital Gezeichnetes Kapital 88,6 88,6 Kapitalrücklage 156,2 156,2 Bilanzgewinn 363,7 345,5 608,5 590,3 Fremdkapital Rückstellungen 27,8 19,6 Verbindlichkeiten 843,3 574,3 871,1 593,9 Summe Passiva 1.479,6 1.184,3 Trotz eines niedrigeren Vorsteuerergebnisses erhöhten sich die Steuern von Einkommen und vom Ertrag um 10,0 %, da wir weniger steuerfreie Erträge wie beispielsweise Dividenden vereinnahmten. Der Jahresüberschuss verringerte sich daher von 119,5 MIO. € auf 82,2 MIO. € und deckt die vorgeschlagene Dividendenausschüttung von 72,7 MIO. € gut ab. Der Bilanzgewinn erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Gewinnvortrags um 5,3 %. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme der Dürr AG stieg im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 24,9 % auf 1.479,6 MIO. €. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Aufnahme des Schuldscheindarlehens über 300 MIO. €. Auf der Aktivseite haben die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen nur marginale Bedeutung. Die größte Position bilden die Finanzanlagen mit 763,6 MIO. €. Ihr Rückgang um 18,9 MIO. € resultiert in erster Linie aus einer Verringerung bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Unternehmensanleihen. Hinzu kamen geringere Ausleihungen an verbundene Unternehmen und eine Erhöhung der Beteiligungsbuchwerte der Dürr Technologies GmbH im Zusammenhang mit dem Erwerb der DUALIS GmbH IT Solution. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 35,6 % auf 313,5 MIO. €. Grund dafür war ein starker Anstieg bei den sonstigen Vermögensgegenständen: Sie enthalten umfangreiche Termingelder, in die wir nach dem Mittelzufluss aus dem Schuldscheindarlehen investiert haben. Auch die starke Zunahme der flüssigen Mittel ist eine Folge der Aufnahme des Schuldscheindarlehens. Der Jahresüberschuss überstieg die für 2015 ausgeschüttete Dividendensumme (64,0 MIO. €) um 18,2 MIO. €. Vor diesem Hintergrund erhöhten sich der Bilanzgewinn auf 363,7 MIO. € und das Eigenkapital insgesamt auf 608,5 MIO. € (+3,1 %). Die Eigenkapitalquote reduzierte sich dennoch von 49,8 % auf 41,1 %, da sich die Bilanzsumme aufgrund des Schuldscheindarlehens deutlich ausweitete. Der Anstieg der Rückstellungen (+41,9 %) resultierte vor allem aus einer Zunahme der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. RISIKEN UND CHANCEN Die Dürr AG ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation hängt von der jeweiligen Beteiligungsquote ab. Bitte beachten Sie dazu den Risiko-, Chancen- und Prognosebericht [ S. 78 ]. Zudem können Belastungen aus den Haftungsverhältnissen entstehen, die zwischen der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften existieren. PROGNOSE Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Dürr AG ist eng an die weitere operative Performance des Konzerns gekoppelt. Über unsere Perspektiven und Planungen für das operative Geschäft informiert der Risiko-, Chancen- und Prognosebericht [ S. 78 ]. Der vollständige Einzelabschluss der Dürr AG findet sich auf den Investor-Relations-Seiten von www.durr.com/de unter "Finanzberichte". Bietigheim-Bissingen, den 8. März 2017 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand RALF W. DIETER RALPH HEUWING DR. JOCHEN WEYRAUCH CARLO CROSETTO 3.1 - KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll Tsd. € ANHANG 2016 2015 Umsatzerlöse (8) 3.573.517 3.767.094 Umsatzkosten (9) -2.715.250 -2.939.111 Bruttoergebnis vom Umsatz 858.267 827.983 Vertriebskosten (10) -322.023 -282.739 Allgemeine Verwaltungskosten (11) -177.624 -186.544 Forschungs- und Entwicklungskosten (12) -105.873 -97.115 Sonstige betriebliche Erträge (14) 75.686 76.728 Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -57.038 -70.527 Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern 271.395 267.786 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen (16) 3.693 1.576 Sonstiges Beteiligungsergebnis 3.284 358 Zinsen und ähnliche Erträge (17) 6.233 8.246 Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17) -26.479 -33.454 Ergebnis vor Ertragsteuern 258.126 244.512 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) -70.326 -77.950 Ergebnis des Dürr-Konzerns 187.800 166.562 Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 5.925 5.002 Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 181.875 161.560 Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. 34.601,04 34.601,04 Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) 5,26 4,67 3.2 - KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll Tsd. € ANHANG 2016 2015 Ergebnis des Dürr-Konzerns 187.800 166.562 Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen (27) -7.029 3.703 darauf entfallende latente Steuern (18) 1.742 -1.319 Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten (40) -3.052 -1.961 darauf entfallende latente Steuern (18) 1.228 406 Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -63 -6 darauf entfallende latente Steuern (18) 16 1 Translationseffekte aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen 3.196 18.866 Translationseffekte aus der Währungsumrechnung ausländischer at equity bilanzierter Unternehmen 1.295 1.992 Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern -2.667 21.682 Gesamtergebnis nach Steuern 185.133 188.244 Davon entfallen auf Nicht beherrschende Anteile 5.832 4.018 Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 179.301 184.226 3.3 - KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2016 der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart AKTIVA scroll Tsd. € ANHANG 31.12.2016 31.12.2015 Geschäfts- oder Firmenwerte (19, 42) 401.600 415.162 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (19, 42) 209.533 233.744 Sachanlagen (19, 42) 394.577 394.716 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (19, 42) 20.664 21.261 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen (20, 42) 32.726 28.222 Übrige Finanzanlagen (20, 42) 11.901 41.407 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 16.878 560 Ertragsteuerforderungen (18) 90 573 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 4.162 7.910 Sonstige Vermögenswerte (24) 527 555 Latente Steuern (18) 29.891 35.535 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 2.746 2.391 Langfristige Vermögenswerte 1.125.295 1.182.036 Vorräte und geleistete Anzahlungen (21) 381.056 386.740 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) 779.420 895.752 Ertragsteuerforderungen (18) 22.234 20.981 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) 117.264 24.600 Sonstige Vermögenswerte (24) 26.972 29.144 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 724.179 435.633 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 4.883 5.461 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (25) 167.220 6.315 Kurzfristige Vermögenswerte 2.223.228 1.804.626 Summe Aktiva Dürr-Konzern 3.348.523 2.986.662 PASSIVA Tsd. € ANHANG 31.12.2016 31.12.2015 Gezeichnetes Kapital (26) 88.579 88.579 Kapitalrücklage (26) 155.896 155.896 Gewinnrücklagen (26) 588.705 473.662 Kumuliertes übriges Eigenkapital -23.649 -21.054 Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft 809.531 697.083 Nicht beherrschende Anteile 21.429 17.335 Summe Eigenkapital 830.960 714.418 Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (27) 51.817 49.677 Übrige Rückstellungen (28) 17.564 16.035 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 4.136 4.437 Anleihe und Schuldscheindarlehen (30) 596.630 296.910 Übrige Finanzverbindlichkeiten (30) 52.564 47.210 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (31) 6.944 37.776 Ertragsteuerverbindlichkeiten (18, 32) 6.711 8.821 Übrige Verbindlichkeiten (32) 4.603 5.988 Latente Steuern (18) 102.316 118.133 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 38 44 Langfristige Verbindlichkeiten 843.323 585.031 Übrige Rückstellungen (28) 95.686 119.949 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (29) 978.338 1.041.626 Finanzverbindlichkeiten (30) 5.339 6.782 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (31) 283.215 266.491 Ertragsteuerverbindlichkeiten (18, 32) 33.573 32.907 Übrige Verbindlichkeiten (32) 216.253 217.655 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.928 1.803 Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten (25) 59.908 - Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.674.240 1.687.213 Summe Passiva Dürr-Konzern 3.348.523 2.986.662 3.4 - KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll Tsd. € ANHANG 2016 2015 (35) Ergebnis vor Ertragsteuern 258.126 244.512 Ertragsteuerzahlungen -75.254 -88.572 Zinsergebnis 20.246 25.208 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen -3.693 -1.576 Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen 490 - Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 88.939 80.462 Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -523 326 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -7.379 -295 Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva Vorräte -16.206 -8.018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.103 -26.146 Übrige Forderungen und Vermögenswerte -6.142 10.726 Rückstellungen -18.654 20.595 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -20.767 -103.699 Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) 5.800 20.797 Sonstige Aktiva und Passiva -717 -1.352 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 227.369 172.968 Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -24.495 -27.021 Erwerb von Sachanlagen -57.121 -72.748 Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten -39 -321 Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 39.378 4.217 Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel -7.983 -31.509 Anlage in Termingeldern -80.767 26.098 Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 8.489 -155 Erhaltene Zinseinnahmen 5.635 7.009 Cashflow aus Investitionstätigkeit -116.903 -94.430 scroll Tsd. € ANHANG 2016 2015 (35) Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten -3.784 1.580 Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten -8.681 -75.494 Aufnahme eines Schuldscheindarlehens 299.079 - Zahlungen für Finanzierungsleasing -2.356 -3.580 Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen -4.000 -8.234 Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft -64.012 -57.092 Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile -2.299 -2.169 Geleistete Zinsausgaben -21.469 -17.361 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 192.478 -162.350 Einfluss von Wechselkursänderungen -529 -2.512 Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 295 - Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 302.710 -86.324 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zum Periodenanfang 435.633 521.957 Zum Periodenende 738.343 435.633 Abzüglich Zahlungsmittel in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -14.164 - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende (Konzernbilanz) 724.179 435.633 3.5 - KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, 1. Januar bis 31. Dezember 2016 scroll KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPITAL Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Neubewertung leistungs- orientierter Versorgungspläne Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögens- werten Tsd. € (26) (26) (26) 1. Januar 2015 88.579 155.896 414.567 -37.778 -4.676 52 Ergebnis - - 161.560 - - - Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - 2.345 -1.555 -5 Gesamtergebnis nach Steuern - - 161.560 2.345 -1.555 -5 Dividenden - - -57.092 - - - Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - -9.775 - - - Übrige Veränderungen - - -35.598 - - - 31. Dezember 2015 88.579 155.896 473.662 - 35.433 -6.231 47 Ergebnis - - 181.875 - - - Kumuliertes übriges Eigenkapital - - - -5.265 -1.824 -47 Gesamtergebnis nach Steuern - - 181.875 -5.265 -1.824 -47 Dividenden - - -64.012 - - - Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - 2.303 - - - Übrige Veränderungen - - -5.123 - - - 31. Dezember 2016 88.579 155.896 588.705 -40.698 -8.055 - scroll KUMULIERTES ÜBRIGES EIGENKAPITAL Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Änderung Konsolidie- rungskreis / Umgliederung Währungs- umrechnung Kumuliertes übriges Eigenkapital Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktien- gesellschaft Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital Tsd. € 1. Januar 2015 694 - 1.991 -43.699 615.343 110.425 725.768 Ergebnis - - - 161.560 5.002 166.562 Kumuliertes übriges Eigenkapital - 21.881 22.666 22.666 -984 21.682 Gesamtergebnis nach Steuern - 21.881 22.666 184.226 4.018 188.244 Dividenden - - - -57.092 -2.169 -59.261 Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - -9.775 - 1.858 -11.633 Übrige Veränderungen -21 - -21 -35.619 -93.081 -128.700 31. Dezember 2015 673 19.890 -21.054 697.083 17.335 714.418 Ergebnis - - - 181.875 5.925 187.800 Kumuliertes übriges Eigenkapital - 4.562 -2.574 -2.574 -93 -2.667 Gesamtergebnis nach Steuern - 4.562 -2.574 179.301 5.832 185.133 Dividenden - - - -64.012 -2.299 -66.311 Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile - - - 2.303 -588 1.715 Übrige Veränderungen -21 - -21 - 5.144 1.149 -3.995 31. Dezember 2016 652 24.452 -23.649 809.531 21.429 830.960 Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016 GRUNDLAGEN UND METHODEN 1. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG Das Unternehmen Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern"), der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern steht Dürr an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern ist in fünf weltweit agierenden Divisions organsiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Darüber hinaus hat der Konzern die neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards angewandt, die für das Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend anzuwenden waren. [Tab.→ 3.6, 3.7 ] Im Folgenden werden neue Standards oder Änderungen von Standards erläutert, die für den Konzernabschluss der Gesellschaft grundsätzlich von Bedeutung sind. ― IFRS 9 "Finanzinstrumente": IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Der Standard löst International Accounting Standard (IAS) 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ab und führt alle bereits zuvor veröffentlichten Regelungen mit den neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie den Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zusammen. Die Änderungen umfassen insbesondere die Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, die nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abzubilden. Dürr führt derzeit eine detaillierte Analyse durch, um das Ausmaß dieser Auswirkungen festzustellen. 3.6 - ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN AUS DER ANWENDUNG DER ÜBERARBEITETEN STANDARDS UND INTERPRETATIONEN scroll Standard/Interpretation Erstmalige Anwendung1 Übernahme durch die EU-Kommission Auswirkungen auf Dürr Geänderte Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" 1. Januar 2016 Ja Keine IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" 1. Januar 2016 Ja Keine IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" 1. Januar 2016 Ja Unwesentlich IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" 1. Januar 2016 Ja Keine IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" 1. Februar 2015 Ja Unwesentlich IAS 27 "Einzelabschlüsse" 1. Januar 2016 Ja Keine Jährlicher Verbesserungsprozess 2010 - 2012 1. Februar 2015 Ja Unwesentlich Jährlicher Verbesserungsprozess 2012 -2014 1. Januar 2016 Ja Unwesentlich 3.7 - VERÖFFENTLICHTE, JEDOCH IM GESCHÄFTSJAHR NOCH NICHT ANGEWENDETE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN scroll Standard/Interpretation Erstmalige Anwendung1 Übernahme durch die EU-Kommission Voraussichtliche Auswirkungen auf Dürr Neue Standards IFRS 9 "Finanzinstrumente" 1. Januar 2018 Ja Grundsätzlich von Bedeutung IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" einschließlich veröffentlichter Klarstellungen 1. Januar 2018 Ja2 Grundsätzlich von Bedeutung IFRS 16 "Leasingverhältnisse" 1. Januar 2019 Nein Grundsätzlich von Bedeutung Geänderte Standards / Interpretationen IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" - Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen 1. Januar 2018 Nein Keine IFRS 4 "Versicherungsverträge" - Anwendung von IFRS 9 mit IFRS 4 1. Januar 2018 Nein Keine IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" - Angabeninitiative 1.Januar 2017 Nein Grundsätzlich von Bedeutung IAS 12 "Ertragsteuern" - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 1.Januar 2017 Nein Unwesentlich IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" - Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1. Januar 2018 Nein Unwesentlich IFRIC 22 "Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Fremdwährungstransaktionen" 1. Januar 2018 Nein Unwesentlich Jährlicher Verbesserungsprozess 2014 - 2016 1.Januar 2017/ 1. Januar 2018 Nein Unwesentlich 1 Die Vorschriften sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die zum oder nach dem genannten Datum beginnen. 2 Die Übernahme der im April 2016 veröffentlichten Klarstellungen zu IFRS 15 durch die EU steht noch aus. ― IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden": Zielsetzung des neuen Standards zur Umsatzrealisierung ist es, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zusammenzuführen. Dabei handelt es sich insbesondere um die Standards IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und eine Reihe erlösbezogener Interpretationen. In IFRS 15 werden einheitliche Grundprinzipien festgelegt, die für alle Branchen und für fast alle Arten von Umsatztransaktionen anwendbar sind. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Die Frage, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt beziehungsweise über welchen Zeitraum Umsatz zu realisieren ist, ist mithilfe eines Fünf-Stufen-Modells zu beantworten. Des Weiteren berücksichtigt Dürr die im April 2016 veröffentlichten Klarstellungen. Dürr hat in einem konzernweiten Implementierungsprojekt die Geschäftsmodelle aller Divisions einer Analyse im Hinblick auf das neue Regelwerk unterzogen. Danach ist zu erwarten, dass die überwiegende Mehrheit der kundenspezifischen Fertigungsaufträge, die derzeit nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfüllen. Dies konnte auch anhand weitergehender Vertragsanalysen belegt werden. In Einzelfällen wird eine Umstellung auf eine zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung jedoch erforderlich sein. Folge ist eine zeitlich verzögerte Ertragserfassung im Vergleich zum bisherigen Vorgehen. Die Separierung eines Vertrages in mehrere Leistungsverpflichtungen wird durch die neuen Bilanzierungsvorgaben zukünftig in Einzelfällen erforderlich sein. Explizit geregelte Sonderthemen wie Vertragskosten, variable Vergütungen oder wesentliche Finanzierungskomponenten führen im Einzelfall ebenfalls zu einer abweichenden Bilanzierung. Insgesamt rechnet Dürr jedoch nach heutigem Diskussionsstand mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Aufgrund der Notwendigkeit einer einzelfallbezogenen Prüfung wesentlicher Verträge entwickelt Dürr aktuell Leitlinien zur Sicherstellung von einfachen und standardisierten Prozessen. Der Standard enthält außerdem eine Reihe von weiteren Regelungen zu Änderungen der Darstellung der Bilanz sowie eine Ausweitung der qualitativen und quantitativen Anhangsangaben. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, jedoch werden verschiedene Vereinfachungsoptionen gewährt. Die Regelungen des IFRS 15 unterscheiden zwischen einer vollständig und einer modifiziert retrospektiven Erstanwendung. Dürr wird eine finale Entscheidung zur Erstanwendung abhängig vom weiteren Projektverlauf Mitte 2017 treffen, tendiert jedoch zu einer vollständig retrospektiven Erstanwendung. ― IFRS 16 "Leasingverhältnisse": Der neue Standard zur Leasingbilanzierung ersetzt die bisherigen Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse" und dessen Interpretationen. Die wesentlichen Neuerungen des Standards betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Künftig wird der Leasingnehmer nicht mehr zwischen Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen unterscheiden, sondern die meisten Leasingverhältnisse und die damit verbundenen Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten bilanziell erfassen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Für Leasinggeber hingegen gibt es lediglich geringfügige Änderungen im Vergleich zur Klassifizierung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen nach IAS 17. Dürr hat im Geschäftsjahr 2016 ein Projekt zur konzernweiten Einführung des IFRS 16 aufgesetzt. Derzeit werden im Rahmen dieses Projekts die wesentlichen Leasingverträge analysiert. Dürr geht davon aus, dass die Mehrheit der bisher nicht bilanzierten Leasingverträge bilanziell erfasst wird. Dies führt im Erstanwendungszeitpunkt zu einer Erhöhung der Bilanzsumme. Für Angaben zu den Verpflichtungen aus Operating- und Finanzierungs-Leasingverhältnissen verweisen wir auf Textziffer 39. ― Änderungen zu IAS 7 "Kapitalflussrechnungen": Ziel der am 29. Januar 2016 veröffentlichten Änderungen ist es, die Regelungen des IAS 7 klarzustellen und die Informationslage der Abschlussadressaten in Bezug auf die Finanzierungstätigkeiten zu verbessern. Diese Zielsetzung wird durch zusätzliche Anhangsangaben erreicht, die die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten und dazugehörige finanzielle Vermögenswerte des Unternehmens nachvollziehbarer gestalten. Die Änderungen zu IAS 7 haben keine finanziellen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Dürr, es wird jedoch weitere Angaben zu den Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten geben. Der Konzern hat Standards und IFRIC-Interpretationen, die bereits herausgegeben wurden, jedoch noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt. Dürr beabsichtigt grundsätzlich, alle Standards zum Zeitpunkt der erstmaligen verpflichtenden Anwendung zu berücksichtigen. Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt. Der Abschluss vermittelt damit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Cashflows des Konzerns. Das Geschäftsjahr von Dürr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (TSD. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Vermögenswerte und Schulden sind grundsätzlich mit historischen beziehungsweise fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Ausnahmen bilden derivative Finanzinstrumente, Verpflichtungen aus Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile, Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten, Verpflichtungen aus anteilsbasierter Vergütung sowie finanzielle Vermögenswerte, die als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert sind. Diese sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden als kurzfristig behandelt, sofern sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder erfüllt werden. Innerhalb der Bilanz erfolgt der Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten als langfristig. Abweichend hiervon werden im Konzernanhang Verbindlichkeiten bei einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren als mittelfristig, bei einer Restlaufzeit von über fünf Jahren als langfristig ausgewiesen. 2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Grundlage für den Konzernabschluss von Dürr sind die nach einheitlichen Regeln zum 31. Dezember 2016 erstellten und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften IFRS-Abschlüsse der Dürr AG sowie ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften und at equity bilanzierten Unternehmen. Für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften wird die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" nach der Erwerbsmethode durchgeführt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochtergesellschaften aufgerechnet. Die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten gehen vollständig zum Anschaffungszeitpunkt in die Konzernbilanz ein, dabei werden stille Reserven und Lasten berücksichtigt. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Bei der Entkonsolidierung wird der Geschäfts- oder Firmenwert erfolgswirksam aufgelöst. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam erfasst. Für Unternehmenserwerbe, bei denen weniger als 100 % der Anteile erworben werden, sieht IFRS 3 ein Wahlrecht zwischen der Erfassung des beteiligungsproportionalen Geschäfts- oder Firmenwerts (Purchased-Goodwill-Methode) und der Erfassung des Geschäfts- oder Firmenwerts inklusive des auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Anteils (Full-Goodwill-Methode) vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenserwerb neu ausgeübt werden. Dürr prüft für jeden einzelnen Unternehmenserwerb, welche Methode zur Aktivierung des Geschäfts- oder Firmenwerts angewandt wird. Zur Ausübung des Wahlrechts bei einzelnen Unternehmenserwerben verweisen wir auf Textziffer 19 - Akquisitionen. Anteilsveränderungen bei Tochtergesellschaften, durch die sich die Beteiligungsquote des Konzerns ohne Verlust der Beherrschung erhöht oder vermindert, werden als erfolgsneutrale Transaktionen zwischen Eigenkapitalgebern abgebildet. Umsatzerlöse, sonstige Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Ergebnisse zwischen konsolidierten Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden herausgerechnet. Tochtergesellschaften, die aufgrund ihrer nur geringen oder ruhenden Geschäftstätigkeit für den Konzern und die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen. Sie werden unter den nicht konsolidierten Tochterunternehmen aufgeführt. Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an der Finanz- und Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken. Die erstmalige Erfassung von Anteilen an at equity bilanzierten Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten, die den Anteil am Reinvermögen des at equity bilanzierten Unternehmens nach der Berücksichtigung stiller Reserven oder Lasten übersteigen, werden als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des at equity bilanzierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem at equity bilanzierten Unternehmen auf eine mögliche Wertminderung überprüft. In der Folgebewertung wird der Anteil vom Ergebnis des at equity bilanzierten Unternehmens, der Dürr zusteht, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Beteiligungsergebnis erfasst. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des at equity bilanzierten Unternehmens. Erhaltene Dividenden mindern den Buchwert. Entsprechen die Verluste eines at equity bilanzierten Unternehmens, die Dürr zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Dürr ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das at equity bilanzierte Unternehmen geleistet. Alle übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da Marktwerte nicht zur Verfügung stehen und Zeitwerte auch anderweitig nicht zuverlässig ermittelt werden können. 3. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei vier Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben, obwohl Dürr nur jeweils 50 % der Anteile beziehungsweise 50 % oder weniger der Stimmrechte der Gesellschaft besitzt. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 ausüben kann (assoziierte Unternehmen), sowie Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % angenommen. Assoziierte Unternehmen werden ab dem Zeitpunkt nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit des maßgeblichen Einflusses besteht. Bei Stimmrechtsanteilen unter 20 % werden in der Regel Anteile an Gesellschaften unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. 3.8 - ANZAHL GESELLSCHAFTEN scroll 31.12.2016 31.12.2015 Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Inland 28 29 Ausland 84 78 112 107 At equity bilanzierte Unternehmen Inland 2 2 Ausland 2 2 4 4 Sonstige Beteiligungen Inland 2 2 Ausland 2 2 4 4 Der Konzernabschluss enthält 14 (Vorjahr: 13) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen 7 Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden. 4. VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES 3.9 - ZUGÄNGE VOLLKONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN scroll Gesellschaft Anteil am Kapital Mit Wirkung zum Art des Anteilserwerbs Anmerkung HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv/Bulgarien 100 % 1. Januar 2016 - vormals nicht konsolidierte Gesellschaft Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava/Slowakei 100 % 30. Juni 2016 Gründung E&P Turbo Ltd., Aldermaston/Großbritannien 100 % 6. Juli 2016 Akquisition GT Assistência Técnica Industrial Ltda., Belo Horizonte/Brasilien 50 %1 12. Juli 2016 Akquisition umbenannt in Verind Brasil - Servicos e Solucoes Ltda. Carl Schenck spol. s r.o., Modrice/Tschechische Republik 100 % 21. Oktober 2016 Gründung EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika 100 % 16. November 2016 Gründung Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika 75 % 16. November 2016 Gründung DUALIS GmbH IT Solution, Dresden/Deutschland 100 % 2. Dezember 2016 Akquisition 1 quotal durchgerechnet 3.10 - ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN scroll Gesellschaft Mit Wirkung zum Anmerkung HOMAG Deutschland GmbH, Schopfloch/Deutschland 1. Januar 2016, rückwirkend Verschmelzung auf HOMAG GmbH, Schopfloch/Deutschland Carl Schenck Denmark ApS, Sønderborg/Dänemark 1. Januar 2016, rückwirkend Verschmelzung auf AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sønderborg/Dänemark Friz Kaschiertechnik GmbH, Weinsberg/Deutschland 31. März 2016, rückwirkend Verschmelzung auf HOMAG GmbH, Schopfloch/Deutschland 5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" in Euro. Bei der überwiegenden Anzahl der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit den Stichtagskursen am Konzernabschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Durchschnittskursen umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. In den Einzelabschlüssen der Dürr AG und ihrer Tochtergesellschaften werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Anschaffungskurs bewertet; laufende Geschäftsvorfälle werden zum Tageskurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Für eine betragsmäßige Darstellung der erfolgswirksamen Kursgewinne und -verluste wird auf die Textziffern 9 und 14 verwiesen. [Tab. → 3.11 ] 3.11 - MASSGEBENDE WECHSELKURSE scroll Stichtagskurs Durchschnittskurs im Verhältnis zu einem Euro 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015 US-Dollar (USD) 1,0560 1,0892 1,1037 1,1044 Chinesischer Renminbi (CNY) 7,3252 7,0728 7,3399 6,8898 Brasilianischer Real (BRL) 3,4368 4,3141 3,8260 3,7444 Mexikanischer Peso (MXN) 21,8417 18,9225 20,7055 17,6675 Indische Rupie (INR) 71,6388 72,0666 74,2162 71,0018 Britisches Pfund (GBP) 0,8586 0,7351 0,8228 0,7240 Koreanischer Won (KRW) 1.267,8959 1.281,4865 1.277,4843 1.252,8974 Dänische Krone (DKK) 7,4348 7,4623 7,4450 7,4608 Schweizer Franken (CHF) 1,0750 1,0823 1,0911 1,0641 In den Einzelabschlüssen der ausländischen Tochtergesellschaften werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit dem Kurs am Konzernabschlussstichtag umgerechnet. Die aus Akquisitionen aufgedeckten stillen Reserven werden in der funktionalen Währung der erworbenen Gesellschaft bilanziert. Bei den unterjährig erstkonsolidierten Gesellschaften wurde ein angepasster Durchschnittskurs verwendet. 6. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte umfassen Geschäfts- oder Firmenwerte, Konzessionen, Markennamen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, selbsterstellte Software, aktivierte Entwicklungskosten sowie im Rahmen von Akquisitionen erworbene Kundenbeziehungen, Aufträge und erworbenes technologisches Know-how. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden unter den Voraussetzungen des IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert. Neben anderen Kriterien muss mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich sein; zudem müssen die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmbar sein. Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Amortisation von immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgt planmäßig linear über die Nutzungsdauer, soweit keine außerplanmäßige Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten wird einmal jährlich überprüft, ob die Ereignisse und Umstände die Einschätzung der unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin rechtfertigen. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Nutzungsdauer von unbestimmt auf bestimmt als Schätzungsänderung gemäß IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" prospektiv bilanziert. Ebenfalls einmal jährlich oder wenn es Anhaltspunkte dafür gibt, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte, wird auf Wertminderung der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer geprüft. Neben Geschäfts- oder Firmenwerten werden im Dürr-Konzern Markennamen als weitere immaterielle Vermögenswerte mit zumeist unbestimmter Nutzungsdauer aktiviert. Die Werthaltigkeit dieser Markennamen wird jährlich im Rahmen des Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte überprüft. Die Markennamen sind - wie die Geschäfts- oder Firmenwerte - Teil des zugeordneten Nettovermögens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Konzern werden Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte nur unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert. Danach müssen unter anderem die folgenden Kriterien erfüllt sein: ― technische Realisierbarkeit der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf, ― Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen wirtschaftlichen Vorteils aus der Nutzung des Vermögenswerts, ― Fähigkeit, die Ausgaben während der Entwicklung verlässlich bewerten zu können. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten ab dem Zeitpunkt, an dem die Ansatzkriterien erstmals erfüllt werden. Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, sowie Forschungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzkosten ausgewiesen. 3.12 - NUTZUNGSDAUERN IMMATERIELLER VERMÖGENSWERTE (GESCHÄTZT) scroll Jahre Markennamen mit bestimmter Nutzungsdauer (WEEKE, BRANDT, HOLZMA, AUTOMATION, STILES, DUALIS) 0 bis 5 Aktivierte Entwicklungskosten 2 bis 8 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 2 bis 20 Kundenbeziehungen 8 bis 10 Technologisches Know-how 10 bis 15 Übrige Markennamen unbestimmt Geschäfts- oder Firmenwerte unbestimmt Die Marken WEEKE, BRANDT, HOLZMA und AUTOMATION wurden über die Restnutzungsdauer von wenigen Monaten abgeschrieben. Weitere Informationen zu den Markennamen enthält Textziffer 19. Sachanlagen Die Bilanzierung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. 3.13 - NUTZUNGSDAUERN SACHANLAGEN (GESCHÄTZT) scroll Jahre EDV-Hardware 2 bis 5 Maschinen und Ausrüstungen 2 bis 20 Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25 Gebäude, Erbbaurechte, Um- und Einbauten 3 bis 50 Grundstücke unbestimmt Die Anschaffungs- und Herstellungskosten für Sachanlagen enthalten größere Aufwendungen für Ersatzbeschaffungen, die die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verlängern oder die Kapazität erhöhen. Bei verkauften und verschrotteten Anlagegütern werden die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in der der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen erfasst. Instandhaltungen und kleinere Reparaturen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Immobilien werden dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zugeordnet, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt, die durch das Ende der Selbstnutzung oder den Beginn eines Operating-Leasingverhältnisses mit einer anderen Partei belegt wird. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden bei der erstmaligen Erfassung zu (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten bewertet. Der Buchwert enthält die Kosten für Ersatzinvestitionen einer bestehenden, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie zum Zeitpunkt des Anfalls dieser Kosten, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Der Buchwert beinhaltet nicht die Kosten der täglichen Instandhaltung dieser Immobilien. Im Rahmen der Folgebewertung werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden und kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen bei ihrer Veräußerung erwartet wird. Gewinne oder Verluste aus der Stilllegung oder der Veräußerung einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden im Jahr der Stilllegung oder der Veräußerung erfasst. Wertminderungsprüfung Bei allen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer, bei immateriellen Vermögenswerten, die noch nicht nutzungsbereit sind, sowie bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird die Werthaltigkeit des Buchwerts grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres überprüft. Bei den weiteren immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen wird eine Wertminderungsprüfung dann durchgeführt, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte, das heißt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht erzielbar ist. Überwiegend fremdvermietete, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden einmal jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Kapitalwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, der er zugeordnet ist, ermittelt. Für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte entsprechen die relevanten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Bereichen innerhalb der Divisions des Dürr-Konzerns aufgrund der internen Berichtsstrukturen. Zur Ermittlung der erwarteten Cashflows jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit müssen Grundannahmen getroffen werden. Diese beinhalten Annahmen hinsichtlich der Finanzpläne sowie der zur Abzinsung herangezogenen Zinssätze. Frühere Wertminderungen werden erfolgswirksam revidiert, soweit sie nicht mehr bestehen oder sich verringert haben. Die Werterhöhung beziehungsweise die Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswerts wird jedoch nur so weit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen bei Geschäfts- oder Firmenwerten dürfen nicht vorgenommen werden. Weitere Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen finden sich unter Textziffer 19. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sofern die Zuwendungen eine Investition betreffen, werden sie vom Buchwert des geförderten Vermögenswerts abgesetzt. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden passivisch abgegrenzt und dann periodengerecht aufgelöst. Leasingvereinbarungen Mehrere Gesellschaften des Dürr-Konzerns sind Leasingnehmer von Grundstücken, Bauten sowie Maschinen und technischen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Software. Die Mehrheit der Leasingverträge wird als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übergehen, führen zur Aktivierung des Leasingvermögenswerts zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasingvermögenswerts oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Gleichzeitig wird eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe gebildet. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbleibende Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Der Leasingvermögenswert wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - geschätzte Nutzungsdauer oder Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" in die folgenden Kategorien eingeteilt: ― zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte, ― bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, ― vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, ― zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, ― finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und ― finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen nach IAS 39 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen nach IAS 39 vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert. Dies gilt nicht, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag fällig sind. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag zu veräußern. Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese setzen sich aus dem Zeitwert der Gegenleistung und - mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte - den Transaktionskosten zusammen. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Als Zeitwert eines Finanzinstruments gilt der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eintritt, so wird diese erfolgswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn eine Wertaufholung objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird nur insoweit erfasst, wie sie denjenigen Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ohne Wertminderung ergeben hätte. Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im kumulierten übrigen Eigenkapital ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat Dürr bislang keinen Gebrauch gemacht. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Schuldscheindarlehen, Verpflichtungen aus Optionen, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden nach der erstmaligen Erfassung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthalten zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten. Derivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrument designiert und sind als solches effektiv. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat Dürr von dem Wahlrecht, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Dürr setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden bei erstmaliger Bilanzierung und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Um dessen Veränderungen zu erfassen, sei es erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage), ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Sind die Voraussetzungen des IAS39, die die Anwendung der Spezialvorschriften zum Hedge Accounting ermöglichen, nicht erfüllt, werden die Veränderungen der Zeitwerte erfolgswirksam erfasst. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert: ― als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es darum geht, das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines erfassten Vermögenswerts, einer Schuld, einer noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung oder eines identifizierbaren Teils solcher Vermögenswerte, Schulden oder festen Verpflichtungen abzusichern, das Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Fair Value Hedge), ― als Absicherung von Zahlungsströmen, wenn das Risiko von Cashflow-Schwankungen abgesichert wird, das einem erfassten Vermögenswert, einer erfassten Schuld oder einer vorhergesehenen Transaktion zugeordnet werden kann und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben könnte (Cashflow Hedge), oder ― als Absicherung der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation). Die Behandlung erfolgt analog der eines Cashflow Hedges. Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge Accounting) Bei Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird der Buchwert eines gesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam um den Gewinn oder Verlust angepasst, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist. Ferner wird das derivative Finanzinstrument mit seinem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Gewinne oder Verluste, die sich daraus ergeben, werden ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei einem perfekten Hedge gleichen sich die ergebniswirksam erfassten Zeitwertschwankungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts nahezu aus. Bei Sicherungsgeschäften zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, die sich auf zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Grundgeschäfte beziehen, werden die Buchwertanpassungen ergebniswirksam über die Laufzeit des Buchwerts bis zur Fälligkeit aufgelöst. Jede Anpassung des Buchwerts eines gesicherten Finanzinstruments wird ergebniswirksam aufgelöst. Dabei wird die Effektivzinsmethode angewandt. Die Auflösung kann beginnen, sobald eine Anpassung vorgenommen wird. Sie muss aber spätestens dann beginnen, wenn das Grundgeschäft nicht mehr um die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts angepasst wird, die auf das abzusichernde Risiko zurückzuführen sind. Wird das Grundgeschäft ausgebucht, so wird der nicht amortisierte beizulegende Zeitwert sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wird eine bilanzunwirksame feste Verpflichtung als Grundgeschäft designiert, so wird die nachfolgende kumulierte Änderung ihres beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko zurückzuführen ist, als Vermögenswert oder Schuld mit einem entsprechenden Gewinn oder Verlust im Periodenergebnis erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments werden ebenfalls im Periodenergebnis erfasst. Dies ist allerdings nicht der Fall, wenn es sich um die Absicherung des Währungsrisikos handelt, da dieses als Absicherung von Cashflows behandelt wird. Die Bilanzierung eines Sicherungsgeschäfts zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts wird eingestellt, wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird oder die Voraussetzungen für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft nicht weiter erfüllt. Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge Accounting) Bei der Absicherung des Risikos von Schwankungen in Zahlungsströmen wird der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil wird dagegen erfolgswirksam erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derjenigen Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst. Handelt es sich bei dem abgesicherten Grundgeschäft um die Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts oder einer nichtfinanziellen Schuld, so werden die Beträge, die im Eigenkapital erfasst werden, im Zugangszeitpunkt Teil der Anschaffungskosten des nichtfinanziellen Vermögenswerts beziehungsweise der nichtfinanziellen Schuld. Wird mit dem Eintritt der vorhergesehenen Transaktion nicht länger gerechnet, werden die Beträge, die zuvor im Eigenkapital erfasst wurden, in das Periodenergebnis umgegliedert. Wenn das Sicherungsinstrument vorzeitig bedient oder fällig wird, verbleiben die zuvor ausgewiesenen Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis die vorhergesehene Transaktion eingetreten ist. Dasselbe gilt, wenn das Sicherungsinstrument ohne Ersatz oder ohne Überrollen in ein anderes Sicherungsinstrument ausgeübt wird und wenn die Voraussetzungen für ein Cashflow Hedge Accounting nicht mehr vorliegen. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, so wird der Betrag ergebniswirksam erfasst. Weitere Ausführungen zu derivativen Finanzinstrumenten enthält Textziffer 40. Übrige Finanzanlagen Die unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen marktgängigen Wertpapiere enthalten als bis zur Endfälligkeit gehalten eingestufte Papiere, die zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode bewertet werden. Weiterhin werden unter den übrigen Finanzanlagen Anteile an Gesellschaften gezeigt, die zu Anschaffungskosten unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen werden. Vorräte und geleistete Anzahlungen Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung und Fertigerzeugnisse sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Nettoveräußerungswert erfasst. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf der Basis durchschnittlicher Auslastungen ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen, sofern sie nicht qualifizierte Vermögenswerte betreffen. Kundenspezifische Fertigungsaufträge Dürr erwirtschaftet seine Umsatzerlöse zu einem großen Teil aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden grundsätzlich nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) gemäß IAS11 "Fertigungsaufträge" ausgewiesen. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Bruttomarge entsprechend dem Fertigstellungsgrad eines Auftrags bilanziert. Der Fertigstellungsgrad berechnet sich auf der Basis der entstandenen Kosten im Verhältnis zu den insgesamt erwarteten Kosten eines Auftrags. Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten systematisch erfasst und damit die Ergebnisse periodengerecht realisiert. Die Zero-Profit-Methode (ZP-Methode) wird bei Aufträgen angewandt, bei denen die bis zur Fertigstellung eines Auftrags anfallenden Kosten nicht verlässlich geschätzt werden können, die Erstattung der angefallenen Kosten jedoch wahrscheinlich ist. Bei dieser Methode werden Umsatzerlöse und zugehörige Kosten bis zum Abschluss des Auftrags in gleicher Höhe realisiert. Die Bruttomarge wird damit erst mit Abschluss des Auftrags erfolgswirksam. An Kunden gestellte Teilabrechnungen und von Kunden erhaltene Zahlungen werden erfolgsneutral mit den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen verrechnet oder unter den erhaltenen Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen erfasst. Soweit aufgelaufene Auftragskosten entsprechend den vertraglichen Regelungen noch nicht an den Kunden fakturiert werden können, werden sie zusammen mit den geschätzten Teilgewinnen als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen unter den Forderungen ausgewiesen. Die Fakturierung dieser Beträge ist vom Erreichen vertraglich festgelegter Größen (Meilensteine) abhängig. Die noch nicht abgerechneten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten unmittelbar zurechenbare Einzelkosten (Material- und Personalkosten sowie Fremdleistungen) sowie in angemessenem Umfang produktionsbezogene Gemeinkosten und den anteiligen Gewinn. In den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind auch Beträge enthalten, die auf von Kunden zu vertretenden Änderungen oder Fehlern hinsichtlich des Projektumfangs, auf nachträglichen, hinsichtlich Preis und Umfang noch nicht endgültig vereinbarten Änderungswünschen oder auf sonstigen von Kunden verursachten, nicht vorhersehbaren Zusatzaufwendungen und Anpassungen beruhen und die Dürr diesen Kunden oder sonstigen Dritten zu berechnen beabsichtigt. Diese Beträge werden mit den zu erwartenden Werten angesetzt, sofern ihre Realisierung wahrscheinlich ist und sie hinreichend zuverlässig geschätzt werden können. Zusätzlich zu den aufgelaufenen Kosten werden keine Gewinne ausgewiesen. Noch nicht endgültig vereinbarte Auftragsänderungen erfordern die Verwendung von Schätzwerten. Dabei kann eine spätere Anpassung der geschätzten Erträge aus den oben genannten Sachverhalten erforderlich werden. Die PoC-Methode und die ZP-Methode basieren auf Schätzungen. Aufgrund der hierbei gegebenen Unsicherheiten ist es möglich, dass die Schätzungen der bis zur Fertigstellung erforderlichen Aufwendungen einschließlich der Aufwendungen für Vertragsstrafen und Gewährleistungen nachträglich berichtigt werden müssen. Derartige Berichtigungen von Aufwendungen und Erträgen werden in der Periode ausgewiesen, in der der Anpassungsbedarf festgestellt wird. Rückstellungen für drohende Verluste werden in der Periode berücksichtigt, in der die Verluste erkennbar werden. Verkauf von Gütern / Sonstige Umsatzerlöse Neben den Umsatzerlösen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen generiert Dürr Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Leistungen mit vergleichsweise hohem Standardisierungsgrad. Diese sonstigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 "Umsatzerlöse" erfasst, wenn mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmen lässt. Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, an dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden, das heißt bei Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken, ungeachtet des Zahlungszeitpunkts. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der Konzern bewertet deren Einbringlichkeit auf Grundlage mehrerer Faktoren. Für den Fall, dass Sachverhalte bekannt sind, die die Fähigkeit eines bestimmten Schuldners mindern könnten, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, bucht Dürr eine Einzelwertberichtigung bezüglich der fälligen Beträge und setzt die erfassten Nettovermögenswerte auf den Betrag herab, der angemessenerweise als einbringbar erscheint. Die Wertminderungen werden unter Verwendung von Wertberichtigungskonten gebucht. Forderungen und originäre finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind. Die Einschätzung einzelner debitorischer Konten als überfällig beziehungsweise in Verzug erfolgt durch das Management. Für sämtliche anderen Schuldner bildet der Konzern auf Grundlage des Zeitraums, in dem die Forderungen beziehungsweise originären finanziellen Vermögenswerte überfällig sind, des aktuellen Geschäftsumfelds und von Vergangenheitswerten pauschalierte Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen beziehungsweise originäre finanzielle Vermögenswerte. Den Risiken eines Forderungsausfalls wird durch ein zentrales Monitoring und ein dezentrales Inkassomanagement begegnet. Sie umfassen regelmäßige Bonitätsprüfungen, den Abschluss von Kreditversicherungen und - besonders im Exportgeschäft - die Einräumung von Akkreditiven. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld, Sichteinlagen sowie andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Fälligkeit von weniger als drei Monaten ab Erwerb und werden zum Nennwert angesetzt. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Der zugehörige Buchwert muss überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Die Veräußerungsgruppe kann auch direkt mit den Vermögenswerten in Verbindung stehende Verbindlichkeiten umfassen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sind als gesonderter Posten in der Bilanz unter den kurzfristigen Vermögenswerten auszuweisen. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Gemäß IFRS 5 werden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Kumuliertes übriges Eigenkapital In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals inklusive der darauf entfallenden latenten Steuern ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern (zum Beispiel Kapitalerhöhungen oder Ausschüttungen) beruhen. Hierzu zählen der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, aufgelaufene versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und ähnlichen Verpflichtungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und von derivativen Finanzinstrumenten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten umfassen Zinsaufwendungen, zinsähnliche Aufwendungen, sonstige Finanzierungsaufwendungen und Anschaffungskosten des Fremdkapitals. Gemäß IAS39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" wurden die durch die Begebung der Anleihe und des Schuldscheindarlehens entstandenen Fremdkapitalkosten in der Konzernbilanz passivisch gekürzt ausgewiesen. Die Amortisation der Fremdkapitalkosten - berechnet nach der Effektivzinsmethode - erfolgt über die Laufzeit der Anleihe und des Schuldscheindarlehens. Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Leistungs- und Beitragszusagen. Die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) garantieren den Begünstigten grundsätzlich eine monatliche Altersrente oder einen einmaligen Betrag beim Ausscheiden aus dem Unternehmen. Die Leistungszusagen sind sowohl unternehmens- als auch mitarbeiterfinanziert. Die Bewertung der Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt nach dem in IAS19 "Leistungen an Arbeitnehmer" vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Hierbei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen (zum Beispiel bezüglich Gehaltsentwicklungen oder Rententrend) für die relevanten Größen berücksichtigt, die sich auf die Leistungshöhe auswirken. Der Aufwand für leistungsorientierte Versorgungspläne (Defined Benefit Cost) unterteilt sich in Dienstzeitaufwand und Nettozinsen, die ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sowie Neubewertungen, die ergebnisneutral nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital ausgewiesen werden. Rückstellungen für rückgedeckte Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden nach den Kriterien des IAS19 mit dem darauf entfallenden Fondsvermögen (Planvermögen) unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung saldiert. Als Planvermögen unter IAS19 werden Vermögenswerte eines externen Versorgungsträgers anerkannt, wenn diese Vermögenswerte ausschließlich dem Versorgungszweck dienen und dem Zugriff möglicher Gläubiger entzogen sind. Verpflichtungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung Im Vorjahr wurde die an einigen deutschen HOMAG-Standorten existierende Mitarbeiterkapitalbeteiligung gekündigt. Der Ausweis der zu zahlenden Verpflichtungen erfolgte als kurzfristig innerhalb der übrigen Verbindlichkeiten. Die im Rahmen der Kündigung angefallenen Einmalaufwendungen waren in den Umsatz- und Funktionskosten als Teil des Personalaufwands sowie anteilig im Zinsergebnis enthalten. Im Zusammenhang mit der Kündigung wurde den Mitarbeitern der HOMAG Group im Geschäftsjahr 2016 die Möglichkeit gegeben, das empfangene Abfindungsguthaben oder einen Teil davon der HOMAG Group AG als verzinstes Darlehen zu gewähren. Übrige Rückstellungen Übrige Rückstellungen werden gemäß IAS37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen" gebildet, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Vermögensabflüsse erwarten lässt und deren Höhe zuverlässig ermittelbar ist. Sie stellen ungewisse Verpflichtungen dar, die mit bestmöglich geschätzten Beträgen zur Erfüllung der Verpflichtungen erfasst werden. Sofern die Höhe der Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmbar ist, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt. Bei gleicher Wahrscheinlichkeit wird der gewichtete Durchschnittswert erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit Marktzinssätzen abgezinst, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden zu Leasingbeginn mit dem Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt (wir verweisen auf die vorgenannten Erläuterungen zu den Leasingvereinbarungen). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die übrigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten für Restrukturierung werden gebildet, sofern ein detaillierter, formaler Plan aufgestellt und den betroffenen Parteien mitgeteilt wurde. Verbindlichkeiten, die nicht schon im Folgejahr zu einem Vermögensabfluss führen, werden zum Bilanzstichtag mit Marktzinssätzen abgezinst. Latente Steuern Latente Steuern werden auf Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode nach IAS12 "Ertragsteuern" gebildet. Danach werden latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sie werden nicht gebildet, wenn die zu versteuernde temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus dem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden in einer Transaktion (soweit sie kein Unternehmenszusammenschluss ist) entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochtergesellschaften oder assoziierten Unternehmen sowie aus Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, die Muttergesellschaft kann die Umkehrung der temporären Differenz steuern und die temporäre Differenz wird sich in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, wenn ihre Nutzung in hohem Maße gesichert erscheint. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen nationalen Ertragsteuersätze, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden, auf Basis des geltenden Steuerrechts beziehungsweise von sicher einzuschätzenden Steuerrechtsänderungen. Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern werden dann gebildet, wenn ein Verfall des steuerlichen Vorteils wahrscheinlicher ist als dessen Nutzung. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen, und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche aus temporären Differenzen, die die jeweiligen latenten Steuerverbindlichkeiten übersteigen, werden nur bilanziert, wenn deren Realisierung von zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen gedeckt ist. Anteilsbasierte Vergütung Die aktienbasierte Vergütung gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" umfasst Vergütungssysteme, deren Ausgleich in bar erfolgt. Zur Bewertung ermittelt Dürr den beizulegenden Zeitwert der Vergütungsinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung, zu jedem Bilanzstichtag und am Erfüllungstag. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zu ihrer Abgeltung erfolgswirksam angesammelt und in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse abhängt, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Eventualverbindlichkeiten können auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung entstehen, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wurde, weil ― der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder ― die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann. Wenn der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Gesellschaft unwahrscheinlich ist, wird keine Eventualverbindlichkeit offengelegt, ansonsten werden im Anhang Angaben dazu gemacht. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen sind übernommene Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt selbst dann anzusetzen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen für die Erfüllung dieser Verpflichtung erforderlich ist. 3.14 - ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN scroll Bilanzposten Bewertungsmethode Geschäfts- oder Firmenwerte Anschaffungskosten unter Verwendung der Impairment-Only-Methode Sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Anschaffungskosten unter Verwendung der Impairment-Only-Methode mit bestimmter Nutzungsdauer (Fortgeführte) Anschaffungskosten Sachanlagen (Fortgeführte) Anschaffungskosten Finanzielle Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit gehalten (Fortgeführte) Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen Percentage-of-Completion-Methode / Zero-Profit-Methode Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Nennwert Niedrigerer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen oder Buchwert Rückstellungen Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens Sonstige Rückstellungen Barwert des Erfüllungsbetrags Finanzielle Verbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten / beizulegender Zeitwert Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten Verbindlichkeiten aus anteilsbasierter Vergütung Beizulegender Zeitwert Übrige Verbindlichkeiten Erfüllungsbetrag Beim Vorliegen von Wertminderungen können sich abweichende Bewertungsmaßstäbe ergeben. Verwendung von Annahmen und Schätzungen Die Erstellung des Konzernabschlusses gemäß den IFRS-Regelungen macht Annahmen und Schätzungen erforderlich, die die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer sich im nächsten Geschäftsjahr das Risiko einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden ergeben könnte, werden nachstehend erläutert. Künftige Forderungen aus Auftragsfertigung Kundenspezifische Fertigungsaufträge machen den Großteil des Geschäfts von Dürr aus. Die Umsatzrealisierung und die Bilanzierung von Forderungen aus Fertigungsaufträgen erfolgen in der Regel gemäß Leistungsfortschritt (POC-Methode). Wesentlich hierbei ist die präzise Einschätzung des Fertigstellungsgrads. Zu den maßgeblichen Schätzgrößen zählen vor allem die Gesamtauftragserlöse und -kosten, die weiteren bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie Auftragsrisiken. Diese Schätzungen werden regelmäßig überprüft und angepasst. Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind. Dazu muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Darüber hinaus muss ein angemessener Abzinsungssatz gewählt werden, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 19 verwiesen. Ertragsteuern Dürr ist in zahlreichen Ländern tätig und unterliegt daher unterschiedlichen Steuerhoheiten. Für jedes Besteuerungssubjekt müssen die erwarteten laufenden und latenten Ertragsteuern bestimmt werden. Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie voraussichtlich genutzt werden können. Die Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit wird unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren beurteilt. Derartige Faktoren sind zum Beispiel zukünftig zu versteuernde Ergebnisse in den Planperioden, Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen, Steuerstrategien und erreichte Ergebnisse der Vergangenheit. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus. Die Unternehmensleitung beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern. Da bei diesen Beurteilungen teilweise Annahmen über die Zukunft zugrunde gelegt werden, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Sie werden dann entsprechend der ursprünglichen Bildung erfolgswirksam oder erfolgsneutral angepasst. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden zukünftigen Einkommens geht Dürr davon aus, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Aktive und passive latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Verpflichtung gültig sind. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 18 verwiesen. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt. Diese erfolgen auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftige Rentensteigerungen. Die angesetzten Abzinsungssätze basieren auf den Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Annahmen wesentlichen Unsicherheiten. Für weitere Informationen wird auf Textziffer 27 verwiesen. Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden entsprechend den unter Textziffer 6 dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Optionen in Zusammenhang mit dem Besitz nicht beherrschender Anteile Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der CPM S.p.A. im Geschäftsjahr 2007 wurde eine Option der Inhaber nicht beherrschender Anteile über den Verkauf von deren Geschäftsanteilen nach IAS32 zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als sonstige finanzielle Verbindlichkeit bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Bilanzstichtag ermittelt. Dies erfordert eine Schätzung der zukünftigen Erträge. Optionen im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG Bei den Ansprüchen der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG kann es grundsätzlich zu Anpassungen der Abfindung und Ausgleichszahlung durch das Spruchverfahren kommen. Dürr geht allerdings zum Bilanzstichtag nicht davon aus, dass es zu solchen Anpassungen kommen wird. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7. Anteilsbasierte Vergütung Die Bewertung der Vergütungsinstrumente mit Barausgleich basiert auf dem erwarteten Aktienkurs am Ende der vertraglich festgelegten Laufzeit sowie auf Ergebnisgrößen im Zeitraum des Programms. Der zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendete Aktienkurs beruht auf historischen Kursen. Die verwendeten Ergebnisgrößen basieren auf unternehmensinternen Planungen. Die tatsächlich eintretenden Aktienkurse und Ergebnisgrößen können von den getroffenen Annahmen abweichen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" werden zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, beinhaltet Schätzungen und Annahmen der Unternehmensleitung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind. Die tatsächlich eintretenden Verkaufserlöse können von den getroffenen Annahmen abweichen. Schätzungen und Annahmen sind zudem erforderlich für die Bilanzierung und Bewertung von Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (wir verweisen auf die Textziffern 22 und 40) sowie für Eventualverbindlichkeiten und sonstige Rückstellungen, ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte. 7. BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAG MIT DER HOMAG GROUP AG Am 5. März 2015 hat die außerordentliche Hauptversammlung der HOMAG Group AG dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Dürr Technologies GmbH zugestimmt. Mit diesem Vertrag hat die Dürr Technologies GmbH die Möglichkeit, den Organen der HOMAG Group AG Weisungen zu erteilen und den gesamten Gewinn der HOMAG Group AG zu vereinnahmen, sowie die Verpflichtung, etwaige Verluste zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichtete sich Dürr zur Leistung einer Ausgleichszahlung nach § 304 AktG in Höhe von 1,18 € brutto je HOMAG-Aktie (nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 1,01 € netto; vor individueller Steuerbelastung des Aktionärs) für jedes Geschäftsjahr sowie zu einer Abfindung nach § 305 AktG in Höhe von 31,56 € je HOMAG-Aktie. Der Gewinnabführungsvertrag trat 2016 in Kraft. Fortan garantiert die Dürr Technologies GmbH eine Garantiedividende entsprechend der Ausgleichszahlung. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag kann erstmalig zum 31. Dezember 2020 ordentlich gekündigt werden. Aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG im Vorjahr wurde eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und in diesem Zusammenhang entstehender Steuern erfasst. Darüber hinaus wurde die sonstige finanzielle Verbindlichkeit aus Optionen gegenüber der Aktionärsgruppe Schuler/Klessmann ergebniswirksam neu bewertet, da diese Aktionärsgruppe fortan auch Anspruch auf Ausgleichszahlungen hat. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Textziffern 26 und 31. ERLÄUTERUNGEN DER ABSCHLUSSPOSTEN Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 8. UMSATZERLÖSE 3.15 - UMSATZERLÖSE scroll Tsd. € 2016 2015 Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 2.176.760 2.386.210 Sonstige Umsatzerlöse 1.396.757 1.380.884 Summe Umsatzerlöse 3.573.517 3.767.094 davon Umsatzerlöse aus Service-Geschäft 981.906 884.876 9. UMSATZKOSTEN 3.16 - UMSATZKOSTEN scroll Tsd. € 2016 2015 Materialaufwand 1.403.591 1.613.301 Personalaufwand 620.190 603.914 Währungsgewinne -40.794 -41.643 Währungsverluste 44.707 43.781 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 57.461 56.154 Sonstige Umsatzkosten 630.095 663.604 Summe Umsatzkosten 2.715.250 2.939.111 Bruttomarge in % 24,0 22,0 Von den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte entfallen 13.957 TSD. € (Vorjahr: 10.427 TSD. €) auf aktivierte Entwicklungskosten. 10. VERTRIEBSKOSTEN Die Vertriebskosten umfassen Vertriebseinzelkosten und Vertriebsgemeinkosten. Darunter fallen grundsätzlich alle Personal-, Material- und Abschreibungsaufwendungen sowie sonstige Aufwendungen des Vertriebsbereichs. Zudem sind in den Vertriebskosten Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. 3.17 - VERTRIEBSKOSTEN scroll Tsd. € 2016 2015 Personalaufwand 205.656 179.719 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 17.195 5.075 Ausbuchung von Forderungen 901 954 Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.550 2.700 Übrige Vertriebskosten 92.721 94.291 322.023 282.739 Für nähere Informationen zu Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen verweisen wir auf Textziffer 22. 11. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN Die allgemeinen Verwaltungskosten umfassen die Personal- und Sachkosten der zentralen Verwaltungsbereiche, die nicht mit Auftragsabwicklung, Produktion, Vertrieb oder Forschung und Entwicklung in Verbindung stehen. 3.18 - ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN scroll Tsd. € 2016 2015 Personalaufwand 117.490 110.648 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 7.445 9.603 Übrige Verwaltungskosten 52.689 66.293 177.624 186.544 12. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die Kosten für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, neue Produkte zu entwickeln oder Produkte und Produktionsprozesse zu verbessern. Sie enthalten Personal- und Sachkosten und werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Vermindert werden die Forschungs- und Entwicklungskosten um die Entwicklungskosten, die die Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS38 "Immaterielle Vermögenswerte" erfüllen. 3.19 - FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN scroll Tsd. € 2016 2015 Personalaufwand 68.043 75.051 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 8.401 9.493 Aktivierte Entwicklungskosten -12.423 -11.534 Übrige Forschungs- und Entwicklungskosten 41.852 24.105 105.873 97.115 Durch die Neustrukturierung der Division Woodworking Machinery and Systems kam es zu Neuzuordnungen innerhalb der Kostenbestandteile der Forschungs- und Entwicklungskosten. 13. PERSONALAUFWENDUNGEN In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Personalaufwendungen gemäß Tabelle 3.20 enthalten: 3.20 - PERSONALAUFWENDUNGEN scroll Tsd. € 2016 2015 Löhne und Gehälter 856.757 820.634 Sozialaufwendungen 155.005 149.558 Summe Personalaufwendungen 1.011.762 970.192 davon Altersversorgung 57.541 51.467 14. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN 3.21 - SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN scroll Tsd. € 2016 2015 Sonstige betriebliche Erträge Währungsgewinne 45.145 64.508 Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 12.492 119 Erträge aus dem Abgang oder der Neubewertung von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 5.241 - Erträge aus nachträglich erhaltenen Ausgleichszahlungen 2.200 - Buchgewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.026 590 Zuwendungen der öffentlichen Hand 1.795 1.448 Erträge aus bedingten Kaufpreisraten 1.000 877 Erstattungen aus Schadensfällen 808 351 Auflösung von Rückstellungen 667 1.742 Übrige 4.312 7.093 75.686 76.728 Sonstige betriebliche Aufwendungen Währungsverluste 45.767 58.857 Aufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten - Transaktionskosten bzw. Wertberichtigungen (Vorjahr) 3.398 484 Buchverluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 1.503 916 Aufwendungen für sonstige lokale Steuern 1.301 1.775 Aufwendungen für Kantinen 795 582 Aufwendungen für ein Ausbildungszentrum 759 689 Aufwendungen für Schadensfälle 520 554 Aufwendungen für Nebenkosten des Geldverkehrs 504 452 Übrige 2.491 6.218 57.038 70.527 Abgesehen von den Erträgen aus Rechtsstreitigkeiten und nachträglich erhaltenen Ausgleichszahlungen sowie der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen gibt es keine weiteren wesentlichen periodenfremden Erträge oder Aufwendungen. 15. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von Aufwendungen des Konzerns in Höhe von 1.842 TSD. € (Vorjahr: 1.448 TSD. €) erfasst. Die Zuwendungen beinhalten unter anderem die Förderung kostenintensiver Innovationsprojekte sowie die Förderung von Aus- und Weiterbildung. Darüber hinaus führten Zuwendungen der öffentlichen Hand zu einer Reduzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von 219 TSD. € (Vorjahr: 356 TSD. €). Die Gewährung der Zuwendungen ist mit Auflagen verbunden, von deren Erfüllung derzeit ausgegangen wird. 16. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen betrug 3.693 TSD. € (Vorjahr: 1.576 TSD. €). Es beinhaltet die Ergebnisanteile aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode. Ergebnisse aus dem Verkauf von Gütern durch konsolidierte Gesellschaften an at equity bilanzierte Gesellschaften (Zwischenergebnisse), die nicht durch Veräußerung an konzernfremde Dritte realisiert wurden, werden im Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen herausgerechnet. Fremdwährungseffekte wurden im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfasst. 17. ZINSERGEBNIS 3.22 - ZINSERGEBNIS scroll Tsd. € 2016 2015 Zinsen und ähnliche Erträge 6.233 8.246 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -26.479 -33.454 davon: Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe -8.625 -8.625 Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen -3.163 - Zinsaufwand aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG -6.336 -11.659 Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung einer Anleihe, eines Schuldscheindarlehens und Aufnahme von syndizierten Krediten -641 -4.428 Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing -398 -484 Nettozinsaufwand aus der Bewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen -1.149 -1.109 Zinsaufwendungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung - -2.047 Sonstige Zinsaufwendungen -6.167 -5.102 Zinsergebnis -20.246 -25.208 Wie im Vorjahr wurde der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2016 nicht um Finanzierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der kundenspezifischen Auftragsfertigung verringert, da die Aufträge aufgrund erhaltener Kundenanzahlungen keiner externen Finanzierung bedurften. 18. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen die inländische Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag, die Gewerbeertragsteuer sowie vergleichbare Steuern der ausländischen Tochtergesellschaften. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochtergesellschaften werden anhand der Steuersätze und -regelungen des jeweiligen nationalen Steuerrechts gebildet. Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) herangezogen. [Tab. → 3.23 ] Tabelle 3.24 leitet den theoretischen Ertragsteueraufwand auf den tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand über. Für das Geschäftsjahr 2016 sah das deutsche Körperschaftsteuerrecht einen gesetzlichen Steuersatz von 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) vor. Die durchschnittliche Gewerbesteuerbelastung betrug für das Geschäftsjahr 2016 12,9 % (Vorjahr: 12,9 %). Damit basiert die Überleitung auf der inländischen Gesamtsteuerbelastung von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %). Für die ausländischen Gesellschaften liegen die jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze zwischen 15,0 % und 37,3 % (Vorjahr: 15,0 % und 37,0 %). [Tab. → 3.24 ] Ein latenter Steueranspruch für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und andere abzugsfähige temporäre Differenzen ist nach IAS 12 "Ertragsteuern" nur in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Dürr geht dabei von einem Planungshorizont von vier Jahren aus und berücksichtigt die in einigen Ländern anzuwendende Mindestbesteuerung bei der Bestimmung der Verlustnutzungsmöglichkeiten. Im Inland bestehende Verluste aus vororganschaftlicher Zeit werden nicht angesetzt. Der Steueraufwand 2015 war durch einmalige Sondereffekte aus der bilanziellen Abbildung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG gekennzeichnet. Insbesondere aus zukünftigen Steuerzahlungen über die Laufzeit des Vertrags ergaben sich Steueraufwendungen. Des Weiteren wurden im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Zinsaufwendungen erfasst, die steuerlich nicht abzugsfähig sind. Zum 31. Dezember 2016 bestanden insgesamt Zins- und Verlustvorträge in Höhe von 167.180 TSD. € (Vorjahr: 186.969 TSD. €). Zudem bestanden Verlustvorträge in Höhe von 18.613 TSD. € bei Bereichen, die als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen sind und für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt werden. Die Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden, betrugen 115.552 TSD. € (Vorjahr: 105.478 TSD. €) und bestehen überwiegend in Deutschland, Frankreich und Brasilien. In Deutschland bestehen gewerbesteuerliche Verlustvorträge, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, in Höhe von 42.610 TSD. € (Vorjahr: 40.646 TSD. €). Die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sind zurzeit unbegrenzt vortragsfähig. Von den nicht angesetzten Zins- und Verlustvorträgen verfallen Beträge in Höhe von 3.119 TSD. € innerhalb der nächsten 10 Jahre (Vorjahr: 3.964 TSD. €). Die restlichen Verlustvorträge sind zurzeit unverfallbar. Andere abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 7.301 TSD. € wurden zum 31. Dezember 2016 (Vorjahr: 9.190 TSD. €) nicht bilanziert. [Tab. → 3.25 ] 3.23 - ZUSAMMENSETZUNG DES ERTRAGSTEUERAUFWANDS scroll Tsd. € 2016 2015 Tatsächliche Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Ertragsteueraufwand Inland 36.133 37.696 Ertragsteueraufwand Ausland 41.088 53.036 Anpassung für Vorjahre -3.917 -4.196 Summe tatsächliche Steuern 73.304 86.536 Latente Steuern Latenter Steuerertrag Inland -2.895 -8.716 Latenter Steueraufwand Ausland 1.799 732 Anpassung für Vorjahre -1.882 -602 Summe latente Steuern -2.978 -8.586 Gesamtsteueraufwand 70.326 77.950 3.24 - ÜBERLEITUNG ERTRAGSTEUERAUFWAND scroll Tsd. € 2016 2015 Ergebnis vor Ertragsteuern 258.126 244.512 Theoretischer Ertragsteueraufwand in Deutschland von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) 74.082 70.175 Anpassungen von in Vorjahren angefallenen Ertragsteuern -5.799 -4.797 Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie Quellensteuern 10.490 17.164 Besteuerungsunterschied Ausland -8.095 -8.215 Sondereffekt Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag (HOMAG Group AG) - 8.920 Nicht aktivierte latente Steuern insbesondere auf Verlustvorträge 5.358 1.472 Nachaktivierung von latenten Steuern auf Verlustvorträge und Veränderungen von latenten Steuern auf Wertberichtigungen -5.732 -5.981 Veränderung von Steuersätzen 324 495 Steuerfreie Erträge -351 -1.331 Sonstiges 49 48 Effektiver Ertragsteueraufwand des Dürr-Konzerns 70.326 77.950 3.25 - AKTIVE UND PASSIVE LATENTE STEUERN scroll KONZERNBILANZ KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 2016 2015 Latente Ertragsteueransprüche Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten 3.322 3.597 -275 -338 Neubewertung der Grundstücke und Gebäude sowie Sachanlagen 2.699 1.505 1.194 340 Wertberichtigungen auf Forderungen 1.140 1.306 -166 -248 Zins-/Währungsgeschäfte 7.108 4.412 2.696 144 Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte 17.232 21.572 -4.340 1.165 Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten 3.838 13.800 -9.962 1.823 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 13.534 7.299 6.235 -786 Steuerlich nicht zulässige Rückstellungen 12.600 9.419 3.181 801 Steuerliche Zins- und Verlustvorträge 16.101 17.826 -1.725 3.394 Summe aktive latente Ertragsteueransprüche 77.574 80.736 Saldierungen -47.683 -45.201 Alle aktiven latenten Steuern 29.891 35.535 Latente Ertragsteuerschulden Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten -40.065 -44.011 3.946 -2.218 Aktivierte Entwicklungskosten -10.207 -11.139 932 -2.112 Steuerlich absetzbare Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmen werte -15.046 -16.441 1.395 -997 Neubewertung der Grundstücke und Gebäude sowie Sachanlagen -26.682 -21.992 -4.690 2.127 Bewertung von Anteilen an Tochtergesellschaften -15.162 -14.874 -288 -1.931 Kundenspezifische Auftragsfertigung und Vorräte -34.328 -48.035 13.707 -1.707 Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten -8.191 -6.458 -1.733 2.391 Amortisation der Kosten für Anleihe, Schuldschein und syndizierten Kredit -318 -384 66 420 Summe passive latente Ertragsteuerschulden -149.999 -163.334 Saldierungen 47.683 45.201 Alle passiven latenten Steuern -102.316 -118.133 Überleitungseffekt aus Erstkonsolidierungen 1.175 5.563 Überleitungseffekt aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten -6.122 - Translationseffekte auf latente Steuerpositionen 738 -157 Erfolgsneutrale Effekte -2.986 912 Latenter Ertragsteuerertrag 2.978 8.586 Im Geschäftsjahr 2016 wurden latente Steuern in Höhe von -2.986 TSD. € (Vorjahr: 912 TSD. €) erfolgsneutral erfasst. Im Vorjahr wurden die Positionen Zins- und Verlustvorträge sowie Wertberichtigungen getrennt ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte eine Änderung der Darstellung dahingehend, dass die beiden Vorjahreswerte in Höhe von 14.781 TSD. € saldiert wurden. Die Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) wird als Asset-held-for-sale-Transaktion bilanziert. Damit werden die diesem Bereich zugeordneten aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 6.122 TSD. € in den Bilanzpositionen Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten erfasst. Eine Verrechnung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt, wenn eine Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden einklagbar ist. Ferner müssen sich die Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern eines Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Für ausschüttungsfähige Gewinne von Tochtergesellschaften werden im Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Ertrag- und Quellensteuern als passive latente Steuern ausgewiesen, wenn zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen, oder beabsichtigt ist, diese Gewinne auf Dauer nicht zu reinvestieren. Für aufgelaufene Gewinne von Tochtergesellschaften in Höhe von 237.835 TSD. € (Vorjahr: 236.482 TSD. €) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Dürr geht davon aus, dass während bestehender Organschaftsverhältnisse keine Rücklagen an den jeweiligen Organträger ausgeschüttet werden. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva 19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN Einzelheiten zu Veränderungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen des Konzerns sind aus der Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte unter Textziffer 42 ersichtlich. Planmäßige Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatz- und Funktionskosten ausgewiesen. Im Rahmen der Weiterführung des Programms ONE HOMAG findet im Geschäftsjahr 2017 eine Neuausrichtung der Markenarchitektur der Division Woodworking Machinery and Systems statt. Ab dem 1. März 2017 wird die HOMAG Group am Markt nur noch mit der Marke HOMAG auftreten. Aus diesem Grund wurden die Nutzungsdauern der künftig nicht mehr genutzten Markennamen WEEKE, BRANDT, HOLZMA und AUTOMATION von unbestimmt auf bestimmt umgestellt und in Höhe von 11.098 TSD. € vollständig abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte Unter den immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden neben den Geschäfts- oder Firmenwerten auch Markennamen im Wert von 51.202 TSD. € (Vorjahr: 62.292 TSD. €) bilanziert. Dürr beabsichtigt, diese Markennamen auch weiterhin einzusetzen. In den geleisteten Anzahlungen für immaterielle Vermögenswerte sind im Wesentlichen Investitionen in Softwareprodukte für ein IT-Großprojekt der HOMAG Group enthalten. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für das Projekt beträgt fünf Jahre. 3.26 - PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN scroll 2016 2015 Tsd. € Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Summe planmäßige Abschreibungen Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Summe planmäßige Abschreibungen Umsatzkosten -29.601 -26.953 -56.554 -29.744 -25.474 -55.218 Vertriebskosten -12.920 -4.275 -17.195 -1.559 -3.090 -4.649 Allgemeine Verwaltungskosten -1.479 -5.966 -7.445 -3.361 -5.927 -9.288 Forschungs- und Entwicklungskosten -3.505 -4.896 -8.401 -4.196 -4.606 -8.802 Sonstige betriebliche Aufwendungen -3 -9 -12 - -137 -137 Zinsen und ähnliche Aufwendungen - - - -1.229 - -1.229 - 47.508 -42.099 -89.607 -40.089 -39.234 -79.323 Werthaltigkeitstest von Geschäfts- oder Firmenwerten Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Als zahlungsmittelgenerierende Einheiten hat Dürr die Divisions beziehungsweise Bereiche innerhalb der Divisions definiert. Diese sind Paint and Final Assembly Systems, Application Technology, Balancing and Assembly Products, Clean Technology Systems und Woodworking Machinery and Systems. Das Berechnungsschema ist für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten identisch, da die wesentlichen Parameter alle Bereiche gleichermaßen betreffen. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Bereichs Cleaning and Surface Processing wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 21.316 TSD. € in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert und zuvor auf Wertminderung getestet. Da der erwartete Verkaufserlös das Nettovermögen übersteigt, lag keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts vor. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird durch die Berechnung eines Nutzungswerts ermittelt. Die Nutzungswerte der Bereiche übertrafen jeweils das zugeordnete Nettovermögen. Die Berechnung basiert auf Cashflow-Prognosen, die auf Planungen für einen Zeitraum von vier Jahren beruhen. Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern lag im Geschäftsjahr 2016 zwischen 8,96 % und 10,91 % (Vorjahr: 8,65 % bis 10,82 %). Cashflows nach dem Zeitraum von vier Jahren werden mit einer Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) extrapoliert, die sich an der langfristigen Wachstumsrate der Bereiche orientiert. Dürr überprüft die Werthaltigkeit des Buchwerts von Geschäfts- oder Firmenwerten grundsätzlich am Ende jedes Geschäftsjahres. Geplante Bruttogewinnmargen Die geplanten Bruttogewinnmargen werden im Rahmen der Bottom-up-Planung durch die Konzerngesellschaften und Bereiche ermittelt. Sie basieren auf den in den vorangegangenen Geschäftsjahren ermittelten Werten unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostenentwicklungen sowie Effizienzsteigerungen. Kapitalkosten (Abzinsungssatz) Die Kapitalkosten ergeben sich aus dem gewogenen Mittel der Fremd- und Eigenkapitalkosten vor Steuern. Im Rahmen der Berechnung der Eigenkapitalkosten wird ein Betafaktor berücksichtigt, der sich aus Kapitalmarktdaten und der Kapitalstruktur von mit Dürr vergleichbaren Unternehmen ergibt. Die Fremdkapitalkosten basieren auf einem Basiszinssatz für quasisichere Anleihen und einem Aufschlag, der aus dem Kredit-Rating vergleichbarer Unternehmen ermittelt wird. Materialpreissteigerungen Die zukünftigen Preissteigerungen bei von Dürr benötigten Vorprodukten und Materialien werden vorrangig abgeleitet aus den erwarteten Preisänderungen der zu ihrer Herstellung notwendigen Rohstoffe. Bei diesen wiederum werden die Preisindizes der Länder zugrunde gelegt, aus denen die Vorprodukte und Materialien durch die jeweiligen Konzerngesellschaften bezogen werden. Steigerung von Lohn- und Gehaltskosten Die deutschen Tochtergesellschaften haben für die Vierjahresplanung Entgeltsteigerungen von durchschnittlich 2,8 % p.a. ab dem Jahr 2017 (Vorjahr: 2,6 % p.a.) unterstellt. Alle ausländischen Tochtergesellschaften haben für die jeweilige Planungsperiode ihre jeweiligen nationalen Steigerungsraten verwendet. Sensitivitätsanalyse von Geschäfts- oder Firmenwerten Unabhängig von der aktuellen und erwarteten wirtschaftlichen Lage hat Dürr Sensitivitätsanalysen zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte in den Bereichen vorgenommen. Geprüft wurden die Auswirkungen folgender Szenarien: ― EBIT-Rückgang um 10 % in allen Planjahren ab 2017 (im Vergleich zu den verabschiedeten Unternehmensplanungen), ― Erhöhung des Abzinsungssatzes um 0,5 Prozentpunkte, ― Verringerung der Wachstumsrate in der ewigen Rente auf 0,75 %. Die Sensitivitätsanalysen haben ergeben, dass auch unter diesen Annahmen aus heutiger Sicht bei keinem Bereich ein Wertminderungsbedarf bei den Geschäfts- oder Firmenwerten besteht. 3.27 - ENTWICKLUNG DER GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE scroll Tsd. € Buchwert zum 1. Januar 2015 Währungs- differenz Zugänge Buchwert zum 31. Dezember 2015 Währungs- differenz Zugänge Paint and Final Assembly Systems 93.723 1.111 11.192 106.026 782 1.172 Application Technology 65.763 274 - 66.037 366 637 Balancing and Assembly Products 101.292 1.099 272 102.663 334 - Cleaning and Surface Processing 17.969 1.862 962 20.793 523 - Measuring and Process Systems 119.261 2.961 1.234 123.456 857 - Clean Technology Systems 12.718 690 - 13.408 209 3.613 Woodworking Machinery and Systems 105.846 389 - 106.235 118 - Dürr-Konzern 397.311 5.425 12.426 415.162 2.332 5.422 scroll Tsd. € Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Buchwert zum 31. Dezember 2016 Paint and Final Assembly Systems - 107.980 Application Technology - 67.040 Balancing and Assembly Products - 102.997 Cleaning and Surface Processing -21.316 - Measuring and Process Systems -21.316 102.997 Clean Technology Systems - 17.230 Woodworking Machinery and Systems - 106.353 Dürr-Konzern -21.316 401.600 Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte Tabelle 3.27 zeigt die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte nach Bereichen und Divisions. Die Veränderung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus Zugängen wird nachfolgend erläutert. Akquisitionen Sonstige Akquisitionen Im Geschäftsjahr 2016 fanden einige betragsmäßig untergeordnete Akquisitionen statt: ― Im Rahmen des Erwerbs der weiteren Anteile an der Dürr Cyplan Ltd. mit Sitz in Aldermaston, Großbritannien, erwarb die Dürr Systems AG, Stuttgart, Deutschland, am 6. Juli 2016 100 % der Anteile an der E&P Turbo Ltd. mit Sitz in Aldermaston, Großbritannien. ― Am 12. Juli 2016 übernahm Verind S.p.A. mit Sitz in Rodano, Italien, 100 % der Anteile an der GT Assistência Técnica Industrial Ltda. mit Sitz in Belo Horizonte, Brasilien, zur Stärkung des Service-Geschäfts. ― Mit Wirkung zum 30. November 2016 übernahm die Dürr Systems AG Vermögenswerte und Mitarbeiter der KBA-MetalPrint GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland, zur Erschließung weiterer Märkte im Bereich der Abluftreinigung. ― Die iTAC Software AG mit Sitz in Montabaur, Deutschland, hat mit Wirkung zum 2. Dezember 2016 100 % der Anteile an dem deutschen Software-Unternehmen DUALIS GmbH IT Solution erworben. Der Sitz der DUALISGmbH ist in Dresden, Deutschland. Mit dieser Akquisition baut Dürr seine Aktivitäten im Bereich Manufacturing-Execution-Systeme (MES) weiter aus. Die Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Full-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der Gesellschaften wurden ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisitionen betrug 9.590 TSD. € und wurde in Höhe von 8.411 TSD. € bar beglichen. In Höhe von 1.179 TSD. € wurden bedingte Kaufpreisverpflichtungen erfasst. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen 88 TSD. €, die als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 erfasst wurden. Tabelle 3.28 stellt die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften und das erworbene Nettovermögen dar: 3.28 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE SONSTIGE AKQUISITIONEN scroll Tsd. € Kaufpreis 9.590 Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens -4.168 Geschäfts- oder Firmenwerte 5.422 Die Geschäfts- oder Firmenwerte spiegeln in Höhe von 5.422 TSD. € Synergien unter anderem im Bereich Vertrieb und die Ertragsaussichten in Brasilien und Deutschland wider und wurden in Höhe von 1.172 TSD. € dem Bereich Paint and Final Assembly Systems, in Höhe von 637 TSD. € dem Bereich Application Technology sowie in Höhe von 3.613 TSD. € dem Bereich Clean Technology Systems zugeordnet. In Höhe von 2.501 TSD. € sind die Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich absetzbar. Die Zurechnung des Kaufpreises zu den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kann Tabelle 3.29 entnommen werden: 3.29 - KAUFPREISALLOKATION SONSTIGE AKQUISITIONEN scroll Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition Immaterielle Vermögenswerte 122 4.815 4.937 Sachanlagen 99 - 99 Vorräte und geleistete Anzahlungen 447 -86 361 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 776 -58 718 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 528 - 528 Passive latente Steuern - -1.175 -1.175 Kurzfristige Verbindlichkeiten -1.103 -197 -1.300 Nettovermögen 869 3.299 4.168 Die Buchwerte nach Akquisition entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entspricht nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how und Kundenbeziehungen aktiviert wurden. Bei den Erstkonsolidierungen wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert. 3.30 - AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN SONSTIGER AKQUISITIONEN scroll Tsd. € Beizulegender Zeitwert Technologisches Know-how 4.447 Kundenbeziehungen 265 Sonstiges 103 4.815 Der beizulegende Zeitwert des technologischen Know-hows wurde anhand der Multi-Period-Excess-Earnings-Methode beziehungsweise anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, der Zeitwert der Kundenbeziehungen nach der Multi-Period-Excess-Earnings-Methode. Der Ergebnisbeitrag der erstkonsolidierten Gesellschaften vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2016 stellt sich gemäß Tabelle 3.31 dar: 3.31 - ERGEBNISBEITRAG DER SONSTIGEN AKQUISITIONEN AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT scroll Tsd. € Umsatzerlöse 552 Ergebnis nach Steuern -852 Im Ergebnis nach Steuern sind die auf das Geschäftsjahr 2016 entfallenden Effekte aus der Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kaufpreisallokation enthalten. Wären die erworbenen Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2016 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 3.582.701 TSD. € sowie das Ergebnis des Dürr-Konzerns 189.423 TSD. € betragen. Wesentliche Akquisitionen des Vorjahres iTAC Die Dürr Technologies GmbH erwarb mit Wirkung zum 3. Dezember 2015 100 % der Anteile an dem deutschen Software-Unternehmen iTAC Software AG und ihrer Tochtergesellschaft iTAC Software Inc. Der Sitz der iTAC Software AG ist in Montabaur, Deutschland, die Tochtergesellschaft iTAC Software Inc. hat ihren Sitz in Novi, Michigan, USA. Mit dieser Akquisition baute Dürr seine Aktivitäten im Bereich Manufacturing-Execution-Systeme (MES) - einem zentralen Bestandteil von Industrie 4.0 - erheblich aus. Mit MES-Software lassen sich Maschinen und Anlagen in Produktionslinien und Fabriken intelligent vernetzen. iTAC gehört zu den führenden Anbietern in diesem Zukunftsmarkt. Die Erstkonsolidierung der erworbenen Gesellschaften erfolgte gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" unter Anwendung der Erwerbsmethode nach der Purchased-Goodwill-Methode. Die Ergebnisse der Gesellschaften wurden ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Der Kaufpreis für die Akquisition der iTAC-Gesellschaften betrug 31.239 TSD. € und wurde bar beglichen. Die Anschaffungsnebenkosten betrugen 392 TSD. €, die als Aufwand im Geschäftsjahr 2015 erfasst wurden. Tabelle 3.32 stellt den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der erworbenen iTAC-Gesellschaften und das erworbene Nettovermögen dar: 3.32 - GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT AKQUISITION ITAC scroll Tsd. € Kaufpreis 31.239 Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens -20.047 Geschäfts- oder Firmenwert 11.192 Der Geschäfts- oder Firmenwert spiegelte in Höhe von 11.192 TSD. € Vertriebs- und Ertragssynergien auf dem Gebiet Industrie 4.0 wider und wurde dem Bereich Paint and Final Assembly Systems zugeordnet. Der Geschäfts- oder Firmenwert war steuerlich nicht absetzbar. Die Zurechnung des Kaufpreises zu den erworbenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kann Tabelle 3.33 entnommen werden: 3.33 - KAUFPREISALLOKATION AKQUISITION ITAC scroll Tsd. € Buchwert vor Akquisition Anpassung Buchwert nach Akquisition Immaterielle Vermögenswerte 4.216 23.515 27.731 Sachanlagen 692 - 692 Aktive latente Steuern - 3.037 3.037 Vorräte und geleistete Anzahlungen 14 - 14 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.040 -1.306 4.734 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.376 - 1.376 Langfristige Verbindlichkeiten -1.126 1.126 - Passive latente Steuern - -8.366 -8.366 Kurzfristige Verbindlichkeiten -10.981 1.810 -9.171 Nettovermögen 231 19.816 20.047 Die Buchwerte nach Akquisition entsprachen den beizulegenden Zeitwerten zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Der vertragliche Bruttobetrag der erworbenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entsprach nahezu dem beizulegenden Zeitwert. Die wesentlichen Anpassungen erfolgten bei den immateriellen Vermögenswerten, bei denen im Rahmen der Kaufpreisallokation technologisches Know-how, Kundenbeziehungen und der Markenname iTAC aktiviert wurden. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen wurden keine Eventualverbindlichkeiten passiviert. 3.34 - AUFGEDECKTE STILLE RESERVEN IN DEN ERWORBENEN IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN AKQUISITION ITAC scroll Tsd. € Beizulegender Zeitwert Technologisches Know-how 14.862 Kundenbeziehungen 4.869 Markenname 3.784 23.515 Die beizulegenden Zeitwerte des technologischen Know-hows und des Markennamens wurden anhand des Verfahrens der Lizenzpreisanalogie ermittelt, der Zeitwert der Kundenbeziehungen nach der Residualwert-Methode. Der Ergebnisbeitrag der iTAC-Gesellschaften vom Erstkonsolidierungszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2015 stellte sich gemäß Tabelle 3.35 dar: 3.35 - ERGEBNISBEITRAG DER AKQUISITION ITAC AB ERSTKONSOLIDIERUNGSZEITPUNKT scroll Tsd. € Umsatzerlöse 2.209 Ergebnis nach Steuern -37 Im Ergebnis nach Steuern waren die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallenden Effekte aus der Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kaufpreisallokation enthalten. Wären die erworbenen iTAC-Gesellschaften bereits zum 1. Januar 2015 in den Konsolidierungskreis einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 3.779.995 TSD. € sowie das Ergebnis des Konzerns 168.363 TSD. € betragen. Sachanlagen Als Anlagen im Bau sind Sachanlagen aktiviert, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- und/oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertiggestellt wurden. Zum 31. Dezember 2016 entfiel der Großteil der Anlagen im Bau auf den Bau des neuen Dürr-Campus im Großraum Schanghai in der V. R. China (Vorjahr: Campus Southfield, USA). Der Konzern hat im Eigentum stehende Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen in Höhe von 43.935 TSD. € (Vorjahr: 63.289 TSD. €) als Sicherheit gewährt. Grundstücke und Gebäude Im Geschäftsjahr 2016 wurden 6.427 TSD. € in Immobilien investiert. Der Großteil hiervon entfiel auf die Fertigstellung des Dürr-Campus in Southfield und des Trainingscenters in Ulsan, Südkorea. Im Vorjahr betrugen die Investitionen in Immobilien 14.320 TSD. €. Davon entfiel ein Teil auf das Trainingscenter in Ulsan sowie auf den Erwerb eines Grundstücks für den künftigen Dürr-Campus in Schanghai, V. R. China. Darüber hinaus wurde in den USA eine Produktionsstätte im Rahmen eines Finanzierungsleasings aktiviert. Finanzierungsleasing Am 31. Dezember 2016 waren ein Gebäude in Großbritannien, ein unter den Grundstücken und Gebäuden aktiviertes Heizwasserverteilnetz in Deutschland, ein Gebäude in Italien sowie eine Produktionshalle in den USA als Finanzierungsleasing aktiviert. Dürr ist nicht rechtlicher Eigentümer der Gebäude und des Heizwasserverteilnetzes. Die Produktionsstätte in den USA wurde im Geschäftsjahr 2015 erstmalig als Finanzierungsleasing aktiviert. Die Abschreibungen auf diese Immobilien sind in den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen enthalten. Tabelle 3.36 zeigt die in den Sachanlagen enthaltenen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen für die als Finanzierungsleasing aktivierten Immobilien. 3.36 - ALS FINANZIERUNGSLEASING AKTIVIERTE IMMOBILIEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Historische Anschaffungskosten 12.024 12.633 Kumulierte Abschreibungen -4.434 -3.996 Restbuchwert 7.590 8.637 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Dürr unterscheidet zwischen überwiegend fremd- und überwiegend eigengenutzten Immobilien. Eine überwiegende Fremdnutzung liegt vor, wenn der selbstgenutzte Anteil unbedeutend ist. Dürr bewertet diese als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach dem Anschaffungskostenmodell. Bei den Immobilien handelt es sich um eine Gruppe von Gebäuden sowie anteilige Infrastrukturflächen der Schenck Technologie- und Industriepark GmbH in Darmstadt, die der Division Measuring and Process Systems zugeordnet sind. 3.37 - EINNAHMEN UND AUFWENDUNGEN AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN scroll Tsd. € 2016 2015 Mieteinnahmen im Geschäftsjahr 3.552 3.354 Erwartete künftige Mieteinnahmen auf Basis der bestehenden Verträge 12.643 9.383 Direkt zurechenbaren Aufwendungen 1.287 1.351 Direkt zurechenbare Aufwendungen für leer stehende Immobilien 77 142 Die Gebäude werden planmäßig linear über gebäudespezifische Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2016 hat sich die Zusammensetzung der Gruppe der Immobilien, die nach IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bilanziert wird, im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2016 lag unter Berücksichtigung des Zugangs der nachträglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei 31.860 TSD. € (Vorjahr: 31.070 TSD. €) und wird Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zugeordnet (Erläuterungen zu den Fair-Value-Hierarchie-Stufen finden sich unter Textziffer 34). Grundlage für die Wertermittlung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bildet eine jährlich erstellte interne Berechnung; ein Gutachter wurde zur Bestimmung der Werte nicht herangezogen. Der Zeitwert der Immobilien wird anhand der kapitalisierten Erträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt; Basis hierfür sind die Marktmieten unter Berücksichtigung regional üblicher Risikoabschläge. Für die Berechnung wurden eine Leerstandsquote von 10 % (Vorjahr: 10 %) und ein Liegenschaftszins von 7,5 % (Vorjahr: 7,5 %) zugrunde gelegt. Die kumulierten Anschaffungswerte der Grundstücke und Gebäude betrugen zum 1. Januar 2016 43.365 TSD. € und zum 31. Dezember 2016 43.643 TSD. €. Die kumulierten Abschreibungen einschließlich aller Wertminderungen beziehungsweise Zuschreibungen erhöhten sich von 22.104 TSD. € am 1. Januar 2016 auf 22.979 TSD. € zum 31. Dezember 2016. 20. BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN UND ÜBRIGE FINANZANLAGEN Wesentliche at equity bilanzierte Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. Das Unternehmen Homag China Golden Field Ltd. hat seinen Sitz in Hongkong, V. R. China, und ist eine Vertriebs- und Servicegesellschaft, die die Produkte der produzierenden Gesellschaften der HOMAG Group vertreibt und für eine funktionierende Serviceorganisation und die Bearbeitung des chinesischen Markts zuständig ist. 3.38 - ZUSAMMENGEFASSTE BILANZ DER HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD. scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Langfristige Vermögenswerte 4.252 7.640 Kurzfristige Vermögenswerte 137.945 81.223 Kurzfristige Schulden 110.939 65.347 Eigenkapital 31.258 23.516 Buchwert der Beteiligung 12.299 10.913 Beteiligungsquote Dürr 25,0 % 25,0 % Der Buchwert der Beteiligung ist durch Währungseffekte beeinflusst. 3.39 - WEITERE FINANZINFORMATIONEN ZUR HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LTD. scroll Tsd. € 2016 2015 Umsatzerlöse 178.906 197.586 Ergebnis nach Ertragsteuern 6.138 3.076 Von Homag China Golden Field Ltd. erhaltene Dividenden 490 - Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr keine materiellen Eventualverbindlichkeiten. Derzeit bestehen keine wesentlichen Beschränkungen bei der Ausschüttung einer Dividende. 3.40 - AGGREGIERTE ANGABEN ZU DEN WEITEREN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN scroll Tsd. € 2016 2015 Buchwert der weiteren at equity bilanzierten Unternehmen (Stand 31. Dezember) 20.427 17.309 Ergebnis nach Ertragsteuern 4.217 4.717 Ein assoziiertes Unternehmen hat den Abschlussstichtag 30. September und wird auf Basis seiner Abschlussdaten in die Equity-Bewertung einbezogen. Wesentliche Effekte zwischen diesem Stichtag und dem 31. Dezember werden berücksichtigt. Für weitere Informationen zu den einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die Textziffern 3 und 4. Übrige Finanzanlagen 3.41 - ÜBRIGE FINANZANLAGEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Sonstige Beteiligungen 2.946 15.845 Wertpapiere des Anlagevermögens 8.955 25.257 Sonstige Ausleihungen - 305 11.901 41.407 Die Beteiligung an der Tec4Aero GmbH mit Sitz in Wiefelstede, Deutschland, mit einem Buchwert von 12.360 TSD. € zum 31. Dezember 2015, wurde am 20. Oktober 2016 mit einem Gewinn von 3.922 TSD. € veräußert. Der Gewinn ist im sonstigen Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich überwiegend um Unternehmensanleihen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Der Buchwert dieser Wertpapiere betrug 8.955 TSD. € (Vorjahr: 24.878 TSD. €). Im Rahmen der Anlagestrategie investiert Dürr zur Verbesserung des Zinsergebnisses freie Liquidität in höher verzinsliche Wertpapiere europäischer Emittenten. 21. VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN 3.42 - VORRÄTE UND GELEISTETE ANZAHLUNGE scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 173.842 171.243 abzüglich Wertberichtigungen -22.019 -17.246 Unfertige Erzeugnisse aus Kleinserienfertigung 92.852 85.467 abzüglich Wertberichtigungen -4.470 -4.012 Fertigerzeugnisse und Handelswaren 119.043 129.320 abzüglich Wertberichtigungen -15.649 -20.071 Geleistete Anzahlungen 37.457 42.039 381.056 386.740 Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Summe der Wertberichtigungen auf die Vorräte erhöhte sich nach Berücksichtigung von Wechselkursdifferenzen sowie Verbräuchen auf 42.138 TSD. € (Vorjahr: 41.329 TSD. €). Die Zuführung zu den Wertberichtigungen von 16.119 TSD. € im Geschäftsjahr 2016 (Vorjahr: 11.137 TSD. €) wurde erfolgswirksam erfasst. 22. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN [Tab. → 3.43 ] Tabelle 3.44 zeigt eine Fälligkeitsanalyse der bilanzierten, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. [Tab. → 3.44] Bei den weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sowie gegen at equity bilanzierte Unternehmen haben sich wie in Tabelle 3.45 dargestellt entwickelt. [Tab. → 3.45 ] 3.43 - FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 357.149 357.149 - 353.617 353.617 - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 418.481 401.606 16.875 536.732 536.172 560 Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 20.668 20.665 3 5.963 5.963 - 796.298 779.420 16.878 896.312 895.752 560 3.44 - FÄLLIGKEITSANALYSE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUGEN (L&L) GEGEN DRITTE FORDERUNGEN AUS L&L GEGEN AT EQUITY BILANZIERTE UNTERNEHMEN Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 357.149 353.617 305.084 396.229 18.820 4.320 Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig weniger als 3 Monate - - 69.684 72.622 991 1.229 zwischen 3 und 6 Monaten - - 19.224 33.194 516 55 zwischen 6 und 9 Monaten - - 6.802 8.757 11 307 zwischen 9 und 12 Monaten - - 3.198 5.384 286 7 mehr als 12 Monate - - 9.375 12.700 44 45 Gesamt - - 108.283 132.657 1.848 1.643 Einzelwertberichtigte Forderungen (netto) - - 5.114 7.846 - - Buchwert (netto) 357.149 353.617 418.481 536.732 20.668 5.963 3.45 - ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN scroll Tsd. € 2016 2015 Stand 1. Januar 11.032 8.897 Währungsdifferenz 66 146 Verbrauch -654 -711 Auflösung -1.721 -2.170 Zugang (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 7.271 4.870 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -906 - Stand 31. Dezember 15.088 11.032 3.46 - ZUSAMMENSETZUNG DER KÜNFTIGEN FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN SOWIE ERHALTENEN ANZAHLUNGEN scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Aktivischer Ausweis Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 1.550.575 1.550.575 - 1.865.703 1.865.703 - Abzüglich fakturierter Beträge 1.193.426 1.193.426 - 1.512.086 1.512.086 - Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 357.149 357.149 - 353.617 353.617 - Passivischer Ausweis Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 2.420.602 2.420.602 - 1.895.690 1.895.690 - Abzüglich fakturierter Beträge 2.942.968 2.939.140 3.828 2.430.002 2.426.174 3.828 Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen 522.366 518.538 3.828 534.312 530.484 3.828 Gesamt Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 3.971.177 3.971.177 - 3.761.393 3.761.393 - Abzüglich fakturierter Beträge 4.136.394 4.132.566 3.828 3.942.088 3.938.260 3.828 Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen 165.217 161.389 3.828 180.695 176.867 3.828 3.47 - SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.545 3.493 52 4.471 4.273 198 Mietkautionen und sonstige hinterlegte Sicherheiten 6.541 3.612 2.929 7.762 3.281 4.481 Termingelder 89.445 89.445 - 8.682 8.682 - Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 6 - 2 2 - Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 21.889 20.708 1.181 11.593 8.362 3.231 121.426 117.264 4.162 32.510 24.600 7.910 Im Geschäftsjahr 2016 wurden Forderungen in Höhe von 901 TSD. € (Vorjahr: 954 TSD. €) ausgebucht, wovon 654 TSD. € (Vorjahr: 711 TSD. €) bereits in der Vergangenheit wertberichtigt worden waren. Die Ausbuchung der restlichen 247 TSD. € (Vorjahr: 243 TSD. €) wurde im Geschäftsjahr 2016 ergebniswirksam. [Tab. → 3.46 ] Diese Beträge sind je Auftrag saldiert entweder in den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Ausweis) oder in den Verbindlichkeiten (passivischer Ausweis) enthalten; wir verweisen auch auf Textziffer 29. 23. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind unter anderem Forderungen aus Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 12.383 TSD. € (Vorjahr: 8 TSD. €), Guthaben bei Lieferanten in Höhe von 3.157 TSD. € (Vorjahr: 2.523 TSD. €) und Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von 1.602 TSD. € (Vorjahr: 1.530 TSD. €) enthalten. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten. Die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 sind unter Textziffer 34 dargestellt. 24. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE 3.48 - SONSTIGE VERMÖGENSWERTE scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Steuererstattungsansprüche ohne Ertragsteuern 27.499 26.972 527 29.699 29.144 555 27.499 26.972 527 29.699 29.144 555 25. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND DAMIT VERBUNDENE VERBINDLICHKEITEN UND VERKÄUFE Im Geschäftsjahr 2016 veräußerte Vermögenswerte Im Rahmen des Umzugs in den Dürr-Campus in Southfield, Michigan, USA, wurden das nicht länger benötigte Gebäude in Auburn Hills, ebenfalls in Michigan, USA, und weitere technische Anlagen und Büroausstattung an diesem Standort im Geschäftsjahr 2015 als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Mit Wirkung zum 31. März 2016 wurden das Gebäude und die weiteren Sachanlagen veräußert. Der Veräußerungsgewinn betrug 4.935 TSD. € und ist als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Vermögenswerte waren zum Umgliederungszeitpunkt mit dem Buchwert bewertet. Zum 31. Dezember 2015 waren die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte der Division Application Technology zugeordnet. Darüber hinaus wurden eine in Deutschland zum Verkauf stehende Immobilie und weitere Sachanlagen mit Wirkung zum 4. April 2016 veräußert. Der Veräußerungsgewinn betrug 297 TSD. €. Die Vermögenswerte waren zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die veräußerten Vermögenswerte waren der Division Woodworking Machinery and Systems zugeordnet. Im Rahmen der Schließung des Fertigungsstandorts Zistersdorf in Österreich wurden ein nicht länger benötigtes Grundstück mit Gebäude und weitere Sachanlagen als zur Veräußerung gehalten eingestuft und mit Wirkung zum 30. Dezember 2016 veräußert. Der Veräußerungsgewinn betrug 9 TSD. €. Die Vermögenswerte waren zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Division Paint and Final Assembly Systems zugeordnet. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe) wird die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V. R. China (SBS), das Geschäft der Dürr-Ecoclean-Gruppe übernehmen. Im Rahmen der geplanten Veräußerung erhält Dürr neben einem Barausgleich von rund 100 MIO. € eine 15 %-Beteiligung an der neuen Holdinggesellschaft SBS Ecoclean GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland. Die dem Bereich Cleaning and Surface Processing zugeordneten Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten sind als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und in der Konzernbilanz der Dürr AG zum 31. Dezember 2016 separat ausgewiesen. Diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2016 unverändert der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Eine Abschreibung dieser Vermögenswerte auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten war nicht vorzunehmen. Die Transaktion umfasst neben verschiedenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der V. R. China, Mexiko und in einigen weiteren Ländern die folgenden Gesellschaften: ― Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt, Deutschland, ― Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans, Frankreich, ― Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany, Tschechische Republik, ― UCM AG, Rheineck, Schweiz, ― Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan, USA, ― Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur, Indien. 3.49 - ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Immaterielle Vermögenswerte 24.384 - Sachanlagen 16.037 6.315 Aktive latente Steuern 1.297 - Vorräte und geleistete Anzahlungen 20.225 - Forderungen und sonstige Vermögenswerte 91.113 - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 14.164 - Langfristige Verbindlichkeiten -4.993 - Passive latente Steuern -7.419 - Kurzfristige Verbindlichkeiten -47.496 - Nettovermögen 107.312 6.315 Kumuliertes übriges Eigenkapital -3.573 - Dürr geht davon aus, dass die Transaktion zum 31. März 2017 durchgeführt wird. Nach Abzug der für die Abspaltung anfallenden Transaktionskosten erwartet Dürr einen Buchgewinn von rund 25 MIO. €. Im Vorjahr veräußerte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten der Gesellschaft Dürr Automation S.A.S. in Frankreich,die als zu r Veräußerung gehalten eingestuft waren, wurden am 14. Januar 2015 veräußert. Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 4.267 TSD. € aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Zum 31. Dezember 2014 waren die als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva 26. EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT Gezeichnetes Kapital (Dürr AG) Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2016 88.579 TSD. € (Vorjahr: 88.579 TSD. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im XETRA-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10-%-Grenze. Von dieser Ermächtigung wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht. Genehmigtes Kapital (Dürr AG) Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 TSD. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Bedingtes Kapital (Dürr AG) Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.600.000 TSD. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 TSD. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Kapitalrücklage (Dürr AG) Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2016 155.896 TSD. € (Vorjahr: 155.896 TSD. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, und betrugen zum 31. Dezember 2016 588.705 TSD. € (Vorjahr: 473.662 TSD. €). Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus der Einstellung des Jahresergebnisses, der Erfassung und Bewertung der auf die Inhaber nicht beherrschender Anteile entfallenden Optionen sowie der Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015. Im Geschäftsjahr 2015 beinhaltete die Veränderung der Gewinnrücklagen auch einmalig die Effekte aus dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit den außenstehenden Aktionären der HOMAG Group AG. Ausschüttungs-, Abführungs- und Entnahmesperre im handelsrechtlichen Einzelabschluss der Dürr AG (§ 253 (6) HGB und § 285 Nr. 28 HGB) Die Gewinnrücklagen unterliegen aufgrund handelsrechtlicher Regelungen in Höhe von 1.998 TSD. € (Vorjahr: 1.749 TSD. €) einer Ausschüttungssperre, da gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) Vermögensgegenstände zum beizulegenden Zeitwert aktiviert wurden. Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 880 TSD. €, der ebenfalls ausschüttungsgesperrt ist. Dividende Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die Ausschüttung nach dem Bilanzgewinn, den die Dürr AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) ausweist. Im Geschäftsjahr 2016 schüttete die Dürr AG aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2015 eine Dividende von 1,85 € je Aktie an ihre Aktionäre aus (Vorjahr: 1,65 €). Die Gesamtausschüttungssumme betrug 64.012 TSD. € (Vorjahr: 57.092 TSD. €). Aufgrund der Ertragslage des Geschäftsjahres 2016 schlägt der Vorstand der Dürr AG dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende in Höhe von 2,10 € je Aktie auszuschütten, was einer Gesamtausschüttungssumme von 72.662 TSD. € entspricht. Auswirkungen im Eigenkapital aufgrund der Veränderungen der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung Dürr Cyplan Bei der Dürr Cyplan Ltd. mit Sitz in Aldermaston, Großbritannien, wurde im Geschäftsjahr 2016 die Beteiligungsquote von 50,0 % auf 100,0 % erhöht. Das Unternehmen war zuvor aufgrund vertraglicher Regelungen bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. 3.50 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG DÜRR CYPLAN scroll Tsd. € 2016 Gewinnrücklagen -5.144 Nicht beherrschende Anteile 1.144 -4.000 Vorjahr Dürr Thermea Bei der Dürr Thermea GmbH mit Sitz in Ottendorf-Okrilla, Deutschland, wurde im Geschäftsjahr 2015 die Beteiligungsquote von 30,0 % auf 87,6 % erhöht. Das Unternehmen war zuvor aufgrund vertraglicher Regelungen bereits als konsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. 3.51 - AUSWIRKUNGEN DER ANTEILSERHÖHUNG DÜRR THERMEA scroll Tsd. € 2015 Gewinnrücklagen -6.665 Nicht beherrschende Anteile -1.569 -8.234 HOMAG Group Am 5. März 2015 stimmte die außerordentliche Hauptversammlung der HOMAG Group AG dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Dürr Technologies GmbH zu. Mit Eintragung des Vertrags in das Handelsregister am 17. März 2015 übernahm der Dürr-Konzern gemäß den Regelungen der IFRS für Zwecke der Konsolidierung die Kontrolle über alle Anteile an der HOMAG Group AG. Gleichzeitig wurde eine sonstige finanzielle Verbindlichkeit für die Verpflichtung zum Erwerb der Aktien der außenstehenden Aktionäre der HOMAG Group AG sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche und in diesem Zusammenhang entstehender Steuern erfasst. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7. 3.52 - AUSWIRKUNGEN DES BEHERRSCHUNGS- UND GEWINNABFÜHRUNGSVERTRAGS MIT DER HOMAG GROUP AG scroll Tsd. € 2015 Gewinnrücklagen -28.961 Nicht beherrschende Anteile -91.523 -120.484 Angaben zum Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist es, die operative Geschäftstätigkeit zu unterstützen, eine angemessene Eigenkapitalquote sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Dürr überwacht sein Kapital auf monatlicher Basis mithilfe der so genannten Gearing Ratio. Dabei handelt es sich um eine Kapitalausstattungskennzahl, die das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung wiedergibt. Gemäß den konzerninternen Richtlinien soll die Kennzahl keinen größeren Wert als 30 % annehmen. Dieser Wert wurde am Bilanzstichtag 2016 mit -27,0 % (Vorjahr: -22,1 %) signifikant unterschritten, da wie im Vorjahr ein Nettofinanzguthaben anstelle einer Nettofinanzverschuldung bestand. 3.53 - GEARING RATIO scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -724.179 -435.633 Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere -89.451 -8.684 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen -8.955 -25.183 Anleihe und Schuldscheindarlehen 596.630 296.910 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.545 43.177 Sonstige Finanzverbindlichkeiten 13.878 - Nettofinanzverschuldung -176.532 -129.413 Eigenkapital 830.960 714.418 Nettofinanzverschuldung -176.532 -129.413 Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 654.428 585.005 Nettofinanzverschuldung -176.532 -129.413 Eigenkapital und Nettofinanzverschuldung 654.428 585.005 Gearing Ratio -27,0 % -22,1 % 27. RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES Die Altersversorgung erfolgt im Konzern auf Basis von Beitrags- und Leistungszusagen. Beitragsorientierte Pläne Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) entrichtet Dürr Beitragszahlungen an einen staatlichen oder privaten Versorgungsträger. Neben der Subsidiärhaftung des Arbeitgebers im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung bestehen keine weiteren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen für Dürr. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Wesentlichen im Personalaufwand erfasst. Den Mitarbeitern der deutschen Dürr-Gesellschaften steht im Rahmen der Altersversorgung ein der Tarifgruppe entsprechendes Lebensversicherungsprogramm (Betriebliche Zusatzversorgung - BZV) beziehungsweise eine betriebliche Altersversorgung (dazu) zur Verfügung, für die der Konzern Beiträge von 923 TSD. € (Vorjahr: 907 TSD. €) als Aufwand erfasst hat. Darüber hinaus hat Dürr Beiträge von 42.227 TSD. € (Vorjahr: 36.037 TSD. €) in das deutsche Rentenversicherungssystem eingezahlt, das ebenfalls einen beitragsorientierten Versorgungsplan darstellt. Die US-Tochtergesellschaften entrichten für die einer Gewerkschaft angehörenden Arbeitnehmer Beiträge an externe Pensionsfonds. Die Pensionsaufwendungen für diese Arbeitnehmer betrugen im Geschäftsjahr 2016 3.513 TSD. € (Vorjahr: 5.904 TSD. €). Die Zahlungen für sonstige beitragsorientierte Pläne in weiteren Ländern, unter anderem für staatliche Rentenversicherungssysteme, betrugen 8.368 TSD. € (Vorjahr: 8.709 TSD. €). Dürr hat für seine US-Tochtergesellschaften darüber hinaus einen Gewinnbeteiligungsplan nach dem Regelwerk "401(k)" für bestimmte Beschäftigte eingerichtet. Grundlage für die Gewinnbeteiligung sind die geleisteten Dienstjahre und die Höhe der Vergütung der Angestellten. Dürr leistet hierzu nach seinem Ermessen Beiträge, die durch die Geschäftsleitung jährlich festgelegt werden. Die Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2016 rund 1.798 TSD. € (Vorjahr: 2.610 TSD. €). Leistungsorientierte Pläne Gegenüber einzelnen ehemaligen Vorstandsmitgliedern der Dürr AG sowie Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern der deutschen Tochtergesellschaften bestehen Pensionszusagen, die sich nach den zuletzt bezogenen Festgehältern und der Dauer der Betriebszugehörigkeit richten. Für die außertariflich Beschäftigten der deutschen Dürr-Gesellschaften inklusive der Vorstände der Dürr AG, Carl Schenck AG und HOMAG Group AG besteht die Möglichkeit, neben laufenden arbeitgeberfinanzierten Beiträgen auch arbeitnehmerfinanzierte Beiträge in eine Versorgungszusage umzuwandeln. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat Dürr eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich Dürr zu. Für Dürr besteht daher kein wesentliches versicherungsmathematisches oder Anlagerisiko. Die Höhe der Altersrente entspricht der Leistung aus der von Dürr abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert Dürr saldiert mit dem Fondsvermögen aus der Rückdeckungsversicherung. Bei den deutschen Dürr-Gesellschaften haben die zum Zeitpunkt der Übernahme beschäftigt en Mitarbeiter der Schenck-Gesellschaften Pensionszusagen. Grundlage dafür sind die geleisteten Dienstjahre. Die nach den Versorgungsplänen vorgesehenen Zahlungen bestehen aus Festbeträgen zuzüglich einer Komponente, die von den geleisteten Dienstjahren abhängt. Bei einer US-amerikanischen Gesellschaft existiert für die nicht gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter ein Pensionsplan. Dieser Plan wurde 2003 geschlossen, die Ansprüche für aktive Mitarbeiter wurden zu diesem Zeitpunkt eingefroren. Die Höhe der zukünftigen Versorgungsleistungen basiert auf den durchschnittlich verdienten Gehältern und Dienstzeiten vor dem Einfrieren der Pensionszusagen im Jahr 2003. Eine US-amerikanische Tochtergesellschaft ist mit circa 37 % an einem Pensionsplan beteiligt, der gemeinschaftlich mit anderen, nicht verbundenen Metallverarbeitungsunternehmen unterhalten wird (Multi-Employer-Plan). Der leistungsorientierte Versorgungsplan wird als beitragsorientierter Plan bilanziert, da keine anteilige Zuordnung von Verpflichtungen und Planvermögen zu den einzelnen Trägerunternehmen möglich ist. Die Begünstigten des Versorgungsplans sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Die Beiträge berechnen sich nach den von den Mitgliedern erbrachten Produktionsstunden. Wegen temporärer Unterauslastung sowie niedriger Renditen des Fondsvermögens entstand in der Vergangenheit ein Fehlbetrag. Zum 31. März 2016 betrugen die nicht ausfinanzierten Versorgungsverpflichtungen aus dem Plan 21.714 TSD. € (Vorjahr: 23.425 TSD. €). Für das Jahr 2017 erwartet Dürr Beitragszahlungen in den Pensionsplan in Höhe von 1.664 TSD. € (Vorjahr: 1.365 TSD. €). Darüber hinaus existieren in verschiedenen Ländern Pläne, die Auszahlungen im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vorsehen, sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Pensionspläne. Planpopulation und Risikomanagement Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die Altersversorgung variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des betreffenden Landes und beruht dabei in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2016 bestanden Zusagen an 2.722 Anspruchsberechtigte (Vorjahr: 2.517): 2.105 (Vorjahr: 1.934) aktive Mitarbeiter, 156 (Vorjahr: 122) ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 461 (Vorjahr: 461) Pensionäre und Hinterbliebene. Die leistungsorientierten Versorgungspläne sind größtenteils über Rückstellungen finanziert, denen als Planvermögen qualifiziertes Fondsvermögen gegenübersteht, das mit den Verpflichtungen saldiert wird. Der überwiegende Teil des Fondsvermögens besteht in Form von verpfändeten Rückdeckungsversicherungen. Um den mit Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses einhergehenden Risiken hinreichend Rechnung zu tragen, hat Dürr vor einigen Jahren das Corporate Pension Committee (CPC) ins Leben gerufen. Dieses tagt vierteljährlich und überprüft und bewertet sämtliche weltweiten Versorgungspläne im Dürr-Konzern. Regelmäßige Teilnehmer des CPC sind der Finanzvorstand der Dürr AG sowie die Leiter der konzernübergreifenden Funktionsbereiche Personal, Rechnungswesen & Controlling, Finanzen und Recht. Weiterhin werden bereits seit vielen Jahren zur Verminderung des Risikos aus Pensionsverpflichtungen in Deutschland keine neuen leistungsorientierten Pensionszusagen mehr gewährt, deren Wert nicht überwiegend durch eine externe Gegenfinanzierung abgesichert ist. Gleichzeitig sehen die aktuellen Versorgungspläne mehrheitlich eine Finanzierung durch Entgeltumwandlung vor. Entwicklung der leistungsorientierten Pläne 3.54 - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Anwartschaftsbarwert zu Beginn des Geschäftsjahres 111.394 114.478 Währungsdifferenz 278 1.528 Laufender Dienstzeitaufwand 4.399 3.096 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -398 -93 Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - -10 Zinsaufwand 2.740 2.536 Neubewertung des Anwartschaftsbarwerts 11.836 -4.885 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der demografischen Annahmen -96 -28 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen 11.874 -6.800 davon erfahrungsbedingte Anpassungen 58 1.943 Arbeitgeberbeiträge zu den Versorgungsplänen 28 - Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen 951 645 Zahlungen der Versorgungspläne -7.126 -5.871 Zahlungen aus Planabgeltungen -303 -544 Änderungen Konsolidierungskreis - 427 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten -8.816 - Sonstiges -59 87 Anwartschaftsbarwert am Ende des Geschäftsjahres 114.924 111.394 3.55 - VERÄNDERUNG DES FONDSVERMÖGENS scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Fondsvermögen zum Zeitwert zu Beginn des Geschäftsjahres 64.054 62.526 Währungsdifferenz 161 1.097 Zinsertrag 1.648 1.440 Neubewertung des Fondsvermögens 3.333 -521 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der demografischen Annahmen - -18 davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Veränderungen der finanziellen Annahmen 3.341 -951 davon erfahrungsbedingte Anpassungen -8 448 Arbeitgeberbeiträge zu den Versorgungsplänen 2.465 1.910 Arbeitnehmerbeiträge zu den Versorgungsplänen 2.169 1.341 Zahlungen der Versorgungspläne -4.335 -3.708 Zahlungen aus Planabgeltungen -270 -366 Änderungen Konsolidierungskreis - 354 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten -4.954 - Sonstiges -58 -19 Fondsvermögen zum Zeitwert am Ende des Geschäftsjahres 64.213 64.054 Effekt aus der Vermögenswertbegrenzung -1.106 -2.337 Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 63.107 61.717 Finanzierungsstatus1 51.817 49.677 1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 3.56 - FINANZIERUNGSSTATUS scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Anwartschaftsbarwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 108.228 104.633 Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung 63.107 61.717 Das Fondsvermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 45.121 42.916 Anwartschaftsbarwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 6.696 6.761 Finanzierungsstatus1 51.817 49.677 1 Differenz zwischen dem Anwartschaftsbarwert und dem Fondsvermögen unter Berücksichtigung der Vermögenswertbegrenzung Der beizulegende Zeitwert des Fondsvermögens setzte sich zum Ende des Geschäftsjahres gemäß Tabelle 3.57 zusammen: 3.57 - ZUSAMMENSETZUNG DES FONDSVERMÖG ENS scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Rückdeckungsversicherungen 53.649 50.805 Festverzinsliche Wertpapiere 9.524 11.439 Aktien 700 775 Immobilien 110 493 Sonstiges 230 542 64.213 64.054 Das Fondsvermögen der deutschen Gesellschaften beinhaltet im Wesentlichen Rückdeckungsversicherungen, die eine Garantieleistung gewähren. Diese Rückdeckungsversicherungen sind überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren (darunter Bundesanleihen und Pfandbriefe) angelegt. Bei der Auswahl der Emittenten werden unter anderem das individuelle Rating durch internationale Agenturen sowie die Eigenkapitalausstattung der Emittenten berücksichtigt. Außer für Aktien und festverzinsliche Wertpapiere existieren keine an einem aktiven Markt notierten Preise. Grundsätzlich wird der Zeitwert des Fondsvermögens auf der Basis der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise berechnet. Die Investitionsstrategie zielt einerseits auf einen langfristigen Kapitalzuwachs ab, andererseits auf laufende Zinseinnahmen. Dies führt zu einer leicht höheren Volatilität. Im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes sieht der Portfolio-Mix fremdkapital- und eigenkapitalverbriefte Wertpapiere vor. Der langfristige Kapitalzuwachs soll hauptsächlich über festverzinsliche Wertpapiere, die auch laufende Zinseinnahmen sicherstellen sollen, erreicht werden. Einen weiteren Anteil am Anlagenportfolio bilden Aktienanlagen. Bei dem Pensionsplan in den USA beträgt der Anteil der Aktienanlagen am Anlagenportfolio 6,1 % (Vorjahr: 7,5 %). Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen setzen sich aus den in Tabelle 3.58 aufgeführten Positionen zusammen: 3.58 - IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER ANTEIL DER AUFWENDUNGEN AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN scroll Tsd. € 2016 2015 Laufender Dienstzeitaufwand 4.399 3.096 Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -398 -93 Nettozinsaufwand 1.149 1.109 Kürzung von leistungsorientierten Zusagen oder Planabgeltungen - -10 Sonstiges 67 70 5.217 4.172 Aus der Vermögenswertbegrenzung ergab sich im Gesamtergebnis eine Veränderung von 1.231 TSD. € (Vorjahr: -587 TSD. €). Davon wurden 1.288 TSD. € (Vorjahr: -574 TSD. €) ergebnisneutral und - 57 TSD. € (Vorjahr: -13 TSD. €) im Zinsergebnis erfasst. Der Stichtag für die Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen und des Fondsvermögens ist der 31. Dezember; der Bewertungsstichtag für die Aufwendungen für leistungsorientierte Zusagen ist der 1. Januar. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung, die für die deutschen Konzernunternehmen aus den biometrischen Richttafeln 2005 g von Prof. Dr. Klaus Heubeck entnommen wurden, wurden die Prämissen in Tabelle 3.59 für die Berechnung des Anwartschaftsbarwerts und des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens zugrunde gelegt. [Tab. → 3.59] 3.59 - DURCHSCHNITTLICHE FAKTOREN ZUR BERECHNUNG DER VERPFLICHTUNGEN scroll 2016 2015 % Deutschland USA Restliche Welt Deutschland USA Restliche Welt Abzinsungsfaktor 1,50 3,85 1,45 2,40 3,95 2,09 Langfristige Entgeltsteigerungen 3,00 - 2,01 3,00 - 2,50 3.60 - ERWARTETE ZAHLUNGEN AUS DEN LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSPLÄNEN scroll Tsd. € 2017 2018 2019 2020 2021 2022 bis 2026 Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen 6.203 5.314 5.306 5.371 5.713 29.801 scroll Tsd. € Gesamt Erwartete Zahlungen aus den Versorgungsplänen 57.708 Der Rententrend, der in Deutschland eine wesentliche Wirkung auf den Anwartschaftsbarwert zum Bilanzstichtag hat, betrug im Geschäftsjahr 2016 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %). Die Berechnung der durchschnittlichen Faktoren basiert auf dem gewichteten Durchschnitt des Anwartschaftsbarwerts der Leistungsverpflichtungen. Die durchschnittliche Duration der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Ende des Geschäftsjahres 2016 betrug 14 Jahre (Vorjahr: 13 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2017 werden Dotierungen in das Fondsvermögen durch die Arbeitgeber in Höhe von 1.492 TSD. € erwartet. Tabelle 3.60 gibt einen Überblick über die in kommenden Geschäftsjahren erwarteten Zahlungen für Leistungszusagen. Sensitivitäten Die wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Rückstellungen für Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind der Abzinsungsfaktor und für Verpflichtungen in Deutschland zusätzlich der Rententrend. Durch Absicherung der wesentlichen Risiken durch Rückdeckungsversicherungen spielt das Langlebigkeitsrisiko für die Verpflichtungen in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Tabelle 3.61 zeigt in Sensitivitätsanalysen in Form von Szenarien, wie der Anwartschaftsbarwert durch mögliche Änderungen der entsprechenden Annahmen beeinflusst wird. 3.61 - SENSITIVITÄTEN - VERÄNDERUNG DES ANWARTSCHAFTSBARWERTS scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Abzinsungsfaktor + 1%-Punkt -13.822 -9.495 - 1%-Punkt 17.318 12.366 Rententrend + 0,25%-Punkte 2.665 2.201 - 0,25%-Punkte -2.548 -2.069 Zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen bestehen Abhängigkeiten. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt diese Abhängigkeiten nicht. 3.62 - ENTWICKLUNG DER ÜBRIGEN RÜCKSTELLUNGEN IM GESCHÄFTSJAHR 2016 scroll Tsd. € Auftragsrückstellungen Personalrückstellungen Sonstige Rückstellungen Stand 1. Januar 2016 110.076 18.802 7.106 Änderungen Konsolidierungskreis 33 106 125 Währungsdifferenz -770 -5 84 Verbrauch -44.314 -5.555 -2.025 Auflösung -23.810 -397 -574 Zuführung 52.003 7.148 1.111 Umgliederung 250 - -250 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten -4.242 -1.642 -10 Stand 31. Dezember 2016 89.226 18.457 5.567 3.63 - ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN - VORAUSSICHTLICHE INANSPRUCHNAHME scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Summe Kurzfristig Langfristig Summe Kurzfristig Langfristig Auftragsrückstellungen 89.226 85.579 3.647 110.076 108.427 1.649 Personalrückstellungen 18.457 7.377 11.080 18.802 7.594 11.208 Sonstige Rückstellungen 5.567 2.730 2.837 7.106 3.928 3.178 113.250 95.686 17.564 135.984 119.949 16.035 28. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN Die Auftragsrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Nachtragsaufwendungen, Garantien und drohende Verluste im Auftragsbestand. Rund 74 % (Vorjahr: 75 %) der Auftragsrückstellungen entfallen auf Rückstellungen für Garantien und Nachtragsaufwendungen. Die Personalrückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sowie für Jubiläumsaufwendungen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen unterschiedliche erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen. [Tab. → 3.62 ] Die als kurzfristig eingestuften übrigen Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb des nachfolgenden Geschäftsjahres in Anspruch genommen. Die Auszahlungen für langfristige Rückstellungen werden voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis fünf Jahre anfallen. [Tab. → 3.63 ] 29. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN [Tab. → 3.64 ] In den erhaltenen Anzahlungen sind 31.316 TSD. € (Vorjahr: 14.379 TSD. €) von at equity bilanzierten Unternehmen enthalten. 30. ANLEIHE, SCHULDSCHEINDARLEHEN UND ÜBRIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN Unter diesen Positionen werden alle verzinslichen Verpflichtungen des Konzerns ausgewiesen. [Tab. → 3.65 ] In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind überwiegend Darlehen von Mitarbeitern deutscher HOMAG-Group-Gesellschaften im Zusammenhang mit der abgelösten Mitarbeiterkapitalbeteiligung enthalten. 3.64 - VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen (aus Kleinserienfertigung resultierend) 125.745 125.745 - - - (2015) (112.676) (112.676) (-) (-) (-) Erhaltene Anzahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen (aus Auftragsfertigung resultierend) 522.366 518.538 3.828 3.828 - (2015) (534.312) (530.484) (3.828) (3.828) (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (L&L) 333.853 333.545 308 182 126 (2015) (398.559) (397.950) (609) (439) (170) Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 510 510 - - - (2015) (516) (516) (-) (-) (-) 31. Dezember 2016 982.474 978.338 4.136 4.010 126 (31. Dezember 2015) (1.046.063) (1.041.626) (4.437) (4.267) (170) 3.65 - FINANZVERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig Anleihe 297.474 - 297.474 297.474 - (2015) (296.910) (-) (296.910) (-) (296.910) Schuldscheindarlehen 299.156 - 299.156 99.719 199.437 (2015) (-) (-) (-) (-) (-) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.545 1.783 33.762 10.459 23.303 (2015) (43.177) (4.325) (38.852) (12.783) (26.069) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8.480 1.736 6.744 5.636 1.108 (2015) (10.815) (2.457) (8.358) (6.792) (1.566) Sonstige Finanzverbindlichkeiten 13.878 1.820 12.058 12.058 - (2015) (-) (-) (-) (-) (-) 31. Dezember 2016 654.533 5.339 649.194 425.346 223.848 (31. Dezember 2015) (350.902) (6.782) (344.120) (19.575) (324.545) Finanzierung des Konzerns Anleihe Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 TSD. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an Dürr und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating. Schuldscheindarlehen Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 TSD. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und führt so zu einer breiteren Streuung des Fälligkeitenprofils. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität. Syndizierter Kredit Dürr AG Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, BNP Paribas und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 TSD. € und einer Avallinie über 215.000 TSD. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es bestand die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit nunmehr eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung des vereinbarten Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Der vereinbarte Financial Covenant wurde zu allen Berechnungsstichtagen eingehalten. Die Verzinsung des syndizierten Kredits erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge. Im Vorjahr wurden im Rahmen der Kündigung des syndizierten Kredits der HOMAG Group Darlehen in Höhe von 60.054 TSD. € getilgt. Sondereffekte aufgrund der Kündigung in Höhe von 2.533 TSD. € wurden aufwandswirksam im Zinsergebnis erfasst. Sonstige Darlehen [Tab. → 3.66 ] Im Rahmen der Integration der HOMAG Group in die DürrKonzernfinanzierung wurden im Geschäftsjahr 2016 weitere bilaterale Darlehen vorzeitig getilgt. Im Vorjahr wurde ein Darlehen in Höhe von 15.000 TSD. USD vorzeitig abgelöst. Kredit- und Avallinien [Tab.→ 3.67 ] Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 148.160 TSD. € (Vorjahr: 133.136 TSD. €) in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht in Anspruch genommen. Zusätzlich bestehen bei verschiedenen Kreditinstituten und Versicherungen bilaterale Kreditlinien in Höhe von 24.429 TSD. € (nutzbar zur Betriebsmittelfinanzierung oder Avalinanspruchnahme), Avallinien in Höhe von 501.801 TSD. € sowie weitere betragsmäßig untergeordnete Kreditlinien. Die Kredit- und Avallinien sind an keine besonderen Zwecke gebunden und dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und Projektabwicklung. 31. SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN [Tab. 3.68 ] Verpflichtungen aus Optionen in Höhe von 210.217 TSD. € (Vorjahr: 210.878 TSD. €) betreffen die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Darüber hinaus betreffen die Optionen Geschäftsanteile in Höhe von 28.612 TSD. € (Vorjahr: 30.327 TSD. €), die sich im Besitz der Inhaber nicht beherrschender Anteile befinden. Die entsprechenden Angaben nach IFRS 7 sind unter Textziffer 34 dargestellt. 3.66 - WESENTLICHE DARLEHEN scroll Währung Buchwert Restlaufzeit Effektiver Zinssatz in % 31. Dezember 2016 Tsd. € Monate Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien EUR 35.494 93 4,49 scroll Währung Buchwert Restlaufzeit Effektiver Zinssatz in % 31. Dezember 2015 Tsd. € Monate Darlehen zur Finanzierung der Dürr-Campus-Immobilien EUR 37.730 105 4,49 Bilaterale Darlehen EUR 4.690 bis 76 3,49 - 6,04 3.67 - KREDIT- UND AVALLINIEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Gesamtbetrag der zur Verfügung stehenden Kredit- und Avallinien 1.026.501 1.034.948 Gesamtbetrag der in Anspruch genommenen Kredite/Avale 345.034 359.950 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 273.576 294.956 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 71.458 64.994 3.68 - SONSTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 18.025 13.005 5.020 5.020 - (2015) (22.833) (21.778) (1.055) (1.055) (-) Verbindlichkeiten aus Zinsabgrenzung 9.395 9.395 - - - (2015) (6.589) (6.589) (-) (-) (-) Verpflichtungen aus Optionen 238.829 238.829 - - - (2015) (241.205) (211.724) (29.481) (29.481) (-) Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 1.159 460 460 - (2015) (1.720) (1.180) (540) (540) (-) Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 22.291 20.827 1.464 1.112 352 (2015) (31.920) (25.220) (6.700) (6.130) (570) 31. Dezember 2016 290.159 283.215 6.944 6.592 352 (31. Dezember 2015) (304.267) (266.491) (37.776) (37.206) (570) 32. ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN UND ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN 3.69 - ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig Ertragsteuerverbindlichkeiten 40.284 33.573 6.711 6.711 - (2015) (41.728) (32.907) (8.821) (8.821) (-) 31. Dezember 2016 40.284 33.573 6.711 6.711 - (31. Dezember 2015) (41.728) (32.907) (8.821) (8.821) (-) 3.70 - ÜBRIGE VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € Summe Kurzfristig Summe Mittelfristig Langfristig Steuerverbindlichkeiten, die nicht Ertragsteuern betreffen 52.134 52.043 91 91 - (2015) (46.261) (46.174) (87) (87) (-) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.266 6.266 - - - (2015) (7.181) (7.181) (-) (-) (-) Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 156.264 151.752 4.512 4.509 3 (2015) (168.456) (162.555) (5.901) (5.901) (-) Sonstige Verbindlichkeiten 6.192 6.192 - - - (2015) (1.745) (1.745) (-) (-) (-) 31. Dezember 2016 220.856 216.253 4.603 4.600 3 (31. Dezember 2015) (223.643) (217.655) (5.988) (5.988) (-) Mitarbeiterkapitalbeteiligung Im Vorjahr wurde die an einigen deutschen HOMAG-Standorten existierende Mitarbeiterkapitalbeteiligung gekündigt. Daher enthielten die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Vorjahr unter anderem den Buchwert der zu zahlenden Verpflichtungen aus der Kündigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Höhe von 31.229 TSD. €. Der Großteil des Betrags (19.591 TSD. €) resultierte aus der Kapitalrückzahlung. Auf die regulären vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen der Mitarbeiterkapitalbeteiligung entfielen 7.591 TSD. €. Die restlichen 4.047 TSD. € betrafen eine freiwillige Ausgleichszahlung, die den Mitarbeitern der HOMAG Group im Zuge der Beendigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung einmalig angeboten wurde. Darüber hinaus waren im Rahmen der Planbeendigung angefallene Einmalaufwendungen in Höhe von 4.435 TSD. € aufgrund versicherungsmathematischer Anpassungen ergebniswirksam enthalten. Der Aufwand aus der Abwicklung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung ist in den Umsatz- und Funktionskosten als Teil des Personalaufwands enthalten. Im Vorjahr war ein Teil des Aufwands im Zinsergebnis enthalten. 3.71 - AUFWAND AUS MITARBEITERKAPITALBETEILIGUNG HOMAG GROUP scroll Tsd. € 2016 2015 Personalaufwand 2.318 16.073 Zinsaufwendungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung - 2.047 Aufwand aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung 2.318 18.120 Im Zusammenhang mit der Kündigung hatten die Mitarbeiter der HOMAG Group im Geschäftsjahr 2016 die Möglichkeit, das empfangene Abfindungsguthaben oder einen Teil davon der HOMAG Group AG als verzinstes Darlehen zu gewähren. 33. ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNG Für die Mitglieder des Vorstands und des obersten Führungskreises der Dürr-Gruppe existiert ein langfristiges aktienbasiertes Incentive-Programm (Long Term Incentive - LTI). Die Ausgestaltung erfolgt in Tranchen, die jedes Jahr herausgegeben werden und jeweils eine Laufzeit von drei Jahren haben. Die Auszahlungen erfolgen nach Ablauf der vertraglich festgelegten Laufzeit jeweils im Anschluss an die darauf folgende Hauptversammlung. Gemäß dem Programm erhalten die Berechtigten eine individuell festgelegte Anzahl virtueller Dürr-Aktien (Performance Share Units). Zum 31. Dezember 2016 betrug die Anzahl der ausgegebenen virtuellen Aktien 169.875 Stück (Vorjahr: 166.680 Stück). Am Ende der Laufzeit des Incentive-Programms erfolgt eine Barvergütung der erworbenen Ansprüche. Die Vergütung ermittelt sich aus der Anzahl der virtuellen Aktien, dem geglätteten Stichtagsaktienkurs (Aktienkurs-Multiplikator) und einem EBIT-Multiplikator gemäß der erzielten durchschnittlichen EBIT-Marge während der Laufzeit. Für den EBIT-Multiplikator besteht eine Höchstgrenze. Ein maximaler Auszahlungsbetrag (Cap) ist individuell festgelegt. Im Gegenzug zu den Ansprüchen aus dem LTI sind die Teilnehmer des Incentive-Programms verpflichtet, während der Laufzeit des Programms ein individuell bestimmtes Eigeninvestment in realen Dürr-Aktien zu jeder Zeit aufrechtzuerhalten. Im Geschäftsjahr 2016 wurden 3.200 TSD. € (Vorjahr: 3.617 TSD. €) als Aufwendungen für das LTI-Programm in den Verwaltungskosten erfasst. Der in den übrigen Verbindlichkeiten passivierte Betrag betrug zum 31. Dezember 2016 6.975 TSD. € (Vorjahr: 6.819 TSD. €). 34. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien Aus Tabelle 3.72 sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. [Tab.→ 3.72 ] 3.72 - BEWERTUNG DER FINANZINSTRUMENTE NACH KATEGORIEN scroll WERTANSATZ Tsd. € Buchwert 31.12.2016 Anschaffungs- kosten Fortgeführte Anschaffungs- kosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 724.179 - 724.179 - - Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen1 357.149 - - - - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 418.481 - 418.481 - - Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 20.668 - 20.668 - - Sonstige originäre Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Vermögenswerte 117.875 - 117.875 - - Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 - - - 6 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 8.955 - 8.955 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.946 2.946 - - - Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung 562 - - - 562 Derivate mit Hedge-Beziehung 2.983 - - 2.382 601 Passiva Verbindlichkeiten aus L&L 333.853 - 333.853 - - Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 510 - 510 - - Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 45.564 - 45.564 - - Anleihe 297.474 - 297.474 - - Schuldscheindarlehen 299.156 - 299.156 - - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.545 - 35.545 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing2 8.480 - - - - Verpflichtungen aus Optionen 238.829 - 210.217 28.612 - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 - - - 1.619 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.552 - - - 1.552 Derivate mit Hedge-Beziehung 16.473 - - 14.095 2.378 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 568 - - - 568 Kredite und Forderungen 1.638.352 - 1.281.203 - - Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 8.955 - 8.955 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.946 2.946 - - - Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 31.783 - - 28.612 3.171 Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 1.230.799 - 1.222.319 - - 1 Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach IAS 11 "Fertigungsaufträge" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. 2 Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. scroll WERTANSATZ Tsd. € Buchwert 31.12.2015 Anschaffungs- kosten Fortgeführte Anschaffungs- kosten Beizulegender Zeitwert (erfolgsneutral) Beizulegender Zeitwert (erfolgswirksam) Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 435.633 - 435.633 - - Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen1 353.617 - - - - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 536.732 - 536.732 - - Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 5.963 - 5.963 - - Sonstige originäre Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Vermögenswerte 28.342 - 28.342 - - Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2 - - - 2 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 24.878 - 24.878 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16.224 15.845 - 379 - Derivative finanzielle Vermögenswerte Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.100 - - - 1.100 Derivate mit Hedge-Beziehung 3.371 - - 2.349 1.022 Passiva Verbindlichkeiten aus L&L 398.559 - 398.559 - - Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 516 - 516 - - Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 38.509 - 38.509 - - Anleihe 296.910 - 296.910 - - Schuldscheindarlehen - - - - - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.177 - 43.177 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing2 10.815 - - - - Verpflichtungen aus Optionen 241.205 - 210.878 30.327 - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 - - - 1.720 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - - - 452 Derivate mit Hedge-Beziehung 22.381 - - 16.992 5.389 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1.102 - - - 1.102 Kredite und Forderungen 1.360.287 - 1.006.670 - - Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 24.878 - 24.878 - - Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 16.224 15.845 - 379 - Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 32.499 - - 30.327 2.172 Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 999.364 - 988.549 - - 1 Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden nach IAS 11 "Fertigungsaufträge" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. 2 Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden nach IAS 17 "Leasingverhältnisse" bilanziert und fallen damit nicht unter die aufgeführten Wertansätze. Um die Verlässlichkeit der Bewertungen von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert vergleichbar darzustellen, wurde in den IFRS eine Fair-Value-Hierarchie mit folgenden drei Stufen festgelegt: ― Notierte (unbereinigte) Werte in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Stufe 1); ― Andere Input-Werte als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, für die entweder direkt oder indirekt bezogen auf den entsprechenden Vermögenswert oder die entsprechende Verbindlichkeit beobachtbare Marktdaten zur Verfügung stehen (Stufe 2); ― Input-Werte, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3). Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchie-Stufen auf: 3.73 - ZUORDNUNG ZU FAIR-VALU E-HIERARCHIE-STU FEN scroll FAIR-VALUE-HIERARCHIE Tsd. € 31.12.2016 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - - Derivate mit Hedge-Beziehung 2.382 - 2.382 - Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6 6 - - Derivate ohne Hedge-Beziehung 562 - 562 - Derivate mit Hedge-Beziehung 601 - 601 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Verpflichtungen aus Optionen 28.612 - - 28.612 Derivate mit Hedge-Beziehung 14.095 - 14.095 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 - - 1.619 Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.552 - 1.552 - Derivate mit Hedge-Beziehung 2.378 - 2.378 - scroll FAIR-VALUE-HIERARCHIE Tsd. € 31.12.2015 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 379 379 - - Derivate mit Hedge-Beziehung 2.349 - 2.349 - Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 2 2 - - Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.100 - 1.100 - Derivate mit Hedge-Beziehung 1.022 - 1.022 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Verpflichtungen aus Optionen 30.327 - - 30.327 Derivate mit Hedge-Beziehung 16.992 - 16.992 - Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 - - 1.720 Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 - 452 - Derivate mit Hedge-Beziehung 5.389 - 5.389 - Zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode erfolgt die Beurteilung, ob es zu Umgliederungen zwischen den verschiedenen Stufen oder Bewertungskategorien gekommen ist. Im Geschäftsjahr 2016 fanden keine Umgliederungen zwischen den Fair-Value-Hierarchie-Stufen oder Bewertungskategorien statt. Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zum 31. Dezember 2016 im Bestand befindlichen Finanzinstrumente der Stufen 1, 2 und 3 sind folgende Gesamterträge und -aufwendungen entstanden: 3.74 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERMÖGENSWERTEN scroll Tsd. € 2016 2015 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte - 25 Derivative Finanzinstrumente 1.232 2.104 Im Eigenkapital erfasst Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - -6 Derivative Finanzinstrumente 2.258 2.265 3.75 - GESAMTERTRÄGE UND -AUFWENDUNGEN VON VERBINDLICHKEITEN scroll Tsd. € 2016 2015 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten - 843 Derivative Finanzinstrumente -3.853 -5.524 Im Eigenkapital erfasst Verpflichtungen aus Optionen 1.715 -11.633 Derivative Finanzinstrumente -13.042 -15.351 3.76 - ENTWICKLUNG FAIR-VALUE-HIERARCHIE STUFE 3 scroll Tsd. € 2016 2015 Stand 1. Januar 32.047 21.837 Zugänge 1.179 - Abgänge -1.280 -580 Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts -1.715 10.790 Stand 31. Dezember 30.231 32.047 Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 berichteten Verbindlichkeiten wurden erfolgswirksam beziehungsweise direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Bewertungstechniken Der beizulegende Zeitwert der in Stufe 2 der Bemessungshierarchie eingeordneten derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten basiert auf täglich beobachtbaren Devisenkursen und Zinsstrukturkurven. Zusätzlich werden im Zusammenhang mit IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" in der Bewertung sowohl das Kontrahenten- als auch das eigene Ausfallrisiko berücksichtigt. Inputfaktoren für die Berücksichtigung des Kontrahentenausfallrisikos sind an den Märkten beobachtbare Credit Default Swaps (CDS) der an der jeweiligen Transaktion beteiligten Kreditinstitute. Ist für ein einzelnes Kreditinstitut kein CDS vorhanden, wird aus anderen beobachtbaren Marktdaten (wie beispielsweise Ratinginformationen) ein synthetischer CDS abgeleitet. Eine Minimierung des Kontrahentenausfallrisikos erfolgt durch Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Für die Berechnung des eigenen Ausfallrisikos wird auf Informationen, die Dürr von Kreditinstituten und Versicherungen erhält, zurückgegriffen, um einen synthetischen CDS für Dürr abzuleiten. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 der Bemessungshierarchie eingeordneten Optionen und bedingten Kaufpreisraten basiert auf vertraglichen Vereinbarungen beziehungsweise unternehmensinternen Plandaten. Dazu zählen vor allem erwartete Ergebnisse der jeweiligen Gesellschaft, von denen die Höhe der finanziellen Verbindlichkeit abhängt. Eine Anpassung der Plandaten wird vorgenommen, wenn dafür Anhaltspunkte vorliegen. Sofern anwendbar werden auch Aufzinsungseffekte, die sich aus einer zeitlichen Annäherung an den Fälligkeitszeitpunkt ergeben, in die Bewertung einbezogen. Sensitivitäten Stufe 3 Für die im Rahmen des Erwerbs der HOMAG Group erfassten Verpflichtungen aus Optionen ergeben sich keine Sensitivitäten, da ein Festpreis für die Anteile vereinbart wurde. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7. Bei der Verkaufsoption für die CPM S.p.A. konnte zum 31. Dezember 2016 auf eine Berechnung der Sensitivitäten verzichtet werden, da der Wert zum nächstmöglichen Ausübungszeitpunkt bereits feststeht. Im Vorjahr wäre der Wert der Verkaufsoption zum nächstmöglichen Ausübungszeitpunkt bei um 10 % höheren (niedrigeren) zugrunde liegenden Parametern (Eigenkapital und kumulierte Ergebnisse vor Ertragsteuern) um 2.748 TSD. € höher (niedriger) ausgefallen. 3.77 - BEIZULEGENDE ZEITWERTE BILANZIERTER FINANZINSTRUMENTE scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 724.179 724.179 435.633 435.633 Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 357.149 357.149 353.617 353.617 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte 418.481 418.481 536.732 536.732 Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen 20.668 20.668 5.963 5.963 Sonstige originäre Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Vermögenswerte 117.875 117.875 28.342 28.342 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 9.146 8.955 25.420 24.878 Passiva Verbindlichkeiten aus L&L 333.853 333.853 398.559 398.559 Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 510 510 516 516 Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten 45.564 45.564 38.509 38.509 Anleihe 320.940 297.474 313.500 296.910 Schuldscheindarlehen 306.036 299.156 - - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.341 35.545 45.366 43.177 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 9.339 8.480 12.105 10.815 Verpflichtungen aus Optionen 225.040 210.217 210.878 210.878 Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Kredite und Forderungen 1.281.203 1.281.203 1.006.670 1.006.670 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 9.146 8.955 25.420 24.878 Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden 1.268.284 1.222.319 1.007.328 988.549 Beizulegende Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten Tabelle 3.77 zeigt die beizulegenden Zeitwerte der zu Anschaffungskosten beziehungsweise zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumente entsprechen den Buchwerten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet, da deren beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist. [Tab. → 3.77 ] Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert für bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) entspricht dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung des jeweiligen Finanzinstruments. Für zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 2.946 TSD. € (Vorjahr: 15.845 TSD. €) konnten keine beizulegenden Zeitwerte ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren. Diese Eigenkapitalanteile sind in der Bilanz in den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Anteile an nicht börsennotierten Unternehmen, bei denen infolge nicht zuverlässig bestimmbarer Zahlungsflüsse auf eine Bewertung mittels Diskontierung von erwarteten Zahlungsflüssen verzichtet wurde. In diesem Fall wurde angenommen, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht. Aus heutiger Sicht plant Dürr nicht, die Eigenkapitalanteile zu veräußern. Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit - mit Ausnahme der Anleihe, des Schuldscheindarlehens und des Darlehens zur Campus-Finanzierung - kaum vom Buchwert ab. Der beizulegende Zeitwert der Anleihe (Fair-Value-Hierarchie Stufe 1) berechnet sich aus dem Nominalwert multipliziert mit der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Zum 31. Dezember 2016 notierte die Anleihe mit 106,98 % (Vorjahr: 104,50 %), was einem Marktwert von 320.940 TSD. € (Vorjahr: 313.500 TSD. €) entspricht. Der beizulegende Zeitwert des Schuldscheindarlehens (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermittelt sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme auf den Bewertungsstichtag mit laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssätzen. Der beizulegende Zeitwert des Campus-Darlehens (Fair-Value-Hierarchie Stufe 2) ermittelt sich aus der Abzinsung der Zahlungsströme mit den aktuellen Marktzinsen vergleichbarer Darlehen. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verpflichtungen aus Optionen (Fair-Value-Hierarchie Stufe 3) handelt es sich um im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfassten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für den Erwerb von Aktien sowie zur Zahlung der Ausgleichsansprüche. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung erfolgswirksam erfasst. Die erwartete Laufzeit des Spruchverfahrens sowie die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung determinieren die Bewertung der Option. Sowohl die Laufzeit des Spruchverfahrens als auch die erwartete Höhe der Ausgleichszahlung und der Barabfindung werden unverändert zum Vorjahr eingeschätzt. Der beizulegende Zeitwert wird mittels eines Barwertmodells ermittelt, das auf der vertraglich vereinbarten Barabfindung einschließlich Ausgleichszahlung sowie der gesetzlichen Mindestverzinsung und einem laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssatz basiert. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert ergibt sich aus dem Umstand, dass der beizulegenden Zeitwert Veränderungen des tatsächlichen Zinsumfelds berücksichtigt, während der für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten verwendete Diskontierungszinssatz über die Laufzeit zumeist unverändert bleibt. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien 3.78 - NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN scroll AUS DER FOLGEBEWERTUNG Tsd. € aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungs- umrechnung Wert- berichtigung aus Abgang Nettoergebnis Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte - - - - - - (2015) (25) (-) (-) (-) (-) (25) Kredite und Forderungen 5.668 - -7.119 -4.127 -247 -5.825 (2015) (7.171) (-) (7.430) (-835) (-243) (13.523) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 565 - - - - 565 (2015) (657) (-) (-) (-) (-) (657) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - - 3.985 3.985 (2015) (-) (-) (-) (-) (-) (-) Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden - -1.057 - - 1.000 -57 (2015) (-34) (867) (-) (-) (-) (833) Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden -24.932 - 126 - - -24.806 (2015) (-29.780) (-) (-398) (-) (-) (-30.178) 2016 -18.699 -1.057 -6.993 -4.127 4.738 -26.138 (2015) (-21.961) (867) (7.032) (-835) (-243) (-15.140) 3.79 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte 3.545 4.471 Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden - - Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden 3.545 4.471 Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden -1.933 -3.254 Nettobetrag 1.612 1.217 3.80 - DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN, DIE VERRECHNUNGSVEREINBARUNGEN, EINKLAGBAREN GLOBALVERRECHNUNGSVERTRÄGEN UND ÄHNLICHEN VEREINBARUNGEN UNTERLIEGEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Bruttobeträge finanzieller Verbindlichkeiten 18.025 22.833 Bruttobeträge finanzieller Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden - - Nettobeträge finanzieller Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden 18.025 22.833 Zugehörige Beträge aus Finanzinstrumenten, die in der Bilanz nicht saldiert werden -1.933 -3.254 Nettobetrag 16.092 19.579 Finanzwerte, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalverrechnungsvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen Mit Banken abgeschlossene Devisentermingeschäfte unterliegen teilweise vertraglichen Verrechnungsvereinbarungen, die es Dürr im Fall einer Insolvenz eines Kreditinstituts erlauben, bestimmte finanzielle Vermögenswerte mit bestimmten finanziellen Verbindlichkeiten zu verrechnen. Verpfändungen Zum Bilanzstichtag waren finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 25.906 TSD. € (Vorjahr: 7.051 TSD. €) überwiegend als Barhinterlegungen für Avale von Konzerngesellschaften verpfändet. 35. ERLÄUTERUNG DER KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr 2016 verändert haben und gibt somit Auskunft über die Mittelherkunft und Mittelverwendung. Die gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" erstellte Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Konzerns, das heißt Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie eine ursprüngliche Fälligkeit von weniger als drei Monaten haben. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds unterscheidet sich damit zum 31. Dezember 2016 von der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente". Der Unterschied resultiert aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die zum 31. Dezember 2016 von der Dürr-Ecoclean-Gruppe gehalten werden. Diese sind als Teil der Veräußerungsgruppe in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert worden. Die Überleitung des in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds zur Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" ist am Ende der Kapitalflussrechnung dargestellt. 3.81 - NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE scroll Tsd. € 2016 2015 Erträge aus bedingten Kaufpreisraten 1.000 877 Umgliederung der Aufwendungen und Erträge in die Erlöse aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 1.845 -422 Umgliederung des Ertrags aus der Veräußerung der Beteiligung in die Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte 3.922 - Sonstiges 612 -160 Summe 7.379 295 Aufgrund gesetzlicher Kapitalverkehrsbeschränkungen in einigen asiatischen Ländern ist ein Betrag von 175.806 TSD. € (Vorjahr: 163.576 TSD. €) eingeschränkt verfügbar. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet. Dem Ergebnis vor Ertragsteuern werden die Ertragsteuerzahlungen hinzugerechnet, zudem wird es um das Zinsergebnis sowie nicht zahlungswirksame Größen bereinigt. Letztere umfassen unter anderem die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen und das Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen. Um auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit überzuleiten, werden Veränderungen von Bilanzpositionen, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, berücksichtigt. Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen werden herausgerechnet. Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva in der Konzern-Kapitalflussrechnung stimmen daher nicht notwendigerweise mit den Veränderungen der betreffenden Positionen in der Konzernbilanz überein. [ Tab.→ 3.81] Die in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Abschreibungen wurden um 2.296 TSD. € (Vorjahr: 1.867 TSD. €) reduziert, da diese Abschreibungen bereits im Zinsergebnis oder im Beteiligungsergebnis enthalten sind. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthält Effekte in Höhe von 5.128 TSD. € aus Forfaitierungen (Vorjahr: 17.355 TSD. €). Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt. Er ergibt sich im Wesentlichen aus Zahlungsmittelabflüssen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte und Akquisitionen. Zuflüsse an Zahlungsmitteln entstehen durch den Abgang langfristiger Vermögenswerte sowie durch erhaltene Zinsen. Investitionen in das Anlagevermögen aus dem Abschluss oder der Verlängerung von Finanzierungs-Leasingverträgen mit simultaner Erfassung entsprechender Verbindlichkeiten werden in der Kapitalflussrechnung nicht ausgewiesen, da hiermit kein Zahlungsmittelabfluss verbunden ist. Im Geschäftsjahr 2016 hatte der Dürr-Konzern Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 16.282 TSD. € (Vorjahr: 0 TSD. €) und von sonstigen Finanzanlagewerten in Höhe von 15.954 TSD. € (Vorjahr: 0 TSD. €). 3.82 - FIRMENERWERBE ABZÜGLICH ERHALTENER FLÜSSIGER MITTEL scroll Tsd. € Kaufpreis Bedingte Kaufpreisraten Erhaltene flüssige Mittel Saldo 2016 Sonstige Akquisitionen 9.590 -1.179 -528 7.883 Zahlung bedingter Kaufpreisraten - 100 - 100 Summe 9.590 -1.079 -528 7.983 scroll Tsd. € Kaufpreis Bedingte Kaufpreisraten Erhaltene flüssige Mittel Saldo 2015 iTAC-Gesellschaften 31.239 - -1.376 29.863 Sonstige Akquisitionen 2.196 - -950 1.246 Zahlung bedingter Kaufpreisraten - 400 - 400 Summe 33.435 400 -2.326 31.509 Aus der Anlage in Termingeldern resultieren Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 80.767 TSD. € (Vorjahr: Zuflüsse in Höhe von 26.098 TSD. €). Die Zahlungsströme resultieren aus der Anlagestrategie zur Verbesserung des Zinsergebnisses. Im Rahmen dieser Anlagestrategie investiert Dürr freie Liquidität in höher verzinsliche Wertpapiere europäischer Emittenten. Tabelle 3.82 stellt die Zahlungsmittelabflüsse aus Akquisitionen dar. Für weitere Angaben zu den Unternehmenserwerben verweisen wir auf Textziffer 19. Im Geschäftsjahr 2016 ergab sich aus dem Verkauf der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ein Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 8.489 TSD. €. Davon entfielen 10.375 TSD. € auf die Veräußerung der Immobilie und der Sachanlagen am ehemaligen Standort Auburn Hills, Michigan, USA, sowie 1.504 TSD. € auf den Verkauf von Immobilien in Deutschland und Österreich. Auf die geplante Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing entfielen Transaktionskosten in Höhe von 3.390 TSD. €. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt. Er enthält Dividenden und Auszahlungen an Aktionäre und Inhaber nicht beherrschender Anteile, geleistete Zinszahlungen für die Anleihe, das Schuldscheindarlehen und die sonstigen Finanzierungstätigkeiten. Auch Tilgungen für im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen passivierte Verbindlichkeiten und weitere langfristige Darlehen werden erfasst. In der Position "Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten" werden unter anderem Zu- und Abflüsse aus Kontokorrentkrediten zusammengefasst. Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 TSD. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016 nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 299.079 TSD. €. Im Rahmen der Einbindung der HOMAG Group in die Konzernfinanzierung wurden im Vorjahr langfristige Darlehen getilgt, darunter der syndizierte Kredit der HOMAG Group in Höhe von 60.054 TSD. € und ein Darlehen in US-Dollar in Höhe von 13.582 TSD. €. Im Geschäftsjahr 2016 erwarb Dürr die restlichen 50 % der Anteile an der Dürr Cyplan Ltd. Der Kaufpreis für diese Anteile betrug 4.000 TSD. €. Im Vorjahr erwarb Dürr weitere 57,6 % der Anteile an der Dürr Thermea GmbH. Der Kaufpreis für die weitere Tranche betrug 8.234 TSD. €. Der Zahlungsmittelabfluss für die weiteren Anteile war gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in der Position "Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen" enthalten, da die Gesellschaften bereits zuvor vollständig in den Dürr-Konzern einbezogen wurden. Der Konzern verfügt über nicht genutzte Kredit- und Avallinien in Höhe von 681.467 TSD. € (Vorjahr: 674.998 TSD. €). Für nähere Informationen zur Finanzierung des Konzerns verweisen wir auf Textziffer 30. Eine Aufgliederung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit nach den Divisions des Dürr-Konzerns enthält Textziffer 36. Eine detaillierte wirtschaftliche Erläuterung der Kapitalflussrechnung enthält das Kapitel "Finanzwirtschaftliche Entwicklung" im zusammengefassten Lagebericht. SONSTIGE ANGABEN 36. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Segmentberichterstattung wurde nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" erstellt. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Aktivitäten darstellen. Die Berichterstattung basiert auf den Divisions des Konzerns. Zum 31. Dezember 2016 bestand der Dürr-Konzern aus dem Corporate Center und fünf operativ tätigen Divisions, die die weltweite Verantwortung für ihre Produkte und ihr Ergebnis tragen. Paint and Final Assembly Systems plant und baut Lackieranlagen und Endmontagelinien für die Automobilindustrie und bietet Software für die übergeordnete Produktionssteuerung. Application Technology entwickelt und produziert Produkte und Systeme für den automatisierten Auftrag von Lack, Dichtstoffen und Klebstoffen. Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik, Prüf-, Befüll- und Montagetechnik sowie industrielle Reinigungstechnik und Oberflächenbearbeitung. Clean Technology Systems ist auf Abluftreinigungssysteme und Energieeffizienztechnik spezialisiert. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und produziert Maschinen und Anlagen für die Holzbearbeitung. Das Corporate Center umfasst im Wesentlichen die Holdings Dürr AG und Dürr Technologies GmbH sowie die Dürr IT Service GmbH, die konzernweit Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie erbringt. Eine detaillierte Beschreibung der Tätigkeiten der einzelnen Divisions enthält das Kapitel "Der Konzern im Überblick" im zusammengefassten Lagebericht. Transaktionen zwischen den Divisions werden vollzogen, wie sie auch mit fremden Dritten durchgeführt werden (Arm's-Length-Prinzip). Die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Berichterstattung (Management Approach). Das EBIT (Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern) jeder der fünf Divisions wird vom Management einzeln überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen, um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen sowie die Entwicklung der Segmente zu bewerten. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet. 3.83 - SEGMENTBERICHTERSTATTUNG scroll Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Measuring and Process Systems Clean Technology Systems Woodworking Machinery and Systems Summe Segmente 2016 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 1.140.015 560.638 623.816 167.036 1.081.982 3.573.487 Umsatzerlöse mit anderen Divisions 7.054 4.147 10.570 1.722 58 23.551 Summe Umsatzerlöse 1.147.069 564.785 634.386 168.758 1.082.040 3.597.038 EBIT 77.202 76.086 79.655 6.124 44.855 283.922 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - 2.054 - 1.639 3.693 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 33.465 66.109 44.534 21.542 82.156 247.806 Cashflow aus Investitionstätigkeit -22.875 902 -8.402 -11.461 -17.333 -59.169 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.142 -56.603 -19.014 -8.560 -23.540 -110.859 Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -14.698 -9.040 -8.229 -2.598 -50.946 -85.511 Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -144 -64 -699 - - -907 Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 10 4.931 204 1.000 712 6.857 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 5.025 3.479 2.270 6.060 10.866 27.700 Zugänge zu Sachanlagen 16.785 14.688 7.151 3.853 13.472 55.949 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - 20.427 - 12.299 32.726 Vermögen (zum 31.12.) 550.491 458.947 554.751 121.085 772.431 2.457.705 Schulden (zum 31.12.) 599.293 278.448 230.877 73.295 324.911 1.506.824 Beschäftigte (zum 31.12.) 3.384 1.956 3.010 569 6.126 15.045 scroll Tsd. € Überleitung1 Dürr-Konzern 2016 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 30 3.573.517 Umsatzerlöse mit anderen Divisions -23.551 - Summe Umsatzerlöse -23.521 3.573.517 EBIT -12.527 271.395 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - 3.693 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -20.437 227.369 Cashflow aus Investitionstätigkeit -57.734 -116.903 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 303.337 192.478 Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -4.096 -89.607 Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - -907 Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 522 7.379 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 2.217 29.917 Zugänge zu Sachanlagen 1.484 57.433 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - 32.726 Vermögen (zum 31.12.) -16.708 2.440.997 Schulden (zum 31.12.) 213.606 1.720.430 Beschäftigte (zum 31.12.) 190 15.235 1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center. scroll Tsd. € Paint and Final Assembly Systems Application Technology Measuring and Process Systems Clean Technology Systems Woodworking Machinery and Systems Summe Segmente 2015 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 1.364.551 599.672 603.670 159.234 1.039.323 3.766.450 Umsatzerlöse mit anderen Divisions 8.068 4.842 11.379 3.135 2 27.426 Summe Umsatzerlöse 1.372.619 604.514 615.049 162.369 1.039.325 3.793.876 EBIT 100.182 60.826 69.772 5.790 36.647 273.217 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - - 2.306 - -730 1.576 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10.144 64.745 45.523 7.257 75.911 203.580 Cashflow aus Investitionstätigkeit -44.287 -26.980 -9.664 -7.348 -24.963 -113.242 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -7.282 -26.014 -34.381 2.533 -57.663 -122.807 Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -9.160 -8.232 -9.321 -2.283 -45.144 -74.140 Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - - - - -2.368 -2.368 Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 3 - -16 876 -566 297 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 12.263 2.498 2.806 1.563 16.230 35.360 Zugänge zu Sachanlagen 21.850 25.344 7.880 5.945 13.511 74.530 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - - 17.309 - 10.913 28.222 Vermögen (zum 31.12.) 551.282 480.638 490.812 114.292 795.410 2.432.434 Schulden (zum 31.12.) 665.068 298.238 201.416 61.491 321.470 1.547.683 Beschäftigte (zum 31.12.) 3.374 1.858 2.992 499 5.906 14.629 scroll Tsd. € Überleitung1 Dürr-Konzern 2015 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 644 3.767.094 Umsatzerlöse mit anderen Divisions -27.426 - Summe Umsatzerlöse -26.782 3.767.094 EBIT -5.431 267.786 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen - 1.576 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -30.612 172.968 Cashflow aus Investitionstätigkeit 18.812 -94.430 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -39.543 -162.350 Planmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -5.183 -79.323 Außerplanmäßige Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - -2.368 Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -2 295 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten 4.087 39.447 Zugänge zu Sachanlagen 710 75.240 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen - 28.222 Vermögen (zum 31.12.) -583 2.431.851 Schulden (zum 31.12.) 213.798 1.761.481 Beschäftigte (zum 31.12.) 221 14.850 1 Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen und Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center. 3.84 - ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS scroll Tsd. € 2016 2015 EBIT der Segmente 283.922 273.217 EBIT Corporate Center -14.403 -6.668 Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen 1.876 1.237 EBIT des Dürr-Konzerns 271.395 267.786 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 3.693 1.576 Sonstiges Beteiligungsergebnis 3.284 358 Zinsen und ähnliche Erträge 6.233 8.246 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -26.479 -33.454 Ergebnis vor Ertragsteuern 258.126 244.512 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -70.326 -77.950 Ergebnis des Dürr-Konzerns 187.800 166.562 scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Segmentvermögen 2.457.705 2.432.434 Vermögen Corporate Center 970.632 986.137 Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -987.340 -986.720 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 724.179 435.633 Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere 89.451 8.684 Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen 8.955 25.183 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 32.726 28.222 Ertragsteuerforderungen 22.324 21.554 Aktive latente Steuern 29.891 35.535 Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns 3.348.523 2.986.662 Segmentschulden 1.506.824 1.547.683 Schulden Corporate Center 258.431 253.373 Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen -44.825 -39.575 Anleihe und Schuldscheindarlehen 596.630 296.910 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49.423 43.177 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8.480 10.815 Ertragsteuerverbindlichkeiten 40.284 41.728 Passive latente Steuern 102.316 118.133 Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns2 2.517.563 2.272.244 2 Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital Regionale Aufteilung In der regionalen Betrachtung werden die Umsatzerlöse auf der Grundlage des Standorts des Projekts beziehungsweise des Lieferstandorts zugewiesen. Die Vermögenswerte des Konzerns werden auf der Grundlage des Standorts der jeweiligen Tochtergesellschaft zugeordnet, die diese Vermögenswerte ausweist. Sie beinhalten gemäß IFRS 8.33 alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns mit Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen. 3.85 - REGIONALE AUFTEILUNG scroll Tsd. € Deutschland Sonstige europäische Länder Nord-/ Zentralamerika Südamerika Asien/ Afrika/ Australien Dürr-Konzern 2016 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 542.766 1.010.927 770.766 79.356 1.169.702 3.573.517 Zugänge zu Sachanlagen 25.793 5.233 12.255 432 13.720 57.433 Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 661.539 187.562 128.662 14.654 69.519 1.061.936 Beschäftigte (zum 31.12.) 8.205 2.306 1.329 323 3.072 15.235 scroll Tsd. € Deutschland Sonstige europäische Länder Nord-/ Zentralamerika Südamerika Asien/ Afrika/ Australien Dürr-Konzern 2015 Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten 528.085 1.126.860 775.002 120.784 1.216.363 3.767.094 Zugänge zu Sachanlagen 21.581 5.790 32.389 565 14.915 75.240 Langfristige Vermögenswerte (zum 31.12.) 708.417 192.005 119.807 12.033 63.807 1.096.069 Beschäftigte (zum 31.12.) 8.026 2.165 1.256 382 3.021 14.850 Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die Umsatzerlöse in China 914.915 TSD. € (Vorjahr: 989.359 TSD. €) und in den USA 530.183 TSD. € (Vorjahr: 537.722 TSD. €). Mit dem größten Kunden des Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2016 11,0 % (Vorjahr: 13,9 %) der konsolidierten Nettoumsatzerlöse erzielt. Die Anteile des zweit- und drittgrößten Kunden beliefen sich auf 3,5 % (Vorjahr: 5,1 %) und 3,4 % (Vorjahr: 4,7 %). Die Nettoumsatzerlöse mit diesen Kunden entfielen auf alle Divisions, abgesehen vom zweitgrößten Kunden, mit dem keine Nettoumsatzerlöse in der Division Woodworking Machinery and Systems realisiert wurden. Unternehmen, von denen bekannt ist, dass sie unter einheitlicher Kontrolle stehen, werden als ein Kunde betrachtet. 37. TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Weitere Angaben zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dürr AG können Textziffer 41 entnommen werden. Nahestehende Parteien beinhalten die at equity bilanzierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2016 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 114.727 TSD. € (Vorjahr: 95.536 TSD. €). Zum 31. Dezember 2016 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 21.839 TSD. € (Vorjahr: 7.140 TSD. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.720 TSD. € (Vorjahr: 2.129 TSD. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen von 31.316 TSD. € (Vorjahr: 14.379 TSD. €) gegenüber nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten. Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten gewährt worden wären. 38. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 3.86 - HAFTUNGSVERHÄLTNISSE scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Wechselobligo 14.735 - Verpflichtungen aus Garantien und Bürgschaften 12.175 11.662 Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten - 10.552 Sonstige 4.638 24.479 31.548 46.693 Die sonstigen Haftungsverhältnisse betreffen überwiegend anhängige Verfahren in Brasilien sowie Selbstbehalte aus hermesgedeckten Absatzfinanzierungen. Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden. 39. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN 3.87 - SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2016 Künftige Mindestzahlungen für Operatrng-Leasingverträge 104.649 122.059 Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge 9.380 12.245 Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen 1.304 6.467 115.333 140.771 Im Vorjahr waren in den Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen im Wesentlichen Verpflichtungen für den Bau des neuen Campus-Standorts in den USA enthalten. Neben den in Tabelle 3.87 aufgeführten Verpflichtungen bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang. Miet- und Leasingverträge (Operating-Leasingverhältnisse) Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Einrichtungen, Büroräume und Fahrzeuge. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten möglichen Kündigungstermin setzen sich gemäß Tabelle 3.88 zusammen: 3.88 - NOMINALWERTE DER KÜNFTIGEN MINDESTZAHLUNGEN FÜR OPERATINGLEASINGVERTRÄGE scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Innerhalb eines Jahres 26.892 28.680 Zwischen einem und fünf Jahren 48.639 52.813 Über fünf Jahre 29.118 40.566 104.649 122.059 Im Geschäftsjahr 2016 wurden Aufwendungen in Höhe von 37.350 TSD. € (Vorjahr: 36.974 TSD. €) für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzierungs-Leasingverhältnisse Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen und für Software Finanzierungs-Leasingverträge abgeschlossen. Die Leasinggegenstände dienen als Sicherheit für die jeweiligen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing. Tabelle 3.89 zeigt eine Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen auf die Verbindlichkeiten: 3.89 - NOMINALWERTE DER FINANZIERUNGS-LEASINGVERHÄLTNISSE scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Mindest- leasing- zahlungen In den Leasing- zahlungen enthaltene Zinsen Verbindlich- keiten aus Finanzierungs- leasing Mindest- leasing- zahlungen In den Leasing- zahlungen enthaltene Zinsen Verbindlich- keiten aus Finanzierungs- leasing Innerhalb eines Jahres 2.062 326 1.736 2.876 419 2.457 Zwischen einem und fünf Jahren 6.185 549 5.636 7.661 869 6.792 Über fünf Jahre 1.133 25 1.108 1.708 142 1.566 9.380 900 8.480 12.245 1.430 10.815 40. RISIKOMANAGEMENT UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE Der Konzern betreibt Geschäfte in Ländern, in denen politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Im Geschäftsjahr 2016 hatten diese Risiken keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern. Dürr kann im Zuge seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten einschließlich Fragen der Produkthaftung verwickelt werden. Gegenwärtig bestehen nach Einschätzung des Vorstands im Hinblick auf das Geschäft des Konzerns und seine Finanzlage keine wesentlichen Risiken dieser Art. Erwartete Prozesskosten wurden zurückgestellt. Dürr ist grundsätzlich finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Darunter fallen insbesondere Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Die Regelungen für die konzernweite Risikopolitik sind in konzerninternen Richtlinien festgelegt. Detaillierte Informationen zum Risikomanagementsystem des Dürr-Konzerns sind im Kapitel "Risikobericht" im zusammengefassten Lagebericht enthalten. Bonitäts- oder Ausfallrisiko Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Möglichkeit, dass Geschäftspartner bei einem Geschäft mit einem originären oder derivativen Finanzinstrument ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können und dadurch Vermögensverluste entstehen können. Bei Neukunden werden Bonitätsanalysen getätigt. Bestandskunden werden laufend anhand ihres Zahlungsverhaltens analysiert. Zur weiteren Limitierung des Ausfallrisikos werden bei Dürr entsprechende Zahlungsbedingungen sowie Akkreditive, Warenkreditversicherungen und Bundesdeckungen eingesetzt. 3.90 - VOR AUSFALL GESICHERTE FORDERUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Akkreditive 20.890 7.422 Warenkreditversicherungen 5.615 7.574 Bundesdeckungen - 799 26.505 15.795 Des Weiteren hatte der Dürr-Konzern zum 31. Dezember 2016 vornehmlich im Rahmen der Absatzfinanzierung bestehende Forfaitierungen in Höhe von 5.128 TSD. € (Vorjahr: 17.355 TSD. €). Bei der Anlage von liquiden Mitteln, Investitionen im Rahmen des Financial Asset Managements sowie dem Bestand an derivativen finanziellen Vermögenswerten ist der Konzern Verlusten im Zusammenhang mit Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute und Unternehmen ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Dürr steuert die daraus entstehende Risikoposition durch Diversifizierung und sorgfältige Auswahl der Kontrahenten. Gegenwärtig sind keine liquiden Mittel, Investitionen des aktiven Asset Managements oder derivativen finanziellen Vermögenswerte aufgrund von Ausfällen überfällig oder wertberichtigt. Konzentration des Geschäfts auf wenige Kunden Die Entwicklung von Dürr hängt in hohem Maße von der Investitionsbereitschaft der Automobilbranche ab. Ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse wird mit einer überschaubaren Zahl von Kunden erwirtschaftet, da im weltweiten Automobilmarkt vergleichsweise wenige Hersteller aktiv sind. Ein Großteil der Forderungen des Konzerns besteht gegenüber Automobilherstellern. Diese Forderungen sind in der Regel nicht durch Bankbürgschaften oder sonstige Sicherheiten besichert. Zum 31. Dezember 2016 entfielen 40,1 % (Vorjahr: 50,7 %) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf zehn Kunden. Der ausgewiesene Gesamtbestand an Forderungen enthält Wertberichtigungen für risikobehaftete Forderungen in Höhe von 15.088 TSD. € (Vorjahr: 11.032 TSD. €). Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert der Forderungen ersichtlich. Trotz der Verteilung des Geschäfts auf verhältnismäßig wenige Kunden sieht Dürr aufgrund der Konzernstruktur seiner Kunden mit internationalen Tochterunternehmen keine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern beziehungsweise Schuldnergruppen. Die Kundendiversifikation ist im Vergleich zu anderen Automobilzulieferern als hoch zu bewerten und wurde durch die Übernahme der HOMAG Group weiter erhöht. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, das entsteht, wenn der Konzern nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen bei Fälligkeit oder zu einem angemessenen Preis zu erfüllen. Die Liquiditätsversorgung wird durch vorhandene Finanzmittelbestände sowie dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien sichergestellt. Sie wird durch eine auf einen Planungshorizont von 18 Monaten ausgerichtete Liquiditätsplanung und eine kurzfristige Liquiditätsvorschau überwacht und gesteuert. Darüber hinaus führt der Einsatz von länderübergreifenden Cash-Pooling-Strukturen durch eine Liquiditätskonzentration zu einer verbesserten Bilanzstruktur, zu reduzierten Fremdfinanzierungsvolumina und dadurch zu einem verbesserten Finanzergebnis. Gleichzeitig ergibt sich eine erhöhte Transparenz der Liquiditätssituation. Zudem werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur internen Finanzierung des Mittelbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt. Der syndizierte Kredit der Dürr AG mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2021 kann bei Verletzung einer vereinbarten Kennzahl (Financial Covenant) durch das Bankenkonsortium vorzeitig gekündigt werden. Der Financial Covenant beinhaltet bestimmte Zielgrößen in Bezug auf den Verschuldungsgrad. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Financial Covenant zu jedem Berechnungsstichtag eingehalten. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 30. Tabelle 3.91 zeigt die vertraglich vereinbarten (nicht diskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten. 3.91 - ZINS- UND TILGUNGSZAHLUNGEN FÜR FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN scroll CASHFLOWS Tsd. € Buchwert 31.12.2016 2017 2018 2019 2020 2021 und später Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus L&L 333.853 333.545 53 43 43 169 Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 510 510 - - - - Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 45.564 32.497 3.133 2.400 595 8.601 Anleihe 297.474 8.625 8.625 8.625 8.625 308.625 Schuldscheindarlehen 299.156 4.325 4.325 4.325 4.325 316.960 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.545 3.311 3.885 3.878 3.869 29.546 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8.480 2.062 1.797 1.968 1.660 1.893 Verpflichtungen aus Optionen 238.829 238.8291 - - - - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.619 1.159 230 230 - - Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.552 1.527 25 - - - Derivate mit Hedge-Beziehung 16.473 11.478 4.995 - - - scroll CASHFLOWS Tsd. € Buchwert 31.12.2015 2016 2017 2018 2019 2020 und später Originäre finanzielle Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus L&L 398.559 397.950 54 43 299 213 Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen 516 516 - - - - Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 38.509 31.809 5.145 920 21 614 Anleihe 296.910 8.625 8.625 8.625 8.625 317.250 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.177 6.176 5.609 4.879 4.022 33.451 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 10.815 2.876 2.239 2.055 1.756 3.319 Verpflichtungen aus Optionen 241.205 211.7241 29.481 - - - Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten 1.720 1.180 180 180 180 - Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Derivate ohne Hedge-Beziehung 452 438 14 - - - Derivate mit Hedge-Beziehung 22.381 21.340 1.041 - - - 1 Die Cashflows für Verpflichtungen aus Optionen betreffen überwiegend die im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG erfasste sonstige finanzielle Verbindlichkeit. Die erwarteten Cashflows wurden als kurzfristig eingestuft. Die Ausübung der Optionen kann jedoch auch mit abweichender Fristigkeit erfolgen. Für weitere Informationen verweisen wir auf Textziffer 7. Währungsrisiko Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft existieren beziehungsweise bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen werden. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Zahlungsflüsse des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, die die Zahlungsflüsse des Konzerns nicht beeinflussen (das heißt, die Risiken, die aus der Umrechnung von Bilanzpositionen ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung Euro resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Zur Absicherung der Währungsrisiken aus dem Zahlungsmittelzufluss und -abfluss erwarteter Einkaufs- und Verkaufstransaktionen wurden Devisentermingeschäfte mit ursprünglichen Laufzeiten von bis zu 84 Monaten (Vorjahr: 86 Monate) abgeschlossen. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch monetäre Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen Dürr Finanzinstrumente besitzt. Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken für Dürr bestehen, sind Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzerngesellschaften, die eine unterschiedliche funktionale Währung haben. Originäre Finanzinstrumente, aus denen Währungsrisiken resultieren könnten, werden in der Regel durch derivative Finanzinstrumente gesichert, die als Fair Value Hedges bilanziert werden. Hierbei wird sowohl die Veränderung des originären Finanzinstruments als auch die Wertänderung des derivativen Finanzinstruments erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Des Weiteren bestehen Währungsrisiken durch den Einsatz von Derivaten, die in eine wirksame Cashflow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der Währungen, die diesen Geschäften zugrunde liegen, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert der Sicherungsgeschäfte. Zur Berechnung der Währungssensitivitäten wurden die für Dürr wesentlichen Währungspaare betrachtet. Hierbei wurden eine hypothetische Auf- beziehungsweise Abwertung des Euro um 10 % zu US-Dollar, chinesischem Renminbi, dänischer Krone sowie eine Auf- beziehungsweise Abwertung des US-Dollar zum mexikanischen Peso angenommen. 3.92 - ERGEBNISEFFEKTE AUF GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND EIGENKAPITAL scroll 31.12.2016 31.12.2015 Tsd. € Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung Effekt auf die Sicherungs- rücklage im Eigenkapital Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung Effekt auf die Sicherungs- rücklage im Eigenkapital EUR/USD EUR +10% -435 6.691 252 12.357 EUR -10 % 533 -8.159 -293 -15.070 EUR/CNY EUR +10% -2.712 3.253 -2.517 4.602 EUR -10 % 3.317 -3.923 2.625 -4.072 EUR/DKK EUR +10% -84 197 51 230 EUR -10 % 17 -247 -342 -309 USD / MXN USD +10% 509 -3.308 918 -2.911 USD -10 % -628 4.016 -1.119 3.510 Zinsrisiko Zinsrisiken ergeben sich aus Zinssatzänderungen, die negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten. Zinsschwankungen führen zu Veränderungen des Zinsergebnisses sowie der Bilanzwerte der verzinslichen Vermögenswerte. Im Jahr 2016 hat die Dürr AG zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens Zinsswaps mit einem Nominalwert von 100 MIO. € abgeschlossen. Die Zahlungsstromänderungen des Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen der Euribor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Swaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, variable verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals um 202 TSD. € geführt. Eine hypothetische Verringerung der Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps und des Eigenkapitals um 0 TSD. € geführt. Dürr verfügt über liquide Mittel, die zum 31. Dezember 2016 Zinssatzänderungen unterlagen. Eine hypothetische Erhöhung dieser Zinssätze um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Erhöhung des Zinsertrags um 1.227 TSD. € (Vorjahr: 1.049 TSD. €) geführt. Eine hypothetische Verringerung um 25 Basispunkte pro Jahr hätte zu einer Verringerung des Zinsertrags um 1.227 TSD. € (Vorjahr: 1.049 TSD. €) geführt. Sonstige Preisrisiken IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben zu den Auswirkungen hypothetischer Änderungen von Risikovariablen auf die Preise von Finanzinstrumenten. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Zum 31. Dezember 2016 hatte Dürr keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand, weshalb sonstige Preisrisiken bei Dürr nur eine untergeordnete Rolle spielen. Zur Darstellung des Preisrisikos der als Finanzinstrument der Stufe 3 berichteten Optionen und der Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten verweisen wir auf Textziffer 34. Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten Der Konzern verwendet Finanzderivate zur Minimierung der Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinssatzänderungen auf Zahlungsströme sowie von Änderungen des Zeitwerts der Forderungen und Verbindlichkeiten. Dürr trägt für den Fall, dass die Geschäftspartner (Kreditinstitute) bei den nachfolgend beschriebenen Finanzinstrumenten ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, das Wiedereindeckungsrisiko. Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts und auf die Absicherung von Darlehen begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während des gesamten Zeitraums, für den die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger finanzieller Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen. 3.93 - UMFANG UND ZEITWERT DER FINANZINSTRUMENTE scroll NOMINALWERT POSITIVER MARKTWERT NEGATIVER MARKTWERT Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 Zinsswaps in Verbindung mit Cashflow Hedges 100.000 - - - 79 - Devisenterminkontrakte 519.570 735.951 3.545 4.471 17.946 22.833 davon in Verbindung mit Cashflow Hedges 310.080 417.065 2.382 2.349 14.016 16.992 davon in Verbindung mit Fair Value Hedges 97.784 130.900 601 1.022 2.378 5.389 davon ohne Hedge-Beziehung 111.706 187.986 562 1.100 1.552 452 Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern. Bilanzierung und Ausweis von derivativen Finanzinstrumenten und Hedge Accounting Währungssicherungskontrakte, die eindeutig der Absicherung zukünftiger Cashflows aus Fremdwährungstransaktionen zugeordnet werden können und die Anforderungen des IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität erfüllen, werden als Cashflow Hedge bilanziert. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Hedge-effektiven Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden bis zum Realisationszeitpunkt des gesicherten Grundgeschäfts erfolgsneutral direkt im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Bei Realisierung der zukünftigen Transaktion (Grundgeschäft) werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen oder Umsatzkosten oder in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst. Im Geschäftsjahr 2016 wurde im kumulierten übrigen Eigenkapital ein unrealisiertes Ergebnis ausgewiesen. Es resultiert aus der ergebnisneutralen Buchung von Schwankungen der beizulegenden Zeitwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von -3.052 TSD. € (Vorjahr: -1.973 TSD. €). Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2016 5.467 TSD. € (Vorjahr: 2.744 TSD. €) aus dem kumulierten übrigen Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und dort erfolgsmindernd in den Umsatzerlösen oder den Umsatzkosten ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr 2017 erwarteten Ergebnisauswirkungen (vor Steuern) aus den zum Bilanzstichtag im kumulierten übrigen Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Werten betragen -6.352 TSD. €. In den Geschäftsjahren 2018 und 2019 werden kumulierte Ergebnisauswirkungen von -4.652 TSD. € erwartet. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Anforderungen an ein Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, werden zum Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 41. WEITERE ANGABEN Deutscher Corporate Governance Kodex/Erklärung nach § 161 AktG Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 14. Dezember 2016 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. Zu weiteren Angaben verweisen wir auf den zusammengefassten Lagebericht. Beschäftigtenzahl Die Anzahl der Mitarbeiter im Dürr-Konzern stellte sich zum 31. Dezember 2016 und im Jahresdurchschnitt für das Geschäftsjahr 2016 entsprechend den Tabellen 3.94 und 3.95 dar: 3.94 - BESCHÄFTIGTE ZUM STICHTAG scroll 31.12.2016 31.12.2015 Gewerbliche Mitarbeiter 7.102 6.995 Angestellte 7.132 6.942 Mitarbeiter ohne Praktikanten /Auszubildende / Übrige 14.234 13.937 Praktikanten/Auszubildende/ Übrige 1.001 913 Mitarbeiter gesamt 15.235 14.850 3.95 - BESCHÄFTIGTE IM JAHRESDURCHSCHNITT scroll 2016 2015 Gewerbliche Mitarbeiter 7.099 6.778 Angestellte 7.010 6.818 Mitarbeiter ohne Praktikanten /Auszubildende / Übrige 14.109 13.596 Praktikanten/Auszubildende/ Übrige 970 893 Mitarbeiter gesamt 15.079 14.489 Honorarvolumen des Konzernabschlussprüfers Tabelle 3.96 zeigt das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Konzernabschlussprüfers: 3.96 - HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS scroll Tsd. € 2016 2015 Abschlussprüfung 1.378 1.414 Sonstige Bestätigungsleistungen 5 13 Steuerberatungsleistungen 393 330 Sonstige Leistungen 527 133 2.303 1.890 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Dr. Jochen Weyrauch ist seit dem 1. Januar 2017 Mitglied des Vorstands und verantwortet seither die Divisions Measuring and Process Systems und Clean Technology Systems sowie die Ressorts Corporate Development und Informationstechnologie. Die Berufung durch den Aufsichtsrat erfolgte am 14. Dezember 2016. Carlo Crosetto trat am 1. März 2017 in den Vorstand ein und folgt Herrn Heuwing als Finanzvorstand. Die Berufung durch den Aufsichtsrat erfolgte am 8. Februar 2017. Es gab keine weiteren außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts. Freigabe und Veröffentlichung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016 Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2016 aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG wurden in der Vorstandssitzung am 8. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben und werden voraussichtlich am 17. März 2017 mit dem Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht. MITGLIEDER DES VORSTANDS Ralf W. Dieter Vorsitzender · Unternehmenskommunikation, Personal (Arbeitsdirektor), Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement,Interne Revision, Corporate Compliance · Division Paint and Final Assembly Systems · Division Application Technology · Division Measuring and Process Systems (bis 31.12.2016) · Division Woodworking Machinery and Systems (seit 01.01.2017) • Carl Schenck AG, Darmstadt1 (Vorsitzender) • Dürr Systems AG, Stuttgart1 (Vorsitzender) • HOMAG Group AG, Schopfloch1, 2 (Vorsitzender seit 13.12.2016) • iTAC Software AG, Montabaur1 (Vorsitzender) • Körber AG, Hamburg • Schuler AG, Göppingen2 o Andritz AG, Graz, Österreich2 (bis 30.03.2016) o Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V. R. China1 (Supervisor) Dr. Jochen Weyrauch (seit 01.01.2017) · Informationstechnologie, Corporate Development · Division Measuring and Process Systems · Division Clean Technology Systems Ralph Heuwing (bis 14.05.2017) · Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility (bis 28.02.2017, ab 01.03.2017 Übergabe an Carlo Crosetto), Informationstechnologie (bis 31.12.2016) · Division Clean Technology Systems (bis 31.12.2016) · Division Woodworking Machinery and Systems (bis 31.12.2016) · Dürr Consulting (bis 31.12.2016) • Carl Schenck AG, Darmstadt1 (bis 27.02.2017) • Dürr Systems AG, Stuttgart1 (01.03.2016 bis 28.02.2017) • HOMAG Group AG, Schopfloch1, 2 (Vorsitzender bis 13.12.2016) • MCH Management Capital Holding AG, München • Ringmetall AG, München2 (seit 01.08.2016) o Ivoclar Vivadent AG, Schaan, Liechtenstein (seit 31.08.2016, Mitglied des Verwaltungsrats) Carlo Crosetto (seit 01.03.2017) · Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility • Carl Schenck AG, Darmstadt1 (seit 27.02.2017) • Dürr Systems AG, Stuttgart1 (seit 01.03.2017) · Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten o Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 1 Konzernmandat 2 börsennotiert Die Mitglieder des Vorstands wurden wie in Tabelle 3.97 ausgewiesen vergütet: 3.97 - VORSTANDSVERGÜTUNG scroll Tsd. € 2016 2015 Kurzfristige fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 4.637 4.679 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 849 375 Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - - Aktienbasierte Vergütungen 2.400 2.400 7.886 7.454 An frühere Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2016 Pensionsbezüge in Höhe von 1.891 TSD. € (Vorjahr: 1.876 TSD. €) bezahlt. Die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen zum 31. Dezember 2016 6.486 TSD. € (Vorjahr: 4.730 TSD. €). Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands sind im Abschnitt "Vergütungsbericht" des zusammengefassten Lageberichts dargestellt. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS Klaus Eberhardt1 ,4 ,5 Selbstständiger Berater, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf Vorsitzender • ElringKlinger AG, Dettingen/Erms6 • MTU Aero Engines AG, München6 (Vorsitzender) Hayo Raich1 ,3 ,4 Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Stv. Vorsitzender • Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender) Karl-Heinz Streibich1 ,4 ,5 Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt Weiterer stv. Vorsitzender • Deutsche Telekom AG, Bonn6 • Deutsche Messe AG, Hannover Stefan Albert3 ,4 Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Schenck RoTec GmbH, Darmstadt (bis 31.07.2016) (bis 04.05.2016) • Betriebspensionskasse der Firma Carl Schenck AG VVaG, Darmstadt (bis 31.07.2016) Mirko Becker2 ,3 Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Prof. Dr. Alexandra Dürr2 ,5 Professorin für medizinische Genetik an der Universität Pierre et Marie Curie (upmc) und Oberärztin im Département de Génétique, Groupe Hospitalier Pitié-Salpêtrière, Paris, Frankreich Gerhard Federer2 Selbstständiger Berater (seit 04.05.2016) • HOMAG Group AG, Schopfloch6 Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe • Harmonic Drive AG, Limburg an der Lahn (bis 31.12.2016) • MAFA-Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Aalen (bis 30.06.2016) Carmen Hettich-Günther3 Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der HOMAG Group AG, Schopfloch (seit 04.05.2016) • HOMAG GmbH, Schopfloch • HOMAG Group AG, Schopfloch6 • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten 1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss 2 Mitglied Prüfungsausschuss 3 Vertreter der Arbeitnehmer 4 Mitglied Vermittlungsausschuss 5 Mitglied Nominierungsausschuss 6 börsennotiert Thomas Hohmann3 Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart Guido Lesch1 ,3 Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle, Völklingen (bis 04.05.2016) • Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen (Stv. Vorsitzender) Dr. Herbert Müller2 Rechtsanwalt (bis 04.05.2016) Dr. Anja Schuler Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz (seit 03.02.2016) • HOMAG Group AG, Schopfloch6 Dr. Martin Schwarz-Kocher2 ,3 Geschäftsführer der imu Institut GmbH, Stuttgart Dr. Astrid Ziegler1 ,3 Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/Main (seit 04.05.2016) • Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats • Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten 1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss 2 Mitglied Prüfungsausschuss 3 Vertreter der Arbeitnehmer 4 Mitglied Vermittlungsausschuss 5 Mitglied Nominierungsausschuss 6 börsennotiert Tabelle 3.98 zeigt die individuellen Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2016 nach Bestandteilen: 3.98 - AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG 2016 scroll € Grundvergütung Vergütung Ausschuss- mitgliedschaft Sitzungsgeld3 Variable Vergütung Gesamt Klaus Eberhardt, Vorsitzender 120.000 11.250 9.000 61.500 201.750 (2015) (60.000) (11.250) (9.000) (105.000) (185.250) Hayo Raich1, 2 , Stellvertretender Vorsitzender 63.000 5.000 10.200 30.750 108.950 (2015) (33.000) (5.000) (9.900) (52.500) (100.400) Karl-Heinz Streibich, Stellvertretender Vorsitzender 60.000 7.500 7.000 30.750 105.250 (2015) (30.000) (7.500) (9.000) (52.500) (99.000) Stefan Albert2 (bis 04.05.2016) 16.667 - 2.000 8.542 27.209 (2015) (20.000) (-) (7.000) (35.000) (62.000) Mirko Becker2 40.000 10.000 9.000 20.500 79.500 (2015) (20.000) (9.000) (11.000) (35.000) (75.000) Prof. Dr. Alexandra Dürr 40.000 12.500 9.000 20.500 82.000 (2015) (20.000) (11.500) (11.000) (35.000) (77.500) Gerhard Federer1 (seit 04.05.2016) 36.667 31.333 16.000 13.667 97.667 (2015) (-) (-) (-) (-) (-) Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka 40.000 - 6.000 20.500 66.500 (2015) (20.000) (-) (6.000) (35.000) (61.000) Carmen Hettich-Günther1, 2 (seit 04.05.2016) 36.667 10.500 14.000 13.667 74.834 (2015) (-) (-) (-) (-) (-) Thomas Hohmann 40.000 - 6.000 20.500 66.500 (2015) (20.000) (-) (7.000) (35.000) (62.000) Guido Lesch2 (bis 04.05.2016) 16.667 2.083 3.000 8.542 30.292 (2015) (20.000) (5.000) (8.000) (35.000) (68.000) Dr. Herbert Müller (bis 04.05.2016) 16.667 8.333 3.000 8.542 36.542 (2015) (20.000) (18.000) (11.000) (35.000) (84.000) Dr. Anja Schuler1 (seit 03.02.2016) 46.667 3.000 14.000 18.792 82.459 (2015) (-) (-) (-) (-) (-) Dr. Martin Schwarz-Kocher2 40.000 10.000 9.000 20.500 79.500 (2015) (20.000) (9.000) (10.000) (35.000) (74.000) Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Klaus Wucherer (bis 31.12.2015) - - - - - (2015) (20.000) (-) (6.000) (35.000) (61.000) Dr. Astrid Ziegler2 (seit 04.05.2016) 26.667 3.333 6.000 13.667 49.667 (2015) (-) (-) (-) (-) (-) Gesamt 639.669 114.832 123.200 310.919 1.188.620 (2015) (303.000) (76.250) (104.900) (525.000) (1.009.150) * Arbeitnehmervertreter 1 ebenfalls im Aufsichtsrat der Dürr Systems AG beziehungsweise HOMAG Group AG 2 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 3 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen 42. ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE 3.99 - IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE scroll Tsd. € Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Aktivierte Entwicklungs- kosten Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte Dürr-Konzern Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2015 397.311 243.090 47.009 23.777 711.187 Währungsdifferenz 5.425 1.154 74 12 6.665 Änderungen Konsolidierungskreis - 24.557 3.921 - 28.478 Zugänge 12.426 11.494 9.743 5.784 39.447 Abgänge - -11.240 -330 -1.690 -13.260 Umgliederungen - 6.481 6.383 -11.171 1.693 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015 415.162 275.536 66.800 16.712 774.210 Währungsdifferenz 2.332 86 10 -1 2.427 Änderungen Konsolidierungskreis - 4.896 - - 4.896 Zugänge 5.422 6.762 9.963 7.770 29.917 Abgänge - -2.216 -418 -1.430 -4.064 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -21.316 -6.643 -2.275 - -30.234 Umgliederungen - 655 1.136 -1.233 558 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 401.600 279.076 75.216 21.818 777.710 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2015 - 75.889 17.442 - 93.331 Währungsdifferenz - 390 54 - 444 Zugänge planmäßiger Abschreibungen - 29.662 10.427 - 40.089 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - 239 - 2.116 2.355 Abgänge - -10.771 -263 - - 11.034 Umgliederungen - 119 - - 119 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 - 95.528 27.660 2.116 125.304 Währungsdifferenz - 88 9 - 97 Änderungen Konsolidierungskreis - 17 - - 17 Zugänge planmäßiger Abschreibungen - 34.394 13.114 - 47.508 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - 843 - 843 Abgänge - -1.208 -381 - -1.589 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - -3.975 -1.875 - -5.850 Umgliederungen - 233 14 - 247 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 - 125.077 39.384 2.116 166.577 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 401.600 153.999 35.832 19.702 611.133 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 415.162 180.008 39.140 14.596 648.906 Restbuchwerte zum 1. Januar 2015 397.311 167.201 29.567 23.777 617.856 3.100 - SACHANLAGEN scroll Tsd. € Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Dürr-Konzern Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2015 325.376 42.845 58.435 121.769 5.488 553.913 Währungsdifferenz 1.789 - 719 1.459 689 4.656 Änderungen Konsolidierungskreis 1.082 - 67 778 - 1.927 Zugänge 14.320 609 5.559 21.657 33.095 75.240 Abgänge -1.130 -89 -1.620 -8.381 -67 -11.287 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -11.672 - -17 -97 - -11.786 Umgliederungen 924 - 1.494 718 -2.997 139 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015 330.689 43.365 64.637 137.903 36.208 612.802 Währungsdifferenz 1.054 - 11 680 -402 1.343 Änderungen Konsolidierungskreis - - 38 133 - 171 Zugänge 6.427 373 13.768 25.071 11.794 57.433 Abgänge -506 -95 -3.510 -6.916 -44 -11.071 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -21.731 - -3.197 -6.842 - -31.770 Umgliederungen 31.258 - 5.277 2.523 -35.885 3.173 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 347.191 43.643 77.024 152.552 11.671 632.081 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2015 60.499 21.244 25.070 63.267 160 170.240 Währungsdifferenz 707 - 650 1.148 - 2.505 Zugänge planmäßiger Abschreibungen 13.239 949 6.599 18.447 - 39.234 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - 13 - - 13 Abgänge -831 -89 -1.340 -6.817 - -9.077 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -6.321 - -3 -25 - -6.349 Umgliederungen 1 - 620 -362 - 259 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 67.294 22.104 31.609 75.658 160 196.825 Währungsdifferenz -314 - 52 252 - -10 Änderungen Konsolidierungskreis - - 21 27 - 48 Zugänge planmäßiger Abschreibungen 14.252 923 7.485 19.439 - 42.099 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - - - 64 64 Abgänge -19 -48 -2.214 -4.646 - -6.927 Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -9.332 - -1.762 -4.244 - -15.338 Umgliederungen 60 - 31 -12 - 79 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 71.941 22.979 35.222 86.474 224 216.840 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 275.250 20.664 41.802 66.078 11.447 415.241 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 263.395 21.261 33.028 62.245 36.048 415.977 Restbuchwerte zum 1. Januar 2015 264.877 21.601 33.365 58.502 5.328 383.673 3.101 - FINANZANLAGEN scroll Tsd. € Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Sonstige Beteiligungen Wertpapiere des Anlagevermögens Sonstige Ausleihungen Dürr-Konzern Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2015 25.421 15.606 26.585 709 68.321 Währungsdifferenz 2.106 -10 - - 2.096 Zugänge 3.299 315 6 - 3.620 Abgänge -1.740 - -6 -107 -1.853 Umgliederungen -471 59 - - -412 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2015 28.615 15.970 26.585 602 71.772 Währungsdifferenz 1.360 -52 - - 1.308 Zugänge 3.203 33 6 - 3.242 Abgänge - - 12.615 -17.203 - -29.818 Umgliederungen - -192 - - -192 Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 33.178 3.144 9.388 602 46.312 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2015 834 18 887 141 1.880 Währungsdifferenz 30 -10 - - 20 Zugänge Abschreibungen - - 441 - 441 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - 58 - 156 214 Zuschreibungen -17 - - - -17 Umgliederungen -454 59 - - -395 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2015 393 125 1.328 297 2.143 Währungsdifferenz 59 -52 - - 7 Zugänge Abschreibungen - 125 291 - 416 Zugänge außerplanmäßiger Abschreibungen - - - 305 305 Abgänge - - - 1.186 - -1.186 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 452 198 433 602 1.685 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 32.726 2.946 8.955 - 44.627 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 28.222 15.845 25.257 305 69.629 Restbuchwerte zum 1. Januar 2015 24.587 15.588 25.698 568 66.441 43. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS 3.102 - AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM KONZERNABSCHLUSS scroll Name und Sitz Anteil am Kapital in % A. VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN Deutschland Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 51,0 Carl Schenck AG, Darmstadt1, 2 100,0 DUALIS GmbH IT Solution, Dresden 100,0 Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen1, 2 100,0 Dürr Clean Energy GmbH, Stuttgart 100,0 Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt1, 2 100,0 Dürr International GmbH, Stuttgart1, 2 100,0 Dürr IT Service GmbH, Stuttgart1, 2 100,0 Dürr Somac GmbH, Stollberg1, 2 100,0 Dürr Systems AG, Stuttgart1, 2 100,0 Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg1, 2 100,0 Dürr Technologies GmbH, Stuttgart1, 2 100,0 Dürr thermea GmbH, Ottendorf-Okrilla 87,6 HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg / Erzgebirge1, 2 100,0 HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz (vormals Weeke Bohrsysteme GmbH) 100,0 HOMAG eSOLUTION GmbH, Schopfloch 51,0 HOMAG Finance GmbH, Schopfloch 100,0 HOMAG GmbH, Schopfloch (vormals Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH)1, 2 100,0 Homag Group AG, Schopfloch1 55,9 HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo (vormals Brandt Kantentechnik GmbH)1, 2 100,0 HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw (vormals HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH)1, 2 100,0 iTAC Software AG, Montabaur 100,0 Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach1, 2 100,0 Schenck RoTec GmbH, Darmstadt1, 2 100,0 Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt1, 2 100,0 SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100,0 Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch 100,0 Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann 75,9 Andere EU-Länder AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sønderborg / Dänemark 100,0 Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande 100,0 Carl Schenck spol. s r.o., Modřice / Tschechische Republik 100,0 CPM S.p.A., Beinasco /Italien 51,0 Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich 100,0 Duerr Cyplan Limited, Aldermaston / Großbritannien 100,0 Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H., Zistersdorf/ Österreich 100,0 Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans / Frankreich 100,0 Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany / Tschechische Republik 100,0 Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien 100,0 Dürr Poland Sp. z o.o., Radom / Polen 100,0 Dürr Systems Czech Republic a.s., Ledeč nad Sázavou / Tschechische Republik 100,0 Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich 100,0 Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastián / Spanien 100,0 Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei 100,0 E&P Turbo Ltd., Aldermaston / Großbritannien 100,0 HOLZMA PLATTENAUFTEILTECHNIK, S.A. Unipersonal, L'Amettla del Vallès / Spanien 100,0 HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee / Österreich 100,0 HOMAG DANMARK A/S, Galten / Dänemark 100,0 HOMAG ESPAÑA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Vallès / Spanien 100,0 HOMAG France S.A.S., Schiltigheim/ Frankreich 100,0 HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100,0 HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano /Italien 100,0 Homag Machinery Środa Sp. z o.o., Środa Wielkopolska / Polen 100,0 HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Środa Wielkopolska / Polen 100,0 HOMAG U.K. LTD., Castle Donington / Großbritannien 100,0 Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien 65,0 Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien 100,0 Schenck Limited, Warwick / Großbritannien 100,0 Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier/ Frankreich 100,0 Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien 51,0 Verind S.p.A., Rodano / Italien3 50,0 Sonstige europäische Länder CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100,0 Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli / Türkei 100,0 Homag (Schweiz) AG, Höri / Schweiz 100,0 OOO "Homag Russland", Moskau / Russland 100,0 OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland 100,0 Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz 100,0 UCM AG, Rheineck / Schweiz 100,0 Nordamerika/ Zentralamerika BENZ INCORPORATED, Charlotte, North Carolina / USA 100,0 Dürr de México, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro / Mexiko 100,0 Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 Dürr Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 Dürr Systems Canada, Corp., Windsor, Ontario / Kanada 100,0 Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 HOMAG CANADA INC., Mississauga, Ontario / Kanada 100,0 Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA (vormals Weeke North America, Inc.) 100,0 iTAC Software Inc., Southfield, Michigan / USA 100,0 Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 Schenck México, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt / Mexiko 100,0 Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan / USA 100,0 Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100,0 STILES MACHINERY, INC., Grand Rapids, Michigan / USA 100,0 Südamerika AGRAMKOW do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100,0 Dürr Brasil Ltda., São Paulo / Brasilien 100,0 HOMAG INDÚSTRIA E COMÉRCIO DE MÁQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboão da Serra / Brasilien 100,0 Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires / Argentinien 100,0 VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP, Belo Horizonte / Brasilien3 100,0 Afrika/ Asien /Australien AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur/ Singapur 100,0 Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 100,0 Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100,0 Dürr India Private Ltd., Chennai/ Indien 100,0 Dürr Japan K.K., Tokio /Japan 100,0 Dürr Korea Inc., Seoul/ Südkorea 100,0 Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia 100,0 Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko 100,0 EPE Fund 3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika3 100,0 HA (THAILAND) CO. LTD., Bangkok / Thailand 100,0 HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong /Malaysia 100,0 HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur / Singapur 100,0 Homag Australia Pty. Limited, Sydney / Australien 100,0 Homag India Private Limited, Bangalore / Indien 99,9 Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka / Japan 100,0 HOMAG KOREA CO., LTD., Seoul/ Südkorea 54,6 Homag Machinery (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3 HOMAG Machinery Bangalore Private Limited, Bangalore / Indien 100,0 HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland / Neuseeland 100,0 Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika3 75,0 Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur / Indien 100,0 PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien 100,0 Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100,0 Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai / V. R. China 100,0 Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100,0 B. NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN Aviva Vermögensverwaltung GmbH, München / Deutschland 100,0 Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100,0 H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate4 49,0 HOMAG Arabia FZE, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate 100,0 Hüllhorst GmbH i.L., Löhne / Deutschland 100,0 Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100,0 WTA Weinviertler Technik Akademie GmbH, Zistersdorf / Österreich 100,0 C. AT EQUITY BEWERTETE BETEILIGUNGEN HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong / V. R. China 25,0 LaTherm Abwicklungsgesellschaft mbH, Dortmund / Deutschland 28,1 Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan 50,0 Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart /Deutschland 50,0 D. SONSTIGE BETEILIGUNGEN Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4 HeatMatrix Group B.V., Utrecht / Niederlande 14,8 Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10,0 SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart / Deutschland 15,0 * Beteiligung gemäß § 16 AktG 1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft 2 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB 3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten 4 Anteil am Stimmrecht 100 % Bietigheim-Bissingen, den 8. März 2017 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand RALF W. DIETER RALPH HEUWING DR. JOCHEN WEYRAUCH CARLO CROSETTO Bestätigungsvermerk Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den von der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Stuttgart, 8. März 2017 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft MARBLER, Wirtschaftsprüfer HUMMEL, Wirtschaftsprüfer VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. BIETIGHEIM-BISSINGEN, 8. MÄRZ 2017 RALF W. DIETER RALPH HEUWING DR. JOCHEN WEYRAUCH CARLO CROSETTO Jahresabschluss 2016 www.durr.de Zusammengefasster Lagebericht Der Lagebericht der Dürr AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst und im Dürr Geschäftsbericht 2016 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Dürr AG für das Geschäftsjahr 2016 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Dürr AG sowie der Jahresbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 stehen auch im Internet unter www.durr.com/de/investor/finanzberichte/ zur Verfügung. Bilanz zum 31. DEZEMBER 2016 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART AKTIVA scroll Tsd. € Anhang 31.12.2016 31.12.2015 A. Anlagenvermögen (1) I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.756 10.402 II. Sachanlagen 261 285 III. Finanzanlagen 763.550 782.488 773.567 793.175 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 313.510 231.133 II. Sonstige Wertpapiere (3) - - III. Flüssige Mittel (4) 387.159 154.680 700.669 385.813 C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 1.678 1.964 D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung (6) 3.657 3.298 Summe AKTIVA 1.479.571 1.184.250 PASSIVA Tsd. € Anhang 31.12.2016 31.12.2015 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital (7) 88.579 88.579 II. Kapitalrücklage (8) 156.174 156.174 III. Bilanzgewinn (9) 363.705 345.536 608.458 590.289 B. Rückstellungen (11) 27.845 19.625 C. Verbindlichkeiten (12) 843.268 574.336 Summe PASSIVA 1.479.571 1.184.250 Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART scroll Tsd. € Anhang 2016 2015 1. Umsatzerlöse (14) 35.255 - 2. Sonstige betriebliche Erträge (15) 36.701 77.129 3. Materialaufwand (16) -1.754 - 4. Personalaufwand (17) -16.809 -17.001 5. Abschreibungen (1) -946 -945 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (18) -52.885 -56.017 7. Beteiligungsergebnis (19) 121.748 151.223 8. Finanzergebnis (20) -9.572 -8.005 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) -29.557 -26.878 10. Ergebnis nach Steuern 82.181 119.506 11. Jahresüberschuss 82.181 119.506 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 281.524 226.030 13. Bilanzgewinn 363.705 345.536 Anhang für das Geschäftsjahr 2016 DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART I. GRUNDLAGEN UND METHODEN Sitz der Dürr Aktiengesellschaft ist Stuttgart. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 13677 im Register des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufgrund der Erstanwendung der sich aus dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ergebenden Vorschriften sind die Beträge des vorhergehenden Geschäftsjahres teilweise nicht vergleichbar. Soweit einschlägig, haben wir dies bei den "Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung" entsprechend vermerkt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften unverändert gegenüber dem Vorjahr bilanziert. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) ANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anhang als Anlage A beigefügt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage B beigefügt. Immaterielles Anlagevermögen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear beziehungsweise auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Sachanlagen Zugänge zu Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert. Den planmäßigen Abschreibungen liegt die lineare Abschreibungsmethode auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde. Falls notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu 410,00 € werden seit dem Geschäftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Langfristige verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nominalbetrag beziehungsweise mit ihrem Sicherungskurs bewertet. Der als Ausleihungen ausgewiesene Betrag betrifft wie im Vorjahr ausschließlich Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Die Gesellschaft hat Unternehmensanleihen erworben, die zum 31. Dezember 2016 mit einem Buchwert von 8.955 Tsd. € (Vorjahr: 24.878 Tsd. €) ausgewiesen sind. (2) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 205.831 198.942 Sonstige Vermögensgegenstände 107.679 32.191 313.510 231.133 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen bilanziert. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf die Anpassung an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherung durch ein Devisentermingeschäft verzichtet. Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen (Vorjahr: 1 Tsd. €). (3) SONSTIGE WERTPAPIERE Im Vorjahr erfolgte der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. (4) FLÜSSIGE MITTEL Die Position enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Guthaben bei Kreditinstituten aus Termingeldern wurden, soweit ihre Laufzeit drei Monate übersteigt, in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. (5) AKTIVERECHNUNGSABGRENZUNG Die Position beinhaltet ein Disagio in Höhe von 1.419 Tsd. € aus der im Geschäftsjahr 2014 begebenen Anleihe (Vorjahr: 1.753 Tsd. €). Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Anleihe abgeschrieben. Für weitere Erläuterungen zu der von der Dürr AG begebenen Anleihe wird auf Textziffer 12 verwiesen. Darüber hinaus werden im Voraus entrichtete Beträge periodengerecht abgegrenzt. (6) AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS VERMÖGENSVERRECHNUNG Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aus der Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen und der Sicherung betrieblicher Wertguthaben dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen zur Sicherung der Altersversorgungsverpflichtungen und um Wertpapiere und Bankguthaben zur Sicherung der betrieblichen Wertguthaben. ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB (PENSIONSVERPFLICHTUNG): scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 8.505 8.685 davon aktivisch ausgewiesen 7.854 8.043 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 7.958 8.396 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 10.292 10.432 davon aktivisch ausgewiesen 9.960 10.126 Verrechnete Erträge 22 3 Verrechnete Aufwendungen 67 620 ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR ALTERSVERSORGUNGSVERPFLICHTUNGEN (VORAB-PROGRAMM): scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 2.931 2.489 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 4.014 3.236 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 4.482 3.652 Verrechnete Erträge 718 432 Verrechnete Aufwendungen 346 486 Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines eventuell vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung). Die Rückstellungen für betriebliche Wertguthaben werden saldiert mit der entsprechenden Insolvenzsicherung gemäß § 246 Abs. 2 HGB ausgewiesen. ANGABEN ZUR VERRECHNUNG NACH § 246 ABS. 2 SATZ 2 HGB FÜR BETRIEBLIOHE WERTGUTHABEN: scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 315 261 Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 312 312 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 312 312 (7) GEZEICHNETES KAPITAL Grundkapital Das Grundkapital der Dürr AG betrug zum 31. Dezember 2016 88.579 Tsd. € (Vorjahr: 88.579 Tsd. €) und setzte sich aus 34.601.040 Aktien (Vorjahr: 34.601.040 Aktien) zusammen. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 2,56 € und lautet auf den Inhaber. Die ausgegebenen Aktien waren zu jedem Bilanzstichtag vollständig eingezahlt. Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien Die Hauptversammlung vom 4. Mai 2016 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2021 einmalig oder mehrfach, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots zu erwerben. Die Anzahl der so erworbenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals betragen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Gegenwert für den Erwerb der Aktien darf im Fall des Erwerbs über die Börse oder über ein öffentliches Kaufangebot das arithmetische Mittel des Kurses in der Schlussauktion im Xetra-Handel während der letzten zehn Handelstage vor dem Abschluss des Verpflichtungsgeschäfts um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, so legt die Gesellschaft eine Kaufpreisspanne je Aktie fest. Auch hier gilt die zuvor beschriebene 10 %-Grenze. Von dieser Ermächtigung wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht. Genehmigtes kapital Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 um bis zu 44.289 Tsd. € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals durch die Ausgabe von bis zu 17.300.520 Inhaber-Stückaktien zu erhöhen. Bedingtes Kapital Die Hauptversammlung vom 30. April 2014 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. April 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte, Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.600.000 Tsd. € zu begeben. Zu diesem Zweck ist das Grundkapital um bis zu 44.289 Tsd. € durch Ausgabe von bis zu 17.300.520 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. (8) KAPITALRÜCKLAGE Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien und betrug zum 31. Dezember 2016 156.174 Tsd. € (Vorjahr: 156.174 Tsd. €). Die Kapitalrücklage unterliegt den Verfügungsbeschränkungen des § 150 AktG. (9) BILANZGEWINN Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt: scroll Tsd. € Bilanzgewinn am 31. Dezember 2015 345.536 Dividendenausschüttung 64.012 Jahresüberschuss 2016 82.181 Bilanzgewinn am 31. Dezember 2016 363.705 (10) AUSSCHÜTTUNGS-, ABFÜHRUNGS- UND ENTNAHMESPERRE (VGL. § 253 (6) HGB UND § 285 Nr. 28 HGB) Aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert ergibt sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von 1.998 Tsd. € (Vorjahr: 1.749 Tsd. €). Aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 880 Tsd. €, der ebenfalls ausschüttungsgesperrt ist. (11) RÜCKSTELLUNGEN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Rückstellungen für Pensionen 319 336 Steuerrückstellungen 15.158 9.397 Sonstige Rückstellungen 12.368 9.892 27.845 19.625 Pensionsverpflichtungen Die Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unitcredit-Verfahren (PUC-Verfahren) berechnet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB Gebrauch gemacht. Dabei dürfen Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegen die Wahrscheinlichkeitswerte nach den "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. a) Herkömmliche Pensionsverpflichtungen Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,00 % (Vorjahr: 3,89 %). Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2016 ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Bei den Bewertungen wurde berücksichtigt, dass ein begünstigter Mitarbeiter vor Eintritt eines Versorgungsfalls aufgrund einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberkündigung ausscheiden kann. Eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) ist daher in die Berechnungen eingeflossen. Bei den gehaltsabhängigen Versorgungszusagen wurden in die Berechnung langfristig erwartete Gehaltsentwicklungen einbezogen, die von diversen Kriterien (Inflation, Produktivität, Karriere u.a.) abhängen. Als unternehmensspezifischer Parameter für die langfristige Gehaltssteigerung wurde eine Rate von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) verwendet. Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtungen eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung eines Teils der Pensionsverpflichtungen ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6). b) VoRaB-Programm Die Gesellschaft hat ihren Beschäftigten die Möglichkeit angeboten, eine arbeitnehmerfinanzierte Versorgungszusage (VORaB-Programm) in Anspruch zu nehmen. Dabei können die Berechtigten bestimmte Teile ihrer künftigen Bezüge in eine Anwartschaft auf betriebliche Zusatzleistungen umwandeln. Zur Absicherung und Finanzierung der daraus resultierenden Verpflichtung hat die Gesellschaft eine Rückdeckungsversicherung auf das Leben der Berechtigten abgeschlossen. Die daraus resultierenden Leistungen stehen ausschließlich der Gesellschaft zu. Die Höhe der Altersrente entspricht im Wesentlichen der Leistung aus der von der Gesellschaft abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung, die sich aus einer garantierten Rente sowie den vom Versicherer zugeteilten Überschussanteilen zusammensetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage bilanziert die Gesellschaft saldiert mit dem Planvermögen aus der Rückdeckungsversicherung, wobei sich durch versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste eine Über- beziehungsweise Unterdeckung ergeben kann. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,00 % (Vorjahr: 3,89 %). Des Weiteren ist eine Rentenanpassungsrate von 1,75 % (Vorjahr: 1,75 %) in die Berechnung der Pensionsverpflichtung eingeflossen. Im Berichtsjahr ergab sich aus der Saldierung ein aktiver Unterschiedsbetrag, siehe dazu die Ausführungen unter Punkt (6). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet (das heißt einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Sie betreffen im Wesentlichen die noch zu erwartenden Kosten aus Tantiemenzahlungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Kosten der Hauptversammlung beziehungsweise des Geschäftsberichts. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. (12) VERBINDLICHKEITEN scroll davon mit einer Restlaufzeit Tsd. € Gesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Anleihe 300.000 - 300.000 - (2015) (300.000) (-) (-) (300.000) Schuldscheindarlehen 300.000 (-) 100.000 200.000 (2015) (-) (-) (-) (-) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152 152 - - (2015) (241) (241) (-) (-) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 233.475 233.475 - - (2015) (266.610) (266.610) (-) (-) Sonstige Verbindlichkeiten 9.641 9.641 - - (2015) (7.485) (7.485) (-) (-) davon aus Steuern 310 310 - - (2015) (991) (991) (-) (-) 31. Dezember 2016 843.268 243.268 400.000 200.000 (31. Dezember 2015) (574.336) (274.336) (-) (300.000) Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet. Soweit in den Verbindlichkeiten Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten sind, werden diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Auf Anpassungen an den Stichtagskurs wird bei Kurssicherungen durch Devisentermingeschäfte verzichtet. Anleihe Im März 2014 emittierte die Dürr AG eine nicht nachrangige Anleihe über 300.000 Tsd. € mit einem Kupon von 2,875 % und einem Ausgabekurs von 99,221 %. Die Auszahlung an die Dürr AG und die Erstnotiz der Anleihe erfolgten am 3. April 2014. Die Anleihe hat eine Laufzeit von sieben Jahren und ist nicht vorzeitig kündbar. Platziert wurde die Anleihe bei institutionellen und privaten Investoren außerhalb der USA. Die Anleihe besitzt kein Rating. Schuldscheindarlehen Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd. €. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und führt so zu einer breiteren Streuung des Fälligkeitenprofils. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt circa 1,6 % jährlich bei sowohl fest als auch variabel verzinslichen Tranchen. Das Schuldscheindarlehen wurde von Commerzbank AG, Landesbank Baden-Württemberg und UniCredit Bank AG arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet. Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische Liquidität. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Mit Wirkung zum 21. März 2014 hat die Dürr AG einen Konsortialkredit mit einer Laufzeit bis zum 21. März 2019 abgeschlossen. Das Bankenkonsortium besteht aus Baden-Württembergischer Bank, Commerzbank AG, Deutsche Bank AG, UniCredit Bank AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und KfW IPEX-Bank GmbH. Der syndizierte Kredit beinhaltet keine dinglichen Sicherheiten am Anlage- oder Umlaufvermögen und dient zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Er besteht aus einer Barlinie über 250.000 Tsd. € und einer Avallinie über 215.000 Tsd. €. Letztere wird für Bürgschaften und Garantien im operativen Geschäft genutzt. Es bestand die Möglichkeit, den neuen Kreditvertrag ohne zusätzliche Kosten um bis zu zwei Jahre bis zum 21. März 2021 zu verlängern. Beide Verlängerungsoptionen um je ein Jahr wurden in Anspruch genommen. Somit hat der syndizierte Kredit nunmehr eine Laufzeit bis zum 21. März 2021. Eine vorzeitige Kündigung des syndizierten Kredits ist bei Verletzung vereinbarter Financial Covenants oder anderer Kreditbedingungen möglich, sofern die kreditgewährenden Banken dies mit einer Zweidrittelmehrheit beschließen. Die Verzinsung erfolgt in Höhe des laufzeitkongruenten Refinanzierungssatzes zuzüglich einer variablen Marge. Nach den Berechnungen des Vorstands wurden die vereinbarten Financial Covenants für den syndizierten Kredit zum Bilanzstichtag eingehalten. Zum Bilanzstichtag wurde die Avallinie des syndizierten Kredits der Dürr AG in Höhe von 148.163 Tsd. € (Vorjahr: 133.136 Tsd. €) in Anspruch genommen. Die Barlinie des syndizierten Kredits der Dürr AG wurde in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 nicht in Anspruch genommen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen unternehmen Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um die sich aus dem Liquiditätsmanagement ergebenden Salden (Cash Pooling) und weitere Finanzdarlehen. (13) LATENTE STEUERN scroll Tsd. € 31.12.2016 31.12.2015 Aktive latente Steuern Geschäfts- und Firmenwerte 625 245 Andere immaterielle Vermögensgegenstände 741 734 Sachanlagen 147 4 Wertpapiere des Anlagevermögens 90 90 Sonstige Ausleihungen 6.324 6.549 Vorräte 698 - Sonstige Vermögensgegenstände 12.181 12.024 Sonstige Rückstellungen 2.424 2.225 Summe aktive latente Steuern 23.230 21.871 Passive latente Steuern Pensionsrückstellungen 6.360 6.097 Langzeitkonten 5.441 6.245 Summe passive latente Steuern 11.801 12.342 Summe latente Steuern 11.429 9.529 Nicht angesetzte latente Steuern -11.429 -9.529 Bilanzausweis 0 0 Die Dürr AG bilanziert sämtliche latenten Steuern ihrer Organgesellschaften. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (Vorjahr: 28,7 %) für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Verlustvorträge wurden verbraucht, sodass keine aktiven latenten Steuern hierauf zu berücksichtigen sind. Soweit vororganschaftliche Verlustvorträge bestehen, sind diese nicht angesetzt. Berichtet wird über die Gesellschaften der Dürr-Systems-Gruppe, der Schenck-Gruppe und HOMAG-Gruppe, soweit ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat die Dürr Technologies GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Homag Group AG abgeschlossen. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGEN (14) UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse beinhalten vor allem Erträge aus Konzernumlagen und Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 34.689 Tsd. €. Die weiterbelasteten Kosten beinhalten überwiegend Personalaufwendungen der unterstützenden Fachabteilungen. Nach den Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) hätten sich die Umsatzerlöse für den Zeitraum von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 auf 33.481 Tsd. € belaufen. (15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Diese Position beinhaltet unter anderem Erträge von 36.321 Tsd. € (Vorjahr: 43.420 Tsd. €) aus der Währungsumrechnung und Erträge von 371 Tsd. € (Vorjahr: 214 Tsd. €) aus Rückstellungsauflösungen. Nach den Vorschriften des BilRUG hätten sich die sonstigen betrieblichen Erträge für den Zeitraum von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 auf 43.648 Tsd. € belaufen. (16) MATERIALAUFWAND Der Materialaufwand beinhaltet ausschließlich Aufwendungen für bezogenen Leistungen. Nach den Vorschriften des BilRUG hätten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen für den Zeitraum von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 auf 1.261 Tsd. € belaufen. (17) PERSONALAUFWAND scroll Tsd. € 2016 2015 Gehälter 16.195 15.421 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 614 1.580 davon für Altersversorgung -281 720 16.809 17.001 Im Jahresdurchschnitt wurden 71 Angestellte (Vorjahr: 70 Angestellte) beschäftigt . (18) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 35.319 Tsd. € (Vorjahr: 42.076 Tsd. €). Darüber hinaus werden Rechts- und Beratungskosten, EDV-Dienstleistungen sowie Kosten für die Inanspruchnahme weiterer Dienstleistungen ausgewiesen. Des Weiteren sind im Geschäftsjahr 2016 Transaktionskosten für den Abschluss des Schuldscheindarlehens enthalten. Nach den Vorschriften des BilRUG hätten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für den Zeitraum von 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 auf 54.755 Tsd. € belaufen. (19) BETEILIGUNGSERGEBNIS Das Beteiligungsergebnis beinhaltet Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen. Für weitere Angaben zu den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage B) verwiesen, die integraler Bestandteil des Anhangs ist. (20) FINANZERGEBNIS scroll Tsd. € 2016 2015 Zuschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens davon aus verbundenen Unternehmen - - Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 152 692 davon aus verbundenen Unternehmen 152 692 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.793 3.315 davon aus verbundenen Unternehmen 3.318 1.630 davon aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 565 657 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.517 -12.012 davon aus verbundenen Unternehmen -1.869 -1.713 davon aus Abzinsungen -423 -426 -9.572 -8.005 (21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten anrechenbare ausländische Quellensteuern in Höhe von 4 Tsd. € (Vorjahr: 5 Tsd. €), den inländischen laufenden Steueraufwand in Höhe von 33.633 Tsd. € (Vorjahr: 25.132 Tsd. €) sowie Erträge für Vorjahre in Höhe von 4.080 Tsd. € (Vorjahr: Aufwendungen von 1.741 Tsd. €). V. SONSTIGE ANGABEN 1. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Von den der Dürr AG gewährten Kredit- und Avallinien können Teilbeträge unter gesamtschuldnerischer Mithaftung der Dürr AG durch Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Gesamtlinie durch die Dürr AG und die Tochter- beziehungsweise Beteiligungsgesellschaften 148.163 Tsd. €. Des Weiteren stehen Aval-/Garantielinien bei Kautionsversicherungen in Höhe von 275.000 Tsd. € zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag in Höhe von 97.251 Tsd. € in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus besteht für die Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit eine ungenutzte Avallinie in Höhe von 10 Mio. €. Zudem bestanden zum Bilanzstichtag Bürgschaften gegenüber Banken für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 110.021 Tsd. €. Zum Bilanzstichtag betrug die Inanspruchnahme der Linien durch die Tochtergesellschaften, für welche die Dürr AG bürgt, 23.084 Tsd. €. Ferner haftet die Dürr AG im Rahmen des Konzern-Cash-Poolings gesamtschuldnerisch mit den eingebundenen Tochtergesellschaften für Sollsalden gegenüber der finanzierenden Bank. Im Zusammenhang mit dem Projektgeschäft der Tochtergesellschaften ist die Dürr AG Vertragserfüllungsgarantien und ähnliche Verpflichtungen eingegangen, die sich zum Bilanzstichtag auf 287.846 Tsd. € beliefen. Die Dürr AG hat sich ferner dazu verpflichtet, für Verbindlichkeiten aus ausstehenden Mietzahlungen von Tochtergesellschaften zu haften. Zudem haftet die Dürr AG für Zahlungsverpflichtungen der Dürr IT GmbH, Stuttgart, aus IT-Leasingverträgen. Das Risiko einer Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien für die Tochtergesellschaften wird aufgrund deren guter Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft. 2. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen in Höhe von 95 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2017, 80 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2018 und 65 Tsd. € für das Geschäftsjahr 2019. Darin enthalten sind finanzielle Mindestverpflichtungen aus Mietverhältnissen gegenüber der Dürr Systems AG, Stuttgart, in Höhe von 63 Tsd. €. 3. GESCHÄFTEVMIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor. 4. FINANZDERIVATE Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein anderer Vertrag, der alle der drei folgenden Merkmale aufweist: 1.) Sein Wert ändert sich infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstruments, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer anderen Variablen. 2.) Es erfordert entweder keine Anschaffungsauszahlung oder eine Anschaffungsauszahlung, die geringer ist als bei anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren. 3.) Es wird zu einem späteren Zeitpunkt beglichen. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte ein, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Es handelt sich bei diesen Derivaten um Finanztitel, die ausschließlich außerhalb der Börse zwischen der Dürr AG und Kreditinstituten abgewickelt werden, so genannte Over-the-Counter-Produkte (OTC-Produkte). Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern. scroll Währungsbezogene Geschäfte: Nominalbetrag Positiver beizulegender Zeitwert Negativer beizulegender Zeitwert Buchwert (sofern vorhanden) In Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst) Devisentermingeschäfte Mit Banken 3.041 kCHF - 14 Tsd. € - - 4.708 kCHF 27 Tsd. € - - - 129.764 kCZK - 23 Tsd. € -4 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 2.346 kCZK - 2 Tsd. € - - 51.115 kDKK - 10 Tsd. € - - 7.832 kDKK - - - - 3.206 kDKK - 17 Tsd. € - - 9.302 kDKK 17 Tsd. € - - - 23.720 kDKK - 61 Tsd. € - - 8.047 kDKK 12 Tsd. € - - - 148 kAUD - - - - 9.406 kCHF 14 Tsd. € - - - 43.074 kCHN - 26 Tsd. € - - 41.646 kCZK - - - - 54.187 kCZK 3 Tsd. € - - - 216.401 kDKK - 114 Tsd. € -3 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 2.486 kDKK 1 Tsd. € - - - 151 kGBP - 6 Tsd. € - - 1.846 kGBP 50 Tsd. € - - - 25.000 kHUF - - - - 10.115.720 kIDR - 40 Tsd. € -40 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 57.000 kINR 4 Tsd. € - - - 175.000 kJPY 7 Tsd. € - - - 45.797 kMXN - 61 Tsd. € - - 76.367 kMXN 184 Tsd. € - - - 2.900 kMYR 17 Tsd. € - - - 4.391 kPLN - 15 Tsd. € -4 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 4.979 kPLN 8 Tsd. € - - - 42.027 kUSD - 1.847 Tsd. € -6 Tsd. € Sonstige Rückstellungen 14.463 kUSD 147 Tsd. € - - - 1.136 kGBP - 75 Tsd. € - - 4.104 kGBP 190 Tsd. € - - - 16.851 kHUF 1 Tsd. € - - - 57.000 kINR - 3 Tsd. € - - 38.097 kMXN - 24 Tsd. € - - 56.739 kUSD - 6.001 Tsd. € - - 1.029 kUSD 2 Tsd. € - - - 4.608 kPLN - 16 Tsd. € - - 2.447 kPLN 6 Tsd. € - - - 790 kUSD 9 Tsd. € - - - 14.671 kUSD - 133 Tsd. € - - 4.649 kUSD 210 Tsd. € - - - 162 kUSD - 4 Tsd. € - - 4.901 kUSD 319 Tsd. € - - - Mit verbundenen Unternehmen 148 kAUD - - - - 1.050 kCAD - 9 Tsd. € - - 43.074 kCNH 26 Tsd. € - - - 9.406 kCHF - 14 Tsd. € - - 8.579 kCZK - 1 Tsd. € - - 34.130 kCZK - - - - 2.486 kDKK - 1 Tsd. € - - 138.401 kDKK 111 Tsd. € - - - 4.708 kCHF - 27 Tsd. € - - 3.041 kCHF 14 Tsd. € - - - 117.298 kCZK 19 Tsd. € - - - 7.832 kDKK - - - - 51.115 kDKK 10 Tsd. € - - - 4.104 kGBP - 190 Tsd. € - - 1.136 kGBP 75 Tsd. € - - - 16.851 kHUF - 1 Tsd. € - - 57.000 kINR 3 Tsd. € - - - 38.097 kMXN 24 Tsd. € - - - 2.447 kPLN - 6 Tsd. € - - 4.608 kPLN 16 Tsd. € - - - 4.649 kUSD - 210 Tsd. € - - 14.671 kUSD 133 Tsd. € - - - 1.846 kGBP - 50 Tsd. € - - 151 kGBP 6 Tsd. € - - - 1.063 kGBP - 17 Tsd. € - - 385 kGBP 17 Tsd. € - - - 57.000 kINR - 4 Tsd. € - - 76.367 kMXN - 184 Tsd. € - - 45.797 kMXN 61 Tsd. € - - - 4.901 kUSD - 319 Tsd. € - - 162 kUSD 4 Tsd. € - - - 2.079 kPLN - 7 Tsd. € - - 3.888 kPLN 11 Tsd. € - - - 94 kUSD 2 Tsd. € - - - 3.449 kUSD 61 Tsd. € - - - 1.130 kUSD - 12 Tsd. € - - 14.463 kUSD - 147 Tsd. € - - 41.897 kUSD 1.841 Tsd. € - - - 1.029 kUSD - 2 Tsd. € - - 56.739 kUSD 6.001 Tsd. € - - - Zinsbezogene Geschäfte: Mit Banken 100.000 kEUR - 79 Tsd. € - - Der Betrag der Wertänderung eines Derivats wird in dem Posten der Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in dem auch die Wertänderung des Grundgeschäfts erfasst wurde. Wenn keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden Derivate maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten lag, erfolgte eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert, bei negativem beizulegendem Zeitwert wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. 5. BEWERTUNGSEINHEITEN Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB n.F. In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden: scroll Betrag Bilanzposition Art der abgesicherten Risiken Art der Bewertungseinheit Gesichertes Volumen Bilanzunwirksame Geschäfte: Mit Banken - - Währungsrisiko Micro Hedge 148 kAUD 9 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.050 kCAD 26 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 43.074 kCNH 14 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 9.406 kCHF 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 8.579 kCZK - - Währungsrisiko Micro Hedge 34.130 kCZK 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.486 kDKK 111 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 138.401 kDKK 27 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.708 kCHF 14 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.041 kCHF 19 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 117.298 kCZK - - Währungsrisiko Micro Hedge 7.832 kDKK 10 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 51.115 kDKK 190 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.104 kGBP 75 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.136 kGBP 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.851 kHUF 3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57.000 kINR 24 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 38.097 kMXN 6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.447 kPLN 16 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.608 kPLN 210 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.649 kUSD 133 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 14.671 kUSD 50 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.846 kGBP 6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 151 kGBP 17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.063 kGBP 17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 385 kGBP 4 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57.000 kINR 184 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 76.367 kMXN 61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 45.797 kMXN 319 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.901 kUSD 4 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 162 kUSD 7 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.079 kPLN 11 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.888 kPLN 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 94 kUSD 61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.449 kUSD 12 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.130 kUSD 147 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 14.463 kUSD 1.841 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 41.897 kUSD 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.029 kUSD 6.001 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 56.739 kUSD Mit verbundenen Unternehmen - - Währungsrisiko Micro Hedge 148 kAUD 9 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.050 kCAD 26 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 43.074 kCNH 14 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 9.406 kCHF 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 8.579 kCZK - - Währungsrisiko Micro Hedge 34.130 kCZK 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.486 kDKK 111 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 138.401 kDKK 27 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.708 kCHF 14 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.041 kCHF 19 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 117.298 kCZK - - Währungsrisiko Micro Hedge 7.832 kDKK 10 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 51.115 kDKK 190 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.104 kGBP 75 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.136 kGBP 1 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 16.851 kHUF 3 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57.000 kINR 24 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 38.097 kMXN 6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.447 kPLN 16 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.608 kPLN 210 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.649 kUSD 133 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 14.671 kUSD 50 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.846 kGBP 6 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 151 kGBP 17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.063 kGBP 17 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 385 kGBP 4 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 57.000 kINR 184 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 76.367 kMXN 61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 45.797 kMXN 319 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 4.901 kUSD 4 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 162 kUSD 7 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 2.079 kPLN 11 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.888 kPLN 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 94 kUSD 61 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 3.449 kUSD 12 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.130 kUSD 147 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 14.463 kUSD 1.841 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 41.897 kUSD 2 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 1.029 kUSD 6.001 Tsd. € - Währungsrisiko Micro Hedge 56.739 kUSD Bilanzwirksame Geschäfte: Mit Banken 79 Tsd. € - Zinsrisiko Micro Hedge 100.000 kEUR Alle Finanzderivate sowie die zugrunde liegenden Grundgeschäfte unterliegen einer regelmäßigen internen Kontrolle und Bewertung im Rahmen einer Vorstandsrichtlinie. Der Abschluss derivativer Finanzinstrumente ist auf die wirtschaftliche Absicherung des operativen Geschäfts begrenzt. Zu Beginn einer Sicherungsbeziehung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Diese Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos sowie eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts ermitteln wird. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung designiert wurde, hochwirksam waren. Die Gesellschaft verwendet zur Risikoabsicherung ausschließlich Micro Hedges, bei denen ein aus einem einzelnen Grundgeschäft resultierendes Risiko mittels eines einzelnen Sicherungsinstruments abgesichert wird. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Bis zum Abschlussstichtag haben sich die gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme aus Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig ausgeglichen. Auch zukünftig werden sich bei den jeweilig abgesicherten Risiken die gegenläufigen Wertentwicklungen voraussichtlich weitestgehend ausgleichen, da gemäß Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäfte) unverzüglich nach Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Term-Match-Methode" verwendet. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen erfolgt je nach Fälligkeit der Grundgeschäfte in einem Zeitraum von 1 bis 46 Monaten. Im Wesentlichen schließt die Dürr AG kurzfristige Devisentermingeschäfte im Auftrag von Tochtergesellschaften ab und leitet die Konditionen entsprechend weiter, sodass eine Bewertungseinheit zwischen dem externen und internen Devisentermingeschäft vorliegt und somit für diese Geschäfte auf die Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste verzichtet wird. 6. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG Der Jahresabschluss der Dürr Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 weist einen Bilanzgewinn von 363.705 Tsd. € aus. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, 72.662 Tsd. € als Dividende für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten und 291.043 Tsd. € auf neue Rechnung vorzutragen. Demnach entfällt auf eine Stückaktie eine Bardividende von 2,10 €. 7. KONZERNABSCHLUSS Die Gesellschaft stellt zum 31. Dezember 2016 einen Konzernabschluss nach § 315a HGB auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Bundesanzeiger sowie im Internet unter www.durr.de veröffentlicht. 8. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX/ERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr AG am 14. Dezember 2016 in Bietigheim-Bissingen abgegeben und den Aktionären durch die Veröffentlichung im Internet zugänglich gemacht. 9. ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR Das Abschlussprüferhonorar wird im Konzernabschluss der Dürr AG angegeben. 10. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Dr. Jochen Weyrauch ist seit 1. Januar 2017 Mitglied des Vorstands und verantwortet seither die Divisions Measuring and Process Systems und Clean Technology Systems sowie die Ressorts Corporate Development und Informationstechnologie. Carlo Crosetto trat am 1. März 2017 in den Vorstand ein und wird Herrn Heuwing als Finanzvorstand nachfolgen. Die Berufung durch den Aufsichtsrat erfolgte am 8. Februar 2017. Es gab keine weiteren außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts. 11. MITGLIEDER DES VORSTANDS Ralf W. Dieter Vorsitzender • Unternehmenskommunikation, Personal (Arbeitsdirektor), Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement, Interne Revision, Corporate Compliance • Division Paint and Final Assembly Systems Division Application Technology • Division Measuring and Process Systems (bis 31.12.2016) • Division Woodworking Machinery and Systems (seit 01.01.2017) ■ Carl Schenck AG, Darmstadt1 (Vorsitzender) ■ Dürr Systems AG, Stuttgart1 (Vorsitzender) ■ HOMAG Group AG, Schopfloch1, 2 (Vorsitzender seit 13.12.2016) ■ iTAc Software AG, Montabaur1 (Vorsitzender) ■ Körber AG, Hamburg ■ Schuler AG, Göppingen2 □ Andritz AG, Graz, Österreich2 (bis 30.03.2016) □ Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai, V.R. China1 (Supervisor) Dr. Jochen Weyrauch (seit 01.01.2017) • Informationstechnologie, Corporate Development • Division Measuring and Process Systems • Division clean Technology Systems Ralph Heuwing (bis 14.05.2017) • Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility (bis 28.02.2017, ab 01.03.2017 Übergabe an Carlo Crosetto), Informationstechnologie (bis 31.12.2016) • Division clean Technology Systems (bis 31.12.2016) • Division Woodworking Machinery and Systems (bis 31.12.2016) • Dürr Consulting (bis 31.12.2016) ■ Carl Schenck AG, Darmstadt1 (bis 27.02.2017) ■ Dürr Systems AG, Stuttgart1 (01.03.2016 - 28.02.2017) ■ HOMAG Group AG, Schopfloch1,2 (Vorsitzender bis 13.12.2016) ■ MCH Management Capital Holding AG, München ■ Ringmetall AG, München2 (seit 01.08.2016) □ Ivoclar Vivadent AG, Schaan, Liechtenstein (seit 31.08.2016, Mitglied des Verwaltungsrats) Carlo Crosetto (seit 01.03.2017) • Finanzen/Controlling, Investor Relations, Risikomanagement, Recht/Patente, Global Sourcing, Corporate Social Responsibility ■ Carl Schenck AG, Darmstadt1 (seit 27.02.2017) ■ Dürr Systems AG, Stuttgart1 (seit 01.03.2017) • Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder ■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten □ Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien 1 Konzernmandat 2 börsennotiert DIE INDIVIDUELLEN VERGÜTUNGSAUFWENDUNGEN FÜR DIE VORSTANDSMITGLIEDER IM GESCHÄFTSJAHR SETZEN SICH AUS FOLGENDEN BESTANDTEILEN ZUSAMMEN scroll Ralf W. Dieter Vorstandsvorsitzender Ralph Heuwing Finanzvorstand Gewährte Zuwendungen in € 2015 2016 2016 (Min) 2016 (Max) 2015 2016 Grundvergütung1 (Festvergütung) 800.000 800.000 800.000 800.000 409.382 650.000 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen, etc.) 47.594 49.179 49.179 49.179 35.938 33.125 Summe 847.594 849.179 849.179 849.179 445.320 683.125 Einjährige variable Vergütung (STI) 1.445.120 1.581.260 0 1.600.000 1.300.608 1.423.134 Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 1.200.000 1.200.000 0 1.200.000 1.200.000 1.200.000 Variable Vergütung LTI 2013 - 2015 400.000 0 0 0 400.000 0 Variable Vergütung LTI 2014 - 2016 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 Variable Vergütung LTI 2015 - 2017 400.000 400.000 0 400.000 400.000 400.000 Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 0 400.000 0 400.000 0 400.000 Sonstige variable Vergütung 200.000 0 0 350.000 200.000 100.000 Summe 3.692.714 3.630.439 849.179 3.999.179 3.145.928 3.406.259 Beitrag Versorgungszusage 200.000 640.000 480.000 640.000 175.000 209.000 Gesamtvergütung 3.892.714 4.270.439 1.329.179 4.639.179 3.320.928 3.615.259 scroll Ralph Heuwing Finanzvorstand Gewährte Zuwendungen in € 2016 (min) 2016 (max) Grundvergütung1 (Festvergütung) 650.000 650.000 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen, etc.) 33.125 33.125 Summe 683.125 683.125 Einjährige variable Vergütung (STI) 0 1.440.000 Summe der mehrjährigen variablen Vergütung (LTI) 0 1.200.000 Variable Vergütung LTI 2013 - 2015 0 0 Variable Vergütung LTI 2014 - 2016 0 400.000 Variable Vergütung LTI 2015 - 2017 0 400.000 Variable Vergütung LTI 2016 - 2018 0 400.000 Sonstige variable Vergütung 0 300.000 Summe 683.125 3.623.125 Beitrag Versorgungszusage 100.000 209.000 Gesamtvergütung 783.125 3.832.125 scroll Ralf W. Dieter Vorstandsvorsitzender Ralph Heuwing Finanzvorstand Zufluss in € 2015 2016 2015 2016 Grundvergütung1 (Festvergütung) 800.000 800.000 409.382 650.000 Nebenleistungen (Sachbezüge, Zuschüsse zu Versicherungen etc.) 47.594 49.179 35.938 33.125 Summe 847.594 849.179 445.320 683.125 Einjährige variable Vergütung (STI) 1.200.000 645.120 1.100.000 600.608 Mehrjährige variable Vergütung (LTI) 1.500.000 1.200.000 1.500.000 1.200.000 Sonstige variable Vergütung 200.000 0 200.000 100.000 Summe 3.747.594 2.694.299 3.245.320 2.583.733 Beitrag Versorgungszusage 200.000 424.512 175.000 195.061 Gesamtvergütung 3.947.594 3.118.811 3.420.320 2.778.794 1) in dem Zeitraum, in dem Herr Heuwing in Personalunion Vorstandsvorsitzender der HOMAG Group AG war (1. Dezember 2014 bis 31. August 2015), wurde seine Grundvergütung jeweils hälftig von der Dürr AG und der HOMAG Group AG getragen. Als Zahlung aus der LTI-Tranche 2013 bis 2015 erhielt der Vorstand insgesamt 2.400 Tsd. €. Diese wurden mit der Entgeltabrechnung nach der Hauptversammlung 2016 ausbezahlt. Aus der LTI-Tranche 2012 bis 2014 erhielt der Vorstand 3.000 Tsd. €, die im Jahr 2015 ausbezahlt wurden. An frühere Mitglieder des Vorstands wurden Pensionsbezüge in Höhe von 542 Tsd. € (Vorjahr: 545 Tsd. €) bezahlt. Die Pensionsverpflichtungen für diesen Personenkreis sind im Geschäftsjahr 2016 in einem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 1.716 Tsd. € (Vorjahr: 1.677 Tsd. €) ausgewiesen. Der Bilanzausweis resultiert aus dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.014 Tsd. € (Vorjahr: 8.186 Tsd. €) abzüglich der Zeitwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 9.731 Tsd. € (Vorjahr: 9.863 Tsd. €). 12. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS Klaus Eberhardt1 ,4 ,5 Selbstständiger Berater, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Rheinmetall AG, Düsseldorf Vorsitzender ■ ElringKlinger AG, Dettingen/Erms6 ■ MTU Aero Engines AG, München6 (Vorsitzender) Hayo Raich1 ,3 ,4 Freigestellter Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Stv. Vorsitzender ■ Dürr Systems AG, Stuttgart (Stv. Vorsitzender) Karl-Heinz Streibich1 ,4 ,5 Vorsitzender des Vorstands der Software AG, Darmstadt Weiterer stv. Vorsitzender ■ Deutsche Telekom AG, Bonn6 ■ Deutsche Messe AG, Hannover Stefan Albert3 ,4 Freigestellter Vorsitzender des Betriebsrats der Schenck RoTec GmbH, Darmstadt (bis 31.07.2016) (bis 04.05.2016) ■ Betriebspensionskasse der Firma Carl Schenck AG VVaG, Darmstadt (bis 31.07.2016) Mirko Becker2 ,3 Freigestelltes Mitglied des Konzernbetriebsrats der Dürr AG, Stuttgart Freigestelltes Mitglied des Betriebsrats der Dürr Systems AG, Stuttgart, am Standort Bietigheim-Bissingen Prof. Dr. Alexandra Dürr2 ,5 Professorin für medizinische Genetik an der Universität Pierre et Marie Curie (UPMC) und Oberärztin im Département de Génétique, Groupe Hospitalier Pitié-Salpêtrière, Paris, Frankreich Gerhard Federer2 Selbstständiger Berater (seit 04.05.2016) ■ HOMAG Group AG, Schopfloch6 Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Karlsruhe ■ Harmonic Drive AG, Limburg an der Lahn (bis 31.12.2016) ■ MAFA-Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Aalen (bis 30.06.2016) Carmen Hettich-Günther3 Freigestellte Konzernbetriebsratsvorsitzende der HOMAG Group AG, Schopfloch (seit 04.05.2016) ■ HOMAG GmbH, Schopfloch ■ HOMAG Group AG, Schopfloch6 Thomas Hohmann3 Personalleiter der Dürr Systems AG, Stuttgart Guido Lesch1 ,3 Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle, Völklingen (bis 04.05.2016) ■ Saarschmiede GmbH Freiformschmiede, Völklingen (Stv. Vorsitzender) Dr. Herbert Müller2 Rechtsanwalt (bis 04.05.2016) Dr. Anja Schuler Aufsichtsrätin, Zürich, Schweiz (seit 03.02.2016) ■ HOMAG Group AG, Schopfloch6 Dr. Martin Schwarz-Kocher2 ,3 Geschäftsführer der IMU Institut GmbH, Stuttgart Dr. Astrid Ziegler1 ,3 Ressortleiterin für Industrie-, Struktur- und Energiepolitik beim IG Metall Vorstand, Frankfurt/Main (seit 04.05.2016) ■ Pfleiderer Deutschland GmbH, Neumarkt/Oberpfalz Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats 1 Mitglied Präsidium und Personalausschuss 2 Mitglied Prüfungsausschuss 3 Vertreter der Arbeitnehmer 4 Mitglied Vermittlungsausschuss 5 Mitglied Nominierungsausschuss 6 börsennotiert ■ Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten DIE INDIVIDUELLEN VERGÜTUNGEN DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER SETZEN SICH WIE FOLGT ZUSAMMEN: scroll € Grund- vergütung Vergütung Ausschuss- mitgliedschaft Sitzungsgeld2 Variable Vergütung Gesamt Klaus Eberhardt Vorsitzender 120.000,00 11.250,00 9.000,00 61.500,00 201.750,00 (2015) (60.000,00) (11.250,00) (9.000,00) (105.000,00) (185.250,00) Hayo Raich1 Stv. Vorsitzender 60.000,00 5.000,00 9.000,00 30.750,00 104.750,00 (2015) (30.000,00) (5.000,00) (9.000,00) (52.500,00) (96.500,00) Karl-Heinz Streibich Weiterer Stv. Vorsitzender 60.000,00 7.500,00 7.000,00 30.750,00 105.250,00 (2015) (30.000,00) (7.500,00) (9.000,00) (52.500,00) (99.000,00) Stefan Albert1 (bis 04.05.2016) 16.666,67 - 2.000,00 8.541,67 27.208,34 (2015) (20.000,00) (-) (7.000,00) (35.000,00) (62.000,00) Mirko Becker1 40.000,00 10.000,00 9.000,00 20.500,00 79.500,00 (2015) (20.000,00) (9.000,00) (11.000,00) (35.000,00) (75.000,00) Prof. Dr. Alexandra Dürr 40.000,00 12.500,00 9.000,00 20.500,00 82.000,00 (2015) (20.000,00) (11.500,00) (11.000,00) (35.000,00) (77.500,00) Gerhard Federer (seit 04.05.2016) 26.666,67 13.333,33 6.000,00 13.666,67 59.666,67 Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka 40.000,00 - 6.000,00 20.500,00 66.500,00 (2015) (20.000,00) (-) (6.000,00) (35.000,00) (61.000,00) Carmen Hettich-Günther1 (seit 04.05.2016) 26.666,67 - 4.000,00 13.666,67 44.333,34 Thomas Hohmann 40.000,00 - 6.000,00 20.500,00 66.500,00 (2015) (20.000,00) (-) (7.000,00) (35.000,00) (62.000,00) Guido Lesch1 (bis 04.05.2016) 16.666,67 2.083,33 3.000,00 8.541,67 30.291,67 (2015) (20.000,00) (5.000,00) (8.000,00) (35.000,00) (68.000,00) Dr. Herbert Müller (bis 04.05.2016) 16.666,67 8.333,33 3.000,00 8.541,67 36.541,67 (2015) (20.000,00) (18.000,00) (11.000,00) (35.000,00) (84.000,00) Dr. Anja Schuler (seit 03.02.2016) 36.666,67 - 6.000,00 18.791,67 61.458,34 Dr. Martin Schwarz-Kocher1 40.000,00 10.000,00 9.000,00 20.500,00 79.500,00 (2015) (20.000,00) (9.000,00) (10.000,00) (35.000,00) (74.000,00) Pro. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Klaus Wucherer - - - - - (bis 31.12.2015) (20.000,00) (-) (6.000,00) (35.000,00) (61.000,00) Dr. Astrid Ziegler1 (seit 04.05.2016) 26.666,67 3.333,33 6.000,00 13.666,67 49.666,67 Gesamt 606.666,69 83.333,32 94.000,00 310.916,69 1.094.916,70 (Gesamt 2015) (300.000,00) (76.250,00) (104.000,00) (525.000,00) (1.005.250,00) * Arbeitnehmervertreter 1 Diese Arbeitnehmervertreter haben erklärt, ihre Vergütung nach den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böcklerstiftung abzuführen. 2 für Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen 13. OFFENLEGUNGSPFLICHTIGE MITTEILUNGEN ÜBER BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 20 ABS. 1 ODER ABS. 4 AKTG ODER NACH § 21 ABS. 1 ODER ABS. 1A WPHG Folgende Mitteilungen wurden europaweit veröffentlicht: Stimmrechtsmitteilung vom 28.02.2017 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Asset Management Investment GmbH, Frankfurt 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 23.02.2017 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7. b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 3,21 % 0,00 % 3,21 % 34601040 letzte Mitteilung N/A % N/A % N/A % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 1111708 0 3,21 % 0,00 % Summe 1111708 3,21 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 13.05.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Henderson Group plc, London, Großbritannien 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 11.05.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7. b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 2,62 % 0,00 % 2,62 % 34601040 letzte Mitteilung 3,0005 % 0,00 % 3,0005 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 906359 % 2,62 % Summe 906359 2,62 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 02.03.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 24.02.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7. b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,69 % 3,04 % 4,73 % 34601040 letzte Mitteilung 1,93 % 3,32 % 5,25 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 583236 0 1,69 % 0,00 % Summe 583236 1,69 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Optionsscheine 14.12.2016 81837 0,24 % Rückerwerbsansprüche 16822 0,05 % Kaufoption 16.12.2016 Jederzeit / Anytime 120500 0,35 % Summe 219159 0,63 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Verkaufsoption 16.12.2016 Jederzeit Physisch 288053 0,83 % Swaps 04.01.2018 Bar 545056 1,58 % Summe 833109 2,41 % 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 23.02.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten Erwerb/Veräußerung von Instrumenten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 16.02.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 1,93 % 3,32 % 5,25 % 34601040 letzte Mitteilung % % % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 668779 0 1,93 % 0,00 % Summe 668779 1,93 % b.1. Instrumente i.s.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Optionsscheine 14.12.2016 77837 0,22 % Rückerwerbsansprüche 32876 0,10 % Kaufoption 16.12.2016 Jederzeit 121500 0,35 % Summe 232213 0,67 % b.2. Instrumente i.s.d. § 25 Abs. 1 Nt 2 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Verkaufsoption 16.12.2016 Jederzeit Physisch 289364 0,84 % Swaps 04.01.2018 Bar 626727 1,81 % Summe 916091 2,65 % 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 11.02.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 11.02.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7. b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 2,83 % % 2,83 % 34601040 letzte Mitteilung 3,56 % % 3,56 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte [§§ 21, 22 WpHG] scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 977901 2,83 % % Summe 977901 2,83 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 08.02.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Henderson Group plc, London, Großbritannien 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 02.02.2016 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten neu 3,0005 % 0,00 % 3,0005 % 34.601.040 letzte Mitteilung % % % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG) scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 1038201 % 3,0005 % Summe 1.038.201 3,0005 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG: - b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 11.01.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Morgan Stanley, Wilmington, Delaware Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 31.12.2015 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte neu 1,52 % 2,49 % 4,01 % 34601040 letzte Mitteilung 1,60 % 6,54 % 8,14 % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG] scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE00055665204 0 525832 0 % 1,52 % Summe 525832 1,52 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Rückforderungsanspruch aus Wertpapierdarlehensverträgen zu jeder Zeit zu jeder Zeit 860672 2,49 % Summe 860672 2,49 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: - 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 08.01.2016 1. Angaben zum Emittenten: Dürr Aktiengesellschaft 2. Grund der Mitteilung: Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten 3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen: Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika 4. Namen der Aktionäre: siehe 3. 5. Datum der Schwellenberührung: 30.12.2015 6. Gesamtstimmrechtsanteile scroll Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a.+7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte neu 1,60 % 6,54 % 8,14 % 34601040 letzte Mitteilung % % % / 7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen a. Stimmrechte [§§ 21, 22 WpHG] scroll ISIN absolut in % direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) DE0005565204 0 553021 0 % 1,60 % Summe 553021 1,60 % b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG scroll Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte in % Rückforderungsanspruch aus Wertpapierdarlehensverträgen zu jeder Zeit zu jeder Zeit 2259467 6,53 % Futures 18.03.2016 18.03.2016 3000 0,01 % Summe 2262467 6,54 % b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG: - 8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen: Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen: scroll Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher Morgan Stanley % % % Morgan Stanley International Holdings Inc. % % % MS Equity Financing Services (Luxembourg) S.A. % % % Morgan Stanley % % % Morgan Stanley International Holdings Inc. % % % Morgan Stanley International Limited % % % Morgan Stanley UK Group % % % Morgan Stanley Investments (UK) % % % Morgan Stanley & Co. International plc % % 5,13 % Morgan Stanley % % % Morgan Stanley Investment Management Inc. % % % Morgan Stanley % % % Morgan Stanley Capital Management, LLC % % % Morgan Stanley Domestic Holdings, Inc. % % % Morgan Stanley & Co. LLC % % % 9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG): - Stimmrechtsmitteilung vom 17.11.2014 Die ALECTA PENSIONSFÖRSÄKRING, Stockholm, Schweden hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 17.11.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 11.11.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,15% (das entspricht 1090000 Stimmrechten) betragen hat. Stimmrechtsmitteilung vom 05.07.2013 Die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03.07.2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland am 01.07.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,468 % (das entspricht 1200000 Stimmrechten) betragen hat. Stimmrechtsmitteilung vom 05.04.2011 Herr Heinz Dürr, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. 28,14 % der Stimmrechte (das entspricht 4867806 Stimmrechten) sind Herrn Dürr gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Heinz Dürr GmbH zuzurechnen. Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens. Die Heinz Dürr GmbH, Berlin, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 04.04.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dürr Aktiengesellschaft, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, ISIN: DE0005565204, WKN: 556520 am 31.03.2011 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 28,14 % (das entspricht 4867806 Stimmrechten) betragen hat. Sonstige Erläuterungen: Rückgabe eines Wertpapierdarlehens. Bietigheim-Bissingen, den 8. März 2017 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand Ralf W. Dieter Ralph Heuwing Dr. Jochen Weyrauch Carlo Crosetto ANLAGE A Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016 scroll Tsd. € Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte Geleistete Anzahlungen Sachanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Wertpapiere Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2016 14.833 47 591 740.912 16.698 26.206 Zugänge 206 40 45 4.000 - 6 Abgänge -17 - - - -7.015 16.824 Umbuchungen 47 -47 - - - - Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 15.069 40 636 744.912 9.683 9.388 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2016 4.478 - 306 - - 1.328 Abschreibungen 878 - 69 - - 291 Abgänge -3 - - - - -1.186 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 5.353 - 375 - - 433 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 9.716 40 261 744.912 9.683 8.955 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 10.355 47 285 740.912 16.698 24.878 scroll Tsd. € Gesamt Kumulierte Anschaffungswerte zum 1. Januar 2016 799.287 Zugänge 4.297 Abgänge -23.856 Umbuchungen - Kumulierte Anschaffungswerte zum 31. Dezember 2016 779.728 Kumulierte Abschreibungen zum 1. Januar 2016 6.112 Abschreibungen 1.238 Abgänge -1.189 Kumulierte Abschreibungen zum 31. Dezember 2016 6.161 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2016 773.567 Restbuchwerte zum 31. Dezember 2015 793.175 * Die Sachanlagen beinhalten ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattung. ANLAGE B Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß §§ 285 und 313 HGB zum 31.12.2016 Die Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurden für die Beteiligungen, die ihren Sitz in Deutschland haben, aus den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüssen entnommen. Für alle übrigen Gesellschaften stellten die nach den Vorschriften der IFRS aufgestellten Abschlüsse (Reporting Packages) die Grundlage für diese Angaben dar. scroll Name und Sitz Anteil am Kapital in % Eigenkapital in Tsd. € Jahresergebnis* in Tsd. € A. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Deutschland Benz GmbH Werkzeugsysteme, Haslach im Kinzigtal 51 12.250 2.717 Carl Schenck AG, Darmstadt1 100 94.960 0 DUALIS GmbH IT Solution, Dresden 100 486 196 Dürr Assembly Products GmbH, Püttlingen1 100 5.981 0 Dürr Clean Energy GmbH, Stuttgart 100 44 -2 Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt1 100 46.617 0 Dürr International GmbH, Stuttgart1 100 12.428 0 Dürr IT Service GmbH, Stuttgart1 100 68 0 Dürr Somac GmbH, Stollberg1 100 5.015 0 Dürr Systems AG, Stuttgart1 100 145.363 0 Dürr Systems Wolfsburg GmbH, Wolfsburg1 100 1.566 0 Dürr Technologies GmbH, Stuttgart1 100 269.606 0 Dürr thermea GmbH, Ottendorf-Okrilla 87,6 -2.249 -1.283 HOMAG Automation GmbH, Lichtenberg/Erzgebirge1 100 15.488 0 HOMAG Bohrsysteme GmbH, Herzebrock-Clarholz (vormals Weeke Bohrsysteme GmbH) 100 35.786 6.998 HOMAG eSOLUTION GmbH, Schopfloch 51 1.760 173 HOMAG Finance GmbH, Schopfloch 100 62.938 12.236 HOMAG GmbH, Schopfloch (vormals Homag Holzbearbeitungssysteme GmbH)1 100 86.546 0 Homag Group AG, Schopfloch1 55,9 106.835 0 HOMAG Kantentechnik GmbH, Lemgo (vormals Brandt Kantentechnik GmbH)1 100 19.602 0 HOMAG Plattenaufteiltechnik GmbH, Calw (vormals HOLZMA Plattenaufteiltechnik GmbH)1 100 14.025 0 iTAC Software AG, Montabaur 100 12.044 -666 Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach1 100 1.838 0 Schenck RoTec GmbH, Darmstadt1 100 9.226 0 Schenck Technologie- und Industriepark GmbH, Darmstadt1 100 12.540 0 SCHULER Consulting GmbH, Pfalzgrafenweiler 100 -225 -776 Torwegge Holzbearbeitungsmaschinen GmbH, Schopfloch 100 15 421 Weinmann Holzbausystemtechnik GmbH, St. Johann 75,9 3.077 898 Andere EU-Länder AGRAMKOW Fluid Systems A/S, Sønderborg / Dänemark 100 -7.437 786 Carl Schenck Machines en Installaties B.V., Rotterdam / Niederlande 100 895 202 Carl Schenck spol. s r.o., Modřice / Tschechische Republik 100 426 27 CPM S.p.A., Beinasco / Italien 51 16.097 4.159 Datatechnic S.A.S., Uxegney / Frankreich 100 9.040 1.517 Duerr Cyplan Limited, Aldermaston / Großbritannien 100 4.184 -408 Dürr Anlagenbau Gesellschaft m.b.H., Zistersdorf / Österreich 100 3.004 382 Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans / Frankreich 100 1.442 22 Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany / Tschechische Republik 100 2.839 999 Dürr Ltd., Warwick / Großbritannien 100 9.236 4.238 Dürr Poland Sp. z o.o., Radom / Polen 100 8.669 2.339 Dürr Systems Szech Republic a.s., Ledeč nad Sázavou / Tschechische Republik 100 4.331 -434 Dürr Systems S.A.S., Guyancourt / Frankreich 100 20.118 701 Dürr Systems Spain S.A.U., San Sebastián / Spanien 100 8.309 4.284 Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei 100 -33 -83 E&P Turbo Ltd., Aldermaston / Großbritannien 100 292 -1.198 HOLZMA PLATTENAUFTEILTEcHNIK, S.A. Unipersonal, L'Amettla del Vallès / Spanien 100 4.859 2.006 HOMAG AUSTRIA Gesellschaft m.b.H., Oberhofen am Irrsee / Österreich 100 983 239 HOMAG DANMARK A/S, Galten / Dänemark 100 1.739 686 HOMAG ESPAÑA MAQUINARIA, S.A., Llinars del Vallès / Spanien 100 2.221 787 HOMAG France S.A.S., Schiltigheim / Frankreich 100 5.925 1.872 HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien 100 691 92 HOMAG ITALIA S.p.A., Giussano / Italien 100 4.244 1.565 Homag Machinery Środa Sp. z o.o., Środa Wielkopolska / Polen 100 8.256 1.189 HOMAG POLSKA Sp. z o.o., Środa Wielkopolska / Polen 100 31.288 1.719 HOMAG U.K. LTD., Castle Donington / Großbritannien 100 4.626 1.180 Olpidürr S.p.A., Novegro di Segrate / Italien 65 5.716 249 Schenck Italia S.r.l., Paderno Dugnano / Italien 100 536 60 Schenck Limited, Warwick / Großbritannien 100 2.650 786 Schenck S.A.S., Jouy-le-Moutier / Frankreich 100 7.690 497 Stimas Engineering S.r.l., Turin / Italien 51 112 18 Verind S.p.A., Rodano / Italien2 50 7.632 1.645 Sonstige europäische Länder CPM Automation d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100 157 27 Dürr Systems Makine Mühendislik Proje Ithalat ve Ihracat Ltd. Sirketi, Izmit-Kocaeli / Türkei 100 744 274 Homag (Schweiz) AG, Höri / Schweiz 100 5.807 1.917 OOO "Homag Russland", Moskau / Russland 100 422 218 OOO Dürr Systems RUS, Moskau / Russland 100 500 -630 Schenck Industrie-Beteiligungen AG, Glarus / Schweiz 100 12.699 -3.529 UCM AG, Rheineck / Schweiz 100 993 -1.615 Nordamerika / Zentralamerika BENZ INCORPORATED, Charlotte, North Carolina / USA 100 963 -6 Dürr de México, S.A. de C.V., Santiago de Querétaro / Mexiko 100 6.679 917 Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan / USA 100 13.324 872 Dürr Inc., Southfield, Michigan / USA 100 37.834 0 Dürr Systems Canada, Corp., Windsor, Ontario / Kanada 100 0 0 Dürr Systems Inc., Southfield, Michigan / USA 100 134.695 10.332 HOMAG CANADA INc., Mississauga, Ontario / Kanada 100 4.994 1.121 Homag Machinery North America, Inc., Grand Rapids, Michigan / USA (vormals Weeke North America, Inc.) 100 67 25 iTAc Software Inc., Southfield, Michigan / USA 100 -747 85 Schenck Corporation, Deer Park, New York / USA 100 72.652 60 Schenck México, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt / Mexiko 100 592 -11 Schenck RoTec Corporation, Southfield, Michigan / USA 100 4.088 899 Schenck Trebel Corporation, Deer Park, New York / USA 100 25.531 775 STILES MACHINERY, INc., Grand Rapids, Michigan / USA 100 24.560 11.695 Südamerika AGRAMKoW do Brasil Ltda., Indaiatuba / Brasilien 100 2.786 93 Dürr Brasil Ltda., São Paulo / Brasilien 100 12.929 315 HOMAG INDÚSTRIA E COMÉRCIO DE MÁQUINAS PARA MADEIRA LTDA., Taboão da Serra / Brasilien 100 3.308 -860 Irigoyen 330 S.A., Buenos Aires / Argentinien 100 118 0 VERIND BRASIL SERVICOS E SOLUCOES LTDA. - EPP, Belo Horizonte / Brasilien2 100 1.043 218 Afrika / Asien / Australien AGRAMKOW Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 1.364 1.088 Dürr (Thailand) Co., Ltd., Bangkok / Thailand 100 2.125 186 Dürr Africa (Pty.) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika 100 3.085 1.714 Dürr India Private Ltd., Chennai / Indien 100 5.176 1.516 Dürr Japan K.K., Tokio / Japan 100 -428 -292 Dürr Korea Inc., Seoul / Südkorea 100 11.707 2.781 Dürr Paintshop Systems Engineering (Shanghai) Co. Ltd., Schanghai / V. R. China 100 109.114 43.876 Durr Systems (Malaysia) Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia 100 1.016 -25 Dürr Systems Maroc sarl au, Tanger / Marokko 100 448 88 EPE Fund3 (RF) (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika2 100 10 0 HA (THAILAND) Co. LTD., Bangkok / Thailand 100 333 21 HA MALAYSIA SDN. BHD., Puchong / Malaysia 100 -426 -72 HOMAG ASIA PTE LTD, Singapur / Singapur 100 1.335 138 Homag Australia Pty. Limited, Sydney / Australien 100 2.213 412 Homag India Private Limited, Bangalore / Indien 99,9 1.295 341 Homag Japan Co., Ltd., Higashiosaka / Japan 100 7.601 2.303 HOMAG Korea Co., LTD., Seoul / Südkorea 54,6 3.407 918 Homag Machinery (Shanghai) CO., Ltd., Schanghai / V. R. China 81,3 24.351 3.408 HOMAG Machinery Bangalore Private Limited, Bangalore / Indien 100 1.953 -15 HOMAG NEW ZEALAND LIMITED, Auckland / Neuseeland 100 0 0 Luhlaza Industrial Services (Pty) Ltd., Port Elizabeth / Südafrika2 75 520 447 Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur / Indien 100 1.752 -322 PT Durr Systems Indonesia, Jakarta / Indonesien 100 904 -14 Schenck RoTec India Limited, Noida / Indien 100 6.534 657 Schenck Shanghai Machinery Corp. LTD, Schanghai / V. R. China 100 34.792 3.958 Shanghai Shenlian Testing Machine Works Co., Ltd., Schanghai / V. R. China 100 272 -21 b. Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Aviva Vermögensverwaltung GmbH, München / Deutschland 100 -1.074 -4 Futura GmbH, Schopfloch / Deutschland 100 25 0 H O M A G Equipment Machinery Trading LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate3 49 -335 20 HOMAG Arabia FZE, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 100 85 -140 Hüllhorst GmbH i.L., Löhne / Deutschland 100 0 0 Unterstützungseinrichtung der Carl Schenck AG, Darmstadt, GmbH, Darmstadt / Deutschland 100 1.131 9 WTA Weinviertler Technik Akademie GmbH, Zistersdorf / Österreich 100 18 0 C. At equity bewertete Beteiligungen HOMAG CHINA GOLDEN FIELD LIMITED, Hongkong / V. R. China 25 31.258 6.138 LaTherm Abwicklungsgesellschaft mbH, Dortmund / Deutschland 28,1 0 0 Nagahama Seisakusho Ltd., Osaka / Japan 50 40.544 4.217 Prime Contractor Consortium FAL China, Stuttgart / Deutschland 50 0 0 D. Sonstige Beteiligungen Fludicon GmbH, Darmstadt / Deutschland 1,4 0 0 HeatMatrix Group B.V., Utrecht / Niederlande 14,8 1.316 -664 Parker Engineering Co., Ltd., Tokio / Japan 10 67.865 7.477 SBS Ecoclean GmbH, Stuttgart / Deutschland 15 55.086 -24 * Beteiligung gemäß § 16 AktG ** Deutsche Gesellschaften HGB-Werte, ausländische Gesellschaften IFRS-Werte 1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Obergesellschaft 2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten 3 Anteil am Stimmrecht 100% Bestätigungsvermerk der Dürr Aktiengesellschaft Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dürr Aktiengesellschaft, Stuttgart, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Stuttgart, 8. März 2017 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Marbler, Wirtschaftsprüfer Hummel, Wirtschaftsprüfer Entsprechenserklärung der Dürr AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Dürr Aktiengesellschaft erklären hiermit gemäß § 161 Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz, dass seit der Entsprechenserklärung vom 16. Dezember 2015 den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Kodex") in der Fassung vom 5. Mai 2015 - bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 - mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird: Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung (Ziffer 3.8 Absätze 2 und 3) Für die Mitglieder des Aufsichtsrats bestand und besteht eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt (Gruppenversicherung). Der Empfehlung in Ziffer 3.8 Absatz 3 i.V.m. Absatz 2 des Kodex wurde und wird daher nicht entsprochen. Die Einführung eines Selbstbehalts für Mitglieder des Aufsichtsrats ist nicht geplant, weil die Dürr AG nicht der Auffassung ist, dass das bereits hohe Engagement und das Verantwortungsbewusstsein der Mitglieder des Aufsichtsrats durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts weiter gesteigert werden können. Zudem ist zu berücksichtigen, dass für die sechs Arbeitnehmervertreter des paritätisch besetzten Aufsichtsrats der Dürr AG die persönliche Versicherung des verbleibenden Restrisikos (in Höhe des Selbstbehalts) auf eigene Kosten unverhältnismäßig teuer wäre. Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Begrenzung der Aufsichtsratszugehörigkeitsdauer (Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3) Den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Absätze 2 und 3 des Kodex wird nicht entsprochen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats geht mit der Benennung und Veröffentlichung konkreter Ziele für seine Zusammensetzung und deren regelmäßiger Anpassung ein nicht unerheblicher Aufwand einher, der mit Blick auf die Größe des Aufsichtsrats und die nochmals gestiegene Arbeitsbelastung des Gremiums aufgrund gesetzlicher Neuerungen nicht mehr gerechtfertigt erscheint. Außerdem ginge mit der Festsetzung starrer Ziele die Möglichkeit verloren, herausragende Persönlichkeiten, die nicht in den gesteckten Rahmen passen, für die Mitarbeit im Aufsichtsrat zu gewinnen. Gleiches gilt für eine pauschale Altersgrenze und eine Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer. Zudem ist die Leistungsfähigkeit der Aufsichtsratsmitglieder nach Auffassung der Dürr AG nicht vom Erreichen einer unflexiblen Altersgrenze abhängig. Der Aufsichtsrat wird sich deshalb jeweils erst im Vorfeld der Beschlussfassung über seine Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern mit der gewünschten Zusammensetzung des Gremiums und der Thematik der Zugehörigkeitsdauerbefassen. Dabei wird er möglicherweise auch andere als die in Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex benannten Kriterien berücksichtigen. Im Zeitpunkt dieser Erklärung verfügt der Aufsichtsrat über mehrere Mitglieder, die fundierte Auslandserfahrung mitbringen; die zwei "dienstältesten" Mitglieder arbeiten seit 2006 im Aufsichtsrat mit. Bietigheim-Bissingen, den 14. Dezember 2016 Für den Aufsichtsrat Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats Bietigheim-Bissingen, den 14. Dezember 2016 Für den Vorstand Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands